Religion

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Vatikan: Warum ist dieses Wesen unterhalb der Liste der Päpste im Petersdom? Und was hat CERN damit zu tun? – Anti-Matrix

Die Liste der Päpste im Vatikan erinnert an alle Päpste, die im Petersdom beigesetzt wurden und deren Todesjahr neben dem Namen jedes verstorbenen Papstes steht.

Der Rahmen weist unterhalb dieser Gedenkliste das Schrecklichste und Groteskeste auf, das jemals in einer Kirche entdeckt wurde.

Sieht das für Sie so aus, als ob jemand in Frieden ruht und in das Paradies des ewigen Lebens eingeht? Nein, hier ist etwas ganz Gegenteiliges dargestellt, was uns fragen lässt:

Was um alles in der Welt hat das in einer Kirche zu suchen? Warum wird dieses äußerst beunruhigende Denkmal unter einer Gedenkliste katholischer Päpste präsentiert?

Die vollständige Realität und spirituelle Bedeutung dessen, was hier wirklich vor sich geht, wurde jetzt aufgedeckt! Die Wahrheit ist, dass dies mit einer menschlichen Seele passiert, wenn sie in den Abgrund der Hölle eingeht, von dem in Offenbarung 9 die Rede ist.

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Mit der Bibel gegen die AfD! Eine unterstützungswürdige Aktion! – Akademie Raddy

 

 

► David mit Goliaths Kopf auf einer Briefmarke: https://austria-forum.org/af/Wissenss…

► Online-Bibel: https://www.bibel-online.net/

► Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat für den Ausgang der Wahl gebetet. Im pro-Gespräch verrät sie außerdem, welcher Bibelvers ihr gegen die Alternative für Deutschland hilft. https://www.pro-medienmagazin.de/lieb…

► NEUERSCHEINUNG: „GLAUBE, LIEBE, HOFFNUNG“ Politiker-Bibel sammelt Lieblingszitate – ohne AfD https://www.katholisch.de/artikel/192…

Covid-Impfungen stehen im Zusammenhang mit einem Anstieg von „dämonischer Bessesenheit“, sagen religiöse Führer – Pravda TV

naturalnews.com schreibt: Inzwischen gibt es so viele „vollständig geimpfte“ Menschen, die starke Anzeichen dämonischer Besessenheit zeigen, dass ein neues St. Michael-Zentrum für spirituelle Befreiung und Exorzismus in Manila, Philippinen, eröffnet wird.

Berichten zufolge sollen dort Exorzismen an Menschen durchgeführt werden, die sich gegen das Wuhan-Coronavirus (COVID-19) geimpft haben. Pater Jose Francisco Syquia sagt, er erhalte jeden Tag etwa 10 Berichte über Dämonen, die die Körper der geimpften Personen befallen.

Die römisch-katholische Kirche ist für die Errichtung verantwortlich, die Berichten zufolge die erste ihrer Art in Asien ist. Priester werden in der Kunst der Dämonenaustreibung geschult, und Syquia, der Direktor der Erzdiözese, wird den Posten des Chefexorzisten innehaben.

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Nacktes Niveau – Folge 36 – Trinkgeld für den Wärter

Rechtsanwalt Dirk Sattelmaier (afaev.de) und Bürgerrechtler Jörg Drieselmann (stasimuseum.de) besichtigen mit Milena Preradovic (t.me/punktpreradovic) und Paul Brandenburg die Verwahrräume der Kirche Wokoharams und stellen fest: wer fliehen kann, der sollte es tun (Erstveröffentlichung: 4.6.2022).

Die Wissenschaft ist zu einer absolutistischen Religion geworden! – Jochen Kirchhoff im Gespräch – Gunnar Kaiser

Was ist der Kosmos? Wie ist der Mensch in ihn eingehängt? „Wer bin ich gegen das All?“ Erklärt die Naturwissenschaft die dringendsten Fragen der Menschheit: Was ist Gravitation? Was ist Leben? Was ist Bewusstsein?

Genau das tut sie nicht, sagt Jochen Kirchhoff. Sie betrachte die Welt und den gesamten Kosmos durch die Linse bestimmter Prämissen. Prämissen, die selbst allerdings nie angetastet werden (dürfen). „Alles kann hinterfragt werden, auch die Grundannahmen der Naturwissenschaften“, so der „fragende Philosoph“, wie sich Kirchhoff selbst bezeichnet. Er beobachtet die religiösen Niederwerfungen, die der intellektuelle Zeitgenosse der Wissenschaft gegenüber macht, mit großem Bedauern: „Die Wissenschaft ist zu einer Religion geworden, sie ist der Absolutismus schlechthin.“

Im KaiserTV-Gespräch reden wir über den Wahn der Abstraktion, den Minderwertigkeitskomplex der Wissenschaften, über Grundprämissen, die auf wackeligen Beinen stehen, das Leben im „Du-bist-nicht-gemeint-Universum“, sowie die einzige Annahme, von der Kirchhoff wirklich überzeugt ist: Geist und Seele existiert in der Welt.

 

Mein Buch „Die Ethik des Impfens. Über die Wiedergewinnung der Mündigkeit“ (Europa Verlag) jetzt bestellen: https://www.buchkomplizen.de/die-ethi… Mein Buch „Der Kult. Über die Viralität des Bösen“ (Rubikon) bestellen: https://www.buchkomplizen.de/buecher/… Meine Arbeit unterstützen: https://kaisertv.de/spenden/ KONTO Gunnar Kaiser IBAN DE57 7002 2200 0072 6537 69 BIC FDDODEMMXXX PAYPAL http://www.paypal.me/gunnarkaiser BITCOIN und andere KRYPTO-Währungen https://bit.ly/2X260zB Eine KAISERSCHNITT-FILMPRODUKTION von Tobias Jansen und Lukas Karl WEBSITE http://jansen-film.de WEBSITE http://lukomotiv.de YOUTUBE https://www.youtube.com/tobiasjansen YOUTUBE https://youtube.com/LukasKarl-Lukomotiv INSTAGRAM https://instagram.com/tobsjans INSTAGRAM https://instagram.com/luko.motiv EXKLUSIV Über 100 exklusive Videos und Artikel sowie alle Informationen zu Vorträgen, Seminaren und Lesungen ab einem Euro im Monat: – KaiserTV-Kanalmitgliedschaft: https://bit.ly/35diV1x – Substack: https://gunnarkaiser.substack.com – Patreon: https://www.patreon.com/gunnarkaiser YOUTUBE – Gunnar Kaiser: https://www.youtube.com/c/gunnarkaisertv – Gunnar Kaiser Live: https://www.youtube.com/user/philosop… – Weiser mit Kaiser: https://www.youtube.com/c/KaiserTV3 ODYSEE: https://odysee.com/@kaisertv:a RUMBLE: https://rumble.com/user/GunnarKaiser WEBSITE http://www.gunnarkaiser.de BLOG http://www.kaisertv.de TELEGRAM https://t.me/gunnarkaisertv SHOP https://gunnarkaiser.com/ PODCAST iTunes https://goo.gl/dNuWVF Spotify https://goo.gl/qBVZvy Amazon Music https://amzn.to/3B5DmgJ Soundcloud https://goo.gl/rHhkg1 Deezer https://bit.ly/34OwDXm Google Podcast https://bit.ly/2R0FvYJ Intro-Musik: Johann Strauss (Sohn): Kaiserwalzer, op. 437. Wiener Philharmoniker, Dirigent: Bruno Walter (1938) (https://www.youtube.com/watch?v=wANtI…) Outro-Musik: Robert Stolz: Du sollst der Kaiser meiner Seele sein. Aus der Operette: Der Favorit, Tenor: Joseph Schmidt (https://www.youtube.com/watch?v=7i1fE…)

DAS JAHRHUNDERT DES NEW AGE – PanOptiCum

In einer Welt voller Lügen ist es nur logisch, dass auch die spirituellen Lehren manipuliert wurden. Und so bringen wir einfache Naturgesetze durcheinander und haben verlernt mit ihnen umzugehen und nehmen uns damit selbst die Fähigkeit in unser natürliches Gleichgewicht zu kommen.

 

 

 

Text und Video von Chnopfloch
Chnopfloch Videoarchiv: http://www.chnopfloch.ch

Dr. Daniele Ganser: Kriege, Angst und Religion (Dr. Aaron Brückner 20. Oktober 2021)

Dr. Aaron Brückner betreibt den Podcast „Andersmacher“ und sagt: „Seit 2018 finde ich heraus, was Andersmacher anders machen. Ich interviewe Menschen, die die gewohnten Karrierepfade verlassen und von bunten oder brüchigen Biografien berichten. Meinen Podcast bezeichne ich gerne als mein eskaliertes Hobby, denn hauptberuflich helfe ich Menschen und Marken, sich Reichweite auf Social Media aufzubauen.“ Am 20. Oktober 2021 hat er mit dem Historiker und Friedensforscher Dr. Daniele Ganser gesprochen. Brückner schreibt über das Gespräch: „Seinen Wikipedia-Artikel liest er nur ungerne – vermutlich wegen des Stempels „Verschwörungstheoretiker“. Mittlerweile gilt er sogar als „Verschwörungsguru“. Ich bin trotzdem (oder gerade deshalb) neugierig und blicke hinter die professionelle Kulisse von Historiker und Friedensforscher Daniele Ganser. Wir sprechen über seine Erziehung, seinen Medienkonsum und mein Problem mit den alternativen Medien

Daniele Ganser hat eine neue kostenpflichtige Community! Er sagt: „Ich würde mich sehr freuen, Dich dort zu begrüssen! Mein Ziel ist, in diesen bewegten Zeiten
den inneren und äusseren Frieden zu stärken!“ Hier erfährst Du mehr zu
diesem spannenden neuen Projekt:

Das Angsthasenland

Ein Kommentar von Ralf Rosmiarek.

„Fürchtet euch nicht“ soll der Engel des Herren bei der Geburt Jesu zu den Hirten gesagt haben. Die Botschaft der politischen Kaste an „ihre“ Bürger besagt das Gegenteil: Fürchtet euch — unbedingt und andauernd. „Christliche“ Parteien wirken bei dieser massiven Angstkampagne federführend mit. In einer sinnentleerten, materialistischen Gesellschaft besteht die letzte verbleibende Sicherheit darin, das kleine körperliche Leben, das in uns ist, möglichst zu verlängern. Daher können Mächtige die Menschen auch bei dieser Urangst, zu sterben, „packen“ — und sie dazu überreden, alles aufzugeben, was das Leben eigentlich lebenswert macht. Anstatt Risiken einzugehen und um Freiheit und Menschenrechte auch mal kraftvoll zu kämpfen, ducken sich die Bürger eingeschüchtertert unter der Knute ihrer Zwingherren und überreden sich selbst noch dazu, dass das alles schon seine Richtigkeit habe mit dem Gesundheitsschutz. Solange der Mut nicht in immer mehr Menschen wiedererwacht, werden sie wohl als Schrumpfform ihrer selbst dahindämmern.

Es scheint völlig gleichgültig, ob dieses Land von dem einen und anderen als Vaterland oder Mutterland, gar Heimatland wahrgenommen wird oder es letztlich nur eine Fläche ist für „diejenigen, die schon länger hier leben“, so Merkel. Dieses Gebiet ist doch nur eines noch: Angsthasenland. Ein Land am stimmungsmäßigen Abgrund zudem. Von einem Virus und nachfolgender Virenhysterie gezeichnet.

Im Dauermodus prasselt auf den Bürger durch Medien und Politik ein: Gefahr, Achtsamkeit, Abstand, Risiken, Killervirus, Langzeitschäden, Krise … Spaß und Lebensfreude sind als Leben ausmachende Konstanten längst weit unter den Nullpunkt gerutscht. Junge Menschen, die zur Party bitten, sind schließlich verblendete und verzogene Moralignoranten, die den Tod ihrer Eltern und Großeltern schulterzuckend billigen.

https://www.wiki-tube.de/videos/watch/768c5d61-d8c4-4a9d-a82f-48699de4b04e

Bürgerkrieg in Deutschland – 2016.

Digital StillCamera

Montag, 18.1.2016. Eifel. Ich habe da bei Facebook eine kleine Autorenseite, auf der ich Gedanken sammle, die nicht für einen Artikel ausreichen. Nach der Absage des Karnevals in Rheinbach (zu der es inzwischen unterschiedliche Begründungen gibt) und der Empfehlung an Frauen, nur noch in Gruppen das Haus zu verlassen (eventuell: besser auch verschleiert) stellte ich die Frage, wann denn wohl der präventive Hausarrest für Homosexuelle käme. Die Antwort kam prompt – nicht durch Leser, sondern durch die Realität: es kam zur ersten versuchten Steinigung in Deutschland, Opfer waren Transsexuelle. Googeln Sie selbst: das Netz ist voll davon, im Polizeibericht Dortmund finden sie zudem auch noch – ergänzend – eine sexuelle Belästigung am selben Tage: gleicher Hintergrund wie die Kölner Silvesternacht.

Damit, dass ich dies wahrgenommen habe und veröffentliche, gehe ich mitlerweile ein hohes persönliches Risiko ein. Leicht kann es geschehen, dass ich Opfer übelster Diffamierungen werde, dass man mich – der als Schüler schon robuste antifaschistische Arbeit geleistet hatte und beständig vor der Widergeburt faschistoider Varianten in Deutschland warnt – öffentlich zum Nazi erklärt und mich somit zu Freiwild erklärt, mit dem man nicht mehr spricht, aber über den man aber alles sagen darf. Es ist eine seltsame Welt geworden: niemand hat sich groß darüber aufgeregt, dass ein Harald Schmidt mit billigsten Polenwitzen Millionär wurde (noch hat jemand nachgeforscht, wo genau das Geld herkam, dass ihn zum Millionär gemacht hat), niemand geht auf die Straße, um die frauenfeindlichen Kalauer biodeutscher Provinzkomiker (die auch reich gemacht wurden) anzugehen, aber plötzlich, im Jahre 2015, haben wir eine breite Front von „Gutmenschen“, an denen es zuvor massiv mangelte. Warum?

Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut (siehe Spiegel), arme Kinder müssen sich – trotz Riesengeschrei über Facharbeitermangel – mit Minimalstförderungen zufrieden geben (Hauptschulabschluss mit „ausreichend“ reicht, siehe Gegen-Hartz), wir haben einen massiven Anstieg von Obdachlosen zu erwarten (siehe jungewelt) und müssen damit leben, dass die Regierung sogar bewusst die Berechnung von Regelsätzen manipuliert, um Mitmenschen in bitterster Armut zu halten (siehe t-online) während gleichzeitig sehr verantwortungslos mit Fördergeldern umgegangen wird (siehe süddeutsche) und niemanden interessiert das groß. Wo ist eigentlich die Willkommenskultur für deutsche Arme? Warum begeistert der Arme aus Syrien, Afghanistan und dem Irak so, während der deutsche Arme eine eiskalte Wand zwischen sich und dem Rest der Bevölkerung akzeptieren muss? Woher stammt eigentlich der Hass und die Energie zur Hetze? Und wo waren diese ganzen „Gutmenschen“, als sich das Schlechte in Deutschland ausbreitete?

Man riskiert viel heutzutage, wenn man über Fakten spricht – wie dafür, dass wir uns eine Menge neuer Straftäter ins Land geholt haben – als hätten wir in den Vorständen von Banken, Fußballvereinen und Autokonzernen nicht schon genug davon. Ja – für diese Gleichung haben die Bezahlschreiber der Millionärspresse keine Gedanken übrig, die unglaubliche Kriminalisierung des wirtschaftlichen Raumes (die noch ganz andere Dimensionen aufweist, wenn man den Ausführungen von Jürgen Roth in „Mafialand“ oder „Gangsterwirtschaft“ folgt – oder erst recht sein Werk „Der stille Putsch“ verinnerlicht) bleibt für sie folgenlos … aber eine Handvoll krakeelender Dresdener bedeuten auf einmal den Untergang des Abendlandes, gegen den sich alle fest zusammenschließen sollen: auf Kommando war man plötzlich „links“ geworden.

Es ist für jemanden, der sich selber auch als „links“ bezeichnen würde, sehr seltsam zu sehen, wie viele Gutverdiener auf einmal auf der „linken“ Seite stehen, erst recht überrascht ist man, wenn man lesen muss, dass man in einer linksextremen Gesellschaft lebt, die demokratiegefährdende Ausmaße erreicht hat (siehe fu-Berlin). Was ist das eigentlich: links? Der Ursprung dieser Bezeichnung stammt nicht – wie erwartet – aus Zeiten von Marx und Engels – sondern geht zurück auf die Zeiten der französischen Revolution, die unter dem Zeichen einfacher Werte stand: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Ebenso konnte man das Gegenteil klar definieren: alle Formen des Monarchismus, der Feudalstruktur einer Gesellschaft, des klar definierten „oben“ und „unten“.

Was wäre es schön, wenn man sich heute noch an die „alten“ linken Werte erinnern könnte, die Arbeiter und Bauern, Adelige und Soldaten, Künstler und Prostituierte, Penner und Gelehrte zusammengeführt hatten um ein System zu stürzen, das das Land ausbluten lies – eine Allianz, die man heute als „Querfront“ sehr fürchtet, weil man das „Reine“ möchte, das „Saubere“, das eindeutige „Oben“. Ja – heute könnten Adelige und Soldaten nicht mehr an der Revolution teilnehmen – sie wären „Nazis“, während der echte Marxist den Obdachlosen und die Prostituierte als „Lumpenproletariat“ aus der Partei jagen würde. Ich kann Ihnen sagen, was „echte“ Linke verabscheuen würden: die moderne Kaffeehauskultur zum Beispiel, für viele Neulinke der Gipfel der Existenz, für echte Linke undenkbar – es ist mit dem Grundsatz der Gleichheit unvereinbar, sich bedienen zu lassen, noch braucht ein echter Linker das Gefühl, bedient zu werden. „Dienen“ – tut man nur „Herren“ – und die gehören abgeschafft. Für manche sicher ein seltsamer Gedanke, dass die Haushaltshilfe so untolerierbar ist wie der Nerzmantel für den Vegetarier – aber für eine Gesellschaft der „Gleichen“ eine unverzichtbare Einstellung, die niedere Dienstleistungsberufe als mit der Würde des Menschen unvereinbar ansieht und der Meinung ist, dass jeder seinen Dreck selber wegmachen sollte – und sich seinen Kaffee selber machen darf.

Auch bei der Bezahlung unterscheiden sich echte Linke von Neulinken – warum ein Arzt Millionär werden kann, während ein Krankenpfleger auf immer zur Armut verpflichtet bleibt, erschließt sich ihm nicht – und wenn ein Parlamentarier ein Mehrfaches als ein Altenpfleger verdient, wittert wer sofort die Wiederkehr der Monarchie.

Brüderlichkeit – ein ebenfalls wichtiger Begriff, der heutzutage – in der augenblicklichen egomanen Gesellschaft – völlig fremd geworden ist. Arbeitslose zu sanktionieren, weil sie nicht genug „spuren“ ist die Wiederkehr des Feudalismus, da spricht der Herrenmensch zu seinem Leibeigenen, „Führen mit Zielen“ – die gewünschte dauerhafte Steigerung der Arbeitsleistung bei gleichem Lohn, die jeden Arbeitnehmer weit vor dem (immer später eintretenden) Rentenalter in den Burnout treibt – wäre für echte Linke undenkbar – ebenso wie der Verkauf von Waffen außerhalb der Landesgrenzen – ja: die Produktion von Waffen selbst wäre ihm zuwieder: dort wo alle Menschen Brüder sind braucht man ja gar keine Waffen. Ebenso wäre es keine linke Kultur, durch die Welt zu laufen und andere als „Untermenschen“ zu deklarieren (was eher „rechte“ Kultur ist), als „Nazis“ und daraus geradezu einen Kampfsport zu machen – im Sinne der Brüderlichkeit fragt man in erster Linie, warum jemand so geworden ist: mit Glatze, Springerstiefeln und Kampfhund. Zwar ist für echte Linke Faschismus an und für sich ein Verbrechen (als „wählbarer“ Monarchismus infolge der Allianz von Konzern und Regierung ist das nur natürlich) – aber man geht in erster Linie gegen das Denken vor, nicht gegen die ihm verfallenen Brüder und Schwestern, die man grundsätzlich für therapierbar hält.

Freiheit wäre der dritte Wert, der einem echten Linken in den Sinn käme: die Freiheit der Berufswahl zum Beispiel, aber auch die Freiheit des „Nichtstuns“ dessen kreativitätsfördernde Kraft schon oft bewiesen wurde und für das bei einer brüderlichen Geisteshaltung und die Gleichheit achtenden Geldverteilung genug Ressourcen vorhanden wären: ja, ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre für einen echten Linken kein Thema – sofern die Maschinen die Arbeit machen, sollte daraus mehr Freiheit (auch von Arbeit) erwirtschaftet werden anstatt lebloser und menschenfeindlicher Rendite.

Es ist nur ein kurzer Ausblick auf die Folgen echter linker Werte, die einst ein Volk zur Revolution einigen konnten, aber diese lange Vorrede ist wichtig, um erkennen zu können, wo der Bürgerkrieg in Deutschland gerade tobt – und warum die Flüchtlingsfrage dort eine zentrale Rolle spielt, während der Krieg „links“ gegen „rechts“ eigentlich … mangels echter Linker … überhaupt keine Rolle spielt, obwohl er in aller Munde ist. Und ja: ein echter Linker sammelt keine Statussymbole wie „Porsche“, weil Statussymbole jeder Art (sofern sie nicht – wie Federn oder Muscheln – für alle gleich erhältlich sind) ein System der Ungleichkeit manifestieren helfen.

Nun – ich rede in der Überschrift von einem Bürgerkrieg in Deutschland 2016 – und das nicht nur, weil ich zufällig erfahren habe, dass „Seherinnen“ dies für dieses Jahr vorausgesagt haben, sondern auch, weil die Stimmung in diesem Land dahingehend manipuliert wird: der „Gutmensch“ wird erfolgreich gegen den „Patrioten“ in Stellung gebracht, viele Kommentatoren in großen Medien schüren den Hass und die Verachtung der Menschen untereinander, geben vor, was „rechts“ und „links“ zu sein hat – und treffen sich im Anschluss in den gleichen sündhaft teuren Orten wie ihre „Kontrahenten“:

„Ist das Caféhaus der Wartesaal der Poesie?
Noch ist es früh, man ist einer der ersten –
Routinierte Handgriffe des Barmanns
Letzte Vorbereitungen schwarzbefrackter Kellner

Es wird serviert
Der Tag beginnt“

So lockt „Café Einstein“ (siehe Café Einstein) in Berlin Politiker, Journalisten, Lobbyisten und Wirtschaftsbosse – und wird zum Symbol für die rechte Dekadenz des „vornehm-bedient-werden-wollens“, das „man-sich-leisten-können-muss“. Dort – und an tausend anderen Orten, in den Netzwerken der Freimaurer und Rotarier, der „Atlantiker“ und „Bilderberger“, der Parteien und Vereinen werden die Fronten für den Krieg festgelegt: den Krieg „Reich“ gegen „Arm“, ein Krieg, der aktuell seine neuen Gottkaiser präsentiert: 62 Menschen die so viel besitzen wie fünfzig Prozent der armen Bevölkerung (siehe Spiegel): die Schere zwischen arm und reich geht schneller als erwartet auseinander – allerdings dürfen wir uns über die Mechanismen dieser Entwicklung keine Gedanken machen, da wir sonst von der feinen Herrschaft als „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt werden – ein Klima, dass weltweit allen Verschwörern freie Bahn beschert.

„Es wird serviert – der Tag beginnt“ – so die Einstellung der neuen Feudalisten. Wer da warum was serviert: wen interessiert das schon noch? Hauptsache: der Kaffee kommt ohne Müh´ an den Tisch geflogen, serviert von einem devoten Untermenschen, damit man sich gleich zu Tagesbeginn mal wieder endlos überlegen fühlen kann – eine Einstellung, die man sogar bei ärmeren Neulinken findet.

Man muss das Leben aus der Perspektive dieses Cafés betrachten um den neuen deutschen Bürgerkrieg zu verstehen: dort trifft sich der neue niedere Adel (oder die, die ihn vergöttern) und macht sich Gedanken über seine Zukunft, die düster aussieht  – nicht nur beim „Spiegel“, der in Zukunft jede fünfte Stelle einsparen will, sondern in ganz großem Ausmaß (siehe Neue Züricher Zeitung):

„Die Leistung von Computern und Robotern wird in den nächsten Jahren massiv steigen. Jeder zweite Job droht ersetzt zu werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass etwa Büroangestellte bald durch Computer ersetzt werden, beläuft sich laut einer Studie auf über 90 Prozent“

Nicht gerade die Kerndaten für ein Land, dass Einwanderungsland werden möchte – was für eins der dichtbevölkertsten Länder der Welt sowieso ein ambitioniertes Ziel darstellt. Vernünftig wäre, es bei brüderlichen Gewähren von Asyl zu belassen – man kann ja noch nicht mal die eigenen Kinder unterbringen. Vernünftig wäre es, Produktion und Verkauf von Waffen einzustellen, dem Krieg selbst den Kampf anzusagen, eine weltweit liebenswerte und geachtete Kultur zu präsentieren anstatt Motor der Refeudalisierung zu werden – doch all die, die in entscheidenden Funktionen in diesem Land sitzen – in Wirtschaft, Parlament, Behörde, Kirche und Verein – werden seit einigen Jahren von den Gottkaisern der Moderne und ihren Bankierslakaien mit unverschämt hohen Honoraren ausgestattet: das war der erste Schritt zum Bürgerkrieg; „stimme für Hartz IV und wir erhöhen die Diäten“ – das war die Parole hinter den Kulissen des Parlamentes, eine Gleichung, die prima aufging.

Es wäre einfach, die Flüchtlingskrise als Chance zu nutzen, den urlinken Gedanken einer internationalen Bürgerbewegung weltweit Gestalt annehmen zu lassen anstatt im nationalistischen Wahn des „wir schaffen das“ zu verharren, es wäre einfach, vernünftige Lösungen zu fordern (ein Abschöpfen der Renditegewinnung zur Erstellung von komfortablen Flüchtlingsstädten in gering besiedelten Gebieten – oder in jenen Ländern, in denen unsere Verbündeten gerade mit deutscher Hilfe hemmungslos herumbomben, eine umfassende Schulung in Grundwerten der Demokratie und Menschenrechten für jeden Einwanderer, damit wir keine weiteren Brandanschläge auf Synagogen mehr befürchten müssen – wie aktuell, siehe Spiegel, dafür aber Agenten der Menschlichkeit erhalten), doch gewollt ist was anders: die Saat der Gewalt.

Es ist äußerst nützlich für die Bewohner unseres Cafèhauses, wenn sich draußen vor der Tür verschiedene Fraktionen durch Mord und Totschlag eliminieren, wenn große Banden von „Nordarabern“ den Pöbel jagen, wenn sich Bürgerwehren bilden, um Nordaraber zu jagen, wenn rechte Schläger linke Stadtteile „erobern“ (siehe Zeit) und Menschenjagd auf „Linke“ machen (siehe Neues Deutschland), während man gewaltbereite „Linke“ gezielt auf Staatskosten zu „Gegendemonstrationen“ kutschiert und für die Teilnahme daran bezahlt (siehe TAZ) wenn alle sich gegenseitig für die Ausgeburt des Teufels selbst halten, ein Krieg aller gegen alle tobt … der schon für Hobbes die Voraussetzung für die Legitimation eines absoluten Monarchen war. Je mehr Flüchtlinge man ohne Plan und Konzept, ohne ausreichende Versorgung oder Struktur, ohne Erziehung und Aufklärung über die Rahmenbedingungen ihrer neuen Heimat ins Land läßt, umso höher wird der Druck für die Armen im Lande, die neue Konkurrenz um Arbeit und Wohnung bekommen, der sie nicht ausweichen können: und je mehr man sich dann über den bösen Flüchtling ausläßt, umso weniger schaut man dahin, wo der wahre Krieg tobt: der Krieg der Reichen (und jener, die es gerne werden wollen) gegen die Armen; ein Krieg, der schon jetzt Weltkrieg ist, sich in Deutschland aber als Bürgerkrieg manifestiert.

Natürlich könnte man auch einen Soli der Millionäre und Milliardäre sowie ihrer besserverdienenden Funktionselite zur Finanzierung der politischen Entscheidungen einfordern: immerhin haben diese Kreise an der „Globalisierung“ (d.h. der weltweiten Ausbeutung von Mensch und Rohstoffen) am Meisten verdient, stattdessen denkt man aber lieber an die Erhöhung der Benzinsteuer für alle – was noch mehr Öl ins Feuer des Bürgerkrieges gießt. Es bedarf keiner besonderen Intelligenz um zu erahnen, was geschieht, wenn man eine große Kohorte junger Männer in ein x-beliebiges Land importiert, ohne ihnen die Fähigkeiten zu vermitteln, sich in diesem Land zurecht zu finden: sie werden sich zu isolierten Gruppen zusammenschließen, die die Umwelt als feindlich betrachten und das Fremde verachten: „das Fremde“ ist für den einen dann der Transsexuelle (oder „die Frau“, der „Jude“, der „Schwule“), der in seiner Heimat öffentlich gar nicht existiert – oder eben der „Araber“, der „Moslem“, der „Ausländer“ (oder „die Frau“, „der Jude“, „der Schwule“) …. oder – noch weiter gedacht … der „Nazi“, der „Ossi“ oder der „Querfrontler“ … was eigentlich jeden bezeichnet, der Fronten generell ablehnt – also brüderlich und gleichheitlich denkt und die Freiheit des anderen, anders zu denken, respektiert und achtet.

So … marschiert Deutschland im Jahre 2016 in einen Bürgerkrieg, den sich niemand hätte vorstellen können, der aber von jenen, die vom Schreiben leben, massiv gefördert wird, damit ihr Platz im Café nicht gefährdet wird …. weil alle mit anderen Dingen beschäftigt sind als sich über ihre Herren in Politik, Medien, Gesellschaft und Kirche Gedanken zu machen.

Das Schicksal der in Köln von ungezogenen Rabauken erniedrigten Frauen ist denen letztlich so egal wie das Schicksal der in Deutschland ausselektierten Kinder (und Erwachsenen) oder den unter völlig falschen Vorraussetzungen nach Deutschland gelockten „Nordarabern“ (unter anderem mit 2014 produzierten Werbefilmen der Regierung – siehe Welt): eigentlich ist ihnen das Schicksal der ganzen Welt egal – solange sie bedient werden (damit genug Menschen mit „bedienen“ beschäftigt sind, war ja Grund der Einführung von Hartz IV – sonst findet man für solche entwürdigenden Tätigkeiten zu wenig Freiwillige).

Wir wissen also, wo man ansetzen kann: hört auf, den Adel zu bedienen. Nicht die Dienstleistungsgesellschaft ist die Antwort … sondern die freie, gleiche, brüderliche Gesellschaft. Der wahre Bürgerkrieg läuft zwischen denen, die diese Werte achten – und denen, die sie bekämpfen … und bekämpft werden sie unter anderem durch einen massiven „Promikult“, durch massive Aufwertung von „Statussymbolen“ und ebenso massive Einsparung bei Aufklärung, dafür bekämpft man auf breiter Front dass, was Linderung schafft (siehe evangelisch.de):

„Wer einmal pro Woche eine Kirche, Moschee oder Synagoge besucht, ist nach drei Jahren Arbeitslosigkeit nahezu genauso zufrieden mit seinem Leben wie zuvor“, sagte der Jenaer Psychologe Clemens Lechner bei der Veröffentlichung einer Studie.

Ein Grund, warum die „Elite“ (wie sie sich selber nennt) gerne Atheismus predigt: Religiösität lindert den gewollten Schmerz der Opfer, die Wirkung es „Drucks“ durch Hartz IV würde ja ausbleiben, wenn die Menschen Rückzugsorte fänden, in denen ihre Würde sicher verwahrt sein würde. Viele finden übrigens im Islam jenes Asyl vor dem Terror durch Hartz IV – jenes Gesetz, durch das die neuen Gottkaiser ihre Macht in Deutschland demonstrierten, wir finden hier einen Grund, warum eine Weltmacht sich eine Religion als Feind im globalisierten Krieg der Reichen gegen die Armen ausgeguckt hat.

Die Folgen dieses Bürgerkrieges erleben wir inzwischen tagtäglich, die Gewalt nimmt überall zu – doch anders als früher versucht man nicht mehr, ihre Ursachen zu verstehen und effektive Gegenmaßnahmen zu etablieren, sondern man erschöpft sich darin, die Fronten aufzustellen und die Soldaten den Fronten zuzuteilen.

Der Krieg – ist halt gewollt, „friedenssichernde Maßnahmen“ sind von gestern – auch im Inland.

Am Ende erwarten uns hier unten steigende Preise bei  sinkendem Einkommen (also weniger Brüderlichkeit), weniger Rechte (also weniger Gleichheit), mehr Zensur (also weniger Freiheit) … aber dafür alternativlos eine ewige Koalition von CDU/CSU und AfD … die schon jetzt die absolute Mehrheit haben.

Und schon jetzt … werden Arme wieder verurteilt, wenn sie in den Wäldern des Königs jagen und fischen gehen (siehe Augsburger Allgemeine) … obwohl das Land doch eigentlich allen gehört … seit 1789.

Da weiß man, was die Zukunft bringen wird.

PS: ist das jetzt Kommunismus, was hier gepredigt wird? Nein: Kommunismus war –  historisch, nicht theoretisch – der Austausch des Königs durch den großen Vorsitzenden, des Grafen durch den Kommissar – mit gleichen Folgen für das Volk. Sowas passiert halt schnell, wenn man nur „dagegen“ ist. Naturwissenschaflter kennen das: im Kampf gegen die Kirche wurden sie selbst zur dogmatischen Sekte wider jede Vernunft.

 

Je sui…

Steve Geshwister

„The Secret“ – das Gesetz der Anziehung … ein tödliches Geheimnis.

eifelphilosoph_200

eifelphilosoph_200Sonntag, 26.10.2014. Eifel. Ja – Sonntag ist. Der Tag, der dem Gebet vorbehalten ist, der Ruhe, der Entspannung und der Besinnlichkeit. Es sei denn: man hat ein Handy und einen „engagierten“ Chef, E-Mail reicht auch … oder einfach Wochenenddienst. Ja – war doof, dass wir nicht gemerkt haben, dass Besinnlichkeit vor Arbeitsterror schützt – dafür wurde sie speziell geschaffen und mit harten Kämpfen gegen die Obrigkeit durchgesetzt. Bald wird der Sonntag ein Tag wie jeder andere sein: die Maschinen fordern ihn, die Rendite verachtet ihn, die Menschenfeinde genießen seine Demontage. Anstelle eines unsichtbaren, liebevollen, allmächtigen und sehr weisen Vaters (der im aramäischen Original noch Vater/Mutter war) haben wir nimmersatte Maschinen und virtuelle Werte zu Göttern erhoben … bzw. zu obersten, nicht mehr hinterfragbaren Instanzen.

Wir merken noch nicht mal mehr, dass wir direkt wieder in die selbstverschuldete Unmündigkeit marschieren, die wir während der Zeit der „Aufklärung“ verlassen haben, weil unsere Tage mit Lärm überfüllt sind (manches davon nennt man Musik, vertreibt aber auch die Gedanken), der unsere Besinnlichkeit zerstreut (die strikt Stille fordert – oder die seichte Geräuchkulisse des Sommerwaldes). Dieser Marsch führt uns direkt in primitivste magische Vorstellungen hinein, in Formen schwärzester Magie, vor der weise Menschen nicht umsonst schon seit Jahrtausenden warnen.

Nun – bevor wir uns aber dem Kernthema zuwenden, brauchen wir ein paar Vorbemerkungen, denn ich merke schon, wie die Anhänger des primitiven dogmatischen Materialismus sich die Hände reiben, weil sie sich erhoffen, dass die „Esoteriker“ wieder eine Abfuhr erteilt bekommen. Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, woraus diese „Materie“ besteht? Ja – da müssen Sie sich Gedanken machen, es ist im Kleinen wie im Großen: vertrauen Sie nur der reinen Anschauung, so ist die Erde eine Scheibe, um die sich die Sonne dreht (und diese Beobachtung ist enorm seriös: Milliarden von Menschen machen sie jeden Tag: die Sonne geht auf, zieht über uns hinweg und geht wieder unter – ein Narr, wer etwas anderes denkt) – und das ganze Firmament.

Ich war mal beim Institut für Hochenergiephysik in Österreich (ja, Internet macht´s möglich – auch ohne großen Reiseaufwand inklusive Umweltzerstörung), habe mich über das Atom aufklären lassen:

Allerdings wissen wir schon längst, dass ein Atom alles andere als unteilbar ist. Es baut sich auf aus einer Atomhülle, die je nach Element aus verschieden vielen Elektronen besteht, und einem Atomkern. Interessant sind dabei die Größenverhältnisse: während die Hülle (und damit das Atom selbst) typischerweise 10-10m durchmisst (das ist ein Zehnmillionstel Millimeter), ist der Kern noch etwa zehntausendmal kleiner. Wäre der Atomkern ein Fußball, so wäre die Atomhülle so groß wie etwa 440 Fußballfelder.

Also ist das Verhältnis Atomkern zu Atomhülle 1: 10000. 1 Teil Atom gegen 10 000 Teile gar nichts, bzw. keinerlei festen Substanz – das wollen wir erstmal festhalten.

Sicher, unsere Anschauung sagt uns, dass alles herum fürchterlich dicht und fest ist: aber zur Feststellung dieser (falschen) Tatsache verfügen wir nur über sehr grobschlächtige Instrumente („Augen“, zum Beispiel), die uns eine Illusion von Materie vermitteln, die genauso irreal ist wie die „Scheibenwelt“.

99,999 % der Welt bestehen aus … GAR NICHTS. Ein Wunder, dass wir nicht sofort zum Erdkern heruntersinken …. aber scheinbar gibt es da noch mehr Elemente als „Materie“, die wir zu berücksichtigen haben. Das zu erklären, wollen wir mal der Physik überlassen. Wir wollen aber mal eins festhalten: „Geist“ scheint in dieser Welt noch das Festeste zu sein, an das wir uns klammern können – der Rest scheint doch sehr hohl zu sein. Und weiter möchte ich folgern: wo Geist (mangels sonstiger fester Masse) auf einmal eine solche Dominanz erhält, ist Platz für viel echte Zauberei: da ist das „Über-Wasser-laufen“ noch eine der leichtesten Übungen.

Denken Sie selbst nach – und vertrauen Sie den nicht sektengebundenen Physikern (der „dogmatische Materialismus“ – gleichermaßen beliebt bei Kapitalisten und Kommunisten – ist eine Sekte … wie alles, was sich um ein religiöses Dogma schart) und ihre Messungen – sie werden sehen, dass sich Welten voller Zauber offenbaren: so impliziert doch die „viele-Welten-Interpretation“ der Beobachtungen des „Doppelspaltexperimentes“ das wir in jeder Millionsten Sekunde Billionen von Welten gebären:

Eine weitere Interpretation ist die sog. Viele-Welten-Interpretation. Dort geht man davon aus, dass sich unsere Welt zu jedem Zeitpunkt in unendlich viele parallele Welten aufspaltet, in denen jeweils ein bestimmter Ausgang des Experimentes realisiert ist (z.B. jeweils eine Welt für die Wege 1 und 2). Dies löst das Problem des Geistercharakters der Teilchen, da nun in jeder Welt die Position deterministisch bestimmt ist.

Völliger Irrsinn, oder? Und das ist nur der Anfang. Schon die Heisenbergsche Unschärferelation kam auf den „Wellencharakter der Materie“ … womit jede „feste Substanz“, die uns unsere primitiven Sinne täglich vorgaukeln, ins Reich der Phantasie verbannt wurde. Na ja – nicht umsonst haben Physiker eine mathematische Symbolsprache entwickelt, die außer ihnen keiner versteht: Anlagebetrüger arbeiten nach ähnlichem Muster.

Eine lange Vorrede – eine Vorrede, die zeigt, wie viel Platz für Magie und Zauberei in unserer Welt ist. Was mit Sicherheit „real“ ist, ist der menschliche Geist (ja, in der Tat auch sein Denken, aber nicht unbedingt sein denken in „Sprache“), er war nie etwas anderes als „Welle“, als Schwingung – als Geist, der im Moment des Todes lediglich die zeitlich sinnvoller Weise beschränkte Kooperation mit anders schwingenden Wellen beendet (die möglicherweise sogar nur durch seinen „Willen“ zusammengehalten worden ist, sich aber aufgrund ihres minderen Charakters nicht für längerfristigen Gebrauch eignen) und für sich auf anderen Ebenen des Seins weiterschwingt – wir werden noch ein paar Jahrhunderte brauchen, um hier klar sehen zu können, schätze ich mal.

Nun geschieht derzeit auf Erden etwas ganz Besonderes, ja, sogar historisch Einzigartiges: diese Welt der Magie, Mystik und Zauberei trifft auf das moderne „Ego“, eine künstlich in den fünfziger Jahren produzierte und der westlichen Menschheit mit großer Gewalt aufgedrückten Existenzform, die sich selbst als das einzig reale im Universum begreift.

Ja, genau: das hatten wir schon mal, diese Sichtweise erlebte schon unwillkürliche Höhepunkte bei den Denkern des Mittelalters, die sich als Zentrum des Universums sahen – aber halt nicht sich persönlich, sondern die Menschheit an sich. Heutzutage ist sogar dieses „Wir“ zuviel, heute gilt nur noch ein“Ich“.

Trifft nun dieses megagroße aufgeblasene aber kaum charakterlich ausgeformte „Ich“ auf die unfertigen Deutungen der Physik, geschieht etwas Besonders: eine absonderliche Mutation der Geschichte entsteht, eine verformte, deformierte und letztlich tödliche Religion erhebt ihr fürchterliches Haupt über die Welt um Tod und Verderben zu säen … und die Bande zwischen den Menschen zu zerschneiden.

Was es gemeint?

Nun – die US-amerikanische Kultur des Wunschdenkens. Sie kommt auf allen möglichen Wegen daher, dominiert auch die bundesdeutsche „Beraterkultur“ und „Selbsthilfeliteratur“ – mit erstaunlichen Ansprüchen (siehe sein.de):

 „Glücklich, so viel habe ich gelernt, bin ich dann, wenn ich das Leben mit allem, was es mit sich bringt, in die Arme schließe“, sagt Neale Donald Walsch in seinem neuen Buch „Glücklicher als Gott“.

Glücklicher als Gott. Vielleicht auch mächtiger als Gott?

Spinnen wir den Gedanken nicht weiter, bleiben wir bei der Technik: dem Gesetz der Resonanz oder der Anziehung.

Was es besagt?

Nun – das ist im Prinzip ganz einfach: man macht aus dem Spruch „Gleiches zieht Gleiches an“ ein Naturgesetz. Man könnte auch einen anderen Spruch nehmen und so eine andere Religion aufbauen („Ungleiches ergänzt sich gern“). Auch das Prinzip des Verkaufens dieser Botschaften (die in aller Regel enorm teuer sind) ist immer das Gleiche, auch wenn es sich unterschiedlich realisiert: man argumentiert mit Fallbeispielen.

Vor Jahrzehnten habe ich mal eine eigene Philosophie in dieser Hinsicht entwickelt (ein Spaß, den ich oft erzählt habe … bis ich germerkt hatte, dass andere ihn zu einem Lebenshilfebuch verarbeitet hatten): die Macht des Klopfens. Ja – genau, klopfen Sie drei mal auf den Tisch, wünschen Sie sich dabei etwas (sollte schon ein innigster Herzenswunsch sein) – uns schon geht ihr Wunsch in Erfüllung. Ja doch, machen Sie mal das Experiment – und beschreiben Sie mir den Erfolg.

Ja, sicher, bei vielen passiert gar nichts. Aber … gemäß den ehernen Gesetzen der Wahrscheinlichkeit werden einige Erfolgsgeschichten mein zweites Buch füllen: dass nach dem Klopfen immer nur Negatives eintritt, ist extrem unwahrscheinlich. Nach dem zweiten Buch kommen dann Filme, Seminare, Vorträge. Wer keinen Erfolg hat, ist halt selbst schuld: falsch geklopft, falsch gewünscht, falsches Holz am Tisch, Menschen mit dunklen Gedanken im Zimmer – die Anzahl der Ausreden ist unendlich.

Das ganze reicht für ein paar Millionen Euro Umsatz … und eine Vielzahl von Menschen, die an ihrer Klopfunfähigkeit verzweifeln.

Auch die Philosophie des Herrn Walsch ist nichts Neues – schon seit Jahrtausenden empfehlen Herrscher den Untertanen ihr Schicksal zu aktzeptieren. In Deutschland ist eine Bärbel Mohr mit ihren „Bestellungen beim Universum“ berühmt geworden, leider verstarb sie früh (siehe Sein.de):

Was bedeutet es, wenn mit Bärbel Mohr eine der bekanntesten Protagonisten der „Bestellungen ans Universum“ an Burn-Out und Krebs verstirbt? Ein Einzelfall? Oder ist diese Philosophie vielleicht doch nur ein grandios gehypter Irrtum, der eine Menge Geld mit den Wunschträumen von Glückssuchern verdient? Was ist dran am Gesetz der Anziehung? Haben wir da was falsch verstanden?

Weniger egomane Kulturen hätten das als Wink der Geister, der Ahnen oder der Götter verstanden, den Lebensweg radikal zu ändern – nicht jedoch die „Gläubigen“, die wider aller Erfahrung der Geschichte … und wider alle Menschlichkeit, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft … ihren Alptraum weiter verbreiten wollen:

Dennoch glaube ich, dass diesen Theorien eine spirituelle Wahrheit zugrunde liegt. Dass Resonanz tatsächlich eines der grundlegenden Gesetze des Universums ist – gerade in unserer Zeit. Ich habe tausende Male erlebt, wie sich die äußere Realität nach inneren Durchbrüchen innerhalb kürzester Zeit radikal verändert hat. Wie durch das Begreifen bestimmter Lernaufgaben manche Situationen, (die sich vorher wie ein roter Faden durch mein Leben zogen) einfach nicht wieder aufgetaucht sind. Wie durch kleine Verschiebungen in meinem Inneren wahre Wunder im Äußeren passiert sind. Ich würde trotzdem niemals versuchen, solche Veränderungen mit meinem Willen „herbeizuführen“.

Die äußere Realität verändert sich in der Tat gerade in großem Ausmaß – weniger allerdings aufgrund der inneren Prozesse von David Rotter (Autor des Artikels zum Tode von Bärbel Mohr), sondern aufgrund von konkreten Entscheidungen von Menschen mit Macht – und hiermit sind wir beim zentralen Thema, denn darum geht es bei dieser Religion: um Macht und Selbstherlichkeit, um die Macht des Egos von David über den ganzen Rest des Universums.

Früher hatte man solche Typen „Schwarzmagier“ genannt, heute sind die Leitbild einer ganzen Kultur.

Natürlich hat David recht mit seiner Beobachtung: in der Tat geschehen manchmal auch positive Dinge um uns herum. Und manchmal geschehen sie sogar gleichzeitig mit Veränderungen im Inneren – nur ist der Schluß, dass das eine das andere bewirkt, sehr willkürlich. Ebenso können wir die Beobachtung machen, dass sich die Sonne um die Erde dreht: jeden Tag! Trotzdem ist das falsch.

Was aber viel schlimmer ist: völlig ausgeblendet wird in dieser Religion der „Andere“.

Kein Wunder: der Egomane hat keinen Blick für den anderen Menschen, hält ihn für eine Illusion – wie den Rest der Welt, ein belangloser Bestandteil eines Universums, das sich den eigenen Wünschen zu fügen hat. Der „Andere“ hat jedoch gelegentlich auch ganz eigene Wünsche … eigene, egomane Wünsche, kleine Träume von Reichtum durch Ramschpapiere, Waffenhandel, Frauenhandel, Drogenhandel und was es noch so an Ärgerlichkeiten gibt. Gelegentlich hat der Andere auch mal Lust auf Vernichtungslager oder Weltkrieg – da sind halt die Wünsche so verschieden, wie die Menschen, die sie haben.

Auch die großen Gurus der Selbsthilfeszene sitzen nicht glücklich im Wald herum und warten darauf, dass ihnen – wie im Schlaraffenland – die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, nein, sie arbeiten hart und diszipliniert an ihren Verkaufsgeschichten, schreiben Bücher, drehen Filme, veranstalten Seminare und halten Vorträge … alle mit dem völlig irrationalen Verkaufsversprechen, dass man nach Zahlung des Geldes Aladins Wunderlampe in Händen hält.

Und die Preise der Gurus sind saftig (siehe Süddeutsche):

Auf seiner Website sendet der selbsternannte Trainer der nächsten Erfolgsgeneration Grüße von Richard Bransons Privatinsel und lädt ein paar Klicks weiter nach Hawaii ein, zu seinem Seminar „Billionaire-Bootcamp“.

Na ja, nicht ganz, ohne Flug und Unterkunft kostet der Spaß 10995 US-Dollar. Meine Friseurin war in diesem Jahr dabei und musste, mit Blumengirlande behangen, auf dem fiesen Teppich eines Konferenzsaals herumkrabbeln, „Ich tue es!“ rufend.

Tja – und wenn dann der Zauber nicht klappt, war man halt selbst Schuld,

Je weniger er klappt, umso miserabler ist man selbst. Holocaust, Tsunami, Weltkrieg … das kleine Ego bekommt die Verantwortung für jedes kleinste Missgeschick der gesamten Weltgeschichte

Auf kritische Fragen, wie denn Opfer von Katastrophen oder despotischen Systemen und todkranke Kinder ihre Tragödie auf schlechte Gedanken zurückführen sollen, kontern die Muntermacher: „Der Einzelne oder eine ganze Gesellschaft haben sich wohl auf eine Frequenz gebracht, die mit Unglück auf der gleichen Welle schwingt.“ Sie schlagen vor, dass andere diese schlechten Nachrichten meiden sollen, um sich von den „bad vibes“ nicht anstecken zu lassen. Macht man das am besten auch mit Freunden, die in einer Krise stecken?

Alle Gauner, Lumpen, Mörder, Vergewaltiger und Zuhälter werden den Gurus zujubeln; endlich haben sie eine Welt, in der sie sich hemmungslos austoben können.

Nächstenliebe … ist etwas für Sozialromantiker.

Die Verantwortung für jede böse Tat – und sei sie noch so brutal, pervers und abartig – wir allein den Opfern zugeschrieben: das Paradies für brutale, perverse und abartige Menschen ist nah.

Es wird die Hölle auf Erden werden … und darum stehen diese Gedanken unter der Rubrik „Politik“.

„The Secret“ … und wie seine ganzen Abarten und Vorgänger auch noch heißen mögen … ist ein tödliches Geheimnis.

Und für religiöse, magische, mystische Menschen die dunkle Seite der Macht, der Teufel, Cthulhu persönlich, der Antichrist … oder einfach erschreckend dämlich.

Das Gegenteil des Geheimnisses „wünsch Dir was“ ( mit dem der Satan laut christlicher Legende schon den Sohn Gottes verführen wollte)?

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Politisch gesehen: Sozialstaat für alle statt Vernichtungslager für die Minderwünscher, die es einfach nicht gebacken bekommen und der Welt nur auf der Tasche liegen.

Natürlich gibt es Menschen, die diese Religion gut finden: jeder, der was hat, wird zum Gott erhoben, jedem, der nichts hat, wird versprochen, dass er bald alles hat, was der hat, der schon jetzt was hat: eine irrationale Kultur grenzenloser Gier, für die wir im Prinzip wirklich jede Sekunde unendlich viele Universen entstehen lassen müßten.

Und was ist nun mit der wirklichen, echten, realen Zauberei?

Nun – die ist wohl ein wirkliches, echtes, reales Geheimnis. Ist ja auch logisch: wäre sie bekannt, wäre sie nicht mehr geheim.

Eine Tip möchte ich jedoch geben: es mag sein, dass alle Not nur dazu dient, den Charakter zu formen, ihn so stark zu machen, dass der Geist ohne Schmerzen über die Schwelle des Todes treten kann – in jenes lockerer gestrickte Reich, wo seine Gedanken Realität werden können … weshalb nur charakterlich starke Wesen Einlass finden – wie Gandhi, Alber Schweizer oder Mutter Theresa.

Doch hierüber sprechen wir ein ander mal.

 

 

 

Neale Donald Walsch – Lügen mit Gott

Neale Donald Walsch - Lügen mit Gott

Ostermontag, 21.4.2014. Eifel. Heute ist ein wichtiger, schöner Tag für die christlichen Menschen in meinem Lebensumfeld: der Sohn Gottes hatte vor 2000 Jahren den Tod besiegt und seine frohe Botschaft verkündigt. „Bald“ sollte sein Reich kommen, wo Löwe und Lamm friedlich zusammenliegen. Nun – ist schon ein bischen her. „Bald“ ist für Gottessöhne wohl ein recht dehnbarer Zeitraum – oder wir haben wieder nur einen aramäischen Satz falsch verstanden, der stümperhaft ins Griechische übersetzt wurde, dann laienhaft vom Griechischen ins Lateinische und in voller Unkenntnis der wahren Wortbedeutung des Sprachgebrauches jener Menschen, die diese tote Sprache aktiv anwandten eine Übersetzung ins Deutsche fand. Was wenige wissen: wir haben gar nicht eine Bibel – wir haben hunderte. Durch jede Übersetzung entsteht eine neue, die mit dem Original nur noch wenig zu tun hat – und die Ergebnisse sind oft verblüffend … so wird aus „Gott“ nicht mehr der liebende Vater, sondern die „all-eine Vater-Mutter“ – um nur ein Beispiel zu nennen.

Schlimm, wenn die schriftliche Überlieferung der christlichen Religion auf so wackeligen Beinen steht, dass man fast jede Aussage damit belegen kann … und fast jede Aussage damit belegt hat: Umweltzerstörung und Umweltrettung, Weltkrieg und Widerstand, Frauenunterdrückung und „Heiligung“ der Frau, Hexenjagden und den Kampf gegen sie, Legitimation des Kaisertums … und des Königsmordes. Nun – bei so vielen Seiten kein Wunder. Und kein Wunder, dass der Staat (und nicht die Kirche) tausend Theologen beschäftigt, um hier wissenschaftlich Klarheit in die Aussagen der Priester zu bringen: als „Agent Gottes“ stellt man immerhin eine enorme Autorität da, die schnell die Autorität der gewählten Regierung in Frage stellen kann … vor allem wenn diese Regierung auch nur ansatzweise inhumane Praktiken in ihrem Verantwortungsbereich duldet … oder initiiert.

Angesichts der katastrophalen Lage hinsichtlich der einst willkürlich als „Bibel“ zusammengestellten Texte ist es kein Wunder, dass die Menschen sich wieder jenen zuwenden, die direkt mit Gott reden … oder sich mittels entsprechender Techniken selbst auf die Suche nach der Quelle des Lebens begeben. Über einen jener Menschen – einen der neuen „Propheten“ – muss ich nun ein paar Worte verlieren. Warnende Worte, ist seine Leere doch bösartig, menschenfeindlich und äußerst gefährlich ich meine Neale Donald Walsch, einen Amerikaner.

Wenn Amerikaner über Spiritualität reden, bekommt das in der Regel immer Ähnlichkeiten mit Disney, Coca Cola und McDonalds: es wird bunt, süß und gehaltlos – jedenfalls, wenn man eine gewissen Vorbildung in griechischer Philosohie (deren Gedankenwelt weit vor dem Christentum begann) und auch schon mal die verschiedenen Argumentationen griechischer Denker bezüglich des „göttlichen“ durchdacht hat. Herrn Walsch nehme ich ein wenig davon aus – aber immerhin hat der ehemalige Inhaber einer Werbeagentur das nötige „Know-How“ im Verkauf – und durch seine „Hobbys“ auch einen umfassenden Überblick über religiöse Kulte (siehe ekd):

Rückblickend beschreibt sich Walsch als religiösen Sucher: „Ich wollte mehr von diesem Gott und beschloss darauf, wieder zur Kirche zu gehen. Vielleicht suchte ich auf die falsche Weise an den falschen Orten. Ich ging zu den Lutheranern, dann zu den Methodisten. Ich versuchte es mit den Baptisten und den Kongregationalisten. Aber ich war wieder in die auf Angst gegründete Theologie hineingeraten. Ich lief davon. Ich erforschte den Judaismus. Den Buddhismus. Jeden ‚ismus’, den ich ausfindig machen konnte.“

Seine Bücher erreichen Millionen – und seine Botschaft hat Millionen geholfen, ihr Leben zu verstehen, zu meistern, mit seinen Widrigkeiten zu ertragen. Dafür gebührt ihm Respekt.

Ich möchte ihm auch nicht unterstellen, bewusst und offensichtlich gelogen zu haben, gehe sogar so weit, zu akzeptieren, dass er wirklich mit einer inneren Stimme geredet hat, die er für Gott hielt. Ich bin Philosoph, kein Dogmatiker, ich darf das. Ich habe einiges über ihn gelesen … und das Werk „Zuhause in Gott“ komplett … obwohl es schwer fiel. Es fiel schwer, einen Gott zu verstehen, der die Lektüre von Büchern über Quantenmechanik empfahl … immerhin weiß man als Wissenschaftstheoretiker, dass die Erkenntnisse der Physik immer im Fluss sind … und in zehn Jahren womöglich schon wieder völlig anders gedeutet werden als heute. Auch der Sprachmelodie seines „Gottes“ unterschied sich auffallend von jenen Erfahrungen der menschlichen Mystiker, die die Menschheit über Jahrtausende gesammelt hat. Aber: was weiß ich schon. Und wer will schon gegen Götter argumentieren – außer mir.

Nun … der Kampf gegen falsche Götter ist seit dreistausend Jahren die vornehmste und oft mutigste Aufgabe der Philosophie. Sie hat sich schon gegen die obersten Tyrannen gestellt, als das christliche Gottesbild noch nicht mal in Ansätzen formuliert war, gräßliche ägyptische Gottkönige die Welt verheerten und tausend lokale Terrorgötter den Menschen das Leben vermiesten: hier war es schon extrem mutig, sich auf die Straße zu stellen und den Menschen die (überraschend christliche/jüdische) Botschaft zu bringen, dass man sich überhaupt nicht mit diesen kleinen Tyrannen auseinandersetzen muss, sondern lieber sein eigenes Leben leben, nett zum Nachbarn sein und den Frieden waren sollte, selbst wenn der Kriegsgott nach Erfüllung schreit.

„Zuhause in Gott“ handelt nun vom Leben nach dem Tode – ein Thema, das uns alle angeht. Als jemand, der Thanatologie als Hobby betreibt, möchte ich mir das Urteil erlauben, zu sagen, dass die über den Tod gemachten Aussagen in keinem Widerspruch zu der menschlichen Erfahrung stehen, wie wir sie in vorchristlichen Schriften wie dem tibetanischen Totenbuch, dem ägyptischen Totenbuch oder den Vorstellungen der nordamerikanischen Indianer von den „ewigen Jagdgründen“ finden.  Die Skizzierung eines multidimensionalen Universums, die Vorstellung einer Zeit, die nur das „Jetzt“ kennt, die Trivialisierung jeglicher Form von Höllenvisionen (die es geben kann … die aber kein Leid erzeugen, weil wir im Jenseits keinerlei Schmerzempfinden haben), die Vorstellung, das wir selbst es sind, die mit unserem Willen aktiv die Erfahrungswelt des Jenseits kreiiren – das alles ist möglich. Ich halte es für äußerst wahrscheinlich wahr – es steht auch nicht im Widerspruch zu denErfahrungen, die man mit Sterbenden machen kann – Erfahrungen, zu denen Neale Donald Walsch nach eigenen Angaben über Elisabeth Kübler-Ross Zugang hatte.

Ich möchte aber nicht die Theorie fördern, dass er ein Schwindler ist, der sich seinen „Gott“ zusammengeklaubt hat – das wäre vor seinem Hintergrund zwar möglich … aber trotzdem eine Unterstellung. Ich sehe keinen Grund, warum ich mich mit meinem Urteil über sein Urteil stellen sollte … und trotzdem erlaube ich mir, vor dieser neuen Religion zu warnen. Ja – es ist eine neue Religion, dir dort kommen soll und künstlich gebacken wird, es sind einige neue Propheten im Namen Gottes unterwegs, manche haben schon 400000 Priester ausgebildet, die missionierend durch die Welt ziehen, ohne das die Medien dies groß berichten.

Warum?

In Walsch´ Weltbild gibt es nichts Böses. Alles dient einem guten, größeren Plan, den wir nicht durchschauen. Alles, was wir als Leid deuten, dient nur der Vervollkommnung unserer eigenen Seele. Soweit war Platon übrigens auch schon mal, als die Theorie formulierte, dass wir uns unser Leben wahrscheinlich ausgesucht haben. Es ist die Theorie der Reichen, die immer alles gut finden, was ihren Reichtum legitimiert – und Platon war ziemlich reich. Ein sehr alter Reflex, der den Umgang von Reichen mit Armut bestimmt: die werden schon „selbst schuld“ sein, eine Theorie, die aus den USA über tausend Kanäle in die Welt hinausgetragen wird.

Trotdem wollen wir Walsch´s Gott noch glauben. Nehmen wir an, es gibt wirklich nichts Böses auf der Welt … warum glaubt aber sein Gott dann selbst nicht daran? Er wendet sich nämlich – konsequent und innerhalb Walsch´s Lehre durchweg logisch – gegen Selbstmord.

„So etwas wie Bestrafung gibt es nicht im so genannten Leben nach dem Tod. Die Hinterbliebenen werden bestraft. Sie erleiden einen unglaublichen Schock, von dem sie sich nie ganz erholen. Alle haben das Gefühl eines riesigen Verlustes. Viele geben sich für den Rest des Lebens die Schuld daran.“ (Walsch, Zuhause in Gott, Arkana 2006, Seite 80).

Man kann auch nicht vor seinem Leben fliehen, man ist gezwungen, es zu wiederholen – doch das soll uns nicht interessieren.

Wir denken für einen Moment weiter. Wenn es schlimm ist (darf ich das: „böse“nennen- angesichts der Wirkung auf die Mitmenschen?), seinem eigenen Leben ein Ende zu setzen … was ist denn dann, wenn ich mich in Ruhe lasse und stattdessen andere vom Leben in den Tod befördere? Tausende? Millionen? Vielleicht sogar systematisch in Konzentrationslagern vergase?

Nun – das wäre ok. Hat ja alles seinen Sinn. Göttliche Weisheit (welches bei Walsch die Weisheit der Menschen selbst ist, der in Wirklichkeit SELBST Gott ist … was seinen Lesern vielleicht ein klein wenig schmeichelt) führt dazu, dass in solchen Prozessen immer alles völlig ok ist, „der Zeitpunkt und die Umstände des Todes sind immer perfekt“ (a.a.O., Seite 202).

Wir normalen Menschen bekommen da einige Probleme, aber „Gott“ klärt uns darüber auf:

„Die Tode vom 11. September 2001, die des Tsunami von 2004, die der Wirbelstürme von 2005, die des Völkermordes in Darfour und dies des Holocausts werden alle erhoben, um einen Ehrenplatz einzunehmen“ (a.a.O., Seite 215).

Tja … „Gott“ …. ich möchte mich hier mal persönlich an Dich wenden … ab hier kannst Du Deine Weisheiten für Dich behalten, denn … sie werden bösartig. Warum eigentlich … redest Du Deinem Propheten ein, das die Opfer von Massenmorden einen „Ehrenplatz“ erhalten … wo doch aus Deiner Sicht Zeitpunkt und Umstände des Todes IMMER perfekt sind … es also keinen guten oder schlechten Tod gibt? Ach ja – außer natürlich Selbstmord. Niemand braucht in dem System, das Du Walsch einredest, einen Ehrenplatz … und ENTWEDER ist auch der Selbstmord immer perfekt …. ODER JEDER MORD IST EINE UNERTRÄGLICHE SAUEREI.

Massenmord erst recht. Aber darum … „Gott“ … geht es Dir ja, oder? Die stille Legitimation von Massenmord, Folter, Vergewaltigung, Raub, Brandschatzung, Qual jeder Art … das ist die leise, kaum erkennbare Nebenwirkung deines wirklichen Plans, oder? Nebenbei sollen sich die Menschen, die diesem Glauben folgen, für Gott selbst halten (wer kann schon solch´ einem „Zuckerle“ widerstehen – in Zeiten sich ausbreitenden Narzissmus und vollenderte Egomanie) … im Weltbild jenes Menschensohnes, der heute von den Toten auferstanden sein soll, gibt es eine ganz spezifische Bezeichnung für so eine Art „Gott“, der selbst Gott anstelle Gottes werden soll.

Man nennt ihn Satan. Warum ich Walsch glaube, dass er mit Dir gesprochen hat? Ergibt sich aus der inneren Logik Deiner Aussagen. Immerhin erklärst Du Walsch, wie er sich verhalten würde, wenn er Deine Lehre korrekt umsetzen würde:

„Achtens würdest Du nie wieder einen anderen Menschen absichtlich – auf physischer oder psychischer Ebene – verletzen.“ (Walsch, a.a.O., Seite 251.)

Wieso sollte ich das nicht mehr tun? Gerade jetzt fällt es mir doch unglaublich leicht, Drohnen zum Mord an anderen Menschen in die Welt hinaus zu schicken, weiß ich doch jetzt, dass der Zeitpunkt des Todes IMMER perfekt ist. Deine Aussagen – nicht meine.

Was müssen wir die Väter der Atombombe feiern und bejubeln, dass sie die Verantwortung übernommen haben, Millionen von uns perfekt ins Jenseits zu befördern.

So einen Unfug kann sich kein Mensch ausdenken, deshalb glaube ich, dass Walsch nicht bewusst lügt. Ich würde Herrn Walsch Scaramelli empfehlen, „Regeln zur Unterscheidung der Geister“. Wenn man schon unbedingt Experimente mit Geistern macht, sollte man sich dessen bewusst sein, dass JEDE bekannte Religion von einer Welt ausgeht, die nicht völlig in Ordnung (oder nur ein böser Schein – wenn nicht sogar komplett „gefallen“ – ist). Auch Atheisten gehen von Welt aus, die reperaturbedürftig ist. Nur DU nicht. Wieso wohl?

Scaramelli (fe-Medien, kissleg, 2011) beschreibt, was Menschen widerfährt, die guten Geistern begegnen. „Liebe, Freude und Friede“ wächst in ihnen (a.a.O., Seite 14) – nicht Toleranz gegenüber Mord an Einzelnen oder an Massen. Die bösen Geister werden auch konkret beschrieben. „Menschenmörder von Anbeginn“ waren sie … und ein Vater der Lüge, der äußerst raffiniert eine böse Lüge hinter tausend guten Wahrheiten versteckt … wie bei Walsch geschehen.

Ich weiß nun: Millionen Menschen haben Walsch gelesen – und noch viel mehr folgen den anderen Propheten der neuen Weltordnung (siehe Dagmar Schubert bei „Wahrheiten.org“). Millionen Menschen glauben an Walsch, viele fühlen sich außerordentlich berührt, vielen hat er sehr geholfen. Jene Menschen möchte ich aufrufen, ein wenig ihre Vernunft zu gebrauchen … wie es Neal Donald Walsch getan hat.

Ja – zwar hat sein Verstand die Botschaft der bösen Geister kritilos übernommen … aber sein Herz nicht. Kein Wunder: „Argumentationsduschen“, die sein  „Gott“ sie vornimmt, sind immer ein Kennzeichen für äußerst schlechte Verkäufer. Von Gott sollte man mehr erwarten. Lesen Sie das Nachwort zu seinem Buch. Dort schildert er den „Zerstörungsprozess“, den man beobachten kann und den es aufzuhalten gilt, damit wir nicht wieder zu „Höhlenmenschen“ werden. Es gilt, die Welt zu heilen … jene Welt, die doch der Himmel selbst ist? Wieso sollen wir diese Riesenarbeit einer langfristigen Umgestaltung in Angriff nehmen, wo doch … eigentlich alles in Ordnung ist?

Jedenfalls hat uns das „Gott“ über hunderte von Seiten hinweg gepredigt … inklusive einiger Widersprüche, die Lügen immer so mit sich bringen.

„Unruhe, Verwirrung, Trübsinn“ …. das sind die deutlich sichtbarsten Symptome für die Wirkung böser Geister, die in uns „Hass und Zorn“ erzeugen wollen (Scaramelli, Seite 21-22). Ohne Hass und Zorn … kein Holocaust. Kein Krieg. Kein Mord. Und was hat „Gott“ bei Walsch bewirkt?

Bitte genau hinsehen: der Aktivismus zur „Rettung der Welt“ entspringt nicht der Ruhe, die seiner Lehre eigentlich entsprechen würde, sondern eher der Unruhe. Und verwirrt ist der gute Herr Walsch die ganze Zeit über.

Kein Wunder: er wird ja auch äußerst elegant hinters Licht geführt … nur folgt sein Gefühl, sein Gewissen nicht seinem Verstand noch den Einflüsterungen böser Geister. Deshalb will er die Welt heilen, die eigentlich der Himmel selbst ist.

Und damit nun wirklich kein Zweifel übrig bleibt: natürlich hat Gott selbst mich geschickt, um den „Fürsten der Welt“ in seine Schranken zu weisen. Natürlich. Kann ich auch beweisen: als Nachfolger Christi bin ich arm, während der Lügenprophet Millionär ist. Wie ich höre, läßt er sich auch die Teilname an Gesprächskreisen oder die Registrierung in seinem „Fanclub“ bezahlen. Der Fürst der Welt hatte schon Christus mit Mammon versucht. Der allerdings – hatte abgelehnt. Hätte sogar zweiter Weltherrscher werden können.

Und jener Gott, der mich geschickt hat, ist der Meinung, dass diese Welt ziemlich aus den Fugen geraten ist. Er hatte diesbezüglich auch schon mal eine Sintflut geschickt – oder seinen Sohn.

Hat beides nichts genutzt.

Möglicherweise müssen wir also selbst Hand anlegen und können nicht blind darauf vertrauen, dass schon alles irgendwie in Ordnung ist.

Könnte sehr anstrengend werden … denn immerhin hat „Walsch´s Gott“ gute Freunde, siehe „Horusfalke“:

Führungspersönlichkeiten, die einsichtig und mutig genug waren, den Beginn einer solchen neuen Weltordnung vorzuschlagen. Euer Präsident Bush, den die Geschichte als einen Mann beurteilen wird, der weitaus mehr Weisheit, Weitsicht, Mitgefühl und Mut zeigte, als die zeitgenössische Gesellschaft anzuerkennen willens oder fähig war, war eine solche Führungspersönlichkeit.

Mein Gott … sieht da 500000 tote Kinder. Seine Kinder. Für ihn sehen „Weisheit, Weitsicht, Mitgefühl und Mut“ anders aus, als durch Lug und Trug einen Angriffskrieg vom Zaun zu brechen, der ein ganzes Land vernichtete.

Mein Gott empfiehlt: liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Das kann ich sogar als Atheist empfehlen.

 

TOO BIG TO FAIL – Karikatur zum Selberlabeln

Too big to fail

Gott und Tod: die besten Freunde der Menschheit

Gott und Tod: die besten Freunde der Menschheit

Mittwoch, 8.Oktober 2013. Eifel. Als wir dieses Nachdenkmagazin konzipiert hatten, war eine etwas andere Dimension angedacht. Ich selbst habe einen Schwerpunkt in politischer Philosophie, Erkenntnistheorie und Religionsphilosophie. Letzterer ergab sich aus meiner absoluten Unfähigkeit, religiöse Dinge zu verstehen. Ich denke, man wird dann Philosoph (auch außerhalb jeder universitären Bildung), wenn man versucht, Dinge zu verstehen, die man nicht versteht. Geschieht dann ganz automatisch. Inzwischen sind wir eher ein politisches Nachdenkmagazin – was aber eher der Politik geschuldet ist: sie entwickelt sich in eine düstere. lebensbedrohende Richtung, die aller Aufmerksamkeit bedarf, um den Kindern noch eine Zukunft bieten zu können, die nicht nur aus Trümmern und Wüste besteht. Dabei geraten die ersten und letzten Dinge im Leben leider völlig aus dem Gesichtsfeld, ebenso die vielen unglaublichen Wunder, die das Leben zu bieten hat. Gestern nun habe ich eine sehr ernste Frage bekommen, die ich zuerst gar nicht beantworten wollte: die Frage, wie es kommt, dass ich den Bereich „Religion“ so verteidige, ja, selbst zu den religiösen Menschen zu gehören scheine. Die Antwort auf diese Frage hat mehrere Ebenen. Da ich denke, dass diese Gedanken vielleicht für andere auch von Interesse sind, möchte ich sie  öffentlich machen.

Zuerst einmal die Antwort aus der persönlichen Erfahrung heraus. Sie ist einfach. Nach Carlos Castaneda liegt die Stärke des weißen Mannes darin, dass er von einem undurchdringlichen Panzer umgeben ist, der ihn vor jeglicher Erfahrung, die über das rein materielle hinausgeht, schützt. Das ist seine Besonderheit – und seine Schwäche, wie John Perkins in seinem Erfahrungsbericht mit den Schamanen Ecuadors beschreibt. Wo Chinesen, Indianer, Maya, Griechen und Araber innehielten, entschied er anders: er wollte die absolute Macht über die Materie. Die hat er innerhalb von 500 Jahren erhalten – mit erschreckenden Nebenwirkungen, die die gesamte Menschheit an den Rand des Abgrundes gebracht haben. Begleitet wurde dieser Griff zur Macht durch eine Vernichtungsoffensive gegen jene Menschen, die weiterhin Erfahrungen über den materiellen Bereich der Existenz hinaus machten: die Hexenverbrennungen waren nicht der Kirche geschuldet, sondern dem neuen wissenschaftlichem Denken. Der Vernichtungsfeldzug gegen magisches Denken setzte sich fort, als die US-Armee die Medizinmänner der Indianer in den Lagern ermordete – aber nicht die gefährlichen Kriegshäuptlinge. Er setzt sich auch heute in breiter Front fort, erreicht inzwischen die Kirchen und Religionen und wird nicht eher ruhen, bis alle Menschen ausgerottet sind, die über Erfahrungen verfügen, die über das, was Kapitalismus und Kommunismus erlauben hinausgeht. Ich gehöre zu diesen Menschen. Über die Erfahrungen kann man nicht mit Menschen reden, weil die Wahrnehmungen jenseits der sprachlichen Dimension stattfindet.

Eben Alexander – der atheistische Neurologe mit der Nahtodeserfahrung – beschrieb diesen für ihn überraschenden Zustand deutlich: in der jenseitigen Welt (wie wir sie jetzt mal der Not halber nennen wollen) gibt es keine Sprache, aber trotzdem perfekte Kommunikation. Künstler wird das jetzt nicht überraschen, sie verfügen über die Fähigkeit, Kommunikation außerhalb der sprachlichen Welt zu gestalten. Es ist mir deshalb unmöglich, über diese Erfahrungen zu reden (weshalb ich es auch unterlasse), weil es der Versuch wäre, einem Farbenblinden die Farbe Rot zu erklären. Ich kann nur versichern, dass ich sie ohne Drogeneinfluss gemacht habe, bei klarem Bewusstein – und dass sie alle Bedingungen eines wissenschaftlichen Experimentes entsprachen und wiederholbar sind.

Ich schätze einmal, dass es einer von hundert ist, der mit solchen Erfahrungen leben muss. Da sie eindrucksvoller, beglückender und intensiver sind als alle Empfindungsqualitäten im visuellen, auditiven, kinästhetischem, gustatorischem oder olfaktorischem Bereich, haben sie ein höheres Anrecht darauf, „Wirklichkeit“ genannt zu werden als die sinnlichen Eindrücke, die aus materiellen Erfahrungen resultieren. Nur jemand, der sie nicht kennt, kann sie als „Wahnvorstellungen“ kategorisieren – die so Wahrnehmenden erfahren eine Welt, deren Eindrücke qualitativ hochwertiger sind. Vielleicht funktioniert ein Vergleich mit dem Fernseher: die Alltagserfahrungen gleichen einem schwarz-weiß-Bild, das von starkem Rauschen begleitet wird und ziemlich unscharf ist. Die Jenseitserfahrung hingegen sind ein Blick aus dem Fenster – nur von der rein sinnlichen Qualität her. Mit welchem Recht also sollte ich den schwächeren Eindruck „wahr“ nennen und den stärkeren Eindruck „falsch“?

Es ist der Bereich der Empirie, den ich hier für mich in Anspruch nehme: einen Bereich, der ebenso wissenschaftlich ist wie der der Ratio. Nur endet hier die Diskussion. Um noch einmal ein Beispiel anzuführen: wenn jemand mal ein UFO gesehen bzw. erlebt hat (ein echtes, unterstellen wir mal), kann er nie wieder theoretisch darüber diskutieren, ob es das gibt oder nicht.

Schaut man sich nun die Religionsgeschichte an – vom primitiven Schamanismus (der mir am Liebsten ist, weil er der „Wahrheit“ am respektvollsten begegnet) bis hin zur hochgradig differenzierten Schriftreligion, so zeigt sich durchgängig: über Erfahrung lässt sich nicht diskutieren. Man kann nicht einfach die Bibel lesen und die christliche Religion verstehen. Hat man Erfahrungen („Gottes Antlitz geschaut“) so findet man in der Bibel viele „Kollegen“. Hat man keine Erfahrungen, findet man – erst recht nach den diversen komplizierten Übersetzungen – ein unverständliches Kauderwelsch vor, das sich dem normalen Verstand entzieht.

Nehmen wir Jesus als Beispiel. Ich selbst habe das Reden über ihn erst Ostern 2011 begriffen, vorher konnte ich die Welt auch gut ohne ihn verstehen. Lesen Sie mal das Neue Testament unter Berücksichtigung der Kategorien der Aussagelogik – sie verstehen gar nichts, erst recht nicht, wenn Sie nicht wenigstens den Text im Altgriechischen lesen können und auf die vielen holprigen deutschen Übersetzungen angewiesen sind.

Zum Vergleich: Lesen Sie einmal das Vaterunser in der Übersetzung aus dem aramäischen (z.B bei Bunkahle). Oder die Übersetzungsfehler, die Pinchas Lapide beschreibt: da wird schnell aus einem „prüfenden“ ein „heimsuchender“ Gott, weil man das Zeitwort pakad zuungunsten der jüdischen Religion ausgelegt hat (siehe Pinchas Lapide, Ist die Bibel richtig übersetzt, Bd. 1 u. 2. Bechtermünz 1999, Seite 62-63) – ein Fehler, der gerade im deutschen Sprachraum gerne gemacht wird, weil wir ja wissen, wie der „Jude“ ist.

Hier betreten wir jetzt aber den weiten Bereich der Religion, in dem wir vor allem eins finden: den Hunger nach Macht.

Das ist nun ein eher hässliches Thema. Leider sind die Mitglieder organisierter Religionen keine Heiligen. Zumeist sind es Händler, Halsabschneider und Betrüger, die etwas ganz besonders Tolles gefunden haben: eine Ware, die unsichtbar ist, leicht zu transportieren und nicht zu kritisieren. Im Mittelalter hat der Adel seine Zweitgeborenen in die Kirche geschickt, um dort mit ihrer Hilfe Macht ausüben zu können: „Halt Du sie dumm, ich halt sie arm“ ist ein Spruch, der sich auf eine Familie bezieht – was heute gerne vergessen wird. Findige Geschäftsleute können halt überall alles verkaufen – sie machen vor Kirchentüren so wenig halt wie vor Parlamenten oder Sterbezimmern. Der Griff zur Macht wurde auch dort konsequent durchgeführt, die Kirche wurde zum Instrument des Adels, das gegen alle ethischen Maximen des Christentums verstieß. Mit Religion hat das alles nicht mehr viel zu tun – es sei denn, man hat ein politisches Interesse daran, diese Tatsachen zu verschleiern.

Das hat man – und hier betreten wir eine neue Ebene der Betrachtung.

Zuerst jedoch: ein Blick in die Welt der Physik.

Wie Sie wissen, bestehen sie aus Atomen. Ich hoffe jedenfalls, dass Sie das schon mal gehört haben. Schauen Sie sich Atome näher an, so zerfallen sie in ihre Einzelteile, vor allem aber wird eins deutlich: überwiegend bestehen Sie als Mensch aus der Leere zwischen den Elementen der Atome, wo sich vielleicht noch „Felder“ befinden, die verhindern, dass sie einfach so durch den Boden rutschen. Es liegen enorme Distanzen zwischen Atomen, Elektronen und Neutronen – und diese Elemente selbst sind nach neueren Theorien selbst weniger materiell. Das Universum des Materialismus hat erstaunlich wenig Substanz, aber die enorme Frechheit, den menschlichen Geist als Illusion zu beschreiben, als spukhafte Nebenwirkung, die das Gehirn zum Schutze der DNS erzeugt.

Das ein illusionäres Subjekt niemals die Erkenntnis treffen kann, dass es selbst nur eine Illusion ist, haben schon ältere Denker erkannt: die Propagandisten des Materialismus scheinen dies zu können – was nur geht, wenn man für sich beansprucht, eine höhere Erkenntnis zu haben, als Menschen sie erlangen können: quasi Übermensch zu sein.

Bringen wir uns dies zu Bewußtsein, so ist eher der Schritt naheliegend zu sagen: dass Bewußtsein ist an sich das Realste, was wir als Menschen erkennen können. Illusionär ist eher die Welt der Materie – nur leider können wir das als Normalbürger nicht nachvollziehen, weil die Physik sich hier schnell in der Sprache der Mathematik verliert – wie die Kirche im Mittelalter sich hinter dem Latein verschanzte, verschanzen sich die Naturwissenschaften hinter der Sprache „Mathematik“ – die schnell zu kompliziert für die Mitmenschen wird, die deshalb die bahnbrechenden Veränderungen, die das Doppelspaltexperiment mit sich bringt, erst in hundert Jahren zum Tragen kommen werden. Kurz und frech gesagt (als ungläubiger Laie): Materie scheint nur dann fest zu sein, wenn sie jemand wahr nimmt. „Information“ scheint womöglich die einzige Form von Realität zu sein, die wir definitiv beobachten können.

Schön blöd, oder? Dabei haben wir uns auf der Scheibe so wohl gefühlt, die Erde als Kugel ist schon gedanklich schwer zu begreifen, weil man ja auf der anderen Seite herunterfallen müsste: jahrhundertelang DAS Argument gegen die Kugelform der Erde, dass jeder wissenschaftlich denkende Mensch sofort verstanden hat.

Was hat das nun mit Gott zu tun? Hier verlassen wir endgültig die persönliche Ebene und wenden uns der Wissenschaft zu. Gibt es ein Bewußtsein von Gott, eine Information vom höchsten Buddhageist oder dem Großen Geist der Indianer, dann ist dieses Element Teil der menschlichen Realität – erst recht, wenn wir dieses Bewußtsein rund um den Globus in sämtlichen Kulturen wiederfinden.

Streng abgrenzen muss man hier jedoch das eher instinktive Wissen um die Realität einer geistigen Welt (zu welcher wir als Bewußtsein primär gehören) von den Ausformungen, die Menschen aus unterschiedlichen Gründen (unter anderem zum Zwecke der Machtgewinnung) daraus gemacht haben. Erkenntnistheoretisch können wir – nach bestem Wissen und Gewissen – hier nur die Existenz einer jenseitigen Welt (auch dieser Begriff ist aus sprachlicher Not geboren), einer „Anderwelt“ oder „geistigen Welt“ formulieren, müssen uns jedoch dem Faktum beugen, dass wir über sie kaum Aussagen machen können.

Auch hier muss gelten: die Vielfalt der Beobachtungen ist womöglich nur der Vielfalt der beobachtenden Bewußtseine geschuldet, hieraus ein Lehrsystem gleich einer Religion zu machen, ist im Prinzip immer zu weit gegriffen – und es ist auch gar nicht notwendig. Die christliche Religion akzeptiert dies, siehe Bibel-online:

Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.Wenn aber du betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten öffentlich. 

(der Vater – das sei in Erinnerung gerufen – löst sich auf, wenn man aramäisch denkt … wie Jesus es getan haben muss. Dort wird aus „Vater unser im Himmel“ Oh Du, atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern – siehe Omkara, eine Formulierung, die an die Beobachtungen gemahnt, die Eben Alexander nach seinem Tode gemacht hatte: „Gott“ als reiner Klang, als „Omm“).

Wieso wir nun Kirchen haben, öffentlich beten, hüpfen und singen, hat mit der Geschichte zu tun. Notwendig ist das nicht, Begegnungen mit dem „Jenseitigen“ hat man grundsätzlich NUR in der Stille – womit wir den kurzen Ausflug in den Bereich der Ratio verlassen und wieder im Bereich der Empirie sind, wo ein dritter Punkt auf uns wartet: der Tod.

Gott (den Begriff mag ich gar nicht, er ist schon falsch, wenn man ihn niederschreibt) und der Tod (als personifizierter Prozess auch eine Lüge) gehören eng zusammen. Kurz gefasst ist das indianische Mythologie: nach dem Tode betreten wir die ewigen Jagdgründe und sind nahe beim Großen Geist. Mehr an Religion braucht im Übrigen kein Mensch, das ist so der kleinste, gemeinsame Nenner, den das Erleben des jenseitigen Bereiches aufzeigt. Alle Beschreibungen, die darüber hinaus gehen, kann man getrost ignorieren – meist geht es dann sowieso schon um Geld: Ablassbriefe, Kirchensteuern, Rechnungen für Heilungen oder besonders kräftige Gebete … schauderhaft.

Bei aller Relativierung der Erlebnisse unserer Umwelt, die uns unser Verstand erlaubt (wie die Rationalisten Descartes und Kant aufgezeigt haben, deren Erkenntnisse von den Priestern des Materialismus gerne großräumig ignoriert werden), ist dies eine Tatsache, die auch mit noch so vielen Worten nicht ungeschehen gemacht werden kann: wir sterben.

Die Alternative zum religiösen Denken (das an sich erstmal keine andere Hölle kennt, als die, die man sich selbst bereitet – doch das ist eine andere und ebenfalls sehr lange Geschichte) bietet hier (unter völliger Ignoranz des Energieerhaltungssatzes) die Version „völlig Auslöschung einer Illlusion, die zufällig aus dem Blumenkohl entsprangen, den wir Gehirn nennen“.

Das könnte man als Theorie stehen lassen (ungeachtet der Sünden, die wir dann gegen die Vernunft bzw. die Erkenntnistheorie begehen), gäbe es nicht Menschen, die von „drüben“ zurückgekehrt sind. Da gibt es nicht einen, sondern tausende. Ein einziger hätte ausgereicht.

Diese tausenden von Zeugen berichten im Prinzip alle dasselbe – und belegen mit ihren Erfahrungen jene, die ihrerseits in der Geschichte des religiösen Denkens ähnliche Erfahrungen geschildert haben. Es läßt sich hier eine durchgängige Linie gleichartiger Erfahrungen in allen menschlichen Kulturen zeichnen – immer dadurch eingeschränkt, dass es sich hier um Wahrheiten handelt, die sich in allen Sprachen des sprachlichen Ausdrucks entziehen (und deshalb im Laufe der Tradition zu ganz unterschiedlichen Dogmen führen können), aber gleich erlebt werden – die gleiche emotionale Resonanz erzeugen.

Ist man nun ein emotional eingeschränkter Mensch (was nicht unnormal ist und in der Regel durch andere Fähigkeiten ausgeglichen wird) hat man wenig Zugang zu diesen Themen, hat man keine eigenen Erlebnisse, wird es noch schwieriger, das Sprechen von Religion zu verstehen – es bleibt wenig anderes übrig, als die anderen für verrückt zu halten – im Prinzip hat man gar keine andere Wahl.

Man bräuchte diese Diskussion auch gar  nicht führen, wenn es nicht noch eine handfeste politische Dimension geben würde, die gerade heute deutlich zu Tage tritt.

Das sichere, instinktive Wissen um die Realität des Jenseitigen führt zu einer großen Sicherheit im Umgang mit den Mächten dieser Welt: weil man eine andere (nicht kontrollierbare) Heimat hat, kann man nur sehr schwer im Sinne der Mächtigen manipuliert werden: hier droht katastrophaler Umsatzverlust durch Konsumverzicht, hier droht unkontrollierbare Bewusstseinsbildung gegen die herrschende Klasse. Gegen alles Ungemach, das die Welt gegen die Menschheit auffahren kann (und auffährt), ist hier eine sichere Zuflucht vorhanden, die Widerstand erlaubt: das „Opium für das Volk“ entzieht Kapitalismus und Kommunismus radikal die Deutungshoheit über die Wirklichkeit – und ist deshalb so verhasst.

Darum werden jene, die über Erfahrungen verfügen, gejagt, gefoltert, verbrannt, ausgelöscht oder auf ewig mit Drogen vollgestopft und weggesperrt: das Kapital fordert Allmacht – in letzter Konsequenz will es selber Gott werden … und gerade in den heutigen Tagen erleben wir, wie das Kapital die Regierungen vorführt, als wären es Tagelöhner und Leibeigene.

Doch gehen wir weiter: selbst wenn es Gott und Tod nicht „gäbe“, täten wir gut daran, sie als gedankliche Konstruktionen lebendig zu erhalten, Gott in Form des Großen Geistes, der alles durchdringt (das war im Prinzip die Lehre des Giordano Bruno, den heute viele Atheisten als Helden feiern – wobei sie gar nicht verstehen, was sie da eigentlich tun) und des Jenseits in Form der ewigen Jagdgründe. Diese Konstruktionen können uns effektiv helfen, frei zu werden von den Indoktrinationen des Kapitals – selbst wenn es nur Hilfskonstruktionen sein sollten.

Dafür jedoch dies anzunehmen, gibt es keinen Grund. Weder Empirie noch Ratio legen nahe, dass wir hier unserem Urteil (und dem Urteil der absoluten Mehrheit der Menschheit) nicht trauen dürfen. Natürlich behalten auch die Reflexionen des Atheismus seine Gültigkeit, sie sind sogar ein wesentlicher Bestandteil des Bewußtwerdens und hemmen gut jene schädliche Einflüsse, die von den Händlern in den Kirchen und Religionen kommen.

Wo jedoch Urteile über Wahrheit und Wirklichkeit gefordert sind, versagt die Philosophie des Atheismus (die nie dazu entworfen wurde, hierüber Aussagen zu machen: sie ist eine gezielt antiklerikale Erfindung mit gezielt antiklerikaler Ausrichtung und völlig bedeutungslos für Menschen, die mit Kirche überhaupt nichts am Hut haben – wie z.B. die Schamanen der Vorzeit).

Gott und Tod sind aktuell die besten Freunde der Menschheit, deren erster Ausbruchsversuch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit fürchterlich in die Hose gegangen ist: umgeben von künstlichen Umweltgiften, regiert von unsichtbaren Märkten (deren Tyrannei der Regentschaft übelster Schurken nahekommt), bedroht von atomarer Vernichtung oder der Auslöschung durch aus ganz vernünftigen Gründen erschaffenen Konzentrationslagern (was „die Märkte“ als effektivste Lösung des Problems der „Kosten auf zwei Beinen“ täglich fordern – nur merken das viel zu wenige) hat er es innerhalb weniger Jahre geschafft, das ganze mühevoll ausbalancierte Gleichgewicht der Natur aus dem Takt zu bringen … mit Folgen, die ganz fürchterliche Auswirkungen haben könnten und schon jetzt dafür sorgen, dass wir das schlimmste Artensterben in der bekannten Geschichte der Menschheit erleben.

Gut, dass es den Tod gibt, der uns sicher aus dieser selbst geschaffenen Hölle herausholt.

Gut, dass es Gott gibt, der vielleicht noch einiges gerade biegen kann – oder die Täter jenseits der Kreise dieser Welt zur Rechenschaft zieht. Wie es aussieht, geschieht genau dies – aber unglaublich freundlich und liebevoll.

Kommen wir zum Schluss.

Ohne empirische Erfahrungen in dem Bereich (und ohne sicheren Zugriff auf die Instinkte, die uns zu allererst in dieser Welt überlebensfähig machen) hat man keine andere Chance, als das Gegenüber für geistig krank zu  halten. Man kann aber akzeptieren und respektieren, dass manche Menschen anders sind – sogar die absolute Mehrheit der Menschen, die je gelebt haben. Sie haben auch rational gute Gründe, ihre geistige Heimat nicht im Materialismus zu suchen, der die Menschheit als Solche an den Rand ihrer Existenz gebracht hat – und deshalb schon gelegentlich von den nachfolgenden Arten phantasiert, die den Menschen ersetzen werden (insgeheim halten sich wohl die Prediger dieser Antireligion selbst für diese auserlesenen, überlegenen Wesen: auch Hitler hat gerne davon schwadroniert – doch das ist ein anderes Thema).

Man merkt vielleicht, dass ich die Trostfunktion der Religion (die zentrale Wirkung des Opiums im Sinne von Marx) gar nicht erwähnt habe.

Sie ist auch irrelevant. Für diejenigen, die auf der Basis ihrer Erfahrungen „glauben müssen“ (aber nicht das, was „die Religion“ ihnen erzählt), tritt im Trauer- oder Notfall gar kein Notfall ein, ihr  Lebensschwerpunkt liegt auf einer Metaebene.  Für dienigen, die keine Erfahrung haben, aber aus ihren Instinkten heraus am Wissen vom „Jenseitigen“ festhalten, gibt es keine Trost, weil es kein Wissen und kein Bewußtsein gibt, das Trost vermitteln könnte – die Metaebene wird nur erahnt, aber nicht wahrgenommen, was wenig Trost spenden dürfte.

Was der Kapitalismus (und der Kommunismus) an der „Religion“ wirklich fürchten?

Das sie Erfolg hat und Menschen wie den Mönch Anselm Grün hervorbringt: seine Lebensart beglückt ihn derart, dass er nur fünfzig Euro im Monat für sich selbst ausgibt, während er die Millionen, die er mit seinen Büchern macht, der Gemeinschaft zur Verfügung stellt.

Wo kämen wir nur hin, wenn alle so wären?

Und weil mich das sehr interessiert, wenn wir dann hin kämen, verteidige ich die freie Entfaltung von Religion in einer Gesellschaft – und zwar aller Religionen, nicht der der des dogmatischen Materialismus (auch, wenn die im ersten Moment so schön antireligiös daherkommt).

Darüber hinaus habe ich in meinem Leben genug Erfahrungen gesammelt, die darauf hinweisen, dass sich in jenem Bereich mehr Wahrheit befindet, als  uns lieb ist. Die jedoch spielen im großen Rahmen keine Rolle – ich wäre auch Verteidiger der Religionen (und zwar ALLER), wenn ich keine eigenen Erlebnisse hätte: die generelle Relativität menschlicher Erkenntnis und die begrenzte Fähigkeit menschlicher Wahrnehmung läßt demokratischen und humanen Gesellschaftsformen keine andere Möglichkeit, als so zu verfahren.

Das die aktuelle Entwicklung aber nur eine Religion übrig läßt, nur ein dogmatisches Deutungssystem als „wahr“ anerkennen will, zeigt, wohin die Reise politisch gehen soll – und bei dem, was sich dort anbahnt, sind halt Gott und Tod die besten Freunde der Menschheit, egal, welche Religion nun das Wissen über sie transportiert.

Bevor nun aber alle freiwillig vor den Zug springen, sei erwähnt, dass Selbstmord von vielen Kulturen abgelehnt wird – es sei denn, als letzter Ausweg, um seine Ehre zu behalten. Und selbst dann gibt es Berichte von „zurückgeholten“, die ratsam erscheinen lassen, die Kreise des Lebens nicht freiwillig zu verlassen – der selbst geschaffenen Hölle kann man so scheinbar nicht entkommen.

Aber wer will das schon?

Ich könnte nun noch über gesellschaftliche und zivilisatorische Nützlichkeit eines für die Gültigkeit der Moralgesetze garantierenden Gottes reden, doch das wirkt leicht, als wäre Religion nur ein Trick der Vernunft, das Tier im Menschen zu bändigen. Das mag sein – entspräche aber nicht meinen Erfahrungen, die ich mit vielen anderen Menschen teile.

Außerdem … ist das jetzt hier sowieso schon wieder viel zu lang fürs Internet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…denn sie wissen schon, was sie tun!

Der Mensch wird  gerne als dummes, mainstream-blökendes Schaf dargestellt. Da tun wir den lieben Wollknäuel aber unrecht. Das Schaf frisst Gras und wenn dieses abgegrast wurde, zieht es weiter zum nächsten Büschel. Der Mensch hingegen frisst auch noch die Wurzeln und wundert sich, wenn es dann nicht mehr nachwächst. Ergo sind Schafe schlauer und wissen wie man eine Weide aberntet, ohne grossen Schaden zu hinterlassen. Der Mensch hingegen weiss das nicht – falsch, er weiss es, handelt aber nicht danach. Darum sind auch die vielen guten Kommentare und Artikel meist wirkungslos. Der Mensch ist schlichtweg zu blöd, um die einfachsten Dinge/Zusammenhänge zu erkennen.

Beispiele gibt es genug. Zuoberst ist das „geldene“ Kalb. Die meisten geifern nach Geld und scheren sich einen Dreck darum, was ihre Gier anrichtet. Dann hat es die Massen an Religionsfanatikern, die ihre Eigenverantwortung irgendeinem Gott übertragen, ihr Hirn dann gottseidank ausschalten können und alles als „gottgegeben“ ansehen. Die Störche bringen ja auch die Kinder. Eine weitere grosse Gruppe sind die selbstüberzeugten Weltverbesserer. Da wird demonstriert und mit den Fingern auf andere gezeigt. Zur Demo fährt man/frau mit dem Auto, macht Bildchen mit dem Smartphone, trinkt eingekauftes Wasser aus Petflaschen und hinterlässt nach der Demo seine nicht mehr gebrauchten Konsumartikel der Umwelt, respektive sch(m)eisst sie einfach weg…irgend jemand wird das dann schon wegräumen oder wenn nicht, dann wächst sicher wieder Gras über die Sache. Würde, wenn wir so schlau wie Schafe wären.

Irgendwie finde ich es schade, dass vergangene Woche ein X-Flare der Sonne (die höchste Klasse) auf die andere Seite losgegangen ist. Hätte er die Erde getroffen, gäbe es für die nächsten Monate oder Jahre keinen Strom. Man stelle sich vor: keine Handys, Autos, Computer, Fernsehen, Börse usw. usw.. Die Welt wäre dann sicher nicht besser, im Gegenteil. Die Welt wäre voll mit konsumgeschädigten Individuen, die nichts mit sich anzufangen wüssten, weil irgendein unsinniges elektronisches Teil fehlt, das einem vorgaukelt, wichtig oder überlebenswichtig zu sein. Am wenigsten geschädigt wären die Menschen, die jetzt schon nix haben ausser ihr nacktes Leben. Ein fünfjähriges Kind aus dem Urwald kann ohne Hilfe Feuer machen, Wasser und Nahrung suchen. Unsere Kleinen aus den Industrieländern würden einfach tot umfallen, weil sie ihren fetten Ärsche nicht lange genug bewegen könnten, bis sie etwas Geniessbares zum Überleben finden. Darum hier ein Lob an die Eltern, welche ihren Kindern zeigen, was man aus der Natur direkt essen, trinken oder sonst verwerten kann.

Ich will mich aber selber auch an der Nase nehmen. Schreibe am Computer, fahre Auto, kaufe im Supermarkt und konsumiere Unsinnigkeiten wie Filme, PC-Spiele, Handy und dergleichen. Aber wie Paracelsus schon sagte:“ Die Menge unterscheidet das Gift von der Medizin.“ Es hätte für alle genug, wenn jeder nur das nehmen würde, was er gerade benötigt. Also benutze ich den ganzen technischen Firlefanz mit gesundem Menschenverstand und schalte sie aus, wenn ich sie nicht mehr brauche. Dasselbe gilt für die wirtschaftlichen und staatlichen Kontrollmechanismen. Hier sind einige Beispiele, die meiner Ansicht nach mehr bewegen als eine Demo.

– alles Geld von der Bank holen

– bar zahlen, keine Kreditkarte verwenden

– in kleinen Geschäften mit Produkten aus der Region verstärkt einkaufen

– Sachversicherungen künden

– Tauschhandel benutzen und fördern

– respektvoller Umgang mit seinen Mitmenschen

– ab und zu mal etwas Weggeschmissenes aufheben und entsprechend entsorgen

– mindestens einmal pro Tag ein ehrliches Lächeln verschenken

undsoweiterundsofort.

Wenn tausend Menschen an eine Demo gehen, hinterlassen sie Müll von tausend Menschen. Dafür dürfen sie als Prügelknaben für die Exekutive hinhalten. Und, ehrlich gesagt, tausend Menschen reichen nicht für eine Veränderung im Denken der Verantwortlichen. Die Lächeln eher süffisant über den Pöbel und genehmigen sich  eine Linie vom staatlichen Klodeckel. Aber die gleiche Menge bewirkt sicher etwas, wenn sie die oberen Punkte so gut wie möglich umsetzen würde.

Leider zerbröselt der Gedanke an ein kollektives, gesundes Gesellschaftssystem schnell wieder mit der Erkenntniss, dass wir ja dümmer als Schafe sind. Da hilft alles blöken nichts. Also machen wir weiter wie bisher, weil wir das können. Die Anpassungsfähigkeit des Menschen erfolgt meist nur durch müssen, wenn er etwas nicht mehr hat respektive bekommt – und das dauert seine Zeit. Ausser es dient der Förderung seiner bequemen Dummheit oder dummen Bequemlichkeit…je nach dem. Dann erfolgt die Anpassung über Nacht. Was hat sich da die Evolution nur dabei gedacht, uns das Denken zu ermöglichen.  Auf den Bäumen war’s doch auch ganz nett.

Folter, Kreuzigung, Kannibalismus

Man will es sich nicht ausmalen: Mitten in Deutschland feiert eine obskure Kultvereinigung den blutigen Foltertod eines unschuldigen Menschen. Bilder und Skulpturen der Grausamkeiten werden vorgeführt, der widerwärtige Akt auch noch nacherzählt, besungen und befürwortet. Was unvorstellbar klingt, ist grausame Realität – die verrückte Sekte feiert heute ihr krankes Horror-Ritual: die sogenannte „Karfreitagsmesse“.

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Atheismus: unwissenschaftlich, unmoralisch, undemokratisch, grausam und selbst nur ein dunkler Gott

Samstag, 12.1.2013. Eifel.  Philosophie hat eine ganz konkrete Aufgabe im Kanon menschlicher Wissenschaften. Sie kümmert sich (schon immer) um die ersten und letzten Dinge, um die Frage: wo kommen wir her, wo gehen wir hin – und was machen wir hier überhaupt? Es gibt viele Themen, die die Philosophie erschließt und die im Nachhinein von ihren Kindern übernommen werden: Physik, Mathematik, Chemie, Biologie, Hermeneutik, Ingenieurwesen  sowie der ganze Bereich der „Geisteswissenschaften“ sind ursprünglich aus der einfachen, philosophischen Frage entstanden: wo sind wir hier eigentlich? Wer sind wir? Und was machen wir hier? Antworten auf diese Fragen gibt es reichlich. Ob sie richtig oder falsch sind, können wir nicht beurteilen – wir hätten die Fragen nie gehabt, wenn wir das könnten. Daraus kann man eine gewissen Beliebigkeit bei der Wahl seines Weltbildes ableiten – wie es ja heute auch geschieht. Der religiöse Bereich ist der Mentalität des Konsums unterworfen, wodurch er aus dem Bereich der Philosophie heraustritt und in das Reich der Beliebigkeit hineintritt: dort darf man an alles glauben, das Disney produziert. Es gibt jedoch eine dieser Anschauungen, über die wir trotzdem Aussagen machen können: den Atheismus – oder seine kriminelle Form, den Antitheismus. Er ist grober Unfug. Gröbster Unfug sogar – aus der strengen Sicht der Erkenntnistheorie. Und außerdem: ziemlich gefährlich, wenn er Hand in Hand  mit dem primitiven und unreflektiertem Materialismus.

Doch fangen wir erstmal mit der Erkenntnistheorie an. Dieser Bereich ist sehr komplex, über „Wahrheitstheorien“ sind ziemlich viele umfangreiche Bücher geschrieben worden. Wir können es uns aber auch einfach machen und starten die Diskussion im 17. Jahrhundert. Dort starteten unsere Naturwissenschaften – erst später stellte man fest, das der Mensch vielleicht auch mal Gegenstand der Untersuchung sein könnte und es folgten die Geisteswissenschaften.

Prinzipiell gibt es nur zwei Möglichkeiten für Menschen, „Wissen“ zu sammeln: entweder wir bekommen es durch Beobachtung (das ist – die von Bacon vorbereitete Position Lockes) – oder aber (so Descartes) durch Nachdenken. Die darauffolgende Diskussion dauert bis heute an, füllt Millionen von Seiten – ändert aber nichts daran, das diese beiden Prinzipien aus naturwissenschaftlicher Sicht unsere einzigen Wahrheitsinstrumente darstellen (das wir Emotionen auch als „Wahrheitsinstrument“ anerkennen können und müssen, würde hier zuweit führen: das ist eine noch sehr moderne Sichtweise, die – hoffentlich – zukünftige Generationen bei der Wahrheitsfindung anleiten wird).

Damit ist die Debatte um den Atheismus schon zu Ende. Rational zeigen uns die Gottesbeweise, das wir ohne irgendeine Art von Ursache, die die unglaubliche Fähigkeit hat, sich aus sich selbst heraus zu bewegen, das Universum nicht  denken können. Empiriker halten das gleich für eine Schwäche des Geistes – haben aber eine ähnliche Schwäche … bzw. ein ähnliches Problem. Sie müssen eine Unzahl von Geister- und Dämonensichtungen für wahr nehmen, weil sie belegbar Bestandteil der Naturbeobachtungen der Menschheit sind. Der Rationalist hält das für völlig verrückt … und verweist gleich auf die Schwäche der Sinne: sie können sich täuschen.

Der Materialismus (als besondere Form des Atheismuskomplexes, der unter anderem auch Elfengläubige erfasst, die aber die Existenz des christlichen Gottes ablehnen) macht es sich hier besonders bequem: er handelt einfach unwissenschaftlich und setzt willkürlich eine „Wahrheit“. Das kann man machen: die schlimmsten Verschwörungstheoretiker arbeiten genauso, haben aber eine Qualität, die der Atheismus nicht hat: sie berufen sich auf Dinge, die beobachtbar sind – und rational nachvollziehbar. Alles was die Rationalisten an Fragen am Rande der menschlichen Existenz auffinden, hält der wissenschaftliche Materialismus für Geistesschwäche, alles, was an Beobachtungen stört, für völlig verrückt.

Solche geschlossenen Beweiszirkel sind in der Philosophie schon lange bekannt: aber diskutiert mal mit einer Horde, ausgebeuteter, wütender, hasserfüllter Arbeiter die mit roten Fahnen vor dem Werktor stehen und meinen, der Kampf gegen den Gedanken „Gott“ sei Teil des Kampfes gegen ihre asozialen Fabrikführer. Natürlich haben sie aus einer gewissen Perspektive Recht mit ihrer Anschauungen: lange Zeit war es für den Adel Tradition, das der Zweitgeborene der Kirche gehört – sie haben die Kirche schlicht und einfach gekapert um sich Gott zu unterwerfen, in dessen Namen sie dann fürchterliche Kriege geführt haben. Quelle des Übels ist aber hier der Adel – nicht Gott.

Mit solchen Beweiszirkeln kann man alles beweisen, was man will. Wenn ich sage: die Farbe Rot gibt es nicht – so kann ich das beweisen. Alle die, die Rot sehen, haben eine Geistes- oder Sinnesschwäche, alle die, die mir irgendwelche Farbspektren erklären wollen, sind schlicht und ergreifend verrückt, denn es gilt: Rot gibt es nicht.

So beweise ich alles: das der Mond aus grünem Käse ist, wir alle nur im Traum eines wahnsinnigen Gottes leben, das Merkel ein Alien ist, Deutschland eine souveräne Demokratie, das es keine rechten Winkel gibt oder die Erde eine Scheibe ist – für solche „Methodik“ ist das kein Problem, sie kann wirklich ALLES beweisen.

Und alles, was so bewiesen wird, ist falsch, weil es willkürliche Setzungen von Wahrheiten sind. So arbeiten Diktatoren, aber so arbeitet nicht die Wissenschaft – weder die rationalistische noch die empiristische.

Jetzt kommen wir natürlich in ein gefährliches Fahrwasser, weil der neugierige Leser jetzt wissen will: wenn Atheismus grober Unfug ist, heißt das dann, das es den lieben Gott gibt?

Nun – diese Frage kann ich nicht beantworten … und würde mich auch nicht auf die Seite der widergöttlichen Mächte stellen, die ganz klar wissen, wir Gott aussieht. Widergöttliche Mächte? Ja, was die Vorstellung von Gott betrifft, so gelten in dem hiesigen Kulturkreis ganz klare Regeln (an die sich der Adel natürlich nicht gehalten hat – als Speerspitze der widergöttlichen Mächte war das zu erwarten: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst haben die wohl nie im Leben praktiziert – damals wie heute tanzen sie lieber um das Goldene Kalb):

1. „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“

Ja, das war ihm wichtig. Oder ihr. Oder es. Keinen Baal, dem man Kinder in Feueröfen opferte (war damals Alltag), keinen „Führer“, keinen Gottkaiser, keinen „Fortschritt“ und keinen „Markt“. Eine weise Botschaft, eigentlich, denn diese Götter fordern – so lange wir denken können – Menschenopfer. Auch heute noch verlangt der Mammon (wir nennen den nicht so – aber die Bibel würde ihn so nennen) aus ganz vernünftigen Gründen die Reduktion des Menschengeschlechtes um einige Milliarden Seelen … und da diese Seelen keine Kinder Gottes mehr sind, sondern aus einem chaotischen Urschlamm zufällig entstandene Schädlinge, die keine Daseinsberechtigung haben, wenn sie zu schwach sind (oder arbeitslos oder Juden  oder Armenier oder Kurden oder Christen oder Moslems oder alt und krank), spricht auch rein rational nichts dagegen, sie zum Schutze des eigenen Wohlstandes zu opfern – oder sie, wie in Griechland, bis aufs Blut zu quälen.

2. „Du sollst dir kein Gottesbildnis machen, das irgendetwas darstellt am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.“

Auch das war ihm wichtig. Wichtiger als der arbeitsfreie Samstag, das Verbot von Raub und Mord war ihm die Tatsache, das man gefälligst aufhören sollte, Religionen zu formen, die ganz klar wissen, wie das  „Jenseits“ aussieht.

Toller Gott, oder? Kommt daher und sagt: habt Euch lieb und macht Euch um mich keine Gedanken. Die Atheisten der griechischen Philosophie haben ähnlich gedacht. Und da kommt jetzt das politische Instrument des Atheismus (ja, ich urteile jetzt – und verweise auf die Ursprünge) und sagt: der hat keine Ahnung, den „gibt“ es gar nicht … wobei sie hier ein Urteil fällen, das purer Nonsens ist. Gott als höchster von Menschen zu denkender Gedanke (noch etwas größer als alle Universen zusammengenommen) ist kein Gegenstand der Welt des „Seins“ – also kein Objekt der Naturwissenschaften, das man beliebig zersägen, zerlegen oder spalten kann (und das ist auch gut so, denn genau das würde unsere machtbesessene „wissenschaftliche“ Kultur mit ihm machen), er ist auf jeden Fall und unwiderlegbar ein Objekt im menschlichen Geist – also ein Objekt der Geisteswissenschaften. Trotz aller Allmachtsphantasien des modernen Materialismus gibt es ein paar Dinge, die sich seiner Machtausübung entziehen … eins davon ist fast jedem Menschen bekannt  – man nennt es Liebe, ein anderes ist der Hass … und beide richten mehr Schaden an als alles Religiöse zusammen (was dafür spräche, den Geisteswissenschaften mehr Geld zu geben, damit die Haßprediger in Militär und Politik  nicht die Welt mit den Werkzeugen der Naturwissenschaftler zersägen, zerlegen, spalten und zerfetzen, bevor wir uns überhaupt bewußt geworden sind, was wir hier wollen).

Aber wie schön wäre es, wenn die Menschen „Atheismus“ als „wahr“ anerkennen (ja, das darf man, das ist im Reich der unwissenschaftlichen Beliebigkeit erlaubt: Ufos, Spukgeister und ein Mond aus grünem Käse – alles kein Problem, wenn man nur will), denn dann … kann man ihnen andere Götter geben, denen sie hinterher laufen – und ganz schnell vergessen sie, das Nachfolge Christi bedeutet, das man alles verkaufen sollte, was man hat – und den Armen geben. DIESER Gott mochte nämlich keine Armen, laut der Legende hat er sogar extra seinen Sohn heruntergeschickt, um das nochmal ganz ausdrücklich klar zu machen: liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – und nicht: beute ihn aus, so gut Du kannst. Nicht umsonst wurde er … gekreuzigt.

Und jetzt merken wir: Atheismus ist nicht nur eine kleine, pubertäre Spinnerei von Individuen mit Allmachtsphantasien … er ist politisch und gesellschaftlich extrem gefährlich, weil er das gesamte moralische Fundament der Zivilisation untergräbt, alle Grundlagen eines sozialen Miteinanders in Frage stellt.

Sicher, wir haben ein Grundgesetz, das unser Verhältnis zu Gott klar zum Ausdruck bringt:

Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen […] hat sich das Deutsche Volk […] dieses Grundgesetz gegeben.

Und das geschah sehr überlegt und weise – aufgrund der Erfahrungen, die man mit einem anderen gottgleichen Wesen gemacht hat, das die „Vorsehung “ persönlich an die Spitze des deutschen Staates gestellt hatte … mit entsprechenden Ergebnissen: Menschenmassenopfer.

Das ist nichts weniger als die unabdingbare Anbindung unserer Gesellschaft an den Gedanken eines höchsten „Guten“. Wie Angriffe auf die Verfassung, Wünsche zu ihrer Veränderung  zu beurteilen sind, kann jeder selbst beurteilen. Im Prinzip, dem Sinn entsprechend: alles satanistisch (sofern wir Satan als Gegenteilbegriff zu Gottes Willen zulassen wollen).

Wir erleben das alles am eigenen Leibe – als Volk. Je weiter wir uns von dem an Gott gebundenem Grundgesetz entfernen, umso verharzter und verschuldeter werden wir … und umso unmenschlicher. Wie Immanuel Kant schon erkannte: die Vernunft als solche kann zwar moralische Regeln aufstellen … zeigt aber eine gewissen Schwäche bei der Frage: und was bringt mir das jetzt, wenn ich mich so verhalte, das meine Verhaltensmaximen jederzeit Gesetz eines Staates werden können – ich aber keine Millionen damit verdiene, während andere mit Menschenhandel und brutaler Ausnutzung der Not der Menschen superreich werden?

Was also wollen atheistische  Strömungen, die Gott (und in Folge auch seine Gebote) in Frage stellen?

Eine Förderung der Unmoral, die letztlich in Kindermord, Kinderprostitution und Lagerhaltung endet, weil alle moralischen Grenzen gefallen sind – wie man aktuell am Beispiel der Kirche sehen kann.

Jetzt wird es völlig verrückt, wird mancher denken: die Kirche als Speerspitze des Atheismus?

Antwort: siehe Gebot 1 und 2. Die verstoßen jeden Tat dagegen, kennen Gebote Gottes besser als er selbst, predigen Wasser und saufen Wein und haben natürlich auch kein Problem damit, die Kanonen jeder Seite zu segnen. Für Innenansichten der Kirche empfehle ich den Roman des ehemaligen Vatikanmitarbeiters und Papstvertrauten Malachi Martin („Der letzte Papst“), der dort schon in den neunziger Jahren die Kindermißbrauchsnetzwerke beschrieb, die jetzt allgemein bekannt geworden sind – die satanischen Gruppen, von denen er berichtete, sind aber noch nicht so weitläufig bekannt.

Hexenverbrennungen, „Ketzer“-Morde, Ablassbriefe und ein Hauptsitz, der voller Prunk und Pracht nur so glänzt lassen sich kaum in Einklang bringen mit jenem Gott, der im Verständnis des „Erfinders“ dieses Begriffes (das Judentum) das Heilige des Lebens selbst präsentiert, jenen göttlichen Hauch (Ruach), der überhaupt erst Lebendigkeit in die Materie bringt (ein Bild, mit dem wir schon wieder gegen das zweite Gebot verstoßen haben).

Nun – die Bibel ist kein Fax Gottes. Mag sein, das es einen Moses gab, der mit konkreten Anweisungen (oder altbekannten sittlichen Ideen) von einem Berg stieg, aber der Rest ist von Menschen geschrieben worden, die ihre eigenen Interessen haben.

Jetzt ist mancher sicher völlig verwirrt: wenn denn die Atheisten unrecht haben, die Theisten aber auch – was ist denn dann wahr?

Nun – hier sind wir im Kernbereich der Philosophie.

Was wahr ist, können wir nicht sagen, noch erkennen. Unsere Sinne sind zu beengt, unser Verstand zu unerfahren, das wir das Universum verstehen könnten. Daran wird sich auch in tausend Jahren nichts ändern (auch wenn es die Kirche in dem Zeitraum schaffen könnte, den Einfluss des Adels und des Kapitals aus sich herauszuwaschen – wenn sie das überhaupt wollte). Wir müssen uns also ENTSCHEIDEN, in welchem Rahmen wir leben wollen.

Anders geht es nicht.

Also entscheiden wir uns … zwischen einer Welt, die sinnlos und ziellos aus einer chaotischen Ursuppe entstanden ist – oder einer Welt, die liebevoll und gut durchdacht ein Spielfeld darstellt, in dem menschliche Seelen die Erfahrung materieller Existenz machen dürfen.

Das erste Bild wurde übrigens schon mal plastisch dargestellt: in der dunklen Mythologie des Howard Phillips Lovecraft hat der atheistische Materialisms eine Gestalt bekommen: Azathoth, der blinde und wahnsinnige Dämonengott, den man sich unter anderem als permanente Nuklearexplosion vorstellen kann … ein Zustand, dem die Kultur des wissenschaftlichen Materialismus  und Atheismus hier und jetzt schon möglich gemacht hat.

Das zweite Bild … entspricht eher einer freien, glücklichen Hippiekultur, die mit allen Sinnen das Leben genießt, weil sie weiß, das es gut ist und das sie vom Urquell des Seins geliebt werden.

Also … ich habe da als vernünftiges, rationales Wesen kein Problem, mich zu entscheiden und zu dieser Entscheidung mit aller Konsequenz zu stehen (und das ist im Übrigen die wahre Bedeutung des Wortes „Glauben“ – dort, wo man nicht urteilen kann, vernünftige Entscheidungen zu setzen … wenn man muss).

Die Frage, wie Gott jetzt aussieht und wie er zu Homosexualität steht (oder zu anderen völlig bedeutungslosen Themen) kann ich nicht beantworten – ich will ja den widergöttlichen Mächten keine Dienste leisten. Wenn Gott gewollt hätte, das wir darüber Bescheid wissen, dann wüssten wir es schon – ich schätze mal, es gehört zu den Spielregeln dazu, das wir hier unten keine Ahnung haben sollen. Würde die Ergebnisse des Experimentes verfälschen.

Was ich sagen kann, beschränkt sich auf geisteswissenschaftliche Methodik der Hermeneutik, auf vergleichende Religionswissenschaften, auf Ergebnisse der Nahtodesforschung und die religionsübergreifenden Erfahrungen der Mystiker, die zum Beispiel Jesus als Zenbuddhist begreifen … oder als Zauberer in der Tradition der Huna, die dereinst im Norden Marokkos anzutreffen waren, letztlich aber auf Hawai gelandet sind.

Wir können davon ausgehen, das die Zerstörung des Empfangsgerätes (wie beim Fernseher) nicht das Ende des gesendeten Programmes bedeutet – einige Fälle im Bereich der Reinkarnation sind dermaßen gut dokumentiert und rational anders nicht erklärbar, das wir eine gewissen Wahrscheinlichkeit dafür annehmen können. Dasselbe gilt für die Existenz des Geistes nach dem Tod (so wie ein Autofahrer noch weiter Autofahrer  ist, obwohl er aus dem Auto ausstieg). Ebenso bedeuten die reproduzierbaren Erfahrungen der Mystiker, das es auch im hier und jetzt eine gewisse Wahrscheinlichkeit mit einer begrenzten Kommunikation mit dem Transzendenten, Jenseitigem geben könnte (bekannt sind da Erfahrungen aus dem Bereich der Mathematik, des Gebetes, der Meditation oder einfach nur dem Bereich der emotionalen Schau der Welt) – hier rate ich aber nicht zu einem Urteil, sondern einfach mal zur Erarbeitung konkreter persönlicher Erfahrungen – wobei wir einen letzten Bereich betreten, der mir noch am Herzen liegt.

Atheisten und Materialisten betrachten sich selbst gerne als Speerspitze der Aufklärung, der Rationalität und der Vernunft (was wir jetzt schon in Ansätzen widerlegt haben) und sie wähnen sich aber auch als ein kleines Häuflein Auserwählter in einem Meer von Idioten.

Genau das Gegenteil ist aber der Fall.

Aus philosophischer Sicht kann ich nur jenen „Gläubigen“ als Gläubigen anerkennen, der:

a) empirische nachvollziehbare Hinweise für sein Weltbild hat oder

b) hinreichend gut durchdachte nachvollziehbare rationale Gründe dafür vorweisen kann.

Beides ist aber außerordentlich selten – und wird auch immer seltener. Quer durch alle Kulturen finden wir gemeinsame Aussagen über Techniken der Begegnung mit „Gott“ (schon diesen Namen zu gebrauchen, ist im strengen Sinne widergöttlich … weshalb ich hier mal anmerke, das ich das sehr ungern tue): dazu braucht es vor allem Stille und eine nur mit strenger Disziplin zu erzeugende Gedankenleere … d.h., man muss sein Denken in einen Zustand bringen, wo es außerhalb von Worten funktioniert.

Einfach mal einen Selbstversuch machen: einfach mal „Gott“ denken, ohne das dabei Bilder auftauchen – in unsere Kultur für den Normalbürger fast unmöglich. Unsere (satanische?) Kultur ist voll von Bildern von Gott … dafür sorgt allein schon Hollywood. Und Stille? Wann haben wir die das letzte Mal vernommen?

So sehe ich mich also einer Kultur gegenüber, in der der „Gläubige“ eine außerordentliche Seltenheit geworden ist … und schon verstehe ich, warum unsere Zivilisation so degeneriert. Konzentrationslager, Hexenverbrennungen (ja, die sind ein Produkt der „Neuzeit“- nicht des Mittelalters, wie es gern aus Propagandagründen behauptet wird), Atombomben, Giftgas, antibiotikaresistene Keime, Umweltvernichtung, Massenmorde … all das sind Teile einer Kultur, die sich gegen den Gedanken „Gott“ entschieden hat. Nicht de jure, aber de fakto … und das letztere ist, worüber Philosophen Urteile fällen.

Sonst könnten wir ja auch einfach glauben, das Deutschland 2013 der Gipfel dessen ist, was an demokratischer Gesellschaft überhaupt möglich ist – oder das ich der König der Welt bin, weil ich das gerade jetzt behauptet habe.

Nun habe ich viel belegt – Atheismus ist unwissenschaftlich, unmoralisch, undemokratisch und selbst ein dunkler Dämon … aber eins fehlt noch: das grausame.

Nun – Religion ist doch Opium für das Volk, oder? Das kann man sogar nachvollziehen – das ist eine Wirkung religiöser Gedanken.

Ich sehe aber keinen Grund, den an der Welt leidenden Menschen, der kleinen, verarmten, hungernden Rentnerin auch noch ihr Schmerzmittel zu nehmen, um sie völlig dem auszuliefern, was wir so selbstherrlich die „moderne“ Gesellschaft nennen – das wäre grausam und gemein.

Aber Menschen ohne Entscheidung für ein „gutes“ (nicht mehr hinterfragebares moralisches und ethisches)  Leben haben damit kein Problem – nicht nur das: ihr eigener, dummer, blinder und tauber Idiotengott ergötzt sich an diesen sinnlosen Grausamkeiten … und auf einmal erahnen wir auch, woher diese Illusion vom „Teufel“ ihren Ursprung hat: es ist nichts weiter als die entschiedene Abwendung von der Idee des „Guten“.

Und was ist jetzt dieses Gute?

Die unwiederbringliche Entscheidung, das wir letztlich über „gut“ und „böse“ nicht urteilen können, ebenso wenig wie über Gott, das Jenseits und die Existenz jenes Stuhles, auf dem wir gerade sitzen.

Wofür wir uns aber entscheiden können, das wir diese Reise von Geburt zu Tod vernünftigerweise gemeinsam unternehmen, ohne uns gegenseitig zuviel unnütze Probleme zu bereiten, in dem wir den anderen umbringen, seine Regelsätze zu niedrig berechnen oder ihn aus der Gemeinschaft ausstoßen, weil wir seine Rohstoffe für uns allein haben wollen. All das können wir zurecht teuflisch nennen, satanisch, widergöttlich, grausam, unmoralisch und gemein … und der höchste von Menschen zu denkende Gedanke gibt uns als „Gott“ sogar Recht.

Leider … sind die, die versuchen, ihm trotz der erkennbaren menschlichen Schwächen entschieden zu folgen in der absoluten Minderheit, die Mehrheit entscheidet sich für andere Verhaltensweisen … und deshalb auch gegen Gott.

Nun ist dieser Artikel jetzt schon wieder viel zu lang geworden fürs Internet, aber er wäre fast umsonst geschrieben, wenn man nicht aus seinen Erkenntnissen heraus einige Feststellungen treffen würde – und sie nochmal deutlich unterstreicht:

1. Ja, die Hippiekultur des „Love und Peace“ war in der Tat (im Prinzip) eine Wiederkunft Christi – aus kulturwissenschaftlicher Sicht, nicht aus der Sicht der Amtskirchen

2. Ja, jeder, der anderen vorwirft, sie seien „Sozialromantiker“, ist ein grausamer Diener Satans. Man sollte ihn auch fairerweise so nennen, damit ihm selbst ganz konkret bewusst werden kann, auf welchen Pfaden er gerade lustvoll wandelt.

3. Nein, Gott hilft nicht beim Einparken; Gebete nützen nichts beim Lottospielen, noch bei Bewerbungen, Aktienkursen oder der Erreichung von Kriegszielen. Wäre dies so … wir bräuchten das ganze Ereignis „Leben“ nicht, sondern würden uns nur noch in unfreien, gottgewollten Routinen bewegen. Wer will das schon – außer der NWO und ihren dunklen Aposteln.

 

 

 

 

 

 

Nachrichten am Dienstag

bombe

Eigentlich funktioniert das hier nur deshalb, weil ich endlich ein Programm gefunden habe, daß mir stabil Videoclips rendert während ich was anderes machen und so die Wartezeit verbringen kann, bis es fertig ist. Egal, fangen wir an:

Das  mit der E-Mail Überwachung hat sich ja hoffentlich bereits rumgesprochen. Hier gibts zusätzlich noch ein paar nette Cartoons:

In lediglich 213 Fällen will man „tatsächlich verwertbare Hinweise“ gefunden haben.
Was „verwertbare Hinweise“ bedeuten soll, wird allerdings nicht erläutert.
Vielleicht soll das bedeuten, dass zwar in 37.292.862 Fällen das grundgesetzlich garantierte Postgeheimnis missachtet wurde, aber ganze 213 Mal das Wort „Bombe“ vorgekommen ist.
Das wäre immerhin eine Trefferquote von gigantischen 0,00005 %, die diesen immensen Aufwand rechtfertigen soll.

Mowitz schimpft ein bisserl über die Propagandamärchen, die man uns täglich auftischt:

Keine konzereigene Journaille, kein staatlicher Politruksender in der BRD, der nicht die Lügengeschichte der USA und Israels, der Iran bastele an einer Atombombe ungeprüft und unrecherchiert weitergegeben hat. Der kritische und investigative Journalismus ist schon lange tot, wenn es ihn denn je gegeben hat. Die gemeinsame Hurerei mit der politischen und wirtschaftlichen Macht, die er eigentlich kontrollieren soll, ist die Normalität, nicht die Ausnahme.

Schon mal von „Qualia“ oder vom „Intentionalitätsproblem gehört? Wenn nicht, dann ml hier klicken um zu lesen, wie sich eine Fledermaus fühlt:

Nachdem wir hier fleißig den Begriff Bewusstsein benutzen und wir inzwischen erkannt haben, dass Jeder seine eigene Wahrheit aufgrund seiner Erfahrungen hat, wollte ich doch mal genauer nachschauen, was es denn mit dem Bewusstsein auf sich hat. Und da blieb mir glatt die Spucke weg, denn unsere ach so guten Wissenschaften können sich genau unser Bewusstsein nicht erklären, sprich es gibt noch die beiden offenen Probleme namens Qualia und Intentionalisierung. Also müssen wir uns gar nicht wundern, wenn auch heute noch viele Menschen das für wahr halten, was in so manchem heiligen Buch geschrieben steht? Oder in so manchem Geschichtsbuch von Besiegten?

Markus Gaertner hat eine gute Idee, wie man das Grundgesetz vereinfachen kann (hoffentlich liest das jetzt keiner der Lobbyisten):

Die Wall Street wehrt sich mit Zähnen und Klauen gegen die drohende (oder doch nicht ?) Begrenzung für spekulative Geschäfte auf Öl. Das berichtet heute CNN Money.

Das 2010 verabschiedete Finanz-Reformpaket Dodd-Frank fordert Limits für die Volumina, mit denen auf Bewegungen der Ölnotierungen spekuliert werden kann.

Ich kanns ja eigentlich nicht mehr hören. Leider ist das genau die Masche, mit der wir zum Ignorieren wichtiger Dinge gebracht werden sollen, damit die „Herren“ machen können was sie wollen:

Unter bürgerkriegsähnlichen Umständen wurde im griechischen Parlament das letzte Belastungspaket durchgeboxt und dadurch der Weg für weitere „Hilfskredite“ frei gemacht. Das bereits schwer überschuldete Griechenland erhält weitere Kredite – ein Vorgang, der in vielen nationalen Rechtssystemen als Insolvenzverschleppung unter Strafe steht. Ökonomisch ist die Sachlage klar: ein Verhältnis Schulden zu BIP wie in Griechenland ist nicht abtragbar. Als Argentinien 2001 die Zahlungen einstellte, war dieser Wert fast Maastricht-konform, 63 Prozent. Als IWF-Mitarbeiter im Juli 2001 eine Schuldenreduktion von 15 bis 40 Prozent als notwendig ansahen, lag er bei gut 50 Prozent. Selbst aus Bankkreisen wurde schon im Februar 2010 die Halbierung der griechischen Schulden vorgeschlagen. Dennoch erfolgte ein voller Bail-out, und die EU verschlimmert die Katastrophe, an deren Entstehen sie durch Tolerieren des griechischen Statistikbetrugs bei Euroeintritt maßgeblich beteiligt war, zu Lasten der Griechen und der eigenen Steuerzahler weiter. Während EU-Bürokraten und offenbar überforderte Politiker vom Schlamassel profitieren, zahlt die Bevölkerung Griechenlands und der „Retterstaaten“ die Zeche.

Wenn alle Frauen so wären, wär die Menschheit schon vor Jahrhunderten ausgestorben:

Die Verschwisterung von CDU und Alice Schwarzer ist hingegen noch ziemlich neu. Sie hatte sich schon zu Beginn der Woche abgezeichnet. Alice Schwarzer, 69, und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), 34, haben nämlich ihren Streit beigelegt. Seither sind sie an Friedfertigkeit kaum zu toppen. Die Feministin hat der Jüngeren, die sie einst bissig kritisiert hatte, nun sogar in ihrem Blog bescheinigt: „Die ist ja echt souverän.“ Anlass der neuen Zuneigung: Schröder hatte für Schwarzers Feminismus-Archiv 150 000 Euro locker gemacht. Um genau diese Summe hatte die SPD-geführte Landesregierung in NRW ihre Förderung gekürzt.

Von Benjamin Fulford hatten wir hier bisher noch gar nichts. Wer fantasievolle Räuberpistolen vom Kampf der „White Dragon Society“ gegen die momentan (noch) Herrschenden lesen will , klickt hier. Wer weiß, vielleicht ist das gar nicht so weit an den Haaren herbeigezogen wie es auf den ersten Blick klingt.

Wie angekündigt, beschleunigt sich der Kollaps der teufelsanbetenden Finanzmafia. Am 24. Februar wurde der US-Finanzminister Timothy Geithner von der New Yorker Polizei für ein Verhör festgenommen; nachdem er über viele Kriminelle aus der Finanzszene ausgesagt hatte, wurde er auf freien Fuss gesetzt, wie Quellen aus der Polizei von New York bestätigen. “In den meisten Fällen müssen wir die Leute abwatschen, um sie zum Reden zu bringen; in diesem Fall mussten wir ihn abwatschen, damit er zum Reden aufhörte,” scherzte einer der Informanten. Geithner wurder zwar entlassen, wird aber dauernd von einem bewaffneten Beamten überwacht, damit er nicht das Land verläßt. Der ehemalige italienische Premierminister Berlusconi erwies sich ebenfalls als sehr gesprächig, berichten Quellen aus Europa. Berlusconi wurde auf freien Fuss gesetzt. In der Zwischenzeit gab es sehr produktive Gespräche zwischen Vertretern der White Dragon Society und Beamten der südkoreanischen Regierung, welche letzte Woche in Seoul stattfanden.

Und wer glaubt, daß wäre nicht zu toppen, hat noch nie das Polskaweb gelesen:

Während in der vergangenen Wochen auch deutsche Medien wieder einmal den angeblichen Sohn Adolf Hitlers, den Franzosen Jean-Marie Loret, aus ihren Schubladen der Halbwahrheiten kramten um einmal mehr Kasse zu machen, haben Polskaweb Journalisten längst das Mythos um den „einzigen“ Nachkommen des Massenmörders aufgeklärt. Und die hierbei herausgekommene einzige Wahrheit ist noch sensationeller als alle Lügen der Vergangenheit, denn der echte Hitler Junior starb erst im Jahre 2005, nachdem er es geschafft hatte das finanzielle Erbe seines Vaters im Sinne der Familie zu multiplizieren.

Alzheimer oder Realitätsverlust?

Helmut Kohl schaltet sich in den Streit um weitere Finanzhilfen für Griechenland ein: Das Ziel eines geeinten Europa dürfe nicht in Frage gestellt werden, warnt der 81-Jährige in einem Zeitungsbeitrag. Die Opposition wittert nach dem Verfehlen der Kanzlermehrheit bereits das Ende von Schwarz-Gelb.

Das ist so dämlich, daß kein weiterer Kommentar nötig ist:

Die schwächelnde Konjunktur hat die Konsum-Stimmung der Deutschen auch im Februar nicht trüben können. Aus einer Studie des Marktforschungsinstitutes GfK geht hervor, dass die Verbraucher den Händlern weiterhin viel Umsatz bescheren. Der Konsumklima-Index stieg demnach von 5,7 im Januar auf 5,9 Punkte im Februar. Für März rechnen die Marktforscher mit einem weiteren leichten Plus auf 6,0 Punkte. Grundlage für die Daten ist eine regelmäßige Umfrage unter 2.000 Verbrauchern.

Und das ist eine richtig gute Idee:

Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande will im Falle eines Wahlsieges in Frankreich einen Spitzensteuersatz von 75 Prozent einführen. Dieser solle für Einkommen von über eine Million Euro im Jahr gelten, sagte Hollande im Fernsehsender TV1. Er zielt damit auf die hohen Einkommen französischer Spitzenmanager.

Wann wird die Gema endlich abgeschafft? Hier versuchen Dieter Bohlens Geldeintreiber Tantiemen von der Besitzerin eines China-Restaurants zu ergaunern, die, nach eigener Aussage, nur chinesische Musik spielt, die nicht dem Urheberschutz unterliegt und die Gema kann wohl nicht das Gegenteil beweisen)

Neubauer (Artikel lesen, dann wisst ihr wer das ist. Rb.) reagierte auf diese Klage mit der Zusendung von Kopien der tatsächlich gespielten chinesischen CDs und DVDs. Die zuständige Sachbearbeiterin bei der GEMA lehnte die Prüfung, ob für einen der darauf enthaltenen Titel Rechte wahrgenommen werden, allerdings mit der Begründung ab, sie könne kein „Chinesisch“. Der Anwalt der GEMA verrechtlichte diese Weigerung zum Argument, es sei „nicht zumutbar“, Komponisten und Texter abzugleichen, deren Namen nicht in lateinischer Schrift geliefert werden.

Das Amtsgericht Frankfurt am Main zeigt sich in einem Hinweisbeschluss vom 20.02.2012 (Az. 32 C 36/12(18)) allerdings nicht dieser Auffassung und fordert die GEMA dazu auf, konkret zu „erläutern, weswegen ihr eine Zuordnung nicht gelingt“. Die Feststellung, dass es den GEMA-Mitarbeitern an Mandarin-Kentnissen mangelt, reicht dem Gericht zufolge hierfür nicht, denn „man muss eine Sprache nicht verstehen, um Titel zuordnen zu können“. Als erstes sei hierfür die Frage zu klären, ob die GEMA überhaupt Rechte für Komponisten und Texter aus der Volksrepublik China wahrnimmt.

Damit sich die Jungs vom Verfassungsschutz nicht Langweilen, hier ein Hinweis auf eine Bombe (mit Dank an das Prollblog):

 

Noch ein Hinweis, daß es bei ACTA nicht nur um Raubmordkopien geht:

Die ACTA-Bestimmungen betreffen auch die Rechte der Pharma-Industrie und das Verfahren der Medikamentenherstellung. 32 Millionen Menschen sind an Aids erkrankt, die meissten davon in der Dritten Welt, in den Entwicklungs- und Schwellenländern, insbesondere in Afrika.

Die Behandelbarkeit von AIDS und HIV hängt in diesen Ländern sehr stark von den preisgünstigeren, meisst in Indien hergestellten Medikamenten ab, sogenannten Generika. Aber mit einem Gesetz wie ACTA reicht bereits der Verdacht der Patentinhaber auf Rechtsverletzung, um die Produktion dieser preisgünstigeren Präparate zum Stoppen zu bringen.

Christopher Hitchens vs. Religion. Sorry, leider nur in Ausländisch verfügbar.

Und die unsichtbaren Ufos mag ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Nicht vergessen, am 4. Juli ist #kaufnix-tag. Komisch, vor ein paar Tagen war da jede Menge, wo sind die Tweets hin?

Fnord

Europa 2012: Menschenopfer und Propaganda gegen den Untergang der käuflichen Demokratie

Montag, 2.1.2012. Ein neues Jahr hat begonnen. Ein Jahr, in dem schwere Zeiten auf uns warten sollen - sagt die Bundeskanzlerin. Schwere Zeiten sind ja immer gut für Propaganda. Man erinnere sich als Ostdeutscher einfach mal an die jährlichen Berichte zu Planerfüllung: was wurde da gejubelt. Mal ehrlich: bis 1990 gab es doch keine Nachrichten darüber, das die Waren Schrott waren, die Arbeitsleistung miserabel und das Geld nichts wert, oder? Im vereinten Deutschland müssen wir auf unser 1990 noch etwas warten, die Daten, die darauf hinweisen, wie schlecht es uns wirklich geht, werden momentan noch vom<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,806632,00.html"> Propagandagetöse </a>übertönt. Mal eine kleine Aussicht auf das, was uns wirklich drohen könnte - noch dieses Jahr? Mal wirklich einen Blick darauf werfen, was geschehen könnte, wenn das äußerst zerbrechliche Konstrukt "Dienstleistungsgesellschaft" zusammenbricht? Tom Appleton hat es in <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36030/1.html">Telepolis</a> mal gewagt:

Montag, 2.1.2012. Ein neues Jahr hat begonnen. Ein Jahr, in dem schwere Zeiten auf uns warten sollen – sagt die Bundeskanzlerin. Schwere Zeiten sind ja immer gut für Propaganda. Man erinnere sich als Ostdeutscher einfach mal an die jährlichen Berichte zu Planerfüllung: was wurde da gejubelt. Mal ehrlich: bis 1990 gab es doch keine Nachrichten darüber, das die Waren Schrott waren, die Arbeitsleistung miserabel und das Geld nichts wert, oder? Im vereinten Deutschland müssen wir auf unser 1990 noch etwas warten, die Daten, die darauf hinweisen, wie schlecht es uns wirklich geht, werden momentan noch vom Propagandagetöse übertönt. Mal eine kleine Aussicht auf das, was uns wirklich drohen könnte – noch dieses Jahr? Mal wirklich einen Blick darauf werfen, was geschehen könnte, wenn das äußerst zerbrechliche Konstrukt „Dienstleistungsgesellschaft“ zusammenbricht? Tom Appleton hat es in Telepolis mal gewagt:

Schon im nächsten Jahr könnte ein europäischer Währungskollaps den Stillstand des gesamten international ausgerichteten Wirtschaftsgefüges bewirken. Wenn Europa nichts kaufen kann, kann es auch nichts verkaufen und die Wirtschaft legt eine quietschende Vollbremsung hin. Europas millionenfach überalterte Bevölkerung stirbt in einem einzigen Winter ohne Heizung, Nahrungsmittel, Medikamente. Und es wird nicht genügend Arbeitskräfte geben, um die steifen Kadaver aus den Wohnungen und in die Gräber zu zerren.

Die deutsche Jugend, die jetzt noch geschmäcklerisch am Militärdienst mit der Waffe mäkelt, wird in marodierenden Horden durch die Landschaft streichen und einen Hauch von „Dreißigjährigem Krieg“ verbreiten. 

Kaum zu glauben oder? Ich habe zu Sylvester mal versucht, Appletons Visionen im Kreise von Spaßbürgern zu diskutieren – die Reaktionen waren überwältigend: man würde dann einfach in die Stadt ziehen, hier, in der Einöde, gibt es ja nichts zu essen. 2012 – so wurde dann noch weiblicherseits hinzugefügt – fühle sich gut an. Damit war man am Ende diskussionsfähiger Wahrheiten angelangt. Wir in der Einöde haben Wild, Pilze, Äpfel, Holz, Wasser, Birnen, Pflaumen, verschiedene Beerenarten, Schafe, Rinder – aber nichts zu essen. Man glaubt gar nicht, welche Verheerungen die Medien in den Gehirnen gut etablierter Mittelstandsbürger hinterlassen können, die nicht im Ansatz begreifen, woher das Essen aus dem Supermarkt eigentlich kommt.

Es scheint vom Himmel zu fallen.

Natürlich hat der Bürger nicht allein Verantwortung dafür – Medienformate wie „Frühstücksfernsehen“ sorgen dafür, das Bohlens Prostata mit Hungertoten in Afrika vermengt werden, Gottschalks Locke mit Raketentests im Iran, Merkels neues Kleid mit Atomkatastrophen in Japan – in der Spaßgesellschaft wird „Wahrheit“ bagatellisiert und reduziert auf jene Bestandteile, über die man noch lachen kann. Was unangenehm ist, gelangt auf den Sondermüll.

Dabei hat Appleton recht – so etwas wäre möglich. Wir sind als westliche Menschheit unglaublich abhängig vom internationalen Warenaustausch – und von der Ausbeutung der Lebenskraft Milliarden anderer Menschen. Darüber reden wir nicht gern – aber wir leben davon ganz gut – siehe die neue Oxfam-Studie:

Für die Oxfam-Studie „Bittere Bananen“ wurden 117 Arbeiter/innen in Ecuador befragt, die auf Plantagen und in der Verpackung der drei Bananen-Produzenten Noboa, Dole und Reybanpac sowie für deren Zulieferer arbeiten. Die Studie belegt untragbare Arbeitsbedingungen wie Hungerlöhne und Pestizidbelastung. Zugleich wird dargestellt, dass deutsche Supermarktketten durch ihre Preisdrückerei für diese Verletzungen der Arbeitsrechte mitverantwortlich sind.

Welche Supermarktketten? Nun – die Saarländische Onlinezeitung nennt Namen:

Mitverantwortlich für derart menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in Ecuador sind deutsche Supermarktriesen. Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Metro kontrollieren rund 90 Prozent des Lebensmitteleinzelhandels und nutzen diese Macht gegenüber ihren Lieferanten aus, um die Kosten zu drücken. Dies gilt auch für den Import von Bananen. Zwischen vorgeblicher sozialer Verantwortung und Beschaffungspraxis klafft eine Lücke.

Das sind Namen, die bei uns auf dem Lande auch 90 Prozent der Einkaufsmöglichkeiten darstellen – ich nehme mal an, das „Norma“ und „Netto“ da nicht besser sind.  Das wird Verbrauchern jetzt nicht viel weiterhelfen – dank sinkender Reallöhne  sind wir auf die Menschenopfer angewiesen, um unseren Lebensstandard halten zu können.

Menschenopfer?

Ja, die sind halt in vielen Gebieten nicht aus der Mode gekommen – in Indien wurde gerade ein siebenjähriges Mädchen geopfert:

Der Polizeichef des Distrikts Bijapur im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh sagte am Sonntag, zwei Männer hätten das Verbrechen gestanden. In ihrem Aberglauben hätten sie angenommen, durch das Opfer eine günstige Ernte herbeiführen zu können.

Wir opfern in unserem Wahn Millionen von Menschen. Unsere Götter heißen „Märkte“ – wie der DAX – und wir behandeln sie auch so. Hören wir zum Beispiel mal unserem Ex-Aussenminister, dem Bomben- und Hartz-Fischer zu, der in der Süddeutschen über sie spricht:

Ach ja, und wem verdanken wir all diese europäischen Fortschritte? Der Weisheit unserer Staats- und Regierungschefs und ganz besonders von Merkozy? Leider Fehlanzeige. Es war fast ausschließlich der Druck der viel geschmähten Märkte! Es war nicht die Politik, die Berlusconi gestürzt hat, das taten die Märkte. Und es war auch nicht die Politik, welche die Tür zur Fiskal- und danach zur politischen Union geöffnet hat, auch hier waren die Märkte am Werk.

Die Personalisierung des Begriffes Markt macht ihn zu einem Wesen, dem Politiker nur brav dienen – und ist ein wesentlicher Propagandafeldzug. Kann man einen Markt verhaften, anklagen, einsperren? Nein. Er schwebt unerreichbar über allem, im seligen Himmel der ewigen Heiligen. Er ist die unabwendbar größte Autorität im menschlichen Sein, er ist der Mittelpunkt des Universums, der Schöpfer unseres Lebens und unseres Wohlstandes, durchdringt unseren Alltag in jeder Faser unserer Existenz … er ist der Gestalt gewordene Gott auf Erden. Und wie üblich, bringen wir ihm gerne und viele Menschenopfer, aktuell gerade in Portugal.

Wenn der Markt es verlangt – dann bringen wir die Alten, Kranken und Schwachen um. Wie man das macht, zeigt Telepolis:

2012 müssen es sich viele Portugiesen nun sehr genau überlegen, ob sie es sich leisten können, zum Arzt oder ins Krankenhaus zu gehen. Gehörte das Land schon bisher zu den Ländern, in denen die Verbraucher besonders starke Zuzahlungen zu leisten hatten, haben sie sich nun mehr als verdoppelt. Besonders deutlich schlagen ab dem 1. Januar Besuche in den Notaufnahmen der Krankenhäuser zu Buche. Jeder Besuch kann bis zu 50 Euro kosten, wenn eine klinische Untersuchung notwendig wird. Ohne spezielle Behandlung kostet dieser Besuch nun 20 Euro, für den bisher 9,60 Euro gezahlt werden mussten.

Man muss derartige Gebühren ins Verhältnis zum Lohnniveau setzen, erst dann zeigt sich, wie teuer das staatliche Gesundheitswesen nun für viele Menschen wird. Etwa 40% der Beschäftigten mussten schon 2010 mit weniger als 600 Euro monatlich auskommen und 2011 wurden die Löhne im öffentlichen Dienst sogar gekürzt. Da der Mindestlohn im Land nur 485 Euro beträgt, kann ein Gang in die Notaufnahme also gut vier Prozent des Monatslohns kosten und sogar auf mehr als zehn Prozent anschwellen.

Das alles muten wir den Menschen zu, um DIE MÄRKTE zu beruhigen. Wir spotten hochnäsig über Papst und Kirche, praktizieren aber selber einen Kult, der von tiefen religiösen Gefühlen geprägt ist.

Toll, oder?

50 Euro pro Arztbesuch in Deutschland – wir wären die „Hartzies“ endlich los. Der Arzt würde sich freuen, er könnte sich an den eingebildeten Krankheiten von gut geformten und fein gepflegten Zahnarztgattinnen dumm und dämlich verdienen – und ganz viel andere Menschen auch – ich zitiere die Welt, die den Spiegel zitiert, der eine Studie zitiert:

Die Bürger zahlen viel zu viel Geld in das deutsche Gesundheitssystem. Dort fallen nach einem „Spiegel“-Bericht deutlich mehr Verwaltungskosten an als bisher vermutet. Einer Studie der Unternehmensberatung A. T. Kearney zufolge sind 23 Prozent der 176 Milliarden Euro Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung 2010 bürokratischen Abläufen geschuldet, schreibt das Magazin.

Merkt man, wer an diesem System gewaltig stört?

Klar, der Kranke. Gäbe es den nicht, könnten Parteien und Verbände noch mehr Pöstchen im Gesundheitswesen verteilen. Da Armut krank macht, bräuchte man nur die Eintrittsgebühr erhöhen – und schon wäre man das Problem los. Die Krankenkassen schlagen nun entsprechend zurück, siehe Welt.

 „Es gibt heute zu viele Krankenhäuser und vor allem zu viele Krankenhausbetten. Wir leisten uns Strukturen, die größer und teurer sind als in anderen Ländern.“ 

Klar, wir bauen Krankenhäuser ab, um die Verwaltung finanzieren zu können. So etwas geht nur in einem Land voller Gesunder. Kranke … brauchen nämlich keinen niedergelassenen Arzt. Kranke brauchen die kleinen, kommunalen Krankenhäuser – wenn sie wirklich etwas haben. Würden wir den luxuriösen niedergelassenen Bereich einfach verbieten – wir könnten bei 50 % der Kosten 1000 % mehr Leistung haben, vorausgesetzt, wir trauen uns auch, dem Volk eine medizinische Grundausbildung zu verpassen, damit es nicht wegen jeder Magenverstimmung und jedem Schnüpfchen gleich den Operationssaal in Anspruch nimmt.

Wir aber – bringen lieber die portugiesischen Menschenopfer nach Deutschland, denn Menschenopfer – das wissen wir seit Urzeiten – sind das optimale Mittel, unsichtbare Mächte (MÄRKTE) günstig zu stimmen, damit die Ernte gut ausfällt. Und die deutsche Ernte ist gerade ganz dick in Gefahr:

Deutschlands Autobauer müssen ein Ende des China-Booms fürchten: Die Regierung in Peking will die Aktivitäten ausländischer Fahrzeughersteller im Land zurückdrängen. Man wolle eine „gesunde Entwicklung“ des Markts ermöglichen, teilte Peking mit. Zuvor hatte die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, die Regierung wolle „ausländischem Kapital in der Autoindustrie“ die „Unterstützung entziehen“.

China bedankt sich artig bei den Märkten für die Hilfe bei der Erlangung der absoluten Weltherrschaft – und macht dann die Tür zu. Kommunisten können mit Religion nichts anfangen – und mit der schwachsinnigen menschenfeindlichen Pseudoreligion der MÄRKTE erst recht nichts. Man nimmt halt von ihnen, was man braucht – und läßt sie dann vor der Tür stehen, bevor sie richtig anfangen können, Unheil zu machen. Stattdessen – dreht man den Spieß um:

Es sind gleich mehrere Nachrichten aus dem Fernen Osten, die dieser Tage die Runde machen. Etwa die, dass China seinen Staatsfonds CIC mit zusätzlichen 50 Milliarden Dollar aufrüsten wolle, um in Europa auf Einkaufstour zu gehen. Oder die vom chinesischen Internethändler Alibaba, der ein Gebot für den angeschlagenen US-amerikanischen Internetkonzern Yahoo vorbereite; sogar Lobbyisten in Washington soll das Unternehmen bereits angeheuert haben. Offiziell bestätigt ist zwar noch keine der Nachrichten; es bleibt bislang beim Insiderwissen. Doch die Botschaft ist klar: China drängt in die Welt.

Jetzt kauft man das günstig ein, was dank Arbeitsplatzexport nach China billig geworden ist. Hier sieht man deutlich, was geschieht, wenn Betriebswirtschaftler versuchen, eine Volkswirtschaft zu führen: ein Staat ist halt keine Firma und kann mit kurzfristigen Erfolgen durch Vermarktung seiner Substanz nicht lange überleben. Die Experten ziehen jetzt schon mal die notwendigen Konsequenzen:

Auch wenn es sich zunächst paradox anhört: Es ist für Europa sinnvoll, am Gipfel Platz zu machen für aufstrebende Mächte. Eberhard Sandschneider, einer der einflussreichsten Experten für deutsche Außenpolitik, beschreibt es in seinem aktuellen Buch „Der erfolgreiche Abstieg Europas“ so: „Die Bereitschaft, Platz zu machen, ist die notwendige Voraussetzung, um zu verhindern, dass in den derzeitigen Prozessen globaler Machtverschiebung Konflikte entstehen, deren Kosten unkalkulierbar sind, aber immer zu Lasten Europas, seiner Sicherheit, aber auch seiner globalen wirtschaftlichen Interessen gehen.“

Europa stirbt, die Leichenfledderer ziehen los, Beute zu machen, und die Experten raten dazu, sich diesem Prozess nicht zu wiedersetzen … weil er der Weisheit unseres Gottes entspricht: DER MÄRKTE.

Die deutsche Wirtschaft folgt dem Rat schon mal jetzt und gibt den Kampf um die wirtschaftliche Vorherrschaft sicherheitshalber schon jetzt auf:

Nur drei von zehn Industrieunternehmen planen im nächsten Jahr zusätzliche Investitionen. Und auch diese sollen nicht zur Produktinnovationen als vielmehr auf Rationalisierung und Ersatz alter Maschinen verwendet werden.

Und wie reagiert die Politik darauf?

Ganz klassisch: mit Menschenopfern: Hartz IV, Rente mit 67, Zuzahlungen bei den Gesundheitskosten. Der Horst Seehofer positioniert sich da deutlich:

„Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer über 50 in Deutschland müssen spürbar verbessert werden! Sonst wird die Verlängerung der Lebensarbeitszeit zur faktischen Rentenkürzung“, sagte der bayerische Ministerpräsident der „Bild am Sonntag“. „Das bisher Erreichte genügt da nicht. Wenn sich das nicht ändert, werden wir über diese Frage eine breite öffentliche Debatte führen müssen. Mit mir ist eine massenhafte Rentenkürzung nicht zu machen.“

„Alle Regierungen in den letzten 20 Jahren in Deutschland haben befristete Arbeitsverträge und Minijobs als begrenztes Mittel zur Flexibilität akzeptiert. Sie sind aber in vielen Fällen der Regelfall geworden. Das müssen wir wieder ändern.“ Für den Fall, dass sich Arbeitgeber nicht durch Appelle beeindrucken lassen, sagte Seehofer: „Für mangelnde Vernunft gibt es auch in einer freiheitlichen Gesellschaft nur einen Ersatz: den Gesetzgeber.“

Hört sich gut an – ist aber alles Propaganda … oder kann sich jemand daran erinnern, das die CSU mal geschlossen gegen den Sozialabbau angetreten ist? So etwas beruhigt aber das Volk im Frühstücksfernsehen, es denkt, das wenigstens einer von denen da oben noch nicht gänzlich in die Asozialität abgedriftet ist.

Dabei wissen die Chinesen, wie man im Westen Politik macht …. bitte nicht den kleinen Passus überlesen, das sie zur Expansion schon in Washington Lobbyisten angeheuert haben.

Die sind halt nicht blöd, die Chinesen, die wissen, wir Demokratie im Kapitalismus funktioniert.

Darf ich zum Schluss einmal die vossische Zeitung zitieren? Hier aus der Welt:

Die „Vossische Zeitung“ empfiehlt ihren Lesern jedenfalls, dem neuen Jahr unbeschwert entgegen zu blicken. Was war und sein könnte, müsse man vergessen am Tag des Jahreswechsels, schreibt sie, um anschließend „unbeschwert den frischen Anfang zu setzen, als ob noch alles zu gewinnen wäre“.

Das schrieb man … im Jahre 1911. Einem Jahr, in dem „DIE MÄRKTE“ dem Kaiser zeigten, wo der Hammer hängt – und das auch sonst erstaunliche Paralellen zu 2011 aufweist – aus wirtschaftshistorischer Sicht.

So schreibt die „Frankfurter Zeitung“ am 31. Dezember 1911, dass die Alleinherrschaft der Großbanken zu verheerenden Entwicklungen geführt habe. Statt für solide Einnahmen zu sorgen, werde immer häufiger auf Spekulation gesetzt, wodurch der deutsche Börsenverkehr „das einseitige Hausse-Geschäft und nur dieses begünstigt“.

Schaut man, was den Menschen drei Jahre später blühte, so kann man nur sagen, das Tom Appleton möglicherweise ein realistisches Szenario beschreibt. Wir jedoch sollen wieder mal – wie jedes Jahr – „unbeschwert den frischen Anfang setzen, als ob noch alles zu gewinnen wäre“.

Und wenn ich jetzt noch sage, das „MÄRKTE“ heute wie damals eigentlich nur von Menschen gesteuert werden und an Kriegen vorzüglich verdienen – dann merken wir, das Geschichte sich wiederholt, wenn man nicht aus ihr lernt. Und vor dieser Erkenntnis schützt uns sicher und zuverlässig – die Propaganda, die jeden Ketzer gnadenlos verfolgt, der behauptet, das DIE MÄRKTE nur ein Produkt von Menschen sind … daher der Hass auf Verschwörungstheoretiker, die ungläubigen Ketzer der Neuzeit.

 

 

 

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