Sachsensumpf

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Interview mit Sachsensumpf-Opfer Mandy Kopp

Was Mandy Kopp als Minderjährige erlebte, kann man sich kaum vorstellen. Gefangengehalten und zur Prostitution zu gezwungen. Heute steht Mandy Kopp selbst vor Gericht wegen Verleumdung. Ihr Vergehen: Sie hatte damalige Täter identifiziert. Darunter Immobilienmakler, Juristen, ja sogar Richter und Anwälte sollen unter den Tätern gewesen sein.

Unglaublich, aber wahr. Die damaligen Opfer werden zu Tätern gemacht, während die wirklichen Täter von höchster Ebene aus geschützt werden.

Weitere Informationen kann man in Compact, Ausgabe 8/2013 nachlesen.

Übrigens, es gibt auf dieser Welt eigentlich nur eine Methode, ausgerechnet von mir mit Printerzeugnissen erwähnt und empfohlen zu werden: Eine freundliche Mail.
Und wenn das Erzeugniss dann auch noch lesbar ist, passiert das hier. So soll das Heft am Kiosk ausehen:

compact_cover

Okhams Rasiermesser und der Fall Mandy Kopp: systematische Kinderschändung in Deutschland

Okhams Rasiermesser und der Fall Mandy Kopp: systematische Kinderschändung in Deutschland

Samstag, 23.3.2013. Eifel. Ich finde, manche Dinge sind ziemlich einfach zu beurteilen – dank Ockhams Rasiermesser, hier zu finden bei Wikipedia:

Ockhams Rasiermesser (auch Prinzip der Parsimonie, lex parsimoniae oder Sparsamkeitsprinzip) ist ein heuristisches Forschungsprinzip aus der Scholastik, das bei der Bildung von erklärenden Hypothesen und Theorien Sparsamkeit gebietet. Es findet noch heute Anwendung in der Wissenschaftstheorie und der wissenschaftlichen Methodik. Steht man vor der Wahl mehrerer möglicher Erklärungen für dasselbe Phänomen, soll man diejenige bevorzugen, die mit der geringsten Anzahl an Hypothesen auskommt und somit die „einfachste“ Theorie darstellt. Es enthält ebenso die Forderung, für jeden Untersuchungsgegenstand nur eine einzige hinreichende Erklärung anzuerkennen.

Ich arbeite gerne mit diesem Messer,  um mich dem Wust an Propaganda, Irrlehren und systematisierten Wahnsinn zu entziehen, mit denen mich der Alltag überhäuft. Dabei komme ich zu überraschenden Ergebnissen, die viele meiner Zeitgenossen nicht teilen, weil sie eher einer systemtreuen Dogmatik folgen denn er reinen Wissenschaft. Nehmen wir mal ein paar Beispiele aus harmloseren Bereichen, bevor wir uns der politischen Wirklichkeit in Deutschland zuwenden.

Ufos zum Beispiel. Schauen Sie sich ruhig die Hypothesenberge der Systempresse an, die vielfältig belegen, das die Menschen etwas ganz anderes gesehen haben, als sie wirklich gesehen haben: Suchscheinwerfer, Rettungsballons, Vogelschwärme, Laserlichter, erfinderische Studenten, skurrile Wolken, militärische Geheimprojekte … die Hypothesen sind endlos.  Was wäre einfacher?

„Am Himmel sind Lichtphänomene beobachtbar, die die bekannte Leistungsfähigkeit menschlicher Flugkörper weit übertreffen“. Fertig, nächstes Thema.

Kornkreise – da wird es noch schlimmer: eine unsichtbare Rentner- und Spaßvogelarmee, kosmische Wirbelwinde, balzende Rehe, herabstürzende Luftwirbel – Hypothesen ohne Ende.

„In Kornfeldern bilden sich regelmässig seit Jahrhunderten komplexer werdende geometrische Muster, ihre Erschaffer verfügen über erstaunliche mathematische Kenntnisse und arbeiten absolut unbemerkt“. Noch keine Hypothese, aber ein Ausblick darauf, das die beobachtbaren Erscheinungen schon wieder die menschliche Leistungsfähigkeit übertreffen. Nächstes Thema.

„Nine-Eleven“. Wofür brauche ich mehr Hypothesen – für die Theorie, das ein nierenkranker Moslem mit guten Kontakten zur CIA aus einer Höhle in Afghanistan eine Anschlag auf New York organisiert hat … oder für die Theorie, das der Geldmachtapparat der USA ein Zeichen ähnlich des Angriffes auf Pearl Harbour setzen wollten, um seine Macht (wie zuvor angekündigt und danach geschehen) weltweit auszudehnen und nebenbei noch ein wenig „Cash“ an der Börse zu machen?

Berge von Hypothesen türmen sich bei Osama bin Laden auf – keine Frage bleibt übrig, wenn man auf jene Kräfte blickt, die schon mehrfach die totalitäre Macht in den USA ergreifen wollten – auch mit NS-ähnlichem Militärputsch. Nächstes Thema.

Jesus. Lange Zeit ein Rätsel für mich – dann las ich endlich das Neue Testament in altgriechisch und mir wurde vieles klar: es gab nur eine vernünftige Erklärung, wieso gerade dieser Wanderprediger einhundert Jahre später noch so im Bewußtsein der Menschen präsent war, das er sich gegen hundertfache Konkurrenz durchgesetzt hat: der hat durch vielfältige, echte Wunder beeindruckt, Wunder, die die Menschen davon überzeugten, das hier nur einer der Gottessöhne aktiv geworden sein kann. Sowas bleibt jenseits aller Predigten im Gedächtnis. Kurzum: Jesus war echt – aller Feuerbachschen Hypothesenberge zum Trotz.

Eine seltsame Welt, die sich da auftut – dabei arbeitet man rein wissenschaftlich, respektiert dabei die Tatsache, das die menschliche Erkenntnisfähigkeit eher begrenzt ist und keine Wahrheit schaffen kann … aber nach nüchterner Reflexion Aussagen über Wahrscheinlichkeiten treffen kann – und da ist ein wunderschaffender Jesus wahrscheinlicher als ein Volk, das sich ihn vor zweitausend Jahren kollektiv als Opium ausgedacht hat. Einfach mal nachdenken, wie viele unbewiesene Vorraussetzungen die letzte Behauptung nach sich zieht (das werden Bücher), während wir ansonsten nur eine Behauptung zur Erklärung brauchen: der konnte echt was. Es fliegen wahrscheinlich auch (noch) unbekannte Objekte durch unseren Luftraum, während unsichtbare Intelligenzen unser Felder verschandeln und eine Geldmachtelite den ganzen Planeten in ein Zuchthaus verwandelt – oder in ein Bordell, womit wir uns von der großen spannenden Welt der Metaphysik verabschieden und in die gemeine, niederträchtige Welt der deutschen Kinderschänderei abtauchen, dabei aber das Rasiermesser nicht aus der Hand legen wollen.

Aktuell macht der „Sachsensumpf“ wieder von sich reden – für jene, die sich nicht daran erinnern oder sich noch nie damit auseinandergesetzt haben, hier eine kleine Zusammenfassung aus dem Spiegel:

Mandy Kopp wurde vor 20 Jahren zusammen mit anderen Mädchen zur Prostitution gezwungen. Sie war damals 16 Jahre alt, hatte Stress zu Hause und landete unfreiwillig im Leipziger Bordell „Jasmin“. Sie wurde vergewaltigt, geschlagen, misshandelt. „Ich habe mich lange genug versteckt und geschämt.

Die Freier waren mutmaßlich Teil jener Personen und Geschehnisse, die unter dem Begriff „Sachsensumpf“ zusammengefasst werden. Ein Geflecht aus Korruption, Immobilienspekulationen und Waffengewalt, in das hochrangige Personen verstrickt gewesen sein sollen, bis heute sind die Hintergründe nicht aufgeklärt.

Unaufgeklärte Hintergründe? Ein Fall für das Rasiermesser.

Schauen wir erstmal in die Zeit aus dem Jahre 2007 – als der Fall noch frisch war:

Als sich später der oberste Korruptionsermittler der Leipziger Polizei der Sache annahm, wurde er suspendiert. Im Mittelpunkt dieses Teilskandals steht ein ehemaliger Leipziger Oberstaatsanwalt, Norbert Röger mit Namen, der 1993 aus Koblenz nach Leipzig gekommen war. Den Verfassungsschutzakten zufolge soll er sich – wie andere Politiker und Juristen – durch Bordellbesuche erpressbar gemacht und später Ermittlungen behindert und Prozesse vereitelt haben. Er selbst äußert sich nicht zu diesen Vorwürfen. Vor sechs Wochen, als die Anschuldigungen intern längst bekannt waren, beförderte ihn Justizminister Geert Mackenroth noch zum Präsidenten eines Amtsgerichtes, eine Position, in der er als unabhängiger Richter ein Disziplinarverfahren durch das Ministerium nicht mehr zu fürchten braucht.

Überraschend, oder? Da wird ein möglicherweise korrupter Staatsanwaltschaft durch seine Kollegen erstmal einer möglichen Strafverfolgung entzogen. Da bleibt einem schon mal das Brötchen im Halse stecken. Geer Mackenroth hatte auch sonst schon mal unangenehm auch sich aufmerksam gemacht, weil ihm wohl zu manchen Zeiten eine ganz andere Republik vorschwebte, siehe Netzzeitung:

Der Berliner Zeitung «Der Tagesspiegel» hatte der Richterbund-Vorsitzende am vergangenen Mittwoch gesagt, es seien «Fälle vorstellbar, in denen auch Folter oder ihre Androhung erlaubt sein können, nämlich dann, wenn dadurch ein Rechtsgut verletzt wird, um ein höherwertiges Rechtsgut zu retten».

Seine Äußerung hatten großes Aufsehen erregt und ihm außerdem eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingebracht.

Sehr ungeschickt hat er sich auch bei der Aufdeckung der Folterskandale in Sachsens Gefängnissen verhalten, siehe Wikipedia.

Ein Jahr später kommt es zu einem Freispruch für möglicherweise beteiligte Richter – einem seltsamen Freispruch, wie die Zeit anmerkt: die sächsische Staatsanwaltschaft kam schon zu einem Ergebnis, bevor die beteiligten Kinder überhaupt vernommen worden sind. Das erinnert einen daran, das Staatsanwälte in Deutschland immer noch weisungsgebunden sind.

Was Fakt war: es gab dort ein Kinderbordell. Fakt 2: der Betreiber des Kinderbordells kam mit einer erstaunlich milden Strafe davon – vier Jahre Haft für acht zerstörte Leben: schon das ist eigentlich ein Skandal, zu dem die Zeit den Täter selbst zitiert:

Das glimpfliche Urteil über vier Jahre Haft erklärte W. den Polizisten damit, „dass ich zu Freiern keine Aussage gemacht habe bzw. dass ich keine ‚dreckige Wäsche‘ wasche. So war es auch vereinbart gewesen im Vorfeld der Gerichtsverhandlung.“

Dafür bekamen andere die ganze Härte des Gesetzes zu spüren: die Journalisten zum Beispiel, siehe TAZ:

Das Urteil war unmissverständlich: 50 Tagessätze à 50 Euro für die Journalisten Thomas Datt und Arndt Ginzel. Weniger klar hingegen die Begründung, die Richter Hermann Hepp-Schwab vortrug. Kaum war er damit fertig, begann unter den zahlreichen Journalisten und Prozessbeobachtern das Rätselraten: „Wofür sind die jetzt verurteilt worden?“

Nicht einmal Verteidiger Steffen Soult verstand das sogleich, während Thomas Datt von einem „bizarren Urteil von unterirdischem Niveau“ sprach. Auch Hendrik Zörner, der Sprecher des Deutschen Journalistenverbands, nannte das Urteil einen „Einschüchterungsversuch“ und warnte, dieser „Dammbruch“ dürfe nicht Schule machen.

Tja, wofür waren die verurteilt worden? Für Journalismus. Das ist in Deutschland inzwischen strafbar … jedenfalls nach der Ansicht einiger Akteure in diesem Fall. Inzwischen wurden die beiden freigesprochen – dafür hat man sich jetzt die beiden Zeuginnen geschnappt.

Auch die Leiterin des Referates organisierte Kriminalität beim sächsischen Verfassungsschutz gerät laut TAZ ins Visier:

Laut Henneck hat Landesamtsvizechef Olaf Vahrenhold nicht nur ihre dringenden Hinweise und Aktenvermerke blockiert, sondern auch für die Parlamentarische Kontrollkommission und Landtagsanfragen wesentliche Akten vernichten lassen. Er habe sie, als sie krank war, überfallartig zu einer Vernehmung bei der Staatsanwaltschaft genötigt. Noch auf der Liege vor dem Transport ins Krankenhaus hätten er und Boos von ihr ein Geständnis des Geheimnisverrats erpressen wollen.

Mit unüberhörbarem Selbstmitleid, aber fester Stimme schilderte Henneck Einzelheiten der folgenden „Hexenjagd“ auf sie, mit der Politik und Justiz sie zur Alleinschuldigen am „Sachsen-Sumpf“ stigmatisieren wollten. Ein Mitglied des Untersuchungsausschusses wollte Henneck kein Wort glauben. Den früheren Innenminister Heinz Eggert (CDU) hätte die Staatsanwältin 1995 in die Nähe eines Kinderschänderrings gerückt.

Was haben wir hier nur vorliegen? Eine große Verschwörung von Journalisten, Polizisten, Verfassungsschützern und Opfern der Kinderprostitution in Deutschland … oder einfach nur eine Blick hinter die schmierigen Kulissen dieses Landes?

Lauschen wir doch einfach mal den Opfern, hier bei Frau TV vom WDR vom Juni 2012:

An diesem Tag wurde Mandy Kopp das erste Mal von dem Mann verprügelt, danach vergewaltigt. Der Mann war Michael W., ein ehemaliger Boxer. Er hielt in der Wohnung die Mädchen gefangen, vergewaltigte sie erst selbst und bot sie dann Männern an, die auf Kinder stehen. „Jasmin“ nannte er sein Privatbordell. Seine Freunde durften umsonst, wann sie wollten, so oft sie wollten. Die anderen Männer mussten zahlen, wenn sie eins der Mädchen vergewaltigten. Jedes Mädchen musste in der Woche 1000 DM abgeben. Sorgfältig wurden die „Einnahmen“ in ein Kassenbuch eingetragen. Keines der Mädchen schaffte die 1000 DM, aber die Schulden wurden auf die nächste Woche übertragen. Jede Woche häuften sich mehr Schulden an.

Erinnert irgendwie an das Schicksal der ganzen europäischen Union – immer mehr Schulden werden aufgehäuft, die irgendwann niemand mehr bezahlen kann … noch versteht man die Mechanismen, die zur Aufhäufung der Schulden geführt haben.

Den Prozess gegen den brutalen Zuhälter erlebte Mandy wie einen zweiten Alptraum. Im Gerichtssaal glaubte sie, ehemalige Freier aus dem „Jasmin“ wieder zu erkennen. Polizisten, Justizbeamte. Sie erstarrt vor Schreck. Aber 1994 fragte keiner nach den Kunden im „Jasmin“. Weder nach der Befreiung noch bei der Gerichtsverhandlung werden die Mädchen nach den anderen Männern gefragt. Den Mädchen werden Fragen gestellt wie „Hatten Sie schon vor dem Jasmin Geschlechtsverkehr?“ oder „Stimmt es, dass sie gerne geschlagen werden?“ Für die Mädchen ist der Prozess ein Alptraum. Sie werden weder bei ihren Aussagen, noch während der Verhandlungstage psychologisch betreut. Der Ex-Boxer wird nach einem kurzen Prozess zu vier Jahren Haft verurteilt. Vier Jahre für acht zerstörte Leben. Im „Sachsensumpf“ recherchieren Jahre später Journalisten der TAZ. Sie berichten über das fragwürdige Gerichtsurteil und über den Missbrauch von Minderjährigen durch Leipziger Staatsbedienstete. Bis heute konnte der Komplex „Sachsensumpf“ nicht vollständig aufgeklärt werden.

Ein erschreckender Blick auf Prozessführung in Deutschland – doch das ist noch nicht alles, siehe Zeit aus dem Jahre 2012:

Die ermittelnden Beamten wurden versetzt, das Kommissariat K26 wurde durchsucht und später aufgelöst. Gegen Georg Wehling, den ehemaligen Leiter, wurden seitdem mehrere Verfahren eingeleitet. Er ist noch immer oder schon wieder vom Dienst beurlaubt. Dieser Fall hat die Karrieren der Polizisten zerstört.

Kommissariat aufgelöst, Ermittler mit Verfahren überzogen … ohne Erfolg, wie die Zeit berichtet:

Beamte des Sächsischen Landeskriminalamts durchsuchen das von Georg W. geführte Referat 26. Die Abteilung wird aufgelöst. Keines der neun gegen den Polizisten gerichteten Dienst- und Ermittlungsverfahren führt zu einer Verurteilung oder Disziplinarstrafe.

Trotzdem bleibt die Abteilung aufgelöst – wo kein Kläger, da kein Richter.

Was bleibt übrig?

Nun – ein Kinderbordell in Leipzig … in dem niemand Kunde war. Niemand war gut betucht und niemand hat die Mädchen vergewaltigt, deren seelischer Zustand deshalb (nehme ich mal an) dann auch aus ungeklärten Ursachen katastrophal ist, siehe Zeit:

Mandy Kopp kennt alle Fluchtwege in ihrem Haus. Sie weiß, wie lange es dauert, aus dem Fenster hinaus auf das Dach zu klettern und von dort in den Hof zu springen, sie weiß, wie schnell sie beim Hinterausgang und von dort beim Auto ist. Neben jeder Tür liegt ein Holzknüppel. Wenn sie in ihren Keller hinuntergehen will, kollabiert sie.

Auf der einen Seite – ein zerstörtes Menschenleben. Auf der anderen Seite: ein zerstörter Ruf.

Was wiegt schwerer?

Nun – wir kennen aus Hannover ähnliche Zustände. Der beteiligte V-Mann hat sich mit dem Nachrichtenspiegel in Verbindung gesetzt, aber wir mussten leider absagen: wir kennen unsere Grenzen. Das Geld, diese Auseinandersetzung zu führen, haben wir nicht. Die Zeit haben wir auch nicht – und die Nerven erst recht nicht. Dafür gibt es bezahlten Journalismus.

Was wir haben, ist Ockhams Rasiermesser … und das Internet. Nehmen wir mal unseren Blick vom Sachsensumpf fort und schauen etwas weiter, dann stellen wir Seltames fest:

Kinderschänderringe gibt es in Spanien, Portugal und Belgien … wobei die Ermittlungen in diesem Land durch gewisse Merkwürdigkeiten verhindert wurden, siehe Wikipedia:

Laut der ZDF-Reportage Die Spur der Kinderschänder – Dutroux und die toten Zeugen von 2001 verstarben während der Ermittlungszeit nach Dutroux’ Verhaftung 27 Zeugen, die im Prozess aussagen wollten. Der Staatsanwalt Hubert Massa beging im Juli 1999 Suizid. Doch konnte kein eindeutiges Motiv geklärt werden. Es ist nicht auszuschließen, dass die verstorbenen Zeugen umgebracht wurden, um sie zum Schweigen zu bringen. 

Der Focus erwähnte in einem Artikel vom Januar 2013, das nur die Hälfte der Täter wirklich als pädophil einzustufen sind und spekuliert hilflos über die Motive der anderen Hälfte der menschlichen Monstren – was jedoch bei allen Hypothesen übersehen wird, ist die einfach Tatsache, das die Täter VIEL GELD HABEN.

Geld – und Macht.

Ich verstehe die Freisprüche gegen die beschuldigten Justizbeamten. Sie gehören zu einem Rechtsstaat dazu. Hier hat Ockhams Rasiermesser nichts zu suchen, hier arbeiten wir mit anderen Instrumenten der Wahrheitsfindung …. Instrumenten, die auch der Naturwissenschaft gut zu Gesicht stehen würden. Die Unschuldsvermutung ist für einen demokratischen Rechtsstaat ein unverzichtbarer Bestandteil einer gerechten Justiz.

Aber … und das wäre mein Appell an alle beteiligten Staatsanwälte, Richter und Polizisten: es gibt da doch auch reale Täter – und reale Opfer. Mandy Kopp ist AUF JEDEN FALL EIN OPFER … selbst wenn sich erweisen sollte, das sie sich geirrt haben sollte.

Wie soll eine aufgelöste Einheit den Sachsensumpf weiter untersuchen? Wie viele Kinderbordelle gibt es aktuell in Sachsen … oder in ganz Deutschland?

Welche Industrie haben wir hier eigentlich vor Ort, die sich mit der Verwertung von kleinen Kindern beschäftigt? Offensichtlich gibt es da eine.

Wieso kennen jene Richter, die den Täter so gnädig verurteilt haben, keine Gnade mit seinen Opfern – oder den Polizisten, Journalisten und Verfassungsschützern, die sich mit der ekelhaften Realität eines Kinderbordells in Deutschland beschäftigen mussten?

Darf ich meiner Verwunderung Ausdruck darüber verleihen, das niemand sich Gedanken darüber macht, das die Sozialpolitik in Deutschland durch die Einführung von Hartz IV zu steigender Heimunterbringung von Kindern in Deutschland geführt hat (mit Steigerungsraten von 36%, wir berichteten) … und ich einschlägigen Seiten entnehmen kann, das Zuhälter schon in Ende der sechziger Jahre diese Heime als Rohstoffquelle schätzten?

Muss ich zu dem Schluss kommen, das wir in Deutschland eine Kinderpornoindustrie haben, die in wachsendem Ausmaß einem finanziell hochpotenten Markt Frischfleisch zuführt – unter Mitarbeit eines politisch-wirtschaftlichen Sumpfes von gigantischem Ausmaß?

Focus berichtet im Januar 2013 unter Bezugnahme auf einen Artikel aus der „Welt“ davon, das Deutschland zum „Markt für Menschenhändler“ geworden ist, einem Markt, in dem die Opfer immer jünger werden und die Adoption gerne als Tarnung genommen wird.

Bei allem Verständnis für den Wunsch nach einer geschützten Ehre: sollte der Schwerpunkt der Ausgabe von Steuergeldern nicht eher bei der Verfolgung von Kinderschändern liegen als bei der Verfolgung der Verfolger und Opfer von Kinderschändern?

Nun – Ockhams Rasiermesser dürfte jetzt jedem bekannt sein. Einige seiner wundersamen Ergebnisse habe ich deshalb einfach mal vorausgeschickt. Jeder darf jetzt mal selber mit ihm herumexperimentieren … immer unter der Maßgabe, das wir hier keine Wahrheiten erarbeiten, sondern nur Wahrscheinlichkeiten ausloten.

Jenseits dieser Wahrscheinlichkeiten haben wir allerdings jedes Jahr 40 000 Mandy Kopps, die in Europa jedes Jahr zur Prostitution gezwungen werden – es werden beständig mehr und die Opfer werden immer jünger. Selbst deutsche Jugendämter arbeiten mit Hochdruck daran, das beständig mehr Kinder aus ihren Familien gerissen werden und dem Markt fortan als potentielle Opfer zur Verfügung zu stehen.

Wie wahrscheinlich ist es nun, dass dies alles auf Zufall beruht?

Oder steckt dahinter eine mächtige Industrie (und Allianz von Kriminellen), die frei schalten und walten kann – jenseits jeglicher Strafverfolgung?

Für welche Theorie brauche ich wohl weniger Hypothesen?

Gut, das Ockhams Rasiermesser nur (oft zeitlich begrenzte) Wahrscheinlichkeiten schafft – und keine Wahrheiten.

Sonst wäre das nämlich hier in diesem Deutschland des Jahres 2013 echt unheimlich.

 

 

 

Deutschland im Krieg – ein Sittengemälde aus dem Jahre 2012

Dienstag, 20.11.2012. Eifel. Nicht mehr lange, dann ist es soweit. Vier Wochen noch, dann ist das Ende der Welt da. Der Mayakalender läuft aus und dann ... erlischt die Dimension Zeit, explodiert der Planet, werden wir alle Engel oder stellen fest: "Oh, wir sind ja gar keine Maya".  Viele wollen aber wohl lieber Maya bleiben, denn am Weltuntergang wird mit Hochdruck gearbeitet - hier in Deutschland, gleich vor Ort. Wir wissen als kleine arme Menschen gar nicht mehr, wovor wir uns zuerst fürchten sollen: vor dem völlig von Plastik verseuchtem Planeten? Den ständig neuen unerklärlichen Rekordunwettern, die Atomkraftwerke und Megastädte zerschmettern? Vor der  langjährigen Wirtschaftskrise, die die europäischen Länder eins nach dem anderen zu Ramsch macht? Die Widergeburt des alten Unmenschengeistes im eigenen Land, der jedermann jederzeit kündigen und mit Entzug der Lebensgrundlage bestrafen kann? Die Vernichtung unserer natürlichen Lebensgrundlage durch eine energieintensive Spaßgesellschaft? Oder - noch schlimmer: vor der erbärmliche Inkompetenz und Führungsschwäche unserer hochbezahlten aber leider völlig uneffektiven "Leistungsträger", die jede Fürsogepflicht des Staates für "Sozialromantik" halten? Wir glauben nicht an den Weltuntergang im nächsten Monat. Ich auch nicht. Ich habe schon die ersten Geschenke für die Kinder gekauft, weitere sind in Planung. Denen noch eine Freude zu bereiten, ohne große Kredite aufzunehmen, kostet viel Arbeit und Mühe, wäre da schon doof, wenn kurz vorher der Vorhang fällt. Andererseits müssen wir sehen, das mit Hochdruck von allen Seiten darauf hingearbeitet wird - da wundert es nicht, das "Gäubige" aller Nationen Zuflucht ins Gebet nehmen, weil sie die Herrschaft des Antichristen deutlich vor Augen sehen.

Dienstag, 20.11.2012. Eifel. Nicht mehr lange, dann ist es soweit. Vier Wochen noch, dann ist das Ende der Welt da. Der Mayakalender läuft aus und dann … erlischt die Dimension Zeit, explodiert der Planet, werden wir alle Engel oder stellen fest: „Oh, wir sind ja gar keine Maya“.  Viele wollen aber wohl lieber Maya bleiben, denn am Weltuntergang wird mit Hochdruck gearbeitet – hier in Deutschland, gleich vor Ort. Wir wissen als kleine arme Menschen gar nicht mehr, wovor wir uns zuerst fürchten sollen: vor dem völlig von Plastik verseuchtem Planeten? Den ständig neuen unerklärlichen Rekordunwettern, die Atomkraftwerke und Megastädte zerschmettern? Vor der  langjährigen Wirtschaftskrise, die die europäischen Länder eins nach dem anderen zu Ramsch macht? Die Widergeburt des alten Unmenschengeistes im eigenen Land, der jedermann jederzeit kündigen und mit Entzug der Lebensgrundlage bestrafen kann? Die Vernichtung unserer natürlichen Lebensgrundlage durch eine energieintensive Spaßgesellschaft? Oder – noch schlimmer: vor der erbärmliche Inkompetenz und Führungsschwäche unserer hochbezahlten aber leider völlig uneffektiven „Leistungsträger“, die jede Fürsogepflicht des Staates für „Sozialromantik“ halten? Wir glauben nicht an den Weltuntergang im nächsten Monat. Ich auch nicht. Ich habe schon die ersten Geschenke für die Kinder gekauft, weitere sind in Planung. Denen noch eine Freude zu bereiten, ohne große Kredite aufzunehmen, kostet viel Arbeit und Mühe, wäre da schon doof, wenn kurz vorher der Vorhang fällt. Andererseits müssen wir sehen, das mit Hochdruck von allen Seiten darauf hingearbeitet wird – da wundert es nicht, das „Gäubige“ aller Nationen Zuflucht ins Gebet nehmen, weil sie die Herrschaft des Antichristen deutlich vor Augen sehen.

Wir befinden uns im Krieg – und gestern habe ich aus einer nicht näher zu bezeichnenden Quelle erfahren, das der Deal mit den Patriotraketen schon lange vorher geplant gewesen sein soll. „Man“ will wieder deutsche Soldaten im Krieg sehen. Nun – ich weiß – das sind Gerüchte. Angeblich sind die Raketen schon längst auf dem Seeweg, völlig am Parlament vorbei, weil es sich um eine „Hilfe zur Landesverteidigung“ handelt, das können Minister selbst entscheiden, so heißt es. Ich hätte dieses Gerücht nicht erwähnt, wenn es nicht eine gewissen Logik gäbe, eine Nachrichtenlogik, die es unterstützt. Man muss nur mal genau hinschauen: es gab gar keine allgemeine Anfrage der Türkei nach Hilfe, noch eine spezielle Anfrage nach Raketen. Wieso auch – die Nato hatte ja den Bündnisfall offiziell ausgeschlossen. Gab ja gar keinen Krieg – wozu also Soldaten entsenden? Und dann – plötzlich und überraschend – waren auf einmal die Raketen im Gespräch, noch BEVOR die Türkei auch nur „Pieps“ gesagt hat.  Die werden der Türkei ja geradezu aufgedrängt. Und was haben wir dann: deutsche Soldaten in der Türkei … jener Türkei, die gerade massiv gegen Israel hetzt, siehe Welt:

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat Israel am Montag als „terroristischen Staat“ bezeichnet, dessen Handlungen „Akte des Terrors“ seien. Außerdem schien er anzudeuten, Israel massakriere Zivilisten und Kinder im Gazastreifen, weil sie Muslime seien.

Wenn der jetzt ernst macht und – wie es aktuell üblich ist – den Terror mit Gewalt ausradieren will … dann kämpfen deutsche Soldaten wieder gegen Menschen jüdischen Glaubens.  Und das dies überhaupt möglich ist, scheint das Ergebnis einer langen Planung zu sein, siehe Focus:

Durch die derzeit laufende Bundeswehrreform soll die Zahl der Soldaten, die gleichzeitig in Auslandseinsätze geschickt werden können, von derzeit 7000 auf 10 000 erhöht werden.

Die öffentliche Debatte darüber, das wir eine Kolonialarmee aufstellen, ist an mir persönlich spurlos vorübergegangen. Entweder habe ich etwas schrecklich Wichtiges verschlafen … oder die gab es gar nicht, das wurde einfach über meinen Kopf hinweg beschlossen. Dabei soll ich doch der Souverän sein? Aber … der bin ich ja gar nicht mehr. Das steht wohl auch noch auf der Verpackung,  aber der Inhalt weicht – wie in unserer Kultur umfassen üblich – weit von der Werbung ab. Das war auch so gewollt. Guido Westerwelle hat das mal ausgeführt, siehe NRHZ

„…die eigentliche Frage bei der Debatte ‚schlanker Staat’ [ist] aus meiner Einschätzung viel grundsätzlicher. Es geht nämlich darum, wie wir eine Bewegung in Deutschland stoppen können, wo immer mehr Freiheiten und immer mehr Rechte beim einzelnen Bürger angesiedelt werden, aber immer mehr Pflichten und immer mehr Verantwortung beim Staat.“

Der Bürger an sich als Feind des Staates. Das war der Moment der Machtergreifung, das war der Moment, wo der Staat uns den Krieg erklärt hat … einen Krieg, dem allein letztes Jahr 10 000 Menschen infolge einer Totalsanktionierung zum Opfer gefallen sind, siehe Neues Deutschland. Wie in dem Artikel zu lesen ist, würde das Bundesverfassungsgericht einen solchen Umgang mit Asylbewerbern nicht erlauben. Hier will wohl jemand ganz bewußt neuen Rechtsextremismus auf breiter Front züchten, in dem er den Deutschen im eigenen Land zum rechtslosen Gesellen macht.

Auch unser Bundespräsident marschiert hier mit den Sturmtruppen der Unmenschengarde, siehe Holdger Platta beim Spiegelfechter:

Joachim Gauck hat die Sozialstaatsverpflichtung der Bundesrepublik gegenüber den Hilfsbedürftigen mit den Worten kritisiert: „Diese Reduzierung des Lebensglücks auf Wohlfahrt und Wohlstand halte ich nicht für kindlich, sondern für kindisch“. Die Forderung nach Wohlfahrt aller sei „Reduzierung des Lebensglücks“, sei „kindisch“? Ich meine: mit solcher Eiseskälte spricht kein mitfühlender Mensch, sondern ein Mann, der sich offenkundig eher als Steißtrommler der Nation versteht.

Derselbe Holdger Platta hat dementsprechend auch eine Antwort auf die Stille im Land, siehe scharf-links:

Von körperlich und psychisch kaputtverelendeten Menschen Aufstand zu verlangen; von Menschen, die vormals nie Solidarität und Ich-Stärke trainieren konnten, Bündnisfähigkeit zu erwarten und aufrechten Gang; von Opfern des kapitalistischen Systems Sympathie zu erwarten für eine System-Alternative, bei der die Opferzahl ebenfalls ins Zigmillionenfache geht; von Hartz-IV-Betroffenen revolutionäre Vorgeschichte in den Köpfen zu erwarten, die es niemals außerhalb ihrer Köpfe im Land tatsächlich gab; und Aktivitäten zu verlangen, die unbezahlbar sind für Menschen, die nichtmal mehr wissen, wie sie in der zweiten Monatshälfte das Obst für die Kinder bezahlen sollen: das ist etwa so rational, wie zu erwarten, daß fortan sich die Sonne um die Erde dreht! So realistisch, wie zu verlangen, daß alle Gesetze des Menschen, der Geschichte, der Natur sich verkehren ins Gegenteil!

Das wissen auch die Leistungsträger – will sagen, die Büttel der Putschisten. Die in Deutschland mühsam erworbenen demokratischen Strukturen werden mit groben Schlägen zerstört, das Übel der demokratischen Grundgesinnung eines an sich sehr friedliebenden Volkes wird an der wirtschaftlichen Wurzel zerstört. Wir haben schon längst wieder eine Kultur der Blockwarte und die offene Forderung deutscher Professoren nach einem Genozid an den armen, kranken und sonstigen überflüssigen Menschen dieser Gesellschaft, siehe Holger Platta in der NRHZ:

Heinsohns Vorschlag ist nicht mehr zu übertreffen an Menschenfeindlichkeit. Im Klartext fordert dieser Professor in FAZ und „Welt“ nichts anderes als den geplanten Völkermord, den Genozid an Millionen von Menschen in der Bundesrepublik. Sämtliche Zwangsarbeitslose, sämtliche Aufstocker, sämtliche Armutsrentner sollen Heinsohns Auffassung zufolge noch eine Gnadenfrist von fünf Jahren bekommen, dann sollen sie gefälligst krepieren.

Der merkt der deutsche Arbeitlose langsam, wie man sich ehedem als Jude in Deutschland gefühlt hat.

Die Entwicklung hat System. Man hat sehr viele Menschen mit ins Boot geholt, die gerade ihre Belohnung in Sachwerte umsetzen, siehe Manager-Magazin:

„Bei jeder neuen Hiobsbotschaft zum Euro steht bei uns ein neuer Lkw voller Bargeld vor der Tür“, sagt der Researchleiter des Maklerhauses Engel + Völkers auf einer Podiumsdiskussion zum Thema Immobilienblase. Der Satz sitzt. Selbst die Zuhörer in der letzten Reihe des Saals unweit des Berliner Reichstags ziehen verwundert die Augenbrauen nach oben. „Die Deutschen schwimmen im Geld“, legt Rieckhoff nach, „ganze Wohnblöcke werden aus der Tasche bezahlt“.

Ganz vorne mit dabei: die Helden eines immer schlechter werdenden Gesundheitssystems – die Ärzte. Eigentlich hinsichtlich der Finanzierung den Arbeitslosen gleichgestellt (ja, das zahlt alles der Steuer- und Beitragszahler), werden sie jedoch mit immensen Summen bedacht. Schon im Dritten Reich war die deutsche Ärzteschaft eine sichere Stütze der Macht, dem Euthanasiegedanken sehr zugetan, voller Freude über die unbegrenzten Möglichkeiten, die Konzentrationslagern ihren Experimenten boten. Leider ein vergessenes Kapitel der deutschen Geschichte, die sich vielleicht gerade wiederholt, siehe Thieme:

Laut der Berliner Umfrage weiß kaum ein Medizinstudent, dass sich die deutsche Ärzteschaft weit mehr als die Durchschnittsbevölkerung nationalsozialistisch organisiert hatte.

„Viele deutsche Ärzte haben sich im Ersten Weltkrieg bereits an energisches ,Durchgreifen‘ und Missachtung der Patientenrechte gewöhnt, schon lange vor 1933 den späteren nationalsozialistischen Herrschern bereitwillig, ja begeistert angedient“, schreibt der Arzt und Medizinhistoriker Till Bastian in seinem Buch „Furchtbare Ärzte“.

Auch am Massenmord an behinderten und geisteskranken Männern und Frauen beteiligten sich „ganz normale Ärzte“. Hitler bezweckte damit „das Ausmerzen nutzloser Esser“, die in Irrenhäusern verwahrt für das Reich von „keinem Nutzen“ mehr waren.

Das „Ausmerzen nutzloser Esser“ – heute auch ein Traum „bürgerlicher“ Kreise, der via „Sanktionen“ umgesetzt wird.

Und – nur um der Legende der „armen Ärzte“ vorzubeugen – hier das Ergebnis einer aktuellen Studie, siehe Welt:

Absolute Top-Verdiener sind die Ärzte. Mit einem durchschnittlichen Bruttojahresgehalt von 89.000 Euro stehen berufserfahrene Mediziner an der Spitze des Gehaltsreports.

Und demonstrieren trotzdem mit größtem Eifer für noch viel mehr Geld, das sie dem Steuer- und Beitragszahler aus der Tasche ziehen wollen. Und das bekommen sie auch.

Die Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen die Menschenrechte weist aktuell auf einen ungeheuerlichen Vorgang hin, der die politische Macht der Ärztekaste noch weiter ausbauen soll:

Mit einem unglaublichen Gesetzgebungsverfahren, das in der legislativen Geschichte der Bundesrepublik seines Gleichen sucht, will die Bundesjustizministerin, flankiert von den Justizministern der Länder, die psychiatrische Zwangsbehandlung von Personen, die unter rechtlicher Betreuung stehen, im Betreuungsrecht gesetzlich verankern.

Angesichts der bekannten Tatsache, das die Jobcenter zunehmend Arbeitslose in eigener Regie als „geisteskrank“ deklarieren, eröffnen sich hier interessante Verdienstmöglichkeiten für Ärzte und Pharmaindustrie. Hätte unser Gesellschaftssystem den Aufkleber „Drittes Reich“, so würden wir inzwischen alle Amok laufen – jedenfalls alle diejenigen, die nicht mit riesigen Bargeldhaufen um sich werfen, um die Mietpreise in Deutschland in unbezahlbare Höhen zu treiben. Da wir aber den Aufkleber „demokratischer Sozialstaat“ haben, schlucken wir das in aller Ruhe – obwohl unser Präsident und unser Aussenminister in aller Deutlichkeit gesagt haben, was sie von diesem Aufkleber halten.

Dabei werden auch die reicheren Schichten der Gesellschaft nur noch von Angst getrieben. Anders als jene, die schon am 15. des Monats nicht mehr wissen, wie sie die Ernährung ihrer Kinder bis zum Monatsende sicherstellen sollen, haben sie noch Zeit, Nachrichten zu lesen und zu verstehen: die gigantische japanische Volkswirtschaft stand dicht vor der Insolvenz, siehe Spiegel:

Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt ist das am höchsten verschuldete Industrieland. Die Staatsverschuldung beträgt laut Internationalem Währungsfonds mittlerweile 230 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Wenn das etwas geschieht, bricht unser kindisches Schuldnerkartenhaus weltweit zusammen. Da fühlt es sich schon gut an, einige Immobilien auf Kosten des Steuerzahlers auf die eigene Seite gebracht zu haben. Wir wissen alle, das die weltweite Finanzmacht nicht mehr zu kontrollieren ist. Mindestens 25 % aller Finanztransaktionen in Höhe von 67 000 Milliarden Dollar werden von ständig mächtiger werdenden Schattenbanken vorgenommen (siehe Spiegel). Von dem Geld könnte man 214 mal den deutschen Bundeshaushalt finanzieren –  und mutmaßlich somit sämtliche Staatshaushalte der Erde.  Aber diese Kapital wird nicht für die Menschen eingesetzt – sondern gegen sie.  Und wer das tut, darf mit Millionen rechnen, siehe Spiegel:

Der Ex-Chef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, darf seine umstrittene Millionenabfindung wohl behalten – selbst wenn er wegen Untreue oder Bilanzfälschung verurteilt würde.

Da wurden ja nur Milliarden und Abermilliarden von Steuergeldern versenkt – wen interessiert das schon. Die Bewegung, die immer mehr Rechte für den Bürger forderte, wurde ja erfolgreich gestoppt. Das hatte für Deutschland auf in anderer Hinsicht erstaunliche Konsequenzen, siehe Wikipedia:

In politischer Verantwortung des damaligen sächsischen Innenministers Thomas de Maizière wurde auf der Grundlage des Prüfberichtes vom 12. August 2005 trotz eines „Bezugs zur freiheitlichen-demokratischen Grundordnung in allen Fallkomplexen“ die Beobachtung der organisierten Kriminalität durch den sächsischen Verfassungsschutz zwar fortgesetzt, aber weder strafrechtliche Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft veranlasst noch das Parlament informiert. Aus dem Prüfbericht soll hervorgehen, dass der sächsische Verfassungsschutz bereits im zweiten Quartal 2005 von sexuellem Missbrauch von Kindern durch namentlich bekannte Leipziger Staatsanwälte und Richter Kenntnis hatte.

2007 gelangten die Akten des sächsischen Verfassungsschutzes zum Sachsensumpf an die Presse. Darin tauchten auch die Namen Niemeyer und Röger als mögliche Kunden des Kinderbordells auf. Die Staatsanwaltschaft begann wegen Strafvereitelung gegen Niemeyer zu ermitteln. Im Prozess von 2008 erklärten zwei der ehemaligen Zwangsprostituierten, dass es sich bei den hochrangigen Leipziger Juristen um ehemalige Freier im Jasmin handelte. Der verurteilte Zuhälter Martin Kugler sagte aus, dass seine Anwältin sich mit dem Gericht auf eine milde Strafe geeinigt habe, sofern Kugler keine „schmutzige Wäsche“ wasche. Diese Behauptung widerrief Kugler später jedoch. Die Staatsanwaltschaft hielt die Aussagen der Frauen für unglaubwürdig und stellte die Ermittlungen gegen die Juristen ein; beide erhielten Schmerzensgeld vom Freistaat Sachsen. Die ermittelnden Beamten wurden versetzt, das Kommissariat K26 aufgelöst. Außerdem wurden mehrere Verfahren gegen Georg Wehling, den ehemaligen Leiter von K26, eingeleitet. Er ist immer noch (oder wieder) vom Dienst beurlaubt.

Gegen die ermittelnden Journalisten wurde erfolgreich ein Strafverfahren durchgeführt (siehe TAZ), ebenso gegen die Zeugen (siehe Spiegel), in dem Zusammenhang engagierte Politiker werden staatsanwaltlich verfolgt (siehe Mafialand.de).

Das es in Deutschland eigentlich keine minderjährigen Zwangsprostituierten geben dürfte, fällt dabei fast völlig unter den Tisch. Wir sind ja geneigt, auch trotzdem noch an den deutschen Rechtsstaat zu glauben (und wer glaubt schon dem Verfassungsschutz, der hier im „Sachsensumpf“ einen direkten Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung sah). Wenn wir aber lesen müssen, das es ähnliche Vorfälle auch in Hannover gab (siehe Zeit), können einem schon Zweifel kommen.

In wie weit die organisierte Kriminalität Einfluss auf Justiz, Politik und Polizei in Deutschland hat, werden wir wohl nie erfahren.

Und die Gegenmächte gegen dieses Spiel – die „Opposition“?

Beteiligt sich am Kampf Staat gegen Bürger nach besten Kräften, siehe Spiegel:

Grüne, SPD und Linke wettern unisono gegen Minijobs – doch in ihren Abgeordneten und Wahlkreisbüros haben sie selbst Hunderte geringfügig entlohnte Beschäftigte angestellt. Wie aus einer internen Statistik der Mitarbeiterkommission des Bundestags hervorgeht, lassen die Parlamentarier der drei Oppositionsparteien 273 Minijobber für sich schuften.

Merkt man jetzt langsam, warum immer mehr Menschen ihr Heil im Gebet suchen? Hier wird aus der Not eine Tugend gemacht – alle uns bekannten weltlichen Gewalten werden GEGEN den Bürger eingesetzt. Das wurde öffentlich von Guido Westerwelle bekannt gegeben und letztlich von einer breiten Mehrheit von Politikern durchgesetzt.

Darf ich hier vielleicht auch nochmal den Focus zitieren – wahrlich kein Mitglied der „linken Kampfpresse“? Vor einem Jahr wurde auch hier ein „Sumpf der Macht“ beschrieben, ein hannoveraner Sumpf, in dem sich viele bekannte Namen tummeln: Karsten Maschmeyer, Gerhard Schröder, Christian Wulff, die Hells Angels, Jürgen Großmann von der RWE, Bert Rürup, Sigmar Gabriel, Phillip Rösler, Ursula von der Leyen und weitere Größen aus dem „Show-Business“ und der Medizin.

Als Portugal sich in vergleichbarer Lage befand, gab es die Nelkenrevolution. Der Sumpf der Kinderschänder scheint daraus gelernt und die Machtergreifung im größten europäischen Industrieland gründlicher angelegt zu haben.

Laut Angaben der größten sächsischen Zeitung, der „Freien Presse“ hatte ein Dresdener Anwalt Strafanzeige gegen unseren jetzigen Verteidigungsminister erstattet. Dort liest sich der Fall noch ungeheuerlicher:

Bisher geheimen Aufzeichnungen des Verfassungsschutzes zufolge sollen Politiker sowie hohe Justiz- und Polizeibeamte über Jahre in einen Skandal um Rotlichtkontakte, Amtsmissbrauch, Bestechlichkeit, Mord und Kinderprostitution verstrickt gewesen sein. De Maizière hat eingeräumt, in seiner Zeit als Landesinnenminister von 2004 bis 2005 von Ermittlungsergebnissen des Verfassungsschutzes gewusst, diese aber nicht weitergeleitet zu haben, „weil die Erkenntnisdichte zu gering“ gewesen sei.

Ein Leser des „Westens“ fordert ebenfalls eine Strafanzeige, angeregt durch einen Artikel über das offensive Verhalten unseres Verteidigungsministers hinsichtlich der türkisch-syrischen Krise. Dort erhalten wir auch einen Ausblick auf die Dimensionen, die dieser Vorst0ß ganz schnell entfalten könnte:

Kujat, der auch Vorsitzender des Nato-Militärausschusses war, betonte aber zugleich, dass der Bündnisfall nach Artikel 5 des Nato-Vertrages vom Nato-Rat bisher nicht festgestellt worden sei. Und selbst dann gebe es für die Bündnispartner „keine Automatik“. „Das Ganze birgt ein enormes Eskalations-Risiko.“ Die Gründe dafür seien die enge Verbindung von Syrien zum Iran, der israelisch-palästinensische Konflikt und der letztlich unkalkulierbare Fortgang des arabischen Frühlings.

„Ein enormes Eskalationsrisiko“ … billigend in Kauf genommen von jenen, die derzeit auch die bedrohliche Entwicklung im Sachsensumpf ignoriert haben. Und man muss  sehr vorsichtig sein, wenn man diese Zeilen schreibt. Immerhin forderte unser Verteidigungsminister schon 2009 eine strengere Kontrolle des Internet (siehe Wikipedia) – und das Schicksal von Zeugen, Journalisten, Polizisten und Politikern im Sachsensumpf mag zeigen, wie der deutsche Sumpf der Macht mit seinen Gegnern umgeht.

Vielleicht brauchen wir auch erstmal wieder einen heißen Krieg, um den Krieg gegen den aufmüpfigen Bürger ebenfalls eskalieren zu lassen. Gut – das ist jetzt schon ein sehr düsteres Sittengemälde unserer bundesdeutschen Gegenwart. Warum aber nur finde ich beständig genug Farben dafür … und nicht nur für Deutschland?

Zum Abschluss des Gemäldes noch ein Bericht aus dem Spiegel – bevor das wieder untergeht.

Flammendes Inferno in Dubai: Ein 34-geschossiges Wohnhaus brannte stundenlang lichterloh. Das Feuer loderte von der Straße bis zum Dach – Hunderte Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Nur 34 Stockwerke hoch, brennt licherloh … aber stürzt nicht zusammen. Am 11.9.2001 soll das in New York anders gewesen sein, bei einem viel kleinerem Brand – bei einem Ereignis, das im Prinzip jene Bewegung gegen den Bürger international in Bewegung gebracht hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Arbeitslose Frauen? Ins Bordell – per Gesetz. Das Vierte Reich als Korruptionskultur.

Wenn die ARGE - Pardon, das Jobcenter - ihre Tochter, ihre Enkelin oder Ihre Ehefrau zum Anschaffen ins Bordell schickt ... glauben Sie dann, das in diesem Land etwas nicht stimmt? Sie meinen, das ginge nicht? Oh, tut mir leid - da irren Sie. Das geht in diesem Land. Prinzipiell kennen wir keine Untergrenze bei der Zumutbarkeit von Beschäftigung, nur die Tragweite dieses Gesetzes ist noch nicht allen bewußt. Marcel Raschke, Leiter des Jobcenters Aachen, macht so etwas - und scheint das gut zu finden. Interessant, das die englischsprachige Presse das erstmal ausgeschlachtet hat: die sind halt sensibler, was das Dritte Reich angeht.

Wenn die ARGE – Pardon, das Jobcenter – ihre Tochter, ihre Enkelin oder Ihre Ehefrau zum Anschaffen ins Bordell schickt … glauben Sie dann, das in diesem Land etwas nicht stimmt? Sie meinen, das ginge nicht? Oh, tut mir leid – da irren Sie. Das geht in diesem Land. Prinzipiell kennen wir keine Untergrenze bei der Zumutbarkeit von Beschäftigung, nur die Tragweite dieses Gesetzes ist noch nicht allen bewußt. Marcel Raschke, Leiter des Jobcenters Aachen, macht so etwas – und scheint das gut zu finden. Interessant, das die englischsprachige Presse das erstmal ausgeschlachtet hat: die sind halt sensibler, was das Dritte Reich angeht.

Nun wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Obwohl Prostitution inzwischen ein achtbarer Beruf ist, gilt per richterlichen Beschluss, das man Frauen eigentlich nicht dorthin vermitteln sollte. Aber was sagt uns das in erster Linie? Das der Gesetzgeber sich nicht scheut, so etwas erstmal möglich zu machen. Es zeigt, von welcher moralisch verwahrlosten und verkommenen Art die Menschen sind, die dieses Gesetz erdacht und verwirklicht haben: steuerfinanzierte Bordellgänger und machtmissbrauchende Zuhälter. In Griechenland wird so etwas jetzt wenigstens öffentlich angespuckt, in Deutschland jedoch versuchen wir noch zu verstehen, was eigentlich gerade aus unserer guten alten Bonner Republik gemacht wird.

Eigentlich (ein Wort, das man eigentlich gar nicht gebrauchen soll) sollte ich über diesen Vorfall gar nicht schreiben. Er macht Angst – zumindest all jenen Frauen, die in die Abhängigkeit der Männer des Jobcenters rutschen können. Angst zu bekommen ist aber manchmal wichtig. Gehe ich in der Nacht durch den Wald und der Löwe brüllt, dann macht es viel Sinn,  in einen handlungsbereiten, aktiven Zustand der gesteigerten Aufmerksamkeit versetzt zu werden. Das eigene Leben könnte davon abhängen. Ich weiß, wovon ich spreche: ich habe so etwas persönlich erleben dürfen.

Nun bekommen wir ja gerade eine Beruhigungspille nach der anderen verabreicht – nur leider sind diese Pillen nur Plazebos. Das Märchen von der gesunkenen Arbeitslosigkeit in Deutschland ist genauso falsch wie das Märchen von der Eurokrise, doch sie tun kurzfristig ihre Wirkung. Das Märchen von der sinkenden Arbeitslosigkeit gibt der verharzten Frau die Hoffnung, das sie nicht ins Bordell muss, das Märchen von der Eurokrise erlaubt den Asozialen, 25 % Zinsen von Griechenland  zu kassieren. Ja – wie glauben Sie haben wir sonst in der Krise finanzielle Zuwächse für Kapitalanleger erzeugt? Wir plündern mit Lügen nicht nur die Arbeitskraft des eigenen Volkes aus, sondern auch die Nachbarvölker.

Wir sind schlicht und einfach KRIMINELL geworden. Das ist der Unterschied zwischen der Bonner Republik und dem Vierten Reich, das sich aus der Asche von BRD und DDR erhoben hat. Wir wohnen in einem ganz neuen Land in dem ein ganz anderer Wind weht. Kriminelle Banden haben im Zuge der Wiedervereinigung die Schaltzentralen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erobert – es ist fast wie in einem Krimi. Nur ist dieser Krimi nicht nach 90 Minuten zu Ende und hat auch kein Happy End. Wolfgang Hetzer, Leiter der europäischen Korruptionsbekämpfung, beschreibt dieses System in der Welt wie folgt:

Die Finanzwelt folgt der Logik der Mafia, nämlich der Orientierung am höchstmöglichen Gewinn bei minimiertem Risiko. Dazu werden alle Mittel eingesetzt, die Wirksamkeit versprechen, etwa in Kontakten mit Wirtschaft, Verwaltung und Politik. Die Vorstellung, dass die wirklich gefährliche Mafia sich durch Gewaltbereitschaft auszeichnet, ist naiv. Ihre große Gefahr ist ihr Einfluss, ihre Macht, indem sie Verbindungen aufbaut, korrumpiert, wirtschaftliche Gesetzmäßigkeiten zum eigenen, ungehemmten Vorteil umfunktioniert oder außer Kraft setzt. Das ist die Logik der Mafia.

Und wer denkt wie die Mafie, handelt wie die Mafia und aussieht wie die Mafia, der … ist halt auch eine kriminelle Vereinigung. Wolfgang Hetzer formuliert die Folgen deutlich:

Der Souverän nimmt die Dinge jetzt selbst in die Hand. Man glaubt den Politikern kaum noch. Die Menschen erkennen eine kleptokratische Kultur unter den Eliten.

Ausser natürlich in Deutschland, dem Heimatland der industriellen Massenvernichtung. Unsere Eltern und Großeltern haben den Horror noch live miterlebt – auf der Straße, nicht im Fernsehen. Hetzer zitiert auch bekannte Größen aus der Bonner Politik:

Norbert Blüm sagt, der Staat sei zum Schmierensteher von Zockern geworden. Jetzt muss der Zuhälter für das Treiben der Zocker einstehen. Er ist der Bürge der Milliardenverluste. Er bekommt die Rechnungen präsentiert. Und deutsche und französische Banken fürchten nichts mehr als den Staatsbankrott der Griechen, weil sie nämlich dann das viele Geld abschreiben und schwerste Verluste hinnehmen müssten. Also wird das noch vorhandene deutsche Steueraufkommen dafür eingesetzt, Leute rauszuhauen, die für die Lage, in der sie stecken, selbst verantwortlich sind.

Man sieht: erst verdienen die Gangster – Pardon, Bankster – an den Gerüchten über die Krise, dann verdienen sie an der Rettung des Landes, das sie in die Krise geredet haben. Hilfestellung leistet dabei ein langjährig gewachsenes Netzwerk von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, das dafür sorgt, das Promis jeder Art ihren Teil vom Kuchen abbekommen. 400 000 deutsche Millionäre fallen halt nicht einfach so vom Himmel, die wenigsten sind vom Typus des intelligenten tüchtigen Erfinders, der am Markt Glück gehabt hat. Die meisten bekommen einfach Riesenhonorare, können sich gegen den Reichtum gar nicht wehren, den sie aus eigener Kraft nie erwirtschaftet hätten.

In diesem Millieu darf es nicht verwundern, das mittlerweile Immobilienmakler Killer anheuern, um widerspenstigen Juristen einen Denkzettel zu verpassen, siehe Sachsensumpf. Das sind Dinge, mit denen man in Deutschland 2011 rechnen muss.

Das einzige, was uns noch zum Vierten Reich fehlt, ist jenes Ereignis, das die Lumpenelite braucht, um ihre Beute sicher ins Ausland schaffen zu können: wir brauchen einen Krieg.

Undenkbar?

Nach 66 Jahren Frieden in Europa ist ein neuer Krieg nicht vorstellbar? Das dachte man nach vierzig Jahren Frieden kurz vor dem Ersten Weltkrieg auch. War absolut unvorstellbar, das sie in dem kultivierten, zivilisierten reichen Europa nochmal ein Krieg etablieren konnte, niemand, der klaren Verstandes ist, hätte davon einen Nutzen haben können.

Trotzdem ist es passiert, es war der scheußlichste Krieg, den die Menschheit bis dahin erlebt hatte.

Wir sind aber schon in einem Krieg. Schon jetzt. 10000 Tote im Großraum Tripolis sprechen für sich, die Berliner Umschau benutzt das Wort Libyenkrieg ganz ungeniert. Ob das jetzt unser Sarajevo wird, das alternativlos zum Weltenbrand führt, kann man im Moment noch nicht sagen. Vielleicht greifen auch amerikanische Drohnen chinesische Hacker an … so ein Szenario wird ja gerade aktuell.

So hält man das Volk bei Laune. Die Frauen dürfen sich dann auf ihren Einsatz bei der „Truppenbetreuung“ freuen, die Männer dürfen an die Front. Deutsche Beamte machen das im Dienste des Konzerns EADS gerade vor.  Einsatzort: Saudi-Arabien. Kostenträger? Steuerzahler. Ein Zitat?

Mit dem Wissen der deutschen Beamten könnten die saudischen Sicherheitskräfte noch effizienter gegen die eigene Opposition vorgehen. Seit Monaten werden Demonstrationen in Saudi-Arabien gewaltsam unterbunden.

Und da glauben Sie wirklich, wer so denkt und handelt, würde Ihre Tochter nicht ins Bordell schicken? Schauen Sie sich die Gesichter der Täter in Politik und Wirtschaft einfach mal an: diese Knallchargen würden Ihre Tochter sogar freiwillig „einreiten“, wetten?

 

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