Waldsterben

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Lügen im Dieselkrieg in Deutschland – made in USA … und die neue Käuflichkeit von Luft

Dienstag, 13.3.2018. Eifel. Fußball und Schach – das ist im Prinzip die kleine Formel, auf die man die Wirren der Neuzeit reduzieren kann. Der Pöbel wird für Fußball begeistert, die Elite spielt Schach. Ja – ich spreche hier absichtlich von „Pöbel“ – denn das ist es, was Sie für die Elite sind. Glauben Sie etwa, die Industrie finanziert diese Leibesübungen umsonst mit irrsinnigen Beträgen – mit jährlich über 100 Millionen Euro (siehe ran)? Wenn Sie mal die Gelegenheit hatten, in Konzernen die Gedankenwelt der Chefetage zu beobachten, dann erkennen Sie, was ich meine: die Jungs dort spielen nicht Fußball, sie spielen Schach. Fußball ist ein taktisches Spiel: einer schmeißt einen Ball in die Mitte und alle rennen hinterher. Schach ist ein strategisches Spiel, bei dem die Spieler viele Züge im Voraus berechnen, es ist voller Hinterlist und Heimtücke: das Spiel der großen Politik. Natürlich möchte die Elite nicht, dass der Pöbel Denken in den Kategorien des Schachspiels lernt: hier muss vernetzt gedacht werden, die Qualitäten der einzelnen Figuren müssen kombiniert werden, man muss Figurenteams bilden, um sein Ziel zu erreichen, täuschen, tricksen, in die Irre führen, manchmal sogar die Dame opfern um zu gewinnen (völlig unvernünftig – schreit da gleich der Laie auf), bei Fußball reicht es, dem Ball hinterher zu rennen. Wer Schach spielt, denkt auch schnell in Verschwörungstheorien und zeigt sich im Alltag als versierter Verschwörungspraktiker: ihm kann man wenig vormachen, er ist nicht leicht zu täuschen, nicht umsonst sind Verschwörungstheoretiker vernünftiger als die weniger denkende Zunft (siehe Forschung und Wissen) – und nicht umsonst ist die Beschäftigung mit strategischen Gedankenspielen dem Pöbel verboten (d.h.: es ist verpönt): schnell könnte man den raffinierten Schachzügen der Elite auf die Spur kommen – wer kann das schon wollen.

Fußball ist die moderne Variante des alten Spruches „ein Schwein durchs Dorf jagen“, es fordert nur ein geringes Maß an Hirn und Reflektion, es reicht zu wissen, dass das „Runde in das Eckige“ muss, zudem spaltet es die Republik in inhaltslose Stämme, die bis aufs Blut verfeindet sind – wegen Ballsport. Da ist der Pöbel beschäftigt und lernt, dass das Gegeneinander zur Problemlösung der einzige Weg ist: einer muss Recht haben, der andere Unrecht, die Götter entscheiden letztlich, wer der Sieger ist – und die höchste Gunst der Höchsten hat. Fußball ist politische Erziehung – und wie anders würde unsere Welt aussehen, würden wir die Menschen in Schach trimmen anstatt in Ballschubsen.

Einer der neuen Bälle, die aufs Feld geschmissen wurde, ist das Wort „Diesel“. Ja – ich merke: Sie erschrecken. Wenn Sie Pech haben, haben Sie auch einen und werden jetzt enteignet. Der Zweck, für den die Industrie Ihnen diesen „Sondermüll auf Rädern“ (siehe Spiegel) verkauft hat, kann es nicht mehr erfüllen, entweder kaufen Sie sich einen neuen Benziner (der dann in ein paar Jahren zum Fußball wird, auf den alle herumtreten), oder sie fahren eben nicht mehr zur Arbeit, werden gekündigt, kriegen vom Arbeitsamt noch eine Sperre, müssen Hunger leiden und Obdachlosigkeit fürchten bis Sie letztlich im Hartz-Gettho landen, aus dem nie jemals mehr jemand entkommt und werden ihr Leben als vogelfreier Aussenseiter in sozialer Missachtung führen.

Diesel – das wissen wir – ist der Feind der Menschheit, der große Mörder der Moderne, der Satan im Auspuff. Diesel – der gemeine Triebtäter, der die Welt mit Feinstaub überzieht und so alles dahin rafft, was Luft zum Leben braucht. Jedenfalls: aktuell. Kann sich morgen wieder ändern, wenn der nächste Ball aufs Spielfeld geworfen wird. Diesel und Feinstaub: das war lange ein untrennbares Begriffspaar, das wir mühsam gelernt haben, im Jahr 2012 überschlugen sich die Artikel mit der Anprangerung der tödlichen Dieselabgase (siehe Spiegel)

„Bislang hatte die Weltgesundheitsbehörde (WHO) Dieselabgase immer als potentiell krebserregend eingestuft – nun sieht die Behörde einen direkten Zusammenhang zwischen der Belastung durch die Abgase und der Entstehung von Krebs. Benzinabgase gelten weiterhin als potentiell krebserregend.“

„Feinstaub verkürzt Lebenszeit“ – steht so im Link (warum das in dem Text nicht vorkommt, bleibt ein Geheimnis der Springerpresse), und ich möchte noch ein weiteres Zitat aus dem Artikel beifügen, das im Laufe der Erörterung noch wichtig werden wird:

„Am schlimmsten sind Dieselabgase, vor allem aus Lkw und Bussen.“

Wir erfahren auch von älteren Studien, die zeigen, wo es am schlimmsten um die Verschmutzung bestellt ist: im Inneren des Autos:

„Nicht in jeder Studie wurde alles untersucht, zudem unterscheiden sich die Werte mitunter stark – je nach Stadt, Uhrzeit und Wetterlage. Einen Trend gibt es dennoch: Fast immer war die Luft in den Autos schlechter als in der Umgebung.“

Den Fahrradfahrern in der Stadt geht es noch schlechter, zwar ist die Luft besser, aber sie atmen mehr – wegen den Leibesübungen.

Kaum hatten wir uns an die Gleichung „Diesel=Feinstaub“ gewöhnt, kamen fünf Jahre später parolenresistente Wissenschaftler auf den Plan und bewiesen anderes (siehe Zeit)

„Neueste Messresultate der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) zeigen nämlich: Nicht die Dieselabgase sind der Hauptverursacher der hohen Feinstaubbelastung. Stattdessen hat die LUBW „Aufwirbelungen und Abriebprozesse“ ausgemacht, die „eine wesentliche Rolle“ spielen.“

„Den Messungen zufolge entsteht der verkehrsbedingte Feinstaub der Partikelgröße PM10 (bis zehn Mikrometer Durchmesser) zu rund 85 Prozent durch Reifen-, Bremsen- und Straßenabrieb sowie durch die Aufwirbelung der Staubschicht auf den Fahrbahnen. Für die inzwischen bundesweit bekannte Messstelle am Stuttgarter Neckartor, wo seit Jahren die höchsten Staubkonzentrationen gemessen werden, bedeutet das laut der neuesten LUBW-Tagesmittelwerte: Pro Kubikmeter Luft stammen lediglich 1,9 Mikrogramm Feinstaub aus den Auspuffrohren der vorbeifahrenden Autos. 11,9 Mikrogramm werden hingegen durch Abrieb und Aufwirbelungen verursacht.“

Es gibt auch einen wissenschaftlichen Vergleich von Diesel und Fahrrädern (siehe Helmholtz):

„Feinstaub ist ein ganz anderes Thema. Beim modernen Diesel gibt es kein Feinstaubproblem mehr. Das Thema ist durch. Ein Fahrrad hat typischerweise einen Felgenverschleiß von 0,1 Millimeter auf 1000 Kilometer: Beim Bremsen entweichen Metalloxide in die Umgebung. Das sind auf einen Kilometer umgerechnet drei bis vier Milligramm. Der Partikelausstoß aus dem Auspuff eines Diesels liegt bei 0,2 bis 0,5 Milligramm. Auch wenn die öffentliche Wahrnehmung eine andere ist: Wir haben bei vielen Betriebszuständen eine niedrigere Partikelkonzentration im Abgas als in der Umgebungsluft einer Stadt.“

Fahrräder ´raus aus der Innenstadt – als Fußgänger schon  immer mein innigster Wunsch, gegen die Zweiradrüpel mit ihren Feinstaubtrompeten in der Innenstadt ist ein drängelnder Porsche auf der Autobahn ein Waisenknabe – jedenfalls aus der Sicht eines eingefleischten Fußgängers. Doch zurück zum Thema.

Das war jetzt doof für die Strategen: immerhin sollte es gegen den Diesel gehen. Wir wissen zwar noch nicht, warum (dazu kommen wir noch): aber der Diesel muss weg. Kein Wunder, dass nach dem Feinstaub eine neue Sau durchs Dorf gejagt wird: die Stickoxyde. Eine US-Studie spricht von 38000 Toten, die durch Nichteinhaltung der Grenzwerte verursacht wurden (siehe FAZ), im Run auf die noch größere Zahl erhöht der Spiegel auf 50000 … verlorene Lebensjahre (siehe Spiegel). Verlorene Lebenjahre? Nun: wenn jemand zu früh stirbt. Bei knapp 4000 Verkehrstoten im Jahr – rechnen wir das mal durch. Es sind nun häufiger junge Menschen, die im Straßenverkehr ihr Leben lassen (siehe Welt), Gehen wir mal von einem Durchschnittsalter von 40 aus – und davon dass die noch 40 Jahre gelebt hätten: schon sind wir bei 160000 verlorenen Lebensjahren – die uns nicht dazu animieren, „Verkehr“ oder „das Auto“ an und für sich zu verteufeln.

Statistik ist wunderbar, oder?

Kennen Sie übrigens dieses Stickoxid? Wir müssen hier über Stickstoffdioxid reden – Stickstoffmonoxid ist ein Arzneimittel. Und in der Ärztezeitung finden wir folgende Aussagen (siehe Ärztezeitung):

„So heißt es auch im Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestages zum Abgas-Skandals, der vor Kurzen veröffentlicht wurde, dass epidemiologisch ein Zusammenhang zwischen Todesfällen und bestimmten Stickstoffdioxid-Expositionen im Sinne einer adäquaten Kausalität nicht erwiesen sei.“

„Sind nun Stickoxide unbedenklich und die Sorgen um die Gesundheit reine Hysterie? Tatsächlich scheint es schwierig oder gar unmöglich, aus der Vielzahl der Abgase, zu definieren, ob und zu welchen Anteil bestimmte Stoffe für die gesundheitlichen Risiken verantwortlich sind, die das Leben an einer Hauptverkehrsstraße mit sich bringen könnte.“

Aber zum Fußballspielen reicht es auf jeden Fall: einfach mal ein wenig hin- und herschießen das Thema: schon kommt Bewegung ins Volk. Schaut man genauer hin, so fragt man sich: warum muss es eigentlich der Diesel-PKW sein, der angeprangert wird: Flugzeuge und Linienbusse erreichen bei den Emissionen höhere Werte (siehe Statista). Es scheint auch ein Wunder, dass wir überhaupt so lange überlebt haben – denn die Emissionen waren mal gigantisch höher (siehe Umweltbundesamt):

„Emissionsangaben von Stickstoffoxiden (NOx) werden als NO2 berechnet. Diese übliche Umrechnung erfolgt, weil Stickstoffoxide zwar überwiegend als Stickstoffmonoxid (NO) emittiert werden, anschließend aber atmosphärisch zu Stickstoffdioxid (NO2) oxidieren. Von 1990 bis 2015 ist ein Rückgang der NOx-Emissionen um über 1,7 Millionen Tonnen (Mio. t) oder 59 Prozent (%) zu verzeichnen (siehe Abb. „Stickstoffoxid-Emissionen nach Quellkategorien“). Dieser Rückgang erfolgte in allen Quellkategorien – mit einem Minus von rund 1 Mio. t am deutlichsten im Verkehr. Trotz dieser Minderung ist der Verkehrsbereich mit einem Emissionsanteil von 38 % weiterhin mit Abstand der größte Verursacher von NOx-Emissionen (siehe Tab. „Emissionen ausgewählter Luftschadstoffe nach Quellkategorien“).“

Man findet auch denkwürdige Hinweise – wenn man wie ein Schachspieler denkt und nicht nur dem Ball hinterherrennt (siehe Huffingtonpost):

„Nicht nur die ganz neuen Dieselmodelle der Euro-6D-Norm geben Grund zur Hoffnung. Hinzu kommt: Ein Diesel-Motor muss nicht unbedingt mit konventionellem Diesel-Kraftstoff fahren.
Unternehmen und Universitäten auf der ganzen Welt forschen derzeit an neuen synthetischen Kraftstoffen, die nicht mehr aus Erdöl hergestellt werden, sondern zum Beispiel aus CO2 und Wasserstoff.
Diese neuen Kraftstoffe bilden aufgrund einer veränderten chemischen Struktur zum Beispiel keinen schädlichen Ruß mehr. Auch Stickoxide fallen bei diesen neuen Kraftstoffen kaum noch an.“

Das ist noch etwas plakativ geschildert – und ohne Quellenangabe zu den neuen Zauberstoffen – aber geben Sie mal „Dieselmotor“ und „Rapsöl“ in Ihre Suchmaschine ein: sie werden überrascht sein, was ein Dieselmotor (der ganz alten Bauart) alles als Treibstoff verwenden kann – und wie wunderbar, wenn das erstmal mit Wasserstoff gelänge. Gelingt auch: ein kleines Unternehmen baut da gerade Fahrzeuge um – allerdings nur LKW (siehe Deutschlandfunkkultur). Wasser als Treibstoff … braucht aber wohl den guten alten Dieselmotor.

Was soll also diese Jagd auf den Diesel? Warum hat man jetzt den Ball hineingeworfen? Nun – hier müssen wir etwas weiter denken als nur die Parole „Dieselnazis sind böse“ vor uns herzuschieben. Lauschen Sie mal den Worten der Süddeutschen Zeitung (siehe SZ):

„Viele Autos haben über Nacht massiv an Wert verloren, und die Volkswirtschaft insgesamt kann sich darauf einstellen, dass jetzt Milliardenvermögen vorzeitig vernichtet werden. Das Ausland, heißt es, lacht über Deutschland, das eines seiner erfolgreichsten technischen Produkte gerade ruiniert und die Vormachtstellung der deutschen Autoindustrie vielleicht gleich mit – mit noch ungewissen Folgen für Millionen Arbeitsplätze.“

Das Ausland lacht. Eine der erfolgreichsten Techniken wird verbannt, wird zum vogelfreien Hartz-IV-Motor ernannt. Interessiert es Sie, wer eigentlich hinter der Kampagne gegen den Diesel steht? Die deutsche Umwelthilfe (siehe duh). Kämpft für saubere Luft. Wer finanziert die? Nun – Sie werden überrascht sein (siehe orange.handelsblatt):

„Und dafür lassen Sie sich auch von der amerikanischen „ClimateWorks Foundation“ bezahlen. Seit 2010 hat diese Stiftung mindestens vier Millionen Dollar an die Deutsche Umwelthilfe überwiesen. Das zeigen deren Finanzberichte aus den Jahren 2010, 2011, 2012, ein Wikileaks-Dokument von 2016 und die Internetseite der Stiftung.“

Diese Foundation hat innerhalb kurzer Zeit sehr viel Geld eingesammelt (siehe myphilantropedia) und finanziert damit nicht nur die Kampagnen der Deutschen Umwelthilfe sondern auch … die ICCT (nochmal: orange.handelsblatt). Und die kommt mit einer neuen Studie heraus, die zweifelsfrei beweist, dass ein LKW mit 35 Liter Dieselverbrauch auf 100 km (siehe Eurotransport) viel weniger Dreck macht als mein kleiner Citroen mit 4 Litern auf 100 Km (siehe Automobilwoche). Sie sehen: dass Busse und LKW Dreckschleudern sind, stimmt auch nicht mehr, die sind supersauber. Überlege auch gerade, mit einen 38-Tonner zu kaufen, um damit demnächst in die Stadt zur Arbeit zu fahren – der Umwelt zuliebe.

„12000 Tote“ prangert die Deutsche Umwelthilfe an – findet dabei aber keinen Rückhalt in der Medizin (siehe orange.handelsblatt):

„Professor Martin Hetzel ist Chefarzt an der Stuttgarter Lungenfachklinik vom Roten Kreuz. In der Stadt also, die besonders stark von der Luftverschmutzung betroffen sein soll. Der Experte holt tief Luft. Dann sagt er: „Stickoxide in einer so geringen Konzentration wie in unseren Städten können keine krankmachende Wirkung haben.“ Es sei deshalb „schlicht unmöglich, auch nur einen Todesfall“ darauf zurückzuführen.“

„Andere Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht und zu wenig Bewegung seien um ein Vielfaches gefährlicher für die Gesundheit als das Einatmen von Stickoxiden.“

Aber der treue Deutsche spielt den Ball trotzdem brav weiter.

Schauen wir noch mal nach den USA: dort wollten deutsche Autobauer 2009 eine Dieseloffensive starten, Grund: der VW Jetta war zum „Green car of the Year“ gewählt worden (siehe Welt), man sah große Chancen für Diesel in den USA (Marktanteil Diesel Pkw: 2,6 Prozent, in Europa 55 Prozent – siehe Süddeutsche Zeitung). Und dann noch ein Motor, der auch mit Wasserstoff fährt? Schon mal überlegt, wie die großen Industrien in den USA – Autobau und Öl – darauf reagieren würden? Erst recht unter einem Präsidenten, der die einheimische Autoproduktion zur Not durch Zölle fördern will?

Nun – willkommen beim Schachspiel. Es gibt viele Dinge, die das Leben verkürzen: zu wenig Schlaf, Arbeitslosigkeit, Liebeskummer, sitzende Tätigkeit, Pendeln zur Arbeit, zu wenig Zeit für Freunde, ungesundes Essen, Angst vor dem Tod – um nur einige zu nennen (siehe: Huffingtonpost): hier gäbe es viel zu tun, da werden Millionen Lebensjahre vernichtet. Doch da … ist Ruhe. In Wirklichkeit interessiert sich die große Welt nicht für die Lebensjahre des Pöbels, man interessiert sich für Rendite: und der deutsche Dieselkrieg hilft vor allem der US-Industrie.

Das sind allerdings keine Informationen für Fussballer, die sollen einfach nur jenen Bällen hinterherlaufen, die man ihnen gerade zuspielt. Es wird auch aus der deutschen Politik und Wirtschaft keine diesbezügliche seriöse Aufklärungsarbeit geben (und von den Medien schon gar nicht – da sitzen auch nur noch Fußballfans), denn schon längst hat man für sich einen neuen Markt erkannt: saubere Luft.

Deshalb mal zum Abschluss der Erörterung ein Zitat aus der Welt der deutschen Wirtschaft, dass weit in die Zukunft greift (siehe Süddeutsche):

„Für den Ökonomen sieht die Sache ganz anders aus: Autofahrer konsumieren gratis das knappe Gut „reine Luft“, also lässt man sie und genau sie dafür zahlen; der Fachmann spricht von der Internalisierung der externen Kosten des Fahrens.“

Und so nutzt man den Dieselkrieg, um Luft als „knappes Gut“ zu deklarieren, für das bald alle zahlen müssen. So hat auch die europäische Elite was davon. Noch ein Zitat? Damit Sie wissen, wohin die Reise geht?

Gern: (siehe CO2online)

„Noch vielschichtiger wird es bei körperlicher Aktivität. Während in Ruhe ungefähr 4 Liter Luft pro Minute die Lunge passieren, steigert sich dies bei körperlicher Belastung auf über 50 Liter pro Minute. Über das Jahr verteilt, bedeuten diese beiden Extreme 2.100 Kubikmeter Luft oder 168 Kilogramm CO2 in Ruhe gegenüber 25.500 Kubikmeter Luft oder 2.040 Kilogramm CO2 bei Dauerbelastung.

Die Zahlen zeigen vor allem eines: Die individuelle Lebensweise hat einen enormen Einfluss auf unseren CO2-Ausstoß. So gesehen, hätte der kleine, unsportliche Typ, der sich nie bewegt, sondern den ganzen Tag auf dem Sofa liegt, die beste Klimabilanz.“

Sport ist Mord. Sogar: klimaschädlicher Massenmord. Und wenn ich Ihnen jetzt noch sage, dass Ihre Atmung auch Stickoxide produziert (siehe BlickamAbend), dann wissen Sie, was die Zukunft bringt: sie wird teuer werden. Und vielleicht gibt es bald ein Atemverbot für Innenstädte. Oder wenigstens ein Sportverbot.

Sie mögen immer noch Fußball, oder? Ok – dann habe ich zum Schluss noch einen für Sie (siehe Spiegel):

„Ammoniak verbindet sich mit Stickoxiden aus Dieselabgasen zu Ammoniumnitrat, das mit dem Regen in den Boden einsickert. Das ist reiner Dünger, wie er auch im Baumarkt zu kaufen ist“

Ist es vielleicht dieser Dünger, der zum rasanten Waldwachstum in Europa führt (siehe UNO-Bericht im Spiegel)? In den dieselarmen USA schreitet das Waldsterben weiter rasant voran (siehe scienexx).

Viel Spaß beim Spielen!

PS: Bevor nun die frisch erkorenen Dieselnazis jubeln: Autos – auch die mit Elektroabrieb – bleiben extrem gesundheitsgefährdender Sondermüll auf vier Rädern. Je mehr Masse, umso schädlicher. Das gilt auch für Städte: je größer, umso klimaschädlicher (siehe Welt). Wir sollten also nicht nur diskutieren, ob Diesel in Städten fahren dürfen, sondern, ob Städte nicht eher generell abgeschafft werden sollten: zugunsten von Dörfern, in denen man alles zu Fuß erreichen kann – und von dem lebt, was man drumherum anpflanzt. Die Lösung aller Probleme … ist schon längst gefunden (siehe regenvillages). Nur: diesen Ball mag keiner spielen. Gibt Riesenärger mit den Schachspielern der Welt, die mit Globalisierung und Verstädterung Billionen verdienen.

Und Geld – ist Gott. Je mehr – umso göttlicher der Besitzer – oder?

Der Mythos vom Klimawandel als Waffe gegen die Menschenrechte: Deutschland 2017

Freitag, 28.7.2017. Eifel. Wir müssen mal reden. Über´s Wetter. Bitte, laufen Sie nicht gleich weg! Und hören Sie bitte auf, mich mit Dingen zu bewerfen, die seit Wochen in den Biomüll gehören! Ich weiß selbst, wie das Wetter ist. Klimafreundlich bleibe ich ja in meinem Urlaub in der Eifel, fahre kein Auto, fliege nirgendwo hin, rette das Klima persönlich – auch durch Mülltrennung. Ich werde also die kostbarste Zeit des Jahres im bundesdeutschen Dauerregen verbringen anstatt am sonnigen Strand ferner Länder, wo es so wunderbar schön ist.

Sie erwarten jetzt sicher, dass ich eine große Tirade gegen den Klimaschwindel vom Zaun lasse? Nein. Ich bin persönlich bin ziemlich zornig auf das Klima, vernichtete es doch erst kürzlich einen Ort, den ich kannte, seitdem ich im Kinderwagen daran vorbeigeschoben worden bin (siehe Focus):

„Der Sturm an Fronleichnam hat den Hertener Norden mit voller Kraft getroffen und besonders im Stadtteil Westerholt gravierende Schäden verursacht. Allein in der Straße „Zum Bahnhof“ mussten 28 Bäume gefällt werden Die Straße ist voraussichtlich bis Donnerstag komplett gesperrt. Der städtische Friedhof in Westerholt wurde ebenfalls schwer vom Sturm getroffen. Dieser ist voraussichtlich bis einschließlich Mittwoch komplett gesperrt.“

Das war eine wunderschöne Allee, die mich die letzten 50 Jahre begleitet hat, schon damals waren die Bäume sehr groß und alt. Erinnere mich gerne daran, wie ich in ihrem Schatten zum alten Bahnhof gegangen bin, um für mich etwas Welt zu erobern – und kann mich heute noch an den Trost erinnern, den sie spendeten, wenn ich niedergeschlagen heimkehrte.

Nun sind sie fort, und die Erklärung, die ein Wissenschaftler vor Ort abgab (finde sie im Netz nicht), war überzeugend: Stürme dieser Art kommen im Sommer nicht vor, die Bäume sind auf so etwas nicht vorbereitet; der Wind greift von unten oder der Seite in die Blätter und hebt die Bäume regelrecht hoch, so verlieren sie den Halt und kippen um. Wie alt war diese Allee? Hundert Jahre? Zweihundert? Keine Ahnung. Für mich aber ein deutlicher Hinweis darauf, dass das Wetter etwas außer Rand und Band ist. Und außerdem reden ja alle über den Klimawandel – na, jedenfalls fast alle. Al Gore hat für seinen Film darüber ja einen Oskar bekommen – und diesen Film fand ich auch überzeugend: man ist ja so leicht zu beeindrucken – ein paar klug aussehende Menschen (könnten auch Schauspieler sein), ein paar beeindruckende Bilder, etwas gut durchdachter Text und wir fangen an zu glauben, wo wir fragen sollten.

„Sommerstürme“ waren mir bislang nicht bekannt, Herbststürme schon – nur die letzteren kommen, scheints, immer seltener vor, ebenso wie Schnee im Winter. Dafür habe ich persönlich – als Mensch, der ständig draußen lebt – den Eindruck, als würde sich das Sonnenlicht ändern, Rottöne missen lassen, heißer werden … aber was weiß ich schon?

Natürlich gibt es Wissenschaftler, die die Geschichte vom Klimawandel für einen weiteren Fake halten. Am 10.1.2009 strahlte Spiegel-TV eine Sendung mit dem Titel „Der Klimaschwindel“ aus – heute undenkbar. Dort aber konnte man erfahren, dass – zu der Zeit in der ich mich aufmachte, die Welt zu erobern – das selbe Institut, dass aktuell vor der globalen Erwärmung warnt, 1979 vor der globalen Abkühlung warnte. Man könnte den Eindruck bekommen: solange die genug Forschungsgelder bekommen, warnen die vor allem möglichen. Heutzutage darf man darüber ja kaum noch reden, der Glaube an den Klimawandel hat das Christentum ersetzt, anstatt „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ ist „Diszipliniere Deinen Nächsten wie Dich selbst“ zum oberen Glaubensgrundsatz geworden, Millionen Propheten der vorbildlichen deutschen Klimarettungsnation schwärmen täglich aus im Kampf gegen Dieselautos, Fleischesser, Honigliebhaber und Lederschuhträger – wenn es irgendwelchen Hexen zu jagen gibt, wird man in diesem Fall besonders flott, das war schon bei den alten Germanen so. Menschenopfer haben hier Tradition – ich glaube, ich brauche nicht daran zu erinnern, was für eine, oder?

Wir brauchen unseren Mythos vom Klimawandel, sonst könnten wir uns ja gar nicht mehr stolz über unseren Nachbarn erheben, der Fleisch auf Holzkohle grillt ohne rot zu werden.

Gut – zwischendurch gab es ein paar Probleme. 2008 hatte man ja schon darüber nachgedacht, die Luftwaffe einzusetzen, um irgendwelche Gase freizusetzen, die das Sonnenlicht dimmen (siehe Spiegel). Manchmal, wenn ich an den Himmel schaue und die spinnenwebartigen Kreuzmuster sehe, die dort von Flugzeugen hinterlassen werden (bitte nicht gleich meckern: ich beschreibe sie nur und deute sie nicht … so wahnsinnig bin ich da dann doch nicht mehr, will ja nicht auf dem virtuellen Scheiterhaufen der neuen Inqusitoren landen), könnte ich schon auf den Gedanken kommen, dass die – natürlich nur zur Rettung der Welt – einige Pläne gleich in die Tat umgesetzt haben.

Wäre ja auch logisch: von 1998 bis 2012 stockte die globale Erwärmung: wieder einmal schien eine Theorie der so ehrlichen und aufrichtigen Wissenschaftler in die Hose gegangen zu sein, gut, dass die sich aktuell schnell wieder ´rausreden können: für „alles in bester Ordnung“ gibt es halt nicht ganz so viel Forschungsgelder wie für „WIR WERDEN ALLE STERBEN!!!“. Klar, dass man ein wenig an den wissenschaftlichen Methoden zweifelt, doch diese Zweifel werden genial beiseite geräumt (siehe Spiegel):

„Das Stocken des Klimawandels hatte allerdings den Verdacht genährt, Computersimulationen könnten das Klima nur ungenügend vorhersagen. Sie hatten weder vorher noch nach der Erwärmungspause die erstaunliche Klimaschwankung von 1998 bis 2012 berechnen können.

Das Versagen bleibe eine Herausforderung, es sei jedoch kein Grund, an den Klimamodellen zu zweifeln, schreiben die Forscher um Iselin Medhaug von ETH Zürich nun in „Nature“. Die Simulationen seien nur für längere Zeiträume geeignet.“

Auch überzeugend: wie zielstrebig „die Wissenschaft“ ausschwärmte, um gezielt und voller Plan die Ursache zu ergründen:

„Klimaforscher liefen zur Höchstform auf, sie erarbeiteten mehr als hundert Erklärungsversuche: Vulkanausbrüche, Ozeanströmungen, Winde, die obere Atmosphäre, Abgase, die Sonne und viele andere Effekte wurden als Gründe für dem überraschenden Witterungsverlauf ins Spiel gebracht.“

In meinen Augen eine wenig überzeugende, kopflose Bande ohne Plan und Verstand, die alles auffuhren, um eine renditeträchtige Theorie zu retten. Wer mehr als hundert verschiedene Erklärungsversuche liefert, sagt vor allem eins ganz deutlich: „ich habe keine Ahnung, was da gerade passiert“.

Sicher, die Modelle sind geschaffen und finanziert worden, um langfristige Klimaveränderungen zu beschreiben … aber soll ich wirklich kritiklos glauben, dass eine Wissenschaft, die mir noch nicht mal genau vorhersagen kann, wie das Wetter morgen wird, das Wetter in dreißig Jahren prima berechnen kann? Und das gerade nach den Erfahrungen dieses Sommers, wo die Vorhersagen in der Eifel völlig daneben lagen?

2007 durften die Skeptiker noch offen Kritik äußern, ganze Spielfilme über „Climagate“ landeten zur besten Sendezeit in den Abendnachrichten – mit zum Teil brisanten Theorien (siehe FAZ)

„Durkin steigert sich zu der These, Margaret Thatcher habe die Erderwärmung von Wissenschaftlern erfinden lassen, damit sie mittels Kernkraft den Kohlegewerkschaften den Garaus machen konnte.“

Kann das sein, dass Wissenschaft missbraucht wird, um politische Ziele durchzusetzen? Nun: warum nicht? „Sachzwang“ ist für wahlabhängige Politiker immer noch der bequemste Weg, ihren Willen durchzusetzen – und Wissenschaftler finden sich für alles und jeden: drei Forscher = fünf Thesen, um es kurz zu machen.

Können Sie sich noch an „Climagate“ erinnern? Das Watergate der Wissenschaft? Wahrscheinlich nicht, Klimawandel ist Kult, ist Religion geworden … menschengemachter Klimawandel, wohlgemerkt. Wichtig, darauf ein Auge zu haben. Fand in der Berichterstattung dazu einen schönen Satz (siehe Spiegel):

„Bei dem Versuch, den Ansprüchen der Politik gerecht zu werden, habe man zu viel Wert auf Konsens gelegt, räumt inzwischen auch Max-Planck-Forscher Martin Claußen ein.“

Das ist wohl der „breite wissenschaftliche Konsens“, auf den sich das Umweltbundesamt immer noch beruft (siehe Umweltbundesamt)

Das geht auch noch deutlicher (Spiegel, s.o.)

„Selbst Wissenschaftlern geht es nicht immer nur um die reine Wahrheit, wissen Soziologen: Die öffentliche Debatte diene meist „nur vordergründig der Aufklärung“, erläutert Weingart. Vielmehr gehe es darum, „Konflikte durch allgemeine soziale Zustimmung zu entscheiden und abzuschließen.“ Dafür sei es hilfreich, eindeutige Ergebnisse zu präsentieren.“

Da geht es … um Zaubertricks. Die funktionieren am besten, wenn vorne ein älterer Herr mit Frack und Zylinder steht und Klima-Kaninchen aus dem Hut zaubert.

Es geht ja gar nicht darum, ob es irgendeinen Klimawandel gibt oder nicht: es geht primär darum zu beweisen, dass die Menschheit den Klimawandel verursacht hat – also dass Sie Schuld sind. Teile der Industrie – in Deutschland zu Beispiel die Atomindustrie – mischen da heftig mit, während die Braunkohleindustrie vehement dagegenhält; Atomkraft präsentiert sich immer gerne als klimarettende Alternative. Und dann gibt es noch die großen Unbekannten, die mitmischen  – wie die Sonne (siehe n-tv):

Der Einfluss der Sonnenstrahlung auf das Klima der Erde ist in der Tat ein Faktor, der in der Wissenschaft derzeit noch diskutiert wird und in seiner Wirkung noch nicht eingeschätzt werden kann.

Bitte Fragen Sie jetzt nicht danach, wie man Klimamodelle entwerfen kann, die ohne den unbekannten Einfluss der Sonne funktionieren: für ein wenig Bargeld ist alles möglich.

Hören Sie zum Beispiel mal diesem Herren aufmerksam zu (siehe Weltenwetter):

„In der Kreidezeit, die vor 145 Millionen Jahren begann und vor 65 Millionen Jahren endete, erlebten die Dinosaurier ihre Blütezeit. In den Tropen erreichten die Durchschnittstemperaturen 38 ° C und am Nordpol immerhin noch 10 ° C. Immergrüne Nadelwälder (und z.T. auch Laubwälder) bedeckten die Polarregionen. Am Rande der Arktis, im heutigen Kanada wuchsen sogar Palmen. Im Winter fiel zwar gelegentlich auch einmal Schnee, aber Meereis konnte sich nicht bilden. Auch an Land wurde es in der Arktis spätestens im Frühling so warm, daß der Schnee komplett wegschmolz. Nur am Südpol, wo sich auch damals in der Kreidezeit schon die Antarktis befand, war es kalt genug, daß sich auf dem Festland noch Eis bilden konnte. Der Meeresspiegel war mindestens 4o m höher als heute!“

Erstaunlich, oder? Doch es kommt noch mehr:

„Zwar war die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) damals mindestens 4-mal so hoch wie heute, doch trotzdem reicht das nicht aus, um die enorme Erwärmung in der Kreidezeit mit Hilfe von Klimamodellen zu erklären. Der Treibhauseffekt des CO2 ist einfach zu gering.“

Gut, andere meinen, es wäre doch das Treibhausgas gewesen … nur gab es damals noch keine Menschen – und es war über 8 Grad wärmer als heute (siehe Spekrum). Da sollten wir doch die zwei Grad mehr, die uns schlimmstenfalls drohen, locker aushalten können. Etwas mutig, angesichts solcher Fakten mit Bestimmtheit sagen zu können, dass der Mensch für den Klimawandel verantwortlich ist. Zumindest … sollte man doch darüber diskutieren dürfen. Immerhin haben wir ja schon reichlich Pannen der Wissenschaft erlebt, die letzte ganz dicke Panne war ja das „Waldsterben“. Können Sie sich noch daran erinnern? Kommen Sie, wir lauschen noch ein wenig den Stimmen der Zeit (siehe Spiegel):

„Die ersten großen Wälder werden schon in den nächsten fünf Jahren sterben. Sie sind nicht mehr zu retten.“ So hat es Ulrich, damals Professor für forstliche Bodenkunde und Waldernährung in Göttingen, im Jahr 1981 vorhergesagt – und die Luftverschmutzung dafür verantwortlich gemacht. Seine Prognose versetzte die Nation in Panik. „Saurer Regen über Deutschland. Der Wald stirbt“, titelte der SPIEGEL. „Über allen Wipfeln ist Gift“, schrieb der „Stern“. Und die „Zeit“ kommentierte: „Am Ausmaß des Waldsterbens könnte heute nicht einmal der ungläubige Thomas zweifeln.“

Heute weiß man: Waldsterben war ein Fake. Und gerade deshalb sollte man jeder neuen apokalyptischen Sau, die durchs Dorf getrieben wird, ebenfalls misstrauen. Aber was geschieht? Trotz begründeter Zweifel … wie dem zeitweise  Ausbleiben der globalen Erwärmung …  wird weiter in das Horn geblasen.

Doch nicht nur das: trotz der unsicheren Ausgangslage steigern sich die Klimaretter in immer neue … und gruselige … Hysterien. Das Wissenschaftsmagazin Leonardo prescht derzeit mit der mutigen Legende los, dass man da ein „ganz heißes Eisen“ anpackt, weil es da „offenbar ein großes Tabu“ gibt: alles, was wir gegen den Klimawandel unternehmen, ist nämlich völlig sinnlos – nicht die Diskussion um Abgaswerte, nicht der Einkauf im Bioladen oder das fein säuberliche Trennen von Müll helfen uns, die Welt zu retten, nicht die vegane Ernährung, nicht das Strom sparen oder der Verzicht auf Autofahren oder die Abkehr vom geliebten SUV und der Verzicht auf alle Flugreisen retten die Erde vor dem Klimakollaps sondern: das KIND ist der Feind, vor allem das Kind in Europa, weil es ja einen viel höheren Konsum hat als das Kind in Kenia (siehe ardmediathek).

Quintessenz: damit „wir“ wieder ein menschenwertes Leben auf diesem Planeten leben können, müssen … unsere Kinder weg. Gut – konkrete Vorschläge, wie man sich des Ballasts schnellstmöglichst entledigen kann, gibt es nicht, erstmal kommt nur der Ruf „nach einer Debatte“. Und immerhin: für jedes eliminierte Kind kann man 10-20 Jahre länger Autofahren – einfach mal nachrechnen. Über das „Tabu“ muss mal geredet werden. Offenbar kennen die beiden Damen, die in der Sendung so glücklich plaudern, die Hintergründe des „Tabus“ nicht, kommen aus einer Zeit, wo man sich nicht mehr daran erinnert, was geschieht, wenn man aus Menschen „Schädlinge“ macht, die man selbstverständlich für „höhere Werte“ (wie das eigene Autofahren) entsorgen darf: es ist die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die … wirklich nicht überall Freunde hat:

„Natürlich gab es einige, die die Menschenrechtserklärung verachtungsvoll fallen ließen. Der sowjetische Deligierte Andrej Wischinski, dessen eigene Vergangenheit uns hier nicht beschäftigen muss, hielt sie, mit oft zitierten Worten, für eine „Sammlung frommer Sprüche“, während Reagans UN-Botschafterin Jeane Kirkpatrick die sozioökonomischen und kulturellen Rechte der Deklaration als „einen Brief an den Weihnachtsmann“ lächerlich machte und hinzufügte: „Weder Natur, noch Erfahrung oder Wahrscheinlichkeit ist von Einfluß auf diese Liste von „Leistungsansprüchen“ , die keine Grenzen kennen, es sei denn den Geist und die Gelüste der Autoren. Einige Jahre später hielt UN-Botschafter Morris Abram solche Ideen für „kaum mehr als einen leeren Topf“ in den vage Hoffnungen und unausgereifte Erwartungen fließen“; sie seien „gefährlich aufrührerisch“, wo nicht gar „absurd“.“ (siehe Noam Chomsky, Profit over People, War against People, Piper, 2. Auflage 2006, Seite 88-89, Erstauflage 1999)

Jetzt verstehen Sie vielleicht, warum ich dem Mythos vom menschengemachten Klimawandel so skeptisch gegenüberstehe: es geht in der Tat um Menschenleben. Und ich halte ihn erstmal für einen Mythos – weil ich die Beweise nicht als hinreichend erachten kann … und angesichts der neuen Aspekte, die jetzt in die Debatte einfließen sollen, werde ich diesem Mythos aus rein praktischen Gründen doppelt so skeptisch gegenüber sein – womöglich endet er wie der Mythos vom Waldsterben, sofern er nicht mit politischer Gewalt am Leben gehalten wird.

Viel schlimmer für das Schicksal der Menschheit als die Folgen des Klimawandels (selbst wenn er von Menschen – d.h. konkret von Wissenschaft, Technik und Wirtschaft samt Politik … was auch gerne verschwiegen wird – gemacht wurde) sind die Folgen der Vernichtung der Erklärung der allgemeinen Menschenrechte, die extra dafür geschaffen wurden, die industrielle Massenvernichtung von Menschen für alle Ewigkeiten zu verhindern.

Und das hier was geschehen muss – mit diesen „Menschen“ – das bemerken ja aktuell ganz andere (siehe Focus):

„Diese Zahl ist besorgniserregend. Das Wachstum der Sozialausgaben übertrifft das deutsche Wirtschaftswachstum. Im Jahr 2016 beliefen sich die Kosten auf 918 Milliarden Euro – ein Plus von knapp vier Prozent. Die Schwelle von einer Billion Euro rückt bereits in Reichweite.“

Sicher nur zufällig tauchte diese Zahl auch schon mal auf (siehe mitwelt):

„Eine Billion Euro würde es kosten, die globale Wirtschaft klimafreundlich umzubauen, hat die internationale Consulting-Firma PricewaterhouseCoopers im Jahr 2006 berechnet.“

Wäre es nicht wunderbar, wann man mit den Horrorsummen der deutschen Sozialausgaben die Welt retten würde? Als besondere Belastung wird ja – neben der Rente – auch das Kindergeld erwähnt.

Und das aktuelle Wetter – wegen dem wir so stinksauer sind? Nicht der Rede wert (siehe Zeit):

„Selbst wenn man bis zum Beginn der Industrialisierung zurückschaut – also dem Beginn der menschengemachten Kohlendioxid-Emissionen, die nachweislich einen Treibhauseffekt haben – zeigen die Messdaten keinen Trend zu mehr Starkregen, wie auch Andreas Becker bestätigt, er ist beim DWD für die Niederschlagsüberwachung zuständig.“

Was der Autor natürlich im nächsten Satz wieder relativiert … wer möchte schon am Pranger der Klimahysteriker stehen, die ihren eigenen Lebensfrust so gerne am Mitmenschen auslassen … jenen Mitmenschen, die noch Kinder kriegen.

Und das der Treibhauseffekt bei den Dinosauriern wesentlich größer war – kann nur an deren Abgasen gelegen haben.

Und deshalb wurden die ja auch komplett ausgelöscht, wie die Natur das gerne sieht – jene Natur, die … wie oben zitiert … nichts mit Menschenrechten am Hut hat.

Und ich … warte jetzt auf die nächste Studie im „Wissensmagazin Leonardo“, die ausrechnet, wieviel CO2 durch das deutsche Sozialbudget produziert wird.

(wer jetzt noch eine Verbindung zu den ominösen Georgia Guidestones herstellen möchte, dem „amerikanischen Stonehenge„, der darf das gerne tun. Dort forderten Unbekannte, die Weltbevölkerung „unter 500 Millionen zu halten“ … und ich frage mich, ob die unbekannten aber trotzdem existierenden Schöpfer der Steine nicht gerade die ersten Schritte dazu unternehmen, eine „allgemeine soziale Zustimmung zu erzeugen“)

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