Wargaming für den Profit

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Prof. Alexander Lerchl – Der „Mobilfunk-Drosten“ nun endlich rechtskräftig verurteilt

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Nach sage und schreibe 12 Jahren hat sich das Oberlandesgericht Bremen nun also zu einer endgültigen Verurteilung von Prof. Lerchl durchgerungen und eine Revision des Urteils aufgrund der eindeutigen Faktenlage abgelehnt.

Doch das Kind ist bereits in den Brunnen gefallen. Prof. Lerchl hat als maßgeblicher Akteur dasjenige geschafft, was die Mobilfunkindustrie von ihm erwartet hat: Ein Verwirr-, Intrigen- und Vernebelungsspiel, in dem ehrbare, unabhängige Wissenschaftler, die auf die evidenten Zellschäden durch Mobilfunkstrahlung hinwiesen, systematisch diffamiert und diskreditiert, z.T. sogar kriminalisiert und existenziell ruiniert wurden (siehe auch „WarGaming für den Profit. Mobilfunkstrahlung, Krebsgefahr & Industrielobbyismus“). Verbreitet wurden die Falschbehauptungen und Rufmordkampagnen von den gewohnten medialen Flaggschiffen wie Süddeutsche Zeitung und Spiegel. Die Verbraucherschutzorganisation Diagnose Funk berichtet:

>>“Die Reflexstudie ist gefälscht – Handystrahlung löst keine Tumore aus!“ – konsterniert lasen wir 2008 im Spiegel, der Süddeutschen, in nahezu der gesamten Presse diese Meldung. Politiker beteten diese Entwarnung beruhigt hoch und runter. Schnell wussten wir aber aus Berichten der beteiligten Wissenschaftler, dass die Studien sauber durchgeführt wurden. Aber die Deutungshoheit hatten damals die Mobilfunkindustrie und Medien, die nicht richtig hingeschaut haben. Dass daraus ein Wissenschaftskrimi wurde, mit Rufmord, Prozessen, Zerstörung von Existenzen, der zwar gleich als Skandal entlarvt, aber erst 2020 juristisch abgeschlossen werden wird, ahnten wir nicht. Man kann daraus lernen, wozu Industrie und eine korrumpierte Wissenschaft in der Lage sind.<<

Man muss wissen, dass der soeben verurteilte Prof. Alexander Lerchl im Gebiet Mobilfunk so etwas darstellt wie Prof. Drosten im Gebiet der Virologie: Es ist vollkommen einerlei, dass es mittlerweile hunderte valide Studien von international anerkannten Wissenschaftlern wie z.B. Hardell oder Yakymenko et al. gibt, die z.T. dramatische Zellschäden und DNA-Strangbrüche aufgrund Mobilfunk/WLAN-Strahlung samt deren biochemischen Wirkungsmechanismen (insb. oxidativer Stress) eindeutig belegen. Die Regierung ebenso wie die maßgeblichen staatlichen Institute halten sich bei ihren 5G-Expansionsplänen weiter fast ausschließlich an diesem einen Nagel fest, an dem die Beschwichtigungsstragie mit unabsehbaren desaströsen Folgen für die menschliche Gesundheit hängt: Prof. Alexander Lerchl.

Wer Wissenschaftskrimis schätzt, kann z.B. in einem Vortragsskriptum von Prof. Adlkofer, dem ehemaligen Leiter der EU-finanzierten REFLEX-Studie auf seine Kosten kommen. Darin zeigt Adlkofer detailliert auf, wie es „Lerchl bisher mittels abwegiger Versuchsplanung, manipulativer Eingriffe in den Versuchsablauf und willkürlicher Datenanalyse immer gelungen war, seine Ergebnisse den Wünschen seiner Auftraggeber anzupassen“ (siehe Vortrag an Harvard Law School).

Dieser berüchtigte Prof. Lerchl, der schon vor Jahren unter Aufbietung aller noch verbliebenen redlichen Kräfte des wissenschaftlichen Fachgremiums der Krebsforschungsbehörde IARC der WHO aufgrund seiner Nähe zur Mobilfunkindustrie von der Abstimmung ausgeschlossen wurde, als Mobilfunk lt. WHO-Kriterien zumindest in die Gruppe 2B „möglicherweise krebserregend“ der IARC -Skala eingestuft wurde und der gerichtlich der Falschaussage überführt wurde, darf heute weiterhin eine maßgebliche Studie zur Verträglichkeit von 5G durchführen – im Auftrag des „Bundesamts für Strahlenschutz“, dem verstrahlten Pendant zu demjenigen, was das RKI auf dem Gebiet der Virologie darstellt.

Dass sogar Lerchl selbst in einer eigenen Versuchsreihe mit Mitteln des Bundesamtes für Strahlenschutz zähneknirschend zugeben musste, dass Mobilfunk (UMTS-) Strahlung bei Mäusen eine signifikante Tumorpromotion bewirkt (Lerchl: „Die vom Fraunhofer-Institut 2010 entdeckten Effekte auf Tumore der Leber und der Lunge wurden vollauf bestätigt“ – siehe auch Bericht von Stiftung Pandora), bekümmert die deutsche Regierung nicht. Sie startet aufgrund des nun doch großen Widerstands der Bevölkerung gegen 5G eine aufwändige PR-Kampagne (#Dspricht5G), um die Bürger zu beruhigen und ihnen die schöne, bunte 5G-Welt der Zukunft mit Sendestationen im 150 Meter-Raster schmackhaft zu machen. Bundesminister Scheuer erklärt dabei überzeugt in die Kameras den „nächsten Schritt“: Nach 2G, 3G und 4G komme nun eben konsequenterweise … – 5G! Die tonnenweisen wissenschaftlichen Erkenntnisse, die die flächendeckende Einführung einer solchen maximalinvasiven Strahlungstechnologie für jeden gesunden Hausverstand untersagen würden: Fuck’em! Was Christian Lindner kann, kann Andi Scheuer schon lang: Digital First, Bedenken Second. Die mit der 5G-Infrastruktur mögliche Totalüberwachung und In-Echtzeit-Bestrafung der Bürger gemäß Social Scoring-Punktesystem kann im Übrigen jetzt schon in China bewundert werden. Welchem fortschrittsfreudigen Bürger wird dabei nicht warm ums Herz?

Nach über einem Jahrzehnt der Zermürbung seiner Gegner wurde Prof. Lerchl nun also verurteilt (siehe Bericht in Diagnose:Funk). Was für eine Farce. Die 20.000 Euro Gerichtskosten, die der der Lüge überführte Lerchl nun bezahlen muss, rauchen die milliardenschweren Mobilfunklobbies wohl zu Sektploppen in der Pfeife. Denn in diesen Jahren des erfolgreichen Wissenschaftsbetrugs konnten sie ihre menschheitsdegenerierende Technologie, die aufgrund der Erkenntnisse von Prof. Adlkofer et al. längst verhindert bzw. zurückgefahren hätte werden müssen, massiv ausbauen. Wir leben wohl in den verlogensten und kriminellsten Zeiten, die die Menschheit jemals erlebt hat.

Für die fortschrittsgläubigen Zeitgenossen, denen das Wort „menschheitsdegenerierend“ zu drastisch erscheint: Die nun gerichtlich rehabilitierte und im Übrigen auch von mehreren anderen unabhängigen Forschungsinstituten bestätigte REFLEX-Studie weist unter anderem nach, dass Mobilfunk:

  • in menschlichen Zellen die Struktur und Funktion der Gene verändert
  • zu Einzel- und Doppelstrangbrüchen der DNA in menschlichen Fibroblasten, HL60-Zellen und Granulosazellen von Ratten führt
  • eine Zunahme von Mikrokernen und Chromosomenaberrationen in menschlichen Fibroblasten bewirkt
  • die Genexpression in mehreren Zellarten, insbesondere in menschlichen Endothelzellen und embryonalen Stammzellen von Mäusen verändert

Aber hey, im Gegenzug könnt ihr dank 5G demnächst ein Rezo-Video in 2 Sekunden downloaden. Wie geil ist das denn? Ja lol ey, ihr aluhuttragenden Mobilfunk- und Impfgegner!

Foto: Pixabay/CC0


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zum Weiterlesen:

Tagesspiegel: „Wie gesundheitsschädlich ist 5G wirklich?“ (erstaunlich gut recherchierte und qualitativ hochwertige Reportage in einem Mainstreamblatt; geschrieben vom  investigativen Journalisten Harald Schumann)

Diagnose Funk (Interview mit dem Vorsitzenden Dipl-Ing. Jörn Gutbier zur aktuellen Forschungslage betr. Mobilfunkstrahlung mit vielen weiterführenden Links)

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