Volksverpetzer

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Die Eiterblase ist geplatzt … es war aber nur der erste Plopp!

Betreutes Denken

Der „streng wissenschaftliche“ Schwefel wurde nun also unversehens durchgezündet so wie das Ammoniumnitratlager im Hafen von Beirut. Jahrzehntelang hat man ihn täglich über alle medialen, politischen und akademischen Kanäle in unsere Köpfe gestreut. Ein vergleichsweise kleiner Funke hat gereicht, um nun die gesamte Hitech-Infrastruktur hochgehen zu lassen. Über den Grund für diese Explosion wird eifrig spekuliert. War es Angst? Schlichter Leichtsinn? Hat sich ein Virologe inmitten eines Pulverfasses leichtsinnigerweise eine Zigarette angeraucht? Ein gezielter Anschlag? Eigentlich reichen ja alle Verschwörungstheorien zusammengenommen nicht hin, um einen perpetuierten Irrsinn von solch globalem Maßstab wie „Corona“ zu erklären. Ich für meinen Teil vermute, dass in den Geschichtsbüchern der Zukunft über die Ursache des Corona-Lockdowns einmal derselbe Grund angeführt sein wird, mit dem in Zeitungen auch das von deutschen Soldaten begangene Massaker von Kunduz beschrieben wurde: „Eine Mischung aus Dummheit, Arroganz und Unfähigkeit.“

Derzeit wird ja vielfach die Frage aufgeworfen, wie es denn nur sein könne, dass auch intelligente Menschen so einem Wahnsinn wie den offenkundig haltlosen und hanebüchenen Corona-Zahlen und PCR-Tests aufsitzen – deren Falsch-Positiv-Rate, wie selbst Corona-Profiteur Söder vor laufenden Kameras zugegeben hat, sich mittlerweile in der gleichen Größenordnung bewegt wie die Zahl der „real“ Infizierten, welche in der überwiegenden Anzahl der Fälle wiederum nicht geringste Krankheitssymptome zeigen, sondern kerngesund sind … aber lassen wir das, es ist müßig und sorgt nur für noch mehr Wut bei denen, die sich Corona nicht mehr wegnehmen lassen wollen wie einen liebgewonnen Teddybären. Man muss es verstehen. Dieser Teddybär lässt einen endlich alle anderen, wirklich abgründigen Probleme des Zeitgeschehens vergessen. Der im neoliberalen Berufsalltag erschöpfte und ohnehin nur noch im Notprogramm bis zum nächsten Wochende hechelnde Bürger ist damit von allen anderen globalen Schrecknissen vorerst befreit. Umweltzerstörung, ein biblisches Artensterben, Kriegsgefahr zwischen den nuklearen Großmächten, das Eingesponnenwerden in eine erbarmungslose Leistungs- und Überwachungsmaschinerie nach chinesischem Vorbild, gestützt durch 20.000 geplante 5G-Starlink Satelliten, die das letzte Fleckchen Erde bestrahlen und screenen werden – Satelliten, die im Zusammenspiel mit im 100 Meter-Raster über unsere marktkonformen Landstriche gespannten 5G-Basisstationen das allergrößte Menschheitsverbrechen ermöglichen, das homo sapiens endgültig obsolet machen könnte: die wie ein Tsunami heranrollende digitale Transformation samt „Transhumanismus“, der neuen Unsterblichkeits-Zombiereligion der Silicon Valley Apologeten (bitte selbst googeln) … ist derzeit alles aus den Augen, aus dem Sinn. Nur die von prähistorischen Politikertypen wie Söder & Co. erlassenen Masken-, Abstands- und Urlaubsregeln muss man als Bürger befolgen, damit gut isch und Gutes & Gernes Leben weitergehen kann. Um uns auf Trab zu halten, werden diese Regeln wöchentlich geändert, sodass bald kaum noch jemand weiß, was rechtens und was bereits rechts ist.

Lassen wir dieses Spiegelbildbürger-Karussell aber wieder beiseite und kehren wir zurück zur eingangs aufgeworfen Frage: Wie ist es möglich, dass intelligente Menschen sich dermaßen willfährig staatlich-medialer Irreführung unterordnen? Ich will es einmal ganz platt formulieren, auch wenn es vielen aufgeklärten Bürgern gar nicht schmecken wird und sie sich ihres ganzen Stolzes beraubt fühlen werden: Das Ganze ist keine Frage des Intellekts. Mit ganz wenigen Ausnahmen gibt es heute praktisch keine dummen Menschen mehr. Selbst der „Dümmste“ ist mit einem hochgradig zugespitzten Intellekt ausgestattet, wie er heute jedem verpasst wird, der auch nur eine Grundschule absolviert. Gerade dieser „evidenzbasierte“ Intellekt ist jedoch der über den Kopf gestülpte Mantel, der für Tunnelblick sorgt und uns nur an dem orientiert sein lässt, was herrschende Lehre derer ist, die uns hierarchisch übergeordnet sind, die es also „schon wissen werden“.
 
Wirklich selbständiges Denken und Hinterfragen war nie Teil dieser Ausbildung und wurde während dieser Zeit sogar mit harten, unmittelbar erfolgenden Sanktionen geahndet. Vor allem wurde durch das Übermaß an „Wissen“ jedes Fragen und Staunen fast vollständig erstickt. Gerade diese menschlichen Regungen des Staunens und Fragens wären aber für ein gesundes Innenleben essentiell. Sie sind fast ausgetilgt. Leider vielfach auch bei denen, die bereits ahnen, dass an dem Räderwerk unseres neoliberalen Systems etwas nicht stimmt und wir katastrophalen Verhältnissen entgegengehen, daher dringend etwas ändern sollten. Auch sie versuchen oft bloß, die besseren Jusos zu sein und appellieren in politisch korrekter und irgendwie auch löblich netter Weise an die Vernunft eines bereits korrumpierten Intellektualismus, einer vollständig korrumpierten Politik und einer ebenso institutionell korrumpierten, konzernwirtschaftlich dominierten und drittmittelfinanzierten „Wissenschafts“-welt, dass diese sich doch gefälligst ein bisschen zusammenreißen und sozialverträglicher agieren solle.
 
Ich werde ein andernmal noch darauf zurückkommen, aber nach langer Überlegung ist das, was uns derzeit den Garaus zu machen droht, imho nichts anderes als: Unsere intellektuelle Eitelkeit!
 
Diese ist der Wurm, der sich in die Gewänder vermeintlicher Alternativlosigkeit und Wissenschaftlichkeit verschlüpft hat, der verhindert, dass wir uns konsequent mit der Wahrheit konfrontieren und endlich neue, menschenwürdige Perspektiven eröffnen. Mittlerweile hat dieser Wurm in unseren Köpfen ein Emmentalerlabyrinth angelegt, in dem er nach Belieben die Synapsen entlangkriechen und Kurzschlüsse verursachen kann. Es ist eine Sysiphos- und Herkulesarbeit zugleich, diesen ins eigene Innere eingedrungenen Wurm wieder auszutreiben und den Müll, den er in seinen Gängen hinterlassen hat, zu entsorgen. Viele winken angesichts solch bevorstehender Arbeit sogleich ab, versuchen den Wurm stattdessen sogar zu etwas Alternativlosem und „Smartem“, also zum Gutem & Gernen zu erklären. Vielleicht meint er es ja einfach nur gut, der Kahlfraßwurm und wir brauchen in der digital transformierten Welt, in die er uns führt, nicht mehr arbeiten. Wer meint, dass das kommende Neanderdigitaler-Paradies in Wirklichkeit eher Dantes Eishölle gleichen wird, der ist ein Feind des Wurms. Er wird derzeit von den Statthaltern des guten & gernen Lebens auch umgehend ausgemacht und von Faktencheckern „debunked“. Eine „eigenartige Kombo aus Gratis-Engagierten und älteren, elitären Freizeithumanisten“ (© M. Gelau) macht derzeit Jagd auf alle, die das Alternativlose in Frage stellen. Ganz ohne Verschwörung reicht eine Hand die andere. Das Ganze funktioniert schlicht aus sportlichem Ehrgeiz und mit guten und gernen Gründen. Zielscheiben und spottwürdige Figuren, die dem gereizten („besorgten“) Bürger in der virtuellen Schießbude vorgeführt werden, gibt es zur Genüge. Auch derjenige Volksverpetzer, der in seinem Leben noch nie etwas Sinnvolles geleistet hat, darf sich zum Hobby-Inquisitor aufschwingen und mit seiner Pumpgun genüsslich einige Schrotladungen auf diese (zugegeben oft unprofessionell und linkisch wirkenden) Ketzer abzufeuern, die sich dem auf Hochglanz polierten Konsensmoloch (©  W. Reiser) entgegenstellen und damit unserem Tönnies-Lifestyle gefährlich werden.
(P.S.: Keine Sorge, ich spreche das nicht aus Arroganz, sondern viel mehr aus Betroffenheit aus, da ich diesen widerlichen Wurm auch in meinen eigenen Gehirnwindungen ausgemacht habe. Man kann ja heute kaum noch am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen, ohne dass man nicht zumindest zu einem gewissen Grade auch der Lüge huldigt. Und das war in Wirklichkeit schon in den Jahren vor „Corona“ so. Nun ist eben nur eine Eiterblase geplatzt, über deren Größe wir uns zwar wundern, die aber vermutlich nicht die Letzte und auch nicht die Größte gewesen sein wird.)

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