US-Wahl

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US-Wahlen: Der Verlierer steht bereits fest

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

In den USA spielt sich in diesen Monaten ein Schauspiel ab, das alle vier Jahre aufs Neue inszeniert wird und mit dem der US-Bevölkerung suggeriert werden soll, dass sie das Recht hat, selbst über den politischen Kurs ihres Landes zu entscheiden.

Tatsächlich aber wird die Politik der USA seit mehr als 150 Jahren von zwei Parteien beherrscht, die sich fest in den Händen des großen Geldes befinden. Die Wahlkämpfe dienen in erster Linie dazu, diese Tatsache zu verschleiern und den Mythos aufrecht zu erhalten, dass es sich beim parlamentarischen System der vereinigten Staaten um die Herrschaft des Volkes handle.

In Wahrheit handelt es sich um eine Schein-Demokratie, hinter der sich die Diktatur des digital-finanziellen Komplexes verbirgt, der nicht nur die USA, sondern mittlerweile die gesamte Welt mit seinem Geld und seinen technischen Möglichkeiten beherrscht und der diese Herrschaft ebenso wie sein Vorgänger, der militärisch-industrielle Komplex, wasserdicht abgesichert hat.

Wird Sleepy Joe Biden der nächste US-Präsident?

Diese 451-Grad-Folge steht ganz im Zeichen des anstehenden Wahlkampfes in den USA. Wir sind heute mal eure BRAVO mit einer Sonderausgabe. Wir haben Interviews, Pannen, Meinungen und Lovestorys. Und wer einen Joe-Biden-Starschnitt haben will, der ruft jetzt mal ganz laut: Hier!!!
Eine Warnung vorweg: Wer von euch jetzt überhaupt keine Lust hat, schlechte Witze über alte Männer zu hören, der möge sich nun direkt die Folge anschauen und diesen Einleitungstext einfach links liegen lassen. Für alle anderen gilt: Altersdiskriminierung genießen. Doch um wen geht es in dieser Präsidentschaftswahl 2020 in den USA überhaupt? Natürlich um den Republikaner Donald Trump und seinen Konkurrenten, den 77-jährigen Joe Biden. Da staunt ihr, was? Joe Biden ist wirklich schon 77 Jahre alt. Und er wird dieses Jahr sogar noch 78 Jahre alt. Das ist das Doppelte von 39! Dieser Mann ist 1942 geboren. Da wurde die erste elektronische Rechenmaschine erfunden. Joe ist so alt, sein Familienstammbaum fängt mit ihm an. Unfassbar. Dennoch stellt sich Biden der schweren Herausforderung, Donald Trump, den Amtierenden, aus dem Oval Office zu treten und selbst am Resolute Desk in Washington Platz nehmen zu wollen. Dazu ist in den USA natürlich ein besonders harter Wahlkampf nötig. Joe Biden reist gerade von US-Staat zu US-Staat, um viele Wähler zu gewinnen. Ob er all diese Stimmen überhaupt gegen den nicht gerade beliebten Donald Trump braucht, sei erst einmal dahingestellt. Aber 40 Jahre Politikgeschäft sollen sich am 3. November nun endlich für ihn extra groß auszahlen. Und so streift Old Marshall Biden durch die Lokale – oder wie er es nennen würde: Saloons – und geht mit seinem Lasso und seinem treuen Gefährt Jill auf Wählerstimmenfang. Dabei sind leider nicht alle Statements immer so kernig und präzise, wie es eines echten Cowboys würdig wäre. Oftmals stammelt er wirre Sätze von sich, nur um dann von seinen Assistenten daran erinnert werden zu müssen, in welchem Jahr er eigentlich doch gerade noch lebt. Sollte so jemand wirklich Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden können? Auch seine Meinung zum Fracking und die Geschäfte mit George Soros rund um das Reverse Flow Gas scheinen nie eindeutig geklärt worden zu sein. Da sollten wirklich findige Journalisten vielleicht noch einmal nachfragen, schließlich wollen wir ja nicht, dass jemand Korruptes ins Weiße Haus einzieht.

Das erinnert stark an eine Filmszene. Wir sehen ihn schon jetzt vor den Türen des Weißen Hauses stehen, unheimlich flüsternd: „Let me in“. Ernsthaft. Creepy Joe hat sehr viel Ähnlichkeit mit diesem irren Pfarrer aus Poltergeist II. Ist euch das auch schon aufgefallen? Achtet mal darauf. Sollte Joe Biden also jemals nach einem Mädchen Namens Carol Anne fragen, suchen wir jedenfalls das Weite. Es gibt viele Zusammenschnitte im Internet, und da scheint es, als hätte der rüstige Demokrat eine kleine Schwäche für junge Mädchen. Aber weiter im Text. Grandpa Joe bekommt im Wahlkampf tatkräftige Unterstützung von Frauen wie Hillary Clinton, Alexandria Ocasio-Cortez und der jetzt womöglich schon feststehenden Vizepräsidentin Kamala Harris, die erste US-Präsidentin nach seinem Ableben. Und die kann er auch gebrauchen. Gerade in einer Zeit, in der Black Lives Matter eine starke und wichtige Parole ist, sollte sich jemand wie Joe Biden, mit seinen Äußerungen, die er noch 1994 zum Violent Crime Control and Law Enforcement Act getätigt hatte, lieber etwas zurückhalten. Glaubt man dazu den Meinungen von Experten über den Geisteszustand von Biden, so könnten die Menschen annehmen, dass anstatt eines angeblich frischen Windes à la Barack Obama eher so ein muffiges Alt-Herren Unterhemd à la Großvater Munster die USA für vier Jahre regieren könnte. Dann würde Biden übrigens 82 Jahre alt sein.
Rekapituliert man unsere aktuelle Sendung und die letzten Jahre unter Trump, so fällt es schwer, einem von beiden den Sieg zu gönnen. Unterscheiden sich die Männer doch tatsächlich nur in der Hautfarbe und im Alter. Und oh mein Gott, ist Joe Biden alt. Man sagt ja: Man ist so alt, wie man sich fühlt. Aber wenn sich Joe Biden so fühlt, wie er alt ist, dann grenzt es an ein Wunder, dass er nicht einfach in bunte Lichter schaut und ein paar pürierte Erbsen trinkt.

Steuern und der US-Vorwahlkampf / Virenfrei

Steuern – wohl kaum jemand zahlt sie gern, doch es führt kein legaler Weg daran vorbei. Das gilt zumindest für die „normalen“ Leute, ob sie selbständig oder angestellt sind. Anders aber ist es für Superreiche, die prozentual viel weniger Steuern zahlen müssen als Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Während die Vermögensungleichheit immer weiter zunimmt, nutzen Milliardäre jedes Steuerschlupfloch und jede #Steueroase, die sie finden können. Das liegt auch an einer unsozialen #Steuerpolitik, die inzwischen jedoch immer häufiger kritisiert wird. Selbst in den USA sind Forderungen nach Steuererhöhungen nun wahlkampftauglich – wie einige Demokraten beweisen –, könnte man doch etwa mit einer #Vermögenssteuer den Sozialstaat sowie den Green New Deal fabelhaft finanzieren. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Steuern und wie man sie besser verteilen könnte.

 

 

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