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Prof. Christian Kreiß: Das Mephisto-Prinzip (Wie wir zu Lügnern und Verderbern erzogen werden)

181 maske pixabay

Wer meint, dass Mephisto ein hässlicher, übel riechender Geselle mit Krötenhaut ist, hat weder Faust gelesen noch aufmerksam die Rolling Stones gehört:

„Please allow me to introduce myself
I’m a man of wealth and taste
I’ve been around for a long, long years
Stole many a man’s soul and faith

Pleased to meet you
Hope you guess my name
But what’s puzzling you
Is the nature of my game.“ (Stones, “Sympathy for the devil”)

Würde ja auch niemand auf ihn reinfallen, wenn der Advocatus Diaboli gleich als derjenige aufträte, der er eigentlich ist. Er muss sich also maskieren, um uns für seine Ziele zu gewinnen. Und mittlerweile beherrscht er die Kunst des Maskierens auch auf meisterhafte Weise. Selbst den Weg in das abgründigste Verderben vermag er uns als „Gutes und Gernes“ zu verkaufen und den eigenen Garaus als lustige Grillparty.

Einer, der sich ganz im Gegenteil auf die Kunst des Demaskierens versteht, ist Prof. Christian Kreiß. Als promovierter Volkswirtschaftler und Investmentbanker hat er sich selbst in Mephistos Labyrinthe begeben, in die er nun mit seinen Büchern „BWL – Blenden, Wuchern, Lamentieren (Untertitel: „Wie die Betriebswirtschaftslehre zur Verrohung der Gesellschaft beiträgt“), „Gekaufte Forschung“, „Geplanter Verschleiß“ und „Werbung – Nein Danke“ hineinleuchtet. Allesamt hochkarätige Lektüre, in der Mephisto und seinen Schergen die Maske vom Gesicht gezogen wird. Es ist auch höchste Zeit, diese Maske herunterzureißen, denn Mephisto setzt gerade zum Endsieg an, ist dabei, uns in eine Sackgasse zu führen, aus der es womöglich kein Zurück mehr gibt.

Die Diagnose des Volkswirtschaftsprofessors ist eindeutig: „Unser Wirtschaftsleben ist schwer krebskrank und steht vor einer tragischen Bereinigung, sei es durch Depression, Bürgerkrieg oder Krieg – wenn wir nichts ändern.“ Er erklärt uns auch, warum diese Krankheit entstanden ist: Weil in unserem Schul-/Universitäts-/Medien-/Wissenschaftssystem Wahrheit nicht nur verabscheut, sondern systematisch und von Kindesbeinen an zerstört wird. Dass wir de facto dem mephistophelischen Prinzip huldigen (von hebr. mephiz=der Verderber und tophel=der Lügner). Dass diese Mechanismen der Lebenslüge und des Verderbens mehr unbewusst als bewusst ablaufen, ändert an ihrer Konsequenz nicht das Geringste. Nachdem wir die Ausbildung dieses Schul-/Universitäts-/Medien-/Wissenschaftssystems durchlaufen haben, sind viele von uns heute der Wahrheit sehr abhold, reagieren sogar mit vehementer Allergiebereitschaft, wenn sie irgendwo durchschimmert (…ich musss aufpassen, dass ich jetzt nicht wieder in mein Lieblingsthema „Gwup“ verfalle und aus zwei geplanten Einleitungsabsätzen ein elegischer Aufsatz entsteht). Derart konditioniert, sind wir dann auch bereit, solche Politiker*Innen zu wählen, die uns die Lebenslüge gut garniert servieren und uns mit dem Brustton der Überzeugung in Aussicht stellen, dass es so weitergehen könne.

Kreiß belässt es auch nicht beim bloßen Feststellen des Status Quo, er führt auch vor Augen, wie relativ einfach man den gegenwärtigen Verhältnissen eine Wende geben könnte – man bräuchte dazu zunächst nur die derzeit vorherrschenden (mephistophelischen) Glaubenssätze in ihr Gegenteil umdrehen.

Welchen Teufelskreisen wir derzeit unterliegen,  wie Werbung systematisch die Wahrheit zerstört, warum sich Mephisto gerade diebisch freut und wie wir den armen Teufel überwinden können, wenn wir uns nur ein bisschen aufraffen, das erklärt uns Christian Kreiß in einem kurzweiligen Vortrag. Im Unterschied zu vielen anderen Ökonomen, die derzeit mit ihren Crash- und Finanzanalysen Rekordklickzahlen erzielen, ohne jedoch auch nur annähernd an die Wurzel des eigentlichen Problems zu gehen (was heute auch Grundbedingung ist, um in den Leitmedien herumgereicht zu werden), wagt sich Prof. Kreiß in ebendiese Untiefen hinab und manövriert dort auch mit sicherer Hand, sodass man nicht ohne Gewinn wieder auftaucht, wenn man ihn auf diesem Tauchgang begleitet.

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Sein demnächst im Buchhandel erscheinendes Buch „Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft“ hat Prof. Kreiß übrigens als PDF zum Download freigegeben: siehe

www.menschengerechtewirtschaft.de

In dem Buch finden sich auch gleichermaßen unerwartete wie aufschlussreiche Betrachtungen, z.B. dass mindestens 50% unserer Arbeitszeit nicht nur unnötig, sondern regelrecht schädlich verbracht wird, wie Wahrheit im heutigen Wissenschaftsbetrieb systematisch ausgeschaltet und wir in einem Zustand von „Trivialität und Leere“ gehalten werden sollen oder die Frage, warum Mephistopheles heute so großen Wert darauf legt, dass Architektur so trostlos und hässlich wie möglich erscheinen muss.

 

Foto: mask-businessman/pixabay/CC0

Donald Trump und Antiamerikanismus – nachdenKEN

bzw. ein Rant über betonköpfige Linke und als Links verkleidete Rechte. Und über echte Rechte. Und über Trump. Enthält KenFM Eigenwerbung.

youtube Text:

Der neue Präsident der USA heißt Donald Trump.

Noch nie hat eine Person, die sich für den Posten im Weißen Haus beworben hat, schon im Vorfeld so viel Dresche bekommen wie Donald Trump. Doch auch seit das Rennen gelaufen ist, reißt das offene und ununterbrochene Bashing ihm gegenüber nicht ab.

Die rassistischen Sprüche, mit denen Trump Teile seines Wahlkampfes bestritt, fanden ihr Echo in den Systemmedien, die bis heute mit ähnlich rassistischen Abwertungen Trump selber, aber vor allem die, die ihn gewählt haben, zu entwürdigen versuchen und als vollkommene Idioten abzustempeln. Trump-Wähler sind Abschaum – so wird seit Tagen verkündet.

Der Spiegel verstieg sich rund eine Woche nach der Wahl dazu, Trump einen Antisemiten zu nennen. Nur, wie passen dazu die Standing Ovations ihm gegenüber, als dieser in den letzten Tagen des Wahlkampfs vor AIPAC sprach? Sind amerikanische Juden einem Antisemiten auf dem Leim gegangen? Sind wirklich alle Trump-Wähler „White Trash“, oder ist diese gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, produziert von den Massenmedien,
nicht selber Rassismus in seiner übelsten Form?

Fakt ist: Der Sieg Trumps ist vor allem eine Niederlage der System-Medien. Ihnen ist es nicht gelungen, trotz monatelanger Propaganda für Clinton und gegen Trump, die öffentliche Meinung derart zu diktieren, dass der Wähler sich genötigt gesehen hätte, den Liebling der Medien Hillary Clinton zu wählen.

Der Sieg Trumps und vor allem die Reaktion in Deutschland auf ihn zeigt aber auch das Versagen der Linken. Trump erreicht in den USA-Wähler, die auch die AfD in Deutschland anspricht. Menschen, die nicht per se rechts ticken, sondern die vor allem enttäuscht sind. Enttäuscht von linker Politik, linken Medien und linken Aktivisten. Sie alle haben den Kontakt zur Straße verloren, Leben intellektuell entrückt. Der größte Teil der Linken auch in Deutschland hat sich mit dem Wirtschaftsfaschismus arrangiert und schaut dem Abbau des Sozialstaates weitgehend zu. Linke haben sich „eingerichtet“ und wollen – so wie die Grünen – nur noch bessere Posten in der Machtpyramide ergattern. Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Die Linken von heute sind von einem Rudi Dutschke so weit entfernt, wie der Friedensnobelpreisträger Obama von echtem Change, sprich fairer Beteiligung der Massen an erarbeitetem Wohlstand. Teilhabe bedeutet für die offiziellen Wortführer der Linken in nahezu allen Bereichen vor allem persönliche Bereicherung und persönliche Teilhabe am großen Kuchen des vom Volk erarbeiteten Staatsvermögen.

Wir erleben in der Reaktion der Medien auf Trump den Niedergang eines elitären Systems, das unfähig ist, sich selber zu hinterfragen und das, ähnlich wie damals die Genossen in der DDR kurz vor Mauerfall, nur noch in der Lage ist, auf die die längst Ausgereisten verbal einzuschlagen. Damals war man Verräter des Sozialismus, heute ist man White Trash.

Die Wahl Trumps wird auch in Europa und speziell in der BRD ihre Auswirkungen haben, mit leichtem Delay. Die Wiederwahl Angela Merkels 2017 ist so „sicher“ wie der Wahlsieg von Hilary Clinton 2016 es war. Den Volksparteien geht der Hintern auf Grundeis und das ist auch gut so. Hochmut kommt vor den Fall.

Ken Jebsen denkt nach dem spontanen Webcam-Kommentar zu Trumps Sieg erneut über Trump und die Folgen nach. Er fordert auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen. „Mehr Demokratie wagen“ bedeutet 2016 mehr zivilen Ungehorsam, mehr direkte Demokratie und weniger Ehrfurcht vor einer politischen Kaste, die große Teile der Bevölkerung für dumm, unfähig und gefährlich hält.

Die USA sind die dynamischste Demokratie der Welt, doch dass sich ausgerechnet die Fans von gestern jetzt nicht zu schade sind, jedes anti-amerikanische Klischee zu bemühen, um ihren Unmut über den Ausgang der letzten US-Wahl auszudrücken, lässt tief blicken. Sind vielleicht die System-Medien als Stimme der Einfluss-Reichen und Schönen nicht wirklich an echter Demokratie interessiert?

Kapitalismus? Abschaffen. Und zwar gestern! Oder … bluten. Und sterben.

Digital StillCamera

Freitag, 18.11.2016. Eifel. Ja, was verlange ich denn heute von Ihnen? Die mutigste Tat Ihres Lebens: sich gegen die Religion der Gegenwart zu stellen: gegen  Geld, Arbeit, gegen Schulden, Wachstum und Wirtschaft. Jedenfalls … wird man Ihnen erzählen, dass es so wäre, dass dies mein Ansinnen sei. Ich möchte Sie jedoch aufmuntern, gegen Armut zu sein, gegen Hunger, gegen Ausbeutung, gegen Kinderarbeit, gegen Kriege, Arbeitszwang und Massenvernichtung von menschlichem Leben – wozu es irgendwann kommen muss, wenn der Zinseszinszwang die letzten Cent aus den Taschen saugt und einfach kein Geld mehr da ist, alle zu ernähren. Unglaublich? Entsprechende Pläne hegten schon unpolitische Akademiker in den dreißiger und vierziger Jahren bezüglich der jüdischen, russischen und polnischen Bevölkerung: die nicht ausbeutungsfähigen (alte Menschen, kranke Menschen, Kinder) sollten auf Nulldiät gesetzt werden – sprich: verhungern – damit „Das Reich“ in Wohlstand leben konnte. Unpolitische Akademiker? Ja – die machten danach ja übergangslos Karriere in der Bundesrepublik Deutschland, die meinte, auf solche „Fachkräfte“ nicht verzichten zu können. Außerdem – so wurde uns erzählt – war ja Hitler tot und der Faschismus somit bis in alle Ewigkeiten gebannt.

Ich möchte Ihnen zum besseren Verständnis mal eine Geschichte erzählen, in der Sie und ich vorkommen.

Denken Sie sich einfach mal, wir fahren zusammen in Urlaub. Nein, wir fahren nicht: wir fliegen. Nach Neuseeland, da wohnt ein guter Freund von mir, der vermietet dort Ferienzimmer: wir wären herzlich willkommen. Wegen ihm käme ja sogar ich mit, der ansonsten sehr reiseunlustig ist. Neuseeland wird Ihnen gefallen, ist eins der schönsten Länder auf der Erde. Nicht so schön wie die Eifel, auch nicht so umweltfreundlich zu erreichen – aber es ist ja erst mal nur eine Geschichte.

Unterwegs macht die moderne Technik das, was Technik immer und überall macht: sie geht kaputt. Unser Flieger gibt den Geist auf, nicht am Boden, wo es bequem und sicher wäre, sondern in der Luft. Wir stürzen ab. Glück im Unglück beschert uns eine Notwasserung ganz in der Nähe eine unbewohnten Insel, von denen es dort noch tausende gibt (manche von ihnen sind sogar käuflich zu erwerben).

Da sitzen wir nun: anstatt lustiges Treiben im Club haben wir endloses Elend am Strand. Wir können uns kurz freuen, das niemand verstorben ist … doch dann holt uns die schreckliche Realität ein. Wir merken, dass wir leider mit nur mangelhaften Körpern ausgestattet sind. Sie sind zwar bei weitem zuverlässiger als Technik jeder Art, können sich selbst reparieren und mit Energie (Strom) versorgen, besitzen eine der kostbarsten chemischen Fabriken auf Erden (die Leber), können Wärme auch ohne Verbrennungsmotoren erzeugen … aber brauchen permanent Wärme, Wasser und Nahrung, um weiter ihre phantastische Arbeit zu leisten. Einen Tag schaffen wir ohne Wärme, drei ohne Wasser, ein paar mehr ohne Nahrung – doch dann ist mit Funkionsaussetzern zu rechnen.

Wir müssen also schnell starten mit „Wirtschaft“ und die benötigten Elemente heranschaffen. Ich habe wie immer ein Feuerzeug in der Hosentasche, so dass das erste Problem (Wärme) schnell gelöst werden kann. Als Teilnehmer diverser „Survival-Trainings“ rate ich auch schnell zur sofortigen Arbeit: die Zeit läuft. Große Diskussions- und Klagerunden sind zwar menschlich verständlich, führen aber – wie der wache Geist schnell selbst erkennt – nur zu noch mehr Klagegründen. Sicher wird es manche Menschen geben, denen das sofort zuviel ist, die einen Schock haben und versorgt werden müssen. Die müssen gepflegt werden, bis sie die anderen ersetzen können, die sich sofort auf die Suche nach Feuerholz, Essen und Wasser machen. Ja, da dürfen wir sofort aufmerken: außerhalb der menschlichen Gedankengebäude ist Wärme, Essen und Wasser UMSONST, wird einfach von der Natur geschenkt, ist in Hülle und Fülle vorhanden – selbst in ärmsten Ländern, bedarf nur ein wenig Arbeit, um die Früchte zu ernten.

Schnell sind die Aufgaben verteilt, ja nach Höhe des Selbstorganisationsgrades der einzelnen Teilnehmer der Gemeinschaft suchen sie sich die Aufgaben selbst, ist der niedriger (wie bei Menschen aus arbeitsteiligen Gesellschaften üblich), so kann ein Philosoph helfen: das Denken in Bildern und Netzen ist genau das, was man jetzt braucht, weil es schneller funktioniert – ein kurzer Blick genügt schon, um zu  erkennen, dass wir zu wenig Leute für Wasser haben (das wird schneller dringend) und zu viele für Holz (liegt direkt am Strand schon in Massen herum). Jener, der diesen Prozess aushilfsweise organisiert, ist in der Wirtschaft „der Boss“ – er nimmt einem das Denken ab … allerdings sinnvollerweise nur für einen Übergangszeitraum: die Organisation von Ablaufprozessen ist gedanklich sehr anstregend und vor allem: dürfen keinerlei Fehler gemacht werden, weil die Folgen tödlich wären. Jener „Boss“ sitzt also noch am Schreibtisch, während andere schon schlafen: an seinen Planungen hängt viel in der Startphase … aber auch wirklich nur da. Wir können uns auch einen Flieger voller Survivalvolk denken – die brauchen keinen Chef, die wissen schon alles … und wenn die hinreichend sozial sind, dann landen die traumatisierten Schockpatienten auch nicht sofort bei den Fischen im Meer.

Je besser die Arbeit organisiert wird, umso mehr freie Kapazitäten hat man, um z.B. Leuchfeuer zu bauen, die Hütten zu verbessern, Wälder zu roden und mit Anpflanzungen zu beginnen – oder am Strand zu liegen und entspannt einfach mal gar nichts zu tun und sein Leben zu genießen: so, wie es die Schöpfung einst vorgesehen hatte. Drei Stunden Arbeit am Tag für die Grundversorgung – der Rest ist frei. Nun – mit den Survivalfreaks möchte ich nicht gerne dort landen: es sind meist notorische Einzelgänger, nur auf sich bedacht – es gibt einfach herzlich wenig zu lachen mit ihnen, sehe schon vor mir, wei die abends grimmig allein am Lagerfeuer sitzen und an einer mageren Ratte nagen, während wie anderen schon Brot backen, Bier trinken und ausgelassene Feste feiern … dank selbst gebranntem Alkohol.

Ja: dank Arbeit (ohne Schulden, Zinsen und Lohn) haben wir unsere Insel nach einem Jahr in ein Paradies verwandelt, das schöner ist als Neuseeland, es wird unser coolster Urlaub aller Zeiten.

Ab wann kippt das Paradies?

Nun – ab dem Moment, wo sich einer an den Strand setzt und sagt: „Ich mache die Bank“ … und billige Palmblätter gegen Arbeit und Produkte eintauscht. Die Palmblätter – bislang ein vorzüglicher Ersatz für Toilettenpapier – sind auch umsonst in großer Menge vorhanden, aber es „zählen“ auf einmal nur noch die, die sein Handzeichen aufweisen.

Es ist der kritische Moment unserer Gemeinschaft … und der Philosoph zieht sich auch genau in diesem Moment allein in den Wald zurück, um das Beispiel nicht zu gefährden mit seiner blöden Frage: wozu Bank?

Vielleicht stellen sich viele die Frage, doch der Banker ist natürlich ein rhetorisch geschickter Verführer (keine Frage: besuchen sie einfach mal den Anlageberater ihrer Sparkasse und erleben Sie es selbst) und hat eine teuflische Botschaft: wer genug seiner Palmblätter hat, braucht nicht mehr arbeiten, bekommt aber mehr Essen und Wasser als die anderen, ja, kann sich von den anderen sogar einen Palast bauen lassen.

Aufrechte Demokraten, denen der Zusammenhang von Arbeit und Leben noch gegenwärtig ist (darum sind wir ja gerade auf dieser Insel als Modell, um den noch mal klar ins Auge zu fassen), würden den Banker sofort in die Meere zurückjagen – oder ihn zum Holz sammeln auf die andere Seite der Insel schicken. Doch – und hier nähern wir uns der Realität – wo haben wir die noch, die aufrechten Demokraten? Wir haben ja moderne Menschen hier – so wie Sie – die die Verlockungen des arbeitsfreien Lebens, in dessen Mittelpunkt das eigene Ego steht, ohne weiteres zu schätzen wissen, die der Verheißung von grenzenlosem Ausleben aller Wünsche, Träume und Phantasien nicht widerstehen können. Zwar stellen sich auch den Zögernden noch Fragen („wie soll das alles funktionieren – Palmblätter sind doch nicht nahrhaft?“) und diesen Moment nutzen die reiferen Charaktere aus, um den Banker zur Rede zu stellen, vor dem Unsinn zu warnen, der mehr Arbeit für viele bedeutet und die Freizeit enorm einschränken wird, damit wenige Palmblätter verwalten … doch in dem Moment kommt dem Banker eine teuflische Idee: „Wir brauchen eine Regierung!“.

Auf einmal gefällt ihm die Idee der Demokratie, die zuvor – ohne große Tamtam – einfach funktionierte, weil die Menschen Zeit und gute Laune genug hatten, um alle Differenzen friedlich austragen zu können. Nur: es steckt halt auch eine teuflische Idee dahinter, denn: „Regierung“ … ist der Schritt zur Abschaffung der Demokratie.

Natürlich ist die Idee „Demokratie“ verlockend und plausibel – alle machen mit. Warum man nun Menschen, die sich nicht durch Leistung qualifizieren, die man nur in gewissen Momenten abrufen braucht, für alle Ewigkeiten in Herrschaftspositionen setzen muss – völlig unabhängig davon, ob sie wirklich die Qualität zur Führung einer demokratischen Zivilgesellschaft haben oder nur besonders verlogene, hinterhältige und berechnende Karrieristen sind – diese Frage stellt erstmal keiner: er wäre ja sofort ein Faschist. Und wer drängt nun in die Regierung? Nun – die Laumalocher. Jene, die noch nie einen Hammer in der Hand hatten. Jene, die sehen, dass sie dann ganz nahe an dem Palmblatthügel des Bankers sitzen, den sie mit Hilfe der Dümmeren in der Gemeinschaft verteidigen, in dem sie ihnen Waffen besorgen – die ersten Waffen, die blutige Wunden verursachen.

So sprengt der Banker unser Paradies – den Rest sehen Sie in Ihrem eigenen Leben, denn: mit Hilfe der Regierung setzt der Banker neue Regeln durch: „Zinsen“ kommen in die Welt. Wer krank ist und sich zum Überleben zehn Palmblätter leiht, muss elf zurückzahlen. Je länger das System läuft, umso weniger Palmblätter hat die Insel, es wird noch später sogar auf Muscheln und Steine zurückgegriffen – alles wertloser Tand – um das System mit „Tauschmitteln“ auszustatten. Und da sich auf Seiten des Bankers gut leben läßt – die bleiben bei Gewitter und strömendem Regen einfach in der Hütte sitzen und warten darauf, dass die „Arbeiter“ (wie man die anderen,  minderwertigen Gestalten nennt) sie füttern und umsorgen; ja, sie führen sogar den Titel „Arbeitnehmer“ ein – es ist ja der Banker, dessen Futterbedarf den anderen überhaupt die viele zusätzliche Arbeit verschafft, die sie annehmen – weshalb sie „Arbeitnehmer“ werden und er „Arbeitgeber“.

Der Trend zum „Bankersein“ verstärkt sich, da alle merken: die echte Arbeit wird von immer weniger Menschen gemacht, die sich gesundheitlich kaputt malochen. Das Leben verschlechtert sich insgesamt: da immer mehr Menschen frei von Arbeit nur von Palmblättern, Steinen und Muscheln leben wollen, werden die Ressourcen knapp. Anstatt den eigenen Bedarf zu zügeln oder selbst mal mit anzupacken anstatt nur bei feierlichen Eröffnungen Bänder zu zerschneiden, um neue Lustwandelwege für die oberen Zehntausend zu eröffnen, nimmt die Regierung lieber jene ins Auge, die sich nicht wehren können, jene, die ohnehin nur noch verbrauchen, jene Menschen, die von der deutschen Wirtschaft – ob nun im Nationalsozialismus oder in der Bundesrepublik ist da völlig egal, diese Regeln gelten systemübergreifend (wie wir im Alltag ja an allen Ecken und Enden sehen) – als „Ballastexistenzen“ angesehen werden, weil sie dem Banker überhaupt keine Rendite mehr bescheren.

Schleichend und langsam – oder schnell und grausam – werden sie ausgemerzt. Die Art der Vernichtung ist direkt vom Widerstand jener abhängig, die sich nicht dem Banker und seinem Palmblattwahn angeschlossen haben, jenem Wahn, der – dank Regierung – mitlerweile die ganze Insel zu Privateigentum erklärt hat, für das man – sofern man auf der Insel bleiben möchte – „Miete“ zahlen muss … also Zinsen fürs nackte Wohnen, was vorher 100 000 Jahre lang völlig umsonst war. Ist der Widerstand hart und unnachgiebig, werden viele Widerworte gemacht, die Menschen anstecken und aufklären können, wird der Kurs der Vernichtung sanft sein, über „gerechte“ Sanktionen, über schönes Reden von „Fördern und Fordern“; ist der Widerstand aber schwach – oder die Menschen sogar schon so verroht, dass sie über die ihre Mitmenschen hinwegsteigen, die sterbend vor den Palmblattautomaten stehen – dann wird die Vernichtung betriebswirtschaftlich effektiver organisiert.

Wie endet unsere Insel nach hundert Jahren?

So wie wir. Eine kleine Kaste von Asozialen (es reichen zehn Prozent der Gesellschaft, wie bei uns: siehe Spiegel) saugt sich maschinell automatisch die Taschen so voll, dass sie gar nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld, während ein ständig wachsender Teil der Bevölkerung immer schneller rennen muss für immer weniger Palmblätter. Große Sympathie finden die asozialen Gestalten bei ihresgleichen: den Faulen, Asozialen, Laumalochern und Nichtstuern, die gerne für Null Arbeit in Saus und Braus leben. Um das zu tarnen, verwässern sie auch den Arbeitsbegriff und tun so, als wäre ein Tag mit Kaffee, Kuchen und Heizung im Büro ähnlich schlimm wie zehn Stunden Steine kloppen, Kranke und Alte pflegen oder den Acker zu pflügen, als wären „Geschäftsessen“ und „Tagungen“ zu vergleichen mit den Tagen, die Feuerwehrleute und Rettungssanitäter hinter sich bringen müssen, ja selbst Tage im gut geheizten, weich gepolsterten Parlament – von uns anderen als Unterhaltung in der Freizeit auf dem Sofa genossen – werden so hoch gehalten (und dotiert) als entsprechen sie zwanzig-Stunden-Schichten beim Straßenbau im Winter … nur viel viel besser bezahlt.

Straßenbau hat schon einige Menschen zerstört, im Parlament ist noch niemand vor Überarbeitung zusammengebrochen, bezahlt wird es aber besser als die Arbeit auf Ölbohrplattformen, die jederzeit das eigene Leben kosten kann. Der gefährlichste Beruf in Deutschland ist momentan der Gerüstbauer – doch sind es nicht diese Menschen, denen wir das meiste Geld geben. Über ein Viertel aller Arbeitnehmer werden im Laufe ihres Lebens berufsunfähig, bei Gerüstbauern und Dachdeckern sind es über fünfzig Prozent (siehe Statista), doch nicht diese Menschen bekommen das Geld … sondern jene Verwaltungsmenschen in Versicherungen, Banken und Regierungen, die ihnen gerechte Entlohnung des Risikos vorenthalten. Ja – schauen Sie sich mal die Statistiken an: dort, wo viel Geld gemacht wird, ist das Risiko am geringsten, köperlich oder geistig zu schaden zu kommen.

Und nochmal hundert Jahre?

Ach komm – jetzt denken Sie doch bitte mal selbst nach, wo das endet. Ach was – ich sag´ es einfach mal: immer und überall endet Kapitalismus im Faschismus. Der Anspruch auf „die ganze Welt plus fünfundzwanzig Prozent arbeitsfreie Eigenkapitalrendite“ funktioniert nicht, weil nur eine Welt da ist – was die blöden Kapitalisten nicht von ihren strunzdummen Forderungen nach mehr, mehr, immer mehr und nochmal mehr abhält. Es gibt betriebswirtschaftlich unter kapitalistischen Rahmenbedingungen gesehen gar keine Alternative zur Massenvernichtung der unnützen Esser, die nichts anderes leisten können als Rendite zu mindern, in dem sie essen, schlafen, trinken, warm haben wollen und unter sich machen. Man könnte sogar ausrechnen, wann genau der Moment kommt, an dem die Geldgier der zehn Prozent anfängt, an dem Lebensminimum des unteren Drittels zu nagen. In Deutschland haben wir das sogar schon: rotgrün hat erst die Spitzensteuersätze gesenkt … und sich dann das Geld von den Arbeitslosen geholt, die per Gesetz zu „Parasiten“ und „Sozialschmarotzern“ erklärt wurden, mit großer Unterstützung unserer Medien, die auf unsere Insel in Gestalt wandernder Boten unterwegs sind, die mit Trommeln und Trompeten beständig rund um die Uhr die Glaubenssätze der Lumpenelite verbreiten, um jeden eigenen Gedanken zu unterdrücken.

Was uns noch verbindet? Hier und auf unserer Insel gibt es ein „Dschungelcamp“ zur Belustigung der Massen mit enormer politischer Funktion: dort werden Höflinge, die in Ungnade gefallen sind, dem Spott des Pöbels ausgeliefert um ihm für einen Moment eine Illusion von Macht und Gerechtigkeit zu geben, die ihm eine kurze Entlastung schafft: schon die alten Römer wussten, dass man so für Ruhe sorgen kann, ganz nach der Regel der Mafia: erschieße einen, diszipliniere hundert.

Nun werden Sie sich fragen: was macht eigentlich der Philosoph, dessen Aufgabe es ist, „Mind-Maps“ – also: Weltbilder – zu entwerfen, anhand derer Arbeit und Verteilung organisiert werden kann?

Nun – er arbeite erstmal an neuen „Mind Maps“, unauffällig, weit zurückgezogen. Er sieht, dass Blut fließen wird – viel Blut. Leise und unauffällig – in alte Lumpen gekleidet – bewegt er sich durch die Menge der Menschen, sucht die, die für den Neuaufbau nützlich sind. Es gibt keine Alternative zu diesem Blut fließen: Aufstand oder Auschwitz, dass ist hier die Frage. Entweder findet sich ein militärisch hinreichend perfekter Kriegshäuptling, der den Filz mit harter Hand zerschlägt – womit sich der Traum des „gerechten Königs“ Bahn bricht, der die Menschen schon seit Jahrtausenden verführt (und immer nur zum „Tyrannenwechsel“ geeignet ist, wie die Geschichte unserer Revolutionen gezeigt hat), wieder mal erfüllt … oder das System der Ausbeutung kommt zu jenem Punkt, wo „Minderleister“ existentiell zu stören beginnen und ein weniger gerechter Kriegshäuptling die Vernichtung organisiert.

Wie auch immer: es wird der Moment kommen, wo wieder aufgebaut werden muss, wo wir wieder nackt, hungrig, durstig und frierend am Strand sitzen. Und dort muss dann effektiv Arbeit organisiert werden, um Leid zu mindern. Und es gilt, einen Satz – am besten mit den Anspruch eines nicht hinterfragbaren „Wortes Gottes“ – in die Welt zu setzen, einen Leitsatz, der Kapitalismus für immer unmöglich macht.

„Liebt euren Nächsten wie euch selbst“ – war schon mal ein mächtiger Leitsatz, die das mächtige, römische Imperium als äußerst bedrohlich empfand.

Vielleicht … hat der Philosoph auch die leise Hoffnung, dass es endlich mal gelingen möge, den blutigen Krieg der Waffen durch den weisen Krieg der Worte zu  ersetzen, der für alle Gewinn bringen würde. Doch schaue ich mir die Gegenwart an, so schwindet alle Hoffnung. Die Menschen sind sogar immer weniger an der Lage, selbst einfachste soziale System wie „Familie“ am Leben zu erhalten, selbst die winzigste Miniorganisation „Beziehung“ wird immer unmöglicher – wie will man da Hoffnung haben können (über die Gefährlichkeit unsere neuen „Nichtbeziehungen“ siehe Zett), komplexere Systeme erfolgreich ans Laufen zu kriegen.

Die Alternativen zum Kapitalismus sind längst da (um mal wieder eine zu nennen: Treeec) – nur fehlen die Menschen, sie ins Leben zu rufen. Nicht umsonst ist Dschungelcamp Deutschlands erfolgreichste Sendung.

Also … bleibt nur noch die Vorbereitung auf blutige Zeiten, die täglich näher kommen – wie jetzt bei dem erfolgreichen Superkonzern VW, der erstmal 30000 Arbeitsplätze abbaut (siehe Handelsblatt) … innerhalb der nächsten vier Jahre, hauptsächlich in Deutschland. Die wollen halt nicht mehr Autos für alle – sondern mehr Palmblätter für die oberen Zehntausend.

 

 

Die Eroberung Europas durch die USA – Wolfgang Bittner bei KenFM

Ein von Wachstum getriebenes Wirtschaftssystem, dessen Kraftstoff ein verzinstes Geldsystem ist, das also permanent expandieren muss, um nicht zu implodieren, muss ab Punkt X entweder seine Bevölkerung enteignen, oder aber Krieg führen.

Die Enteignung läuft bei uns längst. Die Preise steigen, während die Löhne stagnieren oder fallen. Der Abbau sozialer Rechte, verkauft als „Eigenverantwortung“, ist ebenfalls eine schleichende Form der Enteignung, denn was der Staat auch an Altersversorgung nicht mehr leisten kann, oder besser will, fehlt dem Bürger im Alltag im Geldbeutel.

Betroffen von dieser Mechanik ist längst auch die BRD. Wir sind der größte Niedriglohnsektor der Welt. Hartz IV ist das Gegenteil von Sozial, denn es schließt Menschen vom sozialen Leben nahezu aus. Wer Hartz IV bezieht, hat für Kultur kein Geld mehr.

Um die exponentiell steigenden Zinsen im Kapitalismus bedienen zu können – sie sind der eigentliche Kern des Problems – spielt die Regierung, oder besser die Banken hinter der Regierung, am Ende die Spielkarte Krieg.

Ein sich im Krieg befindendes Land investiert vor allem in teure Kriege, um die Beute später dazu zu nutzen, das eigene völlig marode Wirtschaftssystem wieder zu stabilisieren. Ein Land, das sich auf einen Krieg zubewegt, erklärt jeden, der auf das eigentliche Motiv hinweist, zum Staatsfeind. Staatsfeinde heißen heute Verschwörungstheoretiker, Aluhut-Träger oder Putinversteher.

Personen, die diese Vokabeln dann gegen die Warner, zum Beispiel nicht embeddete JournalistInnen nutzen, stehen direkt oder indirekt auf der Lohnliste der Geheimdienste. Sie geben gerne vor, Links zu sein, nur ist ihre zentrale Aufgabe, das, was Links ausmacht, zu zerstören. Die „Neuen Linken“ sind Teil des Neoliberalismus und tun alles dafür, um ein völlig in vergessen geratenes Klassenbewusstsein, wo immer es sich zeigt, im Keim zu ersticken.

Damit sind wir bei der Ukraine-Krise. Schon der Name „Krise“ täuscht. Hier liegt eben so wenig eine Krise vor, wie damals in Afghanistan, dem Irak, Libyen oder aktuell Syrien.

Die Ukraine ist ein riesiger Flächenstaat, der reich an Bodenschätzen ist. Zudem ist sie DIE Kornkammer Europas. Die Ukraine grenzt direkt an Russland.

Da der Westen nicht bereit ist, sein Neoliberales Wirtschaftssystem zu überdenken, da seine Staaten sich von privaten Banken Geld leihen und damit erpressbar sind, tanzen sie nach den Regeln des „Marktes“. Hinter dem Markt verstecken sich Wirtschaftsverbrecher. Sie brauchen Krieg, um ihr Schneeballsystem weiter spielen zu können. Krieg, also die willkürliche Enteignung Dritter, ist dabei Teil des Business.

In repräsentativen Demokratien verkauft man Kriege, einen Putsch oder einen Regime-Change dann gerne unter der Tarnbezeichnung Demokratie-Export, doch geht es in Wahrheit immer nur um Wirtschaftsinteressen.

Wer auf diese Tatsache hinweist, wie der Schriftsteller Wolfgang Bittner in seinem aktuellen Buch „Die Eroberung Europas durch die USA“, wird aufs Heftigste verleumdet und bekämpft.

Nur die Heftigkeit des Gegenwindes sollte stutzig machen. Wenn das, was Bittner schreibt, dummes Zeug wäre, könnte man es lässig ignorieren. Tut man aber nicht.

Sarah Wagenknecht über die aktuelle Politik

Und immer schön die Videos von der Dresdner Sozialwacht anschauen.

4 Träumereien

Träumereien, diesmal nicht von Schubert!

 

4 Träumereien

 

Es gibt ein gutes, aber nicht bindendes Abschlussdokument in Paris für eine Limitierung der Erderwärmung. Dieses Dokument ist, laut Spiegel, nur mit einem diplomatischen Kniff beschlossen worden, damit Obama nicht an der republikanischen Mehrheit scheitert (siehe Spiegel):

Aber eins nach dem anderen: Da waren zunächst einmal die Amerikaner. Sie hatten ein Problem in Artikel 4.4 des geplanten Abkommens. Nur ein einziges Wort. Ein „shall“, so forderten sie, sollte durch ein „should“ ersetzt werden – „sollen“ durch „sollten“. Sechs Buchstaben statt fünf. Das roch nach Haarspalterei. Allerdings ging es um eine Passage des Textes, auf die man vor allem im Kongress in Washington genau schaute – weil sich daraus womöglich eine völkerrechtlich bindende Verpflichtung für CO2-Minderungen hätte ableiten lassen. Die republikanische Parlamentsmehrheit hätte dann mit Sicherheit darauf beharrt, über den Vertrag abzustimmen – und ihn anschließend in der Luft zerrissen. Dieses Risiko konnte die US-Delegation nicht eingehen. Deswegen zeigten sich Außenminister John Kerry und seine Leute hart. Gipfelpräsident Laurent Fabius würde das Problem später in der Sitzung mit einem Kniff aus der ganz hohen Schule der Diplomatie lösen: Das betreffende Wort „shall“ sei an dieser Stelle ganz einfach ein Schreibfehler, erklärte er gewitzt, verursacht von einer übernächtigten Hilfskraft. In früheren Fassungen des Textes habe dort schließlich auch ein „should“ gestanden. So werde man es flugs wieder korrigieren. Problem gelöst – auch weil Staaten wie Indien, China und Brasilien vorher unter der Hand ihre Zustimmung zu diesem Ausweg signalisiert hatten.

Laut Spiegel sind die großen Probleme des Klimas, sowohl Luftverkehr als auch Schiffsverkehr von diesem Dokument ausgenommen. An eine Besteuerung des Treibstoffes für den Flugverkehr ist nicht gedacht (siehe Spiegel).

Doch warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Wenn die Globalisierung der Wirtschaft nun ca. 25% der Erderwärmung ausmacht und sehr viele europäische Firmen diesem Konkurrenzdruck einfach nicht standhalten können, so könnte man doch Öko-Zölle und Menschenrechtszölle einführen, die die heimischen Unternehmen gegen Öko-, Lohn- und Menschenrechtsdumping aus Billigproduktionsländern schützen und dort großartige Anreize für Ökologie und Menschenrechte setzen könnten (siehe orf.at). Ein einfaches zusätzliches Beispiel: Ich fahre fast alle Dienstwege mit dem Elektrofahrrad. Für mich sehr erfreulich, da ich zur Sonne komme, die nicht nur Vitamin D sondern auch viele anderen Hormone bilden hilft, die unser Körper dringend braucht. Weiters bringt die Bewegung sehr viel Freude und letztlich kostet alles wesentlich weniger. Man würde weniger Platz für Riesenparkplätze brauchen und in den großen Städten wäre mehr Platz für Grünraum und für Kinder und andere MENSCHEN! Arbeitszeiten, bei uns von 7h bis 16h und danach einen weiten Weg mit dem Auto zu bewältigen, bedeuten im Winter: keine Sonne und gute Umsätze für die Pharmaindustrie, z.B. Grippe-Präparate und Antidepressiva , da die wichtigsten Hormone zur Infektabwehr fehlen und auch andere, ganz wesentliche Funktionen des Körpers wie etwa das Glückshormon nur durch Sonnenbestrahlung gebildet werden können.

Doch gerade diese Kultur des Fahrrades wurde durch die Globalisierung in Indien und China eigentlich zerstört. Die Rikschas in Indien wurden immer mehr von der Straße verbannt und
in Peking gibt es Smog und Autostau (Mehr Geld-mehr Autos). Doch auch die Entsorgung der so einfachen Fahrradakkus bei uns bringt schon erhebliche Probleme, da man die Akkus nicht recyclen kann. Eine normale Mülldeponie hat wegen der hohen Brennbarkeit, wo man den Akku mit der „Seltenen Erde“ Lithium „verbrennen“ muss, erhebliche Probleme – und wieder entstehen Treibhausgase. Das heißt, die Umstellung auf Elektroautos, bei nach wie vor Privatisierungsplänen der Bahn wird gar nicht so einfach sein. In den USA sind mittlerweile wohl über 30% des Schienennetzes abgebaut worden.

Was viele sehr erfreuliche Ansätze z.B. im Verkehrssystem betrifft, so sind die Staaten Europas, wo der Nationalsozialismus entweder auf großen Widerstand stieß wie in Skandinavien, oder wo er im Wesentlichen gar nicht hinkam wie in der Schweiz, Vorreiter in der Ökologie. Die Radwegesysteme der eiskalten Länder Skandinaviens, wo Dänemark 50 % Radfahranteil in Kopenhagen plant, oder das öffentliche Verkehrssystem der Schweiz sind Vorzeigeobjekte (siehe Badische Zeitung).

Kann es aber sein, dass man die Globalisierung und das damit verbundene neoliberale System, in Paris festschreiben möchte? Es gibt zwar ein paar brüderliche Aspekte, doch ohne Besteuerung der Transporte (Schiff und Flugverkehr) und Entglobalisierung sind wesentliche Fragen ausgeklammert. Ein sehr guter Denkansatz wäre eine Reparaturindustrie an Stelle einer „Sollbruch-Wegwerfindustrie“, da die Produkte ja auch immer entsorgt(verbrannt) werden müssen. Wenn bei Produkten wie z.B. Staubsauger, Kühlschränken oder Kühltruhen, diese so wie bei Miele sehr lange Zeit immer wieder, durch kleine Firmen repariert werden können, so fällt für die Menschen viel Arbeit, aber wenige Treibhausgase an. Unsere Firmen können durch immer mehr  Freihandelsabkommen immer weniger dem Billigproduktions-Druck standhalten und lagern in für sie günstigere Gebiete aus, von wo die Waren dann wieder zu uns kommen, so lange wir uns das leisten können. Meist geschehen solche Firmenauslagerungen ja auch durch sehr egoistische finanzielle Strategien, doch auch ein menschlicher Firmenchef hat Probleme, ohne Schutzzölle einer Ökodumping und Sozialdumping-Welt in Fernost standzuhalten.

Zusätzlich kann man so zusehen, wie Konflikte, ja Revolutionen und Krisen aufgebaut werden und immer steht am Ende ein neoliberales System (siehe Naomi Klein: Kapitalismus versus Klima). Also wenn sozusagen der in Otpor in Serbien aufgebaute nordafrikanische Rebell wenigstens die Info bekommen würde: Ja, du darfst durch uns zwar Revolutionen starten, du darfst auch  dein Leben verlieren, doch auch wenn du es behältst, so steht am Ende jedenfalls immer ein neoliberales System.

Die Ideen der wichtigsten Dissidenten in der früheren DDR z.B. waren nämlich eine Mischung aus Kapitalismus und Kommunismus, also ein wesentlich menschlicheres System, als wir es jetzt haben. Wenn in Südeuropa durch die Wirtschaftskrisen, z.B. Öko-Impulse wie etwa ein attraktives Radwegesystem für E-Bikes in Athen, Rom oder Madrid entstanden wären (die durchaus verbesserten Radwege nehmen sich gegenüber mitteleuropäischen Radwegesystem in Großstädten durchaus dürftig aus, es gibt eher Tourismusradwege), um der Bevölkerung und den Regierungen zu zeigen, wie einfach es wäre, finanzielle Knappheit und Ökologie zu verbinden? Warum in Südeuropa eher ein E-Bike System? Weil die Hitze in den Städten das Radfahren erschwert. Wobei am E-Bike trotz Kopfbedeckung die Hitzeentwicklung eigentlich durch den Fahrtwind durchaus erträglich wäre. Warum schreibe ich nicht einfach Radwegesystem? – Weil E-Bikes rascher fahren könnten als 25 km/h und damit die Hitzeentwicklung durch den stärkeren Fahrtwind für den Radfahrer weniger wird. In Skandinavien wird bei großer Kälte gefahren, im Süden weniger?
Für rascheres Fahren wären aber gerade Wege wesentlich und keine Radwege, die oft sehr gewinkelt geführt werden. Und gerade durch die Bewegung entsteht aber oft ein Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit. Das Radfahren macht uns Menschen aktiv auch gegen äußere deprimierende Einflüsse.

Erlauben Sie mir einen kleinen Tagtraum:
Gerade im Süden Europas wäre die Energiegewinnung z.B. durch Solarenergie sehr effizient. Auch sind die Flächenverhältnisse oft so, dass sich die Bevölkerung meist einen Hausgarten leisten kann. Die traditionelle Bauweise mit Steinhäusern braucht im Sommer keine Klimatisierung. Also eine kleine Familie könnte einen Twizzy (Mopedähnliches Elektroauto) oder einem anderen kleinen Solarauto und Einspeisung der Energie durch Solarkollektoren am Dach des Hauses autark betreiben. Zusätzlich ist die Familie mit E-Bikes ausgestattet. Die Menschen könnten mit einer mediterranen, das heißt fleischarmen, damit treibhausfreundlichen Ernährung aus dem eigenen Hausgarten wesentlich weniger Gesundheitsprobleme haben als mit der traditionellen mitteleuropäischen Kost. Allerdings war auch die Kost unserer Vorfahren wesentlich fleischärmer. Z.B. die vergessenen Forschungen von Prof. Lothar Wendt über die Eiweißspeichererkrankungen wären da sehr wertvoll: Man kann fast alle Volks-Krankheiten durch eine Kost mit viel Obst und Gemüse, etwas Fisch und wenig Fleisch verbessern.

So könnte man durch gute Ernährung und viel Bewegung einige Spitzen der brutalen Finanzschäden wieder wettmachen. Wie gesagt gibt es bei den krisengeschüttelten südeuropäischen Staaten viele, die keine staatliche Versicherung mehr haben, obwohl der Zugang zu einer Krankenversorgung ein Menschenrecht ist, genauso wie freie Medien das wären (die Regierung Samaras in Griechenland hatte den öffentlich rechtlichen Fernsehsender eingestellt). Das heißt, die EU hat die Rechte der Finanzindustrie höher angesetzt als die Menschenrechte.

Am schönsten wäre es, wenn eine menschenfreundliche EU die Produkte, z.B. Olivenöl  oder Biosüdfrüchte, diverse Nüsse, eventuell Datteln aber sicher Feigen, gegen Billigkonkurrenz aus der Ferne schützen würde und damit dem kleinen Bauern eine Überlebensmöglichkeit für sich und seine Familie ermöglichen würde. Kaum jemand hat diesbezüglich z.B. das  Freinhandelsabkommen mit der Ukraine beleuchtet, wo es derzeit auch keine Kleinbauern gibt, da das Land dem Staat gehört.

Ja, Mutti Merkel ist jetzt Frau des Jahres 2015 von New York Times, eine Rolle, die sie sie mit Willi Brand, Konrad Adenauer und Adolf Hitler teilt. Die oben kritisierten Werte des Kapitalismus, eben des wirtschaftsliberalen Systems waren auch die Schablonen der Reformen der Wirtschaftskrisen in Südeuropa. Das heißt für Italien, dass jetzt nur noch jeder zweite eine  Krankenversicherung hat, dass selbst die Rentner 50% Steuer zahlen müssen, doch Fiat genießt in Luxenburg ca. 1 % Steuer, was zu einer Klage der EU Kommission geführt hat, gegen die Luxenburg jetzt Einspruch erhebt. Wenn eine Krise wenigstens zu einer ökonomischen Klarheit
führen würde?

Bis jetzt hätte man meinen können, die EU wäre so etwas wie der Oligarchen-Schutzverband Europas, wo z.B. bei der Sanierung der griechischen Finanzen die Oligarchen unter Naturschutz standen und keinen Cent beigetragen haben. Ähnlich in der Ukraine wo in der EU weiter die Steuern der Oligarchen gewaschen werden und der Staat sehr nahe am Bankrott steht. Man konnte diese Infos zwar sehr lange auch in den ukrainischen Medien lesen, doch haben die Oligarchen jetzt fast alle Medien gekauft und die Journalisten müssen teilweise auch außerhalb der Ukraine diese Informationen auf freien Medien veröffentlichen. Wenn man die Pläne der großen Wirtschaft: Billigproduktion im Osten und den auch hier schon veröffentlichten Plan der Übernahme der ukrainischen Erde durch westliche Konzerne ansieht, so sind diese Pläne sehr ähnlich den Gedanken, die Adolf Hitler bezüglich dem Osten hatte.

Eine Sanierung der griechischen Finanzen über unvorstellbar große Bodenschätze war nicht gewünscht. Die verlängerten Arme der Finanzindustrie wie z.B. Merkel, Schäuble, IWF und Weltbank (siehe Ken-FM Diskussionsrunde) blockierten ein menschliches System zur Schuldensanierung. Um die Rolle Merkels und Schäubles teilweise zu verstehen, so muss man wissen, dass Deutschland nur einen Waffenstillstandsvertrag hat, die Medien  weitgehend angelsächsischen Konzernen gehören (siehe Ken-FM Diskussionsrunde), der Geheimdienst mit dem Geheimdienst unseres großen Bruders verwoben und die Politik alles andere wie frei ist. Das heißt nicht nur Lobby- abhängig sondern eben angelsächsisch –hörig-abhängig.

Man könnte also sagen, sowohl die Politik an der Spitze, Jean Claude Juncker, unter dessen Amtszeit als Finanzminister die größten Unternehmen auch der USA ca. 1% Steuersatz bekommen hatten ,als auch die Bundesregierung hat brav der Finanzindustrie gefolgt. Nebenbei fehlt das Geld dem US-amerikanischen Staat, der dann sein Budget über Rüstungsexporte saniert (ca. 60% des gesamten US-amerikanischen Exportes / siehe ebenfalls die oben genannte Ken-FM Diskussionsrunde).

Somit treibt die EU durch Steueroasen die Kriegsinteressen der USA hurtig voran. An die effektive Sanierung von Brücken, Strassen, Wasserleitungen und Kanalsystemen ist trotz verbessertem Budget nicht zu denken. Warum die USA so wenig tut um die Steueroasen in Europa zu verhindern? Vielleicht wäre das jetzt eine gute Möglichkeit, um der Bevölkerung den guten Willen der US Demokraten zu zeigen Vielleicht glauben dann tatsächlich noch viele Amerikaner, dass sie den Präsidenten der USA bestimmen und nicht 159 Familien, wie vor kurzem in „le monde“ zu lesen war (siehe LeMonde). Allerdings werden in den USA auch viele Straßenbahnen gebaut.

Erlauben Sie mir ein paar Vergleiche: Die wirtschaftlich Übergewichtigen, vielleicht auch als Sumi zu bezeichnen, erwirken die Gesetze so, dass sie noch schwerer werden und andere  verhungern. Also so ab 150kg ist man dabei, aber man möchte noch auf 200kg kommen. Bewegen kann man sich ohnehin nicht mehr viel, Sicherheit für Leib und Leben erfordert große Aufwendungen, aber man möchte doch immer schwerer werden? Jede Krise, Sanktionen, Flüchtlinge, alles wird auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen.

Vielleicht noch einmal zurück zum Ausdruck „Schutzverband der Oligarchen“ für die EU:
Man kann sich verbinden. Man kann sich auch einen Verband anlegen lassen, wenn man verletzt worden ist. Man kann sich auch die Augen verbinden?

Wenn zu viel Reichtum den Neid und Hass der Verhungernden auslösen, so wäre es gut, sich nicht die Augen zu verbinden. Sonst wird man sich die brachialen Wunden, die eine immer mehr zornige Bevölkerung den Sumis zufügt, verbinden lassen müssen.

Die Politik, die sich weitgehend nach den Bedürfnissen der Wirtschaft richtet, vergisst, dass das beste Geschäft der Krieg ist, wodurch erklärt wäre, warum derzeit so viele Kriegsschauplätze da sind, wobei man keinen dieser Kriege ernsthaft führen kann, da bei der vorhandenen Rüstung die Menschheit keinen Atomkrieg überleben könnte. Trotzdem wird daran gebastelt.

Die Gewässer und Flüsse der großen Städte Europas und der USA sind weiß vor Schnee. Das heißt, man kann viel Kokain darin nachweisen, was die Gewissenlosigkeit erklären könnte, mit der viele Pläne gemacht werden.

Das erklärte auch, warum derzeit so viele konservative „christlich orientierte“ Politiker die EU regieren: Denn wenn wirklich etwas daneben geht, so kommen die natürlich in den Himmel. Als ein Arzt einer berühmte Jüdin nach dem erfolgreichen Maidan mailte, meinte er, wir beide, wir kommen natürlich in den Himmel, wenn da ein Atomkrieg entsteht, aber was machen wir mit den vielen Ungläubigen?

Und bei so vielen guten Nachrichten, da kann man sich gut ins Träumen zurückziehen. Es war wohl ein Traum, wo ich zwei hell strahlende Gestalten erlebt habe: Wer es war? War es Martin Buber, war es Mahatma Ghandi, war es der 30 Tage Papst,war es ein von Phillip dem Schönen hingerichteter Templer (Freimaurer ), war es Buddha, war es Mohammed oder Luther? Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, wer die zweite Gestalt war, vielleicht ein Engel. Es war ein klarer, heller, schöner, gelb-roter Schein und ich hörte sie miteinander sprechen.

Die eine gelbe Gestalt sprach: “Jetzt haben wir den Menschen Freiheit gegeben, und  schau was die mit dieser Freiheit machen!“

Die rote Gestalt antwortete: “Das eine ist, was die Menschen selber mit dieser Freiheit machen, das andere aber ist, was ihre Führer für merkwürdige Pläne haben.“

Der Gelbe: “Erzähle!“

Der Rote: „Zum Beispiel haben die den Plan, den Westen gegen die Chinesen einen dritten Weltkrieg machen zu lassen. Zunächst verlagern sie die gesamte Produktion in die  Sklavenproduktionsländer, und wenn die nicht mehr folgen wollen, dann gibt es Krieg! Es gibt drei Krisen, die alle einen Atomkrieg zur Folge haben könnten, den Inselstreit im Pazifik mit einer klaren Drohung eines chinesischen Admirals: Wenn die US Amerikaner dort wieder mit ihren Kriegsschiffen aufkreuzten, so gäbe es Krieg. Die US Administration hat angekündigt, dort in etwa alle drei Monate Kriegsschiffe zu hinzuschicken. In Syrien gibt es schon Krieg und auch in der Ostukraine. Sie hatten nicht nur den teilweise erfolgreichen Plan, die Herrscher von Marokko bis Moskau abzulösen.

Auch in Riad sollte das Herrscherhaus abgelöst werden und die Türkei sollte geteilt werden. Umso wenig verständlich ist, dass die Türkei den einzigen ernsthaften Verbündeten in diesen Fragen, nämlich Moskau, so vor den Kopf stößt. Wenn die Türkei nur annähernd daran denken würde, was für Waffen sowohl Amerika und Russland und auch China haben, so wundert einen vieles nicht. Zum Beispiel, dass knapp nach einer missglückten Einigung des Irans mit der UNO plötzlich ein gewaltiges Erdbeben neben dem AKW im Iran stattfand.

Die Westflanke der Türkei ist sehr Erdbeben-anfällig und es könnte dann auch leicht ein Erdbeben entstehen, wenn man einen großen Bruder im Osten reizt. Vielleicht fällt dann dem Papst  sogar seine Kaffee-Tasse aus der Hand und er freut sich, dass es wieder nicht zum 3. Weltkrieg gekommen ist? Ja, wenn die Elite-Gruppen wenigstens ihre Ankündigung, nach den Revolutionen Freiheit entstehen zu lassen, wahr machen würden. Vielleicht verwechseln sie die Freiheit mit der Freiheit der Wirtschaft und machen nur wirtschaftsliberale Systeme bei manchmal nur wenig der Schrift kundigen Menschen (Ägypten ).“

Der Gelbe: “Und wie könnte man die Menschen tatsächlich zur Freiheit führen?“

Der Rote: „ Im Prinzip wären die Gesetze der westlichen Demokratien gar nicht so schlecht, wenn man die Bürgerrechte nicht zunehmend außer Kraft setzen würde. Fast das Wichtigste wäre: Ein Schulsystem das nicht auf Subjekt-Objekt Beziehung, sondern auf Subjekt-Subjekt Dialog System (Prof. Hütter ) aufgebaut ist, könnte eine Erziehung zur Freiheit bedeuten. Also, wenn es dem guten Lehrer möglich gemacht wird, durch Freude am Stoff und durch eine gute menschliche Beziehung zum Kind nicht gute Befehlsempfänger des jeweiligen Systems zu erzeugen, sondern phantasievolle Menschen, die durch Kunst und Sport auch noch genug Ressourcen haben, Schwierigkeiten gut zu bewältigen. Solche Menschen wären auch in Krisen rasch in der Lage,
Änderungen rasch durchzuführen.

Ein ganz ähnliches System ist das jüdische Erziehungssystem, das die mütterliche Wärme und die liebevolle väterliche Strenge dann auch im Erziehungssystem weitergeführt hatte. Nicht umsonst gibt es in Israel sehr viele Alternativschulen.

Und wenn die Menschen dann freier denken können, so sind direkte Demokratie, wo wie in der Verfassung alle Macht vom Volk ausgeht, durchaus möglich. Vertrauensbildende Strukturen von der Basis an, parteiunabhängig mit immer mehr Transparenz und damit letztlich Vertrauen. Gewisse Ansätze findet man in der Schweiz, wobei aber auch mehrere Religionen und Sprachen seit Jahrhunderten zeigen,was möglich ist.“

Der Gelbe: “Und warum tun das die Menschen so wenig?“

Der Rote: “Sie werden das schon tun, gib ihnen Zeit …!“

– Und dann erwachte ich.

Bezüglich dem Krieg gegen China, wäre da nicht gerade die Idee, mit den Öko-und Menschenrechtszöllen, der bei weitem bessere Weg? Aber manchmal kann man auch vom Tierreich lernen: Wir haben zwei Katzen, einen schwarzen europäischen Hauskater und eine Siamkatze ohne Papiere, die wir deshalb angeschafft haben, damit der schwarze Kater nicht so alleine sein sollte. Doch anfangs hat der schwarze Kater den Eindringling aus Fernost so wütend empfangen, dass wir beide durch die Glaswand in unserem Wohnzimmer getrennt haben. Wo sie sich auch wütend bekämpft haben. Ein Katzenexperte riet uns dann, ohne weiteres beide Tiere zusammen zu lassen. Nach einem heftigen Kampf ohne Verletzungen hatte die Siamkatze verstanden, dass sie die Schwächere war und die beiden lieben sich sehr. Wenn der schwarze Kater zu lange weg ist, so jammert die Siamkatze kläglich und sie lecken und schlecken sich gegenseitig.

Warum aber die Konservativen nur so gerne in den Himmel wollen?

Da gibt es doch die Geschichte vom Papst der in den Himmel kam. In der Früh bekam er ein trockenes Brot, zu Mittag eine Wassersuppe und dann abends Zwieback. Am nächsten Tag wieder Wassersuppe, trockene Bohnen und Zwieback. Dann sah er hinab in die Hölle, wo die Menschen in Saus und Braus lebten.

Schließlich fragte er Petrus: „Jetzt haben wir unser ganzes Leben so gut gelebt und dann im Himmel gibt es nur noch schlechtes Essen?“

Petrus antwortete: „Meinst Du, rentiert es sich. für uns zwei zu kochen?“

Aber vielleicht wollen die Konservativen im Himmel tatsächlich abnehmen?

Wir danken dem Autor, der gerne anonym bleiben mag.

Das Schicksal eines Bombenbauers als Vorbild für den Lebenslauf des Normalen Kleinbürgers

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Als Jugendlicher bin ich in der Nähe einer renommierten Waffenfabrik aufgewachsen. In deren Werkhallen wurden DIN-ISO-zertifizierte Jenseitstickets allererster Güte hergestellt: Bomben, Granaten, Raketen und Kanonengeschütze, je nach Kundenwunsch in glänzend lackierten Hülsen oder auch in klassischer, sandgestrahlter Edelstahloptik.

Dass die Produkte, die bei uns vom Förderband liefen, um heimische Abbeizbläzze zu sichern, anderen Menschen Tod und Verderben brachten, interessierte uns damals nicht, ganz einfach deshalb, weil diese anderen Menschen, die die Zielkunden unserer glänzenden Industrieprodukte waren, sich eben auch auf der anderen Seite unseres Globus befanden.

„Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut“, war ein geflügelter Werbeslogan der regionalen Wirtschaftslobby und der Parteien, die sich christlich und demokratisch nannten. Und in der Tat, die Granaten waren ein Bombengeschäft. Die Bombenfabrik sorgte im weitesten Landkreis für Wohlschand. – Wobei da jetzt nicht nur diejenigen Angestellten in moralisch schlechtem Licht dastehen sollen, die reale Bomben mit Sprengstoff und tödlichem Zünder bauten. Viele andere Menschen arbeiteten derweil in scheinbar ganz biederen Berufen, in Banken und Wirtschaftskratzleien, in denen sie mit ihren Spekulationen und technischen Innovationen aber oft noch sehr viel umfassenderen menschlichen und ökologischen Kollateralschaden anrichteten als ein gemeiner Arbeiter am Bombenförderband – wenn auch nur mit einem Mausklick im weißen Hemd und nicht im Blaumann und mit ölverschmierten Händen wie der Arbeiter am Bombenförderband. Der Großindustrielle Warren Buffet zum Beispiel ist sich dessen voll bewusst, er nennt die in seinen eigenen Wirtschaftskratzleien mitgeschaffenen Finanzprodukte „Massenvernichtungswaffen“.

Aber während der Arbeiter am Bombenförderband im Blaumann sich zumindest ab und zu schief anschauen lassen musste, wenn dem ein oder anderen Mitbürger während einer alkohol- und fernsehfreien Phase kurz dämmerte, dass die wohlschandsfördernden Bomben wohl nicht nur im Museum landen werden, so genossen die nadelgestreiften Saubermänner aus den Banken und Wirtschaftskratzleien doch immer höchstes Prestige.

Und der Wohlschand wuchs wirklich rasant an. Die Zeiten, wo man sich abends vor dem Hauptfamilienaltar im Wohnzimmer darüber streiten musste, ob „Derrick“ oder „Wetten Dass“ geschaut wurde, waren schnell vorbei. Bald schon waren der Zweitfernseher in der Küche, der Drittfernseher im Kinderzimmer und der Viertfernseher im Gästezimmer etwas ganz Normales. In Wohlschandszeiten muss schließlich jeder sein individuelles Programm haben.

Auch die Motorisierung ließ nicht zu wünschen übrig. Ganz normale Werkhallenmänner konnten sich plötzlich einen dicken Audi oder einen BMW leisten. Der Zweitwagen in der Familie – vormals noch obszöner Luxus – wurde schnell etwas Normales. Zwar fuhren die Hausfrauen damals noch nicht mit Panzern (SUVs) durch die Gegend wie es heute etwas Normales ist, sondern in der Regel mit einem Opel Corsa oder einem Nissan Micra Mouse, aber egal, wer zwei Wägen vorm Gartenzaun stehen hatte und am Wochenende Spanferkelgrill veranstalten konnte, von dem wusste man, dass er „es geschafft“ hatte.

Auch der Urlaubsradius wurde immer weiter ausgedehnt. War früher der Hausmeisterstrand im italienischen Bibione und Caorle Grund genug, um bei der Heimkehr einen Foto- oder Lichtbild-Diaabend zu veranstalten, bei dem man seine Nachbarn und Verwandten damit beglückte, ihnen zu zeigen, was man in seinem Urlaub alles gesehen und gegessen hatte, so waren bald Fernstreisen angesagt. Ägypten im Winter, Safari in Senegal, zwischendurch mal schnell nach Griechenland, Thailand oder in die Karibik, war alles bald Normal – selbst jemand, der gar nichts Anständiges gelernt hatte und in der benachbarten Waffenfabrik nur Bomben lackierte, konnte es sich leisten und Wohlschandstourismus betreiben. Wohlschandstourismus, der zwar in den von den Wohlschandsbürgern bereisten Ländern innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer unglaublichen Zerstörung von Ökologie und traditioneller Kultur geführt hat, aber wen störte das schon, wenn man selbst mit gebräunter Haut und mit Meeresfrüchten gut gemästetem Bauch wieder vom Urlaub heimkommen und sich wieder an seinem Arbeitsplatz ins Neonlicht der Werkhalle stellen konnte, auf dem Bomben, Granaten und Elektronikzubehör vom Förderband liefen.

Da diese in die Safari-Länder exportierten Waren ja wieder die dortige Konjunktur belebten, profitierten auch die Entwicklungsländer von unserer Wirtschaftskraft. Eine Hand wäscht die andere, und alle zusammen wuschen wir die „invisible hand of the market“, die mit ihrer sklerotischen Krallenhand den Segen in Form von Technik, Kommerz und Wohlschand über uns ausgoss.

Bei so viel Segen, der über uns hereinprasselte, haben wir es uns in den 80ern auch innerhalb kürzester Zeit abgewöhnt, in die Kirche zu gehen. War die Kirchhalle zu meiner Zeit als Ministrant an Sonntagen noch immer pumpvoll, so drückten bald nur noch ein paar alte Mütterchen die Kirchenbank. Wozu auch einen Gott anbeten, wo man doch mit dem in der Bombenfabrik erwirtschafteten Sold nach Thailand fahren konnte und dort selbst wie ein Gott angebetet wurde, sobald man den Geldbeutel zückte? Warum vor einen Altar pilgern, wo man doch allabendlich vorm Fernseher mit dem Dosenbier in der Hand die persönliche Erleuchtung erhielt?

Zurück aber zur Waffenfabrik. Als Student war es einer meiner ersten Ferialjobs, dort Bomben zu schlichten. Obwohl ich mich heute abgrundtief dafür schäme, diese Arbeit nicht verweigert zu haben, kann ich es leider nicht mehr rückgängig machen. Kennedys Büchlein „Zivilcourage“ bekam ich erst zwei Jahre später erstmals in die Hände. Es folgten weitere Bücher, nach denen es mir wie Schuppen von den Augen fiel und der Reihe nach Lichter um Lichter aufgingen. Komisch, dachte ich – es gibt Literatur von unglaublicher Geistesgröße und da kommt man erst als Zwanzigjähriger drauf? Während man, obwohl man eine angeblich erstklassige Gymnasialausbildung besucht und bereits die ersten Studiensemester auf einer Universität von Weltrang besucht hat, bisher nur mit technokratischem Schmonsens und eitlem „wissenschaftlichen“ Nihilismus abgefüllt wurde? Dass man in seiner gesamten Adoleszenz kein einziges Wort von Platons Höhlengleichnis und auch nicht von Senecas „de brevitate vitae“ gehört hatte, sondern man im Literatur- und Lateinunterricht nur sämtliche Kapitel von Cäsars „de bello Gallico“ durchkaute? Sollte das ein Einzelschicksal sein, eine unglückliche Verkettung an Begegnungen mit besonders unfähigen Professoren und verkorksten Lehrplänen? Es konnte doch nicht etwa eine ganze Generation sein, die dermaßen grausam betrogen wird, indem man ihr in raffiniertester Weise die gesamten Schätze europäischer Geisteskultur vorenthält wie den Bienen ihren eigenen Honig und ihnen stattdessen eine schale Industriezuckerlösung füttert, von der sie dann sukzessive degenerieren und schließlich anfällig werden für Varoa-Milbe & Co. Oder steckte da System dahinter und erfolgte etwa eine gezielte Züchtung von Axolotl-Bürgern? Nein, das konnte einfach nicht sein, wir hatten doch die Aufklärung hinter uns und befanden uns am Zenit wissenschaftlicher Intelligenz. Fragen über Fragen quälten mich also nächtens. Und Gewissensbisse.

Auch wenn es mich immer noch schaudert, dass die Bombenhülsen, die ich damals angegriffen habe, auf der anderen Seite unseres Globus womöglich Häuser, Familien und Menschenleiber entzweigerissen haben. Aber das Wort ziviler Ungehorsam hat damals in meinem Kopf leider noch nicht existiert, wir waren in der Geistesart Cäsars „de bello Gallico“ dressiert. Jeder von uns grünschnäbeligen Schulabsolventen, die wir intellektuell scharf gemacht waren wie überspitzte Graphitbleistifte, hatte also sein persönliches kleines Gallien im Visier, das er erobern, unterwerfen und sich seine Bodenschätze und Humanressourcen nutzbar machen wollte. Es galt, so wie das auch heute in unserer postmodernen Zeit wieder die Doktrin des Neoliberalismus ist, der Wirtschaft und dem technischen „Fortschritt“ zu dienen und um jeden Preis etwas zu leisten, auch wenn diese Leistung pure Destruktion und ein Verrat an allen menschlichen Grundwerten, sogar an den offiziell festgeschriebenen Verfassungsgrundsätzen war. Es war also eine Ehre, in der renommierten Waffenfabrik Bomben schlichten zu dürfen. Die Tätigkeit bzw. der Name der Firma machte sich auch gut in meinem Lebenslauf und öffnete bei meinen späteren Bewerbungen so manche Tür zur „Karriere“. Wenn die Personaler meinen Lebenslauf studierten und auf meine Bombenqualifikation zu sprechen kamen, erntete ich stets wohlwollendes, anerkennendes Nicken, dass ich als ausgebildeter Maschinenbauingenieur auch über handfeste Praxiserfahrung verfügte.

Jedenfalls durfte ich in besagter Waffenfabrik auch über ein bemerkenswertes Schicksal erfahren, das damals einige Dominosteine meines Cäsarisch-kleinbürgerlichen Weltbildes ins Umfallen gebracht hat.

In der Waffenfabrik gab es nämlich einen altgedienten Arbeiter, der kurz vorm Ziel seiner Sehnsüchte stand: der Rente. – Endlich das Leben leben, das man wirklich leben will, ohne Chef und ohne Hundeleine. Urlaub machen ohne Grauen vor dem erneuten Arbeitsantritt am Montag. Mit einem Wort: Jetzt war die Karotte, die einem ständig vor die Nase gehalten wurde, damit man als Esel in der neoliberalen Tretmühle weitertrottet, endlich in Bissweite, jetzt sollte dann wirklich der verdiente Feierabend beginnen.

Der Betriebsrat hatte den altgedienten Arbeiter sogar für den Rest der allerletzten Arbeitswoche freigestellt, aber Herr Meier (Name aus Datenschutzgründen verändert) nahm das Angebot nicht an – er wollte wie gewohnt, gehorsam seinen Dienst ableisten, damit er nicht womöglich von seinem Chef eine schlechte Nachrede hat. Wer weiß, womöglich würde er später einmal ein Wort für seinen Sohn einlegen müssen, wenn dieser mit seinem Studium fertig war und eine Festanstellung suchte. Die Fabrikchefs würden dann sagen: „Ah, das ist der Sohn vom Meier, der hat bestimmt tüchtige Gene im Blut, den nehmen wir.“

Meier hat also seinen Dienst am Bombenförderband bis zum bitteren Ende abgeleistet. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie ahnen wohl bereits, was dann passiert ist.

Ja, die Ironie des Schicksals wollte es tatsächlich so, dass Meier am allerletzten Tag seiner Arbeit, ca. 2 Stunden vor Antritt seiner Freiheit, eine seiner Bomben hochging und ihn in die ewigen Jagdgründe beförderte.

Meier hat einen ehrenvollen Nachruf in Schwarz-Weiß in der Lokalzeitung bekommen. Nicht nur die Kollegen haben ihn gewürdigt, der Stadtbürgermeister hätte ihn gerne posthum zum Ehrenbürger ernannt.

Hat er doch eiserne Disziplin und ideales Timing bewiesen: In den besten Jahren seines Lebens hat er nicht nur regelmäßig beim Roten Kreuz Blut gespendet, sondern auch all seine Kraft der Waffenfabrik und somit der Schaffung von gesellschaftlichem Wohlschand.

Unmittelbar nach dem Ende seiner ökonomischen Verwertbarkeit hat er absalutiert, er ist dem Staat somit nicht mehr finanziell zur Last gefallen. Das Budget für nicht konsumierte Rentenzahlungen, Krankheits- und Pflegekosten konnte der Staat daher gewinnbringend in die Ausbildung junger Fachkräfte und Ingenieure stecken, die uns heute am laufenden Band mit neuen technischen Innovationen beglücken und Wohlschand sichern wie Meier senior.

Von der Arbeit direkt in die Sargkiste. Frei nach Friedrich Nietzsche:

Arbeite!

Iss!

Stirb.

Den Zustand des menschlichen Geistes, in den wir momentan getrieben wurden, nennt Friedrich Nietzsche das „Kamelstadium“. Nietzsche stellte allerdings auch ein Löwenstadium in Aussicht – das Bild des mündigen, selbstbestimmten und dennoch empathischen Menschen, der nicht mehr lebt um zu arbeiten, sondern arbeitet um zu leben und dessen primäres Bestreben es ist, im Leben Sinn zu finden bzw. selbst Sinn zu schaffen (die Welt durch das eigene Zutun und Leben ein kleines Stückchen besser, wahrer und schöner zu machen). Findet er auf diesen Weg des „Löwen“, dann wären auch all die derzeit ausufernden Epidemien an Burnout und Depressionen in Schach gehalten – die lt. WHO Prognose innerhalb der nächsten 15 Jahre in den westlichen Industrienationen zur Volkskrankheit Nr. 1 avancieren werden (siehe Ärztezeitung). Dass es in der Nomenklatur Nietzsches nach dem „Löwenstadium“ auch noch ein metamorphosiertes „Kindstadium“ gibt, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt, würde aber hier in unserer Meier-Elegie den Rahmen sprengen.

Wie dem auch sei. Dank dem Existenzkampf, der nun durch die Millionenschaft an herandrängenden neuen Migranten auf uns zukommt, ist dieses Kamelstadium jedenfalls für die nächsten Jahrzehnte gesichert. Die Migranten – in deren Heimat nicht zuletzt aufgrund unserer Bomben mittlerweile fast alles kaputt ist – werden Tag und Nacht alles geben, um ebenfalls Wohlschand zu schaffen wie wir in der Nachkriegszeit. Sie werden sich meist bedenkenlos ausquetschen lassen, ihre Gesundheit schinden, auf Gewerkschaften, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz willig verzichten. Schließlich wollen sie sich um jeden Preis möglichst schnell ebenfalls die ersehnte Wohnung mit Waschmaschine und Flachbildschirm erringen und wenn das errungen ist, eben die Zweitwägen, den SUV etc.

Nicht umsonst jubeln die Industrieverbände über den neuen Zustrom an Humanressourcen. Schließlich waren wir mitteleuropäischen Eingeborenen nach einer Zeitspanne von über 50 Jahren nach dem Wiederaufbau nun endlich soweit, dass wir es nicht mehr notwendig hätten, zu leben um zu arbeiten, sondern bloß zu arbeiten um zu leben und uns aber primär um ein sinnvolles und glückliches Dasein, also um das wirklich „gute Leben“ zu bemühen. In einer jüngsten sozialempirischen Umfrage äußerte bereits ein unerwartet großer Anteil der Arbeitnehmer den Wunsch, lieber weniger zu arbeiten und dafür sogar auf Lohn verzichten zu wollen – was für eine Häresie wider unsere Staatsreligion, den Mammonismus! Für einen großen Teil der gebildeten jungen Leute stellt es lt. Umfrage weiters ein sehr wichtiges Kriterium dar, ob ihre Arbeit sinnvoll und nachhaltig sei und sie recherchierten vor einer Bewerbung, ob ihr potentieller zukünftiger Arbeitgeber auch eine humane Unternehmenskultur und ökologische Verantwortung auf seine Fahnen schreibt oder ob er nur ein Profitbordell betreibt. Immer mehr Absolventen lehnen daher das (praktische oder virtuelle) Bombenbauen ab.

Auch bekam man im Vieraugengespräch mit Personalchefs schaurige Geschichten zu hören, bei denen einem gestandenen Industriellen Angst und Bang über die Zukunft werden konnte. Z.B. dass bei Bewerbungsgesprächen nach einer Stellenausschreibung nicht mehr wie üblich mindestens 70 Personen in gebückter Haltung vorsprechen kommen, um einen miesen unterbezahlten Job zu ergattern, sondern oft nur noch eine Handvoll, und die wären meist schlecht motiviert. – Was für eine Beleidigung für das Selbstverständnis von renommierten Bombenfabriken und Wirtschaftskratzleien, die es gewohnt waren, dass man bei ihnen um Arbeit bettelt!

Noch dazu der radikale Prestigeverlust. Galten Banker und Aktenschlepper im Nadelstreif noch vor kurzen als pharaoähnliche Respektspersonen höherer Ordnung, so schimpft man sie nun „Finanzgesindel“ und reckt die Faust gegen sie. Sogar in London und New York, denjenigen Finanzmetropolen, die sich als erste bedingungslos dem Mammon verschrieben hatten und alles, was dessen globalem Siegeszug im Weg war, gnadenlos deregulierten – sogar in diesen Herzen des Mammonismus wurde jüngst zu „Bankster hunting days“ aufgerufen. An solchen in den sozialen Medien ausgeschriebenen Tagen gaben die Wirtschaftskratzleien an ihre Mitarbeiter die schriftliche Warnung heraus, sich nicht im grauen Anzug ins Büro zu begeben, sondern möglichst im „casual look“ in Jeans und T-Shirt, andernfalls sie womöglich auf ihrem Weg zur Arbeit gelyncht werden könnten.

„We are the 99%“, dröhnte es vom Volk. Und obwohl sich die oberen 1% sicher sein konnten, dass die aufbegehrende Masse mangels wirklicher Ideale bald wieder im Sumpf von Konsum und Unterhaltungsanreizen versinken wird – ein Hauch von Gänsehaut blieb bei den Herren der Welt doch am Rücken zurück. Was, wenn ihr Kumpel vom Milliardärsklub rechtbehalten sollte, und schon demnächst am Horizont Mistgabeln auftauchen? (siehe deutsche Übersetzung) Im Schlusssatz seines Plädoyers für mehr Gerechtigkeit meint er: „Und dann werden wir keine Zeit mehr haben zum Flughafen zu fahren, in unsere Gulfstream V zu steigen und nach Neuseeland zu fliegen.“

Nein, so weit wollen die Habichte es natürlich gar nicht erst kommen lassen. Dazu schmecken ihnen der Kaviar, der Champagner und die Sportcoupè-Spritztouren zu gut. Das System, in dem andere Leistung bringen und dabei das eigene Konto ohne Zutun exponentiell wächst, sodass man zurückgelehnt mit über den Tisch geschlagenen Füßen genüsslich die neuesten Hochglanzbroschüren durchblättern und nach dem SUV seiner Wahl gustieren konnte – dieses System will der Pöbel nun etwa in Frage stellen? Na, dann Gnade diesem Pöbel Gott!

Höchste Zeit also, ein paar Hebel in Bewegung zu setzen und diesen Pöbel aufzumischen. Und wenn er nicht spuren will, dann tauschen wir ihn eben aus, den Pöbel – gegen neue Untertanen, die sich noch aufs willfährige Spuren verstehen.

In Zeiten, in denen man als Global Player mit einem Mausklick vierstellige Milliardenbeträge zwischen Chiemsee, China und den Cayman Inseln hin- und herschieben und durch virtuelle Spekulationen Staatsressourcen sprengen, gewählte Regierungen abservieren und ganze Völkerschaften in den Abgrund führen kann, ist da auch das Austauschen seines Volkes keineswegs utopisch, sondern in Wirklichkeit nur ein Klacks.

Wozu hat man denn Jahrzehntelang daran gearbeitet, ausnahmslos alle Fäden der Macht in die Hand zu bekommen, alle Polit- und Wirtschaftsressorts, alle Medien, meinungsbildenden Institute, Think Tanks, ein weltumspannendes Netz an Lobbyisten, aus im Dunklen operierenden Nachrichtendiensten und im Scheinwerferlicht operierenden akademischen Experten, die alle im eigenen Sold stehen und die dem gleichen Götzen huldigen? Etwa, um jetzt einfach klein beizugeben und vom Gipfel der Macht abzusalutieren? Außerdem, selbst wenn einzelne Machtfürsten einen solchen Gesinnungswandel dem Fortbestand der Welt, dem Überleben der Umwelt und dem Schicksal ihrer Kindern zuliebe heute durchaus erstmals erwägen – spätestens dann aber packt sie das große Zittern. Denn was soll jemand, der es bisher gewohnt war, ein leistungsfreies oder zumindest ein leistungsträges, von anderen erwirtschaftetes Einkommen zu beziehen und der eigentlich gar nichts Anständiges gelernt hat, denn dann tun, wenn er nicht mehr am Schmalztopf des Reichtums und der Macht hängt und wenn im neoliberalen Rattenrennen niemand mehr mitmachen will? Nein, da werden nun wirklich dem bulligsten Leistungsträgen die Knie weich und er huldigt lieber nostalgischen Zeiten…

Aber sei’s drum, die Herren der Welt werden ja jetzt wieder beruhigt schlafen und sich ihres Reichtums erfreuen können. Werden die derzeit neu in unserem System angekommenen Migranten befragt, was sie hier nun als Ziel haben, so erhält man immer die gleichen Antworten: „Arbeiten und ein Normales Leben leben wie ihr hier“ oder „Studieren und dann arbeiten.“

Wie’s scheint, wird nun also alles weitergehen wie zu besten Wohlschandszeiten. Das Rattenrennen bzw. Nietzsches Kameltreiben kann in die nächste Runde gehen. Und bald schon werden sich auf einen ausgeschriebenen Abbeizblatz in der Wirtschaftskratzlei bzw. Waffenfabrik wieder 500 scharf wettbewerbende Menschen bewerben, die zu einem aufschauen und für die man Herr über Sein oder Nichtsein ist.

– Außer wir machen einen Strich durch die neoliberale Rechnung und schwingen uns zu Nietzsches „Löwenstadium“ auf. Dann würden wir erkennen, dass es eigentlich unwürdig für einen Löwen ist, in einem Hamsterrad zu laufen.

 

 

Foto: PD

Georg Schramm über Atomenergie, Finanzkrise und Griechenland

Arbeit im Jahre 2013

Der Deutsche und sein liebstes Kind – die Arbeit.

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ESM

Anders ausgedrückt: Der Europäische Stabilitäts Mechanismus

Und wieder verabschiedet die EU in Brüssel ein Gesetz, von dem der Bürger nichts mitbekommt. Wieso? Warum? Nun…

Der ESM soll, in Verbindung mit dem Fiskalpakt, ärmeren Ländern und sogenannten Schuldenstaaten der Eurozone finanzielle Hilfen gewähren, damit die betroffenen Länder und deren Bevölkerung wieder auf einer starken Wirtschaft aufbauen, und somit auf ein besseres Leben hoffen können. Die Länder der Eurozone sollen sich gegenseitig dabei helfen.

So weit so gut.

Der ESM wurde auf schwindelerregend viele Milliarden Euro festgesetzt, wird jedoch ständig erhöht. Der ESM wird durch die Steuergelder der Völker Europas finanziert. Ausschließlich! Deutschland muss den größten Teil bezahlen, da Deutschland das Land mit den meisten Einwohnern ist und eine starke Mittelschicht hat. Wenn ein Land also in finanziellen Schwierigkeiten steckt, müssen die Mitgliedsstaaten der EU binnen 7 Tagen einen geforderten Betrag an das fordernde Land zahlen. Zahlt ein Land nicht, werden zusätzliche Geldforderungen fällig. Daher die ständige Erhöhung der ESM-Obergrenze.

Welches Land nun ein forderndes Land ist, legt die EU in Brüssel fest.

Hierbei geht es aber nicht um die Rettung der Menschen vor Ort. Ganz im Gegenteil. Unsere Steuern werden Jahr für Jahr erhöht, damit sich die Banken die Gelder hin und her schieben können. Hier werden also Banken gerettet, Schwarzgeldkonten aufgestockt und Kriege bezahlt. Mit unseren Steuergeldern.

Das ganze wird dann „Rettungsschirm“ genannt. Und natürlich: wer will nicht andere Menschen retten, oder ihnen „Stabilität“ bieten? Das sind die beiden Vokabeln mit denen der Bürger ruhig gestellt wird: Rettung & Stabilität. Wer dagegen spricht kann ja nur ein Nazi sein. Aber schauen wir doch mal in die betroffenen, stabilisierten Länder.

In Griechenland haben mittlerweile über 2.000 Menschen Selbstmord begangen.

Die meisten dieser Selbstmorde geschehen dadurch, das die Menschen sich von den Klippen stürzen und dann als Leiche Tage später an Land gespült werden.

Auch die griechische Bevölkerung ist also so apathisch, das das alles geschehen kann. Kaum einer hilft dem anderen, alle schauen nur auf sich. Das dieses Szenario sich schnell auf andere Länder ausbreiten kann brauche ich nicht zu erwähnen. Denn auch wir sind so teilnahmslos, das uns auch der Tod der Nachbarn nichts ausmacht. Denn wir haben keine Zeit uns Sorgen zu machen. Die meisten Europäer denken und handeln nicht, sie sind manipuliert durch die Medien. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Griechenland bei knapp 60%. Der rechte Mopp steht verstärkt auf der Straße… aber das ist längst nicht alles. Und das ist nur Griechenland.

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt in beinahe allen europäischen Ländern rapide an, lediglich in Deutschland bleibt die Quote kontinuierlich unter 10%. Ich Folge daraus, das Deutschland absichtlich am laufen gehalten wird, eben weil Deutschland mit seinen Steuergeldern die meisten Gelder an die Banken und deren gierige Manager überweist. Treudoof. Teilnahmslos.

Ach ja, die Manager: Die Herren, welche in Brüssel unsere Gelder verzocken, wurden NICHT gewählt und genießen umfassende, gerichtliche Immunität. Kein Gesetz, keine Instanz ja nicht einmal ein Staat darf sich in die Machenschaften der ESM-Generäle einmischen. Dies ist die faktische Erschaffung einer Finanzdiktatur wie sie es noch nie in der Geschichte gegeben hat. Wo sind die Medien die über diesen Skandal berichten? Es gibt zwar eine Pressefreiheit, nur leider ist die Presse nicht frei. War sie noch nie, wird sie niemals sein.

Was soll das also? Sollen hier einfach nur ein paar gierige Kapitalisten befriedigt werden und Waffen ins Ausland geschoben werden? Nee, glaub ich nicht. Hier geht es noch um viel größere Dinge. Hier geht es um Destabilisierung ganzer Nationen und derer Bevölkerungen. Völker werden gegenseitig aufeinander gehetzt. Die Griechen mögen die Deutschen angeblich nicht mehr so sehr. Wen wunderts.

Und das ist alles politisch gewollt. Armut. Völkerhass. Selbstmorde.

Arbeitslosigkeit. Menschen spalten. Meinungen verhärten u.v.m. ist die direkte Folge des ESM. Wir schieben Hass auf Ausländer bzw. Flüchtlinge und verstehen gar nicht, das wir mit unseren Steuergeldern dieses Elend auslösen. Irland ist für immer verschuldet. Diesem kleinen Land wurde kurzfristig eine finanzielle Bürde auferlegt von dem sich die irische Bevölkerung nie wieder erholen wird.

Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und viele Länder mehr spüren bereits die Veränderungen. Demonstrationen werden blutig zerschlagen oder gar nicht erst zugelassen. Angela Merkel stellt sich vor die Kamera und spricht die Worte „Stabilität“ und „Rettung“. Tja und das war´s dann. Der deutsche Arbeiter hat genug mit sich selbst zu tun. Und diejenigen, die auf diese Finanzdiktatur hinweisen werden als Spinner und Extreme abgewatscht. Ich merke es jeden Tag in meinem Freundeskreis. Über so was redet man nicht. Nicht in Europa, denn wir wurden nach dem zweiten Weltkrieg umerzogen. Weich und lieb sein. Keine Kritik üben. Arbeiten und die Klappe halten. Ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell für die ESM-Verbrecher.

Und es wird noch viel schlimmer

Der Breidi

Regionales muss nicht teurer sein – auch wenn es mehr kostet

Viele Menschen haben die Tendenz in die Shopping-Center, die sich in den Speckgürteln der nahegelegenen Großstädte angesiedelt haben, zu fahren, um dort einzukaufen. Nicht nur, dass man alles bequem an einem Platz beschaffen kann, in vielen Fällen findet man dort auch die „Geiz-ist-geil“ und sonstigen Billigheimer-Läden, so dass man davon ausgeht, auch Geld zu sparen.

Die Folgen sind offensichtlich: die kleinen Läden verschwinden, die Konzernketten – die wir ja alle so gerne mögen – gewinnen noch und noch Marktanteile. Das heißt in Konsequenz? Wir werden noch abhängiger von diesen Konzernen. Dabei sind die vordergründig teuren Läden häufig nicht wirklich viel teurer. Im Gegenteil.

Drei Erlebnisse hatte ich in der letzten Zeit, die mir mal wieder sehr deutlich gemacht haben, wie sehr ich meine regionalen Läden schätzen sollte. Drei ganz normale Geschäfte eigentlich: unser Lagerhaus, unser Spar und das Elektrogeschäft in der nächsten Gemeinde.

Fange ich mal hinten an.

Wenn ich irgendwas Elektrisches benötige, verzichte ich auf 20 oder 30 Euro Preisvorteil von Saturn/Mediamarkt und Co. Denn eines bieten die mir nicht: Service. Der Elektroladen ist leider etwas teurer, aber das hat sich heuer gleich mehrfach ausgezahlt. Der Erwerb meiner Kaffeemaschine endete in einem „Montags“-Gerät, sprich, das Schätzchen schwächelte noch während der Garantiezeit. Kein Thema, dass ich ein Leihgerät bekam – und gleich noch ausreichend Kapseln, um die trübe Zeit bis zum Ende der Herstellerüberprüfung zu überleben :-). Der nächste Fall war meine Waschmaschine – selbstverständlich achtete der Chef drauf, dass er meinen Reparaturbedarf mit dem eines anderen Kunden in meinem Dorf kombinierte – was mir deutliche Einsparungen bei der Fahrtkostenpauschale einbrachte – ich zahlte nur ein knappes Drittel des sonst üblichen Preises. Und letzte Woche wurde mein Staubsauger recht kraftlos. Filtertausch und einfache Rohrreinigung genügten nicht, er musste zum „Onkel Elektromeister“. Nach 20 Minuten war das Problem behoben. Kosten? Null Euro.

Der Spar bei uns im Dorf ist leider Teil eines Lebensmittelkonzerns. Aber gerade die kleinen Spar-Geschäfte auf dem Land bieten noch wirklich persönliche Betreuung. Wenn ich größere Mengen einkaufe, z.B. erst kürzlich 4 Paletten Katzenfutter, das gerade im Angebot ist, hebt mir eine der Verkäuferinnen das ganze Zeug ins Auto, weil meine Wirbelsäule nicht wirklich top ist. Vor einigen Tagen habe ich darüber nachgedacht, beim Hofer (dem österreichische Aldi) Mehl einzukaufen. Es ist etwas billiger als beim Spar und mein Vorrat war schon ziemlich leer. Da kaufe ich dann immer gleich größere Mengen ein. Aber dann dachte ich „Sch..ß drauf. Bei 10kg spare ich 1.00 Euro. Leisten kannst du es dir, also was solls“ – sprach’s und fuhr zum örtlichen Laden. Meinem Wunsch nach Weizenmehl konnten sie entsprechen, Roggenmehl war gerade wieder mal aus. Aber dann meinte die Chefin, sie hätte noch 3kg, die wären eh vor kurzem abgelaufen. Die würde sie mir schenken. Also bekam ich Mehl im Wert von 1.80 geschenkt, als 0,80 Euro Ersparnis statt 1 Euro Mehrkosten. So kann es gehen!

Und last but not least das Lagerhaus, Teil des Raiffeisenkonsortiums, einer früher sinnvollen Genossenschaft, heute ein ebenso mieser Konzern wie alle anderen. Aber auch hier: die Menschen vor Ort machen den Unterschied. Und nur durch unsere Einkäufe dort werden deren Arbeitsplätze gesichert. Speziell bei Baumaterial liegen die Preise doch immer wieder über denen von Bauhaus oder Obi. Warum es sich trotzdem für mich lohnt? Fredi aus dem Lagerhaus bringt mir die Sachen immer direkt nach Hause (ohne Kosten) und trägt sie mir dorthin, wo sie hin müssen. Wenn ich mich nicht mit mir einigen kann, ob ich 10 oder 15 Schalsteine brauche … nehme ich 15 – was übrig ist, holt Fredi wieder ab. Und erst dann kriege ich eine Rechnung. Die Jungs beraten mich und sorgen dafür, dass es eine vernünftige – d.h. preisgünstige – Lösung wird. Und den neuen Rasenmäher haben sie mir nicht nur geliefert, sondern auch gleich zusammengebaut. (Heuer war das Jahr der kaputten Elektrogeräte)

Auf den Punkt gebracht: mit unserem Einkaufsverhalten haben wir Einfluss auf das was passiert. Wenn jeder immer nur den kleinsten Preis zahlen will, gibt es immer weniger kleine Geschäfte, gehen lokale Arbeitsplätze verloren – verlieren wir alle etwas.

Darum mein Plädoyer an alle, denen es finanziell irgendwie möglich ist: stärken wir die regionalen Anbieter – nicht immer ist das Billigste auch wirklich das Kostengünstigste!

Und wieder ein Text von unserem alten-Weib (ja, bekannt aus den Kommentaren). Bitte weiter so.

HG. Butzko – Sprüche

„Leistung muß sich wieder lohnen“, „Wer arbeiten will der findet auch Arbeit“…

HG.Butzko erklärt einige Grundlagen der Finanzwirtschaft.

Kinder, Rente, Wirtschaft

Was haben wir nicht alles bereits in der Presse zum Thema Nachwuchs, Rente, Demographie und der düsteren Zukunft Deutschlands lesen können. Es ist ja auch furchtbar, unsere Alten wollen nicht mehr rechtzeitig abtreten, die Jüngeren haben festgestellt, dass man ein bestimmtes Vergnügen auch ohne jahrzehntelange Verpflichtung haben kann, dank Pille und Gummi und unser armer Staat kann sehen, wo er bleibt, zumindest was die Rentenzahlungen angeht. Dabei hätte der Staat doch Wichtigeres zu tun, z. B. Banken und Euro retten.

Auch die Wirtschaft ist in großer Sorge, wie man die Alten beim herrschenden Recht noch durchfüttern soll. Eines dieser Wirtschaftsunternehmen ist die Bertelsmannstiftung, von der man weiß, dass sie sich intellektuell sehr bemüht, indem sie Politiker berät und nicht nur das, sie opfert sich geradezu auf, wenn sie Verwaltungsaufgaben des Staates übernimmt, gegen ein kleines Entgelt.

Auch mit seinen Fernsehsendern übernimmt Bertelsmann eine wichtige Aufgabe, denn wenn Reinhard Mey mal in einem Liedtext die Worte aussprach: der Minister nimmt flüsternd den Bischof am Arm, halt Du sie dumm, ich halt sie arm“ die Wahrheit gesagt hat, war das vor allem eine vergangene Wahrheit, denn die Bischöfe haben auch nicht mehr so ganz den Einfluss, wie früher. Aber das ist nicht so schlimm, denn dafür haben wir heute ja das Fernsehen und weil die Öffentlich Rechtlichen das nicht alleine schaffen, hat man Bertelsmann geholt, die heute mit intellektuellen Programmen den Zuschauern jede noch vorhandene graue Zelle abtöten.

Die Presse muss natürlich die intellektuellen Erkenntnisse der Bertelsmannstiftung an die weiterleiten, die noch kein oder selten RTL schauen und noch lesen (meist Ältere, weil die das noch können). Wenn man schon nicht vom Fernsehen alleine verblödet werden kann, dann müssen eben BILD und die WELT einspringen. Und so konnte Bertelsmann in der WELT dann die traurige Wahrheit kundtun, dass Kinderlose die eigentlichen Ausbeuter sind, weil sie eben ihr Vergnügen entweder durch die Pille oder durch ein Gummi frei von Konsequenzen halten, was dem Staat und der Wirtschaft große Verluste einbringt.

Wissen Sie, seit ich weiß, dass Professoren auch für Bertelsmann tätig sind, ist mein Respekt für diese Gattung Mensch unter den Nullpunkt gesunken. Volker Pispers würde von geistigem Dünnschiss sprechen, den die halbirritierten, sorry, heißt ja habilitiert (wobei ich „hab“ ja von“ haben“ ableiten kann, aber nicht die geringste Ahnung habe, wofür „ilitiert“ steht), dort abgesondert haben, noch eine ausgesprochen milde Feststellung ist.

Sagen wir es einmal deutlich, Kinder sind ein kostbares Gut, aber man kann sie nicht wie einen Brillanten durch kurzes reiben am Kleid oder Jackett wieder zum Strahlen bringen. Wer ein Kind in die Welt setzt, muss wissen, dass dieses Kind nicht nur die Sonne ins Haus bringt, sondern auch Verantwortungsgefühl einfordert und vor allem persönlichen Verzicht mit sich bringt. Eltern, die noch wissen, was das bedeutet, werden ihren Kinderwunsch nicht nach ökonomischen Gesichtspunkten ausrichten, sondern danach, was diese Kinder ihnen an Bereicherung der nicht ökonomischen Art in ihren Alltag bringen.

Vermutlich hat sich der Bertelsmannprofessor dabei an Kennedys Spruch orientiert: „Frage nicht was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst!“, aber so dumm wie dieser Spruch ist auch die Aussage des Professors. Halten wir fest, das, was man für sein Land tun kann, ist eigentlich nur, die falschen Leute von der Spitze zu verjagen.

Das, was der Professor da brabbelt, wenn er vorrechnet, was ein Kind dem Staat letztendlich einbringt, ist der Gipfel an Geschmacklosigkeit und nebenbei auch noch eine Milchmädchenrechnung. Zunächst allerdings ist alleine schon empörend, weil sich dahinter ja indirekt die Aussage verbirgt, dass das Kinderkriegen eine Form der Staatspflicht ist. Nun ja, so in etwa denken die Herrscher seit Menschengedenken. Sie brauchten schon immer Kanonenfutter für ihre sinnlosen und zerstörerischen Kriege und sie brauchten immer Arbeitssklaven, die alles das herstellen, was sie brauchen, selbst aber nicht produzieren können. Denn machen wir uns nichts vor, die Leute können mehrheitlich hervorragend Sprüche klopfen, sind aber selten für praktische Arbeit geeignet.

Wenn der Professor vorrechnet, was die Kinder dem Staat an Steuern und Sozialabgaben bringen, ist das blühender Unsinn. Er hat keine Ahnung und kann auch nicht voraussehen, ob die Kinder, wenn sie denn mal erwachsen sind,

  • überhaupt eine Arbeit finden
  • ob sie überhaupt eine sozialversicherungspflichtige Arbeit suchen und annehmen,
  • ob sie überhaupt in diesem Land bleiben wollen, was in der globalisierten Welt keineswegs mehr selbstverständlich ist.
  • Ob der Nachwuchs nicht Professor oder Beamter oder Politiker wird und damit der Allgemeinheit auf der Tasche liegt.

Verzeihen Sie mir diese Polemik, aber aus meiner Sicht hat der Umstand, warum heute weniger Frauen bereit sind, Kinder zu bekommen, unterschiedliche Gründe.

  • Da ist zunächst der Umstand, dass ungewollte Schwangerschaften heute seltener sind, weil junge Frauen schon sehr früh zu Verhütungsmitteln greifen.
  • Eine weitere Ursache ist, dass Kinder der Karriereplanung hinderlich sind, aus meiner Sicht vor allem in der sogenannten Elite anzutreffen.
  • Ein weiterer Grund kann sein, dass ein Paar zwar ein Kind möchte, aber keines bekommen kann und die Ursache dafür kann bei Männern und Frauen liegen.

Manche Paare entscheiden sich aber auch gegen ein Kind, weil sie für Kinder keine Perspektive sehen, weil sie erlebt haben, wie der politische, moralische und ethische Verfall in Deutschland immer schneller voran geht.

Vermutlich gibt es noch weitere Gründe, aber dass Frauen Kinder bekommen, weil sie den Staat glücklich machen wollen, halte ich für unwahrscheinlich. Ebenfalls unwahrscheinlich ist, das ein Paar am Abend ins Bett steigt mit dem festen Entschluss, nun für die Rente eines oder einer Alten ein Kind zu zeugen. Wobei das mit der Rente, die die Jugend für die gesetzlich rentenversicherten Alten bezahlt, ohnehin ein Märchen ist. Der Begriff vom „Generationenvertrag“ ist eigentlich eine Allegorie, wie alles, was die gesamte Gesellschaft betrifft, eine Form des Generationenvertrages ist. Alle, ob nun im Arbeitsprozess oder Rentner ermöglichen heute, dass Kinder groß werden. Alle sind am Gesundheitssystem beteiligt, mit dem die bei Kindern größeren Krankheitsrisiken abgedeckt werden und Eltern zahlen für die gesetzliche Krankenversicherung keine höheren Beiträge, obwohl die Kinder und oft auch die Ehefrau mitversichert ist.

Eltern bekommen nicht nur steuerlich günstigere Steuerklassen als Elternlose, sie bekommen zusätzlich für jedes Kind eine Beihilfe für die Kosten, die das Kind verursacht, was übrigens die Eltern der heutigen Alten nicht bekommen haben. Die Infrastruktur, die für die Kinder erforderlich ist, wird zum größten Teil aus den Steuern aller bezahlt und weil Kinderlose höhere Steuern zahlen, ist ihr Beitrag daran ebenfalls höher. Beamte bekommen z. B. zusätzlich zum Kindergeld einen Kinderbezogenen Familienzuschlag, der je nach Gruppierung nicht in allen Bundesländern einheitlich mit dem des Bundes ist, in jedem Fall aber ebenfalls aus Steuern finanziert wird, als vor allem von Kinderlosen. Im Schnitt kommt die Allgemeinheit für die ersten 20 Jahre der Kinder auf, nicht komplett, aber Kinder sind ja auch in erster Linie eine Familienplanung. Das gilt für alle Kinder, abgesehen vom Kindergeld, weil es sich da für Reiche mehr lohnt, Kinder von der Steuer abzusetzen.

Wenn also Eltern von Kindern jammern, dass Kinderlose bevorteilt werden, weil ihre Kinder später die Renten der kinderlosen Alten zahlen, ist das einfach ein Märchen. Nicht nur, weil die Kinderlosen einen nicht unerheblichen Beitrag dafür leisten, dass die Kinder gesund und zufrieden aufwachsen, sondern auch deshalb, weil diese jammernden Eltern ja keinerlei Verpflichtung haben, ihre Kinder überhaupt in sozialversicherungspflichtige Jobs zu integrieren. Von der steuerlichen Kinderförderung profitieren alle Eltern mit Kindern und wenn sie diese Kinder später studieren lassen, damit sie Anwalt, Arzt, Architekt, Professor bei Bertelsmann, Politiker oder Beamter werden, leisten diese Kinder keinen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung, weil sie dann entweder überhaupt keine Rentenbeiträge zählen, oder in ständischen Rentenversicherungen versichert sind. Alle Eltern steuerlich zu begünstigen, ist ebenfalls ein „Generationenvertrag“. Generationenverträge sind Verträge, die nie einer Unterschrift unterliegen, sondern stillschweigende und seit Generationen bewährte Selbstverständlichkeiten, die besagen, dass immer die arbeitende Generation für die aufkommen muss, die noch zu jung sind oder die zu alt sind und dieses Verhalten kann man nicht „ansparen“ oder sonst wie in die Zukunft verlegen, wie das bereits Mackenroth mit seinem Theorem festgestellt hat. Und in der GRV (gesetzliche Rentenversicherung) zahlt jeder seine Beiträge ausschließlich für seine eigene Rente. Wenn der Staat infolge des Umlageprinzips das Geld dazu verwendet, damit die Renten der derzeitigen Rentner zu zahlen, begleicht er damit den Kredit, den ihm diese heutigen Rentner früher gewährt haben und macht damit das, was er bei allen Krediten macht, er nimmt einen neuen Kredit auf (die Beitragszahlungen), um die Kreditschuld bei den Alten zu tilgen. Es ist im Grunde das gleiche Verfahren, wie es auch Staatspapieren zugrunde liegt. Lediglich die Dauer des Kredits währt länger und der Kredit wird in Raten zurückgezahlt (die monatliche Rente).

Soweit ist das Umlagesystem eigentlich korrekt und hat erhebliche Vorteile, weil das eingenommene Beitragsgeld durch die Auszahlung als der Rente sofort wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf fließt. Daran partizipiert der Arbeitsmarkt (durch den Konsum der Rentner), der Wohnungsmarkt (auch Rentner zahlen Miete) und der Fiskus (denn er kassiert von den Rentnern indirekte Steuern und Umsatzsteuer wie von jedem anderen auch).

Nicht korrekt ist, dass der Staat sich vor allem in der Vergangenheit aus den Beitragszahlungen kräftig bedient hat, indem er einen Teil der Einnahmen für Verpflichtungen aufwendet, die mit der Rente nichts zu tun haben, sondern durch Steuermittel beglichen werden müssten. Ich habe diese Positionen schon so oft aufgeführt, dass ich dieses Mal darauf verzichte, nicht aber auf den Hinweis, dass der Staat nicht wirklich Zuschüsse zur GRV zahlt, sondern damit einen nicht reichenden Ausgleich für die Belastungen leistet, die er hätte aus Steuermitteln leisten müssen. Anders gesagt, alle kommen in den Genuss von Steuererleichterung in bestimmten Gebieten, weil dafür ausschließlich die Rentner der GRV aufkommen.

Im Gegensatz zu den immer wieder angeführten Problemen, die die Entwicklung einer niedrigen Geburtenrate angeblich auf die Gesellschaft haben soll, sind die Auswirkungen eher positiv zu sehen. Was in Deutschland derzeit passiert, müsste weltweit zur Regel werden, denn wir haben viel zu viele Menschen auf der Erde. Nicht, dass unser Planet diese Menschen nicht ernähren könnte, sondern das Anspruchsdenken und die Gier des Menschen, vor allem in den westlichen Ländern, sind es, mit der Folge, dass aus dem Planeten eine riesige Müllhalde wird und dringend benötigte Ressourcen für Kinkerlitzchen verschwendet werden, die eigentlich kein Mensch braucht oder wie z. B. Kriegsgüter, die kein Mensch wirklich will, außer natürlich den Militärs und eine kleinen Clique Unersättlicher, die den Krieg wie die hohen Militärs brauchen, damit ihre Vermögen und mit den Vermögen ihre Macht ins Unermessliche steigt. Aber diese Form der Geisteskrankheit ist so alt wie die Menschheit und wurde leider noch nie wirklich von einem Arzt oder einem Professor als Geisteskrankheit diagnostiziert. Dabei wäre es so leicht, sie zu heilen. Man schickt sie einfach in die vordersten Linien bei den Kriegen, wo die von ihnen produzierten Waffen zum Einsatz kommen, immer und bei jeder Lieferung.

Volker Pispers gehört zu den Kabarettisten, denen es gelingt, eine Sache so richtig auf den Punkt zu bringen:

Auch in der FAZ geht es gegen die Alten. Da soll es doch Alte geben, die nach 45 Arbeitsjahren schon mit 65 in Rente gehen wollen. Das geht verständlicherweise den Herren des BDA (Bund Deutscher Arbeitgeberverbände) erheblich gegen den Strich, offenbar dem Geschäftsführungsmitglied des BDA Gunkel ganz besonders. Vielleicht wurde er aber auch nur von seinem Präsidenten Hundt vorgeschickt.

Das Merkwürdige an der Sache ist, kaum ein Arbeitgeber will Leute über 50 Jahre noch beschäftigen, denn seitdem dank billiger Importe aus dem asiatischen Raum das, was das „Made in Germany“ einst berühmt gemacht hat, die Qualität, keine Rolle mehr zu spielen scheint, braucht man auch keine Mitarbeiter mehr, deren Erfahrungsschatz früher mal der Garant für Qualität war. Also Leute über 50 sind in der Regel zu alt, um noch einen Job zu bekommen, aber die gleichen Leute, in deren Auftrag an ältere Jobsuchende Ablehnungen auf Bewerbungen verschickt werden, fordern in der Presse lautstark, diese Leute sollen gefälligst bis 67 arbeiten.

Da wäre zu fragen, ob diese Leute nicht einmal die Grundrechenarten beherrschen, oder ob sie die Hetze gegen die gesetzliche Rentenversicherung erneut anheizen wollen. Ich denke, Letzteres, denn das Prinzip „teile und herrsche“ ist auch schon einige tausend Jahre alt. Dabei wäre „teilen“ ja nicht verkehrt, wenn es um die Gewinne ginge, die diese Unternehmen bzw. deren Arbeiter und Angestellte erwirtschaften. Doch das teilen aus diesem Spruch dient nur dazu, verschiedene Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufzuhetzen, damit sie aus den Augen verlieren, dass sie eigentlich alle gleichermaßen betrogen werden und sich stattdessen gegenseitig in Schach halten. Und der BDA war schon immer eine Art Vorreiter, wenn es darum ging, die Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufzubringen.

Ein Schlusswort zum Thema Demographie kann ich mir nicht verkneifen. Wir wissen ja aus der Presse, dass wir immer älter werden. Wir?? Schauen Sie sich mal die richtig Alten genauer an und dann fragen sie sich und vielleicht auch diese Alten, ob sie ein Leben lang an Maschinen gesessen haben, oder auf Dächern herumgeturnt sind, oder Häuser gebaut haben, oder ob sie vielleicht nicht doch in staatlichen Amtsstuben, in Vorstandsetagen, in Parlamenten, in Anwaltskanzleien oder sonst wo gesessen haben, wo es gemütlicher zuging, als in den Fabriken, auf dem Bau, in den Abwasserkanälen, bei der Müllabfuhr usw., und sie werden feststellen, der Anteil der Letztgenannten ist erheblich geringer, als der von denen, die mehrheitlich ihren Lohn aus Steuermitteln bezogen haben.

Mit Dank an Herrn Flegelskamp, der seinen Kampf gegen die alzeimerhausener Windmühlen nicht aufgibt. Bitte entschuldigen Sie den groben Fehler in der Mail (RBB).

 

Lügen – Schlüsselqualifikation der Elite

Rechtssprechung und Wahrheit scheinen Begriffe zu sein, der immer mehr zur Farce verkommen. In den Machtzentren der Welt wird geflunkert, was das Zeug hält. Das Recht beugt sich den wirtschaftlichen und politischen Interessen.

Gerichte, Richter und Anwälte sind nur  noch Wasserträger des Kapitalismus. Die Obrigkeit suhlt sich im eigenen, undurchsichtigen Schlamm und fühlt sich dabei, wie die Schweine beim Bauern –  sauwohl. Zudem realisiert die „Elite“ nicht einmal, dass sie in ihrer eigenen Sch… sitzt. Naja, wer die Augen voller Dreck hat, kann bekanntlich nicht weit sehen und erkennt nicht, wie tief er eigentlich im Schlammassel steckt. Uns wollen sie den Morast als ayurvedische Moorbad verkaufen, obwohl ihre Mogelpackung bis zum Himmel stinkt.

Es stellt sich die Frage, wer hier für die Rechtssprechung verantwortlich ist. Normalerweise ist es der Staat, respektive seine „Vertreter“ von der Staatsanwaltschaft. Von denen hört man aber sehr wenig. Vermutlich gehören sie zu einer bedrohten Spezies und sind kurz vor dem Aussterben. Dann gibt es noch die unzähligen Rechtsanwälte, die zwar Klagen, Sammelklagen, Verfügungen usw. einreichen, aber meist nur in Aktion treten, wenn die Bezahlung stimmt. Fälle, in denen ein Kläger aus der Unterschicht mit Hilfe eines selbstlosen Rechtsanwalts einen milliardenschweren Konzern in die Knie zwingt, findet man eher in Hollywood, als im realen Leben. Normalerweise ist es praktisch unmöglich. In sehr seltenen Ausnahmefällen gewinnt der kleine Michel, ist aber im Anschluss meist finanziell ruiniert und/oder psychisch am Ende. Die selbsternannte Elite hat es dafür nicht mal nötig, persönlich an einem Gerichtstermin zu erscheinen. Und wenn es ganz unpässlich ist, kauft man sich in der  Rechtsstaat-Abteilung mit ein paar Millionen eine neue, weisse Weste. Herr Maschmeier weiss wie’s geht.

Recht ist demzufolge keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern ein teures Konsumgut. Die gleiche „Marktentwicklung“ durchliefen die Finanzämter.  Wieso kann sich ein reicher Bürger von seiner Schuld freikaufen, wenn er den Staat mit seinen Steuerangaben belogen/betrogen hat? Da besitzen Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft  Konten im Ausland, verfrachten ihre Gelder dorthin und leiden plötzlich unter  einer seltenen Kontenamnesie, wenn man sie danach fragt. Da betrügen Volksvertreter den Staat und wenn sie nicht erwischt werden, dekorieren sie sich mit Titeln wie Kanzler, Bundespräsident oder Ministerpräsident. Hier stimmt das alte Sprichwort: es ist nicht schlimm, wenn man lügt – es ist nur schlimm, wenn man dabei erwischt wird. Moral, ethische Grundsätze, Ehrlichkeit und Transparenz sucht man bei den Damen und Herren vergebens. Sie reden nur davon. Genau wie die Kirche.

Seit Jahrhunderten kann man beim Klerus einen Ablass seiner Sünden erwirken. Wie hoch der Erlass ist, hängt von der gezahlten Geldmenge ab, nicht von der Reue. Es gibt einen Sündenkatalog, in dem die einzelnen Vergehen mit der entsprechenden Summe deklariert sind. Wer noch einen oben drauf legt, kann sich die reinigende Schlammpackung von Minderjährigen  auftragen lassen. Der Vatikan hat eine grosse Kundenliste. Bedingung ist einzig eine Mitgliedschaft im ältesten Skandal-Verein der Welt. Wenn die Kirche seit hunderten von Jahren dies ungestraft praktizieren kann,  darf das der gemeine Politiker sicher auch. Und das macht er… bis er vor lauter Schlamm die Artgenossen aus dem gleichen Stall nicht mehr erkennen kann, siehe deutsche SPD. Die Geschichte zeigt, Schlammschlachten können sehr vorteilhaft sein. Alt Bundeskanzler Kohl bewies dies bei der Spendenvertuschung, Schäuble bei der Wiedervereinigung, Merkel beim Volk, Guttenberg beim Abschreiben usw. usw.

 

Als Staat lügt sich’s einfacher

Am einfachsten ist es, wenn man anonym bleiben kann oder sich hinter einem Gebilde versteckt. Griechenlands Politiker erreichten den Eurobeitritt  mit Lügen, Betrügereien, Urkunden fälschen und Bilanzen erfinden. Sie haben soviel Schlamm produziert, dass sie ihn ganz Europa ins Gesicht schmieren konnten bis es blind war. Einzig der Geruchssinn hätte das Desaster bemerken, respektive realisieren müssen, dass es hier sehr übel riecht. Aber die findigen Griechen verkauften ihre Schlammsuhle als gewinnträchtige Gesichtsmaske und die europäischen Politiker fielen reihenweise darauf herein. Als der Schlamm langsam eingetrocknet war und  vom Antlitz der Politgrössen bröckelte, wunderten sich viel über die Realität, die sich ihnen offenbahrte. Aber anstatt die Chance der klaren Sicht zu nutzen, rieben sich die Volksvertreter wieder gegenseitig die Schlammpackungen ins Gesicht. Mittlerweile wurden über 200 Mia. Euro  an Griechenland gezahlt, wovon das griechische Volk keine einzige Milliarde sah und sich weiterhin mit Existenzängsten und Selbstmordgedanken herumschlagen muss.

Griechenland steht mit seinem Lügengebilde nicht alleine da. Alle grossen europäischen Nationen beschönigen ihre Bilanzen und reden sich ein, alles im Griff zu haben. Brüssel hat dies jetzt sogar offiziell legalisiert. Dabei ist es offensichtlich, dass Länder mit Billionen Euro an Schulden nichts mehr im Griff haben. Kein einziges Land ist in der Lage, seine Schulden abzubauen. Also wird weiter gelogen was das Zeug hält und mit Begriffen kaschiert wie Umschuldung, Schuldenschnitt und Schuldenerlass. Die besten Flunkereien kommen, wer hätte das gedacht, aus den USA. Diese Nation, könnte man meinen, hat das Lügen schlichtweg erfunden. Alle Kriege der Amerikaner basierten auf Unwahrheiten bis hin zu 9/11. Da wundert es nicht, dass inzwischen sogar die Mondlandung angezweifelt wird. Bei denen weiss man wirklich nicht mehr, was man glauben kann und was nicht. Sobald man in der amerikanischen Geschichte gräbt, offenbaren sich Lügengeschichten wohin das Auge reicht. Da sieht sogar der Baron von Münchhausen wie ein Anfänger aus.  Und das Beste daran, es hat keine Konsequenzen. Wer kann die USA einklagen und Recht sprechen? Wer kann Brüssel vor den Kadi bringen? Niemand. Also machen alle Lügenbarone weiter wie bisher und erfreuen sich an der Unantastbarkeit ihrer Person oder Institution. Der ESM ist ein Paradebeispiel, wie man geplante Unwahrheiten in Paragraphen verpackt und sie dem Volk als seriöse Rechtsprechung verkauft. Zur Erinnerung hier nochmals ein Beispiel:

Art. 35, Abs 1 ESMV

„Im Interesse des ESM genießen der Vorsitzende des Gouverneursrats, die Mitglieder des Gouverneursrats, die stellvertretenden Mitglieder des Gouverneursrats, die Mitglieder des Direktoriums, die stellvertretenden Mitglieder des Direktoriums sowie der Geschäftsführende Direktor und die anderen Bediensteten des ESM Immunität von der Gerichtsbarkeit hinsichtlich ihrer in amtlicher Eigenschaft vorgenommenen Handlungen und Unverletzlichkeit hinsichtlich ihrer amtlichen Schriftstücke und Unterlagen.“

Das heisst im Klartext, in Brüssel kann gelogen werden wie man’s gerade braucht und es hat keine Konsequenzen. Fazit: Es wird nur noch gelogen. Sei es bei der Vergabe von Subventionen, bei der Vergabe von Ämtern, bei der Anwesenheitsliste und natürlich bei der Beschönigung der Bankenmisere. In einem Punkt bewiesen die Funktionäre in Brüssel sogar Weitsicht. Falls einmal der brüsseler Mülleimer überquellen sollte und dabei eine Unwahrheit auf dem Boden der Realität aufschlägt, ist sogar er von jeglicher Haftung befreit.

Art. 32, Abs. 4 ESMV

„Das Eigentum, die Mittelausstattung und die Vermögenswerte des ESM genießen unabhängig davon, wo und in wessen Besitz sie sich befinden, Immunität von Durchsuchung, Beschlagnahme, Einziehung, Enteignung und jeder sonstigen Form des Zugriffs durch vollziehende, gerichtliche, administrative oder gesetzgeberische Maßnahmen.“

Da freuen sich alle Mülleimer, Aktenschredder und Papierpressen, wenn sie belastende Dokumente vernichten und so für Sauberkeit  im Brüsseler Verwaltungsapparat sorgen. Die Putzkolonnen werden zu Statisten degradiert, die nur noch den Boden von Schlammspuren reinigen dürfen. Die eigentlichen Saubermänner tragen heute Krawatte, putzen mit dem Aktenvernichter und abstauben tun sie keine Fusel, sondern Steuermilliarden.

 

Die Zukunft der Lügen

Lügen haben bekanntlich kurze Beine und somit keine grossen Chancen, in der Zukunft voran zu kommen. Es braucht kein wahrsagerisches Talent um folgende zukünftigen Geschehnisse zu orakeln:

– keines der Wahlversprechen wird im Sinne des Volkes umgesetzt

– der Steuerzahler finanziert vollumfänglich die  „Wahl-Geschenke“ der Politiker

– keine einzigen Prognosen, Offerten, Bilanzen, Budgetpläne stimmen oder werden    eingehalten

– …

Die Liste hat eine Ähnlichkeit mit der Zahl Pi – ein Ende ist nicht in Sicht. Aber es stört uns nicht, wenn wir tagtäglich von den Medien, der Politik und der Wirtschaft faustdick belogen werden. Die Omnipräsenz von Unwahrheiten in der Gesellschaft hat den Wahrnehmungslevel jedes einzelnen derart ausgehölt, dass praktisch alle Lügen gleichgültig durchgewunken werden. Dazu stellt sich die Erkenntnis, dass es unmöglich ist einen Elite-Lügner seiner Taten zu bezichtigen und vor ein ehrbares Gericht zu stellen. Der Hund beisst bekanntlich nicht die Hand, die einen füttert – von wem bekommen die Richter ihren Lohn und wer stellt sie ein?

Dem gemeinen Volk bleibt eigentlich nur die Möglichkeit, dem zu glauben, der seine Lügen am besten verpackt.  Die deutsche SPD zum Beispiel übermalt ihren Hahnenkampf an der Spitze mit rosigen Aussichten auf ein Perpetuum Mobile der sozialen Gerechtigkeit und Gleichheit. Ihr Programm ist so immens, das kann nur gelogen sein. Ausser ein Politiker erfährt eine wundersame Heilung seiner Kontenamnesie und erinnert sich an die gebunkerten Milliarden, die ein solches Programm kosten würde. Aber so eine Meldung ist sicher auch wieder gelogen.

Donald und Dagobert

Ein lesenswerter Artikel aus der Telepolis:

Die gegenwärtige Verteilung des Geldes in der westlichen Welt ist so gerecht wie die Vermögensverhältnisse zwischen Donald und Dagobert Duck – von den Entwicklungsländern ganz zu schweigen. Wie viel Geld Dagobert bunkert, weiß niemand so genau. Doch die Zahlen der realen Welt sprechen für sich: In Deutschland zum Beispiel besitzen die oberen 10 Prozent über zwei Drittel des Gesamtvermögens. Schlimmer noch: Die reichsten 0,1 Prozent (also weniger als 70.000 Bundesbürger) horten knapp ein Viertel des Gesamtvermögens. Und um die Zahlenspiele weiterzutreiben: Die oberen 0,5 Prozent (also um die 350.000 Bundesbürger) besitzen gemeinsam so viel Vermögen wie die unteren 90 Prozent (also um die 63.000.000 Bundesbürger).
[…]
Purer Neid auf die Reichen? Mitnichten. Denn selbst die Reichen haben – wenn sie eins und eins zusammenzählen können – erkannt, dass solche Abgaben [Steuern] notwendig sind, wenn das System nicht kollabieren soll: Wenn Warren Buffett und gleichgesinnte Milliardäre eine Reichensteuer fordern, dann machen sie das nicht nur aus Barmherzigkeit. Vielmehr wissen sie, dass der heutige Turbokapitalismus zwangsläufig die Finanzsysteme und damit auch ihre eigenen Vermögen und Firmen ins Straucheln bringt. Wenn die unteren 99 Prozent nichts in der Tasche haben, können sie auch nicht das konsumieren, was die oberen 1 Prozent verkaufen wollen. Die westlichen Regierungen – zumal unsere lethargische Bundesregierung – haben dieses Angebot freundlich-liberal ausgeschlagen … und jammern uns allabendlich in den Nachrichten vor, dass kein Geld zur Verfügung stehe. Bullshit!

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Der Nachrichtenspiegel auf Facebook

 

Ja, nun ist es soweit. Es gibt eine Nachrichtenspiegel-Facebook-Seite. Ein riesengroßer Sprung über meinen datenschutzaffinen Schatten und noch viel mehr Palaver mit dem Interface, den Einstellungen und der sogenannten Usability. Die dadurch neu ergrauten Haare kann ich im Spiegel deutlich sehen. Die Bißspuren in der Tastatur auch.

Egal, die Menge der Verweise, die seid einiger Zeit über Facebook kommen (kann ich an den Referrern sehen) legten den Entschluß nahe, auch hier mal „Hallo“ zu sagen.

Aber, aus zeitlichen Gründen können wir leider kein Extra-Programm für Facebook leisten.

Wir haben dummerweise alle noch Dinge neben der Informationssammlung, Sortierung und Aufbereitung für die Leser zu erledigen. Dinge, die mit Nahrungsmittelbeschaffung, Kindererziehung und -bespaßung,  sauberen Wohnungen, Ämtern, Rechtsanwälten, Hobbys, Geldbeschaffung, Waschmaschinenbestückung, Brautschau (na ja, nicht alle von uns), Trinkgelagen, Tarotkarten, E-Mails, Erdstrahlen, über 300 RSS-Feeds im Reader – die gelesen werden wollen um auf dem Laufenden zu bleiben, das Lesen auf toten Bäumen, Unterhaltungsfilmen, Musik, Musik machen, Computerspiele und anderen, meist furchtbar profanen Dingen zu tun haben – ok, ich schweife ab. Entschuldigung.
Denn wenn man sich nur mit Polititk, Wirtschaft, realen und eingebildeten Verschwörungen und dem, was sonst noch um einen herum passiert beschäftigt, verliert man irgendwann die Bodenhaftung, wird Depressiv und fängt an, abzudrehen. Wir sind auch nur ganz normale Menschen.

Im Großen und Ganzen gibts daher auf Facebook, wie auch auf Twitter, nur Hinweise, daß hier im Nachrichtenspiegel wieder was Neues erschienen ist. Etwas, daß vielleicht jemanden zum Nachdenken anregt – der sich bisher nur gewundert hat was eigentlich so komisch ist oder irgendwie nicht Richtig zu sein scheint. Für denjenigen, der mit anderen Sachen beschäftigt war und gerade aufwacht, ein Artikel der einfach nur die Meinung von jemandem bestärkt oder auch der nur weitere Argumente für die bereits Überzeugten bringt.

So leid es mit tut, dies ist ein „Friss oder Stirb“. Wir wollen euch kein Geld abnehmen für das, was wir hier tun, aber wir haben auch nur begrenzte Ressourcen. Und die meisten von uns stecken mehr Energie, Zeit und Geld hier rein als Gut für sie ist.

Aber wir wollen es genau so und werden genau so weitermachen!

Und dafür maße ich mir jetzt mal an, denjenigen zu Danken, die hier mitspielen und genau das leisten. Ausdrücklich auch unserem Tagesbildbeauftragten, Jotha. Der es geschafft hat, seid Bestehen des Nachrichtenspiegels jeden Tag(!) ein neues Bild des Tages hervorzuzaubern. (Ok, bis auf eine Ausnahme von 2 Tagen, und daran war ich Schuld. Mea Culpa)

Vielen Dank, daß ihr, die Leser, uns über die Zugriffszahlen zeigt, daß wir es nicht umsonst machen.

Und wenn es nur dafür ist daß ihr nicht anfangt zu stottern, wenn Euch mal eure Kinder fragen, was ihr denn dagegen getan habt, daß es so schlimm geworden ist. Viel besser wäre es, wenn sie fragen, was ihr DAFÜR dafür getan habt, daß es NICHT so schlimm geworden ist.

Nicht vergessen, Ignoranz bedingt keine Unverwundbarkeit. Wenn der Kopf erst mal im Sand steckt wird das Atmen schwer. Und es kratzt im Hals.

Ergo – tut bitte etwas dafür, damit sich die schlimmen Dinge ändern.
Ich meine nicht diejenigen, die bereits in Initiativen mitarbeiten und sich „für die gute Sache“ aufreiben. Nein, ihr, die ihr vor dem Monitor sitzt und passiv zwar Einverstanden mit den (meisten) der hier dargelegten Kritiken, den Denkanstößen und den Ideen seid. Die eine Veränderung der Umstände wollen aber sich nicht trauen und deshalb immer noch das kleine Rädchen im Getriebe spielen. Ihr seid diejenigen, weshalb das „System“ immer noch funktioniert und andere auf eurem Rücken mit eurem Geld Feste feiern. Seid der Sand, nicht das Öl. Öl ist schmierig. Ich glaube, Dreckscheuder und der E-Philosoph hecken da was aus.

Aber vergesst nicht, der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen. Immer Cool bleiben und jeden sein Leben leben lassen.
Nur eben nicht das Leben der wirklichen Sozialschmarotzer unterstützen. Ich meine diejenigen, die andere für sich arbeiten lassen und sich dann auch noch als Leistungsträger feiern lassen obwohl sie nur als Parasiten von genau der besagten Leistung der im allgemeinen fleißigen „normalen“ Menschen schmarotzen. Es ist genug für Alle da. Aber ist ist insgesamt nicht genug da, daß eine einzige Familie zum Beispiel 700 Millionen mit einer Firma, die mal ein eigenen KZ hatte, verdient. Oder daß jemand stirbt (was immer traurig ist, jeder hat jemanden, der ihn vermisst – hoffentlich), der ein Vermögen von ca. 8 Milliarden Euro hat. Das ist Pervers.

Es muß ja nicht viel sein. Ich persönlich mach ja eigentlich auch nur die Technik, gebe launige Kommentare ab, stelle ab und an ein Video ein und kümmer mich um die E-Mails, einen Teil der Kommentare und um das Finanzielle. Warum? – Weil ich gerne Artikel lese die nicht in der Milliardärspresse erscheinen würden. Und weil ich Kinder, habe die mich irgendwann mal fragen werden… – aber das hatten wir ja schon.

Alptraum Leben – „ Widerstand zwecklos, der Raubzug geht immer weiter“

Ein politisches System, was sich der Gier, den Interessen von Wirtschaft und Banken unterworfen hat, ist dem Untergang geweiht. Wirtschaft und Banken werden alles daran setzen um ihre Gier fortzusetzen und um den Untergang des Sozialsystems zu beschleunigen, worüber die Mächtigen und gierigen aus Wirtschaft und Politik, in Davos philosophieren.

Die Botschaft an die Untertanen ist wie immer: „ Widerstand zwecklos, der Raubzug geht immer weiter“.

Was bleibt ist noch immer der Mensch, denn die Würde des Menschen ist nicht teilbar, auch wenn die Bundesregierungen von Schröder, Merkel I und Merkel II, das politische System der sozialen Kälte, vor die Menschenwürde gestellt haben.

Wenn Ihr ein Teil politisch gewollter Armut geworden seid, dann hinterfragt das System, bis Ihr den Fehler und die Schuldigen gefunden habt. Nehmt es nicht länger klaglos hin, duckt Euch nicht weg, sondern verschafft Euch Gehör.

Denn:

Wenn sich der letzte Kindergarten, die letzte Schule, der letzte Wasser- Stromversorgunganbieter, das letzte Krankenhaus, das letzte Altenheim, die letzte öffentliche  Schwimmhalle und alle Straßen und vieles mehr, sich in den Händen von radikalliberalen Bossen der Wirtschaft und gierigen Raubtierkapitalisten befindet und Ihr geschwiegen habt, dann ist es zu spät.

Dann kann es sein, dass Ihr Eure Kinder in Heimen unterbringen müsst, weil Ihr Eure Kinder nicht mehr versorgen könnt, Ihr nur noch für Sklavenlöhne, sieben Tage die Woche arbeiten müsst.

Dann kann es sein, dass Ihr in Hütten am Rande der Stadt leben müsst, ohne Wasser und Strom, oder gar auf der Straße verrecken müsst.

Dann kann es sein, dass Euch und Eure Kinder, kein Arzt mehr behandelt, weil Ihr ihn nicht mehr bezahlen könnt. Und wer da glaubt, dass ALLES wird nie in Deutschland sein, der richte seinen Blick nach Griechenland, denn dort ist das bereits Alltag. Macht Euch bewusst, dass einzige was die Politik sicherstellt, ist die grenzenlose Gier radikalliberalen Bossen der Wirtschaft und gierigen Raubtierkapitalisten.

Der geopolitische Status Quo

NuoViso Filmproduktion präsentiert einen geopolitischen Jahresrückblick auf 2012 mit Christoph R. Hörstel, Jürgen Elsässer, Said Dudin, Karl – A. Schachtschneider, u.a.

[Video, bitte Beitrag anklicken]

Fanatica 2012

Die Fachmesse für Extremisten:

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