Verschwörungstheorien

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Dr. Daniele Ganser im Gespräch: Was ist eine Verschwörung?

Eine Verschwörung ist eine geheime Absprache von zwei oder mehr Menschen um ein Ziel zu erreichen. Verschwörungen gibt es immer wieder. Auch die Terroranschläge vom 11. September 2001 waren eine Verschwörung, da ja erwiesen ist, dass dieses Verbrechen nicht durch einen einzelnen Menschen geplant und durchgeführt wurde, sondern dass mehrere Personen beteiligt waren.

Der Journalist Gert Scobel wollte in seiner Talk-Runde elf Jahre nach dem Terroranschlag wissen, was eine Verschwörungstheorie ist, und wie man Verschwörungen wissenschaftlich untersuchen kann. Wo ist die Grenze zwischen angebrachten Zweifeln und realitätsferner Spekulation? Was sind Fakten, was ist Fiktion – und wann kippt kritisches Denken und trägt zu Verschwörungsmythen bei? Seine Gäste waren:

– Daniele Ganser (Historiker und Friedensforscher)
– Andreas von Bülow (Jurist und Publizist)
– Thomas Grüter (Mediziner und Publizist)

New Normal Order

Gerhard Wisnewski im NuoViso Talk

Was macht die sogenannte Corona-Krise mit uns? Was macht sie mit der Gesellschaft? Wo wird das alles hingehen? Welche Strategien bieten sich den Bürgern an, um der Viren-Tyrannei Paroli zu bieten?

Die Diktatur verbirgt sich hinter dem Schleier von Corona: Brisante Themen, die uns alle betreffen, bespricht Robert Stein in diesem Video mit einem Mann der ersten Stunde der Truther-Szene – mit dem Bestsellerautor und Journalisten Gerhard Wisnewski.

In diesem Video stellt Wisnewski auch seine Arbeit der letzten Monate vor und die seiner Kollegen bei der mittlerweile bekannten ExpressZeitung: Zwei Ausgaben über Corona wurden fertiggestellt, in denen die „Operation Corona“ von Anfang bis Ende medizinisch, molekularbiologisch, aber auch politisch und geschäftlich durchleuchtet wird. Eine davon (Nr. 32) kann man sogar kostenlos als PDF im Internet herunter laden. Lauschen Sie also dem Gespräch zwischen Robert Stein und Gerhard Wisnewski – ein Muss auf dem Weg zum Verständnis dieses epochalen Ereignisses.

Express Zeitung: http://expresszeitung.com/bestellung

Verschwörungen zwischen Theorie und Praxis

Mit dem Abklingen des Virus namens „SARS-CoV-2“ und den Lockerungsübungen des „Corona-Kabaretts“ geht auch die Zeit der Proteste zu Ende, die sich gegen das „Corona-Regime“ gerichtet haben. Unabhängig von der Einschätzung, wie real oder übertrieben die Gefahr durch das Virus war, ist die Befürchtung nicht von der Hand zu weisen, dass unter der Flagge des „Gesundheitsschutzes“ Grund- und Menschenrechte einschließlich sozialer Rechte dauerhaft außer Kraft gesetzt oder eingeschränkt werden können. Es wäre naiv anzunehmen, dass die Herrschenden in ihren „Maßnahmen“ nicht auch den Aspekt des „Gehorsams-Experiment“ mitgedacht hätten, woraus der „Kollateralnutzen“ in Richtung eines reaktionären Staatsumbaus zu.

Dazu passt unter anderem:

Die Verschwörungs-Leugner

Tagesdosis

Michael Butter im Netzwerk der Dummschwätzer, eine „Verschwörungstheorie“?

Torsten Miertsch ist diplomierter Vermessungsingenieur. Er interessiert sich neben seiner Arbeit in einem Forschungsinsitut für Geheimdienstaktionen und damit zusammenhängende Beeinflussungen der öffentlichen Meinungen. Er hat in Ergänzung zur Sendung #39 von Geschichten aus Wikihausen bemerkenswerte Zusammenhänge rund um die selbsternannten Verschwörungsfachleute Michael Butter, Pia Lamberty und Jan Rathje herausgefunden. Das Stichwort ist dabei COMPACT. Dabei handelt es sich nicht um die Zeitschrift von Jürgen Elsässer, sondern um ein EU-finanziertes Projekt.
Hören Sie und staunen Sie, wer bei diesem Projekt alles mitarbeitet…
Ich wünsche 61 min informative Unterhaltung.

Bill Gates: Sinnbild des Bösen oder neue Mutter Theresa?

Das personifizierte Böse für die sogenannten Verschwörungstheoretiker – und ein selbstloser Philanthrop für den Mainstream. Bill Gates und seiner Stiftung knallharte geschäftliche Interessen, verdeckte Einflussnahme und eine politische Agenda abzusprechen ist nicht minder absurd, als ihn als Möchtegern-Weltherrscher zu dämonisieren. Zu diesem Fazit kommt Ivan Rodionov in seinem Kommentar.

Medien und Verschwörungstheorien: „Im chronischen Alleinbesitz der absoluten Wahrheit“

Derzeit vergeht kaum ein Tag, an dem Medien nicht vor Verschwörungstheorien warnen. Die Kritik an den Corona-Maßnahmen, aber auch die Demonstrationen für Grundrechte, alarmieren Medienvertreter. Der „elder Statesman der Verschwörungstheorie“, Mathias Bröckers, beobachtet das Treiben. Der Mitbegründer der taz erklärt im NachDenkSeiten-Interview, warum die „Kirchen der Angst“ derzeit so regen Zulauf haben, und verweist darauf, dass Leitmedien längst nicht allen Verschwörungstheorien abgeneigt sind. „Die offiziell erwünschten werden ja in epischer Breite und auf allen Kanälen verkündet“, so Bröckers. Von Marcus Klöckner.

Benjamin Fulford 04.05.2020

Vorsicht, Verschwörungstheorien

Die Wahrheit hinter den letzten Weltkriegen – und dem nächsten.

Dienstag, 6.2.2018. Eifel. Interessieren Sie sich für Wahrheit? Sie arme Seele – besuchen Sie mal ein Einstiegsseminar in Philosophie und die Denker werden Ihnen alle Wahrheiten in der Luft zerreißen. Beliebt war damals ja die einfache Diskussion über einen Tisch – meistens den des Dozenten. Wehe dem, der auf die Frage „Was ist das“ sofort „Tisch“ in den Raum rief: er hatte verloren, bevor er überhaupt angefangen hatte. Wir waren immerhin nicht im Deutschkurs, sondern bei den Philosophen – wo mehr gedacht wird als in der Mathematik (die selbst kaum noch weiß, dass sie eher eine Sprache ist denn eine Wissenschaft).

Über Wahrheit gibt es viele Thesen und Theorien – mehr, als ich hier je hinstellen könnte. Die spannendste These fand ich, dass „Erkenntnisse“ grundsätzlich „einfallen“ – also von einem uns noch nicht näher bekannten höheren Bereich der Existenz geschenkt werden  – dazu gab es in der Wissenschaftsgeschichte Beispiele. Auf der anderen Seite gibt es die Meinung, dass Erkenntnisse – kurz gefasst – „einfach so“ entstehen: quasi aus dem Nichts. Ein quasi göttlicher Akt, dieses Erschaffen von neuen Erkenntnissen aus dem Nichts.

Eine der Wahrheiten, die mir mal als „ganz sicher“ erzählt wurde, war die, dass die „Geschichte immer von den Siegern erzählt wird“. Es war ein Professor für Japanologie, dem dieser Satz wichtig war und der seine Studenten gemahnte, äußerst vorsichtig mit historischen Erzählungen umzugehen: sie sind durch die Bank von den Siegern gefälscht worden. Heute dürfte dieser Mann das nicht mehr sagen: er wäre sofort Verschwörungstheoretiker und seinen Job los. Verschwörungstheoretiker- das wissen wir – sind „eine Gefahr für die Demokratie“ weil sie die Öffentlichkeit fragmentieren (siehe Süddeutsche). Längst ruft man nach einem „obersten Schiedsrichter“ – und das … wie peinlich … aus den Kreisen der Philosophie – der uns sagt, was wahr ist und was nicht (siehe NZZ). Das ist der offene Ruf nach einer Meinungsdiktatur – und er kommt zur rechten Zeit, weil … nun: die historische Forschung langsam die Lügen aufdeckt, die erzählt wurden, um eine Gruppe besonders krimineller Täter zu schützen. Und in der Tat: wer das tut, ist seinen Job los. Sofort.

Sicher, es gibt Unfug- und Mumpitzgeschichten, die jedwede Plausibilität vermissen lassen. „Flache Erde“ – ist so ein Unfug, gleich von Beginn an undenkbar, Nazibasen in der Antarktis oder auf dem Mond, ein immer noch lebender Hitler – alles ohne Substanz. Die Täterschaft bei nine-eleven jedoch: umstritten. Beide Seiten haben sehr stichhaltige Argumente – und ich persönlich neige inzwischen den Kritikern der Bushadministration zu, sehe eine größerer Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Bin-Laden-Geschichte ein Fake war – wie die Einzeltäterhypothese bei der Ermordung Kennedys (nun – die Akten dazu bleiben ja auch trotz Trumps entschlossenem Vorpreschen geschlossen – was schon für die normale Alltagsvernunft schwer hin zu nehmen ist: was soll da noch groß herauskommen – außer: das es ganz andere Täter gab, deren Klubs heute noch Macht haben). Was nun regelmäßig geschieht: in jeder ruhigen und sachlichen Diskussion zur Entlarvung von Regierungslügen hat man ganz schnell jemanden an der Backe, der steif und fest behauptet, der Führer säße im Elbenreiche fest und würde bald mit einer Horde Orks Berlin überrennen – und schon ist die ganze Runde diskreditiert. (Nein: das mit dem Führer und den Orks habe ich gerade erfunden, das ist keine neue Theorie!). Hat inzwischen System, das Ganze – weshalb man sich sachlich kaum noch auseinandersetzen kann.

Und dann erzählt man uns natürlich auch noch von unserem schwachen Schimpansenhirn, dass hinter jeder Regung der Umwelt eine Absicht vermutet – ganz automatisch (siehe NZZ):

„Diese Vermutung einer Absicht hinter den Entwicklungen stammt aus unserer evolutionären Vergangenheit: Lieber einmal zu viel an Absicht glauben als einmal zu wenig. Wenn es im Gebüsch raschelt, lieber einen hungrigen Säbelzahntiger oder einen feindlichen Krieger vermuten als den Wind. Sicher gab es auch Menschen, die regelmässig den Wind vermuteten – die konnten sich in 99 Prozent der Fälle zwar die Kalorien fürs Davonrennen sparen, wurden aber irgendwann jäh und unschön aus dem Genpool entfernt.“

Was hier plausibel klingt, hat einen Haken: im Bereich der Natur kommen wir mit Absicht nicht sehr weit, aber in der menschlichen Geschichte schon: hier geschieht gar nichts ohne Absicht – auch wenn mal eine führende Mitarbeiterin von GWUP in einem Interview äußerte, dass „Kriege einfach so wie Naturkatastrophen“ geschehen und dabei ganz außer Acht lies, dass ohne Planung und Absicht nicht ein Soldat existieren würde, seine Ausbildung und Ausrüstung bedarf langer Planung, ebenso gibt es Planungen für jede Form von „Ernstfall“ – und menschliche Entscheidungen, die diesen herbeiführen … es sei denn, man akzeptiert die Sicht indigener Kulturen, die – allgemein gesagt – „böse Geister“ für den dann ausbrechenden Wahn verantwortlich machen, der die Menschen in den Krieg gegeneinander treibt: dann, wenn die Schamanen bei der Abwehr dieser Geister verloren haben. Das möchte ich GWUP aber nicht unterstellen.

Es soll in dieser kurzen Abhandlung nun um Kriege gehen – die letzten beiden Weltkriege. Schon muss man vorsichtig werden: es lauern immer noch finstere Gestalten in der Gesellschaft, die der Faszination des von Gott (bzw. „der Vorsehung“) gesandten „Führers“ erliegen, der alles wieder heil machen wird. Ja – in dieser Hinsicht lebt der Führer noch und genießt sogar bei den slawischen Völkern größte Verehrung (siehe Tagesschau), obwohl die slawischen Völker wie die Juden als „Untermenschen“ der völligen Vernichtung preis gegeben wurden (siehe Zeit):

„Auch die ausführlicheren »Wirtschaftspolitischen Richtlinien des Wirtschaftsstabes Ost, Gruppe Landwirtschaft« vom 23. Mai 1941 nennen »mehrere 10 Millionen von Menschen«, die verhungern müssten, da die agrarischen Überschussgebiete der Schwarzerdezone für die deutsche Versorgung von der russischen Waldzone und den Industriegebieten um Moskau und Leningrad abgeschnitten würden. Auf etwa dreißig Millionen Menschen konkretisierten andere Planungspapiere die Zahl der zu erwartenden Hungertoten.“

27 Millionen Slawen starben allein in Russland, Polen verlor 16 Prozent seiner Gesamtbevölkerung – und das war volle Absicht:

„Die slawischen Bewohner dieses »Lebensraumes«, in den Kategorien der Nationalsozialisten zu biologisch minderwertigem Menschenmaterial erklärt, sollten allenfalls noch in der Zwangsarbeit für die dort siedelnden deutschen Herrenmenschen eine Existenzberechtigung finden.“

Die Zahl der zu Tode gebrachten Menschen übertrifft die Zahl der ermordeten Juden um ein vielfaches – und doch sind sie nicht so in unserem Bewusstsein verankert wie die jüdischen Mitbürger, die der Vernichtungsindustrie zum Opfer fielen – umso irritierender ist es, dass nun gerade Slawen den „Führer“ für sich entdeckt haben. Nun – es ist nur eine kleine Nachricht am Rande, die den kleinen Nebeneffekt hat, dass wir wieder auf die Spur gebracht werden, dass der Slawe an und für sich (und erst recht ihr Oberteufel Putin) nicht alle Tassen im Schrank hat: in einem Land, in dem sich Polenwitze größter Beliebtheit erfreuen (Harald Schmidt: „Kaum gestohlen- schon in Polen“ – um nur ein Beispiel zu nennen) und Polen offenen Rassismus erdulden müssen (ja – da verfüge ich selbst über einige Liveberichte aus der Eifel … die unglaubhaft klingen würde, hätte man sie nicht selbst erlebt) eine passende Geschichte.

Ich merke: es wird Ihnen gerade mulmig zumute – wie immer, wenn die Finger der Geschichte auf einen selbst zeigen. Zeigen wir woanders hin – zu einem jungen Wirtschaftswissenschaftler, der uns eine andere Geschichte der Weltkriege aufzeigt – und deshalb in den ganzen großen Vereinigten Staaten von Amerika keinen Job mehr bekommt und seine Anstellung verlor: Guido Giacomo Preparata, dessen Buch „Wer Hitler mächtig machte“ uns darüber aufklären möchte, „Wie britisch-amerikanische Finanzeliten dem Dritten Reich den Weg bereiteten“ (Perseus Verlag, Basel, hier: 3. Auflage September 2012).

Bevor der deutsche rechtsnationale Block jetzt jubelt (oder die geschulten Geheimdienstler den Jubel dieses Blocks vorspielen): Hitler bleibt auch in diesem Werk ein Teufel, nur wird er auch noch zu einem dummen Teufel. Es ist aktuell nur noch schwer erhältlich (ähnlich dem Werk „Wall Street und der Aufstieg Hitlers“, für dass man bei E-Bay gerade 2000 Euro bezahlen darf – siehe E-Bay) und kostet aktuell 167 Euro – das letzte Exemplar, dass noch erhältlich ist.

Worum es da geht?

Nun: lauschen wir Preparata selbst:

„Zweitens scheint es, als würde eine ins Detail gehende Analyse des Entstehens des Nationalsozialismus gemieden, weil dabei vielleicht zuviel entdeckt werden könnte. Es könnte dabei die Wahrheit zutage treten, dass die Nazis niemals eine Kreatur des Zufalls waren. Die These dieses Buches unterstellt, dass sich die angelsächsischen Eliten über einen Zeitraum von fünfzehn Jahren (1919-1933) in die deutsche Politik mit der bewussten Absicht einmischten, eine reaktionäre Bewegung hervorzubringen, die sie dann als eine Art Pfand in ihren geopolitischen Intrigen verwenden konnten. Als diese Bewegung unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieges als religiöse, antisemitische Sekte in der Verkleidung einer politischen Partei (das heißt der NSDAP) auftauchte und Gestalt annahm, nahmen die britischen Klubs sie unter ständige Beobachtung, gingen 1931, als die Weimarer Republik in der Krise zerfiel, dazu über, sie halboffiziell zu unterstützen, und beendeten diese Entwicklung schließlich mit der vorgetäuschten Umarmung der Bewegung in den dreissiger Jahren.“ (Preparata, a.a.O., Seite 20)

Natürlich haben diese Klubs Hitler nicht erschaffen – so fährt Preparat fort – aber sie „haben die Bedingungen geschaffen, unter denen ein solches Phänomen erscheinen konnte“.

Der Hintergrund dieser „Umarmung“ war ein älterer: das britische Empire fürchtet schon seit 1900, dass sich das neue Deutsche Reich Russland annähern würde – eine Allianz, die die Macht des Empire hätte erschüttern können. Was lag näher, als diese beiden Völker immer wieder gegeneinander  zu hetzen, was näher, als einen Irren gewähren zu lassen, der Lebensraum im Osten erobern wollte – und dabei zig Millionen Slawen vernichten?

Wer waren nun diese „Klubs“ – die wir aus vielen trivialen Filmen als frauenfeindliche Plauderstübchen der britischen Oberschicht kennen, wo man bequem zeitungslesend in seinem Ohrensessel saß, Zigarre und Whisky genoss und mit seinesgleichen in Ruhe ein paar klare Worte reden konnte?

„Mit „Klubs“ und „Eliten“ meinte ich die etablierten und selbst erhaltenen Bruderschaften, die die angelsächsischen Gemeinwesen beherrschten. Diese setzten sich zusammen (und tun das noch immer) aus Vertretern von Familiendynastien, die aus den Bankhäusern, dem diplomatischem Korps, der Offizierskaste und der Regierungsaristokratie kamen und die auch heute immer noch fest im konstitutionellen Gewebe der modernen „Demokratien“ eingesessen sind. Diese „Klubs“ handeln, herrschen und vermehren sich und denken wie eine kompakte Oligarchie und kooptieren die Mittelklasse, um sie als Filter und Puffer zwischen sich und ihrem Kanonenfutter zu benutzen: den Gemeinen, den einfachen Menschen. Tatsächlich übt die Wählerschaft im so genannten „demokratischen Verfassungsgebiet“, das heute das avancierte Modell oligarchischer Herrschaft darstellt, keinerlei Einfluss aus und politische Fähigkeit bedeutet hier nichts Anderes als die Fähigkeit der Überredung, die nötig ist, um für (bedeutsame) Entscheidungen, die bereits anderswo getroffen wurden, einen Konsens aufzubauen“ (Preparata, a.a.O., Seite 20-21).

Wild, oder? Eine wirklich wilde Verschwörungstheorie, will man meinen. Eine Theorie, die Preparata über 500 Seiten lang detailliert beweist – und etwas modifiziert, indem er die Ergänzung der britischen Klubs durch adäquate US-Klubs beschreibt. Doch je mehr man in der Welt der Fakten unterwegs ist, umso weniger wird dies eine Theorie. Hören wir dazu Professor Quigley, hier zitiert bei dem deutschen Reichtumsforscher Kryszimanski (siehe UniMünster):

„Carroll Quigley schrieb damals: „Es gibt in der Tat, und zwar seit einer Generation, ein internationales anglophiles Netzwerk, das bis zu einem gewissen Grad so operiert wie die radikale Rechte es sich hinsichtlich einer organisierten kommunistischen Verschwörung vorstellt. Und dieses transnationale Netzwerk, welches ich als die Round Table Groups identifizieren möchte, hat tatsächlich keinerlei Aversionen, mit den Kommunisten oder irgendwelchen anderen Gruppen zusammenzuarbeiten – und tut das auch häufig. Ich weiß von den Aktivitäten dieses Netzwerks, weil ich es zwanzig Jahre lang studiert habe und weil man mir in den frühen Sechzigern erlaubt hat, seine Papiere und geheimen Unterlagen zu studieren. Ich habe nichts gegen diese Gruppen und die meisten ihrer Ziele und bin ihnen und vielen ihrer ‚Instrumente‘ während der längsten Zeit meines Lebens nahe gewesen. Allerdings habe ich mich schon früher und auch in jüngster Zeit gegen einige Aspekte ihrer Politik gewendet … wobei mein Haupteinwand gegen diese Gruppen ist, dass sie unerkannt bleiben wollen, ich aber meine, dass ihre Rolle in der Geschichte wichtig genug ist, um bekannt gemacht zu werden.““
 Das sind jene Gruppen, die analog zu den britischen Klubs in den USA heranwuchsen. Manche dieser Klubs kennen wir mit Namen, Namen, die wir kaum noch erwähnen dürfen, ohne in Gefahr zu laufen, öffentlich als „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt zu werden, jene Menschen, deren einzige Leistung es ist, die Verschwörungen der Klubs öffentlich zu machen – Schritt für Schritt. Und diese Wahrheiten kommen Schritt für Schritt auch im Mainstream an, verhaltener, vorsichtiger, weniger bestimmt: aber klar benennbar. Ein Beispiel? Gern (siehe Spiegel):

„Vermögen verhilft zu Unabhängigkeit, Macht – und Einfluss. Global gesehen gibt es durch die Vermögenskonzentration Tendenzen zu Plutokratie und Refeudalisierung.“

Und die Demokratie?

„Die sogenannte Demokratie ist ein Schwindel, die Stimmabgabe eine Travestie. In moderenen, bürokratisierten Systemen, die ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden sind, ist die Feudalorganisation sozusagen auf die nächtes Stufe gehoben worden. Ein Hauptzweck dessen, worauf sich Thukydides in seiner Epoche als Symomosiai (wörtlich: Austausch von Eiden) – das sind die nicht offen sichtbaren Bruderschaften, die hinter der herrschenden Klasse agieren – bezieht, ist es, das Eintreiben von Renten aus der Bevölkerung (also „freies Einkommen“ in der Form von Zins, Finanzgebühren und ähnlichem Diebstahl) so unergründlich und undurchsichtig wie möglich zu machen.“ (Preparata, a.a.O., Fußnote 2 Seite 24).

Soviel zur Demokratie. Und zu nun Ihnen.

„Der Westen hat sich von einem agrarischen Establishment das auf niedriger technische Stufe auf die Rücken von leibeigenen Knechten aufgebaut war, zu einem hochmechanisierten, postindustriellen Bienenstock herangearbeitet, dessen Stärke auf nicht weniger entrecheten Sklaven mit weißem oder blauem Kragen beruht, deren Leben hypothekarisch belastet sind, um sich in die jeweiligen Modewellen des Konsums einzukaufen. Die Grundherren der heutigen Tage treiben ihre Tribute nicht mehr sichtbar ein, weil sie sich zur Erreichung dieses Zwecks auf die Mechanik des Bankkontos verlassen können, während die Zwischenklasse, in Gestalt von Akademikern und Publizisten, den Synomosiai stets treu ergeben geblieben sind“

Und diese Menschen bekämpfen natürlich jede Aufklärungsarbeit an sich vehement als „Verschwörungstheorie“ – im Dienste der gar nicht mehr so geheimen Bruderschaften.

Eine irre Welt, oder? Erklärt aber, wieso deutsche Panzer gerade Kurden jagen, die wir zuvor mit deutschen Panzerabwehrwaffen ausgerüstet haben, weshalb deutsche Soldaten alternativlos im Bombenkrieg in Jugoslawien dienten, deutsche Truppen in Afghanistan, Mali und vor der Küste Jemens im Einsatz sind: weiter, als Hitler je gekommen ist, während die Oberklasse sich in Thüringen – bezeichnenderweise in alten Nazibunkern – „Wellnessbunker“ zum Überleben baut (siehe MZ).

Und wir? Alle Sklaven? Deshalb auch „Die ärmsten Würstchen der EU“ (siehe Stern). Nun: wir müssen als Menschen wohnen, kommen aber ohne Besitz zur Welt. Schauen Sie mal, wieviele Rechnungen jeden Tag in ihr Haus flattern – und welche Ihnen die zukünftige Bundesregierung bescheren wird (siehe Spiegel):

„Die Aufbereitung von Trinkwasser könnte teurer werden – Schuld ist auch die Landwirtschaft mit ihren Düngemitteln – doch die Kosten sollen nach SPIEGEL-Informationen andere tragen: die privaten Haushalte.“

Die Elite macht den Dreck – wir zahlen brav und alternativlos für dessen Beseitigung. Nur ein Beispiel von vielen. Die Elite macht auch den Krieg – und wir marschieren. Wieder in den gleichen Bahnen wie früher (siehe FAZ):

„Amerikas Verteidigungsminister Jim Mattis hatte angekündigt, die Streitkräfte Amerikas würden sich nach mehr als eineinhalb Jahrzehnten des Anti-Terror-Kampfes stärker auf Russland und China konzentrieren. Die beiden Staaten seien eine wachsende Bedrohung und wollten eine Welt schaffen, die nach ihren autoritären Modellen funktioniere, sagte Mattis anlässlich der Veröffentlichung der neuen Strategie. In dem elfseitigen Dokument werden die Prioritäten für die Verteidigungspolitik aufgeführt.“

Wie schon Zbigniew Brzezinski in seinem Werk „Die einzige Weltmacht“ ausführt – in erschreckender Deutlichkeit – hat das Handeln der USA drei Ziele: „Absprachen zwischen den Vasallen zu verhindern und ihr Abhängigkeit in Fragen der Sicherheit zu bewahren, die tributpflichtigen Staaten fügsam zu halten und zu schützen und dafür zu sorgen, dass die „Barbarenvölker“ sich nicht zusammenschließen.“ (Kopp-Verlag, 4. Auflage 2017, Seite 57-58).

Die Barbarenvölker sind … wie immer … Russland und China. Folgen wir nun den Ausführungen der leider verstorbenen Friederike Beck über „Die geheime Migrationsagenda“ (Koppverlag, 1. Auflage 2016, nur eingeschränkt zu empfehlen, da es krasse Fehldarstellungen enthält: das komplette Kapitel 11 über „Politische korrekten Sex in der Migrationsgesellschaft“ entpuppt sich bei der Quellenkontrolle als glatte Lüge), so macht die Einmischung großer reicher weißer Männer in die Asylpolitik, die Vorbereitung und Steuerung von Masseneinwanderung auf einmal einen tiefen Sinn: zum Einen haben wir wieder eine Partei, die am äußersten rechten Rand wächst und für allerlei Unfug benutzbar ist (hier vor allem der immer mächtiger werdende „Flügel“) – eine voraussehbare Reaktion, wenn man bedenkt, dass es sich hier um eines der dichtbevölkersten Länder der Welt handelt, in dem das Migrationsexperiment unvorbereitet gestartet wurde (Kanada, Neuseeland, Australien und die USA liegen unterhalb der durchschnittlichen Bevölkerungsdichte, Deutschland hat das 5-6 fache der durchschnittlichen Bevölkerungsdichte) – zum anderen bekommen wir mehr „Kanonenfutter“ … nicht umsonst wurde von Jochen Bittner (ich darf nicht sagen, welchen transatlantischen Klubs der angehört – da gabe es schon mal eine Auseinandersetzung mit der Satire-Sendung „Die Anstalt“ und es wurde verboten, darüber zu reden) kurz nach der Öffnung der Grenzen die Aufstellung einer „deutsch-syrische Brigade“ gefordert, die aus der deutschen Armee eine ganz besondere Einheit machen sollte (siehe Zeit):

„Die Bundeswehr jedenfalls bekäme mit einer Öffnung für Flüchtlinge die Chance, die kulturell kompetenteste Truppe für die Dauerkrisenregion des Mittleren Ostens zu werden: mit nicht nur den meisten regionskundigen Soldaten, Übersetzern und Aufklärern, sondern auch mit dem besten Frühwarngefühl für falsche Wege.“

Und damit hätten wir eine Einheit, die auf dem „Eurasischen Schachbrett“ (Brzezinsiki, a.a.O., Seite 539) ideal an der Südfront einsetzbar wäre – während Europa die Westfront bildet und Japan die Ostfront. Und dann: marschieren wir wieder gegen die Slawen – und die Gelben. Die alten Feinde des britischen Empire.

Wie seit über einhundert Jahren schon – als wäre nichts geschehen.

Aber man weiß auf einmal, warum aus einem einst geachteten Politiker der Russenteufel Putin wurde: man braucht solche unmenschlichen Feindbilder, um die Massen für den Krieg zu begeistern, der  – natürlich – wie immer in Russland ausgefochten werden wird.

Es bleibt nicht unbemerkt, das wir medial wieder auf den Krieg vorbereitet werden (siehe Zeit):

„Ebenso bemerkenswert: Das Misstrauen in die Medien und in den Westen nimmt mit der Höhe des Bildungsabschlusses und des Einkommens zu. Am höchsten ist die Zahl derjenigen, die die Medienberichterstattung für einseitig und politisch gelenkt halten, bei den Befragten mit Abitur und Hochschulabschluss sowie dem höchsten Monatseinkommen. Tendenziell ähnlich ist es bei der Frage, ob der Westen oder Putin für den Konflikt mit Russland hauptverantwortlich ist.“

Es sind nicht die Dummen, die misstrauisch werden – doch dürfte es zu spät dafür sein.

Die Würfel in den Klubs sind gefallen.

(Foto: Grabstätte für russische Kriegsgefangene in der Eifel)

 

Schokolade als Planungsgrundlage der Weltpolitik

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(Gastbeitrag von Till Eulenspiegel, Foto: vom Autor)

Der Militärputsch in der Türkei ist misslungen. Doch die Suche nach den Schuldigen bleibt nicht aus.

Aus der Homepage des österreichischen Staatsfernsehens:

Die USA sind über Vorwürfe, in den Umsturzversuch involviert zu sein, massiv verärgert. Höchst irritiert zeigten sich indessen die USA von Unterstellungen, auf irgendeine Art und Weise mit dem gescheiterten Militärputsch zu tun gehabt zu haben. Außenminister John Kerry habe am Samstagabend erneut mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlut Cavusoglu telefoniert, um Hilfe bei der Aufklärung der Ereignisse anzubieten, erklärte sein Sprecher John Kirby. Gleichzeitig habe Kerry klargestellt, dass „öffentliche Andeutungen oder Behauptungen“ über eine Beteiligung der USA „völlig falsch“ und „schädlich“ für die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien.

Die Hilfe bei der Aufklärung von Verbrechen kann aber leider auch so sein (siehe Die Zeit):

Die Verteidiger der fünf mutmaßlichen Drahtzieher der Terroranschläge vom 11. September 2001 haben eine Verfahrensunterbrechung wegen angeblicher Ausforschung ihrer Unterlagen gefordert. E-Mail-Konten der Anwälte seien überwacht worden und „Hunderttausende“ Dateien von einem Computernetzwerk der Militärjustiz verschwunden, über das die Verteidiger sich austauschten, sagte die Verantwortliche für die Verteidigung vor militärischen Sondergerichten, Oberst Karen Mayberry.

Also die „Drahtzieher“ des 11.09.2001 waren zu diesem Zeitpunkt 2013 schon 12 Jahre ohne Urteil im Gefängnis. Es ist allerdings schon sehr lange bekannt, dass die Geheimdienste unseres großen Bruders um die riesigen Rohstoffreserven Afghanistans buhlten. Aus dem Spiegel erfährt man:

„Washington – Das karge Afghanistan ist reich an Bodenschätzen. Erst investierte in den achtziger Jahren die Sowjetunion massiv, dann spekulierten die Taliban auf die Ausbeutung – nun brüsten sich die USA mit einer Sensationsmeldung: US-Geologen hätten einer Untersuchung zufolge riesige Mineralvorkommen entdeckt. Schätzwert: fast eine Billion Dollar.“

Indes erzählt uns N-TV über 1000 Nazis als Spione unseres großen Bruders: Die USA haben nach dem Zweiten Weltkrieg mindestens 1000 Nazis als Spione eingesetzt. Das zeigen ehemals geheime Dokumente, die mittlerweile freigegeben wurden. Die CIA schützte sie sogar vor Verfolgung.

Woher die lückenlose Überwachung, die Snowden so kritisiert, also wohl stammt?

Es gibt die Info über riesige Lithium- und Goldvorkommen in Afghanistan  aber auch schon wesentlich früher. Man kann auch über die Drogengeschäfte der Geheimdienste unseres großen Bruders googeln. Lieber über https://ecosia.org – denn da schützt man noch zusätzlich Regenwald. Also die Triebfeder des Afghanistan-Krieges war Drogen und Rohstoff -Schokolade?? Aber jetzt geht es ja noch weiter.

Denn Saudi-Arabien soll schuld am 11.09.2016 sein (siehe CNN). Da geht es eben um gute schwarze Ölschokolade (bezüglich WTC  gibt es ja im Nachrichtenspiegel ohnehin schon einige effiziente Links). Ja, also eines ist klar: Der Umsturz hat nichts mit der gut in der Süddeutschen Zeitung nachvollziehbaren Revolutionswelle von Marokko über Libyen, Tunesien, Ägypten , Syrien … Ukraine zu tun. Sondern es entdecken findige Geister, dass Erdogan angeblich den Umsturz mit teilweiser Zerstörung des Parlamentes selbst gemacht hat. Vorher hatte er sich mit Russland versöhnt, die Angriffe gegen Syrien bleiben lassen wollen und dann sich selbst einen Angriff mit teilweiser Zerstörung  des Militärgerätes, mit Kidnapping des Militärstabschefs, des Luftwaffenkommandanten und  sogar laut griechischen Meldungen Kidnapping des Flottenkommandanten geleistet? Der große Bruder im Westen ist natürlich vollkommen unschuldig. Sputniknews: Seit Wochen kursierten im politischen Washington Gerüchte über einen Militärputsch in der Türkei. Ausgelöst hatte diese Vermutungen der Artikel „Could there be a coup in Turkey?“ von Michael Rubin im Blog des neokonservativen „American Enterprise Institute“.

Also Erdogan wurde nicht etwa vom russischen Geheimdienst informiert, und auch im Putsch beschützt, und hatte deshalb eine Versöhnung mit Russland durchgeführt und angekündigt, Syrien in Zukunft in Ruhe zu lassen … ?? Also Erdogan ist der Gute, oder der Böse. Gerade in der letzten Zeit wurde der Genozid gegen die Armenier immer öfter völkerrechtlich anerkannt. Und gerade so wie vor der Maidan Revolution in  der Ukraine gegen Russland, fand ja ein richtiges Türkeibashing statt. Warum jetzt? Warum nicht schon vor 100 Jahren?  Und dann kam der Putsch, den Erdogan ja angeblich selbst initiiert haben soll. Und die Türken in Europa, eigentlich europäische Staatsbürger, demonstrieren in Berlin oder Wien für Erdogan?  Die fühlen sich eigentlich als Türken?

Ja, die Frage ob ein Mensch ein Terrorist oder ein Freiheitskämpfer, ein weiser Staatsmann oder ein Massenmörder ist, das ist oft nur eine Frage des Bezugsystems. Also der Geographie oder der Zeit. Also Atatürk hat in Izmir ein riesiges Denkmal. Die Menschen verehren ihn sehr. Einige Kilometer weiter auf einer griechischen Insel, ist dieser Mann ein Massenmörder.

Prinz Eugen, ein österreichischer Feldherr, der die Türken weit zurückdrängte, wurde einige Jahrhunderte in Österreich verehrt, für die Türken ist er ein Massenmörder.

Auch so Bandera aus der Ukraine. Für die Russen ein Faschist, der auch gegen die Stalintruppen aber wohl auch gegen Hitler gekämpft hat. Für die Ukrainer ist er ein Nationalheld? Ein Journalist hat recherchiert, dass sowohl er, als auch die Familie Banderas im KZ waren und Bandera in München vom KGB ermordet wurde.

Jürg Jenatsch, der für die Schweiz viel gekämpft hat, ist ein Schweizer Nationalheld. Für die Österreicher war er wohl damals ein Terrorist? Die Taliban? Die Kurden? Stalin selbst, eigentlich ein Massenmörder. Doch scheint sogar das nationale Russland immer wieder zu vergessen, dass Stalin nicht nur Massenmorde, Massendeportationen durchführen ließ? Stalin ließ sämtliche jüdischen Berater bis auf einen hinrichten, und ließ auch die Juden verfolgen.

Und Putin? Im Moment der Zar von Russland? Der ist doch der Böse? Der hat doch verhindert, dass der Westen zu seiner Schokolade kam?

In Griechenland wurden nun die Goldvorkommen an einen  Kanadier verkauft, auch die Ölreserven müssen verkauft werden? Seither sind die Griechen wieder die Guten? In Italien wurde trotz Wirtschaftskrise das Vermögen der Oligarchen steuerfrei und nicht angetastet, da müssen aber die Pensionisten 50% Steuer zahlen, die Italiener sind eben auch die Guten. Und wenn jemand nicht folgt, so wie die Schurkenstaaten nach Bush, dann gibt es Missernten, Erdbeben, Unwetter? (kaum zu glauben, aber wie zuletzt schon berichtetet, wird das, was man nicht nur z.B. auf dieser Homepage eines Segelfliegers und Klima-Umwelt-Friedensaktivisten über Geo-Engineering und Wettermanipulation zu lesen bekommt und was man früher als platte Verschwörungstheorie  abgetan hätte, mittlerweile auch hochoffiziell von Spiegel und ORF berichtet  und von US Konzernen auf internationalen Kongressen neuerdings als profitables Geschäftsmodell propagiert.)

Aber Denken wird wohl nicht verboten sein? Es ist zwar gefährlich, doch wenn z.B. die bayrische Regierung zu viel denkt, und auch die Bundeslinie nicht mitträgt, dann gibt es Unwetter? Allerdings kann kein Erdbeben oder Unwetter nur annähernd den Schaden eines Atom-Weltkrieges erreichen. Also wäre es im Sinne des Überlebens vielleicht doch nötig, auch weiter zu denken und nicht nur transatlantisch zu folgen? Außer man hat Suizidabsichten? Oder man steht unter Drogen? (siehe Spiegel: „Deutsche koksen ungeahnte Mengen“).

Und in der Ukraine, da gehört das Familiensilber des Staates, die Kornkammer Europas dem Staat. Da der pleite ist, winken noch sehr gute Geschäfte, wenn die Felder dann den Agrokonzernen gehören werden. Ja und es gibt tatsächlich Schokolade in Hülle und Fülle. Da ist der Schokokönig Poroschenko der Chef. An jeder 2. Gasse in Kiew gibt es einen Schokoladeladen von Poroschenko. Er hat sein Vermögen nicht so wie Janukowitsch (für seinen Sohn) vertausendfacht, sondern nur einige Male vermehrt. Der größte Teil der Fabriken Poroschenkos steht in Russland! Allerdings war Janukowitsch bei Amtsbeginn auch kein Oligarch. Aber auch für Janukowitsch war die Schokolade in Form von Schwarzkonten in Europa wichtiger als seine Funktion als Ministerpräsident, deshalb hatte er Russland nur wenig um Unterstützung gebeten.

Und wenn jemand wie Erdogan oder Putin dem großen Bruder im Westen nicht ganz folgen, dann sind sie halt die Bösen?  Auch wenn das Budapester Referendum, in dem Russland die Unversehrtheit der ukrainischen Grenzen garantiert wurde, nicht eingehalten worden ist. Die Ukraine hatte in Vertrauen auf dieses Referendum sämtliche Atomwaffen an Russland weitergegeben. Doch hat Russland die damaligen Grenzen eben nicht akzeptiert.Ja, Putin der Zar Russlands. Da gibt es eine Oper von Lortzing, die heißt Zar und Zimmermann. Da kam Peter der Große nach Europa und lernte Schiffsbau. Der Statthalter der Stadt sang da in etwa: „Denn ich bin gut und weise, und mich betrügt man nicht“ – und bemerkte nicht, dass der Zar von Russland gerade da war. Vielleicht ein kleiner Vergleich mit Istanbul jetzt? Wer weiß?

Testament Peters des Großen Fälschung oder nicht, dieses Testament beschreibt die Politik Russlands gegenüber Nachbarn und Minderheiten. Wenn man liest, wie die Politik Russlands gegen Polen oder z.B. Tschechien, Ukrainern, Protestanten u.a. über Jahrhunderte war, dann versteht man, wieso Madeleine Albright oder  Obama-Berater Zbigniew Brzezinski die Welt als Schachbrett ansahen und das alte Russland als Feind hatten. Nicht umsonst ist Russland so riesig geworden.

Doch der spätere „Zar  Putin“, dessen  Wunsch es war, Russland nach dem Bilde Deutschlands zu formen, der als Geheimdienstagent die Stärken Deutschlands kennenlernen konnte, der wird durch die Adenauer Stiftung massiv bedrängt. Sein wichtigster Beraterumkreis sind deutschsprachige Experten.

Auch Friedensbemühungen behindern, möglicherweise, dass genug Kohle verdient werden könnte, aktuell z.B. ein riesiger Friedensmarsch der Orthodoxen Kirche in der Ukraine.

Wenn das alles so einfach wäre: In der Ukraine gibt es vor allem die ukrainische griechisch katholische Kirche, die eben auch sehr aktiv beim Maidan involviert war. Die strebt nach Westen. Die hat ihren Sitz in Rom und die orthodoxen Kirchen haben teilweise ihren Sitz in Moskau oder Kiew (siehe Wikipedia/Ukrainische Kirchen): Die Ukraine ist ein mehrheitlich konfessionsloses Land, wobei meisten gläubigen Einwohner Christen sind. Seit Jahren besteht zwischen fünf Kirchen, des orthodoxen wie des lateinischen Ritus, ein heftiger, emotional und auch politisch geprägter Streit um Legitimation und Immobilien. Der Islam stellt eine regional starke Minderheit.

Die Situation der Kirchen untereinander ist oft sehr schwierig. Auch werden die Kirchen immer wieder politisch von West und Ost instrumentalisiert. Beachtenswert ist es aber doch, dass über einen so riesigen Friedensmarsch nirgendwo in den offiziellen Medien des Westens berichtet wird.

Informationsstelle Militarisierung z.B. 2.5 S.18 Assoziierungsabkommen, spricht Bände. Also man erzählt der Bevölkerung von der Schokolade im Westen und bekommt ein Assoziierungsabkommen, das tatsächlich einigen wenigen viel Schoko bringt.

Aus S19 Informationsstelle Militarisierung:

„Einfuhr einer Ware aus dem Gebiet der anderen Vertragspartei oder bei der Ausfuhr einer Ware oder dem Verkauf einer Ware zwecks Ausfuhr in das Gebiet der anderen Vertragspartei keine Verbote oder Beschränkungen oder Maßnahmen gleicher Wirkung erlassen oder beibehalten, es sei denn, dieses Abkommen oder Artikel XI GATT 1994 und die Anmerkungen zu seiner Auslegung sehen etwas anderes vor.“ (Titel IV, Artikel 35)

Eine weitere Passage mit erheblicher Tragweite verbirgt sich hinter der unscheinbaren Überschrift „Annäherung von technischen Vorschriften, Normen und Konformitätsbewertungen“. Dort wird die Ukraine auf die Übernahme europäischer Produktions- und Zertifizierungsstandards verpflichtet, um überhaupt Waren in der EU verkaufen zu dürfen. Dazu dürften aber in nahezu sämtlichen ukrainischen Betrieben derart umfassende Investitionen nötig sein, dass dies eine fast unüberwindliche Handelsbarriere darstellt, die nur dort durchlässig werden dürfte, wo dies seitens der EU explizit gewünscht wird. Es liegt auf der Hand, dass sich der „freie und faire Wettbewerb“ mit den produktiveren und technisch deutlich weiter fortgeschrittenen westeuropäischen Unternehmen für die ukrainischen Betriebe unter solchen Bedingungen als hochgradig nachteilig entpuppen dürfte, wie auch der bereits zitierte Professor an der Wirtschaftsuniversität Wien, Joachim Becker, kritisiert: „Die geo-ökonomische und geo-politische Stoßrichtung der Abkommen wird im Fall der Ukraine besonders augenfällig. Weit über die Handelsliberalisierung hinausgehend, soll die Ukraine teilweise in den EU-Binnenmarkt integriert werden. Das würde bedeuten, dass die Ukraine substanzielle Teile der Wirtschaftsgesetzgebung der EU übernimmt. Die Ukraine würde nicht nur Möglichkeiten des Außenschutzes für die nationale Ökonomie verlieren, sondern auch Schlüsseloptionen für die nationalstaatliche Industriepolitik (z.B. über öffentliche Ausschreibungen). […] Eine ‘tiefe und umfassende’ Freihandelszone ist Kernbestandteil des Abkommens. Für die Ukraine dürfte ‘vertiefter’ Freihandel und die Übernahme von Kernbestandteilen der EU-Wirtschaftsgesetzgebung allerdings auf eine Vertiefung der De-Industrialisierung und vertiefte Abhängigkeitsstrukturen hinauslaufen.

Wollt Ihr Ukrainer wirklich in die EU? (siehe Welt)? Die jetzige Situation in der Ukraine in den Zentren ist, dass es tatsächlich etwas mehr freien Geist gibt. Aber die Inflation hat die Währung seit 2014 auf ein Drittel reduziert. Die Bevölkerung leidet! Vielleicht sieht Poroschenko sein Schokoimperium, das er auch mit einigen Fabriken in Russland aufgebaut hat, in Gefahr, wenn die Stimmung zwischen Russland und Ukraine zu warm wird? Denn in der Wärme schmilzt bekanntlich die Schokolade. Für die Ukrainer ist es eine ausgemachte Sache, dass Putin und Poroschenko sich schon völlig anders als in Minsk über die Ostukraine geeinigt haben. Nämlich so wie Georgien und Ossetien.

Nicht so das westliche Militärbündnis und die EU, die mancherorts vor allem bei den Waffen nun durchaus gute Geschäfte machen. Was wäre die Rüstungsindustrie ohne Feind?

Es wäre so einfach den Konflikt zu beenden, denn alle Betroffenen haben genug davon. Eine blockfreie Ukraine, deren Unantastbarkeit der wohl neuen Grenzen, von EU und westl. Militärbündnis sowie GUS und Russland garantiert würden. Also kein Referendum mehr, sondern ein Staatsvertrag!

Anpfiff zum Endspiel – Scripted reality at its best

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Warren Buffet – Foto v. Jamais Cascio / Flickr CC BY SA 3.0

Der jüngste Artikel des Eifelphilosophen über die plutokratischen Strategien zur Aushebelung von Demokratie und Rechsstaat (siehe Nachrichtenspiegel) hat viele erschüttert. Dabei hat es Warren Buffet bereits ganz offen ausgesprochen – und zwar mehrfach (siehe Aristoblog) :

„Es herrscht Klassenkrieg, richtig, aber es ist meine Klasse, die Klasse der Reichen, die Krieg führt, und wir gewinnen.“

(”There’s class warfare, all right, […] but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning.” – Interview in der New York Times vom 26. November 2006)

Während es also einige der gewichtigsten Plutokraten ganz unverblümt aussprechen, was derzeit an menschenverachtenden Machenschaften, Manipulation und Destruktion des Gemeinwohls läuft, so ist es dem fernsehenden Kleinbürger streng verboten, darüber laut nachzudenken – das wäre doch „Verschwörungstheorie“ (siehe Vorsicht, Verschwörungstheorie!), und Verschwörungen gibt’s ja bekanntlich nur in schlechten Filmen. Menschen im echten Leben machen sowas nicht.

Aufgrund egoistischen Macht-, Reichtums- und Kontrollwahns andere Menschen, unsere  Umwelt und ganze Völkerschaften in Elend, Ausbeutung und Tod zu drängen – nein, das verstieße ja gegen die UEFA-Fußballregeln, und diese gehören doch heute zum verinnerlichten Ehrenkodex eines jedes zivilisierten Menschen. Weiß doch jedes kleine Kind: Wer an einem Mitbewerber am grünen Rasen ein fieses Foul begeht, der bekommt vom Schiedsrichter sofort die gelbe oder rote Karte gezeigt. Dass man sich auf die Gültigkeit dieser althergebrachten Regeln verlassen kann, bekommt man täglich  im Fernsehen gezeigt.

Vermutlich hat Warren Buffet in seinem o.a. New York Times-Interview also bloß über ein Drehbuch zu einem geplanten neuen Hollywood-Schinken geplaudert – „DIE HARD – Teil VI“ oder so ähnlich wird dieser Film wohl heißen, wenn er demnächst anläuft …

An wen die Hauptrollen für dieses Drehbuch verteilt werden, steht noch nicht fest – ist aber in Wirklichkeit auch vollkommen nebensächlich …

Nachdem der Krakenarm der Paramount Studios bis über den Atlantik ins Schwäbische Hinterland reicht und es sogar in Wohlstandszeiten ohne Not gelungen ist, die gesamte Creme der deutschen Spitzenpolitik von Merkel bis Gauck und Gabriel, De Maiziere und Cem Özdemir unter Vertrag zu bekommen, wird es in Zeiten des akademischen Prekariats wohl kein Problem sein, passende Nachwuchsdarsteller  zu rekrutieren (siehe kurze Casting-Revue für Nachwuchstalente auf Youtube).

Die auf Lobbypedia veröffentlichte Liste der Mitglieder des Atlantikbrücke-Vereins stammt aus Januar 2013 – ab Februar 2016 waren die Mitglieder auf der offiziellen Webseite nicht mehr abrufbar. Um trotzdem einen ersten Einblick in das Spinnennetz der Macht zu erhalten, in das wir eingesponnen werden, während wir treuherzig EM gucken, hier ein unterhaltsamer 8-Minuten Klassiker von Erwin Pelzig:

Gleichschaltung der Medien und Manipulation des fernsehenden Kleinbürgers – natürlich nur zu Weihnachten und daher kein Grund zur Sorge!

Beim Durchzappen durchs abendliche Fernsehprogramm ist dem US Moderator Conan O`Brien etwas faul vorgekommen. Die Nachrichtensprecher verschiedenster Rundfunkstationen verwendeten allesamt exakt den gleichen – und zwar wirklich buchstäblich gleichen! – Ansagetext.

Conan hat daher nachrecherchiert und eine Kompilation der besagten Ansage von ca. 30 kreuzverschiedenen TV-Sendern zusammengestellt. Man höre und staune:

(Fotoquelle Titelbild/Conan O’Brien: Carlos Gomez, Flickr CC BY SA 3.0 Quellenlink: https://flic.kr/p/QcAL)

Wenn es also schon für so banale Anlässe wie dem Weihnachtsgeschäft möglich ist, die Medien quer durch die Bank gleichzuschalten bzw. den Journalisten wortwörtlich  vorzuschreiben, was sie zu sagen haben, dann darf man mutmaßen, in welcher Weise staatliche und wirtschaftliche Mächte von dieser umfassenden Durchgriffsmöglichkeit Gebrauch machen, wenn es um wirklich wichtige bzw. zukunftsrelevante Themen geht.

War es doch schon immer die feste Überzeugung dieser Mächte, dass man die wirklich wichtigen Themen nicht einfach der freien Meinungsbildung des gemeinen Kleinbürgers überlassen kann. Sonst käme der gemeine Kleinbürger ja womöglich auf abwegige Gedanken und ein Fortsetzen der Reise unseres hochprofitablen Eilzuges Richtung Grand Canyon wäre in Frage gestellt.

Wenn es also um wirklich wichtige bzw. dollarschwere Fragen geht wie etwa Militärinterventionen in Irak, Afghanistan, Syrien, Somalia & Co., um den Ukraine/Russlandkonflikt, um Atomraketenstationierung, Drohnenbefriedung, US- und NATO-Strategien, um die Markteinführung von Hochrisiko-/Hochprofittechnologien wie Atomkraft, Fracking, Gen-, Bio- und Nanotechnologie, um Industrie 4.0 und die Digitalisierung all unserer Lebensbereiche, um TTIP/TISA/CETA, die Geschäfte der Waffen-, Pharma- und Impfindustrie, um Finanzkonzerne, Geheimdienste, Bürgerüberwachung und Grundrechtsabbau – soll man da etwa dem gemeinen Kleinbürger erlauben, dass er sich eine wirklich profunde Meinung bildet? Wo kämen wir denn da hin? Unsere westlichen Werte (siehe kurze Liste der westlichen Werte) bekämen womöglich keine ausreichende Unterstützung mehr.

Nein, um Gottes Willen. Da MACHEN wir lieber zuvor Meinung, dann kann man sich auch getrost zurücklehnen und demokratisch abstimmen lassen. „Manufacturing consent“ nennt man dieses Meinungsmachen schmunzelnd und ganz selbstverständlich in akademischen Fachkreisen.

Aber wer es im gemeinen Kleinbürgermilieu wagt, diese Machenschaften anzusprechen, der ist „Verschwörungstheoretiker“ und wird aus der akademischen Riege umgehend suspendiert, so wie z.B. der renommierte Friedensforscher Dr. Daniele Ganser vom MIT, nachdem er sich geweigert hatte, herrschende Lehrmeinungen nachzuplappern und aufforderte, lieber selbst nachzudenken. Oder der Künstler Xavier Naidoo, der doch tatsächlich öffentlich geäußert hat, dass die frei fernsehenden Hartzbürger in Deutschland gar nicht wirklich frei seien – was für eine abwegige Ansicht! Zum Glück hat man noch rechtzeitig bemerkt, dass dieser Mann nicht politisch-korrekt ist, sonst hätte er anlässlich des internationalen Songcontests womöglich noch ähnliche Worte vom Stapel gelassen und damit bei Millionen Menschen ein Hinterfragen unserer Systemdoktrin: des nihilistischen Mammonismus ins Rollen gebracht.

Im Gegenzug zum Abservieren kritischer Denker werden etablierte Denkpanzer-Generäle aufs Podest gehoben, um in Gesellschaft, Wissenschaft und Pädagogik den politisch korrekten Text anzusagen, den dann die Radio- /Fernsehmoderatoren und die Journalisten der „Lügenpresse“ nachplappern und nachäffen dürfen.

Diese Woche wurde etwa Hans-Werner Sinn zum „Hochschullehrer des Jahres“ gewählt – derjenige scharf rechnende Mann mit dem scharfen Knebelbart, der streng wissenschaftlich, also unwiderlegbar errechnet hat, dass Deutschland 32 Millionen Migranten sowie eine Senkung der Löhne und eine Abschaffung des Rentenantrittsalters benötige (siehe Zeit, WirtschaftsWoche, FAZ). In der Laudatio über Prof. Dr. Hans Werner Sinn heißt es: „Herr Kollege Sinn ist ein Wissenschaftler, der allein der Rationalität verpflichtet ist und politischen Opportunismus nicht kennt. … Herr Kollege Sinn steht für unparteiliche, wissenschaftliche Expertise. Er ist ein meinungsfreudiger Freigeist und unabhängiger Mahner jenseits des politischen Mainstreams …“ (Quelle: Deutscher Hochschulverband )

Dass man den wissenschaftlichen Meinungsmachern zutraut, dass bei vorgenannten, wirklich wichtigen Themen nicht einfach in plumper Weise überall derselbe Ansagetext durchgeschaltet wird so wie im obigen Video zur Ankurbelung des Weihnachtsgeschäfts, sondern dass man diesbezüglich schon etwas kreativer vorgehen bzw. die Ansagetexte leicht modifizieren kann – wer so etwas unterstellt, nun, der ist wirklich ein dunkler Verschwörungstheoretiker.

Der verdient nichts anderes als der „Ketzer“ im Mittelalter – er gehört medial verbrannt und vorher öffentlich an den digitalen Pranger gestellt, wo ihm von Jutta Ditfurth, der großinquisitorischen Aluhut-Jagdgesellschaft (siehe Der goldene Aluhut) und sonstigen selbsternannten Kotztantinen-Vereinen im Namen von Wissenschaft und Fortschritt mit einer glühenden Zange genüsslich die Eingeweide aus dem Leib genommen werden – unter dem höhnischen Gelächter ihrer neoliberal-aufgeklärten Glaubensbrüder in sämtlichen Leitmedien wie Bild, Spiegel, Stern, Focus & Co. sowie dem gröhlenden Applaus des dauerUNTERhaltenen Fußvolks. Besonders genial macht es der – zufällig zeitgleich gegründete – österreichische Ableger der Goldenen Aluhut-Jagdgesellschaft, die GWUP mit ihrer Preisverleihung „Goldenes Brett vorm Kopf“. Hier wird pro Jahr nicht nur ein einziger Sündenbock wie z.B. Xavier Naidoo aufs Streckbett gespannt, sondern auf einem eigens eingerichteten digitalen Pranger (siehe „Nominierungsliste„) kann jeder Fernsehbürger anonym jeden Mitbürger, den er für verdächtig hält, anprangern und ihm somit einen Google-Eintrag im Spinner-Wiki verpassen. In der langen, unredigierten Liste finden sich neben homöopathischen Ärzten auch Kabarettisten wie Dieter Hallervorden und Roland Düringer mit der Anschuldigung, dass sie Menschen zum kritischen Nachdenken brächten – was natürlich heute ein absolutes NoGo ist.

Auch Vereine und NGOs lassen sich durch den die digitalen Pranger von GWUP & Co. schnell auf Linie bringen, indem man ihnen die glühende Spinner-Zange vors Gesicht hält. So finden sich in der Nominierungsliste auch Greenpeace (wörtliche Begründung: „wegen ihrem prinzipiellen Widerstand gegen Gentechnik“), der Biolebensmittelhändler Alnatura sowie die Ärztekammer und die Techniker-Krankenkassa, weil sie Homöopathie und Alternativmedizin unterstützen. Warum auch Homöopathie&Co. auf der Abschussliste stehen, wird schnell erklärlich, wenn man die Sponsorenliste des digitalen GWUP-Prangers  studiert: Ganz oben dabei ist etwa „The Cochrane Collaboration“, eine 37.000 Mitarbeiter starke und über 130 Ländern ausgebreitete Organisation, die „sich dafür einsetzt, dass Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung besser werden“ und die es als eine ihrer höchsten Prioritäten bezeichnet, dass „wissenschaftliche und laienverständliche„,  also auch fürs bildungsferne Fußvolk mundgerecht aufbereitete „Zusammenfassungen“ wissenschaftlicher Publikationen verbreitet werden. Die Organisation präsentiert sich auf ihrer eigenen Webseite als gemeinnützig und unabhängig von kommerziellen Interessen, die Mitarbeiter werden als „eherenamtlich“ dargestellt. Als ich das gelesen habe, war ich schon ziemlich baff – in einer Zeit, in der kaum noch jemand einen Finger rühren will, wenn er nichts dafür bezahlt bekommt, in der das  Rote Kreuz kaum mehr ehrenamtliche Rettungsfahrer findet so wie früher und in der die meisten gemeinnützigen Vereine um ihre Existenz ringen, da sie kaum noch die Bürokosten und Reisespesen für ihre Mitarbeiter stemmen können – in solch einer knallharten Zeit beschäftigt eine Organisation in 130 Ländern 37.000 hochqualifizierte Mitarbeiter, die auf Hochdampf wissenschaftliche Studienpublikationen analysieren, zu „Reviews“ umschreiben und dann in alle populären Sprachen übersetzen?

Ein paar Absätze weiter erfährt man dann doch, wie sich 37.000 Mitarbeiter in 130 Ländern finanzieren lassen: „Auch eine rein finanzielle Unterstützung der gemeinnützigen Arbeit von Cochrane ist möglich (…) Cochrane ist dankbar für jede finanzielle Spende zur Unterstützung unserer Arbeit. Es gibt eine ‚Cochrane Stiftung‘, der sie Ihre Spenden unkompliziert und steuerlich absetzbar zukommen lassen können (…) mit Kreditkarte oder anderen Zahlungsarten …“ – Aber wer es dann konkret ist, der seine Kreditkarte zückt, um 37.000 Mitarbeiter in 130 Ländern zu finanzieren, da endet das helle Tageslicht und da beginnen dann die Verschwörungstheorien … weshalb wir also lieber die Finger davon lassen. Auf Wikipedia erfährt man immerhin, dass das Cochrane Netzwerk auch „von wissenschaftlichen Fonds unterstützt wird“. Da in wissenschaftlichen Fonds ja bekanntlich die Geldmittel wachsen wie die Pilze im Wald, also einfach so über Nacht aus dem Nichts erscheinen, ist der Finanzierungslegitimation stringent wissenschaftlich genüge getan.

Man redet heute viel darüber, dass man die Geldflüsse zur Förderung terroristischer Aktivität, die die Welt derzeit in Angst und Schrecken versetzt, unterbinden müsse. Die Frage, ob die Finanzierung des Verhetzens von homöopathischen Ärzten, Künstlern und alternativen Denkern und die Institutionalisierung von Schmähpreisen und Diffamierungskampagnen nicht auch eine Art Förderung „terroristischer Aktivität“ ist (wird doch zivilgesellschaftliches und basisdemokratisches Engagement mittels gezielter Anschläge heimtückisch sabotiert und wird die in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankerte Meinungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit mit Füßen getreten, ohne dass das den Staatsanwalt auf den Plan ruft), was schon demnächst zu relativ unlustigen, da totalitären Verhältnissen führen kann – diese Frage wird daher gar nicht erst gestellt bzw. wäre dunkle Verschwörungstheorie.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten! Und nicht vergessen: Sie haben als streng wissenschaftlich erzogener und durch „laienverständliche Zusammenfassungen“ täglich vor der Glotze upgedateter Bürger die Freiheit und die Wahl. Machen Sie Gebrauch davon. Kaufen Sie „One … or two … or even ten items for yourself“!

Oder machen Sie es lieber wie Sokrates – gehen die durch die prall gefüllten Einkaufsstraßen mit heiterem Lächeln und sagen Sie sich: „Was es alles gibt, was ich nicht brauche!“

***

Und zum Abschluss noch eine vollkommen unwissenschaftliche, aber gleichwohl unentrinnbare Prophezeiung des Parkwaechters fürs kommende Jahr:

Angesichts der neptunisch-verwaschenen Konstellation flächendeckender „wissenschaftlicher“ Meinungsmache in Konjunktion mit sinnstrotzenden Hochschulprofessoren des Jahres und diversen schwarzen Löchern, die uns als plutonische Trabanten umkreisen und für zusätzliche Spannungsquadraturen und Sogwirkungen in der Milchstraße sorgen, wage ich als akadämlich akkreditierter Parkwaechter vorherzusagen, dass sich das Informationsmedium Internet, die einstige Hoffnung von Freiheit und Kommunikation der Nerd-Generation, bald vollends zu dem verwandeln wird, was Regisseur David Schalko schon einmal in Worte gefasst hat: „zur größten Toilettenanlage unserer Gesellschaft“. – Machen Sie daher in der besinnlichen Weihnachtszeit lieber ein paar Waldspaziergänge in der freien Natur – dort bekommen sie bessere Gedanken und Inspirationen als aus der Glotze bzw. aus der Toilette.

Krieg in Europa … Informationskrieg in Deutschland

Krieg in Europa ... Informationskrieg in Deutschland

Mittwoch, 22.4.2015. Eifel. Merken Sie das? Wir haben Krieg in Europa. Merkt man so direkt gar nicht, oder? Es schlagen keine Bomben ein, außer in der Ost-Ukraine, wo Jagdbomber einer Putschregierung Freiheitskämpfer bombadieren. Freiheitskämpfer und – wie es bei Bomben gar nicht auszuschließen ist – Zivilisten. Oder wo, im Sinne „des Westens“ formuliert, Freiheitskämpfer gegen die russische Dampfwalze anrennen und sie unter großen Verlusten zurückdrängen.

Ich wollte mich gestern über die Ukraine informieren, aber „der Westen“ hat wohl eine andere Informationspolitik verordnet. FAZ, Zeit, Spiegel berichteten zeitgleich über ein anderes Thema: die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer, der Spiegel mit fast einem Dutzend Beiträgen. Das dort schon seit Jahren – ja, bald seit Jahrzehnten – üble Dramen geschehen, interessiert kaum jemanden, macht fast den Eindruck, als ob die Weisung an die Chefredakteure ergangen ist, dass jetzt das Thema „Flüchtlinge“ zu besetzen sei. Wenn man sich fragt, warum, so antwortet die FAZ gleich heute (siehe FAZ):

„Um Schleuser und Menschenhändler wirksam zu bekämpfen, braucht es Soldaten an den nordafrikanischen Mittelmeerküsten.“

„Germans to the front“ war schon im Boxeraufstand ein beliebter Schlachtruf, um die Streitkräfte des Kaiserreiches in die Armeen der alten Kolonialmächte einzureihen. Diesmal kommt der Ruf nach deutschen Soldaten an der Mittelmeerküste aus den „linken“ Redaktionsstuben, die von „rechten“ Demonstranten pauschal als „Lügenpresse“ bezeichnet werden. Ja – so überraschend werden wir zu einer linken Republik – was „Linke“ wohl völlig durcheinanderbringt, die mit großem verbalen Einsatz auch die langsam wieder aufkeimende Friedensbewegung im Keim ersticken möchte und zu einer großen Allianz gegen Friedensnazis aufrufen, während der Krieg immer weiter tobt.

Der Krieg?

Nein, das ist beileibe nicht meine Erfindung, obwohl ich ihn vor einem Jahr oft beschrieben habe – zum Zwecke der Warnung. Heute ist er da. Unser Außenminister predigt ihn offen – falls der Spiegel hier nicht lügt (siehe Spiegel):

„Propaganda ist ein wichtiges Mittel in Präsident Putins Kampf um Einfluss in Europa. Die baltischen Staaten konnten dem bis jetzt wenig entgegensetzen. Das soll sich nun ändern – mit deutscher Hilfe.“

„Seit Propaganda zum wichtigen Bestandteil von Russlands hybrider Kriegsführung in Europa geworden ist, gehört zu diesen Instrumenten immer mehr auch die Zusammenarbeit im Bereich der Medien.“

„Russlands Kriegsführung in Europa“ – darüber redet der deutsche Außenminister unverblümt in Nachbarländern, die eine gemeinsame Grenze zu Russland haben. Mir als Balte würde das eine Heidenangst einjagen – und das ist wohl auch so bezweckt. Herr Steinmeier redet offen von einem tobenden Informationskrieg, den selbstverständlich nur der böse Russe führt. Wir Deutschen kennen den bösen Russen gut: 1914-18 sind wir in sein Land einmarschiert, 1939-1945 haben wir in seinem Westen nur verbrannte Erde zurückgelassen, zwei von fünf Toten des Zweiten Weltkrieges waren russische Staatsbürger … ohne das bislang jemand auf die Idee gekommen ist, vom deutschen Völkermord an slawischen Völkern zu reden.

Nun gut – wir haben ja schon genug Völkermord auf dem Bierdeckel.

„Wir müssen der Desinformationskampagne, wie sie während der Eskalation des Ukraine-Konflikts stattgefunden hat, etwas entgegensetzen“, sagte Steinmeier. Mit den drei Staaten wurden Aktionspläne vereinbart. Deutschland wird Estland, Lettland und Litauen bei der Ausbildung von Journalisten unterstützen. Darüber hinaus soll die Deutsche Welle auch fertige Inhalte auf Russisch liefern.

Es wäre mir neu, dass eine russische“Desinformationskampagne“ zweifelsfrei aufgedeckt wurde, dass es Untersuchungen über sie gab, dass unabhängige Experten konkret benennen können, wo, wann und wie Russland gelogen hat – und nicht nur eine andere Sicht der Dinge hatte als die Pressesprecher der Nato. Das die „Deutsche Welle“ fertige Inhalte auf Russisch liefert, die in den baltischen Staaten verbreitet werden sollen, stellt selbstverständlich keine Einmischung in Innere Angelegenheiten dar – ich frage mich nur, ob auch deutsche Medien deutschsprachige Texte geliefert bekommen – nebst Anweisungen, wann und wie die zu verbreiten sind.

Auf der Suche nach den „russischen Desinformationskampagnen“ lande ich – einzig und allein – beim „Tagesspiegel“ … in Form eines Kommentars einer Claudia von Salzen. Der beweist seine These wirklich fulminant (siehe Tagesspiegel):

Heute ist bekannt, dass es in Russland Agenturen gibt, deren Mitarbeiter nichts anderes tun, als in sozialen Netzwerken und auf Nachrichtenseiten die öffentliche Debatte im Sinne des Kremls zu beeinflussen.

„Ist bekannt“ … das reicht als Beweis. Ich mag nicht schon wieder die Meldung zitieren, dass eine ganze britische Brigade gebildet wurde, um „Stimmung“ auf Facebook zu machen – wozu auch? Schon längst sind wie in einem kriegstreibenden Stadium, in dem wir hemmungslos gut sind – und der Russe erbärmlich böse.

Heute erst zitiert der Focus einen Artikel aus der Rheinischen Post, nachdem russische TU-22 Bomber mit scharfen Atomwaffen an Bord in „internationalem Luftraum über Europa“ gesichtet worden seien (siehe Focus). Angeblich gibt es ein Bild eines TU 22 Bombers mit einer scharfen Atomwaffe an Bord – sicher gab es da einen Aufkleber drauf „Putins scharfe Atombombe – für Bielefeld reserviert“ – anders kann man eine scharfe Nuklearwaffe auf einem Foto nicht von einer Übungsbombe unterscheiden. Wir bekommen aber das Beweisfoto nicht zu sehen („es ist bekannt“), sondern das Archivbild einer TU-95, einer Propellermaschine aus dem Jahre 1952. Die Rheinische Post führt die Legende noch weiter aus, zeigt uns das gleiche Archivbild eines alten Propellerbombers wie der Focus, während sie von den gefährlichen TU 22 Bombern berichten und zitiert – ohne die Zitate zu verlinken und somit nachprüfbar zu machen – den „Irish Examiner“ und den „Daily Express“, die behaupten, TU-95 mit Atomwaffen „nahe der Westküste Irlands“ gesehen zu haben (siehe Tagesspiegel).

Zweifellos – echter deutscher Qualitätsjournalismus, der lieber „als bekannt“ voraussetzt anstatt zu hinterfragen, zu überprüfen und zu belegen. Man hätte die künstlich geschaffenen Legenden (so würde man die dargebotenen Informationen als Philosoph einordnen) wenigstens mit Fotos einer echten TU-22 hinterlegen können – die sieht gefährlicher aus als die alten Propellermaschinen, Wikipedia hätte hier helfen können.

Mag es sein, dass es auch in unseren Kreisen Agenturen gibt – von der britischen Brigade mal abgesehen – deren Mitarbeiter nichts anderes tun, als in sozialen Netzwerken und auf Nachrichtenseiten die öffentliche Debatte im Sinne des Westens zu beeinflussen? Nun – wie wir gesehen haben, bekommen die Balten jetzt eine solche Agentur: die „Deutsche Welle“. Natürlich wird darauf hingewiesen, dass „der Westen“ für eine pluralistische Meinungsbildung steht … doch was ist mit jenen Journalisten, der nicht der Meinung der britischen Facebook-Brigade sind?

Seltsamerweise gibt es die gar nicht. Und seltsamerweise übernimmt der Focus den nichtssagenden Artikel des Tagesspiegels und sorgt so für eine größtmögliche Verbreitung der Information über den „Himmel voller russischer Atomwaffen“ – eine Information, die für Angst und Stimmung sorgt.

Da fällt die Zustimmung für deutsche Soldaten an der nordafrikanischen Küste leicht, da war Hitlers Generalfeldmarschall Rommel schon, da haben wir noch alte Karten. Keiner kommt auf die Idee, die Ursachen der Flüchtlingsströme zu bekämpfen … an denen Bomber des Westens durch die Zerschlagung Libyens direkt beiteiligt waren.

Nun – weil wir hemmungslos gut sind, dürfen wir den Krieg in Europa auch an afrikanische Küsten tragen, weil wir so die russische Schwarzmeerflotte vom Atlantik abschneiden können – ein kleiner, sicher ganz unbeabsichtiger Nebeneffekt beim Kampf gegen „Schleuser“.

Weil wir so hemmungslos gut sind, dürfen wir auch Soldaten im Kampf gegen Russland ausbilden (siehe Spiegel):

„Die USA haben trotz Warnungen der russischen Regierung mit dem Training vom Einheiten der ukrainischen Nationalgarde begonnen. Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums sagte in Washington, etwa 300 US-Soldaten würden die Ukrainer in einem Sicherheitszentrum im westukrainischen Jaworiw nahe der polnischen Grenze ausbilden.“

Und es sind nicht nur US-Soldaten, die in dem Nicht-Nato-Land stationiert werden.

„In der Ukraine arbeiten auch Dutzende britische Militärausbilder. Zudem werden mehr als 200 Soldaten aus Kanada erwartet. Poroschenko sagte, dass sich künftig noch Soldaten aus Polen sowie „vielen anderen Ländern“ an der Ausbildung des Militärs beteiligen würden.“

Auch hier ist die Beweisführung des „Westens“ wieder mal überwältigend:

„Kiew und der Westen beschuldigen Moskau seit langem, die prorussischen Rebellen in der Ostukraine zu unterstützen. Russland weist die Vorwürfe zurück.“

Miteinander geredet wird wohl gar nicht mehr. Vertrauensbildende Maßnahmen – dereinst der Garant für jahrzehntelangen Frieden in Europa – interessieren scheinbar niemanden mehr, eine Politik der Entspannung findet nicht mehr statt – noch redet jemand davon. Die Vernichtung Putins – das bleibt als einzige Handlungsalternative übrig, wenn man den halbgaren Nachrichten des Westens traut.

Schauen Sie sich mal die Karte bei Wikipedia an (siehe Wikipedia): die angeblich so offensiven Russen (von denen noch kein einziger gefunden wurde) sind von der desolaten ukrainischen Armee weit zurückgedrängt worden: in der Tat droht hier eine große Gefahr für „den Westen“. Für welche Zwecke die ukrainische Armee jetzt von hunderten Natosoldaten weiter ausgebildet werden soll, erschließt sich auf den ersten Blick nicht – zudem haben wir doch Waffenruhe?

Ein besonders Schmankerl erlaubt sich die Zeit, die uns aktuell über das Problem der schwer kontrollierbaren „Freiwilligenverbände“ informiert (siehe Zeit):

„Freiwilligenverbände haben die Ukraine gerettet. Jetzt sind sie eine Gefahr für das Land.“

Gerettet? Wovor? Und natürlich werden diese Verbände auch umgehend verharmlost … obwohl sie eine Gefahr für das Land dastellen sollen. Der Trick ist ganz einfach: man präsentiert einfach einen dieser Freiwilligen (siehe Zeit):

„Der junge Mann sieht nicht wie ein Rechtsradikaler aus, er trägt Bart und hat einen intelligenten, nachdenklichen Blick.“

„Kwit ist wortgewandt und nüchtern. Er trinkt alkoholfreies Bier, da er Auto fahren muss“ 

Da kann ja keine Gefahr drohen. Fehlt nur noch der Hinweis, dass seine Freundin Arzthelferin in Heidelberg werden möchte – schon ist der Mann heilig.

„Wenn aber die Russen einmarschieren, werden wir einen Partisanenkrieg führen. Wir werden keinen Millimeter unseres Territoriums aufgeben“, sagt er. „Wir verstehen genau, was Putins Russland ist.“

Und deshalb – weil er ein Putinversteher (der andern Art) ist, kommt er in Deutschland auch in die Medien. Wer könnte seinen Worten nicht trauen?

Währenddessen ermordet eine „Ukrainische Aufständische Armee“ im Kampf gegen Putin gezielt Oppositionspolitiker in der ukrainischen Hauptstadt. Der Name ist Programm (siehe FAZ):

„In dem angeblichen Bekennerschreiben drohen die Verfasser mit der „vollständigen Ausrottung“ der Feinde der Ukraine. „Wir entfalten einen gnadenlosen aufständischen Kampf gegen das antiukrainische Regime der Verräter und Moskauer Speichellecker“, heißt es etwa. Der Name „Ukrainische Aufständische Armee“ spielt auf eine nationalistische westukrainische Partisanenorganisation während und nach dem Zweiten Weltkrieg an. Die Mitglieder waren für Massaker an Polen und Juden 1943 in Wolhynien verantwortlich.“

Das wäre so, als wenn man in Deutschland wieder eine „Waffen-SS“ hätte.

Alles harmlos, natürlich.

Und damit der deutsche Bürger jetzt nicht versehentlich auf falsche Gedanken kommt, wird einen Tag später im gleichen Medium sofort zurückgeschossen und die ehemligen Judenmörder entlastet (siehe FAZ):

„Zwei Morde an prominenten Regierungskritikern in Kiew beschäftigen die Ukraine. Stecken Nationalisten dahinter oder russische Geheimdienste?“

In bester Manier eines Verschwörungstheoretikers präsentiert die FAZ eine halbgare Verschwörungstheorie, nach der russische Geheimdienste die Nationalisten in der Ukraine steuern, um die Regierung in ein faschistisches Licht zu rücken. Würden wir im Westen ähnliches über die CIA andeuten – man würde uns offiziell für bekloppt erklären. Entsprechende Theorien „gegen“ Russland jedoch: ja, dass sind „seriöse“ Nachrichten. Die Quelle dieser Theorie? Ein Politologe, der eine E-Mail der „Ukrainischen Aufständischen Armee“ erhielt – und „Deklinationen“ in „elektronischen Medien“.

Ist diese Art der Beweisführung korrekt, dann hat die US-Regierung Kennedy erschossen, die Mondlandung gefakt und „nine-eleven“ selbst initiiert. Aber im Informationskrieg um den Krieg in Europa gelten für unsere Qualitätsmedien natürlich andere Maßstäbe als für normale Verschwörungstheoretiker.

Was man dem Putin nicht alles zutraut?

Er unterstützt eine Bürgerkriegspartei einem fremden Land (wie der Westen, siehe Spiegel), schickt eigene Soldaten in das Land (wie der Westen, siehe oben) und täuscht die Weltöffentlichkeit mit wirklich hinterlistigsten Tricksereien – wie der Westen …. oder ist das jetzt schon verbotene Verschwörungstheorie? Zweifelsfrei … denn nur der Russe ist so böse. Das weiß man schon seit 1941, dem Überfall Hitlers auf die Sowjetunion. Wahrscheinlich wusste der, das bald „der Putin“ kommt und wollte das frühzeitig verhindern.

Ach ja – „Bürgerkrieg“.

Da spricht im Westen keiner drüber. Achten sie mal drauf.

Normalerweise nennt man das so, wenn sich die Bürger eines Landes bekriegen. Wir (siehe oben) reden aber nur von Krieg.

Nicht nur vom Krieg in der Ukraine, sondern vom Krieg in Europa. Natürlich ist es „Russlands hybride Kriegsführung in Europa“ – O-Ton Steinmeier, Außenminister Deutschland.

„Wir“, der „Westen“, verteidigen uns nur gegen die russische Dampfwalze – wie 1941.

Und die Frage, ob vielleicht „der Westen“ die Morde an russischen Oppositonspolitikern (siehe z.B. Zeit) inszeniert hat, um Putin zu diskreditieren, wird selbstversändlich nicht gestellt: wir sind der Westen, wir sind gut, wir sind frei – und wer solche Gedanken hegt ist fast schon geisteskrank und gehört eingesperrt, denn: das Böse kommt aus dem Osten und geschieht deshalb nur dort.

Das ist bekannt.

Kurznachrichten

Und denen soll ich trauen, wenn es um meine Gesundheit geht?

Wenn es nach der EU-Kommission geht, wird (möglicherweise) die Suche nach Testpersonen für die Pharmafirmen bald überflüssig werden. Die EU-Kommission diskutiert in der neuen Verordnung, dass alle Patienten in einer Klinik automatisch an dort laufenden Medikamententests teilnehmen, sofern sie nicht ausdrücklich widersprechen.

Das Gold der Urkaine ist weg (ok, so wie das Deutsche, aber in einer cooleren Aktion und nicht durch schnöden Betrug):

Tonight, around at 2:00 am, an unregistered transport plane took off took off from Boryspil airport. According to Boryspil staff, prior to the plane’s appearance, four trucks and two cargo minibuses arrived at the airport all with their license plates missing. Fifteen people in black uniforms, masks and body armor stepped out, some armed with machine guns. These people loaded the plane with more than forty heavy boxes.
After this, several mysterious men arrived and also entered the plane. The loading was carried out in a hurry. After unloading, the plateless cars immediately left the runway, and the plane took off on an emergency basis.

Da scheinen die Märchenerzähler ja doch Recht zu behalten: Einhörner sind Real. Und wie es sich gehört, wird es erst einmal eines, zur Beweissicherung und natürlich nur wegen seinem fortgeschrittenen Alter, erschossen:

Erlegt wurde das Tier im vergangenen August von einem Jäger nahe Celje in der Region Savinjska. Wie „National Geographic“ berichtet, erklärte der das Tier untersuchende Wissenschaftler Bostjan Pokorny vom Forschungsinstitut ERICO Velenje, dass er selbst noch nie einer solche Abnormität gesehen habe.

Surprise surprise:

Eine ehemalige Mitarbeiterin des britischen Geheimdienstes MI5 glaubt, dass die aggressive Außenpolitik der USA vor allem ein Rückzugsgefecht sei: Die Amerikaner wissen, dass sie die globale Vorherrschaft in der Energie-Politik nicht aufrechterhalten können. Viele Staaten hinterfragen das Monopol des Petro-Dollars.

Eine kleine Liste mit 33 Verschwörungstheorien, die sich als Wahr herausgestellt haben:

Most people can’t resist getting the details on the latest conspiracy theories, no matter how far-fetched they may seem. At the same time, many people quickly denounce any conspiracy theory as untrue … and sometimes as unpatriotic or just plain ridiculous.

Eigentlich dachte ich, schau mal beim Ufo-Blogger vorbei, der hat doch bestimmt was über UFOs. Stattdessen finde ich bei ihm drei Artikel und ein Musikvideo über Ebola. Die Verschwörungstheorie am Ende hab ich dann noch schnell drangehängt. Hoffentlich landet das nicht auch auf der Liste von Alex Jones hier drüber:

This [the Ebola-] patent may help explain why Ebola victims are being transported to the United States and put under the medical authority of the CDC. These patients are carrying valuable intellectual property assets in the form of Ebola variants, and the Centers for Disease Control clearly desires to expand its patent portfolio by harvesting, studying and potentially patenting new strains or variants.

[…] Now we learn that its not the first time depopulation using virus has been discussed in science conferences, back in 2006, a popular science and computer writer and editor of the Citizen Scientist, Forrest M. Mims III, reports that he was present at a speech at the Texas Academy of Sciences when a respected evolutionary ecologist and lizard expert called for 90% of the world’s human population to be wiped out to save the environment. Mims reports that at the 109th meeting of the Texas Academy of Science at Lamar University in Beaumont in early March 2006,Dr. Eric R. Pianka received a prolonged standing ovation when he said that air-borne Ebola virus should be released in order to control world population.

Illuminati owned singer and performer Avicii’s predict a future event in his latest music video „The Days“ which was released on Youtube on 3 October, 2014.
Which confirms Ebola is Illuminati bio weapon and they don’t care if you find out. They have become that bold.

Dr. Cyril Broderick, A Liberian scientist and a former professor of Plant Pathology at the University of Liberia’s College of Agriculture and Forestry says the West, particularly the U.S. is responsible for the Ebola outbreak in West Africa. Dr. Broderick claims the following in an exclusive article published in the Daily Observer based in Monrovia, Liberia…

Ich kann mich noch an eine Zeit erinnern, da wurde so was als Science Fiction Spinnerei abgetan:

Das Pentagon hat gerade begonnen ein neues Lasersystem an Bord der USS Ponce zu testen, das imstande ist, kleine Drohnen abzuschießen, was die konventionelle Flak ja nicht kann.

Und das hier auch (Video):

Microwaves can entrain the brain, cause depression, aggressive behavior, suicide, homicide, cancer, can make you think you’re hearing voices, induce sickness, weakness, fatigue, etc.

War schon klar, daß dieser Kelch nicht an uns vorbeigeht:

Gas soll in Deutschland künftig doch durch die umstrittene Förder-Methode Fracking gewonnen werden können. Auf Druck von Wirtschaftspolitikern der Koalition weicht die Bundesregierung ihre Pläne für ein Fracking-Verbot auf und will es unter Auflagen in Einzelfällen [sic!] zulassen.

Und was dann passieren wird (natürlich alles nur Einzelfälle):

Der der Öl- und Gasboom erschüttert die Amerikaner. In mehreren Bundesstaaten treibt das Rückpumpen der Abwässer die Zahl der Erdbeben massiv in die Höhe. Die Folgen sind gravierend. Die Bundesregierung steht zwischen Verbot und Hintertür.
Was Naturkatastrophen betrifft, ist der amerikanische Bundesstaat Oklahoma eher für seine zerstörerischen Tornados als für Erdbeben bekannt. In den vergangenen sechs Jahren hat aber die Erdbebenhäufigkeit in dem weit von jeder tektonischen Plattengrenze entfernt liegenden Bundesstaat exponentiell zugenommen. Inzwischen werden in Oklahoma sogar mehr Erdbeben als in Kalifornien, der klassischen Erdbebenregion Nordamerikas, registriert.

Das glaube ich persönlich eher nicht (Meine den Ausstieg, nicht die Spekulation darüber. Denn wann hat das Merkel mit der CDU oder die Verräterpartei mal was gegen die Interessen der Reichen getan?):

Italienische Medien berichten über einen Geheimplan von Angela Merkel. Sie soll bereits Brüssel darüber informiert haben, dass Deutschland zur Mark zurückkehren wolle. Der Ausstieg aus dem Euro sei im finalen Stadium. Sie untermauern die Spekulationen mit Argumenten von US-Ökonomen.

So macht eine anständige Regierung Politik:

Nehmen wir mal an, rein hypothetisch gesprochen jetzt, die Energiewende solle still und heimlich entkernt werden. Das wäre ja ein Umfallen von geradezu tektonischen Ausmaßen. Das kann überhaupt nur eine Partei leisten.  Herzlichen Glückwunsch, Herr Gabriel. Das ist selbst für SPD-Verhältnisse ein Jahrhundert-Verrat.

Doch noch eine UFO Meldung. „Die Rosetta Verschwörung“ klingt auch einfach zu Gut:

Letzte Woche landete ein kleines Labor eine halbe Milliarde Kilometer von der Erde entfernt auf einem Kometen. Für einige ist das nicht Science Fiction genug: Sie vermuten, der Himmelskörper ist eine Art Radiostation von Ausserirdischen.

Abschließend die „Schachtel im Müll“ Verschwörung (ok, das klingt Scheiße)

Momentan kursiert ein äußerst seltsamer Fund im Internet, nämlich die Entdeckung einer ominösen braunen Schachtel (ca. 100 x 70 cm) die aus dem Müll gefischt wurde. Daran ist erst einmal nichts Besonderes, aber wenn man sie öffnet, entdeckt man darin viele großformatige Zeichnungen und Schriftstücke, die offensichtlich von jemanden verfasst wurden, der eine detaillierte Begegnung mit Außerirdischen und diese daraufhin ausgiebig dokumentiert hatte.

 

Wie immer distanzieren wir uns von den hier verlinkten Nachrichten und verweisen auf den gesunden Menschenverstand, der sich durch nichts beeinflussen lässt.

Konspirationen, Verschwörungstheorien und erkennbare Folgen geheimer politischer Wirklichkeiten

Donnerstag, 28.11.2013. Eifel. Auf meinen Reisen durch "Neuland" stieß ich letztens auf die letzten überlebenden Edellinken, die so stramm und extrem links sind, dass sie sich dem rechten Rand in ihrem Verhalten schon sehr weit angenähert hatten: die Erde ist halt rund. Dort bemerkte ich offene und reumütige Selbstbekundungen, wann und wo man schon überall auf "Rechte" gestoßen war ohne es zu merken. Es reichte schon, wenn man von Rechten zitiert wurde, um verdächtig zu werden. Ebenso schlimm waren die "VT-ler", die "Verschwörungstheoretiker" - offensichtlich böses Volk.

Donnerstag, 28.11.2013. Eifel. Auf meinen Reisen durch „Neuland“ stieß ich letztens auf die letzten überlebenden Edellinken, die so stramm und extrem links sind, dass sie sich dem rechten Rand in ihrem Verhalten schon sehr weit angenähert hatten: die Erde ist halt rund. Dort bemerkte ich offene und reumütige Selbstbekundungen, wann und wo man schon überall auf „Rechte“ gestoßen war ohne es zu merken. Es reichte schon, wenn man von Rechten zitiert wurde, um verdächtig zu werden. Ebenso schlimm waren die „VT-ler“, die „Verschwörungstheoretiker“ – offensichtlich böses Volk.

Nun – es steht jedem frei, sich den Anweisungen von Bush jun. zu fügen, macht hier ja die ganze „freie“ Presse – mich machte das dann doch betroffen, weil meine Überlegungen erst kürzlich an anderem Orte als „Lieblingsverschwörungstheorien“ vorgestellt wurden. Ich mir nicht bewusst, Theorien über Verschwörungen zu bilden: extra deshalb ziehe ich meine Informationen – sofern ohne großen Einsatz von Finanzmitteln möglich – aus den Leitmedien der deutschen Nachrichtenkultur – nur in der Deutung schließe ich mich ihnen nicht immer an. „Even the worst case“ sollte nicht nur für Firmen sondern auch für Gesellschaften gelten – und wirklich: man macht dann real weniger Fehler, wenn man sich zuvor damit auseinandersetzt, was denn alles schief gehen könnte – dies ist ein normales, strategisches Element einer jeden Unternehmung, damit man auf alles vorbereitet ist – und an sich noch keine Verschwörungstheorie.

Bohemian Grove zum Beispiel ist real – und keine Theorie. Auch die Bilderbergertreffen sind real. Beides Orte, die jeden Kartellamtsmitarbeiter hellhörig machen sollten: wunderbare Gelegenheiten, um gemeinsame Strategien zur Monopolisierung von Märkten zu besprechen – fast wöchentlich werden solche Fälle in den Medien auch aufgedeckt. Wird darüber hinaus noch mehr besprochen? Nach Quellenlage: ja. Man müßte sich darüber keine Gedanken machen, wenn nicht … ja, wenn nicht historische Fakten zur Wachsamkeit mahnten. Die grundlos vorausgeschickten Annahmen, dass alle Politiker und Wirtschaftsbosse selbstlose Humanisten sind, entbahrt jeder Grundlage – auch wenn alle Leitmedien dies tagaus tagein predigen …. um eigene Karrierechancen nicht zu verspielen, Anzeigenkunden nicht zu verprellen und sich bei Parteien nicht unbeliebt zu machen.

Bevor nun die Gemüter hochkochen, weil ich zwei „kritische“ Ortsbegriffe ins Spiel gebracht habe, ein Blick in die Wissenschaft.

Bei Grenzwissenschaften-aktuell finden wir derzeit die Vorstellung einer wissenschaftlichen Arbeit über Verschwörungstheorien, das Werk „Konspiration“ der Soziologen Andreas Anton, Michael Schetsche und Michael K. Walter.

Basierend auf diesem Verständnis sprechen sich die Autoren denn auch gegen eine pauschale Abwertung des Verschwörungsdenkens und insbesondere die damit vielfach einhergehende „Pathologisierung“ der Protagonisten solcher Deutungen aus. Namentlich die bis heute die öffentliche und auch die wissenschaftliche Debatte dominierende, vorsätzlich diskreditierende These ‚kognitiver Defizite‘ bei den Anhängern von Verschwörungstheorien  wird dem modernen Verschwörungsdenken weder wissenschaftlich noch gesellschaftspolitisch gerecht.

Das ist die erste bemerkenswerte Erkenntnis: es geht um „Pathologisierung“ kritischen Denkens. Wer Fragen stellt, ist krank.

In Demokratien gibt es solche Einstellungen nicht: sie braucht keine Fragen zu fürchten. Mehr bräuchte man zur Verteidigung der Aufklärungsversuche konspirativen Denkens nicht zu sagen, doch die Autoren gehen noch weiter:

Vielmehr – so das Fazit des Bandes – sind es vier Faktoren, die das heutige Verschwörungsdenken maßgeblich beeinflussen:

1. Das kulturell weitgehend anerkannte Wissen darüber, dass ganz reale politische, militärische oder wirtschaftliche Verschwörungen immer wieder den Gang unserer Geschichte beeinflusst haben.

2. Das – wie nicht zuletzt die aktuellen Abhöraffären zeigen – durchaus begründete Misstrauen von Teilen der Bevölkerung gegenüber Rechtschaffenheit und demokratischer Einstellung politischer, wirtschaftlicher und militärischer Machteliten.

3. Der Wunsch nach plausiblen Erklärungen für unerwartete Ereignisse in der Gesellschaftlich – insbesondere wenn die in regierungsamtlichen Erklärungen und in den Leitmedien angebotenen Deutungen wenig plausibel oder unvollständig erscheinen.

4. Die Möglichkeit via Internet gesellschaftspolitisch abweichend Überzeugungen sehr schnell und weitgehend unkontrolliert verbreiten zu können, was die kulturelle Sichtbarkeit auch solcher Ideen sicherstellt, die in traditionellen Massenmedien nicht zum Zug kommen.“ 

Punkt 1 ist der Wichtigste. Da es nachweislich in der Geschichte der Menschheit Konspirationen gab (die im Falle der italienischen Loge P2 den gesamten Staat unter ihre Kontrolle bringen wollten – und schon weitgehend gebracht hatten), können und müssen wir davon ausgehen, dass dies auch weiter so bleibt. Dies von vorn herein auszuschließen, ist reichlich naiv und eines kritischen Geistes unwürdig.

Hätte man uns letztes Jahr erzählt, das die NSA Deutschland abhört wie kaum ein anderes Land der Welt: wir hätten diesen fiktiven Botschafter gleich ausgelacht. Hätte man uns erzählt, dass harmlose deutsche Spaziergänger von der Polizei kontrolliert werden, weil sie der NSA zu Nahe rücken (siehe Spiegel) oder die NSA selbst direkt Gewalt gegen Medien anwenden, die über ihren Komplex berichten wollen (siehe Echo-online): wir wären (ganz im Sinne von George Bush jun.) entsetzt gewesen über diese Unterstellungen gegenüber unserem großen Bruder.

Heute wissen wir: es ist alles noch viel schlimmer.

Der große Bruder hört uns nicht nur ab, er hat uns auch auf die Liste seiner schlimmsten Feinde gesetzt.

Dürfen wir dafür eine Erklärung verlangen?

Natürlich.

Bekommen wir sie?

Nein.

Fragen wir uns warum?

Besser nicht … sonst droht Pathologisierung durch Pressevertreter.

Dabei ist das Thema hochbrisant: weltweit gebärdet sich die NSA wie dereinst die Gestapo in Deutschland – doch das findet man nur in ausgesprochen linken Publikationen wie dem Neuen Deutschland. Wer das Pech hat, von den NSA als „Terrorist“ klassifiziert zu werden, muss damit rechnen, von einer extrem anwachsenden Flotte von Roboterflugzeugen eliminiert zu werden. Noch ein Fakt, der vor dem 11.9.2001 nicht denkbar gewesen wäre und heute Alltag ist.

Doch es geht noch krasser. Natürlich werden wir darüber informiert, aber die Zusammenhänge werden von einer Flut unnützer Informationen über Promischeidungen, Talkshowrezensionen und Filmdiskussionen hinweggespült, dabei wären Schlagzeilen wie „DROHT EIN NEUER WELTKRIEG!“ aktuell durchaus angemessen. Leider kollidieren sie mit dem Deutungstabu, das unsere Presse beim Thema „USA“ und „Konspiration“ über uns verhängt hat und dadurch durchführt, dass diese extrem wichtigen Meldungen nur kurz aufblitzen, um danach sofort von Gemunkel über die große Koalition verdrängt zu werden.

Was ich meine?

Nun – ausnahmsweise nicht den laufenden Weltkrieg reich gegen arm, der sich täglich schlechter verbergen läßt, sondern den heißen, atomaren Weltkrieg, der den Krieg reich gegen arm vertuschen soll, was laut Konfliktforscher Werner Ruf dringend notwendig ist (siehe Heise):

Werner Ruf: Wir beobachten derzeit, dass „die Verdammten dieser Erde“, wie Frantz Fanon sie vor sechzig Jahren nannte, aufstehen, protestieren und nicht mehr bereit sind, sich mit ihren elenden Lebensbedingungen abzufinden. Wir beobachten, wie Menschen, denen ihr Leben nichts mehr wert ist, diesem in Selbstmorden ein Ende setzen, es – zum weit größeren Teil – auf der Flucht, etwa über das Mittelmeer, aufs Spiel setzen oder Risiken bei Massendemonstrationen gegen die elenden Verhältnisse, denen sie ausgesetzt sind, eingehen, ganz einfach, weil ihnen ihr Leben ohne Perspektive ohnehin als sinnlos erscheint.

Was wäre angesichts dieser auch in Europa beobachtbaren Entwicklung sinnvoller – neben dem Aufbau einer automatisierten Drohnenarmada und eines weltumspannenden allumfassenden Spitzelnetzes – als ein kleiner heißer Krieg mit … sagen wir mal … China? Wäre doch das ideale Instrument, die Massen mal wieder zu disziplinieren, bevor die noch mehr Freiheit und Wohlstand fordern, oder?

Zu unvorstellbar?

Unsere Medien arbeiten schon daran, den Chinesen an sich zum Unmenschen zu machen … wir werden uns an diese Artikel aber erst erinnern, wenn der begrenzte nukleare Schlagabtausch beginnt: diese Ungeheuer nehmen doch tatsächlich den Babys die Muttermilch weg, um sie selbst zu trinken (siehe Stern): so etwas gehört bestraft.

Dieser atomare Schlagabtausch wird gerade offen riskiert – und manche erkennen deutlich, in welcher  Gefahr wir gerade schweben, siehe Spiegel:

„Ich fürchte ein Sarajevo, Version 21. Jahrhundert“, sagt die Politikprofessorin Anne-Marie Slaughter, als sie an diesem Dienstag die Nachricht von den zwei US-Bombern hört, die sich chinesischen Vorgaben widersetzten. Slaughter gehörte zum Planungsstab von Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton, sie kennt sich aus mit internationalen Krisen.

Sie nahm Bezug auf den Beginn des Ersten Weltkriegs, der losbrach, ohne dass ihn wirklich jemand gewollt hatte. Zwar war man damals in allerlei Allianzen mit allerlei automatischen Mechanismen verbunden – aber die ganz große Auseinandersetzung würden die Großmächte doch wohl nicht riskieren. So dachten viele bis zum Sommer 1914. Dann wurde ein Thronfolger in Sarajevo ermordet, die über Jahre gelegte Lunte fing Feuer, das Pulverfass ging hoch. Aus einem österreichisch-serbischen Lokalkonflikt wurde ein Weltkrieg.

In der Tat eine brisante Entwicklung bei dem Streit um ein paar unbewohnte Inseln. China dehnt seine Lufthoheit aus – die USA verletzen sie – gezielt und gewollt. Es waren zwei unbewaffnete, veraltete B 52 – kein großer Verlust, wären sie abgeschossen worden.

Das Eindringen militärischer Maschinen in den Luftraum anderer Nationen ist ein kriegerischer Akt – der leicht schief gehen kann, wenn der Gegner sich (anders als Lybien, Syrien, der Irak oder der Jemen – um nur ein paar Ausrutscher zu nennen) wehren kann.

Es war ein bewusster Akt, diese Maschinen los zu schicken – Bomber, die für chinesische Schiffe in jenem Gebiet sehr gefährlich hätten werden können: wären die chinesischen Kapitäne genaus so nervös wie die NSA rund um den Daggerkomplex: wie leicht hätte man einen falschen Knopf drücken können, weil man die Flugmanöver der Bomber falsch gedeutet hat. Jede B 52 kann theoretisch eine ganze Flotte ausradieren – und da kamen gleich zwei davon.

Ein schwerer Moment für einen chinesischen Admiral, der in erster Linie für das Überleben seiner Mannschaft verantwortlich ist. Andere hätten sofort geschossen.

Wollen wir noch weiter fragen?

Warum riskiert man das? Warum bricht man offen Völkerrecht – wie beim Angriff auf Afghanistan, dem Irak oder dem Jemen? Warum missachtet man in seinen exterritorialen Foltergefängnissen die einfachsten Menschenrechte und schafft (wie in Guantanamo) absichtlich Zonen, in denen die US-Armee dafür garantiert, dass dort ohne Rücksicht auf Verluste gefoltert werden kann?

Nun – ich möchte an dieser Stelle keine Theorien darüber anstellen, wer wann wo und wozu den Befehl für den Bombereinsatz gegeben hat. Ich möchte nur festhalten, dass wir uns nach der Ansicht von Professor Slaughter am Rande eines Weltkrieges befinden, der uns ganz schnell persönlich treffen kann, wenn Russland sich im Kriegsverlauf an die Seite Chinas stellt.

Gemeinsame Manöver haben die schon durchgeführt.

Warum halten wir das eigentlich alles nur für großes Kino – wäre meine letzte und wichtigste Frage.

Warum „wichtigste“?

Weil das Verschwörungstabu Teil eines klar erkennbaren Umerziehungsprogrammes ist, welches im Rahmen des Krieges reich gegen arm läuft und lautet: „Verschwörungen gibt es nicht und die gesellschaftliche Elite ist edel, weise und gerecht: immer und überall, anderslautende Nachrichten kommen vom geisteskranken Feind, den man entschlossen bekämpfen muss“ – auch wenn er nur in der Nähe von Wiesbaden am NSA-Komplex spazieren gehen möchte.

„Bitte weitergehen, es gibt nichts zu sehen“ … so die Botschaft, die wir tagaus tagein hören. Eine Botschaft, die wir sonst nur im Zusammenhang mit Unfällen … oder Verbrechen hören, weshalb wir zurecht mutmaßen, dass etwas Übles geschieht, wenn wir diese Botschaft tagaus tagein auf allen Kanälen hören – und dann nebenbei erfahren, dass wir fast wieder ein neues Sarajevo hatten.

Fast nur – aber vielleicht klappts ja nächstes Mal.

Was man angesichts der Arbeit der Soziologen auch mal anerkennen muss: ohne das Internet, ohne die freiwilligen, selbstlosen Denker und Analytiker des politischen Geschehens, ohne die neu formierte Informationsbürgerwehr würden wir uns diese Fragen gar nicht stellen. Auch wenn ihre Schlussfolgerungen manchmal arg überzogen wirken, haben sie ihre „Krummheit“ oft nur einer politischen Wirklichkeit zu verdanken, die sich der gesunde Menschenverstand ohne die (zugegebenermaßen hanebüchene) Zuhilfenahme von reptiloiden Naziufos nicht mehr plausibel erklären kann.

Diese Auswüchse in der politischen Theorienbildung können Auswüchse eines kranken Geistes sein – oder logische Ableitungen einer beobachtbaren kranken Wirklichkeit.

Die Frage ist: können wir als Gesellschaft riskieren, völlig auszuschließen, dass vielleicht manche Elemente des militärisch-industriellen Komplexes an der Krankheit der Wirklichkeit Anteil haben – um die Rendite der Kapitalanleger zu sichern?

Schaut man allein, welche kriminellen Akte allein die Deutsche Bank zu verantworten hat, so würde ich von einer solch naiven Weltsicht dringend abraten, bevor die kranke Wirklichkeit sich mit Waffengewalt in unserem Alltag breit macht.

Und nur, weil Rechtsradikale Verschwörungstheorien gierig aufgreifen, weil sie nützlich zur Destabilisierung der demokratischen Zivilgesellschaft sind, heißt das nicht, das diese Theorien an sich rechtsradikal sind – sonst wäre jeder Hartz IV-Kritiker rechtsradikal, weil auch Rechtsradikale das Thema Hartz IV kritisch besetzen.

Geopolitik

Wenn die EU uns demnächst (und jetzt ja auch schon) in den Abgrund reißt, interessiert es niemanden weil wir Europäer zu träge sind. Schade eigentlich, das wir Südeuropa allein lassen und einfach so weiter machen wie bisher. Ölkrise? Finanzkrise? ESM? Vertrag von Lissabon?

Wasserprivatisierung? Monsanto? Fukushima? u.v.m. interessiert niemanden.

Den eigenen Konsum überdenken? Etwas ändern? Nein – nicht der Deutsche.

Dafür geht es dem Michel zu gut. NOCH!!

(mehr …)

Armes Deutschland: wie die Hartz-Behörde aus Künstlern Tellerwäscher macht – und andere Geschichten über Sklaverei

Freitag, 10.8.2012. Eifel. Es geht bald zu Ende mit den Nationalstaaten, oder? Merkt man ja an der Tatsache, das die Machthaber jetzt schon Bankmanager als Staatslenker einsetzen – oder sollte ich sagen: als Insolvenzverwalter? Es ist natürlich die Frage, ob einen das überhaupt kümmern soll – immerhin gab und gibt es viele Denker, die den Nationalstaat als Kern allen Übels betrachten. Ist ja auch ein ziemlich künstliches Gebilde, das sich – gleich einem Regierungskonzern – dereinst über die Völker gestülpt hat … im Namen des Friedens natürlich. „Pax Romanum“ beendete europaweit in der Tat viele Stammeskriege und sorgte so für „Zivilisation“ – will sagen: leistungsloses Einkommen durch Sklavenarbeit. War eine super Geschäftsidee, die sich bis heute hält. Früher waren es die römischen Legionen, die diese Idee im Marschgepäck hatten – sogar ganz sozialistisch: wer die zwanzig Jahre Dienstzeit überlebte, wurde mit einem großzügigen, vererbbaren Landgeschenk versehen und war fortan echter römischer Bürger mit allen Rechten. Land gab es dank der Kriege ja genug zu verteilen – so sind wir in der Eifel zu Römersiedlungen (mit Fußbodenheizung!) gekommen, die heute noch Schulklassen bestaunen dürfen. Heute funktioniert das Ganze immer noch – allerdings liegt Rom nicht mehr in Rom, sondern in New York.

Bevor wir nun weiter die Gedanken schweifen lassen, eine Warnung: wir kommen hier in gefährliches Gebiet – wir betreten gedanklich verbotenes Land. Früher, in meiner Jugend, gab es einen ganz klaren Bannbegriff, ein Totschlagwort, das jede Kritik im Keim erstickt hat: „ANTIAMERIKANISMUS“ hieß es und bedeutete, das man gerade einen Riesenfehler gemacht und an die Tabus der Demokratiefassade gekratzt hat. Ganz schnell war man in Deutschland Neonazi, während man  in den USA selber mit denselben kritischen Worten Kommunist war.

Nun lebt eine kapitalistische Marktwirtschaft ja in erster Linie von der Mode, vom sich ständig erneuernden Stil, der Berge von Müll anhäuft und aus Menschen Hamster macht, die ihr ganzes Leben in einem engen Käfig rennen, nur um „in“ zu sein – undenkbar das in einer solchen Gesellschaft ein Bannwort ewig bestand hat. Darum wird es von Zeit zu Zeit erneuert, aktuell heißt es „VERSCHWÖRUNGSTHEORIE“, meint aber genau das gleiche: schaue nicht hinter die Demokratiefassade, folge nicht den Spuren der Macht und des Geldes in der Weltpolitik, kritisiere nicht das Gebaren der Supermänner der Supermacht, sonst bist du Neonazi, Kommunist oder einfach nur KRANK.

Kaum einer wagt es noch, darüber nachzudenken, das US-Politik auf vielen gesellschaftlichen Ebenen absichtlich von hochintelligenten Menschen durchgesetzt wird – und das die 200 führenden Familien der USA nur eins im Sinn haben mit ihren Taten: IHRE Rolle in den USA stabil zu halten und die Rolle der USA in der Welt so zu belassen, wie es seit 1945 (oder früher) angedacht war – als Herrscher der Welt.

Uns aber, die wir ganz unten in der Finanzsklavenhierarchie stehen (ja, Eisenketten legt man uns nicht mehr an – das ist aber der technischen Entwicklung geschuldet, nicht etwa einer höheren Moral. Wir kämpfen ja auch nicht mehr mit Lanzenreitern und Bogenschützen), belastet dieses Tabu sehr: wir haben ohne Kenntnisnahme der Tabus keine Chance zu verstehen, warum die Goldman-Sachs-Betrüger straffrei ausgehen (siehe Spiegel), obwohl ihre Manipulationen die Armut von vielen Millionen Menschen verursacht haben.

Dabei wird alles klar, wenn man Roß und Reiter endlich beim Namen nennen darf: jahrelange Verwerfungen in der Wirtschaft werden auf einmal deutlich erkennbar als kriegerischer Akt der Superklasse der USA gegen Europa, siehe Dirk Müller im Handelsblatt:

Schauen Sie doch nur die Rolle der Ratingagenturen an. Die Ratingagenturen gehören zu den mächtigsten Organisationen dieser Erde. Sie entscheiden, wer auf dieser Welt Geld bekommt und zu welchem Preis. Wie naiv ist es, anzunehmen, dass Amerika dieses scharfe Schwert nicht für sich einsetzt? Schauen Sie sich an, wer bei S&P das Sagen hat. Sie werden eine sehr enge Verbindung zur Politik erkennen.

Die USA setzen sie schamlos als machtpolitisches Instrument ein, um der Euro-Zone zu schaden. Immer bevor große Anleiheauktionen anstehen, dreschen die Ratingagenturen auf den Euro ein.

Eigentlich klar, oder?  Alle in den USA verdienen gut an der Ratingoffensive, der Einsatz dieses „scharfen Schwertes“ erfolgt erkennbar systematisch und zielgerichtet, entfernt ganz nebenbei viel lästige Konkurrenz (vor allem für den Dollar) vom Weltmarkt … aber wir dürfen darüber nicht reden. Dafür bezahlen, ja – darüber reden: nein. Darum hat das Handelsblatt ja auch das Wort „Verschwörungstheorie“ in der Titelunterschrift verwendet, damit alle gleich wissen, worum es geht und sich rechtzeitig distanzieren können.

Für uns hat der Dominanzwillen der amerikanischen Elite ganz praktische Konsequenzen – nicht nur die, das wir unsere neuen Flughäfen nicht mehr bezahlen können (siehe Welt), sondern auch die, das unsere mit viel Geld perfekt ausgebildete Schauspielelite von Hartz IV leben muss. Es lohnt sich, auf diesen Tatbestand ein Augenmerk zu richten, denn immerhin verbringen wir Deutschen ein Großteil unserer Zeit vor dem Fernseher … dementsprechend gut sollten Bezahlung und Jobaussichten für Schauspieler sein. Das Gegenteil jedoch ist der Fall … unsere Tatortkommissare wandern beständig am Hartz IV-Abgrund herum – und der spricht eine deutliche Sprache zu ihnen, siehe Welt:

Wer es in 24 Monaten nicht auf 180 Drehtage bringt – und dieses Glück hat in der Branche kaum jemand – hat keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld, sondern rutscht nach Drehschluss direkt in Hartz IV.

Seit ihn im Jobcenter ein Zuschauer erkannte, setzt Sebastian dort lieber eine Sonnenbrille auf. Ihn überraschte kaum, dass die Chancen gen Null tendieren, dort Tätigkeiten vermittelt zu bekommen, die seinem Beruf entsprechen, den er auf einer privaten Schauspielschule für viel Geld erlernte. Der Ton, den seine Betreuerin dabei auf Anhieb an den Tag legte, ließ ihn allerdings zusammenzucken. „Bei uns wird der Herr Künstler zum Tellerwäscher!“, bellte sie ihm wörtlich entgegen.

Leistung soll sich wieder lohnen – ja? Ein schlechter Scherz in diesem Land.

So vernichten deutsche Jobcenter Tag für Tag die künstlerische Elite des Landes, um dem Niedriglohnsektor (z.B. den US-Pommesbuden von McDonalds und Burger King) neue Dienstsklaven zuzuführen – und wir nennen uns ein reiches, freies Land? Dafür sind unsere Bildschirme voll von (sehr gut bezahlten) Werbesendungen für den „American Way of Life“, der den permanent vorhandenen Hintergrund für Horrorfilme, Krimis, Abenteuerdramen oder Liebesschnulzen liefert: drei Stunden täglich erfahren wir so, wie wir leben sollen, um den Herren der Welt (jenen zweihundert Familien, für deren Gunst die deutsche Wirtschaft täglich betet) zu gefallen – und viele andere Sendeformate (vorrangig im privaten Bereich) kontrollieren, ob wir das auch einhalten … Kleidung, Musikgeschmack, Sprache, Wohnungseinrichtung, Hausbau: alles wird im Detail von dem Bankensender RTL unter die Lupe genommen.

Wir bieten uns dem so selbstverständlich an wie eine Prostituierte ihrem Freier, weil wir auch wissen (und jetzt schon seit Jahrzehnten gelernt haben): Widerstand ist zwecklos – jedenfalls Widerstand gegen die wahren Machthaber der Welt. Diese Haltung teilen wir mit den Bürgern des Dritten Reiches, die auch wussten, das sie in einem ganz tollen Land lebten – wurde ja jeden Tag von allen Medien mit Jubel und Begeisterung gepredigt.

Dabei sind die Zeichen des moralischen Verfalls im Lande überdeutlich zu erkennen – die Medien führen sie nur nicht mehr zu einem Gesamtbild zusammen, weil dies die Traumblase vom deutschen Konsumhimmel endgültig zerplatzen lassen würde. Das Handelsblatt bringt gerade wieder ein paar nette Geschichten aus der bundesdeutschen Sklavengesellschaft, die auch gerne Menschenrechtler gratis für sich arbeiten lässt:

Die Bedingungen, unter denen er Schrankscharniere, Türgriffe und Stuhlroller für Ikea herstellte, beschreibt Ott als menschenunwürdig. „Der Bus, der uns zur Ikea-Arbeit brachte, war vergittert. Wir fuhren durch ein großes Metalltor, und sobald wir in dem Gebäude waren, gab es nur noch Neonlicht. Kein Fenster, keine Sonne.“ Nach Angaben von Ott wurde sein erarbeitetes Geld bei seiner Ausreise einbehalten.

Neben Ikea haben auch andere westliche Konzerne für ihre Produktion auf ostdeutsche Zwangsarbeiter. Die ehemalige DDR-Gefangene Tatjana Sterneberg berichtet im Handelsblatt, wie sie zwischen 1974 und 1976 als Inhaftierte des berüchtigten Frauengefängnisse Hoheneck Bettwäsche für Quelle und Neckermann nähen musste.

Hinter der sauberen, freundlichen, menschlichen Maske der bundesdeutschen Wirtschaft lauert immer noch die entstellte, häßliche Fratze des KZ-Aufsehers – und ich denke, gewisse Kreise in den USA wissen die Qualitäten dieses „besonderen“ Personals sehr zu schätzen, das sich in der Regel umgehend auf den Weg macht, um Antiamerikanismus und Verschwörungstheorien im Keim zu ersticken.

Wollen wir wirklich wissen, wie viele junge Talente die Jobcenter in Deutschland zu lebenslänglichen Hilfsarbeitern degradieren – Talente im Schaupiel, in der Wissenschaft, der Musik, der Literatur, der Kunst oder der Kultur?

Wir wissen, das die mächtigen Familien der USA das Ende der europäischen Nationalstaaten beschlossen haben – sie haben auch das Ende der europäischen Kultur beschlossen und das Ende der europäischen Freiheit. Sie meinen das nicht böse oder persönlich – es geht halt nur ums Geschäft, wie immer. Europa gefällt ihnen besser als Lieferquelle für top-ausgebildetes Menschenmaterial, und das kommt umso schneller in die Staaten, je besser die Jobcenter hier ihren wirklichen Job machen: die Vernichtung der Elite.

Und wir: trauern wir jetzt dem Nationalstaat nach?

Nein. Das Geheimnis ist: er ist schon längst gestorben. Wir erleben gerade nur noch seine Zersetzung. Nun mal ehrlich: wo US-Ratingagenturen bestimmen, wieviel von der Wirtschaftskraft eines Landes für den Lebensstandard des Volkes zur Verfügung stehen darf, ist die Souveränität des Landes schon ganz ganz lange dahin und wir sind wieder im alten Rom, wo die besiegten Stämme dem Imperator Tribut zu entrichten haben – als Dank für die Segnungen des römischen Reiches: Disney, Hollywood, McDonalds und Coca Cola.

So gesehen leben wir wieder in einem Vernichtungskrieg. Unsere Freunde im Westen vernichten gerade alles, was wir nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaut haben – und die Jobcenter helfen ihnen dabei.

Und wissen Sie, was Sie finden werden, wenn Sie die Hintergründe der Hartz-Gesetzgebung durchleuchten?

Exzellente Kontakte in die USA.

Die deutschen Häuptlinge haben dafür Spitzenjobs in Rom bekommen.

Spannend, oder?

 

 

 

 

 

 

 

Weltwirtschaftskrise 2011 – und die Verschwörung der Entscheider

Mitte der siebziger Jahre las ich eine interessante Studie über Krankenhäuser. Demnach wäre die sterile Klinikatmosphäre samt weißer Farbe ganz schlecht für die Genesung. Man hatte darauf reagiert, es kam Farbe in die Kliniken. Doch was lese ich heute, vierzig Jahre später in der Welt?

Lange, graue Krankenhausflure und ein beißender Desinfektionsmittelgeruch setzen Kranken zu: Architekturpsychologen plädieren für schönere Krankenhäuser.

Was war in den letzten vierzig Jahren geschehen? Was war denn mit der Legende vom "Fortschritt", jener Legende, die Grundlage unserer Kultur sein soll? "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt" - so hieß es doch. Wieso stehen wir drei Jahre nach der größten Wirtschaftskatastrophe der Nachkriegszeit vor einer neuen großen Wirtschaftskatastrophe?

Mitte der siebziger Jahre las ich eine interessante Studie über Krankenhäuser. Demnach wäre die sterile Klinikatmosphäre samt weißer Farbe ganz schlecht für die Genesung. Man hatte darauf reagiert, es kam Farbe in die Kliniken. Doch was lese ich heute, vierzig Jahre später in der Welt?

Lange, graue Krankenhausflure und ein beißender Desinfektionsmittelgeruch setzen Kranken zu: Architekturpsychologen plädieren für schönere Krankenhäuser.

Was war in den letzten vierzig Jahren geschehen? Was war denn mit der Legende vom „Fortschritt“, jener Legende, die Grundlage unserer Kultur sein soll? „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ – so hieß es doch. Wieso stehen wir drei Jahre nach der größten Wirtschaftskatastrophe der Nachkriegszeit vor einer neuen großen Wirtschaftskatastrophe?

Der Grund für diese Entwicklung ist einfach – und der gleiche, warum Krankenhäuser krank machen anstatt gesund: Wissen wird ignoriert.

In den siebziger Jahren lernten wir auch im Wirtschaftsunterricht, dass die Börse nur ein Teil der Finanzwirtschaft ist – und der DAX wiederum nur ein Teil der Börse. Wir lernten, das die Börse mit Vorsicht zu genießen sei, weil sie völlig irrational ist und die größte Geldvernichtungsmaschine der Menschheit. Wir als junge Unternehmer täten gut daran, die Börse zu meiden – eine kleine Irritation in der Psyche der Anleger … und schon ist die Firma dahin. Sinkt der Börsenwert, sinkt die Kreditwürdigkeit und je nach Rechenmodus der Bank kann man auf einmal Pleite sein, obwohl das Geschäft toll blüht.

Dann kamen die achtziger Jahre und irgendwer entschied, die Börse zu GOTT zu machen. Ein Gott des Wahnsinns, der über Kinderleichen geht, wenn es nur der Rendite nützt. Auf einmal kamen in jeder Nachrichtensendung Nachrichten vom DAX – die anderen Finanzmärkte wurden unterschlagen. Die Deutschen – eigentlich ein Volk von Aktienmuffeln – wurden „umerzogen“. Das „Umerziehung“ geht, hatte man schon mal bewiesen – warum also das Ganze nicht nochmal anstellen, diesmal für einen ganz anderen Zweck? Immerhin waren private Fernsehanstalten auf einmal – per Entscheidung – möglich und man konnte die dümmsten Inhalte über das Volk ausschütten ohne dafür ins Gefängnis zu kommen.

„Ob das mal gut geht“ meinte meine Ex-Frau zu mir. Sie hatte Angst vor Zuständen wie 1933.

„Klar geht das gut“ meinte ich, „es gibt so viele Sicherheitsmechanismen, die uns vor der Weltwirtschaftskrise schützen, da kann gar nichts schiefgehen“.  Ich war mir da ganz sicher, weil ich mir sicher war, das die Menschheit nicht so blöd sein konnte, zumal Karl Marx den Pleiteautomatismus  des Kapitalismus ja schon hundert Jahre zuvor detalliert beschrieben hatte.

Dann kam rot-grün und baute erstmal die Sicherheitsmechanismen ab … wie auch die anderen Regierungen weltweit.

Wer hat denen das angeraten? Wer hat seine Lobbyisten weltweit ausgeschickt, um diese Überzeugungsarbeit zu leisten? Solche drastischen Entscheidungen mit lebensbedrohlichen Konsequenzen fällt doch kein klar denkender Mensch – jedenfalls nicht ohne ausreichend Bestechungsgeld in der Tasche.

Kurze Zeit später hatten wir die erste Wirtschaftskrise, jetzt folgt die zweite: die USA verlieren ihre Top-Bonität … obwohl sie nicht zahlungsunfähig geworden sind.

Sie sollten – ich hoffe, man erinnert sich noch an die Nachrichten drei Wochen zuvor? – die Topbonität verlieren, wenn sie zahlungsunfähig geworden sind.

Jetzt können sie zahlen – verlieren aber trotzdem ihre Bonität.

Man fragt sich: warum lese ich diesen ganzen Dreck eigentlich noch?

Lieber … mache ich mir meine eigenen Gedanken., denn mit „Fortschritt“ hat das alles nichts mehr zu tun. Vorbei die Hoffnung, das wir aus der ersten Weltwirtschaftskrise (plus KZ und Weltkrieg) genug gelernt haben … also, „wir“ vielleicht, aber „die“ nicht.

Ja, genau, jene „die“, über die immer so gerne gespottet wird. Jene „die“, die man in Wirtschaftskreisen gerne knapp und einfach „Entscheider“ nennt. Wer in der Wirtschaft tätig ist, der kennt sie … und er weiß, das „Entscheider“ mit „Demokratie“ nichts am Hut haben, sie sind „Macher“ und keine „Diskutierer“.  Es sind Menschen, die konkrete Entscheidungen gefällt haben – und immer laut „Verschwörungstheorie“ brüllen, wenn man ihnen zu nahe kommt.

Die Entscheidungsprozesse auf  oberster Konzernebene bekommen wir nicht mit, ebensowenig die strategischen Pläne und die Finanzierungen. Wir bekommen nur mit, das das gelbe M von McDonalds auf einmal bundesweit die Nacht erhellt, obwohl uns niemand gefragt hat, ob wir das überhaupt wollen.  Da hat jemand entschieden, die deutsche Pommesbude „platt zu machen“, jemand anderes hat dafür das Geld gegeben, damit der Konzern überhaupt erst in der Lage ist, den Markt aufzurollen.

Ohne Kredite wäre da nichts gelaufen …. ohne Kredite und weiteren Entscheidern, die den Blick des Volkes auf den DAX richten und die Medien dazu verpflichten, auf jeden Fall Rücksicht auf die Psyche der Anleger zu nehmen: das verteilen von Beruhigungspillen war angesagt („Aufschwung“, „keine Arbeitslosigkeit“, „Rekordgewinne“ hießen in den letzten zwei Jahren einige) – und diese Pillen gehen laut „Welt“ jetzt zur Neige, weshalb der DAX die schlimmsten Verluste seit der Lehmannpleite hinnehmen mußte.

Diese Entwicklung kommt nicht aus dem Nichts – es gibt konkrete Täter, die die Wirtschaft in Gefahr bringen. Man braucht auch nicht lange suchen, um sie zu finden. Im Manager Magazin redet man offen über sie:

Die Attacken kommen eindeutig aus London und New York. Es sind große Hedgefonds, die ihre Spekulationsmacht einsetzen.

Sie haben auch die Macht, die „Presse“ zu kaufen – zur Not kaufen sie ganze Sender, um ihre Meinungen unter das Volk zu streuen und den DAX als GOTT in jedes Wohnzimmer zu bringen.

So etwas nennt man gemeinhin „Verschwörung“.

Wir brauchen nicht diskutieren, ob es Verschwörungen gibt oder nicht – es ginge höchstens darum, ob die zusätzlich zu allem Elend auch noch „nine-eleven“ selbst verursacht haben. Menschen, die in Afghanistan Frauen und Kinder mit Bomben ausrotten, würde ich das allerdings zutrauen. Das so etwas geschieht, zeigt, welches moralische Niveau die „Entscheider“ haben … und weil das sehr niedrig und menschenfeindlich ist, dürfen wir vierzig Jahre nach der Erkenntnis, das weiße sterile Krankenhausflure krank machen, uns wieder über die Erkenntnis freuen, das weiße sterile Krankenhausflure krank machen: „Entscheidern“ ist es vollkommen egal, wo sie den menschlichen Abschaum zwischenlagern. Man darf mal drüber diskutieren, was schön wäre, aber entschieden wird anders – so lautet ja im Prinzip auch das ganze Parteiprogramm der modernen SPD, der Grünen und der CDU-FDP-Regierung.

Das der Crash 2011 kommen wird, war oft genug nachzulesen – auch an diesem Ort. Die Menschen wissen das auch … es spiegelt sich wieder in ihren Entscheidungen, ein Kind zu bekommen, siehe Welt:

Frage man junge Leute, welche Bedingungen erfüllt sein müssten, bevor sie ein Kind bekommen, würden in Deutschland viel mehr Kriterien genannt als in Frankreich. Abgeschlossene Ausbildung, ein sicherer Job, ein ausreichendes Einkommen mindestens eines Partners sollten nach Ansicht der meisten vorhanden sein. 

Und da eine wirtschaftlich sichere Zukunft völlig illusorisch ist in einem Land, in dem Konzerne politisch unbequeme Entscheidungen mit Massenentlassungen abstrafen dürfen, bekommen nur noch Idioten,  Idealisten oder Betrunkene Kinder.

Der Rest wartet erstmal den totalen Zusammenbruch der Versorgungssysteme ab und möchte „in so eine Welt keine Kinder setzen“.

Wie bitte? Die Welt war 1945 schlimmer dran, als alles in Trümmern lag?

Nein. Damals nämlich … ging es bergauf. Das macht Hoffnung.

Für uns geht es jetzt bergab … und wir werden sehen, ob überhaupt etwas übrig bleibt, was aufzubauen ist.

Was wir unseren wenigen überlebenden Kindern mitteilen sollten, ist: „Das waren Entscheider – und keine unberechenbaren Naturkatastrophen“.

Mit etwas Mühe könnte man sogar ihre Namen herausfinden, die ansonsten vor der Öffentlichkeit verborgen gehalten werden. Es sind sie, die den „Entscheidern“ die Jobs geben – oder dachte man bislang etwa, Chef von Goldman-Sachs oder Standard & Poors wird man per Lotterielos? Da gibt es strenge Auswahlverfahren wie bei jedem Job oder bei den Aufnahmen im Bohemian Grove oder bei den Bilderbergen – nur erfahren wir die Kriterien nicht. Die kennen nur „die“.

Natürlich kann man daran glauben, das alle Entscheider nur rein zufällig in die gleiche Richtung entschieden haben. Des Menschen Glauben ist sein Himmelreich.

Aber wie Hartz IV ist die momentane Krise kein Zufall. Arno Luik sprach in einem Stern-Artikel aus dem Jahre 2004 von einem Putsch von ganz Oben – und seitdem gibt ihm die politische Entwicklung recht – nicht nur in Deutschland.

Ich denke nur – die Entscheidungen wurden früher getroffen. Das ist der Grund, warum wir keinen „Fortschritt“ mehr haben … und vielleicht mit ein Grund, warum „Natur“ anfängt, verrückt zu spielen, siehe Welt:

Wie in Alfred Hitchcocks „Die Vögel“ fallen hunderte Kolkraben bei Türkheim im Unterallgäu immer wieder über die Lämmer und Schafe von Bioschäfer Franz Rehle her. Seit November seien bereits 40 Lämmer und 5 Mutterschafe getötet worden

Ob es helfen würde, davon zu träumen, das die Vögel vielleicht für uns die Entscheider ausfindig machen, damit die Welt endlich wieder einem natürlichen Gang folgt?

Wenn alles so weiter geht, werden wir bald beten müssen, das es außer dem DAX noch einen anderen Gott gibt, der auch die Vögel im Zaum  halten kann, denn GOTT DAX ist ungnädig … und vor allem: unfähig, der Menschheit zu dienen.

Er dient nur den Entscheidern, die jetzt gerade mal wieder ganz billig Realwirtschaft für wenig Geld erwerben können – erst recht, wenn die Kurse noch so richtig schön nach unten sausen.

 

 

 

 

 

Horst Mahlers Brief an Gerhard Schröder: vom Sieg des Nationalsozialismus am Ende der Geschichte

Meiner Meinung nach kann man die Zeit in Deutschland von 1933-1945 nur begreifen, wenn man den Nationalsozialismus als Religion begreift und seine Ausschweifungen als religiösen Wahn, vergleichbar mit den Hexenverbrennungen im Mittelalter. Horst Mahler bestätigt in einem Interview von Vanity Fair genau diese Sichtweise - als Gläubiger: das auserwählte deutsche Volk mit seinem von Gott gesandten Führer Hitler (eine Art Christus für Menschenfresser) im kulturhistorischem Endkampf mit dem Volk des "Satans": den Juden. Hier betreten wir die Welt von Harry Potter, Frodo Beutlin und Luke Skywalker - alles Belege dafür, das Geschichten dieser Art den Menschen wirklich unter die Haut gehen.

Meiner Meinung nach kann man die Zeit in Deutschland von 1933-1945 nur begreifen, wenn man den Nationalsozialismus als Religion begreift und seine Ausschweifungen als religiösen Wahn, vergleichbar mit den Hexenverbrennungen im Mittelalter. Horst Mahler bestätigt in einem Interview von Vanity Fair genau diese Sichtweise – als Gläubiger: das auserwählte deutsche Volk mit seinem von Gott gesandten Führer Hitler (eine Art Christus für Menschenfresser) im kulturhistorischem Endkampf mit dem Volk des „Satans“: den Juden. Hier betreten wir die Welt von Harry Potter, Frodo Beutlin und Luke Skywalker – alles Belege dafür, das Geschichten dieser Art den Menschen wirklich unter die Haut gehen.

Horst Mahler sitzt nun im Gefängnis. Das macht er gern, das gehört zur Show der gezielten Leugnung des Holocaustes. Seine Argumente sind leicht zu Widerlegen: 1930 gab es weltweit 15, 8 Millionen Juden, momentan – 2011 – sind es wieder knapp 13 Millionen: da scheint es schon ein paar Vernichtungslager gegeben zu haben: selbst wenn man die Schätzungen zugrundelegt, die von aktuell 17 Millionen Juden ausgehen ist da noch genug Luft. Jude zu sein war nie sonderlich angenehm, Judenfeindlichkeit ist ein weit verbreiteter Wahn, weshalb alle Völker immer gern doppelt so heftig auf Deutschland zeigen: in Polen gab es Progrome gleich nach dem Einmarsch der Wehrmacht und ein Jahr nach der Kapitulation der Wehrmacht, selbst die USA wollten noch 1939 kein Schiff mit Juden aus Deutschland an Land lassen und schickten sie zurück in die Vernichtungslager.  Dabei würde eine Widerlegung des Holocaustes die NS-Zeit auch nicht freundlicher dastehen lassen: die Vernichtung von Behinderten, Roma oder politischen Gegnern ist nicht weniger bestialisch als die Vernichtung von Juden, Raub, Mord, Plünderung und Vergewaltigung werden nicht salonfähiger, wenn man sie in Uniform begeht. Der kleinste gemeinsame Nenner der NS ist in meinen Augen die Freude am Scheiterhaufen: blanker Sadismus. Solche Menschen gibt es und wenn sie sich verbünden und verbrüdern wird es schnell gefährlich auf den Straßen.

Nun ist uns ein Dokument überlassen worden, das Horst Mahler mit anderen denkwürdigen Deutschen zusammenbringt: ein Brief an den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder, wie auch Otto Schilly oder Hans Christian Ströbele ein Freund Horst Mahlers aus alten Zeiten. Schon seltsam, das solche herausragenden Köpfe der deutschen Innenpolitik freundschaftliche Bande hatten – oder auch nicht, stehen doch Schröder und Schilly für Sozialstaatsabbau und Angriffskriege. Dieser Brief ist in einigen Foren zitiert worden. Was unseren besonders macht: es stammt aus einer Quelle, die sich die Echtheit von Mahler hat bestätigen lassen und eine Kopie des Schreibens besitzt.

Fragt man nun nach der historischen Dimension dieses Dokuments, so hat es keine. Es enthüllt die Sichtweise rechter Kreise auf die Politik er letzten Jahrzehnte mit dem deutlich erkennbaren Ziel, die deutsche Schuld herunterzurechnen. Man bräuchte es eigentlich gar nicht zur Kenntnis nehmen, wenn nicht die Geschichte um Pearl Harbour weitgehend den Tatsachen entspräche: Admiral Kimmel wurde 1999 posthum rehabilitiert, weil man erkannt hatte, das man ihm Informationen über den japanischen Angriff vorenthalten hatte, weitere Arbeiten zu diesem Thema liegen mitlerweile vor, weshalb Wikipedia die Vorkommnisse im Vorfeld des japanischen Angriffes von Pearl Harbour trotz der offiziellen Rehabilitation Kimmels immer noch als „Verschwörungstheorie“ führt,  kann nur durch des offizielle Verschwörungstabu der westlichen Wertegemeinschaft erklärt werden.

Doch lauschen wir erstmal dem NPD-Anwalt, Ex-SPD-Mitglied, Ex-NPD-Mitglied und Ex-Räuber Horst Mahler:

Horst Mahler, Paulsborner Straße 3, 10709 Berlin

Herrn Gerhard Schröder

c/o Bundeskanzleramt

Berlin

Berlin und Leipzig, den 9. November 1999

Lieber Gerhard Schröder,

da ich diese Zeilen in freundschaftlicher Absicht an Dich richte, vermeide ich es, Dich mit Deiner Amtsbezeichnung anzusprechen. An dieser kannst Du unmöglich Freude haben, denn Du führst eine Vasallenregierung – und Du weißt, daß ich das weiß. Es wäre ungerecht, Dir Salz in die Wunde zu streuen.

Wir waren uneins in der Frage, ob, wenn Du Dein Ziel, Bundeskanzler zu werden, je erreichen würdest, Du das Schicksal unseres Volkes auf parlamentarischem Wege – mit den Parteien, wie sie nun einmal sind – zum besseren wenden könntest. Du warst zuversichtlich, daß Dir das gelingen würde. Heute weißt Du, daß Du Dich geirrt hast und ich recht hatte.

Noch vor Deiner Vereidigung haben Dir Bill Clinton und Madleine Albright klar gemacht, daß Du den Befehlen der US-Regierung zu gehorchen hast. Als ihr Befehlsempfänger hast Du Dich des Verbrechens, einen Angriffskrieg zu führen, schuldig gemacht. Und daß Du (vorläufig) nicht unter Anklage gestellt wirst, hast Du dem Eidbruch des Generalbundesanwalts zu verdanken, der den Mut nicht aufbringt, den Krieg gegen Serbien als Angriffskrieg zu beurteilen.

Einer Deiner Vorgänger im Amte, Helmut Schmidt, hat die historische Wahrheit ausgesprochen, als er die NATO-Aktion als völkerrechtswidrige Kriegsführung verurteilte.

Als Bundeskanzler bist Du kläglich gescheitert. Die Medien und Deine falschen Freunde – Oskar Lafontaine, Rudolph Augstein u.a. – stellen die Sache jetzt so dar, als seist Du unfähig für dieses Amt. Die Wahrheit aber ist, daß in diesem Amte jeder scheitern muß, dem es widerstrebt, das Deutsche Volk zu verraten.

Es ist jetzt an Dir, die Niederlage in einen Sieg zu verwandeln: Wenn Du jetzt den Mut aufbringst, vor das Deutsche Volk zu treten und die Wahrheit zu bekennen, wirst Du als eine große Führergestalt in die Geschichte eingehen.

Zerreiße das Lügengespinst, mit dem die Feinde Deutschlands unser Volk niederhalten und aussaugen!

  • Widerspreche eindeutig und unerbittlich der Kriegsschuldlüge des Versailler Diktats;
  • benenne die Quellen, die belegen, daß Großbritannien entschlossen war, das Deutsche Kaiserreich zu zerschlagen; daß Frankreich – revanchelüstern – die Aufrüstung des zaristischen Rußland finanzierte, damit es Deutschland im Rücken angreife;
  • berufe Dich auf die Zeitzeugen aus den Eliten der Entente-Mächte, die bekräftigen, daß das Versailler Diktat die Wiederaufnahme des Weltkrieges durch das Deutsche Reich unausweichlich gemacht hatte;
  • decke die Verschwörung auf, die die US-amerikanische Kriegspartei unter Führung von Franklin Delano Roosevelt, der großen Banken und der Presse der amerikanischen Ostküste gegen einen friedlichen Ausgleich zwischen Deutschland und seinen europäischen Nachbarn angezettelt hatte;
  • erläutere in diesem Zusammenhang die Rolle des von Roosevelt gebilligten Artikels von Drew Pearson und Robert S. Allen, in einer maßgeblichen Ostküsten-Zeitung am 14. April 1939 veröffentlicht, mit dem die englische Regierung unter Druck gesetzt wurde, um diese von aussichtsreichen Friedensverhandlungen mit Deutschland abzubringen;
  • mache deutlich, daß Präsident Roosevelt , sein Außenminister Cordell Hull sowie der stellvertretende US-Außenminister Sumner Welles den britischen Premierminister Chamberlain im Hinblick auf dessen Bereitschaft, mit Deutschland einen Interessenausgleich herbeizuführen, ultimativ aufforderten durch sein Handeln klarzustellen, ob Großbritannien eine „Nazi-Nation“ oder eine Demokratie sei;
  • teile dem Deutschen Volk mit, daß Polen zu einem friedlichen Interessenausgleich mit dem Deutschen Reich bereit war, aber von Roosevelt gedrängt worden ist, sich gegen Hitler zu stellen und jegliches Zugeständnis bezüglich des Danzig-Probelms zu verweigern ;
  • mache der Weltöffentlichkeit bewußt, daß Präsident Roosevelt unter Bruch der US-amerikanischen Verfassung durch ein geheimes Ultimatum die japanische Regierung zur Kriegserklärung an die USA genötigt und so den japanischen Angriff auf die amerikanische Flotte im Hafen von Pearl Harbour provoziert hat mit der feigen Berechnung, daß dann Deutschland aufgrund eines Beistandpaktes mit Japan gezwungen sein würde, den USA den Krieg zu erklären;
  • verschweige dabei nicht, daß Roosevelt rechtzeitig vorher von dem japanischen Angriff auf die US-Flotte im Hafen von Pearl Harbor erfahren, die Unterrichtung seiner Flottenbefehlshaber aber unterlassen hatte, weil er den psychologischen Schock, den der japanische Erfolg in den USA auslöste brauchte, um die US-Bürger, die zu 85% eine Beteiligung der USA am europäischen Krieg strikt ablehnten, umzustimmen und so für seine Kriegspolitik gegen unser Land zu gewinnen;
  • verlange vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen die Öffnung der geheimen Staatsarchive der Siegermächte bezüglich aller Akten, die die Zeitgeschichte von 1933 bis 1945 betreffen;
  • fordere insbesondere die Einsetzung einer neutralen Historikerkommission zur Untersuchung des Falles Rudolf Hess (die bisher bekannt gewordenen Dokumente und Indizien stützen die These, daß Hess in Portugal im Auftrage Hitlers mit dem Herzog von Windsor als Gewährsmann der britischen Regierung einen Separatfrieden zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien ausgehandelt hatte, unter einem Vorwand auf die britische Insel gelockt wurde, wo sich Churchill seiner bemächtigte, um den USA und Rußland glaubhaft mit dem Abschluß eines Separatfriedens zu drohen für den Fall, daß die Sowjetunion nicht alsbald Deutschland den Krieg erklären würde);
  • rufe in Erinnerung, daß Roosevelts Nachfolger als Präsident der USA, Harry S. Truman, im Juli 1941 in der Öffentlichkeit seinen Standpunkt zum deutsch-russischen Krieg wie folgt formulierte: „Wenn Rußland gewinnen würde, sollten wir Deutschland helfen und umgekehrt Rußland, wenn Deutschland gewinnen sollte – und ihnen so Gelegenheit geben, möglichst viele umzubringen.“
  • mache bewußt, daß die vier Freiheiten der „Antlantik-Charta“ – Freiheit der Rede, der Religion, Freiheit von Furcht und Not – nach den Worten des großen Gegenspielers Roosevelts, des republikanischen Kongressabgeordneten Hamilton Fish, lediglich eine „Propaganda-Ente“ waren dazu bestimmt, die Völker gegen Hitler, Mussolini und Tojo aufzuhetzen;
  • richte die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit darauf, daß der republikanische Kongressabgeordnete Pat Buchanan, der sich gegenwärtig um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat bemüht, in einem jüngst veröffentlichten Buch den Standpunkt vertritt, daß Hitler zu keinem Zeitpunkt für die USA eine Bedrohung gewesen sei, daß er in Europa habe Ordnung schaffen wollen und man ihm das ruhig hätte überlassen können, daß aber das jüdische Bankkapital, um Deutschland zu zerstören, Roosevelt gedrängt hätten, die USA in den europäischen Krieg zu verwickeln;
  • verdeutliche unserem Volk, daß die Feststellung des ehemaligen Sicherheitsberaters des US-Präsidenten, Zbiegniew Brzezinski, zutrifft, nach der Deutschland ein tributpflichtiger Vasall der USA ist, die ihre Herrschaft über uns nicht nur mit militärischen Mitteln, sondern auch durch die Medien und den American way of life aufrechterhalten;
  • sprich vor der Weltöffentlichkeit endlich ohne taktische Rücksichten aus, daß die USA im Begriff sind, ihre NATO-Vasallen in einen Drittten Weltkrieg zu verstricken, um jetzt auch China in das Freihandelssystem zu zwingen und damit ihrer Weltherrschaft zu unterwerfen.

Tritt zurück und mache deutlich, daß Du nicht länger bereit bist, der Diener fremder Mächte zu sein!

Gehe ins Exil und organisiere von dort aus den Aufstand des Deutschen Volkes gegen die Fremdherrschaft – und schütze Dich vor den Meuchelmördern, die sie gegen Dich ausschicken werden!

Wenn Du aber diesem Rufe Deines Volkes nicht folgst, dann werden Dich die feindlichen Medien weiter zum Versager stempeln und Dich zu einer lächerlichen Figur machen. Dein Name wird vergessen sein und die Erinnerung an Deine Regierung wird nicht einmal mehr Flüche sondern nur kalte Verachtung hervorrufen.

Ich schließe in Sorge um unser Volk und in wehmütigem Gedenken an einen Freund.

Dein Horst Mahler

Nun – Gerhard Schröder ist als große Führungsfigur in die Geschichte eingegangen: zweifelsohne gehört er zu jenen Politikern, die führend im Sozialstaatsabbau waren, die Bundeswehr als Hilfstruppen der US-Armee salonfähig gemacht haben und schicke Anzüge zur Pflicht im politischen Establishment machten. Das hätten sich konservative Politiker nicht getraut, ebensowenig die anschließende bedenkliche Nähe zu Konzernen, die er als Kanzler großzügig gefördert hatte.  Eine ebenso wundersame Karriere hatte der Mahlerfreund Otto Schilly hinter sich gebracht, sein Weg von der anarchistischen Wielandkommune bis zur Dursuchungsanordnung bezüglich des Magazins Cicero entspricht im Prinzip (wenn auch nicht in den Dimensionen) Mahlers Weg vom SDS zur NPD.

Warum wir dieses Dokument veröffentlichen?

Es sollte nicht verloren gehen … und hat längst wieder einer gewisse Brisanz entwickelt: wir stehen nach Chinas Drohungen bezüglich weiterer US-Angriffe auf Pakistan dicht vor einem dritten Weltkrieg – jedenfalls nach den üblichen normalen Regeln, nach denen Völker in den letzten hundert Jahren Krieg gegeneinander geführt haben.  Wie gut, das wir durch die hastige und teure Nato-Aufrüstung und Osterweiterung der EU endlich personell mit den Chinesen mithalten können: gibt das Krieg, so kann sich Haliburton dumm und dämlich daran verdienen: er wird lang und äußerst schmutzig.

Doch … dürfen wir darüber reden – oder auch nur darüber nachdenken, das es Kreise gäbe, die an Krieg Spaß haben – allein, weil Kriege für den militärisch-industriellen Komplex der USA immer ein Gewinn sind und die bankrotten USA so einen richtig schön langen Krieg zur Neuordnung der Welt jetzt gerade mal so richtig gut gebrauchen könnten?

Nein. Verschwörungstheorien sind tabu.

Sollen wir uns wirklich widerstandslos einer Geisteshaltung ergeben, die von uns verlangt, zu glauben, es hätte niemals Politk mit Absicht gegeben, niemals konspirative Sitzungen von Politikern, geheime Absprachen, Bündnisse und Pläne gegen andere Politiker, andere Länder, andere Parteien, sollen wir so tun, als wären niemals in der Geschichte der Menschheit Truppen in ein anderes Land eingefallen, nur um der heimischen Industrie die Rohstoffe zu sichern – etwas, was unsere deutschen Politiker aktuell auch schon mal zur Sprache bringen?

Ich kann das nicht mehr glauben, ich habe an Strategiesitzungen von Konzernen teilgenommen – nur als kleines Licht am Rande, aber als ein Licht mit aufmerksamen Ohren.

Menschen denken und planen weit – das ist ihre Stärke. Sie manipulieren auch andere Menschen in großem Umfang – wir erleben das allein tagtäglich allein anhand der Werbung.

Das man im Bereich der Politik auf einmal die Kuschelstube christlicher Betschwestern betritt, die immer ehrlich sind und nur das Beste für die Menschheit wollen, kann nur der glauben, der jeden Tag vier Stunden Zeit vor dem Propagandafenster verbringt, gemeinhin TV genannt.

Und selbst dort tauchen selten mal kleine Fragmente der Wahrheit auf: in Wahrheit haben die Amerikaner den ersten Schuss auf die Japaner abgegeben.

Was wird man wohl in siebzig Jahren über unsere Zeit sagen? Eins ist schon jetzt klar: 9/11 war der Startschuss zu einer historischen Wende, die direkt auf eine militärische Konfrontation mit China hinausläuft, eine Konfrontation, die von US-Konzernen durch die Globalisierung überhaupt erst möglich gemacht wurde. Mit ihrem Geld konnte China eine gigantische Armee auf modernstes Niveau bringen, dank 9/11 kamen amerikanische Truppen direkt an die chinesische Grenze heran und konnten China sogar erfolgreich einkreisen.

Und da … könnte der Brief Horst Mahlers an Gerhard Schröder auf einmal doch zu einem historischen Dokument werden. Da könnten wir alle auf einmal doch ganz dumm aus der Wäsche schauen, wenn es die Rechtsextremen sein werden, die auf einmal sagen können: „Ja, guckt nicht so, das haben wir schon immer gesagt!“

Nun – die Diktatur der Konzerne, die gerade die USA und andere Länder direkt in den Staatsbankrott führt, funktioniert auch ganz ohne Juden. Ich denke aber, am Ende des Krieges China/USA werden sie wieder einmal … die Schuldigen sein, die man durch die Welt jagt.

Und sehr wahrscheinlich ohne Land dastehen, denn das kann man nebenbei wieder einstampfen, es hat seine geostrategische Nützlichkeit dann überlebt. So hätte am Ende der Geschichte der Nationalsozialismus doch noch gesiegt – denn prinzipiell stellt er jene Form des gesellschaftlichen Miteinanders dar, das Konzerne im Inneren praktizieren: eine Welt, in der jeder seinen Platz hat … sofern er nützlich für die Rendite ist.

Die anderen, die „Kosten auf zwei Beinen“ … lernen die Fortsetzung der Aktion T4 kennen:

Die Euthanasiemorde in der NS-Zeit oder Aktion T4 ist eine nach dem Zweiten Weltkrieg gebräuchlich gewordene Bezeichnung für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 PsychiatriePatienten und behinderten Menschen durch SSÄrzte und -Pflegekräfte von 1940 bis 1941. 

Hier ermordete der NS-Staat arische Mitbürger. Daran sieht man, das die Legende vom heldenhaften Kampf des guten Ariers gegen den bösen Juden auch nur eine große Lüge ist: in Wirklichkeit ging es dort um ganz andere Prinzipien – da die aber heute wieder zum Leben erwachen, schaut man lieber auf den Holocaust und bestätigt somit indirekt … die Weltsicht Horst Mahlers.

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