Statistik

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Deutschland schlägt Schweden bei der Übersterblichkeit

Henning Rosenbusch

NachDenkSeiten-Podcast

„Schweden ist gescheitert“, „Schweden hat versagt“ und „der schwedische Sonderweg ist beendet“ – diese Narrative zogen sich im vergangenen Jahr, mit wenigen Ausnahmen, durch die deutsche Medienlandschaft: Nichts davon ist wahr und die Belege dafür werden immer deutlicher.

BIN ICH EIN CORONALEUGNER – PANIKMACHE VS VERHARMLOSUNG

LMU-Statistiker: Keine Corona-Übersterblichkeit – Deutsche Datenqualität „einzige Katastrophe“

Übersterblichkeit oder nicht? Kaum eine Frage ist für das Corona-Geschehen 2020 entscheidender. Der Statistiker Göran Kauermann kritisiert den allzu laxen Umgang mit den entsprechenden Zahlen. Eine Übersterblichkeit geben die Zahlen laut dem Experten nicht her.

An oder mit Impfung gestorben?

Die Erfassung „laborbestätigter Fälle von Covid-19“ sollte umgehend auch für Impfschäden angewendet werden.

Ein Standpunkt von Peter Frey.

Wann wird endlich eine Statistik eingeführt, welche konsequent jeden Menschen aufsummiert, der nach einer Impfung starb — sagen wir bis mindestens einen Monat nach der Impfung? Bei der Erfassung von angeblichen Coronaopfern hat man das ja schließlich auch seit Beginn der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufenen Pandemie in eben dieser Art und Weise praktiziert.

In Bezug auf Todesfälle und Krankheitssymptome welche bei Geimpften kurz nach Verabreichung des mRNA-Impfstoffes von Pfizer/BioNTech festgestellt wurden, gelten andere „Regeln“. Während „laborbestätigte Fälle“ und „an oder mit Covid-19 Gestorbene“ unverändert die Mitteilungen der Massenmedien dominieren, beeilt man sich im Falle von Impfkomplikationen, jeden Zusammenhang mit der Impfung auszuschließen. Das Eine wie das Andere, ja mehr noch deren gleichzeitige Anwendung weist auf Interessenkonflikte hin, auf weisungsgebundene Informationspolitik.

Immer wieder haben Kritiker der angeblich zur Bekämpfung der Pandemie von den Regierungen durchgedrückten Maßnahmen der nichtpharmazeutischen Intervention und der mit aller Macht vorangetriebenen, massenhaft anzuwendenden Gabe von völlig neuartigen und in keiner Weise ausreichend getesteten Impfstoffen auf den folgenden Sachverhalt hingewiesen: Der Terminus „an oder mit Covid-19 verstorben“ — angewandt zur täglichen, marktschreierischen Verkündung neuester, stur aufsummierter Todes und Krankenzahlen — lässt im emotionalen Bewusstsein der Menschen „an“ und „mit“ zu einer gleichbedeutenden Begrifflichkeit verschmelzen.…

Corona und das Politikversagen, über das kaum wer spricht

Jens Berger

Heute vermeldet das RKI wieder einmal mehr als 1.000 Covid-19-Todesfälle. Statistisch waren rund 900 der Verstorbenen älter als 70 Jahre und mehr als 300 von ihnen lebten in Alten- und Pflegeheimen. Man kann es nicht oft genug wiederholen: Covid-19 ist eine Erkrankung der Älteren. Das ist nicht neu und seit dem Frühjahr bekannt. Nötige Forderungen nach einem konsequenten Konzept zum Schutz der Risikogruppen wurden jedoch stets belächelt. Man starrte lieber auf Inzidenzwerte. Die hat man nun. Gerade in der Gruppe der Hochbetagten sind die Inzidenzwerte heute um ein Vielfaches höher als beim Rest der Bevölkerung. Aber wen wundert das, zielen die Lockdown-Maßnahmen doch genau auf die Bevölkerungsschichten, bei denen Covid-19 in der Regel mild verläuft und nicht auf die „vulnerablen Gruppen“. Hier wird weiter gestorben und die Medien scheint dies auch nicht großartig zu interessieren.

Gesamt-Sterbezahlen für 2020 in Deutschland. Wie gefährlich ist COVID-19? | #Wikihausen im Interview

Was sagen die Statistiken? Wieviele Menschen sind wirklich im Jahr 2020 verstorben? Wieviele waren das in den letzten Jahren?

Kann man aus den Zahlen ableiten, wie gefährlich die Krankheit COVID-19 bzw. das Virus SARS CoV-2 ist?

Wir kommen zu einem bestürzenden Ergebnis.
(mehr …)

Hype um BioNTech-Impfstoff – über Risiken und Geld spricht man lieber nicht

Jens Berger | NachDenkSeiten-Podcast | 11.11.2020

Ein Zwischenbericht des US-Pharmamultis Pfizer sorgt zur Zeit für Furore. Der gemeinsam mit dem Mainzer Biotech-Unternehmen BioNTech entwickelte Corona-Impfstoff biete einen 90-Prozent-Schutz vor Covid-19. Der Dax legte in wenigen Minuten sechs Prozent zu, tags darauf zurrte die EU-Kommission gleich den Kauf von 300 Millionen Impfdosen fest. Die ARD war gleich so aus dem Häuschen, dass sie zur besten Sendezeit ein „ARD-Extra“ zeigte, das eher an einen Imagefilm für BioNTech erinnert. Dass dieser Impfstoff mehr als sechsmal soviel kostet wie der Impfstoffkandidat des Konkurrenten AstraZeneca, bleibt dabei unerwähnt. Dass fast nichts über Risiken und Nebenwirkungen bekannt ist, ebenfalls. Stattdessen plant man bereits die Massenimpfung in Impfzentren und auch hierbei spielt man die damit entstehenden Probleme galant herunter.

Corona & Angst – Das Spiel mit den absoluten Zahlen

Stefan Krizmanich über PCR, Mortalität & Absolute Zahlen…

Dr. Andrew Kaufman: Operation Moonshot & the Manipulation of Humanity

As a service to protect the truth, this video is mirrored here from Andrew Kaufman YouTube channel. https://www.youtube.com/channel/UCV7v2cvSnrJ9Qyz36cW1Ftw

 

 

Die eine Wahrheit

Die „Faktenchecker“ des Spiegel schwören ihre Leser auf die reine Lehre über die Zuverlässigkeit der PCR-Tests ein.
Von Walter van Rossum.

Wer es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt, muss dies durch selbstbewusstes Auftreten kompensieren, durch andauernde Wiederholung von Un- und Halbwahrheiten und durch systematische Diffamierung abweichender Meinungen. Wir kennen dieses Spiel, kennen es unter anderem natürlich vom Flaggschiff der medialen Propagandaflotte bezüglich des Corona-Virus: dem Spiegel. Ein neuer Artikel des Gesundheits-Ressortchefs Holger Dambeck versucht noch einmal massiv PR für den PCR-Test zu machen. Dumm nur, dass schon die Grundannahme darin falsch ist: die Behauptung nämlich, der Test könne „Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2“ nachweisen.

Es wurde aber auch höchste Zeit, dass wieder Klarheit herrscht über den PCR-Test, dessen Qualität von zwielichtigen Figuren wie Dr. Wolfgang Wodarg infrage gestellt wurde. Der Ressortchef Wissenschaft beim Spiegel, Holger Dambeck, hat die Sache selbst in die Hand genommen.

Kollabierte Kommunikation: Was, wenn am Ende „die Covidioten“ recht haben?

Auch mit Statistiken lässt sich trefflich lügen. Es ist unredlich, aus der Zunahme der Neuinfektionen eine derart grosse Gesundheitsgefahr abzuleiten, wie das derzeit vonseiten der Politik und der Medien geschieht.

Ein Standpunkt von Milosz Matuschek.
Dieser Artikel erschien zuerst am 01. September 2020 bei der NZZ

Es war Mitte April 2020, die Covid-19-Todesfälle waren in Europa auf einem Höhepunkt, als ein französischer Schäfer, Besitzer von Tausenden von Schafen, ein Video online stellte. Darin erklärte er, wie er vorgeht, wenn er die Schafe scheren, impfen oder auf die Schlachtbank führen muss. Das effektivste Mittel: der imaginäre Wolf. Auf sein Signal hin, dass ein Wolf im Anmarsch sei, rennen die Schafe wie von Sinnen in den Stall. Dort angekommen, sind sie so froh, dem Wolf entkommen zu sein, dass sie alles mit sich geschehen lassen. Ob es den Wolf dann tatsächlich gab oder nicht, ist egal. Sie sind froh, in Sicherheit zu sein.

Die offiziellen Zahlen der WHO und die zweite Welle: Ja, wo rollt sie denn?

Die WHO hat auf ihrer offiziellen Homepage eine sehr gute Seite, auf der man die offiziellen Zahlen der Corona-Infizierten und Corona-Opfer nach Ländern sortiert anschauen kann. Die Ergebnisse zeigen eine Menge interessanter Details auf, aber keine Hinweise auf eine zweite Welle.

Breaking News: US Gesundheitsbehörde zählt Fake-Coronatote (Krebstote, Verkehrsopfer etc.) nicht mehr zu Coronatoten und korrigiert Statistik von 156.000 auf 6.000 herunter

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Das US Gesundheitsministerium CDC hat gerade die Fake-Cornatoten (Krebstote, Verkehrsopfer etc.) aus der Statistik entfernt: Übrig bleiben von bislang 156.000 nur noch 6.000 Coronatote. Quelle: cdc.gov

Sofern es sich bei den Experten der USA nicht um Covidioten handelt, lautet nun die Preisfrage:

Wieviele der 9.000 in Deutschland gezählten Coronatoten bleiben übrig, wenn man die Fake-Coronatoten abzieht?

(Zum Vergleich: Die Zahl der Grippetoten im Vorjahr betrug hierzulande 25.100.)

(Grafik: Markus Gelau)


Latest News 03.09.2020 – Quelle: Umnachtungsschau („Tagesschau“):

Die deutsche Corona-Königin hat soeben die Heilige Deutsche Inquisition einberufen und wird eine Exekutivtruppe über den Atlantik schicken, um die Coronaleugner und Covidioten-Wissenschaftler der USA zu exkommunizieren und ihnen einen blau-weiß karierten Maulkorb aus Söder’scher Manufaktur zu verpassen.
Als Chefinquisitor wird Drosten die Vernehmung leiten. Söder steht als Folterknecht bereit. Tierarzt Wieler hat Spritzen mit Wahrheitsserum im Gepäck. Und Lauterbach macht den Schriftführer.

Spahn in der Bild, Festnahme Australien, Todesurkunde für mehr Covid-Tote, Stürmchen am Reichstag

Nach Berlin: Die 3 WICHTIGSTEN FEHLER aus denen wir lernen MÜSSEN

Nach den einerseits inspirierenden, andererseits niederschmetternden Ereignissen am Wochenende in Berlin, habe ich zusammen mit einem meiner Lieblingsgäste – Zahlen & Risiko-Faktenchecker Uwe Loose – ein Interview geführt, bei dem er sich nicht nur als BRILLIANTER Stratege erweist, sondern auch eindringlich aufzeigt, WIE WIR UNS VON DER REGIERUNG IN EINE GLEICH DREIFACHE FALLE HABEN LOCKEN LASSEN. Unsere DREI GRÖSSTEN FEHLER und was wir in Zukunft besser machen MÜSSEN – nur hier in diesem Interview!

Statistische Prognosen

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© Werner Menne

„Armutseinwanderung“ nach Deutschland

Wieder einmal haarsträubend, was ich im deutschen TV beobachtet habe. Natürlich empfangen wir auch in Rumänien über Satellit alle westlichen Sender, die Italiener, die Franzosen, die Engländer, aber auch die deutschen, österreichischen und die schweizerischen. Öfters mal sehe ich auch ZDF, obwohl mir klar ist, welche Art von Meinung da verbreitet wird. Die Rede ist vom heute-journal vom Donnerstag, den 2. Januar 2014, 21 Uhr 45.

Bei dieser Sendung haben sie wieder mal den Vogel abgeschossen. Offensichtlich bekamen sie von oben verordnet, das Volk zu beschwichtigen. Das haben sie auch mit aller Kraft zelebriert. Den es interessiert, der kann sich über die ZDF-Mediathek „Sendung verpaßt“ das nochmal ansehen.

Es dreht sich wieder mal um die Roma, die von RO und BUL aus Richtung Deutschland ziehen. Man probierte die Statistik-Masche. Wie sagt doch das Sprichwort: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

Roma in ElendsviertelnRoma in Elendsvierteln in Rumänien, mit Vorliebe so in Deutschland präsentiert

Nun, hier gehts nicht um Fälschen, hier gehts um gezielte Meinungsmache durch Hervorheben und Weglassen. Wenn ich jemanden, der keine bunte Blumenwiese kennt, einen Strauß mit Mohnblumen bringe, und dazu sage, daß die von der Blumenwiese sind, dann wird derjenige davon ausgehen, daß sich darauf hauptsächlich rote Blumen befinden. Daß darauf auch blaue Kornblumen und gelbe Butterblumen wachsen, verschweige ich.

Die Beschwichtigungssendung von gestern war genauso gemacht. Man nimmt einfach Dinge heraus, die zwar aus dem Themenbereich, aber zum Vergleich völlig falsch angebracht sind. Da ist von Facharbeitern die Rede, die man dringend braucht, und die man durch solche böse Aussagen wie Sozial-Mißbrauch nicht verprellen soll, da werden Zahlen aufgetischt, die gezielt in den Zusammenhang gebracht werden, daß sie genau das Gegenteil der Realität widerspiegeln. Dazu bedient man sich der Prozentzahlen, der Gesamtzahlen nur dann, wenn es vorteilhaft für die Begründung ist.

Es ist gar nicht schwer, über eine Analyse dieser Sendung Punkt für Punkt richtigzustellen, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Bleibt auch die Frage, ob es jemanden überhaupt interessiert. Viele wollen ja angelogen werden, weil es in ihr Weltbild so paßt.

Sozialwohnungen in einer Kleinstadt in Siebenbürgen
Sozialwohnungen in einer Kleinstadt in Siebenbürgen, vornehmlich von Roma bewohnt, seit 2 Jahren übergeben

 

An einigen wenigen Punkten will ich es verdeutlichen.

Auszüge aus dem ZDF-Bericht:

„die Probleme, die das in einigen deutschen Städten schafft, sind allerdings nicht neu“

– man vermeidet die Wortwahl:  „untragbar für die Anwohner“, etc.

„Roma, vor allem, die schon in ihrer rumänischen Heimat nicht integriert waren.“

Man sagt bewußt nicht die Wahrheit. Die müßte ein anderes Verb beinhalten, nämlich „nicht integrierbar waren“.

Roma-JugendlicheRoma-Jugendliche beim Austragen ihrer Streitigkeiten

Dann zeigt man den Roma namens Valentin, der mit seinem treuherzigen Augenaufschlag für solche Reportagen prädestiniert ist. Er will den Eindruck vermitteln, daß diese Art von „Wohnen“ in Frankfurt immer noch besser ist als die Zustände zuhause in RO.

Wer nicht weiß, wie die Roma in den Dörfern leben, wer nicht weiß, daß in fast allen Städten in RO Sozialwohnungen zur Verfügung stehen (oftmals neu gebaut), der glaubt das vielleicht.

Roma-Frauen auf dem Dorf
Roma-Frauen auf dem Dorf

 

Ein – vielleicht unbedeutendes – Detail: Neuerdings bekommt man bei den Medien „verordnet“, statt Roma (wie auch die gezeigte Frau Böttcher, die selbst Roma ist, es ausspricht) künftig „Romma“ zu sagen, damit man die Italiener nicht andauernd mit dem Namen ihrer Hauptstadt brüskiert.

„… hat einige Zahlen zusammengestellt, um das Gesamtbild zu sehen“ – Ein richtiger Hohn, wie man mit den Zahlen hier jongliert.

Selbständige und Saisonarbeitskräfte werden mit einer Spannweite von 26 T bis 40 T angegeben. Das ist Blödsinn. Man kann die genaue Zahl hinschreiben. Für jeden Selbständigen gibt es eine Gewerbeanmeldung, für jeden Saisonarbeiter einen Arbeitsvertrag über das Arbeitsamt Frankfurt für ganz D. Man will nicht transparent machen, daß die Saisonarbeiter mit knapp 10 T in der Minderzahl sind, und fast 30 T sogenannte „Selbständige“ durch diesen Status seit längerer Zeit (nicht erst seit 1.1.2014) Anspruch auf alle Sozialleistungen haben und diese auch realisieren.

Roma, die ihren Kleinwagen sicher durch redliche Arbeit erworben haben.Roma, die ihren Kleinwagen sicher durch redliche Arbeit erworben haben.

 

Dadurch könnte ja jemand hochrechnen, daß es schon 3 Mio € sind, wenn jeder „nur“ 100 € beziehen würde. Genau das aber soll verschleiert werden, auch, wieviel das tatsächlich in der Summe ausmacht. Logischerweise sind es nicht nur 100 € pro Person. Schon das Kindergeld beträgt 200 €.

„…Selbständige und Saisonarbeiter, die wie die abhängig beschäftigten Steuern und Abgaben entrichten..“

Geschickt verwendet man das in einem Wort-Zusammenhang. Die Saisonarbeiter entrichten sehr wohl Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, – bei den sog. Selbständigen ist es die absolute Ausnahme. Die bezahlen einen Steuerberater, der rumänisch spricht, und weisen in der Steuererklärung nach, daß ihr „Einkommen“ unterhalb des Existenzminimums liegt, was wiederum den Freifahrtsschein im Sozialzug bedeutet.

„… erreichen die Bulgaren und Rumänen eine Beschäftigungsquote von 60 – 64 %“. Würde mich interessieren, worauf diese Zahl basiert. Etwa auf die geschätzten nicht-registrierten Roma in D? Dazu dann die offizielle Zahl von 7,4 %, die arbeitslos gemeldet sind. Und wovon, wenn ich fragen darf, leben diejenigen zwischen den 64 % und den 7,7 %? „Nur“ vom Betteln?  Macht sich jemand Gedanken darüber, warum z.B. der Fahrraddiebstahl in den letzten Jahren sprunghaft in die Höhe gegangen ist? Die braucht man sich nicht machen, wenn man mal an den zwei Hauptgrenzübergängen in RO (Oradea und Arad) einen Tag lang beobachtet, wieviele Anhänger (Autotransportanhänger) mit gebrauchten Fahrrädern bis oben hin bepackt, die Grenze passieren. Kein Mensch fragt nach der Herkunft, die transportierten Fahrradberge werden bei der Fahrt nicht einmal mehr mit Planen abgedeckt.

Auf die Spitze wird es mit dem Vergleich getrieben:

Roma haben eine Arbeitslosenquote von 7,4 %, damit stünden sie im Vergleich besser da als die anderen ausländischen Arbeitnehmer mit 14,7 %.

Man stelle sich mal vor: Da vergleicht man EINE Volksgruppe mit allen anderen ausländischen Volksgruppen in D, wie Türken und Albaner, Griechen, Afrikaner, aus dem ehemaligen Jugoslawien, Italiener, Spanier, etc. etc. und verschleiert dadurch, daß die Roma den höchsten Arbeitslosenanteil aller Ausländer in D haben.

Die H4- Bezieher werden genauso unsinnig gegenübergestellt. Man sagt nicht, von welcher Zahl die genannten 10 % bei den Roma errechnet werden, auch nicht, daß sie bei den 16,2 % ALLER Ausländer in D eine vorrangige Stellung einnehmen, – und das Wichtigste: Man verschweigt die tatsächlichen Gesamtzahlen, – weil es durch die Manipulation mit den Prozentzahlen besser aussieht.

Das zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Sendung. Auch die rothaarige Dame der Linken spielt das Ganze herunter, – genauso wie die Grünen. Durch den Wohnsitz in D sind die Roma ja auch bei Kommunal- und Kreiswahlen wahlberechtigt, und diese Stimmen sollen in erster Linie bei diesen Parteien landen.

Dann spricht man vom Facharbeitermangel, gerade in Süddeutschland, und bringt das in einen Zusammenhang mit der Zuwanderung der Roma. Eine Lachplatte.

Die wirklichen Tatsachen:

Ein verschwindend geringer Anteil der rumänischen Bevölkerung ist so ausgebildet, daß damit in D Fehlstellen besetzt werden können, insbesonders im medizinischen sowie im Pflegebereich. Teilweise sind Arbeitskräfte in legendären Berufen wie Eisenbieger, Schweißer, etc. am Bau einsetzbar. Daneben in den Großschlächtereien als Metzger. Dazu kommen die Saisonarbeiter in der Landwirtschaft.

Alle vorgenannten sind überwiegend ein Verlust für RO und ein Gewinn für D. Sind viele gute und fleißige Leute dabei.

Roma bei der traditionellen Lehmziegelherstellung
Roma bei der traditionellen Lehmziegelherstellung, die ihr Geld auf redliche Art verdienen

Alle anderen, die mit defizitärem Wissen ausgestattet sind und sich im Privatbereich (schwarz) als Fliesenleger oder sonst was verdingen, machen ihre jeweiligen Auftraggeber um eine Erfahrung reicher, – nämlich wie mans nicht macht. Dazu kommen noch die Roma, die auf allen Ebenen beschlagen sind, legaler oder illegaler Art.

Mag schon sein, daß das alles jemand nicht hören will und mir irgendwelche Tendenzen unterstellt. Ich bin hier vor Ort und kenne die Situation. Die Deutschen, die hier leben, genauso. Man redet derzeit in D diese Probleme klein, spuckt auf Sarrazin, und wird ein weiteres Scherflein zum sozialen Unfrieden beitragen.

Inwiefern? Ganz einfach. Wartet mal ab, wenn diese „Notunterkünfte“ wie z.B. in Frankfurt durch die Verwaltung geräumt werden sollen. Ich hab da noch die Bilder in Erinnerung, als das ein Bürgermeister in einem Viertel in Bukarest gemacht hat. HH-Hafenstraße läßt grüßen.

Wohnblock, seit 3 Jahren von Roma bewohnt, mit FeuchtigkeitsschädenWohnblock, seit 3 Jahren von Roma bewohnt, mit Feuchtigkeitsschäden, weil das Dachfallrohr (rechts neben den Balkonen) geklaut wurde.

Gut, das Geld, was dadurch von den Roma abkassiert wird, das lassen wir mal beiseite. Solange genügend Geld für S21, Flughafen Berlin, Elbphilharmonie etc. da ist, solls daran nicht scheitern.  Und die zusätzlichen Einnahmen durch die Selbstanzeigen der Steuersünder beim Finanzamt müssen ja irgendwo hinkommen, aber nach Möglichkeit nicht zu den Sozialhilfebeziehern, die vorher dafür gearbeitet haben.

Sehen wir es von der positiven Seite. Eine Chance für Siebenbürgen. Wenn der Teil der Roma, die dem Staat hier auf der Tasche liegen und dem Herrgott den Tag stehlen, nach D gehen, dann wünsche ich jedem nur soviel: „Geh mit Gott, aber geh!“. Wenn wir dann noch die korrupten Politiker nachschicken können, dann gehts mit Siebenbürgen wieder aufwärts. Dann wirds wieder zum „Land des Segens“, wie es in der Hymne heißt.

Aber nachdenklich macht es mich, was die Medienberichterstattung in D betrifft. Jetzt mag das nicht der Nabel der Welt sein, dieses Roma-Thema. Trotzdem werden die Tatsachen verdreht und die Realität verzerrt wiedergegeben. Der Zufall will es, daß ich mich in diesem Metier auskenne und ich das beurteilen kann. Ich frage mich, in wievielen anderen Bereichen, die wesentlich wichtiger sind, wird da noch verschleiert, verzerrt, bewußt die Unwahrheit gesagt?  Bereiche, in denen ich mich gar nicht auskenne, deren Wahrheitsgehalt ich gar nicht beurteilen kann.  Hat man das nach 1945 wirklich abgeschafft, das Propagandaministerium? Ich bin mir da nicht mehr so sicher……

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2060066/Rumaenen-und-Bulgaren-in-Deutschland#/beitrag/video/2060066/Rumaenen-und-Bulgaren-in-Deutschland

Verschwörungen 2012: über Potemkinsche Dörfer in Deutschland

Verschwörungen 2012: über Potemkinsche Dörfer in Deutschland

Dienstag, 6.3.2012. Eifel. Wir wissen ja alle, das es keine Verschwörungen gibt, oder? In demokratischen Staaten ist so etwas undenkbar. Es gibt ja auch keine Wirtschaftskrise oder etwas Arbeitslosigkeit – jedenfalls nicht in Deutschland. In Europa hat die europäische Wirtschaftspolitik schon eine Rekordarbeitslosigkeit bei Jugendlichen verursacht – wir waren da cleverer.  Bei uns steckt man die Jugendlichen in “ Massnahmen“ oder zu einem privaten Arbeitsvermittler – schon sind sie ´raus aus der Statistik. Toll, oder? Kommen sie ´raus aus allen Scheinbeschäftigungen, sieht es selbst für die Besten der Besten düster aus – auch im deutschen Wirtschaftswundersuperland, siehe Spiegel:

Und plötzlich stehen sie vor dem Nichts: Deutsche Nachwuchswissenschaftler haben schlechte Aussichten auf einen langfristigen Job in der Forschung. Ihre Karriere können sie kaum planen, Familie und Privatleben kommen unter die Räder. Wer kann, flüchtet ins Ausland oder in die Wirtschaft.

In intelligenteren Gesellschaften würde man diese Praxis der Statistikbereinigung eine Verschwörung nennen – ganz einfach, weil hier die Wahrheit absichtlich von herrschender Seite überlegt und gezielt unterdrückt wird, damit sie nicht das Volk erreicht. Welche Wahrheit? Ganz einfach die hier:

Die Spaltung der Union in wohlhabende Jobbesitzer und abgehängte Verlierer könnte schon bald zur Zerreißprobe für das krisengeplagte Europa werden. „Die Jugendarbeitslosigkeit wird für die EU langfristig zu einer noch größeren Gefahr als die Schuldenkrise“, warnt der Ökonom.

Das wäre die Herausforderung für „linke“ Politik im 21. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert war es das Elend der Arbeiter, der Feind war der Fabrikbesitzer. Heute wäre nicht die Fabrik zu stürmen, sondern der Job. Vor Ort ist der Kampf Kapital gegen Mensch der Kampf der reichen Jobbesitzer gegen die armen Jugendlichen, die Kranken, die Alten und die Frauen. Da „Linke“ und überhaupt alle Politiker einen Job haben (oder ganz schnell einen bekommen, wenn sie zu laut werden), wird diese Entwicklung auch nicht aufzuhalten sein – der „Corpsgeist“ der halbadeligen Vollzeitjobbesitzer wird schon dafür sorgen.

Das ist ja auch der Sinn von Verschwörungen: Widerstand zu minimieren bzw. durch Verschleierung der Wahrheit in seiner Entstehung zu verhindern.

Wenn wir nach Amerika schauen, erfahren wir ein wenig von der Realität, die uns die Medien hierzulande gerne verschweigen – siehe Welt:

Keinen Streit kann es wohl darüber geben, dass viele – vielleicht sogar die meisten – der von Murray aufgespießten Probleme echt sind. Ja, die Klassen driften in Amerika (nicht nur dort!) immer weiter auseinander. Ja, die soziale Mobilität ist in Amerika, so unglaublich das klingen mag, mittlerweile unterhalb des europäischen Niveaus eingefroren. Ja, die amerikanische Mittelklasse hat schon seit einem Jahrzehnt nichts mehr dazuverdient.

Wenn das so weitergeht, könnte sie irgendwann vielleicht so arm sein wie die europäische Mittelschicht.

Dabei geht es unserer Mittelschicht doch gut – hört man jedenfalls immer.

Nebenbei bemerkt: das war mal das wirtschaftlich dynamische Amerika – unser Vorbild. Wegen denen haben wir hier Hartz IV – die Unternehmensberater und der IWF hatten geklagt, das die soziale Absicherung in Europa im Allgemeinen und Deutschland im Besonderen zu groß ist – sollte angeblich schädlich für die Motivation, den Aufschwung und die Rendite sein. Jetzt liegen die USA mit ihrem Neoliberalismus am Boden – Betriebswirte können halt niemals über ihren kleinen Tellerand hinausschauen und machen grundsätzlich egoistische Politik für das jeweils eigene Unternehmen. Wenn das aber alles Geld hat … kommen wir zu einer weiteren Verschwörung – siehe Welt:

Die wahren Stars im amerikanischen Wahlkampf tragen Namen wie Kindergebete und werden verflucht wie Satan selbst: Hinter „Gib uns die Zukunft zurück“ („Restore Our Future“) und „Mach uns wieder groß“ („Make us Great Again“) verbergen sich Gruppen, die für Kandidaten Spenden eintreiben und Wahlspots schalten, ohne offiziell in ihrem Namen zu handeln.

Super-„Political Action Committees“ (Pacs) nennen sich diese Kampfverbände

Hinter den Super-Pacs stehen zwei Dutzend Milliardäre und Multimillionäre, die, Puppenspielern gleich, die Kandidaten tanzen lassen. Amerikas Demokratie, die immer schon im Geld schwamm, droht zu ertrinken.

Mir fehlen etwas die Schlagzeilen in Deutschland: WIE SCHLIMM, WIR SIND GANZ ARM! oder REICHTUM KILLT GEMEINWESEN! oder SUPERREICHENPÖBEL KAUFT POLITIK!

Dabei sind wir arm, waren es schon immer und sollen es auch bleiben. Nur wissen und begreifen sollen wir es nicht. Unsere „Führungsmacht“ ist schon längst jenseits jeglicher demokratischer Formen angelangt – wir sollen das aber nicht wissen. Wenn wir nämlich wissen würden, wie mit Geld Politik gemacht wird, würden wir erfahren, wie man mit Verschwörungen innerhalb einer Demokratie die Puppen tanzen lassen kann.

Schließen sich in den USA zwei Dutzend Milliardäre zusammen, haben die mehr Geld als die führende europäische Wirtschaftsnation – Deutschland. Die würden aber mit ihrem Geld niemals Griechenland retten – aber durch Wetten gegen die Rettung Griechenlands können sie die Zinsen für Griechenland ganz schön nach oben treiben.  Intelligente Demokratien würden das als Verschwörungen bezeichnen – als was sonst?

Den oben zitierten Artikel aus der Welt sollte man gleich zweimal lesen – weil er einen deutlichen Einblick in das Weltbild der US-Elite gibt: von White Trash ist da die Rede. Heißt übersetzt: Weißer Abfall.

Das sind – in deren Augen – wir alle. Das sagt der Artikel nicht ausdrücklich, aber da das Einkommen der Maßstab  und unsere Mittelschicht arm ist bleibt nur ein Schluß übrig: in den Augen der US-Oberklasse ist Europa ein Kontinent voller Abfallmenschen.

Oben gibt es eine Elite, die nicht raucht, sich körperlich fit hält, ihre Kinder rund um die Uhr fördert und verhätschelt, viel arbeitet und mit dieser Arbeit Unsummen verdient.

Unten gibt es eine breite Schicht von Armen, die körperliche Arbeit verrichten, 35 Stunden pro Woche vor dem Fernseher verbringen, zur Fettleibigkeit neigen und ihre Kinder vernachlässigen.

Wäre nicht gut für die Nato, wenn die europäischen Bürger erfahren würden, wie man jenseits des Teiches über sie denkt. Man würde sich keinerlei Hoffnungen mehr über die Skrupel haben, die jenseits des Teiches im Umgang mit uns herrschen.

Da gibt es eine nicht arbeitende nichtrauchende Herrenmenschenelite, die Zeit für Fitness hat und vor allem: stinkreich ist. Ihre „harte Arbeit“ besteht hauptsächlich darin, das sie unser Geld für sich arbeiten lassen.

Das geht leicht – wo die Notenbanken die „Märkte“ gerade mit einer Billion Euro versorgt haben:

Doch von der Geldschwemme, die sie erzeugen, gerät wenig in den Kreditkreislauf. Dafür einiges in die Spekulation mit Energie, was derzeit die Öl- und Benzinpreise auf neue Hochs treiben hilft und einen Teil des Effekts, den die Notenbanken mit der lockeren Geldpolitik erzeugen, wieder aufhebt.

Die Wirtschaft erstickt unter Cash-Bergen – so der Titel des oben zitierten Artikels im Manager Magazin. Und mit diesen Cashbergen lässt sie politisch die Puppen tanzen und steigert die Benzinpreise ins unermessliche: ein Paradies für die „Upperclass“. Intelligente Demokratien würden das Verschwörungen nennen – Verschwörungen zu lasten des Gemeinwohls.

Europäische Politiker, die dagegen halten wollen, machen erstaunliche Erfahrungen: gegen alle gute Sitten begegnen sie Verschwörungen, die von Kanzlerin Merkel ganz offen initiiert werden und dank des allgemeinen Tabus, sich über Verschwörungen Gedanken zu machen inzwischen ganz offen ablaufen können, siehe Spiegel:

Die wichtigsten EU-Länder greifen in den französischen Präsidentschaftswahlkampf ein. Nach SPIEGEL-Informationen haben Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien vereinbart: Der sozialistische Sarkozy-Herausforderer François Hollande wird während des Wahlkampfs nicht empfangen.

Der Mann will immerhin eine Reichensteuer von 75%: da lassen die Milliardäre alle Puppen tanzen – auch gegen übliche diplomatische Gepflogenheiten:

Das Vorgehen ist äußerst ungewöhnlich: Das Eingreifen einer ausländischen Regierung in den Wahlkampf eines souveränen Staats gilt international als verpönt.

Und wenn mehrere Regierungen sich zu einem solchen Schritt zusammentun, das ist das: eine Verschwörung. Ja, so nennt man das nun mal. Und es gibt auch einen handfesten Grund dafür, den das  Manager Magazin nebenbei erwähnt – gesprochen von einem Hirnforscher:

 „Jeder in Politik und Wirtschaft weiß, dass wir am Rande eines Transformationsprozesses stehen, dass etwas ganz anders werden muss. Aber keiner weiß, wie das gehen soll.“

Es lohnt sich immer, das Manager Magazin zu lesen: Manager müssen die Wahrheit kennen, um Kapital erfolgreich vermehren zu können. Deshalb rutscht denen dort manchmal was raus, was in den Medien für Abfallmenschen einfach hinten runterfällt.  Gut, in dem Artikel geht es ansonsten um die Wehwehchen von Millionären – aber es ist mal interessant zu sehen, wo die Wehwehchen ihre Ursache haben.

Letztendlich spricht Olaf Henkel im Handelsblatt ganz offen von einer weiteren Verschwörung:

Politiker, Manager und Journalisten haben viel zu lange am Euro festgehalten. Inzwischen haben sie längst eingesehen, dass die Gemeinschaftswährung nicht funktioniert. Nur öffentlich zugeben will das niemand.

Alle wissen Bescheid – aber keiner sagt was. Bei Ärztepfusch in Deutschland wirkt der Corpsgeist der überversorgten Elite ähnlich – was, genau genommen, auch eine Verschwörung einer breiten Schicht verantwortungsloser Mediziner gegen ihre Patienten gleichkommt.

Man sieht: die Realität des Jahres 2012 in Deutschland ist bestimmt von Verschwörungen. Wir nennen sie nicht so. Ganz Deutschland wird unter Mithilfe der deutschen „Elite“ zu einem Puppentheater – zu einem „Potemkinschen Dorf“.

Was das ist?

Nun – die Wurzeln deutscher Politik im Jahre 2012 finden wir im fernen Russland des 18. Jahrhunderts, siehe Wikipedia

Für den Namen stand Feldmarschall Reichsfürst Grigori Alexandrowitsch Potjomkin Pate. Potjomkin war ein Gouverneur und Militärreformer, der sich um die Entwicklung der Krimhalbinsel bemühte.

Einer modernen Sage  zufolge ließ der Günstling (und Geliebte) der russischen Zarin Katharina II. 1787 vor dem Besuch seiner Herrscherin im neu eroberten Krimgebiet entlang der Wegstrecke Dörfer aus bemalten Kulissen zum Schein errichten, um das wahre Gesicht der Gegend zu verbergen. Diese Legende wurde von Gegnern Potjomkins am Hofe lanciert, die ihm seine gute Beziehung zu Katharina der Großen neideten. Ihr Urheber war der Diplomat Georg von Helbig, der sie zunächst in seinen Depeschen in Umlauf setzte und nach Potjomkins Tod in seiner Biographie „Potemkin der Taurier“ (1809) verewigte. Helbig hatte selbst an der Inspektionsreise nicht teilgenommen.

Wir sehen: früher gab es noch Verschwörungen, die erfolgreich Potemkinsche Dörfer errichteten.

Heute gibt es Potemkinsche Dörfer, die erfolgreich Verschwörungen vertuschen – in Wirtschaft, Politik, Sozialwesen oder bei den Arbeitsmarktdaten.

Aber wehe einer kratzt an der frischen Farbe der bemalten Kulissen: da schreit das Corps gleich einhellig im Chor: VERSCHWÖRUNGSTHEORETIKER!

Und so können die Puppen in Ruhe weitertanzen.

Schön, oder?

Schön bunt.

Leider – alles aus Pappe.

 

 

 

Statistische Holpereien (Teil 2)

Verbraucherpreisindex bis Juni 2011

Der private Konsum ist und bleibt das Sorgenkind der deutschen Wirtschaft. Der Handelsverband Deutschland interpretiert die jüngsten Daten so:

Mit Blick auf das Gesamtjahr sagte Genth, dass es angesichts der Entwicklung des privaten Konsums und der weitgehend intakten Stimmung bei Unternehmen und Verbrauchern bescheidene Spielräume für den Einzelhandel geben könne. Allerdings gebe es wegen der Euro-Krise, steigender Energiepreise und Krankenkassenbeiträge auch Risiken für Verbraucherstimmung und Konsum. Daher halte der HDE an seiner Umsatzprognose von nominal plus 1,5 Prozent für das Gesamtjahr fest. Bei der momentanen Preissteigerung würde dies real ein leichtes Minus bedeuten. „Für das Herbst- und Weihnachtsgeschäft werden die Verbraucherstimmung aber auch die Entwicklung der Energiepreise entscheidend für den Konsum sein, der im bisherigen Jahresverlauf von der starken Entwicklung am Arbeitsmarkt profitiert hat“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Quelle: HDE

Bescheidene Spielräume für den Einzelhandel ergeben sich also aus der Tatsache eines zu erwartenden realen Umsatzrückgangs in diesem Jahr. Diese Logik ist beeindruckend, aber durchaus stringent. Denn das statistische Bundesamt hat letzte Woche nicht nur die Zahlen zu den Umsätzen im Einzelhandel veröffentlicht, sondern auch zu der Entwicklung der Tarifeinkommen folgende “neutrale” Stellungnahme abgegeben:

Die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland sind von April 2010 bis April 2011 insgesamt um 1,5 % gestiegen. Damit zeichnet sich nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) eine Trendwende bei den Tarifverdiensten ab. Seit Oktober 2009 (+ 3,0 %) war die Steigerungsrate beständig zurückgegangen und hatte im Januar 2011 nur noch + 0,9 % betragen.

Quelle: destatis

Das statistische Bundesamt spricht von einer Trendwende und ignoriert die Verbraucherpreisentwicklung. Die nominale Steigerungsrate bei den Tarifeinkommen von 1,5 Prozent wird als solche nicht gekennzeichnet. Der Hinweis auf die reale Veränderung der Tarifeinkommen, d.h. in der Fachsprache “preisbereinigt”, wird gar nicht erst angeführt. Aber das können sie sich selbst ausrechnen.

Verbraucherpreisindex bis Juni 2011

Quelle: destatis

Im Schnitt gab es im Jahr 2011 einen Anstieg der Verbraucherpreise von über zwei Prozent. D.h., dass Arbeitnehmer mit Tarifeinkommen erneut reale Einkommensverluste hinnehmen mussten. Dazu kommt, dass die Tarifbindung in Deutschland weiter rückläufig ist.

Das deutsche System der Flächentarifverträge erlebt seit Mitte der 1990er Jahre einen sichtlichen Erosionsprozess, der in einem anhaltenden Rückgang der Tarifbindung zum Ausdruck kommt. In Zahlen: Im Jahr 2010 wurden in ganz Deutschland gerade noch 33 Prozent der Betriebe und 60 Prozent der Beschäftigten durch einen Tarifvertrag erfasst. Im Kernbereich der Flächentarifverträge ist die Tarifbindung noch ein paar Prozentpunkte niedriger: Die bundesweiten oder regionalen Branchentarifverträge gelten noch für die Hälfte der Beschäftigten (52 Prozent) und für weniger als ein Drittel der Betriebe (30 Prozent).

Quelle: Magazin Mitbestimmung (Hans-Böckler-Stiftung)

Die Zunahme bei den Tariflöhnen ist daher im wesentlichen von der Entwicklung der übrigen Bruttoeinkommen abgeschnitten. Die Ausbreitung von atypischer Beschäftigung wie Leiharbeit oder Minijobs sowie der politisch betriebene Ausbau des Niedriglohnsektors haben in Wirklichkeit zu einem dramatischen Verfall der Arbeitnehmereinkommen geführt. Zuletzt wurde das durch eine Studie des DIW untermauert.

Die Löhne von Geringverdienern sind seit der Jahrtausendwende rapide gesunken. Beschäftigte in den unteren Einkommensgruppen hatten im vorigen Jahr 16 bis 22 Prozent weniger in der Tasche als im Jahr 2000. Auch Menschen mit mittlerem Gehalt mussten deutliche Einbußen hinnehmen. Bei Besserverdienenden sind die realen Nettoeinkommen dagegen minimal gestiegen. Das zeigen bisher unveröffentlichte Daten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Quelle: Berliner Zeitung

Es stellt sich also noch immer die Frage, woher die “binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte” kommen sollen, die der Bundeswirtschaftsminister Rösler als Stütze des deutschen Aufschwungs erkannt haben will.

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