Wirklichkeit

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Roland Ropers – Gedanken verändern die Welt

Roland Ropers ist ein Kultur- und Sprachphilosoph vom Starnberger See und ein spannender Gesprächspartner in Zeiten, in denen die Welt politisch aus den Angeln gehoben wird.

Doch Roland Ropers ist nicht nur ein Philosoph, sondern auch ein Mensch, der über seine emphatischen Wahrnehmungen kommuniziert. Man spürt sofort, dass die Spiritualität sehr viel Raum bei diesem Interview einnimmt. Eine perfekte Synergie aus Wissen und Herz, mit einem klaren Blick auf die paranoide Welt in Corona-Zeiten.

Die Kritik an der Politelite dieses Landes wird mit Wortwitz und philosophischer Analyse auf den Punkt gebracht. Mit Roland Ropers zu philosophieren, lässt einen geschärften Blick mit sehr spannenden neuen Sichtweisen auf die Welt im Jahr 2020 zu.

Deutsche Soldaten Arm in Arm mit Massenmördern, Vergewaltigern und potentiellen Völkermördern: Perspektiven aus Mali

Deutsche Soldaten Arm in Arm mit Massenmördern, Vergewaltigern und potentiellen Völkermördern: Perspektiven aus Mali

Montag, 18.2.2013. Eifel. Es gibt ja erstaunlich viele Bücher darüber, wie sehr in den Medien gelogen und betrogen wird. Alle haben eins gemeinsam: sie verändern nichts. Ebenso erstaunlich ist, wie oft die großen, klassischen deutschen „Leit“medien vor Verschwörungstheorien warnen. Das ist mir erst kürzlich aufgefallen, als es um den russischen Meteoriten ging. Ganz dicht auf die Berichterstattung über den Meteoriten folgte im Spiegel eine Warnung vor Verschwörungstheorien, wobei auffiel, das diese „Verschwörungstheorien“ sich aus ganz normalen Zeitungsberichten vor Ort speisten, die einfach andere Beobachtungen gemacht hatten als die deutschen Leitmedien gerne hätten. Geht es dabei schon um eine große Weltverschwörung? Nein. In erster Linie geht es um das Geschäft: der Journalist kämpft um die Deutungshoheit der Wirklichkeit. Damit verdient er sein Geld – um Auftrag von Partei und Verlag. Wenn also dann einfach mal so ein kleiner Blogger daherkommt und die Trümmer des letzten Anschlages anders sortiert – plausibler, nüchterner, logischer – dann verliert der gut bezahlte Journalist seine Deutungshoheit und … seine Führungsmacht. Die brauchen „interessierte Kreise“ aber, weil ja Krieg geführt werden soll – wie zum Beispiel in Mali.

Was in der Berichterstattung über Mali selten auftaucht (ich habe jedenfalls noch nicht davon gelesen), ist der Kampf den sich Frankreich und die USA seit Jahrzehnten um die Bodenschätze Afrikas liefern. Ja, das machen die „demokratischen“ Großmächte: sie liefern sich heftige Kämpfe – die man allerdings lieber von Negern ausführen läßt.

Neger – darf man das noch sagen? Nein. Politisch korrekt, wie der Deutsche ist, möchte er das Wort „Neger“ nicht mehr hören. Wenn diesselbigen schwarzen Leute aber in Massen erschossen werden, dann ist ihm das egal. Überhaupt passt der deutsche Leser gut zum deutschen Journalisten. Er möchte nicht beunruhigt werden, möchte eine Welt, in der die Wissenschaft alles erklären kann, die Politik alles im Griff hat und die Presse alles weiß.  Dann fühlt er sich in seinem Einfamilienhaus sicher. Dinge, die ihn beunruhigen, mag er nicht – die sollen gefälligst von den Journalisten weggebissen werden … was die dann auch tun.

Aktuell machen sie das im Spiegel – in einem Bericht über Mali.

Besonders lang hatte das „Islamische Emirat von Timbuktu“ nicht Bestand. Neun Monate, von April 2012 bis zum Einmarsch französischer Truppen im Januar 2013, regierten Radikalislamisten die nordmalische Stadt. Es reichte, um die Welt in Schrecken zu versetzen. Vermeintlichen Dieben wurde die Hand abgehackt, historische Mausoleen wurden mit Pickeln und Äxten zerstört.

Es gab auch noch andere Schilderungen der Schrecken – so wurde eine minderjährige Ehefrau zurück zu ihren Eltern geschickt, weil sie sich vor ihrem gewalttätigen Mann fürchtete – und das Tragen westlicher Kleidung wurde verboten.  Ebenso gab es ein Verbot, ohne hinreichenden Grund in Privathäuser einzudringen. Grund genug, sofort einzumarschieren.

Natürlich sind Amputationen schlimm – aber rechtfertigt das Massenmord an der unschuldigen Zivilbevölkerung? Voltaire.net hat ein paar gefunden:

Die Bomben der französischen Flugzeuge auf Konna verursachten mehr Todesopfer bei Zivilisten als unter den Islamisten, aber die französischen Medien schweigen über die „Kollateralschäden“ und ziehen den „triumphierenden und militaristischen Diskurs“ von Paris vor.

So sind sie halt, die Bezahlmedien: sie liefern, wofür bezahlt wird. Wenn die Panzer rollen, will keiner wegen „Wehrkraftzersetzung“ angeklagt noch vom Pöbel auf den Straßen angespuckt werden, weil man die glorreiche, mutige, abenteuerlustige Armee nicht hinreichend unterstützt hat. Außerdem … möchte man ja seinen Job behalten. Da richtet man den Fokus lieber auf die unübliche Behandlung von Dieben (die sich als Berufsstand in unserer räuberischen Kultur sowieso großer Beliebtheit erfreuen – jeder Steuerhinterzieher, jeder Anlageberater oder Lebensmittelpanscher wird dem sofort zustimmen) anstatt auf von Natobomben zerfetzte Kinder.

Und der Feind?

Natürlich der böse „Islamist“. „Al Kaida“ – das nützliche, dereinst vom CIA aufgebauter Gespenst, das seit vielen Jahren einen erbitterten Krieg gegen den Westen führt – meist dergestalt, das sie ihre Köpfe voller Terrorabsicht den Bomben der Nato unverhüllt entgegenstrecken, um diese zu zerstören. Gut, das die so blöde sind, das denen das nicht gelingt.

Obwohl wir jetzt schon sehr lange gegen Al Kaida Krieg führen, müssen wir jetzt – dank Mali – davon ausgehen, das die wohl den Krieg letztlich gewinnen werden. Man denke nur: trotz aller Bomben und Truppen sind die aus Afghanistan entkommen und destabilisieren jetzt den ganzen Norden Afrikas – Tunesien, Lybien, Ägypten, Syrien … wie eine unaufhaltsame Riesenwelle arbeitet sich Al Kaida durch die Welt, sogar das „Bollwerk gegen den islamistischen Fundamentalismus“ (Süddeutsche), Gaddafi, wurde von ihnen einfach hinweggefegt – mit Hilfe der gleichen Bomben, die jetzt in Mali gefallen sind.

Gaddafi hatte seinerzeit den Maliern auch einige Regierungsbauten gesponsert, die nun von der Nato zerlegt werden können. Da der aber jetzt „böse“ ist, wollen wir darauf nicht weiter eingehen.

Leider löst sich auch der „böse Islamist“ ziemlich in Luft auf, wenn man näher hinschaut, wie die „Zeit“ es getan hat:

Von den sechs bewaffneten Formationen in Nordmali passen nur zwei zum westlichen Bild von internationalen Terroristen: die unter algerischer Führung stehende Al-Kaida im islamischen Maghreb (Aqmi) sowie die Bewegung für Einheit und Dschihad Westafrikas (Mujao), gleichfalls stark durchsetzt von Nichtmaliern.

Dabei erscheint das „westliche Bild vom internationalen Terroristen“ sowieso schon etwas schwach zu sein. In Mali jedoch versagt es völlig:

Bei den vier anderen bewaffneten Formationen sind die Grauzonen noch größer. Diese Gruppen bestehen überwiegend aus Maliern; einige arbeiten mit Al-Kaida zusammen, andere vertreten die sozialen und wirtschaftlichen Interessen verschiedener Ethnien Nordmalis, vor allem der Tuareg. Erst im Dezember gründeten malische Araber eine Ansar al-Scharia. Die Rolle arabischer Milizen ist in Nordmali besonders dubios, denn sie wurden noch von Malis früherer Regierung als Ordnungsmacht bewaffnet. Das klingt furchtbar wirr – und ist es auch.

Was einen aber nicht daran hindert, einfach alle „Islamisten“ zu nennen und umzubringen. Solange niemand darüber berichtet, fällt es ja auch keinem auf – und die Journalisten sind sowieso vom Brennpunkt des Geschehens fern gehalten worden, siehe Zeit:

La Grande Muette, wie die französische Armee genannt wird, »die große Schweigsame«, operiert fern den Blicken der Weltöffentlichkeit. Das halbe Land ist von ihr zum Sperrgebiet erklärt worden. Regierungs- und Interventionstruppen haben sämtliche Straßen in den Norden für Journalisten blockiert, angeblich der Sicherheit wegen.

Es ist auch besser, den Mantel des Schweigens über Mali zu hüllen – sonst findet man womöglich noch weniger Islamisten als geplant:

Das liegt auch an den Tuareg, einem berberischen Wüstenvolk, das im Norden Malis einen eigenen Staat errichten wollte und deshalb mit den Islamisten anfänglich gemeinsame Sache gemacht hatte. Kehrt nun die von Tuareg und den Rebellen vertriebene malische Bevölkerung zurück, muss mit dem Schlimmsten gerechnet werden.

Die Tuareg hatten zuvor mit Ghaddafi gekämpft, gelernt, das der „Westen“ Rebellen unterstützt und dachten sich: dann könnte man doch in Mali endlich die durch die Franzosen künstlich geschaffenen Grenzen auflösen und einen eigenen Tuaregstaat errichten – zumal Mali gerade sowieso von Putschisten regiert wurde, die die demokratische Regierung abgesetzt hatten.

Aber: so denkt der „Westen“ nicht. Ganz schnell wurden aus den Tuareg „Islamisten“ – und über die Putschisten in Mali wurde nicht mehr berichtet. Die sind „Regierung“ … allerdings verhalten sich ihre Truppen wie Räuberbanden, siehe Spiegel:

Paris ist beunruhigt: Die verbündeten Regierungstruppen in Mali sollen brutal Rache genommen haben. Menschenrechtler berichten von willkürlichen Hinrichtungen und sexuellen Übergriffen. Frankreichs Verteidigungsminister warnt: „Die Ehre der malischen Militärführung steht auf dem Spiel.“

Mit der „Ehre der malischen Militärführung“ ist es wohl nicht weit her. Die massakrieren, wen sie in den Griff bekommen – auch verbündete Einheiten, siehe ebenfalls Spiegel:

Bei den Gefechten in Bamako sind nach Angaben von Augenzeugen mehrere Menschen verletzt worden. Wie aus Militärkreisen verlautete, wurde ein Lager von Elitesoldaten, die dem gestürzten Staatschef Amadou Toumani Touré nahestehen, von anderen Einheiten der malischen Armee angegriffen.

Bereits im vergangenen Jahr gab es schwere Kämpfe zwischen den sogenannten grünen Mützen, den Anhängern des Putschistenführers Amadou Sanogo und den „roten Mützen“, Fallschirmjägereinheiten aus der Zeit von Präsident Touré. Touré war im März 2012 bei einem Staatsstreich gestürzt worden.

Leider erwähnt der Artikel nicht, das es keine Islamisten waren, die Touré gestürzt haben – es war die Armee. Ausgebildet übrigens von den USA – wo deren Kompetenz jetzt auch angezweifelt wird, siehe Hintergrund:

Während führende Politiker des Westens mit an den Haaren herbeigezogenen Begründungen ihr jüngstes militärisches Eingreifen zu rechtfertigen versuchen, wachsen die Zweifel an der Kompetenz der Streitkräfte Malis. Einem Bericht der New York Times zufolge hat sich die Armee Malis trotz umfassender Unterstützung durch US-Ausbilder „als so schwach und unbrauchbar erwiesen, dass sie eher die Ursache für die Krise in Mali als ein Mittel zu deren Lösung ist“.

Natürlich ist diese Armee eher die Ursache der Krise als ein Mittel zur Lösung. Sie verhält sich sogar exakt so, wie man es von „Terroristen“ erwarten sollte, siehe Welt:

Nach der Einnahme der Wüstenoase Timbuktu durch malische und französische Truppen wurde jetzt ein Massengrab entdeckt. Die Opfer sind vermutlich arabische Händler, die mit den Islamisten kooperierten.

Menschenrechtsorganisationen hatten der malischen Armee jüngst außergerichtliche Hinrichtungen von Tuareg und Arabern vorgeworfen.

Wie gesagt: „böse“ sind in diesem Konflikt jene, die Dieben die Hand abhacken, das Tragen westlicher Kleidung verbieten oder den Schutz des privaten Wohnraums garantieren, „gut“ sind die Massenmörder, Putschisten und Vergewaltiger: ich hoffe, das ist klar geworden.

Glaubt man der Zeit, dann stehen den Touareg in diesem Land noch ziemlich schlimme Zeiten bevor: ein Völkermord kündigt sich an:

Einem wie Abdourahmane Doucoure ist das nur recht. »Wir müssen das Problem mit den Tuareg jetzt endgültig lösen«, sagt der 30-jährige malische Journalist, der für die Wochenzeitung Politique Africaine arbeitet und der aus dem Süden stammt. »Sie gehören nicht in unser Land. Dieses Mal sind sie zu weit gegangen.«

Sowas sagten deutsche Journalisten schon mal zu jüdischen Mitbürgern – wir kennen die Folgen solcher Einstellungen: das ist nicht mehr harmlos.

In diese Situation kommen jetzt deutsche Soldaten – bezahlt von unseren Steuergeldern, siehe Tagesschau:

Deutschland hilft in Mali nicht nur mit Transall-Transportmaschinen für afrikanische Soldaten, sondern will sich auch an der EU-Ausbildermission für Mali beteiligen. Die Außenminister werden heute wohl den Marschbefehl für die Trainingsmission der EU – kurz „EUTM“ – geben.

Was machen die deutschen Soldaten dort?

Der deutsche Kommandoführer, ein Oberstleutnant, stellt schon nach wenigen Stunden in Mali fest: Der Bedarf an deutscher Hilfe ist groß. „Es gibt sicherlich viel, was die deutschen Pioniere den malischen Streitkräften beibringen können. Es geht hier um Brückenbau und ganz allgemeinen Pionierdienst, der ja auch hier in Mali genutzt wird, um den Landesausbau zu gestalten. Und es geht darum, dass wir den malischen Streitkräften beibringen, die Folgen von Sprengkörpern und allen Dingen, die während der Kämpfe im Norden Malis stattfanden, selber beseitigen zu können.“

Wie üblich reparieren wir nur Schäden – bzw. bilden die malischen Streitkräfte dahingehend aus, das sie „die Folgen von allen Dingen, die während der Kämpfe im Norden Malis stattfanden, selbst beseitigen können“ … was immer die auch damit gemeint haben.

Das macht auch sicherlich Sinn: deutsche Soldaten Seite an Seite mit einer massenmordenden und vergewaltigenden Putschistensoldateska in einem Land, das sich auf einen Genozid vorbereitet.

Man kennt sich ja auch:

In Mali könnte es schon bald ernst werden für die EU-Mission. Weil der Zeitdruck groß ist, freut sich der Leiter des deutschen Vorauskommandos, dass die Deutschen sehr willkommen sind und hier nicht von Null anfangen. In der Nähe der Stadt Ségou hatten deutsche Soldaten bis zum Militärputsch im März 2012 malische Pioniere gedrillt. „Das ist mit Sicherheit ein wichtiger Türöffner. Wir haben da an eine lange deutsche Tradition: Schon mehr als zwanzig Jahre sind Kameraden von uns hier vor Ort. Und allein deren Kenntnisse von Personen, von Örtlichkeiten, sind eine wesentliche Erleichterung für uns.“

Nun – diese malischen Pioniere sind wohl auch den Putschisten zum Opfer gefallen, weshalb wir jetzt neue ausbilden müssen – oder wo sind die sonst abgeblieben? War die Ausbildung vielleicht nutzlos? Und – in welchem Zusammenhang waren deutsche Soldaten eigentlich schon 2012 in Mali?

Wieso fragt die Süddeutsche am 24.10.2012 noch plakativ, wofür Deutsche Soldaten noch alles den Kopf hinhalten sollen – wenn die ein halbes Jahr zuvor schon längst da waren?

Oder war ihr Einsatz etwa geheim wie der Einsatz französischer „Geheimtruppen“ – lange bevor Mali überhaupt in den Blick der Öffentlichkeit geriet, siehe Spiegel:

Eine französische Elitetruppe ist schon seit Monaten in Mali. Die „Forces Spéciales“ wurden bereits im Herbst 2012 still und heimlich stationiert. Sie gelten als Experten für heikle Operationen. Eines verhinderten sie aber offenbar nicht: dass malische Soldaten gegen Menschenrechte verstoßen.

Nun – Menschenrechte scheinen schon lange nicht mehr im Fokus der „demokratischen“ Streitkräfte des Westens zu stehen. Wir kämpfen eher gegen den „Terrorismus“ – Arm in Arm mit einer massenmordenden Soldateska, die ansonsten zu nichts zu gebrauchen ist – siehe Zeit:

Die malische Armee gilt als schwach und nicht in der Lage, alleine zurückeroberte Gebiete zu halten.

Aber ich verstehe langsam, warum die Journaille angewiesen wurde, jede Art von Theorienbildung in politischer Hinsicht mit dem Etikett „Verschwörungstheorie“ zu versehen und zu unterdrücken: die Auftraggeber der Journalisten haben verdammt viel zu vertuschen.

Mehr jedenfalls, als ich erwartet hätte.

Wo kämen wir auch hin, wenn wir erfahren würden, das – laut dem Bundeswehrmagazin Y.de am 9.August 2012 noch ein deutscher Stabsoffizier, ein Offizier und fünf Unteroffiziere mit Portepee in Mali stationiert waren – und andere im Senegal, Kenia, Ghana, Nigeria, Djibouti, Äthopien, Tansania und Namibia.

Wir würden ja nachher noch glauben, das gute alte Afrikakorps wäre wieder aktiv.

 

 

 

 

Kurzer Nachrichtenüberblick – 2012.04.25

Heute leider mal ganz kurz…

Aufgelesen und kommentiert gehört imho zum Pflichtprogramm

Die EU verschwendet sportliche 670 Millionen Euro für ihr „Family & Friends“ Sozialprogramm

Jochen Hoff über Schwachsinn mit Methode. Mitwirkende: Gerhard Schröder, Iwf, Kästner, Mehrwertsteuer, Merkel, Renten, Schäuble, SPD, Steinbrück, Steinmeier und Volker Kauder

Martin Bartonitz schreibt über die subjektive Interpretation der Wirklichkeit. Nicht vom Thema abschrecken lassen, der Artikel lohnt sich.

Da hat die SPD mal einen lichten Moment und zeigt, was sie selber von sich hält in dem sie sich mit ungesunder, fettiger Currywurst (natürlich mit Pommes) vergleicht und schon fangen die Leute an, darüber zu hetzen. Wobei auch hier die SPD nicht ganz ehrlich war, denn eine anständige Currysauce ist – wegen dem enthaltenen Currypulver eher Hellbraun denn Rot. Siehe den unsäglichen Herrn S.

Malaysia führt nun schon seinen zweiten Prozess gegen die Kriegsverbrecher aus den Vereinigten Staaten und England.

 

Träume und Wirklichkeiten

Wir leben ja in einer aufgeklärten Welt. Es gibt keine großen Rätsel mehr. An die Stelle der Kirche, die uns früher alles erklären konnte, ist die „Wissenschaft“ getreten, die uns heute alles erklärt – zum Beispiel, warum es trotz globaler Erwärmung immer kälter wird. Wie früher sind wir Bürger gehalten zu glauben, was von „oben“ kommt und den Anweisungen Folge zu leisten.

Es fällt schwer, die Methode des Rationalismus in Frage zu stellen, zumal ich nur Aufgrund der Ergebnisse seiner Technik dies hier schreiben kann. Noch schwerer fällt es, die Kirche zu verteidigen, die als linker Arm des Adels für unglaublich viel Unheil verantwortlich ist. Als Philosoph weiß man jedoch, das man mit dem „Rationalismus“ auf einem sehr unsicheren Bein steht – er kann einerseits alles beweisen, jedoch muß nichts davon real sein. Darum kam ein Rene Descartes auf den weit bekannten Satz „Cogito ergo sum“: „Ich denke, also bin ich“.  Nichts anderes in dieser Welt ist sicher, außer das Element, was „denkt“.  Das „Ich“ hat halt das Problem, das es die Welt nur durch die Sinne wahrnehmen kann … und diese Sinne erweisen sich als sehr trügerisch und täuschen uns oft.

Andererseits ist der Rationalismus ein wichtiges Instrument: er hilft dem Menschen beim Überleben und kann sehr vor den Narreteien der Priester schützen, wenn sie nicht mehr ruhig vor sich hinbeten sondern sich zur Macht hingezogen fühlen und Opfer verlangen. Das Problem dieses Instrumentes ist nur: es ist äußerst begrenzt in der Beschreibung der Wirklichkeit jenseits der trügerischen sinnlichen Erfahrung.

Momentan befinden wir uns in einem Prozess, in dem eine oft erbärmlich willkürliche Mischung aus Rationalismus und Empirismus (welcher der sinnlichen Wahrnehmung deutlich mehr zutraut) versucht, Realität zu beschreiben. Das Prinzip ist anhand eines Beispiels einfach zu beschreiben: am Anfang steht die Grundentscheidung „die Welt ist rot“. Im nächsten Schritt ist der Rationalismus in seinem Element: seine Anhänger schwärmen aus, suchen „rot“ überall in der Welt (und werden auch sehr oft fündig), während sie wunderbar differenzierte Theorien über die Irrtümer der Wahrnehmung von „Gelb“ und „Blau“ entwickeln können, die sprachlich so abenteuerlich konstruiert sind, das ihnen der Bauer vom Feld nicht mehr folgen kann. Die Theorien zur Abgrenzung von störenden Wirklichkeiten reichen von „Verschwörung der Blauseher“ bis hin zu „Wahn der Gelbdeuter“ und „Geisteskrankheit“ und genetischer Veranlagung zur Blau- bzw. Gelbsucht (die ja nicht umsonst auch eine Krankheit ist).

Und das ist das Problem des Rationalismus – er kann alles beweisen … und gleichzeitg erkennen, das alle Beweise hinterfragbar sind. Ohne irgendeine Basis, auf der er steht, einen Grundsatz, den er ohne eine Beweis zu fordern annimmt (z.B. „Die Vorsehung hat uns der Führer geschickt“ – um mal ein Beispiel zu nennen das schrecklich schief gegangen ist) hat er keine Richtung – aber konnte höllische Realitäten auf Erden entfesseln, Explosivwirkungen, die die Grundfesten der Schöpfung selber erschüttern. Ein politische System, das diese Gewalten sicher im Zaum halten kann, hat er jedoch nicht entwickeln können.

Als Kapitalismus und Kommunismus ist der Materialismus durch die Neuzeit gefegt und hat uns eine sterbende Welt hinterlassen, in der der Mensch – zu Zeiten der Aufklärung noch „Krone der Schöpfung“ und alleiniger Herr seines Schicksals – sich auf einmal alternativlosen Sachzwängen ausgeliefert sieht, die alle auf der Grundannahme „Die Welt ist rot“ basieren. Es wundert nicht, das ein Ernst Jünger auf die Idee kommt, das der Mensch in einer Maschine lebt, die zu seiner Vernichtung erschaffen wurde – in den Schützengräben des ersten Weltkrieges haben viele das Vertrauen in die moderne aufgeklärte rationale Menschheit verloren … Giftgas und Aufklärung passen nicht zusammen, Giftgas und Rationalismus allerdings sehr gut.

Dabei … erlebt jeder Mensch die Welt anders. Jeden Tag. Jeden Tag legen wir unseren Körper ab, der fährt seine Funktionen herunter … und wir (also, das „denkende Ich“ des Descartes) bereisen eine Welt, die uns sehr intensive Erlebnisse beschert und uns – wenn es mal ganz schief läuft – den ganzen nächsten Tag versauen kann.

Die Welt des Traumes – um bei unserem Beispiel zu bleiben – ist blau. Menschen erleben sie jeden Tag – bzw. jede Nacht. Die „Rotdeuter“ können mit ihr nichts anfangen, außer sie … in den Bereich „Wahn“ und „Geisteskrankheit“ zu verschieben, womit alle Menschen für bekloppt erklärt werden, damit die Theorie stimmt – aber so ist er halt, der Rationalismus. Für Liebe hat er keinen Platz, ebensowenig wie für Träume.

Es ist in der Tat kläglich, was „moderne Wissenschaft“ zum Traum sagen kann – siehe Wikipedia:

Ein Traum ist eine psychische Aktivität während des Schlafes und wird als besondere Form des Erlebens im Schlaf charakterisiert, das häufig von lebhaften Bildern begleitet und mit intensiven Gefühlen verbunden ist, woran sich der Betroffene nach dem Erwachen meist nur teilweise erinnern kann.

„Leben“ ist eine psychische Aktivität während des Wachseins, das ebenso häufig von lebhaften Bildern begleitet und mit intensiven Gefühlen verbunden ist, woran sich der betoffene meist nach längerer Zeit nicht mehr erinnern kann.

„Traum“ ist – rein zeitlich gesehen – ein gewaltiger Anteil von alltäglicher „Wirklichkeit“, den wir nicht kontrollieren können, der aber enger mit uns selbst verbunden ist als sonst etwas auf dieser Welt: hier erlebt das „Ich“ eine alternative Realität, die sich allen Interpreationsversuchen entzieht (obwohl es genug „rote“ Theorien gibt) aber aufs Engste mit uns selbst (und somit der einzigen nicht mehr reduzierbaren Basis des Rationalismus) verknüpft ist – kein Wunder, das viele Kulturen dem Traum mehr „Wirklichkeit“ zugestehen als der durch das Gehirn beständig gefilterten sinnlichen Wahrnehmung der „realen“ Umwelt.

Die Welt des Traumes greift auch manchmal über in die alltägliche Welt – nicht nur dann, wenn Albträume uns die Nachtruhe rauben:

Bekannt sind auch kreative Anstöße, die aus nächtlichen Traumerlebnissen kommen [14]. Bekannt sind die Einflüsse in der Malerei (Surrealismus) und der Musik (z. B. Yesterday von den Beatles). Nicht eindeutig belegbar sind Beispiele aus der Wissenschaft. So soll August von Kekule von einer Schlange geträumt haben, die sich in den eigenen Schwanz beißt (Ouroboros). Damit fand er die Lösung für den ringförmigen Benzolaufbau. Auch sollen Dmitri Mendelejew (Periodensystem der Elemente) und Elias Howe (Nähmaschine) ihre Lösungen im Traum gefunden haben.

Ähnliches las ich auch schon von Nils Bohr und Albert Einstein – was einige Bedeutung hat für die Entwicklung rationaler Wahrheitstheorien hatte und zu der Vermutung führt, das „Erkenntnis“ sozusagen „einfällt“. Die Frage, wer da was fallen läßt und zu welchem Zwecke entzieht sich jedoch unserer Erkenntnis.

Die Traumtheorie, nachdem das nächtliche Theater nur Restwirkungen und Fehlinterpretationen elektronischer Impulse des Gehirns sind, erledigt sich schnell von selbst – die Traumwelt ist selten weniger geordnet als die Alltagsrealität … es fehlt die Beliebigkeit, die das willkürliche Zusammensetzen von sinnlosen Impulsen erzeugen müßte – Menschen mit drei Augen, Hasenohren und Eselsfüssen kommen selten vor. Plausibeler ist da die Vorstellung einer alternativen interaktionsfähigen Realität … die möglicherweise im Tode, dem „großen Bruder“ des Schlafes, unser Zuhause sein wird.  Jedenfalls gibt es keinen rationalen Grund (im Sinne des Rationalismus bei Descartes) etwas anderes anzunehmen, denn Träume können für das denkende Ich so real sein wie die Alltagsrealität – sie sind nur „viel näher dran“.

Es ist schon verblüffend, wie sehr dieser Teil des menschlichen Lebens aus seiner Weltsicht herausinterpretiert und völlig entwertet werden konnte obwohl er einen scheinbar unsinnig großen Teil unserer erlebbaren (nächtlichen) Wirklichkeit ausmacht und für manche Menschen tödlich endet – wie zum Beispiel für Franz Jägerstätter:

Im Jänner 1938 sah er in einem Traum einen Zug, in den immer mehr Menschen einstiegen, und hörte eine Stimme sagen: „Dieser Zug fährt in die Hölle“.[5] Er deutete diesen Traum als Warnung vor dem Nationalsozialismus, der mit seiner katholischen Weltanschauung unvereinbar sei.

Die negativen Erfahrungen beim Militär, das sogenannte Euthanasieprogramm der Nationalsozialisten, von dem er um diese Zeit erfuhr, und die Verfolgung der Kirche durch die Nationalsozialisten[10] festigten seinen Entschluss, nicht wieder zum Militär einzurücken. Die folgenschwere Entscheidung Jägerstätters basierte nicht nur auf den zahlreichen Gesprächen und Briefen mit Freunden (hier v.a. mit R. Mayer) und Geistlichen, sondern auch auf der gründlichen Lektüre der Bibel, von zahlreichen Kleinschriften und Büchern.[11] Er erklärte öffentlich, dass er als gläubiger Katholik keinen Wehrdienst leisten dürfe, da es gegen sein religiöses Gewissen wäre, für den nationalsozialistischen Staat zu kämpfen. Seine Umgebung versuchte ihn umzustimmen und wies ihn auf die Verantwortung seiner Familie gegenüber hin, konnte aber seine Argumente nicht widerlegen. Er suchte sogar Josef Fließer, den Bischof von Linz auf; auch dieser riet ihm von einer Wehrdienstverweigerung ab. Seine Frau Franziska unterstützte ihn, obwohl sie sich der Konsequenzen bewusst war.

Franz Jägerstätter wurde am 9. August 1943 in das Zuchthaus Brandenburg an der Havel gebracht und dort um 16 Uhr durch das Fallbeil hingerichtet.

Die Urne mit seiner Asche wurde nach Kriegsende nach St. Radegund gebracht und dort am 9. August 1946 beigesetzt.

Von Franz Jägerstätter ist der Ausspruch überliefert: „Besser die Hände gefesselt als der Wille!“[14]

Und so führt uns das Thema „Traum“ direkt in die politische Wirklichkeit –  mit tödlichen Konsequenzen.

Was empfiehlt John Perkins in „Weltmacht ohne Skrupel“ als eine von vielen Handlungsoptionen im Kampf gegen die Krakenmacht der Korporatokratie? Meditieren statt konsumieren (a.a.O. Seite 302). Tagtraum statt Konsumwahn. Kann zumindest dazu führen, das wir nicht auch den Zug nehmen, der in die Hölle fährt. Wie man sieht, ist „Traum“ kein unpolitisches Thema – aber er bietet immer einen Ausweg aus „alternativlosen“ Wirklichkeiten, deren Entwicklung langsam wieder bedrohlich wird. „Alternativlosigkeit“ ist ein Luxus, den wir uns nicht mehr lange leisten können, weder als einzelne Menschen, noch als Gemeinschaft von Bürgern eines Landes, noch als Teil der NATO, noch als „weißer Mann“ und erst Recht nicht als Menschheit.

Wäre doch schön, wenn wir uns wieder eine lebenswerte Zukunft träumen und drauf vertrauen könnten, das diese Träume auch Wirklichkeit werden können weil wir als Menschheit es so wollen.

Also: träumt was Schönes!

Wikileaks und seine Ursachen – die inszenierte Wirklichkeit

Auf der Seite Satundkabel findet man derzeit eine spannende Studie:

Die Hauptnachrichtensendungen im deutschen Fernsehen neigen laut einer Studie dazu, Terrorismus zu inszenieren. „Zugleich gibt es kaum Berichte über die Ursachen des Terrorismus“, sagte der Jenaer Kommunikationspsychologe Wolfgang Frindte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa.

Ich muß denen mal glauben, ich schaue seit sechs Jahren kein TV mehr.  Zurecht, wie ich letztens merkte, als ich meinen „zappenden“ Sohn im Krankenhaus besuchte. Die Manipulationen, die dort offen und klar erkennbar laufen und noch vor dreissig Jahren von jedem Deutsch- Soziologie- oder Politiklehrer im Unterricht als Beispiel für völlig verblödete Propaganda hätten herhalte müssen, sind inzwischen gesellschaftsfähig. Vielleicht wollen die Leute das, vielleicht kennen sie auch nichts anderes mehr.

Sicherlich hat das Privatfernsehen viel verändert. Auf einmal war nicht mehr die Nachricht wichtig, sondern „wie sie ankommt“. Singende Puffväter retten inzwischen das Programm – auch ganz ohne Nachricht. Damit man als Nachrichtensprecher auch noch nächste Woche seine Rechnung bezahlen kann, braucht man ein Gegengewicht, das mit pupsenden Bodybuilderinnen mithalten kann. TERROR!!!! … ist da ein gewichtiges Argument.

Für Nachrichtensendungen ist es sicherlich entwürdigend, sich der Quote stellen zu müssen. „Heute war nichts los“ ist zwar an manchen Tagen Wirklichkeit, läßt sich aber mit dem modernen Nachrichtengeschäft nicht vereinbaren.

Eine Autobombe auf dem Weihnachtsmarkt ist da ein gefundenes Fressen findet auch viel weitere Verbreitung und mehr Kommentar als der schwedische Heckenschütze, der Jagd auf Ausländer macht. Das „Jagd auf Ausländer“ inzwischen weltweit ein immer beliebterer Sport ist, kommt auch nicht zur Sprache, noch fragt man sich, warum das eigentlich auf einmal so ist. So berichtet die Welt:

Tagelang wütete in Buenos Aires der Mob gegen obdachlose Ausländer. Vier Menschen starben. Nun werden die Einwanderer von Polizisten geschützt.

Die Täter – keine Taliban, sondern der vielgelobte Mittelstand. Dazu paßt auch eine andere Nachricht aus der Welt:

Der in Russland bekannte dunkelhäutige Schauspieler Tito Romario ist in St. Petersburg an seinen schweren Prügel-Verletzungen gestorben. Der gebürtige Brasilianer war schon häufiger Opfer rassistischer Übergriffe. Seit dem Ende der Sowjetunion hat die Ausländerfeindlichkeit in Russland stark zugenommen.

Im deutschen Mittelstand sieht es nach einer aktuellen Studie ähnlich aus, man sollte denken, das wäre wichtiger als Terrorismus – aber: es läßt sich nicht gut inszenieren. „Mittelschicht jagt Weltweit Minderheiten“  wäre eine gute Schlagzeile, entspricht der Wirklichkeit, aber paßt nicht ins aktuelle offizielle Bedrohungskonzept. Man merkt: nicht nur die Nachricht wird wichtig, sondern auch, was man mit ihrer Veröffentlichung bezweckt. Ein Nebenzweck: Machtzuwachs für die vierte Macht. Die Möglichkeit zur Inszenierung der Wirklichkeit gibt reale politische Macht. Eine Nebenwirkung: stärkeres Umwerben und Einbinden der vierten Macht durch die anderen gesellschaftlichen Mächte, wodurch sie eigentlich schon fast wieder sinnlos geworden ist.

In eine solche Situation manifestiert sich nun „Wikileaks“, das diese Woche mit „Openleaks“ eine Ergänzung („Konkurrenz“ würde ich da nicht sagen wollen) bekommt.

Schon ist die Empörung groß – unzensierte Fakten strömen durch das Land und verwirren den Wähler, noch schlimmer: aktuell erfährt er, welches „Klima“ innerhalb der US-Administration herrscht, wie arrogant eine Supermacht über ihre Mitmenschen urteilen. Schlimmer ist, das diese Supermacht unschuldige Menschen erschießt, aber da drückt man – weil es ins Konzept paßt – gerne mal ein Auge zu. Selbst wenn man belogen wird und die Tochter des kuweitischen Botschafters vor der UN ein billiges Theaterstück aufführt, um die Länder in einen Krieg zu treiben, nimmt man das relativ gelassen hin.

Das die gleiche Macht wegen Wikileaks laut Spiegel völlig aus ihrer pseudodemokratischen Rolle fällt, stört auch kaum.

In Großbritannien wartet Julian Assange auf seine Auslieferung an Schweden, US-Justizminister Eric Holder will ihn am liebsten selbst vor Gericht bringen.  Es gibt dabei nur ein Problem: Es existiert kein passendes Gesetz, gegen das der WikiLeaks-Gründer verstoßen hätte – noch nicht.

Das ist die Einstellung einer Autokratie. So herrscht ein Diktator über sein Volk – mit Willkür. Deshalb wollten wir keine Autokraten mehr.

Was ist die eigentliche Sünde von Julien Assange?

Er stört massiv die Inszenierung der Wirklichkeit durch die Medien, dabei haben Politik und Wirtschaft viel Zeit und Geld aufgewendet, um die lästigen Medien endlich auf Kurs zu bringen, damit die endlich viel über die Gefahr durch den Terror berichten und nichts über die Wirkungen des Terrors der Globalisierung.

Allein die bloße Möglichkeit, das es da noch ein unkontrolliertes Medium gibt, das eventuell die fein vertuschten kriminellen Machenschaften von Mächtigen einfach so entblößen kann (und jedesmal gleichzeitig demonstriert, wie zahnlos und harmlos die etablierten Medien geworden sind),  jagt weltweit den Tätern schon eine enorme Angst ein. Niemand kommt auf die Idee, dem diplomatischen Korps der USA nahezulegen, das sie vielleicht mal etwas an ihrer grundsätzlichen Einstellung gegenüber ihren Freunden, Verbündeten und Partnern ändern sollten – die abwertende, zynische Haltung dieser Leute scheint in Medienkreisen weithin akzeptiert zu sein, den gleichen Kreisen, die kein Problem damit haben, die internationalen Beziehungen weiterhin als globale Veranstaltung mit dem ethischen Niveau eines protestantischen Kirchentages abzubilden.

Diese Lüge zu leben wird aber dank Julien Assange nicht mehr länger möglich sein. Wen man sich aber nun überlegt, wer an dieser Inszenierung, die dank ihm an Glaubwürdigkeit deutlich verloren hat, alles mitwirkte und dran verdient hat, dann wundert man sich nicht mehr, wie viele ihn jetzt hassen und verurteilen.

Lieber wäre allen ein Volk, das mit offenem Mund Dieter Bohlens pupsenden Busenwundern zuschaut … oder was da alles aufgefahren wird um die Leute mit Klamauk von Bildung abzuhalten.

Wahn, Wahrheit und Wirklichkeit: kulturell unangemessener bizarrer Wahn

Sonntag ist. Ein Tag zum Geschichten erzählen,  zur Besinnung und zur Umschau, wo man eigentlich gerade steht.  Immerhin: für so etwas war die Kirche mal gut: dem Adel einen Arbeitstag abzuschwatzen. Muss nicht leicht gewesen sein.

Im Sommer 2002 durfte ich mal wieder durch die Republik reisen. Frei und ungebunden mit dem Auftrag,  Marktforschung bei Meinungsbildnern zu betreiben.  Zugang zu Menschen zu bekommen, die keinen Zugang gewähren, war eine meiner leichtesten Übungen. Das Themenfeld war … Diagnostik und Therapie der Schizophrenie.

Es wurden spannende Monate….wenn nicht sogar Jahre. Einer der psychiatrischen Chefärzte lud mich sogar in sein „Allerheiligstes“ ein, den Raum hinter dem Sprechzimmer, nachdem er meine Studienfächer erfragt hatte.

Das Gespräch dauerte sehr lange. Im Ergebnis hatten wie … einen „Deal“. Ich vermittelte ihm Menschen für eine Fortbildung, dafür würde er mich als Beobachter in der geschlossenen Abteilung der Anstalt zulassen.  Ich habe mehrere dieser „Praktika“ absolviert – in verschiedenen Kliniken.  Im Detail darf ich nicht darüber reden….und werde es auch nicht tun. Insgesamt habe ich den Eindruck, das die Psychiatrie sich auf dem Weg der Besserung befindet. Wurden die Patienten noch in den achtziger Jahren in Turnhallen an die Wände gekettet, so werden sie heute immerhin nur noch ans Bett gefesselt – wann immer sich die Pfleger von ihnen gestört fühlen.

Man sollte …. tunlichst vermeiden, solchen Menschen in die Hände zu fallen. Pfleger sind keine Heiligen, sind oft überfordert, verstehen die Krankheitsbilder nicht und neigen dazu, auf die Patienten zu reagieren wie auf normale Nachbarn, die sich danebenbenehmen.  Vielleicht habe ich deshalb den Rat eines Oberarztes bekommen, bei der Erwähnung meiner Klinikaufenthalte zu erwähnen, das ich KITTEL UND SCHLÜSSEL hatte.

Offensichtlich reicht Kittel alleine nicht. Also: ich besaß Kittel und Schlüssel. Konnte jederzeit ´raus. Die Pfleger nicht.

Spannender jedoch war für die andere Seite.  Die Psychiatrie kennt für die Diagnose der Schizophrenie ein Kriterium, das dem Philosophen sofort unheimlich ist und sein muß:

Unter einem Wahn versteht man eine krankhaft falsche Überzeugung über die Realität, die sich nicht korrigieren lässt. Beispiele sind Verfolgungs-, Vergiftungs- oder Beeinträchtigungswahn, aber auch Größenwahn. Die Wahnthemen sind oft bizarr, z.B. der Wahn, das Wetter kontrollieren zu können oder mit Außerirdischen in Verbindung zu stehen.

Wahrheit und Wirklichkeit sind Themen, die man in der Philosophie am besten gar nicht anrührt….weil man zu keinen Ergebnissen kommt.  Schnell macht man die Erfahrung, das die einzigen Idioten auf diesem Planeten diejenigen sind, die glauben, etwas wirklich zu wissen.

Die letzten dreihundert Jahre haben wir uns als Zivilisation als Leute gebärdet, die … alles aber auch wirklich alles wissen. Was war der Ergebnis?

Atombomben, Konzentrationslager, Völkermorde, Hexenverbrennungen, Umweltzerstörungen … die Liste ließe sich beliebig verlängern. Sicher, wir haben auch Kaffeemaschinen und Toaster … aber zu welchem Preis.  Die Bilanz unserer „Kultur“ ist – bei allen technischen Wundern – bislang erbärmlich, dabei sollten doch Aufklärung und Vernunft uns zur Freiheit, zum ewigen Frieden und zum Paradies führen, während es momentan so aussieht, als führe uns die Vernunft schlichtweg direkt in die Hölle auf Erden – vielleicht auch ein Grund, weshalb psychische Erkrankungen zunehmen.  Hölle ist halt geistig ungesund.

Andere Definitionen von Wirklichkeit also als „krank“ darzustellen (wie es auch im Stalinismus gerne getan wurde),  ist schlecht mit der Wirklichkeit der „modernen  Zivilisation“  in Einklang zu bringen, die selber keinen allzu gesunden Eindruck macht.

Der Chefarzt sah es genauso. Deutsche musste er behandeln, wenn sie mit Gott sprachen, Türken, wenn sie nicht mehr mit Gott sprechen konnten – jedenfalls wenn man dem schwammigen Wortlaut der Diagnostik folgt.  Ergo war ihm daran gelegen, Fortbildungen über Wirklichkeitsdeutungen für Ärzte und Pfleger zu organisieren. Ich sagte ihm zu, das ich das organisieren würde.

Ein wenig Recherche nur …. und ich traf seltsame Menschen, erfuhr eine Wirklichkeit mitten in Deutschland, die ich zuvor für unmöglich gehalten hätte.  Auch hier … möchte ich nicht über Details reden.  Was ich fand, war unter anderem eine Bundestagsabgeordnete, die eine sehr devote Beziehung zu jemandem führte, der … für mich dann als Referent arbeiten sollte. Viele nannten ihn einen Schamanen, einen Zauberer – er selbst allerdings nannte sich nur jemand, der „im Wald betet“ – was er auch tat, ich war dabei.  Der Mann hatte ein Schwester, die Psychiaterin war – und er war (für mich natürlich wichtig) uneingeschränkt gesellschaftsfähig, was man kaum glauben würde, wenn ich von bzw. aus seiner Welt erzähle. Traue ich seiner Frau, so sind es tausende von Menschen, die in vielen Jahren seinen Worten gelauscht haben, systematisch baut er seine eigene kleine „Kirche“ auf, um … die Welt zu heilen.

Völlig wahnsinnig, wenn er vor den Ärzten und Pflegern gesessen hätte, die ihn bei Einweisung begutachten. Dort allerdings … hat keiner eine Chance.  Ich war bei einigen der Einweisungsgespräche dabei….hat man den Stempel „verrückt“ auf der Stirn, gibt es schlichtweg nichts um das Gegenüber vom Gegenteil überzeugen zu können. Dort merkt man wie sehr Wirklichkeit von Deutung abhängen kann. Ein normaler, stockkonservativer Managertyp im Nadelstreifenanzug bekommt die Diagnose „emotional verflacht“, regt er sich über die Diagnose auf, so kriegt er eine neue, zusätzliche: gesteigerte Affektivität. Dieses Spiel kann man endlos weiterspielen, es gibt schlichtweg keine Äußerung, die nicht ins krankhafte interpretierbar wäre … aber es gibt dankenswerterweise viele Ärzte, die sich dessen bewußt sind.

Politisch gesehen natürlich außerordentlich brisant … und es ist verwunderlich, wieviel politische Vernunft in jenen Menschen war, die ich auf meinen Reisen noch kennengelernt habe. Keltische Priester (und das auch noch in der Eifel), christliche Nonnen,  die in der Eifel mit Hilfe des Zen-Buddhismus Bürger missionieren wollen, um die Lehre, die die moderne Zivilisation hinterlassen hat, mit Sinn, Glück und Lebensfreude zu füllen (Zenklausen … die darf ich auch öffentlich erwähnen), keltische Stämme (mit Schwertritualen, sind auch Unternehmensberater dabei), bekennende Hexen unterschiedlichster Form (organisiert und nicht organisiert) … eine weite Welt tat sich auf, die unerkannt neben unsere lebt, aber in der Kritik zur Politik der BRD überraschende Gemeinsamkeiten aufweist.

Eine ähnliche Kritik – sehr ähnlich sogar – fand ich in den Reihen der Psychiater.  Schauten diese ach so fremden, gegensätzlichen Menschen auf die politische Wirklichkeit der BRD, so sahen beide das Gleiche: ein Wiedererstarken des Faschismus, sowohl hier als auch in den USA (wozu sich einer der Schamanen regelmäßig in die „Tapete“ des weißen Hauses „hineinträumte“ … bevor jetzt einer laut lacht: die USA machen unter dem Stichwort „remote viewing“ ähnliches, das Lachen darf im Halse steckenbleiben),  der damalige Chefarzt der Psychiatrie in Gießen machte sich sogar gerne mal in öffentlichen Vorträgen Luft über den ansteigenden Faschismus in den USA, den er an der Neuregelung der  Behandlung von psychisch Kranken in diesem Land festmachte.  Und hier …. um einen großen Kreis zu schließen … fand ich an einer namhaften Universitätsklinik auch eine Psychiaterin moslemischen Glaubens die … sehr überzeugt davon war, das der Islam die einzige Rettung vor jenen Kräften sein wird.

Eine ganz normale, junge, moderne Frau, Raucherin, die mich mit einigen überzeugenden Büchern konfrontierte wodurch es mich  nicht mehr wirklich verwundert, warum „der Islam“ auf einmal zum Feind geworden ist.

Ein kleiner gemeinsamer Nenner verschiedenster „Kontrahenten“.  Sage ich jetzt aber hier öffentlich:  Dieses Land wird faschistisch! so bin ich es, den man für verrückt erklären würde.  Ich habe nun keinen Kontakt mehr zu diesen Leuten – außer das ich regelmäßig noch zu der einen oder anderen Fortbildung für Psychiater eingeladen werde.  Zu den „Zauberern“ habe ich auch keinen Kontakt mehr, ihre Wirklichkeit wurde mir zu unheimlich – und man hat ja – Gott sei Dank – die freie Wahl.

Ich habe mich aber an alle erinnert, als „Hartz IV“ eingeführt wurde.

Meine Position, das dieses Land nie und nimmer wieder faschistisch wird, wurde auf einmal nahezu unhaltbar, denn alles, wovor Psychiater und ihre potentiellen Patienten gewarnt hatten, stand auf einmal vor der Tür, die Dunkelheit, vor der sie gewarnt hatten, war auf einmal politisch konkret benennbar und erfahrbar.

Entgegen jeglichen Gerechtigkeitsdenkens schuf die politisch herrschende Klasse (nennen wir sie mal die Maschmeyer-Schröder-Gang) eine künstliche Unterschicht, denen viele bürgerliche Rechte aberkannt wurden.  Ihr Besitz wurde konfisziert … auch wenn sie zuvor dreißig Jahre fleißig in die Versicherung einbezahlt hatten. Der neue Faschismus hatte sich seinen neuen Juden gebaut – und sich erstmal -wie üblich –  an ihm bereichert.

Es ist schon peinlich, wenn man als normal denkender Mensch merkt, das Moslems, Hexer und Zauberer den zukünftigen Verlauf von Wirklichkeit besser vorhersagen konnten als hochbezahlte „Experten“.  Nun, vielleicht … sollte man der Möglichkeit Raum geben, das es Menschen gibt, deren Wahrnehmungshorizont weiter ist als der unsrige, die eine feinere Nase für „Wirklichkeit“ haben, als der Durschnitt.  Ist ja auch nichts besonderes, was die Nase angeht schlägt uns jeder Hund an Wahrnehmungsqualität. Dieser Gedanke kam mir, als ich das Video von Alex Jones über den Bohemian Grove ansah. Alex Jones mokiert sich über die Menschen, die vor der Tür protestierten: Hexen und Zauberer, der „Gegenzauber“ wirken wollten….für mich war dies nach meinen Erlebnissen in Deutschland  normal.

Sieht man sich die Rituale des Grove an … so würde ich die Menschen, die sich dort an der Verbrennung von Kinder- Babypuppen beteiligen, während Schmerzensschreie über den Platz hallen (zu sehen z.B.

), am liebsten sofort einweisen lassen. Geht aber nicht, ist die Maschmeyer-Schröder-Gang der USA, sogar Helmut Schmidt war schon da. Die kann man nicht einweisen lassen, die BESTIMMEN, was Wirklichkeit ist….in Deutschland ganz einfach über den Schulstoff, der in Curricula gefaßt bestimmt, was ein Schüler wissen darf und was nicht.

Und die Schüler selbst … bekommen ein wenig Angst, was in der Philosophie auf sie wartet, wenn sie durchhalten:

Wer bis hierher durchgehalten hat, hat sich als philosophisch belastbar erwiesen, der Kurs ist zusammengeschmolzen, und wir trauen uns jetzt, Fragen zu stellen, die manchem da draußen verrückt erscheinen. (Die spinnen, die Philosophen!):

  • Könnte ich beweisen, dass ich ‚wirklich’ existiere – und nicht bloß als Figur in einem Computerspiel? Und was ist mit der ‚Welt’ um mich herum?
  • Wir nehmen die Welt wohl ganz anders wahr als eine Biene oder eine Fledermaus – Gibt es eine ‚richtige’ Sicht der Welt?
  • Was ist ‚Wahrheit’, können wir sie erkennen?
  • Werden irgendwann einmal alle Fragen beantwortet sein?

Quelle: Lehrplan Philosophie, Freiherr vom Stein-Gymnasium Oberhausen.

Man merkt … die Suche nach Wahrheit und Wirklichkeit macht heutzutage Angst … man könnte für verrückt gehalten werden. Besser man hört frühzeitig damit auf.

Die Verrückten stehen auf Bergen und schreien nach ihren Göttern….die angeblich auch antworten.

Die Vernünftigen jedoch fallen in den Irak ein, massakrieren seine Bevölkerung, marschieren in Afghanistan ein, massakrieren dort auch die Bevölkerung, bohren Löcher in die Erde die sie nicht mehr zubekommen und verkaufen ihre Oma für eine Handvoll Rendite.

Wahn, Wahrheit und Wirklichkeit.

Wie einer der Psychiater sagte: wir haben hier nur diejenigen, die den Wahnsinn dort draußen nicht mehr aushalten.

Und wenn ich überlege, wer mehr Schaden anrichtet … die Hexen oder die „Grover“ … dann weiß ich, wen man einsperren müßte, um dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten.

Wie  heißt es so schön: an ihren Früchten sollt´ ihr sie erkennen.

Tun wir aber nicht.

Aber wir versuchen, kulturell unangemessenen bizarren Wahn zu erkennen und zu therapieren.

Noch ein Nachtrag, eine gruselige Geschichte zum Abschluß?

Auch die deutschen Schamanen, Hexen,Priester und Zauberer versuchten eine konzertierte Aktion (nicht gegen den Grove, aber gegen das was aus den USA ´rüberschappte,  gegen das, was sich in der Gesellschaft breit machte und Liebe und Leben zu verdrängen suchte).

Allen ging es danach schlecht. Geld weg, Frau weg, Leben weg, unheilbare Krankheiten … keiner konnte sein gewohntes Leben weiterführen. Am schlechtesten ging es jemanden, der mehrer Firmen an die Wand gefahren hatte, völlig überschuldet war und den sogar ich niemals eingestellt hätte, weil er völlig kaputt und ausgebrannt war.

Er ist heute (echter!) Unternehmensberater und will von früher nichts mehr wissen. Man war auf ihn zugegangen und hatte ihm ein Angebot gemacht.

Gut, das ich nicht verrückt bin, denn sonst würde mir das zu denken geben.  Wenn man aber normal ist (und mit zwei-drei Liter billigem Rotwein am Tag) kann man solche Nachrichten gelassen ertragen:

Die Tanklastwagenbesitzer, die derzeit streiken, haben für ihre Genehmigungen bis zu 300.000 Euro bezahlt. Erteilt der Staat nun schrittweise so gut wie kostenfreie Lizenzen, verlieren die alten ihren Wert – Männer wie Sidas fürchten um ihre finanzielle Zukunft. Denn bislang waren die Fuhrunternehmer auf ihrem Markt konkurrenzlos, selbst EU-Ausländer konnten keine Transportlizenzen erwerben.

Und warum geschieht das? Warum werden 33000 Kleinunternehmer enteignet, ohne das die deutsche Medienöffentlichkeit sich aufregt?

Nicht zuletzt, weil der Kreditvertrag mit der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds, der Griechenland vor dem Staatsbankrott bewahrt hat, ihn zur Liberalisierung des Arbeitsmarktes verpflichtet.

Was bei uns „Putsch von oben“ war, ist jetzt in Griechenland die “ Revolution des Selbstverständlichen“.

Nun muss Premier Papandreou seinen Landsleuten erklären, dass es keine Alternative zu den Einschnitten gibt. „Wir sind aufgerufen, die Revolution des Selbstverständlichen durchzuführen“, sagt der Regierungschef.

Und es kommt sogar noch besser:

Jetzt droht die Regierung mit der „zivilen Mobilmachung“. Folgt ein Lkw-Besitzer dem auf seinen Namen persönlich ausgestellten „Marschbefehl“ nicht, könne er sofort festgenommen und einem Schnellgericht überstellt werden, das Fahrzeug könne beschlagnahmt werden, droht Transportminister Dimitris Reppas.

Das Militär ist auch schon da:

Auch die Kabinettsentscheidung, die Armee für die Versorgung wichtiger Einrichtungen wie Krankenhäuser, Stromwerke und Flughäfen einzusetzen, lässt die Transporteure nicht aufgeben.

Und da kommt noch mehr:

Im Herbst sollen außerdem sämtliche „geschlossenen Berufszweige“ wie die der Taxiunternehmer, Anwälte oder Architekten liberalisiert werden.

Schade nur, das ich keinen Alkohol trinke.  Und auch sonst neige ich wohl in Kontakt mit Nachrichten zu schizophrenen Schüben:

Wichtig ist, dass sich psychotische Krankheitsphasen durch Frühwarnzeichen ankündigen können, die oft Tage bis Wochen vor Ausbruch der eigentlichen schizophrenen Symptomatik bestehen. Diese zu erkennen ist wichtig, um schnell mit einer entsprechenden Therapie beginnen zu können. Zu solchen Frühwarnzeichen gehören:

  • Ruhelosigkeit
  • Nervosität und Gespanntheit
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Schwierigkeiten bei der Arbeit, Überforderungsgefühle
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
  • sozialer Rückzug.
  • Ich finde, man sollte solche Nachrichten verbieten, denn bei mir stellen sich in der Tat einige Frühwarnzeichen ein … erst recht, wenn ich noch eine andere Nachricht hinzufüge:

    Jetzt kommen die Jahre mit dem fetten Gehalt


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