SPD

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Persönliche Erfahrungen mit SPD und Linken

Zum Teil sehr subjektiv, aber deshalb nicht Unwahr. Dank an Peter für diesen Bericht, der hoffentlich nicht der einzige bleibt.

Ich bin gebeten worden, meine Erfahrungen mit der SPD, der ich über 40 Jahre die Treue hielt, und den “Linken” in Worte zu fassen. Ich komme der Bitte nach, sage aber ganz ehrlich, ich habe Schwierigkeiten damit.
Warum?

Seit Tagen geht mir das Thema SPD durch den Kopf, ganz weit in die Vergangenheit wanderten meine Gedanken, vieles, was mit der SPD gar nichts zu tun hat, kam mir wieder ins Bewußtsein, das Elternhaus, Eltern, deren Psyche der Krieg nachhaltig zerstört hatte, die schreckliche Kindheit, der Alte soff, die Mutter hielt die äußere Fassade aufrecht, meine Schwester und ich, so vermute ich, waren auch nur Teil der Fassade, aber im Prinzip lästig.

Um dem Alten eine Freude zu machen, bin ich zu den Jusos gegangen, der Alte war in der SPD aktiv, ich wollte einfach nur mal wahrgenommen werden, Politik war mir so was von egal, zwei mal war ich bei Treffen der Jusos, das war mein ganzes politisches Engagement für die nächsten 30 Jahre. Nicht vergessen darf ich, ich war immer wählen, immer SPD, das waren die guten, die schwarzen waren die bösen, Ochs und Kuh wählt CDU, hieß es bei uns immer.

Wach geworden bin ich, nachdem ich mir meinen ersten Rechner gekauft hatte, und mal so aus Spaß auf die Seite des Vorwärts ( SPD-Parteiblatt)ging. Der Vorwärts hatte ein gut besuchtes Forum, es war spannend, Schröder war schon Kanzler, nur, in diesem Forum bekam er ordentlich Prügel, kaum einer im Forum war auf Parteilinie.

Das hat mich dann gewurmt, durch die Medien war ich über das aktuelle politische Geschehen informiert, Schröder war der Liebling der Medien, ich habe angefangen, pro Schröder zu argumentieren, und schon bekam ich mein Fett weg. Die Leute im Forum hatten durchweg eine gute politische Bildung, es wurde mir auf der Sachebene so einiges erklärt, es wurde mir empfohlen, mal auf diese oder jene Seite zu gehen, ich hatte ein aha Erlebnis nach dem anderen. Ziemlich schnell fand ich mich beim linken Flügel der SPD wieder, wußte jetzt, was der Seeheimer Kreis ist, und, und.

Das Internet ließ mich nicht mehr los, ich schaufelte ohne Ende Wissen in mich rein, jeden Tag postete ich gut recherchierte Texte ins Vorwärtsforum, ich dachte, ich könnte was bewegen, mußte aber feststellen, daß die Damen und Herren Berufspolitiker für schlüssige Argumentationsketten nicht zugängig waren. Es kam zur Agenda 2010, die habe ich Punkt für Punkt entlarvt als reine Klientelpolitik zu Gunsten von Banken, Versicherungen und den großen Industriekonzernen, und zu Lasten der Menschen, bis auf die natürlich, die in der Einkommens und Vermögenspyramide zu den oberen 10 Prozent gehörten. Die SPD hatte CDU/FDP rechts überholt, und ich hatte die auch noch gewählt, und war immer noch voller Hoffnung, ich könne Einfluß nehmen, wie naiv ich zu der Zeit noch
war.

Ich verzichte hier bewußt auf eine Analyse der SPD ab 1998, die Fakten sind hinlänglich bekannt, nur so viel:
Mein Urologe, ein strammer Rechter, hatte seine Praxis im gleichen Haus , in dem die örtliche SPD residierte. Wir waren im gleichen Jahrgang auf der gleichen Schule, kamen gut klar, er machte sich immer lustig über die vielen Parteibücher, die morgens wie Müll im Eingang rumlagen, teilweise zerrissen, oder anders verunstaltet. Massenaustritte, mehr als die Hälfte der Parteimitglieder haben inzwischen die Partei verlassen, die SPD ist eine tote Partei ohne Zukunft, sie hat die Menschen in diesem Land an die Interessen der Kapitaleigner verkauft.

Das Schlüsselerlebnis, das zu meinem Austritt aus der Partei führte, will ich noch kurz zum besten geben:
Durch Zufall erfuhr ich von einem Treffen des sogenannten linken Flügel der SPD kurz vor dem Bundesparteitag, der den dicken Gabriel an die Spitze hievte, ich fuhr nach Kassel, 300 Km, Anzug, Krawatte, das Treffen fand im Kulturbahnhof statt, da bin ich einfach reingelatscht, die Türsteher habe ich ignoriert, das gefiel denen zwar nicht, aber meine schnöselige Art, das Parteibuch vor ihrem Gesicht, ich war durch, fand mich im proppenvollen Saal, viel Prominenz, Dressler, Schreiner, Scheer, Ypsilanti, (die ist ein Kracher, ich muß schon sagen) und, und. Den ganzen Tag wurden Reden gehalten, ich traute meinen Ohren nicht, hier war ich richtig, was wurde da geschimpft über den Kurs der Partei, man glaubt es nicht, hier war die SPD. Mit dem letzen Redner kam die Ernüchterung, er sagte sinngemäß, man habe sich ja jetzt ausgesprochen und er empfahl, dem dicken Gabriel die Stimme zu geben, unter großem Applaus wurde die Versammlung beendet.

Reine Verarsche, der dicke Gabriel ist Seeheimer, eine Farce, im Saal waren nur Parteitagsdelegierte, der linke Flügel der SPD hat dann tatsächlich fast geschlossen Gabriel gewählt.

Damit war das Kapitel SPD für mich durch. Ich begriff, Parteipolitik ist Machtpolitik, die Sachebene ist eher nachrangig. Es geht um Posten an den Fleischtöpfen, und da ist voraus eilender Gehorsam angesagt. Eine Parteien-Demokratie ist kein ideales Staatsmodell, weil es nicht die Sachpolitiker, sondern die abgewichsten Machtpolitiker nach oben spült. Diese Herrschaften sind nur an der eigenen Karriere interessiert, inzwischen weiß ich, wer es in den Bundestag geschafft hat, hat einen üblen Charakter, sonst säße er nicht da, das gilt für alle Parteien, auch für die Linke, da laufen die Karriere-Kämpfe allerdings noch brutaler ab, bis hin zur schweren Körperverletzung, habe ich selbst erlebt.

Ein junger aufstrebender wirklicher Linker, ein guter Mann, reif für den Landtag bei uns, wurde während einer Versammlung krankenhausreif geprügelt, dafür hatte man extra ein Parteimitglied aus dem Osten geschickt, NVA-Nahkampf- Schule vom feinsten, ich habe Kampfsport gemacht, der Mann war gut. Ich habe den armen zusammengeschlagenen und getretenen Jungen ins Krankenhaus gefahren, ganz schlimme Sache, die Polizei war vor Ort, der Schläger kam vor Gericht, und wurde freigesprochen, ein Parteiausschlußverfahren wurde eingestellt, der Schläger ist spurlos verschwunden, Recherchen ergaben, der Schläger hatte keine Biographie, aus dem nichts gekommen, ins nichts verschwunden. So macht man das bei den Linken, oder, gängige Praxis bei den Linken ist, gebührenpflichtige Abmahnungen an linke Linke zu verschicken, und jetzt bin ich schon mitten in der Kritik an den Linken, eine Partei, die absolut nicht wählbar ist.

Hier ist der Kampf um Macht und Posten derartig abstoßend, daß ich mein Parteibuch demnächst zurück gebe. Ja, das Programm ist ganz nett, aber das ist nur Papier, leere Worte, geschrieben, um bei Menschen mit linkem Gedankengut auf Stimmenfang zu gehen.

Ich erspare mir auch hier eine lange Liste von Beispielen, nur so viel, da, wo die Linken mitregieren, da vergessen die Damen und Herren Fleischtopfgeier, wer sie in Amt und Würden geschickt hat.

Da mutiert man plötzlich zu Bütteln der Kapitaleigner, wo wir grad bei Bütteln sind, der Spitzenkandidat der Linken in Rheinland-Pfalz, ein gewisser Alexander Ullrich, war vor einiger Zeit in den Golfklub-Staaten unterwegs, nicht um in Saudi- Arabien für Menschenrechte zu demonstrieren, nein, zum Schleimen, der Mann steht auf der Lohnliste der IGMetall, ich sage nur Panzerdeals, zu den Gewerkschaften habe ich ein ganz spezielles Verhältnis, auch nur Büttel, zumindest die gut dotierten Chefetagen, im Prinzip wie bei den politischen Parteien, das einfache Fußvolk ist nur Mittel zum Zweck. Bei den Gewerkschaften muß man nur mal gucken, wer die nach dem Krieg mit welchem Geld aufgebaut hat, und bis heute kontrolliert, das gehört hier nicht hin, das ist ein anderes Thema.

Der B.T.Abgeordnete Ullrich, der auch gleichzeitig Landesvorsitzender ist, sitzt aktuell fast allein bei L.V. Sitzungen, 10 Vorstandsmitglieder sind jetzt zurückgetreten, das juckt den gar nicht, er ist ja durch, seltsamer Weise muß ich grad mal lachen, es ist nicht zu glauben, aber jetzt versuchen die zurückgetretenen Vorständler, Seilschaften aufzubauen, um Ullrich aus dem Amt zu wählen, als wenn den das noch interessiert, der ist satt, im Bundestag, in der Gewerkschaft, wird er noch eine große Zukunft haben………………

Die Rosa-Luxemburg Stiftung finanziert Vortragsreisen , bei denen die Redner für die sogenannte syrische Opposition Reklame machen, die Linke steht für “stop the Bomb” eine Kampagne, ein Aufruf zur Bombardierung des Iran. Wir wissen, was in Syrien läuft, na, ist die Linke noch wählbar?
Bak- Shalom, Transatlantiker, Anti-deutsche, ………………….,  ich will nicht mehr, mich zieht das runter, vielleicht ein anderes mal, es gibt so viel ekelhaftes über die Linke zu berichten, wenn ich das jetzt zum Besten gebe, nee, da schlaf ich nicht gut, Fazit ist, ich bin nach der SPD gleich auf die nächsten Blender reingefallen, man lernt nie aus, Punkt.

Die neuen Arbeitsverträge sind da! Muster hier bei uns! Danke SPD – ohne Euch wäre das unmöglich!

Die neuen Arbeitsverträge sind da! Muster hier bei uns! Danke SPD - ohne Euch wäre das unmöglich!

Dienstag, 22.10.2013. Eifel. Ein schöner, sonniger Herbstag in der Eifel. Ich verbringe solche Tage lieber draußen, an der frischen Luft  – das bringt einfach mehr. Nur – heute geht das nicht. Heute ist der Tag, an dem ich die Nase mal wieder voll habe – voll von der SPD zum Beispiel. Seltsam: über die CDU schreibe ich kaum was, schon mal gemerkt? Lohnt sich auch nicht: die kündigen Mist an, führen Mist durch und stehen nachher zu ihrem Haufen. Anders die SPD: die kündigen eine zünftige Brotzeit an, schaffen es aber nur, eine leere Verpackung zu präsentieren und wollen´s nachher nicht gewesen sein – und gerade so etwas ist absolut erbärmlich in einer Demokratie. Mit aufrechten Rechten kann man leben, mit verlogenen Linken nicht – so einfach ist das. Das Gleichgewicht zwischen absahnenden und arbeitenden Kräften im Land wird empfindlich gestört, die feine Balance zwischen erhaltenden und erneuernden Kräften verschwindet völlig, wenn eine der Kräfte zum Lügenbaron wird – des Mammons und der Pöstchen wegen.

Auf Facebook gibt es eine Sammlung von Sprüchen aus dieser Versagerpartei, Zitate einer Frau Nahles:

Die SPD will keine große Koalition, die Ablehnung einer großen Koalition wir in der Partei breit getragen!

Ja – offensichtlich fortgetragen, um irgendwo unbemerkt in einer Mülldeponie heimlich entsorgt zu werden.

Uns verbindet mit Frau Merkel nichts.

Aber wir helfen ihr, wo wir können.

Wer SPD wählt, entscheidet sich gegen Frau Merkel und nicht für sie.

Und wer ins Wasser springt, wird garantiert nicht nass.

Die SPD will Merkels Kanzlerschaft beenden. Wir wollen den ganzen Regierungswechsel. 

„Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen“ – die SED hat eine neue Nachfolgeorganisation.

Hat eine Partei jemals so dreist gelogen – außer der SED? Wie wäre es mit ehrlichen Wahlsprüchen:

PÖSTCHEN STATT POLITIK: IHRE SPD

Damit hätte die SPD sicher 5 % ihrer Restwähler erreicht – und wir hätten die Hoffnung, dass diese große Blamage für die deutsche Demokratie endlich aus unseren Augen verschwindet.  Ich wäre sogar bereit, einen Verbotsantrag zu unterstützen – das geht bei jeder anderen Ware auch. Wenn in einer Tafel Schokolade, einer Salami oder einem Apfel nur billige Lebensmittelchemie drin ist, dann kann man die verbieten lassen … erst recht, wenn es giftige Chemie ist.

Und diese Chemie ist GIFTIG – dass kann ich Euch sagen.

Sprechen wir doch mal über den letzten großen Coup dieser erbärmlichen Clownstruppe: die Agenda 2010. Menschen in den Bankrott getrieben, in dem man die Finanzmärkte dereguliert hat – und dann gleichzeitig den von den Heuschrecken frisch entlassenen Fachkräften die Arbeitslosehilfe gestrichen und frech durch Steuerleistungen ersetzt – zum Zorne des ganzen Volkes. Was man immer vergißt: die Arbeitslosen hatten vorher alle in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt. Umsonst, wie sich dann zeigte: die Gewinne, die nun aus der Arbeitslosenversicherung sprudeln, überweist der die Arbeitslosen und ihre Agentur kommandierende Oberst Weise an den gierigen Staat, während man die Arbeitslosen mit Steuermitteln durchfüttert – auf einem erbärmlich niedrigen, unwürdigen Niveau.

Mit Gerechtigkeit hat das wenig zu tun, mit Diebstahl von Versicherungsleistungen schon mehr.

Aber das ist nicht alles. Leise still und heimlich bohrt sich der ungebremste Terror der Ökonomie immer weiter in unseren Alltag. Von einer freundlichen Rechtsanwältin haben wir Auszüge aus einem Arbeitsvertrag erhalten. Der Vertrag kann von uns jederzeit eingesehen werden – das ist Wirklichkeit in Deutschland.

Natürlich müssen wir hier alles anonymisieren, es gibt in Deutschland einen Menschen, der dieses Dingen unterzeichnen muss – sonst droht der Staat mit Sanktionen, die schon mal tödlich verlaufen. Gehen wir diesen Vertrag mal ganz in Ruhe durch.

1. Zeitvertrag, wenn der Arbeitgeber kündigt soll der Arbeitnehmer eine Vertragsstrafe von 1 Monatsgehalt bezahlen

Ja, für die Gnade, einen Arbeitsplatz erhalten zu haben, sollte man schon bereit sein, etwas zu bezahlen. Zum Beispiel eine Strafe, wenn der Arbeitgeber sich genötigt sieht, eine Kündigung auszusprechen. Wie kann man sich auch nur erdreisten, einen Arbeitgeber in eine solche Situation zu bringen, wo er sich zur Kündigung genötigt sieht: für diese Arbeit hat der schon einen kleinen Ausgleich verdient. Ja – Kündigungen sind auch Arbeit.

2. Überstunden (egal wie viele) sind abgegolten

Im Prinzip eine Supersache. Die hätte ich auch gerne – in Restaurants zum Beispiel: Extraportionen werden gratis geliefert. Schnell würde ich eine Fussballmannschaft samt Familien satt kriegen – zum Preis eines kleinen Menüs. Oder beim Autokauf – wer einmal einen Neuwagen gekauft hat, kann sich jederzeit wieder einen neuen zusätzlich abholen – ganz umsonst. Oder einfach bei Aldi: für jeder gekaufte Salami gibt es Übersalami umsonst dazu – egal wie viele. Leider gelten solche Superregelungen nur für die von den Banken auserwählten Arbeitgeber (ja – die werden von den Banken bestimmt. Beziehungen spielen da bei der Kreditvergabe eine große Rolle – und ohne Bankkredite läuft heute gar nichts mehr) und nicht für das nichtadelige Fußvolk.

3. Jeder Aufenthalt nicht an der Meldeadresse (auch vorübergehend) ist dem Arbeitgeber anzuzeigen 

Wie oft habe ich eigentlich davor gewarnt, dass genau das geschehen wird? Immer wieder. Natürlich werden die Lebensbedingungen, die die SPD für Arbeitslose gesetzlich vorgeschrieben hat (völlig an den Maßgaben der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte vorbei) Zug um Zug auf Arbeitnehmer übertragen. Wem das nicht gefällt, kann ja Hartz IV beantragen. Sollte er es aber wirklich wagen, sich dem Willen des Arbeitgebers zu widersetzen, wird auch das keinen Sinn haben: die Behörde spricht bei Widerstand gegen die ökonomische Gewalt Sanktionen aus, die zu Obdachlosigkeit, Hunger und Tod führen können. Bevor man dass in Kauf nimmt, billigt man dem Arbeitgeber lieber das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu – und entmündigt den Arbeitnehmer vollkommen.

4. Bei Krankheit sofort zu einem Arzt des Arbeitgebers 

Freie Arztwahl wird von der Ökonomie abgeschafft, ein weiterer Akt des Terrors. Spezielle Arbeitgeberärzte werden auch noch den letzten Kranken gesund schreiben und sich damit ein Beispiel an den Jobcentern nehmen, die schon mal Einarmige zum Müllsammeln geschickt haben: der Müllbeutel sollte mit den Zähnen gehalten werden (nein, leider kein Witz, Labournet berichtete vor einigen Jahren über diesen Fall aus Dortmund). Was aber noch mehr abgeschafft wird, ist die Krankheit selber: sie wird verboten. Krankheit und Arbeitsplatz passen einfach nicht zusammen und könnten einen Arbeitgeber dazu nötigen, eine Kündigung auszusprechen. Gut, dass man da jetzt auch Geld für kassieren kann.

5. Wenn nix zu tun ist kann man jederzeit unter Anrechnung auf die Urlaubsansprüche nach Hause geschickt werden!

Das Urlaubsansprüche ebenfalls großes Ungemach in den Augen der ökonomischen Al Kaida darstellen, sollte jedermann klar sein. Gut, dass man jetzt selbst bestimmen kann, was Urlaub ist und was nicht. Man könnte Urlaubsansprüche ja auch auf die Schlafenszeit der lästigen Arbeitnehmer anrechnen: ist doch auch Urlaub, wenn man sich nichtsnutzig einfach ins Bett legt und vor sich hin pennt. Wenn jemand meint, dass er das braucht: bitte schön, dann aber auch Urlaub nehmen.

Dieses Land wird zum Arbeitslager.

Vor aller Augen wird die Demokratie ausgeschlachtet. Man nimmt sich, was man braucht (Steuergelder, Versicherungsgelder, Infrastruktur, Arbeitsleistung), der Rest kommt auf den Müll. So wird man Millionär – und zwar schnell.

Der Müll türmt sich mitlerweile immer schneller immer höher auf, siehe Spiegel:

Es ist ein besorgniserregender Trend: Rund 465.000 Rentner in Deutschland waren 2012 auf Grundsicherung angewiesen – 6,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Vor allem Frauen aus den westdeutschen Bundesländern sind betroffen. Hochburg der Altersarmut ist eine eigentlich reiche Stadt.

Mit der CDU hat die SPD jetzt die absolute Mehrheit im Bundestag: eine Mehrheit von über 75%. Die Koalition der Absahner wird in Deutschland jetzt tun und lassen können, was sie wollen – und kriegen jede Verfassungsänderung durch. Langsam aber sicher können sie ihre geheime Agenda durchführen.

Welche das ist?

Ich weiß es nicht.

Ich kann mich aber daran erinnern, dass CDU/CSU 1980 einen ausländerfeindlichen Wahlkampf unter dem Motto „Das Boot ist voll“ geführt haben. Der Erfolg dieser Kampagne: nach vielen CDU Regierungsjahren unter Kohl und Merkel sind es aktuell 7,2 Millionen Ausländer, die in Deutschland leben, zu Strauss´ Zeiten waren es 4,7 Millionen. Den größten Anstieg gab es während der Regierungszeit von Helmut Kohl.

Ich schätze: CDU-Wähler wundern sich jetzt auch über diese Entwicklung. 2013 meldet die Welt, dass Deutschland nach den USA und Russland den höchsten Ausländeranteil der Welt hat, man geht von 9,8 Millionen Ausländern aus. Schaut man sich die Menschen mit Migrationshintergrund an, so sind es 16 Millionen (siehe BpB), andere Quellen nennen 19 Millionen.

Wir werden bald amerikanische Verhältnisse haben – die für die „Habenden“ einen unschätzbaren Vorteil bieten: in einer immer heterogener werdenden Gesellschaft läßt sich immer schwieriger Widerstand gegen solche Arbeitsverträge organisieren – im Gegenteil, viele aus dem armen Ausland nehmen sie gerne an. Die USA können davon ein Liedchen singen. Vielleicht ist das aber auch schon alles an der großen „geheimen Agenda“: die Macht der Habenden zu vergrößern, egal wie voll das Boot ist und wie unerträglich die SPD die Merkel findet.

Also Deutschland: freu´ Dich auf eine ganz neue Auflage von Arbeitsverträgen. Es gibt da noch ganz viel Reformbedarf. Ich warte noch auf den Passus, wo Arbeitgeber sich das „Recht der ersten Nacht“ vertraglich sichern – jenes Recht des Adels, nach der Heirat eines Angestellten zuerst mit der Braut schlafen zu dürfen.

Die im ehelichen Bette von wem auch immer gezeugten Kinder sollten natürlich dem Betrieb umsonst zur Verfügung gestellt werden: immerhin wäre die Familie ohne den Arbeitgeber einfach verhungert: da ist ein gewisses Interesse am „return of investment“ doch nur allzu verständlich – oder?

Gäbe es kein Hartz IV – man könnte diesem unverschämten Drecksack von Arbeitgeber seinen Arbeitsvertrag links und rechts um die Ohren hauen.

Doch dank SPD kann das ganz schnell in Obdachlosigkeit, Hunger und Tod enden.

Na ja, das will ja keiner wahr haben. Also: freut Euch über die neuen Arbeitsverträge: die gibt es bald auch wieder für Achtzigjährige!

Übrigens: anstelle des „Rechtes der ersten Nacht“ konnte auch ein „Stechgroschen“ bezahlt werden: für homosexuelle Kreise in der Unternehmerschaft vielleicht ein wichtiger Hinweis. Den Stechgroschen könnte man dann einfach vom Konto abbuchen – so wie die Rettungsbeiträge für die Banken, die nach dem Willen der IWF bald ebenfalls direkt vom Konto abgebucht werden könnten (siehe Deutsche Wirtschaftsnachrichten):

Die große weltweite Enteignung wird konkret: Der Internationale Währungsfonds verlangt eine allgemeine „Schulden-Steuer“ in Höhe von 10 Prozent für jeden Haushalt in der Euro-Zone, der auch nur über geringe Ersparnisse verfügt.

Schöne neue Welt, oder?

DANKE, SPD!

 

Ralph Boes ist tot, das System hat gewonnen und mordet weiter.

Ralph Boes ist tot, das System hat gewonnen und mordet weiter.

Samstag, 19.10.2013. Eifel. Heute wird mein letzter Tag mit Gartenarbeit – dann kann der Winter kommen. Wird er auch – daran habe ich keinen Zweifel. Allerdings nicht nur meteorologisch, sondern auch politisch. Es ist nicht schwer, diese düstere Zeit vorherzusagen: eine allmächtige Regierung, eine zur Handlungsunfähigkeit degradierte Opposition (die an sich schon den Namen nicht verdient), ein Wertekanon, der dem einer Räuberbande gleicht – das wird sehr teuer werden für die Bürger. Gestern habe ich mit einem (nicht arbeitslosen) Sozialarbeiter gesprochen, er überraschte mich mit der Frage, ob ich überhaupt noch einen Menschen kennen würde, der glücklich sei. Fast hätte ich gesagt: „Ich“ – doch dann schreckte ich zurück … kam mir kurz so vor, als wäre ich der letzte Überlebende im Zombieland.

Der Zustand des Unglücks wird natürlich nicht in Frage gestellt, man nimmt es klaglos hin: Zombieland halt. Tag für Tag wird es liebloser, gewalttätiger, dümmer – als in einem demokratischen Deutschland groß gewordener Bürger möchte man einfach nur noch weg. Deutschland kann nicht mehr „Heimat“ bieten, es wird „un – heim – lich“.

Die Gründe für diese Entwicklung sind bekannt, viele Schriftsteller haben darüber berichtet – über den „Deutschland-Clan“, über „das System“, über „die Elefantenmacher“: es ist jedem aufgeklärten Bürger klar, dass das Traumschiff Berlin fernab der gesellschaftlichen Realität ein Hort von Wölfen geworden ist, die nur noch dann miteinander ringen, wenn es darum geht, welche Lämmerbürger gefressen werden –  und die Lämmer dürfen wählen, welcher Wolf am Kopf des Tisches sitzen darf. Neu ist die Erkenntnis, das diese Entwicklungen schon im Dritten Reich angelegt wurden: die Geburt des Vierten Reiches ist kein Zufall, doch der deutsche Blogger sieht eher die Zunahme der Nazivergleiche als Problem, weniger das zielstrebige konsequente Wachstum des Vierten Reiches.

Ein Kampf gegen die Auferstehung dieses Monsters, dass in Europa schon jetzt wieder für Angst und Schrecken, Hunger und Obdachlose sorgt, wurde jetzt verloren: der neue Stauffenberg ist tot. Ich hatte Ralph Boes diesen Ehrentitel verliehen (in meinen Augen war das einer, für die meisten Deutschen auch), um auch andere Schichten als die „üblichen Verdächtigen“ darauf aufmerksam zu machen, was da geschieht.

Die Idee war gut, auch wenn mir Führerkult zuwider ist – im Krieg geht es aber nicht anders, das wussten sogar die Indianer und wählten einen Kriegshäuptling. Die Vorstellung, alle Hartz-Kritiker hinter einem Intellektuellen zu vereinen und dabei gleichzeitig dem Bürger klar zu machen, dass neue Hinrichtungen bei Befehlsverweigerungen laufen, war sehr verlockend. Nun – es kam, wie es halt kam: anstatt Frontmann einer sozialen Bewegung zu werden, wurde eine „Ein-Mann-Show“ durchgezogen, die Zusammenarbeit mit anderen Grundeinkommensbewegungen eingestellt, da Ralph und seine bösen Freunde nicht den Verlockungen des TV widerstehen konnte, wurde der total unvorbereitete Akteur gnadenlos durch die Arena gezerrt, was blieb war das Bild von „Deutschlands frechstem Arbeitslosen“: Wasser auf die Mühlen des asozialen Mobs, der das sofort dankbar aufgriff. Wer immer dort Rat gab, muss ein großer Narr sein: der Kriegshäupling war der Schlacht nicht gewachsen.

Dilettantismus amüsiert mich nicht, erst recht dann nicht, wenn es um Menschenleben geht – und dass es darum geht, scheinen die Deutschen nicht zu verstehen. Es geht um IHR Leben, um die Implementierung grundgesetzfeindlicher Werte in unser Alltagsbewußtsein. Medien, Richter, Polizei – überall herrscht das Parteibuch. In kleinen lichten Momenten erlaubt der Spiegel seinem Feigenblatt (den Kolumnisten) mal eine kritische Reflexion des Zeitgeistes, wie aktuell von Georg Diez vorgenommen:

Wie ist denn dieses Gift in die Köpfe von Journalisten gedrungen? Wie können sie in einem freien Land tatsächlich solche Orwell-Sätze schreiben, dass der Staat schon wissen wird, was gut für uns ist? Ist das nur die Angst um die eigene Position, die Angst vor der medialen Herausforderung durch „das Internet“? Reicht das als Erklärung etwa für den klebrigen Populismus von Kirsty Wark, die sich zur Sprecherin der von ihr vermuteten schweigenden Mehrheit der Briten machte, die sich doch „durchaus sicher fühlen“, so sagte sie es, durch die Spionage von NSA und GCHQ?

Was ist los mit einem Journalismus, der die Grundlagen, die ökonomisch gefährdet sind, inhaltlich gleich selbst zerstört?

Hätte man mehr Bildung, würde man nicht so schnell vergessen, dass andere schon längst beschrieben haben, was los ist: der „Putsch von oben“, 2004 von Arno Luik im Stern angekündigt, läuft in vollem Gange. Jahrzehntelang wurden überparteiliche Allianzen unter der Schirmherrschaft des Kapitals geschmiedet, das so mächtig in Berlin geworden ist, dass es die Grünen und Linken ganz schnell schlucken konnte, gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass die Lämmer sich vor Furcht nicht aus den Häusern trauen, in denen als Ersatz für Realität immer mehr optisch brillante aber inhaltlich peinliche Unterhaltung produziert wird.

Die Fragen des Herrn Diez lassen sich also leicht beantworten: der Putsch von Oben hat inzwischen die Medien gleichgeschaltet, überzieht gerade das Land mit Sicherungskompanien und bringt Arbeitslose durch unterlassene Hilfeleistung zum Tode, ex-Militärs machen in der Arbeitslosenverwaltung lukrative Karriere und schaffen dort erstmal lukrative Parteibuchjobs von dem Geld, das man den Arbeitslosen aus der Tasche gezogen hat – so stopft man kritische Mäuler am Besten: durch Beförderung.

Wir haben kaum noch unabhängige Medien, das Kapital diszipliniert sie direkt über Werbung, den Aufkauf ganzer Zeitungen oder auch indirekt über die Parteisoldaten, die unablässig ihre Wühlarbeit auf allen Ebenen durchführen, finanziert durch großzügige Spenden. Man merkt den neuen, strammen Geist des Vierten Reiches nicht nur in den Medien, sondern auch in den Parteien: die „Basis“ ist voller Verwunderung über den Kurs ihrer „Elite“, doch gegen den „Willen des Volkes“ kommen sie nicht an … und dieser Wille wird vom „Volk“ auf allen Kanälen tagtäglich gesendet, einmal wendete sich das „Volk“ sogar direkt an den Bürger, die „Nachdenkseiten“ haben das Dokument deutscher Elitemenschen der Nachwelt erhalten: eine breite Front reicher Menschen jubelt Kanzler Schröder für Harzt IV zu – auch Marius Müller-Westernhagen.

Dafür ist Geld da: man will wieder Tote sehen – und fast hätte man wieder einen mehr gehabt.

 

Ralph Boes ist nicht tot. Er lebt – noch.  Die Jobcenter bekommen sogar von dritter Seite Geld überwiesen, um sein Überleben sicher zu stellen, siehe wir-sind-boes:

Nach einer erneuten Sanktion, die am 1.August 2013 über Ralph Boes verhängt wurde, hat dieser erneut öffentlich vorgelebt, dass die Sanktionen sehr wohl bis zum Hunger führen. Nach über 50 Tagen ist die Lage um Ralph Boes so besorgniserregend geworden, dass nun mehrere Menschen begonnen haben, Darlehen an das Jobcenter Berlin-Mitte zu überweisen. Sie fordern das Jobcenter auf, im Namen der Allgemeinheit das Geld umgehend an den mittellosen Ralph Boes weiterzuleiten. Wird das Jobcenter selbst diese Gelder vorenthalten?

Nun – das wird man sehen. Interessanter Schachzug der Planer um Ralph Boes, doch leider wird er nicht weit tragen: Jobcenter sind nicht für die Verteilung von Almosen zuständig, sondern für die Erteilung von Befehlen an Arbeitslose: „Wer zahlt, befiehlt“ hat die Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte ersetzt. Wer nicht gehorcht, wird obdachlos und verhungert, das ist so geplant und gewollt.

Das wir die Menschenrechte kampflos aufgegeben haben, werden bald viele Millionen bitter bereuen …. wenn man merkt, das Rentner eigentlich auch arbeitslos sind, ebenso Kosten auf zwei Beinen, deren sozialverträgliches Frühableben man im Dienst an der zahlenden Generation gerne optimal organisiert. Sind doch eh´ alles Schmarotzer … oder „Gammelfleisch“ – ja, das Wort hat die Jugend schon mal eingeführt. Ihm müssen nur noch Taten folgen.

Um die Klage zum Bundesverfassungsgereicht aufrecht zu erhalten, muss Ralph Boes leben. Auf Drängen der Aktivistengruppe hat er seit Kurzem angefangen, wieder Nahrung anzunehmen, wenn sie von Freunden gegeben wurde. Ohne Solidarität wäre Ralph Boes bald Geschichte.

Gäbe es keine Aktivistengruppe – wäre die Überschrift hier korrekt. So ist sie es nur halb.

Bei der Bundestagswahl hat Ralph Boes mehr als die Hälfte seiner Stimmen eingebüßt, sein Antrag auf aufschiebende Wirkung der Sanktion wurde abgelehnt, ebenso lehnte es der Petitionsausschuss ab, die Fordernung nach sofortigem Stop der Sanktionen dem Gesetzgeber zuzustellen.

Herr Boes könnte verhungern und es würde kaum mehr als ein Achselzucken in der Politik bewirken.

Genau.

Es war immer die Frage, ob Gandhis Methode des gewaltlosen Widerstandes auch bei Hitler gewirkt hätte. Viele meinten: nein. Gandhi konnte nur gewinnen, weil die Briten anständige Demokraten waren. Wir haben nun erlebt, wie „Das System“ mit einem kleinen Gandhi aus Berlin umgeht: sie räumen ihn gnadenlos aus dem Weg. In der Tat würde sein Tod niemanden interessieren – immerhin ist ja auch das gerade vom „System“ (in dem dauernd gräßliche Dinge geschehen, für die niemand Verantwortung trägt) beabsichtigt: wer die Befehle von Oberst Weise nicht mit voller Begeisterung ausführt, wird erschossen … äh, nein, Entschuldigung: „sanktioniert“.

Und dieser Zustand ist es natürlich nicht wert, dem Bundestag vorgelegt zu werden.

Wieso auch: der hat das beschlossen!

Das wenigstens haben wir Ralph Boes zu verdanken: die Erinnerung daran, das SANKTIONEN DIREKT ZUM TODE FÜHREN.

Sanktionen sind kein Kinderspiel, noch Spaß. Der Staat greift mit tödlicher Gewalt in den Arbeitsmarkt ein: unser Feind steht moralisch weit unter dem Ethos der britischen Besatzungs- und Kolonialmacht in Indien – es gibt nur niemanden, der das noch so verbreiten würde. Eine Glocke des Schweigens senkt sich über die Republik der Unglücklichen, die Bürger flüchten sich (wie früher schon mal) in die innere Emigration, werden fügsam und biegsam, weil der Tod wieder durch die Straßen schleicht, die Wirtschaft selektiert immer gnadenloser aus, der Staat entsorgt den nicht mehr verwertbaren Müll: das alles hatten wir schon mal. War doch kein Unfall, wie sich zeigt.

Und was ist mit den vielen Menschen, die durch die mit dicken Bonuszahlungen versüßten Sanktionen (die in Deutschland von Jahr zu Jahr neue Rekorde erreichen – Bonus bringt halt doch was) aktuell dem Hungertode nahe sind – nicht durch einen schweren Schicksalsschlag, sondern durch den brutalen Willen eines empfindungs- und verantwortungslosen Staatswesens, das sich völlig dem Dienst an einer Elite von Lumpen verschrieben hat?

Sie sterben, ihre Namen kennt keiner.

Um an sie zu gemahnen, habe ich mir mal erlaubt, den Namen des prominentesten Arbeitslosen in Deutschland zu verwenden – ich glaube, das ist eine verzeihliche Sünde. Dem Herrn Boes selbst wünsche ich: guten Appetit. Schön, wenn man Freunde hat, die helfen, wo der Staat Hunger und Tod sät.

Und ihr anderen, die ihr dem Morden mal wieder meinungs- und tatenlos zuschaut: für euch habe ich leider nur noch eine Tüte Verachtung im Schrank.

Ein Volk, das immer mal wieder dazu neigt, Staatsmacht zum Bürgermord zu missbrauchen, sollte sich nicht wundern, dass es bei der NSA auf der Liste der Feinde steht.

Das ist keine Frage von Politik und Bündnis, dass ist eine Frage von Erfahrung und Menschlichkeit. Rentnergenozid steht nur in Deutschland alternativlos auf dem Plan, nur hier versagten schon einmal alle menschlichen Sicherungen – und man will wohl vorgewarnt sein.

 

 

 

Die PHO zur politischen Posse von Angela Merkel …

Hier noch zwei Videos nachgelegt. Die PHO zum Besuch von Angela Merkel am 12.9.2013 in Neuss und zum anschließenden Wahlergebnis das Video „das Stockholm-Syndrom“. Wir konnten uns nicht nehmen lassen auch den Nachrichtenspiegel daran teilhaben zu lassen. Besser später als nie 😉

Das Video „Merkel in Neuss“ beginnt mit 10-minütigem Merkel-Gequake. Diese Politposse und das ganze Erlebte auf dem Münsterplatz in Neuss wird ab der 10. Minute von der PHO kommentiert.

Jedoch das Video „Die PHO zum Wahlergebnis …“ macht klar, dass Deutschland am Stockholm-Syndrom leiden muss!
…Ich brauche niemanden der für mich Kriege führt, Menschen vergiftet und Leute verarscht. Das kann ich selber… wenn ich es WILL!….

…Erschreckend wozu der Mensch trotz offensichtlicher VERARSCHE bereit ist und wie schnell alles vergessen wird. Einen Lebensmittelskandal nach dem anderen, Hartz4, Aufstocker, Zeitarbeiter, Hohe Mieten, Lobbyismus, Euro Hawk, Vorratsdatenspeicher, NSA, etc..etc..etc..etc..etc..etc..etc..etc..­ect..etc.. etc..etc..etc..etc..etc..etc..etc..etc..­ect..etc..

Doch der Wähler gehorcht…und Greift selbst nach dem Messer, das ihn ohnehin schon verletzt hat. Schon mal überlegt, was Politik noch wäre, wenn man sie aus dem Tv und Zeitschriften verbannen würde?! Schon mal überlegt, wo die Politiker noch erwünscht wären, wenn sie niemand wählen würde?! Sie wären nur noch bekannt als die…die niemand haben wollte.
Gruß,

die PHO.

2013: der große Rechtsruck in Deutschland

Montag, 7.10.2013. Eifel. Die Bundestagswahl ist seit einiger Zeit vorbei. In breiter Front erklärten die Medien Angela Merkel zur Siegerin: das erste Mal in Deutschland, dass es solch´ einen irrationalen Jubel um eine verlorene Kanzlermehrheit gab. Irrationalität ist aber wieder angesagt. Man bereitet sich auf eine neue Runde vor: alte Hasen im Geschäft wissen die Zeichen der Zeit zu deuten. Den asozialen Artikel im Focus hatten wir schon hinreichend besprochen: so setzen PR-Profis Akzente. Mit solchen kleinen Bauernzügen fängt das großen Spiel erneut an. "Lügen mit Statistik" ist ein Spiel, dass die Lumpenelite perfekt beherrscht: kein Gehalt ist ihnen zu hoch, um hier belanglose Posten mit absoluten Profis besetzen, die so lange rechnen, bis ein für die Regierung passendes Ergebnis herauskommt. Im Falle des Focus hat man in die Mottenkiste der Propaganda gegriffen und einfach mal acht Jahre addiert, um eine große Zahl zu bekommen: 380 Milliarden waren es dann auf einmal, die wir - scheinbar - nutzlos in den Sand gesetzt hatten.

Montag, 7.10.2013. Eifel. Die Bundestagswahl ist seit einiger Zeit vorbei. In breiter Front erklärten die Medien Angela Merkel zur Siegerin: das erste Mal in Deutschland, dass es solch´ einen irrationalen Jubel um eine verlorene Kanzlermehrheit gab. Irrationalität ist aber wieder angesagt. Man bereitet sich auf eine neue Runde vor: alte Hasen im Geschäft wissen die Zeichen der Zeit zu deuten. Den asozialen Artikel im Focus hatten wir schon hinreichend besprochen: so setzen PR-Profis Akzente. Mit solchen kleinen Bauernzügen fängt das großen Spiel erneut an. „Lügen mit Statistik“ ist ein Spiel, dass die Lumpenelite perfekt beherrscht: kein Gehalt ist ihnen zu hoch, um hier belanglose Posten mit absoluten Profis besetzen, die so lange rechnen, bis ein für die Regierung passendes Ergebnis herauskommt. Im Falle des Focus hat man in die Mottenkiste der Propaganda gegriffen und einfach mal acht Jahre addiert, um eine große Zahl zu bekommen: 380 Milliarden waren es dann auf einmal, die wir – scheinbar – nutzlos in den Sand gesetzt hatten.

Sieht man sich die enormen Einnahmeverluste der Bundesagentur für Arbeit an, wirkt die Summe, die für Arbeitslosigkeit aufgewendet wird, billig. Im Jahre 2000 nahm sie noch 49,6 Milliarden Euro ein (siehe Statista) waren es 2011 nur noch 37,5 Milliarden Euro: gut, dass man Hartz IV aus der Verantwortung jener Behörde herausgenommen hat, sonst würde man deutlich erkennen, dass der Trend zur Zeitarbeit, zum Halbtagsjob oder zur Leiharbeit dem Sozialversicherungssystem richtig viel Geld kostet. Stattdessen aber macht man lieber ultrarechte Propaganda, beschwört wieder den Geist des parasitären Sozialschmarotzers, den man in der Wirtschaft viel häufiger antrifft als am Arbeitsmarkt, wo die Kontrolle der Leistung viel einfacher ist. Im gleichen Zeitraum haben wir im Übrigen „der Wirtschaft“ und allem, was dazu gehört, Subventionen von ca. EINER BILLION EURO geschenkt – Geld für Reiche. Das wir für die Armen dann nur so wenig übrig haben, ist schon eine Schande und volkswirtschaftlicher Unsinn: nirgends bekommt man eine größere Wertschöpfung als bei der Unterstützung jener Menschen, die vom System abgelehnt werden, weil sie alt sind, krank, arm oder mit Kindern geschlagen. Völlig unsinnig sind dann auch die Ausgaben für „Gesundheit“, die bald im Jahr jene Kosten aufweisen wie das Hartz IV-System seit seiner Einführung: 300 Millionen Euro allein 2011 (siehe Spiegel). Wir können mit noch mehr Kosten rechnen, wenn wir die Arbeitsbelastung, den Stress, die Mangelernährung der Bevölkerung weiter forcieren – wie es beabsichtigt ist, addiert man diese Ausgaben wie die Zahlungen für Einkommenslose, dann ist man schnell bei ZWEI BILLIONEN EURO.

Weil aber die finanzkräftigen Schichten der Gesellschaft viel zu viel Geld zuviel haben (immerhin landen die oben erwähnten drei Billionen Euro größtenteils auf ihren Konten), können sie sich Zeitungen, Fernsehsender und Schriftsteller in Massen leisten, die dem Volk beibringen, dass die Erde ab heute wieder eine Scheibe ist: die Väter des Grundgesetzes haben sich halt fürchterlich geirrt.

Wer die Wählerwanderungen genau beobachtet, sieht die Folgen dieser Massenpropaganda: Deutschland hatte 2013 einen gewaltigen Rechtsruck erlebt. Sicher: die Kanzlerin hat ihre Mehrheit verloren – doch hier  eilt die SPD schnell zur Hilfe, um die Wünsche des Kapitals zu erfüllen: in dieser Hinsicht ist auf diese Partei Verlass.

Schauen wir uns die Wählerwanderung nach den Angaben des Spiegel an:

Zu den Verlierern der Wahl gehören die Grünen, die sogar 420 000 Wähler an die CDU verloren hatten.

Zu den Verlierern gehören die LINKEN, die 370 000 Stimmen an die SPD verloren haben, 120 000 an die CDU und – ein Triumph von Faulheit oder Dummheit – 320 000 an die engagierte Nichtwählerfront.  Zudem verloren sie – superpeinlich – 340 000 Stimmen an die AfD (zum Vergleich: von der CDU bekam diese Partei nur 290 000 Stimmen, nur von der FDP gab es noch mehr).  Anders als die LINKE (die in ihrer Tradition Elemente hat, die per Dienstanweisung 99 % der Stimmen bekamen und deshalb „Wahlkampf“ scheinbar noch nicht so ernst nehmen) hat es die Union geschafft, 1,13 Millionen Nichtwähler zu mobilisieren.

Es geht also doch – wenn man außer Wahlboykott auch arbeitsintensivere Alternativen wahr nimmt.

Wir erleben den größten Rechtsruck der deutschen Geschichte. Er wirkt sich nicht im Parlament aus, in dem Angela Merkel sogar ihre Kanzlermehrheit verloren hat  – und deshalb zu den Verlierern der Wahl gehört, was man im „Muttiland“ aber nicht offen äußern darf. Sicher – wer die Wahlergebnisse in Deutschland seit der Wende (und auch davor) aufmerksam studiert, wird höhere Ergebnisse für das „konservative“ Lager finden – nur war die FDP früher einmal etwas anderes als eine rein konservative Partei, während heute die SPD eher zum konservativen Lager gehört.

Dank intensiven Einsatzes der linken Nichtwählerbrigaden bahnt sich eine Situation an, die der Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim in seinem Buch „Das System“ als Bedrohung der Demokratie anprangert: es gibt eine Zwei-Drittel-Mehrheit für die Regierung, die das Land in Zukunft nach Belieben umbauen kann, die Oppositionsparteien kommen auf 17% – dem niedrigsten Wert, den Opposition jemals seit 1949  hatte.

In der Opposition sitzen Grüne und Linke, denen – dank der Nichtwähleroffensive angeblich linker Kreise – nur noch eins übrig bleibt: Fragen zu stellen, deren Antworten niemanden mehr interessieren, weil die Regierung auch in der Länderkammer die absolute Mehrheit hat.

Es wäre die demokratische Pflicht der SPD gewesen, die Führerschaft der Antimerkelfraktion im Parlament in die Hand zu nehmen, weil sie den im Parlament abgebildeten Wählerwillen (und dem immerhin offiziellen Wahlziel der SPD) am Deutlichsten entspricht: stattdessen hat sie sich für die Vernichtung parlamentarisch wirksamer Opposition entschieden.

Dies entspricht einem breiten Trend in der Bevölkerung, die sich von demokratischen Werten verabschiedet – nur thematisieren die Medien diesen Aspekt nicht gern. Anstatt Frieden wählen sie Krieg, anstatt Gerechtigkeit Profit, anstelle von Freiheit den Zwang, anstatt Wohlstand die Arbeitspflicht und anstatt Sicherheit die Zukunft als Leiharbeiter. Jegliche Sensibilität für gesellschaftliche Grundwerte verschwindet, wird erfolgreich als „Sozialromantik“ abgewertet, währenddessen läuft eine breite Umerziehung hin zu anderen Werten, zwecks Unterhaltung inszenierte brutale Verletzungen der Menschenrechte bestimmen den Alltag der Jugend, siehe Spiegel.

Währenddessen wird der deutsche Bundestag immer realitätsferner – die Anzahl von Bauern, Unternehmern, Handwerkern und Forstwirten (also Menschen, die noch echte Arbeitsleistung erbringen) ist auf einem historischen Tiefstand, dominiert wird das Parlament von Lehrern, Juristen und Angestellten des öffentlichen Dienstes – also Menschen, die nur von den Leistungen anderer leben.

Hier erklärt sich auch die Ablehnung der Arbeitlosen auf breiter Front: die großen Schmarotzer bauen die Globalisierungsverlierer als kleine Schmarotzer auf und lenken so erfolgreich von sich ab: das Volk springt auf diesen Zug auf (das Schicksal der Zauberer, Hexen und Juden zeigt, dass Menschenjagd als Volkssport bei den Germanen Tradition hat) und gräbt sich dadurch selbst das Wasser ab.

Genau das aber war beabsichtigt, deshalb hat man Tittytainment eingeführt, finanziert durch überhöhte Preise für Konsumgüter: der Deutsche finanziert seine Verdummung gerne selbst.

Das Ergebnis sehen wir jetzt, der Trend ist eindeutig: Deutschland gibt sich einen strammen Rechtsruck, inhaltslose Parolen bestimmen die politische Diskussion, auf den Straßen herrscht immer häufiger der Polizeiknüppel unter tosendem Applaus einer hemmungslos manipulierten Masse (siehe u.a. Welt, Deutsche Welle, Zeit) die man zumindest virtuell langsam daran gewöhnt, dass Menschenrechte verachtungswürdige Sozialromantik darstellen und ohne große Probleme ignoriert werden können – zugunsten eines höheren Ideals: der lustvollen Ausübung von Gewalt.

Dafür braucht man Schuldige. Statt die im Reich der hemmungslosen Selbstbereicherer in der Politik und skrupellosen Ausplünderer in der Wirtschaft zu suchen, wird man sie wieder bei jenen ausmachen, die ihr Schicksal nicht mehr selbstbestimmt ändern können.

Das wird in Zukunft auch noch weitere Kreise treffen: mit einer ersatzlosen Streichung von Hartz IV ist in den nächsten acht Jahren zu rechnen (das bereiten Artikel wie der oben zitierte gerade vor), das Volk will wieder Leichen sehen. Zwangshypotheken für Immobilienbesitzer werden unausweichlich kommen, die Rente mit 80 wurde vom Erfinder des „parasitären Sozialschmarotzertums“ (Wolfgang Clement, SPD und FDP) schon ins Gespräch gebracht, massive Rentenkürzungen werden mangels Einnahmen unausweichlich sein.

Das weiß jeder, der rechnen kann.

Der Traum von einer humanen oder ökologischen Gegenbewegung ist jedoch im Jahre 2013 endgültig ausgeträumt stattdessen gibt es endlos „Merkel“ anstelle von politischen Inhalten.

Die Folgen für Umwelt und Gesellschaft werden katastrophal sein, die Elite der Asozialen  jedoch wird sich weiterhin ungebremst die Taschen füllen können – wir werden neue Rekorde bei der Anzahl der Millionäre (auch unter Bundestagsabgeordneten) erleben – und neue Rekorde bei Staatsverschuldung und Gesundheitskosten.

Finanziell leisten können wir uns die nicht – das werden wir aber erst dann bemerken, wenn die letzten Hartz IV-Empfänger verstorben sind und die wirtschaftliche Gesamtlage sich trotzdem verschlechtert, weil ein wichtiger Konsumfaktor weggebrochen ist, der einen hohen „return-of-investment“ versprach.

Da rechte Politik immer Politik für einen offiziellen oder inoffiziellen Feudalstaat (d.h. die Herrschaft einer selbst ernannten Elite von Lumpen) war, werden wir uns damit abfinden müssen, dass unsere Infrastruktur immer weiter zerbricht: aktuell sind es die Hälfte aller Brücken in der Verantwortung der Gemeinden, die in einem desaströsen Zustand sind (siehe Spiegel).

Aber wer braucht schon Brücken, wenn der Staat und die Banken die Verteilung von Geldern so lenken, dass man fliegen kann. Wer braucht schon noch Kinder, wenn man seinen Wohnsitz jederzeit in die USA oder nach Dhubai verlegen kann, weil man mit den Profiten aus dem Geschäft der privaten Alterssicherung einen guten Schnitt gemacht hat. Wer macht sich schon Gedanken über die Zukunft der eigenen Solidargemeinschaft in einem Land, das die allgemeinen Menschenrechte zunehmend als romantische Spinnerei deklariert, wenn man in seinem eigenen Lebensbereich als Lehrer, Angestellter im öffentlichen Dienst oder Anwalt mit kundenfeindlicher Egozentrik ziemlich gut durchkommt?

Und dem Volk verkauft man via RTL den großen Traum von der Million, die allein das Leben lebenswert macht. Und da findet dann der wirkliche Rechtsruck statt: im Inneren der Vereine, Verbände und Parteien – in den Menschen. Und wie viel Millionen wären für das Volk übrig, wenn man auch noch die 380 Milliarden, die aktuell für die Verwaltung von Arbeitslosen ausgegeben wurden, bei RTL verlosen würde  – welch´ ein köstlicher Traum läßt sich da träumen.

Und dafür sind schon ganz andere Leute über Leichen gegangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3.Oktober: Tag der deutschen Einheit. Ein Trauerspiel.

Feiertag. 3. Oktober 2013. Eifel. Heute ist er wieder da, der "Tag der deutschen Einheit". Es werden Reden geschwungen, Lobeshymnen gesungen, Orden verliehen: das System feiert seinen größten Triumph: die Vernichtung der Bundesrepublik Deutschland. Die ostdeutsche Kanzlerin hat gerade mal wieder einen fulminanten Sieg eingefahren: 99,9% aller aufrechten Deutschen haben sie gewählt. Dem Sieg im Wege stehen nur noch ein paar kleine Überbleibsel der alten demokratischen Ordnung aus den Zeiten der Bonner Republik: die Tatsache, dass die Mehrheit der Abgeordneten im Wahlkampf Position gegen Angela Merkel bezog:, allen voran Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten.

Feiertag. 3. Oktober 2013. Eifel. Heute ist er wieder da, der „Tag der deutschen Einheit“. Es werden Reden geschwungen, Lobeshymnen gesungen, Orden verliehen: das System feiert seinen größten Triumph: die Vernichtung der Bundesrepublik Deutschland. Die ostdeutsche Kanzlerin hat gerade mal wieder einen fulminanten Sieg eingefahren: 99,9% aller aufrechten Deutschen haben sie gewählt. Dem Sieg im Wege stehen nur noch ein paar kleine Überbleibsel der alten demokratischen Ordnung aus den Zeiten der Bonner Republik: die Tatsache, dass die Mehrheit der Abgeordneten im Wahlkampf Position gegen Angela Merkel bezog:, allen voran Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten. Im Prinzip würde das heißen: Merkel ist abgewählt – doch die Medien haben diesmal alles unternommen, um das überhaupt nicht zur Sprache zu bringen (siehe Neopresse): der Verlust der Stimmenmehrheit im Parlament wurde gar nicht zu Kenntnis genommen. Merkel ist Kanzlerin und wird es auch bleiben: die Lumpenelite Deutschlands will das so, sie stört so herrlich wenig beim ganz großen Abkassieren, ja, man darf auch ihre Kosten sogar im Kanzleramt seinen Geburttag feiern – das ist wie KIndergeburtstag bei McDonalds.

Der Urnenpöbel und das Lumpenproletariat stimmen in den Siegeschor ein, denn DOITSCHLAND ist wieder wer. Deutsche Soldatenstiefel sind wieder weltweit zu vernehmen und haben durch ihren engagierten Einsatz dafür gesorgt, dass der weltweite Krieg gegen die Drogen haushoch verloren wurde (siehe Yahoo): dank unserer Streitkräfte steht der von den Taliban vernichtete Mohn wieder in voller Blüte, in Deutschland selbst herrscht wieder der alte deutsche Geist: Arbeitslosigkeit (also: die Weigerung für entwürdigenden Mickerlohn entfremdete und gesundheitsschädigende Arbeit zu leisten) ist strafbar geworden, eine eigene Behörde mit Sicherheitsdienst vor den Türen, eigenen Ermittlungs- und Inkassoabteilungen wacht darüber, geleitet von einem Oberst der Bundeswehr, der ganz gezielt die ganz Behörde in einen nach militärischen Gesichtspunken funktionierenden Apparat umbaute. 42 Millionen Datensätze sind so jenseits der Proteste von Datenschützern gesammelt worden: die Qualität der Daten, die dort gesammelt werden, ist intimer und sensibler als alles, was Volksbefragungen je anrührten.

Aber was stört uns das? Die NSA hört jeden von uns ganz gezielt ab, wir gehören zu den Spitzenfeindländern und der Umgang mit diesem Thema seitens der Regierung und der Oppositionsparteien hinterließ den Eindruck, dass man sich damit abgefunden hat, hier nur noch Verwaltungsaufgaben für den „Großen Bruder“ zu übernehmen, an den wir uns immer mehr angleichen: 15 – 19 Millionen Einwanderer leben momentan in Deutschland, jedes Jahr kommen eine Million dazu – nicht mehr lange und wir gleichen den USA aufs Detail. Vielleicht bekommen wir deshalb bald auch US-Sirenen für unsere  Streifenwagen.

Der Müll wird in Deutschland schon mal weggeräumt, Rollstuhlfahrer werden mit Polizeigewalt vor aller Augen nackt aus der Saune abgeführt (siehe Rollingplanet), ihr Anblick stört das Lumpenproletariat und den Urnenpöbel beim doitsch sein.

Was feiern wir eigentlich heute? Die feindliche Übernahme unserer Brüder und Schwestern aus der DDR? Die nächsten dutzend Generationen werden dafür bluten müssen: wir hatten überhaupt kein Geld für diese Übernahme, die geschah auf PUMP – und deshalb hat Ackermann heute freien Zugang zur Kanzlerin. Dort haben wir angefangen, Schulden in Billionenhöhe aufzuhäufen – und es werden jedes Jahr mehr. Dafür haben wir ein Verbrechen begangen: Raub in großem Umfang und die Zerstörung einer andersartigen Kultur ohne Rücksicht auf die dort in vierzig Jahren gewachsenen Strukturen. Wo sind sie denn alle geblieben, die „volkseigenen Betriebe“? Nun – dort, wo auch unsere Eisenbahnerwohnungen sind, unsere Post, unsere staatlichen Betriebe: verschebelt an Superreiche, die ihren Reichtum dadurch enorm mehren konnten … zum Wohle DOITSCHLANDS – und zum Schaden seiner Bevölkerung.

Und während der Osten seinem Besitz nachtrauert, trauern wir unserer Bonner Republik hinterher, jenem Land, das nicht perfekt war, sich aber auf einem guten Weg befand: Kant´s Traum einer Hinwendung der Welt zum Ewigen Frieden war in den Bereich des Möglichen gerückt.

Jetzt ist er ferner denn je. Die Abgeordneten wurden ruhig gestellt, ihre Diäten wurden einfach mal verdoppelt, durch Nebeneinkünfte Millionär zu werden ist möglich, UN-Konventionen gegen Korruption werden einfach nicht unterzeichnet, 5000 Lobbyisten sorgen für den parlamentarischen Gleichschritt: wir sind ganz offiziell Bananenrepublik geworden, in der jetzt auch die ersten Gerüchte über Wahlfälschung aufgetaucht sind (siehe u.a. Thomas Lachetta).

Wir brauchen aber gar keine Wahlfälschung – die SPD sorgt schon von selbst für den richtigen Kurs: sie hätten anstatt den Steinbrück die Merkel auf die Plakate kleben sollen – wer SPD gewählt hat, wird bald zu den treuen Unterstützern von Angela Merkel gehören. Die Unterstützung hat sie auch bitter nötig, denn laut Ackermann hat die Merkel von Wirtschaft überhaupt keine Ahnung (gefunden bei: Die Elefantenmacher, Lambrecht/Müller) – die kann noch nicht mal Brutto von Netto unterscheiden: die ideale Kanzlerin für die Lumpenelite, endlich mal jemand, der so eingeschränkt denkt, wie das Volk, das er regiert.

Die Chance, den politischen Kurs des Landes mit der Mehrheit der Antimerkelfraktion im Bundestag zu ändern, wird gar nicht mehr wahrgenommen: in Folge zu geringer Entsozialisierungen ist ein Resthäufchen von Ostlingen übrig geblieben und hat es mit Westhilfe in den Bundestag geschafft: die LINKE schwimmt immer noch als lästige Fliege im bundesdeutschen Einheitsbrei. Wir mögen aber den Ostling nicht, er ist und bleibt der häßliche Pickel im Gesicht der Koalition der Abräumer und wird es auch bleiben, wenn man ihn nicht in die Einheitspartei integriert – was ohne Zweifel irgendwann der Fall sein wird. Erste Porschefahrer sind dort schon gesichtet worden, feine Anzüge haben Hochkonjunktur: es wird nicht lange dauern, bis auch sie den parlamantarischen Gleichschritt übernommen haben und erkennen, dass die Herrschaft der Lumpenelite so gefestigt ist, dass man sie als alternativlos bezeichnen kann.

Möglicherweise wird man in Zukunft sehen, dass es die letzte Chance gewesen ist, Deutschland von seinem finsteren Kurs abzubringen, der nur noch durch große Lügen aufrecht erhalten werden kann: die Lüge von der nicht vorhandenen Arbeitslosigkeit, die Lüge von der enormen Wirtschaftskraft des Landes, die Lüge von dem Reichtum und dem Erfolg unserer Bürger. Gemessen an den Normalstandards der sozialen Marktwirtschaft haben wir eine Arbeitslosigkeit von über 60 %, der sozialversicherungspflichtige Vollzeitjob von dem ein Arbeiter eine vierköpfige Familie ernähren kann ist eine absolute Rarität geworden, unsere Wirtschaft lebt nur noch durch die billigen Preise, die wir dank Euro im Ausland haben und unsere realen Staatsschulden übersteigen unser Vermögen bei Weitem.

Warum das keinen stört? Nun – Brot und Spiele: das war die Botschaft des alten Rom. Man hat sie nicht vergessen. Wie haben dafür Autos, Privatfernsehen, Urlaub, Bier und Sex (an jeder Ecke, sogar bei der Werbung für Autoreifen) – und das ist alles, was das Lumpenproletariat begehrt. Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit und Wohlstand sind ihnen egal, solange sie sich als Herrscher der Welt fühlen können, die jedes Jahr einmal im Ausland ihre Überlegenheit demonstrieren dürfen.

Das ist die schreckliche Wahrheit hinter diesem Tag, an dem die Vernichtung der alten Bundesrepublik gefeiert wird und man als Lohn einen Tag frei von der Arbeitsfron bekam: in Deutschland haben Lumpenelite und Lumpenproletariat wirklich eine Mehrheit. Letztere ist so dumm geworden, das Erstere sich hemmungslos bedienen und danach ins Ausland absetzen können, während hier der Zusammenbruch der Versorgungsstrukturen zu überraschend blutigen Zuständen führen wird, auf die sich die Schweizer Armee schon jetzt vorbereitet (siehe Tagesanzeiger)

Wie die Zeitung «Le Matin Dimanche» berichtet, kämpfte eine Panzerbrigade zwischen dem 26. und 28. August gegen die fiktive Bedrohung französischer Paramilitärs.

Das Szenario der Übung «Duplex Barbara» sah folgendermassen aus: Die anhaltende Wirtschaftskrise hat Europa an den Rand des Chaos gebracht. Frankreich ist in mehrere Kleinstaaten zerbrochen. Einer davon, das fiktive Saonia auf dem Gebiet des französischen Juras, macht die Schweiz für seine prekäre finanzielle Situation verantwortlich. Die paramilitärische «Brigade de Dijon» will mit Attentaten in der Schweiz den Schuldenerlass erzwingen.

Währenddessen präsentieren unsere Medien uns täglich „Busenblitzer“ (erst heute erfuhr ich von einer neuen Disziplin: dem „Sideboob“, dem „neuen Promi-Trend auf dem roten Teppich“ – siehe Yahoo), überschütten uns mit Trivialitäten aus dem Bereich „Leibesertüchtigung“ (ein gewisser Herr Boateng soll laut Angaben des Spiegel aktuell etwas „unglücklich“ sein – leider finde ich die Worte nur auf der Titelseite und will den Artikel auch wirklich nicht groß suchen) oder drehen sich in großem Maße um sich selbst: wer hat wann was gesendet und was meinen die anderen dazu – als ob das wirklich interessieren würde. Man nimmt erstaunt zur Kenntnis, dass sich das ganze Land in der Pubertät zu befinden scheint – und dort auch nicht mehr herauskommt.

Was sicher ist: das „System“ – jene über Jahrzehnte gewachsene und gezielt geförderte Allianz der Besserverdiener in Politik und Wirtschaft – plündert das Volksvermögen weiter im großen Stil aus … übrigens auch beim „Großen Bruder“ jenseits des Teiches.

Deutschland hat den durch die SPD vor zehn Jahren begonnen Rechtsruck weiter fortgesetzt: CDU, FDP und AfD hätten eine stabile Mehrheit über 50% der Wählerstimmen, kommt die SPD dazu (die immer gerne Steigbügelhalterin von Merkel war, weil sie weiß, wer hinter dieser grandiosen Schauspielerin steht), gibt es keine reale Opposition mehr in diesem Land: Verhältnisse wie in der DDR sind an der Tagesordnung.

Was das praktisch bedeutet?

Ersatzlose Streichung von Hartz IV binnen fünf Jahren, Einstellung der Zahlung der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenbehandlung nur noch gegen Cash – bis die Blase platzt: Deutschland hat viel zu wenig Kinder, um die nächsten Jahre überstehen zu können. Das kann man mit noch so viel Propaganda nicht vom Tisch reden – diese Land liegt im Sterben, es wird zum Siedlungsgebiet für Völker, die weniger verdummt sind: die Natur mag kein Vakuum.

Die Lumpenelite weiß dies und rafft ohne Ende Geld zusammen, dass sie in die Schweiz oder in andere Steuerparadiese schafft. Sie bereiten sich auf eine ganz andere Zukunft vor, die der verblödete Stumpfgermane in seinem Rosa-Gartenparadies gar nicht begreifen will, siehe Focus:

Eine Arche Noah für Saatgut im arktischen Permafrost Norwegens soll verhindern, dass Pflanzen aussterben. Nach einem Atomkrieg helfe das Projekt jedoch nicht, sagt der Genetiker Andreas Graner.

An einen Atomkrieg denkt auch keiner. Die Dezimierung des Urnenpöbels, des Lumpenproletariats, des „Restmenschen“ durch die Lumpenelite kann ganz umweltschonend und kostengünstig durch Hunger und Krankheiten erledigt werden. Sicher, die paramilitärischen Banden werden auch der Natur Schaden zufügen, aber dafür hat die Lumpenelite schon mal vorgesorgt: nach dem großen Aufräumen wird alles neu gepflanzt.

Und nun … sind sie ganz sicher, dass Sie diesen Tag noch feiern wollen?

In Wahrheit sitzen Sie im Kolosseum und erfreuen sich ein letztes Mal an dem wunderbaren Schauspiel, wie Raubtiere aus fremden Ländern junge Christen zerreißen, während die Goten die Stadttore aufbrechen um dem wundersamen Treiben ein endgültiges Ende zu bereiten. Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und Irland sind näher an diesen Toren dran, dort kann man heute schon zu Zustände studieren, die auch für uns bald Alltag sein werden.

 

Bundestagswahl 2013: Sensation! Merkel abgewählt! Und keiner will es wahr haben …

Bundestagswahl 2013: Sensation! Merkel abgewählt! Und keiner will es wahr haben ...

Montag, 23.9.2013. Eifel. Was für ein erbaulicher Tag! Deutschland hat gewählt. Endlich gibt es Hoffnung darauf, dass die Wahlplakate verschwinden. Für kurze Zeit sah es so aus, dass die Partei ohne großes Programm die absolute Mehrheit im deutschen Bundestag haben würde. Das wäre dann schon erschreckend gewesen. Es ist auch so erschreckend, wie viele Millionen sich für ein einziges Wort begeistern: „Merkel“. Damit wird man Wahlsieger. Andere zerbrechen sich den Kopf darüber, was das Land im Detail braucht, wie die Wirtschaftskrise zu bewältigen sei, wie die Arbeitslosigkeit in den Griff zu kriegen ist, wie man Deutschland ohne Kinder (bzw. Personal) überhaupt noch eine Zukunft sichern kann, andere sagen nur: „MERKEL“ – und das war´s .

Die Linken sind nun drittstärkste Kraft im Parlament – doch das bedeutet nicht viel. Bei allem Jubel darüber, dass die FDP aus dem Parlament geflogen ist, übersieht man, dass quer durch die Bank aller alternativen Parteien verloren haben: Grüne und Linke haben herbe Verluste hinnehmen müssen, die Piraten haben zwar dazugewonnen, sind aber weit abgeschlagen.

Ach ja: Piraten. Noch am Wahltag musste ich erleben, dass diese Partei wirklich das Allerletzte geworden ist. Der von Anfang an erkennbare Karrierismus hat sich endgültig gegen jedes Programm durchgesetzt  – um das zu erkennen, muss man aber die Geschichte der Partei kennen. Da gab es dereinst einen Vorsitzenden – Jens Seipenbusch – der vehement gegen das Bedingungslose Grundeinkommen war. Die Partei hatte anders entschieden. Wen entdecke ich dann auf Platz 4 der Landesliste in NRW? Jens Seipenbusch. Andere Parteien warten mit Wählerverarschung wenigstens bis nach der Wahl, die Piraten sind da frecher. Gut, dass sie ihre Quittung erhalten haben und bald aus der Parteienlandschaft verschwinden werden: noch eine FDP braucht wirklich niemand.

Sieger der Wahl scheint der grassierende  hemmungslose Konformismus, der vor allem eins besagt: schwarz-gelb muss bleiben – auch ohne Gelb. Gut – der Wähler hat anders entschieden, aber: ist die siegreiche Opposition auch in der Lage, dies im Bundestag durchzusetzen?

Jenseits der CDU herrscht nur noch große Verunsicherung, vergeblich sucht man im Pressewald Stimmen, die deutlich sagen: Merkel ist im Eimer! Das Gegenteil ist aber in breiter Front vorhanden – siehe Presseschau im Spiegel.

Beim Wähler bleibt der Eindruck: die Opposition ist erschrocken. Sie scheint ja auch nicht mehr als „Opposition“ zu können, was erst recht sehr angenehm ist, wenn man nur ein „Merkel“ als Gegner hat – und ein Volk, dessen politische Bildung von der Sportschau geleistet wird. Jetzt haben aber die Oppositionsparteien von Schwarz-Gelb gewonnen – und zwar eindeutig. Gestern war noch eine Stimme Mehrheit für die CDU die „absolute Mehrheit“, heute sind acht Stimmen Mehrheit für die Opposition nicht erwähnenswert, dafür diskutieren alle schnell, mit wem Merkel jetzt koalieren sollte.

In einem normalen Land wäre klar: gar nicht. Die Mehrheit des wählenden Volkes hat sich gegen Merkel entschieden – immerhin haben 58,5 % etwas anderes gewählt.

Es gibt hier einen klaren Wählerauftrag an die Opposition, die jetzt das machen müsste, was eine Demokratie auszeichnet: miteinander reden, Kompromisse finden, den Wählerauftrag durchsetzen. Doch was macht die stärkste Oppositionspartei?

Demonstriert Feigheit in großem Maße, siehe Peer Steinbrück in der Zeit:

Ich würde meiner Partei raten, nicht für eine Große Koalition zur Verfügung zu stehen, sondern in die Opposition zu gehen

Einen Tag vorher – bei der Kundgebung auf dem Frankfurter Römer – sah dies noch anders aus, siehe SPD:

„Noch einen Tag, dann können Sie die los sein“, begann Steinbrück seine Rede unter tosendem Applaus. Im Bund und in Hessen können die Wählerinnen und Wähler für einen Politikwechsel sorgen, indem sie Thorsten Schäfer-Gümbel zum hessischen Ministerpräsidenten und ihn zum Bundeskanzler wählen, sagte Steinbrück.

Ja – plötzlich ist man die Merkel los … und spürt eine „bittere Enttäuschung“, die die ganze grüne Partei ergriffen hat – siehe „Grüne“. Das Deutschland in der Tat Merkel und Schwarz-Gelb abgewählt hat … eine bittere Erfahrung für die Partei, deren Mitgliedschaft in einer Regierung mit dem ersten Kriegseinsatz der Bundeswehr nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Abbau des Sozialstaates endete: kein Wunder, dass sich alle davor fürchten, dass sich das wiederholt. Wer weiß, was denen noch so alles einfällt.

Manche Autoren leiden derzeit ebenso wie Herr Steinbrück unter großem Realitätsverlust – so sieht die FAZ Angela Merkel nun „in der Reihe der ganz großen Kanzler“ – dabei hat sie gar keine Mehrheit mehr im Parlament.  Auch wenn die Opposition noch so zerstritten ist: Merkel ist jetzt erstmal draußen, so draußen wie die FDP.

Bild und Welt feiern ebenso den Triumph der großen Kanzlerin (aber da verlinke ich mal nicht hin) … die ihre Kanzlermehrheit verloren hat. Man fühlt sich wie in einem Paralleluniversum, in dem ganz andere Zahlen vorliegen – oder wie in einer geschlossenen Anstalt, in der die Patienten sich ihre eigene Realität malen.

Selbst jene, die sich vor lauter Verzweiflung an die TAZ wenden, um dort wenigstens mal ein paar Worte über den Absturz von Angela Merkel zu lesen, wären enttäuscht: dort phantasiert man über schwarz-grün, sieht dort „Chancen für sozialen Ausgleich und ökologischen Umbau„.

Es scheint, dass die Kanzlerschaft von Angela Merkel jenseits des Mehrheitswillens der deutschen Wählerschaft ganz eindeutig feststeht – auch als Wunsch der gesamten deutschen Presse, der gesamten Opposition im Bundestag inklusive aller politischer Parteien. Nur doof, dass der Wähler anders entschieden hat.

Merkel ist draußen. Ein Kanzler (oder eine Kanzlerin) braucht eine Mehrheit – und DIE HAT SIE NICHT!

Das wäre die Schlagzeile, die man heute sehen müsste. Merkel hat zwar 7,7 % der FDP-Leihstimmen zurückgeholt – aber die haben 9,8 % verloren – also ein Verlust von Schwarz-gelb von 2,1 %.

Das darf aber nicht sein. Deutschland steht entschlossen zu seiner Führerin, „Merkel befiehl, wir folgen!“.

Während sich Deutschland aber noch gar nicht bewusst ist, das momentan niemand Angela Merkel zur Kanzlerin wählen würde, zeigen die eigentlichen Herren des Landes schon mal wieder, wo es langgeht, siehe FAZ:

Auf den künftigen Regierungsparteien lastet immenser Handlungsdruck. Ohne eine Schonfrist zu gewähren, fordern Unternehmer in Deutschland von der neuen Regierungskoalition ein sofortiges Umsteuern in der Energiewende. Der ungebremste Ausbau der erneuerbaren Energien koste Verbraucher und Unternehmen Milliarden, für einige große industrielle Stromverbraucher sei das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) längst existenzgefährdend, erklärten mehrere Führungskräfte von Dax-Konzernen und Familienunternehmen in einer Umfrage der F.A.Z. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender von BASF, mahnte eine grundlegende EEG-Reform an – „mehr Markt, mehr Wettbewerb für die Erneuerbaren, statt des ,Rundum-Sorglos-Paketes‘ für die Investoren“.

Der Vorstandsvorsitzende von Bayer, Marijn Dekkers, der wie Bock früh die übereilte Umsetzung des EEG kritisiert hatte, warnte jetzt vor den Folgen einer verfehlten Energiewende: „Die bereits höchsten Strompreise weiter zu erhöhen, würde zwangsläufig Arbeitsplatzabbau und Verlust an industrieller Wertschöpfung nach sich ziehen.“

Ganz offen wird wieder mit Arbeitsplatzabbau gedroht.

Welche neue Regierungskoalition eigentlich? Was wissen die, was wir nicht wissen?

Selten hat „die Wirtschaft“ so schonungslos gezeigt, wie egal es ihr ist, wer eigentlich regiert – und das, während eigentlich nur eins klar ist: Merkel hat ihre Mehrheit verloren.

Aber es wird auch klar, warum das keiner sehen will: da wartet ein „immenser Handlungsdruck“ – und dem wollen sich unsere fein manikürten Politikhansel nicht aussetzen. Lieber gegen die liebe Mutti wettern, als „den Märkten“ die Stirn bieten.

Diese Wahrheit kennen wir aber schon: die Diktatur der Märkte … die ist alternativlos. Und mit der soll sich Mutti gefälligst allein auseinandersetzen.

Schade auch, dass der Wähler anders entschieden hat, oder?

Aber einen Kanzler Steinbrück, der nach der Abwahl von Merkel seiner Partei empfiehlt, in die Opposition zu gehen, will man ja nun auch wirklich nicht sehen. Selten hat jemand seine Unfähigkeit zur Politik, zu politischem Handeln so deutlich zum Ausdruck gebracht wie der Stinkefinger der SPD, der große Clown der deutschen Politik. Kein Wunder, dass der selbst davon abrät, ihn zum Kanzler zu wählen.

Der geht gar nicht – und obwohl das keiner deutlich sagt, ist dies allen bewusst: von links bis rechts.

Darum bleibt für alle nur Merkel.

Alternativlos – auch wenn sie verloren hat.


 

Wahlplakate 2013 – Die Verräterpartei (hoppla, meint natürlich) – Die SPD

Die SPD

 

Dieses Wahlplakat hat folgende CC Lizenz gewonnen: „CC-BY-SA“
Auf Deutsch:
Weitergabe unter gleichen Bedingungen, nicht kommerzielle Verwertung, Veränderungen und Verwurschtungen erlaubt, Namensnennung („Steve Geschwister, Der Nachrichtenspiegel“). Ein Link per Mail wäre nett.

P.S.
die Überschrift stammt vom Regenbogenbieger. Steves Meinung dazu ist nicht bekannt.

Was würde JESUS wählen?

Was würde JESUS wählen?

Sonntag, 1.September 2013. Eifel. Ein wichtiger Tag. Er erinnert uns an den deutschen Überfall auf Polen – und daran, dass wir jetzt wählen dürfen, um ähnliche Entwicklungen zu verhindern. In drei Wochen ist es so weit: der Souverän entscheidet wieder, wo es langgeht. So jedenfalls sollte es sein, in Wirklichkeit darf der Souverän nur noch den Kellner wählen, der die Rechnung des Großkapitals präsentiert – aber solche Feinheiten wollen wir heute mal gar nicht ins Auge nehmen, dass ist zuviel für den heutigen Tag. Immerhin ist Sonntag, ein Tag der Erbauung, ein Tag für religiöse Übungen, für Gedanken, die über den trüben Alltag weit hinaus gehen, ein Tag, der wie geschaffen dafür ist, sich einmal mit den höchsten, je von Menschen gedachten Gedanken auseinanderzusetzen – und darüber, was sie wohl für die Wahl bedeuten. Nehmen wir zum Beispiel Jesus. Gott hatte ja einen Bund mit den Israeliten geschlossen, die haben mehrfach versagt – trotz Sintflut und Propheten, so dass er sich genötigt sah, seinen Sohn zu schicken, um persönlich klar zu machen, dass ihm der Lebensstil des römischen Imperiums überhaupt nicht zusagte. Nochmal Sintflut war ausgeschlossen (deshalb hängt ja der Regenbogen am Himmel), aber die Entwicklungen, die Gedanken, die Gesetze, die durch ein gigantisches Sklavenimperiums in die Welt kamen, konnten nicht übersehen werden.  Radikale Maßnahmen waren notwendig. Also kam sein Sohn herunter, wanderte etwas herum und sorgte für Wunder und Hoffnung, bis sein Job getan war. 2000 Jahre später (ist nicht ganz korrekt, aber wir wollen heute nicht pingelig sein) ist Wahl in Deutschland – und wir wollen uns heute einmal die Frage stellen, was denn dieser Jesus hier und heute wählen würde. Wir schauen mal darüber hinweg, dass er „dem Kaiser geben würde, was dem Kaiser gehört“, weil „sein Reich nicht von dieser Welt ist“. Diese Ausflucht wollen wir ihm heute nicht gönnen, erhoffen wir uns von seinem Verhalten doch Hilfe dabei, wo wir das Kreuz machen würden.

Die Antwort schallt einem natürlich sofort entgegen: CDU/CSU. Natürlich wählt der Sohn Gottes christlich, meinen Priester, Lehrer und Philosophen. Nicht unwichtig, denn 48 Millionen Menschen in Deutschland gehören noch dieser Religion an.  Begleiten wir ihn erstmal auf seiner Reise zur CDU: „Deutschland ist stark und soll es bleiben; Weil jeder zählt, das ganze im Blick„.  Nun – mit „Deutschland“ kann unser Jesus nicht viel anfangen – im Gegenteil, das Nationale bereitet ihm Magenschmerzen. Auch die Obdachlosen, an denen er auf dem Weg zur Wahlurne vorbeiging, irritieren ihn: offensichtlich sind sie nicht „jeder“ und zählen deshalb nicht.  Doch nicht das ist, was ihm Sorge bereitet.

Er hat ein wenig mehr gelernt, dort, wo sein Reich ist, und vermag nun (wie dereinst Franz Josef Strauß) Stimmen im Wind zu hören, die ihm ein Liedchen singen – und was er dort vernimmt, verstört ihn sehr. Lauschen wir auch diesem Winde:

1962 bilanzierte Ralf Dahrendorf als Soziologieprofessor in Tübingen:

„Die unbekannteste Führungsgruppe in der deutschen Gesellschaft der Bundesrepublik ist die, die ihr zugleich mindestens äußerlich das Gepräge gibt: die wirtschaftliche Oberschicht, die als Schöpfer und Nutznießer des Wirtschaftswunders die neue Gesellschaft vor allem kennzeichnet“

(Aus:  Die Elefantenmacher, Lambrecht/Müller, Eichborn 2010, Seite 43)

Diese Gruppe hatte die Geschicke Deutschlands schon lange im Voraus geplant – aus sicheren Positionen im NS-Staat heraus:

„Schon während des Krieges hatten Planungen für die Ordnung nach der totalen Niederlage begonnen. Ludwig Ehrhard hatte bereits im März 1944 eine Studie mit dem Titel Kriegsfinanzierung und Schuldenkonsolidierung vorgelegt“. 

(Elefantenmacher, a.a.O., Seite 42).

Es war nur eine kleine Gruppe, 12 bis maximal 20 Wirtschaftsfunktionäre, Hitlers gute Helfer im Hintergrund, die ein neues Deutschland entwarfen – ein Deutschland, dass ihnen die unbegrenzte Macht der Vergangenheit erhalten sollte, ein starkes Deutschland, dass Hitlers Hinterbänklern die Macht geben sollte, die sich nach eigener Ansicht verdient hatten (siehe auch Grunenberg, zititiert bei Elefantenmacher, Seite 43).

Ihr Mittel dazu? Die CDU.

Gegen den Willen der Alliierten wurde von Hermann Josef Abs das Großbankensystem des Deutschen Reiches wieder aufgebaut – und wahrscheinlich wird Deutschland aufgrund dieser Entwicklung direkt nach dem Krieg heute noch von den USA als Feindland eingestuft … die Demokratie war nur dünne Tünche über einem ganz anderen Machtapparat.

Der Wind flüstert unserem Jesus noch viel mehr zu – es geht um „Parteienfinanzierung“ und einem enormen Ausmaß an krimineller Energie, dass sich dort bis hin zur Kanzlerschaft des Helmut Kohl zeigte, dessen Ziehkind Angela Merkel gerade das Land regiert.

Angeekelt wendet sich unser Jesus von diesem Sumpf an Betrug, Täuschung, Lüge und verlängerter Macht des Dritten Reiches ab. Was soll er auch anderes tun, gilt doch Adolf Hitler in weiten Kreisen sogar als „Antichrist“.

Entgegen der Meinung der Pfarrer, Lehrer und Philosophen wählt unser Jesus keine CDU. Wäre auch nie gegangen, wäre zu viel Lüge im Spiel – und Lüge ist eine Spähre Satans, das ist in Jesu´ Reich allen klar.

Im Rahmen der Parteispendenaffäre erfuhr unser Jesus nun von der SPD. Das Wort „sozial“ hat es ihm angetan. Doch sofort beginnt der Wind zu flüstern Er erfuhr von den Geldwaschanlagen der Sozialdemokratie (Elefantenmacher, Seite 54), die in Folge der Geldwaschanlagen der CDU und FDP geschaffen wurden, er sah Bilder von Kanzlern in feinsten Anzügen, die angeblich dem Schutz der Armen verpflichtet waren, lange Schlangen vor Geschäften mit vergammelter Ware und Menschen, die den Industrieabfall noch für gutes Geld vertilgen sollten, er sah staatlich gewollte Armut und Sanktionen, die den Tod bringen konnten und wandte sich angeekelt ab. Das war ja Rom in Reinkultur.

Aber es gab ja noch die FDP. Viel kleiner als die Großen. Doch was flüstert der Wind?

Anfang der fünfziger Jahre wandten sich die Konstrukteure Deutschlands mit ihren Geldsäcken der FDP zu, um den linken Flügel der CDU auszulöschen – die FDP griff gnadenlos zu, worauf hin Adenauer die gesamte hessische CDU zum Arbeitsamt schicken wollte (Elefantenmacher, a.a.O., Seite 54). In Folge waren CDU und FDP durch die gleichen Eliten gesteuert – und selbst heute noch fällt da mal eine Steuersenkung für Hoteliers auf … natürlich nur nach angemessener Parteispende.

Jesus ist ein nun ein wenig ernüchtert und hält das ganze für einen schlechten Scherz. Ihm hatte der Teufel die ganze Welt angeboten – und die Mächtigen der Republik springen schon für kleines Geld durch Feuerreifen? Das nennt sich „christlich“? „Sozial“?“Frei“?.

Nun – unser Christus steht etwas irritiert im Park herum. Fast hält der die Veranstaltung für einen großen Ulk. Räuber, wohin das Auge blickt. Er zeigt sich gewillt, die irdischen Spähren wieder zu verlassen, „heulen und wehklagen“ herrschen immer noch hernieden. Doch sein Gang zur Urne blieb nicht unentdeckt. 48,4 Millionen deutsche Christen stehen hinter ihm, schauen zu ihm auf und warten auf  sein Urteil.

Also macht sich der Heiland auf den Weg, weitere Parteien in Augenschein zu nehmen. Noch ist die Hoffnung nicht gestorben – es gibt ja noch Grüne. Bilder von blühenden Landschaften erscheinen vor dem geistigen Auge, in dem friedliche Schafe ein behütetes Leben führen. Unserem Jesus gefallen diese Bilder – doch wieder kommt der Wind und flüstert ein Lied – und bombenbeladene Düsenjäger donnern über den Himmel, erschrecken das Vieh, verpesten die Luft und bringen Tod und Leid über fremde Völker. Wie der Wind weiter flüstert, war das kein Versehen, siehe Spiegel:

Cohn-Bendit: Eine Strafaktion ohne politische Strategie wäre falsch. Aber der Westen muss militärisch mobilmachen. Als Voraussetzung – entweder für einen Militärschlag oder um einen Waffenstillstand zu erzwingen und das Blutvergießen zu beenden.

Ja, die Bundesregierung müsste sich zusammen mit anderen EU-Ländern an der Vorbereitung einer militärischen Aktion beteiligen.

Jesus erschaudert. So dachte die Welt, bevor er kam. Wollen Grüne Frieden nur für Tiere, doch der Mensch darf geschlachtet werden? Lüge, Täuschung, Betrug – der alte Geruch weht ihm um die Nase – und leise flüstert der Wind noch ein Wort, das schmeckt wie blutige Erde: „Hartz IV“ heißt es – so grün kann Leben sein.

Warum nur nehmen sich alle ein Beispiel an Judas – aber keiner an ihm?

Doch diese Frage wollen wir ihm nicht gestatten. Es ist Wahl in Deutschland – und irgendwo muss das Kreuzchen hin. Darum haben wie ihn ja eingeladen, dass er uns hilft, unser Kreuz zu tragen – seins hat er schon hinter sich.

Doch uns gehen langsam die Vorschläge aus. Mehr als zwei Dutzend Kleinparteien wollen wir ihm nicht vorlegen, noch mehr Lüge, Täuschung und Verrat nur in kleinerem Formen – das wollen wir keinem zumuten.

Aber es gibt ja noch die Piraten. Sie haben kein Profil, aber gute Sprüche. Schauen wir doch mal hin, was die so treiben.

„Polizeischikane auf Schalke“ ist dort Thema. „Was machen die mit Armen?“ will unser Jesus auf einmal wissen. Das Bunte dort gefällt ihm, auch tragen viel weniger diese „Krawatten“, die ihm – zuvor völlig unbekannt – langsam als Ankerband des Satans erscheinen: wo immer Lug und Trug, Täuschung und Betrug ihr Unwesen treiben, da sind sie zu finden. Wir folgen der Seite und stoßen auf „Gesellschaftliche Teilhabe“ … wo uns zuerst die Forderung nach mehr Rechten für „Gamer“ ins Auge fällt. Nur eine Spaßpartei?

Doch bevor wir unseren Jesus zu einem Urteil bewegen können, noch bevor der Wind ein wenig über Johannes Ponader erzählen können – und dem Umgang der Partei mit einem Armen – eilt der Heiland fort. Ein Plakat ist ihm ins Auge gefallen.

„100% sozial“ steht da drauf.

„Umfairteilen“ … so heißt es da. „Gehe hin, verkaufe alles was du hast und gib es den Armen“ … so murmelt er vor sich hin, während er weiter liest:

„Nein zum Krieg“.

Das gefällt ihm. Der Wind flüstert unheimliche Dinge über ein „Ministerium für Staatssicherheit“, über „SED-Vermögen“ und Arbeitslose, die in der Partei schikaniert wurden, er erzählt von Kommunismus, Karl Marx und seinem aussortierten Lumpenproletariat … den Ärmsten der Armen, von Mauerschützen und Terroristen, doch der Herr antwortet: „Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“ … und es wird auf einmal ruhig in den Reihen der CDU, CSU, SPD, FDP und Grünen.

Während es dies spricht, zeigt auf nochmal auf das Schild: „100% sozial“ und spricht dabei: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst„.

Dann verläßt er diese Welt, um sich weiter auf seine große, endgültige Rückkehr zu besinnen.

Die Christen bleiben verwirrt zurück. Kann das denn sein: der Herr würde die Linke wählen? Ja, weiß er denn nicht, dass die die Kirchen abschaffen wollten, die Priester nicht mögen und Religion als Droge ansehen, die es zu verbieten gilt? Doch vom Himmel herab fällt ein kleines Blatt Papier, dass der Herr in seiner unermesslichen Güte der Würdigung wert fand. Es stammt gerade von jenen „Linken“ – und es geht um Ostern:

Ja, Linke oder scheinbar Linke verhielten sich  in der Vergangenheit oft unsachlich und verletzend gegenüber Gläubigen und Kirchen, folgten Vereinfachungen, wonach religiöser Glaube nur Opium oder ein „Fremdkörper“ in der Gesellschaft sei. Die PDS erachtete es daher bereits im März 1990 für erforderlich, ihr Verhältnis zu Gläubigen, Religionen, Kirchen und Religionsgemeinschaften zu bestimmen. Sie bekannte sich zu ihrer Mitverantwortung an einer Politik, die tragische Schicksale, Benachteiligung, Verdächtigung und ohnmächtige Betroffenheit auslöste, und bat um Versöhnung.(1) In der Bundessatzung der LINKEN stehen bei den politischen Zielen Begriffe wie menschenwürdige Arbeit und soziale Gerechtigkeit, Frieden und Nachhaltigkeit. Die Partei, heißt es da, „… ist plural und offen für jede und jeden, die oder der gleiche Ziele mit demokratischen Mitteln erreichen will.“ Also: Die Mitgliedschaft in unserer Partei ist an keine Weltanschauung gebunden, in ihr haben Menschen einen Platz, die sich selbst als Sozialdemokraten oder Kommunisten, als demokratische Sozialisten oder Freidenker verstehen. Ganz selbstverständlich können Christen und Juden, Muslime und Hindus, können Gläubige verschiedener Couleur ihren Platz in unserer Partei finden und politisch aktiv sein.

Die Christen stehen dort … und staunen. Es gibt viel Gemurre unter ihnen – „Sozial ist auch die SPD“, „Christliche Union ist christlich, sonst nichts“, „CSU ist sozial“, „so ein wenig sozial sind wir alle, dass gibt doch nicht den Ausschlag“ … doch alles wird unterbrochen von einem enormen Getöse aus den himmlichen Gefilden, einem donnernden Abschiedsgruß und mit großen Lettern an den Himmel geschrieben erscheint noch einmal der Wunsch des Herrn:

„100 % sozial … EINHUNDERT PROZENT!!!“ –  und Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Tja – so sprach der Herr – und lässt uns verwirrt zurück.

Gerne hätten wir noch mehr Parteien vorgestellt, doch der König der Sozialromantiker hatte gefunden, was er wollte – und wir trauten uns nicht, ihm zu widersprechen. Gerne hätten wir ihn auch auf die vielen Krawatten bei den Linken aufmerksam gemacht … aber was das Soziale angeht, da versteht der Herr keinen Spaß, da hat er einen klaren Kurs: 100 % sozial.

Alles andere … scheint nur Schall und Rauch in seinen Augen zu sein.

Man merkt aber langsam, warum das Christentum immer mehr an Boden verliert – so bald man seine Botschaft versteht, wird die Wahl alternativlos. Deshalb wählen wir lieber Judas als Christus. Den gibt es in vielen Farben.

 

Wählen? Wozu? Gedanken zur Bundestagswahl.

Samstag, 24.8.2013. Eifel. Es ist ja jetzt Wahl. Hatte ich fast vergessen. Ist ja auch völlig unbedeutend. Ich habe seit einigen Jahren gelernt, mich eher um die wirklichen Mächte in der Welt zu kümmern: also jene Kräfte, die ihren Willen gegen jeden Widerstand durchsetzen können. Das ist Macht, das ist Souveränität. Aktuell lese ich zu diesem Thema den "Deutschland-Clan" von Jürgen Roth. Das Buch ist etwas älter - aber mich interessieren als Philosoph eher Prinzipien als Namen. Es ist ja nicht das einzige journalistische Werk in dieser Hinsicht, aber eins, das eine deutliche Sprache spricht. Deutschland nach der Wende - so schließe ich mal daraus - ist in den Klauen extrem gut vernetzter Banden von Managern, Politikern und Mafiosi, die - zum Vorteil aller Beteiligten - ganz dicke Gewinne aus dem Land ziehen. Die Netzwerke beinhalten auch direkten Zugriff auf Richter und Staatsanwälte, entzieht man sich dem Zugriff - ja, dann hat man einen Unfall. Töte einen, diszipliniere hundert.

Samstag, 24.8.2013. Eifel. Es ist ja jetzt Wahl. Hatte ich fast vergessen. Ist ja auch völlig unbedeutend. Ich habe seit einigen Jahren gelernt, mich eher um die wirklichen Mächte in der Welt zu kümmern: also jene Kräfte, die ihren Willen gegen jeden Widerstand durchsetzen können. Das ist Macht, das ist Souveränität. Aktuell lese ich zu diesem Thema den „Deutschland-Clan“ von Jürgen Roth. Das Buch ist etwas älter – aber mich interessieren als Philosoph eher Prinzipien als Namen. Es ist ja nicht das einzige journalistische Werk in dieser Hinsicht, aber eins, das eine deutliche Sprache spricht. Deutschland nach der Wende – so schließe ich mal daraus – ist in den Klauen extrem gut vernetzter Banden von Managern, Politikern und Mafiosi, die – zum Vorteil aller Beteiligten – ganz dicke Gewinne aus dem Land ziehen. Die Netzwerke beinhalten auch direkten Zugriff auf Richter und Staatsanwälte, entzieht man sich dem Zugriff – ja, dann hat man einen Unfall. Töte einen, diszipliniere hundert.

So kommen trotz Sparpolitik, Abschaffung der Arbeitslosenhilfe, Verarmung von Millionen von Männern, Frauen und Kindern 2 Billionen Euro Staatsschulden zusammen.

Den Bundestag als kritisches Kontrollorgan stellt man mit ständig steigenden Rekorddiäten still.

Was soll ich denn noch wählen, wenn ich weiß, dass die stärkste Kraft im Land die albanische Mafia ist? Hört man selten in den Nachrichten, oder? Das traut sich auch keiner: anders als die Polizei werden die Killer der Mafia durch nichts kontrolliert außer dem Willen ihrer Herren. Die sind in Deutschland dick im Immobiliengeschäft drin, jede Gemeinde freut sich, wenn die Albaner mit ihren Geldsäcken ankommen und Hotels aufkaufen: das sichert Arbeitsplätze. Greift unsere Polizei durch, merkt man schnell eine gewissen Bremswirkung aus der Politik.

Wieso eigentlich Albanien?

Dank emsigen Eingreifens deutscher Soldaten im Kosovo stehen die Chancen gut für den ersten Mafiastaat der Welt, eine Art Vatikan für Kriminelle.  Woher der seine Macht hat? Nun – durch den Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan. Die schützen die Mohnfelder mit ihren ständig wachsenden Ernten, während Albanien die Hauptdrehscheibe für die Verteilung der Ernten in Europa geworden ist – als Heroin.

Die sizilianische Mafia arbeitet da inzwischen vollumfänglich mit.

In Deutschland erfährt man das aber nur indirekt. Dank ausgeprägter Sprachverschleierung heißen diese Leute bei uns jetzt nicht mehr Gangster, sondern Investoren.

Die haben Geld, da werden selbst Lobbyisten blass. 33 Millionen Euro für einen Deal – das sind Gewinne, die deutsche Politiker da schon mal erzielen können – als Anwalt oder Berater.

Wie billig ist dagegen ein Ministerposten.

Das ist wahre Macht – und demgegenüber sind unsere Politiker völlig machtlos. Immerhin – die töten auch Kinder, haben dutzende von durch Bürgerkrieg abgebrühte Killer zur Verfügung, denen als schlimmstes Schicksal droht, nach Albanien ausgewiesen zu werden.

Doch verlassen wir mal die dunkle Welt des Herrn Roth und bleiben bei der heilen Welt, die uns zwecks Steigerung unserer Konsumlaune und Arbeitslust von den Leitmedien der Kanzlerin vorgespielt werden – gemäß ihres Wunsches, den sie auf in der Öffentlichkeit nicht ganz so bekannten Treffen aller bedeutender Chefredakteure durchgedrückt hat … das harmlose, liebe Muttchen, einfach mal die Gewaltenteilung in Deutschland lahmgelegt, die Presse mit einem Schlag zu einem persönlichen Marketinginstrument gemacht, ohne das einer meckert: das war schon genial.

Tun wir mal so, als wäre alles so heil, wie uns dargestellt wird.

Wie soll ich aber verstehen, dass die CDU immer noch einen Mann hoch in Ehren hält, der sein Land beschissen hat? Der sein Ehrenwort höher stellt als die Gesetze des Landes? Wie soll ich damit leben, dass dieser Mann immer noch nicht nach Timbuktu ausgewiesen wurde – oder in ein anderes Land, in dem Ehrenworte mehr gelten als der Wille der Bürger, des Souveräns und Gesetzgebers. Kann ich jetzt in Zukunft losmarschieren, irgendwen, der mir nicht passt, erschießen und sagen: „Ehrenwort“! – und alles ist ok? Der Zauberspruch, der alles möglich macht – und keinen stört´s?

Gab auch ganz wenig Gemecker darüber, dass dieser Kohl Geheimverhandlungen mit Frau Thatcher über die Abschiebung Millionen deutscher Türken führte – Verhandlungen, von denen wir gar keine Ahnung hatten. Aber: bei der deutschen Einheit hat man uns ja auch nicht gefragt. Hat 500 Milliarden Euro gekostet, eine unglaubliche Enteignungswelle in der DDR ausgelöst, eine kriminelle Energie der deutschen Elite offenbart, die man in Albanien erwarten dürfte – was soll man uns als Souverän da fragen? Ein wenig die Diäten erhöht, ein paar hundert neue Pöstchen in neuen Firmen geschaffen – schon war Ruhe im Stall.

Wie kann ich eigentlich SPD wählen, deren Kanzler nach Schilderung des Herrn Roth Vorteilsnahme im Amt anzuhängen ist? Gasprom-Gerd, dessen Freund Putin nach BND-Erkenntnissen eine False-Flag-Operation zu verantworten hat (Sprengung eines Hotels) die direkt zu dem Tschetschenienkrieg führte? Wie weit reicht eigentlich der Einfluss des neuen russischen Geheimdienstes in die heutige SPD? Höre ich, das die Nominierung des Kanzlerkandiaten Steinbrück (der Mann, der noch nie richtig gearbeitet hat) innerhalb dieser Partei ziemlich undemokratisch verlief, dann denke ich: die haben schon längst innerparteilich russische Verhältnisse.

Wie kann ich SPD wählen, die der Kohl´schen Dauerherrschaft nach seiner Abdankung direkt zugearbeitet haben, in dem sie durch die Einführung von Hartz IV als Disziplinierungselement des Souveräns (ja – dazu ist es da. Der Chef im Land soll weiter kriechen!) eine Entwicklung in Gang gesetzt haben, die man ohne weiteres als „Putsch“ bezeichnen konnte? Einen Putsch,  über den man heute allerdings nicht mehr schreiben darf. Nein – man muss nicht die Polizei fürchten … die albanische Mafia arbeitet da als Exekutive der großdeutschen Netzwerkmafia viel effektiver.

Von der FDP ist nach dem Putsch auch nicht mehr viel übrig geblieben. So wie die Sozialdemokraten sich aller sozialer Elemente entledigt haben, hat die FDP ganz vergessen, dass es hier mal Bürgerrechte auch für jene gab, die noch keine 20 Millionen Barvermögen besaßen und diese Macht mittels Parteispenden auch deutlich zum Ausdruck bringen.  Gesetze gegen Parteispenden: Bundestag wird Basar.

Grüne wählen? Die bringen manchmal noch echt gute Sachen, siehe Wolfgang Münchau im Spiegel:

Laut dem Programm der Grünen ist die Krise keineswegs das Resultat unverantwortlicher Haushaltspolitik im Süden, sondern eine Konsequenz von Kapitalströmen, die sich aus gesamtwirtschaftlichen Ungleichgewichten ergeben. Die deutschen Leistungsbilanzüberschüsse sind somit genauso ein Teil der Ungleichgewichte wie die Defizite in den Südländern. Die Grünen haben ebenfalls recht mit der Feststellung, dass die Hilfsprogramme nicht aus Nächstenliebe erfolgt sind, sondern zur Stabilisierung von Banken und Versicherung, auch und insbesondere in Deutschland. Die Politik des Sparens hat die Krise verstärkt und den sozialen Zusammenhalt geschwächt.

Fast umgehauen hat mich folgende Passage: „Die ökonomischen Ungleichgewichte in der Europäischen Union haben ihre Ursache sowohl in den Defizit- als auch in den Überschussländern wie Deutschland. Eine europäische Wirtschaftspolitik muss mehr dafür tun, dass sich die Wirtschaftskraft der Mitgliedstaaten gleichmäßiger entwickelt. Dazu muss die Binnenkonjunktur in den Überschussländern gestärkt werden. In den letzten Jahren stagnierten aber die Reallöhne oder sanken sogar.“

Das haut ihn um. Mich auch: soviel Ehrlichkeit in einem Programm einer potentiellen Regierungspartei. Endlich mal eine sachliche Analyse jenseits der merkel´schen Wohlfühlpropaganda. Und dann die große Enttäuschung: als Lösung aller Probleme, was bleibt? Der Veggieday. Einfach mal in den Kohl beißen, dann wird alles wieder gut auf dem grünen Ponyhof. Wenn´s nicht klappt, schmeißen wir wieder Bomben auf das Ausland und kürzen Löhne und Sozialhilfe so weit ´runter, dass keiner sich mehr Fleisch leisten kann.

Tja – damit habe ich die deutschen Netzwerk-Einheitsparteien wohl durch. Die Parteien selbst sind nur noch hohl und leer, was zählt ist die per Atlantikbrücke fest mit anderen Parteien vernetzte Spitze, die sich mit ihren Managerkollegen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und Politik ständig in Kongressen, Gremien, Tagungen und Gesprächskreisen zum Zwecke des eigenen Machterhaltes austauschen können, Veranstaltungen, zu denen der Souverän schon lange keinen Zutritt mehr hat.

Wir gleiten aber ab. Es geht ja nicht darum, wen man wählen soll – sondern wozu überhaupt. Die realen Machtverhältnisse in Deutschland wird man dadurch kaum ändern können: die pro-atlantischen Netzwerke (die momentan den NSA-Skandal so perfekt für beendet erklären) haben dieses Land fest im Griff. Würde man nun Linke (die in Berlin bewiesen haben, wie sozial und bürgerfreundlich sie sind, wenn sie erstmal Macht haben), die Piratenpartei oder die offen um NDP-Wähler buhlende AfD wählen, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis auch ihre Führungskader ins gr0ßdeutsche Netzwerk aufgenommen werden. Personen, die glaubhaft eine andere Politik auch als Person befördern wie Johannes Ponader werden schon weit im Vorfeld medial hingerichtet und von der Partei schnell aussortiert: die Netzwerke wissen, welche Gefahr von einer einzelnen Person ausgehen kann, die glaubhaft gegen die Netzwerkmafia vorgeht.

Aber dafür gibt es ja auch noch die Albaner, die notfalls mit anderen Mitteln verhindern können, dass das großdeutsche kriminelle Netzwerk bei seinen Plünderungen nachhaltig gestört wird.

Ein politischer Filz, wie er erbärmlicher nicht sein könnte, überwacht von 5000 Lobbyisten in Berlin (Gehalt: 100 000 Euro/Jahr), die dafür Sorge tragen, dass niemand aus der Reihe tanzt: hier ein kleines Essen, dort eine kleine Reise, eine Lehrstelle für den Junior, ein Beraterposten für die Ehefrau, Karten für die Oper, Zigarren aus Kuba für das Büro, leichte Mädchen für die Geschäftsreise oder einfach ein paar freundliche Schmeicheleien für das übergroße Ego – da gibt es viele Tasten, auf die man drücken kann – und bei neun Lobbyisten pro Abgeordneten ist für jeden etwas dabei.

„Wir scheißen euch zu mit unserem Geld“ – so könnte man die politische Situation in Berlin benennen, wobei ich ein kleines Zitat aus einer deutschen Komödie etwas abgewandelt habe.

Was also tun am Wahltag?

Wie man vermuten kann, ist man in unserem Land als Mafiabande anerkannter denn als Normalbürger. Man sollte die Lehre daraus ziehen, selber lieber eine Bande zu gründen um sich im Anschluss gewünschte Gesetze einfach kaufen zu können.

Ich denke, immer mehr Bürger folgen gerade diesen Gedanken, wobei sich die meisten einfach in ihre eigenen vier Wände zurückziehen – gemäß der Strömung des Biedermeier.

Ich selber aber werde wählen gehen: anders wird man die FDP nicht los (ja, Kleinparteien profitieren von niedriger Wahlbeteiligung). Ich werde auch eine Partei wählen – und dabei fangen die Probleme an.

Gefallen würde mir die DDB – aber die kann man nicht wählen. Die wollen neben dem Bundestag eine Bürgerkammer einrichten, ständig wechselnde Normalbürger, die die Gesetze mit durchwinken müssen. Das wird den Netzwerken nicht passen. Interessant auch die ddp: ihr Bandbreitenmodell verspräche eine Explosion des Binnenkonsums. Beide sind aber aktuell nicht im Angebot, zeigen aber, dass im Volk selbst noch viel Kreativität lebt, die das Land zur Lösung seiner Probleme dringend braucht.

34 Parteien sind zur Wahl zugelassen – da wird es doch wohl mal etwas geben, wo man seine Stimme parken kann, bis es etwas Wahlwürdiges gibt?

Leider sind nur 9 Parteien in allen 16 Ländern zugelassen. Das schränkt die Auswahl etwas ein. Muss man halt vor Ort gucken, ob für einen selbst etwas dabei ist. Bibeltreue Christen zum Beispiel. Die wirken unbestechlich. Oder Renterpartei – für die meisten von uns ein Thema. Familienpartei bedient eher eine schrumpfende Minderheit – ein paar Stimmen für eine aussterbende Lebensart wären schon ein Signal. Die MLPD ist auch wieder da – auf der Suche nach den letzten echten Arbeitern in Deutschland. Nostalgie pur. Auf der ultrarechten Seite hat man jetzt gleich mehrere Auswahlmöglichkeiten – die ich jetzt einfach nicht weiter erläutern möchte. Wer meint, die NSDAP wäre wieder mal der richtige Weg, hat heute viele abgestufte Versionen davon im Angebot, zwei davon gleich bundesweit.

Selbst eine Stimme für diesen Schrott wäre aber immer noch besser als … gar nicht wählen.

Fatal, oder?

Nun – die ersten Stimmen tauchen auf (AfD) die nicht mehr wollen, dass alle wählen gehen (siehe Freitag). Den Netzwerken (und einige ihrer Profis sind schon jetzt in der AfD aktiv) wäre es lieb, wenn es ein steigendes Votum GEGEN die Demokratie gibt – und das ist das Votum des Nichtwählens, für das neue Rekorde erwartet werden (siehe Fokus).

Zur Wahl stehen nur Krankheiten – aber trotzdem ist der Gang zur Urne einer der letzten Willensäußerungen, die der völlig lahmgelegte, im Sterben begriffene Souverän noch tätigen kann. Er wird selbst nichts ändern (wenn ich dem Herrn Roth in seinen Ausführungen folge), aber dieser Gang zur Urne wird neuen, aufstrebenden Parteien zeigen können, dass es noch WILLE im Volk gibt und dass es sich lohnt, an Alternativen für die nächste Wahl zu arbeiten.

Und diese Alternativen brauchen wir, wenn wir die Hoffnung haben wollen, jemals irgend etwas gegen den omnipräsenten Deutschlandclan unternehmen zu können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stört dich was – dann änder´ das! 5 Werte für Deutschland bei Politiker- und Parteitestaktion.

Stört dich was - dann änder´ das! 5 Werte für Deutschland bei Politiker-  und Parteitestaktion.

Dienstag, 25.6.2013. Eifel. Nun haben wir seit einigen Wochen eine permanente Demonstration auf Facebook. Zehntausende von Besuchern, zweihundertzwanzig Freunde – und zweiundfünfzig enge Freunde. Wir denken gerade noch darüber nach, ob das jetzt schon ein Erfolg ist, sind aber mit unserer Arbeit sehr zufrieden. Es war bislang ein größeres Echo als erwartet, erst zwischendurch fiel mir ein: was machen wir eigentlich, wenn wir nach einer Woche eine Million Fans haben – und jeder Zehnte hat eine Frage?

Da haben wir ein Riesenglück gehabt, dass das Pflänzchen zart wächst – und sehr gerade. Viele neue Menschen aus allen sozialen Schichten sind mit vielen interessanten Geschichten dabei, was aber viel wichtiger ist: die zentralen Werte der menschlichen Zivilisation haben eine weitere Bastion, aus der sie sich nicht vertreiben lassen. Nach den permanenten Horrorgeschichten aus der politischen Welt eine gute Nachricht.

Nun – nicht alle von uns sind mit virtuellen Erfolgen zufrieden. Manche starten Aktionen, die nachahmenswert sind, wie Adrian Müller.

Er hat etwas außerordentlich Sinnvolles getan:

Habe heute sechs Direktkandidaten (SPD, CDU, FDP, Grüne, Linke, Piraten) für die Kreiswahl am Sonntag aus meinem Stadtviertel angeschrieben: 18:00 Uhr, Planschbecken, Schaufel und Besen mitbringen, aufräumen. Einer kam. Zusammen haben wir ordentlich was weggeschafft. Danke Jens Kramer!

Eine geniale Idee, oder?
Natürlich ist das Planschbecken jetzt sauber.
Eigentlich eine tolle Aktion – gerade in Zeiten der schrumpfenden staatlichen Fürsorge ist der verantwortungsbewusste Bürger geradezu dazu gezwungen, sich zu engagieren, um größte Not zu lindern. Eine Aktion, die von politischer Seite sicherlich zu begrüßen ist – und eine tolle Gelegenheit für den diensthabenden Vorortpolitiker, sich für die Wahl zu profilieren.
Doch was war?
Die CDU kam nicht.
Das Wahlprogramm: „Gemeinsam erfolgreich für Deutschland“ hätte sich hier vor Ort prima durchführen lassen … aber „Gemeinsam für Deutschland“ heißt wohl für die CDU: Lass andere die Arbeit für Dich machen und kassiere selbst den Profit. So geht halt Kapitalismus
Die SPD kam nicht.
Das Wahlprogramm? „Das WIR entscheidet“. Das mag wohl sein, aber wie üblich ist die SPD nicht da, wenn das WIR gefordert ist. Die Wähler honorieren das.
Die Grünen kamen nicht.
Das Wahlprogramm? „Teilhaben, einmischen, Zukunft schaffen“. Gilt wohl nicht, wenn echte Arbeit zu tun ist.
Die FDP kam nicht.
Das Wahlprogramm? Hat noch keine Schlagworte, aber der Herr Döring hat in Nürnberg etwas dazu gesagt: Zupacken, anpacken, weiter kämpfen. 
Die Gelegenheit dazu wäre da gewesen … doch leider leider leider auch hier: wenn echte Arbeit zu tun ist, ist der FDP-Mann nicht vor Ort, packt nicht zu, packt nichts an – und kämpft auch nicht um Wählerstimmen.
Die LINKE kam nicht.
Das Wahlprogramm? 100 % sozial. Aber nur, wenn es keine Arbeit macht.
Die Piratenpartei?
WAR DA!
Aus der Pressemitteilung an die Kieler Nachrichten:
Einer kam. Der hilft seit vier Wochen fleißig mit, zusammen haben wir über 70 Schubkarren weggeschafft. Ein Wochenende noch, vielleicht zwei, dann ist das Rund wieder so, dass man dort gefahrlos spielen kann. Wir sind täglich ab etwa 18:00 Uhr dort und arbeiten 1-2 Stunden lang.
Wer setzt sich ein, wenn echte Arbeit zu tun ist, die dem Staat, der Gemeinschaft der Steuerzahler Geld spart und den kleinsten des Landes dabei hilft, wieder plantschen zu können (was denen einen Riesenspaß macht)?
Die Piratenpartei.
Wer sucht den Kontakt zum aktiven Bürger und ist sich selbst nicht zu schade, mal Hand anzulegen?
Die Piratenpartei.
Wer nimmt den Bürger ernst und ist bereit, sich für ihn vor Ort zu engagieren?
Die Piratenpartei.
Bei denen finde ich leider keine Schlagworte im fein ausdifferenzierten Wahlprogramm, aber aktuell einen Spendenaufruf im Header: Unsere Arbeit ist viel Wert.
Ja, dass sehe ich auch so.
Welche Schlüsse ziehen wir jetzt daraus?
Keine?
Das wäre fatal. Hier geht es um ein gesamtgesellschaftliches Kernproblem: die Parteien haben nicht nur per se eine viel zu große Distanz zur Lebenswirklichkeit der Bürger, sie demonstrieren auch gerne vor Ort, dass diese ihnen egal ist.
Getestet wurden CDU, SPD, FDP, DIE GRÜNEN, die LINKEN und die PIRATENPARTEI – alle im Bundestag vertretenen Parteien sind durchgefallen.
Nun – das mag nun an der Qualität der Abgeordneten vor Ort liegen … aber was sind diese Wert, wenn sie die Programme der Parteien nicht mit Leben ausfüllen?
Natürlich gibt es sicher genug Ausreden, warum man sich nicht an der Aktion beteiligen konnte. Wahrscheinlich war wieder Fußball im Fernsehen – und die Verfolgung dieses symbolischen Jagdspiels ist natürlich viel wichtiger, als selber echte Wählerstimmen zu jagen. Schön wäre es aber gewesen, wenn auch nur eine der „staatstragenden Parteien“ (und der professionellen Dauernörgler der Opposition) wenigstens mit einem kleinen schriftlichem Gruß reagiert hätte.
Man ist ja inzwischen schon für die kleinste Gnade dankbar.
Stattdessen kam: Schweigen.
Da wissen wir, was wir zu erwarten haben, wenn wir anfangen, die drängenden Probleme dieses Landes, die auch aus dem Komplettversagen aller politischer Parteien resultiert, selbst lösen zu wollen: mit den großen, etablierten Parteien geht das nicht.
Die machen sich nicht mehr die diätenverwöhnten Hände schmutzig – aber gewählt werden wollen sie allemal.
Natürlich ist die Klage groß, wenn der Wähler mal hingeht und es ihnen gleich tut und am Wahlabend im September einfach mal zu Hause bleibt.
Wieso auch nicht?
Na, weil es noch Politiker gibt, die vor Ort erscheinen, wenn Not am Mann ist und sich so qualifizieren.
Ich denke aber, man tut gut daran, wenn man damit rechnet, im Ernstfall keinerlei politische Hilfe von den mit Steuergeldern subventionierten Politikkonzernen zu erhalten.
Nun – die Vorschau sagt mir, dass der Text seltsam aussehen wird, wenn ich darauf bestehe, das Foto zu veröffentlichen.
Darauf möchte ich aber auf keinen Fall verzichten – hier ist es also, das Planschbecken. Damit die Kinder plantschen können, braucht es aber noch etwas Wasser. Wäre schön, wenn jemand, der auch mal was tun möchte, diesen Artikel an alle Parteien verschickt – vielleicht findet sich ja jemand, der das in die Hand nimmt.  Einfach eine E-Mail versenden, Text anhängen … das reicht ja schon. Würde mich interessieren, wie die reagieren.
Ich selbst werde es dem Herrn Ströbele von den Grünen schicken. Aus seinem Büro kriege ich immer so nette Post.

Drohnen: die politische Dimension eines Werkzeuges für Meuchelmord und antidemokratischem Weltherrschaftsanspruch

Montag, 18.6.2013. Eifel. Haben Sie sich schon einmal Gedanken über Waffen gemacht? Nein? Warum nicht? Alle politische Macht kommt aus den Läufen der Gewehre, sagt man doch. In der neoliberalistischen Theorie des Kampfes aller gegen alle ist die Waffe doch nicht mehr wegzudenken. Diese Theorie führt gerade den Untergang der Demokratie herbei - und sie ist schon hunderte von Jahren alt. Thomas Hobbes hat mir ihr den Absolutismus verteidigt: nur der allmächtige Einzelherrscher, dem das ganze Land gehört, kann mit seiner Allmacht den beständigen Krieg aller gegen alle unterbinden. So gesehen führt unser neoliberales Menschenbild direkt in neue Formen der Diktatur - aber damit sage ich ja nichts Neues: das wir einer Diktatur der Märkte unterliegen, ist ja inzwischen politisches Allgemeingut, dass wir im Rahmen unserer ehemaligen Demokratie nur noch den Kellner wählen dürfen, der uns unsere auszulöffelnde Schuldensuppe präsentiert, auch.

Montag, 18.6.2013. Eifel. Haben Sie sich schon einmal Gedanken über Waffen gemacht? Nein? Warum nicht? Alle politische Macht kommt aus den Läufen der Gewehre, sagt man doch. In der neoliberalistischen Theorie des Kampfes aller gegen alle ist die Waffe doch nicht mehr wegzudenken. Diese Theorie führt aktuell gerade den Untergang der Demokratie herbei – und sie ist schon hunderte von Jahren alt. Thomas Hobbes hat mir ihr den Absolutismus verteidigt: nur der allmächtige Einzelherrscher, dem das ganze Land gehört, kann mit seiner Allmacht den beständigen Krieg aller gegen alle unterbinden. So gesehen führt unser neoliberales Menschenbild direkt in neue Formen der Diktatur – aber damit sage ich ja nichts Neues: das wir einer Diktatur der Märkte unterliegen, ist ja inzwischen politisches Allgemeingut, dass wir im Rahmen unserer ehemaligen Demokratie nur noch den Kellner wählen dürfen, der uns unsere auszulöffelnde Schuldensuppe präsentiert, auch.

Nun, wir wollen nicht zu sehr im politischen Bereich herumphilosophieren, niemand sollte hier auf die Idee kommen, dass wir die Diktatur der Märkte nur noch mit der Waffe in der Hand aufhalten bzw. beenden könnten. Wir Bürger eines demokratischen Rechtswesens haben auf dieses natürliche Recht verzichtet, wir haben – streng nach den Gedanken des Thomas Hobbes – unsere Macht, unseren Anspruch auf Selbstverteidigung mit Waffengewalt an den Staat abgetreten, der zur Sicherung des Friedens das Gewaltmonopol innehat. Darum erschießen wir nicht mehr selbst den Räuber auf offener Straße, sondern rufen die Polizei, damit die das für uns erledigt. Aus dem gleichen Grund verhauen wir auch nicht mehr unseren Nachbarn: das Verhaumonopol liegt beim Staat,  inzwischen demonstriert er dies ja auch regelmäßig bei genehmigten politischen Demonstrationen.

Doch kehren wir zurück von der Legitimation des staatlichen Gewaltmonopols zu den Geräten, die bei der Ausübung staatlicher Gewalt zum Einsatz kommen. Diese Geräte fallen nicht vom Himmel – was viele jetzt vielleicht überrascht. Lange Jahre der Planung gehen der Produktion voraus – und vor der Planung steht die strategische Absicht, die uns viel über die politischen Intentionen des Auftraggebers verraten.

Nehmen wir ein Beispiel: das Panzerschiff Deutschland, welches in den Planungen der Marine ab 1927 auftauchte. Es ist einer der vielen Sündenfälle der Sozialdemokratie, im Prinzip konnte man schon damals erkennen, dass diese Partei Hartz IV einführen wird, wenn erst die Erinnerung an die NSDAP verblasst sein würde. Das Panzerschiff Deutschland wurde in der demokratischen Weimarer Republik gebaut. Das war nichts Neues. Das durfte man. Wikipedia erinnert an diese Zeit:

Nach dem Ersten Weltkrieg verfügte Deutschland über keine größeren Seekriegsschiffe mehr, ein Zustand den die Marineleitung trotz entgegenstehender Bestimmungen des Versailler Vertrages durch Geheimrüstungen zu beenden versuchte. Nachdem mehrere Skandale über Geheimfinanzierungen öffentlich wurden, tauchte 1927 erstmals Pläne für den Bau eines „Panzerkreuzer A“ im Wehretat des Reichstages auf. Über das Thema wurde im Wahlkampf zur Reichstagswahl 1928 heftig gestritten, die SPD trat mit der Losung „Für Kinderspeisung – gegen Panzerkreuzerbau!“ an und konnte erhebliche Stimmenzuwächse verbuchen. Bei der Regierungsbildung stimmten jedoch ihre Minister Rudolf Hilferding, Carl Severing und Rudolf Wissel sowie der neu gewählte Reichskanzler Hermann Müller unter dem Druck der DVP dem Bau zu. Der Weg zur Aufrüstung auf See war damit freigemacht.

So kennt man sie, die SPD, oder? Bleiben wir aber bei dem Schiff, bzw. bei der Schiffsklasse. Ihre Konstruktion verrät nämlich eine kleine Besonderheit, die sich nur dem Fachmann erschließt. Dieses Schiff war so konstruiert, dass es in der Theorie unbesiegbar war. Es war schneller als die stärkeren aber langsameren Schlachtschiffe seiner Zeit, dafür aber mit seiner Bewaffnung von 6 28 cm-Geschützen weitaus stärker als die schnellen Kreuzer der übrigen Welt. Einmal losgelassen, konnte dieses Schiff als unbezwingbar gelten.

Seine Hauptaufgabe? Handelskrieg – die Versenkung unbewaffneter Frachter: dazu war es zusätzlich mit 8 15 cm-Geschützen und Torpedos ausgestattet.

Über das für und wieder von Kriegswaffen überhaupt soll hier nicht diskutiert werden, darüber kann man auch gar nicht diskutieren, die kann man nur ablehnen. Betrachten wollen wir allein die Absicht, die hinter der Planung eines solchen Schiffes im Jahre 1927 stand.

Wer so etwas ersinnt, der hat Krieg im Auge – und zwar lange vor Hitlers Machtergreifung. Dieses Schiff bedrohte nur wenige Jahre nach dem ErstenWeltkrieg die Seefahrt der Franzosen und Engländer elementar, sie hätten ihm … in der Theorie … nichts entgegen zu setzen gehabt. Frankreich erkannte das und schuf am 24.12.1932 eine spezielle Panzerkreuzerklasse, die in der Lage sein sollte, der neuen Gefahr aus Deutschland zu begegnen – noch bevor ein Hitler überhaupt an der Macht war.

Man denke sich nur, wieviel Schaden man hätte ersparen können, wenn Deutschland sich einen handelsüblichen normalen schweren Kreuzer zugelegt hätte, der sonst kein sonderliches Aufsehen erregt hätte. So jedoch war die Absicht klar zu erkennen: Deutschland bereitete sich wieder auf einen Krieg vor und suchte Mittel und Wege, die Überlegenheit der alliierten Marinen durch technische Raffinesse auszuschalten – und zwar lange vor Hitler.

Damals wurde vielen Völkern klar, dass Deutschland wieder Krieg führen wollte – grundlos baut man so ein Teil nicht. Die Bevölkerung jedoch dachte nicht so weit, was sie in den Folgejahren bitter büßen musste.

Im Jahre 2013 wird wieder etwas gebaut, was schon im Planungsstadium verboten gehört: die Drohne.

Was ist das eigentlich, ein Drohne?

Auch hier reicht ein Blick nach Wikipedia. Eine Drohne ist ein unbemannter Flugkörper, der vom Boden aus ferngesteuert werden kann und so im Gefecht den Verlust von (eigenen) Menschenleben vermeidet. So die Theorie.

Schaut man genauer hin, so merkt man, dass so eine Drohne überhaupt nicht kriegstauglich ist. Schauen wir uns die typische US-Drohne an, die MQ-1 Predator. Schon der Name ist passend: Räuber, Raubtier – ein überlegenes Wesen, dass seine Kraft vor allem durch Angriffe auf ein friedliches Umfeld (Schafe zum Beispiel) entfaltet.

Mehr kann dieses Gerät auch nicht. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h ist es im Luftkampf ein Objekt, dass man zurecht als „sitting duck“ bezeichnet. Jedes Uralt-Jagdflugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg könnte dieses  Gerät gefahrlos abschießen, selbst einfachste Flugabwehrgeschütze könnten es ohne Probleme erledigen, wenn es auf seinem tagelangen Gleitflug über zu kontrollierendem Gebiet unterwegs ist.

Was bedeutet das?

Dieses Gerät ist keine Kriegswaffe. Es muss jedes Kriegsgebiet weiträumig meiden, denn sonst ist es ganz schnell nur Elektromüll. Die Jagdbeute des Predator darf nicht sonderlich schwer bewaffnet sein – zum Krieg gegen jede Form von Streitkräften eignet es sich überhaupt nicht. Der Gegner muss außerordentlich schwach bewaffnet sein, damit man ihn gefahrlos aus dem Hinterhalt erledigen kann.

Für diese Art der Kriegsführung gibt es auch ein spezielles Wort: „meucheln„, gerne in Verbindung mit „Meuchelmord„, in der Regel mit dem Adjektiv „feige“ beschrieben – so jedenfalls findet man es in der Beschreibung von Regierungen über Opfer des bewaffneten Kampfes von Terroristen, die es nicht wagen, sich dem Feind nach altem ritterlichen Kriegerbild mutig Auge in Auge zu stellen.

Ein nicht kriegstaugliches Gerät zum Zwecke des Meuchelmordes – wie kann das Instrument einer Demokratie werden?

Nun – wie das Panzerschiff a durch Geheimpläne, Geheimfinanzierungen und anderen Geheimkram, über den nachzudenken Anfang des 21. Jahrhundert sehr verpönt ist – hier kommt schnell der Kampfbegriff „Verschwörungstheorie“ zum Einsatz, der als sozialer Bannspruch wirkt und die Meinung der Regierung zum Ausdruck bringt, dass der so arbeitende Theoretiker gerade dabei ist, sich verbotenerweise in streng gehütete Staatsgeheimnisse einzumischen.

Wie schon im demokratischen Deutschland des Jahres 1927 werden hinter den Kulissen Pläne geschmiedet, die Wähler und Bürger nichts angehen, obwohl sie ihn betreffen. Die FAZ zeigt, welche neue Art von Staatsgewalt sich gerade Bahn bricht:

Er dürfte nicht der Einzige sein, auch wenn es den amerikanischen Medien und der Öffentlichkeit erst allmählich dämmert, über welchen Einfluss dieser Beamte verfügt: Er hat die Macht über Leben und Tod. Sie ergibt sich aus der Verfügungsgewalt, die Brennan über eine geheime Luftwaffe von bis zu 6000 Drohnen hat. In seinem Büro im Untergeschoss des Weißen Hauses hat Brennan die Definitionsgewalt über eine „Kill List“ inne. Er legt dem Präsidenten die Namen der zu tötenden Staatsfeinde vor. Obama pflegt den Empfehlungen seines Beamten zu folgen und gibt die Terrorverdächtigen zur Tötung frei.

Das ist – um nochmal an Hobbes zu erinnern – der absolutistische Herrscher in Reinkultur: jenseits jeglicher bürgerlichen Rechtsstaatlichkeit, jenseits jeglicher normalen Rechtssprechung werden willkürlich Menschen im Ausland aus dem Hinterhalt ums Leben gebracht: eine Art von Terror, die in alten Filmen James Bond/007 auf den Plan gebracht hätte, um die Bösewichter in die Schranken zu weisen. Hier jedoch ist der Bösewicht kein großer, intelligenter, internationaler Verbrecher sondern ein kleiner Beamter. Wir in Deutschland haben in der Zeit nach 1933 diesen Typus nicht umsonst fürchten gelernt.

Bezeichnend ist: niemand macht sich mehr Gedanken darüber, dass der böse „Terrorist“ in seinem eigenen Land lebt und sich aus eigener Perspektive nur gegen feindliche Besatzungstruppen wehrt: ein Drama, dass Hollywood nur all zu gerne verfilmen würde – mit Arnold Schwarzenegger oder Chuck Norris in der Rolle des aufrichtigen Widerstandskämpfers. Allerdings kommen die Drohnenopfer nicht in den Genuss solcher heldenhafter Definitionen wie die US-Film-Heroen, siehe Der Standard:

Als „Militants“ – also Kämpfer – gelten demnach in den US-Berichten über die Einsätze einfach alle Männer im wehrfähigen Alter, die sich im Gebiet des Drohneneinsatzes aufhalten. 

Das erinnert etwas an die Definitionen der deutschen Polizei, wenn sie „gewaltbereite Demonstranten“ in per Gericht genehmigten Demonstrationen ausmacht. In der Regel überleben das die Demonstranten noch, weil noch keine Drohnen zum Einsatz kommen.

Auch die Bundesanstalt für politische Bildung jubelt über die Pläne der Drohnen-Strategen (siehe Nachrichtenspiegel) und akzeptiert bedenkenlos „Aufstandsbekämpfung“ als zentrales Aufgabengebiet der fliegenden Killer, die auch schon mal ganz unbeabsichtigt töten können.

Der Spiegel informiert in einem aktuellen Artikel nebenbei über die hohe Unfallrate der unbemannten Flieger und über die denkwürdige Eile, mit der das Ministerium unter allen Umständen in den Besitz solcher Geräte kommen möchte. Dabei gibt es neben der ethischen Dimension noch ganz andere Bedenklichkeiten: die Dauerpatrouillen der fliegenden Meuchler laufen beständig Gefahr, zum Spielzeug für jeden dahergelaufenen Hacker zu werden, siehe NWZ:

Ein rätselhafter Computervirus hat Medienberichten zufolge unbemannte Flugkörper befallen, die von den USA im Antiterrorkampf eingesetzt werden. Wie der Internet-Blog „Danger Room“ des Computermagazins „Wired“ schrieb, soll der Virus die Cockpits der ferngesteuerten „Predator“- und „Reaper“-Drohnen infiziert haben, mit denen der US-Geheimdienst CIA etwa Einsätze in Afghanistan, Pakistan oder dem Jemen fliegt.

Eine gigantische (und laut Spiegel sich ständig vergrößernde) Drohnenflotte, die möglicherweise spontan per Knopfdruck den Anweisungen eins zwölfjährigen EDV-Künstlers folgt? Oder den Anweisungen von Cyberterroristen?

Wo immer man auch hinschaut: man findet kaum eine Studie, die die vielschichtigen Probleme dieser Geräte erörtert, aber den nahezu gierigen Wunsch der Regierungen, möglichst schnell möglichst viele davon in die Hände zu bekommen: koste es, was es wolle – wir Deutsche können aktuell über die Kosten dieser Gier ein ganz besonderes Lied singen. Während pakistanische Gerichte den Einsatz dieser Geräte als Kriegsverbrechen aburteilen (siehe Spiegel), bemühen sich die demokratischen Regierungen des Westens, eine riesige Flotte fliegender Kampfroboter zu erstellen, die ihre „Qualitäten“ nur im Kampf gegen nahezu unbewaffnete Zivilisten in befriedetem Luftraum beweisen können – und zwar in Form von Meuchelmorden durch Geheimdienste.

Nehmen wir an, wir wüssten von einem Land, dessen Geheimdienst im Ausland umfangreiche Morde begeht – auch an Zivilisten. Wie würden wir dieses Land im Rahmen der Völkergemeinschaft nennen? Was würde man von Regierungen halten, die überwiegend im Geheimen an dem Aufbau einer gigantischen Luftflotte arbeitet, die vor allem die Zivilbevölkerung in besetzten Ländern in Schach halten soll?

Und wie schnell können eigentlich normale Bundesbürger, die friedlich gegen den augenscheinlichen europäischen Finanzwahn demonstrieren wollen, zu „Militants“ werden?

Nun – ganz schnell. Ist die Drohne erstmal in der Luft, ist ja – siehe oben – jeder Bürger im wehrfähigen Alter im Einsatzgebiet ein Militant. Und das wir militante – mit Regenschirmen und Sonnenbrillen bewaffnete – Demonstranten haben, erfahren wir bei jeder Entgleisung der Bundespolizei.

Was lernen wir daraus?

Nun – dasselbe wie schon aus dem Bau des Panzerschiffes a.

Wer solche Geräte erdenkt, hat eine gewisse Absicht. Mit Panzerschiff a wollte man Krieg gegen die großen seefahrenden Nationen der Erde führen, mit dem „Raubtier“ Drohne will man Krieg gegen die Armen und Schwachen führen.

So einfach kann Zukunftsvorhersage sein.

Die Drohne wird das Instrument sein, mit dessen Hilfe sich der absolute Herrscher die Macht sichert – und das wir den brauchen, ist für jeden Neoliberalen selbstverständlich: anders kann der Kampf aller gegen alle nicht im Zaum gehalten werden … und das der unser aller Leben bedroht, merken wir ja gerade an den Exzessen der Finanzkrise.

Wie man das aufhalten kann?

Nun – der Bürger könnte zeigen, dass er kein Interesse mehr am wirtschaftsliberalen „Kampf aller gegen alle hat“, in dem er sein egoistisches und egozentrisches Verhalten einstellt und sich demonstrativ zu anderen Werten bekennt. Schon gäbe es für das „Raubtier“ keine legitimen Opfer mehr.

Wie wahrscheinlich es ist, das dies in Deutschland geschieht, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Wir werden also mit der allgegenwärtigen Allmacht fliegender Geheimdienstkiller über unseren Köpfen leben lernen müssen – ob es uns gefällt oder nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

Polizeigewalt gegen Zweijährige im Rahmen internationaler Politik.

Polizeigewalt gegen Zweijährige im Rahmen internationaler Politik.

Dienstag, 4.5.2013. Eifel. Ich habe heute morgen eine freundliche Einladung zu einer Radioshow bekommen: Thema Polizeigewalt. Nun – ich bin dazu sicher nicht der richtige Gesprächspartner, denn ich war ja gar nicht dabei. Ich lese nur darüber – und mache mir so meine Gedanken. Genau genommen weiß ich ja gar nicht, was in Frankfurt wirklich los war, wie alle anderen Bürger bin ich abhängig von den Medien, die in unseren modernen Zeiten ergänzt werden durch „soziale Medien“, die der von der deutschen Bundesregierung hoch geschätzte Herr Erdogan überhaupt nicht mag „Für mich sind die sozialen Medien die schlimmste Bedrohung der Gesellschaft.“ (siehe Bloomberg zitiert bei Golem.de).

Stimmt, denn so ist die lang aufgebaute Lufthoheit von Politik und Wirtschaft über den Stammtischen in Gefahr, die vielen Milliarden Euro, die in Gehälter, Gagen, Werbung und Events fließen, möglicherweise ganz umsonst investiert, weil die Kontrolle über das Bewußtsein der Bürger zu entgleiten droht.  Nur den sozialen Medien habe ich es zu verdanken, dass ich von einem Massenprotest in Japan erfahren habe, über den in Deutschland scheinbar niemand berichten mag: 60 000 Menschen demonstrierten dort gegen Atomkraft, eine Demonstration, die zudem noch durch 8 Millionen Unterschriften unterstützt wurden (japandailypress).

Ohne soziale Medien hätte ich auch nicht die Liveberichterstattung von Wolfram Siener mitbekommen, hier auf Facebook:

Meine Partnerin und ich sind gerade vom Camp zurück gekommen, wir haben in den letzten 48 Stunden Dinge erlebt, die man vielleicht den Russen zutraut.
Ihr wisst sicher einiges schon, aber ich wollte euch sagen, was ich verifizieren kann und eventuell Extras beisteuern.

Ich fasse mich aufgrund unseres Energiezustandes sehr kurz:
(Sie = Die Polizei / Obrigkeit)
– Sie haben Kinder mit Pfefferspray behandelt
– Einem Kind das Schlüsselbein gebrochen
– Sie haben unsere Ketten (passiver Widerstand) mit Schlägen gebrochen, als die Kameras aus waren
– Mindestens 500 Verletzte, mehrere Schwerverletzte
– Uns das Filmen verboten
– Uns mit Vorwänden gekesselt
– Uns in eine strategische Falle gelockt (eigentlich haben sie uns von vorne bis hinten verarscht, verzeiht den rauen Ton)

Sie wussten, dass wir niemals auch nur aus der Hofstraße/Berliner Straße heraus kommen würden.
Der Ort, an dem sie uns gekesselt haben, war für sie strategisch perfekt. (Gut zu erreichen, gut von außen nachzuversorgen, einfach zu kesseln, schmal und übersichtlich.) Wir wurden dort von niemandem in der Innenstadt direkt wahrgenommen, neben uns war neuneinhalb Stunden lang (so lange ging der Kessel) eine Baustelle und ein geschlossenes Museum…

Nach der Berliner Straße kam NICHTS MEHR an Polizeiaufgebot! Unser Endziel des Demozuges war übrigens abgesperrt…

Nun, der junge Mann ist etwas erregt – ebenso wie ich, wenn ich erfahre, das deutsche Polizisten Gewalt gegen Frauen und Kinder ausüben, ja sogar Kindern das Schlüsselbein brechen. Ohne soziale Medien wüssten wir nichts davon … und da verstehe ich auf einmal den Herrn Erdogan.

Ebenso wüsste ich nichts von dem ARD-Reporter, der vergeblich versucht hat, gewaltbereite Demonstranten zu filmen – wir verlinken hier nicht mal aus Gründen des Datenschutzes.

Natürlich kann man sich fragen, muss man sich fragen: wie glaubwürdig sind denn diese Einzelaussagen von Teilnehmern? Nun – die fünfhundert Verletzen glaube ich erstmal nicht, das kann eine einzelne Person gar nicht überblicken. Den Schlüsselbeinbruch zu diagnostizieren, scheint mir schwer – aber nicht unmöglich. Den Einsatz von Pfefferspray gegen Kinder halte ich hingegen für sofort glaubhaft – zumal die Frankfurter Rundschau  die Angriffe gegen zweijährige bestätigt.  Schade nur, dass das ARD etwas anderes filmen wollte – aber die sind „öffentlich-rechtliches Fernsehen“, d.h. die zeigen uns, welche Weltsicht die aufsichtsführenden Parteien in den Gremien der Sendeanstalten gerne verbreitet haben wollen. Oft ist das harmlos … aber eben nicht immer.

Natürlich kann man sagen, dass Wolfram Siener eine Verschwörungstheorie formuliert – aber, was in den öffentlich-rechtlichen Medien und dem privaten Wahnfunk gerne vergessen wird: aus Theorien kann ganz schnell Realität werden, Theorien stellen oft nur Wahrheiten im Rohzustand dar.

Heute meldet das Neue Deutschland:

Während Politiker von Linken, Grünen und SPD politische Aufklärung über den massiven Polizeieinsatz gegen die Blockupy-Demonstration am Samstag verlangen, mehren sich die Hinweise, dass die stundenlange Einkesselung von Hunderten Aktivisten geplant gewesen war. Dies hatten das Protestbündnis und Politiker bereits am Samstagabend vermutet.

Nun berichtet die „Bild“-Zeitung, mehrere Polizisten hätten ihr gegenüber anonym bestätigt: „Der Kessel war geplant“.

Sogar die Bildzeitung beteiligt sich an dieser Verschwörungstheorie. Schon ist sie anerkannte Wahrheit.

HR-Online berichtet heute von der Pressekonferenz der Polizei:

Doch dann fragt eine FAZ-Journalistin, warum auch Personalien von Journalisten erfasst worden seien. Auf die Frage nach Fällen meldet sich ein weiterer FAZ-Journalist und schildert, wie seine Personalien trotz Presseausweis aufgenommen wurden. 

Rhein versichert, dies werde man prüfen. Doch schon meldet sich ein RTL-Reporter: Seinem Kameramann sei am Samstag ein Bein gestellt worden, ein Polizist habe ihm gesagt: „Verpiss dich.“

Ein Journalist der „Frankfurter Rundschau“ berichtet von einem gefährlichen Armstoß. Auf die Frage, warum sie einen OP-Mundschutz trügen, hätten Beamte ihm gesagt: „wegen euch“.

Das sind staatstragende Medien. Die wissen genau, was Polizisten sind: Arbeitslose in Uniform. Ja – wie alle Staatsdiener seit Jahrhunderten sind es Menschen, die von der Arbeit befreit sind, damit sie dem Gemeinwesen dienen können. Viele Polizisten in Frankfurt haben wohl völlig vergessen, dass sie gerade auf ihre Arbeitgeber einprügeln.

Aber sie bereiten sich ja wohl auch auf eine neue Rolle vor.  Bundeskanzlerin Merkel will heute die Weichen für ein Europa von Morgen stellen (siehe CDU) – und unter dieser Prämisse sieht der Polizeieinsatz gleich ganz anders aus.  Zwar kommen auch kritische Sätze von Frau Merkel zum Beispiel im Stern

Bundeskanzlerin Angela Merkel verfolge das harte Vorgehen der Polizei mit Sorge, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin: Das Gebot der Stunde ist Deeskalation und Dialog.

Man freut sich im ersten Moment, denn Deeskalation und Dialog sind in der Tat die Kennzeichen einer Demokratie und ihrer Methoden zur Konfliktbewältigung, leider ist die Freude nur aufgrund meiner Auslassung da: Merkel meinte das harte Vorgehen der türkischen Polizei … ich hatte das mal kurz entfernt.

In Deutschland ist das Vorgehen der Polizei jedoch ok, hier hören wir von Merkel nichts zu den Vorfällen in Frankfurt.

Warum?

Ein Blick in den Spiegel hilft weiter:

Fünf Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise ist die Arbeitslosenquote in vielen Industriestaaten deutlich gestiegen – und somit auch das Risiko sozialer Unruhen. Europa sei von dieser Entwicklung besonders stark betroffen, schreiben die Uno-Experten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in ihrem Weltarbeitsmarktbericht 2013. Deutschland allerdings gehört laut den Angaben zu den wenigen Ländern, in denen die Beschäftigungsrate höher ist als vor der Finanzkrise.

Man achte auf das Wort „Beschäftigungsrate“. Da sind auch jene drunter, die gerade im Bewerbungstrainung sind, in Jobcenterkaufläden echtes Leben simulieren, ihren dritten Gabelstaplerfahrerschein machen oder 10 000 -Teile-Puzzles auf Vollständigkeit überprüfen – von den Millionen Niedriglöhnern, Leiharbeitern und Halbtagsfrustrierten mal ganz abgesehen. Das jedoch wird dem Ausland nicht mitgeteilt, würde es doch den Mythos vom deutschen Jobwunder zunichte machen.  Das wir Milliarden für die Fälschung der Statistik ausgeben, die bei notleidenden Menschen besser aufgehoben wären, wird gerne verschwiegen – das „erfolgreiche“ soziale Kontrollexperiment Hartz IV könnte so nicht über Europa ausgebreitet werden.

Insofern sind martialische Maßnahmen gegen die deutsche Bevölkerung dringend erforderlich, erhebt sich Widerstand in Deutschland, wäre die Disziplinierung des ganzen Kontinents in Gefahr.

Aus dieser Sicht wird eine ganz andere Maßnahme sehr plausibel, siehe Bundestag

Die Bundeswehr wird bis zum Jahr 2014 insgesamt 30 sogenannte Regionale Sicherungs- und Unterstützungskompanien in Dienst stellen. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/13384) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/13052) mit.

Man sollte sich den Text genau durchlesen:

Zudem sollen die Angehörigen der Kompanien „die Funktion als zivil-militärische Mittler und Multiplikatoren gegenüber den zivilen Stellen und Akteuren“ in den jeweiligen Regionen ihrer Standorte wahren, heißt es in der Antwort. Eingesetzt werden könnten die Sicherungs- und Unterstützungskompanien im Inland gemäß des Grundgesetzes wie alle Kräfte der Bundeswehr aber auch im Fall von Naturkatastrophen und besonders schweren Unglücksfällen oder zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand des Bundes oder der freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Weitere Aufgaben lägen in der Unterstützung der Landeskommandos bei der Personalwerbung und der Öffentlichkeitsarbeit. Nach Angaben der Regierung mache eine derzeit zwar „weniger wahrscheinliche, aber mittel- und langfristig nicht auszuschließende Veränderung der sicherheitspolitischen Lage“ eine „umfassende Sicherheitsvorsorge“ notwendig. Der „nicht auszuschließende Eintritt des Bündnis- beziehungsweise Landesverteidigung“ erfordere dafür eine „erhöhte Aufwuchsfähigkeit“.

Eine mittel- und langfristig nicht auszuschließende Veränderung der sicherheitspolitischen Lage … sind das die Weichen für ein Europa von Morgen?

Wenn wir nach Frankfurt schauen: offensichtlich.

Passend dazu gibt es jetzt am 6.6.2013 übrigens das erste Mal seit dem zweiten Weltkrieg wieder „Feldpost“-Briefmarken für die Bundeswehr, siehe dfg/vk.

Eine solche Verrohung der Polizeigewalt, eine solch offene Ignoranz der freiheitlich-demokratischen Grundordnung durch CDU, SPD und Grüne (die Bügermeisterin ist von der SPD, die Grünen regieren mit in Hessen), eine solche Brutalität gegen Kleinkinder und Journalisten lässt sich nur dadurch erklären, dass alle an einem gemeinsamen Ziel arbeiten.

Sicher: das ist Verschwörungstheorie.

Aber: wenn ich Ihnen letzte Woche erzählt hätte, dass Polizei und Politik bewusst und gewollt eine genehmigte und juristisch abgesegnete Demonstration durch eine Verschwörung gegen die Demonstranten torpedieren werden, dabei mit dem Einsatz von Schusswaffen drohen und gerne „Birnen zu Matsch hauen„, dann hätte man mir üble Verschwörungstheorie vorgeworfen.

Das die deutsche Bundeskanzlerin Deutschland auf einen neuen Krieg vorbereitet und jetzt schon mal 30 neue Rekrutierungsbüros errichtet (so nennt man das in den USA, glaube ich), von denen aus auch schnell die Zerschlagung von Demonstrationen organisiert werden kann, geht an der Öffentlichkeit wohl völlig vorüber, weil es in feine Worte gesponnen ist.

Dann aber, wenn der Kriegsausbruch droht, brauchen wir eine Polizei, die hart durchgreifen kann, damit „wir“ „unsere“ Bündnisverpflichtungen erfüllen können. Da können wir keine „Bürger in Uniform“ gebrauchen, die zögern, Schlagstöcke und Gas gegen Zweijährige einzusetzen.

Für ein neues Deutschland, für ein neues Europa, für eine neue Weltordnung brauchen wir Polizisten wie der Erdogan sie hat, Polizisten die ihren Arbeitgeber und Souverän als FEIND begreifen und entsprechend mit ihm umspringen.

Ist doch logisch, oder?

 

 

Alternativen zur Wahl 2013

Dienstag, 16.4.2013, Eifel. Heute lese ich, das ich Menschen entsetze: ich habe keine gute Meinung über Ralph Boes. So etwas gruselt mich immer, diese unkritische Heiligenverehrung, dabei brauchen wir das. Nun - nein, nicht die Verehrung, aber so etwas wie Heilige. Nicht in dem Ausmaß, wie die Kirche sie definiert, sondern nur in dem Ausmaß, wie es nötig ist, ein öffentliches Amt (Bundeskanzlerin, Innenminister, Jobcentermitarbeiter, Feuerwehrmann - um nur ein paar Beispiele zu nennen) zu bekleiden. Und wisst ihr was: bei Feuerwehrleuten klappt das schon zu fast hundert Prozent. Kommt ganz selten vor, das die Löschwasser rationieren, um die Bewohner eines brennenden Hauses zu einer Verhaltensänderung zu bewegen. Kommt auch ganz selten vor, das die im Ernstfall Löschwasser an der Börse kaufen müssen, weil sie das alte Wasser unter der Hand an eine Nachbargemeinde verkauft haben oder das sie gar nicht ausrücken können, weil sie die Löschfahrzeuge an den örtlichen Karnevalsverein vermietet haben.  Bei Bundeskanzlern, Innenministern, Jobcentermitarbeitern klappt das alles nicht so richtig, wobei letztere noch vergleichsweise gut dastehen - bis jetzt.  Nun werden jetzt einige sagen: es kommt ja jetzt Wahl - da können wir jetzt richtig was ändern.

Dienstag, 16.4.2013, Eifel. Heute lese ich, das ich Menschen entsetze: ich habe keine gute Meinung über Ralph Boes. So etwas gruselt mich immer, diese unkritische Heiligenverehrung, dabei brauchen wir das. Nun – nein, nicht die Verehrung, aber so etwas wie Heilige. Nicht in dem Ausmaß, wie die Kirche sie definiert, sondern nur in dem Ausmaß, wie es nötig ist, ein öffentliches Amt (Bundeskanzlerin, Innenminister, Jobcentermitarbeiter, Feuerwehrmann – um nur ein paar Beispiele zu nennen) zu bekleiden. Und wisst ihr was: bei Feuerwehrleuten klappt das schon zu fast hundert Prozent. Kommt ganz selten vor, das die Löschwasser rationieren, um die Bewohner eines brennenden Hauses zu einer Verhaltensänderung zu bewegen. Kommt auch ganz selten vor, das die im Ernstfall Löschwasser an der Börse kaufen müssen, weil sie das alte Wasser unter der Hand an eine Nachbargemeinde verkauft haben oder das sie gar nicht ausrücken können, weil sie die Löschfahrzeuge an den örtlichen Karnevalsverein vermietet haben.  Bei Bundeskanzlern, Innenministern, Jobcentermitarbeitern klappt das alles nicht so richtig, wobei letztere noch vergleichsweise gut dastehen – bis jetzt.  Nun werden jetzt einige sagen: es kommt ja jetzt Wahl – da können wir jetzt richtig was ändern.

Nun gut. Schauen wir uns das Angebot an.

Wir können CDU wählen – oder CSU, wenn wir jenseits des Weißwurstäquators wohnen.

Das bedeutet: Kürzungen im Sozialbereich, Rente mit 69, Einsatz der Bundeswehr im Ausland, Wohlstandsverlust für fleißige Menschen, Deregulation im Finanzsektor inklusive enormer Hilfszahlungen an „notleidende Banken“.

Wem das nicht gefällt (und das sind nicht sehr viele) der kann SPD wählen.

Das bedeutet: Kürzungen im Sozialbereich, Rente mit 69, Einsatz der Bundeswehr im Ausland, Wohlstandsverlust für fleißige Menschen, Deregulation im Finanzsektor inklusive enormer Hilfszahlungen an „notleidende Banken“ und höhere Kanzlergehälter. 

Alternativ dazu sind seit einigen Jahren die Grünen im Angebot – auch die kann man wählen.

Was man dann erwarten kann?

Kürzungen im Sozialbereich, Rente mit 69, Einsatz der Bundeswehr im Ausland, Wohlstandsverlust für fleißige Menschen, Deregulation im Finanzsektor inklusive enormer Hilfszahlungen an „notleidende Banken“ und höhere Kanzlergehälter samt Dosenpfand.

So etwas erleichtert die Wahl sehr. Wer immer noch nicht zufrieden ist, kann die Linken wählen:

Kürzungen im Sozialbereich, Rente mit 69, Einsatz der Bundeswehr im Ausland, Wohlstandsverlust für fleißige Menschen, Deregulation im Finanzsektor inklusive enormer Hilfszahlungen an „notleidende Banken“. Die wollen das zwar alles nicht, haben aber in Berlin gezeigt, das sie alles mitmachen, was der Seniorpartner beginnt. Da sterben aktuell schon Menschen bei Zwangsräumungen.

Natürlich … kann man auch die neuen wählen, die Piratenpartei. Da deren Abgeordneten ganz frei überall mitstimmen, weiß man, was man erwarten kann:

Kürzungen im Sozialbereich, Rente mit 69, Einsatz der Bundeswehr im Ausland, Wohlstandsverlust für fleißige Menschen, Deregulation im Finanzsektor inklusive enormer Hilfszahlungen an „notleidende Banken“ und Bürgerkrieg gegen den eigenen Geschäftsführer.

Wir wollen aber nicht die FDP vergessen, die nach aktuellen Umfragen wieder in das Parlament einziehen wird:

Kürzungen im Sozialbereich, Rente mit 69, Einsatz der Bundeswehr im Ausland, Wohlstandsverlust für fleißige Menschen, Deregulation im Finanzsektor inklusive enormer Hilfszahlungen an „notleidende Banken“ und niedrige Steuern für Superreiche. 

Manch´ einem wird hier auffallen, das es Ähnlichkeiten bei den praktischen Parteiprogrammen  aber nicht bei den Wahllügen (Wahlversprechen) gibt. Das deutet darauf hin, das die Souveränität des Wählers nur noch eingeschränkt gültig ist.  Es deutet auch darauf hin, das die Macht der Parteien nur noch sehr gering ist. Das ist uns auch bekannt. Politiker erwähnen das sehr oft: es sind „die Märkte“, die das Land regieren, eine Aussage, die so dämlich ist, wie die Aussagen, dass wir Krieg haben, weil die Waffen das so wollen.

Zur Erinnerung: Waffen sind im Prinzip recht harmlos, wenn kein Mensch sie benutzt. Manche von ihnen liegen schon seit Jahrtausenden im Erdreich und schaden niemandem. Mit Märkten ist es genauso: in Afrika gibt es tausende von Märkten, die allen viel Nutzen bringen – sie sind eine Folge der arbeitsteiligen Gesellschaft.  Die sollen Wohlstand bringen – und das gelingt ihnen in Friedenszeiten auch oft. Unsere Märkte jedoch … sind da anders, obwohl man sie auch so nennt und damit meine ich nicht unsere harmlosen Wochenmärkte, die wir alle kennen, sondern die anderen Konstrukte, die man der deutschen Wirtschaft übergestülpt hat.

Es sind im Prinzip die alten Sklavenmärkte, wo man menschliche Arbeitskraft fast umsonst bekommt, um dann einen größtmöglichen Ertrag mit zu erwirtschaften: jeder Depp kann so reich werden – als Herr, nicht als Sklave.

Wir merken – wir nähern uns langsam dem Problem. Natürlich – über dieses Problem wird in diesem Land selten geredet. Wir bleiben bei der Floskel „die Märkte“ stehen und machen uns noch nicht mal Gedanken über ihre seltsamen Wünsche, die niemand von uns haben will:

Kürzungen im Sozialbereich, Rente mit 69, Einsatz der Bundeswehr im Ausland, Wohlstandsverlust für fleißige Menschen, Deregulation im Finanzsektor inklusive enormer Hilfszahlungen an „notleidende Banken“.

„Die Märkte“ sind nur eine handvoll Personen, die als Anlegerprofis enorme Geldmengen bewegen – und das seit einigen Jahren unter dem direkten und öffentlichem Kommando der „Ratingagenturen“, von denen es auch nicht viele gibt.

Unsere Märkte befinden sich nicht mehr im Dorf, sondern sie belagern es von außerhalb, wollen das gleiche, was jede Räuberbande will: alles von Wert, was sich im Besitz der Menschen befindet. Räuberbanden?

Ja. Wird ganz offen für geworben. Vor aller Augen, mit einer präzisen Stellenbeschreibung, aktuell in der Printausgabe des Spiegel:

See­len­kund­ler glau­ben, dass vie­le er­folg­rei­che Ma­na­ger, Po­li­ti­ker und Geist­li­che We­sens­zü­ge von Psy­cho­pa­then auf­wei­sen. Ein bri­ti­scher Psy­cho­lo­ge emp­fiehlt, von der Furcht- und Skru­pel­lo­sig­keit der Ge­stör­ten zu ler­nen.

Unsere Leistungsträger sind allesamt Psychopathen – anders als der oben erwähnte Feuerwehrmann. Und wenn Psychopathen Märkte steuern, dann haben wir den gleichen Effekt, wie wenn wir Psychopathen Waffen in die Hand geben (was kein geistig gesunder Mensch je machen würde).

So einfach kann Politik sein.

So einfach kann aber auch die Lösung sein. Wir müssen die Psychopathen aus Wirtschaft, Politik und Kirche entfernen und durch Feuerwehrleute ersetzen, anstatt von der Furcht- und Skrupellosigkeit der Gestörten zu lernen.

Ich empfehle aber auch immer gern, einmal weiterzudenken. Was geschieht, wenn wir die Psychopathen nicht entfernen.

Nun – Menschen mit christlichem Wertesystem haben hier eine einfachere Orientierung: es ist die Herrschaft der antichristlichen Werte. Christen sind da sehr beruhigt, weil diese Herrschaft nur 1000 Jahre dauert und dann ihr Heiland wiederkommt.

Demokraten wie der leider viel zu früh verstorbene Herrmann Scheer sind da nicht so glücklich:

„Wenn wir so weiter machen, dann kommen neue Selektionsmechanismen zwischen Staaten, zwischen Rassen, zwischen Religionen, zwischen berechtigten Menschen und unberechtigten, zwischen wertvollen und nicht wertvollen Menschen, dann wird der monetäre Wert des Menschen irgendwann in den Vordergrund geschoben und dann beginnt ein neues Zeitalter der Barbarei. Das ist unausweichlich.“

Wir befinden uns gerade direkt auf dem Weg in dieses Psychopathenparadies, selektieren zwischen guten Wohlstandsbürgern und bösen Moslems, guten Atheisten und bösen Christen, guten Leistungsträgern und bösen Sozialschmarotzern, guten Nordeuropäern und bösen Südeuropäern (die aktuell noch böser werden, weil die sich von den viel ärmeren Deutschen haben retten lassen) und …. ganz unmerklich, aber ziemlich aktuell … zwischen sozialromantischen Demokraten und marktkonformen Psychopathen.

Man kann es auch einfach sagen: zwischen Menschen und Unmenschen.

Unmenschen gewinnen gerade.

Wir brauchen also weniger eine neue Partei, als eine Bewegung normaler Menschen (einfach mal bei der örtlichen Feuerwache nachfragen – deren Mitglieder verhalten sich im Moment noch ziemlich normal-menschlich und lösungsorientiert), die die Psychopathen aus den Ämtern herausdrängen. Immerhin: wozu lesen wir denn Bücher wie Frank Schirrmachers „Ego“, wenn wir daraus keine Lösungsansätze entwickeln wollen. Auf keinen Fall brauchen wir Menschen mit großem Ego, die uns erlösen wollen – das haben schon viele versprochen.

Wir brauchen bescheidene, fleissige, ehrliche Menschen mit einem gesunden Sozialverhalten … und schon ist die Parteizugehörigkeit ziemlich egal.

Diesen Anspruch habe ich an Menschen, die sich in der Politik bewegen … und diesen Anspruch habe ich auch an Herrn Boes (der sich schon mal Mühe gab, ins Berliner Parlament zu kommen) – und die aktuelle Geschichte mit dem Sanktionshungern ist (mal abgesehen von den anderen Merkwürdigkeiten, die zusätzlich verwirren) eine Lüge: mit dem doppelten Bezügen eines Jugendlichen plus Lebensmittelgutscheinen ausgestattet muss keiner hungern. Ich weiß auch nicht, wie man damit vors Verfassungsgericht kommen will … das ist das typische Politikerverhalten, das uns aktuell die großen Alternativen präsentiert:

Kürzungen im Sozialbereich, Rente mit 69, Einsatz der Bundeswehr im Ausland, Wohlstandsverlust für fleissige Menschen, Deregulation im Finanzsektor inklusive enormer Hilfszahlungen an „notleidende Banken“.

Währenddessen aber schreitet die Barbarei täglich weiter voran – und jeder, der sieht, was den reichen Griechen, Italienern und Spaniern widerfährt, für die die armen Deutschen jetzt bürgen, kann sich vorstellen, wie es demnächst hier aussehen wird, wenn wir den Kurs in die Barbarei nicht ändern.

Menschen ernähren sich aus Abfalltonnen, verzweifelte Bürger verbrennen sich auf offener Straße, Kleinkinder werden im Rinnstein entsorgt und alte vergammeln vergessen in ihren Betten.

Oh … einiges davon haben wir ja schon.

Und wisst ihr, was ich gerne als wählbare Alternative hätte?

Wohlstand für alle!

Frieden für alle!

Gerechtigkeit für alle!

Welche Partei muss ich dafür wählen?

Die Partei, die den Menschen mehr wertschätzt als die Märkte und konsequent ihr Personal aus den Reihen der deutschen Feuerwehren rekrutiert – oder?

PS: die Verstaatlichung von Banken, tät´ mir auch gefallen. Auch unsere Unternehmer brauchen seriöse Finanzpartner und keine windigen Spekulanten … und das sollten wir lieber selbst in die Hand nehmen als es den Psychopathen zu überlassen. Und das Volk braucht Planungssicherheit – deshalb sollten wir auch über die Verstaatlichung sämtlicher Versicherungen, der Post und Telekommunikation nachdenken. Die Bundesagentur für Arbeit aber … die kann weg. Haben wir erstmal wieder staatliche soziale Sicherheitssyteme (anstelle von Druckstellen), kann der echte Markt seinen Wettbewerb wieder voll entfalten und Arbeit bekommt wieder einen realen Wert, der über einem Euro die Stunde liegt.

 

 

246 worte über fördern und fördern…

amazon

ohauerhauerha! finster sieht es aus im lande nordrhein-westfalen, wurde doch gerade der geldfluß aus dem europäischen sozialfonds abgedreht. grund: eine fehlerquote von 15,1 % bei der abrechnung von fördergeldern für sozial- und bildungsprojekte. in diesem fonds liegen für nrw insgesamt bis ende 2013 684 millionen euro bereit.

ich mein, man kann sich ja auch anstellen. da hätten sich doch, im gesamten betrachtet, ein paar arme, überlastete und unterbezahlte beamte lediglich um 103 millionen und´n paar zerhackte verrechnet und vielleicht auch irgendeinem vetter oder schwager den einen oder anderen auftrag zugeschustert. vielleicht. eventuell. obwohl nrw sozialminister guntram schneider von der spd „kriminelle machenschaften ausschließt“. bei mir persönlich kann da eher der verdacht entstehen, das da irgendwas nicht koscher ist, wenn direkt sowas hinausposaunt wird – ohne das jemand davon geredet bzw. dies unterstellt hat.

aber so ist das halt in diktaturen: irgendwann drehen die dir ratz-fatz den geldhahn ab und reden von „griechischen verhältnissen bei der vergabe“. erinnert irgendwie an die sanktionspraxis der bundesdeutschen argen.

viel cleverer war da doch die sächsische landesregierung. diese „förderte“ 2007 amazon im rahmen des grw mit 7 bzw. 14 millionen euro.

amazon

wir erinnern uns, amazon… das sind die, die vor lachen auf dem karton gar nicht mehr in den schlaf kommen – schließlich zahlten sie dafür 830tausend euro steuern, verkauften das u.a. mit diesen fördergeldern erworbene gebäude und mieteten es anschließend… und importierten mit dieser kohle zwangsarbeiter u.a. aus spanien, die dann von einer, mutmaßlich rechtsradikalen, sicherheitstruppe bewacht wurden.

schade, das man fördermittel nicht rückwirkend streichen kann.

in diesem sinne!

10 Jahre Agenda 2010: ein Grund zum feiern!

10 Jahre Agenda 2010: ein Grund zum feiern!

Mittwoch, 13.3.2013. Eifel. Was für ein Tag. Die Sonne scheint, der Schnee schmilzt, die Heizung ist kaputt – das Leben ist schön. Das scheint jedoch vielen Mitmenschen nicht zu gefallen: wo kommen wir auch hin, wenn alle Spaß am Leben haben? Der echte deutsche Leistungsträger will auf grenzenloses Leid blicken, wenn er aus seinem Penthouse auf die Restbevölkerung blickt – nur dann geht es ihm so richtig gut. Wohlstand für alle? Ohne ihn! „Wohlstand für mich und Armut für alle“ – das ist die Devise, der er folgt und zu deren Verbreitung inzwischen die ganze Wirtschaft, ja, der ganze Staat  umgebaut worden ist. Morgen treffen sich die Bauarbeiter und lassen sich groß feiern: ihre Agenda 2010 war ein voller Erfolg: die Gewerkschaften wurden zahm, die linke Opposition in Deutschland völlig zerschlagen, Streiks, Lohnforderungen oder einfach nur der Wunsch nach einem nicht gesundheitsschädlichem Arbeitsplatz: so etwas ist von gestern. Und obwohl das ehemalige Nachrichtenmagazin „Spiegel“ die Agenda (wie alle anderen Medien auch) mit Jubelchören begleitet hat, lesen wir heutzutage andere Worte in diesem Blatt – hier von Jakob Augstein:

Der Sozialstaat ist ausgehöhlt. Deutschland ist auf dem Weg zur Klassengesellschaft. Wir sollten uns an den Begriff wieder gewöhnen. Die Zeiten, in denen ein sozialpolitisch eingehegter Kapitalismus „Wohlstand für alle“ (Ludwig Erhard) zumindest möglich erscheinen ließ, sind vorbei. Die Ära der sozialen Marktwirtschaft ist beendet.Eine große Enteignung hat stattgefunden. Aber in Deutschland sind nicht die Reichen enteignet worden. Sondern das Volk.

Der „Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung“, der in der vergangenen Woche vorgelegt wurde (hier die Zusammenfassung und hier ein Faktencheck dazu), legt davon Zeugnis ab. Man muss genau hinsehen, um die traurige Botschaft des Berichts zu entziffern. Die Regierung hat sich in den vergangenen Monaten viel Mühe gegeben, die Lage zu schönen und zu manipulieren.

So etwas muss man in Deutschland im Jahre 2013 lesen, ohne zur Waffe greifen zu dürfen. Warum wird auf diesen Ex-Kanzler Schröder und seine Bande eigentlich kein Kopfgeld ausgesetzt? Irgendwie muss man die doch einfach mal einem Richter vorstellen dürfen? Es kann doch nicht sein, das ein ganzes Volk enteignet wird und die Täter weiterhin frei herumlaufen? Immerhin: für Tony Blair würde ich Kopfgeld erhalten, siehe Arrest Blair. Ginge das nicht hier auch, das alle zusammenschmeißen und die Hartz-Gauner einfangen?

Nun, SPD-Chef Sigmar Gabriel formuliert deutlich, warum das in Deutschland nicht geht, hier ebenfalls im Spiegel:

Bislang sei es eher in totalitären Staaten üblich gewesen, dass die Wirklichkeit „gefälscht, Statistiken verändert, retuschiert und Zensur ausgeübt“ worden sei.

Deshalb geschieht also nichts: wir sind ein totalitärer Staat, der in der Kunst „Lügen mit Zahlen“ Meisterschaft erreicht hat. Wer hier gut mithalten kann, wird auch gut entlohnt, siehe Welt:

Trotz Massenentlassungen und öffentlicher Bescheidenheits-Bekundungen haben 35 der größten Banken der Welt im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld an ihre Mitarbeiter ausgeschüttet als 2011. Die Ausgaben stiegen um zehn Milliarden auf insgesamt 275 Milliarden Euro, wie eine Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters ergeben hat.

Unglaublich aber wahr: trotz massivem Stellenabbau steigen die Lohnkosten immer noch. Das sollte auch nicht verwundern, denn immerhin lesen wir seit Jahren, das die „Produkte“, die uns in die Krise gebracht haben, gerade wieder in großem Umfang auf den Markt kommen (wir berichteten). Wer da mithalten kann, darf an dem 275 Milliarden Euro-Kuchen teilhaben – das ist der Haushalt einer mittelgroßen Industrienation. Das wird jedes Jahr in jene Hände verteilt, die Anlagebetrug in großem Stil absolvieren. Das das auch in Deutschland geht – dafür hat Schröder gesorgt: die Deregulierung der Märkte war sicher eine viel größere Sauerei als Hartz IV  – aber die Medien haben darüber nur höchst selten berichtet. Immerhin galt für jeden Journalisten: vielleicht gibt es da ja gut bezahlte Jobs in der Peripherie der Geldmachtmaschine.

Im Managermagazin finden wir überraschend klare Stimmen zum Boniwahn der Banksterelite:

Aber weder andere Manager noch den normalen Bürger geht es etwas an, was der andere verdient. Und schon gar nicht den Staat. Es ist ein massiver Eingriff in die Eigentumsrechte der Bürger, wenn der Staat entscheidet, wie schnell Menschen wie reich werden dürfen. Ich halte den Volksentscheid in der Schweiz deshalb für ein Desaster. Es ist ein weiterer Schritt in einen Bevormundungsstaat. Wo führt das hin, wenn mein Nachbar per Abstimmung bestimmen kann, wie viel Geld ich verdiene?

Wo das hinführt? Direkt nach Hartz IV. 7 Millionen Deutsche (viele davon unschuldige Kinder) sind schon da, insgesamt 42 Millionen Deutsche sind schon registriert – der Datenkrake erfasst auch gerne Angehörige. Der Staat entscheidet bei denen nicht nur, das die niemals mehr reich sein dürfen, sondern zementiert ihre Armut auch noch mit Gesetzen und Verboten fest. Wäre Armut nicht brutal gewollt, könnte man ja sagen: oh, Hinzuverdienstgrenzen gibt es nicht mehr und Oma darf auch wieder schenken, so viel sie will. Und weil alle arm sind, schaffen wir auch die Mehrwertsteuer ab – wäre so ein gerechter Traum von mir.

Massive Eingriffe in die Eigentumsrechte von Bürgern, die nicht die Gnade der staatlichen Festanstellung genießen, sind schon längst Alltag – in einem Umfang, das jeden Manager verblüffen würde. Wer aber die Verfügungsgewalt über Milliarden hat und sich jederzeit ein paar Millionen für den Privatgebrauch abzweigen kann, der braucht sich um Hartz IV keine Sorgen mehr zu machen – außerdem gibt es da ja auch noch die Netzwerke, die einen auffangen.

Solche Netzwerke hatten wir Bürger dereinst auch: wir haben sie Staat, Land und Gemeinde genannt – und sie kamen allen zugute. Es ist schön, solche Netzwerke zu haben: geht etwas kaputt, ist gleich Hilfe da. So kamen wir zu Wohlstand und Reichtum … der eine Heerschar von Neidern aus den Reihen der Krawattenträger angezogen hat. Mit etwas cleveren „Finanzprodukten“, einem Berg von Lügen und einem Ozean von falschen Versprechungen zog man los, sein ein Einkommen von 275 Milliarden Euro im Jahr zu sichern … unter dem honorigen Titel, man sei eine „Bank“. War man nur nicht – man war eine Bande.

Die Zeitschrift Capital zeigt uns, wie die Situation augenblicklich aussieht:

Das Sparbuch wirft inflationsbereinigt so gut wie nichts mehr ab, seit die großen Notenbanken der Welt die Zinsen nahe null gedrückt haben. Staatsanleihen von Ländern mit guter Bonität, zum Beispiel Deutschland, versprechen nur noch mickrige Erträge. Ein weiterer Vorteil aus Sicht vieler Investoren: Die Unternehmen aus DAX, MDAX und TecDAX schütten in den kommenden Monaten die Rekordsumme von 34,4 Mrd. Euro an ihre Aktionäre aus, ein Plus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Die DAX-Unternehmen sind im Schnitt so erfolgreich wie noch nie“, sagt Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Landesbank Bremen.

Neun Prozent mehr für die Aktionäre … obwohl die Wirtschaftsdaten doch gar nicht so berauschend sind? DAX-Unternehmen im Schnitt erfolgreich wie nie … oder wird hier der Aktienkurs beliehen – jener Kurs, der mit frischen Gratiskapital der Notenbanken gepuscht wird? Dort, wo der Sparer nichts mehr bekommt für sein Geld (sein Geld also eigentlich arbeitslos ist – oder schon längst wertlos), können andere mit geliehenen Milliardenbeträgen nur Gewinn machen – wer sich eine Milliarde zu einem Prozent geliehen und massig Aktien gekauft hat, der hat jetzt 80 Millionen Euro Gewinn gemacht.

Wie schön wäre es doch, wenn wir alle auch die Milliarde für einen Prozent bekommen würden – wir jedoch … als „Europäer“ … zahlen deutlich mehr. Seltsamerweise partizipieren unsere Wirtschaftsministerien nicht so sehr an den boomenden Kapitalmärkten, dabei wäre das doch schön: wenn wir mit einem Volksvermögen von neun Billionen Euro (Stand: 2007) 9 Prozent Zinsen erwirtschaften würden, dann hätten wir jedes Jahr 810 Milliarden Euro zum ausgeben – der Bundeshaushalt bewegt sich nur um 310 Milliarden.

Da sage noch mal einer: Arbeitslose wären zu teuer!

Die Vernichtung der sozialen Marktwirtschaft durch skrupellose Ganoven war also völlig unnötig?

Ich denke … ja.

Aber ein lockeres Bündnis der Funktionselite des Kapitalismus: Fernsehstars, Rechtsanwälte, Banker, Journalisten, Politbarone und Unternehmensberater hat die Gelegenheit zum großen Putsch genutzt – nun haben wir in diesem Land Milliardäre, die nichts zur Verbesserung der Lebensqualität des Volkes beigetragen haben, aber dafür an einer großen Kultur der Angst mitbauten: der JOBANGST.

Das … gab es früher nicht.

Das ist nicht nur eine kleine Korrektur im Sozialwesen, das war der erste Schritt in ein ganz anderes Land – ja, eine ganz andere Welt. „The winner takes all!“ heißt jetzt die Devise – und Gewinner ist, wer andere auf der Strecke bleiben lässt … zur Not mit Staatsgewalt, die für billige und willige Galeerensklaven sorgt, damit der Kapitän Wasserski fahren kann.

Der Sozialdarwinismus ist zurück – und keiner will ihn sehen.

Jeder denkt: ICH schaffe das, ICH komme noch mal ganz nach OBEN denn ICH bin sowieso die Krönung der Menschheit – und die Medien füttern diese Einstellung regelmäßig mit Sendeformaten, in denen sich normale Bürger zum Affen machen. Nur gilt diese Devise nicht für jedermann … eigentlich nur für eine Handvoll sozial kranker Individuen. Für die Gesunden ergibt eine nüchterne Kosten-Nutzen-Rechnung, das man sein Leben nicht für die Karriere wegwerfen sollte … man hat nämlich nur eins.

Noch nicht mal innerhalb der Geldmachtmaschinen funktioniert diese Devise – einfach mal beim Handelsblatt nachschauen, welche Pensionslasten die DAX-Konzerne mit sich herumschleppen:

Die Dax-Konzerne haben insgesamt Pensionsverpflichtungen in Höhe von 317 Milliarden Euro in den Büchern stehen. Geld, das Mitarbeitern im Ruhestand in kommenden Jahren und Jahrzehnten zusteht. Die Ruhestandsbezüge der Manager sind da nur die Spitze eines Eisbergs.

Das ist einmal der komplette deutsche Staatshaushalt – oder einfach nur leere Versprechungen, denn die, die die Versprechen gemacht haben, wissen, das sie schon längst über alle Berge sind, wenn das Kartenhaus zusammenbricht … aber dank der schönen Nebenwirkungen von Hartz IV, dank des Aufbaus einer Kultur der Angst, dem Aufbau einer Willkürbehörde mit der Lizenz, die gesamte Existenz bei mangelndem Wohlverhalten auf einen Schlag zu vernichten, haben wir als Bürger etwas anderes zu tun als die Machenschaften der Geldmachtelite aufzudröseln. Schauen wir doch noch mal zurück, in den Spiegel:

Am 14. März 2003 hatte Gerhard Schröder dem Bundestag seine Reformvorschläge präsentiert, die als Agenda 2010 bekannt wurden. Umgesetzt wurden die Reformen einschließlich der Hartz-IV-Regelung bis Anfang 2005. Es waren die umstrittensten Sozialreformen der Nachkriegszeit – mit Einschnitten bei der Rente, der Arbeitslosenunterstützung und im Gesundheitssystem. In der SPD ist die Agenda bis heute heftig umstritten. Schröders damaliger Kanzleramtschef Frank-Walter Steinmeier verteidigte die Reformen und lobte sie als „Ausbruch aus der Abwärtsspirale“. „Wenn Schröder damals so mutlos regiert hätte wie Angela Merkel heute, stünden wir jetzt in einer Reihe mit Italien, Frankreich und Spanien vor deutlich größeren Problemen inmitten der Euro-Krise“, sagte Steinmeier der „Süddeutschen Zeitung“.

Der Hinweis auf das Ausland folgt nicht ohne Hintergedanken, meldet der Spiegel doch gleichzeitig ganz andere Auffälligkeiten:

Wegen der zunehmenden Armut verteilen mittlerweile zwei Drittel der nationalen Rot-Kreuz-Gesellschaften in der EU Lebensmittelhilfen. Das habe es seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht gegeben, sagte der Generaldirektor des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK), Yves Daccord, an diesem Montag bei einem Besuch in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi.

Toll, oder? Zustände wie nach einem Weltkrieg … und in Deutschland eine Kultur der Angst wie vor dem letzten Weltkrieg.

Zehn Jahre nach der Agenda 2010 ist Deutschland ein armes Land geworden, das seine wirtschaftliche Zukunft in der Konkurrenzfähigkeit zu Billiglohnländern sieht, statt in Fortschritt, Zukunft und Innovation. Das ist der gezielte Umbau einer Industrienation zu einem Dritte-Welt-Land … in dem wie üblich eine kleine Superkaste die Fäden in der Hand hält.

Die haben allerdings wirklich einen Grund zum feiern – sie habe in Deutschland eine Geldmachtmaschine installiert, die für sie satte Milliardengewinne auf Kosten der Allgemeinheit abwirft … und niemand hat mehr den Mumm, dagegen zu wettern.

Wie auch … würde sowieso weder gedruckt noch gesendet – seitdem man die Medien aufgekauft hat.

Nur ein Jakob Augstein – selbst millionenschwer – darf gelegentlich mal die Wahrheit sagen, damit man den Massen erfolgreich verkaufen kann: „Sehet her, dies ist ein freies Land, in dem alles gerecht und gut geordnet zugeht“.

Der gleiche Mann, der jetzt diese Reform so über den grünen Klee lobt – Frank Walter Steinmeier – ist der Mann, der jetzt in diesem Jahr wieder mit seiner Partei in Amt und Würden gewählt werden will.

Auch wenn wir die nicht festnehmen können, so sollte man doch nicht vergessen: wählen müssen wir das nicht. Noch nicht.

Was man sonst wählen soll? Die dreizehnte Partei von oben. Einfach abzählen – und schon hat man einen Treffer. Dreizehn soll ja eine Glückszahl sein.

Welche Partei das ist? Ist völlig egal. Wählbar sind die inzwischen alle nicht mehr … aber so hat man wenigstens nicht die Verantwortung für den Mist, den die anschließend machen.

Was wir aber als Bürger machen sollten: wir sollten wieder unsere eigenen Netzwerke aufbauen: den Staat, die Länder und die Gemeinden. Nebenbei sollten wir ermitteln, wer die alten Netzwerke okkupiert hat … möglicherweise ist da noch was im Sinne von Schadensersatz zu holen. Vielleicht schaffen wir es, wirtschaftlich tragfähige Versicherungen aufzubauen – gegen Krankheit, Alter, Arbeitslosigkeit. So könnten wir der Kultur der Angst entkommen. Und der größte Teil der Steuern gehört in die Gemeinden – dann wäre auch die Arbeitslosigkeit fort … und mit ihr Hartz IV.

Die Gemeinden wissen, wo Arbeit zu tun ist – sie haben nur kein Geld, sie zu bezahlen. Besser man repariert Spielplätze, Schwimmhallen und Büchereien, als das man nochmal Bewerbungstraining macht oder einen fünften Gabelstaplerfahrerschein.

Überhaupt … wäre das mal eine Alternative: wir geben für Arbeit wieder richtig Geld – ebenso wie auch ordentliche Zinsen auf Sparbücher. Wieso geht das eigentlich nicht?

Ach ja: anderes Land, andere Welt.

Schade auch.

 

 

 

 

Die Deutschen – der letzte Dreck? Über Piraten, Ponader und den Deutschen an sich.

Mittwoch, 13.2.2012. Es ist schon eine Krux mit diesem Land. Oft genug habe ich mich gefragt: warum mußte ich eigentlich ein Deutscher werden? Franzose  - hätte ich viel schöner gefunden. Die wirken nicht so blöde. Oder Brite: schon allein das Gefühl der Insellage ist unbezahlbar - die Landschaft, die seit Jahrhunderten nur Frieden kennt, erst recht. Däne, Schwede, Norweger - das wäre ja schon fast ein Adelsschlag. Oder Grieche - die haben tolle Feste. Nun - die Antwort darauf, warum ich Deutscher werden musste, ist im Laufe der Zeit ziemlich klar geworden: Philosophie kann man nur hier studieren - und da die wichtigsten Werke in Deutsch verfasst sind, sollte man die Sprache schon perfekt beherrschen. Und schon sitzt man in einem Land, für das man sich eigentlich nur schämen kann - wie heute zum Beispiel, als ich den Spiegel las, der über die schon üblichen Querelen in der Piratenpartei berichtete:

Mittwoch, 13.2.2012. Es ist schon eine Krux mit diesem Land. Oft genug habe ich mich gefragt: warum mußte ich eigentlich ein Deutscher werden? Franzose  – hätte ich viel schöner gefunden. Die wirken nicht so blöde. Oder Brite: schon allein das Gefühl der Insellage ist unbezahlbar – die Landschaft, die seit Jahrhunderten nur Frieden kennt, erst recht. Däne, Schwede, Norweger – das wäre ja schon fast ein Adelsschlag. Oder Grieche – die haben tolle Feste. Nun – die Antwort darauf, warum ich Deutscher werden musste, ist im Laufe der Zeit ziemlich klar geworden: Philosophie kann man nur hier studieren – und da die wichtigsten Werke in Deutsch verfasst sind, sollte man die Sprache schon perfekt beherrschen. Und schon sitzt man in einem Land, für das man sich eigentlich nur schämen kann – wie heute zum Beispiel, als ich den Spiegel las, der über die schon üblichen Querelen in der Piratenpartei berichtete:

Die Machtkämpfe bei den Piraten spitzen sich zu: Per Online-Umfrage sollen die Mitglieder entscheiden, ob sie ihren Vorstand noch im Frühjahr austauschen wollen. Hinter der Aktion steckt der Versuch, den umstrittenen Geschäftsführer Ponader rauszukegeln. Der ist nach eigenen Worten „fassungslos“.

Das ist schon fast typisch deutsch zu nennen: der gewählte politische Geschäftsführer soll während seiner Amtszeit durch eine neue Umfrage aus dem Amt geworfen werden, weil … ja, wieso eigentlich? Für eine Außenstehenden eine Frage, die sich eigentlich erübrigt: was soll man sich mit den Querelen einer Zwei-Prozent-Partei auseinandersetzen, es gibt doch andere Probleme? Weil es aber so typisch deutsch ist, lohnt sich vielleicht doch ein kleiner Blick hinter die Kulissen – immerhin ist für mich Johannes Ponader der einzige Pirat, dem ich persönlich meine Stimme geben würde, weil sein Auftritt in der Sendung des Günther Jauch mich von seiner Integrität überzeugt hat. Nun ja – das ist wahrscheinlich auch der Grund, weshalb er stört. Der übrige Vorstand der Partei, die einst „Themen statt Köpfe“ wollte, will jetzt „Köpfe statt Themen“ – und zwar am liebsten die eigenen Köpfe.

Das Problem ist nur: die haben kein Gesicht, diese anderen Köpfe. Ponader hat eins. Er hat Mut, Rückgrat, Selbstbewußtsein – und Sendungsbewußtsein, all das, was man sich als Bürger von einem Politiker erhofft. Also löst der Vorstand das Problem ganz brutal: der einzige vorhandene Kopf muss weg, damit die Köpfe anderer Parteikarrieristen besser wahrgenommen werden – man will ja nicht umsonst die CDU verlassen haben, um ganz dick mit den Piraten ´rauszukommen. Hauptsache voll versorgt im Bundestag, der Rest … ist eigentlich egal.

Und gerade das ist ja das Problem mit diesen Deutschen: ihr erbärmlicher Egoismus. Für mich war die Piratenpartei erledigt, als der Spiegel über das Gerangel um die Listenplätze schrieb: man konnte förmlich mit eigenen Augen sehen, wie es ein Gerenne und Gezerre um die Fleischtöpfe gab, die Staatspfründe, die in Reichweite gerückt waren. Jeder verlor Fassung und Anstand und rannte los, um nur einen möglichst günstigen Platz zu bekommen, der ein gesichertes Einkommen, Pensionsansprüche und Zugriff auf die Fahrbereitschaft des Bundestages erlaubte.

Was hätten wir daraus lernen können? Nun – das man die Plätze auf den Listen der Parteien am Besten per Los verteilt … und das die Jobs dort viel zu gut bezahlt sind. Die Hälfte wäre noch zuviel – so ist das Monetäre allein schon Anreiz genug, in die Politik zu gehen – nicht aber die Gerechtigkeit.

Man sollte fair sein mit den Piraten: wie es aussieht, haben sie das Establishment ganz schön durcheinandergewirbelt und ordentlich beunruhigt. Das verwundert nicht – jeder Pirat nimmt einem ordentlichen Systempolitiker einen der ganz dicken Fleischtöpfe weg … und einen Schleudersitz in den Himmel des Big Business für die Zeit nach dem Amt. So verwundert es nicht, das es gegen die Piraten eine richtige Kampagne gab, siehe Indiskretionehrensache:

Keineswegs also sollte man – Ende der Vorschreibe – die Piratenpartei frei von Kritik lassen. Doch die Art und Weise, wie dies passiert, hat die Züge einer undemokratischen Medienkampagne. Und als jemand, der eine ordentliche Zeit seines Lebens in der Medienbranche verbracht hat, behaupte ich: Es ist eine Kampagne. Wer glaubt, die einzelnen Zeitungen und Zeitschriften arbeiteten brav gegeneinander im Sinne einer publizistischen Marktwirtschaft, der irrt. Deutschlands Chefredakteure treffen sich regelmäßig in kleinen Runden, zum Beispiel bei “Kamingesprächen”, organisiert von Großkonzernen. Und dort gibt es durchaus Seilschaften, die beschließen, in bestimmte Richtungen voranzuschreiben. 

Die Art und Weise, wie über die Piratenpartei berichtet wird, trägt deutliche Züge einer solchen Kampagne.

Die Medien haben verschiedene Gründe, eine solche Kampagne zu fahren, einer davon ist ziemlich persönlich: die jahrzehntelange Kumpanei zwischen den „Eliten“ ist in Gefahr:

“Natürlich hassen in Berlin alle die Piraten”, sagte mir vor einiger Zeit ein Hauptstadt-Berichterstatter. Schließlich existierten nicht all die schönen Informationswege, die Redaktionen sich über Jahrzehnte in die angestammten Parteien erarbeitet haben. Bei den Piraten muss man bei Null anfangen – “und dann wollen die nicht mal”. Sprich: Sie verschließen sich dem Ansinnen vieler Journalisten, mit ihnen zusammenzuarbeiten.

Und außerdem … bedrohen die Piraten auch einige der gesicherten Pfründe des medialen Establishment – deshalb müssen sie weg.

Das sehen wir nicht nur bei dem Thema „Piratenpartei“, sondern auch beim Thema „Lobbyismus“. Hier hat die FAZ gerade einen Film-Verriss geschrieben, der wichtige Fragen unbeantwortet lässt:

15 000 Lobbyisten gibt es in Brüssel – wie viele genau, weiß niemand. Ein verpflichtendes EU-Lobbyistenregister gibt es nicht. Es liegt in der Natur des Lobbyisten, dass er Entwurf und Verabschiedung neuer Gesetze meist möglichst jenseits der öffentlichen Wahrnehmung zu beeinflussen versucht. Die Öffentlichkeit wird erst gesucht, wenn alles andere misslungen ist.

Das wirft Fragen auf: Untergräbt die Lobby die demokratischen Entscheidungsprozesse? Wo ist die Grenze zur Korruption überschritten? Dürfen EU-Kommissare und Botschafter nach der Amtszeit ihre alten Kontakte nutzen, um für Unternehmen zu lobbyieren?

Statt das man selber den Fragen nachgeht, selber recherchiert, wie sehr eigentlich der „European Round Table“ politische Wirklichkeiten in Europa weit jenseits des Interesses von Millionen von Bürgern steuert,  zieht man lieber über die Macher des Filmes her, die „hinter jeder geschlossenen Tür eine Verschwörung wittern“.

Nun – gäbe es keine Verschwörungen … wozu brauchte man dann noch verschlossene Türen? Gäbe es keine Verschwörungen … wir kommt es dann, das regelmäßig „Kampagnen“ in den Medien gefahren werden – zum bösen Islamisten, zum faulen Arbeitslosen, zur göttlich-glänzenden deutschen Wirtschaft oder zur Alternativlosigkeit militärischer Inverventionen deutscher Truppenverbände im Ausland?

Nun – SPD und Grüne haben gerade gemerkt, das die Wirtschaft nicht ganz so glänzend ist, sie wollen ein neues Wirtschaftsprogramm entwickeln, ein „neues magisches Viereck“ (siehe Süddeutsche Zeitung), mit dem alles wieder ganz heil wird.

Der Hintergrund?

Piratenpartei und FDP kommen nicht in den Bundestag – und das führt dazu, das Frau Merkel die ABSOLUTE MEHRHEIT bekommt (siehe aktuelle Forsa-Umfrage in der Zeit). Viele arme Sozis und Grüne kämen so ebenfalls nicht mehr in den Bundestag … und ihrer Fleischtöpfe in die Hände des gierigen Klassenfeindes. Das darf nicht sein!

Da erinnert man sich lieber doch mal wieder an die sieben Millionen Hartz-IV-Empfänger, die drei Millionen Arbeitslosen, die vielen Millionen Leiharbeiter und jene, die sonstwie beschäftigt sind oder sich als Ein-Mann-Konzern im Gelübde der ewigen Armut durch die Welt schlagen, um dem vierten Gabelstaplerschein des Jobcenters zu entkommen, ganz zu schweigen von jenen Millionen, die Vollzeit arbeiten gehen (manche mit 48 Stunden-Wochen) und von dem Geld nur die Hälfte aller Rechnungen bezahlen können, die die Konzerne zur Pflege der Boni und der Pfründe der Reichen so aufmachen. Man braucht sie ja nur für kurze Zeit, wie damals, als Gerd und Joschka einfach mal so überraschend wie ein Papstrücktritt den gesamten Sozialstaat abgebaut hatten. Ging ja auch ganz einfach: eine Partei der Arbeiter braucht keine Arbeitslosen – und Arbeitslose sind auch keine schützenswerten Frösche.

Es gab eine nie dagewesene Enteignungswelle in Deutschland … wenn man mal von den Enteignungen jüdischer Mitbürger absieht, deren Eigentum auch heute noch vielen Kriegsgewinnlern satte Erträge liefert. Es sind wohl genau Polster jener Art, von denen man dann aus gut und sicher über Mitbürger herziehen kann – hasserfüllt, nach bester asozialer Stürmermanier. Da machen auch gerne angesehene Autoren der FAZ mit, wie hier bei DirkvonGehlen dokumentiert: der FAZ-Autor Luebberding vergleicht Johannes Ponader mit Adolf Hitler – und ist auch noch stolz auf diesen Vergleich:

Nur zur Klarstellung: Es ging nicht um Gleichsetzung, sondern um Milieubeschreibung. Darüber darf jeder nachdenken.

Soviel abartige Asozialität darf man sich als Eliteschreiber deutscher Elitemagazine erlauben. „Millieubeschreibung“ … das Prekariat als Brutstätte des Bösen, und die gute germanische Edelfeder als Held der Zivilisation. Tauscht man Prekariat durch „Juden“ aus, merkt man: die Zeit hat uns wieder ein.

Hat sie auch. Einfach mal die Kommentare zum oben zitierten Spiegelartikel über die Querelen bei der Piratenpartei lesen:

Einen professionellen Schnorrer wir Ponader kann sich diese Parte auch ganz einfach nicht leisten. Leute die stolz darauf sind, auf Kosten anderer zu leben, sollten bei uns auch nicht so viel Beachtung finden.

Die Piraten haben wahrlich jemand besseren verdient als Ponader, schmeißt ihn bitte raus.

Spätestens nach dem ersten Fernsehauftritt war jedem vernünftigen Menschen klar, das Herr Ponader die erste Wahl war, wenn man den Piraten maximal schaden wollte. Sorry, noch ein Schnorrerpartei mit BGE braucht nun wirklich niemand. Und Herr Ponader ist der Archetyp des geborenen Schnorrers, so jemanden ernsthaft in ein politisches Amt zu wählen zeigt nun mehr als deutlich, das die Piraten in der Politik nichts zu suchen haben, sondern eher im Sandkasten.

Als professioneller Schnorrer, Berufsversager mit Grossmaul hat er natürlich Profil. Wo aber ist die Leistung für die man ihn wählen könnte? Je schneller die Partie ihn los wird, desto schneller sind sie wieder wählbarer.

Erstaunlich, wie oft das Wort „Schnorrer“ verwendet wird – konfliktfrei synonym mit dem Begriff „arbeitslos“. Keinem fällt es auf, keiner widerspricht. Was aber manchen auffällt: mit Johannes Ponader hätte ein Mensch im Bundestag sitzen können, der den Sozialstaat auch mal von unten gesehen hat – und nicht nur in schicken Limousinen mit verdunkelten Scheiben daran vorbeifährt.

Ich kann nicht umhin, das Gefühl zu entwickeln, das sich hier etwas typisch deutsches Bahn bricht. Vielleicht sind wir wirklich so. Vielleicht haben wir all´ das glauben können, was Hitler und die Nazis über Juden gesagt haben, weil WIR SELBER SO VERROTTET SIND … und uns gleich wiedererkannt haben. So konnten wir unsere eigenen Abartigkeit auf andere projezieren – und sie als Strafe für unser eigenes misslungenes Sein vergasen.

Wie war es denn mit den Hexenverbrennungen?

Da war der Deutsche doch gleich ganz vorne mit dabei – und zwar der Ottonormalbürger. Scheiterhaufen wurde Volksfest – und wehe, der Priester stellte sich dem entgegen: da konnte er gleich selbst mit in die Glut steigen.

Wie war es mit den Judenverfolgungen? Als ihr Eigentum auf offener Straße versteigert wurde, kamen Deutsche aus allen Löchern gekrochen, um noch schnell ein Schnäppchen zu machen.

Und wie war es mit den Arbeitslosen? Anstelle von Mitleid, Fürsorge und Nächstenliebe bekamen sie Hass, Verachtung und entwürdigenden Maßnahmen, die man keinem Hund zugemutet hätte … und das war allen noch viel zu wenig! Scheiterhaufen für die Schnorrer (und ihr Eigentum ganz billig versteigert, natürlich): dafür kann man nur in Deutschland Mehrheiten gewinnen.

Wenn ich dann so die Mythen und Legenden wahrnehme, die mir berichten, das wir ja immer noch von den Alliierten besetzt sind, dann kann ich doch nur sagen: SEID DOCH FROH! Wer weiß, wie es hier schon wieder aussehen würde, wenn die westlichen Demokratien kein wachsames Auge auf uns werfen würden … wir hätten sicher schon wieder Lager und Judensterne – diesmal für Arbeitslose, Künstler, Roma, Schüler, Studenten und Behinderte.

Wissen Sie, wer da äußerst positiv aus dieser Deutschtümelei hervorsticht?

Dieter Bohlen.

Ja, genau. Der Schlagerkasper, über den alle Intellektuellen so gerne lachen und seine Sendungen mit einem wohligen Schauer genießen.  Der sagte kürzlich was in der schweizer Handelszeitung:

Ich mag diesen hässlichen Unternehmer nicht, der über Leichen geht. Und Leute verarschen finde ich doof. Man soll als Unternehmer Erfolg haben, weil man besser ist, aber man muss eine hohe moralische Integrität behalten. Ein Deal muss für beide Seiten gut sein. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie jemanden beschissen, nicht um einen Cent. Das geht auch. Ich habe Erfolg, habe ganz gut Geld, aber dazu musste ich niemanden belügen, betrügen oder irgendwie verarschen. Man muss nicht über Leichen gehen.

Ein Deal muss für beide Seiten gut sein. Also nicht nur Steuern festsetzen, Diäten kassieren sondern auch im Falle einer Arbeitslosigkeit die Arbeitslosenversicherung auszahlen … UND NICHT DAS OPFER ENTEIGNEN! Niemanden belügen, betrügen oder sonstwie verarschen … kann man den Mann wählen?

Anders als die Parteiprogramme, die nach einer Studie ALLE kaum verständlich sind (siehe helgeeichelberg), spricht der eine deutliche Sprache. Genau wie Martin Winterkorn, der Chef des VW-Konzerns, siehe Spiegel:

Das Gehalt von Volkswagen-Chef Martin Winterkorn dürfte 2012 auf gut 20 Millionen Euro steigen – doch der Top-Manager will gar nicht so viel haben. Eine derart hohe Vergütung sei „den Menschen nicht mehr zu vermitteln“, sagt er im SPIEGEL.

Zwei reiche Menschen – mit hehren Meinungen. Ist der Deutsche so? Wird er erst dann sozial, weise und gerecht, wenn er reich ist?

Nun, dann ist es ja gut, das wir in eine Zukunft marschieren, in der eine kleine Elite aus Bohlen und Winterkorns den asozialen Rest des dreckigen Packs regieren, die im Slum leben … wie sie es verdient haben. Und dann ist es auch nur gut, wenn via ESM das Vermögen der Asozialen in zivilisierte Länder geleitet wird. Wie Reuters meldet, brauchen wir ja aktuell nochmal 300 Milliarden Euro für die Bankenrettung.

Ist vielleicht sogar bei den Banken besser aufgehoben als im Mutterland der Asozialen.

Und viele dieser Gelder … stammen doch aus den Profiten, die man damals aus den Versteigerungen jüdischen Besitzes gezogen hatte – oder heute aus den Zwangsversteigerungen der Immobilien arbeitsloser Menschen.

Ist doch irgendwie der letzte Dreck, dieser Deutsche – oder?

 

Jahresrückblick 2012

Jahresrückblick 2012

Freitag, 28.12.2012. Eifel. Jahresrückblicke gibt es viele. Ein paar habe ich schon gelesen – und ich  muss sagen: die Leute leben in einem anderen Land als ich – oder, besser gesagt:  auf einem ganz fernen Planeten, denn für mich war dieses Jahr das düsterste politische Jahr, das ich kommentiert habe. Gut, vielleicht ändert sich die Perspektive, wenn man den Fokus auf Modeschauen, Leibesübungen und Prominentenbrüste verlegt: eventuell war das Jahr in dieser Hinsicht ein wirklicher Knaller.  Meins war allerdings etwas finsterer. Doch – schauen wir mal zurück. Auf Platz eins der bedrückensten Meldungen 2012 hat es bei mir ein harmloser Artikel der „Welt“ gebracht. Ich hatte darüber geschrieben:

 

Akute Warnmeldung: Ausbürgerung von hilflosen Armen in großem Stil geplant!

Solche Überlegungen wären es nicht wert, erwähnt zu werden, wenn wir nicht durch Hartz IV das generelle Denken unserer Lumpenelite, ihr Entscheidungsprinzip, kennen würden: wer nicht mehr genug abwirft, kommt auf den Schlachthof, da wird Druck gemacht ohne Ende, als ob die Schaffung von Arbeitsplätzen in irgendeinem Zusammenhang mit dem Druck stünde, den man auf Arbeitslose ausübt. Genauso könnte man im Kampf gegen die Hungersnöte in der Welt Druck auf die Hungernden ausüben, einfach mehr zu essen und ihnen zur Strafe das Wasser wegnehmen oder Prügel androhen, wenn sie nicht endlich mehr Nahrung zu sich nehmen.

Diese Prinzipien eines krankhaften, kulturell unangemessenen Wahns auf die Altenproblematik übertragen führt direkt zu der Überlegung, das man die Alten doch prima in den billigsten Klitschen Asiens lagern könnte … da bleibt dann auch mehr Geld für die Enkel. Einige wandernde Indianerstämme haben ihre gebrechlichen Alten im Winter im Schnee ausgesetzt – das scheint mir fast humaner zu sein. Aber es ist betriebswirtschaftlich alternativlos – das werden wir zweifellos in einigen Jahren präsentiert bekommen.

Nun – wir sind gewohnt, auf Schröder und die SPD zu schimpfen, weil sie den Sozialstaat vernichtet haben. Das stimmt, das ist auch richtig so. Sie haben aber etwas viel Schlimmeres getan, was nur nicht so auffällt, weil alle Deutschen jetzt wie die Irren strampeln, um den entwürdigenden, demütigenden und manchmal tödlichen Fängen ihrer Jobcenter zu entkommen: sie haben die Finanzmärkte dereguliert, jenen Schutz vor einer neuen Weltwährungskrise einfach mal so abgebaut, weil sie den Turboraubtierkapitalismus so klasse fanden. Wahrscheinlich dachten sie: das bringt soviel Geld ein, das wir in Zukunft alle in Saus und Braus leben können.

Da haben sie – wie bei Sozis üblich – die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die Staatsverschuldung stieg von 56 % in 1995 (dem Jahr, in dem man spätestens erkennen konnte, das Hartz IV kommen würde, auch wenn man nicht wusste, das es letztlich so heißen würde) auf 81 % in 2011 (siehe Wikipedia): ein Lob auf die Sparprogramme der letzten sechszehn Jahre.  Wo ist das Geld eigentlich hin? Nun – wie bei der Griechenlandrettung in den Kassen internationaler Konzerne, wo sonst. Das führt mich direkt zu meinem zweiten Platz der bedrückenden Meldungen:

 

Goldman-Sachs-Putsch erfolgreich durchgeführt: Europäische Staaten werden Finanzkolonien, Spanien tötet erste Bürger, Deutschland auch.

 

Das sind wir jetzt: eine Finanzkolonie der Netzwerke von Goldman-Sachs … an deren Gestaltung aber auch andere Netzwerke beteiligt sind wie McKinsey oder Roland Berger. Die Täter des ökonomischen Putsches sind bekannt, die Folgen ihrer Taten auch. Wir leben aktuell damit … und Schäubles Supersparprogramme für das ja angeblich so pralle und superreiche Deutschland im nächsten Jahr zeigen ja auch, wohin die Reise geht: unser Geld ist jetzt auf den Bahamas, da müssen wir die Gürtel enger schnallen – oder, um das Bild deutlich zu beschreiben: für den Reichtum der Superreichen weiterhungern.

Deutschland hat im Jahre 2012 seine Souveränität verloren: das wissen wir alle, siehe Wikipedia:

Der Gouverneursrat wird aus den für Finanzen zuständigen Vertretern der ESM-Mitgliedsländer gebildet: Jedes Mitgliedsland ernennt ein Mitglied des Gouverneursrats und ein stellvertretendes Mitglied. Der Gouverneursrat wählt aus seinen Kreisen einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden für eine Amtszeit von zwei Jahren (Art. 5 Abs. 2). Ist der Vorsitzende nicht mehr Finanzminister seines Landes, wird neu gewählt.

Der Gouverneursrat ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel der stimmberechtigten Mitglieder des Gouverneursrats, auf die insgesamt mindestens zwei Drittel der Stimmrechte entfallen, anwesend sind. Der Gouverneursrat wäre also auch ohne deutsche Anwesenheit beschlussfähig. Ein Beschluss gilt sogar auch ohne Beteiligung Deutschlands als „in gegenseitigem Einvernehmen“ angenommen, wenn die übrigen Mitglieder entweder zugestimmt oder sich enthalten haben. Beschlüsse, für die eine qualifizierte Mehrheit von 80 % der Stimmen erforderlich ist, kann Deutschland verhindern, da Deutschland einen Anteil von 27,1464 Prozent des Gesamtstimmengewichts aufweist.

Mit der Gründungsversammlung des Gouverneursrates am 8. Oktober 2012 nahm der ESM seine operative Tätigkeit auf.

Und somit hat Deutschland am 8.10.2012 endgültig seine wirtschaftliche Souveränität verloren. Wie so ein Leben mit völliger politischer Souveränität ohne wirtschaftliche Souveränität letztlich ist, kann unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel jeden Arbeitslosen auf der Straße fragen: die haben auch noch jede Menge Rechte … nur kein Geld, um Heizung, Essen, Trinken und Obdach zu bezahlen. Letztlich ist dies aber auch nur ein alternativloser Schritt, der vollzogen werden muss, weil die politische Souveränität de fakto schon längst in den Händen einiger weniger Gottkaiser des Geldes liegt. Wir kennen ihre Agenten, die Wirtschaftskiller, wir kennen ihre Methoden des Lobbyismus, ihre Lenkungsgremien (jedenfalls ein paar: die trilaterale Kommission, das Council of Foreigen Relations, die Bilderbergerkommission und die Group of Thirty – vielleicht gibt es aber auch noch ein paar mehr, die wir nur noch nicht kennen) und wir kennen ein paar Namen, die immer wieder auftauchen, Namen wie  Rockefeller oder Rothschild, wer aber wirklich hinter jenen „Märkten“ steht, die wir als unpersönliche Macht in Form der „Märkte“ fraglos akzeptieren, das erfahren wir nicht, weshalb wir nur mutmaßen können, was die wirklich wollen. Nun – zum einen, das scheint klar, wollen die unser Geld. Der in den achtziger Jahren im Magazin Spiegel angedrohte und angekündigte große Griff der „Anleger“ (noch so ein harmlos klingendes Pseudonym) nach den europäischen Sozialkassen war ein voller Erfolg, ein große Demokratie nach der anderen beugt sich dem Diktat des großen Geldes.

Dabei ist doch allen klar, das diese „Märkte“ – wenn sich mal nicht gerade ganz gezielt in krimineller Absicht  manipuliert werden – ganz gezielt gesteuert werden können. George Soros hatte sie mal so gesteuert, das er durch einen eintätigen Krieg gegen das britische Pfund eine Milliarde Dollar Gewinn gemacht hatte … nur mal so zum Spaß, möchte man meinen.

Der Krieg der Geldmächte gegen die Demokratie erreichte 2012 einen weiteren Höhepunkt- und wir werden schon nächste Jahr den Preis dafür zahlen müssen. Diesmal bluten aber nicht die Arbeitslosen – bei denen ist nicht mehr viel zu holen.

Kommen wir nun zu Punkt drei meiner Hitliste der bewegendsten Meldungen in diesem Jahr: dem Krieg.

Deutschland befindet sich im Jahre 2012 wieder im Krieg. Ein Bündnispartner wurde „angegriffen“, der Bündnisfall ist zwar offiziell nicht eingetreten (so jedenfalls die Ministeriumssprechblasen), aber die deutschen Soldaten sind trotzdem schon mal in der Türkei. Diese Entwicklung ist brisanter als die ganze Islamistenhatz der westlichen Welt, weil Russland – Kommunismus hin oder her – langsam die Geduld verliert mit den selbstherrlichen Amokläufern der Nato. Deshalb auf Platz 3 diese Meldung:

 

Deutschland im Krieg. Vielleicht sogar im Weltkrieg.

 

In aller Öffentlichkeit (und unter der einzigartigen Anwesenheit des Rothschildberaters Gerhard Schröder – auch ein Name, der immer wieder auftaucht) wird hier von einem neuen türkischen Großreich fabuliert, ohne das sich die deutschen Leitmedien darüber aufregen. Nun – wie auch: die sind nach dem großen Zeitungssterben auch nur noch auf der Flucht vor Hartz IV, da bleibt keine Zeit oder Muße für kritische Berichterstattung, da muss man schreiben, was der Markt will – und Kriege sind dazu geeignet, die Märkte nervös werden zu lassen … also erwähnen wir sie besser nicht.

„Nocheinparteibuch“ zitiert deutlich, wie die Türken selber darüber denken:

Die Entscheidung der NATO, hochmoderne Boden-Luft-Raketen in den südlichen türkischen Provinzen nahe der syrischen Grenze zu stationieren, hat die Gleichung in der unter regionalen und globalen Mächten in Syrien ausgefochtenen Proxy-Schlacht auf fundamentale Weise verändert. Während dieser Zug den syrischen Konflikt weiter militarisiert hat, hat er auch ein starkes Signal gesetzt, dass die Türkei und ihre Verbündeten im Westen und in der Region entschlossen sind, Assad von der Macht zu entfernen, und so den Weg für einen politischen Übergangsprozess freizumachen und ein Land zu stabilisieren, das bereits in einem blutigen Bürgerkrieg steckt.

Dort ist klar, das die deutschen NATO-Truppen der Türkei helfen, die Regierung des Nachbarlandes zu stürzen, jenes Landes, das schon mit von der Türkei finanzierten Rebellen genug Probleme hat.

Die Stimme Russlands zitiert die Sunday Times, die über weitere Nato-Unterstützung für die Rebellen berichtet:

„Die Vereinigten Staaten führen jetzt erstmals eine geheime Operation der Waffenlieferung an die syrischen Rebellen durch, um zur Entlassung des Präsidenten Baschar al-Assad beizutragen“, hieß es in der Zeitung. „Granatwerfer, Raketenkomplexe, Panzerabwehrraketen sollen über die befreundeten Staaten des Nahen Ostens transportiert werden, die die Waffenlieferung an die Opposition bereits betreiben.“

Was würden wir eigentlich dazu sagen, wenn Baschar al-Assad Islamisten in Deutschland mit Flugabwehrraketen ausstatten würde?

Nun – wahrscheinlich gar nichts, weil das die Märkte beunruhigen würde, aber gefallen würde uns das trotzdem überhaupt nicht. Sind wir die Täter, die anderen aber das Opfer, sieht unser Urteil schon anders aus. Was für eine Heuchelei. Die Zeit, in der wir uns – streng nach UN-Charta – nicht in die inneren Angelegenheiten eines Landes eingemischt haben, sind endgültig vorbei.

Wer dort unterstützt wird? Unmoralische Barbarenhorden, die schon mal Kinder dazu animieren, Gefangene zu enthaupten, siehe Spiegel. Im ganzen nordafrikanischen Sektor sind solche Banden unterwegs – und dienen letztlich dem großen Geld, das sie finanziert. Da hat man perfekte Söldnertruppen zusammen, um ganze Kontinente zu destabilisieren. Russland ist diese Bedrohung bekannt, darum begeben sie sich auf einen immer heftigeren Konfrontationskurs mit den USA (siehe Spiegel), der durch die Syrienaffäre ganz schnell zu einem unlöschbaren Flächenbrand werden kann.

Auch wenn die Wahrscheinlichkeit noch gering ist, so ist die Möglichkeit gegeben, das 2013 wieder russische Panzer durch deutsche Städte fahren werden.

2012 war das dunkelste Jahr, das ich zu kommentieren hatte, weshalb ich nicht über den ausgebliebenen Weltuntergang gespottet habe: ich sehe nämlich nicht, das er ausgeblieben ist, eher im Gegenteil: wirtschaftlich, politisch und gesellschaftlich marschieren wir gut gelaunt mit einem fröhlichen Lied auf den Lippen in eine Zukunft, die düsterer kaum erscheinen kann.

Das ist nicht neu: 1914 zogen alle deutschen Soldaten so in den Krieg.

Drei weitere Meldungen sind neuerer Art, für sich genommen wichtig, aber insgesamt (noch!) nicht so wichtig, das sie es unter die ersten drei Plätze gebracht hätten.

Einen ganz wichtigen Hinweis dazu habe ich von einer Leserin erhalten, die mich auf etwas aufmerksam gemacht hat, das mir völlig entgangen ist (Notiz an mich: ich werde alt und vergesslich):

Es lief auch einmal eine ganz interessante Doku über das Thema, wie der Mythos entstand usw. Im Grunde hatte jede Kultur einen „Zombiemythos“. Interessant waren auch die Menschen von „Zombie Squad“.
 
Diese Menschen haben sich Gedanken über Katastrophen gemacht und auch einen Zombieausbruch mit einkalkuliert, aber eher spaßeshalber. Sie treffen sich auch und machen Pläne für Notfälle, weil sie der Meinung sind, dass nicht der einsame Wolf überleben würde, sondern nur Menschen die zusammenhalten. Sie setzen sich auch immer wieder in Projekten für ihre Mitmenschen ein, z.B. für Obdachlose.
Das fand ich sehr interessant, werden doch in heutiger Zeit Liebhaber von Horrofilmen und Horror-Computerspielern gerne als potentielle Amokläufer dargestellt.
 
Wobei mir das Wort „Amoklauf“ ohnehin falsch erscheint. Ein Amoklauf ist normalerweise eine Kurzschluß-handlung, spontan. Die „Amokläufe“ der jüngsten Vergangenheit waren alle durch die Bank geplant und somit nichts anderes als gezielte Massenmorde. 

Da hat sie völlig Recht. Mit beidem. Die Menschheit wird nur überleben können, wenn die Menschen zusammenhalten. Halten sie nicht zusammen, werden wir Zustände bekommen „wie im alten Rom“ – und schlimmer noch.

Die Amokläufe selbst sind aber viel beunruhigender, als sie in der Presse dargestellt werden. Sie erhalten den Stempel „Amoklauf“ – was aber falsch ist. Es waren – soweit bekannt – wirklich kalte und nüchterne Taten, die eher an Einsätzen in Afghanistan erinnern denn an laut schreiende Psychopathen, die mit dem Messer in der Hand durch Bottrop toben. Das war Krieg – von weißen, hoch gebildeten Elitemenschen (der Täter von Aurora arbeitet an seiner Doktorarbeit in Neurowissenschaften) gegen „die Masse“ … die – wie im Fall von Newton – auch aus kleinen Kindern bestehen darf.

Was, wenn das Schule macht?

Das Denken dazu haben wir schon – die mediale Meinung über Langzeitarbeitslose unterscheidet sich in ethischer Hinsicht in Nichts von dem, was in den Hirnen der Massenmörder in den USA vor sich geht: „die will ich nicht, die putz´ ich weg„.

Eine SPD-Politikerin hat das erkannt, siehe T-Online-Nachrichten:

Ein weiteres Auseinanderstreben von Arm und Reich gefährdet nach Ansicht der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft die Gesellschaft in Deutschland.

Sie hat aber noch viel mehr erkannt:

Kraft kritisierte auch einen schleichenden Werteverfall. Überall sei zu beobachten, „dass Respekt und Anstand verloren gegangen sind“, sagte sie. „Unser Wertesystem wird allmählich ausgehöhlt, wenn wir nicht aufpassen.“ Angriffe auf Polizisten oder Rettungskräfte zum Beispiel habe es früher in diesem Maße und in dieser Brutalität nicht gegeben. Im Internet nehme die Verrohung schlimme Formen an. Kraft kritisierte auch eine „Geiz-ist-Geil-Mentalität“. Im Fernsehen „finde ich viele Sendungen, in denen immer derjenige erfolgreich ist, der seine Ellenbogen am weitesten ausfährt“, sagte Kraft.

Welches Land wurde zuerst von den Finanzbanditen eingenommen?

Die USA.

So wie Deutschland einst der Wirtskörper für den „Nationalsozialismus“ war (ein völlig beknacktes, sinnfreies Wort eigentlich, wenn man bedenkt, das Sozialismus immer international gedacht war und gar nicht anders gedacht werden kann), so sind die USA heute Träger des Parasiten, der als „Neoliberalismus“ die ganze Welt zu unterjochen gedenkt. Er ist Träger der ethischen Botschaft vom einsamen Wolf in der Wirtschaft, der mit seinen Ellenbogen denkt – und bezeichnenderweise sind es die Horrorfilmfreund vom Zombie-Squad aus den USA, die diesem Horror durch Hilfe für Obdachlose entgegenwirken – dabei erfahren wir doch täglich durch die Presse, das gerade sie es sind, die „Amok laufen“.

Und diese Botschaft hat jetzt auch eine SPD-Politikerin erkannt, sie ist in den Medien so präsent wie Macht der Märkte in den Hirnen der Politiker.

Weltuntergang verpasst?

Keine Bange, wird sind immer noch voll auf Kurs … wie übrigens auch die Natur selbst, siehe Spiegel: 

Tausende Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Häuser sind ohne Strom: Schwere Schneestürme haben in den Südstaaten der USA schwere Schäden angerichtet. Nun soll es im Nordosten Winterchaos mit bis zu 45 Zentimeter Neuschnee geben.

Während sich die USA mit Schnee und Eis herumplagen, fiel in Rio de Janeiro ein Hitzerekord: Am Mittwoch wurde in der brasilianischen Stadt eine Temperatur von 43,2 Grad Celsius gemessen, die höchste seit Beginn der Aufzeichnungen des Meteorologischen Instituts im Jahr 1915.

Rekordunwetter und Naturkatastrophen nehmen von Jahr zu Jahr zu. Vielleicht hat der Planet von unserem Wahnsinn endgültig die Nase voll.

Der Kapitalismus fliegt uns augenblicklich mit großem Knall (oder einer Kette von Explosionen) um die Ohren, finanzieren kann ihn keine Macht der Welt mehr. Die westliche Zivilgesellschaft zerbricht gründlicher, als je zuvor eine Kultur zerbrochen ist. Der ganze Planet fliegt uns mit großer Macht um die Ohren, die Getreidefelder in den USA (der „Brotkorb der Welt“) sind hinüber – und in München kann man den Heiligabend im T-Shirt im Biergarten verbringen.

Aber sehe ich mir den Jahresrückblick in der Zeit an, dem intellektuellen Lieblingsorgan in Deutschland, dann sehe ich:

es ist alles in Ordnung. Fußballerfotos gehen um die Welt, manche mögen kein Betreuungsgeld und die Griechen mögen keine Deutschen.

Ich sagte ja: anderer Planet.

Auf meinem findet gerade eine Orgie das Asozialität statt, die uns im Jahre 2012 die Hoheit über unsere Finanzen geraubt hat, die gruselige Pläne für meine persönliche Zukunft in Bulgarien entwirft und meine Kinder blindlings mit der auch in den letzten Kriegen üblichen Automatik in den wahrscheinlich letzten großen Weltkrieg der Menschheitsgeschichte führt.

 

Die Sonderrechte der Alliierten für die Überwachung der BRD-Bürger – Frontal21 vom 20.11.2012

Die Regierung will doch nur wissen, was du denkst, mehr nicht? – 19.11.2012

 

 

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