Viren

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Die offiziellen Zahlen der WHO und die zweite Welle: Ja, wo rollt sie denn?

Ein Standpunkt von Thomas Röper.

Die WHO hat auf ihrer offiziellen Homepage eine sehr gute Seite, auf der man die offiziellen Zahlen der Corona-Infizierten und Corona-Opfer nach Ländern sortiert anschauen kann. Die Ergebnisse zeigen eine Menge interessanter Details auf, aber keine Hinweise auf eine zweite Welle.

Ich lade jeden, ein sich die WHO-Seite selbst anzuschauen, Sie finden Sie im Schriftartikel verlinkt. Ich werde hier nur ein paar ausgewählte Länder, die in den Medien immer wieder genannt werden, und ihre Zahlen zeigen. Hier zeige ich die entsprechenden Screenshots und kommentiere jeden kurz .

Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 6

Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

In Teil 1 und 2 dieser Serie berichteten wir über das erste Hearing des Corona-Ausschusses, mit dem Titel „Lernen vom Untersuchungsausschuss Schweinegrippe“ (1). In Teil 3 und 4 wird die Anhörung zu dem Thema „Die Lage der Menschen in Pflegeheimen“ beschrieben (2). Im 5. Teil begann die Zusammenfassung einer Berichterstattung über die Zustände in Bergamo in der dritten Anhörung (3). Diese wird heute abgeschlossen.

Anhörung von Frau Professor Gatti

Ihre Ausbildung und Tätigkeit beinhaltet Bioengineering, und Frau Professor Antonietta Gatti ist eine Spezialistin für Nanopathologie. Dabei geht es um die Bewertung von Mikro- und Nano-Partikel im Körper eines Menschen und die Analyse von „Verschmutzungen“ mit Mikro- und Nano-Partikeln. Ein Teil der Forschung wurde von der EU gefördert. Frau Prof. Gatti führte bei ihrer Vorstellung aus, dass sie zwar keine Virus-Expertin wäre, aber dass das Virus ein sehr kleines organisches Partikel wäre, mit einer angenommenen Größe von 0,12 µ oder 120 Nanonmeter. Diese Partikel könnten im Blut identifiziert werden. Wenn solche Partikel im Blutkreislauf sind, wären sie nicht „alleine“ unterwegs. Sie müssten mit anderen Blutkomponenten interagieren oder mit Teilen der Umweltverschmutzung, die sich im Blut und in den Organen finden lassen. Diese Interaktionen können auch stärkere biologische Reaktionen hervorrufen. Ihre Forschung wäre in der Lage, diese Interaktionen zu identifizieren, und den Mechanismus zu verstehen, mit dem die Viruspartikel mit den Blutkomponenten interagieren.

Sucharit Bhakdi spricht Klartext: Ist (die) COVID 19-Impfung zu verantworten?

Im jüngsten Interview werden die Hintergründe zur Impfung erklärt.

Warum beharrt die Medizin auf dem Paradigma der Externen Krankheitserreger?

Jens Fleischhut.

Die Infektionstheorie mit Viren als externen Krankheitserregern ist niemals bewiesen worden. Auch ist niemals der Nachweis von Viren mittels der Koch’schen Postulate gelungen. Dies ist wissenschaftlich auch vielfach festgestellt worden.(1) Im Gegenteil ist inzwischen durch die bildgebenden Verfahren der Hirnforschung (fMRT) eindrucksvoll nachgewiesen worden, dass die chronische Aktivierung von unerlösten seelischen Konflikten unterhalb der Bewusstseinsschwelle zu einer progressiven Schädigung von Organen, Knochen, der Funktionen des Skelettsystems, des Zellstoffwechsels und weiterer Körperfunktionen führt. Warum beharrt die etablierte Medizin dann noch auf der inzwischen als überholt geltenden Infektionstheorie durch eine Virusinfektion?

BK5 Lanka entlarvt Drosten als Betrüger

Dr. Barbara Kahler

Molekularbiologe Dr. Stefan Lanka hat Prof. Drosten angezeigt: Wissenschaftsbetrug – danach hat Prof. Drosten Steigerung + Globalisierung der chinesischen Seuchenpanik ausgelöst und bewirkt – vorgegebene Regeln wissenschaftlichen Arbeitens missachtet

Wichtig: sich klar machen, dass weltweiter Seuchenpanik die Überzeugung zugrundeliegt, es gebe krankmachende Viren

Bisher genauso unbewiesen wie ganze Infektionstheorie – Denkmodell von den ansteckenden Krankheiten
Schweinegrippe 2009:

Mehrheit der Bevölkerung wollte sich gegen behauptete Viren der Schweinegrippe impfen lassen

Impfstoffe konnten nicht in übliche Fertigspritzen abgefüllt werden – erstmals neuartiger Wirkstoffverstärker verwendet – Nano-Partikeln – konnte erst kurz vor Impfung zugesetzt werden (technische Gründe)
Diese Wirkstoffverstärker, Adjuvanzien, ohne die ein Impfstoff seine Wirkung nicht entfalten könnte, waren ungetestet
Folge: 93% der Bevölkerung lehnte Impfstoff ab – Pandemie-Planung gescheitert

Beteiligte Pandemie-Planer / Seuchenveranstalter haben aus Versagen gelernt:

Analysierten Ursachen + publizierten Erkenntnisse + Empfehlungen in Ausgabe 12 Dezember 2010 des Bundesgesundheitsblattes unter dem Titel: „Pandemien. Lessons learned“:

Sicherstellung, dass Experten sich in öffentlichen Diskussionen nicht widersprechen
Frühzeitige Einbindung von Leit- und sozialen Medien
Kontrolle des Internet – Verhinderung von Kritik an Maßnahmen
Für uns: Was haben wir aus der Schweinegrippe-Pandemie-Veranstaltung gelernt? Massenhafter Protest hat damals etwas bewirkt –

Was ist heute? Wir haben diktatorischen Ausnahmezustand – symbolisiert durch Maulkorbzwang

Volksverhetzung, Beleidigung, üble Nachrede
Weiter haben wir Verunglimpfung wissenschaftlich begründeter Kritik als Fake News

Dr. Lanka hat hier einen Vorstoß unternommen um einen der sogenannten Experten auf den Prüfstand zu holen →

Untersucht, wie es zu Globalisierung der Virus-Panik durch Prof. Drosten kam:
Prof. Drosten von Berliner Charité behauptet, dass er ab dem 1.1.2020 genetisches Nachweisverfahren entwickelt hat, mit dem Anwesenheit des neuen Corona-Virus im Menschen zuverlässig nachgewiesen werden kann

WHO hat dieses Nachweisverfahren am 1.2020 den Chinesen + allen Nationen als zuverlässiges Testverfahren empfohlen
Das war 3 Tage bevor chinesische Wissenschaftler am 1.2020 die beiden ersten Gensequenzen als Vorschlag veröffentlicht haben –

Chinesische Virologen sagen in Publikation, es gäbe noch keine Beweise, dass die Gen-Stückchen tatsächlich Krankheiten auslösen können
Name der zusammengesetzten Gen-Stückchen: 2019-nCoV

Also: Prof. Drosten benützte wissenschaftlich nicht geprüfte Daten für seinen schnell globalisierten PCR-Test des 2019-nCoV,
das am 7.2.2020 unter Mitwirkung von Prof. Drosten in SARS-CoV-2 umbenannt wurde.

Eindruck in Öffentlichkeit, dass in China tatsächliches gefährliches SARS-Virus entdeckt wurde
Steigerung der Massenpanik
Zu diesem Zeitpunkt sagten alle direkt beteiligten Virologen und sagen bis heute,
dass es keine Beweise gibt, dass dieses neue Virus tatsächlich Krankheiten auslöst

Dr. Lanka sieht damit bewiesen, dass Prof. Drosten
die klar erkennbare Grenze wissenschaftlich gerechtfertigten Handelns
zu einer klar erkennbaren Betrugstat überschritten hat.
Seit 1998: Regeln wissenschaftlichen Arbeitens weltweit definiert – gelten in allen Ländern und in allen Disziplinen:
– Überprüfbarkeit
– Vorhersagen ermöglichen

Prof. Drosten hat Angebot von Lanka für gemeinsame Kontrollexperimente abgelehnt!

Anderer Kontrollversuch: Mit demselben Testverfahren Proben von Menschen mit anderen Erkrankungen testen, mit Proben von Gesunden, von Tieren und Pflanzen zu testen und vergleichen.

ANGEBOT: Dr. Lanka hat Kontrollexperiment entwickelt, bei dem
Ausrede ausgeschlossen ist, verwendetes Probenmaterial wurde zuvor oder während des Versuchs verunreinigt
Übernimmt Kosten für Durchführung, wenn er und neutrale Beobachter bei Testdurchführung anwesend sein dürfen
Jeder Schritt dokumentiert wird
Melden beim Verlag: Link im Volltext angeführt

Frage: Testverfahren von Prof. Drosten weist nur Teilbereiche von zwei Genen nach – aus insgesamt zehn Genen des behaupteten Corona-Virus.

Dr. Lanka – ganz wichtig:
Nachweis von nur kurzen Gen-Stückchen kann niemals Anwesenheit eines intakten, vermehrungsfähigen Virus beweisen
Stoffwechsel bringt ständig große Menge RNA-Gen-Stückchen beliebiger Zusammensetzung hervor, die nicht in Chromosomen auftauchen

Daher: Einfordern der Kontrollversuche entzieht Grundlage für Corona-Hysterie und Angst vor angeblichen krankmachenden Viren.

Helfen wir Dr. Lanka – gehen wir zusammen!

Mein Immunsystem arbeitet phantastisch und gehört mir!

Tagesdosis

Die Welt der Viren – Wie uns die Corona-Krise zwingt, alte Vorstellungen des Lebens zu hinterfragen

Unser herkömmliches Weltbild lehrt uns, Viren zu fürchten. Zahlreiche Krankheiten werden ihnen zugeschrieben, Politiker in aller Welt lassen sich im Zuge der Corona-Krise sogar zu Kriegserklärungen gegen einen unsichtbaren Feind hinreissen. Welch eine Ignoranz, denn in Wahrheit wissen wir nur wenig über die wahre Natur der Viren und ihre Rolle im Rad des Lebens.

Diese winzige Welt, die sich selbst unseren Blicken durch das Mikroskop entzieht, scheint die Schnittstelle zwischen Geist und Materie zu sein. Viren, die nach herkömmlicher Definition noch nicht einmal zu den Lebewesen zählen, sind im Grunde nichts anderes als in Materie strukturierte Information. Und der Austausch von Informationen ist Kommunikation. So sind Viren der Motor der Evolution. Ohne sie wäre Leben, wie wir es kennen, nicht vorstellbar.
Je erfolgreicher wir unser Leben sterilisieren, desto größer wird die Gefahr einer echten Degeneration. Der chaotische Umgang mit der Corona-Krise zeigt uns die Mängel des rein materialistischen Weltbilds auf. Die Krise bietet uns die Chance, alte Vorstellungen zu hinterfragen. Was ist Krankheit und Gesundheit? Wie steht es um das Verhältnis Mensch zu Natur?
Es ist Zeit für eine ganzheitliche Philosophie und Wissenschaft, welche die feinstoffliche, geistige, beseelte Wirklichkeit mit einbezieht.

Die Welt der Viren – Wie uns die Corona-Krise zwingt, alte Vorstellungen des Lebens zu hinterfragen

Home Office #29

Markus Fiedler ist Biologielehrer, Aufklärer und unser Gast bei der 29. Ausgabe vom Home Office. Nicht nur seine Sicht als Lehrer auf die Maßnehmen werden besprochen, sondern wir fragen auch nach den neuesten Impfstoffen und wie sich diese von den bisher bekannten herkömmlichen Impfstoffen unterscheiden.

Das angesprochene Interview mit Andreas Popp finden Sie hier (Klick)

Biologische Kriegsführung: Corona und der Tod aus dem Labor

Um die Herkunft des Corona-Virus ranken sich zahlreiche Gerüchte. Offizielle Stimmen aus Peking und Teheran vermuten das Pentagon als Drahtzieher. Fest steht: An biologischen Kampfstoffen wird intensiv geforscht. Ein „Unfall“ scheint nur eine Frage der Zeit.

Die Türkei und der getürkte Türkenputsch

Digital StillCamera

Montag, 18.7.2016. Eifel. Es wird ja gewarnt vor dem Nachrichtenspiegel. Vieles sei ok, hört man, aber gerade ich würde gerne immer wieder so „leichte“ Verschwörungstheorien einbauen. „Leichte Verschwörungstheorien“ – Sie werden sich sicher fragen, was das ist? Nun: wenn Sie nicht alles auf Punkt und Komma so glauben, wie es Ihnen der Regierungssprecher oder die Wirtschaftsmedien auf den Bildschirm oder aufs Papier diktiert haben. Und wenn die Ihnen so etwas diktieren wollen und Sie kritisieren, wenn Sie ihnen nicht folgen, dann leben Sie – wortwörtlich – in einer Diktatur. Wenn Sie damit zufrieden sind und die Folgen für Ihr eigenes Leben ertragen können, dann können Sie jetzt aufhören zu lesen, denn diesmal gedenke ich nicht nur eine leichte Theorie über eine große Lüge zu formulieren.

Bevor wir aber zu den Details kommen, möchte ich zuerst noch einmal einen Grundsatz moderne Wissenschaft formulieren, ein Gesetz, dass wir uns auferlegt haben, um uns vor Lügnern, Scharlatanen und Verführern zu schützen. Das Gesetz ist sehr einfach – und verlangt auch die Einfachheit von Gesetzen. Heutzutage ist es bekannt als das „Ockhamsche Gesetz“ bzw. „Ockhams Rasiermesser“.  Es dient der Wahrheitsfindung in Zweifelsfällen, entstand über Jahrtausende hinweg, wurde benannt nach Wilhelm von Ockham (1288 – 1347) und gilt als Grundlage moderner Wissenschaftstheorie. Einfach formuliert, besagt es, dass wir von allen möglichen Erklärungen für eine Entscheidung immer die einfachste nehmen sollen, die sich auf die geringste Zahl zusätzlicher Annahmen (Hypothesen) stützt. Ja, Sie sind zurecht stutzig: alles, was Ihnen Lehrer über „Wissenschaft“ beigebracht haben, ist lediglich Theorie – keine Wahrheit. Das sollte Sie nicht weiter stören, der Strom fließt trotzdem weiter – nur: was er im Innersten seines Wesens ist, dieser „Strom“ – haben wir überhaupt nicht verstanden. Genauso wenig wissen wir was Licht ist (und sehen trotzdem) oder Schwerkraft (bleiben nichtsdestotrotz auf der Erde). Wer als Kuh durchs Leben geht, wird mit solchen Fakten auch keine Probleme haben. Fängt man an zu denken (besser: zu fragen), wird es schwieriger. So schwierig wie die Frage: was war denn das für ein seltsamer Putsch in der Türkei? Und was soll das seltsame Geschwafel da drumherum?

Türkei. Was wissen wir eigentlich darüber?  Es gibt da ein paar Fakten, die das Land ein wenig skizzieren, die möchte ich Ihnen nicht vorenthalten (siehe: junge Welt):

„Am 18. Oktober starb im mehrheitlich von Aleviten bewohnten Istanbuler Stadtteil Kücük Armutlu eine 25 Jahre junge Sozialistin. Dilek Dogan wurde während einer Razzia, die sich gegen die vom türkischen Staat verfolgte Revolutionäre Volksbefreiungsfront (DHKP-C) richtete, von Polizeikugeln getroffen, sie erlag ihren schweren Verletzungen. Unmittelbar nach der Tat sprach ihr älterer Bruder, Emrah Dogan, von einer gezielten Hinrichtung.“

Wer das geleakte Video dazu sehen möchte, muss allerdings bezahlen. Wahrheit gibt es nicht mehr kostenlos, sie ist den reicheren Schichten der Gesellschaft vorbehalten – auch bei Linken.

Unglaublich?

Im März diesen Jahres lasen wir folgendes (siehe Spiegel):

„Am Freitag stürmten Polizisten die Redaktion der türkischen Zeitung „Zaman“, das regierungskritische Blatt wurde vom Staat übernommen. Jetzt lächelt Präsident Erdogan von der Titelseite.“

Die Stimmen aus Deutschland und den USA überschlugen sich vor Kritik (während das Schicksal von Frau Armutlu kaum Erwähnung fand) – ohne Konsequenzen. Offen wurde vom Ende der Demokratie gesprochen, doch keiner wollte Sanktionen. Die haben halt kein Öl oder einen Putin. Interessant ist auch die Methode, mit der das Blatt übernommen wurde: es wurde einfach einer Treuhandgesellschaft übergeben – wie die Betriebe der ehemaligen DDR oder europaweit das gesamte Eigentum der europäischen Juden in der Nazizeit. Es lohnt sich, genauer hin zu schauen (siehe Spiegel im Gespräch mit einem Autor der deutschen „Zaman“):

„Das ist ihre Art, sich zu rächen. Der Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“ und einer seiner Kollegen saßen bis vor Kurzem in Haft. Dann ordnete das Verfassungsgericht an, die beiden Journalisten freizulassen.“

Richter standen der totalen Machtergreifung über die Presse in der Türkei im Wege – und stellten sich offen gegen den Sultan. In einer Gesellschaft, die den Anschein von Demokratie wahren möchte (was auch die NS-Diktatur tat, weshalb Ihnen der Weg über Treuhandgesellschaften so wichtig war, siehe hierzu: Götz Aly, Hitlers Volksstaat) und mit plumpen Lügen die Kontrolle über die größtmögliche Masse an Bürgern erhalten will, ein großes Problem. Richter haben ja extra in einer Demokratie einen großen Schutz – damit sich der NS-Staat niemals wieder wiederholt … und viele von Ihnen haben eine Ausbildung, die es ihnen erlaubt, zu begreifen, warum ihr Job so wichtig ist (einmal davon abgesehen, dass manche aus persönlichen Schwächen heraus selbst auch kleine Despoten werden können).

Kommen wir nun zu diesem „Putsch“. Was wollte man uns verkaufen? Das es in der Türkei einen Militärputsch gegeben hat. Alle Medien verkündeten diese „Wahrheit“ in großen Lettern – und ich bin mir sicher, Sie haben das auch geglaubt.

Ich nicht.

Von Anfang an nicht – aus einem einfachen Grund: es fehlten die üblichen Begleiterscheinungen eines Militärputsches. Die Tagesschau erklärte mir dann in einem Nebensatz, warum (siehe Tagesschau):

„Mit zehn Panzern, 1000 Soldaten, sechs Kampfflugzeugen und zwei Hubschraubern könne man keinen Putsch machen, stellt der Militärexperte Mehmet Tezkan von der Zeitung „Miliyet“ fest. „Es war von Anfang an hoffnungslos. Es sollte ein Putsch werden, aber ein Teil der Beteiligten hat frühzeitig aufgegeben.“

Von den Wenigen, die grundsätzlich bereit waren, gaben offenbar etliche früh auf – oder machten erst gar nicht mit. Dadurch konnten wichtige Ziele nicht erreicht werden: die Festnahme von Präsident Erdogan, die Kontrolle über die Fernsehkanäle, die dauerhafte Präsenz an strategisch wichtigen Punkten.“

1000 Soldaten, 10 Panzer, sechs Kampfflugzeuge, zwei Hubschrauber. Wie stark ist eigentlich die türkische Armee? 500000 Mann, die zweitgrößte Natoarmee (siehe Hamburger Abendblatt), 3657 Panzer, 989 Flugzeuge und Hubschrauber (siehe Huffington Post). Ich denke: Sie wussten das nicht. Aber ein Putschistengeneral (und die meinsten Soldaten) dürfte wissen, dass sie sich hier mit der achtgrößten Armee der Welt anlegen. Und das machen sie mit 0,2 Prozent der Streitkräfte, 0,9 Prozent der Luftwaffe und 0,2 Prozent der Panzerstreitmacht? Zudem: was wir sehen – und was vom „Spiegel“ groß als „zerstörter Panzer“ präsentiert wird (siehe Spiegel) ist ein altertümlicher Schützenpanzer aus den fünziger Jahren, der M 111. Er hängt halb über einer Betonsperre – so etwas geschieht bei zu hoher Geschwindigkeit öfter, Betonsperren sind für Panzer nicht ungefährlich, wenn sie darüber hinwegfahren – oder einfach die Kontrolle verlieren. Deshalb waren die Panzersperren im letzten Weltkrieg aus Beton.

Dieses Bild zeigt uns auch die Tagesschau, zusätzlich sehen wir einen ebenfalls leichten, augenscheinlich unbewaffneter Spähpanzer älterer Bauart (siehe Spiegel), der von Passanten „erobert“ wurde. Mit solchen veralteten Spielzeugen macht man keinen Putsch: wo blieben die echten Panzer – unverzichtbar, um die Macht auf den Straßen auszuüben?

Nun – die hatten die anderen. 3647 davon, 245 moderne Leopard 2 Abkömmlinge.

Und das Personal der Putschisten? Veränstigte Wehrpflichtige, die gar nicht wussten, was sie dort taten (siehe Welt), kein Wunder, dass sie so schnell aufgaben: die wollten nie einen Putsch. Kein Wunder, dass auch der türkische Autor der Welt ganz leise Zeifel an der amtlichen Darstellung hat.

Wir behalten Ockhams Gesetz noch im Auge, ja?

Welcher Idiot würde mit so einer winzige, unmotivierten Streitmacht zu einem „Militärputsch“ ausrücken? Welcher seriöse Jornalist würde dies einen Militärputsch nennen … wo doch 99,8 Prozent der Streitkräfte gar nicht involviert waren?

Ach ja: der Idiot. Die Führunsfigur ist bei einem Militärputsch nicht unwichtig, sie ist es ja, die sich an das Volk wenden soll, um sie dreht sich alles, sie muss auch für die übrige Militärführung akzeptabel sein. Haben wir auch nur einen gefunden? Lauschen wir der Tagesschau (siehe Tagesschau):

„Die türkische Regierung hatte zuvor mitgeteilt, dass bereits mehr als 2800 Angehörige der Armee festgenommen worden seien. Anderen Quellen zufolge sind bereits rund 3000 Soldaten, darunter auch Offiziere, in Gewahrsam. Nach Angaben des Senders NTV sitzen auch 34 Generäle in Untersuchungshaft – unter ihnen Erdal Öztürk, Kommandeur der Dritten Armee, sowie der Kommandeur der Zweiten Armee, Adem Huduti.“

Wären zwei von drei Armeen der türkischen Streitkräfte in den Putsch verwickelt gewesen: wir hätten knapp 300000 Soldaten auf dem Feld gehabt. Es waren aber nur 1000 Wehrpflichtige mit veraltetem Material: und da will man mir ernsthaft verkaufen, das 34 Generäle daran beteiligt waren – und zwei Armeekommandeure? Niemand stört es, dass unverblümt von „Säuberungen“ gesprochen wird, dass von 1000 Putschisten schon 2800 verhaftet wurden – plus 3200 Zivilisten?

Bei den laufenden Säuberungen gegen „Viren“ und „Krebsgeschwüre“ sind auch 2700 Richter und Staatsanwälte festgenommen worden (siehe Tagesschau), heute hört man von sage und schreibe 9000 entlassenen Beamten darunter auch 30 Gouverneure (siehe Spiegel), Menschen, die – wie auch Richter – deshalb besonderen Schutz genießen, um eine Machtergreifung von Wahnsinnigen wie in Deutschland 1933 unmöglich zu machen.

Ach ja: Deutschland 1933.  Am 27 Februar 1933 zündete Adolf Hitler den Reichstag an. Nicht persönlich – dafür hatte er Leute. So jedenfalls ist aktuell eine Theorie der Wissenschaft, was dort wirklich geschah, wissen wir bis heute nicht – nur die Einzeltäterhypothes ist schon Tisch, der damals Verdächtige wurde ganz flott schon 2008 freigesprochen (siehe z.B. Mythoelser). Nach Ockhams Gesetz wäre man nie auf diesen Einzeltäter verfallen – man bräuchte zu viele Hypothesen, um diese Theorie aufrecht zu erhalten. Ganz trocken und nüchtern gesprochen – dies gilt im Übrigen auch für den Kennedymord oder „nine-eleven“: die amtliche Version ist weder die einfachste noch die mit den wenigsten Hypothesen – sie sind in beiden Fällen im Gegensatz voller Wunder, die wir einfach hinnehmen sollen, weil die Regierung es so will.

Der Reichstagsbrand kam Hitler sehr gelegen: danach konnte er eine gewaltige Säuberungswelle durchführen.

Wir haben also aktuell die Wahl zwischen zwei Theorien.

Theorie 1: eine bislang immer noch unbekannte Gruppe von „Wehrpflichtigen“ hat – ohne selbst viel Ahnung davon zu haben, dass sie putschen – mit wenigem und veraltetem Material einen von vorn herein völlig aussichtslosen Puschversuch durchgeführt, trotz ihrer militärischen Ausbildung und Kenntnisse, die ihnen hätten sagen müssen, dass sie keinerlei Chance haben, den Putsch durchzuführen. Während diese Gruppe – geführt von bislang Unbekannten – ihre aussichtslosen Aktionen startet, mit Kräften, die selbst der örtlichen Polizei unterlegen waren, bleibt der Großteil der Armee in den Kasernen. Unterm Strich: ein Terrorakt einer kleinen Räuberbande.

Theorie 2: der Geheimdienst, der Erdogan schon frühzeitig warnte, hat vielleicht noch mehr organisiert – was erkären würde, dass er es unterließ, die 99,8 Prozent der regierungstreuen Streitkräfte zu mobilisieren. Wozu auch: die jugendlichen Wehrpflichtigen würden nach Hause gehen, sobald sie merkten, was sie dort eigentlich für komische Befehle befolgten. Stattdessen gab es eine gekonnte (und gut organisierte) Aktion von Erdogananhängern, die im Alleingang mit bloßen Händen den Putsch verhinderten – aus großer Liebe zu ihrem Führer. Was für ein rührender Mythos. Immerhin: es finden sich in der Millionenmetropole Istanbul ganze 1000 Anhänger Erdogans, die den Sieg über das Militär feiern (siehe Spiegel): was für eine überwältigende Masse.

Was für annehmen dürfen: Erdogan (und seine dienstbaren Geister) hatte schon vorher Säuberungslisten anfertigen lassen, die im Rahmen dieses „Putsches“ blitzschnell abgearbeitet wurden – zu einer Zeit, wo noch niemand sicher sagen konnte, ob nicht wirklich 500000 Mann auf den Weg nach Ankara waren – was dann ein richtiger Militärputsch wäre. Der Putsch kam so günstig wie der Reichstagsbrand, er war – so Erdogan selbst – ein Geschenk Gottes (siehe Spiegel, der sofort nach dem Putsch die in Deutschland lebenden Menschen davor warnt, Verschwörungstheorien zu bilden – als Erdogans Wahrheit in Frage zu stellen):

„Dieser Aufstand, diese Bewegung ist wie ein Geschenk Gottes“, sagt er am Samstag bei seiner Ankunft am Istanbuler Atatürk-Flughafen. Denn der Putsch gebe ihm „die Gelegenheit, die Streitkräfte zu säubern“. Jene, die sich an dem Coup beteiligt hätten, seien „Terroristen“.

Deutsche „Sicherheitskreise“ widersprechen der Theorie edes Erdogan, das es eine große Verschwörung aus dem Ausland war, die ihm ans Leder wollte – was jedoch die deutschen Medien nicht daran hindert, beständig seine Version unkritisch zu verbreiten. Sie gehen von einer kleinen Gruppe von Idioten aus (siehe Spiegel):

„In Sicherheitskreisen hieß es am Samstag, offensichtlich habe eine kleine Gruppe von Oberisten und Majoren aus den Landstreitkräften, die dem säkularen Kemalismus anhängen, den Putsch-Versuch gestartet.“

Beweise für diese Theorie gibt es nicht (… allerdings hatte die Hamburger Morgenpost schon einen Namen – ein entlassener Jurist aus dem Generalsstab). Und sie erklärt uns auch nicht die zentrale Frage – mit der wir wieder zu Ockham zurückkehren: wer hat wozu die Verhaftungslisten für 2700 Richter und Staatsanwälte, 9000 Beamte und Governeure sowie 2800 Armeeangehörige im Vorfeld erstellt … ohne zu wissen, dass bald eine „von Gott gesandte“ Gelegenheit kommen würde, diese Listen blitzschnell abzuarbeiten. Wer immer dies getan hat, hatte einen Putsch gegen den demokratischen türkischen Staat im Sinn – und eine Moral, die vor Mord (siehe den Fall der türkischen Journalistin) nicht zurückschreckt.

Für welche der Theorien sollen wir uns also entscheiden?

Das gibt uns unsere Regierung und ihre Medien schon vor. Die Türkei ist nicht zimperlich, wenn es darum geht, andere Länder zu disziplinieren, erst im Mai wurde mit der Kündigung sämtlicher Abkommen gedroht (siehe Spiegel) – und eine der ersten Fragen dieses „Sturmgeschützes der Demokratie“ war: was wird aus dem Flüchtlingspakt (siehe Spiegel). Wird der Sultan Deutschland mit Flüchtlingen aus jenen Ländern überfluten, die er selbst mit zu destabilisieren half? Wird er uns weiter erpressen?

Wer sind wir eigentlich geworden, dass wir solche Erpressungen hinnehmen müssen – von einem Verbündeten?

Was geschieht heute in der Türkei? Die SA marschiert – sie heißt aber nicht so. Es sind glühende Verehrer des Präsidenten, die absonderliches tun und so die Zahl der Opfer drastisch erhöhen (siehe Spiegel):

„Ein Video zeigt, wie in Istanbul ein Mob auf eine Gruppe Ausländer losgeht. In Provinzstädten sollen nach Berichten türkischer Medien Schlägertrupps Jagd auf Menschen gemacht haben, die sie als Putsch-Sympathisanten verdächtigten.“

Sie waren schon zur Zeit des Putsches in überraschend großer Zahl auf den Straßen.  Da kochte eine sehr ungesunde Suppe hoch – in einem Land, das über US-Atomwaffen verfügen kann.

Wer sich für Theorie Nr. 2 entscheidet, ist auf jeden Fall auf der Linie der ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten und Islambeauftrage Dr. Lage Akgün (siehe Facebook):

Wenn ich eins +eins zusammen zähle, komme ich nicht umhin, denen Recht zu geben, die schon um 23.00 Uhr des 15. Juli von einer „Inszenierung “ der Regierung sprachen. Wäre so etwas möglich?
Die Gründe liegen auf der Hand:
1. Die Zivildiktatur voran treiben.
2. Die immer stärker werdende Kritik aus dem Ausland zum Schweigen bringen.
3. Eine Säuberungsaktion beim Militär durchführen, um die verbliebenen Gülen Anhänger zu eliminieren. Diese Säuberungsaktion wird auch die Justiz und die Polizei betreffen.

Und Sie? Wofür entscheiden Sie sich?

Ich bin gezwungen, mich für die Theorie 2 zu entscheiden – als Wissenschaftler muss ich Ockhams Gesetz Folge leisten.

 

 

Die Computerwelt und ihre Tücken

Die nächste Grippewelle kommt. Dieses Mal ist nicht der Mensch das Opfer, sondern die Computer. Täglich geistern neue Viren durch’s Internet und Übersicht hat vermutlich schon lange keiner mehr. Egal ob System-Administratoren, Anti-Viren-Entwickler oder der einfache Benutzer solcher Kisten. Die Masse der PC-Anwender kümmert sich nach wie vor nicht gross um die Sicherheit. Und die welche das machen, hinken den Viren-Programmierern in der Regel immer hinterher, was irgendwo in der Natur der Sache liegt. Zuerst muss was krank sein, bevor man es verarzten kann.

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Aber hier fängt schon der Zirkus an. Fast jedem Internet-Surfer ist es schon passiert, dass plötzlich ein Fenster aufgeht und ein Programm glaubt, die Allerweltslösung für PC-Probleme zu haben. Sollte wider Erwarten des Programms die Kiste optimal funktionieren, werden kurzerhand massenhaft Fehlermeldungen generiert die einem Glauben machen sollen, man stehe kurz vor dem gefürchteten System-Kollaps. Otto Durchschnitt-Benutzer, zu Beginn hoch erfreut über so viel Anteilnahme seitens eines Programmes, klickt schnell mal auf den fast aus dem Monitor springenden Button „Klick mich“. Fenster gehen auf, schliessen wieder, die Festplatte rattert sich durch die Sektoren und dem Otto bleibt nichts anderes übrig, als der Anweisung auf dem Bildschirm zu folgen – „Bitte warten…“

Nach einer gefühlten Ewigkeit erscheint die Meldung, dass der Computer mit einer Unzahl an Viren, Fehlern und sonstigen Sachen verseucht ist. Um der Sache die nötige Dramatik zu verleihen, werden noch diverse Hinweise rot geschrieben. Am grellsten blinkt der „jetzt kaufen-Button“ mit den dazugehörenden Eingabefeldern. Der freundliche Hinweis, dass nach einer Bezahlung die Software sämtliche Fehler bereinigt gleicht dem Gefühl einer Pistole im Nacken. Schnell füllt man die Felder aus und „klick“ ist man 20 Euro ärmer und eine Erfahrung reicher. Was mit einem gemütlichen Surfabenteuer für die nächsten Ferienziele angefangen hat, endete in einem Survival-Tripp für den Computer. Nachdem der Freischaltschlüssel per Mail gesandt wurde, liess sich das Programm zur weiteren Arbeit ermuntern. Aber das einzige was passierte, war das unmittelbare Erscheinen eines Fensters nach der Installation, dass der PC wieder in Ordnung sei. Hat jetzt die Software was gemacht oder nicht. Bei der gezeigten Anzahl Fehler müsste die Kiste glühen. Aber sie schnurrt friedlich vor sich hin.

Solche Systemoptimierer, Aufmotzprogramme und Beschleunigungs-Tools sind das eigentliche Problem der Virenwelt. Wer heut im Netz surft muss stetig auf der Hut sein, um nicht einen Klick zu machen, den er später bereut. Und trotzdem kann es passieren, dass man sich was einfängt und die Kiste zwangsbeglückt werden soll. Surfen ist wie Spazieren im Minenfeld. Ein falscher Klick und das war’s. Es ist eigentlich ein Wunder, dass das Internet mit dem ganzen Datenmüll überhaupt noch funktioniert. Laut einer Studie sind über 90% des Datenverkehrs Spam, Viren und „selbstständig“ agierende Programme. Eigentlich nichts, was man zum Surfen im Internet direkt braucht. Aber genug um das Netz laufend an seine Grenzen zu bringen. Es ist eigentlich ein Wunder, dass die vielen Milliarden Datenpakete pro Tag die Empfänger unbeschadet erreichen.

Hier hört bei den Meisten das Verständnis für die Computerwelt auf. Man kann ja noch nachvollziehen, wie die Festplatte ihre Runden dreht, aber dass dabei Gigabyte an Daten rumgeschoben werden entzieht sich der virtuellen Vorstellungskraft eines Users. Dasselbe mit den ganzen Diensten und Programmen im Hintergrund. Da kann es schnell passieren, dass ein übereifriger Homo Sapiens Digitalis Optimus irgendwas löscht, das er nicht versteht und in seinem Aufräumwahn den Computer ins Nirwana schickt. Dann helfen solche PC-Optimierer auch nichts mehr.

Eigentlich sind die heutigen Kisten viel zu komplex für den Durchschnitzverwender. Er ist gezwungen sich auf die Programme verlassen zu müssen, die ungefragt was rumschrauben, irgendwas installieren und sogar einen Neustart fordern. Die Meisten glauben den Bildschirmangaben und machen brav das, was das Programm von ihnen fordert. Es bleibt einem auch keine andere Wahl. Keiner kann sagen, was zum Beispiel die ganzen Windows-Updates machen, respektive installieren. Die Menge an Updates dieses Betriebssystems lassen die Vermutung zu, dass die Firma „Winzig-Weich“ nur darum so viele Mitarbeiter hat, weil sie sonst mit den Software-Pflastern nicht nachkommen würden.

Wäre ein Auto im gleichen Zustand wie das Betriebssystem bei Auslieferung, hätte ich ein Fahrgestell mit Motor und Lenkung. Fahren kann ich ja schon mal und mit wöchentlichen Updates gibt’s dann noch eine Karosserie, Blinker, Bremsen, Innenausstattung, wobei diese selber wieder mit Pflastern vollgeklebt sind. Hier muss ich dem Bill Gates schon ein Kränzlein widmen. Wie man es schafft ein unfertiges, fehlerhaftes, aufgeblasenes und teils unlogisch agierendes Programm weltweit zu verkaufen, ist eine Meisterleistung. Millionenfach über’s Ohr gehauene Kunden, die auf PC-Supporter angewiesen sind und viele Netzwerke, welche eigentlich nur funktionieren, weil sich der verantwortliche Systemadministrator permanent mit seinem Support an den Rand eines Herzinfarktes bringt.

In meiner Zeit als System-Admin von mittelgrossen Netzwerken habe ich einige lustige/nervige Windows-Eigenschaften erlebt und mich immer wieder gefragt, wie man mit so einem Schrott-Programm Milliarden scheffeln kann. Alternativen gibt es in Form von Linux . Aber das bedingt ein Einarbeiten in diese Software. Bei der heutigen Daddel-Mentalität kann man das nicht mehr vom Benutzer verlangen. Der will nach dem Einschalten sofort loslegen und die Welt mit seinen Mails und sonstigen Datenpakete beglücken. Auch bei Windows ist ein Erlernen der Software so ziemlich sinnlos. Wenn man glaubt die rudimentären Sachen kapiert, respektive gefunden zu haben, dann kommt schon wieder eine neue Version auf den Markt und die Lernerei beginnt wieder von vorne. Die Microsofties erfinden jedes Jahr das Rad neu und verstecken/verändern Programmeigenschaften, die eigentlich gut sind und ausnahmsweise Sinn machen. Wie neulich bei Windows 8 der „Start-Button“. Millionen haben sich seit Jahren an diesen Knopf gewöhnt und die Redmonder glauben ihn irgendwo verstecken zu müssen.

Die oben genannten Fehler und Ungereimtheiten dieses Betriebssystems machten mich misstrauisch. Wenn ein Programm so fehlerhaft ausgeliefert wird, glaube ich nicht, dass mit den ganzen Service-Packs und Updates seriös gehandelt wird. Niemand weiss genau, was diese Updates alles installieren. Man vertraut darauf. Dabei vergessen viele, wie stark der Billy mit all den Geheimdiensten (NSA, CIA), Weltzerstörern (US-Militär), Umweltvergiftern (Monsanto) und Terroristen (US-Regierung) zusammenarbeitet. Wer’s nicht glaubt soll mal recherchieren, wo der Billy-Boy überall involviert ist. Da wird’s einem schlecht.

Von daher glaube ich nicht an die Seriosität seines Handelns, geschweige denn seines Betriebsystems. In meinen Augen ist das der grösste Virus der Welt. Was glauben Sie, welche Geheimdienste ihre Schnüffelprogramme via Windows auf ihren Rechner platziert haben? So ziemlich alle aus den Staaten. Wer ICQ hat(te), darf sich sogar über den israelischen Mossad freuen. Wer sich sonst noch auf der heimischen Festplatte tummelt mag ich gar nicht nachdenken, sonst dürfte ich den PC nicht mehr einschalten. Aber man merkt nichts, sieht nichts und somit ist die Computerwelt scheinbar in Ordnung. Einzig die immer wieder ratternde Festplatte macht misstrauisch und ist ein Hinweis darauf, dass der PC mehr Daten schaufelt als ich ihm gesagt habe. Bei den SSD-Festplatten fällt sogar dieser Indikator weg.

Mit der heutigen Benutzer-Mentalität haben es die Schnüffelprogramme immer leichter. Die Benutzer tummeln sich hauptsächlich nur noch auf der grafischen Benutzeroberfläche und alles was sich darunter befindet, ist entweder zu kompliziert oder zu versteckt, als dass man sich stundenlang mit den Innereinen eines Betriebsystems auseinandersetzen will. Dazu kommt die schlampige Haltung gegenüber den eigenen Daten. Sicherungen sind etwas für den Stromverteiler und nicht für die Festplatte. Und sollte diese unerwartet voll sein, was viele iPhone-Nutzer kennen, dann kauft man sich ein neues Teil. Ganz Clevere schmeissen ihren Dateninhalt auf einen Cloud-Server. Anstatt auf dem heimischen Gerät werden die Daten irgendwo gespeichert. Auch hier sieht man den naiven Seriositäts-Glauben des Durchschnittsusers. Er schaufelt seine Bilder, Texte, vertrauliche Inhalte und sonstiges Allerlei auf einen fremden Server, von einem fremden Anbieter, der in einem fremden Land ist und sich auf fremde Gesetze beruft. Und so einer „fremden“ Instanz wird das Hinterste und Privateste anvertraut. Es wäre das Gleiche, als wenn ich meine persönlichen Dokumente, Kontodaten und sonstige Informationen über mich irgendeinem Wildfremden geben würde, keine Ahnung hätte wo er wohnt, ob er vertrauenswürdig ist und keine Garantie habe, ob ich je meine Daten wieder bekomme. Würde keiner machen, aber bei den virtuellen Wölkchen machen es viele. Ich kann mir das grosse Gejammere jetzt schon vorstellen, wenn sich eine Wolke verdünnisiert hat und alle Daten weg sind.

Deshalb meine Empfehlungen:

Nie persönliche und wichtige Daten ins Netz laden. Sie haben keine Kontrolle darüber, was der Anbieter damit macht. Machen Sie regelmässige Backups auf eine eigene, externe Festplatte.

Updates, respektive die automatische Installation abschalten und nur manuell durchführen. So können Sie bei einem fehlerhaften Update, die Schritte einzeln Rückgängig machen.

Sollte der PC was installiert haben, dass Sie nicht wollen, dann würgen Sie die Kiste ab, reissen den Stromstecker raus oder sonst was. Windows archiviert alle Änderungen beim Runterfahren und wenn es abgewürgt wird, startet es mit der letzten, als bekannt funktionierenden Version wieder neu.

Nach Möglichkeit trennen sie die PC-Arbeit. Ich habe eine Kiste für das Internet und auf dieser habe ich keine Daten, nur Programme. Diese steht in der sogenannten DMZ, das heisst nicht im eigenen Intranet sondern zwischen Internet und meinem Hausnetz. Ein andere PC ist mein Büro und dieser steht im Intranet . Beide Kisten sind separat mit einer Firewall gesichert.

Wenn Sie erfahrener Anwender sind, dann ändern Sie die Ports. Das sind Schnittstellen, über welche die einzelnen Programme kommunizieren.

Lassen Sie keine anderen Personen an ihren Daten-PC. Und wenn dann nur mit eingeschränktem Benutzerkonto. Niemals mit einer Administratoren-Berechtigung rumwurschteln lassen. Klicken Sie NIEMALS auf Mail-Anhänge, deren Absender Sie nicht kennen. Egal ob JPG, EXE, PDF, GIF, alle Anhänge können mittlerweile verseucht sein. Dasselbe gilt bei den vielen Aufforderungen irgendeiner Bank mit ungefähr folgendem Text:“ ..zur Bestätigung ihres Kontos bitte den Button drücken.“ Dasselbe mit: „…Sie haben gewonnen!“

Installieren Sie ein Anti-Viren-Programm. Meine besten Erfahrungen habe ich mit Avira gemacht. Nicht mal die Kaufversion, sondern schon die Freeware. Man bekommt zwar immer wieder Werbung, aber das Programm ist schlank, schnell und müllt nicht das System zu wie McAffee, Norton oder Panda.

Der beste Schutz ist ein generelles Misstrauen gegenüber allen Software-Lobpreisungen. Nichts anklicken, ohne gelesen zu haben und wenn man was nicht versteht, besser sein lassen. Dazu eine Festplatten-Spiegelung, die bei Bedarf einfach wieder zurückgespielt wird und die gecrashte Kiste funktioniert wieder.

Sollte sogar einmal ein Mitarbeiter von Microsoft anrufen und Sie nötigen wollen, irgendetwas runterzuladen, zu installieren oder sonstige Angaben zu machen, dann gönnen sie sich den Spass und erzählen dem „Supporter“, dass Sie mit Windows 3.11 arbeiten. In der Regel bekommen Sie ein Hörspiel geboten, dass Sie selber mit dummen Fragen zum Schenkelklopfer befördern können. Abgesehen davon, der „Supporter“ sitzt in der Regel in Indien, spricht perfektes Englisch oder sogar Deutsch und will nur ihre Zugangsdaten um den PC als „Zombie“ zu benutzen. Amüsieren, aber nichts installieren.

Diese Empfehlungsliste ist mit Sicherheit unvollständig. Aber mit Skepsis und Vorsicht hält man sich den meisten Ärger vom Hals. Dazu noch einen abschliessenden Tipp, den ich selber von einem sehr erfahrenen Administrator bekommen habe: Öfters mal wieder Block und Bleistift benutzen. Das ist oft schneller und einfacher. Zudem ermöglicht es das Erhalten einer Fähigkeit, die man einmal lange geübt hatte: das Schreiben von Hand.

Der Sinn des Lebens

Der Sinn des Lebens

Samstag. 28.9.2013. Eifel. Der Sinn des Lebens – kann man sich heute überhaupt noch ein solch ein Thema wagen? In Zeiten von Promi-Big-Brother, allgemeiner medialer Hatz auf religiöse Menschen und der unterschwelligen Botschaft des „Systems“, dass solche Fragen keinen Sinn mehr machen? Das System hat einen Sinn: arbeiten bis 67 – (bald bis 70 oder 80) und dabei soviel Geld zusammenraffen wie es nur irgendwie geht. Der Sieger ist, wer am Lebensende die meisten Milliarden hat, Verlierer sind die Milliarden, die am Ende des Lebens mangels Geld den meisten Ärger haben. Im Rahmen aller Sinnfindungen der Menschheit ist dies die trübste, armseligste und gemeinschaftsfeindlichste aller Philosophien, die in Verbindung mit Wissenschaft und Technik gerade für das größte Artensterben der bekannten Geschichte verantwortlich ist – ein Massensterben, dass auch unabhängig von jeder Klimaänderung stattfindet.  Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist eine Frage höchster politischer Brisanz – wenn man weiter denkt. Doch bevor wir dahin kommen, müssen wir – wie üblich – einen großen Bogen schlagen.

Ganz schnell kommen hier Menschen auf den Gedanken: jetzt geht es um Gott.

Völliger Blödsinn. Wir wollen uns der Frage nach dem Sinn des Lebens rein rational nähern – alle emotionalen Wahrheiten müssen wir hier ausblenden, auch wenn die Erlebnisse noch so intensiv sind. Ein Blick auf die Religion, die neben der modernen kapitalistisch-naturwissenschaftlich geprägten Gesellschaft existiert – das Christentum – zeigt auch, dass die Frage nach Gott nicht zielführend und sogar streng verboten ist: der menschliche Geist ist zu klein, solche Dimensionen zu erfassen. Manche unternehmen den Versuch aus politischen Gründen, um Macht zu bekommen („sehet her: ich habe das oberste Wesen gefunden. Folgt mir – und ich führe euch direkt in seine Wohnküche … gegen eine kleine Spende, versteht sich!“) – ein weiterer Grund, jedem Reden von Gott aus dem Wege zu gehen.

Folgt daraus aber zwangsläufig, dass wir uns dem Lebenssinn der kapitalistisch-naturwissenschaftlichen Materialistik-Philosophie ergeben müssen, die so wunderbar die Massenverwaltung, Massenausbeutung und Massenvernichtung ermöglicht und für die Gefährdung der Lebensgrundlage der gesamten Menschheit verantwortlich ist?

Nein.

Nichts gegen die Evolutionstheorie. „Evolution“ ist hinreichend beobachtbar. Zwar wäre es denkbar, dass Gott die Erde mit allem was drauf ist vor 6000 Jahren erschaffen hat (der christliche ist so konstruiert, dass er es könnte) und die Dinosaurierknochen samt Höhlenmalereien und versteinerten Bäumen als running Gag hineingelegt  hat – aber eine solche Theorie widerspricht dem Oghamschen Gesetz: zu viele Fragen, zu viele Hypothesen. Er könnte sie auch vor fünf Minuten geschaffen haben – wir würden es nicht merken noch das Gegenteil beweisen können. Das aber führt uns in den Bereich der Beliebigkeit aus der die Krise der Philosophie entstanden ist, als man erkannte, dass man eigentlich überhaupt gar nichts beweisen konnte: der Höhepunkt jeglicher Rationalität.

Wir hätten in dem Moment auch die Philosophie beenden können, wenn nicht schlaue und heute wenig bekannte Menschen eine neue Kategorie eingeführt hätten: die Nützlichkeit. Schopenhauer hatte auch noch eine andere Idee, die uns aus der Sackgasse herausführen sollte („Mitleid“) – doch wir wollen wir ja „wissenschaftlich“ bleiben: dort spielen Emotionen keine Rolle (Liebe, Güte, Mitleid, Empathie, Fürsorglichkeit, der Wunsch nach Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Wohlstand und Sicherheit hat im kapitalistisch-naturwissenschaftlichem Universum keinen Platz – und ist deshalb aktuell stark rückläufig im Rahmen gesellschaftlicher Werte).

Eine Philosophie der rationalen Vernunft ist absolut unnütz, wenn sie nur zur eigenen Nichtigkeit führt. Der Kapitalismus brauchte aber eine nützliche Philosophie: weise Menschen, die staunend und ehrfüchtig die Schöpfung betrachten, fahren keine Rendite ein. Die gehen auch nicht in die Fabrik (oder die Kirche), die bleiben auf der Wiese davor sitzen und genießen die Sonne, nachdem sie für ihren eigenen Bedarf das Feld bestellt haben.

Hier haben wir auch den ersten Sinn, den uns unsere Existenz aufträgt: dem Körper Substanz zuzufügen, aus der er die Energie für den Betrieb ziehen kann. Unterlassen wir das ist schnell Schluss mit der Existenz. Die letzten Bundesregierungen scheinen das nicht ganz verstanden zu haben, als sie die Totalsanktionierung für ungehorsame Arbeitslose eingeführt haben: die sterben dann in der Tat einfach weg. Welch´ Überraschung.

Ohne Lebendigkeit kein Lebenssinn – es gäbe keinen, der die Frage überhaupt erstmal stellen könnte.

Bleiben wir bei dem Körper, weil er uns sehr viel verrät – auch wenn er nicht vom Affen abstammt, sondern vorgestern erst von Gott entworfen wurde.

Vom ersten Moment unserer Existenz haben wir Arbeit – eigentlich schon vorher. Viren und Bakterien trachten danach, unseren Körper zu zerstören, der ein komplexes System entwickelt hat, dagegen an zu gehen.

Fangen wir dann an zu laufen, so galt es Millionen Jahre lang, Zähnen, Klauen, Stacheln und Giften auszuweichen … was im übrigen den von der Kirche vernichteten Katharern den Gedanken eingab, dass ein Gott, wenn es ihn denn gab, nur ein Monster sein kann: fressen oder gefressen werden passt in das Bild der allumfassenden Liebe Gottes nicht ganz hinein.

Eine recht düstere Welt – die Welt des Neuen Testamentes. Hier sind es aber Dämonen, die hinter jeder Ecke lauern, um Krankheit, Unglück und Tod zu bringen.

Nun – im Prinzip sind wir hier in der Welt des kapitalistisch-naturwissenschaftlichen Materialismus (Mächte, die man nicht trennen sollte – sie gehören eng zusammen und erklären, warum die Bewegung der Aufklärung Auschwitz und Hiroshima hervorbrachte – und  immer wieder hervorbringen wird).

Aber hat diese Bewegung die Welt nicht vollständig erklärt?

Ist sie nicht wirklich so, die Welt? Entstanden aus flüssigem Stein, der IRGENDWIE Einzeller hervorgebracht hat, sie sich IRGENDWIE zu höheren Lebensformen entwickelt haben, die dann IRGENDWIE intelligent wurden?

Die Vorstellung, dass Staub Leben hervorbringen kann, läßt sich scheinbar schnell wiederlegen: der Mars hat Staub und Atmosphäre, aber kein Leben. In der Tat läßt sich auch denken, dass sich flüssiges Gestein wie Lava verhält: sie bleibt ewig tot liegen, wenn sie erstmal erkaltet ist. Darüber schwebt nutzloses Gegase in verschiedenster Form, das einfach  zur Ruhe kommt anstatt ruhelos weiter Verbindung einzugehen – viele Planeten scheinen diese Theorie zu bestätigen. Es gibt keinerlei hinreichenden Grund dafür, anzunehmen, dass sich aus lebloser Materie überhaupt irgendwas entwickelt, weshalb die chinesische Philosophie „Leben“ als eigenständiges, fünftes Element entwickelt hat – sowie manche modernen Physiker dieses Element „Bewußtsein“ als Faktor ins Spiel bringen.

Jedenfalls denken wir aufgrund dieser beobachtbaren Tatsachen, dass wir ziemlich allein im Weltall sind.

Der kapitalistisch-naturwissenschaftliche Materialismus behauptet nun, es wäre mal ein Setzkasten in die Luft geworfen worden (der Urknall) und zufällig hätten wir auf der Erde dann eine ganze Zeitung bekommen. Ein schönes, treffendes Bild – und so fremd wie der Gott, der Dinoknochen aus Spaß in eine Welt setzt, um die Menschheit in die Irre (- die Evolutionstheorie) zu führen. Also – beides KANN sein … scheint aber eher unwahrscheinlich.

Zudem ist eine solche Sichtweise extrem unnütz – ja gefährlich sogar. Ausbeutung der Natur und des Menschen – kein Problem. Folter, Mord, Vergewaltigung, Genozid – warum nicht? In einer chaotischen Welt ist doch eh´ alles egal. Zu radikal? Nein – der soziopathische Egomane hat genau dieses gedankliche Umfeld, in dem seine Taten wachsen können: er vernichtet feindliche Matschklumpen, die ihm im Wege stehen: was soll daran falsch sein? Jeder Zombiefilm benutzt dieses Muster – und die Leute sehen es ein.

Wir sehen schon als Menschheit, dass diese Philosophie unsere eigene Auslöschung hervorbringen kann. Den Klauen, Zähnen, Stacheln und Giften der Umwelt konnten wir entkommen, weil wir zusammen gearbeitet haben, Stämme bildeten, effektive Organisationsformen mit Stabs- und Linienfunktion, die mehr waren als nur die Summe der Teile. Die römischen Armeen haben so Weltreiche erobert – und der Mensch an sich sein Leben gesichert.

Der Sinn des Lebens?

Überleben in feindlicher Umwelt.

Ist das Alles?

Nein.

Überleben in feindlicher Umwelt, die …. unserem Geist konstruiert erscheint.

Dafür, dass hier das absolute Chaos der Ursuppe herrscht, haben wir ziemlich viel Harmonie in der Natur – sogar ein „Gleichgewicht“. Siebzehnäugige Tentakelmonster sind so selten wie Landläufer mit drei Beinen.

Wir sehen aber noch mehr – wenn wir wollen.

Wechseln wir das Thema und wenden wir uns der Waffentechnik in Kriegszeiten zu. Dort wird immens entwickelt, jeder Krieg bringt einen enormen Zuwachs an Wissen und Technik, der Krieg ist „der Vater aller Dinge“. Der eine erfindet einen Panzer, der nächste ein Geschütz, mit dem man Panzer beschießen kann, was dazu führt, dass der Panzer zusätzliche Panzerplatten erhält und ein Maschinengewehr, das die Mannschaft des Geschützes bekämpft, woraufhin die Gegenseite größere Kanonen auf Selbstfahrlafetten packt. Am Ende des Krieges haben die Waffen eine gewisse Evolution hinter sich gebracht, um ihre Effektivität im Gegeneinander zu verbessern.

Ähnliches sehen wir in der Natur – und zwar überall. Ein Krieg der Arten, der Entwicklungen potenziert. Und die Arten reagieren mit intelligenten Gegenmaßnahmen, die sich manchmal durchsetzen – und manchmal nicht. Was aber nicht geschieht: nirgends gibt es eine chaotische Panikreaktion. Treten auf der einen Seite fleischfressende Arten auf, wachsen der anderen Seite Hörner – oder sie setzt auf Schnelligkeit und Flucht. Die Entwicklungen im Kampf ums Überleben sind  zwingend folgerichtig – und nicht willkürlich und chaotisch.

Wir sehen auch nirgendwo, dass eine Art auf eine neue Bedrohung erstmal mit neuen Augen, Ohren, Beinen oder Darmausgängen reagiert, um das herauszufinden, was jetzt wirklich nützt: die „Erstentwürfe“ sind schon folgerichtig, nur die „Feinabstimmung“ führt zur Selektion der Modelle.

Wir sehen, dass der große Rahmen sich nicht abzeichnen will. Ein lieber Gott, in einer Welt, in der der Krieg der Vater aller Dinge ist – der Krieg der Arten auf jeden Fall, oder ein chaotisches, sinnloses Universum, dass zufällig immer wieder in intelligenter Art und Weise neue überlebenstüchtige Entwürfe produziert … beides beleidigt die menschliche Intelligenz.

Wie wollen wir so zu einem Sinn des Lebens kommen?

Wir wechseln einfach mal die Perspektive.

Nehmen wir den Menschen aus diesem System des Krieges der Arten völlig heraus und schauen, was er macht. Das können wir inzwischen. Wer die Idee hatte, Affen das Hirn zu vergrößern, hat im Krieg der Arten einen großen Trumpf ausgespielt: der Mensch kann sich eigene Welten bauen.

Er sucht nicht den Krieg, die Vernichtung, den Kampf auf Leben und Tod sondern … baut sich Maschinen, die ihm fremde Welten vorgaukeln.

Spielfilme, Videospiele, Bücher: der Mensch sitzt gerne im Warmen und Trockenen – doch womit unterhält er sich?

Mit Abenteuern. Aus der Geborgenheit seiner Existenz als westeuropäischer Wohlstandsbürger heraus schaut er sich Filme an, die er selber nie würde erleben wollen, spielt Videospiele, in denen er Abenteuer erlebt, die er selbst fliehen würde. Sehe ich, welche „Knaller“ bei den Erwachsenen verkauft werden, so handelt es sich um Realitätssimulationen von Zuständen, die wir im realen Leben meiden würden.

Verrückt, oder?

Was aber … und hier wage ich einen entscheidenden Schritt … wenn wir nur im Kleinen nachahmen, was im Großen der reale Rahmen ist?

Wenn unsere ganze materielle Existenz nur diesen Sinn hat: abenteuerlustigen Bewußtseinen einen kurzen Tripp in die Hölle der Materie zu erlauben?

In seinem Werk „Illusionen“ nimmt Richard Bach diesen Vergleich auf und stellt die Frage, warum wir eigentlich in ein Kino gehen. Tja – warum? Ist doch alles gelogen da – und trotzdem kann man damit (und mit gefärbtem Zuckerwasser) zu einem der größten Konzerne der Welt werden. Damit werden Billionen Dollar bewegt.

Richard Bach kommt auf zwei Gründe für den Kinobesuch: wir wollen was lernen – oder uns unterhalten. Ich füge noch einen dritten hinzu: wir wollen reale Erfahrungen verarbeiten, in denen wir ihnen Bilder geben: darum der Horrorfilm, die moderne Form von Mythos und Märchen.

Wir investieren viel in das Erleben solcher eingebildeten Geschichten – der Konsum dieser Form der Unterhaltung nimmt von Jahr zu Jahr zu, obwohl er rein rational überhaupt keinen Sinn macht: ist doch alles nur Lüge, was dort geschieht – und wir wissen das. Die Naturwissenschaft kann das auch leicht beweisen, dass dort nur Lüge praktiziert wird – aber das wissen wir selber. Gehen wir ins Kino, wollen wir die Geschichte erleben – alles, was uns daran stört, blenden wir aus. Wir könnten uns Gedanken darüber machen, wie der Set hinter dem sichtbaren Bild aussieht – doch wozu sollten wir das machen? Es würde den Zauber des Filmes zerstören.

Der Sinn des Lebens – die Erfahrung von Krieg?

Der Gedanke könnte einem kommen und ist doch schon falsch. Wenn, dann haben wir hier ein Rollenspiel, dass wir nur gemeinsam gewinnen können. Wie können wir hier überleben?

Durch Gemeinsamkeit. Die wunderbare Erfahrung von Hilfsbereitschaft, Solidarität, sozialem Verhalten, die sich geradezu zwangsläufig entwickeln muss, wenn die Umwelt ein gewissen Niveau an Feindseligkeit aufweist. Das macht das Spiel reizvoll und lehrreich zugleich.

Besteht diese Philosophie den „Ausschwitztest“ – oder gehören wir damit zu denjenigen, die freundlich winkend vor dem Lager stehen und den Insassen viel Glück ob ihrer einmaligen Erfahrung wünschen?

Ja, sie besteht ihn. Unser Job wäre es,  in das Lager zu gehen und es aufzulösen, koste es, was es wolle.

Das Spiel wird auf diesem Niveau sehr schwierig, weil es nicht mehr gegen andere Arten sondern gegen die eigene Art geführt wird. Es kann nur verloren werden, Sieger werden die nachfolgenden Insektenrassen sein – oder die Völker der Ratten.

Der Sinn des Lebens: Gemeinschaften bilden, die sich gegenseitig helfen, die Gefahren des Lebens zu überstehen … geht mit und ohne „Gott“.

Den Rahmen des Spiels allerdings können wir uns aufgrund unsere gedanklichen Prägung nicht anders als konstruiert vorstellen, wir als „Linie“ in der Schöpfung finden nur Ordnung im System, wenn wir uns auch einen „Stab“ denken, der das „Backoffice“ unserer Existenz bildet – und dort die notwendigen Anpassungen der jeweiligen Arten plant. Das dies nur einer leistet, ist schwer vorstellbar.

Die Leistungsunfähigkeit unseres Verstandes kann jedoch nicht der Maßstab für Wahrheit sein. Die jedoch können wir – das zeigt die Geschichte der Philosophie insgesamt – überhaupt nicht nähern.

Aber wir können uns für Wahrheiten entscheiden (als Notkonstruktionen, wie sie gelegentlich in der Mathematik auftauchen), die nützlich sind.

Welche Wahrheit bringt uns als Menschheit einen größeren Nutzen:

die Konstruktion, das wir hier auf einem gigantischen Spielfeld sind, um unsere Gemeinschaftstüchtigkeit zu beweisen

oder die Konstruktion, das wir zufällig in einem unerklärlichen, komplexen, chaotischen, völlig sinnlosem Universum sind, das zufällig millionen Jahre lang immer wieder lebenstüchtige Elemente entwirft?

Die Frage entscheidet sich eigentlich im Tode. Auf der einen Seite bedeutet er, dass wir das Spielfeld verlassen – zur ewigen Pause oder um einen neuen Charakter zu erhalten – auf der anderen Seite lockt die absolute, endgültige Vernichtung.

Welcher von diesen Glaubenssätzen eignet sich wohl eher zur Ausbeutung von Menschen durch Menschen? Leider berühren wir hier ein Thema, das zeigt, wie politisch die Frage nach dem Sinn des Lebens eigentlich ist. Was von der fundamentalistisch-materialistischen Naturwissenschaft aktuell gepredigt wird, eignet sich hervorragend zur sozialen und finanziellen Ausbeutung der Menschheit, die vor dem schwarzen Nichts des Todes zittert und alles unternimmt, ihm zu entkommen.

Ist das Leben nur (bitter ernstes) Spiel, fällt es uns leichter, korrekt und solidarisch zu leben – also so, wie es im Rahmen der feindlichen Umwelt geboten ist: es gibt auf einmal Wichtigeres, als nur die ganze Zeit dem eigenen Tod zu entkommen.

Finster wird es jedoch, wenn wir uns nicht zufällig einen liebenden Gott hinzu denken, sondern eine Kraft, die das System Erde zur Selektion geschaffen hat, um Seelen daraufhin zu testen, ob sie in Krisensituationen auch standhalten. Wirkt das in der Natur erkennbare Prinzip der Selektion auch über den Tod hinaus, wird es übel für jene Priester und Konstrukteure des naturwissenschaftlich-kapitalistischen Weltbildes, die die Zelebration des EGO als höchstes Ziel der Menschheit predigen: sie und ihre Gläubigen würden im Leben mit größter Kraft daran arbeiten, nach dem Tode als untaugliches Bewußtseinsmaterial auf dem Müll zu landen: der „zweite Tod“ würde sie erwarten, Bestandteil der Nachtodphilosophien der Mehrheit der bekannten menschlichen Weltanschauungen.

Haben wir ihn nun, den Sinn des Lebens?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ein Vorteil der Unmöglichkeit, die „Wahrheit“ zu erkennen, ist, dass wir uns dann auch einfach mal für jene Modelle entscheiden können, die uns selbst den maximalsten Nutzen bringen. Hier wählte der eine das Modell, dass seine Seele für die Unsterblichkeit und Ewigkeit konfiguriert, der andere sammelt lieber Sportwagen auf Kosten von Menschenleben.

Leicht zu sagen, welches Modell für Menschheit und Umwelt am Nützlichsten ist, das Individuum kann jedoch anders entscheiden: immerhin sind wir keine Automaten (wie etwa Ameisen), die nur dem größeren System dienen sollen.

Vielleicht gehen wir auch gar kein Risiko ein, vielleicht gibt es in der Tat einen liebenden Gott, der alles verzeiht und unsere Klimasauereien mit einem Fingerschnippen in die Tiefsee verbannt, damit das Spiel weiterlaufen kann – aber wir wollten wissenschaftlich bleiben: unser System läuft auch ohne Gott.

Es läuft nur nicht ohne Bewusstsein als eigenständiger Kraft im Universum, in der Bedeutung Erde, Wasser, Feuer und Luft völlig gleichgestellt, ein Bewusstsein, das als solches schon erklären kann, wie Evolution funktioniert: es bringt das Element „Willen“ und „Absicht“ mit, das „Gestaltung“ erlaubt. Schon plausibler als „Zufall“, der als Hauptwort keine Aussage hat und den Fehler enthält, das man einem Adjektiv durch Verwandlung in ein Hauptwort eine übergeordnete Realität andichtet: das Wort „Gott“ entwickelte sich vielerorts ebenso.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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