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Conspiracy

Vorsicht, enthält Spuren von Verschwörungstheorien

Benjamin Fulford: Wochenbericht vom 10.02.2020

Die Demokraten gegen Bernie Sanders

Der N8waechter – Gemengelage vom 10.Feb.2020

Jetzt neu: Eva Hermans Nachrichten fast live erleben

Oscars: Politische Redenschreiber verfassen die Dankesreden

DONALD TRUMP, XI JINPING, WLADIMIR PUTIN – GESPRÄCH MIT SANANDA

Eva Herman K.O. – stürzt jetzt Merkel?

Wochentalk Nr. 34

Pentagon Hides A $35 Trillion ‚Accounting Black Hole‘ Announcement Behind The Impeachment Theater (Ausländisch)

Wie sich #CSYOU weiter blamiert…

Die Merkel Schadensbilanz

Showdown um Erdgasvorkommen im Mittelmeer – War da was!?

Verfahren wegen Korruption gegen Obama eröffnet

Die Russophobie – ein sehr profitables Geschäft

Betrug bei US-Vorwahlen: Soros und Clinton involviert

Beim MDR: Friedensaktivist = Verschwörungstheoretiker | Aussage gegen Assange gefälscht

Wie der Faschismus den Zweiten Weltkrieg gewann …

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Sonntag, 27.1.2019. Eifel. Jetzt sind wir da – in der Zukunft. Im Jahre 2019. Was war das fern früher, als ich angefangen habe, über Welt und Geschichte nachzudenken. Jetzt ist es … Gegenwart. Und bei weitem nicht so, wie ich es damals erwartet hätte als Schüler oder Student. Wie  ich – und die meisten anderen es erwartet hätten. Ich bin zu jung, um ein ´68er zu sein, habe aber in den siebziger Jahren erlebt, wie sie sich entfalteten: selbstbewusste, aufgeklärte Bürger die ihr Leben in die eigene Hand nahmen, nicht nur an den Profit dachten, sondern vor allem Lebensqualität nicht aus den Augen verloren. Es gab natürlich auch ausgeprägte Idioten unter ihnen – wie überall. Aber die Bewegung selbst – hatte viel Herz und Vernunft. Wir hatten viel Hoffnung damals – auf eine bessere Welt. Sogar in meiner kleinen Heimatstadt Westerholt – 15000 Einwohner, am nordöstlichsten Rand des Ruhrgebietes gelegen – konnte ich als kleiner Junge eine Demonstration von ihnen beobachten: wunderbar buntes Volk, die laut irgendwas über einen „Hoh-tschi-min“ sangen. Später dann – schien es, als ob sie eine neue Welt erschaffen könnten: Kohl wuchs besser, wenn man sich beim Pflanzen nach dem Mond richtete (also das Gewächs, nicht der Kanzler), so lernte ich da. Kriminalität konnte man durch Besänftigung von Erdengeln zum Auflösen bringen (dazu gab es eine kleine Studie – der Bildhauer, der diese Richtung vertrat, hat auch das erste slowenische Wappen entworfen) – und die Nahtodesforschung zeigte erste Ansätze, dass das Leben … wie die alten Schriften schon immer sagten … den Tod überdauert (jedenfalls: das Bewusstsein).

Was immer auch nun von diesen Ansätzen zu halten war: sie gaben Hoffnung auf eine andere Welt als jene, die sich zu entfalten drohte – die Welt der totalen nuklearen Vernichtung. Oder eine Welt der totalen, umfassenden ökologischen Katastrophe, die die Erde unbewohnbar machen würde. Und wenn das nun nicht reichen sollte, hatte das Dritte Reich der Welt eine ganz besondere Dystopie hinterlassen: die Vision einer Welt, in der überflüssige, unerwünschte, nicht angepasste Menschen mit industriellen Mitteln kostengünstigst dem Tode preisgegeben und in Massen verbrannt werden, nachdem man sie zuvor ausgeschlachtet hat (Haare und Goldzähne, wohlgemerkt, ein Lampenschirm auch Menschenhaut gehörte wohl auch dazu – und Seife aus Menschenfett … ein Grund auch, weshalb ich dem harmlos klingenden Thema „Organspenden“ nicht gerade begeistert gegenüber stehe). Eine dunkle, finstere Kultur hatte sich damals breit gemacht in Deutschland – aber nicht nur dort. Wir haben unser Augenmerk immer nur auf Nazi-Deutschland gerichtet – und damit unsere Rolle gespielt, so getan, als sei das eine rein deutsche Erfindung – dabei gab es den Faschismus überall, auch in den USA, in Frankreich, in England, in Ungarn, Rumänien, Jugoslawien, Japan, Italien, Belgien, Holland, Polen, Ungarn, Ukraine – um nur ein paar Länder zu nennen, die mir so spontan einfallen.

Und er hat den Krieg gewonnen.

Wir erzählen lieber eine andere Geschichte: die, in der das übermächtige Deutsche Reich mit gigantischen Armeen Europa und Afrika überflutete und nur durch eine Allianz der freien Völker im letzten Moment aufgehalten werden konnte, so eine Art „Herr der Ringe“ der Weltgeschichte mit Saurons Thron mitten in Berlin und den Deutschen als unmenschliche Orks, die man nach Belieben abschlachten durfte (denke da an viele Hollywood-Produkte, die uns lehren, wie man die Welt zu sehen hat) – dabei waren die Streitkräfte der Deutschen zahlenmäßig weit unterlegen. Wir erzählen die Geschichte, wie die vereinte Menschheit den bösen Geist Faschismus besiegt hat, der darauf hin in die Finsternis verbannt wurde, wo Heulen und Zähneknirschen herrschte – und nie wieder im Kreis der Welten gesehen wurde.

Und doch – hat er den Krieg gewonnen.

Gegen den Faschismus anzugehen – und zwar konsequent und radikal – war eine der Hauptantriebskräfte der deutschen ´68er. Kein Wunder deshalb, dass aus manchen Kreisen – in der Regel extrem rechts angesiedelt – heute die Kritik kommt: der Marxismus hätte die Weltherrschaft übernommen. Ja – damit muss ich mich erstaunlich häufig auseinandersetzen: mit der These, der Marxismus würde die Welt beherrschen, vor allem Europa, erst Recht Deutschland – dem Land der Berufsverbote für Kommunisten. Es sind junge Leute, die diese Sicht der Dinge in die Welt tragen – offenbar bar jeder historischen Bildung. Was kann man anders hinter solch´ einer Wahnidee vermuten als die „Dienste“, die schon die verschiedensten kruden Legenden in die Welt gesetzt haben um zu verhindern, dass sich die Menschen zu demokratischen Gemeinschaften zusammenschließen – und erkennen, dass Nazideutschland nur ein Bauernopfer war, dass die Geschichte des Faschismus – jenes dunklen, menschenverachtenden und menschenfressenden Kultes – eine Geschichte ist, die nicht mit Hitler begann und mit seinem Tode endete, sondern eine Geschichte, die im Materialismus des 19. Jahrhunderts geboren wurde – und aktuell neue Triumphe der Grausamkeit feiert.

Der Faschismus – er hat den Krieg gewonnen.

Nun werden Sie sagen: was weiß denn schon dieser kleine Blogger aus der Eifel? Ist es nicht der, der beständig vor der Widerkunft des Faschismus, der Widerkunft des Antichristen warnt? Warnt nicht sogar Psiram schon vor ihm (in der Tat: ja – betrachte das als besonderes Güte-Siegel)? Ja – in der Tat: als Antifaschist der siebziger Jahre bin ich da sehr geprägt worden, pflege deshalb auch immer noch ein wenig Sympathie für die Antifa, die damals das machte, was die Polizei nicht konnte: die Straßen sicherer. Aber keine Sorge: ich möchte Sie jetzt nicht mit eigenen Gedanken ängstigen – wie Sie vielleicht in den letzten zehn Jahren gemerkt haben, pflege ich meine Meinung grundsätzlich auch durch Zitate zu belegen und bin auch in der Lage, sie ausführlich zu begründen. Nicht ich bin der Meinung, dass der Faschismus gewonnen hat – sondern die demokratischen Kräfte in den USA. Das können Sie noch eine Zeit lang selbst nachprüfen: wenn Sie diese Zeilen lesen können, dann können Sie auch auf die Mediathek von „Arte“ zurückgreifen – jenem Sender, der mir vom Fernsehdeutschen immer genannt wird als jener, wegen dem sie überhaupt noch fernsehen. Und dort finden Sie einen Film mit dem bekannten Journalisten Chris Hedges, er heißt: „Trump und der Staatsstreich der Konzerne“.

Es kommen auch drei Philosophen in diesem Film vor, der einem über weite Strecken Lebenszeit stiehlt, in dem er von dem Rostgürtel der USA berichtet. Der Film kommt aus Kanada, wo es scheinbar auch eine gesunde antifaschistische Kultur gibt, Guido Giacomo Preparata wurde dort aufgenommen, nachdem er durch seine Werke die Zusammenarbeit zwischen den deutschen Nationalsozialisten und der US-Wirtschaft analysiert und veröffentlicht hatte und zu dem auch die geisteswissenschaftlicher Tradition aufdeckte, die in den USA den Zeitgeist bestimmt: eine Tradition, die den grausamen Marquis de Sade als Ursprung beschreibt: sozusagen als Antichrist, als Held einer dunklen Kultur, für die Nächstenliebe, Mitleid, Hilfsbereitschaft, Ehre, Anstand und Höflichkeit nur „Sozialromantik“ ist, die es zu überwinden gilt. Ebenso kam aus Kanada jener Film, der uns das grundsätzlich bösartige (hier im Sinne der Kriminalpsychologie verstanden) Wesen aller weltweit operierenden Konzerne aufzeigte, gegen das – wie dort überzeugend demonstriert – sogar die allmächtigen CEO´s nicht machen können: Corporation hieß er, habe ihn ja schon oft empfohlen.

Einer dieser Philosophen hatte auf diesen Putsch der Konzerne schon sehr früh hingewiesen … und ihn als „Putsch in Zeitlupe“ beschrieben (aus Angst, wie er selber zugab – denn es gab keine Zeitlupe), ein Historiker beschrieb, dass diese Bewegung als „Backlash“ schon in den sechziger Jahren begann – jene Zeit, die die Weichen für die Gegenwart gestellt hat, markiert durch einen großen Coup: die Ermordung zweier Präsidenten der USA. Beides Kennedys. Der erste wurde ermordet, um die Macht des neuen Systems zu demonstrieren, dass nicht nur im Ausland Staatsführer beseitigen konnte, der zweite wurde als Präsidentschaftskandidat ermordet, weil die Seilschaften und Netzwerke sich damals noch zu angreifbar fühlten und Robert Kennedy als Präsident (und das wäre er wohl geworden) den Mord an seinem Bruder hätte aufklären wollen. 2001 – wir kennen das ja – waren die Netzwerke dann so stark, sicher und gefestigt, dass sie mehrere Hochhäuser in New-York sprengen konnten, um Anlass für neue weltweite Kriege zu haben. Ich war zwar beim Kennedymord nicht dabei und habe nine-eleven nur live im Fernseher gesehen, schätze aber als ausgebildeter Wissenschaftler den Satz von Okham sehr, dass wir immer die Hypothese als wahr annehmen sollen, die die geringste Anzahl von Annahmen braucht. Während die Einzeltäterhypothese um Lee Harvey Oswald und die Osama bin Laden-Legende ganze Berge von Hypothesen (also: unbewiesene Behauptungen) brauchen und mehr Fragen aufwerfen als sie erklären, ist die Hypothese, das dies der „Geheimen Regierung der USA“ zuzuschreiben ist, wesentlich einfacher und plausibler darstellbar – und zudem ist sie erschöpfend, lässt viel weniger Fragen offen.

Zum Kennedymord verweise ich auf David Talbot und sein Werk „Das Schachbrett des Teufels“ – vor allem sind hier jene Passagen bedeutsam, die die Kollaboration von weiten Teilen der US-Elite mit Nazischergen nach 1945 beschreiben – und jene Passagen,  die belegen, wie viele Nazis auf einmal im BND aktiv waren. Man könnte sagen: wir hatten von Anfang an keine Chance, die gleiche Macht, die uns die Demokratie schenkte, legte uns auch eine Natter ins Nest, damit diese Demokratie sich nie entfalten konnte.

Kommen wir nun zu dem Film – damit wir die Bilder der Deutschnazis aus dem Kopf bekommen: es ist in der Tat nicht Hitlers Faschismus, der den Krieg gewann – sondern jener des italienischen Diktators Mussolini. Auch Faschismus, deutlich weniger barbarisch als der Deutsche, aber klar in der Struktur. So was kann man ganz offen im US-Fernsehen senden. Es ist die Allianz von Konzernmacht und Staatsmacht, die diesen Faschismus auszeichnet – nicht mehr und nicht weniger. Es gibt auch einen Begriff dafür:

„Korporatismus“ – „Als Korporatismus wird die Kontrolle eines Staates oder einer Organisation durch große Interessengruppen bezeichnet“ (im Film: 8.28).

Und – für uns nicht weniger wichtig:

„Mussolini setzte Korporatismus gewaltsam gegen das eigene Volk durch. Heute wird er in den USA von den Mainstreammedien und durch Propaganda durchgesetzt. Es gibt wenig staatliche Gewalt“. (9.28).

Gut – man kann gegen den Film anwenden, dass er vor dem Konsum von Bildern warnt, durch die hauptsächlich manipuliert wird, aber selber nur Bilder bringt anstatt Text – aber das ist wohl dem Konsumverhalten des Bürgers in der korporatistischen Diktatur geschuldet. In den siebziger Jahren erfolgte der Durchmarsch der Korpokratie – die Folgen haben wir damals schon erlebt und erleben wir heute immer noch. Eine irre Geschichte, die Chris Hedges da erzählt: die Weltgeschichte der letzten 80 Jahre: der Triumph des italienischen über den deutschen Faschismus – mehr nicht. Trump – passt eigentlich gar nicht in diese Erzählung … aber wenn es gegen Trump geht, ist ja immer alles gut. Und außerdem bedient er die Herren der USA an allen Ecken und Enden – so bleibt ihm Kennedys Schicksal erspart.

Sicher – es gibt weniger Gewalt als zu Zeiten Mussolinis. Dafür mehr gelenkte Massenmedien, deren Aufgabe vor allem darin besteht, die Menschen zu spalten. Dafür wird viel Geld ausgegeben. Sehr viel. In den USA sind es hauptsächlich die (Wort mit N am Anfang, darf in Deutschland nicht mehr genannt werden), die für Gruselgeschichten herhalten müssen, die Nachrichten sind voll von bösen Schwarzen, die die netten Weißen bedrohen – die Gefängnisse auch. In Deutschland – wo über den alltäglichen Rassismus in den USA und die offenen Aufmärsche klar am Faschismus orientierter Organisationen so gut wie gar nicht berichtet wird – wird die Manipulation anderes durchgeführt – auch unter Zuhilfenahme geübter Wendehälse aus der DDR … wir haben halt zu wenig N…. und zu wenig Juden, da müssen sich die Medien etwas anderes einfallen lassen – aber davon gibt es ja genug: die Linken waren es in meiner Jugend, dann waren die Arbeitslosen dran – und sind es heute noch, dann immer mal wieder die Ausländer (gemeint sind: Türken – nicht Briten oder Franzosen), der Islam und jene, die gegen den Islam sind (ja – sowas entsteht, wenn „Dienste“ das Volk manipulieren: da ist dann der Islam böse – und jene, die gegen den Islam sind, sind auch böse – und keinen stört´s) und „die Rechten“ (wobei dann hier der Mussolini-Nazi gegen vermeintliche Hitlernazis wettert). Aber damit wir nicht zur Ruhe kommen, werden auch andere Säue durchs Dorf getrieben: „jeder vierte Deutsche ist täglich Fleisch“  – wobei völlig außer acht gelassen wird, dass Hähnchen nur ein Bruchteil der Umweltbelastung von Kühen und Schweinen verursachen, der Diesel ist in kurzer Zeit vom Klimaretter zum Umweltsünder geworden, die Haustiere (Pferde, Hunde – weniger Katzen) sind ebenfalls Klimakiller – und überall lauert der Krebs.

Deutschland ist für die Mussolini-Faschisten ein wichtiges Land, wer Deutschland beherrscht, beherrscht Europa – darum konzentriert sich der Wahnsinn hier so sehr, dass sich kein Deutscher mehr auf die Straße traut: es könnte ja in der Demo bekannt werden, dass man gestern ein Schnitzel gegessen hat, einen Diesel fährt und einen Hund besitzt, gegen oder für Islamismus ist – und es gibt ja da noch eine Menge weiterer „No-Go´s“, über die eifrige Blockwarte aufmerksam wachen.

Das ist nun – die Realität. Die Ausgangsbasis für den Widerstand. So werden Historiker in fünfhundert Jahren urteilen: nach den Monarchen herrschten die Faschisten – und sie brachten diesmal die ganze Welt an den Abgrund.

Was letztlich triumphieren wird? Nun – auch darüber klärt uns Chris Hedges auf: die Kultur des Mitgefühls, des Mitleids, der Nächstenliebe. Wirkt wie ein großer kosmischer Kampf: Christ gegen Antichrist. Liebe gegen Hass. Mitleid gegen Grausamkeit. Aktuell triumphieren Grausamkeit und Hass – und haben ihren Zenit noch lange nicht erreicht. Aber darüber – habe ich ja schon oft geschrieben. Auch wenn man kein religiöser Mensch ist, hat man hier eine klare Richtlinie: geschieht es aus Hass, ist es grausam – ist es falsch, auch wenn man gegen die bösesten Bösen anzutreten meint.

So einfach kann das Leben sein.

PS: Ich merke, es ist Zeit für ein persönliches Wort des Eifelphilosophen. In der Tat: so viel schreiben wir früher kann ich nicht mehr. Mein Leben hat sich in den letzten zehn Jahren sehr verändert – auch durch Kinder, die nun schwerbedindert sind. Zeit – ist für mich ein außerordentlich knappes Gut. So wichtig mir das Denken und seine Verbreitung auch ist: ich werde die Zeit dafür nicht von meinen Kindern stehlen – noch kann ich auf Gelderwerb verzichten. Lebe zwar sehr spartanisch – aber auch auf mich warten Minirenten, auf die ich mich vorbereiten muss, um überhaupt noch aktiv sein zu können. Nun – meine Stammleser haben es schon gemerkt: seit September letzten Jahres kann ich nur noch unregelmäßig schreiben, was manche verärgert hat. Das ist verständlich – wer will schon lange suchen um zu finden, was man möchte. Habe mich also hingesetzt und geschaut, wann ich denn noch Zeit und vor allem: Muße habe, um Gedanken umfangreicher zu begründen – und das ist alle zwei Wochen der Sonntag morgen. „Wort zum Sonntag“ – gibt es nun eben alle zwei Wochen auf diesem Kanal. Mehr – ist leider nicht drin, obwohl noch so viel zu tun wäre. Und nach bald zehn Jahren „Eifelphilosoph“ (am 19.2. ist es soweit) ist es auch mal Zeit, Danke zu sagen, Danke für jene Leser, die … seit zehn Jahren dabei sind. Die dabei geblieben sind, als die kleinen spöttischen Texte länger wurden – und nun selten unter 3000 Worten bleiben. Aber wirklich: würde ich kürzer schreiben hätte ich die gleiche Arbeit, dass merke ich bei Facebook: da schreibe ich nur kurze Texte – aber die muss ich dann in den Kommentaren ausführlich erläutern. Ich mache es lieber anders herum: erläutere einfach schon vorher gründlich, dass erspart dann viele unnütze Debatten. Und auch Danke … für die vielen kleinen Geschenke, die mich im Laufe der Zeit erreicht haben. Bilder, Bücher, Worte … die haben alle einen besonderen Platz in meinem Herzen – und an meinem Schreibtisch. Also: soweit überhaupt noch Platz ist. 

 

„Ich bin doch nicht lebensmüde …“ (Willy Wimmer zur brandgefährlichen Weltlage)

Eineinhalb Stunden kondensierter Geschichtsunterricht von einem, der als Spitzenpolitiker hinter die Bühne blicken konnte: Willy Wimmer zur aktuellen Weltlage – wer wenig Zeit hat, mag evtl. nur auf Minute 0:35:00 vorspringen, um zu wissen, was es heute geschlagen hat.

INHALTSANGABE UND SPRUNGMARKEN:

0:02:13 – Was kann man tun, um mit einer schwierigen Situation fertig zu werden?
0:02:30 – Der Auslöser sich zu engagieren – Warum Willy Wimmer nicht im Ruhestand ist!
0:04:50 – Intensive Anstrengungen von Menschen aller Parteien um einen Krieg in Mitteleuropa seit 2014/2015 zu vermeiden.
0:06:00 – Geheimnisvolles Treffen – zum vielleicht interessanten Termin am Bodensee in 2018.
0:07:18 – Die Macht des Internets, die Bedeutung der Medien und der Lückenpresse.
0:09:38 – Mehr Demokratie und Frieden in der Welt – wer hält sich aus der Regierung daran?
0:11:27 – Zum Gipfeltreffen Putin und Trump in Helsinki, dem Nato-Gipfel, dem Brexit und der Bedeutung für Deutschland
0:14:00 – Das Phänomen Trump und die These, dass Donald Trump das Wasser bis zum Hals steht.
0:15:45 – Wie kann es in den Vereinigten Staaten weitergehen ohne in den Kollaps oder Bürgerkrieg zu gehen?
0:19:57 – Wo ist eine deutsche Bundeskanzlerin bei Obama oder bei anderen Präsidenten hingegangen und hatte diese attackiert wie es notwendig gewsen wäre um einen Krieg zu verhindern …
0:21:22 – Europas und Amerikas Kritik an dem Gipfeltreffen von Präsident Trump und Putin. Unverständnis für den Weg der
0:22:10 – Verständigung der beiden Atommächte.
0:23:18 – Wenn es zum Krieg kommt, sind wir hier das Kriegsgebiet (O-Ton Siegmar Gabriel)
0:24:30 – Im Jahr 2000 – Willy Wimmers Teilnahme an der Konferenz in Bratislava wie die Welt zukünftig auszusehen hat
0:26:33 – Wird es Trump gelingen die Aufrüstung und den Vormarsch gegen Russland in geordnete Bahnen zu bringen? Wie wird das Schicksal von Trump aussehen?
0:27:50 – Nie mehr Krieg in Europa – das Versprechen der westlichen Mächte in 1999 und was daraus geworden ist
0:28:50 – Beginn der Ära Putin und die Auswirkungen für Russland und die Welt
0:30:50 – Das ehemalige amerikanische Denken „Die Sowejts sind auf der Ebene der Abwehr“ – warum hat es sich angeblich geändert
0:33:00 – Die mangelde Handlungsfähigkeit durch einen nichtfunktionierenden Staat Deutschland. Die Abwicklung Deutschlands
0:35:00 – Berlin und Brüssel sind Lobby- und NGO-Veranstaltungen
0:36:00 – Der Wähler hat keinen direkten Einfluss mehr bei Wahlen
0:38:00 – Das was mal ein deutscher Staat war, mit eingeschränkter Souveränität in Bonn, dass können wir uns im Traum in Berlin nicht mehr erlauben …
0:41:00 – Die Nato hat ihre Berechtigung als Verteidigungsbündnis nicht mehr verdient
0:43:00 – Wie die Amerikaner uns in Konflikte ziehen können, über die der amerikanische Präsident möglicherweise selbst nicht informiert ist.
0:45:55 – Spannende Fragen der Zuschauer und glasklare Antworten von Willy Wimmer
0:48:09 – Frage 1: Stimmt es, dass heute immer noch das Recht der Alliierten gilt?
0:55:20 – Frage 2: An wen sollen wir denn glauben?
0:57:30 – Frage 3: Egal wen ich jetzt wähle, was ändert das dann? Wen würden sie wählen?
0:1:01:30 – Frage 4: Youtube-Infos werden abgeschaltet. Wer steckt dahinter?
O-Ton Willy Wimmer: 01:18:36 – Ich bin doch nicht lebensmüde
Zum Deep-State
Zum Thema Bewusstsein u.v.m.

(Vortrag vom 12. Juli 2018 in Owingen am Bodensee – eine Produktion der Wonderful Events GmbH im Rahmen der SeeGespräche unterwegs-Reihe © Wonderful Events GmbH / Seegespräche 2018.)

Los geht’s: Auf zur Entnazifizierung 4.0

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Bild: Jacques Prilleau „Der Kritiker“

Hexenjagd der Tischerücker

In einer brandgefährlichen Zeit, in der uns sogar fortschrittsgläubige Pragmatiker wie Sigmar Gabriel „am Abgrund“ sehen und der Politologe Alexander Rahr die Münchner Sicherheitskonferenz als „wohl letzte Konferenz in Friedenszeiten“ bezeichnet (Quelle: youtube), würde man meinen, dass das gestrige Treffen zwischen Trump und Putin in Helsinki zu etwas Aufatmen führt. Immerhin hat der US Präsident der russischen Nuklearmacht ja noch vor Kurzem zugetwittert: „Mach dich bereit Russland, unsere Raketen werden kommen!“

Das Gipfeltreffen – nach nunmehr eineinhalb Jahren Amtszeit des US Präsidenten eigentlich längst überfällig – ist soweit konstruktiv verlaufen, beide Präsidenten haben ihren Willen zu einer friedlichen Lösung der schwelenden Konflikte und zu einer Zusammenarbeit bekundet, Pläne zum Abbau strategischer Atomwaffen wurden unterbreitet (siehe heise). Was Trump und Putin in ihrem fast dreistündigen Gespräch wirklich besprochen haben, wissen wir nicht. Aber in der nachfolgenden Pressekonferenz gaben sich beide Präidenten augenscheinlich versöhnlich, Trump sparte sogar nicht an Selbstkritik in den eigenen Reihen:

„Unsere Beziehungen zu Russland waren noch nie schlechter als im Moment. Schuld daran sind viele Jahre amerikanischer Torheit und Dummheit – und heute noch: manipulative Hexenjagden.“ (Trump, Helsinki, 16.07.2018)

Doch wie reagieren unsere deutschen Qualitätsmedien auf das zart aufkeimende Pflänzchen der Hoffnung auf Frieden? – Mit Gischt und Schaum vorm Mund geben sich Tagesschau, Süddeutsche, FAZ, Spiegel, Bild & Co. unisono empört über die versöhnlichen Töne und geifern nach einer rückhaltlosen Konfrontation mit Russland.

Man möchte sich fast schon Gummihandschuhe anziehen und eine Schutzbrille aufsetzen, wenn man die deutschen Leitmedien durchblättert, denn das klebrige Sekret, das einem dabei entgegensprüht, ist dermaßen ätzend und hochtoxisch, dass es einem den Atem verschlagen kann. Schon am Vortag des Treffens hat Stefan Kornelius, der Leiter des außenpolitischen Ressorts der Süddeutschen, das Treffen als „den schlimmsten Rückschlag seit den faschistischen 30er-Jahren“ bezeichnet (Quelle: SZ via msn). Seiner Ansicht nach träfen sich hier „zwei zutiefst nationalistische Populisten, die den liberalen Westen zerstören wollen“. Den US Präsidenten (übrigens der erste US Präsident, der NICHT dem Council on Foreign Relations/CFR angehört und der daher nicht a priori den  – volkswirtschaftlich desaströsen – geostrategischen Plänen der US Finanzoligarchie gehorcht, sondern der das US Haushaltsbudget vor allem nach rein geschäftlich-nutzbringenden Kriterien einsetzen möchte / siehe SWPRS) vergleicht Kornelius mit einem „marodierenden Söldnertrupp, der Gewissheiten und Institutionen und eine 70 Jahre alte Ordnung zerstört“ und unterstellt ihm das „Verbreiten eines tödlichen Virus“. Die Ereiferung des Qualitätsjournalisten Kornelius über Trump und Putin gipfelt schließlich im Vorwurf: „Beide verachten oder zerstören unabhängige Medien“, um den Artikel dann mit einem finalen Knieschlottern ausklingen zu lassen, indem er beklagt, dass die NATO für Trump keine strategische Bedeutung habe und er die politische Wirkmacht dieses Bündnisses, den „Garanten für politischen und ökonomischen Einfluss“, nicht erkenne.

Man weiß nicht, ob man sich angesichts solchen Geschreibes eines Journalisten, der seine transatlantischen Felle davonschwimmen sieht, nun vor Lachen den Bauch halten oder einfach nur angewidert ausspucken soll. Auch die anderen DIN-ISO-zertifizierten Qualitätsjournalisten reichen ihrem Kollegen von der SZ die Hand zum Reigentanz und schaukeln sich in einen derwischartigen Tanz hinein, der noch die letzten Reste an gesunder Realitätswahrnehmung in einem tranceartigen Drehschwindel untergehen lässt.

Ich erspare es mir, auf den Inhalt der Artikel, die in diesem Zustand des transatlantischen Drehschwindels fabriziert wurden, näher einzugehen. Es reicht, die Schlagzeilen zur Kenntnis zu nehmen, damit einem übel wird. Sie wirken allesamt, als ob sie nicht mehr der rationalen Instanz aus dem Oberstübchen eines Menschen entstammen, sondern nur noch wie wirre mediale Durchsagen irgendwelcher dunkler Geister, die von einer verbockten Gruppe an Tischerückern in willfähriger Umnachtung niedergeschrieben werden.

(Man achte bei der nachfolgenden Presse-Revue insbesondere auf die Begriffswahl – ein Psychologe hätte seine helle Freude, daran das Wesen der Projektion zu erklären:)

„Zum Gruseln“ finden etwa die Tischerücker des Spiegel die Annäherung zwischen Trump und Putin, die Tischerücker-Kollegen der Frankfurter Rundschau schwadronieren von „Trumps Horror-Show“. Auch die Tischerücker der Bild Zeitung sehen in den versöhnlichen Worten zwischen Trump und Putin eine Schande und geifern nach einer Fortsetzung des Konfrontationskurses der Nuklearmächte: „Lasch, weich, unterwürfig – eine Schande!“ „Die Medien dieser Welt reagieren entsetzt auf das Treffen von Putin und Trump“, konstatieren die Tischerücker von der FAZ, die Tischerücker der Welt sehen in Trumps Auftritt einen „Verrat“. Die Tischrücker der Tagessschau wittern ebenfalls Verrat und „ernsthafteste Fehler des US-Präsidenten“. Während die Spiegel-Tischerücker „einen historischen Tiefpunkt“ verorten, sehen die Tischerücker der Huffpost im Treffen der Staatschefs sogar „die dunkelste Stunde der Geschichte“. Nach Ansicht weiterer Tischerücker aus der süddeutschen Redaktion sind nach dem Treffen von Trump und Putin nun die vier apokalyptischen Reiter nicht mehr aufzuhalten und werden den finalen Untergang des Abendlandes einläuten – mit einer „Attacke russischer Hacker, Staatsmedien und Trollarmeen auf die Demokratien in Amerika und in Europa“.

Was soll man dazu noch sagen? Bei der Lektüre der deutschen Qualitätsmedien wird man jedenfalls wieder einmal an die Worte des  ehem. New York Times-Chefredakteurs John Swinton gemahnt: „Das Geschäft der Journalisten ist, die Wahrheit zu zerstören, schlankweg zu lügen, die Wahrheit zu pervertieren, sie zu morden, zu Füßen des Mammons zu legen und sein Land und die menschliche Rasse zu verkaufen zum Zweck des täglichen Broterwerbs … Wir sind intellektuelle Prostituierte.“(Quelle: Wikipedia)

Multiplikation mit Null

Über all diese journalistischen Tiraden wird dann freilich noch der unentbehrliche Puderzucker gestreut, der sie unangreifbar macht und der den unbedarften Leser zum Zubeißen in den hochtoxischen Wackelpudding locken soll: Mit heuchlerischen Begriffen wie „Menschenrechte“, „Demokratie“, „Freiheit der Märkte“, „Pressefreiheit“ und „Völkerrecht“. Frank Schirrmacher hat vor seinem Tod bereits dechiffriert, was sich hinter diesen Begriffen wirklich verbirgt, indem er den Schriftsteller John Berger zitiert: In den sich ständig wiederholenden Reden, Erklärungen, Pressekonferenzen und Drohungen sind die immer wiederkehrenden Begriffe Demokratie, Gerechtigkeit, Menschenrechte, Terrorismus. Jedes dieser Worte bedeutet in seinem Kontext exakt das Gegenteil, was es einst bedeutete, ist der Menschheit gestohlen worden.“ (Quelle: FAZ, Ausgabe vom 05.10.2008)

Schirrmacher spricht in diesem Zusammenhang von einer „Multiplikation mit Null“, als deren exekutiven Ahnvater er insbesondere George Bush ansieht: „Bush hat die Demokratien begrifflich versklavt, indem er ihr Verfassungs-Vokabular von der ‚Freiheit‘ bis zur ‚Menschenwürde‘ als Mittel seiner Herrschaftspraxis benutzte.  (…) Bush hat nicht nur genommen, er hat gegeben, eine veränderte Verfassungs-Wirklichkeit, eine deformierte Freiheit und ein zerstörtes Glück. Bush multipliziert uns mit Null. Die Multiplikation mit Null ist die Rechenoperation, die dieser Präsident hinterlässt. Die europäischen Gesellschaften müssen wieder mühsam lernen, eins und eins zusammenzählen, um neu beginnen zu können.“

Foto: White House/Public domain

Was kann man tun?

Über die „Multiplikation mit Null“, eine Rechenoperation, in welcher es auch die deutsche Bundeskanzlerin zur höchsten Meisterschaft gebracht hat (siehe „Die Glyphosat-Kanzlerin und die große Depression“), aber ein andernmal mehr. Es ist nämlich leider Feuer am Dach und wir müssen etwas tun. Denn wenn die mediale Hetze ungehemmt weitergeht, dann gehen womöglich bald vollends die Lichter aus. Aber was soll man denn tun? Viele, die sich nicht mit Unterhaltung und Alkohol betäuben wollen, sondern das Zeitgeschehen wach mitverfolgen, pendeln zwischen Ohnmacht und Wut. Wie soll man sich als denkender Mensch auch damit abfinden, dass unsere Politiker im Verein mit ihren medialen Claqueuren  uns gerade nach Strich und Faden verraten und verkaufen und wild entschlossen sind, im Namen des „Fortschritts“ (jetzt hab ich grad „Fortschrott“ geschrieben – ehrlich, kein Witz) unsere Ökosysteme, unsere Kinder und unsere gesamte Zukunft abzufackeln? Wenn man das unverhohlen bellizistische, mittlerweile brandgefährliche Geschreibsel unserer „Qualitätsjournalisten“ liest, dann steigt mittlerweile wohl selbst im friedliebendsten Mensch die Regung auf, den Knüppel aus dem Sack zu holen und diese Kriegshetzer ungespitzt in Grund und Boden zu klopfen. Obwohl wir doch nun Gesetze gegen „Hate speech“ haben, hat die Staatsanwaltschaft offensichtlich anderes zu tun, als gegen Volksverhetzungen wie z.B. durch die Tagesschau (siehe eingeschenkt.tv:“GEZ-finanzierte Propaganda“) einzuschreiten.

Was also tun? Kann man denn überhaupt noch etwas tun? – Wie oft hört man nicht diese verzweifelte Frage. Nun, in einer Zeit, in der es ein perfekt verzahntes medial-politisches Establishment mit einer fast schon bewundernswürdigen Raffinesse schafft, uns in einem System des „manufacturing consent“ nach Belieben zu gängeln, zu manipulieren und zu spalten, muss man die Situation natürlich durchaus realistisch einschätzen. Fakt ist: Man hat uns während unseres Dämmerschlafs vorm Flachbildschirm die Flügel gestützt, wir müssen nun also wie flugunfähige Laufenten am Boden dahindackeln, während von allen Seiten Wölfe in uns hineinfahren. Solcherart in alle Winde zersprengt und ohne solidarischen Rückhalt einer Gemeinschaft sind wird den von oben niederstoßenden Habichten weitgehend hilflos ausgeliefert, verbliebene Gruppen des zivilen Widerstands werden durch die transatlantischen Greifvögel laufend dezimiert.

Die Situation ist allerdings nur scheinbar hoffnungslos. Auch noch kurz vor Zerfall des kommunistischen Ostblocks hat kaum jemand Hoffnung gehabt, dass dieses übermächtige System zerfällt. Die Wahrheit ist jedoch: All die unsäglichen Machenschaften, die wir derzeit erleben, müssten in kürzester Zeit wie Schnee in der Sonne dahinschmelzen, wenn sich genügend Menschen aus dem herrschenden Lügen-/Manipulationssystem mutig emanzipieren und ihre Mündigkeit ergreifen. – Es ist allerdings keine kollektive Bewegung, die heute stattfinden kann, dazu hat man uns schon zu tief gespalten in über 60 Geschlechter, rechts, links, oben, mitte, unten etc. – nein, heute geht es darum, dass jeder Mensch individuell zu seiner Mündigkeit gelangt. Wenn er dabei darauf achtet, nicht nur sein eigenes Wohlergehen, sondern auch das der Anderen im Blickfeld seiner Motivation zu halten, dann werden uns die vielen kleinen, auf individueller Ebene errungenen Siege auch auf gemeinschaftlicher Ebene wieder einigen (auch ein Abschwören/Abbestellen der etablierten ‚Leitmedien“ und eine eigenständige Auswahl niveauvoller Literatur ist bereits ein solcher Sieg).

Es war in der Geschichte immer schon so, dass eine relativ kleine Anzahl couragierter Menschen für humanitären Fortschritt gesorgt hat, während die große Masse in Lethargie und Dekadenz versunken ist. Es braucht also gar nicht so viele Menschen und volle Straßen an Protestierenden, deren Ausbleiben heute ja immer wieder beklagt wird. Es müssen nur genügend viele sein. Und mit „genügend“ meine ich eben GENÜGEND – das ist keineswegs die Mehrheit, kann sogar eine Schar Menschen sein, die vergleichsweise klein an der Zahl ist, aber umso mehr Substanz auf die Waage bringt – GENÜGEND eben, um ein Gegengewicht zu bilden, damit unser Boot nicht kippt, sondern Fahrt in eine konstruktive Zukunft aufnehmen kann.

Entnazifizierung der Leithammel

Auch wenn uns momentan also zu einem gewissen Grade die Hände gebunden sind und eine umfassende Reformbewegung noch nicht in Sicht erscheint: Es bleibt dennoch unumgänglich, uns zumindest gedanklich auf die kommende Zeit der Umwälzungen vorzubereiten. Denn das  derzeitige zentralistische, auf ökonomischer und struktureller Gewalt beruhende System ist unweigerlich zum Scheitern verurteilt bzw. es scheitert auch bereits.

Wie werden wir dann mit denjenigen Köpfen umgehen, die das Chaos und den Niedergang durch ihre gewissenlose Agitation zu verantworten haben? Das, was Robbespierre seinerzeit gemacht hat (die Köpfe abschneiden) verbietet uns schon unsere unverbrüchliche Humanität. Überhaupt werden die Verhältnisse dann so sein, dass wir alle zusammenhalten und uns die Hände reichen werden müssen, um zu überleben. Wir werden es uns also gar nicht erlauben können, irgendwelche Köpfe abzuschneiden, auch wenn wir sie für noch so verwerflich halten.

Über eines dürfen wir uns allerdings keine Illusion machen: Es wird eine Knochenarbeit werden, diese mit dem Irrwahn des Neoliberalismus infiltrierten Köpfe wieder zu entlausen. Wir waren uns ja nach auch Ende der NS Zeit einig, dass nun eine ‚Entnazifizierung‘ notwendig ist, um die mörderische Ideologie, die in die Köpfe der Funktionäre der herrschende Lehre aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Presse gesetzt wurde, wieder zu entfernen (man müsste statt ‚Entnazifizierung‘ eben noch ein passendes Wort finden für das, was Prof. Mausfeld z.B. Mentalvergiftung nennt). Heute stehen wir im Grunde wieder vor einer ähnlichen Situation: Die Köpfe unserer Leithammel wurden jahrzehntelang und systematisch mit einer antidemokratischen, menschenverachtenden und in Konsequenz mörderischen Ideologie indoktriniert – der Ideologie von transatlantischen Thinktanks wie z.B.  dem PNAC oder dem Chicago Council on Global Affairs (siehe Kurzfassung der US Pläne für Europa via youtube).

Die Profiteure dieser transatlantischen Netzwerke werden freilich nicht leicht einsehen, dass ein Umdenken notwendig ist und sie einem falschen Götzen gehuldigt haben. Denn die  Zeit des allgemeinen demokratischen und rechtsstaatlichen Niedergangs, der Milliarden Menschen Armut, Elend und Siechtum beschert hat (derzeit leiden allein mehr als 900 Millionen Menschen an chronischem Hunger) war eine goldene Zeit für die Fürsten, Statthalter und Schergen des Systems. Eine Zeit, in der die Alpha-Journalisten unserer Leitmedien fürstlich besoldet waren, wie die Maden im Speck in ihren Rolf Benz Ledersesseln hocken konnten, weitgehend abgehoben von der Realität nach Redaktionsschluss vom Tatort des Schreibtischs mit dem Aufzug direkt in die Tiefgarage fahren konnten, um dort in einen fetten Audi oder Porsche SUV zu steigen (wie am roten Tisch zu vernehmen, gibt es nirgends eine größere Porsche-Dichte als in der Tiefgarage des Spiegel). In dieser rollenden Ritterburg rauschten die neoliberalen Recken in bester Feierabendlaune in ihr vollautomatisiertes Smart Home, wo sie dann in ihren elektronischen Postkästen die Einladungen zu den nächsten transatlantischen Diner-Meetings checken und in den Smoking für abendliche Society-Events schlüpften konnten.

Es wird nicht leicht werden, solche mit allem Luxus verwöhnten, bereits halb fossilen Köpfe zu ‚entnazifizieren‘. Es wird aber kein Weg daran vorbeiführen, wenn wir noch rechtzeitig die Kurve kriegen wollen, bevor uns der Laden endgültig um die Ohren fliegt.


zum Thema „deutscher Qualitätsjournalismus“ siehe auch:

Kopfmähroboter oder: Das große Desinfizieren – Ein Bordelltürsteher rechnet ab

Unsere Leitmedien und das älteste Gewerbe der Welt

Swiss Propaganda Research Medienreport: „Der Propaganda-Multiplikator“

Prof. Reiner Mausfeld: „Der leise Tod der öffentlichen Debatte“

Jens Wernicke bei KenFM: „Lügen die Medien?“

„Dafür zahl‘ ich nicht!“ – Verwaltungsklage eines GEZ-Zahlers

Der Mensch am Schlachtfeld zwischen Lüge und Wahrheit – Teil 1: Im Griff der Würgeschlange

Der Mensch am Schlachtfeld zwischen Lüge und Wahrheit – Teil 2: Die Götterdämmerung der „Lügenpresse“

Der wirtschaftliche Crash Deutschlands – und seiner Sklavenkultur

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Dienstag, 19.6.2018. Eifel. Wissen Sie … ist ja gerade wieder Fußball, oder? Interessiert mich nicht so, ich habe da keine Zeit für. Nehme aber doch wahr, dass das „Nationale“ jetzt wieder alle zusammenschweißt. Komisch, oder? Letzte Woche war „das Nationale“ noch voll Nazi, jetzt hat jeder sein Fähnchen auf dem Kopf, dem Autodach, dem Balkon. Gibt sogar Nagellack in Nationalfarben, habe ich mir sagen lassen. Irre, oder? So schnell geht das, dass verpönte Sichtweisen voll im Trend sind – jedenfalls für die Zeit, wo es angeordnet wird. Ist sicher lustig zu sehen, wie Millionäre noch so voller Lust und Begeisterung Ball spielen können. Millionäre – ja, das sind ja die echten Menschen in unserem Land. Sie werden hoch geschätzt. Und auch wenn sie wie eine hagelvolle Kneipenmannschaft aus Bottrop-Kirchhellen spielen und verlieren: sie bleiben ja Millionäre. Schönes Leben, oder? Geht ja allen echten Menschen so in diesem Land: ihre Millionen kriegen die auf jeden Fall – egal, welchen Murks sie machen. Bei Politikern ist das ja auch so: die können Milliarden an Steuergeldern versenken: die Diäten sind sicher. Anders als die Rente. Sprach letztens mit einer Frau, die bang ihrer Zukunft entgegengeht: sie hat ihre Rentenbescheinigung bekommen. Dreihundert Euro (in Zahlen: 300) wird sie jeden Monat erhalten. Ich würde ihr ja empfehlen, Fussball zu spielen – oder Politiker zu werden, doch schnell wurde mir klar: die Plätze sind rar für unsereins.

Warum verdient man im Fussbal eigentlich so irrsinnig viel? Nun – weil es Sponsoren gibt. Bayern München zum Beispiel bekommt Geld von der Telekom, von Adidas, von Audi und von der Allianz, dann gibt es noch was von Goodyear, Tipico, der DHL und SAP (siehe westline). Ganz unterschiedliche Wirtschaftszweige vereint im Betreiben, Fussballvereine reich zu machen. Wieso eigentlich? Haben Sie sich die Frage schon mal gestellt? Sie könnten ja auch andere Projekte unterstützen: Projekte, die die Menschheit weiterbringen. Das völlig autarke Dorf zum Beispiel, das sich selbst mit Energie und Nahrung versorgt, Studien über den Nutzen des Umbaus der Wirtschaft zur Genossenschaftswirtschaft, damit alle an Gewinnen teilhaben können und jeder auch einen fairen Anteil für seine Arbeit bekommt oder die Sicherstellung der Wasserversorgung in Afrika – doch die Entscheider entscheiden sich für was anderes. Für die Förderung von Nationalismus und Kampfspielen. 222 Millionen als „Ablösesumme“ für einen Fußballer, damit er anstatt für Verein A für Verein B spielt (siehe Kicker): für uns doch kein Problem. Rechnen wir mal kurz um: für das Geld hätte man zwei Millionen Kinder in Afrika drei Monate lang vor dem Hunger retten können (siehe savethechildren). Das zeigt eigentlich sehr schön, welche ungeheure Dekadenz unseren Alltag derzeit beherrscht. Schauen Sie ruhig mal bei Unicef vorbei und blicken Sie dem Horror ins Auge: der afrikanische Kontinent leidet unter schlimmsten Zerrüttungen. Alle 10 Sekunden stirbt ein Kind – unnötigerweise (siehe unicef). Sind aber Negerkinder, die interessieren uns nicht wirklich. Wäre ein Hund in Not: ja, da kommen Unsummen an Spendengeldern zusammen (darum ja: Köterrasse), jedoch für ein Negerkind: nein, das geht nicht. Die Erde ist ja sowieso zu voll. Wir empören uns aufs äußerste, wenn einer mal „Neger“ sagt, aber  wenn Neger verrecken – auch als Kinder – das stört uns nicht beim Verzehr von Kaffee und Herrentorte.

Immerhin – sind wie die Herrenrasse. Sagen wir nicht mehr so deutlich, leben es aber umso mehr. Wir brauchen das auch – denn für die meisten Menschen in Deutschland ist der Zug schon längst abgefahren. Das „WIR“ in Deutschland ist nur noch das „WIR“ der Millionäre, weil hier die Millionäre im Bundestag Gesetze für die Millionäre in der Wirtschaft machen, um von denen dann Pöstchen zu bekommen, die noch mehr Millionen bringen. 1,2 Millionen Millionäre beherrschen das Land … jenes Land, in dem in den letzten 10 Jahren 18 Millionen Menschen von Hartz IV abhängig waren. Darum die Investitionen in Fußball: die 70 Millionen Abgehängten sollen wenigstens für ein paar Tage das Gefühl haben, dass es da ein „wir“ gibt, zu dem auch sie gehören: wir DEUTSCHLAND. Zwischendurch darf man dann mal dem Stamm der Bayern oder der Schalker Jungs angehören, damit die rare Freizeit mit viel gedankenlosem Unsinn gefüllt wird, bis das dicke Ende kommt.

Und das dicke Ende ist jetzt da.

Nun schauen Sie nicht so verdutzt: Sie haben es doch schon lesen können! Ja – in der „Lügenpresse“. So lustig dieses Wort auch mal war – und so viele lustige Spielchen man mit ihm auch treiben konnte – hat es uns doch auch von vielen Informationsquellen völlig abgeschlossen – sofern man dem Urteil völlig folgt. Wissen Sie – deshalb habe ich auch kurz mal was zu Fußball gesagt … denn dort habe ich ein schönes Zitat gefunden (siehe Süddeutsche Zeitung):

„Wir bekommen wieder ein riesiges Ausmaß an Anschleimeritis vorgesetzt“

„Was heute im Fernsehen verlangt wird, ist ein Gefolgschafts-Journalismus, ein Jubelpersertum, das sich in den Dienst der Sache, also der Mannschaft stellt. Denn das sind ja „Wir“. Es ist das große „Wir“, das über allem schwebt. Es wird auf alles eine große, grelle Sprachtapete geklebt, um Fußball und Sport allgemein als nationalistisch bewegendes Ereignis zu inszenieren.“

Das ist die Meinung des Schriftstellers Jürgen Roth, der Sprachforschung zu Sportberichterstattung betreibt … aber ich fand, seine Worte passen auch sehr gut zur Beschreibung der gesamten Situation der Medien, die weniger Lügenpresse als vielmehr Jubelpersertum ist … ausgenommen im Bereich Wirtschaft, weil dort … nun, dort braucht man noch solide Informationen.

Deshalb sollte man immer ein Auge auf die Wirtschaftsnachrichten werfen, in denen gerade nichts weiter verkündet wird als das Ende der gesamtdeutschen Wirtschaft … während „wir“ von einem „nationalistisch bewegenden Ereignis“ abgelenkt werden und von der Politik (ganz deutlich bei der letzten Wahl) auch nur noch „große, grelle Sprachtapeten“ serviert bekommen … vor allem vom Gefolgsschaftsjournalisten, der nirgendwo anecken will, um seine Pferdezucht nicht zu gefährden.

Schauen wir doch mal, was uns in dieser Zeit offen präsentiert wird (siehe Spiegel):

„Die deutsche Exportfixierung droht sich in einer Welt voller Populisten ins Drama zu verkehren: Auf Kosten anderer leben – diese Illusion dürfte platzen. Die Kanzlerin scheint es zu ahnen. Zu spät.“

Natürlich sind alle Feinde des deutschen „WIR“ „Populisten“. Wissen Sie, was das lateinische Wort „populus“ aussagt? Es steht für das Volk, das eine Staatengemeinschaft bildet, steht auch für „Bürgerschaft und Gemeinde“ (siehe pons). Jene, die für Bürgerschaft, Gemeinde und staatenbildendes Volk sind, sind die Feinde jenes „WIR“, dass mal gerade wieder versucht, alle in einen nationalistischen Rausch zu versetzen (der gleiche Rausch, dessen Bildung man der AfD vorwirft – aber egal).

Und dieses „Wir“ hat – in ekelerrender Art und Weise – massiv „auf Kosten anderer gelebt“. Hört man so nicht in der Tagesschau, oder? Ein Satz entlarvt das ganze Dilemma, die ganze Katastrophe, die die hemmungslosen Selbstbereicherer in den letzten 20 Jahren angerichtet haben, eine Katastrophe, die nun im Zusammenbruch der ganzen deutschen Wirtschaft enden wird, weil die anderen … also die, die für ihre Bürger Politik machen und nicht nur für Millionäre …. sich das nicht mehr gefallen lassen.

Wie sah es denn aus, das deutsche Erfolgsmodell? Wir erfahren es in einem Nebensatz – den wir anschließend noch erläutern müssen:

„Weil die Deutschen beim Kostenkürzen so eifrig vorgelegt haben, mussten andere Länder nachzuziehen versuchen – mit dem Haken, dass nicht alle gleichzeitig (relativ) wettbewerbsfähiger werden können. Was wiederum bedeutet, dass in Ländern wie Italien zum Unmut der Menschen zwar viel gekürzt wurde, nur eben ohne dass das anschließend so belohnt wurde, wie das in Deutschland allein noch sein konnte.“

Und wie sah dieses Kostenkürzen aus? Können Sie sich noch daran erinnern? Schauen Sie mal auf ihr Konto oder in ihre Brieftasche. Oder in ihren Arbeitsvertrag – befristet, Teilzeit, halbtags. Kostengünstig für Unternehmer. Deutschlands Exporterfolg ist sicher auch – das darf man nicht vergessen – dem Euro geschuldet, der machte unsere Waren so schön billig. Und mit diesem Rückenwind hat Kanzler Schröder – mit dem groben Hammer Hartz IV – den größten Niedriglohnsektor Europas geschaffen, in dem schon – je nach Quelle anders – jeder fünfte oder sogar jeder vierte Deutsche zum Wohle der Millionärsgewinne sein Leben verbrät.

Hartz IV ist eine gigantische Subvention für „die Wirtschaft“ gewesen, der große Angstmacher, der alle auf der Flucht vor Psychofolter und Schikane in Jobs getrieben hat, für die sonst niemand seine Arbeitskraft verkaufen würde … soviel mal zu den „freien Märkten“. Der Arbeitsmarkt ist durch Staatsgewalt zu einem Sklavenmarkt verkommen – und noch mehr.

18 Millionen Menschen haben in den letzten Jahren Hartz IV bezogen. Wissen Sie, was das heißt? 18 Millionen Menschen haben Haus, Sparverträge, Eigentumswohnungen, Autos, Versicherungen und jede mühsam ersparte Habe vollständig verloren, 18 Millionen Menschen in Deutschland sind durch Staatsgewalt enteignet worden. Das ist fast jeder zweite Arbeitnehmer. Raten Sie mal, wo das ganze Geld geblieben ist.

Unsere ganze Volkswirtschaft ist zu fast 50 Prozent von den Erlösen unserer Billigprodukte abhängig – und da spielen die anderen jetzt nicht mehr mit.

So gesehen haben Wirtschaft und Politik aus Deutschland das Afrika der Industriestaaten gemacht. Das Land verkommt, Schulen zerfallen, Brücken stürzen ein, Straßen werden unpassierbar – aber der Reichtum einer Minderheit wächst ins Unermessliche, Jahr für Jahr, weil die ganze Wirtschaftsordnung nur noch auf Millionärszüchtung ausgelegt ist. Doch diese Millionäre können den Binnenkonsum nicht stemmen, sie kaufen sich auch keine zwanzig Kühlschränke. Man könnte es auch mal umdrehen: jeder Millionär hat einen Haufen Niedriglöhner, die als Sklaven für seine Million ihr Leben sinnlos versickern lassen. Der Begriff „Sklaven“ gefällt Ihnen nicht? Ja – er würde ja auch zu schnellem Handeln gegen das nationalistische „Wir“ aufrufen. Er stammt aber nicht von mir, er stammt vom Deutschlandfunk als Bezeichnung für Niedriglöhner (siehe Deutschlandfunkkultur).

Das ist das ganze Geheimnis des deutschen Exportwunders: wir haben – mit anderen Begriffen und anderen Methoden – die Sklaverei wieder eingeführt. Und Sklaven – das wusste man schon im alten Rom – sind die Grundbedingung allen Reichtums.

Ohne Sklaven keine Millionäre, kein arbeitsloser Reichtum.

Die Warnung vor dem endgültigen Ende dieser finsteren Wirtschaftstyrannei, die Millionen Lebensjahre unserer Mitmenschen vernichtete, steht ganz offen im Magazin Spiegel, damit sich die Millionäre vorbereiten können. 2016 haben 4000 Millionäre die Eurozone mit ihrer Beute verlassen – eine Steigerung um mehrere hundert Prozent gegenüber den Vorjahren (siehe Stern).

Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.

Und was bleibt uns?

Ein zerfallenes, hoch verschuldetes Land. Ausgeplündert von einer Allianz der verantwortungslosesten Charaktere, die unsere Solidargemeinschaft je gesehen hat. Kein Wunder, dass denen das Wort von „Parasiten“ so schnell über die Lippen kommt – man sieht im Anderen stets zuerst das, was man selber ist.

Sie haben noch Zweifel über die moralische Integrität unserer „Elite“? Gut – wie erklären Sie mir dann, dass die Groko-Fürsten gerade mal schnell wieder einen tiefen Griff in die Staatskasse vollbracht haben und sich mal eben um 25 Millionen bereicherten (siehe Zeit):

„Im Schnellverfahren haben Union und SPD den Parteien mehr staatliches Geld zur Verfügung gestellt. Das sei intransparent und ungerechtfertigt, sagt Experte Michael Koß.“

„Warum die deutschen Koalitionsparteien den Konsens in der Parteienfinanzierung jetzt einseitig aufkündigen, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Denn sie vermitteln durch ihr Vorgehen den fatalen Eindruck: Selbstbedienung ist legitim.“

Ist es auch. Wenn man die Macht hat, es zu tun.

Und Sie? Ich hoffe, Sie haben auch noch die Gelegenheit, in irgendeine pralle Gemeinschaftskasse zu greifen, bevor  uns unser „Exportwunder“ wie ein explodierender Dampfkessel um die Ohren fliegt und Millionen und Abermillionen in den wirtschaftlichen Abgrund reißt. Wenn wir keine Autos und keine Maschinen mehr verkaufen können – zu Billigstpreisen – dann sind wir im Eimer.

Aber die anderen Länder wollen sich ihre eigenen Industrien nicht mehr durch des deutsche Sklavenmodell zerstören lassen – und schlagen zurück.

Der Traum von der Weltherrschaft der deutschen Wirtschaftslumpen ist ausgeträumt. Hinterlassen werden sie uns eine Trümmerlandschaft wie 1945.

Und wie schon 1945 werden sie selbst völlig ungeschoren davonkommen. Immerhin … verdienen sie schon jetzt das Hundertfache ihrer Mitarbeiter (Beispiele: siehe Handelsblatt), können also den endgültigen Zusammenbruch der Volkswirtschaft schön von der Villa auf Barbados beobachten, am Pool, in Begleitung schönster Frauen, den Coctail genießend … während die deutschen Renter im Müll nach Essen wühlen müssen, um nicht zu verhungern.

 

 

 

 

 

Fahren Sie nach Davos! Da ist etwas los!

Oder ist Davos der Ort, da wo`s vorkommen kann, dass die Guten die Bösen sind und die Bösen die Guten?


Bild: I, Malene / CC BY 2.5 / Wikimedia  

Wenn man einen Kurs für Chiropraktik besucht, so wird einem der Name Davos gelegentlich vertraut sein. Denn bei der Infiltration gibt es folgende Regel: Wir sollen mit der Injektion an einem bestimmten Punkt hineinstechen: „Da wo`s weh tut“. Diese Regel wird scherzhaft „Davos Regel“ bezeichnet. Und damit sind wir schon beim Weltwirtschaftstreffen in Davos (Quelle: sueddeutsche):

„Davos steht wie keine Konferenz der Welt für Globalisierung, Freihandel und offene Märkte. Für das Stelldichein einer globalen Elite, die darüber sinniert, wie sich wirtschaftliche Integration weiter beschleunigen lässt. Wie Grenzen überwunden, Mauern eingerissen und Zölle ein für allemal aus dem handelspolitischen Baukasten verbannt werden können. Kurzum: Es steht für alles, was Verfechter einer nationalistischen Wirtschaftspolitik hassen und ablehnen. Trumps mittlerweile geschasster Vordenker Stephen Bannon hatte es vor Jahren schon so auf den Punkt gebracht: „Die arbeitenden Männer und Frauen der Welt haben es schlicht satt, sich ihr Leben von Leuten vorschreiben zu lassen, die wir ,die Clique von Davos‘ nennen.“

 Also das Heil der Welt hängt von Globalisierung und freiem Handel ab. Der Klimasünder und Außenseiter Trump wird morgen erwartet. Die Verfechter des Pariser Klimaschutzabkommens, sind für Globalisierung. Und die Folgen sind z.B. 2016:  60 000 Frachtschiffe von denen 20 so viel Dreck ausstoßen wie 1 Milliarde Autos zusammen (Quelle:infosperber.ch). Die Folge war schon 2014, dass die Globalisierung ein Viertel des weltweiten Treibhausgasausstoßes verursachte: (siehe orf)  – bei Wirtschaftslenkern, die von Jean Ziegler stark kritisiert werden (siehe nachdenkseiten):

 Er geht davon aus, dass ein „System der strukturellen Gewalt“ (Bourdieu) existiert, in dem sich alles der Profitmaximierung unterzuordnen hat. In dem enormen Reichtum, konzentriert in den Händen „privater Oligarchien“, liegt für Ziegler eine große Gefahr. Ihr Einfluss auf die Demokratie sei mittlerweile so groß, dass die Demokratie „in vielerlei Sicht zu einer simulativen Demokratie geworden ist.

Auch der Ex-Banker Ronald Bernard  berichtete darüber, wie die größte Gruppe der die Welt lenkenden Banker zu den Luziferisten=Satanisten gehören. Da es bereits zu viele Opfer dieser von unseren Medien bedingungslos hoffierten Clique gibt und unser Globus heute an allen Ecken und Enden brennt, bleibt diese Verschwörung leider nicht mehr länger Theorie. Die Konsequenzen der Globalisierung sind verständlicher Weise nationale Ideen – da die Globalisierung eben zu vielen Globalisierungsverlierern führt (Quelle: orf):

 Kein Wunder, dass sich beispielsweise im ärmsten Departement Frankreichs, Seine Saint-Denis (mit über 30 Prozent Arbeitslosigkeit), knapp 34 Prozent für Melenchon und nur 13,6 Prozent für Le Pen entschieden. Melenchon steht für mehr soziale Gerechtigkeit. Sein Programm, das mit seinen Anhängern beschlossen wurde, enthält die Forderung nach einem Mindestlohn von 1.300 Euro netto, mehr Einkommensteuern ab 4.000 Euro Nettogehalt und eine Deckelung der Höchstgehälter im privaten Sektor mit einem Verhältnis von eins zu 20 zwischen dem niedrigsten und höchsten Lohn. Damit bot er sich als Alternative für all jene an, die im Angebot der Globalisierungsgegnerschaft sonst nur die rechtsextreme Kandidatin Le Pen zur Auswahl hatten.

Das heißt, eine gerechte Bewegung hätte Chancen auf Erfolg, wenn sie nicht wieder eine deutliche Vergrößerung der Staatsverschuldung zur Folge hätte? (siehe welt.de) Wenn D. beginnen würde, die Staatsverschuldung zu tilgen, dann wäre man im Jahr 2185 bei derzeit historisch niedrigen Zinsen fertig. Aber an wen ist D. verschuldet? Doch nicht etwa an die Banker, von denen Ronald Bernard berichtet?

Auch in Belgien, einem der ältesten EU Mitglieder weiß man wohin Globalisierung führt:

Die drittgrößte Gemeinde Belgiens steckt in der Krise – und das bereits seit Langem. Auf Charlerois Straßen ereignen sich überdurchschnittlich viele Verbrechen – vielleicht auch, weil Arbeit schwer zu bekommen ist. Die Arbeitslosenquote liegt bei über 25 Prozent. Zehn Prozentpunkte über dem belgischen Durchschnitt (Quelle: orf ).

Der böse Gegner einer Globalisierung und gleichzeitig Klimavertragsverweigerer, mit seiner Idee „Amerika first“, Donald Trump, würde aber den Globalisierungsverlierern und letztlich dem Klima und seinen Bürgern, durch den Schutz seiner Wirtschaft womöglich mehr helfen, als die guten Globalisierungsverfechter. Ein Detail noch am Rande: Es gibt Hinweise, das Trump die bisher unantastbaren Pädophilenringe verfolgen lässt (siehe  epochtimes1). Ist er etwa deswegen der Böse (siehe auch epochtimes2), während sein Vorgänger Obama trotz Dauerkriegen und Drohnengemetzel der friedensnobelpreisbekränzte Gute war? Zeitgleich zur Veröffentlichung von sehr brisanten Untersuchungen über Hillary Clinton und die Anti-Russland-Agitation führender Demokraten, die manche als neues Watergate bezeichnen (siehe KenFM), kam es zum Shutdown der Finanzen des Weißen Hauses. Es ist wirklich riskant, heute 2+2 zusammenzuzählen, man könnte dabei noch glatt zum Verschwörungstheoretiker werden …

Wenn man jedenfalls einen Mittelweg beider Wirtschaftsideen, nämlich einer protektionistischen Wirtschaft und einer globalisierungs-orientierten Wirtschaft denken möchte, so ergibt sich wieder die Idee von Menschenrechts- und Ökozöllen, die dem Schaden an Menschenrechten und an der Natur proportional sein sollten. Es würde sowohl die heimische Wirtschaft geschützt, als auch die Wirtschaft in Fernost angeregt, ökologisch zu produzieren und die Arbeitnehmer gut zu behandeln.

Da sowohl der Flugverkehr, der ungeheure Mengen an Treibhausgasen ausstößt, als auch die  Globalisierung, die eben für 25% der weltweiten Treibhausgase verantwortlich ist,  unter den Schutz des Pariser Klimaschutzabkommens gestellt sind, – man ist versucht Oligarchen- Schutzabkommen zu sagen-, bietet sich da nun der Weg des Geoengineerings als ernst gemeinter Vorschlag unserer Wissenschaftler für unser Zukunft deutlich an (siehe Spiegel).

Es wäre eigentlich Aufgabe der freien Presse und der Wissenschaft, uns zu sagen: „Entweder ihr fliegt erheblich weniger und erzeugt nachhaltig im eigenen Land und verwendet ökologische Transportmittel, oder ihr werdet in Zukunft die Sonne und die Sterne nur noch wenig sehen.“ Andererseits bringt das wieder den Vorteil, dass Menschen, die wenig Sonne sehen, sich auch weniger wehren, und dass die Krankheiten die, durch Aluminiumaerosole entstehen wie Alzheimer, Multiple Sklerose und Rheuma so nebenbei zu den lukrativsten Krankheiten der Menschen zählen. Das heißt, es kommt zu einer sehr erfreulichen Umwegrentabilität, für die Ausgaben der Flugzeuge, die dann Aluminiumaerosole ausbringen. Und kaum jemand der Ökobewegung oder der Wissenschaft, ergreift das Wort und informiert darüber? Ist es ihnen zu unfassbar, dass wüste Verschwörungstheorie sich nun anschickt, wissenschaftlich akkreditierte Wirklichkeit zu werden?

Die Wahl eines Globalisierungsbefürworters zum Volksvertreter bedeutet, dass wir langfristig durch Sonnenmangel depressiv werden, durch Aluminiumaerosole die obigen Krankheiten, die nebenbei jetzt schon boomen, bekommen werden? Ernsthafte Anstrengungen für eine radikale Wende der Wirtschaft sind für mich jedenfalls nicht in Sicht. Also bedeutet die Wahl von Angela zur Bundeskanzlerin, im Geiste von Davos, weniger Sonne und mehr Vergesslichkeit, auf Lateinisch Demenz, für die Zukunft und dass wir, nämlich wir in Europa, weiter verarmen. Es ist aber auch wieder schön, wenn wir vergessen können, wie schön Sterne, Sonne und Natur einmal waren und wie gut es uns einmal gegangen ist???

Wer weiß, wie schön und erholsam Bewegung an Stelle eines Autos ist, wer weiß wie gerade in den Wintermonaten der Weg zur Arbeit oft die einzige Möglichkeit für das Erleben der Sonne ist, der versteht Winterdepression und Grippewelle z.B. als Folge des D-Vitaminmangels und Serotoninmangels. Eine Mobilität, wo auf den fahrbaren Blechuntersatz verzichtet werden würde, wäre für den Verbraucher nicht nur weit kostengünstiger, sondern eben auch wesentlich gesünder. Es würde viel weniger Fläche verbaut werden und die Natur hätte mehr Platz, uns zu erholen! Warum in die Ferne schweifen, seht das Gute ist so nah! Mehr Wald zum Treibhausgas  Absorbieren!

Ja, es ist klar: Die Welt ist eingeteilt zwischen den Guten und den Bösen. Also Putin ist eindeutig böse, weil er die Krim annektiert hat (Quelle: deutsch.rt.com):

„Der Krim-Separatismus war eine tickende Bombe unter der Ukraine“, stellt die Homepage des ukrainischen Fernsehkanals 112 Ukraine fest. Dieser ging so weit, dass die Krim im Februar 1994 ihren eigenen Präsidenten wählte. Der auf diesem Wege legitimierte Präsident Wladimir Meschkow strebte die Angliederung an die Russische Föderation an. Nach einem Jahr, am 17. März 1995, enthob die Ukraine mittels des Gesetzes „Über die Aufhebung der Verfassung und einiger Gesetze der Autonomen Republik Krim“ Meschkow seines Amtes.

Und Länder, die andere Länder annektieren, gehören natürlich sanktioniert (Quelle: derstandard.at). Proteste zum Jahrestag der Annexion Hawaiis durch die USA. Wie viele Menschenrechte und wie viel Verhinderung von Treibhausgasen würde es übrigens bringen, wenn wir den Handel und die Menschenbeziehungenzu Russland wieder aufleben lassen? Sollten wir wirklich der Meinung sein, dass in Russland kein gutes System  herrscht, was bringt es dann, die Menschen von Russland an der Einreise nach Europa, wo sie „vorläufig noch“ vielleicht bessere Konzepte sehen könnten, zu hindern? Wenn wir daran denken, wie viel Treibhausgase durch weite Transporte entstehen, würden sich an Stelle von Freihandelszonen mit Chile da nicht die viel näheren Staaten wie Russland anbieten?

Ist Putin etwa deshalb der Böse, weil er den Ausverkauf, ja den Flohmarkt der russischen Rohstoffe, an die von Ronald Bernard geschilderten Banker verhindert hatte? Bilder eines riesigen Friedensmarsches in der Ukraine sahen wir nicht im Mainstream (siehe epochtimes). Aber dafür sahen wir  kürzlich die Bilder einer riesigen Frauendemonstration in der USA (siehe faz). Das geschah zeitgleich zum Shutdown der Finanzen des Weißen Hauses und zur möglichen Veröffentlichung von brisanten Details über Hillary Clinton (siehe epochtimes). Wieder einmal: perfektes timing! – wer da mitstoppt: unverbesserlicher Verschwörungstheoretiker! Menschen etwa, die sowas einfädeln? – Ogottogott, was für ein wilder Aberglaube in einer wissenschaftlich aufgeklärten Zeit, in der doch jeder weiß, dass es die unsichtbare Hand des Marktes ist, die alles regelt.

Um zum Titelbild zurückzukommen: Es wird die Frage für die Zukunft sein, wer der Fuchs ist. Wir, die wir uns erfolgreich wehren, oder die Banker, die uns als Parasiten bezeichnen. Wir haben jahrelang an unserem eigenen Arbeitsplatz gesägt, da wir oft das billigere Produkt aus Fernost gekauft haben. Wir haben den Zusammenhang zwischen einer Wirtschaft, die die heimische Produktion fördert, uns gute Arbeitsbedingungen schafft, den Staat erhält und nicht schwächt, sehr spät erkannt. Sind wir nicht oft selbst gierig? „Geiz ist geil“, lautete lange Jahre ein Werbeslogan eines bekannten Elektronikdiskonters. Der Hartz 4-Empfänger hat wohl keine Wahl mehr zwischen einem ökologischen Produkt und einem Produkt, das Probleme für die Umwelt schafft? Doch, wir haben in jedem Fall noch viele Möglichkeiten. Noch hat man uns die freie Meinung nicht verboten. Noch können wir wählen. Noch haben wir Versammlungsrecht und Demonstrationsrecht (siehe auch Jean Ziegler: Es gibt keine Ohnmacht in der Demokratie. Das Grundgesetz gibt uns alle Waffen, die wir benötigen, in die Hand – wir müssen uns nur bücken und sie aufheben. Wir haben ein Streikrecht, wir haben Wahlen, wir haben ein Demonstrationsrecht und viele Rechte mehr. Wir können die Regierungen zwingen, diese Strukturreformen durchzuführen.“ – Quelle: Nachdenkseiten)

Nützen wir diese Möglichkeiten wirklich? Sind wir in der Lage, das Böse so zu konkretisieren, dass wir es erkennen? Haben wir begeisternde Ideen, die uns Kraft und Feuer geben? Suchen wir diese Ideen, oder lassen wir uns von Mainstream und gut gemeinter trister Information so lähmen, dass man mit uns tun kann, was man will? Und wenn wir befeuernde Ideen haben, pflegen wir die? Suchen wir uns Erholung in Kunst, Meditation, Sport oder sitzen wir hinter dem Bildschirm und lassen uns regieren? Lassen wir unser Licht und unsere Wärme eine Verbindung zu anderen Menschen sein? Lassen wir eben andere daran teilhaben? Das sind wichtige Fragen der Zukunft! … deren Antworten uns wohl nicht vom Davos-Forum geliefert werden, sondern die jeder selbstaktiv finden muss.

Kasperl und das Krokodil oder Trump und das Krokodil


Foto:  Florian Prosch/ Archiv Piccolo Puppenspiele via wikimedia commons CC-BY-SA-3.0

Wir leben in schwierigen Zeiten. Es wird immer schwieriger zu erkennen, wer der Böse und wer der Gute ist. Ja, zu G.W. Bush Zeiten, da war das noch anders. Da konnte man genau sagen, wer der Böse ist und wer der Gute. Es wurde uns sogar offen gesagt, wer die Achse des Bösen ist. Dann wurde, so wie es Daniele Ganser analysiert, geteilt. Also in den Ländern Lybien, Syrien, Irak eben die Guten und die Bösen voneinander getrennt. Die Guten wurden zu Freiheitskämpfern ausgebildet (siehe süddeutsche) und dann wurde das Regime abgewertet. Die guten Muslime kämpften dann gegen die bösen und damit begann das Töten. Also Teilen, Abwerten und dann Töten.

Auch in der Ukraine funktioniert das gut. Jetzt findet wieder einmal ein den Eliten genehmer Maidan in Kiew statt (siehe ORF). Vorher war der frühere, dort gesuchte Staatschef Georgiens, Saakaschwili, gegen den Willen Poroschenkos, des Schokoladenkönigs, in der Ukraine eingereist (siehe Züricher Zeitung). Er wurde von Timoschenko dabei unterstützt. Der jetzige Maidan ist von Timoschenko Kräften organisiert. Zur Zeit der Regierung Saakaschwili, in Georgien, war ganz Georgien voll von Nationalismus und Kriegsgeheul (persönliche Information). Und da der Konflikt in der Ostukraine einer Lösung nahe ist, würde eine weitere Deeskalation geschäftsschädigend sein?

Ja, also die Dinge waren ganz klar, so lange Obama da war: Die Krokodile waren von Bin Laden über Assad, Ghadaffi, Janukowitsch, Kim und Sadam Hussein überall medial präsent und der Sieger, war der Kasperl. In diesem Falle der sympathische Obama. Die Krokodile bekommen immer eine auf die Rübe und Kasperl siegt! Immer wieder ist es so, dass aus den Freiheitskämpfern, z.B. den Taliban, dann in den Augen der Medien Terroristen werden. Aber auch so, wie bei den Kurden, ist Umgekehrtes ebenfalls möglich. Auch die Videobotschaften von Bin Laden, einem früheren-CIA Agenten, waren immer eindeutig. Auch wenn man ein Foto heute durch Medienmanipulation zum optischen Sprechen bringen kann und Bin Laden vielleicht im Video nur gesagt hat: „Ich muss dringend auf die Toilette!“ Für uns, die wir nicht Arabisch können, war es klar: Da sprach das Krokodil. Und wenn Bin Laden dann, während Obama und sein Stab den historischen Akt der Vernichtung des Krokodils am Laptop verfolgten, und wir auch Obama dabei zuschauen konnten, wie er gespannt auf das Ende des Krokodils wartet, so war es dem restlichen Teil der Menschheit verwehrt, die Vernichtung mitanzusehen.

Bei den auslösenden  tragischen Ereignissen um das WTC meinte Cossiga, der damalige Italienische Präsident, ganz gegen die Regie des Kasperltheaters, dass die Gebäude von eigener Hand zum Einsturz  gebracht wurden. Im November 2007 machte sich Cossiga in einem Interview mit dem Corriere della Sera in ironischer Weise über linke Verschwörungstheoretiker lustig.[3] Dort sagte er, demokratische Kreise in den USA und Europa und vor allem linke Kreise in Italien wüssten genau, dass die Anschläge vom 11. September 2001 „mit Unterstützung von CIA und Mossad geplant und durchgeführt“ wurden, um Interventionen in Afghanistan und im Irak möglich zu machen.[4] Anlässlich des 30. Jahrestages des Absturzes von Flug 870 vor Ustica riet Cossiga recherchierenden Journalisten „besser ins Ausland zu gehen, da ihnen sonst etwas zustoßen könne – eine Lebensmittelvergiftung oder ein Zusammenstoß mit einem Lkw“ (im österreichischen Hörfunk wurden einmal die Worte Cossigas als durchaus sehr ernst gemeint zitiert / siehe Wikipedia). Doch das sind eher die Ausnahmen. So wie auch Orban, ganz vom anderen politischen Spektrum, auch so manches offen sagt:

<< Orban erklärt Ostmitteleuropa zur „migrantenfreien Zone“ – Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat Ostmitteleuropa zur „migrantenfreien Zone“ erklärt. Die EU und einige ihrer wichtigen Mitgliedsstaaten seien von einem nicht näher bezeichneten „Spekulantenimperium“ in Geiselhaft genommen worden, sagte Orban gestern in einer Rede in Budapest. Die mysteriöse Finanzmacht habe Europa „die jüngste Völkerwanderung, die Millionen Migranten, die Invasion der neuen Einwanderer beschert“>> (Quelle: ORF).

Auch hatte Saddam Hussein, „nicht nachweisbare“ Massenvernichtungswaffen, allerdings seine Gefangennahme wurde uns gezeigt!! Auch wenn die Menschen aus Südkorea, Nordkorea, China und Japan eine ganz ähnliche gemeinsame historische Erfahrungen haben, die Menschen sind dort seit dem Korea Krieg in Lager geteilt. Zum einen in die Krokodile und die Guten, die Kasperln. Seit der Regierung Trump ist das schwierig geworden. Das hat mehrere Gründe Quelle (siehe swprs): Eine Schweizer Plattform berichtet eben, wie wenig wir eigentlich über das Weltgeschehen wissen dürfen. Und im Weiteren war Trump in die Planung der Welt zu wenig eingebunden:  Siehe „Der Propaganda-Multiplikator“. Der Council of Foreign Relations(CFR), der die Welt, wie ein Marionettentheather plant, hatte Trump zunächst nicht in die Planungen und die entsprechende Medienarbeit der New World einbezogen. Das heißt im Klartext, Donald wollte am Anfang tatsächlich noch manche Fragen selbst mitdenken und entscheiden, und nicht die vorgefertigten Pläne des CFR so einfach übernehmen. Das heißt, er war für das Kasperltheather der Welt noch nicht genug reif. Vor allem war die Verfolgung der Pädophilen-Ringe, die auch die höchsten Kreise betreffen, die Trump durchführen ließ, vielleicht nicht im Sinne des CFR. Siehe mehrere Artikel diesbezüglich in eutimes.net/2017/02/  eutimes.net/2017/06/  („Trump arrests thousends of pedophiles,70 000 still at large, Media Silent“).  Und siehe auch eutimes.net/2017/08/ oder neopresse . Da die Informationen vielfach mit schon bisher im Nachrichtenspiegel veröffentlichten Informationen übereinstimmen, halte ich die Informationen, die verständlicher Weise als Fake News bezeichnet werden, für wahrscheinlich. Auch Wikileaks berichtete über Unglaubliches, das man als anständiger Bürge nur für Fake News halten kann: Clintons und deren Geschäftsfreunde in sexuellen Missbrauch verwickelt, sogar von Kinderritualmorden ist die Rede. So wie der ehemalige Investmentbanker Ronald Bernard veröffentlichte, sind eben sehr hohe Kreise, wahrscheinlich Demokraten und Republikaner, in diese Dinge verwickelt? Würde das eventuell erklären, warum Trump, der sicher kein Heiliger ist, sowohl von Demokraten als auch Republikanern so massiv angegriffen wird? Meist haben die Kriegstreiber unter den Präsidenten eher die Presse hinter sich. Es hat 2017 immer wieder so ausgesehen, als ob die Freundschaft zu Russland, Trump aus dem Amt werfen hätte können. Bevor also Trump einen Großteil der Elite inhaftiert und zusätzlich der Staat bankrott geht (siehe Rubikon), haben sich die Verhältnisse seit der Einsetzung des CFR-Mitglieds McMaster als Stabschef ein wenig geändert.

Doch droht jetzt wieder aus dem Kasperltheater eine Tragödie zu werden. Vielleicht Hamlet. Wir sind ja gerade beim Wiedererkennen der wunderbaren Kunst, und Hamlet eignet sich vortrefflich als Schablone, für eine angelsächsische Tragödie: Der noch lebende Altvater G.W. Bush meldet sich zu Wort: „Blinder Eifer scheint auf dem Vormarsch. Unsere Politik ist anfälliger denn je für Verschwörungstheorien und regelrechte Lügenmärchen“ (siehe FAZ). Ja, es könnte sogar der Geist des ermordeten Vaters erscheinen: siehe tagesschau.

Die Akte des ermordeten J.F. Kennedy werden teilweise öffentlich. Verständlicher Weise nicht ganz. Die Blamage wäre zu groß? Der ermordete Vater Hamlets erscheint!? In dieser Tragödie spricht auch Hamlet über „Sein, oder Nichtsein ist hier die Frage.“ Er hatte damals zwar noch keine A-Waffen, doch am Ende sterben alle, die Königsfamilie und auch Hamlet selbst. Ja, Trump als Hamlet, mit der Neuinszenierung von Nordkorea als Sarajevo für Worldwar3? Inszeniert vom CFR? Unter der Anleitung von den Luziferisten, die von Ronald Bernard, einem Ex-Banker erwähnt werden (siehe: Der Ex Banker Ronald Bernard berichtet Teil1).

Ein abschließendes Blutbad der Welt gefällig? Siehe ORF: <<„Größtes US-Kriegsschiff bei Übung – Die USA und Südkorea halten derzeit ein großes gemeinsames Militärmanöver ab. Die Übung diene dazu, „die Einsatzbereitschaft gegen Nordkoreas Marine-Provokationen aufrechtzuerhalten“ und die Fähigkeiten in der militärischen Zusammenarbeit mit den USA zu verbessern, hieß es aus Seoul dazu. Nordkorea hatte wiederholt Mittelstreckenraketen getestet, in zwei Fällen über Japan hinweg. Das Manöver, an dem unter anderem der US-Flugzeugträger „USS Ronald Reagan“ teilnimmt, wurde von Nordkorea als „rücksichtsloses Verhalten von Kriegsbesessenen“ verurteilt, mit dem die bestehenden Spannungen zur „Explosion“ gebracht würden.>>

Kim ersucht allerdings Australien, die USA aufzufordern, Nordkorea in Ruhe zu lassen (siehe eutimes.net). Und auch im SPIEGEL wird darüber berichtet, dass eben wieder dieses neue riesige Seemanöver mit Test der Raketenabwehr durchgeführt wird. Dass die Raketenabwehrsysteme in Polen und in Rumänien, aber sehr wahrscheinlich auch die in Südkorea, gleichzeitig sehr effiziente Angriffswaffen sind, das wird uns von den Medien verschwiegen.Was vielleicht genauso wenig  bekannt ist, ist, dass das Raketenarsenal (nach übereinstimmenden, aber mündlichen Informationen) Nordkoreas, im Wesentlichen ein Teil des  Raketenarsenals Chinas ist!? Wie sollte man sonst verstehen können, dass der Leiter des außenpolitischen Ausschusses des Senats, Corker, von einer Kriegstreiberei in Richtung WW3 spricht? Denn auch ein regionaler A-Waffenkrieg mit Nordkorea wäre ja trotzdem noch überschaubar (siehe ORF). Auch darüber, dass leider Europas Verteidigungsfähigkeit nicht gewährleistet ist, gibt es ein sogenanntes „Geheimpapier“ (siehe SPIEGEL). Also eine Konfrontation, so unbemerkt und unerwartet, wie das Attentat von Sarajewo, bei einer ähnlich ausgeklügelten polarisierten  Bündnisstruktur, wie vor dem WW1 und einer Zerstörungskraft von 2500 Zweiten Weltkriegen (siehe atomwaffenabisz overkill). Nur dass die vernünftigen Menschen annehmen, dass die anderen Menschen auch vernünftig wären und keinen solchen Wahnsinn beginnen würden? Doch New York ist die Kokain Hauptstadt der Welt (siehe SPIEGEL). Kokain ist eine Droge der höheren Schichten und macht gewissenlos. Und Kokain und Satanismus verbinden sich zur Gewissenlosigkeit?

Apropos Spiegel, der da jetzt immer von mir zitiert wurde. Wenn bei uns im Westen Probleme Russlands und Chinas kritisiert werden, wie z.B. wenig Menschenrechte, oligarchische Strukturen in Russland, aber vieles mehr, so kritisiert der Westen eigentlich doch wohl dabei sich selbst? Er sieht sich im Osten in den Spiegel! Und der Osten, vor allem China, kopiert ja böser Weise alles, was wir, die Meister (in den Augen Chinas) tun. Und wenn es bei uns Dutroux und Pädophilen-Ringe gibt (siehe Spiegel), dann können wir davon ausgehen, dass das auch in China stattfindet? Es gibt mündliche  Informationen darüber.

Also zunächst zurück zur Tragödie um Hamlet. Der Königssohn Hamlet, dem immer wieder der Vater erscheint, richtete in einem Blutbad alle, zuletzt sich selbst. Und Trump möchte doch lieber keine Tragödie erleben, sondern vielleicht ist es ihm doch lieber im Marionettentheater der Welt der Kasperl und nicht das Krokodil zu sein? Also, Kasperl fängt im Kasperltheater Räuber, böse Zauberer und gewinnt immer gegen das Krokodil. Und wenn er vielleicht tatsächlich gegen das echte Krokodil weiterkämpft, dann könnte er wieder selbst mehr denken? (siehe oben zitierte Artikel über Trumps Kampf gegen Pädophilen Ringe: eutimes 1, eutimes 2 und eutimes 3)

Wobei leider auch die engste Umgebung des Präsidenten in neue Religionen involviert sein dürfte (siehe eutimes 4). Herr Kushner ist interessanter Weise für Iran und Nahen Osten zuständig. Das könnte noch eine weitere Front neben Ukraine und Nordkorea im Iran eröffnen (siehe: ORF). Doch an Stelle, wie bei Hamlet die Umgebung, in diesem Falle unsere Menschheit, massiv zu gefährden, könnte er Onkel Donald  ja tatsächlich, wie der Kasperl, die Welt unter großer Mithilfe von uns, die wir, so aktiv wie die Kinder dann ihn, beim Kampf gegen das Böse anfeuern, die Welt vom Bösen befreien? Wir unterschätzen dabei massiv unsere eigene Rolle. Wenn wir Onkel Donald angefeuert hätten, als er die Pädophilen-Ringe bekämpfte, worüber wir interessanterweise nicht informiert wurden, so hätte er dadurch viel mehr Unterstützung gehabt. An Stelle dessen haben wir vieles den Medien geglaubt? Jetzt könnten wir alle, so wie die Kinder im Puppentheater, Kasperl aufmerksam machen, dass er bei einem Atomkrieg vollkommen falsch liegt! Wir könnten auf die Straße gehen, so wie im Kalten Krieg und laut protestieren. Nein, durch die Allmacht der Medien und der Erziehung zu Befehlsempfängern, werfen wir zum Zeitpunkt der Verfolgung der pädophilen Ringe durch Onkel Donald mit Steinen auf ihn, und wenn er durch die Kraft des CFR einem Gemetzel bei Nordkorea nahe kommt, so schweigen sich Medien und Menschen im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode? Doch wir könnten so lebendig sein wie die Kinder im Kaspertheater. Wir müssten nicht erschöpft hinter dem Bildschirm sitzen, wir könnten sehr lebendig aktiv werden und den Trump, der selber denkt, unterstützen und ihn, wenn er wie im schlechten Marionettentheater vom CFR geführt agiert und damit die Menschheit gefährdet, aufwecken!

Ein gutes Kaspertheater ist lebendig und lustig! Und ist sehr wirksam! Und wenn Europa tatsächlich in einen Konflikt hineingezogen werden würde, dann können wir Befehlsverweigerung machen, wie im Kosovo (Quelle: SPIEGEL):

„London – Größenwahn, Selbstüberschätzung – oder einfach nur Werbung für sein neues Album? Sänger James Blunt hält sich jedenfalls dafür verantwortlich, dass es 1999 während des Kosovo-Kriegs nicht zum Dritten Weltkrieg gekommen ist. Das behauptete der Brite jetzt in einem Interview mit dem Sender BBC Radio 5Live. Blunt hat vor seiner Gesangskarriere bei der britischen Armee gedient und gehörte zu den 30.000 Nato-Soldaten, die im Kosovo-Konflikt eingesetzt waren. Als führender Offizier habe er damals den Befehl erhalten, den Flughafen in der Nähe der Stadt Pristina zu erobern. Der sei jedoch bereits von etwa 200 russischen Soldaten besetzt gewesen. Nato-Oberbefehlshaber US-General Wesley Clark habe über Funk das Kommando ausgegeben, „das Flugfeld zu erreichen und zu halten“, sagte Blunt in dem Radio-Interview. Er habe Clark darauf hingewiesen, „dass uns bereits 200 schwerbewaffnete russische Soldaten gegenüberstehen“. Nichtsdestotrotz habe Clark darauf beharrt, die Russen anzugreifen. Dabei seien Worte gefallen wie „zerstören“ und „überwältigen“. Es war eine verrückte Situation“, sagte Blunt der BBC. Er habe sich jedoch geweigert, dem Befehl nachzukommen und sei sich bewusst gewesen, dass er dafür womöglich vor ein Kriegsgericht gestellt werden könne, hob der Sänger in der BBC hervor. Doch so weit kam es nicht. Blunt erhielt Rückendeckung vom britischen General Mike Jackson. Der habe Clark schließlich mit den Worten zur Vernunft gebracht: „Ich will nicht, dass meine Soldaten für den Ausbruch des Dritten Weltkriegs verantwortlich sind.“ Der Vorfall beim Flughafen von Pristina ist historisch dokumentiert. Lediglich Blunts-Rolle dabei wurde erst jetzt von ihm selbst öffentlich gemacht. Auf die Frage, ob er davon überzeugt sei, dass Clarks Befehl tatsächlich den Dritten Weltkrieg hätte auslösen können, antwortete Blunt: „Absolut.“

Der befehlsverweigernde Offizier hatte keine Probleme, auch die Probleme des britischen Generals Mike Jackson, waren insofern gering, als er erst deutlich später wieder wichtige Aufgaben durchführen durfte. Soweit ich mich erinnere gab es 1996 ca. 60 Nato Generäle die aus dem Militärdienst ausgetreten waren. Verantwortungsvolles, waches Handeln, so wie die aktiven Kinder im Kasperltheater können wir dabei lernen und entwickeln!

Kim und der Imperator


Bild: Wilhelm Busch / Public domain

Zu Donald dem Imperator schlich, Kim
die Atombombe im Gewande.
Die Deeskalationen liefen im Sande
Die Psychologie dabei amüsiert am Rande:

Wenn ein Böser Amok läuft
und nach dem Revolver greift,
da bleibt die Polizei sehr still
weil sie kein Blutbad anrichten will?

Doch er: “Was willst Du mit der Atombombe sprich,
das geht mir vollkommen gegen den Strich,
wenn Du kleiner Raketenmann, nicht hältst still
Dann lösche ich Dein Land ganz aus, so wie  ich will!“

entgegnet ihm wütend Meister Trump,
der keine besseren Worte fand!
Darauf sprach Kim
ist gar nicht so schlimm:

Wenn Du meinem Land machst den Garaus,
Dann blase ich Dir Dein Lichtlein aus!
Die ganze Welt hältst Du in Schach,
da gibt es gar kein Weh und Ach!

Und folgen Dir nicht die Millionen,
Dann gibt es eben Sanktionen.
Und viele Aktionen machst Du versteckt
Heimtückische Attacke , das ist Dein Zweck

Du spähst uns alle hinterhältig aus,
was Du mit dem VW und der DB gemacht hast,
das war ein Graus
Du setzt Deine Interessen durch, ganz ohne Rast!
Alle haben auf Dich Zorn
aber wenn einer aufmuckt, dann blasen alle ins gleiche Horn

Der Greis in Tränen ausbricht
Folg  ich dem CFR nicht,
dann kommt das Gericht
dann hab ich große Not,
dann bin ich nämlich tot.
Außerdem geht mein Staat bankrott

Einst hat Kennedy nicht pariert,
er wurde dann brutal massakriert,
er wollte den Vietnamkrieg beenden
und Asien nicht mehr so schänden!

Auch wollt er dass die FED, die staatliche Bank
kommt auch tatsächlich in staatliche Hand!

OK, ich bin ein Imperator,
aber Du, Du bist ein Diktator!

Da kommt dem Kim das Weinen,
im Weinen konnten Sie sich einen
auch kam noch dazu der XI
der sprach schweizerisch zum Kim
kimm sonst bischt gsi!
Was auf Deutsch so viel heißen mag:
Entweder Du folgst, sonst ist es Dein Grab!

Da wird Kim wieder zum Held:
Ihm geht es gar nicht um viel Geld.
Wenn ich die Welt vom Imperator befrei,
dann gibt es da zunächst nur viel Geschrei

Doch hat das Imperium die ganze Welt drangsaliert,
so dass niemand da wirklich viel verliert!
Trotzdem konnten sie sich einen:
Sollte man doch meinen

Denn einst ein  weiser  Philosoph sprach :
Cogito ergo sum!
Das heißt ohne Weh und Ach,
Wer sich hirnlos selbst richtet ist dumm!

Und einen A-Waffen Krieg überlebt man nicht!
Das ist eben die Geschicht!
Sie spielten dann zusammen:
Gestiefelter Kater ohne zu jammern

Der Xi der war der Kater gleich,
er fand den Weg zum bösen Zauberer sogleich.
Er sprach zu ihm: Oh, mach Dich klein!
Das kann niemand außer Dir, wie fein.

Der Zauberer, er war Satanist ,
wie das heute ja so üblich ist
und die Gedanken zur Weltvernichtung wuchsen auf deren Mist
der machte sich zur Maus.
Xi fraß die Maus
und die Geschicht ist aus!

Polit-Kindergarten!

12_3 pilz

Bild: Deutsche Fotothek‎ / CC BY-SA 3.0 de

Was kann Tante Mogherini tun,
wenn Donald und Kim nicht ruhn
sondern ständig sich rempeln und puffen
da hilft kein Beruhigen und Rufen

Die beiden kämpfen am hohen alten Baum
da ist zum Kämpfen wirklich kein Raum
die Äste des Baumes sind alt
dass da ja niemand herunterfallt

Doch sie hören nicht auf mit dem Kampf
sie kommen erst so richtig in Dampf
sie reiten sogar gegeneinander Hahnenkamm
da stehen sie, trotz Rufen, noch immer nicht stramm

Hat doch der Kim sogar in der Schweiz,
da packt einen der Geiz,
eine sorgfältige Ausbildung genossen
und spielt jetzt solche Possen

Ja die beiden, die spielen sogar mit der Bombe
Bei der Explosion da fehlt Ihnen die Zahnplombe

Bild: CC PD 1.0 /Wikimedia commons

Auch hier, wie überall im Leben
muss es Unterschiede geben
alle wollen in das Himmelreich
doch manche nicht sogleich
Doch über dem großen Teich
da ist der Donald sehr reich
der kommt so schwer ins Himmelreich

Kim und Donald diese beiden,
die konnten sich gar nicht leiden
schon der Papa Wilhelm Busch
der machte mit dem Kampf nicht Schluss

Ja, der Papa Wilhelm Busch
der hat gefasst den Entschluss
dass das Heimatland von Kim und anderen Staaten
sind nicht nach dem Plan von Busch geraten
dass die seien Satansbraten!
wikipedia  – Achse des Bösen
Wer könnte die denn noch erlösen

Diejenigen Staaten die darauf sind,
die haben Probleme, liebes Kind
Entweder sie haben Bürgerkrieg
Oder die „guten Kräfte“ hatten ihren Sieg
wo ziemlich alle Hunger haben
und viele wollen sie nicht laben

Denn auch die UNO hat nicht den Mut
kennt sie doch die Völkerrechte gut
zu fordern, dass auch in Pjöngiang
wo die Menschen sind vor Hunger krank,
dass man ihnen dort zu Essen spendet
und damit über Artikel 11 das Blatt zum Guten wendet.
An Stelle dessen denkt sie an Sanktionen
das erzürnt in Nordkorea die Bataillionen

und auch das jüdisch christliche Gebot
verbietet Menschen töten, auch in Not
doch Iran und auch das Land vom Kim
die sind angeblich noch immer schlimm!

Und wenn sie das nicht sehen
dann sollen die Diktatoren gehen
und wollen sie das nicht
dann spricht man über sie Gericht

Bild: CC PD 1.0/ Conscious/ Wikimedia commons

Ja, den beiden Kim und Donald ist nicht zu trauen
da kann man ja wirklich zu schauen
wenn sie auf niemanden hören
vielleicht kann Jean Ziegler sie stören
(focus.de)
vielleicht kann er sie zum Frieden bekehren
Auch möchte Putin über die UNO wieder Ruhe schaffen,
dass in der Ostukraine die Bomben nicht mehr krachen

Doch ob nur die Schurkenstaaten sind Satansbraten?
ex-banker-ronald-bernard-ueber-kindermorde-satanismus/
da hört man viele Untaten
und ist die Folge von Satanismus nicht Terrorismus?
Wenn man alle ständig belügt
den Gegner im Geheimen bekriegt?
(spiegel.de)
oh je!
um Trumps Budget steht es schlecht
da wäre doch ein Krieg sehr recht?
(rubikon.news)

Man sieht, Grund für Krieg gibt es viel
Doch was ist denn ihr großartiges Ziel?
Ein Atomkrieg führt zum Tod
da ist sicher große Not
Sie legen sich einfach ins Bett
ist denn das wirklich so nett?

Bild: CC PD-US/ Conscious/ Wikimedia commons

Wenn Menschen gottlos werden… (von Antoine de Saint Exupery / Autor und Widerstandskämpfer:)

„Dann sind Regierungen ratlos,
Lügen grenzenlos,
Schulden zahllos,
Besprechungen ergebnislos,
dann ist die Aufklärung hirnlos,
sind Politiker charakterlos,
Christen gebetslos,
Kirchen kraftlos,
Völker friedlos,
Sitten zügellos,
Mode schamlos,
Verbrechen maßlos,
Konferenzen endlos,
Aussichten trostlos.“

Schlaf, Menschheit, schlaf
Merkel Mutti ist kein Schaf
Der Donald ist ein Boxer hier
da kann er nur bedingt dafür
trump-medien-geopolitik/
da hast die Ursachen ganz im Stück

Schlaf, Menschheit, schlaf
Sie greifen an im Schlaf
Du schläfst zwar wie ein Murmeltier
da kannst Du aber schon dafür
schlaf Menschheit schlaf

Schlaf, Menschheit, schlaf
Du bist kein kleiner Graf
du bist schon bald Kanonenfutter
da fragst Du lieber nicht die Mutter
schlaf Kindlein schlaf

Schlaf, Menschheit, schlaf
Wach auf Menschheit wach auf
sonnst kriegst Du eine drauf!
die Sonne schon am Himmel steht
der Hahn der hat schon fest gekräht

Wach auf, Menschheit, wach auf!
Wach auf, Menschheit, wach auf!
Bevor Dein ganzes Haus verbrennt
dann hast Du da Dein Sein verpennt!
Wach auf, starke Menschheit, wach auf!

 

Kim und Donald und die kommende Sonnenfinsternis

Bilder: public domain

Kim und Trump machen der Welt Angst. Doch sind doch Atomwaffen das beste Mittel, um rasch und sicher ins Jenseits zu gelangen?

Ach, was muss man oft von bösen
Kindern hören oder lesen!
Wie zum Beispiel hier von diesen,
welche Kim und Donald hießen;

Die, anstatt durch weise Lehren
sich zum Guten zu bekehren,

oftmals noch darüber lachen
und sich heimlich lustig machen.

Ja, zur Übeltätigkeit,
ja, dazu ist man bereit!
Menschen necken, Tiere quälen,
Äpfel, Birnen, Zwetschgen stehlen.

Das ist freilich angenehmer
und dazu noch viel bequemer,
als in Kirche oder Schule
festzusitzen auf dem Stuhle.

Kim und Donald, diese beiden,
durch die muss die Welt so manches erdulden und erleiden
Da so vieles gar nicht klappt
denkt Angela, wär`s doch Donald Duck!

Doch wenn Donald Frieden machte
die ganze Waffenlobby ihn verlachte
und sogar des Amts enthebte
oder er gar nicht weiterlebte?

Ja da denkt er, eins zwei drei,
da hau ich doch die Welt entzwei!

Kim der zweite Übeltäter,
Chef eines Landes hungriger Väter
das ohne Spenden vielleicht nicht mehr lebte.

Denn seit sein Land ist Teil der Schurkenstaaten,
Auch G.W. Bush hat das eröffnet und verraten,
ist es mit der Ernte stets vorbei,
und irgendwann kracht‘s mit Geschrei!

Ja, Wilhelm Busch ist einer der Väter
dieser Geschichte doch Übeltäter.
Es ist das der reine Zufall pur,
Technologie war immer nur,
das Werkzeug ja der Wissenschaft,
und wollte niemals, dass es kracht.

Darum glauben wir unverdrossen,
dass die nordkoreanischen Genossen
den Hunger selbst verursacht haben.
Bush und die Amis wollten sie doch laben!

Im Hintergrund von Donald sitzt Herr Kushner,
der liebt die 666 gar sehr
(dazu unten
gleich noch mehr)
Nach dem Beratergemetzel
vielleicht der letzte?

Und da am 21.08. noch eine amerikanische Sonnenfinsternis besteht
und genau da Südkorea und USA zu einer großen Truppenübung geht
ist die Gefahr da ja winzig klein
was soll denn schon mit A-Waffen sein.

Und er sprach: es werde Licht
doch er fand den Schalter nicht.
Wenn die Sonne nicht mehr bescheint den Schopf
trifft man leicht den A-Waffen Knopf
Dass der ganze Himmel sich erhellt
und die A-Waffe vom Himmel fällt.

Und dann, oh liebe Menschheit, ist der Weg nicht weit
zur lang ersehnten Ewigkeit!

Der Verfasser einiger dieser Zeilen hatte einen Großvater. Der hatte in der Schule einen hinteren Sitznachbarn. Und der hatte eine Nadel. Und  immer wenn es dem hinteren Sitznachbarn passte, so stach dieser meinen Großvater mit der Nadel. Die Lehrer merkten die Nadelstiche nicht. Und tadelten wohl immer meinen Großvater. Doch einmal war es meinem Großvater zu viel. In einer Pause wurde der Sitznachbar von meinem Großvater so verdroschen, dass mein Großvater die Schule verlassen musste. Es war ihm aber nicht zum Nachteil. Er wurde Schlosser. Dann aber beendete er doch seine Schule und sein Studium und war dann doppelter Dr. und Diplomingenieur. Seine Schlosserfähigkeiten konnte er dabei auch in der Arbeit sehr gut brauchen.

Nun, wenn die bestehenden Technologien von den Eliten, so wie sie von Ronald Bernard beschrieben werden (siehe Ronald Bernard packt über Hochfinanz-Geheimdienste und Kindermorde aus) eingesetzt werden, und die Waffenlobby laut Ronald Bernard Teil der Wirtschaftsaktivitäten der 8200 Mächtigen der Hochfinanz ist, dann ist die antiamerikanische und zornige Reaktion Nordkoreas und Kims jedenfalls für mich zusätzlich zur bestehenden Gegenreaktion auf die UNO Sanktionen gegen Nordkorea verständlich. Dass es eigentlich um einen Chinesisch – US-amerikanischen Wirtschaftskrieg geht, das packt Bannon allerdings jetzt aus: siehe „Österr.Staatsfernsehen: Bannon packt aus“. Diesbezügliches wurde auch im  Nachrichtenspiegel schon erwähnt.

Die Liste von Hungersnöten in Nordkorea ist lang, z.B.:

Welt.de: Hungersnot in Nordkorea 1999

Zeit.de: Hungersnot Nordkorea 2015

spiegel.de 2017: schwere Dürre in Nordkorea befürchtet

Die militärischen Möglichkeiten, Missernten zu erzeugen, allerdings auch (obwohl es dem gemeinen Kleinbürger streng verboten ist, darüber zu reden. Wer es doch tut, riskiert, für wahnsinnig erklärt zu werden – anstatt dass man diejenigen für wahnsinnig erklärt und umgehend psychiatrisiert, die solche menschen- und naturverachtenden Militärtechnologien planen und nachweislich sogar patentieren / siehe US Patentanmeldungen in u.a. Links ):

Science Explorer: Hintergründe eines Wahnsinns-Projekts

Die Erde als Kriegswaffe

Prof. Michael Chossudovsky: Klima-Waffen & Co.

Zahlenverliebte Menschen, die wir ja heute fast alle sind, werden eventuell meinen, das Maß sei voll, wenn dann noch ausgerechnet der Schwiegersohn und Chefberater von Trump eine eigentümliche Vorliebe für 666 hat, obwohl diese Zahl zumindest von manchen Religionen aber auch von Freimaurern immerhin als Gegenkraft gegen den Fortschritt der Welt angesehen wird: siehe „President Kushner owns 666 building“ (eutimes.net).

Der Präsidenten-Chefberater ist leider nicht der einzige 666-Freak. Wie uns der Finanzinsider Ronald Bernard im schon oben erwähnten Interview erklärt, huldigt „der Großteil“ der vorgenannten 8200 Mächtigen, für die er gearbeitet hat, ebenfalls einer recht eigentümlichen Dunkelreligion: dem „Luziferismus“. In diesem elitären Zirkel wird im Übrigen etwas ganz anderes gelehrt als uns gemeinen Kleinbürgern in der Schule als Aufklärung beigebracht wird – in dieser Gilde gilt nämlich derjenige als der Größte, der besonders viel Dreck am Stecken und alle moralischen Kategorien hinter sich gelassen hat. Während wir aufgeklärte Bürger z.B. der Meinung sind, dass sich bei der totalen Sonnenfinsternis kommenden Montag bloß der Mond vor die Sonne schiebt, so sieht man bei den „Luziferanern“ diese Phase als günstigen Moment für besondere Schweinereien, die man in der Welt anstellen kann.

Ist eine Sonnenfinsternis heute ein bloßes astronomisches Spektakel, so war sie den Menschen in allen früheren Kulturepochen noch etwas zutiefst Unheimliches. Die nordische Mythologie hat die Sonnenfinsternis im Bild des Fenriswolfes gesehen, der die Sonne, also die hellen Geisteskräfte, verfolgt und sie schließlich verschlingt. Noch bis zur Zeit des Astronomen Johannes Kepler hatten viele Menschen beim Anblick einer Sonnenfinsternis dieses schaurige innere Erleben des Wolfes. Auch in der okkulten Tradition der Logen (sowohl der „schwarzen“ als auch der „weißen“) gilt die Sonnenfinsternis seit jeher als kritische Zeit, in der das auf der Erde von Menschen erzeugte Böse frei in den Weltraum hinausschwadronieren kann, ohne dabei von der Sonne gebremst zu werden – von wo aus es dann wieder auf die Menschen zurückwirkt. Wenn nun exakt an diesem Tag der Sonnenfinsternis (21.08.2017) ein großes amerikanisch-südkoreanisches Militärmanöver mit über einer halben Million Mann unmittelbar neben Nordkorea stattfindet (siehe uncut-news), darf einem da nicht ein bisschen Angst und bange werden, dass Ronald Bernards Wolfsjünger, die den militärisch-industriellen Komplex angeblich fest im Griff haben, zum Mond heulen? (siehe dazu auch den Artikel des Eifelphilosophen über den alljährlich stattfindenden „Bohemian Groove – Das unheimliche Zentrum westlicher Macht“)

Foto: Sonnenfinsternis (Gemsi / CC BY-SA 3.0)

Wie auch immer, selig der Mensch, der sich unter-hält und über all diesen elitären Quark nichts wissen muss – die elitären Herren wollen ja bekanntlich nichts Böses, sondern einfach nur ihren Spaß haben. Und wer ihnen diesen Spaß nehmen will, ist nach einhelliger Meinung unserer Spiegelbildpresse ein bloßer Spielverderber. Schalten wir also wieder einmal einfach ab bzw. gucken wir Tagesschau. Und vertrauen wir darauf, dass der schützende nordische Geist „Widar“, ein Sohn Odins und Bruder Thors, dem Wolf rechtzeitig seinen Fuß ins offene Maul stellt, damit er es doch nicht zusammenklappen und die Menschheit restlos verschlingen kann, so wie es die Edda vorhergesagt hat:

 „Alsbald kehrt sich Widar gegen den Wolf und setzt ihm den Fuß in den Unterkiefer.
An diesem Fuß hat er den Schuh, zu dem man alle Zeiten hindurch sammelt,
die Lederstreifen nämlich, welche die Menschen von ihren Schuhen schneiden, wo die Zehen und Fersen sitzen.
Darum soll diese Streifen ein jeder wegwerfen, der darauf bedacht ist, den Asen zu Hilfe zu kommen.
Mit der Hand greift Widar dem Wolf nach dem Oberkiefer und reißt ihm den Rachen entzwei und das wird des Wolfes Tod.“ (Quelle: Gylfaginning 51 – Snorra-Edda:)

 Wenn jetzt Wilhelm Busch, wohlgemerkt nicht sein Namensvetter G.W. Bush in Amerika, dann weiter über das Ende der Lausbuben berichtet, dann meint er nach heutigem Wissensstand wohl eher die Wolfsbrüder und Satanskultanhänger, die die 666 und den Großen Wolf lieben, die den Menschen der Welt lauter böse Streiche spielen und auch Kim und Donald nach deren Pfeife tanzen lassen, wenn er die Lausbuben folgendermaßen enden lässt:

Denn diese werden dann erfolgreich zu Mehl verarbeitet.

Die, anstatt durch weise Lehren
sich zum Guten zu bekehren,

oftmals noch darüber lachen
und sich heimlich lustig machen.
Doch wenn alle heiter lachen,
ja dann muss es gar nicht krachen!

Aufgelesen und kommentiert 2017-06-06

 

Mit freundlicher Genehmigung von Andreas und Rume.de

Aufgelesen und kommentiert 2017-06-06

/ Neues Betriebsrentengesetz: Ein Geschenk an Unternehmer und Gewerkschaftsfunktionäre
/ Offenbarungseid: DIE LINKE stimmte Autobahnprivatisierung im Bundesrat geschlossen zu
/ Steuervermeidungssysteme sorgen für fehlendes Geld zur Armutsbekämpfung
/ Parteispenden: CDU kassiert erneut 100.000 Euro Schmiergeld
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/ Letzte Bastion Meinungsfreiheit
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/ Nordrhein-Westfalen: Transparenzgesetz bleibt geheim
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/ SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz macht Sicherheit zur Frage der Gerechtigkeit
/ Krieg dem Terror
/ Kein Umzug der Bundeswehr nach Jordanien, sondern sofortiger Abzug nach Deutschland
/ Vorschlag des Jahres

Neues Betriebsrentengesetz: Ein Geschenk an Unternehmer und Gewerkschaftsfunktionäre
„Der Entwurf von Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) mit dem sperrigen Namen Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) wurde mit den Stimmen von CDU und SPD im Bundestag verabschiedet. Nun muss am 7. Juli noch der Bundesrat zustimmen. Die Nachricht ließ vor allem bei Fondsmanagern und Unternehmern und in einigen Gewerkschaftszentralen die Sektkorken knallen. Das Gesetz sei „revolutionär“ und „ein Meilenstein“, schwärmte Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des Fondsverbands BVI: „Der Entwurf ist das seit langem Beste, was die Politik zum Thema Rente vorgelegt hat.“ Auch der Arbeitgeberverband BDA begrüßte das neue Gesetz.“ Weiterlesen…

Offenbarungseid: DIE LINKE stimmte Autobahnprivatisierung im Bundesrat geschlossen zu
DIE LINKE in Berlin, Brandenburg und Thüringen hat sich schlichtweg kaufen lassen. Für ein paar Euros aus dem Länderfinanzausgleich stimmte man der Autobahn- und Schulprivatisierung zu. Wohlgemerkt: Ein Ausverkauf, der nur mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit (!) wieder gestoppt werden kann.

Das macht CDU/CSU, SPD, FDP oder GRÜNE, die ebenfalls zustimmten, nicht besser – aber DIE LINKE schlagartig genauso scheisse. Entweder man hat Rückgrat, oder man ist käuflich.

Schon immer war die Regierungsarbeit der LINKEN in diversen Bundesländern zum Kotzen. Kapitalistische Elendsverwaltung, die beispielsweise in Berlin dazu geführt hat, dass nach über 10 Jahren des Mitregierens die Armut noch grösser ist als je zuvor. Und jetzt: Der Pkw-Maut zugestimmt, der Privatisierung zugestimmt, in vier Wochen wird dann dem neuen Betriebsrentengesetz zugestimmt – mit der Glaubwürdigkeit war es das nun. Endgültig. Schade um die vielen wirklich engagierten Leute dort, aber den längst schon eingeleiteten Weg hin zu einer zweiten SPD kann ich nicht weiter unterstützen. Und es braucht EINE MENGE, um wieder Pluspunkte für sich sammeln zu können.

Kennt jemand Alternativen? Die SGP (früher PSG) vielleicht?

Steuervermeidungssysteme sorgen für fehlendes Geld zur Armutsbekämpfung
„Ein Prozent der Weltbevölkerung hat mehr Vermögen als der Rest der Welt zusammen. Nur 8 Menschen besitzen genauso viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Die weltweite soziale Ungleichheit hat einen neuen Höchststand erreicht. Ein Grund ist die Steuervermeidung von Unternehmen und reichen Einzelpersonen durch ein System von Steueroasen, das vor allem den Reichen zugutekommt und die Kluft zwischen Arm und Reich vertieft. Durch das globale Steuervermeidungssystem werden den Bürger/innen in armen Ländern die notwendigen Gelder vorenthalten, die zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ungleichheit dringend benötigt werden. Wer soziale Ungleichheit und Armut bekämpfen will, muss Steuergerechtigkeit schaffen und Steueroasen trockenlegen.“

Das sagt übrigens nicht irgendeine linke Klitsche, sondern die Oxfam-Organisation!

Parteispenden: CDU kassiert erneut 100.000 Euro Schmiergeld
Die Anlagespekulanten der „VHB Grundstücksverwaltung“ schieben einen grossen Geldkoffer über den Tisch.

Gesundheitsminister Gröhe (CDU) will massenhaften Online-Betrieb der Gesundheitskarte
Ein wahres Gruselkabinett, dass sich da versammelt hat: Der Gesundheitsminister der käuflichsten Partei Deutschlands (Gröhe, CDU), der Chef der privaten Klinikkonzernkette Helios (Motto: Profit statt Gesundheit), die Datenkrake von Bertelsmann – dazu noch Schlagwörter wie „Gesundheitscloud“ und „niemand will eine Mauer bauen“ … äääh, „Wir trauen uns zu, 70 Millionen gesetzlich Versicherte auf hohem Datenschutzniveau miteinander zu verbinden“ … so lasset den Handel mit den Patientendaten des Pöbels beginnen

Unnötig zu erwähnen, dass man zwar fröhlich mit unseren Krankenakten handeln will. Beim Auffliegen oder Missbrauch unserer Daten „vorsichtshalber“ keinerlei Konsequenzen oder gar Schadenersatz festgelegt wurden. Die wissen schliesslich ganz genau, was sie da tun.

Letzte Bastion Meinungsfreiheit
Ein kleiner Blick hinter die Kulissen, WARUM Justizminister Maas (SPD) derzeit so eifrig an einem Internet-Zensurgesetz arbeiten muss. Kurzer Auszug: „Von der Vorstellung, das Internet solle von staatlichen Eingriffen grundsätzlich frei sein, haben sich die herrschenden Politcliquen des sogenannten freien Westens schon lange verabschiedet. Sie ertragen es nicht, dass ihnen die Deutungshoheit über politische Ereignisse, ökonomische Zustände, offengelegte Skandale und losgetretene Kriege zunehmend abhandenkommt.“ Weiterlesen…

Trump ist nicht aus dem Pariser Abkommen ausgetreten, die USA waren nie dabei
Die USA hat das Pariser Klimaabkommen nämlich nie ratifiziert. Übrigens schon unter Barack Obama nicht, der sich zwar ebenfalls mit diesem Abkommen den Arsch abwischte, dies aber im Gegensatz zu Trump nie öffentlich bekanntgab.

Dazu passt:

Deutsche Klimaziele nur noch mit Liste des Schreckens erreichbar
Lautstark trompeteten Merkel, Schulz, Gabriel und andere Schädlinge herum, weil Trump verkündete, das Pariser Klimaabkommen zu ignorieren. Das lautstarke Trompeten soll davon ablenken, dass sich auch die Bundesregierung längst mit dem Pariser Klimaabkommen den Arsch abwischt – dies aber nur nicht offen zugibt.

Das ehemalige Nachrichtenmagazin hat mal aufgelistet, was die Bundesregierung längst hätte umsetzen müssen, um das Pariser Abkommen einzuhalten:

– Mindestquote für Elektroautos nach chinesischem Vorbild
– Abschaffung der Pendlerpauschale
– Abschaffung der Steuervergünstigungen für Diesel
– Strafgebühr für Benziner von 6,5 Cent pro Kilometer

All dies wurde natürlich nicht durchgesetzt – und somit ist es auch unsere Bundesregierung, die (wie Trump) grossflächig auf das Pariser Klimaabkommen draufkackt. Es bestätigt sich also im vollen Umfang: Das ganze Anti-Trump-Gejaule aktuell soll nur davon ablenken, dass man selber schwerster Umweltverbrecher ist.

Und Anmerkung am Rande: Eine „Liste des Schreckens“ ist das alles natürlich nur, wenn man es ohne soziale Gegenfinanzierung durchgepeitscht hätte. Würde man die Umweltzerstörung unseres Planeten hingegen auch den reichsten 10 Prozent hierzulande angemessen in Rechnung stellen, wäre das alles locker finanzierbar gewesen. Die 5.000 Milliarden Euro, auf denen die reichsten 10 Prozent hierzulande sitzen, bekommt man auch mit schärfsten Umweltgesetzen nicht abgeschmolzen. Weil es dafür natürlich wieder Firmen und Produkte geben muss, die genau den Profit abwerfen, der wieder in den Taschen der Reichsten landen.

Das für Umweltschutz investierte Geld ist schliesslich nicht weg. Es landet nur in den Taschen anderer Leute.

Nordrhein-Westfalen: Transparenzgesetz bleibt geheim
Eine Überschrift, die wie Satire klingt.  Es ist aber die ganz reale Regierungsarbeit von SPD und GRÜNEN.

Bundesrat gibt weiten Zugriff auf Passfotos aller Bürger frei
Vorratsdatenspeicherung? Ab sofort auch für Alltagsdelikte zum Missbrauch freigegeben.
Biometrische Ausweisfotos? Sind ab sofort für jedes Ordnungsamt zum Durchblättern online.
Eigenes Handy? Flüchtlinge müssen es rausrücken. Der Bürger gegenüber der Polizei dann in ein/zwei Jahren ebenfalls.

Und was macht das Bundesverfassungsgericht? Deren nächster freier Termin wäre in 60 Monaten.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz macht Sicherheit zur Frage der Gerechtigkeit
DIE WELT berichtet: „Schulz präsentiert das SPD-Sicherheitskonzept, das er rhetorisch so einrahmt: „Sicherheit ist eine Frage der Gerechtigkeit. Reiche Leute könnten sich Sicherheit kaufen; normale Bürger seien hingegen auf den Staat angewiesen.“

Das soll „soziale Gerechtigkeit“ sein? Ernsthaft? Keinerlei offene Fragen, warum es denn derart Reiche gibt, die sich private Sicherheitsleute leisten? Und ob solcher Reichtum, der dann mit privaten Wachleuten geschützt werden muss, nicht Ursache der sozialen Ungerechtigkeit sein könnte – ebenfalls keine Fragen dazu? Stattdessen alles so lassen und lieber den Pöbel, der (dank zahlreicher SPD-Regierungen in Bund und Ländern) immer weniger besitzt, auch noch hemmungslos einen Überwachungsstaat überstülpen? Für wen soll das „Sicherheit“ darstellen? Für die Armen? Oder doch wieder nur für die Reichen, weil man wütende Arme viel besser analysieren und wegknasten kann?

Aber schauen wir doch mal:

Zitat: „Die anlassbezogene Videoüberwachung soll „mit Augenmaß“ ausgeweitet werden.“

Und hey: Automatische Gesichtserkennung dank unserer Passfotos, die nun jede Behörde durchblättern darf, ist genau solch ein „Augenmass“. Ansonsten hätte die SPD das ja schliesslich nicht zu Gesetz gemacht

Zitat: „Die Polizei soll zudem Wohnungseinbrüche durch den Einsatz computergestützter Ermittlungsmethoden wirksamer bekämpfen können.“

Dieses „Predictive Policing“ genannte System ist nichts anderes, als das JEDER verhaftet werden kann, der als „gefährlich“ eingestuft wird. Im Voraus, ohne dass man auch nur jemals einen Strafzettel bekommen hat.

Zitat: „Zudem sieht das Papier eine bessere Sicherung der EU-Außengrenzen vor.“

Jawoll, dieselben „Ausländer raus“ Gesetze, die die AfD fordert. Und inzwischen steht die moderne SPD mitten zwischen Höcke und Gauland und brüllt mit.

Zitat: „Außerdem soll der Bund Maßnahmen zur Kriminalitätsprävention in Städten und Gemeinden fördern, um die Entstehung sozialer Brennpunkte zu verhindern.“

Hatten wir schon, nannte sich sozialer Wohnungsbau. Hat die SPD aber abgeschafft und alles privatisiert.

Zitat: „Durch „eine Art europäisches FBI“ sollen Terrorismus und Kriminalität grenzüberschreitend bekämpft werden.“

Wie viele sogenannte Terroristen waren den „Sicherheitsbehörden“ denn vorher NICHT bekannt? Wie jetzt, die waren alle schon bekannt und sogar als gewaltbereit in den Akten vermerkt? Und es hat nichts geholfen? Dann stellt man sich doch irgendwann die Frage: Was hilft denn tatsächlich gegen Terrorismus? Könnte es vielleicht helfen, einfach nicht mehr so viele Muslime zu ermorden, damit sich daraufhin nicht deren Geschwister/Verwandte/Freunde auch noch rächen wollen?

Zitat: „Niedersachsens Innenminister Pistorius betonte, dass die innere Sicherheit „in der DNA der SPD angelegt“ sei.“

Ja, das wissen wir spätestens seit SPD-Polizeiminister Gustav Noske, der wärend der Weimarer Republik jeden Streik der kleinen Leute blutig niederknüppeln liess und auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht ermorden liess. Wählbar ist DAS aber keinesfalls.

Krieg dem Terror
„Wenn ein junger Deutscher sich dafür bezahlen lässt, in Syrien, Afghanistan, Somalia oder sonst wo auf der Welt Menschen zu töten oder dabei zu helfen, so ist er Soldat. Er kämpft für das Gute – Freiheit und sichere Handelswege. Er ist nicht Mörder, nicht Terrorist oder Auftragskiller. Er ist Soldat, sonst nichts.

Wenn ein Muslim tötet, ist er Muslim. Er ist Terrorist oder begeht einen Ehrenmord. Er mordet, weil er Muslim ist, denn die sind böse, wollen das Böse und handeln aus Bosheit. Ihre fanatische Religion will es so. Sie sind Feinde. Wenn ein Moslem aus dem Krieg kommt, in dem Mitglieder seiner Familie oder Freunde getötet wurden, wenn er gelernt hat, dass der Westen der Feind ist, ist er kein Soldat und kein Kranker; er ist Moslem.

Du sollst nicht fragen, warum jemand tötet. Stattdessen: Härtere Strafen, mehr Überwachung, weniger Freiheit, mehr Kriege (für den Frieden), mehr Bomben, mehr Tote. Sie oder wir. Wir sind die Guten. Wir töten, um uns zu verteidigen. Sie sind die Bösen, und deshalb töten sie uns.“

Kein Umzug der Bundeswehr nach Jordanien, sondern sofortiger Abzug nach Deutschland
„Laut Grundgesetz gibt es nur einen guten und geeigneten Standort für die Bundeswehr, und das ist Deutschland. Ein undemokratischer Staat wie Jordanien, in dem Häftlinge gefoltert werden, ist in keinem Fall ein akzeptabler Standort für eine Parlamentsarmee. Die Auslandseinsätze der Bundeswehr bringen keinen Frieden, sondern erhöhen nur die Terrorgefahr in Deutschland. Auch deshalb müssen sie endlich beendet werden.“

Hat jemand zustimmend genickt?

Und zu guter Letzt:

Vorschlag des Jahres
Zitat: „Kein Land, welches die Menschenrechte verletzt, sollte im UN-Menschenrechtsrat sein.“
Sagte wer? Kommt ihr NIE drauf

 

Terror in Deutschland – 2017

Freitag, 26.5.2017. Eifel. Na, waren Sie auch erschrocken? Über den Terroranschlag in Manchester? Sicherlich waren Sie betroffen, Betroffenheit wurde ja auch eingefordert, eingeklagt, angeordnet, Dutzende von Sondersendungen erfüllten den Bildschirm, auf dem endlich mal die langweilige Bullshitüberflutung durch fein vorsortierte Fakten ersetzt wurde.

Seien Sie doch mal ehrlich: Sie lieben doch Terroranschläge: das TV wird dadurch ungemein unterhaltsamer, man bekommt so ein kuscheliges „wir“-Gefühl mit der tyrannisierenden Oberschicht unserer Gesellschaft, die Reihen werden wieder geschlossener, die Aufmüpfigen leiser, die Rebellen verpönt: es herrscht das Imperium, das alles – wirklich alles – unternimmt um Sie vor der Gefahr zu schützen! 23 Menschen kamen in Manchester um – und Sie wissen: es können jederzeit überall mehr werden. Öffentliche Orte, wo sich viele Menschen versammeln, um gemeinsam Spaß zu haben, werden Ziele irrsinniger Psychopathen, die sich sogar selbst in die Luft sprengen, um nur Rache nehmen zu können….und niemand kann wirklich verhindern, dass der nächste LKW nicht Ihre Familie auslöscht.

Wie kann ein Mensch so etwas nur tun? Mit der Frage sollten sich die Geisteswissenschaften befassen – stattdessen investiert man aber lieber in moderne, stetig verbesserte Waffensysteme, die aktuell in einem Megadeal an Saudi-Arabien verkauft werden. 110 Milliarden Dollar fließen jetzt in die USA, damit Saudi-Arabien bessere Waffen bekommt (siehe FAZ), im Gegenzug erhält Trumps Tochter 110 Millionen für einen Fond, der ihr am Herzen liegt (siehe FAZ): so läuft das Geschäft. Die Saudis – das setze ich mal als bekannt voraus – sind Hauptfinanziers des islamistisch motivierten Terrors – und wo der nicht funktioniert bomben sie die Zivilbevölkerung selbst in Grund und Boden wie im Jemen. Sollte „man“ denen noch bessere Waffen geben? Natürlich nicht, das würde „man“ auch nicht tun, weil es den Terror in der Welt verstärkt und die Kinder im Jemen zerfetzt – aber wer interessiert sich schon für Kinder? Außer auf Sexparties, meine ich.

Und was macht der Trump jetzt mit diesem Geld? Setzt er es ein, um die Not im eigenen Land zu mindern?

Nein – dort plant er ein 800 Milliarden Dollar schweres Sparprogramm auf Kosten von 10 Millionen armen, meist behinderten Menschen, die in Zukunft ohne Gesundheitsversorgung leben (siehe Spiegel). Da ist er wieder, der alte Gedanke der deutschen Ärzteschaft, man möge doch bitte bitte die ganzen Armen ausrotten, damit man nur noch das Schnüpfchen der Reichen behandeln muss. Ja – Eugenik … da möchte ich noch mal dran erinnern, Quellen gibt es auf Nachfrage … wurde im 19. Jahrhundert von der deutschen Ärzteschaft begeistert aufgenommen, sterilisiert werden sollten die Aussätzigen, damit sie sich nicht fortpflanzen. Vielleicht sollten sie auch froh sein, dass diese Armen den Ärzten in den USA nicht in die Hände fallen: 250 000 Menschen sterben jedes Jahr durch super bezahlten Ärztepfusch (siehe Tagesspiegel), seit nine-eleven wurden fast 7 Millionen Menschen durch reiche Ärzte vernichtet – mehr als im Holocaust.

Sondersendungen über Ärztepfusch suchen Sie jedoch vergeblich im täglichen Einheitsbrei des Verblödungsfunks. Auch in Deutschland sind Sie vor den Weißkitteln nicht sicher, 19000 Mitbürger verrecken aufgrund von Ärztepfusch jedes Jahr im Krankenhaus (siehe FAZ) – und die niedergelassenen Ärzte legen da sicher noch mal gut einen drauf, weshalb früher mal von 70000 Toten gesprochen wurde (Hochrechnungen, die die Erfahrungen aus den USA berücksichtigen, hier werden solche Daten nämlich nicht systematisch erfasst – fragen Sie sich mal, warum).

Das ist jedoch noch gar nichts gegen die superresistenten Keime die uns aktuell bedrohen – doch die brauchen wir gar nicht: allein schon der Dreck in Kliniken (ja: wenn gespart werden muss, nimmt man schon mal allerbilligste Reinigungskräfte, die mangels Lohn mit wenig Enthusiasmus arbeiten – man spart ja auch gerne an Ärztezahl und Pflegepersonal, um die meist anonymen Besitzer von Kliniken glücklich zu machen) kostet jährlich 40000 Deutschen das Leben (siehe taz). Passt dazu: seit der rot-grünen Bundesregierung steigen die Anzahl der Sterbefälle in den Kliniken rasant an (siehe statista).

Wo bleiben eigentlich die alarmierenden Schlagzeilen: „Trump plant Massenmord!„? Ja – wenn man kranken Menschen die Geldmittel streicht, die sie zur Erhaltung der Gesundheit brauchen, dann sterben die häufiger, macht man das bewusst (und nicht etwa im Rahmen einer Weltwirtschaftskrise), dann ist das vorsätzliche Tötung – also Mord. Macht das ein Staat, dann ist das ein Terrorstaat und gehört auch so benannt. Nur – es droht ja sofort eine informelle Anklage wegen „Anti-Amerikanismus“ … als wäre „Amerikanismus“ (über den man gar nicht redet, als wäre selbstverständlich bekannt, was das denn sei) eine nicht mehr hinterfragbare Tugend und alternativlose Überzeugung.

Staatlicher Tod auf Raten wird auch in Deutschland durchexerziert – in dem etwa die Armen in einer durch und durch vom Geld bestimmten Gesellschaft mit so wenig Geld ausgestattet werden, dass sie sich verschulden müssen, um den Ansprüchen des modernen Lebens (somit auch: privat finanzierte Kleidung, Körperpflege, Wäschepflege und Bildung für die in Vorstellungsgesprächen üblichen Anforderungen der  Arbeitgeber) gerecht werden zu können (siehe neuesdeutschland).

Sondersendungen zu dem Thema „Tod auf Raten“?

Suchen Sie vergebens.

Ethisch hat uns die unnatürliche technisch-industrielle Evolution wieder auf einen Zustand zurückgeworfen, der vor der Erfindung (oder: Entdeckung) des christlichen Gottes herrschte: Menschenopfer sind an der Tagesordnung.

Menschenopfer?

In Deutschland?

Im Jahre 2017???

Ja – wir haben die Methoden geändert, aber nicht die Prinzipien – die dem Philosophen immer ziemlich wichtig sind. Damit sich eine Oberschicht von Bürgern (u.a. die Pfuschärzte) die immer teureren Luxuswohnmobile leisten können (siehe Manager Magazin) sortieren wir immer mehr Bürger aus: 40 Prozent sind es inzwischen, die aus dem Rennen sind – kürzlich waren es noch 33 Prozent, das bekannte untere Drittel wird bald zu den unteren 50 Prozent anwachsen. Einer bringt den anderen um, um die doppelte Ration Geld (oder: Brot) zu bekommen – so sieht es aus. Zustände wie 3000 vor Christus: opfert dem Gott Lebensenergie, damit er euch mit Bullshitjobs und Sondermüll belohnt. Gut – die Erwartungen sind eigentlich andere … aber letztlich ist es das, was dabei herauskommt. Früher wollte man wenigstens noch „Glück“ durch die Vernichtung von Kindern auf den Feuerrutschen Baals, heute sind die Erwartungen deutlich niedriger – und Glück ein Zustand, den die Menschen immer seltener erreichen (siehe Neue Züricher Zeitung).

Sicher – wir verbrennen Kinder nicht mehr. Gegen solche Methoden hat uns ein jahrtausendelanger Leidensprozess immunisiert – noch, will ich meinen. Jedenfalls: öffentlich – Horrormeldungen aus der Pädosexszene machen mich da zunehmend unsicherer, ob wir auch nicht diese Errungenschaft flächendeckend wieder abbauen … im Geheimen. Unser Methoden sind subtiler, feiner, raffinierter, sie funktionieren – wie auch bei Erwachsenen – durch einen sehr hinterhältigen Schachzug: aller Transfer von lebensnotwendigen Gütern, die von der Natur absolut umsonst geliefert werden, wird von dem Besitz von „Geld“ abhängig gemacht, in dem man zuvor den Besitz (vor allem: den Landbesitz) auf einige wenige verteilt. Wo es früher noch möglich war, notfalls durch eigene Arbeit von den Früchten des Waldes zu leben, herrscht heute eine absolute Versklavung durch eine Kultur, die nach der kompletten Enteignung der Menschheit diese Früchte zu Horrorpreisen verkauft – ein evolutionärer Bruch und Rückschritt, der ebenfalls niemanden zu Sondersendungen im TV animiert.

Will man nun jemanden ausselektieren, ihn vom Zustand des wertvollen Lebens in die Kaste des unwerten Lebens transferieren, so reicht es, ihn vom Geldfluss abzuschneiden – wie wir es aktuell mit immer mehr Kindern tun (siehe Zeit):

„Demnach stieg die Zahl von 1,54 Millionen im Dezember 2015 auf 1,6 Millionen im Dezember 2016. Auch die Zahl der Kinder unter 15 Jahren, die länger als vier Jahre von Hartz IV abhängig sind, stieg: Im Dezember 2013 lag sie bei 490.000 Kindern, im Dezember 2016 waren es 522.000.“

Tod auf Raten. Frühere Kulturen verstanden das noch, dass der Tod auf vielen Wegen ins Leben drängen kann, dass er nicht nur den Zustand beschreibt, wenn man komplett abgetreten ist, sondern auch die vielen Zustände der Todesnähe: wenn die Krankheit kommt … oder die Armut, die Vorbote vieler Krankheiten ist. Vielen ist dieses Leiden sogar noch schlimmer als der komplette Exitus: sie scheiden durch Suizid aus dem Leben, Studien hierzu werden jedoch nur selten finanziert. Seien Sie ehrlich: Sie wollen doch in Wirklichkeit gar nicht wissen, wieviel Leid und Elend an ihrem neuen SUV, dem 3-D-Fernseher oder dem Maledivenurlaub hängen, wieviel Menschenleid in ihrem Pool steckt oder in ihrem Vorortegotempel mit Maschendrahtzaun – oder? Das ist ja das Schöne an den modernen Menschenopfern: die Lebensenergie wird nicht mit einem Schlag geopfert, sondern schön langsam, Stück für Stück – weil das Sadisten viel mehr Befriedigung verschafft und zeitgleich den öffentlichen Unmut in Grenzen hält.

Für Ihr Fünf-Gänge-Menü im Drei-Sterne-Restaurant werden am anderen Ende der Verteilungskette ganze Lebensentwürfe vernichtet und Hartz-IV-Dynastien geschaffen, alles mit dem Segen des wunderbaren irrationalen und verlogenen Mythos, dass Geld „verdient“ wird wie eine Ehre: Fakt ist, es wird überall nur verteilt – und wer die Verteilungspositionen innehat, ist der Gott der Moderne.

Merken Sie, wie sehr die paar Terrortoten der plärrenden Sondersendungen auf einmal in den Hintergrund getreten sind, weil faktisch ganze Vernichtungsorgien in viel größeren Dimensionen toben? Und doch: jene, die an den Fleischtöpfen der Gegenwart wachen, ist die Möglichkeit, dass ein Selbstmordattentäter ihren Schampusabend ruiniert, recht unangenehm – weshalb sie den Fokus darauf richten. Ach ja: Focus. In diesem Magazin findet man ein Zitat unseres Finanzminister – jenes Menschen, der in großem Maße mitverantwortlich ist für grenzenloss Leid und vielfältigen Tod in Griechenland – das Sie sich mal gut durch den Kopf gehen lassen sollten (siehe Focus):

„Der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ erklärte Schäuble: „Das Bundesverfassungsgericht hat mal das Prinzip verfochten, mindestens 50 Prozent sollte jeder behalten dürfen. Juristisch finde ich das nicht zwingend.“ Die Menschen sollten wissen, „dass Geld nicht alles ist und dass viel Geld zugleich viel Verantwortung bedeutet.““

Wieso man „juristisch“ Prinzipien, die das oberste deutsche Gericht verfochten hatte, „nicht zwingend“ findet, erschließt sich treuen, loyalen Demokraten, die mit beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, erstmal nicht – aber die Zielsetzung wird deutlich: man will mehr, noch mehr, viel mehr – vielleicht sogar alles. 50 Prozent sind nicht genug … können Sie sich noch an die Bauernaufstände erinnern, die wegen „des Zehnten“ tobten? Wir haben „die Hälfte“ – und das ist den Raubgesellen des Mammon immer noch nicht genug. Schon jetzt sind wir im weltweiten Vergleich Spitze, was Steuern und Abgaben angeht  – sagt die OECD (siehe Zeit) – doch wie unter Trump verschwinden die ganzen Unsummen in einem ominösen schwarzen Loch, so dass für jene, die zu wenig haben, gar nichts mehr übrig bleibt.

Wo landet das Geld eigentlich – jenes Geld, das gedacht wurde, um uns alle am Reichtum der Industrialisierung teil haben zu lassen – oder ursprünglich einfach nur helfen sollte, Überschüsse bequemer tauschen zu können? Überschüsse – wohlgemerkt – nicht lebensnotwendige Güter, deren Raub uns das Leben kostet.

Nun – das erfahren wir immer wieder durch Medien, die nicht ganz so unter Kontrolle stehen. Es gibt immer weniger davon – aber noch sind ein paar aktiv und informieren uns darüber, wo die Raubgelder versteckt werden (siehe Oxfam):

„Da ist doch etwas faul: Europäische Banken verbuchen mehr als 25 Milliarden Euro ihres Gewinns in Steueroasen, obwohl sie dort nur einen geringen Teil ihres Umsatzes erwirtschaften. Auf Hunderte Millionen Euro haben sie keinen einzigen Cent Steuern gezahlt. Das sind starke Hinweise darauf, dass europäische Banken massiv Gewinne in Steueroasen verschieben und sich so vor ihrem fairen Steuerbeitrag zum Gemeinwohl drücken.“

Dieser Raub wird auch von großen deutschen Konzernen mitgemacht: BMW, BASF, Lufthansa sind ganz vorne mit dabei (siehe Spiegel). Klar, dass Schäuble dann das Geld von Ihnen holen will, zur Not auch mit Gewalt: der Arbeitszwang der Agenda 2010 inklusive der Unterversorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Gütern ist nichts anderes als das gewaltsame Eintreibungen von Geld (bzw Arbeitsleistungen) weil sich die Parteispendenkonzerne mit ihren Beiträgen ins Ausland verdrücken – also ein ähnlicher Deal wie mit Trump und den Saudis, die für viele Waffen der Ivanka mal kurz unter die Arme greifen … wie BMW der CDU – damals im Jahre 2013 (siehe Handelsblatt).

Vielleicht sollten Sie der CDU auch mal was spenden? Ach was – das machen Sie ja schon, es reicht aber nicht, darum kommt ja jetzt die Autobahnmaut … die wohl noch durch eine Landstraßenmaut ergänzt werden muss, damit die Autos auch wirklich auf der Autobahn bleiben und nicht aufs Land flüchten.

Reden wir nochmal über Terror, plappern nicht nur Parolen nach, sondern reflektieren kurzerhand nochmal das Wort (siehe Wikipedia):

„Der Terror (lat. terror „Schrecken“) ist die systematische und oftmals willkürlich erscheinende Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen.“

Jetzt denken Sie sich nur mal … dass Reduktion von Tauschmitteln Sie von der Versorgung mit überlebensnotwendigen Gütern abschneidet (was Arbeitslosen und Kranken jederzeit geschehen kann) und ihr Leben unmittelbar in Gefahr bringt, wenn Sie nur mal nicht gefügig genug sind (man redet da dann gerne von „Eigenverantwortung“, womit gemeint ist, dass Sie selber doch schon mal von sich aus vorauseilenden Gehorsam leisten sollten) … dann können Sie eine Ahnung davon bekommen, wie groß die reale Terrorgefahr in Deutschland im Jahre 2017 wirklich ist.

Sie ist schon längst Alltag geworden.

Der ungebremste Griff nach den bescheidenen Früchten Ihrer Arbeit – für die Sie schon längst viel zu wenig Geld erhalten – wird immer härter, saugt Ihnen Lebensenergie und Lebensfreude aus und schenkt Ihnen dafür durch härter werdenden Existenzkampf immer mehr Stress im Job, den Sie im Alter auf jeden Fall verlieren werden … mit einer Armutsrente, die einfach nur eine Unverschämtheit ist … aber halt niemanden betrifft, der auch nur irgendwo am Geldverteilungshahn was abzapfen kann.

Hier, in diesem Land – dem es so gut geht, dass es für die Kanzlerin ein Grund zur steten Freude ist – wird Leben vernichtet.

Die Vernichtung von Leben – auch scheibchenweise – erzeugt Schrecken.

Dieser Schrecken erfüllt, – weil systematisch und willkürlich verbreitet, wenn „Unternehmer“ aus Gründen der „Rendite“ mal wieder mit „Massenentlassungen“ drohen und diese auch regelmäßig durchführen – die Definition von Terror.

Und Manchester?

Nun – die Familie des Attentäters klärt uns darüber auf, warum der junge Mann sein Leben hingab, um möglichst viele andere in den Tod zu reißen (siehe Zeit):

„Abedis Schwester Jomana sagte dem Wall Street Journal dagegen, ihr Bruder habe den Tod muslimischer Kinder in der Welt, etwa „durch amerikanische Bomben“, rächen wollen. Wenige Stunden vor dem Attentat beim Konzert von Ariana Grande im Manchester Stadium soll Abedi noch mit seiner Mutter telefoniert haben. Das teilte der Sprecher einer libyschen Anti-Terror-Einheit, Ahmed Bin Salem, mit. „Verzeih mir“ soll Abedi beim Gespräch zu seiner Mutter demnach gesagt haben.“

Die Tat? Grauenvoll, nur zu verachten.

Doch … ist der Grad der Ethik der hier erreicht wird (Rache für Mord an Kindern) wirklich soviel schlimmer als der Grad der Ethik der Geldverteiler (alles für mich, nichts für die anderen) – die Millionen Kinder mitten in Deutschland zu einem Leben in Krankheit und Armut verdammen, um jedes Jahr das neueste Reisemobil ihr eigen nennen zu können?

Oder ist Geldterror wirklich soviel harmloser als Bombenterror?

Also – ich kenne persönlich Menschen, die den Geldterror (die Angst vor der nächsten Rechnung im Briefkasten) nicht mehr aushalten – und sich selbst das Leben nehmen, um dem Schrecken endgültig zu entkommen … und deren Zahl ist wesentlich höher als die Zahl jener, die in Deutschland Bombenterror betreiben.

Sie kriegen nur keine Sondersendungen zu besten Sendezeit.

 

Wutbürger – Teil 1

 


Mit Unverständnis bis hin zur Fassungslosigkeit reagiert der Journalismus in Europa und den USA auf die Anfeindungen, die er von Bannon in den USA bis Grillo in Italien erlebt.
Diesem Unverständnis wiederum stehe ich einigermaßen fassungslos gegenüber. Es ist an der Zeit, zu verstehen, was hier passiert, denn die Radikalität, so deute ich die Zeichen der Zeit, wird überall zunehmen. Wenn große Teile der Presselandschaft nicht verstehen, warum sie in dieser Art und Weise angegangen werden, dann wird es Zeit, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

 

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Deutsche Medien fordern Weltkrieg gegen Trump

Montag, 6.2.2017. Eifel. Na, Bürger? Steht´s gut informiert? Ich will es hoffen, Sie zahlen genug Geld dafür. Nicht nur die 50 Prozent, die Sie jedes Jahr für den Staat arbeiten, auch an der Ladenkasse zahlen Sie für Ihre Informationen. Das bekommen Sie auch zurück: nur deshalb können die großen Medien Sie im Internet mit Gratisinformationen versorgen, weil sie von der Großindustrie mit massiven Zahlungen für Werbung belegt werden. Deshalb können sich Chefredakteure Pferdegestüte leisten … was ihre Treue und Loyalität zum herrschenden Wirtschaftssystem maßgeblich beeinflussen dürfte. Früher – zu Zeiten, als Zeitungsmacher noch selber druckten, selber für die Artikel hinausfuhren und persönlich erschossen wurden, wenn sie der Wahrheit zu nahe kamen, hätte man das Korruption genannt. Heute gibt es wohl noch nicht mal einen Praktikanten, der diese Praktiken als „korrupt“ definieren kann: sie werden „business“ genannt und sind somit überall akzeptiert und legitimiert.

Aktuell dürften Sie etwas durcheinander sein, vermute ich. Noch letztes Jahr konnte man gut belegen, dass wir uns täglich einem natoinitiierten Krieg gegen Russland nähern: wieder siegt die Gier der westlichen Industriellen nach den russischen Weiten und den wirtschaftlichen Möglichkeiten, die diese bieten, über jegliche Vernunft; schätze mal, es gibt Geheimpapiere, die einen solchen Krieg als „gewinnbar“ für die Investoren beschreiben – mit langfristig guten Chancen auf endlose Kapitalgewinne. Gesteuert werden solche Kriege immer nach dem gleichen Muster, seit Ewigkeiten schon: man nennt es das Dramadreieck, das jeden Mörder, Zuhälter, Vergewaltiger, jeden Lügner, Betrüger und Räuber zum Helden werden läßt, der sich unendlich „gut“ fühlen kann – im moralischen Sinne. Für die gelungene Konstruktion eines Menschenmorde initiierenden Dramadreiecks braucht man nur zwei Elemente: zum Einen gibt es da das „Opfer“. Es ist hilflos, arm, läßt einen zu Tränen gerührt sein. Und dann gibt es den edlen Retter: hilfreich, kühn, listig im Krieg, stark, mutig und entschlossen tritt er dem Drachen entgegen. Beide – Retter und Opfer – müssen eine aktive Rolle einnehmen, damit das Dreieck funktioniert: das Opfer muss herzzerreißend klagen (z.B. über Babys, die aus Brutkästen gestohlen und getötet werden) und der Täter entschlossen handeln, mit Krieg, natürlich, was sonst: wir wollen ja ein Drama erleben und keine Gerichtsverhandlung.

Der Dritte im Bunde muss gar nichts machen, obwohl wir ihn den Täter nennen. Verblüffend, oder? Wenn der Retter beschlossen hat, das ein Opfer Not hat, dann ergibt sich der Täter von selber. Wir kennen das aus Deutschland, wo alle Menschen, die Arbeitslosenhilfe bezogen, per Gesetz und Mediengeschrei von heute auf morgen zu bösen Tätern wurden, die den Sozialstaat ruinierten. Es waren Menschen, die zuvor mit Sicherheit hart gearbeitet hatten – sonst wären sie gar nicht zur Arbeitslosenhilfe berechtigt gewesen. Eigentlich waren sie das Opfer, doch die Konstrukteure des Dramadreiecks waren raffinierter als sie – und viel mächtiger. Die Widerstand gegen die Massenenteignung von legal zustehenden Leistungen wird deshalb ja aktuell nur noch von einer Hand von Idealisten getragen, der „Mainstream“ legt sich mit der Dramamaschine nicht an. „Deutschland geht es gut wie nie“ – weil wir die bösen Sozialschmarotzer per Bürgerkrieg in die Schranken gewiesen haben.

Auch so ein Täter, der von nichts eine Ahnung hatte, war Saddam Hussein. Das kam jetzt gerade heraus, sogar in den so oft verfluchten Mainstream-Medien (siehe Stern). Ja: lesen Sie gerade mal die Endfassung dieses Dramas: Saddam Hussein war ein alter Mann ohne reale Staatsmacht, er wollte nur noch an seinem Roman schreiben – doch gegen die Dramamaschine, die eine Million Menschen das Leben gekostet hat, war er völlig machtlos: wenn das Dramadreieck erstmal installiert ist, entfesselt es alle düsteren Emotionen auf Seiten des „Retters“, die nur mit der Vernichtung des Täters enden kann, um das arme Opfer zu befreien. Sicher, es gibt auch reale Dramen, die Position des Retters ist uns Menschen durch die Emotion „Mitleid“ sogar auf ewig in den Schoß gelegt – doch das ist gerade unsere Schwachstelle: und gerade jene, die auf Teufel komm ´raus „gut“ sein wollen (was ja immer von den jeweils als „gut“ definierten Werten abhängt und ein rein subjektiver Maßstab ist) können sich beim „retten“ zu wahren Bestien entwickeln – wie jener Österreicher, die die Welt vor Juden retten wollte.

Ebenso lief die Dramamaschine gegen Wladimir Putin – und sie läuft heute noch. Er hatte die Krim besetzt, ja. Und annektiert. Nach einem von außen inszenierten Putsch gegen einen legal gewählten Präsidenten, einem Putsch, an dem auch politische Organisationen aus Deutschland beteiligt waren. Ich habe täglich auf die Babys gewartet, die aus Brutkästen gestohlen werden. Nun – womöglich wird an dem Drama gerade gearbeitet, denn die westlichen Intellektuellen haben einen neuen Täter gefunden – einen Mann, der schon böse war, bevor er überhaupt irgendetwas gemacht hatte: Donald Trump.

Ach ja: die Intellektuellen. Wir müssen uns denen mal kurz zuwenden, denn: dass sind ja die Leute, die Sie mit ihren Steuergelden bezahlen, damit die Zeit haben, den ganzen Tag nachzudenken. Und ja, das muss man gestehen: als Intellektueller brauchen Sie in der Tat den ganzen Tag, um die komplizierte Welt auch nur halbwegs beschreiben zu können, ohne auf die vielen Dramafallen hereinzufallen. Ist halt wie beim Maurer, auch der sollte den ganzen Tag mauern, damit das Haus fertig wird, sowie der Bäcker den ganzen Tag backen muss, damit wir was zu essen haben. Was sind aber nun die Intellektuellen in der heutigen Zeit? Die Antwort kommt aus den USA (siehe Nachdenkseiten):

„Für Noam Chomsky haben die Intellektuellen die Verantwortung, die Wahrheit zu sagen und Lügen aufzudecken. Diese Verantwortung der Intellektuellen leitet sich aus der politischen Freiheit, dem Zugang zu Informationen und der Redefreiheit her. Aber nach Chomsky zeigt die historische Erfahrung, dass Intellektuelle diesen privilegierten Status nicht für das Sagen der Wahrheit nutzen, sondern vielmehr ihre Fähigkeiten in den Dienst für die Interessen und Privilegien der Machtelite stellen. Diese Machtelite entscheidet darüber, was in der Gesellschaft passiert, weil sie über den dafür notwendigen Reichtum besitzt.
Intellektuelle bilden für Chomsky eine „Art säkulare Priesterschaft“ für die Machtelite, weil sie Ideen, Pläne, Strategien, Werte, Theorien, Rechtfertigungen und Doktrinen für die ökonomischen und politischen Entscheidungsträger des Herrschaftssystems entwickeln und dem Rest der Bevölkerung „verkünden, was sie glauben sollen““

Falls Sie selbst gerade noch kein Akademiker sein sollten: lesen Sie den Artikel ruhig ganz, nicht nur dieses Zitat. Sie werden überrascht sein, mit welch´ billigen Methoden Intellektuelle ihre Macht verteidigen – zugunsten ihres Pferdegestüts, wie sie vor allem Sprache manipulieren, um Menschen in die Dramafalle zu locken, oder wie sie religöse Kulte um einzelne Gestalten bilden (z.B. Marx oder Freud), um von denen – die nicht mehr widersprechen können – ihre Machtansprüche abzuleiten. Wirklich: es wird Ihr Leben erleichtern, wenn sie den Experten-Bluff durchschauen. Allerdings wird ihr Leben auch schwieriger, weil sie nicht mehr Medien-Fast-Food-Infos konsumieren können, sondern sich Ihr gesundes Informationsmenü selbst zusammenstellen müssen. Wie beim echten Kochen ist das anstrengender, belohnt einen aber mit einem interessanten und aufreizendem Erkenntniserlebnis.

Zurück zu Trump, dem Hauptfeind des deutschen Intellektuellen … wobei wir ja schon jetzt schließen können, dass es die „Machtelite“ ist, die Trump zum Feind erkoren hat , während die Lohnschreiber nur ihren Job machen und deren Wünsche befriedigen.

Nehmen wir einen der führenden deutschen Intellektuellen: Jakob Augstein, selber ein Stück auch Teil der Machtelite (siehe Spiegel):

„Nach zwei Wochen im Amt ist klar: Donald Trump hat damit begonnen, die amerikanische Demokratie in eine Diktatur zu verwandeln. Wann ist der Punkt ohne Wiederkehr erreicht?“

Welche Dramatik. War Ihnen zuvor klar, dass Trump die USA in eine Diktatur verwandelt … oder das sie vorher eine Demokratie war? Schafft er die Gerichte ab? Besetzt er Nachrichtenstationen, Redaktionen, Rathäuser und Parlamente mit militärischer Gewalt? Nein, die Demokratie funtioniert immer noch normal, Trump hat durch ein Gericht die erste Abfuhr erteilt bekommen. Nachdem die intellektuellen Büttel der Machtelite uns darüber aufgeklärt haben, was „Fakenews“ sind, was „postfaktisch“ in Zukunft bedeuten soll (auch eine übliche Manipulationsmaßnahme von Intellektuellen, die durch neue, negativ definierte Kunstbegriffe Meinungsbildung steuern wollen, wir könnten auch alternativ – aber klar verständlich … in jeder Hinsicht … von „bösen“ oder „unerwünschten“ Wahrheiten sprechen), wenden sie umgehend diese Machtmittel selber an, arbeiten mit der Manipulation von Gefühlen, installieren ein Dramadreieck, wobei die „Demokratie“ das Opfer ist.

Wir werden auch über die moderne Form von Diktatur informiert – ein wichtiger Punkt, wie ich finde:

„Die Wahlen sind frei. Es wird niemand auf offener Straße erschossen. Und wer unzufrieden ist, darf jederzeit das Land verlassen. Aber die Justiz urteilt nicht mehr unabhängig. Die Medien berichten immer seltener aufrichtig. Öffentliche Aufträge werden nach politischer Freundschaft vergeben. Die Steuerbehörden prüfen gehäuft die Kritiker des Systems. Korruption wird zur Normalität. Die Regeln werden gebeugt, die Nachrichten werden manipuliert, und ein Teil der Elite wird in Mittäterschaft verstrickt.“

Hört sich an wie unser politischer Alltag, oder? Dort, wo Wahrheiten beliebig manipuliert werden können, wo man die absolute Herrschaft über die Information hat, können Wahlen natürlich frei sein: niemand käme auch nur auf die leise Idee, mal versuchsweise die MLPD zu wählen, um mal für kurze Zeit eine Alternative zum herrschenden Wirtschaftsmodell auszuprobieren. Und was die Medien angeht, so gibt es Themen, wo die „unaufrichtige Information“ inzwischen kaum noch zu verschleiern ist: Ukraine, Irak oder Hartz IV sind hier in diesem Medium schon hinreichend bearbeitet worden.

Seltsame Allianzen werden von den Bütteln der Machtelite angeboten (siehe Spiegel):

„Die US-Geheimdienste sind in der Ära Trump die letzte Hoffnung für die Freiheit – so paradox das klingt. Nur sie können seine Regierung davon abhalten, ein globales Unterdrückungsregime zu errichten.“

Dass gerade diese Geheimdienste in den letzten Jahren durch massive Eingriffe in die bürgerlichen Freiheiten geglänzt haben: schon vergessen. Belege für ein „globale Unterdrückungsregime“ durch Donald Trump? Fehlanzeige. Mehr Fakten ließen sich dafür sammeln, dass zuvor seit Jahrzehnten mit Hilfe der NSA oder dem US-Militär ein globales Unterdrückungssystem installiert wurde, in dem das Morden per Drohne zum internationalen Alltag gehörte – oder illegale Angriffskriege gegen ganze Nationen. Dafür jetzt Trump verantwortlich zu machen, scheint auf den Grad des Irrsinns schließen zu lassen, der hier in Redaktionsbüros (und somit bei der Machtelite) Norm geworden ist.

Von einem „schleichenden Staatsstreich“ ist die Rede, sogar „Sanktionen gegen die USA“ „stehen im Raum“, wie unsere Intellektuellenrunde bei „Anne Will“ demonstriert (siehe Spiegel): eine jener modernen Propagandasendungen, die uns sagen sollen, wie wir zu denken haben.

Und natürlich gehört zu einem ordentlichen Drama auch die Drohung mit dem Weltuntergang, der völligen atomaren Vernichtung durch einen „bösartigen Narzissten“ (hier verlassen wir mal die deutsche Presse schauen kurz in der Schweiz nach, die uns über ein Manifest von „tausenden“ von „Experten“ in Kenntnis setzt – siehe Tagesanzeiger), eine Situation, die sogar führenden „Nuklarexperten“ „Angst macht“ (siehe Spiegel).

Soviel Panikmache hatten wir zuletzt beim Thema „Kommunismus“.

Und es wird täglich schlimmer. So schlimm, dass unsere Intellektuellen eigentlich aufschreien müssen, denn: das führende deutsche Meinungsmachmagazin, die „Bildzeitung für Abiturienten“ (Volker Pispers) … mit reichen Eltern, wie ich hinzufügen möchte … ruft inzwischen offen zum Krieg gegen die USA auf, träumt deutschnationale Großreichträume, wie wir sie seit 80 Jahre nicht mehr kannten (siehe Spiegel):

„Donald Trump regiert die USA wie ein Autokrat. Auch international will er uneingeschränkt herrschen, Verträge und Abkommen aufkündigen. Der US-Präsident wird zur Gefahr – und Deutschland muss den Widerstand vorbereiten.“

Deutschland: der letzte Hort der Demokratie, der „Retter“ der Welt! Unsere Rolle wird ganz klar definiert:

„Deutschland wird sich gegen den 45. Präsidenten der USA und dessen Regierung stellen müssen. Das ist schon aus zwei Gründen schwierig genug: weil wir unsere liberale Demokratie von den Amerikanern erhalten haben; und weil unklar ist, wie der brachiale Choleriker auf der Gegenseite auf diplomatischen Druck reagiert. Es wird dadurch noch schwieriger, dass der Widerstand gegen Amerikas Regierung wohl nur gemeinsam mit asiatischen und afrikanischen Partnern gelingen kann und gewiss nur zusammen mit Partnern in Europa, mit der EU.“

Es ist ein Leitartikel, der – per Definition – die Meinung der gesamten Redaktion widerspiegelt. Eine große, internationale Koalition wird beschworen: gegen die legal gewählte Regierung der USA, mit Deutschland an der Spitze: welcher Wahn bricht sich da wohl seine Bahn? Ist es nur die egozentrische Arroganz von Werbegeldhuren, die sich in ihren kleinen Wohlstandblasen als „Herren des Universums“ dünken – oder sollen wir doch mal lieber über die Intention der sie steuerenden „Machtelite“ nachdenken, die gerade den großen Krieg zwischen Asien, Afrika und der EU mit dem „vierten deutschen Reich“ an der Spitze herbeifantasieren? Gründe dafür gäbe es genug: man kann – wenn man weit genug von allen Fronten weg wohnt – wunderbar an Kriegen mitverdienen. Außerdem helfen Kriege immer noch gut bei dem Abbau von „Ballastexistenzen“ aller Nationen, von denen man sich ja zurecht auch immer bedroht sieht – als Reicher.

Damit ist das ganz große Dramadreieck in Stellung gebracht: die Welt – unter der Führung Deutschlands – als Retter der „Demokratie“ … die, wie Herr Augstein schön ausführte, auch eine moderne Form alter Diktaturen sein kann … Donald Trump und seine Regierung als böse, kranke, abartige, ja: unmenschliche Täter. Wie solch ein Artikel bei den amerikanischen Wählern wohl ankommt, die in ihrer Demokratie ihren Präsidenten demokratisch gewählt haben … und deutsche Großmachtsphantasien in jedem dritten Hollywoodthriller vorgekaut bekommen? In dem Zusammenhang: eine Kriegserklärung an die Bevölkerung der USA, nicht mehr und nicht weniger.

Muss man Trump deshalb mögen? Nein. Lesen Sie mal die Analyse von Attac-Köln (siehe hier) aufmerksam durch: sie werden sehen, dass es nur neuer Wein in alten Schläuchen ist, den man nüchtern und unaufgeregt beschreiben kann. Die Hoffnung darauf, dass er jene „Demokratie“ rettet – also nicht jene moderne Form von Diktatur, die oben so schön beschrieben wurde – sind denkbar gering, weil er auch ein Teil der Machtelite ist. Wie Obama wird er Berge von zerstörten Träumen hinter sich lassen.

Aber die Chance, dass die „Machtelite“ Bürger in einen neuen Krieg treibt, steigt beständig. Das große Dramadreieck wird in Stellung gebracht – jetzt kommt es nur noch darauf an, ob Sie – wie bei der Brutkastenlüge – darauf hereinfallen.

Mal wieder.

 

Donald Trump und Antiamerikanismus – nachdenKEN

bzw. ein Rant über betonköpfige Linke und als Links verkleidete Rechte. Und über echte Rechte. Und über Trump. Enthält KenFM Eigenwerbung.

youtube Text:

Der neue Präsident der USA heißt Donald Trump.

Noch nie hat eine Person, die sich für den Posten im Weißen Haus beworben hat, schon im Vorfeld so viel Dresche bekommen wie Donald Trump. Doch auch seit das Rennen gelaufen ist, reißt das offene und ununterbrochene Bashing ihm gegenüber nicht ab.

Die rassistischen Sprüche, mit denen Trump Teile seines Wahlkampfes bestritt, fanden ihr Echo in den Systemmedien, die bis heute mit ähnlich rassistischen Abwertungen Trump selber, aber vor allem die, die ihn gewählt haben, zu entwürdigen versuchen und als vollkommene Idioten abzustempeln. Trump-Wähler sind Abschaum – so wird seit Tagen verkündet.

Der Spiegel verstieg sich rund eine Woche nach der Wahl dazu, Trump einen Antisemiten zu nennen. Nur, wie passen dazu die Standing Ovations ihm gegenüber, als dieser in den letzten Tagen des Wahlkampfs vor AIPAC sprach? Sind amerikanische Juden einem Antisemiten auf dem Leim gegangen? Sind wirklich alle Trump-Wähler „White Trash“, oder ist diese gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, produziert von den Massenmedien,
nicht selber Rassismus in seiner übelsten Form?

Fakt ist: Der Sieg Trumps ist vor allem eine Niederlage der System-Medien. Ihnen ist es nicht gelungen, trotz monatelanger Propaganda für Clinton und gegen Trump, die öffentliche Meinung derart zu diktieren, dass der Wähler sich genötigt gesehen hätte, den Liebling der Medien Hillary Clinton zu wählen.

Der Sieg Trumps und vor allem die Reaktion in Deutschland auf ihn zeigt aber auch das Versagen der Linken. Trump erreicht in den USA-Wähler, die auch die AfD in Deutschland anspricht. Menschen, die nicht per se rechts ticken, sondern die vor allem enttäuscht sind. Enttäuscht von linker Politik, linken Medien und linken Aktivisten. Sie alle haben den Kontakt zur Straße verloren, Leben intellektuell entrückt. Der größte Teil der Linken auch in Deutschland hat sich mit dem Wirtschaftsfaschismus arrangiert und schaut dem Abbau des Sozialstaates weitgehend zu. Linke haben sich „eingerichtet“ und wollen – so wie die Grünen – nur noch bessere Posten in der Machtpyramide ergattern. Glaubwürdigkeit sieht anders aus. Die Linken von heute sind von einem Rudi Dutschke so weit entfernt, wie der Friedensnobelpreisträger Obama von echtem Change, sprich fairer Beteiligung der Massen an erarbeitetem Wohlstand. Teilhabe bedeutet für die offiziellen Wortführer der Linken in nahezu allen Bereichen vor allem persönliche Bereicherung und persönliche Teilhabe am großen Kuchen des vom Volk erarbeiteten Staatsvermögen.

Wir erleben in der Reaktion der Medien auf Trump den Niedergang eines elitären Systems, das unfähig ist, sich selber zu hinterfragen und das, ähnlich wie damals die Genossen in der DDR kurz vor Mauerfall, nur noch in der Lage ist, auf die die längst Ausgereisten verbal einzuschlagen. Damals war man Verräter des Sozialismus, heute ist man White Trash.

Die Wahl Trumps wird auch in Europa und speziell in der BRD ihre Auswirkungen haben, mit leichtem Delay. Die Wiederwahl Angela Merkels 2017 ist so „sicher“ wie der Wahlsieg von Hilary Clinton 2016 es war. Den Volksparteien geht der Hintern auf Grundeis und das ist auch gut so. Hochmut kommt vor den Fall.

Ken Jebsen denkt nach dem spontanen Webcam-Kommentar zu Trumps Sieg erneut über Trump und die Folgen nach. Er fordert auf, die Zeichen der Zeit zu erkennen. „Mehr Demokratie wagen“ bedeutet 2016 mehr zivilen Ungehorsam, mehr direkte Demokratie und weniger Ehrfurcht vor einer politischen Kaste, die große Teile der Bevölkerung für dumm, unfähig und gefährlich hält.

Die USA sind die dynamischste Demokratie der Welt, doch dass sich ausgerechnet die Fans von gestern jetzt nicht zu schade sind, jedes anti-amerikanische Klischee zu bemühen, um ihren Unmut über den Ausgang der letzten US-Wahl auszudrücken, lässt tief blicken. Sind vielleicht die System-Medien als Stimme der Einfluss-Reichen und Schönen nicht wirklich an echter Demokratie interessiert?

Zum Abschied: die unheimliche Welt des Joachim Gauck. Eine Interpretation.

Freitag, 20.1.2017. Eifel. Ja, da geht er, der Bundespräsident. Eigentlich kein Grund, sich darüber zu äußern, wenn  nicht … ja, wenn nicht in der Rede Botschaften versteckt wären, die Aufschluss darüber geben, wie „da oben“ gedacht wird – und was wir noch zu erwarten haben. Ja, in der Rede steht in der Tat drin, welche Zukunft uns droht – doch dafür muss man ganz genau hinschauen. Sicher: die Rede hat ein Gauck ja nicht selbst geschrieben. Dafür gibt es ja Redenschreiber – wie für alle Politiker. Eigentlich huldigen wir da  immer einer Muppets-Show, also: Handpuppen und Pappkameraden, wenn wir uns diese Reden anhören. Ich möchte Sie, geschätzter Leser, auch nicht dazu verführen, die Rede selbst zu hören – es gibt ja kaum jemanden, der sich sowas antut. Sie ist langatmig und weitgehendst inhaltsleer, stellenweise codiert, dass nur Insider die Botschaft auf Anhieb verstehen – aber wer sie versteht, dem wird Angst und Bange. Dabei fängt sie so harmlos an (siehe Bundespräsident):

„Als ich vor fast fünf Jahren das Amt des Bundespräsidenten übernahm, habe ich mich und meine Landsleute gefragt, wie es denn aussehen sollte, dieses Land, zu dem unsere Kinder und Enkel einmal „unser Land“ sagen werden. Und ich fand vieles, auf das wir aufbauen können und das mich dankbar und zuversichtlich für die Zukunft stimmt.“

Ich sagte, es fängt harmlos an? War gelogen. Haben Sie schon einmal unserem Bundespräsidenten (oft nur „Grußonkel“ genannt) den Auftrag gegeben, das Land umzubauen? Hat der Bundestag diesen Auftrag vergeben? Welche Landsleute hat er da eigentlich gefragt: können Sie sich an eine Umfrage des Bundespräsidenten zu Neubau der Bundesrepublik erinnern? Ach – Sie hatten ihn ja noch nicht mal gewählt, wie können Sie davon ausgehen, dass er von Ihnen spricht. Immerhin hat ja auch seine Kanzlerin schon mal angedeutet, dass dieses Land nicht unter allen Umständen „ihr“ Land sei – jedenfalls nicht dann, wenn die Eingeborenen sich nicht so verhalten, wie sie es anordnet.

Wissen Sie, was mir zuerst in den Sinn kam, als ich diesen Satz las? Ein spanischer Konquistador, der in Südamerika einfällt, ein britischer Kommandeur, der Indien betritt – oder ein Cowboy auf den Weg in den in seinen Augen „leeren“ Westen. Der Satz eines Eroberers. Das, worauf er „aufbauen“ konnte, war unser Land, an dem unsere Großväter und Väter, unser Großmütter und Mütter ein Leben lang mitgearbeitet haben: zu Zeiten, wo ein Herr Gauck noch – zurecht – vom Sozialismus schwärmte, weil er dem christlichen Ideal so nahe kam. Jetzt schwärmt er nicht mehr vom Sozialismus – und – wie wir sehen werden – wohl auch nicht mehr vom Christentum.

„Ja: Wir leben in einer Republik, die persönliches Glück und Fortkommen ermöglicht und die Freiheit mit Chancengerechtigkeit und sozialem Ausgleich zu verbinden sucht. Das Recht ist nicht in der Hand der Macht. Verwaltungs- und Verfassungsgerichte garantieren, dass die Bürger ihre Rechte gegenüber dem Staat geltend machen können. Freie Gewerkschaften gestalten die Arbeitswelt mit, ebenso eine Unternehmerschaft, die weitestgehend eine gesellschaftliche Mitverantwortung akzeptiert und übernimmt. Soziale Marktwirtschaft, Kultur und die Künste können sich entfalten, freie Medien in großer Vielfalt beflügeln die Diskurse und fördern die Meinungsbildung.“

Nein – da leben wir nicht.  Chancengleichheit ist immer weniger vorhanden (siehe z.B. FAZ), die Schere zwischen arm und reich geht immer weiter auseinander … aber immerhin: er spricht ja hier von „suchen“ – nicht davon, das der soziale Ausgleich existiert. Suchen … kann man lange, wenn man nichts finden will. Parteien setzen die Richter ein, die Politik dirigiert die Staatsanwälte (siehe Taz), so dass viele Vergehen gar nicht beim Richter landen. Die Gewerkschaften werden von Jahr zu Jahr machtloser, „Union Busting“ wird flächendeckend als professionelle Dienstleistung angeboten (siehe Otto-Brenner-Stiftung), wir haben eine Unternehmerschaft, die durch Steuerhinterziehung glänzt: in einem Ausmaß, dass wir die Hartz IV-Sätze von den Beträgern verfünffachen könnten, eine Unternehmerschaft, die jede Chance auf Niedriglöhner, Zeitarbeiter oder unbezahlten Überstunden nutzt, um für sich fette Gewinne abzugreifen, die nicht vor Lug und Betrug (VW) oder Kriminalität (Deutsche Bank) halt macht, die völlig unverantwortlich auf Kosten der Allgemeinheit arbeitet (siehe Bankenkrise) und gigantische Vermögen spielerisch vernichtet. Die soziale Marktwirtschaft? Manche „Experten“ halten sie schon jetzt für abgeschafft (siehe Literaturkritik) – und die Mehrheit der Bürger in Deutschland (offenbar nicht jene „Landsleute“, mit denen Herr Gauck redet) sieht in dem Land sogar deutliche Anzeichen für eine Diktatur der Ökonomie über die Politik (siehe Handelsblatt).

Der Herr Präsident paukt hier Parolen durch, die seit Jahrzehnten nicht mehr der Realität entsprechen – aber als Staatsmeinung gelten, wer davon abweicht, wird mit Bannsprüchen belegt („rechts“, „rechts offen“, „Verschwörungstheoretiker“, „Populist“) um so eine Kaste der Unberührbaren, der Parias zu schaffen – wie im feudalen alten Indien. Freie Medien? In Deutschland in der Hand einiger weniger reicher Familien, die die Konkurrenz mit Hilfe der Banken aufgekauft haben. Kultur und Künste? Überleben nur dank Hartz IV … oder als Hofnarren der Reichen.

Doch dann wird es interessant: nach vielen Lobeshymnen auf das Establishment … eine Warnung:

„Nun, nach fast fünf Jahren bin ich stärker beeinflusst von dem Bewusstsein, dass diesem demokratischen und stabilen Deutschland auch Gefahren drohen.“

Es wir spannend: wo liegen denn die Gefahren, die so ein stabiles Land bedrohen können?

„Stattdessen sind wir uns in Europa heute weder alle einig, noch leben wir überall in Frieden. Die Bindekraft der Europäischen Union hat deutlich nachgelassen, Zweifel im Inneren werden auch von außen geschürt. Erstmals will sogar ein Staat die Union verlassen. Die Kriege im Nahen Osten und in der Ostukraine sowie die russische Besetzung der Krim haben die begrenzten Handlungsmöglichkeiten deutscher und europäischer Außenpolitik offenbart. Die Bedrohung durch den islamistischen Terror ist gewachsen. Mit dem Amtsantritt des neuen amerikanischen Präsidenten stehen wir vor Herausforderungen für die völkerrechtsbasierte internationale Ordnung und die transatlantischen Beziehungen, besonders die Nato.“

Ja – wir sind uns nicht alle einig. Das ist die Grundlage jeder Demokratie – und jeder Kreativität. Die Zweifel im Inneren brauchen nicht von einem „außen“ geschürt werden – die Zweifel finden sie in breiter Front in alternativen Medien, getragen von 14 Millionen Menschen (darunter viele Akademiker und Künstler) die rund um „Hartz IV“ angesiedelt sind, von überzeugten Demokraten, die erleben mussten, wie mehrere Kanzler die eigene Bevölkerung, die eigenen Wähler und die eigenen Gesetze missachteten (Kohl, Schröder, Merkel), von engagierten Christen, die entsetzt mitansehen mussten, wie deutsche Soldaten in die Welt entsandt werden: trotz unserers festen Entschlusses, dass dies niemals wieder geschehen soll: trotzdem stehen sie wieder auf jenem Boden, wo ihre Vorväter schon marschierten – auf (ehemals) russischer Erde und haben Hitlers Traum erreicht, nach Asien einzufallen, zudem sind sie weiter gelangt, als Rommels Afrikakorps je gekommen ist.

Wer ist 2017 unser Feind? Nun – darf ich übersetzen? Der Russe. Der Brite. Die Europäer, die sich deutschem Diktat nicht beugen. Und jetzt … ab heute, dem Tag der Amtsübernahme: der neue amerikanische Präsident. Fünf Jahre, nachdem Herr Gauck und seine „Landsleute“ das Land umformen wollten, ist Deutschland wieder von Feinden umgeben. Ach ja – und der Moslem ist auch noch unser Feind – ausgenommen jene, die auf deutschem Boden leben. Die sind alle heilig, edel und gut – kehren sie zurück in ihre Heimat, darf wieder auf sie geschossen werden.

Wir haben aber noch andere Feinde.

„In unseren Gesellschaften wachsen Bewegungen heran, die Gegenentwürfe präsentieren, aber keine kohärenten Programme. Doch ihre Denkrichtung offenbaren sie deutlich: Sie propagieren die Rückkehr ins Nationale, die Abwehr von Fremden und Freihandel. Sie ziehen kulturelle Geschlossenheit der Vielfalt vor und präsentieren Konkurrenzmodelle zur repräsentativen Demokratie. Sie erklären sich zum alleinigen Sprecher des Volkes und attackieren das sogenannte System. Sie stellen das europäische Projekt in Frage. Einige mischen antiamerikanische und antiwestliche Reflexe mit Sympathien für die autoritäre Herrschaft in Moskau.“

Die Rückkehr ins Nationale? Was war denn das dann für eine Zukunft, die die Redenschreiber des Herrn Gauck mit „ihren Landsleuten“ besprachen? In welcher Welt leben die eigentlich? Einer Welt jenseits des „Nationalen“? Wir sind noch eine Nation. Wenn man nicht dazu neigt, den Begriff mystisch zu überhöhen, ist das auch eine ganz unspektakuläre Angelegenheit: eine Verwaltungseinheit jener Menschen, die sich sprachlich gut miteinander verständigen können. Die größere Form von selbstbestimmter Gemeinde. Was ist daran auszusetzen? Wer soll uns sonst bestimmen, wenn nicht wir?  Die Abwehr von Fremden? Wer faselt denn da von der „islamistischen Bedrohung“, von dem bösen „Außen“, das Zweifel schürt, von dem US Präsidenten, der eine Herausforderung für die Nato, das interantionale Völkerrecht und die „transatlantischen Beziehungen“ bedeutet? Konkurrenzmodelle zur repräsentativen Demokratie? Nun – auch Willy Brandt wollte mehr Demokratie wagen. Kulturelle Geschlossenheit? Sehe ich beim Islam recht deutlich – einfach mal nach Saudi-Arabien fahren, nach Dubai oder Kuweit – und dann mit einer Pulle Bier im Minirock Bibelverse singend über den Markt laufen. Hier bei uns in der Eifel geht das – ohne das man danach geköpft wird. Abwehr von Freihandel? Wie wäre es, wir nennen das Abwehr von Eroberern? Antiamerikanische Reflexe? Wie die, den heute eingesetzten US-Präsidenten zu dämonisieren?

Ich merke nur eins: das, was da als „seine Landsleute“ gemeint ist, schrumpft ständig zusammen. Doch keine Sorge: wir kriegen noch die Antwort, wer das ist. Erstmal jedoch … verlängert sich die Liste der Feinde:

„In Teilen der Gesellschaft ist ein Anspruchsdenken gewachsen, das den Staat allein als Dienstleister sieht, von dem sie wie Kunden erwarten, dass er ihre Erwartungen und Wünsche möglichst umfassend befriedigt. Doch Demokratie ist kein politisches Versandhaus.“

Kein Satz läßt tiefer Blicken in das Selbstverständnis einer selbstverliebten Lumpenelite als dieser, kein Satz offenbart mehr, wie sehr und wie selbstverständlich sich eine gewissen Schicht vom Boden des Grundgesetzes, von der Demokratie, vom gesellschaftlichen Konsens und sogar vom Grundgedanken des Staatsgedanken selbst entfernt und entfremdet haben – viel weiter als preußische Könige, die sich noch als erste Diener des Landes verstanden.

Der Staat … ist in erster Linie ein Dienstleister. Dafür wird er bezahlt. Jedes Anspruchsdenken an den Staat ist gerechtfertigt. Was der Staat jedoch nie sein darf: ein isoliertes Gebilde innerhalb einer Gemeinschaft. Ist der das, ist die Diktatur, der Feudalstaat, das Cäsarentum durch die Hintertür wieder hereingekommen. „Staat“ ist kein Dienstleistungskonzern, der neben Mercedes Benz und Deutsche Bank Gewinne erwirtschaften soll (womit sich Finanzminister und Bundesagenturen für Arbeit absurderweise schon gebrüstet haben), Staat … das sind wir alle. Wir zahlen sehr viel Geld dafür: 50 Prozent unseres Gewinns aus Arbeit. Dafür darf auch mal geliefert werden – und zwar flott, effizient, mundgerecht und unkompliziert. Wem das nicht passt, soll alle Steuer- und Beitragsgelder zurückzahlen: wir werden sehen, wovon die „Landsleute“ dann leben.

Was sind das für Menschen, die sich anmaßen, so zu tun, als wäre der Staat ihr Eigentum? Die es für selbstverständlich halten, riesige Mengen an Geld zu kassieren, ohne dafür zu Gegenleistungen verpflichtet zu sein? Wissen Sie, wo wir da gelandet sind? Im finstersten Mittelalter, bei den Raubrittern, den Feudalherren, den gönnerhaften Lehnsherren … und der Leibeigenschaft der Bevölkerung. Das Geschäft ist wieder das gleiche: „Wir schützen euch vor dem bösen Feind, dafür gebt ihr uns die Hälfte der Ernte, damit wir tolle Partys feiern können“ … wie jene zur Einweihung der Elbphilharmonie, wo man genüsslich schmausen konnte, während gleichzeitig zehntausend deutsche Kinder vor den Türen vom Kältetod bedroht waren. Räuber, dass sind sie: asoziale Wesen, die den Staat als ihr Privateigentum betrachten, sobald sie ihr Amt antreten, die kassieren für selbstverständlich halten – und liefern für eine Zumutung.

Und so etwas wird in der Abschiedsrede des Bundespräsidenten öffentlich formuliert, so selbstverständlich ist dieses Denken in den Köpfen der Redenschreiber verankert.

Natürlich gibt es auch schätzenswerte Worte:

„Keinesfalls sollte allerdings geschehen, wovor der amerikanische Politologe Francis Fukuyama warnt: dass der Begriff Populismus zu einem Etikett wird, „mit dem politische Eliten die bei ihnen unbeliebten politischen Ansichten einfacher Bürger versehen“ und pauschal aus dem Diskurs ausgrenzen.“

Sollte nicht geschehen – geschieht aber: unter Mithilfe vieler Intellektueller, die am Hofstaat des Lehnsherren eine ansehnliche Leibrente erhielten. Bleiben wir bei den Feinden der Raubritter:

„Wir leben in rauen Zeiten: Oft ist nicht mehr erkennbar, was wahr ist und was falsch. Vor allem in den sozialen Netzwerken wird fast grenzenlos gelogen, beschimpft, verletzt. Ausländische Mächte betreiben zudem gezielt Informationskriege zur Destabilisierung anderer Staaten. Das fällt umso leichter, als Emotionen für die Meinungsbildung oftmals entscheidender geworden sind als Fakten. Wir sollten uns aber vor Augen führen: Wenn wir nur noch das als Tatsache akzeptieren, was wir ohnehin glauben, wenn Halbwahrheiten, Interpretationen, Verschwörungstheorien, Gerüchte genauso viel zählen wie Wahrheit, dann ist der Raum freigegeben für Demagogen und Autokraten.“

Da ist noch ein Feind, der die „politische Elite“ (ich leihe mir mal den Begriff von Fukuyama) beroht. „Ausländische Mächte“ sind immer gut, diffuse Ängste zu schüren, dass wussten die Lehnsherren seit Jahrtausenden: „Wenn ich nicht den Zehnten kriege, holt euch der Hunne!“ Und dann auch die „sozialen Netzwerke“ … die wir auch als unkontrollierte Selbstorganisation des Souveräns dieses Landes (also: UNS) begreifen könnten. Wer tummelt sich da? Wesen, die nicht zwischen Emotionen und Fakten unterscheiden können – so wird jedenfalls unterstellt. Wie nennen wir solche Wesen noch, die von Emotionen gesteuert werden anstatt von Fakten? Tiere. Vernunftlose Fressmaschinen. Ja – damit formuliere ich eine der „Interpretationen“, die jetzt – ganz neu – auch verpönt sind. Anordnungen der politischen Elite und ihrer „Landsleute“ ist kritiklos und wortgetreu Folge zu leisten; definieren sie, wer aktuell Feind zu sein hat, muss sofort marschiert werden. Jedes noch so wortschwallige Bekenntnis zur Demokratie, die im Dialog um die Wahrheit ringt (wir wissen seit 2500 Jahren, dass wir gar nicht anders zu „Wahrheiten“ gelangen können, als diese im Diskurs der Kontrahenten mühevoll zu erarbeiten – und zwar jeder für sich selbst), wird durch diesen Ansatz geleugnet – ganz offen. Und sind Emotionen wirklich wichtiger als „Fakten“ (was immer das auch sein mag)? Mitleid ist jene Emotion, die Grundlage allen sozialen Denkens und Handelns ist: eine pure Emotion. Liebe ist stärkste Kraft und unabdingbare Voraussetzung für entschlossenes politisches Handeln – Liebe zum Nächsten. Fakten, die gegen Liebe und Mitleid triumphieren? Da überlasse ich Ihnen die Bewertung einfach mal selbst, in welche Welt uns dies führen wird. Christlich … ist die nicht.

Natürlich beschäftigt sich unser scheidender Präsident auch mit dem „jungen Einwanderungsland“ Deutschland – was „Verfassungspatrioten“ wie er einer ist eigentlich verwundern sollte: eins der am dichtesten bevölkerten Länder der Erde mit hoher Staatsverschuldung und 14 Millionen wirtschaftlich komplett ausgegrenzten Menschen einfach so von oben herab als „Einwanderungsland“ zu definieren, zeigt von einem eigentümlichen Rechtsverständnis – das weit jenseits von Fakten und Gesetzen liegt. Fakten? Wir haben Einwanderer gehabt, „Gastarbeiter“. In der Sendung „Die Anstalt“ vom 6.12.2016 wurde ihr Status mal reflekiert: 8 Millionen von ihnen, die seit Jahrzehnten hier leben, arbeiten, Arbeitsplätze schaffen, Steuern zahlen haben KEIN WAHLRECHT, dafür aber Kanzler wie Helmut Schmidt und Helmut Kohl erdulden dürfen, die sie am liebsten sofort alle hinausbefördert hätten. Wir haben ein Asylrecht – aber das macht uns nicht zum Einwanderungsland. Eine so eingreifende Entscheidung über den Charakter eines Landes sollte auch umfassender fundiert sein als nur durch Wunschträume einer politischen Elite, die für eine Million „Neubürger“ genau so viel Geld ausgibt wie für 7 Millionen Arbeitslose und ihre Kinder (nur Bundesmittel) und 14 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund jeden Einwandererstatus seit Jahrzehnten vorenthält.

Ja – natürlich: der Hass, der überall wächst. Vielleicht sollten wir hier mal die Emotionen (den Hass auf die Hassenden) beiseite lassen und Fakten präsentieren, wie es der Bundespräsident empfiehlt (siehe Spiegel):

„Die Opfer sind nicht nur sehr verzweifelt, hilflos und verspüren ein Gefühl von Ohnmacht. Sie entwickeln auch Rachegedanken und Hass. Wer Mobbing nicht selbst hat erfahren müssen, kann kaum nachvollziehen, was das mit einem Menschen macht. Das wird von außen, auch von den Lehrern, kleingeredet als harmlose Auseinandersetzungen zwischen Kindern. Es wird oft nicht erkannt, wie intensiv dieser Psychoterror tatsächlich ist.“

Das ist keine Meinung – sondern Fakt. Jedenfalls sagt das der Experte:

„In Experimenten, sagt er, konnte nachgewiesen werden, dass bei Menschen, die einen kleinen Stromschlag bekommen, dieselben Schmerzzentren im Gehirn aktiv werden wie bei Menschen, die sozial ausgegrenzt werden. Die Folge: Wut.“

Schon haben Sie eine erschöpfende Erklärung für Trump und AfD. Mehr braucht man nicht wissen. Hass und Wut sind nur Reaktionen sozialer Wesen auf Psychoterror, sie gehören nicht immanent zu ihrem Wesenszug: was ja auch eine zentrale Auffassung eines demokratischen, humanistischen Menschenbildes ist, dass keinen Gedanken an „Untermenschen“ irgendwelcher Art zulässt – noch nicht mal bei Menschen, die Ansprüche an den Staat stellen, die der Bundespräsident für überzogen hält … obwohl er selbst nur vom Geld dieser Menschen lebt.

Der Präsident hat aber eine andere Antwort für die Ausgegrenzten, eine Antwort, die einen erschauern läßt:

„Denn die Aussage, es könne niemals eine militärische Lösung geben, klingt gut und ist gut, allerdings nur, solange sich alle Seiten an diese Maxime halten.“

Und ob sich alle Seiten daran halten, bestimmt allein: unsere politische Elite, die sich zum Beispiel in den Machtkampf in Kiew massiv eingemischt hat, die Bevölkerung massiv gegen Trump und Putin aufwiegelt und sich jede Kritik, jede Interpretation, jede alternative Theorie zur Erklärung politischer Entwicklungen verbietet (siehe oben).

Es steht noch viel mehr in der ellenlangen Rede, die der scheidende Präsident gehalten hat. Wer gehau hinschaut, hört Kriegstrommeln:

„Wir wissen längst: Deutschland kann sich nicht zur Insel machen, kann sich nicht abschotten von der Welt, kann sich nicht zurückziehen ins Nationale. Frieden und Wohlergehen im eigenen Land sind untrennbar verwoben mit Frieden und Wohlergehen andernorts, verwoben mit internationalen Organisationen und militärischen Bündnissen, deren Mitglied Deutschland ist. Was etwa in China geschieht, hat Auswirkungen auf unser Leben in Deutschland.“

Und deshalb dürfen wir uns das Recht herausnehmen, miltiärisch mit China zu ringen? Immerhin haben die auch eine Armee … scheinen also für militärische Lösungen offen zu sein.

„Oder Deutschland, als starker und verantwortungsvoller Partner in der Union, kann mehr Gestaltungswillen als bisher für das größere Ganze aufbringen. Wir können? Nein, wir müssen! Wir müssen mehr tun, um gemeinsam mit anderen Ordnung zu erhalten, Konflikten vorzubeugen, Krisen zu entschärfen und Gegner abzuschrecken.“

Wir hören hier Worte, die wir lange überwunden glaubten – aber für unser politische Elite Norm geworden ist: nun wissen wir, welche Zukunft „unser Landsleute“ für unser Kinder wollen:

„Selbstvertrauen haben wir lange nicht leben wollen. Zu nah schien es uns an einem Gefühl unaufgeklärten Stolzes. Und so entstand die dominierende Kultur von Zurückhaltung und Selbstbeschränkung. Aber wann, wenn nicht mit dem Aufbau der Demokratie in Westdeutschland und der Friedlichen Revolution im Osten, mit der Vereinigung Deutschlands und Europas hätte es bessere Gründe für ein gesundes Selbstvertrauen gegeben?“

Wir sind die Guten … die sich aufmachen, mit militärischer Gewald die Chinesen abzuschrecken. Und den Russen. Und den Trump. Und die sozialen Netzwerke. Und die Muslime (außer jene, die Merkel für unklare Ziele im Inland braucht). Und die Bürger, die Leistungen für ihre Beiträge fordern. Man hört insgeheim … den Marschtritt des Vierten Reiches, in dem der Bürger zahlen darf, ohne Leistungen einzufordern, Fakten akzeptieren muss, ohne Fragen stellen zu dürfen, keine Emotionen haben darf und Psychoterror gehorsam als selbstverständlich erduldet und die grausamen Folgen seiner Ohnmacht passiv erträgt.

Ich gestehe: die Rede des Herrn Gauck ist viel länger. Ich weiß nicht, wie viele daran geschrieben haben. Ich gestehe: ich habe eine eigene Interpretation dieser Rede angefertigt, manches überspitzt (sehe noch keinen Krieg mit China am Horizont), manches verkürzt. Ich verlange auch von einem Bundespräsidenten die Kompetenz, Reden zu  halten, die keinerlei Interpretation zulassen – so etwas geht. Klare Worte ohne Schnörkel, geheime Codes und schlecht versteckte Andeutungen. Ich verlange eine Rede ohne Widersprüche, die nicht zuerst das Nationale verdammt, um es später als stolzes neues Deutschland mit legitimen Gestaltungswillen in fremden Ländern wieder hochleben zu lassen. Dafür bezahle ich diesen Menschen und seine Redenschreiber.

Aber ich merke auch: auch das sind „Ansprüche“, „Erwartungen“ und „Wünsche“, die ich – als vernunftloses Tier – gegenüber der hochstehenden politischen Elite gar nicht mehr formulieren darf. Noch darf ich mir Gedanken darüber machen, welche Grundlage, welches Menschenbild, welches Politikverständnis eigentlich die Grundlage ihrer „Fakten“ ist.

Aber: diskutieren Sie mit mir. Sollte ich mit meiner Interpretation falsch liegen: nur zu. Ich produziere keine „Fakten“, weiß um die Schwierigkeit der Wahrheitsfindung. Habe sowas studiert – und deshalb keine Hörigkeit gegenüber „Fakten“, die mir eine politische Elite serviert. Das ist auch die Grundlage der Demokratie – sonst hätten wir ja eine Diktatur der politischen Elite, die vorschreibt, was jetzt „wahr“ ist und was als „falsch“ zu gelten hat.

Und jene Diktatur sollten wir schon in der Entstehung verhindern – eine solche Zukunft möchte ich meinen Kindern nicht gönnen.

Und darüber – sollten wir wirklich mal reden.

PS: Inwieweit Herr Gauck für seine Worte verantwortlich ist, kann ich nicht beurteilen, noch möchte ich den Eindruck erwecken, er sein ein schlechter Mensch. Es mag sein, dass er nur in übler Gesellschaft ist – und soziale Wesen wie der Mensch überleben halt durch Anpassung. Das sollte man immer beachten – bei jedem sozialen Wesen, auch denen, die noch Emotionen haben.

 

 

 

 

 

 

Der stille Tod des deutschen Bürgertums – eine Antwort an Jakob Augstein

Montag, 19.12.2016. Eifel. Ja, du meine Güte: da ist ja was los in dem Land! Endlich mal Aktion, endlich kommt mal die große Gefahr vor der alle gewarnt haben, endlich – nach jahrzehntelanger vergeblicher Warnung – ist der Feind da, das Böse, das Ungeheuer. Nein – ausnahmsweise ist es mal nicht Putin. Der steht immer noch Synonym für den „Gottseibeiuns“ (neudeutsch und respektlos: Satan, Teufel, Beelzebub), ist aber momentan nicht „in“. In den feinen, gebildeten, sich selber aus unergründlicher Anschauung als „irgendwie links“ verortenden Schichten der gutbürgerlichen Kreise, die alle Moralforderungen der Obrigkeit punktgenau erfüllen, wird ein neuer Teufel diskutiert – ein Teufel, der das Ende des Bürgertums signalisiert.

Bürgertum? Nun – kaum jemand weiß noch, was das ist. Kurz erklärt: es gab mal eine Zeit, da gab es Herren und Sklaven – den Adel und den Rest. Von dem Rest kamen einige auf die Idee, Städte zu bauen, Städte, die mächtiger waren als Burgen. Von „burga“ (Schutz) leitete sich auch das Wort ab: die Stadtbewohner waren so mächtig, dass sie sich gegenseitig Schutz vor den Kriegsknechten des Adels geben konnten, ja, sie konnten sogar Armeen aufstellen, die den Adel im Feld schlugen. Diese Ideen fanden viele so toll, dass das Bürgertum dann auf den Staat ausgedehnt wurde. Es war natürlich ein beschränktes, elitäres Bürgertum. Damals wie heute – und wie auch schon in Griechenland und im alten Rom – war Reichtum ohne Sklaven oder Tagelöhner (heute:  Niedriglöhner mit kurzer Kündiungsfrist) nicht denkbar.

Ja – nun schauen Sie nicht so: Ihr Eigenheim, Ihr SUV, Ihre Jahresurlaube, Ihre Flut an teuren Weihnachtsgeschenken, Ihre energieintensive Weihnachtsbeleuchtung, Ihre Maßanzüge wären nicht denkbar ohne eine breite Sklavenkaste, die für wenig Geld viel Arbeit leistet. Über ein paar von ihnen hat der WDR berichtet (siehe „Wir Sklavenhalter“, ARD), Millionen anderer, die nur Dank rot-grünen Niedriglohnsektors in bitterer Armut leben, sind da noch nicht mal erwähnt. Nicht in absoluter Armut, da haben Sie Recht, aber in „bitterer“ – weil sie politisch gewollt und verordnet ist, weil unsere feine Gesellschaft ein Drittel der arbeitenden Menschen in finsterer Knechtschaft hält, um sich ihre luxuriösen bürgerlichen Privilegien weiter gönnen zu können – vor allem das oberste Privileg: auf andere herabschauen zu können, um nicht zu merken, wie bescheiden es ihnen selber geht. Dabei machen auch die neofeudalen Kreise in Politik, Konzern und Verwaltung gerne mit: so spaltet sich ein Volk selbst.

Doch kommen wir erstmal zum nächsten Teufel – dem Trump, der Teufel aus dem Westen, der schon signalisiert hat, dass er mit dem Teufel aus dem Osten gut klar kommt. Die Stimme des deutschen seichtlinken Gewissens hat sich hier zu Wort gemeldet: Jakob Augstein, Mitbesitzer des Hassblattes „Spiegel“, klärt uns über die Gefahren auf (siehe Spiegel):

„Donald Trumps Kabinett könnte aus einer linken Parodie stammen – Militärs und Milliardäre übernehmen die Macht. Karl Marx hatte doch recht: Dem bürgerlichen Zeitalter droht das Ende.“

Schön ist auch die Begründung:

„Donald Trump ist noch gar nicht Präsident – und schon straft er alle Kritiker Lügen: Dieser Mann ist nicht so schlimm wie befürchtet, er ist schlimmer. Sein Kabinett, so weit es bislang feststeht, sieht aus wie der wahr gewordene Albtraum eines linken Sozialkundelehrers: Jedes linke Vorurteil über „Staatsmonopolkapitalismus“ und „militärisch-industriellen Komplex“ wird wahr. Militärs und Milliardäre übernehmen im Herzen der westlichen Welt die Macht.“

Jetzt haben wir endlich den Verantwortlichen gefunden: der Trump wars. Der Trump hat deutsche Soldaten weiter geschickt, als sich Hitler je erträumt hätte, der Trump hat die gigantischen Hedgefonds auf die kerngesunde Wirtschaft losgelassen, der Trump hat den Niedriglohnsektor befohlen. Das Ergebnis:

„Das bürgerliche Zeitalter kommt an sein Ende.“

Wegen Trump, der noch gar nicht im Amt ist – und – für einen deutschen Linken kaum verständlich – auf sein Präsidentengehalt verzichtet. Warum auch nicht: er ist zum Aufräumen angetreten, nicht zum Abkassieren.

Manche sind da weiter im Verständnis der Zusammenhänge (siehe Heise):

„Weder in den USA noch in Großbritannien hat ausschließlich die weiße Unterschicht – von den „Oberen“ verächtlich „white trash“ genannt – entgegen den Erwartungen abgestimmt. Insbesondere in den USA hat sich auch die US-Mittelschicht nicht für Trump sondern oftmals gegen Clinton und das damit verbundene sogenannte „Establishment“ entschieden. Trump wurde nicht zum Präsidenten gewählt, weil er so ein toller Hecht ist, sondern weil die Menschen es satt haben, dass sich das oberste Prozent der Bevölkerung ausschließlich um sich kümmert und sich gnadenlos bereichert, während der Rest auf der Strecke bleibt und obendrein für dumm verkauft wird.“

Es sind die Autoren eines Spiegel-Bestsellers, Matthias Weik und Marc Friedrich, die uns über die Widergeburt des trumpelnden Teufels aufklären – und auch darüber, warum unsere feine „Elite“ davon überhaupt nichts mehr mitbekommt.

„Wer jedoch jeden Andersdenkenden als dumm oder als etwas noch schlimmeres und jeden sozial schlechter Gestellten als faul bezeichnet und sich parallel völlig realitätsfern zumeist auf dem Parkett schicker Hotels und Wohngegenden, exklusiver Events und Businessclubs, hipper Bars und Nobelrestaurants oder auf Golf- beziehungsweise Tennisplätzen bewegt (und vorzugsweise in der Business oder First Class eincheckt) wird auch zukünftig von den kommenden demokratischen Wahlen in der westlichen Welt „überrascht“ werden.“

Ein einziger Satz – und jedem kann klar werden, dass unsere Funktionärselite in einer Paralellgesellschaft lebt, die weit entfernt von der politischen Realität der ehemaligen „Bürgers“ ist. Man versteht die politischen Bewegungen auf einmal … und wer noch Geschichte in der Schule gelernt hat, der weiß: der „starke Mann“ kommt immer dann, wenn die „Eliten“ völlig pervertierten, ihren Reichtum protzend zur Schau trugen – und für die Normalvernunft nicht mehr nachvollziehbare politische Entscheidungen trafen.

Darf ich dem Herrn Augstein mal etwas über die gesellschaftlichen Realitäten erzählen – die auch von rot-grün in Szene gesetzt wurden?

Gern.

Dank feudaldeutscher Sozialgesetzgebung gibt es in Deutschland inzwischen „Bürger“, die – per Anordnung der Staatsgewalt – von 90 Euro im Monat leben müssen; NEUNZIG – in Worten. Reicht noch nicht mal für ein Essen in jenen Etablissements, in denen unsere Funktionärselite so gerne speisen geht. Strom und Telefon sind da nicht mehr möglich, Heizkosten und Wasserkosten werden da zum tödlichen Risiko (siehe Huffingtonpost). Diese Risiken sind auch hauptverantwortlich für den 35-prozentigen Anstieg von Obdachlosigkeit in Deuschland (siehe Deutschlandfunk), Szenen wie aus einer großen Wirtschaftskrise … nur haben wie die Krise nicht. Die habe nur einige Millionen, aber zwei Drittel haben sie noch nicht – jedenfalls so lange nicht, bis die Konzepte für die Industrie 4.0 weitere 18 Millionen Arbeitsplätze vernichten. Ja – in Deutschland, nicht in Bangladesh, wo wir von Kindern unsere Hemden nähen lassen, die uns so überaus fein stehen.

Wir sind in Deutschland wieder so weit, dass wir inzwischen unschuldige Bürger stundenlang einkesseln dürfen (siehe N-tv), die Botschaft ist klar: meidet das demonstrierende Pack – sonst seid ihr selbst dran. Ja: stellen Sie sich ruhig selbst mal vor, wie das ist, stundenlang eingekesselt zu sein – und nicht auf die Toilette zu dürfen. Das sind Schmerzen – die sind unerträglich. Ebenso wie die Schmach, wenn man die Schmerzen nicht mehr aushält. Ihr Staat findet was ok – man muss ja auch nicht demonstrieren, man kann ja auch gehorsam sein. Dafür werden 11-jährige Kinder vor Gericht gestellt (siehe mittelbayrische)  … weil sie beim Fussballspielen am Tor vorbeischossen. Merke: auch Fussball wird gefährlich. Todesfälle durch Pfefferspray? Kein Problem, wird weiter eingesetzt (siehe neues-deutschland). Gut – es ist nur in Kombination mit Kokain schädlich … und das erkärt vielleicht auch, warum wir so wenig Politiker auf Demos haben.

Reicht das schon? Sind nur Meldungen der letzten Tage, die bei mir hängen geblieben sind.

Ja – reicht?

Mir nicht.

Stuttgart 21 – da haben Demonstranten zwar nicht ihr Leben aber ihr Augenlicht verloren – wird … wie Elbphilharmonie und Berliner Flughafen … zu einer Dauerkostenstelle (siehe SWR), was nur nicht berichtet wird – nie – an solchen Baustellen verdienen wieder viele „Funktionäre“ in Konzern und Amt eine goldene Nase. Kann sich ein Herr Augstein vorstellen, wie einen das ankotzt? Genauso wie der angebliche Kampf gegen Rechts, der äußerst lukrativ ist: aus der Amadeo-Antonio-Stiftung ist dank Staatsmitteln inzwischen eine Bank geworden (siehe jüdischerundschau), eine Bank, die mit primitiven Methoden von Stasi und SA gegen Andersdenkende hetzt, die zuvor – einfach mal so frei heraus – für „rechts“ erklärt wurden … so, als seien Kauder, Seehofer und Merkel linke Spinner.

Oder der Emissionshandel? Sollte das Klima verbessern, führte aber – dank großzügiger Schenkungen der Regierung an die Konzerne – zu Konzengewinnen von 25 Milliarden Euro (siehe Spiegel), mehr als der Bund für 6 Millionen Hartz-IV-Verurteilte ausgibt.

Noch eins? Diesel. Die preiswerte Art, Auto zu fahren. Heute … weiß ja jeder: die sind giftig. Gesund geht nur teuer. Man will sogar die Innenstädte für Diesel sperren, um die Apokalypse zu verhindern. Hat ja jeder geschluckt, diese Nachricht. Nur … liest man mehr, erfährt man andere Wahrheiten (siehe Spiegel):

„Viele Kunden sind nach dem VW-Skandal verunsichert, der Marktanteil von Dieselautos geht zurück. Für die Hersteller ist das ein Problem: Ohne die Selbstzünder sind die CO2-Vorgaben zum Klimaschutz kaum zu schaffen.“

Ja – Diesel verbraucht halt weniger. Macht weniger CO2. Wäre also eigentlich gesund – aber was wäre das für ein Gewinn für die Autoindustrie – die gerade zehntausend Arbeitsplätze abbaut – wenn man alle Dieselautos verbieten würde und Neuanschaffungen nötig wären? Cool kalkuliert, oder?

Doch was sagt die Elite dazu? Hören wie sie mal, in einem – auch aus anderen Gründen – äußerst peinlichen und unwissenschaftlichen Artikel über „Verschwörungstheorien“ (siehe Zeit):

„Aber wir müssen versuchen, schon bei Schülern ein Verständnis dafür zu wecken, wie Gesellschaft funktioniert, warum das Blog eines Privatmannes nicht dieselbe Glaubwürdigkeit besitzt wie eine Tageszeitung.“

Ja – die Tageszeitung kann Wirklichkeit eben besser erklären, wie im Falle des Passes von Mohammed Atta:

„Dass der Pass offensichtlich aus dem komplett zerstörten Flugzeug herausgefallen sein muss, ist ja auch schwer vorstellbar. Aber manchmal ist die Wirklichkeit eben unstimmig und widerborstig.“

Ja – manchmal ist die Erde eben eine Scheibe, auch wenn Empirie und Ratio eine Kugel vermuten. Und Anordnungen dieser Art ist eben Folge zu leisten, dafür stehen sie ja in der Tageszeitung. Man versteht, warum die Herren Friedrichs und Weik vom „Elitenversagen“ reden. Eine „unstimmige“ Wirklichkeit kann auch durch einen anderen Begriff abgebildet werden: falsch; und wenn sie „widerborstig“ erscheint, mag auch einfach die Theorie falsch sein, mit der man versucht, sie abzubilden. Das ist dem Professor für Amerikanistik vielleicht nicht klar, aber anderen Geisteswissenschaftlern mit Ausbildung in Wahrheitstheorien schon – auch wenn die in einem privaten Blog schreiben … der genauso öffentlich ist wie die Tageszeitung, nur halt unabhängig von den Interessen der reichen Zeitungsbesitzer – und selbstkritischer als die Elite.

Reicht es jetzt?

Mir nicht.

Blicken wir nach Düsseldorf, jener Landeshauptstadt, in der Lobbyismus inzwischen ungeahnte Dimensionen und ganz neue Qualitäten erreicht: 80 Prozent der Bürgeranfragen werden inzwischen von der Bertelsmanntochter Arvato abschließend beantwortet und erreichen die Regierung gar nicht mehr: diese Information ist wohl ein Abschiedsgeschenk der Piratenpartei an die Bürger (siehe Heise), dass es nicht Trump ist, der das Bürgertum vernichtet, sondern ein völlig aus dem Ruder laufender Ultrakapitalismus, kann man schon in der Tagesschau hören, dort erfährt man auch, wieso das Bürgertum einen leisen Tod stirbt (siehe Tagesschau):

„Warum aber ist die soziale Frage in der politischen Debatte derzeit nahezu tabu? Warum haben selbst Sozialdemokraten und Linke kaum mehr Ideen für eine gerechtere Gesellschaft? Weil auch sie nicht zu den Verlierern gehören wollen, sagt Nachtwey: „Personen, die in der Mittelklasse angekommen sind, die lang genug in den politischen Eliten sind, die bewundern die Reichen. Und verachten häufig die Armen. Und dann orientiert man sich häufig eher an den Gruppen, die man bewundert, mit denen man eher die Gemeinsamkeiten sieht.““

Ja – man bewundert die Reichen. Außer den einen, der nicht dazu gehört: den Trump. Der sich jetzt für robuste Arbeit eine robuste Mannschaft zusammenstellt? Wie es üblich ist, wenn der Filz der Reichen das Bürgertum erstickt hat, das nur noch von ihren Gnaden lebt … abhängig von niedrigen Zinsen und Arbeitsplätzen … und beständig Angst hat, in das von der Politik disziplinierte Konzentrationslager des Prekariat geschickt zu werden, wo man der Willkür schlecht ausgebildeter und manchmal mies gelaunter Aufseher im Jobcenter ausgeliefert ist?

Wenn „burga“ Schutz bedeutet: wo ist der Schutz für jene, deren Arbeitskraft nicht mehr den nötigen Profit für die Verwertungsindustrien der Moderne bringt? Wo der für die Niedriglöhner, Niedrigrentner … oder jene 22000 Kinder, die bei uns auf der Straße leben und höchsten noch als Verwertungsobjekt für eine ebenfalls aus dem Ruder gelaufene Betreuungsindustrie tauglich sind?

Darf ich noch mal die Tageszeitung zitieren? Den Spiegel (siehe dort):

„Donald Trump wettert gegen die Globalisierung – und hat in einem wichtigen Punkt recht: Freihandel bringt nicht nur Vorteile. Besonders drastisch zeigt das die Suizidrate in manchen Regionen der USA.“

Jene „relative“ Armut, die Hauptsächlich durch Armut an Würde und Achtung gekennzeichnet ist und nicht durch eine Versorgungsniveau, das an den Kongo heranreicht, sondern durch Massen von Toten, die die Entwürdigung nicht mehr ertragen haben. Nicht umsonst steht in unserem Grundgesetz die Achtung der Würde ganz vor im Text. Moment – Kongo? Zumindest in Ghana, Kenia und der Elfenbeinküste ist das Monatseinkommen höher als 90 Euro (siehe länderdaten) …. die Horrorarmut der Dritten Welt hat also auch schon uns erreicht.

Und der Trump?

Ist nicht das Ende des Bürgertums. Das stirbt seit der Agenda 2010, stirbt seit der von Frank Schirrmacher in seinem Werk Ego so fein geschilderten Umerziehung der Bürger zum selbstsüchtigen Egomanen: ist doch schon alles längst bekannt. Das Bürgertum – jener Bund der Bundesrepublik, der alle (ja: ALLE) Bürger vor Leid und Ungemach schützen soll, stirbt, seitdem die Lumpen unter den Bürgern ihre Vermögen steuerschonend ins Ausland verschieben und dadurch die Gemeinschaft aller Bundesbürger in die Staatsverschuldung treiben.

Trump und seine Genossen … könnten dem Filz ein Ende bereiten. Es wird mit Sicherheit kein schönes Ende sein, aber eins, das Klarheit schafft. Wahrscheinlich … werden aber auch die gegen den Filz der Lumpenelite nicht ankommen. Noch nicht.

Oder … es endet wie bei Kennedy.

Ändert nur nichts: irgendwann werden sich die Bürger – aus reiner Not, Ohnmacht und Verzweiflung – unter einem starken Mann versammeln, einem Kriegshäuptling (und der wird kein sozialliberaler Sozialpädagoge sein), der verspricht, den elenden Saustall aufzuräumen.

Und dann … werden wir, erschrocken vor zig-millionen Leichen stehend … wieder erinnern, warum wir einst das Grundgesetz schufen, warum wir einen Bund bildeten – und warum Würde so wichtig war.

Mir wäre es lieber … es würde anders gehen, ohne Tote. Jeder Einzelne ist zu viel.

Doch die Lumpenelite hat eine Macht, eine Durchdringung der Machtzentren errreicht, die man wohl kaum noch mit der Yogadecke unterm Arm beseitigen kann. Oder was meinen Sie, warum die Bundeswehr so unbedingt im Inland eingesetzt werden soll? Die Lumpen lesen halt wenigstens noch Geschichtsbücher und träumen wieder von den Freikorps, die dereinst die echten Linken abschlachteten: die demokratischen Arbeiter- und Soldatenräte.

Wir werden wieder durch Blut waten müssen, aber nicht wegen Trump … sondern eher wegen Menschen, die Ihnen morgens im Bad im Spiegel begegnen – dem echten Spiegel, nicht der Zeitschrift.

 

 

 

 

 

Fake News – Elite baut Wahrheitsministerium

Freitag, 16.12.2016. Eifel. Wissen Sie, wie Kriege beginnen? Immer und überall? Mit Worten. Eine Wahrheit, die man nicht so gerne hört, eine Wahrheit, die man sicher schnell zu den „Fake News“ zählen wird – denn wir haben eine andere Wahrheit zu Kriegen verordnet bekommen: Kriege …. „brechen aus“. Wie Naturgewalten. Sicher – es gibt im Gedankenraum der nordamerikanischen Indianer die Deutung, dass Krieg ein Dämon ist, der ganze Völker besessen machen und sie ausrotten kann, der wie ansteckender Wahnsinn übers Land tobt und alle mit sich reißt: aber das soll ja jetzt wohl nicht Grundlage unseres westlichen Denkens werden: wir sind der Gipfel der rationalen Menschheit, erfinden Atombomben, Dioxin, Contergan und verseuchen den ganzen Planeten mit Plastik – hoch vernünftig, so was. Ausgenommen natürlich der Krieg: der „bricht aus“, „bricht über uns herein“ – da sind wir vom Denken der Indianer nicht ganz so weit entfernt – haben nur die Illusion, wir könnten den Dämon stoppen.

Ein Krieg beginnt durch Worte – zumeist ganz einfache. Ein Mensch erklärt einem anderen, wer böse ist (also: wer der Putin ist). Hat der Mensch genug Gefolgsleute zusammen, ist das Böse fein genug beschrieben, folgt die Kriegserklärung. Oder Putin schlägt gegen das Lügenimperium zurück, um nicht in die Defensive zu geraten, sozusagen ein Präventivkrieg gegen die Panzerarmeen der Nato, die gerade – trotz Trumps angeblichen Anti-Kriegs-Kurs – an die russische Grenze verlegt werden (siehe Lausitzer Rundschau). Und weil Krieg mit Worten beginnt – man nennt sie im Krieg „Propaganda“ – ist die Herrschaft über Worte absolut wichtig: die Herrschaft über Worte und über „Wahrheit“.

Ich habe Ihnen mal ein paar News mitgebracht. Zum Beispiel die über den Physiker John A. Brandenburg, der demnächst öffentlich seine Theorie vorstellen wird, dass die frühe Marszivilisation durch gezielte Kernwaffenangriffe aus dem All ausgelöscht wurde (siehe Grenzwissenschaften). Irre? So geht Wissenschaft: man formuliert eine Theorie, belegt sie mit Beweisen (die hat der Herr Brandenburg – immerhin ist er ein „Experte“) und stellt sie zur Diskussion, dann wird das für und wieder fein und sauber abgewogen – und dann zur Wahrheit ernannt oder verworfen. Das sie zur Wahrheit ernannt wird, heißt nicht, dass sie wahr ist – das zeigen die Irrtümer der Wissenschaft. Kernwaffenangriffe auf dem Mars? Brächte unser ganzes menschenzentriertes Weltbild durcheinander: Herr Brandenburg wird massive Probleme aus ganz ungewöhnlichen Richtungen bekommen, fürchte ich: aus der Politik. Er bringt Menschen auf dumme Gedanken über außerirdischen Zivilisationen, das kann ihre Produktivität hemmen, nachher meditieren die alle nur noch herum und suchen telepathischen Kontakt zu den Seelen der alten Marsianer – und keiner malocht mehr für den Mindestlohn, damit oben in der Hierarchie die Amerikareise gesichert ist.

Telepathie? Ja – Neuropsychologen haben eine im EEG messbare „soziale Fernwirkung“ ausgemacht – jedenfalls zwischen Freunden und Verwandten (siehe Grenzwissenschaften). Spannend, oder? Sicher wird Ihnen jetzt schon mulmig: ich denke, nach 70 Jahren „Umerziehung“ zu perfekten Drohnen der kapitalitischen Religion haben Sie auch ein Gefühl dafür entwickelt, was „erlaubte“, konsumfördernde Wahrheiten sind und was nicht. Das Gefühl wollen wir jetzt noch verstärken (siehe Stern):

Das World Trade Center stürzte nicht wegen der starken Feuer in sich zusammen, sondern wurde kontrolliert gesprengt, behaupten vier Wissenschaftler kurz vor dem 15. Jahrestag der Anschläge. Das Erstaunliche: Die waghalsige These wurde in einem renommierten Physik-Fachmagazin veröffentlicht.

Trauen Sie sich jetzt, noch weiter zu lesen? Mutig. So leicht ist es im Jahre 2016, „verbotenes“ Wissen anzusprechen – und dieses Wissen bekommt jetzt ein Wort, einen Kampfbegriff, einen ersten Schritt zum Krieg – Bürgerkrieg in diesem Fall. „Fake News“ lautet dieser Begriff, nach postfaktisch (siehe Nachrichtenspiegel) der nächste Begriff aus der Wörterküche der politischen Manipulateure. Wir können ihn auch aus anderer Perspektive beleuchten: aus jener des laufenden Krieges reich gegen arm, eines Krieges, von dem Sie nichts wissen dürfen, aber ihm bald zum Opfer fallen, wenn der Zinsdurst der Elite ihre Rente frisst.

Schauen wir in die Zeitung: da wird in der Tat das Weihnachtsgeld für Behinderte einfach mal so einkassiert, um die Diäten der Bundestagsabgeordneten zu finanzieren (siehe NW). Wir wissen, dass solche Ungerechtigkeit den Rechtspopulismus fördert (siehe Deutschlandfunk), arme Menschen wählen nicht nur hier Menschen mit großer Macht, die es denkbar machen, das etablierte System der Umverteilung von arm nach reich zu zerschlagen – schon längst glaubt kaum noch jemand, dass der seit siebzig Jahren gewachsene Filz noch friedlich beseitigt werden kann. Die Renten des reichsten Landes Europas liegen unter dem OECD-Durchschnitt (siehe wann-in-Rente), etablierte Wirtschaftsmagazine berichten von einer neuen Sklavenhalterideologie, etabliert von rot-grün durch die Agenda 2010 (siehe Wiwo). Ja – nun schauen Sie nicht so: um Ihnen Reihenhaus, prallen Weihnachtstisch und drei Urlaube im Jahr zu ermöglichen, müssen irgendwo auf der Welt Menschen unter Wert bezahlt werden, möglichst umsonst arbeiten. Geld ist ein geschlossener Kreislauf (auf wenn die Druckfreudigkeit der Notenbanken dies gerade verwässert), Sie „verdienen“ es nicht – sie bekommen es zugeteilt, so wie jeder, überall auf der Welt. Ob Sie Hartz IV bekommen oder 100 Millionen Euro Prämie ist eine Entscheidung von Menschen, geschönt durch das Märchen von „leistungsgerechtem Lohn“. Ein Märchen? Nun – Feuerwehrleute, Polizisten und Krankenschwestern leisten sehr viel, riskieren täglich ihr Leben (die einen durch direkte Gefahren, die anderen durch Dauerberieselung von resistenten Krankenhauskeimen, die jährlich 15000 Menschen töten – siehe Spiegel): trotzdem müssten die tausend Jahre arbeiten, um an die Prämie eines Industriefunktionärs heran zu kommen.

Gerecht – ist anders.

Diese wachsende Ungleichheit im Lande – zwischen Fernreisenden und Niedriglöhnern – schmälert unser Bruttoinlandsprodukt um 40 Milliarden Euro (siehe Spiegel). Geld, das wir gut gebrauchen könnten.

Doch was macht die Regierung? Streicht erst mal „heikle Passagen“ aus dem Armutsbericht (siehe Süddeutsche). Welche das wahren? Nun – jene, die über den großen Einfluss der Reichen auf die Politik informieren. Dazu braucht man aber keinen Armutsbericht: dass „Goldman-Sachs die Welt regiert“, wissen einflussreiche deutsche Eliteblätter  (siehe FAZ), dass nur eine Hand voll „Entscheider“ mit Hilfe gigantischer Billionensummen die Gestaltung des gesellschaftlichen Rahmens bestimmen, weiß auch der deutsche Staatsfunk (siehe ZDF), dass der Zinsdruck dieser Ultra-hyper-super-vermögen direkt zu Ihren Rentenkürzungen führt – und zu einer unaufhaltsamen Preisspirale – können Sie sich selber denken. Lesen Sie das schnell: bald werden das Fake-News sein, denn: „Deutschland geht es gut“.

Was heißt bald – das sind sie ja schon jetzt. All diese Studien, Erkenntnisse, Informationen versickern doch schnell im Nichts, weil „die Elite“ einen spannenden Trick angewendet hat: während die Leistungen für Arbeitslose massiv gekürzt wurden (obwohl es Studien gibt, die zeigen, dass durch Investitionen in diesen Bereich für Staat und Gesellschaft der meiste finanzielle Gewinn zu holen ist), wurden die Diäten der Abgeordneten – die zuvor fünf Jahre lang stabil waren – um 33 Prozent angehoben und mit einem Automatismus versehen, der sie schnell „reich“ werden läßt … wozu jeder von ihnen automatisch zu der herrschenden Finanzkaste gehört. Die ING Diba hat Kunden, die unter 17 Jahre alt sind – und über ein Aktienpakekt mit einem Durchschnittswert von 33000 Euro verfügen (siehe FAZ), während die Zahl der Obdachlosen in die Höhe schnellt.

Diese Fakten führen zum eigentlichen Kern der Empörung, sie haben im Mutterland des Kapitalismus Trump zum Sieg verholfen … nicht jene „Fake News“, die jetzt als Sündenbock durchs Dorf getrieben und unter Strafe gestellt werden sollen (siehe Spiegel) womit die Regierung und ihre „Freunde“ die Definitionsgewalt über Wahrheit erhalten- was hilft, das Sterben der sozialen Marktwirtschaft noch ein wenig weiter zu vertuschen.

Bleiben wir fair: Lügen zum Zwecke des persönlichen Machterwerbs sind auch in Ihrem Alltag normal (denken Sie einfach in ihr letztes Bewerbungsgespräch – oder ihren letzten Geschäftsbericht) – und die Medienwelt … gerade auch die „alternative“ … ist voll von unsauberen Arbeiten, die – ausgehend von einer berechtigten Frage über verstörende Beobachtungen – gallopierenden Hypothesenketten weit jenseits jeglicher Empirie oder Rationalität bilden, die am Ende in Märchen von jüdischen Reptilienmonstern auf der flachen Erde enden, die nur durch reichsdeutsche Naziufos vom Mond bekämpft werden können. Das man Hypothesen mit der gleichen Vorsicht behandeln muss, wie man ein Moor durchquert … immer einen Schritt nach dem anderen, mit Pausen zur ruhigen Reflexion und Sicherung des bisher erreichten festen Untergrunds … ist halt nicht jedem bekannt: viele stürmen wie Blücher voran und wundern sich, wie schnell sie dann im Matsch versinken.

Ein Beispiel dafür? Nun – Pizzagate – ist ein Beispiel für gallopierende Hypothesenketten. Googeln Sie selbst. Superschlagzeilen – doch bei näherem Hinsehen verflüchtigt sich jeder Verdacht schnell ins Nichts – und am Ende der Kette schießt jemand in der benannten Pizzeria wild um sich, um die Welt zu retten. Noch ein Beispiel? Norbert Blüm: „Die Rente ist sicher“. Angela Merkel: „Deutschand geht es gut“. George W. Bush: „Saddam Hussein besitzt Massenvernichtungswaffen“. Alles galoppierende Hypothesenketten, denen es enorm an Beweiskraft und Realitätsgehalt mangelt – und die unter anderem Millionen Menschen töteten. Die Liste der Fake-News der „Wahrheitsmedien“ kann endlos verlängert werden („Riester Rente“, „Sozial ist, was Arbeit schafft“, „Umweltzonen reduzieren Schadstoffe“, auch ein Fake – siehe https://kommunal.de/artikel/umweltzone/), oder der ganze Anti-Putin-Feldzug. Hierzu auch ein Beispiel?

Wissen Sie, was Gerhard Schröder, Lutz Bachmann, Alexander Gauland, Sarah Wagenknecht, Sigmar Gabriel, Jürgen Elsässer, Ronald Pofalla, Matthias Platzeck und den Chef der Linde AG eint? Sie sind alle Mitglieder einer großen, pro-russischen Verschwörung, „trojanische Pferde des Kreml“ … meint das äußerst einflussreiche „Atlantic-Council„, dass 2009 in Berlin unter Führung von Hillary Clinton Freiheitspreise an europäische Völker verlieh und nebenbei bekannt gab, dass Politik in Europa mit vielen US-Steuergeldern manipuliert wurde (man nennt das natürlich anders – siehe Tagesspiegel).

Geschichten wie aus der Fakenewsmottenkiste, oder? In etwa so seriös wie die Meldungen über die befürchteten Wahlmanipulationen in Deutschland (siehe Berliner Zeitung) oder die angeblichen Wahlkampfmanipulationen in den USA (siehe Berliner Zeitung), die alle nach dem gleichen Muster gestrickt sind: interne Geheimdienstberichte, unbestätigte Quellen, ungenannte Insider oder namenlose Experten … achten Sie mal drauf, wie oft diese Masche in den Medien angewendet wird: allein der Ifo-Geschäftsklimaindex ist so ein Dauerfake – ebenso wie die getürkten Arbeitslosenzahlen.

Und doch … werden wir nun Instanzen bekommen, die erklären, was Wahrheit ist und was nicht.

Wer das ist? „Externe Spezialisten mit dem Fachgebiet Faktencheck“ werden es bei Facbook sein (siehe http://www.spiegel.de/netzwelt/web/facebook-so-will-der-konzern-vor-fake-news-schuetzen-a-1126133.html, sorry: PC nimmt mal wieder den Link nicht an), wird ein Beitrag von Nutzern nicht geteilt, wenn sie ihn gelesen haben (mache ich persönlich nie), wird das als „dislike“ gewertet und die Nachricht wird zum Fake. Kann schnell dazu führen, dass gelesene aber nicht geteilte Reden der Bundeskanzlerin bei Facebook im Firmenmülleimer landen … wie die drohende Neujahrsansprache.

Wer sind diese externen Spezialisten? Die werden …. wie für Fakenews üblich … nicht genannt. Alles bleibt im Nebel hängen, der sich auch gerade über die Eroberung Aleppos ausbreitet – auch dort haben wir die „in der Regel gut unterrichteten Kreise“, die alle Fakenews in die Welt setzen können, die sie nur wollen – sogar über die Tagebücher von Adolf Hitler oder die Wirksamkeit der Dieselfilter. Zu vermuten ist, dass jene Experten vor allem durch gefakte Doktortitel in Rang und Würde gekommen sind.

Nun – Großbritannien könnte da eine ganze Brigade bieten, die – wir berichteten – speziell Facebook mit „gewogenen“ Beiträgen füttern soll … eine Fakebrigade also, über deren Arbeit und Erfolge wir nicht informiert sind … wir wissen aber, dass sie da ist – und irgendwo irgendetwas publizieren. Vielleicht sogar die Pizza-Gate-Blase … um alle Kritik zu diffamieren. Dabei hat „Pizza-Gate“ reale Grundlagen, ohne die es niemals hätte wirken können: die verschwundenen Zeugen im Fall Detroux, die auf Verwicklungen höchster Kreise in Missbrauchsskandalen hindeuteten, die Verwicklung eben jener Kreise in Missbrauchsskandale in Großbritannien und Portugal (wir berichteten) – das ist der Stoff, der Pizzagate erstmal glaubwürdig macht: nicht die geklauten E-Mails von Clinton und die vorschnell angefertigten Hypothesenketten … wiewohl ich schon ankenne, dass der Code der Pizzabesteller merkwürdig war.

Brauchen wir diese Spezialisten?

Als umerzogene Arbeitsdrohnen schon. Als mündige Bürger – überhaupt nicht.

Fordern Sie einfach ein, was Ihr gutes Recht ist: eindeutige Beweise, klare Namen, nachprüfbare Quellen, die Ihnen ermöglichen, eine eigene Meinung zu bilden. Sie sind der Soverän des Landes – und brauchen niemanden, der Ihre Weltsicht vorformt.  Sie haben das Recht auf freie Meinungsbildung … auch über Ufonazis. Das kann man in aller Regel auch gut hinbekommen – allerdings wird es zunehmend schwerer mit einem Schulsystem, dass eifrige Konsumenten produziert – und nebenbei 7,5 Millionen Analphabeten schafft (siehe Zeit). Nimmt Ihnen jemand das Recht auf eigene Meinungsbildung … nimmt er Ihnen den Status als Souverän des Landes.

Was Sie für wahr halten, wie Ihre Wahrheit aussieht – bestimmen Sie selber. Das ist kein Problem in einer sozialen Marktwirtschaft, bestehend aus gebildeten Menschen, die schnell merken, wenn Worte zum Krieg führen – zum Beispiel das beliebte „Putin-bashing“, ohne das die Woche für deutsche Chefredakteure wohl nicht erfolgreich war.

Nun – es werden in Zukunft mehrere Konzerne Wahrheit vorformatieren (siehe Heise). Ob die Bildzeitung dann bei Facebook und Twitter ´rausfliegt, stand bis zum Redaktionsschluss noch nicht fest. Geschieht nur im Namen des „Guten“ – begründet durch eine Flut von Falschzitaten, die sich durch FB ergießt und die … sicher ärgerlich sind. Doch ist ein falsches Zitat über eine Grünen-Abgeordnete Grund genug für flächendeckende Zensur? Wir haben schon längst Gesetze zum Personenschutz – und auch Gesetze, die Gegendarstellungen verlangen. Würden die Konzerne die durchsetzen: es gäbe keinen Grund für den Begriff „Fake News“.

Aber der Begriff zielt ja auch auf etwas ganz anderes ab: auf Zensur, die neuerdings auch durch Schwarze Listen durchgeführt wird: getroffen hat es die „Achse des Guten“ (siehe dort): die waren eben „irgendwie rechts“ und bekommen keine Werbung mehr. Das wird die wohlsituierten Schreiber dort wohl nur um ein kleines Zubrot bringen, aber es ist hilfreich, von der Existenz dieser „blacklist“ zu erfahren. Und Facebook hat sowieso schon ganz andere Maßnahmen ergriffen, um politische Aktivität zu unterbinden: ohne Geld ist die Reichweite – die sogenannte organische Reichweite – der Beiträge eingeschränkt (online-marketing).

Die Hoffnung, dass im Kampf gegen Fakenews jegliche Werbung verboten wird, wird sich wohl nicht erfüllen.

Was bleibt – außer der Erkenntnis, dass sogar Trump selber, als Vorteilsnehmer, die Pizzagate-Fans aus seinem Team geschmissen hat (siehe Zeit), weil außer einem vagen Anfangsverdacht nur heiße Luft übrig blieb?

Eine Elite, die sich ein Wahrheitsministerium zimmert. Ganz offen. Welche Wahrheiten in Zukunft akzeptabel sein werden, bleibt abzuwarten – vielleicht hilft ja beten, um die in jeder Demokratie konkurrierenden Wahrheiten vor ihrer Einnordung zu schützen.

Und das ist insgesamt schlimmer als Pizzagate – und garantiert kein Fake.

Oder wir stehen in Zukunft in Reih und Glied vor unseren jeweiligen Firmen und zitieren laut und  einstimmig vor Arbeitsbeginn bedeutsame Worte aus der Neujahrsansprache Angela Merkels.

Und Kriege … werden wieder plötzlich hereinbrechen, weil die Worte, die zu ihnen führen, nicht mehr erkannt werden – und die Warnungen vor Kriegen im Fake-Eimer verschwinden.

 

 

 

 

 

Donald Trump und der Feldzug deutscher Medien gegen den „White Trash“

Digital StillCamera

Freitag, 11.11.2016. Eifel. Wow – was für eine Zeit. Eine Zeit, in der unglaubliches einfach so passiert: die Wähler in den USA wagen einen Präsidenten zu wählen, der dem deutschen Establishment nicht gefällt. Sogar der Bundespräsident hat vor ihm gewarnt – aber die doofen Amis hören nicht auf ihn. „White Trash“ – so hat die Elite der deutschen Tastenhyänen die Wähler betitelt, die sich zum Richter über die US-Wahl berufen fühlen. Wissen Sie eigentlich, was das Wort „trash“ bedeutet? Übersetzt? Ganz einfach: Müll. Man kann das  in Deutschland inzwischen wieder einfach so schreiben (siehe Welt), ohne dass es einen Sturm der Entrüstung gibt. Wollen wir mit dem Wort ein wenig spielen? Auf deutsch, damit Ihnen klar wird, wo wir da inzwischen geistig gelandet sind? Wie wäre es mit … weiblichen Müllmenschen? Muslimischem Menschenmüll? Jüdischen Müllmenschen? Suchen Sie sich etwas aus, was Ihnen am Besten gefällt. Wenn Sie akademisch tun wollen, können Sie auch über Humanmüll reden.

Und was macht man mit Müll? Nun – wir Deutschen wissen das: man trennt ihn. In Mülltrennung waren wir schon immer Weltmeister. Wir haben Menschen für den gelben Mülleimer, die noch verwertbar sind, Menschen für den grünen Mülleimer, die man noch kompostieren kann und Menschen für den grauen Müll, die einfach nur noch weg gehören: Hauptschüler, Arbeitslose, Kinder von Arbeitlosen, Behinderte und Alte (es sein denn, sie sind reich): die Liste jener, die auf den Müll müssen, um einer immer kleineren Zahl von Menschen einen immer größeren Luxus zu garantieren, ist lang. Das ist Deutschland 2016 – und diesem Land geht es gut, sagt die Kanzlerin. Viele Millionen jubeln ihr zu, wenn sie das sagt – andere müssen zu der Zeit für 1045 Netto im Monat 50 Stunden die Woche körperlich hart arbeiten – was man nicht ewig durchhält.

Ein fleißiger Informant hat mir nun ein Dokument zugesandt, dass ich das erste Mal gesehen habe: angeblich würde die Bildzeitung 642 Blogger auf 450-Euro-Basis bezahlen, um in Deutschland Meinung zu bilden. Das „Enthüllungsportal“ Mimikama hat dazu Stellung bezogen: nur haben sie dabei leider gar nichts enthüllt (siehe Mimikama.at). Es gibt Unregelmäßigkeiten in dem Brief, die seltsam erscheinen – Hamburger Telefonnummer auf Papier aus Berlin zum Beispiel – doch auf meinem Briefpapier findet man ähnliches. Post geht in Stadt A, Telefon führt nach Stadt B. Nennt man „Arbeitsteilung“. Natürlich gibt es viele Stimmen, die lauthals „Fake“ rufen – die gibt es immer und überall, weil das wunderbar dramatisch ist und man nichts beweisen muss, man stellt einfach eine Behauptung auf, wird Ankläger – kann nur keine Beweise liefern – man kann sich unglaublich gut dabei fühlen. Genau so gut kann dieses Dokument echt sein – geschrieben von einem unterbezahlten, überarbeiteten Praktikanten, der einfach nicht genau hingeschaut hat. Rechtschreibfehler? Krumme Formulierungen? Unklare Adressen? Finde ich in vielen offenen Artikeln deutscher Medien. Passiert auch einem Professor, wenn man ihn ordentlich unter Zeit- und Gelddruck setzt. Große Geister gehen über solche Kleinigkeiten hinweg und fragen sich erstmal: ist das denkbar? Gibt es Analogien in der beobachtbaren Welt dazu?

Nun – die gibt es, nur kräht kein Hahn danach. Wir wissen es seit fast zwei Jahren. Ich weise gelegentlich darauf hin, weil jetzt Aufmerksamkeit und Wachsamkeit verlangt werden, um die Täter zu indentifizieren, Täter, von denen man nur weiß, dass sie da sind und arbeiten (siehe Spiegel):

„Das britische Militär hat ein neues Schlachtfeld identifiziert: das Internet. Eine neue Brigade mit 1500 Soldaten soll auf Facebook und Twitter die „Herzen und Köpfe der Menschen gewinnen““

1500 „Blogger“. Ganz offiziell. Seit fast zwei Jahren Tag für Tag aktiv. Aber wo? Wofür gewinnen sie Herzen und Köpfe? Welche Ziele verfolgen sie? Kein Aufstand, weil das Militär geheim Meinungsmache zu unbestimmten Zwecken macht? Sind sie es vielleicht, die die neu aufkeimende Friedensbewegung in Deutschland als „rechts“ diffamiert haben? Die alles als „rechts“ diffamieren was gegen die rechte deutsche Bundeskanzlerin ist? Ja – nach althergebrachter Sitte müssen wir Angela Merkel als „rechts“ bezeichnen. Leider ist die große Opposition SPD nicht linker als sie, weshalb das leicht untergeht – aber wir haben eine rechte Bundeskanzlerin. Und eine rechte Regierung. Einfach mal die Armen, Alten, Kranken und Schwachen im Land fragen, die Exekutionsopfer sozialdemokratischer Selektionspolitik (siehe SWR):

„Eine aktuelle Studie von Forschern des IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung), das zur Bundesarbeitsagentur gehört, kommt jetzt zu einem brisanten Befund: Gerade wenig Gebildete werden besonders häufig sanktioniert. Ihnen fehle das Wissen, um sich gegen Sanktionen zu wehren. Durch die Fallmanager gebe es zudem „Negativzuschreibungen in den Akten“. Für den Arbeitsmarktforscher Prof. Stefan Sell von der FH Koblenz-Remagen sind die Befunde „niederschmetternd aus sozialpolitischer Sicht“. Die schwächsten Glieder in der Kette seien am meisten betroffen.“

Die Jagd auf den „White Trash“ läuft in Deutschland auf Hochtouren. Man drangsaliert sie, demütigt sie, bringt sie in Todesgefahr – nichts andere bedeutet der Begriff „Sanktion“. Wer dieser Todesgefahr nicht entkommt – durch Zufall, verbotene Hilfe von Verwandten und Freunden, Mundraub oder Plünderung von Schrebergärten – kann schnell zum Kollateralschaden sozialdemokratisch-christlicher Sozialpolitik werden.

„Sanktionen“ kennen wir, seit dem wir Kriege führen. Wir kennen sie seit Anbeginn der Zeiten, sie sind das effektivste, billigste und risikoärmste Vernichtungsmittel; jede noch so hochgerüstete Stadt, jede noch so befestigte Burg konnte ganz einfach zu Fall gebracht werden: einfach die Versorgungslinien abschneiden, dafür sorgen, dass die zu exekutierenden Personen unter das Existenzminimum fallen – der Hunger und die Kälte besorgen den Rest. So wurde auch die 6. Armee vor Stalingrad vernichtet. „Hunger“ als Waffe ist uns satten Deutschen kaum bekannt, aber machen Sie doch einfach mal ein Experiment, um ihn kennen zu lernen: hören Sie auf zu Essen. Ganz. Lernen Sie eine der grausigsten und schmerzvollsten Waffen kennen – neben dem Feuer und der Säure – die ein Maximum an Schmerzen erzeugt und aktuell in steigendem Ausmaß gegen deutsche Arbeitslose eingesetzt wird, die als „White Trash“ einfach keinen Platz mehr haben in der modernen Welt, wie sie sich die „aufgeklärten intellektuellen“ Weltneuordner vorstellen … und wie sie sie sich schon in den dreißiger Jahren in Deutschland vorgestellt haben. Scheinbar können wir Deutschen nichts anderes als in Mülltrennungen zu denken, sind Meister der Selektion – und nennen dies dann „Arbeit“.

Doch wir wollten ja über Donald Trump reden. „Den, der nicht genannt werden darf“.

Ich wurde gestern gefragt, was ich denn zu Trump sagen würde. Ich konnte nur sagen: nichts. Nicht das mir die Worte fehlen – mir fehlen schlichtweg ausgewogene, seriöse Informationen zu dem neuen Führer der Müllmenschen und des Menschenmülls. Ich kenne ihn ja schon länger – und mochte ihn früher nicht. Macht einen Konkurs nach dem anderen – aber steht wieder auf. Macht neue Milliarden – auf Kosten anderer Menschen. Aber ja: das geht in den USA. Wer in Deutschland Konkurs macht, wird von seinem sozialen, politischen und wirtschaftlichen Umfeld ausselektiert und zur Müllverwertung freigegeben – da haben wir uns vom Sozialdarwinismus, der Deutschland in seinen finsteren Jahren beutelte,  noch nicht distanziert, so eine Jagd auf wehrlose Menschen macht dem Biedermeierspießer immer wieder Spaß – darum ja jetzt die Jagd auf „Rechte“, die gar nicht politisch rechts sind: die sind am hilflosesten, weil sie erstmal völlig irritiert in der Gegend herumstehen und sich nicht zu sortieren wissen: mit der Tatsache, dass jener, der für Frieden ist, als Nazi angesehen werden muss, muss man intellektuell ja auch erstmal klar kommen – da geht einiges durcheinander in lediglich humanistisch geprägten Köpfen.

Die USA sind da anders, es sind eher Macher als Hetzer: wer dort einen Konkurs macht, zählt noch voll als Mensch – und als wichtiger Berater: man hat was riskiert – und verloren. Aber nur eine Schlacht, nicht den Krieg (also: sein Leben) – und man hat auch was gewonnen: ganz viel wertvolle Erfahrungen, die den geschäftlichen Erfolg der nächsten Unternehmung sicherer macht. Das mag ich so an den Menschen dort: die sind pragmatische Realisten anstatt Biedermeierspießer, die sich am wohlsten als Fallmanager im Jobcenter fühlen, wo sie ohne Bildung, Verstand und Erfahrung gedeckt durch Staatsmacht Herrschaft ausüben können. Anstatt „Fallmanager“ geht aber auch „Edelfeder“ – womit jene „Journalisten“ gemeint sind, die vom großen Geld in Positionen geschoben werden, wo sie laut die Meinungen ihrer Finanzierer von sich geben dürfen.

Ein paar Beispiele?

Die Welt zum Beispiel, ein feineres Werk des Hetzblattverlages, macht uns mit den Wählern bekannt: weiß, männlich, bildungsschwach (siehe Welt). Als ob man sich erstmal untereinander über Sprachcodes verständigt hat, bläst die FAZ ins gleiche Horn: „weiße Amerikaner ohne Hochschulabschluss verschafften Trump einen Riesenvorsprung“ (siehe FAZ). Bleiben Sie mal ruhig sitzen und sinnen ein wenig nach: wer macht die harte Arbeit im Land? Im Stahlwerk, bei der Müllabfuhr, im Straßenbau – bei Wind und Wetter? Wer büßt schnell seine Gesundheit und sein Leben ein, stirbt viel früher? Ja – der Mann. Weltweit. „Vernichtung durch Arbeit“ ist ein Begriff aus einer anderen Kultur, doch funktioniert er hier auch – wird nur in dem Zusammenhang weniger erwähnt. Wie viele Kampagnen sind Ihnen eigentlich bekannt, die sich gegen den frühen Tod des hart arbeitenden Mannes aussprechen? Mir keine. Dabei – ist das nicht weniger ungerecht als andere Erscheinungen in unserer modernen Gesellschaft, deren Führer ebenfalls weiße Männer sind – aber welche mit Hochschulabschluss. Die blieben in ihrer Jugend weitgehen von Arbeit verschont, konnten endlose Studentenpartys feiern, während ihre Mitmenschen schon fest schliefen, weil der Tag im Straßenbau halt früh anfängt.

Der moderne Herrenmensch ist Akademiker … und er hat nichts dagegen, wenn seine biologische Konkurrenz ums „Weib“ sich zu Tode arbeitet: da bleibt mehr für ihn übrig, ihn, der mit dem Geld, dass andere erwirtschaften, auch gut Eindruck schinden kann. Ihn, der das Privileg hat, für fürstliches Honorar seine eigene Meinung von seinen Geldgebern millionenfach ins Volk ergießen zu dürfen, während die Straßenbauer, die gerade vor meinem Fenster enorm wichtige Arbeit für unser ganzes Dorf leisten, dort die Blüte ihres Lebens verheizen.

Muss ich fragen, woher dieser Hass auf Männer kommt? Auf Weiße? Auf „Bildungssschwache“ … die man auch die Unformatierten nennen könnte, die freien Menschen, die sich fürs freie Leben anstatt für die geistige Knechtschaft entschieden haben und ihren Lebensunterhalt lieber mit ehrlicher Arbeit verdienen, die allen nutzt, anstatt mit verlogenen Phrasen, die alle verwirren? Nun – wir wissen es .. wir brauchen nur ein Geschichtsbuch aufzuschlagen. Gelbe Männer sind da aber nicht besser – ich denke nur an Mongolenhorden oder die ausgefeilten, brutalen Folterkünste der alten Chinesen. Schwarze und rote Menschen neigen ebenfalls in Stammeskriegen zu ausufernder Bestialität – bequemerweise schickt man aber die Männer in den Krieg, was das Angebot an Frauen pro Mann im Dorf deutlich erhöht.

Sie sehen: das Geschäft läuft schon seit tausenden von Jahren so – jedenfalls unter den Finsterdenkern dieser Welt.

Was ist das eigentlich: ungebildet?

Als studierter Philosoph und Religionswissenschaftler schaue ich da sehr skeptisch in die Welt. Ich kann – weil es sich hier um einen geistigen Begriff handelt – nur schwerlich einen Menschen als „gebildeter“ gegenüber unseren Straßenbauern halten, nur weil er Englisch und Sport studiert hat, erst Recht wird es haarig, wenn er lediglich Abschlüsse in „Naturwissenschaften“ (inklusive Medizin) hat: ich sehe keinen Unterschied in der geistlosen Disziplin des Straßenbaus oder der geistlosen Kunstwelt der Mathematik, die nichts anderes macht als Welt in Zahlen zu verwandeln. Sicher: das ist ein lustiges Spiel für Menschen, die mit ihrer Zeit nichts anzufangen wissen – doch wieso ist das „gebildet“? Ich kenne Ärzte, Ingenieure, Physiker, mit denen man hervorragende Gespräche führen kann – aber nicht, weil sie etwas aus dem Studium mitgebracht haben, sondern weil ein philosophischer Geist in ihnen wohnt. Den erkenne ich aber auch in Metzgern, Schneidern, Maurern und Hausfrauen, sogar bei Obdachlosen ist er anzutreffen – und bei Arbeitslosen sowieso: ihr Zeitreichtum ist ein Segen für ihren Geist, der sich endlich jenseits aller „Bildung“ (sprich: Formung bzw. Formatierung) frei entfalten darf – mit überraschenden Ergebnissen, die realer sind als alle Prognosen aller „Wirtschaftsweisen“ der letzten fünfzig Jahre zusammen. Und die Philosophie wird ja nicht umsonst als „Königin der Wissenschaften“ bezeichnet, aus der alle anderen als Kinder entsprungen sind, die jedoch als einzige in der Lage ist, die Kinder beisammen zu halten – damit nicht der Biologe meint, er sei unendlich viel besser als der Historiker.

Nun – die Leistungsfähigkeit der „Experten“ (so nennen wir ja diejenigen, die sich anmaßen, so unendlich viel besser zu wissen als der Mann von der Straße) hat sich jetzt wieder einmal gezeigt: niemand hatte Trump ernst genommen  noch seinen Sieg vorausgesehen (siehe Welt) – was unter normalen Umständen Grund genug wäre, diesen „Experten“ nützlicheren Arbeitsgebieten zuzuweisen – Gartenbau, Wasserwirtschaft, Straßenbau, Entwicklungshilfe vor Ort könnten da pädagogisch sehr nützlich sein, nur haben wir ja keine normalen Umstände. Wir haben ein klar definiertes „oben“ und ein klar definiertes „unten“ – obwohl in unserem Land „die Würde des Menschen unantastbar“ sein soll – und wir einem Gleichheitsgrundsatz verpflichtet sind, der den Herschaftsansprüchen der Edelfedern deutlich im Wege steht.

Darf ich da mal ein paar vorstellen? Sebastian Gierke, geb. 1978, studierte Theaterwissenschaften, Politik und Journalistik, ließ sich formatieren durch die deutsche Journalistenschule – und hat starke Worte (siehe Süddeutsche):

„Das war kein Wahlkampf. Das war eine nationale Krise. Und an ihrem nur vorläufigen Ende steht die größte anzunehmende Katastrophe: Donald Trump ist US-Präsident.“

Für mich wären die größten anzunehmenden Katastrophen Tsunamis, kaputte AKW´s, Kriege, Meteoreinschläge oder Vulkanausbrüche, Seuchen gehen auch – aber Trump? Nun – wenn man die Welt nur als Theater versteht, als große Aufführung, der man selbst nur als Zuschauer beiwohnt, fernab allen Leidens dieser Welt … ja, dann können sich die Kategorien schon mal merkwürdig verschieben.

Oder nehmen wir Christoph Freiherr Marschall von Bieberstein (ja, der heißt wirklich so), der als Christoph Marschall für den Tagesspiegel schreibt … und zwar über die „Rache der weißen Männer“ (siehe Tagesspiegel):

 „Nationen können sich ihre Zukunft verbauen, wenn sie Fehler machen. Dabei denkt man zuerst an Regierungen, die politische oder ökonomische Irrwege einschlagen oder gar Kriege provozieren. Abschreckende Beispiele sind Baschar al Assad, Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdogan, aber auch David Cameron. Mitunter verbauen sich Gesellschaften jedoch die Zukunft selbst, weil sie falsche Weichenstellungen in demokratischen Abstimmungen legitimieren.“

Ein Gott urteilt über Nationen! Hält Gericht über jene, die nicht formatiert sind. Fürchtet Trumps Giftgasangriffe auf Boston – um mal seine Bilder ernst zu nehmen. Wofür hält der sich eigentlich? Ach ja … der Name …

Lauschen wir Klaus-Dieter Frankenberger von der FAZ (siehe FAZ):

Es ist so gekommen, weil der „Aufstand des Populismus“ mächtiger war als alle Warnungen vor Trumps Unberechenbarkeit; weil die weißen Arbeiter von der globalisierungskritischen, den internationalen Handel geißelnden Botschaft des Demagogen in republikanischen Kleidern angezogen wurden.

Ja – die Arbeiter. Was erlauben die sich eigentlich? Warum dürfen die überhaupt noch wählen? Nun – diese Frage drängt sich natürlich bei all jenen auf, die gerade versuchen, den weißen Menschenmüll nieder zu schreiben, weil der so ungehorsam ist. Wie kann man auch die Globalisierung kritisieren – die Unmengen an Werbegelder in die Kassen der etablierten Medien spült und diese so … gekonnt formatiert und ernährt. Wie kann man nur den internationalen Handel geißeln … der Afrika in ewiger Armut verharren und in Asien Kinder für unsere Renditen schuften läßt … was gute Gewinne verspricht aber in der Nation Deutschland aufgrund fortschrittlicher Gesetze unmöglich wäre: darum brauchen wir ja Globalisierung, um demokratischen Gesetzen und demokratischen Gewerkschaften zu entkommen.

Wir brauchen zur Kompletierung des Meinungsbildes auch noch den Spiegel-Autor Wolfgang Nelles (formatiert in der Axel-Springer-Journalistenschule), der den „Sieg des Zerstörers“ für eine „Katastrophe für die Welt“ hält (siehe Spiegel). Ich sage ja: die schreiben voneinander ab. Was keiner erwähnen möchte: Trump spendete jahrelang für Hillary Clinton (siehe politico.com) – und nach dem „exzellenten“ Empfang durch Obama (siehe Spiegel) werden sich wohl auch die wieder annähern … und die deutschen Edelfedern stehen ganz im Regen da, weil niemand ihren Führungsansprüchen, ihrem Herrenmenschendenken, ihrer eingebildeten Dominanz über den „White Trash“ folgen will.

Meine Meinung zu Trump? Bilde ich mir, wenn der als Präsident wieder geht. Zu Obama sollte die ja gut sein, diese Meinung: diese Lichtgestalt brachte uns Drohnenmorde, einen neuen kalten Krieg und geheime Handelsabkommen mit den Mächtigen der EU … und die Fortführung von Guantanamo.

Und Trumps böse Sprüche? Lassen mich kalt. Ich weiß halt, was „Wahlkampf“ ist.

Was mich nicht kalt läßt: der klar erkennbare Feldzug deutscher Herrenmenschen gegen jene, denen nicht der goldene Löffel im Hintern steckt, ein Feldzug, der sich auf breiter Front offenbart hat. Und was mich freut: die Offenlegung ihres Totalversagens, hier wie in den USA. Die Süddeutsche findet dazu klare Worte (siehe Süddeutsche):

„Der Wahlsieg Donald Trumps ist der Triumph eines vermeintlichen Außenseiters über das politische Establishment. Er ist aber auch der Triumph einer journalistisch fragwürdigen Informationsquelle vom rechten Rand über den medialen Mainstream eines Landes.“

Gemeint sind die „Breitbart News„, die den Wahlsieg Trumps – allen Widerständen zum Trotz – korrekt vorhergesagt hatten … und deshalb natürlich nur eine „journalistisch fragwürdige Informationsquelle“ sein können, die natürlich – wie könnte es anders sein – vom rechten Rand kommt.

Aber die, die mit ihren Einschätzungen voll daneben lagen, den politischen Gegner dämonisierten, ungehemmt „Hatespeech“ gegen weniger etablierte Mitbürger vom Stapel ließen … die sind natürlich nicht fragwürdig.

Dafür sind sie … überflüssig bis gemeingefährlich. Ich hätte halt lieber Journalisten, die Informationen liefern – anstatt total versagende Demagogen, die die die Welt formen möchten. Letzteres … überlasse ich wirklich lieber den Arbeitern.

 

 

 

 

 

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