Verschwörungen

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Verschwörungen, Morde und Milliardenschwindel – das Versagen der Medien in Krisenzeiten

Samstag, 28.1.2012. Eifel. Der Autor: Verschwörungstheoretiker. Ja - in der Tat. Das überrascht mich jetzt selbst - aber ich habe zu viele Fragen gestellt ... zum Beispiel über den Absturz in Smolensk. Da erlaubte ich mir anzumerken, das - wenn man wirklich von Mord ausgeht - man in den Kreisen der Organisatoren des Fluges suchen sollte. In der Pharmaindustrie war es üblich, das die Geschäftsleitung immer getrennt flog - damit im Falle eines Unfalles nicht der ganze "Kopf" im Eimer war. Warum das bei der polnischen Regierung anders gehandhabt wird, erschloss sich mir nicht ganz ... aber so ist das halt: wir dürfen immer weniger fragen. Wie der nierenkranke Osama bin Laden und seine neunzehn Räuber mit Teppichmessern bis ins Herz des Kapitalismus vordringen konnten (während ich allein mit einem kleinen Schlüssel nicht durch die Kontrolle in Washington kam) und dort mit zwei Flugzeugen drei Gebäude vollständig vernichtete, bleibt mir bis heute ein Rätsel - wie auch die Tatsache, das man danach unbedingt den gerade nicht talibanfreundlichen Irak angreifen musste. Anderen war es auch ein Rätsel, weshalb WTC 7 vernichtet wurde, weshalb sich der Abschlußbericht der Untersuchungskommission ja lange verschob. Die brauchten halt auch ihre Zeit, bis sie Theorien gebildet hatten, die unerklärliche Fakten in eine logische Reihe brachten.  Nun ist es ja so, das Philosophen gerne Rätsel lösen. Das ist unser Job - das Rätsel der menschlichen Existenz, das Rätsel des unausrottbaren Bösen oder der unausrottbaren Moral, das Rätsel der Wahrheitsfindung, das Rätsel der menschlichen Erkenntnisfähigkeit, das Rätsel der Sprachgewinnung durch Kleinkinder oder das Rätsel der katastrophalen Entwicklung der aufklärerischen Gesellschaft, die die Hexenverbrennungen noch perfektioniert hat anstatt sie völlig auszurotten: das sind unsere Spielwiesen, dafür sitzen wir gerne nächtelang bei Wasser und Brot auf einsamen Felsen uns sinnen über das Universum und den ganzen Rest nach - wie zum Beispiel über den Tod des Benno Ohnesorg oder über 134 Milliarden Dollar, die sich in Luft auflösen.

Samstag, 28.1.2012. Eifel. Der Autor: Verschwörungstheoretiker. Ja – in der Tat. Das überrascht mich jetzt selbst – aber ich habe zu viele Fragen gestellt … zum Beispiel über den Absturz in Smolensk. Da erlaubte ich mir anzumerken, das – wenn man wirklich von Mord ausgeht – man in den Kreisen der Organisatoren des Fluges suchen sollte. In der Pharmaindustrie war es üblich, das die Geschäftsleitung immer getrennt flog – damit im Falle eines Unfalles nicht der ganze „Kopf“ im Eimer war. Warum das bei der polnischen Regierung anders gehandhabt wird, erschloss sich mir nicht ganz … aber so ist das halt: wir dürfen immer weniger fragen. Wie der nierenkranke Osama bin Laden und seine neunzehn Räuber mit Teppichmessern bis ins Herz des Kapitalismus vordringen konnten (während ich allein mit einem kleinen Schlüssel nicht durch die Kontrolle in Washington kam) und dort mit zwei Flugzeugen drei Gebäude vollständig vernichtete, bleibt mir bis heute ein Rätsel – wie auch die Tatsache, das man danach unbedingt den gerade nicht talibanfreundlichen Irak angreifen musste. Anderen war es auch ein Rätsel, warum WTC 7 einstürzte, weshalb sich der Abschlußbericht der Untersuchungskommission ja lange verschob. Die brauchten halt auch ihre Zeit, bis sie Theorien gebildet hatten, die unerklärliche Fakten in eine logische Reihe brachten.

Nun ist es ja so, das Philosophen gerne Rätsel lösen. Das ist unser Job – das Rätsel der menschlichen Existenz, das Rätsel des unausrottbaren Bösen oder der unausrottbaren Moral, das Rätsel der Wahrheitsfindung, das Rätsel der menschlichen Erkenntnisfähigkeit, das Rätsel der Sprachgewinnung durch Kleinkinder oder das Rätsel der katastrophalen Entwicklung der aufklärerischen Gesellschaft, die die Hexenverbrennungen noch perfektioniert hat anstatt sie völlig auszurotten: das sind unsere Spielwiesen, dafür sitzen wir gerne nächtelang bei Wasser und Brot auf einsamen Felsen uns sinnen über das Universum und den ganzen Rest nach – wie zum Beispiel über den Tod des Benno Ohnesorg oder über 134 Milliarden Dollar, die sich in Luft auflösen.

Die Geschichte des  Benno Ohnesorg ist kurz erzählt, hier aktuell im Spiegel:

Dieser Mann auf der Bahre, so erfuhr man in der Notaufnahme, hieß Benno Ohnesorg. Der Kriminalbeamte Karl-Heinz Kurras hatte ihn kurz nach 20.30 Uhr, umringt von Polizisten in Zivil und Uniform, im Innenhof eines Wohnhauses in der Krummen Straße mit seiner Dienstwaffe aus kurzer Distanz in den Kopf geschossen.

Das wäre Mord gewesen … wenn nicht Polizei und Krankenhaus den Täter gedeckt hätten … einen Täter, der sich später als DDR-Agent und Stasi-Spitzel entpuppte.

Schöne heile Welt, oder? Das der Arzt, der an Ohnesorg herumoperierte, um die Tat zu vertuschen, Sohn das Wirtschaftsministers gerade jenes folternden Schah war, gegen den Ohnesorg protestiert hatte und eigentlich am nächsten Tag mit dem Schah frühstücken wollte, erfährt man heute nebenbei.

Hätte ich damals behauptet, das sogar hochrangige Polizeibeamte den Mörder gedeckt haben – man hätte mich sofort wegen Paranoia eingesperrt. Dabei war die Wahrheit noch schlimmer, siehe Spiegel:

Auf einem weiteren bislang unbekannten Bild ist die Situation der Schussabgabe zu sehen. Dabei stützt sich Kurras mit der linken Hand auf einen Kollegen der Polizei, während er mit der rechten Hand schießt. Der Name des Kollegen ist offenbar gezielt aus den Akten herausgehalten worden, er wurde nie vernommen. Ebenfalls nicht vernommen wurden drei Schutzpolizisten, die wahrscheinlich noch nach dem tödlichen Treffer auf den bereits am Boden liegenden Ohnesorg eingeprügelt hatten. Ihre Namen sind bis heute nicht ermittelt.

Wer hätte das gedacht? Nun, heute, über vierzig Jahre später, dürfen wir das erfahren.

Damals hätte man mich für völlig verrückt erklärt, wenn ich behauptet hätte, das  Freunde des Schah von Persien zusammen mit der Berliner Polizei und Agenten der DDR deutsche Studenten ermordeten.

Wäre ja auch eine schreckliche Geschichte, die uns Angst machen würde, denn … wenn DIE das können, was können DIE dann noch?

Gehen wir mal nicht ganz so fern in die Vergangenheit und wenden uns der aktuellen Wirtschaftskrise zu. Wer weiß, was man in Zukunft darüber erzählen wird? Wer weiß, was Philosophen in vierzig Jahren über jenen kleinen Fall schreiben, der kürzlich viel Aufmerksamkeit erregte?

134 Milliarden Dollar waren in einem Bummelzug an der italienischen Grenze gefunden worden – das sind 40 Prozent des deutschen Bundeshaushaltes 2012 – … in einem einzigen  Koffer. Die geschmuggelten Papiere schienen echt gewesen zu sein:

„Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von rund 358 Millionen Euro scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität“, erklärte Oberst Rodolfo Mecarelli. Außerdem liege den Papieren eine umfangreiche Bankdokumentation im Original bei.

Der Fall wurde immer unheimlicher. Auf jeden Fall durften die Täter erstmal gehen:

Seither tüfteln zwei Geheimdienste, die italienischen Finanzbehörden, die US-Wertpapieraufsicht SEC und die japanische Botschaft in Italien. Japan versucht, mehr über die Identität der zwei Männer herauszubekommen. Beide sollen jenseits der 50 Jahre sein, sie seien mit legalen Papieren gereist und abseits der 134 Milliarden Dollar im Koffer nicht auffällig. Sie sind auch nicht mehr in Untersuchungshaft.

Ist ja auch völlig klar: der Schmuggel von 134 Milliarden Dollar vielleicht gefälschter Papiere – oder echter Papiere – ist ja ein Kavaliersdelikt. Außerdem nehmen seriös wirkende, vermögende Japaner gerne kleine Bummelzüge in Italien, wenn sie auf Geschäftsreisen sind … ist ja auch schön unauffällig, gerade, wenn man wirklich etwas schmuggeln will ist Unauffälligkeit ja ein wichtiges Gebot. Natürlich reisen Schmuggler auch immer unter echtem Namen – damit rechnen die Behörden nicht und man hat sie richtig hereingelegt:

Die italienischen Behörden haben nach früheren Angaben bereits den italienischen Geheimdienst und den Secret Service der USA über den rätselhaften Fund informiert. Die italienische Finanzpolizei hat die SEC gebeten, ihr Expertenwissen bei der Einschätzung der Wertpapiere einzubringen. „Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von je 500 Millionen Dollar scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität“, sagte Oberst Rodolfo Mecarelli von der Finanzpolizei Como. Außerdem liege den Papieren eine umfangreiche Bankdokumentation im Original bei. Genauere Auskünfte hoffen die Beamten innerhalb der nächsten Tage geben zu können. Dann wird auch eine verlässliche Aussage aus den USA erwartet.

„Sie sind aus Filigranpapier und von ausgezeichneter Qualität“. Leider sind sie falsch:

Stephen Meyerhardt vom US-Finanzministerium sagte laut „LA Times“, die sichergestellten Anleihen sähen nicht annährend wie US-Staatsobligationen aus. „Die sind eindeutig gefälscht“, so der Ministeriums-Experte. 

Das hört sich nach einer ganz plumpen Fälschung an. Eine Minute später erreichte damals die nächste Meldung die Medien – nochmal wurde Oberst Rodolfo Mecarelli zitiert, der sie nicht für eine plumpe Fälschung hielt.

Stephen Meyerhardt vom US-Finanzministerium hatte die Papiere nie selbst gesehen – er urteilte aufgrund von Aufnahmen, die im Internet veröffentlicht wurden.

So plumpe Fälschungen?

Worldcontentwoday klärt weiter auf – und verwirrt uns völlig:

Corriere di Como: Experten aus den USA sind in Como angekommen, um die Papiere mit den „perfekten Wasserzeichen“ zu untersuchen. Einige haben falsche Bärte, andere sind nicht sehr aussagekräftige Finanzbeamte. Die automatische Google-Übersetzung ist urkomisch.

ANSA, führende Nachrichtenagentur Italiens, bestätigt: Die Namen der schmuggelverdächtigen Japaner lauten Akihiko Yamaguchi und Mitsuyoshi Watanabe. Sie spekuliert, dass die Anleihen nach der Untersuchung in einer Schweizer Bank weggeschlossen werden, um den Handel zu schützen.

Leider kann ich die komische Übersetzung nicht nachvollziehen … es gibt keinen Artikel zu dem Link.  Wieso sperrt man eigentlich die Fälschungen in Schweizer Tresore … und wer garantiert, das findige Investmentbanker nicht schon längst damit Handel treiben? Fälschungen gehören in den Schredder – und nicht in den Tresor.

Auch sonst erfährt man, das man es mit der Aufklärung des Falles nicht sonderlich ernst nimmt:

Groteske Züge in dieser Affäre gibt es genug: Vergangenen Mittwoch fand in Como eine gerichtliche Anhörung statt, in der die beiden Verdächtigen, die mit den Wertpapieren erwischt wurden und längst wieder auf freiem Fuß sind, als Zeugen vernommen werden sollten. Doch zum Termin erschien – wer hätte das gedacht – nur deren Anwalt, der versicherte, mit den Japanern in Mail-Kontakt zu stehen. Er könne bloß nichts Genaues sagen, weil es erhebliche Übersetzungsschwierigkeiten gäbe.

Wie die nun aufgeklärte Geschichte um Benno Ohnesorg, an dem ein Freund des Schahs herumoperiert hatte, nachdem viele Polizisten für seine Ermordung Sorge getragen hatten, oder die Geschichte vom 11.9.2001 (über die wir auch erst in dreissig Jahren berichten dürfen), gibt es immer mehr Merkwürdigkeiten, die sich dem normalen Bürger nicht erschließen und die ganz schnell zu Verschwörungstheorien führen … die im Falle Ohnesorgs nie so schlimm waren wie die letztlich die Wahrheit selbst.

Wenn die Papiere so plump gefälscht waren … warum kamen dann überhaupt noch Menschen aus den USA nach Italien?

Dabei sollen die Fälschungen nach Ansicht des US-Finanzministeriums mit handelsüblicher Foto-Software aus 100-Dollar-Scheinen angefertigt worden sein. Zudem zeigten die angeblich aus den 60er Jahren stammenden Obligationen eine Raumfähre, die erst in den 80er Jahren ihren Jungfernflug absolvierte. Genügend Hinweise also, die die italienischen Experten hätte stutzig machen müssen.

Anderswo liest man, manche Bonds kämen aus dem Jahre 1998. Da gab es schon Raumfähren.

„Kenndy-Bonds gibt es nicht“ – so heißt es offiziell:

Zudem existierten Kennedy Bonds überhaupt nicht.

Andererseits scheint gerade das nicht zu stimmen – wenn ich der der International Business Times glauben darf:

Aus dem Bericht der italienischen Beamten geht nicht genau hervor, was für Wertpapiere mit „Kennedy-Bonds“ genau gemeint sind. Aus einer Universitätsstudie geht jedoch hervor, dass während J.F. Kennedy’s Regierungszeit tatsächlich Anleihen mit sehr hohem Nennwert bis zu 500 Millionen US-Dollar ausgegeben wurden.

Also gab es sie doch?

Schaut man sich die im Internet kursierenden Exemplare an … so wird einem Angst und Bange. Das würde selbst meine Oma nicht für echt halten … und die ist schon lange tot.  Will man mir ernsthaft klarmachen, das zwei Japaner (die vielleicht sogar Diplomatenpässe hatten oder ehedem hochrangige Mitarbeiter des japanischen Finanzministeriums waren) diesen Kitsch als Sicherheit bei einer Schweizer Bank hinterlegen wollten – einer Bank, die genug echte US-Anleihen hat, um direkt vergleichen zu können?

Wenn Sie aber Diplomatenpässe hatten – oder sich leicht welche hätten fälschen können – warum dann diese alberne Bummelzugnummer?

Mit Antworten zu diesen Fragen muss man nun vorsichtig sein … denn ganz schnell landet man in Gegenden, in denen sich kritische Geister nicht wohlfühlen, Gegenden, in denen böse (oft jüdische) Satanisten den letzten großen Krieg, die Schlacht zwischen Gog und Magog, China und den USA inszenieren wollen, einen Krieg, der vier- fünf Milliarden Menschen das Leben kosten soll und den eine humanistisch geprägte Drachengesellschaft verhindern will. Hitlers Tochter (ja, genau: Angela Merkel) spielt dabei auch eine Rolle.

Man ist geneigt, sich Aluminiumfolie um den Kopf zu wickeln, um nicht von Ufo-Nazis abgehört werden zu können – deshalb verlinke ich diese Gerüchte auch nicht weiter. Ist auch nicht nötig, denn die Bösen kommen ja jetzt alle vor Gericht, wodurch ihre Herrschaft ein Ende findet.

Was ist jetzt aber wirklich mit diesen Bonds, diesen Anleihen, die zufällig genau der Summe entsprechen, die Obama noch laut Wall Street Journal vom Märzt 2009 zur Rettung der Wirtschaft im Rahmen des TARP-Programmes übrig hatte?. Nun wird es erst recht unheimlich, denn … gefälschte Anleihen sind in Billionenhöhe im Umlauf – auch in den Safes der HBSC-Bank sind welche gefunden worden. Ja, richtig: Billionenhöhe, das sind tausende von Milliarden. Auch das wären dann … Schrottpapiere, die die Existenz von Banken gefährden, die „to big too fail“ sind.

Merkt man jetzt ein wenig, woher der Wind weht … jenseits satanistischer Massenmörder und Hitlers Kindern? Das es einen guten Grund gibt, jede Form von Verschwörungstheorie zu unterbinden, weil man an den gefälschten Bonds gut verdienen kann? Oder denkt man wirklich im Ernst daran, das diese philippinische Sekte, die unter anderem als Produzenten der Fälschungen angesehen werden, ihre Leute in die Schweiz geschickt hat – ohne sich sicher zu sein, dort interessierte Vertragspartner zu finden … die vielleicht nicht ganz so genau hinschauen? Man schaue sich nur mal die Skandale Schweizer Banker an … und schon weiß man, das man dort kooperative Freunde finden könnte, die alles als Sicherheit aktzeptieren, solange nur irgendwann ein europäischer Rettungsschirm dafür bezahlt.

Ja – dort landen dann letztendlich die Rechnungen.

Zurück zu Benno Ohnesorg. Irgendwie steht der für uns alle: wir sind alle ohne Sorg. Das heißt: Sorgen haben wir schon, Probleme sind genug da, nur über die Lösungen dürfen wir nicht nachdenken, ebensowenig über die Geschäfte, die um uns herum gemacht werden:

2002 haben doch tatsächlich Besitzer von suspekten Kennedy Bonds aus dem Jahr 1934 im Nennwert von 25 Milliarden Dollar versucht, die Federal Reserve Bank of Chicago auf die Rücknahme der Schätzchen zu verklagen

Sie sind natürlich damit voll auf die Nase gefallen, komischerweise hatte aber der Anwalt der FED im Anschluss erklärt, dass man von sich aus darauf verzichtet, weitere Ermittlungen wegen Betruges vorzunehmen, da niemand durch diesen offensichtlichen Unsinn ernsthaft zu Schaden gekommen sei. Die Reaktion der verblüfften Richter daraufhin wörtlich: „We are puzzled by this suggestion.

Auch wir sind etwas verwirrt, verdutzt, verwundert und verblüfft … haben aber jetzt gelernt, das man mit falschen Bonds gute Geschäfte machen kann. Billionengeschäfte.

Und was wir noch gelernt haben?

Das die Medien in Krisenzeiten versagen, weshalb wir als Bürger nur noch wie die US-Richter reagieren können: verwirrt, verdutzt, verwundert und verblüfft.

Und während wir so hilflos in der Gegend herumstehen, wird das große Rad weitergedreht: Griechenland verliert seine Souveränität – oder wird in völliges Chaos gestürzt.

Und wir? Halten uns für gut informiert. Wie Benno Ohnesorg glauben wir, es wäre in Ordnung, als deutscher Bürger in Deutschland gegen einen grausamen Tyrannen zu protestieren.

Heute wissen wir annähernd, wie naiv dieser Benno wirklich war. Ein kurzes Profil von ihm?

Anfang 1960 bewarb sich Ohnesorg beim Braunschweig-Kolleg, um dort das Abitur nachzuholen. In seiner Bewerbung gab er Kunsterzieher als Berufswunsch an und nannte als Interessengebiete moderne Malerei und Lyrik, klassische griechische und zeitgenössische Dramen sowie Kammermusik. Er erstelle Plastiken und Linolschnitte, besuche regelmäßig Klavierkonzerte und informiere sich regelmäßig über alle aktuellen Tendenzen der modernen Kunst.

Die Psychologin des Kollegs, Elisabeth Müller-Luckmann, bescheinigte ihm Sensibilität, Intelligenz, musisches Talent, Eigensinn und große Aufnahmefähigkeit. Er sei introvertiert und eher nachdenklich als tonangebend, habe aber „Ansätze, jemand zu werden, der nicht ganz alltäglich ist“

Introvertiert und eher nachdenklich: scheinbar gehört so was sofort erschossen. Und das damit der Geheimdienst der DDR durch eine gezielte Tat direkt zur Gründung der RAF begetragen hat … ist im Jahre 2011 für uns schon zu hoch.

Das heute andere Geheimdienste ganz andere Dinger drehen … erfahren wir schon lange nicht mehr.

Nur für die Resultate müssen wir zahlen. Und wer nachfragt … kommt ganz schnell in Gegenden, in denen man sich nicht wohlfühlen kann: wer Fragen stellt, der hält auch Angela Merkel für Hitlers Tochter und gehört  sofort in die Psychiatrie – wie früher Leute, die nicht an den Sozialismus glaubten.

 

 

 

 

 

 

 

9/11 und die wahren Opfer

Sonntag, 11.9.2011. An einem Tag wie diesem kann man wohl kaum über etwas anderes schreiben als über die Vernichtung der Twin Towers in New York. Ich war an dem Tag während einer Geschäftsreise bei meiner Mutter gewesen. Dort kam ein Anruf einer ihrer Freundinnen "in den USA fallen überall Flugzeuge vom Himmel". Fernseher an - es stimmte. Ich hätte gerne noch mehr gesehen, doch die Pause war vorbei, die Messe wartete auf mich. Auf der Messe stand ein Riesenfernseher, auf dem NTV lief. Überraschen war - es schaute kaum einer hin. Immerhin war Messe, Geschäfte mussten gemacht werden, viele Gespräche mussten geführt werden: da war einfach keine Zeit für Weltgeschichte. Eine menschliche Reaktion wäre gewesen, die Messe ruhen zu lassen: man wurde Zeuge von Weltgeschichte. Wenn es möglich ist, das in der Welthauptstadt New York (ich nenne sie mal so - wegen Hollywood sind wir dort ja alle irgendwie zu Hause) die beiden höchsten Häuser einfach so zusammenbrechen können, dann war man nirgendwo mehr sicher, dann war irgendetwas ganz fürchterlich schief gelaufen.

Sonntag, 11.9.2011. An einem Tag wie diesem kann man wohl kaum über etwas anderes schreiben als über die Vernichtung der Twin Towers in New York. Ich war an dem Tag während einer Geschäftsreise bei meiner Mutter gewesen. Dort kam ein Anruf einer ihrer Freundinnen „in den USA fallen überall Flugzeuge vom Himmel“. Fernseher an – es stimmte. Ich hätte gerne noch mehr gesehen, doch die Pause war vorbei, die Messe wartete auf mich. Auf der Messe stand ein Riesenfernseher, auf dem NTV lief. Überraschen war – es schaute kaum einer hin. Immerhin war Messe, Geschäfte mussten gemacht werden, viele Gespräche mussten geführt werden: da war einfach keine Zeit für Weltgeschichte. Eine menschliche Reaktion wäre gewesen, die Messe ruhen zu lassen: man wurde Zeuge von Weltgeschichte. Wenn es möglich ist, das in der Welthauptstadt New York (ich nenne sie mal so – wegen Hollywood sind wir dort ja alle irgendwie zu Hause) die beiden höchsten Häuser einfach so zusammenbrechen können, dann war man nirgendwo mehr sicher, dann war irgendetwas ganz fürchterlich schief gelaufen.

Ein Jahr später wissen wir auch, was. Das erste Opfer im Krieg ist immer die Wahrheit – das wissen wir jetzt. Da nächste Opfer war die demokratische Zivilgesellschaft, die wir hundert Jahre lang mühe- und leidvoll aufgebaut hatten. Das letzte Opfer war – der Wohlstand des Westens.

Im Krieg um die Wahrheit von 9/11 haben schon Journalisten ihren Job verloren – und in Folge konnte man sehen, das die Macht der Pressestelle der US-Regierung bis nach Deutschland reichte – anders kann ich mir nicht erklären, warum journalistische Ausgewogenheit der hemmungslosen Propaganda gewichen sind. Ich habe seinerzeit auch den Film von Herrn Wischnewski gesehen, einen Film, an dem es monatelang von Seiten des WDR nichts zu beanstanden gab – bis er gesendet wurde. Ich fand die Sendung gut: eine offene Gesellschaft sollte immer die Verlautbarungen der Regierungen anderer Länder kritisch hinterfragen … was ja nicht heißt, das man damit sofort zum Neonazi wird, der das Schreckgespenst der jüdischen Weltverschwörung wieder zum Leben erwecken möchte.

Der Film brachte eine andere Perspektive zum Vorschein, die ich für gerechtfertigt hielt. Ich war dankbar dafür, denn immerhin muss ich mir als Bürger eine eigene Meinung bilden können. Jedenfalls war das früher so. Der Spiegel demonstrierte daraufhin, das auch er den Punkt „Meinungsbildung“ unter „Gehorsam gegenüber dem Staat und seinen Medien“ verbuchte. Der Bürger soll glauben, was ihm vorgesetzt wird – immerhin zahlt er ja auch für die Meinung, die er dann nachbeten soll.

In einem „Offenen Brief“ an den Spiegel rechtfertig sich der inzwischen mit einem de fakto Berufsverbot belegte Herr Wischnewski:

Die meisten Zeugen sind verstummt, seit das FBI sie gründlich verhörte. Einige sind
zum Stillschweigen verpflichtet worden. So wurde den Fluglotsen von Cleveland, die
den Kurs von UA 93 bis zuletzt verfolgt haben, bei Strafe verboten, mit
irgendjemandem darüber zu reden.
Aufschluss über die Ursachen des Absturzes könnte der Flugschreiber geben. Doch
die Auswertung seiner Daten ist auch ein Jahr nach der Tragödie Geheimsache. Die
Tonbänder der Anrufe von Bord hat das FBI beschlagnahmt, sie sind seither unter

Verschluss. Bei anderen Abstürzen brauchten die Behörden nur Stunden, um
Cockpit-Recorder und andere Aufnahmen zu veröffentlichen. Fragen zum Hergang
der Katastrophe werden in den USA ohnehin nicht mehr laut.“ Stern.de – 2002-09-10

Herr Wischnewski zitiert nur den Stern – und beschreibt den Tod der Wahrheit … auch in Deutschland. Und so langsam schält sich auch ein Profil der Mörder heraus.

Das nächste Opfer ist die demokratische Zivilgesellschaft gewesen – weltweit. Bundesverwaltungsrichter Dieter Deiseroth klärt uns bei Telepolis darüber auf:

 Bei den Tätern von 9/11 und ihren Mit-Verschwörern – wer auch immer diese waren – handelte es sich um kriminelle Straftäter. Es ging um organisierte terroristische Kriminalität. Auch wenn es sehr mühsam und schwierig ist, terroristische, also kriminelle Täter zu ermitteln, vor Gericht zu stellen und den Nachweis ihrer individuellen Schuld zu führen, rechtfertigt dies nach geltendem Völkerrecht nicht, diese Schwierigkeiten dadurch zu umgehen, dass man stattdessen das Militär einsetzt und sich auf das Selbstverteidigungsrecht beruft. Soweit man über die toten Attentäter hinaus weitere Tatverdächtige oder Hintermänner außerhalb der USA in Afghanistan oder anderen Staaten („safe haven“) vermutete, hätte man – bei Vorliegen entsprechender konkreter Beweise – ihre Auslieferung betreiben müssen, um sie vor Gericht zu stellen.

So gehen zivilisierte Völker mit Mördern um – auch mit Massenmördern. Das hat auch seinen Grund. Diese Gerichtspraxis sollte uns vor dem schlimmsten und größten Massenmörder der Geschichte schützen – dem Staat. Weltkriege, Konzentrationslager und Willkürjustiz hatten uns gezeigt, das es immer ein schlimmes Ende nimmt, wenn wir einen anderen Weg gehen. Ich würde mir wünschen, das Dieter Deiseroth Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland wird, denn er scheint jene Weisheit zu verkörpern, die man für ein solches Amt braucht:

Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen der 9/11-Untersuchungskommission sind zu hinterfragen. Die Kommission bestand ganz überwiegend aus Personen, die der Bush-Regierung sowie dem militärisch-industriellen Komplex und den Geheimdiensten sehr nahe standen. Das galt auch für Henry Kissinger, dem zuerst der Vorsitz in der Kommission angetragen worden war, der dann aber bald zurücktreten musste, weil die Öffentlichkeit und große Teile des Kongresses seine Unabhängigkeit massiv in Frage stellten.

Bis heute, also mehr als 8 Jahre nach 9/11, hat keine unabhängige Stelle, kein unabhängiges Gericht, die zur Verfügung stehenden angeblichen oder tatsächlichen Beweise überprüft und nachprüfbar in einem rechtsstaatlichen Anforderungen genügenden Verfahren festgestellt, wer für die Anschläge von 9/11 verantwortlich war. Was auf keinen Fall geht, ist zu sagen, die Beweisführung ist schwierig; es ist uns zu mühsam, die Täter bzw. mögliche Hintermänner zu ermitteln und dingfest zu machen. Deshalb umgehen wir diese rechtsstaatlichen Schwierigkeiten und fangen einen Krieg an, um mögliche Tatverdächtige mit militärischer Gewalt direkt unschädlich zu machen, also zu töten. Es darf in einem Rechtsstaat nicht sein, dass man auf die erforderlichen Maßnahmen der Ermittlung von Verdächtigen, ihre Dingfestmachung und eine Anklageerhebung vor einem unabhängigen Gericht verzichtet oder jedenfalls davon Abstand nimmt und stattdessen einen Krieg ausruft, ein fremdes Land bombardiert und militärisch besetzt, in dem sich Tatverdächtige oder mögliche Hintermänner befinden sollen.

Doch genau das ist mitlerweile internationaler Standard geworden. Das ist inzwischen möglich: 9/11 hat die Legitimation geliefert, jederzeit und überall alles bombadieren zu dürfen, was einem nicht passt- zuletzt Lybien mit möglicherweise 50000 Toten. Der differenzierte und faire Umgang untereinander und miteinander ist … Vergangenheit. Stattdessen wird geschossen, wenn die Pressestelle des US-Präsidenten die Notwendigkeit der Aktion befiehlt … und viele Medien beten das nach.

Es gibt viele Fragen zu 9/11 auf der einen Seite … und eine unerträgliche Hetzpropaganda auf der anderen Seite. Wer der glorreichen Jagd der aktuellen Massenmörder (also – rein rechtlich gesehen besteht zwischen Hitler und Bush kein großer Unterschied, wenn man die Legitimationen zum Polenkrieg und zum Irakkrieg vergleicht) im Wege steht, macht sich schon verdächtig, selbst ein Terrorist zu sein -was im Jahre 2011 bedeutet, das man arbeitslos oder sofort ermordet werden kann.

Die westlichen Medien selbst – bekleckern sich auch nicht gerade mit Ruhm in der Diskussion:

Andreas Anton sieht die Sache differenzierter: „Es gibt durchaus Theorien, die plausibel klingen“, sagt der Soziologe, „man kann nicht immer auf Anhieb sagen, dass das Unsinn ist.“ Er hat das Phänomen wissenschaftlich untersucht und ein Buch über Verschwörungstheorien geschrieben, mit dem Titel „Unwirkliche Wirklichkeiten“.

So etwas findet man bei T-online – und nicht etwa bei den großen führenden deutschen Politmagazinen.

Die Antwort vieler Medien auf diese ausgefeilten Verschwörungstheorien ist überraschend plump, beklagt Anton: „Es ist irritierend, wie leichtfertig diese Theorien abgetan werden. Journalisten überprüfen die Argumente nur selten wirklich, tun sie ab und erheben sich über sie. Das beruhigt – denn wenn die Theorien sich als wahr herausstellen würden, würde einiges ins Wanken geraten“. Es gebe zwei beliebte Methoden, das zu tun: Sich die absurdesten Beispiele heraussuchen, die sehr leicht zu widerlegen sind und sie dann stellvertretend für alle Verschwörungstheorien lächerlich zu machen. 

Aber gerade dieses „Plumpe“ ist „in“. Wer „unplump“ ist, wird schnell arbeitslos, verleumdet, mit Rufmord oder echtem Mord zum Schweigen gebracht. Dabei wäre der von Dieter Deiseroth gewünschte faire rechtsstaatliche Prozess für uns als demokratische Zivilgesellschaft sehr wichtig: wir müssen uns ABSOLUT SICHER sein, das die offiziellen Verschwörungstheorien von Osama bin Laden und seinen 19 Räubern wirklich stimmen, das alle Hintergründe des Attentats bis ins letzte Detail aufgeklärt werden: einerseits drohen uns sonst beständig neue Anschläge in gleicher Größenordnung – und andererseits droht uns noch viel Schlimmeres … die weltweite Zerstörung der Grundfesten der Demokratie durch den militärisch-industriellen Komplex der USA, der so bedrohlich ist, das selbst ein US-Präsident vor ihm gewarnt hatte – lange Zeit bevor „Verschwörungstheoretiker“ ein Schimpfwort wie „Hexe“ oder „Jude“ wurde.

Darum ist es wichtig, das wir die Form wahren … damit wir die „Guten“ bleiben. Verlieren wir die Form, hat Osama bin Laden gewonnen, auch wenn man den beständig neuen Versionen der Pressestelle der US-Regierung uneingeschränkt Glauben schenkt.

Kommen wir zu den dritten Opfern jenes Anschlages vor drei Jahren. Neben der Wahrheit und der Zivilgesellschaft ist es auch der Wohlstand der westlichen Demokratien, der dem Krieg gegen den Terror zum Opfer gefallen ist.  Schauen wir heute ins Handelsblatt, wissen wir auch, warum:

 Eine aktuelle Studie der Brown University beziffert die Ausgaben für die Kriege, die die Regierung unter Präsident George W. Bush nach den Anschlägen anzettelte, auf 3,7 bis 4,4 Billionen Dollar. Zum Vergleich: Den Vietnam-Krieg taxieren Experten inflationsbereinigt auf 686 Milliarden, den Zweiten Weltkrieg auf 4,4 Billionen Dollar.

Der Autor erlaubt auch einen Blick auf den Wahn, der momentan die Welt regiert:

Dagegen wirken die direkten Schäden der Anschläge vom 11. September geradezu winzig. Die eingestürzten Gebäude, die zerstörte Infrastruktur und die Aufräumarbeiten rund um das World Trade Center kosteten laut einer Studie zusammen rund 22,7 Milliarden Dollar.

Man könnte sagen: als Antwort auf die Anschläge des 11.9.2001 begeht die westliche Wertegemeinschaft kollektiven Suizid. Die Folgen sind dramatisch, die Lokomotive der Weltwirtschaft ist kaputt, man erwartet das „Platzen einer Megablase„:

Jeder sechste US-Amerikaner überlebt nur noch dank Nahrungsmittel-Gutscheinen und gratis offerierten Volkssuppen. Mehrere Dutzend Millionen US-Amerikaner werden ihr Haus bis 2013 verlieren, weil sie die Hypotheken nicht bedienen können.

Die Arbeitslosigkeit übersteigt zwanzig Prozent, wenn man die Langzeitarbeitslosen mitzählt, die es aufgegeben haben, eine bezahlte Stelle zu suchen. Alle diese Betroffenen leben praktisch ausserhalb der Konsum- und Spargesellschaft.

Der frühere Wirtschaftsberater von Bill Clinton, Peter Schiff, der die Technologie- und die Immobilienblase richtig vorausgesagt hatte, schätzt die wirkliche Inflation in den USA auf fast zehn Prozent, und nicht wie offiziell angegeben auf 3,6 Prozent.

Nebenbei führt diese Entwicklung wiederum zu einem direkten Verlust der demokratischen Bürger in ihren Gemeinden, wo „Notstandsverwalter“ Bürgermeister und Stadtparlamente rigoros entmachten dürfen. Gründlicher kann man ein Gemeinwesen gar nicht zerstören.

Auch der Spiegel, als Sturmgeschütz der US-Demokratie bekannt, erlaubt sich, nachdenkliche Töne zu veröffentlichen:

Das ist die bittere Pointe von 9/11: Die Amerikaner fielen auf die Attentäter herein.

So langsam dämmerts auch wohl den treuesten Mitläufern der offiziellen US-Verschwörungstheoretiker, wo ihr Platz ist, wenn Journalisten offiziell angeordnete Wahrheiten nicht mehr hinterfragen: beim Arbeitsamt und in der Schlange bei der Zuteilung von Volkssuppen.

Der Spiegel erlaubt sich sogar an anderer Stelle noch deutlichere Worte:

Mein Blick auf Amerika hat sich durch die Erlebnisse nach 9/11 verändert. Amerika ist für mich noch immer ein ungeheuer schönes Land, in dem die klügsten Menschen leben und lehren, die man auf Gottes Erdball finden kann. Es stimmt natürlich immer noch, dass diese Weltmacht im Ersten und im Zweiten Weltkrieg Europa vor der Selbstzerstörung bewahrt hat. Aber nach 1945?

Nach 1945 hat Amerika eigentlich nur noch falsche Kriege am falschen Ort mit falschen Begründungen geführt. Da sind zwei McCarthy-Kriege, in Korea und Vietnam.

Offener Antiamerikanismus am Jahrestag der „Schande?“

Das wirkt merkwürdig. Noch seltsamer und merkwürdiger klingt die Beschreibung der aktuellen Situation:

Heute wissen wir, es war das letzte Aufbäumen der Weltmacht. Es war ein Drama, und der schicksalsträchtige Wendepunkt liegt hinter uns. Barack Obama, wie schade, muss den allmählichen Niedergang verwalten. Er wird als Präsident in die Geschichte eingehen, der zwei Kriege beendet, in Afghanistan und dem Irak. Vermutlich auch als der Präsident, dem es nicht gelang (und der auch daran gehindert wurde), sein Land aus der Rezession zu führen.

Krieg geführt, Krieg verloren, Amerika kaputt? Sowas darf man schreiben, aber auf den Herrn Wischnewski wird eine Hexenjagd eröffnet?

Seltsame Zeiten.

Also hat Osama bin Laden gewonnen? Kann man als demokratischer Bürger eines zivilen Rechtsstaates nicht beweisen. Nochmal Dieter Deiseroth bei Telepolis:

Seit dem 11. September wurde wie in einer Endlosschleife immer wieder verkündet, Osama Bin Laden und Al Qaida seien für die Anschläge verantwortlich gewesen. Interessanterweise wird Osama Bin Laden vom FBI bis heute nicht wegen 9/11 gesucht. Warum? Weil man, so vorliegende Erklärungen von Offiziellen des FBI, gegen ihn in Sachen 9/11 keine gerichtsverwertbaren Beweise hat. Und dennoch, obwohl die oberste Strafverfolgungsbehörde der USA nicht über solche gerichtsverwertbaren Beweise gegen OBL verfügt, hat man Kriege angefangen, zuerst in Afghanistan, dann gegen Irak, möglicherweise bald auch in Pakistan.

Bin Laden wurde hingerichtet, aber ob er wirklich schuldig war, wird später entschieden. Der Beifall von SA und SS angesichts dieser Rechtspraxis wäre einem sicher.

Man könnte jetzt noch viel Schreiben über das für und wieder seiner Täterschaft … aber hat man bemerkt, das man über die wahren Opfer der Anschläge schreiben kann, ohne das man sich für einen speziellen Tätermythos entscheidet?

Die Wahrheit, die Zivilgesellschaft und der Wohlstand sind als Opfer beschreibbar, ohne das man sich für eine spezielle Version der Tathergänge entscheidet. Das braucht man auch nicht, denn die Zerstörung der Wahrheit, der Zivilgesellschaft und die Vernichtung unseres Wohlstandes wurde NICHT von Osama bin Laden und Al Kaida betrieben.

Das haben wir selbst gemacht … bzw. gewisse Kreise, die jene Entwicklungen durch konkrete Entscheidungen förderten. Die Entscheidung, mal eben vier Billionen Dollar für einen Krieg auszugeben, die man eigentlich gar nicht hat, ist nicht von Gott über Washington an den Himmel gemalt worden, noch hat Bin Laden dies aus Afghanistan anordnen können.

Man hätte auf die Anschläge auch anders reagieren können: aufrecht, mannhaft, als anständiger Demokrat.

Es wurde aber anders reagiert. Darf ich nochmal den Spiegel zitieren?

Amerika hat sich nach 9/11 verändert und manchmal habe ich gedacht, es hat sich zur Unkenntlichkeit verändert. Die Frömmigkeit ist noch immer die Wurzel der Demokratie. Das Denken in Gut und Böse schafft Gräben, die wir in Europa nicht kennen. Der Krieg ist jederzeit ein Mittel der Politik und die Beherrschung der Welt der Traum vieler Amerikaner, nicht allein der Neokonservativen, die nach 9/11 die kulturelle Hegemonie übernahmen.

Das sind die Fakten, mit denen wir leben müssen. Hören wir heute von Krawallen in Thessaloniki, die an Bürgerkrieg erinnern, so sollten wir nicht vergessen, das auch sie Folge einer Krise sind, die durch die „Neokonservativen“ in den USA angeheizt worden sind, Folge einer Politik, die die Beherrschung der Welt durch die USA zum Ziel hat.

Beherrschung der Welt durch die USA? Nun, das meint der Spiegel. Ich sehe eher eine weltweite Offensive mit dem Ziel, die demokratische Zivilgesellschaft zu eleminieren.

Diese Bewegung scheint unaufhaltsam.

Die Täter?

Fast schon egal.

Möglicherweise kennt der Präsident sie aber. Am 11.9.2001 gab es eine Wohltätigkeitsveranstaltung der Superreichen in den USA, organisiert von Warren Buffet. Überlicherweise macht man so etwas in einem Nobelhotel … doch an jenem Tag wählte man eine Militärbasis. Zufällig wurden an diesem Tag die USA Ziel eines Angriffes, zufällig hatte Präsident Bush an diesem Tag nichts Besseres zu tun, als unter anderem genau dort zu landen:

As a side note, Warren Buffett, one of the richest people in the world, was hosting an unpublicized charity benefit inside the high security Offutt military base at 8:00 a.m. With him were business leaders and several executives from the World Trade Center, including Anne Tatlock of Fiduciary Trust Co. International, who likely would have died had it not been for the meeting. [San Francisco Business Times, 2/1/02] They watched a lot of the television coverage that morning, but it’s unknown if any of these people were still at Offutt by the time Bush arrived in the afternoon.

Vielleicht war er nur ängstlich und einsam, wollte in den sicheren Schutzkreis seiner Freunde, denen er Steuergeschenke in Billionhöhe gemacht hatte … Geschenke, die neben den Kriegskosten mitverantwortlich sind für den wirtschaftlichen Zusammenbruch der USA.

Vor zehn Jahren habe ich vor einem Fernseher gestanden – so oft es während der Messe ging – und wusste, das die Welt ab nun anders werden würde.

Heute sitze ich vor einem Bildschirm und weiß, das die Möglichkeit besteht, das in zehn Jahren Notstandsverwaltungen in unseren Gemeinden die politische Macht ausüben und wir nicht mehr wagen dürfen, über „Absichten“ von „Entscheidern“ zu spekulieren: deren Entscheidungen sind „alternativlos“ – und somit sowieso nicht hinterfragbar.

Dann haben wir – de fakto – wieder einmal Diktatur.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutschland – Traum oder Albtraum?

Deutschland - Traum oder Albtraum?

Wir wohnen in einem schönen Land, ein einem tollen Land – in einem Land mit für die Welt beispielgebender Kultur und Zivilisation. Ja – jetzt mal nicht meckern, das ist doch so. Hier läuft alles, wie es laufen soll. Da wir Bürger den ganzen Tag mit Erwerbsarbeit, Kindererziehung, Häusle bauen, Vereinsaktivitäten undDorfverschönerung oder Straßenfesten beschäftigt sind, haben wir ein paar Vertreter gewählt, die für uns in unserem Auftrag unsere Interessen im Bundestag vertreten. Dort ist der Ort, wo kontroverse Themen so lange diskutiert werden, bis sich eine für den Bürger optimale Lösung findet. Das ist zuweilen sehr anstrengend, aber dafür haben wir unsere Vertreter ja auch von der Erwerbsarbeit befreit und sie zudem noch finanziell auf das höchste Podest gestellt, das wir uns leisten können. Dafür haben unsere Volksvertreter den ganzen Tag nichts anderes im Sinn, als unsere Lebensqualität zu verbessern, unsere Interessen im Kanon der Vereinten Nationen durchzusetzen und für Frieden, Wohlstand und Sicherheit jedes einzelnen kleinen Bürgers zu sorgen.

Das ist eine wichtige Arbeit.

Krankheit, Scheidung, der Tod eines Lebenspartners … all das kann einen einfachen Bürger trotz allen Fleißes aus dem normalen Lebensweg werfen, manche zerbrechen an Gewalterfahrung oder den Folgen von psychischen Problemen der Eltern. Solche Menschen wurden dereinst von der Dorfgemeinschaft aufgenommen, weil man da noch wußte, das jeder – wirklich JEDER – eine besondere Qualität in sich trägt, die man für alle nutzbar machen kann. Wer überhaupt nichts konnte, durfte Briefträger werden und bekam von jedem Kunden erstmal ein Gläschen Schnaps.

So konnte sich jeder sicher sein, das man auch ihn auffangen würde, wenn er mal scheiterte … und das führte zu großen Erfolgen, denn mit dieser Sicherheit im Rücken konnten Einzelne auf einmal enorme Leistungen erbringen. So haben wir „Zivilisation“ aufgebaut, „Fortschritt“ und „Wohlstand“ erfunden und fanden das auch ganz toll.

Was uns verloren ging – aus organisatorischen Gründen – war das Dorf. Mitlerweile ist sogar die „Familie“ eine ausssterbende Art. Wir haben das zugelassen, weil es für das Individuum Vorteile gab – es konnte endlich seinen eigenen Lebensweg außerhalb der Pläne seiner Familie finden – und wir hatten ja noch unsere Volksvertreter, die Weise auf den Ausfall von Dorf, Stamm und Familie reagierten, in dem sie die Aufgaben dieser sozialen Strukturen übernahmen: der Sozialstaat war geboren und aus der Sicherheit des Sozialstaates heraus konnten noch größere Risiken eingegangen, noch größere Erfolge erzielt werden, die letztlich wieder allen zugute kamen.

Es ist einfach ideal, was wir dort geschaffen hatten, Deutschland, das planetare Dorf ersetzte Deutschland, das Menschenfresserparadies, wir sind Vorbild für die ganze Welt, man liebt uns überall. Wir können voller Optimismus in eine Zukunft schauen, in der jeder Bürger sich gut aufgehoben weiß, in der die gesamte Wirtschaft nur das eine Ziel hat: den Lebensstandard langfristig für alle deutlich zu erhöhen, sorgsam und behutsam mit unseren Ressourcen umzugehen und die tödlichen Nebenwirkungen von Technik drastisch zu reduzieren, die Medien über Wirtschaft und Politik wachen und äußerst wachsam sind, das sich keine gemeinschaftsfeindlichen Elemente in Entscheidungspositionen festsetzen und die Regierung in unser aller Auftrag darüber wacht, das niemand auf dieser Reise verlorengeht – hier gilt vor allem den Armen, Kranken und Schwachen ihr Augenmerk, den die Reichen, Gesunden und Starken kommen auch ohne ihre Hilfe Prima durchs Leben.

Wäre schön, wenn man so etwas schreiben könnte, oder? Wäre doch schön, wenn Schulen wieder lehren würden, wie schädlich „Statussymbole“ sind, anstatt das Kinder wie Reklametafeln für Konzernwerbung herumlaufen, ohne daran zu denken, das andere Kinder wegen dem Markenzeichen Gesundheit und Leben verloren haben.

Wäre schön, wenn man morgens in die Nachrichtenwelt schauen kann und gleich drei Ereignisse präsentiert bekommt, wie Wirtschaft, Politik und Medien unser Leben wieder einmal besser gemacht haben, wie Wohlstand, Sicherheit und Fortschritt wieder einmal drei kleine Schritte weitergekommen sind und die Regierung erneut weitere Menschenrechtsmängel im Alltagsleben ausgemerzt hat – was die Begeisterung des ganzen deutschen Volkes hervorruft.

Stattdessen … wollen die wirtschaftsnahen Medien dem Bundespräsidenten einen Maulkorb verpassen und fordern unverblümt eine Expertendiktatur, wie heute im Spiegel:

Erst fordert Arbeitsministerin von der Leyen für die Euro-Zone das Prinzip „Geld nur gegen Gold“ – nun kritisiert Bundespräsident Wulff barsch die Retter der Währungsunion. Es ist höchste Zeit, dass endlich wieder Euro-Experten die Debatte bestimmen.

Medien brauchen heutzutage Werbepartner. Werbepartner werden deshalb von den Medien überwiegend freundlich behandelt, ihre „Euroexperten“ ebenfalls. Wo wir da als Bürger noch Berücksichtigung finden?

Zahl- und Wahlvieh.

Wirtschaftsexperten freuen sich auf die Inflation, die unsere mühsam erarbeiteten Spargroschen vernichten wird, während anderswo der staatliche Immobilienbesitz enteignet werden soll:

Die Euro-Finanzminister denken offenbar darüber nach, Finanzhilfen für Pleiteländer mit Sachwerten zu sichern. Auch staatlicher Grundbesitz ist dabei eine Option.

Man hat kaum Zeit, sich über die Entwicklung zu erschrecken, die wie ein Blitzkrieg abläuft. Die „Offensive Europa“ rollt unaufhaltsam – mit guten Argumenten. Immerhin ist die Reisefreizügigkeit in Europa vorbildlich zu nennen, auch wenn Deutschland da mal wieder unangenehm auffällt – mit Ressentiments gegen Schwule erinnern wir an ganz alte, dunkle Zeiten. Die Forderung, das Deutschland deshalb noch mehr in Europa mitmischen sollte, kann deshalb bei manchen Nachbarn Besorgnis auslösen, erst recht bei jenen, die sich schon längst vor einem Vierten Reich fürchten – einem Reich, das jetzt real anfängt, Grundbesitz in Nachbarländern zu okkupieren, während in Italien die Senatoren Luxusessen zu Mensapreisen genießen – letztlich wird das wohl mal bezahlt von den Erlösen versteigerter griechischer Grundstücke oder den gestrichenen Arbeitslosenbezüge deutscher Behinderter.

Wir befinden uns in einer Situation, in der erfolgreiche Unternehmer dieses Landes das Bundesverfassungsgericht vor den europäischen Gerichtshof für Menschenrechte bringen,

Der Hintergrund dieser Aktion? Nichts weiter als der Verdacht einer Verschwörung, eines „Staatsstreiches“ von Merkel und Sarkozy, der die Vermögen des deutschen Bürgers vernichten wird.

„Das Verfassungsgericht setzt sich dem Verdacht aus, den politischen und zeitlichen Erwartungen der Bundesregierung zu entsprechen“, heißt es da, und die Beschwerdeführer gehen noch einen großen Schritt weiter.

Es strebe offensichtlich ein politisches Urteil im Sinne der Regierung an. Auf diese Weise werde es zu einer Art Mittäter von selbsternannten Eurorettern, die dabei seien, das Recht zugunsten der Macht zu verdrängen, einer Macht, die im Übrigen nicht von Berlin, sondern allein von Paris aus gesteuert werde.

Das können die doch wohl nicht ernst meinen, denkt man sich. Da sind wir doch in den finstersten Abgründen paranoider Verschwörungsfanatiker zu Gast … und sind ganz weit weg von unserem schönen Traum einer Gesellschaft, in der Medien für Aufklärung, Regierung und Gerichte für Gerechtigkeit und Sicherheit und Wirtschaft für Wohlstand sorgen.

Stattdessen haben wir Medien, die nur noch Propaganda betreiben, eine Regierung, die beständig rund um die Uhr überfordert ist, eine Wirtschaft, die nur noch durch Rechentricks und Ausbeutung Erfolge vorweisen kann und den bösen Verdacht, das hinter all dem auch noch eine Absicht steckt: eine finstere Verschwörung zur Aneignung des Vermögens der deutschen – und europäischen – Bürger.

Ein Alptraum.

Doch der Traum wird noch schlimmer. Mehr und mehr verdichten sich die Hinweise, das Uwe Barschel ermordet wurde. Das so etwas in einem demokratischen, aufgeklärten Rechtsstaat überhaupt denkbar sein sollte, ist schon ungeheuerlich. Noch ungeheuerlicher ist allerdings, wie mit dem Verdacht umgegangen wird: anstatt absolute Klarheit zu schaffen, wird … verdunkelt. Dabei ist das keine Kleinigkeit. Sollte es möglich sein, das ein Uwe Barschel ermordet werden konnte, dann sind wir europäischen Bürger in unserem eigenen Land unseres Lebens nicht mehr sicher, sollten die Ermittlungen auch nur in geringstem Maße eingeschränkt worden sein, dann haben wir es mit einer Gewalt zu tun, die sich den Staat untertan gemacht hat – hier würde ich als Bürger erwarten, das hundert Beamte zehn Jahre lang uneingeschränkt ermitteln dürfen, um absolut sicher zu stellen, das so etwas nicht möglich ist.

In seinem Vorwort nennt der Journalist Stefan Aust, ein Anhänger der Mordtheorie, Willes Buch „das Protokoll einer Mordermittlung im Irrgarten einer politischen Affäre zwischen östlichen und westlichen Geheimdiensten, Waffenhändlern und Hochstaplern.“

Wer sich das Leben des Stefan Aust anschaut, kann zurecht vermuten, das man es hier nicht mit einem paranoiden Verschwörungstheoretiker zu tun hat, sondern mit jemandem der oft genug hinter die Kulissen geschaut hat.

Und so scheint sich der Traum von einer gerechten, sicheren Heimat langsam aber sicher in einen Alptraum zu verwandeln, in dem Politik, Wirtschaft, Gerichte und Medien zum Spielball von Akteuren geworden sind, die soweit hinter den Kulissen arbeiten, das man noch nicht mal ihre Namen kennt.

Aber ihre Meinung, ihren Willen, ihre Absichten erfahren und erleben wir Tag für Tag,  manchmal mit tödlichen Folgen.

 

 

 

 

 

 

 

Staatsbankrott USA – eine Riesenverschwörung!

Staatsbankrott USA - eine Riesenverschwörung!

Man macht uns ja beständig klar: Verschwörungen gibt es nicht. Das sich mal zwei Menschen treffen, um etwas gegen einen dritten zu auszuhecken ist in der bekannten Geschichte der Menschheit auch noch nie vorgekommen. Der Mensch an sich ist edel, gut und gerecht. Besonders trifft dies für die Elite der Menschheit zu, die aus diesem Grund ihre Doktorarbeiten gerne auch von jemand anderes abschreiben. Niemals würden sie auf die Idee kommen, irgendetwas gegen den Staat oder ihre Mitmenschen zu unternehmen, erst recht nicht, um selbst einen finanziellen Vorteil daraus zu ziehen. Dieserart denken nur die Sozialschmarotzer, die den ganzen Tag nur damit zubringen, anderen erfolgreich auf der Tasche zu liegen. Und so richtig große Dinge wie Kriege oder Wirtschaftskatastrophen haben erst recht nichts mit Absprachen und Planungen zu tun, vor allen Dingen Kriege fallen einfach so vom Himmel: da handeln alle nur auf Befehl – und ganz ganz ganz weit oben herrscht konkurrenzlos die Alternativlosigkeit. Gut zu wissen, das die großen Medien jetzt einfach mal mit diesem Märchen aufräumen und für einen kurzen Moment den Vorhang beiseite ziehen, hinter dem man sonst so gerne die Wirklichkeit versteckt: hinter der momentanen Krise der USA steckt nichts weiter als eine handfeste Verschwörung vermögender Kreise gegen das Volk – diesmal ganz offen vorgelebt.

Zentrale Figur in diesem Spiel ist der Lobbyist Grover Norquist.

„Norquist ist wie ein römischer Kaiser“, sagte ein Politikberater dem Magazin „Business Week“. „Er hebt und senkt den Daumen.“ Seine Macht sei heute größer als jemals zuvor.

So berichtet uns der Spiegel und führt weiter aus:

Diese Macht hat Norquist nicht zuletzt Obamas Vorgänger zu verdanken. Als Dank für die Unterstützung im Wahlkampf senkte George W. Bush junior massiv die Steuern für Besserverdienende. Diese Regeln gelten bis heute und tragen einen Gutteil zum Mega-Defizit der USA bei.

Das Handelsblatt informiert uns über die möglichen Folgen:

Die Folgen: Die Agenturen können kaum anders, als die Kreditwürdigkeit der USA herabzustufen. Die US-Regierung wird Ausgaben priorisieren, um so lange wie möglich zumindest die Schulden zu bedienen. Zahlungen an Kommunen und Bundesstaaten, Angestellte, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger werden verzögert. Den USA droht eine Rezession. Die Märkte spielen verrückt, mit weltweit fallenden Aktienkursen. 

Es ginge sogar noch schlimmer: im Notfall könnte Obama den Notstand ausrufen – das Land hätte neben Norquist noch einen weiteren Kaiser.

Aber selbst wenn die USA – wie zu erwarten ist – doch noch die Kurve kriegen … vor der Abwertung wird sie das momentane Theater nicht schützen:

Selbst wenn die USA den Zahlungsausfall abwenden, droht dem Staat eine Herabstufung des Ratings. Daran dürfte sich der Finanzmarkt ohne dramatische Folgen gewöhnen. Dennoch lässt die politische Eskalation Schlimmes befürchten.

So beschreibt das Manager-Magazin die Entwicklung um am Schluß des vierteiligen Artikels nochmal sehr deutlich zu werden:

Das eigentliche Drama, meint der Ökonom Dean Baker, Leiter des Center for Economic and Policy Research in Washington, bestehe darin, dass die US-Politik die gesamte Krise unnötigerweise selbst verschuldet habe. Die USA hätten weiterhin reichlich Kredit am Finanzmarkt, nur das Parlament hindere die Regierung daran, ihre Rechnungen zu bezahlen. „Das ist, wie wenn jemand sein Scheckbuch verliert, aber 20.000 Dollar auf dem Konto hat“, sagt Baker. „Es fehlt nicht an Mitteln, aber man kommt nicht heran.“

Das hört sich noch deutlicher nach Willen und Absicht an … und es steckt hinter dem Vorgehen ja auch eine finstere Absicht.  Nochmal zurück zum „Spiegel“:

Der Anti-Steuern-Lobbyist feiert die Schuldenkrise in einer Pressemitteilung als „Chance für alle Steuerzahler“. Nun sei die Regierung endlich gezwungen, die Ausgaben des Staates deutlich zu reduzieren. 

Was nur hier nicht weiter ausgeführt wird: diese „Chance für den Steuerzahler“ wird mit dem Leben von Rentnern und Arbeitslosen bezahlt. Da wird sich so mancher Rentner, der bislang zum Selbstschutz noch auf Arbeitslose herabgeblickt hat, noch überrascht umschauen wenn er merkt, das Rentner auch nur überalterte Arbeitslose sind, mit denen man jetzt auch langsam die Geduld verliert. Es geht hier ganz konkret um Hunger, um eine direkten Angriff auf den Staat, der auch offen zugegeben wird,  hier aus der „Welt„:

Was er vom Staatssystem Amerikas hält, hat Grover Norquist einmal sehr plakativ zusammen gefasst. Er habe nichts gegen den Staat, solange er so klein sei, dass er ihn ins Badezimmer zerren und dort in der Wanne ertränken könne. 

Man würde so etwas auf gut Deutsch einfach einen „Staatsfeind“ nennen … den Agenten einer staatsfeindlichen Macht, der brutalste Gewalt gegen das Volk anwendet, um es verhungern zu lassen – und doch ist Herr Norquist ein geschätzter Mann in den USA. Er ist ja auch nicht allein – er ist nur ein Lobbyist, ein Agent. Das Geld, das ihn zum Kaiser der USA macht, das Geld, mit dem er Karrieren schaffen oder ruinieren kann, spenden andere.

Aus anderer Sicht, mit anderen Worten haben wir es aber hier mit nichts anderem zu tun als mit einer Verschwörung einer kleinen Gruppe asozialer Elemente gegen den Staatenbund der USA. So ein Lobbyist fällt nicht vom Himmel, ebensowenig der Apparat, mit dem er seine Manipulationen betreibt. Hier ist ganz viel Geld im Spiel … und im Prinzip ist das nichts anderes als das, was am 11.9.2001 geschah: nur ist es teurer, hält länger an und verursacht möglicherweise einen noch größeren Schaden.

Man sollte sich diesen Moment merken: jenen Moment, wo wir das erste Mal öffentlich erfahren durften, das es wirklich Verschwörungen in den USA gibt, Verschwörungen, die nach Ansicht der Chinesen geeignet sind, die ganze Welt ins Chaos zu stürzen – siehe Handelsblatt:

Es gehe das Risiko ein, dass die noch schwache wirtschaftliche Erholung nicht nur in den USA, sondern in der ganzen Welt wieder stranguliert werde. Kommentator Deng Yushan warnte vor einer zweiten Rezession – „nur könnte es diesmal eine viel größere Sauerei werden“. Es drohe eine Rezession wie die von 2008, die auch in den USA ausgelöst worden sei.

Dürfen wir dann auch ganz kurz darüber nachdenken, das die Herabstufung Spaniens durch US-Ratingagenturen möglicherweise auch durch … solche Typen ins Rollen gebracht wurde?

Nein, das dürfen wir nicht.

Die Arbeit des hochgeschätzten Herrn Norquist wird möglicherweise die ganze nördliche Hemisphäre in ein unglaubliches Chaos stürzen, aus dem die USA mit einer Notstandsregierung (wahrscheinlich militärgestützt) hervorgeht und sich in eine offene Diktatur verwandelt, womit die Aufklärung der vielen Absonderlichkeiten zum 11.9.2001 völlig illusorisch würde, weil das Volk von heute auf morgen ganz andere Sorgen haben würde.  Welch´ Zufall, das man dann genau jenes Ziel erreicht hat, das die Verschwörungsanalytiker vom 11.9.2001 vorausgesagt haben.

Auf einmal wird in ziemlich dunkles Bild sehr rund … pünktlich zum zehnten Jahrestag.

Gut, das es keine Verschwörungen gibt.

Gut, das Grover Norquist und seine 5000 Kollegen, die den Deutschen Bundestag belagern, nur eine Märchengeschichte darstellen, mit denen der Spiegel die wenigen Leser erschrecken will, die noch Nachrichten wirklich lesen und nicht nur die Bilder anschauen.

Wäre das alle wirklich echt … es wäre schon ungeheuerlich. Man dürfte sagen: der künstliche herbeigeführte Staatsbankrott der USA wäre das Ergebnis einer Riesenverschwörung. Wer so denkt, fühlt und handelt … der sprengt auch die eigenen Hochhäuser in die Luft oder manipuliert Beweise für Massenvernichtungswaffen in Opferländern. da hätte ich gar keinen Zweifel.

 

Attentate in Norwegen und andere Verschwörungen

Ich dachte, es würde reichen, einen kleinen Hinweis zu geben auf die Wirkung menschenverachtender Meinungsmache in Medien und Politk und darauf, das es in einem bestimmten Klima nur eine Frage der Zeit ist, bis ein Anders B. Breivik zur Tat schreitet. Ich dachte, es würde ausreichen, ein wenig über Dämonen und Exorzisten zu schreiben, über ein Klima, das dunkelste Triebe des Menschen wachsen lässt und von religiösen Menschen schon vor Jahrtausenden beschrieben wurde ... in ältesten Texten der Menschheit finden wir Beschreibungen des Kali-Yuga, heute sehen wir dasselbe - nur nennen wir es Mechanismen der psycho-sozialen Zerstörung. Die Beschreibungen ähneln sich sehr - nur die Einordnung in die Weltdeutungssysteme ist unterschiedlich. Immerhin schreibe ich schon seit über zwei Jahren gegen diesen Wahnsinn an - und rege mich doch nicht umsonst über steigende Dekadenz und sarrazinische Verantwortungslosigkeiten auf: so etwas endet immer sehr blutig. Um das zu wissen, wurde mal Geschichtsunterricht für Hauptschulen eingeführt. Auch wenn manche das gerne glauben: ein Hitler fiel nicht vom Himmel, es bedurfte einer gewissen Umgebung, um ihn zu züchten ... und in diese Umgebung kommen wir nun mit Anders B. Breivik wieder. Zeit sich daran zu erinnern.

Ich dachte, es würde reichen, einen kleinen Hinweis zu geben auf die Wirkung menschenverachtender Meinungsmache in Medien und Politk und darauf, das es in einem bestimmten Klima nur eine Frage der Zeit ist, bis ein Anders B. Breivik zur Tat schreitet. Ich dachte, es würde ausreichen, ein wenig über Dämonen und Exorzisten zu schreiben, über ein Klima, das dunkelste Triebe des Menschen wachsen lässt und von religiösen Menschen schon vor Jahrtausenden beschrieben wurde … in ältesten Texten der Menschheit finden wir Beschreibungen des Kali-Yuga, heute sehen wir dasselbe – nur nennen wir es Mechanismen der psycho-sozialen Zerstörung. Die Beschreibungen ähneln sich sehr – nur die Einordnung in die Weltdeutungssysteme ist unterschiedlich. Immerhin schreibe ich schon seit über zwei Jahren gegen diesen Wahnsinn an – und rege mich doch nicht umsonst über steigende Dekadenz und sarrazinische Verantwortungslosigkeiten auf: so etwas endet immer sehr blutig. Um das zu wissen, wurde mal Geschichtsunterricht für Hauptschulen eingeführt. Auch wenn manche das gerne glauben: ein Hitler fiel nicht vom Himmel, es bedurfte einer gewissen Umgebung, um ihn zu züchten … und in diese Umgebung kommen wir nun mit Anders B. Breivik wieder. Zeit sich daran zu erinnern.

Reliinfo.ch  beleuchtet in einer kurzem Artikel die Dunstkreise europäischen Okkultismus (oder Satanismus – die Einteilung richtet sich ganz nach der persönlichen Einstellung) aus, die in vielerlei Hinsicht in dem Denken und Fühlen der Nationalsozialisten Niederschlag gefunden haben. 2011 kann man – hoffe ich – sagen, das sich die Gräuel des Nationalsozialismus deutlich überzeugender als religiöser Wahn beschreiben lassen denn als nüchtern-rationale politische Bewegung: ein von der „Vorsehung“ gesandter Führer, der das auserwählte Volk als Erlöser in ein goldenes Zeitalter führt.

Hören wir dazu Horst Mahler, einen der bekanntesten Rechtsextremisten in Deutschland und Europa:

Hitler war der Erlöser des deutschen Volkes. Nicht nur des deutschen Volkes. Und er ist als Erlöser von Satan dämonisiert worden, damit jeder Gedanke an den Erlöser ausgetilgt ist im Bewusstsein der Deutschen und der Welt überhaupt. 

Das … ist die Sprache der Religion, die die Richter des Nürnberger Prozesses überforderte – wahrscheinlich auch, weil die religiöse Dimension der Vorkommnisse den Verstand vieler rationaler Pragmatiker überfordert hätte wie die Tragödie von Guyana, die Manson Massaker oder eben … die industrielle Vernichtung menschlichen Lebens aus Gründen der „Rassenhygiene“.

„Rassenhygiene“ ist nun auch ein Tatmotiv des norwegischen Massenmörders … bei dem ich froh wäre, wenn ich der offiziellen Theorie des durchgeknallten Einzeltäters folgen könnte. Aber wie es mit offiziellen Theorien nun mal so ist: in letzter Zeit sind sie recht oberflächlich, wäre ich den ersten von ihnen gefolgt, so würde ich jetzt Moslems wegen der Anschläge verurteilen – was übel gewesen wäre. Warum sollte ich also jetzt der nächsten Theorie folgen, die mir den psychopathischen Einzelgänger präsentieren möchte, zumal es jetzt schon verschiedene Berichte über einen zweiten Täter gibt?

In der Bibliothek der evangelischen Fakultät der Ruhruniversität Bochum fand ich dereinst einige älter Bücher über Satanisten, die beschrieben, wie Satanisten ihr „Opfer“-Problem lösten. Das Buch war aus den fünfziger- oder sechziger Jahren und beschrieb die Methodik anhand vieler gut bebildeter Beispiele. Das Problem dieser Religion war, das sie Menschenopfer verlangte. Die in der Regel aber gut situierten Anbeter des „Lichtbringers“ wollten aber nicht mit dem normalen, weltlichen Gesetz in Konflikt kommen – das paßte einfach nicht in die Lebensplanung. Also entwickelten sie eine Methode, die bis in die heutige Zeit funktionieren soll: man gründet diverse Tarnorganisationen, die nichts anderes zu tun haben, als die Beobachtung von Menschen zu erlauben – in ihrem Falle waren das diverse, harmlose okkulte Zirkel, die mit Oma redeten oder Opa erscheinen ließen. Ab und zu fand man Menschen, die aufgrund ihrer psychischen Grundstruktur dafür geeignet waren, „auserwählt“ zu werden, wobei die Überwältigung durch die Erfahrung des „auserwählt seins“ schon zu dem Täterprofil gehörte.  Der „Auserwählte“ wurde fortan sepparat geführt, hatte keinen Kontakt mehr zum „inneren Zirkel“ (auch keinen indirekten) aber wurde aber über diverse Umwege finanziert.

Selbstmordattentäter aller Kulturen kennen dieses Prinzip, Terroristen jeder Art auch … und hier kommen gleich Zweifel ins Spiel, was die neue Medientheorie über Anders B. Breivik angeht.

Auf das erste Puzzelstück dieser Art bin ich in der Süddeutschen Zeitung gestoßen:

Inzwischen ist klar, dass Breivik früher Mitglied der rechtspopulistischen Fortschrittspartei FrP und seiner Jugendbewegung war. Der Tatverdächtige sei zwischen 1999 und 2006 FrP-Mitglied gewesen, teilt die Partei inzwischen selbst mit. Zwischen 2002 und 2004 habe er eine verantwortliche Stellung innerhalb der Jugendorganisation FpU innegehabt.

Da hätten wir das Äuquivalent zu den „okkulten Zirkel“ und den üblichen – irrationalen – Bruch mit der Bewegung, der er ja – wie es momentan scheint – gedanklich treu geblieben scheint. Gleichzeitig bezieht sich die Süddeutsche auf das Dagbladet, das ihn als Freimaurer sieht, bei dem katholischen Kreuz-net ist er in voller Montur zu sehen.  Eigentlich nicht weiter erwähnenswert … bis man merkt, das seine Denkweise doch tiefer blicken läßt. So erwähnt die „Welt“ Details, die aufhorchen lassen, wenn sie von einem Freimaurer kommen:

In dem englischsprachigen Manifest bezeichnete sich B., der ein englisches Pseudonym verwendete, als Tempelritter. Das Dokument, das „Welt Online“ vorliegt, trägt den Titel „2028 – Eine Europäische Unabhängigkeitserklärung“ und enthält eine Analyse der politischen und gesellschaftlichen Situation Europas und Bs. Wunsch, eine bewaffnete kulturelle Revolution einzuleiten, um eine Islamisierung und den Kommunismus einzudämmen. Unterzeichnet ist es mit „Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels“.

Der Mann, der jetzt offiziell als „psychopathischer Einzelgänger“ verkauft wird – trotz anderslautender Zeugenberichte – sah sich selber in größeren Zusammenhängen.

Jahrhundertelang wurde bei den Freimaurern mit sehr viel Geld und noch mehr Aufwand versucht, einen Beweis zu erbringen, dass es eine direkte Verbindung zu den Tempelrittern gibt, leider ohne jeden Erfolg. Trotzdem halten sich bis heute hartnäckige Gerüchte und diese These wird immer noch von einigen Logen vertreten.

Diese Thesen mögen historisch nicht weiter haltbar sein (wiewohl es Anzeichen dafür gibt, das mystisches Gedankengut der Templer über Schottland in die Traditionen des schottischen Ritus der Freimaurerei eingeflossen sind), was jedoch die Praktiker der Orden nicht davon abhalten muß, ihrerseits ihre Weltbilder zu pflegen:

Da heisst es, dass gewisse Kreise der Freimaurer „nach wie vor unverblümt die Zerschlagung der katholischen Kirche als oberstes Ziel nennen“ (19). Tatsächlich bekennt dem Gastronomieredaktor Peter Gnaiger (*1969) ein anonymer Informant am Ende eines 12seitigen Interviews, „man könne sich die heute agierenden Templer ruhig als militärischen Arm der Freimaurer vorstellen“ (31).

Man kann über diese Untersuchungen über Geheimbünde in Österreich spotten – was jedoch nichts daran ändert, das sich die „Gläubigen“ selbst weiterhin in solchen Dimensionen definieren und danach handeln.

Und deshalb … wäre die Frage nach dem Geld zu klären. Wer finanziert eigentlich einen Horst Mahler? Und woher kommt das ganze Geld des Attentäters von Oslo? Gestern las ich noch von einer Firma mit 700 Mitarbeitern – eine Meldung, die ich heute nicht wiederfinde. Überraschenderweise meldet die Welt heute, das er so arm war, das er bei seiner Mutter wohnen musste, um Geld zu sparen.

Dafür offenbart sich anderes: der Mann, der 2006 die Partei verlassen hat, die seinem Denken am nahesten stand, der Mann, der sich selbst als armer Ritter Christi verstand, als jemand, der bereit ist, für die „Bewegung“ ein notwendiges Opfer zu bringen, fängt 2009 mit der konkreten Planung seines Werkes an:

Im Frühling 2009 gründete der Einzelgänger eine Ein-Mann-Firma in Hedmark, angeblich, um verschiedene Gemüsesorten und Früchte anzubauen. Damit hatte er Zugriff auf Düngemittel – einen Rohstoff für selbst gebastelte Bomben. Er wohnte trotz der Hedmarker Meldeadresse weiter in Rana, östlich von Lillehammer.

Der kleine Kotten auf dem flachen Land war wohl nur eine Tarnfirma. Viel Gewinn wird ein ungemähter Rasen wohl nicht abwerfen zumal er dort kaum wohnte. Wenige Monate nach dem Kauf des Kotten beginnt er die Arbeit an seinem „Manifest“  mit dem Hinweis auf eine merkwürdige Seite, die muslimische Gewalttätigorgien in Frankreich beschreibt:  der Untergang des christlichen Abendlandes scheint deutlich vor Augen zu stehen.

Der Spiegel zitiert weiter:

Das Dokument enthält außerdem einen Lebenslauf, in dem Breivik unter anderem Firmen aufzählt, die er nach eigenen Angaben zur Finanzierung seines politischen Wirkens gegründet hat – und deren Einnahmen „auf unkonventionellem Weg“ nach Norwegen geleitet wurden: über eine Firma mit Sitz in Antigua.

Auch das sollen wir nun einfach schlucken: der perverse, geistig wirre Einzeltäter soll es geschafft haben, ein Firmenimperium zu gründen (noch mehr ungemähtes Gras?) und das Geld am Fiskus vorbei über Antigua wieder nach Norwegen zu schleusen? Oder gab man ihm Geld … weil er „auserwählt“ wurde. Einen Bruch kann man laut Welt erkennen:

Wann B. den Gedanken an die Schaffung einer christlich-nationalen Gegenöffentlichkeit und Gegenkultur aufgab und sich zur Propaganda der Tat entschied, ist noch unklar. Doch war die Tat offenbar von langer Hand vorbereitet. „Der größte Fehler, den meisten Menschen machen“, schrieb er, „ist dass sie davon ausgehen, dass ‚jemand anders‘, die Anstrengungen für sie machen wird.“

Wann kam also jemand auf ihn zu und machte ihm klar, das er dieser „jemand“ sein könnte? Welche Wege nahm das Geld, das ihm zur Verfügung stand – und wenn es wirklich jenes Firmenimperium gab: wer versorgte es mit Aufträgen? Wer brachte ihm bei, Bomben zu bauen? Warum ignorierte die Polizei die Warnungen bezüglich des Düngemitteleinkaufs – hier zu finden im Spiegel:

Die Polizei war zudem offenbar auf Unregelmäßigkeiten hingewiesen worden. Bis zu 5000 Kilogramm Düngemittel soll Breivik erworben haben, zumindest einen Teil verwendete er, um Sprengstoff herzustellen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP hatte ein Geschäft die Polizei wegen des Großeinkaufs von Düngemitteln alarmiert.

Ist es so verwegen, das ich den Verdacht äußere, das hier vielleicht jemand gezielt ausgesucht, „auswählt“ worden ist, um ein Exempel zu statuieren, ein Fanal zu setzen, ein Opfer zu bringen …. oder viele Opfer?

Hören wir dazu norwegische Wissenschaftler, zitiert im Spiegel:

Die Taten von Oslo und Utøya könnten nach den Worten des Wissenschaftlers Segal eine gefährliche Eskalation dieser Entwicklung markieren: „Die Taktik dieses Angriffs wäre frappant, wenn er auf einen einheimischen, weit rechts angesiedelten Täter zurückgeht. Dass jemand versucht, den norwegischen Ministerpräsidenten zu töten, ist eine Sache und nicht überraschend für Extremisten. Aber ganz normale Bürger auf diese Weise zu töten, ist sehr, sehr ungewöhnlich, auch für Rechtsextreme oder Rassisten, und ganz bestimmt für solche in Europa.“

Und wenn „normale“ Bürger anfangen, „normale Bürger“ und Ministerpräsidenten zu töten? Ein Täter, der „aus dem Nichts kam“, wie viele Zeitungen gestern und heute schrieben, könnte hundert Gesinnunsbrüder haben – gleich nebenan.

Gut das uns die norwegische Polizei und der Ministerpräsident dazu auffordern, nicht über die Hintergründe des Täters und die Motive der Tat zu spekulieren – in drei Tagen ist das alles wieder vergessen. Niemand interessiert sich mehr dafür, ob es ein kleiner Spinner mit viel Geld war – oder möglicherweise nur ein „ausgewählter Auserwählter“.

Mein größter Horror gesten war: die Verdrängung der Horrormeldungen von Oslo vom Titelplatz bei Spiegel-online durch die Nachricht vom Tode einer Soulsängerin: so schnell wird der Horror verdrängt und vergessen.

Auch von einem Hitler sagte man, er sei „auserwählt“ gewesen. Es gab aber Menschen, die in auserwählt haben: Dietrich Eckhart zum Beispiel, Chefredakteur des völkischen Beobachters.

Er prägte 1919 als Mitbegründer der NSDAP den nationalsozialistischen Kampfbegriff „Drittes Reich“, womit vor allem eine Verbindung von chiliastischer Esoterik und politischem Ziel gemeint war: „Im deutschen Wesen ist Christ zu Gast – drum ist es dem Antichristen verhaßt.“[6] Im August 1921 wurde Eckart Chefredakteur des Völkischen Beobachters, nachdem er das Geld für dessen Übernahme im Dezember 1920 beschafft und Hitler gegen innerparteiliche Kritiker in Schutz genommen hatte.

Bis zum Frühsommer 1915 wohnte Eckart mit seiner Familie in Bad Blankenburg;[4] danach zog er nach München-Schwabing, wo er in Kontakt mit völkischen Kreisen wie dem Fichte-Bund und der Thule-Gesellschaft kam[2] und als Verfasser okkulter, alternativreligiöser, rechtsradikaler und antisemitischer Traktate hervortrat. 

Hitler? Damals ein Mensch, der lange Zeit ziemlich unpolitisch wirkte, was sich plötzlich änderte:

Gerade in dieser Zeit begann Hitler, erstmals eine gewisse politische Aktivität zu entwickeln. Von 1919 stammt „Hitlers erstes politisches Dokument“

Den „Völkischen Beobachter“ übernahm Eckart von „Freiherr von Sebottendorf„:

Der zeitweise sehr vermögende Sebottendorf war im Umfeld der Völkischen Bewegung, der Zerschlagung der Münchner Räterepublik, der Freikorps und antisemitischenGeheimbünde sowie als Verleger des Völkischen Beobachter aktiv. Um 1918 versammelte er Gesinnungsgenossen, so in der Thule-Gesellschaft, von denen etliche zum späteren Führungspersonal der NSDAP gehörten. Sebottendorf selbst blieb die von ihm erstrebte Anerkennung als Wegbereiter des Nationalsozialismus versagt.

Warum ich den erwähne? Weil Sebottendorf ein erstaunliches Phänomen darstellt: geboren als Sohn eines Lokführers in Hoyerswerda wird er bald zum Baron – und erstaunlich vermögend. Dann bastelt der an diversen Organisationen, die die Geburt der NSDAP begleiten. Es lohnt sich schon, die Biographie genauer anzuschauen:

Rudolf Glauer wuchs als Sohn eines Lokomotivführers in Hoyerswerda auf. Er machte sein Abitur und ging nach Berlin, um an der Technischen HochschuleIngenieurwissenschaften zu studieren, brach sein Studium aber ab. Im April 1898 heuerte er als Heizer auf einem Schiff von Bremerhaven nach New York an und fuhr mehrere Jahre zur See, u.a. auch in den Orient, wo er sich mit Okkultismus beschäftigte.[1] Von 1901 bis 1914 hielt er sich wiederholt in der Türkei auf. In Bursa machte er 1901 die Bekanntschaft eines griechischen Juden namens Termudi, der ihn in eine Freimaurerloge eingeführt haben soll. Der britische Esoterik-Forscher Nicholas Goodrick-Clarke vermutet, dass die Loge in Bursa mit französischen Logen des Memphis-Ritus in Verbindung stand.  Von Termudi erbte Sebottendorf auch dessen Bibliothek okkultistischer Bücher.[2]

Darüber hinaus beschäftigte er sich mit der islamischen Mystik, dem Sufismus, der Theosophie Helena Blavatskys sowie dem ariosophischen Ableger der Theozoologie des Lanz von Liebenfels. In seinem 1924 erschienenen Werk beschreibt Glauer Begegnungen mit dem Sufismus, insbesondere der Bektaschi-Derwisch-Orden, die er als „alte türkischer Freimaurerei“ tituliert. In deren Praktiken, die zur feinstofflichenUmwandlung des Körpers dienten, glaubte er rosenkreuzerische Traditionen zu erblicken.[3][4] Mit seinem Werk lieferte er durch die Überlagerung der Derwisch-Praxis mit den Buchstabenübungen J. B. Kerningsund Karl Kolbs der Buchstabenmagie neue Impulse.[5]

1910 soll er eine mystische Loge in Istanbul gegründet haben.[6]

Im Orient wurde Glauer nach eigenen Angaben von einem Baron Heinrich von Sebottendorf adoptiert und nannte sich seitdem Rudolf Freiherr von Sebottendorf. 

1913 kauft er in Berlin ein großes Anwesen. Finanziert … durch wen?

Das ist jetzt einhundert Jahre her. Hundert Jahre später kommt ein norwegischer armer Ritter Christi daher, dessen Wortwahl sich in denselben kruden Bahnen bewegt. Seine Gedankenwelten können von den Ermittlern kaum nachvollzogen werden – auch sein Anwalt ist laut Spiegel ratlos:

Breiviks genaue Begründung für die Taten wollte der Anwalt nicht wiedergeben, ehe er sie nicht noch einmal genau durchdacht habe. Die Ausführungen des Attentäters seien zum Teil unverständlich gewesen. „Es ist ausgesprochen schwer für mich, eine vernünftige Zusammenfassung von dem zu geben, was er in dem Verhör gesagt hat.“

Ähnlich erging es wohl denjenigen Menschen, die versuchten, Hitlers Gedankenwelt zu ergründen. War ja auch nicht seine eigene – eher die seiner „Förderer“.

Daran habe ich mich erinnert, als ich heute die Berichte über Anders B. las: jene seltsame Mischung aus Freimaurertum, Templerlegenden, Rassismus und merkwürdigen Geldströmen kam mir bekannt vor.

Vielleicht alles Mumpitz.

Vielleicht stimmt die neue offizielle Theorie ja wirklich – auch wenn ich gestehen muß, das die Videoaufnahmen einer zweiten Bombenexplosion schon zum Nachdenken anregen.

Aber können wir es uns wirklich erlauben, die Möglichkeit a priori auszuschließen, das es außerhalb des Sichtkreises konzernfinanzierter Medien Kräfte und Gewalten gibt, die schon mal ein Opfer wollen – aus welchen Gründen auch immer? Oder die gezielt Impulse schaffen für eine ganz neues gesellschaftliches Klima?

Klar – WIR glauben auch nicht daran. Für UNS sind die Gedanken dieser Leute wirre. Wie lachhaft, das ein Charles Manson glaubte, Frauen hätten keine Seele.

Das hat ihn aber nicht dran gehindert, zu morden.

Und mit einem muss man auf jeden Fall rechnen: die Kreise, die einen Hitler in frühen Jahren gefördert haben, sind nicht mit dem Dritten Reich untergegangen.

 


 

 

 

 

 

Horst Mahlers Brief an Gerhard Schröder: vom Sieg des Nationalsozialismus am Ende der Geschichte

Meiner Meinung nach kann man die Zeit in Deutschland von 1933-1945 nur begreifen, wenn man den Nationalsozialismus als Religion begreift und seine Ausschweifungen als religiösen Wahn, vergleichbar mit den Hexenverbrennungen im Mittelalter. Horst Mahler bestätigt in einem Interview von Vanity Fair genau diese Sichtweise - als Gläubiger: das auserwählte deutsche Volk mit seinem von Gott gesandten Führer Hitler (eine Art Christus für Menschenfresser) im kulturhistorischem Endkampf mit dem Volk des "Satans": den Juden. Hier betreten wir die Welt von Harry Potter, Frodo Beutlin und Luke Skywalker - alles Belege dafür, das Geschichten dieser Art den Menschen wirklich unter die Haut gehen.

Meiner Meinung nach kann man die Zeit in Deutschland von 1933-1945 nur begreifen, wenn man den Nationalsozialismus als Religion begreift und seine Ausschweifungen als religiösen Wahn, vergleichbar mit den Hexenverbrennungen im Mittelalter. Horst Mahler bestätigt in einem Interview von Vanity Fair genau diese Sichtweise – als Gläubiger: das auserwählte deutsche Volk mit seinem von Gott gesandten Führer Hitler (eine Art Christus für Menschenfresser) im kulturhistorischem Endkampf mit dem Volk des „Satans“: den Juden. Hier betreten wir die Welt von Harry Potter, Frodo Beutlin und Luke Skywalker – alles Belege dafür, das Geschichten dieser Art den Menschen wirklich unter die Haut gehen.

Horst Mahler sitzt nun im Gefängnis. Das macht er gern, das gehört zur Show der gezielten Leugnung des Holocaustes. Seine Argumente sind leicht zu Widerlegen: 1930 gab es weltweit 15, 8 Millionen Juden, momentan – 2011 – sind es wieder knapp 13 Millionen: da scheint es schon ein paar Vernichtungslager gegeben zu haben: selbst wenn man die Schätzungen zugrundelegt, die von aktuell 17 Millionen Juden ausgehen ist da noch genug Luft. Jude zu sein war nie sonderlich angenehm, Judenfeindlichkeit ist ein weit verbreiteter Wahn, weshalb alle Völker immer gern doppelt so heftig auf Deutschland zeigen: in Polen gab es Progrome gleich nach dem Einmarsch der Wehrmacht und ein Jahr nach der Kapitulation der Wehrmacht, selbst die USA wollten noch 1939 kein Schiff mit Juden aus Deutschland an Land lassen und schickten sie zurück in die Vernichtungslager.  Dabei würde eine Widerlegung des Holocaustes die NS-Zeit auch nicht freundlicher dastehen lassen: die Vernichtung von Behinderten, Roma oder politischen Gegnern ist nicht weniger bestialisch als die Vernichtung von Juden, Raub, Mord, Plünderung und Vergewaltigung werden nicht salonfähiger, wenn man sie in Uniform begeht. Der kleinste gemeinsame Nenner der NS ist in meinen Augen die Freude am Scheiterhaufen: blanker Sadismus. Solche Menschen gibt es und wenn sie sich verbünden und verbrüdern wird es schnell gefährlich auf den Straßen.

Nun ist uns ein Dokument überlassen worden, das Horst Mahler mit anderen denkwürdigen Deutschen zusammenbringt: ein Brief an den damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder, wie auch Otto Schilly oder Hans Christian Ströbele ein Freund Horst Mahlers aus alten Zeiten. Schon seltsam, das solche herausragenden Köpfe der deutschen Innenpolitik freundschaftliche Bande hatten – oder auch nicht, stehen doch Schröder und Schilly für Sozialstaatsabbau und Angriffskriege. Dieser Brief ist in einigen Foren zitiert worden. Was unseren besonders macht: es stammt aus einer Quelle, die sich die Echtheit von Mahler hat bestätigen lassen und eine Kopie des Schreibens besitzt.

Fragt man nun nach der historischen Dimension dieses Dokuments, so hat es keine. Es enthüllt die Sichtweise rechter Kreise auf die Politik er letzten Jahrzehnte mit dem deutlich erkennbaren Ziel, die deutsche Schuld herunterzurechnen. Man bräuchte es eigentlich gar nicht zur Kenntnis nehmen, wenn nicht die Geschichte um Pearl Harbour weitgehend den Tatsachen entspräche: Admiral Kimmel wurde 1999 posthum rehabilitiert, weil man erkannt hatte, das man ihm Informationen über den japanischen Angriff vorenthalten hatte, weitere Arbeiten zu diesem Thema liegen mitlerweile vor, weshalb Wikipedia die Vorkommnisse im Vorfeld des japanischen Angriffes von Pearl Harbour trotz der offiziellen Rehabilitation Kimmels immer noch als „Verschwörungstheorie“ führt,  kann nur durch des offizielle Verschwörungstabu der westlichen Wertegemeinschaft erklärt werden.

Doch lauschen wir erstmal dem NPD-Anwalt, Ex-SPD-Mitglied, Ex-NPD-Mitglied und Ex-Räuber Horst Mahler:

Horst Mahler, Paulsborner Straße 3, 10709 Berlin

Herrn Gerhard Schröder

c/o Bundeskanzleramt

Berlin

Berlin und Leipzig, den 9. November 1999

Lieber Gerhard Schröder,

da ich diese Zeilen in freundschaftlicher Absicht an Dich richte, vermeide ich es, Dich mit Deiner Amtsbezeichnung anzusprechen. An dieser kannst Du unmöglich Freude haben, denn Du führst eine Vasallenregierung – und Du weißt, daß ich das weiß. Es wäre ungerecht, Dir Salz in die Wunde zu streuen.

Wir waren uneins in der Frage, ob, wenn Du Dein Ziel, Bundeskanzler zu werden, je erreichen würdest, Du das Schicksal unseres Volkes auf parlamentarischem Wege – mit den Parteien, wie sie nun einmal sind – zum besseren wenden könntest. Du warst zuversichtlich, daß Dir das gelingen würde. Heute weißt Du, daß Du Dich geirrt hast und ich recht hatte.

Noch vor Deiner Vereidigung haben Dir Bill Clinton und Madleine Albright klar gemacht, daß Du den Befehlen der US-Regierung zu gehorchen hast. Als ihr Befehlsempfänger hast Du Dich des Verbrechens, einen Angriffskrieg zu führen, schuldig gemacht. Und daß Du (vorläufig) nicht unter Anklage gestellt wirst, hast Du dem Eidbruch des Generalbundesanwalts zu verdanken, der den Mut nicht aufbringt, den Krieg gegen Serbien als Angriffskrieg zu beurteilen.

Einer Deiner Vorgänger im Amte, Helmut Schmidt, hat die historische Wahrheit ausgesprochen, als er die NATO-Aktion als völkerrechtswidrige Kriegsführung verurteilte.

Als Bundeskanzler bist Du kläglich gescheitert. Die Medien und Deine falschen Freunde – Oskar Lafontaine, Rudolph Augstein u.a. – stellen die Sache jetzt so dar, als seist Du unfähig für dieses Amt. Die Wahrheit aber ist, daß in diesem Amte jeder scheitern muß, dem es widerstrebt, das Deutsche Volk zu verraten.

Es ist jetzt an Dir, die Niederlage in einen Sieg zu verwandeln: Wenn Du jetzt den Mut aufbringst, vor das Deutsche Volk zu treten und die Wahrheit zu bekennen, wirst Du als eine große Führergestalt in die Geschichte eingehen.

Zerreiße das Lügengespinst, mit dem die Feinde Deutschlands unser Volk niederhalten und aussaugen!

  • Widerspreche eindeutig und unerbittlich der Kriegsschuldlüge des Versailler Diktats;
  • benenne die Quellen, die belegen, daß Großbritannien entschlossen war, das Deutsche Kaiserreich zu zerschlagen; daß Frankreich – revanchelüstern – die Aufrüstung des zaristischen Rußland finanzierte, damit es Deutschland im Rücken angreife;
  • berufe Dich auf die Zeitzeugen aus den Eliten der Entente-Mächte, die bekräftigen, daß das Versailler Diktat die Wiederaufnahme des Weltkrieges durch das Deutsche Reich unausweichlich gemacht hatte;
  • decke die Verschwörung auf, die die US-amerikanische Kriegspartei unter Führung von Franklin Delano Roosevelt, der großen Banken und der Presse der amerikanischen Ostküste gegen einen friedlichen Ausgleich zwischen Deutschland und seinen europäischen Nachbarn angezettelt hatte;
  • erläutere in diesem Zusammenhang die Rolle des von Roosevelt gebilligten Artikels von Drew Pearson und Robert S. Allen, in einer maßgeblichen Ostküsten-Zeitung am 14. April 1939 veröffentlicht, mit dem die englische Regierung unter Druck gesetzt wurde, um diese von aussichtsreichen Friedensverhandlungen mit Deutschland abzubringen;
  • mache deutlich, daß Präsident Roosevelt , sein Außenminister Cordell Hull sowie der stellvertretende US-Außenminister Sumner Welles den britischen Premierminister Chamberlain im Hinblick auf dessen Bereitschaft, mit Deutschland einen Interessenausgleich herbeizuführen, ultimativ aufforderten durch sein Handeln klarzustellen, ob Großbritannien eine „Nazi-Nation“ oder eine Demokratie sei;
  • teile dem Deutschen Volk mit, daß Polen zu einem friedlichen Interessenausgleich mit dem Deutschen Reich bereit war, aber von Roosevelt gedrängt worden ist, sich gegen Hitler zu stellen und jegliches Zugeständnis bezüglich des Danzig-Probelms zu verweigern ;
  • mache der Weltöffentlichkeit bewußt, daß Präsident Roosevelt unter Bruch der US-amerikanischen Verfassung durch ein geheimes Ultimatum die japanische Regierung zur Kriegserklärung an die USA genötigt und so den japanischen Angriff auf die amerikanische Flotte im Hafen von Pearl Harbour provoziert hat mit der feigen Berechnung, daß dann Deutschland aufgrund eines Beistandpaktes mit Japan gezwungen sein würde, den USA den Krieg zu erklären;
  • verschweige dabei nicht, daß Roosevelt rechtzeitig vorher von dem japanischen Angriff auf die US-Flotte im Hafen von Pearl Harbor erfahren, die Unterrichtung seiner Flottenbefehlshaber aber unterlassen hatte, weil er den psychologischen Schock, den der japanische Erfolg in den USA auslöste brauchte, um die US-Bürger, die zu 85% eine Beteiligung der USA am europäischen Krieg strikt ablehnten, umzustimmen und so für seine Kriegspolitik gegen unser Land zu gewinnen;
  • verlange vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen die Öffnung der geheimen Staatsarchive der Siegermächte bezüglich aller Akten, die die Zeitgeschichte von 1933 bis 1945 betreffen;
  • fordere insbesondere die Einsetzung einer neutralen Historikerkommission zur Untersuchung des Falles Rudolf Hess (die bisher bekannt gewordenen Dokumente und Indizien stützen die These, daß Hess in Portugal im Auftrage Hitlers mit dem Herzog von Windsor als Gewährsmann der britischen Regierung einen Separatfrieden zwischen dem Deutschen Reich und Großbritannien ausgehandelt hatte, unter einem Vorwand auf die britische Insel gelockt wurde, wo sich Churchill seiner bemächtigte, um den USA und Rußland glaubhaft mit dem Abschluß eines Separatfriedens zu drohen für den Fall, daß die Sowjetunion nicht alsbald Deutschland den Krieg erklären würde);
  • rufe in Erinnerung, daß Roosevelts Nachfolger als Präsident der USA, Harry S. Truman, im Juli 1941 in der Öffentlichkeit seinen Standpunkt zum deutsch-russischen Krieg wie folgt formulierte: „Wenn Rußland gewinnen würde, sollten wir Deutschland helfen und umgekehrt Rußland, wenn Deutschland gewinnen sollte – und ihnen so Gelegenheit geben, möglichst viele umzubringen.“
  • mache bewußt, daß die vier Freiheiten der „Antlantik-Charta“ – Freiheit der Rede, der Religion, Freiheit von Furcht und Not – nach den Worten des großen Gegenspielers Roosevelts, des republikanischen Kongressabgeordneten Hamilton Fish, lediglich eine „Propaganda-Ente“ waren dazu bestimmt, die Völker gegen Hitler, Mussolini und Tojo aufzuhetzen;
  • richte die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit darauf, daß der republikanische Kongressabgeordnete Pat Buchanan, der sich gegenwärtig um die Nominierung als Präsidentschaftskandidat bemüht, in einem jüngst veröffentlichten Buch den Standpunkt vertritt, daß Hitler zu keinem Zeitpunkt für die USA eine Bedrohung gewesen sei, daß er in Europa habe Ordnung schaffen wollen und man ihm das ruhig hätte überlassen können, daß aber das jüdische Bankkapital, um Deutschland zu zerstören, Roosevelt gedrängt hätten, die USA in den europäischen Krieg zu verwickeln;
  • verdeutliche unserem Volk, daß die Feststellung des ehemaligen Sicherheitsberaters des US-Präsidenten, Zbiegniew Brzezinski, zutrifft, nach der Deutschland ein tributpflichtiger Vasall der USA ist, die ihre Herrschaft über uns nicht nur mit militärischen Mitteln, sondern auch durch die Medien und den American way of life aufrechterhalten;
  • sprich vor der Weltöffentlichkeit endlich ohne taktische Rücksichten aus, daß die USA im Begriff sind, ihre NATO-Vasallen in einen Drittten Weltkrieg zu verstricken, um jetzt auch China in das Freihandelssystem zu zwingen und damit ihrer Weltherrschaft zu unterwerfen.

Tritt zurück und mache deutlich, daß Du nicht länger bereit bist, der Diener fremder Mächte zu sein!

Gehe ins Exil und organisiere von dort aus den Aufstand des Deutschen Volkes gegen die Fremdherrschaft – und schütze Dich vor den Meuchelmördern, die sie gegen Dich ausschicken werden!

Wenn Du aber diesem Rufe Deines Volkes nicht folgst, dann werden Dich die feindlichen Medien weiter zum Versager stempeln und Dich zu einer lächerlichen Figur machen. Dein Name wird vergessen sein und die Erinnerung an Deine Regierung wird nicht einmal mehr Flüche sondern nur kalte Verachtung hervorrufen.

Ich schließe in Sorge um unser Volk und in wehmütigem Gedenken an einen Freund.

Dein Horst Mahler

Nun – Gerhard Schröder ist als große Führungsfigur in die Geschichte eingegangen: zweifelsohne gehört er zu jenen Politikern, die führend im Sozialstaatsabbau waren, die Bundeswehr als Hilfstruppen der US-Armee salonfähig gemacht haben und schicke Anzüge zur Pflicht im politischen Establishment machten. Das hätten sich konservative Politiker nicht getraut, ebensowenig die anschließende bedenkliche Nähe zu Konzernen, die er als Kanzler großzügig gefördert hatte.  Eine ebenso wundersame Karriere hatte der Mahlerfreund Otto Schilly hinter sich gebracht, sein Weg von der anarchistischen Wielandkommune bis zur Dursuchungsanordnung bezüglich des Magazins Cicero entspricht im Prinzip (wenn auch nicht in den Dimensionen) Mahlers Weg vom SDS zur NPD.

Warum wir dieses Dokument veröffentlichen?

Es sollte nicht verloren gehen … und hat längst wieder einer gewisse Brisanz entwickelt: wir stehen nach Chinas Drohungen bezüglich weiterer US-Angriffe auf Pakistan dicht vor einem dritten Weltkrieg – jedenfalls nach den üblichen normalen Regeln, nach denen Völker in den letzten hundert Jahren Krieg gegeneinander geführt haben.  Wie gut, das wir durch die hastige und teure Nato-Aufrüstung und Osterweiterung der EU endlich personell mit den Chinesen mithalten können: gibt das Krieg, so kann sich Haliburton dumm und dämlich daran verdienen: er wird lang und äußerst schmutzig.

Doch … dürfen wir darüber reden – oder auch nur darüber nachdenken, das es Kreise gäbe, die an Krieg Spaß haben – allein, weil Kriege für den militärisch-industriellen Komplex der USA immer ein Gewinn sind und die bankrotten USA so einen richtig schön langen Krieg zur Neuordnung der Welt jetzt gerade mal so richtig gut gebrauchen könnten?

Nein. Verschwörungstheorien sind tabu.

Sollen wir uns wirklich widerstandslos einer Geisteshaltung ergeben, die von uns verlangt, zu glauben, es hätte niemals Politk mit Absicht gegeben, niemals konspirative Sitzungen von Politikern, geheime Absprachen, Bündnisse und Pläne gegen andere Politiker, andere Länder, andere Parteien, sollen wir so tun, als wären niemals in der Geschichte der Menschheit Truppen in ein anderes Land eingefallen, nur um der heimischen Industrie die Rohstoffe zu sichern – etwas, was unsere deutschen Politiker aktuell auch schon mal zur Sprache bringen?

Ich kann das nicht mehr glauben, ich habe an Strategiesitzungen von Konzernen teilgenommen – nur als kleines Licht am Rande, aber als ein Licht mit aufmerksamen Ohren.

Menschen denken und planen weit – das ist ihre Stärke. Sie manipulieren auch andere Menschen in großem Umfang – wir erleben das allein tagtäglich allein anhand der Werbung.

Das man im Bereich der Politik auf einmal die Kuschelstube christlicher Betschwestern betritt, die immer ehrlich sind und nur das Beste für die Menschheit wollen, kann nur der glauben, der jeden Tag vier Stunden Zeit vor dem Propagandafenster verbringt, gemeinhin TV genannt.

Und selbst dort tauchen selten mal kleine Fragmente der Wahrheit auf: in Wahrheit haben die Amerikaner den ersten Schuss auf die Japaner abgegeben.

Was wird man wohl in siebzig Jahren über unsere Zeit sagen? Eins ist schon jetzt klar: 9/11 war der Startschuss zu einer historischen Wende, die direkt auf eine militärische Konfrontation mit China hinausläuft, eine Konfrontation, die von US-Konzernen durch die Globalisierung überhaupt erst möglich gemacht wurde. Mit ihrem Geld konnte China eine gigantische Armee auf modernstes Niveau bringen, dank 9/11 kamen amerikanische Truppen direkt an die chinesische Grenze heran und konnten China sogar erfolgreich einkreisen.

Und da … könnte der Brief Horst Mahlers an Gerhard Schröder auf einmal doch zu einem historischen Dokument werden. Da könnten wir alle auf einmal doch ganz dumm aus der Wäsche schauen, wenn es die Rechtsextremen sein werden, die auf einmal sagen können: „Ja, guckt nicht so, das haben wir schon immer gesagt!“

Nun – die Diktatur der Konzerne, die gerade die USA und andere Länder direkt in den Staatsbankrott führt, funktioniert auch ganz ohne Juden. Ich denke aber, am Ende des Krieges China/USA werden sie wieder einmal … die Schuldigen sein, die man durch die Welt jagt.

Und sehr wahrscheinlich ohne Land dastehen, denn das kann man nebenbei wieder einstampfen, es hat seine geostrategische Nützlichkeit dann überlebt. So hätte am Ende der Geschichte der Nationalsozialismus doch noch gesiegt – denn prinzipiell stellt er jene Form des gesellschaftlichen Miteinanders dar, das Konzerne im Inneren praktizieren: eine Welt, in der jeder seinen Platz hat … sofern er nützlich für die Rendite ist.

Die anderen, die „Kosten auf zwei Beinen“ … lernen die Fortsetzung der Aktion T4 kennen:

Die Euthanasiemorde in der NS-Zeit oder Aktion T4 ist eine nach dem Zweiten Weltkrieg gebräuchlich gewordene Bezeichnung für die systematische Ermordung von mehr als 70.000 PsychiatriePatienten und behinderten Menschen durch SSÄrzte und -Pflegekräfte von 1940 bis 1941. 

Hier ermordete der NS-Staat arische Mitbürger. Daran sieht man, das die Legende vom heldenhaften Kampf des guten Ariers gegen den bösen Juden auch nur eine große Lüge ist: in Wirklichkeit ging es dort um ganz andere Prinzipien – da die aber heute wieder zum Leben erwachen, schaut man lieber auf den Holocaust und bestätigt somit indirekt … die Weltsicht Horst Mahlers.

Widerstand ist zwecklos: über Umerziehung und gestohlene Wirklichkeiten

Es schmerzt, wenn man Kommentare liest, die ob der Hoffnungslosigkeit der Situation der Verzweiflung nahe sind. Es schmerzt, zu sehen, das Verzweiflung möglicherweise das einzige Gefühl bleibt, die einzige Möglichkeit, Widerstand zu leisten, das einem noch übrig bleibt nach der Lektion, die man uns als Bürgern jetzt erteilt hat. Warum das so ist? Weil wir noch nicht mal im Ansatz verstanden haben, was gerade mit uns geschieht. Es ist möglicherweise auch zu phantastisch, zu abgedreht, zu verrückt ... so verrückt wie  eine streng elitäre Legion Superreicher, die sich regelmäßig jedes Jahr treffen, um vor dem Symbol der teuflischen Göttin Lillith (die  Nummer Zwei der Kellipoth im System der freimaurerischen Kabbala) ein symbolisches Menschenopfer zu bringen. Was es bedeutet, wenn der Macher Helmut Schmidt - unserer nüchterner Mann der Vernunft - von diesem Ritual als dem besten druidischen Ritual spricht, das er je erlebt hat? Sind wir geistig überhaupt in der Lage, zu verstehen, das das bedeutet?

Es schmerzt, wenn man Kommentare liest, die ob der Hoffnungslosigkeit der Situation der Verzweiflung nahe sind. Es schmerzt, zu sehen, das Verzweiflung möglicherweise das einzige Gefühl bleibt, die einzige Möglichkeit, Widerstand zu leisten, das einem noch übrig bleibt nach der Lektion, die man uns als Bürgern jetzt erteilt hat. Warum das so ist? Weil wir noch nicht mal im Ansatz verstanden haben, was gerade mit uns geschieht. Es ist möglicherweise auch zu phantastisch, zu abgedreht, zu verrückt … so verrückt wie  eine streng elitäre Legion Superreicher, die sich regelmäßig jedes Jahr treffen, um vor dem Symbol der teuflischen Göttin Lillith (die  Nummer Zwei der Kellipoth im System der freimaurerischen Kabbala) ein symbolisches Menschenopfer zu bringen. Was es bedeutet, wenn der Macher Helmut Schmidt – unserer nüchterner Mann der Vernunft – von diesem Ritual als dem besten druidischen Ritual spricht, das er je erlebt hat? Sind wir geistig überhaupt in der Lage, zu verstehen, das das bedeutet?

Nein, sind wir nicht. Man erlaubt uns nicht, so zu denken. Die Umerziehung, die bei der Entnazifizierung Deutschlands erfolgreich erprobt wurde, läuft weiter, so dass wir uns nicht wundern, das die gesellschaftliche Elite der USA (und einige auserwählte Männer aus den europäischen Kolonien) äußerst religiös und esoterisch wird, wenn sie zur Spitze der Macht vordringen.

Was bedeutet das denn für unser Weltbild?

Gar nichts, wir schauen Fussball. Die Medien sagen uns, das das wichtig ist.

Die Treffen im Bohemian Grove sind Fakt. Vielfältig belegt. Menschen, die in ihren Terminkalendern normalerweise um jedes Minute kämpfen, haben jährlich – neben ihrem Urlaub – zwei Wochen Zeit, sich mit … unbekannten Dingen zu beschäftigen. Und mit religiösen Ritualen. Das geht uns aber nichts an.  Die evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (das ist die Abteilung für Sektenkunde) hat mir auf Nachfrage geantwortet, das es sich hierbei wohl um Themen aus dem Umfeld der Verschwörungstheorien handelt.

So wie 1955 in Folge der Umerziehung keiner mehr auch nur ansatzweise das NS-Regime begrüßte, so meiden wir heute alle Themen, auf die offizielle Stellen das Siegel „Verschwörungstheorie“ kleben. Genauso gut könnte es aber auch ein „Top Secret“-Stempel sein, der dort anzubringen ist. Das Ergebnis ist das Gleiche: dort findet zwar etwas statt (zum Beispiel die Planung des Baus der Atombombe) – aber das geht uns nichts an.

Wir gehorchen.

Inzwischen ist es Fakt, das Bundespolizisten anonym als Demonstranten unterwegs sind – ohne Wissen der Landespolizei. Das gleiche geschah gerade in Griechenland.  Da werden Strategien entwickelt und umgesetzt, die vor allem eins brauchen: die absolute Missachtung der Planer vor dem Grundgedanken der Polizei, vor dem Rechtsstaat, der Demokratie und … dem Bürger.

Die Leute haben aber die Macht, staatliche Beamte auf uns anzusetzen – und tun das auch.

Das nennt man Verschwörung – über die man aber bei uns seit zehn Jahren nicht mehr reden darf. Was früher investigativer Journalismus war, ist heute Verschwörungstheorie … und keinen störts. Die Täter sahnen ungehindert ab, siehe Telepolis:

Im Namen eines imaginären Steuerzahlers, dessen Neukreditaufnahme nicht – wie von den Regierungen behauptet – für das Gemeinwohl verwendet wird, sondern für die Beibehaltung der Steuerprivilegien derer, die allein in Deutschland von Ende 2009 bis Juni 2011 einen Gesamtvermögenszuwachs von 1 Billion Euro verbuchen konnten.

Das Ganze war geplant. Kann man öffentlich nachlesen: die Täter machen kein Geheimnis aus ihren Absichten, aus ihren Methoden, aus ihren Zielen, siehe Nachdenkseiten:

„Der ehemalige Notenbanker Sir Alan Budd (…) beschrieb die Geldpolitik der Bank of England unter Margret Thatcher so: „Viele haben nie (…) geglaubt, dass man mit Monetarismus die Inflation bekämpfen kann. Allerdings erkannten sie, dass [der Monetarismus] sehr hilfreich dabei sein kann, die Arbeitslosigkeit zu erhöhen. Und die Erhöhung der Arbeitslosigkeit war mehr als wünschenswert, um die Arbeiterklasse insgesamt zu schwächen. […] Hier wurde – in marxistischer Terminologie ausgedrückt – eine Krise des Kapitalismus herbeigeführt, die die industrielle Reservearmee wiederherstellte, und die es den Kapitalisten fortan erlaubte, hohe Profite zu realisieren.“ (The New Statesman, 13. Januar 2003, S. 21)“

Das ist nur eine Quelle von vielen. Vivianne Forrester fiel das in den neunziger Jahren auf … sie zitierte weitere Quellen und warnte vor dem kommenden Terror und der angestrebten Diktatur.

Keinen hat´s interessiert.

Dabei läuft es weiter. Nun fangen die Banken an, ihre Leute auf die Straße zu setzen.  15000 bei Lloyds, 1000 weitere bei anderen Instituten – das erhöht den Druck, Schrottpapiere für gutes Geld zu verkaufen. Immerhin geht es um den Arbeitsplatz.

Währenddessen nimmt der Krieg gegen die Arbeitslosen schärfere Formen an. In Deutschland werden sie kriminalisiert, in Ungarn erprobt man jetzt Zwangsarbeit und Lagerhaltung im großen Stil.

Und unsere Leitmedien berichten über Frauenfussball – als gäbe es sonst nichts Wichtiges auf der Welt. Wieder besseren Wissens wird die Destabilisierung der Weltwirtschaft vorangetrieben, damit staatlicher Besitz in nie dagewesenem Maße in Privathände gelangt: zu Schnäppchenpreisen, wohlgemerkt – siehe Freitag:

„Auf dem Höhepunkt einer Krise bietet sich immer die Möglichkeit zu neuen Investitionen“, sagte Aris Syngros, der die „Invest in Greece“-Kampagne leitet, vom Podium herab. „Die Krise eröffnet die Möglichkeit zu großen Gewinnen.“ Diese Gewinne machen aber natürlich diejenigen, die das Tafelsilber des griechischen Staates zu Schnäppchenpreisen aufkaufen.

Das sich die Legion der Superreichen zum Aufkauf des gesamten Planeten entschlossen hat, ist für uns unvorstellbar. Sie hätten doch überhaupt keine Möglichkeit, das zu planen, wenden wir ein. Dazu müssten die sich doch alle mal treffen.

Das tun sich auch. Jedes Jahr – zwei Wochen lang. Jedenfalls ein äußerst auserwählter superreicher Kreis.

Aber die Detailplanung, die Ausführungsimpulse – wo ist denn da die Befehlskette? Zum „Stab“ gehört in jeder Firma auch die „Linie“: so was würde man doch merken?

Würde man, wenn wir über den Sinn der Bilderbergertreffen informiert werden würden – jener Treffen, wo die gehetzten wichtigen Menschen unserer Tage nochmal angeblich eine Woche sinnlos Zeit verplempern – sie haben ja auch soviel zuviel davon. Was dort versäumt wurde, kann man dann in Davos nachholen.

Stanley Kubricks letzter Film „Eyes wide shut“ führt einen normalen amerikanischen Arzt in eine befremdliche Welt von Geheimgesellschaften und sexuellen Orgien ein, die dem Helden ihre Macht über sein Leben bis ins Detail demonstrieren. Kubrick starb überraschend eine Woche nach Fertigstellung des Filmes. Es lohnt sich, sich ein wenig mit den Bildern des Filmes auseinanderzusetzen und der offiziellen Version („Liebesgeschichte“) nicht zu folgen. Die Beziehung der Hautpdarsteller nimmt im Film einen verblüffend  geringen Raum ein … die „Sekte“ einen viel größeren. Das Kubrick hier in seinem letzten Werk ein düsteres Bild mordender amerikanischer Geheimgesellschaften zeichnet, wird in offiziellen Filmkritiken überraschend gründlich übersehen – wie dürfen an so etwas nicht denken, auch wenn wir es direkt vor Augen haben. Deshalb wage ich auch jetzt nicht die Vermutung, das Kubrick mit diesen Bildern eine Botschaft über politische Wirklichkeiten vermitteln wollte, die ihm während seines Lebens in den USA begegnet sind, weil ich weiß, das man mir dann das tödliche Siegel „Verschwörungstheoretiker“ aufdrücken würde, was den gleichen Effekt hat wie Rufmord.

Das dieser Effekt eintritt, ist ein schlechtes Zeichen für unsere aufgeklärte Gesellschaft, in der es keine Tabus geben dürfte. Trotzdem gibt es sie – und deshalb funktioniert der Rufmord, die Vernichtung der Ehre durch ein einziges Wort: Verschwörungstheroie.

Gründe dafür beschreibt „The Intelligence“ drastisch:

Nachdem wir Bürger demokratischer Länder sind, können wir uns der Mitverantwortung wohl kaum entziehen. „Unwissenheit schützt nicht vor Strafe“, besagt ein juristischer Grundsatz. Also auch nicht, sich jahrzehntelang für dumm verkaufen zu lassen. Ungeachtet, ob dieses Geld- und Wirtschaftssystem in naher Zukunft restlos zusammenbrechen wird oder nicht, wir, die Bürger, haben schon lange verloren. Unsere Zivilisation ist tot. Der Rest ist Leichenschändung. 

Das erinnert an die NS-Zeit, wo „alle nichts gewußt haben“. Geschichte wiederholt sich. Meine Familie hat es gewußt, mein Großvater hat deshalb gegen den Willen der SS mit KZ-Häftlingen gearbeitet, was ihn fast selber ins KZ gebracht hätte – wäre der Russe nicht so schnell gen Westen vorgedrungen. Und sie wußte, das es fürs Handeln zu spät war. Die Angst hatte gewonnen … und die Wirklichkeit war gestohlen.

Und deshalb ist Widerstand zwecklos.

Man hat uns die Wirklichkeit gestohlen, nicht die Wahrheit – nur die Wirklichkeit. Das Wissen über Mächte, die auf diesem Planeten Wirkung erzeugen können – eben „Wirklichkeiten“.

Und weil wir keine Wirklichkeiten mehr haben dürfen, können wir uns auch nicht mehr zum Widerstand vereinen.

Den Rest erledigt die Angst vor der Arbeitslosigkeit, dem Arbeitslager, dem Tod … und dem Nebenmann auf der Demo: man weiß nie, wer von den Kollegen alles von der Bundespolizei ist.

Das gleiche Gefühl hat man vielleicht auch schon bei der Sitzung eines jeden Parteivorstandes.

 

 

 

 

Eine kleine Video Rundschau über aktuelle und ältere Verschwörungstheorien

von denen sich mit Sicherheit einige als Wahr herausstellen werden…

Die Mondverschwörung (Trailer). Wirklich nur Satire?:

Die Verschiebung der Erdachse:

Ein Professor der WU in Wien zum Ende des Geldes, wie wir es kennen:

Wetterkriege mit Haarp:

Eine nukleare Explorion in Fukushima:

Eine Zusammenfassung einiger populärer, meist älterer Verschwörungstheorien:

Verschwörungen in Deutschland und der Holocaust an Arbeitslosen

Wir sollen ja nicht an Verschwörungen glauben. Der größte Erfolg der Verschwörungspraktiker auf diesem Planeten ist, das sie das Nachdenken über Verschwörungen selbst unter Strafe gestellt haben. Das hält einem die lästigen Frager erstmal vom Leib. Wahrheit ist, was Regierung und die mit ihr befreundeten und verbündeten gesellschaftlichen Mächte erlauben, alles andere ist tabu. Das eine solche Einstellung brandgefährlich für die Demokratie ist und dirigistisch in den Prozess der Meinungsbildung eingreift, hätte vor zwanzig Jahren noch viele achtundsechziger aus dem Beamtensessel gescheucht, heute jedoch wissen sie, das auch ihre Pensionen in Gefahr sind, wenn sie das Tabu nicht beachten.

Wir sollen ja nicht an Verschwörungen glauben. Der größte Erfolg der Verschwörungspraktiker auf diesem Planeten ist, das sie das Nachdenken über Verschwörungen selbst unter Strafe gestellt haben. Das hält einem die lästigen Frager erstmal vom Leib. Wahrheit ist, was Regierung und die mit ihr befreundeten und verbündeten gesellschaftlichen Mächte erlauben, alles andere ist tabu. Das eine solche Einstellung brandgefährlich für die Demokratie ist und dirigistisch in den Prozess der Meinungsbildung eingreift, hätte vor zwanzig Jahren noch viele achtundsechziger aus dem Beamtensessel gescheucht, heute jedoch wissen sie, das auch ihre Pensionen in Gefahr sind, wenn sie das Tabu nicht beachten.

Manchmal jedoch holt uns die Wirklichkeit ein. Manchmal ist die Wahrheit noch schneller als die Propaganda. Sammelt man diese Bruchstücke merkt man schnell: es ist vorbei. Die Empfehlung, sich in irgendeiner Nische der Gesellschaft zu verstecken, bis der Sturm vorüber ist, ist vielleicht nicht die schlechteste. Einer jener Momente, wo Wahrheit über Propaganda gesiegt hat, betrifft ein fernes und für uns unbedeutendes Land: Syrien.

Dort meldete die junge Welt im April 2011:

Seit Jahren hat die US-Regierung auf verschiedenen Ebenen an einer Destabilisierung Syriens gearbeitet. Das berichtete am Montag die Washington Post unter Bezugnahme auf interne Botschaftskorrespondenzen, die der Zeitung von Wikileaks zugespielt worden waren. Danach habe das US-Außenministerium mindestens sechs Millionen US-Dollar zur Finanzierung von Oppositionsgruppen und des regierungskritischen Satellitensenders Barada-TV bezahlt, der von London aus sendet.

Solche Nachrichten sind eigentlich brandwichtig. Man sollte sie sich über die Haustür hängen, damit man jeden Tag daran erinnert wird, wie Politik in Demokratien gemacht wird: mit Geld … und Verschwörungen. Sofort sollte man sich die Frage stellen: wo stecken die denn überall noch hinter … und was finanzieren die eigentlich in meinem eigenen Land.

Heute fand ich ein in diesem Zusammenhang bedeutsames Dokument. Es beschreibt im Detail, wie Destabilisierung praktisch vor sich geht. Wie wahr es ist, läßt sich im Lügenkrieg der Nachrichten kaum noch beurteilen. Angesichts der bislang bekannten Praktiken der Machtelite in den USA wäre es zumindest nicht undenkbar … und würde eine plausible Erklärung dafür liefern, das in arabischen Ländern in breiter Front zeitgleich Unruhen ausbrechen. Wer das Dokument in ganzer länger studieren möchte, wird bei Joachim Guilliard fündig.

Nach diesem Plan wird Syrien in drei Bereiche (Großstädte, Kleinstädte und Dörfer) eingeteilt und begründet fünf Arten von Netzwerken

1. Der „Treibstoff“: Dieses Netzwerk besteht aus gebildeten und arbeitslosen Jugendlichen, die mit dezentralen Mitteln miteinander verbunden werden sollen.

2. Die „Verbrecher“: Das Netzwerk umfaßt Gesetzlose und Kriminelle aus entfernten, bevorzugt nichtsyrischen, Gebieten.

3. Die „Ethnisch-Konfessionellen“: Dazu gehören junge Menschen mit begrenzter Bildung, die ethnische Gemeinschaften repräsentieren, welche den Präsidenten unterstützen oder gegen ihn opponieren. Sie müssen jünger als 22 Jahre sein.

4. Die „Medien“: Es besteht aus einigen Führern zivilgesellschaftlicher Institutionen, die aus Europa und nicht aus Amerika finanziert werden.

5. Das „Kapital“: Es umfaßt nur Händler, Firmenbesitzer, Banken und kommerzielle Zentren in Damaskus, Aleppo und Homs.

So sieht das Grundgerüst zur Destabilisierung eines Landes aus. Hier ist es Syrien. Ich möchte nur noch ein kleines Detail herausgreifen: den Beginn der Destabilisierung.

1. Wenn eine Person des Treibstoff-Netzwerkes reagiert, beginnt sofort eine andere Stufe unter Ausnutzung seines/ihres Geldbedarfes:
– Ihm/ihr kleine Geldbeträge zur Verfügung stellen.
– Ihm/ihr ein Mietauto, ein Mobiltelefon und einen Internetzugang bereit stellen.
– Ihn/sie auffordern andere junge Menschen zu suchen und mitzubringen und die gleichen Methoden, bei diesen anwenden.

So kauft man einen Aufstand. So beginnen die ersten Schritte. So könnte auch ein steineschmeißender Taxifahrer zum ersten Außenminister eines ursprünglich geläuterten friedlichen Landes werden, das dann auf einmal wieder zu einer kriegführenden Nation wird. Etwas Ähnliches ist bei uns geschehen, Ex-Grüne wie Jutta Ditfurth haben von Einflussversuchen amerikanischer Kreise berichtet – die bei anderen Grünen auf fruchtbaren Boden vielen.

Agiert man mit fünf Netzwerken gleichzeitig, ist der normale Bürger vollkommen hilflos. Er versteht die Zusammenhänge nicht mehr, wundert sich aber über die ständige Degeneration der politischen Wirklichkeit. SPD-Kanzler fahren einen ultrarechten asozialen Kurs und demontieren mit großen Schlägen den kaiserlichen (!) Sozialstaat, CDU-Kanzleusen wandern nach links ab, Grüne werden militant gegen andere Länder, Linke setzen ARGE-Geschäftsleiter als Bürgermeister ein….und Geld fließt in Riesenströmen aus dem Land hinaus. Die Lebensqualität nimmt beständig weiter ab, „Wohlstand“ bedeutet für das Volk immer mehr Arbeit, immer höhere Preise bei immer geringerem Einkommen, im Aufschwung befinden sich nur die Renditen der US-Investoren (und ihrer deutschen Netzwerkpartner).

Die Medien berichten eigentlich alle dasselbe: die Welt ist heil und gut, alles ist in Ordnung, die Elite und ihre Experten  haben alles im Griff. Und auf einmal wird ein ehedem systemtreues Mittelstandsblatt zur Revolutionspostille, weil man dort Nachrichten findet, die eher zur Verunsicherung dienen. So berichtet die Welt über Hedgefonds, die hochriskante Spekulationsgeschäfte in Dimensionen von 2000 Milliarden Dollar fortsetzen, als hätte es die Krise nie gegeben, über die explodierenden Schulden Griechenlands und die Folgen für den deutschen Steuerzahler oder über die anstehenden Horror-Zusatzbeiträge, mit denen die beschlossenen Rekordhonorare für Ärzte bezahlt werden (die ihre Überschüsse wieder gerne in Hedgefonds stecken).

Vernünftig wirkt das alles nicht. Legt man aber den Plan zur Destabilisierung Syriens über das politische Geschehen in Deutschland, so bemerkt man schon … Ähnlichkeiten. Sicher, unsere Situation ist eine andere. Aber die Netzwerke haben wir auch. „Rotarier“ nennen sie sich, „Pro Christ“, „Atlantikbrücke“ … die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Es geht hier allerdings nicht darum eine Diktatur zu beseitigen, sondern eine Demokratie zu unterwandern. Hier kauft man weniger Jugendliche auf der Straße sondern eher Menschen an den zentralen Schaltstellen der Macht in Politik, Medien und Wirtschaft. Deshalb braucht man hier keine Straßenkämpfe, weil es nicht darum geht, eine starke Staatsmacht zu brechen, sondern eine sanfte Staatsmacht zu unterwandern. Da die Netzwerke seit sechzig Jahren wachsen, dürften sie inzwischen eine Verflechtung erreicht haben, das wahrscheinlich jeder Bundesbürger irgendwo von ihnen berührt wird.

Auf jeden Fall dürfte das aber am Arbeitsplatz zutreffen. Er ist der zentrale Angelpunkt im Leben eines Wohlstandsbürgers, dort wird über Grad und Umfang der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben entschieden, dort wird bestimmt, ob er im Eigenheim oder im Plattenbau landet, dort wachen Heerscharen von Unternehmensberatern über die Einhaltung der Regeln einer „produktiven Kultur“ und liefern den Chefs Mittel zur beständigen Erhöhung des Arbeitsdrucks hinter dem nichts anderes steht als der Wunsch nach Erhöhung der Kapitalrendite ohne Rücksicht auf Lebensqualität der Mitarbeiter oder Produktqualität für Verbraucher.

Erinnert sich noch jemand an unser Grundgesetz erinnern? Ich habe gerade nur mal kurz hineingeschaut, es steht … noch … auf der Seite des Deutschen Bundestages:

Artikel 12

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

Das sollte man einmal über den Eingang eines jeden deutschen „Jobcenters“ hängen … und wer mag, der darf auch gerne die Aussagen einer bayrischen Ministerin mit diesem Grundgesetzartikel abgleichen, siehe „gegen Hartz„:

In einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ forderte Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU) schärfere Sanktionen gegen Hartz IV Bezieher. Ihrer Meinung nach, gebe es eine „hohe soziale Absicherung bei uns“ und dabei „offensichtlich zu wenig Leidensdruck“.

Zwar wisse auch sie, dass die ALG II Leistungen bis auf Null Euro gekürzt werden können, wenn ein Jobangebot ohne hinreichende Gründe abgelehnt werde, doch hier sieht Haderthauer anscheinend eine noch nicht ausreichend bearbeitete Sanktionslücke, um Hartz IV Betroffene noch mehr zu drangsalieren. „Wer aber den Arbeitsplatz annimmt und nach zwei Wochen wieder ausgestellt wird, weil er unpünktlich und mit ihm nichts anzufangen ist, kann nicht mit Sanktionen belegt werden“. Haderthauer verlangt nun von der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Katalog von Strafen deutlich zu erweitern. Zudem müssten die derzeitigen Arbeitsmarktinstrumente erweitert werden, um „Langzeitarbeitslose zurück in die Arbeit“ zu bringen. Neben der Jobsuche sollen Jobcenter-Mitarbeiter auch eine Art „Lebenskompetenz“ beibringen, wie beispielsweise den „Umgang mit Haushaltsgeld“.

Erstmal ist der Zwang zur Annahme eines Arbeitsplatzes mit dem Grundgesetz prinzipiell nicht zu vereinbaren – ich bin mir aber sicher, das man sich um diesen demokratischen Grundsatz schon erfolgreich herumgemogelt hat. Das Hereinregieren von Jobcentermitarbeitern (deren Qualifikationen generell sehr fraglich sind) in den privaten Haushalt stellt eine völlige Entmündigung da … und wer nach noch mehr Sanktionen schreit, um die Arbeitslosen endlich von der Straße zu bringen und dabei nach Regelsatzstreichung schielt, der fordert nichts anderes als die ENDLÖSUNG der ARBEITSLOSENfrage mit brutaler Gewalt.

Was ist mit der alleinerziehenden Mutter, deren Kind während der Arbeitszeit erkrankt? Sie wird gekündigt oder verliert ihr Kind. Was ist mit dem Behinderten, der die Arbeit vor Schmerzen nicht mehr aushält? Mit den Alten, die einfach nicht mehr so schnell rennen können?

„Laßt das Gesochse verhungern!“. Viel mehr bestrafen kann man Langzeitarbeitslose kaum noch. Im Namen der Aufschwungstatistik sollen sie gefälligst ins Gras beißen … und so etwas darf man im Deutschland des Jahres 2011 als Mitglied einer Landesregierung wieder offen fordern ohne vom Staatsschutz abgeführt zu werden?

Daran kann man erkennen, wie weit die Destabilisierung der Demokratie schon fortgeschritten ist. Ein US-Einfluß auf die Entwicklung ist damit noch nicht bewiesen.

Wir können aber ganz schnell mal wieder von unten nach oben schalten und entdecken überraschenderweise, das Frau Haderthauer  nach den gleichen Prinzipien reagiert wie der IWF, siehe Deutsche Welle:

Gestützt wird die Kritik an den internationalen Finanzorganisationen von einem prominenten Insider, der sich durchaus nicht als Gegner der Globalisierung versteht. Der frühere Chefökonom der Weltbank Joseph Stiglitz, 2001 mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet, wirft in seinem Buch „Die Schatten der Globalisierung“ von 2002 dem IWF vor, mit seinen Auflagen immer wieder die Ungerechtigkeit im weltweiten Armutsgefälle forciert zu haben.

So berichtet Stiglitz über Indonesien, wo der Großteil eines Milliardenkredits zur Bezahlung privater Kredite aus den Industrieländern dienen sollte, während den Armen im Lande die Subventionen für Nahrungsmittel gestrichen wurden.

Schauen wir uns jetzt noch einmal den Charakter der Leiter solcher Organisationen an, die mit Geld Weltpolitik, Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik machen, dann sollte uns eigentlich nichts mehr wundern, siehe Handelsblatt:

Kurz vor seinem Abflug aus New York ist der IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn verhaftet worden. Er soll in New York ein Zimmermädchen zum Sex gezwungen haben. Es ist nicht sein erster Skandal.

Man fragt sich, wie kommen solche moralisch fragwürdigen Menschen eigentlich in solche entscheidenden Positionen? Wieso wird gerade ein steineschmeissender Pseudogrüner Aussenminister und nicht einer aus der Friedensbewegung?

Nun, die Antwort steht weiter oben: wenn eine Person des Treibstoffnetzwerkes reagiert, gibt es Bargeld. Kann man jetzt verstehen, warum ich bei solchen Nachrichten aus dem Manager Magazin 2002 sehr unruhig werde:

Özdemir hatte die Aufnahme eines 80.000-Mark-Kredits (rund 41.000 Euro) bei Hunzinger im Januar 1999 öffentlich bedauert und angekündigt, das Geld umgehend vollständig zurückzuzahlen. Er sagte, dass das Geld keine Spende oder Schenkung gewesen sei, sondern ein normaler Kredit.

Und so wird auch am heiligen Sonntag aus dem alltäglichen Nachrichenpuzzle ein Horrorbild. Bilder dieser Art würde ich mir von den Medien in Deutschland wünschen. Gerne würde ich sie mir im Lehnsessel zu Gemüte führen und mich beruhigt zurücklehnen, weil ich weiß, das aufgepasst wird.

Stattdessen werde ich über die Probleme von Filmsternchen, Fussballtrainern und FDP-Tränchen informiert, bis ich keine Lust mehr habe, weiterzulesen.

 

 

 

 

 

 

Wirtschaftskrise 2012 – mit Volldampf voraus in die Mittelstandsvernichtung

Es geht uns ja gut. Zum Beispiel den Immobilienmaklern – jedenfalls laut Manager-Magazin:

Einen Boom wie zurzeit haben viele Immobilienmakler hierzulande noch nicht erlebt. Angesichts niedriger Zinsen und vermeintlich fehlender Anlagealternativen floriert der Verkauf von Häusern und Wohnungen wie kaum zuvor. Die Branche erzielt Rekordumsätze

Auch dem Deutschen selbst geht es super – sagt die Welt.

Laut den neuesten Bevölkerungsstrukturdaten von Gfk Geomarketing, die „Welt Online“ vorliegen, verfügen 60,1 Prozent über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 2000 Euro.

Da weiß man dann auch, wer die ganzen Immobilien kauft. Ist doch also eigentlich alles super … wenn man jetzt aufhören würde zu lesen. Tut man das nicht, liest andere Artikel im Manager Magazin … wird einem Angst und Bange:

Es ist doch so: Über uns schwebt diese riesige, schwarze Wolke. Wir wissen, dass es irgendwann ein schweres Unwetter geben wird. Das heißt aber nicht, dass ich mit meinem Segelboot nicht rausgehen kann. Ich muss nur nah genug am Ufer bleiben, um schnell wieder an Land zu kommen, wenn das Gewitter losbricht.

Der Anlageprofi wird auch noch konkreter:

Entscheidend für Investoren ist, was mit dieser Flut von Zentralbank-Geld geschieht und wie es den Markt verändert. Jetzt, am Ende des ersten Akts der großen Reflation, haben die Zentralbanken Luft in den Ballon bekommen, die Wirtschaft und den Aktienmarkt wiederbelebt. Alle fühlen sich besser. Aber es ist unmöglich, durch die Reflationierung das kaputte Finanzsystem zu reparieren. Es gibt keinen Weg zurück zur alten Normalität. Denn durch Niedrigzinsen und noch mehr Schulden können sie zwar die Konjunktur ankurbeln, lösen aber das Problem nicht. Das Problem ist immer noch da: die viel zu hohen Schulden.

Das hört sich nicht gut an – für den Aktienmarkt, in dem deshalb ja immer weniger Deutsche aktiv sind. Es geht sogar noch weiter – wieder in einem anderen Artikel des Manager Magazins, diesmal zum Thema Inflation:

Doch nicht nur Verbraucher leiden unter höheren Preisen. Auch Anleger mögen die Entwicklung gar nicht. Denn ein anderes Wort für „Preissteigerung“ ist „Geldentwertung“, sprich Vermögensverlust – genau das Gegenteil also von dem, was sie sich für ihr Erspartes wünschen.

Für einen hoch verschuldeten Staat ist Inflation willkommen, denn mit der Geldentwertung sinkt die Schuldenlast. Für einen Sparer ist hohe Inflation jedoch dramatisch, denn sie frisst die Ersparnisse auf.

Was aber tun? „Investieren in Sachwerte“ lautet der Standardratschlag. In Immobilien also, in Aktien, in Rohstoffe wiederum oder in Gold und Silber. Die Idee dahinter ist, dass der Substanzwert solcher Anlagen selbst irrationale Inflationsraten oder gar drastische Maßnahmen wie etwa eine Währungsreform überdauert. Bargeld dagegen oder beispielsweise Spareinlagen sind dem Geldwertverlust fast schutzlos ausgeliefert.

Aha. Darum also der Immobilienboom. Man will Materie für Geld, nicht nur Versprechungen.

Der Staat allerdings … hat gar kein Interesse daran, Inflation zu verhindern? Eher im Gegenteil? Man soll also jenen, die Vorteile von der Geldentwertung haben, die Verantwortung für die Geldpolitik überlassen? Wo kann man Wetten darauf abschließen, wie das ausgeht? Und wenn der Immobilienmarkt boomt, dann wegen der niedrigen Zinsen? Wenn Zinsen dort eine Rolle spielen, dann doch auch Schulden …

Hören wir doch dazu das Handelsblatt:

Untätige Politiker, laxe Finanzaufseher und zockende Banker: Nur durch diese ungesunde Mischung ist es nach Ansicht einer von US-Präsident Barack Obama eingesetzten Kommission zur Finanzkrise gekommen, die schließlich in der schlimmsten Rezession der Nachkriegsgeschichte gipfelte. „Die Krise war ein Ergebnis menschlicher Taten oder Tatenlosigkeit“, heißt es in einem Untersuchungsbericht, aus dem die „New York Times“ am Mittwoch vorab zitierte. „Es waren nicht Mutter Natur oder durchgeknallte Computermodelle.“

Der Autor wird auch noch konkreter:

Der Report prangert nach Angaben der „New York Times“ unter anderem an, dass die fünf größten US-Investmentbanken für 40 Dollar an fiktiven Vermögenswerten gerade mal 1 Dollar an tatsächlichem Kapital als Sicherheit vorgehalten hätten. Schon ein Wertverlust der Vermögenswerte von nur drei Prozent hätte die Firmen deshalb ausradiert.

Also waren von den Riesenvermögen gerade mal 2,5 % vorhanden? 97,5 % waren Hoffnungen, Versprechungen – und Lügen? Und jetzt wird fleissig weiter Geld gedruckt, damit das alles noch wackeliger wird, aber die Politiker sich als Schuldenabbauer profilieren können?

Und da sollen wir uns keine Sorgen machen, weil ja rein rechnerisch alle fürchterlich reich sind?

Die Mehrheit des Mittelstandes marschiert alleinstehend in ein düsteres Rentenzeitalter. Gerade dann, wenn man seine Mitmenschen am Nötigsten braucht und selbst am Hilflosesten ist, kommt … der sichere Riesenknall. Und da soll ich ruhig Politik und Wirtschaft trauen? Das man da eher sehr vorsichtig sein sollte, erfährt man wiederum im Managermagazin:

mm: Herr Hartmann, in Deutschland trifft sich die Wirtschaftselite oft in vertraulichen Zirkeln, deren Existenz sie am liebsten leugnen würde. (…)  Sind diese geheimen Runden eine Bedrohung für die Demokratie?

Hartmann: Das vielleicht nicht. Aber es handelt sich zweifellos um geschlossene Gesellschaften. In diesen closed-shops, zu denen eben nicht jeder x-beliebige Manager Zugang hat, bilden sich exklusive Maßstäbe für Persönlichkeiten heraus.

Wie bitte? VIELLEICHT sind diese geheimen elitären Zirkel keine Gefahr für die Demokratie? Vielleicht haben wir auch nächstes Jahr Weihnachten und Ostern an ein und demselben Tag und die Regierung läßt Golddukaten übers Land regnen. Vielleicht kommt auch der Herrgott persönlich hernieder und verteilt Spitzenboni an Arbeitslose.

Doch lauschen wir dem Eliteprofessor weiter, denn er klärt uns auch in einem Nebensatz über die Elite der Politik auf, die uns vor der Bedrohung durch mafiöse Netzwerke schützen sollte:

Letztlich verhalten sich Politiker, ob jung oder alt, stets gleich: Sie stabilisieren ihre persönliche Machtbasis und denken an ihre Solokarriere – Pakt hin, Connection her.

Damit … hätte ich keine weiteren Fragen, rechne aber mit der gezielten Mittelstandsvernichtung zur Förderung von Solokarrieren und individuellen Gehaltssprüngen in den nächsten Jahren….trotz der so hartnäckig verteilten Beruhigungspillen der finanzabhängigen Auftragsmedien.

Warum Konzerne keine Verschwörungen brauchen

Manch einer mag lächeln, wenn ich so über die unheimlichsten und schädlichsten Konstrukte der Moderne lästere….die Konzerne.

Nun, früher hätte ich auch gelächelt, weil: das sind ja nur Unternehmen. Bis ich verstanden habe, was das für Unternehmen sind.

Konzerne sind per Gesetz zur Kapitalmaximierung verpflichtet … zu sonst nichts.

Sie sind Personen … mit einem psychopathischen Persönlichkeitsprofil … und dürfen als solche vor Gericht klagen.

Aufgrund steigender Macht durch Zusammenschlüsse und feindliche Übernahmen haben viele von ihnen inzwischen Staaten (auch europäische Staaten) an Finanzmacht überrundet.

Doch Menschenrechte, Fürsorgepflichten, Umweltschutz sind alles Themen, die Konzerne nicht interessieren.

Sie müssen Rendite erwirtschaften, das ist ihr Lebenssinn. Dem müssen sich – auch per Gesetz – im Sinne des Schutzes der Geldanleger – alle Mitarbeiter des Konzerns verpflichten … auch wenn sie an sich nette Menschen sind.

Wenn demokratische Werte, menschliche Werte, soziale Werte mit den Interessen des Konzerns kollidieren,
verlieren sie … immer und überall.

Im Sinne der Renditemaximierung sind Datenschutz, Kündigungsschutz, Arbeitsplatzsicherheit Werte, die sich unterordnen müssen……darum sind für Konzerne auch prinzipiell diktatorische Strukturen viel interessanter – und auch der netteste Konzernherr wird sich dem Trend nicht entziehen können, denn jedes Quartal wird auch er nur nach einem beurteilt: nach dem Ertrag. Stimmt der, wird er reich, stimmt der nicht, wird er arbeitslos….war für Angestellte jeder Stufe in seiner Firma ebenfalls gilt.

Das ist ein vollkommener Selbstläufer, ein nicht zu regulierender Automatismus.

Menschen, die Konzerndenken übernommen haben, sehen klar, das Menschen nur Kosten auf zwei Beinen sind und die Demokratie der Hemmschuh der Kapitalmaximierung.

Darum produzieren sie lieber in Sonderwirtschaftszonen – in denen sie selbst nie würden arbeiten wollen.

Es ist eine Mechanik, die dort wirkt, die aus einem Konzern mitlerweile grundsätzlich ein schädliches
Konstrukt macht … und darum kann es keine Hoffnung auf Besserung geben, solange diese Konstrukte erhalten bleiben. Sie funktionieren wie Uhrwerke um ihren obersten Wert zu erfüllen.

Volkswirtschaftlich sind sie eher schädlich, aber ihr Einfluß auf Politik, Medien und Wirtschaft ist wesentlich größer als der des „Mittelstandes“ … und ihre Methoden sind per se skrupelloseer.

Implementiert man „Konzerne“ in eine gesunde Volkswirtschaft, werden sie wie Krebsgeschwüre wachsen, ganz automatisch immer mehr Geld mit immer weniger Menschen (weil die ja nur Kosten auf zwei Beinen sind) machen, dabei alle Konkurrenz schlucken … oder fusionieren, um gemeinschaftlich noch effektiver zu werden, d.H. noch mehr Gewinn mit noch weniger Menschen.

Die Folgen sind Arbeitsplatzverlust, schwindende Staatseinnahmen und ein fortschreitender Übergriff auf politische, juristische und mediale Machteliten zum Zwecke der Gewinnmaximierung.

Das volkswirtschaftliche Gleichgewicht gerät aus den Fugen, der Staat selbst wird immer mehr zur Marionette … außer den wenigen ganz großen Staaten, die gerade mal noch etwas mehr Wirtschaftskraft haben als ein einzelner Konzern.

Diese Mechanik funktioniert auch ganz ohne Verschwörungen, da braucht man keine Preisabsprachen … weil automatisch alle Konzerne bei anstehenden Entscheidungen in die gleiche Richtung marschieren – wo es die meiste Rendite gibt.

Und die gibt es in chinsesischen oder mittelamerikanischen Sonderwirtschaftszonen, die machen das T-Shirt billiger und die Volkswirtschaften in den Industrieländern überflüssiger … was dann dort in Arbeitslosigkeit ausartet.

Die Agenda 2010, die Globalisierung … alles Produkte von Konzerninteressen, Ergebnisse des aboluten Renditemaximierungsgebotes.

Fast schon eine Aufgabe für ein Philosophieseminar … der Obersatz und seine notwendigen logischen Ableitungen, seine Konsequenzen für Wirtschaft, Politik, Medien, Gesellschaftsordnung.

Konzern und Demokratie, Konzern und Sozialstaat müssen irgendwann zwangsläufig aneinandergeraten.

Das aber wird kein lauter Knall, keine Konzernbrigaden werden sich Gefechte mit Regierungstruppen vor der Hauptstadt liefern.

Das läuft leise. Konzentration der Medienmacht ist ein Schritt dazu. Lobbyismus ein anderer. Korruption – auch ganz öffentlich durch Pöstchenverteilung in Aufsichtsräten ein weiter.

Und das ganz tolle dabei ist: es gibt in diesem Prozeß gar keine „Bösen“, denn alle tun nur ihren Job…und tun ihren „Freunden“ manchmal einen „Gefallen“ – war an sich ja auch nichts Böses ist.

Er funktioniert ganz ohne oberböse Illuminaten aufgrund der gesetzlich verankerten Mechanik des Konstruktes „Konzern“….der auch nur tut, wozu er geschaffen ist.

Deshalb sollte man sich nicht wundern, das Banken momentan nichts dazuzulernen scheinen. Alle kleinen Konzernameisen und alle großen Konzernameisen müssen per Gesetz und Arbeitsvertrag in die gleiche Richtung marschieren.

Und das Ergebnis ist: 25 & Rendite … um jeden Preis.

Somit wird die Krise nur zu einer größeren Konzentration von Marktmacht in noch weniger Konzernen führen … auch nichts Gesundes für eine Marktwirtschaft.

Und für eine Volkswirtschaft erst recht nicht.

Verschwörungsphobien

Kennt ihr das? Irgendwo passiert irgendetwas.

Dann fällt jemandem auf: Hey, moment mal, das kann so ganz nicht stimmen.

Und … nach den Iraker-töten-Kuweit-Babys-und-haben-ganz-schlimm-viele-Massenvernichtungswaffen-Lügen, dem Watergateskandal, dem Putsch vom 11.9. (Allende in Chile, vom CIA gesteuert … nicht New York, Baba bin Laden und die 19 Räuber) und den vielen Sauereien dunkler Kreise beim großen Bruder aus dem Westen ist man geneigt, ein ganz klein wenig mißtrauisch zu werden.

Also: forscht man nach. Sammelt Fakten. Wird tagtäglich mißtrauischer.

Dann, den Kopf eigentlich immer noch voller Fragen, veröffentlicht man irritiert seine Faktensammlung – eigentlich noch ohne konkrete Theorien im Kopf … und kriegt voll eins aufs Maul.

Was noch mehr irritiert.

„Dumpfnuß“, „Sackgesicht“, „Spinner“, „Dünnschißpfeiffer“, „Wurstschädel“ und ähnliche unerfreuliche Kommentare häufen sich mit großem Zorn vermischt über einem auf.

Nun … ich gehöre nicht zu denen, die sich professionell mit Faktensammeln beschätigen, habe aber oft genug solche Reaktionen beobachten dürfen.

Verschwörungsphobien.

Habe lange nicht verstanden, wo sie herkommen und warum sie eine solche heftige emotionale Reaktion hervorrufen.

Mein erster Verdacht war: das kann nur die Reaktion von „Ertappten“ sein. Doch die Kommentare waren häufig so blöd, das ich das wieder gestrichen habe. Verschwörungen verlangen eine gewisse Intelligenz,
ihnen aus induktiven Fakten auf die Spur zu kommen, sogar noch eine größere Differenzierungsfähigkeit.

Doch jetzt … bin ich einen Schritt weiter. Dank blog.de.

Dem Ort, der mir erlaubt, die „Generation Doof“ genau zu studieren.

Das ist es.

Die Leute, die ohne Blindenhund auf der Uni das Klo nicht finden, die Che Guevarra für eine slowenische Wurstsorte halten, Hitler für den ersten Bundeskanzler und Roosevelt für den Anführer der Indianer bei Little Big Horn.

Jene Leute, die sich untereinander verschwörerische Blicke zuwerfen, wenn der Lehrer ihnen erklärt, das die Erde sich um die Sonne dreht…denn sie wissen es ja besser, sehen es jeden Tag mit eigenen Augen … die Sonne geht auf, zieht über die Erde hinweg und geht hinten wieder unter und macht dann Australien warm. Sie dreht sich deutlich sichtbar um die Erde. Blöde Pauker.

Eine Blogfreundin versucht gerade, mit diesen Exemplaren eine Seminararbeit zu schreiben. Ich bete jeden Tag für sie, damit sie es übersteht und sich nicht selbst vor Verzweiflung was antut. („Halte durch!“ – möchte ich an dieser Stelle schnell noch mal zurufen).

Jene Generation Doof kann nicht anders, als auf komplexe gedankliche Strukturen mit Angst zu reagieren.

Ist wie die Reaktion einer Kuh, wenn´s donnert. Macht irgendwie Angst. Ist zu groß, zu mächtig … und zu echt, um es zu ignorieren.

Diese Angst gibt jedoch Hoffnung. Sie scheinen noch nicht so blöd zu sein, das man sie problemlos neben die Petunien pflanzen könnte, ohne das ihnen sonderlich was auffiele.

Trotz eines IQ, der selten genug Zimmertemperatur erreicht, haben sie noch genug Instinkt, zu „riechen“, wenn was stinkt. Aber nicht das Potential, auch nur ansatzweise zu verstehen, was da stinken könnte.

Das macht eine Riesenangst, denn möglicherweise ist das Problem so groß, das selbst Papa´s Konto es nicht lösen könnte.

Und darum machen sie das, was auch doofe Könige gerne taten … sie schlagen auf den Boten ein, der die schlechte Nachricht bringt und damit die Vorbereitungen zur Coctail-Party der Burschenschaft stört.

Das man durch die Tötung des Boten die feindliche Armee, deren Vorrücken er ankündigte, nicht stoppen kann … entzieht sich vollkommen ihrem Horizont.

Und man braucht auch nicht versuchen, mit ihnen zu diskutieren.

Ihr versucht ja auch keiner Kuh zu erklären, was Donner ist.

Und wenn ihr doch so mutig und unverzagt sein wollt … übt erstmal mit der Kuh. Da stehen die Chancen auf Erfolg höher.

Und glaubt nicht, das es absolut nur am Alter liegt. Die Generation Doof hat auch schon Vorbeben in meiner Altersgruppe erzeugt.

Kann man alles in der bunten Blogwelt nachforschen.

Leider.

Bohemian Grove und der Eifelphilosoph

Nun, mit einem Ding beschäftige ich mich besonders gern: diesem Bohemian Grove, dem Treffpunkt

der globalen männlichen Elite. Ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, und wenn sich jedes Jahr 2000 vielbeschäftigte Leistungsträger für zwei Wochen in einem abgelegenen Waldstück treffen, dann frage ich mich: was machen die da eigentlich?

Ich meine … jedes Kartellamt würde hellhörig werden, wenn sie von so einer Veranstaltung Wind bekommen würde. Preisabsprachen gehen auch am Lagerfeuer – selbst, wenn der Präsident neben einem sitzt.

Besonders interessant wird es dann, wenn man dies aus der Sicht von Verschwörungstheoretikern betrachtet, denn immerhin wäre eine meiner Kritiken an Verschwörungstheorien: wann und wo sollte denn so etwas umfangreiches überhaupt geplant werden?

Nun, Alex Jones drehte den Film „Dark Secrets of the Bohemian Grove“ und beantwortete mir die Frage mit einem deutlichen „DA“.

Auch interessant wäre dies für Anthroposophen, die den Ausführungen Alfred Schützes über das „Rätsel des Bösen“ folgen, wonach zwei Teufel die Menschheit bedrohen, einer von ihnen, „Ahriman“ demnächst aber im Lande der „falschen Christen“ sein größtes Ziel erreichten wird: einen eigenen Tempel zu bekommen.

Also … einen Tempel haben die Grover, und die Eule wäre ein passendes Symbol für den Teufel Ahriman, der eher kalt, nüchtern, technisch ist, der mehr Interesse an Konzentrationslagern als an Bordellen hat, was dann eher die Sphäre seines Kumpels Lucifer ist. Besonders spannend: das symbolische Menschenopfer/Kinderopfer vor der Eule. Die Eule ist … das Symbol von Lillith, der kinderfressenden Dämonin des Judentums.

Als Eifler macht man es sich nun gerne mal bequem. Ich also los zur Zentralstelle der evangelischen Kirche für Weltanschauungsfragen. Dort, so weiß ich, sammelt man alles über jeden Kult, jede Sekte, jeden Mumpitz, der in der Welt so herumgeistert.

Die Anwort jedoch … war mehr als enttäuschend. Ich erhoffte mir Querverweise zu alten iranischen
Traditionen, Verbindungen zu satanischen Riten … und letztlich erhoffte ich mir, das die Kirche darauf aufmerksam wird. Immerhin könnte es sich da um ein Konkurrenzunternehmen handeln.

Hier nun die Antwort:

leider liegen uns zu Ihrer Anfrage keine weiteren Erkenntnisse vor.
Lediglich kann ich Sie auf die für Sie interessante Informationsseiten
verweisen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bohemian_Grove

Der Kontext, in dem auf den von Ihnen genannten Film hingewiesen wird,
deuten auf Verschwörungstheorien hin. (www.infokrieg.tv)
Mehr kann ich Ihnen dazu leider nicht sagen.
Mit freundlichem Gruß

Dr. Matthias Pöhlmann
Wissenschaftlicher Referent
Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)
Auguststraße 80
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Telefon 030 28395-137
Telefax 030 28395-212
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Nun, Wikipedia wäre der letzte Ort an dem ich als Wissenschaftler suchen würde, wenn ich Informationen seriöser Art suchte. Als Dr. Pöhlmann hätte ich mich auf den Weg gemacht, sämtliche Quellen aus den Medien zu saugen, die es in den USA dazu gibt. Dann wäre ich zu meinem Chef gegangen und hätte mal nachgefragt, ob die Kirche mit so einem Kult, der rituelle symbolische Menschenopfer praktiziert, nicht ein Problem haben müsste.

Den Film hat er bei Infokrieg.tv gefunden….und folgerichtig als „offizieller Mensch“ reagiert.

„Kontext Verschwörungstheorie“ heißt auf deutsch: FINGER VON LASSEN!

Obwohl diese Anti-Sekten-Stelle der Kirche eigentlich dazu verpflichtet ist, allem nachzugehen, was für die Kirche bedrohlich ist oder in Zukunft werden könnte …. läßt man hier die Finger von, tut lieber seinen Job NICHT, als … mit anderen unangenehmen Dingen konfrontiert zu werden.

Ob ich bei der katholischen Kirche auch meinen Eifelphilosoph zu Besuch schicke, weiß ich noch nicht.

Eigentlich … reichen mir die bisher gewonnenen Erkenntnisse, um noch etwas weiter zu graben, was denn da hinten in den Wäldern der USA eigentlich so los ist.

Immerhin ist es bald wieder so weit: die Jungs treffen sich wieder, schwule Stars werden eingeflogen, Frauen bleiben verboten (und scheinen sogar verpönt bis verachtet zu sein in diesem illustren Kreis)
und mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit für westliche, vielbeschäftigte Realisten werden
okkulte Rituale gefeiert … deren Hintergründe wahrscheinlich nur wenige kennen.

Z.B. Altkanzler Helmut Schmidt, der auch mal da war und stolz behauptete, das dort die Besten aller druidischen Rituale gefeiert werden.

Welche der wohl noch kennt?

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