Wirtschaftsordnung

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2012: Alpträume werden Wirklichkeit … und Träume möglich.

2012: Alpträume werden Wirklichkeit ... und Träume möglich.

Mittwoch, 30.5.2012. Eifel. Mir fallen manchmal kleine Nachrichten ins Auge, die seltsam „niedrig“ gehandelt werden. Kannibalismus zum Beispiel. Jahrhundertelang DAS Horrorbild des zivilisierten Menschen, mit dessen Hilfe er sich – als christlicher „Kolonisator“ – deutlich von den „primitiven Barbaren“ unterschied – zum Beispiel von Holländern. Dort hatten sich ja zwei Moderatoren gegenseitig aufgegessen – obwohl vom jeweils anderem noch genug übrigblieb, das sie das Ergebnis der Speisung ausführlich diskutieren konnten. Ein Riesenthema eigentlich … doch bleibt es seltsam ruhig darum, so als wäre es schrecklich normal, das die Menschen schon mal anfangen, sich selbst als Konsumobjekt und Nahrungsmittel zu testen. Benjamin R. Barber, ein „Professor für Zivilgesellschaft“ an der Universität Maryland warnte uns dereinst ausdrücklich vor den verheerenden Wirkungen und Auswirkungen der modernen Wirtschaft (McWorld genannt) – das es so enden könnte, hat wohl auch er nicht geahnt.

Das Thema Kannibalismus ist damit aber nicht erschöpft. Andernorts gab es Berichte über mehrere chinesische Fabriken, die Babyfleisch verarbeiten und es den Südkoreanern in Kapseln liefern. Die Chinesen sind über solche Meldungen empört – man weiß nicht so Recht, ob man es mit einer neuen Dimension der Barbarei zu tun hat (die in meinen Augen an die Horror-Qualität von Konzentrationslagern heranreicht – oder diese sogar übertrifft), oder nur mit einem geschickten Propagandafeldzug gegen China, um den neuen großen (und vielleicht sogar finalen) Weltkrieg NATO gegen SOZ medial vorzubereiten. Wer würde nicht gerne gegen Babyschlächter und Menschenfresser in den Krieg ziehen?

Oder die neue Meldung aus den USA: dort hat ein Mann einen anderen aufgefressen – eine Szene wie aus einem Zombiefilm. Nase, Auge – alles weg. Und wie es sich für einen richtigen Zombiefilm gehört, waren mehrere Kugeln nötig, um die Bestie zu stoppen. Und wie es sich ebenfalls für einen richtigen Zombiefilm gehört, sind die Erklärungsmuster der Polizei sehr verwirrend: Obdachlose sollen es gewesen sein – in einer Kokainpsychose. Bei den Preisen für Kokain passt das eigentlich nicht zusammen – und die Erscheinungsformen einer Kokainpsychose sind auch deutlich passiver als das, was man uns dort präsentiert hat. Schauen wir mal, was das Psychosezentrum Ruhrgebiet dazu sagt:

Eine weitere gravierende Folge kann die „Kokain – Psychose“ sein. Hier treten unabhängig von einer Substanzeinnahme optische, akustische und taktile Halluzinationen, Unruhe, Wahnerlebnisse, und Trübungen des Bewußtseins auf. Die Symptome ähneln denen einerSchizophrenie.

Von der Verwandlung in agressive Menschenfresser steht da nichts, eher hat man so ein verängstigtes Suchtkneuel vor Augen, das sich zitternd in der Ecke seiner Gummizelle befindet. Wäre auch gut so, denn bei der Menge Koks, die in Deutschland konsumiert wird, sollten wir uns in Zukunft wohl nur noch schwer bewaffnet aus der Wohnung wagen.

Fügt man die drei Informationen zusammen und legt die beschwichtigenden Kommentare dazu erstmal zur Seite, wird das Bild unheimlich: auf einmal entsteht vor unserem geistigen Auge das Bild einer neuen Menschheit, die frei ist von alten Zwängen und Einschränkungen, einer Menschheit, die sich über ihre Grenzen erhebt und sich des alten Ballastes entledigt, der sie jahrtausendelang niedergedrückt hatte. In Romanen gab es das schon mal:

„Dieser Zeitpunkt sei leicht zu erkennen, denn der Mensch sei dann wie die Großen Alten geworden, wild und frei jenseits von Gut und Böse, Gesetze und Moral wären dann niedergerissen, und alle Menschen brüllten, töteten und schwelgten in Lust. Dann würden ihnen die Großen Alten neue Wege zu brüllen, zu töten, zu schwelgen und zu genießen zeigen, und die Erde würde in Vernichtung, Ekstase und Freiheit flammen. In der Zwischenzeit müßte der Kult durch angemessene Riten die Erinnerung wachhalten und IHRE sichere Rückkehr prophezeien.“
(H.P.Lovecraft, Cthulhu Geistergschichten, Suhrkamp 1979, Seite 218)

Gut, das das nur eine Gruselgeschichte aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts ist.

„1984“ war auch nur eine Gruselgeschichte – aber auch die wird jetzt wahr. Wie es aussieht, haben freundliche Regierungsstellen („Regierung“ ist seit dem 11.9.2001 immer „freundlich“, wer des Gegenteil behauptet, ist ein Terrorist – oder ein Verschwörungstheoretiker, was so etwas ähnliches wie ein „Sympathisant“ ist) diese Gruselgeschichte jetzt eine gewisse Realität verliehen – sie haben eine Cyberwaffe entwickelt (genau so eine, vor der sie schon immer gewarnt haben), die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellt. „Big Brother“ gibt es nicht nur im Fernsehen – sondern auch auf jedem Rechner. Dem vorgestylten Konsumzombie der Neuzeit stört das nicht – immerhin sammelt auch seine X-Box-360 via „Kinect“-Sensor Bilder aus seiner Wohnung sowie Sprachmuster und – wie nützlich – auch Kreditkarteninformationen. Und das alles wird als harmlose Spielkonsole verkauft.

Endgültig in der Realität der James-Bond-Romane sind wir durch die Meldung in der Welt gelangt, wonach US-Fallschirmtruppen in Nordkorea geheime Tunnelanlagen untersucht hatten. Na ja – Nordkorea richtet Kannibalen kompromislos hin – offensichtlich eine Gefahr für unsere westliche Kultur. Durch diese Nachricht werden aber Meldungen aus dem Jahre 2003 wieder aktueller, wonach in Nordkorea in der Tat Menschenfleisch gehandelt wird.

Das Romane Realitäten vorwegnehmen können, ist natürlich völliger Quatsch. Das dachte ich zum Beispiel im Jahre 1983, als der Roman „Der dritte Weltkrieg“ in Deutschland erschien. Geschrieben von General Sir John Hacket beschreibt er den Beginn des dritten Weltkrieges, der überraschend mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion endet – für viele Friedensaktivisten ein Wunschdenken politischer Wirrköpfe.

Sechs Jahre später war der Zusammenbruch der Sowjetunion politische Realität, die politischen Wirrköpfe knallharte Realisten und die Friedensaktivisten als ahnungslose Träumer enttarnt.

Nur gut, das es keine Romane über den Zusammenbruch der USA gibt.

Wirklich?

Nun – wir lesen nicht mehr soviel: wir gucken lieber. Zum Beispiel „Star Wars“ … deren letzte verfilmte Episoden uns eine Geschichte erzählen, in der mächtige  Interessengruppen aus Industrie, Banken und Handel mittels geschickter Intrigen die Republik vernichten. Die Filme wurden 1999 bis 2005 gedreht – und 2012 scheinen sie Realität geworden zu sein. Begriffe wie „marktkonforme Demokratie“ sind gesellschaftsfähig geworden sind, die Macht der „Märkte“ verdrängt alternativlos weltweit demokratisch gewachsene Strukturen. Die Bürger schauen drein wie die Iren : voller Zorn auf die Banken beugt man sich einem scheinbar über Nacht gewachsenem neuen System, in dem Bankvorstände Sozialpolitik diktieren und sich die alten Republiken, Demokratien und Volksherrschaften in etwas Neues verwandeln.

Im Star-Wars-Märchen übernehmen „Regionalgouverneure“ die Macht … im Euro-Märchen sind es Goldman-Sachs-Mitarbeiter.

Im Prinzip – ein absoluter Horrorstoff, in dem wir leben. Gruselig wie das Schicksal unserer „High-Potentials“, unserer Wissenschaftler, die von 40 Stunden in der Wochen noch 19 bezahlt bekommen.  Wenn die erstmal mit ihrem Studium fertig sind, werden die keine Verständnis mehr dafür haben, das Arbeitslose überhaupt noch Geld bekommen.

Welche Zukunft eine Gesellschaft noch hat, die ihre Elite so verheizt, will ich jetzt gar nicht überlegen.  Möglicherweise erleben wir gerade eine Phase, in der sich wirklich zeigt, das Regierungen an sich die „Schlimmste Seuche aller Zeiten“ sind – mit sechsmal soviel Todesopfern wie die spanische Grippe.

Da macht es Hoffnung, das aktuell gemutmaßt wird, das die USA ebenso zusammenbrechen können wie die Sowjetunion … ihr wirtschaftlicher Zusammenbruch scheint eh´ kurz bevor zu stehen. 

Merkt man nun, wie wichtig es in Zukunft werden könnte, das wir uns daran erinnern, das es nicht gut ist, Menschen zu essen? Das es auch nicht notwendig ist, schon mal den Geschmack zu testen, weil unsere Wirtschaft bald so derangiert ist wie die in Nordkorea – und schon längst so unmoralisch wie die in den Babyfleischfabriken Nordchinas?

Merkt man nun, das es vielleicht dringend nötig ist, die Lösungen der aktuellen Krise nicht der koksenden Oberschicht zu überlassen, weil man nie genau weiß, wann die ihre Kokain-Psychose bekommen? Vielleicht haben wir die aktuelle kannibalistische Wirtschaftsform genau jenen Kokain-Psychosen zu verdanken, die nun in Miami schon zu öffentlichen Kannibalenattacken führen.

Benjamin R. Barber hat da schon eine Idee, wie die neue Gesellschaft funktionieren könnte, zitiert bei  Wikipedia:

„Die Zivilgesellschaft, der bürgerliche Raum, besetzt die Mitte zwischen Politik und privatem Sektor. Dort geben wir weder unsere Stimme ab, noch kaufen und verkaufen wir; dort sprechen wir mit unseren Nachbarn über die Einstellung eines Schülerlotsen, planen eine Benefizaktion für die örtliche Schule, diskutieren darüber, wie unsere Kirche oder Synagoge Obdachlosen eine Unterkunft schaffen kann, oder wir organisieren ein Softball-Sommerturnier für unsere Kinder. In diesem Bereich sind wir ,öffentliche‘ Wesen, wie eine Regierung haben wir einen Sinn für öffentliche Aufgaben und Achtung vor dem Gemeinwohl; aber anders als eine Regierung erheben wir keinen Anspruch auf die Ausübung eines Gewaltmonopols. […] Wie der Privatsektor hat auch dieser nachbarschaftliche, kooperative Bereich der Zivilgesellschaft teil am ,Geschenk der Freiheit‘, […] aber anders als der Privatsektor, strebt er Gemeinsamkeit und konsensuelle […] Handlungsweisen an. Die Zivilgesellschaft ist somit öffentlich-politisch, ohne Zwangscharakter zu haben; sie ist freiwillig-voluntaristisch, ohne privatisiert zu sein“ (S. 281).

Wir als Bürger zeigen uns jeder Regierung überlegen. Wir als Bürger bräuchten kein Hartz IV. Wir wüssten genau, wo in unsere Gemeinschaft Menschen mit Leistungsdefiziten einen würdigen Platz bekommen können. Arbeit gibt es genug. Wir bräuchten auch kein Zinssystem, das uns leistungsloses Einkommen garantiert – wir wissen, das das langfristig nie gut gehen kann, weil niemand mehr die Zinseszinsen erarbeiten könnte. Wir haben schon längst bewiesen, das wir viel effektiver, menschlicher, realistischer, vernünftiger und wirtschaftlicher arbeiten als es Regierungen, Banken oder Konzerne je tun könnten.

Und darum könnten die Alpträume der Gegenwart genau jener Startschuss sein, den wir brauchen, um unsere Gesellschaft eine neue Richtung vorzugeben … ohne Banken, ohne Staatsmacht, ohne Profitgier und verschiedene Formen von Kannibalismus (unter die ich auch Hartz IV sehe, wo sich der Staat die Lebensarbeitsleistung von Menschen aneignet, die die Wirtschaft als unnütz ausgespuckt hat – oder die Diätenkultur unserer Abgeordneten).

Leider finde ich solche Überlegungen in den Medien nicht.

Die predigen mir hauptsächlich vom DAX – und wie schön man mit seiner Hilfe ohne Arbeit reich werden kann … reich von der Arbeit anderer, wohlgemerkt.

Auch so ein Kannibalenakt.

Und in letzter Konsequenz so blutig wie der in Miami.

 

 

 

 

 

 

 

Sensation! Rente mit 60! Und neue Wirtschaftsordnung!Und alle, wirklich alle arbeiten … für nix!

Immer wieder für eine Überraschung gut ist die FDP. Sie hält sich ja für die Partei der Besserverdienenden, aber die Älteren unter uns werden sich noch daran erinnern können, das das mal eine Bürgerrechtspartei war, etwas, das uns heute fehlt. Manchmal finde ich Gedanken aus der FDP einfach erfrischend, weil sie unkonventionell sind – zum Beispiel das Bürgergeld. Eigentlich weiß jeder, das Bürgergeld notwendig ist. Wir haben auch schon de facto Bürgergeld und könnten mehr davon haben, wenn sich die Politiker nicht so anstellen würden und aus der Arbeitslosenhilfe ein sozialpädagogisches Sonderprogramm mit Beschäftigungstherapie gemacht hätten, das allein schon Milliarden verschlingt aber wenigstens die befristeten Angestellten der ARGE und ihre Trainer vor der Arbeitslosigkeit bewahrt.

Jetzt hat die FDP eine neu Idee, die mit Sicherheit genauso wie das Bürgergeld abgelehnt wird, weil einfach jede Idee, die von der FDP kommt, abgelehnt wird weil den Westerwilly keiner mag und Hotelbesitzer weder Bürgergeld noch Rente brauchen.

Rente mit sechzig – ein Horror für Franzosen (die gehen früher in Rente) aber ein Traum für die Deutschen:

Nach Ansicht der Liberalen soll jeder selbst entscheiden, wie lange er arbeitet – vorausgesetzt, er braucht keine Staatshilfe.

Quelle: Welt

Eigentlich eine Selbstverständlichkeit in einem freien Land mit freien Bürgern, das jeder selbst entscheiden sollte, wie lange er arbeitet – und in einem Land, das steuerlich nicht nur FDP-Wähler begünstigt, wäre das auch kein Problem. So jedoch müssen wir bis 80 arbeiten (also, damit rechne ich, der ich jetzt 50 bin), damit die Renditen und Diäten noch munter weiter fließen.

Die Deutschen selbst … haben sowieso “ keinen Bock“ mehr auf das ganze System und nehmen vollen Kurs auf  „innere Emigration“: so jedenfalls eine Studie der Bertelsmannstiftung, die heute bei Spiegel-Online veröffentlicht wurde:

Hamburg – Es sind bemerkenswerte Zahlen: 88 Prozent der Deutschen wünschen sich eine „neue Wirtschaftsordnung“. Der Kapitalismus sorge weder für einen „sozialen Ausgleich in der Gesellschaft“ noch für den „Schutz der Umwelt“ oder einen „sorgfältigen Umgang mit den Ressourcen“. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ergeben, aus der die „Zeit“ zitiert.

Natürlich hat die Studie einen Haken, sonst wäre sie bei der Bertelsmannstiftung nie durch die Zensur gegangen.

Die Deutschen sind sich in ihrer neuen Werteordnung quer durch alle Schichten außerordentlich einig. So stimmten der Aussage „Wohlstand ist für mich weniger wichtig als Umweltschutz und der Abbau von Schulden“ 75 Prozent der Befragten mit Abitur, aber auch 69 Prozent jener mit Hauptschulabschluss zu.

Der Deutsche hat verstanden, das er von dem Geld sowieso nichts mehr abbekommt, also kann man damit auch Staatsschulden abbauen.

Diese Tatsache hat auch gleich der Präsident des DIW verstanden, dessen Interview heute im Managermagazin erschien:

Die Zahl der Beschäftigen in Deutschland ist auf Rekordniveau, doch Klaus Zimmermann warnt im Gespräch mit dem manager magazin vor Euphorie. So schnell wie derzeit werde die deutsche Wirtschaft im Rest des Jahres nicht weiter wachsen. Deshalb rät der Präsident des DIW von großflächigen Lohnerhöhungen ab.

Aufschwung XL heißt nach wie vor Lohn S, denn nur so können die Kapitalrenditen XXL ausfallen. Ist doch klar, oder? Und für einige bleibt ja immer noch was übrig, man fliegt wieder XXL, wie das Handelsblatt meldet:

Ende einer schmerzlichen Krise: Die Nachfrage nach Premium-Flugtickets steigt wieder, und das kräftiger als erwartet. Viele Unternehmen lockern ihre Reiserichtlinien.

Geld ist wieder in Hülle und Fülle da … für all jene, die es ohne harte Arbeit verdienen wollen. Für jene, die von Tagung zu Tagung eilen, von Konferenz zu Konferenz, von Vortrag zu Vortrage ist jetzt wieder ein Erst-Klasse-Ticket auf Firmenkosten drin, so zum Beispiel für den Herrn Steinbrück, der laut Handelsblatt nur noch Zeit zum beziehen von Bezügen hat, aber sonst im Parlament gar nicht mehr gesehen wird:

„Die Ausübung des Mandats steht im Mittelpunkt der Tätigkeit eines Mitglieds des Bundestages“, heißt es im Abgeordnetengesetz. Schaut man sich allerdings an, was der Abgeordnete Peer Steinbrück nebenbei so alles macht, gewinnt man einen anderen Eindruck. Steinbrück hält zwar Rede um Rede, nur nicht im Parlament, sondern außerhalb und hoch bezahlt. Vorträge des ehemaligen Finanzministers sind gefragter denn je.

Wenn es doch nur eine einzige Partei gäbe, die in der Lage wäre, den Willen des Volkes zu bündeln.  Aber … wie uns das Beispiel der Grünen zeigt, mutieren die Parteien alle zu einer Art FDP, wenn sie an der Regierung sind und buhlen nur noch um die Freundschaft des großen Geldes. Kaum im Amt, ist der Wähler nur noch ein lästiges Übel, das man (Gott sei gedankt) die nächsten Jahre nicht mehr braucht…und sich am liebsten ganz vom Hals schaffen möchte.

Nun, die FDP wird sich wohl bald ganz verabschieden müssen … da helfen auch kluge Gedankenansätze nichts:

„Die FDP hat nur mit einem klaren Profil von Leistungsbereitschaft, Unternehmertum und Wettbewerb eine dauerhafte Mission in Deutschland.“

Meint der Vorsitzende der FDP-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag, Gerhard Papke laut Handelsblatt.

Da die Deutschen den ganzen Nonsens aber eigentlich nicht mehr wollen, braucht man die FDP so wenig wie die Politiker die Wähler am Wahlabend.

Na, dann bleibt ja alles beim alten und ich verbleibe mit neudeutschem Gruß: Aufschwung!

Die Zahl der Erwerbstätigen ist im zweiten Quartal erstmals seit zwölf Monaten wieder gestiegen. Mit mehr als 40 Millionen Menschen, die einen Job haben, ist die Zahl auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung geklettert.

Quelle: Managermagazin

Da kann es ja nur voran gehen!

Allerdings … haben die Firmen schon Angst davor, das der Aufschwung anhält, denn nachher wollen die Leute noch GELD für ARBEIT … und das sieht man nicht gerne – liest man jedenfalls das Managermagazin:

Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Ansicht von Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt wegen des Booms in diesem Jahr unter die Drei-Millionen-Grenze fallen. Firmen fürchten nun hohe Lohnforderungen und akuten Fachkräftemangel.

Na, vielleicht wünschen wir uns dann nächtstes Jahr einfach alle einen schönen Abschwung, damit bloß keiner mehr Geld durch Arbeit verdient.

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