Roman Protassewitsch

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Bei dem einen ist es „Staatsterrorismus“, bei dem anderen ein kleinerer Fauxpas

NachDenkSeiten-Podcast

Jens Berger

Die mediale und politische Aufregung über die erzwungene Zwischenlandung eines Ryanair-Jets im weißrussischen Minsk kennt keine Grenzen. CDU-Politiker Norbert Röttgen spricht von „einem unfassbaren Fall Staatsterrorismus“, die EU bereitet bereits Sanktionen gegen Weißrussland vor. Das Hyperventilieren erstaunt. Als die USA 2013 Druck auf EU-Staaten ausübten, um das Dienstflugzeug des bolivianischen Präsidenten Morales zu einer Landung in Wien zu zwingen, um den an Bord vermuteten US-Dissidenten Edward Snowden zu inhaftieren, blieb jeglicher Protest aus. Stille herrschte auch nach einem vergleichbaren Fall im Jahre 2016, als die Ukraine ein Flugzeug zur Landung zwang und einen sich an Bord befindlichen Maidan-Kritiker festnahm.

„Wir schlagen den Feind mit seinen Waffen“

Ivan Rodionov.

Die Festnahme des Telegram-Bloggers Roman Protassewitsch ist zu einer deutschen und EU-Staatsangelegenheit aufgestiegen. Sanktionen gegen Weißrussland sind beschlossen. Was macht ausgerechnet Protassewitsch so schützenswert? Sein sensibles Wissen über die Geldkanäle und Schattennetzwerke des Regime Change? Und welche Leichen aus der Vergangenheit verbirgt der „freie Journalist“ in seinem Keller?

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