Schattenbanken

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Blackrock & Co: Wie mächtig sind Schattenbanken?

Im Zuge der letzten großen #Finanzkrise hat man die Banken etwas stärker reguliert: Nicht mehr so leicht ist es nun, hochvolatile Papiere zu verkaufen, auch müssen Banken über mehr Eigenkapital als zuvor verfügen. Die Regierungen wollen verhindern, dass noch einmal Staaten Pleitebanken retten müssen, weil diese systemrelevant sind. Nicht systemrelevant hingegen sind Schattenbanken, deren Aufstieg mit der vergangenen Krise erst richtig an Fahrt aufnahm, denn sie unterliegen kaum Regulierungen und locken mit hohen Renditen in zinslosen Zeiten. Vermögensverwalter wie Blackrock, #StateStreet oder #Vanguard verwalten treuhänderisch Billionen Dollar und haben damit eine ungeheure Macht über die Finanzmärkte gewonnen, die nicht nur Kapitalismuskritikern Sorgen bereitet. Denn wenn das Kapital so stark konzentriert ist, ist immer weniger Wettbewerb möglich, Preiskartelle entstehen so schnell, aber auch die politische Macht von Larry Fink und seinen Kollegen wächst und wächst. Wie funktioniert das Geschäftsmodell von solchen Schattenbanken und warum sind sie eine Gefahr für die Demokratie?





Über (m)ein Dasein als Gast auf Erden

Ich bin auf dieser Welt hier meiner eigenen Ansicht nach stets nur – ein Gast, und wie ich meine – stets auch nur einer von unzähligen Gästen. Bin obendrein aber auch nur vorübergehend Gast, denn ich weiß, daß meine Zeitspur sich dort verlieren wird, wo sie auch einmal begonnen hat; an einem Ort und in einer Zeit, an die ich mich nicht erinnern bzw. nicht voraussehen kann. Wie auch Sie hoffe ich so lange ich lebe, ein zumindest weitgehend glückliches Leben führen zu können. – Nur eines bereitet mir noch immer ziemliche Sorgen: die Geschichtsschreibung und die Geschichtsauslegung der vielen bislang oft so unversöhnlichen Ein- und Alteingesessenen:

Für unendlich viele Auseinandersetzungen, Streit und Kriege war unsere Erde im Laufe ihrer langen Geschichte schon Austragungsort, und doch war sie dabei bis heute stets bereit, allen Menschen – egal welcher Herkunft und welchen Standes – ein Zuhause zu bieten. Sie gilt mir daher als unser gemeinsames Erbe und unsere gemeinsame Heimstätte, auch wenn es auf ihr manchmal bzw. mancherorts so heftig in ihr arbeitet, daß es ratsam ist, manche Orte zumindest zeitweise zu meiden.

Unsere gemeinsamen Vorfahren wanderten in grauer Vorzeit zuerst als Sammler auf ihr umher, ließen sich dann, als sie erste Anbaumethoden entwickelt hatten, als Siedler auf ihr nieder oder sie zogen als Nomaden mit ihren Herden auf ihr herum und so kam es wohl zu den ersten Auseinandersetzungen und Kriegen zwischen Siedlern und Hirten; mal eroberten die Einen, mal die Anderen alle möglichen Regionen in der Welt. Geraume Zeit später, die Schrift, Zahlen und die Buchhaltung waren inzwischen erfunden, begann man die eroberten Gebiete als festen Grundbesitz einzutragen, man führte dies über viele Generationen fort und so hat dies seine Geltung bis heute. Der Grundbesitz wie auch alle anderen Arten von materiellem Hab und Gut können aber freilich bis heute nicht immer als wirklich fester Besitz bezeichnet werden; nur allzu oft brechen auch heute noch Streitigkeiten, Gewalt und alle möglichen Arten von Heimtücke immer wieder aus und hinterlassen am Ende nicht selten neue Sieger, aber auch neue Besiegte und oft auch Vieles an anderweitiger Zerstörung. Völker, Nationalreiche und ganze Imperien entstanden so, ebenso wie Familiengrundbesitz und die riesigen Besitztümer ganzer Familiendynastien. Es war und ist im Großen und Ganzen somit bis heute ein ständiges Werden und Vergehen, auch wenn manches Besitztum sogar Jahrhunderte oder (wie z. B. im Fall der kath. Kirche) Jahrtausende überdauerte. Manche Familienclans konnten sich über sehr lange Zeit, manche nur für einen kurzen Zeitraum gut behaupten, die meisten Menschen aber galten als zu unbedeutend, um größeren Besitz über längere Zeit hinweg anzuhäufen. Gerade die zuletzt Genannten wurden und werden bis heute an vielen Orten der Welt (auch in Deutschland) oft wie rechtlose Neuankömmlinge behandelt; sie gelten den Ein- und Alteingesessenen bis heute als Habenichtse, die sich gefälligst zu unterordnen haben und sich mit dem zufrieden geben müssen, was für sie gegebenenfalls noch übrig bleibt.

Der gesamte Schlamassel geht jedoch nicht nur noch immer unvermindert weiter, er eskaliert sogar immer mehr, und zwar seit Beginn des ersten und erstmals industriell geführten Weltkriegs. Und noch immer gilt die Wahrung des Besitzes vor allem den Reichen auf dieser Welt als regelrechtes Faustrecht, das Gastrecht hingegen wird von ihnen allenfalls dann gewährt, wenn sie dabei keine allzu große Verringerung ihrer Besitztümer meinen befürchten zu müssen. Sie haben dabei obendrein auch noch den Vorteil, daß gerade heutzutage viele Habenichtse, aber auch viele aus den Reihen der Emporkömmlinge bereit sind, sich bei ihnen als weitere Besitzstandsmehrer oder aber als Besitzstandschützer, also als Söldner zu verdingen. Alle Trümpfe in diesem „Spiel“ scheinen sich somit in den Händen der Ein- und vor allem auch der Alteingesessenen zu befinden und – mit Gewalt ist ihnen das gewiß wohl auch nicht „auszureden“.

Könnte aber nicht vielleicht doch ein Appell an die – vielleicht eben doch noch unter den Menschen vorhandene Vernunft – eine bessere Regelung – für alle Beteiligten ermöglichen? Sollten sich nicht heutzutage endlich einmal alle Menschen auf dieser Welt der Erkenntnis stellen, daß es bei den Großmachtträumen in heutiger Zeit und der riesigen Waffenarsenalen keinen Ort auf der Erde gibt, wo man sich – egal ob bettelarm oder schwerreich – noch seines Besitzes und – seines Lebens auch auf Dauer noch wirklich sicher sein kann und daß auch die fortschreitende Umweltzerstörung letzten Endes ausnahmslos alle Menschen betreffen wird?

Ich habe eingangs geschrieben, daß ich mich hier auf dieser Erde nur als vorübergehenden Gast betrachte, und ich kann immer wieder nur darüber staunen, wieviel Lebenszeit und wieviel Lebenskraft so viele Zeitgenossen bis heute mit dem Streit um irgendwelche Habseligkeiten verbringen und wieviel Blut, Schweiß und Tränen das alles bis heute immer wieder kostet! Zum Teil uralte Fehden, die mit Hinblick auf „geschichtliche Wahrheiten“ längst Vergangenheit geworden sind, vergiften dennoch immer wieder die Welt, und nur durch den immer wieder künstlich herbeigeführten Fanatismus werden sie immer wieder zum Leben erweckt, um dann immer wieder aufs Neue zu neuem Leid und Tod, zu neuer Zerstörung und Vernichtung zu führen.

Aus der Geschichte nichts gelernt? Auf ewig zum Wiederholen der ewig gleichen dumpfen und auch haarsträubend dummen Barbareien gezwungen? – Ich glaube nicht, daß das wirklich so der Fall ist, bzw. – daß das auch in Zukunft immer noch der Fall sein muß!!! – Mir scheint vielmehr, es würde genügen, wenn sich die meisten Menschen, die mir im Grunde ihres Herzens weitaus eher friedlich gesonnen zu sein scheinen, dem Einfluß der wenigen, vielleicht tatsächlich ewig Gestrigen entziehen und sich statt immer wieder nur zu streiten, besser freudig auf ein freundliches Miteinander hin verständigen.

Derzeit sieht vor allem der Westen (und allen voran die USA) im Zuge der voranschreitenden Globalisierung „seine Felle auch schon wieder davonschwimmen“ und es mehren sich längst wieder die Zeichen erneuter Kriegsbereitschaft. Märkte „wollen, wenn schon nicht erobert, so zumindest doch gehalten werden“ und da ist ein Schwellenland namens China, das bei uns nicht nur immer mehr Begehren nach Absatzmöglichkeiten hervorruft, sondern auch zunehmend die Sorge, daß uns dieses Land den Rang ablaufen könnte. Einstweilen aber scheinen es wieder einmal die „bösen Russen“ und allen voran Putin zu sein), die für uns angeblich „die größte Gefahr darstellen und die zunächst als erste mit allen Mitteln (?!?) bekämpft werden müssen“. Sämtliche Mainstream-Medien sind inzwischen längst darin eingebunden, mehr oder weniger deutlich und laut die Kriegstrommel zu rühren, über die eigentliche Gefahr für unseren westlichen Wirtschaftsraum, die immer verantwortungsloser geführte Wirtschaftspolitik beispielsweise auf dem Bankensektor und im Bereich der Schattenbanken ist nur selten, und wenn, dann in zumeist unzulässig verkürzter Form die Rede.

Fragt man die Menschen auf der Straße, so sieht man bald, daß die allermeisten davon keinen Krieg, sondern vielmehr Frieden wollen und auch, daß sie sich noch immer mit einem einträglichen Einkommen schon völlig zufrieden geben würden. Markt-“Experten“, Börsenanalysten und Shareholder aber fordern ihren Renditeerwartungen zufolge immer wieder weiteren Sozialabbau in den westlichen Ländern. Zügige und termingerechte Schuldentilgung und Schuldenabbau wird immer wieder gefordert, von vielen einzelnen Menschen, von vielen kleineren Unternehmen und – siehe Griechenland von ganzen Ländern. Souveränität wird jedoch immer häufiger nur noch auf dem Papier zugestanden, im Alltag aber werden wie auf einer Ruderergaleere ständige höhere Schlagzahlen und zunehmender Verzicht gefordert und meine Fragen dazu sind Folgende:

Reicht das vorhandene Gold in den Schatztruhen der Schwerreichen dieser Welt nicht längst, um deren goldene Wasserhähne in den Luxusbadezimmern noch geradezu unzählige Male zusätzlich zu vergolden und auch noch mit Edelsteinen zu besetzen, und muß das dann auch tatsächlich noch „ad finitum“, also bis zum Ende so weiterpraktiziert werden? Mit welchem Recht maßen sich vor allem die Schwerreichen und die multinationalen Konzerne dieser Welt an, alle von ihnen jeweils gerade anvisierten Gegner regelrecht kaputt zu konkurrieren? Wann werden die sogenannten Reichen und Mächtigen denn je genug haben, wann wird dieser Wahnsinn ein Ende haben? Ist ein schwarz auf weiß geschriebener Vollstreckungstitel auch immer schon Grund genug, um dem oft ohnehin schon fast bettelarmen Schuldner auch noch das letzte Hemd auszuziehen und auch noch das letzte Stück Brot wegzunehmen? – Und, – um es hier sogar noch etwas deutlicher zu sagen: Nicht etwa die Obdachlosen, die Drogenabhängigen, die Huren, die Arbeitslose, die Armen oder die gegenwärtig oft so beargwöhnten und oft so übel beschimpften Flüchtlinge sind als störendes asoziales Gesindel zu bezeichnen, sondern vielmehr diejenigen Schwerreichen auf unserer Welt, die schon seit geraumer Zeit offenbar nichts Besseres zu tun wissen, als in den einzelnen Ländern dieser Welt immer mehr Streit um Ressourcen und „weiter auszubauende Standortvorteile“ in der Welt zu stiften, um dann im allgemeinen Durcheinander nur noch mehr Besitz und Macht an sich reißen zu können. Nicht etwa den armen, immer wieder unter dem falschen Beifall aufgehetzter Massen an den Rand gedrängten Minderheiten, sondern vielmehr den „ewigen Nimmersatts“ dieser Welt müßte unser ganzer Abscheu gelten und wir sollten diesen hochgradig anmassenden und arroganten Zeitgenossen somit auch nicht länger immer wieder unsere unterwürfige „Ehrerbietung“, – sondern in Wahrheit vielmehr unsere abgrundtiefe Verachtung für ihr inzwischen geradezu monströs verlogenes und obendrein auch noch in höchstem Maße destruktives und völlig undemokratisches Handeln zeigen!

Ich wiederhole daher nun am Ende noch einmal: Ich bin hier nur ein vorübergehender Gast auf Erden (und ich beanspruche daher auch niemals, irgendwelche Macht auf andere Menschen auszuüben), aber ich möchte ausnahmslos allen Menschen dazu raten, sich ebenso wie ich – besser als nur vorübergehender Gast auf Erden zu verstehen und – den vielen anderen Gästen ein ebensolches Gastrecht einzuräumen und immer wieder auch – klar entschieden einzufordern! – Schaffen wir dies ganz bewußt und in aufrechter Weise EINSAM und gemEINSAM, dann wird unsere Erde für uns alle mit Sicherheit ein viel freundlicher Ort werden und unser Leben – um Vieles wirklich Wertvolles – reicher.

(Aufsatz von W. Oesters; – am 10. Juni 2015 erstmals erschienen auf der zeitkritischen Webseite „achtgegeben.de“)

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