Träume

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Die unerträgliche Ohnmacht des modernen Menschen – und ihre Folgen

Montag, 26.2.2018. Eifel. Manchmal begegnen mir seltsame, wundersame Dinge. Zum Beispiel: Zombies. Ich hatte als Kind jahrelang fürchterliche Albträume von ihnen – lange bevor sie die Leinwände eroberten. Ich kann Ihnen sagen: das war Horror pur. Jahrelang. Nicht auszuhalten. Ich war natürlich schlecht in der Schule, weil: immer unausgeschlafen, nervlich völlig zerrüttet. Ja – nun schauen sie nicht so: man kann einem Kind noch so oft sagen, dass das alles nicht real ist: ist man mitten drin, ängstigt einen das trotzdem. Ich hatte schon panische Angst davor, einzuschlafen, weil … nun ja: da warteten SIE wieder auf mich, immer die gleichen Situationen, denen ich ohnmächtig ausgeliefert war – und Ohnmacht ist nicht gut für die psyschische Verfassung. Diese Träume – gegen die ich irgendwann etwas unternommen habe, was später auch Ärzte Kindern mit Albträumen empfahlen … Jahrzehnte später … haben mein Leben ziemlich beeinflusst, denn: sie warfen Fragen auf. Fragen nach dem Bildmuster „Zombie“ – heute allgegenwärtig, damals noch völlig unbekannt. Habe dann viel in der Mythologie der Menschheit herumgeforscht, bis ich eine uralte sumerische Götten traf, die in der Tat mal gedroht hatte, die Toten auf die Menschheit loszulassen, damit sie die Lebenden fressen – am Ende aller Tage.

Nun – heute bin ich etwas älter, dank systematischem Einsatz von Techniken, die man heute dem Schamanismus zuordnen würde, träume ich nur noch wunderschön, kann mich aber immer noch an die schreckliche Kindheit erinnern, die aus mir jahrelang ein Nervenbündel gemacht hatte – mit Folgen, die weit in den Alltag hineinreichten. Es war eine interessante Erfahrung, wie sehr Träume … von denen wir heute noch gar nicht wissen, was es eigentlich ist – wir haben nur ein paar halbgare Verschwörungstheorien von Wissenschaftlern, die von Konzernen bezahlt werden und deren Forschungsergebnisse von vornherein festgelegt werden.  Ja – eins der Themen, die hier herumliegen: wir müssen im Jahre 2018 davon ausgehen, dass „Forschung“ nahezu vollständig industriedominiert ist, es gibt ein schönes Buch dazu, das ich gerade lese: Gekaufte Forschung (Europaverlag Berlin, 2015 von Professor Christian Kreis), wo man nebenbei erfahren kann, dass „über 75 Prozent der Forschung in Deutschland industriegelenkt“ sind (a.a.O., Seite 172). Sie brauchen sich also nicht zu wundern, wenn aus den Kreisen der „Wissenschaft“ nur noch Fakten kommen, die die Theorien der Mächtigen stützen und untermauern und ihre Macht (und vor allem ihr Geld) mehren – für die Erforschung von Träumen ist also gar kein Geld da … obwohl einige Menschen bahnbrechende Erkenntnisse im Traum hatten (siehe hierzu – ausnahmsweise – mal Wikipedia)

Für andere Völker waren Träume sogar wichtiger als die sinnlich im Alltag erfassbare Realität, viele gingen sogar soweit, die Traumrealität als wichtiger anzusehen, weil sie sozusagen „über“ der normalen Realität angesiedelt ist und uns schon in Lebzeiten Kontakt mit jenseiten Welten erlaubten – und Wissen, dass dem Alltagsverstand auf normalen Wege nicht zu erschließen ist.

Was rede ich so viel über Träume? Nun …  kürzlich veröffentlichte die Aktivistin Susan Bonath – eine Frau, die unnachgiebig die sozialen Missstände im Land anprangert und vielen bekannt sein dürfte – ihre Albträume, die ich mit ihrer Erlaubnis hier veröffentlichen darf:

„Ich habe sehr oft Albträume, schlimme Albträume. Mit „Vorliebe“ träume ich von Zombies. Ich merke in der Regel erst im Laufe des Traums, dass sie tot, manchmal schon halb verwest sind und fortwährend Menschen um mich herum ermorden und auch mich auf dem Kieker haben. Ich schwöre, ich habe meinen letzten Horrorfilm vor wohl 25 Jahren geguckt. Und seit Ewigkeiten denke ich so: Warum kannst du nicht mal was schönes träumen, warum müssen das immer Zombies sein, meist in riesigen, total verwinkelten, durchaus hochmodernen Hotels, wo man nie mehr rauskommt, oft mit Kellern oder plötzlich auftauchenden einzelnen Gängen, die Gruften ähneln, manchmal auch in riesigen Bahnhofshallen, wo laufend Züge abfahren, aber die Bahnsteige so tief unten sind und es keine Wege dahin gibt…. Na ja… und so in etwa… Aber jetzt hab ich eine Idee: Es sind die realen Zombies, denen ich täglich begegne, funktionierende Menschenzombies. Gehirngewaschene Maschinen, immer auf der Jagd nach Job und Anerkennung, immer in Konkurrenz zu allen und immer die gleichen dummen Sprüche nachplappernd, die sie in der Blöd und der Tagesschau aufschnappen. Um es mal in meiner geliebten „Fäkalsprache“ zu schildern: Vollverblödete, anzugtragende Hackfressen mit einer in Universitäten erworbenen Hirnfrequenz, vor der du am liebsten auf Bäume flüchten möchtest.2

Selbst jetzt regen sich in mir noch alte Erinnerungen an jene Horrorszenarien. Jene Horrorgestalten, die George R. Romero 1968 das erstemal auf die Leinwand brachte („Die Nacht der lebenden Toten“ – war, wenn ich mich recht erinnere, sogar eine Zeit lang verboten, weshalb es von dem Film „Peeping Tom“ geschnittene Versionen gib, weil dort in einer Szene im Hintergrund im Fernseher Romeros Zombiefilm lief), waren der Mythologie neu – zwar gibt es schon im Mittelalter den „aufhockenden Untoten“, doch der ist kein von Verwesung zersetzter Leichnam, auch eine Verwandschaft mit dem Vampir  … der ebenfalls ein Kunstprodukt war, das aber politisch den Nerv der Zeit traf: adelige blutsaugende Irre, die in Schlössern hausten, waren dem Volk schon bekannt – Bram Stoker hat ihnen nur eine einprägsame Gestalt verliehen … war nicht zu erkennen, wiewohl der Zombie ähnliche politische Dimensionen wie das Bild des Vampirs haben kann, eine bildhafte Darstellung einer grauenvollen Realität, die der Verstand momentan noch nicht erkennen kann.

Romeros Zombie ist neu, eine nie dagewesene Bilderwelt – ganz im Gegensatz zu dem Superheldenkult in den USA, der im Prinzip nur alte Götter und Halbgötter in anderer Form wieder auferstehen läßt, die die Menschheit vor Unheil schützen. Wenn nun der Vampir ein Bild für den blutsaugenden Adeligen darstellt … wofür steht dann der Zombie?

Nun: für Sie!

Das wundert sie jetzt – aber allein schon ihr Vorgarten verrät alles (siehe eindeutschesdorf):

„Hier im Neubaugebiet blüht neben Hortensien und Chinaschilf der Ethos, beim Gärtnern nichts dem Zufall zu überlassen. Jede Pflanze, jeder Halm, jedes Kiesbett haben Zweck und Funktion. Nichts darf wachsen ohne Erlaubnis. Eindringlingen wird mit Schneckengift und Unkrautvernichtern zu Leibe gerückt. Die mit Blut, Schweiß, Tränen gehegten Rasenparzellen meißeln die Ahnung in den Kopf des Beobachters, dass ein Vorgarten nicht bloß eine Ruheoase sein soll, irgendwo in einem ruhigen Winkel im Schatten. Nein, der Gärtner will sich in aller Öffentlichkeit den Rücken buckelig ackern, er braucht den Zuschauer.

Er scheint zu imitieren, was er gelernt hat in einer Gesellschaft, in der alles einen Wert haben muss und kaum jemand noch nachzufragen weiß, wieso. Weil als Prinzip gilt, dass alles und jeder, der nicht verwertbar ist, zu spüren bekommt, wie schnell sich die unsichtbare Hand des Marktes zur eisernen Faust ballt. Und trotz dieses Stahlbads, in dem der Vorgärtner sein Seepferdchen machen muss, grüßt er stets freundlich seine Nachbarn. Und ja: er hilft ihnen auch, wo er kann.“

„Egotempel“ – das kommt mir  immer in den Sinn, wenn ich durch solche Gebiete wandere … und ich bin beruhigt, dass ich nie im Sinn hatte (auch zu Zeiten, wo ich es mir hätte leicht leisten können) so ein Monstrum in die Welt zu setzen, um noch mehr Natur zu vernichten.

Dort verschanzen sich jene, „die es geschafft haben“ – und man merkt sofort: viel Glück wird es da nicht geben – auch wenn es nach außen noch so intensiv vorgespielt wird. Das sieht man auch bei jenen, die es „mehr als geschafft“ haben, den Superreichen, die aktuell wieder im Fokus der Öffentlichkeit stehen, im Film einer Frau, die die Jugend der Superreichen zwanzig Jahre lang begleitet und feststellte, dass Geld in der Tat überhaupt nicht glücklich macht – selbst wenn man am Ende der Geldkette steht (siehe Zeit). Interesant sind auch die gehässigen Kommentare der geldgeilen Leserschaft dazu: sie verteidigen mit Vehemenz den Tanz ums Goldene Kalb, den Traum, dem sie ihr Leben lang hinterher rennen, ohne je zu reflektieren, warum und wieso: Hauptsache – Geld, Geld, Geld.

Und für dieses Geld geht man über Leichen.

Wie innerlich zerfressen sind eigentlich solche Gestalten, die beständig ihre eigenen Ohnmacht vor der eisernen Faust des Marktes erleben, der jeden erschlägt, der nicht mehr „verwertbar“ ist? Und: ist diese Dominanz von „Verwertbartkeit“ nicht an und für sich schon ein Horror, ein Maßstab, den das Dritte Reich an seine Arbeitssklaven anlegte: vernichtet wird, wer nicht mehr arbeiten kann … und somit überhaupt keinen Profit mehr abwirft? Ich denke: wer sich mit dem „Mythos“ Zombie beschäftigt, macht sich da keine Hoffnung mehr, neuere Interpretationen (ich spreche hier von dem schrecklichen Epos der „Walking Dead“ – gibt aber genug andere mit ähnlicher Perspektive) treiben die Botschaft noch auf die Spitze: nach der Invasion der Untoten zeigt sich die Welt der überlebenden Menschen nicht kooperativ und solidarisch (womit man die Seuche schnell eindämmen könnte, denn diese Horrorgestalten schlurfen nur langsam durch die Gegend und wären sogar mit Stacheldraht schnell einzuzäunen: da kommen die gar nicht drüber), sondern die menschliche Welt zerfällt in brutale, kannibalistische Banden, die selbst noch gefährlicher sind als der Zombie selbst. Eine Botschaft, die dem Egotempelkönig sehr gefällt: dort draußen ist die böse Welt, die meine Gartenzwerge abwehren sollen – aus ähnlichen Gründen wurden Dämonenfratzen an gotischen Kathedralen angebracht.

Manchmal gefällt mir der Gedanke, dass der Zombie in seiner Erscheinung ein Bild der zerfressenen, ohnmächtigen Seele des modernen Menschen darstellt, der nur noch hirnlos konsumieren kann – alles, was ihm in den Weg kommt. Andererseits repräsentiert die apokalyptische Zombieumwelt wohl auch ein ideales Bild der Ohnmacht des seelisch gesunden Individuums, das noch die alten Werte von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in sich trägt … und erkennt, dass die „unsichtbare Hand des Marktes“ auch jener unsichtbare Gott ist, der die Zombiehorden erschuf.

Zu verwegen, die Gedanken? Wir sind ja in der besten aller möglichen Welten?

Nehmen Sie den normalen Arbeitnehmer. Morgens klingelt unerbittlich sein Wecker, weil die Arbeit ruft. Er frühstückt (nach Empfehlung von Experten und Werbung), was die Industrie serviert, sorgt für Hygiene, die Industrie und Experten ihm detalliert vorschreiben, geht aus seiner Wohnung, die Experten und Industrie ihm eingerichtet haben (wobei man natürlich die Wahl hat, von welcher Industrie und welchen Experten man sich einrichten läßt), erscheint in von Experten und Industrie vorgegebener Kleidung am Arbeitsplatz, wo streng reglementiert ist, wie man auszusehen und sich zu verhalten hat. Viele Firmen schreiben inzwischen sogar „gute Laune“ vor – ein Eingriff in das Selbst, das tiefer geht als bei Prostituierten, die sich gerade besondere Mühe geben, ihr Geschäft nicht so tief an sich herankommen zu lassen. Wie viel „Freiheit“ steckt wirklich in so einem vorgenormten Leben – wie frei sind Sie wirklich, die vorgenormten Wege zu verlassen um ihr eigenes Leben zu leben? Denken Sie sich das andere Extrem: die Hippies, die anzogen, was ihnen Spaß machte und Häuser – enorm preiswert und energieeffizient – aus alten Glasflaschen selbst bauten (nein – finde ich nicht im Netz, habe ich aber in meiner Privatsammlung) – würden Sie sich so etwas wagen? Und wenn Sie es nicht wagen, wenn ihr modischer Mut sich darauf beschränkt, am Freitag mal bunte Socken anzuziehen … oder die Krawatte weg zu lassen … wie frei sind Sie dann wirklich?

Kann ich Ihnen aber jetzt schon sagen: gar nicht. Ehrlicherweise … wissen Sie das aber selbst ganz genau, spätestens die „Midlifekrise“ wird sie deutlich daran erinnern, wie sehr Sie das wunderbare Geschenk des Lebens fortgeworfen haben, um Teil einer weltvernichtenden Maschine zu werden: ein „Roboter“ … ein Begriff, der aus der slawischen Sprache entspringt und – unter anderem – einen Arbeitssklaven bezeichnet. Kennen Sie eigentlich die Folgen von Sklaverei für die Psyche? Ist schon untersucht worden – an modernen Sklaven (siehe Deutschlandfunknova):

„Viele moderne Sklaven bleiben Sklaven, selbst, wenn sie wieder frei sind. Weil sie an psychischen Problemen wie posttraumatischen Belastungsstörungen und Depressionen leiden – oder einfach nur Angst haben.“

Genauer gesagt:

„Sie leiden so sehr unter den Folgen des Zwangs, dass sie nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu helfen. Die Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen, haben sie verloren und können nicht mehr unabhängig Risiken bewerten. Sie sind nicht in der Lage, der Opferrolle zu entkommen, sie geraten von einer Sklaverei in die nächste. Ihr Selbstwertgefühl ist derart zerstört, dass sie im Gefühl der Unterwürfigkeit verharren.“

Erkennen Sie sich da selber wieder … sich selbst und die enorme politische Apathie des modernen Deutschlands, dass vor der Dauerkanzlerin Angela Merkel in Unterwürfigkeit verharrt und willenlos aktzeptiert, dass all´ ihre Entscheidungen alternativlos umgesetzt werden – so irre und willkürlich die auch erscheinen mögen?

Und die Ohnmacht des Sklaven dürfte Ihnen bekannt sein: Sie können wählen was Sie wollen – es ändert sich nichts. Das ist die Welt des Sklaven, die Welt der Ohnmacht, einer Ohnmacht, die die Seele zerfrisst. Und jetzt sollten Sie sich nicht mehr wundern, dass andere Menschen Alpträume von Ihnen bekommen, in der Sie ein hirnloses, lahmes, untotes Geschöpf sind, aus dem alle Lebendigkeit, alle Menschlichkeit schon lange gewichen ist und das nur noch nach einem trachtet: das eigene unerträgliche Leid erträglicher zu machen, in dem es anderer Menschen ebenso ihrer Lebendigkeit beraubt.

Und wissen Sie, wovon die Zombies – die in ihrer Ohnmacht gefangenen – insgeheim träumen? Vom starken Mann, der ihnen mit seiner Macht aus der Ohnmachtsfalle hilft.

Und jetzt können Sie erahnen, warum engagierte, empathische Sozialaktivisten von Zombieträumen geplagt werden … und warum der nächste Hitler schon längst vor der Tür steht, getragen von all´ jenen, die auf dem glorreichen Weg vom Tellerwäscher zum Millionär in der Buchhaltung, im Straßenbau oder in der ständig zunehmenden Zeitarbeit gelandet sind … oder schon auf der Abschussrampe Hartz IV stehen.

 

 

 

4 Träumereien

Träumereien, diesmal nicht von Schubert!

 

4 Träumereien

 

Es gibt ein gutes, aber nicht bindendes Abschlussdokument in Paris für eine Limitierung der Erderwärmung. Dieses Dokument ist, laut Spiegel, nur mit einem diplomatischen Kniff beschlossen worden, damit Obama nicht an der republikanischen Mehrheit scheitert (siehe Spiegel):

Aber eins nach dem anderen: Da waren zunächst einmal die Amerikaner. Sie hatten ein Problem in Artikel 4.4 des geplanten Abkommens. Nur ein einziges Wort. Ein „shall“, so forderten sie, sollte durch ein „should“ ersetzt werden – „sollen“ durch „sollten“. Sechs Buchstaben statt fünf. Das roch nach Haarspalterei. Allerdings ging es um eine Passage des Textes, auf die man vor allem im Kongress in Washington genau schaute – weil sich daraus womöglich eine völkerrechtlich bindende Verpflichtung für CO2-Minderungen hätte ableiten lassen. Die republikanische Parlamentsmehrheit hätte dann mit Sicherheit darauf beharrt, über den Vertrag abzustimmen – und ihn anschließend in der Luft zerrissen. Dieses Risiko konnte die US-Delegation nicht eingehen. Deswegen zeigten sich Außenminister John Kerry und seine Leute hart. Gipfelpräsident Laurent Fabius würde das Problem später in der Sitzung mit einem Kniff aus der ganz hohen Schule der Diplomatie lösen: Das betreffende Wort „shall“ sei an dieser Stelle ganz einfach ein Schreibfehler, erklärte er gewitzt, verursacht von einer übernächtigten Hilfskraft. In früheren Fassungen des Textes habe dort schließlich auch ein „should“ gestanden. So werde man es flugs wieder korrigieren. Problem gelöst – auch weil Staaten wie Indien, China und Brasilien vorher unter der Hand ihre Zustimmung zu diesem Ausweg signalisiert hatten.

Laut Spiegel sind die großen Probleme des Klimas, sowohl Luftverkehr als auch Schiffsverkehr von diesem Dokument ausgenommen. An eine Besteuerung des Treibstoffes für den Flugverkehr ist nicht gedacht (siehe Spiegel).

Doch warum einfach, wenn es auch kompliziert geht? Wenn die Globalisierung der Wirtschaft nun ca. 25% der Erderwärmung ausmacht und sehr viele europäische Firmen diesem Konkurrenzdruck einfach nicht standhalten können, so könnte man doch Öko-Zölle und Menschenrechtszölle einführen, die die heimischen Unternehmen gegen Öko-, Lohn- und Menschenrechtsdumping aus Billigproduktionsländern schützen und dort großartige Anreize für Ökologie und Menschenrechte setzen könnten (siehe orf.at). Ein einfaches zusätzliches Beispiel: Ich fahre fast alle Dienstwege mit dem Elektrofahrrad. Für mich sehr erfreulich, da ich zur Sonne komme, die nicht nur Vitamin D sondern auch viele anderen Hormone bilden hilft, die unser Körper dringend braucht. Weiters bringt die Bewegung sehr viel Freude und letztlich kostet alles wesentlich weniger. Man würde weniger Platz für Riesenparkplätze brauchen und in den großen Städten wäre mehr Platz für Grünraum und für Kinder und andere MENSCHEN! Arbeitszeiten, bei uns von 7h bis 16h und danach einen weiten Weg mit dem Auto zu bewältigen, bedeuten im Winter: keine Sonne und gute Umsätze für die Pharmaindustrie, z.B. Grippe-Präparate und Antidepressiva , da die wichtigsten Hormone zur Infektabwehr fehlen und auch andere, ganz wesentliche Funktionen des Körpers wie etwa das Glückshormon nur durch Sonnenbestrahlung gebildet werden können.

Doch gerade diese Kultur des Fahrrades wurde durch die Globalisierung in Indien und China eigentlich zerstört. Die Rikschas in Indien wurden immer mehr von der Straße verbannt und
in Peking gibt es Smog und Autostau (Mehr Geld-mehr Autos). Doch auch die Entsorgung der so einfachen Fahrradakkus bei uns bringt schon erhebliche Probleme, da man die Akkus nicht recyclen kann. Eine normale Mülldeponie hat wegen der hohen Brennbarkeit, wo man den Akku mit der „Seltenen Erde“ Lithium „verbrennen“ muss, erhebliche Probleme – und wieder entstehen Treibhausgase. Das heißt, die Umstellung auf Elektroautos, bei nach wie vor Privatisierungsplänen der Bahn wird gar nicht so einfach sein. In den USA sind mittlerweile wohl über 30% des Schienennetzes abgebaut worden.

Was viele sehr erfreuliche Ansätze z.B. im Verkehrssystem betrifft, so sind die Staaten Europas, wo der Nationalsozialismus entweder auf großen Widerstand stieß wie in Skandinavien, oder wo er im Wesentlichen gar nicht hinkam wie in der Schweiz, Vorreiter in der Ökologie. Die Radwegesysteme der eiskalten Länder Skandinaviens, wo Dänemark 50 % Radfahranteil in Kopenhagen plant, oder das öffentliche Verkehrssystem der Schweiz sind Vorzeigeobjekte (siehe Badische Zeitung).

Kann es aber sein, dass man die Globalisierung und das damit verbundene neoliberale System, in Paris festschreiben möchte? Es gibt zwar ein paar brüderliche Aspekte, doch ohne Besteuerung der Transporte (Schiff und Flugverkehr) und Entglobalisierung sind wesentliche Fragen ausgeklammert. Ein sehr guter Denkansatz wäre eine Reparaturindustrie an Stelle einer „Sollbruch-Wegwerfindustrie“, da die Produkte ja auch immer entsorgt(verbrannt) werden müssen. Wenn bei Produkten wie z.B. Staubsauger, Kühlschränken oder Kühltruhen, diese so wie bei Miele sehr lange Zeit immer wieder, durch kleine Firmen repariert werden können, so fällt für die Menschen viel Arbeit, aber wenige Treibhausgase an. Unsere Firmen können durch immer mehr  Freihandelsabkommen immer weniger dem Billigproduktions-Druck standhalten und lagern in für sie günstigere Gebiete aus, von wo die Waren dann wieder zu uns kommen, so lange wir uns das leisten können. Meist geschehen solche Firmenauslagerungen ja auch durch sehr egoistische finanzielle Strategien, doch auch ein menschlicher Firmenchef hat Probleme, ohne Schutzzölle einer Ökodumping und Sozialdumping-Welt in Fernost standzuhalten.

Zusätzlich kann man so zusehen, wie Konflikte, ja Revolutionen und Krisen aufgebaut werden und immer steht am Ende ein neoliberales System (siehe Naomi Klein: Kapitalismus versus Klima). Also wenn sozusagen der in Otpor in Serbien aufgebaute nordafrikanische Rebell wenigstens die Info bekommen würde: Ja, du darfst durch uns zwar Revolutionen starten, du darfst auch  dein Leben verlieren, doch auch wenn du es behältst, so steht am Ende jedenfalls immer ein neoliberales System.

Die Ideen der wichtigsten Dissidenten in der früheren DDR z.B. waren nämlich eine Mischung aus Kapitalismus und Kommunismus, also ein wesentlich menschlicheres System, als wir es jetzt haben. Wenn in Südeuropa durch die Wirtschaftskrisen, z.B. Öko-Impulse wie etwa ein attraktives Radwegesystem für E-Bikes in Athen, Rom oder Madrid entstanden wären (die durchaus verbesserten Radwege nehmen sich gegenüber mitteleuropäischen Radwegesystem in Großstädten durchaus dürftig aus, es gibt eher Tourismusradwege), um der Bevölkerung und den Regierungen zu zeigen, wie einfach es wäre, finanzielle Knappheit und Ökologie zu verbinden? Warum in Südeuropa eher ein E-Bike System? Weil die Hitze in den Städten das Radfahren erschwert. Wobei am E-Bike trotz Kopfbedeckung die Hitzeentwicklung eigentlich durch den Fahrtwind durchaus erträglich wäre. Warum schreibe ich nicht einfach Radwegesystem? – Weil E-Bikes rascher fahren könnten als 25 km/h und damit die Hitzeentwicklung durch den stärkeren Fahrtwind für den Radfahrer weniger wird. In Skandinavien wird bei großer Kälte gefahren, im Süden weniger?
Für rascheres Fahren wären aber gerade Wege wesentlich und keine Radwege, die oft sehr gewinkelt geführt werden. Und gerade durch die Bewegung entsteht aber oft ein Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit. Das Radfahren macht uns Menschen aktiv auch gegen äußere deprimierende Einflüsse.

Erlauben Sie mir einen kleinen Tagtraum:
Gerade im Süden Europas wäre die Energiegewinnung z.B. durch Solarenergie sehr effizient. Auch sind die Flächenverhältnisse oft so, dass sich die Bevölkerung meist einen Hausgarten leisten kann. Die traditionelle Bauweise mit Steinhäusern braucht im Sommer keine Klimatisierung. Also eine kleine Familie könnte einen Twizzy (Mopedähnliches Elektroauto) oder einem anderen kleinen Solarauto und Einspeisung der Energie durch Solarkollektoren am Dach des Hauses autark betreiben. Zusätzlich ist die Familie mit E-Bikes ausgestattet. Die Menschen könnten mit einer mediterranen, das heißt fleischarmen, damit treibhausfreundlichen Ernährung aus dem eigenen Hausgarten wesentlich weniger Gesundheitsprobleme haben als mit der traditionellen mitteleuropäischen Kost. Allerdings war auch die Kost unserer Vorfahren wesentlich fleischärmer. Z.B. die vergessenen Forschungen von Prof. Lothar Wendt über die Eiweißspeichererkrankungen wären da sehr wertvoll: Man kann fast alle Volks-Krankheiten durch eine Kost mit viel Obst und Gemüse, etwas Fisch und wenig Fleisch verbessern.

So könnte man durch gute Ernährung und viel Bewegung einige Spitzen der brutalen Finanzschäden wieder wettmachen. Wie gesagt gibt es bei den krisengeschüttelten südeuropäischen Staaten viele, die keine staatliche Versicherung mehr haben, obwohl der Zugang zu einer Krankenversorgung ein Menschenrecht ist, genauso wie freie Medien das wären (die Regierung Samaras in Griechenland hatte den öffentlich rechtlichen Fernsehsender eingestellt). Das heißt, die EU hat die Rechte der Finanzindustrie höher angesetzt als die Menschenrechte.

Am schönsten wäre es, wenn eine menschenfreundliche EU die Produkte, z.B. Olivenöl  oder Biosüdfrüchte, diverse Nüsse, eventuell Datteln aber sicher Feigen, gegen Billigkonkurrenz aus der Ferne schützen würde und damit dem kleinen Bauern eine Überlebensmöglichkeit für sich und seine Familie ermöglichen würde. Kaum jemand hat diesbezüglich z.B. das  Freinhandelsabkommen mit der Ukraine beleuchtet, wo es derzeit auch keine Kleinbauern gibt, da das Land dem Staat gehört.

Ja, Mutti Merkel ist jetzt Frau des Jahres 2015 von New York Times, eine Rolle, die sie sie mit Willi Brand, Konrad Adenauer und Adolf Hitler teilt. Die oben kritisierten Werte des Kapitalismus, eben des wirtschaftsliberalen Systems waren auch die Schablonen der Reformen der Wirtschaftskrisen in Südeuropa. Das heißt für Italien, dass jetzt nur noch jeder zweite eine  Krankenversicherung hat, dass selbst die Rentner 50% Steuer zahlen müssen, doch Fiat genießt in Luxenburg ca. 1 % Steuer, was zu einer Klage der EU Kommission geführt hat, gegen die Luxenburg jetzt Einspruch erhebt. Wenn eine Krise wenigstens zu einer ökonomischen Klarheit
führen würde?

Bis jetzt hätte man meinen können, die EU wäre so etwas wie der Oligarchen-Schutzverband Europas, wo z.B. bei der Sanierung der griechischen Finanzen die Oligarchen unter Naturschutz standen und keinen Cent beigetragen haben. Ähnlich in der Ukraine wo in der EU weiter die Steuern der Oligarchen gewaschen werden und der Staat sehr nahe am Bankrott steht. Man konnte diese Infos zwar sehr lange auch in den ukrainischen Medien lesen, doch haben die Oligarchen jetzt fast alle Medien gekauft und die Journalisten müssen teilweise auch außerhalb der Ukraine diese Informationen auf freien Medien veröffentlichen. Wenn man die Pläne der großen Wirtschaft: Billigproduktion im Osten und den auch hier schon veröffentlichten Plan der Übernahme der ukrainischen Erde durch westliche Konzerne ansieht, so sind diese Pläne sehr ähnlich den Gedanken, die Adolf Hitler bezüglich dem Osten hatte.

Eine Sanierung der griechischen Finanzen über unvorstellbar große Bodenschätze war nicht gewünscht. Die verlängerten Arme der Finanzindustrie wie z.B. Merkel, Schäuble, IWF und Weltbank (siehe Ken-FM Diskussionsrunde) blockierten ein menschliches System zur Schuldensanierung. Um die Rolle Merkels und Schäubles teilweise zu verstehen, so muss man wissen, dass Deutschland nur einen Waffenstillstandsvertrag hat, die Medien  weitgehend angelsächsischen Konzernen gehören (siehe Ken-FM Diskussionsrunde), der Geheimdienst mit dem Geheimdienst unseres großen Bruders verwoben und die Politik alles andere wie frei ist. Das heißt nicht nur Lobby- abhängig sondern eben angelsächsisch –hörig-abhängig.

Man könnte also sagen, sowohl die Politik an der Spitze, Jean Claude Juncker, unter dessen Amtszeit als Finanzminister die größten Unternehmen auch der USA ca. 1% Steuersatz bekommen hatten ,als auch die Bundesregierung hat brav der Finanzindustrie gefolgt. Nebenbei fehlt das Geld dem US-amerikanischen Staat, der dann sein Budget über Rüstungsexporte saniert (ca. 60% des gesamten US-amerikanischen Exportes / siehe ebenfalls die oben genannte Ken-FM Diskussionsrunde).

Somit treibt die EU durch Steueroasen die Kriegsinteressen der USA hurtig voran. An die effektive Sanierung von Brücken, Strassen, Wasserleitungen und Kanalsystemen ist trotz verbessertem Budget nicht zu denken. Warum die USA so wenig tut um die Steueroasen in Europa zu verhindern? Vielleicht wäre das jetzt eine gute Möglichkeit, um der Bevölkerung den guten Willen der US Demokraten zu zeigen Vielleicht glauben dann tatsächlich noch viele Amerikaner, dass sie den Präsidenten der USA bestimmen und nicht 159 Familien, wie vor kurzem in „le monde“ zu lesen war (siehe LeMonde). Allerdings werden in den USA auch viele Straßenbahnen gebaut.

Erlauben Sie mir ein paar Vergleiche: Die wirtschaftlich Übergewichtigen, vielleicht auch als Sumi zu bezeichnen, erwirken die Gesetze so, dass sie noch schwerer werden und andere  verhungern. Also so ab 150kg ist man dabei, aber man möchte noch auf 200kg kommen. Bewegen kann man sich ohnehin nicht mehr viel, Sicherheit für Leib und Leben erfordert große Aufwendungen, aber man möchte doch immer schwerer werden? Jede Krise, Sanktionen, Flüchtlinge, alles wird auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen.

Vielleicht noch einmal zurück zum Ausdruck „Schutzverband der Oligarchen“ für die EU:
Man kann sich verbinden. Man kann sich auch einen Verband anlegen lassen, wenn man verletzt worden ist. Man kann sich auch die Augen verbinden?

Wenn zu viel Reichtum den Neid und Hass der Verhungernden auslösen, so wäre es gut, sich nicht die Augen zu verbinden. Sonst wird man sich die brachialen Wunden, die eine immer mehr zornige Bevölkerung den Sumis zufügt, verbinden lassen müssen.

Die Politik, die sich weitgehend nach den Bedürfnissen der Wirtschaft richtet, vergisst, dass das beste Geschäft der Krieg ist, wodurch erklärt wäre, warum derzeit so viele Kriegsschauplätze da sind, wobei man keinen dieser Kriege ernsthaft führen kann, da bei der vorhandenen Rüstung die Menschheit keinen Atomkrieg überleben könnte. Trotzdem wird daran gebastelt.

Die Gewässer und Flüsse der großen Städte Europas und der USA sind weiß vor Schnee. Das heißt, man kann viel Kokain darin nachweisen, was die Gewissenlosigkeit erklären könnte, mit der viele Pläne gemacht werden.

Das erklärte auch, warum derzeit so viele konservative „christlich orientierte“ Politiker die EU regieren: Denn wenn wirklich etwas daneben geht, so kommen die natürlich in den Himmel. Als ein Arzt einer berühmte Jüdin nach dem erfolgreichen Maidan mailte, meinte er, wir beide, wir kommen natürlich in den Himmel, wenn da ein Atomkrieg entsteht, aber was machen wir mit den vielen Ungläubigen?

Und bei so vielen guten Nachrichten, da kann man sich gut ins Träumen zurückziehen. Es war wohl ein Traum, wo ich zwei hell strahlende Gestalten erlebt habe: Wer es war? War es Martin Buber, war es Mahatma Ghandi, war es der 30 Tage Papst,war es ein von Phillip dem Schönen hingerichteter Templer (Freimaurer ), war es Buddha, war es Mohammed oder Luther? Keine Ahnung, ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, wer die zweite Gestalt war, vielleicht ein Engel. Es war ein klarer, heller, schöner, gelb-roter Schein und ich hörte sie miteinander sprechen.

Die eine gelbe Gestalt sprach: “Jetzt haben wir den Menschen Freiheit gegeben, und  schau was die mit dieser Freiheit machen!“

Die rote Gestalt antwortete: “Das eine ist, was die Menschen selber mit dieser Freiheit machen, das andere aber ist, was ihre Führer für merkwürdige Pläne haben.“

Der Gelbe: “Erzähle!“

Der Rote: „Zum Beispiel haben die den Plan, den Westen gegen die Chinesen einen dritten Weltkrieg machen zu lassen. Zunächst verlagern sie die gesamte Produktion in die  Sklavenproduktionsländer, und wenn die nicht mehr folgen wollen, dann gibt es Krieg! Es gibt drei Krisen, die alle einen Atomkrieg zur Folge haben könnten, den Inselstreit im Pazifik mit einer klaren Drohung eines chinesischen Admirals: Wenn die US Amerikaner dort wieder mit ihren Kriegsschiffen aufkreuzten, so gäbe es Krieg. Die US Administration hat angekündigt, dort in etwa alle drei Monate Kriegsschiffe zu hinzuschicken. In Syrien gibt es schon Krieg und auch in der Ostukraine. Sie hatten nicht nur den teilweise erfolgreichen Plan, die Herrscher von Marokko bis Moskau abzulösen.

Auch in Riad sollte das Herrscherhaus abgelöst werden und die Türkei sollte geteilt werden. Umso wenig verständlich ist, dass die Türkei den einzigen ernsthaften Verbündeten in diesen Fragen, nämlich Moskau, so vor den Kopf stößt. Wenn die Türkei nur annähernd daran denken würde, was für Waffen sowohl Amerika und Russland und auch China haben, so wundert einen vieles nicht. Zum Beispiel, dass knapp nach einer missglückten Einigung des Irans mit der UNO plötzlich ein gewaltiges Erdbeben neben dem AKW im Iran stattfand.

Die Westflanke der Türkei ist sehr Erdbeben-anfällig und es könnte dann auch leicht ein Erdbeben entstehen, wenn man einen großen Bruder im Osten reizt. Vielleicht fällt dann dem Papst  sogar seine Kaffee-Tasse aus der Hand und er freut sich, dass es wieder nicht zum 3. Weltkrieg gekommen ist? Ja, wenn die Elite-Gruppen wenigstens ihre Ankündigung, nach den Revolutionen Freiheit entstehen zu lassen, wahr machen würden. Vielleicht verwechseln sie die Freiheit mit der Freiheit der Wirtschaft und machen nur wirtschaftsliberale Systeme bei manchmal nur wenig der Schrift kundigen Menschen (Ägypten ).“

Der Gelbe: “Und wie könnte man die Menschen tatsächlich zur Freiheit führen?“

Der Rote: „ Im Prinzip wären die Gesetze der westlichen Demokratien gar nicht so schlecht, wenn man die Bürgerrechte nicht zunehmend außer Kraft setzen würde. Fast das Wichtigste wäre: Ein Schulsystem das nicht auf Subjekt-Objekt Beziehung, sondern auf Subjekt-Subjekt Dialog System (Prof. Hütter ) aufgebaut ist, könnte eine Erziehung zur Freiheit bedeuten. Also, wenn es dem guten Lehrer möglich gemacht wird, durch Freude am Stoff und durch eine gute menschliche Beziehung zum Kind nicht gute Befehlsempfänger des jeweiligen Systems zu erzeugen, sondern phantasievolle Menschen, die durch Kunst und Sport auch noch genug Ressourcen haben, Schwierigkeiten gut zu bewältigen. Solche Menschen wären auch in Krisen rasch in der Lage,
Änderungen rasch durchzuführen.

Ein ganz ähnliches System ist das jüdische Erziehungssystem, das die mütterliche Wärme und die liebevolle väterliche Strenge dann auch im Erziehungssystem weitergeführt hatte. Nicht umsonst gibt es in Israel sehr viele Alternativschulen.

Und wenn die Menschen dann freier denken können, so sind direkte Demokratie, wo wie in der Verfassung alle Macht vom Volk ausgeht, durchaus möglich. Vertrauensbildende Strukturen von der Basis an, parteiunabhängig mit immer mehr Transparenz und damit letztlich Vertrauen. Gewisse Ansätze findet man in der Schweiz, wobei aber auch mehrere Religionen und Sprachen seit Jahrhunderten zeigen,was möglich ist.“

Der Gelbe: “Und warum tun das die Menschen so wenig?“

Der Rote: “Sie werden das schon tun, gib ihnen Zeit …!“

– Und dann erwachte ich.

Bezüglich dem Krieg gegen China, wäre da nicht gerade die Idee, mit den Öko-und Menschenrechtszöllen, der bei weitem bessere Weg? Aber manchmal kann man auch vom Tierreich lernen: Wir haben zwei Katzen, einen schwarzen europäischen Hauskater und eine Siamkatze ohne Papiere, die wir deshalb angeschafft haben, damit der schwarze Kater nicht so alleine sein sollte. Doch anfangs hat der schwarze Kater den Eindringling aus Fernost so wütend empfangen, dass wir beide durch die Glaswand in unserem Wohnzimmer getrennt haben. Wo sie sich auch wütend bekämpft haben. Ein Katzenexperte riet uns dann, ohne weiteres beide Tiere zusammen zu lassen. Nach einem heftigen Kampf ohne Verletzungen hatte die Siamkatze verstanden, dass sie die Schwächere war und die beiden lieben sich sehr. Wenn der schwarze Kater zu lange weg ist, so jammert die Siamkatze kläglich und sie lecken und schlecken sich gegenseitig.

Warum aber die Konservativen nur so gerne in den Himmel wollen?

Da gibt es doch die Geschichte vom Papst der in den Himmel kam. In der Früh bekam er ein trockenes Brot, zu Mittag eine Wassersuppe und dann abends Zwieback. Am nächsten Tag wieder Wassersuppe, trockene Bohnen und Zwieback. Dann sah er hinab in die Hölle, wo die Menschen in Saus und Braus lebten.

Schließlich fragte er Petrus: „Jetzt haben wir unser ganzes Leben so gut gelebt und dann im Himmel gibt es nur noch schlechtes Essen?“

Petrus antwortete: „Meinst Du, rentiert es sich. für uns zwei zu kochen?“

Aber vielleicht wollen die Konservativen im Himmel tatsächlich abnehmen?

Wir danken dem Autor, der gerne anonym bleiben mag.

Träume von Sternen und Wichtigkeit

Manchmal darf man ja träumen. Träumen, man säße in einem Flugteil, das aus den tiefen des Universums kommt. Tausende von Galaxien ziehen an einem vorbei, Farben, Formen in wundervoller Harmonie.

Eins dieser gigantischen Wunder ist die spiralförmige Milchstraße. Formvollendet liegt sie in den Weiten des Universums und zieht unbeirrbar ihre Kreise.

Bis zu dreihundert Milliarden Sterne enthält sie … und wahrscheinlich noch viel mehr Planeten.

Je näher wir dieser zuvor winzigen Insel im Sternenmeer kommen, umso mehr glitzern und funkeln ihre Sonnen.

Es gibt wunderbare Sonnen in vielen überwältigenden Farben, glühende Nebel in faszinierenden Formen … und irgendwo, ganz weit draußen, in einer ganz unbedeutenden Ecke der wunderbaren Galaxis einen kleinen blauen Planeten, der um eine gelbe Sonne kreist.

Wie auch Milliarden anderer Planeten ist er voller Leben, das sich beständig ändert und immer neue Perspektiven ausprobiert.

Dort, auf diesem Planeten, lebt vor allem eine Spezies, die sich gerade große Sorgen macht.

„Englische Bischöfe“ nennen sie sich und es ist ihnen ein großes Anliegen im Angesicht des Wunders der Schöpfung im Universum den … richtigen Hedge-Fonds-Manager zu finden.

Wir halten kurz inne in unserem Flug und hören genauer hin, weil wir unseren Ohren nicht trauen.

Während unserer kurzen Rast erzählen Wolkenfelder epische Romane, Sonnenauf- und Untergänge singen Arien der Herrlichkeit, der Wind vollführt erstaunliche Kunststücke, Wellen dichten ein Lied der Ewigkeit …
und Bischöfe sorgen sich um ihre Aktien.

Wir sind irritiert, doch bald werden wir noch mehr irritiert, als wir einen Gymnasiallehrer für Biologie aus Paderborn hören, der seiner katholischen Klasse erzählt, wie einzigartig doch die Menschheit ist und das sie in der Tat – als Geschöpf Gottes – die einzige intelligente Lebensform im Universum darstellt.

Wir verweilen noch ein wenig auf jener kleinen Kugel und beschäftigen uns mit jenen seltsamen Wesen, die vorzugsweise ihre Umwelt durch große Bildschirme betrachten, die sie in ihren künstlich geschaffenen Höhlen minderwertigster Qualität aufgestellt haben, betrachten sie beim täglichen Sammeln unglaublich unnützer Gegenstände, die sie mit gräßlich lärmenden Gefährten in ihre Höhlen tragen um sie dort aufzustapeln.

Bald haben wir genug gesehen.

Beruhigt versetzen wie unser Gefährt wieder in Fahrt auf die Reise durch die Wunderwelten.

Beruhigt weil die Einzigartigkeit dieser Wesen verhindern wird, das sich die Sorge um Hedgefonds – gerade bei heiligen Männern – im übrigen Universum ausbreiten könnte.

Und bald … haben wir die unwichtige (und seltsam riechende) kleine Kugel hinter uns gelassen und wieder vergessen.

Schon seltsam, wie wichtig sich so unwichtige Geschöpfe fühlen können und mit welch´ sonderbaren Dingen sie ihre Zeit vertreiben … eine Zeit, die eigentlich sehr kurz ist, gemessen am universellen Durchschnitt.

Noch seltsamer, das sie in der Tat meinen, eines Besuches von außerhalb ihrer kleinen Welt würdig zu sein.

Als ob sich irgendjemand im Universum sonst noch für Hedgefonds interessieren würde.

Sie hätten sich lieber auf Musik konzentrieren sollen, das könnte Touristen bringen.

Aber Hedgefonds und Automobile?

Wie armseelig.

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