Roland Koch

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Das Wort zum Alltag Nr. 6: neues „Tu-Wort“ entdeckt – „niebeln“.

Es wird Zeit, wahr zu nehmen, dass die deutsche Sprache ein neues Tu-Wort hat. Das sollte nicht weiter verwundern: neue Zustände erfordern neue Worte, Sprache ist so lebendig wie das Leben selbst – sehr zum Ärger der Sprachwissenschaftler, die gerne mal fertig werden möchten mit der Analyse der ohnehin schon schweren Sprache. Das Wort ist auch einfach, kommt nicht aus dem Ausland sondern klingt urdeutsch: niebel. Ich niebele, du niebelst, er niebelt, wir niebeln, ihr niebelt, sie niebeln.
Definition niebeln: „Spontaner Übertritt eines politischen Würdenträgers in den Olymp der Wirtschaft“.

Sicher: geniebelt wurde schon früher. Bekanntestes Beispiel: Ex-Kanzler Schröder. Der hatte sich nach Gazprom abgeniebelt. Oder Roland Koch, der zum Baukonzern weggeniebelt wurde, sich dort aber verniebelte. Hatte halt keine Ahnung vom Baugeschäft.

Seitdem häufen sich aber die Niebeleien: siehe Hildegard Müller, Eckard von Klaeden, Joachim Lang, Otto Schily, Ronald Pofalla – um nur ein paar zu nennen. Deshalb: Zeit, die Tat durch ein Wort zu beschreiben, ein Wort, dass natürlich vom Meister der Niebeleien stammt: Dirk Niebel, der es schaffte, vom Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (ein Amt, das laut Wikipedia überraschenderweise auch verdeckte BND-Operationen umfasst? Seltsame Art von Entwicklungshilfe, die heutzutage Alltag ist) zum „Panzerlobbyisten“ zu werden – eine „maßgeschneiderte Aufgabe“ (siehe Handelsblatt), die ihm die Ehre einbringt, Namensvater eines neuen Tu-Wortes zu sein.

Ja – die FDP ist ja auch die klassische Heimstätte der Niebeler, allerdings ist an dem Gerücht, sie würden sich selbst nun in „Nibelungen“ umbenennen, nichts dran – auch wenn die Partei gerade dem gleichen düsteren Ende entgegensteuert wie diese klassischen Sagengestalten.

Schauen wir uns doch die Chefnibelungen an!

Phillip Rösler (Spitzname: Fipsi) wurde komplett weggeniebelt und ist jetzt Vorstandsmitglied und Geschäftsführer des Weltwirtschaftsforums – jenem Ort mit ausgeprägter Niebelitis, wo Niebeleien allen Kalibers eingefädelt werden können. Hingegen ist der Ex-Gesundheitsminister Bahr in den Vorstand der Allinanz aufgeniebelt.

Nebenwirkungen des Niebelns sind allerdings auch nicht wegzudiskutieren: hochbrisante, durch immensen Einsatz von Steuergeldern generierte Erfahrungen, Informationen und Erkenntnisse gelangen so durch den Herrn (oder die Frau) Minister in die Hände skrupelloser Wirtschaftsmagnaten und gefährden so die Souveränität des Bürgers. Im Niebelzeitalter hat die führende Elite für diese Gefahren jedoch kein Gespür mehr.

Geniebelt wird ja auch nicht für die Moral, sondern für die vollen Taschen.

Nachrichten am Donnerstag

 Eigentlich schade, daß um einen guten Artikel zu den Praktiken der Lebensmittelkonzerne zur die Ernährung von Kindern Reklame wie „Russisches Heilwissen mit Röntgenblick“, das E-Chakra oder ein Ausbildungsangebot zum „Divine Healing Hands Soul Healer“ klebt. Was bin ich froh, daß wir das hier nicht nötig haben.  Egal, der Artikel ist lesenswert:

Ein Vergleich: Das Werbebudget der Lebensmittelindustrie für Früchte und Gemüse betrug 7,3 Millionen Euro im Jahr 2011 – der Topf für Schokolade, Süßwaren und Eiscreme war mit 722,8 Millionen Euro 100 Mal so groß. Die Unternehmen tun viel, um den Absatz für Junkfood oder Soft Drinks in die Höhe zu treiben. Besonders perfide sind die Marketing- und Lobbystrategien, mit denen schon kleine Kinder geködert werden sollen.

…und das pdf von foodwatch sowieso (klick)

Und wo wir gerade bei Kinderfutter sind. Pillen wie Ritalin sind wohl mindestens so schädlich wie Junk-Food und ungefähr genauso nötig wie eine Lungenentzündung:

 Die schweizerische Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin NEK (Präsident: Otfried Höffe) hat sich in ihrer Stellungnahme vom 22. November 2011 mit dem Titel: Über die «Verbesserung» des Menschen mit pharmakologischen Wirkstoffen1 erfreulicherweise sehr kritisch mit der Verwendung des ADHS-Medikaments Ritalin befasst: Das Verhalten des Kindes werde durch Chemie ohne jegliche Eigenleistung beeinflusst. Das sei ein Eingriff in die Freiheit und die Persönlichkeitsrechte des Kindes, denn chemische Wirkstoffe verursachten zwar gewisse Verhaltensänderungen, das Kind lerne aber unter Chemie nicht, wie es sein Verhalten selbst ändern könne. Damit würden ihm wichtige Lernerfahrungen für eigenverantwortliches und mitmenschliches Handeln vorenthalten, «die Freiheit des Kindes empfindlich eingeschränkt und es in seiner Persönlichkeitsentwicklung gehemmt», kritisiert die NEK.
Schützenhilfe kommt für die alarmierten Kritiker der Ritalin-Katastrophe jetzt von ganz anderer Seite. Der Spiegel zitiert am 6.2.2012 in seiner Titelgeschichte den 1922 als Sohn von russisch-jüdischen Einwanderern geborenen US-amerikanischen Psychiater Leon Eisenberg, den «wissenschaftlichen Vater von ADHS», der sieben Monate vor seinem Tod in seinem letzten Interview im Alter von 87 Jahren sagte:

«ADHS ist ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung.»2

Und dann gibts natürlich noch Politiker, bei denen ich mich frage, ob sie nun zu viele oder viel zu wenige Pillen geschluckt haben:

Am Wochenende demonstrierten die Führer der sozialdemokratischen Parteien Deutschlands, Frankreichs und Italiens Einigkeit in den wichtigsten Fragen der Zukunft Europas. Die zur Schau gestellte Einigkeit ist jedoch bei näherer Betrachtung ein hohler Popanz. Die ideologischen Brücken zwischen der deutschen und der französischen Sozialdemokratie sind gewaltig und Sigmar Gabriels Positionen unterscheiden sich teilweise diametral von denen seines französischen Genossen François Hollande. Es wäre wohl ehrlicher gewesen, wenn der SPD-Vorsitzende nicht Hollande, sondern dessen Konkurrenten Sarkozy unterstützt hätte. Die von den Medien diskutierte Wachablösung des Merkozy-Tandems durch „Gabrollande“ ist nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich fragwürdig.

 Wenn man sich überlegt, warum der diesen Job bekommen hat…

Der Gang in die Wirtschaft war für Roland Koch lukrativ. Als Chef des Baukonzerns Bilfinger Berger verdient der frühere hessische Ministerpräsident rund 1,5 Millionen Euro – zehnmal mehr als früher.

Und Sie will dann auch mal:

Doris Schröder-Köpf, Frau des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder, wird als Kandidatin zur niedersächsischen Landtagswahl 2013 in Hannover für die SPD antreten. Die 48 Jahre alte Schröder-Köpf setzte sich am Mittwochabend bei der Wahlkreiskonferenz in Hannover gegen ihre Konkurrentin Sigrid Leuschner durch.

Und jetzt vergleichen wir mal diese beiden Artikel:

Nach einem aktuellen Gutachten des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg i.Br. (MPI) hat die Vorratsdatenspeicherung keinen messbaren Einfluss auf Aufklärungsquoten. Professor Hans-Jörg Albrecht, Direktor des Instituts und gesamtverantwortlich für das Gutachten, war am Mittwochvormittag zu Gast im Rechtsausschuss des Bundestags, um die Ergebnisse zu präsentieren. Auftraggeber des Gutachtens ist das Bundesministeriums der Justiz.

Demgegenüber schüren die Gegner der Vorratsdatenspeicherung aus ideologischen Gründen bei den Menschen unberechtigte Ängste. “Die Wahrheit ist: Die Vorratsdatenspeicherung bezieht sich ausschließlich auf die Verbindungsdaten (wer wann wo mit wem – aber nicht was!) und nicht auf die Inhalte. Es geht ausschließlich um die Speicherung durch die Telefongesellschaften. Die Strafverfolgungsbehörden haben erst dann Zugriff darauf, wenn ein konkreter Tatverdacht besteht und ein Richter dies anordnet”, so Merk. “In diesem Fall gibt es für einen Rechts- und Sicherheitspolitiker eigentlich nur noch ein Mittel der Wahl: Wir brauchen die Vorratsdatenspeicherung!”

 Zum Thema Datenschutz: Tepco schaltet die Übertragung der Messwerte aus ihrer Atomruine ab. Ist ja auch nicht nötig. Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen:

On March 15th, with no announcement TEPCO quietly shut down all forms of public reactor data monitoring. Since soon after the disaster TEPCO had been providing information about the reactors status and sensor data through a number of ongoing documents and data feeds.
Gefunden bei Fefe

 Und diejenigen, die den Tsunami ausgelöst haben (ob nun mit HAARP oder mit einer Atombombe im Tiefseebecken) üben schon mal weiter:

Das Erdbeben der Stärke M7.4 (zuerst als M7.9 eingestuft) im südlichen mexikanischen Bundestaat Guerrero von gestern fiel mit einer grossen Katastrophenschutzübung (mega simulacro auf spanisch) im noch weiter südlich gelegenen Bundesstaat Chiapas zusammen. Die Übung war auf 12:00 Uhr Lokalzeit geplant und sollte die Folgen eines M7.9 Bebens simulieren. Das echte Beben weiter nördlich fand um 12:02 Uhr Lokalzeit statt.(Quelle La Republica Peru).

2 Minuten zu spät? Amateure.

Unangenehme Aussichten:

Interessanterweise schrieb 1949 Aldous Husley (Schöne Neue Welt” einen Brief an seinen ehemaligen Schüler, George Orwell (”1984″). Huxley bleibt sich sicher, dass die ultimative Revolution jenseits der Politik liege, und “dass die herrschende Oligarchie weniger anstrengende und verschwenderische Wege (als “1984″) zur Befriedigung ihrer Gier nach Macht finden werde, und “diese Wege werden denjenigen, die ich in der “Schöne Neue Welt” beschrieb, ähneln. Innerhalb der nächsten Generation glaube ich, werden die Weltherrscher entdecken, dass Säugling-Konditionierung und Narko-Hypnose als Instrumente der Regierens effizienter als Keulen und Gefängnisse sind, sowie dass die Gier nach Macht auch dadurch eben so voll befriedigt werden kann, dass man die Menschen ihre Knechtschaft zu lieben lehrt, wie Auspeitschen und Treten mit Füssen in den Gehorsam.”

Mit der Einführung des Wohlfahrtsstaates konnte man glauben, dass Huxley Recht hatte. Die Menschen liebten ihre Knechtschaft, wurden ihrer Freiheit beraubt – und kümmerten sich nicht darum. Dann kam die immer kostspieligere multikulturelle Gesellschaft, Kriege, für den NWO-Ausbau durch die willigen Marionetten gegen die Unwilligen, die nicht bereit sind sich dem Segen der NWO zu unterwerfen. Die zeitweilige NWO- Währung, der Euro, ist auch sehr teuer – und die elitären Banker stahlen unser Geld durch eine betrügerische Wirtschaftskrise. So konnten die Wohlfahrtsstaaten nicht länger aufrechterhalten werden – und Huxleys Liebe zur Knechtschaft wird schnell verschwinden. In der gegenwärtigen, und insbesondere in der zukünftigen NWO, ist George Orwells “1984″ das einzige gültige Modell: Kommunismus im sowjetischen Stil, um multiethnisches Armut-Chaos und Zusammenstöße zu zügeln. George Orwell hatte das letzte Wort.

Und wenn George Orwell doch nicht Recht hatte, dann vielleicht Dr. Seltsam:

Ein vom russischen Finanzministerium für Ministerpräsident Putin vorbereiteter düsterer Bericht warnt davor, daß die Entscheidung des Iran für Öllieferungen keine US-Dollar mehr zu akzeptieren, sehr wohl der „erste Schuß“ in einem Dritten Weltkrieg sein könnte, für den selbstverständlich Rußland vom Obama-Regime verantwortlich gemacht werden wird.

Kein richtiger Anwärter auf den „Balls of Steel“ Award, aber nah dran:

[…]Dort warteten bereits andere Polizisten in Zivil. Nachdem der angetrunkene Exhibitionist sah, das auch eine Frau dabei war, zeigte er sich prompt auch ihr. Festnahme und Anzeige folgten.

Und hier gehts wieder weiter. Ein Auszug:

Wie Carsten Maschmeyer zu seinem Doktortitel kam
DIE WELT schreibt: „Am 14. August 2009 – an seinem 50. Geburtstag – ernannte ihn die Universität Hildesheim zum Ehrendoktor. Offizielle Begründung der Uni: Maschmeyer erhalte den Titel als Anerkennung seiner „ausgezeichneten Verdienste um die Förderung der Wissenschaften“. Diese Förderung war unter anderem finanzieller Natur. Im April 2008 spendete der Unternehmer dem Fachbereich eine halbe Million Euro.“

Wie wir sehen, reicht es vollkommen aus, als absolut vorbildlicher Multimillionär ein paar Krümel an die Wissenschaft zu spenden und man wird – passend zum Geburtstag – mit einem Doktortitel beschenkt.

Lacher am Rande: „Die Laudatio hielt der damalige niedersächsische Ministerpräsident und Maschmeyer-Freund Christian Wulff (CDU).“ Und wie man auf dem Foto sehen kann, ist Gerhard Schröder (SPD) auch mit von der Partie gewesen. Da fragt man sich doch glatt: „Wo sind eigentlich die ganzen Terroristen, wenn man sie mal braucht?“

 

Bewegte Bilder:

Das ZDF Interview mit Herrn Ahmadinedschad:

Und das darf selbstverständlich nicht fehlen: Eineinhalb Stunden über UFOs mit (imho) dem coolsten James Bond. Einer der seinen Lieblingsdrink rühren lässt.

FNORD

Roland Koch und die stinkenden Fischköpfe

Kinder lernen ja ziemlich viel durch Vorbilder. Menschen auch. Das finden Menschen sogar gut, weil es so schön einfach ist.  „Ich möchte sein wie Angela Merkel“ hört man weniger, aber wäre auch ein gangbarer Weg.

Jetzt schimpft man ja sehr über Menschen, die gegen Moslems in Deutschland sind, ganz vorne an Thilo Sarrazin. Sie sollten anders sein, diese Deutschen, aber nicht so. Aber was macht aber ihr Leittier, ihr Führungskraft? Läßt Moslems in Afghanistan erschießen. Ja, also – wenn die Kanzlerin das darf, dann darf man das doch selber auch. Ist wie mit dem privaten Spionagering in Afghanistan: wenn die Führungskräfte keinerlei Moral mehr zeigen, wie soll dann das folgende Volk noch wissen, wo es langgeht? Hierzu mal ein Beispiel aus dem Spiegel:

Im Kampf gegen die Taliban lagert das US-Militär immer mehr Aufgaben an private Sicherheitsdienste aus – verliert dabei aber die Kontrolle. Laut einem Untersuchungsbericht des Pentagons haben ehemalige Elitesoldaten und CIA-Mitarbeiter am Hindukusch eigenmächtig einen Spionagering aufgebaut.

So läuft das dann. Die haben doch ihr Leben lang nichts anderes gelernt.  Was erwartet man denn, wenn man die dann von der Leine läßt? Mehr Weisheit als im Pentagon – schön wäre es.  Sommer wäre dieses Jahr auch schön gewesen, war aber alle.

Man muß aber gar nicht so weit ins fremde Ausland gehen, wo der Moslem, der hierzulande zu einer bedrohten Art wird (worüber sich alle ganz pflichtschuldigst echauffieren) schon ganz offiziell erschossen wird. Auch in Deutschland findet man Beispiele genug dazu – zum Beispiel bei der von der Leyen, der Mutter der Arbeitslosen. Fünf Euro war ihr letztes Wort, weil wir ja alle kein Geld haben. Bei der nächsten Diskussion über Diätenerhöhungen möchte ich dieses Wort gerne nochmal aufgreifen. Wenn wir kein Geld haben, dann sollte doch die Regierung mal mit guten Beispiel vorangehen – da lernt dann auch das Volk von.

Das Verkehrsministerium zum Beispiel hat es begriffen. Wenn wir in Afghanistan Moslems erschiessen, aber andererseits auch Moslems im eigenen Land haben, dann muß Deutschland wieder kriegstauglicher werden, so der Spiegel.

Die Bundesregierung bangt um die Sicherheit des Schienenverkehrs. Weil die Bahn zu schlecht gewappnet sei, droht dem Zugbetrieb angeblich bei Naturkatastrophen und Anschlägen der Zusammenbruch – nach SPIEGEL-Informationen soll der Konzern nun Dutzende unterirdische Krisenleitstellen einrichten.

Wäre vielleicht günstiger, wenn Merkel aufhören würde, Moslems im Ausland zu erschiessen, aber ich glaube, das geht aus irgendwelchen Gründen nicht, die wir kleinen Leute nicht verstehen.  Wir kleinen Leute verstehen ja viel nicht, zum Beispiel die Ernennung eines Roland Koch zum Chef des Baukonzerns Bilfinger und Berger.  Man fragt sich doch: was macht denn der Mann da? Welche Ahnung hat der denn vom Baugewerbe? Keine, sagen die Leute von der Börse, die ja richtig Ahnung haben. Deshalb ging der Kurs von Bilfinger und Berger gestern ja um 4% zurück. Nochmal 25 Tage lang diese Entwicklung und man kann sich den Koch von dem kaufen, was die von der Leyen auf den Regelsatz draufschlagen will.  Dann hätte man gleich 70000 Arbeitsplätze. Diese Ernennung war halt sehr sehr teuer für den Konzern, weil die Aktionäre Roland Koch für eine Pfeife halten.

Ich war dann mal bei Roland Koch selber zuhause um zu sehen, was der wirklich kann.

Auf Abitur und Grundwehrdienst folgten ein Jura-Studium und die Niederlassung als selbständiger Rechtsanwalt. Spezialisiert auf Wirtschafts- und Wettbewerbsrecht übte er diesen Beruf bis 1999 aus.

Privat ist er dafür bekannt, dass er gerne und gut kocht (2003 wurde er sogar als “Hobbykoch des Jahres” ausgezeichnet), hier und da den Tennisschläger schwingt und, wann immer es möglich ist, als Besucher in Kunstmuseen auftaucht.

Der Europäische Wirtschaftssenat e. V. (EWS) hat Roland Koch im Februar 2006 für dessen Verdienste um den Abbau überflüssiger Bürokratie mit dem EWS-Award 2005 ausgezeichnet.

Also, er kann – Jura. Er kann kochen, Tennis spielen und ist ein Kunstkenner. Das hört sich teuer an und qualifiziert deshalb auf jeden Fall zum Chefposten eines Baukonzerns, oder?

Nee, nicht wirklich.  Ich denke, da müßte man weiter schauen, zum Beispiel bei Wikipedia:

Im Zusammenhang mit der Spendenaffäre der Bundes-CDU wurde auch eine Affäre der hessischen CDU bekannt. Unter anderem hatten der ehemalige Innenminister Manfred Kanther und der frühere CDU-Landesschatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein mehrere illegale Parteispenden als angebliches Vermächtnis von verstorbenen Juden verbucht.

Roland Koch erklärte, diese Vorgänge seien ihm nicht bekannt gewesen, und er versprach die „brutalstmögliche Aufklärung“. Auf einer Pressekonferenz am 10. Januar 2000 verschwieg er trotz mehrfacher Nachfrage die Rückdatierung eines Kreditvertrags über 2 Mio. D-Mark, der Geldflüsse in der Parteibuchhaltung rechtfertigen sollte.

Unterstützt durch die CDU und den hessischen Landesverband der FDP verblieb Koch trotz mehrfacher Rücktrittsforderungen im Amt. Der damalige Chef der Staatskanzlei, Franz Josef Jung, trat hingegen zurück, was von Beobachtern als Bauernopfer interpretiert wurde.[9] Die Opposition im hessischen Landtag kritisierte auch insbesondere, dass Kochs Wahlkampf 1998/1999 teilweise durch die schwarzen Kassen finanziert worden war, und versuchte, eine Annullierung der Wahl zu erreichen, was jedoch fehlschlug.[10]

Aha. Ein Lügner und Schwindler, der andere opfert um sich selbst zu schützen? Aber es kommt ja noch mehr. Wie kaum ein anderer gehörte Roland Koch (neben Joschka Fischer und Gerhard Schröder) zu jenen Politikern, die aus der Bundesrepublik Deutschland einen Selbstbedienungsladen für Konzerne gemacht haben:

Studiengebühren von bis zu 1500 Euro pro Semester, damit nur noch die richtig reichen studieren können

Abitur mit zwölf Jahren, damit man schneller aufs Menschenmaterial zugreifen kann

Einstieg in die Privatisierung von Haftanstalten

Verkauf der Unikliniken an private Betreiber (Rhönkliniken, da hatte der Guttenberg satte 260 Millionen Euro abkassiert)

Somit an Roland Koch an der Privatisierung der Bundesrepublik Deutschland maßgeblichen Einfluß gehabt. Wenn so etwas nicht irgendwann belohnt wird, würde sich bald kein Politiker mehr finden, der sich für den Ausverkauf des Landes unbeliebt macht.  In einem solchen Fall kann man ja nicht auf die Bürger hören oder auf die Aktionäre und Börsianer,  da verliert man gerne 100 Millionen Euro an einem Tag (was 4% der Marktkapitalisierung von Bilfinger und Berger entspricht).

Nun darf man nicht unterstellen, das Roland Koch dies alles absichtlich getan hat um sich in ein rechtes Licht zu setzen.  Wir kleinen Leute verstehen so etwas einfach nicht.  Wir denken sofort an Korruption, wie die Janine Wissler in der FAZ zitiert wird:

Aus Sicht von Linken-Fraktionschefin Janine Wissler weckt Kochs Verhalten bei vielen Menschen den „Verdacht der Korruption“.

Auch andere äußern in dem Artikel ihre Verwunderung:

Auch die Grünen kritisierten, dass Koch schon im März, also keine sieben Monate nach seinem Rücktritt als Ministerpräsident, in den Vorstand eines großen Baukonzerns aufrücken werde. Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen im Landtag, Mathias Wagner, wies darauf hin, dass Bilfinger Berger unter anderem einen Auftrag über 80 Millionen Euro zum Bau der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen erhalten habe. Dieses Projekt sei nur dank der Unterstützung durch die von Koch geführte Landesregierung möglich geworden.

Darüber hinaus hört man:

Der „nahtlose Wechsel“ des CDU-Politikers in ein Unternehmen schade dem Ansehen der Politik.

Welchem Ansehen?

Hierzu mal was älteres aus dem Westen:

Laut einer Umfrage der Zeitschrift „Reader’s Digest“ sind Politiker die am geringsten geschätzte Berufsgruppe.

Nur jeder Vierte traut Journalisten. Sie erreichen 26 Prozent und damit nur unwesentlich mehr als Reiseveranstalter (25) oder Gewerkschaftsführer (23). Am Ende der Vertrauensskala rangieren Finanzberater (16), Fußballspieler (12), Autoverkäufer (11) und schließlich an 18. Stelle Politiker (10).

Die Deutschen würden lieber Finanzberatern und Autoverkäufern als Politikern trauen – laut Umfrage vom März 2010.

„Ein Fisch stinkt immer vom Kopfe her“ … so der Volksmund, der auch weiß, das „eine Hand die andere wäscht“.

Aber das man Deutschland wieder bombensicherer bauen möchte, verstehe ich langsam schon.

Die American Chamber of Commerce hatte übrigens im September Roland Koch noch den Silver Arward verliehe, wie er auf seiner persönlichen Seite angibt.

Die werden schon wissen, warum.  Studiengebühren, Privatisierung von Haftanstalten und Universitäten – ist ja genau ihre Welt. Und das von ihm eingeführte Kopftuchverbot für Beamte wird jenen, mit denen wir zusammen Moslems in Afghanistan erschiessen, wohl auch gefallen.

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