Sterben

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Sterben empfohlen – eine Echttoderfahrung. Wissenschaft ist Herrschaftsmacht

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Samstag, 6.6.2015. Eifel. Haben Sie schon mal über den Tod nachgedacht? Ach – das habe ich Sie schon oft gefragt, nicht wahr? Ja – ich mag es, an Tabus zu kratzen, Dinge, über die man nicht reden darf, über die man nicht nachdenken darf noch über die man gründlich nachforschen darf sind der Tod einer jeden Demokratie – und wenn die Demokratie stirbt, folgen Armut, Folter, Einsamkeit und Furcht auf dem Fuße. Wer will das schon wirklich – als: für sich.

Der Tod ist – dass denke ich, kann man so sagen – ein Tabuthema, dabei wären gerade wir aufgeklärte Menschen des Westens mit unserer perfektionierten Reanimationstechnik die ersten, die das Mysterium des Todes entzauben könnten – doch das geschieht nicht, allenfalls durch Einzelkämpfer, die abseits des „Mainstream“ wundersame Berichte sammeln von Menschen, die alles andere als „Nichts“ nach dem Moment des Sterbens erlebt haben. Was wäre es für ein Wunder, wenn wir durch wissenschaftlich solide Arbeit aufarbeiten könnten, dass der Tod – wie seit anbeginn der Menschheit vermutet – nur eine Transformation darstellt, ähnlich der Verwandlung von Eis in Wasser oder Wasser in Dampf, eine Transformation, die das belebende Element in der Materie aus dem Zustand des „eingefroren seins“ befreit und es auf eine weitere Reise schickt.

Eingefroren? Ja, da habe ich so eine Erinnerung an Physiker, die meinten, Materie sei nur eingefrorene Energie – doch viel weiter gedacht haben die da nicht. Erinnert mich wieder an die Katharer, jene christliche Gemeinschaft, die von ihrer Umwelt den Namen „die Reinen“ mitbekommen hatten, weil sie den Versuch gestartet hatten, die christliche Lehre in reinster Form zu leben – meistens zogen sie paarweise, als Mann und Frau predigend durch die Lande, jedenfalls so lange, bis die weltlichen Mächte – damals Kirche und Staat – sie vollkommen ausrotteten: mit Feuer und Schwert. Ein kompletter Völkermord – aber wir reden heute kaum noch drüber.

„Die Reinen“ hatten die Mächtigen sehr gestört – und Sie merken schon: ohne Politik geht gar nichts, auch nicht das Tabu, über den Tod nicht zu reden. Ja – es macht Sinn, jegliche Spiritualität und Mystik aus dem Leben der Menschen zu verbannen, wenn man sie zu reinen, profitbringenden Arbeitsameisen dressieren will, die nichts anderes tun, als den ganzen Tag die ihnen zugewiesene Arbeit im Ameisenstaat perfekt zu erledigen – ein Grund, warum man auch Arbeitszeiten seit der Steinzeit endlos ausdehnt. Kaum zu glauben: die Primitiven haben 3-4 Stunden am Tag gearbeitet – inklusive Hausarbeit. Wir – die „Fortschrittlichen“ – kommen auf ein Vielfaches von denen, fürchten uns aber davor, wieder in der Steinzeit zu leben, wo uns die vielen Lebenskrücken (Auto, Fernseher, Stereoanlagen, Handy, krankmachende Vielfresserei) nicht mehr zur Verfügung stehen – Krücken, die wir eigentlich nur brauchen, um unseren Horroralltag zu bewältigen … bzw. um uns vor der Degeneration unsere sozialen und natürlichen Umwelt zu verstecken.

Jemand, der sein Sein auf bloßen Materialismus reduzieren läßt, wird schon aus purer Angst vor dem „schwarzen Mann“ jeglichen Gedanken an Widerstand gegen die Mächtigen sein lassen, er ist reduziert auf die einzige Wahrheit, die man ihm erlaubt: er ist eine plumpe, zufällig entstandene Materieballung, die täglich mehr der absoluten Vernichtung entgegentaumelt. Solche Menschen sind leicht zu führen – und sie riskieren auch nichts. Hätten wir diese Lebensphilosophie schon früher gehabt: wir wären nie von den Bäumen herunter gestiegen, noch hätten wir unsere Höhle verlassen. Heutzutage … wären wir einfach erloschen – wegen mangelndem Wagemut.

Denken Sie z.B. an die Wikinger, rauhe, materiell orientierte Menschen, ein Händlervolk, dass sich mit billigen kleinen Nussschalen auf den wilden Atlantik gewagt hat – oder in die noch viel gefährlichere Nordsee – um ein Abenteuer zu wagen. Niemand konnte ihnen garantieren, dass sie nicht einfach auf hoher See verhungern, von Ungeheuern verschlungen, von Stürmen zerschlagen werden – oder vom Rand der Welt fallen. Die Wikinger hatten aber einen anderen Rahmen – einen Jenseitsrahmen. Wer mutig in der Schlacht stirbt – oder bei einem großen Abenteuer – der wird mit den Göttern zusammen in den ewigen Jagdgründen schmausen. Ach nein – „ewige Jagdgründe“ – das waren die Indianer. Egal – man findet Jenseitsvorstellungen überall, auch heute im Islam, weshalb „der Westen“ ihn für so gefährlich hält. Religöse Menschen sind ziemlich schlecht steuerbar, ja, sogar den Fluch der Arbeitslosigkeit, den Hass ihrer Mitmenschen, die Verachtung der Gesellschaft ertragen sie ohne Verlust an Lebensqualität und Glücksempfinden: womit will man solchen Menschen noch drohen?

Gut – die „Nussschalen“ der Wikinger waren geniale Konstruktionen, wie wir sie heute kaum besser hinbekommen könnten, doch im Vergleich zu einem „Traumschiff“ schon sehr abenteuerlich.

Oder – nehmen wir etwas anderes: Liebeskummer. „Herzschmerz“ – sozusagen. Wird auch nur noch wenig drüber gesprochen, aber wenn sie mal das Glück hatten, große Liebe zu erfahren und dann das Ende erfahren müssen, werden Sie wissen, was ich meine: jene scheinbar unerträgliche Qual, die real Schmerzen im Herz verursacht – doch das Herz schmerzt gar nicht (hat gar keine Schmerzrezeptoren, meint mein Arzt): die Seele hat Qual. Jene Seele, deren Existenz wir schon völlig vergessen hatten.

Wir sind schon wieder vom Thema abgekommen, meinen Sie? Nein, überhaupt nicht. Wir müssen schon ein wenig auf die Realität der Existenz feinerer Strukturen im menschlichen Sein hinweisen, um plausibel darzustellen, dass der plumpe Materialismus große Schwächen hat – mal davon abgesehen, dass er dem einzelnen Menschen wenig nützt.

Natürlich kennen Sie die Todesangst – jenes Vernichtungsgefühl, dass mit einem Herzinfarkt einhergeht. Ja – das gibt es wirklich, doch auch hier müssen wir genauer hinschauen. Wir bewegen uns – behalten wir mal kurz dieses Bild bei – in einem Zustand „eingefrorener Materie“ – und unterliegen somit den Gesetzen des Eises, d.h.: natürlich merkt der Geist aufgrund seiner Verzahnung mit dem Eis (der gefrorenen Materie), wenn seine Zellen verrückt spielen: für die bedeutet der Tod in der Tat absolute Vernichtung – allerdings nur die Vernichtung ihrer Form, nicht ihrer Essens: hier geht nichts verloren, die Atome bleiben im Sarg liegen … und wandern durch gefräßige Würmer weiter, um das Leben weiter zu tragen. Das ist nur ein zu großer Horizont für eine kleine Zelle, die nur ihrer Programmierung folgt und bei Bedrohung ihres Auftrages häßliche Botenstoffe ausschickt, um den „Fahrer“ (also: uns) zu warnen. Ihr Auftrag? Weiterverbreitung ihres DNA-Strangs. Es gab sogar mal Wissenschaftler, die meinten: nur darum gibt es den Menschen – er ist eine geniale Konstruktion der Zellen, um ihren Auftrag besser zu erfüllen als andere Zellen dies vermögen … beispielsweise der Brontosaurus.

Was wäre das für eine Welt, in der so etwas direkt in der Schule gelehrt wird, in der Schüler sich diese Erkenntnisse selbst erarbeiten dürfte, um ihre eigene Welt zu gestalten … anstatt nur Füllmasse für die Maschinenwelt zu werden, die eine kleine Weile noch Menschen braucht, bis sie endlich völlig aus eigener Kraft existieren kann – doch das ist ein anderes Thema. Ach was – wo wir schon mal dabei sind: das ist kein anderes Thema: die Maschinenkultur ist Quelle jener „Wissenschaft“, die seit 300 Jahren den Planeten verarbeitet. Angeblich kamen sie, um uns das Leben zu erleichtern – doch im Jahre 2015 finden wir uns in Zuständen wieder, dass uns jeder Kleinbauernhof wie ein Paradies vorkommt: unsere Welt ist so „reizvoll“ geworden, dass sogar Kinder lieber den Tod durch Selbstmord suchen, als sich dieser Realität zu stellen: soziologisch ein einzigartiges Phänomen der Maschinenkultur.

Dieses Thema bewegt auch die Seelen der Menschen, Filme, die sich diesem Thema nähern, sind erstaundlich erfolgreich: „Terminator“ zeigt eine Welt, in der die Maschinen den Menschen den Krieg erklärt haben, „Star Trek“ zeigt uns „Borg“, Maschinenwesen, die alles Leben vernichten wollen, „Star Wars“ zeigt uns eine Republik, die durch Banken, Konzerne und Maschinen (und einer Prise purem Bösem) vernichtet wird – unsere Kinos sind voll dieser Geschichten, wie untotes, seelenloses Leben (das wären Maschinen aus der Sicht der Religion) die Menschheit verdrängt und vernichtet … doch auch das ist ein anderes Thema.

Einen Himmel für Maschinen gibt es nicht – im Sinne der sechsdimensionalen Mathematik des Burghard Heim werden sie nie die Qualität des Menschen erreichen, der erkennbar im fünf- und sechsdimensionalen Bereich arbeiten kann – was wären das für wunderbare Geschichten für den Schulunterricht, für unglaubliche Perspektiven für die Menschheit, gäbe es nicht auch noch die gute alte Politik.

Ja – wir glauben an die „Wissenschaft“ – was auch völlig in Ordnung ist. „Wissen ist Macht“ … dass haben wir in vielen tausend Jahren erleben dürfen. Was wir leicht verdrängen: „Wissenschaft“ ist dadurch auch „Herrschaftsmacht“ – und da schließt sich plötzlich der Kreis, der uns direkt zum Tabu des Todes führt: in einer Zivilisation mit „reiner“ Wissenschaft hätten wir nach einer kurzen Phase der Besinnung herausgefunden, dass die Beobachtungen, die weltweit in den Intensivstationen der Unikliniken gemacht werden, nur einen Schluß zulassen: das materielle Weltbild funktioniert, ist aber nicht erschöpfend – das menschliche Bewusstsein ist eine eigenständige Realität, nicht zwingend ewig an die Materie gebunden.

Nun- Sie merken vielleicht, dass ich diesmal gar keine Links gesetzt habe, um meine Hypothesen plausibel darzulegen, denn: ich wollte Ihnen nur ein Buch ans Herz legen: Sterben empfohlen! Eine Echttoderfahrung, geschrieben von Leander Moss (ein Pseudonym), veröffentlicht 2015, ISBN 978-3-7375-4149-7.

Ich kenne den Autor persönlich (nein, das ist jetzt keine geschickte Schleichwerbung für ein neues Buch von mir), habe das Buch gelesen und dachte: wow, was für eine spielerische Leichtigkeit, sich dem Thema Tod durch einen humorvollen, unterhaltsamen und wendungsreichen Abenteuerroman zu widmen, der ganz nebenbei viele Beobachtungen aus der Literatur und den älteren religiösen Schriften der Menschheit zu einer Geschichte vereint, die einem klar macht, wie es nach dem Tod weitergehen könnte. Nebenbei begegnet man auch Kermit, dem Frosch und einem bekannten, riesenhaften Wildhüter aus „Harry Potter“ – doch ich möchte da nicht vorgreifen.

Natürlich könnte ich auch die klassischen Werke der Thanatologie empfehlen – das ägyptische Totenbuch, das tibetanische Totenbuch, ja auch die Bibel – jene Werke, deren Inhalt so vielfältig die Beschreibungen der Todeserfahrungen der Menschheit wiedergeben, die wir uns langsam durch unerwartete Folgen moderner Reanimationstechnik erschließen müssen: aber wem wird durch die Maschinenkultur schon noch genug Muße gelassen, einmal soviel Zeit für sich selbst opfern zu dürfen, dass er dicke alte Bücher lesen könnte.

Und wer mag, darf sich nach der Lektüre dieses Buches auch ein ganz klein wenig mutig fühlen: es ist schon ein Akt des Widerstandes, sich um Wissen zu bemühen, dass die gegenwärtige Wissenschaft und Herrschaftsmacht für unerwünscht hält, weil es die Produktivität stören – oder, auf Deutsch gesagt: die Ausbeutbarkeit vermindern kann.

Jetzt werden Sie sagen: schön und gut – aber ich bin nunmal traurig, wenn ein Mensch stirbt: ist das nicht der Beweis dafür, dass der Tod zu fürchten ist und sterben nicht zu empfehlen sei? Nun – ordnen Sie diese Gefühle einfach mal der Kategorie „Liebeskummer“ zu – anstatt der Kategorie „endgültige Vernichtung allen Seins“, dort sind sie besser angesiedelt. Es ist die Abwesenheit eines geliebten und geschätzten Menschen, die uns traurig macht – und der etwas egozentrische Kummer, dass er uns nicht mehr zur Verfügung steht.

Außerdem: bedenken Sie eins – auch noch so viele Furcht vor dem Tod wird sein Kommen nicht verhindern, auch wenn uns die bunte Werbewelt täglich stundenlang suggeriert, dass wir ewig leben und ewig konsumieren werden und mit jedem Konsum noch viel glücklicher werden als gestern. Warum soll man sich eigentlich sein Leben lang davor fürchten, was man sowieso nicht verhindern kann? Wenn Sie sich sehr vor dem Tod fürchten – haben Sie sich schon jemals vor der Zeit vor ihrer Geburt gefürchtet? Nein? Wie auch immer: das ist der gleiche Zustand gewesen.

Also: viel Spaß mit „Sterben empfohlen“!

 

 

 

 

Leben … und Glück.

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Mittwoch, 6.5.2015. Eifel. Gestern wären fast einige Kinder im See am Dorf ertrunken. Ist ein großer See, fahren Ausflugsdampfer drauf. Es war Orkan, der Wind blies stark – so stark, dass die Betreuer der Kinder lieber in einem Café Zuflucht suchten als ihren Job zu machen. Die Kinder durften natürlich mit den Kanus auf den See – klarer Fall. Kinder zählen in Deutschland nicht viel, sind Minderleister, kosten nur viel Geld und stören die Erwachsenen beim Lebensgenuss. Gut – sie sind gerettet worden: Hubschrauber, Schnellboote, Rettungswagen, Notärzte … alles war schnell vor Ort, sonst wären jetzt wieder ein paar Leben ausgelöscht. Zeit, sich mal wieder ein paar Gedanken über „Leben“ zu machen.

Leben lässt Ihre Haut altern.

In der Tat hat Leben einen Pferdefuß: man wird jeden Tag ein wenig häßlicher und kann immer weniger mit den auf Hochglanz polierten Werbefotos mithalten. Man sollte diese Aufnahmen eigentlich verbieten, denn: für einen superschönen Menschen fühlen sich neunhundertneunundneunzig minderwertig, wenn er tagtäglich groß in allen Formaten als lebenswerter „Standard“ gepriesen wird.

Leben enthält Benzol, Nitrosamine, Formaldehyd und Blausäure

Leben enthält sogar noch viel mehr solcher schwer verständlichen Stoffe. Erinnert mich an eine aufschlussreiche Diskussion, die ich mit einem Mitarbeiter hatte – Diplombiologe mit Hang zu Greenpeace und deren Studien. Ich bat ihn, nicht im Auto zu rauchen, weil das eine ziemliche Schadstoffkonzentration hervorrief. Was folgte, war ein Vortrag über Studien von Greenpeace zur Qualität der Luft in Innenstädten, die aufgrund der Autoabgase derart verseucht war, dass zusätzliche Belastung durch Zigarettenrauch kaum noch ins Gewicht fiel. Schade, dass Autos nicht die gleichen Aufkleber wie Zigarettenpackungen haben.

Leben kann die Spermatozoen schädigen und schränkt die Fruchtbarkeit ein

Ja, das kann es. Und noch viel mehr.

Leben kann zu Durchblutungsstörungen führen und verursacht Impotenz

Nun – Leben verursacht auf jeden Fall Durchblutungsstörungen. Schon in der frühen Kindheit wachsen die kleinen Äderchen zu – und irgendwann im Alter sind die kleinen Äderchen dann dicht. Kann auch impotent machen, so ein Mist.

Leben verursacht Lungenkrebs

Ja, das tut es. Verstärkt seit den Atombombenversuchen der „Großmächte“. Die winzig kleinen strahlenden Teilchen fliegen seitdem durch die Welt, suchen sich Lungengewebe, in das sie sich ennisten können und bringen die Programme in den Zellen durcheinander. Gut, dass geschieht jeden Tag, Krebs hat jeder – doch Plutonium sorgt dafür, dass die Immunabwehr nicht mehr dagegen ankommt.

Leben führt zur Verstopfung der Arterien u. verursacht Herzinfarkte und Schlaganfälle

Wie erwähnt – das geschieht von Anfang an. Das ärgert viele. Da glaubt man den Prophezeiungen der Konsumindustrie, dass man ewig jung und gesund bleiben wird, wenn man nur alles richtig macht: 80 Stundenwoche, Eigenheim mit großem Garten, dreimal im Jahr ab in den Urlaub, 4 Stunden täglich vor dem Fernsehr, um „auf dem Laufenden zu bleiben“ – und gerade, wenn man das Programm abgearbeitet hat, fällt man einfach tot um. Geschieht übrigens auch bei Sportlern – bei denen (das haben mir Kardiologen der Uniklinik Hamburg versprochen) geschieht das sogar noch früher, weil die Ladung der biologischen Baterie des Herzens begrenzt ist. Groß – aber begrenzt. Wer früh viel davon abruft … fällt mit Ende vierzig einfach um.

Leben in der Schwangerschaft schadet Ihrem Kind

Ist klar: wenn etwas so viel Schaden verursacht, dann kann das auch in der Schwangerschaft nicht gut sein. Streß schädigt das Kind übrigens auch: Straßenlärm (scheußliche Geräusche für so empfindliche Ohren), Umweltgifte (über die Schadstoffbelastung in Städten haben wir ja schon gesprochen) und Ängste der Mutter um ihren Arbeitsplatz sowie die kaum bezahlbaren Rechnungen: dass alles kriegt das Kind ab. Stört keinen.

 Lebende sterben früher

… oder später. Wir haben nur einen sehr geringen Einfluss drauf. Mein Vater – schwer geschädigt durch „Arbeit“ (eine unangenehme und im Prinip sehr schädigende Form von „Leben“, weshalb man dafür früher extra Entschädigungen in Form von „Lohn“ bekam – war fanatischer Nichtraucher. Starb mit 69. Sein Widersacher – Kettenraucher, mutmaßlich Alkoholiker – wurde 80.

Leben macht sehr schnell abhängig: Fangen Sie gar nicht erst an!

Wem muss man das noch sagen? Leben ist etwas, was man ausgesprochen gerne tun kann. Nun – eingepfercht in den verseuchten Städten (beliebter Wohnraum übrigens für „unwertes Leben“: Arme, Alte, Kranke, Arbeitslose – einfach mal die Mietstufenkategorien der Wohngeldstelle durchforsten, man findet dort Hinweise auf akzeptable Unterbringung von Arbeitslosen – die kriegen Mietstufe 1 …oft verbunden mit starker Belastung durch Industrieabgase) merkt man das nicht so – aber in freier Natur kann schon Begeisterung für „Leben“ aufkommen. Es ist schön bunt, riecht gut, klingt schön – insgesamt ein Gewinn.

Ihr Arzt oder Apotheker kann Ihnen dabei helfen, das Leben aufzugeben

Ja – das machen die in der Tat häufiger als einem lieb ist. In Deutschland erheben wir die Zahl der iatrogenen (von griech. Iatros: der Heiler, der Arzt) Todefällt nicht, dafür ist die Ärztelobby zu stark: aber jedes Jahr löschen die mindestens eine Stadt wie Aachen aus. Warnhinweise auf Arztkittel werden sie jedoch nicht finden.

Hier finden Sie Hilfe, wenn Sie das Leben aufgeben möchten:
(Telefonnummer/Postanschrift/Internetadresse/Befragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker)

Ja, in der Tat. Wie ich erst heute las, haben Ärzte die Aktion T4 (Vernichtung unwerten Lebens, hier: geistig eingeschränkte Menschen) noch weit über 1945 hinaus praktiziert, ich warte gerade noch auf konkrete Quellenangaben dazu. Dabei brauche ich gar keine Ärzte, um das Leben aufzugeben … es endet ganz von allein, immer und für jeden.

Leben kann zu einem langsamen und schmerzhaften Tod führen

Ja – das kann es. Das kann es nicht nur: das macht es sogar immer. Kein Tod ist lustig. Der Tod steht an dem Ende jedes Lebens – und je mehr man sein Leben geliebt hat, umso schwerer fällt der Abschied. Auch wenn die Seele sonstwo hinreisen mag: die Zellen folgen ihrem Programm und kämpfen ums Überleben – mit aller Macht. Da wird der Körper mit Botenstoffen überschüttet, die äußerst unangenehme Gefühle hervorrufen: darauf sollte man sich einstellen. Oder man macht es wie mein Vater: er stand mitten in der Nacht auf, irrte durch die Wohnung und murmelte „ich muss jetzt gehen“. Meine Mutter brachte ihn zurück ins Bett … am nächsten Morgen bekam ist erst eine Nierenkolik – und bei der eilligen Rückkehr nach Hause einen äußerst unangenehmen Anruf, während ich auf den Notarzt wartete – einen Tag vor dem Geburtstag meiner Tochter.

Schützen Sie Kinder – lassen Sie sie nicht den Hauch des Lebens einatmen

Ja – das macht Leben aus – seit 3000 Jahren. Gott haucht Lehm und Matsch an – und schon wandert der Haufen Unrat begeistert durch die Welt. Das macht Angst – weshalb sich immer mehr Menschen vor dem Leben verstecken: Tagsüber in Bürotürmen, zwischen durch in möglichst dicke Blechkisten, Nachts in eingezäunten Ego-Tempeln und vor dem sprechenden Bild, das ihnen die ganze Zeit ihr Leben stiehlt. Man sollte Kinder wirklich davor schützen.

Wer das Leben aufgibt, verringert das Risiko tödlicher Herz- und Lungenerkrankungen

Das ist in der Tat die Konsequenz davon: wer gar nicht mehr lebt … oder die Lebendigkeit seines Geiste wo weit wie nur irgend möglich reduziert … geht auch kein Risiko mehr ein. Kinder – sind da noch ziemlich lebendig.

Nun, lieber Leser, sie haben es vielleicht erkannt: das habe ich mir ein paar Sprüche von Zigarettenpackungen geklaut (Quelle: rauchfrei.de) In der Tat war ich ein wenig angefressen: letztes Wochenende hatte ich Familienbesuch, wir haben Fotos aus fast einem Jahrhundert Familiengeschichte durchgeschaut und ich war verblüfft, wie alt man trotz Rauchen und Übergewicht werden kann, wenn man nur genug Freude im Leben hat. Und natürlich war ich verärgert, dass mein Vater so früh gehen musste: seine Enkel hätten mehr von ihm verdient. Er hatte wenig Freude, war Handwerker – im Alter sind deren Knochen kaputt. Sagt man einem nicht während der Ausbildung.

Sicherlich:  niemand wird mir verkaufen können, dass das dauerhafte Einatmen von Qualm gesund – oder auch nur unschädlich ist. Normalerweise würden wir davon kotzen, wenn der Tabak nicht mit großen Mengen Lakritz vermengt wäre, die den Würgereflex bzw. den Hustenreiz unterdrücken. Es wäre einfach, dass Rauchen unattraktiv zu machen, in dem man einfach mal die Lakritze ´rausläßt – aber Verantwortung hat halt in diesem Land nur der Konsument. Das mit den Lakritzen … weiß ich von meinem schon lange und recht früh gestorbenen Freund Hugo (starb an Liebeskummer), der für die Zigarettenindustrie an der Automatisierung gearbeitet hat … er war als Raucher sehr überrascht, was wirklich alles in dem Tabak ist. Seiner Meinung nach bestand der Inhalt von Zigaretten nur noch zu 10 % als Tabak, der Rest war Müll. Eigentlich schade, dass ich ihn da nicht noch mal fragen kann.

Deshalb sind die Warnhinweise auf Zigarettenpackungen sinnvoll – aber sie gehören auch auf Apotheken, Arztkittel bzw. Arztpraxen, auf Autos, auf Flugzeuge, auf Jobcenter (ja: Hartz IV macht zusätzlich sogar noch psychisch krank, während Rauchen für einen gewissen entspannten Zustand sorgen soll, in der Psychiatrie – da habe ich mehrere Praktika gemacht, aus beruflichen Gründen – rauchen die Patienten deshalb stark, um die Nebenwirkungen der Medikamente zu kompensieren), auf Bürogebäude, auf industriell gefertigte Nahrungsmittel, auf Stadtschilder, Schiffe, Fernseher, Handys, Panzer (und Waffen jeder Art) und … Arbeitsplätze.

Aber um die ganzen Dinge … kümmern wir uns nicht. Wir konzentrieren uns auf den Kampf gegen das Rauchen … und sind damit so abgelenkt, dass wir nicht merken, wie uns der Rest des Lebens durch die Finger rinnt.

Die Kinder auf dem See … waren in Lebensgefahr. Das Wasser ist noch eisig kalt – was ich bestätigen kann … habe mal einen Fuß ´reingehalten. Nee … das dauert noch, bis man dem See einen Eifelphilosophen anvertrauen kann. Das dauert noch sehr lange.

Aber … sie waren sehr lebendig. Ich hatte sie während meiner Arbeit vom Fenster aus gesehen. Kleine bunte Kanus tanzten mutig auf den Wellen, kämpften tapfer gemeinsam gegen den Sturm.

Wären wir doch auch so solidarisch, so tapfer, mutig und kämpferisch … man würde uns nicht so sehr unser ganzes Leben an der Nase herumführen können – oder unsere Arbeitslosen in Mietstufen der Kategorie 1 langsam vergasen lassen.

Stattdessen … lassen wir uns von Warnschildern durchs Leben jagen, bis es urplötzlich ein Ende hat … ein Ende, über das wir nur ungern sprechen.

Ach – jetzt habe ich Ihnen den Tag versaut, nicht wahr?

Als Entschädigung: eine kleine Erkenntnis über Glück:

Glück ist reines Sein.

Wer sich vergisst,

wer ganz in dem ist, was er tut,

der ist glücklich.

(Quelle: Anselm Grün, 365 Tagesimpulse, Herder 2012, Seite 63).

Soll  ich mal ganz fies sein? Gespeist durch die Enttäuschung über die ganzen uralten Raucher in meiner Familie und im Zorn über die durch „Arbeit“ vernichteten Menschen, die mit Ende dreissig schon wie uralte Menschen aussahen, ohne dass ein Warnhinweis während der Ausbildung sie über die Folgen der Arbeit aufgeklärt hätte, möchte ich gerne einen Satz bilden:

Rauchen … ist reines Sein.

Stimmt auch. Eine Kurzzeitmeditation (so nannte es – glaube ich – der Herr Fromm) … die tödlich sein kann. Tödlich – wie das Leben selbst. Doch Rauchen … kann manchmal zum Tode führen.

Das Leben schafft dies IMMER! Zu jeder Zeit. Auch vor dem Fernseher, selbst dann, wenn man noch so nach der Fortsetzung seiner Lieblingsserie giert.

Das wird nur super verdrängt.

 

 

 

Lasst uns doch Oasen bauen … oder heilige Orte.

Montag, 6.2.2012. Eifel. Die Welt wartet auf eine Entscheidung - wieder einmal wurde ein Ultimatum gestellt: wenn Griechenland nicht bis heute Mittag der drastischen Verarmung seiner Bevölkerung zustimmt, wird das Land zwangsverarmt. Gehaltskürzungen und Reduzierung des Mindestlohns wird gefordert - bei einem Land, das ein Durchschnittseinkommen von 23900 Euro hat (Deutschland: 42400) und einen Mindestlohn von 3,80 Euro -  siehe Zeit. Forderungen wie im Krieg: die Herrscher des Nachbarlandes wollen Tributzahlungen, sonst .... zeigen sie, das sie auch anders können. Wir wissen, das die Einsparungen zu einer weiteren Rezession führen werden, die wiederum die Wirtschaftsleistung des Landes schwächt, was wiederum die Neuverschuldung nach oben treibt - will man nicht noch mehr Menschen auf den Straßen erfrieren lassen. Trotzdem machen wir das. Wir? Ja, wir alle. "Wir sind Deutschland", schon vergessen? "Wir" sind auch mittelbar beteiligt an der Folterung des ehemaligen Botschafters Libyens in Paris: immerhin haben wir die Folterer an die Macht gebracht. Für Gaddafi waren wir nicht verantwortlich - für die Zerschlagung des sozialsten afrikanischen Staates schon. Doch das ist noch nicht alles.

Montag, 6.2.2012. Eifel. Die Welt wartet auf eine Entscheidung – wieder einmal wurde ein Ultimatum gestellt: wenn Griechenland nicht bis heute Mittag der drastischen Verarmung seiner Bevölkerung zustimmt, wird das Land zwangsverarmt. Gehaltskürzungen und Reduzierung des Mindestlohns wird gefordert – bei einem Land, das ein Durchschnittseinkommen von 23900 Euro hat (Deutschland: 42400) und einen Mindestlohn von 3,80 Euro –  siehe Zeit. Forderungen wie im Krieg: die Herrscher des Nachbarlandes wollen Tributzahlungen, sonst …. zeigen sie, das sie auch anders können. Wir wissen, das die Einsparungen zu einer weiteren Rezession führen werden, die wiederum die Wirtschaftsleistung des Landes schwächt, was wiederum die Neuverschuldung nach oben treibt – will man nicht noch mehr Menschen auf den Straßen erfrieren lassen. Trotzdem machen wir das. Wir? Ja, wir alle. „Wir sind Deutschland“, schon vergessen? „Wir“ sind auch mittelbar beteiligt an der Folterung des ehemaligen Botschafters Libyens in Paris: immerhin haben wir die Folterer an die Macht gebracht. Für Gaddafi waren wir nicht verantwortlich – für die Zerschlagung des sozialsten afrikanischen Staates schon. Doch das ist noch nicht alles.

Jetzt wollen wir Syrien zerschlagen, um dort neue Folterer an die Macht zu bringen. China und Russland sind dagegen – offenbar sind sie nicht bereit, ein neues Libyen zu aktzeptieren … was uns zeigt, das sie die „Großwetterlage“ offensichtlich anders beurteilen als die westlichen Medien. Auch hier stehen die Zeichen auf Sturm – ein Krieg droht, wenn Diplomatie versagt: Russland hat die Souveränität Syriens garantiert, will notfalls militärisch eingreifen, Kriegsschiffe liegen schon vor Ort (wir berichteten). Unsere Legenden von syrischen Gräueltaten werden jenseits unserer Medienwirklichkeiten nicht mehr geglaubt – es gab zu viele Legenden dieser Art.

Die Gräuel in Serbien, die Gräuel in Afghanistan, die Gräuel im Irak – um nur einige zu nennen. Wir haben Organhändler gedeckt, den Opiumanbau wieder zugelassen (und von deutschen Soldaten sichern lassen), ein Land in Chaos versinken lassen, in dem türkische Truppen jetzt nach belieben Kurden jagen dürfen.

Oder diese Klimawandellegende – warum machen eigentlich China und Konzerne in den USA bei dem Geschäft zur Rettung der Welt nicht mit,  haben die etwa einen zweiten Planeten im Schrank?

Nebenbei erfahren wir, wie Politik wirklich gemacht wird: durch Korruption und Lügen. Finanzgruppen kaufen sich Politiker um gute Geschäfte zu machen – ein Blick in die Hintergründe der deutschen Wirtschaftswelt lässt einen nur noch Schaudern und an ein schlechtes TV-Drama denken. Alle machen gute Geschäfte auf unsere Kosten – und belügen uns über die Folgen, so lange es geht. Später dürfen wir dann erfahren, das der Euro wirklich ein Teuro war:

So kam heraus, dass vor und nach der Euro-Bargeldeinführung 2002 die im Alltag wichtigen Preise tatsächlich um mehr als 10 Prozent stiegen, während der amtliche Verbraucherpreisindex zwischen 1 und 3 Prozent schwankte

Was ist das eigentlich für ein Monstrum, das uns ständig Dinge tun lässt, die wir eigentlich gar nicht wollen? Wann fangen wir an, uns zu fragen, warum das alles geschieht, ohne das man uns fragt, ob wir das wirklich gut finden? Hätte man uns gefragt, ob wir eine neue Währung wollen, die zehn Jahre später die griechische Volkswirtschaft vernichtet und uns zehn Prozent unseres Vermögens kostet – wir hätten NEIN gesagt. Ich zumindestens – ich mag Griechenland, esse gerne Gyros und wollte da noch mal Urlaub machen. Ich glaube, das kann man als Deutscher jetzt erstmal vergessen. Immerhin stellen wir auch gerade ein Ultimatum an ein anderes Land.

Wir haben aktuell hunderte von Kältetoten in Europa – denken aber darüber nach, Wohnraum massiv zurückzubauen, weil im Osten Deutschlands die Dörfer sterben.

Wäre es vermessen, zu fordern, sie einfach mit jenen Menschen zu besiedeln, die in unserer Hochleistungsgesellschaft nicht mehr mithalten können – weil sie arm sind, krank, behindert oder einfach auch andere menschliche Werte leben wollen – jenseits von Organhandel, Ultimaten, Betrug, Korruption und Leiharbeitsschwindel?

Wir hätten auch einen Grund, so zu verfahren. Wir brauchen dringend Oasen, in denen ein anderes Leben möglich ist, ein menschliches Leben, ein Leben jenseits der Hochleistungsvolkswirtschaftsvernichter, Organvermarkter und Kriegstreiber. Wir brauchen es für uns selbst, für uns alle. Jeder von aus braucht es – die Superreichen wie die Superarmen. Beide brauchen Schutz vor den Räuberhorden dieser Gesellschaft, die als „Berater“ und „Manager“ helfen, das eigene Leben nicht mehr leben zu können – und das eigene Leben leben zu können, scheint für Menschen das Wichtigste zu sein.

Fünf Dinge, die Sterbende am Meisten bedauern bennent heute die Welt. Alles Dinge, für die man kein Geld braucht – aber einen Ort, sie leben zu können. Mehr nicht.

1. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“

2. „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet“

3. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken“

4. „Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten“

5. „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein“

Für uns Menschen … der wichtigste Artikel des Jahres. Das kann man schon jetzt sagen. Wir arbeiten hart, verplempern unwiderbringliche Lebenszeit für unseren Konzern oder unsere Behörde (und laden dabei oft auch viel Schuld an Gräueltaten auf unsere Schultern), kaufen all die Dinge, von denen die Medien uns sagen, das sie uns glücklich machen, opfern Freunde, Familie und unser eigenes Leben für die Karriere … und bereuen es zutiefst, wenn die Show vorbei ist.

Wären wir glücklich … wie leicht könnten wir andere Menschen glücklich machen. Wie leicht könnten wir den Menschen in Griechenland Geld schenken, sie als Freunde gewinnen und dafür kostenlos bei ihnen unterkommen, wenn wir unsere Griechenlandrundreise machen.

Die Erkenntnisse kommen von einer Palliativpflegerin, die aufgrund ihrer Beobachtungen ihr Leben geändert hat:

Sie ändert ihr Leben, als sie erkennt, dass es vor allem die späte Erkenntnis ist, die ihre Patienten unglücklich macht. „Rückblickend kann ich sagen, dass auch ich mich zu lange so verhalten habe, wie es von mir erwartet wurde“, sagt sie und meint damit ihre frustrierenden Jahre in der Bank.

Die Australierin arbeitet heute wieder als Sängerin und Songschreiberin, sie gibt im Internet Kurse für Persönlichkeitstraining und schreibt einen Blog. 

Wäre schön, wenn wir uns alle so ändern könnten. Das ginge nicht? Das werden die Reichen niemals zulassen?

Falsch. „Die Reichen“ wollen als Menschen, als biologische Wesen, nichts anderes als unsere Obdachlosen. Sie wollen weniger arbeiten, mehr Freunde haben, ihr eigenes Leben leben, glücklich sein. Nur die Psycho- und Soziopathen unter ihnen wollen etwas anderes.

„Die Reichen“ können auch anders:

Der Busunternehmer Ken Grenda hat seinen Beschäftigten unverhofft Millionen Dollar an Boni gezahlt – für deren harte Arbeit und Loyalität. Die Mitarbeiter konnten ihr Glück nicht fassen. Viele glaubten an einen Fehler bei der Bank.

Man sieht: die Übergangsphase in eine neue Wirtschaftsordnung ließe sich finanzieren. Und wenn man zuwenig Reiche findet, die Oasen der Ruhe, des Friedens und der Geborgenheit schätzen können, in denen sie – unbehelligt von „Beratern“ und „Managern“, die ihnen goldene Berge versprechen aber sich eigentlich nur selbst das Vermögen aneignen wollen, das sie eigentlich verwalten sollten – ihr eigenes Leben leben können.

Während meiner Ahnenforschung stieß ich auf einen Berufszweig, der heute unbekannt ist: den „Kolonisten“, Menschen, die im Osten (bis hinein in die Sowjetunion) das Land fruchtbar machen sollten. Was spricht eigentlich dagegen, die Dörfer im Osten Deutschlands nicht „zurückzubauen“, sondern das Geld, das bislang für Gabelstaplerscheine und Bewerbungstraining ausgegeben wurde in den Aufbau Ost zu stecken – in Projekte, die menschliches Leben fördern, wider den Wahn der Moderne, in der nur noch jeder gegen jeden kämpfen soll, bis alle todunglücklich sind?

Warum investieren wir eigentlich so wenig in die Erforschung alternativer Lebensstile, alternativer Wirtschaftsformen, alternativer Gesellschaftsformen, wo wir doch Geld genug haben, Häuser genug und Menschen in Massen?

Die Antwort auf diese Frage gibt uns die Unternehmensberatung Knill und Knill in ihrem Exkurs über die Macht der Manipulation: ich wollte, dies würde Schulfach werden. Detailliert erfahren wir hier, wie man uns Dinge verkaufen kann, die wir bewusst nie annehmen würden – und auf wie vielfältige Art uns „objektive Berichterstattung“ an der Nase herumführt. Die meisten von uns können sich aber solch ein „Medientraining“ gar nicht mehr leisten, wir arbeiten so hart an unserem Unglück, das wir gar keine Zeit haben, uns das notwendige Werkzeug für echte politische Souveränität aneignen zu können.

Wie das Leben in Oasen aussehen könnte – mit viel Musik, eigener Jacht, eigenem Hof, wirtschaftlicher Autarkie und viel mehr Glück als der Job bei der Bank zeigt vielleicht die Familie Klein-Jasedow, die aus dem altenTemenos-Projekt entstanden ist. Ich kenne das Projekt nicht im Detail (mag aber die Photos) … aber ich kenne den Begriff:

Das Temenos (griech. Τέμενος für Heiligtum, pl. die Temene; von temno – abschneiden ) bezeichnet den umgrenzten Bezirk eines (ursprünglich griechischen) Heiligtums.

Wenn es eine Herausforderung der heutigen Zeit gibt, dann sicher diese: wieder heilige Orte bauen, Orte, die im wahrsten Sinne des Wortes heilen sollen – und Schutz bieten vor den Gewalten der Welt, vor künstlich ins Leben gerufenen Nöten und Zwängen. Es gibt genug Menschen dafür, genug Orte – und auch genug Geld.

Bringt man all dies zusammen, können Wunder entstehen … über die die Nachwelt noch lange reden wird, weil sie davon enorm profitieren kann: die Zukunft kann wieder ein Gesicht bekommen, das das Leben lebenswert macht.

Vor allem aber … können Menschen wieder Hoffnung schöpfen auf ein sinnerfülltes Leben, an dessen Ende man mit einem Lächeln im Gesicht abtreten kann – anstelle von Wut, Enttäuschung oder Reue.

Das wäre dann eine Revolution, für die man nicht verhaftet werden kann.

 

 

 

Vergänglichkeit

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Vergänglichkeit

© Jotha

Alles im Leben ist endlich. Deshalb sollten wir nicht nur trauern, wenn wir etwas verloren haben, sondern auch dankbar sein, dass wir es gehabt haben.

Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.

In Erinnerung an meine vorgestern verstorbene Mutter.

Charons Fähre

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Charons Fähre

© Jotha

Vergessene Gräber

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Vergessene Gräber

© Jotha

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