Selbstbestimmung

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Lieber tot als ins Heim?

Umstrittenes Intensivpflege-Gesetz verabschiedet

Am Donnerstag hat der Bundestag das umstrittene Intensivpflege-Gesetz angenommen.
Bereits seit August 2019 wurde um das Gesetz gestritten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will damit die Qualität der Versorgung verbessern.

Doch gegen den ersten Entwurf liefen zahlreiche Verbände Sturm. Die Versorgung im Heim sollte hier zur Regel werden. Zuhause lebende Betroffene fühlten sich daher bevormundet. Eine Petition dagegen erhielt mehr als 210.000 Unterschriften. Die Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder beklagten die Verletzung der UN-Menschenrechtskonvention.

Zwar wurde der endgültige Entwurf abgeschwächt, Formulierungen wie „Berechtigten Wünschen der Versicherten ist zu entsprechen“, lassen Kritikern zufolge aber immer noch genug Spielraum für eine Unterbringung ins Heim.

Corona und das Grundgesetz – Satire | Die Mathias Richling Show dazu noch ein Film der weniger lustig ist

Es ist sehr leicht, wenn wir schlafen, dass andere für uns bestimmen, auch wenn die Gedanken die viele von uns haben, nicht zu Ende gedacht sind. Wie viele Menschen sagen: Es gibt zu viele Menschen auf der Welt!? Haben Sie die Fakten überprüft! Am meisten Zorn gegen Gates erlebe ich von Menschen, die selbst so handeln und denken! Ich habe weder Zorn noch Neid gegenüber Gates! Ich arbeite seit über 10 Jahren mit Linux! Wie wäre es wenn wir aufwachen! Wir können denken, wir können handeln, es gibt schon so viele wertvolle Initiativen: Ärzte für die Aufklärung, Widerstand 2020,  und viele mehr! Was uns diese wertvollen Organisationen nicht abnehmen können ist selber zu denken und selber zu handeln! Der Lobby-gesteuerte Staat, die Werbefinanzierte Medienlandschaft und die gekaufte Forschung, machen uns zum einzigen der Denken und gewaltfrei Handeln kann! Wir können es !

Gates ist der Vater von Opensource, von Wikipedia, einer immer stärker werdenden Impf- und Medizinkritik! Wikipedia die vor Jahren so etwas war wie eine freie Enzyclopädie, ist wegen Microsoft Encarta, einem digitalen kommerziellen Lexikon von Microsoft. Netscape, das spätere Mozilla hat bis zum Höchstgericht gehen müssen, bis es möglich war, jetzt Firefox oder Thunderbird zu installieren. Durch den Monopoldruck von Microsoft, ist Widerstand entstanden!

Jetzt werden viele nicht zu Ende gedachten Gedanken so klar offenbar, wie der Wirtschaftsliberalismus in Form einer gekauften WHO, Medienlandschaft und Forschung! Auch die Digitalisierung wird so klar in ihren Problemen! Es gibt Unmengen an Möglichkeiten die Forschung, die Medien, die Universitäten die Bildung frei von industriellen und staatlichen Einflüssen zu machen! Für mich als Arzt werden Probleme dann behandelbar, wenn man sie sehen kann! Ohne Beschwerden tut der Patient leider oft nichts oder zu wenig! Damit ist ein Problem eine Möglichkeit, so wie es Victor Frankl sagt, eine große Chance in die Veränderung zu kommen!

Kultur und Ethik

Über unseren Geist, unsere Seele, echte Meinungsfreiheit und ein wahrhaftiges Leben in echter Verantwortungsbereitschaft

(Aufsatz von W. Oesters; – am 27. Juni 2015 erstmals erschienen auf der zeitkritischen Website „achtgegeben.de“)

 

Seit mehr als einhundert Jahren tritt auf allen möglichen Gebieten etwas in Erscheinung, was ich nur als eine immer wieder aufs Neue kollektiv organisierte Engstirnigkeit bezeichnen kann, nämlich eine auf die inzwischen unzähligen technischen Erfindungen (manche sind zweifellos genial und auch sehr nützlich) immer wieder geradezu fanatisch reagierende Hysterie, die andererseits aber auch – eine kollektive Blindheit für die zahllosen Gefahren in sich birgt, denen die Menschheit seither in zunehmendem Maße ausgesetzt ist bzw. sich nahezu widerspruchslos aussetzen läßt. Nicht nur meine Website, sondern auch viele andere Websites, Fernsehsendungen, Radioessays, Bücher usw. sind längst voll und werden immer doch immer voller von den Beschreibungen der vielfältig zunehmenden Gefahren, die inzwischen längst nicht nur unsere Zivilisation selbst, sondern auch unseren gesamten Lebensraum betreffen, aber kaum etwas ändert, kaum etwas bessert sich bisher. Nein, Vieles droht sich auch derzeit noch weiter zu verschlechtern, zunehmend mehr Menschen sind längst nun auch hier in den reichen westlichen Ländern vom Abrutschen in buchstäbliche Armut bedroht, die Umweltverschmutzung nimmt trotz vieler technischer Verbesserungen weiter drastisch zu, auch der Krieg soll nun auch wieder einmal in Europas Osten der Ukraine geradezu unausweichlich sein und wird daher von vielen Medien auch schon wieder als „geradezu unausweichlich diskutiert“; die Liste von eigentlich haarsträubenden Ungeheuerlichkeit ließe sich noch lange fortsetzen, und all dies wird der Öffentlichkeit offensichtlich mit einer fatalistisch begründeten Selbstverständlichkeit hingenommen, als handelte es sich dabei um unabweisbare Naturgesetze, die sich immer wieder und wieder ereignen müssen. So zivililisiert sind die heutigen Zivilisationen also, daß alle möglichen Barbareien und auch die fortschreitende Selbstzerstörung in Sachen Umwelt bereits als „unabwendbar“ und somit „alternativlos“ gelten, um hier einmal das berühmte Wort der ebenfalls entsetzlich engstirnigen Maggie Thatcher zu gebrauchen!!! – Warnende Stimmen gab es dabei im vergangenen Jahrhundert wahrlich oft genug und es gibt sie auch bis heute, und bis heute finden sie noch immer nur bei Wenigen Gehör; aber – warum ist das so, warum verhält sich die Weltbevölkerung insgesamt bis heute so uneinsichtig, daß man als klar denkender Mensch längst völlig zurecht von einer partiellen Massenverblödung sprechen kann?

Zwei Männer haben innerhalb der letzten hundert Jahre ganz deutlich aufgezeigt, wie es bis heute zu einem solchen Verhängnis kommen konnte; der eine war Herbert Marcuse, der dies freilich zumeist auf solch‘ abgehoben-intellektuelle Art und Weise tat, daß selbst viele Intellektuelle ihre Mühe hatten/haben, ihm auf seinen abstrakten Gedankengängen zu folgen (und das sogenannte gemeine Volk daher weit außen vor blieb), der andere war Albert Schweitzer, vom Volk zwar als großer Humanist und Friedensnobelpreisträger gefeiert, aber offenbar kaum je richtig verstanden wurde. Seine Ideen vom Leben, auch in seinen Büchern immer wieder auf auch für einfache Menschen ganz klar und gut verständlich ausgedrückt, hätten – wenn diese von vielen Menschen auch gelesen worden wären – schon längst sehr sehr Vieles an Leid mit verhindern können. So Vieles an gutem und somit auch äußerst wertvollem Samen hat Schweitzer zum Beispiel in seinem Buch „Kultur & Ethik“ verstreut, daß ich im Folgenden Einiges davon zitieren will, damit endlich einmal klar wird, warum so viele gute Bemühungen um Frieden, um Freiheit, um Gerechtigkeit und nicht zuletzt auch um echten Umweltschutz im weitesten Sinne in unserer Weltgemeinschaft bis heute so oft – auf taube Ohren und – verschlossene Herzen stoßen:

„Politische, religiöse und wirtschaftliche Gemeinschaften sind heute bestrebt, sich so zu gestalten, daß sie größtmöglichste innere Geschlossenheit und damit den höchsten Grad von Wirksamkeit erlangen. Verfassung, Disziplin und was sonst noch zum Technischen gehört, werden auf eine früher unbekannte Vollkommenheit gebracht. Das Ziel wird erreicht. Aber in dem selben Maße hören alle diese Kollektivitäten auf, sich als lebendige Organismen zu betätigen und treten immer mehr in Analogie zu vervollkommneten Maschinen. Ihr inneres Leben verliert an Reichtum und Vielgestaltigkeit, weil die Persönlichkeiten in ihnen notwendig verkümmern.
Unser ganzes geistiges Leben verläuft innerhalb von Organisationen. Von Jugend auf wird der moderne Mensch so mit dem Gedanken der Disziplin erfüllt, daß er sein Eigendasein verliert und nur noch im Geiste einer Kollektivität zu denken vermag…“

Einige Zeilen weiter schreibt er dann: „Für sich und die Anderen setzt der Einzelne voraus, daß mit der Nationalität, der Konfession, der politischen Partei, dem Stande und der sonstigen Zugehörigkeit jedesmal so und so viele Anschauungen in Voraus und und unbeeinflußbar feststehen. Sie gelten als Tabu und sind nicht nur von aller Kritik, sondern auch von der Unterhaltung ausgeschlossen. Dieses Verfahren, in dem wir uns gegenseitig die Qualität als denkende Wesen absprechen, wird euphemistisch als Respekt vor der Überzeugung bezeichnet, als ob es ohne Denken eine Überzeugung geben könnte.
In einzigartiger Weise geht der moderne Mensch so in der Gesamtheit auf. Dies ist vielleicht der charakteristischste Zug an seinem Wesen. Die herabgesetzt Beschäftigung mit sich selbst macht ihn ohnehin schon in einer krankhaften Weise für die Ansichten empfänglich, die durch die Gesellschaft und ihre Organe (bereits) fertig in Umlauf gesetzt werden.“

Wieder ein paar Zeilen weiter schreibt Schweitzer dann noch etwas deutlicher Folgendes über den modernen Menschen: “Die Gesamtheit verfügt über ihn. Von ihr bezieht er als fertige Ware die Meinungen, von denen er lebt, ob es sich nun um die nationalen und die politischen Gemeinschaften oder die des Glaubens oder Unglaubens handelt. Seine abnorme Beeinflußbarkeit kommt ihm nicht als Schwäche zu Bewußtsein. Er empfindet sie als Leistung. In der unbegrenzten Hingabe an die Kollektivität meint er die Größe des modernen Menschen zu bewähren. Mit Absicht steigert er die natürliche Geselligkeit ins Gewaltsame.Weil wir so auf die Urrechte der Individualität verzichten, kann unser Geschlecht keine neuen Gedanken hervorbringen oder vorhandene in zweckmäßiger Weise erneuern, sondern es erlebt nur, wie die bereits geltenden immer größere Autorität erlangen, sich immer einseitiger ausgestalten und sich bis in die letzten und gefährlichsten Konsequenzen ausleben.“

Wieder ein paar Zeilen weiter schreibt Schweitzer schließlich: „Die Überorganisierung unserer öffentlichen Zustände läuft auf ein Organisieren der Gedankenlosigkeit hinaus … – … Mit der eigenen Meinung gibt der Mensch auch das sittliche Urteil auf. Um gut zu finden, was die Kollektivität in Wort und Tat dafür ausgibt, und zu verurteilen, was sie für schlecht erklärt, unterdrückt er die Bedenken, die in ihm aufsteigen … – … Unbewußt schränken die meisten Angehörigen unserer kulturlosen Kulturstaaten ihr Überlegen als sittliche Persönlichkeit ein, um mit dem Gemeinwesen nicht fortwährend in innere Konflikte zu geraten und über immer neuer Anstöße hinwegkommen zu müssen.
Die Gesamtmeinung ist ihnen dabei behilflich, insofern sie ausstreut, die Handlungen des Gemeinwesens seien nicht so sehr nach den Maßstäben der Sittlichkeit, als nach denen der Opportunität zu messen. Aber sie leiden Schaden an ihrer Seele …“ (Zitatende)

Schweitzer liefert in diesem Buch noch so viele weitere äußerst wertvolle Hinweise, daß ich hier nun nicht weiter auf all das eingehen will, was er dort niedergeschrieben hat, sondern allen interessierten Lesern einfach nur empfehlen will, sein Buch doch selbst im Ganzen zu lesen. – Hier an dieser Stelle will ich nur noch Folgendes sagen:

Schweitzer liefert gegen Ende seines Buches aber auch – die Lösung für all die Probleme, die aus den oben geschilderten verhängnisvollen Gesellschafts-Mechanismen (Sie lesen richtig: Mechanismen!!!) für die heute so maschinell-mechanisch orientierte Menschheit resultieren, denn er sagt mit einem ganz leicht verständlichen Satz: „Ich bin Leben, das leben will; inmitten  von Leben, das (auch) leben will.“  Würde diese eigentlich ganz einfache aber unendlich tief bzw. weit reichende Lebensweisheit von uns allen auch wirklich gewürdigt und daher dann auch immer wieder aufs Neue im Alltagsleben angewandt werden, gegenseitiger Respekt würde dann auf einmal wieder zu seiner alles umfassenden und damit wahren Bedeutung gelangen und unzählige Probleme würden ohne viele Umstände bald der Vergangenheit angehören!

Aber, – wir können „natürlich“ auch noch einige Zeit länger so weitermachen wie bisher, und uns nur als die Angehörigen von irgendwelchen gesellschaftlichen Machtapparaten verstehen, die sich – seien sie nun groß oder klein, staatlich oder privatgesellschaftlich organisiert gegenseitig immer erbitterter, ja womöglich auch noch bis hin zur buchstäblichen Vernichtung bekämpfen. Für diesen Fall wünsche ich dann allen daran Beteiligten ein „fröhliches“ gegenseitiges Abschlachten, – ich selbst werde mich auch in Zukunft an solch‘ barbarischem und letztlich schwachsinnig-verantwortungslosem Handeln – nicht beteiligen.

Ein wichtiger Nachtrag:
Vielleicht wird durch diesen Aufsatz hier nun einmal auch ganz deutlich, daß es nicht Egomanie ist, die mich meine Aufsätze immer wieder in Ich-Form schreiben läßt, sondern vielmehr meine persönliche Betroffenheit von all dem zeigen soll, sowie auch meine persönliche Überzeugung für die ich immer auch geradestehe, und dies steht ganz im Gegensatz zu den heute vielfach gebrauchten Redewendungen wie „man tut das nicht“ oder „wir haben uns darauf geeinigt, daß …“, die für mich oft als Leerformeln gelten, weil das jeweilige Gegenüber dabei für mich nur allzu oft – gar nicht mehr als eigenverantwortliches weil selbständig denkendes und handelndes Individuum erkennbar ist, sondern sich vielmehr hinter einer anonymen Masse zu verstecken scheint. – „Corporated identity“ nennt man dieses Massenphänomen heute auf neudeutsch-beschönigende Weise; ich aber meine, daß dieser neumodische bullshit und sein fortwährend gedankenloses Nachplappern letzten Endes wohl eher auch schon den Anfang von Ende der Menschheit bedeuten würde. – Ich mag solche Versteck-“Spiele“ überhaupt nicht; sie sind für mich nur deutliche Anzeichen von gesellschaftspolitischer (und somit nicht zuletzt auch demokratischer) Drückerbergerei, was meines Erachtens somit ganz offensichtlich sowohl menschlicher wie auch politischer Unreife gleichkommt.
Die in unserer Gesellschaft nun so weitverbreitete „Corporated-Identity“-Sichtweise scheint mir dabei längst schon wie ein regelrechtes Gift zu wirken, daß nun auch in mich selbst schon soweit eingedrungen ist, daß auch ich nun mitunter schon den Impuls verspüre, mich vor der Öffentlichkeit dafür „rechtfertigen zu müssen“, daß ich es „wage“, entgegen den allgemeinen Gepflogenheiten ganz offen meine eigene persönliche Meinung zu äußern; – es soll daher das letzte Mal gewesen sein, daß ich zu meinem immer wieder bewußt ganz persönlichen Auftreten hier noch einmal sehr deutlich – meine Meinung sage!
Schluß also mit der „corporated identity“  in ihren heute inzwischen geradezu unendlichen Variationen, diesem insgesamt schon längst immer verlogener werdenden Versteck-„Spiel“ und seinen spätestens am Ende auf deutlichste Weise so mörderisch zusammenwirkenden Befehls-Ketten (!&!&!&!&!) in den nun längst immer mehr hochgerüsteten Armeen dieser Welt; – zeigen wir uns stattdessen lieber als das, was wir in Wirklichkeit sind, nämlich als ganze und somit allerorts und jederzeit uneingeschränkt auf ihre unversehrte Vollständigkeit beharrende FREIE & FRIEDLIEBENDE MENSCHEN!

Ich rufe somit auch nicht etwa zur Gewalt auf, sondern sage im Gegenteil vielmehr:
Zerbrechen wir endlich diese vielfachen, letztlich längst so oft immer wieder nur zu neuer Barbarei führenden Befehls-Ketten der Unmenschlichkeit, vor allem immer wieder gerade auch da, wo wir sie – an uns selbst entdecken, denn – ein persönliches Gewissen und persönliche Urteilskraft sind kein Luxus, den „man sich (angeblich) auch leisten können muß“, sondern Beide bilden zusammen einen außerordentlich wesentlichen, wichtigen (und in Wahrheit obendrein auch unveräußerlichen!!!) Teil des grundsätzlich freien Daseinsrechts eines jeden Menschen auf dieser Welt!!!
Ich meine, es wäre gut, wenn alle Menschen – hierzulande wie auch auf der gesamten Welt hierüber einmal – etwas gründlicher nachdenken und dann auch selbst – womöglich erstmals völlig frei – darüber entscheiden würden.

Post Skriptum vom 30. Juni 2015:

Damit durch meinen Aufsatz oben keine Mißverständnisse entstehen: Es gibt heute auch eine ganze Reihe von „Befehls“-Ketten die selbstverständlich Sinn machen und somit auch ihre Berechtigung haben; bei der Feuerwehr beispielsweise, bei der medizinischen Versorgung im Krankenhaus und auch sonst in allen möglichen Bereichen der Arbeitswelt ist ein gewisser Grad von Organisation nicht nur „durchaus“, sondern sogar sehr sinnvoll (und beispielsweise ein Bäckerlehrling ist auch gut beraten, wenn er auf seinen Gesellen oder den Bäckermeister hört). Wogegen ich mich in meinem Aufsatz oben wende, ist das blinde Befolgen jeglicher Anordnungen, sowie jegliche Art von Bandenbildung (darüber habe ich auch schon in einem anderen Aufsatz geschrieben), bei der sich heute inzwischen oft auch im gewöhnlichen Berufsleben Menschen nur des kurzsichtigen eigenen Gewinns wegen (gerade auch Karrierechancen zählen hierzu) auf mehr oder weniger konspirative Weise gegen Andere zusammenschließen. – Solche Arten von Befehlsketten haben, spätestens wenn sie immer mehr Mitglieder oder gar Nachahmer finden und die Bevölkerung immer mehr schädigen auf Dauer einen geradezu mörderischen Charakter und solche Ketten zu sprengen ist daher auch ein Gebot sowohl von Mitmenschlichkeit als auch von Klugheit.

(Dieser Aufsatz darf, ja soll möglichst viel Verbreitung in möglichst allen Teilen der Welt finden!)

 

 

Ansprüche und Werte

Ein Spiel, das von Wissenschaftlern schon seit Jahrzehnten nicht mehr gespielt wird, ist das Spiel: „Wie nennt man wohl in Zukunft unsere Zeit?“

Früher grenzte man so das Atomzeitalter gegen die Steinzeit ab.  Oder auch kleinere Zeitalter: die Klassik, die Renaissance, das Industruiezeitalter.

Nun – Auto und Fernsehen haben unsere Kultur mehr verändert als die Atomkraft, von der uns die Vernunft sagt, das wir Abstand davon halten sollten, aber die Rendite fordert, das wir viel mehr davon bauen.  Darum wäre Fensehzeitalter oder Autozeitalter vor einiger Zeit mein Favorit gewesen.

Computer und Handys kamen hinterher und haben den Rest gewachsener zwischenmenschlicher Strukturen zerstört, so das die westlichen Zivilisationen zu bindungslosen (sprich: flexiblen) Egozentrikern („sprich: Leistungsträgern“) wurden, die versuchen, die verlorene Menschlichkeit durch technische Spielereien zu ersetzen, die menschliche Nähe vorgaukeln.

Das erledigt ja zum Beispiel das Fernsehen ganz gut.  Man hat ja das Gefühl, die Kanzlerin sitzt ganz persönlich im Wohnzimmer und spricht auch persönlich mit einem, so nahe sitzt die bei ihren Ansprachen vor dem Bildschrim. Alles Lüge, aber das Gefühl kennt keinen Unterschied. Es hat an den Verstand den Anspruch, nicht Situationen ausgesetzt zu werden, in denen Lug und Trug herrscht – dafür hat man ja immerhin so einen Verstand.  Ergo … fühlen sie viele Deutsche als Mitglieder des Bundeskabinetts.  Kein Wunder, das die alles mitmachen und grenzenlos geduldig sind.

Mit Ansprüchen sind wie ja auch gerade in der Finanzwelt konfrontiert. Die Intendanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks lassen sich wie Fürsten bezahlen, meldet die WELT:

Peter Boudgoust, Intendant des Südwestrundfunks (SWR) und amtierender ARD-Vorsitzender, bekommt ein jährliches Bruttogehalt von 273.000 Euro, wie ein SWR-Sprecher in Stuttgart sagte.

Für alle anderen Anstalten gibt es keine solche gesetzliche Pflicht, dennoch zog der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) nach: Intendantin Dagmar Reim bekommt jährlich 220.000 Euro.

Ihr NDR-Kollege Lutz Marmor habe im Geschäftsjahr 2009 einschließlich einer Aufwandspauschale ein Jahresgehalt von 286.000 Euro bekommen, bestätigte der Norddeutsche Rundfunk dann einen Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Kleine Rundfunkhanseln mit Ansprüchen wie ein Bundespräsident.  Der Staat als Selbstbedienungsladen.  Aber für Kinder Hartz_IV-abhängiger Eltern Chipkarten anschaffen, die dafür sorgen sollen, das das Geld nicht verplempert wird. Wer zahlt eigentlich die Millionen von Kartenlesegeräten, die dazu nötig sind, damit das System funktioniert?

Oder der Aufschwung. Auch so eine Anspruchsgeschichte – zum Beispiel im Manager-Magazin, das ja heute in einem Artikel den XL-Aufschwungjubel des Brüderle schon deutlich skeptischer sieht:

München – Die Allianz hat ihren Gewinn in Deutschland im ersten Halbjahr 2010 deutlich gesteigert. Dank eines um mehr als ein Drittel verbesserten Kapitalanlagegeschäfts legte der Überschuss auf 650 (Vorjahr 521) Millionen Euro zu, wie der Versicherer am Freitag in München mitteilte.

Da sehen wir, wo der Aufschwung herkommt: aus Ansprüchen aus dem Kapitalmarktgeschäft. Ansprüche aus Wetten und Ansprüche an Firmen … durch Aktienkauf.  Alles ein enorm wackeliges Geschäft, diese Ansprüche.  Darum gibt es ja auch regelmäßig diese Krisen, weil einige nachschauen, wie es wirklich aussieht  und man dann feststellt, das viele ihre Ansprüche schon wie Gold handeln und durch mehr Ansprüche zu noch mehr Ansprüchen kommen wollen … was zwangsläufig dazu führt, das das Kartenhaus irgendwann zusammenstürzt, weil gar keine echten Werte mehr hinter den Ansprüchen stehen.

Oder … der deutsche Alltag. Auch hier alles voller Ansprüche. Da haben wir zum Beispiel den Anspruch, als kranker, behinderter oder alter Mensch nicht mehr so viel arbeiten zu müssen wie die Jungen.  Da haben wir allerdings die Rechnung ohne den Schröder gemacht, wie uns die WELT zeigt:

Die Rente mit 67 war im Jahre 2006 von der großen Koalition ohne die Beteiligung Schröders eingeführt worden. Schröder hatte zuvor grundlegende Reformen in der Renten- und Arbeitsmarktpolitik durchgesetzt.

In der Diskussion um die Rente mit 67 hat Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) seine Partei vor einer Abkehr vom Reformkurs gewarnt. „Wir haben das ja mit vorbereitet, was jetzt wieder zur Diskussion gestellt wird. Und wenn ich gedacht hätte, dass ich falsch liege, hätte ich es nicht gemacht“, sagte der 66-jährige Schröder der „Welt am Sonntag“

Darum hat er ja auch die ARGE geschaffen, die dafür sorgt, das alle jene Arbeit kriegen, die nicht mehr da ist und bestraft werden, wenn sie die nicht vorhandene Arbeit nicht annehmen.  Aber wir zahlen ja gerne 50 000 Millionen im Jahr dafür, das in Deutschland Arbeitgeber billige Arbeitskräfte wie in China einstellen können…ein Anspruch dieser Anzugträger, den allerdings unser Sozialstaat nicht lange erfüllen kann.  Aber in Form von Spareinlagen mit einerm Renditeanspruch von 25 % kann man mit dem so durch Verwendung von Sozialgeldern als Lohnersatz mißbrauchten Werten die Taschen manch eines Lumpen füllen, der gerne – wie die Intendanten der öffentlich-rechtlichen Sender – auf Kosten anderer ohne Arbeit reich wird.

Insofern ist es vielleicht sinnvoll, dieses Zeitalter das Anspruchszeitalter zu nennen, wobei noch nicht berücksichtigt worden ist, das diese Ansprüche  nur auf dem Papier bestehen und sich manchmal über Nacht in Luft auflösen.

Ansprüche sind – auch wenn man noch so schön gegen das britische Pfund gewettet hat – keine Werte. Und an Werten scheint es überall zu mangeln, wie man an dem Linken-Chef Klaus Ernst sieht:

Viele Parteigenossen halten Ernst eher für einen Champagner-Linken, der den Hals nicht voll bekommt.

Sie weisen genüsslich darauf hin, dass Ernsts Auto ein Porsche 911 und sein Hof ein Anwesen in den österreichischen Alpen ist, nahe Kitzbühel, mit Blick auf den Wilden Kaiser. Dass er von der Partei monatlich 3500 Euro bekommt, zusätzlich zu seiner Abgeordnetendiät. Und dass er es offenbar trotzdem nötig hat, auf Kosten des Bundestags zu Gewerkschaftstreffen zu fliegen – die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Untreue und Betrugs gegen ihn.

Quelle: Süddeutsche

Klaus hat wohl auch einige Ansprüche an das Leben.  Ich kenne auch so Leute, die sagen: ich will niemals einen Gebrauchtwagen fahren.  Aber gegen Kinderarmut wettern.

Diese Kultur der Ansprüche ist nicht unsere, das weiß ich von Menschen, die noch den letzten Krieg als Kinder miterlebt haben.  Sie hatten noch ganz wenige Ansprüche … zum Beispiel das Papa endlich aus dem Krieg heimkehrt und die Angriffe der Jagdflieger auf  Zivilisten endlich aufhören. Dann aber kam die Werbewirtschaft und brachte uns bei, das wir grenzenlose Ansprüche an des Leben stellen sollten – sie würde uns helfen, diese Ansprüche alle umzusetzen.

Doch die Kultur der Ansprüche ist es, die jede ernsthafte Veränderung in diesem Land verhindern wird … jedenfalls jede positive Veränderung, denn die Ansprüche, die wir ans Leben haben, lassen sich nicht ewig halten:

Heute nutzt die Menschheit Ressourcen von 1,4 Planeten. Das bedeutet, dass die Erde über ein Jahr und vier Monate braucht, um den Verbrauch der Menschheit eines Jahres zu decken.

Wenn wir moderate UN-Szenarien der verschiedenen UN-Organisationen zusammenzählen – Bevölkerungs- und Konsumtrends sowie eine weitere Steigerung der Ernteerträge – dann zeigt es sich, dass wir im Jahr 2050 einen Ressourcenverbrauch hätten, der dem Doppelten Regenerationsvermögen unseres Planeten entspräche. Doch leider haben wir nur einen Planeten. Es scheint unwahrscheinlich, dass sich soviel Overshoot so lange aufhäufen lässt.

Wir verwandeln Ressourcen schneller in Abfälle, als dass Abfälle wieder in Ressourcen umgewandelt werden können.

Quelle: Footprintnetwork

Das wissen viele Menschen in Entscheidungspositionen, weshalb sie die Taschen nicht voll genug kriegen, in der Hoffnung, das sie ein sicheres Plätzchen gefunden haben, wenn der große Knall kommt.  Vielleicht haben sie sich ja auch verrechnet.  Hier in der Eifel schmeißen wir immer noch viel Obst weg … und etwas weniger Wasser wäre auch nett.  Hier kann man jetzt neuerdings schon Sandsäcke gegen Überflutung kaufen … im Mittelgebirge.

Nun ist es mit dem freiwilligen Verzicht auf Ansprüchen schon eine schwere Sache, wenn man weiß, das jede Lockerung der eigenen Ansprüche nur dazu führen wird, das sich eine Elite von Lumpen die Taschen noch schneller füllen wird.  Andererseits … gibt es auch Magengeschwüre, die beständigen Ansprüche vor sich herzuschieben … und je jünger die Menschen in diesem Lande sind, umso weniger können sie sich die Ansprüche noch leisten.  Schade für sie, das die Ansprüche dann noch deutlich höher sind als die aller anderen Generationen zuvor:

junge Menschen geben jedes Jahr mehr Geld für ihr Outfit aus. Dazu zählen Bekleidung jeglicher Art, Schuhe und unzählige Accessoires. Das persönliche Aussehen ist für die Jugend besonders wichtig, gerade in der pubertären Phase ist die Konsumlust bei jungen Menschen am größten.

So werden immer mehr neue Modelabels aus der Taufe gehoben, die den jungen Menschen die spezielle Mode für sie suggerieren. Auf den Fashion Weeks in London, Paris, Mailand, New York oder Berlin wird der Jugend gezeigt, wie sie sich kleiden soll, um von der Gesellschaft anerkannt zu werden. Es werden spezielle Fashion Stores in den großen Metropolen eröffnet, die als Zielgruppe die Jugend haben. Auch im Internet gibt es die speziellen Versandhäuser Herrenmode und Damenmode, die insbesondere die junge Klientel ansprechen wollen. Die Jugend von heute ist in einer hochgradig medialisierten und ästhetisierten Gesellschaft gefordert. Aufgrund des gezielten Warenkonsums sollen sie sich mit den jeweiligen Modestilen identifizieren, obwohl sie sich noch in der Selbstfindungsphase befinden. Sie lernen gerade in der Pubertät erst, mit ihrem Körper umzugehen und ihn zu entdecken.

Quelle

Mit dieser Jugend macht man keine Revolution mehr, da könnte ja die Kutte verschmutzen. Die machen auch lieber „Love-Parade“ … eine andere Form der Revolution gegen die Sinnlosigkeit moderner Existenz.

Die Jugendkultur ist eine körperbezogene
ästhetische Kultur.
Der Körper = das Reale, das gegen die
Überflutung mit medialisierten Second-Hand-
Erfahrungen in Stellung gebracht werden kann.
Der Körper als Aufmerksamkeitsgenerator. „The
body is the message.“
Wer etwas erreichen will, muss seinen Körper
einsetzen – Körper als Kapital.
Die Möglichkeit der Gestaltung des eigenen
Körpers vermittelt die Illusion von Kontrolle über
das eigene Leben.
Körper ist der Garant für unsere Individualität –
der rettende Anker im Meer der Kontingenz

Die Jugendkultur ist eine körperbezogeneästhetische Kultur.Der Körper = das Reale, das gegen dieÜberflutung mit medialisierten Second-Hand-Erfahrungen in Stellung gebracht werden kann.Der Körper als Aufmerksamkeitsgenerator. „Thebody is the message.“Wer etwas erreichen will, muss seinen Körpereinsetzen – Körper als Kapital.Die Möglichkeit der Gestaltung des eigenenKörpers vermittelt die Illusion von Kontrolle überdas eigene Leben.Körper ist der Garant für unsere Individualität -der rettende Anker im Meer der Kontingenz

Quelle: Trendagentur

Sie merken nach wie vor, das etwas nicht stimmt.  Und reagieren so, wie die Industrie es ihnen vorschreibt, weil die Trendscouts der Industrie viel schneller sind als der Trend selber.

Die Jagdfliegerangriffe auf kleine Kinder haben aufgehört, Papa ist nicht mehr im Kriege – dafür immer länger auf der Arbeit. Aber irgendwie … haben sich die Werte geändert.  Die Botschaft, das die Ansprüche der Umwelt nur Schall und Rauch sind, scheint bei jüngeren Mitbürgern schon angekommen zu sein – wie die Nachkriegsgeneration ziehen sie sich auf das einzige zurück, das noch geblieben ist: ihren Körper.

Oft verpönt, aber eigentlich ein ganz wichtiger Schritt….denn mit den Versorgungsansprüchen unserer Generation läßt sich kein Staat mehr machen, noch einer verändern.

Mehr Rente oder mehr Geld haben zu wollen, ist kein Wert. Nur ein weiterer Anspruch.

Ansprüche … gibt es aber schon genug auf der Welt.

Und Werte?

Weiß doch kaum noch einer, was das ist.

Arbeitskraft, Intelligenz, Mitmenschlichkeit … sind drei zentrale Werte. Ohne Arbeitskraft kein Acker, ohne Intelligenz kein Pflug und ohne Mitmenschlichkeit keine Zukunft.  Wir haben  nichts mehr von alledem – was einen aber nicht stören braucht, denn wir können all das wieder neu schaffen….und dann ganz ohne Intendanten und ihre Ansprüche leben.

Das wäre dann das Zeitalter, das nach dem Anspruchszeitalter kommt. Noch ist Zeit, dafür zu sorgen, das es nicht wieder … Steinzeit wird.  Oder das das nächste Zeitalter das der Zeitalter der globalen Prostitution wird, weil man nichts mehr hat als seinen Körper, den man verkaufen kann. Wären dann harte Zeiten für Rentner….aber mal ehrlich: mehr haben wir doch auch gesamtgesellschaftlich an Produkten kaum noch zu bieten. Nicht mehr lange, dann bauen andere die Autos, Maschinen und Flugzeuge besser und billiger weil die Asozialpolitik der SPD die letzten kreativen Köpfe aus dem Land verjagt hat … wie schon einmal eine Partei.

Ohne die NSDAP wäre Hollywood heute in Berlin. Sollte man nie vergessen, denn es wiederholt sich gerade – wirtschaftlich gesehen. So ein kleines Revival für Untermenschenbashing gegen Hartz-IV-Abhängige, die ganz deutlich merken, das sie nur noch ihren Körper haben – allerdings ist noch nicht mal für dessen Erhalt genug Geld vorhanden.

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