Verschwörungstheorie

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INFOKRIEGER?

Die „Rabiat“-Reportage „Infokrieger“ in der ARD besticht durch lächerliche Recherche und eine nicht bewiesene Verschwörungstheorie.

Die Realität der Verschwörung

Die Behauptung, es gäbe eine globale Impfagenda, wird von Politik und Medien als Verschwörungstheorie abgetan — dabei ist sie wahr.

Simone Hörrlein

Mit dem pauschal diffamierenden Gebrauch des Wortes „Verschwörungstheorie“ haben alle, die den politischen Status Quo verteidigen wollen, einen PRHit gelandet. Man braucht den Begriff nur gegen einen Gegner ins Feld führen — schon gilt er als gebrandmarkt, und für alle anderen erübrigt sich eine sachliche Auseinandersetzungen mit besagten Theorien. Es geht im Kern um eine nicht-öffentliche politische Agenda, über die alle Nicht-Eingeweihten zunächst nur spekulieren und zu der sie Indizien zusammentragen können. Man braucht nicht weit in der Geschichte zurückgehen, um ein Beispiel für eine solche Agenda zu finden. Die Forderung „Impfung für alle“ ist Realität. Das Mediengeklingel, mit dem dieser Plan in den Köpfen der Menschen verankert und mit dem „zögerliche“ Zeitgenossen bekehrt werden sollen, ist es auch. EU-Dokumente zeigen, was wirklich dahinter steckt.

Die grüne Kiste

Mediale Manipulation kommt nicht mit der großen Holzkeule daher, sondern sie schleicht permanent und hauchfein ziseliert durch unsere Medien. Am Beispiel einer – eigentlich harmlosen – grünen Kiste erklärt der Medienwissenschaftler Mark Hegewald, wie die Systempresse aus einer Mücke einen Elefant macht. Und warum.

Wir erfahren, wie die Manipulationsmethode des Agenda-Settings funktioniert und ob es ein Gegenmittel dafür gibt. Außerdem erfahren wir, wie wichtig es ist, den zeitlichen Kontext zu beachten, in dem eine Pressegeschichte veröffentlicht wird, um über diesen Weg die Manipulation zu erkennen.

Zentrum des Geschehens ist diesmal das kleine Dörfchen Hohenwarsleben in Sachsen-Anhalt.

Widerstand 2020: über Transparenz, offene Diktatur und Verschwörungstheorie

Digital StillCamera

Sonntag, 10.5.2020. Eifel. Eigentlich sollte man ja froh sein, oder? So lange habe ich mir Gedanken über die seltsamen Verzerrungen der Politik gemacht, die den erwarteten Verlauf der Geschichte so unglücklich trübten, so viele Worte habe ich darüber gemacht: und jetzt entfaltet sich weltweit genau das, was zu erwarten war, jedenfalls als worst-case-Szenario. Das es so kommen wird, war mir auch klar – unglücklicherweise. Ich habe Kinder, denen ich gerne Zukunft gegönnt hätte – doch die werden die jetzt nicht mehr haben. Jedenfalls nicht die, die ich ihnen gegönnt hätte. Und das es sich zu meinen Lebzeiten entfaltet – nun, dass hätte auch nicht sein müssen.

Verzerrungen? Entschuldigen Sie, das sollte ich erläutern. Philosophisch gesehen entstamme ich aus der Schule des deutschen Idealismus des 18. Jahrhunderts und erwarte eine von Vernunft geprägte historische Entwicklung, wie Immanuel Kant sie in seiner Schrift „Zum ewigen Frieden“ skizzierte, eine seiner kleineren, leichter verständlichen Arbeiten. Der ewige Friede ist zwar ein Zustand, der gestiftet werden muss – er kommt nicht von alleine, aber da er der menschlichen Vernunft entspringt, wird er irgendwann eintreten – und es sah alles so aus, als würde nach den Schrecken des ersten und zweiten Weltkrieges die Vernunft triumphieren: der Völkerbund kam als UN wieder, die Erklärung der allgemeinen Menschenrechte sollte jeder Diktatur der Zukunft den Boden unter den Füßen fortziehen und die moderne Waffentechnik schien jeden Krieg sowieso unführbar werden zu lassen, vor allem hatte man sich entschieden, Kanonen durch Diplomatie zu ersetzen. Es wurde auch höchste Zeit, denn: im Unterschied zum ersten Weltkrieg wurde im zweiten Weltkrieg die Zivilbevölkerung immer häufiger Ziel der Kriegsanstrengungen, sei es durch Einkesselung zwecks Aushungerns wie in Leningrad oder durch Bombenangriffe wie auf Coventry, London, Köln, Berlin, Hamburg, Dresden, Hiroshima oder Nagasaki oder auch durch Erschiessungskommandos im eroberten Hinterland, wobei Deutschland da doppelt hervorstach: hier wurde deutsche Zivilbevölkerung im Inland auch von den Nazis selbst in Massen vernichtet.

Der Schrecken des letzten Weltkrieges hätte reichen sollen, dass sich Vernunft durchsetzt – und nichts anderes geschah durch die Studentenrevolten der sechziger Jahre, als dass sich Vernunft Bahn brach gegen die überkommenen Dogmen der Vergangenheit, die freie Menschheit schüttelte noch mehr Fesseln ab, vorbei waren die Zeiten, wo Mann und Frau nur noch einen Mietvertrag bekamen, wenn sie verheiratet waren und die Frau nur mit Erlaubnis ihres Mannes arbeiten gehen durfte. Doch dann, irgendwann in den achtziger Jahren, änderte sich das Klima. Schleichend, langsam, aber beharrlich. Wo es zuerst auffiel? In Hollywood. Einst Hochburg des Widerstandes gegen Washington, kamen auf einmal immer mehr Filme ins Kino, die das Militär positiv darstellte: unmenschlich harte Helden im Kampf gegen das Superböse erschienen dort. Und auch die USA – einst Hort der Freiheit – änderten sich langsam. Schritt für Schritt verlies die Welt den Kurs der Vernunft … und wurde seltsam, bis 1999 der Supergau kam: wieder einmal bombadierten deutsche Bomber ein fremdes Land: wieder Jugoslawien – unter dem Kommando von SPD und Grünen, jenen Parteien, die eigentlich für Frieden hätten stehen sollen. Wie konnte das geschehen?

Dieses Rätsel beschäftigte mich sehr, doch es dauerte seine Zeit, bis ich Zeit hatte, mich darum zu kümmern. 2001 das nächste Event: nine-eleven, Auftakt eines beispiellosen Eroberungsfeldzuges der USA gegen die islamische Welt, die Bundeswehr ganz vorne mit dabei; 2005: Einführung von Hartz IV: der Krieg gegen die Bürger im Inneren begann von neuem. Man bekam ja kaum noch Luft vor lauter Tabubrüchen, die sich – natürlich alle aus guten, vernünftigen Gründen – in aller Öffentlichkeit abspielten und medial so gut verkauft wurden, das alle jubelten – außer die Millionen Opfer natürlich. Vernunft? Ich spüre da Stirnrunzeln: wie kann es vernünftige Gründe gegen, die gegen die Vernunft handeln? Nun – das ist relativ einfach zu erklären: wird Vernunft nicht „rein“, sondern nur zweckgebunden eingesetzt, sind ihre Lösungen … sagen wir mal: abenteuerlich. Das „Framing“ ist da ausschlaggebend. Ein Beispiel? Gut. Setze ich den „Rahmen“ (also: frame), dass der Jude der Agent des Antichristen ist, so gebietet die Vernunft seine Auslöschung. Ebenso, wenn ich den Menschen als Feind der Natur darstelle. Oder den Kommunisten und Verschwörungstheoretiker als Feind der Vernunft. Können wir ewig so durchspielen. Nur: für die Vernunft als solche sind solche willkürlichen Setzungen völlig inakzeptabel, weshalb sie in einem politischen System,  in dem Vernunft oberster Wert ist, nie stattfinden können.

„Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“ – das ist laut Kant die Essenz der Vernunft als praktische, moralische Handlungsanweisung – und kann problemlos von Menschen aller politischer Richtungen anerkannt werden, außer von den religösen Fanatikern, die sich als besonders auserwählt erachten: die können mit allgemein anerkannten Gesetzgebungen nichts anfangen. Framing und Reframing sind zentrale Steuerungsaspekte von Massenmeinungen: ist der Arbeitslose ein Parasit, ist seine Auslöschung zwingend notwendig, ist der Muslim ein blinwütiger Mörder und Vergewalter, ebenso. Sind Verschwörungstheoretiker religiöse Fanatiker: auch. Kann Corona die ganze Menschheit auslöschen, sind die momentanen Maßnahmen zwingend notwendig zum Schutz des menschlichen Lebens.

Eine lange Vorrede – und wir sind immer noch nicht bei Widerstand2020. Keine Sorge, wir kommen da noch hin. Mir ist es wichtig, den historischen Kontext zu beschreiben, in dem ich die aktuelle Entwicklung sehe, denn: was aktuell geschieht, ist die logische Fortsetzung einer Entwicklung, die sich seit Jahrzehnten abzeichnet. Kurz gesagt, ist es schlicht und ergreifend die Gegenrevolution von 1789, jenem Jahr, wo sich das Volk erhob – das Volk und weite Teile von Militär und Adel – um ein jahrtausendealtes System zu stürzen: den Feudalstaat, der sich ursprünglich aus Räuberbanden gründete, die sich in Burgen verschanzten, um dort gut von der Arbeit der anderen leben zu können. Und genau der – kommt jetzt wieder. Ja, viele reden immer davon, dass der Bürger nur bis zum Monatsende plant, während der Adel über Generationen hinweg denkt – aber nur wenige machen sich Gedanken darüber, wie das konkret aussieht.

Man musste einfach nur warten, bis ein Ereignis kam, das die alten Unheilsmächte wieder an ihren angestammten Platz setzen konnte. Das dies ein Virus sein wird, hatte schon Alex Jones vorhergesagt: gegen den politischen Missbrauch eines Virus wären die demokratischen Strukturen der USA machtlos – das dies sogar weltweit gilt, sehen wir gerade. Natürlich musste dieses Virus gefährlich sein – jedenfalls so gefährlich, dass weltweit die Gesundheitsbehörden Alarm schlagen würden, unabhängig von den jeweiligen politischen Systemen. Aber man hatte ja Zeit. Im Inland wurde derweil alles auf den großen Moment vorbereitet: die Bundeswehr wurde zu einer Freiwilligenarmee umgebaut – von den Rechten, nicht von den Linken – so dass die Art der Menschen, die dort dienten, schon mal eine besondere wurde: es war keine Armee aus dem Volke mehr. Die zivil-militärische Zusammenarbeit wurde etabliert: die flächendeckende Verzahnung des Militärs mit zivilen Strukturen sorgte für eine elegante Einführung des Einsatzes der Bundeswehr im Inneren, aktuell dürfen Soldaten in Uniform umsonst bei der Bundesbahn mitfahren: das Primat des Militärs im öffentlichen Raum wird kritiklos akzeptiert – die Demokraten der siebziger Jahre rotieren im Grab bei solch´ einer Schändung des Grundgedankens einer zivilen Demokratie, die nun mehr und mehr wie eine Militärdiktatur erscheint: mit Sonderrechten für Uniformträger.

2020 dann erscheint das Virus. US-Geheimdienste warnen Nato und Israel schon mal im Vorfeld. Länder wir Vietnam reagieren sofort – und bekommen die Infektion schnell in den Griff, ganz ohne Tote. Die Natoländer jedoch- reagieren trotz Warnung erstmal nicht. Man braucht schon ein paar tausend Tote, um weitreichendere Maßnahmen für lange Zeit zu etablieren. Gleichzeitig läuft ein eleganter Angriff auf die Wisssenschaft selbst. Sicher: in weiten Teilen ist Wissenschaft Machtinstrument geworden – sie setzen den Rahmen, erledigen das Framing, in dessen Grenzen wir dann frei denken dürfen. Andererseit ist Wissenschaft ein wesentliches Standbein der Demokratie, gerade sie soll uns vor Willkür schützen – vor einer Welt, in der der Landesvater das „Recht der ersten Nacht“ bekommt, also alle jungen Bräute nach der Hochzeit erstmal in seinem Bett landen, als wäre es eine Besetzungscouch. Darum ist das Verfahren „These – Antithese – Synthese“ so wichtig – und Verschwörungstheorien als Antithese so unverzichtbar für das Funktionieren einer Demokratie – egal, wie albern sie auch sein mögen. Darum muss das Virus in Frage gestellt werden – aber es darf niemals zur Glaubensfrage werden, weil wir dann das Gebiet der Vernunft verlassen und ins Gebiet der Willkür vorstoßen. Das ist es aber gerade geworden: Coronabefürworter und Coronagegner sind Gläubige geworden, die Frage der Gefährlichkeit eines Virus wird nicht mehr Bestandteil nüchterner Debatte oder Analyse, sondern eine Glaubensfrage, man verehrt Experten wie seine Fußballmannschaft – und noch ein wenig Wahnsinn mehr, dann wird im Duell früh morgens hinter der Kirche mit schweren Säbeln ausgefochten, wer Recht hat: der Überlebende bestimmt, was wahr ist und was nicht: hunderte Jahre der Aufklärung waren umsonst.

Harte Kost bislang?

Kommt noch besser, denn: Corona ist flankiert von brutalen wirtschaftlichen Maßnahmen, die kaum in den Medien besprochen werden. Saudi-Arabien spielt da eine wichtige Rolle: ihre Ankündigung, die Ölförderung massiv auszuweiten, hat den Ölpreis absacken lassen – das war der Grund für die Verluste des Dax (mal abgesehen davon, dass die Aktienwerte hauptsächlich durch das Gratisgeld der EZB so aufgeblasen waren und dem Wert der Aktien gar nicht mehr entsprachen). Das Ergebnis von Mercedes im ersten Quartal brach um 78 Prozent ein (siehe Tagesschau vom 23.4.): das wird uns locker als Folge von Corona verkauft, obwohl in dem Quartal nur zwei Wochen von den Maßnahmen betroffen waren. Warum brach das Ergebnis also wirklich ein? Wieso kann man eigentlich keine Autos mehr produzieren, nur weil draußen Pandemie ist? Wenn weltweit keiner mehr deutsche Flugzeuge landen läßt, dann ist klar, warum die Lufthansa Probleme bekommt – aber Autos werden doch noch verkauft? Nun – eigentlich nicht: die Neuzulassungen sanken im ersten Quartal um 61 Prozent (siehe Autozeitung): ich gehe davon aus, dass die Nato also auch Autokäufer informiert hat, dass da bald ein Virus kommt? Oder – wurde im 1. Quartal 2020 – so im Januar, Februar, als Corona noch keine Rolle spielte, der Autobauernation langsam klar, dass keiner mehr Geld für so viele neue Autos jedes Jahr hatte, weil die Einkommen von immer mehr Menschen schon seit langer Zeit stagnierten – genau genommen seit 20 Jahren (siehe Handelsblatt). Nebenbei dürfte man Fragen: wieso kommen in schlechten Zeiten eigentlich nicht die Firmeneigner für ihre Konzerne auf – immerhin ist das ja genau das unternehmerische Risiko, weshalb man zuvor so viel verdient hat?

Doch jetzt wird das Einkommen nicht nur stagnieren – man bereitet uns medial auf eine „neue Normalität“ vor – und das auf breiter Front. Wer die aber wahrnimmt und zu beschreiben versucht, ist ein „Verschwörungstheoretiker“. Verschwörungstheoretiker sind übrigens generell vernünftiger als der Durchschnittsbürger, während ihre Gegner mehr vom ihrem Reptilienhirn gesteuert werden und somit aggressiver sind  (siehe Forschung und Wissen).

Was ist nun die neue Normalität?

Nun: darüber informiert Rainald Becker uns am 6.5.2020 um 20.19 Uhr in den Tagesschau. Rainald Becker? Nun – Chefredakteur des ARD, hat in seinem Leben nur Medien gemacht – also von Beitragsgeldern gelebt – und bejubelt alles, was die Regierung so macht. Er wendet sich in seinem politischen Kommentar (eine Sendeform, die den Begriff des „betreuten Denkens“ zurecht verdient – in einer Demokratie freier und souveräner Bürger überflüssig wie „Experten“ und „Aktienanalysten“) ausdrücklich gegen Widertand2020 („Spinner“ – ein qualitativ wohldurchdachtes und ausgewogenes Urteil) und definiert sie als Menschen, die die alte Normalität zurückwollten – die es aber nie wieder geben wird.

Die Frage, wieso eigentlich nicht, wird gar nicht zugelassen, die Begründung dafür ist … erstaunlich grotesk: Madonna, Robert de Niro und 200 weiter Amerikaner hätten das so gesagt. Ich musste mir das ein paar mal anhören, um das glauben zu können. Lebensstil, Konsumverhalten und Wirtschaft sollen grundlegend verändert werden. Ich gehe mal davon aus, dass er nicht den Lebensstil von Madonna meint. Madonna ist Milliardärin (siehe Stern), Robert de Niro kommt auf 500 Millionen (siehe Popkultur). Ihr Ansinnen ist im Prinzip noch nicht mal so verkehrt … doch man kann bei Menschen, die jährlich zu ihren auf der Welt verstreute Villen jetten, kaum erwarten, dass sie sich selbst mit dem Verzicht meinen. Wer seinen Lebensstil jetzt ändern muss … das sind WIR. Die Bauer. Der Pöbel. Das Pack. Der Abschau. Die „viel-zu-vielen“, von denen schon Nietzsche zu berichten wusste. Der Adel hat beschlossen, dem Pöbel die Wurst zu verbieten, er darf in Städten wohnen, die immer weiter verdichtet werden sollen (siehe Handelsblatt), damit er nicht mehr Madonnas Idyll am Comer See stört: Stadtpark von Gelsenkirchen ist gerade gut genug für den gesellschaftlichen Bodensatz der 95 Prozent Verlierer, die es einfach nicht schaffen – noch nicht mal nach 50 Jahren Arbeit – Millionär zu werden: sowas gehört auch einfach auf die Halde.

Sehen Sie, wie sich der Kreis schließt? Wie sie wieder da sind – die „besseren Damen und Herren“? Und ihre aschfahle buckelige Dienerschaft? Keine Sorge: man wird sie bald noch besser erkennen können. Und wir? „Wir“ – sind über. Uns braucht in der digitalen Welt keiner mehr – und diese Welt hat durch Corona einen großen Sprung nach vorne gemacht (siehe Tagesschau). Uns braucht auch in der neuen Welt keiner mehr. Wir dürfen in unseren verdichteten Städten in immer teurer werdenden Wohnungen hocken, immer weniger essen (gerne vegan, die Fleischtöpfe waren schon immer für die bessere Gesellschaft), weniger verbrauchen, weniger denken, weniger leben – wir werden die Minusmenschen.

Und damit sind wie bei WIR2020 – jenen, die sich damit nicht abfinden wollen. Eine Million Menschen sind in Deutschland in politische Parteien organisiert und führen Madonnas Willen aus – und den ihrer Klasse. Alle täuschen immer Opposition vor – und dienen dann dem Moloch, der jährlich Millionen Tote produziert: durch Kriege, Hunger, Armut. Das sollte es doch möglich sein, dass sich die 82 Millionen anderen Menschen auch mal zusammenschließen, oder?

WIR2020 war die Idee einer jungen Frau, die etwas besonderes in die Politik einführen wollte: Empathie. Laut Arno Gruen DER elementare Faktor für eine menschenwürdige Gesellschaft. Ich kann ihre Gedanken dazu nun leider nicht zitieren, weil sie komplett aus der Seite gelöscht wurden bzw. nicht zugänglich sind. Die junge Frau hat die Partei verlassen – ein Tag nach ihrem ersten Interview. Über Gründe – kann man nur spekulieren, ebenso wie darüber, warum wohl ihre Gedanken dazu auch gelöscht wurden. Kommunikation – nun: findet über Facebook statt, Moderation übernimmt im parteiinternen Forum „Widerstand2020 – der Parteischwarm“ (mit überraschenderweise nur 4000 Mitgliedern) ein persönlicher Referent einer AfD-Abgeordneten, eine der drei Administratoren – die „Schwarmbeauftragte“ – macht aus ihrer Begeisterung für manche AfD-Politiker ebenso keinen hehl. Am 21.4. wurde wohl im Rahmen einer Gründungsversammlung ein Vorstand gewählt und ein Programm beschlossen, doch ist der Vorstand unbekannt – wie auch das Programm. Wie man heute auf der Seite erfährt, ist niemand mehr im Vorstand. Aber was man sieht: SPD-Mann Olav Müller begleitet Parteigründer Dr. Schiffmann wie zuvor die junge Frau, die einst diese tollen Ideen hatte. In den Foren selber – nun ja: wird Moderation gerne genutzt, um willkürlich Diskussionen zu erlauben oder abzuwürgen: sagen mir die Leute da. Selbst Demo-Termine werden nicht veröffentlicht. Und eigentlich … kann da bei der Mitmachpartei auch nicht jeder mitmachen, jedenfalls kann nicht jeder Beiträge schreiben. Ja, ich wollte hier im Prinzip jetzt nach der langen Vorrede ein Lob über WIR2020 schreiben, weil die Idee … nun ja, zukunfstorientiert, mehrheitsfähig, notwendig und längst schon fällig ist, aber ich merke gerade, während die diese Zeilen schreibe: das geht aktuell nicht, denn: Transparenz geht anders. Sicher – Ralf Ludwig hat ein in meinen Augen beeindruckends Interview am 8.5. gegeben aber das interessierte von den angeblich 100 000 Mitgliedern noch nichtmal 9000 – was bedauerlich ist, denn es waren recht weise, offene Worte eines der Gründer – und eines sehr sympathischen Menschen ohne Machtanspruch.

Andere lassen sich da gerade wieder ausgiebig über rechts/links aus und wie blöde so was doch wäre – dabei ist das eine Kernfrage, der man mit dieser Scheindebatte nur ausweicht. Ich kann diese Frage aber anders stellen, damit sie in einen historischen Kontext passt: Bist Du nun für Madonnas neuer Milliardärswelt oder dagegen? Nein, ein bequemes dazwischen gibt es nicht! Ist ja auch eine einfache Frage. Als Antwort reicht JA oder NEIN völlig aus. Bei NEIN steht man dann in der Tradition linker Politik, ob das gerade Schick ist oder nicht. Nun: Schick – ist es sicher gerade nicht. Man darf sich auch gerne selber dann ultrarechts nennen – nur: aus der Sicht der politischen Philosophie und der Wissenschaft ist man das nicht. Aber was rede ich da: heutzutage darf die Erde ja auch wieder Scheibe sein.

Und wer nun meint, er könne sich heraushalten, könne sein gemütliches normales Leben weiterführen, dem sei gesagt: genau um Dein gemütliches kleines normales Leben geht es: das soll weg. 60 Stunden-Woche, 12-Stunden-Tage, Arbeiten bis 80 – und massive Rentenkürzungen stehen uns bevor. Rentenkürzungen? Hies es nicht vor kurzem noch, die Besteuerung der Renten sei schon verfassungwidrig und müsse beendet werden? Ja, aber dann kam Corona – und jetzt fodert die Wirtschaft erstmal, dass die Rentner zahlen müssen (siehe Handelsblatt) – damit die Lufthanse der Lumpenelite wieder Boni zahlen kann, die dann auf den Kaimaninseln landen.

Ach, es ist zum … ich sage es nicht.

Und ich habe auch überhaupt keine Freude daran, nach 11 Jahren Recherche nach den Ursachen der Verwerfungen und ihren zukünftigen Entwicklungen Recht behalten zu haben – kein bischen. Ich wollte, ich hätte mich geirrt – aber seitdem Rainald Becker im ZDF den Willen Madonnas als alternativlos hingestellt hat, muss ich sagen: das war es jetzt.

Und meinen Kindern – nun ja, denen kann ich nur sagen: die Menschheit hat sogar die Eiszeit überstanden. Also: zieht euch warm an. Wird sehr kalt werden in den nächsten 50 Jahren. So – sozial gesehen. Und dagegen wird auch keine Erderwärmung helfen.

 

 

 

Des Kaisers neue Kleider

(Vilhelm Pedersen, 1820 – 1859, Public Domain, Wikipedia)

Des Kaisers neue Kleider-oder Denken kann des Denkers Gesundheit gefährden
Doch die Gesundheit von Millionen retten

Für diejenigen, die die Geschichte nicht kennen, hier eine kleine Zusammenfassung:
Das Märchen handelt von einem Kaiser, der sich von zwei Betrügern für viel Geld neue Gewänder weben lässt. Diese machen ihm vor, die Kleider seien nicht gewöhnlich, sondern könnten nur von Personen gesehen werden, die ihres Amts würdig und nicht dumm seien. Tatsächlich geben die Betrüger nur vor, zu weben und dem Kaiser die Kleider zu überreichen. Aus Eitelkeit und innerer Unsicherheit erwähnt er nicht, dass er die Kleider selbst auch nicht sehen kann und auch die Menschen, denen er seine neuen Gewänder präsentiert, geben Begeisterung über die scheinbar schönen Stoffe vor. Der Schwindel fliegt erst bei einem Festumzug auf, als ein Kind sagt, der Kaiser habe gar keine Kleider an, diese Aussage sich in der Menge verbreitete und dies zuletzt das ganze Volk rief. Der Kaiser erkannte, dass das Volk recht zu haben schien, entschied sich aber, „auszuhalten“ und er und der Hofstaat setzen die Parade fort.

Als ein Dr.Ignaz Semmelweis 1847 beobachtete, dass, wenn man sich nach dem Seziersaal die Hände wusch und erst dann zu den Schwangeren ging, sowohl Kind als auch Mutter eine wesentlich größere Überlebenschance haben, da war die Kollegenschaft dagegen. Da es damals keinen Aluhut gab, musste der jüdische Begründer der Hygiene sogar ins Irrenhaus, wo er in schrecklichen Bedingungen seinen Lebensabend verbrachte. So kann es einem gehen, wenn man die Welt vor Krankheiten bewahren will. Die Menschheit aber hat von dem Opfer dieses großartigen Wissenschaftlers profitiert. Seine Information hat Millionen und Abermillionen Kindern und Frauen das Leben gerettet.

Der La Leche Liga, die gesehen hat, dass gestillte Babys gesünder werden, ging es vielleicht etwas besser. Und dass trotz des großen Widerstandes der Babynahrungsfirmen. Es war aber trotzdem ein harter Kampf, bis das Stillen wieder den Platz erobern konnte, den es seit Jahrtausenden hatte. Auch Frederick Leboyer hatte es nicht leicht, die Sanfte Geburt in den Spitälern einzuführen.

Und obwohl das Wissen inzwischen nur noch eine sehr kurze Halbwertszeit hat, ist man heute sehr rasch im Verurteilen:

https://www.beobachter.ch/technologie-innovation/episteme-die-halbwertszeit-des-wissens

Arbesman untersucht, wie lange wissenschaftliche Arbeiten nach ihrer Publikation noch zitiert werden. In der Medizin kommt er je nach Fachgebiet auf Halbwertszeiten von 5 bis 45 Jahren, in der Physik sind es im Schnitt 10 Jahre. In der Psychologie oder in der Geschichte ist die Hälfte der publizierten Arbeiten bereits nach sieben Jahren überholt. Weil Sozial- und Geisteswissenschaften mehr Inter­preta­tionsspielraum zulassen, sind diese Halbwertszeiten allerdings unpräziser.

Im Prinzip können Sie alles, was im Rahmen von Geoengineering besprochen wird auch direkt bei wikipedia nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Geoengineering

Wenn aber jemandem heute, das Entstehen von Wolken nach dem Fliegen von Flugzeugen auffällt, dann sollte der vielleicht am besten gleich den Psychiater aufsuchen. Denn der bildet sich das nur ein. Selbst wenn es einen neuen internationalen Wolkenatlas gibt, wo eine Wolkenart beschrieben ist, die nach dem Fliegen von bestimmten Flugzeugen entsteht. Denn das ist eine Verschwörungstheorie: Siehe das Österr. Staatsfernsehen.

Wolkenatlas enthält „neue“ Arten

Seit 120 Jahren gibt es einen Atlas, der alle bekannten Arten von Wolken enthält. Nun ist die neueste Ausgabe des „International Cloud Atlas“ erschienen. Erstmals dabei ist die wellenartige Wolke Asperitas – und elf weitere Typen.Wolken haben die Menschen seit jeher fasziniert. Schon Aristoteles hat versucht, sie wissenschaftlich zu analysieren. „Er hat vor mehr als 2.000 Jahren ihre Rolle im Wasserkreislauf beschrieben“, sagt Petteri Taalas, Generalsekretär der Weltorganisation für Meteorologie (WMO).

Wenn Sie nach dem Wahrnehmen eines Himmels, der genauso aussieht wie bei diesem Bild im internationalen Wolkenatlas , dann ein Entwickeln einer Wolkendecke beobachten und einen Temperatursturz mit Regen erleben, dann sollten Sie sich am besten in eine Psychiatrische Klinik, so wie Dr.Ignaz Semmelweis einweisen lassen, bevor Sie wie er zwangsweise dorthin eingewiesen werden. Und wenn Sie sich nicht einweisen lassen und sehr oft kühles Wetter nach solchen speziellen Wolkenbildungen erlebt haben, z.B. im Mai Temperaturen von tagsüber 7°, dann ist sogar der Blick in den Computer-Bildschirm gefährlich. Denn Sie könnten im Spiegel die Frage lesen: Warum pausiert die Erderwärmung.

Wenn zum Abkühlen im Rahmen eines EU Programmes immer wieder Wolkendecken produziert werden, dann könnte das die Erklärung für das Stehenbleiben der Erderwärmung sein?
Wenn ein kleines Kind die Wolkenbilder, die nach solchen speziellen Flugzeugen entstehen, sieht, dann fragt es genauso wie in Des Kaisers neue Kleider:  „Was ist das?“ Wenn Sie jetzt noch wissen, dass in den Substanzen, die diese Wolken erzeugen, viel Aluminium darinnen ist, dann verstehen Sie, warum Erkrankungen wie Alzheimer und viele anderen Erkrankungen zunehmen.
Siehe http://www.doctao.de/media/ToxischeMetalleV.pdf und http://gesundheitsdoku.blogspot.co.at/search/label/Aluminium Krebs
Über Jahrhunderte verdunkelten die Italiener ihre Wohnungen durch Fensterläden und erreichten dadurch, dass es in den Wohnungen erträglich kühler wurde. Die Italiener öffneten dann abends immer das Fenster um die Rückstrahlung der Wärme aus dem Gebäude zu ermöglichen. Es gibt, auch eine Theorie, die meint, dass das Unterbleiben des Abzuges der warmen Luft, beim Geoengineering wieder eine Erwärmung zur Folge haben könnte. Doch, entsteht bei diesen Manipulationen oft erheblich Wind, der die Funktion des Fensteröffnens übernehmen könnte?  Der allgemein mögliche Effekt eines Rückstrahlens der Wärme der Erde, wird wohl von der Höhe der Wolkenschicht abhängen. Die ist sehr unterschiedlich.  Wie soll man wirklich wissenschalftlich objektiv über Themen forschen, die es offiziell nicht gibt?

Ich selbst bin sehr oft in  unterschiedlicher Weise ohne Auto unterwegs. Vor einigen Jahren bin ich über einen Kommentar einer Zeitung auf dieses Thema gestossen. Seither achte ich auf ungewöhliche, durch oder nach Flugzeugen entstehende Wolkenbilder und Wetterveräderungen. Da in meinem Umkreis jetzt einige auf diese Änderungen achten, konnte man über Jahre dann doch einige Erfahrungen sammeln. In der Regel kommt es nach breiten, nicht verschwindenden Kondesstreifen mit Wolkenverbreitung immer zu einer Abkühlung oft auch mit Windentstehung, durch die rasche Änderung, des Luftdruckes.

Seit Jahrzehnten sind in vielen Gegenden Hagelflieger bekannt. Die Wolkenbilder, die entstehen, wenn man über Geoengineering spricht, die sehen so aus wie die Bilder aus dem Wolkenatlas, siehe dazu nochmal das Österr. Staatsfernsehen:

>> USA plant Aerosol-Versuche

Laut Oschlies wird Forschung im Bereich Climate Engineering vor allem in den USA, Großbritannien und Kanada betrieben: „Dort wird an der Machbarkeit gearbeitet, an der technischen Umsetzung. Wir in Deutschland wollen erst einmal die reine Bewertung.“
Bereits in den nächsten fünf Jahren sei mit Feldexperimenten zu rechnen. In den USA könnten bereits in diesem Jahr Aerosol-Versuche stattfinden, um Sonnenlicht abzuschatten. „Das ist sehr weit, sehr konkret geplant.“

„Wirtschafts- und Vernebelungsmodell“

Oschlies betont auch die wirtschaftliche Bedeutung von Climate Engineering und die Instrumentalisierung in der politischen Diskussion. Lobbyisten-Verbände in den USA, die erst den Klimawandel bestritten hätten, schwenkten jetzt um und propagierten Climate Engineering „als das Allheilmittel“.
Natürlich sei dies auch für die Großindustrie sehr interessant, ein neues Geschäftsfeld. „Das ist ein Wirtschaftsmodell, aber auch ein Vernebelungsmodell, um von den richtigen Probleme abzulenken. Und es wird in den Klimaverhandlungen aktuell schon politisch benutzt.“ <<

Wer sich mit diesen Fragen genauer beschäftigen möchte, der kann die Linksammlung eines Sportpiloten, der gute Kontakte zur Flugindustrie hat, lesen:
http://www.franzmiller.at/vortrag/ce/ce_links/linksammlung_climate-engineering_www-franzmiller-at.pdf
(Der Verfasser dieser Zeilen teilt übrigens nicht die Meinung, dass es deshalb keine menschenverursachte Erderwärmung gäbe.)

Warum wir des Kaisers neue Kleider nicht sehen sollen? Weil es, wenn man die Erderwärmung durch Aerosolbildung stoppen oder wenigstens bremsen kann oder es auch nur versucht, dabei enorme Wirtschaftsvorteile für die gesamte Industrie entstehen. Wenn man die gesamte Fossile Industrie viel langsamer umstellen muss und damit die Globalisierung nicht stoppen muss, dann verdienen sehr wenige sehr viel. Es gibt aber auch satte Gewinne für die Industrie, die an den Folgen der Erkrankungen, die durch Chemische Verschmutzung enstehen, verdient. Zusammengenommen sind das alleine in Europa wohl einige Billionen Euro.
Diejenigen, die verhindern wollen, dass so viele Menschen krank werden, die haben es schwer. Doch sowohl DDT als auch PCP als auch Blei als Antiklopfmittel sind verschwunden. Warum sollte nicht auch gesundheitsschädliches Climate Engineering verschwinden?  Vor allem, da alle auch die Superreichen von den Schäden dieser Anwendungen, zum Beispiel Alzheimer, betroffen sein können.
Allerdings wäre es oft recht nützlich, wenn man alles vergessen könnte. Die Superreichen würden vollkommen vergessen können, was sie auf der Erde und bei der Menschheit für einen Fußabdruck hinterlassen. Und wenn sie dann im Alzheimer ihre Börse irgendwo liegen lassen, dann freuen sich wieder andere.

Aluhut tut allen gut
er schützt ja auch bei Regen sehr
und ist gar nicht schwer

 

Germanwings-Absturz … und Verschwörungstheorien

Digital StillCamera

Samstag, 28.3.2015. Eifel. Aktuell habe ich was Besseres zu tun, als meine Gedanken auf den Bildschirm zu bringen … doch lassen mich einige Facetten des Alltages nicht los. Verschwörungstheorien, zum Beispiel. Habe gerade heute wieder eine nichtssagende, unlogische, jeder Vernunft spottende Verurteilung von Verschwörungstheorien gelesen, blöd, naiv, voller Vorurteile, Verallgemeinerungen und aussagelosen Füllsätzen, dass man sich spontan fragt: wer hat dem Schulabbrecher schreiben beigebracht? Werden wir nie erfahren – der Autor wollte anonym bleiben.

Im Rahmen der Philosophie haben wir andere Begrifflichkeiten für Verschwörungstheorien: wir nennen sie Wahrheitstheorien … bzw. Anti-Wahrheitstheorien, je nachdem, welche Wahrheitstheorie hier Zugrunde liegt. Wahrheitstheorien? Nun – da  haben Sie sich wahrscheinlich noch gar keine Gedanken drüber gemacht, für sie ist Wahrheit, was FAKT ist. So sollte es auch sein – doch das ist nur eine von vielen Wahrheitstheorien: die Korrespondenztheorie, in der die Sprache die Realität korrekt abbildet. Aristoteles hatte mit solchen Überlegungen angefangen.

An der Tatsache, dass es nur eine von vielen Theorien ist, können Sie erkennen, das selbst diese einfache, plausible Vorstellung von Wahrheit nicht ganz „wahr“ ist. Das Problem ist: um eine wahre Aussage über meine Umwelt zu treffen (z.B. Gras ist grün) muss ich vor der Wahrheitsfindung erstmal Urteile fällen, die subjektiv sind: die Definitionen von „Gras“ und „grün“. Ja, ich weiß: pingelig. Leider sind Philosophen so, und warum zeigt Ihnen ein nächster Satz der deutschen Bundeskanzlerin, der sehr ähnlich dem Satz „das Gras ist grün“ ist: „Deutschland geht es gut!“

Merken Sie, wie auch Ihre Vernunft zu rebellieren beginnt? Dabei ist der Satz im Rahmen der Kohärenztheorie zutreffend – jener Theorie, die sich nur noch um Worte bemüht und alles für wahr hält, was innerhalb eines Aussagesystems ohne logische Widersprüche eingeordnet werden kann. Auch der Utilitarismus oder Pragmatismus (eine US-Variante von Wahrheitstheorien) kann damit leben: wahr ist, was mir nützt. Für Angela Merkel ist der Satz deshalb „wahr“, weil er ihr nützt und innerhalb ihres Aussagesystems problemlos hineinpasst. Wahrheit – wird so zur Wahrheit der Mächtigen, d.h. zu jener Wahrheit, die die Gestalter eines Aussagesystems für sich zurechtgelegt haben … u.a. deshalb, weil das so etablierte System sie finanziell am Meisten bevorzugt, während Menschen mit weniger Zugang und Möglichkeiten zur Gestaltung des Aussagesystems auf der Strecke bleiben und von Hartz IV …“leben“ … müssen.

„Verschwörungstheoretiker“ im modernen Sprachgebrauch sind also lediglich Verfechter der Konsenstheorie (Wahrheit findet die Zustimmung aller Menschen, die der Sprache und dem Denken hinreichend mächtig sind) gegen die Vertreter des Pragmatismus, einer Wahrheitstheorie, die in Deutschland vor allem Konzerne, Medien und Parteien aber auch die Mehrheit der Einwohner teilen: wahr ist, was mir Geld in die Taschen bringt. Tun diese Menschen alles in ihrer Macht stehende dazu, diese Wahrheit als „Wahrheit für alle“ durchzudrücken, haben wir eine Verschwörung vorliegen – erstmal eine Verschwörung gegen die Wahrheit an sich – was den Philosophen sehr stört, hat er doch ein eher libidinöses Verhältnis zu ihr und kann es nur mit großem Herzschmerz dulden, wenn sie wie eine Hure billig für niedere Einzelinteressen missbraucht wird.

Zur Steuerung von Wahrheit sind Pressesprecher erfunden worden – Menschen also, die verkünden, was ab dem 11.9.2001 Wahrheit zu sein hat – und was nicht. Ja: zu diesem Datum hat sogar ein US-Präsident jede alternative Wahrheiten, die sich auf Grund anderer Theorien als seinen eigenen bilden würden, in die Nähe des Terrorismus gerückt und zu Feinden erklärt.

Wir zur Zeiten der Monarchie setzte die Macht Wahrheit mit Gewalt durch: für Philosophen der Zeitpunkt, sich von der realen Welt in die innere Emigration zu verabschieden, weil der nächste Weltenbrand, der nächste Wahnsinn, der nächste Kollaps vor der Tür steht und der demokratische Wahrheitsfindungsprozess durch autoritären Wahrheitssetzungsprozess ersetzt wurde: so macht man aus der Erde eine Scheibe, aus Franzosen Erbfeinde und aus Juden dämonische Wesen. Ja – aus der Sicht der Erkenntnistheorie sind wir wieder so weit: der Staat setzt die Wahrheit – eine Aussage, die allein belegt wird durch den Wahrheitsfindungsprozess, der am 11.9.2001 nicht statt gefunden hat: die Wahrheit wurde „von oben“ gesetzt, wie die Kirche dereinst die Scheibenform der Erde anordnete. Widerspricht jemand, so wird er verbrannt oder … heute üblicher … verbannt und öffentlich bloß gestellt: man kann nur irre sein, wenn man die Erde nicht als Scheibe anerkennt, denn in das Aussagesystem der Kirche passt diese Aussage widerspruchslos hinein – was den Dialog schwierig macht: die Regierung (und damit sind alle Kräfte gemeint, die Macht besitzen, also auch Wirtschaft, Militär und Kirche) „glaubt“ an „ihre“ Wahrheit, weil sie ihr am Meisten nützt, d.h. den tragenden Kräften das höchstmögliche Einkommen bietet.

Man muss in der Tat schon sehr verrückt sein, um gegen sein eigenes Einkommen vorzugehen – verrückt, oder eben Philosoph. Demokrat oder Querulant geht auch.

Aus der Erkenntnis, dass „Wahrheit“ für den Menschen nicht fassbar ist (dafür ist er von den Sinnen und vom Verstand her einfach zu gering bestückt), kam die Überlegung, dass „Urteile“ vorsichtig und umsichtig zu fällen seien, ein Umstand, den wir in der Justiz sehr berücksichtigen, in der Politik und vor allem in der Wirtschaft aber eher zunehmend vernachlässigen. Dort, wo nicht umsichtig und vorsichtig geurteilt wird, ist das Vorurteil die herrschende Wahrheit: Platz für reichlich Manipulation und Propaganda … und politisch gesehen die Vorherrschaft die Diktatur. Demokraten – so lernte man noch in bundesdeutschen Schulen der frühen siebziger Jahre – meiden das Vorurteil wie der Teufel das Weihwasser. Heute wird es als durchaus nützlich angesehen … wir aktuell durchexerziert beim Absturz des German-Wings-Fluges in den Alpen.

Was geschieht aktuell?

Es wird Wahrheit gesetzt: sogar bis tief hinein in den persönlichen Raum. Es wird Trauer angeordnet – und damit sich der Bürger der Anordnung nicht widersetzt, werden fröhliche Sendungen abgesetzt. Es wird reagiert, als hätte sich etwas unglaublich Irreales, Entsetzliches, Grausames zugetragen – innerhalb der Koheränztheorie der Machthaber geschah auch genau das: entgegen der Meinung der Werbeindustrie, die uns verspricht, dass wir ewig jung und schön bleiben können, nie sterben werden, damit wir bis in die fernste Zukunft auch alle neuen Produktreihen erwerben, alle Serien sehen, alle Orte der Erde besuchen können, hat der Tod uns eines besseren belehrt: er macht in der Tat auch vor den heiligen Deutschen nicht halt, die erwarten, dass selbstverständlich ihre Flugzeuge nie abstürzen … gerade ihre Flugzeuge, sind sie doch das beliebteste Transportmittel der wirklichkeitssetzenden Oberschicht. Arbeitslose entsetzen sich da weniger über Flugzeugunglücke, ihre Schrecken sind SUV-Fahrer, die in der Innenstadt – gerne auch altersbedingt – die Kontrolle über ihr Blechmonster verlieren. Ja – für sechzig Nobeltote im Flieger gibt es Staatstrauer, für 4000 Unfalltote im Straßenverkehr eine kleine Meldung im Radio, 13000 Selbstmörder erhalten noch nicht mal das, Meldungen über Hungertote dank Sozialreform werden aktiv bekämpft – dabei sterben sie ganz im Sinne von Franz Müntefering: „wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ – also qualvoll verhungern … oder auf deutschen Straßen erfrieren (siehe Neues Deutschland).

Menschen sterben – das ist einer der wenigen absolut wahren Sätze, die die Menschheit produzieren konnten – und in Momenten wie diesen merken auch jene, die in den Kohärenzwahrheiten der Kanzlerin leben, dass sie dieser Wahrheit nicht enthoben sind. Je mehr wir den Tod aus unserer Wahrnehmung verdrängen, umso entsetzlicher wird er, wenn er wirklich eintritt – und umso hilfloser werden wir, wenn er uns begegnet: was das Leid der Hinterbliebenen deutlich steigert und erklärt, warum wir für 60 Tote Staatstrauer verordnet bekommen, für die täglichen 35 Selbstmörder aber nicht – obwohl zwei davon auch Jugendliche sind.

Bleiben wir aber bei den Verschwörungstheorien … obwohl wir uns damit einer großen Gefahr aussetzen, Opfer von Gewalttaten zu werden. Ja – es gibt zu dem Thema eine Studie, deren Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann: Menschen, die zur Bildung von Verschwörungstheorien (also: Wahrheitstheorien!) neigen, sind vernünftiger als Menschen, die sich kritiklos den Kohärenztheorien kleiner, exklusiver Gruppen anschließen, d.h. sie wirtschaften besser, fahren sicherer Auto, arbeiten effektiver bringen sich mehr in das Gemeinwesen ein, engagieren sich für Frieden und Völkerverständigung und verfolgen erfolgreich lösungsorientierte Ansätze in allen Lebensbereichen, d.h. sie sind die „Macher“ einer jeden Kultur – was „Vernunft“ halt einfach so mit sich bringt. Die „Gläubigen“ jedoch … sind dafür aggressiver (siehe Forschung und Wissen):

„Die Gruppe der Menschen, die der offiziellen Version glauben – welche im Internet eine deutliche Minderheit darstellt – reagiert auf die Kommentare anders Denkende oftmals verärgert, angewidert oder gar aggressiv. Die Forscher vermuten dahinter Frust, dass die Aussagen der alteingesessenen Mainstream-Medien unter Verschwörungstheoretikern nicht mehr akzeptiert werden.“

Die Wahrheit hinter diesen Emotionen scheint mit eine ganz andere zu sein: die Überforderung des Dummen durch die Vernunft … was immer negative Gefühle nach sich zieht. Die Erkenntnis und die dauernde Konfrontation mit der eigenen geistigen Beschränktheit ist nie angenehm, bei entsprechend geringem Selbstwertgefühl können da schon mal unangenehme Gefühle hochkochen – das ist menschlich, dient aber nicht der Wahrheitsfindung. Entsprechende Reaktionen kann man übrigens in einschlägigen Foren und Gruppen in Facebook hervorragend studieren – dort fallen sogar die dümmeren der Linken über ihre Genossen her, wenn diese den Koheränzanordnungen der Pressesprecher von Regierung und Konzernen nicht bedingungslos folgen.

Im Rahmen der Diskussion um die Toten des Absturzes der German-Wings-Maschine kam sehr schnell – noch am gleichen Tag – ebenfalls der Wunsch auf, jetzt nicht darüber zu reden, nicht zu spekulieren und die Toten nicht zu entehren (oder die Trauer der Angehörigen zu entwerten), in dem man unpassende Vergleiche zieht: dass 50000 Hungertote täglich durch diesen Bahai um ein einzelnes, abgestürztes Flugzeug ebenfalls entwürdigt, entwertet und deklassiert werden, kommt diesen Leuten gar nicht in den Sinn … wieso auch: das machen sie ja täglich.

Wenn ich mir hier Gedanken über den Absturz der Germanwings-Maschine und die Folgen dieses Absturzes mache, geschieht dies auch nicht in dem Sinne, die Trauer der Angehörigen zu entwerten: sie haben mein Mitgefühl ebenso wie die Mütter der heute wieder verhungerten Kinder … wobei bei einer einstündigen Sondersendung wieder 720 neue Kinder verhungert sind, die keinen wirklich interessieren, weil sie Müllmenschen sind, Untermenschen, überflüssige Restmenschen, die bekommen, was sie verdient haben. Ja – alle fünf Sekunden verhungert ein Kind (siehe Deutschland-Radio): obwohl es eine der grausamsten Todesarten ist, denen Menschen ausgeliefert sein können, kräht kein Hahn danach … noch wird eine lustige Sendung dafür abgesetzt.

Ebenso schnell wie das Denkverbot und die Anordnung jetzt zu demonstrierender Gefühle erreichte uns auch die Wahrheit der Mächtigen: der Co-Pilot war es. Von kritischer Wahrheitssuche keine Spur, die Wahrheit wurde von „etablierten Medien“ angeordnet anstelle eines  – wie üblich, man schaue sich nur mal die Wahrheitsfindung bei Gerichtsprozessen an – langwierigen Erkenntnisprozesses wurde das Urteil – wie auch nach den Attentaten am 11.9.2001 – nahezu im Handumdrehen präsentiert.

Dabei … was haben wir an Fakten? Einen Piloten, der nach dem Toilettengang nicht mehr zurückkam. Einen „ruhig und gleichmäßig“ atmenden Co-Piloten hören wir (siehe z.B. Spiegel). Was wäre geschehen, wenn der Pilot nicht zur Toilette gemusst hätte? Ach – ich vergaß: im Internet kursieren seit dem Absturz auch Anweisungen, anläßlich von „Tragödien“ keine Fragezeichen mehr zu verwenden. Wer sie gegeben hat, ist mir nicht bekannt, sie werden nur massenhaft geteilt. Dabei gäbe es hier einige Fragezeichen, die auch die Pilotenvereinigung Cockpit anzubringen versucht (siehe Spiegel).

„Es sei doch sehr verwunderlich, dass der Staatsanwalt so rasch zu derart weitreichenden Schlussfolgerungen gelangt sei – und das allein anhand einer ersten Auswertung der Stimmenaufzeichnung. Klarheit über das, was sich während des Todesflugs abgespielt habe, könne schlichtweg noch gar nicht vorhanden sein. Andernfalls, so Spaeth leicht sarkastisch, bräuchte man nach der viel wichtigeren Datenbox ja gar nicht mehr zu suchen.

Im Übrigen habe es in der Vergangenheit einige Beispiele gegeben, wie französische Behörden sich sehr bemüht hätten, Schaden vom Ruf des Airbus fernzuhalten.“

Mutig, oder? Präsentiert eine Verschwörungstheorie im öffentlich rechtlichen Fernsehen – doch vergebens. Durfte NTV am Tage des Absturzes noch „Zapfluft“ als Ursache andenken (siehe NTV) – übrigens im Einklang mit Erwägungen des Luftfahrtmagazins Aero aus dem Jahre 2014 – ist schon einen Tag später das Urteil gefällt … weil unbestimmbare „Indizien“ gefunden wurden. Was schrieb Aero damals? (siehe Aero):

„Vor vier Jahren geriet ein A319 der Lufthansa-Tochter im Anflug auf Köln-Bonn in eine Mayday-Luftnotlage – beiden Piloten schwanden unvermittelt die Sinne, dem Kapitän gelang glücklicherweise dennoch eine sichere Landung.“

Das würde hinreichend erklären, warum der vermeintlich suizidale Co-Pilot keinen Abschiedsbrief hinterläßt, sich zuvor noch zwei nagelneue Audis für sich und seine Freundin gekauft hat (siehe Focus) … und ganz ruhig und gelassen atmet. Es ist ein kleiner Kippschalter, der die Tür verriegelt … reicht möglicherweise ein anderer Reflex eines ohnmächtigen Piloten aus, per Tastendruck einen permanenten Sinkflug auszulösen, der unseren ohnmächtigen Piloten natürlich in keiner Art und Weise beunruhigt, weshalb seine Atmung trotz nahenden Todes sich nicht ändert … also der Körper kein Adrenalin ausschüttet, was die Atmung beeinflusst.

Oder war das so ein eiskalter Killertyp? Entschuldigung – ich vergaß: keine Fragezeichen.

Vernunft kann aber nicht anders, erst recht nicht bei solchen Nachrichten (siehe Spiegel):

„Nach dem tragischen Flugzeugabsturz über Südfrankreich mit 150 Toten weigerten sich offenbar mehrere Crews der betroffenen Airline Germanwings, ihre Flüge mit Maschinen des Unglückstyps von Airbus anzutreten. Am Flughafen Düsseldorf, wo der abgestürzte Flieger aus Barcelona landen sollte, seien seit Mittag mehrere Flugzeuge am Boden geblieben, berichten Passagiere. Auch Airbus-Maschinen des Germanwings-Mutterkonzerns Lufthansa sollen davon betroffen gewesen sein.“

Was wußten die, was wir nicht wissen? Berichtet haben das Passagiere, keine Piloten.

Später erfahren wir, dass der Trend anhält: viele Crews weigern sich zu fliegen, andere Airlines helfen aus (siehe Spiegel), als Grund werden psychische Probleme der Crews angegeben … während die Crews der anderen Airlines angesichts der Katastrophe ruhig und gelassen bleiben wie der vermeintliche Kamikaze-Pilot, ebenso gibt es kaum Stornierungen: Passagiere verhalten sich offenbar „professioneller“ als Professionelle.

Wissen Sie eigentlich, woher die Legende der „psychischen Erkrankung“ (die bis heute nicht näher beschrieben wird, also weiter „dämonenhaft“ gehalten wird) stammt? Die „Bildzeitung“ hat sie aus „Lufthansakreisen“ (siehe Spiegel).

Und wer hat zuerst den Absturz erkannt? Eine italienische Militärmaschine – sechs Minuten vor dem Einschlag. Vielleicht war der Pilot sensibilisiert durch die Tatsache, dass es schon mal einen Airbus 320 gab, der sponaten an Höhe verloren hatte (siehe Daily Mail):
„The European Air Safety Agency (EASA) issued an Emergency Airworthiness Directive after an Airbus A321 went into an uncontrollable dive north of Pamplona, Spain before pulling out.

According to the safety warning, the Lufthansa jet, with 109 passengers and crew aboard, was at 31,000 feet when it started to descend without any input from the pilot, at a rate of 4,000 feet per minute, before the flight crew managed to regain control at 28,000 feet.
According to the EASA, a safety system designed to protect the jet reacted to incorrect data due to a faulty sensor.   
The safety warning related to all Airbus A318, A319, A320 and A321 – including the Airbus A320 involved in yesterday’s disaster.“

Na ja – keine weiteren Fragezeichen mehr. Es wahr – wie üblich – der psychisch kranke Einzeltäter: die Lieblingstheorie von Utilitaristen. Andere Wahrheiten, die die Einkommensverhältnisse der Mächtigen gefährden könnten, werden gar nicht erst diskutiert, wie bei den Kennedy-Morden und den Anschlägen vom 11.9.2001 wird Wahrheit angeordnet – zum Wohle aller, denen diese spezielle Wahrheit nützt.

Die Wahrheit an sich … interessiert nur ein paar verworrene Spinner. Perverse, die ein libidinöses Verhältnis zur Wahrheit haben.

Die Masse interessiert sich dafür, dass die Kohle rollt … und keinerlei Verunsicherung eintritt, die das geregelte Abkassieren gefährden könnten.

„Deutschland geht es gut“ … und „Fliegen ist sicher“.

Ich persönlich kann mir kaum vorstellen, dass etwas mehr die Toten verhöhnt als der letzte Satz.

Chemtrails versus Geo-Engineering

Das neue Video der PHO: Chemtrails vs. Geo-Engineering. Gezielt das Klima beeinflussen incl. der Bundeswehr als „Erklärbär“.  Wie man dem „Kind“ einen anderen Namen gibt. (Watch Fullscreen and HD)

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Hier auch eine Datei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

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Hartz IV: die öffentliche Hinrichtung des Manuel Schneider. Ein Livebericht.

Dienstag, 17.9.2013. Eifel. Es sei zuvor gesagt: wir sind kein Hartz IV-Hilfe-Sozialforum. Wir sind ein Nachdenkmagazin. Wir kümmern uns um die wichtigeren Dinge - behaupte ich jetzt mal frech und sehe das auch wirklich so. Wichtig ist: wie konnte es zu Hartz IV kommen? Wann fingen die Entgleisungen in der Politik an (aktueller Stand der Ermittlungen: 1945), wann kippte die Moral vollständig (mit Helmut Kohl und der Spendenaffäre der CDU), wann wurde die SPD-Spitze eingekauft (Ermittlungen laufen noch), warum wurden die von der Hartz-Kommission empfohlenen Regelsätze radikal gesenkt (Legenden nach waren als Minimum 539 Euro im Gespräch - später wurden 345 Euro draus) und wer hat alles daran mitgearbeitet, aus dem Prinzip des Förderns und Forderns ein Instrument der Vernichtung zu machen? Ja - da gab es Täter im Regierungsapparat, die noch völlig unbekannt sind. Viele Hände haben daran herumgeschraubt (auch zum Schrecken des Herrn Hartz, der gerne als Hauptschuldiger an den Pranger gestellt wird) bis zum Schluss ein Werkzeug geschaffen wurde ", sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden“ (siehe Wikipedia). Geschaffen wurde eine Behörde mit eigenem Ermittlungsdienst und - wie ich gestern in einem Notfalltelefonat erfuhr: mit einem eigenen Inkassodienst. Wie Himmlers SS ein eigener Staat im Staate (weiter will ich die Vergleiche hier aber nicht ziehen). Wer hat bei dieser Entwicklung Regie geführt, wer war federführend bei der Gesetzgebung, die die Gewerkschaften aushebelte, alle Arbeitnehmer zu vogelfreien Sklaven machte und mit staatlicher Gewalt ein Prekariat schuf, über dessen Existenz gar nicht geredet werden darf? Wer konstruierte diese Maschine, die zum ersten Mal seit Hitlers Zeiten wieder den Tod von Mitbürgern durch staatliche Gewalt systematisch ermöglichte ... wenn die nicht gehorchen?

Dienstag, 17.9.2013. Eifel. Es sei zuvor gesagt: wir sind kein Hartz IV-Hilfe-Sozialforum. Wir sind ein Nachdenkmagazin. Wir kümmern uns um die wichtigeren Dinge – behaupte ich jetzt mal frech und sehe das auch wirklich so. Wichtig ist: wie konnte es zu Hartz IV kommen? Wann fingen die Entgleisungen in der Politik an (aktueller Stand der Ermittlungen: 1945), wann kippte die Moral vollständig (mit Helmut Kohl und der Spendenaffäre der CDU), wann wurde die SPD-Spitze eingekauft (Ermittlungen laufen noch), warum wurden die von der Hartz-Kommission empfohlenen Regelsätze radikal gesenkt (Legenden nach waren als Minimum 539 Euro im Gespräch – später wurden 345 Euro draus) und wer hat alles daran mitgearbeitet, aus dem Prinzip des Förderns und Forderns ein Instrument der Vernichtung zu machen? Ja – da gab es Täter im Regierungsapparat, die noch völlig unbekannt sind. Viele Hände haben daran herumgeschraubt (auch zum Schrecken des Herrn Hartz, der gerne als Hauptschuldiger an den Pranger gestellt wird) bis zum Schluss ein Werkzeug geschaffen wurde „, sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden“ (siehe Wikipedia). Geschaffen wurde eine Behörde mit eigenem Ermittlungsdienst und – wie ich gestern in einem Notfalltelefonat erfuhr: mit einem eigenen Inkassodienst. Wie Himmlers SS ein eigener Staat im Staate (weiter will ich die Vergleiche hier aber nicht ziehen). Wer hat bei dieser Entwicklung Regie geführt, wer war federführend bei der Gesetzgebung, die die Gewerkschaften aushebelte, alle Arbeitnehmer zu vogelfreien Sklaven machte und mit staatlicher Gewalt ein Prekariat schuf, über dessen Existenz gar nicht geredet werden darf? Wer konstruierte diese Maschine, die zum ersten Mal seit Hitlers Zeiten wieder den Tod von Mitbürgern durch staatliche Gewalt systematisch ermöglichte … wenn die nicht gehorchen?

Diese Fragen zu beantworten ist lebenswichtig. Ich habe aktuell eine kleine Zukunftsperspektive für Neopresse geschrieben: Wann kommt die Zwangshypothek für Immobilienbesitzer? Möglicherweise laufen da schon seit 2011 die ersten Vorbereitungen für den nächsten großen Coup der Lumpenelite. Wenn der läuft, wird man parallel dazu den Druck auf Arbeitslose erhöhen müssen: Hartz NULL nach US-Vorbild wird ja schon oft gefordert und scheint im Volk gut anzukommen.

Es gibt einfach gar nichts mehr – außer einen Boom bei privatisierten Gefängnissen, an denen Kapitaleigner auf Kosten des Steuerzahlers nochmal gut verdienen können.

Wenn man Hartz NULL verhindern will, hat man für Hartz IV nicht ganz so viel Zeit. Und doch sollte man an die Nachwelt denken. Manches Leid sollte nicht in Vergessenheit geraten, manche Einzelschicksale sind so grauenhaft, so unglaubwürdig, so unvorstellbar unmenschlich, dass sie in die Tagesschau gehören: so etwas ist in Deutschland gerade wieder möglich.

Eine dieser Geschichten erreichte uns per E-Mail. Angesichts der Tatsache, dass wir den Wahrheitsgehalt nicht letztendlich sicher überprüfen können, habe ich konkrete Namen entfernt, die Kontaktdaten liegen aber der Redaktion vor. Da wir im aktuellen Klima der BRD davon ausgehen müssen, dass das Opfer auch noch von seinen Nachbarn verfolgt wird (Juden in Deutschland und Israel können davon ein Lied singen), werden wir die Daten nur sehr kontrolliert herausgeben.

Ist diese Geschichte wahr, dann ist sie ungeheuerlich. Sie unterscheidet sich in ihrem sprachlichen Ausdruck auch sehr von den üblichen Geschichten, die man im Internet lesen kann.

 

Ihre Emailadresse habe ich von einer Userin des Forums http://www.hartz.info. , und hoffe das Sie sich nicht belästigt fühlen . Da meine Person extremen Ärger mit dem Jobcenter XXX hat und behördliche Willkür und Schikane erfahren/erleben darf , wende ich mich an Sie . Ich würde sehr gerne meine Fall bei Ihnen veröffentlichen , da Sie noch mein letzter Strohhlam sind welchen ich habe .

 

Das Jobcenter XXX verweigert mir seit dem 01.Mai 2013 völlig die gesetzlich geschützten Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts gem. SGB II (Alg2/Hartz-IV) sowie Lebensmittelgutscheine ferner , ist meine Person auch seit dem genannten Datum nicht mehr krankenversichert obwohl das Jobcenter XXX in Kenntnis ist , das meine Person seit 08/2012 sich in ärztlicher Dauerbehandlung befindet und auch auf fachärztlich verordnete Medikamente angewiesen ist . 

 

Warum werden mir die Leistungen völlig verweigert ? ,Wäredie Angelegenheit nicht derart bitter ernst könnte man darüber lachen jedoch , wird mir vom Jobcenter Ostholstein der absurde Vorwurf gemacht eine sexuelle Beziehung + Partnerschaft mit/zu einer Frau zu führen und einer da raus resultierenden Verantwortungs- u. Einstehensgemeinschaft . Das Jobcenter ist seit vielen Jahren bestens in Kenntns das meine Person bekennend homosexuell mit femininer Seite (Transgender/Crossdresser) ist , anbei bemerkt , durfte ich mich öfters von Mitarbeitern des Jobcenter angreifen und beleidigen lassen aufgrund meiner bekennenden Neigung ! .

 

Dieser absurde Vorwurf wurde mir 11/2012 zum erstenmal vorgehalten sowie wurden meine Leistungen zu 100% direkt am 01.12.2012 verweigert und versagt , daraufhin musste ich mittels Anwältin eine sog. Einstweilige Anordung beim Sozialgericht Lübeck beantragen , welches 03/2013 das Jobcenter verurteilte und verpflichtete via rechtskräftigen Beschluß , meine Leistungen nachzuzahlen und weiterzuzahlen bis ein Urteil im Hauptklageverfahren gefällt wird . Anbei bemerkt , das Hauptklageverfahren läuft bis heute immer noch ferner ist es nachweislich zu keinem Urteil deswegen gekommen ! . 

 

Da meine Leistungen bis 30.04.2013 bewilligt waren , stellte ich am 15.03.2013 einen sog. Weiterbewilligungsantrag und reichte diesen beim Jobcenter ein . Am 20.04.2013 , erhielt meine Person einen sog. Leistungsversagungs-/verweigerungsbescheid mit der Begründung :

– das meine Person nachwievor ein sexuelles Verhältnis + Partnerschaft zu/mit einer Frau führe nebst Verantwortungs- u. Einstehensgemeinschaft bilde 

 

– eine Verletzung der Mitwirkungspflicht begangen habe aufgrund verweigerten Zutritt in meine Wohnung durch Aussendienstmitarbeiter am 03.04. . 

(bei diesem Hausbesuch wollten 2 Personen in meine Wohnung sich gewaltsam Zutritt verschaffen ! ferner waren beide Personen nicht bereit ihre Dienstausweise und den Grund für diesen Hausbesuch zu nennen , trotz mehrfachen freundlichen bitten von mir . Desweiteren durfte ich meine Person Drohungen und Beleidgungen von den beiden Personen im Hausflur anhören lassen !).

 

Aufgrund dieser erneuten Leistungsverweigerung , musste erneut eine Einstweilige Anordnung von meiner Anwältin beim Sozialgericht Lübeck beantragt werden . Hierbei wurden bis zur mündlichen Verhandlung am 28.05.2013 , mehrfach schriftliche Stellungnahmen von mir und der Anwältin abgegeben um die absurden Vorwürfe zu entkräftigen jedoch ohne Erfolg . Am 28.05. wurde eine mündl. Verhandlung anberaumt sowie Zeugen angehört bei dem Sozialgericht Lübeck , hierbei wurden die Zeugen von der Richterin sofort als unglaubwürdig bezeichnet und betitelt , sowie wurde meine Person von der Richterin gleich zu Verhandlungsbeginn beleidigt , da diese sich durch meine Neigung und Styling angeekelt fühlte . Ferner wurde mir das Wort während der gesamten 4-stündigen Verhandlung von der Richterin untersagt ! . Anbei bemerkt , der Termin war um 09.30 Uhr , ich und meine Anwältin wollten so bei ca. 09.10 Uhr in den Sitzungssaal hinein da diese die 1. Verhandlung an dem Tag war . Jedoch wurde uns beiden der Zutritt verweigert , mit der Begründung das wir nicht vorher den Saal betreten dürfen und hineingerufen werden . Punkt 09.30 Uhr , durften wir endlich den Saal betreten und mussten feststellen das der Vertreter des Jobcenter schon mit der Richterin gemütlich zusammen saß und die Akten durch diskutierten !.

 

Am 30.05. wurde dann ein nicht unterschriebener Beschluß gefällt , welcher nur via Fax an meine Anwältin gesandt wurde . Hierbei wird wie folgt geurteilt :

– dem Jobcenter wird Recht zugesprochen , da es gesetzmässig gehandelt hätte , das Jobcenter stütze sich zwar nur auf Vermutungen jedoch werden diese stattgegeben , da die schriftlichen Stellungsnahmen von mir und der Anwältin an das Jobcenter nicht beweiskräftig wären und nur dem Zweck dienen der Schutzbehauptung um so den Vorwürfen des Jobcenter zu umgehen

 

– meine Person hätte in der Verhandlung seine Homosexuallität nicht beweisen können nebst hilfsbedürftigkeit , ferner sei eine bekennende Homosexuallität mit femininer Seite nicht gesellschaftlich vereinbar und somit absolut und völlig lebensfremd

 

– die Zutrittsverweigerung in meine Wohnung wäre ein Verletzung der Mitwirkungspflicht , da ich mich als Hartz-IV Empfänger nicht auf den Art.13 GG „Unverletzbarkeit der Wohnung“ berufen kann und darf ! sowie , hätte meine Person in einem Hausbesuch die ungeklärten Sachstandsfragen des Jobcenter eventuell klären können , desweiteren sind schriftliche Stellungnahmen nicht beweiskräftig da diese einseitig und ungeeignet sind 

 

Aufgrund des Beschlusses , wurde ein sog. Beschwerde/Revisionsverfahren bei dem Landessozialgericht in XXXbntragt , jedoch hatte das Landessozialgericht am 10.09. mittels Aktenlage entschieden d.h. gegen meine Person , ferner wurde dieser Beschluß nicht unterschrieben von den 3 Richtern sowie wurde mir die PKH verweigert und beschlossen das dieser Beschluß unanfechtbar ist .

 

Meine Person steht bis heute völlig mittlos dar und muss betteln gehen sowie Pfandflaschen sammeln um davon jedenfalls 1 Brot sich kaufen zu können ! , ferner bin ich bis heute nicht krankenversichert und bedarf dringendst ärtzlicher Hilfe . Nun droht meiner Person die völlige Obdachlosigkeit da die Miete nicht mehr bezahlt werden konnte nebst Strom . Meiner Anwältin ist es völlig egal das mir sogar Lebensmittelgutscheine verweigert werden , sowie die Tatsache das die Tafel mir Lebensmittel verweigert aufgrund fehlenden Hartz-IV Bescheid aufgrund der verweigerten Leistungen .

 

Am 30.07.2013 , hatte ich erneut auf anraten der Anwältin einen Weiterbewilligungsbescheid gestellt und diesen bei dem Jobcenter abgegeben , jedoch wurde dieser bis heute weder bearbeitet gar bewilligt !! ferner ,  wurde wegen diesem erneuten Antrag auch ein Schriftsatz vom Jobcenter an das Gericht in Xgesandt , wo es heisst das der Antrag nicht bearbeitet gar bewilligt wird !! . Meine Anwältin vertritt die Meinung das ich damit halt leben muss und sollte ich kein Vertrauen zu ihr haben könne ich ihr sehr gerne das Mandat entziehen (lt. Telefonat v. 12.09.) , da es lt. ihrer Meinung normal ist das das Landessozialgericht inXstets nach Aktenlage bei Hartz-IV Klagen entscheidet .

 

Ich Manuel Schneider , bin somit nun verurteilt worden zum verwahrlosen und sterben durch die Justiz und dem Jobcenter . Es werden zig geltende Gesetze und höchstrichterliche Urteile völlig missachtet und mit Füssen getreten , ich dar nachweislich eine schwere behördliche Willkür , Rechtsbeugung und Amtsmißbrauch erleben/erfahren .

 

Ich möchte daher , meinen Fall bei Ihnen veröffentlichen und die Öffentlichkeit wachrütteln und informieren . Ich bin gerne bereit meine Aussage per Eidesstattlicher Versicherung Ihnen zu übergeben , damit Sie erkennen können das meine Person nicht lügt . Sollten Sie Rückfragen haben , stehe ich Ihnen gerne unter der Rufnummer Xzur Verfügung .

 

Mit sehr freundlichen Grüssen

 

Manuel Schneider

Das ist Manuels Geschichte. Der liebe Regenbogenbieger hat gleich mal nachgefragt. Zum Beispiel wie man so lange überleben kann – ohne staatliche Leistungen. Die Antwort ist deutlich:

ich lebe bzw., um zu überleben , muss ich betteln gehen und Pfandflaschen sammeln d.h., ich muss dazu auch Mülleimer und Container z.T. durchwühlen . Es gibt Tage da ernähre ich mich nur von Leitungswasser d.h. ich trinke soviel bis ich „gesättigt“ bin . Ich habe ab und an Glück das ich aus meinem Bekanntenkreis Medikamente erhalte , speziell Schmerzmittel , diese Schmerzmittel benötige ich dringlich ferner , kommen diese Schmerzmittel über „Umwege“ zu mir da einige aus meinem Bekanntenkreis im Krankenhaus bzw. Rettungsdienst arbeiten .

Einer der neuen deutschen Abfallmenschen – mit augenscheinlich sauschlechter Anwältin.

meine Anwältin will nix gegen den Beschluß unternehmen und vertrtitt die Meinung das ich mich damit abfinden soll bzw., muss und man muss auch mal verlieren können im Leben so ihr Wortlaut , ich bin nun auf der Suche nach einem neuen Anwalt/Anwältin , da ich zu meiner Anwältin absolut kein Vertrauen mehr habe bzw. ein Vertrauensverhältnis aufbauen kann .

Unglaublich, oder? Ein Fall für die Anwaltskammer. „Man muss auch mal verlieren können“ – zum Beispiel das Leben?

Nun – ich weiß nicht, was homosexuell mit femininer Seite bedeutet bzw. wie man da vor Gericht aussieht. Angesichts der hier jetzt öffentlich vorgenommenen eidesstattlichen Versicherung des Herrn Schneider bin ich gehalten, ihm zu glauben.

Die Dimensionen, die dieser Einzelfall andeutet, sind ebenso ungeheuerlich – wie glaubwürdig. Das ist eine öffentliche Hinrichtung durch Behörde, Gericht und Anwältin – weil einen das Erscheinungsbild des Angeklagten nicht passt. So weit sind wir schon wieder – aber das wissen wir ja schon lange.

Seit Hartz IV nimmt der Konformitätsdruck in der Gesellschaft zu – dass weiß ich von einem Sonderschuldirektor, der seit damals jene Schüler bekommt, die völlig in Ordnung sind, aber im Auftritt auffällig geworden sind. Liebe Kinder nicht angepasster Eltern – abgeschoben auf eine Schulform für menschlichen Abfall. Auch da war eine große, konzertierte Aktion von „Leistungsträgern“ zu beobachten, die engagierte Pädagogen mit Grausen zur Kenntnis nahmen.

Wer aus der Reihe tanzt, wird abgestraft.

Nicht nur hinsichtlich der Kleidung, auch hinsichtlich der Meinung. „Sozialromantiker“, „Verschwörungstheoretiker“ – nicht umsonst entfalten sich solche abwertend gemeinten Begriffe im Volk. Es herrscht ein neuer Wind im Lande – und (wieder!) machen alle mit.

Wieder versuchen „Ermittlungsdienste“ sich gewaltsam Zutritt zu Wohnungen zu beschaffen, ohne sich ausweisen zu müssen. Das Gewaltmonopol des Staates wird gebogen, bis es bricht – „Ermittler“ des Arbeitsamtes haben keine Ausbildung zur Ausübung staatlicher Gewalt, deshalb ist es glaubwürdig und nicht anders zu erwarten, dass sie das eine oder andere Mal danebentreten.

Das es „gesellschaftlich nicht vereinbare Lebensstile“ gibt, kann ich mir inzwischen vorstellen: immerhin müssen die Hartz-Abhängigen alles unternehmen, um ihre Hilfebedürftigkeit zu beenden … in diesem System ist für jede Art von individuellem Lebensstil oder ausgefallener Kleidung kein Platz. Deshalb sind ja auch schon mal spezielle Hartz-Kleidungen gefordert worden.

Wollen wir hoffen, dass Manuell sich irgendwie durchschlagen kann. Der Winter steht vor der Tür. Wie und wo er wohnt, konnte ich aktuell nicht in Erfahrung bringen. Spielt wohl auch keine Rolle – wenn es interessiert, er kann diese Frage sicher selbst beantworten.

Leider kann ich Rechtschreibfehler in diesem Text nicht mehr korrigieren, weil die Technik mir gerade einen Streich spielt. Mir war es aber wichtig, diese Geschichte so schnell wie möglich zu erzählen – der Winter steht vor der Tür. Und vielleicht gibt es jemanden, der hier helfen kann. Das Drama spielt sich im Norden Deutschlands ab – soviel kann man schon mal sagen.

Und bleibt nicht mehr viel übrig, als solchen Fällen eine Stimme zu verleihen, sie für die Nachwelt zu konservieren und das ist – man merkt es immer wieder – verdammt wenig.

Vielleicht enden sie auch mal in einem Hartz-IV-Gedächtnisraum, wo Einzelschicksale auf Abruf nachgelesen werden können,  zur Erinnerung und zur Mahnung, damit so etwas niemals wieder geschieht.

Wir kennen so etwas schon.

THRIVE – und die Rolle der Banken bei der globalen Verdunkelung

Dienstag. 10.7.2012. Eifel. Es gibt Tage, die stimmen sehr nachdenklich. Tage wie heute, wo man merkt, wie sehr man selbst irrationale Werte aufgenommen hat, Weltanschauungen vertritt, die vernünftige Wesen nicht vertreten können, im Denken von Fremdinhalten besetzt ist, die - schlichtweg - aus der Medienjauche stammen, die tagtäglich pausenlos über Deutschland (und alle anderen europäischen Länder) ausgeschüttet wird. Doch ich hole zu weit aus, den es geht mir heute um eine Kritik. Eine Filmkritik. Die Kritik des Filmes eines Sprösslings der mächtigen Procter & Gamble Dynastie, jenes weltgrößten Einzelhandelskonzern, der aufgrund seines alten Firmenlogos (Zauberer mit Sternchen) mittels Dash und Pampers die USA an den Teufel ausliefern wollte - siehe Zensur-Archiv.  Der Film um den es geht heißt THRIVE - was mit "Gedeihen" übersetzt wird. Ich war eingeladen, ihn zu sehen - und freundlich wie man ist, folgt man ja einer solchen Einladung gern. Der Film (bzw - die Internetseite) wurde am 11.11.2011 veröffentlicht - man kann kaum glauben, das diese Datum zufällig gewählt wurde. Worum es geht? Um nichts Geringeres als die reale gezielte Vernichtung der Welt - doch greifen wir nicht zu weit vor.

Dienstag. 10.7.2012. Eifel. Es gibt Tage, die stimmen sehr nachdenklich. Tage wie heute, wo man merkt, wie sehr man selbst irrationale Werte aufgenommen hat, Weltanschauungen vertritt, die vernünftige Wesen nicht vertreten können, im Denken von Fremdinhalten besetzt ist, die – schlichtweg – aus der Medienjauche stammen, die tagtäglich pausenlos über Deutschland (und alle anderen europäischen Länder) ausgeschüttet wird. Doch ich hole zu weit aus, den es geht mir heute um eine Kritik. Eine Filmkritik. Die Kritik des Filmes eines Sprösslings der mächtigen Procter & Gamble Dynastie, jenes weltgrößten Einzelhandelskonzern, der aufgrund seines alten Firmenlogos (Zauberer mit Sternchen) mittels Dash und Pampers die USA an den Teufel ausliefern wollte – siehe Zensur-Archiv.  Der Film um den es geht heißt THRIVE – was mit „Gedeihen“ übersetzt wird. Ich war eingeladen, ihn zu sehen – und freundlich wie man ist, folgt man ja einer solchen Einladung gern. Der Film (bzw – die Internetseite) wurde am 11.11.2011 veröffentlicht – man kann kaum glauben, das diese Datum zufällig gewählt wurde. Worum es geht? Um nichts Geringeres als die reale gezielte Vernichtung der Welt – doch greifen wir nicht zu weit vor.

Der Film beginnt mit der Vision des Herrn Foster Gamble, die er mit der Physik der Blume des Lebens in Zusammenhang bringt, um dann … fast übergangslos … auf UFO-Antriebe zu sprechen zu kommen, weil unterschiedliche von UFO´s entführte Menschen in den Alienmaschinen Antriebssysteme gesehen haben wollen, die seiner grundlegende Theorie einer universellen „freien Energie“ entsprechen. Man ist geneigt, aufzustehen und zu gehen … wäre da nicht die Ausbildung in Wissenschafts- und Erkenntnistheorie, die dem Impuls wiederspricht.

Wir können schlichtweg nicht sagen, was ausserirdische Völker können oder nicht. Wir können auch nicht von vorn herein ausschließen, das es außer uns kleinen kollektiv suizidal veranlagten Gimpeln am äußeren Rand der Galaxis kein intelligentes Leben im All gibt (es sei denn, wir gehören einer katholischen Sekte an, für die die „Krone der Schöpfung“ selbstverständlich im Mittelpunkt von Gottes Universum wohnt – also hier).

Woher kommt aber der Impuls, dieses Thema zu meiden, weil es irgendwie … „geisteskrank“ riecht?

Nun … es kann Folgen für den Arbeitsplatz haben – doch dazu später mehr.

Nun, Herr Gamble erzählte noch weiter aus seinem Leben, das ihn fort führte aus der Welt der Wissenschaft und der freien Energie und ihn mitten hineinführte in die Welt der Politik: alle erfolgreichen Versuche mit Apparaten zur Erzeugung „freier Energie“ endeten gleich – die Labore wurden verbrannt, die Apparate von Polizei und Regierung beschlagnahmt. Was nun kriminell daran sein soll, Energie quasi aus dem elektrischen Feld der Erde sauber und kostenfrei abzuschöpfen, versteht man als Laie nicht, weil der Laie weiß: so etwas wie freie Energie gibt es nicht, denn:

Alles im Leben hat seinen Preis – oder?

Nein, natürlich nicht. Milliarden von Jahren lang gab es hier Energie im Überfluss, Nahrungsmittel ohne Ende, Land, Luft, Sonne – alles war umsonst.

Dann kamen einige Menschen mit „Preisen“ – und schon wurde es auf einmal sehr eng auf der Erde. Umso reicher wir wurden, umso enger wurde es.  Die „Freiheit“, die sie uns brachten, hatte halt auch ihren Preis, der dazu führte, das sie nur in ganz kleinen, klar definierten engen Käfigen lebbar war.

Wieder aufstehen und gehen wollte ich bei dem Thema Kornkreise. Auch so ein Thema, bei dem man peinlich berührt wird, weil man merkt, das es ein gesellschaftliches Tabu darstellt – auch wenn derzeit wieder Kornkreissaison in ganz Europa ist (siehe Grenzwissenschaften). Dabei – bleibt man rational und gelassen, zeigt sich auch hier, das wir schlichtweg über Ursachen und Entstehen der Kreise nichts aussagen können. Es gibt hier zwei Positionen, die sich gegenüberstehen – die einen halten es für ein nichtmenschliches Phänomen, die anderen für einen Joke von Menschen.

Erstere haben das Problem, das sie mit einem unbekannten Element arbeiten, letztere bauen ihre Theorien auf einer ziemlich irrationalen Hypothese auf: das es eine weltweite Kronkreisimitationsmafia gebe, die seit fünfundzwanzig Jahren (oder auch seit mehreren Jahrhunderten, siehe Wikipedia) viel Geld und Zeit darin steckt, Gebilde bei Nacht und Nebel (ohne Licht, Geräusche oder Spuren der Horden von Kornkreisbastlern zu hinterlassen, die man für diese Aktionen braucht) ins Korn zu stampfen, ohne je ans Licht der Öffentlichkeit zu gelangen. Studenten, die damals womöglich mit diesem Joke angefangen haben, sind jetzt schon über fünfzig, haben ihre Kunst den Kindern vererbt, ohne das je ein Wort darüber an die Öffentlichkeit drang.

Solange mir niemand beweist, wie er den Kreis am Milk Hill vom 12.8.2001 innerhalb einer Nacht ohne Licht und ohne Konstruktionsspuren zu hinterlassen erstellen kann, gebe ich der Ursache „unbekannt“ die größere Wahrscheinlichkeit. Nichts ist dabei, was einem peinlich sein sollte … und doch haben wir auf eine unheimliche Art und Weise gelernt, das wir uns darum nicht kümmern sollten.

Fast schon draußen war ich, als David Icke interviewt wurde: nein, diese Reptiloidengeschichte wollte ich jetzt wirklich nicht hören. David Icke erzählte aber nicht über Reptiloiden. Er erzählte über Geld – was auch jeder andere hätte tun können. Nichts über die reptiloide Herkunft des Adels, der Menschen fressen muss, um menschliche Form behalten zu können und damit sehr den Vampirgeschichten des Bram Stoker ähnelt, der seinen Blutsauger ebenfalls mit allen Adelsatributen ausgestattet hatte.  Verblüffend ist – als Romangestalten können wir diese Blutsauger leicht akzeptieren, weil sie wirtschaftlich gesehen genau das tun: sie saugen unsere Lebenskraft aus. Heute gibt es sogar noch viel mehr von ihnen, die ganz Europa in die Knie zwingen: Graf Dracula greift zur Weltherrschaft und saugt jetzt wirklich alles und jeden aus.

Tja – und dann kommt Foster Gamble direkt ins Herz der Finsternis, einer globalen Verschwörung des amerikanischen Geldadels zur Vernichtung (oder wenigstens zur deutlichen Reduzierung) der Menschheit.  Er muss dahin kommen – zwangsläufig, denn – angesichts seiner Recherchen zur Geschichte der Unterdrückung der freien Energie bleibt ihm nichts anderes übrig. Es ist eigentlich ein Wunder, das wir noch nicht im Paradies leben, das der zivilisatorische Optimismus des 19. Jahrhundert einem allgemeinen, zynischen depressiven Pessimismus gewichen ist, mühsam übertüncht von der „Mir-geht-es-besser-als-dem-Hartzi“-Philosophie der deutschen Medien.

Es ist die übliche „Verschwörungstheorie“, die man schon kennt und meiden sollten, wenn man nicht als geistig krank dargestellt werden will – eine kleine Gruppe amerikanischer Großbanker hatte demnach eine erfolgreichen Plan ersonnen, wie sie binnen eines Jahrhunderts die Erde unter ihre Kontrolle bringen wollten. Ich kenne diese Theorie und will nicht widersprechen, das es  – von unten gesehen, also: aus der Sicht des Bürgers – kaum eine andere Möglichkeit gibt, den so merkwürdigen und unwahrscheinlichen Verlauf der Geschichte von Aufklärung und Sklavenbefreiung hin zu Volksverblödung und Hartz IV zu deuten – aber von unten sehen große Dinge immer bedrohlich aus.

Ich selbst komme oft zu dem Schluss, das aktuelle Geschichte aufgrund vieler beobachtbarer Irrationalitäten nicht anders denkbar ist, als das da jemand das ganz große Glücksrad für sich selber dreht, weiß aber auch, das Denknotwendigkeiten und Wirklichkeit nichts miteinander zu tun haben müssen – Gott, Engel und Naturgeister sind auch Denknotwendigkeiten – wenn man nur den passenden Rahmen wählt.  Wägt man alle verfügbaren Theorien über 9/11 gegeneinander ab, so kommt man auch eher dazu zu sagen, das die Bin-Laden-Theorie auf viel wackeligeren Füssen steht als ihre Alternativen – was aber nicht zwingend bedeutet, das sie falsch ist.

Wieso dürfen wir eigentlich nicht darüber nachdenken, das es böse Menschen gibt, die mit Gewalt, Intrige und Raffinesse nach größtmöglicher Macht streben? Nur wenn wir das ausschließen, dürfen wir Verschwörungstheorien jeder Art verwerfen, weil sie in einer Welt voller gut gelaunter, positiver, ehrlicher und anständiger Menschen nun mal wirklich keinen Platz haben.

Muss ich wirklich an dieser Stelle beweisen, das es Menschen gibt, die Intrigen spinnen, Fallstricke legen, routiniert und professionell manipulieren, die auch vor Mord, Betrug, Vergewaltigung, Raub und Körperverletzung nicht zurückschrecken? Jeder moderne Staat investiert unglaubliche Ressourcen in seine Armeen, um am Mordgeschäft erfolgreich teilhaben zu können – nur mal als Beispiel erwähnt.  Sicher, in der kleinen heilen Märchenwelt brauchen wir die Waffen, um die guten Elfen gegen die bösen Orks zu verteidigen – aber die nackte Wahrheit ist nun mal, das es in dieser Welt keine bösen Orks gibt, sondern nur Menschen, die für die „andere Seite“ manchmal den Ork spielen müssen.

Das es eine Gruppe von reichen Menschen gibt, für die die Armen (also wir alle) die Orks sind, erleben wir jeden Tag bei RTL, dem Sender aus dem Bankenfürstenstum Luxenburg. Ja – das vergisst man schnell: RTL hat seine Wurzeln im „größten Fondsstandort Europas“ von dem aus Kapital in Höhe von zwei Billionen Euro verwaltet werden … das sind 2000 Milliarden.  Das macht aus den Luxenburgern sehr reiche Menschen, siehe Wikipedia:

„Im Jahr 2008 betrug das BIP pro Kopf in Luxemburg, ausgedrückt in Kaufkraftstandards (KKS), mehr als zweieinhalb Mal so viel wie der Durchschnitt der EU27, während Irland und die Niederlande um ungefähr ein Drittel darüber lagen. Österreich, Dänemark, Schweden, Finnland, Deutschland, das Vereinigte Königreich und Belgien lagen zwischen 15 % und 25 % über dem EU27-Durchschnitt.“

Warum gerade ein luxemburger Sender in Deutschland Marktanteile von 15% hat, während hier schweizer oder niederländische Sender gar nicht erscheinen, fragt sich niemand. Aber das sie ganztägig die Botschaft von den informellen Gesetzen der marktkonformen Demokratie verjauchen, merken alle.

Wenn wir aufgerufen werden, über Verschwörungstheorien zu urteilen, dann sollten wir rational und gelassen bleiben. Sobald wir zu der Überzeugung gelangt sind, das es bösartige und gleichzeitig intelligente Menschen gibt, die fähig sind, Parteien, Firmen und Organisation ihrem Willen zu unterwerfen (also: sobald wir wissen, das Adolf Hitler – um ein in Deutschland bekannteres Beispiel zu verwenden – real war und nicht von Hollywood erfunden wurde), wissen wir, das es JEDERZEIT GESCHEHEN KANN, das wieder Lumpenhunde durch Manipulation, gezielte Täuschung und brutale Gewalt die Macht an sich reißen – und zwar am allerbesten so, das es keiner merkt.

Die Koalition der Lumpenhunde hat halt aus 1789 gelernt.

Ihre Macht reicht inzwischen weit …. sogar bis in die Piratenpartei hinein, wie der Spiegel heute berichtet:

„Wir müssen diese Leute bekämpfen, aktiv! Es hilft nichts, sich in Massen auf Twitter aufzuregen. Es hilft nix, die ganzen Spinner auf einer Mailingliste in einem Thread in der 177. Mail auseinanderzunehmen. Wir müssen in Massen diesen Leuten sagen: ‚Hey, du verstößt gegen die Grundprinzipien dieser Partei, deine Meinung wird hier niemals auch nur annähernd eine Mehrheit finden und deine Haltung passt hier nicht her. Geh wieder und komm nicht zurück.'“

Es geht um die Selektion der „Verschwörungsfritzen“. Damit sind nicht etwa die Verschwörer gemeint, die den Liborzins manipuliert haben, sondern jene, die behaupten, es gäbe Menschen, die Zinsen manipulieren würden. Es sind auch nicht jene gemeint, die laut Welt in 57 Sekunden unsere Bürgerrechte an Werbefritzen verkauft haben (Zitat des Weltautors: Wer es nicht gesehen hat, glaubt kaum, dass so etwas überhaupt möglich ist. So gehen die Abgeordneten des Bundestages mit einem Gesetz um, das die Rechte der Bürger massiv beschneidet) , sondern jene, die denken, das so etwas im Deutschland des Jahres 2012 möglich ist. Ebensowenig meint man jene, die nun postulieren, das in der Tat etwas weniger Intelligenz für eine Führungsposition ganz nützlich sei (siehe Karriere.de), sondern jene, denen mulmig dabei wird, das gezielt verblödete Befehlsempfänger herangezüchtet werden.

Das ist dann das Ende der Piratenpartei und der Sieg von RTL – zurecht haben die Banken dafür gesorgt, das nur noch FÜNF (anstatt – wie früher – fünfzig) Mediengiganten in den USA bestimmen, was Meinung zu sein hat und was nicht.

Wie viele es in Deutschland sind, weiß ich nicht, aber ich zweifle, das sich jemand Bertelsmann offen widersetzen würde, weil die mit Hilfe von Banken und Politik jederzeit jeden aufkaufen können: es reicht aber, wenn die alle wissen, was Bertelsmann gesendet haben möchte und davon Kenntnis haben, das Widerstand zwecklos ist.

Diese Reaktion aus der Piratenpartei zeigt, wie weit die Macht der Medienfürsten in unseren Alltag hineinreicht – aber auch das erwähnt Foster Gamble: was der andere von uns denkt, ist inzwischen unsere größte Sorge – weil das ganz schnell unseren Arbeitsplatz gefährden könnte. Darum wird es mulmig, wenn wir in geselliger Runde mit Themen konfrontiert werden, die für uns Orks tabu sind – und darum richten wir uns in Kleidung, Sprache, Inneneinrichtung, Urlaubsgestaltung, Lebensführung ganz nach der Obrigkeit, um der Klassifikation „Ork“ zu entkommen und „fit for Job“ zu sein.

Wir folgen da auch einem ganz konkreten Gebot der Bankenelite – ohne es zu wissen.

„Du sollst keinen Gott außer mir haben“ – darum sind ausserirdische Intelligenzen, aussermenschliche Kornkreiskünstler und der liebe Gott selbst tabu.

Und das sie Gott spielen wollen, über jedes Detail in unserem Leben herrschen wollen, sagen sie ganz offen: Banken verrichten Gottes Werk – so Lloyd Blankfein von Goldman-Sachs im Spiegel.

Nun – Thrive ist nun nicht nur ein Film, es ist der Aufruf, eine Gegenbewegung zu starten – eine Bewegung gegen die globale Verdunkelung, die es nicht nur im übertragenen Sinne sondern auch ganz real gibt, siehe Wikipedia.

Ich denke – wenn sogar ich anfange, die Denktabus des globalen Bankenunwesens trotz Fernsehabstinenz zu übernehmen, dann es es Zeit dafür.

 

Update:

 

 

 

 

 

 

Verschwörungsparanoia in der Bonirepublik: Feudalstaat Deutschland und die Exekution des Präsidenten

Samstag, 7.1.2012. Eifel. Kennen Sie den Film "Der Informant" mit Matt Damon? Klassische Deeskalationsunterhaltung in Krisenzeiten, die uns weiß machen soll, das die Wahrheit immer ans Licht kommt? Dem Film habe ich einen Satz entnommen, der uns auch in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit helfen soll. Ich zitiere ihn sinngemäß: "Nur die, die uns über den Tisch ziehen wollen, wollen uns einreden, das wir paranoid sind, damit wir unaufmerksam werden". Nun - das verwundert vielleicht zuerst, weil das Wort paranoid im deutschen Sprachgebrauch eher selten vorkommt, es ist unmodern geworden und durch ein anderes ersetzt worden, das - durch eine von hochintelligenten Menschen ausgetüftelte Sprachverschleierung - im Alltag akzeptabler geworden ist. Heute nennt man kritische Menschen nicht mehr Paranoiker - sondern Verschwörungstheoretiker. Genial, oder? Das Wort befördert inzwischen exakt den gleichen Inhalt wie das Wort "Paranoiker" - kann aber viel öfter zum Einsatz kommen, weil es neu und unverbraucht daherkommt, gleichzeitig aber sachlich und kritisch wirkt. Für solche Erfindungen und Entwicklungen bekommen Parteimanager und Politikberater Millionenboni - auf unsere Kosten - um uns nachher viel besser über den Tisch ziehen zu können.

Samstag, 7.1.2012. Eifel. Kennen Sie den Film „Der Informant“ mit Matt Damon? Klassische Deeskalationsunterhaltung in Krisenzeiten, die uns weiß machen soll, das die Wahrheit immer ans Licht kommt? Dem Film habe ich einen Satz entnommen, der uns auch in der bundesrepublikanischen Wirklichkeit helfen soll. Ich zitiere ihn sinngemäß: „Nur die, die uns über den Tisch ziehen wollen, wollen uns einreden, das wir paranoid sind, damit wir unaufmerksam werden“. Nun – das verwundert vielleicht zuerst, weil das Wort paranoid im deutschen Sprachgebrauch eher selten vorkommt, es ist unmodern geworden und durch ein anderes ersetzt worden, das – durch eine von hochintelligenten Menschen ausgetüftelte Sprachverschleierung – im Alltag akzeptabler geworden ist. Heute nennt man kritische Menschen nicht mehr Paranoiker – sondern Verschwörungstheoretiker. Genial, oder? Das Wort befördert inzwischen exakt den gleichen Inhalt wie das Wort „Paranoiker“ – kann aber viel öfter zum Einsatz kommen, weil es neu und unverbraucht daherkommt, gleichzeitig aber sachlich und kritisch wirkt. Für solche Erfindungen und Entwicklungen bekommen Parteimanager und Politikberater Millionenboni – auf unsere Kosten – um uns nachher viel besser über den Tisch ziehen zu können.

Nehmen wir uns zuerst einmal das Wort selbst vor, hier bei Wikipedia:

Als Verschwörungstheorie bezeichnet man im weitesten Sinne jeden Versuch, ein Ereignis, einen Zustand oder eine Entwicklung durch eine Verschwörung zu erklären, also durch das zielgerichtete, konspirative Wirken von Personen zu einem illegalen oder illegitimen Zweck.

Hört sich plausibel an, oder? Hört sich auch krank an – dabei ist es das nicht. Weder in Politik und Wirtschaft wollen wir doch wirklich nicht ernsthaft davon ausgehen, das jedes Ereignis, jeder Zustand oder jede Entwicklung ziellos und unbewußt vom „Schicksal selbst“ so gewollt ist – oder?

Jeder großer Akteur am Markt hält sich einen riesigen Beraterstab, Battalione von Experten beraten die Führungskräfte von Wirtschaft und Politik, Partei- und Marketingstrategen überlassen noch nicht mal kleinste Details dem Zufall, jede noch so kleine Äußerung von Spitzenmanagern wird von Anwaltsregimentern sorgfältig überprüft und von Psychologen und Medienexperten auf die gewünschte Wirkung hin perfekt zugeschnitten – ein ganzer Industriezweig verdient gut am Themenbereich Politik und Kommunikation … und man verleicht sich auch gerne gegenseitig Preise.

Setzt sich aber nun der Bürger hin und versucht, zu eruieren, wo er jetzt gerade mal wieder von raffinierten Beratern über den Tisch gezogen wurde, dann … ja dann wird er ganz schnell für verrückt erklärt – nur sagt man es ihm nicht so deutlich. Man spricht lieber von „Verschwörungstheorien“.

Darum können wir mit gewissen Meldungen gar nichts mehr anfangen – wie zum Beispiel mit der Meldung das der Verfassungsschutz seit Jahrzehnten von der Existenz nationalsozialistischer Todesschwadrone in Deutschland weiß.  Wie sollten wir eine solche Nachricht auch emotional verarbeiten können, wo wir doch wissen, das der Prozess der Verarbeitung selbst zu einem Zustand führt, den führende Marketingexperten als „Wahnsinn“ gebrandmarkt haben.

Nehmen wir zum Beispiel die Affäre Wulff, die mich auch schon zum Nachdenken gebracht hat. Kaum hat jener Mann den Straftatbestand der Majestätsbeleidigung wieder ausgegraben, fängt die gesamte Presse (also: alle vier Großkonzerne) an, gegen ihn zu schießen. Seine Frau soll ich ihre Kleider durch Sponsoren besorgen (mit Aufklebern?), als Ex-VW-Aufseher soll er die Anleger getäuscht haben (als AWD-Berater?), sein Haus soll er mit einem anonymen Scheck bezahlt haben (mit der Nummer 83338 – für Numerologen sicher ein sehr gut versteckter Hinweis auf seine Tätigkeit für die  Illuminaten)  – während Stimmen aus der Wirtschaftswelt schon jetzt sagen: wäre er einer der ihren, würde er sofort ´rausfliegen.

Präsidentenkegeln scheint Breitensport zu werden. Alle vier machen mit.

Wer hat nun was davon?

Angela Merkel. Sie profitiert vom Wulff-Desaster. Wie erstaunlich. Ebenso erstaunlich wie die Wendungen, die die Wulff-Debatte nun nimmt – gleiche mehrfach wird in den Medien die Abschaffung des Präsidentenamtes gefordert, womit die Demontage der Demokratie ein Stück weiter getrieben würde. Wozu braucht ein Land, das seine Souveränität zunehmend an Europa abgibt, eigentlich noch ein Staatsoberhaupt? Wo kein Staat, da auch keine Oberhaupt. Ausserdem kostet der Mann Geld – und das braucht man dringend an der Bonifront.

Kennen Sie noch die Geschichte vom Gazpromkanzler?

„Kopflos“ komme er ihm vor, sagt Guido Westerwelle, der einzige derzeit aktive Oppositionsführer. Westerwelle hat Schröder fest ins Visier genommen. Es ist ein politischer Kampf mit persönlichem Antrieb – der Ex-Kanzler hat dem Oberliberalen verbieten lassen zu behaupten, Schröder habe Gasprom den „Auftrag“ zum Bau der Ostsee-Pipeline erteilt.

Bislang trat der Altkanzler auf, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt, als ehemaliger Regierungschef in den Diensten eines russischen Staatskonzerns zu stehen. Am 30. März wurde er in Moskau zum Aufsichtsratsvorsitzenden der North European Gas Pipeline Company gewählt, die mehrheitlich Gasprom gehört. Die Russen überweisen ihm dafür 250 000 Euro im Jahr.

Nun steht er in anderem Licht da: Die Frage, ob der prestigeträchtige Job nicht auch ein Dankeschön ist für eine äußerst gefällige Russland-Politik des Bundeskanzlers Schröder, lässt sich nicht mehr beiseiteschieben.

Der heutige Gasprom-Mann wäre quasi der Gasprom-Bürge von gestern. 

Das war doch wohl mal ein richtig dicker Skandal, oder? Aber Schröder – wird nicht so mit Dreck beschmissen, obwohl seine Positionen heute denkbar undemokratisch wirken:

Anständig wie er war, verbot sich Schröder jahrelang jede Kritik: an Putins Tschetschenien-Politik, an der Abschaffung der Pressefreiheit, am Umgang mit den Unbequemen wie dem einstigen Öl-Milliardär Michail Chodorkowski, den der Kreml bis ins Arbeitslager stürzen ließ. Schröder nannte Wladimir Putin einen „lupenreiner Demokraten“.

Wo ist der Aufschrei der Medien gegen diesen Ex-Kanzler?

Oder – viel interessanter: was hat er mit Angela Merkel gemein?

Eine große Nähe zu den führenden Kreisen der USA – Schröder zum Beispiel als Berater von Investmentbanken. Schröder hat durch Hartz IV die deutsche Gewerkschaft zerschlagen, Merkel ist dabei, die deutschen Staatsfinanzen an US-Investmentbanken zu verpfänden.

Die Zeit erwähnt eine weitere Kleinigkeit, die die Namen Schröder und Merkel in einem moralischen Zusammenhang vereint:

Warum gilt für den Banker nicht, was für den Hartz-IV-Empfänger gilt, der bei Regelverstößen mit Kürzungen seiner Bezüge rechnen muss?

Es stimmt nachdenklich, das wir auch den Schröder/Gazprom-Kritiker Westerwelle in diesem Zusammenhang wiederfinden … jenen Westerwelle, der in den Medien so gut wegkommt wie der jetzige Bundespräsident.

»Zu den Kleinen kommt der Pleitegeier, zu den Großen kommt der Bundesadler.« Westerwelle beschrieb die Verhältnisse ziemlich treffend. Damals wie heute.

Ja, das ist so. Und das ist kein Zufall, das hat System. Denken wir über das System nach, wird man uns gleich für geisteskrank erklären, womit sich die alte Sowjettraditionen durchsetzt, das das eigene System so gut ist, das seine Kritiker nur geisteskrank sein können.

Kritisieren wir das System, sollten wir es indirekt machen – wie zum Beispiel Charles Fergusson. Er behauptet doch in der Tat, das die Finanzkrise kein Unfall gewesen sei – und macht die gleichen Beobachtungen wie Guido Westerwelle:

Erstens ist die ganze Unterstützung nur zu den 10 bis 20 Prozent Reichen der Bevölkerung gelangt. „Es gab sehr wenig Unterstützung für Leute, die plötzlich ihr Haus oder ihre Arbeit verloren hatten.“ Zweitens wurde diese Unterstützung gegeben, ohne dass ernsthafte Bedingungen für die Rückgabe gestellt wurden. „Die Boni der Investmentbanker erzielten 2009, inmitten der Krise, neue Rekorde. 

Und kaum einen hat es gestört – noch kann sich jemand daran erinnern, das es direkte Zusammenhänge zwischen den Forderungen des IWF und dem Sozialstaatsabbau in Deutschland gab. Dazu hätte man in den achtziger Jahren genauer in den „Spiegel“ schauen müssen – oder in den Neunzigern Vivianne Forrester lesen.

Oder man liest heute in der FAZ, wo ein amerikanischer Autor – ganz nebenbei – die neue Weltordnung erwähnt:

Wir schreiben das Jahr 2012, die deutschen Eliten sind, wieder einmal, auf dem Holzweg. Um die Situation zu verstehen, empfiehlt sich ein Klassiker: Fritz Fischers 1969 erschienenen „Krieg der Illusionen: Die deutsche Politik von 1911 bis 1914.“ Gewiss, das Schlachtfeld ist heute nicht militärischer, sondern monetärer Natur, die Klasse der Unternehmer und Banker hat die Rolle der preußischen Junker übernommen und die Bundesbank die des Generalstabs. Doch alles in allem erscheint die Szene vertraut.

Da hätten wir jetzt nicht mit gerechnet, oder? Da leben wir auf einmal mitten drin in einem neuen Feudalstaat – und dürfen gar nicht darüber reden.

Nur die, die uns über den Tisch ziehen wollen, wollen uns einreden, das wir paranoid sind, damit wir unaufmerksam werden

Im Jahre 2012 ist aus der Bundesrepublik eine Bonirepublik geworden. Wer das Volk durch Fußball, Gameshows oder lange Beine ablenken kann, wird schnell reich gemacht, wer die Existenz einer neuen Feudalkultur beschreiben möchte, wird für geisteskrank erklärt.

So läuft das Dingen endlos weiter.

Endlos?

Nein – die Mittelstandsnachrichten erkennen schon, welche Bedeutung die Affäre Wulff auf jeden Fall hat:

So muss man sich den Zerfall eines Systems vorstellen: Das Staatsoberhaupt bekommt in beiden Staatssendern eine Sondersendung, um über seine Affären zu diskutieren. Früher gab es Sondersendungen bei Katastrophen oder im Kriegsfall. Die res publica ist gefährlich nahe an ihr lächerliches Ende gekommen.

Ein Nachrichtenmagazin der mittelständischen Wirtschaft hat jene Funktionen übernommen, die die vier großen Konzerne schon längst verdrängt haben: es wacht über die Demokratie.

Wir erleben aber dennoch zwei Katastrophen, die weit über den Fall Wulff hinausgehen: Die eine ist die allgemeine Verstrickung von korrupten Politikern mit einer Teilen einer skrupellosen Wirtschaftselite, die sich jeden kaufen kann, den sie einmal brauchen könnte. Und die immer genug Dumme findet, die sich dabei erwischen lassen.

Die Dekadenz unseres Systems besteht in einem unausgesprochenen Konsens: Wir wissen, dass hier etwas zugrunde geht, aber es ist uns zu kompliziert und mühsam, dagegen anzukämpfen. Daher flüchten sich Politik und Medien ins gemeinsame Dschungel-Camp der politischen Realsatire und inszenieren den Abgesang auf die Demokratie als Burleske, in deren Mittelpunkt keine Charaktere mehr stehen, sondern nur noch Marionetten eines todessüchtigen Zeitgeists.

Wie gut, das wir wissen, das Systemkritik an der Bonirepublik ein Anzeichen für Geisteskrankheit ist, denn wenn wir weiterdenken würden, uns fragen, warum dieses System eigentlich wirklich zugrunde geht, wer davon einen Vorteil hat und wann der allerletzte Euro auf den Konten der amerikanischen Superklasse landet:

wir würden uns sehr fürchten – vor einem neuen Krieg in Europa wie der französische Präsident Sarkozy, vor Horrorpreisen bei Lebensmitteln oder Massenarbeitslosigkeit infolge einbrechender Industrieaufträge.

Aber bevor wir uns fürchten, lassen wir uns lieber über den Tisch ziehen.

Wer aber nun wirklich noch nicht genug hat von der Paranoia … der sollte sich kurz mal vorstellen, wie denn die aktuelle wirtschaftliche und politische Lage zu deuten wäre, wenn die Operation Poketbook auch heute noch weiterlaufen würde:

Bislang unveröffentlichte Dokumente enthüllen darüber hinaus aber auch einen „Psychologischen Strategieplan für Deutschland“. Der Plan war „top secret“; sein Deckname lautete „Pocketbook“. Die Drahtzieher waren keine Politiker, sondern US-Agenten. Gesteuert und finanziert wurde die Kampagne von der CIA. Der US-Geheimdienst beeinflußte die deutsche Kulturszene, unterstützte Medien, baute die Gewerkschaften auf und bezahlte Politiker. 

Das konnten die vor sechzig Jahren.

Wie raffiniert die wohl heutzutage sind – und wie wohl der aktuelle psychologische Strategieplan für Europa aussieht?

Fragen … die wir besser niemals stellen werden.

Die Zwangsjacke droht.

 

 

 

 

Comedy in Deutschland 2011: Sozialromantik im Kanzleramt, Idiotierausch im Volk

Comedy in Deutschland ist inzwischen so lustig, wie mit Panzerketten geistig behinderte Kinder zermalmen, Rollstuhlfahrer über Minenfelder schicken oder Napalmbomben über Wohngebiete mit durch Gesetz und Staatsgewalt verminderter Kaufkraft abzuwerfen. Inzwischen schaffe ich es locker, zwei Stunden Comedy über mich ergehen zu lassen, ohne auch nur einmal mit dem Mundwinkel zu zucken - es sei denn, die "Witzchen" sind so gut, das mir das Essen wieder hochkommt. Die Zeiten, wo man für eine Eintrittskarte intelligente Unterhaltung bekam, wo man sich als Politiker, Banker oder Wirtschaftsverbrecher mit einer eisernen Rüstung gegen beissenden Spott rüsten musste, sind vorbei, serviert werden jetzt "Zoten" und "Fäkalhumor", anstelle einer Rüstung braucht man "Speitüten".  Finanziert wird die Zerrüttung ethischer Grundsätze, moralischern Empfindens und sozialer Standards durch die üblichen Verdächtigen ... man darf sich jedoch dabei nichts denken.

Comedy in Deutschland ist inzwischen so lustig, wie mit Panzerketten geistig behinderte Kinder zermalmen, Rollstuhlfahrer über Minenfelder schicken oder Napalmbomben über Wohngebiete mit durch Gesetz und Staatsgewalt verminderter Kaufkraft abzuwerfen. Inzwischen schaffe ich es locker, zwei Stunden Comedy über mich ergehen zu lassen, ohne auch nur einmal mit dem Mundwinkel zu zucken – es sei denn, die „Witzchen“ sind so gut, das mir das Essen wieder hochkommt. Die Zeiten, wo man für eine Eintrittskarte intelligente Unterhaltung bekam, wo man sich als Politiker, Banker oder Wirtschaftsverbrecher mit einer eisernen Rüstung gegen beissenden Spott rüsten musste, sind vorbei, serviert werden jetzt „Zoten“ und „Fäkalhumor“, anstelle einer Rüstung braucht man „Speitüten“.  Finanziert wird die Zerrüttung ethischer Grundsätze, moralischern Empfindens und sozialer Standards durch die üblichen Verdächtigen … man darf sich jedoch dabei nichts denken.

Würde man sich dabei etwas denken, wäre man sofort: „Verschwörungstheoretiker“ – würde also zu jenen Menschen gehören, die zum Beispiel im Falle eines Mordes erstmal fragen: wem nützt es, wer hatte ein Motiv, Tatwaffe und Gelegenheit – anstatt den vorbestraften Erben und gierigen Nutznießern kritiklos zu glauben, das es sich dabei um die Tat eines nierenkranken Asylbewerbers aus Afghanistan handelt.

In einem Land mit dem Humor eines Mario Barth darf dieses jedoch nicht mehr hinterfragt werden. Wer einen solchen Humor hat, wird von den dreieinhalb Millionen Millionären in Deutschland reich gemacht und hat gute Chancen, mit weiterer Millionärsunterhaltung im Jahre 2020 ebenfalls zu einem solchen zu werden.  Gäbe es nämlich in den USA eine superreiche jahrhundertelang gewachsene Kaste von einflussreichen superreichen Menschen, die etliche Billionen Dollar selbst besitzen und die Verteilung vieler weiterer Billionen Dollar durch manipulierte Computerprogramme steuern und so weltweit Einfluss nehmen, so wäre diese Kaste natürlich nicht doof sondern auch superschlau: sie könnten sich die intelligentesten Köpfe dieser Welt einfach kaufen und durch gezielte Förderung des dystopischen Materialismus auch jene letzten Idealisten neutralisieren, die aus Sorge um ihr Seelenheil im Jenseits lieber Nächstenliebe praktizieren würden – was einfach ist, ist doch soziales Miteinander dem Menschen an sich in die Wiege gelegt.

Weil sie schlau sind (oder die schlauesten Köpfe kaufen können) würden sie die Welt der Worte, Bilder und des Humors mit Gülle überfluten, damit man die Perlen darin gar nicht mehr finden kann: Zoten und Fäkalhumor wären nur ein Ausdruck dieser Welle der Dysinformation, die einen überrollen würde. Gleichzeitig würde man auch alle jene Dampfplauderer finanziell fördern, deren Sarrazinaden und Bohlereien dem Volk klarmachen, wo es langgeht: es ist dumm, überflüssig, faul, gefrässig und kann überhaupt nicht singen.

Man schaue nur TV: für solche Botschaften ist Geld in Massen da, wird ganz bewußt unter Ignoranz aller volkswirtschaftlichen Folgen in den Äther gepustet, inzwischen 24 Stunden lang auf dutzenden von Kanälen rund um die Welt. Man muss schon ein sehr hartnäckiger Eigenbrödler sein, um von dieser Nachrichtengülle nicht in die Kanalisation gespült zu werden, aus der dann letztlich die Comedy quillt.

Gäbe es diese Superreichen, die einfach nur aus Lust an der Macht, aus reiner Geilheit an Machtentfaltung und Machtausübung und euphorisierendem Überlegenheitsgefühl heraus Politik, Märkte und Meinungen manipulieren würden, dann müssten wir den ehemaligen Staatssekretär von Bülow ernst nehmen, hier bei Heise:

Am Ende des unpopulär gewordenen Vietnamkriegs musste die CIA vor den Kongressausschüssen zugeben, dass mindestens 400 Journalisten weltweit zu ihren Diensten stehen. Mit Sicherheit auch in unserem Land. Bezeichnenderweise verloren die Abgeordneten, die damals maßgeblich für schonungslose Aufklärung gesorgt hatten, vor allem die Vorsitzenden Pike im House und Church im Senat des Kongresses, bei den nächsten Wahlen ihre Parlamentssitze.

Wenn die damals ein Vermögen von X hatten und heute ein Vermögen von X hoch hundert, wieviel Journalisten, Blogger und Comedians können die sich dann heute leisten, ohne auch nur an die Portokasse gehen zu müssen?

Die Zahl geht gegen unendlich. So wundert es ja in diesem Lande nicht, das das „Sturmgeschütz der Demokratie“ auf einmal gegen kritische Frager schießt, nochmal von Bülow:

Ja und mich gewundert, wie man als angeblich kritisches Nachrichtenmagazin so infantil, hämisch, charaktermordend Leute niedermacht, die sich zunächst ja nur die Mühe gemacht hatten, all die Ungereimtheiten aufzuzählen, die die amerikanische Regierung sich bis heute weigert aufzuklären. Und diese sich zu Bergen häufenden Ungereimtheiten führen natürlich dazu, dass viele völlig zu Recht sich Gedanken darüber machen, wie sie das Puzzle – unter Beachtung des „Cui Bono“, wem nützt, wem schadet der Vorgang – anders zusammenzusetzen versuchen. Das mögen Regierende nicht und daher wird dann in letzter Not die Blendgranate der Verschwörungstheorie gegen die eingesetzt, die dem amtlichen Treiben auf die Spur zu kommen versuchen. Den Narren vom deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel bleibt es dann aus vermutlich wohlerwogenen Gründen vorbehalten, diese Blendgranate gegen die Kritiker auch hierzulande einzusetzen.

Und die Comedians repräsentieren hier vortrefflich den so geschaffenen Zeitgeist, der die Hinterfragung von Machtausübung an und für sich mit einem Tabu belegt: wir stehen stramm und salutieren, grinsen gehorsam über Behinderten- und Frauenwitze.

Heil Hitler ist wieder sehr modern geworden – na, was haben wir denn auch damals gelacht. Wer kennt nicht jene lustigen Witze darüber, wie Juden ganz sicher aus Ausschwitz entkommen können (durch den Schornstein … GRÖÖÖÖHL – und obwohl das deutsche Volk ja nichts von der Judenvernichtung wusste, konnte es schon damals über diese Witze vortrefflich ablachen). Würde man damit Geld machen können – unsere Comedians würden da keine Hemmungen haben, die Truppenunterhaltung der Zukunft ist wieder gesichert.

So wird auch die Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte indirekt in den komödiantischen Schmutz gezogen und zum Zwecke der Förderung des Zotenhumors zu Klopapier verarbeitet, während die wirklichen Komiker im Kanzleramt sitzen und Politik versuchen.

Gut zu wissen, das Superreiche ihren Reichtum niemals zum Zwecke der Machtdemonstration einsetzen werden, sie werden keine palastartigen Villen auf Gründstücken errichten, die die Größer kleiner Staaten haben, fahren keine 500-PS-Automonster, verseuchen die Umwelt nicht zusätzlich mit Privatflugzeugen, demonstrieren ihre Macht nicht auf Luxusyachten vor afrikanischen Hungerküsten und sie erhöhen auch nicht willkürlich die Zinsen für Kredite an ohnehin notleidende Länder. Superreiche sind nämlich gute Menschen – so denken sich jedenfalls die Komiker im Kanzleramt die Welt.

In Wirklichkeit sind Superreiche Sozialromantiker – und wer das nicht glaubt, ist ein Verschwörungstheoretiker. Deshalb brauchen wir uns auch nichts dabei denken, das der im Superreichencamping gern gesehene Helmut Schmidt nun den in superreichen Bilderbergerkreisen kürzlich erst stolz herumgereichte Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten ausruft, das die Börse unter US-Führung zu einer „Räuberhöhle“ ohne jeden Kontakt zur Realwirtschaft gemacht wurde, die gegen jeden durch harte Arbeit erwirtschafteten Euro zehn stellt, die als hypothetisches Konstrukt durch den Äther wandern und deren „Nebenwirkungen“ Politiker und Märkte ratlos und verunsichert zurücklassen. Es ist eben auf einmal Magie im Spiel – Finanzmagie, die dazu führen wird, das Deutschland 2020 Verhältnisse kennenlernen wird wir Griechenland 2011. Soviel saufen tun wir eh´ schon – und bei den Schulden, die wir gerade exzessiv aufhäufen, ist das auch kein Wunder: soviel Idiotie ist nur noch im Suff zu ertragen.

Der Wohlstand eines ganzen Kontinents ist in Gefahr … doch dürfen wir wirklich noch fragen, wem das nützt? Wer so fragen würde, wird von den Sozialromantikern im Kanzleramt, in den Medien und den Parteien als „Verschwörungstheoretiker“ abgestraft, der sich wirklich vorstellt, das die guten edlen Reichen mit ihren 500-PS-Boliden, Privatjets und Luxusyachten Geil auf Machterhaltung, Machtentfaltung und Manipulation sind so wie reiche deutsche Komiker Geil auf Frauen- Ausländer- Rentner- Arbeitslosen- und Behindertenwitze.

Und obwohl die Perspektive des Kanzleramtes und der deutschen Medien auf die Welt der Superreichen voller sozialromantischer Klischees steckt (muss ich als Beispiel einfach mal den Namen „Guttenberg“ erwähnen?) und sie dort eine Welt voller wirklich selbstloser, herzensguter, ehrlicher, edler und hilfreicher Menschen erblicken, verfinstert sich der Blick dieser Meinungsbildnerkaste sofort, wenn man darauf hinweist, das das Kind eines deutschen Arbeitslosen von 2,67 Euro am Tag ernährt werden muss, während es gleichzeitig 22 Euro am Tag aufbringen muss, um die Ziele der deutschen Millionärszüchtung für 2020 zu erreichen, zusätzlich aber mit 68 Euro pro Tag an den Staatsschulden von 2010 beteiligt wird.

Hier verdreht sich auf einmal die Welt und die amtierenden Sozialromantiker projezieren ihre Naivität in die Welt hinaus: Sozialromantik wird Schmähwort. Nun – wie gezeigt, wissen sie, wovon sie reden – ist doch ihre Sicht auf Weltpolitik und die ethisch-moralische Qualität der Halbgöttersphäre der Superreichen voller romantischer Klischees.

Letztlich jedoch – ist Sozialromantik als Schmähwort ein Angriff auf die Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte, die wir seinerzeit nicht verfasst haben, weil wir träumerisch soziale Utopien herbeiphantasierten, sondern weil uns die Jahre von 1933 – 1945 gezeigt haben, das uns NUR DIESE RECHTE vor den Gräueln der Konzentrationslagern schützen können – nur die … und sonst nichts.

2011 sind wir also schon wieder ein deutliches Stück näher an diesen Lagern dran – ein wie eine Jagdtrophäe ausgestellter afrikanischer Despot zeigt, das die europäische Aussenpolitik inzwischen ein Niveau erreicht hat, das den Superreichen gefällt und dem Niveau deutscher „Comedians“ entspricht – sowohl denen im Fernsehen als denen im Kanzleramt.

So stellte sich auch ein Adolf Hitler seinen Umgang mit politischen Gegnern vor, die „Comedians“ definieren täglich neue Zielgruppen für ihren Spott, die auch ihm ein Dorn im Auge waren (außer Juden, wohlgemerkt – das funktioniert augenblicklich noch nicht so gut in Deutschland, dafür müssen die Superreichen nochmal eine Weile Verständnis haben) und das Volk verfällt in einen suizidalverdächtigen Rausch der Idiotie. Einfach mal Frau Sybille fragen:

Es scheint, als habe sich die Bevölkerung der westlichen Welt in einem Kanon vereint, der ablehnt, was den Verstand trainieren könnte, der Geld als den einzigen Wert akzeptiert und schlechte Kunst, schlechte Bücher, schlechte Filme braucht, um sich besser zu fühlen, überlegen zu fühlen. Aber da ist nichts Überlegenes, da ist nur noch verbittertes Pflichterfüllen, jeden Bissen 36-mal kauen, gut einspeicheln, zehn Liter Wasser trinken und danach betroffen in den Fernseher schauen, irgendeine Hartz-IV-Doku wird da schon laufen.

Und in der Hartz-IV-Doku sehen wir dann die Arbeitslosen mit ihren 500-PS-Boliden, Privatflugzeugen und Luxusyachten. Da die guten Superreichen immer mit dem Fahrrad oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren, müssen es ja die Arbeitslosen sein, die als Konsumenten dieser Machtsymbole auftreten – wir wissen ja, das ihnen Ethik, Anstand, Schamgefühl und soziales Denken völlig abgehen, weshalb gerade sie solche Symbole gerne benutzen, um dem Rest der Menschheit zu zeigen, wie klein, nichtig und überflüssig sie eigentlich ist.

Und so ist der Comedypreis 2011 der Indikator für den Grad des Idiotierausches in Volk und Kanzleramt.

Der geht zu auf „Vollrausch“ – es folgt das Koma, wenn die EU die Rechnung präsentiert.

 

 

 

 

Sensationslüstern und Klick-hungrig – Beobachtungen aus dem Inneren der Blogwelt

 

Seit gut einem Jahr verbringe ich viel Zeit im Blog-All – oft genug mehr, als mir lieb ist. Es drängt mich deshalb, hier ein paar Bemerkungen zu meinen Erfahrungen und Beobachtungen als Astronaut im Universum der Bloggerinnen und Blogger zu äussern. Und ich bin gespannt, von MitastronautInnen zu erfahren, ob nur ich diese Welt so erlebe oder ob auch andere solche und ähnliche Beobachtungen machen. Ergänzungen sind willkommen. (mehr …)

Chemtrails, künstliche Erdbeben, die Krise der USA und der unglaubliche deutsche Aufschwung

Chemtrails gibt es nicht. Das habe ich gelernt. Viele Piloten kommentieren engagiert im Internet, das es sie nicht geben kann. Piloten haben ja in der Regel auch sonst nichts Besseres zu tun. Ich bin ja nun etwas älter und gesundheitlich ein wenig angeschlagen, weshalb man mir verzeihen sollte, das ich immer wieder verwundert darüber bin, Himmelsbilder zu sehen, die es in meiner Jugend so nicht gab. Gestern war es wieder soweit. Ich habe erst überlegt, das mal zu photographieren, dachte mir aber dann selbst: lasse das mal lieber sein, es kommen ja sowieso nur die Fachleute, die mir detalliert erklären, wieso das alles normal ist. Heute jedoch mache ich die Erfahrung, das We Are Change dieselbe Erfahrung in Zürich gemacht haben:

Heute gab es in vielen Orten der Schweiz wunderschönes Wetter mit einen Vorgeschmack auf den Frühling. In Zürich wurde der stahlblaue Himmel allerdings schon gegen Mittag stark in mittleidenschaft gezogen.

Genauso sah es bei uns auch aus. Potthäßlich. Und wie üblich bildete sich im Laufe der Zeit ein häßlich-schmieriger Schleier von … Wasweißich. Nun ja – vielleicht fliegen ja wirklich einfach nur zu Viele der steuersubventionierten Billigflieger durch die Luft. Warum ich allerdings deren Sprit subentionieren soll, damit die dem häßlichen Dunstschleier entkommen und in der Türkei ausspannen können, erschließt sich mir nicht ganz.

Ebensowenig wie die Tatsache, das manche „gefühlte“ Wirklichkeiten keinen Widerhall in den Nachrichten finden, wie zum Beispiel die hier bei BND:

Die Erdbebenrate rund um den Planeten nimmt drastisch zu. Auch was die Intensität der Eruptionen angeht steigt der Seismogarphenausschlag vielerorts rapide an. Woran liegt dies? Man liest davon, dass die magnetischen Pole pro Jahr um ca 10 Km wandern und auch, dass ein genereller Pol-Shift (Polsprung) bevor steht. Wenn dem so sein sollte und sich die Rotation der Erde an den neuen magnetischen Polpositionen orientiert und anpasst erklärt das die Zunahme an Erdbeben.

Warum berichten die Massenmedien nur vereinzelt darüber und stellen keine Zusammenhänge dar?

Eine interessante Frage. Die Antwort ist einfach: sie berichten nicht darüber, um Panikkäufe zu vermeiden. Die werden momentan dann auch eher von Staaten vorgenommen, wie Wirtschaftsfacts berichtet:

Rohstoffhändler warnen vor ersten Anzeichen für Panikkäufe durch Staatsregierungen, die große Bedenken über die politischen Auswirkungen der steigenden Preise für Lebensmittel sowie bestimmte Gemüse- und Fruchtsorten hegten.

Vielleicht gibt es da ja auch noch andere Hintergründe. Auch bei den Erdbeben gab es ja Gerüchte, manche Hobbyforscher entdeckten merkwürdige Synchronizitäten, andere sprachen gar davon, das Erdbeben auch von Menschen ausgelöst werden könnten. Das das nicht geht, ist uns ja allen klar … allen, außer den Schweizern, wie die Welt berichtet:

Am 8. Dezember hatte ein Beben der Stärke 3,4 viele Menschen in Basel und Umgebung erschreckt. Es war von Arbeiten am Geothermie-Projekt ausgelöst worden, in mehreren Kilometer Tiefe wurde Wasser mit hohem Druck ins Gestein gepresst. Das Gestein sollte so stärker zerklüftet werden, um später Wasser zur Wärmegewinnung hindurch leiten zu können. Eine Woche nach dem Erdstoß wurde Basel von einem Nachbeben der Stärke 2,5 erschüttert. Das dritte schwere Nachbeben wurde dann am vergangenen Wochenende registriert.

Nach dem ersten Beben war das Erdwärme-Projekt vorläufig gestoppt worden. Die Basler Regierung wird voraussichtlich Ende Januar über die Zukunft der Pionierarbeiten entscheiden.

Es geht also doch … nur nicht in Haiti.

Das etwa zeitgleich mit dem Auftreten der Chemtrails das Ozonloch verschwunden ist, das uns fast alle zu Asche verbrannt hätte, begrüße ich. Seitdem habe ich auch keinen „Ozonalarm“ mehr in den Nachrichten vernommen. Ob jetzt alle Erdbeben künstlich ausgelöst werden, weiß ich nicht, ich denke aber schon, das man prinzipiell fragen darf, was denn in den Geheimkammern der Militärs weltweit so herumliegt, vor allem da es jetzt eine Nation gibt, die mir große Sorgen bereitet und deren offizielle Waffensysteme schon bedrohlich genug sind. Bei „das-bewegt-die-Welt“ gibt es Zahlen zu diesem Land:

Die US-Regierung hat 2010 alleine fast genau so viel Schulden angehäuft wie alle anderen Regierungen weltweit zusammen – nämlich

fast 2 Billionen US-$. Bei den Militärausgaben das gleiche Bild – hierfür wenden die USA alleine in etwa soviel Geld auf, wie der Rest der Welt zusammen! Und der Militärhaushalt ist in den USA als einzelner Posten fast so groß, wie alle anderen Ausgabenbereiche ( Soziales, Infrastruktur, Gesundheit, Forschung, Bildung usw… ) zusammen genommen.

Die unteren 40% der US-Einkommensbezieher besitzen zusammen weniger als 1%des nationalen Reichtums.

32 US-Staaten sind nicht mehr in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen, Arbeitslosengelder auszuzahlen. Nun muss die US-Regierung für die Staaten einspringen. Alleine Kalifornien musste sich von dort über 7 Milliarden Dollar ausborgen.

40 % der Amerikaner arbeiten in Billigjobs, 40 Millionen überleben nur noch mit Essensmarken … da steht einem Land aber das Wasser bis zum Hals. Und die Entwicklung geht immer so weiter, wenn man der FTD trauen kann:

Für das vergangene Jahr entlohnen die US-Banken ihre Mitarbeiter so großzügig wie noch nie: 135 Mrd. Dollar schütten die 25 größten Finanzunternehmen insgesamt aus. Dabei gelten die umstrittenen Prämien als eine Ursache der Finanzkrise.

Das ist mehr als das Bruttosozialprodukt von Neuseeland, Marokko, Kuweit … oder vieler anderer Länder dieser Welt, die am Hungertuch nagen, wie man bei Index mundi nachlesen kann.

Ob Hillary Clinton deshalb 180 US-Botschafter in die USA zurückbeordert hat, vermag ich nicht zu sagen – noch, ob da Pläne besprochen worden sind, wo bald welches Wetter herrscht und welche Beben zu erwarten sind. Aber ich weiß, das ich nichts darüber erfahren werde, welche Pläne dort zur Sprache kamen, und ohne the Intelligenz hätte ich das auch nicht wahrgenommen:

Es handelt sich um ein historisches Ereignis. Die US-Botschafter aus 180 verschiedenen Ländern wurden vergangene Woche nach Washington einberufen. Als Anlass für dieses seltene, wenn nicht überhaupt beispiellose, Treffen können die politischen Spannungen in Tunesien und Ägypten nur teilweise angenommen werden, nachdem es angeblich schon seit längerer Zeit geplant war. Seit den Veröffentlichungen diplomatischer Nachrichten durch Wikileaks, dürfte den üblichen Kanälen zur Übermittlung von Informationen nicht mehr ausreichendes Vertrauen geschenkt werden. US-Außenministerin Hillary Clinton sprach von „kritischen Zeiten für die amerikanische Weltherrschaft“.

Ich kann mich nicht des Eindrucks erwehren, das hinter den Kulissen der Weltpolitik neue „Erdbeben“ geplant werden, verborgen hinter neuen den Himmel verdunkelnden Schleierwolken.

Wie gut das wir in Deutschland leben und mit all dem Treiben nichts zu tun haben. Wir machen uns eher Gedanken über das Privatleben unserer Promis, den Tabellenstand unseres Fußballvereins oder das unglaubliche Glück, mitten in der Krise in einem Aufschwungland zu leben, wie Querschüsse darstellt:

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) berichtete heute von einem gesunkenen preis-, arbeitstäglich- und saisonbereinigten (X-12 ARIMA) Auftragseingang der deutschen Industrie im Dezember 2010 von -3,4%, im Vergleich zum Vormonat (+5,2% im November). Die Inlandsaufträge sanken saisonbereinigt um -2,4%, während die Auslandsaufträge um -4,2% sanken.

Wären nicht diese Minuszeichen, so würde man die Zahlen ganz dick und breit von jedem Massenmedium um die Ohren gehauen kommen, ebenso wie die Wahrheit, das es keine Absprachen und Pläne  hinter den Kulissen der Weltpolitik gibt, das die Tagesschau uns immer und überall beständig über alles informiert, was wirklich in der Welt los ist und wir alle glücklich und zufrieden bis an unser Lebensende im bundesdeutschen Paradies leben, tagtäglich versorgt mit ständig neuen Talkshows, damit wir nicht mehr selber reden brauchen – selber denken ist ja sowieso schon out, weil das unter „Verschwörungstheorie“ läuft.

Wahrscheinlich ist der Zweifel am deutschen Megaaufschwung selbst auch schon … Verschwörungstheorie, die nicht gern gesehen ist. In Wirklichkeit ist die Welt ja in guten Händen, wie das Handelsblatt berichtet:

Jahrelang verkaufte die Deutsche Bank an Hunderte Firmen und Kommunen hochkomplexe Zinswetten. Am Dienstag entscheidet erstmals der Bundesgerichtshof über die Schadenersatzklage eines Mittelständlers – und womöglich darüber, ob die Bank ihre Kunden mit den Derivaten hinters Licht geführt hat. Das Urteil könnte für die Bank weitreichende Folgen haben.

Auch im Manager Magazin gibt es da beruhigende Perspektiven:

Die Finanzaufsicht in Südkorea untersucht die Rolle der Deutschen Bank bei einem ungewöhnlich starken Kursverfall an der Börse im November. Die Behörden prüften, ob Abteilungen der Bank in Hongkong und in Südkorea durch Marktmanipulationen oder unfaire Handelspraktiken den Kurssturz ausgelöst hätten, sagte ein Sprecher der Finanzaufsicht am Montag in Seoul.

An den aufschwunghemmenden Praktiken der Staatsanwaltschaften muß noch etwas gefeilt werden, denke ich. Aber sonst … ist doch bis zum ganz großen Beben alles in Ordnung, mal abgesehen von Rekordwintern, Rekordstürmen, Rekordfluten …


Deutschland und die Welt: Rente, Waffen, Verschwörungen und Diktatoren

Chart zeigen

Manchmal frage ich mich, wie unsere kunterbunte Politik wohl für das Ausland aussieht. Zum Beispiel für die Franzosen: die gehen mal wieder auf Barrikaden, weil sie mit 60 in Rente gehen wollen:

Aus Protest gegen die Abschaffung der Rente mit 60 sollen nach Angaben von Gewerkschaften etwa zwei Millionen Menschen die Arbeit niederlegen.

Quelle: Welt-online

Auch andere scheinen sich diese Frage zu stellen, so ein Leserkommentar zu diesem Artikel:

Rita sagt:

Da sieht man mal, warum die Türken und der Rest Europas die Deutschen auslacht. Ein Volk von dummen, ausgebildeten Politik- und Wirtschaftsgläubigen, die auch noch der Überzeugung sind, die Welt wird am Deutschtum genesen.

Doch der Deutsche ist der Überzeugung, wenn es mir schlecht geht, soll es anderen genauso schlecht gehen, das ist Deutschtum. Der Deutsch kommt nicht auf die Idee Verbesserungen auch für sich einzufordern.

So sind wir gebildet und so gebildet werden wir sterben.

Nun, ob das gerade mit Bildung zu tun hat oder vielleicht (siehe Pisa) doch eher mit dem Ergebnis einer Volksverblödungskampagne, wird wohl noch untersucht werden müssen.

In Deutschland wird man solche Aktionen wie in Frankreich auch vergeblich suchen: der Deutsche ist glücklich:

Waren 1996 noch 60 Prozent der Westdeutschen, aber nur 45 Prozent der älteren Ostdeutschen mit ihrem Leben sehr zufrieden, lag dieser Anteil 2008 im Westen bei 61 Prozent, im Osten stieg er auf 53 Prozent. Insgesamt sagten 2008 mehr als die Hälfte der 40- bis 54-Jährigen und 61 Prozent der 55- bis 85-Jährigen, dass sie mit ihrer Lebenssituation sehr zufrieden seien.

Er ist halt anders als die anderen Menschen dieser Welt. Anders? Besser! An seinem Wesen soll die Welt genesen, für ihn ist Arbeit ein Heiligtum, etwas Religiöses: genauso hat Hitler ihn erzogen und das wirkt bis heute durch.

„Die Phase der Pensionierung ist inzwischen fast genauso lang wie die der Erwerbstätigkeit“, sagt Richter über den Erfolg ihres mehrfach ausgezeichneten Projekts. „Einen so langen Zeitraum kann man nicht nur mit Wellness oder Spaß-Aktivitäten gestalten.“

Quelle: Welt-online

Arbeit ist dem deutschen Gottesdienst, die Firma seine Kirche.  Wer arbeitslos ist … ist sehr verdächtig – und wer verdächtig ist, der muß sich besonders anstrengen um noch dazu zu gehören …. oder fällt einfach mal ´raus.

Die Bundesregierung – noch unter Gerhard Schröder – hat mit Hilfe eines Kriminellen ein Gesetz zur staatlich verordneten Zwangsarmut, Demütigung und Versklavung durchgeboxt. Es werden Menschen gedemütigt, in sinnlose und sinnfreie Maßnahmen gezwungen, in sinnlose und irrwitzige Ein-Euro-Jobs gezwungen. Ein Hartz-IV-Empfänger ist „vogelfrei“. Es werden sämtliche Grundgesetze und Menschenrechte verfassungswidrig außer Kraft gesetzt, denn das ganze Hartz-IV-Gesetz ist verfassungswidrig. In Hartz-IV werden Menschen gezwungen Verträge gegen ihren Willen zu unterschreiben. Diese Menschen werden, nur um die Statistik zu schönen, in sinnfreie und sinnlose Maßnahmen gezwungen, mit den Ein-Euro-Jobs werden Menschen gedemütigt. Unternehmen bauen reguläre Stellen ab, man bekommt ja Sklaven, incl. einer ordentlichen Kopfprämie frei Haus geliefert. Kostenlose Probearbeiter und Praktikanten werden zu Fulltimejobs gezwungen, erhalten nichts, und nach Ablaub der Zeit stehen diese Menschen wieder auf der Straße. Aber es wird unter dem Deckmantel „es bringt Menschen in den Job zurück“ dem Rest der Gesellschaft schmackhaft gemacht.

Quelle:  Gegen Hartz

Jeder vierte ist inzwischen schon in Hartz IV bevor er ins Rentenalter kommt, durch Verlängerung des Lebensarbeitszeit spart man als nochmal riesig viel ein. Das überzeugt, den Weg weiterzugehen:

Die Bundesagentur für Arbeit hält die Frühverrentung auf Dauer für falsch. BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker, sagte: „Langfristig ist es strategisch sinnvoll, alle Anreize zur Frühverrentung abzuschaffen. Dazu gehört die Verlängerung der Laufzeit von Arbeitslosengeld genauso wie die Altersteilzeit.“

Quelle: Welt-online

Kaum jemand scheint zu merken, das die Argumentation eine gemeinsame Grundlage jenseits der allgemeinen Menschenrechte hat: die völlig Aktzeptanz des Satzes: Menschen sind Kosten auf zwei Beinen. Es geht in der Argumentation in Deutschland nur noch darum, wer für die Kosten aufkommt – und die möchte man gerne woanders als bei sich selber haben. Schon die Sichtweise ist … erbärmlich, muß aber zur Sprache kommen, wenn die Franzosen fünf Jahre früher ihren Lebensabend genießen dürfen, dem man dem Deutschen einfach nehmen möchte, weil andere das Geld besser gebrauchen können.

Nach wie vor ist Hitlers Vorstellung von einer „Arbeit, die adelt“ in den Köpfen präsent….im Osten stärker als im Westen. Dabei schafft Arbeit, die adelt, nur einen neuen Massenfeudalismus von arbeitenden Herrenmenschen gegen nichtarbeitende Untermenschen – Kranke, Alte, Behinderte und – nicht zu vergessen – Kinder schafft (vielleicht ein hinreichender Grund für die grassierende Kinderfeindlichkeit in Deutschland).  So erklärt sich der Erfolg der Hasspropaganda der asozialen sozialfaschistischen Elemente der Bevölkerung, der quer durch alle Parteien geht und sogar in der Linken anzutreffen ist.  Andererseits wurde so das Problem erstmal vertieft, denn … wer stellt schon einen Hartzer ein oder vermietet ihm eine Wohnung? Man weiß doch, wie die sind.

Doch solche Überlegungen hört man nur noch selten in der Religion des Aufschwungs, dort verbreitet man lieber die Siegesmeldungen des deutschen Arbeiterheeres:

Deutschland und Polen sind Wachstumsmotor der EU

Nach der schweren Krise wird Deutschland in der EU zur Wachstumslokomotive.

Kommentar eines Lesers:

DDR2 Bürger sagt:

Nachrichten wie in der DDR! Fern von der Wirklichkeit!

Quelle: Welt-online

Aus dieser Sicht heraus wundert es auch nicht, das folgende Meldung bei Spiegel-Online nicht unter „Wirtschaft“ oder „Politik-Ausland“ zu finden ist sondern unter „Soziales“:

Der globale Rüstungsmarkt boomt mehr denn je – nun wollen die USA Waffen im Wert von 60 Milliarden Dollar an Saudi-Arabien liefern. Weil Ausfuhrschranken fallen und ihre Heimatregierungen sparen, setzen Hersteller wie Lockheed, BAE oder EADS auf den Export – und liefern verstärkt in Schwellenländer.

Auch deutsche Hersteller wie Rheinmetall Chart zeigen und Krauss-Maffei folgen dem Beispiel viele deutscher Konzerne und erschließen neue Märkte fernab der Heimat. Zwar befinden sich unter den Top-100-Rüstungskonzernen der Welt nur fünf hiesige Anbieter. Und die Platzierungen von Rheinmetall Chart zeigen (29), Krauss-Maffei (42), ThyssenKrupp Chart zeigen(49), Diehl (64) und MTU Aero (79) verdienen höchstens das Attribut „Unter ferner liefen“.

Trotzdem ist Deutschland nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Es gibt sogar Anzeichen für einen regelrechten Boom: In den vergangenen fünf Jahren haben sich die deutschen Ausfuhren verdoppelt. Ihr Wert summierte sich von 2005 bis 2009 nach Berechnungen des Forschungsinstituts Sipri auf gut zwölf Milliarden Dollar.

So selbstverständlich ist schon die Perversion. Sozial ist, was Arbeit schafft. Waffenproduktion ist „Sozial“, es schafft Arbeit … und reduziert möglicherweise andernsorts die Überbevölkerung. Das nützt den Fröschen und deshalb findens auch die Grünen gut.

Kaum verwunderlich, das in der Fokus-Umfrage zur internationalen Politik so merkwürdige Charaktere die Oberhand gewinnen:

Das internationale Politiker-Ranking zeigt, wie FOCUS-Online-User Auftreten, Führungsstärke, Verhandlungsgeschick und Rhetorik und Glaubwürdigkeit der wichtigsten Politiker im Ausland einschätzen.

Dazu meint der Hintergrund:

Angeführt von Mahmud Ahmadinedschad (Iran) erhielten mit Fidel Castro (Kuba), Wladimir Putin (Russland) und Evo Morales (Bolivien) führende Politiker jener Staaten die besten Noten, die mehr oder weniger feste strategische Allianzen mit Venezuelas sozialistischem Staatschef Hugo Chávez eingegangen sind, um die ökonomische und politische Dominanz der USA zurückzudrängen.

Oder man mag einfach die Führertypen. Diktatoren, die einem sagen, wo es langgeht, damit man nicht immer mit Sozialromantikern diskutieren muß.

Menschen, die einem anstrengungslose Wahrheiten präsentieren, jenseits dieser lästigen und bald verbotenen Verschwörungstheorien. Bald verboten? Ja, die sind jetzt offiziell selbst „terroristisch“:

Verschwörungstheorien – etwa die Behauptung, die Anschläge von London 2005 (7/7) oder die des 11. September 2001 (9/11) seien ein „Inside-Job“ – würden zunehmend das Vertrauen in die Institutionen der Regierung zerstören, so die Autoren Jamie Bartlett und Carl Miller. Dieses Misstrauen könne insbesondere Anstrengungen behindern, gewalttätigen Extremismus zu bekämpfen. Denn Verschwörungstheorien würden im extremistischen Kontext als ein „radikalisierender Verstärker“ wirken.

Irgendwie wird das alles wohl wirklich immer mehr wie DDR. Einheitsbreiparteien, Einheitsbreinachrichten, Einheitsbreikultur. Und die Diktatur des Proletariats. Nur diesmal haben die Proleten Aktien.

Und diese Diktatur ist auch nur zu begrüßen, dann brauchen wir uns mit solchen Gedanken, die uns verwirren und durcheinanderbringen, nicht mehr befassen:

Dabei lässt sich doch ihre Beschreibung, wie Verschwörungstheorien funktionieren, ebenso auf die offizielle Version anwenden. Laut Barlett und Miller kreieren Verschwörungstheoretiker zuerst „den anderen“, „den Feind“, der dämonisiert wird. Danach „delegitimieren sie Stimmen des Widerspruchs und der Mäßigung als Teil der Verschwörung“. Und schließlich ermutigen sie eine Gruppe, Gewalt anzuwenden.

Dies trifft haargenau auf eine 9/11-Verschwörungstheorie zu: auf die offizielle. Denn auch die offizielle Version ist eine Verschwörungstheorie, schließlich kann kein Zweifel darin bestehen, dass die Anschläge von mehreren Personen durchgeführt wurden, die sich zu diesem Zweck verschworen haben. Die Theorie, wonach Bin Laden und seine Anhänger die Anschläge verübt haben, wurde bereits Stunden nach dem Ereignis in die Welt gesetzt. In einer Rede vor der UN-Generalversammlung am 10. November 2001 richtete George Bush scharfe Worte gegen Abweichler. Er warnte vor deren „bösartigen Lügen“, die dem Terror förderlich seien. Bereits im September 2001 sagte er vor dem US-Kongress: „Entweder seid ihr mit uns, oder ihr seid mit den Terroristen.“

Quelle: Hintergrund

Die Welt ist rosa. Also: AUFSCHWUNG!

Die Wiederkunft Christi, die Bilderberger … und Kommissar Columbo

Was mich persönlich an Verschwörungstheorien stört, ist, das sie „andersherum“ selten funktionieren, d.h. wenn man sich – in guter alter hermeneutischer Tradition – in die Täter hineinversetzt, die Tat selbst plant (in vielen Zügen, wie ein Schachspieler) merkt man schnell, das es an vielen Stellen hakt.  Die zentrale und erste Frage ist: WARUM sollte ich das tun. Es ist die Frage des Kriminalisten (auch so ein Verschwörungstheoretiker) nach dem Motiv. Denken wir uns doch einfach mal einen Kriminalbeamten (am besten: Fritz Falk als Columbo) der diesen Fall untersucht.

Ich sehe schon, das man zu Vereinigungen wie den Bilderbergern viel Material zusammentragen kann und dabei auf weitere Vereinigungen ähnlicher Art stößt, bis man ein großes Netzwerk unterschiedlichster machtvoller Menschen hat, die … die Welt in eine Richtung lenken könnten.

Weitere Indizien deuten darauf hin, das sie es tun ( so sollen die Bilderberger die deutsche Einheit samt Verträgen ausgearbeitet haben) jedoch ist der Nachteil von Indizien, das sie zwar logisch sein können, aber noch nicht erschöpfend sind. Hierzu bedarf es immer … eines Motivs.

Ja, werden manche jetzt sagen, Geld und Macht sollten doch Motiv genug sein? Nun, davon haben die doch genug.

Kriminalisten haben es bei ihren Verschwörungstheorien einfacher: meist liegt eine Leiche irgendwo herum, Geld fehlt, ein Haus brennt. Andererseits … unsere Leiche ist die Demokratie und die soziale Marktwirtschaft der Bundesrepublik Deutschland, Geld fehlt in Massen (wir wissen aber genau, in welchen Taschen es angekommen ist, nicht wahr, Herr Fischer? Was zahlt den Goldman Sachs so für die Vorträge?)  und die soziale Lage brennt wie Häuser auf Sylt und Autos in Hamburg, Köln und Berlin.

Was wir sehen ist, das Gesetze geschaffen werden, die große Mengen Geld von der Mehrheit der Bevölkerung auf eine kleine Minderheit lenken, die sich dumm und dämlich verdient – eben nicht durch ihre Leistung, sondern durch die staatlichen Gesetze, die die Verteilung regeln.

Warum macht man so etwas? Blinder Aberglaube an die „unsichtbare Hand des Marktes“? Das mag sein. Es könnte erstmal ausreichen, wenn man diese Menschen für so blöde hält, wie man selbst ist. Sind die aber nicht.

Gestern habe ich Stunden um Stunden daran gesessen um eine Motivation zu finden, die einen David Rothschild samt europäischen Hochadel dazu treiben könnte, sechsundsechzig Jahre lang jedes Jahr ein bis zwei Konferenzen abzuhalten, mit viel Mühe die vielbeschäftigten Leistungsträger mit ihren achtzig-Stunden-Wochen einzuladen, sie mit Sicherheit auf Geheimhaltung einschwören zu können, sie, die Könige und Herren der Welt sogar dazu zu verpflichten zu können, das sie während der Tagung unter keinen Umständen die Tagung verlassen dürfen. Eigentlich – bei den Egomanen, die man dort findet – schon an sich eine Unmöglichkeit.

Trotzdem klappt es.

Von Unternehmensberatern kann man lernen, das sie selbst große Konzerne eine durchschnittliche Lebensdauer von vierzig Jahren haben.  Es gibt aber einen Konzern, der eine deutlich längere Dauer aufweist: die katholische Kirche. Ähnliche Erfahrungen kann man auch in Wohngemeinschaften machen (das entnahm ich mal einer Ausgabe von Eurotopia): dort, wo religiöse Dimensionen mit ins Spiel kommen, halten Gemeinschaften (auch Zweckgemeinschaften) deutlich länger.

Kein Wunder also, das manche Autoren auf die Idee kommen, aus den Bilderbergern die fünfte Kolonne Satans zu machen, ein verführerischer Gedanke – der aber in meinen Augen nicht weit trägt.  Zwar wäre es denkbar, das Unternehmensberater auf die Idee kommen, eine künstliche (z.B. satanische – wegen des zwanglosen Umgangs mit Sex, Drogen und Gewalt) Religion zu schaffen um einer gemeinschaftlichen Unternehmung/ einem Konzern ein langes Leben zu verschaffen – und bei relativ geschlossenen Gruppen wie dem Bohemian Grove könnte so etwas sogar funktionieren. Bilderberger jedoch werden nach Macht eingeladen … und die Wahrscheinlichkeit, das dort Leute auflaufen, die mit diesen religiösen Inhalten per se nichts anfangen können und somit (trotz Orgien) nicht eingefangen werden können, ist sehr groß, so daß man meiner Meinung nach in diese Richtung nicht weiter denken braucht.

Irgendetwas muß die Bilderberger aber in ihrem Inneren zusammenhalten, das ist die einhellige Meinung ihrer Kritiker, die unter anderem schon direkt von „Druckmitteln“ sprechen, die die Teilnehmer dazu zwingen, sich dem Prozedere zu unterwerfen.

Jeder, der mal Menschen motivieren mußte, weiß aber, das die Motivation, die von innen kommt, die aus einem selbst entstammt – die intrensische – viel stärker ist als die, die mit Geld, Druck, Macht, Strafe von außen erzeugt wird. Eine Mutter leistet mehr aus Liebe zu ihrem Kind als aus Angst vor der ARGE. Hat man aber die intrensische Motivation der Menschen, kann man ihnen bedingungslos vertrauen.

Also wäre die Frage … welche Information kann Menschen dazu bringen, einem Weg zu folgen, der nicht der ihre ist … was wissen die, was wir nicht wissen?

Baldige Invasion von der Wega … basierend auf einer Äußerung von Ronald Reagan?

Baldiger Meteoreinschlag mit verheerenden Folgen?

Oder zerreißen 2012 die Kontinentalplatten?

All diese Hypothesen reichen nicht aus, tragen nicht allzuweit – und funktionieren bei manchen Charakteren einfach nicht. Außerdem bedürfen sie einer immensen Überzeugungsarbeit, großen, umfangreichen Beweisführungen, die immer zweifelhaft bleiben, wenn sie zu umfangreich werden.

Und dann fand ich eine, die funktionierte immer besser, je mehr ich mit ihr herumspielte – und die war sehr einfach weil schon lange „bekannt“. Zwar nur in unserem Kulturkreis … aber die Bilderberger und ihre Schwesterorganisationen arbeiten nur dort.  Es ist quasi eine Organisation, die nur im christlichen Kulturraum beheimatet ist.  Die Information ist einfach und überzeugend – und erklärt auch die spontane Spendenbereitschaft der amerikanischen Milliardäre.

Die denkbare Botschaft, die funktionieren würde, wäre … die Rückkehr Christi. Der sichere Glaube/Beweis, das seine Rückkehr dicht bevorstünde. Man versetze sich nur in die Reichen und Mächtigen … wenn man sie überzeugen könnte, das es wahr wäre, wüßten sie, das ihre Tage gezählt sind – zumindest als Reiche und Mächtige. Möglicherweise kriegen sie noch Extrastrafpunkte wegen diverser Sünden, aber das ist nebensächlich, weil es nicht primär um Angst geht sondern um Verlust – um den Verlust der ganzen Lebensleistung, der Macht, des Einflusses, des ganzen Selbstwertgefühls, der ganzen Spielzeuge und Prestigeobjekte, für die man so „hart gearbeitet“ (oder rücksichtslos geplündert) hat.  Sie reagieren wie Kinder auf Mama, die ins Wohnzimmer kommt und den Fernseher ausstellt.

Es wäre auch eine Erklärung dafür, warum man so viele Jesuiten nahe wichtigen politischen Charakteren findet (hierzu später mehr, das ist ein umfangreiches anderes Thema) – ihre Dienste wären aus anderen Gründen notwendig.

Nun ist unser kleiner Kommissar, der die Umtriebe der Bilderberger untersucht, schon ein ganzes Stück weiter, denn er hat ein Motiv, das selbst Atheisten beeindrucken würde … käme Christus wieder, wäre ihr Atheismus wertlos. Es würde zu weit führen, aus dieser Annahme jetzt auch den Krieg gegen den Islam ableiten zu wollen – sie würde höchstens eine kleine Nebenrolle spielen können aber eben auch funktionieren.

Aber er wäre zurecht noch nicht ganz zufrieden, denn die historische Entwicklung wäre ja eigentlich angesichts des baldigen endgültigen Endes von „Geschichte“ egal – das ist der kleine Haken an der Geschichte.

Warum noch Leid und Elend in die Welt bringen und nochmehr substanzlose Zahlen in virtuellen Welten aufhäufen, wenn das Spiel sowieso bald vorbei ist und man mit der eigenen Lieblosigkeit konfrontiert wird? Hier wäre die Spekulation zu Ende, denn die Erklärung wäre nicht erschöpfend, es sei denn, wir denken uns noch eine weitere Information: das man die Wiederkunft Christi aufhalten kann.

Davon hat man noch nie gehört? Nein, nicht im Religionsunterricht, aber es gibt Denkschulen, die davon ausgehen, das es  möglich ist. Die kennt nur nicht jeder:

{jl.Advt.103} (Jesus:) »In eine Welt voll materieller, selbstsüchtiger Menschen kann ich nicht kommen, sie müssen erst geistig geläuterte Seelen, Mir zugetane Wesen sein, die dann auch Mich zu ehren, zu lieben und zu verstehen wissen…«

Quelle: Jakob Lorber

Und damit hat man alle in der Hand, die reich und mächtig sind – und gibt ihnen ein gemeinsames Ziel, das ihr eigenes ist – ganz ohne künstliche (satanische) Nebenreligion (die sich aber in dem dann herrschenden Klima in inneren Zirkeln gut entfalten könnte – aber mit Sicherheit aus rein ästhetischen Gründen trotz Orgienversprechens nicht jedermanns Dingen ist). Das wäre der ideale Verkäufertrick: erst das Problem beschreiben … und dann die Lösung bieten. Verwandelt die Menschheit in selbstsüchtige materielle Menschen und die Wiederkunft wird aufgeschoben!

Unser Kriminalist ist begeistert.

Aber … dieser Lorber, ist er eine hinreichende gut belegte Quelle (hinreichend hier als weniger denn ausreichend oder erschöpfend – es ist eine kleine Hilfshypthese), d.h. könnte man ihn reichen dummen Leuten als glaubwürdig verkaufen?

Ja.

Die Legenden um ihn reichen aus, um ihn als „echten Propheten“ verkaufen zu können:

In Lorbers Schriften finden sich zahlreiche Aussagen und Konzepte, die von seinen Anhängern als Hinweise auf die Quantenphysik interpretiert werden. Er schrieb über ein Zeitalter der Technologie, über drahtlose Kommunikation mittels des Blitzes, Flüge über die Ozeane und über Eisenwägen, die schneller als Pfeile dahinfliegen. Ebenso warnte er vor den klimatischen Veränderungen und Katastrophen, vor Luftverschmutzung und Entwaldung. Er prophezeite Zeiten, die von „Gottleere“, „Vielkrieg“ und einer „geistigen Sündflut“ geprägt sein würden.[13]

Quelle: Wikipedia

Aber wer weiß – vielleicht ist die Botschaft auch von Nancy Reagan bei ihren Seancen übermittelt worden … nein, das paßt zeitlich nicht.  Und wäre megapeinlich.

Somit haben wir ein denkbares Motiv.

Wie bei allen Indizienprozessen jedoch gilt: das muß nicht die Wahrheit sein. Es bleibt eine reine intellektuelle Spielerei – erstmal. Kriminalisten müssen das machen – Philosophen dürfen das machen.

Ob es erschöpfendere Erklärungen jenseits dieses Konstruktes gibt … darf sich jeder selbst überlegen. Mir persönlich reicht, das ich eins gefunden habe, das lange bei vielen Menschen unterschiedlichsten Charakters  intensiv wirken würde, ohne das man auf viele Hilfshypothesen zurückgreifen muß.

Es wäre eine mögliche denkbare Wahrheit, die erklären könnte, warum so viele mächtige reiche Menschen sich auf einmal so merkwürdig verhalten – in unterschiedlichster Form.  Es ist eine denkbare mögliche Wahrheit hinter den Verschwörungstheorien, die all die Menschen vereinen kann, die ja ansonsten in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erbitterte Konkurrenten sind – und diese Einigkeit ist ein weiteres seltsames Indiz.

Da ist doch ein Cem Özdemir Mitglied der Atlantikbrücke, dessen Vorsitz ein Friedrich Merz führt. Und das geht so einfach?

Aber die Seltsamkeiten der Atlantikbrücke … müssen erstmal bis morgen warten.

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