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Nachdenkseiten Podcast – Info-Krieg + Energiekrise + Julian A. + Markus S.

RT, YouTube und der Info-Krieg

Eine Mitwirkung der deutschen Regierung an der YouTube-Zensur gegen den russischen Sender RT sei eine „Verschwörungstheorie“, sagt Steffen Seibert. Selbst wenn das stimmt – mindestens wegen Untätigkeit ist der deutsche Gesetzgeber mitverantwortlich an einer unhaltbaren Situation: US-Konzerne nehmen willkürlich Einfluss auf den politischen Diskurs in Deutschland. Aus Russland kommen derweil harte verbale Reaktionen auf die Löschung der deutschen YouTube-Kanäle von RT.

Von Tobias Riegel.



Die hausgemachte Energiekrise

Wir steuern auf einen teuren Winter zu. In Europa leeren sich die Erdgas-Vorräte und weltweit steigen die Preise für Erdgas täglich auf neue Rekordwerte. Hierzulande macht man wieder einmal Russland für die Probleme verantwortlich. Der Russe würde zu wenig Gas liefern und Europa erpressen. Doch so einfach ist es nicht. Die Energiekrise kam mit Ansage und ist hausgemacht. Man hat im Namen der Energiewende Atomkraftwerke geschlossen und die Kohleverstromung heruntergefahren, ohne sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen, wie man die Lücken schließen kann. Die Folgen dieser hausgemachten Krise sind global und auch die Inbetriebnahme von Nord Stream 2 kann die Krise zwar mildern, aber nicht beseitigen.

Von Jens Berger

Julian Assange bald in Freiheit oder ein neuerlicher Schachzug seiner Gegner?

Am letzten Sonntag erschien auf Yahoo!News dieser Artikel, der beschreibt, dass die CIA Pläne geschmiedet hat, Julian Assange zu entführen und/oder zu ermorden. Die NachDenkSeiten berichteten darüber in den Hinweisen des Tages. Der Zeitpunkt dieser „Enthüllungen“ fast genau einen Monat vor der Berufungsverhandlung im Auslieferungsverfahren gegen Julian Assange ist bemerkenswert und auch die Autoren sind eigentlich nicht die üblichen Verdächtigen, die sonst Artikel über Wikileaks schreiben. Ich habe versucht, den sehr langen und an Windungen reichen Text etwas genauer und auch zwischen den Zeilen zu lesen.

Von Moritz Müller.



Luftikus Söder und das kurze Gedächtnis unserer Medien

Der CSU-Vorsitzende Söder hat am Wahlabend in der Elefantenrunde (bei Minute 7) im Einvernehmen mit seinem Kollegen Laschet betont, die Möglichkeit einer von der Union geführten Jamaika-Koalition ausloten zu wollen. Den Regierungsanspruch hat er ausdrücklich nicht verneint und er hat dem SPD-Kanzlerkandidaten Scholz auch nicht gratuliert. – Zwei Tage später, am Dienstag nach der Wahl, sieht der Bayer alles anders: In den ersten Minuten seiner gestrigen Pressekonferenz meint Söder, man müsse das Wahlergebnis respektieren, es lasse sich aus dem Wahlergebnis kein Regierungsauftrag an die Union ableiten und es gehöre zum guten Stil, Olaf Scholz zu gratulieren. – So viel Charakterlosigkeit ist nur möglich und erfolgreich, weil unsere Hauptmedien unkritisch sind, gedankenlos, ohne Gedächtnis.

Von Albrecht Müller.

Cyber-Zensoren: Wie YouTube, Facebook und Google das einst freie Internet beherrschen

In der virtuellen Welt ist eine Art Krieg unter den Plattformen ausgebrochen und der Konflikt scheint jenseits des Einflusses der Regierungen zu liegen. Seit einiger Zeit entscheiden die drei Internetgiganten YouTube, Google und Facebook selbst darüber, welche Nachrichten die Menschen sehen und welcher Präsidentschaftskandidat gefördert wird.

Aber sind die drei Giganten in der Lage, dem Ansturm ausländischer Plattformen wie WeChat zu widerstehen? Wie wird das Finale dieser virtuellen Schlacht unsere Realität beeinflussen?

Meinungsfaschismus – Ken Jebsen im Gespräch mit Julia Szarvasy

Mit der willkürlichen Zensur bei YouTube und anderen Internetkonzernen sowie der systematischen Bekämpfung von Querdenkern und Alternativen Medien, nimmt KenFM-Initiator Ken Jebsen die Herausforderung an, neue Wege zu gehen und etwas Neues zu schaffen. Ein analoges soziales Netzwerk soll entstehen – ähnlich einem Campus. Über die ambitionierten Pläne spricht Ken Jebsen im Gespräch mit Julia Szarvasy.

yber-Zensoren: Wie YouTube, Facebook und Google das einst freie Internet beherrschen

In der virtuellen Welt ist eine Art Krieg unter den Plattformen ausgebrochen und der Konflikt scheint jenseits des Einflusses der Regierungen zu liegen. Seit einiger Zeit entscheiden die drei Internetgiganten YouTube, Google und Facebook selbst darüber, welche Nachrichten die Menschen sehen und welcher Präsidentschaftskandidat gefördert wird.

Aber sind die drei Giganten in der Lage, dem Ansturm ausländischer Plattformen wie WeChat zu widerstehen? Wie wird das Finale dieser virtuellen Schlacht unsere Realität beeinflussen?

Jetzt ist es also raus: Ken Jebsen ist Jude – Die Hetzjagd 4.0 in Dunkeldeutschland kann beginnen

Jetzt ist es also raus: Ken Jebsen ist Jude – Die Hetzjagd 4.0 in Dunkeldeutschland kann beginnen

Nach einem mehrstündigen Telefonat mit Ken Jebsen, das ihm die Tränen in die Augen getrieben hat, lässt Rüdiger Lenz nun die Bombe platzen: Ken Jebsen ist – und das nicht nur im metaphorischen Sinne, sondern wirklich aufgrund seines Blutes und seines Erbguts – Jude. Demnach enstammt Jebsen einer jüdischen Gemeinde durch seinen Großvater mütterlicherseits, deren spezieller, weltweit verfolgter jüdischer Stamm heute nur noch in Haifa lebt. Damit ist es also raus. Man braucht sich nicht mehr länger darüber zu wundern, warum dieser Mann in einem vor antisemitischer und rechter Gesinnung angeblich nur so strotzenden, ehemaligen Land der Dichter und Denker dermaßen verachtet und hasserfüllt bekämpft wird.

In Nazi-Deutschland wurde Jagd auf Behinderte als „unwertes Leben“ gemacht. Im heutigen (Merkel-) Deutschland wird Jagd auf alle diejenigen gemacht, die selbständig denken können. So wie auf den gerade von Youtube gelöschten Ken Jebsen. Der gute & gerne Bürger in marktkonformer Demokratie nimmt dies achselzuckend hin. Im besten Falle. Denn nicht wenige tagesschauguckende Spiegelbildbürger nehmen es mit Genugtuung und Schadenfreude zur Kenntnis, dass da diejenigen Störenfriede, die Ihnen das chipsfutternde Heldendasein am Netflixsofa madig machen wollen, endlich mundtot gemacht werden. Vor allem die Stammleser und -seher von Südtäuscher Zeitung, Relotius-Narrenspiegel und Umnachtungsschau („Tagesschau“) sind sattsam zufrieden. Sie können nun endlich wieder Qualitätsjournalismus konsumieren, ohne dass kognitive Dissonanzen aufsteigen.

Doch während beim kleinen Mann / der kleinen Frau am Sofa inmitten aller massenmedialen Umnachtung zumindest ein mulmiges Gefühl in der Magengrube zurückbleibt, leise ahnend, dass die derzeitige Welle der Zensur und Repression womöglich nur der Auftakt war, um auch ihnen selbst und ihren Kindern demnächst das Fell über die Ohren zu ziehen (siehe „Letzte Worte eines blutenden Hasen im Rinnsal: „Will auch gut und gerne lebähn!“), so wird der Triumph der guten & gernen Zensur andernorts offen begrüßt und akademisch unterfüttert. Diejenigen Akademiker und Experten, die Noam Chomsky als “Wachhunde der Machtelite” beschrieben hat, können nun unter Beweis stellen, dass die Drittmittel und üppigen Gehälter, von denen sie gut & gerne leben, sich ein schmuckes Häuschen mit SUV und ihren Töchtern ein Pferd ermöglichen, nicht fehlinvestiert sind. Sollten sie sich nun etwa als undankbar erweisen und das Scheitholzschlichten, das von ihnen erwartet wird, verweigern?

Als “überfälligen Schritt” bezeichnet  etwa der Kommunikationswissenschaftler und Soziologe Patrick Stegemann in Deutschlandfunk Kultur die Sperrung von KenFM. Eine inhaltliche Rechtfertigung für diese Ansicht bleibt er schuldig. Dass Jebsen ein „Verschwörungserzähler“ sei, genügt. Die Meinungsfreiheit sieht Stegemann durch die aktuelle Zensur nicht gefährdet. Denn jeder könne weiterhin seine Meinung äußern, sie werde im Falle von Jebsen eben nur nicht mehr „verstärkt“. Doch Stegemann wittert weiter Gefahr und moniert, dass „all diese Menschen auf anderen Plattformen wie zum Beispiel Telegram weiter vollkommen unbehelligt kommunizieren können“. Ja, da muss man doch schleunigst etwas gegen unternehmen, oder? Die marktkonforme Demokratie ist in Gefahr.

Doch nicht nur die gut bezahlten Statthalter unserer marktkonformen Provinz laufen nun zu ihrer Hochform auf. Auch eine mittlerweile unüberschaubare Menge an Künstlern, Satirikern, selbsternannten Intellektuellen und Influenzern überbietet sich gerade im Einklopfen von Sargnägeln auf die Kiste, in die wir alle gelegt wurden. Mit frenetischem Grinsen und leuchtenden, fast aus ihren Höhlen tretenden Augen blasen all die Extra3-Typen vom Schlage eines Christian Ehring, die mittlerweile fast zu wandelnden Abbildern ihres giftgrün-schleimtriefenden Extra3-Logos mutiert sind, zum Halali der fröhlichen Hetzjagd auf Andersdenkende. Orwells Hasstage sind eröffnet, die “Schwurbler”, “Aluhüte”, “Verschwörungsthoretiker” ebenso wie “Impfgegner und sonstige Spacken” (Rezo) für vogelfrei erklärt. Der gute & gerne Bürger, der ihnen auf offener Straße oder in den virtuellen Saloons begegnet, darf sie wie anno dazumal ungestraft niederzwingen, um sie mit einer Zahnbürste den Asphalt schrubben zu lassen – unter Hohngelächter und den anfeuernden Rufen der aufgeklärten, fortschrittsfreudigen Mitbürger.

Tja, haben wir allen Ernstes gedacht, dass die Masse dann, wenn es drauf ankommt, anders reagieren wird als anno dazumal, nur weil wir heute Smartphones in den Händen halten statt einem klobigen, kabelgebundenen Volksempfänger? Jetzt, in einer Zeit, in der in Deutschland wieder stacheldrahtbewehrte Internierungslager für Regelbrecher errichtet werden? Doch keine Sorge, die Lager werden wie schon dazumal – nach rein evidenzbasierten Kriterien geführt werden, von Ärzten und Experten, die höchste akademische Ausbildung genossen haben und sich nur der strengen Wissenschaft verpflichtet fühlen.

Ich weiß schon, NS-Vergleiche im „besten Deutschland, das wir je hatten“ sind ja sowas von ja lol ey. Nazi-Vergleiche in einem Land anzustellen, in dem es einerseits vor Nazis und Dunkeldeutschen angeblich nur so wimmelt und wo jeder Tierschützer und Friedensaktivist umgehend das Etikett „Nazi“ an die Stirn geklebt bekommt (ja was denn jetzt: alles nazi oder alles gut & gerne im Schlamerkelland?) … also wirklich, der befördert sich ja selbst ins Abseits. Überzeugte Leser der deutschen Qualitätsmedien – laut Michail Gorbatschow immerhin „die bösartigste Presse überhaupt“ – werden daher auch den Vergleich von Rüdiger Lenz im Artikel „Jagt den Juden Ken Jebsen!“ als übertrieben ansehen. Doch der Autor hält seine Schilderung  der gezielten sozialen und wirtschaftlichen Vernichtung von Ken Jebsen noch für untertrieben und meint, vieles ausgelassen zu haben, was sich momentan abspielt. Dass es dabei auch „Verrat aus den eigenen Reihen“ gab, braucht nicht weiter zu interessieren. Dass Weggefährten zu Verrätern werden, war in der Geschichte schon immer so. Viel interessanter ist vielleicht, wie viele Außenstehende, denen Ken Jebsen nichts getan hat und für deren Grundrechte, Kinder und Zukunft er sogar streitet, ihm ohne Not in den Rücken gefallen sind. All die jungen & naiven ebenso wie die alten & leschen Influenzer und Spießbürger, die die mediale Treibjagd auf Ken Jebsen genutzt haben, um ihm auch noch ihr ganz persönliches Messer bzw. ihren intellektuellen Kartoffelschäler in den Rücken zu stoßen – natürlich mit guten & gernen Gründen.

Doch eigentlich braucht all das nicht zu wundern. Denn Ken Jebsen ist in der Tat gefährlich. So wie auch Rudi Dutschke gefährlich war und daher eliminiert werden musste. Auch damals wurde die mediale Maschinerie in Gang gesetzt, um die „verantwortungslosen Störer, bösartigen Krawallmacher, Rowdies, Kriminellen und Schädlinge der Gesellschaft“, die dem Fortschritt von Kommerz und Technik im Wege stünden, beiseitezuräumen. Die Bild-Zeitung rief schließlich ganz unverblümt zur Lynchjustiz auf:  „Man darf auch nicht die ganze Drecksarbeit der Polizei und ihren Wasserwerfern überlassen.“ (1968).

Diese von der Springer-Presse ausgegebene Losung wird heute nicht nur von labilen Einzeltätern wie Josef Bachmann in die Tat umgesetzt wird. Mittlerweile haben sich ganze Rudel an selbsternannten Säuberern zusammengerottet, die diese Drecksarbeit erledigen – ganz unblutig und rein virtuell durch konzertierte Mobbing-, Dissing- und Diffamierungskampagnen, die die Existenz anderer Menschen aber mitunter genauso vernichten können wie das Inbrandsetzen ihres Hauses. Lenz bringt es auf den Punkt:

„Und das ist seine Gefährlichkeit: Der Jude Jebsen lässt nichts übrig für andere. Will heißen, Jebsen ist immer schon dort, wo andere sich hinbemühen wollen, immer. Solche Leute sind den mittelmäßigen und den angepassten Konformisten in allen Zeiten ein Dorn im eigenen Fleische, den man ziehen muss. … ja, so machen wir das, das hängen wir ihm jetzt an, damit die Meute der Bekloppten und Bescheuerten, die Resthirnvertreter ihn langsam und sicher richten werden.

… eine an Verlogenheit nicht zu überbietende Rufmordkampagne, die nun auszuarten scheint in eine Kampagne nach einem irren Einzeltäter, der diesen Scheißjuden Jebsen endlich von hinten erledigt. So wie es sich einst bei dem Spinner Rudi Dutschke abgespielt hatte.

Jebsens Geist stört gewaltig, denn dieser Jude ist nicht käuflich. Der Jude Ken Jebsen ist genau so stark, wie der, den sie noch den Nigger Cassius Marcellus Clay nannten. Clay‘s Stärke war der Boxkampf, in dem er sich Muhammed Ali nannte. Jebsens Stärke ist die Aufklärung. Beide aber verbindet der innere Widerstand, sich nicht für ein System zu prostituieren, das an Verlogenheit und Falschheit nicht größer sein kann.

Muhammed Ali, The Greatest, wäre – und dafür würde ich meine Hand ins Feuer legen – heute Gesprächspartner bei KenFM, und das sicher nicht nur ein Mal. Dass der Jude Ken Jebsen mit seinem Portal KenFM zur Speerspitze der Aufklärungsbewegung in Deutschland wurde, ist dieser inneren Stärke zu verdanken. Und diese starke unbändige innere Kraft muss nun vernichtet werden. Man trifft diese Stärke heute nirgends mehr in der Bundespolitik oder den Bundesversammlungen an. Ich denke, man trifft sie auch in den Medienbüros nicht mehr an. Fast überall beherrscht das sich ständig in bückender Haltung befindliche Mittelmaß alles. Die Akademiker, die nichts aus sich selbst heraus erschufen, um der Gesellschaft dienlich zu sein, haben alles besetzt. Vornehmlich kommen sie aus dem politisch zu verorteten linken und grünen Spektrum, wo verlangt und genommen, aber nicht gegeben und geschöpft wird. Das ist es, warum der Freiheit gerade ganz allgemein der Todesstoß versetzt wird und die große Masse dem nichts entgegensetzt. Denn die Masse hat sich ans Nehmen gewöhnt. Sie bleibt lieber im Opferstatus verfangen und wer über dem Anderen steht, der darf den, der unter ihm steht, aussaugen, benutzen und ihn als Freier seiner Belange missbrauchen. Zu mehr ist gar kein elektrischer Impuls im eigenen Grips möglich.“

 


P.S.: Zur Ermordung Dutschkes und zur gegenwärtigen Instrumentalisierung einer Generation willfähriger „Kopflanger“ siehe auch eine lesenswerte Betrachtung von Götz Eisenberg:

 „… Die Erinnerung daran, dass eine menschliche Welt möglich ist, soll getilgt werden. Ein großes Vergessen soll sich breitmachen und jede Alternative schon im Ansatz erstickt werden. Ein Blick auf den Zustand der jüngeren Generation zeigt, dass dieses Vorhaben bereits weit vorangekommen ist. Das gilt leider auch für das Gros der heutigen Studierenden. Sie unterwerfen sich den Anforderungen einer zur Lernfabrik verkommenen Universität und lassen sich widerspruchs- und widerstandslos zu „Kopflangern“ (Brecht) des digitalisierten Kapitals herrichten. Sie begeben sich auf ein Reise-nach-Jerusalem-Spiel um gutbezahlte Jobs und verfahren nach dem altgriechischen Motto: „Glück ist, wenn der Pfeil (der Arbeitslosigkeit) den Nebenmann trifft“. Konkurrenz und Ellenbogeneinsatz statt Solidarität und gegenseitiger Hilfe. Sie pfeifen sich leistungssteigende Medikamente rein, vergöttern Markt und Effizienz, rennen wie Somnambule hinter ihren Smartphones her und trinken auf dem Weg zur Uni einen Coffee to Go. Statt sich in den Kampf zu stürzen, jagen sie Pokémons und tanzen nach der digitalen Pfeife. Insgeheim ahnen oder wissen sie, dass sie keine Perspektiven haben. Das macht sie latent wütend und gereizt. Deswegen besaufen sie sich regelmäßig und trinken oder kiffen sich weg aus einer frustrierenden Realität. Dass sie diese ändern könnten, ist ein Gedanke, der ihnen fremd ist. Von Revolution ist bloß noch die Rede, wenn es um eine neue Geschäftsidee oder die Gründung eines Start-up-Unternehmens geht. Ihr Traum, den sie leben wollen – wie ein gängiger Werbeslogan heißt – ist ganz von dieser Welt: reich sein, Karriere machen und dabei Spaß haben.

(…)

Warum will Bachmann [Anm.: der Attentäter, der auf Dutschke geschossen hat] unbedingt jemanden erschießen, der sich zeitlebens für die Erniedrigten und Beleidigten, also für Leute wie ihn, eingesetzt hat? Um der Antwort auf diese Frage näher zu kommen, muss man die kritische Sozialpsychologie zu Rate ziehen. Das von seinen Erziehern gezüchtigte und gequälte Kind ist dennoch auf deren Wohlwollen und Zuwendung angewiesen. Es muss seine Peiniger lieben, und diese sadomasochistische Verfilzung von Quälerei und Liebe bleibt oft ein Leben lang wirksam. Die Erziehung zu Gehorsam und Unterwerfung unter Autoritäten mündet in eine „Identifikation mit dem Angreifer“, die einen Menschentyp hervorbringt, der verbissen seine eigene Knechtschaft verteidigt. Die in einem „erbärmlichen geistigen und seelischen Zustand“ gehaltenen Menschen, schrieb der junge Max Horkheimer in seinem Buch „Dämmerung“, „sind die Affen ihrer Gefängniswärter, beten die Symbole ihres Gefängnisses an und sind bereit, nicht etwa diese ihre Wärter zu überfallen, sondern den in Stücke zu reißen, der sie von ihnen befreien will“. Diesem, wenn man so will, perversen Mechanismus fielen immer wieder Revolutionäre zum Opfer – von Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Kurt Eisner, Gustav Landauer bis Rudi Dutschke.“

(ganzer Artikel: siehe Nachdenkseiten)

 

Bild: Pixabay/CC0

Der Rote Platz #82: YouTube schmeißt KenFM raus

Zensur, privatisiertes Recht, autoritärer Staat, gottgleiche WHO

YouTube hat die Kanäle von Rubikon und KenFM gelöscht, die Konten von Suahrit Bhakadi und Karina Reiss und vielen anderen gesperrt. Google übt Zensur und setzt dabei die WHO gottgleich: Wer ihr widerspricht oder auch nur Bedenken äußert, fliegt raus. Ehrlich wäre es, Art. 5 des Grundgesetzes umzuformulieren in: Eine Zensur findet statt. Bundesregierung wie EU fordern sie von den großen Internetkonzernen, getarnt als Kampf gegen „Fake-News“. Was ist schlimmer: Staatliche oder kommerzielle Zensur? Die Reichweite von YouTube, Facebook, WhatsApp, Instagram, Twitter ist allemal größer als die einer Regierung – und sei es die US-amerikanische. Auch ihre Macht?

Wenn YouTube es sagt, müssen die Menschen Joe Biden mögen

Videos des Weißen Hauses über die ersten Amtshandlungen von Joe Biden als neuer US-Präsident haben ein Vielfaches mehr Dislikes als Likes bekommen. Das konnte YouTube so nicht stehen lassen und hat das Like-Dislike-Verhältnis manipuliert.Videos des Weißen Hauses über die ersten Amtshandlungen von Joe Biden als neuer US-Präsident haben ein Vielfaches mehr Dislikes als Likes bekommen. Das konnte YouTube so nicht stehen lassen und hat das Like-Dislike-Verhältnis manipuliert.

Dirk Pohlmann: System-Medien

Wie gut sind unsere Medien?

Die Antwort auf diese Frage fällt sehr unterschiedlich aus. Anhand welcher Kriterien kann man eigentlich beurteilen, was „gut“ ist und was „schlecht“? Die meisten Diskussionen über die Medien finden im privaten Kreis statt. Falls in den Medien über Medien gesprochen wird, sollte man nicht mit allzu großer Selbstkritik oder systemischer Kritik rechnen. Abseits der üblichen politischen Diskussionen über den Ist-Zustand ist es interessant, sich dem Thema von der normativen Seite zu nähern, also den Soll-Zustand zu erörtern. Die wichtigste Quelle dafür ist das Bundesverfassungsgericht. Und die Logik.

Dirk Pohlmann, der Publizistik, Jura und Philosophie studierte, beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Thema. Zuerst theoretisch als Student, dann aus der Binnenperspektive als Print und TV-Journalist und jetzt aus der Überblicksperspektive. Ihn interessiert, ob die Medien ihre systemische Aufgabe erfüllen, eine erstaunlich selten gestellt Frage – und wie ein gutes Mediensystem beschaffen sein müsste und funktionierte, wenn man es von den Zielen her denkt.

Der Vortrag wurde am 13.06.2019 in Berlin aufgenommen.

Kapitelübersicht:

0:06:48 Vertrauen in Medien und Politik in Zahlen

0:18:16 Wie es sein sollte – die Regeln des BVerfG

0:39:45 Ist der Staat eine Gefahr für die Demokratie?

1:03:08 Demütigung, soziale Isolation, Hate-Speech

1:15:00 Exkurs: Wissenschaft und Medien

1:26:16 Schweden und Olof Palme

1:40:49 Die größte Bedrohung der Pressefreiheit

Positionen 24: Tabu-Gesellschaft – Ausgrenzung als neue Normalität?

Herzlich Willkommen zur letzten Positionen-Sendung aus Berlin!

Rekapitulieren wir Deutschland im Jahr 2020, so erkennen wir:

Kritisch über ein Virus berichten, ist tabu.
Die gegen das Virus eingeleiteten Maßnahmen zu hinterfragen, ist tabu.
Das Grundgesetz in der Öffentlichkeit hochzuhalten, ist tabu.
Freunde zu treffen und sich mit Gleichgesinnten zu versammeln, ist tabu.

Was ist los in diesem Land, das sich freiheitlich, pluralistisch sowie demokratisch nennt und die Rede- und Meinungsfreiheit im Grundgesetz verankert hat?

In der 24. Ausgabe von „Positionen – Politik verstehen“ werden wir dem Tabu-Thema „Tabu-Gesellschaft“ auf den Grund gehen. Im Fokus stehen dabei nicht nur die aktuellen Geschehnisse, sondern auch Big Data und der Missbrauch von Macht.

Mit einem philosophisch Ansatz wird auch darüber diskutiert, wie eine ständig propagierte „Neue Normalität“ eine Gesellschaft und jeden einzelnen Menschen von Grund auf verändern kann.

Wie gewohnt, und bei KenFM grundsätzlich gewünscht, nehmen unsere Gäste dabei kein Blatt vor den Mund und dürfen sagen, was andere nur zum Teil senden würden.

Quo vadis Deutschland, Europa, Welt? Wo stehen wir im Frühjahr 2021? Dystopie, Utopie oder werden uns dann wieder ganz andere Themen beschäftigen?

Im Studio diskutierten:

Markus Fiedler, Biologie- und Musiklehrer, Filmproduzent
Anselm Lenz, Kulturwissenschaftler und Publizist
Gunnar Kaiser, Schriftsteller und Philosoph
Dirk Pohlmann, Journalist und Dokumentarfilmer

Internetkonzerne zensieren russische Medien – Verbietet Russland demnächst YouTube & Co?

Weil die Internetkonzerne russische Medien und User immer stärker zensieren oder in ihrer Reichweite behindern, wurde in Russland nun ein Gesetz eingebracht, dass Strafen für ein solches Verhalten vorsieht – bis hin zur Sperrung der sozialen Netzwerke in Russland.

Die amerikanische Kolonie – US-Firmen entscheiden in Deutschland, was die Wahrheit ist

Dass Deutschland nichts weiter ist, als eine US-Kolonie, ist für viele eine provokante These. Aber wenn man sich anschaut, wer in Deutschland die Deutungshoheit über Wahrheit und Unwahrheit hat, dann wird es schwer, der These zu widersprechen.

Man stelle sich einmal vor, chinesische Firmen würden in Deutschland bestimmen, was wahr ist und was unwahr und würden das auch deutlich sichtbar kennzeichnen. Das ist unvorstellbar? Grotest? Deutschland würde sich so etwas unter keinen Umständen bieten lassen und alle nur erdenklichen Maßnahmen dagegen ergreifen?

MEINUNGSFASCHISMUS – KEN JEBSEN IM NUOVISO TALK

Mit der willkürlichen Zensur bei YouTube und anderen Internetkonzernen sowie der systematischen Bekämpfung von Querdenkern und Alternativen Medien, nimmt KenFM-Initiator Ken Jebsen die Herausforderung an, neue Wege zu gehen und etwas Neues zu schaffen. Ein analoges soziales Netzwerk soll entstehen – ähnlich einem Campus. Über die ambitionierten Pläne spricht Ken Jebsen im Gespräch mit Julia Szarvasy.

Ken Jebsen – YouTube wird KenFM nicht zerstören!

Seit mehr als acht Jahren ist der Kanal KenFM einer der wichtigsten unabhängigen Sender auf YouTube. Mit über 512.000 Abonnenten ist KenFM maßgeblich an der demokratischen Aufklärung der Gesellschaft beteiligt.

Seit Corona wird massiv auf die freien und unabhängigen Medien Druck ausgeübt. Dieser Druck ist höchst undemokratisch, verunsichert und korrumpiert die freie Meinungsäußerung massiv.

Die WHO-Richtlinien sind dabei das Maß der Löschungen von Videos und kompletten Kanälen. Diese Maßnahmen sind ein Affront gegen die demokratische Grundordnung, ausgehend von der WHO, die vorrangig von privaten Geldern der reichsten Oligarchen finanziert wird.

KenFM hat eines verstanden, der einzige Weg zurück in die Demokratie ist der Weg gegen den Strom in eine analoge Welt. Die Vision ist ein Campus und eine Begegnungsstätte, bei der sich Aktivisten, Kritiker und vor allem Demokraten treffen können.

Das Team von Kai Stuht bedankt sich ganz herzlich bei Euch.

Bye Bye YouTube

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Großes Aufatmen bei den Freunden des systemkonformen Diskurses, der totalen Desinfektion und allen “Zeugen Coronas”, reichlich Sektkorken bei den Presstitutes der Konzernmedien, Nato-Pressestellen und Konsensfabriken und echte Partystimmung bei ihren kompatiblen Mitläufern in den “social media”: der alternative Stachel im Fleisch der deutschen Medienlandschaft ist verschwunden, das erfolgreichste crowdfinanzierte Medienportal im deutschsprachigen Raum ist nicht mehr auf YouTube, KenFM hat sämtliche Videos unsichtbar gemacht. Zwar sind die 2500 Interviews, Berichte, Reportagen und Kommentare, die KenFM seit 8 Jahren produziert hat, nach wie vor über KenFM.de und andere Kanäle erreichbar, für die über 500.000 Abonnenten auf YouTube aber gibt es derzeit nur eine Erklärung von Ken Jebsen, warum er von der youtube- Zensur genauso die Schnauze genauso voll hat wie von der Cancel-Kultur, die es immer schwieriger macht, Studios oder Säle anzumieten. Und warum er mit seinem Team Berlin verläßt und ins Exil geht, auf’s Land, wo ein Studio und ein “Campus” gebaut werden sollen und auch analoge Kommunikation wieder stattfinden kann

Zensur pur – Tacheles #44

Diese Woche stand das Gespräch von Röper und Stein ganz im Zeichen der Zensur. Soziale Medien zensieren alles, was auf Joe Bidens Skandale hindeutet. YouTube blockiert in dieser Woche konsequent Kanäle der freien Medien. Und die «Qualitätsmedien» berichten mit keinem Wort über das, was in den USA (tatsächlich) vorgeht. Und auch bei anderen Themen wie Weißrussland, Moldawien oder Abrüstungsinitiativen von Putin herrscht im deutschen Mainstream weitgehendes Schweigen.

Home Office 66

Home Office Zensur Special

Man hat es ja bereits ahnen können, doch nun ist es passiert. Auch NuoViso ist der aktuellen Zensurwelle zum Opfer gefallen und darf nun für 7 Tage keine neuen Videos hochladen oder livestreamen.

Und dies lediglich 5 Tage vor der US-Wahl, über welche wir natürlich trotzdem live berichten werden. Wir hoffen der Versuch, unsere Reichweite mit der 7 Tage Sperre einzuschränken, wird viele unserer Zuschauer dazu bewegen, uns öfter auf unserer Webseite aufzusuchen, um die neuesten Inhalte sehen zu können.

Home Office 66

Corona-Ausschuss: „Imperativ der Aufmerksamkeit“ – Teil 1 + 2

Die neunte Anhörung der Stiftung Corona-Ausschuss
behandelte die Rolle der Medien in der Corona-Krise. Neben einem Blick auf die Situation in Schweden und die Berichterstattung darüber ging es um grundlegende Fragen zur Organisation der Medien in Deutschland.

 

Artikel zum Mitlesen: https://de.rt.com/2b73

 

Corona-Ausschuss: „Man braucht viele dumme Leute, damit das klappt“ – Teil 2

RUBIKON: Im Gespräch: „Nieder mit der digitalen Diktatur!“ + KenFM verlässt Berlin

Der digitale Raum in der Corona-BRD wird täglich enger. Zensur ist inzwischen alltäglich und macht freien Journalismus zu einem Spießrutenlauf. KenFM gehört im deutschsprachigen Raum zu den reichweitenstärksten Presseportalen und wird in Berlin immer massiver behindert.

Heute Nacht wurde ein weiteres Video gelöscht: „KenFM am Set: Rechtsanwalt Markus Haintz von Querdenken711 zu seiner Festnahme in Berlin“

Unser Kanal hat zudem dadurch einen zweiten Strike bekommen. Das bedeutet, dass wir 14 Tage lang keine Videos hochladen können. Um einer möglichen endgültigen Löschung des Kanals zuvorzukommen, haben wir uns entschieden, zunächst alle Videos vom Kanal zu nehmen, bis wir eine Entscheidung über die Beschwerde oder auf juristischem Wege haben.

Wenn wir Gäste einladen, werden deren spätere Vorträge im öffentlichen Raum verhindert. Studios zu bekommen, um Gäste vor Publikum zu interviewen, ist nahezu unmöglich geworden. Und zu allen Überfluss löscht und sperrt YouTube willkürlich unsere Veröffentlichungen.

Erkennen wir die Zeichen der Zeit. KenFM braucht ein analoges Exil. Ein eigenes Studio im realen Raum. Nur, das alleine reicht nicht. Wir träumen von einer echten Begegnungsstätte, einem Ort, an dem unsere User unsere Gäste als Dozenten live treffen können. KenFM plant einen Campus.

Hilf uns dieses „Mondfahrtprogramm“ umzusetzen, solange wir noch die Möglichkeit dazu haben. KenFM bittet Dich darum, diese Utopie Realität werden zu lassen!

Nieder mit der digitalen Diktatur!

Im Rubikon-Exklusivinterview berichtet Ken Jebsen von der inzwischen harten Zensur seiner journalistischen Arbeit durch YouTube sowie den Konsequenzen, die KenFM und er deswegen nun ziehen.

https://youtu.be/OmXeInizB4w

YouTube verwarnt KenFM und sperrt neue Uploads für eine Woche!

Statement von KenFM:

NuoViso:

KenFM auf Telegram: https://t.me/KenFM

NuoViso auf Telegram: https://t.me/nuoviso

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