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Michael Gorbatschow möchte Frieden und warnt vor neuem atomaren Wettrüsten

Michail-Gorbatschow

Bild: commons.wikimedia.org“ Eigenes Werk: Michael Schilling

Natürlich ist der Friedensnobelpreisträger berechtigter Weise sehr von uns allen geschätzt. Da wir die Situation aber sehr oft schon auch sehr ernst bearbeitet haben, denke ich, dass es zur Abwechslung einmal ganz gut wäre, die Ost-West Spannung auch etwas satirisch zu bearbeiten.

Ja die Situation ist ernst☺: Es sind schon zwei Prominente, nämlich Ken Jebsen und Willy Wimmer in das südliche neutrale Nachbarland Österreich geflohen und haben sich in einem Baumhaus verschanzt.(Quelle:Tree TV). Gorbatschow meinte zwar, das wäre nicht der richtige Platz um einen Atomkrieg sicher überleben zu können, doch meinte Willy Wimmer, dass in Österreich, das Innenministerium unter Herbert Kickl (Quelle: wikipedia.org) schon Killerroboter einsetzt und zusätzlich gäbe es dort schwer genießbare Pilze (Quelle: profil.at). Gorbatschow meinte, dass man dort in Österreich schon über 30 Jahren an einem unterirdischen Tunnelsystem für die Bahn arbeitet, das im Ernstfall durchaus Schutz bieten könnte. (Quelle:semmering-basistunnel). Das wäre im Ernstfall wesentlich sicherer, als so ein Baumhaus. Im übrigen wäre ja D auch von Robotern regiert? (Quelle:heise.de). Wily Wimmer meinte im Tree TV, link ist oben, dass George Soros (Siehe dazu auch: Nachrichtenspiegel.de), der Schattenbundeskanzler von D wäre. Willy Wimmer war immerhin über Jahre Leiter der OSCE und hat erhebliches Insiderwissen. Zusätzlich würde D von wem eigentlich regiert? (Quelle: rubikon): Was ich mir stattdessen viel später (23.45 h) zu nachtschlafender Zeit angesehen habe, war die Dokumentation „abgehört und abgenickt“ von Hubert Seipel, die sich mit den Praktiken amerikanischer Geheimdienste in Deutschland befasst und zu dem überraschenden Ergebnis kommt, dass die Bundesrepublik seit ihrem Bestehen und ohne Rücksicht auf irgendwelche dort etablierten Rechtslagen flächendeckend abgehört wird, Wirtschaftsspionage seitens der NSA inklusive, und dass das auch jeder weiß, der es wissen will, nur dass es offenbar niemanden interessiert, wer der Stine andauernd untern Rock fasst: weil’s blöderweise gar nicht der Hansi(in diesem Zusammenhang Russland) ist.

Nun von wem wir regiert werden, hat unser Eifelphilosoph kürzlich veröffentlicht. Von 200 Familien. (Quelle: nachrichtenspiegel.de). Ronald Bernard ein Ex Banker und Whistleblower hat wohl diese Familien als 8000 bis 8500 Banker noch genauer beschrieben?(Quelle:epochtimes.de). Sie leiden teilweise an einer Krankheit, die ihr Wertesystem so umdreht, dass es den Jüdisch-Christlichen Werten genau entgegen gesetzt ist. Was tun Sie, wenn Ihr Vorgesetzter auf einmal den logischen Verstand verliert? Wenn er auf einmal Sessel und Bänke aus dem Büro oder der Fabrik wirft und nicht mehr auf logisches Zureden reagiert? Es scheint eine schwere psychische Krankheit zu sein, wenn die leitenden Strukturen alles dafür tun, um einem Atomaren Weltkrieg immer näher zu kommen? Denn ein Atom-Weltkrieg wäre das Ende des größten Teiles der Menschheit.

Die königlichen Familien haben vor über 100 Jahren an Syphilis gelitten, jetzt leidet die Welt immer mehr unter Alzheimer.(Quelle: nachrichtenspiegel.de). Ja wir haben sogar die Bürgerpflicht auf drohende Gefahr aufmerksam zu machen.(Quelle:presseportal.de). Ja Sie können auf diesem Wege zum Engel werden? Nein, Sie müssen nicht fliegen lernen, jedenfalls nicht mit Ihren beiden Armen. Doch möchte ich Ihnen eine wahre Geschichte nicht vorenthalten: Ein Techniker, der mir ein Gerät verkaufte, kam sehr viel zu spät zum Termin. Seine Schwiegermutter war verstorben. Wir plauderten über ein Leben nach dem Tod und er meinte er glaube an gar nichts. Doch es müsse etwas geben: Einmal fuhr er mit dem Auto und auf einmal sah er seinen verstorbenen Onkel winken. Verwirrt fuhr er langsam. Er fuhr gerade an einer Plakatwand vorbei. Am Ende der Plakatwand rannte ein kleines Kind über die Straße, gerade vor ihm. Wenn er nicht durch sein Erstaunen, über das Winken seines verstorbenen Onkels, langsam gefahren wäre,dann hätte er das Kind sicher überfahren.

Also wenn uns Michael Gorbatschow jetzt vor einer Atomgefahr(Quelle: heise.de) warnt, dann wäre es gut, wenn wir alle aktiv werden, um diese Gefahr abzuwenden? Wenn wir alle schlafen, und auf einmal kommt ein Weltkrieg, genauso unvermutet, wie der erste Weltkrieg, dann ist es zu spät. Wenn wir krank sind und große Fehler machen würden, man verhindert diese Fehler, dann wären wir später auch sehr dankbar, dass nichts passiert ist? Willy Wimmer im oben erwähnten link Tree TV hat da auch noch einige gute Ideen: Die jungen Menschen informieren sich nicht bei den Massenmedien. Und wenn die Eliten uns einen Krieg mit Russland aufzwingen: Einfach Durchwinken, so, dass die russischen Truppen ohne Widerstand direkt nach England weiterkönnen!

Müssen wir Angst vor Robotern haben?

Lutz van der Horst besucht den Digitalgipfel der Bundesregierung und lässt seinen diffusen Ängsten freien Lauf.

Die Apokalypse – Abschiedsbrief eines Vater an seine Kinder

Digital StillCamera

Donnerstag, 1.9.2016. Eifel. Liebe Kinder – nach zwanzig Jahren wird es einmal Zeit, euch einen Brief zu schreiben. Einen Abschiedsbrief. Nicht ich gehe – sondern  ihr. Früher gab es mal eine Generation von jungen Leuten, die „no-future“ als Motto hatten, geschockt von den ersten Umweltdaten, nach denen unser Planet schon jetzt ziemlich verwüstet sein sollte. Ist er auch – nur kommt das nicht ins Fernsehen und an die Festungen der Reichen heran, da …. also da, wo auch ihr wohnt … wird noch alles schön sauber gehalten, eine Illusion von heiler Welt aufrechterhalten, weil hier die Zentralen der Mächtigen stehen. Schon im Mittelalter, als die Pest unglaublich wütete, gab es viele dieser Festungen des Reichtums, in denen rauschende Feste gefeiert wurden, während in den Dörfern ringsum die Pest die Menschen bei lebendigem Leib verfaulen ließ. Jeder Ritter ohne Hirn konnte sich erdreisten aufzustehen, mit einem Riesenkrug Bier in der Hand und „Deutschland geht es gut“ in die Runde rufen, begleitet von Jubelrufen und Beifall, während auf den Tischen das letzte Schwein der Grafschaft als Speise dargeboten wurde.

Ihr habt es wahrscheinlich in den Zeitungen gelesen: am 20 August war der „Earth Overshot Day“ – also jener Tag, an dem wir rein rechnerisch die natürlichen Ressourcen aufgebraucht hatten, die unser Planet zur Verfügung hat. 1993 war es noch der 21. Oktober, 2003 der 22. September (siehe footprintnetwork). Ihr seht also: das Ende rückt mit Riesenschritten näher. Das stand sogar in unserer Werbezeitung am Sonntag, die kostet nichts und ist prall voll mit Werbung für Produkte, die helfen, den Earth Overshot Day noch weiter nach vorne zu legen. Der Autor Dirk C. Fleck hat dazu auf seinem Facebookauftritt ein paar Worte verloren (siehe Facebook):

„Eine von der NASA veröffentlichte Studie nennt das Kind beim Namen: Das Modell Menschheit hat ausgedient, der Untergang unserer Zivilisation ist unvermeidlich, egal welche Wege wir noch beschreiten werden. Die interdisziplinäre Studie, vom NASA Goddard Space Flight Center finanziert, wurde von Mathematikern, Soziologen und Ökologen erstellt. Für den bevorstehenden Kollaps hat das Team fünf Risiko-Faktoren ausgemacht: Bevölkerungswachstum, Klimawandel, Wasserversorgung, Landwirtschaftsentwicklung und Energieverbrauch. Wenn beim Zusammenwirken dieser fünf Faktoren zwei ganz bestimmte Entwicklungen einsetzen, sei der Totalzusammenbruch unausweichlich, so die Wissenschaftler um den Mathematiker Safe Motesharrei. Diese Entwicklungen sind für die Forscher bereits eingetreten: die Überlastung der Ökosysteme bei gleichzeitiger Aufspaltung der Gesellschaft in reiche Eliten und den armen Rest. Beide Dynamiken, merkt die Studie an, hätten beim Untergang aller Hochkulturen in den letzten fünftausend Jahren eine zentrale Rolle gespielt.“

Lest es euch gut durch – ich weiß nicht, wie lange es noch gestattet ist, über diese Themen zu reden. Ich weiß auch nicht, wie lange es Dirk C. Fleck noch gestattet ist zu reden, er spricht mit den Falschen. Eine angebliche Allianz gegen „hatespeech“ (es weiß niemand genau, was das ist – hört sich aber amerikanisch an und ist damit „in“ und man muss ihm bedingungslos folgen) hat eine Tochterfirma des Bertelsmannkonzerns in Zusammenarbeit mit einer recht dubiosen Stiftung angeheuert, „rechte Hetze“ bei Facebook zu löschen – und die leisten ganze Arbeit (siehe Süddeutsche):

„Um der Sache auf den Grund zu gehen, stellt man nun also die Frage: „Warum kann Facebook keine exakten Angaben in Zahlen zu Sperrungen und Löschungen machen?“ Darauf antwortet die Sprecherin von Facebook wörtlich: „Wir machen zu der Anzahl von gelöschten oder gesperrten Postings keine Angaben.““ „Sicher ist, dass unter den Gelöschten und Gesperrten Konservative und Linke sind, Kapitalisten und Kommunisten“

Es wird gelöscht, dass sich die Balken biegen, eine reine Willkürherrschaft breitet sich aus, es kann jeden treffen – jederzeit. Noch ist es nur Facebook – aber dahinter stecken ja Menschen, die sich viel Gedanken darüber gemacht haben, warum sie einer Bertelsmannfirma absolute Löschgewalt in einem der wichtigsten sozialen Medien Deutschlands gegeben haben – und eine willkürliche Löschgewalt gegen lebende Menschen wird wieder denkbar. Die haben sich sicher was dabei gedacht – und auf die Frage, wo das letztlich enden soll, habe ich keine Antworten, die glücklich machen. Außerhalb Deutschlands sieht man, dass in diesem Land „Friedhofsruhe“ herrscht (siehe NZZ) und kein gesellschaftlicher Diskurs mehr stattfindet, man spricht offen von „Denkverboten“, die Angst geht um, von einer privaten Gestapo/Stasi/Geheimpolizei ins gesellschaftliche Abseits gedrängt zu werden.

Was man auch nur im Ausland erfährt: die deutschen Straßenverhältnisse sind inzwischen schlechter als die in Spanien – und überhaupt, die so viel gelobte Wirtschaftskraft des Landes bröckelt an allen Ecken und Enden (siehe NZZ). Eine australische Studie hat herausgefunden, dass zuviel Arbeit dem Gehirn schadet, ab 40 sollte man nur 25 – 30 Stunden die Woche arbeiten (siehe „Der Standard“) – doch wer glaubt schon noch den Experten? Ja – es gibt sie noch die Experten … doch sie stören in der Medienwelt und der Politik. Jenseits der Plärrgrenze der Massenmedien weiß man, dass es die absolute Wahrheit nicht gibt, dass die Wahrheit selbst immer im Fluss ist und sich beständig verändert, man sich ihr nur vorsichtig annähern kann und dabei verschiedene Perspektiven in Betracht ziehen muss – aber das ist nicht tauglich für euch, die Bürger der Zukunft (siehe Zeit):

„Das Problem des Experten ist dagegen, dass er auf die einfachen Fragen nach dem Weg aus der gesellschaftlichen Malaise keine einfachen Antworten hat. Max Weber, der sich über Expertentum endlos Gedanken machte, schrieb vor einem Jahrhundert, die Frucht vom Baum der Erkenntnis sei „aller menschlichen Bequemlichkeit unwillkommen“.“

Was dazu führt, dass uns die Medien lieber eine andere Welt präsentieren:

„Den Platz des Experten hat ein anderer eingenommen: der Expertendarsteller. In den beliebtesten Shows von Anne Will bis hart aber fair sitzen vor allem Politiker, Buchautoren und Journalisten – Leute, die etwas zu verkaufen haben.“

Wir sind in der Welt des platonischen Höhlengleichnisses angekommen – die Wahrheit ist irgendwo hinter uns und ein kleiner, alles beherrschender Bildschirm gaukelt uns eine Schattenwelt vor. Oder in der Johannesapokalypse, wo das apokalyptische Endzeittier die Menschheit durch ein „sprechendes Standbild“ regiert.

Das ist eure Welt, in der ihr lebt. Und wozu hält sie euch an? Wie in jener kleinen Sonntagszeitung zum kaufen, kaufen, kaufen – eine Maßnahme, die schon George W. Bush den Amerikanern als ideale Maßnahme gegen den Terrorismus am 11.9.2001 empfahl: geht einkaufen!

Es wäre eure edelste Aufgabe, die Welt zu retten. „Gott ist tot“, heißt es überall, wer mehr von Nitzsche las als diesen Satz, durfte erfahren, dass wir ihn getötet haben. Dort, wo Gott tot ist, haben alle kleinen häßlichen Teufel unbegrenzte Macht über die Menschheit – vielleicht erklärt das besser als alles rationale Denken, wie wir innerhalb von nur 250 Jahren nach dem hoffnungsvollen Aufbruch in eine Zukunft des Friedens, der Gerechtigkeit und der Vernunft vor der kompletten Auslöschung der Menschheit stehen. Wir sind alle – alle – kleine Räder in einer großen Maschine, die schnurstracks auf die Vernichtung der Lebensgrundlage der Menschheit zusteuert. Als Dank dafür bekommen wir idiotischen Nippes geschenkt, der uns erlaubt, mit „what´s app“ beständig mit unserer Familie verbunden zu sein, die wir in Wirklichkeit gar nicht mehr sehen und umarmen können – es sind aber die Umarmungen, die der Mensch braucht, nicht die „Messages“.

Dürft ihr euch dem wahnsinnigen Treiben entziehen? Dürft ihr – gleich dem Wehrdienst – aus Gewissensgründen den Konsumdienst entsagen … und somit der Arbeitspflicht entfliehen? Nein. Weltweit sind es gerade die „aufgeklärten“ Staaten, die – wie immer mit salbungsvollem Wort ausgestattet – die Arbeitspflicht wieder einführen. Was eint Kapitalismus, Kommunismus und Nationalsozialismus? Die feste Entschlossenheit, ein Volk zu bauen, dass bei einem Minimum an Kosten ein Maximum an Profit erwirtschaftet: für den Chef, den Kommissar, den Gauleiter. Maximum an Profit … heißt auch Maximum an Umwelt- und Ressourcenvernichtung – als ob Satan persönlich auf die Erde losgelassen wurde um die ganze Schöpfung auszuradieren, ausgestattet mit teuflischen Maschinen, die die Vernichtungsarbeit in immer kürzerer Zeit ausführen und den Menschen sogar aus seinem festen Platz der Arbeitsgesellschaft verdrängen: um die Konsumpflicht zu erfüllen, muss der Mensch immer schneller rennen, mehr und mehr sein Leben hingeben um das Leben zu führen, das andere für ihn planen.

Was erwartet euch ganz oben – wenn ihr ganz viel kaufen (also: ganz viel zerstören) könnt? Dieser Herr sagt es euch (siehe Spiegel):

„Selbst wenn man für eine mittlere oder obere Managementposition eingestellt wird, muss man erst mal durch die sogenannte Filialphase, das heißt eine Filiale führen. Da geht es nicht darum, das Unternehmen kennenzulernen. Da geht es darum, die Leute zu brechen. „Die müssen erst mal im Schlamm liegen, die müssen fertiggemacht werden – und wenn sie es überleben, dann behalten wir sie“, hat mir einer meiner Vorgesetzten mal gesagt.“

Ihr werdet Menschen zerstören. Als Dank dafür dürft ihr mehr Welt zerstören. Darum geht es: Arbeit zu benutzen (bzw. drohende Arbeitslosigkeit), um euch in den Schlamm zu drücken – dabei wäre eure Intelligenz, euer Mut, eure erfrischende Kreativität und eure Einsatzbereitschaft so nötig, um für uns alle die Welt zu retten. Arbeit ist genug da – nur das Geld dafür wollen andere für Geschmeide ausgeben. Oder für den Einsatz von Robotern. Ja – die ganze Industrie arbeitet an der Abschaffung des Menschen, weil er zu teuer ist. Hierzu ein Kommentar von Fridolin Mannuss bei Facebook:

„Ich komme aus dem Maschinenbau. Unsere internationalen Kunden investierten nur noch in Maschinen oder Anlagen, wenn Arbeitsplätze eingespart wurden. Addidas hat China den Rücken gekehrt und produziert nun in Herzogenaurach! Natürlich nicht mit Fränkischen Fachkräften, sondern vollautomatisch mit Robotern! Denkt man weiter kann man die Personalabteilung um 70% reduzieren! Und das ist seit Jahren der Trend, der sich beschleunigt fortsetzt. Als ehemaliger Unternehmer halte ich darüber Vorträge. Die Leute glaubens nicht, dass ihre Enkel zum großen Teil überflüssig werden. Und trotzdem will man die Rente mit 73!“

18 Millionen Arbeitsplätze fallen demnächst fort – und was ist die Strategie von Wirtschaft und Politik dagegen? Sie lassen Expertendarsteller im Fernsehen auftreten, die die Themen durch Austausch von Glaubenssätzen zerreden.

Ich denke an die Sterbeforscherin Elizabeth Kübler-Ross, während ich diese Zeilen schreibe. Was hat sie euch mit auf den Weg gegeben?  Ihre Erfahrungen in der Arbeit mit Sterbenden (siehe Erfülltes Leben – würdiges Sterben, Gütersloher Verlagshaus, Sonderausgabe 2004) hat einige wichtige Botschaften für die Lebenden hervorgebracht – unter anderem die Botschaft, dass ihr auf jeden Fall euer eigenes Leben leben sollt. Doch wie sieht es aus mit eurem Leben – einem Leben, das die Welt verändern, verbessern sollte? Es gibt Menschen, die sich darüber Gedanken gemacht haben – und ich muss hier vorsichtig sein, riskiere viel, sie zu zitieren, denn auch sie sind schon längst der Verfolgung ausgesetzt. Ich zitiere sie trotzdem (siehe eigentümlich frei):

„In Michael Endes Roman „Momo”, erschienen 1973, betrügen die „grauen Herren” die Menschen um ihre Lebenszeit, angeblich zu ihrem Vorteil. Diejenigen, die das Buch aus ihrer Kindheit und Jugend kennen, können sich vielleicht noch an das verstörende Gefühl erinnern, welches die Geschichte von Momo bei ihnen hinterlassen hat. Eltern können sich nicht mehr um ihre Kinder kümmern, welche folglich in sogenannten „Kinder-Depots” untergebracht werden müssen, wo sie vor allem „nützliche Dinge fürs Leben” lernen sollen. Die Kinder werden dort rundum versorgt und beschäftigt, so dass die Eltern ihrem eigenen Leben, und zwar vor allem ihrer Arbeit, nachgehen können. Weder freies, unbeobachtetes Spiel noch eine ruhige gemeinsame Zeit mit den Eltern ist in einer solchen Gesellschaft der Effizienz noch möglich.“

Ja – diese „Gesellschaft der Effizienz“ läßt Alpträume von Autoren Wirklichkeit werden … doch die Welt ist voller Eltern, die mit Hirnschaden herumlaufen, weil sie zuviel arbeiten. Eine Botschaft von Kübler-Ross war, dass Kinder im Alter von 1-6 nichts anderes brauchen als bedingungslose Liebe – wie sollen sie dies erhalten in Kinderhorten voller fremder Kinder und unterbezahlter aber überarbeiteter Erzieherinnen? Anstatt Liebe gibt es … Ellenbogen ins Gesicht. Schon im zarten Alter von  zwei Jahren. Beobachtet einfach mal die Verhältnisse in einem Kindergarten, wo 2-jährige praktisch von 4-jährigen erzogen werden, während die Erzieherinnen auf der Bank sitzen und vom reichen Märchenprinzen träumen. Aber was rede ich: ihr habt das ja selbst erlebt.

Und im Alter? Erwartet euch schon jetzt „chemische Gewalt“ – also die gewaltsame Sedierung durch Medikamente (siehe Welt), um „Pflege“ möglichst billig zu liefern, wo Sterbebegleitung angesagt wäre. Wohin das führen wird? Nun, Stalin und Hitler haben es vorgemacht und „unnütze Esser“ einfach umgebracht, der eine sechs Millionen Juden und „Asoziale“ durch Gas, der andere fünf Millionen Bauern in der Ukraine durch Hunger – eine Methode, die sich heutzutage durchgesetzt hat, weil sie Menschen preisgünstiger entsorgt. Schon vor drei Jahren wurden in Griechenland Schüler vor Hunger ohnmächtig (siehe Welt), eine Folge von Sanktionsmaßnahmen jener, die vom massivem Verbrauch von Steuergeldern gut leben.

Der Wert eures Lebens, für die, die unser Gemeinschaftsschiff steuern? Nur der Wert eines Sklaven, der sich auf das bezieht, was man als Profit aus ihm herauspressen kann, bis er unnützer Esser und Ballast wird. Doch das Gesamtbild ist noch schlimmer: euer Wert bemisst sich daran, wie schnell und effizient ihr an der Beschleunigung des „Earth Overshot Day“ arbeitet, was euch und euren Kindern jegliche Lebensgrundlage entzieht. Unser Leben gleicht dem Leben auf der Titanic, jenem „unsinkbaren“ Wunder der Technik, das durch einen Eisberg versenkt wurde – und das Ergebnis unseres ganzen Treibens besteht darin, nicht den Kurs zu ändern, sondern die Titanic immer schneller fahren zu lassen.

Erinnert euch an die Worte von Dirk C. Fleck: nicht nur unser Verbrauch ist schuld an der drohenden Apokalypse, sondern auch die Aufspaltung der Gesellschaft in eine arbeitsfreie reiche Elite – und einen ewig unter Druck und Angst schuftenden Rest. Die Gesellschaft der Effizienz hat keinen Platz für Arme, für Kranke, für Behinderte, für Künstler, Dichter, Denker, für Freude, Glück und Harmonie – und darin unterscheiden sich die großen Konkurrenzideologien unsere Zeit – Kommunismus, Kapitalismus und Faschismus – überhaupt nicht.

Nun – Dirks Aufruf erschien in einem Portal, dass ebenfalls nicht mehr zitiert werden darf – es nennt sich KenFm. Soweit sind wir mit Dialog und Demokratie gekommen: Gehorsam gegenüber der Obrigkeit ist wieder angesagt. Ich mag KenFm auch nicht sonderlich (das ist eine andere Geschichte – vielleicht auch nur ein Vorurteil), aber würde ich deshalb Leute verfolgen, die mit ihm reden?

Wir leben auf der Titanic. In der ersten Klasse ist Riesenparty angesagt – wie wir wissen, spielte dort die Kapelle (was man damals so „Medien“ nannte) bis zur letzten Sekunde lustige Lieder, jeder konnte jederzeit aufstehen und mit stolz geschwellter Brust ausrufen „Eisberg? Prima – ich brauche Eis für meinen Whisky“. Für die erste Klasse wurden ja auch Rettungsboote reserviert – die dritte Klasse wurde unter Deck eingesperrt, wer mit ihnen redet und von Eisbergen faselt, wird über Bord geworfen.

Nun werdet ihr fragen: was sollen wir denn nun tun? Nun – manche raten euch zu Selbstversorgerhöfen. Die allerdings … werden im Krisenfall beschlagnahmt, um die Versorgung der Reichen sicherzustellen (siehe BR).

Was rät Dirk C. Fleck? Ich zitiere ihn nochmal:

„Mit jeder Kultur, die der unersättlichen Lebensweise der Zivilisation zum Opfer fällt, werden die Träume ihrer Angehörigen ausgelöscht. Also müssen wir Orte der Zuflucht schaffen. Orte, die frei sind von Schrecken und Ausbeutung, Orte, in denen wir heilende und nährende Beziehungen entwickeln können – zu den Tieren und Pflanzen, zu unserem Land, zu den Sternen, zur Kunst, zu unseren Mitmenschen und nicht zuletzt zu uns selbst. Die Orte in uns selbst, die wir geschützt halten vor Schrecken und Angst, können uns daran erinnern, was es heißt, Mensch zu sein.“

„Orte in uns selbst schaffen, die heil sind“. Eine Vision am Leben erhalten, die uns die weiseren unter den Menschen geschenkt haben, jene, die wissen, was es heißt, in jeder Lebenssituatin die hochethischste Entscheidung zu treffen. Eine Vision von einer planetaren Zivilgesellschaft, einem Ort des „Ewigen Friedens“, wie ihn Kant skizziert hat – mit einer wichtigen Bedingung (siehe Zeit):

„Irgendein Vertrauen auf die Denkungsart des Feindes“, erläutert Kant weiter, „muß mitten im Kriege noch übrigbleiben, weil sonst auch kein Friede abgeschlossen werden könnte.“ Und man nur so verhindern kann, dass der ewige Friede nur auf dem Friedhof der Menschengattung stattfinden kann. Wer also nur vom „Putin“ schwatzt, anstatt zu fragen, was den denn eigentlich so umtreibt, will keinen Frieden sondern Krieg. Wußte man schon vor 200 Jahren.

Was wir brauchen, ist Verständnis. Das ist der erste Schritt. Was wir haben, ist Hass (siehe „Facebook„):

„Wer KenFM teilt, ist ein reaktionäres scheiß Nazischwein. Piss off du miese Ratte. Ich werde dich jetzt speren und dein scheiß Buch in die Papiersammlung schmeißen.“

Meine Antwort darauf war:

„Nun – Krysmanski war ein sehr ehrenwerter, engagierter Akademiker, der sich einer zentral wichtigen Frage zugewandt hat: der Reichtumsforschung. Ich habe seine Bücher gelesen: äußerst brisant. Für alle Bürger, nicht nur für Linke. Dass er auch mit KenFM redet, zeigt erstmal, dass er auch Demokrat ist. Wir reden halt mit jedem, außer er ist offen bekennender Faschist (und nicht einer, den irgendwer als Faschist auserwählt hat). Wer aus diesem Kontext heraus Büchervernichtung betreibt und entwürdigende Beschimpfungen von sich gibt, findet den Nazi sehr schnell: im Spiegel des eigenen Badezimmers.“

Wer sich mit den Herren der Welt beschäftigt und mit jenen spricht, über die (oft aus hanebüchenen Gründen) der Bann der Ächtung vollzogen wurde, wird vogelfrei, wird Nazischwein, Kommunistensau, Judenfreund – die Etiketten lassen sich dabei beliebig austauschen, der Hass ist derselbe.

Warum dies nun ein Abschiedsbrief ist?

Nun – ihr geht nun in eine Zukunft hinein, in der ich euch nicht folgen kann – noch kann ich euch groß helfen. Die Titanic wird immer schneller, der Eisberg ist vorn – und ich habe für euch nur Plätze in der dritten Klasse bezahlen können.

Und ich habe im Alter von vierzig Jahren über 80 Stunden in der Woche gearbeitet – mein Hirn kann also kaum noch mit einem Blumenkohl mithalten. Ich vertraue da ganz den oben zitierten Experten.

Ich kann nur noch mitjubeln: „Deutschland geht es gut“.

Und eure Aufgabe wird sein, dass dies wirklich mal Wahrheit wird, dass das Schiff „Staat“ (gleich welcher Nationalität) wieder das tut, was es soll: keine Rennen fahren, sondern auf unserem Wege von der Geburt zum Tode dafür zu sorgen, das wir uns selbst die Reise nicht noch unnötig schwer machen – geschweige denn, „unnütze Esser“ als „Ballast“ von Bord werfen, um noch schneller werden zu können.

(PS. das Zitieren von Facebook ist technisch nicht immer einfach, kann sein, dass man selbst im angegebenen Umfeld ein wenig suchen muss. Kann auch sein, dass es gleich wieder gelöscht wird. Deshalb bitte ich um Entschuldigung, wenn es etwas Arbeit macht, die Quellen zu finden).

 

Bitte jetzt die nicht vorhandene Zukunft gestalten: trotz Ökozid, Facebookspionage und Arbeitslosigkeit

eifelphilosoph_200

eifelphilosoph_200Dienstag, 19.8.2014. Eifel. Haben Sie sich schon mal über die Zukunft Gedanken gemacht? Nein, nicht was Sie heute Abend im Fernsehen schauen. Auch nicht, wo Sie am Wochenende auf die Angebote der Bürgerbespaßungsindustrie zurückgreifen. Nein, selbst Weihnachten habe ich jetzt nicht im Blick, aber schön, dass Sie zu den Menschen gehören, die noch so weit voraus denken können. Ich meine die Zukunft ihrer Familie, die Zukunft der Menschen, die in Ihrer Straße wohnen, in Ihrer Gemeinde, Ihrer Stadt, Ihrem Landkreis, Ihrem Bundesland, Ihrem Staat, Ihrem Kontinent und Ihrer Welt – in zwanzig Jahren, in fünfzig Jahren, in hundert Jahren.

Zu schwer, sich so etwas vorzustellen? Für „primitive“ Indianerhäuptlinge war es Standard, Entscheidungen erst dann zu treffen, wenn durchdacht war, wie sich die Entscheidung in einhundert Jahren auf die Lebenswelt des Stammes auswirken würde.

Weise, oder? Oder – um es mal einfach zu sagen: ganz normal.

Ich möchte Ihnen ein wenig über die Zukunft erzählen: sie ist vorbei. Das wissen Sie ja auch: längst sind wir Gewalten ausgeliefert, die kein Mensch mehr steuern kann. Soll ich Ihnen ein paar nennen? Der bevorstehende Ökozid zum Beispiel ist einer davon, die massenhafte Vernichtung menschlichen Lebens durch Politik, Wirtschaft, Technik und Wissenschaft. Wir hier in Deutschland werden von den Auswirkungen noch verschont – allerdings: so richtig viel Schnee wir vor 25 Jahren haben wir in der Eifel nicht mehr. Letztes Jahr hatten wir gar keinen mehr. Ich möchte Sie auch nicht traktieren mit Zahlen, Daten, Fakten – ich schätze mal Sie haben selbst schon mal mitbekommen, dass wir da ein kleines Problem haben, das Milliarden Menschen das Leben kosten wird – und schon jetzt kostet.

Ich möchte Ihnen diesbezüglich nur zwei Interviews ans Herz legen, die Dirk C. Fleck in seinem Buch Die Vierte Macht (Hoffmann und Campe, 2012) veröffentlicht hat – eins davon mit Frank Schirrmacher (Seite 305) und eins mit Dietmar Schumann (Seite 97), wobei Dietmar Schumanns Interview schon im Titel sagt, worum es geht: Planet Plastik: Vergiftet. Zubetoniert. Vollgemüllt.

Hoffnung auf Zukunft? Gibt es da keine. Der Grund ist von Frank Schirrmacher einfach benannt – er liegt in unseren handelnden Politikern: „Sie sind Roboter in einem System, das de facto längst kaputt ist. Aber diese Leute handeln wie Elektriker, die in einem völlig heruntergekommenen Haus noch schnell die Leitungen reparieren.“(a.a.O., Seite 6).

Seien Sie ehrlich: den Eindruck haben Sie doch auch, oder? Das ist der Grund, warum man wählen kann, was man will, aber immer dasselbe geliefert bekommt. Warum wir – gerade in Deutschland – nicht schon längst eine Koalition der Willigen haben, der empathischen, kreativen, leistungsbereiten, engagierten Menschen, liegt an der engen Verzahnung von Journalismus und weltlicher Macht, über die jetzt wieder eine neue Studie erschienen ist (siehe Heise):

Die Daten deuten darauf hin, dass sich Journalisten vielerorts in vertraulichen Runden mit den Mächtigen treffen. Und das steht in einem klaren Gegensatz zu der demokratietheoretisch begründeten Erwartung, Journalisten sollten Distanz zu den Mächtigen halten, um sie kritisieren und kontrollieren zu können.

Die Netzwerkverbindungen deutscher Spitzenjournalisten sind beeindruckend:

Ich habe eine Art Landkarte von Organisationen und Veranstaltungen erstellt, in denen sowohl Eliten aus Politik und Wirtschaft als auch führende deutsche Journalisten involviert sind: darunter etwa das Weltwirtschaftsforum in Davos, die Münchner Sicherheitskonferenz, die Trilaterale Kommission und die Bilderberg-Meetings, aber auch die sogenannten Hintergrundkreise in Berlin, Kulturstiftungen oder Akademien. Insgesamt habe ich 82 solche Eliten-haltigen Organisationen erfasst, und es waren 64 Journalisten dort unterwegs – außerhalb ihrer direkten beruflichen Pflichten wie Recherchen oder Interviews. Am auffälligsten war der Befund, dass vier leitende Journalisten der „Süddeutschen Zeitung“, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der „Welt“ und der „Zeit“ stark in US- und Nato-affinen Strukturen eingebunden waren.

Was heißt das für uns vor Ort? Für Sie, von dem ich gerade erst verlangt habe, sieben Generationen in die Zukunft zu planen?

Das die hilflosen Roboter ihre visionslosen Reperaturarbeiten als kraftvolle heldenhafte Schöpfungsarbeit verkauft bekommen.

Lohnt sich ja auch für den Einzelnen (siehe rp-online):

Für die Altersversorgung seines Intendanten Tom Buhrow hat der Westdeutsche Rundfunk (WDR) im vergangenen Jahr 1,779 Millionen Euro zurückgestellt. Das geht aus dem Geschäftsbericht für 2013 hervor. Der 55-Jährige verdient pro Jahr 367.232 Euro.

Alles zwangsweise eingetriebene Gemeinschaftsgelder. Bei dem Gehalt wird die Kanzlerin neidisch – und Sie verstehen die Welt nicht mehr.

Denken sie einfach ein wenig an die Titanic, jenen dann doch gesunkenen unsinkbaren Luxusliner, dessen Kapelle noch bis zum Untergang die Bürger bespaßte: wer kann, sammelt heutzutage Geld (in jeder Position) in der Hoffnung, sich damit einen Platz im Rettungsboot kaufen zu können. Nein – das ist nicht nur ein Vorwurf, das ist das Ergebnis einer älteren, aber immer noch aktuellen Studie (siehe Boell.de):

Viele Menschen reagieren auf die Krise, indem sie Heitmeyer zufolge eine pessimistische Erwartungshaltung gegenüber der gesellschaftlichen Entwicklung einnehmen und zugleich auf der Vorstellung eines vermeintlich intakten privaten Umfelds beharren. Durch diese Differenzierung werde die gesellschaftliche Krise in Deutschland gewissermaßen „privatisiert“. Die aktuelle Studie hat ergeben, dass über 90 Prozent der Befragten in Zukunft mehr soziale Abstiege und Armut fürchten. Drei Viertel der Bevölkerung glaubt, dass die Bedrohung des Lebensstandards die Solidarität mit Schwachen verringert. Ein Drittel meint, dass wir es uns in der Wirtschaftskrise nicht mehr leisten können, allen Menschen gleiche Rechte zuzugestehen. 61 Prozent sind der Ansicht, dass in Deutschland zu viele schwache Gruppen mitversorgt werden müssen. Gerade in der verunsicherten Mittelschicht gibt es offenbar zunehmend ein Bedürfnis nach Abgrenzung. Schwache soziale Gruppen, z. B. Langzeitarbeitslose, werden für ihr eigenes Schicksal verantwortlich gemacht, auch um die Möglichkeit des eigenen Scheiterns von sich zu weisen.

Erkennen Sie sich wieder – mit Ihren Meinungen?

Nein, keine Sorge: ich will Sie nicht verdammen oder verurteilen. Wenn die aktuellen Probleme (neben der Ökologie haben wir ja noch die Finanzwirtschaft, Kriegsgefahren, die kommende Verdrängung und Vernichtung von Millionen von Arbeitsplätzen durch Technik, die zunehmende Vernichtung des Mittelstandes durch Kreditvergabeauflagen der übermächtigen Banken) schon Spitzenjournalisten und Politiker überfordern – wie sollen Sie dann mutig in die Zukunft schauen können? Was meinen Sie, warum gerade jene „Roboter“ in der Politik aktuell planen, Ihre Internetaktivitäten durch Bundeswehr und Bundesnachrichtendienst in Echtzeit zu überwachen (siehe Spiegel)?

Wer könnte es ihnen übel nehmen, dass sie nur noch bis zum nächsten Wochenende planen – wo doch jederzeit die Möglichkeit besteht, dass auch sie im nächsten Jahre durch knallharte Sparprogramme erfolgreicher Konzerne zu jenen gehören, die vom Arbeitsamt mit Lieferwagen zu Firmen gekarrt werden, in der Hoffnung, dass man die „viel zu vielen“ wenigstens dort noch mit viel Druck unterbekommt (siehe: Der Westen, eine nüchterne Kosten-Nutzen-Rechnung der Veranstaltung würde ich gerne mal sehen). Aktuell präsentiert z.B. die Deutsche Bank  „Kostensenkung“ als erfolgreiches Geschäftsmodell der Zukunft (siehe Manager-Magazin) – ein Konzept, dass Staat, Kirchen, Gemeinden und Konzerne schon seit Jahren fahren und so Millionen und Abermillionen von Arbeitsplätzen vernichtet haben, was zu einer explodierenden Staatsverschuldung führte, während andererseits eine kleine Gruppe von Bürgern die unglaubliche Summe von 5200 Milliarden Euro als Vermögen vorweisen kann (siehe Spiegel) – darunter jene Mitarbeiter der Deutschen Bank, die trotz schlechtem Geschäftsergebnis Superboni eingefahren haben.

In Fergusson/Missouri/USA erleben wir gerade den Zusammenbruch des Hauses – wir kennen solche Szenen aus den USA. Schauen Sie genauer hin, wirklich, es lohnt sich: das sind die Folgen einer entsolidarisierten Gesellschaft, vor der Heitmeyer gewarnt hat. Wir haben diese Entwicklung der USA in den achtziger und neunziger Jahren des letzten Jahrtausends nach Europa geholt, weshalb wir damit rechnen können, die Ergebnisse auch hier in Deutschland mit entsprechender Verspätung leibhaftig erleben zu können. Ja – was glauben Sie, warum Bundeswehr und BND in Zukunft Ihre Meinung bei Facebook genauer unter die Lupe nehmen wollen? Damit nicht auch hier die Bundeswehr der örtlichen Polizei bei Unruhen zu Hilfe kommen muss.

In Fergusson muss jetzt die Nationalgarde herangezogen werden (siehe Spiegel) – vom selben Gouverneur, der zuvor die schon paramilitärisch ausgerüstete Polizei entmachtet hatte. Auch deutsche Journalisten müssen mitlerweile dort mit Verhaftungen rechnen  und ziehen daraus interessante Schlußfolgerungen: Der Tag, an dem die US-Polizei meint Feind wurde (siehe Welt).

Wie es weitergeht? Wollen Sie wirklich wissen, wo eine entsolidarisierte Gesellschaft endet? Schauen Sie doch mal in die Ukraine, in den Irak, nach Libyen, Syrien oder in den Gaza-Streifen, Länder, denen wir die „Demokatrie“ gebracht haben bzw. bringen wollten, eine Demokratie, die schon im Mutterland der Demokratie – den USA – zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen führt, für die die Polizei seit 1997 gezielt ausgerüstet wird.

Klar – die gut bezahlten Oberschichtsjournalisten werden Ihnen davon nichts erzählen. Die haben ein klares Ziel vor Augen: dicht ran an die Elite, soviel Euro wie möglich abgreifen, in Sachwerte umwandeln, um für den kommenden Crash bestmöglichst gerüstet zu sein. Eine verständliche Reaktion. Würden Sie doch auch so machen, wenn man Ihnen 367000 Euro im Jahr dafür anbieten würde, dass Haus so darzustellen, als könnte man mit dem Verlegen der elektrischen Leitungen das marode Mauerwerk wieder instand setzen.

Aber halt: bevor Sie jetzt zum Kühlschrank gehen und sich erstmal ein Bier aufmachen, möchte ich Sie auf des Ergebnis des Human Security Instituts hinweisen:

Dieses Institut hat festgestellt, dass die Kriege in den letzten zwanzig Jahren um neunzig Prozent zurückgegangen sind!

Die Friedensforscher dieses renommierten Instituts sagen, wir wären das erste Mal nach 8000 Jahren ständiger Kriege auf dem besten Wege, den Krieg abzuschaffen (siehe Fleck, Die vierte Macht, a.a.O. Seite 91).

Es kommt aber noch besser:

Die globale Zivilgesellschaft hat in den letzten zwanzig Jahren 97 Diktatoren gestürzt, sie sind alle friedlich beseitigt worden. (Fleck, a.a.O. Seite 92)

Erstaunlich, oder?

Ja – so etwas gibt es gerade schon: eine globale Zivilgesellschaft. Sie formt sich über verschiedene soziale Netzwerke und ist dabei, die gesamte Weltordnung umzubauen. Geseko von Lüpke referiert genau darüber (Fleck, a.a.O. Seite 83-96).

Und wissen Sie was? Sie können dabei sein.

Wie?

Nun – das ist ganz einfach: Suchen Sie mehr Gemeinsames mit den Menschen, die um Sie sind, als Trennendes, werden sie von einem unsolidarischen Wesen zu einem solidarischen. Glauben Sie mir: das macht viel mehr Spaß.

Und: Sie sind nicht allein. Gerade jetzt wird an einem neuen, stabilen, gesicherten und vor allem zinslosem Geld samt kooperativem Wirtschaftssystem gearbeitet (siehe Treeec.eu), an Gemeinschaften, die an der Strukturierung einer humaneren, stabileren Welt arbeiten (siehe Human Eden), an genossenschaftlichen Strukturen, die neue Formen der solidarisch gelebten, persönlichen Sicherheit ins Leben rufen wollen (siehe Res:Q) und ganz unpolitisch und ideologiefrei an einer nachhaltigeren, gemeinschaftlich orientierten Zukunft arbeiten.

Wie wäre es, sie stellen das Bier wieder zurück und überlegen, ob Sie nicht dabei mitmachen wollen?

Auch wenn wir in Zukunft vor Herausforderungen stehen, wie sie die Menschheit noch nie bewältigen musste, macht es mehr Sinn, sich diesen Herausforderungen im Verbund einer vielfältigen Kooperation von Menschen zu stellen denn als überfordertes Individuum, das schon ganz schnell daran scheitern würde, seine Ernährung zu sichern und diese Nahrung vor menschlichen und tierischen Räubern in Sicherheit zu bringen.

Oder sehen Sie das wirklich so anders – nachdem Sie sich mal konkrete Gedanken über IHRE Zukunft gemacht haben?

 

 

 

 

 

 

Der Reiche als Feind der Menschheit: Details zur Apokalypse und möglichem Widerstand

Sonntag, 23.9.2012. Eifel. Eine ganz besonders liebe Freundin hat mir gestern einen Artikel geschickt. Ich nutze die Gelegenheit jetzt hier mal, um mich für die vielen Male zu entschuldigen, wo ich sie barsch am Telefon unterbrochen habe, weil ich keine Zeit hatte, ihr zuzuhören. Telefonate dauern bei mir oft viele Stunden - weil ich nicht nur erzählen, sondern auch zuhören kann. Samira ist einer der reichsten Menschen, die  ich in meinem Leben kennengelernt habe.  Sie wohnt in einem umgebauten Schweinestall, zu dem sie sich einen wunderschönen Garten geschaffen hat. Die Samen, die sie selber züchtet, kann sie im Ort gegen Demeterfleisch eintauschen (Kostenpunkt: 10 Euro für 500 g). Sie hat viel Zeit für sich, ihre Hobbys, ihre Mitmenschen und demonstriert tagtäglich, wie wenig Geld man braucht für ein glückliches, selbstbestimmtes und weitgehend unabhängiges Leben. Wäre schön, wenn alle Deutschen so leben könnten, leider gelingt es den Wenigsten, sich gegen die Flut von Vorschriften, Maßstäben, Handlungsanweisungen, freundlichen Empfehlungen und indirekten Richtlinien durchzusetzen, die die Medien in breitester Front tagtäglich als Euronorm für Deutschland durchsetzen: was man isst, wie man wohnt, wie man die Wände streicht, welche Möbel wie hingestellt werden, wie oft man sich wie und womit die Zähne putzt, wieviel man wiegen darf, wie man sich kleiden muß - die Liste der ungeschriebenen Lebensgesetze ist enorm lang und wird tagtäglich mehrfach in allen Medienformaten veröffentlicht ... bis es wirklich richtig sitzt.

Sonntag, 23.9.2012. Eifel. Eine ganz besonders liebe Freundin hat mir gestern einen Artikel geschickt. Ich nutze die Gelegenheit jetzt hier mal, um mich für die vielen Male zu entschuldigen, wo ich sie barsch am Telefon unterbrochen habe, weil ich keine Zeit hatte, ihr zuzuhören. Telefonate dauern bei mir oft viele Stunden – weil ich nicht nur erzählen, sondern auch zuhören kann. Samira ist einer der reichsten Menschen, die  ich in meinem Leben kennengelernt habe.  Sie wohnt in einem umgebauten Schweinestall, zu dem sie sich einen wunderschönen Garten geschaffen hat. Die Samen, die sie selber züchtet, kann sie im Ort gegen Demeterfleisch eintauschen (Kostenpunkt: 10 Euro für 500 g). Sie hat viel Zeit für sich, ihre Hobbys, ihre Mitmenschen und demonstriert tagtäglich, wie wenig Geld man braucht für ein glückliches, selbstbestimmtes und weitgehend unabhängiges Leben. Wäre schön, wenn alle Deutschen so leben könnten, leider gelingt es den Wenigsten, sich gegen die Flut von Vorschriften, Maßstäben, Handlungsanweisungen, freundlichen Empfehlungen und indirekten Richtlinien durchzusetzen, die die Medien in breitester Front tagtäglich als Euronorm für Deutschland durchsetzen: was man isst, wie man wohnt, wie man die Wände streicht, welche Möbel wie hingestellt werden, wie oft man sich wie und womit die Zähne putzt, wieviel man wiegen darf, wie man sich kleiden muß – die Liste der ungeschriebenen Lebensgesetze ist enorm lang und wird tagtäglich mehrfach in allen Medienformaten veröffentlicht … bis es wirklich richtig sitzt.

Nun: 2012 sitzt es enorm richtig und wir Menschen haben noch nicht mal gemerkt, das wir unter dem Banner der „Freiheit“ das reglementierteste Leben leben, das es je auf diesem Planeten gegeben hat.  Wir wundern uns gelegentlich, das sich das Leben um uns herum in reine Gülle verwandelt, aber niemand mehr den Mut besitzt, rein rational zu handeln und effektiven Widerstand zu leisten.  Würden wir einfach mal eine Liste jener Regeln erstellen, die uns daran hindern, so friedlich, sinnlich und bewusst zu leben, wie wir wollen, dann würden wir sehr schnell sehen: wir haben gar keinen Platz mehr für Widerstand: die Grenzen, die man leise und heimlich unsere Freiheit gesetzt hat, sind inzwischen so eng, das wir kaum noch Luft zum atmen haben.

Dabei gäbe es eigentlich allen Grund zum Widerstand. Wir müssten blitzschnell eine totale Kehrtwendung hinlegen, um die drohende Apokalypse noch zu stoppen.  Apokalypse? Ja, sämtliche apokalyptischen Reiter haben momentan Kurs auf Europa gesetzt – und wir wissen das. Hunger zum Beispiel. Er ist in breiter Front auf dem Vormarsch – gezielt von einigen Menschen beschworen. „Hunger“ versteht der neutestamentarische Mensch als Teuerung – und wer heute mal schnell Euro-Preise in DM umrechnet, weiß, das Teuerung uns fest im Griff hat – nicht nur bei Benzin, Strom und Wasser. Das ist im Prinzip ja nichts Schlimmes, so etwas geschieht halt mal im Leben – aber hier wird die Armut künstlich gezüchtet: die Regale sind voll, aber das Geld in den Taschen fehlt. Das horten nämlich Banken im Auftrag von Geldhortern, die ihren Reichtum oft genug mit Drogen- Menschen- und Waffenhandel gemacht haben … aber das gilt ja eigentlich für allen Reichtum in Europa, wenn man nur weit genug in der Geschichte zurückschaut.

Die Ausbreitung von Hunger (bzw. Armut) in Europa hat sogar etwas zutiefst teuflisches und enthält Elemente von purem Sadismus: immerhin steht der Leidende inmitten überquellenden Reichtums, darf sich Tag für Tag die Exzesse der Superreichen auf seinen eigenen Straßen anschauen und muss hilflos zusehen, wie immer mehr Luxusrentner mit ihren SUV´s den Rohstoffreichtum der Erde sinnlos verbrennen. Eigentlich müsste unsere Kultur den Armen und Arbeitslosen Schmerzensgeld zahlen – und schon hätten wir eine weitere Legitimation für ein ordentliches Bürgergeld. Eine kleine Entschuldigung für die höllischen Strafen, die wir unseren Mitbürgern Tag für Tag zumuten, in dem wir sie inmitten eines noch nie dagewesenen Überflusses bitterarm halten, sollte doch wohl möglich sein.

Es ist aber nicht nur Hunger, der sich breit macht: auch die Pest (im weiteren Sinne: die Krankheit) breitet sich in ungeheurer Geschwindigkeit aus – auch weil die Krankenkassen das Geld lieber behalten als für die Kranken ausgeben: nur so macht man ordentliche Gewinne. Wie ich sehe, ist mein Nachbar nicht allein mit dem Problem, das er sein Haus verkaufen musste, um die Medikamente für seinen Sohn bezahlen zu können, siehe Abendblatt:

Die heute acht Jahre alte Enkelin des Täters war mit einem Herzfehler zur Welt gekommen. Sie wurde mehrmals operiert. Die Krankenkasse zahle nicht für Therapien, die die Folgen der Krankheit und der Operationen lindern könnten, hieß es in einer Erklärung des Angeklagten, die sein Anwalt im Prozess verlas. Der Täter selbst habe nach einem Brand in seinem Möbelhandel 150 000 Euro Schulden.

Tja, das war es dann mit unserem Sozialstaat, der Hunger und Pest draußen halten sollte: die Reichen haben die apokalyptischen Reiter zu einem großen Festmal nach Deutschland eingeladen … und wir merken es noch nicht mal. Gut, das die Deutschen immer kranker werden – vor allem durch Depressionen – das merken wir schon. Das Gefühl von Unfreiheit und  Hilflosigkeit, während die höllischen Gesellen ungehindert durch die Straßen toben, hat schon seinen Preis: aber so sind halt die Gesetze des neuen apokalyptischen Zeitalters – wir helfen nicht mehr, wir schauen nur noch hilflos zu, weil wir die Welt nur noch durch den Bildschirm wahrnehmen und akzeptiert haben, das die Reichen und ihre Speichellecker die Armen zu bösen Untermenschen deklariert haben, die man ganz skrupellos entsorgen kann – und während wir tatenlos zuschauen, treiben wir uns selbst immer tiefer in die Depression – die menschliche und die wirtschaftliche.

Die Euthanasie läuft leise aber sicher. Die Uniformen der Killerbanden sind nicht mehr deutlich erkennbar (aber liegen finanziell immer im obersten Bereich, Hugo Boss verdient wieder gut an ihnen), ihre Methoden sind subtiler geworden – anstatt Gas droht „Entzug der Regelleistungen“, der nun auch augenscheinlich bei Kranken und nicht nur bei Arbeitslosen durchgezogen wird.

Auch der Tod – ein weiterer apokalyptischer Reiter – reitet wieder ungehindert durch Europa. Er steht nicht nur für das Sterben, sondern auch für Furcht und Niedergang. Ängste haben in dieser Zeit Hochkonjunktur – und auch ganz zurecht. Es ist ja nicht nur der Niedergang des Sozialstaates, den wir widerstandslos hinnehmen – auch die Demokratie spülen wir hemmungslos durchs Klo. Wir hatten ganz vergessen, das der demokratische Bürger auch ein Minimum an wirtschaftlicher Souveränität braucht, um demokratische Prozesse am Leben zu erhalten. Doch nicht nur unsere Ideale befinden sich im Niedergang, das Leben selbst ist in Gefahr.  Die Vergiftung aller unserer Lebensgrundlagen schreitet ständig weiter voran: Luft, Wasser, Erde, Nahrung werden zusehends zu gegen den Menschen gerichtete Waffen, Plastik, Antibiotika, Pestizide, Schwermetalle, Benzin und andere schöne Produkte von „Wissenschaft“ und „Wirtschaft“ sorgen in beständig steigendem Maße dafür, das der Mensch elendig dahinvegetieren und sein Leben in Angst und Schrecken verbringen muss, um zitternd auf die todsichere Diagnose „Krebs“ zu warten.

Natürlich darf der letzte der Reiter nicht fehlen, jener Schrecken, den wir schon vor hundert Jahren ausrotten wollten, als die europäischen Völker die längste Friedensperiode ihrer Geschichte durchlebt hatten: der Krieg. Er kommt seit zehn Jahren mit großer Gewalt wieder zurück in den deutschen Alltag – und vielleicht sogar bald mit ähnlich großer Gewalt wie 1914, wenn gewisse Entwicklungen nicht aufgehalten werden.

Das ist das Ergebnis von 100 Jahren Wissenschaft, Wirtschaft und Politik: die apokalyptischen Reiter sind wieder da – wider alle Vernunft, aller Rationalität, aller Menschlichkeit und allen Reichtums, den wie vor allem dem Frieden, der Gerechtigkeit, der Freiheit und der Brüderlichkeit der Menschen zu verdanken haben. Wären wir alle so unethische asoziale Bestien wie die Reichen, wären Räuberbanden die mächtigsten Organisationen im Land und wir hätten ein zivilisatorisches Niveau wie Somalia oder der Kongo, in dem Umverteilung von gehorteten Reichtümern schnell und unbürokratisch erfolgt – mit der Kalaschnikow als wichtigstem Werkzeug der Wirtschaft.

Nun, genau genommen sind es gerade Räuberbanden, die unser Land ausplündern: nichts anderes sind jene Netzwerke von Politik, Show-Business, Wirtschaft und Wissenschaft, die ihre Priviliegien dazu ausnutzen, an der Ausplünderung und Abschaffung des Volkes zu arbeiten … womit wir zu dem Artikel kommen, den mir die glückliche Samira freundlicherweise hat zukommen lassen, einem Artikel, der zeigt, das an dem Ersatz der Menschheit durch Maschinen nun auch in ganz neuen Dimensionen gezielt gearbeitet wird: jetzt ist es auch der Journalist, der durch Roboter verdrängt werden soll, siehe Le Monde diplomatique:

Die Sache entbehrt nicht der Ironie: Automatisierte Plattformen „verfassen“ jetzt Berichte über Firmen, die ihr Geld durch automatisierten Handel verdienen. Diese Berichte fließen wieder ins Finanzsystem ein und helfen den Algorithmen, noch lukrativere Geschäfte zu aufzuspüren. Es handelt sich also im Wesentlichen um Journalismus von Robotern für Roboter. Die Menschen behalten nur noch das Geld für sich.

Narrative Science ist nur eine von mehreren Firmen, die sich der Entwicklung von automatisierter journalistischer Software verschrieben hat. Solche Start-up-Unternehmen arbeiten vor allem in Nischenbereichen des Journalismus wie Sport, Finanzen oder Immobilien, wo Nachrichten meist demselben Grundmuster folgen und sich gewöhnlich um bestimmte Statistiken drehen. Doch seit Neuestem widmen sie sich auch noch politischer Berichterstattung.

Nun – nicht die Menschen behalten das Geld für sich, die Reichen behalten das Geld für sich. Sie entfesseln gezielt die apokalyptischen Reiter, um  ihren Reichtum vor dem Volk zu schützen und benutzen ihren Reichtum bewußt dazu, immer mehr Menschen (bzw. ihre Arbeitsplätze) gezielt durch Roboter zu ersetzen. Roboter streiken nicht, widersprechen nicht, werden nicht krank, brauchen keine Mittagspause, müssen nicht aufs Klo und kennen auch keine ethischen Prinzipien.

Mitten vor unseren Augen nimmt eine Hollywood-Horrorphantasie Gestalt an: der Mensch wird durch die Maschine verdrängt – Pardon, nicht durch die Maschine, sondern durch den Reichen, der immer mehr seiner Speichellecker durch Maschinen ersetzt. Der Reiche verseucht und verpestet die ganze  Erde mit seinen Giften, raubt ihre Ressourcen, arbeitet gezielt an der Verdrängung der Menschheit (und gleichzeitig an ihrer Ausrottung) … und wir lassen uns das alles gefallen. Bald werden Roboter komplett die vierte Macht übernehmen – und dann ist es nur noch ein kleiner Schritt, bis auch Gesetzgebung, Rechtsprechung und Polizeigewalt von Maschinen ausgeübt werden, weil der Mensch einfach zu teuer geworden ist.

Dabei haben wir gerade eine Riesenchance … direkt vor unserer Nase. Der Spiegel berichtet in seinem Artikel über den Armutsbericht der Bundesregierung darüber:

Gleichzeitig ist die Zustimmung der Deutschen zu staatlichen Maßnahmen, um Einkommensunterschiede zu verringern, deutlich gestiegen: Vor zehn Jahren war nur gut die Hälfte der Deutschen dafür, ein Viertel lehnte dergleichen ab – 2010 befürworteten schon zwei Drittel entsprechende Eingriffe, und nur noch 15 Prozent waren dagegen.

Selbst die Millionäre in Deutschland verlieren an Substanz gegenüber den Supervermögen, die immer mehr Geld ansaugen, das der Menschheit insgesamt dann fehlt. Schauen wir uns doch die Perversionen mal an, die „die Märkte“ (und die Roboter, die in ihnen agieren) zu den Herren des Universums machen. Pimco zum Beispiel (ein Unternehmen der deutschen Allianzgruppe) spielt mit 1400 Milliarden Dollar herum (siehe Welt). Das ist Geld, das die Reichen nicht brauchen, weshalb sie es irgendwo anlegen wollen. Nehme man das Geld der Allianz weg und würde es den europäischen Staaten geben, würden wir die apokalyptischen Reiter schnell wieder dahinjagen können, wo sie hingehören: ins Reich der Mythen und Märchen – weit fort von unserem Alltag.

Und das ist nur einer von vielen „Vermögensverwaltern“.

Wir wissen genau, was mit einem Herzen geschieht, das unregelmäßig durchblutet wird: es erleidet einen Infarkt, der Mensch stirbt oft genug daran. Fragen Sie mal Ihren Kardiologen: viele Bereiche des Herzens sind dabei überversorgt – und diese Überversorgung zieht den schwachen Zellen das letzte Blut ab. Diabetiker kennen das aus ganz anderer Perspektive: ihnen faulen die Füße weg, wenn das Blut nicht mehr unten ankommt. Auch hier stirbt letztlich der ganze Mensch – es sei denn, er lässt sich wie ein Bekannter von mir den Fuß abschneiden (Paralellen zur aktuellen Gesundheits- und Sozialpolitik sind hier vielleicht gar nicht mal zufällig).  Er war allerdings Arzt und wusste, das er nicht mehr lange leben würde, wenn er nicht zu einschneidenden Maßnahmen bereit wäre, genauso wußte er aber, das nicht der tote Fuß das Problem war.

Geld – ist das Blut unseres Wirtschaftskreislaufes. Verteilen wir es ungleichmässig, stirbt die Volkswirtschaft – mit tödlicher Sicherheit. Man muss kein Kommunist sein, um dies zu merken – eine medizinische Grundausbildung reicht schon.

Zwei Drittel der Bürger sind für die notwendigen Eingriffe zur Rettung der Volkswirtschaft, für dringend notwendige Operationen zur Verhinderung der Apokalypse – doch seltsamerweise kommt ihre Meinung in der Demokratie nicht oben an. Das ist kein Wunder, wenn man sich unsere Volksvertreter anschaut, siehe Welt:

Was fährt er denn auch Porsche? „Kollegen raten mir schon länger, das Auto in der Garage stehen zu lassen“, sagt der EU-Abgeordnete Miroslav Ouzky. Er sah nie einen Grund dafür, seinen Cayenne zu verstecken, ebenso wenig wie die Taucheruhr italienischen Fabrikats am Handgelenk.

Der Reiche hat schon längst dafür gesorgt, das sämtliche demokratischen Organisationen von ihm durchdrungen werden: wie eine Seuche, eine Pest hat er alle Ebenen der Macht infiziert – und infiziert beständig weiter. Sein Denken, seine Macht, sein Lebensstil gleicht auch eher einer Religion als einer wirtschaftlichen Kaste: es sind Gläubige, die er sich heranzüchtet, sobald sie Ämter bekleiden. Man erkennt sie am Auto, an den Uhren und – der Kenner weiß das – vor allem an den Schuhen und den Knopflöchern im Anzug.

Wir sehen ihren Einfluss Tag für Tag – und wundern uns auch gar nicht mehr, das der „Sozialist“ Hollande so schnell und unkompliziert im Geheimen mit seiner „Angela“ kungelt (siehe Handelsblatt) und so gezielt an einem Europa der Porschfahrer arbeitet – obwohl seine Wähler etwas anderes wollten.

Was können wir nun konkret tun? Erste Schritte zur Lösung sind einfach, wenn man das Problem kennt – leider kennen viele das Problem nicht. Man braucht also zuerst die Herrschaft über die Medien: Radio, Zeitung, Fernsehen. Jeder Revolutionär besetzt zuerst die Rundfunkstationen – die Reichen haben das bei ihrem Putsch ebenso gehandhabt. Dabei wären sogar marktwirtschaftliche Prinzipien nutzbar: einfach ein Medium (oder besser: viele) schaffen, das nicht die Meinung der Reichen vervielfältigt, sondern die Meinung jener, die die Apokalypse aufhalten wollen. Lesen die zwei Drittel, die sich gegen den tobenden Wahnsinn stemmen wollen, nicht mehr in den Propagandablättchen der Reichen, bekommt man (neben einem Leben mit plötzlich überraschend wenigen Regeln) auch schnell durch Parteigründung die notwendigen zwei-Drittel-Mehrheiten im Parlament – und kann die Marktwirtschaft wieder auf einen gesunden Weg zurückführen, der nicht zwangsläufig in einer Apokalypse endet. Man muss jedoch sorgfältigst darauf achten, das es keinerlei Berührungen der neuen Mandatsträger mit den alten Reichen gibt – keine gemeinsamen Essen, keine gemeinsamen Besuche von Kunstaustellungen, keine Wanderungen, keine Gespräche, keine Kungeleien und vor allem keine „Freundschaften“.

Der Reiche als Funktion muss zu jenem geächteten Feind werden, der er auch letztendlich für die ganze wunderbare Welt ist. Zu jenen Schmarotzern und Parasiten, die tagtäglich an unsere Vergiftung, Verarmung und Auslöschung arbeiten, darf es keinen Kontakt geben … wir werden uns dazu durchringen müssen, ihnen notfalls die Bürgerrechte zu entziehen, wenn sie mit ihrem Krieg gegen die Armen (der in der Zeit oder der Süddeutschen schon öffentlich diskutiert wird) nicht aufhören wollen.

Und das ist das, was uns allen klar werden muss: der Reiche will nicht nur unser Geld,  er will unsere Vernichtung und nimmt dafür billigend die Zerstörung der ganzen Welt in Kauf … einer Welt, die er dann für sich aus Samentresoren ganz neu erschaffen kann – und anhand der Existenz dieser Tresore sieht man, wie ernst ihm das mit der Auslöschung ist.

Wir müssen jedoch aufpassen, das wir den Reichen als Menschen nicht genau so behandeln wie er uns: schnell würden wir uns eine neue Kaste von unmenschlichen asozialen Ungeheuern züchten, wenn wir ihre Unethik ebenfalls übernehmen.

Was hindert uns eigentlich daran, damit sofort morgen anzufangen?

Auch hier ist die Antwort leicht: wir haben kein Geld, keine Zeit – und zu viele Depressionen.

Aber auch hier ist die Lösung schon in der Beschreibung des Problems enthalten…. und zur Not kann man einfach mal Samira fragen.

(Geschrieben von Eifelphilosoph am 23.9.2012 unter mehrstündiger Belagerung durch ein gelangweiltes  fünfjähriges Kindes, das Eisenbahnvideos gucken will).

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag der dreizehnte: über den Tod der Demokratie, die Geburt der Monetokratie und den Widerstand gegen die Roboter

Freitag, 13.1.2012. Eifel. Ein Unglückstag - wissen wir ja alle. Jedenfalls die, die "abergläubisch" sind - und das sind so ziemlich alle. Jedenfalls heute. Woher das Märchen von dem Unglückstag kommt, ist völlig unklar - aber die Verfolgung der Spur führt uns in ein verbotenes Kapitel der Geschichte - verboten, weil es trotz Faktenlage dazu geeignet ist, als "Verschwörungstheorie" gebrandmarkt zu werden. Es gibt nur ein konkretes Datum für die angelsächsischen Länder, das mit Unglück in Verbindung zu bringen ist (in Südeuropa ist da eher der Dienstag im Verdacht - was schon zeigt, das der Verweis auf den christlichen Ursprung des Unglückstages nicht hinreichend sein kann), siehe Wikipedia:

Freitag, 13.1.2012. Eifel. Ein Unglückstag – wissen wir ja alle. Jedenfalls die, die „abergläubisch“ sind – und das sind so ziemlich alle. Jedenfalls heute. Woher das Märchen von dem Unglückstag kommt, ist völlig unklar – aber die Verfolgung der Spur führt uns in ein verbotenes Kapitel der Geschichte – verboten, weil es trotz Faktenlage dazu geeignet ist, als „Verschwörungstheorie“ gebrandmarkt zu werden. Es gibt nur ein konkretes Datum für die angelsächsischen Länder, das mit Unglück in Verbindung zu bringen ist (in Südeuropa ist da eher der Dienstag im Verdacht – was schon zeigt, das der Verweis auf den christlichen Ursprung des Unglückstages nicht hinreichend sein kann), siehe Wikipedia:

Eines der ersten bezeugten „Unglücksereignisse“, die auf einen Freitag den 13. fielen, war die am 13. Oktober 1307 vom französischen König Philipp IV. befohlene Verhaftung aller Mitglieder des Templerordens (Tempelritter). Schon Tage zuvor wurden an alle „Dienststellen“ des Landes versiegelte Umschläge mit den Haftbefehlen versandt. Diese mit Akribie durchgeführte Aktion führte letztlich zur Aufhebung des Templerordens durch die päpstliche Bulle Vox in excelso am 22. März 1312. Trotz der Tragik dieses Ereignisses wird es nicht als Ursprung für den Aberglauben um den Freitag den 13. gewertet.

„Wird nicht als Ursprung gewertet … “ – aber auch nur deshalb, weil man die Verbindungen nicht berücksichtig, die auf eine Gruppe verweisen, die dieses Datum lange Zeit im Geheimen tradiert haben, bis ihre Macht letztlich so groß wurde, das es an die Öffentlichkeit dringen konnte:  die Freimaurer. Wir kennen ein wenig die Zusammenhänge, Hollywood bedient sich ihrer gelegentlich, um sie ins Reich von Micky Mouse zu verweisen. Trotzem gibt es verblüffende Hinweise darauf, das die Templer ihren Untergang überlebt haben – und in Schottland gibt es in der Tat hinreichend Spuren auf den Verbleib der Templer – ebenso scheint es Spuren zu geben für ihr weiteres Wirken in der Geschichte: manche halten sie dazu fähig, letztlich die französische Revolution ausgelöst zu haben:

in diesem Zusammenhang wird oft kolportiert, unmittelbar nach der Hinrichtung Ludwig XVI. sei ein Unbekannter aufs Schafott gesprungen und habe gerufen: „Jacques de Molay, endlich bist du gerächt!“

Wir glauben natürlich nicht an eine Organisation, die knapp 500 Jahre überlebt. Die durchschnittliche Überlebenszeit einer Firma beträgt 40 Jahre – wie soll es da möglich sein, das es eine Organisation gibt, die zehnmal so lange lebt? Was wir bei diesen Überlegungen gerne vergessen ist: die katholische Kirche ist als „Firma“ 2000 Jahre alt – und hütet heute noch Geheimnisse.

Immer wieder finden sich Hinweise auf Zusammenhänge zwischen den Templern und der Freimaurerei – eine Freimaurerei, die viele amerikanische Präsidenten teilten. Es würde sicherlich sinnvoll sein, sich diese Geschichten einmal zu Gemüte zu führen, zeigen sie doch, wie Männerbünde im Geheimen die Verbreitung der Losung „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ vorantrieben, bis diese Forderungen letztlich – nach zwei großen Kriegen – in den Erklärungen der Allgemeinen Menschenrechte ihren Niederschlag fanden. Das Verbreitungsgebiet der in Schottland gegründeten Freimaurerei deckt sich übrigens überraschend mit dem Verbreitungsgebiet vom Aberglauben über Freitag, den 13. – und ihre Ursprung bei den Templern zu suchen, ist wohl nicht weniger phantastisch als ihn dort zu orten, wo die Freimaurer ihn selber ausmachen: bei den Kathedralenbauern des Mittelalters.

Solche Menschen leben mitten unter uns, viele davon sitzen unerkannt im deutschen Bundestag, auch Horst Köhler war einer – und so sind wir bei diesem kleinen Exkurs über ein einfaches Datum mitten drin in der europäischen Politik gelandet – ihren Rätseln und Widersprüchen, ihren Schulden und Pleiten.

Wir kleinen Menschen hier vor Ort erfahren nicht, was hinter der Bühne der Weltpolitik verhandelt wird, ja – seit dem 11.9.2001 dürfen wir noch nicht mal darüber nachdenken, das es außerhalb der offiziellen Verlautbarungen der Regierung noch Wahrheiten gibt, die man uns lieber nicht offen sagt. Wir könnten die ganze Presse eigentlich abschaffen – es reicht, wenn der Tagesschausprecher täglich die Verlautbarungen der Christlich-Sozialdemokratischen-Parteienunion-Deutschland (CSPUD) bekanntgibt, deren lokale Flügel sich bei der Besetzung von Spitzenpositionen abwechseln. Da diese Einheitspartei den öffentlichen Rundfunk in Deutschland sowieso alternativlos dominiert, würden wir den Unterschied gar nicht merken.

Was wir aber dürfen, ist arbeiten. Immer mehr für immer weniger Geld – wobei die Deutschen hier an Effektivität eine Spitzenplatz einnehmen: nirgendwo sonst wird bei den großen reichen Ländern für so wenig Geld soviel gearbeitet wie hier und die Pläne der Herrscher zeigen, das man dieses Prinzip noch gern ausweiten möchte: Lohn- und Rentenkürzungen kommen bei den Märkten gut an. Sechs Wochen arbeitet der Deutsche mehr als der Franzose, der Grieche arbeitet noch mehr für noch weniger Geld – aber was bringt ihm das? Renten- und Lohnkürzungen von 25%. Wir in Deutschland lehnen uns noch gemütlich zurück: uns kann das ja nicht passieren – wir kriegen ja jetzt schon zu wenig. Was wir dabei übersehen ist: unsere Staatsschulden explodieren auch – und wer da in die Pleite getrieben wird, sind die Kunden unserer erfolgreichsten Firmen.  Nebenbei – bekommen wir die schönste Finanzdiktatur aller Zeiten.

Fernab der Intention der Erklärung der Allgemeinen Menschenrechte bekommen wir ein Leben, in dem Geld die Welt regiert – und nicht mehr der Mensch. Langsam aber sicher werden alle demokratischen Programme von monetarischen Programmen überschrieben, der Begriff „unwertes Leben“ ist wieder Bestandteil der Leitkultur geworden, auch wenn man ihn heute freundlicher formuliert. Der neue Faschismus hat ein freundlicheres Gesicht, er hat keine Uniform, weshalb dem Bürger außer Empörung keine Widerstandsoption offen bleibt.  Inzwischen kommen bei Demonstrationen drei Polizisten auf einen Bürger – und niemand denkt an Polizeistaat, weil das Bewußtsein um die Gefahren des Totalitarismus nicht mehr vorhanden ist. Sechzig Jahre Frieden und Wohlstand machen aus einem starken Mann einen fetten Sack -und der kennt nur noch ein Motto: ohne mich.

Dabei sind Demonstrationen doch so harmlos wie nutzlos – wir wissen doch gar nicht, woher die Tradition eigentlich stammt. Wikipedia sieht die erste weltweite Demonstration 1911 in Berlin – für den Erhalt des Friedens, international die erste 1957 in Tirol. Kaum jemand wagt einen Rückgriff auf die Bauernaufstände oder die französische Revolution. Es scheint fast, das es keine Revolutionen geben kann, wenn die Freimaurer sie nicht initiieren. Wenn sich das Volk versammelt, um seine Meinung auszudrücken, so war es meist mit allem bewaffnet, was zur Hand war und stand vor dem Schloss des Grafen Frankenstein, um dem Morden seines Ungeheuers zur Not durch Gewalt Einhalt  zu gebieten. Damals ging das auch noch, weil die Versorgung des Schlosses von der einzigen Straße abhängig war, die zu ihm hinauf führte. Der Schloßherr war gezwungen, zu reagieren – oder er wäre früher oder später verhungert.

Der Monetokratie ist es egal, wer da nutzlos in der Kälte im Park herumsteht. Sie hat die absolute Kontrolle über die Medien, hat 5000 Lobbyisten in Berlin, bezahlt manche noch unter der Hand direkt und hat viele schöne Pöstchen für Verräter – der Zugriff ist perfekt und wird jeden Tag stärker.  Ihre Lebensadern kann man nicht blockieren – und Demos im Stadtpark kann sie locker 1000 Jahre aussitzen. Dabei würde nur das etwas nützen: wenn man ihre Lebensadern blockieren könnte. So könnte man die Vernichtung der Demokratie durch die Monetokratie vielleicht noch friedlich verhindern. Wirkungsvolle Demonstrationen hatten schon immer etwas von Belagerungen an sich – und bargen eine Chance zur friedlichen Beilegung unhaltbarer Zustände. Demonstrationen endeten selten im Sturm der Burg.

Wie will man aber Billionen von Dollar blockieren, die überhaupt nicht real existieren und in sekundenschnelle um den Globus rasen? Diese Macht gleicht dem christlichen Gotte, der sich unnahbar hinter den Wolken verbirgt, manchmal aber mit vernichtender Gewalt zuschlägt. Wie kann man einen Gott … blockieren?

In dem man sich von ihm abwendet.

So einfach wäre das.

In dem man aufhört, täglich seinen Frondienst zu leisten – seinen Gelddienst. Sinnvollerweise heißt dieser Dienst, der uns Menschen zu Robotern macht, in Österreich auch Robot.

Dort, wo Roboter leben, ist Demokratie nur noch ein Leichnam, der sich weigert, zu sterben.

So führt die Haltung des Ohnemichels ohne weiteres direkt ins Herz der Finsternis: unsere Demokratie ist zum Zombie geworden – vielleicht tauchen diese künstlich (aber aus Gründen der Gesellschaftskritik ersonnenen) geschaffenen Mythen deshalb überall auf: wir erleben diese Roboter, die gerne alles Lebendige auffressen wollen, weil sie selber als perfekte Roboter selber nichts mehr Lebendiges in sich haben, jeden Tag auf der Arbeit.

Sie sehen nur noch nicht so aus wie Zombies. Jedenfalls … äußerlich.

Das haben sie gemein mit den neuen Banknazis, die nach Weltherrschaft streben – und sie eigentlich gerade über Europa ausüben: sie leben unerkannt ohne Uniform mitten unter uns … und haben mit der NSDAP nichts mehr am Hut. Das überlässt man gern den Deppen von vorgestern.

Wie aber die NSDAP greifen sie bis in die kleinsten Kleinigkeiten unsere Alltages ein, eines Alltages, der zunehmend düsterer wird und jetzt auch die passende Ausstattung dazu bekommt: die Banknazis fangen an, ihre Monster auf uns loszulassen:

Die Frontpartien der allermeisten aktuellen Autos scheinen diese Hysterisierung abzubilden. Sie sehen aus wie die Masken einer griechischen Tragödie; man sieht angstverzerrte, von Panik ergriffene Fratzen, weit offen stehende, schreiende Kühlermünder, Scheinwerfer in Form leuchtender Zornesfalten, vergitterte Metallrachen, als ernähre sich der Wagen nicht von Benzin, sondern von unzerkleinerten Huftieren und bewerbe sich außerdem um eine Rolle im Park von Bomarzo. Den übrigen Verkehrsteilnehmern reckt das Auto ein mit Leucht- und Chromzähnen bewehrtes Kühlermaul entgegen, das jedes pseudomittelalterliche Jahrmarktmonster zieren würde und mitteilt, dass der Fahrer den öffentlichen Raum für einen Ort hält, an dem es ums Fressen und Gefressenwerden geht.

Das bedrohliche an diesen Monstern ist: die fressen wirklich Menschen. Am liebsten kleine Kinder. Aber – so sehen wir das schon lange nicht mehr. Roboter können das nicht erkennen. Sie würden sich sonst fragen, warum man diese Maschinen nicht so gestaltet, das kleine Kinder sich freuen, eine zu sehen – anstatt sich davor zu fürchten, gefressen zu werden.

Kehren wir zurück zu den Templern – immerhin haben wir heute Freitag den 13. Sie werden auf einmal wieder ganz aktuell, denn im Prinzip – haben sie den Grundstein zur Monetokratie gelegt. Sie gelten als die Erfinder des modernen Bankwesens, als „Pioniere des Geldwesens„.  Sicherlich ist es Zufall, das es ein Freitag der 13. war, der uns den ersten großen Börsencrash der Geschichte gebracht hat – in einem Land, dessen Bostoner Tea-Party ebenfalls von einer Freimaurerloge ausging.

Was für eine Riesengeschichte haben wir da vor uns: 700 Jahre Geschichte des Abendlandes und der Moderne als Rachefeldzug der armen Ritter Christi gegen Kirche und König.  Keine Sorge – ich komme jetzt nicht noch mit der Geschichten von Pike und Mazzini, zumal Freimaurer in den USA nachgewiesen haben, das er zentralsteuernde Superritus einer freimaurerischen Spitzenklasse einfach nur ein Witz der Antimaurer ist.

Selbstverständlich gibt es auch keine Monetokratie noch sind wir Roboter. Wir tragen keine Uhren, um bloß keine Termine zu verpassen, wir kümmern uns nicht um Mode und Trends, wir sind auch nicht durch Handys jederzeit erreichbar – wir sind freie Menschen, die ganz und vollkommen Herr über ihr Leben sind. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit bestimmen unseren Alltag. Wir bekommen keinen antibiotikaverseuchten Schweinefraß vorgesetzt, sind keinem Fitnessterror ausgesetzt, um unsere beständiges Hochleistungsniveau bis zum Zusammenbruch beizuhalten, „Burn-Out“ ist bei uns so unbekannt wie Depressionen oder Selbstmorde, wir kennen keine Amokläufe junger Menschen, noch nahm bei uns jemals ein Politiker Geld von zwielichtigen Gestalten an – nein, noch nicht mal der Bundespräsident.

Wäre es nämlich so, dann würde uns der Horror der Monetokratie schon bis in den Alltag hinein verfolgen, man würde es uns zwar als normal verkaufen, doch wir würden merken, das wir im Lande der Roboter NIEMALS alt oder krank werden dürfen. Menschen kann man im Zeitalter der Monetokratie nicht gebrauchen … sie sind eher ein Problem – ihre Kochfeuer, ihre Kühe und ihre Reisfelder gehören einfach abgeschafft. Zur Rettung des Klimas, natürlich.

Was wir aber heute sehen können – ist, das lebendig bleiben die erste Herausforderung ist, der wir uns im Kampf für das Überleben der Demokratie gegenüber sehen.

Wer brav den Roboter macht – tötet den Traum einer Gesellschaft der Menschenrechte.

Im nächsten Schritt brauchen wir mehr Bewußtsein über Zusammenhänge, darüber, das nichts – aber auch wirklich gar nichts – in der geschichtlichen Welt zufällig geschieht und das es möglich ist, das eine kleine Gruppe entschlossener Menschen mit Begeisterung und Überzeugung auf Dauer sogar einen Tyrannen stürzen kann.

Haben wir mehr Bewußtsein, wissen mehr Menschen um die Ernsthaftigkeit der Lage (was der Resistance im besetzten Frankreich leichter fiel, weil die Nazis da Uniformen trugen), können wir das tun, was das Volk schon immer getan hat, wenn es nicht mehr ging: die Straße blockieren.

900000 Menschen haben bislang die Streitschrift „Empört Euch“ von Stephan Hessel gelesen – das zeigt, wie viel Lebendigkeit in Deutschland noch vorhanden ist.

Darf ich nochmal zitieren?

„Ein vollständiger Plan zur sozialen Sicherheit mit dem Ziel, allen Bürgern, denen dies nicht durch eigene Arbeit möglich ist, die Existenzgrundlage zu gewährleisten, einen Ruhestand, der den Arbeitnehmern ein Alter in Würde gestattet“, erreichbar durch die Verstaatlichung der Energieversorgung – Strom, Kohle, Gas -, die Verstaatlichung der Großbanken, Versicherungsgesellschaften, Bodenschätze. (Hessel, Empört euch, Ullstein 2010, Seite 8).

Das waren die Ziele der Resistance.

Wie sie zu erreichen sind?

Nun – vielleicht inspiriert ja die Geschichte von der möglichen Rache der Templer mal die paar lebendigen Menschen in den Zombiehorden da draußen. Wenn die soviel geschafft haben – bei so einer Übermacht gegen sich – dann sollte es heutzutage nicht unmöglich sein, das Ende der Monetokratie zur Rettung der Demokratie zu betreiben.

Der einzige Einfluß, den Wirtschaft, Banken und Lobbyisten auf Politik haben dürfen ist: ihr persönliches Kreuz am Wahlabend für die Partei, die ihnen beliebt. Mehr nicht. Damit – wären wir schon einen Riesenschritt weiter auf dem Weg zur „Errichtung einer echten wirtschaftlichen und sozialen Demokratie unter Ausschaltung des Einflusses großen im Wirtschafts- und Finanzbereich bestehenden privaten Herrschaftsdomänen“ – was nach Hessel (a.a.O.) vor siebzig Jahren die Ziele der Résistance waren.

Warum sind die wohl heute noch so aktuell?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

I Robot bzw. Obamas Lächeln


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„Ladies and gentlemen, your President is a robot. Or a wax sculpture. Maybe a cardboard cutout. All I know is no human being has a photo smile this amazingly consistent.

On Wednesday, the Obamas hosted a reception at the Metropolitan Museum of Art in New York, during which they stood for 130 photographs with visiting foreign dignitaries in town for the UN meeting. The President has exactly the same smile in every single shot. See for yourself — the pictures are up on the State Department’s flickr. And, of course, compressed into 20 seconds for your viewing pleasure.“

 

Barack Obama’s amazingly consistent smile from 4″>Eric Spiegelman on Vimeo.

via eLLUMINATI

Die Große Pyramide – der Krimi geht weiter!

khufu

Hunderttausende von professionellen und Hobbyisten weltweit hielten Anfang der neunziger Jahre gespannt den Atem an: ein bis dato recht unbekannter Ingenieur aus München, Rudolf Gantenbrink, hatte etwas wahrhaft verrücktes vollbracht. In der Großen Pyramide von Gizeh, die von Pharao Cheops, wies neben den zwei bekannten noch zwei unbekannte, sehr rätselhafte „Luftschächte“ von einer Sargkammer bis fast zur Oberfläche auf. Nichts hatte bisher dazu getaugt, die Schächte genauer zu inspizieren; auch die längsten Stangen, mit denen man in sie hineingetastet hatte, waren entweder zu kurz oder sie verhakten sich – die Schächte waren mit einem Durchmesser von weniger als 20 Zentimetern einfach zu klein und dazu wiesen sie sehr steil nach oben.

Gantenbrink, der sich damals bereits selbst „Archäotechniker“ nannte, hatte jedenfalls einen Roboter konstruiert und ließ diesen einen der Schächte hinaufkriechen. Professionelle Ägyptologen hatten in der Annahme, diese Schächte hätten in der Bauphase der Belüftung der inneren Kammern gedient, kurzerhand  „Luftschächte“ genannt, andere witterten in ihnen spirituell notwendige „Seelenschächte“, durch die die Seele des bestatteten Pharao aus der Sargkammer in den Himmel aufsteigen konnte. Beweise hatte niemand.

1992 erreichte der Gantenbrink’sche Roboter mit dem Namen „Upuaut“ (Übers.: „Der, der die Wege öffnet“) das Ende des Schachtes und stieß auf eine Kalksteinplatte. Der Verdacht, dass der Schacht blind im Gestein endet, war hinweggefegt: die verschließende Kalksteinplatte wies Kupfergriffe auf und war also beweglich montiert, nicht fest gemauert. Zudem waren auf den letzten Metern des Schachtes höchstaufwendig polierte Kalksteinplatten höchster Güte verarbeitet worden und kein rauher, funktionaler und hässlicher Sandstein – das war der sicherste Hinweis für die Annahme, hinter der Platte befände sich rituell / kulturell / spirituell wichtiges bzw. wertvolles.

Im Jahre 2002 erlaubte die Ägyptische Altertümerverwaltung eine zweite Roboterexpedition unter Verwendung eines Bohrers. Die Kalksteinplatte sollte mit einem Loch einer kleinen Lampe nebst einer Kamera Zugang zu dem erlauben, was auch immer hinter dieser Platte liegen sollte. Das Ergebnis war ebenso verunsichernd wie erschütternd: nichts. Ganz offensichtlich befindet sich hinter der ersten Kalksteinplatte zumindest noch eine zweite, jedenfalls zeigt das hergestellte Bild eine weitere Steinoberfläche und nicht einen Raum oder ein weiteres Gangsystem, wie bereits vermutet worden war.

Möglicherweise gibt es hier Mini-„Porticulli“, wie man die sonst gigantischen und aus Granit gefertigten Vorlegesteine nannte, mit welchen Gräber verschlossen worden waren und die über Seilsysteme bei Schließung des Grabes vor die Tür der Sargkammer praktiziert worden sind. Oft gleich mehrere hintereinander.

Sicher ist aber zweifellos, dass die Verschlussplatten in den Gängen etwas ganz Bedeutsames und/oder Wertvolles verstecken; es kann sich um gigantische Reichtümer drehen oder um die originalen Baupläne der Pyramide selbst. Vielleicht liegen dahinter auch die echten Gangsysteme mit der echten Grabkammer, denn für die, die man als solche bezeichnet, ist keine Grablegung bewiesen. Der als „Sargkammer“ bezeichnete Raum ist dazu vollkommen schmucklos, ohne alle Inschriften und, gemessen an der Größe und -Komplexität des gesamten Bauwerks, viel zu leicht erreichbar.

Die englische Maschinenbau-Universität aus dem englischen Leeds schickt sich jedenfalls an, die zweite Platte mit einem neuen Roboter wiederum zu durchbohren und Energie genug aufzubringen, das Rätsel auf jeden Fall zu knacken. Es liegt eine unbekannte Anzahl von möglichen Überraschungen vor ihnen, die Baumeister vom Nil waren geniale Experten – und sie hatten Humor. Wer weiß, was sie für uns vorbereitet haben! Einen Zettel vielleicht, auf dem man einen Baumeister mit herausgestreckter Zunge sieht? Die echte Sargkammer? Ein Fallensystem? Eine Kiste mit Bauplänen? Tonnenweise Gold?

Das einzige jedenfalls, was uns der Pharao von sich selbst bisher hat entdecken lassen, finden wir in der nur wenige Zentimeter großen Elfenbeinstatuette. Sie zeigt ihn als König sitzend.

Mehr existiert nicht vom Erbauer des größten Bauwerks in der Geschichte der Menschheit. Und hätte man nicht durch bloßen Zufall den von Arbeitern lässig hingeschmierten Namen des Königs auf Granitsteinen innerhalb der Pyramide selbst, dann wäre sogar noch fraglich, ob dieses steinerne Fanal überhaupt ihm zuzurechnen wäre.

Ende des Jahres werden wir von den Engländern aus Leeds mehr über den Pharao und sein Grab erfahren!

© 2010 Echsenwut.

Afghanistan ist Spanien, aber Deutschland bleibt Reichsgebiet und Vergangenheit wird Zukunft

Das Privatvermögen in Deutschland - Geldwerte, Sachwerte, Immobilien - Umfang und Zusammensetzung

Kennt jemand den spanischen Bürgerkrieg? Nun, persönlich wahrscheinlich nicht,  ich meinte auch nur die geschichtliche Legende (na, Legende halt deshalb, weil Geschichtsschreibung eigentlich immer Legende ist, wenn es um die Bewertung geht: die jeweiligen Sieger schreiben sie immer wieder um).

Nun, wer das Wissen vertiefen will, der findet etwas dazu hier, uns reicht erstmal dieses hier:

Die Ursachen für den Ausbruch des Krieges sind in den extremen sozialpolitischen und kulturellen Verwerfungen in der spanischen Gesellschaft sowie in regionalen Autonomiebestrebungen, etwa im Baskenlandund Katalonien, zu finden. Spanien erlitt seit Mitte des 19. Jahrhunderts zahlreiche gewalttätige Konflikte, die ungelöst blieben. Sie häuften und verschärften sich, als nach der Niederlage im Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 das Ansehen der alten Institutionen weitgehend verloren gegangen war. Den wenigen Anhängern der Zweiten Republik war es weder gelungen, die gravierenden sozialen Missstände zu verbessern, noch den Verfechtern einer autoritären Staatsordnung etwas entgegen zu setzen.

Spanien war von mehreren strukturellen Brüchen betroffen:

  • der völlig unterprivilegierten Stellung der Land- und Industriearbeiterschaft, die zum Teil radikale gesellschaftliche Umbrüche anstrebte
  • der Auseinandersetzung um das kulturelle Monopol der römisch-katholischen Kirche
  • dem auf heftigen Widerstand treffenden Bestreben der Basken und Katalanen, sich von der Zentralregierung zu emanzipieren
  • der mangelnden Kontrolle des Militärs durch die Regierung, seiner Entfremdung von weiten Teilen der Gesellschaft und seiner Rolle als „Staat im Staate“.

In der neueren spanischen Geschichte hatten friedliche Lösungen kaum eine Tradition. So standen sich katholisch-nationalistische, bürgerlich-liberale und sozialrevolutionäre Gruppierungen in langer Feindschaft gegenüber. Wegen der wirtschaftlichen Krise in Spanien und der sich verändernden Lage in Europa durch das Aufkommen des Faschismus verschärfte sich die Situation zusehends.

So eine historische Sichtweise würde ich mir für die momentane Zeit auch mal wünschen, leider ist Geschichte – wenn sie denn gerade passiert – immer so schrecklich unübersichtlich, weil auch ganz viele Informationen von politischen Gruppierungen in die Welt gesetzt werden um die Gegenseite propagandistisch niederzumachen.  Der spanische Bürgerkrieg zeichnete sich dadurch aus, das viele fremde Truppen sich in Spanien aufhielten: Deutsche, Italiener, Amerikaner, Franzosen, Briten. Die Deutschen waren gleich zweifach vertreten: einmal als „Legion Condor“ und dann in den „Internationalen Brigaden“, bei denen man tolle Leute kennen lernen konnte: Pablo PicassoJoan MiróErnest HemingwayGeorge OrwellAlbert Camus und André Malraux.

Afghanistan erinnert mich momentan sehr an diese Zeit … weiß allerdings nicht, ob irgendeine künstlerische oder politische Elite dort unten anzutreffen ist – aber vielleicht ja auf der Seite der Taliban. Ganz viele Kämpfer aus aller Herren Länder strömen momentan nach Afghanistan, die einen, um der Sache zu dienen (eine „Sache“, über die unsere Medien nicht gerne berichten), die anderen, um ihren „Job“ zu machen.

Momentan sieht es so aus, als wären wir Deutschen wieder mal die Legion Condor.  Auf jeden Fall wären wir es von der Ausrüstung her.  Und wie es aussieht, sieht es nicht gut für uns aus. So jedenfalls  z. B. im Stern zu lesen:

Eine Sammlung von 90.000 überwiegend geheimen Afghanistan-Militärdokumenten offenbart das Wiedererstarken der radikalislamischen Taliban im Krieg gegen die ISAF-Schutztruppe. Die US-Einheiten und deren Verbündete verlieren den Papieren zufolge in dem seit knapp neun Jahren andauernden Krieg am Hindukusch zunehmend an Boden – ihre Sicherheitslage ist prekär. Die afghanischen Sicherheitskräfte seien „hilflose Opfer“ von Taliban-Anschlägen. Die Lage verschlechtere sich auch im Norden des Landes, wo deutsche Soldaten im Einsatz sind. Die Dokumente belegen auch die Existenz einer US-Elitetruppe zur Liquidierung von Taliban-Anführern.

Ich brauche keine geheimen Dokumente um zu sehen, das der Inhalt korrekt ist – selbst, wenn die Dokumente als solche gefälscht sein sollten. Ich hatte darüber mehrfach geschrieben (und hoffe, das das Anreiz für manchen ist, sich der aussterbenden  Kunst der Philosophie zu widmen). Aufgrund der vorliegenden Informationen bleibt kein anderer Schluss übrig und die Rückzug unserer Legion ist in steigender Gefahr – dies ergibt sich schon allein aufgrund der Äußerungen von Hamid Kharsai.

Schauen wir uns doch noch mal den Hintergrund des Einsatzes der Legion Condor II an, wie ihn die Zeitschrift Hintergrund beschreibt:

Wenn es heute um Afghanistan geht, dann ist von Bin Laden kaum noch die Rede. Auch hehre Ziele, wie Schulen für Kinder oder die Teilnahme von Frauen am öffentlichen Leben, entpuppten sich in erster Linie als propagandistische Legitimation des Feldzugs – und das nicht erst seit Bekanntwerden der Strategiepapiere der CIA, wie mit solchen Argumentationslinien Einfluss auf die europäische Öffentlichkeit genommen werden soll.(3) Auch der zwischenzeitlich ins Spiel gebrachte Kampf gegen den Drogenhandel ist kaum in der Lage, die Anwesenheit westlicher Truppen zu legitimieren, ist er doch erst unter ihrer Anwesenheit richtig aufgeblüht.

Als illusorisch haben sich also die Kriegsziele erwiesen, die der Öffentlichkeit aufgetischt wurden. Als Ex-Bundespräsident Horst Köhler der Öffentlichkeit reinen Wein einschenkte und die wahren Kriegsziele nannte, welche in erster Linie wirtschaftlicher und geostrategischer Natur sind, war der mediale Aufschrei groß. Obwohl Köhler nur das aussprach, was etwa in den „Verteidigungspolitischen Richtlinien“ – („ungehinderter Zugang zu Märkten und Rohstoffen in aller Welt“) – seit langer Zeit schriftlich fixiert ist. (4) Doch was in solchen Richtlinien steht, wird im Gegensatz zu den Aussagen eines Bundespräsidenten in der Öffentlichkeit kaum zur Kenntnis genommen. Offenbar sah Köhler sich nicht deswegen einer Welle der Kritik ausgesetzt, weil er etwas Unwahres und Falsches sagte, sondern weil er so dreist bzw. dumm war, etwas Wahres und Richtiges zu sagen, was allerdings nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt war.

Ich denke,  diese Perspektive sollte man im Hinterkopf haben. Es gibt wieder Nachrichten für Merkel und Nachrichten fürs Volk. Spätere Historiker werden Afghanistan als ersten offensiven Raubzug der Nato anprangern….ein Raubzug, der allerdings nicht nur die Völker dieser Welt betrifft, sondern auch das eigene Volk. Wie soll es auch anders sein: Franko hat ja auch  Spanier in Massen hingerichtet und sein Freund Hitler auch viele Deutsche. So sind die halt, die Herrenmenschen, so wird man Adel: den anderen soviel wie möglich wegnehmen, den eigenen Leuten so wenig wie möglich geben, die Differenz ist PROFIT. Und der ist in unserer Religion heilig und macht den Adel so richtig adelig.

Und so wundert es nicht, das das Ausmerzen unwerten Lebens ebenfalls wieder Konjunktur hat … zum Beispiel in Deutschland in der aktuellen Diskussion über die anstehende Völkerwanderung von Langzeitarbeitslosen … auch hier der Hintergrund:

Der Wohnungsanspruch für Alleinstehende könne dabei vom bisherigen Richtwert von 45 Quadratmetern auf nur noch 25 Quadratmeter beschränkt werden, heißt es in dem Bericht weiter. Als Quelle nennt das Blatt die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag. Mit den Sparvorschlägen sollen die Kommunen entlastet werden. Im Herbst soll dazu ein Bericht der dafür eingesetzten Gemeindefinanzkommission vorgelegt werden.

Aber nicht nur die Arbeitslosen kommen ins Visier. Sie sind taktisch gesehen der beste Einstieg gewesen, alldieweil man hier eine schöne Legende ´drüberstülpen kann: das Märchen vom asozialen Sozialschmarotzer, der in der sozialen Hängematte vor sich hindöst. …die Vorlage zu dieser Lebenseinstellungen haben die entsprechenden Politiker und Journalisten übrigens in ihren örtlichen Golf- und Tennisclubs gefunden.

Die drastischen Sparvorschläge betreffen auch die Behinderten. Die ‚Arbeitsgruppe Standards’ habe in ihrem Zwischenbericht die kostenlose Benutzung von Bus und Bahn sowie den Zugang zu Behindertenwerkstätten für bestimmte Gruppen zur Disposition gestellt, schrieb die FTD.

Behinderte sind genauso unwertes Leben wie Arbeitslose.  Aber es gibt da natürlich davon… noch mehr, wie das Handelsblatt berichtet:

In der Debatte um Einsparmöglichkeiten im Bundeshaushalt hatte zuletzt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ein Ende der Rentengarantie gefordert. Nun greift Wirtschaftsminister Brüderle die Forderung auf und ärgert damit nicht nur Finanzminister Schäuble.

Die momentan mal wieder vorherrschende Leistungsideologie läßt keinen anderen Schluß zu. Wer Leistung als obersten Wert setzt, der bekommt ein Problem mit wertlosen Minderleistern – Minderleister, zu denen wir alle mal werden. Langfristig müssen die weg – um jeden Preis. Sonst funktioniert das System nicht mehr.  Wir hatten das aber alles schon mal,  erinnert uns Wikipedia.

Eine wesentliche Grundlage der Rassenhygiene ist der Sozialdarwinismus. Er beruht auf der Übertragung zentraler Metaphern (struggle for life, auf Deutsch häufig mit „Kampf ums Dasein“ übersetzt) aus der vonCharles Darwin entworfenen biologischen Evolutionstheorie auf die menschliche Gesellschaft. Darwin selbst war kein Sozialdarwinist; denn Eigenschaften wie der Altruismus werden von Darwins Evolutionstheorie unterstützt. Das eigentliche Konzept des Sozialdarwinismus stammt von Herbert Spencer. Spencer prägte auch den (häufig fälschlich Darwin zugeschriebenen) Begriff vom survival of the fittest („Überleben der Geeignetsten/am besten Angepassten“ oder einfacher „Überleben der Stärksten“).

Im Jahr 1920 erschien die Schrift Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens von Karl Binding und Alfred Hoche, die über medizinische Fachkreise hinaus eine starke Wirkung auch auf Juristen und eine interessierte Öffentlichkeit ausübte.

Aber so blöde sind die Leute heute.  Atheismus und Sozialdarwinismus gehen Hand in Hand.  Gott ist der letzte Schutzwall vor der grenzenlosen Profitgier gewesen – und seine Abschaffung hat uns direkt in die Konzentrationslager geführt. Das hat sogar schon Kant gesehen und in seiner Kritik der praktischen Vernunft detalliert beschrieben, so detalliert,  das es keiner lesen wollte.  Kurz gefaßt: ohne den Glauben an einen gerechten und guten Gott gibt es für vernunftbegabte Wesen keinen Grund, moralisch zu handeln.  Vernunft ohne ethische Bremse wird böse – könnte man auch sagen.

Die Freigabe der Vernichtung unwerten Lebens ist die politische Herausforderung, der wir uns gerade gegenübersehen. In Afghanistan haben wir sie schon erlaubt, in Deutschland wird wieder an Lagern gearbeitet. Lager? Ja, bitte schön, das ist doch wohl jetzt klar erkennbar: erst 45m2, dann 25 m2 … die es nicht gibt, dann: Lager. Da wette ich meinen frisch erworbenen Adelstitel drauf.  Das ist einfach logisch und vernünftig, ebenso wie die Forderung nach Ausschlachtung von Menschen zwecks Organspende.

Unsere Kultur wird im wahrsten Sinne des Wortes BÖSE … und nicht nur „kälter“ wie einige verniedlichend beim Kaffeekränzchen tuscheln.Viele merken das inzwischen am eigenen Leib…in Deutschland und Afghanistan. Aber das Böse gibt es ohne Gott nicht.  Also ist doch alles in Ordnung, nichts kann wirklich böse sein und man kann die Maschinen zur Vernichtung unwerten Lebens schon mal in Position bringen, wie die Welt schreibt:

In einem Stuttgarter Altenpflegeheim werden erstmals „Care O-Bots“ getestet. Die Roboter sollen den Pflegern helfen und mit den Bewohnern Spiele spielen.

Fuchs und Gans ist das Spiel, das die Roboter in Zukunft am liebsten spielen. Oder Eichmann und Jude. Und damit letzteres wieder in den üblichen Trachten gespielt werden kann,  schaut man schon mal nach einer neuen Partei, die diese Kluft dann nähen lässt. Namen wie Koch und Merz tauchen da auf einmal wieder aus der Versenkung auf, meinte jedenfalls die  „Welt“

Angesichts der schlechten Umfragewerte für die Union sieht der Meinungsforscher Klaus-Peter Schöppner gute Chancen für die Gründung einer konservativen Partei rechts von CDU und CSU.

„Ausgerechnet die treuesten Unions-Wähler strömen derzeit in Scharen zu den Nichtwählern“, schreibt der Chef des Meinungsforschungsinstituts Emnid in einem Beitrag für „Bild am Sonntag“. Eine Partei der christlich geprägten Konservativen, die Wirtschaft mit Werten verbinde, könne auf Anhieb 20 Prozent Wähler gewinnen.

Deutschland bleibt Reichsgebiet (bald wieder mit neuer Nationalpartei)  unwertes Leben wird Schritt für Schritt der Vernichtung entgegengebracht und wir gebären uns international schon wie Hitler zu seinen schlimmsten Zeiten.

Und da soll ich mir große Gedanken über Tote bei der Love-Parade machen?

Also … ich habe Wichtigeres zu tun.  Und ihr?

Noch zwei Gedanken am Rande? Vier haben vier Billionen Euro Vermögen und 1,7 Billionen Euro Schulden:

(Quelle)

Das Privatvermögen in Deutschland - Geldwerte, Sachwerte, Immobilien - Umfang und Zusammensetzung

Der Vermögensberg der Deutschen

Die Grafik zeigt das Anwachsen des Geldvermögens (rote Säulen in der Grafik links) der privaten Haushalte in Deutschland auf heute geschätzte 4.500 Milliarden Euro. Damit hat sich das Nettogeldvermögen des privaten Haushaltssektors seit Beginn der neunziger Jahre mehr als verdoppelt .

Wir haben also Geld genug für Pflegeroboter, das ist gar keine Frage.  Aber … warum müssen wir eigentlich am Lebensnotwendigsten sparen – jetzt sogar an der Unterkunft der Bürger – wo wir doch so unermesslich reich sind? Und wieso bauen wir Pflegeroboter, wo wir doch Millionen von Menschen haben, die gerne in der Pflege arbeiten würden: mit mehr Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen, als es Maschinen je könnten?

Und einen Hinweis auf die richtige Antwort möchte ich auch schon geben. Profigangster wissen da Rat:

Gangsterbosse haben ein deutlich größeres Verständnis dafür, dass alle Krisen von den Menschen gemacht sind, die an dem System beteiligt sind.

Wer meistert Krisen besser: Marlon Brando als der Pate oder Guido Westerwelle als der Aussenminister – das ist hier die Frage, die sich stellt.


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