Wirtschaftswachstum

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Ist eine Welt ohne Wachstum möglich? – WOHLSTAND FÜR ALLE Ep. 103

Die neusten extremen Wetterereignisse haben noch einmal verdeutlicht, wie wichtig der Kampf gegen den menschengemachten Klimawandel ist. Lange Zeit agierte die Politik zu zögerlich und viele Bürger ignorierten die Gefahren. Zugleich aber gibt es mit den Postwachstums- bzw. Degrowth-Anhängern eine Strömung aus Denkern und Aktivisten, die ein anderes Wirtschaften einfordert. Die Rede ist häufig von Überkonsum und Überflussgesellschaft, gefordert wird eine Abkehr vom Wirtschaftswachstum, auch wird das Bruttoinlandsprodukt als Maßstab für wirtschaftlichen Erfolg kritisiert.
Können wir uns tatsächlich vom #Wirtschaftswachstum lösen? Und wäre es überhaupt wünschenswert? Der Ökonom Branko #Milanović meldet erhebliche Zweifel an, seine These: Die Welt ist einfach zu arm, um jetzt vom Wachstum abzulassen.
Auf den ersten Blick scheint das wenig einleuchtend zu sein. Sofort haben wir Bilder vor Augen von Superreichen, die mit Privatjets zum Shoppen nach New York fliegen, oder wir denken an die luxuriösen Kreuzfahrtschiffe, die immer beliebter werden und große Umweltschäden anrichten. Das aber sind eher spezielle Auswüchse, konzentriert man sich auf das Alltägliche, auf die europäischen Bürger mit einem mittleren #Einkommen und setzt dieses in Beziehungen zum globalen Medianeinkommen, sieht die Welt plötzlich anders aus. Eine Politik des radikalen Verzichts würde uns alle hart treffen.
In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Grenzen des Wachstums und über die Grenzen der Wachstumskritik.
Literatur:

Karl Marx: Das Kapital, Bd. 1, MEW 23, Dietz. Branko Milanović: „Die Degrowth-Illusion“, in: Makronom, online verfügbar unter: https://makronom.de/die-degrowth-illu…

Branko Milanović: „Die Degrowth-Illusion, Teil II“, in: Makronom, online verfügbar unter:

https://makronom.de/die-degrowth-illu…

Branko Milanović: Die ungleiche Welt. Migration, das Eine Prozent und die Zukunft der Mittelschicht,

Suhrkamp. Leigh Philips: Austerity Ecology & the Collapse-Porn Addicts: A Defence of Growth, Progress, Industry and Stuff, Zero Books. Leigh Phillips: „Postwachstum als Illusion“, in: Le Monde diplomatique, online verfügbar unter: https://monde-diplomatique.de/artikel…

Matthias Schmelzer/Andrea Vetter: Degrowth/Postwachstum zur Einführung, Junius.

 

 

Rückkehr dunkler Zeiten: Armbinden für Geimpfte

Outro-Musik: „Awake“ prod. von El Draco (Alle Rechte liegen beim Künstler)

Bakterien und Roboter

Die schöne neue Welt der Biotechnologie.

Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

2020 war das Jahr der Science Fiction. Was wir da so alles gehört und gesehen haben. Die Reichen und die Schönen halten die Zeit für gekommen, die schaurigsten dystopischen Romane in die Jetztzeit zu beamen. Da hören wir von der Fusion von Mensch und Maschine. Von der volldigitalisierten High-Tech-Stadt.

Besonders der Chef des Weltwirtschaftsforums, Klaus Schwab, avancierte letztes Jahr zum gefragten Science Fiction-Autor. Neben Schreckensgestalten wie dem Cyborg, dieser Mixtur aus Mensch und Maschine, dann doch auch immer wieder Sirenengesänge von der nachhaltigen Wirtschaft und der grünen Technologie. Besonders auf das Lockwort Green Deal und den geplanten Ausstieg aus fossilen Energieträgern fallen nachwachsende Akademiker immer wieder herein.
Und immer noch nicht wird kapiert, dass wir nicht über etwas sprechen, was jetzt gerade erst uns übergestülpt wird wie ein Latexanzug. Wir sind doch schon mitten im Latexanzug. Seit Jahren vollziehen sich revolutionäre Neuprogrammierungen der Natur auf breitester Front. Globalkonzerne werden entsprechend neu geordnet, gruppiert und wieder getrennt, um den Anforderungen der schönen neuen Welt der Biotechnologie entsprechen zu können.

Lockdowns und geopolitische Machtverschiebungen

Ein Standpunkt von Christian Kreiß.

Die weltweiten Lockdowns im Zuge der Corona-Politik waren erstaunlich einheitlich. Von China über Europa bis Nordamerika, von den Industrieländern im Norden bis zu den Entwicklungsländern im Süden wurden fast auf der ganzen Erde überwiegend drastische staatliche Einschränkungen in Wirtschaft und Gesellschaft vorgenommen. Aber bei den Auswirkungen zeichnen sich doch mittlerweile einige Unterschiede ab. Die bisherigen geopolitischen Machtverhältnisse, die balance of power, werden durch den Umgang mit dem Virus beeinflusst. Diesen Verschiebungen soll im Folgenden nachgegangen werden. Als Ökonom lege ich dabei den Fokus auf ökonomische Machtverschiebungen. Doch alle politische und militärische Macht kann auf Dauer nicht ohne ökonomische Machtbasis funktionieren.

Der Kampf der Titanen: China gegen USA

China begann die Lockdowns und führte ganz besonders drastische Einschränkungen ein. Am Anfang der Corona-Zeit auf Platz eins des Länderrankings mit den höchsten Covid-Positivtests ist die Volksrepublik mittlerweile auf Platz 71 abgerutscht, also nur noch eine Covid-Zwergnation mit insgesamt minimalen drei Covid-Toten pro eine Million Einwohner.

Home Office #74

Steimles Aktuelle Kamera / Ausgabe 2

Uwe Steimle ist zurück auf YouTube mit seiner zweiten Sendung „Steimles Aktuelle Kamera“.

Nachdem Uwe Steimles erste Sendung von YouTube gelöscht wurde, stellt sich nun die Frage, wie lange die zweite Sendung online bleibt. Also anschauen, bevor sie weg ist.

Bei einer zweiten Löschung bedeutet das 1 Woche Sendeverbot für diesen Kanal. Also dann viel Freude mit der neuen Ausgabe von „Steimles Aktuelle Kamera“.

Fünf Fragen zur europäischen Schuldenkrise

Der spanische Journalist Ignacio Escolar stellt auf seinem Blog Escolar.net fünf eher rhetorische, aber durchaus entblössende Fragen, die ich meinen LeserInnen nicht vorenthalten möchte: (mehr …)

Destatis ändert Messmethode zu Einzelhandelsumsätzen

Quelle: destatis

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat mit dem Berichtsmonat Juni 2010 bei der monatlichen Handelsstatistik eine jährliche Rotation der befragten Unternehmen eingeführt. In den vorläufigen Ergebnissen der Einzelhandelsstatistik, die mit der Pressemitteilung 270/2010 vom 30. Juli 2010 bekannt gegeben wurden, war der neue Berichtskreis nur für den Monat Juni 2010 berücksichtigt. Nunmehr liegen Einzelhandelsergebnisse aus diesem neuen Kreis der befragten Unternehmen rückwirkend bis Januar 2009 vor. Daraus ergeben sich Änderungen in den bisher veröffentlichten Daten.

Danach lag der Umsatz im Einzelhandel in Deutschland im Juni 2010 nominal um 5,3% und real um 4,7% höher als im Juni 2009. Die vorläufigen Ergebnisse in der Pressemeldung vom 30. Juli 2010 wiesen ein Plus von 3,8% nominal und 3,1% real gegenüber dem Vorjahresmonat nach. Im Vergleich zum Mai 2010 sank der Umsatz im Juni 2010 unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten nominal um 0,5% und real um 0,3%.

Im ersten Halbjahr 2010 wurde nach den neuen Ergebnissen im Einzelhandel nominal 1,8% und real 0,9% mehr als im ersten Halbjahr 2009 umgesetzt. Laut vorläufigem Ergebnis vom 30. Juli 2010 waren es nominal + 0,5% und real – 0,4%.

Sehr seltsam. Dank neuer Messmethode steigen die Einzelhandelsumsätze. Damit ist auch klar, warum das statistische Bundesamt in der Vorabmeldung zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2010 davon spricht, dass auch die privaten und staatlichen Konsumausgaben zum Wachstum des BIP beitrugen. Wenn man die Messmethode entsprechend ändert, kann das natürlich hinkommen. Aber mit der Messmethode ändert sich auch der Schätzanteil von durchschnittlich 17,3 Prozent auf 25,1 Prozent für den Monat Juni. Also wurde geschätzt mehr umgesetzt. Tolle Sache.

Am 24. August wissen wir jedenfalls mehr über die Zusammensetzung des gefeierten „Rekordzuwachses“ beim Bruttoinlandsprodukt. Dann will das statistische Bundesamt ausführliche Ergebnisse für das zweite Quartal bekanntgeben.

http://tautenhahn.blog.de

Das deutsche Wirtschaftswachstum stagniert bei knapp über 2Prozent…

…und niemand unternimmt etwas, obwohl wir immer noch in der Talsohle der Weltwirtschaftskrise sind:

Das Konjunkturbarometer für die Aussichten in den kommenden sechs Monaten sank im August überraschend deutlich auf 14,0 Punkte. Im Juli hatte der ZEW-Index noch bei 21,2 Zählern gelegen. Analysten hatten lediglich mit einem leichten Rückgang auf 21,0 Punkte gerechnet.

Damit fällt der Index bereits den vierten Monat in Folge und erreicht inzwischen den niedrigsten Stand seit April 2009. Im April hatte das Barometer noch bei 53,0 Punkten notiert.

(…)

Der Rückgang des Indikators deutet darauf hin, dass das enorme Wachstum des zweiten Quartals nicht aufrechterhalten werden kann„, meinte ZEW-Präsident Wolfgang Franz in einem Kommentar. Die Eintrübung der Konjunktur in den USA könnte der exportabhängigen deutschen Wirtschaft besonders schaden.

Ähnlich sehen das die Experten von der Helaba. Das deutsche Wirtschaftswachstum dürfte seinen Höhepunkt erreicht haben und in den nächsten Monaten an Dynamik verlieren. (Quelle: Boerse.ARD.de vom 17.08.2010 11:34 Uhr)

Um diese Zahlen mal in ein realistisches Verhältnis zu setzen:

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft hat sich 2008 deutlich abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im abgelaufenen Jahr real um 1,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. 2007 war die Wirtschaft noch um 2,5 Prozent gewachsen, im Boomjahr 2006 sogar um 3,0 Prozent. (Quelle: Stern.de vom 14.01.2009 10:30 Uhr)

Und in 2009 lag das deutsche Wirtschaftswachstum bei MINUS 5 Prozent. (Quelle: Economic-Growth.eu)

Wir sind also noch weit entfernt davon, wenigstens die Einbrüche aus dem letzten Jahr wettzumachen, zugleich ist die Frage, wie lange unsere Expoteure noch mit den USA und China gewinnbingende Geschäfte machen können.

Denn ohne Export wären wir dank nach wie vor wirtschaftlich wie politisch gewollter am Boden liegender Binnenkonjunktur aber sowas von am Arsch… Und das ist jetzt die höflichstmögliche Formulierung…

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