Volker Bruch

This tag is associated with 2 posts

Auf dem Weg zum Wahrheitsministerium – Von Michael Meyen

Den vollständigen Standpunkte-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) finden Sie hier: https://apolut.net/auf-dem-weg-zum-wahrheitsministerium-von-michael-meyen/

Volker Bruch hat mich für die Aktion #allesaufdentisch zum Thema Faktenchecker interviewt und damit in den Redaktionen einen Nerv getroffen. Neben Verbalinjurien und Versuchen, mich über Fake News oder Kontaktschuld als Sprecher zu delegitimieren, gab es inhaltliche Gegenargumente. Ich danke den Herausgebern von Multipolar für das Angebot, hier darauf reagieren und dabei auch die Belege nachreichen zu können, die bei einem kurzen Bildschirmtreffen zwangsläufig unter den Tisch fallen.

Ein Standpunkt von Michael Meyen.

Erste Vorbemerkung: Das Video hat sein Ziel erreicht. Der Journalismus spricht über die Faktenchecker, auf der großen Bühne. Alle können sehen, hören oder lesen, dass diese Portale ein Problem sind. Ich habe nicht erwartet, dass es Nachdenklichkeit gibt oder gar ein Einsehen, schon gar nicht bei dem Tempo, das die Atemlosigkeit öffentlicher Kommunikation im Plattform-Zeitalter offenbar verlangt. Manche Reaktionen auf die Aktion #allesaufdentisch waren schneller online, als man so viele Videos überhaupt sehen, geschweige denn einordnen und bewerten kann.

Zweite Vorbemerkung: Wer das Prinzip „Faktencheck“ angreift, zielt auf die Ideologie des Journalismus – auf den Glauben, der diesen Berufsstand in seinem Innersten zusammenhält. Objektivität, Neutralität, Autonomie: Diese Trias wurzelt nicht im Journalismus oder gar in der Demokratie, sondern im Kapitalismus und ist nach 1945 von den US-Amerikanern nach Deutschland gebracht worden. Auch vor 1933 konnte man hierzulande mit Zeitungen Geld verdienen, jeder wusste aber, dass die einen für Weimar sind, die anderen für den Kaiser und manche auch für die Weltrevolution. Nicht wenige Verleger haben für solche Ziele draufgezahlt (1).

Nach dem Krieg haben die neuen Herren im Westen ein Ideal gepredigt, das dem Gott des Geldes dient und verschleiert, welchen Einfluss Menschen mit Macht und Besitz auf die Inhalte haben. Kommerzielle Medien streben außerdem nach Publikumsmaximierung. Da stört jedes offene Bekenntnis. Wer „wahre“ Nachrichten verspricht, umarmt nicht nur alle Weltanschauungen, sondern hat einen zweiten, viel größeren Vorteil: Das Publikum merkt nicht, wenn es gelenkt werden soll. Was auf der Titelseite steht oder am Anfang der Tagesschau, muss das Allerwichtigste sein. Wir sind doch objektiv, neutral und unabhängig. Ging also gar nicht anders (2).

Schwierigkeiten mit der „Wahrheit“

Dritte Vorbemerkung: All das sagt nichts gegen gründliche Recherche oder gegen den Wunsch, möglichst viele Stimmen zu hören, bevor eine Geschichte veröffentlicht wird. All das sagt auch nichts gegen interne Kontrollen. Vier Augen sehen mehr als zwei und acht vermutlich (fast) alles. Martin Zeyn warf mir im Bayerischen Rundfunk vor, ich hätte unterschlagen, „dass Magazine wie The New Yorker oder der Spiegel schon lange vor 9/11 Abteilungen hatten, die jeden Artikel auf Faktentreue kontrolliert haben. Nur traten die nie öffentlich in Erscheinung.“ Ich habe das nicht unterschlagen. Es handelt sich schlicht um ein anderes Thema, einerseits. Das gilt auch für die „intensiven Debatten“ (Martin Zeyn), die der Journalismus nach jedem Fehlschlag führt. …

53 Schauspieler melden sich zu Wort

53 Schauspieler melden sich zu Wort und setzen sich ein, für die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung.
Setze auch dich ein, für die Maßnahmen der Bundesregierung.
Gehorche, sei wachsam, werde Gehilfe / Melder der Bolisei und IM des Verwaschungsschutz, es soll dein Schaden nicht sein.

Alexandra Marinescu, Ben Münchow, Bernd Gnann, Cem Ali Gültekin, Christian Ehrich, Christine Sommer, Claudia Rippe, Dietrich Brüggemann, Felix Klare, Gianna Valentina Bauer, Hanns Zischler, Heike Makatsch, Inka Friedrich, Jan Josef Liefers, Jeana Paraschiva, Jens Wawrczeck, Jörg Bundschuh, Jose Barros, Joseph Bundschuch, Karoline Teska, Katharina Schlothauer, Kathrin Osterode, Kea Könneker, Ken Duken, Kostja Ullmann, Manuel Rubey, Markus Gläser, Martin Brambach und Christine Sommer, Martin Brambach, Maxim Mehmet, Meret Becker, Miriam Stein, Monika Anna Wojtyllo, Nadine Dubois, Nadja Uhl, Nicholas Ofczarek, Nina Gummich, Nina Proll, Pasquale Aleardi, Peri Baumeister, Ramin Yazdani, Richy Müller, Roland Düringer, Samina Dauenhauer, Thorsten Merten, Tina Maria Aigner, Trystan Pütter, Ulrich Tukur, Ulrike Folkerts, Vicky Krieps, Volker Bruch, Werner Eng, Wotan Wilke Möhring

Die letzten 100 Artikel