Verschwörungen

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Widerstand ist zwecklos: über Umerziehung und gestohlene Wirklichkeiten

Es schmerzt, wenn man Kommentare liest, die ob der Hoffnungslosigkeit der Situation der Verzweiflung nahe sind. Es schmerzt, zu sehen, das Verzweiflung möglicherweise das einzige Gefühl bleibt, die einzige Möglichkeit, Widerstand zu leisten, das einem noch übrig bleibt nach der Lektion, die man uns als Bürgern jetzt erteilt hat. Warum das so ist? Weil wir noch nicht mal im Ansatz verstanden haben, was gerade mit uns geschieht. Es ist möglicherweise auch zu phantastisch, zu abgedreht, zu verrückt ... so verrückt wie  eine streng elitäre Legion Superreicher, die sich regelmäßig jedes Jahr treffen, um vor dem Symbol der teuflischen Göttin Lillith (die  Nummer Zwei der Kellipoth im System der freimaurerischen Kabbala) ein symbolisches Menschenopfer zu bringen. Was es bedeutet, wenn der Macher Helmut Schmidt - unserer nüchterner Mann der Vernunft - von diesem Ritual als dem besten druidischen Ritual spricht, das er je erlebt hat? Sind wir geistig überhaupt in der Lage, zu verstehen, das das bedeutet?

Es schmerzt, wenn man Kommentare liest, die ob der Hoffnungslosigkeit der Situation der Verzweiflung nahe sind. Es schmerzt, zu sehen, das Verzweiflung möglicherweise das einzige Gefühl bleibt, die einzige Möglichkeit, Widerstand zu leisten, das einem noch übrig bleibt nach der Lektion, die man uns als Bürgern jetzt erteilt hat. Warum das so ist? Weil wir noch nicht mal im Ansatz verstanden haben, was gerade mit uns geschieht. Es ist möglicherweise auch zu phantastisch, zu abgedreht, zu verrückt … so verrückt wie  eine streng elitäre Legion Superreicher, die sich regelmäßig jedes Jahr treffen, um vor dem Symbol der teuflischen Göttin Lillith (die  Nummer Zwei der Kellipoth im System der freimaurerischen Kabbala) ein symbolisches Menschenopfer zu bringen. Was es bedeutet, wenn der Macher Helmut Schmidt – unserer nüchterner Mann der Vernunft – von diesem Ritual als dem besten druidischen Ritual spricht, das er je erlebt hat? Sind wir geistig überhaupt in der Lage, zu verstehen, das das bedeutet?

Nein, sind wir nicht. Man erlaubt uns nicht, so zu denken. Die Umerziehung, die bei der Entnazifizierung Deutschlands erfolgreich erprobt wurde, läuft weiter, so dass wir uns nicht wundern, das die gesellschaftliche Elite der USA (und einige auserwählte Männer aus den europäischen Kolonien) äußerst religiös und esoterisch wird, wenn sie zur Spitze der Macht vordringen.

Was bedeutet das denn für unser Weltbild?

Gar nichts, wir schauen Fussball. Die Medien sagen uns, das das wichtig ist.

Die Treffen im Bohemian Grove sind Fakt. Vielfältig belegt. Menschen, die in ihren Terminkalendern normalerweise um jedes Minute kämpfen, haben jährlich – neben ihrem Urlaub – zwei Wochen Zeit, sich mit … unbekannten Dingen zu beschäftigen. Und mit religiösen Ritualen. Das geht uns aber nichts an.  Die evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (das ist die Abteilung für Sektenkunde) hat mir auf Nachfrage geantwortet, das es sich hierbei wohl um Themen aus dem Umfeld der Verschwörungstheorien handelt.

So wie 1955 in Folge der Umerziehung keiner mehr auch nur ansatzweise das NS-Regime begrüßte, so meiden wir heute alle Themen, auf die offizielle Stellen das Siegel „Verschwörungstheorie“ kleben. Genauso gut könnte es aber auch ein „Top Secret“-Stempel sein, der dort anzubringen ist. Das Ergebnis ist das Gleiche: dort findet zwar etwas statt (zum Beispiel die Planung des Baus der Atombombe) – aber das geht uns nichts an.

Wir gehorchen.

Inzwischen ist es Fakt, das Bundespolizisten anonym als Demonstranten unterwegs sind – ohne Wissen der Landespolizei. Das gleiche geschah gerade in Griechenland.  Da werden Strategien entwickelt und umgesetzt, die vor allem eins brauchen: die absolute Missachtung der Planer vor dem Grundgedanken der Polizei, vor dem Rechtsstaat, der Demokratie und … dem Bürger.

Die Leute haben aber die Macht, staatliche Beamte auf uns anzusetzen – und tun das auch.

Das nennt man Verschwörung – über die man aber bei uns seit zehn Jahren nicht mehr reden darf. Was früher investigativer Journalismus war, ist heute Verschwörungstheorie … und keinen störts. Die Täter sahnen ungehindert ab, siehe Telepolis:

Im Namen eines imaginären Steuerzahlers, dessen Neukreditaufnahme nicht – wie von den Regierungen behauptet – für das Gemeinwohl verwendet wird, sondern für die Beibehaltung der Steuerprivilegien derer, die allein in Deutschland von Ende 2009 bis Juni 2011 einen Gesamtvermögenszuwachs von 1 Billion Euro verbuchen konnten.

Das Ganze war geplant. Kann man öffentlich nachlesen: die Täter machen kein Geheimnis aus ihren Absichten, aus ihren Methoden, aus ihren Zielen, siehe Nachdenkseiten:

„Der ehemalige Notenbanker Sir Alan Budd (…) beschrieb die Geldpolitik der Bank of England unter Margret Thatcher so: „Viele haben nie (…) geglaubt, dass man mit Monetarismus die Inflation bekämpfen kann. Allerdings erkannten sie, dass [der Monetarismus] sehr hilfreich dabei sein kann, die Arbeitslosigkeit zu erhöhen. Und die Erhöhung der Arbeitslosigkeit war mehr als wünschenswert, um die Arbeiterklasse insgesamt zu schwächen. […] Hier wurde – in marxistischer Terminologie ausgedrückt – eine Krise des Kapitalismus herbeigeführt, die die industrielle Reservearmee wiederherstellte, und die es den Kapitalisten fortan erlaubte, hohe Profite zu realisieren.“ (The New Statesman, 13. Januar 2003, S. 21)“

Das ist nur eine Quelle von vielen. Vivianne Forrester fiel das in den neunziger Jahren auf … sie zitierte weitere Quellen und warnte vor dem kommenden Terror und der angestrebten Diktatur.

Keinen hat´s interessiert.

Dabei läuft es weiter. Nun fangen die Banken an, ihre Leute auf die Straße zu setzen.  15000 bei Lloyds, 1000 weitere bei anderen Instituten – das erhöht den Druck, Schrottpapiere für gutes Geld zu verkaufen. Immerhin geht es um den Arbeitsplatz.

Währenddessen nimmt der Krieg gegen die Arbeitslosen schärfere Formen an. In Deutschland werden sie kriminalisiert, in Ungarn erprobt man jetzt Zwangsarbeit und Lagerhaltung im großen Stil.

Und unsere Leitmedien berichten über Frauenfussball – als gäbe es sonst nichts Wichtiges auf der Welt. Wieder besseren Wissens wird die Destabilisierung der Weltwirtschaft vorangetrieben, damit staatlicher Besitz in nie dagewesenem Maße in Privathände gelangt: zu Schnäppchenpreisen, wohlgemerkt – siehe Freitag:

„Auf dem Höhepunkt einer Krise bietet sich immer die Möglichkeit zu neuen Investitionen“, sagte Aris Syngros, der die „Invest in Greece“-Kampagne leitet, vom Podium herab. „Die Krise eröffnet die Möglichkeit zu großen Gewinnen.“ Diese Gewinne machen aber natürlich diejenigen, die das Tafelsilber des griechischen Staates zu Schnäppchenpreisen aufkaufen.

Das sich die Legion der Superreichen zum Aufkauf des gesamten Planeten entschlossen hat, ist für uns unvorstellbar. Sie hätten doch überhaupt keine Möglichkeit, das zu planen, wenden wir ein. Dazu müssten die sich doch alle mal treffen.

Das tun sich auch. Jedes Jahr – zwei Wochen lang. Jedenfalls ein äußerst auserwählter superreicher Kreis.

Aber die Detailplanung, die Ausführungsimpulse – wo ist denn da die Befehlskette? Zum „Stab“ gehört in jeder Firma auch die „Linie“: so was würde man doch merken?

Würde man, wenn wir über den Sinn der Bilderbergertreffen informiert werden würden – jener Treffen, wo die gehetzten wichtigen Menschen unserer Tage nochmal angeblich eine Woche sinnlos Zeit verplempern – sie haben ja auch soviel zuviel davon. Was dort versäumt wurde, kann man dann in Davos nachholen.

Stanley Kubricks letzter Film „Eyes wide shut“ führt einen normalen amerikanischen Arzt in eine befremdliche Welt von Geheimgesellschaften und sexuellen Orgien ein, die dem Helden ihre Macht über sein Leben bis ins Detail demonstrieren. Kubrick starb überraschend eine Woche nach Fertigstellung des Filmes. Es lohnt sich, sich ein wenig mit den Bildern des Filmes auseinanderzusetzen und der offiziellen Version („Liebesgeschichte“) nicht zu folgen. Die Beziehung der Hautpdarsteller nimmt im Film einen verblüffend  geringen Raum ein … die „Sekte“ einen viel größeren. Das Kubrick hier in seinem letzten Werk ein düsteres Bild mordender amerikanischer Geheimgesellschaften zeichnet, wird in offiziellen Filmkritiken überraschend gründlich übersehen – wie dürfen an so etwas nicht denken, auch wenn wir es direkt vor Augen haben. Deshalb wage ich auch jetzt nicht die Vermutung, das Kubrick mit diesen Bildern eine Botschaft über politische Wirklichkeiten vermitteln wollte, die ihm während seines Lebens in den USA begegnet sind, weil ich weiß, das man mir dann das tödliche Siegel „Verschwörungstheoretiker“ aufdrücken würde, was den gleichen Effekt hat wie Rufmord.

Das dieser Effekt eintritt, ist ein schlechtes Zeichen für unsere aufgeklärte Gesellschaft, in der es keine Tabus geben dürfte. Trotzdem gibt es sie – und deshalb funktioniert der Rufmord, die Vernichtung der Ehre durch ein einziges Wort: Verschwörungstheroie.

Gründe dafür beschreibt „The Intelligence“ drastisch:

Nachdem wir Bürger demokratischer Länder sind, können wir uns der Mitverantwortung wohl kaum entziehen. „Unwissenheit schützt nicht vor Strafe“, besagt ein juristischer Grundsatz. Also auch nicht, sich jahrzehntelang für dumm verkaufen zu lassen. Ungeachtet, ob dieses Geld- und Wirtschaftssystem in naher Zukunft restlos zusammenbrechen wird oder nicht, wir, die Bürger, haben schon lange verloren. Unsere Zivilisation ist tot. Der Rest ist Leichenschändung. 

Das erinnert an die NS-Zeit, wo „alle nichts gewußt haben“. Geschichte wiederholt sich. Meine Familie hat es gewußt, mein Großvater hat deshalb gegen den Willen der SS mit KZ-Häftlingen gearbeitet, was ihn fast selber ins KZ gebracht hätte – wäre der Russe nicht so schnell gen Westen vorgedrungen. Und sie wußte, das es fürs Handeln zu spät war. Die Angst hatte gewonnen … und die Wirklichkeit war gestohlen.

Und deshalb ist Widerstand zwecklos.

Man hat uns die Wirklichkeit gestohlen, nicht die Wahrheit – nur die Wirklichkeit. Das Wissen über Mächte, die auf diesem Planeten Wirkung erzeugen können – eben „Wirklichkeiten“.

Und weil wir keine Wirklichkeiten mehr haben dürfen, können wir uns auch nicht mehr zum Widerstand vereinen.

Den Rest erledigt die Angst vor der Arbeitslosigkeit, dem Arbeitslager, dem Tod … und dem Nebenmann auf der Demo: man weiß nie, wer von den Kollegen alles von der Bundespolizei ist.

Das gleiche Gefühl hat man vielleicht auch schon bei der Sitzung eines jeden Parteivorstandes.

 

 

 

 

Eine kleine Video Rundschau über aktuelle und ältere Verschwörungstheorien

von denen sich mit Sicherheit einige als Wahr herausstellen werden…

Die Mondverschwörung (Trailer). Wirklich nur Satire?:

Die Verschiebung der Erdachse:

Ein Professor der WU in Wien zum Ende des Geldes, wie wir es kennen:

Wetterkriege mit Haarp:

Eine nukleare Explorion in Fukushima:

Eine Zusammenfassung einiger populärer, meist älterer Verschwörungstheorien:

Verschwörungen in Deutschland und der Holocaust an Arbeitslosen

Wir sollen ja nicht an Verschwörungen glauben. Der größte Erfolg der Verschwörungspraktiker auf diesem Planeten ist, das sie das Nachdenken über Verschwörungen selbst unter Strafe gestellt haben. Das hält einem die lästigen Frager erstmal vom Leib. Wahrheit ist, was Regierung und die mit ihr befreundeten und verbündeten gesellschaftlichen Mächte erlauben, alles andere ist tabu. Das eine solche Einstellung brandgefährlich für die Demokratie ist und dirigistisch in den Prozess der Meinungsbildung eingreift, hätte vor zwanzig Jahren noch viele achtundsechziger aus dem Beamtensessel gescheucht, heute jedoch wissen sie, das auch ihre Pensionen in Gefahr sind, wenn sie das Tabu nicht beachten.

Wir sollen ja nicht an Verschwörungen glauben. Der größte Erfolg der Verschwörungspraktiker auf diesem Planeten ist, das sie das Nachdenken über Verschwörungen selbst unter Strafe gestellt haben. Das hält einem die lästigen Frager erstmal vom Leib. Wahrheit ist, was Regierung und die mit ihr befreundeten und verbündeten gesellschaftlichen Mächte erlauben, alles andere ist tabu. Das eine solche Einstellung brandgefährlich für die Demokratie ist und dirigistisch in den Prozess der Meinungsbildung eingreift, hätte vor zwanzig Jahren noch viele achtundsechziger aus dem Beamtensessel gescheucht, heute jedoch wissen sie, das auch ihre Pensionen in Gefahr sind, wenn sie das Tabu nicht beachten.

Manchmal jedoch holt uns die Wirklichkeit ein. Manchmal ist die Wahrheit noch schneller als die Propaganda. Sammelt man diese Bruchstücke merkt man schnell: es ist vorbei. Die Empfehlung, sich in irgendeiner Nische der Gesellschaft zu verstecken, bis der Sturm vorüber ist, ist vielleicht nicht die schlechteste. Einer jener Momente, wo Wahrheit über Propaganda gesiegt hat, betrifft ein fernes und für uns unbedeutendes Land: Syrien.

Dort meldete die junge Welt im April 2011:

Seit Jahren hat die US-Regierung auf verschiedenen Ebenen an einer Destabilisierung Syriens gearbeitet. Das berichtete am Montag die Washington Post unter Bezugnahme auf interne Botschaftskorrespondenzen, die der Zeitung von Wikileaks zugespielt worden waren. Danach habe das US-Außenministerium mindestens sechs Millionen US-Dollar zur Finanzierung von Oppositionsgruppen und des regierungskritischen Satellitensenders Barada-TV bezahlt, der von London aus sendet.

Solche Nachrichten sind eigentlich brandwichtig. Man sollte sie sich über die Haustür hängen, damit man jeden Tag daran erinnert wird, wie Politik in Demokratien gemacht wird: mit Geld … und Verschwörungen. Sofort sollte man sich die Frage stellen: wo stecken die denn überall noch hinter … und was finanzieren die eigentlich in meinem eigenen Land.

Heute fand ich ein in diesem Zusammenhang bedeutsames Dokument. Es beschreibt im Detail, wie Destabilisierung praktisch vor sich geht. Wie wahr es ist, läßt sich im Lügenkrieg der Nachrichten kaum noch beurteilen. Angesichts der bislang bekannten Praktiken der Machtelite in den USA wäre es zumindest nicht undenkbar … und würde eine plausible Erklärung dafür liefern, das in arabischen Ländern in breiter Front zeitgleich Unruhen ausbrechen. Wer das Dokument in ganzer länger studieren möchte, wird bei Joachim Guilliard fündig.

Nach diesem Plan wird Syrien in drei Bereiche (Großstädte, Kleinstädte und Dörfer) eingeteilt und begründet fünf Arten von Netzwerken

1. Der „Treibstoff“: Dieses Netzwerk besteht aus gebildeten und arbeitslosen Jugendlichen, die mit dezentralen Mitteln miteinander verbunden werden sollen.

2. Die „Verbrecher“: Das Netzwerk umfaßt Gesetzlose und Kriminelle aus entfernten, bevorzugt nichtsyrischen, Gebieten.

3. Die „Ethnisch-Konfessionellen“: Dazu gehören junge Menschen mit begrenzter Bildung, die ethnische Gemeinschaften repräsentieren, welche den Präsidenten unterstützen oder gegen ihn opponieren. Sie müssen jünger als 22 Jahre sein.

4. Die „Medien“: Es besteht aus einigen Führern zivilgesellschaftlicher Institutionen, die aus Europa und nicht aus Amerika finanziert werden.

5. Das „Kapital“: Es umfaßt nur Händler, Firmenbesitzer, Banken und kommerzielle Zentren in Damaskus, Aleppo und Homs.

So sieht das Grundgerüst zur Destabilisierung eines Landes aus. Hier ist es Syrien. Ich möchte nur noch ein kleines Detail herausgreifen: den Beginn der Destabilisierung.

1. Wenn eine Person des Treibstoff-Netzwerkes reagiert, beginnt sofort eine andere Stufe unter Ausnutzung seines/ihres Geldbedarfes:
– Ihm/ihr kleine Geldbeträge zur Verfügung stellen.
– Ihm/ihr ein Mietauto, ein Mobiltelefon und einen Internetzugang bereit stellen.
– Ihn/sie auffordern andere junge Menschen zu suchen und mitzubringen und die gleichen Methoden, bei diesen anwenden.

So kauft man einen Aufstand. So beginnen die ersten Schritte. So könnte auch ein steineschmeißender Taxifahrer zum ersten Außenminister eines ursprünglich geläuterten friedlichen Landes werden, das dann auf einmal wieder zu einer kriegführenden Nation wird. Etwas Ähnliches ist bei uns geschehen, Ex-Grüne wie Jutta Ditfurth haben von Einflussversuchen amerikanischer Kreise berichtet – die bei anderen Grünen auf fruchtbaren Boden vielen.

Agiert man mit fünf Netzwerken gleichzeitig, ist der normale Bürger vollkommen hilflos. Er versteht die Zusammenhänge nicht mehr, wundert sich aber über die ständige Degeneration der politischen Wirklichkeit. SPD-Kanzler fahren einen ultrarechten asozialen Kurs und demontieren mit großen Schlägen den kaiserlichen (!) Sozialstaat, CDU-Kanzleusen wandern nach links ab, Grüne werden militant gegen andere Länder, Linke setzen ARGE-Geschäftsleiter als Bürgermeister ein….und Geld fließt in Riesenströmen aus dem Land hinaus. Die Lebensqualität nimmt beständig weiter ab, „Wohlstand“ bedeutet für das Volk immer mehr Arbeit, immer höhere Preise bei immer geringerem Einkommen, im Aufschwung befinden sich nur die Renditen der US-Investoren (und ihrer deutschen Netzwerkpartner).

Die Medien berichten eigentlich alle dasselbe: die Welt ist heil und gut, alles ist in Ordnung, die Elite und ihre Experten  haben alles im Griff. Und auf einmal wird ein ehedem systemtreues Mittelstandsblatt zur Revolutionspostille, weil man dort Nachrichten findet, die eher zur Verunsicherung dienen. So berichtet die Welt über Hedgefonds, die hochriskante Spekulationsgeschäfte in Dimensionen von 2000 Milliarden Dollar fortsetzen, als hätte es die Krise nie gegeben, über die explodierenden Schulden Griechenlands und die Folgen für den deutschen Steuerzahler oder über die anstehenden Horror-Zusatzbeiträge, mit denen die beschlossenen Rekordhonorare für Ärzte bezahlt werden (die ihre Überschüsse wieder gerne in Hedgefonds stecken).

Vernünftig wirkt das alles nicht. Legt man aber den Plan zur Destabilisierung Syriens über das politische Geschehen in Deutschland, so bemerkt man schon … Ähnlichkeiten. Sicher, unsere Situation ist eine andere. Aber die Netzwerke haben wir auch. „Rotarier“ nennen sie sich, „Pro Christ“, „Atlantikbrücke“ … die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Es geht hier allerdings nicht darum eine Diktatur zu beseitigen, sondern eine Demokratie zu unterwandern. Hier kauft man weniger Jugendliche auf der Straße sondern eher Menschen an den zentralen Schaltstellen der Macht in Politik, Medien und Wirtschaft. Deshalb braucht man hier keine Straßenkämpfe, weil es nicht darum geht, eine starke Staatsmacht zu brechen, sondern eine sanfte Staatsmacht zu unterwandern. Da die Netzwerke seit sechzig Jahren wachsen, dürften sie inzwischen eine Verflechtung erreicht haben, das wahrscheinlich jeder Bundesbürger irgendwo von ihnen berührt wird.

Auf jeden Fall dürfte das aber am Arbeitsplatz zutreffen. Er ist der zentrale Angelpunkt im Leben eines Wohlstandsbürgers, dort wird über Grad und Umfang der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben entschieden, dort wird bestimmt, ob er im Eigenheim oder im Plattenbau landet, dort wachen Heerscharen von Unternehmensberatern über die Einhaltung der Regeln einer „produktiven Kultur“ und liefern den Chefs Mittel zur beständigen Erhöhung des Arbeitsdrucks hinter dem nichts anderes steht als der Wunsch nach Erhöhung der Kapitalrendite ohne Rücksicht auf Lebensqualität der Mitarbeiter oder Produktqualität für Verbraucher.

Erinnert sich noch jemand an unser Grundgesetz erinnern? Ich habe gerade nur mal kurz hineingeschaut, es steht … noch … auf der Seite des Deutschen Bundestages:

Artikel 12

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

Das sollte man einmal über den Eingang eines jeden deutschen „Jobcenters“ hängen … und wer mag, der darf auch gerne die Aussagen einer bayrischen Ministerin mit diesem Grundgesetzartikel abgleichen, siehe „gegen Hartz„:

In einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ forderte Bayerns Arbeitsministerin Christine Haderthauer (CSU) schärfere Sanktionen gegen Hartz IV Bezieher. Ihrer Meinung nach, gebe es eine „hohe soziale Absicherung bei uns“ und dabei „offensichtlich zu wenig Leidensdruck“.

Zwar wisse auch sie, dass die ALG II Leistungen bis auf Null Euro gekürzt werden können, wenn ein Jobangebot ohne hinreichende Gründe abgelehnt werde, doch hier sieht Haderthauer anscheinend eine noch nicht ausreichend bearbeitete Sanktionslücke, um Hartz IV Betroffene noch mehr zu drangsalieren. „Wer aber den Arbeitsplatz annimmt und nach zwei Wochen wieder ausgestellt wird, weil er unpünktlich und mit ihm nichts anzufangen ist, kann nicht mit Sanktionen belegt werden“. Haderthauer verlangt nun von der Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Katalog von Strafen deutlich zu erweitern. Zudem müssten die derzeitigen Arbeitsmarktinstrumente erweitert werden, um „Langzeitarbeitslose zurück in die Arbeit“ zu bringen. Neben der Jobsuche sollen Jobcenter-Mitarbeiter auch eine Art „Lebenskompetenz“ beibringen, wie beispielsweise den „Umgang mit Haushaltsgeld“.

Erstmal ist der Zwang zur Annahme eines Arbeitsplatzes mit dem Grundgesetz prinzipiell nicht zu vereinbaren – ich bin mir aber sicher, das man sich um diesen demokratischen Grundsatz schon erfolgreich herumgemogelt hat. Das Hereinregieren von Jobcentermitarbeitern (deren Qualifikationen generell sehr fraglich sind) in den privaten Haushalt stellt eine völlige Entmündigung da … und wer nach noch mehr Sanktionen schreit, um die Arbeitslosen endlich von der Straße zu bringen und dabei nach Regelsatzstreichung schielt, der fordert nichts anderes als die ENDLÖSUNG der ARBEITSLOSENfrage mit brutaler Gewalt.

Was ist mit der alleinerziehenden Mutter, deren Kind während der Arbeitszeit erkrankt? Sie wird gekündigt oder verliert ihr Kind. Was ist mit dem Behinderten, der die Arbeit vor Schmerzen nicht mehr aushält? Mit den Alten, die einfach nicht mehr so schnell rennen können?

„Laßt das Gesochse verhungern!“. Viel mehr bestrafen kann man Langzeitarbeitslose kaum noch. Im Namen der Aufschwungstatistik sollen sie gefälligst ins Gras beißen … und so etwas darf man im Deutschland des Jahres 2011 als Mitglied einer Landesregierung wieder offen fordern ohne vom Staatsschutz abgeführt zu werden?

Daran kann man erkennen, wie weit die Destabilisierung der Demokratie schon fortgeschritten ist. Ein US-Einfluß auf die Entwicklung ist damit noch nicht bewiesen.

Wir können aber ganz schnell mal wieder von unten nach oben schalten und entdecken überraschenderweise, das Frau Haderthauer  nach den gleichen Prinzipien reagiert wie der IWF, siehe Deutsche Welle:

Gestützt wird die Kritik an den internationalen Finanzorganisationen von einem prominenten Insider, der sich durchaus nicht als Gegner der Globalisierung versteht. Der frühere Chefökonom der Weltbank Joseph Stiglitz, 2001 mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet, wirft in seinem Buch „Die Schatten der Globalisierung“ von 2002 dem IWF vor, mit seinen Auflagen immer wieder die Ungerechtigkeit im weltweiten Armutsgefälle forciert zu haben.

So berichtet Stiglitz über Indonesien, wo der Großteil eines Milliardenkredits zur Bezahlung privater Kredite aus den Industrieländern dienen sollte, während den Armen im Lande die Subventionen für Nahrungsmittel gestrichen wurden.

Schauen wir uns jetzt noch einmal den Charakter der Leiter solcher Organisationen an, die mit Geld Weltpolitik, Wirtschaftspolitik und Sozialpolitik machen, dann sollte uns eigentlich nichts mehr wundern, siehe Handelsblatt:

Kurz vor seinem Abflug aus New York ist der IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn verhaftet worden. Er soll in New York ein Zimmermädchen zum Sex gezwungen haben. Es ist nicht sein erster Skandal.

Man fragt sich, wie kommen solche moralisch fragwürdigen Menschen eigentlich in solche entscheidenden Positionen? Wieso wird gerade ein steineschmeissender Pseudogrüner Aussenminister und nicht einer aus der Friedensbewegung?

Nun, die Antwort steht weiter oben: wenn eine Person des Treibstoffnetzwerkes reagiert, gibt es Bargeld. Kann man jetzt verstehen, warum ich bei solchen Nachrichten aus dem Manager Magazin 2002 sehr unruhig werde:

Özdemir hatte die Aufnahme eines 80.000-Mark-Kredits (rund 41.000 Euro) bei Hunzinger im Januar 1999 öffentlich bedauert und angekündigt, das Geld umgehend vollständig zurückzuzahlen. Er sagte, dass das Geld keine Spende oder Schenkung gewesen sei, sondern ein normaler Kredit.

Und so wird auch am heiligen Sonntag aus dem alltäglichen Nachrichenpuzzle ein Horrorbild. Bilder dieser Art würde ich mir von den Medien in Deutschland wünschen. Gerne würde ich sie mir im Lehnsessel zu Gemüte führen und mich beruhigt zurücklehnen, weil ich weiß, das aufgepasst wird.

Stattdessen werde ich über die Probleme von Filmsternchen, Fussballtrainern und FDP-Tränchen informiert, bis ich keine Lust mehr habe, weiterzulesen.

 

 

 

 

 

 

Wirtschaftskrise 2012 – mit Volldampf voraus in die Mittelstandsvernichtung

Es geht uns ja gut. Zum Beispiel den Immobilienmaklern – jedenfalls laut Manager-Magazin:

Einen Boom wie zurzeit haben viele Immobilienmakler hierzulande noch nicht erlebt. Angesichts niedriger Zinsen und vermeintlich fehlender Anlagealternativen floriert der Verkauf von Häusern und Wohnungen wie kaum zuvor. Die Branche erzielt Rekordumsätze

Auch dem Deutschen selbst geht es super – sagt die Welt.

Laut den neuesten Bevölkerungsstrukturdaten von Gfk Geomarketing, die „Welt Online“ vorliegen, verfügen 60,1 Prozent über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 2000 Euro.

Da weiß man dann auch, wer die ganzen Immobilien kauft. Ist doch also eigentlich alles super … wenn man jetzt aufhören würde zu lesen. Tut man das nicht, liest andere Artikel im Manager Magazin … wird einem Angst und Bange:

Es ist doch so: Über uns schwebt diese riesige, schwarze Wolke. Wir wissen, dass es irgendwann ein schweres Unwetter geben wird. Das heißt aber nicht, dass ich mit meinem Segelboot nicht rausgehen kann. Ich muss nur nah genug am Ufer bleiben, um schnell wieder an Land zu kommen, wenn das Gewitter losbricht.

Der Anlageprofi wird auch noch konkreter:

Entscheidend für Investoren ist, was mit dieser Flut von Zentralbank-Geld geschieht und wie es den Markt verändert. Jetzt, am Ende des ersten Akts der großen Reflation, haben die Zentralbanken Luft in den Ballon bekommen, die Wirtschaft und den Aktienmarkt wiederbelebt. Alle fühlen sich besser. Aber es ist unmöglich, durch die Reflationierung das kaputte Finanzsystem zu reparieren. Es gibt keinen Weg zurück zur alten Normalität. Denn durch Niedrigzinsen und noch mehr Schulden können sie zwar die Konjunktur ankurbeln, lösen aber das Problem nicht. Das Problem ist immer noch da: die viel zu hohen Schulden.

Das hört sich nicht gut an – für den Aktienmarkt, in dem deshalb ja immer weniger Deutsche aktiv sind. Es geht sogar noch weiter – wieder in einem anderen Artikel des Manager Magazins, diesmal zum Thema Inflation:

Doch nicht nur Verbraucher leiden unter höheren Preisen. Auch Anleger mögen die Entwicklung gar nicht. Denn ein anderes Wort für „Preissteigerung“ ist „Geldentwertung“, sprich Vermögensverlust – genau das Gegenteil also von dem, was sie sich für ihr Erspartes wünschen.

Für einen hoch verschuldeten Staat ist Inflation willkommen, denn mit der Geldentwertung sinkt die Schuldenlast. Für einen Sparer ist hohe Inflation jedoch dramatisch, denn sie frisst die Ersparnisse auf.

Was aber tun? „Investieren in Sachwerte“ lautet der Standardratschlag. In Immobilien also, in Aktien, in Rohstoffe wiederum oder in Gold und Silber. Die Idee dahinter ist, dass der Substanzwert solcher Anlagen selbst irrationale Inflationsraten oder gar drastische Maßnahmen wie etwa eine Währungsreform überdauert. Bargeld dagegen oder beispielsweise Spareinlagen sind dem Geldwertverlust fast schutzlos ausgeliefert.

Aha. Darum also der Immobilienboom. Man will Materie für Geld, nicht nur Versprechungen.

Der Staat allerdings … hat gar kein Interesse daran, Inflation zu verhindern? Eher im Gegenteil? Man soll also jenen, die Vorteile von der Geldentwertung haben, die Verantwortung für die Geldpolitik überlassen? Wo kann man Wetten darauf abschließen, wie das ausgeht? Und wenn der Immobilienmarkt boomt, dann wegen der niedrigen Zinsen? Wenn Zinsen dort eine Rolle spielen, dann doch auch Schulden …

Hören wir doch dazu das Handelsblatt:

Untätige Politiker, laxe Finanzaufseher und zockende Banker: Nur durch diese ungesunde Mischung ist es nach Ansicht einer von US-Präsident Barack Obama eingesetzten Kommission zur Finanzkrise gekommen, die schließlich in der schlimmsten Rezession der Nachkriegsgeschichte gipfelte. „Die Krise war ein Ergebnis menschlicher Taten oder Tatenlosigkeit“, heißt es in einem Untersuchungsbericht, aus dem die „New York Times“ am Mittwoch vorab zitierte. „Es waren nicht Mutter Natur oder durchgeknallte Computermodelle.“

Der Autor wird auch noch konkreter:

Der Report prangert nach Angaben der „New York Times“ unter anderem an, dass die fünf größten US-Investmentbanken für 40 Dollar an fiktiven Vermögenswerten gerade mal 1 Dollar an tatsächlichem Kapital als Sicherheit vorgehalten hätten. Schon ein Wertverlust der Vermögenswerte von nur drei Prozent hätte die Firmen deshalb ausradiert.

Also waren von den Riesenvermögen gerade mal 2,5 % vorhanden? 97,5 % waren Hoffnungen, Versprechungen – und Lügen? Und jetzt wird fleissig weiter Geld gedruckt, damit das alles noch wackeliger wird, aber die Politiker sich als Schuldenabbauer profilieren können?

Und da sollen wir uns keine Sorgen machen, weil ja rein rechnerisch alle fürchterlich reich sind?

Die Mehrheit des Mittelstandes marschiert alleinstehend in ein düsteres Rentenzeitalter. Gerade dann, wenn man seine Mitmenschen am Nötigsten braucht und selbst am Hilflosesten ist, kommt … der sichere Riesenknall. Und da soll ich ruhig Politik und Wirtschaft trauen? Das man da eher sehr vorsichtig sein sollte, erfährt man wiederum im Managermagazin:

mm: Herr Hartmann, in Deutschland trifft sich die Wirtschaftselite oft in vertraulichen Zirkeln, deren Existenz sie am liebsten leugnen würde. (…)  Sind diese geheimen Runden eine Bedrohung für die Demokratie?

Hartmann: Das vielleicht nicht. Aber es handelt sich zweifellos um geschlossene Gesellschaften. In diesen closed-shops, zu denen eben nicht jeder x-beliebige Manager Zugang hat, bilden sich exklusive Maßstäbe für Persönlichkeiten heraus.

Wie bitte? VIELLEICHT sind diese geheimen elitären Zirkel keine Gefahr für die Demokratie? Vielleicht haben wir auch nächstes Jahr Weihnachten und Ostern an ein und demselben Tag und die Regierung läßt Golddukaten übers Land regnen. Vielleicht kommt auch der Herrgott persönlich hernieder und verteilt Spitzenboni an Arbeitslose.

Doch lauschen wir dem Eliteprofessor weiter, denn er klärt uns auch in einem Nebensatz über die Elite der Politik auf, die uns vor der Bedrohung durch mafiöse Netzwerke schützen sollte:

Letztlich verhalten sich Politiker, ob jung oder alt, stets gleich: Sie stabilisieren ihre persönliche Machtbasis und denken an ihre Solokarriere – Pakt hin, Connection her.

Damit … hätte ich keine weiteren Fragen, rechne aber mit der gezielten Mittelstandsvernichtung zur Förderung von Solokarrieren und individuellen Gehaltssprüngen in den nächsten Jahren….trotz der so hartnäckig verteilten Beruhigungspillen der finanzabhängigen Auftragsmedien.

Warum Konzerne keine Verschwörungen brauchen

Manch einer mag lächeln, wenn ich so über die unheimlichsten und schädlichsten Konstrukte der Moderne lästere….die Konzerne.

Nun, früher hätte ich auch gelächelt, weil: das sind ja nur Unternehmen. Bis ich verstanden habe, was das für Unternehmen sind.

Konzerne sind per Gesetz zur Kapitalmaximierung verpflichtet … zu sonst nichts.

Sie sind Personen … mit einem psychopathischen Persönlichkeitsprofil … und dürfen als solche vor Gericht klagen.

Aufgrund steigender Macht durch Zusammenschlüsse und feindliche Übernahmen haben viele von ihnen inzwischen Staaten (auch europäische Staaten) an Finanzmacht überrundet.

Doch Menschenrechte, Fürsorgepflichten, Umweltschutz sind alles Themen, die Konzerne nicht interessieren.

Sie müssen Rendite erwirtschaften, das ist ihr Lebenssinn. Dem müssen sich – auch per Gesetz – im Sinne des Schutzes der Geldanleger – alle Mitarbeiter des Konzerns verpflichten … auch wenn sie an sich nette Menschen sind.

Wenn demokratische Werte, menschliche Werte, soziale Werte mit den Interessen des Konzerns kollidieren,
verlieren sie … immer und überall.

Im Sinne der Renditemaximierung sind Datenschutz, Kündigungsschutz, Arbeitsplatzsicherheit Werte, die sich unterordnen müssen……darum sind für Konzerne auch prinzipiell diktatorische Strukturen viel interessanter – und auch der netteste Konzernherr wird sich dem Trend nicht entziehen können, denn jedes Quartal wird auch er nur nach einem beurteilt: nach dem Ertrag. Stimmt der, wird er reich, stimmt der nicht, wird er arbeitslos….war für Angestellte jeder Stufe in seiner Firma ebenfalls gilt.

Das ist ein vollkommener Selbstläufer, ein nicht zu regulierender Automatismus.

Menschen, die Konzerndenken übernommen haben, sehen klar, das Menschen nur Kosten auf zwei Beinen sind und die Demokratie der Hemmschuh der Kapitalmaximierung.

Darum produzieren sie lieber in Sonderwirtschaftszonen – in denen sie selbst nie würden arbeiten wollen.

Es ist eine Mechanik, die dort wirkt, die aus einem Konzern mitlerweile grundsätzlich ein schädliches
Konstrukt macht … und darum kann es keine Hoffnung auf Besserung geben, solange diese Konstrukte erhalten bleiben. Sie funktionieren wie Uhrwerke um ihren obersten Wert zu erfüllen.

Volkswirtschaftlich sind sie eher schädlich, aber ihr Einfluß auf Politik, Medien und Wirtschaft ist wesentlich größer als der des „Mittelstandes“ … und ihre Methoden sind per se skrupelloseer.

Implementiert man „Konzerne“ in eine gesunde Volkswirtschaft, werden sie wie Krebsgeschwüre wachsen, ganz automatisch immer mehr Geld mit immer weniger Menschen (weil die ja nur Kosten auf zwei Beinen sind) machen, dabei alle Konkurrenz schlucken … oder fusionieren, um gemeinschaftlich noch effektiver zu werden, d.H. noch mehr Gewinn mit noch weniger Menschen.

Die Folgen sind Arbeitsplatzverlust, schwindende Staatseinnahmen und ein fortschreitender Übergriff auf politische, juristische und mediale Machteliten zum Zwecke der Gewinnmaximierung.

Das volkswirtschaftliche Gleichgewicht gerät aus den Fugen, der Staat selbst wird immer mehr zur Marionette … außer den wenigen ganz großen Staaten, die gerade mal noch etwas mehr Wirtschaftskraft haben als ein einzelner Konzern.

Diese Mechanik funktioniert auch ganz ohne Verschwörungen, da braucht man keine Preisabsprachen … weil automatisch alle Konzerne bei anstehenden Entscheidungen in die gleiche Richtung marschieren – wo es die meiste Rendite gibt.

Und die gibt es in chinsesischen oder mittelamerikanischen Sonderwirtschaftszonen, die machen das T-Shirt billiger und die Volkswirtschaften in den Industrieländern überflüssiger … was dann dort in Arbeitslosigkeit ausartet.

Die Agenda 2010, die Globalisierung … alles Produkte von Konzerninteressen, Ergebnisse des aboluten Renditemaximierungsgebotes.

Fast schon eine Aufgabe für ein Philosophieseminar … der Obersatz und seine notwendigen logischen Ableitungen, seine Konsequenzen für Wirtschaft, Politik, Medien, Gesellschaftsordnung.

Konzern und Demokratie, Konzern und Sozialstaat müssen irgendwann zwangsläufig aneinandergeraten.

Das aber wird kein lauter Knall, keine Konzernbrigaden werden sich Gefechte mit Regierungstruppen vor der Hauptstadt liefern.

Das läuft leise. Konzentration der Medienmacht ist ein Schritt dazu. Lobbyismus ein anderer. Korruption – auch ganz öffentlich durch Pöstchenverteilung in Aufsichtsräten ein weiter.

Und das ganz tolle dabei ist: es gibt in diesem Prozeß gar keine „Bösen“, denn alle tun nur ihren Job…und tun ihren „Freunden“ manchmal einen „Gefallen“ – war an sich ja auch nichts Böses ist.

Er funktioniert ganz ohne oberböse Illuminaten aufgrund der gesetzlich verankerten Mechanik des Konstruktes „Konzern“….der auch nur tut, wozu er geschaffen ist.

Deshalb sollte man sich nicht wundern, das Banken momentan nichts dazuzulernen scheinen. Alle kleinen Konzernameisen und alle großen Konzernameisen müssen per Gesetz und Arbeitsvertrag in die gleiche Richtung marschieren.

Und das Ergebnis ist: 25 & Rendite … um jeden Preis.

Somit wird die Krise nur zu einer größeren Konzentration von Marktmacht in noch weniger Konzernen führen … auch nichts Gesundes für eine Marktwirtschaft.

Und für eine Volkswirtschaft erst recht nicht.

Verschwörungsphobien

Kennt ihr das? Irgendwo passiert irgendetwas.

Dann fällt jemandem auf: Hey, moment mal, das kann so ganz nicht stimmen.

Und … nach den Iraker-töten-Kuweit-Babys-und-haben-ganz-schlimm-viele-Massenvernichtungswaffen-Lügen, dem Watergateskandal, dem Putsch vom 11.9. (Allende in Chile, vom CIA gesteuert … nicht New York, Baba bin Laden und die 19 Räuber) und den vielen Sauereien dunkler Kreise beim großen Bruder aus dem Westen ist man geneigt, ein ganz klein wenig mißtrauisch zu werden.

Also: forscht man nach. Sammelt Fakten. Wird tagtäglich mißtrauischer.

Dann, den Kopf eigentlich immer noch voller Fragen, veröffentlicht man irritiert seine Faktensammlung – eigentlich noch ohne konkrete Theorien im Kopf … und kriegt voll eins aufs Maul.

Was noch mehr irritiert.

„Dumpfnuß“, „Sackgesicht“, „Spinner“, „Dünnschißpfeiffer“, „Wurstschädel“ und ähnliche unerfreuliche Kommentare häufen sich mit großem Zorn vermischt über einem auf.

Nun … ich gehöre nicht zu denen, die sich professionell mit Faktensammeln beschätigen, habe aber oft genug solche Reaktionen beobachten dürfen.

Verschwörungsphobien.

Habe lange nicht verstanden, wo sie herkommen und warum sie eine solche heftige emotionale Reaktion hervorrufen.

Mein erster Verdacht war: das kann nur die Reaktion von „Ertappten“ sein. Doch die Kommentare waren häufig so blöd, das ich das wieder gestrichen habe. Verschwörungen verlangen eine gewisse Intelligenz,
ihnen aus induktiven Fakten auf die Spur zu kommen, sogar noch eine größere Differenzierungsfähigkeit.

Doch jetzt … bin ich einen Schritt weiter. Dank blog.de.

Dem Ort, der mir erlaubt, die „Generation Doof“ genau zu studieren.

Das ist es.

Die Leute, die ohne Blindenhund auf der Uni das Klo nicht finden, die Che Guevarra für eine slowenische Wurstsorte halten, Hitler für den ersten Bundeskanzler und Roosevelt für den Anführer der Indianer bei Little Big Horn.

Jene Leute, die sich untereinander verschwörerische Blicke zuwerfen, wenn der Lehrer ihnen erklärt, das die Erde sich um die Sonne dreht…denn sie wissen es ja besser, sehen es jeden Tag mit eigenen Augen … die Sonne geht auf, zieht über die Erde hinweg und geht hinten wieder unter und macht dann Australien warm. Sie dreht sich deutlich sichtbar um die Erde. Blöde Pauker.

Eine Blogfreundin versucht gerade, mit diesen Exemplaren eine Seminararbeit zu schreiben. Ich bete jeden Tag für sie, damit sie es übersteht und sich nicht selbst vor Verzweiflung was antut. („Halte durch!“ – möchte ich an dieser Stelle schnell noch mal zurufen).

Jene Generation Doof kann nicht anders, als auf komplexe gedankliche Strukturen mit Angst zu reagieren.

Ist wie die Reaktion einer Kuh, wenn´s donnert. Macht irgendwie Angst. Ist zu groß, zu mächtig … und zu echt, um es zu ignorieren.

Diese Angst gibt jedoch Hoffnung. Sie scheinen noch nicht so blöd zu sein, das man sie problemlos neben die Petunien pflanzen könnte, ohne das ihnen sonderlich was auffiele.

Trotz eines IQ, der selten genug Zimmertemperatur erreicht, haben sie noch genug Instinkt, zu „riechen“, wenn was stinkt. Aber nicht das Potential, auch nur ansatzweise zu verstehen, was da stinken könnte.

Das macht eine Riesenangst, denn möglicherweise ist das Problem so groß, das selbst Papa´s Konto es nicht lösen könnte.

Und darum machen sie das, was auch doofe Könige gerne taten … sie schlagen auf den Boten ein, der die schlechte Nachricht bringt und damit die Vorbereitungen zur Coctail-Party der Burschenschaft stört.

Das man durch die Tötung des Boten die feindliche Armee, deren Vorrücken er ankündigte, nicht stoppen kann … entzieht sich vollkommen ihrem Horizont.

Und man braucht auch nicht versuchen, mit ihnen zu diskutieren.

Ihr versucht ja auch keiner Kuh zu erklären, was Donner ist.

Und wenn ihr doch so mutig und unverzagt sein wollt … übt erstmal mit der Kuh. Da stehen die Chancen auf Erfolg höher.

Und glaubt nicht, das es absolut nur am Alter liegt. Die Generation Doof hat auch schon Vorbeben in meiner Altersgruppe erzeugt.

Kann man alles in der bunten Blogwelt nachforschen.

Leider.

Bohemian Grove und der Eifelphilosoph

Nun, mit einem Ding beschäftige ich mich besonders gern: diesem Bohemian Grove, dem Treffpunkt

der globalen männlichen Elite. Ich bin von Natur aus ein neugieriger Mensch, und wenn sich jedes Jahr 2000 vielbeschäftigte Leistungsträger für zwei Wochen in einem abgelegenen Waldstück treffen, dann frage ich mich: was machen die da eigentlich?

Ich meine … jedes Kartellamt würde hellhörig werden, wenn sie von so einer Veranstaltung Wind bekommen würde. Preisabsprachen gehen auch am Lagerfeuer – selbst, wenn der Präsident neben einem sitzt.

Besonders interessant wird es dann, wenn man dies aus der Sicht von Verschwörungstheoretikern betrachtet, denn immerhin wäre eine meiner Kritiken an Verschwörungstheorien: wann und wo sollte denn so etwas umfangreiches überhaupt geplant werden?

Nun, Alex Jones drehte den Film „Dark Secrets of the Bohemian Grove“ und beantwortete mir die Frage mit einem deutlichen „DA“.

Auch interessant wäre dies für Anthroposophen, die den Ausführungen Alfred Schützes über das „Rätsel des Bösen“ folgen, wonach zwei Teufel die Menschheit bedrohen, einer von ihnen, „Ahriman“ demnächst aber im Lande der „falschen Christen“ sein größtes Ziel erreichten wird: einen eigenen Tempel zu bekommen.

Also … einen Tempel haben die Grover, und die Eule wäre ein passendes Symbol für den Teufel Ahriman, der eher kalt, nüchtern, technisch ist, der mehr Interesse an Konzentrationslagern als an Bordellen hat, was dann eher die Sphäre seines Kumpels Lucifer ist. Besonders spannend: das symbolische Menschenopfer/Kinderopfer vor der Eule. Die Eule ist … das Symbol von Lillith, der kinderfressenden Dämonin des Judentums.

Als Eifler macht man es sich nun gerne mal bequem. Ich also los zur Zentralstelle der evangelischen Kirche für Weltanschauungsfragen. Dort, so weiß ich, sammelt man alles über jeden Kult, jede Sekte, jeden Mumpitz, der in der Welt so herumgeistert.

Die Anwort jedoch … war mehr als enttäuschend. Ich erhoffte mir Querverweise zu alten iranischen
Traditionen, Verbindungen zu satanischen Riten … und letztlich erhoffte ich mir, das die Kirche darauf aufmerksam wird. Immerhin könnte es sich da um ein Konkurrenzunternehmen handeln.

Hier nun die Antwort:

leider liegen uns zu Ihrer Anfrage keine weiteren Erkenntnisse vor.
Lediglich kann ich Sie auf die für Sie interessante Informationsseiten
verweisen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Bohemian_Grove

Der Kontext, in dem auf den von Ihnen genannten Film hingewiesen wird,
deuten auf Verschwörungstheorien hin. (www.infokrieg.tv)
Mehr kann ich Ihnen dazu leider nicht sagen.
Mit freundlichem Gruß

Dr. Matthias Pöhlmann
Wissenschaftlicher Referent
Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW)
Auguststraße 80
10117 Berlin
Telefon 030 28395-137
Telefax 030 28395-212
E-Mail
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Internet www.ezw-berlin.de

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Nun, Wikipedia wäre der letzte Ort an dem ich als Wissenschaftler suchen würde, wenn ich Informationen seriöser Art suchte. Als Dr. Pöhlmann hätte ich mich auf den Weg gemacht, sämtliche Quellen aus den Medien zu saugen, die es in den USA dazu gibt. Dann wäre ich zu meinem Chef gegangen und hätte mal nachgefragt, ob die Kirche mit so einem Kult, der rituelle symbolische Menschenopfer praktiziert, nicht ein Problem haben müsste.

Den Film hat er bei Infokrieg.tv gefunden….und folgerichtig als „offizieller Mensch“ reagiert.

„Kontext Verschwörungstheorie“ heißt auf deutsch: FINGER VON LASSEN!

Obwohl diese Anti-Sekten-Stelle der Kirche eigentlich dazu verpflichtet ist, allem nachzugehen, was für die Kirche bedrohlich ist oder in Zukunft werden könnte …. läßt man hier die Finger von, tut lieber seinen Job NICHT, als … mit anderen unangenehmen Dingen konfrontiert zu werden.

Ob ich bei der katholischen Kirche auch meinen Eifelphilosoph zu Besuch schicke, weiß ich noch nicht.

Eigentlich … reichen mir die bisher gewonnenen Erkenntnisse, um noch etwas weiter zu graben, was denn da hinten in den Wäldern der USA eigentlich so los ist.

Immerhin ist es bald wieder so weit: die Jungs treffen sich wieder, schwule Stars werden eingeflogen, Frauen bleiben verboten (und scheinen sogar verpönt bis verachtet zu sein in diesem illustren Kreis)
und mit einer unglaublichen Selbstverständlichkeit für westliche, vielbeschäftigte Realisten werden
okkulte Rituale gefeiert … deren Hintergründe wahrscheinlich nur wenige kennen.

Z.B. Altkanzler Helmut Schmidt, der auch mal da war und stolz behauptete, das dort die Besten aller druidischen Rituale gefeiert werden.

Welche der wohl noch kennt?

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