Wahrheit

This tag is associated with 23 posts

Oldenburger Ärztin äußert sich kritisch zu Corona, Die Menschheit an der Leine der gekauften Wissenschaft, der gekauften Medien und der Lobby abhängigen Politik, Vernünftiger Widerstand ist nötig

woman-3218052_960_720

Eine so mutige großartige Kollegin, die sich die derzeit so nötige Wahrheit zu sagen getraut! Vielen Dank!!

Überall sollen wir die Leitlinien, die auch durch gesunde Lebensweise heilbare Erkrankungen, mit teuersten Medikamenten, Leitlinien-gerecht behandeln, nur wenn die Leitlinien das Geschäft begrenzen, wie die Leitlinien über Elektromagnetische Felder, die auch den Mobilfunk und 5G betreffen, dann sind sie uninteressant und keine Zeitung schreibt darüber. Denn dort kann man lesen, dass Medikamente zur Therapie für EMF Geschädigte sogar schädlich sein können:

europaem-emf-leitlinie-2016 Es gibt sie ja, die großartigen ehrlichen Forscher und Kollegen der Medizin. Wir hören sie ja täglich, so wie Prof. Streeck, Prof.Homburg, Prof. Sucharit Bakhdi, Dr.Bodo Schiffmann, Dr.Wodarg, Prof. Klinghardt, Dr.Köhnlein, Prof. Kniut Wittkowski, Prof. Haditsch und unzählige andere wertvolle großartige, mutige Kollegen!! Das macht Mut. Doch braucht es eine Analyse, um Fehler festzustellen:

DIE MENSCHHEIT AN DER LEINE DER DRITTMITTELFINANZIERTEN WISSENSCHAFT, DER GEKAUFTEN MEDIEN UND DER LOBBYABHÄNGIGEN POLITIK

Bild: pixabay.com CCO

Ja es kann so weit kommen, die Menschheit wird an der Leine der Drittmittelfinanzierten Wissenschaft in eine erhebliche Wirtschaftskrise geführt. (Quelle: msn.com/de, ndr.de, sueddeutsche.de, zeit.de, science.orf.at). Auch wenn es jedem eigentlich klar sein müsste, dass der der zahlt anschafft, und der der zahlt letztlich etwas davon haben möchte, wenn er Forschung z.B. finanziert, die Ergebnisse, die oft, wenn sie nicht den Wünschen der Auftraggeber entsprechen, sie wandern häufig in die Schubladen und es werden nur die Ergebnisse veröffentlicht, die entsprechenden Gewinn versprechen. Das Problem dabei ist, dass dabei nie Gesundheit entstehen kann, ein Gut, das wir jetzt mehr brauchen als je zuvor.

Auch die Medien sind werbefinanziert und können nur Gewinn bringende Information bringen. (Quelle: bpb.de). Vor Jahrzehnten wurde sogar die Muttermilch als schädlich für die Kinder gehalten, weil die Babynahrungsindustrie leben wollte, die Muttermilch DDT enthalten sollte und deshalb die künstliche Babynahrung besser sein sollte. Wenn Politik, Bevölkerung und Medien, die Profit induzierte Wissenschaft jetzt befragen, dann kann man die Situation am besten mit einer Impfung lösen. Wie immer beim Geschäft, seien es große Autos, teure Versicherungen oder eben teure Medikamente, je mehr Angst, desto besser. Die Medien verkaufen sich durch Angst und schlechte Nachrichten besser, und auch die Pharma-Industrie freut sich auf satte Gewinne durch die Krise. Die Spezialisten, die am besten an einer fragwürdigen RNA Impfung verdienen, die werden von den Regierungen zu Experten gemacht. Ein Epidemiologe kennt die Ausbreitung der Viren besser als ein Virologe, aber das bringt kein Geld. Die besten Epidemiologen der Welt, wie Prof. Ioannidis kann man nur auf YouTube sehen, das erinnert an Fremdsender vor vielen Jahren und erinnert auch an Westsender in der früheren DDR, obwohl eigentlich alle Welt auf fundierte beruhigende Nachrichten wartet: youtube.com Der Ausdruck „Verschwörungstheoretiker“ stammt vom CIA und sollte unliebsame Recherchen über z.B. über den Tod von von John.F.Kennedy verhindern. (Quelle: konjunktion.info/2014/10/das-argument-verschwoerungstheorie-und-sein-cia-ursprung/).

Die Wahrheit, die haben wir gekauft
damit alles in unserem Sinne lauft
Wenn jemand andere Dinge sagt
wird denunziert und rasch verklagt

Wer nicht in unserem Sinne denkt
und wird von Wahrheit gar gelenkt
er wird Verschwörungstheoretiker genannt
der wird verbannt, später verbrannt

Im Mittelalter und auch später
werden Denker zum Verräter
die Verschwörer wollen wir schützen
dann können sie uns später gut benützen

China die Menschen einsperrte
das ist bei uns das Verkehrte
In China ist die Luft
so schlecht wie in der Gruft

und alle romanischen Staaten,
die waren schlecht beraten
die haben China imitiert
damit den Menschen nichts passiert

Die Menschen hatten sonnenlose Ausgangssperren
sie sollten die Angstmeldungen der Medien verehren
und sich auf keinen Fall wehren
die Kritiker sollten sich bekehren

Die Macher haben so manches nicht kapiert
dass man so die Gesundheit verliert
wenn man eine Ameise durch die Lupe erblickt
dann ist es klar, dass man erschrickt

Denn die vergrößerte Gefahr
die steigert sich so fürwahr
wenn man alle Influenzatoten berichtet
so ist Angst und Geschäft gut gerichtet

wenn man für Coronadatenfälschung bezahlt
wird der Schaden viel größer ausgemalt
die Impfungen sind das Zukunftsgeschäft
Medikamentenreduktion ist der Industrie nicht recht

denn die Menschen wollen lieber leben gesund
und nicht mehr werden kugelrund
und schleppen zweihundert Pfund
das wird ihnen bald zu bunt

sie wollen selbstständig denken
sie lassen sich durch die Medien nicht lenken
und die WHO
die wollte das so

Auf eins zwei und drei
ist die Menschheit frei!

 

Vermummt – Verdummt

Vermummt - Verdummt

Wenn selbst die Meinung des Präsidenten der Bundesärztekammer, Montgomery, nicht mehr zählt, wonach die Maskentragungspflicht ein Unsinn ist und uns gesundheitlich sogar schadet, dann sind wir wohl wirklich in postfaktischen Zeiten angekommen. Orwells Visionen scheinen in solchen Zeiten bedrückend real zu werden: Lüge wird zur Wahrheit und Wahrheit zur Lüge erklärt, die totale Manipulation zum Regelzustand. Insofern ist die Luft, die wir in postfaktischen Zeiten einatmen, dann ja auch wirklich kontaminiert – und das Bedürfnis, uns vor dieser Kontamination zu schützen, verständlich.

Zur aktuellen Maskerade auch einige Zeilen des Literaturwissenschaftlers Markus Mynarek:

Die lächerliche Maskenpflicht

Die Logik ist schon lange weg.
Der Staat pflegt uns zu plagen.
Die Masken sind der letzte Dreck,
doch jeder soll sie tragen.

Wenn der Staat die Masken fallen lässt,
nach Freiheit nicht zu fragen,
hält er am Idiotismus fest,
man müsse Masken tragen.

Doch ein Symbol, wie ich bekunde,
hat jetzt der Bürger in der Not.
Er trägt ja Masken vor dem Munde.
Die Meinungsfreiheit ist längst tot.

Man durfte sich ja bisher nicht vermummen,
doch dieser Vorwurf ist quasi verstummt.
Nun wollen sie mit Gewalt uns verdummen:
Es macht sich strafbar, wer sich nicht vermummt.

Und wachen sollen jetzt mit Argusaugen
die Polizisten über unser Land,
ob wir zum frommen Untertan auch taugen.
oder ob man zu denken noch verstand.

Und wagt man einmal mutig Nein zu sagen
zu einer Regel, die im Irrenhaus entstand,
so pflegt der Staat einen gleich anzuklagen,
weil er Persönlichkeit meist überflüssig fand.

Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Autors (edit: pw).
Foto: Pixabay/CC0.

Coronavirus – Die Influenza 4.0 im Zeitalter der Influencer

199 corona nordlicht pixabay


Nordlicht-Corona (pixabay/CC0)

Influencer

So, jetzt ist sie also da. In einer Zeit der Influencer, die nicht nur unseren Konsum und Lifestyle bestimmen, sondern uns mit ihrer kurz vor großen Wahlen verbreiteten Influenza millionenfach, also in epidemischem Maßstab veranlassen können, an wen wir aufgeklärte Spiegelbildbürger unsere Stimme abgeben sollen, musste sie ja irgendwann kommen: Die pandemische Influenza 4.0.

Bevor ich zum eigentlichen Anliegen in dieser Sache komme: „Fürchtet Euch nicht!“, möchte ich trotzdem eine Information vorausschicken, die ich von kompetenter Seite erhalten habe. Wer sie belächeln will: Bitte, nur zu. Mir ist bewusst, dass die kollektive Angst, die derzeit medial verbreitet wird, zweifellos alles andere als hilfreich ist und sich womöglich sehr viel toxischer und lähmender auswirken wird als das Virus selbst, aber: Ganz so ungefährlich, wie ihn manche Entwarner derzeit darstellen wollen, ist der Corona-Virus doch nicht.

Designer

Nicht nur, weil in den Schubladen unserer konzernwirtschaftlich orientierten Politiker bereits Pläne zu rigorosen Maßregelvollzügen, Absperrzonen, Bargeldabschaffung und (Zwangs-)Impfungen bewegt werden. Soweit mir ein Experte in Sachen biologischer Kampfstoffe mitgeteilt hat, handelt es sich bei Covid-19 mit größter Wahrscheinlichkeit  tatsächlich um einen in Laborumgebung gezüchteten Virus, von dem man also nicht davon ausgehen sollte, dass er sich wie gewöhnliche Grippeviren mit dem Wiederkehren der Frühlingswärme schnell wieder verliert. Ob der Virus durch einen unglücklichen Zufall einem Labor entkommen ist, z.B. aus dem nur 300 m neben dem als mutmaßlichem Coronavirus-Ausbruchsort identifizierten Fischgroßmarkt in Wuhan gelegenen Hochsicherheitslabor oder ob Covid-19 etwa gezielt freigesetzt wurde, sei dahingestellt. Wer letztere Möglichkeit ausschließen will, darf das ruhig tun. Wer das Buch „Das Schachbrett des Teufels“ über CIA-Direktor Alan Dulles gelesen hat, der weiß, dass Geheimdienste bei der Ausführung globalstrategischer Operationen eher wenig Skrupel kennen – keine Sorge, die Jungs dort halten sich nicht mit Verschwörungstheorien auf, die haben mehr ein Faible fürs Praktische.

Da der Virus nach Einschätzung des Experten vermutlich nicht natürlichen Ursprungs, sondern „designt“ sei, müsse man davon ausgehen, dass er virulenter und persistenter als gewöhnliche Grippeviren sei und sich tatsächlich großflächig ausbreiten werde, wobei er durch alle derzeit praktizierten Maßnahmen wie Absperrungen, Quarantäne und Atemschutzmasken auch nicht aufzuhalten sein werde. Obwohl man ihn bei durchschnittlicher Gesundheit durchaus gut bewältigen könne, so sei die Affektion der Lunge durch Covid-19 aber als nicht unproblematisch anzusehen, auch in Hinblick auf Spätwirkungen.

[Ergänzung 13.03.2020: siehe auch Fundstück in der renommierten Wissenschaftszeitschrift „Nature“ aus 2015: „An experiment that created a hybrid version of a bat coronavirus — one related to the virus that causes SARS (severe acute respiratory syndrome) — has triggered renewed debate over whether engineering lab variants of viruses with possible pandemic potential is worth the risks. (…) Simon Wain-Hobson, a virologist at the Pasteur Institute in Paris, points out that the researchers have created a novel virus that “grows remarkably well” in human cells. “If the virus escaped, nobody could predict the trajectory,” he says.“ Quelle: (Nature) ]

Käseglocke

Lassen wir das aber wieder beiseite, das Leben ist ja bekanntlich sowieso lebensgefährlich, auch wenn viele diese Eigenheit des Lebens heute lieber wegkehren bzw. wegimpfen und ihr Kind unter einer sterilen Glocke abseits aller Gefahren und allen Unbills des Lebens aufziehen möchten. Dass geradewegs Bauernhof-Kinder, die bei jeder Gelegenheit mit allem möglichen Schmutz und Keimen von Rindern, Schweinen und Geflügel in Kontakt kommen, bekannterweise das gesündeste und robusteste Immunsystem ausbilden, während steril aufgezogene und 26fach durchgeimpfte Kinder von Helikoptereltern aufgrund von chronischer Kränklichkeit und Multisystemallergien oft kaum noch wissen, was sie essen oder anziehen sollen … – auch das wäre ein eigenes Thema, zu dem wir hier jetzt nicht abschweifen wollen.

Eigentlich schreibe ich diese Zeilen in meiner nicht vorhandenen Zigarettenpause, um auf einen viel tieferliegenden Aspekt der ganzen Angelegenheit hinzuweisen. Denn die große Tragik der Coronavirus-Epidemie ist, dass diese zum Gegenteil von dem zu führen droht, was der Mensch in der jetzigen, erdrückend verlogenen und manipulativen Zeit der marktkonformen Demokratie und des „moderaten“ Terrorismus tun sollte: Sich aufrichten, den destruierenden Machenschaften des Zeitgeschehens entgegenblicken und sie damit zu überwinden. Dieses Überwinden funktioniert jedoch nicht, indem man sich zurückzieht und das Üble zu vermeiden sucht (so wie uns das die Wellnesscoaches heute gerne raten), sondern indem man über sich selbst hinauswächst und mutig neue Sichtweisen und Fähigkeiten entwickelt.

Der Coronavirus motiviert bzw. deprimiert uns nun fatalerweise geradewegs zum Gegenteil: Wir sind verleitet, uns zu ducken, Kontakt mit Menschen und der Öffentlichkeit zu vermeiden, Dinge zögerlich anzugreifen, denn sie könnten ja infiziert sein etc. Dabei bemerken wir kaum, wie wir durch eine solche Attitüde nur noch mehr geschwächt und damit manipulierbar und steuerbar werden. Das Auftreten des Coronavirus liegt also auch durchaus im Interesse derjenigen systemerhaltenden Spindoctoren, die alternativlos „weitermerkeln“ und den Menschen „evidenzbasiert“ kontrollieren wollen.

Antikörper

Die besten Chancen, gesund durch die kommenden Zeiten zu gehen, wird derjenige haben, der es schafft, sich aus dem Sumpf der herrschenden Meinung mutig aufrichten. Das Immunsystem stabilisiert sich in Wirklichkeit durch nichts so sehr wie durch freie, mutige, eigenständige und wohlabgewogene Beziehungsaufnahme nach außen – sowohl zu den erfreulichen Erscheinungen des Lebens als auch durch Auseinandersetzung mit dem Destruktiven, von dem viele ja lieber wegsehen möchten. Wer es vermag, eigene, kritische Gedanken gegenüber dem Zeitgeschehen aufzubauen und die zum Guten und Gernen erklärte Lüge und Heuchelei auf allen Ebenen mit ruhigem Auge zu durchschauen (und sich dabei nicht zur Verzweiflung bringen zu lassen, sondern geradewegs daran sogar persönliche Ideale fassen, wie man selbst das regelrechte Gegenteil entwickeln und in seinem Umkreis zum Ausdruck bringen kann), der wird in sich die entsprechenden psychischen „Antikörper“ entwickeln, die ihn gegenüber der ungesunden Atmosphäre unserer Zeit immunisieren. Er wird auch in physischer Hinsicht nicht viel zu befürchten haben und tendenziell gesund bleiben.

Wer hingegen mit der politisch korrekten Heuchelei, wie sie einem ja mit fast jeder Zeitungsseite, jedem Hashtag und mit jedem Statement der medial kolportierten Meinungsmacher und Influencer entgegentrieft, mitschwimmen möchte – da er ein „guter und gerner“ Bürger sein möchte -, für den stehen die Karten natürlich schlecht. Er wird über Kurz oder Lang von einer schleichenden Intoxikation und innerer Vermorschung dahingerafft werden, ganz unabhängig davon, ob ihn das Coronavirus erwischt oder nicht.

Insofern kann das Auftreten des Coronavirus auch als große Aufforderung angesehen werden, sich aus dem untragbar gewordenen System und seiner fast unatembar gewordenen Atmosphäre des marktradikal-neoliberalen Nihilismus zu emanzipieren und mit eigenständigem Gedankengut und Lebenskonzept in die Zukunft zu arbeiten. Nur wer heute eine ausgesprochen rege Aktivität und Kreativität entwickeln kann, wird psychisch und auch physisch gesund bleiben können – wobei mit Aktivität natürlich nicht Sport oder Workaholismus gemeint ist, sondern diejenige Aktivität, die in unserer äußerlich hyperaktiven Zeit noch absolute Mangelware ist: innere, gedankliche, beobachtende und unterscheidende Aktivität, mit der man Bullshit und Manipulation vom Wesentlichen und Wahren trennen kann.

Murenabgang und innere Vermorschung

Diejenigen, die glauben, dass sie ohnehin schon unabhängig denken und machen was sie wollen, unterliegen leider oft einem gewaltigen Trugschluss. In Wirklichkeit gibt es nur sehr wenige Menschen, sie es schaffen, im derzeitigen, machtvoll orchestrierten und zugegebenermaßen wirklich raffinierten Strom des „Guten und Gernen“ Manufacturing Consent Oberwasser zu behalten und sich nicht von den angeblich alternativlosen Fluten mitreißen zu lassen. Wie man mit Erstaunen beobachten kann, reißen diese Fluten nun ja auch unsere mitunter klügsten und scheinbar kritischsten Intellektuellen mit. Auch sie wollen jetzt aller Welt zeigen, wie Gut und Gerne und Alternativlos sie sind, ohne zu merken, dass es längst der Coronavirus 4.0 ist, der sich in ihrer DNA eingenistet und die Steuerung übernommen hat. Ja, sie werden für ihren treuen Dienst am guten und gernen Leben gewiss ein bisschen Sitcom-Applaus aus der Büchse des Systems bekommen, auch die Masse der anderen Treibhölzer im großen neoliberalen Murenabgang wird ihnen eifrig zuklatschen, aber das war’s dann auch bald für sie. Danach kommt die gnadenlos fortschreitende innere Vermorschung, die ihnen den Garaus machen und sie von der Bildfläche fegen wird, noch bevor sie annähernd in den Genuss einer Altersrente kommen. Und selbst diejenigen gutgernmenschlichen Mitschwimmer, die es bis zur Renten-Ziellinie und ins Altersheim schaffen, werden dort meist nur als bedauernswerte, mit Medikamenten und medialem Müll eingestellte Patienten ein Dauerfernseh-Delirium fristen.

Aufgeklärte Nichtwissenwollenschaftler

Die Fähigkeit des wirklich eigenständigen und unbefangenen Denkens auszubilden, ist hingegen harte Arbeit. Denn in Schule und Uni hat man sie uns nicht gelehrt, sondern uns eher eine Kondition anerzogen, die uns nun zu idealen Wirtsorganismen macht, in die sich Corona- und auch noch viel schlimmere Viren einnisten können, ohne dass wir es merken. Viele glauben, ohnehin kritisch zu denken und zu sagen, was sie wollen. Das mag auch zunächst so erscheinen. Wer jedoch ehrlich mit sich selbst ist, wird bemerken, dass es zumeist nur eingesickerte und verfestigte Assoziationen und Meinungen sind, die – und das mit zunehmender Aggression – hochzüngeln, sobald uns von Außen irgendetwas Neues, nicht unserer gewohnten Denkweise Entsprechendes begegnet. – womit der perfekte gesellschaftliche Stillstand (siehe „Generation Chillstand“ / Milosz Matuschek) quasi vorprogrammiert ist, solange wir aus diesem nichtwissenwollenschaftlichen Denken nicht herausfinden. Dass Personen mit nichtwissenwollenschaftlichem inneren Räderwerk sich selbst gerne für besonders „wissenschaftlich“ und aufgeklärt halten, kann amüsieren, tut dabei aber nichts zur Sache. Es bleibt trotz aller hybrider intellektueller Akrobatik Nichtwissenwollenschaft.

Unsere Zukunft: Strahlemänner und Strahlefrauen

Dass uns der Corona-Virus bzw. die Krankheit der massenmedial-murkspolitischen Vermüllung nun den Garaus macht, muss aber nicht sein. Gerade an Herausforderungen wächst der Mensch. Und die Dynamik, die nun eingesetzt hat, lässt uns nun eben gar keine andere Wahl mehr. Wir müssen uns entscheiden: Ob wir degenerierte, 5G-gechippte Systemsklaven sein wollen oder freie und eigenständige Menschen, die bei jeder Begegnung noch viel ansteckender sind als der Coronavirus, allerdings im positiv-inspirierenden Sinne. Wobei mir eine Szene aus einem Asterix-Comic einfällt. Im schon vor einigen Jahren erschienenen Band „Asterix in Italien“ bejubeln die Zuseher in einer römischen Arena einen Wagenlenker namens „Coronavirus“ und skandieren mit dreifacher Großsprechblase: „CORONAVIRUS! … CORONAVIRUS!  … CORONAVIRUS!“  –  Das ist bei näherer Betrachtung ein durchaus nettes Wortspiel. Denn das Wort Coronavirus setzt sich bei lateinischer Lesart zusammen aus den Stammwurzeln „vir“ (= lat. „der Mann“, mit der typischen lateinischen Endung „–us“ für Maskulinum) und „corona“ (=Strahlenkranz, Strahlenkrone). Frei übersetzt könnte man sagen: Die Menge jubelt hier also „dem Strahlenmann“ zu und hofft auf seinen Sieg.

In Wirklichkeit ist es heute genau so: Wir alle wollen es eigentlich nicht mehr länger ertragen, geduckte, gegängelte und verschluckende Konsumentenexistenzen bzw. WC-Enten zu sein, sondern wir wollen selbst zu aufrechten, eigenständigen und kreativ schaffenden „Strahlemännern“ und „Strahlefrauen“ werden. Auch wenn wir bis dahin noch einiges durchaus Tragisches durchzustehen haben werden, aber man male es sich trotzdem aus, um das erbarmungslose Wagenrennen, das uns nun bevorsteht und bei dem wir zeitweise ohne Zweifel außer Atem und ordentlich ins Schwitzen kommen werden, durchzuhalten: Was wird das für ein Fest sein, wenn wir das alles durchgestanden und uns zu Strahlemännern/-frauen – oder meinetwegen zu geschlechtsneutralen Strahle-Hermaphroditen – entwickelt haben, denen auf der Straße zu begegnen, für jedermann eine einzige Freude und Erbaulichkeit sein wird!

Wir werden dann wie im obligatorischen Endbild jeder Asterix-Geschichte unter freiem Himmel ein großes Lagerfeuer anzünden, ein opulentes Bankett anrichten, zu wunderschöner Musik feiern und tanzen, ein paar – meinetwegen vegetarische – Wildschweine braten … während wir die transatlantischen Musik(t)anten, die bisher nur abscheuliche Kakophonie produziert haben, an einen Baum festgebunden haben und vor sich hinschmollen lassen.

KenFM im Gespräch mit Gerhard Wisnewski

Schreiben ist ein intellektueller Erkenntnisprozess. Für politische Journalisten ist Schreiben auch Teil einer Entgiftung. Zum Problem wird Schreiben dann, wenn das Publizierte zum Ausschluss aus der Gesellschaft führt. Aber nicht, weil es nicht der Wahrheit entspricht, sondern weil es von der Wahrheit abweicht.

Ein Interview vom 22.03.2017.

Endzeit-Poesie 4.0: Anziehungskraft und Abstoßung

12 boy-1822614_960_720 pixabay

„Unser Jahrhundert ist eines
der furchterregendsten.

Weise Menschen aller Zeiten
haben sich gewünscht,

nicht in einer Epoche leben
zu müssen,

in der das Gute keine
Anziehungskraft besitzt,

in der das Böse nicht abstößt,

in der die Wahrheit keine Wirkung hat
und die Lüge keine Missetat ist.

Der zeitgenössische Mensch lebt in Sorge
und Unruhe.“

Amadou Hampaté Ba,
Schriftsteller und UNESCO-Ethnologe aus Mali (1900 – 1991)

(gefunden in: GEA/Waldviertler Album Nr.87)


Nachsatz: Als weitgereister und tiefgründiger Philosoph wusste der Autor dieses Textes sehr genau, dass er jede einzelne seiner Zeilen eigentlich mit „Scheinbar“ hätte einleiten müssen. Das hätte seinem zeitgenössischen Weckruf aber wohl seine Schärfe genommen.


Allgemeines zur Kolumne „Endzeitpoesie 4.0 – Brennholz gegen Robotisierung und drohenden Erfrierungstod“:

Da in unserer aus den Fugen geratenden Welt vieles nicht mehr rational verstehbar und auch kaum noch ertragbar ist, brauchen wir dringend ein Gegengewicht aus dem Reich der Poesie … mit diesem geistigen Gegengift in den Adern wird vieles Unverständliche plötzlich wieder verständlich und Unerträgliches wieder ertragbar – oder noch besser: gestaltbar!

Denn die größte Lüge, die uns heute beigebracht wird, ist: dass der Einzelne ohnehin nichts tun kann. – Das genaue Gegenteil davon ist wahr: Es kommt auf jeden einzelnen an und das mehr als jemals zuvor. Und wie uns schon Dostojewskij erklärt hat, ist im Leben auch niemals etwas umsonst, selbst wenn eine Bemühung keinen sichtbaren Erfolg zeigt: „Alles ist wie ein Ozean, alles fließt und berührt sich; rührst du an ein Ende der Welt, so zuckt es am anderen.“

Gerade unsere geistlose Zeit braucht philosophische Gedanken wie eine Wüste das Wasser. Dieses Wasser – die Gedanken der großen Geister der Menschheit – gibt es schon lange. Aber die scheinbar alten – in Wirklichkeit ewig jungen – Gedanken bleiben nicht dieselben: Jeder, der sie aufgreift und verinnerlicht, färbt sie mit seiner individuellen Persönlichkeitsnote ein und bringt dadurch wieder ganz neue Farben in die Welt, die bisher noch nicht existiert haben. Und solche Farben braucht unsere grau gewordene Welt (siehe 1000 Gestalten.de) heute dringend – sie saugt sie auf wie ein trockener Schwamm das Wasser … damit wieder Neues, Kreatives, Menschliches entstehen kann.

In diesem Sinne wollen wir der pseudopragmatischen Alternativlosigkeit (siehe „Der Führer 4.0 – Er ist schon längst da“) die Gefolgschaft in den Grand Canyon verweigern und es lieber mit Ilija Trojanow halten: „Die Welt ist groß und Rettung lauert überall“. – Dann kann die scheinbare Endzeit zu einem neuen Anfang werden.

 

Bild: pixabay/CC0

Vom Wissen der Menschen und dem satanischen Glauben der Übermenschen

Montag, 9.10.2017. Eifel. Es ist Zeit zu reden. Über Sie. Ganz persönlich. Keine Sorge, wir sind ganz unter uns, hier hört niemand zu. Es ist aber sehr wichtig, dass wir mal über Sie reden anstatt immer nur über die anderen, denn: wir brauchen eine Revolution. Dazu muss ich mich mal selbst zitieren:

„Ich denke nicht, dass wir ohne Radikalität die Gesellschaft noch ändern können. Damit meine ich keine Gewaltakte, sondern eine radikale Kritik an den bestehenden Verhältnissen, die für die Menschheit keine Zukunft mehr bieten. Radikale Kritik an einer hochkomplexen Struktur ist kaum möglich – und erst recht nicht bei der Generation Doof, für die alles über 144 Zeichen „Geschwurbel“ ist, weil es ihren Verständnishorizont weit – unendlich weit – übersteigt.“

Muss ich noch beweisen, dass für die Menschheit keine Zukunft besteht? Denke, ich habe es oft genug aufgezeigt und Experten zitiert. Sehen Sie hin, wo sie wollen: Wirtschaft, Staat, internationale Politik, Familie, Freundschaften, innere Werte – alles im freien Fall. Nun – vielleicht gehören Sie zu denen, die glauben: Deutschland geht es gut und das ist ein Grund zur Freude. Das dürfen Sie auch glauben, dem Glauben sind keine Grenzen gesetzt. Sie dürfen sich aber auch fragen, warum Sie gerade das glauben. Ja: glauben dürfen Sie noch recht willkürlich, je nach Geschmack, was immer sie gerade wollen. Nun – jedenfalls im Prinzip. Im politischen Bereich wird Ihnen das, was sie glauben dürfen, gerade vorgesetzt. Putin ist böse. Trump ist doof. Nine-eleven wurde von Osama bin Laden organisiert. Saddam Hussein hatte Massenvernichtungswaffen. Der Markt regelt alles zum Besten. Impfen schützt vor Krankheiten. Merkel ist alternativlos für Deutschland. Verschwörungstheorien sind alles böse Lügen. Die irakischen Truppen sind so bestialisch, dass sie sogar Babys aus Brutkästen schmeißen. Marc Detroux war ein Einzeltäter, die 27 toten Zeugen (von einem fand man nur einen Fuß) in diesem Fall haben so wenig zu bedeuten wie die sechs toten Zeugen im NSU-Prozess.

Merke gerade: wir werden zu politisch. Wir wollen uns ja heute nicht aufregen. Wenden wir uns erstmal den vier kardinalen Fragen der alten griechischen Philosophie zu, die auch für Sie von existentieller Bedeutung sind. Fragen Sie sich mal, warum Sie von denen eigentlich noch nie gehört haben. Ich zitiere sie aus einem Artikel über Lebenssinn und Humanismus (siehe Humanistische Aktion):

Was können wir wissen?
Was dürfen wir glauben?
Was können wir hoffen?
Wie sollen wir leben?    

Die Frage, was wir wissen können, ist für den politischen Bereich von zentraler Bedeutung – Wissen lenkt unsere Taten, Wissen … ist Macht!

Was können wir nun wirklich wissen?

Sie werden erstaunt sein: gar nichts. Wieso?

Nun – schauen Sie sich doch mal an, wie „Wissen“ zustande kommen soll – wie Ihr „Wissen“ zustande kommt … welchen Zugang zur Ihrer Lebensumwelt Sie überhaupt haben: Sie besitzen fünf Sinne. Manche sogar einen sechsten (den wir Intuition nennen wollen), einige wenige noch einen siebten – doch wenn Sie diese Sinne nicht selbst erfahren und im Einsatz erlebt haben, können Sie darüber nicht urteilen … und wenn Sie sie kennen würden, würden wir dieses Gespräch gar nicht führen. Sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen – das sind die fünf Kanäle, die Sie mit Eindrücken von der Umwelt versehen – und sie sind alle trügerisch. Allein das Auge: Sie sollten froh sein, dass sie nicht so sehen, wie ihr Auge sieht: das Auge ist eine camera obskura – und zwar eine schlechte (siehe das Erste):

Ein Bild, so wie es unsere Netzhaut wahrnimmt, stünde nicht nur auf dem Kopf, es sähe auch viel schlechter aus als jedes Foto: schwarz-weiß und unscharf am Rand, zur Mitte hin zwar immer schärfer und farbintensiver, aber dafür mit einem blinden Fleck nahe dem Zentrum.

Wäre scheußlich, wenn wir wirklich nur unseren Sehsinn hätten. Es bedarf eines fiesen Tricks, der die von außen kommenden Lichtwellen erstmal manipuliert, bevor sie in das Gehirn weitergeleitet werden:

„Unsere Augen sehen also gar nicht so gut, wie wir denken. Die Bilder die wir sehen, entstehen vielmehr in unserem Gehirn als auf unserer Netzhaut. Das Gehirn interpretiert die „Daten“ die der Sehnerv liefert auf Grund von Erfahrungen. Das ist übrigens auch der Grund, warum wir für optische Täuschungen so anfällig sind. Gleichzeitig steuert es die Bewegung der Augen ganz im Wortsinne „augenblicklich“ so, dass wir immer genau das scharf sehen, was gerade wichtig ist.“

All´ unsere Wahrnehmung: nur blasse Theorie. Schrecklich, oder? All´ das, was wir zu wissen glaubten – ein Zaubertrick des Gehirns, das Ihnen vorgaukelt, sie könnten wirklich Licht pur begegnen. Gleiches gilt übrigens auch für die anderen Sinne, der Theorie, dass unser Geruchssinn noch der Ehrlichste ist, muss ich später nochmal weiter nachgehen.

Nein- ich will Sie nicht hinters Licht führen, keine Sorge. Nehme ja auch kein Geld dafür. Mir ist an Radikalität gelegen, weshalb wir eine Quelle von „Wahrheitsfindung“ – das Auge – mal kurz unter die Lupe genommen haben und feststellen konnten: da gibt es ein miserables Ergebnis. Gott sei Dank haben wir ja noch ein anderes Erkenntnisinstrument: den Verstand. Er sammelt die ganzen schlechten Daten und fügt sie zu einem Bild zusammen, wohl wissend, dass Objekte, die außerhalb der eingeschränkten Wahrnehmung unserer Sensoren existieren, neben uns stehen könnten, ohne das wir je eine Chance hätten, sie wahr zu nehmen. Soviel zu Geistergeschichten. Doch der Verstand … funktioniert selbst nur sehr eingeschränkt. Er hat eine Reihe von Kategorien, außerhalb derer er überhaupt nicht funktioniert – selektiert also neben dem Auge nochmal die Wirklichkeit. Vier Kategorien mit jeweils drei Unterkategorien beschreiben seine Grenzen (siehe: Schlüsseltexte Geist und Gehirn)

Quantität (Einheit, Vielheit, Allheit)

Qualität (Realität, Negation, Limitation)

Relation (Inhärenz und Subsistenz, Kausalität und Dependenz, Gemeinschaft als Wechselwirkung zwischen Handelndem und Leidendem)

Modalität (Möglichkeit – Unmöglichkeit, Dasein – Nichtsein, Notwendigkeit – Zufälligkeit).

Wird jetzt kompliziert, oder? Niemand hat gesagt, dass Philosophie einfach ist. Es reicht aber, zu verstehen, dass Sie wie Sie da so jetzt sitzen eher dem Kapitän eines U-Bootes ohne Sonar gleichen, der tief unter Wasser von allen Sinnen abgeschnitten ist und die Welt um sich herum nicht direkt wahrnehmen kann, sondern auf Schlussfolgerungen eines begrenzten Verstandes angewiesen ist … eines Verstandes, der sich das Funktionieren der Welt ohne Gott nicht vorstellen kann. Ja – das ist die Grundlage der rationalen Gottesbeweise … und stellt Sie jetzt natürlich vor großen Herausforderungen. Auf einmal ist Gott in ihrem Leben – wo doch die ganze „Moderne“ ihn doch so sehr für tot erklärt hat. Unheimlich, oder? Schauen Sie sich die Gottesbeweise ruhig mal in Ruhe an (siehe Wikipedia) – die haben schon was für sich. Und gleichzeitig gilt für sie: Theorien schaffen keine Wahrheiten, sondern nur Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten. Selbst wenn sie von der amerikanischen Regierung kommen.

Damit kommen wir vom Wissen zum Glauben. Ein harter Schnitt, aber ein notwendiger, denn wie jedes Tier müssen wir uns mit unseren mangelhaften Möglichkeiten in dieser Welt das Überleben sichern und können uns nicht jederzeit leisten, den Tag mit philosophischer Reflexion zu verbringen.

Was können wir nun wirklich glauben?

Im Prinzip alles, wenn es Ihrem Überleben nützt. Wir wir gesehen haben, lassen uns unsere Sinne bei der Wahrheitsfindung ziemlich im Stich, wir haben nur einen äußerst begrenzten Zugang zu unserer Umwelt und deuten die Daten mit einem beschränkten Verstand – der zwar gigantische Hypothesenkomplexe schaffen kann (wie die katholische Lehre oder das naturwissenschaftliche Weltbild – zwei Seiten derselben Medaille), die aber an sich keine Wahrheit begründen. Glauben jedoch – ist nicht nur die Fähigkeit, sich aufgrund von Annahmen und Wahrscheinlichkeiten Wirklichkeiten auszudenken, sondern … die Kraft des Geistes, Wahrheiten zu setzen – mit so einer Wucht, dass der Verstand sie nicht mehr hinterfragen darf. Nehmen wir mal ein Beispiel – um zu sehen, wie Wissenschaft und Religion funktionieren. Sie entschließen sich ab morgen, die Farbe Rot als Nichtexistent zu definieren. Sie glauben einfach nicht mehr an die Farbe Rot. Konsequenz? Alle Menschen, die die Existenz der Farbe Rot beschreiben und ihre Erfahrungen davon berichten, unterliegen (für Sie) entweder Täuschungen ihrer Sinne – oder einem kulturell unangemessenem Wahn.

Albern?

Ersetzen Sie „Farbe Rot“ durch „Gott“ – und es wird sehr politisch. Sogar blutig. Ebenso gilt das Gegenteil: der Atheismus oder Antitheismus arbeitet ebenfalls mit so einer willkürlichen Setzung. Wer über einen sechsten oder siebten Sinn verfügt, hat es hier leichter: er hat die Möglichkeit, außerhalb der begrenzten Sinne ebenso begrenzte Indizien zu sammeln, die seine Anfangsthese (die umgangssprachlich fälschlicherweise schon als „glauben“ bezeichnet wird) stützen können.

Unwichtiges philosophisches Geschwurbel?

Ok – anderes Beispiel, das Ihnen sehr an die Nieren gehen wird: wenn Sie glauben, den Partner fürs Leben gefunden zu haben, setzen Sie so eine Wahrheit – und besiegeln die Entscheidung mit der Hochzeit. Sie vertrauen bei diesem Akt kaum verstandesmäßiger oder sinnlicher Erkenntnis, sondern … einem Gefühl, Liebe genannt. Wäre schön … wenn diese Liebe ewig erhalten bliebe, oder? Könnte sie auch – wenn beide wüßten, was der Glaube an den jeweils anderen wirklich bedeutet. Die Scheidungsraten belegen, dass … da vieles ins Wanken gerät, was unsere innersten Lebenskreise ausmacht, für große Qual sorgt und für die Zerstörung von Kindern. Der Grund ist immer derselbe: man beginnt an seinem Glauben zu zweifeln, die Entscheidung hatte zu wenig Wucht. Übel, weil … die ganze Zukunft der Menschheit entspringt aus den Kindern dieser zerstörten Beziehungen … ebenso wie viele Leichen davon zeugen, wie tödlich Glaube werden kann.

Was können wir hoffen?

Alles, was Sie wollen – oder gar nichts, wenn Sie es wollen. Es darf Ihnen aber bewusst sein, dass es von Ihren Entscheidungen abhängt. Lesen Sie mal den Reisebericht von Ariane Kovac zu den Schmanen Perus – und wie sie lernte, an Geister zu glauben (siehe Reisedepeschen) – schon irre, oder? Wie eine Großstadtbevölkerung Geister in ihr Leben integriert, die dem von den Experten unserer Obrigkeit angeordneten Weltbild völlig widersprechen. Ja – wir haben ein angeordnetes Weltbild, das sich kaum von dem Prinzipien des römisch-katholischen Lehrgebäudes unterscheidet. Der dogmatische Materialismus erweist sich in vielen Bereichen als komplexes Spiegelbild des Katholizismus, bis hin zu der Einführung von Inquisitoren, die über die „wahre Lehre“ wachen (darunter sind auch solche selbsternannten Glaubenswächter wie Gwup oder Psiram zu verstehen, wobei letztere auch gerne mal von Panama aus außerhalb der Legalität arbeiten, allerdings noch von körperlichen Folterungen Abstand nehmen müssen – obwohl es ihnen wohl augenscheinlich sehr danach gelüstet … wenn sie nur könnten).

Es gibt für Kant drei Dinge, auf die wir hoffen dürfen: eine unsterbliche Seele (wobei die Nahtodesforschung im 21. Jahrhundert inzwischen so weit ist, dass wir in diesem Punkt bald von Wissen ausgehen werden können), die Existenz Gottes (wobei wir berücksichtigen dürfen, dass 99 Prozent der jemals lebenden Menschen wie selbstverständlich Elemente wie diese in ihr eigenes Weltbild integriert haben … wir also schon ein paar Indizien haben, dass jenseits unserer beschränkten Erkenntnismöglichkeiten noch Realitäten lauern; überraschenderweise werden Menschen, die mit Gott selbst sprechen, vom dogmatischen Materialismus wie von der katholischen Kirche gleichermaßen verfolgt) und … das wir einen freien Willen haben (den uns Werbung und Politik gerade abschwatzen wollen). Und – mal ehrlich: haben Sie wirklich was zu verlieren, wenn Sie die Existenz einer unsterblichen Seele als normal und gegeben voraussetzen? Sie werden nicht eine Millisekunde Zeit haben, sich zu ärgern, wenn Sie sich geirrt haben – aber wesentlich entspannter leben können.

Wie sollen wir leben?

Nun – das können Sie sich jetzt doch wohl selber denken? Wie lebt man mit anderen Menschen in einer Welt, in der sich jeder frei für Wahrheiten entscheiden muss – ohne je absolute Sicherheit über ihre Richtigkeit zu haben? Die Antwort scheint mit einfach: äußerst respektvoll vor der anderen Meinung – auch wenn sie einem noch so gegen den Strich geht, demütig und bescheiden, was den Umgang mit einer Welt angeht, in die man uns einfach hineingesetzt hat, liebevoll und verständnisvoll gegenüber jenen, die sich anders eingerichtet haben in der Welt … und ganz entschieden gegen jene stemmend, die diese Freiheit vernichten wollen, jene Un- und Übermenschen, die voll tönend die Wahrheit für sich beanspruchen, aber schon an einfachen Wirtschaftsprognosen scheitern, weil sie noch nicht einmal im Ansatz die Dynamik von Leben verstanden haben – aber so Millionenvölker dirigieren wollen. Jene … die vor 250 Jahren anfingen, im Kampf gegen die Kirche die Welt umzubauen und einen Moloch erschufen, der Artenvielfalt in nie dagewesener Größe vernichtete, den nuklearen Holocaust jederzeit möglich sein läßt, der das planetare Klima bis ins Mark erschütterte, die Welt mit neuen Giften, Seuchenwaffen und Unmengen an Müll überschüttete und aus menschlichen Wesen Maschinen machte, deren Leben von Uhren und Vorschriften diktiert wird und uns Arbeitszeiten verordneten, die weit über das natürlich notwendige hinausgehen und uns in die Nähe babylonischer Arbeitssklaven verorten – ausgestattet mir viel technischem Schnickschnack, für dessen Produktion die lebendige Vielfalt des Planeten ruiniert wird.

„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ – wäre schon mal ein guter Anfang – weil die Würde des Menschen unantastbar ist.

Wozu nun dieser Exkurs?

Wir wollten radikal werden – und nur wenn wir im Denken radikal werden, können wir uns dem Trommelfeuer der Manipulation entziehen. Verlassen wir diesen radikalen Kurs, werden wir zum Spielball der Willkür von Experten, die uns hierhin und dorthin schubsen wollen. Wie Schopenhauer schon sagte: Philosophie bringt nichts – aber erspart einem vieles.

Auf dem Spiel steht … die Existenz der Menschheit selbst – und vielleicht des ganzen Planeten. Weshalb wir entschieden das Leben der Menschen gegen den Glauben der Übermenschen verteidigen müssen: einen Glauben, den wir – im westlichen Sprachkodex – mit gutem Recht satanisch nennen können, wenn er gegen das vorgeht, was wir wissen können, glauben und hoffen dürfen oder gegen jene Art, wie wir vernünftigerweise Leben sollten (siehe Zeit):

Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könnte.

Was dieser kategorische Imperativ nun praktisch bedeutet, können Sie sich selbst leicht ausrechnen: wenn 7,5 Milliarden Menschen eine eigene Yacht, einen Buggati, einen Privatflieger und eine Riesenvilla wollen … wird es eng.

Und äußerst unmoralisch.

 

 

Liebe, Tod und Gwup

Freitag, 9. Dezember. Eifel. Heute, lieber Leser, muss ich Ihnen viel zumuten. Nein – es geht nicht anders: manchmal müssen wir uns einen Moment Zeit nehmen, eine kleine Auszeit aus dem Hamsterrad, um von den kleinen Themen dieser Welt (Krieg, Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Ökozid, atomarer Holocaust, Hungersnöte – um nur einige zu nennen) auf die großen Themen dieser Welt zu blicken, Themen, die das ganze politische Leben steuern und Ihnen persönlich im eigenen Leben enge Grenzen setzen, Sie deprimieren, hoffnungslos und kraftlos machen und manchmal sogar – ob eines Anflugs massiver Sinnlosigkeit – in den Suizid treiben, Themen, die letztlich dafür verantwortlich sind, dass Sie sich gegen massives Unrecht gar nicht mehr angemessen zur Wehr setzen können – ja sogar noch nicht mal gegen ihre schlechte Bezahlung, ihre unbezahlten Überstunden oder gegen die Arroganz ihres Chefs vorgehen können und sich weit zurückziehen in ihre kleine Privathöhle, in der sie allein oder in nerviger Zweisamkeit vor sich hinvegetieren, bis das endgültige Ende kommt.

Ich muss heute einmal einen weiten Bogen spannen und sie einführen in die höchsten Künste der Wissenschaft – auch wenn sie gerade mal einen Hauptschulabschluss geschafft haben: Sie können ohne diesen Bogen kein mündiger, demokratischer Bürger werden – oder auch nur ein glückliches, liebevolles, lebendiges Wesen, das jedem Unbill von Außen gelassen trotzen kann … wie es Eigenschaft und Vorrecht allen Lebendigen ist.

Fangen wir an mit einer ganz zentralen Frage: was ist Wahrheit? Nein, die müssen Sie jetzt nicht selbst beantworten, dafür gibt es ja die Philosophie, die Königin der Wissenschaften – die hat das schon lange für Sie erledigt, damit Sie weiter vernünftigen, sinnvollen Arbeiten nachgehen können: Häuser bauen, Brot backen, Wasser schöpfen, Obst sammeln. Die Antworten sind auch seit knapp 2500 Jahren dieselben, einen Fortschritt hat es seitdem nicht gegeben.

Wir haben nur zwei Möglichkeiten, Wahrheiten zu gestalten (ja, wichtige Nebenerkenntnis: wir erschaffen die selbst, die liegen nicht draußen irgendwo herum und warten nur darauf, gefunden zu werden); die eine Möglichkeit ist: wir nehmen nur das als wahr an, was unsere Sinne uns mitteilen. Das ist soweit ganz ok – wenn man im Hinterkopf behält, dass unsere Sinne beschränkt sind und nicht zur Wahrheitsfindung gedacht: sie sollen uns nur dazu befähigen, unseren Körper ungeschadet durch die Natur zu führen, dafür wurden sie entwickelt. Biologische Wesen haben wohl mehr davon, als uns klar ist: manche können Wärmesignaturen ausmachen, andere feinste Geruchsspuren nachfolgen, andere orientieren sich an Magnetfeldern, haben einen „Magnetsinn“, der ein völlig anderes Weltbild hervorrufen würde, als jenes, das wir uns als Menschen basteln.

Die andere Möglichkeit ist ebenso einfach wie bestechend: wir erkennen nur das als „wahr“ an, was unserer Vernunft als wahr erscheint, ganz einfach deshalb, weil wir wissen, wie beschränkt unsere Sinne sind, wie trügerisch und leicht anfällig für Fieberphantasien.

Die erste Methode zur Wahrheitsfindung nennt man Empirismus, die zweite Rationalismus. Merken Sie sich diese Begriffe bitte – sie ersparen Ihnen ein ganzes Philosophiestudium.

Und jetzt kommt das Problem: der Empirismus in reinster Form akzeptiert alle ungewöhnlichen Beobachtungen als wahr. Geister, Ufos, Marienerscheinungen: wenn es  genug Menschen gibt (also: zwei bis drei), die diese Wahrheiten beobachtet haben, gelten sie uneingeschränkt als wahr. Ja, uneingeschränkt, denn: wenn wir erstmal anfangen, unsere sinnlichen Wahrnehmungen zu hinterfragen, landen wir ganz schnell in seltsamen Gefilden der Beliebigkeit, die Wahrheitssuche und Wissenschaft unmöglich machen. Für den Empirismus sind Geister (um mal nur ein Beispiel zu nennen) normaler Bestandteil der wissenschaftlichen Welt; Sie müssen sich also nicht als „verrückt“ beschimpfen lassen, wenn Sie – wie der berühmte Psychologe Carl Gustav Jung – mal Erfahrungen hatten, die mit dem gerade offiziell gewünschten Weltbild nicht mehr vereinbar sind: sie hatten nur das Pech, mit Wahrheiten konfrontiert zu werden, die selten sind – aber trotzdem „wirklich“ (allein schon deshalb, weil sie auf Sie „gewirkt“ haben).

Der Rationalismus – als Skeptizismus verstanden – kann mit diesen Wahrheiten nichts anfangen. Zu sehr leidet er unter den Scharlatanen, hat gesehen, was „fromme“ Geisterseher anrichten konnten, wie sie nach Macht über Menschen gierten und hat deshalb den Verstand als oberste Autorität an Stelle der Sinne gesetzt, um allen Unfug auszumerzen. Die Sinne liefern nur groben Unfug, der mühsam sortiert werden muss und durch das Gehirn zusätzlich verfälscht wird, zudem leiden wir darunter, dass unser Verstand nur eine begrenzte Anzahl von Kategorien überhaupt erfassen kann (Farbe, Form, Zahl – und nur einige zu nennen), so dass Welt hinter der sinnlichen Wahrnehmung für uns  immer ein unerklärliches Geheimnis bleibt, das wir nie ergründen können. Auch das ist ein – sehr bescheidener, aber funktionierender – Ansatz zur Wahrheitsfindung – und doch führt er uns zu einer Wahrheit, mit der wir uns schwer tun: der Verstand lebt nicht ohne Gott, er kann sich das Universum ohne Gott nicht vorstellen, darauf laufen alle „Gottesbeweise“ hin. Gottesbeweise? Ich stelle Ihnen mal einen vor. Alle Bewegung im bekannten Universum wird von einer anderen Bewegung angestoßen (ja, einfach mal selber ausprobieren – das stimmt schon), ganz am Anfang müssen wir uns deshalb ein Wunder vorstellen: ein Etwas, dass sich rein aus eigenem Willen heraus von selbst bewegen kann, also über dem natürlichen Kreislauf abhängiger Bewegungen steht: so was nennen wir dann „Gott“.

Wir haben also die Wahl zwischen einer Welt voller Geister – und einer Welt voller Götter. Beide sind wahr – soweit wir das beurteilen können. Beides sind wissenschaftlich korrekte Wahrheiten, die allen relevanten Bedingungen von Wissenschaft entsprechen. Und Sie wundern sich jetzt, warum wir trotzdem Menschen in die Klappsmühle stecken, die Geister und Götter in ihr Weltbild integrieren.

Das hat – immer und überall – rein politische Gründe. Hier geht es um Macht und Herrschaft und um das Instrument „Inquisition“, um „angeordnete Wahrheiten“, die die Wahrheiten der Sinne oder des Verstandes dominieren sollen, um Ihren Geist in ein Gefängnis zu sperren: dem besten Gefängnis das es gibt, weil Sie es selbst bewachen. Ja – Inquisition: hier im düstersten Wortsinne – es geht um Folter, Hexenverbrennungen, Waterboarding und alle anderen Instrumente des Grauens, die psychopathische Menschen sich ausdenken können, um andere zu quälen – und man kann sie mit gutem Recht als „krank“ bezeichnen, weil gesunde Menschen an solchen Abscheulichkeiten gar keinen Spaß entwickeln – dafür aber eine zauberhafte Fähigkeit besitzen, die ebenfalls der Wahrheitsfindung dient: die Liebe.

Ja, jetzt denken Sie: jetzt redet der wieder über Sex. Nein, das tue ich nicht, das überlasse ich gerne Wilhelm Reich, dessen Bücher von der Inquisition verbrannt wurden. Ich rede über Arthur Schopenhauer, jenen Denker, der – in meinen Augen – bis heute viel zu wenig geschätzt wird, obwohl er Wunder verbrachte … bei der Betrachtung seines Hundes. Pudel, glaube ich.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie sehen, wie ein Hund (nicht Ihr Hund – der ist schon längst ein verlängerter Teil von Ihnen, das gilt nicht!) vor Ihren Augen mit kochendem Wasser überschüttet wird (über die Menschen, die so etwas tun, reden wir später noch). Stellen Sie sich das bitte bildlich vor (oder suchen bei Facebook ein entsprechendes Video, braucht auch kein kochendes Wasser zu sein, da gibt es alle Arten von Abscheulichkeiten) und achten Sie genau darauf, was diese Beobachtung mit Ihnen anstellt, achten Sie auf die Gefühle, die dort hochkommen. Verharren Sie ruhig einen Moment und schauen Sie sie sich an, bitte ruhig und unaufgeregt, denn Sie haben gerade ein Wunder erlebt: in dem Moment, wo Sie das Leid des Tieres wahr nehmen, haben Sie in sich eine Empfindung, die genau dem entspricht, was das Tier empfindet: sie teilen eine Wahrheit, werden in dem Moment „gleichgeschaltet“ mit der inneren Welt des Tieres. Hier tritt die Welt des Empirismus und des Rationalismus in eine größere Welt: in die Welt der Liebe, die eine höhere Kategorie der Wahrheit darstellt und eine wunderbare Botschaft in sich trägt: das Liebe die Schranke zwischen uns und der Welt überwinden kann … und zu „Mitleid“ führt.

Denken Sie ruhig nach: das Leid des Tieres ist nur „in ihm“, unsere Sinne nehmen nur nüchterne Fakten wahr, unser Verstand nur ein „Reiz-Reaktions-Schema“, unsere liebende Seele jedoch: Schmerz und Leid, worauf sie angemessen reagiert: mit Mitleid … und konkreten Taten gegen die Täter.

Was ist nun Liebe? Die höchste Form von Verständnis. Ältere Kulturen als wir sprachen deshalb vom Geschlechtsakt als Akt des „Erkennens“. Die kannten auch noch keine Pornofilme, die in erster Linie unsere Anschauung abstumpfen lassen und unser Gefühl der Liebe vergewaltigen und entwürdigen – ja, soviel tut man sich selber an beim Konsum entsprechender Machwerke.

Liebe kann dazu führen, dass man sein eigenes Leben für das geliebte Objekt gibt: dass kann eine Frau sein, ein Kind, eine Idee, eine Landschaft, ein Tier (wie bei dem Düsterdenke Nietzsche) oder ein Baum – um nur ein paar Objekte für Liebe zu nennen, die durch „Sex“ nicht erreichbar sind. Die Welt der Liebe – von der gelebtes Mitleid nur ein Ausdruck ist – offenbart uns eine um vieles reichere, liebenswertere, lebendigere Welt, vor allem eine Welt, der wir aufs Innerste verbunden sind, wo wir den „Großen Geist“ bis ins tiefste innerste unseres Seins erfahren können und zu die beglückendsten Erfahrungen sammeln, zu denen Menschen überhaupt in der Lage sind: darum nennt man ja „Religion“ zurecht „Opium fürs Volk“ … was aber nur der kritisiert, der Volk als Kanonenfutter zur Durchsetzung eigener Revolutionen braucht und sie deshalb möglichst hungrig und unglücklich halten möchte.

Sie merken: wir kommen zum nächsten Thema – dem Tod. Ja – da kommen wir nicht drum herum, wir waren ja gerade schon da, bei Menschen, die mutig ihr Leben riskieren, um die Objekte ihrer Liebe zu schützen … oder das mitempfundene Leid anderer Wesen (bei Steinen funktioniert das nicht, einfach mal ausprobieren) zu lindern, ja, sogar Revolutionen anzetteln, weil der Liebe selbst Leid zugefügt, das Mitleid mit Füßen getreten wird. Ja – nur „Hunger“ reicht dazu nicht aus: oder werden Sie zornig und wütend, wenn der lange Winter Ihre Ernte vernichtet? Demonstrationen gegen schlechtes Wetter sind mir momentan nicht bekannt, gegen lieblose, deshalb grausame Menschen sind sie im Handumdrehen organisiert.

Tod – ist eine endgültige Wahrheit, womöglich die einzige, die wir haben. Es gibt viele Definitionen zu ihm – empirische oder rationale – doch zu einem letzten Verständnis kommen wir nicht, wir wissen nur eins: er kommt für alle und jeden. Die Reichen fürchten ihn, ist der doch das endgültige absolute Ende ihres Reichtums, die Armen jedoch: begrüßen ihn, ist er doch das letztlich endgültige Ende ihres vielfältigen Leidens, viele der Armen (vor allem jene, die arm an Liebe sind) suchen ihn direkt auf, setzen ihr Ende souverän selbst – souverän und nutzlos, da der Suizid das Leid der Angehörigen deutlich vermehrt, sogar bis ins Unerträgliche steigern kann … wie bei den Eltern des 16-jährigen Mädchens, das sich kürzlich in meinem Umfeld erhängte.

Was ist nun der Tod? Hören wir eine Stimme aus der Wissenschaft (siehe livenet)

„Ganz genau wisse man nicht, was die Bewusstheit ist, berichtet die britische «Sun». Der Physiker Sir Roger Penrose erklärt, dass es sich dabei um ein Informationspaket handelt, das in einem Quant oder auf subatomischem Level gespeichert ist. Der britische Wissenschaftler geht davon aus, dass die Menschen Seelen haben, die nicht mit dem Körper sterben.

Nun sagt Sir Roger von der Oxford Universität, er habe Hinweise gefunden, dass diese Informationen, die in Mikrotubuli in den menschlichen Zellen gelagert sind, den Körper verlasse, wenn dieser stirbt.“

Das ist nur eine von vielen Theorien über die absolute Wahrheit „Tod“. Sie entspricht dem Empirismus (d.h. den in die hunderttausende gehenden Beobachtungen zum Thema „Nahtoderfahrungen“) und dem Rationalismus (der den Menschen letztendlich – wegen der „Vernunft“ als „Kind Gottes“ begreift, dessen göttlicher … „selbst bewegender“ … Funke natürlich nie vergehen kann), wir dürfen diese Theorie deshalb als „wahr“ erachten.

Aber – huch – wo sind wir denn jetzt hier gelandet?

In der Politik.

Und im Herzen der Finsternis: der mittelalterlichen Inquisition, die Wahrheit nicht durch Empirie oder Rationalismus suchte, sondern sie mit Feuer und Folter erzwang. Wir sind direkt bei jenen hochpolitischen Erscheinungen wie „Gwup“ oder „Psiram“ oder „Esowatch“, Inqusitoren einer kleinen beschränkten Sekte, die vor allem einen Meister hat: die Gier nach unendlicher Macht. Ja – sie sind hochpolitisch … aber mangels geisteswissenschaftlicher Bildung wohl ohne Hilfe von Wikipedia nicht in der Lage, den Begriff „Politik“ von sich aus zu definieren.

Der Mensch, der durch ein sehr eingeengtes, durch ein stringent „katholisches“ Weltbild mit absoluter Vernichtung bedroht werden kann, ist leicht zu dirigieren und neigt auch weniger zum Widerstand, darum ist es Aufgabe der „Inquisition“, alles zu bekämpfen, was dem modernen „Katholizismus“ bedrohlich werden kann – hierzu gehört ein mit großer verbaler Gewalt vorgetragenes enges Weltbild (das zwar mit physikalischen Schlagworten argumentiert, aber noch nicht mal im Ansatz die logische Begrenztheit dieser Schlagworte verstanden hat: nur weil wir den Begriff „Magnetfeld“ haben, heißt das nicht, das wir verstehen, was das ist – noch formt dieser Begriff eine Wahrheit: wir haben auch die Begriffe „Troll“, „Odin“ oder „Sumpfhexe“ – verlangen aber von diesen Worten nicht, dass sie aus sich heraus Wahrheiten abbilden, die für alle Menschen gleich gültig sind).

Was ebenso dazu gehört: methodische Schlampigkeit, die nach Belieben zwischen Empirismus und Rationalismus hin- und her springt: Geister ablehnt, weil sie irrational sind, Gott ablehnt, weil er nicht beobachtbar ist. Mit diesern Methodik kann ich die Nichtexistenz der Farbe „Rot“ „beweisen“: alle, die Rot sehen, sind entweder einem Sinnesirrtum unterlegen – oder aber neigen zu einer Geistesschwäche, die ihnen den Glauben an die Existenz von „Rot“ vorgaukelt … jenen, die nicht zu übermenschlich sind wie wir, die wir ja wissen, dass es „Rot“ nicht gibt und deshalb mit guten Recht alle „Rotgläubigen“ verfolgen dürfen.

Ich will auch gar keine detallierte Auseinandersetzung mit den Gwupies starten – dazu fehlt es denen an erkenntnistheoretischem Niveau, sie bewegen sich da eher in den engen Grenzen einer Sekte (und damit im Reich des willkürlichen „Glaubens“ – was ja „Aussteiger“ dieser Kampforganisation schon beschrieben haben (siehe Zeit), außerdem wird das mein geschätzter Kollege Parkwächter schon in angemessener Schärfe erledigen- ich will hier keine Themen klauen.

Mir liegen mehr die Opfer am Herzen, die in den Käfigen moderner Inquisition harren.

Wir haben dazu jetzt einen Grundkurs Erkenntnistheorie absolviert: jener wissenschaftlichen Disziplin, die beschreibt, dass wir uns „Wahrheiten“ mit unseren beschränkten biologischen Möglichkeiten nur annähern können, sie aber nie völlig zu erfassen vermögen.

Wir stehen da jetzt ziemlich blöde da – so ganz ohne Wahrheit.

Dafür haben wir allerdings in der Philosophie auch eine Perspektive, die seit Jahrtausenden oft auch zerredet wird: den „Utiliarismus“ … bzw. den Aspekt der „Nützlichkeit“. Ich mache es einfach: da wir keine absoluten Wahrheiten formulieren können, sollten wir uns jene frei wählen können, die uns – also der Menschheit insgesamt – am Nützlichsten ist. Wir müssen hier konsequent die ganze Menschheit als Wahrheitsschaffer ins Auge fassen – nicht einzelne Sekten wie den Materialismus, den Faschismus oder den Kapitalismus … um mal drei dunkle, inquisitorisch arbeitende Sekten zu nennen.

Was ist also nützlicher? Die Annahme der Existenz einer ewigen Seele, die all´ ihre Erfahrungen in ein unbekanntes Land mit sich nimmt … oder aber die Botschaft von Materialismus, Faschismus und Kapitalismus, dass Sie eigentlich nur ein Haufen geistloser Dreck sind, der – außer einem Nutzen für die Arbeitsfaulheit der aristokratischen Gauleiterkaste – keine Existenzberechtigung hat und nach Belieben ausgelöscht werden darf?

Merken Sie nun, welche revolutionären Dimensionen der Begriff „freie Wahl“ wirklich hat? Und welche – im düstersten Sinne katholische bzw. diabolische – Dimension wir bei den lustigen Kasperlen von Gwup beobachten können, die durch ihre unsozialen (besser gesagt: schmutzigen politischen) Methoden der politischen Auseinandersetzung billigend in Kauf nehmen, dass Menschen sich vor lauter Verzweiflung in den Tod stürzen – Methoden, die eben weit von dem entfernt sind, was wir als „Liebe“ kennen und als verständnisgenerierendes Moment schätzen und eher im Gegenteil – im Hass – verortbar sind, wo man viele Menschen findet, die in ihrem Leben nie Liebe erfahren durften. Nun – es heißt nicht umsonst seit Jahrtausenden: „an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“.

Wenn Sie es wollen: ja, dann lebt Ihre Seele ewig und führt sie in ein Universum der Liebe. Und – in der Tat sieht es so aus (würde jetzt zu weit führen) – dass der Besitz einer liebevollen Seele den Übergang in andere Seinsformate („Leben“ würde ich das erstmal nicht nennen) deutlich erleichtert – und vielleicht (momentan noch reine Spekulation auf geringer Datenbasis) sogar Bedingung ist, dass die Existenzberechtigung dieser Seele verlängert wird. Auch diese Wahrheit können Sie bis zum Beweis des Gegenteils ganz wissenschaftlich fundiert für sich in Anspruch nehmen: irren Sie, werden Sie keine Sekunde Zeit haben, sich zu ärgern. Aber das Leben vorher – wird intensiver, gelassener, angstfreier … und vielleicht sogar revolutionärer.

Sie dürfen natürlich auch in dem engen Gwup-Käfig bleiben, einer Welt ohne Liebe, Wunder, Zauber und Ewigkeit: auch das ist Ihre freie Wahl: aber eben auch ihre eigene Verantwortung: wenn Sie gerne ein Haufen toter, lieb- und lebloser Dreck sind – nur zu. Das dürfen Sie!

Allerdings möchte ich Sie gleich vorwarnen: Sie sind dann auch weit entfernt von dem, was Menschen Glück nennen – und wahrscheinlich anfällig für Masochismus und Sadismus. In diesen beschränkten Räumen können Sie auch eine – schmerzhafte – Unterform von Glück erfahren: für einen kurzen Moment eine gewisse Entlastung erfahren, die als solche schon etwas fröhlicher macht: so als würde ein Verdurstender einen Schluck Urin zu sich nehmen dürfen.

Ihre Kokurrenz hingegen … schwimmt in klaren Gebirgsseen.

Auf ewig … getrübt nur durch einen kurzen, winzig kleinen Moment irdischer Existenz. Ich wüßte wohl, was ich da wählen würde.

Dass die dunklen Kulte mit ihren dunklen Matschgöttern momentan viel Macht haben, sollte uns nicht irritieren: es gehört zur Welt dazu, dass das Wetter manchmal schlecht ist und Eiswinde uns herausfordern. Diese Kulte stören jene nicht, die empirisch mit Geistern tanzen … oder rational mit Göttern singen.

Nur jene, die sich ihren Geist von den schmutzigen, unwissenschaftlichen Kultisten besudeln lassen: jenen verhagelt die Dunkelheit das Gemüt, macht sie zu passivem Wahl- und Konsumvieh … das so viele brauchen, um ihrer Gier frönen zu können. Jene sollten aber wissen dürfen …. dass es auch anders geht … und dass es einen guten Grund gibt, weshalb sich hochpolitische Menschen wie John Perkins (Bekenntnisse eines Economic hit man) den schamanischen Traditionen als Gegenmacht zum Imperialismus zuwandten. Sein Handeln – ist hier hochgradig konsequent, anders kann man den dunklen Kulten kaum entkommen, kaum effektives „Refraiming“ betreiben.

Aber genug der Worte: beginnen wir mit dem Denken – und das ist jetzt IHR Job.

 

 

 

Der Mensch am Schlachtfeld zwischen Lüge und Wahrheit – Teil 1: Im Griff der Würgeschlange

33_Rat_Snake

Foto: Rat Snake CC BY-SA 4.0/Bob Warrick (Quellenlink)

Nach Einschätzung von Peter Sloterdijk ist heute „der Lügenäther so dicht wie seit den Tagen des Kalten Kriegs nicht mehr“, dem Journalismus attestiert er „Verwahrlosung“ und „zügellose Parteinahme“. Sloterdijk: „Die angestellten Meinungsäußerer werden für Sich-Gehen-Lassen bezahlt, und sie nehmen den Job an.“ (siehe Interview)

Auch John Doe, der Aufdecker der Panama Papers,  findet in einer jüngsten Stellungnahme gegenüber den Medien wenig schmeichelhafte Worte (siehe Süddeutsche):

„Die Medien haben versagt. Viele Fernsehanstalten sind nur noch lächerliche Abziehbilder ihrer selbst, und unter Milliardären scheint es neuerdings in Mode gekommen zu sein, Zeitungen aufzukaufen und so eine ernsthafte Berichterstattung über die Reichen und Superreichen zu verhindern. (…)

Die Auswirkungen dieses vielfachen Versagens führen zum ethischen Niedergang unserer Gesellschaft und letztlich zu einem neuen System, das wir noch Kapitalismus nennen, das aber in Wahrheit ökonomisches Sklaventum ist. In diesem System – unserem System – wissen die Sklaven weder, dass sie Sklaven sind, noch kennen sie ihre Herren, die in einer Parallelwelt leben, und die unsichtbaren Ketten sorgfältig unter einem Haufen unverständlicher Gesetzestexte verstecken. Das weltweite Schadensausmaß sollte uns alle wachrütteln. (…)

Damals war militärische Macht notwendig, um die Menschen zu unterdrücken, während es heute genauso effektiv oder noch effektiver ist, die Menschen vom Zugang zu Informationen abzuschneiden – auch weil das im Verborgenen geschieht.“

Da Lüge für das Innere des Menschen in Wirklichkeit genauso giftig ist wie Zyankali, wundert es nicht, wenn ab und zu einem Journalisten, der ja mit seinem Beruf an sich angetreten ist um der Wahrheit und Aufklärung zu dienen, der Kragen platzt. So wie seinerzeit dem Chefredakteur der New York Times, John Swinton, als auf einem Festbankett ehrende Worte über die „unabhängige Presse“ gesprochen wurden. Swinton dazu erzürnt:

„Wenn ich mir erlaubte, meine ehrliche Meinung in einer der Papierausgaben erscheinen zu lassen, dann würde ich binnen 24 Stunden meine Beschäftigung verlieren. Das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs. … Wir sind Werkzeuge und Vasallen von reichen Männern hinter der Szene. Wir sind Marionetten. Sie ziehen die Strippen, und wir tanzen an den Strippen. Unsere Talente, unsere Möglichkeiten und unsere Leben stehen allesamt im Eigentum anderer Männer. Wir sind intellektuelle Prostituierte.“ (Zitat aus Wikipedia)

Ein besonders wirkungsvolles Mittel, um dem marktradikalen („neoliberalen“) Mammon die Bahn zu ebnen und uns Lügen einzutrichtern, sind Zahlen und Statistiken. Da wir durch Schule und Universität zu zahlengläubigen Menschen erzogen wurden, haben die professionellen Meinungsmacher aus Politik und Wirtschaft hier besonders leichtes Spiel. Denn durch Zahlen ist ausnahmslos alles argumentierbar bzw. aus „wissenschaftlicher“ Sicht beweisbar (da ich selbst als technischer Gutachter arbeite und mit Zahlen jongliere, weiß ich das nur zu gut). Nicht nur, dass man streng wissenschaftlich beweisen kann, dass schwarzer Kaviar den gleichen Lichtabsorptionskoeffizienten wie Schuhpasta besitzt und dass Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft auch nur denselben Kalorien- und Nährstoffgehalt wie solche aus Pestizid-Landwirtschaft aufweisen. Man kann ebenso stichhaltig darlegen, dass Kernkraft unentbehrlich ist, Fracking die Arbeitslosigkeit vermindert und Rente mit 73 demnächst unausweichlich (siehe Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft /IW). Selbst der nackte Wahnsinn kann aus „streng wissenschaftlicher“ Sicht schöngerechnet und als alternativlos dargestellt werden.

Wie wir mit Zahlen um die Wahrheit betrogen werden und wie z.B. Pharmakonzerne damit auf Kosten unserer Gesundheit milliardenschwere Profite machen, darüber kann man sich in der Erste-Doku „Im Land der Lügen“ einen ersten Eindruck machen (siehe Das Erste). Hierbei erinnert der weltweit anerkannte Risikoforscher Prof. Gerd Gigerenzer daran, dass die ins Feld der Meinungsmache geführten Zahlen und „Fakten“ oft auf fragwürdigen Studien stammen, die interessengesteuert entstanden sind.

Dass die derzeitig verfahrene globalpolitische und allgemeinmenschliche Situation keineswegs Grund zur Resignation geben darf, sondern ganz im Gegenteil, als Ansporn zum Aufwachen und sogar zur begeisterten Neugestaltung der Verhältnisse dienen kann, dazu später mehr. Vorneweg nur ein einleitender Gedanke:

Während sich alle Revolutionen im Äußeren bisher als relativ erfolglos bzw. als von kurzer Dauer erwiesen haben, so wäre ein Aufbegehren gegen die Lüge – und dazu gehört auch die schonungslose Ehrlichkeit gegen die in der eigenen Brust wohnende Tendenz zur Lüge – wohl die größte und wirkungsvollste Revolution in der gesamten Menschheitsgeschichte. Indem man der Lüge den Kampf erklärte, würden die ökonomischen, ökologischen und politischen Sümpfe, in denen derzeit alles zu versinken droht, schnell trockengelegt und bislang ausweglos erscheinende Problemfelder würden dahinschmelzen wie Schneemänner in der Sonne.

Die Revolution gegen die Lüge kann allerdings nicht in der Form eines schnellen Putsches über Nacht vonstatten gehen, sondern sie ist ein langwieriger Prozess, in dem wir viele Rückschläge und Selbst-Desillusionierungen einkalkulieren müssen. Denn das Lügengeflecht, in das wir – meist unbewusst – eingewoben sind, ist gewaltig und die Bandbreite der Lüge reicht von grobklötziger, offenkundiger Korruption und Rufmord bis hin zu subtilen inneren Lebenslügen und Unaufrichtigkeiten, mit denen man sich im täglichen Leben an gewisse Gesellschaftsgepflogenheiten und herrschende Meinungen angepasst hat.

Der Kampf, der sich ab dem Moment auftut, in dem man die Bedeutung dieses inneren Schlachtfelds erkannt hat, ist kein leichter. Wie schon der legendäre UN Generalsekretär Dag Hammarskjöld in seinem Tagebuch geschrieben hat: „Auf dem Blocksbergritt zum Teufelsberg begegnest du nur – dir selbst, dir selbst, dir selbst.“ – was auch der Grund ist, warum so viele davor zurückschrecken und sich lieber die Zeit damit vertreiben, um zuzugucken, wie auf grünem Rasen ein paar Fußballesterer einen Lederball zwischen zwei Stangen drücken – wenn ich den Eifelphilosophen hier mal ganz frei zitieren darf.

Hammarskjöld in seiner Vorliebe für japanische Haikus hat mit diesem Vers eine tiefe Wahrheit in allerdings verkürzter und daher leicht missverständlicher Form ausgedrückt. Denn nicht das eigene Selbst bzw. unser menschlicher Persönlichkeitskern ist der innere Feind, sondern ein aus Angst und Eitelkeit gestricktes archetypisches Konglomerat, das man sich am besten in Form einer Schlange vorstellen kann – so ähnlich wie man in Apotheken oft das Symbol des Äskulapstabes mit einer oder mehrerer um diesen aufrechten Stab gewundenen Schlangen sehen kann. Oft sind die Schlangen, die sich um unsere aufrechte Persönlichkeit winden, ziemlich dick und manchmal sogar giftig.

In Wirklichkeit ist es also nicht das Selbst, das man im Inneren als Wurzel der Lüge entdeckt – ganz im Gegenteil: unser menschlicher Persönlichkeitskern sucht die Wahrheit und hasst die Lüge. Die Lüge ist ihm wie ein Kurzschluss, der sich, wie man von Lügendetektoren weiß, als Störung bis hinein in die vegetativen Funktionen des Körpers auswirkt. Noch verheerender ist die Wirkung der Lüge auf der psychischen Ebene: Bildlich gesprochen, reißen bei jeder Lüge unzählige innere Stricke und Verbindungsseile, die einem Menschen Halt, Sicherheit und ein gesundes Selbstbewusstsein geben. Sind zu viele dieser Seile gerissen, dann ist man im Leben unterwegs wie ein Zirkus-Seiltänzer auf großer Höhe ohne Sicherheitsnetz – wenn er aus dem Gleichgewicht kommt und abstürzt, geht es übel für ihn aus. In psychischer Hinsicht drückt sich ein solcher Absturz eben nicht als Knochenbruch, sondern als Depression aus. Und Depression soll ja laut WHO-Prognose innerhalb der nächsten 15 Jahre zur Volkskrankheit Nr. 1 avancieren (siehe Ärztezeitung ). Man tut somit gut daran, die inneren Seile zu pflegen bzw. neu zu knüpfen anstatt sie leichtfertig zu zerreißen.

Die innere Auseinandersetzung im Kampf gegen die Lüge lohnt sich also. Wer ihn aufnimmt, merkt schnell, wie verlorengegangene Lebensgeister wieder zurückkehren und wie er wieder echtes Selbst(wert)bewusstsein und Würde erlangt. Wer in diesem inneren Kampf Tore erzielt und an innerem Terrain gewinnt, der punktet wirklich. Wer hingegen auf einem Flachbildschirm zuguckt, wie bei der EM Tore geschossen werden, der hat in Wirklichkeit nur Zeit verloren.

Diese Wahrheit über unser Innenleben und die Relativierung des Fußballs sind eine Zumutung, ich weiß. Aber wir sind hier ja auch nicht im Forum der Bild-Zeitung oder auf Astrodictium Simplex / ScienceBlogs. Leser, die es hierhergeschafft haben, geben i.d.R. nicht mehr viel auf Illusionen und eitlen Intellektualismus, sondern vertragen auch Unbequemes. In diesem Sinne: Wünsche allen einen angenehmen Abend und wollte natürlich niemandem, der sich ein Bier kaltgestellt hat, das in 5 Minuten startende UEFA-Match Portugal gegen Island vergraulen…

 

Demnächst im Nachrichtenspiegel:

Der Mensch am Schlachtfeld zwischen Lüge und Wahrheit

   – Teil 2: Die Götterdämmerung der Lügenpresse

   – Teil 3: Das Erwachen des Hartzbürgers

Frieden und Wille.

Digital StillCameraDienstag, 25.11.2014. Eifel. Schon seit einigen Tagen geht mir durch den Kopf, dass ich gerne etwas über den Frieden schreiben würde. Ja – kitschig, oder? Der Hintergrund ist einfach: mehr und mehr Menschen, deren Sensitivität ich schätze, warnen vor einem Krieg im nächsten Jahr – und ich selber sehe nüchtern und sachlich die Wahrscheinlichkeit einer militärischen Auseinandersetzung zwischen Russland und den Oligarchien der Nato als sehr hoch – fast unaufhaltsam – an, jedenfalls momentan. Ich weiß: viele Menschen verdrängen das – aber durch Optimismus und gute Laune ist noch kein Panzer, keine Kugel und keine Bombe aufgehalten worden … das wissen nur die meisten in Europa lebenden Menschen nicht, weil sie den zur Beurteilung notwendigen Wissens- und Erlebnishorizont nicht haben.

Ja – unsere Methoden zur Problembewältigung scheinen wie aus einem Märchen zu sein: die Kriege der Welt bewältigen wir mit unserer Fernbedienung – ein Klick und sie sind weg; die Kriege in unserem Leben mit Alkohol – ein Schluck und sie sind weg.

Wie immer, wenn ich um ein Wort kreise, schaue ich in meinen alten Weggefährten: das philosophische Wörterbuch aus dem Jahre 1961: ein sicherer Wegweiser durch die Welt des Geistes – doch was muss ich sehen?

Weder Krieg noch Frieden waren den Begründern des Wörterbuches auch nur einen Eintrag wert. Krieg und Frieden finden offensichtlich im Kontinuum der Philosophie keinen Platz – wie auch: für Plato war der Militärdienst noch unverzichtbar, Pazifismus undenkbar und schier unverantwortlich, man dachte bei der Verteidigung Athens schlichtweg noch nicht mal an die Möglichkeit friedlicher Bewältigung der Konflikte mit dem Angreifer.

Gut – früher, da gab es halt auch Könige. Ein Heer war ein unmenschliches Ding, große Massen an Menschen, die ihren Willen abgegeben hatten, die einem einzigen Herrscher zu Willen waren: war der schlecht gelaunt oder krank, konnte der Heerwurm schnell wie ein Lindwurm ganze Landstriche verwüsten … und mit den selbst willenlosen Bütteln der Monarchie lies sich schlecht diskutieren: hatten sie erstmal ihre Befehle, wurden sie zu unaufhaltsamen Mordmaschinen.

Aus diesem Grund hatten wir mal „Demokratie“ erfunden, damit jeder Mensch seinen eigenen Willen hat und solche Exzesse nicht mehr vorkommen, „Frieden“ sollte dem ganz automatisch auf dem Fuße folgen: ja, versprochen war sogar ewiger Friede.

Wir haben sogar Kriege geführt, um diesen ewigen Frieden zu erhalten: Bürgerkriege in Frankreich und den britischen Kolonien, europäische Kriege gegen die Revolutionstruppen Napoleons (ja – das war nicht nur ein kleiner verrückte Spinner sondern auch der Erfinder des bürgerlichen Gesetzbuches, der die Werte der Revolution für ewig bewahren wollte: wir zehren heute noch von dieser Tat), einen Weltkrieg als „Krieg, der alle Kriege beenden sollte – und im Anschluß daran nochmal ein Krieg, der alle Kriege beenden sollte.

Fast schien es so, als hätte man Recht gehabt: jedenfalls erlebte Europa die größte Friedensphase seiner Geschichte. Klar – es gab noch kleinere Weltkriege (ja – in Korea und Vietnam kämpften nicht nur Amerikaner), aber in Europa war scheinbar Ruhe … bis jetzt.

Scheinbar?

Ja, schauen wir genauer hin … wird unser Leben weniger friedlich. Ein Blick nach Wikipedia kann da sehr helfen:

Frieden (älterer Nominativ Friede, von althochdeutsch fridu „Schonung“, Freundschaft“) ist allgemein definiert als ein heilsamer Zustand der Stille oder Ruhe, als die Abwesenheit von Störung oder Beunruhigung und besonders von Krieg. Frieden ist das Ergebnis der Tugend der „Friedfertigkeit“ und damit verbundener Friedensbemühungen.

Ja – haben wir fast vergessen, oder? „Friedliche Abendstimmung“ oder „friedlicher Sonnenuntergang“ ist aus unserem Sprachgebrauch verschwunden, ersetzt durch Feierabendstreß und Handyterror. „Heilsame Zustände der Stille und Ruhe“ sind in unserem Alltag Vergangenheit – womöglich auch ein Grund dafür, dass wir immer kranker und unzufriedener werden. „Stille“ – jener Zustand, der die Gedanken anzieht – ist selten geworden in unserem Jahrtausend. Wo immer wir gehen, wo immer wir stehen begleiten uns Geräusche, Musik – früher ein seltener und stets willkommener Genuss, der vielen Menschen ein gutes Auskommen bescheren konnte – ist alltäglicher Lebensbegleiter geworden, verscheucht Stille und Gedanken wo immer sie sich zu manifestieren suchen; gleichfalls ist auch die mit der Stille verbundene Ruhe verschwunden.

Doch nicht nur Musik vertreibt den Klang des Friedens – vor allem sind es tausendfache Geräusche der Maschinenkultur, die hart gesottene Keltenkrieger in den Wahnsinn treiben würden: die Kakophonie der modernen Städte käme ihm als Geräuschkulisse finsterter Abgründe vor, in denen teuflischste Unholde unheilige Feste feiern.

Vielleicht hätten die sogar Recht, aus dem Millionen Jahre alten Reich der Stille sind wir hinausgetreten ins Reich des verletztenden Lärms – und finden das ganz normal.

Lauschen wir noch weiter Wikipedia:

In der Sprache deutschsprachiger Juristen ist von Frieden auch im Zusammenhang mit innenpolitischen Auseinandersetzungen (Straftatbestand des Landfriedensbruchs), mit dem Arbeitsleben (Störung des Betriebsfriedens als Kategorie des Betriebsverfassungsgesetzes) und mit dem Schutz des Privateigentums (Straftatbestand des Hausfriedensbruchs) die Rede. Zur Kennzeichnung von Grundstücken, die gegen Hausfriedensbrüche geschützt werden sollen, werden diese oft eingefriedet.

In der Sprache der Psychologie und der Theologie gibt es den Begriff Seelenfrieden (vgl. den englischen Begriff „peace of mind“ oder „inner peace“[1]); diesen sollen Lebende anstreben und Verstorbene auf dem Friedhof bzw. im Jenseits finden.

Klug, oder? Ja – wir sind in mancherlei Hinsicht weiter als die alten Griechen, deren Demokratieverständnis uns auf die Barrikaden rufen würde. Wir sind auch zurecht weiter, weil wir dem Krieg selbst den Krieg erklärt hatten, weil wir gezielt danach suchten, was das Menschenschlachten zwischen Völkern möglich machte, die durch Handel und friedlichem Miteinander viel mehr Wohlstand erreichen konnten als durch Massenverstümmelungen mit oft tödlichem Ausgang (die auch ein Napoleon fürchterlich fand).

„Seelenfrieden“ – wie fern sind wir eigentlich von diesem Begriff? Unendlich weit weg. Menschen, die ihn finden – mehr zufällig als bewusst gewollt – schätzen ihn (seit Jahrtausenden – und zwar weltweit)als das wertvollste Gut auf Erden, doch den meisten anderen hat man schon längst abgewöhnt, an den Begriff „Seele“ überhaupt zu denken: wer in seiner Seele tiefen Frieden trägt, hat keine Bedürfnisse mehr, die die Wirtschaft befriedigen müsste.

Das darf nicht sein, wir haben extra Bedürfnispyramiden entwickelt, die sich endlos steigern lassen und den Menschen beständig weiter vom Frieden mit seiner Seele entfernen.

Wir friedlich aber kann ein Mensch sein, wie „friedfertig“, wenn er von tausenden unkontrollierbarer Bedürfnisse geplagt wird, von denen die allermeisten völlig überflüssig sind? Die Antwort ist einfach: gar nicht.

Ist aber der Mensch nicht friedfertig, ist die Gemeinde, das Volk, das Land nicht friedfertig: wie sollte da Frieden in unsere Leben kommen?

Schonung und Freundschaft sind in der deutschen Sprache die Wurzeln für das Wort Frieden, dort, wo Frieden herrscht begegnen sich die Menschen in Schonung (voller Respekt und Achtsamkeit) und Freundschaft (voller Vertrauen und Hilfsbereitschaft), dort, wo aber der Frieden nicht in den Seelen herrscht, mangelt es im alltäglichen Umgang an Respekt, Verachtung und Ignoranz werden Normalzustand, Misstrauen und Missgunst verbreiten sich, der Mensch wird zum „Ork„.

Trifft das zu?

Ist unser Alltag voller Respektlosigkeit, Verachtung, Ignoranz, Misstrauen und Missgunst? Ich denke da nur an die Agenda 2010, die ein ganz neues Kapitel des gesellschaftlichen Miteinanders geprägt hat und ganze Generationen zu Orks erzieht. Ich denke an die Deregulation der Finanzmärkte, die gutgläubige („friedliche“) Menschen den Haien der Finanzindustrie vorgeworfen haben, an gutgläubige „Riesterer“, die man den Versicherungsvertretern opferte oder an die vielen bankrotten Menschen, die den Anlageberatern der Banken ihre Lehman-Papiere abgekauft haben – oder an die vielen Menschen, die nagelneue Autos mit integrierten Mängeln, Lasagne mit Pferdefleische, Babyfläschchen mit Weichmachern, tödliche Medikamente oder schlichtweg verpestete Luft serviert bekommen … um nur ein paar Alltagserscheinungen zu nennen.

Unser Alltag – ist voller Krieg, der uns die Seelenruhe stiehlt, der uns Ruhe und Frieden nimmt.

Das zu erkennen ist schon ein Wert an sich – denn da wissen wir, wo wir ansetzen können, die Kriegsgeilheit zur Ruhe zu bringen, die aufgeregten Gemüter zu besänftigen.

Landfrieden, Betriebsfrieden, Hausfrieden, Schulfrieden – wir finden zahllose Bereiche, in denen der Krieg zunimmt.

Dient es etwa dem Landfrieden, wenn jetzt der Solibeitrag für den Aufbau Ost zu einem Solibeitrag für den Aufbau West verwendet wird – oder sät das nur wieder weiteres Misstrauen und Missgunst?

Dient es etwa dem Betriebsfrieden, wenn immer mehr ordentliche Arbeiter und Angestellte zu Leiharbeitern werden, die zum halben Lohn ohne Urlaub und Weihnachtsgeld arbeiten müssen?

Dient es etwa dem Hausfrieden, wenn die EU via Dekret bestimmt, dass ich die Glühbirne doch hochgiftigen Sondermüll ersetzen muss, der Staat eine Behörde schafft, die bei Arbeitslosen per Hausbesuch kontrolliert, ob sie sich auch der verordneten Armut hinreichend fügen oder ausländische befreundete Geheimdienste all´ meine Kommunikation überwachen läßt?

Dient es dem Schulfrieden, wenn man die Ausbildung im Interesse jener Wirtschaft immer weiter verkümmern läßt, deren Subventionen die Mittel für genügend Lehrer und dringend benötigte Sanierungen auffressen?

„Frieden“ – ist die Abwesenheit von Störung und Beunruhigung, zur Schaffung und Wahrung von Frieden in allen Bereichen bezahlen wir Millionen von Menschen in Regierung und Verwaltung mit Steuergeldern – doch was tun die?

Sie bringen immer mehr Krieg ins Land, was keiner mehr merkt, weil „Frieden“ eine Untugend geworden ist, ein Makel, wie „Mitleid“ (ein Zustand der Schonung und Freundschaft beinhaltet) ein Wert, dem mit Verachtung begegnet wird.

Das war schon immer so, sagen Sie jetzt?

Machen Sie sich da mal nichts vor. Wir hätten mit dieser Moral die Eiszeit nicht überstanden weder Stämme noch Städte gegründet, keine Staaten geschaffen – ja, wie unsere Gesellschaft mehr und mehr an allen Fronten beweist, ist unsere Gegenkultur schlichtweg noch nicht einmal wirtschaftlich überlebensfähig, obwohl „Wirtschaft“ das zentrale Element der Kulturform „Kapitalismus“ ist.

Wo sind wir da nur hingekommen?

Denken nur ein wenig über Frieden nach – und schon befinden wir uns in einer völlig kriegerischen Gesellschaft, in der es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis es auch wieder zu militärischen Auseinandersetzungen mit anderen Ländern kommt.

Oh – da bin ich zu wenig akurat: es kam ja schon zu militärischen Auseinandersetzungen mit Jugoslawien und Afghanistan – das Prinzip wird schon gelebt. Nur scheint jetzt die Lust größer geworden zu sein, man will das Fleisch des russischen Bären schmecken – wie schon zweimal letztes Jahrhundert.

Eine schlimme Nachricht, könnte sie doch die nukleare Verwüstung ganz Europas nach sich ziehen – wobei ich fürchte, dass die Nato davon ausgeht, dass Russland und die USA auf die atomare Option verzichten, wie das Dritte Reich auf den Gaskrieg verzichtet hatte (trotz prall gefüllter Lager). Leider haben die USA schon einmal gezeigt, dass sie von der nuklaren Option gerne Gebrauch machen – auch und gerade gegen die Zivilbevölkerung.

Allerdings gibt es auch eine gute Nachricht: wir wissen jetzt, was wir konkret dagegen tun können.

Kontrollieren wir jene Menschen, die wir mit hohen Diäten aus Steuermitteln für die Wahrung des Friedens in allen Bereichen bezahlen, kontrollieren wir, ob sie auch in allen Bereichen die Tugend der Friedfertigkeit leben und vorleben, denn jene Tugend ist die Wurzel der Friedens selbst. Hat der Mensch nicht den Willen und die Absicht, friedfertig zu sein, wird Europa letztendlich nur aufgrund dieser Einstellung zum Leichenhaufen.

Ach ja … der „Wille“.

Den haben wir auch schon vergessen? Durch den Willen werden Plan und Absicht zur Tat – dass wusste man früher … heute zieht die Formulierung dieser einfachen Beschreibung menschlicher Schaffenskraft schon den Verdacht nach sich, man würde wieder eine leichte Verschwörungstheorie formulieren … dabei ist die Erkenntnis im Prinzip erschreckend einfach: ALLE Erscheinungen innerhalb der menschlichen und von Menschen gestalteten Welt werden durch ENTSCHEIDUNGEN manifestiert – da wirkt kein Wunder, kein Geist, kein Gott (nein – auch nicht seine Form als „Zufall“), und diese Entscheidungen werden von Willen und Absicht gesteuert, wobei der Wille die Durchsetzungskraft beschreibt – und die Absicht das Ziel.

Verhungert also ein Arbeitsloser in seiner kalten Schimmelbude, erfriert ein Obdachloser bei Minustemperaturen, stirbt ein Arbeitnehmer an Erschöpfung – so ist das das Ergebnis menschlichen Willens: immer und überall. Verblödet ein Volk infolge der Überflutung mit geistigem Sondermüll, der in allen Sendeformat Missgunst, Verachtung, Respektlosigkeit, Ignoranz und Misstrauen als lebensnotwendigen Normzustand predigt, so ist das kein Zufall, sondern das konkrete Ergebnis von Entscheidungen FÜR Sendeformate, die diese Botschaften enthalten.

Das will nur keiner mehr hören, weil es mit Verantwortung zu tun hat und nach Taten schreit.

Friede kommt durch friedfertige Menschen in die Welt, die friedfertig (fertig zum Frieden) sind, weil sie es so wollen.

Es ist der Wille, durch den wir frei von Bedürfnissen werden – darum ist die Schwächung menschlichen Willens vorrangiges Ziel der Konsumgesellschaft – und so entziehen sie der Friedfertigkeit ein wichtiges Element.

Wissen Sie, was mein philosophisches Wörterbuch zu dem Willen sagt?

„Der Wille kann sich nur auf (subjektiv) Wertvolles richten (das Böse zu wollen vermag nur der „Satan“)“ (zitiert aus Philosophisches Wörterbuch, 20. Auflage, Alfred Kröner Verlag Stuttgart 1978, Seite 731).

Ja – so war man 1961 noch drauf – dort erschien die Erstausgabe dieses Wörterbuches. Zu der Zeit konnten sich die meisten Menschen noch an die Gräuel des Krieges erinnern und wussten, dass der Wille allein zwar immer das Gute will – aber nur das, das der Einzelne als gut empfindet. Mag er keinen Juden – so kann das auch fürchterliche Folgen haben.

Gut zu sein – reicht nicht für Frieden. Gut sind alle. Ja – ich denke da besonders an die Grünen.

Für Frieden – muss man friedfertig sein: und das ist eine einfache Sache der Entscheidung, des Willens und der Absicht.

Und wenn jetzt Krieg kommt – der große, heiße, die endgültige Erfüllung all der kleinen Kriegsgelüste in Land, Haus, Schule, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – so wissen wir, dass er Aufgrund von Entscheidungen und Absichten (die den Tätern wie immer gut erscheinen) kommen wird … und wir können daraus die Lehre ziehen, demnächst Menschen einfach zur Friedfertigkeit anzuleiten, anstatt ihre natürliche Ruhe und Stille zu stören.

Wir können damit aber gerne schon Morgen beginnen …

 

 

 

 

 

 

 

O.T. oder Lamento eines Zukünftigen.

Einst, als die Fundamente der Feste fast standen,
Zwischen den geheizten Pools der Eliten
Und den Kanälen derer,
Die jene zum Zwecke des Gebens erfanden,
Da lebte die Chance noch einer Revolution,
Getragen von Weisen,
Die zu Frieden und Offenheit rieten.

Die Weisen sind tot, die da kamen sind hohl;
Erzogen im Interesse derer,
Die nicht lassen können und schon alles haben.
Strebe zur Sonne, der Rücken des Pöbels sei deine Stiege
Zum Reichtum, zur Macht, zum eigenen Wohl.
Um sich glücklich und leer
An Lebenszeit und Unglück der Massen zu laben.

Sie nahmen uns die Gelegenheit, die dorthin führt,
Wo wir alle Gerechte sind und Zeugen,
Wie die Geburt der gerechten Zukunft ihre Urständ‘ feiern darf.
Wo jedem die durch seine Geburt versprochene Achtung gebührt.
Wo wir uns vor dem Untersten der Unteren
Aus reinster Menschlichkeit und höchstem Respekt verbeugen
Und der Letzte das letzte Vorurteil hinter sich warf.

Jahrzehnte der Hoffnung nach weltweitem Krieg,
Den man brauchte als Vater der Dinge.
Ich kannte ihn nicht und bin dankbar dem Glück,
Weshalb ich das Lied der Entrechteten singe;
Im Auge das Rüsten des Geldes zum Sieg.
Wenn der obere Totpunkt schon hinter uns liegt
Können wir nicht zum Frieden zurück.

Ihr, die ihr strebt das Streben derer zu lenken
In eure Börsen, zu eurem Vorteil hin
Könnt durch das Geld an Geld nur denken
Wie es füllt eure Konten und Hirne,
Sich formiert zum Selbstwert so golden und hehr.
Das also ist das Leben und des Lebens Sinn?

Wir ließen uns trennen in Unten und Oben,
Glaubten und eiferten wie allseits befohlen
Von Kathedern, Podien, Monitoren herab.
Dabei sind wir ein Stoff nur, eng geknotet, verwoben!
Ihr habt daraus ein Leichentuch gemacht.
Doch zuvor habt ihr unsere Freiheit gestohlen.

Amerika, die größte Nation der Welt?

Einen Link zu diesem Filmausschnitt hat Frau Naja gerade rumgeschickt. Ich habe mir erlaubt, die Version mit deutschen Untertiteln zu suchen. Natürlich distanziere ich mich aufs Entschiedenste von dem in dem Video getätigten Aussagen. Auch wenn Sie stimmen. Ein Vorbild sieht anders aus. Und hier siehts auch nicht besser aus…

[Video, bitte Beitrag anklicken]

 

 

 

Deutsche Soldaten Arm in Arm mit Massenmördern, Vergewaltigern und potentiellen Völkermördern: Perspektiven aus Mali

Deutsche Soldaten Arm in Arm mit Massenmördern, Vergewaltigern und potentiellen Völkermördern: Perspektiven aus Mali

Montag, 18.2.2013. Eifel. Es gibt ja erstaunlich viele Bücher darüber, wie sehr in den Medien gelogen und betrogen wird. Alle haben eins gemeinsam: sie verändern nichts. Ebenso erstaunlich ist, wie oft die großen, klassischen deutschen „Leit“medien vor Verschwörungstheorien warnen. Das ist mir erst kürzlich aufgefallen, als es um den russischen Meteoriten ging. Ganz dicht auf die Berichterstattung über den Meteoriten folgte im Spiegel eine Warnung vor Verschwörungstheorien, wobei auffiel, das diese „Verschwörungstheorien“ sich aus ganz normalen Zeitungsberichten vor Ort speisten, die einfach andere Beobachtungen gemacht hatten als die deutschen Leitmedien gerne hätten. Geht es dabei schon um eine große Weltverschwörung? Nein. In erster Linie geht es um das Geschäft: der Journalist kämpft um die Deutungshoheit der Wirklichkeit. Damit verdient er sein Geld – um Auftrag von Partei und Verlag. Wenn also dann einfach mal so ein kleiner Blogger daherkommt und die Trümmer des letzten Anschlages anders sortiert – plausibler, nüchterner, logischer – dann verliert der gut bezahlte Journalist seine Deutungshoheit und … seine Führungsmacht. Die brauchen „interessierte Kreise“ aber, weil ja Krieg geführt werden soll – wie zum Beispiel in Mali.

Was in der Berichterstattung über Mali selten auftaucht (ich habe jedenfalls noch nicht davon gelesen), ist der Kampf den sich Frankreich und die USA seit Jahrzehnten um die Bodenschätze Afrikas liefern. Ja, das machen die „demokratischen“ Großmächte: sie liefern sich heftige Kämpfe – die man allerdings lieber von Negern ausführen läßt.

Neger – darf man das noch sagen? Nein. Politisch korrekt, wie der Deutsche ist, möchte er das Wort „Neger“ nicht mehr hören. Wenn diesselbigen schwarzen Leute aber in Massen erschossen werden, dann ist ihm das egal. Überhaupt passt der deutsche Leser gut zum deutschen Journalisten. Er möchte nicht beunruhigt werden, möchte eine Welt, in der die Wissenschaft alles erklären kann, die Politik alles im Griff hat und die Presse alles weiß.  Dann fühlt er sich in seinem Einfamilienhaus sicher. Dinge, die ihn beunruhigen, mag er nicht – die sollen gefälligst von den Journalisten weggebissen werden … was die dann auch tun.

Aktuell machen sie das im Spiegel – in einem Bericht über Mali.

Besonders lang hatte das „Islamische Emirat von Timbuktu“ nicht Bestand. Neun Monate, von April 2012 bis zum Einmarsch französischer Truppen im Januar 2013, regierten Radikalislamisten die nordmalische Stadt. Es reichte, um die Welt in Schrecken zu versetzen. Vermeintlichen Dieben wurde die Hand abgehackt, historische Mausoleen wurden mit Pickeln und Äxten zerstört.

Es gab auch noch andere Schilderungen der Schrecken – so wurde eine minderjährige Ehefrau zurück zu ihren Eltern geschickt, weil sie sich vor ihrem gewalttätigen Mann fürchtete – und das Tragen westlicher Kleidung wurde verboten.  Ebenso gab es ein Verbot, ohne hinreichenden Grund in Privathäuser einzudringen. Grund genug, sofort einzumarschieren.

Natürlich sind Amputationen schlimm – aber rechtfertigt das Massenmord an der unschuldigen Zivilbevölkerung? Voltaire.net hat ein paar gefunden:

Die Bomben der französischen Flugzeuge auf Konna verursachten mehr Todesopfer bei Zivilisten als unter den Islamisten, aber die französischen Medien schweigen über die „Kollateralschäden“ und ziehen den „triumphierenden und militaristischen Diskurs“ von Paris vor.

So sind sie halt, die Bezahlmedien: sie liefern, wofür bezahlt wird. Wenn die Panzer rollen, will keiner wegen „Wehrkraftzersetzung“ angeklagt noch vom Pöbel auf den Straßen angespuckt werden, weil man die glorreiche, mutige, abenteuerlustige Armee nicht hinreichend unterstützt hat. Außerdem … möchte man ja seinen Job behalten. Da richtet man den Fokus lieber auf die unübliche Behandlung von Dieben (die sich als Berufsstand in unserer räuberischen Kultur sowieso großer Beliebtheit erfreuen – jeder Steuerhinterzieher, jeder Anlageberater oder Lebensmittelpanscher wird dem sofort zustimmen) anstatt auf von Natobomben zerfetzte Kinder.

Und der Feind?

Natürlich der böse „Islamist“. „Al Kaida“ – das nützliche, dereinst vom CIA aufgebauter Gespenst, das seit vielen Jahren einen erbitterten Krieg gegen den Westen führt – meist dergestalt, das sie ihre Köpfe voller Terrorabsicht den Bomben der Nato unverhüllt entgegenstrecken, um diese zu zerstören. Gut, das die so blöde sind, das denen das nicht gelingt.

Obwohl wir jetzt schon sehr lange gegen Al Kaida Krieg führen, müssen wir jetzt – dank Mali – davon ausgehen, das die wohl den Krieg letztlich gewinnen werden. Man denke nur: trotz aller Bomben und Truppen sind die aus Afghanistan entkommen und destabilisieren jetzt den ganzen Norden Afrikas – Tunesien, Lybien, Ägypten, Syrien … wie eine unaufhaltsame Riesenwelle arbeitet sich Al Kaida durch die Welt, sogar das „Bollwerk gegen den islamistischen Fundamentalismus“ (Süddeutsche), Gaddafi, wurde von ihnen einfach hinweggefegt – mit Hilfe der gleichen Bomben, die jetzt in Mali gefallen sind.

Gaddafi hatte seinerzeit den Maliern auch einige Regierungsbauten gesponsert, die nun von der Nato zerlegt werden können. Da der aber jetzt „böse“ ist, wollen wir darauf nicht weiter eingehen.

Leider löst sich auch der „böse Islamist“ ziemlich in Luft auf, wenn man näher hinschaut, wie die „Zeit“ es getan hat:

Von den sechs bewaffneten Formationen in Nordmali passen nur zwei zum westlichen Bild von internationalen Terroristen: die unter algerischer Führung stehende Al-Kaida im islamischen Maghreb (Aqmi) sowie die Bewegung für Einheit und Dschihad Westafrikas (Mujao), gleichfalls stark durchsetzt von Nichtmaliern.

Dabei erscheint das „westliche Bild vom internationalen Terroristen“ sowieso schon etwas schwach zu sein. In Mali jedoch versagt es völlig:

Bei den vier anderen bewaffneten Formationen sind die Grauzonen noch größer. Diese Gruppen bestehen überwiegend aus Maliern; einige arbeiten mit Al-Kaida zusammen, andere vertreten die sozialen und wirtschaftlichen Interessen verschiedener Ethnien Nordmalis, vor allem der Tuareg. Erst im Dezember gründeten malische Araber eine Ansar al-Scharia. Die Rolle arabischer Milizen ist in Nordmali besonders dubios, denn sie wurden noch von Malis früherer Regierung als Ordnungsmacht bewaffnet. Das klingt furchtbar wirr – und ist es auch.

Was einen aber nicht daran hindert, einfach alle „Islamisten“ zu nennen und umzubringen. Solange niemand darüber berichtet, fällt es ja auch keinem auf – und die Journalisten sind sowieso vom Brennpunkt des Geschehens fern gehalten worden, siehe Zeit:

La Grande Muette, wie die französische Armee genannt wird, »die große Schweigsame«, operiert fern den Blicken der Weltöffentlichkeit. Das halbe Land ist von ihr zum Sperrgebiet erklärt worden. Regierungs- und Interventionstruppen haben sämtliche Straßen in den Norden für Journalisten blockiert, angeblich der Sicherheit wegen.

Es ist auch besser, den Mantel des Schweigens über Mali zu hüllen – sonst findet man womöglich noch weniger Islamisten als geplant:

Das liegt auch an den Tuareg, einem berberischen Wüstenvolk, das im Norden Malis einen eigenen Staat errichten wollte und deshalb mit den Islamisten anfänglich gemeinsame Sache gemacht hatte. Kehrt nun die von Tuareg und den Rebellen vertriebene malische Bevölkerung zurück, muss mit dem Schlimmsten gerechnet werden.

Die Tuareg hatten zuvor mit Ghaddafi gekämpft, gelernt, das der „Westen“ Rebellen unterstützt und dachten sich: dann könnte man doch in Mali endlich die durch die Franzosen künstlich geschaffenen Grenzen auflösen und einen eigenen Tuaregstaat errichten – zumal Mali gerade sowieso von Putschisten regiert wurde, die die demokratische Regierung abgesetzt hatten.

Aber: so denkt der „Westen“ nicht. Ganz schnell wurden aus den Tuareg „Islamisten“ – und über die Putschisten in Mali wurde nicht mehr berichtet. Die sind „Regierung“ … allerdings verhalten sich ihre Truppen wie Räuberbanden, siehe Spiegel:

Paris ist beunruhigt: Die verbündeten Regierungstruppen in Mali sollen brutal Rache genommen haben. Menschenrechtler berichten von willkürlichen Hinrichtungen und sexuellen Übergriffen. Frankreichs Verteidigungsminister warnt: „Die Ehre der malischen Militärführung steht auf dem Spiel.“

Mit der „Ehre der malischen Militärführung“ ist es wohl nicht weit her. Die massakrieren, wen sie in den Griff bekommen – auch verbündete Einheiten, siehe ebenfalls Spiegel:

Bei den Gefechten in Bamako sind nach Angaben von Augenzeugen mehrere Menschen verletzt worden. Wie aus Militärkreisen verlautete, wurde ein Lager von Elitesoldaten, die dem gestürzten Staatschef Amadou Toumani Touré nahestehen, von anderen Einheiten der malischen Armee angegriffen.

Bereits im vergangenen Jahr gab es schwere Kämpfe zwischen den sogenannten grünen Mützen, den Anhängern des Putschistenführers Amadou Sanogo und den „roten Mützen“, Fallschirmjägereinheiten aus der Zeit von Präsident Touré. Touré war im März 2012 bei einem Staatsstreich gestürzt worden.

Leider erwähnt der Artikel nicht, das es keine Islamisten waren, die Touré gestürzt haben – es war die Armee. Ausgebildet übrigens von den USA – wo deren Kompetenz jetzt auch angezweifelt wird, siehe Hintergrund:

Während führende Politiker des Westens mit an den Haaren herbeigezogenen Begründungen ihr jüngstes militärisches Eingreifen zu rechtfertigen versuchen, wachsen die Zweifel an der Kompetenz der Streitkräfte Malis. Einem Bericht der New York Times zufolge hat sich die Armee Malis trotz umfassender Unterstützung durch US-Ausbilder „als so schwach und unbrauchbar erwiesen, dass sie eher die Ursache für die Krise in Mali als ein Mittel zu deren Lösung ist“.

Natürlich ist diese Armee eher die Ursache der Krise als ein Mittel zur Lösung. Sie verhält sich sogar exakt so, wie man es von „Terroristen“ erwarten sollte, siehe Welt:

Nach der Einnahme der Wüstenoase Timbuktu durch malische und französische Truppen wurde jetzt ein Massengrab entdeckt. Die Opfer sind vermutlich arabische Händler, die mit den Islamisten kooperierten.

Menschenrechtsorganisationen hatten der malischen Armee jüngst außergerichtliche Hinrichtungen von Tuareg und Arabern vorgeworfen.

Wie gesagt: „böse“ sind in diesem Konflikt jene, die Dieben die Hand abhacken, das Tragen westlicher Kleidung verbieten oder den Schutz des privaten Wohnraums garantieren, „gut“ sind die Massenmörder, Putschisten und Vergewaltiger: ich hoffe, das ist klar geworden.

Glaubt man der Zeit, dann stehen den Touareg in diesem Land noch ziemlich schlimme Zeiten bevor: ein Völkermord kündigt sich an:

Einem wie Abdourahmane Doucoure ist das nur recht. »Wir müssen das Problem mit den Tuareg jetzt endgültig lösen«, sagt der 30-jährige malische Journalist, der für die Wochenzeitung Politique Africaine arbeitet und der aus dem Süden stammt. »Sie gehören nicht in unser Land. Dieses Mal sind sie zu weit gegangen.«

Sowas sagten deutsche Journalisten schon mal zu jüdischen Mitbürgern – wir kennen die Folgen solcher Einstellungen: das ist nicht mehr harmlos.

In diese Situation kommen jetzt deutsche Soldaten – bezahlt von unseren Steuergeldern, siehe Tagesschau:

Deutschland hilft in Mali nicht nur mit Transall-Transportmaschinen für afrikanische Soldaten, sondern will sich auch an der EU-Ausbildermission für Mali beteiligen. Die Außenminister werden heute wohl den Marschbefehl für die Trainingsmission der EU – kurz „EUTM“ – geben.

Was machen die deutschen Soldaten dort?

Der deutsche Kommandoführer, ein Oberstleutnant, stellt schon nach wenigen Stunden in Mali fest: Der Bedarf an deutscher Hilfe ist groß. „Es gibt sicherlich viel, was die deutschen Pioniere den malischen Streitkräften beibringen können. Es geht hier um Brückenbau und ganz allgemeinen Pionierdienst, der ja auch hier in Mali genutzt wird, um den Landesausbau zu gestalten. Und es geht darum, dass wir den malischen Streitkräften beibringen, die Folgen von Sprengkörpern und allen Dingen, die während der Kämpfe im Norden Malis stattfanden, selber beseitigen zu können.“

Wie üblich reparieren wir nur Schäden – bzw. bilden die malischen Streitkräfte dahingehend aus, das sie „die Folgen von allen Dingen, die während der Kämpfe im Norden Malis stattfanden, selbst beseitigen können“ … was immer die auch damit gemeint haben.

Das macht auch sicherlich Sinn: deutsche Soldaten Seite an Seite mit einer massenmordenden und vergewaltigenden Putschistensoldateska in einem Land, das sich auf einen Genozid vorbereitet.

Man kennt sich ja auch:

In Mali könnte es schon bald ernst werden für die EU-Mission. Weil der Zeitdruck groß ist, freut sich der Leiter des deutschen Vorauskommandos, dass die Deutschen sehr willkommen sind und hier nicht von Null anfangen. In der Nähe der Stadt Ségou hatten deutsche Soldaten bis zum Militärputsch im März 2012 malische Pioniere gedrillt. „Das ist mit Sicherheit ein wichtiger Türöffner. Wir haben da an eine lange deutsche Tradition: Schon mehr als zwanzig Jahre sind Kameraden von uns hier vor Ort. Und allein deren Kenntnisse von Personen, von Örtlichkeiten, sind eine wesentliche Erleichterung für uns.“

Nun – diese malischen Pioniere sind wohl auch den Putschisten zum Opfer gefallen, weshalb wir jetzt neue ausbilden müssen – oder wo sind die sonst abgeblieben? War die Ausbildung vielleicht nutzlos? Und – in welchem Zusammenhang waren deutsche Soldaten eigentlich schon 2012 in Mali?

Wieso fragt die Süddeutsche am 24.10.2012 noch plakativ, wofür Deutsche Soldaten noch alles den Kopf hinhalten sollen – wenn die ein halbes Jahr zuvor schon längst da waren?

Oder war ihr Einsatz etwa geheim wie der Einsatz französischer „Geheimtruppen“ – lange bevor Mali überhaupt in den Blick der Öffentlichkeit geriet, siehe Spiegel:

Eine französische Elitetruppe ist schon seit Monaten in Mali. Die „Forces Spéciales“ wurden bereits im Herbst 2012 still und heimlich stationiert. Sie gelten als Experten für heikle Operationen. Eines verhinderten sie aber offenbar nicht: dass malische Soldaten gegen Menschenrechte verstoßen.

Nun – Menschenrechte scheinen schon lange nicht mehr im Fokus der „demokratischen“ Streitkräfte des Westens zu stehen. Wir kämpfen eher gegen den „Terrorismus“ – Arm in Arm mit einer massenmordenden Soldateska, die ansonsten zu nichts zu gebrauchen ist – siehe Zeit:

Die malische Armee gilt als schwach und nicht in der Lage, alleine zurückeroberte Gebiete zu halten.

Aber ich verstehe langsam, warum die Journaille angewiesen wurde, jede Art von Theorienbildung in politischer Hinsicht mit dem Etikett „Verschwörungstheorie“ zu versehen und zu unterdrücken: die Auftraggeber der Journalisten haben verdammt viel zu vertuschen.

Mehr jedenfalls, als ich erwartet hätte.

Wo kämen wir auch hin, wenn wir erfahren würden, das – laut dem Bundeswehrmagazin Y.de am 9.August 2012 noch ein deutscher Stabsoffizier, ein Offizier und fünf Unteroffiziere mit Portepee in Mali stationiert waren – und andere im Senegal, Kenia, Ghana, Nigeria, Djibouti, Äthopien, Tansania und Namibia.

Wir würden ja nachher noch glauben, das gute alte Afrikakorps wäre wieder aktiv.

 

 

 

 

Die Wahrheit, das Ufo und die CIA: wie Politik gemacht wird.

Montag, 26.11.2012. Eifel. Wir haben ja gerade eine Hochzeit für Philosophen. Nein, keine Heirat, eine Hoch-Zeit. Ideales Klima für Denker, Weltverbesserer und Utopisten. Das passiert in der Geschichte nur ganz selten, denn wenn alles in Ordnung ist, braucht uns keine Sau. So jedenfalls hatte man es mir während des Studiums eingebläut, mich gewarnt, diesen Schritt zu gehen, weil er das Gelübde ewiger Armut mit sich brachte und zu nichts nütze sei. Nun hat aber Philosophie mit Vernunft wenig zu tun - auch wenn wir die Grenzen der Vernunft jederzeit detalliert herunterbeten können. Der Begriff Philosophie beschreibt ein Liebesverhältnis zur Wahrheit, kein Vernunftverhältnis - und von der Liebe wissen wir, das sie völlig unvernünftig sein kann ... mein Konto kann davon ein Lied singen. Unser Verhältnis zur Wahrheit ist ein leidenschaftliches Liebesverhältnis - und dieser Liebe widmen wir uns mit Inbrunst, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen - und ecken da normalerweise sehr an. "Normalerweise" ist hier eine Einschränkung, denn: wer heute Philosophie studiert, wird feststellen, das an den Universitäten fast ausschließlich verbeamtete Philosophiehistoriker sitzen, die gerne reisen, gute Weine schätzen und Philosophenbiografien samt einschlägiger Zitate auf jeder Familien- oder Betriebsfeier fehlerfrei referieren können, sich dafür aber - mit Rücksicht auf die Pensionen - aus dem politischen Geschäft heraushalten.  Dabei ist die Vergewaltigung der Wahrheit durch jene, die sie nicht lieben, sondern nur ge- und verbrauchen wollen unser zentrales Problem. Nehmen wir mal ein Beispiel, das völlig an den Haaren herbeigezogen ist, aber zeigt, wie tief die Manipulation durch das CIA IN UNS ALLEN SITZT - ohne das wir es merken: die Ufos.

Montag, 26.11.2012. Eifel. Wir haben ja gerade eine Hochzeit für Philosophen. Nein, keine Heirat, eine Hoch-Zeit. Ideales Klima für Denker, Weltverbesserer und Utopisten. Das passiert in der Geschichte nur ganz selten, denn wenn alles in Ordnung ist, braucht uns keine Sau. So jedenfalls hatte man es mir während des Studiums eingebläut, mich gewarnt, diesen Schritt zu gehen, weil er das Gelübde ewiger Armut mit sich brachte und zu nichts nütze sei. Nun hat aber Philosophie mit Vernunft wenig zu tun – auch wenn wir die Grenzen der Vernunft jederzeit detalliert herunterbeten können. Der Begriff Philosophie beschreibt ein Liebesverhältnis zur Wahrheit, kein Vernunftverhältnis – und von der Liebe wissen wir, das sie völlig unvernünftig sein kann … mein Konto kann davon ein Lied singen. Unser Verhältnis zur Wahrheit ist ein leidenschaftliches Liebesverhältnis – und dieser Liebe widmen wir uns mit Inbrunst, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen – und ecken da normalerweise sehr an. „Normalerweise“ ist hier eine Einschränkung, denn: wer heute Philosophie studiert, wird feststellen, das an den Universitäten fast ausschließlich verbeamtete Philosophiehistoriker sitzen, die gerne reisen, gute Weine schätzen und Philosophenbiografien samt einschlägiger Zitate auf jeder Familien- oder Betriebsfeier fehlerfrei referieren können, sich dafür aber – mit Rücksicht auf die Pensionen – aus dem politischen Geschäft heraushalten.  Dabei ist die Vergewaltigung der Wahrheit durch jene, die sie nicht lieben, sondern nur ge- und verbrauchen wollen unser zentrales Problem. Nehmen wir mal ein Beispiel, das völlig an den Haaren herbeigezogen ist, aber zeigt, wie tief die Manipulation durch das CIA IN UNS ALLEN SITZT – ohne das wir es merken: die Ufos.

Was sind Ufos? Im Prinzip „Unbekannte Flugobjekte“. Ich habe selbst zweimal welche gesehen – einmal an der Ostsee, dort war es ein Flugkörper mit Bundeswehrmarkierungen, der sehr langsam flog – ohne erkennbaren Antrieb (wenn es Düsen waren, dann waren die sehr leise und erlaubten einen sehr langsamen Flug) und offensichtlich ferngesteuert durch ein Bundeswehrflugzeug, die dieses Objekt immer in einigem Abstand begleitete. Da ich mich bei militärischen Flugzeugen etwas auskenne, dieses Teil aber überhaupt nicht zuordnen konnte, war es für mich ein Ufo. Und ich war froh darüber, zeigte es doch, das nicht nur in der Area 51 moderne Flugtechnik getestet wird. Ein anderes mal saß ich in einer windigen Nacht am eifeler Lagerfeuer und wachte darüber, das der Wind den Brand nicht neu entfachte, als am Horizont ein helles Licht auftauchte. Das war nicht ungewöhnlich – Brüssel, Köln, Düsseldorf sind nicht weit (jedenfalls nicht für Flugzeuge) und die Landescheinwerfer werden oft schon bei uns eingeschaltet. Dieser wirkte orange, was mich nicht weiter irritierte – leichte Schleierwolken können auf die Entfernung schon mal Lichter verfärben. Kurz nach dem ersten kam allerdings direkt dahinter ein zweites, dann ein drittes und viertes Objekt – wie Perlen auf einer Schnur. Alle orange, alle recht schnell (für Zivilmaschinen) und alle augenscheinlich relativ niedrig (das schloss ich aus dem Lichtrand, der nicht so unscharf war wie bei weiter entfernten Objekten). Ich dachte an eine Kette von Transportmaschinen, während das fünfte, sechste und siebte Objekt über den Horizont kam – und wartete auf den Schallkegel, als die erste Maschine über mich hinweg zog. Während das achte, neunte und zehnte Licht am Horizont erschien und es immer noch totenstill war, habe ich die Kinder aus dem Haus geholt, damit sie das Schauspiel sehen konnten. Die Lichter hatten exakt die gleichen Abstände, die gleiche Geschwindigkeit – und produzierten absolut keine Geräusche – zu diszipliniert für im Wind tanzende thailändische Ballons (so die damalige Standarderklärung bei ähnlichen Sichtungen über Deutschland).  Wieder mal: Ufos. Diesmal ohne erkennbare Hoheitskennzeichen. Wegen der nicht vorhandenen Unschärfe an den Lichträndern waren die entweder sehr niedrig – oder aber sehr groß und weiter weg. Erinnerte an nichts, was ich kenne – und ich habe in meinen Archiven sogar Beschreibungen über die echten (nie gebauten) Flugscheiben des Dritten Reiches  – geplant von den völlig unesoterischen BMW-Werken.

Eine weitere UFO-Beobachtung habe ich von unsere Kollegin vom Kopfständlerblog übernommen:

Als Hale-Bopp verschwunden war und sich die Aufregung gelegt hatte, wurde ich eines nachts Zeuge von zwei UFO-Bewegungen. Ein gleißendes Licht, verursacht von zwei kugelähnlichen Gebilden, war auf einem der Hügel des Shenandoah Valley’s sichtbar. Zunächst hielt ich das für die Scheinwerfer eines Autos, das auf dem Knoll geparkt hatte, aber plötzlich hoben die Gebilde ab und flogen wie Sternschnuppen mit riesiger Geschwindigkeit senkrecht aufwärts und waren Sekunden später nicht mehr zu sehen.

Herabfallende und verglühende Meteoriden hatte ich häufig beobachten können, aber die kamen vom nächtlichen Himmel herunter. Die von mir beobachteten Flugobjekte waren jedoch anderer Art, sie flogen mit rasender Geschwindigkeit aufwärts.

Einer unserer Freunde, der ca. 20 km von uns entfernt wohnte, war ein ehemaliger Marineleutnant, der bei internationalen Einsätzen genügend Erfahrungen gesammelt hatte, um natürliche von merkwürdig fremdartigen Himmelserscheinungen unterscheiden zu können.

Als ich ihm von meinen Beobachtungen einige Tage später berichtete, sagte er, dass er das auch in jener Nacht beobachtet hatte und diese Lichterscheinung für beunruhigend hielt.

Als Mensch mit einem Liebesverhältnis zur Wahrheit hört man sich das an … und urteilt einfach nicht. Das geht. Man lernt, die Perspektiven zu ändern. Natürlich gibt es auch in der Ufologie Menschen, die die Wahrheit nicht lieben und sie lieber vergewaltigen wollen, die keine Achtung und keinen Respekt vor dem Phänomen selber haben, keine kritische Distanz zum eigenen Urteilsvermögen und überhaupt keine Hemmungen, sich selbst gnadenlos in den Vordergrund zu spielen, weil sie detalliert wissen, was hinter dem UFO-Phänomen steckt und schon persönlich Freundschaft mit führenden Abgesandten anderer Planeten geschlossen haben.  Das wir es hier möglicherweise mit einem Phänomen natürlicher Elektrizität zu tun haben, mit Lichterscheinungen, die auf ganz natürliche Weise hervorgerufen werden, wird völlig ausgeblendet.  Ebenso plausibel wie die Dampfmaschine vom Mars als Besucher könnten die Lichter Belege für die Existenz von Elfen, Drachen und Dämonen liefern – und  in manchen Kulturen wird das auch so interpretiert.

Nach Angaben von Mitarbeitern des Disclosureprojektes sind der US-Regierung 50-60 verschiedene außerirdische Rassen bekannt – und ich muss sagen: das halte ich für sehr wahrscheinlich – einfach aus Liebe zur Wahrheit. Schaue ich mir nämlich die vielen tausend Beobachtungen an, so bleibt für mich nur eine Lösung als kleinster gemeinsamer Nenner übrig: das Weltall ist voller Zivilisationen, von denen viele Millionen Jahre älter sind als die Menschheit.  Sehe ich mir den Unterschied zwischen einem US-Bürger und einem Stammesmitglied aus Papua-Guinea an, so kann ich einigermassen abschätzen, wie groß die kulturellen Unterschiede sein werden – und habe eine Erklärung für das seltsame Verhalten jener Gefährte: wir liegen hier an einer unbedeutenden Nebenstraße der Galaxis, wo man nur hält, wenn es nicht anders geht – Reifenpanne, Klobesuch, Füße vertreten … so etwas in der Art. Da ich bei jenen Besuchern auch von ein wenig Intelligenz ausgehe, kann ich annahmen, das sie ähnliches wahrnehmen wie ich: einen moralisch vollkommen heruntergekommenen Planeten mit nuklearer Ausstattung.  Ähnlich fühlten sich unsere Forscher, als sie mit ihren Segelschiffen zwecks Wasseraufnahme an Inseln anlegten, auf denen ein Vulkan aktiv war und die Bevölkerung aus Kannibalen bestand.

Unsere Erwartungen wären natürlich andere: wir erwarten Staatsbesuche von hohen Würdenträgern der außerirdischen Zivilisationen, dabei – angesichts deren denkbar hohem Alter – ist der intellektuelle und moralische Unterschied zwischen denen und uns wohl eher so wie der zwischen uns und dem nächstgelegenen Ameisenhaufen … dem wir auch keinen offiziellen Staatsbesuch mit Botschafteraustausch anbieten würden, obwohl wir den Haufen sogar als Staat („Ameisenstaat“) erkennen.

So etwas wollen wir  hier aber gar nicht denken – obwohl es ein riesengroßer Skandal ist: trotz jahrhundertelanger Aufklärung haben die Spitzen unsere materialistischen (pseudo)rationalen Wissenschaft immer noch das katholische Bild vom Menschen als Krone der Schöpfung im Auge – und setzen arroganter weise einfach so (auf höchst unwissenschaftliche Art und Weise) voraus, das DER GESAMTE REST DES UNIVERSUMS DAS EBENSO ZU SEHEN HAT!

Kaum zu glauben, oder?

Es wird aber noch schlimmer – noch viel viel schlimmer.

Als Antwort auf einen ziemlich getürkten Artikel der Mainstreammedien finden wir einen Kommentar veröffentlicht bei Grenzwissenschaften.aktuell, der zeigt, wie die Wahrheit manipuliert wird:

UFOs und journalistische Sorgfaltspflicht
Auf eine faire und neutrale Berichterstattung der großen Medien zum UFO-Thema hofft man in Deutschland leider vergeblich. Viel zu tief scheint das Thema tabuisiert zu sein, als dass sich einmal ganz ernsthaft darüber berichten ließe. Das „Robertson Panel“ (einer Empfehlung eine CIA-Studie über UFOs, die darauf abzielte, das öffentliche Interesse am UFO-Thema durch gezielte und gelenkte Desinformation und Diskreditierung klein zu halten), quasi eine mediale Kriegserklärung gegenüber der ernsthaften UFO-Berichterstattung in den Medien, hat möglicherweise auch in Deutschland Spuren hinterlassen. So warten die erwähnten Artikel neben einem ironischen Unterton mit absurden Schlussfolgerungen und einem erkennbaren Unwillen auf, sich ernsthaft und unvoreingenommen mit der Materie auseinanderzusetzen.

Nun – die CIA-Studie war eher klein, hatte aber in der Tat großen Einfluss auf die Berichterstattung. Das Thema wurde Tabu – seit 1953. Und jetzt, lieber Leser, einfach mal bei Dir selber schauen: wie fühlt man sich, wenn man rational geschrieben über UFO´s liest?

Unangenehm, nicht wahr? Mein weiß instinktiv, das man es mit etwas Verbotenem zu tun hat – und ganz schnell wünscht man sich, ganz vorne mit dabei zu stehen und laut zu rufen: „Ufo´s gibt es nicht!“ – um vorschriftsmässig die Erwartungen des CIA zu erfüllen, dabei … gäbe es kein wirkliches, reales Phänomen, gäbe es auch keine Notwendigkeit, die Spekulationen darüber lächerlich zu machen – nebenbei bemerkt.

Viel zentraler ist jedoch bei diesem kleinen Exkurs auf ein allenfalls erkenntnistheoretisch interessantes philosophisches Thema die in Deutschland erlebbare Wucht, mit der dieses Thema unterdrückt wird – obwohl es für uns im Alltag doch gar keine Bedeutung hat. Denken wir doch mal andersherum: was wäre denn, wenn wirklich tagtäglich Touristen aus allen bekannten Welten bei uns landen würden? Wir in der Eifel haben uns an Holländer gewöhnt, da werden wir uns auch an kleine grüne Männchen gewöhnen – das kann nicht das Problem sein.

Das zentrale Problem ist: allein schon der Gedanke an UFO´s (oder Elfen, Geister und Götter) löst uns aus dem gedanklichen Käfig heraus, den man braucht, um uns beherrschbar zu machen.  Wir Eingeborenen könnten möglicherweise auf seltsame Gedanken über das Verhalten unserer Häuptlinge und Medizinmänner kommen, wenn wir mit Kulturen in Kontakt treten, die den demokratischen Gedanken schon hunderttausend Jahre weiter entwickelt haben.  Wir könnten anfangen, ganz merkwürdige Fragen zu stellen:

Wie kann es eigentlich sein, dass man ohne irgendeine gewinnbringende Leistung für die Patienten zu erbringen mit dem Verkauf von privaten Krankenversicherungen Mulitmillionär werden kann – als einfacher Vertreter (siehe Handelsblatt)?.

Wie kann es eigentlich sein, dass der Insolvenzverwalter einer deutschen  PLEITEBANK 800 Millionen Euro bekommt (siehe Handelsblatt)?

Wie kann es eigentlich sein, dass Konzerne straflos die gesamte Gesellschaft terrorisieren können, ohne das die Streitkräfte aktiv werden (siehe Welt, die hier den Kampf eines mutigen Managers gegen das System beschreibt)?

Und auf einmal sind wir bei unserem harmlosen UFO-Thema mittendrin in unserem Alltag mit steigenden Preisen bei sinkendem Einkommen – ein  Zustand, der bei jedem normal denkenden Wirtschaftler Alarmstufe Rot auslösen müsste, wenn nicht … die Beraterverträge in Gefahr geraten würden.  Zudem: wenn der CIA schon bei einem so harmlos erscheinenden BallaBalla-Thema wie UFO´s die bis heute wirksame Manipulationskeule herausholt – darf man dann fragen, bei welchen anderen viel relevanteren Themen die Berichterstattung manipuliert wird?

Ich denke an Themen wie … Demokratie, Gerechtigkeit, Gleichheit, Menschenrechte, Islamismus und nine-eleven, Irakkrieg, Afghanistankrieg, Wirtschaftskrieg gegen den Euroraum im Allgemeinen und gegen Deutschland im Besonderen? Frankreich wird momentan eine „Zeitbombe im Herzen Europas“ (siehe Welt), weil es an einem demokratischem Gesellschaftsmodell festhält? Bloßer Zufall, das nach Griechenland, Portugal, Irland, Italien und Spanien jetzt Frankreich kaputtgeredet wird – obwohl wir wissen, das gerade dieses „Gerede“ die Märkte sehr beunruhigt … was sehr teuer werden kann?

Natürlich ist nichts davon Zufall – das zeigt allein schon die Behandlung des UFO-Themas durch das CIA. Dort jedoch dürfen wir erfahren, was das CIA zur Wahrheitskontrolle anstrebte, bei anderen Themen bleibt es uns versagt. Beim UFO-Thema können wir jedoch aufgrund persönlicher Erfahrung einschätzen, wie tief diese Manipulation bei uns wirkt – einfach mal auf dem nächsten Stammtisch von der eigenen UFO-Sichtung erzählen, man wird sehen, wie viele Experten sich plötzlich auf dem  philosophischem Gebiet der Erkenntnistheorie tummeln, obwohl sie nur mit Ach und Krach den Hauptschulabschluss geschafft haben.

Die Themen lassen sich beliebig ausweiten, der Stammtisch (als Manipulationsindikator gut geeignet) findet immer seine Experten dazu: faule Griechen, faule Arbeitslose, stinkende Ausländer – man kennt die Themen, die die Medien in die Gesellschaft tragen. Man vergisst nur, wer diesen Prozess in Auftrag gegeben hat. Erst später dann, im Alltag, merkt man, wie diese Impulse das Leben dort verändern, wo es auch den Stammtisch persönlich trifft, so Norbert Blüm in der Welt:

Die Leitfigur des neuen Scheidungsrechts ist ein Vorteilsmaximierer ohne Gedächtnis und Moral. Er ist vergleichbar der Existenz eines Idioten. Das moderne Scheidungsrecht ist ein idiotisches Eherecht. Idiotie erfüllt seine griechische Herkunftsbedeutung, mit der das Verhalten eines Privatmannes bezeichnet wurde, der hemmungslos nur für sich lebt.

So kommen wir vom UFO zur Ehe – denn dieser Vorteilsmaximierer wird mit großem Getöse als Held der Gegenwart gefeiert, sein „Heldentypus“ gezielt von den Medien in breiter Front propagiert – frei nach dem Motto „Allah ist groß, aber Dallas ist größer“ (siehe Welt), mit dem der TV-Fiesling Larry Hagman als  Leitbild der Leistungsträger vorgestellt wurde … ein medial gezielt gesetzter Gegenpol zur damals weltweit wachsenden Ökologiebewegung. Damals hatte die Wirtschaft noch über diesen Coup gejubelt: auf einmal hatten alle große Sympathien für texanische Ölbarone, während der grüne Idealist von „Comedians“ verspottet wurde. Heute jammern die gleichen Leute darüber, das diese Vorteilsmaximierer die Wirtschaft, den Staat und die Familie gleichmassen vernichtet haben.

Wie gut, das das CIA über unsere Wahrheiten wacht – und nicht nur über die intergalaktischen Wahrheiten, zu denen schon die griechische Philosophie vor 3000 Jahren sagte, das wir uns darüber gar kein Urteil bilden bräuchten, weil wir dafür zu blöde sind. Wir sind inzwischen sogar viel blöder geworden: wir verbieten heute das Nachdenken über Themen, die uns eigentlich gar nichts angehen, ja, wir verbieten sogar das Nachdenken generell – siehe das Thema „Verschwörungstheorien“.  Würden wir nachdenken, kämen uns Sätze wie „Allah ist groß, aber Dallas ist größer“ gar nicht über die Lippen, weil wir sofort wüßten, wie dämlich und gefährlich diese Aussage ist.

Darum: eigentlich eine Hochzeit für Philosophen.

Leider hat die Allianz der Vorteilsmaximierer dafür gesorgt, das sich diese an den Universitäten auch nur noch als Funktionsorgan des Neoliberalismus sehen – sind halt Staatsbeamte mit einer besonderen Verpflichtung.

Selbst wenn wir jetzt wissen, das – nach eingehender genetischer Analyse – selbst der Bigfoot (ein Urgestein des „Paranormalen“) existiert (siehe Grenzwissenschaften-aktuell) und wir erneut die Begrenztheit unserer diktierten Wahrheiten erleben müssen, werden wir aber trotzdem weiter den Vorgaben des CIA bei der Beurteilung von Wahrheit folgen … weil die Liebe zur Wahrheit schon lange nicht mehr gelehrt wird.

Sie steht den Vorteilsmaximierern bei der Maximierung ihrer Vorteil ganz dick im Wege – denn wohin kämen die Versicherungsvertreter, Anlageberater, Börsengurus und Insolvenzgewinnler, wenn die strikt moralisch handeln müssten?

Das es einen strikten Zusammenhang zwischen dem Gebrauch der Vernunft bei der Wahrheitsfindung und der Moral gibt, wissen wir seit Kant. Würden wir dieses Wissen verbreiten, dann wüsste jeder Stammtisch, das Denkverbote über Ufos die gleiche Quelle haben wie die Unmoral der Leistungselite: jene Kreise (die schätzungsweise weit über das CIA hinausgehen), die sich zum Ziel gesetzt haben, „Wahrheit“ für sich zu beanspruchen und sie mit aller Gewalt durchzusetzen.

Das nennt man dann „Diktatur“ – und das ist mit den Franzosen nicht zu machen.

Deshalb das fiese Rating.

In Ländern, in denen der Einfluss des CIA nicht so groß ist wie in Deutschland, wird übrigens auch viel entspannter und lockerer öffentlich im Fernsehen darüber berichtet: ist halt ein nettes Hobby verschrobener Zeitgenossen, das recht unterhaltsam sein kann.

Dort gibt es auch mehr Widerstand gegen den ausufernden Neokolonialismus. Man sollte doch mal darüber nachdenken, ob es da nicht Zusammenhänge gibt.

 

 

 

 

 

Vom Ende der sozialen Revolutionen und seinen Ursachen

Vom Ende der sozialen Revolutionen und seinen Ursachen

Montag, 22.10.2012. Eifel. Wie jeden Morgen präsentieren uns die Medien ihrer Meinung nach absolut unverzichtbare Informationen.  Nehmen wir zum Beispiel den Spiegel, Deutschlands führendes politisches Online-Magazin. Da erreichen uns Berichte über Mathias Korsch, der in Wallertheim versehentlich einen jüdischen Friedhof gekauft hat.  Unverzichtbar für die demokratische Meinungsbildung auch der Artikel über die Bedeutung der Hupe bei  Motorradtouren in Vietnam. Die absolute Mehrheit der Deutschen könnte sich so etwas gar nicht mehr leisten, umso wichtiger, das man darüber informiert wird. Noch viel wichtiger ist jedoch die Information, das es in Deutschland am Wochenende richtig warm war. Da wäre uns doch glatt was entgangen, wenn der Spiegel nicht darüber informiert hätte. Was nicht fehlen darf: ein Artikel über Verschwörungstheorien, diesmal über den Ku-Klux-Klan, der Marlboro unterwandert hat. Jener Artikel enthält dann aber auch gleich eine kaum merkliche Nebenbotschaft für den Endverbraucher: wir erfahren, was das für Leute sind, die sich Gedanken über ihre Umwelt machen und erhalten einen Tip, was sie stattdessen tun sollen. Schauen wir uns erstmal die Forscher genauer an:

Immer wieder schließen sich unerschrockene Symbologen in ihre Gemächer ein, stellen den Track mit der „Akte X“-Titelmelodie im iPod auf Repeat und versuchen, der Pandorapappschachtel der Tabakindustrie durch Objektstudien und Assoziationsübungen ihre letzten schmutzigen Geheimnisse zu entlocken.

So stellt sich der Spiegel den Verschwörungsforscher vor … bzw. so soll sich der Leser all jene Leute vorstellen, die glauben, hinter der politischen Wirklichkeit steht Plan und Absicht und nicht nur bl0ßer Zufall. Das Leute, die den ganzen Tag immer dieselbe Filmmusik hören, sich in einem Gefängnis ihrer eigenen Phantasie befinden, ist dem Autor klar – und das soll auch der Leser so sehen:

Was steckt dahinter? Natürlich nichts – außer der prinzipiell großartigen Gabe des Menschen, die Wirklichkeit mit Vorstellungen anzureichern und abzumildern. Dieselbe Vorstellungskraft kann aber auch dazu führen, dass sich Menschen in Hirngespinsten ergehen. Vor allem, wenn sie in der dunklen Kammer tagelang über Zigarettenschachteln brüten statt Fußball zu spielen, tanzen zu gehen oder hübsche Mädels und Jungs kennenzulernen.

Das sollen wir: Fußball spielen, tanzen gehen oder hübsche Mädels und Jungs kennenlernen. Die größte Gefahr, die uns hier in Deutschland droht, ist ein jüdischer Friedhof, den wir zu spät erkannt haben. Ansonsten ist die Welt schön rosa, die Schäuble schwimmt in Geld – warum sollte man sich noch Sorgen machen?

Nun – Sorgen machen sollte man sich, wenn man ein politisches Nachrichtenmagazin aufschlägt und erfährt, wie man den neuen Tatort zu beurteilen hat oder was Helge Schneider mit seinen Studiogästen anstellt.

Natürlich gibt es dort auch andere Informationen. Sogar äußerst brisante. Aber: erstmal muss man sie finden – und dann muss man sich in jene äußerst bedenkliche Ecke bewegen, in denen Menschen – durch ständige Filmmusikberieselung abgestumpft – Hirngespinste produzieren – also Wahrheiten jenseits der offiziell erlaubten Wahrheiten suchen. So weit sind wir schon wieder … aber bleiben wir bei den brisanten Nachrichten. Wie schon mal erwähnt, hat Argentinien ein Kriegsschiff durch einen Hedgefond verloren (ein historisch äußerst markantes Zeichen), jetzt darf laut Spiegel die Mannschaft von Bord gehen, das Schiff selbst bleibt in Haft.

Der Hintergrund ist vor den Ereignissen der aktuellen Krise mehr als interessant:

NML Capital hatte während der Wirtschaftskrise im Jahr 2000 Staatsanleihen gekauft, bevor Buenos Aires im Zuge eines Schuldenschnitts einen Großteil seiner Kredite strich. Nach Darstellung des Fonds schuldet Argentinien ihm umgerechnet 285 Millionen Euro.

Da gibt es also den für Griechenland aktuell wieder verstärkt diskutierten Schuldenschnitt – und man sieht, was der letztendlich Wert ist: gar nichts. Unter völliger Missachtung der Menschenrechte der Besatzung (kein Wasser, kein Strom) setzt ein Hedgefond mithilfe von Dritte-Welt-Ländern die argentinische Marine fest.  Wir können jetzt schon erahnen, was das für Griechenland bedeutet: der Schuldenschnitt war keinen Pfifferling wert: notfalls werden sich die Fonds irgendein Dritte-Welt-Land untertan machen und ihre Schulden von denen eintreiben lassen. Es ist nur noch ein kleiner Schritt bis zu dem Moment, in dem man Mietschulden in Deutschland von Asylbewerbern aus Afghanistan eintreiben lässt – die Taliban sind es ja schon seit Jahrzehnten gewohnt, für US-Gelder Leute zu erschießen.

Früher hätte man als Staat seine Fallschirmjäger nach Ghana geschickt – falls es nicht sogar zu einer Strafexpedition gekommen wäre. Dafür reichten früher kleinere Anlässe: siehe den Artikel Kanonenbootpolitik bei Wikipedia. Angriffe auf Kriegsschiffe einer Nation bedeuten einen kriegerischen Akt, von dem man früher die Finger gelassen hätte – erst recht als kleines Ghana. Argentinien hat eine schlagkräftige Marine … aber der Hedgefond hat die Atombomben der USA im Hintergrund. Nicht nur die Atombomben – natürlich auch die Drohnen, die neuen Massenvernichtungsmittel, die ohne eigenes Risiko eingesetzt werden können. Kein Wunder, das der CIA jetzt noch viel mehr davon will (siehe Heise):  das sind die Kanonenboote der Moderne. Allerdings verteidigen sie nicht den Nationalstaat und sein Eigentum, sondern eher den Geist, der hinter den Hedgefonds steckt. Respekt vor der demokratischen Willensbildung in Nationalstaaten spielt hier keine Rolle mehr, die Restregierungen dort sollen froh sein, das nicht ihr ganzes Militär gepfändet wird.

Das wird auch gesehen: zwischen der Flut völlig unnützer Nachrichten, die nebenbei zeigen, das „Infotainment“ den Untergang jeglicher Information bedeutet, finden sich auch Informationen, die uns den Kurs unseres eigenen Landes für die Zukunft aufzeigen, siehe IBT

„Finanzminister Schäuble will die nationalen Parlamente entmachten und auf EU-Ebene einen Parlamentarismus à la carte einführen. Das ist ein Masterplan für Demokratie- und Sozialabbau, der Europa spalten wird, ohne den Euro zu retten“

Deutschland präsentiert sich mal wieder als Speerspitze beim Demokratieabbau, gefolgt von Großbritannien, wo aktuell weiterer Sozialabbau gefordert wird (siehe WSWS) und der Hass auf Arbeiter Hochkonjunktur hat (siehe Hintergrund).  Wer genau hinschaut, sieht auch schon die Zeichen für den weiteren Sozialabbau in Deutschland, das inzwischen in treuer Gefolgsmann des „american way of life“ ist, der nichts anderes besagt als: werde reich auf Kosten anderer.

Was auf uns zukommt, erfahren wir durch die Welt, die uns eine Studie über den Wirtschaftsstandort Deutschland präsentiert:

Denn eher schwach schneidet Deutschland der Untersuchung zufolge nicht nur bei der Verfügbarkeit von Fachkräften, der Bevölkerungsentwicklung und den Arbeitskosten ab – sondern auch bei der Leistungsfähigkeit der Regierung, bei der wirtschaftlichen Freiheit, beim Schutz des geistigen Eigentums und der Bürokratie.

Unsere Regierung muss noch viel mehr leisten – Arbeitskosten müssen sinken, die Handlungsfreiheit von Unternehmen muss optimiert werden, alle Regulierungen müssen fort. Das hohe Lied des Neoliberalismus, der Mutter aller Krisen, muss weitergesungen werden, bis das ganze Volk im Gleichschritt zum Wohle des Zinsterrors marschiert – in eine Zukunft, die der frühere Vizepräsident von Moodys als „europäischen Alptraum“ erlebt (siehe Wissensmanufaktur), der völlig unkalkulierbare Risiken mit sich bringt:

Es ist schon schlimm genug, dass die Welt absolut unvorbereitet auf eine Zukunft ist, die man vorhersehen konnte. Die nicht vorauszusehenden finanziellen, wirtschaftlichen und politischen Konsequenzen der kommenden Krise könnten aber noch schlimmer werden.

Natürlich wird das schlimmer. Wenn Zivilisationen nichts anderes als Lebenssinn haben als die beständig progressiv steigende Kapitalakkumulation, bleiben letztlich nur eine Handvoll Menschen über, die alles haben und Milliarden, die für dieses Ziel Fronarbeit leisten müssen – das kann man sogar mir Hauptschulabschluss verstehen.

Gerade das Beispiel Griechenlands zeigt uns, wie ohnmächtig der Nationalstaat gegenüber den neuen Herren der Welt geworden ist: durch „dubiose Privatisierungen“ kaufen sich die steuerflüchtigen Griechen wieder in die heimische Wirtschaft ein (siehe Griechenlandblog), während die Konzerne dem Land den Rücken zukehren, weil sie keine Steuern mehr zahlen wollen (siehe IBT). So vernichtet man ganze Volkswirtschaften und führt ihre Vermögenswerte linientreuen Verwaltern zu, die im Auftrag der neuen Herren für fortschreitende Arbeitslosigkeit, Verarmung und Rechtslosigkeit der Bürger sorgen.

Man sollte schon genauer auf die Drohungen hören, mit denen sich sogar die USA selbst auseinandersetzen müssen – jene USA, die als Nationalstaat ebenfalls auf der Abschußliste der Konzernherrschaft stehen – siehe IBT:

„Fast alle Staaten mit schlechter Schulden-Dynamik werden herabgestuft werden, wir diskutieren nur noch über das Tempo,“ sagte Mather. Die Ratings von Unternehmen wurden in einigen Ländern nur zögerlich herabgestuft. „Aber wir denken, das Tempo wird im kommenden Jahr vielleicht wieder zunehmen.“

Da zeigen sich die Sprecher der Herren der Welt mal ausnahmsweise etwas offener und demonstrieren ungeniert ihre Allmacht über den kläglichen Rest: wir machen euch auf jeden Fall platt – wir diskutieren nur noch, wie schnell wir das tun werden.

Vorbei die Zeiten, wo die kaiserliche Garde (als Stellvertreter der exekutiven Gewalt des Volkes) umgehend die Bedrohung durch Besetzung der Büros der Verschwörer ausschaltet – ebenso ist die Zeit vorbei, wo wir auf Revolutionsgarden als Exekutive des Volkes hoffen durften. Fast schon niedlich wirkt der Aufruf der Wissenmanufaktur an Journalisten, man möge sich doch bitte mal mit ihnen in Verbindung setzen, weil man die Lösung der Krise in der Tasche hat, aber an ein Widerstandsrecht gar nicht mehr zu denken ist.

Jene Journalisten aber stehen ausnahmslos auf der Lohnliste der neuen Herren der Welt – oder in der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit, die trotz sprudelnder Steuereinnahmen (siehe oben) jetzt massiv von der Bundesregierung unter Druck gesetzt wird (siehe Gegen-Hartz). Jene Journalisten predigen uns ja Tag für Tag, das wir nicht mehr denken sondern lieber tanzen, Fußball spielen oder die Volksbespaßungsaktionen der Volksbespaßungsunternehmen genießen sollen. Die „innere Emigration“ wird heutzutage von Staat und Wirtschaft via Bildschirm systematisch organisiert, um ja nichts dem Zufall zu überlassen.

Träume von sozialen Revolutionen kann man somit in die Sphäre gegenstandsloser Phantastereien verweisen – und Träume von politischen Revolutionen erst recht. Was würden solche Revolutionen auch noch ändern können? Was ändert sich an der internationalen Machtverteilung, wenn wir morgen alle SPD wählen – oder die LINKE, die Piratenpartei oder die Kommunisten (ach nein, geht ja nicht: die sind – anders als die NPD – verboten).  Nach einem kurzen Triumph kommen die Herren in den teuren Anzügen in die Regierungszentrale, (economic hit man nennt man sie), die die Revolutionäre von morgen zu den Unterdrückern von übermorgen machen: nicht umsonst ist Politik alternativlos geworden.

Die wenigen, die noch mit offenen Augen durch die Welt gehen, gleichen jenen Römern, die laut schreiend ins Colosseum rannten, weil die Westgoten vor den Toren der Stadt standen: der Pöbel, der Mob, die Masse wollte lieber sehen, wie Löwen Christen zerrissen als sich der Realität stellen, die viel zu grausam und unvorstellbar war, als das man sie gedanklich verarbeiten wollte. Sie gleichen Menschen, die am Bug der Titanic stehen und im Dunkel der Nacht die Vermutung äußern, das dort vorne womöglich gerade ein Eisberg am Horizont aufgetaucht ist. Hätte der Kapitän sofort das Schiff gewendet, wenn Menschen außerhalb der maritimen Befehlshierarchie auf die Brücke gestürmt wären, um dort unbequeme Wahrheiten auszusprechen? Hätte die Elite der Passagiere aufgehört  zu tanzen, wenn sie früh genug Warnungen erhalten hätte von Menschen, die kein Erste-Klasse-Ticket hätten?

Nein. Die Musik lief noch, als das Schiff längst sank.

Es gibt sie auch heute noch, jene Warner und Mahner – doch ihre Worte erzeugen keine Reaktion in der politischen und wirtschaftlichen Öffentlichkeit, selbst dann nicht, wenn sie in einem Vortrag bei der WTO über freien Handel Hitlers Wirtschaftspolitik loben, öffentlich die Vorteile der Sklaverei preisen oder allen Ernstes die Ernährung der Dritten Welt durch recycelten Kot forderten (siehe den Artikel über die Yes-Man bei Wikipedia). Wir erfahren auch, das die politische und wirtschaftliche Elite keinerlei Gespür mehr für menschliche Grenzen hat:

Die Ausführungen über Sklaverei und freie Marktwirtschaft dienten den Yes Men dazu, ein Plädoyer für die totale Überwachung von Arbeitskräften durch Manager zu halten. Die WTO sei der Meinung, dass die Effizienz der Produktion durch die Kontrolle des Arbeiters während der Arbeit und auch in seiner Freizeitgestaltung gesteigert werden könne.

In der Folge riss Mike Andy seinen Business-Anzug vom Leib. Darunter befindet sich ein golden schimmernder Trikotanzug, in dem ein überdimensionierter Phallus integriert ist. An der Spitze des Phallus befindet sich ein Eingabefeld, über das der Manager direkt mit dem Arbeiter kommuniziert. Praktisch sieht dies so aus, dass Mikrochips im Körper des Arbeiters implantiert werden, die elektromagnetische Signale in den Hintern des Managers senden.

Zu dem Vortrag erhielten die Yes Men wiederum nur Applaus und niemand schien irgendein Problem mit den Inhalten des Vortrags gehabt zu haben.

Die Art des Denkens, das von unserer Elite weltweit inzwischen akzeptiert wird, kann man als Geisteswissenschaftler nur noch als „dämonisch“ klassifizieren, die Dimensionen des Horrors und des Grauens, die dort auf uns warten, werden Hitlers Gruselreich in den Schatten stellen – und schon jetzt wachen eifrige Spiegeljournalisten darüber, das ja nichts davon an die Öffentlichkeit gerät.

Nochmal ein Auszug aus dem Artikel über die „Marlboro-Verschwörung„?

Laut Sigmund Freunds „Psychoanalyse“ deuten Angst und Grauen in Phantasien übrigens darauf hin, dass da jemand einen eigenen Trieb befriedigen will, von dem er weiß, sein Ansehen in der Gesellschaft dadurch sinkt.

Die Botschaft? Denkende Menschen sind asoziale Triebtäter mit geisteskranken Phantasien.  Wir wissen zwar, das die Macht des Ku-Klux-Klan bis in die Reihen der deutschen Polizei reicht (siehe Zeit), aber wer sich weitere Gedanken über den Einfluss jener Leute macht, muss mit einer Zwangseinweisung rechnen.

Wir haben wieder Denkverbote – jedenfalls dann, wenn wir darüber nachdenken, warum man Hitlers Wirtschaftspolitik bei der WTO loben kann, ohne einen massiven Proteststurm auszulösen.

Es ist auch nur gut, das wir diese Verbote haben: wenn wir nämlich anfangen würden, uns Gedanken darüber zu machen, wie die syrische Armee innerhalb Syriens einen saudi-arabischen Offizier und mehrere türkische Kämpfer erschießen kann (siehe Rianovosti), dann würden wir erahnen können, wie groß die Macht jener ist, die die Welt gerade wieder in einen Krieg treiben – und wie gering die Chance ist, auf der Basis dessen, was uns die Medien als Wirklichkeit verkaufen wollen, den laufenden Putsch der Ökonomie aufhalten zu können.

Wo bleibt da die Hoffnung, wird man jetzt fragen?

Wer hat eigentlich gesagt, das es immer und überall Hoffnung zu geben hat?

Die größte Hoffnung, die wir in einer bald total verwalteten, total kontrollierten und total ausgebeuteten Welt haben werden, mag die menschliche Sterblichkeit sein: der letzte Ausweg aus der Knechtschaft. Zumindest in meiner Familie galt noch lange das Motto Lever dood as Slaav (lieber tot als Sklave), während heute im Alltag eher das Motto gilt: eher Sklave als arbeitslos.

Bezeichnend für unsere Zeit ist auch, das der größte Feind der Moderne eine Religion ist: man will uns wohl auch noch das Jenseits als Fluchtmöglichkeit vor den Schuldeneintreibern nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verschwörungen, Verschwörungstheorien, ihre Verbote … und die Angst der Presse.

Verschwörungen, Verschwörungstheorien, ihre Verbote ... und die Angst der Presse.

Sonntag, 9.9.2012. Eifel. Heute kann ich es mir sehr bequem machen: der Artikel ist schon lange fertig. Das hat eine besondere Geschichte Wir hatten eine Einladung zu einem Printprojekt bekommen, das sich viel vorgenommen hatte:

Alles tabulos und knackig. Mit viel Lust an Brüchen, Überraschungen, Kontroversen. Nicht von linientreuen Redakteuren für ein erstarrtes Publikum, sondern von jungen Wilden für wilde Junggebliebene.

Unser Ziel ist es, einen neuen, unabhängigen Journalismus ins Leben zu rufen und langfristig zu fördern.

Das hörte sich ja gut an – obwohl die scheinbar nur halb so viele Leser haben wie wir. Ich habe ein wenig über die Hintergründe recherchiert, was mich dazu brachte, einen kleinen Artikel für sie zu schreiben – es ist nicht das erste Blogger/Print/Projekt das ich so mit meinen bescheidenen Mitteln unterstütze. Jetzt schreibe ich ja recht eigentümlich (wie es sich für echte Eifelphilosophen auch gehört – denn sonst könnte man ja auch direkt bei unseren Nachahmern und Trittbrettfahrern lesen … wenn es die überhaupt noch gibt) und gehe nicht davon aus, das dies einem breiteren Publikum gefällt, zumal man mir schon seit Jahren in den Ohren liegt, das ich fürs Internet (und für die moderne Zeit) viel zu lange Texte schreibe. Trotzig, wie ich nunmal bin, schreibe ich nun doppelt so lange … und die werden überraschenderweise sogar bei Sonnenschein gelesen, wie ich höre, auch von einer durchaus gut betuchten Leserschaft.

Natürlich ist auch meine Methode recht eigentümlich – ich übertrage einfach die Prinzipien des Pharmamanagements auf die Politik und berücksichtige bei jeder Analyse der politischen Situation die schlimmstmöglichen Folgen. So planen Gewinner – hatte man mir gesagt.  Beobachtet man aus der Perspektive der Wirtschaft (die auch jeder Kreditberater im Auge hat) nun das bunte Treiben der Politik, so wird einem Angst und Bange: die deutschen Medien haben sich seit Jahren in einen Wohlfühlfunk verwandelt, der dem Bürger ganztägig auf breiter Front suggeriert, das alles wunderbar in Ordnung ist, auch wenn … die führende Supermacht der Welt den kleinen Irak grundlos angegriffen hat und weltweit mit Drohnen mordet. In den USA hat man Michael Moore, der dort medial die Fragezeichen an die Wand malt, wir jedoch haben Günter Jauch, der lieber Armenbashing betreibt und so die neue Kultur in Deutschland beschreibt: wer Arm ist, hat Strafe verdient.

Seit Jahren wird es deshalb Zeit für eine neue Partei, eine neue Bürgerbewegung und vor allem: für ein neues Presseorgan, das berücksichtigt, das die Mehrheit der Deutschen Hartz IV beschissen finden, gegen Kriege im Ausland ist und auch keine Sympathie für die globale Bankenrettungsorgie hat, die Politik und Finanzwelt gerade auf unsere Kosten veranstalten. Die absolute Mehrheit der Deutschen weiß noch, das Steuergelder UNSERE Gelder sind und Sozialleistungskürzungen, grenzenlose Diätenerhöhungen und notgeile Prestigeprojekte deshalb eine absolute Frechheit darstellen.

Nun – es war angesichts der Rahmenbedingungen nicht wirklich überraschend, das der Artikel nicht angenommen wurde – und ich hätte da auch kein Wort drüber verloren, wenn nicht mein Freund Werner meinte: da musst du was drüber schreiben:

Hihi, die haben Angst vor der Wahrheit.
Stell den Artikel mit seiner Antwort in den nso.  “Was sich xxx nicht traut” oder so 

Angst vor der Wahrheit?

Nun … ich zittiere mal aus der Antwort:

hallo yyy, herzlichen dank für den artikel, aber leider ist das nichts für uns. er suggeriert potentiellen selbstdenkern ein maximum an strafandrohung (drohnen, kzs), womit diese und damit auch die kunden eines selbstdenkenden journalismus (also unsere leser) eingeschüchtert bzw. abgeschreckt werden. das hilft allein unserer journalistischen oder staats“dienst“lichen konkurrenz. liebe grüße,xxx
liebe grüße, xxx

Na ja, „Even the worst case“-Strategien bringen selten „Heile-Welt-Atmosphäre“ … aber wichtig ist doch, ob die Perspektive wahr sein könnte und nicht, ob sie das Wohlempfinden des Lesers stört – jedenfalls dachte ich das immer.  Worst-Case-Szenarien werden in der Wirtschaft entwickelt, um schnell Handlungsoptionen an der Hand zu haben, falls wieder erwarten etwas schief geht. Hat man aber sogar diesen Fall im Griff … kann man auch mal abschalten und das Leben genießen. Worst-Case-Szenarien können aber auch wahr werden … und je früher man erkennt, das das Geschäft in die roten Zahlen rutscht, um so eher kann man gegensteuern. Das gilt auch für die Demokratie, die soziale Marktwirtschaft und die Etablierung der allgemeinen Menschenrechte: Gesellschaften driften nicht von selbst in Diktaturen ab – da gibt es sehr viele Hände, die nachhelfen müssen. Merkt man das früh genug, kann man noch dafür sorgen, das die Verbrecher ins Gefängnis anstatt in den Aufsichtsrat kommen. Sitzt man selber erst drin … weiß man, das man gepennt hat.

Nun denn: urteilt selbst. Der Artikel erscheint jetzt hier … ich traue mich das einfach mal:

_______________________________________________________________________________________________________________________________

Verschwörungen, Verschwörungstheorien, ihre Verbote und sonstige Auswirkungen auf unseren Alltag

Man muss sich schon wirklich genau überlegen, ob man für ein Blatt wie (xxx) schreibt. So weit sind wir schon wieder. Wir kennen das in Deutschland – in den siebziger Jahren musste man sich genau überlegen, ob man für linke („kommunistische“) Blätter schreibt, in den dreissiger Jahren musste man genau überlegen, ob man für jüdische Blätter schreiben wollte. Beides ließ man nach kurzer Überlegung sein, weil man merkte, das man es mit Gewalten zu tun bekam, die für die persönliche Sicherheit äußerst bedenklich waren – Berufsverbote oder Konzentrationslager  folgten sofort.

Heute gibt es ein anderes „No-go“: Verschwörungstheorien. Was das ist? Nun, manche Menschen gehen davon aus, das politische Entscheidungen nicht ausgewürfelt oder nach intensivem Studium des Vogelfluges getroffen sondern mit Vorsatz, Absicht und gründlicher Überlegung gefällt werden, ohne die Öffentlichkeit vollumfänglich über die gesamten Pläne zu informieren. Seit den Gerüchten über die Massenpanik, die Orson Wells mit seinem Hörspiel „Krieg der Welten“ 1938 erzeugt haben soll, weiß man, das man dem Bürger nicht alles sagen darf. Angela Merkel hat dies beherzigt – und die deutsche Presse folgt ihr bis zum heutigen Tag.

Das wird nun manch einen Leser verwundern, da ja bekanntermaßen behauptet wird, wir würden in einer Demokratie leben, in der der Journalist die Verschwörungen von Wirtschaft und Politik ganz schnell aufdeckt und so für die Beachtung aller Menschenrechte im Lande sorgt – und auch dafür, das die Verfassung nicht hintenherum untergraben wird: deshalb spricht man ja von „Vierter Gewalt“.

Was wir nicht erfahren: am 8.Oktober 2008 gab es ein Treffen führender Chefredakteuere mit der Kanzlerin. Jakob Augstein berichtet davon im Freitag (1).

Der Hintergrund? Frau Merkel wollte, das zurückhaltend über die Krise berichtet wird. Die Leitmedien folgten dem Leittier und berichten bis heute beschönigend über die größte Wirtschaftskrise seit 1929. Am 8. Oktober 2008 verwandelten sich die Mainstreammedien in ein Regierungsorgan. Zu Recht würde man diese Veranstaltung eine Verschwörung mit dem Zweck der Vertuschung der realen Bedrohung der deutschen Wirtschaft durch die Wirtschaftskrise nennen.

Ohne Herrn Augstein wüssten wir überhaupt nichts über diese Verschwörung, die Eklatant gegen die Ziffer 1 des Pressecodex des deutschen Presserates verstößt:

Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. 

Eigentlich ein Skandal – vielleicht sogar der Größte in der Geschichte der Bundesrepublik – aber man muss lange suchen, bis man überhaupt nur vage Andeutungen darüber findet.  Wie ernst der deutsche Journalismus den Codex des Presserates (Originalfassung 12.12.1973, Zitat aus der überarbeiteten Fassung vom 3.12.2008) nimmt, kann jeder Leser selbst beurteilen. Einfach mal die Berichterstattung über Hartz-IV-Empfänger quer durch die großen Leitmedien betrachten – da ist von „Wahrung der Menschenwürde“ nicht mehr viel zu erkennen.

Und schon sind wir mittendrin in dem, was wir normalerweise Verschwörungen nennen und die wir nur aufdecken können, wenn wir zuvor Theorien über sie gebildet haben – und schnell merken wir, warum die Beschäftigung mit diesen Theorien in Deutschland verpönt und gesellschaftlich geächtet ist, wie früher Juden und Kommunisten geächtet waren und heute Arbeitslose geächtet sind.  Diese Ächtung ist – wie die früheren Ächtungen auch – sehr erfolgreich, so erfolgreich, das die Verschwörungen selbst ganz offen über die Bühne gehen können.

Man kann über sie im Spiegel nachlesen (2) oder im Manager Magazin (3) – und findet oft irgendwo einen McKinsey-Mann, der das Treiben organisiert.  Was bespricht eigentlich ein Günter Jauch mit Top-Managern der Commerbank, der Post, der Allianz oder der EoN – und was hat ein Oliver Bierhoff in dem ebenso erlauchten wie geheimen Gremium zu suchen?

Wir dürfen uns darüber keine Gedanken machen. Ebensowenig geht es uns irgendetwas an, was denn eigentlich bei den Bilderbergergesprächen thematisiert wird. Seit nunmehr 58 Jahren treffen sich dort jedes Jahr handverlesene und äußerst mächtige Menschen aus Politik und Wirtschaft und besprechen (oder beschließen) dort irgendetwas. Ebensowenig erfahren wir etwas über die Atlantikbrücke, das Weltwirtschaftsforum in Davos, die Münchener Sicherheitskonferenz oder die Treffen der Trilateralen Kommission. All diese Treffen, Zirkel und Geheimcliquen sind nachprüfbare gesellschaftliche Realität – warum aber die Reichen und Mächtigen viel von ihrer eigentlich ja sehr knappen und angeblich äußerst kostbaren Zeit investieren, um sich untereinander abzusprechen, erfahren wir nicht.

Noch bizarrer wird es, wenn man in die USA schaut. Dort findet jährlich der Ringelpitz vom Bohemian Grove statt – und hier sind wir mittendrin im Diskussionsverbot. Wer diesen Begriff in den Mund nimmt, ist sofort Kommunist, Jude, Arbeitsloser oder noch schlimmer: Verschwörungstheoretiker.  Ist ja auch sehr bizarr, was dort vor sich geht: simulierte Menschenopfer vor einer riesigen Eulenfigur, fackeltragende Menschen in roten Roben – der Stoff, aus dem Horrorfilme gemacht werden. Man fragt besser gar nicht nach, was die dort machen. Bedauerlicherweise treffen sich dort Menschen (hier ausschließlich Männer), die nicht unserer Fantasie entspringen, sondern reale politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Macht haben – und auch in der Atlantikbrücke und bei den Bilderbergern regelmäßige und gern gesehen Gäste sind: Helmut Schmidt,  Henry Kissinger, Alan Greenspan, die Familie Bush, Arnold Schwarzenegger, Richard Nixon – um nur ein paar zu nennen.

Natürlich kann man sich fragen: „Was hat das eigentlich alles mit mir zu tun? Ich will nur mein Leben leben und bin auch kein Jude, kein Kommunist, kein Arbeitsloser!“

Nun – diese Menschen bestimmen unseren Alltag. Sie setzen die Leitlinien fest, nach denen wir leben müssen. Adolf Hitler (NSDAP) hat das zum Beispiel mit folgendem Satz getan – „wer nicht arbeitet, soll nicht essen“ (4). Den Satz gibt es aktuell wieder von Franz Müntefering (SPD) „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ (5).  Hitlers Überzeugung hat vielen Millionen Menschen das Leben gekostet, an Hartz IV sind bislang nur ein paar verhungert – aber die „Arbeitsmarktreform“ hat per Gesetz durch gezielte Enteignung im Falle der Arbeitslosigkeit (was, wie man weiß, heute jeden irgendwann mal treffen kann) eine neue verarmende Unterschicht geschaffen und ein Millionenheer von Kindern, die in ihrem Leben keinerlei Chancen mehr haben.

Wer sich nun die Mühe macht, die Namen der großen „Netzwerker“ (und ihrer Firmen) abzugleichen mit den Namen der Hartz IV-Kommission, wird schnell feststellen, das es da erstaunliche Paralellen gibt. Man möchte meinen, der Führer (oder Kanzler) schenkt der globalisierten Wirtschaft eine Arbeitsmarktreform, die eklatante Folgen für das soziale Klima in Deutschland hat und uns alle trifft – direkt oder indirekt. Das die gleichen Menschen in mehr oder minder großer Ausprägung durch die Deregulierung der Finanzmärkte auch ursächliche für die aktuelle Wirtschaftskrise verantwortlich sind, überrascht da nicht mehr groß – auch nicht, das in der Gestalt des Jörg Asmussen einer der Haupttäter nun Karriere in der EZB macht und dort den Schaden beheben soll, den er zuvor mitverursacht hat. Nebenbei hat man Forderungen der US-Wirtschaft befriedigt, denen der deutsche Sozialstaat samt seiner starken Gewerkschaften ein Dorn im Auge war und die begierig nach den finanziellen Reserven des deutschen Steuerzahlers schielten – Reserven, die sie aktuell über den „Rettungsschirm“ ungehindert abzapfen dürfen.

Was wir  merken können ist, warum in Deutschland das Nachsinnen über Verschwörungen so verpönt ist: es gibt einfach sehr viele davon an denen viele Menschen sehr gut verdienen. Vielleicht geht es auch wirklich nur darum (und nicht um die gewaltsame Reduzierung der Weltbevölkerung): einfach mal ein paar Millionen mehr machen als der Nebenmann. Schon das ist volkswirtschaftlich sehr bedenklich: da Geld ein geschlossener Kreislauf sein sollte, fehlen die Millionen des Multimillionärs Günter Jauch Millionen anderen Menschen in den Taschen. So gesehen ist der Umgang des Millionärs Jauch mit dem Hartz-IV-Empfängers Johannes Ponader in der ARD-Talkshow vom 6.5.2012 besonders bezeichnend für die Degeneration unserer Kultur:  dort drängelte (oder nötigte)  der Herr Jauch den politischen Geschäftsführer der Piratenpartei überraschend respektlos dazu, zuzugeben das er gelegentlich Hartz IV – Empfänger ist. Erinnert an Zeiten, wo man Menschen dadurch aus der Bahn (und dem Leben) schießen konnte, dass man ihnen jüdische Wurzeln nahelegte oder Nähe zum Kommunismus. Das geht wieder in Deutschland.

Doch zurück von täglich erlebbaren Auswirkungen realer Verschwörungen in unserem Arbeits- und Medienalltag hin zu den harten Fakten internationaler Politik, die uns viel mehr zu denken geben sollten.

In der ARTE-Filmdokumentation über Fidel Castros Engagement in Afrika (Titel: „Fidel Castro, Revolution und Krieg“) erfahren wir nebenbei von dem am 6. Dezember 2008 verstorbenen CIA-Agenten Lawrence Devlin, das er von der US-Regierung den Auftrag bekam, den in den ersten kongolesischen Parlamentswahlen vom 25.5.1960 als Sieger hervorgegangenen Patrice Lumumba durch vergiftete Zahnpasta zu töten. Der Auftrag soll von Präsident Eisenhower persönlich gekommen sein. Wer das Glück hat, den Film „Mord im Kolonialstil“ von Thomas Giefer aus dem Jahre 2000 zu sehen (in ihm präsentiert ein belgischer Polizeikommissar als denkwürdige Trophäe auch Lumumbas Schneidezähne), weiß, das das CIA und die Belgier Eisenhowers Befehl letztlich auf anderen Wegen ausgeführt haben.

2012 leben wir mit ganz anderen Realitäten. Angestoßen durch die Anschläge des 11.9.2001 in New York (in dessen Folge der US-Präsident George Bush das erste Mal ein Verbot von Verschwörungstheorien aussprach, das inzwischen die ganze westliche Welt eifrig verfolgt) leben wir in einer politischen Realität, in der die US-Armee Angriffskriege gegen andere Staaten führt, nachdem zuvor die ganze Welt mit billigen Lügen über angebliche Massenvernichtungswaffen der Opfer getäuscht wurde. Im Rahmen dieser Kriege wurden auch Deutsche wieder zu den Waffen gerufen – ein Szenario, das jahrzehntelang als undenkbar galt. Ebenso undenkbar war eine Drohnenflotte, die auf Befehl des US-Präsidenten weltweit gezielt Morde ausübt – für uns inzwischen alles Alltag, den wir gelangweilt hinnehmen.

Angesichts dieser Fakten merkt man, warum es gefährlich ist, sich über Verschwörungen so seine Gedanken zu machen und gelegentlich Theorien darüber zu bilden, die frecherweise nicht ganz den Presseerklärungen der Regierungssprechern entsprechen: die Verschwörungspraktiker legen großen Wert darauf, unerkannt zu bleiben.

Derselbe Eisenhower, der Lumumba töten ließ, warnte übrigens in seiner Abschiedsrede vom 17.1.1960 (zufälligerweise der Tag, an dem Lumumba starb) vor der Macht des „militärisch-industriellen Komplexes“ (6):

„Wir in den Regierungsräten müssen uns vor unbefugtem Einfluss — beabsichtigt oder unbeabsichtigt — durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potential für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können.“

Ich schätze mal, das er wusste wovon er sprach.

Heute dürfte es das nicht mehr sagen – heute sind „wachsame und informierte Bürger“ automatisch „Verschwörungstheoretiker“.

Dafür räumt der Komplex weltweit jetzt so richtig ab – aber darüber reden wir ja auch nicht.

Und deshalb muss man sich ernsthaft Gedanken darüber machen, ob man für ein Medium wie (xxx) wirklich schreiben sollte.

Minimal riskiert man, von Gebührenmillionären wie Günther Jauch öffentlich vorgeführt zu werden.

Im Extremfall … droht die Drohne.

Man sehnt sich geradezu nach den zivilisierten Zeiten zurück, in denen man sich nur vor seiner eigenen Zahnpasta in Acht nehmen musste.

 

1: http://www.freitag.de/autoren/jaugstein/wozu-noch-journalismus-beitrag-zu-einer-serie

2: http://www.spiegel.de/fotostrecke/uebersicht-die-wichtigsten-netzwerke-der-deutschen-wirtschaftselite-fotostrecke-66640.html

3: http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,740738,00.html

4.http://www.hagalil.com/archiv/2000/01/haider-1.htm

5.http://www.zeit.de/online/2006/20/Schreiner

6.http://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4risch-industrieller_Komplex

_______________________________________________________________________________________________________________________________

So – das war jetzt der „gefährliche“ Artikel. Hat jetzt jemand echt Angst, morgen ins KZ zu kommen … oder von einer Drohne ermordet zu werden? Keine Sorge, das droht erst, wenn der ökonomische Putsch sämtliche Machtzentralen der Gesellschaft komplett übernommen hat und sich der Widerstand nicht nur in wenigen Worten regt.

Ich habe die Namen der Beteiligten unkenntlich gemacht, weil ich das Projekt insgesamt begrüße (aber auf Dauer eh´ Schwierigkeiten mit den ganzen Nacktfotos hätte … da kriege ich privat vor Ort Riesenärger, wenn ich für ein „Tittenmagazin“ schreibe. Ganz ehrlich. Ich bin halt kein junger Wilder, sondern ein alter Denker)und ihm keinen Schaden zufügen möchte.

Die Begründung der Ablehnung jedoch macht mir – Angst. Wenn man schon so eine Schere im Kopf hat, dann … ist man vom Journalismus im eigentlichen Sinne ganz weit weg – und es muss wirklich schon schlimm um Deutschland stehen, wenn sogar die jungen Wilden Angst vor der unbequemen Gedanken haben.

Und ich muss mir wohl langsam Gedanken darüber machen, wann ich wohl aus dem Verkehr gezogen werde, damit ich nicht mehr die Bürger erschrecke.

Dabei bin ich so gerne Bürgerschreck … jetzt Original vom „Nachdenkmagazin, das sich was traut“ – oder?

 

 

Guten Morgen Deutschland! Der Papst ist tot, die Polizei kriminell, die Mieten werden unbezahlbar aber Ihnen geht´s gut, ja?

Mittwoch, 15.2.2012. Eifel. Gestern habe ich nebenbei den Klimawandel gestoppt. War ganz einfach. Ich weiß - ich darf mich eigentlich nicht dazu äußern, ich bin nur der Souverän dieses Landes und kein Wissenschaftler. Aber ich hatte etwas freie Zeit, nichts zu tun, da dachte ich: leiste doch einfach mal deinen Beitrag ... bzw. den von Helmut Schmidt. Wenn wir den "Klimawandel" ernst nehmen, brauchen wir nicht umgehend einen Ausbau deutscher Autobahnen (wie es die Pseudo-Umweltschutzpartei die Grünen fordern), sondern einfach weniger Verkehr: also wird Sonntags autofrei. Jeder Sonntag. Dann möchte ich ein Fahrverbot für Autos mit einem Verbrauch von über 5 Litern. Gleichzeitig wird der Flugverkehr drastisch reduziert - jede zweite Woche sind die Flughäfen dicht. Wäre doch besser, als jede zweite Woche eine Konferenz darüber abzuhalten, was andere tun sollten oder sich ständig Gedanken darüber zu machen, wie man aus dem Klimahype Geld machen kann. Ausserdem wäre es ein deutliches Zeichen dafür, das Wissenschaft und Politik die Gefahr, vor der sie uns warnen, auch selber ernst nehmen. Für die Glaubwürdigkeit wäre das schon ein Gewinn. Mir kamen gleich noch viel mehr Ideen, aber ich merkte schnell: so ernst nehmen Wissenschaft und Politik den Klimawandel doch nicht. Kein Wunder - sie leben in einer ganz anderen Welt als wir - in einer Welt, in der Papst jederzeit von seinen eigenen Leuten ermordet werden kann, siehe Spiegel:

Mittwoch, 15.2.2012. Eifel. Gestern habe ich nebenbei den Klimawandel gestoppt. War ganz einfach. Ich weiß – ich darf mich eigentlich nicht dazu äußern, ich bin nur der Souverän dieses Landes und kein Wissenschaftler. Aber ich hatte etwas freie Zeit, nichts zu tun, da dachte ich: leiste doch einfach mal deinen Beitrag … bzw. den von Helmut Schmidt. Wenn wir den „Klimawandel“ ernst nehmen, brauchen wir nicht umgehend einen Ausbau deutscher Autobahnen (wie es die Pseudo-Umweltschutzpartei die Grünen fordern), sondern einfach weniger Verkehr: also wird Sonntags autofrei. Jeder Sonntag. Dann möchte ich ein Fahrverbot für Autos mit einem Verbrauch von über 5 Litern. Gleichzeitig wird der Flugverkehr drastisch reduziert – jede zweite Woche sind die Flughäfen dicht. Wäre doch besser, als jede zweite Woche eine Konferenz darüber abzuhalten, was andere tun sollten oder sich ständig Gedanken darüber zu machen, wie man aus dem Klimahype Geld machen kann. Ausserdem wäre es ein deutliches Zeichen dafür, das Wissenschaft und Politik die Gefahr, vor der sie uns warnen, auch selber ernst nehmen. Für die Glaubwürdigkeit wäre das schon ein Gewinn. Mir kamen gleich noch viel mehr Ideen, aber ich merkte schnell: so ernst nehmen Wissenschaft und Politik den Klimawandel doch nicht. Kein Wunder – sie leben in einer ganz anderen Welt als wir – in einer Welt, in der Papst jederzeit von seinen eigenen Leuten ermordet werden kann, siehe Spiegel:

In den nächsten zwölf Monaten werde Papst Benedikt XVI. sterben, heißt es in einem vertraulichen Dokument aus dem Vatikan. Das Papier sei echt, sagt ein Sprecher des Kirchenstaats, der Inhalt aber „jenseits der Realität“.

Solche Botschaften können denkende Menschen schon in den Wahnsinn treiben: das Dokument ist echt – aber der Inhalt jenseits der Realität. Es regnet in Strömen, aber bleibt weiterhin knochentrocken – wäre auch so eine Botschaft, die man heutzutage problemlos senden kann. So weit sind wir schon.

Man könnte sich angesichts der offiziellen Stellungnahme natürlich auch beruhigt zurücklehnen – aber es lohnt sich, noch weiter zu lesen:

Demnach hat Romeo in Peking von einem erbitterten Machtkampf zwischen mächtigen Gruppierungen im Vatikan gesprochen – die eine für, die andere gegen den amtierenden Papst: Benedikt XVI., werde allerdings spätestens im November 2012 nicht mehr leben, heißt es. 

Gibt es so etwas wirklich in unserer Welt? „Machtkämpfe“ im Hintergrund, jenseits des Bildes, das die Medien uns tagtäglich vermitteln? Natürlich nicht. Erst recht nicht im Vatikan, der ist voller heiliger Menschen wie auch unsere Politiker wie der stramme Euroretter Sarkozy, siehe Spiegel:

Nach dem Willen des Präsidenten würden seine Landsleute darüber entscheiden, wie Auflagen für Immigranten verschärft werden; ein Referendum könnte aber auch festlegen, ob die Bezieher von Stützen künftig ein Job-Angebot oder eine Weiterbildung ablehnen dürfen. „Die Entschädigung wäre nicht länger eine Zuwendung, die man passiv bekommt, sondern eine Belohnung der öffentlichen Arbeitsämter im Gegenzug für eine Ausbildung, die der Arbeitsuchende erbringen müsste“, erklärt Sarkozy seine Überraschungsidee, die umgehend auf Widerspruch stieß – sogar in der eigenen Regierung.

Das ist ja urfaschistische Gedankengut, urpsychopathisches Gehabe – wenn man den starken Mann spielen will, verhaut man einfach ein paar schwächere, zahlenmässig deutlich unterlegenere: nur so macht Nazi-sein richtig Spaß. In Deutschland hat rot-grün das auch gemacht. Frankreich scheint jedoch noch nicht so von Psychopathen durchsetzt zu sein:

„Damit werden wieder einmal Arbeitslose und Ausländer stigmatisiert“, rügte die Zeitung „Libération“ und brandmarkte den Präsidenten auf der Titelseite als „Reaktionär“. Eva Joly, Kandidatin der Grünen, sieht eine ganze Tranche von Mitbürgern an den Pranger gestellt und Jean-Christophe Lagarde vom Koalitionspartner „Neues Zentrum“ konstatiert: „Das Referendum ist eine Technik zur Durchsetzung politischer Ziele – Probleme wie die Arbeitslosigkeit bekommt man damit nicht in den Griff.“ 

In Deutschland ging die Stigmatisierung von Arbeitslosen problemlos über die Bühne. Hier können ja auch Neonazidaten problemlos von der Polizei gelöscht werden, um dem Volk nicht allzu viel Wahrheit zuzumuten. Ach ja – die deutsche Polizei … eine Institution, die man wohl besser nicht genau unter die Lupe nimmt – siehe Spiegel:

„Polizeiführer und Behördenleitungen verheimlichen Vorgänge und leiten, seitdem sie bestehen, Medien und die Öffentlichkeit bewusst in die Irre“, so beginnt Schuberts Buch – und damit formuliert der Autor durchaus seine Mission. Er will anschreiben gegen die Mauer des Schweigens, ähnlich wie es etwa die „Berliner Zeitung“ im Januar 2010 tat, als sie enthüllte, welches Ausmaß von Kriminalität und Elend die Ordnungshüter in der Hauptstadt täglich routiniert verschweigen.

Man sieht also: das mit den Neonazidaten war kein Zufall, das war Routine. Die System der Vertuschung wurde im Laufe der Zeit aber noch durch weitere Maßnahmen flankiert, die dafür sorgen, das der Souverän des Landes keine Zeit zum Nachdenken hat – nachher hält der noch den Klimawandel im Alleingang auf, ohne das zuvor Wissenschaft und Industrie dran verdienen konnten. Damit er nicht auf dumme Gedanken kommt, bezahlt man ihm erstmal zu wenig. DAX-Konzerne zum Beispiel, das Speerspitze der deutschen Industrie, machen es vor: viel Rendite für die Geldanleger, wenig Gehalt für die Mitarbeiter – so bleiben die einzelnen Kasten sauber voneinander getrennt. Doch das ist noch nicht alles – damit der Souverän weiter in seinem Hamsterrad bleibt, verteuert man erstmal künstlich den Wohnungsmarkt … hierbei hilft die EU, siehe Spiegel:

Für das Immobilien-Monopoly gibt es vor allem drei Gründe:

  • Die Investoren schwimmen wieder im Geld. Dazu haben auch die Notenbanken beigetragen, die in der Krise die Märkte mit viel Liquidität geflutet haben.
  • Der deutsche Immobilienmarkt gilt als unterbewertet – die Mieten sind im internationalen Vergleich niedrig, die Eigentumsquote ist gering. Investoren können also auf steigende Preise spekulieren.
  • Die Europäische Kommission macht Druck auf öffentliche Eigentümer, sich von ihrem Wohnungsbestand zu trennen – das gilt vor allem für die Landesbanken. Die sollen sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, verlangt die EU-Wettbewerbsbehörde, sonst müssen sie staatliche Zuschüsse zurückzahlen.

Kaum zu glauben, oder? Da verschuldet sich unser Staat, damit wir in Zukunft mehr Miete zahlen dürfen. Dafür kriegen wir dann weniger Gehalt, weil ja die Geldanleger mit dem von den Notenbanken erhaltenen und in Firmen investierten Gratisgeld gute Gewinne machen wollen. Warum kriegen wir eigentlich nicht alle dieses billige Geld von den Notenbanken – für fast null Prozent Zinsen? Wir könnten uns die Wohnungen selber kaufen, dann könnten wir auch mehr verdienen, weil das in Firmen investierte Geld nicht mehr soviel Rendite bringen muss – ausserdem haben wir schöne Wohnungen kaufen können und sparen dadurch die Miete.

Aber das geht ja nicht weil … es einfach nicht geht. Geld gibt es VON dem Souverän, nicht FÜR den Souverän – so läuft das hier, so wurde das schon immer gemacht.

Und wir haben keine Chance, es zu bemerken, weil wir keine Kontrolle über unser Gehirn haben. Das ist ein großer Nachteil, den Wirtschaft und Politik tagtäglich ausnutzen, siehe Handelsblatt:

Unser Sehen ist genauso fehlerbehaftet wie alle anderen Vorgänge im Gehirn. Beim sogenannten „Priming“ ist es vorgestrichen wie eine Wand. 

Dieses Priming passiert ständig und dadurch lässt sich unser Gehirn wunderbar manipulieren – am liebsten von der Werbewirtschaft und Politikern.

Entsprechend vorteilhaft ist es, die „Fehler in der eignen Programmierung“ zu kennen. Das gilt vor allem für Menschen in leitenden Funktionen mit hoher Verantwortung.

Ebenso vorteilhaft ist es, die Fehler in der Programmierung des Souveräns zu erkennen und beständig über die Medien neue Programmierungen vorzunehmen, die uns klarmachen, das Politik und Wirtschaft die Sache völlig im Griff haben und alles Bestens läuft in der Superdeutschlandaufschwungwelt, in der jeder schon verdächtig ist, wenn er nicht sofort mitjubelt.

Was geschehen kann, wenn die Leute anfangen, vom Dauerjubel ohne Geld und Wohnung die Nase voll zu haben, sieht man jetzt auf der A 57: es wird teuer, unangenehm und endet tödlich – siehe Spiegel:

Nach der Massenkarambolage auf der A57 kommt es aufgrund der Feuerschäden zu langwierigen Verkehrsbehinderungen. Unbekannte hatten unter einer Autobahnbrücke Plastikrohre in Brand gesetzt. 21 Fahrzeuge fuhren ineinander, ein Mensch kam ums Leben. Teile der Brücke müssen abgerissen werden.

Vielleicht haben das auch Kinder verursacht – aus Frust über ihre geklaute Zukunft. Es zeigt auf jeden Fall drastisch und deutlich, wie verletzbar unsere Infrastruktur ist und wie hässlich der aktuelle Bürgerkrieg reich gegen arm enden kann: wer nicht reich genug ist, sein Essen mit dem Hubschrauber einfliegen lassen zu können, wird verhungern, wenn die Autobahnen alle dicht sind.

Gut – für den Klimawandel wären die geschlossenen Autobahnen gut. Aber – wie es aussieht, soll nur das Volk daran glauben. In den Kreisen der Politik kennt man andere Wahrheiten, Wahrheiten, die es sinnvoller erscheinen lassen, Autobahnen auszubauen, Gehälter zu kürzen, damit die Mieten steigen können. Damit das Volk diesen Wahrheiten nicht zu nahe kommt, wird es umprogrammiert, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat:

Alles wird gut, bitte gehen Sie weiter, alles ist in Ordnung, es wird sich bestens um Sie gekümmert und es gibt auch keine tödlichen Machtkämpfe im Vatikan. 

Fehler im System werden notfalls von der Polizei vertuscht – die natürlich auch nur unser Bestes will.

Nur das Verbrechen gibt sich noch diszipliniert, siehe Spiegel:

Es klingt paradox, aber ausgerechnet im chaotischen Italien ist die Mafia eine der diszipliniertesten und zuverlässigsten Organisationen überhaupt. Zuerst prahlen Mafiosi noch mit ihren Heldentaten. Aber wenn sie Bosse sind, tauchen sie unter, opfern ihr Leben, verzichten auf Sex, auf Weihnachten mit der Familie und ordnen sich einem strengen System unter. Das macht sie so erfolgreich.

Vielleicht sollte sich der Souverän diese Strategie merken, um in seinem eigenen Land ohne „Priming“ durch Politik und Wirtschaft selbstbestimmt und selbstbewusst leben zu können.

Vielleicht gibt es ja auch in diesem Land einen geheimen Machtkampf … in dem wir der Papst sind?

Mal ehrlich … würden wir das erfahren, oder würde es nicht genauso abgehandelt werden wie dieser Artikel abgehandelt würde, den Sie gerade gelesen haben:

das Dokument ist echt – aber der Inhalt jenseits der Realität

Verschwörungen, Morde und Milliardenschwindel – das Versagen der Medien in Krisenzeiten

Samstag, 28.1.2012. Eifel. Der Autor: Verschwörungstheoretiker. Ja - in der Tat. Das überrascht mich jetzt selbst - aber ich habe zu viele Fragen gestellt ... zum Beispiel über den Absturz in Smolensk. Da erlaubte ich mir anzumerken, das - wenn man wirklich von Mord ausgeht - man in den Kreisen der Organisatoren des Fluges suchen sollte. In der Pharmaindustrie war es üblich, das die Geschäftsleitung immer getrennt flog - damit im Falle eines Unfalles nicht der ganze "Kopf" im Eimer war. Warum das bei der polnischen Regierung anders gehandhabt wird, erschloss sich mir nicht ganz ... aber so ist das halt: wir dürfen immer weniger fragen. Wie der nierenkranke Osama bin Laden und seine neunzehn Räuber mit Teppichmessern bis ins Herz des Kapitalismus vordringen konnten (während ich allein mit einem kleinen Schlüssel nicht durch die Kontrolle in Washington kam) und dort mit zwei Flugzeugen drei Gebäude vollständig vernichtete, bleibt mir bis heute ein Rätsel - wie auch die Tatsache, das man danach unbedingt den gerade nicht talibanfreundlichen Irak angreifen musste. Anderen war es auch ein Rätsel, weshalb WTC 7 vernichtet wurde, weshalb sich der Abschlußbericht der Untersuchungskommission ja lange verschob. Die brauchten halt auch ihre Zeit, bis sie Theorien gebildet hatten, die unerklärliche Fakten in eine logische Reihe brachten.  Nun ist es ja so, das Philosophen gerne Rätsel lösen. Das ist unser Job - das Rätsel der menschlichen Existenz, das Rätsel des unausrottbaren Bösen oder der unausrottbaren Moral, das Rätsel der Wahrheitsfindung, das Rätsel der menschlichen Erkenntnisfähigkeit, das Rätsel der Sprachgewinnung durch Kleinkinder oder das Rätsel der katastrophalen Entwicklung der aufklärerischen Gesellschaft, die die Hexenverbrennungen noch perfektioniert hat anstatt sie völlig auszurotten: das sind unsere Spielwiesen, dafür sitzen wir gerne nächtelang bei Wasser und Brot auf einsamen Felsen uns sinnen über das Universum und den ganzen Rest nach - wie zum Beispiel über den Tod des Benno Ohnesorg oder über 134 Milliarden Dollar, die sich in Luft auflösen.

Samstag, 28.1.2012. Eifel. Der Autor: Verschwörungstheoretiker. Ja – in der Tat. Das überrascht mich jetzt selbst – aber ich habe zu viele Fragen gestellt … zum Beispiel über den Absturz in Smolensk. Da erlaubte ich mir anzumerken, das – wenn man wirklich von Mord ausgeht – man in den Kreisen der Organisatoren des Fluges suchen sollte. In der Pharmaindustrie war es üblich, das die Geschäftsleitung immer getrennt flog – damit im Falle eines Unfalles nicht der ganze „Kopf“ im Eimer war. Warum das bei der polnischen Regierung anders gehandhabt wird, erschloss sich mir nicht ganz … aber so ist das halt: wir dürfen immer weniger fragen. Wie der nierenkranke Osama bin Laden und seine neunzehn Räuber mit Teppichmessern bis ins Herz des Kapitalismus vordringen konnten (während ich allein mit einem kleinen Schlüssel nicht durch die Kontrolle in Washington kam) und dort mit zwei Flugzeugen drei Gebäude vollständig vernichtete, bleibt mir bis heute ein Rätsel – wie auch die Tatsache, das man danach unbedingt den gerade nicht talibanfreundlichen Irak angreifen musste. Anderen war es auch ein Rätsel, warum WTC 7 einstürzte, weshalb sich der Abschlußbericht der Untersuchungskommission ja lange verschob. Die brauchten halt auch ihre Zeit, bis sie Theorien gebildet hatten, die unerklärliche Fakten in eine logische Reihe brachten.

Nun ist es ja so, das Philosophen gerne Rätsel lösen. Das ist unser Job – das Rätsel der menschlichen Existenz, das Rätsel des unausrottbaren Bösen oder der unausrottbaren Moral, das Rätsel der Wahrheitsfindung, das Rätsel der menschlichen Erkenntnisfähigkeit, das Rätsel der Sprachgewinnung durch Kleinkinder oder das Rätsel der katastrophalen Entwicklung der aufklärerischen Gesellschaft, die die Hexenverbrennungen noch perfektioniert hat anstatt sie völlig auszurotten: das sind unsere Spielwiesen, dafür sitzen wir gerne nächtelang bei Wasser und Brot auf einsamen Felsen uns sinnen über das Universum und den ganzen Rest nach – wie zum Beispiel über den Tod des Benno Ohnesorg oder über 134 Milliarden Dollar, die sich in Luft auflösen.

Die Geschichte des  Benno Ohnesorg ist kurz erzählt, hier aktuell im Spiegel:

Dieser Mann auf der Bahre, so erfuhr man in der Notaufnahme, hieß Benno Ohnesorg. Der Kriminalbeamte Karl-Heinz Kurras hatte ihn kurz nach 20.30 Uhr, umringt von Polizisten in Zivil und Uniform, im Innenhof eines Wohnhauses in der Krummen Straße mit seiner Dienstwaffe aus kurzer Distanz in den Kopf geschossen.

Das wäre Mord gewesen … wenn nicht Polizei und Krankenhaus den Täter gedeckt hätten … einen Täter, der sich später als DDR-Agent und Stasi-Spitzel entpuppte.

Schöne heile Welt, oder? Das der Arzt, der an Ohnesorg herumoperierte, um die Tat zu vertuschen, Sohn das Wirtschaftsministers gerade jenes folternden Schah war, gegen den Ohnesorg protestiert hatte und eigentlich am nächsten Tag mit dem Schah frühstücken wollte, erfährt man heute nebenbei.

Hätte ich damals behauptet, das sogar hochrangige Polizeibeamte den Mörder gedeckt haben – man hätte mich sofort wegen Paranoia eingesperrt. Dabei war die Wahrheit noch schlimmer, siehe Spiegel:

Auf einem weiteren bislang unbekannten Bild ist die Situation der Schussabgabe zu sehen. Dabei stützt sich Kurras mit der linken Hand auf einen Kollegen der Polizei, während er mit der rechten Hand schießt. Der Name des Kollegen ist offenbar gezielt aus den Akten herausgehalten worden, er wurde nie vernommen. Ebenfalls nicht vernommen wurden drei Schutzpolizisten, die wahrscheinlich noch nach dem tödlichen Treffer auf den bereits am Boden liegenden Ohnesorg eingeprügelt hatten. Ihre Namen sind bis heute nicht ermittelt.

Wer hätte das gedacht? Nun, heute, über vierzig Jahre später, dürfen wir das erfahren.

Damals hätte man mich für völlig verrückt erklärt, wenn ich behauptet hätte, das  Freunde des Schah von Persien zusammen mit der Berliner Polizei und Agenten der DDR deutsche Studenten ermordeten.

Wäre ja auch eine schreckliche Geschichte, die uns Angst machen würde, denn … wenn DIE das können, was können DIE dann noch?

Gehen wir mal nicht ganz so fern in die Vergangenheit und wenden uns der aktuellen Wirtschaftskrise zu. Wer weiß, was man in Zukunft darüber erzählen wird? Wer weiß, was Philosophen in vierzig Jahren über jenen kleinen Fall schreiben, der kürzlich viel Aufmerksamkeit erregte?

134 Milliarden Dollar waren in einem Bummelzug an der italienischen Grenze gefunden worden – das sind 40 Prozent des deutschen Bundeshaushaltes 2012 – … in einem einzigen  Koffer. Die geschmuggelten Papiere schienen echt gewesen zu sein:

„Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von rund 358 Millionen Euro scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität“, erklärte Oberst Rodolfo Mecarelli. Außerdem liege den Papieren eine umfangreiche Bankdokumentation im Original bei.

Der Fall wurde immer unheimlicher. Auf jeden Fall durften die Täter erstmal gehen:

Seither tüfteln zwei Geheimdienste, die italienischen Finanzbehörden, die US-Wertpapieraufsicht SEC und die japanische Botschaft in Italien. Japan versucht, mehr über die Identität der zwei Männer herauszubekommen. Beide sollen jenseits der 50 Jahre sein, sie seien mit legalen Papieren gereist und abseits der 134 Milliarden Dollar im Koffer nicht auffällig. Sie sind auch nicht mehr in Untersuchungshaft.

Ist ja auch völlig klar: der Schmuggel von 134 Milliarden Dollar vielleicht gefälschter Papiere – oder echter Papiere – ist ja ein Kavaliersdelikt. Außerdem nehmen seriös wirkende, vermögende Japaner gerne kleine Bummelzüge in Italien, wenn sie auf Geschäftsreisen sind … ist ja auch schön unauffällig, gerade, wenn man wirklich etwas schmuggeln will ist Unauffälligkeit ja ein wichtiges Gebot. Natürlich reisen Schmuggler auch immer unter echtem Namen – damit rechnen die Behörden nicht und man hat sie richtig hereingelegt:

Die italienischen Behörden haben nach früheren Angaben bereits den italienischen Geheimdienst und den Secret Service der USA über den rätselhaften Fund informiert. Die italienische Finanzpolizei hat die SEC gebeten, ihr Expertenwissen bei der Einschätzung der Wertpapiere einzubringen. „Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von je 500 Millionen Dollar scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität“, sagte Oberst Rodolfo Mecarelli von der Finanzpolizei Como. Außerdem liege den Papieren eine umfangreiche Bankdokumentation im Original bei. Genauere Auskünfte hoffen die Beamten innerhalb der nächsten Tage geben zu können. Dann wird auch eine verlässliche Aussage aus den USA erwartet.

„Sie sind aus Filigranpapier und von ausgezeichneter Qualität“. Leider sind sie falsch:

Stephen Meyerhardt vom US-Finanzministerium sagte laut „LA Times“, die sichergestellten Anleihen sähen nicht annährend wie US-Staatsobligationen aus. „Die sind eindeutig gefälscht“, so der Ministeriums-Experte. 

Das hört sich nach einer ganz plumpen Fälschung an. Eine Minute später erreichte damals die nächste Meldung die Medien – nochmal wurde Oberst Rodolfo Mecarelli zitiert, der sie nicht für eine plumpe Fälschung hielt.

Stephen Meyerhardt vom US-Finanzministerium hatte die Papiere nie selbst gesehen – er urteilte aufgrund von Aufnahmen, die im Internet veröffentlicht wurden.

So plumpe Fälschungen?

Worldcontentwoday klärt weiter auf – und verwirrt uns völlig:

Corriere di Como: Experten aus den USA sind in Como angekommen, um die Papiere mit den „perfekten Wasserzeichen“ zu untersuchen. Einige haben falsche Bärte, andere sind nicht sehr aussagekräftige Finanzbeamte. Die automatische Google-Übersetzung ist urkomisch.

ANSA, führende Nachrichtenagentur Italiens, bestätigt: Die Namen der schmuggelverdächtigen Japaner lauten Akihiko Yamaguchi und Mitsuyoshi Watanabe. Sie spekuliert, dass die Anleihen nach der Untersuchung in einer Schweizer Bank weggeschlossen werden, um den Handel zu schützen.

Leider kann ich die komische Übersetzung nicht nachvollziehen … es gibt keinen Artikel zu dem Link.  Wieso sperrt man eigentlich die Fälschungen in Schweizer Tresore … und wer garantiert, das findige Investmentbanker nicht schon längst damit Handel treiben? Fälschungen gehören in den Schredder – und nicht in den Tresor.

Auch sonst erfährt man, das man es mit der Aufklärung des Falles nicht sonderlich ernst nimmt:

Groteske Züge in dieser Affäre gibt es genug: Vergangenen Mittwoch fand in Como eine gerichtliche Anhörung statt, in der die beiden Verdächtigen, die mit den Wertpapieren erwischt wurden und längst wieder auf freiem Fuß sind, als Zeugen vernommen werden sollten. Doch zum Termin erschien – wer hätte das gedacht – nur deren Anwalt, der versicherte, mit den Japanern in Mail-Kontakt zu stehen. Er könne bloß nichts Genaues sagen, weil es erhebliche Übersetzungsschwierigkeiten gäbe.

Wie die nun aufgeklärte Geschichte um Benno Ohnesorg, an dem ein Freund des Schahs herumoperiert hatte, nachdem viele Polizisten für seine Ermordung Sorge getragen hatten, oder die Geschichte vom 11.9.2001 (über die wir auch erst in dreissig Jahren berichten dürfen), gibt es immer mehr Merkwürdigkeiten, die sich dem normalen Bürger nicht erschließen und die ganz schnell zu Verschwörungstheorien führen … die im Falle Ohnesorgs nie so schlimm waren wie die letztlich die Wahrheit selbst.

Wenn die Papiere so plump gefälscht waren … warum kamen dann überhaupt noch Menschen aus den USA nach Italien?

Dabei sollen die Fälschungen nach Ansicht des US-Finanzministeriums mit handelsüblicher Foto-Software aus 100-Dollar-Scheinen angefertigt worden sein. Zudem zeigten die angeblich aus den 60er Jahren stammenden Obligationen eine Raumfähre, die erst in den 80er Jahren ihren Jungfernflug absolvierte. Genügend Hinweise also, die die italienischen Experten hätte stutzig machen müssen.

Anderswo liest man, manche Bonds kämen aus dem Jahre 1998. Da gab es schon Raumfähren.

„Kenndy-Bonds gibt es nicht“ – so heißt es offiziell:

Zudem existierten Kennedy Bonds überhaupt nicht.

Andererseits scheint gerade das nicht zu stimmen – wenn ich der der International Business Times glauben darf:

Aus dem Bericht der italienischen Beamten geht nicht genau hervor, was für Wertpapiere mit „Kennedy-Bonds“ genau gemeint sind. Aus einer Universitätsstudie geht jedoch hervor, dass während J.F. Kennedy’s Regierungszeit tatsächlich Anleihen mit sehr hohem Nennwert bis zu 500 Millionen US-Dollar ausgegeben wurden.

Also gab es sie doch?

Schaut man sich die im Internet kursierenden Exemplare an … so wird einem Angst und Bange. Das würde selbst meine Oma nicht für echt halten … und die ist schon lange tot.  Will man mir ernsthaft klarmachen, das zwei Japaner (die vielleicht sogar Diplomatenpässe hatten oder ehedem hochrangige Mitarbeiter des japanischen Finanzministeriums waren) diesen Kitsch als Sicherheit bei einer Schweizer Bank hinterlegen wollten – einer Bank, die genug echte US-Anleihen hat, um direkt vergleichen zu können?

Wenn Sie aber Diplomatenpässe hatten – oder sich leicht welche hätten fälschen können – warum dann diese alberne Bummelzugnummer?

Mit Antworten zu diesen Fragen muss man nun vorsichtig sein … denn ganz schnell landet man in Gegenden, in denen sich kritische Geister nicht wohlfühlen, Gegenden, in denen böse (oft jüdische) Satanisten den letzten großen Krieg, die Schlacht zwischen Gog und Magog, China und den USA inszenieren wollen, einen Krieg, der vier- fünf Milliarden Menschen das Leben kosten soll und den eine humanistisch geprägte Drachengesellschaft verhindern will. Hitlers Tochter (ja, genau: Angela Merkel) spielt dabei auch eine Rolle.

Man ist geneigt, sich Aluminiumfolie um den Kopf zu wickeln, um nicht von Ufo-Nazis abgehört werden zu können – deshalb verlinke ich diese Gerüchte auch nicht weiter. Ist auch nicht nötig, denn die Bösen kommen ja jetzt alle vor Gericht, wodurch ihre Herrschaft ein Ende findet.

Was ist jetzt aber wirklich mit diesen Bonds, diesen Anleihen, die zufällig genau der Summe entsprechen, die Obama noch laut Wall Street Journal vom Märzt 2009 zur Rettung der Wirtschaft im Rahmen des TARP-Programmes übrig hatte?. Nun wird es erst recht unheimlich, denn … gefälschte Anleihen sind in Billionenhöhe im Umlauf – auch in den Safes der HBSC-Bank sind welche gefunden worden. Ja, richtig: Billionenhöhe, das sind tausende von Milliarden. Auch das wären dann … Schrottpapiere, die die Existenz von Banken gefährden, die „to big too fail“ sind.

Merkt man jetzt ein wenig, woher der Wind weht … jenseits satanistischer Massenmörder und Hitlers Kindern? Das es einen guten Grund gibt, jede Form von Verschwörungstheorie zu unterbinden, weil man an den gefälschten Bonds gut verdienen kann? Oder denkt man wirklich im Ernst daran, das diese philippinische Sekte, die unter anderem als Produzenten der Fälschungen angesehen werden, ihre Leute in die Schweiz geschickt hat – ohne sich sicher zu sein, dort interessierte Vertragspartner zu finden … die vielleicht nicht ganz so genau hinschauen? Man schaue sich nur mal die Skandale Schweizer Banker an … und schon weiß man, das man dort kooperative Freunde finden könnte, die alles als Sicherheit aktzeptieren, solange nur irgendwann ein europäischer Rettungsschirm dafür bezahlt.

Ja – dort landen dann letztendlich die Rechnungen.

Zurück zu Benno Ohnesorg. Irgendwie steht der für uns alle: wir sind alle ohne Sorg. Das heißt: Sorgen haben wir schon, Probleme sind genug da, nur über die Lösungen dürfen wir nicht nachdenken, ebensowenig über die Geschäfte, die um uns herum gemacht werden:

2002 haben doch tatsächlich Besitzer von suspekten Kennedy Bonds aus dem Jahr 1934 im Nennwert von 25 Milliarden Dollar versucht, die Federal Reserve Bank of Chicago auf die Rücknahme der Schätzchen zu verklagen

Sie sind natürlich damit voll auf die Nase gefallen, komischerweise hatte aber der Anwalt der FED im Anschluss erklärt, dass man von sich aus darauf verzichtet, weitere Ermittlungen wegen Betruges vorzunehmen, da niemand durch diesen offensichtlichen Unsinn ernsthaft zu Schaden gekommen sei. Die Reaktion der verblüfften Richter daraufhin wörtlich: „We are puzzled by this suggestion.

Auch wir sind etwas verwirrt, verdutzt, verwundert und verblüfft … haben aber jetzt gelernt, das man mit falschen Bonds gute Geschäfte machen kann. Billionengeschäfte.

Und was wir noch gelernt haben?

Das die Medien in Krisenzeiten versagen, weshalb wir als Bürger nur noch wie die US-Richter reagieren können: verwirrt, verdutzt, verwundert und verblüfft.

Und während wir so hilflos in der Gegend herumstehen, wird das große Rad weitergedreht: Griechenland verliert seine Souveränität – oder wird in völliges Chaos gestürzt.

Und wir? Halten uns für gut informiert. Wie Benno Ohnesorg glauben wir, es wäre in Ordnung, als deutscher Bürger in Deutschland gegen einen grausamen Tyrannen zu protestieren.

Heute wissen wir annähernd, wie naiv dieser Benno wirklich war. Ein kurzes Profil von ihm?

Anfang 1960 bewarb sich Ohnesorg beim Braunschweig-Kolleg, um dort das Abitur nachzuholen. In seiner Bewerbung gab er Kunsterzieher als Berufswunsch an und nannte als Interessengebiete moderne Malerei und Lyrik, klassische griechische und zeitgenössische Dramen sowie Kammermusik. Er erstelle Plastiken und Linolschnitte, besuche regelmäßig Klavierkonzerte und informiere sich regelmäßig über alle aktuellen Tendenzen der modernen Kunst.

Die Psychologin des Kollegs, Elisabeth Müller-Luckmann, bescheinigte ihm Sensibilität, Intelligenz, musisches Talent, Eigensinn und große Aufnahmefähigkeit. Er sei introvertiert und eher nachdenklich als tonangebend, habe aber „Ansätze, jemand zu werden, der nicht ganz alltäglich ist“

Introvertiert und eher nachdenklich: scheinbar gehört so was sofort erschossen. Und das damit der Geheimdienst der DDR durch eine gezielte Tat direkt zur Gründung der RAF begetragen hat … ist im Jahre 2011 für uns schon zu hoch.

Das heute andere Geheimdienste ganz andere Dinger drehen … erfahren wir schon lange nicht mehr.

Nur für die Resultate müssen wir zahlen. Und wer nachfragt … kommt ganz schnell in Gegenden, in denen man sich nicht wohlfühlen kann: wer Fragen stellt, der hält auch Angela Merkel für Hitlers Tochter und gehört  sofort in die Psychiatrie – wie früher Leute, die nicht an den Sozialismus glaubten.

 

 

 

 

 

 

 

Verschwörungen in Deutschland und der Holocaust an Arbeitslosen

Wir sollen ja nicht an Verschwörungen glauben. Der größte Erfolg der Verschwörungspraktiker auf diesem Planeten ist, das sie das Nachdenken über Verschwörungen selbst unter Strafe gestellt haben. Das hält einem die lästigen Frager erstmal vom Leib. Wahrheit ist, was Regierung und die mit ihr befreundeten und verbündeten gesellschaftlichen Mächte erlauben, alles andere ist tabu. Das eine solche Einstellung brandgefährlich für die Demokratie ist und dirigistisch in den Prozess der Meinungsbildung eingreift, hätte vor zwanzig Jahren noch viele achtundsechziger aus dem Beamtensessel gescheucht, heute jedoch wissen sie, das auch ihre Pensionen in Gefahr sind, wenn sie das Tabu nicht beachten.

Wir sollen ja nicht an Verschwörungen glauben. Der größte Erfolg der Verschwörungspraktiker auf diesem Planeten ist, das sie das Nachdenken über Verschwörungen selbst unter Strafe gestellt haben. Das hält einem die lästigen Frager erstmal vom Leib. Wahrheit ist, was Regierung und die mit ihr befreundeten und verbündeten gesellschaftlichen Mächte erlauben, alles andere ist tabu. Das eine solche Einstellung brandgefährlich für die Demokratie ist und dirigistisch in den Prozess der Meinungsbildung eingreift, hätte vor zwanzig Jahren noch viele achtundsechziger aus dem Beamtensessel gescheucht, heute jedoch wissen sie, das auch ihre Pensionen in Gefahr sind, wenn sie das Tabu nicht beachten.

Manchmal jedoch holt uns die Wirklichkeit ein. Manchmal ist die Wahrheit noch schneller als die Propaganda. Sammelt man diese Bruchstücke merkt man schnell: es ist vorbei. Die Empfehlung, sich in irgendeiner Nische der Gesellschaft zu verstecken, bis der Sturm vorüber ist, ist vielleicht nicht die schlechteste. Einer jener Momente, wo Wahrheit über Propaganda gesiegt hat, betrifft ein fernes und für uns unbedeutendes Land: Syrien.

Dort meldete die junge Welt im April 2011:

Seit Jahren hat die US-Regierung auf verschiedenen Ebenen an einer Destabilisierung Syriens gearbeitet. Das berichtete am Montag die Washington Post unter Bezugnahme auf interne Botschaftskorrespondenzen, die der Zeitung von Wikileaks zugespielt worden waren. Danach habe das US-Außenministerium mindestens sechs Millionen US-Dollar zur Finanzierung von Oppositionsgruppen und des regierungskritischen Satellitensenders Barada-TV bezahlt, der von London aus sendet.

Solche Nachrichten sind eigentlich brandwichtig. Man sollte sie sich über die Haustür hängen, damit man jeden Tag daran erinnert wird, wie Politik in Demokratien gemacht wird: mit Geld … und Verschwörungen. Sofort sollte man sich die Frage stellen: wo stecken die denn überall noch hinter … und was finanzieren die eigentlich in meinem eigenen Land.

Heute fand ich ein in diesem Zusammenhang bedeutsames Dokument. Es beschreibt im Detail, wie Destabilisierung praktisch vor sich geht. Wie wahr es ist, läßt sich im Lügenkrieg der Nachrichten kaum noch beurteilen. Angesichts der bislang bekannten Praktiken der Machtelite in den USA wäre es zumindest nicht undenkbar … und würde eine plausible Erklärung dafür liefern, das in arabischen Ländern in breiter Front zeitgleich Unruhen ausbrechen. Wer das Dokument in ganzer länger studieren möchte, wird bei Joachim Guilliard fündig.

Nach diesem Plan wird Syrien in drei Bereiche (Großstädte, Kleinstädte und Dörfer) eingeteilt und begründet fünf Arten von Netzwerken

1. Der „Treibstoff“: Dieses Netzwerk besteht aus gebildeten und arbeitslosen Jugendlichen, die mit dezentralen Mitteln miteinander verbunden werden sollen.

2. Die „Verbrecher“: Das Netzwerk umfaßt Gesetzlose und Kriminelle aus entfernten, bevorzugt nichtsyrischen, Gebieten.

3. Die „Ethnisch-Konfessionellen“: Dazu gehören junge Menschen mit begrenzter Bildung, die ethnische Gemeinschaften repräsentieren, welche den Präsidenten unterstützen oder gegen ihn opponieren. Sie müssen jünger als 22 Jahre sein.

4. Die „Medien“: Es besteht aus einigen Führern zivilgesellschaftlicher Institutionen, die aus Europa und nicht aus Amerika finanziert werden.

5. Das „Kapital“: Es umfaßt nur Händler, Firmenbesitzer, Banken und kommerzielle Zentren in Damaskus, Aleppo und Homs.

So sieht das Grundgerüst zur Destabilisierung eines Landes aus. Hier ist es Syrien. Ich möchte nur noch ein kleines Detail herausgreifen: den Beginn der Destabilisierung.

1. Wenn eine Person des Treibstoff-Netzwerkes reagiert, beginnt sofort eine andere Stufe unter Ausnutzung seines/ihres Geldbedarfes:
– Ihm/ihr kleine Geldbeträge zur Verfügung stellen.
– Ihm/ihr ein Mietauto, ein Mobiltelefon und einen Internetzugang bereit stellen.
– Ihn/sie auffordern andere junge Menschen zu suchen und mitzubringen und die gleichen Methoden, bei diesen anwenden.

So kauft man einen Aufstand. So beginnen die ersten Schritte. So könnte auch ein steineschmeißender Taxifahrer zum ersten Außenminister eines ursprünglich geläuterten friedlichen Landes werden, das dann auf einmal wieder zu einer kriegführenden Nation wird. Etwas Ähnliches ist bei uns geschehen, Ex-Grüne wie Jutta Ditfurth haben von Einflussversuchen amerikanischer Kreise berichtet – die bei anderen Grünen auf fruchtbaren Boden vielen.

Agiert man mit fünf Netzwerken gleichzeitig, ist der normale Bürger vollkommen hilflos. Er versteht die Zusammenhänge nicht mehr, wundert sich aber über die ständige Degeneration der politischen Wirklichkeit. SPD-Kanzler fahren einen ultrarechten asozialen Kurs und demontieren mit großen Schlägen den kaiserlichen (!) Sozialstaat, CDU-Kanzleusen wandern nach links ab, Grüne werden militant gegen andere Länder, Linke setzen ARGE-Geschäftsleiter als Bürgermeister ein….und Geld fließt in Riesenströmen aus dem Land hinaus. Die Lebensqualität nimmt beständig weiter ab, „Wohlstand“ bedeutet für das Volk immer mehr Arbeit, immer höhere Preise bei immer geringerem Einkommen, im Aufschwung befinden sich nur die Renditen der US-Investoren (und ihrer deutschen Netzwerkpartner).

Die Medien berichten eigentlich alle dasselbe: die Welt ist heil und gut, alles ist in Ordnung, die Elite und ihre Experten  haben alles im Griff. Und auf einmal wird ein ehedem systemtreues Mittelstandsblatt zur Revolutionspostille, weil man dort Nachrichten findet, die eher zur Verunsicherung dienen. So berichtet die Welt über Hedgefonds, die hochriskante Spekulationsgeschäfte in Dimensionen von 2000 Milliarden Dollar fortsetzen, als hätte es die Krise nie gegeben, über die explodierenden Schulden Griechenlands und die Folgen für den deutschen Steuerzahler oder über die anstehenden Horror-Zusatzbeiträge, mit denen die beschlossenen Rekordhonorare für Ärzte bezahlt werden (die ihre Überschüsse wieder gerne in Hedgefonds stecken).

Vernünftig wirkt das alles nicht. Legt man aber den Plan zur Destabilisierung Syriens über das politische Geschehen in Deutschland, so bemerkt man schon … Ähnlichkeiten. Sicher, unsere Situation ist eine andere. Aber die Netzwerke haben wir auch. „Rotarier“ nennen sie sich, „Pro Christ“, „Atlantikbrücke“ … die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Es geht hier allerdings nicht darum eine Diktatur zu beseitigen, sondern eine Demokratie zu unterwandern. Hier kauft man weniger Jugendliche auf der Straße sondern eher Menschen an den zentralen Schaltstellen der Macht in Politik, Medien und Wirtschaft. Deshalb braucht man hier keine Straßenkämpfe, weil es nicht darum geht, eine starke Staatsmacht zu brechen, sondern eine sanfte Staatsmacht zu unterwandern. Da die Netzwerke seit sechzig Jahren wachsen, dürften sie inzwischen eine Verflechtung erreicht haben, das wahrscheinlich jeder Bundesbürger irgendwo von ihnen berührt wird.

Auf jeden Fall dürfte das aber am Arbeitsplatz zutreffen. Er ist der zentrale Angelpunkt im Leben eines Wohlstandsbürgers, dort wird über Grad und Umfang der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben entschieden, dort wird bestimmt, ob er im Eigenheim oder im Plattenbau landet, dort wachen Heerscharen von Unternehmensberatern über die Einhaltung der Regeln einer „produktiven Kultur“ und liefern den Chefs Mittel zur beständigen Erhöhung des Arbeitsdrucks hinter dem nichts anderes steht als der Wunsch nach Erhöhung der Kapitalrendite ohne Rücksicht auf Lebensqualität der Mitarbeiter oder Produktqualität für Verbraucher.

Erinnert sich noch jemand an unser Grundgesetz erinnern? Ich habe gerade nur mal kurz hineingeschaut, es steht … noch … auf der Seite des Deutschen Bundestages:

Artikel 12

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

Das sollte man einmal über den Eingang eines jeden deutschen „Jobcenters“ hängen … und wer mag, der darf auch gerne die Aussagen einer bayrischen Ministerin mit diesem Grundgesetzartikel abgleichen, siehe „gegen Hartz„:

In einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ forderte Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU) schärfere Sanktionen gegen Hartz IV Bezieher. Ihrer Meinung nach, gebe es eine „hohe soziale Absicherung bei uns“ und dabei „offensichtlich zu wenig Leidensdruck“.

Zwar wisse auch sie, dass die ALG II Leistungen bis auf Null Euro gekürzt werden können, wenn ein Jobangebot ohne hinreichende Gründe abgelehnt werde, doch hier sieht Haderthauer anscheinend eine noch nicht ausreichend bearbeitete Sanktionslücke, um Hartz IV Betroffene noch mehr zu drangsalieren. „Wer aber den Arbeitsplatz annimmt und nach zwei Wochen wieder ausgestellt wird, weil er unpünktlich und mit ihm nichts anzufangen ist, kann nicht mit Sanktionen belegt werden“. Haderthauer verlangt nun von der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Katalog von Strafen deutlich zu erweitern. Zudem müssten die derzeitigen Arbeitsmarktinstrumente erweitert werden, um „Langzeitarbeitslose zurück in die Arbeit“ zu bringen. Neben der Jobsuche sollen Jobcenter-Mitarbeiter auch eine Art „Lebenskompetenz“ beibringen, wie beispielsweise den „Umgang mit Haushaltsgeld“.

Erstmal ist der Zwang zur Annahme eines Arbeitsplatzes mit dem Grundgesetz prinzipiell nicht zu vereinbaren – ich bin mir aber sicher, das man sich um diesen demokratischen Grundsatz schon erfolgreich herumgemogelt hat. Das Hereinregieren von Jobcentermitarbeitern (deren Qualifikationen generell sehr fraglich sind) in den privaten Haushalt stellt eine völlige Entmündigung da … und wer nach noch mehr Sanktionen schreit, um die Arbeitslosen endlich von der Straße zu bringen und dabei nach Regelsatzstreichung schielt, der fordert nichts anderes als die ENDLÖSUNG der ARBEITSLOSENfrage mit brutaler Gewalt.

Was ist mit der alleinerziehenden Mutter, deren Kind während der Arbeitszeit erkrankt? Sie wird gekündigt oder verliert ihr Kind. Was ist mit dem Behinderten, der die Arbeit vor Schmerzen nicht mehr aushält? Mit den Alten, die einfach nicht mehr so schnell rennen können?

„Laßt das Gesochse verhungern!“. Viel mehr bestrafen kann man Langzeitarbeitslose kaum noch. Im Namen der Aufschwungstatistik sollen sie gefälligst ins Gras beißen … und so etwas darf man im Deutschland des Jahres 2011 als Mitglied einer Landesregierung wieder offen fordern ohne vom Staatsschutz abgeführt zu werden?

Daran kann man erkennen, wie weit die Destabilisierung der Demokratie schon fortgeschritten ist. Ein US-Einfluß auf die Entwicklung ist damit noch nicht bewiesen.

Wir können aber ganz schnell mal wieder von unten nach oben schalten und entdecken überraschenderweise, das Frau Haderthauer  nach den gleichen Prinzipien reagiert wie der IWF, siehe Deutsche Welle:

Gestützt wird die Kritik an den internationalen Finanzorganisationen von einem prominenten Insider, der sich durchaus nicht als Gegner der Globalisierung versteht. Der frühere Chefökonom der Weltbank Joseph Stiglitz, 2001 mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet, wirft in seinem Buch „Die Schatten der Globalisierung“ von 2002 dem IWF vor, mit seinen Auflagen immer wieder die Ungerechtigkeit im weltweiten Armutsgefälle forciert zu haben.

So berichtet Stiglitz über Indonesien, wo der Großteil eines Milliardenkredits zur Bezahlung privater Kredite aus den Industrieländern dienen sollte, während den Armen im Lande die Subventionen für Nahrungsmittel gestrichen wurden.

Schauen wir uns jetzt noch einmal den Charakter der Leiter solcher Organisationen an, die mit Geld Weltpolitik, Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik machen, dann sollte uns eigentlich nichts mehr wundern, siehe Handelsblatt:

Kurz vor seinem Abflug aus New York ist der IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn verhaftet worden. Er soll in New York ein Zimmermädchen zum Sex gezwungen haben. Es ist nicht sein erster Skandal.

Man fragt sich, wie kommen solche moralisch fragwürdigen Menschen eigentlich in solche entscheidenden Positionen? Wieso wird gerade ein steineschmeissender Pseudogrüner Aussenminister und nicht einer aus der Friedensbewegung?

Nun, die Antwort steht weiter oben: wenn eine Person des Treibstoffnetzwerkes reagiert, gibt es Bargeld. Kann man jetzt verstehen, warum ich bei solchen Nachrichten aus dem Manager Magazin 2002 sehr unruhig werde:

Özdemir hatte die Aufnahme eines 80.000-Mark-Kredits (rund 41.000 Euro) bei Hunzinger im Januar 1999 öffentlich bedauert und angekündigt, das Geld umgehend vollständig zurückzuzahlen. Er sagte, dass das Geld keine Spende oder Schenkung gewesen sei, sondern ein normaler Kredit.

Und so wird auch am heiligen Sonntag aus dem alltäglichen Nachrichenpuzzle ein Horrorbild. Bilder dieser Art würde ich mir von den Medien in Deutschland wünschen. Gerne würde ich sie mir im Lehnsessel zu Gemüte führen und mich beruhigt zurücklehnen, weil ich weiß, das aufgepasst wird.

Stattdessen werde ich über die Probleme von Filmsternchen, Fussballtrainern und FDP-Tränchen informiert, bis ich keine Lust mehr habe, weiterzulesen.

 

 

 

 

 

 

Die Korporatokratie, die Angst in Deutschland und der Untergang der USA 2011

[local] 

Gestern hatte ich eines jener Erlebnisse, die man kaum vergißt: die Begegnung mit nackter Angst. Das hat mich nicht unberührt gelassen. Mitten in Deutschland bei bestem Wetter in sicherer, vertrauter Umgebung mit Angst konfrontiert zu werden, irritiert. Es gibt keinen Grund, in diesem Land Angst zu haben – so dachte ich bis gestern. Jedenfalls nicht in der Eifel. Die Ursache der Angst? Die Person – weiblich, hoch gebildet, gut situiert, helles Gemüt, voll im gehobenen Vereinsleben stehend – hatte ausgesprochen, das es „vielleicht keine Klimakatastrophe gibt“ – und sich erschrocken die Hand vor den Mund geschlagen und sich panisch umgeschaut.

„Darf man das überhaupt sagen?“ … hoffentlich hatte es keiner gehört.

Ich stand da und fragte mich: wo lebe ich eigentlich hier? Was geht da draußen vor sich, das meinen Mitbürgern solche Angst macht?

Heute morgen streife ich durch die Nachrichten und merke: es ist gar nicht verwunderlich, das Menschen in diesem Lande wieder Angst haben die Wahrheit auszusprechen. Die Wahrheit? Ja. Als ich im März 2003 in kurzer Hose im Garten saß, da war mir klar: Klimakatastrophe.  Wer mir dieses Jahr mit Klimakatastrophe kommt, dem zeige ich meine unverbrauchten Tuben Sonnencreme – oder meinen Ginkobaum, der eingeht, weil es zu kalt ist.

Die Wahrheit ist jene, die John Perkins in seinen Berichten über das, was er Korporatokratie nennt, berichtet hat: alle Gewalt geht nicht mehr vom Volke sondern von den Konzernen aus. Und sie demonstrieren ihre Macht überdeutlich und ganz öffentlich:

Auch die Vorkämpfer der großen Pharmamultis, vereint im Verband forschender Arzneimittelhersteller, waren erfolgreich: Künftig soll nicht mehr der unabhängige Gemeinsame Bundesausschuss die Kriterien festlegen, nach denen neue Arzneimittel bewertet werden, sondern das Gesundheitsministerium – das die Industrie für beeinflussbarer hält.

Quelle: Spiegel-online

Wie man da was beeinflußt, zeigt zum Beispiel der Siemenskonzern:

Ein ehemaliger griechischer Minister hat zugegeben, vom deutschen Siemens-Konzern 1998 Schmiergelder in Höhe von mindestens 450.000 Mark erhalten zu haben. Das Geld wurde auf ein Schweizer Bankkonto überwiesen. Steuerfahnder durchsuchten die Zentrale von Siemens-Griechenland.

Quelle: Welt

Parteien und Gewerkschaften kriegt man ganz schnell in den Griff – einfach die Spitze kaufen und schon läuft das Geschäft, schon kann man ein Land regieren und seine Vorstellungen durchdrücken, ohne je gewählt worden zu sein. Machen Regierungen genauso:

Auf dem Millenniumsgipfel der UNO hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine stärkere Erfolgskontrolle bei der Entwicklungshilfe ausgesprochen. „Zweifellos müssen wir die Wirksamkeit der Instrumente der Entwicklungspolitik weiter verbessern“, sagte Merkel in ihrer Rede vor dem Plenum in New York. „Es kommt also darauf an, begrenzte Hilfsgelder so nutzbringend wie möglich einzusetzen.“

„Leider müssen wir aber heute sagen, dass wir nicht alle Ziele bis 2015 erreichen werden“, sagte Merkel. „Dennoch bleiben die Ziele gültig und müssen konsequent durchgesetzt werden.“

Quelle: yahoo

Wir wollen was sehen für unser Geld. Hartz IV für Hungerländer – wer nicht pariert, dem wird´s gestrichen. Ein-Euro-Jobs haben die schon alle, da sind die vorbildlich.

Wie man Marktmacht zu Konzernmacht und gesellschaftlicher Macht umbaut, demonstriert gerade der Siemenskonzern:

Siemens gibt seinen Beschäftigten in Deutschland weitreichende Garantien zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Vorstand, Gesamtbetriebsrat und IG Metall wollen nach Informationen von WELT ONLINE an diesem Mittwoch ein Abkommen unterzeichnen, das die 128.000 Mitarbeiter in Deutschland vor Entlassungen schützt. Das Besondere: Die Vereinbarung soll unbefristet gelten.

Quelle: Welt

So schmiedet man eine Allianz zwischen Korporatokratie, Gewerkschaften und Arbeitnehmern, die klassische gesellschaftliche Muster völlig aushebelt und das Volk in konzerntreue Nützlinge und konzernfeindliche Schädlinge aufteilt.

Bei den Gewinnmargen, die dort inzwischen eingefahren werden und bei den Steuererleichterungen  haben die genug Geld übrig, sich zu kaufen was sie wollen: Land, Grundstücke, Minister, Söldner, Meinungen … kostet ja alles nur Geld. Und das ist im Überfluß vorhanden:

Ähnlich auch Siemens: Der Weltkonzern zahlte 1995 trotz eines Bruttogewinns von 2,6 Milliarden Mark keinen Pfennig Ertragsteuern in Deutschland die fälligen Steuern – 19,9 Prozent oder 518 Millionen Mark – kassierte ausschließlich der ausländische Fiskus. Fünf Jahre zuvor hatten die Ertragsteuern von 1,6 Milliarden Mark den Bruttogewinn von Siemens noch mit 47,6 Prozent belastet.

Nicht nur BMW und Siemens, sondern alle großen deutschen Konzerne setzen den Finanzminister auf Diät. Das geht aus einer Studie hervor, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung der Uni Mannheim demnächst veröffentlichen wird. Die Mannheimer haben die tatsächliche Steuerbelastung von dreißig großen deutschen Aktiengesellschaften in den vergangenen Jahren untersucht. Nimmt man den Schnitt dieser Unternehmen, so ist die Ertragsteuerquote, also der Anteil der Steuern am Bruttogewinn, zwischen 1989 und 1994 von mehr als 48 Prozent auf nun noch knapp 24 Prozent gefallen.

Quelle: Die Zeit, 1997

Es ist eine ältere Studie, aber Trend zur Großzügigkeit für Korporatokraten hält an, wie einer Studie von Price-Waterhouse zu entnehmen ist:

PwC-Weltbank-Studie: Weltweite Steuer- und Abgabenquote der Unternehmen sinkt 2008 leicht / Deutschland liegt bei der Gesamtbelastung auf Rang 112 von 183 / Sozialabgaben belasten Unternehmen in der EU weiterhin stark

Quelle: Innovationsreport

Price-Waterhouse ist die Unternehmensberaterfirma, die Kapital für die Mafiawindräder sucht – siehe dort. Die werden auch solange weiteragieren, bis Unternehmen keinerlei Steuern oder Sozialabgaben mehr leisten müssen, dafür aber Bleibegeld vom Staat bekommen.

Die folgen dieser ungebremsten Konzernmacht sieht man gerade in den USA, ein Land, das merkt, wie einem wird man man … überflüssig wird und nicht mehr gebraucht wird. Das Geburtsland der Konzerne wird jetzt abgebaut, die haben eine neue Heimat gefunden:

Im US-Bundesstaat Kalifornien gibt es laut „L.A. Times“ bereits acht Bezirke, die eine Arbeitslosenrate von über 20 Prozent aufweisen.

Die „Mortgage Bankers Association“ hat im Mai 2010 bekannt gegeben, dass mehr als 10 Prozent aller US-Hausbesitzer zwischen Jänner und März zumindest eine Rate ihres Hauskredits nicht zahlen konnten. Das ist ein Rekordhoch. 2009 lag der Wert noch bei 9,1 Prozent.

32 US-Staaten sind laut „EconomicPolicyJournal.com“ nicht mehr in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen, Arbeitslosengelder auszuzahlen. Die US-Regierung muss für die Staaten einspringen. Allein Kalifornien musste sich sieben Milliarden Dollar ausborgen.

Mehr als 40 Millionen Amerikaner beziehen Essensmarken. Das ist ein trauriger Allzeit-Rekord. Aber der Höhepunkt dürfte noch nicht erreicht sein. Das US-Landwirtschaftsministerium geht laut Nachrichtenagentur „Reuters“ für 2011 von einer Zahl von 43 Millionen Amerikanern aus, die Essensmarken in Anspruch nehmen.

1950 lag das Verhältnis der Gehälter von Managern im Vergleich zum durchschnittlichen Arbeiter bei 30:1. Seit dem Jahr 2000 ist dieses Verhältnis auf 300-500:1 explodiert.

Jener Teil der Amerikaner, die zu den unteren 40 Prozent der US-Einkommensbezieher zählen, besitzen zusammen weniger als ein Prozent des nationalen Reichtums.

Laut den US-Strafverfolgungsbehörden gibt es in den USA mehr als eine Million Mitglieder krimineller Banden. Diese sind für rund 80 Prozent aller Verbrechen verantwortlich, die pro Jahr in den USA verübt werden.

Quelle: Schnittpunkt 2012

Und die Zukunft sieht für die nicht gerade rosig aus:

Was heißt das für die Märkte?

Es sind meine Prognosen für das nächste Jahr, die viele schockieren: US-Aktien fallen um 60 Prozent, ein S&P 500 auf 450 Punkte – derzeit liegt er bei 1 100. Einem Dax beispielsweise blüht das Gleiche, weil andere Märkte kein Eigenleben führen können. Meine Prognose wären hier 3 600 Zähler. Der wirtschaftliche Rückfall stützt natürlich die Anleihen auf ihrem Höhenflug. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries rutscht dann im Extrem noch auf eineinhalb Prozent, die der deutschen Bundesanleihen sogar darunter.

Woher nehmen Sie diese Horror-Prognosen?

Die Anleihemärkte stellen sich ja schon auf mein Depressionsszenario ein. Sie reagieren meist recht schnell. Nur die Aktienmärkte sind noch blind auf beiden Augen.

Quelle: Handelsblatt

So etwas stört aber keinen Konzern. Schon längst baut man sich neue Freunde auf – ohne Rücksicht auf Verluste:

Megadeal für die amerikanische Waffenindustrie: Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Kuwait haben in den USA laut „Financial Times“ Rüstungsgüter für fast 123 Milliarden Dollar bestellt. Die arabischen Staaten wollen damit dem Iran die Stirn bieten.

Quelle: Spiegel-online

Saudi-Arabien – ein Freund der USA und ein besonderer Freund der Korporatokratie (siehe John Perkins, Bekenntnisse) befindet sich immer noch im Kriegszustand mit Israel – einem Freund der USA aber keinem besonderen Freund der Korporatokratie.  Laut offizieller Verschwörungstheorie waren die meisten der Attentäter vom 11.9.2001 aus Saudi-Arabien (was für Afghanistan und den Irak schlimme Konsequenzen hatte), laut inoffizieller Verschwörungstheorien war der Mossad an den Angriffen beteiligt – Konzerne gewinnen durch beide Theorien und erst Recht dadurch, wenn der bestehende Krieg gegen Israel wieder heiß wird, weil die USA schwach geworden sind.

Und man sorgt auch schon für die Zukunft vor … in Zusammenarbeit mit anderen neuen Freunden:

Die Angriffe der BRIC-Staaten auf den US-Dollar als Leitwährung haben deutliche Spuren hinterlassen. Nahezu unbemerkt blieb bisher, dass der IWF in einer Studie durchgespielt hat, den Dollar als Leitwährung durch eine noch zu schaffende Währung abzulösen. Gesprochen wird dabei vom „Bancor“, den einst John Maynard Keynes als Weltwährung vorgeschlagen hatte. Die Überlegungen gehen über die [local] chinesischen und russischen Vorschläge hinaus, den Dollar durch Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu ersetzen. Einher gehen die Überlegungen mit dem wachsenden Einfluss von China, dessen Stimmrechte im IWF deutlich wachsen werden. Das Land wird zu Japan auf den zweiten Platz aufschließen, wird bereits berichtet.

Quelle: Telepolis

Wenn der Dollar wankt, brechen die USA zusammen. Sie haben sonst nichts mehr, wie im Handelsblatt zu lesen ist:

Überschuldung und explodierende Haushaltsdefizite, ein gelähmtes und zerfallendes politisches System, verschlafene Investoren: das alles erinnert an das Lateinamerika der 80er-Jahre. Wenn die Nordamerikaner nicht aufpassen, droht ihnen dasselbe Schicksal. Ein Gastbeitrag des Chefs der amerikanischen Fondsgesellschaft Pimco.

Aber man braucht nicht in die Welt hinauszuschauen und die düsteren Wolken zu sehen, die sich dort zusammenballen um Angst zu bekommen. Es reicht schon ein Blick in eine deutsche Zeitschrift:

Ein Gesinnungswandel ist da zu beobachten: Arbeit ist nicht mehr nur Broterwerb, sondern Stütze fürs Selbstbewusstsein. Sie bringt Sozialkontakte, festen Tagesrhythmus, geistige Herausforderung. Studien zeigen, dass Menschen mit Arbeit glücklicher sind als Arbeitslose – egal welchen Alters. Forscher haben herausgefunden, dass eine erfolgreiche Jobsuche glücklicher machen kann als die eigene Hochzeit.

Quelle: Manager-Magazin

Die Heirat mit dem Konzern wird zum wichtigsten Ereignis im Leben, der Konzern wird Partnerersatz, Quelle des Glaubens und der Wahrheit.

Der Konzern wird Gott und seine Wahrheiten Gebote.

Und wenn der Konzern sagt: „Es werde Klimakatastrophe“ dann gibt es Klimakatastrophe, bis dieser Mythos seinen Sinn erfüllt hat und wie andere Mythen von Ozonloch bis Schweingegrippe innerhalb weniger Tage in Vergessenheit geraten, weil der Konzern andere Wahrheiten als nützlich erachtet.

Kein Wunder, das man in dem Klima darauf achten muß,  wer von den eigenen Zweifeln an der Konzernwahrheit Wind bekommt.

Das könnte ja den Job kosten.

Die letzten 100 Artikel