Terroristen

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Die Mutter aller Bomben

Lisa Fitz steht grundsätzlich für Kabarett mit Knalleffekt – in diesem Spätschicht-Klassiker beschäftigt sie sich aber ausgerechnet mit echten Bomben. Und zwar amerikanische und islamistische gleichzeitig. Wo liegen die Unterschiede, wo die Gemeinsamkeiten? Lisa Fitz klärt auf! Und das rechtzeitig zum Start der Münchener Sicherheitskonferenz.

Rebellen und Giftgas

Mit Dank an Herrn Gellermann von der Rationalgalerie. Lesenswert (die ganze Webseite – nicht nur dieser Artikel).

SYRIEN: REBELLEN UND GIFTGAS

Amerikanische Web-Site enthüllt: Saudis und Rebellen tragen Verantwortung für Giftgas-Attacke

Autor: U. Gellermann
Datum: 01. September 2013

Der amerikanische Außenminister, John Kerry, konnte den Kameras kaum in die Objektive sehen, so dürftig waren seine Beweise für die Regierungs-Urheberschaft des Giftgas-Anschlages im syrischen Ghouta. Dass hinderte Bundesaußenminister Westerwelle keineswegs sich der US-Meinung ungeprüft und schnell anzuschließen. Auch die 3-Sat-Kulturzeit-Moderatorin Tina Mendelssohn (stellvertretend für die deutschen Mehrheitsmedien) verkündete, im Brustton der Überzeugung, dass „Assad“ für den Giftgasanschlag verantwortlich war. Eine zweite Meinung einzuholen, Fakten zu prüfen, das alles ist in deutscher Politik und den ihr angeschlossenen Medien außer Mode gekommen. Deshalb veröffentlicht die RATIONALGALERIE eine zweite, völlig anderslautende Quelle. Die amerikanische Web-Site MINT PRESS, deren Artikel wir übersetzt haben, ist ein eingetragenes Medienunternehmen mit Sitz in Minnesota. Die „Minnesota Post“ hat im vergangenen Jahr ausführlich über das Unternehmen berichtet.
In Zusammenarbeit mit Dale Gavlek stellt der Reporter Yahya Ababneh die Fragen an die Rebellen.

Übersetzung: RATIONALGALERIE / Gesine Strempel

EXCLUSIVE: Syrians In Ghouta Claim Saudi-Supplied Rebels Behind Chemical Attack, By Dale Gavlak and Yahva Ababneh

Syrische Kämpfer im Vorort Ghouta von Damaskus haben zugegeben, dass sie verantwortlich für den Chemiewaffenvorfall sind, den die Westmächte den syrischen Regierungstruppen anlasten. Sie enthüllten, dass die Toten Opfer eines Unfalls waren, hervorgerufen durch die falsche Handhabung der Chemiewaffen, mit denen Saudi Arabien sie beliefert habe.

„Aus zahlreichen Interviews mit Ärzten, Einwohnern von Ghouta sowie mit Aufständischen und deren Familien geht hervor, dass Kämpfer Chemiewaffen über den saudischen Geheimdienstchef Prinz Bandar bin Sultan erhielten. Sie sind verantwortlich für die Durchführung des tödlichen Gasangriffs“, schreibt die AP-Autorin Gavlak.

Die Kämpfer berichteten, dass sie nicht ausreichend im Umgang mit Chemiewaffen ausgebildet wurden, es wurde ihnen noch nicht mal gesagt, dass es welche waren. Es hat den Anschein, als wären die Waffen zunächst für den Al-Kaida-Ableger al-Nusra Front bestimmt gewesen.

„Die Waffen machten uns neugierig. Und unglücklicherweise handhabten einige Kämpfer die Waffen falsch und verursachten die Explosionen“, berichtete ein Kämpfer namens `J´.

Seine Behauptungen wurden von einer Kämpferin namens `K´ wiederholt, die dann erzählte: „Sie haben uns weder gesagt, was das für Waffen waren, noch wie man sie einsetzt. Wir wussten nicht, dass es sich um Chemiewaffen handelt. Wir wären nie darauf gekommen, dass es Chemiewaffen sein könnten.“

Abu Abdel-Moneim, Vater eines Aufständischen, sagte auch: „Mein Sohn kam vor zwei Wochen zu mir und fragte mich, ob ich wüsste, was das für Waffen wären, die er tragen sollte“, er beschrieb, sie hätten eine „röhrenförmige Form“, andere sähen aus wie eine „große Gasflasche“. Der Vater sagte, der Name des saudischen Kämpfers, der die Waffen lieferte, sei Abu Ayesha. Laut Abdel-Moneim explodierten die Waffen in einem Tunnel und töteten 12 Kämpfer.

„Über ein Dutzend befragte Kämpfer berichteten, dass sie von der saudischen Regierung bezahlt werden“, schreibt Gavlak. Sollte das zutreffen, könnte diese Aussage den Eifer dämpfen, mit dem die USA gegen Syrien vorgehen wollen, den sie damit rechtfertigen, dass die syrische Regierung „unbestreitbar“ hinter dem Angriff mit Chemiewaffen stecke. Dale Gavlaks Glaubwürdigkeit ist beeindruckend. Sie war zwei Jahrzehnte Nahost-Korrespondent für AP, hat für das National Public Radio (NPR) gearbeitet sowie Berichte für die Nachrichtenabteilung der BBC geschrieben.

Saudi Arabiens mutmaßliche Rolle als Belieferer der Kämpfer – denen sie in jeder Hinsicht vehement den Rücken stärken – mit chemischen Waffen ist keine Überraschung angesichts der Enthüllung Anfang der Woche, dass die Saudis Russland mit Terrorangriffen auf die kommenden Olympischen Spiele in Sochi gedroht haben, falls diese nicht aufhörten, die syrische Regierung zu unterstützen.

„Ich kann Ihnen garantieren, dass die Winterolympiade im nächsten Jahr geschützt wird. Die tschetschenischen Gruppen, die die Sicherheit der Spiele bedrohen, werden von uns kontrolliert“, soll Prinz Bandar angeblich Vladimir Putin versichert haben, berichtet der „Telegraph“.

Die Obama Regierung ist bereit, die Erkenntnisse ihres Geheimdienstes zu präsentieren, mit denen sie zu beweisen bemüht ist, dass die Regierungstruppen hinter den Angriffen der letzten Woche steckten, obwohl amerikanische Beamte in der „New York Times“ zugaben, dass sie keinen schlagenden Beweis gefunden haben, der direkt auf die Beteiligung der Regierungstruppen an den Angriffen verweist.

Amerikanische Geheimdienstsprecher haben Associated Press auch berichtet, dass die Beweise des Geheimdienstes für die Schuld der syrischen Regierung “kein Volltreffer (Slam Dunk)“ sind.

Wie wir letzte Woche berichteten, lassen abgefangene Geheimdienstinformationen erkennen, dass der syrische Verteidigungsminister „panische“ Telefongespräche mit der syrischen Chemiewaffenabteilung führte und in den Stunden nach dem Angriff Antworten verlangte, was darauf hindeutet, dass der Angriff nicht von den Regierungstruppen angeordnet wurde.

Dale Gavlak ist Nahost-Korrespondentin für „Mint Press News“ und „Associated Press“. Gavlak war über zwei Jahrzehnte in Amman, Jordanien, für Associated Press akkreditiert. Die anerkannte Nahost-Expertin Gavlak berichtet derzeit aus der Levante für AP, das National Public Radio und Mint Press News, ihre Themen sind Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Dale hat einen Magister in Middle East Studies der University of Chicago. Kontakt über dgavlak@mintpress.com

Der Original-Artikel ist unter folgendem Link zu erreichen:

http://www.mintpressnews.com/witnesses-of-gas-attack-say-saudis-supplied-rebels-with-chemical-weapons/168135/

Die Sonderrechte der Alliierten für die Überwachung der BRD-Bürger – Frontal21 vom 20.11.2012

Die Regierung will doch nur wissen, was du denkst, mehr nicht? – 19.11.2012

 

 

DIE LINKE VERBIETEN

Verfassungsschutz schützen!

Autor: U. Gellermann
Datum: 24. Januar 2012

Da regen sie sich auf, die Damen und Herren von der LINKEN. Nur weil der Verfassungsschutz das macht, was er machen soll: Die LINKE beobachten, um die Verfassung schützen. Und wer ins Programm der LINKEN schaut, der weiß auch warum. Da schreiben die: „Dass wir in einer Klassengesellschaft leben, lässt sich an der zunehmend ungleichen Verteilung von Einkommen und Vermögen ablesen.“ Das ist Aufruf zum Klassenhass. Sicher steht in der Verfassung irgendwo, dass Reich reich sein soll und Arm arm. Das war bisher in allen deutschen Reichen so.

Oder nehmen Sie diese Programm-Passage: „Die Gewinne der Globalisierung werden privatisiert, die Verluste sozialisiert. Gleichzeitig wird der repressive Überwachungsstaat ausgebaut.“ Während unsere deutsche Wirtschaft sich tapfer auf den Weltmärkten schlägt, will die LINKE ihr den Dolch in den Rücken stoßen, und wendet sich dann auch noch aggressiv gegen eine solide Überwachung, also gegen den Verfassungsschutz. Sowas gehört verboten. Da hat der Innenminister schon recht, wenn er erklären lässt: „Nur weil es öffentlichen Protest gibt, kann das nichts an der Notwendigkeit der Beobachtung durch den Verfassungsschutz ändern.“

Diese Aufregung, nur weil es Akten über ein paar Bundestagsabgeordnete gibt! Die Beamten des Schutzes sind doch auch Menschen, die kann man doch nicht so übel beschimpfen. Da greift unsere Kanzlerin tapfer ein und lässt ihren Sprecher auf die Frage, ob denn der Herr Gysi auch ein Verfassungsfeind sei, sagen: „Die Bundeskanzlerin kennt sehr viele Bundestagsabgeordnete. Was sie von dem einen oder anderen privat hält, ist das eine. Ein gesetzlicher Auftrag ist das andere.“ Genau. Privat ist privat. Und Amt ist Amt.

Schon Marx hat die Weibergemeinschaft gepredigt. Aber die Sauereien der LINKEN gehen ja noch weiter: „DIE LINKE unterstützt das Recht auf sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in der Gesellschaft“, schreiben die in ihrem Programm. Ja, wenn wir bei denen nicht unter die Bettdecke gucken täten, würde sich Deutschland doch abschaffen, bei den vielen Schwulen und Lesben, die alle keine Kinder kriegen. Das ist doch Wehrkraftzersetzung, ist das. Und diese Zersetzung setzen die fort, wenn sie auch noch die NATO abschaffen wollen, obwohl die doch ein fester Bestandteil des Grundgesetzes ist, oder so.

„Für DIE LINKE ist Krieg kein Mittel der Politik“, schreiben die, obwohl wir doch in den letzten Jahren völlig erfolgreich, zum Beispiel in Afghanistan, unsere Wirtschaftsinteressen auf das Tapferste verteidigt haben. Wenn der Verfassungsschutz diese Brüder und Schwestern nicht ständig im Auge hätte, wäre längst folgendes passiert: „DIE LINKE kämpft für die Veränderung der Eigentumsverhältnisse.“ Da haben Sie es. Wenn unsere Banken verstaatlicht würden, gäbe es kein Geld mehr, und wenn das weg wäre, würden wir alle verhungern. Schluss wäre mit lustig und mit „Wacht auf Verdammte dieser Erde.“ Die Verdammten könnten dann gleich liegen bleiben.

Aber der Höhepunkt, der Höhepunkt ist dieser: „Wir fordern das Verbot aller Organisationen der extremen Rechten“, steht im Linksprogramm. Das wendet sich direkt gegen das Amt. Weil, wegen der vielen V-Leute bei den Nazis kann die Behörde nicht mehr zwischen Drinnen und Draußen unterscheiden, also wer Mitglied bei der NPD ist oder beim Schutz, oder umgekehrt, wer Amts-Kamerad ist oder in einer „Freien Kameradschaft“. Das war schon immer so: Als das Amt 1950 gegründet wurde, waren jede Menge strammer Gestapo-Leute dabei, beamtet oder nur als „Informelle Mitarbeiter“.

In dieser guten Traditionslinie steht auch, dass zum Beispiel der linke Bundestagsabgeordnete Wolfgang Gehrcke schon seit über 50 Jahren vom Amt betreut wird. Da soll der sich doch freuen, wenn der Schutz ihn im Auge hat, dann kann ihm doch nichts passieren. Jetzt regen sich alle auf, dabei ist der Kampf gegen den Linksterrorismus guter Brauch in Deutschland. Da ist es dann schön, wenn einer wie der GRÜNE Cem Özdemir selbst die Ärmel aufkrempelt . „Wir schonen die Linkspartei nicht“, sagte Özdemir, „den Verfassungsschutz brauchen wir dazu nicht.“ Da schießt er ein wenig über das Ziel hinaus, aber dass man die LINKEN nicht schonen darf, das hat er gut begriffen, der Cem. Der Verfassungsschutz jedenfalls muss geschützt werden. Auch und gerade vor einer Verfassung, die immer noch fordert, dass niemand wegen seiner politischen Anschauung benachteiligt werden darf.

Mit Dank an die Rationalgalerie und Herrn Gellermann

 

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