Wirtschaft

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Windelpflicht auf dem Mond

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Wenn wir die Gefängnismauern niederreißen, um in die Freiheit zu laufen, landen wir unweigerlich im Hof eines noch größeren Gefängnisses. Yuval Noah Harari

So langsam wachen die Wirte und ihr Personal auf. Haben doch gerade sie in Schutzmaßnahmen gegen das Todesvirus eine Menge Geld investiert. Auch das Geld, das sie dadurch verloren haben, weil sie Sitzplätze dezimiert haben, um Abstände zu garantieren. Viele der Gastwirte glauben jedoch noch immer, dass die Bundeskanzlerin und ihr Corona-Regime bloß falsch denken und daher falsche Maßnahmen in Verordnungen pressen. Viele wollen in Videos an die Vernunft dieses Regimes appellieren. Viele, denen der jetzige Lockdown-light zu weit geht, denken, dass die Verantwortlichen die falschen Dinge tun. Leute, schüttelt mal eure Hirne kräftig herum. Nichts an den Verordnungen ist irgendwie aus deren Sicht falsch oder irre. Alles ist perfekt nach deren Wünschen orchestriert. Das war es seit Februar 2020, alles ist perfekt und das Corona-Regime macht alles super – nach ihrer Agenda. Freilich, wer diese nicht durchschaut, der denkt noch in alten humanistischen Wunschbildern, dass die Regierung für das Volk alles gut macht oder gut machen will. Alles, was die Regierung gerade tut, was das Parlament gerade nicht tut, was die Gerichte gerade verschlafen, die Staatsanwälte nicht sehen wollen und die überragende Anwaltschaft gerade möglichst durch Wegschauen innerlich wegzaubert, ist alles nach der Agenda der neuen Normalität voll im Plan. Und in dieser neuen Normalität ist euer Platz beim Jobcenter, bei HARTZ IV. Was falsch läuft, und zwar so was von falsch, das ist euer Hinterschauen all dieser Pandemie.

Polen – Die Politik von gestern hat schon gestern nicht funktioniert

In dieser Woche analysiere ich in einer Sonderreihe, welche Folgen die anti-russische Politik des Westens für einzelne EU-Staaten hat, die diese am stärksten forcieren. Heute geht es um Polen.

Im Gegensatz zu den baltischen Staaten, über die ich gestern berichtet habe, geht es Polen wirtschaftlich sehr gut und seine anti-russische Politik richtet in der polnischen Wirtschaft nicht solche Schäden an, wie es in den baltischen Staaten der Fall ist. Trotzdem steht Polen sich mit seiner Politik oft selbst im Weg.

Prof. Christian Kreiß spricht Klartext wie noch nie: Die Schlinge wird jetzt zugezogen

(Vortrag in Innsbruck am 3.10.2020)

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Schließung von Krankenhäusern: „Das ist politisch gewollt“

Laura Valentukeviciute Interview

„Es dürfen keine weiteren Krankenhäuser schließen. Insolvente und akut von Insolvenz bedrohte Kliniken müssen vom jeweiligen Bundesland aufgefangen werden.“ Das sagt Laura Valentukeviciute, Sprecherin der Initiative Gemeingut in BürgerInnenhand. Im NachDenkSeiten-Interview mit Valentukeviciute wird deutlich, dass die negative Entwicklung im Krankenhausbereich auf Weichenstellungen zurückgeht, die teilweise Jahrzehnte zurückliegen. Valentukeviciute ordnet für die NachDenkSeiten die Situation einer stark gebeutelten Kliniklandschaft ein und erklärt, warum die Initiative sich in einem Offenen Brief an Gesundheitsminister Jens Spahn wendet.

 

Eliten außer Rand und Band

Hermann Ploppa und Jens Lehrich

Soziale Existenzen schützen, nicht nur Konzerne

Habt ihr gestern Abend die Ansprache der Bundeskanzlerin zur Coronakrise geschaut? Ihr Appell war einerseits eindringlich, von der »größten Krise seit dem zweiten Weltkrieg« sprach sie. Andererseits ist es mit netten Worten für Ärzte, Pflegekräfte oder Verkäuferinnen nicht getan. Es muss auch etwas unternommen werden, um all jene, die aufgrund ihres Berufes nicht die empfohlenen Abstände einhalten können und mit vielen Menschen in Kontakt kommen, besser zu schützen! Die Regierung und die Unternehmen müssen die Beschäftigten mit ausreichend Schutzkleidung ausstatten, ihnen mehr Pausen für Hygienemaßnahmen gewähren, sie regelmäßig auf den Coronavirus testen lassen, die Arbeitsplätze besser absichern – und sie sollten ihnen ab sofort eine Gefahrenzulage in Form eines Gehaltszuschlags von wenigsten 20 Prozent zahlen.
Während sie sich in ihren Berufen einem erhöhten Risiko aussetzen können wir anderen sie unterstützen, indem wir uns an die Maßnahmen zur Verlangsamung der Infektionsraten halten: Bleiben Sie zu Hause, halten Sie Abstand, tun Sie was möglich und nötig ist, um sich selbst und ihre Mitmenschen zu schützen.

Happy Quarantine – Tacheles #27

Natürlich ging es auch bei Röper und Stein nicht ohne das COVID19-Virus, dass die Medien beherrscht. Röper hatte dazu aktuelle Zahlen parat, die aufzeigen, dass das Virus gar nicht so gefährlich ist, dass aber die wirtschaftlichen Folgen unabsehbar sind und das wahre Problem vielleicht erst noch kommt.
Außerdem ging es um den Themenkomplex Syrien/Türkei/Flüchtlinge, denn Erdogan beherrscht mit seiner «Einer-gegen-alle-Politik» und ihren Folgen auch die Schlagzeilen.
Und natürlich hatte Röper auch einige Themen ausgegraben, über die man in den «Qualitätsmedien» kein Wort gehört hat. Und dafür ist Tacheles ja da: Aufzeigen, was man in Deutschland nicht zeigen will.

Conspiracy

Vorsicht, enthält Spuren von Verschwörungstheorien

Benjamin Fulford: Wochenbericht vom 17.02.2020

US-Präsidentschaftswahl: Versucht Hillary Clinton es doch noch einmal?

Corona-Virus: Weltweiter Wirtschaftseinbruch unvermeidlich

OPCW-Berichte zu Giftgas-Anschlägen in Duma wurden an USA-Narrativ angepasst

Für Israel: US-Bundesstaat Georgia schränkt Redefreiheit ein

Finanzkorruption, Chaos + Kriegsgefahr 2020

The TRUTH About Pete Buttigieg, Leaked Bloomberg Audio, Julian Assange Out Of Solitary

Der Elephant im Raum

Giftgas-Untersuchung in Syrien: OPCW-Mitarbeiter fühlen sich von der Organisation bedroht

Von wegen neutral: Wie CIA und BND Schweizer Technologie nutzten

Thüringen-Trauma: Willkommen in der Merkelkratur | Rassismus-Husten aus China

Nicht Trump, sondern Biden, Obama und Kerry haben Dreck am Ukraine – Stecken

Die CDU nach Thüringen: Geheuchelte Abgrenzung nach rechts

Dirk Müller: Wuhan-Virus – Situation ist kritischer als dargestellt

Das Cashkurs.com-Marktupdate vom 27.01.2020. Aus gegebenem Anlass für alle vollständig zugängig.

Prof. Christian Kreiß: Das Mephisto-Prinzip (Wie wir zu Lügnern und Verderbern erzogen werden)

181 maske pixabay

Wer meint, dass Mephisto ein hässlicher, übel riechender Geselle mit Krötenhaut ist, hat weder Faust gelesen noch aufmerksam die Rolling Stones gehört:

„Please allow me to introduce myself
I’m a man of wealth and taste
I’ve been around for a long, long years
Stole many a man’s soul and faith

Pleased to meet you
Hope you guess my name
But what’s puzzling you
Is the nature of my game.“ (Stones, “Sympathy for the devil”)

Würde ja auch niemand auf ihn reinfallen, wenn der Advocatus Diaboli gleich als derjenige aufträte, der er eigentlich ist. Er muss sich also maskieren, um uns für seine Ziele zu gewinnen. Und mittlerweile beherrscht er die Kunst des Maskierens auch auf meisterhafte Weise. Selbst den Weg in das abgründigste Verderben vermag er uns als „Gutes und Gernes“ zu verkaufen und den eigenen Garaus als lustige Grillparty.

Einer, der sich ganz im Gegenteil auf die Kunst des Demaskierens versteht, ist Prof. Christian Kreiß. Als promovierter Volkswirtschaftler und Investmentbanker hat er sich selbst in Mephistos Labyrinthe begeben, in die er nun mit seinen Büchern „BWL – Blenden, Wuchern, Lamentieren (Untertitel: „Wie die Betriebswirtschaftslehre zur Verrohung der Gesellschaft beiträgt“), „Gekaufte Forschung“, „Geplanter Verschleiß“ und „Werbung – Nein Danke“ hineinleuchtet. Allesamt hochkarätige Lektüre, in der Mephisto und seinen Schergen die Maske vom Gesicht gezogen wird. Es ist auch höchste Zeit, diese Maske herunterzureißen, denn Mephisto setzt gerade zum Endsieg an, ist dabei, uns in eine Sackgasse zu führen, aus der es womöglich kein Zurück mehr gibt.

Die Diagnose des Volkswirtschaftsprofessors ist eindeutig: „Unser Wirtschaftsleben ist schwer krebskrank und steht vor einer tragischen Bereinigung, sei es durch Depression, Bürgerkrieg oder Krieg – wenn wir nichts ändern.“ Er erklärt uns auch, warum diese Krankheit entstanden ist: Weil in unserem Schul-/Universitäts-/Medien-/Wissenschaftssystem Wahrheit nicht nur verabscheut, sondern systematisch und von Kindesbeinen an zerstört wird. Dass wir de facto dem mephistophelischen Prinzip huldigen (von hebr. mephiz=der Verderber und tophel=der Lügner). Dass diese Mechanismen der Lebenslüge und des Verderbens mehr unbewusst als bewusst ablaufen, ändert an ihrer Konsequenz nicht das Geringste. Nachdem wir die Ausbildung dieses Schul-/Universitäts-/Medien-/Wissenschaftssystems durchlaufen haben, sind viele von uns heute der Wahrheit sehr abhold, reagieren sogar mit vehementer Allergiebereitschaft, wenn sie irgendwo durchschimmert (…ich musss aufpassen, dass ich jetzt nicht wieder in mein Lieblingsthema „Gwup“ verfalle und aus zwei geplanten Einleitungsabsätzen ein elegischer Aufsatz entsteht). Derart konditioniert, sind wir dann auch bereit, solche Politiker*Innen zu wählen, die uns die Lebenslüge gut garniert servieren und uns mit dem Brustton der Überzeugung in Aussicht stellen, dass es so weitergehen könne.

Kreiß belässt es auch nicht beim bloßen Feststellen des Status Quo, er führt auch vor Augen, wie relativ einfach man den gegenwärtigen Verhältnissen eine Wende geben könnte – man bräuchte dazu zunächst nur die derzeit vorherrschenden (mephistophelischen) Glaubenssätze in ihr Gegenteil umdrehen.

Welchen Teufelskreisen wir derzeit unterliegen,  wie Werbung systematisch die Wahrheit zerstört, warum sich Mephisto gerade diebisch freut und wie wir den armen Teufel überwinden können, wenn wir uns nur ein bisschen aufraffen, das erklärt uns Christian Kreiß in einem kurzweiligen Vortrag. Im Unterschied zu vielen anderen Ökonomen, die derzeit mit ihren Crash- und Finanzanalysen Rekordklickzahlen erzielen, ohne jedoch auch nur annähernd an die Wurzel des eigentlichen Problems zu gehen (was heute auch Grundbedingung ist, um in den Leitmedien herumgereicht zu werden), wagt sich Prof. Kreiß in ebendiese Untiefen hinab und manövriert dort auch mit sicherer Hand, sodass man nicht ohne Gewinn wieder auftaucht, wenn man ihn auf diesem Tauchgang begleitet.

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Sein demnächst im Buchhandel erscheinendes Buch „Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft“ hat Prof. Kreiß übrigens als PDF zum Download freigegeben: siehe

www.menschengerechtewirtschaft.de

In dem Buch finden sich auch gleichermaßen unerwartete wie aufschlussreiche Betrachtungen, z.B. dass mindestens 50% unserer Arbeitszeit nicht nur unnötig, sondern regelrecht schädlich verbracht wird, wie Wahrheit im heutigen Wissenschaftsbetrieb systematisch ausgeschaltet und wir in einem Zustand von „Trivialität und Leere“ gehalten werden sollen oder die Frage, warum Mephistopheles heute so großen Wert darauf legt, dass Architektur so trostlos und hässlich wie möglich erscheinen muss.

 

Foto: mask-businessman/pixabay/CC0

Donald Trump und Antiamerikanismus – nachdenKEN

bzw. ein Rant über betonköpfige Linke und als Links verkleidete Rechte. Und über echte Rechte. Und über Trump. Enthält KenFM Eigenwerbung.

youtube Text:

Der neue Präsident der USA heißt Donald Trump.

Noch nie hat eine Person, die sich für den Posten im Weißen Haus beworben hat, schon im Vorfeld so viel Dresche bekommen wie Donald Trump. Doch auch seit das Rennen gelaufen ist, reißt das offene und ununterbrochene Bashing ihm gegenüber nicht ab.

Die rassistischen Sprüche, mit denen Trump Teile seines Wahlkampfes bestritt, fanden ihr Echo in den Systemmedien, die bis heute mit ähnlich rassistischen Abwertungen Trump selber, aber vor allem die, die ihn gewählt haben, zu entwürdigen versuchen und als vollkommene Idioten abzustempeln. Trump-Wähler sind Abschaum – so wird seit Tagen verkündet.

Der Spiegel verstieg sich rund eine Woche nach der Wahl dazu, Trump einen Antisemiten zu nennen. Nur, wie passen dazu die Standing Ovations ihm gegenüber, als dieser in den letzten Tagen des Wahlkampfs vor AIPAC sprach? Sind amerikanische Juden einem Antisemiten auf dem Leim gegangen? Sind wirklich alle Trump-Wähler „White Trash“, oder ist diese gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, produziert von den Massenmedien,
nicht selber Rassismus in seiner übelsten Form?

Fakt ist: Der Sieg Trumps ist vor allem eine Niederlage der System-Medien. Ihnen ist es nicht gelungen, trotz monatelanger Propaganda für Clinton und gegen Trump, die öffentliche Meinung derart zu diktieren, dass der Wähler sich genötigt gesehen hätte, den Liebling der Medien Hillary Clinton zu wählen.

Der Sieg Trumps und vor allem die Reaktion in Deutschland auf ihn zeigt aber auch das Versagen der Linken. Trump erreicht in den USA-Wähler, die auch die AfD in Deutschland anspricht. Menschen, die nicht per se rechts ticken, sondern die vor allem enttäuscht sind. Enttäuscht von linker Politik, linken Medien und linken Aktivisten. Sie alle haben den Kontakt zur Straße verloren, Leben intellektuell entrückt. Der größte Teil der Linken auch in Deutschland hat sich mit dem Wirtschaftsfaschismus arrangiert und schaut dem Abbau des Sozialstaates weitgehend zu. Linke haben sich „eingerichtet“ und wollen – so wie die Grünen – nur noch bessere Posten in der Machtpyramide ergattern. Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Die Linken von heute sind von einem Rudi Dutschke so weit entfernt, wie der Friedensnobelpreisträger Obama von echtem Change, sprich fairer Beteiligung der Massen an erarbeitetem Wohlstand. Teilhabe bedeutet für die offiziellen Wortführer der Linken in nahezu allen Bereichen vor allem persönliche Bereicherung und persönliche Teilhabe am großen Kuchen des vom Volk erarbeiteten Staatsvermögen.

Wir erleben in der Reaktion der Medien auf Trump den Niedergang eines elitären Systems, das unfähig ist, sich selber zu hinterfragen und das, ähnlich wie damals die Genossen in der DDR kurz vor Mauerfall, nur noch in der Lage ist, auf die die längst Ausgereisten verbal einzuschlagen. Damals war man Verräter des Sozialismus, heute ist man White Trash.

Die Wahl Trumps wird auch in Europa und speziell in der BRD ihre Auswirkungen haben, mit leichtem Delay. Die Wiederwahl Angela Merkels 2017 ist so „sicher“ wie der Wahlsieg von Hilary Clinton 2016 es war. Den Volksparteien geht der Hintern auf Grundeis und das ist auch gut so. Hochmut kommt vor den Fall.

Ken Jebsen denkt nach dem spontanen Webcam-Kommentar zu Trumps Sieg erneut über Trump und die Folgen nach. Er fordert auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen. „Mehr Demokratie wagen“ bedeutet 2016 mehr zivilen Ungehorsam, mehr direkte Demokratie und weniger Ehrfurcht vor einer politischen Kaste, die große Teile der Bevölkerung für dumm, unfähig und gefährlich hält.

Die USA sind die dynamischste Demokratie der Welt, doch dass sich ausgerechnet die Fans von gestern jetzt nicht zu schade sind, jedes anti-amerikanische Klischee zu bemühen, um ihren Unmut über den Ausgang der letzten US-Wahl auszudrücken, lässt tief blicken. Sind vielleicht die System-Medien als Stimme der Einfluss-Reichen und Schönen nicht wirklich an echter Demokratie interessiert?

Kapitalismus? Abschaffen. Und zwar gestern! Oder … bluten. Und sterben.

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Freitag, 18.11.2016. Eifel. Ja, was verlange ich denn heute von Ihnen? Die mutigste Tat Ihres Lebens: sich gegen die Religion der Gegenwart zu stellen: gegen  Geld, Arbeit, gegen Schulden, Wachstum und Wirtschaft. Jedenfalls … wird man Ihnen erzählen, dass es so wäre, dass dies mein Ansinnen sei. Ich möchte Sie jedoch aufmuntern, gegen Armut zu sein, gegen Hunger, gegen Ausbeutung, gegen Kinderarbeit, gegen Kriege, Arbeitszwang und Massenvernichtung von menschlichem Leben – wozu es irgendwann kommen muss, wenn der Zinseszinszwang die letzten Cent aus den Taschen saugt und einfach kein Geld mehr da ist, alle zu ernähren. Unglaublich? Entsprechende Pläne hegten schon unpolitische Akademiker in den dreißiger und vierziger Jahren bezüglich der jüdischen, russischen und polnischen Bevölkerung: die nicht ausbeutungsfähigen (alte Menschen, kranke Menschen, Kinder) sollten auf Nulldiät gesetzt werden – sprich: verhungern – damit „Das Reich“ in Wohlstand leben konnte. Unpolitische Akademiker? Ja – die machten danach ja übergangslos Karriere in der Bundesrepublik Deutschland, die meinte, auf solche „Fachkräfte“ nicht verzichten zu können. Außerdem – so wurde uns erzählt – war ja Hitler tot und der Faschismus somit bis in alle Ewigkeiten gebannt.

Ich möchte Ihnen zum besseren Verständnis mal eine Geschichte erzählen, in der Sie und ich vorkommen.

Denken Sie sich einfach mal, wir fahren zusammen in Urlaub. Nein, wir fahren nicht: wir fliegen. Nach Neuseeland, da wohnt ein guter Freund von mir, der vermietet dort Ferienzimmer: wir wären herzlich willkommen. Wegen ihm käme ja sogar ich mit, der ansonsten sehr reiseunlustig ist. Neuseeland wird Ihnen gefallen, ist eins der schönsten Länder auf der Erde. Nicht so schön wie die Eifel, auch nicht so umweltfreundlich zu erreichen – aber es ist ja erst mal nur eine Geschichte.

Unterwegs macht die moderne Technik das, was Technik immer und überall macht: sie geht kaputt. Unser Flieger gibt den Geist auf, nicht am Boden, wo es bequem und sicher wäre, sondern in der Luft. Wir stürzen ab. Glück im Unglück beschert uns eine Notwasserung ganz in der Nähe eine unbewohnten Insel, von denen es dort noch tausende gibt (manche von ihnen sind sogar käuflich zu erwerben).

Da sitzen wir nun: anstatt lustiges Treiben im Club haben wir endloses Elend am Strand. Wir können uns kurz freuen, das niemand verstorben ist … doch dann holt uns die schreckliche Realität ein. Wir merken, dass wir leider mit nur mangelhaften Körpern ausgestattet sind. Sie sind zwar bei weitem zuverlässiger als Technik jeder Art, können sich selbst reparieren und mit Energie (Strom) versorgen, besitzen eine der kostbarsten chemischen Fabriken auf Erden (die Leber), können Wärme auch ohne Verbrennungsmotoren erzeugen … aber brauchen permanent Wärme, Wasser und Nahrung, um weiter ihre phantastische Arbeit zu leisten. Einen Tag schaffen wir ohne Wärme, drei ohne Wasser, ein paar mehr ohne Nahrung – doch dann ist mit Funkionsaussetzern zu rechnen.

Wir müssen also schnell starten mit „Wirtschaft“ und die benötigten Elemente heranschaffen. Ich habe wie immer ein Feuerzeug in der Hosentasche, so dass das erste Problem (Wärme) schnell gelöst werden kann. Als Teilnehmer diverser „Survival-Trainings“ rate ich auch schnell zur sofortigen Arbeit: die Zeit läuft. Große Diskussions- und Klagerunden sind zwar menschlich verständlich, führen aber – wie der wache Geist schnell selbst erkennt – nur zu noch mehr Klagegründen. Sicher wird es manche Menschen geben, denen das sofort zuviel ist, die einen Schock haben und versorgt werden müssen. Die müssen gepflegt werden, bis sie die anderen ersetzen können, die sich sofort auf die Suche nach Feuerholz, Essen und Wasser machen. Ja, da dürfen wir sofort aufmerken: außerhalb der menschlichen Gedankengebäude ist Wärme, Essen und Wasser UMSONST, wird einfach von der Natur geschenkt, ist in Hülle und Fülle vorhanden – selbst in ärmsten Ländern, bedarf nur ein wenig Arbeit, um die Früchte zu ernten.

Schnell sind die Aufgaben verteilt, ja nach Höhe des Selbstorganisationsgrades der einzelnen Teilnehmer der Gemeinschaft suchen sie sich die Aufgaben selbst, ist der niedriger (wie bei Menschen aus arbeitsteiligen Gesellschaften üblich), so kann ein Philosoph helfen: das Denken in Bildern und Netzen ist genau das, was man jetzt braucht, weil es schneller funktioniert – ein kurzer Blick genügt schon, um zu  erkennen, dass wir zu wenig Leute für Wasser haben (das wird schneller dringend) und zu viele für Holz (liegt direkt am Strand schon in Massen herum). Jener, der diesen Prozess aushilfsweise organisiert, ist in der Wirtschaft „der Boss“ – er nimmt einem das Denken ab … allerdings sinnvollerweise nur für einen Übergangszeitraum: die Organisation von Ablaufprozessen ist gedanklich sehr anstregend und vor allem: dürfen keinerlei Fehler gemacht werden, weil die Folgen tödlich wären. Jener „Boss“ sitzt also noch am Schreibtisch, während andere schon schlafen: an seinen Planungen hängt viel in der Startphase … aber auch wirklich nur da. Wir können uns auch einen Flieger voller Survivalvolk denken – die brauchen keinen Chef, die wissen schon alles … und wenn die hinreichend sozial sind, dann landen die traumatisierten Schockpatienten auch nicht sofort bei den Fischen im Meer.

Je besser die Arbeit organisiert wird, umso mehr freie Kapazitäten hat man, um z.B. Leuchfeuer zu bauen, die Hütten zu verbessern, Wälder zu roden und mit Anpflanzungen zu beginnen – oder am Strand zu liegen und entspannt einfach mal gar nichts zu tun und sein Leben zu genießen: so, wie es die Schöpfung einst vorgesehen hatte. Drei Stunden Arbeit am Tag für die Grundversorgung – der Rest ist frei. Nun – mit den Survivalfreaks möchte ich nicht gerne dort landen: es sind meist notorische Einzelgänger, nur auf sich bedacht – es gibt einfach herzlich wenig zu lachen mit ihnen, sehe schon vor mir, wei die abends grimmig allein am Lagerfeuer sitzen und an einer mageren Ratte nagen, während wie anderen schon Brot backen, Bier trinken und ausgelassene Feste feiern … dank selbst gebranntem Alkohol.

Ja: dank Arbeit (ohne Schulden, Zinsen und Lohn) haben wir unsere Insel nach einem Jahr in ein Paradies verwandelt, das schöner ist als Neuseeland, es wird unser coolster Urlaub aller Zeiten.

Ab wann kippt das Paradies?

Nun – ab dem Moment, wo sich einer an den Strand setzt und sagt: „Ich mache die Bank“ … und billige Palmblätter gegen Arbeit und Produkte eintauscht. Die Palmblätter – bislang ein vorzüglicher Ersatz für Toilettenpapier – sind auch umsonst in großer Menge vorhanden, aber es „zählen“ auf einmal nur noch die, die sein Handzeichen aufweisen.

Es ist der kritische Moment unserer Gemeinschaft … und der Philosoph zieht sich auch genau in diesem Moment allein in den Wald zurück, um das Beispiel nicht zu gefährden mit seiner blöden Frage: wozu Bank?

Vielleicht stellen sich viele die Frage, doch der Banker ist natürlich ein rhetorisch geschickter Verführer (keine Frage: besuchen sie einfach mal den Anlageberater ihrer Sparkasse und erleben Sie es selbst) und hat eine teuflische Botschaft: wer genug seiner Palmblätter hat, braucht nicht mehr arbeiten, bekommt aber mehr Essen und Wasser als die anderen, ja, kann sich von den anderen sogar einen Palast bauen lassen.

Aufrechte Demokraten, denen der Zusammenhang von Arbeit und Leben noch gegenwärtig ist (darum sind wir ja gerade auf dieser Insel als Modell, um den noch mal klar ins Auge zu fassen), würden den Banker sofort in die Meere zurückjagen – oder ihn zum Holz sammeln auf die andere Seite der Insel schicken. Doch – und hier nähern wir uns der Realität – wo haben wir die noch, die aufrechten Demokraten? Wir haben ja moderne Menschen hier – so wie Sie – die die Verlockungen des arbeitsfreien Lebens, in dessen Mittelpunkt das eigene Ego steht, ohne weiteres zu schätzen wissen, die der Verheißung von grenzenlosem Ausleben aller Wünsche, Träume und Phantasien nicht widerstehen können. Zwar stellen sich auch den Zögernden noch Fragen („wie soll das alles funktionieren – Palmblätter sind doch nicht nahrhaft?“) und diesen Moment nutzen die reiferen Charaktere aus, um den Banker zur Rede zu stellen, vor dem Unsinn zu warnen, der mehr Arbeit für viele bedeutet und die Freizeit enorm einschränken wird, damit wenige Palmblätter verwalten … doch in dem Moment kommt dem Banker eine teuflische Idee: „Wir brauchen eine Regierung!“.

Auf einmal gefällt ihm die Idee der Demokratie, die zuvor – ohne große Tamtam – einfach funktionierte, weil die Menschen Zeit und gute Laune genug hatten, um alle Differenzen friedlich austragen zu können. Nur: es steckt halt auch eine teuflische Idee dahinter, denn: „Regierung“ … ist der Schritt zur Abschaffung der Demokratie.

Natürlich ist die Idee „Demokratie“ verlockend und plausibel – alle machen mit. Warum man nun Menschen, die sich nicht durch Leistung qualifizieren, die man nur in gewissen Momenten abrufen braucht, für alle Ewigkeiten in Herrschaftspositionen setzen muss – völlig unabhängig davon, ob sie wirklich die Qualität zur Führung einer demokratischen Zivilgesellschaft haben oder nur besonders verlogene, hinterhältige und berechnende Karrieristen sind – diese Frage stellt erstmal keiner: er wäre ja sofort ein Faschist. Und wer drängt nun in die Regierung? Nun – die Laumalocher. Jene, die noch nie einen Hammer in der Hand hatten. Jene, die sehen, dass sie dann ganz nahe an dem Palmblatthügel des Bankers sitzen, den sie mit Hilfe der Dümmeren in der Gemeinschaft verteidigen, in dem sie ihnen Waffen besorgen – die ersten Waffen, die blutige Wunden verursachen.

So sprengt der Banker unser Paradies – den Rest sehen Sie in Ihrem eigenen Leben, denn: mit Hilfe der Regierung setzt der Banker neue Regeln durch: „Zinsen“ kommen in die Welt. Wer krank ist und sich zum Überleben zehn Palmblätter leiht, muss elf zurückzahlen. Je länger das System läuft, umso weniger Palmblätter hat die Insel, es wird noch später sogar auf Muscheln und Steine zurückgegriffen – alles wertloser Tand – um das System mit „Tauschmitteln“ auszustatten. Und da sich auf Seiten des Bankers gut leben läßt – die bleiben bei Gewitter und strömendem Regen einfach in der Hütte sitzen und warten darauf, dass die „Arbeiter“ (wie man die anderen,  minderwertigen Gestalten nennt) sie füttern und umsorgen; ja, sie führen sogar den Titel „Arbeitnehmer“ ein – es ist ja der Banker, dessen Futterbedarf den anderen überhaupt die viele zusätzliche Arbeit verschafft, die sie annehmen – weshalb sie „Arbeitnehmer“ werden und er „Arbeitgeber“.

Der Trend zum „Bankersein“ verstärkt sich, da alle merken: die echte Arbeit wird von immer weniger Menschen gemacht, die sich gesundheitlich kaputt malochen. Das Leben verschlechtert sich insgesamt: da immer mehr Menschen frei von Arbeit nur von Palmblättern, Steinen und Muscheln leben wollen, werden die Ressourcen knapp. Anstatt den eigenen Bedarf zu zügeln oder selbst mal mit anzupacken anstatt nur bei feierlichen Eröffnungen Bänder zu zerschneiden, um neue Lustwandelwege für die oberen Zehntausend zu eröffnen, nimmt die Regierung lieber jene ins Auge, die sich nicht wehren können, jene, die ohnehin nur noch verbrauchen, jene Menschen, die von der deutschen Wirtschaft – ob nun im Nationalsozialismus oder in der Bundesrepublik ist da völlig egal, diese Regeln gelten systemübergreifend (wie wir im Alltag ja an allen Ecken und Enden sehen) – als „Ballastexistenzen“ angesehen werden, weil sie dem Banker überhaupt keine Rendite mehr bescheren.

Schleichend und langsam – oder schnell und grausam – werden sie ausgemerzt. Die Art der Vernichtung ist direkt vom Widerstand jener abhängig, die sich nicht dem Banker und seinem Palmblattwahn angeschlossen haben, jenem Wahn, der – dank Regierung – mitlerweile die ganze Insel zu Privateigentum erklärt hat, für das man – sofern man auf der Insel bleiben möchte – „Miete“ zahlen muss … also Zinsen fürs nackte Wohnen, was vorher 100 000 Jahre lang völlig umsonst war. Ist der Widerstand hart und unnachgiebig, werden viele Widerworte gemacht, die Menschen anstecken und aufklären können, wird der Kurs der Vernichtung sanft sein, über „gerechte“ Sanktionen, über schönes Reden von „Fördern und Fordern“; ist der Widerstand aber schwach – oder die Menschen sogar schon so verroht, dass sie über die ihre Mitmenschen hinwegsteigen, die sterbend vor den Palmblattautomaten stehen – dann wird die Vernichtung betriebswirtschaftlich effektiver organisiert.

Wie endet unsere Insel nach hundert Jahren?

So wie wir. Eine kleine Kaste von Asozialen (es reichen zehn Prozent der Gesellschaft, wie bei uns: siehe Spiegel) saugt sich maschinell automatisch die Taschen so voll, dass sie gar nicht mehr wissen, wohin mit dem Geld, während ein ständig wachsender Teil der Bevölkerung immer schneller rennen muss für immer weniger Palmblätter. Große Sympathie finden die asozialen Gestalten bei ihresgleichen: den Faulen, Asozialen, Laumalochern und Nichtstuern, die gerne für Null Arbeit in Saus und Braus leben. Um das zu tarnen, verwässern sie auch den Arbeitsbegriff und tun so, als wäre ein Tag mit Kaffee, Kuchen und Heizung im Büro ähnlich schlimm wie zehn Stunden Steine kloppen, Kranke und Alte pflegen oder den Acker zu pflügen, als wären „Geschäftsessen“ und „Tagungen“ zu vergleichen mit den Tagen, die Feuerwehrleute und Rettungssanitäter hinter sich bringen müssen, ja selbst Tage im gut geheizten, weich gepolsterten Parlament – von uns anderen als Unterhaltung in der Freizeit auf dem Sofa genossen – werden so hoch gehalten (und dotiert) als entsprechen sie zwanzig-Stunden-Schichten beim Straßenbau im Winter … nur viel viel besser bezahlt.

Straßenbau hat schon einige Menschen zerstört, im Parlament ist noch niemand vor Überarbeitung zusammengebrochen, bezahlt wird es aber besser als die Arbeit auf Ölbohrplattformen, die jederzeit das eigene Leben kosten kann. Der gefährlichste Beruf in Deutschland ist momentan der Gerüstbauer – doch sind es nicht diese Menschen, denen wir das meiste Geld geben. Über ein Viertel aller Arbeitnehmer werden im Laufe ihres Lebens berufsunfähig, bei Gerüstbauern und Dachdeckern sind es über fünfzig Prozent (siehe Statista), doch nicht diese Menschen bekommen das Geld … sondern jene Verwaltungsmenschen in Versicherungen, Banken und Regierungen, die ihnen gerechte Entlohnung des Risikos vorenthalten. Ja – schauen Sie sich mal die Statistiken an: dort, wo viel Geld gemacht wird, ist das Risiko am geringsten, köperlich oder geistig zu schaden zu kommen.

Und nochmal hundert Jahre?

Ach komm – jetzt denken Sie doch bitte mal selbst nach, wo das endet. Ach was – ich sag´ es einfach mal: immer und überall endet Kapitalismus im Faschismus. Der Anspruch auf „die ganze Welt plus fünfundzwanzig Prozent arbeitsfreie Eigenkapitalrendite“ funktioniert nicht, weil nur eine Welt da ist – was die blöden Kapitalisten nicht von ihren strunzdummen Forderungen nach mehr, mehr, immer mehr und nochmal mehr abhält. Es gibt betriebswirtschaftlich unter kapitalistischen Rahmenbedingungen gesehen gar keine Alternative zur Massenvernichtung der unnützen Esser, die nichts anderes leisten können als Rendite zu mindern, in dem sie essen, schlafen, trinken, warm haben wollen und unter sich machen. Man könnte sogar ausrechnen, wann genau der Moment kommt, an dem die Geldgier der zehn Prozent anfängt, an dem Lebensminimum des unteren Drittels zu nagen. In Deutschland haben wir das sogar schon: rotgrün hat erst die Spitzensteuersätze gesenkt … und sich dann das Geld von den Arbeitslosen geholt, die per Gesetz zu „Parasiten“ und „Sozialschmarotzern“ erklärt wurden, mit großer Unterstützung unserer Medien, die auf unsere Insel in Gestalt wandernder Boten unterwegs sind, die mit Trommeln und Trompeten beständig rund um die Uhr die Glaubenssätze der Lumpenelite verbreiten, um jeden eigenen Gedanken zu unterdrücken.

Was uns noch verbindet? Hier und auf unserer Insel gibt es ein „Dschungelcamp“ zur Belustigung der Massen mit enormer politischer Funktion: dort werden Höflinge, die in Ungnade gefallen sind, dem Spott des Pöbels ausgeliefert um ihm für einen Moment eine Illusion von Macht und Gerechtigkeit zu geben, die ihm eine kurze Entlastung schafft: schon die alten Römer wussten, dass man so für Ruhe sorgen kann, ganz nach der Regel der Mafia: erschieße einen, diszipliniere hundert.

Nun werden Sie sich fragen: was macht eigentlich der Philosoph, dessen Aufgabe es ist, „Mind-Maps“ – also: Weltbilder – zu entwerfen, anhand derer Arbeit und Verteilung organisiert werden kann?

Nun – er arbeite erstmal an neuen „Mind Maps“, unauffällig, weit zurückgezogen. Er sieht, dass Blut fließen wird – viel Blut. Leise und unauffällig – in alte Lumpen gekleidet – bewegt er sich durch die Menge der Menschen, sucht die, die für den Neuaufbau nützlich sind. Es gibt keine Alternative zu diesem Blut fließen: Aufstand oder Auschwitz, dass ist hier die Frage. Entweder findet sich ein militärisch hinreichend perfekter Kriegshäuptling, der den Filz mit harter Hand zerschlägt – womit sich der Traum des „gerechten Königs“ Bahn bricht, der die Menschen schon seit Jahrtausenden verführt (und immer nur zum „Tyrannenwechsel“ geeignet ist, wie die Geschichte unserer Revolutionen gezeigt hat), wieder mal erfüllt … oder das System der Ausbeutung kommt zu jenem Punkt, wo „Minderleister“ existentiell zu stören beginnen und ein weniger gerechter Kriegshäuptling die Vernichtung organisiert.

Wie auch immer: es wird der Moment kommen, wo wieder aufgebaut werden muss, wo wir wieder nackt, hungrig, durstig und frierend am Strand sitzen. Und dort muss dann effektiv Arbeit organisiert werden, um Leid zu mindern. Und es gilt, einen Satz – am besten mit den Anspruch eines nicht hinterfragbaren „Wortes Gottes“ – in die Welt zu setzen, einen Leitsatz, der Kapitalismus für immer unmöglich macht.

„Liebt euren Nächsten wie euch selbst“ – war schon mal ein mächtiger Leitsatz, die das mächtige, römische Imperium als äußerst bedrohlich empfand.

Vielleicht … hat der Philosoph auch die leise Hoffnung, dass es endlich mal gelingen möge, den blutigen Krieg der Waffen durch den weisen Krieg der Worte zu  ersetzen, der für alle Gewinn bringen würde. Doch schaue ich mir die Gegenwart an, so schwindet alle Hoffnung. Die Menschen sind sogar immer weniger an der Lage, selbst einfachste soziale System wie „Familie“ am Leben zu erhalten, selbst die winzigste Miniorganisation „Beziehung“ wird immer unmöglicher – wie will man da Hoffnung haben können (über die Gefährlichkeit unsere neuen „Nichtbeziehungen“ siehe Zett), komplexere Systeme erfolgreich ans Laufen zu kriegen.

Die Alternativen zum Kapitalismus sind längst da (um mal wieder eine zu nennen: Treeec) – nur fehlen die Menschen, sie ins Leben zu rufen. Nicht umsonst ist Dschungelcamp Deutschlands erfolgreichste Sendung.

Also … bleibt nur noch die Vorbereitung auf blutige Zeiten, die täglich näher kommen – wie jetzt bei dem erfolgreichen Superkonzern VW, der erstmal 30000 Arbeitsplätze abbaut (siehe Handelsblatt) … innerhalb der nächsten vier Jahre, hauptsächlich in Deutschland. Die wollen halt nicht mehr Autos für alle – sondern mehr Palmblätter für die oberen Zehntausend.

 

 

Die Eroberung Europas durch die USA – Wolfgang Bittner bei KenFM

Ein von Wachstum getriebenes Wirtschaftssystem, dessen Kraftstoff ein verzinstes Geldsystem ist, das also permanent expandieren muss, um nicht zu implodieren, muss ab Punkt X entweder seine Bevölkerung enteignen, oder aber Krieg führen.

Die Enteignung läuft bei uns längst. Die Preise steigen, während die Löhne stagnieren oder fallen. Der Abbau sozialer Rechte, verkauft als „Eigenverantwortung“, ist ebenfalls eine schleichende Form der Enteignung, denn was der Staat auch an Altersversorgung nicht mehr leisten kann, oder besser will, fehlt dem Bürger im Alltag im Geldbeutel.

Betroffen von dieser Mechanik ist längst auch die BRD. Wir sind der größte Niedriglohnsektor der Welt. Hartz IV ist das Gegenteil von Sozial, denn es schließt Menschen vom sozialen Leben nahezu aus. Wer Hartz IV bezieht, hat für Kultur kein Geld mehr.

Um die exponentiell steigenden Zinsen im Kapitalismus bedienen zu können – sie sind der eigentliche Kern des Problems – spielt die Regierung, oder besser die Banken hinter der Regierung, am Ende die Spielkarte Krieg.

Ein sich im Krieg befindendes Land investiert vor allem in teure Kriege, um die Beute später dazu zu nutzen, das eigene völlig marode Wirtschaftssystem wieder zu stabilisieren. Ein Land, das sich auf einen Krieg zubewegt, erklärt jeden, der auf das eigentliche Motiv hinweist, zum Staatsfeind. Staatsfeinde heißen heute Verschwörungstheoretiker, Aluhut-Träger oder Putinversteher.

Personen, die diese Vokabeln dann gegen die Warner, zum Beispiel nicht embeddete JournalistInnen nutzen, stehen direkt oder indirekt auf der Lohnliste der Geheimdienste. Sie geben gerne vor, Links zu sein, nur ist ihre zentrale Aufgabe, das, was Links ausmacht, zu zerstören. Die „Neuen Linken“ sind Teil des Neoliberalismus und tun alles dafür, um ein völlig in vergessen geratenes Klassenbewusstsein, wo immer es sich zeigt, im Keim zu ersticken.

Damit sind wir bei der Ukraine-Krise. Schon der Name „Krise“ täuscht. Hier liegt eben so wenig eine Krise vor, wie damals in Afghanistan, dem Irak, Libyen oder aktuell Syrien.

Die Ukraine ist ein riesiger Flächenstaat, der reich an Bodenschätzen ist. Zudem ist sie DIE Kornkammer Europas. Die Ukraine grenzt direkt an Russland.

Da der Westen nicht bereit ist, sein Neoliberales Wirtschaftssystem zu überdenken, da seine Staaten sich von privaten Banken Geld leihen und damit erpressbar sind, tanzen sie nach den Regeln des „Marktes“. Hinter dem Markt verstecken sich Wirtschaftsverbrecher. Sie brauchen Krieg, um ihr Schneeballsystem weiter spielen zu können. Krieg, also die willkürliche Enteignung Dritter, ist dabei Teil des Business.

In repräsentativen Demokratien verkauft man Kriege, einen Putsch oder einen Regime-Change dann gerne unter der Tarnbezeichnung Demokratie-Export, doch geht es in Wahrheit immer nur um Wirtschaftsinteressen.

Wer auf diese Tatsache hinweist, wie der Schriftsteller Wolfgang Bittner in seinem aktuellen Buch „Die Eroberung Europas durch die USA“, wird aufs Heftigste verleumdet und bekämpft.

Nur die Heftigkeit des Gegenwindes sollte stutzig machen. Wenn das, was Bittner schreibt, dummes Zeug wäre, könnte man es lässig ignorieren. Tut man aber nicht.

Sarah Wagenknecht über die aktuelle Politik

Und immer schön die Videos von der Dresdner Sozialwacht anschauen.

4 Träumereien

Träumereien, diesmal nicht von Schubert!

 

4 Träumereien

 

Es gibt ein gutes, aber nicht bindendes Abschlussdokument in Paris für eine Limitierung der Erderwärmung. Dieses Dokument ist, laut Spiegel, nur mit einem diplomatischen Kniff beschlossen worden, damit Obama nicht an der republikanischen Mehrheit scheitert (siehe Spiegel):

Aber eins nach dem anderen: Da waren zunächst einmal die Amerikaner. Sie hatten ein Problem in Artikel 4.4 des geplanten Abkommens. Nur ein einziges Wort. Ein „shall“, so forderten sie, sollte durch ein „should“ ersetzt werden – „sollen“ durch „sollten“. Sechs Buchstaben statt fünf. Das roch nach Haarspalterei. Allerdings ging es um eine Passage des Textes, auf die man vor allem im Kongress in Washington genau schaute – weil sich daraus womöglich eine völkerrechtlich bindende Verpflichtung für CO2-Minderungen hätte ableiten lassen. Die republikanische Parlamentsmehrheit hätte dann mit Sicherheit darauf beharrt, über den Vertrag abzustimmen – und ihn anschließend in der Luft zerrissen. Dieses Risiko konnte die US-Delegation nicht eingehen. Deswegen zeigten sich Außenminister John Kerry und seine Leute hart. Gipfelpräsident Laurent Fabius würde das Problem später in der Sitzung mit einem Kniff aus der ganz hohen Schule der Diplomatie lösen: Das betreffende Wort „shall“ sei an dieser Stelle ganz einfach ein Schreibfehler, erklärte er gewitzt, verursacht von einer übernächtigten Hilfskraft. In früheren Fassungen des Textes habe dort schließlich auch ein „should“ gestanden. So werde man es flugs wieder korrigieren. Problem gelöst – auch weil Staaten wie Indien, China und Brasilien vorher unter der Hand ihre Zustimmung zu diesem Ausweg signalisiert hatten.

Laut Spiegel sind die großen Probleme des Klimas, sowohl Luftverkehr als auch Schiffsverkehr von diesem Dokument ausgenommen. An eine Besteuerung des Treibstoffes für den Flugverkehr ist nicht gedacht (siehe Spiegel).

Doch warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Wenn die Globalisierung der Wirtschaft nun ca. 25% der Erderwärmung ausmacht und sehr viele europäische Firmen diesem Konkurrenzdruck einfach nicht standhalten können, so könnte man doch Öko-Zölle und Menschenrechtszölle einführen, die die heimischen Unternehmen gegen Öko-, Lohn- und Menschenrechtsdumping aus Billigproduktionsländern schützen und dort großartige Anreize für Ökologie und Menschenrechte setzen könnten (siehe orf.at). Ein einfaches zusätzliches Beispiel: Ich fahre fast alle Dienstwege mit dem Elektrofahrrad. Für mich sehr erfreulich, da ich zur Sonne komme, die nicht nur Vitamin D sondern auch viele anderen Hormone bilden hilft, die unser Körper dringend braucht. Weiters bringt die Bewegung sehr viel Freude und letztlich kostet alles wesentlich weniger. Man würde weniger Platz für Riesenparkplätze brauchen und in den großen Städten wäre mehr Platz für Grünraum und für Kinder und andere MENSCHEN! Arbeitszeiten, bei uns von 7h bis 16h und danach einen weiten Weg mit dem Auto zu bewältigen, bedeuten im Winter: keine Sonne und gute Umsätze für die Pharmaindustrie, z.B. Grippe-Präparate und Antidepressiva , da die wichtigsten Hormone zur Infektabwehr fehlen und auch andere, ganz wesentliche Funktionen des Körpers wie etwa das Glückshormon nur durch Sonnenbestrahlung gebildet werden können.

Doch gerade diese Kultur des Fahrrades wurde durch die Globalisierung in Indien und China eigentlich zerstört. Die Rikschas in Indien wurden immer mehr von der Straße verbannt und
in Peking gibt es Smog und Autostau (Mehr Geld-mehr Autos). Doch auch die Entsorgung der so einfachen Fahrradakkus bei uns bringt schon erhebliche Probleme, da man die Akkus nicht recyclen kann. Eine normale Mülldeponie hat wegen der hohen Brennbarkeit, wo man den Akku mit der „Seltenen Erde“ Lithium „verbrennen“ muss, erhebliche Probleme – und wieder entstehen Treibhausgase. Das heißt, die Umstellung auf Elektroautos, bei nach wie vor Privatisierungsplänen der Bahn wird gar nicht so einfach sein. In den USA sind mittlerweile wohl über 30% des Schienennetzes abgebaut worden.

Was viele sehr erfreuliche Ansätze z.B. im Verkehrssystem betrifft, so sind die Staaten Europas, wo der Nationalsozialismus entweder auf großen Widerstand stieß wie in Skandinavien, oder wo er im Wesentlichen gar nicht hinkam wie in der Schweiz, Vorreiter in der Ökologie. Die Radwegesysteme der eiskalten Länder Skandinaviens, wo Dänemark 50 % Radfahranteil in Kopenhagen plant, oder das öffentliche Verkehrssystem der Schweiz sind Vorzeigeobjekte (siehe Badische Zeitung).

Kann es aber sein, dass man die Globalisierung und das damit verbundene neoliberale System, in Paris festschreiben möchte? Es gibt zwar ein paar brüderliche Aspekte, doch ohne Besteuerung der Transporte (Schiff und Flugverkehr) und Entglobalisierung sind wesentliche Fragen ausgeklammert. Ein sehr guter Denkansatz wäre eine Reparaturindustrie an Stelle einer „Sollbruch-Wegwerfindustrie“, da die Produkte ja auch immer entsorgt(verbrannt) werden müssen. Wenn bei Produkten wie z.B. Staubsauger, Kühlschränken oder Kühltruhen, diese so wie bei Miele sehr lange Zeit immer wieder, durch kleine Firmen repariert werden können, so fällt für die Menschen viel Arbeit, aber wenige Treibhausgase an. Unsere Firmen können durch immer mehr  Freihandelsabkommen immer weniger dem Billigproduktions-Druck standhalten und lagern in für sie günstigere Gebiete aus, von wo die Waren dann wieder zu uns kommen, so lange wir uns das leisten können. Meist geschehen solche Firmenauslagerungen ja auch durch sehr egoistische finanzielle Strategien, doch auch ein menschlicher Firmenchef hat Probleme, ohne Schutzzölle einer Ökodumping und Sozialdumping-Welt in Fernost standzuhalten.

Zusätzlich kann man so zusehen, wie Konflikte, ja Revolutionen und Krisen aufgebaut werden und immer steht am Ende ein neoliberales System (siehe Naomi Klein: Kapitalismus versus Klima). Also wenn sozusagen der in Otpor in Serbien aufgebaute nordafrikanische Rebell wenigstens die Info bekommen würde: Ja, du darfst durch uns zwar Revolutionen starten, du darfst auch  dein Leben verlieren, doch auch wenn du es behältst, so steht am Ende jedenfalls immer ein neoliberales System.

Die Ideen der wichtigsten Dissidenten in der früheren DDR z.B. waren nämlich eine Mischung aus Kapitalismus und Kommunismus, also ein wesentlich menschlicheres System, als wir es jetzt haben. Wenn in Südeuropa durch die Wirtschaftskrisen, z.B. Öko-Impulse wie etwa ein attraktives Radwegesystem für E-Bikes in Athen, Rom oder Madrid entstanden wären (die durchaus verbesserten Radwege nehmen sich gegenüber mitteleuropäischen Radwegesystem in Großstädten durchaus dürftig aus, es gibt eher Tourismusradwege), um der Bevölkerung und den Regierungen zu zeigen, wie einfach es wäre, finanzielle Knappheit und Ökologie zu verbinden? Warum in Südeuropa eher ein E-Bike System? Weil die Hitze in den Städten das Radfahren erschwert. Wobei am E-Bike trotz Kopfbedeckung die Hitzeentwicklung eigentlich durch den Fahrtwind durchaus erträglich wäre. Warum schreibe ich nicht einfach Radwegesystem? – Weil E-Bikes rascher fahren könnten als 25 km/h und damit die Hitzeentwicklung durch den stärkeren Fahrtwind für den Radfahrer weniger wird. In Skandinavien wird bei großer Kälte gefahren, im Süden weniger?
Für rascheres Fahren wären aber gerade Wege wesentlich und keine Radwege, die oft sehr gewinkelt geführt werden. Und gerade durch die Bewegung entsteht aber oft ein Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit. Das Radfahren macht uns Menschen aktiv auch gegen äußere deprimierende Einflüsse.

Erlauben Sie mir einen kleinen Tagtraum:
Gerade im Süden Europas wäre die Energiegewinnung z.B. durch Solarenergie sehr effizient. Auch sind die Flächenverhältnisse oft so, dass sich die Bevölkerung meist einen Hausgarten leisten kann. Die traditionelle Bauweise mit Steinhäusern braucht im Sommer keine Klimatisierung. Also eine kleine Familie könnte einen Twizzy (Mopedähnliches Elektroauto) oder einem anderen kleinen Solarauto und Einspeisung der Energie durch Solarkollektoren am Dach des Hauses autark betreiben. Zusätzlich ist die Familie mit E-Bikes ausgestattet. Die Menschen könnten mit einer mediterranen, das heißt fleischarmen, damit treibhausfreundlichen Ernährung aus dem eigenen Hausgarten wesentlich weniger Gesundheitsprobleme haben als mit der traditionellen mitteleuropäischen Kost. Allerdings war auch die Kost unserer Vorfahren wesentlich fleischärmer. Z.B. die vergessenen Forschungen von Prof. Lothar Wendt über die Eiweißspeichererkrankungen wären da sehr wertvoll: Man kann fast alle Volks-Krankheiten durch eine Kost mit viel Obst und Gemüse, etwas Fisch und wenig Fleisch verbessern.

So könnte man durch gute Ernährung und viel Bewegung einige Spitzen der brutalen Finanzschäden wieder wettmachen. Wie gesagt gibt es bei den krisengeschüttelten südeuropäischen Staaten viele, die keine staatliche Versicherung mehr haben, obwohl der Zugang zu einer Krankenversorgung ein Menschenrecht ist, genauso wie freie Medien das wären (die Regierung Samaras in Griechenland hatte den öffentlich rechtlichen Fernsehsender eingestellt). Das heißt, die EU hat die Rechte der Finanzindustrie höher angesetzt als die Menschenrechte.

Am schönsten wäre es, wenn eine menschenfreundliche EU die Produkte, z.B. Olivenöl  oder Biosüdfrüchte, diverse Nüsse, eventuell Datteln aber sicher Feigen, gegen Billigkonkurrenz aus der Ferne schützen würde und damit dem kleinen Bauern eine Überlebensmöglichkeit für sich und seine Familie ermöglichen würde. Kaum jemand hat diesbezüglich z.B. das  Freinhandelsabkommen mit der Ukraine beleuchtet, wo es derzeit auch keine Kleinbauern gibt, da das Land dem Staat gehört.

Ja, Mutti Merkel ist jetzt Frau des Jahres 2015 von New York Times, eine Rolle, die sie sie mit Willi Brand, Konrad Adenauer und Adolf Hitler teilt. Die oben kritisierten Werte des Kapitalismus, eben des wirtschaftsliberalen Systems waren auch die Schablonen der Reformen der Wirtschaftskrisen in Südeuropa. Das heißt für Italien, dass jetzt nur noch jeder zweite eine  Krankenversicherung hat, dass selbst die Rentner 50% Steuer zahlen müssen, doch Fiat genießt in Luxenburg ca. 1 % Steuer, was zu einer Klage der EU Kommission geführt hat, gegen die Luxenburg jetzt Einspruch erhebt. Wenn eine Krise wenigstens zu einer ökonomischen Klarheit
führen würde?

Bis jetzt hätte man meinen können, die EU wäre so etwas wie der Oligarchen-Schutzverband Europas, wo z.B. bei der Sanierung der griechischen Finanzen die Oligarchen unter Naturschutz standen und keinen Cent beigetragen haben. Ähnlich in der Ukraine wo in der EU weiter die Steuern der Oligarchen gewaschen werden und der Staat sehr nahe am Bankrott steht. Man konnte diese Infos zwar sehr lange auch in den ukrainischen Medien lesen, doch haben die Oligarchen jetzt fast alle Medien gekauft und die Journalisten müssen teilweise auch außerhalb der Ukraine diese Informationen auf freien Medien veröffentlichen. Wenn man die Pläne der großen Wirtschaft: Billigproduktion im Osten und den auch hier schon veröffentlichten Plan der Übernahme der ukrainischen Erde durch westliche Konzerne ansieht, so sind diese Pläne sehr ähnlich den Gedanken, die Adolf Hitler bezüglich dem Osten hatte.

Eine Sanierung der griechischen Finanzen über unvorstellbar große Bodenschätze war nicht gewünscht. Die verlängerten Arme der Finanzindustrie wie z.B. Merkel, Schäuble, IWF und Weltbank (siehe Ken-FM Diskussionsrunde) blockierten ein menschliches System zur Schuldensanierung. Um die Rolle Merkels und Schäubles teilweise zu verstehen, so muss man wissen, dass Deutschland nur einen Waffenstillstandsvertrag hat, die Medien  weitgehend angelsächsischen Konzernen gehören (siehe Ken-FM Diskussionsrunde), der Geheimdienst mit dem Geheimdienst unseres großen Bruders verwoben und die Politik alles andere wie frei ist. Das heißt nicht nur Lobby- abhängig sondern eben angelsächsisch –hörig-abhängig.

Man könnte also sagen, sowohl die Politik an der Spitze, Jean Claude Juncker, unter dessen Amtszeit als Finanzminister die größten Unternehmen auch der USA ca. 1% Steuersatz bekommen hatten ,als auch die Bundesregierung hat brav der Finanzindustrie gefolgt. Nebenbei fehlt das Geld dem US-amerikanischen Staat, der dann sein Budget über Rüstungsexporte saniert (ca. 60% des gesamten US-amerikanischen Exportes / siehe ebenfalls die oben genannte Ken-FM Diskussionsrunde).

Somit treibt die EU durch Steueroasen die Kriegsinteressen der USA hurtig voran. An die effektive Sanierung von Brücken, Strassen, Wasserleitungen und Kanalsystemen ist trotz verbessertem Budget nicht zu denken. Warum die USA so wenig tut um die Steueroasen in Europa zu verhindern? Vielleicht wäre das jetzt eine gute Möglichkeit, um der Bevölkerung den guten Willen der US Demokraten zu zeigen Vielleicht glauben dann tatsächlich noch viele Amerikaner, dass sie den Präsidenten der USA bestimmen und nicht 159 Familien, wie vor kurzem in „le monde“ zu lesen war (siehe LeMonde). Allerdings werden in den USA auch viele Straßenbahnen gebaut.

Erlauben Sie mir ein paar Vergleiche: Die wirtschaftlich Übergewichtigen, vielleicht auch als Sumi zu bezeichnen, erwirken die Gesetze so, dass sie noch schwerer werden und andere  verhungern. Also so ab 150kg ist man dabei, aber man möchte noch auf 200kg kommen. Bewegen kann man sich ohnehin nicht mehr viel, Sicherheit für Leib und Leben erfordert große Aufwendungen, aber man möchte doch immer schwerer werden? Jede Krise, Sanktionen, Flüchtlinge, alles wird auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen.

Vielleicht noch einmal zurück zum Ausdruck „Schutzverband der Oligarchen“ für die EU:
Man kann sich verbinden. Man kann sich auch einen Verband anlegen lassen, wenn man verletzt worden ist. Man kann sich auch die Augen verbinden?

Wenn zu viel Reichtum den Neid und Hass der Verhungernden auslösen, so wäre es gut, sich nicht die Augen zu verbinden. Sonst wird man sich die brachialen Wunden, die eine immer mehr zornige Bevölkerung den Sumis zufügt, verbinden lassen müssen.

Die Politik, die sich weitgehend nach den Bedürfnissen der Wirtschaft richtet, vergisst, dass das beste Geschäft der Krieg ist, wodurch erklärt wäre, warum derzeit so viele Kriegsschauplätze da sind, wobei man keinen dieser Kriege ernsthaft führen kann, da bei der vorhandenen Rüstung die Menschheit keinen Atomkrieg überleben könnte. Trotzdem wird daran gebastelt.

Die Gewässer und Flüsse der großen Städte Europas und der USA sind weiß vor Schnee. Das heißt, man kann viel Kokain darin nachweisen, was die Gewissenlosigkeit erklären könnte, mit der viele Pläne gemacht werden.

Das erklärte auch, warum derzeit so viele konservative „christlich orientierte“ Politiker die EU regieren: Denn wenn wirklich etwas daneben geht, so kommen die natürlich in den Himmel. Als ein Arzt einer berühmte Jüdin nach dem erfolgreichen Maidan mailte, meinte er, wir beide, wir kommen natürlich in den Himmel, wenn da ein Atomkrieg entsteht, aber was machen wir mit den vielen Ungläubigen?

Und bei so vielen guten Nachrichten, da kann man sich gut ins Träumen zurückziehen. Es war wohl ein Traum, wo ich zwei hell strahlende Gestalten erlebt habe: Wer es war? War es Martin Buber, war es Mahatma Ghandi, war es der 30 Tage Papst,war es ein von Phillip dem Schönen hingerichteter Templer (Freimaurer ), war es Buddha, war es Mohammed oder Luther? Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, wer die zweite Gestalt war, vielleicht ein Engel. Es war ein klarer, heller, schöner, gelb-roter Schein und ich hörte sie miteinander sprechen.

Die eine gelbe Gestalt sprach: “Jetzt haben wir den Menschen Freiheit gegeben, und  schau was die mit dieser Freiheit machen!“

Die rote Gestalt antwortete: “Das eine ist, was die Menschen selber mit dieser Freiheit machen, das andere aber ist, was ihre Führer für merkwürdige Pläne haben.“

Der Gelbe: “Erzähle!“

Der Rote: „Zum Beispiel haben die den Plan, den Westen gegen die Chinesen einen dritten Weltkrieg machen zu lassen. Zunächst verlagern sie die gesamte Produktion in die  Sklavenproduktionsländer, und wenn die nicht mehr folgen wollen, dann gibt es Krieg! Es gibt drei Krisen, die alle einen Atomkrieg zur Folge haben könnten, den Inselstreit im Pazifik mit einer klaren Drohung eines chinesischen Admirals: Wenn die US Amerikaner dort wieder mit ihren Kriegsschiffen aufkreuzten, so gäbe es Krieg. Die US Administration hat angekündigt, dort in etwa alle drei Monate Kriegsschiffe zu hinzuschicken. In Syrien gibt es schon Krieg und auch in der Ostukraine. Sie hatten nicht nur den teilweise erfolgreichen Plan, die Herrscher von Marokko bis Moskau abzulösen.

Auch in Riad sollte das Herrscherhaus abgelöst werden und die Türkei sollte geteilt werden. Umso wenig verständlich ist, dass die Türkei den einzigen ernsthaften Verbündeten in diesen Fragen, nämlich Moskau, so vor den Kopf stößt. Wenn die Türkei nur annähernd daran denken würde, was für Waffen sowohl Amerika und Russland und auch China haben, so wundert einen vieles nicht. Zum Beispiel, dass knapp nach einer missglückten Einigung des Irans mit der UNO plötzlich ein gewaltiges Erdbeben neben dem AKW im Iran stattfand.

Die Westflanke der Türkei ist sehr Erdbeben-anfällig und es könnte dann auch leicht ein Erdbeben entstehen, wenn man einen großen Bruder im Osten reizt. Vielleicht fällt dann dem Papst  sogar seine Kaffee-Tasse aus der Hand und er freut sich, dass es wieder nicht zum 3. Weltkrieg gekommen ist? Ja, wenn die Elite-Gruppen wenigstens ihre Ankündigung, nach den Revolutionen Freiheit entstehen zu lassen, wahr machen würden. Vielleicht verwechseln sie die Freiheit mit der Freiheit der Wirtschaft und machen nur wirtschaftsliberale Systeme bei manchmal nur wenig der Schrift kundigen Menschen (Ägypten ).“

Der Gelbe: “Und wie könnte man die Menschen tatsächlich zur Freiheit führen?“

Der Rote: „ Im Prinzip wären die Gesetze der westlichen Demokratien gar nicht so schlecht, wenn man die Bürgerrechte nicht zunehmend außer Kraft setzen würde. Fast das Wichtigste wäre: Ein Schulsystem das nicht auf Subjekt-Objekt Beziehung, sondern auf Subjekt-Subjekt Dialog System (Prof. Hütter ) aufgebaut ist, könnte eine Erziehung zur Freiheit bedeuten. Also, wenn es dem guten Lehrer möglich gemacht wird, durch Freude am Stoff und durch eine gute menschliche Beziehung zum Kind nicht gute Befehlsempfänger des jeweiligen Systems zu erzeugen, sondern phantasievolle Menschen, die durch Kunst und Sport auch noch genug Ressourcen haben, Schwierigkeiten gut zu bewältigen. Solche Menschen wären auch in Krisen rasch in der Lage,
Änderungen rasch durchzuführen.

Ein ganz ähnliches System ist das jüdische Erziehungssystem, das die mütterliche Wärme und die liebevolle väterliche Strenge dann auch im Erziehungssystem weitergeführt hatte. Nicht umsonst gibt es in Israel sehr viele Alternativschulen.

Und wenn die Menschen dann freier denken können, so sind direkte Demokratie, wo wie in der Verfassung alle Macht vom Volk ausgeht, durchaus möglich. Vertrauensbildende Strukturen von der Basis an, parteiunabhängig mit immer mehr Transparenz und damit letztlich Vertrauen. Gewisse Ansätze findet man in der Schweiz, wobei aber auch mehrere Religionen und Sprachen seit Jahrhunderten zeigen,was möglich ist.“

Der Gelbe: “Und warum tun das die Menschen so wenig?“

Der Rote: “Sie werden das schon tun, gib ihnen Zeit …!“

– Und dann erwachte ich.

Bezüglich dem Krieg gegen China, wäre da nicht gerade die Idee, mit den Öko-und Menschenrechtszöllen, der bei weitem bessere Weg? Aber manchmal kann man auch vom Tierreich lernen: Wir haben zwei Katzen, einen schwarzen europäischen Hauskater und eine Siamkatze ohne Papiere, die wir deshalb angeschafft haben, damit der schwarze Kater nicht so alleine sein sollte. Doch anfangs hat der schwarze Kater den Eindringling aus Fernost so wütend empfangen, dass wir beide durch die Glaswand in unserem Wohnzimmer getrennt haben. Wo sie sich auch wütend bekämpft haben. Ein Katzenexperte riet uns dann, ohne weiteres beide Tiere zusammen zu lassen. Nach einem heftigen Kampf ohne Verletzungen hatte die Siamkatze verstanden, dass sie die Schwächere war und die beiden lieben sich sehr. Wenn der schwarze Kater zu lange weg ist, so jammert die Siamkatze kläglich und sie lecken und schlecken sich gegenseitig.

Warum aber die Konservativen nur so gerne in den Himmel wollen?

Da gibt es doch die Geschichte vom Papst der in den Himmel kam. In der Früh bekam er ein trockenes Brot, zu Mittag eine Wassersuppe und dann abends Zwieback. Am nächsten Tag wieder Wassersuppe, trockene Bohnen und Zwieback. Dann sah er hinab in die Hölle, wo die Menschen in Saus und Braus lebten.

Schließlich fragte er Petrus: „Jetzt haben wir unser ganzes Leben so gut gelebt und dann im Himmel gibt es nur noch schlechtes Essen?“

Petrus antwortete: „Meinst Du, rentiert es sich. für uns zwei zu kochen?“

Aber vielleicht wollen die Konservativen im Himmel tatsächlich abnehmen?

Wir danken dem Autor, der gerne anonym bleiben mag.

Das Schicksal eines Bombenbauers als Vorbild für den Lebenslauf des Normalen Kleinbürgers

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Als Jugendlicher bin ich in der Nähe einer renommierten Waffenfabrik aufgewachsen. In deren Werkhallen wurden DIN-ISO-zertifizierte Jenseitstickets allererster Güte hergestellt: Bomben, Granaten, Raketen und Kanonengeschütze, je nach Kundenwunsch in glänzend lackierten Hülsen oder auch in klassischer, sandgestrahlter Edelstahloptik.

Dass die Produkte, die bei uns vom Förderband liefen, um heimische Abbeizbläzze zu sichern, anderen Menschen Tod und Verderben brachten, interessierte uns damals nicht, ganz einfach deshalb, weil diese anderen Menschen, die die Zielkunden unserer glänzenden Industrieprodukte waren, sich eben auch auf der anderen Seite unseres Globus befanden.

„Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut“, war ein geflügelter Werbeslogan der regionalen Wirtschaftslobby und der Parteien, die sich christlich und demokratisch nannten. Und in der Tat, die Granaten waren ein Bombengeschäft. Die Bombenfabrik sorgte im weitesten Landkreis für Wohlschand. – Wobei da jetzt nicht nur diejenigen Angestellten in moralisch schlechtem Licht dastehen sollen, die reale Bomben mit Sprengstoff und tödlichem Zünder bauten. Viele andere Menschen arbeiteten derweil in scheinbar ganz biederen Berufen, in Banken und Wirtschaftskratzleien, in denen sie mit ihren Spekulationen und technischen Innovationen aber oft noch sehr viel umfassenderen menschlichen und ökologischen Kollateralschaden anrichteten als ein gemeiner Arbeiter am Bombenförderband – wenn auch nur mit einem Mausklick im weißen Hemd und nicht im Blaumann und mit ölverschmierten Händen wie der Arbeiter am Bombenförderband. Der Großindustrielle Warren Buffet zum Beispiel ist sich dessen voll bewusst, er nennt die in seinen eigenen Wirtschaftskratzleien mitgeschaffenen Finanzprodukte „Massenvernichtungswaffen“.

Aber während der Arbeiter am Bombenförderband im Blaumann sich zumindest ab und zu schief anschauen lassen musste, wenn dem ein oder anderen Mitbürger während einer alkohol- und fernsehfreien Phase kurz dämmerte, dass die wohlschandsfördernden Bomben wohl nicht nur im Museum landen werden, so genossen die nadelgestreiften Saubermänner aus den Banken und Wirtschaftskratzleien doch immer höchstes Prestige.

Und der Wohlschand wuchs wirklich rasant an. Die Zeiten, wo man sich abends vor dem Hauptfamilienaltar im Wohnzimmer darüber streiten musste, ob „Derrick“ oder „Wetten Dass“ geschaut wurde, waren schnell vorbei. Bald schon waren der Zweitfernseher in der Küche, der Drittfernseher im Kinderzimmer und der Viertfernseher im Gästezimmer etwas ganz Normales. In Wohlschandszeiten muss schließlich jeder sein individuelles Programm haben.

Auch die Motorisierung ließ nicht zu wünschen übrig. Ganz normale Werkhallenmänner konnten sich plötzlich einen dicken Audi oder einen BMW leisten. Der Zweitwagen in der Familie – vormals noch obszöner Luxus – wurde schnell etwas Normales. Zwar fuhren die Hausfrauen damals noch nicht mit Panzern (SUVs) durch die Gegend wie es heute etwas Normales ist, sondern in der Regel mit einem Opel Corsa oder einem Nissan Micra Mouse, aber egal, wer zwei Wägen vorm Gartenzaun stehen hatte und am Wochenende Spanferkelgrill veranstalten konnte, von dem wusste man, dass er „es geschafft“ hatte.

Auch der Urlaubsradius wurde immer weiter ausgedehnt. War früher der Hausmeisterstrand im italienischen Bibione und Caorle Grund genug, um bei der Heimkehr einen Foto- oder Lichtbild-Diaabend zu veranstalten, bei dem man seine Nachbarn und Verwandten damit beglückte, ihnen zu zeigen, was man in seinem Urlaub alles gesehen und gegessen hatte, so waren bald Fernstreisen angesagt. Ägypten im Winter, Safari in Senegal, zwischendurch mal schnell nach Griechenland, Thailand oder in die Karibik, war alles bald Normal – selbst jemand, der gar nichts Anständiges gelernt hatte und in der benachbarten Waffenfabrik nur Bomben lackierte, konnte es sich leisten und Wohlschandstourismus betreiben. Wohlschandstourismus, der zwar in den von den Wohlschandsbürgern bereisten Ländern innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer unglaublichen Zerstörung von Ökologie und traditioneller Kultur geführt hat, aber wen störte das schon, wenn man selbst mit gebräunter Haut und mit Meeresfrüchten gut gemästetem Bauch wieder vom Urlaub heimkommen und sich wieder an seinem Arbeitsplatz ins Neonlicht der Werkhalle stellen konnte, auf dem Bomben, Granaten und Elektronikzubehör vom Förderband liefen.

Da diese in die Safari-Länder exportierten Waren ja wieder die dortige Konjunktur belebten, profitierten auch die Entwicklungsländer von unserer Wirtschaftskraft. Eine Hand wäscht die andere, und alle zusammen wuschen wir die „invisible hand of the market“, die mit ihrer sklerotischen Krallenhand den Segen in Form von Technik, Kommerz und Wohlschand über uns ausgoss.

Bei so viel Segen, der über uns hereinprasselte, haben wir es uns in den 80ern auch innerhalb kürzester Zeit abgewöhnt, in die Kirche zu gehen. War die Kirchhalle zu meiner Zeit als Ministrant an Sonntagen noch immer pumpvoll, so drückten bald nur noch ein paar alte Mütterchen die Kirchenbank. Wozu auch einen Gott anbeten, wo man doch mit dem in der Bombenfabrik erwirtschafteten Sold nach Thailand fahren konnte und dort selbst wie ein Gott angebetet wurde, sobald man den Geldbeutel zückte? Warum vor einen Altar pilgern, wo man doch allabendlich vorm Fernseher mit dem Dosenbier in der Hand die persönliche Erleuchtung erhielt?

Zurück aber zur Waffenfabrik. Als Student war es einer meiner ersten Ferialjobs, dort Bomben zu schlichten. Obwohl ich mich heute abgrundtief dafür schäme, diese Arbeit nicht verweigert zu haben, kann ich es leider nicht mehr rückgängig machen. Kennedys Büchlein „Zivilcourage“ bekam ich erst zwei Jahre später erstmals in die Hände. Es folgten weitere Bücher, nach denen es mir wie Schuppen von den Augen fiel und der Reihe nach Lichter um Lichter aufgingen. Komisch, dachte ich – es gibt Literatur von unglaublicher Geistesgröße und da kommt man erst als Zwanzigjähriger drauf? Während man, obwohl man eine angeblich erstklassige Gymnasialausbildung besucht und bereits die ersten Studiensemester auf einer Universität von Weltrang besucht hat, bisher nur mit technokratischem Schmonsens und eitlem „wissenschaftlichen“ Nihilismus abgefüllt wurde? Dass man in seiner gesamten Adoleszenz kein einziges Wort von Platons Höhlengleichnis und auch nicht von Senecas „de brevitate vitae“ gehört hatte, sondern man im Literatur- und Lateinunterricht nur sämtliche Kapitel von Cäsars „de bello Gallico“ durchkaute? Sollte das ein Einzelschicksal sein, eine unglückliche Verkettung an Begegnungen mit besonders unfähigen Professoren und verkorksten Lehrplänen? Es konnte doch nicht etwa eine ganze Generation sein, die dermaßen grausam betrogen wird, indem man ihr in raffiniertester Weise die gesamten Schätze europäischer Geisteskultur vorenthält wie den Bienen ihren eigenen Honig und ihnen stattdessen eine schale Industriezuckerlösung füttert, von der sie dann sukzessive degenerieren und schließlich anfällig werden für Varoa-Milbe & Co. Oder steckte da System dahinter und erfolgte etwa eine gezielte Züchtung von Axolotl-Bürgern? Nein, das konnte einfach nicht sein, wir hatten doch die Aufklärung hinter uns und befanden uns am Zenit wissenschaftlicher Intelligenz. Fragen über Fragen quälten mich also nächtens. Und Gewissensbisse.

Auch wenn es mich immer noch schaudert, dass die Bombenhülsen, die ich damals angegriffen habe, auf der anderen Seite unseres Globus womöglich Häuser, Familien und Menschenleiber entzweigerissen haben. Aber das Wort ziviler Ungehorsam hat damals in meinem Kopf leider noch nicht existiert, wir waren in der Geistesart Cäsars „de bello Gallico“ dressiert. Jeder von uns grünschnäbeligen Schulabsolventen, die wir intellektuell scharf gemacht waren wie überspitzte Graphitbleistifte, hatte also sein persönliches kleines Gallien im Visier, das er erobern, unterwerfen und sich seine Bodenschätze und Humanressourcen nutzbar machen wollte. Es galt, so wie das auch heute in unserer postmodernen Zeit wieder die Doktrin des Neoliberalismus ist, der Wirtschaft und dem technischen „Fortschritt“ zu dienen und um jeden Preis etwas zu leisten, auch wenn diese Leistung pure Destruktion und ein Verrat an allen menschlichen Grundwerten, sogar an den offiziell festgeschriebenen Verfassungsgrundsätzen war. Es war also eine Ehre, in der renommierten Waffenfabrik Bomben schlichten zu dürfen. Die Tätigkeit bzw. der Name der Firma machte sich auch gut in meinem Lebenslauf und öffnete bei meinen späteren Bewerbungen so manche Tür zur „Karriere“. Wenn die Personaler meinen Lebenslauf studierten und auf meine Bombenqualifikation zu sprechen kamen, erntete ich stets wohlwollendes, anerkennendes Nicken, dass ich als ausgebildeter Maschinenbauingenieur auch über handfeste Praxiserfahrung verfügte.

Jedenfalls durfte ich in besagter Waffenfabrik auch über ein bemerkenswertes Schicksal erfahren, das damals einige Dominosteine meines Cäsarisch-kleinbürgerlichen Weltbildes ins Umfallen gebracht hat.

In der Waffenfabrik gab es nämlich einen altgedienten Arbeiter, der kurz vorm Ziel seiner Sehnsüchte stand: der Rente. – Endlich das Leben leben, das man wirklich leben will, ohne Chef und ohne Hundeleine. Urlaub machen ohne Grauen vor dem erneuten Arbeitsantritt am Montag. Mit einem Wort: Jetzt war die Karotte, die einem ständig vor die Nase gehalten wurde, damit man als Esel in der neoliberalen Tretmühle weitertrottet, endlich in Bissweite, jetzt sollte dann wirklich der verdiente Feierabend beginnen.

Der Betriebsrat hatte den altgedienten Arbeiter sogar für den Rest der allerletzten Arbeitswoche freigestellt, aber Herr Meier (Name aus Datenschutzgründen verändert) nahm das Angebot nicht an – er wollte wie gewohnt, gehorsam seinen Dienst ableisten, damit er nicht womöglich von seinem Chef eine schlechte Nachrede hat. Wer weiß, womöglich würde er später einmal ein Wort für seinen Sohn einlegen müssen, wenn dieser mit seinem Studium fertig war und eine Festanstellung suchte. Die Fabrikchefs würden dann sagen: „Ah, das ist der Sohn vom Meier, der hat bestimmt tüchtige Gene im Blut, den nehmen wir.“

Meier hat also seinen Dienst am Bombenförderband bis zum bitteren Ende abgeleistet. Im wahrsten Sinne des Wortes. Sie ahnen wohl bereits, was dann passiert ist.

Ja, die Ironie des Schicksals wollte es tatsächlich so, dass Meier am allerletzten Tag seiner Arbeit, ca. 2 Stunden vor Antritt seiner Freiheit, eine seiner Bomben hochging und ihn in die ewigen Jagdgründe beförderte.

Meier hat einen ehrenvollen Nachruf in Schwarz-Weiß in der Lokalzeitung bekommen. Nicht nur die Kollegen haben ihn gewürdigt, der Stadtbürgermeister hätte ihn gerne posthum zum Ehrenbürger ernannt.

Hat er doch eiserne Disziplin und ideales Timing bewiesen: In den besten Jahren seines Lebens hat er nicht nur regelmäßig beim Roten Kreuz Blut gespendet, sondern auch all seine Kraft der Waffenfabrik und somit der Schaffung von gesellschaftlichem Wohlschand.

Unmittelbar nach dem Ende seiner ökonomischen Verwertbarkeit hat er absalutiert, er ist dem Staat somit nicht mehr finanziell zur Last gefallen. Das Budget für nicht konsumierte Rentenzahlungen, Krankheits- und Pflegekosten konnte der Staat daher gewinnbringend in die Ausbildung junger Fachkräfte und Ingenieure stecken, die uns heute am laufenden Band mit neuen technischen Innovationen beglücken und Wohlschand sichern wie Meier senior.

Von der Arbeit direkt in die Sargkiste. Frei nach Friedrich Nietzsche:

Arbeite!

Iss!

Stirb.

Den Zustand des menschlichen Geistes, in den wir momentan getrieben wurden, nennt Friedrich Nietzsche das „Kamelstadium“. Nietzsche stellte allerdings auch ein Löwenstadium in Aussicht – das Bild des mündigen, selbstbestimmten und dennoch empathischen Menschen, der nicht mehr lebt um zu arbeiten, sondern arbeitet um zu leben und dessen primäres Bestreben es ist, im Leben Sinn zu finden bzw. selbst Sinn zu schaffen (die Welt durch das eigene Zutun und Leben ein kleines Stückchen besser, wahrer und schöner zu machen). Findet er auf diesen Weg des „Löwen“, dann wären auch all die derzeit ausufernden Epidemien an Burnout und Depressionen in Schach gehalten – die lt. WHO Prognose innerhalb der nächsten 15 Jahre in den westlichen Industrienationen zur Volkskrankheit Nr. 1 avancieren werden (siehe Ärztezeitung). Dass es in der Nomenklatur Nietzsches nach dem „Löwenstadium“ auch noch ein metamorphosiertes „Kindstadium“ gibt, sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt, würde aber hier in unserer Meier-Elegie den Rahmen sprengen.

Wie dem auch sei. Dank dem Existenzkampf, der nun durch die Millionenschaft an herandrängenden neuen Migranten auf uns zukommt, ist dieses Kamelstadium jedenfalls für die nächsten Jahrzehnte gesichert. Die Migranten – in deren Heimat nicht zuletzt aufgrund unserer Bomben mittlerweile fast alles kaputt ist – werden Tag und Nacht alles geben, um ebenfalls Wohlschand zu schaffen wie wir in der Nachkriegszeit. Sie werden sich meist bedenkenlos ausquetschen lassen, ihre Gesundheit schinden, auf Gewerkschaften, Umwelt- und Arbeitnehmerschutz willig verzichten. Schließlich wollen sie sich um jeden Preis möglichst schnell ebenfalls die ersehnte Wohnung mit Waschmaschine und Flachbildschirm erringen und wenn das errungen ist, eben die Zweitwägen, den SUV etc.

Nicht umsonst jubeln die Industrieverbände über den neuen Zustrom an Humanressourcen. Schließlich waren wir mitteleuropäischen Eingeborenen nach einer Zeitspanne von über 50 Jahren nach dem Wiederaufbau nun endlich soweit, dass wir es nicht mehr notwendig hätten, zu leben um zu arbeiten, sondern bloß zu arbeiten um zu leben und uns aber primär um ein sinnvolles und glückliches Dasein, also um das wirklich „gute Leben“ zu bemühen. In einer jüngsten sozialempirischen Umfrage äußerte bereits ein unerwartet großer Anteil der Arbeitnehmer den Wunsch, lieber weniger zu arbeiten und dafür sogar auf Lohn verzichten zu wollen – was für eine Häresie wider unsere Staatsreligion, den Mammonismus! Für einen großen Teil der gebildeten jungen Leute stellt es lt. Umfrage weiters ein sehr wichtiges Kriterium dar, ob ihre Arbeit sinnvoll und nachhaltig sei und sie recherchierten vor einer Bewerbung, ob ihr potentieller zukünftiger Arbeitgeber auch eine humane Unternehmenskultur und ökologische Verantwortung auf seine Fahnen schreibt oder ob er nur ein Profitbordell betreibt. Immer mehr Absolventen lehnen daher das (praktische oder virtuelle) Bombenbauen ab.

Auch bekam man im Vieraugengespräch mit Personalchefs schaurige Geschichten zu hören, bei denen einem gestandenen Industriellen Angst und Bang über die Zukunft werden konnte. Z.B. dass bei Bewerbungsgesprächen nach einer Stellenausschreibung nicht mehr wie üblich mindestens 70 Personen in gebückter Haltung vorsprechen kommen, um einen miesen unterbezahlten Job zu ergattern, sondern oft nur noch eine Handvoll, und die wären meist schlecht motiviert. – Was für eine Beleidigung für das Selbstverständnis von renommierten Bombenfabriken und Wirtschaftskratzleien, die es gewohnt waren, dass man bei ihnen um Arbeit bettelt!

Noch dazu der radikale Prestigeverlust. Galten Banker und Aktenschlepper im Nadelstreif noch vor kurzen als pharaoähnliche Respektspersonen höherer Ordnung, so schimpft man sie nun „Finanzgesindel“ und reckt die Faust gegen sie. Sogar in London und New York, denjenigen Finanzmetropolen, die sich als erste bedingungslos dem Mammon verschrieben hatten und alles, was dessen globalem Siegeszug im Weg war, gnadenlos deregulierten – sogar in diesen Herzen des Mammonismus wurde jüngst zu „Bankster hunting days“ aufgerufen. An solchen in den sozialen Medien ausgeschriebenen Tagen gaben die Wirtschaftskratzleien an ihre Mitarbeiter die schriftliche Warnung heraus, sich nicht im grauen Anzug ins Büro zu begeben, sondern möglichst im „casual look“ in Jeans und T-Shirt, andernfalls sie womöglich auf ihrem Weg zur Arbeit gelyncht werden könnten.

„We are the 99%“, dröhnte es vom Volk. Und obwohl sich die oberen 1% sicher sein konnten, dass die aufbegehrende Masse mangels wirklicher Ideale bald wieder im Sumpf von Konsum und Unterhaltungsanreizen versinken wird – ein Hauch von Gänsehaut blieb bei den Herren der Welt doch am Rücken zurück. Was, wenn ihr Kumpel vom Milliardärsklub rechtbehalten sollte, und schon demnächst am Horizont Mistgabeln auftauchen? (siehe deutsche Übersetzung) Im Schlusssatz seines Plädoyers für mehr Gerechtigkeit meint er: „Und dann werden wir keine Zeit mehr haben zum Flughafen zu fahren, in unsere Gulfstream V zu steigen und nach Neuseeland zu fliegen.“

Nein, so weit wollen die Habichte es natürlich gar nicht erst kommen lassen. Dazu schmecken ihnen der Kaviar, der Champagner und die Sportcoupè-Spritztouren zu gut. Das System, in dem andere Leistung bringen und dabei das eigene Konto ohne Zutun exponentiell wächst, sodass man zurückgelehnt mit über den Tisch geschlagenen Füßen genüsslich die neuesten Hochglanzbroschüren durchblättern und nach dem SUV seiner Wahl gustieren konnte – dieses System will der Pöbel nun etwa in Frage stellen? Na, dann Gnade diesem Pöbel Gott!

Höchste Zeit also, ein paar Hebel in Bewegung zu setzen und diesen Pöbel aufzumischen. Und wenn er nicht spuren will, dann tauschen wir ihn eben aus, den Pöbel – gegen neue Untertanen, die sich noch aufs willfährige Spuren verstehen.

In Zeiten, in denen man als Global Player mit einem Mausklick vierstellige Milliardenbeträge zwischen Chiemsee, China und den Cayman Inseln hin- und herschieben und durch virtuelle Spekulationen Staatsressourcen sprengen, gewählte Regierungen abservieren und ganze Völkerschaften in den Abgrund führen kann, ist da auch das Austauschen seines Volkes keineswegs utopisch, sondern in Wirklichkeit nur ein Klacks.

Wozu hat man denn Jahrzehntelang daran gearbeitet, ausnahmslos alle Fäden der Macht in die Hand zu bekommen, alle Polit- und Wirtschaftsressorts, alle Medien, meinungsbildenden Institute, Think Tanks, ein weltumspannendes Netz an Lobbyisten, aus im Dunklen operierenden Nachrichtendiensten und im Scheinwerferlicht operierenden akademischen Experten, die alle im eigenen Sold stehen und die dem gleichen Götzen huldigen? Etwa, um jetzt einfach klein beizugeben und vom Gipfel der Macht abzusalutieren? Außerdem, selbst wenn einzelne Machtfürsten einen solchen Gesinnungswandel dem Fortbestand der Welt, dem Überleben der Umwelt und dem Schicksal ihrer Kindern zuliebe heute durchaus erstmals erwägen – spätestens dann aber packt sie das große Zittern. Denn was soll jemand, der es bisher gewohnt war, ein leistungsfreies oder zumindest ein leistungsträges, von anderen erwirtschaftetes Einkommen zu beziehen und der eigentlich gar nichts Anständiges gelernt hat, denn dann tun, wenn er nicht mehr am Schmalztopf des Reichtums und der Macht hängt und wenn im neoliberalen Rattenrennen niemand mehr mitmachen will? Nein, da werden nun wirklich dem bulligsten Leistungsträgen die Knie weich und er huldigt lieber nostalgischen Zeiten…

Aber sei’s drum, die Herren der Welt werden ja jetzt wieder beruhigt schlafen und sich ihres Reichtums erfreuen können. Werden die derzeit neu in unserem System angekommenen Migranten befragt, was sie hier nun als Ziel haben, so erhält man immer die gleichen Antworten: „Arbeiten und ein Normales Leben leben wie ihr hier“ oder „Studieren und dann arbeiten.“

Wie’s scheint, wird nun also alles weitergehen wie zu besten Wohlschandszeiten. Das Rattenrennen bzw. Nietzsches Kameltreiben kann in die nächste Runde gehen. Und bald schon werden sich auf einen ausgeschriebenen Abbeizblatz in der Wirtschaftskratzlei bzw. Waffenfabrik wieder 500 scharf wettbewerbende Menschen bewerben, die zu einem aufschauen und für die man Herr über Sein oder Nichtsein ist.

– Außer wir machen einen Strich durch die neoliberale Rechnung und schwingen uns zu Nietzsches „Löwenstadium“ auf. Dann würden wir erkennen, dass es eigentlich unwürdig für einen Löwen ist, in einem Hamsterrad zu laufen.

 

 

Foto: PD

Georg Schramm über Atomenergie, Finanzkrise und Griechenland

Arbeit im Jahre 2013

Der Deutsche und sein liebstes Kind – die Arbeit.

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ESM

Anders ausgedrückt: Der Europäische Stabilitäts Mechanismus

Und wieder verabschiedet die EU in Brüssel ein Gesetz, von dem der Bürger nichts mitbekommt. Wieso? Warum? Nun…

Der ESM soll, in Verbindung mit dem Fiskalpakt, ärmeren Ländern und sogenannten Schuldenstaaten der Eurozone finanzielle Hilfen gewähren, damit die betroffenen Länder und deren Bevölkerung wieder auf einer starken Wirtschaft aufbauen, und somit auf ein besseres Leben hoffen können. Die Länder der Eurozone sollen sich gegenseitig dabei helfen.

So weit so gut.

Der ESM wurde auf schwindelerregend viele Milliarden Euro festgesetzt, wird jedoch ständig erhöht. Der ESM wird durch die Steuergelder der Völker Europas finanziert. Ausschließlich! Deutschland muss den größten Teil bezahlen, da Deutschland das Land mit den meisten Einwohnern ist und eine starke Mittelschicht hat. Wenn ein Land also in finanziellen Schwierigkeiten steckt, müssen die Mitgliedsstaaten der EU binnen 7 Tagen einen geforderten Betrag an das fordernde Land zahlen. Zahlt ein Land nicht, werden zusätzliche Geldforderungen fällig. Daher die ständige Erhöhung der ESM-Obergrenze.

Welches Land nun ein forderndes Land ist, legt die EU in Brüssel fest.

Hierbei geht es aber nicht um die Rettung der Menschen vor Ort. Ganz im Gegenteil. Unsere Steuern werden Jahr für Jahr erhöht, damit sich die Banken die Gelder hin und her schieben können. Hier werden also Banken gerettet, Schwarzgeldkonten aufgestockt und Kriege bezahlt. Mit unseren Steuergeldern.

Das ganze wird dann „Rettungsschirm“ genannt. Und natürlich: wer will nicht andere Menschen retten, oder ihnen „Stabilität“ bieten? Das sind die beiden Vokabeln mit denen der Bürger ruhig gestellt wird: Rettung & Stabilität. Wer dagegen spricht kann ja nur ein Nazi sein. Aber schauen wir doch mal in die betroffenen, stabilisierten Länder.

In Griechenland haben mittlerweile über 2.000 Menschen Selbstmord begangen.

Die meisten dieser Selbstmorde geschehen dadurch, das die Menschen sich von den Klippen stürzen und dann als Leiche Tage später an Land gespült werden.

Auch die griechische Bevölkerung ist also so apathisch, das das alles geschehen kann. Kaum einer hilft dem anderen, alle schauen nur auf sich. Das dieses Szenario sich schnell auf andere Länder ausbreiten kann brauche ich nicht zu erwähnen. Denn auch wir sind so teilnahmslos, das uns auch der Tod der Nachbarn nichts ausmacht. Denn wir haben keine Zeit uns Sorgen zu machen. Die meisten Europäer denken und handeln nicht, sie sind manipuliert durch die Medien. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Griechenland bei knapp 60%. Der rechte Mopp steht verstärkt auf der Straße… aber das ist längst nicht alles. Und das ist nur Griechenland.

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt in beinahe allen europäischen Ländern rapide an, lediglich in Deutschland bleibt die Quote kontinuierlich unter 10%. Ich Folge daraus, das Deutschland absichtlich am laufen gehalten wird, eben weil Deutschland mit seinen Steuergeldern die meisten Gelder an die Banken und deren gierige Manager überweist. Treudoof. Teilnahmslos.

Ach ja, die Manager: Die Herren, welche in Brüssel unsere Gelder verzocken, wurden NICHT gewählt und genießen umfassende, gerichtliche Immunität. Kein Gesetz, keine Instanz ja nicht einmal ein Staat darf sich in die Machenschaften der ESM-Generäle einmischen. Dies ist die faktische Erschaffung einer Finanzdiktatur wie sie es noch nie in der Geschichte gegeben hat. Wo sind die Medien die über diesen Skandal berichten? Es gibt zwar eine Pressefreiheit, nur leider ist die Presse nicht frei. War sie noch nie, wird sie niemals sein.

Was soll das also? Sollen hier einfach nur ein paar gierige Kapitalisten befriedigt werden und Waffen ins Ausland geschoben werden? Nee, glaub ich nicht. Hier geht es noch um viel größere Dinge. Hier geht es um Destabilisierung ganzer Nationen und derer Bevölkerungen. Völker werden gegenseitig aufeinander gehetzt. Die Griechen mögen die Deutschen angeblich nicht mehr so sehr. Wen wunderts.

Und das ist alles politisch gewollt. Armut. Völkerhass. Selbstmorde.

Arbeitslosigkeit. Menschen spalten. Meinungen verhärten u.v.m. ist die direkte Folge des ESM. Wir schieben Hass auf Ausländer bzw. Flüchtlinge und verstehen gar nicht, das wir mit unseren Steuergeldern dieses Elend auslösen. Irland ist für immer verschuldet. Diesem kleinen Land wurde kurzfristig eine finanzielle Bürde auferlegt von dem sich die irische Bevölkerung nie wieder erholen wird.

Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und viele Länder mehr spüren bereits die Veränderungen. Demonstrationen werden blutig zerschlagen oder gar nicht erst zugelassen. Angela Merkel stellt sich vor die Kamera und spricht die Worte „Stabilität“ und „Rettung“. Tja und das war´s dann. Der deutsche Arbeiter hat genug mit sich selbst zu tun. Und diejenigen, die auf diese Finanzdiktatur hinweisen werden als Spinner und Extreme abgewatscht. Ich merke es jeden Tag in meinem Freundeskreis. Über so was redet man nicht. Nicht in Europa, denn wir wurden nach dem zweiten Weltkrieg umerzogen. Weich und lieb sein. Keine Kritik üben. Arbeiten und die Klappe halten. Ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell für die ESM-Verbrecher.

Und es wird noch viel schlimmer

Der Breidi

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