Rom

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Der Herr der Ringe: Gedanken zur Revolution in Deutschland und Europa

Die schwarz-rote Koalition ist noch nicht richtig im Amt, da fängt sie schon an, ihre Allmacht auszuspielen. Schön, wenn man alle Hebel der Macht in der Hand hat, oder? Da kann man so richtig "durchregieren". Erstmal wird die Legislaturperiode verlängert. Toll oder? Da hat man dann auch mehr von den jährlichen Diätenerhöhungen. Manchen reicht noch nicht mal die Diätenprasserei, sie wollen die Millionen sofort: kreative Pöstchenschaffung auf Staatskosten erleben wir gerade im Zusammenhang mit der Affäre Pofalla, ein Vorgang, der sogar für die konservative Grüne Göhring-Eckhard nach Versorgung riecht (siehe Spiegel). Nur zwei Häßlichkeiten einer ganzen Reihe von Absonderlichkeiten, die in diesem Jahr noch  zunehmen werden: absolute Macht ist nie gut.

Montag, 6.1.2014. Eifel. Die schwarz-rote Koalition ist noch nicht richtig im Amt, da fängt sie schon an, ihre Allmacht auszuspielen. Schön, wenn man alle Hebel der Macht in der Hand hat, oder? Da kann man so richtig „durchregieren“. Erstmal wird die Legislaturperiode verlängert. Toll oder? Da hat man dann auch mehr von den jährlichen Diätenerhöhungen. Manchen reicht noch nicht mal die Diätenprasserei, sie wollen die Millionen sofort: kreative Pöstchenschaffung auf Staatskosten erleben wir gerade im Zusammenhang mit der Affäre Pofalla, ein Vorgang, der sogar für die konservative Grüne Göhring-Eckhard nach Versorgung riecht (siehe Spiegel). Nur zwei Häßlichkeiten einer ganzen Reihe von Absonderlichkeiten, die in diesem Jahr noch  zunehmen werden: absolute Macht ist nie gut.

Diese Botschaft haben wir in den letzten Jahren gelernt, der Regisseur Peter Jackson hat sie uns nahegebracht in der Geschichte des kleinen Hobbit Frodo Beutlin, der den Zugang zur absoluten Macht vernichten musste: den Ring des dunklen Herrschers Sauron.  Mächtige Krieger, wahre Könige, engelgleiche Zauberer und Anderweltwesen meiden den Ring – weil sie wissen, dass sie seiner Macht – oder der Verlockung der Macht – nicht widerstehen können, nur Hobbits – Gestalt gewordene „kleine Leute“ können ihr länger widerstehen. Macht deformiert Charaktere – so die Botschaft dieses modernen Mythos.

Und doch brauchen wir Macht. Wir brauchten sie schon zu Anbeginn der Zeiten: ein Höhlenbär erlegt sich nicht von allein, der Zweikampf gegen den Säbelzahntiger ist wenig empfehlenswert – und im Krankheitsfalle ist der stärkste Krieger durch schwächste Feinde gefährdet. Wir wissen auch, wie wir Macht erlangen können, der Philosoph Hobbes hat eine ganze Staatsphilosophie zur Verteidigung des absoluten Monarchismus darüber geschrieben: wir wählen uns einen König, der unsere Kraft effektiv organisiert, um sie zu verfielfältigen.

Der Bibel zufolge warnte Gott schon die alten Israeliten vor diesem Schritt: das Problem ist schon seit Jahrtausenden bekannt: Könige sind teuer, bringen die Wirtschaft aus dem Gleichgewicht und im Extremfall fürchterlichen Terror über das Volk … wenn nicht sie selbst, dann ihre Erben.

Trotzdem sind sie im Kriegsfall unverzichtbar. Kriege bringen die Notwendigkeit effektiver Organisation mit sich – so brachte man den Säbelzahntiger zu Fall. Effektive Organisation kann sogar weit überlegene Feinde besiegen – in der Geschichte der disziplinierten römischen Armee findet man einige Beispiele dazu. Das Führen von Kriegen verlangt den Kriegshäuptling – also jemanden, der strategisch denken und taktisch handeln kann und so die Kraft des Stammes maximiert. Da Demokratien keine Kriege führen, brauchen sie keinen König und können sich der Frage nach zentraler Führung elegant entziehen … ebenso der Fragen nach den Gefahren der Korrumpierung durch die Macht selbst.

So war jedenfalls der Stand im 18. Jahrhundert – heute sind wir weiter. Im 21. Jahrhundert wissen wir, dass Demokratien Auftragsmorde ausführen lassen, Städte atomisieren und grundlos fremde Länder erobern (oder  mit einem Netz von Spionage überziehen) – und Deutschland marschiert ergeben mit. Wir haben die Kirchen bzw. die Religion aus unserem Alltag verbannt und sind in einen Zustand gefallen, der weit hinter dem Mittelalter zurückfällt: dort sorgte ein Gottesfrieden noch für zivile Kriegsführung, die sogar Angriffe auf Vieh verbot.

Wir erleben im 21. Jahrhundert auch neue Kriege: den Krieg der reichen Kaste gegen die Armen. Nun – der Krieg ist im Prinzip nicht neu, sondern einer der ältesten der Menschheit: es ist der Krieg des Adels gegen die Bauern (gerade jener Krieg sollte durch den Gottesfrieden gestoppt werden). Er ist nicht nur in der europäischen Geschichte zu finden, sondern weltweit zu beobachten – überall da, wo komplexere gesellschaftliche Organisationen die gezielte Anhäufung von Tauschmitteln erlaubt, die eigentlich der Allgemeinheit den Handel erleichtern sollte, aber von raffinierten kriminellen Egomanen zur Selbstbereicherung missbraucht werden.

Der Reiche raubt dem Volk die Tauschmittel, um sie für sich selbst zu horten – einfach so, aus Spaß. Gerne baut er um seinen Hort auch eine Burg, um die Beute vor dem Volk in Sicherheit zu wiegen, kauft sich Waffen und Männer für das Geld (und Frauen, die die Männer „unterhalten“), mit denen er dann bei den Bauern noch zusätzlich umsonst einkaufen geht, um seinen Hort zu schonen: so gebiert man Drachen, die einst Menschen waren. Das Verbot der Prostitution greift hier zentral an die Ausübung von Macht an – selbst wenn alle das freiwillig machen: ohne Huren werden die Söldner schnell unmütig, gehen nach Hause zu ihrer Frau. Mit Huren marschieren sie weiter.

Die so gewachsenen reichen „Familien“ stellen gemäß der Theorie eines amerikanischen Historikers (den habe ich schon mal zitiert, aber gerade nicht greifbar) eine zentrale Gefahr für den Staat dar – in Wirklichkeit ist die ganze Geschichte der Menschheit die Geschichte des Kampfes des Königs gegen die Räuberfamilien und der Räuberfamilien gegen den König.

Das ist heute nicht anders. Auch Deutschland respektiert als Demokratie die Notwendigkeit zentraler Führung in Kriegszeiten, darum haben wir nicht nur ein Parlament, sondern auch eine Kanzlerin mit Weisungskompetenz. Das hilft uns nur beim Kampf der Reichen gegen die Armen nicht weiter, wenn die Reichen über die Finanzierung der Parteien, die Gleichschaltung der Presse (dazu habe ich etwas bei Neopresse geschrieben), den Druck durch große Verbände, die Gleichschaltung von Führungspersonen durch Boni und Diäten (gewonnen durch den Raub an Tauschmitteln) und die Beschleunigung der Enteignung des Mittelstandes (läuft gerade mittels Preisen, Steuern und Gehaltsverzicht … natürlich alles freiwillig) die Herrschaft über die Meinung des Kanzlers sichern … und zur Not einfach einen Neuen erstellen. Wie das geht, hat man beim Bundespräsidenten Wulff gesehen, dem man seine Bankenkritik nie wirklich verziehen hat.

Doch was ist nun zu tun? Nun, folgen wir dem amerikanischen Historiker, ist mal wieder Zeit für einen König – oder besser gesagt: Volkskaiser. Es herrscht Krieg – zudem gegen eine materielle Übermacht: der läßt sich nur durch einen Kaiser gewinnen, einem militärischen Genie, dass die Schwachen vereint, um die Starken in die Schranken zu weisen – nur so sind die mächtigen Familien im Zaum zu halten. Eine Person, die die Macht von Millionen auf sich vereinigt und keinerlei Abhängigkeiten mehr unterliegt außer ihrem eigenen Gewissen, eine Person, die innerhalb kurzer Zeit durch ihre Verbände gesellschaftlichen Druck ausüben kann, der dem reichen Feind weh tut.

Die Ziele, die verfolgt werden müssen, sind klar: sämtliches Grundeigentum muss in die Hand der Eigentümer zurückgeführt werden: das ist die Gesamtheit der Deutschen. Eine Ausschlachtung des Landes und seiner Landschaften zugunsten der Räuberbarone muss aufgehalten und zurückgebaut werden.

Sämtliche Tauschmittel müssen in die Hand der Eigentümer zurückgeführt werden: das ist die Gesamtheit der Deutschen. Ihnen gehört das Geld, sie garantieren mit ihrer Arbeit für den Wert des Geldes, den Derivatezauberer mit 60 Billionen Euro Zaubervolumen massiv in Gefahr bringen. Eine Verstaatlichung und Dezentralisierung des gesamten Bankenwesens ist unumgänglich.

Sämtliche Parteien im Bundestag gehören umgehen verboten, aufgelöst und mit massiven Strafzahlungen handlungsunfähig gemacht. Grund: durch Fraktionszwang haben sie die unabdingbare Unabhängigkeit des Abgeordneten in Gefahr gebracht, SPD, CDU, CSU und FDP haben im Rahmen der Parteispenden ein Ausmaß an krimineller Energie gezeigt, dass sie als kriminelle Organisationen gelten sollen.

Neuwahlen müssen zügig ausgeschrieben werden, um ein parteifreies Parlament zu wählen. Programmbündnisse sind zulässig (einmal abgesehen davon, dass die Organisatoren des alten Parteienkartells ihr passives Wahlrecht verlieren – aus kartellrechtlichen Gründen).

In Folge massiver Staatsverschuldung gehört die Bundeswehr aufgelöst, 50 % des Geldes wird in friedenstiftende und sympathieerzeugende Maßnahmen gesteckt, der Rest geht für Schuldenabbau drauf. Wir sind so pleite, dass wir uns militärische Protzerei nicht mehr leisten können. Ebenso gehört die Nato aufgelöst: der Feind ist tot, Deutschland hat in diesem Bündnis nichts mehr zu suchen – noch können wir es uns momentan finanziell leisten.

Dringend brauchen wir Konzepte für die offensive Gestaltung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zukunft, Billiglohnland zu werden, reicht nicht aus, dieses Land auf Dauer durchzubringen: das wissen wir schon jetzt. Führendes Beispiel für eine lebenswerte Zukunft zu werden, schon: hier liegen ganze Welten brach, die es zu erobern und gestalten gilt. Das Land, das demokratische Ideale verwirklicht anstatt sie nur zu predigen könnte Beispielcharakter für die ganze Welt haben, Kirchen, Kommunisten und Idealisten würden es lieben.

Es gilt auch, die politische Landschaft zu verändern: 50 % der Sitze können durch direkte Abgeordnete vergeben werden, 50 % gehen an die Programmbündnisse, die für ihr Programm vor Ort die meisten Stimmen (nach dem Direktkandidaten der Konkurrenz) geholt haben: Listen von Lieblingspolitikern, die von den Räuberbaronen gepflegt werden, gehören so der Vergangenheit an.

Merkt man, wie groß die Widerstände der „Besitzständler“ werden würden? Das kann nur ein absoluter Herrscher durchsetzen – wie schon immer in der Geschichte. Hitler war so einer … und hier sehen wir gleich das Problem. Zwar hatte dieser Mann die Macht, die Räuberbarone in die Schranken zu weisen (wie auch Mussolini die Mafia kleingehalten hat), aber wie alle absoluten Herrscher wird er durch die Korruption der Macht selbst zum Drachen (und so dem Feind immer ähnlicher) und es gibt es nichts, was ihn aufhalten könnte … außer einer Allianz der Räuberbarone, die wir als Bürger dann wieder freudig begrüßen werden, wie wir zuvor den Führer begrüßt haben.

Ich denke: so wird es auch kommen. Wenn die Derivatenblase allein der Deutschen Bank platzt, sind wir für die nächsten hundert Jahre hoch verschuldet, während die Täter auf den Bahamas die Sonne genießen. Es wird Hunger geben, tote Kinder auf den Straßen, dann kommt der Zorn, dann der Führer mit seinen Uniformen. Mit etwas Glück wird es ein Napoleon. Mit etwas Pech ein Hitler. Wahrscheinlich aber irgendein Cäsar – war im alten Rom schon das Ende der Republik.

Das gilt natürlich nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa, ebenso für die USA.

Wie das enden wird, wissen wir auch: je kräftiger der Charakter, umso schneller wird er von der Macht (und dem Geld) korrumpiert  – und wird selbst zum Räuberkönig. Nicht schwer, so etwas vorauszusagen, wenn man mal ein Geschichtsbuch in der Hand hatte.

Nun – es muss aber kein starker, weiser, kräftiger Mann sein. Wir könnten jeden Tünnes mit Supermacht ausrüsten: er würde die Räuberbarone automatisch in die Schranken weisen. „Frodo for President“ war kein Hippiescherz, sondern gut durchdacht. Allerdings scheiterte auch Frodo – zuletzt war es sein tumber treuer Diener Sam, der fast durch Zufall die Welt rettete.

Würden wir es überhaupt schaffen, uns auf einen Volkspräsidenten, eine König, einen Kaiser auf Zeit zu einigen?

Manchmal kommt es mir so vor, als hätten wie einen König geköpft, um eine Million neue zu bekommen: gerade auf Seiten des linken Spektrums finde ich täglich neue Führer, die gerne andere ihre Arbeit machen lassen würde. Die würden sich nie hinter einen Kriegshäuptling stellen, der notwendige Schritte in verfahrener Situation einleitet … es sei denn, sie wären selber dieser Häuptling (mit US-Sportwagen ausgestattet, versteht sich). Menschlich verständlich und Ausdruck großer gedanklicher Souveränität, leider völlig uneffektiv im laufenden Krieg, der von den Reichen in die Gesellschaft hineingetragen wird und bald zum Sieg des neuen Adels führen wird: schon jetzt wird er uns als „Promi“ dauernd vor die Nase gehalten und täglich tausendfach als „besserer Mensch“ präsentiert, hat er einen Ski-Unfall, hält die Nation den Atem an.

Eher ist mit einer weiteren Zersplitterung der progressiven gesellschaftlichen und kulturell kreativen Kräfte zu rechnen: die Räuberbarone wissen, dass der Kaiser sie wieder in die Schranken weisen könnte – sie haben ihre römische Lektion gelernt und ergreifen schon heute durch gezielte Eingriffe in die Meinungsbildung Maßnahmen, jeglichen Widerstand zu zersplittern oder durch geschickte Implementierung von Agenten und Falschinformationen mit dem ultrarechten Lager zu verquicken … was sie gerade sehr erfolgreich tun, weil viele einfach nur noch dümmliche Parolen brüllen und sich kaum bewusst darüber sind, in welchen Argumentationsketten sie gerade eingeflochten werden.

Zur Not reicht aber auch der Wink mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag: dem Äquvalent des Entlassungsbriefes aus der Sklaverei der Leiharbeit oder der staatlichen Arbeitslosenverfolgungsbehörden.

Wer sich Gedanken über Revolution macht, muss ich Gedanken über die Rekrutierung, Aufstellung und Führung eigener Verbände machen, die auch ohne die Anwendung von Waffengewalt genügend Druck ausüben können, das Land von seinen Besatzern zu befreien und den laufenden Wirtschaftskrieg zu beenden. Solche Strategien gibt es, sie können sehr erfolgreich sein – sind aber nicht frei von menschlichen Opfern. Sie sind auch nicht immer legal  – aber das ist ein Krieg der Reichen gegen die Armen genau genommen auch nicht.

Wer sich Gedanken über Revolution macht, muss sich aber vor allem eine Frage stellen: wie schütze ich meine Revolutionäre vor dem bösen Willen des einen Ringes, wie sorge ich dafür, dass die Macht sie nicht korrumpiert und sie selbst  – als zum Beispiel als Politkommissare einer Roten Armee – an die Stelle der Räuberbarone treten.

Rote Räuber klauen nicht weniger als schwarze, grüne nicht weniger als gelbe.

Frodos sind selten in unserer Zeit, Sams fast ausgestorben: an Schicklgruberns („Hitler“ war ja nur der Künstlername) haben wir wahrlich keinen Mangel, davon gibt´s in jedem Mietshaus drei … und einer von ihnen wird in den nächsten dreissig Jahren das Rennen machen. Vielleicht aber schon 2018, wenn die Groko in ihrer unermesslichen Weisheit und völlig durch ihre ungegrenzte Macht beschließt, die Legislaturperiode nochmal um dreissig Jahre zu verlängern, weil die Erfahrung der Erschaffung von teuren Pöstchen aus dem Nichts (creatio ex nihilo) einfach zu schön ist.

Man kann sich hier aber einfach mal selbst fragen: wie schnell steht man stramm, wenn das Geld winkt?

Ab 100 Euro? Ab 1000? Ab 10000 – im Monat? Oder erst ab 100 000 000 Euro? Kein Problem, jede Summe ist denkbar: die modernen Räuberbarone erschaffen Geld wie Pöstchen aus dem Nichts.

Oder bleibt man auch angesichts einer Bonuszahlung von 1 000 000 000 Dollar ein kleiner, bescheidener Gärtner, der nur im Kreise seiner Kinder friedlich alt werden und seinen Blumen beim blühen zuschauen möchte?

Von diesen Gärtnern brauchen wir eine Armee von 8 Millionen Mann – damit kann man den Angriff der Superreichen in Deutschland wirksam aufhalten, für
Europa braucht man mehr. 100 000 allein jedoch … wären erstmal zu wenig. Es sei denn, sie bilden das Offizierscorps … zu dem die Sams dieser Welt wenig Lust haben. Gerade das macht sie ja so liebenswert und vertrauenswürdig und – wenn wir dem Mythos folgen wollen – so geeignet, eine Zeit lang die Last der absoluten Macht zu tragen, ohne selbst von ihr in Besitz genommen zu werden.

 

 

 

 

 

 

 

3.Oktober: Tag der deutschen Einheit. Ein Trauerspiel.

Feiertag. 3. Oktober 2013. Eifel. Heute ist er wieder da, der "Tag der deutschen Einheit". Es werden Reden geschwungen, Lobeshymnen gesungen, Orden verliehen: das System feiert seinen größten Triumph: die Vernichtung der Bundesrepublik Deutschland. Die ostdeutsche Kanzlerin hat gerade mal wieder einen fulminanten Sieg eingefahren: 99,9% aller aufrechten Deutschen haben sie gewählt. Dem Sieg im Wege stehen nur noch ein paar kleine Überbleibsel der alten demokratischen Ordnung aus den Zeiten der Bonner Republik: die Tatsache, dass die Mehrheit der Abgeordneten im Wahlkampf Position gegen Angela Merkel bezog:, allen voran Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten.

Feiertag. 3. Oktober 2013. Eifel. Heute ist er wieder da, der „Tag der deutschen Einheit“. Es werden Reden geschwungen, Lobeshymnen gesungen, Orden verliehen: das System feiert seinen größten Triumph: die Vernichtung der Bundesrepublik Deutschland. Die ostdeutsche Kanzlerin hat gerade mal wieder einen fulminanten Sieg eingefahren: 99,9% aller aufrechten Deutschen haben sie gewählt. Dem Sieg im Wege stehen nur noch ein paar kleine Überbleibsel der alten demokratischen Ordnung aus den Zeiten der Bonner Republik: die Tatsache, dass die Mehrheit der Abgeordneten im Wahlkampf Position gegen Angela Merkel bezog:, allen voran Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten. Im Prinzip würde das heißen: Merkel ist abgewählt – doch die Medien haben diesmal alles unternommen, um das überhaupt nicht zur Sprache zu bringen (siehe Neopresse): der Verlust der Stimmenmehrheit im Parlament wurde gar nicht zu Kenntnis genommen. Merkel ist Kanzlerin und wird es auch bleiben: die Lumpenelite Deutschlands will das so, sie stört so herrlich wenig beim ganz großen Abkassieren, ja, man darf auch ihre Kosten sogar im Kanzleramt seinen Geburttag feiern – das ist wie KIndergeburtstag bei McDonalds.

Der Urnenpöbel und das Lumpenproletariat stimmen in den Siegeschor ein, denn DOITSCHLAND ist wieder wer. Deutsche Soldatenstiefel sind wieder weltweit zu vernehmen und haben durch ihren engagierten Einsatz dafür gesorgt, dass der weltweite Krieg gegen die Drogen haushoch verloren wurde (siehe Yahoo): dank unserer Streitkräfte steht der von den Taliban vernichtete Mohn wieder in voller Blüte, in Deutschland selbst herrscht wieder der alte deutsche Geist: Arbeitslosigkeit (also: die Weigerung für entwürdigenden Mickerlohn entfremdete und gesundheitsschädigende Arbeit zu leisten) ist strafbar geworden, eine eigene Behörde mit Sicherheitsdienst vor den Türen, eigenen Ermittlungs- und Inkassoabteilungen wacht darüber, geleitet von einem Oberst der Bundeswehr, der ganz gezielt die ganz Behörde in einen nach militärischen Gesichtspunken funktionierenden Apparat umbaute. 42 Millionen Datensätze sind so jenseits der Proteste von Datenschützern gesammelt worden: die Qualität der Daten, die dort gesammelt werden, ist intimer und sensibler als alles, was Volksbefragungen je anrührten.

Aber was stört uns das? Die NSA hört jeden von uns ganz gezielt ab, wir gehören zu den Spitzenfeindländern und der Umgang mit diesem Thema seitens der Regierung und der Oppositionsparteien hinterließ den Eindruck, dass man sich damit abgefunden hat, hier nur noch Verwaltungsaufgaben für den „Großen Bruder“ zu übernehmen, an den wir uns immer mehr angleichen: 15 – 19 Millionen Einwanderer leben momentan in Deutschland, jedes Jahr kommen eine Million dazu – nicht mehr lange und wir gleichen den USA aufs Detail. Vielleicht bekommen wir deshalb bald auch US-Sirenen für unsere  Streifenwagen.

Der Müll wird in Deutschland schon mal weggeräumt, Rollstuhlfahrer werden mit Polizeigewalt vor aller Augen nackt aus der Saune abgeführt (siehe Rollingplanet), ihr Anblick stört das Lumpenproletariat und den Urnenpöbel beim doitsch sein.

Was feiern wir eigentlich heute? Die feindliche Übernahme unserer Brüder und Schwestern aus der DDR? Die nächsten dutzend Generationen werden dafür bluten müssen: wir hatten überhaupt kein Geld für diese Übernahme, die geschah auf PUMP – und deshalb hat Ackermann heute freien Zugang zur Kanzlerin. Dort haben wir angefangen, Schulden in Billionenhöhe aufzuhäufen – und es werden jedes Jahr mehr. Dafür haben wir ein Verbrechen begangen: Raub in großem Umfang und die Zerstörung einer andersartigen Kultur ohne Rücksicht auf die dort in vierzig Jahren gewachsenen Strukturen. Wo sind sie denn alle geblieben, die „volkseigenen Betriebe“? Nun – dort, wo auch unsere Eisenbahnerwohnungen sind, unsere Post, unsere staatlichen Betriebe: verschebelt an Superreiche, die ihren Reichtum dadurch enorm mehren konnten … zum Wohle DOITSCHLANDS – und zum Schaden seiner Bevölkerung.

Und während der Osten seinem Besitz nachtrauert, trauern wir unserer Bonner Republik hinterher, jenem Land, das nicht perfekt war, sich aber auf einem guten Weg befand: Kant´s Traum einer Hinwendung der Welt zum Ewigen Frieden war in den Bereich des Möglichen gerückt.

Jetzt ist er ferner denn je. Die Abgeordneten wurden ruhig gestellt, ihre Diäten wurden einfach mal verdoppelt, durch Nebeneinkünfte Millionär zu werden ist möglich, UN-Konventionen gegen Korruption werden einfach nicht unterzeichnet, 5000 Lobbyisten sorgen für den parlamentarischen Gleichschritt: wir sind ganz offiziell Bananenrepublik geworden, in der jetzt auch die ersten Gerüchte über Wahlfälschung aufgetaucht sind (siehe u.a. Thomas Lachetta).

Wir brauchen aber gar keine Wahlfälschung – die SPD sorgt schon von selbst für den richtigen Kurs: sie hätten anstatt den Steinbrück die Merkel auf die Plakate kleben sollen – wer SPD gewählt hat, wird bald zu den treuen Unterstützern von Angela Merkel gehören. Die Unterstützung hat sie auch bitter nötig, denn laut Ackermann hat die Merkel von Wirtschaft überhaupt keine Ahnung (gefunden bei: Die Elefantenmacher, Lambrecht/Müller) – die kann noch nicht mal Brutto von Netto unterscheiden: die ideale Kanzlerin für die Lumpenelite, endlich mal jemand, der so eingeschränkt denkt, wie das Volk, das er regiert.

Die Chance, den politischen Kurs des Landes mit der Mehrheit der Antimerkelfraktion im Bundestag zu ändern, wird gar nicht mehr wahrgenommen: in Folge zu geringer Entsozialisierungen ist ein Resthäufchen von Ostlingen übrig geblieben und hat es mit Westhilfe in den Bundestag geschafft: die LINKE schwimmt immer noch als lästige Fliege im bundesdeutschen Einheitsbrei. Wir mögen aber den Ostling nicht, er ist und bleibt der häßliche Pickel im Gesicht der Koalition der Abräumer und wird es auch bleiben, wenn man ihn nicht in die Einheitspartei integriert – was ohne Zweifel irgendwann der Fall sein wird. Erste Porschefahrer sind dort schon gesichtet worden, feine Anzüge haben Hochkonjunktur: es wird nicht lange dauern, bis auch sie den parlamantarischen Gleichschritt übernommen haben und erkennen, dass die Herrschaft der Lumpenelite so gefestigt ist, dass man sie als alternativlos bezeichnen kann.

Möglicherweise wird man in Zukunft sehen, dass es die letzte Chance gewesen ist, Deutschland von seinem finsteren Kurs abzubringen, der nur noch durch große Lügen aufrecht erhalten werden kann: die Lüge von der nicht vorhandenen Arbeitslosigkeit, die Lüge von der enormen Wirtschaftskraft des Landes, die Lüge von dem Reichtum und dem Erfolg unserer Bürger. Gemessen an den Normalstandards der sozialen Marktwirtschaft haben wir eine Arbeitslosigkeit von über 60 %, der sozialversicherungspflichtige Vollzeitjob von dem ein Arbeiter eine vierköpfige Familie ernähren kann ist eine absolute Rarität geworden, unsere Wirtschaft lebt nur noch durch die billigen Preise, die wir dank Euro im Ausland haben und unsere realen Staatsschulden übersteigen unser Vermögen bei Weitem.

Warum das keinen stört? Nun – Brot und Spiele: das war die Botschaft des alten Rom. Man hat sie nicht vergessen. Wie haben dafür Autos, Privatfernsehen, Urlaub, Bier und Sex (an jeder Ecke, sogar bei der Werbung für Autoreifen) – und das ist alles, was das Lumpenproletariat begehrt. Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit, Sicherheit und Wohlstand sind ihnen egal, solange sie sich als Herrscher der Welt fühlen können, die jedes Jahr einmal im Ausland ihre Überlegenheit demonstrieren dürfen.

Das ist die schreckliche Wahrheit hinter diesem Tag, an dem die Vernichtung der alten Bundesrepublik gefeiert wird und man als Lohn einen Tag frei von der Arbeitsfron bekam: in Deutschland haben Lumpenelite und Lumpenproletariat wirklich eine Mehrheit. Letztere ist so dumm geworden, das Erstere sich hemmungslos bedienen und danach ins Ausland absetzen können, während hier der Zusammenbruch der Versorgungsstrukturen zu überraschend blutigen Zuständen führen wird, auf die sich die Schweizer Armee schon jetzt vorbereitet (siehe Tagesanzeiger)

Wie die Zeitung «Le Matin Dimanche» berichtet, kämpfte eine Panzerbrigade zwischen dem 26. und 28. August gegen die fiktive Bedrohung französischer Paramilitärs.

Das Szenario der Übung «Duplex Barbara» sah folgendermassen aus: Die anhaltende Wirtschaftskrise hat Europa an den Rand des Chaos gebracht. Frankreich ist in mehrere Kleinstaaten zerbrochen. Einer davon, das fiktive Saonia auf dem Gebiet des französischen Juras, macht die Schweiz für seine prekäre finanzielle Situation verantwortlich. Die paramilitärische «Brigade de Dijon» will mit Attentaten in der Schweiz den Schuldenerlass erzwingen.

Währenddessen präsentieren unsere Medien uns täglich „Busenblitzer“ (erst heute erfuhr ich von einer neuen Disziplin: dem „Sideboob“, dem „neuen Promi-Trend auf dem roten Teppich“ – siehe Yahoo), überschütten uns mit Trivialitäten aus dem Bereich „Leibesertüchtigung“ (ein gewisser Herr Boateng soll laut Angaben des Spiegel aktuell etwas „unglücklich“ sein – leider finde ich die Worte nur auf der Titelseite und will den Artikel auch wirklich nicht groß suchen) oder drehen sich in großem Maße um sich selbst: wer hat wann was gesendet und was meinen die anderen dazu – als ob das wirklich interessieren würde. Man nimmt erstaunt zur Kenntnis, dass sich das ganze Land in der Pubertät zu befinden scheint – und dort auch nicht mehr herauskommt.

Was sicher ist: das „System“ – jene über Jahrzehnte gewachsene und gezielt geförderte Allianz der Besserverdiener in Politik und Wirtschaft – plündert das Volksvermögen weiter im großen Stil aus … übrigens auch beim „Großen Bruder“ jenseits des Teiches.

Deutschland hat den durch die SPD vor zehn Jahren begonnen Rechtsruck weiter fortgesetzt: CDU, FDP und AfD hätten eine stabile Mehrheit über 50% der Wählerstimmen, kommt die SPD dazu (die immer gerne Steigbügelhalterin von Merkel war, weil sie weiß, wer hinter dieser grandiosen Schauspielerin steht), gibt es keine reale Opposition mehr in diesem Land: Verhältnisse wie in der DDR sind an der Tagesordnung.

Was das praktisch bedeutet?

Ersatzlose Streichung von Hartz IV binnen fünf Jahren, Einstellung der Zahlung der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenbehandlung nur noch gegen Cash – bis die Blase platzt: Deutschland hat viel zu wenig Kinder, um die nächsten Jahre überstehen zu können. Das kann man mit noch so viel Propaganda nicht vom Tisch reden – diese Land liegt im Sterben, es wird zum Siedlungsgebiet für Völker, die weniger verdummt sind: die Natur mag kein Vakuum.

Die Lumpenelite weiß dies und rafft ohne Ende Geld zusammen, dass sie in die Schweiz oder in andere Steuerparadiese schafft. Sie bereiten sich auf eine ganz andere Zukunft vor, die der verblödete Stumpfgermane in seinem Rosa-Gartenparadies gar nicht begreifen will, siehe Focus:

Eine Arche Noah für Saatgut im arktischen Permafrost Norwegens soll verhindern, dass Pflanzen aussterben. Nach einem Atomkrieg helfe das Projekt jedoch nicht, sagt der Genetiker Andreas Graner.

An einen Atomkrieg denkt auch keiner. Die Dezimierung des Urnenpöbels, des Lumpenproletariats, des „Restmenschen“ durch die Lumpenelite kann ganz umweltschonend und kostengünstig durch Hunger und Krankheiten erledigt werden. Sicher, die paramilitärischen Banden werden auch der Natur Schaden zufügen, aber dafür hat die Lumpenelite schon mal vorgesorgt: nach dem großen Aufräumen wird alles neu gepflanzt.

Und nun … sind sie ganz sicher, dass Sie diesen Tag noch feiern wollen?

In Wahrheit sitzen Sie im Kolosseum und erfreuen sich ein letztes Mal an dem wunderbaren Schauspiel, wie Raubtiere aus fremden Ländern junge Christen zerreißen, während die Goten die Stadttore aufbrechen um dem wundersamen Treiben ein endgültiges Ende zu bereiten. Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und Irland sind näher an diesen Toren dran, dort kann man heute schon zu Zustände studieren, die auch für uns bald Alltag sein werden.

 

Jesus

Heute ist wieder einmal ein besonderer Tag. Es jährt sich jener Tag, an dem das römische Imperium in Zusammenarbeit mit dem jüdischen Volk den Sohn Gottes getötet hat. So könnte man es formulieren, wenn man wollte. Manche formulieren es so - mit besonderer Betonung auf die Blutschuld der Juden, eine Geschichte, die unglaublich viel Unheil unter die Menschen gebracht hat. Es jährt sich andererseits auf der Tag, an dem der Sohn Gottes der Menschheit demonstriert hat, wie einfach es ist, den Tod zu besiegen. Diese Geschichte wird seltener erzählt. Überhaupt findet man in der weiten Welt der Medien kaum eine Geschichte, die die wahre Bedeutung der Gestalt von Jesus Christus berücksichtigen - und ich sage nur "kaum", weil ich nicht das ganze Netz überblicken kann.

Heute ist wieder einmal ein besonderer Tag. Es jährt sich jener Tag, an dem das römische Imperium in Zusammenarbeit mit dem jüdischen Volk den Sohn Gottes getötet hat. So könnte man es formulieren, wenn man wollte. Manche formulieren es so – mit besonderer Betonung auf die Blutschuld der Juden, eine Geschichte, die unglaublich viel Unheil unter die Menschen gebracht hat. Es jährt sich andererseits auf der Tag, an dem der Sohn Gottes der Menschheit demonstriert hat, wie einfach es ist, den Tod zu besiegen. Diese Geschichte wird seltener erzählt. Überhaupt findet man in der weiten Welt der Medien kaum eine Geschichte, die die wahre Bedeutung der Gestalt von Jesus Christus berücksichtigen – und ich sage nur „kaum“, weil ich nicht das ganze Netz überblicken kann.

Über Christus und das Christentum findet man nur ganz wenig im Netz.

Nicht, das es nicht viele Menschen gibt, die ihn für sich in Anspruch nehmen wollten. Davon gibt es genug. „Mein Christus ist besser als Deiner“- Bewegungen finden auch ihren Weg ins Internet. Viele politische Bewegungen heften ihn sich ebenfalls gerne an die Fahne: Christus ist ein erfolgversprechender Werbeträger – doch eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema findet nicht statt – übrigens auch nicht in den Kirchen. Dort haben wir einen Zustand, der dem zu Lebzeiten Christi ähnelt: eine satte, fette Priesterkaste verwaltet das Erbe der Tradition und freut sich über den persönlichen Machtzuwachs, den sie dadurch erhalten. Zu Recht greift die Presse diesen Aspekt der christlichen Religion immer gerne an.

Ich gestehe, das ich persönlich mit dieser Figur der Weltgeschichte lange Zeit nichts anfangen konnte und ihn lange Zeit unter den üblichen Rubriken „rebellischer Wanderprediger“, „moralischer Lehrer“ oder „früher Guru“ abgelegt hatte. Ich war halt ein Kind meiner Zeit, was heißt: ich war Materialist. Ein sehr engagierter … bis zu dem Tag, an dem ich die Physik entdeckte.  Da erging es mir wie einem Christen, der für sich entdeckt: es gibt keinen Gott – also wozu Religion? Wenn´s hochkommt, hat das ganze Universum so viel Materie wie in einen Fußball passt … das ist etwas wenig für eine Weltanschauung. Ich merkte: Materialismus war eine Religion. Eine Religion, an die man – mangels Materie – „glauben“ musste. Das fällt uns einfältigen Menschen immer leicht: so wurde aus der Erde eine Scheibe, um die sich die Sonne dreht. Einfach mal einen Tag auf dem Feld verbringen, und man wusste, das die Scheibenweltler recht hatten. Funktioniert heute auch noch … aber wir deuten inzwischen mehrheitlich die sinnliche Erscheinung anders.

Materialismus war zudem eine Religion, die – konsequent durchdacht – erschreckende Werte beförderte. Ihr Gott war gnadenlos, blind, ungerecht, willkürlich und chaotisch. So jedenfalls beschreiben sie den geistlosen Urgrund der Welt.

Das Verhältnis der Lebewesen unter sich bestimmten sie als „Kampf aller gegen alle“, in dem nur die Besten nach zäher, brutaler Auslese überlebten. Alles was schwach war, krank, alt, behindert konnte so gnadenlos aussortiert werden … warum auch nicht?

Es gab ob der Entdeckung der nicht vorhandenen Materie kein philosophisches Innehalten des Glaubens, kein Zweifel wurde zugelassen, aber Propaganda auf weiter Front betrieben, selbst wenn es hieß, die Prinzipien der Wissenschaft mit Füssen zu treten.  Man kann auch heute noch auf Seiten der Materialisten einen Eifer bei der Verfolgung Andersdenkender entdecken, der an die schlimmsten Auswüchse der Hexenverfolgung erinnert.

Erkennt man den Materialismus als Religion (und den Faschismus bzw. Kommunismus oder Neoliberalismus als völkische oder soziale Ausprägungen dieser Religion),  dann kann es sein, das einem unterwegs das Gegenteil davon begegnet, ein Wesen, dem man die Herrschaft über die ganze Welt angeboten hatte, was dieser aber dankend ablehnte – Jesus.

Man kann – wenn man will – erkennen, das schon vor 2000 Jahren ein Kampf auf Erden tobte: Materialismus gegen … Wirklichkeit. Ein Kampf, der den Mächten hinter der Illusion der Materie so wichtig war, das sie sich persönlich einmischen wollten. In der Tat nimmt das römische Imperium in seinem Denken und seinen städtischen Strukturen viele Prinzipien vorweg, die wir momentan wieder durchleben, einschließlich den Vorstufen des Untergangs, die wir momentan noch „parlamentarische Demokratie“ nennen, siehe hier:

In den unterworfenen Gebieten wurden Steuern eingezogen. Vom neuen Reichtum profitierten vor allem die reichen Schichten, während kleine Bauern und Handwerker wegen der häufigen Kriegsdienste verarmten. Diesemittellosen Proletarier lebten auf engstem Raum in Wohnblöcken und lebten davon, ihre Stimme an der Volksversammlung an diejenigen Adligen zu geben, die ihnen panem et circenses[Brot (und Kleidung) sowie Zirkusspiele] versprachen. Rund je ein Drittel der Bevölkerung waren Proletarier und Sklaven, ein Viertel gehörte zum Mittelstand und weniger als 10% bestimmten die Geschicke des Volkes.

Kommt einem sehr aktuell vor, oder? Wir sind in der Tat nicht mehr weit entfernt von den barbarischen Zuständen des alten Roms – und das allein würde schon hinreichend erklären, warum wir über den Kern der christlichen Botschaft als Normalbürger so gut wie gar nichts mehr erfahren. Man unterhält uns medial mit verschiedenen teils rührenden Schaustücken über den schwulen, verheirateten, verrückten oder asozialen Jesus oder predigt im unverständlichen Code der römisch-katholischen Kirche, der auch nicht besser wird, wenn er mal nicht lateinisch ist.

Was man nicht erfährt ist, das Jesus den Menschen als bedrohtes Wesen im Feindesland versteht. Er tritt auf wie ein mächtiger Zauberer (weshalb ihn manche auch als „Huna-Schamanen“ vereinnahmen wollen), der Menschen mit der Macht des Wortes (und natürlich mit der Macht seiner Göttlichkeit) von der Tyrannei der krank machenden Dämonen befreit. Für uns aufgeklärte „Materialisten ohne Materie“ ein blasphemischer Gedanke. Dämonen gibt es nicht – und einen obersten Dämonen als „Herrn der Welt“ sowieso nicht.  Exorzismus ist ein zentraler Punkt christlichen Wirkens … aber wer würde es schon heutzutage wagen, das offen gegen das ausgesprochene Tabu der Religion des Materialismus zu verkündigen?

Noch schlimmer wird es mit seinem Tod. Da stirbt Jesus am Kreuz als Opfer des ersten materialistischen Imperiums der Neuzeit – und das soll ein Grund zum Jubeln sein?

Der Materialist versteht das überhaupt nicht. Wie kann es denn sein, das jemand nicht das große Ziel des menschlichen Lebens teilt, ein Eigenheim im Grünen auf zweitausend Quadratmetern mit Sonnenkollektoren, Megatrampolin und Grillwagen so lange wie nur irgend möglich zu besitzen?

Dabei ist die Lösung des Rätsels einfach: sein Reich war nicht von dieser Welt – und er wollte nicht, das die Menschheit in diesem materialistischen Alptraum gefangen bleibt.  Deshalb mußte er vorgehen, um die Nichtigkeit dieser Welt zu beweisen. Diese Botschaft teilt er mit den Ägyptern, den Tibetern, den nordamerikanischen Indianern, den Mayas, den Hindus, den Buddhisten und vielen anderen Kulturen, die zum Teil nie von ihm gehört haben.

Natürlich hat diese Botschaft auch eine Schattenseite. Um das ewige Leben zu erhalten, das er versprach, musste man sich von vielen geliebten Dingen verabschieden – zum Beispiel von seiner heutzutage wieder viel gepriesenen „Individualität“. Das „Selbst“, das wir heutzutage so gerne „verwirklichen“, ist Teil einer sterbenden Welt. Es wird vergehen, ist von vornherein unrettbar verloren, womit jede „Investition“ in seine „Verwirklichung“ nur Zeitverschwendung ist.

Demgegenüber steht ein diesseitiger Gesellschaftsentwurf, in dem die Gemeinschaft der Menschheit sich gegenseitig gegen die rauhe, dämonische Umwelt beisteht und hilft, Armut, Unrecht und Leid so weit es geht zu minimieren, die bösen Dämonen austreiben, die dafür verantwortlich sind.

Man merkt so langsam, das Christen (wenn es überhaupt noch welche gibt) eine verschwindend kleine Minderheit in einer extrem feindlich gesinnten Umwelt sein müssen. Wahrscheinlich werden sie auch wieder verfolgt, wenn sie es zu ernst meinen mit ihrer Errichtung des Reiches Gottes auf Erden. Doch das – und damit schließt sich der Kreis – ist unvermeidbar, gehört mit Sicherheit dazu, auch wenn wir es nicht gerne hören wollen.

Jesu Geschichte endet nicht am Kreuz, noch endet sie mit seiner Auferstehung und dem Triumph über den Tod. Sie endet damit, das er als König der Welt wiederkommt und … eine Selektion vornimmt.

Die, die sich von Gott abgewendet haben und lieber dem DAX und anderen modernen Götzen den zentralen Platz in ihrem Leben reserviert hatten, werden … nicht weiter in der Personalliste geführt. Sie werden eine aussterbende Art sein. Diejenigen, die die Kraft hatten, den Werten der Menschlichkeit, der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe durch alle Höllen hindurch treu zu bleiben, werden … in aller Ewigkeit sehr sehr glücklich werden.

Soweit die Legende – in Bloggerkurzfassung fürs Internet. Karfreitag im Jahre 2011 ist ein Grund, sie mal zu erzählen. Nicht als Auseinandersetzung mit den Heerscharen etablierter Theologen (die, da bin ich sicher, viel an ihr zu kritisieren hätten), sondern als Denkanregung, den Tag und die Legende zu nutzen, einfach mal alles in Frage zu stellen, was einem so tagtäglich erzählt wird und vielleicht sogar – auch wenn ich weiß, das das jetzt zuviel verlangt ist – für einen kleinen Moment die Perspektive einzunehmen, das das alles … einen wahren Kern hat und das dieser wahre Kern der Grund ist, weshalb wir nach zweitausend Jahren immer noch diese Geschichte erzählen.

Ich weiß … das ist heutzutage wahre Blasphemie. Man kann für das konsequente Leben dieser Blasphemie mittlerweile seinen Arbeitsplatz verlieren, das Jobcenter kann einem den Regelsatz kürzen, wenn man als Arbeitsloser ohne amtliche Erlaubnis einen Kirchentag besuchen möchte oder man wird Opfer der aktuellen Christenverfolgung in Europa, siehe Zenit:

Die Direktorin des Dokumentationsarchivs (Observatory), Dr. Gudrun Kugler, meint: „Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen bedeutet, dass man den Christen z.B. das Recht der freien Meinungsäußerung sowie der Gewissensfreiheit verwehrt. Religionsfreiheit ist ganz besonders in Gefahr, was seine öffentliche und institutionelle Dimension anbelangt. Wir bekommen auch viele Meldungen über die Entfernung von christlichen Symbolen, oder dass man Christen in den Medien verzerrt oder nach gängigen Vorurteilen darstellt; weiters über gesellschaftliche Benachteiligung von Christen, wie z.B. Mobbing oder Übergehen bei der Beförderung am Arbeitsplatz.“ „Wir arbeiten daran, dass man sich dieses zunehmenden Problems in Europa als ersten Schritt zur Verbesserung zumindest bewusster wird. Unser Ziel ist: gleiche Rechte für alle, einschließlich der Christen.“

Wer hätte schon geahnt, das es wieder soweit ist?

 

 

 

 

 

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