Verschwörungen

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HIStory: Skull & Bones

Der Buchautor und Publizist Hermann Ploppa erläutert in HIStory kurz und sachlich historische Daten und Jahrestage von herausragenden geschichtlichen Ereignissen. Dabei werden in diesem Format Begebenheiten der Gegenwart, die mit einem Blick in die Vergangenheit in ihrer Bedeutung besser einzuordnen sind, künftig alle 14 Tage montags in einen geschichtlichen Kontext gebracht.

Das Thema heute: Die seltsamen Aktivitäten der Studentenverbindung Skull & Bones

Immer wieder hören wir von seltsamen Geheimgesellschaften in den USA. Dort sollen sich sehr mächtige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien heimlich treffen, um seltsamen Ritualen zu frönen. Gerade diese Heimlichtuerei erregt besonderes Interesse. Und verleiht der Phantasie besondere Flügel. Tatsächlich wird gerade in der angeblich so offenen Gesellschaft der Vereinigten Staaten von Amerika von den Reichen und den Schönen besonders viel unternommen, um sich abzuschotten und unter seinesgleichen zu bleiben. Die Reichen unterhalten ihre eigenen privaten Elite-Universitäten und Internate.

Und innerhalb dieser Elite-Unis schotten sich noch einmal besonders erlesene Kreise gegen den Rest des Campus ab. Und in dieser Einkapselung blühen und gedeihen seltsame Rituale, um die eigene Identität gegen den Rest der Community eisern zu behaupten. Eine dieser hochexklusiven Studentenverbindungen hat über die Jahrzehnte immer wieder besondere Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Die Rede ist von der Burschenschaft der Skulls and Bones. Und die schauen wir uns heute mal etwas genauer an um ein bisschen mehr zu verstehen, wie die US-amerikanischen Eliten eigentlich ticken.

„Skull and Bones“ ist einer von sieben studentischen Geheimbünden auf dem Campus der Yale-Privatuniversität in der altehrwürdigen Ostküstenstadt New Haven im beschaulichen Bundesstaat Connecticut.

Die Psychologie der Verschwörungsleugner

Heute werfen wir einen Blick auf jene Leute, die für Verschwörungstheorien nur Spott übrig haben. Was heißt wir, es war der Autor Tim Foyle, dessen Text zunächst im März im off-guardian erschienen war, mit dem Titel „on the psychology of the conspiracy-denier“: Über die Psychologie des Verschwörungsleugners, gelesen von Sabrina Khalil. Übersetzung: Bastian Barucker.

Das Original ist nachzulesen unter:
https://off-guardian.org/2021/03/12/on-the-psychology-of-the-conspiracy-denier/

David + Gareth Icke

Wo Er Recht hat…

HOW THEY PULLED OFF THE ‘PANDEMIC’ – DAVID ICKE

PSYCHOPATHS ARE KILLING YOUR KIDS. WHERE THE HELL ARE YOU?

WHAT’S GOING ON? THIS IS GOING ON – DAVID ICKE DOT-CONNECTOR VIDEOCAST

THE INDIAN VARIANT – A SCAM TO PROLONG LOCKDOWN – DAVID ICKE

DAVID ICKE INTERVIEWED BY RUSSIAN SINGER KATYA LEL ON CURRENT EVENTS

WHERE HAS ALL THE MIDAZOLAM GONE? – DAVID ICKE

DAVID ICKE TALKS TO THE KRISHOOL JOURNEY PODCAST ABOUT THE AWAKENING

TONY BLAIR – IF HE WANTS IT, THE CULT WANTS IT – DAVID ICKE

RIGHT NOW – GARETH ICKE TALKS

…TO BARRISTER FRANCES HOAR AND CARE HOME NURSE CARLY LOU MANSFIELD.

Also on the show: Yohan Tengra talks about the situation in India. A Care Home legal advisor whistle blows on eugenics and robbery of the elderly. Activists Christine & Steve talk about the importance of grass roots activism. Guy Tal talks about the situation in Israel.

Es geht nicht um Gesundheitsschutz

Zwei Lager stehen sich weiterhin unversöhnlich gegenüber: Die einen fürchten das Virus, die anderen die Diktatur. Beide bescheinigen einander lautstark, verwirrt zu sein. Der Austausch erschöpft sich in Gehässigkeiten und Belehrungen. Ein respektvolles, öffentliches Gespräch findet nicht statt. Immer sichtbarer wird der Scherbenhaufen einer zerbrechenden Gesellschaft. Mangels realer Dialogformate daher im Folgenden der Versuch, ein fiktives Gespräch zwischen einem Maßnahmenbefürworter und einem Kritiker zu formulieren. Das Format dieses Textes ist ein Experiment, entstanden mangels echter Dialogforen in den großen Medien. Es ist eine Gesprächssimulation, die kein Ersatz für einen realen Dialog sein kann – aber vielleicht das Weiterdenken anregt und beim Argumentieren hilft.

Ein Kommentar von Paul Schreyer.

Maßnahmenbefürworter: Warum sind Sie so unsolidarisch mit der großen Mehrheit? Was ist denn bitte so schlimm daran, sich für eine begrenzte Zeit einzuschränken, damit wir alle einigermaßen gesund durch die Pandemie kommen?

Willkommen im Kaninchenbau!

1. Das Geheimnis der Eingeweihten

2. Okkulte Explosion – Verehren die Freimaurer Luzifer?

Eine eingehende Untersuchung des Geheimbunds der Freimaurer. Das Freimaurertum präsentiert sich nach außen als offene und wohltätige Organisation. Nur hochrangige Eingeweihte kennen sein wahres und völlig anders geartetes Gesicht. Das Freimaurertum wurde von Jesuiten gegründet und geht zurück auf die antike Religion Babylons. Sein Geist ist zutiefst antichristlich und antibiblisch. Jede Wahrheit aus dem Wort Gottes wird buchstäblich auf den Kopf gestellt. Im Kern der Symbolik und Anbetung steht Satan, die alte Schlange, der Vater der Lüge, der sich als Engel des Lichts ausgibt und insgeheim durch einen neuen »Turmbau zu Babel« in unserer Zeit seinen letzten Angriff auf Gottes ewigen Thron vorbereitet.
• Jesuiten, Jacques de Molay und der Ursprung der Freimaurerei
• Albert Pike und die »Bibel« der Freimaurer
• Die Stellung der Freimaurer zur Bibel und zum Christentum
• Der Mensch als sein eigener Erlöser
• Freimaurer-Symbole und ihre wahre Bedeutung
• Der Mensch als Gott
• Kofreimaurerei
• Freimaurer und die New-Age-Bewegung
• Freimaurer und Astrologie
• Die Verehrung Luzifers und der Hass gegen den Gott der Bibel
• Der neue Turmbau zu Babel
• Christus — der wahre Lichtträger!

3. Revolutionen, Tyrannen und Kriege

• Großlogen und der Beginn der Revolutionen
• Jesuitische Unterwanderung der USA
• Das hegelianische Prinzip: These, Antithese und Synthese
• Drei Weltkriege und die Auslöschung von Atheismus und Christentum
• Die französische Revolution und die Entmachtung des Papsttums
• Washington, das Pentagon, die Freiheitsstatue und Freimaurer-Architektur
• Warum die Freimaurer den Kommunismus erfanden
• Liste bekannter Persönlichkeiten, die hochgradige Freimaurer sind
• Okkulte Symbole auf dem 1-Dollar-Schein
• Die Rolle von Jesuiten und Freimaurern im Zweiten Weltkrieg
• Faschismus und die neue Weltordnung
• Warum John F. Kennedy sterben musste — und mehr als 100 Augenzeugen
• Was beim Attentat wirklich geschah
• Amerika — der neue Diener des Vatikan

4. Die okkulte Agenda der UNO

Es ist alles da, schwarz auf weiß! Aus Sicht von heute ist es unglaublich wie die Globalisten-Pläne -und die UNO ist Teil davon- einer nach dem anderen Wirklichkeit werden!

• Nationenbund und Vereinte Nationen
• Die neue Maxime: EINE Welt für alle
• Die UNO und der Kommunismus
• Der »Tempel des Verstehens« und der »World Goodwill Newsletter«
• Nationale Souveränität – die Wurzel allen Übels?
• Der geistige Vater der UNO: Teilhard de Chardin
• Hammarskjöld und der Gebetsraum im UNO-Gebäude
• Robert Mullers Weltlehrplan und die neue Erziehung
• Die okkulten Wurzeln der UNO: Blavatsky, Besant und Bailey
• Der Kampf gegen Individualismus und »Fundamentalismus«
• Warum Pornografie gefördert wird
• New Age und die Erwartung des kommenden »Messias«
• Der bedrohliche Exklusivitätsanspruch der UNO

BENJAMIN FULFORD: WOCHENBERICHT VOM 30.11.2020

Die Verschwörungs-Erzähler

Eine kurze Geschichte über die Vermonsantonisierung der ganzen Menschheit.

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Die größte und umfassendste Verschwörung von allen ist die, der Masse glauben zu machen, die Staaten würden ihre Völker gut betreuen, sich nur nach ihren Willensbekundungen richten und es gut mit ihnen meinen. Damit die Masse dies nicht bemerkt, gibt es Geistesabrichtungsanstalten, die sich Schulen oder auch Bildungseinrichtungen nennen. Dort wird aus weiß schwarz und aus schwarz weiß zur unumstößlichen Realität geschweißt. Der größte Verschwörer ist der, der nie mitbekommt, dass er das Negativ für das Positiv hält und dies über Erziehung seinen Kindern ins Hirn mit einhämmert. In einer normopathischen Gesellschaft wie der Unsrigen ist das der Normalzustand einer geistigen Entwicklung, dessen Verbildungsdichte nur von einer Minderheit begriffen, enttarnt und dann auch selbst verändert wird. Diese so veränderten Menschen werden nun von den echten Verschwörern zu Verschwörungstheoretikern zertifiziert. Die Menge an Menschen, also die Quantität, ersetzt hier automatisch die Qualität der geistigen Entwicklungen der Menschen.

Conspiracy

Vorsicht, enthält Spuren von Verschwörungstheorien

Benjamin Fulford 30.03.2020

Das Event – Andreas Popp bei SteinZeit

„Verschwörungstheorie“: Der Kampfbegriff der Wahrheitshüter

KW20-13 Corona-Korruption: wie weiter? – Christoph Hörstel 2020-3-28

? Could Coronavirus Have Come From Outer Space ? The Panspermia Theory

Plan B – Hörbuch – kostenlos

US-Notenbank entmachtet? Goldstandard kurz vor Einführung?

Der Sturm ist da! Liveticker Vorstellung

Raus aus der Angst – Eva Herman bei SteinZeit

This Is The Largest Theft Ever In US History

Das „geheime Komitee für Täuschungsoperationen“ Ronald Reagans (Doku ARTE 12.05.2015)

Verschwörungen, die die Welt an den Rand des Abgrunds treiben? – Gibt’s doch gar nicht! Und hat es noch nie gegeben. Und wenn doch: Die Politiker und Oligarchen, die uns heute regieren, tun sowas Böses ganz bestimmt nicht. Sondern wollen nur das Gute. Das verbürgt doch bereits ihr staatsmännisches Grinsen, das uns aus den Wahlplakaten und dem Flachbildschirm entgegenstrahlt.

Wenn in dieser ARTE-Doku gezeigt wird, wie US Spitzenpolitiker, Geheimdienstchefs und Präsidenten wie Kleinkinder in der Sandkiste mit Granaten und Atombomben spielen, dann sind das eben genauso kranke Einzeltäter wie der Pilot, der vor Kurzem seinen mit Passagieren vollbesetzten Jumbo angeblich mutwillig in die Alpen krachen hat lassen.

Aber unsere jetzige Politiker- und Geheimdienst-Generation, die ist gesund und hat natürlich alle Machtallüren, Egomanien und Destruktivismen, wie wir sie aus der Geschichte kennen, überwunden – Wer anderes behauptet, der ist eben ein unverbesserlicher Verschwörungstheoretiker.

Zur Sendung / (c) ARTE 2015:

„Mit seinem Machtantritt im Jahre 1981 bestimmt Ronald Reagan die Strategie der USA im Kalten Krieg neu: Angriff statt Verteidigung. Sein „Komitee für Täuschungsoperationen“ ist neben der Aufrüstung eines der wichtigsten Instrumente im Kampf gegen die Sowjetunion. Gasleitungen werden mit eingeschleusten Computerchips und Trojanern sabotiert, Flug- und Seemanöver vor dem wichtigsten Stützpunkt der Sowjets in Murmansk durchgeführt.

Das Ziel: Verunsicherung und Demütigung bei gleichzeitiger Demonstration von Stärke und technischer Überlegenheit. Diese Aktionen bringen die Welt an den Rand des Atomkrieges.

Als in den 80er Jahren der schwedische sozialdemokratische Ministerpräsident Olof Palme mit Willy Brandt und Egon Bahr seine Strategie der gemeinsamen Sicherheit vorschlägt und Schweden nicht mehr als „unsinkbaren Flugzeugträger“ der Nato zur Verfügung stellen will, macht er sich nicht nur die konservativen Machteliten im eigenen Land zum Feind. Sein Ansatz ist auch Reagan schon früh ein Dorn im Auge, denn ein Einlenken der Sowjetunion im Wettrüsten des Kalten Krieges wäre für seine Strategie kontraproduktiv. So werden die Annäherungsgespräche sabotiert und die Person Palme diskreditiert. Im Februar 1986 wird Palme von einem unbekannten Täter ermordet.

Der Film zeigt die Bedeutung der geheimen Kriegsführung der USA im Kalten Krieg unter Bezugnahme auf hochkarätige Zeitzeugen und exklusives Filmmaterial. Einmal mehr wird deutlich, dass die USA zur Durchsetzung eigener Interessen auch vor der Souveränität demokratischer Staaten nicht Halt machte. Eine Thematik, die gerade in Anbetracht der aktuellen politischen Lage und der jüngsten Geheimdienstskandale von beachtenswerter Aktualität ist.“

 

http://www.arte.tv/guide/de/050296-000/taeuschung-die-methode-reagan#arte-header

 

Dienstag, 05. Mai um 23:00 Uhr (53 Min.)

Wiederholung am Dienstag, 12.05. um 8:55 Uhr

Wiederholung am Montag, 18.05. um 8:55 Uhr

Kurznachrichten

German Foreign Policy schreibt über die von der IS erbeuteten Chemiewaffen und zeigt auf, daß mal wieder eine Schlamperei der Amerikaner daran Schuld ist, daß sie überhaupt noch existieren. Das die Fabriken dafür „im Wesentlichen“ mit deutscher Hilfe gebaut wurden und daß bei einer ein BND-Mitarbeiter an leitender Stelle tätig war, ist ein weiterer, gerbe verschwiegender Skandal:

Wie die „New York Times“ berichtet, sind die irakischen Giftgasbestände, die sämtlich aus der Zeit vor 1991 stammen, unter der jahrelangen US-Besatzung nur zum Teil vernichtet worden, obwohl die Chemiewaffenkonvention ihre Sicherung und vollständige Zerstörung ausdrücklich vorschreibt. Teile der Bestände sind, wie aus den Recherchen der „New York Times“ hervorgeht, wohl bis heute als Kampfmittel nutzbar.

Auch fast völlig untergegangen:

Diese Post dürfte bei über 2.761 Studenten und Absolventen (aus den USA) großen Jubel, aber auch großes Erstaunen ausgelöst haben: In einem Brief wurde ihnen mitgeteilt, dass sich ihre Schulden aus Studentenkrediten in Luft aufgelöst haben.

Und endlich wieder Aliens:
Herrn Fulford, bei dessen Berichten ich mir nie ganz sicher bin, ob er ein Eingeweiter ist oder einfach nur jede Menge Fantasie hat, über Weltpolitik und Verschwörungen:

Arbeiten höchste westliche Führer mit feindlichen Aliens zusammen oder sind sie einfach nur böse?

Pechsträhne:

Die Klassenkameradin vom Sandy-Hooks-Schulmassaker-Täter wieder schwer vom Schicksal geschlagen

Wissenschaftliche Studie enthüllt: Verschwörungstheoretiker sind die Vernünftigsten von allen.

Wie die Wissenschaftler sagen, halten diejenigen, die sich gegen eine Verschwörungstheorie richten, die eigene Theorie – 19 Moslems, von denen keiner ein Verkehrsflugzeug steuern konnte, lancierten einen Überraschungsangriff, angeführt von einem Mann an der Dialyse (Osama bin Laden), der irgendwo in einer Höhle in Afghanistan lebte – für unanfechtbar wahr.

Zwei Ebola-Meldungen:

Dr. Cyril Broderick, ein liberianischer Wissenschaftler und ehemaliger Professor für Pflanzenpathologie an der Universität von Liberias College für Agrikultur und Forstwirtschaft, sagt, dass der Westen, insbesondere die USA verantwortlich sind für den Ausbruch der Ebola in Westafrika.

Monsanto und das Pentagon, bekanntlich die größten Menschenfreunde des Planeten, wollen uns mit einem Ebola Impfstoff beglücken – dann wird ja doch noch alles Gut.

Und ein U-Boot in Schweden:

Die Russen sollen angeblich ein Spionageuboot vor Schweden verloren haben.

 Ne, vielleicht doch die Holländer?  (Die haben U-Boote?)

 

Der dunkle Wahn der Veganer: Lügen, Hass, Täuschung, Manipulation und das leise Versprechen der Massenvernichtung.

Der dunkle Wahn der Veganer: Lügen, Hass, Täuschung, Manipulation und das leise Versprechen der Massenvernichtung.

Dienstag, 3.12.2013. Eifel. Es sei meinen Worten vorausgeschickt, das ich den Film „Earthlings“ kenne.  Die Bilder waren entsetzlich, haben  mich nicht weniger berührt als andere. Im Unterschied zu anderen habe ich danach weiter Fleisch gegessen – und weiter Tiere getötet. Sie glauben gar nicht, was ich dazu für Hassmails bekommen habe. Ja, ich töte Tiere. Hunderte sogar. Ich bekenne mich öffentlich dazu, dass viele davon sogar außerordentlich niedlich anzuschauen sind. Ich lebe halt auf dem Land – und zwar richtig auf dem Land. Seitdem ich gemerkt habe, das Mäuse Lebendfallen als lustigen Urlaubstrip begreifen, habe ich andere Saiten aufgezogen und siehe da: erschlägt man hundert Mäuse im Haus, ist Ruhe eingekehrt. Viel, oder? Möchte den Vegetarier sehen, der mit hundert Mäusen im Haus leben kann. Manche Lebensphilosophien funktionieren halt nur in der toten, leblosen Mitte von Großstädten, wo eine freilaufende Maus schon ein kleines Wunder ist und man sich Ratten als „Haustiere“ hält.

Im Unterschied zu anderen ist mir bei dem Film aufgefallen, wie geschickt er manipulative Elemente einsetzt, Musik auswählt, um gezielt Stimmung zu erzeugen. Noch deutlicher: die Musik war so raffiniert eingefügt, dass sie zu einem klassischen Horrorfilm gepasst hätte. Warum?

Schon mal einen Horrorfilm gesehen? Einfach mal den Ton abstellen – Sie werden sich wundern, wie harmlos selbst das übelste Gemetzel wird. Mit Musik kann man sehr leicht Gefühle manipulieren – in beliebigste Richtungen. Die Zustände in der industriellen Massentierhaltung sind erbärmlich – aber ein so übles Machwerk entwertet den Schrecken, instrumentalisiert ihn, um einen anderen Schrecken vorzubereiten. So etwas hat in einem ernst zu nehmenden Informationsfilm nichts zu suchen.

Geschichtlich gebildete oder ältere Menschen erschauern hier – sie erinnern sich daran, dass alles schon mal gesehen zu haben. Ja – natürlich: das kam schon mal im Fernsehen. Bernhard Grzimek, dessen Machwerke meine ganze Jugend begleiteten. Das Abendblatt hat ihm ein paar würdigende Zeilen gewidmet:

Die Stirn sorgenvoll in Falten gelegt. Der Hemdkragen makellos, die Worte wohlgewählt, gerichtet an die Fernsehnation, der er von der Wilderei in Afrika oder grausigen Robbentötungen in Kanada berichtete. Und damit Herzen und Portemonnaies der Zuschauer für den Naturschutz öffnete – nicht zuletzt auch, weil sich während seiner mahnenden Worte ein Gorillababy an ihn klammerte, oder ein Gepard um seine Beine strich. So kannte man ihn: Professor Bernhard Grzimek, den ersten Tier-Onkel des deutschen Fernsehens. Ein Bild das täuscht: Hinter der Fassade des vermeintlich drögen Wissenschaftlers gab es noch den anderen Grzimek: Der war Abenteurer und Scherzartikelfan, Ehebrecher und PR-Genie, NSDAP-Mitglied und Vorreiter der ökologischen Bewegung. Ein Mann, der scheinbar ein öffentliches Leben führte, und der doch einsam starb – in einer Zirkusvorführung. Ein Mann, dessen Lebenswerk noch heute fortwirkt.

Tja – da ist sie wieder: Deutschlands grausame braune Vergangenheit, über die man nicht sprechen darf, damit man sie in Ruhe wiederholen kann.

Da war aber der gute Tieronkel sicher nur ein Mitläufer? Wie alle anderen auch?

Nein – er war voll im Trend, siehe Eu.L.E.:

Tierschutz und Vegetarismus waren ein ganz zentraler Propagandainhalt im Dritten Reich. Doch dass diese alten Wurzeln wieder frische Blüten treiben, liegt an der Gegenwart. Der technische Fortschritt begünstigt exotische Meinungen. Klingt komisch, aber in unserer Kindheit haben wir uns praktisch nur mit den Gleichaltrigen aus dem lokalen Umfeld ausgetauscht. Heute leben die jungen Menschen zunehmend in sozialen Netzwerken – und damit letztlich in gedanklicher Isolationshaft. Wer eine absonderliche Idee hat, findet sofort ein Rudel Gleichgesinnter. So gewinnen krude Ansichten – egal ob Ernährung, Klimawandel oder Feindbilder – schnell Anhänger.

Ups! Der Querverweis auf die Internetkultur trägt hier nicht weit – es ist die tote, leblose Betonstadt mit ihren lebensfremden, glitzernden Verführungen, die das Umfeld der modernen Menschen ausmachen. Hitler hatte kein Internet – allerdings wusste er um die Wichtigkeit des Radios: darum gab es Volksempfänger. Ebenso war er sich bewusst, wie vernichtend das Auto für die demokratische Kultur sein wird: darum der Volkswagen, der aus jedem normalen Bürger einen kleinen Führer und Eroberer macht, dem die ganze Welt zu Füßen liegt. Zu Recht zu Füssen liegt – denn man ist „besser“:

Die vegetarische Bewegung selbst hat ihre Wurzeln im Dritten Reich. Viele Nazigrößen waren Vegetarier und Gegner jedweder Tierversuche, damals Vivisektion genannt. Adolf Hitler hat sich als Tierschützer feiern lassen, und die Tierschutzorganisationen waren mit die wichtigsten Unterstützer der nationalsozialistischen Bewegung. In der braunen Propaganda war zu lesen, dass der »Führer schärfster Gegner jedweder Tierquälerei« sei, »vor allem der Vivisektion, der ›wissenschaftlichen‹ Tierfolter, dieser entsetzlichen Ausgeburt der jüdischmaterialistischen Schulmedizin«. Er erklärte, dass »im nationalsozialistischen Staat diese Zustände bald beendet sein werden«. Die erste öffentliche Erwähnung des KZ-Systems geschah durch Göring, als er 1933 verlauten ließ, dass »alle Personen, die trotz des Verbotes die Vivisektion veranlassen, durchführen oder sich daran beteiligen«, deshalb »ins Konzentrationslager abgeführt« werden. Auch der Kampf gegen die Pelze stammt aus dieser Zeit – denn wohlhabende Jüdinnen galten als typische Pelzträgerinnen.

Die heutigen Vegetarier wissen von der faschistischen Vergangenheit ihrer Ideologie in aller Regel nichts. Das kann böse Folgen haben. Schon erklären Umweltschützer, dass unsere Welt nur zwei oder drei Milliarden Menschen ertrüge – ohne allerdings zu sagen, was mit dem offenbar ökounwerten Rest zu geschehen habe. Tierrechtler verkündeten, dass das Leben einiger Tiere mit Sicherheit wertvoller sei, als das Leben einiger Menschen.

Das war der Türöffner für hemmungslose Gewalt gegen Menschen. Was der Autor unerwähnt läßt: Hitler bzw. die NSDAP hatte gezielt all die vielen wunderbaren Blüten der Weimarer Kultur angesprochen und sie zu einer riesigen Bewegung vereint – wie es nun der „geläuterte“ Vizepräsident der Citybank macht. Sie haben sogar die Nudisten voll integriert – wie man an der Filmkunst des Dritten Reiches deutlich erkennen kann: so viele Nacktbilder wären zuvor nicht durch die Zensur gekommen.

Aber: was tut man nicht alles, um politische Macht zu bekommen.

Ich gestehe: heute wollte ich über die positive Seite der Veganer schreiben. Es gibt da nämlich eine, die kaum erkannt wird und eine wunderbare Botschaft enthält. Doch dann stieß ich in den Kommentaren zum letzten Artikel auf jenen Satz, der einen einfach nur erschauern läßt:

Wir töten täglich Tiere, die uns nichts getan haben und auch niemals etwas tun würden, aber lassen Menschen leben, die andere Lebewesen töten bzw. dafür sorgen, dass getötet und gequält wird???

Ein offener Aufruf zum Massenmord an Fleischessern. Denkt man sich schon gar nichts mehr bei.

Man merkt: es bahnt sich wieder etwas Anderes an. Es ist momentan nicht ratsam, etwas Positives über Veganer zu schreiben: die schicken sich gerade wieder an, die Leute ins Gas zu schicken. Scheint irgendwie aggressiv zu machen, diese fleischlose Kost.

Jeder gläubige Anhänger einer Religion hat das gute Gefühl, anderen Menschen moralisch überlegen zu sein. Der Ungläubige, heute der Fleischesser, ist ein Heide, den es zu missionieren gilt. Das verschafft mir Bedeutung und Lebensgefühl. Zweitens: Als Rechtler kann man seine gewalttätigen Neigungen ausleben, weil jemand, der das Tier vor Leid schützt, das Recht erworben hat, den Menschen Leid zuzufügen, weil das Leben der Tiere ein gleiches oder gar höheres Gut ist.

Das war schon ein Ansatz, der mir – als Kind – bei Grizmek übel aufgestossen war: ständig stieß man auf die Gleichung das edle Tier – der böse Mensch.

Natürlich war nicht jeder Mensch böse – wer diese Gleichung als Mantra vor sich her trug, war natürlich gut … und konnte ganz legitim (in seinen dunstigen Denkkreisen) die Vernichtung des bösen Menschen fordern: da war der alte Nazi wieder in seinem Element.

Die Fakten zum Thema „edler Vegetarier“ kennen wohl inzwischen alle. Sie werden uns täglich um die Ohren gehauen … als Hintergrundgeräusch begleitet von der alten Naziparole, dass die Erde zu voll ist: natürlich nicht zu voll von edlen Vegetariern, die sich aber schon mal zurecht gelegt haben, wer in Zukunft nicht mehr leben darf. Das die Argumente willkürlich in unglaublich naiver Art vorgetragen werden, scheint niemanden mehr zu stören: Hauptsache, die Parole stimmt! Da wird bei der Erzeugung von einem Kilo Rindfleisch einfach mal das ganze Regenwasser hinzu gerechnet, um auf unglaubliche Horrorzahlen an Wasserverbrauch zu kommen. Man verschweigt gerne, dass der Regen auch ohne Rind einfach so vom Himmel fällt. Aber auch sonst ist einem keine Lüge zu schade, um an seiner eigenen Edelhaftigkeit zu feilen und das eigene Bessermenschentum als alternativlos darzustellen:

Tierschützer behaupten gern, man könne die Menschheit nur ernähren, wenn wir alle Vegetarier würden. Das Gegenteil ist wahr. Und zwar aus einem ganz simplen Grund: Nach Angaben der Welternährungsorganisation sind etwa sechzig Prozent der landwirtschaftlich genutzten Flächen weltweit nur für Tierhaltung verwendbar. Das heißt, man kann auf diesen Flächen gar keine Nahrungspflanzen anbauen, weil es sich um Hochebenen wie in Tibet, Steppen wie in Kasachstan oder Almen wie im Alpenraum oder einfach nur um Heidelandschaft handelt. Ich kann im Allgäu nun mal keinen Brotweizen züchten. Dort gedeihen aber Weidetiere. Keine tierische Produktion bedeutet dort, nix zu essen.

Wir merken langsam: Tierschutz und Menschenschutz schließen sich aus. Es sind die wohlstandsverwöhnten Städter, die jeden Realitätsbezug zur Nahrungsmittelproduktion verloren haben und den Rest der Welt verpflichten wollen, ihnen zu folgen.

Gut – machen wir mal eine Ökobilanz auf: Spargel ist das Gemüse der Vegetarierinnen. Er enthält kaum Kalorien und wenig Fett, das macht ihn auf der Stelle beliebt. Jetzt bau ich im Geiste mal einen Hektar Spargel an. Eine Fruchtfolge gibt es nicht, es dauert ein, zwei Jahre, bis ich etwas ernten kann. Überdies brauch ich im Acker, wenn es noch kalt ist, eine Fußbodenheizung. Sonst wird’s nichts mit den Erträgen. Wenn man nun Bilanz zieht, muss man prüfen, wie viele Kalorien von so einem beheizten Hektar in der kurzen Ernteperiode runterkommen. Das ist im Falle Spargel das Schwarze unterm Fingernagel! Spargel trägt zur Ernährung der Bevölkerung fast nichts bei! Keine Kalorien, fast kein Eiweiß – so nahrhaft wie ein kleiner Korken. Da ist der Wein dazu nahrhafter. Würde der Landwirt auf dem Spargelhektar Futterkartoffeln für Schweine anbauen, dann bekäme er vom Schwein einen vielfach höheren Nährwert heraus als mit Spargel. So gesehen ist der Anbau dieser ganzen Modegemüse schlicht Flächenvernichtung. Die vegetarische Kost – so wie sie in Deutschland propagiert wird – bedeutet im Ernstfall Hunger.

Hier spricht mit Udo Pollmer mal ein Lebensmitteltechniker – und kein „Tierrechtsaktivist“.

Hat er Recht – führt der Weg des politischen Veganismus in die Massenvernichtung von Menschen – und Tieren.

Daraus kann man natürlich nicht ableiten, dass der Mensch auch Tiere quälen darf. Er sollte sie immer so behandeln, dass er sich dessen nicht schämen muss. Die militanten Tierschützer stören sich aber weniger an den Missständen der Tierhaltung, sie sind generell gegen die Haltung von Tieren – und es gibt Tierrechtsorganisationen, die den Tod aller Tiere fordern, damit diese nicht mehr leiden müssen. Mal ganz unter uns: Die Schmusetierhaltung ist die größte Tierquälerei überhaupt! Aber die lieben ja alle ihre Tiere – und wenn man andere Lebewesen aus Liebe quält, dann ist ja moralisch alles wieder okay.

Ach ja – die liebe Hauskatze. So quälend wie sie gehe ich mit Mäusen nicht um. Sie sterben bei mir innerhalb von Sekundenbruchteilen. Hat lange gedauert, bis ich Fallen gefunden habe, die das für mich erledigen. Da ich keinen Wert darauf lege, besonders viel edler als andere zu sein, brauche ich auch kein Schmusetier zu vergewaltigen, damit es meine Arbeit für mich macht.

An dieser Stelle vielen Dank an jene Leserin, die mich auf Udo Pollmer aufmerksam gemacht hat – und Udo Pollmer vielen Dank für seine Aufklärungsarbeit … die mehr enthält, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Deshalb noch mal ein Zitat:

Vor ein paar Monaten hab ich zum Thema tierische Ballaststoffe recherchiert. So wie es pflanzliche Ballaststoffe gibt, gibt es auch tierische, schwer verdauliche Bestandteile wie Knorpel, Sehnen und so weiter. So stand es früher auch in den Lehrbüchern. Seit Ballaststoffe allerdings gesund sind, werden die tierischen nicht mehr in den Nährwerttabellen ausgewiesen. Mittlerweile gibt es offenbar keine Dokumente mehr im Internet, die korrekterweise auf diese Ballaststoffe hinweisen, egal ob in Deutsch oder in Englisch. Sie sind verschwunden.

Hier wird es nämlich hoch brisant: wer entfernt diese Informationen aus den Lehrbüchern – und warum tut er das?

Ich denke da gleich an jemanden, dem die Erde zu voll ist und der gerne zuschaut, wie am Ende des veganen Wahns die Menschheit (zusammen mit den ach so schlimm leidenden Tieren) zu Tode gejagt wird – von edlen Veget-Ariern, die nur die Welt von Schmutz säubern wollen … wie immer.

Den Film „Earthlings“ kenne ich, wie gesagt. Ein Meisterwerk an Propaganda. Andere Bilder, die gleiche Musik: da kommt mir gleich ein Film in den Sinn, mit dem ich die Grausamkeit der ganzen Schöpfung inszenieren kann. Ja – da hat Grzimek immer ausgeblendet, um die Gefühle der Zuschauer nicht zu verletzen: aber es sieht nicht schön aus, wenn ein Löwe eine Antilope frisst. Der Tod in der Welt ist immer häßlich – auch ohne Massentierhaltung. Verendet die Antilope elendig an Parasiten, schafft sie es noch nicht mal in jene Sendungen, die menschliche Gefühle problemlos auf Tiere übertragen.

Währendessen wird die wirklich schöne Botschaft ausgeblendet.

Wir als Menschen können die Grausamkeit der Welt sehen – und darunter leiden.

Das ist der Urquell unserer Tierliebe – wenn sie nicht zum Zwecke des Menschenhasses in die Welt gesetzt wird.

Wir – als Menschheit – sind besser als die Tiere. Eindeutig besser. Wir haben Skrupel beim töten, uns entsetzt die Quahl. Wir tragen in unserem Geist ein Element, das nicht von dieser Welt stammt und den Gesetzen dieser Welt ablehnend gegenüber steht. Wir tragen das Urbild des Paradieses in uns – und zeigen so, dass wir überhaupt nicht in diese Welt gehören.

Eine wertvolle Erkenntnis – die kein Tierrechtler teilt, obwohl sie Quell seiner Motivation ist, Quell seiner Motivation – aber nicht Teil der Propaganda.

Teil der Propaganda ist: der Mensch ist schlecht und es gibt zu viele davon. Das Tier – das genauso grausam Fleisch essen kann wie der Mensch – ist (für kurze Zeit) heilig und dient damit hervorragend dem Zwecke der Menschenjagd … man denke nur an die vielen Insekten, die diese riesigen Barbaren hirnlos auf ihrem Weg zertreten – so liebe, reizende, vielfältige Geschöpfe, die so wunderbare Staaten und Familien gründen.

Und was soll jetzt der Veganer tun, nach dem er diese Zeilen gelesen hat?

Den Mensch als fleischfressendes Tier aktzeptieren, bis er aufhört, Fleisch zu essen. Einfach so, wie man auch seinen Hund und seine Katze akzeptiert, sie streichelt, liebkost, mit ihnen spielt – und ihnen so eine Form von Grausamkeit zuteil werden läßt, die schon einen ganz besonderen Grad der Perversion enthält – aber im Prinzip zeigt, dass man geneigt ist, liebevoll mit Mitgeschöpfen umzugehen.

Man darf auch für die Würde der Tiere kämpfen. Sie ist wertvoll – für uns Menschen selbst. Wir tun uns selbst nichts Gutes, wenn wir Ausschwitz schließen, aber das gleiche Prinzip zwecks Fleischverwertung fortleben lassen: wir züchten dort grausame, abgestumpfte Menschen, denen jenes Element fehlt, dass der Film Earthlings in uns künstlich hervorrufen wollte … mit einer kleinen, perversen Nebenbotschaft über den entarteten Menschen, der ausgerottet gehört.

Was man aber nie vergessen darf: das Mitgeschöpfe Mitgeschöpfe essen, ist eiserner Bestandteil einer Welt, in die wir hineingeworfen worden sind. Es ist möglich und natürlich, dass uns das nicht gefällt. Die Gratwanderung zwischen Mitgefühl und Weltfremdheit (bis hin zum paranoiden – aber durchaus logischen – Wahn, Mensch und Tier vernichten zu wollen, weil man selber deren Leid nicht mehr erträgt) ist nicht leicht. Sauber zu bleiben in einer gefallenen Welt ist nahezu unmöglich – aber ein respektabler Wunsch.

Was mir persönlich wesentlich lieber wäre?

Mal nett zu sein zu seinem Mitmenschen, auch wenn der Fleisch isst. Mal ganz gezielt nett zu einem Raubtier zu sein, obwohl man seine Lebensweise selbst nicht teilt.

Ich selbst lehne Prostitition vollständig ab – wir hatten kürzlich ausführlich drüber gesprochen. Würde mir nie in den Sinn kommen, eine Dame dieses Gewerbes abfällig anzusehen, ich behandle sie jederzeit höflich und mit großem Respekt und Freundlichkeit  – und jederzeit würde ich mich dem Mob in den Weg stellen, der sie aus der Stadt jagen will.

Wenn ich mir allerdings die Veganer zu anschaue, so haben sie ihre Lust zur Menschenjagd nie abgebaut – aber einen schönen Weg gefunden, ihren Hass auslebbar zu machen und dabei noch ein Superego aufzubauen.

Und wenn ich höre, dass in Berlin Mitte ganze Straßenzüge vegetarisch leben wollen und „dabei keinen Spaß verstehen“ … dann sehe ich dort wieder viel dunklere Wolken aufziehen, als jeder Schlachthof produzieren kann. Wenn die politisch Macht bekommen – geht es wieder ins Gas.

Bleibt noch die Frage, wer die Macht hat, entsprechende Lehrinhalte zu verändern – und mit welcher Absicht. DAS – ist unheimlicher als alle Schlachtungen.

Ich warte nur auf die Studie, die beweisen wird, das hauptsächlich Ausländer, Arbeitslose, Prostituierte und Rentner Fleisch essen.

Aus guten Gründen landet dieser Aufsatz nämlich nun in der Rubrik Politik – und nicht, wie der erste, in der Rubrik Alltagsterror.

 

 

Was würde JESUS wählen?

Was würde JESUS wählen?

Sonntag, 1.September 2013. Eifel. Ein wichtiger Tag. Er erinnert uns an den deutschen Überfall auf Polen – und daran, dass wir jetzt wählen dürfen, um ähnliche Entwicklungen zu verhindern. In drei Wochen ist es so weit: der Souverän entscheidet wieder, wo es langgeht. So jedenfalls sollte es sein, in Wirklichkeit darf der Souverän nur noch den Kellner wählen, der die Rechnung des Großkapitals präsentiert – aber solche Feinheiten wollen wir heute mal gar nicht ins Auge nehmen, dass ist zuviel für den heutigen Tag. Immerhin ist Sonntag, ein Tag der Erbauung, ein Tag für religiöse Übungen, für Gedanken, die über den trüben Alltag weit hinaus gehen, ein Tag, der wie geschaffen dafür ist, sich einmal mit den höchsten, je von Menschen gedachten Gedanken auseinanderzusetzen – und darüber, was sie wohl für die Wahl bedeuten. Nehmen wir zum Beispiel Jesus. Gott hatte ja einen Bund mit den Israeliten geschlossen, die haben mehrfach versagt – trotz Sintflut und Propheten, so dass er sich genötigt sah, seinen Sohn zu schicken, um persönlich klar zu machen, dass ihm der Lebensstil des römischen Imperiums überhaupt nicht zusagte. Nochmal Sintflut war ausgeschlossen (deshalb hängt ja der Regenbogen am Himmel), aber die Entwicklungen, die Gedanken, die Gesetze, die durch ein gigantisches Sklavenimperiums in die Welt kamen, konnten nicht übersehen werden.  Radikale Maßnahmen waren notwendig. Also kam sein Sohn herunter, wanderte etwas herum und sorgte für Wunder und Hoffnung, bis sein Job getan war. 2000 Jahre später (ist nicht ganz korrekt, aber wir wollen heute nicht pingelig sein) ist Wahl in Deutschland – und wir wollen uns heute einmal die Frage stellen, was denn dieser Jesus hier und heute wählen würde. Wir schauen mal darüber hinweg, dass er „dem Kaiser geben würde, was dem Kaiser gehört“, weil „sein Reich nicht von dieser Welt ist“. Diese Ausflucht wollen wir ihm heute nicht gönnen, erhoffen wir uns von seinem Verhalten doch Hilfe dabei, wo wir das Kreuz machen würden.

Die Antwort schallt einem natürlich sofort entgegen: CDU/CSU. Natürlich wählt der Sohn Gottes christlich, meinen Priester, Lehrer und Philosophen. Nicht unwichtig, denn 48 Millionen Menschen in Deutschland gehören noch dieser Religion an.  Begleiten wir ihn erstmal auf seiner Reise zur CDU: „Deutschland ist stark und soll es bleiben; Weil jeder zählt, das ganze im Blick„.  Nun – mit „Deutschland“ kann unser Jesus nicht viel anfangen – im Gegenteil, das Nationale bereitet ihm Magenschmerzen. Auch die Obdachlosen, an denen er auf dem Weg zur Wahlurne vorbeiging, irritieren ihn: offensichtlich sind sie nicht „jeder“ und zählen deshalb nicht.  Doch nicht das ist, was ihm Sorge bereitet.

Er hat ein wenig mehr gelernt, dort, wo sein Reich ist, und vermag nun (wie dereinst Franz Josef Strauß) Stimmen im Wind zu hören, die ihm ein Liedchen singen – und was er dort vernimmt, verstört ihn sehr. Lauschen wir auch diesem Winde:

1962 bilanzierte Ralf Dahrendorf als Soziologieprofessor in Tübingen:

„Die unbekannteste Führungsgruppe in der deutschen Gesellschaft der Bundesrepublik ist die, die ihr zugleich mindestens äußerlich das Gepräge gibt: die wirtschaftliche Oberschicht, die als Schöpfer und Nutznießer des Wirtschaftswunders die neue Gesellschaft vor allem kennzeichnet“

(Aus:  Die Elefantenmacher, Lambrecht/Müller, Eichborn 2010, Seite 43)

Diese Gruppe hatte die Geschicke Deutschlands schon lange im Voraus geplant – aus sicheren Positionen im NS-Staat heraus:

„Schon während des Krieges hatten Planungen für die Ordnung nach der totalen Niederlage begonnen. Ludwig Ehrhard hatte bereits im März 1944 eine Studie mit dem Titel Kriegsfinanzierung und Schuldenkonsolidierung vorgelegt“. 

(Elefantenmacher, a.a.O., Seite 42).

Es war nur eine kleine Gruppe, 12 bis maximal 20 Wirtschaftsfunktionäre, Hitlers gute Helfer im Hintergrund, die ein neues Deutschland entwarfen – ein Deutschland, dass ihnen die unbegrenzte Macht der Vergangenheit erhalten sollte, ein starkes Deutschland, dass Hitlers Hinterbänklern die Macht geben sollte, die sich nach eigener Ansicht verdient hatten (siehe auch Grunenberg, zititiert bei Elefantenmacher, Seite 43).

Ihr Mittel dazu? Die CDU.

Gegen den Willen der Alliierten wurde von Hermann Josef Abs das Großbankensystem des Deutschen Reiches wieder aufgebaut – und wahrscheinlich wird Deutschland aufgrund dieser Entwicklung direkt nach dem Krieg heute noch von den USA als Feindland eingestuft … die Demokratie war nur dünne Tünche über einem ganz anderen Machtapparat.

Der Wind flüstert unserem Jesus noch viel mehr zu – es geht um „Parteienfinanzierung“ und einem enormen Ausmaß an krimineller Energie, dass sich dort bis hin zur Kanzlerschaft des Helmut Kohl zeigte, dessen Ziehkind Angela Merkel gerade das Land regiert.

Angeekelt wendet sich unser Jesus von diesem Sumpf an Betrug, Täuschung, Lüge und verlängerter Macht des Dritten Reiches ab. Was soll er auch anderes tun, gilt doch Adolf Hitler in weiten Kreisen sogar als „Antichrist“.

Entgegen der Meinung der Pfarrer, Lehrer und Philosophen wählt unser Jesus keine CDU. Wäre auch nie gegangen, wäre zu viel Lüge im Spiel – und Lüge ist eine Spähre Satans, das ist in Jesu´ Reich allen klar.

Im Rahmen der Parteispendenaffäre erfuhr unser Jesus nun von der SPD. Das Wort „sozial“ hat es ihm angetan. Doch sofort beginnt der Wind zu flüstern Er erfuhr von den Geldwaschanlagen der Sozialdemokratie (Elefantenmacher, Seite 54), die in Folge der Geldwaschanlagen der CDU und FDP geschaffen wurden, er sah Bilder von Kanzlern in feinsten Anzügen, die angeblich dem Schutz der Armen verpflichtet waren, lange Schlangen vor Geschäften mit vergammelter Ware und Menschen, die den Industrieabfall noch für gutes Geld vertilgen sollten, er sah staatlich gewollte Armut und Sanktionen, die den Tod bringen konnten und wandte sich angeekelt ab. Das war ja Rom in Reinkultur.

Aber es gab ja noch die FDP. Viel kleiner als die Großen. Doch was flüstert der Wind?

Anfang der fünfziger Jahre wandten sich die Konstrukteure Deutschlands mit ihren Geldsäcken der FDP zu, um den linken Flügel der CDU auszulöschen – die FDP griff gnadenlos zu, worauf hin Adenauer die gesamte hessische CDU zum Arbeitsamt schicken wollte (Elefantenmacher, a.a.O., Seite 54). In Folge waren CDU und FDP durch die gleichen Eliten gesteuert – und selbst heute noch fällt da mal eine Steuersenkung für Hoteliers auf … natürlich nur nach angemessener Parteispende.

Jesus ist ein nun ein wenig ernüchtert und hält das ganze für einen schlechten Scherz. Ihm hatte der Teufel die ganze Welt angeboten – und die Mächtigen der Republik springen schon für kleines Geld durch Feuerreifen? Das nennt sich „christlich“? „Sozial“?“Frei“?.

Nun – unser Christus steht etwas irritiert im Park herum. Fast hält der die Veranstaltung für einen großen Ulk. Räuber, wohin das Auge blickt. Er zeigt sich gewillt, die irdischen Spähren wieder zu verlassen, „heulen und wehklagen“ herrschen immer noch hernieden. Doch sein Gang zur Urne blieb nicht unentdeckt. 48,4 Millionen deutsche Christen stehen hinter ihm, schauen zu ihm auf und warten auf  sein Urteil.

Also macht sich der Heiland auf den Weg, weitere Parteien in Augenschein zu nehmen. Noch ist die Hoffnung nicht gestorben – es gibt ja noch Grüne. Bilder von blühenden Landschaften erscheinen vor dem geistigen Auge, in dem friedliche Schafe ein behütetes Leben führen. Unserem Jesus gefallen diese Bilder – doch wieder kommt der Wind und flüstert ein Lied – und bombenbeladene Düsenjäger donnern über den Himmel, erschrecken das Vieh, verpesten die Luft und bringen Tod und Leid über fremde Völker. Wie der Wind weiter flüstert, war das kein Versehen, siehe Spiegel:

Cohn-Bendit: Eine Strafaktion ohne politische Strategie wäre falsch. Aber der Westen muss militärisch mobilmachen. Als Voraussetzung – entweder für einen Militärschlag oder um einen Waffenstillstand zu erzwingen und das Blutvergießen zu beenden.

Ja, die Bundesregierung müsste sich zusammen mit anderen EU-Ländern an der Vorbereitung einer militärischen Aktion beteiligen.

Jesus erschaudert. So dachte die Welt, bevor er kam. Wollen Grüne Frieden nur für Tiere, doch der Mensch darf geschlachtet werden? Lüge, Täuschung, Betrug – der alte Geruch weht ihm um die Nase – und leise flüstert der Wind noch ein Wort, das schmeckt wie blutige Erde: „Hartz IV“ heißt es – so grün kann Leben sein.

Warum nur nehmen sich alle ein Beispiel an Judas – aber keiner an ihm?

Doch diese Frage wollen wir ihm nicht gestatten. Es ist Wahl in Deutschland – und irgendwo muss das Kreuzchen hin. Darum haben wie ihn ja eingeladen, dass er uns hilft, unser Kreuz zu tragen – seins hat er schon hinter sich.

Doch uns gehen langsam die Vorschläge aus. Mehr als zwei Dutzend Kleinparteien wollen wir ihm nicht vorlegen, noch mehr Lüge, Täuschung und Verrat nur in kleinerem Formen – das wollen wir keinem zumuten.

Aber es gibt ja noch die Piraten. Sie haben kein Profil, aber gute Sprüche. Schauen wir doch mal hin, was die so treiben.

„Polizeischikane auf Schalke“ ist dort Thema. „Was machen die mit Armen?“ will unser Jesus auf einmal wissen. Das Bunte dort gefällt ihm, auch tragen viel weniger diese „Krawatten“, die ihm – zuvor völlig unbekannt – langsam als Ankerband des Satans erscheinen: wo immer Lug und Trug, Täuschung und Betrug ihr Unwesen treiben, da sind sie zu finden. Wir folgen der Seite und stoßen auf „Gesellschaftliche Teilhabe“ … wo uns zuerst die Forderung nach mehr Rechten für „Gamer“ ins Auge fällt. Nur eine Spaßpartei?

Doch bevor wir unseren Jesus zu einem Urteil bewegen können, noch bevor der Wind ein wenig über Johannes Ponader erzählen können – und dem Umgang der Partei mit einem Armen – eilt der Heiland fort. Ein Plakat ist ihm ins Auge gefallen.

„100% sozial“ steht da drauf.

„Umfairteilen“ … so heißt es da. „Gehe hin, verkaufe alles was du hast und gib es den Armen“ … so murmelt er vor sich hin, während er weiter liest:

„Nein zum Krieg“.

Das gefällt ihm. Der Wind flüstert unheimliche Dinge über ein „Ministerium für Staatssicherheit“, über „SED-Vermögen“ und Arbeitslose, die in der Partei schikaniert wurden, er erzählt von Kommunismus, Karl Marx und seinem aussortierten Lumpenproletariat … den Ärmsten der Armen, von Mauerschützen und Terroristen, doch der Herr antwortet: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“ … und es wird auf einmal ruhig in den Reihen der CDU, CSU, SPD, FDP und Grünen.

Während es dies spricht, zeigt auf nochmal auf das Schild: „100% sozial“ und spricht dabei: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst„.

Dann verläßt er diese Welt, um sich weiter auf seine große, endgültige Rückkehr zu besinnen.

Die Christen bleiben verwirrt zurück. Kann das denn sein: der Herr würde die Linke wählen? Ja, weiß er denn nicht, dass die die Kirchen abschaffen wollten, die Priester nicht mögen und Religion als Droge ansehen, die es zu verbieten gilt? Doch vom Himmel herab fällt ein kleines Blatt Papier, dass der Herr in seiner unermesslichen Güte der Würdigung wert fand. Es stammt gerade von jenen „Linken“ – und es geht um Ostern:

Ja, Linke oder scheinbar Linke verhielten sich  in der Vergangenheit oft unsachlich und verletzend gegenüber Gläubigen und Kirchen, folgten Vereinfachungen, wonach religiöser Glaube nur Opium oder ein „Fremdkörper“ in der Gesellschaft sei. Die PDS erachtete es daher bereits im März 1990 für erforderlich, ihr Verhältnis zu Gläubigen, Religionen, Kirchen und Religionsgemeinschaften zu bestimmen. Sie bekannte sich zu ihrer Mitverantwortung an einer Politik, die tragische Schicksale, Benachteiligung, Verdächtigung und ohnmächtige Betroffenheit auslöste, und bat um Versöhnung.(1) In der Bundessatzung der LINKEN stehen bei den politischen Zielen Begriffe wie menschenwürdige Arbeit und soziale Gerechtigkeit, Frieden und Nachhaltigkeit. Die Partei, heißt es da, „… ist plural und offen für jede und jeden, die oder der gleiche Ziele mit demokratischen Mitteln erreichen will.“ Also: Die Mitgliedschaft in unserer Partei ist an keine Weltanschauung gebunden, in ihr haben Menschen einen Platz, die sich selbst als Sozialdemokraten oder Kommunisten, als demokratische Sozialisten oder Freidenker verstehen. Ganz selbstverständlich können Christen und Juden, Muslime und Hindus, können Gläubige verschiedener Couleur ihren Platz in unserer Partei finden und politisch aktiv sein.

Die Christen stehen dort … und staunen. Es gibt viel Gemurre unter ihnen – „Sozial ist auch die SPD“, „Christliche Union ist christlich, sonst nichts“, „CSU ist sozial“, „so ein wenig sozial sind wir alle, dass gibt doch nicht den Ausschlag“ … doch alles wird unterbrochen von einem enormen Getöse aus den himmlichen Gefilden, einem donnernden Abschiedsgruß und mit großen Lettern an den Himmel geschrieben erscheint noch einmal der Wunsch des Herrn:

„100 % sozial … EINHUNDERT PROZENT!!!“ –  und Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Tja – so sprach der Herr – und lässt uns verwirrt zurück.

Gerne hätten wir noch mehr Parteien vorgestellt, doch der König der Sozialromantiker hatte gefunden, was er wollte – und wir trauten uns nicht, ihm zu widersprechen. Gerne hätten wir ihn auch auf die vielen Krawatten bei den Linken aufmerksam gemacht … aber was das Soziale angeht, da versteht der Herr keinen Spaß, da hat er einen klaren Kurs: 100 % sozial.

Alles andere … scheint nur Schall und Rauch in seinen Augen zu sein.

Man merkt aber langsam, warum das Christentum immer mehr an Boden verliert – so bald man seine Botschaft versteht, wird die Wahl alternativlos. Deshalb wählen wir lieber Judas als Christus. Den gibt es in vielen Farben.

 

Umerziehung und Wirklichkeitssteuerung in Deutschland: über Kornkreise, Goldman-Sachs und echte Widerstandskämpfer

Mittwoch, 12.9.2012. Eifel. Gestern war Jahrestag einer der größten Verschwörungen der Welt. Verschwörung? Ja - das war es auf jedenfall. Es gibt eine amtliche Verschwörungstheorie und einige öffentliche, die mit der amtlichen nur in Teilen übereinstimmen. Und wie das so ist in einer Welt, in der es Verschwörungen, Vertuschungen und Geheimdienste gibt, weiß man als Zeitungsleser überhaupt nicht mehr, was man glauben soll - aus lauter Verzweiflung glaubt man dann einfach das, was die Regierung als Regelmeinung herausgibt. Damit kriegt man ja auch am wenigsten Ärger. ARTE brachte nun eine Dokumentation über Goldman-Sachs - eine Dokumentation über eine Verschwörung:

Mittwoch, 12.9.2012. Eifel. Gestern war Jahrestag einer der größten Verschwörungen der Welt. Verschwörung? Ja – das war es auf jedenfall. Es gibt eine amtliche Verschwörungstheorie und einige öffentliche, die mit der amtlichen nur in Teilen übereinstimmen. Und wie das so ist in einer Welt, in der es Verschwörungen, Vertuschungen und Geheimdienste gibt, weiß man als Zeitungsleser überhaupt nicht mehr, was man glauben soll – aus lauter Verzweiflung glaubt man dann einfach das, was die Regierung als Regelmeinung herausgibt. Damit kriegt man ja auch am wenigsten Ärger. ARTE brachte nun eine Dokumentation über Goldman-Sachs – eine Dokumentation über eine Verschwörung:

Goldman Sachs ist mehr als eine Bank. Sie ist ein unsichtbares Imperium, dessen Vermögen mit 700 Milliarden Euro das Budget des französischen Staates um das Zweifache übersteigt. Sie ist ein Finanzimperium auf der Sonnenseite, das die Welt mit seinen wilden Spekulationen und seiner Profitgier in ein riesiges Kasino verwandelt hat. Mit weltweit einzigartigen Verflechtungen und einem Heer aus 30.000 Bankern konnte Goldman Sachs auch in den letzten fünf Krisenjahren kräftige Gewinne einstreichen, seine Finanzkraft weiter ausbauen, seinen Einfluss auf die Regierungen stärken und sich vonseiten der amerikanischen und europäischen Justiz völlige Straffreiheit zusichern. 

Das Geschäftsgebaren der Bank ist überaus diskret. Ihr Einfluss reicht weit in den Alltag der Bürger hinein – vom Facebook-Börsengang über die Ernennung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank bis hin zum Lobbying gegen die Regulierung des Finanzsektors. Der Arm der Bank ist lang, und sie befindet sich stets auf der Gewinnerseite.

„Der Arm der Bank ist lang“ … und wenn wir nun Geschichten von 55-jährigen Frauen in Deutschland hören, die nach Streichung des Regelsatzes in ihrer Wohnung verhungern, dann merken wir, das dieser Arm direkt in unseren Alltag hineinreicht.  Wir werden noch weitere Folgen zu tragen haben – egal, wie Karlsruhe heute entscheidet.

Diese Verschwörung ist bekannt, sie läuft vor unser aller Augen ab. Eine mit „unbegrenzter Feuerkraft ausgestattete EZB“ (siehe Welt) feuert demnächst auf den Bundeshaushalt, auf die Rentenkassen, das Gesundheitswesen und den Sozialstaat … und ich wette, das es keinen Aufstand dagegen gibt. Sicher, die Angst der Deutschen vor der Armut ist größer als die Angst vor dem Krieg (siehe Handelsblatt) – wobei man schon bemerken sollte, das es solche Degenerationserscheinungen nur in Ländern gibt, in denen die letzten zwei – drei Generationen schon gar keinen Krieg mehr mitbekommen haben und eigentlich gar nicht wissen, wovon sie reden.

Dabei ist ihre desolate persönliche Situation das direkte Ergebnis eines Krieges, den die US-Superklasse seit vielen Jahren gegen Europa führt – die Superklasse und ihre Funktionseliten, die gerade in Deutschland superfest im Sattel sitzen. Nur hier wird es toleriert, das zum Beispiel Ärzte bei ständig schlechter werdenden Leistungen ungeniert und äußerst trickreich immer tiefer in die Taschen der Patienten greifen (siehe Welt), Realschullehrer Spitzengehälter für die Serienproduktion von Hartz-Kunden und Prekariatspersonal bekommen (siehe OECD-Studie im Spiegel) und die offiziell künstlich  hergelobten Leistungsträger unserer feinen Gesellschaft zu einem Förderverein von Zwangsprostitution und Menschenhandel werden (aktuell – neben VW und HMI – die deutschen Schienenproduzenten, siehe ebenfalls Welt).

Das ganze wird gestützt von einer Presse, die – direkt oder indirekt abhängig von der Superklasse und ihren Funktionären – nebenher (entgegen aller von Sozialarbeitern geschilderten Wirklichkeit) den Mythos der glücklichen Hure auf allen Kanälen verbreitet, jener Frau, die gerne für jeden Mann da ist – notfalls auch umsonst. Von solchen feuchten, pubertären Träumen berichtete man früher nur in Schilderungen aus katholischen Internaten, heute ist das publizistische Standardmeinung der … Dauerkunden.

Die Sendung bei ARTE über die Goldmänner ist sehr empfehlenswert, wiewohl sie ziemlich entmutigen kann. Sie enthält eine interessante Aussage über Formen von Korruption, die wir gar nicht als solche Wahrnehmen, weil sie entsteht, wenn viele Menschen mit der gleichen Art zu denken zusammenkommen und Entscheidungen treffen. Sind diese Menschen Psychopathen, ist jede Hemmung abgebaut, man geht auf Freund und Feind gleichermaßen los, wie Europa und seine Bürger jetzt nach den US-Bürgern (die die ersten Opfer waren, jetzt aber abgeschöpft sind) hautnah erleben dürfen – auch wir Deutschen, wenn Ende des Jahres die Rezession in Deutschland beginnt (siehe OECD-Prognose in der Welt) und wir bedingt durch die Extremwetterlagen (siehe Oxfam-Studie im Spiegel) auch in Deutschland merken, das Essen doch nicht bei Aldi im Regal wächst und man das Prekariat auch gezielt durch Preisexplosionen eliminieren kann.

Man sollte nun erwarten, das das Volk angesichts der vollständigen Vernichtung seines Wertesystems, seiner Lebensqualität und seiner Existenzgrundlagen vor lauter Wut auf den Straßen tobt … jedenfalls wäre das bei einem normalen Volk zu erwarten. Bei Griechen, Italienern, Franzosen, Spaniern, Portugiesen, Ägyptern, Syrern, Tunesiern und allen anderen halbwegs zivilisierten Freunden der Losung „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ und Anhängern der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte ist es auch so … jedoch nicht bei den Deutschen.  Die sind bedauerlicherweise in einer ziemlich dämlichen Lage: zum einen haben sie eine ganz deutliche Pfui-Geschichte als Vergangenheit (dank neoliberalisiertem Psychopathenwahn aktuell auch eine Riesenpfuigeschichte in der Sozialgesetzgebung), zum anderen sind sie seit achtzig Jahren umerzogen worden – und zwar mal hierhin und dann wieder dorthin.

Erst kam eine Weimarer Republik und erzog sie zu Demokraten.

Dann kam ein Führer, erklärte Demokraten zu dummen, gemeingefährlichem Teufelszeug und erzog sie zu Herrenmenschen.

Nach Vollendung der Führung und vollendeter Vernichtung des Landes kamen Amerikaner und erklärten den Führer zu dummen, gemeingefährlichem Teufelszeug, Demokratie kam wieder in Mode.

Dann kam der Focus und erklärte Demokratie zu dummen, gemeingefährlichem Teufelszeug (siehe Hintergrund) bzw. zu „einem zum Scheitern verurteiltem System sozialer Organisation“. Sogar unsere Kanzerin malt ja schon mal gerne das Bild der marktkonformen Demokratie an die Wand, die unser veraltetes, marodes, unbezahlbares und schlecht steuerbares defizitäres Demokratiesystem ersetzen soll – die vierte komplette Umerziehung erfolgt in nur hundert Jahren.

Schon jetzt kann man erahnen, das nach dem Ende der nächsten (Ver-)führung wieder Retter die Demokratie einführen und Merkel samt Focus zu dummen, gemeingefährlichem Teufelszeug erklären werden.

Das System der Wirklichkeitssteuerung entlarvt sich nun ziemlich einfach an den tabuisierten Randthemen, denen sich jetzt beispielsweise der Spiegel gewidmet hat: den Kornkreisen.

Worum handelt es sich bei diesem Phänomen?

Nun – seit mehreren Jahrhunderten (siehe Kornkreise-forschung.de) erscheinen in Kornfeldern seltsame Kreismuster. Für den Bauern (der heutzutage  zwischen Hartz-Regelsatz und Friseurinnenstundenlohn wirtschaften muss) bedeuten sie empfindliche Einkommenseinbußen, der Tatbestand der böswilligen Sachbeschädigung ist mehr als deutlich gegeben (siehe 20Min.ch) – ein Aspekt, der in der Diskussion oft vergessen wird.

Ich bin auf dieses Phänomen durch einen Arzt aufmerksam geworden, der gelegentlich in der Eifel zwecks Goldschürfung unterwegs ist und selber Zeuge dieses Phänomens wurde. Offenbar entstehen über Nacht ästhetisch sehr beeindruckende Muster im Korn, die auf eine hohe Intelligenz der Kunstschaffenden schließen lassen, ebenso auf perfekt getarnte Operationen, die über eine hochtechnisierte Ausrüstung und der personellen Ausstattung und Logistik eines Großkonzerns verfügt – hören wir dazu den Spiegel-Autor:

Die Nachricht vom südenglische Phänomen hatte die Zahl der weltweit gemeldeten Kornkreis-Sichtungen rasant ansteigen lassen, und ihre Erschaffung entwickelte sich zu einer wahren Kunstform mit immer komplizierteren Figuren aus Kreisen, Linien und Vielecken, für die weit mehr als nur ein paar Bretter und Seile nötig waren. Einige der Künstler orientieren sich mittlerweise mittels Laser oder GPS-Geräten. Die Halme selbst, so schrieb der Physiker Richard Taylor von der University of Oregon, könnten mit sogenannten Magnetronen mittels Mikrowellenstrahlung umgelegt werden. 

Doug Bower und Dave Chorley indes gelten in Kornkreismacherkreisen als die Begründer dieser neuen Kunstform, ihre selbstauferlegten Regeln als ungeschriebene Gesetze. Dazu gehört, dass das Getreide nur gebogen, nicht gebrochen werden darf. Die Piktogramme müssen während der Nacht entstehen und ihre Erschaffer das Feld verlassen, ohne menschliche Spuren zu hinterlassen.

Gut, diese Erkenntnis steht etwas im Gegensatz zu den Behauptungen bekennender deutscher Kornkreisschöpfer (siehe Kornkreise.de), aber mit solchen Verblüffungen muss man in Tagen der Umerziehung leben.

Bis heute sind ca. 6000 dieser Kornkreise beobachtet worden, jedes Jahr kommen ein paar hunderte hinzu. Die Organisation, die mithilfe von Mikrowellenkanonen, GPS-Geräten und Lasern in großem Umfang Ernten vernichtet, bleibt vollkommen im Dunkeln, allerdings lässt sich anhand der mathematischen Gleichungen, die in den Mustern verborgen sind (siehe beispielsweise Shortnews, Heise, Zeit), schließen, das es sich um führende mathematische Köpfe der Menschheit handeln muss.

Wir schlucken diese Verschwörungstheorie ohne weiteres – obwohl bis heute noch kein hochgerüstetes Kornkreiskommando auf frischer Tat ertappt wurde, weil sie mit höchster organisatorischer Effizienz nach im Dunklen und absoluter Stille vollbrachter Tat spurlos aus der Gegend verschwinden.  Außer der Schweizer Polizei jagt auch niemand die Täter, obwohl sie insgesamt Schäden in Millionenhöhe verursachen (was wieder irgendwie an die Goldman-Sachs-Geschichte erinnert – auch dort sind Mathematiker im Spiel, auch dort findet keine Strafverfolgung statt – allerdings sind die Schäden um ein vieltausendfaches höher).

Es wäre doch eine hochinteressante Geschichte, welche Organisation hier versucht, die Menschheit zum Narren zu halten – und das mindestens über ein Vierteljahrhundert hinweg.  Immerhin haben wir es hier – wie bei Goldman-Sachs – mit einer internationalen Verschwörung zu tun, die gezielt und absichtlich einen Mythos produziert, der zu äußerst irrationalen Deutungen einlädt: das scheint mir schon mehr als grober Unfug zu sein.

Was aber tun „wir“, die Gemeinschaft der Umerzogenen?

Wir fragen gar nicht mehr weiter.

Das auf der Basis von Magnetronen schon EMP-Waffen entwickelt worden sind, erfährt man nur nebenbei durch Wikipedia, das diese Waffen für manch einen unerklärlichen Stromausfall der letzten Jahre verantwortlich sein kann, muss man sich selber denken, das die USA solche Waffen schon längst besitzen (siehe Spiegel aus dem Jahre 2003), wir aber nicht erfahren, wo und wie die heute schon im Einsatz sind, soll uns nicht weiter interessieren. Vielleicht sind sie ja schon 1965 angetestet worden, als es im Zusammenhang mit dem „großen Stromausfall in Nordamerika“ zu unerklärlichen Blitzen über Syracuse kam (siehe Wikipedia). Syracuse? Ja, genau dort gibt es eine US-Militärbasis, die auf sich aufmerksam machte, als sie für ihre Anlage Röhrentechnologie aus der Sowjetunion beziehen musste (siehe Wikipedia), Röhrentechnologie, die – wie man heute weiß – gegen EMP-Impulse unanfällig ist.

Wir gewöhnen uns halt an eine Kultur, die durch einen ökonomischen Putsch die Grundwerte des christlichen Abendlandes vernichtet, die Nachfragen verhindert und jedes kritische Denken als „esoterisch“, „verschwörungstheoretisch“ oder „hysterisch“ brandmarkt.

Was kaum einer merkt: wir befinden uns da ganz akut in einem System, das die Psychopathologisierung des weltanschaulichen Gegners wie selbstverständlich handhabt … obwohl wir doch wissen, das dies ein Merkmal menschenverachtender, stalinistischer Systeme war: wer Dinge für möglich hält, die ausserhalb der staatlich definierten Weltsicht existieren, kann einfach nur geistig krank sein (… während gleichzeitig die räuberischen Goldmänner als Leistungsträger und Helden des Marktes gefeiert werden).

Die Realität dieser stalinistischen Systeme in unserem Alltag ist uns aber inzwischen so in Fleisch und Blut übergegangen, das wir sie gar nicht mehr bemerken: Umerziehung und Wirklichkeitssteuerung haben eine perfekte Scheinwirklichkeit aufgebaut, die nur gelegentlich am Rande von anderen nicht vordefinierten Wirklichkeiten gestört wird … zum Beispiel durch Kornkreise, Ufos, Nahtodeserfahrungen, religiöse Erlebnisse oder philosophischer Reflexionen, denn all das hat in der Goldman-Sachs-Welt keinen Platz.

Unabhängig davon, ob es nun El-Kornkreisaida, Erdgeister oder Weltraumtouristen waren, die dort Spuren im Sand (bzw. im Korn) hinterlassen haben, fordern diese Kreise unsere Wissenschaft zu Erklärungen heraus … Erklärungen, die letztlich zeigen, das wir uns auf einem wissenschaftlichem Niveau bewegen, mit dessen Hilfe man auch beweisen könnte, das die Erde eine Scheibe ist.

Noch ein Schmankerl dazu? Die Seite „Wissenschaft im Dialog“ steht mit hehrem Anspruch im Netz:

Weil Wissenschaft und Forschung die Lebensbereiche aller Menschen tiefgreifend verändern, bringt die Initiative Wissenschaft im Dialog (WiD) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Menschen aller Altersgruppen und Bildungsgrade ins Gespräch und engagiert sich für den Austausch und die Diskussion über Forschung in Deutschland.

Wer schreibt dort einen „wissenschaftlichen“ Artikel über Kornkreise und erklärt mit zehn Sätzen ein Phänomen, für das US-Forscher immerhin schon Mikrowellenwaffen ins Spiel bringen?

Der Einzelhandelskaufmann Werner Walter (siehe Wikipedia), der mit seinem „unwissenschaftlichem“ und „polemischem“ „Ein-Mann-Netzwerk“ seit Jahren einen Kreuzzug gegen alles mögliche führt.

Mag es sein, das unsere wissenschaftliche Elite angesichts dieses Niveaus wirklich in den Untergrund abgetaucht ist und nur noch über Kornkreise mit uns kommuniziert?

Denkbar wäre es.

Zurück jedoch von dem kleinen Exkurs über ein umstrittenes Randphänomen der menschlichen Wahrnehmung, das im Prinzip erstmal an sich völlig bedeutungslos ist (nebenbei bemerkt: was würde sich für uns eigentlich ändern, wenn dort im Korn keine Geheimorganisation tätig ist, sondern jugendliche Aliens, die auf ihren Weltraumsurfbrettern mal eben bei den „nackten Affen“ halten, um ihnen einen Schabernack zu spielen … so wie unsere Kinder schon mal einem Hund einen Knochen an den Schwanz binden, damit der sich zu ihrer Belustigung selber jagt) hin zu der Bedeutung, die die Behandlung dieses Phänomens für die Widerstandskraft der menschlichen Gesellschaft hat.

Umerziehung und gesteuerte Wirklichkeiten machen es möglich, das mit dem heutigen Urteil der Karlsruher Richter zum ESM (siehe Spiegel) die Schleusen für grenzenlose Transaktion europäischer Steuergelder in Goldman-Sachs-Regionen geöffnet werden (bei gleichzeitigen üppigen Gehalterhöhungen für Beamte in Europa und Deutschland – siehe Welt) …. und die deutschen Bürger trotzdem nicht die Goldman-Sachs-Niederlassungen stürmen – obwohl ARTE die Verschwörung gegen den europäischen Wirtschaftsraum detalliert aufgezeigt hat.

So erklärt sich, warum deutsche Bürger seit Jahren Unverschämtheiten von Politik und Wirtschaft schlucken, ohne auf die Barrikaden zu gehen … und man merkt, warum ein vergleichsweise harmloses Phänomen die Wurzeln des Systems angreift – eines Systems, was via Goldman-Sachs die Vermögenswerte des europäischen Kontinents abgreift.

Beschäftigen wir uns nämlich zu sehr mit alternativen Realitäten, könnten wir womöglich auf die Idee kommen, das die Goldman-Sachs-Realität gar nicht so alternativlos ist, wie Kanzlerin und Wirtschaftswissenschaft uns glauben machen wollen.

Insofern … sind die Kornkreismacher echte Widerstandskämpfer, die sehr zum Denken anregen.

Eigentlich seltsam, das die nicht von Europol gesucht werden … allein schon wegen der systematisch hervorgerufenen Ernteschäden in Zeiten knapper werdender Nahrung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Verschwörungen, Verschwörungstheorien, ihre Verbote … und die Angst der Presse.

Verschwörungen, Verschwörungstheorien, ihre Verbote ... und die Angst der Presse.

Sonntag, 9.9.2012. Eifel. Heute kann ich es mir sehr bequem machen: der Artikel ist schon lange fertig. Das hat eine besondere Geschichte Wir hatten eine Einladung zu einem Printprojekt bekommen, das sich viel vorgenommen hatte:

Alles tabulos und knackig. Mit viel Lust an Brüchen, Überraschungen, Kontroversen. Nicht von linientreuen Redakteuren für ein erstarrtes Publikum, sondern von jungen Wilden für wilde Junggebliebene.

Unser Ziel ist es, einen neuen, unabhängigen Journalismus ins Leben zu rufen und langfristig zu fördern.

Das hörte sich ja gut an – obwohl die scheinbar nur halb so viele Leser haben wie wir. Ich habe ein wenig über die Hintergründe recherchiert, was mich dazu brachte, einen kleinen Artikel für sie zu schreiben – es ist nicht das erste Blogger/Print/Projekt das ich so mit meinen bescheidenen Mitteln unterstütze. Jetzt schreibe ich ja recht eigentümlich (wie es sich für echte Eifelphilosophen auch gehört – denn sonst könnte man ja auch direkt bei unseren Nachahmern und Trittbrettfahrern lesen … wenn es die überhaupt noch gibt) und gehe nicht davon aus, das dies einem breiteren Publikum gefällt, zumal man mir schon seit Jahren in den Ohren liegt, das ich fürs Internet (und für die moderne Zeit) viel zu lange Texte schreibe. Trotzig, wie ich nunmal bin, schreibe ich nun doppelt so lange … und die werden überraschenderweise sogar bei Sonnenschein gelesen, wie ich höre, auch von einer durchaus gut betuchten Leserschaft.

Natürlich ist auch meine Methode recht eigentümlich – ich übertrage einfach die Prinzipien des Pharmamanagements auf die Politik und berücksichtige bei jeder Analyse der politischen Situation die schlimmstmöglichen Folgen. So planen Gewinner – hatte man mir gesagt.  Beobachtet man aus der Perspektive der Wirtschaft (die auch jeder Kreditberater im Auge hat) nun das bunte Treiben der Politik, so wird einem Angst und Bange: die deutschen Medien haben sich seit Jahren in einen Wohlfühlfunk verwandelt, der dem Bürger ganztägig auf breiter Front suggeriert, das alles wunderbar in Ordnung ist, auch wenn … die führende Supermacht der Welt den kleinen Irak grundlos angegriffen hat und weltweit mit Drohnen mordet. In den USA hat man Michael Moore, der dort medial die Fragezeichen an die Wand malt, wir jedoch haben Günter Jauch, der lieber Armenbashing betreibt und so die neue Kultur in Deutschland beschreibt: wer Arm ist, hat Strafe verdient.

Seit Jahren wird es deshalb Zeit für eine neue Partei, eine neue Bürgerbewegung und vor allem: für ein neues Presseorgan, das berücksichtigt, das die Mehrheit der Deutschen Hartz IV beschissen finden, gegen Kriege im Ausland ist und auch keine Sympathie für die globale Bankenrettungsorgie hat, die Politik und Finanzwelt gerade auf unsere Kosten veranstalten. Die absolute Mehrheit der Deutschen weiß noch, das Steuergelder UNSERE Gelder sind und Sozialleistungskürzungen, grenzenlose Diätenerhöhungen und notgeile Prestigeprojekte deshalb eine absolute Frechheit darstellen.

Nun – es war angesichts der Rahmenbedingungen nicht wirklich überraschend, das der Artikel nicht angenommen wurde – und ich hätte da auch kein Wort drüber verloren, wenn nicht mein Freund Werner meinte: da musst du was drüber schreiben:

Hihi, die haben Angst vor der Wahrheit.
Stell den Artikel mit seiner Antwort in den nso.  “Was sich xxx nicht traut” oder so 

Angst vor der Wahrheit?

Nun … ich zittiere mal aus der Antwort:

hallo yyy, herzlichen dank für den artikel, aber leider ist das nichts für uns. er suggeriert potentiellen selbstdenkern ein maximum an strafandrohung (drohnen, kzs), womit diese und damit auch die kunden eines selbstdenkenden journalismus (also unsere leser) eingeschüchtert bzw. abgeschreckt werden. das hilft allein unserer journalistischen oder staats“dienst“lichen konkurrenz. liebe grüße,xxx
liebe grüße, xxx

Na ja, „Even the worst case“-Strategien bringen selten „Heile-Welt-Atmosphäre“ … aber wichtig ist doch, ob die Perspektive wahr sein könnte und nicht, ob sie das Wohlempfinden des Lesers stört – jedenfalls dachte ich das immer.  Worst-Case-Szenarien werden in der Wirtschaft entwickelt, um schnell Handlungsoptionen an der Hand zu haben, falls wieder erwarten etwas schief geht. Hat man aber sogar diesen Fall im Griff … kann man auch mal abschalten und das Leben genießen. Worst-Case-Szenarien können aber auch wahr werden … und je früher man erkennt, das das Geschäft in die roten Zahlen rutscht, um so eher kann man gegensteuern. Das gilt auch für die Demokratie, die soziale Marktwirtschaft und die Etablierung der allgemeinen Menschenrechte: Gesellschaften driften nicht von selbst in Diktaturen ab – da gibt es sehr viele Hände, die nachhelfen müssen. Merkt man das früh genug, kann man noch dafür sorgen, das die Verbrecher ins Gefängnis anstatt in den Aufsichtsrat kommen. Sitzt man selber erst drin … weiß man, das man gepennt hat.

Nun denn: urteilt selbst. Der Artikel erscheint jetzt hier … ich traue mich das einfach mal:

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Verschwörungen, Verschwörungstheorien, ihre Verbote und sonstige Auswirkungen auf unseren Alltag

Man muss sich schon wirklich genau überlegen, ob man für ein Blatt wie (xxx) schreibt. So weit sind wir schon wieder. Wir kennen das in Deutschland – in den siebziger Jahren musste man sich genau überlegen, ob man für linke („kommunistische“) Blätter schreibt, in den dreissiger Jahren musste man genau überlegen, ob man für jüdische Blätter schreiben wollte. Beides ließ man nach kurzer Überlegung sein, weil man merkte, das man es mit Gewalten zu tun bekam, die für die persönliche Sicherheit äußerst bedenklich waren – Berufsverbote oder Konzentrationslager  folgten sofort.

Heute gibt es ein anderes „No-go“: Verschwörungstheorien. Was das ist? Nun, manche Menschen gehen davon aus, das politische Entscheidungen nicht ausgewürfelt oder nach intensivem Studium des Vogelfluges getroffen sondern mit Vorsatz, Absicht und gründlicher Überlegung gefällt werden, ohne die Öffentlichkeit vollumfänglich über die gesamten Pläne zu informieren. Seit den Gerüchten über die Massenpanik, die Orson Wells mit seinem Hörspiel „Krieg der Welten“ 1938 erzeugt haben soll, weiß man, das man dem Bürger nicht alles sagen darf. Angela Merkel hat dies beherzigt – und die deutsche Presse folgt ihr bis zum heutigen Tag.

Das wird nun manch einen Leser verwundern, da ja bekanntermaßen behauptet wird, wir würden in einer Demokratie leben, in der der Journalist die Verschwörungen von Wirtschaft und Politik ganz schnell aufdeckt und so für die Beachtung aller Menschenrechte im Lande sorgt – und auch dafür, das die Verfassung nicht hintenherum untergraben wird: deshalb spricht man ja von „Vierter Gewalt“.

Was wir nicht erfahren: am 8.Oktober 2008 gab es ein Treffen führender Chefredakteuere mit der Kanzlerin. Jakob Augstein berichtet davon im Freitag (1).

Der Hintergrund? Frau Merkel wollte, das zurückhaltend über die Krise berichtet wird. Die Leitmedien folgten dem Leittier und berichten bis heute beschönigend über die größte Wirtschaftskrise seit 1929. Am 8. Oktober 2008 verwandelten sich die Mainstreammedien in ein Regierungsorgan. Zu Recht würde man diese Veranstaltung eine Verschwörung mit dem Zweck der Vertuschung der realen Bedrohung der deutschen Wirtschaft durch die Wirtschaftskrise nennen.

Ohne Herrn Augstein wüssten wir überhaupt nichts über diese Verschwörung, die Eklatant gegen die Ziffer 1 des Pressecodex des deutschen Presserates verstößt:

Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. 

Eigentlich ein Skandal – vielleicht sogar der Größte in der Geschichte der Bundesrepublik – aber man muss lange suchen, bis man überhaupt nur vage Andeutungen darüber findet.  Wie ernst der deutsche Journalismus den Codex des Presserates (Originalfassung 12.12.1973, Zitat aus der überarbeiteten Fassung vom 3.12.2008) nimmt, kann jeder Leser selbst beurteilen. Einfach mal die Berichterstattung über Hartz-IV-Empfänger quer durch die großen Leitmedien betrachten – da ist von „Wahrung der Menschenwürde“ nicht mehr viel zu erkennen.

Und schon sind wir mittendrin in dem, was wir normalerweise Verschwörungen nennen und die wir nur aufdecken können, wenn wir zuvor Theorien über sie gebildet haben – und schnell merken wir, warum die Beschäftigung mit diesen Theorien in Deutschland verpönt und gesellschaftlich geächtet ist, wie früher Juden und Kommunisten geächtet waren und heute Arbeitslose geächtet sind.  Diese Ächtung ist – wie die früheren Ächtungen auch – sehr erfolgreich, so erfolgreich, das die Verschwörungen selbst ganz offen über die Bühne gehen können.

Man kann über sie im Spiegel nachlesen (2) oder im Manager Magazin (3) – und findet oft irgendwo einen McKinsey-Mann, der das Treiben organisiert.  Was bespricht eigentlich ein Günter Jauch mit Top-Managern der Commerbank, der Post, der Allianz oder der EoN – und was hat ein Oliver Bierhoff in dem ebenso erlauchten wie geheimen Gremium zu suchen?

Wir dürfen uns darüber keine Gedanken machen. Ebensowenig geht es uns irgendetwas an, was denn eigentlich bei den Bilderbergergesprächen thematisiert wird. Seit nunmehr 58 Jahren treffen sich dort jedes Jahr handverlesene und äußerst mächtige Menschen aus Politik und Wirtschaft und besprechen (oder beschließen) dort irgendetwas. Ebensowenig erfahren wir etwas über die Atlantikbrücke, das Weltwirtschaftsforum in Davos, die Münchener Sicherheitskonferenz oder die Treffen der Trilateralen Kommission. All diese Treffen, Zirkel und Geheimcliquen sind nachprüfbare gesellschaftliche Realität – warum aber die Reichen und Mächtigen viel von ihrer eigentlich ja sehr knappen und angeblich äußerst kostbaren Zeit investieren, um sich untereinander abzusprechen, erfahren wir nicht.

Noch bizarrer wird es, wenn man in die USA schaut. Dort findet jährlich der Ringelpitz vom Bohemian Grove statt – und hier sind wir mittendrin im Diskussionsverbot. Wer diesen Begriff in den Mund nimmt, ist sofort Kommunist, Jude, Arbeitsloser oder noch schlimmer: Verschwörungstheoretiker.  Ist ja auch sehr bizarr, was dort vor sich geht: simulierte Menschenopfer vor einer riesigen Eulenfigur, fackeltragende Menschen in roten Roben – der Stoff, aus dem Horrorfilme gemacht werden. Man fragt besser gar nicht nach, was die dort machen. Bedauerlicherweise treffen sich dort Menschen (hier ausschließlich Männer), die nicht unserer Fantasie entspringen, sondern reale politische, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Macht haben – und auch in der Atlantikbrücke und bei den Bilderbergern regelmäßige und gern gesehen Gäste sind: Helmut Schmidt,  Henry Kissinger, Alan Greenspan, die Familie Bush, Arnold Schwarzenegger, Richard Nixon – um nur ein paar zu nennen.

Natürlich kann man sich fragen: „Was hat das eigentlich alles mit mir zu tun? Ich will nur mein Leben leben und bin auch kein Jude, kein Kommunist, kein Arbeitsloser!“

Nun – diese Menschen bestimmen unseren Alltag. Sie setzen die Leitlinien fest, nach denen wir leben müssen. Adolf Hitler (NSDAP) hat das zum Beispiel mit folgendem Satz getan – „wer nicht arbeitet, soll nicht essen“ (4). Den Satz gibt es aktuell wieder von Franz Müntefering (SPD) „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ (5).  Hitlers Überzeugung hat vielen Millionen Menschen das Leben gekostet, an Hartz IV sind bislang nur ein paar verhungert – aber die „Arbeitsmarktreform“ hat per Gesetz durch gezielte Enteignung im Falle der Arbeitslosigkeit (was, wie man weiß, heute jeden irgendwann mal treffen kann) eine neue verarmende Unterschicht geschaffen und ein Millionenheer von Kindern, die in ihrem Leben keinerlei Chancen mehr haben.

Wer sich nun die Mühe macht, die Namen der großen „Netzwerker“ (und ihrer Firmen) abzugleichen mit den Namen der Hartz IV-Kommission, wird schnell feststellen, das es da erstaunliche Paralellen gibt. Man möchte meinen, der Führer (oder Kanzler) schenkt der globalisierten Wirtschaft eine Arbeitsmarktreform, die eklatante Folgen für das soziale Klima in Deutschland hat und uns alle trifft – direkt oder indirekt. Das die gleichen Menschen in mehr oder minder großer Ausprägung durch die Deregulierung der Finanzmärkte auch ursächliche für die aktuelle Wirtschaftskrise verantwortlich sind, überrascht da nicht mehr groß – auch nicht, das in der Gestalt des Jörg Asmussen einer der Haupttäter nun Karriere in der EZB macht und dort den Schaden beheben soll, den er zuvor mitverursacht hat. Nebenbei hat man Forderungen der US-Wirtschaft befriedigt, denen der deutsche Sozialstaat samt seiner starken Gewerkschaften ein Dorn im Auge war und die begierig nach den finanziellen Reserven des deutschen Steuerzahlers schielten – Reserven, die sie aktuell über den „Rettungsschirm“ ungehindert abzapfen dürfen.

Was wir  merken können ist, warum in Deutschland das Nachsinnen über Verschwörungen so verpönt ist: es gibt einfach sehr viele davon an denen viele Menschen sehr gut verdienen. Vielleicht geht es auch wirklich nur darum (und nicht um die gewaltsame Reduzierung der Weltbevölkerung): einfach mal ein paar Millionen mehr machen als der Nebenmann. Schon das ist volkswirtschaftlich sehr bedenklich: da Geld ein geschlossener Kreislauf sein sollte, fehlen die Millionen des Multimillionärs Günter Jauch Millionen anderen Menschen in den Taschen. So gesehen ist der Umgang des Millionärs Jauch mit dem Hartz-IV-Empfängers Johannes Ponader in der ARD-Talkshow vom 6.5.2012 besonders bezeichnend für die Degeneration unserer Kultur:  dort drängelte (oder nötigte)  der Herr Jauch den politischen Geschäftsführer der Piratenpartei überraschend respektlos dazu, zuzugeben das er gelegentlich Hartz IV – Empfänger ist. Erinnert an Zeiten, wo man Menschen dadurch aus der Bahn (und dem Leben) schießen konnte, dass man ihnen jüdische Wurzeln nahelegte oder Nähe zum Kommunismus. Das geht wieder in Deutschland.

Doch zurück von täglich erlebbaren Auswirkungen realer Verschwörungen in unserem Arbeits- und Medienalltag hin zu den harten Fakten internationaler Politik, die uns viel mehr zu denken geben sollten.

In der ARTE-Filmdokumentation über Fidel Castros Engagement in Afrika (Titel: „Fidel Castro, Revolution und Krieg“) erfahren wir nebenbei von dem am 6. Dezember 2008 verstorbenen CIA-Agenten Lawrence Devlin, das er von der US-Regierung den Auftrag bekam, den in den ersten kongolesischen Parlamentswahlen vom 25.5.1960 als Sieger hervorgegangenen Patrice Lumumba durch vergiftete Zahnpasta zu töten. Der Auftrag soll von Präsident Eisenhower persönlich gekommen sein. Wer das Glück hat, den Film „Mord im Kolonialstil“ von Thomas Giefer aus dem Jahre 2000 zu sehen (in ihm präsentiert ein belgischer Polizeikommissar als denkwürdige Trophäe auch Lumumbas Schneidezähne), weiß, das das CIA und die Belgier Eisenhowers Befehl letztlich auf anderen Wegen ausgeführt haben.

2012 leben wir mit ganz anderen Realitäten. Angestoßen durch die Anschläge des 11.9.2001 in New York (in dessen Folge der US-Präsident George Bush das erste Mal ein Verbot von Verschwörungstheorien aussprach, das inzwischen die ganze westliche Welt eifrig verfolgt) leben wir in einer politischen Realität, in der die US-Armee Angriffskriege gegen andere Staaten führt, nachdem zuvor die ganze Welt mit billigen Lügen über angebliche Massenvernichtungswaffen der Opfer getäuscht wurde. Im Rahmen dieser Kriege wurden auch Deutsche wieder zu den Waffen gerufen – ein Szenario, das jahrzehntelang als undenkbar galt. Ebenso undenkbar war eine Drohnenflotte, die auf Befehl des US-Präsidenten weltweit gezielt Morde ausübt – für uns inzwischen alles Alltag, den wir gelangweilt hinnehmen.

Angesichts dieser Fakten merkt man, warum es gefährlich ist, sich über Verschwörungen so seine Gedanken zu machen und gelegentlich Theorien darüber zu bilden, die frecherweise nicht ganz den Presseerklärungen der Regierungssprechern entsprechen: die Verschwörungspraktiker legen großen Wert darauf, unerkannt zu bleiben.

Derselbe Eisenhower, der Lumumba töten ließ, warnte übrigens in seiner Abschiedsrede vom 17.1.1960 (zufälligerweise der Tag, an dem Lumumba starb) vor der Macht des „militärisch-industriellen Komplexes“ (6):

„Wir in den Regierungsräten müssen uns vor unbefugtem Einfluss — beabsichtigt oder unbeabsichtigt — durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potential für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können.“

Ich schätze mal, das er wusste wovon er sprach.

Heute dürfte es das nicht mehr sagen – heute sind „wachsame und informierte Bürger“ automatisch „Verschwörungstheoretiker“.

Dafür räumt der Komplex weltweit jetzt so richtig ab – aber darüber reden wir ja auch nicht.

Und deshalb muss man sich ernsthaft Gedanken darüber machen, ob man für ein Medium wie (xxx) wirklich schreiben sollte.

Minimal riskiert man, von Gebührenmillionären wie Günther Jauch öffentlich vorgeführt zu werden.

Im Extremfall … droht die Drohne.

Man sehnt sich geradezu nach den zivilisierten Zeiten zurück, in denen man sich nur vor seiner eigenen Zahnpasta in Acht nehmen musste.

 

1: http://www.freitag.de/autoren/jaugstein/wozu-noch-journalismus-beitrag-zu-einer-serie

2: http://www.spiegel.de/fotostrecke/uebersicht-die-wichtigsten-netzwerke-der-deutschen-wirtschaftselite-fotostrecke-66640.html

3: http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,740738,00.html

4.http://www.hagalil.com/archiv/2000/01/haider-1.htm

5.http://www.zeit.de/online/2006/20/Schreiner

6.http://de.wikipedia.org/wiki/Milit%C3%A4risch-industrieller_Komplex

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So – das war jetzt der „gefährliche“ Artikel. Hat jetzt jemand echt Angst, morgen ins KZ zu kommen … oder von einer Drohne ermordet zu werden? Keine Sorge, das droht erst, wenn der ökonomische Putsch sämtliche Machtzentralen der Gesellschaft komplett übernommen hat und sich der Widerstand nicht nur in wenigen Worten regt.

Ich habe die Namen der Beteiligten unkenntlich gemacht, weil ich das Projekt insgesamt begrüße (aber auf Dauer eh´ Schwierigkeiten mit den ganzen Nacktfotos hätte … da kriege ich privat vor Ort Riesenärger, wenn ich für ein „Tittenmagazin“ schreibe. Ganz ehrlich. Ich bin halt kein junger Wilder, sondern ein alter Denker)und ihm keinen Schaden zufügen möchte.

Die Begründung der Ablehnung jedoch macht mir – Angst. Wenn man schon so eine Schere im Kopf hat, dann … ist man vom Journalismus im eigentlichen Sinne ganz weit weg – und es muss wirklich schon schlimm um Deutschland stehen, wenn sogar die jungen Wilden Angst vor der unbequemen Gedanken haben.

Und ich muss mir wohl langsam Gedanken darüber machen, wann ich wohl aus dem Verkehr gezogen werde, damit ich nicht mehr die Bürger erschrecke.

Dabei bin ich so gerne Bürgerschreck … jetzt Original vom „Nachdenkmagazin, das sich was traut“ – oder?

 

 

Die geheimen Zirkel der Macht – Kampfbünde der neuen genetischen Elite

Montag, 3.9.2012. Eifel. Glauben Sie eigentlich an Geister? Wahrscheinlich nicht. Carl-Gustav Jung, einer von Deutschlands einflußreichsten Psychologen, hat mal einen erlebt – in einem alten britischen Spukhaus, das nach seinem Besuch abgerissen wurde. Die Geschichte wird in einem Werk aus den fünfziger Jahren beschrieben: „Spuk, Rätsel der Menschheit“ von Fanny Moser. Ein interessantes Werk, nebenbei bemerkt, doch: auf die Art von Geistern will ich gar nicht hinaus. Mir geht es nicht um Herausforderungen für die menschliche Wahrnehmung oder Aufmerksamtkeit, sondern um echte, reale, politische Geister, die einen enormen Einfluss haben. Gut, sie haben ihn nicht selbst. Sie fliegen nicht als weißes Laken mit Augenlöchern durch Schweizer Scheunen (wie in dem bei Fanny Moser eindrucksvoll geschilderten Bericht über die Geschehnisse auf dem Anwesen des Schweizer Nationalrates Joller, die zu seiner Zeit tausende von Menschen angezogen hatte). Die Geister die ich meine, sind eher als kulturelle Strömungen zu begreifen, werden im Volksmund auch eher Zeitgeist genannt – beschreiben aber ein interessantes Phänomen. Überall tauchen auf einmal die gleichen Gedanken auf, die gleichen Ansichten und Überzeugungen, dann sammeln sich Menschen im Geheimen, um diese Ansichten zu besprechen, um sich zusammen zu raufen und den Wunsch des (Zeit)-Geistes in die Tat umzusetzen.  Das führt dann zu überraschenden Erscheinungen in der Gesellschaft.

Nehmen wir zum Beispiel mal den Günther Jauch, jenen Menschen, der viele Millionen damit verdient, das er wenige Millionen verschenken hilft und nebenbei dafür sorgt, das sich viele Menschen bis auf die Knochen blamieren. Diesen Günther Jauch (abgebrochener Jurastudent) findet man in einem ziemlich geheimen Zirkel wieder, der im Manager Magazin ausführlich beschrieben wird:

Die Runde ist derart diskret, dass die Beteiligten deren Existenz am liebsten mannhaft leugnen würden. Trotzdem soll hier dezidiert auf die extraordinäre Bedeutung des Kreises hingewiesen werden, die man gemeinhin mit einem Begriff aus dem Edelsteingenre umschreibt: hochkarätig.

So zählen folgende Dax-Chefs dazu: Johannes Teyssen (51, Eon), Frank Appel (49, Post), Martin Blessing (47, Commerzbank), Kasper Rorsted (48, Henkel). So sind folgende Großkaliber dabei: Hartmut Ostrowski (52, Bertelsmann-Chef), Oliver Bäte (45, Vorstand Allianz), Günther Jauch (54, TV-Eminenz), Oliver Bierhoff (42, Fußballmanager). So rundet das Gremium folgender Unternehmsberater ab: der Kölner McKinsey-Direktor Klaus Behrenbeck (43).

Martin Blessing ist ein Duzfreund des Herrn Asmussen, der aktuell als Chefvolkswirt der EZB jenen Schaden wieder gut macht, den er zuvor als Deregulierer der Finanzmärkte möglich gemacht hat. Das Banken und Großindustrie zusammen was zu besprechen haben, ist ja normal – was machen aber die Volksbespaßer Jauch und Bierhoff dabei? Kaffee kochen, Gebäck reichen, durch kleine Späßchen oder Einlagen aus dem Bereich der Leibesübungen für Entspannung zwischendurch sorgen?

Der Artikel im Managermagazin führt uns im Weiteren vielleicht auf die richtige Spur:

Die Geheimniskrämerei speist sich aus der Tatsache, dass Gemeinschaften auf diesem Niveau nun mal per definitionem auf Schweigen beruhen. Die Herrschaften sind gern unter sich und einander genug. Nur so können sie interdisziplinär und diszipliniert besprechen, was die Öffentlichkeit nichts angeht, aber gleichwohl bewegt. Schließlich repräsentieren sie rund 280 Milliarden Euro Umsatz sowie zig Millionen Fernsehzuschauer und Fußballfans.

280 Millliarden Euro Umsatz, zig Millionen Fernsehzuschauer und Fußballfans“ – auf einmal sieht man den kleinsten gemeinsamen Nenner der Herrenrunde: MACHT. Da treffen sich im Geheimen Menschen mit Macht und besprechen Dinge, die „die Öffentlichkeit nichts angeht“ – obwohl sie auf unserem Rücken ihre Millionen gemacht haben. In aufgeklärten Gesellschaften nennt man dies „Verschwörung“.

Doch damit nicht genug, denn in dem kunterbunten Treiben fällt noch ein Mann auch: Klaus Behrenbeck. Im Spiegel findet sich eine Übersicht der wichtigsten Netzwerke der deutschen Wirtschaftselite. Ganz vorne weg: die „jungen CEO´s“. Gründer: Klaus Behrenbeck, McKinsey. Auf zweitem Platz der Fotostrecke: „Deutschlands mächtigstes Netzwerk“ (Zitat ebenfalls aus Manager Magazin), die Similauner. Gründer: Herbert Henzler, McKinsey. Den finden wir auch auf der Mitgliederliste (hier bei Contramotion) der Atlantikbrücke, Nummer vier auf der Liste der wichtigsten Netzwerke.

Nun könnte man versucht sein, den vielen Netzwerken in Deutschland nachzugehen (was zu erstaunlichen Erfahrungen führen kann, siehe Nachrichtenspiegel), allerdings würde ein ganzes Buch nicht ausreichen, die seit den fünfziger Jahren gezielt aufgebauten und heute vielfach verästelten Strukturen aufzuzeigen. Stattdessen scheint es fruchtbringender zu sein, einfach mal dem Geist zu folgen, der aktuell seine Gefolgsleute zusammenführt. Diesen Geist findet man unter anderem natürlich – bei McKinsey.

In der Zeit finden wir hierzu ein denkwürdiges Dokument aus dem Jahre 2006: McKinsey und ich heißt es und schildert die Erfahrungen der jungen Journalistin Julia Friedrichs als Bewerberin bei McKinsey:

Wir können es mit ihnen nach ganz oben schaffen, sagt uns McKinsey. Teure Hotels, schnelle Autos, schöne Reisen, Macht und Einfluss: Das alles kann uns gehören, wenn wir uns für das Unternehmen entscheiden.

Man dachte eigentlich, Unternehmensberatungen sammeln Erfahrungen von erfolgreichen Unternehmungen und geben die an andere weiter – so jedenfalls wurde uns in der Pharmaindustrie in den neunziger Jahren der Einsatz der Stoppuhrkünstler verkauft. Es geht aber um etwas ganz anderes – um sehr viel Geld, Macht und Einfluss. Das sagen die ihren Bewerbern ganz offen.

Doch sehen wir noch weiter.

John sagt, dass die Realität für jeden eben anders sei. Ein wahrer Führer müsse in der Lage sein, für seine Gefolgschaft die Realität zu definieren. Dieser Gedanke beschäftigt und erschreckt mich. Werden Führungskräfte wirklich dafür ausgebildet, die Mitarbeiter im Sinne der Firma zu manipulieren, gar zu täuschen? Rät McKinsey den Vorständen, so vorzugehen? 

So langsam bekommen wir eine Ahnung, was die McKinsey-Netzwerke für ein Spiel spielen – und wie Günter Jauch und Oliver Bierhoff in das Bild hineinpassen. Ihre gesellschaftliche Funktion erlaubt die Definition von Realität weit über die einzelnen Firmen hinaus, endlich erreicht man auch die Rentner – und die Jugend. Doch unsere tapfere Bewerberin erfährt noch mehr.

Das Unternehmen hat sich hier vor allem leistungsbereite junge Leute, meistens aus wohlhabenden Verhältnissen, eingeladen, die den Gedanken, dass sie Europas Elite sind, nicht nur reizvoll, sondern auch nachvollziehbar finden. McKinsey suggeriert uns, dass wir wertvolle Persönlichkeiten sind, die das leadership-Gen in sich tragen. Das schmeichelt jedem hier. Die Tage in Athen sollen der erste Schritt dazu sein, aus uns eine Gruppe zu machen, die sich überlegen fühlt.

So etwas kennen wir schon aus der Geschichte. Auch hier wurde es genetisch begründet, es gab sogar ein Amt für Ahnenforschung, das sich direkt darum kümmerte.  Die Herrschaft des genetisch besseren Menschen über den genetisch minderwertigen Untermenschen hatte schon mal ein fürcherliches Schauspiel in Deutschland aufgeführt, an dessen Ende der genetisch bessere Mensch den genetisch schlechteren Menschen millionenfach abgeschlachtet hat. Man hätte eigentlich denken sollen, das man daraus gelernt und diesen Geist für alle Zeiten ausgerottet hat.

Falsch gedacht.

Der alte Geist scheint immer noch zu leben – diesmal direkt befördert durch eine Unternehmensberatung, die sich charakterlose Wohlstandskinder als Verbreiter der wahren Lehre heranzüchtet. Dort ist die Geburtsstätte des Gedankens, das es in einer Gesellschaft Gewinner und Verlierer gibt, in den Dunstkreisen jener Netzwerke, jener SA der globalisierten Wirtschaft wurde folgerichtig der Gedanke des Prekariats entworfen, das dann später durch die Agenda 2010/Hartz IV  überhaupt erstmal geschaffen wurde: mit Gewalt per Gesetz.

Vorher … gab es gar kein Prekariat. Natürlich ist dieses Prekariat sehr nützlich, weil es Millionen von Menschen zur billigen Leiharbeit anhält – und genau von jenen angesparten Kosten bezahlt McKinsey dann seine Apostel, die die Lehre vom überlegenen Gen  voller Inbrunst und Überzeugung in die Welt tragen.

Die Folgen bemerken wir aktuell wieder. Die Kollegen von McKinsey – die Unternehmensberatung Roland Berger – haben gerade wieder einen ganz großen Coup gestartet. Roland Berger? Ja, die haben auch Hartz IV mit entworfen. Roland Berger selbst gehört auch der Stiftung für Verhalten und Umwelt an, die  im Sinne der Tabakindustrie Einfluss auf deutsche Ärzte, Wissenschaftler und die Medien nehmen soll (siehe Wikipedia).

Deren genetisch überlegenen Realitätsverdreher haben nun einen ganz besonderen Anschlag auf Deutschland geplant, der uns eine Billion Euro neuer Schulden bringen soll, siehe Handelsblatt:

Thüringens Wirtschaftsminister fordert neue Gelder für den strukturschwachen Osten Deutschlands. Für eine Angleichung der Wirtschaftskraft ist laut einer Studie eine Investitionssumme von 1.000 Milliarden Euro nötig.

Wenn diese Summe erstmal fließt, ist wieder ganz viel Geld für neue Unternehmensberater da, die neue gesellschaftliche Realitäten formulieren und so langsam über sicher dafür sorgen, das die ganze  Gesellschaft von einer Solidargemeinschaft hin zu einer faschistoiden Asozialgemeinschaft umgebaut wird.

Vielleicht sollten wir uns auch daran gewöhnen, alle Netzwerke einfach mal Asozialgemeinschaften zu nennen, die faschistische Züge im Sinne des italienischen Wortes tragen (siehe Wikipedia):

Das italienische Substantiv Fascismo wird historisch auf die „fasci di combattimento“ zurückgeführt: jene „Kampfbünde“, die Mussolini im März 1919 gründete.

Kampfbünde, die im Geheimen Dinge besprechen, „die die Öffentlichkeit bewegt, aber nichts angeht“ – zum Beispiel wie man mit Hartz-IV-Opfern wie Johannes Ponader im öffentlich-rechtlichen Rundfunk umzuspringen hat, jenen Gestalten, die es wagen, mit ihrem minderwertigem genetischen Potential die politische Wirklichkeit in Deutschland umgestalten zu wollen.

Kampfbünde, die vor allem eins im Sinn haben: teure Hotels, schnelle Autos, schöne Reisen, Macht und Einfluss. 

Kampfbünde, die ihre Mitstreiter in allen entscheidenden Positionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft untergebracht haben, um einen alten Geist wieder zum Leben zu erwecken: den Geist der genetisch überlegenen Herrenrasse. Da wundert es nicht, das der Deregulierer Asmussen in Deutschland nochmal eine ganz neue, diesmal seinem alten Treiben ganz entggegengesetzte Karriere machen kann.

Natürlich muss man manchmal das ganz große Rad drehen: die Deregulierung der Finanzmärkte hat Billionen von Dollar umverteilt, die Krise des Euro (die laut FTD jetzt auch auf Slowenien übergegriffen hat, bevor wir noch Griechenland richtig verdaut haben) schlägt ebenfalls mit Billionen zu Buche, da sind die neuen Billionen für den neuen Aufbau Ost ja nur ein kleines Zubrot.

Währenddessen marschieren die genetisch minderwertigen Verlierer geschlossen in die Altersarmut, „schockierend“ nennt die Welt die aktuellen Altersarmutsprognosen der Arbeitsministerin … dabei sind die neuen Kosten für den neuen Aufbau Ost noch gar nicht mit eingerechnet, ebensowenig die Traumhonorare der bundesdeutschen Ärzteschaft, die laut Welt ärgerlicherweise mit dem Porsche zur Demonstration ihrer Armut auffahren (obwohl die Mehrheit ihre Luxuskarrossen und Nobelhobel verschämt in Seitenstraßen parkt, um dann mit Bus und Bahn weiterzureisen).

Im Vergleich zu Unternehmensberatern sind sie ja auch arme Schlucker – und im Vergleich zu dem, was die Netzwerke in Deutschland an Vermögen abgreifen, erst recht.

Die Kosten, die diese geheimen Zirkel aufwerfen, sind mittelfristig auch für ein reiches Land wie Deutschland unbezahlbar – was die Täter nicht weiter stört, hat man doch dank Atlantikbrücke gute Beziehungen in die USA, die für reiche weiße Männer immer sehr aufgeschlossen sind.

Was aber nebenbei noch mitschwelt ist jener Geist, der Deutschland schon einmal in den Abgrund geführt hat. Aber – was wollen wir uns beschweren: der Geist der rassischen Überlegenheit der weißen Rasse über die „farbigen“ lebte in den USA schon vor Hitler und hatte hier eigentlich nur ein kleines Gastspiel – wenn auch eins mit schweren Folgen. Vielleicht war es aber auch nur ein hilfreiches Experiment, mit dem man mal testen wollte, wie man effektiv die ganzen genetisch minderwertigen Verlierer aussortieren kann. Eins sollte immerhin klar sein: die Anzahl der weißen Herrenmenschen schrumpft jeden Tag, Kinder kriegen ist zu teuer für den weißen Mann. Da muss man sich beizeiten Gedanken darüber machen, wie man seine gehobenen Ansprüche auch in Zukunft erfolgreich befriedigen kann.

Geheime Machtzirkel sind da schon sehr nützlich – allein schon deshalb, weil man sich zwischendurch immer schöne Geschäfte zuschieben kann, um seine genetische Überlegenheit auch mit Kontoauszügen belegen zu können.

Und wir glauben wirklich, wir würden die politische Wirklichkeit in Deutschland durch Wahlen bestimmen.

Wir glauben ja auch noch an die Rente … dabei hat der Geist, der hinter der „marktkonformen Demokratie“ steckt, etwas ganz anderes mit uns vor.

„Altersarmut“ wird vielleicht nicht unser größtes Problem sein.

Ich schätze mal … wir könnten noch ganz andere kriegen.

McKinsey, Roland Berger und Konsorten werden sicher dabei helfen.

 

 

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Über Deutschlands Rolle im kommenden europäischen Krieg, die Auftraggeber der Aufführung und die Reaktionen der Höhlenbewohner

Freitag, 3.8.2012. Eifel. Absolut spannende Zeiten, in denen wir da leben. Absolut superspannend. Ist sich eigentlich irgendjemand dieser Tatsache bewußt? Wir erleben historisch unglaublich interessante Prozesse, Prozesse, die einmalig sind. Nehmen wir zum Beispiel unseren Alltag. Wir verwandeln uns zurück zu Höhlenbewohnern – ist das nicht unglaublich? Wer hätte das gedacht? Das ist noch wesentlich schlimmer als in der Steinzeit – wenn man mal genauer hinschaut. Morgens verlassen wir unsere Wohnhöhle, fahren mit unserer Mobilhöhle in die Arbeitshöhle, verbringen dort den Tag, um anschließend noch in die Verkaufshöhle zu fahren, bis wir abends – erschöpft und bleich wie Ziegenkäse – die Wohnhöhle wieder erreichen. Dort legen wir uns dann unter die Sonnenbank um am nächsten Tag dank intensiven Einsatzes von Bräunungscreme und Technik der Welt vorlügen zu können, das wir keine Höhlenbewohner sind. Das Wortspiel funktioniert übrigens auch mit „Hölle“ anstatt „Höhle“ – und das ist dann die Erklärung, warum wir so dringend Urlaub brauchen. Von der Wohnhölle mit der Mobilhölle in die Arbeitshölle und die Verkaufshölle, um anschließend im Bräunungsfeuer gebraten zu werden. So schnell kann Religion Realität werden – und schlägt man die Zeitungen auf, sieht man, das diese Realität einfach nur die Wirklichkeit beschreibt.

Ich habe mir nun auch ein klein wenig Urlaub erlaubt, weshalb ich etwas weniger schreiben konnte. Nein, nichts großes – nur einige Ausflüge nach Aachen (neben Weimar und Hamburg für mich die schönste Stadt Deutschlands), ins Ruhrgebiet und nach Gummersbach – der Menschen wegen. Nebenbei hörte ich eine kabarettistische Sendung auf WDR 5, die mich sehr erschauern ließ – zum ersten Mal in den deutschen Medien wurde dort ernsthaft über die Möglichkeit der Erschiessung von Herrn Ackermann gesprochen, was – auch wenn es Satire ist – ein hartes Stück ist. Auf solche bestialischen Ideen kommen natürlich nur Höhlenbewohner, die der Sonnenmangel in die absolute Depression getrieben hat – oder Menschen, die in der Hölle leben, die nur deshalb nicht erkannt wird, weil sie durch Lügen überdeckt wird.

Lügen?

Ja, schauen wir uns doch mal die aktuellen Arbeitslosenzahlen in Deutschland an. Dazu müssen wir uns allerdings in die Welt jenseits der künstlich gebräunten Nachrichten begeben, in jener Welt, in der das Geld noch keinen Einfluss auf die Meinung hat, in der Journalisten noch arbeiten dürfen anstatt Bräunungen ausführen müssen und Nachrichten keine Rücksicht auf die Befindlichkeit von Wirtschaft oder Parteien nehmen brauchen – also in die Randzone der Blogwelt:

An dieser Stelle gleich mal der gewohnte Blick auf die aussagekräftigere, aber ebenso offizielle Zahl der Leistungsempfänger, die weiterhin bei sieben Millionen verharrt.
820.942 Menschen erhielten im Juli Arbeitslo­sen­geld I, 4.447.520 mußten mit Hartz IV (ALG II) überleben, und 1.698.457 Menschen erhielten Sozi­al­geld. Das sind zusammen 6.966.919 Leistungsempfänger. Auch diese Zahl zeigt noch nicht das wahre Ausmaß, denn hinzu kommen noch die Empfänger von Wohn­geld, von Kinderzuschlag, von Grund­si­che­rung im Alter oder von Sozi­al­hilfe nach SGB XII. Und liest man auch noch die Fußnoten im BA-Bericht, die von Hochrechnungen und “Untererfassung” schwätzen, so sind wohl selbst diese hochoffiziellen Zahlen noch nicht das Ende der Fahnenstange.

Dazu kommen noch fünf Millionen Teilzeitbeschäftigte, die sich ebenfalls niemals eine Sonnenbank daheim leisten können. Zwölf Millionen Menschen – komplett aussortiert, ohne sicheren geschützten Platz in der menschlichen Gemeinschaft. Eine erstaunliche Leistung für einen „Exportweltmeister“. Und der leistet sich noch mehr – in historischen Dimensionen, siehe Heise:

Zumeist wendet sich dieses in der Mitte der Gesellschaft ausgebrütete und kommerziell äußerst erfolgreiche „Denken“ gegen Minderheiten und Menschengruppen, die insbesondere in Krisenzeiten als Belastungen und unnütze Kostenfaktoren für den „Wirtschaftsstandort Deutschland“ stigmatisiert werden – seien es nun Türken, Arbeitslose oder Südeuropäer.

Der Tabubruch gleicht einem Zivilisationsbruch, bei dem erneut eine Ungleichwertigkeit von Menschen öffentlich propagiert wird. Diese postulierte Minderwertigkeit bestimmter Bevölkerungsgruppen wird aber mit explizit ökonomischen Argumentationsmustern legitimiert. Die ökonomische Leistungsfähigkeit eines Menschen bestimmt in dieser Ideologie dessen Wert. Sobald Menschen aus der kapitalistischen Arbeitsgesellschaft herausfallen, wird ihnen die Anerkennung verweigert, wie es ja Sarrazin in 2010 explizit formulierte:

Ich muß niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert.

Ja, es sind nicht nur die Arbeitslosen (also: 12 Millionen), sondern auch noch die „Migranten“ – für die der Schmähungsschutz durch totale Unterwerfung vor der neoliberalen Ideologie nicht gilt: auch als Unternehmer und Besitzer eines jener raren Vollzeitarbeitsplätze haben sie in Deutschland keine sichere Heimat mehr – noch ein paar Millionen, die zur Jagd freigegeben sind.

Damit aber nicht genug. Jener höllische Höhlengeist, der uns von den Straßen jagt, hat schon längst mehr im Sinn – ihn stören nicht nur Türken und Arbeitslose in Deutschland, sondern auch Griechen, Spanier, Italiener, Portugiesen und akut Slowenen in ganz Europa: so eine Säuberung hätte sich selbst Hitler nicht zugetraut, siehe amerika21:

Sadismus? Ja, Sadismus. Wie soll man dieses Vergnügen daran, Menschen Schmerzen und Erniedrigung zuzufügen sonst nennen? In diesen Jahren der Krise haben wir gesehen wie – in Griechenland, in Irland, in Portugal, in Spanien und in anderen Ländern der Europäischen Union (EU) – die unbarmherzige Anwendung des von Deutschland geforderten Bestrafungszeremoniells (das Einfrieren der Renten; die Heraufsetzung des Rentenalters; die Reduzierung der öffentlichen Ausgaben; Kürzungen bei den staatlichen Sozialdiensten; ein Rückgang bei den Mitteln der Vorsorge gegen Armut und sozialen Ausschluss; eine Arbeitsreform, etc.) eine schwindelerregende Zunahme der Arbeitslosigkeit und der Zwangsräumungen hervorgerufen hat. Das Bettlertum ist, wie auch die Zahl der Selbstmorde, in die Höhe geschossen.

Sogar der Europarat bemerkt, das der Sparkurs Rassismus fördert (siehe deutsche Wirtschaftsnachrichten) und zieht seine Konsequenzen:

„Politiker müssen unter allen Umständen widerstehen, Vorurteile und grundlose Ängste vor dem Verlust der europäischen Werte, Terrorismus und Kriminalität zu schüren“.

Trotzdem wird Thilo Sarrazin von einer Talkshow zur nächsten gereicht, sind die Medien voll von Diffamierungen gegen Arbeitlose, Türken und Südeuropäer – selbst wenn die alle in ihrem eigenen Land wohnen.

Der neue deutsche Höllengeist macht vor nichts mehr halt, möchte man meinen – und es kommt kaum jemand auf die Idee, das genau dies die Absicht der amerikanischen Aussenpolitik ist.  Nur noch ein wenig mehr – und Deutschland steht zum dritten Mal im Zentrum des großen Kampfes der „freien Welt“ gegen den deutschen Militarismus, Sadismus und Faschismus. So steuert man Weltpolitik – und Höhlenbewohner, die selten nur das Licht des Tages erblicken. Professor Richard D. Wolff gehört zu den wenigen, die dies sehen, siehe scharf-links:

Ja, und dies ist ein sehr gefährliches Fundament, auf dem Deutschland seinen Erfolg errichtet. Für ein Land mit solch einer schrecklichen Geschichte von Versuchen, auf dem Rücken der übrigen Europäer zu Wohlstand zu gelangen, ist dies nicht nur wirtschaftlich gefährlich, sondern auch in politischer und ideologischer Hinsicht. Und ich bin, ehrlich gesagt, verblüfft, dass nicht viel mehr Deutsche sich dieser historischen Parallelen bewusst sind – und dass es nicht viel mehr diesbezügliche Befürchtungen gibt in Deutschland.

Der Weg ist klar zu erkennen – und ich denke, für viele Politiker ist deshalb das „vereinigte Europa“ ein Fluchtpunkt vor der Zukunft, die gerade ganz gezielt vorbereitet wird: wieder bekommt Deutschland eine zentrale Position in Europa als Gegenpol zu den USA, wieder wird eine asoziale Stimmung im Land verbreitet (die Hetze gegen Arbeitslose hat ja nicht umsonst einen Klang, den man seit dem „Stürmer“ in Deutschland nicht mehr vernommen hat), wieder werden die Deutschen als Bürger gegen Ausländer in Stellung gebracht (wobei der Türke – neben dem „Asozialen“ – den Juden ersetzt) und der Tag scheint nicht mehr fern, wo jene von den USA und Großbritannien ausgebildete Rebellen, die in Syrien und Lybien „für Ordnung sorgen“ in Deutschland auftauchen, um den türkischen Gemüsehändler vor den Schergen Sarrazins zu schützen.

Zu phantastisch? Vielleicht – aber auch nur wegen der „Bräunungscreme“ in den Medien und weil wir uns noch immer an die guten GI´s erinnern, die uns Kaffee und Schokolade gebracht und uns vom Bund Deutschter Mädels befreit haben, wo meine Mutter noch ihre eigene Kotze essen musste – aus Erziehungsgründen. Deutscher Sadismus macht nämlich vor Ariern nicht halt.

Was wir nicht verstanden haben, ist, das es den „guten Amerikaner“ nicht mehr gibt. Der GI verteilt keine Schokolade mehr an Kinder – er erschießt sie ohne Grund. Das ist die praktische Auswirkung einer Bewegung, die Professor Richard Wolff bei Scharf-links beschrieben hat:

Lassen Sie mich nun die wichtigsten Dimensionen dieser systemischen Krise darlegen. Zuallererst muss darauf hingewiesen werden, dass in den Vereinigten Staaten in den letzten 30 Jahren die sozialen Programme und Errungenschaften demontiert wurden, die eingeführt wurden, als der Kapitalismus das letzte Mal in einer fundamentalen Systemkrise steckte – nämlich während der „Großen Depression“ der 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. Damals führten die Vereinigten Staaten umfassende Sozialprogramme für die Masse der Bevölkerung ein.

Dieser Bewegung haben sich auch die deutschen Regierungen der letzten zehn Jahre verpflichtet: Sozialabbau in breiter Front. Der Einfluss der US-Finanzaristokratie auf gesellschaftspolitische Entwicklungen in Deutschland ist groß – die „Entscheider“ in Wirtschaft und Politik treffen sich nicht umsonst  bei der Atlantikbrücke, den Bilderbergern oder der deutsch-amerikanischen Handelskammer, die nützliche und gleichzeitig bedenkliche  Dienstleistungen anbietet:

750 Mitgliedsfirmen bilden die Basis für das erfolgreiche transatlantische Netzwerk der AHK USA – New York. Die Mitgliedschaft beinhaltet exklusive Einladungen zu Vorträgen, Seminaren und Roundtable-Gesprächen mit führenden Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft.

So werden die Segnungen, die Roosevelts GI´s noch nach Deutschland gebracht haben, auch hier wieder von einer breiten Front von gezielt gezüchteten Sympathisanten abgebaut.

Der Grund für diese Bewegung ist einfach – und ziemlich albern: Steuerhinterziehung. Ein Delikt, für das Entscheider in Deutschland viel Verständnis haben, während sie das gleichwertige „Schwarzfahren“ in öffentlichen Verkehrsmitteln mit Haftstrafen belegen. Es geht hier um gigantische Summen, siehe „humane-Wirtschaft“:

Der Pullitzer-Preisträger von 1990 für investigativen Journalismus Joe Kilzer hat für “TribLive” untersucht, wie es um die Steuergerechtigkeit im Hinblick auf große Geldvermögen steht.

Seine Erkenntnisse konnten erwartet werden, sind aber angesichts der sich weltweit zuspitzenden “Schuldenkrisen” dennoch aufschlussreich. Demnach wird geschätzt, dass sich weltweit rund 25 Billionen US-Dollar auf Bankkonten in Ländern befinden, die sich durch niedrige Steuern und/oder gut gehütete Bankgeheimnisse auszeichnen.

Dort liegt das Geld, das wir als „Minus“ in den Bilanzen unserer Staaten haben – wir Deutsche, wir Griechen, wir Amerikaner.

Das sind 25 ooo ooo Millionen – mit denen man jederzeit überall auf der Welt Einfluss ausüben, Regierungen stürzen, Zeitungen kaufen oder Märkte manipulieren kann. Und die Menschen wissen das – wie auch jeder weiß, das „nine-eleven“ eher von diesem Kapital denn von Osama bin Laden ursächlich veranstaltet wurde – aber dank des „Bräunungseffektes“ dürfen wir nicht darüber reden.

Uns gehts gut, wir verbringen den ganzen Tag an der frischen Luft im Sonnenschein – jedenfalls sehen wir so aus, obwohl wir nur Höhlenbewohner sind.

Aber deshalb fühlen wir uns in unseren Höhlen wohl – und genießen die Zeit des Friedens wie die angepassten deutschen Durchschnittsarier  im Juli 1939 – solange, bis auch wir unsere eigene Kotze fressen müssen, weil „die Märkte“ nicht beunruhigt werden dürfen. Wir wissen, das draußen, vor der Höhle, wieder schreckliche Ungeheuer lauern, die wir lange überwunden dachten – und eine einfache „Kündigung“ kann uns ihnen ausliefern.

Wem das alles jetzt immer noch zu unglaublich klingt, dem kann ich die Wirkung des Einflusses der USA in Deutschland am Beispiel eines einzigen Arztes aufzeigen – veröffentlicht bei „Scharf-links„.

Es ist ein bemerkenswerter Vorgang, ein Arzt bekommt Kontrollbesuch von der Gesundheitsbehörde, weil er die Ärzte in Deutschland zum Widerstand gegen den Krieg an sich auffordert – man erfährt nicht, woher das Gesundheitsamt über den E-Mail-Verkehr des Arztes mit der Ärztekammer informiert wurde, aber die „Zurechtweisung“ zeigt deutlich, woher der Wind weht:

Sie verlangen kategorisch mich zu sprechen. Ich war mitten bei einer Blutentnahme. Da sie diese Situation wohl selber unangebracht fanden, warteten sie, bis ich mit dem Patienten fertig war. Das Wartezimmer war voll.

Im Arztzimmer wurde mir eröffnet, ich hätte doch E-Mails an die Kammer geschickt, so als ob gleich der dritte Weltkrieg ausbrechen würde, warum ich dies getan hätte und es wäre doch sinnvoller gewesen diese E-Mails an das Außenministerium zu schicken.

Grund für den Besuch? Engagement gegen den Krieg in Syrien – und gegen die „Bräunungslügen“, die selbst einen den CDU-Experten Todenhöfer entsetzen:

„Die radikalisierten Gruppen der Rebellen kritisiere ich, weil sie gezielt Zivilisten töten und diese anschließend als Opfer der Regierung ausgeben. Diese ´Massaker-Marketing-Strategie´ gehört zum Widerlichsten, was ich in kriegerischen Auseinandersetzungen jemals erlebt habe. 

Aber – solange man vom Geldfluss der Supermilliardäre und ihrer Geldsammelkonzerne (die kaum noch Teil der deutschen Volkswirtschaft sind, auch wenn sie hier dereinst gegründet wurden) abhängig ist, die per Rating kontrollieren können, wieviel Geld eine Volkswirtschaft zum Wirtschaften behalten darf, muss man damit leben, das „die Märkte“ reagieren, wenn einer aus der Reihe tanzt – auch wenn er Arzt ist.

Denn gerade für Ärzte tut man ja sehr viel, damit die ihren hypokratischen Eid schnell vergessen, siehe TAZ:

Die Bundesregierung überprüft ihre Förderung von Marketingseminaren, in denen Ärzte für den Verkauf der umstrittenen individuellen Gesundheitsleistungen (Igel) geschult werden. Diese müssen von Patienten selbst bezahlt werden, viele gelten als überflüssig.

Da verstehe ich langsam, warum manche daran denken, den Ackermann zu erschiessen. Andere werden dann Arbeitslose erschiessen, die wiederum Jobcentermitarbeiter auf offener Straße verbrennen. Zur Not schickt man einfach ein paar Söldner, die die Startzündung für die Unruhen besorgen – der Rest erledigt sich dann wie in Jugoslawien von selbst. Oder man organisiert die Unruhen wie in Lybien und Syrien gleich ganz von außen.

Und dann wird die zivile Gesellschaft anderes zu tun haben, als zu schauen, wie sie ihre 25 Billionen Euro wiederbekommt.

Aber uns geht´s gut, wir sind alle braun, weil wir den ganzen Tag an der frischen Luft in der strahlenden Sonne verbringen.

Schönen Urlaub noch!

 

Europa wird Wildnis – meteorologisch, historisch, wirtschaftlich und zivilisatorisch … siehe „Spiegel-Online“.

Sonntag, 15.7.2012. Eifel. Freuen Sie sich auch so über das Wetter? Wir hatten jetzt sieben Tage Regenwetter. Wie es aussieht, kommen noch ein paar Wochen dazu. Man fragt sich, ob der Himmel nicht irgendwann leer sein muss. Wo kommt eigentlich das ganze Wasser her – und wer erfindet eigentlich die Worte, die diese Zustände als „normal“ verkaufen sollen.  Damit meine ich die deutsche „Gewitterzeit“, über die gerade in den Medien gesprochen wird.  Kannte man das früher schon? Gibt es historische Eintragungen über die Regenzeit in Deutschland, die dem indischen Monsun entspricht – oder die deutsche „Gewitterzeit“, wegen der Blitzforscher aus aller Welt anreisen? Warum redet eigentlich in der „Tagesschau“ kein Mensch darüber, das in der Eifel die Kirschbäume schon ihre Blätter verlieren und die Äpfel nur noch einen Durchmesser von zwei Zentimetern erreichen? Normal scheint dieses Wetter nicht – aber es begleitet sehr schön die historischen Verwerfungen, die auch nicht normal sind, aber von den Medien so verkauft werden. Schauen wir uns zum Beispiel mal den aktuellen Stand von tödlichen Verschwörungen an, über den die Medien so berichten, ohne sie zu benennen:

Da schreibt der Spiegel zum Beispiel über einen „geheimen Wüstenkrieg“ der USA.  Wir brauchen den Artikel gar nicht weiter zu lesen, um gleich zu sagen: so etwas darf nicht sein. Bürgerliche Zivilisationen, die sich an Menschenrechten orientieren, führen keine „geheimen Kriege“. Kriege werden – seit über einhundert Jahren schon – offiziell erklärt und nach den eingeübten Regeln der Genfer Konvention geführt. Niemand würde in einer zivilisierten stabilen Demokratie auch nur auf die Idee kommen, geheime Kriege in der Welt zu führen. Das würde allen Regeln demokratischer Bürgerlichkeit wiedersprechen, nur hinterhältige, verlogene brutale Diktatoren würden so etwas machen – wie die in Lybien, Syrien, dem Iran, Irak oder Nordkorea. Ein Land, das geheime Kriege führt, würde man zurecht als völlig dekadente und gemeingefährliche Bedrohung für den Weltfrieden ansehen, als Hort des Terrorismus und Feind der Menschheit.

Darum mag ich solche Artikel auch gar nicht lesen … denn sie dürften eigentlich gar nicht sein.

Sie sind aber doch da … und behaupten Ungeheuerliches, das ich der Sorgfalt zuliebe mal wörtlich zitieren möchte:

Die USA scheinen ihre Bemühungen in Afrika im vergangenen Jahr massiv ausgeweitet zu haben. Sie gehen dabei anders vor als im Irak oder in Afghanistan. In Afrika übt Washington die Kriegsführung der Zukunft: Man könnte das Konzept je nach Sichtweise „regionale Lösungen für regionale Probleme“ nennen – oder „Schattenkrieg per Stellvertreter“.

Glauben Sie das? Wenn ja – sind Sie ein Verschwörungstheoretiker. Schauen Sie sich an, was da weiterhin behauptet wird:

In der Praxis sieht die Arbeitsteilung so aus: An der Front kämpfen Afrikaner. In Somalia etwa macht eine Mission der Afrikanischen Union Jagd auf al-Schabab – die Soldaten werden von Ländern der Region entsandt. Die USA unterstützen die Afrikaner mit Schulungen und mit kleinen Teams von Spezialeinheiten, die als Militärberater fungieren, wie bei der Jagd auf Joseph Kony.

Zudem liefert Washington seinen afrikanischen Partnern Erkenntnisse aus der Luft. 

Da läuft einer kleiner Weltkrieg vor unseren Augen ab – sprachlich verschleiert. „Schattenkrieg per Stellvertreter“ beschreibt die Rückkehr alter Söldnerhorden oder spätrömischer „Hilfstruppen“, mit deren Hilfe man ein scheinbar unbesiegbares Weltreich aufbaute.

Wer nun sagt: das ist alles weit weg und wird uns nie erreichen der schaue bitte nach London. Auch dort manifestiert sich Ungeheuerliches – wie der Weltkrieg in Afrika unter dem Siegel des „Kampfes gegen den Terror“, der inzwischen nichts anderes ist als Terror gegen Zivilisten. Lesen wir doch nochmal den „Spiegel“ zu dem Thema:

Londons Luftraum wird zur „No-Fly-Area“: Ab dem Wochenende gilt eine Sperrzone über der britischen Hauptstadt – zum Schutz vor Anschlägen. Verstöße werden hart geahndet: Kampfjets, Hubschrauber und Scharfschützen stehen bereit. Sie dürfen ausdrücklich „tödliche Gewalt“ einsetzen.

17000 Soldaten werden in London eingesetzt, ein beispielloser Einsatz militärischer Macht … für „Sport“.  Im Falklandkrieg wurden gerade mal 9000 britische Soldaten in den Südatlantik verschifft (siehe Wikipedia) um dort für die Rückeroberung der Inseln von Argentinien zu sorgen (es existieren zu dem Thema auch andere Zahlen, nebenbei bemerkt – die sich aber trotzdem mit dem Londoner Aufgebot messen können).

Welche überlegene Großmacht greift also jetzt London an?

Die Gespensterarmee von Al Kaida, die bislang (offiziell!) nur für einen Bruchteil der Toten verantwortlich ist, die in den letzten Jahren im „Kampf gegen den Terror“ ihr Leben lassen mußten.

Trotzdem wird uns die massive Präsenz des Militärs als „normal“ verkauft – wie auch das Wetter oder die „geheimen Kriege“.  Wie schön und friedlich war doch die Welt noch, als es den „kalten Krieg“ gab und der ganze Planet jederzeit in einem nuklearen Holocaust verdampfen konnte: da konnte man noch zu olympischen Spielen reisen, ohne ständig die Visiere der Scharfschützen im Nacken zu haben.

„Normal“ ist auch die in Südeuropa beginnende Vernichtung der demokratischen sozialen Zivilisation, die bezeichnenderweise zuerst das Mutterland der Demokratie, Griechenland, betrifft. Wir haben Griechenland ja „gerettet“ – und fürchten uns deshalb aktuell selbst vor der Pleite. Weil die Griechen gerettet sind, geht es ihnen auch gerade gut: um 50% ist das durchschnittliche Grundeinkommen gesunken (siehe Spiegel). Das ist den „Rettern“ Griechenlands aber immer noch zu wenig – man will wohl noch mehr Leichen auf den Straßen sehen, bis man überzeugt ist, das sich das griechische Volk seine Rettung auch ordentlich verdient hat.

Vor dem  Hintergrund wird auf einmal verständlich, warum die Nato in London die hermetische Abschirmung eines Ballungsraumes übt. Möglicherweise sind die dort gewonnenen Erkenntnis bald sehr hilfreich, wenn man die Ballungszentren von Schuldnernländern abschirmen will.

Undenkbar?

Ja, das sind „geheime Kriege“ auch – und über das Ausmaß der Pläne, die hinter den „geheimen Kriegen“ stecken, können wir nur spekulieren … dürfen es aber nicht, weil der „Herr der Welt“ – der US-Präsident (damals dargestellt von George W. Bush) – verboten hat, über die geheimen Pläne seiner Regierung zu spekulieren – siehe Gegenstandpunkt:

„Wir müssen die Wahrheit über den Terror aussprechen. Lasst uns niemals frevelhafte Verschwörungstheorien in Zusammenhang mit den Anschlägen des 11. September tolerieren, boshafte Lügen, die bezwecken, die Schuld von den Terroristen selbst abzulenken, weg von den Schuldigen.“(Georg W. Bush, Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen, 10.11. 2001)

Die Wahrheit wird seitdem von der US-Regierung diktiert und weltweit dankbar aufgenommen.

Die Auswirkungen dieser Haltung wird auch vom Spiegel erkannt: Georg Diez zitiert hier einige denkwürdige Momente in einem Artikel über die Tagesschau und fordert Unglaubliches:

Warum dürfen dort nicht all die Praktikanten und die Redakteure, die noch nicht so verbraucht sind vom Alltag in den Sendeanstalten, die eine Sprache verwenden, die noch nicht tetraverpackt ist, warum dürfen die nicht mit ein paar Millionen der GEZ-Milliarden eine Nachrichtensendung machen, die so ist wie die Krise, über die sie berichten: überraschend, krass, verunsichernd, polarisierend, meinungsstark, subjektiv. Mit anderen Stimmen, weniger Katastrophen, mehr echten, bleibenden Veränderungen, gern auch mal aufrüttelnd, positiv, vorwärtsgedacht.

Die Antwort auf die Frage ist einfach: weil der Herr der Welt zur Vertuschung seiner geheimen Kriege (auch seiner geheimen Wirtschaftskriege gegen den Euro) befohlen hat, das so etwas zu unterbleiben hat. Und weil die Journalisten hier versagen, blühen zuhauf Online-Formate wie das unserige, die genau das machen, was Georg Diez fordert … allerdings unentgeldlich und unter großen persönlichen Risiken und Entbehrungen.

Wir treiben die Verunsicherung sogar noch weiter und malen das Ende der Welt wie wir sie kennen an die Wand – und dafür müssen wir nur weiter den Spiegel zitieren – oder aus dem Fenster schauen, wo wir die europäischen Extremwetterlagen (die es auch weltweit gibt – siehe Spiegel) mit eigenen Augen sehen können – aus dem zivilisierten, gemäßigten mitteleuropäischem Klima ist etwas ganz anderes geworden … und geht nur noch ein wenig mehr fehl, dann war es das mit unserer europäischen Zivilisation: siehe Spiegel:

Bei der Agentur Storm Analysis Consultants analysiert John Kappenman die Auswirkungen des Weltraumwetters auf das Stromnetz. Nach seiner Einschätzung würde ein Sonnensturm wie im Mai 1921 – einer der stärksten im 20. Jahrhundert – heute die Lichter in halb Nordamerika ausgehen lassen.

Ein zweites Carrington-Ereignis wie jenes von 1859 könnte das gesamte Netz lahmlegen und viele hundert Millionen Menschen auf Wochen oder gar Monate zurück in eine vorindustrielle Lebensweise katapultieren. Aber wann so ein Sturm ausbricht, kann niemand sagen. Oder, wie Kappenman es formuliert: „Wir spielen russisches Roulette mit der Sonne.“

Wir erleben gerade einen heftigen Sonnensturm, weitere sollen kommen. Vielleicht wird der Zusammenbruch des Euro ja auch von einem Supersturm begleitet, der Europa auch industriell in die Steinzeit katapulitert – nicht nur historisch und zivilisatorisch.

Der einzige Trost der uns dann bleibt stammt von Häuptling Luther Standing Bear von den Oglalla-Sioux:

Für uns waren die großen weiten Prärien, die sanft gewellten Hügel und die sich schlängelnden Flüsse mit wirren Ufergestrüpp nicht „wild“. Nur für den Weißen Mann war die Natur eine „Wildnis“. Er fürchtete sich vor den „wilden“ Tieren und verachtete die „rohen“ Menschen. Uns war das Land vertraut wie ein Freund. Die Erde war freigiebig und wir lebten ohne Sorge von den Segnungen des Großen Geheimnisses. Erst als der beharrte Mann aus dem Osten kam, lernten wir, was Rohheit und Wildheit bedeuteten. Erst durch ihn erfuhren unsere Familien, die wir liebten, Ungerechtigkeit und Gewalt. Als sogar die Tiere des Waldes bei seinem Nahen flohen, da erst begann für uns der „Wilde Westen“. 

(zitiert aus: „Wie der Hauch eines Büffels im Winter“, T.C. McLuhan, Hoffmann und Kampe 1979, Seite 51).

Vielleicht werden wir bald schon die guten Seiten der Wildnis wieder schätzen können … und schätzen lernen müssen. Das Wetter spielt verrückt, die Sonne spielt verrückt, die Politik spielt verrückt, die Wirtschaft war schon immer verrückt und wenn alle so weitermachen, endet unser Experiment „industrielle Zivilisation“ abrupt mit einem Schlag in einem gigantischen Chaos und Europa versinkt wieder in der Wildnis.

Wohl dem, für den diese Wildnis dann „Freund“ ist.

 

 

 

 

Wahnsinnsspiel gestern! Deutschland gegen Märkte: 0:5 – und alle jubeln: nieder mit dem Amüsierpöbel!

Donnerstag, 14.6.2012. Eifel. War ein toller Tag gestern, oder? WIR haben gewonnen!  Jedenfalls glauben wir das, weil die Zeitungen heute morgen voll davon sind. Alle Zeitungen? Nein - das Handelsblatt nicht. Dort steht drin, das wir gestern ganz dick verloren haben: kaum hat Spanien Hilfe durch den Superultrarettungsschirm erhalten, wird es gleich drei Punkte herabgestuft - kurz vor "Finanzmüll".  Das kostet viel Geld, das die spanischen Bürger eigentlich genauso dringend brauchen wie ihre Realwirtschaft ... aber Bürger und Realwirtschaft bringen halt nicht die Rendite, die man braucht, um ein arbeits - und sorgenfreies Leben auf Kosten  anderer Menschen zu erreichen. Weil aber immer mehr Menschen genau dieses arbeitsfreie Leben wollen ("Lassen Sie ihr Geld für sich arbeiten"!), müssen immer mehr Menschen ohne Geld auskommen, ohne Geld arbeiten gehen und ohne Geld wirtschaften. Wahnsinn, oder? Das sehen auch andere Leute so, siehe Nigel Farrage in der IBT: "... wenn ich in die Augen der Staats-und Regierungschefs Europas blicke, dann sehe ich jetzt Wahnsinn, absoluter, totaler und völliger Wahnsinn."

Donnerstag, 14.6.2012. Eifel. War ein toller Tag gestern, oder? WIR haben gewonnen!  Jedenfalls glauben wir das, weil die Zeitungen heute morgen voll davon sind. Alle Zeitungen? Nein – das Handelsblatt nicht. Dort steht drin, das wir gestern ganz dick verloren haben: kaum hat Spanien Hilfe durch den Superultrarettungsschirm erhalten, wird es gleich drei Punkte herabgestuft – kurz vor „Finanzmüll“.  Das kostet viel Geld, das die spanischen Bürger eigentlich genauso dringend brauchen wie ihre Realwirtschaft … aber Bürger und Realwirtschaft bringen halt nicht die Rendite, die man braucht, um ein arbeits – und sorgenfreies Leben auf Kosten  anderer Menschen zu erreichen. Weil aber immer mehr Menschen genau dieses arbeitsfreie Leben wollen („Lassen Sie ihr Geld für sich arbeiten“!), müssen immer mehr Menschen ohne Geld auskommen, ohne Geld arbeiten gehen und ohne Geld wirtschaften. Wahnsinn, oder? Das sehen auch andere Leute so, siehe Nigel Farrage in der IBT„… wenn ich in die Augen der Staats-und Regierungschefs Europas blicke, dann sehe ich jetzt Wahnsinn, absoluter, totaler und völliger Wahnsinn.“

„Völliger Wahnsinn“ … und ganz Deutschland ist am Jubeln, weil sie keine Ahnung haben, was „Wirtschaft“ eigentlich bedeutet. Essen kommt vom Aldi, das war schon immer so und wird immer so bleiben.

Natürlich werde ich es nicht wagen, den Fußballgott zu attackieren. Ich bin doch nicht wahnsinnig … aber kann man sich vielleicht vorstellen, wie die deutsche Presse darauf reagieren würde, wenn sie erführe, das gestern der Chef der Piratenpartei beim Videospiel „Mario Kart“ den Highscore für Westeuropa geknackt hat?

Man braucht nicht lange drüber nachzudenken. Obwohl Mario Kart ein Spiel wie jedes andere ist (also wie Halma, Schach, Fußball und Verstecken), würde ein Eimer Häme über den armen Sieger ausgekippt werden, weil er als erwachsener Mensch wertvolle Lebenszeit mit Spielen verbringt. Man würde ihm nicht zugute halten, das das Spiel weniger Ressourcen verbraucht als die EM und auch für die Umwelt verträglicher ist – und erst recht wäre er als ernstzunehmende politische Person „völlig draussen“, während sich niemand etwas dabei denkt, wenn eine deutsche Bundeskanzlerin ihre knappe Zeit nicht mit der Rettung der deutschen Wirtschaft sondern mit „Spiel gucken“  verbringt … immerhin geht es in diesen Tagen um „das Endspiel von Berlin“, so Chashkurs.

Jenes „Endspiel“ von Berlin bedeutet nichts anderes als das durch den ESM-Vertrag endgültig besiegelte Ende der wirtschaftlichen Souveränität des deutschen Staates womit die „Märkte“ einen direkten Zugriff auf IHR EIGENHEIM bekommen. Ja, genau – und zwar auch, wenn Sie nicht arbeitslos sind. Das sagt ihnen nur keiner … oder jedenfalls keiner jener Journalisten, die auf das Wohlwollen der Märkte so angewiesen sind wie die Politiker.

Der Staat wird dann in der Tat alle Zahlungsaufforderungen der EU innerhalb kürzester Frist nachkommen müssen … und das endet – wie in Kriegszeiten üblich – damit, das SIE umgehend eine Zwangshypothek auf ihr schon abbezahltes Häuschen aufnehmen müssen, damit der Staat das Geld nach Brüssel überweisen kann. Auch als Mieter werden Sie sich nicht freuen können – neue Gesetze werden Mietpreissteigerungen in ungeahnten Höhen ermöglichen – mal ganz abgesehen von den Preissteigerungen bei Brot, Wasser, Strom und Benzin.

Hätten wir Ahnung von Wirtschaft, würden wir das alle jetzt schon sehen können. Dann wüssten wir, das wir nach der Logik der Märkte schon längst den Weg Griechenlands gehen. Pimco sieht das laut NTV ebenso:

Der Vermögensverwalter Pimco hat wegen der Schuldenkrise nur noch wenige Bundesanleihen in seinen Depots. „Deutschland verliert durch die zunehmenden Risiken an Qualität“, erklärte Andrew Bosomworth, Fondsmanager und Deutschland-Chef der Allianz-Tochter. Schließlich drohten dem Bundeshaushalt durch die milliardenschwere Rettungsschirme und anderweitige Verluste enorme Belastungen.       

Gerade weil wir für die Schulden haften, werden unsere Anleihen langfristig weniger wert, wodurch ihnen ganz schnell ein ganz fieses Rating droht, was sie schneller stürzen lässt als einen Stein in einen Brunnen.

Irland, Island, Griechenland, Portugal und Spanien haben das gerade erlebt, Italien ist als nächster dran. Welche Entwicklung dem ganzen europäischen Kontinent droht, kann man vielleicht erahnen, wenn man den „Freitag“ liest:

Flüchtlinge und Kliniken bleiben ohne Lebensmittel, weil Lieferanten nicht mehr bezahlt werden können. Die Rede ist nicht von Somalia, sondern einem EU-Staat

Niemals hätten wir früher gedacht, das wir solche Schlagzeilen einmal lesen müssten. Heute gelten sie Griechenland, morgen Deutschland und übermorgen der ganzen Welt, aber in Zeiten des bürgerlichen „Cocooning“ (ein modernes Wort für die Rückkehr des Biedermeyer) hegen wir den primitiven Glauben, das das Elend für immer und ewig in unserem heiligen Bildschirm gefangen bleibt und niemals in unseren Kühlschrank oder auf unserem Konto Einzug hält.

Was für ein erbärmlicher Aberglaube.

Dabei hilft sogar ein Blick in die Tagesschau – jenem zentralen Leitmedium aller Deutschen – um zu erkennen, an welchem Abgrund wir stehen. Lauschen wir den Worten des Kommentators Stefan Troendle, der in einer leidenschaftlichen Rede Italien verteidigt … und dabei gruselige Fakten über Deutschland offenbart:

Ich meine: Es reicht! Man kann ein Land nämlich auch in die Pleite reden und genau das passiert hier zurzeit. Noch nie war so offensichtlich, von welchen Interessen die Berichterstattung gesteuert wird: aus dem Lager der Börsen-Spekulanten, der Heuschrecken-Hedgefonds, der Ratingagenturen, von den Zockern also, die mit derartigen Spekulationsluftblasen jede Menge Geld verdienen.

Nun – das Berichterstattung „gesteuert“ werden kann, ist eine Wahrheit, die eigentlich schon lange nicht mehr ins „öffentlich-rechtliche“ Fernsehen gehört, das die „Märkte“ und ihre Desinformationsabteilungen dies gezielt tun, um Staaten zu ruinieren, ist eine Erkenntnis, die eigentlich in die demokratisch-freiheitliche Medienwelt der idealistischen und kritischen Blogosphäre gehört, schön deshalb zu sehen, das man diesen Trend auch beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk registriert. Schön aber auch, das hier mal andere hässliche Wahrheiten über Deutschland direkt angesprochen werden, nochmal Herr Troendle:

Auch Deutschland hat übrigens eine Staatsverschuldung, die weit über dem eigentlich zulässigen Limit liegt. In absoluten Zahlen ist sie sogar höher als die in Italien. Was würde eigentlich passieren, wenn in Deutschland das Wirtschaftswachstum zum Erliegen kommen oder die Wirtschaft gar schrumpfen würde? Wir stünden zahlenmäßig wohl noch schlechter da als Italien.

Wann wird wohl der Tag kommen, da wir Deutschen merken, das wir auch Griechen sind? Wann wird der Tag kommen, an dem deutsche (oder europäische) Politiker so zu uns reden, wie der Schäuble gerade zu den Griechen redet? Lauschen wir doch mal unserem Minister, Ulrich Rippert bei WSWS hat hier was passendes Zusammengetragen:

Am Vorabend der Wahl in Griechenland verschärft die deutsche Regierung ihre Drohungen. „Es gibt keinen bequemen Weg“, betonte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Anfang der Woche in mehreren Pressemeldungen. Die von der Bundesregierung und der EU diktierten Sozialkürzungen und Entlassungen im öffentlichen Dienst – Schäuble nennt das beschönigend „Anpassungsmaßnahmen“ – seien unumgänglich und nicht verhandelbar, und zwar egal wie das Wählervotum ausfalle.

Noch deutlicher drückte sich Schäuble in einem Interview mit dem ZDF heute journal am Samstagabend aus. Griechenland müsse die Bedingungen der EU einhalten, „da können die Griechen wählen, wie sie wollen“, sagte er.

Da wissen wir, wie unsere Zukunft aussieht:

„Am Vorabend der Bundestagswahl von 2013 verschärft die EU ihre Drohungen. Die angeordneten Massenentlassungen im öffentlichen Dienst durch Auflösung der Jobcenter und Gemeindeverwaltungen bei begleitender Anpassung der Sozialleistungen auf griechischem Niveau seien unumgänglich und nicht verhandelbar, da können die Deutschen wählen, was sie wollen“. 

Das wäre dann das endgültige Ende von Hartz IV, das ja viele zurecht herbeisehnen. Eine „Angleichung“ europäischer Sozialleistungen wäre auch gut zu verkaufen … in jenem neuen, europäischen Supereinheitswirtschaftsraum.

Hört sich gruselig an, oder? Ist aber jetzt schon gelebte europäische Realität … und wird noch viel schlimmer, wenn man genauer hinschaut, denn dann entdeckt man, das die EU schon längst Pläne in der Tasche hat, sich großzügig beim deutsche Sparer zu bedienen, siehe Merkur-online:

Wird die deutsche Einlagensicherung zur Rettung der Kundengelder insolventer ausländischer Banken eingesetzt? Die EU-Kommission plant dies. Bankenvertreter reagieren entsetzt.

Gut, das wir normalen Bankkunden besser über die Wade des Herrn Schweinsteiger informiert sind als über die Bedeutung der Einlagesicherung der deutschen Banken … wir würden sonst vor Angst zittern, das die Pleitebanken ihre Spekulanten mit unseren Spargeldern beglücken dürfen, während wir Zwangsanleihen mit unseren Hypothekengeldern zeichnen oder hungernd auf der Straße liegen dürfen.

Wie schön, das wir zu dieser Entwicklung gerade den passenden Bundespräsidenten haben, der unsere Gesellschaft gerade „einnordet“ … in eine Richtung, die mehr als unheimlich ist. Der Herr Gauck hat nämlich eine neue Worthülse präsentiert … und damit überraschend ganz neue Werte für die Gesellschaft gesetzt – also das getan, was für einen Bundespräsidenten ja auch Auftrag ist.

Die „glückssüchtige Gesellschaft“ (in anderen Zusammenhängen kritisiert bei Telepolis oder der „jungen Welt„) als „Feindbild“ des „anständigen Deutschen“ hat nicht nur Konsequenzen für die Kriegstauglichkeit unserer Gesellschaft. Diese Wort markiert einen weiteren Schritt des Umbaus einer demokratischen Zivilgesellschaft in ein nationales europäisches „marktkonformes“ Arbeitslager, in das wir seit der Agenda 2010 gezielt hineinmarschieren. 

Wo die „glückssüchtige Gesellschaft“ aber zum Feindbild wird, werden Hunger, Obdachlosigkeit, Krankheit und früher Tod zum Standard – so als ob wir im Krieg leben würden … weshalb man schnell auf die Idee kommen kann, das die Idee der „Kriegsanleihen“ gar nicht so weit hergeholt ist.

Aber es war ja auch eine Rede vor Soldaten – da kann man diese neue „Wahrheit“ einmal risikofrei ausprobieren, um sie dann von dort aus (mit militärischem Begleitschutz) in die breite Gesellschaft zu tragen, die sich eifernd und geifernd vor ihrer Oberschicht niederwerfen soll, um jubelnd ihr tägliches Unglück in Empfang zu nehmen.

Aber das machen die ja vielleicht gerne … Hauptsache, sie gewinnen bei Mario Kart, Fussball, Halma, Schach oder Verstecken.

Aber schön zu sehen, das den Deutschen spielen immer noch Freude macht, auch wenn man jetzt schon erahnen kann, das gewisse „Kräfte“ den „glückssüchtigen Deutschen“ auch diesen Spaß noch austreiben werden. Zum Abschluss … für die Freunde des gepflegten Gruselns … noch ein paar Auszüge aus der „Sportpalastrede“, die aktueller denn je scheint, wo doch wieder gegen den glückssüchtigen deutschen „Amüsierpöbel“ gewettert wird (zitiert nach Nationalsozialismus.de):

Das im Nationalsozialismus erzogene, geschulte und disziplinierte deutsche Volk kann die volle Wahrheit vertragen. Es weiß, wie schwierig es um die Lage des Reiches bestellt ist, und seine Führung kann es deshalb gerade auch auffordern, aus der Bedrängtheit der Situation die nötigen harten, ja auch härtesten Folgerungen zu ziehen.

Die Fleißigen besitzen einen Anspruch darauf, daß, wenn sie zehn und zwölf und manchmal vierzehn Stunden täglich arbeiten, sich direkt neben ihnen nicht die Faulenzer räkeln und gar noch die anderen für dumm und nicht raffiniert genug halten. Die Heimat muß in ihrer Gesamtheit sauber und intakt bleiben.

Der Krieg ist nicht die richtige Zeit für einen gewissen Amüsierpöbel. Unsere Freude ist bis zu seinem Ende die Arbeit und der Kampf, darin finden wir unsere tiefe innere Genugtuung. Wer das nicht aus eigenem Pflichtgefühl versteht, der muß zu diesem Pflichtgefühl erzogen, wenn nötig auch gezwungen werden. Hier hilft nur hartes Durchgreifen.

Und dieses harte Durchgreifen erleben unsere Arbeitslosen, Leiharbeiter, die Griechen, Spanier, und Portugiesen schon jeden Tag. Jetzt trifft es auch den deutschen Amüsierpöbel … und bald dürfen wir unser Eigentum wieder für Kriegsanleihen verpfänden, diesmal für den „Krieg der Märkte gegen den Euro“.

Darum gleicht auch Goebbels Rhetorik der Rhetorik gegen Arbeitslose – und Gauck´s Rhetorik der von Goebbels.

Dazu kann man nur sagen: Wahnsinnsspiel!

Nur leider … ist es kein Spiel.

Das werden auch die bitter merken müssen, die heute noch jubeln.

 

 

 

 

Wie der Finanzkapitalismus mit leistungslosem Einkommen erst Europa und dann die Welt gezielt zerstörte.

Wie der Finanzkapitalismus mit leistungslosem Einkommen erst Europa und dann die Welt gezielt zerstörte.

Mittwoch, 9.5.2012. Wer denkt, das heute nichts los ist in der Welt, der irrt. Sehr sogar. Wir leben in einzigartigen Zeiten des Umbruchs … und tanzen am Abgrund wie noch nie. Nur wenige wollen es wahr haben – aber unsere Superparty ist vorbei. Noch steht Schnaps reichlich auf der Theke, aber die Vorratskammer für Lebensmittel ist leer. Deshalb hält Reinhold Messner seine Burg für seine beste Investition … und seine drei Bauernhöfe:

Mittlerweile habe ich drei Bauernhöfe. Dort produziere ich alles, was ich zum Leben brauche, vom Holz bis zum Wein. Die bringen zwar momentan nichts, aber dorthin kann ich mich zurückziehen, wenn die Krise schlimmer wird.

Zustände wie im alten Rom? Richtig. Der Philosoph Peter Sloterdijk sagt im Handelsblatt deutlich, was auf uns wartet:

Ich habe einen anderen schlimmsten Fall vor Augen, die vollkommene allgemeine Demoralisierung. Auf die steuern wir zu.

Diese vollkommen allgemeine Demoralisierung wurde gezielt gesteuert.

Seit Jahrzehnten leben wir in einer gespenstischen Atmosphäre, in der ständig verrückt machende Doppelbotschaften auf die Menschen einprasseln: Sie sollen zugleich sparen und verschwenden, sie sollen zugleich riskieren und solide wirtschaften, sie sollen hoch spekulieren und mit den Füßen auf dem Boden bleiben. Auf die Dauer führt das zu einer absoluten Zermürbung. Derselbe demoralisierende Effekt geht auch von der Tatsache aus, dass die leistungslosen Einkommen rasend schnell wachsen. Das vergiftet die jungen Leute, weil sie anfangen, sich in Scheinkarrieren hineinzuträumen.

Nun – es ist nicht Sloterdijks Meinung, das das gezielt gesteuert wurde, sondern meine. Glaubt jemand wirklich, das die Schauspieler einfach zu ihren geldgeilen Bossen gehen und sagen konnten: gib´ mir anstatt 500000 Dollar für die Rolle 60 Millionen und damit durchkamen? Das ein Modell einfach so von heute auf morgen sagen konnte: nee, ich will jetzt aber 5 000 000 für das Photo anstatt 2000 Euro wie üblich? Oder das Fussballspielen wirklich 33 Millionen Euro wert ist? Das Geld kann kein normaler Mensch in seinem Leben ausgeben – es sei denn, er stürzt sich in den hemmungslosen Konsum unnützer Dinge, die keine braucht.

Hinter diesen Summen stecken Überlegungen und Gedanken (es sei denn, man glaubt, das Superreiche Geld verschenken und Jesus nächste Woche Präsident der USA wird), da wurde nicht gwürfelt, da wurde bewusst entschieden, den Wertekanon der Gesellschaft mit finanzieller Gewalt umzudrehen, die Jugend der Welt sollte fort von den Hippiephantasien eines glücklichen, friedlichen, verantwortungsbewußten freien und selbstbestimmten Wesens gelockt werden hin zu gedankenloser „Leistung“ und einem umweltzerstörerischen Konsumrausch ohne Ende.

Die Methode war denkbar einfach: man überschüttete einfach junge Leute mit Geld. Egal, ob sie Fussball spielten, schlecht sangen, superkünstlich aussahen oder einfach nur keinen Schulabschluss hatten: der Konzern überschüttete sie mit Geld. Manche durften „Boy Groups“ werden, manche wurden Broker, andere bekannte Modells – aber alle wurden sie superultrareich. Die Konzerne kaperten nebenbei die gesamte Musikszene, das Kapital dafür wurde von den Banken gerne zur Verfügung gestellt. Da die das Geld quasi aus dem Nichts schaffen durften, hatte bei diesem Riesenumbauprozess der Gesellschaft niemand wirklich finanzielle Risiken zu tragen – ausser natürlich die „Arbeitnehmer“, bei denen erstmal kräftig gespart wurde: wir bekamen „Promis“ anstelle von Sozialleistungen.

Diese Doppelbotschaften, die auf die Menschen einprasselten, hatten einen gemeinsamen Ursprung: die Konzerne hatten in einer konzertierten Aktion beschlossen, die Bedrohung der konsumfeindlichen Hippiekultur auszulöschen: nie zuvor hatte jemand das Establishment so sehr in Gefahr gebracht wie jene Aussteigerwelle, die vor allem gebildete Menschen erfasste. Mit Hitler, Stalin und allen übrigen Diktatoren der Welt konnte man gut Geschäfte machen, aber diese „love-and-peace“-Typen zogen der Maschine einfach den Stecker ´raus – das sah jeder Geschäftemacher sofort ein. Diese Kultur war für den Kapitalismus so gefährlich wie Kennedy für Vietnam-Aufträge der Militärindustrie, also musste sie weg.

Es war ja auch erfolgreich … aber das leistungslose Einkommen von „Promis“ hat einfach einen Riesenpreis, den wir jetzt alle zahlen müssen. Je länger wir mit der Bezahlung warten, umso größer wir die Rechnung werden. „Schwere Zeiten“ sagt Warren Buffet der Eurozone im Manager-Magazin voraus. Die fangen für manche deutsche Firmen gerade jetzt schon an – die Stromrechnungen werden unbezahlbar. Der globale Ausblick ist noch katastrophaler, der Club of Rome macht klar, das die Urlaubsflieger- Traumschiff- SUV-Kultur völlig am Ende ist … mit Folgen nicht nur für die Umwelt, siehe Spiegel:

Bis 2052 werde es weniger Armut in den Entwicklungsländern, jedoch mehr Armut und Ungleichheit in den Industriestaaten und überall mehr Umweltzerstörung geben, schreibt der argentinische Investmentmanager Carlos Joly in seinem Ausblick für den Report „2052“. Zugespitzt formuliert sei der Grund für den Niedergang im Westen der „Triumph des Finanzkapitalismus“.

Dabei ist der „Triumph des Finanzkapitalismus“ schon jetzt für gravierende Schäden verantwortlich, schon jetzt sterben viele Menschen aufgrund von „Hilfspaketen“: die Selbstmordraten in europäischen Ländern steigen dramatisch. Kein Wunder – die Staat versorgt die Banken mit nahezu unbegrenzten Kapitalmengen zu  einem Euro Zinsen, welches die dann für bis zu 18 Prozent Zinsen an die Staaten weiterverleihen: so kann jeder Dummkopf Millionär werden … wenn der denn skrupellos genug ist. Wie eine normale Volkswirtschaft dieses leistungsloses Einkommen aber finanzieren soll – das weiß keiner.

Von diesem System leben viele gut – wahrscheinlich ein Grund, warum die gebildete Presse in Deutschland so vehement den aktuellen Selbstmordkurs verteidigt, siehe Nachdenkseiten:

Da stellt sich unweigerlich die Frage, ob Medien, die ganz offen die Interessen der Eliten und der Finanzlobby über die Interessen des Volkes stellen, überhaupt noch der freiheitlich demokratischen Grundordnung entsprechen.

Sieht so eine Berichterstattung aus, die das Volk als Souverän respektiert? Wohl kaum. So sieht vielmehr eine Berichterstattung aus, die die Interessen der Finanzmärkte als Souverän respektiert und akzeptiert. Angela Merkels Leitbild der „marktkonformen Demokratie“ wurde mittlerweile kritiklos von den Medien übernommen. Jede Art von Politik, die „die Märkte verunsichern“ könnte, wird verteufelt, Kritik an der neoliberalen Agenda ist unerwünscht.

Das machen die Medien nicht selbstlos. In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit unter Journalisten ist ein sicherer Platz bei den großen unkritischen Werbeblättchen wie Spiegel oder Focus Gold wert, wo andere Hartz IV kriegen kann man selber eine Pferdezucht aufbauen – ein Grund weshalb wir in Deutschland so wenig von der Brisanz der Krise wissen, eher am Rande davon erfahren, das auch unsere Städte hochverschuldet vor dem Aus stehen.

Das es in Deutschland auch anders geht, machen Linke und CSU vor, siehe Handelsblatt:

„Wer den Nutzen hat, muss auch den Schaden tragen“, zitiert Wagenknecht den Wissenschaftler der Freiburger Schule und fordert, dass die griechischen Millionäre und Multimillionäre über eine Vermögensabgabe für das Griechenland-Desaster zu Verantwortung gezogen werden sollten. Denn sie hätten letztlich mit ihren Profiten den Staat zugrunde gerichtet. Daher sei es besser, die Euro-Politiker strichen Griechenland sämtliche Schulden und bürdeten diese den Reichen auf.

Das beeindruckt dann auch Gauweiler, der es vor allem imposant findet, wie Wagenknecht die knallharte Marktwirtschaftlerin gibt.

Machen wir die Staatsschulden doch zu den Schulden der Reichen: die haben doch auch das Geld, sie zu begleichen. Die Armen können angesichts der Horrorschulden einfach nur verzweifeln und sich umbringen: denen zahlt keiner 60 Millionen Dollar, auch wenn sie noch so gut im dörflichen Fussballverein oder der Theatergruppe der Volkshochschule mitspielen. Wäre doch besser, als die öde Reichensteuer. Wir legen einfach die gesamten Schulden auf die zehn Prozent um, die  – mit stark steigender Tendenz – 2007 schon über 60 % des gesamten Vermögens hatten.

Warum wir als Bürger dies fordern müssen? Vielleicht mal ein akutelles Beispiel zur völlig demoralisierten Gesellschaft aus China: dort schlachtet und schreddert man schon Babys, um sie als Drogen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu verkaufen, siehe Welt.

18% Zinsen erwirtschaftet man halt nicht mit normaler menschlicher Leistungsfähigkeit … da muss man schon zu ganz neuen Methoden greifen, um da noch mithalten zu können.

Was die Herren des Geldes davon haben?

Darüber darf ich mich nicht äußern, Theorienbildung in politischen Bereichen gilt in der westlichen Welt als „unfein“.

Ich weiß auch, warum.  Ich habe die „Süddeutsche“ gelesen:

Verschwörungstheorien gelten als unfein. Aber es gibt doch, so Streeck, Verschwörungen. Wer die Krise verstehen will, muss die „geballte Präsenz“ der „Goldmänner“ in der amerikanischen Politik und inzwischen global ebenso zur Kenntnis nehmen wie die absurde Tatsache, dass man als Rettungssanitäter regelmäßig die ruft, die den Wagen an die Wand gefahren haben. Man muss von den Machttechniken der Experten reden.

Wird die Bezahlpresse aber zum Organ der Goldmänner, dann werden Theorien über ihre globalen Verschwörungen ganz schnell enorm geschäftsgefährdend.

Wäre nicht schön, wenn alle Bürger wussten, das Goldman-Sachs aus Staaten „Inkassoagenturen im Auftrag einer globalen Oligarchie von Investoren“ gemacht hat.

Das fänden die Oligarchen unfein.

Nicht unfein ist die Behauptung, das die Welt gezielt zerstört wurde.

Das läßt sich relativ gut belegen.

 

 

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