Wikipedia

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Krieg statt Kooperation

Vorbemerkung: Eigentlich wäre es das Vernünftigste von der Welt, wenn die etablierten Medien und die mit ihnen verbundenen Politikerinnen und Politiker die Medien im Internet als Partner, wenn auch als kritische und konkurrierende Partner, betrachten würden. Es würde beiden, den Etablierten und den Neuen, guttun. Das Gegenteil ist inzwischen eingetreten. Die etablierte Welt betrachtet die neue Welt als Feind. Es herrscht Krieg statt Kooperation. Johannes Bichler* beschreibt diesen Informationskrieg und die mobilisierte „Schlägertruppe“ – Psiram, Wikipedia, Amadeu Antonio Stiftung, die EU East StratComTaskforce usw. – Es muss und es wird nicht bei diesem ersten Stück bleiben. Albrecht Müller.
[…]
* Johannes Bichler. Alter: 39. Ausbildung zum Landschaftsgärtner; momentan für das Rote Kreuz tätig. War schon: Auslieferungsfahrer, Altenpfleger, Taxifahrer, bei den Maltesern, Dichter und Biogärtner. Reist gerne und verehrt die Punkbands der 80er und 90er.

Über Wikipedia, Mimikama, Thiomersal und sonstige Schadstoffquellen

Business as usual in Pig Data times … unterhaltsam reflektiert von Markus Fiedler

Wie man Ratten fängt …

143 Rattenfutter


(Foto: parkwaechter / nachrichtenspiegel.de / CC BY SA 3.0)

Elend verreckt am „politisch korrekten“ Einheitsbrei

Während viele ihrer Zeitgenossen bereits aufgegeben  haben und das sinkende Narrenschiff nun ihrem Schicksal überlassen, so kämpfen Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer immer noch einen einsamen Kampf. Nachdem sie jahrzehntelang selbst für das Redaktionsgeschehen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk verantwortlich waren, lässt es ihr Gewissen einfach nicht zu, dass sie sich nun im Ruhestand ab nach Mallorca machen und den nackten Wahnsinn unwidersprochen lassen. Ihnen ist bewusst, dass uns die täglich über Tagesschau & Co. in den Äther geblasene Manipulation und Demagogie nicht nur den Atem rauben, sondern uns schon demnächst Kopf und Kragen kosten könnten. Ungeachtet aller Fakten und des nun schon scheinbar viel zu lange andauernden Friedens in Europa, wird im gemeinsamen Konzert mit der deutschen Presse – laut Michail Gorbatschow „die bösartigste“ Presse der Welt – kompromisslos zur Konfrontation mit der Nuklearmacht Russland geblasen. Putin muss weg, keine Frage. Wenn wir im gleichen Zug dann auch weg sind … na dann hat man doch gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Schon genial, und gar nicht trivial.

In einem jüngsten Artikel (siehe Rubikon) sprechen Klinkhammer und Bräutigam über ein umso trivialeres, aber immer noch probates Rezept aus Großmutters Pfannkuchenküche, mit dem der Staatsfunk den abends bereits von der Arbeit ermatteten Bürger einspinnt: Durch eine wohlabgewogene Mischung aus Wahrheit und Falschinformationen:

<< Wenn ein Sender zu offensichtlich und zu ausschließlich die Unwahrheit sagt, fällt das irgendwann selbst dem Dümmsten auf. Der hört auf, dem Informanten zu vertrauen, schaltet ab und entzieht sich so weiteren Manipulationsversuchen. So ungeschickt verhält sich die ARD natürlich nicht. Sie möchte nachhaltig und möglichst unbemerkt verdummen. Sagen Sie nicht „Die Erde ist eine Scheibe“, sondern „Die Erde ist rund und Mittelpunkt unseres Sonnensystems“. Dann verleiht der richtige erste Halbsatz dem zweiten mehr Glaubwürdigkeit. Wussten Sie übrigens: Russland ist das größte Land der Erde und hat 2014 die Krim gewaltsam annektiert? >>

Der ARD hält es also im Prinzip wie mit Ratten und Wühlmäusen, die ich gerade in unserem Gartenhäuschen bekämpfe: Wenn ich nur vergiftete (rot gebeizte) Weizenkörner als Köder ausstreue, dann wird der Köder nicht angenommen. Dazu sind die Tierchen bereits intelligent genug. Wenn ich in den Teller mit den vergifteten Körnern aber auch eine Handvoll gute Weizenkörner reinstreue, dann wird das Ganze ohne Weiteres gefressen. Habe erst gestern wieder zwei tote Mäuse eingegraben, denen dieser Fraß zum Verhängnis geworden ist.

(Nach dem gleichen bzw. umgekehrten Prinzip arbeitet übrigens Wikipedia – sie wird geschätzt, weil dort viele von uns ihr jeweiliges – korrektes – Fachwissen beisteuern, sodass die Online-Enzyklopädie größtenteils auch als gut und nützlich empfunden wird. Bei Themen, die politisch und kommerziell besetzt sind, z.B. Artikel über NATO, transatlantische Think Tanks, Geo- und Konzernpolitik, Pharma, Impfen oder Alternativmedizin, wird allerdings tendenziös verbrämt, manipuliert und diffamiert, was das Zeug hält – sollte aber für aufgeklärte Bürger eigentlich spätestens bekannt sein seit Markus Fiedlers Doku „Zensur“).

Wer das untergemischte Rattenfutter mitisst, wenn er in der freien Enzyklopädie recherchiert, abends die Tagesschau guckt oder in „der bösartigsten Presse der Welt“ schmökert, der darf sich also nicht wundern, wenn er eines Tages üble Bauschmerzen bekommen und aus der Rückenlage nicht mehr hochkommen sollte. Er braucht auch nicht auf ein ehrenvolles Begräbnis zu hoffen, weil er brav den „politisch korrekten“ Einheitsbrei gelöffelt hat, den man ihm vorgesetzt hat. Wie hat schon der große George Carlin gesagt: „Political correctness is fascism pretending to be manners.“ Auch ich habe die am Rattenfutter verreckten Mäuse natürlich nicht mit Marmorgedenktafel im eigenen Vorgarten beerdigt, sondern – ganz wie es sich gehört – mit einem Spaten im Nachbargrundstück hinterm Haus verscharrt, wo schon unzählige andere Kadaver ihre letzte Ruhestätte gefunden haben.

Wikipedia oder Wikihausen? – Dirk Pohlmann über das globale Manipulationsnetzwerk einer atheistischen Sekte (Zensierte Fassung)

Während unsere Qualitätsmedien immer noch weggucken, arbeiten Dirk Pohlmann und Markus Fiedler gerade fast wie im Alleingang einen ungeheuren Skandal auf: Die freie Enzyklopädie Wikipedia ist gar nicht so frei wie sie erscheint, sondern wird dominiert von einer Gruppe, die Pohlmann als „aggressive, atheistische Sekte“ bezeichnet, die auch vor systematischem Rufmord und existenzieller Vernichtung Andersdenkender nicht zurückschreckt. Diese Sekte kleidet sich in scheinbar wissenschaftliche und fortschrittliche Gewänder, verfolgt jedoch eine radikale Agenda der Gegenaufklärung. Ihr Ziel: Die Austreibung allen Geistes aus der Menschheitskultur bzw. die Heranzüchtung des vollkommen geistlosen Menschen, der in einer „rein säkularen“ Welt unter transatlantischer Ägide nur noch dem technischen Fortschritt und der sozialdarwinistischen Effizienz verpflichtet ist – und natürlich der Meinungshoheit von neoliberalen, demokratiebefreiten „Experten“, die so wie bei Wikipedia alles aus dem Hintergrund steuern, Unerwünschtes von der Bildfläche verschwinden lassen und Erwünschtes als common sense etablieren. Trotz aller Geistlosigkeit will diese Sekte also auch in Zukunft nicht auf das Amt des Hohepriesters verzichten. Im Unterschied zu ihren antiken Vorgängern werden die neuen Hohepriester – ebenso wie ihre die Welt ins transhumanistische Paradies steuernden Algorithmen – zwar allwissend und allmächtig sein, aber eben leider nicht allgütig.

Man könnte den derzeit beobachtbaren Kampf um die mediale Meinungshoheit auch mit den Worten von Prof. Rainer Mausfeld beschreiben: „Wir leben in einer Phase der Gegenaufklärung, die es perfiderweise geschafft hat, sich als Aufklärung zu tarnen.“

Dirk Pohlmann und Markus Fiedler (Autor der mittlerweile vielgesehenen Dokus „Zensur“ und „Die dunkle Seite der Wikipedia“) stellen mit ihrer Arbeit wichtige Meilensteine bereit, um den Marsch in den Grand Canyon, in den uns die „Skeptiker“-Bewegung leiten möchte, doch noch rechtzeitig umzukehren und das Spinnwebgeflecht des manufacturing consent wieder abzustreifen.

Ein fast zweistündiger Vortrag wie nachfolgend mag uns zeitlosen Zeitgenossen etwas lange vorkommen. Aber was sind sind schon zwei Stunden gegenüber einer halben Ewigkeit, die Dantes Eishölle für jeden andauern wird, der in sie abrutscht? Insofern kann man Dirk Pohlmanns Recherchen (die nur die Essenz einer ganztägigen Tagung darstellen) als elementares Rüstzeug ansehen, das sich im massenmedial vernetzten Informationszeitalter wohl jeder Bürger zulegen sollte, der seine Mündigkeit bewahren und inmitten des transatlantisch-neoliberal-nihilistischen Netzwerks seinen Geist nicht aufgeben möchte. Denn wer dieses Netzwerk nicht kennt, wird darin unweigerlich kleben bleiben wie ein argloser Falter in einem Spinnennetz. Im Übrigen: Pohlmanns Präsentation ist ausgesprochen kurzweilig und trotz aller Dramatik sehr motivierend, ebenfalls Stellung zu beziehen und sich aus dem Zugriff eines immer dreister werdenden Ansinnens zu „betreutem Denken“ mutig mit eigenen Gedanken zu emanzipieren. Wer wenig Zeit hat, mag sich evtl. nur die Visualisierung des Skeptizisten-Netzwerks bei Minute 1:00:10 ansehen:


zum Weiterlesen:

Der Psiram Lehrmeister – Massentaugliches Infotainment und marktkonformer Brainfuck

Endzeit-Poesie 4.0: Unser „Ich“ – Staatsfeind Nr.1

„Last Christmas“ – Jahresende und Ausblick auf 2019

 

Update:
Verifiziert – und manipuliert
Ein Artikel von Golem.de

++
Neuer Youtube-Kanal von Markus Fiedler & Dirk Pohlmann zur Aufarbeitung des Wikipedia-Sumpfes:
Wikihausen

Alles in Butter: Prof. Michael Butter – Wie man tapfer feige eine wissenschaftliche Lanze bricht


Eiserne Jungfrau, aufgenommen im Folterkeller einer Burg aus dem 14. Jhdt. (CC BY Parkwaechter / nachrichtenspiegel.de)

Butter am Brot der Gedankenpolizisten

Prof. Michael Butter, ein von unseren DIN-ISO-zertifizierten Leitmedien wie Spiegel, Welt & Co. vielrezipierter Autor, der in besagten Medien unermüdlich darüber aufklärt, wie verwerflich es doch sei, „Verschwörungstheorien“ aufzustellen (siehe auch Jens Wernicke: Vorsicht, Verschwörungstheorie!), hat nun ein ganz dickes Ei gelegt und selbst ein apologetisches Grundlagenwerk wider die Ketzerei geschrieben: „Nichts ist, wie es scheint: Über Verschwörungstheorien“ (Suhrkamp Verlag, Berlin 2018).

Eines der Hauptziele von Butters publizistischen Schmähungen: Der Schweizer Friedensforscher Daniele Ganser. Bei nüchterner Betrachtung des gegenwärtigen Weltgeschehens darf man sich an dieser Stelle vielleicht einmal eine naive Frage stellen: Was bewegt einen an der Uni Tübingen angestellten Professor, in einer verhängnisvollen Zeit, in der der Weltfrieden dermaßen bedroht ist, dass uns nicht nur der scheidende Außenminister Sigmar Gabriel an der Münchner Sicherheitskonferenz MSC „am Abgrund“ sieht (Quelle: nzz) und auch das aus Nobelpreisträgern und renommierten Wissenschaftlern zusammengesetzte Gremium des Bulletin of the Atomic Scientists seine „Doomsday Clock“ gerade auf zwei Minuten vor Mitternacht, d.h. der symbolischen Apokalypse vorgestellt hat (Quelle: Spiegel), nun ausgerechnet auf einen couragierten Friedensforscher einzuschlagen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, über die politisch-ökonomischen Hintergründe der gegenwärtigen Übelstände aufzuklären, eine neue Friedensbewegung anzuregen und damit die gnadenlos tickende Doomsday Clock, kurz bevor endgültig der Kuckuck herausschnellt und „Game Over“ verkündet, womöglich doch noch anzuhalten? Wären wir in solch unheilsschwangerer Zeit, in der unsere Leitmedien mit bisher ungekannter Leichtfertigkeit über die Möglichkeit eines nuklearen Schlagabtauschs zwischen NATO und Russland, also über ein Game Over für uns alle sprechen, nicht besser beraten, wenn wir zusammenhalten, anstatt uns in akademischen Grabenkämpfen gegenseitig aufzureiben?

Denn leider haben publizistische Affronts wie die von Michael Butter einen unangenehmen Schneeballeffekt: Es ist nicht nur die Lebenszeit eines möglicherweise gelangweilten Professors aus Tübingen, die durch solche Dispute fruchtlos in den Sand gesetzt wird, auch ein Teil der Arbeitszeit von Daniele Ganser und vielen anderen Menschen der Friedensbewegung ist jetzt damit gebunden, da man sich nun mit Butters Angriffen auseinandersetzen, Erwiderungen schreiben, Behauptungen mit entsprechenden Quellenangaben widerlegen muss etc. – wer schon selbst einmal eine akademische Arbeit verfasst hat, der weiß, wieviel Kapazität damit okkupiert wird und wie geschlaucht man sich oft fühlt, nachdem man alle dokumentierten Sachverhalte gemäß den herrschenden Zitierregeln mit Quellenangaben versehen und in einen im akademischen Diskurs akzeptierten Kontext gestellt hat. – Zeit und Kapazität, die man in der Friedensbewegung angesichts der vielen Brandherde, die derzeit auflodern, eigentlich für wesentlich dringendere Arbeitsaufgaben bräuchte, um das Schlimmste zu verhindern.

Wie dem auch sei: Exerzieren wir das gegenwärtige Malheur ruhig einmal exemplarisch durch, auch wenn wir mit unserer knapp bemessenen Zeit Besseres anzufangen wüssten. Da uns der Fehdehandschuh nun mal bereits hingeworfen wurde, dann heben wir ihn eben auf und betrachten, aus welchem Stoff er eigentlich gewoben ist. – Vielleicht löst sich mit dem, was wir anhand dieses eigentlich unwichtigen, aber symptomatischen Falles erkennen können, ja ein fundamentaler gordischer Knoten, an dem die Welt derzeit fast zu ersticken droht.  Stricken wir also die Ärmel hoch, knipsen wir die Stirnlampe an und machen wir uns ans Werk: Wer ist der akademische Ritter, der aktuell eine Lanze gegen Ganser und gegen „Verschwörungstheorien“ bricht?

„Ein deutscher Amerikanist“ …

In einem einzeiligen Wikipedia-Eintrag erfährt man über Michael Butter nicht mehr, als dass er „ein deutscher Amerikanist ist“. Nun, eventuell finden sich demnächst einige Freunde der amerikanistischen Zunft, die seinen mageren Wikipedia-Eintrag um ein paar weitere Lorbeerkränze und Verdienstorden auffetten, aber vielleicht ist mit dem derzeitigen Einzeiler auch wirklich schon alles gesagt, was es über seine Person zu wissen gilt.

Butters neues Buch soll nach eigenem Bekunden „mit Mythen aufräumen … und zu einem besseren Verständnis des Phänomens beitragen, indem es die Grundlagen, Funktionen, Effekte und die Geschichte verschwörungstheoretischen Denkens vorstellt“. In Anleihe an diejenige Framing-Technik, die der Kognitionsforscher Rainer Mausfeld als „mentale Vergiftung“ bezeichnet, wird der Historiker Daniele Ganser hierbei in eine Reihe neben Alex Jones, Reptiloiden-Theorien und sonstigen ufoesken Ansichten gestellt und als „bekanntester Verschwörungstheoretiker des deutschsprachigen Raums“ bezeichnet. In seinem Buch deutet Butter des Weiteren an, dass Ganser wohl aus finanziellen Motiven Verschwörungstheorien verbreite.

Die Gilde der Gwup/Psiram-Schreiberlinge wird nun frohlocken: Mussten sie ihre auf Daniele Ganser gerichteten Giftpfeile bisher immer aus dem Off der Anonymität abschießen, so haben sie nun eine akademisch akkreditierte, zitierfähige Quelle zur Verfügung. Die Aussage, dass Ganser „ein Verschwörungstheoretiker ist“, entstammt nun nicht mehr nur irgendwelchen Trollen und digitalen Schlägertrupps aus dem Dunstkreis der Psiram-/Skeptiker-Bewegung, die auf zwielichtigen, in Panama und Hongkong lokalisierten Servern ihr Unwesen treiben, sondern dieses Etikett wird der Fachwelt nun in zitierfähigem Normformat von einer wissenschaftlich anerkannten Autorität am digitalen Tablet serviert: von einem Professor an der Universität Tübingen, also einem in der akademischen Hierarchie oberhalb des nur mit der Doktorwürde versehenen Ketzers Ganser rangierenden Würdenträger – über dessen Verdikt sich damit auch alle Zweifel erübrigen sollten. In der Folge kann Professor Butters Butter nun von dem bereits durch Markus Fiedler in seiner Reportage „Zensur“ erläuterten Skeptiker-Netzwerk auf Wikipedia & Co. hundertfach rezipiert und als Teil der „anerkannten wissenschaftlichen Lehre“ ausgewiesen werden. Mit anderen Worten: unzählige trockene Brote werden nun mit der akademischen Butter von Prof. Butter bestrichen werden. Dank der professoralen Butter als Deckschicht ist der unbedarfte Konsument, der noch nie etwas von Ganser & sonstigen alternativen Denkern gehört hat, geneigt, in die akademischen Brötchen der Gegenaufklärer hineinzubeißen, nicht ahnend, dass diese womöglich arg verschimmelt und daher eigentlich ungenießbar sind.

(K)ein Witz

Vor Kurzem habe ich am Marktplatz einen Witz aufgeschnappt: >> Sagt ein Schaf zum anderen: „Du, ich hab‘ gehört, wir werden nächstes Jahr alle geschlachtet.“ – Milde lächelnde Antwort des anderen Schafs: „Aber geh‘, das ist bestimmt eine Verschwörungstheorie!“ <<

Sollte in Zukunft wieder einmal ein Whistleblower ein internes Memo wie dasjenige von NATO-General Wesley Clark veröffentlichen, in dem von einer bis dato noch nicht festzumachenden Instanz aus dem oberen Bürogeschoss der Auftrag erging, „innerhalb von fünf Jahren sieben Länder zu zerstören: beginnend mit Irak, dann Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und zuletzt den Iran“ (Quelle: Democracy Now/Youtube), dann wird dies beim skeptisch aufgeklärten Bürger in Zukunft womöglich nicht mehr die Alarmglocken zum Läuten bringen, sondern nur noch ein müdes Lächeln hervorrufen: „Aber geh‘, das ist nur eine blöde Verschwörungstheorie.“

Auch über diejenigen grauen Eminenzen, über die unsere Bundeskanzlerin immer nur kryptisch als „unsere verlässlichen Freunde“ spricht und denen sie so blind vertraut, dass diese nicht nur die private Kommunikation des Fußvolks, sondern auch ihr eigenes Telefon lückenlos überwachen dürfen, sollte man nicht unnötig Fragen stellen. Wie meinte schon Kater Carlo, als ihm die detektivische Mickey Maus bei seinen im Schutze der Nacht durchgeführten Coups auf die Schliche kam: „Schnüffeln ist aller Laster Anfang.“

Im Schutze der Nacht und unter Ausschluss der Öffentlichkeit durften sich besagte „verlässlichen Freunde“ daher vor einigen Wochen auch zusammenfinden, um nichts weniger zu planen als eine gezielte Zerschlagung Syriens (siehe Bericht in Rubikon) – Ein entsprechendes Protokoll von Benjamin Norman, einem für die Politik des Mittleren Ostens zuständigen Diplomaten der britischen Botschaft in Washington wurde von einem Whistleblower der libanesischen Tageszeitung Al Akhbar zugespielt. Der Inhalt dieses Protokolls entlarvt nicht nur einen menschenverachtenden Bruch des Völkerrechts, das Sabotieren des Friedensprozesses von Sochi und die Instrumentalisierung der UNO sowie der Genfer Syriengespräche durch die sogenannte „Small American Group on Syria“ (USA, Großbritannien, Frankreich, Saudi-Arabien und Jordanien), sondern lässt vor allem tief in die Abgründe einer kriminellen Energie blicken, mit der hinter den Kulissen das Schicksal ganzer Länder ökonomischen Interessen und geostrategischen Plänen geopfert wird. Die alternative Nachrichtenplattform Rubikon und die FB-Seite von Daniele Ganser waren zunächst die einzigen, die dieses brisante Protokoll zu veröffentlichen wagten. Alle anderen Journalisten in der stolzen Landschaft der deutschen „Qualitätsmedien“ guckten betreten zur Seite, obwohl das transatlantische Dokument nun für jedermann verfügbar war. Auch von Seiten der Zunft der an unseren Universitäten habilitierten „deutschen Amerikanisten“ – herrscht Funkstille.

Was, wenn in den Kellern und verspiegelten Hochhäusern derjenigen grauen Eminenzen, von denen uns NATO-General Wesley Clark erzählt, nicht nur detaillierte Pläne über die neoliberale Neugestaltung von Syrien und den Nahen Osten, sondern ebenso über das Schicksal Deutschlands und die zukünftige politische, wirtschaftliche und demografisch-ethnische Gestaltung Europas existieren, zu deren Absegnung auf demokratischem Wege die Bevölkerung niemals bereit wäre? – Eine wilde Verschwörungstheorie? Wo solche Pläne von gewichtigen US Thinktanks wie CFR, PNAC, STRATFOR & Co. doch mittlerweile bereits ganz unverblümt publiziert wurden (siehe Nachrichtenspiegel)? Dass den Denkpanzergenerälen hierbei von der Zukunft Europas nicht das Bild einer friedlichen Insel der Humanität und der Sozialdemokratie vorschwebt, sondern dass ihnen ein mit Russland zerstrittenes, durch kriegerische Konflikte und Terror gezeichnetes Europa im neoliberalen Zeitalter als zeitgemäßer erscheint (Quelle: Chicago Council on Global Affairs / siehe Kurzfassung via Youtube)? – Nein, leider keine Verschwörungstheorie eines psychopathischen Spinners, sondern der nüchterne Report eines der einflussreichsten US Strategen und Politikwissenschaftlers George Friedman, der nicht nur Kommandeure der US-Streitkräfte eigenhändig ausgebildet hat, sondern dessen Thinktank-Organisation STRATFOR laut New York Times weltweit über 4.000 Unternehmen, Personen und Regierungen berät, darunter das US-Außenministerium, Monsanto, Microsoft, Lockheed Martin und die Bank of America. – Vom Tübinger Institut für Amerikanistik wiederum: Kein Kommentar, alles in Butter.

Würden all die Verschwörungstheorien, die in diesen Kreisen abseits der demokratischen Meinungsbildung ausgedacht werden, bloße Theorien bleiben, dann könnte man sich ja in der Tat gemeinsam mit Professor Butter gemütlich aufs Sofa zurücklehnen und süffisant über solche Gehirngespinste lächeln. Blöd nur, dass diese Pläne, über die man sich sogar in der transatlantisch orientierten Redaktion des Spiegel fassungslos gab (siehe Spiegel) und die auch der US Präsidentenberater Brzezinski in seinem Buch „Die einzige Weltmacht“ relativ detailliert darlegt, nun sukzessive in der Realität ihre Verwirklichung finden, sogar mit erstaunlich akkuratem Zeitplan. Aber wer im derzeitigen Weltgeschehen unlautere Absichten vermutet, macht sich ja in Wirklichkeit nur lächerlich – wo doch heute jeder weiß, dass es die unsichtbare Hand des Marktes ist, die alles regelt.

„Sapere aude!“ („Wage es, weise zu sein!“) lautete einmal die Losung der Aufklärung, die gerade bei lebendigem Leibe zu Grabe getragen werden soll.  Dass die postfaktischen Totengräber der Aufklärung nun sogar die Chuzpe haben, sich selbst als Aufklärer zu präsentieren, setzt der grotesken Szenerie noch das Sahnehäubchen auf. Aber egal ob man darüber lachen oder weinen möchte, das „Sapere aude“ scheint ausgedient zu haben. Wozu auch sich selbst seines Verstandes zu bedienen, wo es doch heute Experten gibt, die alle Fachgebiete auf akademischem Niveau „beherrschen“? (siehe auch Nachrichtenspiegel: „Warum überhaupt noch denken?“)

Was aber, wenn in der Gilde der herrschenden Lehre gähnende geistige Leere herrscht, so wie uns das in einem köstlichen Essay der nzz nahegelegt wird: siehe „Das Gastmahl der Geistlosen“– in dieser Betrachtung verortet der Jurist Milosz Matuschek ein „akademisch zertifiziertes, aber intellektuell desinteressiertes Diplom-Proletariat aus Ärzten, Juristen, Lehrern, Bankern und Ingenieuren“, das den klassischen Bildungsbürger abgelöst hat und „uns in einen Zustand der Wohlstandsbehinderung hineinpäppelt“. Das Gesprächsniveau in solcher Gesellschaft verhalte sich laut Matuschek oft indirekt proportional zur Höhe des Durchschnittseinkommens. Nun, darf es uns dann wundern, wenn die ehrenwerten akademischen Ritter, die in dieser Gesellschaft sitzen, sich weniger dem Interesse des gemeinen Bürgers verpflichtet fühlen, sondern sehr viel lukrativeren Interessen nachgehen (siehe z.B. Noam Chomsky: „Die Wachhunde der Machtelite“ oder Christian Kreiß: “Missbrauchte Wissenschaft“)? Das Menü bei diesem Gastmahl der Geistlosen ist bei aller Fortschrittlichkeit, zu der sich die Ritter der Tafelrunde bekennen, allerdings ein altbekanntes:

Das Tagesmenü: Aufgewärmte Naphtalin-Kugeln aus Heinrich Kramers Mottenkiste

„Verschwörungstheoretiker“ – eigentlich ein läppisches Wort, das mittlerweile etwas abgewetzt ist, nach Einschätzung des Publizisten Mathias Bröckers jedoch auf der nach unten offenen Denunziations- und Diffamierungsskala weiterhin nur knapp über „Kinderschänder“ rangiert und daher ein genuines Mittel ist, um diejenigen Personen, die man mit diesem Etikett belegt, zu ächten. Wie einem historischen Memo der CIA zu entnehmen, ist dieses Schmähwort ein gezielt zum Zwecke tendenziöser Meinungsmache erschaffenes Konstrukt, um seinerzeit Kritiker der offiziellen Version der Ermordung Kennedys zu diffamieren. Obwohl über die „Markteinführung“  dieses Wortes 1967 bereits hinreichend aufgeklärt wurde, hat es seine Wirksamkeit auch im 21. Jahrhundert noch nicht ganz verloren und dient heute weiterhin dazu, um unliebsame Stimmen zum Schweigen zu bringen. Die Anwender dieses Keulenbegriffs bauen dabei weniger auf die – nicht vorhandene – Substanz dieses Wortes, sondern auf einen schlichten psychologischen Mechanismus: Niemand möchte gerne geächtet sein und die meisten Bürger wollen auch nicht mit gebrandmarkten, an den Rand gedrängten Personen der Gesellschaft zu tun haben. Da dieses, eigentlich genuin kirchlich-inquisitorische Dogma („Gut ist, wer sich der herrschenden Lehre/Macht anschließt, böse und verdammenswert ist derjenige, der sich gegenüber dieser Macht selbständig macht“) immer noch nicht gesprengt wurde, kann es weiterhin wirksam sein – was von den Spindoktoren der herrschenden Lehre auch weidlich ausgenutzt wird.

Der Affront von Professor Butter erfolgt akkordiert mit Angriffen gegen Daniele Ganser in mehreren Schweizer Tageszeitungen. Darin wird Ganser mit weiteren diffusen Begriffen wie „Verschwörungsmystiker, Guru, Sekte“ etc. belegt. – Begriffe, die in Wirklichkeit nicht das geringste über eine Sache oder eine Person aussagen, sondern die ganz im Gegenteil einer bloßen Vernebelung dienen, um sich mit einem Sachverhalt bzw. mit dem, was eine Person zu sagen hätte, gar nicht erst auseinandersetzen zu müssen.

Man könnte heute in Zeiten einer verfassungsmäßig verbrieften Meinungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit über solche Diffamierungsbegriffe lachen. Nur leider waren es ebensolche Begriffe, welche in der Geschichte schon bisher die Legitimationsbasis für die allergrößten Verbrechen gebildet haben – sind solche Begriffe doch ein genuines Mittel, um andersdenkenden Mensch quasi das Persönlichkeitsrecht abzusprechen und sie für vogelfrei zu erklären. Genauso wie es im Mittelalter ausgereicht hat, jemanden als „Ketzer“ oder als „Hexe“ zu bezeichnen oder in der McCarthy-Zeit als „Kommunisten“, um ihn auszugrenzen und existenziell zu vernichten, so wird mit diversen Synonymen auch heute noch die Diffamierungskeule geschwungen. Ein inhaltlicher Diskurs mit dem, was diese „Ketzer“ wirklich zu sagen hätten, wird dadurch vermieden. – Auf diese Weise hat sich die Gesellschaft schon bisher um ihre wertvollsten Köpfe gebracht. Vielleicht ist das Verbrennen der Ketzer bzw. das Ausmerzen alternativer Denker auch der schlichte Grund, warum wir heute vor schier unlösbaren globalen Problemen und lt. Sigmar Gabriel sogar „am Abgrund“ stehen (Quelle: nzz). Ein unangenehmer Verdacht drängt sich auf: Die allerortens prädominierende Geistlosigkeit (siehe nzz: „Gastmahl der Geistlosen“) und scheinbare Alternativlosigkeit – sind diese womöglich allesamt nur eine Konsequenz unserer akademischen Arroganz und einer chronifizierten Ignoranz?

Der Hexenhammer 4.0

Wie dem auch sei, wie es scheint, sind gewichtige Vertreter unserer akademischen Intelligenzia gewillt, den Marsch in den Grand Canyon unbeirrt fortzusetzen, obwohl dessen gähnender Abgrund bereits für uns alle in Sichtweite ist. Der streng wissenschaftlichen Fachwelt liegt mit dem Grundlagenwerk von Professor Butter zum Thema „Verschwörungstheorien“ also nun eine Art Hexenhammer 4.0 vor, um alternative Denker plattzumachen. Der „Hexenhammer“ war ja schon im Mittelater ein von der herrschenden Lehrmeinung herausgegebenes probates Mittel, um die allerorts treibenden Blüten der Häretiker und Hexen wieder einzustampfen bzw. dem Scheiterhaufen zuzuführen. Der Inhalt des Hexenhammers lässt sich verkürzt in dem historischen Zitat „Alle Zauberei sollst Du töten!“ wiedergeben – ein Imperativ, der in der Folge von einem ein Heer an Inquisitoren und ihren exekutiven Schergen auch mit eifriger Akribie befolgt wurde. Auszug aus ARD-Enzyklopädie/planet-wissen.de:

„Es gilt als eines der verheerendsten Bücher der Weltliteratur und hat Tausenden von Menschen den Tod gebracht: Der „Hexenhammer“ des Dominikanermönchs Heinrich Kramer. Von seiner ersten Auflage im Jahr 1487 an ist das Buch ein mächtiges Instrument für die Inquisitoren. Es legitimiert die Hexenverfolgungen durch den Papst und dient als Anleitung zur Überführung und Verurteilung von vermeintlichen Hexen (… ) Auch Kritik am „Hexenhammer“ kann zu jener Zeit überaus gefährlich sein, werden doch im „Hexenhammer“ auch mögliche Beschützer der Hexen als Ketzer bezeichnet. Sie sollten den gleichen Verfahren ausgesetzt werden wie die Hexen.“

Zurück aber aus dem dunklen Mittelalter in unsere helle, LED-beleuchtete Gegenwart. Ketzern und Hexen mit glühenden Zangen, Daumenschrauben und eisernen Jungfrauen zu Leibe rücken, nein, das geht in unserer politisch korrekten, gentrifizierten Zeit gar nicht mehr – gäbe üblen Schmorgeruch und gellende Schreie, die heute jeder Anrainer der wissenschaftlichen Hochburgen mit seinem Smartphone aufzeichnen und per Knopfdruck via Youtube ins Licht der Öffentlichkeit stellen könnte. In Zeiten von Industrie 4.0 braucht es heute ein wesentlich smarteres Vorgehen, um von der herrschenden Lehre abweichende Meinungen auf Linie zu bringen.

Wobei sich solche smarte soft power und „Governance“-Knigge hinsichtlich ihrer Abschreckungswirkung im Übrigen als wesentlich effektiver erweisen als archaische Gewalt, die in der Geschichte dann ja doch immer zu einer Revolution gegen die Obrigkeit geführt hat. Und eine Revolution gegen die herrschende – von Jean Ziegler als kannibalisch bezeichnete – Lehre können die amtierenden Polit- und Wirtschaftsmächte heute am allerwenigsten gebrauchen, dazu laufen ihre Geschäfte einfach zu gut. – Wie Noam Chomsky feststellt, gibt es heute im Parlament zwar Demokraten, Republikaner etc., aber in Wirklichkeit nur eine einzige Partei: „Die Partei des Business“.

Um Abweichler dieses gut eingespielten Business wieder zur Räson zu bringen, braucht es heute in einer perfekt vernetzten Wissenschafts- und Medienwelt keinen Hexenhammer und keine Folterwerkzeuge mehr – eine bloße Tastatur und einige Mausklicks reichen aus. Sofern man eine akkreditierte akademische Signatur daruntersetzt, kann man mit den Buchstaben, die man in diese Tastatur hämmert und damit in die Welt setzt, bei anderen Menschen und sogar in ganzen Ländern und Kontinenten mitunter gewaltige Verwerfungen bewirken (siehe z.B. Essay von Dirk C. Fleck „Wenn die Fetzen fliegen“), ohne dass man sich bei dieser gleichermaßen ehrenwerten wie hochdotierten Arbeit sein weißes Hemd bekleckert.

Jeder Ansatz von Aufbegehren gegen die anerkannte, „streng wissenschaftliche“ Lehre kann auf diese Weise im Handumdrehen befriedet werden. Friedensmission nennt man so etwas. Die neuzeitlichen digitalen Ritter, die man auf das Schlachtfeld dieser Friedensmission schickt, stattet man gegebenenfalls auch noch mit einem „robusten Mandat“ aus – sie sollen schon klotzen, nicht nur kleckern dürfen, wenn sie erfolgreich ihre Lanze für die allein seligmachende herrschende Lehre brechen sollen. Jüngst hat ein solcher unbeirrter Ritter also wieder eine Lanze gebrochen und sich dabei selbst um Kopf und Kragen geschrieben.

In der Arena

Der Ritter: Der eingangs erwähnte Michael Butter – seines Zeichens Freiherr und Fahnenträger des mit der kaiserlichen Bulle ausgestatten Ritterordens der „deutschen Amerikanisten“ (Wikipedia), einem mittlerweile säkularisierten Orden, der den hehren ritterlichen Tugenden der Tempelritter schon längst abgeschworen hat und sich stattdessen lieber auf handfeste Werte ausgerichtet hat. Böse Zungen, die diese Art von Rittern als Raubritter bezeichnen, werden von umsichtigen Ordnungshütern umgehend von der Bühne entfernt und auf die mediale Streckbank gespannt.

Der längst überfällige Ketzer, dem die szientistische Lanze diesmal in den Leib gerammt werden soll: Daniele Ganser. Es war auch höchste Zeit, dass diesem unerhörten Sektierer (von lat. secta: abgespaltene Lehrrichtung; also: einer, der sich von der herrschenden Meinung emanzipiert hat und individuelle Wege geht) das Handwerk gelegt wird, schließlich war er gerade drauf und dran, eine ganze Generation junger Menschen wachzurütteln und dazu zu bewegen, in einer Welt, die laut dem bereits erwähnten Bulletin of the Atomic Scientists „zwei Minuten vor Mitternacht“, d.h. dem symbolischen Weltuntergang steht, in letzter Minute doch noch den Zeiger anzuhalten. Ganser geht es dabei nicht um oberflächliche Kontroversen, mit denen sich zeitgenössische Nerds die Nächte um die Ohren schlagen wie z.B. die Frage, ob nun Microsoft oder Linux das bessere Betriebssystem ist, um darauf dann Powerpoint und Call of Duty laufen zu lassen. Nein, Ganser stellt Powerpoint und den Call of Duty bzw. das von Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichnete Betriebssystem an sich in Frage! Er fordert nämlich nichts weniger, als das neoliberal-transatlantische Business auf ein humanes Betriebssystem umzustellen – Welch Häresie! Welch Vermessenheit! Welch verwerfliche Irrlehre! Mein Gott, Walter/Heinrich Kramer, steh‘ uns bei! … schick‘ uns Deinen Hexenhammer!

Eile ist nun dringend geboten, schließlich sprengen Gansers Videovorträge auf Youtube bereits die Millionenmarken, seine quer in Europa gehaltenen Vorträge sind restlos ausgebucht, Ganser-Bücher wie „Illegale Kriege“ avancieren zu Bestsellern und alle Versuche zum Mundtotmachen haben bisher nur ein umso größeres Interesse an dem bewirkt, was der eloquente Schweizer zu sagen hat. Manche rechnen ihm sogar eine historisch größere Bedeutung zu als Robin Hood oder William Wallace, man nennt ihn bereits den neuen „Wilhelm Tell aus den Schweizer Bergen“, die Rubikon-Autorin Christiane Borowy bezeichnet ihn als „das schärfste Schwert, das die Schweizer Friedensforschung zu bieten hat“:

„Der Historiker Daniele Ganser ist das schärfste Schwert, das die Schweizer Friedensforschung zu bieten hat. Präzise zerschlägt er mit seinen aufklärerischen Büchern und Vorträgen politische Narrative — und zieht damit den Hass von Kriegsbefürwortern und deren medialer Gefolgschaft auf sich.“ (siehe Rubikon 1)

Eine schnöde Erklärung

In einem weiteren Beitrag auf Rubikon versucht Conrad Knittel das Machwerk von Professor Butter aufzuarbeiten (siehe Rubikon 2), widerlegt die Vorwürfe Punkt für Punkt und zeigt auf, wie Butters Lanzenstöße Richtung Daniele Ganser eigentlich ins Leere gehen. Butters Ausritt ist in Wirklichkeit aber nicht der einzige Lanzenstoß in Richtung alternativer Denker. In unseren Qualitätsmedien kommen einem ähnliche, teilweise noch deutlich aggressivere Bekundungen samt „Bekenntnissen“ der Autoren zur herrschenden wissenschaftlichen Lehre derzeit in geradezu inflationärer Weise entgegen.

Was intelligente Menschen dazu treibt, solche Pamphlete zu verfassen, fragen sich in diversen Foren gerade viele unbedarfte Leser, die bisher an die herrschende Wissenschaft und ihr Versprechen der Aufklärung geglaubt haben. Wo doch unsere Zeit heute so knapp ist und es so viel Wichtiges und Schönes zu tun gäbe, warum dann mit solch zähneknirschender Vehemenz Bücher in einen bereits übersättigten Markt pressen, in denen andere Personen, die sich ganz offensichtlich redlich bemühen, diffamiert werden?

Nun, um nicht noch weiter abzuschweifen, erlaube ich mir diese Frage an dieser Stelle einmal ganz unverblümt und schnöde zu beantworten:

Wie sollen akademische Würdenträger denn sonst ihre Würde und ihr Selbstbewusstsein aufrechterhalten, wenn sie es selbst nicht wagen, für Wahrheit, Frieden und Humanität das Wort zu ergreifen, sondern sich stattdessen feige in den Windschatten einer inzwischen monströsen Lügen-/Manipulationsmaschinerie der herrschenden Meinung und ihrer medialen Claqueure stellen und lieber demjenigen System dienen, das Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichnet?

Solche Professoren, die eigentlich das Privileg einer erstklassigen Bildung im kulturell reichen Herzen Mitteleuropas und dazu noch Wohlstand und die Sicherheit eines pragmatisierten Berufsstands besäßen … und deren intellektuelle Kapazität die in Brand gesetzte und in vielerlei Hinsicht aus dem Gleichgewicht geratene zeitgenössische Welt dringend bräuchte – wie sollen sie ihr eigenes Versagen sonst rechtfertigen? Entweder sie gingen zerknirscht in eine Eremitage in den Wald (wo ihnen aber der gewohnte Zustrom an Anerkennung durch ihre Kollegen aus dem „wissenschaftlichen“ Diskurs verlustig ginge und damit auch ihr Selbstbewusstsein und ihre Lebensfreude) – oder sie müssen eben auf Andere, die das wagen, was sie selbst nicht wagen, eindreschen und versuchen, dasjenige, was für einen der Aufklärung verpflichteten Menschen eigentlich das Normalste auf der Welt wäre (herrschende Narrative zu hinterfragen, sich der Wahrheit verpflichtet fühlen und neue Wege zu gehen), als „nicht normal“ zu diskreditieren.

Denn das Eingeständnis, als renommierter Exponent der Wissenschaft eigentlich eine Nichtwissenwollenschaft zu verkörpern, würde wohl umgehend zu einem Kollaps der eigenen intellektuellen Großartigkeit führen.

Nachsatz:

Mit diesem wieder einmal viel zu lang gewordenen Aufsatz verabschiede ich mich dann auch schon wieder aus dem Feld der Amerikanistik, in dem ich schnöder Maschinenbautechniker in Wirklichkeit blutiger Laie bin und das ich daher lieber versierten und akademisch akkreditierten Experten wie Prof. Butter überlasse. Damit mich an dieser Stelle niemand falsch versteht: Als Techniker bin ich vielzusehr Pragmatiker, als dass ich die Logik von Prof. Butter & Konsorten nicht nachvollziehen könnte. Wenn ich in einem Auto sitze, in dem der Motor aufgrund eines Kühlerschadens völlig überhitzt ist und kurz vorm Kolbenreiber steht, was mache ich dann mit dem rot blinkenden Warnlämpchen, das mich auf diesen Umstand aufmerksam macht? – Ja, genau: Ich schraube es aus dem Armaturenbrett heraus und werfe es bei voller Fahrt aus dem Fenster, das nervig piepsende Teil.

Wer hat heute schon Zeit zum Anhalten, wenn er mit 130 km/h auf der Autobahn mit Verspätung zum nächsten Meeting unterwegs ist und sich ranhalten muss, wenn er außerdem noch rechtzeitig zum abendlichen Endspiel der Champions-League vor seinem 4K-extended-Ultra-HD-Smart-TV sitzen möchte?

 


zum Thema „Wissenschaft und ihre Wächter“ siehe auch zwei lesenswerte Essays von Matthias Burchardt:

“March for Science – Dead Men Walking”

“Terror und Technokratie”

sowie eine Rezension zu Noam Chomsky:

„Die Wachhunde der Machtelite“

Ein kurzer Nachrichtenüberblick – 2012.04.18

Es kann nicht immer viel sein…

 War klar, oder?

Die Finanzkrise sollte den Banken eine Lehre sein. Der Fiskus bittet die Branche seitdem zur Kasse. Eine Abgabe soll einen Rettungsfonds füllen, um ein Polster für neue Schieflagen zu bilden. Doch das Geld tröpfelt nur.

Na ja, sind dann ja nur 140 Jahre…

Fast vergessen:

Der französische Energiekonzern Total kommt nach eigenen Angaben beim Einsatz gegen das Gasleck an der havarierten Plattform “Elgin” in der Nordsee voran. Es gebe “deutliche Fortschritte”, teilte der Konzern am Samstag mit. Total will schweren Schlamm in das undichte Bohrloch pressen und außerdem Entlastungsbohrungen vorantreiben.

 Und das hier auch:

You already know that Fukushima’s fuel pool number 4 may be the single greatest threat, but that pool number 3 is very dangerous as well.

Soo viele gruselige Bilder

 Dann hoffen wir mal, daß Sarkozy auch bald vergessen wird:

Nicolas Sarkozy hat am Wochenende mit einer letzten Kraftanstrengung versucht, das Unmögliche doch noch möglich zu machen und den immer wahrscheinlicher werdenden Wahlsieg des Sozialisten François Hollande zu verhindern – ohne Erfolg.

 Die Wikipedia ist Böse™

Nun aber hat der unübersehbar geisteskranke Attentäter selbst offenbart, woher er seine Inspiration nahm: Wichtigste Quelle seiner Ideologie sei nicht Broders Schriftwerk, nicht das Blog eines nordischen Schwertmannesr und nicht Sarrazins „krude These“ (Der Spiegel) vom Untergang Deutschlands, sondern das Internet-Lexikon Wikipedia gewesen.

 Wie immer gibts hier schöne, aufgelesene und kommentierte Nachrichten. Das obligatorische Beispiel:

Bundespräsident Joachim Gauck: EU sollte mehr Macht haben
Und der Heini fordert sogar ein „uneingeschränktes Ja zu Europa“. Also im Klartext: Egal was es uns Steuerzahler kostet. Aber wenn man seine 200.000 Euro im Jahr lebenslang sicher hat, verliert man eben schnell jeglichen Kontakt zur Lebensrealität der normalen Leute.

Ach ja: Gaucks unermüdliches Freiheits-Geschwätz verträgt sich übrigens ganz hervorragend mit seinem „uneingeschränkten Ja zu Europa“, auch wenn die EU-Regierung derzeit flächendeckenden Demokratieabbau betreibt, die totale Überwachung anstrebt und auch vor dem Einsatz des Militärs nicht zurückschreckt, um die Interessen der Vermögenden durchzusetzen. Das alles ist KEIN Widerspruch. Gauck war schon immer ein Prediger der kapitalistischen Freiheit – und nicht etwa ein Prediger zugunsten der Freiheit des Pöbels.

 

 

Multimedia:

Für die gepflegten Vorurteile:
„Statt ungesunden Biokram gibts lieber frisch gekochte Pizza. Von Steinofen!“


[Ja ich weiß, Scripted Reality – aber dann wars eine beindruckende schauspielerische Leistung]

Eine Durchhaltesendung. Alles wird Gut™:

FNORD

Nachrichten am Dienstag

Über die Jagd auf die bösen Rocker:

Pünktlich zum Beginn der Bikersaison wurden am 14. März 2012 in Nordrhein-Westfalen mehrere Clubheime der Bandidos sowie Hells Angels mittels mehrerer SEK-Hundertschaften gestürmt bzw. durchsucht. Man wollte wohl gleich zu Beginn der neuen Saison ein Kräftemessen veranstalten und einmal mehr verdeutlichen, dass Rocker auf deutschen Straßen nichts verloren haben. Menschen, welche durch Lederkutte samt eigenem Symbol Einigkeit verkörpern, wurden unlängst im angeblich demokratischen System zum Feindbild deklariert.

Die „Tiereinschläferer“von Peta sind auf die Schnapsidee gekommen, Jägermeister in Waldmeister umzubenennen. Na ja, wenn es keine dringenderen Probleme beim Tierschutz gibt. Auch Waldmeister wird schrecklich schmecken und nach einem fetten Hirsch- oder Wildschweinbraten die letzte Rettung für den Magen sein.

Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat den niedersächsischen Spirituosenhersteller Mast-Jägermeister SE darum gebeten, die Bezeichnung für sein Hauptprodukt „Jägermeister“ aus Image- und Tierschutzgründen in „Waldmeister“ umzubenennen.

Die Hellseher von Al-Jazeera:

Die Übersetzung der Meldung lautet: „Die Syrische Revolutions Generalkomission: Eine gigantische Explosion hat das Aljadidel Gebiet in der Stadt Aleppo getroffen.“
Dieser Screen-Shot [siehe Artikel] wurde 1 Stunde nach dem Ereignis gemacht, aber es steht „16 hours ago“ also vor 16 Stunden ist es passiert. Al-Jazeera war dem Ereignis 15 Stunden voraus. Wie ist das möglich? Wurden sie von den Tätern zu früh informiert?

Neues von den ehemaligen Rauschgiftkriegern:

Das Auftreten von Israels Premierminister Netanjahu, Außenminister Lieberman und Verteidigungsminister Barak hat auf der jüngsten Konferenz von AIPAC (American Israel Public Affairs Committee) in Washington keinen Zweifel daran gelassen, wie gefährlich nahe sich die Welt am Ausbruch eines globalen thermonuklearen Krieges befindet. Nimmt man die Ankündigungen hinzu, daß Israel über sein Vorgehen gegen das angebliche iranische Atomwaffenprogramm unabhängig von den USA entscheiden wird, Obamas Erklärung, die USA würden nicht zögern, Gewalt einzusetzen, und Forderungen Israels, von den USA bunkerbrechende Bomben und Tankflugzeuge zu kaufen, wird klar: Der Druck für eine militärische Intervention gegen den Iran hat fast den Siedepunkt erreicht.

 Fair Trade? Hergestellt ohne Kinderarbeit? Das kann weder die EU noch die CDU gutheißen:

Kinderarbeit mache Produkte billiger, und das sei ja der „entscheidende Wettbewerbsvorteil“, dozierte der CDU-Mann. Eine Verpflichtung, solche Zustände durch faire Beschaffung zu ändern, sehe er nicht: „So weit kann Bundestreue nicht reichen.“

Und mal wieder was über Gauck:

Vor den heiligen Hallen sehr viele Menschen. Davor! Menschen, wie du und ich. Sie jubeln. Sie haben ihren Gauck. Plakate: Endlich einer von uns.
Von welchen UNS?
Er will uns aktivieren, soll er gesagt haben. Wozu? Dass wir unsere Armut ertragen? Dass wir die Bevormundung einer Leyenspielerin z.B. ertragen?

Über Meinungsfreiheit und das Verdrehen von Worten:

Der Antisemitismus-Vorwurf leitet sich von einem einzigen Satz aus Jebsens Mail ab, den Broder seinem Blogartikel wohlweislich als Titel voranstellt:

„ich weis wer den holocaust als PR erfunden hat.“

Wikipedia-bashing? Klar:

Zum Mitschreiben: Die Wikipedia wird ausschließlich in den USA gehostet. Zum Betrieb der Wikipedia ist keine Spende an den deutschen Wikimedia-Verein erforderlich. Wikimedia e.V. bestreitet auch, inhaltlich für die Wikipedia verantwortlich zu sein oder hierauf Einfluss nehmen zu können. (Die Tatsache, dass sich der Verein aus der Wikipedia-Elite rekrutiert, die sehr wohl alle denkbaren Zugriffsrechte hat, soll hierbei nicht weiter irritieren …)

Seltsame Quelle, aber interessanter Text:

Der frühere hochrangige Gangster Tony Gambino redete eine Stunde lang [im Radio] offen und beschuldigte oberste vatikanische und amerikanische Regierungs-beamte der Mittäterschaft an Verbrechen, Verrat und Attentaten, die sie zusammen begangen hätten. Sie würden mit den Gambinos und den anderen Mafiafamilien zusammen arbeiten wie eine „enge und glückliche Familie“.

Nette Häuser, hätt ich gern eins:

Sie sind keine gewöhnlichen Häuser. Sie sehen anders aus, sie funktionieren anders, sind autark und nachhaltig. Im US-amerikanischen Taos, New Mexico entstanden die ersten, heute werden sie weltweit gebaut. Ihr Erfinder und Entwickler Michael Reynolds nennt sie “Earthships”- Erdschiffe. Das Besondere: Die Gebäude bestehen zu einem großen Teil aus Abfall.

Das kommt nah an das Experiment heran, bei dem man eine Pflanze mit „normalem“ Wasser und eine gleiche mit Wasser, daß in einer Mikrowelle erhitzt wurde, gießt:

1. Füllen Sie gekochten Reis in zwei separate Gläser.
2. Beschriften Sie ein Glas mit einem positiven Satz, z. B. “Du lieber Reis”.
3. Beschriften Sie das zweite Glas mit einem negativen Satz, z. B. “Du blöder Reis”.
4. Stellen Sie die beiden Gläser in die Küche in einem Abstand von mindestens 30 Zentimeter.
5. Sagen Sie zu den Gläsern ein- oder mehrmals täglich die Worte, welche auf ihnen geschrieben stehen. Klingt verrückt, aber machen Sie es einfach. Versuchen Sie, die Worte mit einem entsprechenden Gefühl der Liebe bzw. des Hasses auszusprechen. Der Rest erklärt sich in den Videos (englisch).

Na also, endlich mal wieder UFOs:

Seit 1997 untersucht in Chile das „Komitee zur Untersuchung von anomalen Luftphänomenen“ (CEFAA) der chilenischen Luftaufsicht (DGAC) Erscheinungen im Luftraum über dem südamerikanischen Land, die weitläufig als UFOs bezeichnet werden (…wir berichteten, s. Links). Auf dem „International UFO Congress 2012“ (IUFOC) in Fountain Hills, Arizona, hat der ehemalige General der chilenischen Luftwaffe (FACH) und CEFAA-Direktor Ricardo Bermúdez neue Fälle vorgestellt, die von seiner Behörde untersucht wurden.

Der Postillion Newsticker vom Montag…

Und weitere Nachrichten hier.  Ein Auzug:

Verzweiflungstat: Viele Griechen stecken sich mit HIV an
„Die Zahl der HIV-Infektionen sei in Griechenland sprunghaft angestiegen“, schreibt die Augsburger Allgemeine. Begründung: „Mit dieser HIV-Infektion wollen die betroffenen Griechen offenbar mehr Sozialhilfe vom Staat kassieren. HIV-Positive erhalten in Griechenland zusätzlich zu ihren Medikamenten lebenslang 700 Euro im Monat. Das sei wesentlich mehr als die Unterstützung für Arbeitslose, die auch nur ein Jahr gewährt werde. Danach gibt es keine Hilfe vom Staat mehr.“

Wie wir sehen, ist die „Sparpolitik“ von Angela Merkel (von SPD und GRÜNE unterstützt) sogar in doppelter Hinsicht ein Erfolg. Die Leute verarmen nicht nur aufgrund der (politisch gewollten) Zerschlagung ihres Lebensunterhaltes, sondern sie krepieren sogar noch vorzeitig.

Das ist nachhaltige Politik aus einem Guss. Sowas wählt man doch gerne

Bewegte Bilder:

Über die Illusion Geld:


(gefunden in der Akademia Integra)

Aus der beliebten Rubrik „Wir werden alle sterben“: Wenn das Ding hochgeht gehört die Eurokrise wohl eher zu den kleineren Problemen…

Ist das Glaubhaft? Solange es bei youtube (also beim CIA) rumliegt, imho eher nicht…

FNORD

Wird Wikipedia manipuliert?

Wir führen auf dieser Website viele Links auf Inhalte von Wikipedia, der offenen Internet-Enzyklopädie. Dabei muss man bedenken, dass bestimmte Kategorien von Inhalten von interessierten Kreisen, in deren eigenem Interesse, manipuliert sein könnten, z.B. Eliminierung oder Beschönigung von objektiv zutreffenden negativen Sachverhalten oder sogar Verunglimpfung von Dritten. Weiter scheint auch politisch «nicht Korrektes» eliminiert oder gar verdreht zu werden.

«Interessierte Kreise» können Personen, Unternehmen und andere Organisationen, auch Behörden, Geheimdienste, Volksgruppen … usw. sein, denen z.B. kritische Aussagen über sie selber oder über bestimmte Sachverhalte nicht passen.

Man muss sich einfach klar werden, dass in den Medien, auch bei Wikipedia, ein Kampf um die öffentliche Meinung stattfindet, mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln.

Beispiele – Hier zum weiterlesen

 

 

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