Vergangenheit

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Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben.

„Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“ – Wilhelm von Humboldt (1767 – 1835)

Wer gewinnt, hat Recht. So die verkürzte Formel der bekannten Redewendung „Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben.“ Doch wer sind eigentlich diese Sieger? Sind es jene, die offiziell in den Geschichtsbüchern stehen? Oder sind es diejenigen, die heute noch über verschiedene Staaten bestimmen, Sanktionen verhängen und die Welt unter sich aufteilen?

Laut Schulbuch ist bekannt: Der zweite Weltkrieg begann mit dem Angriffskrieg gegen Polen. Er endete mit der Befreiung durch die Alliierten und vor allem durch die Invasion der amerikanischen Streitkräfte.

 

Laut Schulbuch ist bekannt: Der zweite Weltkrieg begann mit dem Angriffskrieg gegen Polen. Er endete mit der Befreiung durch die Alliierten und vor allem durch die Invasion der amerikanischen Streitkräfte.

Diese sehr verkürzte Zusammenfassung ist jedoch nicht die vollständige Wahrheit. Denn dank der Öffnung diverser Archive und der Recherche vieler Historiker, stellen sich neue Fragen. Die Fragen nach Hitlers ausländischen Geldquellen und nach den Gründen für das doch „sehr späte“ Eintreten der Vereinigten Staaten in den Krieg sind Fakten, die auf den Tisch gehören.

Am Tisch der 22. Ausgabe von „Positionen – Politik verstehen“ sitzen mit Alexander Sosnowski, Wolfgang Effenberger, Thorsten Schulte und Hermann Ploppa vom Journalisten bis zum Politologen wissenschaftlich forschende Menschen am Tisch, die zum Thema kein Blatt vor den Mund nehmen.

Die Wahrheit ist vor allem bei historischen Zäsuren eine Frage der Perspektive. Öffnen wir uns den unterschiedlichen Ansichten, den Interpretationen der neu gefundenen Fakten und lassen wir es zu, dass unser gefestigtes Weltbild von Zeit zu Zeit etwas wackeln darf. Es ist nicht immer alles richtig, was ins Narrativ der Siegermächte passt – vor allem aber ist es nicht falsch, neue Erkenntnisse und Zusammenhänge ernst zu nehmen.

Probieren wir gemeinsam doch mal ganz was Neues: Lernen wir aus der Geschichte!

Im Studio diskutieren:

– Wolfgang Effenberger (Politologe und Sachbuchautor)
– Prof. Dr. Alexander Sosnowski (Journalist und Experte im Bereich der Sicherheitspolitik)
– Thorsten Schulte (Buchautor und “Der Silberjunge”)
– Hermann Ploppa (Politikwissenschaftler und Publizist)

Die Sendung wurde am 17.01.2020 in Berlin aufgenommen.

Inhaltsübersicht:

0:02:08 Alexander Sosnowski über Versailles

0:02:39 Hermann Ploppa über “neue” Feindbilder

0:05:41 Thorsten Schulte – 120 Jahre Lügen und Täuschung

0:12:14 Wolfgang Effenberger – Politologe und Sachbuchautor

0:17:51 Machterhalt und Kriegsprovokationen zu Beginn des 20. Jahrhunderts

0:22:15 Deutschlands Alleinschuld am 1. Weltkrieg und solide geplante Kriege

0:34:15 Eine andere Wahrheit aus russischer Perspektive

0:45:20 Eine Zeitungsanzeige für den Frieden

0:54:00 Die NATO – ein Defensivbündnis?

0:58:59 Rüstungsausgaben und Migrationspolitik

1:10:56 Rapallo – der Versuch, ohne Krieg auszukommen

1:27:32 Hitler, ein nützlicher Idiot gegen Russland?

1:38:44 Wie Medien historische Ereignisse darstellen

1:48:25 Simulierte Demokratie

2:05:12 Die Zukunft auf dem eurasischen Kontinent

2:14:39 Machtinteressen, das aktuelle Geldsystem

2:25:05 Das Recht auf private Geldschöpfung

2:32:56 Stetes Ziel: russisches Territorium einnehmen

2:41:43 Den “Griff nach Eurasien” abwehren

2:48:10 Mit selbstbestimmten Bürgern einen möglichen neuen Krieg abwenden

3:01:15 Ein Appell an aktive Bürger

Sommerloch – Zeit über vergangene Zeiten zu berichten Teil 2 Juristen

Vorwort: Sendung Panorama 26.07.2012

Thema:Nazi-Mord: Justiz wacht nach 68 Jahren auf von Robert Bongen & Ralf Hoogestraat

Quelle Anfang: ARD Sendung Panorama

„Geh mal eben pissen!, sollen sie zu ihm gesagt haben – um ihn dann auf freiem Feld hinterrücks zu erschießen. Der Fall der Tötung des festgenommenen holländischen Widerstandskämpfers Aldert Klaas Dijkema ist bis heute nicht aufgeklärt. Zwei Mitglieder des Sicherheitsdienstes (SD) sollen ihn im September 1944 in einer Nacht- und Nebel-Aktion im niederländischen Appingedam umgebracht haben. Nach dem Krieg wurden sie von einem holländischen Sondergerichtshof wegen Mordes an Dijkema verurteilt. Einer von ihnen jedoch in Abwesenheit: Siert B. war bereits untergetaucht. Jahrzehntelang lebte er unbehelligt im sauerländischen Breckerfeld. Mitte der siebziger Jahre wurde er dort entdeckt. Die Staatsanwaltschaft Dortmund, die sich schwerpunktmäßig mit NS-Verbrechen befasst, nahm Ermittlungen gegen ihn auf – um sie dann im Fall Dijkema bald schon wieder einzustellen, „unter Verneinung mordqualifizierender Merkmale“……

„Kein Einzelfall: Jahrzehntelang bewertete die deutsche Justiz Erschießungen von Widerstandskämpfern wie im Fall „Dijkema“ nicht als Mord, also als Tötung aus Heimtücke, sondern maximal als Totschlag – und Totschlag verjährt. Die Folge: Viele Täter wurden nicht mehr zur Rechenschaft gezogen…..“ (Vorwort Ende, Quelle: ARD Sendung Panorama)

Ja man mag es kaum glauben, Nazi-Mörder leben noch heute „unbehelligt in Deutschland offenbar mit Wissen der Justiz.“ Wie war das doch damals? Am Ende des zweiten Weltkrieges versprach die Regierung, dass ALLE Kriegsverbrecher zur Verantwortung gezogen würden.

Doch nichts von all den Ankündigungen und Versprechen ist Wirklichkeit geworden. Eigentlich nur logisch, denn welche Richter sollten denn Recht sprechen und für Gerechtigkeit im Namen des Volkes urteilen.

Es könnte wohl daran gelegen haben! Freispruch in Eigener Sache!

Einen Gruß an den Verfassungsschutz !

Sommerloch – Zeit über vergangene Zeiten zu berichten Teil 1 Journalisten

Kaum ist es Sommer, da setzen sich die Deutschen ins Auto, ins Flugzeug oder in die Bahn.

Das Motto, bloß weg aus Deutschland, weg von den schlechten Aussichten und Nachrichten, welche uns Tag täglich über die Medien vermittelt werden. Ja, nur weg aus Deutschland, ist die Devise, jedenfalls für die, welche sich das noch leisten können. Hartz IV Empfänger dürfen ja bekanntlich nicht einfach mal so verreisen, selbst wenn sie es wollten und könnten.

Denn Hartz IV Empfänger müssen bei den Armutsbehörden um Erlaubnis fragen und sich abmelden, dank der Agenda 2010. Und damit den Daheimgebliebenen nicht so Langweilig wird, haben sich die Fernsehmedien, wie jedes Jahr, ihre Programme ausgerichtet. Die bekommen doch so wie so nicht mit, dass man nur Wiederholungen sendet, denn die Unterschicht ist eh schon am „Morgen volltrunken, wie tausend Russen“. Und für die Daheimgebliebenen, welche sich keinen Urlaub leisten können, obwohl sie Vollzeit arbeiten gehen und nicht am Morgen bereits volltrunken sind, also die gehobene Unterschicht, die können sich zum Beispiel Dokumentationen über den 11.September, den Untergang der DDR, oder den Untergang des Dritten Reiches, wie jeden Sommer ansehen.

Besonders Dokumentationen über Nazis ist heute aktueller den je. Da wird berichtet, was für Arschlöcher sie waren (und heute noch sind). Vor allem wird aber immer wieder hinterfragt, wie konnte es nur dazu kommen, wer hat sich schuldig gemacht, wer trägt Verantwortung. Gut wäre es aber mal zu hinterfragen, welche Rolle die Medien im Dritten Reich gespielt haben und vor allem, nach dessen Untergang. Hier der Versuch einer (nicht vollständigen) Antwort. Leider sind solche Dokumentationen eher selten zu sehen, oder vielleicht nicht erwünscht.

Unter der Mühle

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Maid unter der Mühle

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