Rettungsschirm

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Derivate, der BVB-Bus und die Bombe

Als 2017 ein Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus verübt wurde, schockierte das die gesamte #Fußball-Welt – und zugleich war man erleichtert, dass die Bomben für die Dortmunder Fußballer nicht tödlich endeten. Nach einer Weile fieberhafter Ermittlungen interessierten sich aber plötzlich vor allem Wirtschaftsexperten für den dramatischen Vorfall.
Bald nämlich stellte sich heraus, dass hinter dem Attentat ein #Börsenspekulant steckte, der mit Derivaten reich werden wollte. Was aber sind überhaupt Derivate? Und wie kann es sein, dass man sich am Unglück anderer Menschen an den Finanzmärkten bereichern kann? Wenn über die Börse gesprochen wird, denkt man unwillkürlich in erster Linie an Aktien, dabei ist der Handel mit Derivaten ganz entscheidend für die internationalen #Finanzmärkte.

ESM

Anders ausgedrückt: Der Europäische Stabilitäts Mechanismus

Und wieder verabschiedet die EU in Brüssel ein Gesetz, von dem der Bürger nichts mitbekommt. Wieso? Warum? Nun…

Der ESM soll, in Verbindung mit dem Fiskalpakt, ärmeren Ländern und sogenannten Schuldenstaaten der Eurozone finanzielle Hilfen gewähren, damit die betroffenen Länder und deren Bevölkerung wieder auf einer starken Wirtschaft aufbauen, und somit auf ein besseres Leben hoffen können. Die Länder der Eurozone sollen sich gegenseitig dabei helfen.

So weit so gut.

Der ESM wurde auf schwindelerregend viele Milliarden Euro festgesetzt, wird jedoch ständig erhöht. Der ESM wird durch die Steuergelder der Völker Europas finanziert. Ausschließlich! Deutschland muss den größten Teil bezahlen, da Deutschland das Land mit den meisten Einwohnern ist und eine starke Mittelschicht hat. Wenn ein Land also in finanziellen Schwierigkeiten steckt, müssen die Mitgliedsstaaten der EU binnen 7 Tagen einen geforderten Betrag an das fordernde Land zahlen. Zahlt ein Land nicht, werden zusätzliche Geldforderungen fällig. Daher die ständige Erhöhung der ESM-Obergrenze.

Welches Land nun ein forderndes Land ist, legt die EU in Brüssel fest.

Hierbei geht es aber nicht um die Rettung der Menschen vor Ort. Ganz im Gegenteil. Unsere Steuern werden Jahr für Jahr erhöht, damit sich die Banken die Gelder hin und her schieben können. Hier werden also Banken gerettet, Schwarzgeldkonten aufgestockt und Kriege bezahlt. Mit unseren Steuergeldern.

Das ganze wird dann „Rettungsschirm“ genannt. Und natürlich: wer will nicht andere Menschen retten, oder ihnen „Stabilität“ bieten? Das sind die beiden Vokabeln mit denen der Bürger ruhig gestellt wird: Rettung & Stabilität. Wer dagegen spricht kann ja nur ein Nazi sein. Aber schauen wir doch mal in die betroffenen, stabilisierten Länder.

In Griechenland haben mittlerweile über 2.000 Menschen Selbstmord begangen.

Die meisten dieser Selbstmorde geschehen dadurch, das die Menschen sich von den Klippen stürzen und dann als Leiche Tage später an Land gespült werden.

Auch die griechische Bevölkerung ist also so apathisch, das das alles geschehen kann. Kaum einer hilft dem anderen, alle schauen nur auf sich. Das dieses Szenario sich schnell auf andere Länder ausbreiten kann brauche ich nicht zu erwähnen. Denn auch wir sind so teilnahmslos, das uns auch der Tod der Nachbarn nichts ausmacht. Denn wir haben keine Zeit uns Sorgen zu machen. Die meisten Europäer denken und handeln nicht, sie sind manipuliert durch die Medien. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Griechenland bei knapp 60%. Der rechte Mopp steht verstärkt auf der Straße… aber das ist längst nicht alles. Und das ist nur Griechenland.

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt in beinahe allen europäischen Ländern rapide an, lediglich in Deutschland bleibt die Quote kontinuierlich unter 10%. Ich Folge daraus, das Deutschland absichtlich am laufen gehalten wird, eben weil Deutschland mit seinen Steuergeldern die meisten Gelder an die Banken und deren gierige Manager überweist. Treudoof. Teilnahmslos.

Ach ja, die Manager: Die Herren, welche in Brüssel unsere Gelder verzocken, wurden NICHT gewählt und genießen umfassende, gerichtliche Immunität. Kein Gesetz, keine Instanz ja nicht einmal ein Staat darf sich in die Machenschaften der ESM-Generäle einmischen. Dies ist die faktische Erschaffung einer Finanzdiktatur wie sie es noch nie in der Geschichte gegeben hat. Wo sind die Medien die über diesen Skandal berichten? Es gibt zwar eine Pressefreiheit, nur leider ist die Presse nicht frei. War sie noch nie, wird sie niemals sein.

Was soll das also? Sollen hier einfach nur ein paar gierige Kapitalisten befriedigt werden und Waffen ins Ausland geschoben werden? Nee, glaub ich nicht. Hier geht es noch um viel größere Dinge. Hier geht es um Destabilisierung ganzer Nationen und derer Bevölkerungen. Völker werden gegenseitig aufeinander gehetzt. Die Griechen mögen die Deutschen angeblich nicht mehr so sehr. Wen wunderts.

Und das ist alles politisch gewollt. Armut. Völkerhass. Selbstmorde.

Arbeitslosigkeit. Menschen spalten. Meinungen verhärten u.v.m. ist die direkte Folge des ESM. Wir schieben Hass auf Ausländer bzw. Flüchtlinge und verstehen gar nicht, das wir mit unseren Steuergeldern dieses Elend auslösen. Irland ist für immer verschuldet. Diesem kleinen Land wurde kurzfristig eine finanzielle Bürde auferlegt von dem sich die irische Bevölkerung nie wieder erholen wird.

Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und viele Länder mehr spüren bereits die Veränderungen. Demonstrationen werden blutig zerschlagen oder gar nicht erst zugelassen. Angela Merkel stellt sich vor die Kamera und spricht die Worte „Stabilität“ und „Rettung“. Tja und das war´s dann. Der deutsche Arbeiter hat genug mit sich selbst zu tun. Und diejenigen, die auf diese Finanzdiktatur hinweisen werden als Spinner und Extreme abgewatscht. Ich merke es jeden Tag in meinem Freundeskreis. Über so was redet man nicht. Nicht in Europa, denn wir wurden nach dem zweiten Weltkrieg umerzogen. Weich und lieb sein. Keine Kritik üben. Arbeiten und die Klappe halten. Ein sehr erfolgreiches Geschäftsmodell für die ESM-Verbrecher.

Und es wird noch viel schlimmer

Der Breidi

Parlamentarische Anfrage von Hans-Christian Ströbele zu Polizeiübergriffen am 01. Juni in Frankfurt

Mal wieder bestätigt es sich, daß Herr Ströbele, auch wenn er bei den Grünen ist, einer der wenigen übergebliebenen Demokraten im Bundestag ist. Auch wenn ich davor abrate, die Grünen überhaupt zu wählen, als Direktkandidat ist er unbezahlbar.

Hier der Text der Mail. Das PDF mit der parlamentarischen Anfrage kann hier heruntergeladen werden.

 

An den berichteten Polizeiübergriffen gegen die Frankfurter Blockupy-Demonstration letzten Samstag soll sich auch die eingesetzte Bundespolizei massiv beteiligt haben.

Daher hat Hans-Christian Ströbele hierzu nun eine parlamentarische Anfrage an die Bundesregierung eingereicht.

Darin fordert er von der Bundesregierung auch Auskunft, was diese initiativ zur Aufklärung der Vorwürfe unternimmt.

 

Ströbele:

„Das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit ist elementar für unsere Demokratie. Es gilt auch vor Banken, wie mehrere Gerichte zur Blockupy-Demo bestätigten. Dieses Bürgerrecht darf nicht durch Innenminister und pflichtvergessene Rambo-Polizisten ausgehöhlt und niedergeknüppelt werden, um damit unliebsame Gerichtssprüche zu unterlaufen. Der Schaden solcher Praktiken für das Gemeinwesen geht weit über Frankfurt und den Anlass hinaus: das lehren Stuttgart 21 und aktuell die Türkei.“

Mit freundlichen Grüßen

 

Christian Busold

Büro

MdB Hans-Christian Ströbele

 

 

Kriegsberichterstattung: Griechenland exekutiert, Deutschland schon mal Augen verbunden – Armutsoffensive läuft.

Dienstag, 22.5.2012. Eifel - und froh darüber, wie alle Deutschen. Nein, was können wir uns glücklich schätzen, das wir jetzt einen neuen Rettungsschirm bekommen - diesmal aus Raketen. Ich bin ja so froh, das ich endlich in Ruhe und Frieden leben kann, belasteten mich doch die beständigen Raketeneinschläge sehr. Leider hat man mir nicht genau mitgeteilt, wer dann da andauernd Raketen auf mich abschießt oder warum der das tut - ich hätte ja fragen können, ob man das nicht auch auf anderem Wege hätte regeln können. Früher hatte man ja mal die Idee, anstatt ständig neue Raketen zu installieren, die viel Geld kosten und saugefährlich sind einfach mal den Krieg zu beenden und Frieden zu schaffen. Heute sind wir schon so weit degeneriert, das uns überhaupt nicht in den Sinn kommt, das es viele schöne Alternativen zu neuen Raketen gibt - erst recht in einer Zeit, wo Russen und Amerikaner zusammen üben. Irgendwo scheint es mächtige Interessengruppen zu geben, die den Kriegsgedanken nicht aufgegeben ... und gewonnen haben. Das da jemand gewonnen hat, sieht man ja an Griechenland.

Dienstag, 22.5.2012. Eifel – und froh darüber, wie alle Deutschen. Nein, was können wir uns glücklich schätzen, das wir jetzt einen neuen Rettungsschirm bekommen – diesmal aus Raketen. Ich bin ja so froh, das ich endlich in Ruhe und Frieden leben kann, belasteten mich doch die beständigen Raketeneinschläge sehr. Leider hat man mir nicht genau mitgeteilt, wer dann da andauernd Raketen auf mich abschießt oder warum der das tut – ich hätte ja fragen können, ob man das nicht auch auf anderem Wege hätte regeln können. Früher hatte man ja mal die Idee, anstatt ständig neue Raketen zu installieren, die viel Geld kosten und saugefährlich sind einfach mal den Krieg zu beenden und Frieden zu schaffen. Heute sind wir schon so weit degeneriert, das uns überhaupt nicht in den Sinn kommt, das es viele schöne Alternativen zu neuen Raketen gibt – erst recht in einer Zeit, wo Russen und Amerikaner zusammen üben. Irgendwo scheint es mächtige Interessengruppen zu geben, die den Kriegsgedanken nicht aufgegeben … und gewonnen haben. Das da jemand gewonnen hat, sieht man ja an Griechenland.

Schon mal wieder genauer hingesehen, wie es denen jetzt geht? Ich meine – die sind ja aktuell von unseren alten Rettungsschirmen gerettet worden. Das soll für uns ziemlich teuer geworden sein, obwohl wir ja angeblich sogar daran verdient haben, weil die Griechen enorme Zinsen zahlen für Geld, das wir einfach aus dem Nichts schufen.  Der Erfolg der Schirme ist beachtlich.  Die Bautätigkeit in Griechenland ist um knapp ACHTZIG PROZENT gesunken, analog dazu stieg die Zahl der Arbeitslosen um 44,1 % , das Volk versucht verzweifelt, seine Kinder in SOS Kinderdörfern unterzubringen (die ja in der Tat ursprünglich wirklich für die Unterbringung von Kriegswaisen gedacht waren und somit in Griechenland ihren Zweck wieder erfüllen) – Zahlen wie aus einem Krieg.

Meldungen über Tote liegen noch nicht vor. Dabei sollten die Griechen noch froh sein. Zwar sind ihre Gehälter im Schnitt um 25 % gesunken, liegen aber noch deutlich über denen von Bulgarien, das mit 231 Euro Monatslohn das Schlusslicht der EU und das Vorbildland für den Bundesverband deutscher Unternehmer darstellt.

Darum können deutsche EU-Parlamentarier auch davor warnen, das den Griechen „das Grauen“ droht, wenn sie bei der nächsten Wahl einen Fehler machen während die Journalisten deutscher Tageszeitungen offen und unverhohlen das Selbstbestimmungsrecht Griechenlands in Frage stellen: Also bestimmt Griechenland, und die anderen Länder müssen die Folgen ausbaden?

Stimmen, die den Einsatz der Bundeswehr in Griechenland zum Zwecke der Geldeintreibung für Banken fordern (was man offiziell aber anders nennen wird … immerhin haben wir eine Demokratieillusion aufrecht zu erhalten) , habe ich noch nicht gefunden … bin mir aber sicher, das sie schon im Geheimen tuscheln.

Es ist auch nicht nur Griechenland, das hier gebeutelt wird. Schauen wir einfach mal nach Großbritannien – die haben keinen Euro … aber 85 % aller Briten müssten ihre alltägliche Lebensweise ändern, wenn die Spritpreise weiter steigen. Es gibt inzwischen schon Städte in Großbritannien, in denen 62% der Kinder in Armut leben. Das passt ganz gut zu den Daten der EU, die aktuell eine nie dagewesene Rekordarbeitslosigkeit bei Jugendlichen von 22,1 5 erreicht.

Nun … wir in Deutschland merken davon nichts. Wir merken ja auch nichts von den knapp 2 Millionen Menschen, die der „Krieg gegen den Terror“ bislang das Leben gekostet hat – ein Genozid der besonderen Art, dessen Fortführung durch keinen Rettungsschirm gebremst wird.

Es ist wie bei einer Exekution: da werden einem erstmal die Augen verbunden, damit man nicht sieht, was auf einen zukommt.

Dabei ist der Terror in Deutschland schon angekommen: die 50-Stunden-Woche ohne Lohnausgleich ist inzwischen für viele Alltag geworden – eine direkte Folge der Hartz IV-Gesetzgebung. Wo Arbeit Selbstzweck wird, braucht mein kein Gehalt und muss dankbar sein, wenn man 50 Stunden in der Woche damit verbringen darf.

Arbeit adelt, das wusste schon Hitler.

Uns beruhigt man mit Studien, die zeigen, das Geld auch nicht glücklich macht, unterschlägt aber dabei, das Armut nicht nur krank macht, sondern das Leben sogar um 20 Jahre verkürzt.  Wieviele Lebensjahre Gerhard Schröder durch Hartz IV vernichtet hat, wird hoffentlich auch mal untersucht werden.

Doch nicht nur den Griechen wird gedroht. „Die Geldgeber ziehen sich zurück„, das Euroland gefällt ihnen nicht mehr, weshalb man dort schon mal drastisch die Mehrwertsteuer erhöht, um noch mehr Armut zu produzieren und noch mehr Armen das Leben zu verkürzen.

Während wir aber noch im Kleinen herumwurschteln und Griechenland für einen kleinen Unfall halten, verlieren wir ganz die Dimensionen aus den Augen, die die augenblickliche Entwicklung insgesamt hat: wir bauen an einer Gesellschaft, in der der Mensch selbst keinen Platz mehr hat, siehe Zeitgeist-online:

Der Mensch von heute muss sich kulturtechnischen und weltwirtschaftlich bedingten Umweltfaktoren gegenüber anpassen, für die er nicht angepasst ist. So etwa ist er nicht disponiert, unter permanentem repressiven Druck zu stehen. Dauernder Konkurrenzkampf im Betrieb, anhaltender Druck von oben und stete Angst vor dem Wegfall des Arbeitsplatzes sind uns Menschen stammesgeschichtlich fremd. Angst, in jeder Form, reduziert sich bei genauer Betrachtung auf eine Furcht vor Verlust von Kontrolle, und es ist nicht zu leugnen, dass sich Existenzangst nachteilig auf das Individuum und die Gesellschaft auswirkt.

Der Umbau der ganzen Welt in ein urbanisiertes Arbeitslager führt dazu, das für uns Menschen als solche kein Platz mehr auf dem Planeten ist, weil wir den neuen Umweltbedingungen nicht lange stand halten.  Auch unsere bisherigen Organisationsformen halten dem aktuellen Druck nicht mehr stand:

Seit dem Ende der 1980er-Jahre erweisen sich Nationalstaaten als eine Behinderung der globalen Beschleunigung, so Rosa. Sie seien hoffnungslos überfordert, die Ströme aus Geld, Handelswaren und Informationen zu synchronisieren. Für ihn gehe das Projekt der Moderne insgesamt zu Ende. 

Darum wird der Nationalstaat genauso abgebaut wie der Mensch – was zu dem politischen Paradoxon führt, das die Menschenrechtler von gestern die Nationalisten von Morgen werden müssen, um Staaten als anachronistische Biotope für überforderte Neandertaler zu erhalten.

Wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, dass unsere Politiker als Kurzzeitstrategen oder Wirtschaftsunternehmen das schon „irgendwie in den Griff“ bekommen. Kein Politiker kann intelligent genug sein, alle kommunalen wie globalen Probleme zeitgleich lösen zu wollen. In einer immer komplexeren und damit komplizierteren Welt verliert der Mensch von heute zunehmend die Übersicht und Kontrolle über seine Lebensbereiche. 

Und damit wir das nicht sehen, hat die Politik die Talk-show erfunden, die uns das Gefühl gibt, wir wären direkt bei der Lösung der aktuell drängenden Probleme dabei, vor Ort an einem Tisch mit den wirklich wichtigen Menschen dieser Welt, die alle Probleme dank Kompetenz und Engagement sofort in den Griff bekommen – wie der Ackermann, der in seiner Amtszeit erstmal den Wert der Deutschen Bank halbierte.

Dabei werden uns eigentlich nur die Augen verbunden, damit wir nicht sehen, das die Eurokrise nur ein laues Lüftchen ist im Vergleich zu dem Orkan, der uns Menschen von der Erde fegen will, einem Orkan, der den Planeten in ein Arbeitslager verwandeln wird, in dem der größte Teil der Menschheit in urbanen Slums rechtlos dahinvegetiert und einen frühen Tod stirbt.

Wer will das schon wirklich sehen? Kein Raketenschirm wird uns davor schützen können – so wie kein Rettungsschirm uns vor der umfassenden Macht der Märkte schützen kann.

Dabei gäbe es ganz andere Perspektiven, mit deren Hilfe wir die Welt schnell in ein Paradies verwandeln können, das Glück, Wohlstand, Freiheit, Frieden und Geborgenheit für alle bringt:

Wenn wir kleine Kinder beobachten, wie sie ganz versunken sind in dem, was sie gerade tun, 
oder wenn sie uns anschauen mit diesem Blick, mit dem nur kleine Kinder schauen können, 
dann leuchtet vielleicht kurz die Vision auf, die in jedem von uns angelegt ist. 
Die Vision einer Welt glücklicher Menschen, die kraftvoll und einfühlsam durchs Leben 
gehen, die im Kontakt sind mit sich selbst und mit ihren Gefühlen, und die gemeinsam mit 
Gleichgesinnten die Träume ihres Lebens verwirklichen. 

Aber … bevor wir Geld in ein Projekt wie das Land Visiana stecken, investieren wir lieber eine zehntausendfache Menge des zur Realisierung benötigten Kapitals in Raketenschirme, Rettungsschirme und nicht-lethale Waffensysteme zur Kontrolle der recht- und wertlos umherirrenden Menschenmassen.

Dabei – nur mal kurz angedacht – wie würden zehntausend „Visianas“ eigentlich unser Kultur verändern? Bräuchten wir dann vielleicht gar keine Schirme mehr … und hätten vielleicht sogar die Hoffnung auf eine Welt, in der für ganz einfache Menschen mit ihren ganz einfachen (und im Übrigen sehr preiswerten) Bedürfnissen noch Platz ist?

Wie gut, das wir über so etwas gar nicht erst nachdenken.

Für uns heißt es warten – die Armutsoffensive läuft, Griechenland wird aktuell erschossen, uns hat man schon mal die Augen verbunden, damit wir nicht sehen, was auf uns zukommt, siehe Süddeutsche:

„Sie werden in den nächsten zehn Jahren von Herrn Draghi enteignet werden“

 

Unser tägliches Unglück gib´ uns heute: Wirtschaft am Abgrund, Mensch als Idiot – das Ende der Privatperson.

Freitag, 13.4.2012. Eifel. Ja, genau. Freitag der dreizehnte. Ein Tag, der auf jeden Fall Unglück bringt. Das Datum geht unter Umständen zurück auf die Tempelritter, jene seltsamen neun Gestalten, die in den Ställen Salomons ein "Geheimnis" fanden, das ihnen ungeheure Macht gab. Manche meinen, sie fanden die Wahrheit hinter der Legende Christi und konnten damit die Kirche erpressen, andere meinten, sie waren einfach zu idealistisch, während Dritte wiederum der Meinung waren, das die Tempelritter mit dem Teufel im Bunde seien - da sie u.a. als Erfinder des modernen Bankwesens gelten, mag da etwas dran sein. Am Freitag, dem 13. Oktober 1307 war es dann soweit: Staat und Kirche schlugen in einer unglaublich koordinierten und geheim gehaltenen Aktion (in einer Zeit ohne Telefon, Fax und E-Mail ein organisatorisches Wunder) überraschend zu und verhafteten alle Templer in Frankreich - und verfolgten die restlichen in ganz Europa - eine Aktion, die viel zu wenig Aufmerksamkeit seitens der Historiker nach sich gezogen hat. Wie man das nun deutet, hängt von dem eigenen Standpunkt ab: viele, die die Templer als ersten Finanzgroßkonzern ansehen, werden hier den ersten Schlag von Staat und Kirche gegen ein neues Ungeheuer sehen, das beide zu verschlingen drohte. Dieses Ungeheuer ist gerade wieder sehr aktiv ... und wie es Ihnen heute persönlich Unglück bringt, möchte ich kurz mal ausführen.

Freitag, 13.4.2012. Eifel. Ja, genau. Freitag der dreizehnte. Ein Tag, der auf jeden Fall Unglück bringt. Das Datum geht unter Umständen zurück auf die Tempelritter, jene seltsamen neun Gestalten, die in den Ställen Salomons ein „Geheimnis“ fanden, das ihnen ungeheure Macht gab. Manche meinen, sie fanden die Wahrheit hinter der Legende Christi und konnten damit die Kirche erpressen, andere meinten, sie waren einfach zu idealistisch, während Dritte wiederum der Meinung waren, das die Tempelritter mit dem Teufel im Bunde seien – da sie u.a. als Erfinder des modernen Bankwesens gelten, mag da etwas dran sein. Am Freitag, dem 13. Oktober 1307 war es dann soweit: Staat und Kirche schlugen in einer unglaublich koordinierten und geheim gehaltenen Aktion (in einer Zeit ohne Telefon, Fax und E-Mail ein organisatorisches Wunder) überraschend zu und verhafteten alle Templer in Frankreich – und verfolgten die restlichen in ganz Europa – eine Aktion, die viel zu wenig Aufmerksamkeit seitens der Historiker nach sich gezogen hat. Wie man das nun deutet, hängt von dem eigenen Standpunkt ab: viele, die die Templer als ersten Finanzgroßkonzern ansehen, werden hier den ersten Schlag von Staat und Kirche gegen ein neues Ungeheuer sehen, das beide zu verschlingen drohte. Dieses Ungeheuer ist gerade wieder sehr aktiv … und wie es Ihnen heute persönlich Unglück bringt, möchte ich kurz mal ausführen.

Fangen wir an mit den Fakten. Sie bekommen Geld – wenn Sie Glück haben. Sie brauchen schon etwas Glück dazu, heutzutage. Früher hieß es ja: wer Geld will, der muss arbeiten. So weit, so gut, nur … wir leben jetzt im 21. Jahrhundert, da gelten andere Gesetze. In erster Linie heißt es: wer Geld will, der muss schon vorher viel geerbt haben. Heutzutage rentiert sich Arbeit nur noch in ganz seltenen Fällen, wir sind eine Gesellschaft, die gelernt hat, das nur der frei und reich zu sein hat, der von den Zinserträgen seines Kapitals leben kann. Wer so blöd ist, und noch den alten Sprüchen von „Arbeit macht frei“ folgt, wird ganz schnell merken, das er beständig immer mehr rennen muss, um am Ende des Monats immer weniger Kaufkraft zu haben: gerade der Staat, der uns alle schützen sollte, ist hier ganz vorne beim Abgreifen mit dabei:

Die Sozialkassen haben 2011 den höchsten Überschuss seit fünf Jahren angehäuft. Doch die Arbeitnehmer mussten nicht nur deutlich höhere Abgaben zahlen, gleichzeitig sanken auch die Reallöhne.

Hetze, Druck, Überstunden bestimmen das tägliche Arbeitsleben jener unfähigen asozialen Penner und Sozialschmarotzer, die es einfach nicht schaffen, von den Zinsen ihres Kapitals zu leben. Klar, das der Chef diese „Minderleister“ irgendwann ´rausschmeissen muss, wenn sie dem ständig steigenden Druck bei stetig sinkendem Einkommen nicht mehr gewachsen sind. Für diese Zustände müssen wir aber noch sehr dankbar sein, denn es gibt viele, die liegen schon draussen im Dreck: unsere Jugendlichen zum Beispiel. Trotz Pisa haben sie gemerkt, das diese Gesellschaft nur noch für Kapitaleigner ein glückliches, zufriedenes Leben bieten kann und das sie nur noch dazu da sind, in „Maßnahmen“ verwurstet zu werden oder für Löhne arbeiten dürfen, die weit unter dem Existenzminimum liegen. Kein Wunder, das da der Mittelstand eine weitere Reduktion der Hartz IV-Sätze wünscht, weil ihm die Jugendlichen ausgehen, die schon für 214 Euro Lehrlingsgehalt im Monat vollschichtig arbeiten. Wer nicht wie ein Großkonzern von dem Elend in Afrika, Asien und Mittelamerika leben kann, der muss halt zu Hause gucken, ob sich nicht was zum Ausbeuten findet.

Selbst diese Billiglohnsklaven müssen sich aber glücklich schätzen, überhaupt noch etwas zu bekommen, denn in anderen europäischen Ländern geht es schon ganz anders zu. So hat es der von den Finanzmärkten weitgehend ignorierte Rettungsschirm geschafft,  fünfzig Prozent der griechischen Jugendlichen arbeitslos zu machen, während die griechischen Notenbanken fast hundert Millionen Euro an ihre Aktionäre ausschütten, Geld, an dem Sie, lieber Leser, persönlich beteiligt sind: es fließt nur, weil Sie dafür haften – Sie und Ihre Kinder, die für 214 Euro im Monat arbeiten gehen.

Und sie werden noch viel mehr haften müssen, denn die Krise ist schon längst wieder zurück, siehe Spiegel:

Gut eine Billion Euro hat die EZB in die Banken gepumpt, um die Lage zu stabilisieren. Doch die Idee, sich damit Zeit zu kaufen, erweist sich als Illusion. In Spanien verschärft sich die Lage, an den Finanzmärkten herrscht Nervosität. Wir sind jetzt wieder an dem Punkt, an dem wir vor Weihnachten waren.

Wissen Sie eigentlich, was das bedeutet? Das sind EINTAUSEND MILLIARDEN, die wir vollkommen nutzlos in die Märkte gepumpt haben. Nun gut, wer sich auf Investmentbanking versteht, der zieht auch daraus einen guten Gewinn, aber bauen Sie mal mit 214 Euro im Monat eine gutes Depot auf – da müssen Sie sparen bis weit ins 22. Jahrhundert hinein. Unter solchen Bedingungen ist es kein Wunder, das eine neue Berufsgruppe die Gewerkschaften ersetzt: Culture Changing Agents sorgen für die richtige Stimmung im Betrieb: Freu´ Dich gefälligst und geh´ arbeiten! wird den Arbeitnehmern in vier-Augen-Gesprächen eingebleut – so etwas kann man sich nur leisten, wenn man ein richtiger Konzern ist und ganz viel Geld zuviel sein Eigen nennt, Geld, das letztlich über Umwegen zu dem Billionenschirm geführt hat, der uns aktuell den Rest geben soll.

Sie aber, Sie sind noch glücklich. Immerhin haben Sie noch Geld übrig – anders als die armen verhungernden Socken in Griechenland. Sie wähnen sich frei, damit tun und machen zu können, was immer Sie wollen – denken Sie jedenfalls.

Und da irren Sie sich gewaltig, denn auch das Geld, das sie noch übrig haben, nachdem Staat, Kirche und Banken ihren Teil abgegraben haben, ist schon verteilt … sie merken das nur nicht, weil sie nichts vom „Düsteren Geheimnis des Einkaufens“ wissen, siehe Handelsblatt:

In westlichen Staaten sind deutlich mehr Menschen kaufsüchtig als vom Alkohol abhängig. Die Sucht nach teuren Marken zerstört Existenzen. Betreiben die Konzerne das böse Spiel mit Absicht?

Natürlich betreiben die Konzerne das böse Spiel mit Absicht. Manipuliert wird all das, was wir hören, sehen, riechen, schmecken und fühlen … und das mit vollem Engagement.

„Es gibt offenbar allerhand fundierte Belege dafür, dass Hersteller ihre Produkte absichtlich so konzipieren, dass sie süchtig machen“

und das auf breiter und wissenschaftlich abgesicherter Basis:

Eine besonders perfide Art der Manipulation ist ganz profan im Nahrungsmittelbereich zu finden. Abgesehen von Alkohol und Zigaretten haben fetthaltige Nahrungsmittel den höchsten Suchtfaktor: „Solche Lebensmittel machen abhängig, weil ihre Hersteller die Rezepturen gezielt um entsprechende Mengen gewöhnungsbildender Substanzen wie Mononatrium-Glutamat, Koffein, Maissirup und Zucker anreichern.“ Fett- und kalorienreiche Nahrungsmittel haben auf das Gehirn eine ähnliche Wirkung wie Kokain und Heroin. Sie machen nicht nur psychisch abhängig, sondern auch chemisch, wie jüngste Forschungen ergeben haben.

Da kann man als Naturwissenschaftler noch richtig viel Geld verdienen – wenn man bereit ist, seine Mitmenschen zu süchtigen und abhängigen Zombies umzugestalten. Auch Psychologen und Ärzte machen da gerne mit – ohne die geht es nicht.

Für Sie heißt das: wenn Sie den Arbeitsplatz verlassen, geht der Angriff auf Ihre Persönlichkeit erstmal so richtig los. Nachdem ihr Chef erstmal dafür gesorgt hat, das Sie sich richtig mies fühlen, wartet eine ganze perfekt ausgebildete Armee darauf, Ihnen für einen kurzen Moment die Illusion zu vermitteln, Sie wären wieder wer.

Sind Sie aber nicht – und deshalb kann ich Ihnen versichern, das Ihnen gerade heute wieder ein großes Unglück widerfährt.  Sie brauchen nur … die Zeitung aufschlagen, das Radio oder den Fernseher einschalten oder durch die Innenstadt wandern, im Auto oder im Bus fahren: überall erreicht Sie inzwischen die Werbung, die aus Ihnen einen großen Idioten gemacht hat. Idioten? Doch, da können wir mitlerweile ganz offen drüber reden – ein Aprilscherz brachte es an den Tag, siehe Handelsblatt:

Wären Sie bereit, einem Videospiele-Hersteller „eine nicht übertragbare Option auf Ihre unsterbliche Seele“ zu gewähren? Nein? 88 Prozent der US-Kunden waren es. Und das liegt freilich nicht daran, dass man jenseits des großen Teichs mit seiner Seele allzu bereitwillig um sich wirft. Die Leute haben beim Einkaufen schlichtweg nicht aufgepasst – vom Lesen der Nutzungsbedingungen ganz zu schweigen.

Wären Sie kein Idiot, dann wüssten Sie, was „Die“ mit Ihnen anstellen:

Bis zum siebten Lebensjahr sind Produktpräferenzen fest verankert, daher setzen einige Einzelhändler schon an, wenn der Kunde von morgen noch im Mutterleib ist. Schließlich können Babys schon vor der Geburt Musik identifizieren. Und da nun Schwangere besonders viel einkaufen, liegt es nahe, sie und ihre ungeborenen Babys mit speziellen Melodien derart zu beschallen, dass die Kleinen bereits bei der Geburt unterbewusst schon ein wenig geprägt sind. So sprechen junge Mütter von einer „magischen Wirkung“, die das betreffende Einkaufszentrum auf ihre Babys ausübt.

Man sollte diese Botschaften tagtäglich auf allen Kanälen aussenden … aber leider gehören den Idioten keine Sender:

40 Prozent aller Babys von drei Monaten konsumieren Bildschirmmedien, bei den Zweijährigen sind es in den USA 90 Prozent. Sie kennen mehr Markenfiguren wie Pokémon oder SpongeBob als echte Tiere. Kinder unter drei Jahren sind der Werbeindustrie derart wichtig, dass man allein für diese Altersgruppe rund 20 Milliarden Dollar jährlich ausgibt und sie mit 40.000 Werbespots beschallt. Es kennt durchschnittlich 100 Markenlogos, wie Studien ergaben. Inzwischen spüren schon Kinder in diesem Alter den gesellschaftlichen Druck zur Verwendung bestimmter Marken und meinen, dass sie mit ihnen leichter und glücklicher durchs Leben kommen.

Daher ist es kein Wunder, dass der überwiegende Teil der Kinder sagt, dass Produkte von McDonalds deutlich besser schmecken als Vergleichsware. Das galt sogar für Karotten, die ihnen in dem Test vorgesetzt wurden, obwohl die Fastfoodkette gar keine verkauft.

Unglaublich, oder? Und obwohl Sie das jetzt und hier lesen, verspreche ich Ihnen, das Sie schon längst keine Kraft mehr haben, sich dem zu widersetzen. Sie gehören zu den Menschen, deren neuronale Muster schon als Ungeborener ganz gezielt und bewußt geprägt worden sind, Sie sind Teil eines Betruges, einer weltweiten Vernichtungsstrategie, ohne es zu merken. Vernichtet wird …. der Bürger, die Privatperson, der selbstbewußte Souverän des Landes.

Wie erfolgreich die Strategie ist, sieht man an der Anzahl der Teilnehmer politischer Demonstrationen im 21. Jahrhundert in Deutschland – die meisten Demos kann man inzwischen zu sich nach Hause einladen, ohne neue Stühle kaufen zu müssen.

Wußten Sie, das „Idiot“ früher im alten Griechenland ganz wertfrei die „Privatperson“ meinte, die jenseits von Konzern, Kirche und Staat existierte? Na ja, die alten Griechen. Man weiß ja, wo das geendet hat: in Massenarbeitslosigkeit und Armut. Heute bedeutet „Idiot“ etwas anderes … und wenn man sich anschaut, wie blöd Privatpersonen heutzutage sind, versteht man auch die Entwicklung, die dieser Begriff genommen hat.

Sie werden heute wieder etwas kaufen, da bin ich mir ganz sicher. Währenddessen sind Sie raffiniertesten Tricks ausgesetzt, die Ihren Verstand ausschalten – und weil Sie wirklich richtig blöde sind, setzen Sie sich im Auto und zu Hause noch raffinierteren Tricks aus, wenn Sie „entspannt“ Radio hören oder vor dem Fernseher sitzen und ihre neuronalen Muster für den nächsten Tag prägen lassen.

Machen Sie sich nicht lustig über Leute in den USA, die ihre Seele verschenkt haben … Sie machen es persönlich doch selber, jeden Tag. Insofern erzeugt diese Zeit auch ihre ganz eigene, spezifische Symbolik, siehe Welt:

„Dieser Jesus wird lange nach meinem Tod verbleiben. Das ist der Jesus, den hat der von Hagens gebaut“, sollen die Leute nach seinem Ableben sagen. Aus Knochen und Blutgefäßen von menschlichen Spendern hat der Erfinder der Plastination eine Jesusfigur gefertigt und sie ans Kreuz nageln lassen. 

Ein Jesus aus Leichenteilen, gefertigt von einem Atheisten für einen Kreuzzug gegen Rom. Die Konsomzombies der Moderne finden nichts mehr daran, wer so etwas fertigt, wird hierzulande zum Multimillionär, wie alle, die die Würde des Menschen mit Füssen treten.

Man merkt: im Vergleich zum 13. Oktober 1307 hat der Konzern dazugelernt – wenn man diese Version der Templerlegende gelten lassen will.

Heute hat er umfassend Staat, Kirche, Wirtschaft, Finanzenwelt und Bürger im Griff – und nirgends ist mehr eine Macht in Sicht, die ihn aufhalten kann. Auch wir haben wieder die Forderung, die Banken zu zerschlagen, die ihre krummen Geschäfte in Schattenbanken ausgelagert haben. Woher aber soll noch die politische Macht kommen, wenn die Idioten im Land (also: die Privatpersonen, die normalen Bürger) sich nur noch darum kümmern, das sie die richtige Zahnpasta, das richtige Deo, die richtige Kleidung, die richtige Sprache und die richtige Wohnungseinrichtung haben und ausserdem auch noch die richtig „angesagten“ Sendungen gesehen haben?

Die gleiche Macht, die dereinst Kirche und Staat zu einer konzertierten Aktion herausgefordert hat, ist heute wieder aktiv.

Wollen wir beten, das die Atheisten recht haben und es keinen Teufel gibt – sonst müssten wir uns der Möglichkeit stellen, das er gerade die Weltherrschaft offen an sich reißt und mit von Hagens Leichenjesus ein deutliches Zeichen dafür setzt.

Aber auch ohne Teufel kann man sagen: heute wird Ihnen mit Sicherheit wieder großes Unglück widerfahren – am Arbeitsplatz, beim Arbeitsamt oder im Geschäft.

Aber … vielleicht schaffen Sie es ja noch, mal an einem Tag im Jahr ein Zeichen zu setzen:

am 4.Juli 2012 ist nationaler Kaufnixtag – Ihre Chance, wieder Mensch zu werden.

Jedenfalls für einen Tag.

 

 

 

 

Dinner for one feat. Sarkozy und Merkel

[Video, bitte Artikel anklicken]

Im Namen des (Volkes) SPEKULANTEN !

Deutschlands Verfassungsrichter billigen den Euro-Rettungsschirm so wie er ist – und die Politiker atmen auf. Nur die Kläger sind da anderer Meinung, wie auch die Mehrheit der Deutschen. Karl Albrecht Schachtschneider (einer der Kläger) sagte: „Das ist ein schlechter Tag für Deutschland und für Europa und eine Ohrfeige für die Bedürftigen in unserem Land.“ Droht nun ein riesiges Haushaltsloch und damit die Handlungsunfähigkeit des Staates, wenn der Ernstfall eintritt und Deutschland für abgegebene Bürgschaften zur Kasse gebeten wird ?

Das Gericht konnte eine solche Gefahr jedenfalls nicht erkennen und liefert dann auch gleich eine Begründung. Wie viele Schulden Deutschland verkraften könne, liege im „Einschätzungsspielraum des Gesetzgebers, „den das Bundesverfassungsgericht zu respektieren hat“. Das Gericht können sich „nicht mit eigener Sachkompetenz an die Stelle des Gesetzgebers setzen“. Die Kritiker hätten „nicht überzeugend darlegen können, dass eine solche Entwicklung unausweichlich sei“. Ach so ist das, dass BVG „kann eigene Sachkompetenz“ bei der Beurteilung nicht berücksichtigen. Das kann doch nur bedeuten, dass BVG will keine „Verantwortung“ übernehmen ? Fakt ist, dass Tage vor den Urteil der Verfassungsrichter, Politiker über die Medien verbreiteten, sollte das BVG den Klägern Recht geben, wäre das ein Desaster und das mögliche Ende des EUROS, EUROPA würde auseinanderfallen. Mit solchen Urteilen ohne klares JA oder NEIN wird jeglicher Spekulation Tür und Tor geöffnet ohne dass man irgendwann einmal einen Schuldigen benennen könnte, für die ganze EURO-Misere, die ja nun noch schlimmer kommen könnte, als sie ohnehin schon ist. Der im Vorfeld, durch die Politik, aufgebaute Druck auf die Verfassungsrichter konnte nicht ernsthaft einen anderen Richterspruch erwarten. Solange sich die deutsche Justiz von der Politik so wie von den Lobbyisten, allen voran dem Geldadel in den Karren spannen lässt, der kann in Deutschland keine gerechten Urteile IM NAMEN VOLKES erwarten. Denn man braucht ja schließlich ein Opfer dem man das Blut aussaugt bis kein Tropfen mehr raus kommt, nämlich die deutschen Bürgerinnen/er. Die schwarz-gelbe Regierungskoalition jedenfalls jubelt. Das Urteil sei eine „Sternstunde für das Parlament“, sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP). „Das Königsrecht des Parlaments, über Einnahmen und Ausgaben des Staates zu entscheiden, ist heute gestärkt worden“, sagte Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Nun das ausgerechnet FDP-Politiker des Lobes für die Verfassungsrichter sind, bedarf keiner weiteren Erklärung. Diese Sorte von Politiker haben noch gar nicht gerafft, dass sie dieses KÖNIGSRECHT schon lange an die BANGSTER, LOBBYISTEN und SPEKULANTEN abgetreten haben. Aber vielleicht konnten die Richter des BVG gar kein anderes Urteil zum Euro-Rettungsschirm fällen, weil sie keine andere Möglichkeit hatten, weil es rechtlich gar nicht möglich gewesen wäre.

Im SECHSTEN TEIL, Artikel 3, Absätze 1 und 3 des Überleitungsvertrages von 1954, Vereinbarung vom 27./28. September 1990 zu dem Vertrag über die Beziehung der Bundesrepublik Deutschland und den Drei Mächten (in der geänderten Fassung) sowie zu dem Vertrag zur Regelung aus Krieg und Besatzung entstandener Fragen (in der geänderten Fassung)«, veröffentlicht als Bekanntmachung im Bundesgesetzblatt 1990, Teil II, Seite 1386 ff. der ausdrücklich in Kraft bleibt, heißt es: »(1) Die Bundesrepublik wird in Zukunft keine Einwendungen gegen die Maßnahmen erheben, die gegen das deutsche Auslands- oder sonstige Vermögen durchgeführt worden sind oder werden sollen, das beschlagnahmt worden ist für Zwecke der Reparation oder Restitution oder auf Grund des Kriegszustandes oder auf Grund von Abkommen, die die Drei Mächte mit anderen alliierten Staaten, neutralen Staaten oder ehemaligen Bundesgenossen Deutschlands geschlossen haben oder schließen werden.« »(3) Ansprüche und Klagen gegen Personen, die aufgrund der in Absatz (1) und (2) dieses Artikels bezeichneten Maßnahmen Eigentum erworben oder übertragen haben, sowie Ansprüche und Klagen gegen internationale Organisationen, ausländische Regierungen oder Personen, die auf Anweisung dieser Organisationen oder Regierungen gehandelt haben, werden nicht zugelassen.« Rechtlos gegen alliiertes Unrecht und ohne Friedensregelung »Ansprüche und Klagen … werden nicht zugelassen.« Warum hat das Bundesverfassungsgericht eigentlich getagt, wenn es doch dann gar nichts ändern hätte können. Fakt ist aber unbenommen. Wir haben eine STAATSPLEITEN-KRISE!!! Die EWIG GESTRIGEN von der CDU/CSU und FDP glauben noch immer daran, das es immer so weiter geht und sie die Lage unter Kontrolle haben. Wenn das GANZE SYSTEM in die Luft fliegt, explodiert, ja was passiert dann??? Dann wird Deutschland für die anderen STAATEN die PLEITE sind, deren ANTEILE übernehmen MÜSSEN und die heute schon ganz unten sind, werden die Hauptlast zu tragen heben.

Aber bereits heute steht fest, dass es Andreas Voßkuhle, Monika Hermanns, Herbert Landau, Gertrude Lübbe-Wolff, Udo Di Fabio, Rudolf Mellinghoff, Michael Gerhardt, Peter Huber waren, welche das höchste deutsche Gericht, auf den Tag genau nach 60 Jahren, als unabhängige Instanz abgeschafft haben. Man wird sich diese acht Namen merken müssen, die Strafe für das deutsche Volk wird von historischem Ausmaß sein.

Merkel: Krieg in Europa möglich – Vertreibung der Armen ist sicher!

Wieder mal Schüsse draussen - ganz nahe dran. Vielleicht zwei- dreihundert Meter. MG-Feuer in der Ferne, selten durchsetzt von wummernden Kanonen - ein ganz normaler Tag in der Eifel. Spinnt der jetzt, der Eifelphilosoph? Nein, wir leben einfach nahe dran an der Wirklichkeit - hier in unserem Ländchen. Manchmal trägt der Wind die Geräusche eines belgischen Truppenübungsplatzes herüber, manchmal kommen die Jäger nahe ans Haus heran - so einfach ist die Erklärung der Geräusche. Sie erinnern einen aber daran, das es immer ernst werden kann. Die Wirklichkeit, in der bewaffnete Horden durchs Land ziehen ist aus unserem Medien weit verbannt worden. Für uns ist sie so real wie "Raumschiff Enterprise" oder "Zombie-Filme" und wir tun so, als würde der Waffenklang für immer und ewig von den Toren unserer Egotempel fern bleiben, als wäre er nur ein böse Geschichte, mit der man Kinder erschreckt. 

Ist er aber nicht.

Wieder mal Schüsse draussen – ganz nahe dran. Vielleicht zwei- dreihundert Meter. MG-Feuer in der Ferne, selten durchsetzt von wummernden Kanonen – ein ganz normaler Tag in der Eifel. Spinnt der jetzt, der Eifelphilosoph? Nein, wir leben einfach nahe dran an der Wirklichkeit – hier in unserem Ländchen. Manchmal trägt der Wind die Geräusche eines belgischen Truppenübungsplatzes herüber, manchmal kommen die Jäger nahe ans Haus heran – so einfach ist die Erklärung der Geräusche. Sie erinnern einen aber daran, das es immer ernst werden kann. Die Wirklichkeit, in der bewaffnete Horden durchs Land ziehen ist aus unserem Medien weit verbannt worden. Für uns ist sie so real wie „Raumschiff Enterprise“ oder „Zombie-Filme“ und wir tun so, als würde der Waffenklang für immer und ewig von den Toren unserer Egotempel fern bleiben, als wäre er nur ein böse Geschichte, mit der man Kinder erschreckt.

Ist er aber nicht.

Für viele viele Menschen ist er sowieso grausamer Alltag. Wir alle, die wir hier so schön gemütlich bei Kaffee und Kuchen vor dem Bildschirm sitzen, finanzieren durch unsere  Trägheit und durch unseren Geld den illegalen Horror, mit dem unsere Truppen die Welt überziehen.

Mit den Anschlägen von New York begann der Kolonialismus des 21. Jahrhunderts, erklärt der britische Intellektuelle Tariq Ali in einem Debattenbeitrag für SPIEGEL ONLINE. Ob Afghanistan-Krieg oder Libyen-Einsatz – die vorgeblich humanitären Interventionen sollen nur die Dominanz der USA und ihrer Verbündeten sichern.

Alles Lüge. Von wegen „humanitärer Rettungseinsatz“. Es ging nur um eins: unseren Wohlstand. Dafür sind wir bereit, zu töten. Wir alle. Immerhin zahlen wir alle auch dafür.

Angst vor dem Krieg selbst haben wir nicht. Wir sind die Täter, die anderen haben nur Keulen. Aus dieser Überlegenheit erklären sich die aktuellen Ängste der Deutschen.

Sie haben Angst vor vergifteten Lebensmitteln – oder davor, das die Eurorettung teuer wird. Vor Bomben und Granaten brauchen sie keine Angst zu haben, die verkaufen wir nur an die Tyrannen, die uns nützen – und dann auch nur jene von minderer Qualität. Angst vor vergifteten Lebensmitteln hat man vielleicht zurecht – Lebensmittelgifte sind einfach herzustellen, potentielle Täter findet man unter den Opfern unserer besonderen Art von „Aussenpolitik“ genug. Da gibt es inzwischen tausende, die deutschen Waffen den Tod der Frau, der Mutter oder der Kinder zu verdanken haben.

Einige von ihnen möchten sich vielleicht gerne mal auf amerikanische Art revanchieren – oder darf ich sagen: auf Nato-Art?

Wir brauchen aber auch gar nicht so weit ins Ausland gucken – gleich nebenan haben wir schon die nächste Katastrophe, denn auch unsere Bundesbürger kommen nicht ungeschoren davon. Sie werden zwar nicht erschossen, aber gezielt verarmt.

50 000 000 000 Euro verschenkt der Staat jedes Jahr, berichtet heute die Welt:

Das dicke Minus ist demnach ein wesentlicher Grund für das aktuelle Staatsdefizit, denn die Ausgaben erhöhten sich in dieser Zeit im Jahresdurchschnitt nominal lediglich um 1,8 Prozent. „Rein rechnerisch hätte die Bundesrepublik aktuell kein Budgetdefizit, sondern einen Überschuss – wenn der Staat nicht in der vergangenen Dekade auf hohe Einnahmen verzichtet hätte“, sagte der Wissenschaftler. Vor allem die rot-grüne Einkommensteuerreform mit deutlicher Senkung der Spitzensteuersätze hat demnach durchgeschlagen.

Ja, die „Linken“. Groß von sozialer Gerechtigkeit tönen, aber dann das Millionärszuchtprogramm starten, von dem viele Grüne deutlich profitierten. Und weil Millionäre so viel Geld haben, vertreiben sie erstmal die Menschen aus den schönen Innenstädten – dort steigen die Preise dann deutlich an. Hier wächst eine neue Vertriebenengeneration heran, diesmal nicht von russischen Panzern vertrieben, sondern von rot-grünen Millionären.

Das Ergebnis ist das Gleiche.

„Nato-Art“ der Revanche führt zu häßlichen Erscheinungen:

Geschubst, geschlagen, getreten: Immer häufiger sehen sich Polizisten bei Routineeinsätzen mit Gewaltausbrüchen konfrontiert. Allein in Nordrhein-Westfalen wurden binnen eines einzigen Jahres fast 2000 Beamte verletzt – die Spirale der Eskalation dreht sich schneller denn je.

Die Polizei schießt zurück:

In Mannheim wurde ein 37-Jähriger tot in seiner Wohnung gefunden, nachdem er Brandsätze auf Polizisten warf. Ob ihn Schüsse der Beamten töteten, ist noch unklar.

Gewalt erzeugt Gegengewalt. Darum ist es wichtig zu sehen, das rot-grün die Ursache für die aktuellen Ausschreitungen geliefert hat. Immerhin werden die bald wieder regieren: gut für Reiche, schlecht für … alle anderen.  Die Wirtschaftskrise findet nämlich kein Ende, vielmehr werden jetzt sogar die Unternehmer unruhig:

Wetten gegen den Euro, dubiose Finanzkonstrukte und Spekulationen ohne Risikobewusstsein: Die Manager von deutschen Top-Unternehmen rechnen mit den Praktiken der Finanzwirtschaft ab – in ungewohnt deutlichen Tönen.

Vorbei die Zeiten der klaren Fronten. Heute heißt es: Banken, Linke und Grüne gegen Arbeitslose, Unternehmer und Rentner. Bedenkt man, das Arbeitslose, Unternehmer und Rentner gut ohne Banken, Linke und Grüne auskommen könnten, die aber nicht ohne die anderen, so sind das schon irritierende Zeiten – und beunruhigend, wenn man die Ausblicke für die Zukunft anschaut:

Düstere Aussichten für die deutsche Wirtschaft: Nach Berechnungen der OECD könnte das Wachstum der Bundesrepublik zum Jahresende das schwächste aller großen Industrienationen sein. Die Forscher rechnen auch mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts.

Das wäre es dann gewesen mit dem künstlichen Aufschwung auf Kosten des Steuerzahlers. Der zahlt so oder so. Schuld hat immer der Sozialstaat, der ist jetzt zu voll, es sind einfach zu viele an Bord. Linke und Grüne haben vorgemacht, was Linke und Grüne immer gerne machen (und was den Kommunismus bis in alle Ewigkeit in Verruf bringt): kaum hat man den Zarenpalast gestürmt … schon sitzt ein Linker drauf und macht den Kaiser.

Wem das alles noch nicht gruselig genug ist, der … lausche mal ganz genau auf die aktuellen Worte der Kanzlerin:

„Deutschlands Zukunft ist untrennbar mit der Zukunft Europas verbunden“, sagte Merkel im Bundestag. Europa sei „viel, viel mehr als eine gemeinsame Währung“. Die Geschichte habe gezeigt, dass Länder mit einer Gemeinschaftswährung nie Kriege gegeneinander geführt hätten, sagte Merkel, deren Koalitionsmehrheit bei der Abstimmung über den Rettungsschirm EFSF Ende September wackelt.

Das heißt im Umkehrschluss: man hält einen Krieg in Europa für möglich? Fällt der Euro, marschieren wir wieder in Holland ein, paradieren durch Frankreich, besetzen Dänemark?

Eine aufrüttelnde Botschaft: entweder der Deutsche zahlt – oder er wird erschossen.

Wie nennt man solche Methoden nochmal im Strafrecht? Ohne ins Detail gehen zu wollen verstehe ich die Meinungen jener Menschen, die die Ausplünderung der nationalen Kassen zugunsten des Euromolochs stoppen wollten:

Verfassungsrechtler Murswiek befand: „Den Euro zu retten, indem man die Fundamentalnormen der Währungsverfassung zerstört, das ist so, als wolle man einen Wasserschaden beheben, indem man das Haus in die Luft sprengt.“ Und der 82-Jährige Professor Wilhelm Hankel betonte in Karlsruhe: „Wir sind gekommen, um Deutschland und Europa vor großem Unheil zu bewahren: Vor dem Verlust von Wohlstand und Demokratie.“

Karl Albrecht Schachtschneider, einer der klagenden Professoren, gab seiner Enttäuschung deutlicher Ausdruck: „Das ist ein schlechter Tag für Deutschland und für Europa und eine Ohrfeige für die Bedürftigen in unserem Land.“

Da hat er wohl recht – wie seine Kollegen auch. Aber die Kanzlerin hat klar und deutlich gesagt, worum es geht:

gibt es keinen Euro, gibt es kein Europa. Gibt es kein Europa – na, dann machen wir wieder Krieg.

„Wir“ sind in diesem Falle nicht wirklich wir alle, sondern nur jenes „wir“, das auch für die ganze momentane Misere verantwortlich ist. Dieses „wir“ ist sofort weit weg, wenn es wieder knallt und kommt erst zum Wideraufbau wieder vorbei. Insofern kann ich beruhigt sein: bei uns knallt es ganz schön, das heißt: die Vertreiber der europäischen Armen sind weit weg – was auch für die Armen ganz gut ist. Die dürfen dann wohnen bleiben.

Wer übrigens meint, richtig zu liegen, wenn er die Linke als Alternative zur SPD wählt, der schaue nach Berlin: die vertreiben die Armen genauso wie die Sozis. „Arm“ und „Links“ – das passt überhaupt nicht mehr zusammen.

„Arm“ passt überhaupt nicht mehr ins neue Deutschland der Berliner Republik: deshalb werden die ja auch vertrieben: erst aus den Metropolen, dann vom Land gejagt, bis sie letztlich … auf kleinen Booten Richtung Afrika schippern müssen.

Da aber – wenn ich an Prof. Hankels Worte denke – bald ganz Europa eine demokratielose Zone von Armut werden wird … wer soll denn dann noch hier wohnen?

Eine kurze Erklärung der Finanzkrise

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DIE DEUTSCHLAND AG

Autor: U. Gellermann

Die wahre Hilfe für die armen Banken

Jetzt fordert der Chef der europäische Bankenaufsicht EBA, Andrea Enria, in einem Brandbrief an den Rat der europäischen Finanz- und Wirtschaftsminister, dass der europäische Rettungsschirm EFSF ab sofort direkt Geld an Banken geben darf, um sie vor Schieflagen zu retten. Kein Umweg mehr über die Sanierung der Staatshaushalte, kein demokratischer Firlefanz, nein, die Euro-Pipeline soll unmittelbar in die Tresore der Banken führen. Das muss der Bürger doch verstehen: Weil die armen Banken jede Menge faule Staatspapiere rumliegen haben, sinken deren Aktienkurse. Bei der Deutschen Bank zum Beispiel: Von einem Börsenwert von einst 50 Milliarden sackte sie auf schäbige 25 Milliarden. Aber auch andere europäische Finanzinstitute leiden unter dem Sack-Syndrom: Die Societé Genérale, die Loyds Banking Group, die Credite Suisse und viele andere mehr barmen um Kurse, Boni und Existenz. Dass darf Deutschland nicht zulassen. Doch Rettung naht: DIE DEUTSCHLAND AG (DAG).

Die DAG wird als erstes Aktien ausgeben, die dem von einer Ratingagentur unseres Vertrauens ermittelten Wert der Bundesrepublik entsprechen. Das spült sofort Geld in die Kassen. Nicht wenige Menschen und Unternehmen überall auf der Welt würden nur zu gern Mitinhaber der DAG werden. Verfassungsrechtliche Bedenken, das Land gehöre doch bereits seinen Bürgern, wird das Innenministerium sofort widerlegen. Besitz, wird der Innenminister sagen, Besitz bedeutet in der Juristerei, dass jemand über einen Gegenstand verfügt. Da werden ihm alle zustimmen: Zwar gibt es hie und da Wahlen, die nominal die Verfügung der Bürger über ihr Land reklamieren. Aber wenn es hart auf hart kommt, ob man die Armee ins Ausland schickt oder mal wieder Banken rettet, dann verfügen darüber eine Handvoll Politiker. Der juristische Hinweis war auch die letzte Äußerung des Innenministers, denn das Ministerium wird, nach der Umwandlung der Bundesrepublik in eine AG, in eines der vielen Profitcenter umgewandelt.

Der ganze ministerielle Wasserkopf kostet nur, bringt aber nichts. Nur die einzelnen Bestandteile des ehemaligen Innenministeriums – Polizei, Geheimdienste, Passwesen – sind echte Geldbringer. Warum sollte das Bürgerecht nicht meistbietend versteigert werden, statt mühsam über Integrationskurse erarbeitet? Draußen warten jede Menge Leute auf einen deutschen Pass. Wenn sie genug Geld haben: Immer rein mit Ihnen. Sie wünschen Kriminalitätsbekämpfung in Ihrem Viertel? Bitte sehr, bitte gleich, ein par Tausender auf den Tisch und schon geschieht was. Sie hätten gern was ausspioniert, als chinesischer Investor vielleicht bestimmte Bereiche der deutschen Industrie? Das kann nicht so schwierig sein, das Deutsche Geheimdienst-Center steht ihnen, bei entsprechender Vergütung, gern zur Verfügung.

Mit der Abschaffung des Justizministeriums nähern wir uns nur der Wirklichkeit: Schon heute bekommt der, der sich einen besseren (teuren) Anwalt leisten kann, eher recht als der mit einem billigeren Rechtsvertreter. Warum der Umweg? Die streitenden Parteien schieben einfach ein Bündel Scheine auf den Richtertisch und wer mehr geschoben hat, der gewinnt. Da die Gefängnisse auch zum Profit-Center gehören, wird der Weg der Rechts- und Straffindung erheblich vereinfacht: Sie als Kunde zeigen einen Verbrecher an, legen eine Summe in die Hand des jeweiligen Polizisten, der verfolgt den möglichen Kriminellen, liefert ihn ohne Umwege an die Gefängnisindustrie, deren Interesse ist eine möglichst lange Verwahrung, das bringt Umsatz, und schon ist auch dem Rechtsempfinden des einfach denkenden Bürgers Genüge getan, wenn er denn auf der zahlenden Seite ist.

Dass solche Organisationen wie das Familien- oder Sozialministerium ersatzlos gestrichen werden ist selbstverständlich. Wie schon eine berühmter Sozialdemokrat sagte: Was sollen wir mit dem Gedöns? Damit ist keine Profit zu erzielen. Das ist beim Ministerium für Verteidigung völlig anders. Natürlich muss auch dort die Software (Ministerialbürokratie) von der Hardware (Kämpfende Truppe) getrennt werden wie die Spreu vom Weizen. Unsere prima Panzer, die tollen U-Boote und Fregatten, die tapferen Spezialeinheiten: Alles kommt auf den Markt und stützt so den Kurs der DAG. Wenn zum Beispiel die Kosovaren ein Hühnchen mit den Serben rupfen wollen, sagen wir denen was das kostet, die zahlen, und dann wird die Sache erledigt. Rebellen, die in der Nähe einer Ölquelle leben, könnten wir unsere Armee gegen Gewinnbeteiligung leihen: Geraten die Quellen unter Kontrolle der Aufständischen, dann zapfen wir mit.

Wenn solch überflüssige Ministerien wie jenes für Gesundheit gleich in die fürsorglichen Hände der der Pharmaindustrie übergehen, gegen eine ordentliche Abstandszahlung, wird die DAG nur entlastet. Auch das Ministerium für Finanzen, die größte Lachnummer wenn es um Effizienz geht, wandert in seinen ausschlachtbaren Bestandteile in private Hände: Der Bankenverband übernimmt das Bisschen was da Sinn macht sicher gern. Anders liegt der Fall beim Bildungsministerium: Solche Bestandteile wir Universitäten und Schulen lassen sich profitabel verwenden. Es wird immer Eltern geben, die für ordentliche Bildung auch ordentlich zahlen. Der nicht verkäufliche Quatsch, wie die Hauptschule und ihre Derivate, werden umgehend geschlossen: Was sollen die, die nichts zahlen können, mit Bildung anfangen? Sie bekommen ohnehin keinen Job. Und da im Rahmen der Rationalisierung der DAG ohnehin keine Transferleistungen mehr gezahlt werden löst sich das Problem biologisch: Diese Schicht wird einfach aussterben.

Bliebe noch das Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Zwar sollte die Geldverschwendung an irgendwelche Neger endlich aufhören. Aber als Museum könnte das Haus doch noch erhalten bleiben. Zumal der jetzige Amtsinhaber das Ministerium auflösen wollte, bevor er dort Chef wurde, sollte er künftig als Hausmeister durch die Räume führen und über ministeriellen Unsinn referieren. Selbstverständlich werden die notleidenden Banken bei der Ausgabe der Aktien bevorzugt. Das stärkt ihre Stellung im System und verkürzt die Zugriffszeit auf Gelddruckmaschinen und andere systemische Installationen erheblich. Von der DAG zur Euro AG ist es nur ein kleiner Schritt. Und genau dieser Fortschritt wird künftig die Rettungsschirme überflüssig machen. Auch die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, die jüngst noch frisches Kapital für Europas Geldhäuser gefordert hat, kann sich dann in Ruhe ihrem Verfahren wegen Begünstigung widmen, das vor einem französischen Gericht anhängig ist. Sie wechselt zwar dann das Metier, bleibt aber beim Thema: Finanzverbrechen.

Mit Dank an:

U. Gellermann, Rationalgalerie

 

 

Hilfspakete als Schuldenmultiplikator

Nach Griechenland und Irland braucht nun also Portugal keine Hilfe. Da sind wir aber alle sehr beruhigt. Natürlich denkt auch Spanien nicht im Traum daran unter den Rettungsschirm zu flüchten und bei sämtlichen anderen Ländern des Euro Wirtschaftsraumes ist diese Idee so abwegig, das es schon fast an eine Verschwörungstheorie erinnert. Wusstet Ihr eigentlich das Italien eine höhere Bruttoverschuldung aufweist als Deutschland? Ich finde es schon erstaunlich, das die Italiener bei 1,8 Billionen Euro Staatsschulden so ruhig bleiben, immerhin müssen Die zur Zeit 4,5 Prozent Zinsen zahlen, zum Vergleich Deutschland bringt zur Zeit 2,7 Prozent, Irland  9,2 und Griechenland erstaunliche 11 Prozent.

Vielleicht habe ich ja das Prinzip des Rettungsschirms nicht verstanden und ich lasse mich gerne in der Richtung belehren, schließlich bin ich nur ein kleiner Handwerker und muß mir die große Finanzpolitik für meinen kleinen Kopf irgendwie begreiflich machen, außerdem finde ich Buchhaltung zum Kotzen, aber ich will Euch mal auseinander dröseln, wie ich das Ganze verstanden habe:

Der Rettungsschirm sorgt dafür, das die Länder deren Regierungen sich Ihre Pleite eingestehen für billigere Aufschläge Geld bekommen, allerdings sind es immer noch 5 Prozent. Das bedeutet also, das sich die Banken bei der Europäischen Zentralbank Geld für ein Prozent leihen, es an Deutschland für 2,7 Prozent weiter verleihen und wir es dann den Griechen oder Iren für 5 Prozent weiter verleihen. Diese geben es dann Zinslos an Ihre Banken weiter, Die es dafür nutzen Ihren Gläubigern deren Zinsen für Ihre Anlagen zu zahlen. Blöd ist nur, das dadurch keine Schulden abgebaut sondern verdoppelt werden, denn am Ende haben wir die Schulden z.B. der Iren nicht übernommen, sondern nur deren Bilanz verlängert, es wurde ja nichts zurück gezahlt sondern nur weiter gereicht. Außerdem wird so weder ein Land noch deren Banken gerettet, denn es ist ja schon ab zu sehen, wann die Banken wieder betteln kommen.

Damit ein Land Geld aus dem Rettungsschirm bekommt, muß Es einen Sanierungsplan vorlegen, der komischer Weise immer nach extremen Sozialabbau und Kürzungen bei den Ärmsten aussieht. So kann ich überhaupt nicht verstehen, das es in Irland zum Sparpaket gehört, den Mindestlohn um einen Euro pro Stunde zu senken und die Studiengebühren zu erhöhen. Das man die Unternehmenssteuern nicht erhöht kann ich irgendwo noch verstehen, denn was hätten ausländische Firmen sonst für eine Motivation ausgerechnet nach Irland zu gehen, aber auch von einer Kapitalertragssteuer, einer Bankenabgabe oder irgend was Anderem um Reichere zu belasten kann ich nichts finden. Das es nicht klappt, wenn man die kleinen Leute immer weiter enteignet, weil dann die Wirtschaft in sich zusammen fällt sehen wir gerade in Griechenland. Man gibt zwar weniger aus, aber dafür nimmt man auch viel weniger ein, also werden deren Schulden auch nicht weniger, sondern immer höher.

Nun dürfen wir schon lesen, das die 750 Milliarden des Rettungsschirms nicht reichen könnten und man darüber nach denkt auf 1,5 Billionen Euro zu verdoppeln. Für mich klingt das ganz logisch, denn schließlich ist schon Ende mit den 750 Milliarden, wenn ich nur die Schulden von Griechenland, Irland, Portugal und Spanien zusammen rechne und wer sagt eigentlich, das die Griechen oder die Iren nicht noch mal einen Nachschlag brauchen? Dazu kommen noch andere Länder, die zwar nicht in der Eurozone sind, aber über den IWF, in den wir ja schließlich auch einzahlen Hilfen beantragen könnten. Ungarn re-verstaatlicht gerade seine privaten Renten, ist also auch im Stress und Rumänien hat gerade beteuert nicht Pleite zu sein. Außerdem wird es wieder kalt und in den letzten beiden Wintern konnten wir uns die lustige Show um das russische Gas für die Ukraine ansehen.

Was mich auch wundert ist, das wir ja im Zuge der Predigten über den stabilen Euro und den Nutzen für Deutschland immer anhören durften, das wir einen Großteil unserer Waren in die Eurozone exportieren, aber keiner der Prediger einen gewissen Umkehrschluss zieht. Wer kauft eigentlich unseren Krempel, wenn es fast im gesamten Euroraum Sparpakete oder zumindest erstaunliche Neuverschuldungen gibt? Nicht nur wir machen schließlich trotz Brüderles Wirtschaftswunder fast 50 Milliarden Euro neue Schulden, die Franzosen haben es geschafft im ersten Halbjahr 102,4 Milliarden neue Schulden zu machen und Besserung ist nicht in Sicht.

Ich hoffe, das ich einen grundsätzlichen Fehler in meiner Analyse habe und sich die ganze Sache völlig anders verhält, denn sonst müsste ich von Sorge in echte Panik verfallen, da so ein Ende des Finanzsystems abzusehen ist und ich nicht wissen möchte was hier los ist, wenn ganz plötzlich fast alle größeren Staaten in Europa und ein Großteil der Industrie auf einen Schlag Pleite wären.

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