Schweden

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No-Covid-Strategie: Merkels wichtigste Berater sind widerlegt

Schweden – Europas Lockdown Anomalie

Oh wie schön ist Panama. Noch schöner ist es allerdings möglicherweise in Schweden. Zumindest im Winter 2020/21, wo ein kleines Virus namens SARS-CoV2 insbesondere den Kontinent Europa lahmgelegt hat. Während in den meisten Ländern mit unterschiedlichsten und noch dazu strafbewährten Maßnahmen wie Lockdown, Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen dem Virus der Kampf angesagt wurde, ging man in Schweden einen anderen Weg.

Statt unzählige Vorschriften zu erlassen, appellierte man in dem skandinavischen Königreich vor allem an den mündigen Bürger. Bürger, bei denen man frei von jeder Maskenpflicht jedenfalls noch einen Mund erkennen kann. Ein Weg, der aber auch Kritiker zum Widerspruch anstachelte. Von Scheitern war die Rede. Apokalyptische Zustände wurden für die Lockdown-Anomalie im Norden Europas orakelt.

Doch wie frei leben die Schweden, falls sie überhaupt noch leben? Verhalten sie sich achtsam oder völlig verantwortungslos? Erfreuen sie sich bester Gesundheit oder stapeln sich die Leichen der Corona-Toten schon am Straßenrand? Mit diesen Fragen im Gepäck reisten der etwas schräge Reporter Junker Jahnel und sein treuer Kameramann Daniel Seidel in das Land, um sich vor Ort zu informieren. Um Fakten von Fiktion zu trennen und einen Einblick in das Leben der Schweden im Schatten der Pandemie zu erhaschen.

Dabei tauchten sie gleich in das Nachtleben ein und wandelten auf den Spuren kleiner jugendlicher Weltverbesserer. Der Reichstag war ebenso ein Ziel, wie das Abba-Museum – „Mama Mia“, wie soll es nur weitergehen? Eine Fahrt in der Metro durfte ebenso wenig fehlen wie das Flanieren in der gut besuchten Fußgängerzone. Junker Jahnel suchte das Gespräch mit Passanten und Ladeninhabern. Er wollte wissen, wie es in Schulen und Kindertagesstätten läuft und wie die Kulturbetriebe über die Krise kommen.

Mit dem Besuch eines Krankenhauses wurde der Frage nachgegangen, wie sich der Schwedische Weg dort auf die Belegung der Krankenbetten ausgewirkt hat. Stockholm, das ist auch die Stadt in der die Nobelpreise vergeben werden und nicht zuletzt damit eine Stadt der Wissenschaft. Junker Jahnel informierte sich daher auch über neue Forschungsansätze in der Therapie von Corona-Patienten.

Nicht einmal ein Motorschaden konnte die Fahrt nach Schweden stoppen. Dabei wurde auch die Gelegenheit genutzt, etwas abseits von der Corona-Problematik einen kleinen Blick auf den schwedischen Way of Life zu staatlichem Alkoholverkauf und sogenanntem Kaviar aus der Tube zu werfen.

Auch wenn wir die Schweden eher als zurückhaltende Weltenbürger kennen und kennengelernt haben, so begegneten wir doch einigen, die uns vor der Kamera ihre vielfältigen Meinungen zum Pandemiegesetz, die Proteste dagegen über die Hygienemaßnahmen, Herdenimmunität, Krankenhaussituation bis zur Impfung, kundtun wollten. Doch welche Gedanken beschäftigen die Schweden zu ihrem Weg durch die Krise? Das erfährt man in der von eingeSCHENKt.tv und NuoViso.TV co-produzierten Dokumentation „Schweden – Europas Lockdown-Anomalie“.

Deutschland schlägt Schweden bei der Übersterblichkeit

Henning Rosenbusch

NachDenkSeiten-Podcast

„Schweden ist gescheitert“, „Schweden hat versagt“ und „der schwedische Sonderweg ist beendet“ – diese Narrative zogen sich im vergangenen Jahr, mit wenigen Ausnahmen, durch die deutsche Medienlandschaft: Nichts davon ist wahr und die Belege dafür werden immer deutlicher.

Corona-Lockdowns: Gesundheitsschädigende Politik unter dem Deckmantel der Krankheitsbekämpfung

Ein Standpunkt von Christian Kreiß.

Fragestellung

Wenn Mephisto, die bekannte Figur aus Goethes „Faust“, über den Umgang mit dem Corona-Virus entscheiden könnte, was würde er dann tun? Nun, das Ziel von Mephisto ist ziemlich klar. Er sagt an einer Stelle: „Ihr wisst, wie wir in tief verruchten Stunden Vernichtung sannen menschlichem Geschlecht“ (Faust Teil 2, Grablegung). Er will also das Menschengeschlecht so stark wie möglich schädigen. Konkret auf Corona-Maßnahmen übertragen heißt das, uns Menschen, und am besten die Kinder, so krank wie möglich zu machen.

Außerdem weiß Mephisto sehr gut, dass wir diese Absicht nicht durchschauen sollten, vor allem nicht die Eltern. Denn wer würde heute schon ganz offen für schlimme Maßnahmen sein? Oder gar solche, die unsere Kinder krankmachen und schwächen? Er muss also aufpassen und uns seine „Corona-Schutz-Maßnahmen“ unter falschem label verkaufen, muss unter einem Deckmantel, mit Lüge arbeiten. Das ist für Mephisto eine Selbstverständlichkeit. Schon der Name ist Programm. Das Wort „Mephistopheles“ kommt von den beiden hebräischen Worten „mephir“ (Zerstörer, Verderber) und „tophel“ (Lügner). Von letzterem stammt der deutsche Begriff „Teufel“ ab.

Mit dem Lügen hängt auch noch ein Drittes zusammen, das in der heutigen Zeit ganz besonders wichtig ist. Mephisto sagt an einer Stelle: „Verachte nur Vernunft und Wissenschaft, […] dann hab‘ ich dich schon ganz gewiss.“ (Faust Teil 1, Studierzimmer). Nach diesem Motto läuft heute meines Erachtens ein Großteil der deutschen Corona-Politik und der öffentlichen Diskussion in den deutschen Leitmedien ab. Vernunft und Wissenschaft werden meines Erachtens tagtäglich in solchem Ausmaß missbraucht, dass es für Mephisto die reine Freude wäre. Im Folgenden soll mit der Brille eines advocatus diaboli ein Blick auf den Umgang mit Corona geworfen werden.

Wegen Schwedens „anderer“ Corona-Strategie: Wissenschaftler sollen Öffentlichkeit manipuliert haben

Laut Berichten schwedischer Radiosender soll eine Gruppe aus Wissenschaftlern und Akademikern durch eine Social-Media-Kampagne versucht haben, Schwedens Ruf im Ausland aufgrund seiner „anderen“ Corona-Strategie zu diskreditieren, die auf Freiwilligkeit der Bevölkerung setzt.

Dr. Daniele Ganser: Corona und China: Eine Diktatur als Vorbild?

Am 5. Februar 2021 hat der Schweizer Historiker & Friedensforscher Dr. Daniele Ganser in der Nähe von Basel einen Vortrag gehalten zum Thema: «Corona und China: Eine Diktatur als Vorbild?»

Wegen den in der Schweiz geltenden Maßnahmen, durften nur drei Menschen den Vortrag live hören. Für das interessierte Publikum wurde der Vortrag aufgezeichnet.

In seinem Vortrag erklärt Daniele Ganser, dass China eine Diktatur ist. Die kommunistische Partei dominiert, es gibt keine anderen Parteien. Die Amtszeitbeschränkung für Präsident Xi Jinping wurde vom Parlament abgeschafft. Mit Kameras, Gesichtserkennung und einem „Sozialkreditsystem“ werden die Bürger überwacht. Wer die Regierung kritisiert, riskiert schwere Strafen.

Trotzdem hat die WHO die chinesische Diktatur während der Corona-Krise als Vorbild gepriesen, als China im Januar 2020 als erstes Land der Welt in Wuhan einen Lockdown über 11 Millionen Menschen verhängte und die Bürger in ihren eigenen Wohnungen einsperrte.

Warum wurde gerade China gelobt? Warum wurde von der WHO nicht Schweden gepriesen, dass die Corona-Krise ohne Maskenpflicht und Lockdown meisterte und dabei die Grundrechte und die Freiheit der Bürger wahrte?

Die Botschaft aus Schweden lautet: Wir brauchen keinen Lockdown und keinen Überwachungsstaat. Wir können die Risikogruppe (über 65 Jahre alt) schützen und setzen auf Durchseuchung und Herdenimmunität.

Die Botschaft aus China lautet: Mit Lockdown, Quarantäne, Social Distancing, PCR-Tests, Kontaktnachverfolgung, Impfung und Totalüberwachung aller Bürger lässt sich eine komplette Eindämmung des Corona-Virus erreichen.

Daniele Ganser zitiert in seinem Vortrag den israelischen Historiker Yuval Noah Harari, der warnte, dass zentrale Merkmale des chinesischen Systems sich auch auf Europa und die USA ausdehnen könnten: «Wir sind heute in der Lage, die perfekte Diktatur zu errichten … Zum ersten Mal in der Geschichte ist totale Überwachung möglich … Die totalitäre Versuchung ist in Zeiten von Corona groß.”

Sweden’s COVID failure? | Gov’t readies ‚appropriate‘ measures

The Swedish government has proposed a bill that would allow it to close businesses and fine Covid-19 rule-breakers. Officials previously said the old model of containing the virus was a „failure.“
If approved by parliament, the law would take effect on January 10 and stand until the end of September 2021.

“In very serious situations, the government will be able to decide on more extensive measures to prevent crowding,” Health Minister Lena Hallengren said at a news briefing.

Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 22 oder 8.1

Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

In der Corona-Ausschusssitzung Nr. 8 „USA – der Blick von innen / Aktuelle Lage in Schweden, Frankreich und Italien u.a.“ wurde über die Situation in verschiedenen Ländern berichtet (1). Hier eine Zusammenfassung des ersten Teils.

Zu Beginn wurde Dr. Wodarg gefragt, wie das Bild zu sehen wäre, welches in den Medien dargestellt wird, nach dem in den USA die Corona-Situation „außer Rand und Band“ geraten wäre. Dr. Wodarg antwortete, dass es sehr unübersichtlich wäre, was in den USA überhaupt getestet wird. Es gäbe dort viele sekundäre Interessen, welche die Diskussion beeinflussen würden. So würde z.B. der Wahlkampf auch mit Corona und Angsterzeugung geführt. Außerdem ist das Gesundheitswesen in den USA privat organisiert. D.h. mit Krankheit und Angst wurde auch schon vor Corona Marketing betrieben und viel Geld verdient.

Corona und Schweden: Medienberichte und Wirklichkeit

Ein Standpunkt von Christian Kreiß.

Wie steht es mit dem schwedischen Corona-Sonderweg? Ist es überhaupt noch ein Sonderweg? Wie ist momentan die Lage in Schweden, vor allem: Wie schlimm ist die Sterblichkeit dort? Und wie wird in den deutschen Medien dazu berichtet? Vorneweg die gute Nachricht: Ja, der liberale schwedische Sonderweg existiert auch heute noch und ist erfolgreich: Die Gesamtmortalität in Schweden ist 2020 bis jetzt die viertniedrigste der letzten 11 Jahre, es gibt 2020 bislang keine Gesamt-Übersterblichkeit.

Die schlechte Nachricht: In den deutschen Mainstream-Medien wird alles getan, um den schwedischen Sonderweg wegzudiskutieren, in schlechtes Licht zu rücken und zu diskreditieren. Der Grund dafür ist psychologisch recht einfach. Angenommen, Schweden käme ohne Maskenpflicht, ohne harte Lockdowns, ohne Denunziationen und ohne gravierende Grundrechtseinschränkungen durch die Corona-Krise genauso gut oder gar besser als Deutschland, dann, ja dann waren und wären ja unsere Maßnahmen … unsinnig. Das darf doch nicht wahr sein. Also wird dagegen angeschrieben.

Steimles Aktuelle Kamera / Ausgabe 1

Uwe Steimle ist zurück auf YouTube mit seiner ersten Sendung „Steimles Aktuelle Kamera“.

Corona-Untersuchungsausschuss – Teil 16

Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka.

Wir setzen hiermit die Berichterstattung über die Corona Ausschusssitzung 9. „Die Rolle der Medien“ (1) mit dem 2. Teil fort. Wir kommen auf die Sitzungen 7 und 8 später zurück, wenn die von YouTube gesperrten Videos auf anderen Kanälen wieder verfügbar sind.

Im ersten Teil der Sitzung war der deutsche Journalist und Psychologe Patrick Plaga, der zur Zeit in Schweden lebt, zur Situation in Schweden befragt worden, und hatte interessante Hinweise auf die Unterschiede der Behandlung der Corona-Krise gegeben. Heute kommt nun Prof. Michael Meyen zu Wort, der die Situation der Medien in der Krise aus soziologischer und historischer Sicht analysiert.

„Viele Länder haben trotz ihrer Lockdowns weit mehr Tote als Schweden“

Henning Rosenbusch im Interview mit Dr. Sebastian Rushworth

NachDenkSeiten-Podcast

Am letzten Freitag berichtete der in Schweden lebende deutsche Journalist und Fotograf Henning Rosenbusch für die NachDenkSeiten über das in deutschen Medien meist sehr einseitig kommentierte „schwedische Modell“ der Corona-Politik, das eher auf Selbstverantwortung und nicht auf staatliche Zwangsmaßnahmen und Lockdowns setzt. Nun hatte Rosenbusch die Gelegenheit, den schwedischen Arzt Sebastian Rushworth, der sich nicht nur medizinisch, sondern auch publizistisch mit Corona beschäftigt, zum schwedischen Modell zu befragen. Wie kam Schweden durch die Pandemie? Und steht Schweden wirklich schlechter da als andere Länder, die auf rigorose Maßnahmen und Lockdowns setzten?

Corona-Untersuchungsausschuss

Majestätsbeleidigung oder notwendige Prüfung?

Ein Standpunkt von Jochen Mitschka

Nachdem immer mehr Videos des Corona-Ausschusses auf YouTube gesperrt werden, ist eine wöchentliche chronologische Berichterstattung erschwert, weil es immer eine geraume Zeit dauert, bis diese gesperrten Videos dann auf anderen Plattformen erreichbar sind. Daher folgen nun Zusammenfassungen, die nach der Nummer der Ausschusssitzung benannt werden. In diesem Fall ist es der erste Teil der Sitzung „Die Rolle der Medien“, also Nr. 9.1 (1). Die eigentlich fällige Sitzung Nr. 7 „Nutzen oder Schaden der Mund-Nasen-Masken“ folgt demnach, wenn das Video der Sitzung wieder verfügbar ist.

Auffälliges Schweigen über Schweden

Hier ein Bericht von Henning Rosenbusch

NachDenkSeiten-Podcast

Obwohl die Erfahrung in Schweden und ein Vergleich der politischen Corona-Maßnahmen dort und hierzulande wichtig und nützlich für die eigenen Entscheidungen wäre, wird in Deutschland kaum über die dortige Entwicklung berichtet. Man muss den Eindruck gewinnen, dass auch die politisch Verantwortlichen hierzulande die schwedischen Erfahrungen nicht ernsthaft prüfen. Im Anhang finden Sie einen Deutschlandfunk-Bericht vom 28. Oktober und einen Beitrag von Capital vom Juli. Ansonsten wurde hierzulande weitgehend gegen Schweden polemisiert oder eben verschwiegen. Aus diesem Grund sind wir dankbar dafür, dass der deutsche Journalist und Fotograf Henning Rosenbusch angeboten hat, für die NachDenkSeiten aus Schweden zu berichten. Wir beginnen heute mit einem umfassenden Artikel zur Situation und setzen die Berichterstattung dann später fort.

Armes Schweden? – Der schwedische und der deutsche Corona-Weg im Vergleich

Ein Standpunkt von Christian Kreiß.

Offene Universitäten, fast keine Gesichtsmasken, nie komplette Schulschließungen, nie ein Zwangs-Lockdown, Corona-Todeszahlen seit Monaten nahe Null, deutlich schwächerer Anstieg der Covid-Neuinfektionen als in den meisten anderen Ländern Europas und nur halb so hohe Infektionszahlen wie beim Peak im Juni sowie vor allem: Offenbar keine Panik vor steigenden Corona-Fallzahlen, keine Panik vor steigenden Todeszahlen wie in halb Europa und vielen anderen Ländern der Erde. Keine Wut, keine Aggression in der Bevölkerung, keine Denunziationen, sondern Vertrauen und Toleranz. Gleichzeitig sehr viel schwächerer Wirtschaftsabsturz als in den allermeisten Industrieländern, die harte, staatlich verordnete Zwangs-Lockdowns durchführten, beispielsweise nur halb so starker Wirtschaftsabsturz wie in Deutschland. Zu schön, um wahr zu sein? Nein, Schweden, Mitte Oktober 2020.

Home Office #59

Und auch wenn morgen die Welt untergeht, so lasset uns doch noch diese Sendung produzieren.
Frei nach diesem modifizierten Luther-Zitat, schaffen es Frank und Frank auch diesmal wieder in einer 2-stündigen Therapiesitzung die Verzweiflung von Robert Stein in Hoffung zu verkehren.

Schweden Debunked | Mainstream-FakeNews

I’m [sic!] of all the bullshit.

Der Mordfall Olof Palme – alles nur Verschwörung?

Im Juni 2020 stellt die schwedische Staatsanwaltschaft die Ermittlungen im Mordfall Palme ein. Das amtliche Narrativ erzählt die Geschichte des verrückten Einzeltäters, der „Scandia-Manns“ Stig Engström soll den schwedischen Ministerpräsidenten 1986 aus unbekannten Motiven erschossen haben.

Für alle langjährigen Palme-Forscher war die Verkündung nur ein weiterer Schritt einer geradezu plumpen Vertuschung, die seit 34 Jahren versucht, die Öffentlichkeit über die wahren Hintergründe zu täuschen. Aber Täuschung, Desinformation und psychologische Kriegsführung durchziehen schon immer die Geschichte des schwedischen Reformers, der ernsthaft antrat, die Welt zu verbessern.

Wer sich mit dem Fall Palme befasst, betritt einen Kaninchenbau internationaler Verschwörungen und Intrigen, der höchstens mit dem Attentat auf John F. Kennedy vergleichbar ist. Im historischen Kontext des Kalten Krieges wird anschaulich, wie die Machtspieler Politik machen, jenseits von Recht und Gesetz. Wer den Kriegstreibern und Waffenhändlern im Weg steht, wird kalt gestellt.
Real Crime Story über Einen, der auszog, der Welt den Frieden zu lehren.

Prostitution verbieten? Ist alternativlos.

Prostitution verbieten? Ist alternativlos.

Dienstag, 19.11.2013. Eifel. Kürzlich erfuhr ich, dass die Wohungen aller Männer gleich aussehen.  Meine nicht – ich war verwundert. War ich etwa kein Mann? Nun – mit sieben Kindern scheine ich einen gewissen männlichen Aspekt zu besitzen. 30 Jahre durchgehend in Beziehungen zu sein, spricht wohl auch dafür. Nun – ich sei halt Philosoph wurde mir entgegnet, das würde man eben merken. Gut – mit solchen Komplimenten kann man meine ausgeprägte Staubtoleranz geschickt überspielen, ebenso meinen langsam gewachsenen Hang, eine Gruppe Weberspinnen den Aufenthalt in der Wohnung zu gestatten – sie halten die Insektenpopulation klein … auf dem Land ein wichtiges Argument. Ich schicke diese Worte meinen Überlegungen voraus, weil ich versprochen hatte, mich einem Thema zu widmen, dass mir äußerst fremd ist: der Prostitution. Dabei hatte ich schon mal Kontakt zu einer Prostituierten. Während des Zivildienstes (damals noch nur nach bestandener Gewissensprüfung möglich) war ich Wachpersonal in einem Männerwohnheim, wo ich gelegentlich käufliche Frauen aus Schränken holen musste – ich hatte ein robustes Mandat, wie man so schön sagt. Mit einer habe ich mich mal länger unterhalten – und sie dann ohne Anzeige gehen lassen, trotz Beischlafdiebstahl. Da war so viel Notlage, so wenig Sexarbeiterinnenprofessionalität – da musste man ein Auge zudrücken: das junge Mädchen wollte eigentlich nur das Geld und konnte auf den Sex mit den beiden übel riechenden Herren gut verzichten.

Ansonsten reichten mir vertrauenswürdige Schilderungen über die Qualität der „Erotik“, die einen dort erwartet, um den Bereich weiträumig zu meiden – sogar als Ärzte mir anboten, 100 teuerste Packungen eines beworbenen Medikamentes zu verordnen, wenn man mich auf einer Reeperbahnbühne sehen würde. Ich glaube – das war dann meine zweite Begegnung mit Prostitution – die eher alltägliche Form käuflichen Verhaltens. Nein – ich habe das Angebot eher unfreundlich abgelehnt … konnte es mir auch leisten, hatte sowieso schon den meisten Umsatz in Deutschland. Was dieser Arzt sonst noch so treibt – mit Menschen, die weniger gut im Sattel sitzen – will ich gar nicht genau wissen.

Nun habe ich über das Bordell Deutschland geschrieben. Prostitution wird Industrie. Wie immer, wenn Industrie im Spiel ist – Nahrungsmittelindustrie, Pflegeindustrie, Bildungsindustrie, Behandlungsindustrie – wird es dort schnell unmenschlich, gefühllos und entartet … da macht die Sexindustrie keine Ausnahme.

Natürlich bin auch ich in den neunziger Jahren auf den Legalisierungstripp hereingefallen: das Fernsehen war auf einmal voller glücklicher Prostituierter, die mit unglaublichen Zahlen um sich schmissen (2000 – 3000 Euro die Nacht) und man fragte sich: wenn diese Frauen das gerne machen: warum eigentlich nicht? Ist es nicht so, dass „Ehe“ im Prinzip ein ähnlicher Tausch – Sex gegen lebenslängliche Rundumversorgung – ist? Nun – heute vielleicht. Als bekennender Sozialromantiker hatte ich andere Vorstellungen von Beziehung und Ehe – aber was soll´s: bin ja auch geschieden … und das Geld spielte trotz Spitzeneinkommen dabei eine wichtige Rolle – es war halt immer zu wenig.

Im Prinzip ginge mich das Thema also nichts an – wenn nicht die Legalisierung dieses Berufes Nebenwirkungen hätte wie alle anderen Industrien auch: wo die Nachfrage nicht künstlich gebremst wird, wird ein Druck (oder Sog) erzeugt, der kriminelle Machenschaften blühen lässt. Diese Prosititution findet halt nicht nüchtern im luftleeren Raum statt: „Sex sells“ gilt überall – und von jungen Männern, die aus anderen Kulturen zum Studium zu uns kommen, habe ich schon den Kommentar vernommen, dass sie deutsche Frauen alle für Prostituierte halten. Man gehe mal offenen Auges durch eine Großstadt. Was einen dort alles paarungsbereit auf großen Plakatwänden, Auslagen, Fernsehmagazinen und Hochglanzbroschüren anstrahlt, ist schon überwältigend: Kopulation als Lebenssinn, als Erfüllung allen Seins.

Die Nachfrage – so halten wir fest – wird in großem Umfang mit viel Aufwand produziert. Das Männer da überhaupt noch zum arbeiten kommen, scheint unmöglich. Oder die Theorie ihres übergroßen Triebes ist einfach … falsch.

Im Rahmen der Industrialisierung von Sexarbeit kehrt sich ein ehedem vielleicht freiwilliges Arbeitsverhältnis um. Zahle ich 175 Euro die Nacht für ein Zimmer (5250 Euro im Monat), dann muss ich das erwirtschaften. Da muss man als Frau schon eine halbe Hundertschaft über sich ergehen lassen – und hat noch keinen Euro Gewinn. Andererseits …. ist die Verlockung natürlich groß, diese Zimmer – wenn erst mal vorhanden – mit hilflosen Menschen aus aller Welt zu füllen. Ist erstmal ein Kostendruck da, fallen schnell alle Hemmungen.

Prostitution verbieten – schon jetzt kann man sagen: na klar. Doch da kam in einer Facebook-Diskussion gleich eine Frage auf:

Und was machen hässliche, alte Männer, die niemand zum Sex will? Sollen die ohne die Möglichkeit des käuflich Sexs vergewaltigen?? Frage n La M.

Tja – wenn Männer wirklich so drauf sind (ich bin es eher nicht, kann das also nicht beurteilen) dann muss man diese unberechenbaren Gestalten als zivile Gesellschaft zum Schutz der Schwächeren (Kinder zum Beispiel) einfach einsperren: man weiß ja nie, wie die gerade drauf sind. Eventuell brauchen die auch zwecks Ausgang eine Begattungsbescheinigung, die belegt, dass von ihnen die  nächsten 8 Stunden keine Gefahr ausgeht?

Gerne hätte ich auch eine Gegenfrage. Was ist den mit den ganzen hässlichen alten Schwulen, die keinen Mann abkriegen? Sollten da nicht alle Männer mal mithelfen, dass die nicht so unbegattet in der Landschaft herumstehen? Ich kenne alternde Schwule – die haben echte Not, weil sie aus dem Attraktivitätsrahmen ihrer Spielkameraden herausgefallen sind. Gedenke ich der ausgeprägten Homophobie des deutschen Mannes, kommen mir gleich unzählige ulkige Situationen in den Sinn – doch lassen wir das, wir sind nicht zum Spaß hier.

Ein weiteres Zitat?

Ohne spießige, langweilige, unerotische Ehen kein Prostitutionsbedarf..frag die Nutten..die wissen´s!

Ja – das ist der Anspruch, der sich inzwischen in Deutschland erhebt: gebärden sich die Frauen nicht wie Nutten, sind sie selbst Schuld, wenn ihre Männer ins Bordell gehen. Nutten als Normstandard.

Was diese Aussagen gemein haben: das absolute Recht des Mannes auf Sex – und die nicht hinterfragbare Pflicht der Frau, diesen zu liefern, gern auch ganz unkompliziert und gegen Geld. Da blickt man auch über die Zwangsprostituion gerne hinweg.

Man darf sich gerne mal das Buch von Mandy Koop anschauen, wie glücklich Kinder durch Zwangsprostitution werden. Die können ihr Leben lang kaum eine normale Beziehung mehr führen. Wieviel Geld ist so eine zerstörte Seele wert? Auch stolze, selbstbewußte, freie Prostituierte berichten über solche Probleme (siehe: Mein Job ist Sex, ZDF-Produktion aus dem Jahre 2012).

Und was ist mit dem Heroenbild der freien, selbstbestimmten Sexarbeiterin? Nun – eine Erfindung der Medien. Hören wir dazu die Stimme der Wissenschaft, zitiert bei Cicero im Jahre 2013, die sich dieses Themas umfangreich angenommen haben:

Ähnlich dünn sieht es bei der Medienforschung aus. „Unzureichend“, befand Tina Knaut, die für ihre Diplomarbeit zur Berichterstattung über Sexualität 87 wissenschaftliche Werke zwischen 1985 und 2010 durchforstete. Ihre Ergebnisse legen den Schluss nahe, dass die Verharmlosung der Prostitution schon in den 90er Jahren einsetzte.

Knaut kommt am Ende ihrer Arbeit zu der ernüchternden Erkenntnis: „Es überwiegt eine patriarchale Sichtweise, die Sex lediglich als risikofreien Spaß versteht. Eine ernsthafte Berichterstattung mit einer politischen Komponente findet kaum statt.“

2007 berichtete der Spiegel über die Erfahrungen, die man in Schweden mit dem Thema gemacht hat:

Jetzt ist auch die Krankenschwester im Prinzip für das Sex-Kaufverbot. Für sie gehört Prostitution abgeschafft. „Es stimmt: Glückliche Huren gibt es nicht. Die meisten, die ich im Laufe der Jahre hier kennengelernt habe, wurden schon in ihrer Jugend durch Verwandte sexuell missbraucht und haben große psychische Probleme“, sagt sie. „Da ist wenig Freiwilligkeit.“ Wer länger dabei ist, nehme Drogen oder Beruhigungsmittel. „Das ist kein normaler Beruf. Ich wünsche allen, dass sie da wieder rauskommen.“

Nun – nach dem letzten Artikel haben sich hier auch Eskortdamen gemeldet, die uns (oder mich) davon überzeugen wollten, dass das doch alles gar nicht so schlimm sein. Liebe Damen: ich zweifle nicht an der Tatsache, dass es Frauen gibt, die sich gerne verkaufen. Es gibt auch Frauen, die sich gerne schlagen lassen, sich gerne mit Urin übergießen lassen (man nennt dies vornehm „Natursekt“, gehört in einem Nachtclub zu den handelsüblichen Dienstleistungen, die man als Frau gelegentlich – neben anderen, ebenso unappetitlichen Verrichtungen – gegen Geld über sich ergehen lassen muss). Es gibt auch Männer, die lassen sich gerne aufessen. Andere bringen gerne Leute um, wälzen sich in Kot oder foltern kleine Kinder – all´ solche Gestalten tauchen vor meinem inneren Auge auf, wenn ich an „Einzelfälle“ denke. Die Aufgabe der Philosophie ist aber nicht die Frage, ob Menschen seltsame Hobbys haben dürfen, sondern ob man das als gesellschaftlichen Normzustand akzeptieren sollte … oder eben nicht.

Was für mich hier eher zählt als der Einzelfall sind die Studien – vor allem die über die seelischen Folgen, siehe Wikipedia:

Prostituierte und Stricher sind nach einer kanadischen Studie eine Hochrisikogruppe für psychische Störungen. Häufig findet man bei ihnen erhebliche Störungen. Viele Prostituierte leiden an psychischen Traumata, die in ihrer Vergangenheit und durch ihre Tätigkeit bedingt sind. In der Studie kam sexueller Missbrauch von Kindern bei 26–73 % vor. An körperlicher Kindesmisshandlung litt etwa die Hälfte der untersuchten Prostituierten. Auch sonstige potentiell Trauma auslösende Situationen sind häufiger bei Prostituierten zu finden als bei anderen Menschen.

In Hamburg wurde bei 98 % der untersuchten Prostituierten mindestens ein traumatisches Ereignis in der Vergangenheit festgestellt. Bei 83 % fand sich bereits ein Trauma in der Kindheit (familiäre Gewalt 70 %, körperliche Misshandlung 65 %, sexueller Missbrauch 48 %). Während der Prostitution erfahrene Traumata fanden sich ebenfalls bei 83 % (körperlicher Angriff 61 %, Vergewaltigung 61 %, Bedrohung mit einer Waffe 52 %). 53 % erreichten einen Krankheitswert im Sinne einer posttraumatischen Belastungsstörung. Missbrauch und Abhängigkeit von illegalen Drogen fanden sich bei 74 %. Internationale Vergleichsstudien ergaben ähnliche Befunde.

Prostitution macht krank – oder: nur Kranke lassen sich für Natursektduschen bezahlen.

Das geht übrigens noch weiter. Aus der Pornofilmindustrie weiß ich, dass die Verwertbarkeit der Damen im Alter nachlässt. Wo landen sie dann? Bei Sex mit Tieren. Ja – es gibt einen nie ausgesprochenen aber unter Männern ewig gültigen Satz, dass Frauen eben so sind: kriegen die keinen Kerl mehr ab, nehmen die auch einen Esel. Hat man ja oft genug im Film gesehen.

Nun werden wahrscheinlich 40 Millionen Freier und 400 000 Dienerinnen des Eros vor meiner Tür demonstrieren, um mich davon zu überzeugen, dass mein Urteil zu diesem Thema falsch ist. Es gibt vielleicht auch die eine, glückliche Prostituierte. Viele davon traten ja im Fernsehen auf – aber welchen Wert haben Aussagen, die gewünscht sind und gegen Bezahlung gemacht werden? Wie ernst darf ich die Aussagen von Frauen nehmen, die sich sogar für Sex bezahlen lassen?

Nun – eher interessiert mich, welche Absicht die Medien mit ihrer Dauerkampagne haben – das ist die viel brisantere Frage, der wir heute aber nicht nachgehen wollen. Ein Ergebnis ist klar: Deutschland ist Billig-Bordell geworden, aus den Traumhonoraren von 3000 Euro sind – für den edlen Escortservice – 300 Euro geworden … für die Firma, die diese Dientsleistung organisiert. Für die Dame vor Ort bleibt weniger übrig (Angaben eines Escortservices in Aachen).

Heute geht es nur im Prostitution – und die gehört leider wegen Risiken und Nebenwirkungen strikt verboten. Ich weiß – das ist schade, weil käuflicher Sex für viele das Höchste der Genüsse ist. Es geht aber nicht anders.

Ich weiß auch, dass es Menschen gibt, die das gerne machen. Andere ritzen sich gerne mit spitzen Dingen – und wir halten sie auch davon ab.

Die offensten und bekennensten Sexarbeiterinnen haben mich davon überzeugt. Warum? Quer durch alle Interviews wollen sie gewisse Intimitäten für sich behalten: der Kuss auf den Mund wird oft genannt. Wieso eigentlich? Wenn das alles so harmlos ist … warum ist das so wichtig?

Ganz einfach: weil es eben nicht harmlos ist. Es wird nur mit großem Aufwand als harmlos dargestellt.

Das man Menschen findet, die für Geld vor laufender Kamera von ihrem großen Glück als Hure reden, bezweifle ich nicht. Das manche das auch ernst meinem, ebenfalls nicht – immerhin weiß ich, dass ich in einem Land lebe, in dem Angela Merkel als Superstar gilt – das erklärt vieles. Das Urteil über Prostution ändert das nicht: sie gehört streng verboten – und die Freier zu bestrafen, scheint mir die eleganteste Lösung zu sein. Sie zu verbieten, dürfte auch im Interesse der Prostituierten liegen: ihre Freigabe hat nur die Preise versaut.

Und man komme mir jetzt nicht mit dem Satz, dass es Prostitution schon immer und ewig gab. Erstmal gilt das auch für Sklaverei – obwohl es Menschen gibt, die sich gerne versklaven lassen, verbieten wir sie … jedenfalls offiziell.

Und Indiander kannten sie so gut wir gar nicht – bis Kolumbus kam.

 

 

 

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