Terror

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AKUTER TERRORALARM IN DEUTSCHLAND! MILLIONEN IN GEFAHR!

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Samstag, 24.1.2015. Eifel. Heute vor fünfzehn Jahren ist mein Vater gestorben – im Alter von 69 Jahren. Er war Handwerker, hat sich mühsam einiges aufgebaut – durch unermüdliche Arbeit. Sein Arbeitsleben musste er – wie so oft im Handwerk – vorzeitig beenden: Verschleiß hatte ihm die Kniescheiben zerschossen. Ich bin froh, dass er gestorben ist – nach vielen häßlichen Erfahrungen in der Jugend und im Krieg hatte er – als politisch interessierter Mensch – immer noch die Hoffnung, dass sich alles mal zum Besseren wenden wird, dass für den „kleinen Mann“ irgendwann mal das Ende des Leidens erreicht sein wird. Ich bin froh, dass er die Verwerfungen, Verrohungen und Vernichtungsfeldzüge gegen den „kleinen Mann“ nicht miterleben musste, das hätte ihn sehr mitgenommen – so konnte er ruhig einschlafen: im Jahre 2000 hatte er noch einen erfolgreichen Sohn, fünf Enkel, die ihn vergötterten und eine Ehefrau, für die er mit äußerster Sparsamkeit sehr gut vorgesorgt hatte.

Was hätte es ihn getroffen, wenn er hätte miterleben müssen, wie der Staat die flächendeckende Zwangsenteignung von Arbeitslosen eingeführt hat. Er – als jemand, der schwere Küchen bei fremden, reichen Leuten aufbauen musste – wusste genau, dass man sich mit dieser Arbeit die Gesundheit ruiniert wie ein Leibeigener im alten Rom … und das der „kleine Mann“ deshalb den Schutz des Staates benötigte. Das dieser Staat – der eigentlich demokratisch und rechtsstaatlich sein sollte und laut Grundgesetz ein sozialer Staat sein sollte, fünfzehn Jahre später ein Terrorstaat ist, ein Staat, der mit sadistischer Freude „Druck ausübt“ … wie es vornehm in Regierungskreisen heißt hätte ihn sehr getroffen. Man Vater hätte noch gewusst, welches Wort der kleine Mann für diesen „Druck“ hat: Folter!

Ja – als jemand, der Hitlerjugend noch live miterlebt hat, hätte er gewusst, dass es Zeit zum Fürchten gewesen wäre, wenn er erfahren hätte, warum sich eine Freundin von mir von Facebook verabschiedet hat: sie hatte von einer Bekannten erfahren, dass das Jobcenter Arbeitslose über Facebook kontrolliert – und nach zwei Wochen Facebook-Abstinenz empfing der Sachbearbeiter die Bekannte mit den Worten „Na – man hat ja lange nichts mehr von ihnen gelesen!“. Laut einem Bericht von „gegen-Hartz“ ist die flächendeckende Onlineüberwachung von Arbeitslosen immer wieder angestrebt doch offiziell gescheitert (siehe gegen Hartz) – inoffiziell jedoch gehen die Mitarbeiter ganz aus eigenem, perversem Antrieb heraus dieser Arbeit gerne nach.

Als jemand, der noch live die Zeit miterlebt hat, als in Deutschland jeder jeden ausspionierte und man sich nicht den aller kleinsten Fehler erlauben durfte, weil selbst das geringste Maß von Nonkonformismus tödliche Folgen hätte haben können, hätte er gewusst und folgerichtig beurteilen können, was es bedeutet, wenn Hartz IV-Bezieher zwangsweise vorgeführt werden (siehe gegen-Hartz).

Was Nationalsozialismus im Alltag wirklich bedeutet – dafür hat der kleine Mann ein besonderes Gespür, denn er wird das erste Opfer. Die pseudointellektuellen Schöngeister und Feinbieger der Historie werden als Funktionselite in jedem System gebraucht – und es ist schauderhaft zu sehen, wie sie heute jeden Vergleich mit den dunkelsten Jahren der deutschen Geschichte scheuen und so Wegbereiter für die Wiederholung werden.

Die Folgen, die dieser Ausfluss gelebten Unmenschentums nach sich zieht, sind gruselig – so gruselig, dass zehn Jahre später sogar die ansonsten äußerst regierungskonformen Bezahlmedien kritische Bemerkungen zulassen (siehe Süddeutsche):

„Die vergangenen zehn Jahre zeigen: Das Hartz-IV-System ist ein unglaublich rigides Armutsregime. Deutschland lebe über seine Verhältnisse, heißt es doch immer. In Wahrheit geben sich immer mehr Menschen mit immer weniger zufrieden – in einer Gesellschaft die ansonsten immer reicher wird. „Hartz IV bewirkt eine Anspruchsreduktion, die mit einer Traumatisierung einhergeht“, sagt Butterwegge. Die Menschen nähmen sich selbst zurück. „Sie werden gedemütigt und demoralisiert“.“

Die Ausmaße, die dieses Armutsregime angenommen hat, erreichen Dimensionen des NSA-Skandals – nur werden die in den etablierten Medien mit Rücksicht auf das Establishment (dem man ja selber angehört) nicht veröffentlicht, wer nach der Wahrheit sucht muss akribisch nach Details fahnden … und manchmal hilft nur der Zufall: 2012 schreib Alan Posener für die Welt einen Artikel über Beamte, einer davon war beim Jobcenter tätig. Nebenbei erfuhr man Erstaunliches (siehe Welt):

Herr Jacobi hat via Computer den Zugriff auf 42 Millionen Datensätze. Das entspricht der Hälfte der Bevölkerung. Wer staatliche Leistungen beantragt, verzichtet faktisch auf die Privatsphäre.

Das war 2012. Wie viele sind es heute?

Vielleicht stößt die Zahl auf Unglauben – aber in einem Artikel des Spiegel aus dem Jahre 2015 erhalten wir eine Bestätigung seitens des DGB, dem langsam einfällt, dass das System Hartz IV dem kleinen Mann das Genick gebrochen hat … damals noch mit Zustimmung der Gewerkschaften (… und der Kirchen) (siehe Spiegel):

Rund 15 Millionen Menschen haben demnach in den vergangenen zehn Jahren zumindest zeitweilig Hartz IV bezogen.

Zahlen, die nacktes Entsetzen auslösen sollten. Beziehen Jugendliche Hartz IV, werden natürlich auch die Daten der Eltern erfasst: man ist ja „Bedarfsgemeinschaft“, ebenso kommen die Partner ins Visier der Behörde – auch bei Geschiedenen. So kommt man leicht auf 42 Millionen Datensätze. Allein aber 15 Millionen Menschen, die – zumindest zeitweilig – von Hartz IV abhängig sind, zeigt das große Versagen des sterbenden Kapitalismus: „Vollbeschäftigung“ ist weit entfernt: von 40 Millionen arbeitenden Menschen haben 37 Prozent keinen ordentlichen Arbeitsplatz. Schauen wir mal zurück zu den Zeiten der großen Weltwirtschaftskrise … und bleiben bei Wikipedia, dessen Ruf nur dann besser wird, wenn man es öfter benutzt (siehe Wikipedia):

„Im Februar 1932 erreichte die Krise auf dem Arbeitsmarkt ihren Höhepunkt: Es standen 6.120.000 Arbeitslosen, also 16,3 % der Gesamtbevölkerung, nur 12 Mio. Beschäftigte gegenüber. Zu den Arbeitslosen könnte man auch noch die große Masse der schlecht bezahlten Kurzarbeiter und Angestellten zählen, aber auch die kurz vor dem Ruin stehenden Kleinunternehmer.“

Na – wird ihnen schon mulmig? Da wir eine Gesamtbevölkerung von 80 Millionen haben, übertreffen wir mit 15 Millionen Menschen in prekären Situationen die 16,3 % im Jahre 1932 – schon jetzt: wir sind bei 18,75 %.

Angefangen hatte es laut Bundeszentrale für politische Bildung ganz harmlos (siehe BpB):

„Im Winter 1929/30 gab es bereits mehr als drei Millionen Arbeitslose, die materiell weitaus schlechter abgesichert waren als heute. Es entstand ein Teufelskreis aus sich verringernder Kaufkraft, zurückgehender Nachfrage, sinkender Produktion und weiteren Entlassungen.“

Diesen Teufelskreis kennt der deutsche Einzelhandel auch: der „Tante-Emma-Laden“ ist nicht mehr finanzierbar – mit enormen Kosten für die Umwelt, der nächste Supermarkt muss erstmal erreicht werden.

Nur ein kleiner Ausflug in die Geschichte Deutschlands – und man weiß, wo der eingeschlagene Weg enden wird: am Ende das Kapitalismus steht alternativlos die Massenvernichtung unnützen Menschenmaterials: notfalls auch als Vernichtung durch Arbeit. Geht ganz einfach: beim Essen sparen, zum Arbeiten zwingen – der Erfolg stellt sich automatisch ein.

Das muss gerade uns Deutschen auch im Jahre 2015 klar sein, denn so harmlos wie es die „Bundesagentur für Arbeit“ darstellt (und obszönerweise sich selbst sogar in einer großen Weihnachtskartenaktion lobt – siehe gegen Hartz), ist das Terrorregime nicht. Abgesehen von einer enormen Zunahme psychischer Erkrankungen geht es Arbeitslosen (und ihren „unschuldigen“ Kindern) auch physisch an den Kragen … ganz nach dem Prinzip „Vernichtung durch Arbeit“ (siehe Heilpraxis.net):

„Mediziner schlagen Alarm: In Deutschland existiert ein „versteckter Hunger“. Betroffen sollen Millionen von Erwachsenen und Kindern sein. Der Grund: Die Hartz IV Regelleistungen reichen kaum aus, um sich aus Ernährungswissenschaftlicher Sicht vollwertig und ausreichend zu ernähren. Die Folgen sind vor allem für Kinder fatal: Wachstums- und Entwicklungsstörungen sowie zum Teil schwere Krankheiten können aus der Mangelernährung entstehen.“

Wem die Quelle zu unseriös ist, dem kann ich schnell helfen – mit einem Artikel im Tagesspiegel über „Grüne Woche“ in Berlin, zu der sich 70 Agrarminister aus aller Welt eingefunden hatten (siehe Tagesspiegel):

„Bei uns muss niemand hungern – dieser Satz stimmt so leider nicht. Zwar ist chronische Unterernährung in Deutschland heute äußerst selten, doch die Menschenrechtsorganisation FIAN hat beobachtet, dass immer mehr Menschen in Deutschland nicht in der Lage sind, sich „angemessen und in Würde zu ernähren“. Besonders betroffen sind Kinder aus Hartz-IV-Haushalten, Rentner und Flüchtlinge. Die Tafeln feiern in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Es ist ein trauriges Jubiläum. „Dabei geht es nicht nur darum, satt zu werden, sondern darum, gesund zu bleiben“, sagt Ernährungswissenschaftler Hans Konrad Biesalski von der Uni Hohenheim. „Viele Deutsche leiden unter verstecktem Hunger.“

Ja – am Ende des Kampfes gegen den Hunger ist der Hunger als Vernichtungsinstrument nach Deutschland zurückgekehrt … nur wird diese Wortwahl emsig vermieden, denn an den Enteignungen der Arbeitslosen verdienen viele Funktionsträger des Kapitalismus ganz gut: so manch ein Journalist, Beamter, Abgeordneter oder Manager hat mit der Ersteigerung von enteigneten Immobilien von Arbeitslosen super Geschäfte gemacht …. und alle möchten diese Geschäfte auch weiter machen. An den Juden hatte man dereinst auf diesem Wege auch gut verdient.

Ja – es werden kritische Stimmen gegen Hartz IV laut – und auch manch ein etabliertes Medium veröffentlicht sie (siehe Spiegel):

„Die Hartz-Reformen haben tatsächlich dazu beigetragen, die Arbeitslosigkeit in Deutschland zu verringern, gerade weil sie den Druck auf Arbeitslose erhöht haben.Um nicht in Hartz IV abzurutschen oder auch nur um der Gängelei vom Amt zu entkommen, sind Arbeitslose heute eher bereit, eine schlecht bezahlte oder sonstwie unattraktive Stelle anzunehmen.“

Darf ich nochmal daran erinnern, dass „Druck von oben“ „unten“ als Terror ankommt? Als enorme Beschneidung der Grundrechte, als widernatürlicher Eingriff in die Marktwirtschaft zuungunsten des „kleinen Mannes“, der sich zu Tode schuften soll – bei anhaltender Mangelernährung?

Hässlich, wenn man so der modernen Gegenwart die Maske vom Gesicht zieht, oder? Nun – wie im Dritten Reich profitieren auch Millionen von dem System … und wer davon profitiert (und das ist immer noch die Mehrheit) kann mit der Vernichtung von Juden gut leben – erst recht, wenn man durch deren Enteignung noch das eine oder andere Schäppchen machen kann.

Was nur vergessen wird: wir haben noch nicht 1942, sondern eher 1932. Noch existiert die Demokratie, noch steht die Sozialstaatsverpflichtung als grausamer Scherz im Grundgesetz. Das kann sich ganz leicht ändern, wenn US-Konzerne im Rahmen der geheimen Freihandelsabkommen den Sozialstaat als „Marktverzerrung“ wegklagen – am besten noch durch eigene Schiedsgerichte.

Ist die historische Verurteilung der Hartz-Gesetze zu hart? Ist sie ungerecht? Vielleicht sogar eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus?

Wer so argumentiert, demonstriert ein historisches Wissen weit unter Hauptschulniveau, versucht, ein Gutmenschenstammtisch-Blabla gesellschaftsfähig zu machen, dass die NS-Zeit selbst als „versehentlichen Ausrutscher“ entschuldigt, anstatt anzuerkennen, dass der Kapitalismus die Haupttriebfeder der geschichtlichen Entwicklung war, dessen Notwendigkeiten nur jemanden suchten, der sie umsetzen konnte, um sein Ende herauszuzögern.  Es ist pure Feigheit, die so argumentiert – denn die Erkenntnis, dass die Gleise nach Auschwitz gerade wieder aufgebaut werden, würde zum Handeln zwingen … Handeln gegen eine sterbende Wirtschaftsform, von der wir alle – ja ALLE – abhängig sind. Zu grausam für die Nutznießer einer Spaßgesellschaft, die sich köstlich amüsiert, wenn ihre „B- und C-Promis“ wieder Würmer fressen müssen, ohne zu erkennen, dass diese Perversion menschlichen Seins sie schon ganz nahe an den Humor der alten Judenwitze heranbringt.

Ich möchte dazu mal Matthias Kaufmann vom Spiegel zitieren, der einen bemerkenswert kritischen Artikel zu Hartz IV geschrieben hat (siehe Spiegel):

„Im Rückblick erstaunt die Selbstverständlichkeit, mit der die Erwerbslosen als dreiste Kostgänger des Sozialstaates dargestellt wurden. Kanzler Schröder selbst produzierte 2001 geschickt ein Schlagwort: „Es gibt kein Recht auf Faulheit in unserer Gesellschaft.“ Auf den Arbeitsämtern, fügte Schröder an, solle öfter von den Sanktionsmöglichkeiten Gebrauch gemacht werden, wenn jemand sich nicht richtig um einen Job bemühe.

Schröder sagte nicht platt: Die sind alle faul. Aber er gab zu verstehen, dass er Faulheit beim Thema Arbeitslosigkeit für ein zentrales Problem hält. Der Ton in der Debatte war gesetzt.

Und er wurde schriller. Das spiegelt sich in den Zeitungen der Zeit wider. Am aggressivsten las sich die „Bild“, sie schrieb immer öfter schlicht von den „Faulen“, vom „ausgeplünderten Sozialstaat“ und von „Schnorrern“, denen der „Fahnder vom Amt“ auf die Pelle rücken müsse. Selbst ein „Bild“-Artikel, in dem berichtet wurde, dass nur 2,4 Prozent der Arbeitslosen heimlich dazuverdienen, wurde überschrieben: „So schamlos zocken Sozial-Betrüger ab“.“

Diese Entwicklung bedeutet das Ende der Demokratie in Deutschland – und den Anfang eines Terrorstaates, der jene Menschen drangsalierte, entrechtete und enteignete, die für den Kapitalismus nicht mehr profitabel genug waren.

War es wirklich Gerhard Schröder? Ich denke: hier wird ein Ex-Kanzler abgeschossen, der gerade zu putinfreundlich geworden ist. Bis heute herrscht wenig Klarheit darüber, wieso die von Peter Hartz geforderten Regelsätze von 500 Euro so drastisch gekürzt wurden, dass sie nur noch zur Mangelernährung reichten und ausreichende Bildung nicht mehr möglich machten. Erschreckend trotzdem die Erkenntnis, wie sich vor zehn Jahren blitzartig eine Allianz von Menschenjägern gebildet hat, die genau wussten, wer Schuld war am Untergang des Kapitalismus: der arbeitslose Mauerer mit Rückenproblemen, den jenseits der magischen „vierzig“ keiner mehr einstellen wollte, weil man –  betriebswirtschaftlich folgerichtig gedacht – die Ausfalltage durch Krankheit fürchtete.

200 Euro mehr im Monat – so der heutige Satz bei adäquaten Steigerungen – und Arbeitslose könnten sich wenigstens zu Vorstellungsgespräche angemessen kleiden … aber das war ja nicht gewollt. Man musste Millionen von Menschen opfern, um den Reichtum der anderen zu sichern: eine Wirtschaft betrieb Kannibalismus.

Darf man so etwas nicht zurecht „Terror“ nennen? Einen Terror, der in den letzten zehn Jahren mehr Menschen das Leben gekostet hat als jede Form des Islamismus?

Doch dagegen geht niemand auf die Straße – denn hier droht, wirkliche, echte Gefahr. Man würde sich mit „Mächten und Gewalten“ anlegen, die eine wirkliche, echte Gefahr darstellen und aktuell Millionen von Deutschen (darunter auch 1,6 Millionen Kinder) bewusst und absichtlich einer Vernichtung durch Mangelernährung zuführen … mein Vater hätte gewusst, dass es das schon mal gegeben hatte.

Damals nannte man die Vernichtung „Umsiedlung“. Heute „Fördern und Fordern“.

Damals waren die Opfer „Juden“. Heute „Faule“.

Die Definition von „faul“ kann ich Ihnen gerne sagen: Faul ist jeder, dessen Kapital nicht genug Zinsen abwirft, um Staat und Arbeitgebern nicht auf der Tasche liegen zu müssen.

Und – aus rein betriebswirtschaftlicher Logik heraus – müssen „Faule“ von der „Pay Roll“ verschwinden. Nur so kann der Kapitalismus seine Krisen überwinden.

Und das ist auch der eigentliche Grund, warum man Pegida fürchtet: aus 1932 kann ganz schnell 1933 werden: was Unruhe im Kreis der Absahner und Terrorgewinnler erzeugt. Ganz schnell könnte man selbst von neuen Funktionseliten verdrängt werden … das darf nicht geschehen, denn dann könnte man ganz schnell selbst „faul“ sein.

Je sui…

Steve Geshwister

Terror als Meinungsbildung

Was für ein desaströser Jahresbeginn. Der Anschlag in Paris war ein Stich in die lethargische heile Welt des Westens. Wenn der Rest des Jahres so weitergeht, na dann gute Nacht. Ich wollte mich nicht mehr zu islamischen Tugenden, religiös motivierten Schlachtereien oder sonstigen bärtigen Einheitsgewändern äussern, aber diese Tat und der daraus resultierende mediale Einheitsbrei liessen meine Gedanken nur noch um dieses Thema kreisen. Als lasse ich den angesammelten Haufen von Sätzen über die Tastatur flitzen, auch wenn ich mich wieder ins Wespennest begebe.

150109

Mein letzter satirischer Artikel über den Islam ist schon eine Weile her und der daraus resultierende Shitstorm hat mich damals sehr überrascht. Der kam nicht von Muslimen sondern von Menschen, die offensichtlich keine eigene Meinung haben und erst dann das Maul aufmachen, wenn genug andere ins gleiche Horn blasen. Finden kann man solche Meinungszombies bei der PEGIDA-Horde. Dabei hat es dort einige Menschen, die ich in ihrer Meinung unterstützen könnte, aber leider demonstrieren sie nicht aus persönlicher Überzeugung sondern weil es die Masse macht. Das macht es viel einfacher, kollektive Schuldige zu finden. Wenn tausende die gleichen Parolen in den Himmel brüllen , muss ja was Wahres dran sein. Jetzt macht sogar die AfD mit und schliesst sich mit den abendländischen Gewohnheitsnörglern zusammen. War ja zu erwarten. Diese Möchtegernpartei agiert wie ein Kopffüssler. Das Hirn irgendwo im Organismus verteilt, rückgratslos und schleimig im Handeln. Ich kann nur hoffen, dass diese parteiliche Ressourcenverschwendung auf den gleichen Zug aufspringt wie die FDP.

Laut den Medien fühlt sich die PEGIDA-Bewegung in ihrem Handeln bestätigt. So nach dem Motto: jetzt erst recht. Sie konsumieren die Medienmitteilungen mit der Gesinnungsbrille und es finden nur die Wörter den Weg ins Hirn, welche in das rassistische Gedankengut passt. Dabei erkennen sie nicht, wie die ganze Sache zum Himmel stinkt und sie wieder einmal mehr vor den Dreckskarren des Fremdenhasses gespannt werden. Dazu möchte ich ein Beispiel nennen, das einigen bekannt vorkommen wird, aber in der Medienwelt professioneller Ignoranz ausgesetzt ist.

Es scheint bei den Terroristen mittlerweile zum guten Ton zu gehören, seinen Ausweis am Tatort liegen zu lassen. Macht eigentlich Sinn, denn die meisten Attentäter bringen sich gleich selber um die Ecke und dann braucht es keinen Ausweis mehr. Zudem benötigt man eine offizielle Bestätigung der Medien, dass man als Märtyrer für die 72 Jungfrauen Bezugsberechtigt ist. Wenn niemand erfährt, wer was gemacht hat, ist es schwierig seinen Jungfrauen-Anspruch geltend zu machen. Wenn man sich in die Luft sprengt, wird es schwierig, aus den Einzelteilen wieder einen erkennbaren Menschen zu rekonstruieren, da sind Ausweise sehr hilfreich.

Hier passt das Bild von flüchtenden Attentätern nicht so recht in die Hetzkampagnen. Aber dafür haben die Medien schon eine Erklärung parat. Über die Brüder findet man Wörter wie „Teilzeit-Islamist“ oder „Kiffer“. Sie passen auch perfekt in das Anschuldigungsprofil. Arm, arbeitslos, wenig bis keine Schulbildung, leben meist in Ghettos, gewaltbereit und sozial inkompetent. Seltsamerweise treffen diese Bezeichnungen auch für viele PEDIGA-Anhänger zu. Die haben aber wenigstens den Vorteil, dass sie nicht gleich alles über den Haufen schiessen, was anders denkt – noch nicht!

Aber kommen wir zurück zu den Ausweisen. Ist das noch niemand aufgefallen? Wenig Kommentare, geschweige denn kritische Pressestimmen darüber? Dabei ist die Aneinanderreihung der Ausweisfunde schon mehr als fraglich. Ich kenne nur ein Land, welches seit Jahrzehnten mit Lügen und Ausweisfälschungen Marktleader ist. Dazu eine kleine „Ausweis-Chronik“. Der Anschlag auf das World Trade Center im Jahre 2001. Dort “fand“ man einen völlig unversehrten Ausweis des vermeintlichen Terror-Piloten Atta. Man stelle sich vor, ein Flugzeug explodiert vollgetankt in einem Hochhaus, die Unglückstelle brennt lichterloh und entwickelt eine enorme Hitze. Dann stürzen die Türme zusammen und unter zigtausenden Tonnen pulverisierten Bauschuttes findet man einen praktisch nagelneuen Ausweis von einem Attentäter. Zufälle gibt’s. Dann beim seltsamen Flug MH370. Dort wurden an der Absturzstelle ebenfalls nagelneue Ausweise gefunden. Und jetzt findet man einen im gestohlenen Auto der Attentäter von Paris. Die Sache stinkt doch.

Die Brüder erfüllen das perfekte Täterprofil, das Timing passt in die Berichterstattung und die ethnische Angehörigkeit ist Wasser auf die Mühlen des Volkshasses gegen Islamisten. Sogar der meinungsspeziefische Faltkarton Namens Heiner Geissler trötet ins gleiche Horn und fordert die Ausweisung aller Islamisten. Fehlt nur noch, dass er die Reaktivierung geschichtlicher Gedenkstätten propagiert. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die ersten Stimmen in diese Richtung laut werden. Da kennen sich die Deutschen aus.

Die grösste Kriegshetzer-Nation aus dem Westen verteilt weiter brav Ausweise in der Landschaft und die Medien fressen ihnen aus der Hand. Kein Wunder, wenn die globale Presseagentur NSA (Natürlich-Seriöse-Augenwischerei) laufend Islamisten rekrutiert, sie mit Geld sowie Waffen versorgt und mit einer Terror-Agenda ausstatten. Man muss sich nur mal genau überlegen, welchen Nutzen die USA mit so einer Aktion hätten. Vordergründig wird der Kampf gegen den Terrorismus propagiert und im Hintergrund positioniert die NATO tonnenweise Kriegsmaterial in Europa. Die Medien berichten fast nichts darüber. Einzig die Schliessung von Militär-Basen in Europa findet Erwähnung mit der fadenscheinigen Begründung der Kosteneinsparung. Das mag schon stimmen, wenn die Truppen aus Spanien an die Ostfront rücken müssen, ist der Weg teurer, als wenn die Basen direkt an der russischen Grenze errichtet werden. Die Amerikaner bauen nicht ab sondern um.

Die Hetzstrategie aus Übersee trägt Früchte. Die PEGIDA-Schafe rennen dem Wolf hinterher, die europäischen Politiker präparieren die Schlachtbank und der noch vernünftig denkende Bürger sieht sich immer mehr zwischen die Fronten gedrängt. Es ist bald egal, auf wessen Seite man sich schlägt. Man kommt so oder so unter die Räder der Kriegsmaschinerie. Entweder wird man von radikalen Islamisten geköpft, von den Amis aufgrund eines simplen Verdachtes exekutiert, von den Politikern im Stich gelassen und/oder von der ausländerfeindlichen Schafherde zu Tode getrampelt. Es wird langsam lebensgefährlich sich in der Öffentlichkeit zu bewegen.
Ich glaub‘, ich bleib in der nächsten Zeit zu Hause.

Schach der Agentur für Arbeit–Der Kampf um die Existenz Teil 1

Vorwort:

Der Nachrichtenspiegel „beschränkt“ sich nicht nur mit der Veröffentlichung zu gesellschaftlichen und politischen Problemen und Ereignissen. Der Nachrichtenspiegel unterstützt auch Menschen welche den „Armutsbehörden“ ausgesetzt sind und um ihre Rechte kämpfen. Diese Menschen werden unterstützt, von Mitarbeitern des Nachrichtenspiegels, welche diskret arbeiten.

Heute will ich über ein Fall berichten, mit der Botschaft an alle Betroffenen, welche von der Willkür der „Armutsbehörden“ ausgesetzt sind. Sucht Hilfe – Wehrt Euch!

(Zum Schutz der Person, werden pers. Daten, Datum und Ortsangaben nicht benannt)

Der Sachverhalt:

Eine „Kundin“( ich gebrauche mal die korrekte amtliche Bezeichnung) beantragte im Juli 2013, fristgerecht einen Weiterbewilligungsantrag für Berufsausbildungsbeihilfe bei der zuständigen Agentur für Arbeit, füllte die hierfür notwendigen Unterlagen aus, gab die Unterlagen bei der zuständigen Agentur für Arbeit persönlich ab und ließ sich die Abgabe der vollständigen Unterlagen durch das Amt bestätigen. Nun blieb der Frau nichts anderes übrig als warten, warten und warten, auf Post von der Agentur für Arbeit, was ja den Einen oder der Anderen bekannt sein dürfte.  Und dann, war es so weit, schon im September 2013 lag das so sehnsüchtige Schreiben der Agentur für Arbeit im Briefkasten, in der Hoffnung eines pos. Bescheides.

Doch aus der Hoffnung wurde schnell Enttäuschung. Die Agentur für Arbeit forderte „fehlende Unterlagen“ an, um den Weiterbewilligungsantrag bearbeiten zu können, was aber eigentlich nicht sein konnte. Nun ja, es war Handeln angesagt, denn es erfolgte keine Zahlungen mehr. Also, noch einmal ausgefüllt, Unterlagen bei der zuständigen Agentur für Arbeit persönlich abgegeben und sich den Empfang der abgegebenen Unterlagen bestätigen lassen. Nun kann aber nun nichts mehr schief gehen, sollte man meinen. Und es blieb nichts anderes übrig als warten, warten und warten…….!

Im Oktober, endlich Post vom Amt und wieder wurde aus Hoffnung eine Enttäuschung, denn die Agentur für Arbeit forderte die gleichen Unterlagen an, welche die „Kundin“ bereits im September abgegeben hatte und der Empfang durch die Behörde bestätigt wurde. Schnelles Handeln war gefragt, denn die zustehenden Zahlungen blieben weiter aus. Also, zum DRITTEN mal, noch einmal ausgefüllt, Unterlagen bei der zuständigen Agentur für Arbeit persönlich abgegeben und sich den Empfang der abgegebenen Unterlagen bestätigen lassen. Jetzt dürfte nun wirklich nichts mehr schief gehen, dachte sich die „Kundin“. Und was bleibt, warten und warten und warten, aber vergeblich keine Post vom Amt, keine Weiterbewilligung, kein Geld mehr.

Nun ist es November 2013, letzte Hoffnung anrufen und klären. So auch geschehen. Aber was die „Kundin“ da zu hören bekam war ein Schock, eine Katastrophe. Da behauptet doch tatsächlich die zuständige Sachbearbeiterin, die DREI mal persönlichen und durch das Amt bestätigten Unterlagen „lägen nicht vor“ und somit habe die „Kundin“ mit den Konsequenzen zu rechnen, denn sie hätte ja gegen ihre Mitwirkungspflicht verstoßen, unglaublich oder?  Am nächsten Tag hatte die“ Kundin“  dann einen Versagungsbescheid im Briefkasten!

Wir können hier bestätigen, die Unterlagen gesichtet haben, in Kopie uns vorliegen und der dargestellte Sachverhalt zutrifft. Wir haben dann natürlich sofort die „Kundin“ bei der Erstellung eines Widerspruchs geholfen, mit Fristsetzung zur Bearbeitung.

Weiterhin haben wir uns veranlasst gesehen eine Anfrage, an den zuständigen Bürgermeister für Soziales zu stellen, mit der Bitte um Prüfung und Klärung.

Wir forderten eine Stellungnahme zu folgenden Fragen:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister XXXXXXX!

Uns liegen Unterlagen vor, aus denen hervorgeht, dass eine Kundin allen Aufforderungen der Agentur für Arbeit XXXXXXX nachgekommen ist und trotzdem zu 100% Sanktioniert wurde.

Ein schwer nachvollziehbarer (skandalöser)Vorgang.  Daraus ergebenen sich einige Fragen und wir bitten Sie zeitnah, um eine Stellungnahme, weil die betreffende Kundin und ihre Kinder in ihrer Existenz bedroht sind.

Wie kann es sein, dass abgegebene Unterlagen, deren Eingang/Übergabe, durch Mitarbeiter der  Agentur für Arbeit XXXXXXXX bestätigt  wurden, nicht  in die Unterlagen zugeführt und eingearbeitet worden sind?

Weiter stellt sich die Frage nach dem Verbleib der abgegebenen Unterlagen, in wessen Besitz befinden sich die Unterlagen und sind die Daten der abgegebenen Unterlagen unberechtigten Personen zur Kenntnis gekommen?

Wie ist es zu erklären, dass die zuständige Sachbearbeiterin nicht tätig wird, bei bekannt werden des Sachverhaltes, und eine 100% Sanktion veranlasst?

Wir haben wie schon ausgeführt, die Empfangsbestätigungen, erstellt durch die Agentur für Arbeit XX der übergebenen Unterlagen durch die Kundin vorliegen. Wie erklären Sie sich das Vorgehen und Verhalten der  Zuständigen Sachbearbeiterin und der Agentur für Arbeit XXXXX?

 Die Antwort, des zuständigen Bürgermeister kam zeitnah, der Inhalt überrascht aber nicht.

Hier die Antwort:

Sehr geehrte Frau XXXXXX,

„danke für Ihre Nachricht. Herr XXXXXX hat mich gebeten, Ihnen weiterzuhelfen.

 Wir haben Ihre Anfrage zuständigkeitshalber an die örtliche Dienststelle

der Bundesagentur für Arbeit abgegeben………“

 MfG

Wir übersetze das mal, oder soll heißen: „Wir wollen den Sachverhalt nicht prüfen und schieben die Verantwortung von OBEN nach UNTEN ab“.

Natürlich hat uns die örtliche Dienststelle der Bundesagentur für Arbeit auch geschrieben, nachfolgend der Text:

„Sehr geehrte Frau XXXXXXX,

wir haben Ihr Schreiben an den Bürgermeister XXXX zur Klärung erhalten.

Leider ist uns dies ohne Angabe der Kundennummer (alternativ von Name, Vorname und Geburtsdatum) nicht möglich.

Bitte teilen Sie uns diese noch mit, damit wir den Sachverhalt nachgehen können.

Gern kann sich die betroffene Kundin auch direkt bei uns melden.

Bitte beachten Sie, dass wir aus Datenschutzgründen nur der betroffenen Kundin direkt antworten können…….“

Mit freundlichen Grüßen

Das wiederum hat uns veranlasst, folgende Stellungnahme an das Büro des Bürgermeisters für Soziales zu übermitteln.

Sehr geehrter Herr H

Viel Dank für Ihre Nachricht.

Wie Sie uns mitgeteilt haben, haben Sie unsere Anfrage an die zuständige  örtliche Dienststelle der Bundesagentur für Arbeit abgegeben. Es entsteht bei uns der Eindruck, dass die Verantwortung, von „oben nach unten“ weitergegeben wurde und sich die Anfrage für Herrn XXXX erledigt hat. Unsere bisherige Erfahrung ist, dass derjenige eine Anfrage beantwortet, an dem die Anfrage gestellt wurde. Herrn XXXX und Ihre Vorgehensweise ist ein bemerkenswerter Vorgang, im Umgang mit Anfragen und entspricht nicht den Darstellungen von Behörden und verantwortlichen Kommunalpolitikern im Umgang mit Bürgeranfragen, wie oft in den Medien dargestellt.

Uns war klar, dass die Weiterleitung unserer Anfrage, an die zuständige  örtliche Dienststelle der Bundesagentur für Arbeit, zu keinen Erfolg führen wird. Das geht aus einer Nachricht (vom…..) von genannter Dienststelle hervor.

Zitat: „Bitte beachten Sie, dass wir aus Datenschutzgründen nur der betroffenen Kundin direkt antworten können“.

Hierzu folgendes.

Die Kundin hat den zuständigen Mitarbeitern den Sachverhalt mehrfach zur Kenntnis gegeben, schriftlich, unter Beifügung entsprechender Nachweise. Bis heute hat die Agentur für Arbeit XX hierzu keine Stellungnahme gegenüber der Kundin abgegeben, somit ist die Aussage, „man könne nur  gegenüber der Kundin eine Stellungnahme abgeben nicht wirklich ernst“ zu nehmen.

Uns gegenüber will die Agentur für Arbeit XXX, aus Datenschutzgründen,  keine Stellungnahme abgeben, erwartet aber gleichzeitig von uns die Nennung unserer Quelle (Kundennummer – alternativ von Name, Vorname und Geburtsdatum). Darüber können wir uns nur wundern und sind verärgert. Wir würden uns strafbar machen wenn wir auf diesen „plumpen Trick“ hereinfallen würden und Sie können sicher sein, dass wir keine Quelle preisgeben werden, egal welche Daten wir besitzen, dass aus guten Grund.

Herrn XXXXX und Ihre Vorgehensweise in dieser Sache ist inakzeptabel.

Für uns ist der Vorgang und wie er sich nach unserer Anfrage entwickelt hat, zwischen Kundin und Agentur für Arbeit XXXX, nicht erledigt.  Die Kundin hat der Agentur für Arbeit XXX eine Frist gesetzt um tätig zu werden und den erlassenen Versagungsbescheid zu verwerfen. Im weiterem verlangt die Kundin zu Recht, eine Stellungnahme über den Verbleib, nachweislich  übergebener Unterlagen. Die Kundin ist gespannt auf die Stellungnahme und Begründung, wir auch.

Mit freundlichen Grüßen

Bemerkung:

Nach den bisherigen dargestellten Sachverhalt und Aktivitäten scheint etwas Bewegung in die Sache gekommen zu sein, vielleicht auf unseren Verweis, auf mögliche strafrechtlichen Tatbestände.

„Kommt das Amt trotz Antrag/Mahnung seiner Leistungspflicht nicht nach, oder verweigert sogar rechtswidrig die Antragsbearbeitung und/oder Zahlung, kann Strafanzeige und -antrag wegen § 263 StGB Betruges (wegen rechtswidriger Verweigerung zustehender Leistungen), wegen § 223 StGB Körperverletzung und § 224 Abs. 1 Nr. 5 StGB gefährlicher Körperverletzung (Schädigung der Gesundheit mittels einer das Leben gefährdenden Behandlung durch Verweigerung lebensnotwendiger Leistungen) erstattet werden. Gegen den/die Sachbearbeiter(!!!!!!) direkt kommen Strafanzeige und -antrag wegen § 339 StGB Rechtsbeugung und § 340 StGB Körperverletzung im Amt in Betracht“.

ENDE TEIL EINS!

Wie es weiter geht erfahrt Ihr, wenn uns weitere Erkenntnisse und Unterlagen vorliegen!

9/11

Der Gedanke, daß dieses Ereignis nicht vergessen werden sollte, ist nicht ganz falsch.

Daher hier nochmal ein Überblick auf die offizielle Leseart der Ereignisse (Vertraut mir und schaut das Video an):

(Via)

Dokumente deutscher Dämlichkeit: Kriegslüsternes bei SPON

Samstag, 14.9.2013. Eifel. Endlich mal ein geruhsamer Morgen - nach einer anstrengenden Woche. Nun - es war viel Zeit zum Denken, das ist immer gut. Zum Beispiel wurde ich - angeregt von Ralph Boes - dazu verleitet, darüber nachzudenken, warum ich eigentlich schreibe. Das ist erstaunlich leicht zu beantworten. Zum Einen habe ich natürlich die Hoffnung, den Untergang des Abendlandes noch aufhalten zu können. Natürlich nicht allein - aber ich habe die Hoffnung, das irgendeins der vielen Steinchen, die ich in die Welt werfe, einmal eine Lawine auslöst. Das ist aber die Kür. Die Pflicht ist: dokumentieren. Wenn diese Zeit einmal historisch aufgearbeitet wird, werden Historiker dankbar sein für Schreiberlinge, die sich bemüht haben, durch die Lügen und Täuschungen der Gegenwart zu blicken. Wenn dann die Zeit kommt, wo Hartz IV-Gedenkstätten errichtet werden, wird es wieder viele Fragen geben: wie konnte es soweit kommen? Ich helfe gerne schon jetzt bei den Antworten. Besonders gerne veröffentliche ich auch Einzelschicksale wie das von Frank Schönwetter - oder andere, anonyme Erlebnisgeschichten. Das werden in Zukunft echte Dokumente werden, die von einem Leid erzählen werden, das sonst einfach sinnlos im Strudel der Ereignisse untergegangen sein wird. In die Öffentlichkeit gestellt, verliert es einen Teil seiner Sinnlosigkeit.

Samstag, 14.9.2013. Eifel. Endlich mal ein geruhsamer Morgen – nach einer anstrengenden Woche. Nun – es war viel Zeit zum Denken, das ist immer gut. Zum Beispiel wurde ich – angeregt von Ralph Boes – dazu verleitet, darüber nachzudenken, warum ich eigentlich schreibe. Das ist erstaunlich leicht zu beantworten. Zum Einen habe ich natürlich die Hoffnung, den Untergang des Abendlandes noch aufhalten zu können. Natürlich nicht allein – aber ich habe die Hoffnung, das irgendeins der vielen Steinchen, die ich in die Welt werfe, einmal eine Lawine auslöst. Das ist aber die Kür. Die Pflicht ist: dokumentieren. Wenn diese Zeit einmal historisch aufgearbeitet wird, werden Historiker dankbar sein für Schreiberlinge, die sich bemüht haben, durch die Lügen und Täuschungen der Gegenwart zu blicken. Wenn dann die Zeit kommt, wo Hartz IV-Gedenkstätten errichtet werden, wird es wieder viele Fragen geben: wie konnte es soweit kommen? Ich helfe gerne schon jetzt bei den Antworten. Besonders gerne veröffentliche ich auch Einzelschicksale wie das von Frank Schönwetter – oder andere, anonyme Erlebnisgeschichten. Das werden in Zukunft echte Dokumente werden, die von einem Leid erzählen werden, das sonst einfach sinnlos im Strudel der Ereignisse untergegangen sein wird. In die Öffentlichkeit gestellt, verliert es einen Teil seiner Sinnlosigkeit.

Natürlich gibt es auch einen Schwerpunkt meines Treibens: ich möchte nicht nochmal die Ausrede hören „WIR HABEN VON ALL DEM NICHTS GEWUSST“. Ich habe seit März 2000 vor Hartz IV gewarnt – es war einem kritischen Beobachter ein Leichtes zu erkennen, dass sich da ein gewaltiger Paradigmenwechsel abzeichnet, der von langer Hand vorbereitet wurde. Wer aber hatte noch Zeit, dass zu beobachten. Nun -ich. Ich saß täglich viele Stunden im Auto und habe politische Nachrichten verfolgt. Aber ich konnte die wichtigen Punkte nicht festhalten und veröffentlichen. Gelegentlich habe ich mal etwas in Foren gepostet – und bin wegen „Schwarzseherei“ übel verspottet worden. Wenige Jahre später saßen die Spötter bei der ARGE und die Klagen waren groß: auf einmal schien es, als ob Hartz IV wie eine Naturgewalt einfach so im Land erschienen war. Es war aber ein geplanter politischer Akt, dessen erste Anzeichen schon Mitte der neunziger Jahre zu erkennen waren – aber damals habe ich sie auch nicht ernst genug genommen. Das habe ich erst, als Friedhelm Fahrtmann öffentlich davon sprach, dass alle Arbeitnehmer und Eigenheimbesitzer mit Hypotheken sich unverantwortlich hoch verschuldet hatten – das war die Aufkündigung aller sozialer Politik seitens der Sozialdemokratie.

Jahre später war dann das Eigenheim Vermögen, dass man verbrauchen musste, wer Hypotheken laufen hatte, war sofort bankrott: von Leiharbeit, Minijobs und Halbtagsstellen ließen sich die Bankkredite nicht mehr bezahlen. Ein weiser Mann, der Herr Fahrtmann … hatte schon unter Kohl weit in die Zukunft geblickt.

Womit ich nicht gerechnet hatte – wirklich nicht – war der Kriegskurs, den die Berliner Republik kurz nach ihrer Gründung plötzlich fuhr. Wir waren vierzig Jahre lang ein vorbildliches, friedliches Land gewesen, hochgeachtet im Kreise anderer friedlicher Nationen. Diese Entwicklung war meines Erachtens nicht zu erkennen gewesen – aber vielleicht erfahren wir in fünfzig Jahren, dass die Bereitstellung von deutschen Streitkräften für internationale Einsätze ein Preis für die Widervereinigung gewesen war.

Jetzt ist er da, der Kriegskurs. Würde ich mit derartigen Nachrichten in die Zeit zurückreisen – die Zeit der Friedensmärsche, der Osterkundgebungen, der Friedensbewegung die durch die GRÜNEN in der Tat in die Parlamente einzog: niemand würde mir glauben. Ich habe da zufällig eine solche Nachricht dabei, ich habe sie vor ein paar Tagen im Spiegel gefunden:

Nach einem Angriff durch Aufständische in Afghanistan hat die Bundeswehr Luftunterstützung angefordert und das Rebellenlager bombardieren lassen. Bei einem weiteren Nato-Luftangriff im Osten des Landes wurden zehn Menschen getötet.

„Bundeswehr unterdrückt Aufständische in Afghanistan mit US-Bomben“ – was wäre das Anfang der achtziger Jahre für ein Aufreger gewesen, eine Sensation geradezu. In Deutschland hätte sich kein Rad mehr gedreht, dass Volk wäre von den Straßen nicht mehr ´runtergegangen: man weiß ja, wohin solche Situationen führen. Gerade wir Deutschen wissen es – und haben nach zwei verlorenen Weltkriegen zurecht die Schnauze voll gehabt von jeder Art von Krieg. Wir hatten ein verdammtes Recht auf Frieden … aber wie schon 1914 oder 1939 war die politische Kaste anderer Meinung. In diesen Sphären scheint sich nicht viel geändert zu haben – kann daran liegen, dass es die gleichen wirtschaftlichen Größen sind, die dahinter stehen.

Nun – im Jahre 2013 reagiert das Volk anders als im Jahre 1980. Es ist viel passiert – leise still und heimlich wurde über private Kanäle eine große Umerziehung in Bewegung gesetzt, dass Volk mit Dauer-Gaga-Sendungen durchspült, die man irgendwann für gleich der realen Wirklichkeit setzte … vielleicht sogar für ein wenig realer, denn immerhin kam es ins Fernsehen. Realität wurde Gaga – und Helmut Schmidt behielt Recht mit seiner Warnung, dass Privatfernsehen gefährlicher denn Atomkraft werden würde (siehe Spiegelblog).

Die Ergebnisse lassen sich sehen – wie wir anhand der Kommentare zu dem o.g. Spiegelartikel unschwer erkennen können:

Hervorragend! Ob in Afghanistan oder Syrien oder wo auch immer sonst: Rebellen können nicht genug in die Schranken gewiesen werden, sonst ist kein zivilisiert-vertrauensvoll-friedliches Zusammenleben von Menschen möglich… Die NATO und Deutschland sind in Afghanistan von Anfang an auf der richtigen Seite – sie sollten es nun endlich auch in Syrien sein und ihre fatale, Abertausende Menschenleben kostende Fehlentscheidung revidieren……..

Das schreibt „jautaealis“ – was immer das heißen mag. Vor dreißig Jahren hätte man so etwas nicht öffentlich äußern können – so etwas Blödes wäre nicht unkommentiert geblieben. In einem Gedankengang die Rebellen in Afghanistan zu vernichtungswürdigen Untermenschen zu machen, während man die Militäraktion in Syrien fordert, ist schon eine erstaunliche gedankliche Verdrängungsleistung. In Syrien wollten wir nämlich gar nicht die Rebellen bombadieren, sondern die Regierung.  Aber egal: Hauptsache, es fliegen Fetzen von Menschen durch die Gegend. Hervorragend!

Wo ist eigentlich das Problem, wenn Taliban bombardiert werden? Es sei nebenbei mal angemerkt, daß sich diese Terrorbanden herzlich wenig um ISAF-Vorschriften, um Völkerrecht oder die Haager Landkriegsordnung scheren… schreibt „gesterngingsnoch“. 

Das Problem ist einfach: laut Haager Landkriegsordnung dürfte man das nicht. „Brauch, Gewissen und Menschlichkeit“ sollten hier herrschen – besonders in Situationen, wo Zivilisten an Kriegshandlungen teilnehmen (siehe Wikipedia). Nun – die Haager Landkriegsordnung wurde in beiden Weltkriegen von zivilisierten, demokratischen, aufgeklärten „wissenschaftlichen“ Nationen so oft und gründlich gebrochen, dass man sie gar nicht mehr zitieren sollte. Die „Terrorbanden“ wären aber wahrscheinlich besonders geschützt worden, nehmen sie doch lediglich das legitime Recht auf Selbstverteidigung war, in dem sie – wie schon so oft in Afghanistan – sich einfach gegen diese fremden Truppen wehren, die in ihr Land eingefallen sind und in großen Mengen Zivilisten töten.

Was aber das eigentliche Problem ist: der Massenmord an Zivilisten, siehe TAZ:

2.777 afghanische Zivilisten wurden im Jahr 2010 getötet – mehr als je zuvor seit der US-geführten Militärintervention gegen das Taliban-Regime Ende 2001 und 15 Prozent mehr als 2009. Das geht aus dem neuen Jahresbericht „zum Schutz von Zivilisten in bewaffneten Zivilisten“ hervor, den die Vereinten Nationen sowie die Unabhängige Afghanische Menschenrechtskommission (AIHRC) traditionell gemeinsam herausgeben. Überdurchschnittlich stieg die Zahl der getöteten Kinder – um 21 Prozent.

Ein Grund, sofort jegliche Bombardierung einzustellen anstatt zu fragen, wo denn da das Problem liegt.

Doch zurück zum Spiegelartikel – dort meldet sich ein deutscher Frontkämpfer:

Sobald ein Luftschlag erfolgt ist kommen Afghanen und forden Schadensersatzforderungen für Angehörige die durch den Angriff angeblich getötet worden sind! Was sollen Frauen und Kinder an einem Ort an dem seit Stunden gekämpft wird? Ich war selbst in Isa Kehl, ich war selbst dort am Kämpfen. Auch am Karfreitag. Nach Stunden im Feuerkampf sind da keine Frauen und Kinder mehr! – das schreibt „Valis“.

Solche geistigen Überflieger wünschen wir uns an der Waffe! Nach stundenlangen Kämpfen sind dort einfach keine Frauen und Kinder mehr – klar, die sterben als erste. Doch so fies wollen wir nicht sein, denn Frauen und Kinder sterben  – wie in Hamburg, Köln und Dresden, Hiroshima und Nagasaki, in Coventry, London oder bei der Galaveranstaltung auf Guernica gewohnheitsmäßig durch Bomben. Erst erfolgreiche Tests von Bomben auf Zivilisten unternahmen deutsche Zeppeline schon im ersten Weltkrieg über London.

Für tote Zivilisten, zerstörte Zivilgebäude oder vernichtete Infrastruktur, die man zum Überleben braucht, kann die Zivilbevölkerung wohl zurecht ein wenig Entschädigung verlangen … obwohl nur ein einziges totes Kind überhaupt nicht zu entschädigen ist – auch nicht mit noch so viel Millionen. Aber dieses Wissen ist wohl auch schon verloren gegangen.

„KurtFolkert“ bringt das alles auf einen Punkt:

Seltsam ist, die Terroristen sprengen dauernd Zivilisten in die Luft. Duzendweise. Da diskutiert niemand drüber. Kommt immer nur als Randnotiz. Man schaue sich mal die Opferstatistik an. Und da soll man sich noch über die Nato aufregen?

Die Opferstatistik würde ich auch gerne sehen. Die zivilen Opfer des Afghanistankrieges gehen in die zehntausende, immer häufiger sind es Kinder. Was soll man sich darüber aufregen. Taliban sind sicher so böse wie Juden – und da haben wir auch nicht lange gefackelt.

„Burkel 0404“ appelliert gleich direkt an das reichsdeutsche Gewissen:

typisch deutsch: man ruft die amerikaner, um nicht selbst ‚abdruecken‘ zu muessen….einfach nur zum kotzen. wofuer werden jahr fuer jahr milliarden fuer die bundeswehr ausgegeben? und warum hat der drittgroesste waffenexporteur welt (= brd ) keine eigenen moeglichkeiten, um angriffe gegen die taliban zu organisieren??????????

Ja, wieso dürfen wir eigentlich nicht selbst Zivilisten in Massen abschlachten? Haben wir doch früher schon gemacht – und immerhin laufen unsere Fabriken mit Mordwerkzeugen auf Hochtouren! Das sollte uns doch langsam mal wieder das Recht geben, selbst – in stolzer, männlicher Pose – abzudrücken!

„Obermichel“ legitimiert gleich mal die Angriffe auch Schulen und Krankenhäuser. Offensichtlich war er auch selbst vor Ort und hat nachgeschaut:

Die betroffenen Staaten, Syrien etc. verstecken ihre Soldaten und Munition in Schulen und Krankenhäusern. Erfolgt ein Angriff und Zivilisten kommen zu Schaden, wird in der Bundesrepublick auf Schadensersatz geklagt. Diese Herrschaften gehören ins 17. oder 18. Jahrhundert. Auch wenn sie Waffen der neuesten Technik besitzen.

Nun – wenn die Bomber mit ihnen fertig sind, dann wird die Zivilbevölkerung wieder im 17. Jhd. leben. Ohne Schulen und Krankenhäuser, weil ja die Bösen (also die „Anderen“, die „Bösen“, die Syrer oder die mit ihnen verfeindeten und dort vom Westen unterstützten Taliban) dort frecherweise Reste ihrer militärischen Vorräte versteckt hatten. Aber nicht mit uns, meine Herren: NICHT MIT UNS! Wir zerfetzen trotzdem alles! Wir zeigen der Welt wieder, wie der deutsche Obermichel mit solchen Problemen umgeht.

Schon das der Spiegel wagt, von „Aufständischen“ zu sprechen, erregt den Zorn des guten Deutschen „Tango-Golf“:

Da wurde wohl etwas durcheinander gebracht: es handelt sich nicht um niedliche Aufständische in Afghanistan und auch nicht um romantische Rebellen – das sind immer noch die steinzeitislamisten der Taliban. Schon vergessen?

„Bilbo 2010“ wagt sich an umfangreiche Problemlösungen heran:

Normalerweise wäre dies wohl mit der dort stationierten Panzerhaubitze 2000 ein klarer Fall ohne großes Aufsehen gewesen und man hätte diese Taliban-Zipfel einfach pulverisiert, ohne dass die Presse was mitbekommen hätte – davor haben sie Angst – aber das Gerät gibt es anscheinend nicht mehr- schade!

Ja, da kriegt man richtig Lust, mitzumischen. „Taliban-Zipfel pulverisieren“ macht Spaß – und mit der Panzerhaubitze 2000 würde noch nicht mal die Presse was davon mitkriegen. Bilbo gehört eindeutig in die Werbeabteilung der Waffenindustrie.

„Spiegelkritisches“ fällt ein weises und gerechtes Urteil:

So bedauerlich es ist, wenn Zivilisten ums Leben kommen, so tragen jedoch nicht jene die Schuld an deren Tod, die sich gegen einen Angriff wehren, sondern jene, die aus der Deckung hinter Zivilisten den Angriff starten

Immerhin könnten sich die waffentechnisch und zahlenmäßig weit unterlegenen Taliban doch einfach auf freier Fläche dem Bombardement aussetzen … dann würden wir auch darauf verzichten, Zivilisten zu töten … Zivilisten, die Eltern, Kinder, Frauen und Freunde der „Taliban“ sind, die – wie ich vermute – irgendwie dort unten zuhause sind.

Das Wesen dieser unmenschlichen, widerwärtigen Steinzeitmenschen kennen wir ganz genau – jedenfalls kennt es Eule_neu:

Die Taliban sind Feiglinge, die sich immer wieder unter Weiberröcken und Kinder mischen, um zu entkommen. Sie wollen zivile Opfer, um die Soldaten vorzuführen. Und hinter solchen Feiglingen sollen die Frauen drei Schritte hinterher gehenVielleicht finden einige Frauen den Mut, um solche Männer in die Hölle zu schicken …

Natürlich können sich ausgewachsene Taliban gar nicht unter einem Rock verstecken. Gemeint ist: die stellen sich nicht mannhaft vor die Flinte der Nato und verursachen dem Westen so unzumutbare Kosten und unerträgliche Probleme – auch moralisch, weil wir uns durch Unmengen Frauen und Kinder metzeln müssen, um diese aufständischen Taliban überhaupt zu erreichen. Was für eine Zumutung: die Taliban nötigen uns, zu Tätern zu werden, weil sie sich der einstweiligen Erschießung absichtlich entziehen. Ungeheuerlich, so etwas.

65000 Zivilisten sind so seit 2001 ums Leben gekommen (so zitiert „Larry“ den Spiegel, Ausgabe 42/2012). Schon mal daran gedacht, dass der Spiegel inzwischen sprachlich korrekt von „Aufständischen“ spricht anstatt von Taliban, weil die Zahl der Menschen, die Angehörige durch die Nato verloren haben, in die hunderttausende geht? Wie würden wir reagieren, wenn US-Bomber 65000 Deutsche ermordet hätten – auf der tödlichen Jagd nach Taliban/Islamisten in Paderborn, Sulzbach oder Mettmann?

Nun – es gab auch andere Kommentare zu dem Artikel, das sei erwähnt. Was jedoch zu denken gibt, ist dies hier, aus Meedia:

Positiv für den Spiegel sind auch die Zahlen bei Bildung und Einkommen: Der Spiegel-Leser ist nämlich besser gebildet und verdient mehr als der von stern und Focus. 54% der Spiegel-Leser haben mindestens Abitur, beim Focus sind es nur 44%, beim stern 37%. Studiert haben beim Spiegel 34%, beim Focus 27% und beim stern 22%. Zudem verfügen 47% der Spiegel-Leser über ein Haushaltsnettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro – auch hier liegt das Magazin prozentual gesehen vor Focus (45%) und stern (43%).

Wir reden hier nicht von den Lesern der Bildzeitung oder dem typischen Gagakonsumenten, sondern von Deutschlands „Elite“, von unseren „Führungskräften“. Ihre Rechtschreibfehler habe ich nicht korrigiert – auch nicht den dicken Zitatfehler der TAZ. Das alles soll im Original behalten werden.

Was ich lieber festhalten will, ist die Kriegslüsternheit des Deutschen, die stark zuzunehmen scheint. Wo ist eigentlich die Friedensbewegung, wenn man sie mal braucht?

Meines Erachtens nach braut sich hier ein soziopathisches Klima zusammen, das sich wie 1914 in einer großen Orgie der Gewalt entladen will, weil „Zipfel pulverisieren“ einfach riesig viel Spaß macht. Deutschland 2013 scheint eine ähnlich kritische Masse zu haben wie Deutschland 1913 – und einen gewaltigen Industriekomplex, der für seinen Absatz (und die Renditeziele seiner Anteilseigner) einen ordentlichen Krieg gut gebrauchen könnte. Wir suchen nur noch Ziele … „Taliban“ sind bald alle.

Vielleicht werden wir – zur großer Freude der obigen Kommentatoren – aber bald woanders fündig und finden dort richtig ordentliche Feinde, die sich offen und ehrlich dem Bombardement unserer westlichen Führungsnation ausliefern?

Jedenfalls – sind nun diese Dokumente deutscher Dämlichkeit derart zusammengefasst, dass man nicht mehr zetern kann: „Wir haben von all´ dem nichts gewußt“.

 

 

Merkel ist dem Bund der Kriegstreiber beigetreten – Deutschland bald beim dritten Weltkrieg dabei?

Hier ein paar  Hinweise der sehr geschätzten und gerade mit Recht aufgebrachten Frau Kopfstaendler:

Kanzlerin Merkel hat nach dem G 20-Gipfel  DEUTSCHLAND  auf die Liste der Kriegswilligen gesetzt.
Sie unterschrieb nachträglich und brach damit ihr Wort.   Dieser Wortbruch ist Hochverrat.  Es wird irgendwann Tribunale geben, wo die Toten in all den unnötigen Kriegen gerächt werden.
Danke Frau Merkel – das kam rechtzeitig vor der Wahl. Sie haben 3 Parteien – die CDU, CSU und die FDP – mit einem Schlag unwählbar gemacht.

Ach wie so trügerisch sind Weiberherzen!
Dabei hätte sie einen 3. Weltkrieg durchaus verzögern können. Aber nein, Madame muss ja als „stärkste“ Frau der Welt mitspielen im Reigen der Satanisten. Aber sie ist ja keine Pfarrerstochter, wie man uns immer glauben machen will.

http://www.veteranstoday.com/2013/09/07/us-deploys-nukes-for-war/

Die Nuklearwaffen sind ja bereits in Syrien eingetroffen. Und ich glaube den Beziehungen von Duff zu den Militärs mehr, als jeder Verlautbarung in der Öffentlich-Rechtlichen Presse des Westens, wenn sie so kriegslüstern daher kommt.

Ungerechte Kriege sind die, die auf fremdem Boden oder im Luftraum/Seeraum fremder Staaten durchgeführt werden.  Nur die direkte Selbstverteidigung auf eigenem Boden ist gestattet.

Die Rebellen, Israel und USA, die von den Saudis unterstützt wurden, haben noch Menschen, die sie entführt bzw. gefangen genommen haben langsam getötet und dann mit Giftgasspritzen endgültig abgespritzt.  Das war nicht von Assad veranlasst, wie man uns jetzt einredet.

Die Saudis und andere Emirate wollen unbedingt eine Gasleitung durch Syrien legen für ihr Flüssiggas.

In Afghanistan sterben immer noch Menschen für die geplanten Gasleitungen des Westens.

Im Irak starben mehr als 1,4 Millionen Iraker in den ungerechten Kriegen. Deren Blut klebt an den Händen des Westens.  Es ging um Öl,  aber der IRAK hat dem Westen den Zugang zum Öl verweigert.  So kann es auch gehen.

Aber dass US-Außenminister Kerry jetzt gut heißt, dass die SAUDIS sich bereit erklärt haben, alle Kosten für den Krieg gegen Syrien zu übernehmen, zeigt wie sehr die USA finanziell am Ende sind.    Sie müssen sich jetzt schon als Söldner für Saudi-Arabien bezahlen lassen.   SCHANDE – SCHANDE – SCHANDE !   Und Deutschland macht mit.

Aus den Kommentaren des obigen Artikels:

Liebe Kopfständlerin, liebe Leser hier, für alle, die sich noch weitere Informationen zu Frau Merkel wünschen, verlinke ich hier noch das hervorragende, absolut sehenswerte Video von Jürgen Elsässer / Compact „Die amerikanische Kanzlerin“. Ein must see, um zu begreifen, warum sie immer, immer wieder für amerikansiche Interessen umfällt.
http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/08/28/merkel-und-der-syrien-krieg-die-amerikanische-kanzlerin/

Hier der link zum Artikel in Compact:http://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/08/28/merkel-und-der-syrien-krieg-die-amerikanische-kanzlerin/

(Von mirabai611)

Der Regenbogenbieger sagt:

Leute, wählt keine Pateien, die den Krieg direkt unterstützen oder Regierungen, die den Krieg unterstützen, tolerieren wollen. Wenn man genau hinschaut, bleibt da nur eine sinnvolle Stelle, wo man sein Kreuz machen kann. Traurig, aber leider Wahr.

Die Antwort von Frau Hannemann zum BA-Presseinfo Nr. 35 vom 14. Juni 2013

Die Lügen und Unterstellungen der BA für Arbeit haben eine Antwort gefunden. Hier:


Gegendarstellung – Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit vom 14. Juni 2013, BA-Presseinfo Nr. 35: Inge Hannemann gefährdet tausende Mitarbeiter der Jobcenter

Hiermit nehme ich Stellung zur BA-Presseinfo Nr. 35 vom 14. Juni 2013

Behauptung: Mitarbeiter werden durch die Äußerungen Inge Hannemann beleidigt, herabgewürdigt und in Gefahr gebracht.

Bei allen Interviews, sei es Print, Radio oder TV oder auch auf meinem Blog „altonabloggt“ hat Frau Hannemann sich klar und deutlich dazu geäußert, dass ihr sehr viele empathische, menschliche Kollegen persönlich bekannt seien und sie deren Arbeit unterstütze und schätze. Dabei habe sie alle Funktionen innerhalb der Jobcenter berücksichtigt. Zum Teil habe sie auch erwähnt, dass es ganze Jobcenter in Deutschland gäbe, die menschlich agieren und insbesondere diese herausgestellt.

Somit kann nicht einerseits von einer Herabwürdigung, Beleidung oder gar Gefahr gesprochen werden.

Behauptung: Weder gibt es eine Anweisung oder eine Zielvorgabe, über Sanktionen Geld einzusparen.

Mir liegen entsprechende schriftliche Unterlagen von Jobcenter-Mitarbeiter vor, die diese Behauptungen verstärken und bestätigen. Neben diesen Unterlagen bestätigen diese Aussagen auch ehemalige Jobcenter Mitarbeiter, welches insbesondere in der Sendung von Stern TV vom 12. Juni 2013 zum Ausdruck kommt. Die Identität dieser Mitarbeiter konnten durch entsprechende Nachweise, wie dem Arbeitsvertrag gesichtet und bestätigt werden.

Behauptung: „Tausende von Selbstmorden“

In keinem Medium hat Frau Hannemann jemals von „Tausenden Selbstmorden“ gesprochen. Im Vorspann „Stern TV“ vom 12. Juni 2013 hat Frau Hannemann wortwörtlich gesagt: „Ich weiß um die vielen Suizide durch Hartz IV (…).

Im Interview vom 14. Juni 2013 bei RTL Punkt 6; Punkt 9 hat Frau Hannemann folgendes wiedergegeben:

Frage Moderator Punkt 6: „Sie sprechen sogar ganz konkret von Toten, Geschädigten und Geschändeten Hartz IV-Beziehern. Gibt es diese Fälle wirklich?“

„Ja, die Fälle gibt es mehr als genug.“ „Es gibt Menschen, die halten den Druck nicht mehr aus, die haben so viele Schikanen erlebt, auch so viel Willkür, dass sie wirklich gesagt haben, ich scheide lieber aus dem Leben aus.“

Frage Moderatorin Punkt 9: „Sie haben ein Schreiben an die Agentur für Arbeit geschrieben. Tote, Geschädigte und geschändete Hartz IV (…) Ist das jetzt wirklich ein echter Fall von dem sie sprechen?“

Frau Hannemann erwiderte wortwörtlich: „Ja, es gibt tausende Fälle solcher. Betreue gerade eine junge Dame, die seit drei Jahren versucht ihren Hauptschulabschluss zu machen. Der wird ihr verwehrt. Mit der Begründung sie habe ein Kind und sei zu dumm. (…)

Diese Aussage von Frau Hannemann bezieht sich somit auf die Gesamtfragestellung der Moderatorin Punkt 9.

Behauptung: Frau Hannemann missbraucht ihre angeblichen Insider-Ansichten, um sich in der Öffentlichkeit als einsame Kämpferin für Entrechtete darzustellen und behauptete dabei auch noch, für die Mehrheit der Jobcenter-Mitarbeiter zu sprechen.

Die Insider-Ansichten von Frau Hannemann sind nicht als angeblich zu bezeichnen, da Frau Hannemann seit vielen Jahren in einem Jobcenter als Arbeitsvermittlerin tätig ist. Auch hat Frau Hannemann sich selbst nie als einsame Kämpferin offiziell bezeichnet. Frau Hannemann spricht seit Beginn von einem großen Unterstützerkreis, der aus Parteien, Gewerkschaften, unterschiedlichste Initiativen aus dem arbeitsmarktpolitischen Bereich, Wissenschaftlern und Einzelpersonen besteht. Dieses zeigen u.a. die unterschiedlichsten offenen Solidaritätsbekundungen durch Parteien, Gewerkschaften und Verbänden. Entsprechende Solidaritätsbekundungen und Unterstützerschreiben von bundesweiten Jobcenter-Mitarbeiter, hochrangigen Unterstützer aus Politik und Wissenschaft liegen ebenso vor.

Frau Hannemann hat in keiner Aussage behauptet für die Mehrheit der Jobcenter-Mitarbeiter zu sprechen, sondern die Solidaritätsbekundungen ihrer Kollegen erwähnt.

Behauptung: (…) die von ihrem Arbeitgeber (der Freien und Hansestadt Hamburg) „kaltgestellt“ werden soll.

Frau Hannemann hat ihren Arbeitgeber, die Freie Hansestadt Hamburg nicht in Verbindung mit der Aussage „kaltgestellt“ erwähnt. Im Interview bei RTL Punkt 6 äußerte sie sich dahingehend, dass sie bewusst mundtot gemacht werden soll und ihr Anwalt von „kaltgestellt“ im Interview spricht. Eine Institution hat Frau Hannemann nicht erwähnt.

Es ist auch für die Bundesagentur für Arbeit zu konstatieren, dass Frau Hannemann vom Recht zur freien Meinungsäußerungen Gebrauch im Sinne des Grundrecht der Meinungsfreiheit aus Art. 5 Abs. 1 GG Gebrauch macht. Dabei besteht der Grundrechtsschutz unabhängig davon, ob eine Äußerung rational oder emotional, begründet oder grundlos ist, und ob sie von anderen für nützlich oder schädlich, wertvoll oder wertlose gehalten wird (BVerfG, 16. Oktober 1998 – 1 BvR 1685/92 – AP BGB § 611 Abmahnung Nr. 24 = EzA BGB (…).

Der Begriff „Hartz IV-Rebellin“ stammt nicht von Frau Hannemann selbst. Dieser wurde durch die Medien wiedergegeben und erfunden.

Frau Hannemann hat sich während ihrer Beschäftigung im Jobcenter an Recht und Gesetz gehalten. Die laufende Freistellung bezieht sich im ganzen Umfang auf ihre Äußerungen im Blog: altonabloggt. Die Jobcenter haben ihre überdurchschnittlichen Leistungen in den Beurteilungen anerkannt und bestätigt. Ihr persönliches Engagement für eine Veränderung der Gesetzgebung ist davon unabhängig und ein anzuerkennendes Recht als Staatsbürgerin.

Hamburg, 14. Juni 2013

Inge Hannemann

Jessenstraße 10

22767 Hamburg

 

Chomsky: USA einer der führenden terroristischen Staaten

Gefunden bei Herrn Mowitz, der auch die schriftliche Version des Interviews hat.

Die Sonderrechte der Alliierten für die Überwachung der BRD-Bürger – Frontal21 vom 20.11.2012

Die Regierung will doch nur wissen, was du denkst, mehr nicht? – 19.11.2012

 

 

Atombombe Iran, Terroristen, Witze, Kriegsverbrecher, Siri usw. … eigentlich nur unangenehme Dinge – 2012.05.17

Beunruhigend:

Ein ehemaliger? CIA-Beamter in den iranischen Revolutionsgarden, Reza Kahlili, erzählt von einem Buch, “Die letzten sechs Monate”, das zu Hunderttausenden unter den iranischen Revolutionsgardisten verteilt wurde. Das Buch mahnt die Gardisten, sich für die Endzeit vorzubereiten, vor dem erneuten Erscheinen des islamischen Messias, des Mahdi, der die islamische Flagge in der ganzen Welt nach einem Atomkrieg, in dem 2/3 der Weltbevölkerung sterben werden, hissen werde. Aber das Kommen erfolgt nur nach einem Angriff auf Syrien und dann den Iran ebenso wie der Zerstörung Israels. Darüber hinaus beschreibt das Buch die Anschläge vom 11. September und die Invasionen in Afghanistan und im Irak als Zeichen, dass die Zeit nahe sei. Der Chef der iranischen Schiiten, Ali Khamenei, wird als der Ayatollah, der die Flagge des Islam an den Mahdi überreichen soll, gesehen.

Was wäre wenn… es wirklich Terroristen gäbe:

Wer ist Jose Rodriguez? Er ist der Verbrecher, der das CIA-Folterprogramm leitete. Die meisten seiner Opfer waren keine Terroristen oder gar Aufständische. Die meisten waren unglückselige Individuen, die von Warlords entführt und an die Amerikaner für ein Kopfgeld als „Terroristen“ verkauft wurden.
Wenn die Identität Rodriguez’ ehedem geheim war, so ist sie es jetzt nicht mehr. Er trat auf in der CBS-Fernsehshow „60 Minutes“ und brüstete sich damit, Moslems gefoltert und die angeblich dadurch bekommene Information verwendet zu haben, um al Qaeda-Anführer zu töten. Wenn Terroristen wirklich das Problem wären, wie Heimatlandsicherheit, FBI und CIA behaupten, wäre Rodriguez’ Name auf der Trefferliste der Terroristen schon ausgestrichen. Er läge bereits in seinem Grab.

Herr Gärtners Witze der Woche:

Magere Aussichten ? Miese Stimmung ? Kein Geld mehr ? Die Kurse fallen schon wieder ? Der Job in Gefahr ? Die Ersparnisse von der EZB verbrannt ? Paa ! Wir leben in üppigen Zeiten. Es gibt mehr als wir denken, von Dingen, die wir im Überfluss haben: Schulden zum Beispiel. Politiker, die im Parlament Garantien und andere Verbindlichkeiten – ohne die Details zu kennen – abnicken und Budgetfragen gerne zunehmend auslagern. Was wir auch im Überfluss haben, ist Komik. Und darauf will ich an dieser Stelle einmal kurz eingehen.

Es gibt bestimmt Menschen, die das ebenfalls lieber in der Verschwörungskategorie sehen würden:

Obamas Weißes Haus und die Behörde United States Nuclear Regulatory Commission (NRC) wussten bereits Tage nach der Katastrophe von Fukushima 2011, dass die gesamte Westküste von einer radioaktiven Wolke getroffen wird und haben alles unternommen diese Informationen zu vertuschen – die manipulierten Massenmedien täuschen die Weltbevölkerung. Die gesamte Nordhalbkugel wird verstrahlt, keine Regierung sagt die Wahrheit!

Tja, wenn die jetzt mal was zu sagen hätten…:

Ein malaysisches Gericht hat am Samstag George W. Bush und sieben weitere Personen aus seiner Regierung der Kriegsverbrechen und der Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt. Das Kriegsverbrecher Tribunal von Kuala Lumpur entstand auf Initiative des früheren Ministerpräsidenten von Malaysia und lud Zeugen vor, die als ehemalige Gefangene im Irak und in Guantanamo gefoltert wurden.

 Frau Ditfurth über die Linke:

Die ehemalige Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth über vertane Chancen der Linken, die Piraten und die wundersame Wandlung von Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht.

 Frau Kopfstaendler hat ein paar nette Geschichten über Gold:

Schon vor etlichen Jahren las ich, dass Clinton sich offenbar von dem leeren Fort Knox gestört gefühlt haben muß, als er feinmechanisch feinste Ware aus Tungsten mit Gold überziehen ließ. Biss man hinein, sah man den Zahnabdruck. Gewicht fast identisch entsprechend der Größe. Damit glich man dann Amerikas Handelsschulden in China aus. So jedenfalls geht die Legende, aber so etwas Gemeines trauen wir ja keinem Menschen zu, nicht wahr?

Das passiert, wenn man den falschen Menschen hilft:

Alle Jura-Professoren und Dozenten für Strafrecht an der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität ziehen an einem Strang. Sie übernehmen gemeinsam die Verteidigung zweier Mitarbeiter des Mainzer „Café Balance“, einer Einrichtung der Drogenhilfe. Die von der Stadt Mainz getragene und vom Land mitfinanzierte Einrichtung war in der vergangenen Woche von einer Hundertschaft der Polizei durchsucht und daraufhin kurzzeitig geschlossen worden.

Und das passiert, wenn man zu doof ist:

Selbst schuld: So sieht es Erik Kain vom US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“. In seinem Blog berichtet er über die Erfolgsserie „Game of Thrones“ („GoT“) und deren rekordverdächtige Downloadzahlen. Er bezieht sich auf einen Bericht seines Kollegen Andy Greenberg, wonach „GoT“ auf dem besten Weg ist, zur meistheruntergeladenen TV-Serie aller Zeiten zu werden – in illegaler Form.

Siri wird zensiert:

Apple patcht Siri, damit es nicht mehr sagt, das [Nokia -] Lumia 900 sei das beste Smartphone aller Zeiten.

 

Verschwörungstheorien oder Hypothesen, die sich später als Wahrheit™ herausstellen könnten? :

Herr Fulford träumt weiter:

Der Hauptrepräsentant der kriminellen US-Konzernregierung in Japan, Edward Nye, wird in Asien nicht mehr länger willkommen sein, nachdem neue Informationen über seine Verbindungen zu der kombinierten Nuklear- und Tsunami-Attacke auf Japan vom 11. März 2011 ans Licht kamen. Man hält ihn für den Verfasser eines CIA-Berichts vom Februar 2000 über den japanischen Energiesektor, in dem folgendes zu lesen war:
“Um eine weitere Stärkung der japanischen nationalen Macht und das Wiederaufkommen von anti-amerikanischen Stimmungen in Japan zu unterbinden, müssen dem japanischen Energiesektor auf lange Sicht Handschellen angelegt werden. Die Kernenergie erreicht bereits 30% der gesamten japanischen Energieproduktion. Die effektivste Gegenmaßnahme wäre die Neutralisierung des Herzstückes des japanischen Kernkraft-Knowhows, die Tokyo Electric Power Corporation. TEPCO hat Japans höchste Marktkapitalisierung und ist führend in Japans Finanz- und Konzernwelt. Die Firma hat auch viel Vertrauen bei der Bevölkerung. Um zu verhindern, dass Japan zur Nuklearmacht wird, muss das Vertrauen in TEPCO zerstört und der japanische Fortschritt in der Kernenergie drastisch zurückgeworfen werden.”

 Die Bilderberger haben Angst, daß es den Griechen ohne Euro besser geht:

Die Bilderberger befürchten, dass der potentielle Austritt Griechenlands aus der Eurozone zu einer dramatischen Erholung der griechischen Wirtschaft führen würde und anderen Staaten als Beispiel dienen könnte; dies würde das Euro-Projekt als auch die gesamte Agenda für den Europäischen Superstaat torpedieren.

 

 

Viel Multimedia heute

Frau Wagenknecht über Europa:

Und Fräulein Grant über Banken (in Ausländisch):


via Gaertners Blog

Den Mann kannte ich gar nicht. Und so was sitzt im Bundestag?

Zum Schluß noch was über eine korrupte Bananenrepublik:

 

 

Christoph Hörstel über Syrien

Immer wenn der Westen irgendetwas behauptet gegen ein Land, das Öl oder Gas hat, dann kann man davon ausgehen, daß das Gegenteil korrekt ist.

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Nachrichten am Donnerstag – 2012.03.29

Über das „Atomdorf“ Japans:

Das Netzwerk, erklärte Kan, operiert nicht nur landesweit operiert, sondern ist auch international gut vernetzt und läuft unter dem kuscheligen Namen „Atomdorf“. Es ist derzeit jedoch in der Defensive, sucht die Deckung und hofft, alles werde für es irgendwie wieder gut.
[Ebenso] vor dreißig Jahren gab es eine grosse Windkraftanlage auf einer Insel, die zum Verwaltungsgebiet von Tokyo gehört. Tepco, der Stromgigant, dem auch das Atomkraftwerk Fukushima Nr. 1 gehört, kaufte die Anlage, stellte dort einige Versuche an und stellte diese dann ein mit der Begründung, Windenergie rentiere sich nicht.

Wir werden alle sterben. Alle? Nein, die hier nicht:

A mountain looming over a French commune with a population of just 200 is being touted as a modern Noah’s Ark when doomsday arrives – supposedly less than nine months from now.
A rapidly increasing stream of New Age believers – or esoterics, as locals call them – have descended in their camper van-loads on the usually picturesque and tranquil Pyrenean village of Bugarach. They believe that when apocalypse strikes on 21 December this year, the aliens waiting in their spacecraft inside Pic de Bugarach will save all the humans near by and beam them off to the next age.
(Oh, gibts ja doch in Deutsch)

Wie man 100 Millionen Euro verbrennt:

Nach fünf Jahren Forschung und 100 Millionen Euro investierten Steuergeldern endete in der vergangenen Woche das Forschungsprojekt „Theseus“. Es hatte das Ziel, „den Zugang zu Informationen zu vereinfachen, Daten zu neuem Wissen zu vernetzen und die Grundlage für die Entwicklung neuer Dienstleistungen im Internet zu schaffen“.

 Das würde mich nicht wundern:

Die italienische Zeitung Il Foglioberichtet, dass Mohammed Merah eine Schützling des französischen Geheimdienstes war.

Der französische Staatsbürger algerischer Abstammung Merah, der angeblich den Medien erzählt haben soll, dass er von Al Kaida inspiriert worden sei, wurde am 22. März während eines Polizeieinsatzes getötet worden, nachdem er mehrere Morde begangen hatte; die Morde sind als Terroraktionen charaktersisert worden.

Wird mal Zeit für eine Beinahekatastrophe:

Das Kernkraftwerk in Brokdorf (Schleswig-Holstein) wurde wegen beschädigter Teile vom Netz genommen. Bei einer Inspektion am Mittwoch wurden an Brennelementen, die sich im Abklingbecken befanden, gebrochene Haltefedern gefunden. Das teilte der Betreiber E.on mit. Die Federn sollen die Brennelemente beim Betrieb der Anlage fixieren.
(Im Entenhaus gibts noch eine andere)

Oder eine richtige Katastrophe in Brunsbüttel. Ratet mal, wer für das aufräumen bezahlen wird…

Brisanz erhält der Fall, weil es nicht möglich ist, den Zustand der radioaktiven Müllhalden zu untersuchen. Nach Betreiberangaben ist die Strahlung zu hoch, um Mitarbeiter in die Betonbunker zu lassen, sogar Kameras funktionieren deshalb nicht. Die Strahlung soll 500 Millisievert pro Stunde betragen, erlaubt ist pro Arbeiter bloß eine Belastung von 20 Millisievert pro Jahr. Der Greenpeaceexperte sprach von einer Radioaktivität »wie in Fukushima«.

Erwischt:

Spionage-Eklat: Kanadier soll Moskau riesige Menge von Geheimdaten übergeben haben

Wir erinnern uns an das zuckerhaltige Süßgetränk mit zermanschten Nieren von abgetriebenen Babys? Nun, hier sind die Christen:

Since we broke the news last March about the use of aborted fetal cell lines by Senomyx to test its food and beverage flavor enhancers, the public has responded with greater outrage and disgust than we have seen in more than a decade of our work – that is – exposing the truth about the exploitation of our unborn by these companies for profit!

Atlantis… ok:

Alexander Romanow hat im Rahmen eines Interviews gemeinsam mit Benjamin Fulford und Chodoin Daikaku angekündigt, dass die Gnostische Illuminati Gruppe (Gnostic Illuminati) Beweise zu der Existenz von Atlantis vor 14.000 Jahren der Weltöffentlichkeit präsentieren will.

Vor ca. 12.900 Jahren (wir bewegen uns zeitlich in 6 Zyklen zu á 4.300 Jahren) soll Atlantis durch eine globale Flutkatastrophe vernichtet worden sein. Platon schrieb darüber und die Geschichte von Noahs Arche deckt diese Theorie. Damals existierte bereits eine hoch-technologisch entwickelte Zivilisation mit freier Energie und die Menschheit war voller Weisheit und Spiritualität, Telekinese, Levitation, Manifestation.

Verschwörungstheorien:

Es heißt: Geschichte wiederholt sich nicht. Doch es gibt offensichtlich Ausnahmen. Wie die der NRW-SPD und ihr florierendes, illegales Parteispenden-System, das ihr bei der vorhergehenden Landtagswahl den Wahlsieg ermöglichte.

„Wir sind“ ist hoffentlich noch nicht geschützt:

Autsch, jetzt muss ich aber aufpassen, dass ich nicht abgemahnt werde.
„Wir sind das Volk“ ist MARKENNAME geworden. Der ehemalige Leipziger OBM Tiefensee hatte sich die Rechte dieser „Marke“ gesichert. Wusste ich überhaupt noch nicht. Der Rechteanteil von Tiefensee wird jetzt von der Stadt Leipzig übernommen.

Nochmal Piratenbashing. Diesmal zum Thema „Nachhaltigkeit“. Die machen es einem aber auch zu leicht:

Nein, meine Herren Nerz und Westermayer, niemand bräuchte zu verzichten und am Existenzminimum zu knabbern, wenn massiv und gezielt alles auf Nachhaltigkeit getrimmt würde. Wir leben nicht „über unser Verhältnisse“, wir leben in einem wirtschaftlichen Zusammenhang, der uns keine Wahl lässt ausser die Regeln der Nachhaltigkeit nicht zu beachten. Denn es sind nicht wir, die Nachhaltigkeit einführen können, das muss schon der politische Konsens sein, der das tut. Aber im Kapitalismus gibt es eben keinen politischen Konsens, im Kapitalismus befiehlt das Kapital und wir folgen.

Und weils so schön ist, gleich nochmal:

Die „Sozialpiraten“, eine Arbeitsgruppe der Piratenpartei, fordert ein bedingungsloses Grundeinkommen (BGE) für jeden Bürger. Das hört sich auf den ersten Blick erst einmal gut an. Aber: 440 Euro monatlich soll laut des Modells der Piratenpartei jeder vom Staat erhalten. Unterm Strich würde bedürftigen Menschen demnach weniger bleiben als bei Hartz IV, kritisierte Ronald Blaschke, Sprecher des „Netzwerks Grundeinkommen“.

Das ist mal wieder eine schöne phantasievolle Verschwörungstheorie:

Vergessen Sie auch nicht, was Rik und andere Forscher über Prinz William und seine Rolle im “New Age” nach 2012 zu sagen haben. Prinz Williams Geburtstag ist am 21. Juni (Sommersonnenwende), er repräsentiert symbolisch den “Sonnenkönig”. Am 21. Juni wird er dreissig Jahre alt. Nach der Überlieferung war der Messias dreissig Jahre alt, als er seine Predigtamt startete. Sogar König David war dreissig Jahre alt, als seine Regierungszeit anfing.

Das kurze Gedicht “And did those feet in ancient time” von William Blake deutet auf die Legende hin, welche England und Israel verbinden. Das Gedicht ist inspiriert von der zweifelhaften Geschichte, dass der junge Jesus in Begleitung seines Onkels Joseph von Arimathea in die Gegend reiste, die heute England genannt wird und Glastonbury besuchte. Dies soll während Jesus’ “verlorener Jahre” stattgefunden haben. Die Legende ist mit einer Idee aus dem Buch der Offenbarung (3:12 und 21:2) verknüpft, in dem einen zweites Kommen beschrieben wird, an dem Jesus das Neue Jerusalem errichtet……..
[Meine Lieblingsvertonung des Gedichts findet sich unten…]

Und dann hier weiterlesen…

Duckhome: Aufgelesen und kommentiert 2012-03-28

Bewegte Bilder:

Made in Germany:

Die oben angesprochene Vertonung von William Blakes Gedicht:

Und das ist ziemlich abgefahren – und in Englisch:

es geht noch weiter:

FNORD

Christoph Hörstel aus Syrien – die 2. und 3.

„>Bericht von Christoph Hörstel aus Syrien (3) from

rauch“>Freeman on Vimeo.

 

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Verschwörungen, Morde und Milliardenschwindel – das Versagen der Medien in Krisenzeiten

Samstag, 28.1.2012. Eifel. Der Autor: Verschwörungstheoretiker. Ja - in der Tat. Das überrascht mich jetzt selbst - aber ich habe zu viele Fragen gestellt ... zum Beispiel über den Absturz in Smolensk. Da erlaubte ich mir anzumerken, das - wenn man wirklich von Mord ausgeht - man in den Kreisen der Organisatoren des Fluges suchen sollte. In der Pharmaindustrie war es üblich, das die Geschäftsleitung immer getrennt flog - damit im Falle eines Unfalles nicht der ganze "Kopf" im Eimer war. Warum das bei der polnischen Regierung anders gehandhabt wird, erschloss sich mir nicht ganz ... aber so ist das halt: wir dürfen immer weniger fragen. Wie der nierenkranke Osama bin Laden und seine neunzehn Räuber mit Teppichmessern bis ins Herz des Kapitalismus vordringen konnten (während ich allein mit einem kleinen Schlüssel nicht durch die Kontrolle in Washington kam) und dort mit zwei Flugzeugen drei Gebäude vollständig vernichtete, bleibt mir bis heute ein Rätsel - wie auch die Tatsache, das man danach unbedingt den gerade nicht talibanfreundlichen Irak angreifen musste. Anderen war es auch ein Rätsel, weshalb WTC 7 vernichtet wurde, weshalb sich der Abschlußbericht der Untersuchungskommission ja lange verschob. Die brauchten halt auch ihre Zeit, bis sie Theorien gebildet hatten, die unerklärliche Fakten in eine logische Reihe brachten.  Nun ist es ja so, das Philosophen gerne Rätsel lösen. Das ist unser Job - das Rätsel der menschlichen Existenz, das Rätsel des unausrottbaren Bösen oder der unausrottbaren Moral, das Rätsel der Wahrheitsfindung, das Rätsel der menschlichen Erkenntnisfähigkeit, das Rätsel der Sprachgewinnung durch Kleinkinder oder das Rätsel der katastrophalen Entwicklung der aufklärerischen Gesellschaft, die die Hexenverbrennungen noch perfektioniert hat anstatt sie völlig auszurotten: das sind unsere Spielwiesen, dafür sitzen wir gerne nächtelang bei Wasser und Brot auf einsamen Felsen uns sinnen über das Universum und den ganzen Rest nach - wie zum Beispiel über den Tod des Benno Ohnesorg oder über 134 Milliarden Dollar, die sich in Luft auflösen.

Samstag, 28.1.2012. Eifel. Der Autor: Verschwörungstheoretiker. Ja – in der Tat. Das überrascht mich jetzt selbst – aber ich habe zu viele Fragen gestellt … zum Beispiel über den Absturz in Smolensk. Da erlaubte ich mir anzumerken, das – wenn man wirklich von Mord ausgeht – man in den Kreisen der Organisatoren des Fluges suchen sollte. In der Pharmaindustrie war es üblich, das die Geschäftsleitung immer getrennt flog – damit im Falle eines Unfalles nicht der ganze „Kopf“ im Eimer war. Warum das bei der polnischen Regierung anders gehandhabt wird, erschloss sich mir nicht ganz … aber so ist das halt: wir dürfen immer weniger fragen. Wie der nierenkranke Osama bin Laden und seine neunzehn Räuber mit Teppichmessern bis ins Herz des Kapitalismus vordringen konnten (während ich allein mit einem kleinen Schlüssel nicht durch die Kontrolle in Washington kam) und dort mit zwei Flugzeugen drei Gebäude vollständig vernichtete, bleibt mir bis heute ein Rätsel – wie auch die Tatsache, das man danach unbedingt den gerade nicht talibanfreundlichen Irak angreifen musste. Anderen war es auch ein Rätsel, warum WTC 7 einstürzte, weshalb sich der Abschlußbericht der Untersuchungskommission ja lange verschob. Die brauchten halt auch ihre Zeit, bis sie Theorien gebildet hatten, die unerklärliche Fakten in eine logische Reihe brachten.

Nun ist es ja so, das Philosophen gerne Rätsel lösen. Das ist unser Job – das Rätsel der menschlichen Existenz, das Rätsel des unausrottbaren Bösen oder der unausrottbaren Moral, das Rätsel der Wahrheitsfindung, das Rätsel der menschlichen Erkenntnisfähigkeit, das Rätsel der Sprachgewinnung durch Kleinkinder oder das Rätsel der katastrophalen Entwicklung der aufklärerischen Gesellschaft, die die Hexenverbrennungen noch perfektioniert hat anstatt sie völlig auszurotten: das sind unsere Spielwiesen, dafür sitzen wir gerne nächtelang bei Wasser und Brot auf einsamen Felsen uns sinnen über das Universum und den ganzen Rest nach – wie zum Beispiel über den Tod des Benno Ohnesorg oder über 134 Milliarden Dollar, die sich in Luft auflösen.

Die Geschichte des  Benno Ohnesorg ist kurz erzählt, hier aktuell im Spiegel:

Dieser Mann auf der Bahre, so erfuhr man in der Notaufnahme, hieß Benno Ohnesorg. Der Kriminalbeamte Karl-Heinz Kurras hatte ihn kurz nach 20.30 Uhr, umringt von Polizisten in Zivil und Uniform, im Innenhof eines Wohnhauses in der Krummen Straße mit seiner Dienstwaffe aus kurzer Distanz in den Kopf geschossen.

Das wäre Mord gewesen … wenn nicht Polizei und Krankenhaus den Täter gedeckt hätten … einen Täter, der sich später als DDR-Agent und Stasi-Spitzel entpuppte.

Schöne heile Welt, oder? Das der Arzt, der an Ohnesorg herumoperierte, um die Tat zu vertuschen, Sohn das Wirtschaftsministers gerade jenes folternden Schah war, gegen den Ohnesorg protestiert hatte und eigentlich am nächsten Tag mit dem Schah frühstücken wollte, erfährt man heute nebenbei.

Hätte ich damals behauptet, das sogar hochrangige Polizeibeamte den Mörder gedeckt haben – man hätte mich sofort wegen Paranoia eingesperrt. Dabei war die Wahrheit noch schlimmer, siehe Spiegel:

Auf einem weiteren bislang unbekannten Bild ist die Situation der Schussabgabe zu sehen. Dabei stützt sich Kurras mit der linken Hand auf einen Kollegen der Polizei, während er mit der rechten Hand schießt. Der Name des Kollegen ist offenbar gezielt aus den Akten herausgehalten worden, er wurde nie vernommen. Ebenfalls nicht vernommen wurden drei Schutzpolizisten, die wahrscheinlich noch nach dem tödlichen Treffer auf den bereits am Boden liegenden Ohnesorg eingeprügelt hatten. Ihre Namen sind bis heute nicht ermittelt.

Wer hätte das gedacht? Nun, heute, über vierzig Jahre später, dürfen wir das erfahren.

Damals hätte man mich für völlig verrückt erklärt, wenn ich behauptet hätte, das  Freunde des Schah von Persien zusammen mit der Berliner Polizei und Agenten der DDR deutsche Studenten ermordeten.

Wäre ja auch eine schreckliche Geschichte, die uns Angst machen würde, denn … wenn DIE das können, was können DIE dann noch?

Gehen wir mal nicht ganz so fern in die Vergangenheit und wenden uns der aktuellen Wirtschaftskrise zu. Wer weiß, was man in Zukunft darüber erzählen wird? Wer weiß, was Philosophen in vierzig Jahren über jenen kleinen Fall schreiben, der kürzlich viel Aufmerksamkeit erregte?

134 Milliarden Dollar waren in einem Bummelzug an der italienischen Grenze gefunden worden – das sind 40 Prozent des deutschen Bundeshaushaltes 2012 – … in einem einzigen  Koffer. Die geschmuggelten Papiere schienen echt gewesen zu sein:

„Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von rund 358 Millionen Euro scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität“, erklärte Oberst Rodolfo Mecarelli. Außerdem liege den Papieren eine umfangreiche Bankdokumentation im Original bei.

Der Fall wurde immer unheimlicher. Auf jeden Fall durften die Täter erstmal gehen:

Seither tüfteln zwei Geheimdienste, die italienischen Finanzbehörden, die US-Wertpapieraufsicht SEC und die japanische Botschaft in Italien. Japan versucht, mehr über die Identität der zwei Männer herauszubekommen. Beide sollen jenseits der 50 Jahre sein, sie seien mit legalen Papieren gereist und abseits der 134 Milliarden Dollar im Koffer nicht auffällig. Sie sind auch nicht mehr in Untersuchungshaft.

Ist ja auch völlig klar: der Schmuggel von 134 Milliarden Dollar vielleicht gefälschter Papiere – oder echter Papiere – ist ja ein Kavaliersdelikt. Außerdem nehmen seriös wirkende, vermögende Japaner gerne kleine Bummelzüge in Italien, wenn sie auf Geschäftsreisen sind … ist ja auch schön unauffällig, gerade, wenn man wirklich etwas schmuggeln will ist Unauffälligkeit ja ein wichtiges Gebot. Natürlich reisen Schmuggler auch immer unter echtem Namen – damit rechnen die Behörden nicht und man hat sie richtig hereingelegt:

Die italienischen Behörden haben nach früheren Angaben bereits den italienischen Geheimdienst und den Secret Service der USA über den rätselhaften Fund informiert. Die italienische Finanzpolizei hat die SEC gebeten, ihr Expertenwissen bei der Einschätzung der Wertpapiere einzubringen. „Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von je 500 Millionen Dollar scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität“, sagte Oberst Rodolfo Mecarelli von der Finanzpolizei Como. Außerdem liege den Papieren eine umfangreiche Bankdokumentation im Original bei. Genauere Auskünfte hoffen die Beamten innerhalb der nächsten Tage geben zu können. Dann wird auch eine verlässliche Aussage aus den USA erwartet.

„Sie sind aus Filigranpapier und von ausgezeichneter Qualität“. Leider sind sie falsch:

Stephen Meyerhardt vom US-Finanzministerium sagte laut „LA Times“, die sichergestellten Anleihen sähen nicht annährend wie US-Staatsobligationen aus. „Die sind eindeutig gefälscht“, so der Ministeriums-Experte. 

Das hört sich nach einer ganz plumpen Fälschung an. Eine Minute später erreichte damals die nächste Meldung die Medien – nochmal wurde Oberst Rodolfo Mecarelli zitiert, der sie nicht für eine plumpe Fälschung hielt.

Stephen Meyerhardt vom US-Finanzministerium hatte die Papiere nie selbst gesehen – er urteilte aufgrund von Aufnahmen, die im Internet veröffentlicht wurden.

So plumpe Fälschungen?

Worldcontentwoday klärt weiter auf – und verwirrt uns völlig:

Corriere di Como: Experten aus den USA sind in Como angekommen, um die Papiere mit den „perfekten Wasserzeichen“ zu untersuchen. Einige haben falsche Bärte, andere sind nicht sehr aussagekräftige Finanzbeamte. Die automatische Google-Übersetzung ist urkomisch.

ANSA, führende Nachrichtenagentur Italiens, bestätigt: Die Namen der schmuggelverdächtigen Japaner lauten Akihiko Yamaguchi und Mitsuyoshi Watanabe. Sie spekuliert, dass die Anleihen nach der Untersuchung in einer Schweizer Bank weggeschlossen werden, um den Handel zu schützen.

Leider kann ich die komische Übersetzung nicht nachvollziehen … es gibt keinen Artikel zu dem Link.  Wieso sperrt man eigentlich die Fälschungen in Schweizer Tresore … und wer garantiert, das findige Investmentbanker nicht schon längst damit Handel treiben? Fälschungen gehören in den Schredder – und nicht in den Tresor.

Auch sonst erfährt man, das man es mit der Aufklärung des Falles nicht sonderlich ernst nimmt:

Groteske Züge in dieser Affäre gibt es genug: Vergangenen Mittwoch fand in Como eine gerichtliche Anhörung statt, in der die beiden Verdächtigen, die mit den Wertpapieren erwischt wurden und längst wieder auf freiem Fuß sind, als Zeugen vernommen werden sollten. Doch zum Termin erschien – wer hätte das gedacht – nur deren Anwalt, der versicherte, mit den Japanern in Mail-Kontakt zu stehen. Er könne bloß nichts Genaues sagen, weil es erhebliche Übersetzungsschwierigkeiten gäbe.

Wie die nun aufgeklärte Geschichte um Benno Ohnesorg, an dem ein Freund des Schahs herumoperiert hatte, nachdem viele Polizisten für seine Ermordung Sorge getragen hatten, oder die Geschichte vom 11.9.2001 (über die wir auch erst in dreissig Jahren berichten dürfen), gibt es immer mehr Merkwürdigkeiten, die sich dem normalen Bürger nicht erschließen und die ganz schnell zu Verschwörungstheorien führen … die im Falle Ohnesorgs nie so schlimm waren wie die letztlich die Wahrheit selbst.

Wenn die Papiere so plump gefälscht waren … warum kamen dann überhaupt noch Menschen aus den USA nach Italien?

Dabei sollen die Fälschungen nach Ansicht des US-Finanzministeriums mit handelsüblicher Foto-Software aus 100-Dollar-Scheinen angefertigt worden sein. Zudem zeigten die angeblich aus den 60er Jahren stammenden Obligationen eine Raumfähre, die erst in den 80er Jahren ihren Jungfernflug absolvierte. Genügend Hinweise also, die die italienischen Experten hätte stutzig machen müssen.

Anderswo liest man, manche Bonds kämen aus dem Jahre 1998. Da gab es schon Raumfähren.

„Kenndy-Bonds gibt es nicht“ – so heißt es offiziell:

Zudem existierten Kennedy Bonds überhaupt nicht.

Andererseits scheint gerade das nicht zu stimmen – wenn ich der der International Business Times glauben darf:

Aus dem Bericht der italienischen Beamten geht nicht genau hervor, was für Wertpapiere mit „Kennedy-Bonds“ genau gemeint sind. Aus einer Universitätsstudie geht jedoch hervor, dass während J.F. Kennedy’s Regierungszeit tatsächlich Anleihen mit sehr hohem Nennwert bis zu 500 Millionen US-Dollar ausgegeben wurden.

Also gab es sie doch?

Schaut man sich die im Internet kursierenden Exemplare an … so wird einem Angst und Bange. Das würde selbst meine Oma nicht für echt halten … und die ist schon lange tot.  Will man mir ernsthaft klarmachen, das zwei Japaner (die vielleicht sogar Diplomatenpässe hatten oder ehedem hochrangige Mitarbeiter des japanischen Finanzministeriums waren) diesen Kitsch als Sicherheit bei einer Schweizer Bank hinterlegen wollten – einer Bank, die genug echte US-Anleihen hat, um direkt vergleichen zu können?

Wenn Sie aber Diplomatenpässe hatten – oder sich leicht welche hätten fälschen können – warum dann diese alberne Bummelzugnummer?

Mit Antworten zu diesen Fragen muss man nun vorsichtig sein … denn ganz schnell landet man in Gegenden, in denen sich kritische Geister nicht wohlfühlen, Gegenden, in denen böse (oft jüdische) Satanisten den letzten großen Krieg, die Schlacht zwischen Gog und Magog, China und den USA inszenieren wollen, einen Krieg, der vier- fünf Milliarden Menschen das Leben kosten soll und den eine humanistisch geprägte Drachengesellschaft verhindern will. Hitlers Tochter (ja, genau: Angela Merkel) spielt dabei auch eine Rolle.

Man ist geneigt, sich Aluminiumfolie um den Kopf zu wickeln, um nicht von Ufo-Nazis abgehört werden zu können – deshalb verlinke ich diese Gerüchte auch nicht weiter. Ist auch nicht nötig, denn die Bösen kommen ja jetzt alle vor Gericht, wodurch ihre Herrschaft ein Ende findet.

Was ist jetzt aber wirklich mit diesen Bonds, diesen Anleihen, die zufällig genau der Summe entsprechen, die Obama noch laut Wall Street Journal vom Märzt 2009 zur Rettung der Wirtschaft im Rahmen des TARP-Programmes übrig hatte?. Nun wird es erst recht unheimlich, denn … gefälschte Anleihen sind in Billionenhöhe im Umlauf – auch in den Safes der HBSC-Bank sind welche gefunden worden. Ja, richtig: Billionenhöhe, das sind tausende von Milliarden. Auch das wären dann … Schrottpapiere, die die Existenz von Banken gefährden, die „to big too fail“ sind.

Merkt man jetzt ein wenig, woher der Wind weht … jenseits satanistischer Massenmörder und Hitlers Kindern? Das es einen guten Grund gibt, jede Form von Verschwörungstheorie zu unterbinden, weil man an den gefälschten Bonds gut verdienen kann? Oder denkt man wirklich im Ernst daran, das diese philippinische Sekte, die unter anderem als Produzenten der Fälschungen angesehen werden, ihre Leute in die Schweiz geschickt hat – ohne sich sicher zu sein, dort interessierte Vertragspartner zu finden … die vielleicht nicht ganz so genau hinschauen? Man schaue sich nur mal die Skandale Schweizer Banker an … und schon weiß man, das man dort kooperative Freunde finden könnte, die alles als Sicherheit aktzeptieren, solange nur irgendwann ein europäischer Rettungsschirm dafür bezahlt.

Ja – dort landen dann letztendlich die Rechnungen.

Zurück zu Benno Ohnesorg. Irgendwie steht der für uns alle: wir sind alle ohne Sorg. Das heißt: Sorgen haben wir schon, Probleme sind genug da, nur über die Lösungen dürfen wir nicht nachdenken, ebensowenig über die Geschäfte, die um uns herum gemacht werden:

2002 haben doch tatsächlich Besitzer von suspekten Kennedy Bonds aus dem Jahr 1934 im Nennwert von 25 Milliarden Dollar versucht, die Federal Reserve Bank of Chicago auf die Rücknahme der Schätzchen zu verklagen

Sie sind natürlich damit voll auf die Nase gefallen, komischerweise hatte aber der Anwalt der FED im Anschluss erklärt, dass man von sich aus darauf verzichtet, weitere Ermittlungen wegen Betruges vorzunehmen, da niemand durch diesen offensichtlichen Unsinn ernsthaft zu Schaden gekommen sei. Die Reaktion der verblüfften Richter daraufhin wörtlich: „We are puzzled by this suggestion.

Auch wir sind etwas verwirrt, verdutzt, verwundert und verblüfft … haben aber jetzt gelernt, das man mit falschen Bonds gute Geschäfte machen kann. Billionengeschäfte.

Und was wir noch gelernt haben?

Das die Medien in Krisenzeiten versagen, weshalb wir als Bürger nur noch wie die US-Richter reagieren können: verwirrt, verdutzt, verwundert und verblüfft.

Und während wir so hilflos in der Gegend herumstehen, wird das große Rad weitergedreht: Griechenland verliert seine Souveränität – oder wird in völliges Chaos gestürzt.

Und wir? Halten uns für gut informiert. Wie Benno Ohnesorg glauben wir, es wäre in Ordnung, als deutscher Bürger in Deutschland gegen einen grausamen Tyrannen zu protestieren.

Heute wissen wir annähernd, wie naiv dieser Benno wirklich war. Ein kurzes Profil von ihm?

Anfang 1960 bewarb sich Ohnesorg beim Braunschweig-Kolleg, um dort das Abitur nachzuholen. In seiner Bewerbung gab er Kunsterzieher als Berufswunsch an und nannte als Interessengebiete moderne Malerei und Lyrik, klassische griechische und zeitgenössische Dramen sowie Kammermusik. Er erstelle Plastiken und Linolschnitte, besuche regelmäßig Klavierkonzerte und informiere sich regelmäßig über alle aktuellen Tendenzen der modernen Kunst.

Die Psychologin des Kollegs, Elisabeth Müller-Luckmann, bescheinigte ihm Sensibilität, Intelligenz, musisches Talent, Eigensinn und große Aufnahmefähigkeit. Er sei introvertiert und eher nachdenklich als tonangebend, habe aber „Ansätze, jemand zu werden, der nicht ganz alltäglich ist“

Introvertiert und eher nachdenklich: scheinbar gehört so was sofort erschossen. Und das damit der Geheimdienst der DDR durch eine gezielte Tat direkt zur Gründung der RAF begetragen hat … ist im Jahre 2011 für uns schon zu hoch.

Das heute andere Geheimdienste ganz andere Dinger drehen … erfahren wir schon lange nicht mehr.

Nur für die Resultate müssen wir zahlen. Und wer nachfragt … kommt ganz schnell in Gegenden, in denen man sich nicht wohlfühlen kann: wer Fragen stellt, der hält auch Angela Merkel für Hitlers Tochter und gehört  sofort in die Psychiatrie – wie früher Leute, die nicht an den Sozialismus glaubten.

 

 

 

 

 

 

 

Staatsbankrott USA – eine Riesenverschwörung!

Staatsbankrott USA - eine Riesenverschwörung!

Man macht uns ja beständig klar: Verschwörungen gibt es nicht. Das sich mal zwei Menschen treffen, um etwas gegen einen dritten zu auszuhecken ist in der bekannten Geschichte der Menschheit auch noch nie vorgekommen. Der Mensch an sich ist edel, gut und gerecht. Besonders trifft dies für die Elite der Menschheit zu, die aus diesem Grund ihre Doktorarbeiten gerne auch von jemand anderes abschreiben. Niemals würden sie auf die Idee kommen, irgendetwas gegen den Staat oder ihre Mitmenschen zu unternehmen, erst recht nicht, um selbst einen finanziellen Vorteil daraus zu ziehen. Dieserart denken nur die Sozialschmarotzer, die den ganzen Tag nur damit zubringen, anderen erfolgreich auf der Tasche zu liegen. Und so richtig große Dinge wie Kriege oder Wirtschaftskatastrophen haben erst recht nichts mit Absprachen und Planungen zu tun, vor allen Dingen Kriege fallen einfach so vom Himmel: da handeln alle nur auf Befehl – und ganz ganz ganz weit oben herrscht konkurrenzlos die Alternativlosigkeit. Gut zu wissen, das die großen Medien jetzt einfach mal mit diesem Märchen aufräumen und für einen kurzen Moment den Vorhang beiseite ziehen, hinter dem man sonst so gerne die Wirklichkeit versteckt: hinter der momentanen Krise der USA steckt nichts weiter als eine handfeste Verschwörung vermögender Kreise gegen das Volk – diesmal ganz offen vorgelebt.

Zentrale Figur in diesem Spiel ist der Lobbyist Grover Norquist.

„Norquist ist wie ein römischer Kaiser“, sagte ein Politikberater dem Magazin „Business Week“. „Er hebt und senkt den Daumen.“ Seine Macht sei heute größer als jemals zuvor.

So berichtet uns der Spiegel und führt weiter aus:

Diese Macht hat Norquist nicht zuletzt Obamas Vorgänger zu verdanken. Als Dank für die Unterstützung im Wahlkampf senkte George W. Bush junior massiv die Steuern für Besserverdienende. Diese Regeln gelten bis heute und tragen einen Gutteil zum Mega-Defizit der USA bei.

Das Handelsblatt informiert uns über die möglichen Folgen:

Die Folgen: Die Agenturen können kaum anders, als die Kreditwürdigkeit der USA herabzustufen. Die US-Regierung wird Ausgaben priorisieren, um so lange wie möglich zumindest die Schulden zu bedienen. Zahlungen an Kommunen und Bundesstaaten, Angestellte, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger werden verzögert. Den USA droht eine Rezession. Die Märkte spielen verrückt, mit weltweit fallenden Aktienkursen. 

Es ginge sogar noch schlimmer: im Notfall könnte Obama den Notstand ausrufen – das Land hätte neben Norquist noch einen weiteren Kaiser.

Aber selbst wenn die USA – wie zu erwarten ist – doch noch die Kurve kriegen … vor der Abwertung wird sie das momentane Theater nicht schützen:

Selbst wenn die USA den Zahlungsausfall abwenden, droht dem Staat eine Herabstufung des Ratings. Daran dürfte sich der Finanzmarkt ohne dramatische Folgen gewöhnen. Dennoch lässt die politische Eskalation Schlimmes befürchten.

So beschreibt das Manager-Magazin die Entwicklung um am Schluß des vierteiligen Artikels nochmal sehr deutlich zu werden:

Das eigentliche Drama, meint der Ökonom Dean Baker, Leiter des Center for Economic and Policy Research in Washington, bestehe darin, dass die US-Politik die gesamte Krise unnötigerweise selbst verschuldet habe. Die USA hätten weiterhin reichlich Kredit am Finanzmarkt, nur das Parlament hindere die Regierung daran, ihre Rechnungen zu bezahlen. „Das ist, wie wenn jemand sein Scheckbuch verliert, aber 20.000 Dollar auf dem Konto hat“, sagt Baker. „Es fehlt nicht an Mitteln, aber man kommt nicht heran.“

Das hört sich noch deutlicher nach Willen und Absicht an … und es steckt hinter dem Vorgehen ja auch eine finstere Absicht.  Nochmal zurück zum „Spiegel“:

Der Anti-Steuern-Lobbyist feiert die Schuldenkrise in einer Pressemitteilung als „Chance für alle Steuerzahler“. Nun sei die Regierung endlich gezwungen, die Ausgaben des Staates deutlich zu reduzieren. 

Was nur hier nicht weiter ausgeführt wird: diese „Chance für den Steuerzahler“ wird mit dem Leben von Rentnern und Arbeitslosen bezahlt. Da wird sich so mancher Rentner, der bislang zum Selbstschutz noch auf Arbeitslose herabgeblickt hat, noch überrascht umschauen wenn er merkt, das Rentner auch nur überalterte Arbeitslose sind, mit denen man jetzt auch langsam die Geduld verliert. Es geht hier ganz konkret um Hunger, um eine direkten Angriff auf den Staat, der auch offen zugegeben wird,  hier aus der „Welt„:

Was er vom Staatssystem Amerikas hält, hat Grover Norquist einmal sehr plakativ zusammen gefasst. Er habe nichts gegen den Staat, solange er so klein sei, dass er ihn ins Badezimmer zerren und dort in der Wanne ertränken könne. 

Man würde so etwas auf gut Deutsch einfach einen „Staatsfeind“ nennen … den Agenten einer staatsfeindlichen Macht, der brutalste Gewalt gegen das Volk anwendet, um es verhungern zu lassen – und doch ist Herr Norquist ein geschätzter Mann in den USA. Er ist ja auch nicht allein – er ist nur ein Lobbyist, ein Agent. Das Geld, das ihn zum Kaiser der USA macht, das Geld, mit dem er Karrieren schaffen oder ruinieren kann, spenden andere.

Aus anderer Sicht, mit anderen Worten haben wir es aber hier mit nichts anderem zu tun als mit einer Verschwörung einer kleinen Gruppe asozialer Elemente gegen den Staatenbund der USA. So ein Lobbyist fällt nicht vom Himmel, ebensowenig der Apparat, mit dem er seine Manipulationen betreibt. Hier ist ganz viel Geld im Spiel … und im Prinzip ist das nichts anderes als das, was am 11.9.2001 geschah: nur ist es teurer, hält länger an und verursacht möglicherweise einen noch größeren Schaden.

Man sollte sich diesen Moment merken: jenen Moment, wo wir das erste Mal öffentlich erfahren durften, das es wirklich Verschwörungen in den USA gibt, Verschwörungen, die nach Ansicht der Chinesen geeignet sind, die ganze Welt ins Chaos zu stürzen – siehe Handelsblatt:

Es gehe das Risiko ein, dass die noch schwache wirtschaftliche Erholung nicht nur in den USA, sondern in der ganzen Welt wieder stranguliert werde. Kommentator Deng Yushan warnte vor einer zweiten Rezession – „nur könnte es diesmal eine viel größere Sauerei werden“. Es drohe eine Rezession wie die von 2008, die auch in den USA ausgelöst worden sei.

Dürfen wir dann auch ganz kurz darüber nachdenken, das die Herabstufung Spaniens durch US-Ratingagenturen möglicherweise auch durch … solche Typen ins Rollen gebracht wurde?

Nein, das dürfen wir nicht.

Die Arbeit des hochgeschätzten Herrn Norquist wird möglicherweise die ganze nördliche Hemisphäre in ein unglaubliches Chaos stürzen, aus dem die USA mit einer Notstandsregierung (wahrscheinlich militärgestützt) hervorgeht und sich in eine offene Diktatur verwandelt, womit die Aufklärung der vielen Absonderlichkeiten zum 11.9.2001 völlig illusorisch würde, weil das Volk von heute auf morgen ganz andere Sorgen haben würde.  Welch´ Zufall, das man dann genau jenes Ziel erreicht hat, das die Verschwörungsanalytiker vom 11.9.2001 vorausgesagt haben.

Auf einmal wird in ziemlich dunkles Bild sehr rund … pünktlich zum zehnten Jahrestag.

Gut, das es keine Verschwörungen gibt.

Gut, das Grover Norquist und seine 5000 Kollegen, die den Deutschen Bundestag belagern, nur eine Märchengeschichte darstellen, mit denen der Spiegel die wenigen Leser erschrecken will, die noch Nachrichten wirklich lesen und nicht nur die Bilder anschauen.

Wäre das alle wirklich echt … es wäre schon ungeheuerlich. Man dürfte sagen: der künstliche herbeigeführte Staatsbankrott der USA wäre das Ergebnis einer Riesenverschwörung. Wer so denkt, fühlt und handelt … der sprengt auch die eigenen Hochhäuser in die Luft oder manipuliert Beweise für Massenvernichtungswaffen in Opferländern. da hätte ich gar keinen Zweifel.

 

Terror in Norwegen, das Böse und die naturwissenschaftliche Kultur

Heute gehe ich mit den Kindern ins Kino: Harry Potter muss es sein. Die Sage vom Kampf des Guten gegen das Böse. Als jugendlicher Atheist stand ich einst seht verwundert vor dem Phänomen: Star Wars, der Herr der Ringe - so etwas sagte mir nichts.  Billige Märchen für kleine Kinder ...  und doch musste ich wahrnehmen, das die Menschen - die modernen, aufgeklärten Bürger eines säkularen und durchrationalisierten Rechtsstaates -  diese Märchen lieben. Der Grund scheint einfach: solange das Böse erlebbar ist, fällt es schwer, nicht daran zu glauben. Wenn die Kultur selbst aber im Kampf gegen das Böse völlig versagt, dann muss sich das Gemüt auf andere Weise Luft verschaffen: zum Beispiel durch Märchen, die die Hoffnung fördern, das es neben den finsteren Superwesen auch Engel gibt, Zauberer, die für die Menschheit streiten.

Heute gehe ich mit den Kindern ins Kino: Harry Potter muss es sein. Die Sage vom Kampf des Guten gegen das Böse. Als jugendlicher Atheist stand ich einst sehr verwundert vor dem Phänomen: Star Wars, der Herr der Ringe – so etwas sagte mir nichts.  Billige Märchen für kleine Kinder …  und doch musste ich wahrnehmen, das die Menschen – die modernen, aufgeklärten Bürger eines säkularen und durchrationalisierten Rechtsstaates –  diese Märchen lieben. Der Grund scheint einfach: solange das Böse erlebbar ist, fällt es schwer, nicht daran zu glauben. Wenn die Kultur selbst im Kampf gegen das Böse völlig versagt, dann muss sich das Gemüt auf andere Weise Luft verschaffen: zum Beispiel durch Märchen, die die Hoffnung fördern, das es neben den finsteren Superwesen auch Engel gibt, Zauberer, die für die Menschheit streiten.

Die Muster für diese Geschichten sind uralt, zieren die ältesten Mythen der Menschheit: der Zauberer im Kampf gegen die finsteren Mächte, die sich als Krankheit oder Wahnsinn in der menschlichen Gemeinschaft manifestieren können. Wir sehen das heute noch genauso. Der Mönch Anselm Grün vergleicht in einem älteren Werk den Kampf der „Wüstenväter“ mit den Dämonen mit psychoanalytischen Kategorien – und stellt keinen Unterschied fest. Die einen nennen das so, die anderen so – das Phänomen jedoch ist das gleiche.

In der Philosophie ist man solche Perspektiven gewöhnt. Auf der einen Seite stellt der Vatikan eine Zunahme der dämonischen Aktivitäten fest und forciert die Ausbildung von Exorzisten, um die schlimmsten Auswüchse zu verhindern. Auf der anderen Seite beschreiben wir eine Zunahme psychischer Beeinträchtigungen – Einweisungen wegen Depressionen haben sich in zehn Jahren in Deutschland  verdoppelt, weltweit sind es gerade die reichen Länder, die die Statistik anführen. Glück kann man eben doch nicht kaufen … vielleicht sogar gerade nicht.

Es ist in erster Linie die naturwissenschaftliche Kultur, der wir die Hilflosigkeit im Umgang mit dem Bösen zu verdanken haben – und auch seine Förderung. Wir kümmern uns sehr detalliert um die Hardware, um das Gehäuse und die Leistungsdaten des PC. Die Software hat gefälligst von selbst zu laufen. Der Fall der Massenmorde in Norwegen zeigt, das selbst die ausgeklügelte Hardware die Bösen nicht aufhält, finster formuliert könnte man sagen: die Naturwissenschaften sorgen nur für ihre bessere Bewaffnung, für bessere Werkzeuge der systematischen Überwachung und Unterdrückung, doch das Böse selbst können sie nicht aufhalten.

Sie können es noch nicht mal theoretisch erfassen, darum sind sie so oft fassungslos, wenn sie ihm begegnen. Da ist der Schamane oder indianische Zauberpriester gefestigter, er weiß sofort, was los ist: Depressionen, Massenmord oder Wirtschaftskrise – da ist der Teufel am Werk. Sie haben es gut, diese magischen Menschen: ein Zauberspruch hier, ein Kräuterchen dort, etwas räuchern – schon ist sie fort, die Depression, der Geist im Massenmörder gebannt, der Fluss der Wirtschaftsgüter harmonisiert.

Wir hingegen züchten „Bloodlands“ … eins nach dem anderen. Wie es dort unter anderem aussieht, beschreibt die Welt in einem Artikel über „die Ökonomie der Apokalypse“:

Die Verhungernden aßen zunächst ihre Haustiere, dann Gras, schließlich machte sich der Kannibalismus breit. Eltern aßen ihre Kinder, Kinder ihre Eltern. In einem Waisenhaus entdeckte die Erzieherin, dass die Kinder über das schwächste Kind hergefallen waren und an ihm knabberten, während es selbst aus dem eigenen Körper Fleischstücke riss und in den Mund stopfte.

Wundert man sich über die Genese des neuen Mythos: der Zombie, der sich von seinen Mitmenschen ernährt? Er berührt reale Ängste. Hitler und Stalin betrieben die Ökonomie der Apokalypse (Deutschland hat dabei den ersten Platz gemacht – aber dankenswerterweise den Krieg verloren) – ebenso wie die Bundesrepublik Deutschland durch Hartz IV: die Streichung der Regelsätze ist im Prinzip (noch nicht in der Dimension – aber das ist der kleinere Schritt) ein Teil der Ökonomie der Apokalypse, der zu solchen Erscheinungen führen kann, wie wir sie im russischen Waisenhaus vorfanden: „Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“.

Das ist einfach nur Böse – und das ist die Kategorie, in die der Massenmord von Oslo gehört. Da geht es nicht um den albernen Streit von „rechts“ und „links“, in dem es lediglich darum geht, wer dieses Jahr etwas mehr Geld bekommt: der angestellte Manager oder die angestellte Fachkraft weiter unten, hier geht es um allergrundsätzlichste Erscheinungsformen des Bösen – über das man als Phänomen auch nicht weiter diskutieren muss oder diskutieren kann, eine Grenze die auch die Psychologie nicht überschreiten kann:

Da er offenbar nicht manifest schizophren oder wahnhaft ist, muss man aus psychiatrischer Sicht von einer schweren Form einer schizoiden Persönlichkeitsstörung ausgehen, die vordergründig „normal“ daher kommt.

Persönlichkeitsstörungen (Hitler, Goebbels, Pol Pot, Kim Jong-il etc., die Liste ist sehr lang) können in ihrer Gefährlichkeit wesentlich aggressiver sein als wahnhaft-schizophrene Erkrankungen.

Normale Menschen kennen „das Böse“ als emotionale Wahrheit – es ist ein Problem der Software. „Schwere Form einer schizoiden Persönlichkeitsstörung“ ist eine schöne Worthüle, die im Prinzip nichts aussagt, als genau das: das war ziemlich böse.

Wie böse nun die Erfinder von Hartz IV waren, entscheidet sich an ihren Intentionen, da sie aber im Prinzip die Waffe „Hunger“ als legitimes Mittel im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit im eigenen Volk eingesetzt haben, können sie schon mal in jene Schublade gesteckt werden, in denen die Stifter von „Bloodlands“ liegen.

Der Massenmord von Norwegen, die deutschen Hungersanktionen oder die Zunahmen an Geisteskrankheiten der weitgehend untödlichen Art sind jedoch nicht die einzigen Erscheinungsformen des Bösen – der US-Haushaltsstreit kann schon in wenigen Wochen zu einem Kollaps der Weltwirtschaft führen und zu einer Wirtschaftskrise, die mehr Hunger in die Welt setzt als alle anderen Krisen zuvor. Eine Gesinnung, eine Haltung, die solche Möglichkeiten billigend in Kauf nimmt, ist schlichtweg – böse, so böse wie der Gebrauch von Massakern als Marketinginstrument – gleichwohl ist es auch sehr vernünftig – einfach mal die Täter selbst fragen.

Es ist nicht nur ein Attentäter, der uns auf besonders drastische Art und Weise klar macht, das das Böse durch Technik nicht aufzuhalten ist. Aus der Sicht anderer Kulturen ist es eine breite Offensive des Bösen, die die Welt des weißen Mannes überrollt, aber der weiße Mann selbst kann das nicht mehr sehen. Er liegt tot im Gras, obwohl er das teuerste und modernste Handy der Welt besaß. Das Handy … hätte ihn aber auch nicht vor dem Hunger beschützt.

Den „Experten“ in den „Talkshows“ mag dies alles entgehen, aber ich glaube, das die ganz normalen Menschen dieses Gefühl für das Böse mit anderen normalen Menschen aus anderen Kulturkreisen teilen – wo man Babys als Pfand behält, ist etwas sehr Böses am Werk. Die Menschen fühlen sich allein gelassen mit ihrem Erleben (und trotz der Exorzisten merke ich diese Tendenz auch bei Katholiken), das in den gigantischen naturwissenschaftlichen Theoriengebäuden keinen Platz findet, Theoriengebäuden, die in erkenntnistheoretischer Hinsicht noch luftiger sind als die Channelingphantasien der Esoterik – die Erforschung „extrasolarer Planeten“ wird zwar staatlich finanziert (um nur ein Beispiel zu nennen) – aber hat auch nur einer mal einen gesehen? Es sind Theorien, die sich auf Hypothesen, Annahmen und Vermutungen stützen, aber aus Kreisen und Politik und Wirtschaft gerne als „Wahrheit“ durchgesetzt werden, wobei man jene, die sie anzweifeln, gerne mal als „psychisch krank“ darstellt.

Soll es etwa gesund sein, Geld für die Erforschung extrasolarer Planeten auszugeben, wofür man Kindern von Arbeitslosen den Hartz IV-Satz streicht?

Es sind auch Erfahrungen dieser Art, die den Menschen das Gefühl vermittelt, das etwas Böses umgeht – und ich vermute, das sie deshalb in die Passivität versunken sind. Das Böse hat eine Nebenwirkung, die jeder kennt: es macht Angst, Angst wie die vier Reiter der Apokalypse, gerne als Krieg, Pest, Hunger und Tod dargestellt – wobei der vorzeitige Tod gemeint ist, nicht der Alterstod. Der dritte Reiter steht im Übrigen auch für … Inflation.

Nun kann man die Frage stellen: sollen wir jetzt eigentlich alle den Exorzisten zu Hilfe rufen?

Ich hoffe, das man so weit nicht gehen muss.

Aber wir könnten den Blick für das Böse schärfen und es benennen, wo wir es antreffen – und all jenen Versuchen widerstehen, des es verharmlosen wollen, es als absurden Sonderfall der Geschichte verniedlichen und möglichst so schnell wie möglich verdrängen wollen. Dazu gehört, das wir ein kritisches Auge auf jene Menschen haben, die das Böse bewußt und gezielt fördern: einfach, weil sie es „geil“ finden:

Schaut man sich Breiviks Steuererklärungen aus den vergangenen Jahren an, fällt auf, dass er schon seit 2006 kein offizielles Einkommen mehr hatte. Trotzdem explodierte sein Vermögen im Jahr 2007 von 7471 auf 631.663 Kronen – rund 81.000 Euro. Eine Erklärung dafür gibt es bislang nicht. 

Solche Menschen gibt es nicht?

Oh doch. Die Krone unserer Gesellschaft (bzw. der US-Leitkultur) pflegt einen solchen Kult, in der symbolische Kinderopfer vor einer Eulenstatue dargebracht werden. Erinnert man sich, das die Eule u.a. die kinderfressende Dämonen Lillith darstellen kann. Ob und wie diese Kultisten nur in ihrer College-Vergangenheit schwelgen oder aus Überdruss und Langeweile zum puren Vergnügen einfach mal das fördern, was Alltags verboten ist (… wer meint, das wäre ein befremdlicher Zug, der sollte  sich mal den Kölner Karneval genauer anschauen …) kann letztlich nicht beurteilt werden, solange Geheimhaltung oberstes Gebot dieser Zirkel ist.

Solche Menschen aber … werden Wirtschaftskrisen nicht verhindern.

Sie finden sie „geil“ – gibt Superbilder im Fernsehen, Splatterhorror vom Feinsten … alles live und real. Für solche Bilder geben auch heute schon Menschen viel Geld aus.

Die naturwissenschaftliche Kultur wird die Massenvernichtung von Menschen nicht aufhalten können – aus naturwissenschaftlicher Sicht spricht nichts dagegen … eher etwas dafür: die genetische Vielfalt könnte sich erhöhen, wenn man den Menschenanteil am genetischen Material reduziert. Manch einer wollte schon als tödlicher Virus wiedergeboren werden, um die Welt vor den Menschen zu schützen – wer weiß, was solche Leute jetzt gerade wieder anrichten. Die naturwissenschaftliche Kultur ist ratlos, fassunglos und machtlos, wo sich das Böse entfaltet, weil … das Böse eben ein geisteswissenschaftliches Problem ist, das aber nicht durch die Tatsache verschwindet, das die eigene Wissenschaft keine Kategorie hat, die es erlaubt, es wahrnehmen zu können.

Für Naturwissenschaftler sind aus dieser Sicht extrasolare Planeten realer als Massenmörder – letztere sind einfach viel zu unvernünftig, als das man sie ernst nehmen könnte. Andererseits ist das Massaker als Marketinginstrument

Und schon wissen wir, das es einen ganz einfachen Grund für die Zunahme des Bösen in der Welt geben könnte: wir ignorieren es bewusst – bis es uns tötet.

Deshalb scheint es mir verständlich, das die Menschen sich Mythen zuwenden, in denen das Böse direkt bekämpft wird, anstatt das man nur dauernd über seine schlimmen Folgen klagt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Norwegen, die Attentate und die westliche Heuchelei: Breivik ist kein Einzeltäter!

Norwegen, die Attentate und die westliche Heuchelei: Breivik ist kein Einzeltäter!

Für uns zivilisierte Westeuropäer ist die Schreckenstat von Norwegen nahezu unverständlich – jedenfalls vermute ich das, wenn ich die mediale Entsetztheit wahrnehme, die sich täglich weiter ausbreitet.  Nicht, das Entsetztheit an und für sich etwas Schlechtes wäre … aber sie tritt halt in Deutschland und der westlichen Zivilisation nur in ganz bestimmten Momenten auf.  Die Hungerkatastrophe in Afrika (eine von vielen) hat jetzt nicht dazu geführt, das wir in Schweigeminuten unsere Betroffenheit vorführen. Was ist mit den Irakern? Eine Million sind einem Angriffskrieg der USA und ihrer Verbündeten zum Opfer gefallen … wo sind die Kerzen, wo die Betroffenheit? Was ist mit Afghanistan? Da sterben noch jeden Tag Menschen – zum Teil auch durch unsere Soldaten? Gab es nach Kunduz Kerzen? Libyen – ein weiteres aktuelles Beispiel … Kerzen? Wo sind die Psychologen, die sich Gedanken über die Psyche der Killer machen … und über die Psyche der Entscheider?

„Menschen töten keine Menschen“ – erläutert mir heute ein Psychologe in der Welt.  Es läge angeblich nicht in ihrer „Natur“.

Man wird mir nun entgegenhalten: „Moment, das eine ist ja eine Naturkatastrophe, das andere sind Kriege – das ist ja etwas ganz anderes.“

Ja, das erzählt man uns seit vielen Jahrhunderten, aber es gab mal eine Zeit, da durfte man offen aussprechen, was wahr ist: „Soldaten sind Mörder.“ Es liegt nämlich nicht in der Natur des Menschen, Menschen zu töten … und deshalb ändert die juristische Definition „Krieg“ nichts an der Tatsache, das es der menschlichen Natur widerspricht, so zu handeln. Wir hatten ja in Europa inzwischen auch eine lange Zeit des Friedens erlebt – ganz anders als in früheren Jahren. Was war der Unterschied zu früher? Wir haben gelernt, das „Frieden“ nicht vom Himmel fällt, das es Menschen gibt – ja, sogar ganze Parteien und gesellschaftliche Gruppen – die Krieg direkt anstreben.

Warum? Warum sollten Menschen, denen das Töten nicht im Blute liegt, so etwas anstreben?

Nun, zum einen gibt es eine Kaste, die nicht ausgestorben ist, aber die Kunst des Menschentötens über Jahrhunderte als Sport gepflegt hat: den Adel. Aus seinen Kreisen kommen die ersten, wenn „zu den Waffen gerufen wird“.

Dann gibt es jene, die durch Krieg gut verdienen: die Wirtschaft. Da gibt es einige interessante Positionen in den Versorgungsketten (je weiter hinten, umso spannender), die risikofreie Vermögen versprechen.

Und es gibt natürlich jene, die „unnormal“ sind, jene Minderheit, die gerne mal Menschenleben auslöscht. Aus ihnen kann man gute Soldaten machen – und hat man von ihnen zu wenig, so kann man es den anderen andressieren.

Weil wir das wissen und aus der Zeit von 1933 – 1945 viel gelernt haben (wenigstens dazu war sie gut), haben wir darauf geachtet, das die Rahmenbedingungen in Europa – das „Klima“ sozusagen – das Heranwachsen von Mördern nicht fördert. Wir nannten das „soziale Marktwirtschaft“. Seitdem wir anfangen, darauf zu verzichten, bekommen wir ein Problem mit Amokläufern.

Kommen wir nun nach Norwegen, zu jenem Attentat, das uns so sehr entsetzt, weil ein Einzeltäter fast die Regierung eleminiert und ein Jugendcamp ausgelöscht hat.

Tun wir mal so, als wäre es ein Einzeltäter – eine Sicht, die mir überhaupt nicht behagt, weil … der Mensch, der nicht dazu neigt, Menschen zu töten, ein gewisses Klima braucht, in dem seine Mordneigungen wachsen können. Dieses Klima wird aber seit einigen Jahren bewußt und gezielt gezüchtet – auch in Deutschland. Seitdem haben wir auch ein Problem mit Amokläufen … aber das verdrängen wir gern.

Wer das Klima sät?

Nun – in Deutschland all jene, die die Werte der alten Bundesrepublik nicht in sich tragen. Man kann sie leicht erkennen – meist sind es Juristen, die erstmal prüfen lassen, ob man nicht irgendwie durch raffinierte Tricks um diese Werte herumkommen kann – geht es nicht, wird das Grundgesetz gerne auch mal umgeschrieben. Es sind aber auch jene, die einfach mal so Bomben auf Serbien werfen, Arbeitslose verhungern lassen (natürlich nur, wenn die nicht gehorchen!), in Afghanistan einmarschieren oder jedwede andere Form von Ungerechtigkeit betreiben und so dem Volk vorleben: „Ungerecht sein ist ok, solange nur genug Gewinn übrig bleibt!“. Da pflegt man Freundschaften zu Vermögensabschneidern, nimmt Jobs von Konzernen an oder verpflichtet sich ihnen gegenüber durch „Ehrenwort“ zum Stillschweigen, macht ein bischen Stimmung gegen Ausländer

Wenn dies vorgelebt wird … so darf man sich über die Folgen nicht wundern. Man kann nicht einen Sarrazin zu jeder Talkshow einladen und medial auch sonst künstlich aufblasen, den Hass auf den bösen Türken an jeder Straßenecke fördern, gleichzeitig aber groß über „zu wenig Einwanderung“ klagen und dann glauben, das das gut geht.  Dort, wo von oben Hass gepredigt und von Massenmedien in breiter Front vorgetragen wird, wird es irgendwann eine Entladung der Ängste geben – auch in Form von Gewalt.

Ist er ein Einzeltäter?

Nein. Einmal abgesehen von den Zeugenberichten … hat er zuvor für seine Gesinnung eine breite Unterstützung in den Medien gefunden: die gesamte Islamhasserei ist mit Schuld an solchen Taten, ebenso jene, die die Ausübung tödlicher Gewalt gegen Menschen verniedlichen, jene, die Kriege für ein normales politisches Instrument halten und das in der Öffentlichkeit so verkaufen und jene, die menschliches Leben als … unterschiedlich wertvoll darstellen.

Dort, wo der Arbeitslose, der Kranke, der Behinderte, der Alte, der Arme, der Ausländer oder der Dumme als weniger Wert betrachtet wird als der heilige Leistungsträger, muss man sich nicht wundern, wenn Obdachlose im Park mal mit Benzin überschüttet und verbrannt werden: es gibt da einen direkten Zusammenhang zwischen menschlicher Bestialität und der Förderung von Werten in der Kultur, in der sie leben.

Was unterscheidet seinen persönlichen „Krieg“ eigentlich von einem „richtigen Krieg“ … unseren „richtigen“ Kriegen, die wir immer häufiger zu führen pflegen?

Im richtigen Krieg tötet man geplant und überlegt.

Das hat er getan.

Im richtigen Krieg bereitet man sich gründlich vor.

Das hat er getan.

Im richtigen Krieg tötet man keine Unschuldigen.

Das hat er auch nicht getan … in seinem Weltbild waren die alle schuldig.

Im richtigen Krieg trägt man eine Uniform

Das hat er getan.

Im richtigen Krieg schickt man vorher eine Kriegserklärung.

Das hat er getan.

Im richtigen Krieg gehen die Befehlshaber kein persönliches Risiko ein.

Das allerdings … ging er ein. Warum die Polizei ihn nicht erschossen hat, ist mir jetzt noch ein Rätsel. Warum sein „Manifest“ eine solche Verbreitung findet, ebenfalls. Es war doch sein Wunsch, das seine Form von „Mein Kampf“ durch seine Tat Beachtung findet … und wessen Wunsch war es, den Täter und Polizistenmörder lebend zu fassen? War da vielleicht … der Wunsch eines Förderers im Spiel? Möchte man nicht die Option auf einen zukünftigen Helden verspielen?

Auf keinen Fall war Anders B. Breivik ein Einzeltäter. Er war ausführendes Organ der Stammtischprediger,  Hassblogger und Leitartikelschreiber, deren beständiges Predigen gegen Arbeitslose, Zigeuner, Juden, Türken und Moslems ja nur ein Ziel hat: das es denen „mal jemand richtig zeigt!“

Das hat er dann einfach mal getan … und sich auch ganz bewusst als ein solches ausführendes Organ verstanden.

Die Frage ist, ob gewissen Paralellen in Worten und Phantasiebildern den Verdacht erhärten können, das hier ein Wahnsinniger gezielt instrumentalisiert worden ist … und wozu eine solche Tat denn überhaupt dienlich sein sollte.

Nun, die Frage nach „cui bono“ – wem würde es nützen – kann man nicht stellen, wenn man es mit wahnhaften Menschen zu tun hat, die Erlöser züchten wollen. Darum weise ich immer gerne mal darauf hin, das das Denken dieser Menschen nicht immer den Vorstellungen der Aufklärung folgt (und in Wirtschaft und Naturwissenschaft direkt in einer erzkatholische Götzenanbeterei samt Priesterschaft mündete) und sich auch nicht immer mit westlichen Wertvorstellungen deckt.

Manche wollen einfach nur Opfer bringen, weil ihr religiöses System das so verlangt.

Andere finden es cool, wenn sie jemanden dazu motivieren können, dafür zu sorgen, das einfach mal so ein paar dreckige Linke und Nigger ins Gras beißen.

Wieder andere finden es ziemlich geil, Napalm auf Kinder zu werfen … oder Luftminen zu erfinden, die nach Kinderspielzeug aussehen.

Ich bin mir sicher, das es schon jetzt Stammtische gibt, die den norwegischen Massenmörder feiern. Insgeheim, verstohlen, verborgen … aber voller Zufriedenheit, weil „der“ es „denen“ mal „richtig gezeigt hat“ – so wie ein Hitler es „denen“ „auch mal richtig gezeigt hat“.

Das ist krank, wahnhaft, verrückt … aber dadurch nicht irreal und es gibt konkrete Kreise, die das auch fördern – in unterschiedlichem Ausmass, manche nur mit Geld, manche nur mit Worten, andere … mit mehr.  Wir verdrängen das gerne, wie wir auch die Tatsache der eigenen Sterblichkeit verdrängen – wohl der Hauptgrund dafür, das der erschossene Europäer im Nachbarland für soviel mehr Entsetzen sorgt als der erschossene Afghane. Es erinnert uns daran, das auch wir sterben werden – und das uns dieses Attentat in unserem Verdrängen stört, macht uns noch wütender.

Wir verdrängen die beständig fortschreitende Verrohung unserer Kultur.

Wir verdrängen den beständigen Verfall westlicher Werte.

Wir verdrängen die Folgen des gezielten Schaffens neuer „Untermenschen“.

Und jetzt hat jemand dafür gesorgt, das wir im Gesicht des Attentäters … eigentlich unser eigenes Gesicht erkennen. Fein rasiert, gut angezogen, höflich und nett … kaufen wir doch auch jeden Mist, an dem Kinderblut klebt – wenn nur der Preis stimmt, oder?

Nein, Anders B. Breivik ist kein Einzeltäter. Er ist das voraussagbare Ergebnis einer degnerierenden Kultur.

Und es soll mir keiner klar machen, das damit nicht zu rechnen gewesen wäre.  Die Tagesschau zumindest hätte es wissen können:

Wie andere rechtspopulistische Parteien im Norden hetzen auch die Protagonisten der norwegischen Fortschrittspartei gegen die traditionell liberalen Gesellschaften Skandinaviens, sehen sich in einer Art „Endkampf“ um den vermeintlichen Untergang der abendländischen Kultur. Wer mit solchen Parolen antritt, schafft ein politisches Klima, das im Extremfall auch Menschen wie den mutmaßlichen Attentäter zu ihren Taten antreiben kann.

Sag ich doch. Und im Extremfall kann man auch nach einzelnen wahnhaften Individuen Ausschau halten, die bereit zur Tat sind … und nur noch einen kleinen Schubs brauchen.  Man hält doch nicht umsonst umfangreich Ausschau nach „High Potentials“.

Hat bei Hitler doch auch geklappt.

Und ebenso wie damals … haben heute alle von allem nichts gewusst – mal abgesehen von der Tagesschau.

 

 

 

 

Massaker in Norwegen: Hintergründe und Schreckensmeldungen

Wieder einmal hat der Terror zugeschlagen - diesmal in einem Land, das als ausserordentlich friedlich gilt: Norwegen. Jahrzehntelang hat man uns vor dem islamistischen Terror gewarnt. Spätestens seit dem 11.9.2001 hätte doch die ganze westliche Welt wissen sollen, das die Zeiten der friedlichen Koexistenz vorbei sind, das ein brutaler Krieg tobt, der auch und gerade vor Unschuldigen nicht halt macht, der sich nichts dabei denkt, auch Kinder in Gefahr zu bringen und nun demonstriert, das er auch vor der Regierungsgewalt nicht halt macht und nicht zögert, selbst den gewählten Ministerpräsidenten eines friedlichen europäischen  Landes in Gefahr zu bringen.  Wie üblich bei allen Terroranschlägen der letzten Jahre ist der Täter ... reich, gebildet und weiß. Darauf jedoch ... werden wir eigentlich nie hingewiesen.

Wieder einmal hat der Terror zugeschlagen – diesmal in einem Land, das als ausserordentlich friedlich gilt: Norwegen. Jahrzehntelang hat man uns vor dem islamistischen Terror gewarnt. Spätestens seit dem 11.9.2001 hätte doch die ganze westliche Welt wissen sollen, das die Zeiten der friedlichen Koexistenz vorbei sind, das ein brutaler Krieg tobt, der auch und gerade vor Unschuldigen nicht halt macht, der sich nichts dabei denkt, auch Kinder in Gefahr zu bringen und nun demonstriert, das er auch vor der Regierungsgewalt nicht halt macht und nicht zögert, selbst den gewählten Ministerpräsidenten eines friedlichen europäischen  Landes in Gefahr zu bringen.  Wie üblich bei allen Terroranschlägen der letzten Jahre ist der Täter … reich, gebildet und weiß. Darauf jedoch … werden wir eigentlich nie hingewiesen.

Wir wissen ja, wo die Gefahr herkommt: wenn da so ein Ölauge mit Bart und Turban die Straße entlanggeht, dann wollen wir doch am liebsten schon im Schützengraben Stellung beziehen.  Oder die klassische Hartz-IV-Familie: Papa, Mama und drei Kinder, die als Takko-Lords die Straßen unsicher machen: da möchten wir doch gleich schießen. Wie wohler ist es uns, wenn da ein blonder, blauäugiger Unternehmer in feiner Kutte entlangschreitet, der klassische Musik liebt, Body Building betreibt, dem adeligen Sport des Jagens frönt und als Lieblingslektüre Kants Kritik der reinen Vernunft angibt, wie die Welt berichtet: da wird uns gleich warm uns Herz, wir eilen, um unsere Töchter vorzuzeigen und unsere Söhne zum Vorstellungsgespräch zu treiben.

Doch genau solch ein edler Mensch hat jetzt gerade mindestens 91 Menschen in den Tod befördert – eine Tat, die umso bedrohlicher ist, als wir noch einige Millionen Menschen mit dem handelsüblichen Täterprofil in unserer nächsten Umgebung herumlaufen haben. Kein Wunder also, das sich die Medien nach Kräften bemühen, den Täter klein zu reden.

„Der Täter ist offenbar ein Rechtsextremist!“ – so urteilt heute erstmal die Welt.  Das soll uns beruhigen. „Der ist nicht wie wir, der ist irgendwie anders“ … das soll die Angst davor nehmen, das ortsansässige Unternehmer ebenfalls zur Waffe greifen und sich der „viel-zu-vielen“ Mitmenschen entledigen, die diese Erde mit ihren schmutzigen Füssen treten, die zu dick sind, zu krank, zu arm, zu schwach, zu links, zu dumm,  zu ausländisch oder zu unchristlicht, als das man sie in unserer Mitte dulden könnte.

Die norwegische Polizei ist sich laut „Focus“ über den rechtsextremistischen Hintergrund noch nicht so ganz sicher – aber offensichtlich reicht es, wenn man ein christlicher, konservativer Biobauer ist, der keinen ausgesprochen islamfreundlichen Hintergrund hat, um als rechtsradikal zu gelten. Warum uns das Handelsblatt unbedingt darüber informieren muss, das islamistische Terroristen den Anschlag feiern, erschließt sich einem nur dann, wenn man sich vergegenwärtigt, das Präsident Obama sich laut Berliner Zeitung schon recht schnell zu dem Anschlag geäußert hat:

US-Präsident Obama rief zu einer stärkeren Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terror auf. „Es ist eine Mahnung, dass die gesamte internationale Gemeinschaft dazu beitragen muss, dass solch ein Terrorakt nicht passiert“, sagte Obama in Washington.

Auch aus Russland sind laut Welt Töne zu vernehmen, die ebenfalls  irgendwie den Eindruck hinterlassen, das man etwas sagen möchte, obwohl man eigentlich nicht weiß, was los ist:

Kremlchef Dmitri Medwedjew verurteilt den Doppelanschlag als ungeheures Verbrechen. „Die Organisatoren dieser sinnlosen Tat müssen zur Verantwortung gezogen werden“, schreibt er in einem Telegramm an die Regierung in Oslo. Für die Ermordung friedlicher Bürger gebe es keine Rechtfertigung.

„Organisatoren der Tat“ … weiß der mehr als wir? Oder hat der zuvor „Deutsche Welle“ gehört, die über einen US-Geheimdienstskandal in Norwegen berichtet hat:

Leiter der im Jahr 2000 gegründeten Organisation SDU (Surveillance Detection Unit) sei ein pensionierter Ex-Chef der Antiterror-Einheit der norwegischen Polizei, hieß es in den Berichten. Neben dem früheren Antiterrorchef sollen mehrere ranghohe ehemalige Beamte der Kriminalpolizei, des Militärs und der Zivilbereitschaft als SUD-Mitarbeiter tätig gewesen sein und sich so ein Zubrot zu ihren Pensionen verdient haben. Sie sollen von einem Gebäude in der Nähe der US-Botschaft in Oslo die Überwachung mehrerer hundert Einheimischer organisieren.

Nun … solche Verwicklungen könnten erklären, warum der Täter für die norwegische Polizei nach Angaben des „Spiegel“ „aus dem Nichts“ kam, obwohl man gleichzeitig mutmaßt, das er seine Anschlag schon seit 2009 geplant hatte … und extra deshalb eine „Farm“, einen „Biobauernhof“, eine „Gemüsezucht“ oder einen „Betrieb“ gründete, der es ihm erlaubte, an Düngemittel zur Bombenproduktion heran zu kommen.

Woher er das Geld hatte, werden wir vielleicht nie erfahren, brauchen wir auch nicht, weil wir ja schon ausreichend informiert sind: im Hintergrund der Tat lauern – nur für den Fall, das die rechtsradikalen Ansichten nicht ausreichen, auch noch die gemeingefährlichen „Videospiele“ und der auch in Deutschland schon mehrfach in Verdacht geratene „Schützenverein“.

Wir werden wahrscheinlich auch nie erfahren, was einen Menschen, der Kant liest (eine Arbeit, die laut meines ersten Philosophiedozenten mit einer Seite pro Tag im Studium anzusetzen ist – wegen der Komplexität der Materie), klassische Musik hört und sich als christlich definiert dazu in die Lage versetzt, kaltblütig ohne Erfahrung mindestens 84 junge Menschen zu erschiessen – und zum Teil gezielt mit Kofpschüssen hinzurichten. „Kalt wie Eis“ soll er sein … was in meinen Augen dem Profil jener Menschen entspricht, die den Sozialstaat zum Minimalstaat ausbauen wollen wie der Nato-Generalsekretär Rasmussen, der als vorheriger dänischer Regierungschef einen Kurs fuhr, der den Massenmörder aus Norwegen wohl gefreut hätte:

Im Golfkrieg 2003 unterstützte die Regierung Fogh Rasmussen die USA und entsandte ein dänisches Kontingent in den Irak. Wie in anderen europäischen Staaten war dieser Krieg auch in Dänemark sehr umstritten.

Die Regierung nahm restriktive Änderungen in der Ausländerpolitik vor. Das dänische Ausländerrecht gilt seitdem als das schärfste Europas und wurde 2004 vomMenschenrechtskommissar des Europarats gerügt. 

Natürlich distanziert sich Rasmussen jetzt von den Taten, laut Spiegel rügt es sie als „abscheulichen Akt der Gewalt“, ähnliches dürfte Gaddafi über die von der Nato geworfenen Bomben denken. Natürlich dürfen wir den Nato-Generalsekretär jetzt nicht als „rechtsradikal“ beschimpfen, er dürfte sich gegen solche Vorwürfe wohl auch erfolgreich wehren können.

„Reich, gebildet, weiß“ scheint ein ziemliches Sicherheitsrisiko zu sein, eine Terrorgefahr nicht nur für linke Jugendliche in Norwegen. Wenn ich jetzt noch bedenke, das der gute Mann sich auch für die Freimaurerei interessierte, habe ich keinerlei Zweifel mehr, das er guten Stoff für viele Verschwörungstheorien abgeben wird.

Es gibt nur einen, der sich über die Tat nicht wundern wird, der keine weiteren Fragen dazu haben wird noch umfangreiche Theorien zu ihrer Erklärung braucht: Pater Pedro Barrajón, der laut Welt in Rom Kurse für angehende Exorzisten gibt:

Der Teufel ist überall gegenwärtig, wo Böses innerhalb der normalen Naturgesetze geschieht. In jedem, der sagt, ich akzeptiere die Liebe nicht, die Liebe zu meinen Brüdern und Schwestern, die Liebe zu Gott. Also an sehr vielen Orten, in allen Massakern, in jedem Mord, in physischen Katastrophen, in jedem Konzentrationslager, in jedem Bösen. Manchmal manifestiert er sich merkwürdigerweise aber auch in Fällen von Besessenheit. Sehr viel gefährlicher ist er aber, wo er sich nicht zu erkennen gibt und nicht mit einem Exorzismus vertreiben läßt. Keine Frage.

Man spottet gerne über sie, gerade im Kreise der Atheisten mokiert man sich über die Vielzahl neuer Exorzisten, die der Vatikan gerade ausbildet, über ihre Erwartung einer Zunahme der Fälle von Besessenheit, die ganz normale Bürger in … Mörder … verwandeln.

Ich denke da auch gerade an Jakob Lorber, der innerhalb der christlichen Kirchen ja den Status einer „Neuoffenbarung“ hat und uns eine Beschreibung teuflischen Wirkens hinterlassen hat:

Tanz, Hurerei, Groll, Schelten, Fluchen, Rauben, Stehlen, Lügen, Stolz, Hochmut, Prahlerei, Ehrabschneidung, Neid, Geiz, Hoffahrt, Fraß, Völlerei, Spott und Hohn gegen Jesus, Pracht, Mode, Luxus u.ä als vollkommene, untrügliche Zeichen des allerintensivsten Besessenseins 

Wie gut, das wir wissen, das das alles Unfug ist … denn schaue ich mal in das Programm des Privatfernsehen – oder einfach in die alltägliche Welt der reichen, gebildeten weißen Menschen dann könnte ich mir vorstellen, das ein Herr Lorber Panik bekommt … und ich würde verstehen, warum die Kirche die Zahl ihrer Exorzisten aufstockt.

Wie es scheint, erwarten die noch mehr.

„Allerintensivstes Besessensein“ … könnte man vergleichen mit einer ansteckenden Geisteskrankheit. Wie gut, das es so etwas  nicht gibt, außer … in einem Spiegelartikel aus dem Jahre 1979, dessen Link leider nicht funktioniert:

…sondern wahrscheinlich „Rassismus die einzig ansteckende Geisteskrankheit“ sei, mithin „Rassismus das öffentliche Gesundheitsproblem …

Und da sind wir wieder mitten in Norwegen.

Das Abwenden von der natürlichen Welt der Schöpfung und das Aufgehen in der künstlichen Zivilisation treibt uns in Wahnsinn und Dekadenz

So urteilen Esoteriker, beziehen sich auf die „Wetiko-Seuche“, die der „Weiße Mann“ über die Welt gebracht hat. Noch eine Perspektive, aus der man sich nicht wundert – Indianer sind vielleicht auch leichter zu tolerieren als Exorzisten, obwohl beide zu einem ähnlichen Ergebnis kommen: es läuft gerade etwas gewaltig schief in unserer Welt … in der Massaker schrecklich normal geworden sind – ebenso wie Rassismus, Tanz, Hurerei, Groll, Schelten, Fluchen, Rauben, Stehlen, Lügen, Stolz, Hochmut, Prahlerei, Ehrabschneidung, Neid, Geiz, Hoffahrt, Fraß, Völlerei, Spott und Hohn gegen Jesus, Pracht, Mode, Luxus.

Ob es da Zusammenhänge geben könnte … mit den Werten, die Medien tagtäglich vermitteln? Mit der Tatsache, das es in Ordnung ist, Menschen zu verachten, weil man ihnen ihr Geld stehlen konnte und sie ihre Arbeitskraft nicht mehr gewinnbringend verkaufen können, das es in Ordnung ist, mit Bomben um sich zu schmeißen, weil einem der Nachbar nicht gefällt oder in andere Länder einzumarschieren, weil man einen „Verdacht“ hat?

Ich denke … darüber wird man in den westlichen Medien seltener nachdenken: über die schlichte Tatsache, das die norwegischen Massaker keine Ausnahme in einer Kultur sind, sondern eine direkte Folge ihrer Werte und ihres Lebensstils.

 

 

 

 

 

 

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