Wehrpflicht

This tag is associated with 4 posts

Amerikanischer Maidan – Tacheles #36

Auch diese Woche haben Röper uns Stein wieder eine Menge Themen gefunden, über die in Deutschland nicht oder verwirrend berichtet wird. Das beginnt bei der Berichterstattung über die Lage in den USA, geht über die Lage in Syrien bis hin zu den US-Soldaten in Deutschland.
Aber besonders überraschend dürfte ein Justizskandal in Italien sein, über den in Deutschland bisher gar nicht berichtet wurde.

 

Links zur Sendung

Russland und China gegen humanitäre Hilfe? https://www.anti-spiegel.ru/2020/russ…

Der Maidan in den USA https://www.anti-spiegel.ru/2020/die-… https://www.anti-spiegel.ru/2020/russ… https://www.anti-spiegel.ru/2020/am-b…

Wehrpflicht ja oder nein? https://www.anti-spiegel.ru/2020/wied…

Profitiert Deutschland von den US-Soldaten? https://www.anti-spiegel.ru/2020/waru…

Wie die Medien die Gründe für soziale Probleme verschleiern https://www.anti-spiegel.ru/2020/blos…

Überraschende Justizskandal um Berlusconi https://www.anti-spiegel.ru/2020/ungl…

Keine Hoffnung auf Aufklärung im Fall Epstein https://www.anti-spiegel.ru/2020/fall…

Begriffsverwirrung über das R-Wort | Wehrpflicht für den Frieden

Gibt es Rassismus gegen Weiße? Wie rassistisch ist die Berliner Polizei? Und wie positioniert sich der Mediennachwuchs in der ganzen Debatte? All das erfahrt ihr hier, in einer neuen Folge 451 Grad!
Wer artig seine #Rundfunkgebühren gezahlt hat, der weiß, dass sich seit den Black Lives Matter Protesten in Amiland, auch bei uns alles um Rassismus dreht. Gibt es strukturellen Rassismus in Deutschland? Welche Statue sollte bei uns vom Sockel gestoßen werden? Wie umfangreich ist Rassismus innerhalb der Polizei vertreten? Fragen über Fragen die nach einer Antwort verlangen. So zumindest stimmt die heimische Medienlandschaft den Tenor an. Doch einer muss auch bei dieser Debatte wieder den Bogen überspannen. Dieses Mal ist es die #zett – das Jugendmagazin des Zeitverlags. Die Redakteurin Celia Parbey sagt nämlich, dass Rassismus nicht einfach nur etwas mit der Ablehnung einer gewissen Hautfarbe zu tun hat. #Rassismus muss schon im System verankert sein, damit es Rassismus sein kann – behauptet #Parbey. Und wo bitte sind denn schon Weiße strukturell benachteiligt?! Kann es Rassismus gegen Weiße daher gar nicht geben?
Und mit zugedrückten Augen geht es gleich weiter! Innenminister Horst Seehofer hat erneut eine Untersuchung zum Rassismus innerhalb der Polizei abgelehnt. Racial profiling? Davon will der Horst nichts wissen! Doch hat das CSU-Urgestein dieses Mal vielleicht sogar recht? Eingegangene Beschwerden bei der Berliner Polizei zur fremdenfeindlichen Diskriminierung scheinen nämlich nicht so ergiebig zu sein, wie dies einige gehofft haben. Ist dennoch eine Untersuchung notwendig? Arthur geht den Dingen wieder einmal auf den Grund, in einer brandneuen Folge 451 Grad!

DANKE, WIRTSCHAFT! Danke für … das „Mutterland der Ungleichheit“ und die drohende Mittelstandsvernichtung

Man muß ja mal deutlich DANKE sagen: DANKE, WIRTSCHAFT! Wofür? Nun … zum Beispiel dafür:

Die Kassen der Gemeinden sind leer. Trotz des Aufschwungs klafft in den Etats eine Lücke von fast zehn Milliarden Euro – das größte Defizit seit Gründung der Bundesrepublik. Die Bürger müssen sich auf weitere Erhöhungen bei kommunalen Gebühren und Einschnitte bei den Leistungen einstellen.

Das berichtete gestern der Spiegel.  So sieht Aufschwung wirklich aus. Wer ist der Leidtragende? Nun: der brave kleine Mittelstand, der sich für ein Haus im Grünen krummgelegt hat. Nach dreissig Jahren Buckeln darf er nun die Bankenrettung bezahlen. Wie das konkret aussieht, konnte man vor kurzem im Manager Magazin nachlesen:

Auf Haus- und Wohnungsbesitzer kommen neue Lasten zu. Die Bundesländer arbeiten fieberhaft an einer Reform der Grundsteuer. Unterm Strich sollen Städte und Gemeinden ihre Einnahmen aus der Abgabe deutlich erhöhen. Streit gibt es allerdings noch über die Frage, wer besonders viel zahlen soll.

Ich weiß jetzt nicht, wer letztendlich besonders viel zahlen soll, ich weiß nur, das viele letztendlich nicht mehr soviel übrig haben. Ich kann doch jetzt schon meine Artikel von 2012 über Rentner schreiben, die mit ihrer Minirente ihr über dreissig Jahre als Rentensicherung abbezahltes Häuschen verkaufen müssen, weil sie den Finanzdurst des Staates nicht mehr befriedigen können.

Gerne würde ich ja sagen: ich habe es euch gesagt. Schon 2005. Dort hat die Regierung und die Wirtschaft dem Rest des Volkes die Kündigung ausgestellt, man nannte sie AGENDA 2010. Sie war im Prinzip die Aussage, das Wirtschaft und Politik vom Volk die Nase voll hatten, das jahrzehntelang angesparte Geld gerne einsteckten aber in Zukunft mit Gewalt dafür sorgen würden, das der Bürger sich von dem übriggebliebenen kleinen Rest selbst um seine Probleme kümmern sollte. Den Kurs fand man einfach mal ganz toll, zumal man nur noch die obersten zwanzig Prozent mitnehmen mußte, die – zufälligerweise – alle Entscheiderposten in der Gesellschaft innehatten und mit Bargeld überschüttet werden konnten, jenem Geld, von dem sie nun die erhöhten Steuern mit links zahlen können.

Nun schreiben wir das Jahr 2011. 2010 ist vorbei, Staat, Länder und Gemeinden weisen Rekordverschuldungen auf, das Land merkt in großem Umfang, das es arm geworden ist. Gut, das das auch mal einer jener Leute merkt, die in den Kreisen der Täter verkehren dürfen, wie der Spiegel nun berichtet:

Horns Buch „Des Reichtums fette Beute“ ist weniger ein neuer Sarrazin, als vielmehr eine schroffe Abrechnung mit Rot-Grün.

Der linke Ökonom, Leiter des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung, kritisiert in seinem Werk, Deutschland sei „zum Mutterland der Ungleichheit geworden“. Und die Sozialdemokraten hätten daran mit der Regierungszeit von Gerhard Schröder wesentlichen Anteil. Schröders Agenda 2010 sei „ein Meilenstein“ einer Wirtschaftspolitik, die zu mehr Ungleichheit führe, ja diesen Trend geradezu für wünschenswert erachtet habe.

„Wie Ungleichheit unser Land ruiniert“ ist der Untertitel. Ein Buch, dessen Lektüre sich die Mehrheit der Deutschen ersparen kann, weil sie den Inhalt tagtäglich erleben – und durch die neuen Steuerbescheide auch bald schriftlich in Händen halten.

Es ist auch gut zu sehen, welches Echo diese Entwicklung in der politischen Welt hat. In Täterkreisen zeigt man sich recht gelassen – immerhin verdient auch die SPD sehr gut an der Entwicklung, Spenden und dreifach bezahlte Halbtagspöstchen (z.B. bei der Bundesbank) fließen reichlich. Und wenn dem Bürger mal richtig der Kragen platzt, hat das gute alte Establishment schon vorgesorgt: die Privatisierung der Bundeswehr schreitet laut Welt weiter voran:

Erstmals seit der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik am 5. Mai 1955 soll die Aufnahme von Ausländern in die Bundeswehr die Regel werden.

Doch nicht nur der sonst so gescholtene Ausländer soll zum Dienst an der Waffe geholt werden, auch in Deutschland sucht man nach tauglichen Mitarbeitern für eine Armee, die vielleicht in Zukunft so staatstragend wird wie die Armee in Ägypten. Wie der Zufall so will, könnte ich ja sagen: ich habe es gesagt. Aber nicht vor ein paar Jahren, sondern vor ein paar Tagen – und nun steht es in der Welt:

Um ihren Personalbedarf zu decken, will die Bundeswehr stärker um Geringqualifizierte werben. Das geht nach Informationen der „Financial Times Deutschland“ aus dem der Entwurf für ein Maßnahmenpaket hervor, das die Bundeswehr auf dem Weg zur Berufsarmee attraktiver machen soll.

„Angesichts der demografischen Entwicklung sowie der anstehenden strukturellen Anpassungen der Bundeswehr werden künftig verstärkt auch junge Menschen mit unterdurchschnittlicher schulischer Bildung beziehungsweise ohne Schulabschluss personalwerblich anzusprechen sein“

Die Agenda 2010 war ungerecht – vor allem dort, wo junge Menschen aufgrund der Leistungsmängel der Eltern (wie Krankheit, Alter, Erschöpfung) zu lebenslanger Armut gezwungen worden sind.  Selbst für die Eliteprediger der Neoliberalen ist dieses Unrecht nicht zu rechtfertigen gewesen. Eine Million junger, gesunder Männer, die mangels schrumpfender politischer Bildung in der Schule kaum Orientierung über die gesellschaftlichen Prozesse haben … aber einen unglaublichen Hass bzw. „gerechten Zorn“ gegen jene Menschen, deren Kinder sie in der Schule gemobbt haben, weil es an Geld für „Markenware“ fehlte.

Diesen Menschen geht es wie Ausländern in diesem Land, sie werden geduldet – und verachtet.

Und jetzt gibt man gerade ihnen eine Waffe in die Hand.

Wieviel Hemmungen werden sie haben, auf Demonstranten zu schießen, denen das ganze System zum Himmel stinkt? Werden sie verstehen, das sie selbst Opfer des Systems sind …. oder sehen sie nur Menschen, die ihnen ihren Reichtum und Wohlstand jahrelang mitleidslos vorexerziert haben? Menschen, zu deren Erbauung sie sich bei „Big Brother“, DSDS und anderen Sendeformaten zum Gelächter aller zum Narren machen durften?

Da bekommt das „Mutterland der Ungerechtigkeit“ eine gute Chance, das erste Land zu werden, das mit aller Entschlossenheit den verkommenen Demokratiestall ausmistet – was auch erstmal den Beifall vieler bekommen wird, bis sie merken, das die Agenda 2010 nur der Hebel war um an die ganz großen Gelder zu kommen: die Ersparnisse und die Lebensarbeitsleistung des viel umworbenen Mittelstandes.

Das würde für den Geschichtsunterricht des Jahres 2120 ein interessantes Lehrstück: zu sehen, wie sich der deutsche satte Mittelstand durch Arbeitslosenverachtung sein eigenes Grab geschaufelt hat. Aber die Dummheit, die sich dort präsentiert, eingebetet in muffige Selbstgerechtigkeit überversorgter Wohlstandsblasen, ist einfach nur … enorm peinlich.

Wehrpflicht war immer ein Grundbestandteil der Demokratie. Jetzt wird die Abschaffung der Wehrpflicht zur Bewaffnung des Prekariats – und ich darf wieder nicht darüber spekulieren, das das geplant war, noch darüber sinnieren, das das genau der Grund ist, weshalb man die Regelsätze für Kinder auch gegen das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes wieder einfach pauschal und prozentual herrunterrechnet und die politische Bildung der Jugend deutlich heruntergefahren hat.

Da züchtet man Hass und Verachtung auf den deutschen Mittelstand … dessen Billionen man auch gerne noch auf Off-Shore-Konten sehen würde.

Aber das alles ist nur purer Zufall, weil die Spitzen von Wirtschaft und Politik ihre Entscheidungen immer nur auswürfeln, nie langfristige Pläne zum Umbau der Gesellschaft hegen, weshalb die Agenda 2010 ja auch eigentlich aus dem Nichts heraus vom Himmel gefallen ist.

So gesehen stellt sich auch die Frage, ob wir Führungspositionen in Wirtschaft und Politik nicht auch per Lotto verlosen könnten. Schlimmer als die totale Pleite für alle kann ja kaum einer erwirtschaften – vielleicht bekämen wir aber so wenigstens durch Zufall jemanden an die Macht, der mit Geld auch umgehen kann.



Karl Theodor etc. zu Guttenberg, die Korporatokratie und die Privatisierung der Bundesrepublik Deutschland

„Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“ ist ein altbekannter deutscher Weisheitsspruch, der viel zu selten zitiert wird, denn sonst würden wir uns nicht wundern, das in Afghanistan dauernd deutsche Soldaten sterben. Wer Afghanistan sagt, der muß sofort an unseren schneidigen Verteidigungsminister und seine bezaubernde Frau denken, jenen Mann, der „im Alleingang die Bundeswehr umbaut“.

Der Umbau von einer Wehrpflichtarmee zu einer Freiwilligenarmee ist schon lange gefordert. Es gibt auch gute Gründe dafür.  Seltsamerweise kommen seit vierzig Jahren die Gegner der Freiwilligenarmee aus demokratischen Kreisen, die sich darum sorgen, wie politisch eine Freiwilligenarmee eigentlich werden könnte. Schon jetzt sind Aufnäher wie „I fight for Merkel“ an Uniformen in Afghanistan zu sehen, während eigentlich „I fight for German Bundestag“ die halbwegs  korrekte Form sein sollte.

Neben Guttenberg ist da auch Guido Westerwelle sehr aktiv … ebenfalls Mitglied der Atlantik-Brücke.

Bei Zeitgeist-online findet sich das Guttenbergdossier in zwei Teilen, ein dritter soll bald folgen. Die Autorin befaßt sich schwerpunktmäßig mit us-amerikanischen Förder- Sympathie- und Lobbyvereinen, in deren Dunstkreis auch Karl Theodor etc. zu Guttenberg zu finden ist. Aus der Sicht der US-Amerikaner wäre eine deutsche Freiwilligenarmee sicher zu begrüßen, sie wäre als Hilfs- und Söldnertruppe bei internationalen Einsätzen wesentlich unkomplizierter zu dirigieren als eine Wehrpflichtarmee.  Angesichts des modernen Konzeptes der zivil-militärischen Zusammenarbeit wird die Freiwilligenarmee allerdings zu einem Politikum ganz anderer Art:

„Zivil-militärische Zusammenarbeit” ist – ganz im Sinne ihrer Erfinder – ein „ganzheitliches” – sprich totalitäres – Konzept. Es sieht die Verzahnung aller gesellschaftlichen Bereiche mit dem Militär vor, was mit weiteren Euphemismen bemäntelt wird, etwa mit der Rede vom „erweiterten Sicherheitsbegriff” oder von der „vernetzten Sicherheit”. Ziel ist stets die Steigerung der Fähigkeit zur Kriegführung:

Im Inland wird die Bevölkerung mittels Bürgerkriegsmanövern wie LÜKEX für den Kampf gegen den „inneren Feind” mobilisiert; neben den Reservisten der Bundeswehr stehen mittlerweile auch zahlreiche zivile Experten und Organisationen im Dienst des „Heimatschutzes”, der sich ebenso gegen „Terroristen” wie gegen Protestierende oder Streikende wendet.

Quelle: Bochumer Friedensplenum, Rede von Peer Heinelt

Bislang konnte man die Hoffnung haben, das die Durchsetzung der Bundeswehr mit Demokraten so hoch ist, das keine Gefahr von diesen neuen Konzepten des Einsatzes der Bundeswehr auszugehen brauchte. Das mag bald anders aussehen. Schauen wir uns deshalb mal einen der Förderer des Konzeptes genauer an: Karl Theodor zu Guttenberg, den schwarzen Baron … und den Mann mit seinen merkwürdigen Lebenslauflücken.

Guttenberg entstammt dem gleichnamigen fränkischen Adelsgeschlecht. Seine Eltern sind der Dirigent Enoch zu Guttenberg[2] und dessen 1977 von ihm geschiedene Frau Christiane Henkell-von Ribbentrop, eine Tochter Jakobs Graf von und zu Eltz. Christiane Henkell-von Ribbentrop ist seit 1985 Ehefrau Adolf Henkell-von Ribbentrops, eines Sohns des Reichsministers des Auswärtigen a.D. Joachim von Ribbentrop undAnneliese Henkell. Nach der Scheidung seiner Eltern lebten zu Guttenberg und sein Bruder, der Forstwirt und Ökologe Philipp Freiherr von und zu Guttenberg (*1973), der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände ist, bei ihrem Vater Enoch zu Guttenberg und wurden von ihm erzogen.[3] Guttenbergs Großvater Karl Theodor Freiherr von und zu Guttenberg war von 1967 bis 1969 Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeskanzleramt. Sein Urgroßonkel Karl Ludwig Freiherr von und zu Guttenberg war ein deutscher Widerstandskämpfer im Zweiten Weltkrieg.[4] Mit einem geschätzten Familienvermögen von 600 Millionen Euro gehören die zu Guttenbergs zu den 300 reichsten Familien Deutschlands.[5]

Quelle: Wikipedia

Geheiratet haben seine Eltern im Jahre seine Geburt 1971 … nicht ausgeschlossen, das es da auch ein gesellschaftliche bedingtes „Muss“ gab. Die „Erziehung“ durch seinen Vater Enoch (der als weltbekannter Dirigent wohl öfter mal auswärts essen mußte) war wohl sehr kompakt, denn sein Abitur macht unser Baron in Rosenheim … weit weit weg von Zuhaus, wo man von viel Personal umsorgt wurde – so jedenfalls der evangelische Pfarrer, dessen Einsetzung noch von dem Wohlwollen seiner Herrschaft abhängig ist:

Das Pfarrhaus von Günter Weigel liegt im Schatten des Schlosses. Sein Bewerbungsgespräch vor 19 Jahren hatte der evangelische Pfarrer bei Enoch zu Guttenberg. Der Grund: Der Reichsfreiherr ist Patronatsherr der evangelischen Pfarrei  seit Jahrhunderten. Der Adlige unterstützt die Kirche finanziell und darf im Gegenzug den Pfarrer bestimmen. Das Patronat wird eines Tages auf Karl-Theodor übergehen, sagt Pfarrer Weigel. Obwohl die Guttenbergs katholisch sind.

Auch Weigel ist ein wenig stolz, wenn er von den Herrschaften redet. Einmal im Jahr darf er zum Kaffee vorbeikommen. Und er hat Guttenberg und seine Frau Stephanie Gräfin von Bismarck-Schönhausen getraut ökumenisch. Ansonsten bleibt Schloss Guttenberg aber höheren Kreisen vorbehalten. Weigel erzählt von adligen Gästen, von Gesellschaften, von Jagden. Er zählt die Schloss-Bediensteten auf: ein Diener, ein Stallmeister, eine Hausdame, zwei Köchinnen, zwei Haushälterinnen. Es ist des Pfarrers Welt. Die gewaltige Familiengeschichte merkt man ihnen schon an, sagt Weigel. Über Guttenberg sagt er: Das Kumpelhafte ist nicht seine Art. Gegenüber Fremden ist er eher der vornehme, höfliche Typ. Es gebe schon einige im Dorf, die kritisch gegenüber dem ganzen Adels-Gehabe gestimmt seien. Aber laut sagt das keiner.

Quelle: Abendzeitung

Ein recht seltsames Privileg in einer demokratischen Gesellschaft. Und ein ausführlich gepflegtes Herrenmenschentum – unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Kommt man der Familie näher, gehen die Türen zu. Man merkt: „Gehobene Gesellschaft“ bleibt gerne unter sich.

Nach dem Abitur im fernen Rosenheim riefen die Gebirgsjäger … und dann wird es auf einmal sehr schwammig.

Wehrdienst bei den Gebirgsjägern in Mittenwald, Stabsunteroffizier der Reserve
Studium der Rechts- und Politikwissenschaften, Prädikatsexamen, Promotion im Jahr 2007 zum Dr. jur. (summa cum laude)
Leitung des Familienbetriebes in München und Berlin, berufliche Stationen in Frankfurt und New York
Geschäftsführender Gesellschafter der Guttenberg GmbH, München (bis 2002)
Mitglied im Aufsichtsrat der Rhön-Klinikum AG (bis 2002)
Freier Journalist bei der Tageszeitung DIE WELT (bis 2002)

Quelle: Homepage Guttenberg

Von 1992 bis 2007 macht er irgendetwas. Er studiert zum Beispiel. Der „Familienbetrieb“ wirft kaum viel ab:

Guttenberg war ab 1994 in die Leitung der familieneigenen Beteiligungsgesellschaft Guttenberg GmbH in München eingebunden, die bis 2004 Anlageberatung für den Besitz seiner Familie betrieb.[9] Später war er deren geschäftsführender Gesellschafter.[10][2] Nach Angaben der Creditreform hatte die Guttenberg GmbH ca. drei Beschäftigte und machte im Jahr 2000 einen Umsatz von 25.000 Euro geschätzt.[11]

Quelle: Wapedia

Das hat ihn also nicht so reich gemacht. Da gab es für den 23-jährigen Studenten ja auch nicht so viel Arbeit. Und zu dem gleichnahmigen Baustoffkonzern hat er keine Verbindung, obwohl es die Medien berichteten:

MÜNCHEN/BERLIN Die Fachkompetenz des neuen Wirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg ist immer noch ein großes Thema. Jetzt stellte sich heraus: Der 37-Jährige führte nie ein mittelständisches Unternehmen, sondern war lediglich in einem Drei-Mann-Unternehmen tätig. Aufgabe der „Guttenberg GmbH München“: Verwaltung des eigenen Familienvermögens.

Wie kam es zu der Verwirrung? Guttenberg selbst hatte in Interviews stets von seinen „Erfahrungen im Familienunternehmen“ gesprochen. Die Deutsche Presse-Agentur verbreitete daraufhin eine Meldung, dass Guttenberg „geschäftsführender Gesellschafter des Familienunternehmens Guttenberg GmbH“ sei, einem „Fachgroßhandel für Trockenbau, Isoliertechnik und Dämmstoffe“. Viele andere Medien, darunter Spiegel-Online, Bild und Tagesspiegel griffen diese Meldung auf  auch die Abendzeitung.

Quelle: Abendzeitung

Und obwohl dieses Familienunternehmen noch nicht mal Geld genug für ein Ticket nach New York abwarf, reichten die gemachten Erfahrungen für das Wirtschaftsministerium.

Guttenberg selbst beteuerte, er sei kein Neuling in Wirtschaftsthemen. „Mitverantwortung in einer Beteiligungsgesellschaft, die im Besitz der Familie ist“, habe ihn früh mit wirtschaftlichen Zusammenhängen vertraut gemacht. Von 1994 an war er in die Leitung des Familienbetriebes Guttenberg GmbH in München und Berlin eingebunden, einem Fachgroßhandel für Trockenbau, Isoliertechnik und Dämmstoffe. „Ich saß außerdem viele Jahre im Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken“, führte er an. Zudem habe ihm seine Tätigkeit in der Außenpolitik viele Einblicke in globale Wirtschaftszusammenhänge gewährt, was sich insbesondere in der aktuellen Situation als nützlich erweisen werde.

Quelle FAZ-Net

In den Aufsichtsrat der Rhön-Kliniken kam er mit 25. Ob er da schon sein Studium abgeschlossen hatte, werden wir wohl erstmal nicht erfahren. Auf jeden Fall war er höchstens einfacher Jurist. Die Rhön-Kliniken selbst haben eine Vorreiterrolle bei der Privatisierung des Gesundheitswesens:

Vorläufer des Unternehmens war die 1970 gegründete Kurbetriebs- und Verwaltungsgesellschaft m.b.H, aus der 1973 die Rhön-Klinikum GmbH hervorging. Das Unternehmen bestand aus dem in Bad Neustadt an der Saale neu errichteten Kur- und Therapiezentrum, dessen vier 14-stöckige Häuser ausschließlich mit Einzelapartments ausgestattet waren. Auf Grund mangelnder Nachfrage war das Haus aber stark überdimensioniert, so dass dem Unternehmen nach Investitionen in Höhe von 130 Millionen DM der Konkurs drohte. Der als Sanierer geholte Betriebswirtschaftler Eugen Münch übernahm 1974 die alleinige Geschäftsführung und erwarb eine Beteiligung von 25 % an der GmbH.

Zur Auslastung der Apartments eröffnete er 1975 eine psychosomatische Klinik und initiierte zwei Jahre später ein gemeinnütziges Schulungsprojekt zur Fortbildung von Aussiedlern. 1984 reagierte Münch auf Engpässe im Bereich der Herzchirurgie und etablierte eine Herz- und Gefäßklinik. Danach folgten eine neurologische Klinik (1991) und eine Klinik für Handchirurgie (1992). Bei der Planung der Kliniken wurde das Kerngeschäft – Operationssäle und Intensivstationen – in Neubauten etabliert und die Betontürme als Bettenhäuser genutzt. Die Einzelapartments wurden dabei in Zweibettzimmer umgewandelt.

Die GmbH wurde 1988 in eine Aktiengesellschaft mit einem damaligen Stammkapital von 10 Millionen DM umgewandelt und als erstes Unternehmen der Branche an der Frankfurter Börse notiert. Der Börsengang erfolgte am 27. November 1989, die Aktien des Unternehmens werden seit 1996 im MDAX gehandelt. Damit war die Rhön-Klinikum AG der erste börsennotierte Klinikkonzern in Deutschland. Die Familie des Firmengründers hält heute weiterhin eine bedeutenden Minderheitsanteil (ca. 16%)[3]

Quelle: Wikipedia

Wer sich mit ärztlicher Kritik am Rhön-Konzern beschäftigt, wird sehen, das es im Prinzip um die Amerikanisierung des Gesundheitssystems geht. Es gibt Schützenhilfe vom Bertelsmannkonzern, Vermischungen von Politik und Geschäft. So ist es nicht verwunderlich, das die Pleitefirma Rhön auf einmal über genügend Kapital verfügt, eine Offensive zur Privatisierung des deutschen Gesundheitssystems zu starten. Damals konnte man mit wenig Geld einsteigen – ein sicherer Weg zum Reichtum, weil es um Verteilung des Sozialbudget ging. Zehn Millionen Stammkapital, da kam mit mit 2,65 Millionen D-Mark gut aus. Wer wußte, wohin die Reise gehen sollte, der hatte eine gute Anlage getätigt:

Finanziell unabhängig ist der Baron ohnehin. Nach seinem Jurastudium stieg er mit gerade mal 22 Jahren in die Leitung der Guttenberg GmbH ein, deren Geschäftsführender Gesellschafter er später wurde. Die familieneigene Beteiligungsgesellschaft hielt auch ein beträchtliches Aktienpaket an der Rhön-Klinikum AG. Mehrere Jahre saß zu Guttenberg dort im Aufsichtsrat, bis die Familie 2002 ihre Anteile an die HypoVereinsbank verkaufte. Der Börsenwert für das Paket lag bei stolzen 260 Millionen Euro. Damit hält Karl-Theodor zu Guttenberg gleich zwei Rekorde: Er ist der jüngste Bundeswirtschaftsminister ? und wohl der reichste Mann, der je am Kabinettstisch saß.

Quelle: Focus

So kann man reich und Leistungsträger werden. Man muß nur wissen, wer dahintersteht und wohin die Reise geht. Und die Reise ging – dank Schröder, Fischer, Clement und anderen Freunden der Atlantikbrücke – Richtung Neoliberalisierung der Bundesrepublik, was Privatisierungen staatlicher Einrichtungen Vorschub leistete.

Es ist wenig darüber bekannt, wie reich die Familie wirklich ist.  Was sicher ist: Vater Enoch hatte kein Interesse an Geldvermehrung:

In den sechziger Jahren hat Enoch zu Guttenberg den Bund Naturschutz gegründet, und noch heute neigt er dazu, bei Konzerten mit flammenden Reden wider die Umweltzerstörung das Publikum zu verblüffen. Und nicht genug der Anomalien: Nach der Trennung von seiner ersten Frau hat er die Söhne als alleinerziehender Vater auf Tourneen rund um die Welt geschleppt.

Quelle: Zeit

Es blieb ein teures Schloß und Wald. Das Schloß gehört jetzt allerdings schon irgendwie nach Österreich, die Familie wollte es nicht mehr:

Das Schloss der Familie von Wirtschaftsminister Guttenberg gehört einer Familienstiftung mit Sitz in Österreich. Das ist steuerlich höchst attraktiv.

Im Übrigen sei eine solche Schlossburg angesichts des aufwendigen Bauunterhalts nichts, mit dem sich Geld verdienen lasse.

Quelle: Süddeutsche

Da blieb dann noch der Wald … und um den war es nicht gut bestellt:

Der Tag, als im März 1990 der Orkan „Wiebke“ über Süddeutschland fegte und den Guttenberg’schen Hauswald mit sich nahm, hat sich tief eingeprägt.

„Es war ein apokalyptisches Erlebnis für unsere Familie. Wir haben alle geweint, als wir sahen, was da angerichtet wurde. Es ging nicht nur um unseren früheren Spielplatz, sondern um existenzielle Grundlagen.“

So jedenfalls Ka te´s Bruder in der Bildzeitung.

Während sich der eigene Vater, ein berühmter Dirigent, dem Rohstoff Holz hauptsächlich in Form eines Taktstockes widmet, der Bruder aufs politische Parkett strebte, hat Philipp zu Guttenberg den Familienwald übernommen und in der Steiermark und am Chiemsee Land dazugekauft.

Pappa Musiker, Erbe in Gefahr, Bruder ein Waldläufer … Karl Theodors Zukunft sah 1991 nicht gerade rosig aus. Der Orkan hatte die Großgrundbesitzer schwer getroffen….“existentielle Grundlagen“ waren bedroht.

2010 gehört man dank der Beteiligung an den Rhönkliniken wieder zu jenen Familien, die den Lebensstil auch finanzieren können, den sie sich leisten. Während der jüngere Bruder (im Adel unüblicherweise) das Vermögen betreut (den Wald) verschwindet er Ältere nach New York, kommt wieder und ein Wunder geschieht:

Selten hat die Berufung eines Bundeswirtschaftsministers für so viel Aufsehen gesorgt wie die des Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg. Er ist der Shooting-Star der CSU. Das hätten viele diesem Mann nicht zugetraut: innerhalb weniger Monate vom einfachen Bundestagsabgeordneten zum Generalsekretär und dann zum Berliner Kabinettsmitglied – und das mit 37!

Kritiker fragen nach seiner wirtschaftspolitischen Kompetenz. Er war Anwalt in New York, hat sich ein bisschen um die Vermögensverwaltung der Familie gekümmert und sich außenpolitisch profiliert.

Quelle: Süddeutsche

Was er in New York gemacht hat, weiß kein Mensch. Bei welcher Kanzlei er war, auch nicht. Aber wir finden einen der ganz großen Spieler im Konzernbereich, der die Rhön-Kliniken groß gemacht hat und auch sonst gerne aktiv am Umbau der Bundesrepublik mitwirkt:

Ein Aufsichtsratsmitglied der RKA, Brigitte Mohn, ist Mitglied der Geschäftsführung der Bertelsmann Stiftung, die einen ziemlich großen Einfluss nicht nur auf die Entwicklung des Gesundheitssystems zu haben scheint.

Die Bertelsmann-Stiftung veröffentlicht regelmäßig Umfragen, die nicht immer unumstritten sind. So erhielten Projekte der Stiftung schon einmal von nachdenkseiten.de den Preis der „Manipulation des Monats“.

Die Bertelsmann Stiftung hat u.a. mit dem Europäischen Praxisassessment (EPA) ein wissen schaftlich belastbares Instrument zur anonymen Selbstbewertung von Arztpraxen für ein zielgerichtetes Qualitätsmanagement zur Verfügung gestellt und ist außerdem dabei, ein Portal zu entwickeln, in dem sich Bürger über Angebot und Qualität von Krankenhausleistungen informieren können.

In einer neuen Pressemeldung vom 02.07.2006 fordert die Bertelsmann-Stiftung die Schaffung eines „Generalunternehmers Gesundheit“, der sowohl die medizinische als auch die finanzielle Gesamtverantwortung für den Genesungsprozeß des Patienten übernehmen soll. [1].

Quelle: Arztwiki

Auf einmal wurde ein von Verarmung bedrohter Landadeliger zu einem der reichsten Menschen Deutschlands … weil er zur richtigen Zeit auf das richtige Pferd gesetzt hatte. Woher das Geld für die Beteiligung kam, weiß ich natürlich nicht …. aber es hat sich wunderbar vermehrt und die Grundlage für ein großes Imperium gelegt, das bislang nur aus Bäumen bestand.

Bei der Privatisierung der Bundesrepublik hat er nicht nur gut verdient und fördert weitere Schritte in diese Richtung durch die „Privatisierung“ der Bundeswehr, er hat auch bei der Gesetzgebung schon mal ganz neue Privatisierungsmethoden ausprobiert:

Gereizt hat die Union auf den Vorhalt der SPD reagiert, Wirtschaftsminister Guttenberg (CSU) verschwende Steuergelder, indem er Anwälte mit dem Abfassen von Gesetzen beauftrage. Die Opposition spricht von einem „Bankrottbekenntnis“ und einem „Fall für den Rechnungshof“.

Quelle: FAZ

Ob nun beim Einsatz in Afghanistan, bei der Opel-Farce oder der Verquickung von Privatwirtschaft und Politik … überall folgt Guttenberg den Richtlinien der US-Politik.

Es beschleicht einen das Gefühl … das da jemand sehr dankbar ein ist.

2002, gleichzeitig mit seiner Wahl in den deutschen Bundestag für die CSU, wurde Guttenberg in den Auswärtigen Ausschuss des Bundestages berufen – äußerst ungewöhnlich für einen 31jährigen. Denn: Der Auswärtige Ausschuss ist ein hochsensibles und wichtiges Gremium: Er tagt ausschließlich hinter verschlossenen Türen und entscheidet über sicherheitspolitische (= den Einsatz des Militärs betreffende) Fragen. Die Zustimmung des Bundestages ist faktisch nur noch eine Formalität, da er bisher, wie offen zugegeben wird, in keinem einzigen (!) Fall von den Vorgaben dieses Ausschusses abgewichen ist.

Geholfen hat Guttenberg wohl seine Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), ein Ableger des US-amerikanischen Einflussgremiums Council on Foreign Relations (CFR). Die von finanziell hochpotenten Kreisen gesponserte „Denkfabrik“ vertritt eine neoliberale, neokonservative Politik, die darauf abzielt US-amerikanische geostrategische Interessen durchzusetzen. Wichtige Themen sind der sog. „Kampf gegen den Internationalen Terrorismus“ oder die „Liberalisierung der Weltmärkte“. Nicht von ungefähr war George Bushs ehemaliger Vizepräsident Dick Cheney einige Jahre Präsident des CFR.

Quelle: bleib passiv

Die Kanzlei, die für ihn deutsches Recht gestalten sollte, ist kein unbeschriebenes Blatt … sondern ein ausführendes Organ der Korporatokratie:

Linklaters LLP ist die weltweit zweitgrößte[1] Wirtschaftskanzlei mit 30 Büros in 23 Ländern. Mit rund 540 Partnern und 2400 Anwälten berät die Kanzlei Unternehmen, Finanzinstitute und Regierungen bei Fragen im Wirtschafts- und Steuerrecht (Berufsträger 2800 (weltweit) 330 (Deutschland)). Sie wird in Londonzum Kreis der Magic Circle-Kanzleien gerechnet.

In Deutschland ist Linklaters an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München vertreten.

Quelle: Wikipedia

Es sind – so der Economic Hitman John Perkins – die einsamen, heimatlosen jungen Männer, die gerne von den Kosmokraten angeworben werden. Jene, die von ihren Eltern in abgelegenen Schulen „entsorgt“ werden und einen geheimen Groll in sich tragen, gleichzeitig aber wenig Kontakt zum Normalbürger wünschen.

Wenn ich mir das alles so anschaue … dann … hätte ich einen Anfangsverdacht. Schade das Theorien darüber verboten worden sind und nun  sogar beim Nachrichtenspiegel-online von angeblich linken „demokratischen“ Kommentatoren abgestraft werden – sonst könnte ich mir vorstellen, das wir eine jener Geschichten, von denen Perkins aus Asien, Afrika und Südamerika berichtet gerade vor Ort erleben: die gezielte Implementierung eines Politiker zwecks Wahrung und Förderung der Interessen der Kosmokraten und der Korporatokratie.

Aber da solche Theorien ja verboten sind, gegen die guten Sitten verstoßen und man alles Übrige bei Marx und Darwin nachlesen kann, wollen wir uns mal nicht weiter mit dem schwarzen Baron beschäftigen. Vielleicht beten wir stattdessen ein paar Verse aus der Mao-Bibel?

Wie die Kontaktanbahnung zur Korporatokratie aussieht (und wie man zu Geld kommt) hat Jutta Ditfurth nebenbei mal erwähnt:

Etwa 1986 überbrachte man mir das Ansinnen des US-Außenministeriums, mich „näher kennenlernen“ zu
wollen. Meine klare Abfuhr gefiel nicht, so nutzte man meinen Aufenthalt in Washington, wo ich auf
Einladung einer Universität einen Vortrag über die deutsche Innen- und Außenpolitik hielt, für ungebetene
Annäherungen. Es kam – unter Beobachtung der deutschen Abteilung der CIA – zu heftigen
Auseinandersetzungen mit Vertretern des US-Militärs, des Außenministeriums und des Reaganschen
Think-tanks: Ich griff z.B. die US-Außenpolitik in Nicaragua an und die Nato. Dennoch wurde ich
aufgefordert, eine Studie über meine Partei zu erstellen. Ich lehnte ab, und mir wurde vorgehalten, daß
zwei Grüne, einer davon Lukas Beckmann, ihre Arbeit bereits angeboten hatten.

Quelle: ulrich-wegener
Schade das nicht alle so standhaft sind wie Frau Ditfurth. Na ja, haben ja auch nicht alle ein altes Schloß an den Hacken, das unterhalten werden will.


Die letzten 100 Artikel