Religion

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Bürgerkrieg in Deutschland – 2016.

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Montag, 18.1.2016. Eifel. Ich habe da bei Facebook eine kleine Autorenseite, auf der ich Gedanken sammle, die nicht für einen Artikel ausreichen. Nach der Absage des Karnevals in Rheinbach (zu der es inzwischen unterschiedliche Begründungen gibt) und der Empfehlung an Frauen, nur noch in Gruppen das Haus zu verlassen (eventuell: besser auch verschleiert) stellte ich die Frage, wann denn wohl der präventive Hausarrest für Homosexuelle käme. Die Antwort kam prompt – nicht durch Leser, sondern durch die Realität: es kam zur ersten versuchten Steinigung in Deutschland, Opfer waren Transsexuelle. Googeln Sie selbst: das Netz ist voll davon, im Polizeibericht Dortmund finden sie zudem auch noch – ergänzend – eine sexuelle Belästigung am selben Tage: gleicher Hintergrund wie die Kölner Silvesternacht.

Damit, dass ich dies wahrgenommen habe und veröffentliche, gehe ich mitlerweile ein hohes persönliches Risiko ein. Leicht kann es geschehen, dass ich Opfer übelster Diffamierungen werde, dass man mich – der als Schüler schon robuste antifaschistische Arbeit geleistet hatte und beständig vor der Widergeburt faschistoider Varianten in Deutschland warnt – öffentlich zum Nazi erklärt und mich somit zu Freiwild erklärt, mit dem man nicht mehr spricht, aber über den man aber alles sagen darf. Es ist eine seltsame Welt geworden: niemand hat sich groß darüber aufgeregt, dass ein Harald Schmidt mit billigsten Polenwitzen Millionär wurde (noch hat jemand nachgeforscht, wo genau das Geld herkam, dass ihn zum Millionär gemacht hat), niemand geht auf die Straße, um die frauenfeindlichen Kalauer biodeutscher Provinzkomiker (die auch reich gemacht wurden) anzugehen, aber plötzlich, im Jahre 2015, haben wir eine breite Front von „Gutmenschen“, an denen es zuvor massiv mangelte. Warum?

Jedes fünfte Kind in Deutschland lebt in Armut (siehe Spiegel), arme Kinder müssen sich – trotz Riesengeschrei über Facharbeitermangel – mit Minimalstförderungen zufrieden geben (Hauptschulabschluss mit „ausreichend“ reicht, siehe Gegen-Hartz), wir haben einen massiven Anstieg von Obdachlosen zu erwarten (siehe jungewelt) und müssen damit leben, dass die Regierung sogar bewusst die Berechnung von Regelsätzen manipuliert, um Mitmenschen in bitterster Armut zu halten (siehe t-online) während gleichzeitig sehr verantwortungslos mit Fördergeldern umgegangen wird (siehe süddeutsche) und niemanden interessiert das groß. Wo ist eigentlich die Willkommenskultur für deutsche Arme? Warum begeistert der Arme aus Syrien, Afghanistan und dem Irak so, während der deutsche Arme eine eiskalte Wand zwischen sich und dem Rest der Bevölkerung akzeptieren muss? Woher stammt eigentlich der Hass und die Energie zur Hetze? Und wo waren diese ganzen „Gutmenschen“, als sich das Schlechte in Deutschland ausbreitete?

Man riskiert viel heutzutage, wenn man über Fakten spricht – wie dafür, dass wir uns eine Menge neuer Straftäter ins Land geholt haben – als hätten wir in den Vorständen von Banken, Fußballvereinen und Autokonzernen nicht schon genug davon. Ja – für diese Gleichung haben die Bezahlschreiber der Millionärspresse keine Gedanken übrig, die unglaubliche Kriminalisierung des wirtschaftlichen Raumes (die noch ganz andere Dimensionen aufweist, wenn man den Ausführungen von Jürgen Roth in „Mafialand“ oder „Gangsterwirtschaft“ folgt – oder erst recht sein Werk „Der stille Putsch“ verinnerlicht) bleibt für sie folgenlos … aber eine Handvoll krakeelender Dresdener bedeuten auf einmal den Untergang des Abendlandes, gegen den sich alle fest zusammenschließen sollen: auf Kommando war man plötzlich „links“ geworden.

Es ist für jemanden, der sich selber auch als „links“ bezeichnen würde, sehr seltsam zu sehen, wie viele Gutverdiener auf einmal auf der „linken“ Seite stehen, erst recht überrascht ist man, wenn man lesen muss, dass man in einer linksextremen Gesellschaft lebt, die demokratiegefährdende Ausmaße erreicht hat (siehe fu-Berlin). Was ist das eigentlich: links? Der Ursprung dieser Bezeichnung stammt nicht – wie erwartet – aus Zeiten von Marx und Engels – sondern geht zurück auf die Zeiten der französischen Revolution, die unter dem Zeichen einfacher Werte stand: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Ebenso konnte man das Gegenteil klar definieren: alle Formen des Monarchismus, der Feudalstruktur einer Gesellschaft, des klar definierten „oben“ und „unten“.

Was wäre es schön, wenn man sich heute noch an die „alten“ linken Werte erinnern könnte, die Arbeiter und Bauern, Adelige und Soldaten, Künstler und Prostituierte, Penner und Gelehrte zusammengeführt hatten um ein System zu stürzen, das das Land ausbluten lies – eine Allianz, die man heute als „Querfront“ sehr fürchtet, weil man das „Reine“ möchte, das „Saubere“, das eindeutige „Oben“. Ja – heute könnten Adelige und Soldaten nicht mehr an der Revolution teilnehmen – sie wären „Nazis“, während der echte Marxist den Obdachlosen und die Prostituierte als „Lumpenproletariat“ aus der Partei jagen würde. Ich kann Ihnen sagen, was „echte“ Linke verabscheuen würden: die moderne Kaffeehauskultur zum Beispiel, für viele Neulinke der Gipfel der Existenz, für echte Linke undenkbar – es ist mit dem Grundsatz der Gleichheit unvereinbar, sich bedienen zu lassen, noch braucht ein echter Linker das Gefühl, bedient zu werden. „Dienen“ – tut man nur „Herren“ – und die gehören abgeschafft. Für manche sicher ein seltsamer Gedanke, dass die Haushaltshilfe so untolerierbar ist wie der Nerzmantel für den Vegetarier – aber für eine Gesellschaft der „Gleichen“ eine unverzichtbare Einstellung, die niedere Dienstleistungsberufe als mit der Würde des Menschen unvereinbar ansieht und der Meinung ist, dass jeder seinen Dreck selber wegmachen sollte – und sich seinen Kaffee selber machen darf.

Auch bei der Bezahlung unterscheiden sich echte Linke von Neulinken – warum ein Arzt Millionär werden kann, während ein Krankenpfleger auf immer zur Armut verpflichtet bleibt, erschließt sich ihm nicht – und wenn ein Parlamentarier ein Mehrfaches als ein Altenpfleger verdient, wittert wer sofort die Wiederkehr der Monarchie.

Brüderlichkeit – ein ebenfalls wichtiger Begriff, der heutzutage – in der augenblicklichen egomanen Gesellschaft – völlig fremd geworden ist. Arbeitslose zu sanktionieren, weil sie nicht genug „spuren“ ist die Wiederkehr des Feudalismus, da spricht der Herrenmensch zu seinem Leibeigenen, „Führen mit Zielen“ – die gewünschte dauerhafte Steigerung der Arbeitsleistung bei gleichem Lohn, die jeden Arbeitnehmer weit vor dem (immer später eintretenden) Rentenalter in den Burnout treibt – wäre für echte Linke undenkbar – ebenso wie der Verkauf von Waffen außerhalb der Landesgrenzen – ja: die Produktion von Waffen selbst wäre ihm zuwieder: dort wo alle Menschen Brüder sind braucht man ja gar keine Waffen. Ebenso wäre es keine linke Kultur, durch die Welt zu laufen und andere als „Untermenschen“ zu deklarieren (was eher „rechte“ Kultur ist), als „Nazis“ und daraus geradezu einen Kampfsport zu machen – im Sinne der Brüderlichkeit fragt man in erster Linie, warum jemand so geworden ist: mit Glatze, Springerstiefeln und Kampfhund. Zwar ist für echte Linke Faschismus an und für sich ein Verbrechen (als „wählbarer“ Monarchismus infolge der Allianz von Konzern und Regierung ist das nur natürlich) – aber man geht in erster Linie gegen das Denken vor, nicht gegen die ihm verfallenen Brüder und Schwestern, die man grundsätzlich für therapierbar hält.

Freiheit wäre der dritte Wert, der einem echten Linken in den Sinn käme: die Freiheit der Berufswahl zum Beispiel, aber auch die Freiheit des „Nichtstuns“ dessen kreativitätsfördernde Kraft schon oft bewiesen wurde und für das bei einer brüderlichen Geisteshaltung und die Gleichheit achtenden Geldverteilung genug Ressourcen vorhanden wären: ja, ein bedingungsloses Grundeinkommen wäre für einen echten Linken kein Thema – sofern die Maschinen die Arbeit machen, sollte daraus mehr Freiheit (auch von Arbeit) erwirtschaftet werden anstatt lebloser und menschenfeindlicher Rendite.

Es ist nur ein kurzer Ausblick auf die Folgen echter linker Werte, die einst ein Volk zur Revolution einigen konnten, aber diese lange Vorrede ist wichtig, um erkennen zu können, wo der Bürgerkrieg in Deutschland gerade tobt – und warum die Flüchtlingsfrage dort eine zentrale Rolle spielt, während der Krieg „links“ gegen „rechts“ eigentlich … mangels echter Linker … überhaupt keine Rolle spielt, obwohl er in aller Munde ist. Und ja: ein echter Linker sammelt keine Statussymbole wie „Porsche“, weil Statussymbole jeder Art (sofern sie nicht – wie Federn oder Muscheln – für alle gleich erhältlich sind) ein System der Ungleichkeit manifestieren helfen.

Nun – ich rede in der Überschrift von einem Bürgerkrieg in Deutschland 2016 – und das nicht nur, weil ich zufällig erfahren habe, dass „Seherinnen“ dies für dieses Jahr vorausgesagt haben, sondern auch, weil die Stimmung in diesem Land dahingehend manipuliert wird: der „Gutmensch“ wird erfolgreich gegen den „Patrioten“ in Stellung gebracht, viele Kommentatoren in großen Medien schüren den Hass und die Verachtung der Menschen untereinander, geben vor, was „rechts“ und „links“ zu sein hat – und treffen sich im Anschluss in den gleichen sündhaft teuren Orten wie ihre „Kontrahenten“:

„Ist das Caféhaus der Wartesaal der Poesie?
Noch ist es früh, man ist einer der ersten –
Routinierte Handgriffe des Barmanns
Letzte Vorbereitungen schwarzbefrackter Kellner

Es wird serviert
Der Tag beginnt“

So lockt „Café Einstein“ (siehe Café Einstein) in Berlin Politiker, Journalisten, Lobbyisten und Wirtschaftsbosse – und wird zum Symbol für die rechte Dekadenz des „vornehm-bedient-werden-wollens“, das „man-sich-leisten-können-muss“. Dort – und an tausend anderen Orten, in den Netzwerken der Freimaurer und Rotarier, der „Atlantiker“ und „Bilderberger“, der Parteien und Vereinen werden die Fronten für den Krieg festgelegt: den Krieg „Reich“ gegen „Arm“, ein Krieg, der aktuell seine neuen Gottkaiser präsentiert: 62 Menschen die so viel besitzen wie fünfzig Prozent der armen Bevölkerung (siehe Spiegel): die Schere zwischen arm und reich geht schneller als erwartet auseinander – allerdings dürfen wir uns über die Mechanismen dieser Entwicklung keine Gedanken machen, da wir sonst von der feinen Herrschaft als „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt werden – ein Klima, dass weltweit allen Verschwörern freie Bahn beschert.

„Es wird serviert – der Tag beginnt“ – so die Einstellung der neuen Feudalisten. Wer da warum was serviert: wen interessiert das schon noch? Hauptsache: der Kaffee kommt ohne Müh´ an den Tisch geflogen, serviert von einem devoten Untermenschen, damit man sich gleich zu Tagesbeginn mal wieder endlos überlegen fühlen kann – eine Einstellung, die man sogar bei ärmeren Neulinken findet.

Man muss das Leben aus der Perspektive dieses Cafés betrachten um den neuen deutschen Bürgerkrieg zu verstehen: dort trifft sich der neue niedere Adel (oder die, die ihn vergöttern) und macht sich Gedanken über seine Zukunft, die düster aussieht  – nicht nur beim „Spiegel“, der in Zukunft jede fünfte Stelle einsparen will, sondern in ganz großem Ausmaß (siehe Neue Züricher Zeitung):

„Die Leistung von Computern und Robotern wird in den nächsten Jahren massiv steigen. Jeder zweite Job droht ersetzt zu werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass etwa Büroangestellte bald durch Computer ersetzt werden, beläuft sich laut einer Studie auf über 90 Prozent“

Nicht gerade die Kerndaten für ein Land, dass Einwanderungsland werden möchte – was für eins der dichtbevölkertsten Länder der Welt sowieso ein ambitioniertes Ziel darstellt. Vernünftig wäre, es bei brüderlichen Gewähren von Asyl zu belassen – man kann ja noch nicht mal die eigenen Kinder unterbringen. Vernünftig wäre es, Produktion und Verkauf von Waffen einzustellen, dem Krieg selbst den Kampf anzusagen, eine weltweit liebenswerte und geachtete Kultur zu präsentieren anstatt Motor der Refeudalisierung zu werden – doch all die, die in entscheidenden Funktionen in diesem Land sitzen – in Wirtschaft, Parlament, Behörde, Kirche und Verein – werden seit einigen Jahren von den Gottkaisern der Moderne und ihren Bankierslakaien mit unverschämt hohen Honoraren ausgestattet: das war der erste Schritt zum Bürgerkrieg; „stimme für Hartz IV und wir erhöhen die Diäten“ – das war die Parole hinter den Kulissen des Parlamentes, eine Gleichung, die prima aufging.

Es wäre einfach, die Flüchtlingskrise als Chance zu nutzen, den urlinken Gedanken einer internationalen Bürgerbewegung weltweit Gestalt annehmen zu lassen anstatt im nationalistischen Wahn des „wir schaffen das“ zu verharren, es wäre einfach, vernünftige Lösungen zu fordern (ein Abschöpfen der Renditegewinnung zur Erstellung von komfortablen Flüchtlingsstädten in gering besiedelten Gebieten – oder in jenen Ländern, in denen unsere Verbündeten gerade mit deutscher Hilfe hemmungslos herumbomben, eine umfassende Schulung in Grundwerten der Demokratie und Menschenrechten für jeden Einwanderer, damit wir keine weiteren Brandanschläge auf Synagogen mehr befürchten müssen – wie aktuell, siehe Spiegel, dafür aber Agenten der Menschlichkeit erhalten), doch gewollt ist was anders: die Saat der Gewalt.

Es ist äußerst nützlich für die Bewohner unseres Cafèhauses, wenn sich draußen vor der Tür verschiedene Fraktionen durch Mord und Totschlag eliminieren, wenn große Banden von „Nordarabern“ den Pöbel jagen, wenn sich Bürgerwehren bilden, um Nordaraber zu jagen, wenn rechte Schläger linke Stadtteile „erobern“ (siehe Zeit) und Menschenjagd auf „Linke“ machen (siehe Neues Deutschland), während man gewaltbereite „Linke“ gezielt auf Staatskosten zu „Gegendemonstrationen“ kutschiert und für die Teilnahme daran bezahlt (siehe TAZ) wenn alle sich gegenseitig für die Ausgeburt des Teufels selbst halten, ein Krieg aller gegen alle tobt … der schon für Hobbes die Voraussetzung für die Legitimation eines absoluten Monarchen war. Je mehr Flüchtlinge man ohne Plan und Konzept, ohne ausreichende Versorgung oder Struktur, ohne Erziehung und Aufklärung über die Rahmenbedingungen ihrer neuen Heimat ins Land läßt, umso höher wird der Druck für die Armen im Lande, die neue Konkurrenz um Arbeit und Wohnung bekommen, der sie nicht ausweichen können: und je mehr man sich dann über den bösen Flüchtling ausläßt, umso weniger schaut man dahin, wo der wahre Krieg tobt: der Krieg der Reichen (und jener, die es gerne werden wollen) gegen die Armen; ein Krieg, der schon jetzt Weltkrieg ist, sich in Deutschland aber als Bürgerkrieg manifestiert.

Natürlich könnte man auch einen Soli der Millionäre und Milliardäre sowie ihrer besserverdienenden Funktionselite zur Finanzierung der politischen Entscheidungen einfordern: immerhin haben diese Kreise an der „Globalisierung“ (d.h. der weltweiten Ausbeutung von Mensch und Rohstoffen) am Meisten verdient, stattdessen denkt man aber lieber an die Erhöhung der Benzinsteuer für alle – was noch mehr Öl ins Feuer des Bürgerkrieges gießt. Es bedarf keiner besonderen Intelligenz um zu erahnen, was geschieht, wenn man eine große Kohorte junger Männer in ein x-beliebiges Land importiert, ohne ihnen die Fähigkeiten zu vermitteln, sich in diesem Land zurecht zu finden: sie werden sich zu isolierten Gruppen zusammenschließen, die die Umwelt als feindlich betrachten und das Fremde verachten: „das Fremde“ ist für den einen dann der Transsexuelle (oder „die Frau“, der „Jude“, der „Schwule“), der in seiner Heimat öffentlich gar nicht existiert – oder eben der „Araber“, der „Moslem“, der „Ausländer“ (oder „die Frau“, „der Jude“, „der Schwule“) …. oder – noch weiter gedacht … der „Nazi“, der „Ossi“ oder der „Querfrontler“ … was eigentlich jeden bezeichnet, der Fronten generell ablehnt – also brüderlich und gleichheitlich denkt und die Freiheit des anderen, anders zu denken, respektiert und achtet.

So … marschiert Deutschland im Jahre 2016 in einen Bürgerkrieg, den sich niemand hätte vorstellen können, der aber von jenen, die vom Schreiben leben, massiv gefördert wird, damit ihr Platz im Café nicht gefährdet wird …. weil alle mit anderen Dingen beschäftigt sind als sich über ihre Herren in Politik, Medien, Gesellschaft und Kirche Gedanken zu machen.

Das Schicksal der in Köln von ungezogenen Rabauken erniedrigten Frauen ist denen letztlich so egal wie das Schicksal der in Deutschland ausselektierten Kinder (und Erwachsenen) oder den unter völlig falschen Vorraussetzungen nach Deutschland gelockten „Nordarabern“ (unter anderem mit 2014 produzierten Werbefilmen der Regierung – siehe Welt): eigentlich ist ihnen das Schicksal der ganzen Welt egal – solange sie bedient werden (damit genug Menschen mit „bedienen“ beschäftigt sind, war ja Grund der Einführung von Hartz IV – sonst findet man für solche entwürdigenden Tätigkeiten zu wenig Freiwillige).

Wir wissen also, wo man ansetzen kann: hört auf, den Adel zu bedienen. Nicht die Dienstleistungsgesellschaft ist die Antwort … sondern die freie, gleiche, brüderliche Gesellschaft. Der wahre Bürgerkrieg läuft zwischen denen, die diese Werte achten – und denen, die sie bekämpfen … und bekämpft werden sie unter anderem durch einen massiven „Promikult“, durch massive Aufwertung von „Statussymbolen“ und ebenso massive Einsparung bei Aufklärung, dafür bekämpft man auf breiter Front dass, was Linderung schafft (siehe evangelisch.de):

„Wer einmal pro Woche eine Kirche, Moschee oder Synagoge besucht, ist nach drei Jahren Arbeitslosigkeit nahezu genauso zufrieden mit seinem Leben wie zuvor“, sagte der Jenaer Psychologe Clemens Lechner bei der Veröffentlichung einer Studie.

Ein Grund, warum die „Elite“ (wie sie sich selber nennt) gerne Atheismus predigt: Religiösität lindert den gewollten Schmerz der Opfer, die Wirkung es „Drucks“ durch Hartz IV würde ja ausbleiben, wenn die Menschen Rückzugsorte fänden, in denen ihre Würde sicher verwahrt sein würde. Viele finden übrigens im Islam jenes Asyl vor dem Terror durch Hartz IV – jenes Gesetz, durch das die neuen Gottkaiser ihre Macht in Deutschland demonstrierten, wir finden hier einen Grund, warum eine Weltmacht sich eine Religion als Feind im globalisierten Krieg der Reichen gegen die Armen ausgeguckt hat.

Die Folgen dieses Bürgerkrieges erleben wir inzwischen tagtäglich, die Gewalt nimmt überall zu – doch anders als früher versucht man nicht mehr, ihre Ursachen zu verstehen und effektive Gegenmaßnahmen zu etablieren, sondern man erschöpft sich darin, die Fronten aufzustellen und die Soldaten den Fronten zuzuteilen.

Der Krieg – ist halt gewollt, „friedenssichernde Maßnahmen“ sind von gestern – auch im Inland.

Am Ende erwarten uns hier unten steigende Preise bei  sinkendem Einkommen (also weniger Brüderlichkeit), weniger Rechte (also weniger Gleichheit), mehr Zensur (also weniger Freiheit) … aber dafür alternativlos eine ewige Koalition von CDU/CSU und AfD … die schon jetzt die absolute Mehrheit haben.

Und schon jetzt … werden Arme wieder verurteilt, wenn sie in den Wäldern des Königs jagen und fischen gehen (siehe Augsburger Allgemeine) … obwohl das Land doch eigentlich allen gehört … seit 1789.

Da weiß man, was die Zukunft bringen wird.

PS: ist das jetzt Kommunismus, was hier gepredigt wird? Nein: Kommunismus war –  historisch, nicht theoretisch – der Austausch des Königs durch den großen Vorsitzenden, des Grafen durch den Kommissar – mit gleichen Folgen für das Volk. Sowas passiert halt schnell, wenn man nur „dagegen“ ist. Naturwissenschaflter kennen das: im Kampf gegen die Kirche wurden sie selbst zur dogmatischen Sekte wider jede Vernunft.

 

Je sui…

Steve Geshwister

„The Secret“ – das Gesetz der Anziehung … ein tödliches Geheimnis.

eifelphilosoph_200

eifelphilosoph_200Sonntag, 26.10.2014. Eifel. Ja – Sonntag ist. Der Tag, der dem Gebet vorbehalten ist, der Ruhe, der Entspannung und der Besinnlichkeit. Es sei denn: man hat ein Handy und einen „engagierten“ Chef, E-Mail reicht auch … oder einfach Wochenenddienst. Ja – war doof, dass wir nicht gemerkt haben, dass Besinnlichkeit vor Arbeitsterror schützt – dafür wurde sie speziell geschaffen und mit harten Kämpfen gegen die Obrigkeit durchgesetzt. Bald wird der Sonntag ein Tag wie jeder andere sein: die Maschinen fordern ihn, die Rendite verachtet ihn, die Menschenfeinde genießen seine Demontage. Anstelle eines unsichtbaren, liebevollen, allmächtigen und sehr weisen Vaters (der im aramäischen Original noch Vater/Mutter war) haben wir nimmersatte Maschinen und virtuelle Werte zu Göttern erhoben … bzw. zu obersten, nicht mehr hinterfragbaren Instanzen.

Wir merken noch nicht mal mehr, dass wir direkt wieder in die selbstverschuldete Unmündigkeit marschieren, die wir während der Zeit der „Aufklärung“ verlassen haben, weil unsere Tage mit Lärm überfüllt sind (manches davon nennt man Musik, vertreibt aber auch die Gedanken), der unsere Besinnlichkeit zerstreut (die strikt Stille fordert – oder die seichte Geräuchkulisse des Sommerwaldes). Dieser Marsch führt uns direkt in primitivste magische Vorstellungen hinein, in Formen schwärzester Magie, vor der weise Menschen nicht umsonst schon seit Jahrtausenden warnen.

Nun – bevor wir uns aber dem Kernthema zuwenden, brauchen wir ein paar Vorbemerkungen, denn ich merke schon, wie die Anhänger des primitiven dogmatischen Materialismus sich die Hände reiben, weil sie sich erhoffen, dass die „Esoteriker“ wieder eine Abfuhr erteilt bekommen. Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, woraus diese „Materie“ besteht? Ja – da müssen Sie sich Gedanken machen, es ist im Kleinen wie im Großen: vertrauen Sie nur der reinen Anschauung, so ist die Erde eine Scheibe, um die sich die Sonne dreht (und diese Beobachtung ist enorm seriös: Milliarden von Menschen machen sie jeden Tag: die Sonne geht auf, zieht über uns hinweg und geht wieder unter – ein Narr, wer etwas anderes denkt) – und das ganze Firmament.

Ich war mal beim Institut für Hochenergiephysik in Österreich (ja, Internet macht´s möglich – auch ohne großen Reiseaufwand inklusive Umweltzerstörung), habe mich über das Atom aufklären lassen:

Allerdings wissen wir schon längst, dass ein Atom alles andere als unteilbar ist. Es baut sich auf aus einer Atomhülle, die je nach Element aus verschieden vielen Elektronen besteht, und einem Atomkern. Interessant sind dabei die Größenverhältnisse: während die Hülle (und damit das Atom selbst) typischerweise 10-10m durchmisst (das ist ein Zehnmillionstel Millimeter), ist der Kern noch etwa zehntausendmal kleiner. Wäre der Atomkern ein Fußball, so wäre die Atomhülle so groß wie etwa 440 Fußballfelder.

Also ist das Verhältnis Atomkern zu Atomhülle 1: 10000. 1 Teil Atom gegen 10 000 Teile gar nichts, bzw. keinerlei festen Substanz – das wollen wir erstmal festhalten.

Sicher, unsere Anschauung sagt uns, dass alles herum fürchterlich dicht und fest ist: aber zur Feststellung dieser (falschen) Tatsache verfügen wir nur über sehr grobschlächtige Instrumente („Augen“, zum Beispiel), die uns eine Illusion von Materie vermitteln, die genauso irreal ist wie die „Scheibenwelt“.

99,999 % der Welt bestehen aus … GAR NICHTS. Ein Wunder, dass wir nicht sofort zum Erdkern heruntersinken …. aber scheinbar gibt es da noch mehr Elemente als „Materie“, die wir zu berücksichtigen haben. Das zu erklären, wollen wir mal der Physik überlassen. Wir wollen aber mal eins festhalten: „Geist“ scheint in dieser Welt noch das Festeste zu sein, an das wir uns klammern können – der Rest scheint doch sehr hohl zu sein. Und weiter möchte ich folgern: wo Geist (mangels sonstiger fester Masse) auf einmal eine solche Dominanz erhält, ist Platz für viel echte Zauberei: da ist das „Über-Wasser-laufen“ noch eine der leichtesten Übungen.

Denken Sie selbst nach – und vertrauen Sie den nicht sektengebundenen Physikern (der „dogmatische Materialismus“ – gleichermaßen beliebt bei Kapitalisten und Kommunisten – ist eine Sekte … wie alles, was sich um ein religiöses Dogma schart) und ihre Messungen – sie werden sehen, dass sich Welten voller Zauber offenbaren: so impliziert doch die „viele-Welten-Interpretation“ der Beobachtungen des „Doppelspaltexperimentes“ das wir in jeder Millionsten Sekunde Billionen von Welten gebären:

Eine weitere Interpretation ist die sog. Viele-Welten-Interpretation. Dort geht man davon aus, dass sich unsere Welt zu jedem Zeitpunkt in unendlich viele parallele Welten aufspaltet, in denen jeweils ein bestimmter Ausgang des Experimentes realisiert ist (z.B. jeweils eine Welt für die Wege 1 und 2). Dies löst das Problem des Geistercharakters der Teilchen, da nun in jeder Welt die Position deterministisch bestimmt ist.

Völliger Irrsinn, oder? Und das ist nur der Anfang. Schon die Heisenbergsche Unschärferelation kam auf den „Wellencharakter der Materie“ … womit jede „feste Substanz“, die uns unsere primitiven Sinne täglich vorgaukeln, ins Reich der Phantasie verbannt wurde. Na ja – nicht umsonst haben Physiker eine mathematische Symbolsprache entwickelt, die außer ihnen keiner versteht: Anlagebetrüger arbeiten nach ähnlichem Muster.

Eine lange Vorrede – eine Vorrede, die zeigt, wie viel Platz für Magie und Zauberei in unserer Welt ist. Was mit Sicherheit „real“ ist, ist der menschliche Geist (ja, in der Tat auch sein Denken, aber nicht unbedingt sein denken in „Sprache“), er war nie etwas anderes als „Welle“, als Schwingung – als Geist, der im Moment des Todes lediglich die zeitlich sinnvoller Weise beschränkte Kooperation mit anders schwingenden Wellen beendet (die möglicherweise sogar nur durch seinen „Willen“ zusammengehalten worden ist, sich aber aufgrund ihres minderen Charakters nicht für längerfristigen Gebrauch eignen) und für sich auf anderen Ebenen des Seins weiterschwingt – wir werden noch ein paar Jahrhunderte brauchen, um hier klar sehen zu können, schätze ich mal.

Nun geschieht derzeit auf Erden etwas ganz Besonderes, ja, sogar historisch Einzigartiges: diese Welt der Magie, Mystik und Zauberei trifft auf das moderne „Ego“, eine künstlich in den fünfziger Jahren produzierte und der westlichen Menschheit mit großer Gewalt aufgedrückten Existenzform, die sich selbst als das einzig reale im Universum begreift.

Ja, genau: das hatten wir schon mal, diese Sichtweise erlebte schon unwillkürliche Höhepunkte bei den Denkern des Mittelalters, die sich als Zentrum des Universums sahen – aber halt nicht sich persönlich, sondern die Menschheit an sich. Heutzutage ist sogar dieses „Wir“ zuviel, heute gilt nur noch ein“Ich“.

Trifft nun dieses megagroße aufgeblasene aber kaum charakterlich ausgeformte „Ich“ auf die unfertigen Deutungen der Physik, geschieht etwas Besonders: eine absonderliche Mutation der Geschichte entsteht, eine verformte, deformierte und letztlich tödliche Religion erhebt ihr fürchterliches Haupt über die Welt um Tod und Verderben zu säen … und die Bande zwischen den Menschen zu zerschneiden.

Was es gemeint?

Nun – die US-amerikanische Kultur des Wunschdenkens. Sie kommt auf allen möglichen Wegen daher, dominiert auch die bundesdeutsche „Beraterkultur“ und „Selbsthilfeliteratur“ – mit erstaunlichen Ansprüchen (siehe sein.de):

 „Glücklich, so viel habe ich gelernt, bin ich dann, wenn ich das Leben mit allem, was es mit sich bringt, in die Arme schließe“, sagt Neale Donald Walsch in seinem neuen Buch „Glücklicher als Gott“.

Glücklicher als Gott. Vielleicht auch mächtiger als Gott?

Spinnen wir den Gedanken nicht weiter, bleiben wir bei der Technik: dem Gesetz der Resonanz oder der Anziehung.

Was es besagt?

Nun – das ist im Prinzip ganz einfach: man macht aus dem Spruch „Gleiches zieht Gleiches an“ ein Naturgesetz. Man könnte auch einen anderen Spruch nehmen und so eine andere Religion aufbauen („Ungleiches ergänzt sich gern“). Auch das Prinzip des Verkaufens dieser Botschaften (die in aller Regel enorm teuer sind) ist immer das Gleiche, auch wenn es sich unterschiedlich realisiert: man argumentiert mit Fallbeispielen.

Vor Jahrzehnten habe ich mal eine eigene Philosophie in dieser Hinsicht entwickelt (ein Spaß, den ich oft erzählt habe … bis ich germerkt hatte, dass andere ihn zu einem Lebenshilfebuch verarbeitet hatten): die Macht des Klopfens. Ja – genau, klopfen Sie drei mal auf den Tisch, wünschen Sie sich dabei etwas (sollte schon ein innigster Herzenswunsch sein) – uns schon geht ihr Wunsch in Erfüllung. Ja doch, machen Sie mal das Experiment – und beschreiben Sie mir den Erfolg.

Ja, sicher, bei vielen passiert gar nichts. Aber … gemäß den ehernen Gesetzen der Wahrscheinlichkeit werden einige Erfolgsgeschichten mein zweites Buch füllen: dass nach dem Klopfen immer nur Negatives eintritt, ist extrem unwahrscheinlich. Nach dem zweiten Buch kommen dann Filme, Seminare, Vorträge. Wer keinen Erfolg hat, ist halt selbst schuld: falsch geklopft, falsch gewünscht, falsches Holz am Tisch, Menschen mit dunklen Gedanken im Zimmer – die Anzahl der Ausreden ist unendlich.

Das ganze reicht für ein paar Millionen Euro Umsatz … und eine Vielzahl von Menschen, die an ihrer Klopfunfähigkeit verzweifeln.

Auch die Philosophie des Herrn Walsch ist nichts Neues – schon seit Jahrtausenden empfehlen Herrscher den Untertanen ihr Schicksal zu aktzeptieren. In Deutschland ist eine Bärbel Mohr mit ihren „Bestellungen beim Universum“ berühmt geworden, leider verstarb sie früh (siehe Sein.de):

Was bedeutet es, wenn mit Bärbel Mohr eine der bekanntesten Protagonisten der „Bestellungen ans Universum“ an Burn-Out und Krebs verstirbt? Ein Einzelfall? Oder ist diese Philosophie vielleicht doch nur ein grandios gehypter Irrtum, der eine Menge Geld mit den Wunschträumen von Glückssuchern verdient? Was ist dran am Gesetz der Anziehung? Haben wir da was falsch verstanden?

Weniger egomane Kulturen hätten das als Wink der Geister, der Ahnen oder der Götter verstanden, den Lebensweg radikal zu ändern – nicht jedoch die „Gläubigen“, die wider aller Erfahrung der Geschichte … und wider alle Menschlichkeit, Nächstenliebe und Hilfsbereitschaft … ihren Alptraum weiter verbreiten wollen:

Dennoch glaube ich, dass diesen Theorien eine spirituelle Wahrheit zugrunde liegt. Dass Resonanz tatsächlich eines der grundlegenden Gesetze des Universums ist – gerade in unserer Zeit. Ich habe tausende Male erlebt, wie sich die äußere Realität nach inneren Durchbrüchen innerhalb kürzester Zeit radikal verändert hat. Wie durch das Begreifen bestimmter Lernaufgaben manche Situationen, (die sich vorher wie ein roter Faden durch mein Leben zogen) einfach nicht wieder aufgetaucht sind. Wie durch kleine Verschiebungen in meinem Inneren wahre Wunder im Äußeren passiert sind. Ich würde trotzdem niemals versuchen, solche Veränderungen mit meinem Willen „herbeizuführen“.

Die äußere Realität verändert sich in der Tat gerade in großem Ausmaß – weniger allerdings aufgrund der inneren Prozesse von David Rotter (Autor des Artikels zum Tode von Bärbel Mohr), sondern aufgrund von konkreten Entscheidungen von Menschen mit Macht – und hiermit sind wir beim zentralen Thema, denn darum geht es bei dieser Religion: um Macht und Selbstherlichkeit, um die Macht des Egos von David über den ganzen Rest des Universums.

Früher hatte man solche Typen „Schwarzmagier“ genannt, heute sind die Leitbild einer ganzen Kultur.

Natürlich hat David recht mit seiner Beobachtung: in der Tat geschehen manchmal auch positive Dinge um uns herum. Und manchmal geschehen sie sogar gleichzeitig mit Veränderungen im Inneren – nur ist der Schluß, dass das eine das andere bewirkt, sehr willkürlich. Ebenso können wir die Beobachtung machen, dass sich die Sonne um die Erde dreht: jeden Tag! Trotzdem ist das falsch.

Was aber viel schlimmer ist: völlig ausgeblendet wird in dieser Religion der „Andere“.

Kein Wunder: der Egomane hat keinen Blick für den anderen Menschen, hält ihn für eine Illusion – wie den Rest der Welt, ein belangloser Bestandteil eines Universums, das sich den eigenen Wünschen zu fügen hat. Der „Andere“ hat jedoch gelegentlich auch ganz eigene Wünsche … eigene, egomane Wünsche, kleine Träume von Reichtum durch Ramschpapiere, Waffenhandel, Frauenhandel, Drogenhandel und was es noch so an Ärgerlichkeiten gibt. Gelegentlich hat der Andere auch mal Lust auf Vernichtungslager oder Weltkrieg – da sind halt die Wünsche so verschieden, wie die Menschen, die sie haben.

Auch die großen Gurus der Selbsthilfeszene sitzen nicht glücklich im Wald herum und warten darauf, dass ihnen – wie im Schlaraffenland – die gebratenen Tauben in den Mund fliegen, nein, sie arbeiten hart und diszipliniert an ihren Verkaufsgeschichten, schreiben Bücher, drehen Filme, veranstalten Seminare und halten Vorträge … alle mit dem völlig irrationalen Verkaufsversprechen, dass man nach Zahlung des Geldes Aladins Wunderlampe in Händen hält.

Und die Preise der Gurus sind saftig (siehe Süddeutsche):

Auf seiner Website sendet der selbsternannte Trainer der nächsten Erfolgsgeneration Grüße von Richard Bransons Privatinsel und lädt ein paar Klicks weiter nach Hawaii ein, zu seinem Seminar „Billionaire-Bootcamp“.

Na ja, nicht ganz, ohne Flug und Unterkunft kostet der Spaß 10995 US-Dollar. Meine Friseurin war in diesem Jahr dabei und musste, mit Blumengirlande behangen, auf dem fiesen Teppich eines Konferenzsaals herumkrabbeln, „Ich tue es!“ rufend.

Tja – und wenn dann der Zauber nicht klappt, war man halt selbst Schuld,

Je weniger er klappt, umso miserabler ist man selbst. Holocaust, Tsunami, Weltkrieg … das kleine Ego bekommt die Verantwortung für jedes kleinste Missgeschick der gesamten Weltgeschichte

Auf kritische Fragen, wie denn Opfer von Katastrophen oder despotischen Systemen und todkranke Kinder ihre Tragödie auf schlechte Gedanken zurückführen sollen, kontern die Muntermacher: „Der Einzelne oder eine ganze Gesellschaft haben sich wohl auf eine Frequenz gebracht, die mit Unglück auf der gleichen Welle schwingt.“ Sie schlagen vor, dass andere diese schlechten Nachrichten meiden sollen, um sich von den „bad vibes“ nicht anstecken zu lassen. Macht man das am besten auch mit Freunden, die in einer Krise stecken?

Alle Gauner, Lumpen, Mörder, Vergewaltiger und Zuhälter werden den Gurus zujubeln; endlich haben sie eine Welt, in der sie sich hemmungslos austoben können.

Nächstenliebe … ist etwas für Sozialromantiker.

Die Verantwortung für jede böse Tat – und sei sie noch so brutal, pervers und abartig – wir allein den Opfern zugeschrieben: das Paradies für brutale, perverse und abartige Menschen ist nah.

Es wird die Hölle auf Erden werden … und darum stehen diese Gedanken unter der Rubrik „Politik“.

„The Secret“ … und wie seine ganzen Abarten und Vorgänger auch noch heißen mögen … ist ein tödliches Geheimnis.

Und für religiöse, magische, mystische Menschen die dunkle Seite der Macht, der Teufel, Cthulhu persönlich, der Antichrist … oder einfach erschreckend dämlich.

Das Gegenteil des Geheimnisses „wünsch Dir was“ ( mit dem der Satan laut christlicher Legende schon den Sohn Gottes verführen wollte)?

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Politisch gesehen: Sozialstaat für alle statt Vernichtungslager für die Minderwünscher, die es einfach nicht gebacken bekommen und der Welt nur auf der Tasche liegen.

Natürlich gibt es Menschen, die diese Religion gut finden: jeder, der was hat, wird zum Gott erhoben, jedem, der nichts hat, wird versprochen, dass er bald alles hat, was der hat, der schon jetzt was hat: eine irrationale Kultur grenzenloser Gier, für die wir im Prinzip wirklich jede Sekunde unendlich viele Universen entstehen lassen müßten.

Und was ist nun mit der wirklichen, echten, realen Zauberei?

Nun – die ist wohl ein wirkliches, echtes, reales Geheimnis. Ist ja auch logisch: wäre sie bekannt, wäre sie nicht mehr geheim.

Eine Tip möchte ich jedoch geben: es mag sein, dass alle Not nur dazu dient, den Charakter zu formen, ihn so stark zu machen, dass der Geist ohne Schmerzen über die Schwelle des Todes treten kann – in jenes lockerer gestrickte Reich, wo seine Gedanken Realität werden können … weshalb nur charakterlich starke Wesen Einlass finden – wie Gandhi, Alber Schweizer oder Mutter Theresa.

Doch hierüber sprechen wir ein ander mal.

 

 

 

Neale Donald Walsch – Lügen mit Gott

Neale Donald Walsch - Lügen mit Gott

Ostermontag, 21.4.2014. Eifel. Heute ist ein wichtiger, schöner Tag für die christlichen Menschen in meinem Lebensumfeld: der Sohn Gottes hatte vor 2000 Jahren den Tod besiegt und seine frohe Botschaft verkündigt. „Bald“ sollte sein Reich kommen, wo Löwe und Lamm friedlich zusammenliegen. Nun – ist schon ein bischen her. „Bald“ ist für Gottessöhne wohl ein recht dehnbarer Zeitraum – oder wir haben wieder nur einen aramäischen Satz falsch verstanden, der stümperhaft ins Griechische übersetzt wurde, dann laienhaft vom Griechischen ins Lateinische und in voller Unkenntnis der wahren Wortbedeutung des Sprachgebrauches jener Menschen, die diese tote Sprache aktiv anwandten eine Übersetzung ins Deutsche fand. Was wenige wissen: wir haben gar nicht eine Bibel – wir haben hunderte. Durch jede Übersetzung entsteht eine neue, die mit dem Original nur noch wenig zu tun hat – und die Ergebnisse sind oft verblüffend … so wird aus „Gott“ nicht mehr der liebende Vater, sondern die „all-eine Vater-Mutter“ – um nur ein Beispiel zu nennen.

Schlimm, wenn die schriftliche Überlieferung der christlichen Religion auf so wackeligen Beinen steht, dass man fast jede Aussage damit belegen kann … und fast jede Aussage damit belegt hat: Umweltzerstörung und Umweltrettung, Weltkrieg und Widerstand, Frauenunterdrückung und „Heiligung“ der Frau, Hexenjagden und den Kampf gegen sie, Legitimation des Kaisertums … und des Königsmordes. Nun – bei so vielen Seiten kein Wunder. Und kein Wunder, dass der Staat (und nicht die Kirche) tausend Theologen beschäftigt, um hier wissenschaftlich Klarheit in die Aussagen der Priester zu bringen: als „Agent Gottes“ stellt man immerhin eine enorme Autorität da, die schnell die Autorität der gewählten Regierung in Frage stellen kann … vor allem wenn diese Regierung auch nur ansatzweise inhumane Praktiken in ihrem Verantwortungsbereich duldet … oder initiiert.

Angesichts der katastrophalen Lage hinsichtlich der einst willkürlich als „Bibel“ zusammengestellten Texte ist es kein Wunder, dass die Menschen sich wieder jenen zuwenden, die direkt mit Gott reden … oder sich mittels entsprechender Techniken selbst auf die Suche nach der Quelle des Lebens begeben. Über einen jener Menschen – einen der neuen „Propheten“ – muss ich nun ein paar Worte verlieren. Warnende Worte, ist seine Leere doch bösartig, menschenfeindlich und äußerst gefährlich ich meine Neale Donald Walsch, einen Amerikaner.

Wenn Amerikaner über Spiritualität reden, bekommt das in der Regel immer Ähnlichkeiten mit Disney, Coca Cola und McDonalds: es wird bunt, süß und gehaltlos – jedenfalls, wenn man eine gewissen Vorbildung in griechischer Philosohie (deren Gedankenwelt weit vor dem Christentum begann) und auch schon mal die verschiedenen Argumentationen griechischer Denker bezüglich des „göttlichen“ durchdacht hat. Herrn Walsch nehme ich ein wenig davon aus – aber immerhin hat der ehemalige Inhaber einer Werbeagentur das nötige „Know-How“ im Verkauf – und durch seine „Hobbys“ auch einen umfassenden Überblick über religiöse Kulte (siehe ekd):

Rückblickend beschreibt sich Walsch als religiösen Sucher: „Ich wollte mehr von diesem Gott und beschloss darauf, wieder zur Kirche zu gehen. Vielleicht suchte ich auf die falsche Weise an den falschen Orten. Ich ging zu den Lutheranern, dann zu den Methodisten. Ich versuchte es mit den Baptisten und den Kongregationalisten. Aber ich war wieder in die auf Angst gegründete Theologie hineingeraten. Ich lief davon. Ich erforschte den Judaismus. Den Buddhismus. Jeden ‚ismus’, den ich ausfindig machen konnte.“

Seine Bücher erreichen Millionen – und seine Botschaft hat Millionen geholfen, ihr Leben zu verstehen, zu meistern, mit seinen Widrigkeiten zu ertragen. Dafür gebührt ihm Respekt.

Ich möchte ihm auch nicht unterstellen, bewusst und offensichtlich gelogen zu haben, gehe sogar so weit, zu akzeptieren, dass er wirklich mit einer inneren Stimme geredet hat, die er für Gott hielt. Ich bin Philosoph, kein Dogmatiker, ich darf das. Ich habe einiges über ihn gelesen … und das Werk „Zuhause in Gott“ komplett … obwohl es schwer fiel. Es fiel schwer, einen Gott zu verstehen, der die Lektüre von Büchern über Quantenmechanik empfahl … immerhin weiß man als Wissenschaftstheoretiker, dass die Erkenntnisse der Physik immer im Fluss sind … und in zehn Jahren womöglich schon wieder völlig anders gedeutet werden als heute. Auch der Sprachmelodie seines „Gottes“ unterschied sich auffallend von jenen Erfahrungen der menschlichen Mystiker, die die Menschheit über Jahrtausende gesammelt hat. Aber: was weiß ich schon. Und wer will schon gegen Götter argumentieren – außer mir.

Nun … der Kampf gegen falsche Götter ist seit dreistausend Jahren die vornehmste und oft mutigste Aufgabe der Philosophie. Sie hat sich schon gegen die obersten Tyrannen gestellt, als das christliche Gottesbild noch nicht mal in Ansätzen formuliert war, gräßliche ägyptische Gottkönige die Welt verheerten und tausend lokale Terrorgötter den Menschen das Leben vermiesten: hier war es schon extrem mutig, sich auf die Straße zu stellen und den Menschen die (überraschend christliche/jüdische) Botschaft zu bringen, dass man sich überhaupt nicht mit diesen kleinen Tyrannen auseinandersetzen muss, sondern lieber sein eigenes Leben leben, nett zum Nachbarn sein und den Frieden waren sollte, selbst wenn der Kriegsgott nach Erfüllung schreit.

„Zuhause in Gott“ handelt nun vom Leben nach dem Tode – ein Thema, das uns alle angeht. Als jemand, der Thanatologie als Hobby betreibt, möchte ich mir das Urteil erlauben, zu sagen, dass die über den Tod gemachten Aussagen in keinem Widerspruch zu der menschlichen Erfahrung stehen, wie wir sie in vorchristlichen Schriften wie dem tibetanischen Totenbuch, dem ägyptischen Totenbuch oder den Vorstellungen der nordamerikanischen Indianer von den „ewigen Jagdgründen“ finden.  Die Skizzierung eines multidimensionalen Universums, die Vorstellung einer Zeit, die nur das „Jetzt“ kennt, die Trivialisierung jeglicher Form von Höllenvisionen (die es geben kann … die aber kein Leid erzeugen, weil wir im Jenseits keinerlei Schmerzempfinden haben), die Vorstellung, das wir selbst es sind, die mit unserem Willen aktiv die Erfahrungswelt des Jenseits kreiiren – das alles ist möglich. Ich halte es für äußerst wahrscheinlich wahr – es steht auch nicht im Widerspruch zu denErfahrungen, die man mit Sterbenden machen kann – Erfahrungen, zu denen Neale Donald Walsch nach eigenen Angaben über Elisabeth Kübler-Ross Zugang hatte.

Ich möchte aber nicht die Theorie fördern, dass er ein Schwindler ist, der sich seinen „Gott“ zusammengeklaubt hat – das wäre vor seinem Hintergrund zwar möglich … aber trotzdem eine Unterstellung. Ich sehe keinen Grund, warum ich mich mit meinem Urteil über sein Urteil stellen sollte … und trotzdem erlaube ich mir, vor dieser neuen Religion zu warnen. Ja – es ist eine neue Religion, dir dort kommen soll und künstlich gebacken wird, es sind einige neue Propheten im Namen Gottes unterwegs, manche haben schon 400000 Priester ausgebildet, die missionierend durch die Welt ziehen, ohne das die Medien dies groß berichten.

Warum?

In Walsch´ Weltbild gibt es nichts Böses. Alles dient einem guten, größeren Plan, den wir nicht durchschauen. Alles, was wir als Leid deuten, dient nur der Vervollkommnung unserer eigenen Seele. Soweit war Platon übrigens auch schon mal, als die Theorie formulierte, dass wir uns unser Leben wahrscheinlich ausgesucht haben. Es ist die Theorie der Reichen, die immer alles gut finden, was ihren Reichtum legitimiert – und Platon war ziemlich reich. Ein sehr alter Reflex, der den Umgang von Reichen mit Armut bestimmt: die werden schon „selbst schuld“ sein, eine Theorie, die aus den USA über tausend Kanäle in die Welt hinausgetragen wird.

Trotdem wollen wir Walsch´s Gott noch glauben. Nehmen wir an, es gibt wirklich nichts Böses auf der Welt … warum glaubt aber sein Gott dann selbst nicht daran? Er wendet sich nämlich – konsequent und innerhalb Walsch´s Lehre durchweg logisch – gegen Selbstmord.

„So etwas wie Bestrafung gibt es nicht im so genannten Leben nach dem Tod. Die Hinterbliebenen werden bestraft. Sie erleiden einen unglaublichen Schock, von dem sie sich nie ganz erholen. Alle haben das Gefühl eines riesigen Verlustes. Viele geben sich für den Rest des Lebens die Schuld daran.“ (Walsch, Zuhause in Gott, Arkana 2006, Seite 80).

Man kann auch nicht vor seinem Leben fliehen, man ist gezwungen, es zu wiederholen – doch das soll uns nicht interessieren.

Wir denken für einen Moment weiter. Wenn es schlimm ist (darf ich das: „böse“nennen- angesichts der Wirkung auf die Mitmenschen?), seinem eigenen Leben ein Ende zu setzen … was ist denn dann, wenn ich mich in Ruhe lasse und stattdessen andere vom Leben in den Tod befördere? Tausende? Millionen? Vielleicht sogar systematisch in Konzentrationslagern vergase?

Nun – das wäre ok. Hat ja alles seinen Sinn. Göttliche Weisheit (welches bei Walsch die Weisheit der Menschen selbst ist, der in Wirklichkeit SELBST Gott ist … was seinen Lesern vielleicht ein klein wenig schmeichelt) führt dazu, dass in solchen Prozessen immer alles völlig ok ist, „der Zeitpunkt und die Umstände des Todes sind immer perfekt“ (a.a.O., Seite 202).

Wir normalen Menschen bekommen da einige Probleme, aber „Gott“ klärt uns darüber auf:

„Die Tode vom 11. September 2001, die des Tsunami von 2004, die der Wirbelstürme von 2005, die des Völkermordes in Darfour und dies des Holocausts werden alle erhoben, um einen Ehrenplatz einzunehmen“ (a.a.O., Seite 215).

Tja … „Gott“ …. ich möchte mich hier mal persönlich an Dich wenden … ab hier kannst Du Deine Weisheiten für Dich behalten, denn … sie werden bösartig. Warum eigentlich … redest Du Deinem Propheten ein, das die Opfer von Massenmorden einen „Ehrenplatz“ erhalten … wo doch aus Deiner Sicht Zeitpunkt und Umstände des Todes IMMER perfekt sind … es also keinen guten oder schlechten Tod gibt? Ach ja – außer natürlich Selbstmord. Niemand braucht in dem System, das Du Walsch einredest, einen Ehrenplatz … und ENTWEDER ist auch der Selbstmord immer perfekt …. ODER JEDER MORD IST EINE UNERTRÄGLICHE SAUEREI.

Massenmord erst recht. Aber darum … „Gott“ … geht es Dir ja, oder? Die stille Legitimation von Massenmord, Folter, Vergewaltigung, Raub, Brandschatzung, Qual jeder Art … das ist die leise, kaum erkennbare Nebenwirkung deines wirklichen Plans, oder? Nebenbei sollen sich die Menschen, die diesem Glauben folgen, für Gott selbst halten (wer kann schon solch´ einem „Zuckerle“ widerstehen – in Zeiten sich ausbreitenden Narzissmus und vollenderte Egomanie) … im Weltbild jenes Menschensohnes, der heute von den Toten auferstanden sein soll, gibt es eine ganz spezifische Bezeichnung für so eine Art „Gott“, der selbst Gott anstelle Gottes werden soll.

Man nennt ihn Satan. Warum ich Walsch glaube, dass er mit Dir gesprochen hat? Ergibt sich aus der inneren Logik Deiner Aussagen. Immerhin erklärst Du Walsch, wie er sich verhalten würde, wenn er Deine Lehre korrekt umsetzen würde:

„Achtens würdest Du nie wieder einen anderen Menschen absichtlich – auf physischer oder psychischer Ebene – verletzen.“ (Walsch, a.a.O., Seite 251.)

Wieso sollte ich das nicht mehr tun? Gerade jetzt fällt es mir doch unglaublich leicht, Drohnen zum Mord an anderen Menschen in die Welt hinaus zu schicken, weiß ich doch jetzt, dass der Zeitpunkt des Todes IMMER perfekt ist. Deine Aussagen – nicht meine.

Was müssen wir die Väter der Atombombe feiern und bejubeln, dass sie die Verantwortung übernommen haben, Millionen von uns perfekt ins Jenseits zu befördern.

So einen Unfug kann sich kein Mensch ausdenken, deshalb glaube ich, dass Walsch nicht bewusst lügt. Ich würde Herrn Walsch Scaramelli empfehlen, „Regeln zur Unterscheidung der Geister“. Wenn man schon unbedingt Experimente mit Geistern macht, sollte man sich dessen bewusst sein, dass JEDE bekannte Religion von einer Welt ausgeht, die nicht völlig in Ordnung (oder nur ein böser Schein – wenn nicht sogar komplett „gefallen“ – ist). Auch Atheisten gehen von Welt aus, die reperaturbedürftig ist. Nur DU nicht. Wieso wohl?

Scaramelli (fe-Medien, kissleg, 2011) beschreibt, was Menschen widerfährt, die guten Geistern begegnen. „Liebe, Freude und Friede“ wächst in ihnen (a.a.O., Seite 14) – nicht Toleranz gegenüber Mord an Einzelnen oder an Massen. Die bösen Geister werden auch konkret beschrieben. „Menschenmörder von Anbeginn“ waren sie … und ein Vater der Lüge, der äußerst raffiniert eine böse Lüge hinter tausend guten Wahrheiten versteckt … wie bei Walsch geschehen.

Ich weiß nun: Millionen Menschen haben Walsch gelesen – und noch viel mehr folgen den anderen Propheten der neuen Weltordnung (siehe Dagmar Schubert bei „Wahrheiten.org“). Millionen Menschen glauben an Walsch, viele fühlen sich außerordentlich berührt, vielen hat er sehr geholfen. Jene Menschen möchte ich aufrufen, ein wenig ihre Vernunft zu gebrauchen … wie es Neal Donald Walsch getan hat.

Ja – zwar hat sein Verstand die Botschaft der bösen Geister kritilos übernommen … aber sein Herz nicht. Kein Wunder: „Argumentationsduschen“, die sein  „Gott“ sie vornimmt, sind immer ein Kennzeichen für äußerst schlechte Verkäufer. Von Gott sollte man mehr erwarten. Lesen Sie das Nachwort zu seinem Buch. Dort schildert er den „Zerstörungsprozess“, den man beobachten kann und den es aufzuhalten gilt, damit wir nicht wieder zu „Höhlenmenschen“ werden. Es gilt, die Welt zu heilen … jene Welt, die doch der Himmel selbst ist? Wieso sollen wir diese Riesenarbeit einer langfristigen Umgestaltung in Angriff nehmen, wo doch … eigentlich alles in Ordnung ist?

Jedenfalls hat uns das „Gott“ über hunderte von Seiten hinweg gepredigt … inklusive einiger Widersprüche, die Lügen immer so mit sich bringen.

„Unruhe, Verwirrung, Trübsinn“ …. das sind die deutlich sichtbarsten Symptome für die Wirkung böser Geister, die in uns „Hass und Zorn“ erzeugen wollen (Scaramelli, Seite 21-22). Ohne Hass und Zorn … kein Holocaust. Kein Krieg. Kein Mord. Und was hat „Gott“ bei Walsch bewirkt?

Bitte genau hinsehen: der Aktivismus zur „Rettung der Welt“ entspringt nicht der Ruhe, die seiner Lehre eigentlich entsprechen würde, sondern eher der Unruhe. Und verwirrt ist der gute Herr Walsch die ganze Zeit über.

Kein Wunder: er wird ja auch äußerst elegant hinters Licht geführt … nur folgt sein Gefühl, sein Gewissen nicht seinem Verstand noch den Einflüsterungen böser Geister. Deshalb will er die Welt heilen, die eigentlich der Himmel selbst ist.

Und damit nun wirklich kein Zweifel übrig bleibt: natürlich hat Gott selbst mich geschickt, um den „Fürsten der Welt“ in seine Schranken zu weisen. Natürlich. Kann ich auch beweisen: als Nachfolger Christi bin ich arm, während der Lügenprophet Millionär ist. Wie ich höre, läßt er sich auch die Teilname an Gesprächskreisen oder die Registrierung in seinem „Fanclub“ bezahlen. Der Fürst der Welt hatte schon Christus mit Mammon versucht. Der allerdings – hatte abgelehnt. Hätte sogar zweiter Weltherrscher werden können.

Und jener Gott, der mich geschickt hat, ist der Meinung, dass diese Welt ziemlich aus den Fugen geraten ist. Er hatte diesbezüglich auch schon mal eine Sintflut geschickt – oder seinen Sohn.

Hat beides nichts genutzt.

Möglicherweise müssen wir also selbst Hand anlegen und können nicht blind darauf vertrauen, dass schon alles irgendwie in Ordnung ist.

Könnte sehr anstrengend werden … denn immerhin hat „Walsch´s Gott“ gute Freunde, siehe „Horusfalke“:

Führungspersönlichkeiten, die einsichtig und mutig genug waren, den Beginn einer solchen neuen Weltordnung vorzuschlagen. Euer Präsident Bush, den die Geschichte als einen Mann beurteilen wird, der weitaus mehr Weisheit, Weitsicht, Mitgefühl und Mut zeigte, als die zeitgenössische Gesellschaft anzuerkennen willens oder fähig war, war eine solche Führungspersönlichkeit.

Mein Gott … sieht da 500000 tote Kinder. Seine Kinder. Für ihn sehen „Weisheit, Weitsicht, Mitgefühl und Mut“ anders aus, als durch Lug und Trug einen Angriffskrieg vom Zaun zu brechen, der ein ganzes Land vernichtete.

Mein Gott empfiehlt: liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst.

Das kann ich sogar als Atheist empfehlen.

 

TOO BIG TO FAIL – Karikatur zum Selberlabeln

Too big to fail

Gott und Tod: die besten Freunde der Menschheit

Gott und Tod: die besten Freunde der Menschheit

Mittwoch, 8.Oktober 2013. Eifel. Als wir dieses Nachdenkmagazin konzipiert hatten, war eine etwas andere Dimension angedacht. Ich selbst habe einen Schwerpunkt in politischer Philosophie, Erkenntnistheorie und Religionsphilosophie. Letzterer ergab sich aus meiner absoluten Unfähigkeit, religiöse Dinge zu verstehen. Ich denke, man wird dann Philosoph (auch außerhalb jeder universitären Bildung), wenn man versucht, Dinge zu verstehen, die man nicht versteht. Geschieht dann ganz automatisch. Inzwischen sind wir eher ein politisches Nachdenkmagazin – was aber eher der Politik geschuldet ist: sie entwickelt sich in eine düstere. lebensbedrohende Richtung, die aller Aufmerksamkeit bedarf, um den Kindern noch eine Zukunft bieten zu können, die nicht nur aus Trümmern und Wüste besteht. Dabei geraten die ersten und letzten Dinge im Leben leider völlig aus dem Gesichtsfeld, ebenso die vielen unglaublichen Wunder, die das Leben zu bieten hat. Gestern nun habe ich eine sehr ernste Frage bekommen, die ich zuerst gar nicht beantworten wollte: die Frage, wie es kommt, dass ich den Bereich „Religion“ so verteidige, ja, selbst zu den religiösen Menschen zu gehören scheine. Die Antwort auf diese Frage hat mehrere Ebenen. Da ich denke, dass diese Gedanken vielleicht für andere auch von Interesse sind, möchte ich sie  öffentlich machen.

Zuerst einmal die Antwort aus der persönlichen Erfahrung heraus. Sie ist einfach. Nach Carlos Castaneda liegt die Stärke des weißen Mannes darin, dass er von einem undurchdringlichen Panzer umgeben ist, der ihn vor jeglicher Erfahrung, die über das rein materielle hinausgeht, schützt. Das ist seine Besonderheit – und seine Schwäche, wie John Perkins in seinem Erfahrungsbericht mit den Schamanen Ecuadors beschreibt. Wo Chinesen, Indianer, Maya, Griechen und Araber innehielten, entschied er anders: er wollte die absolute Macht über die Materie. Die hat er innerhalb von 500 Jahren erhalten – mit erschreckenden Nebenwirkungen, die die gesamte Menschheit an den Rand des Abgrundes gebracht haben. Begleitet wurde dieser Griff zur Macht durch eine Vernichtungsoffensive gegen jene Menschen, die weiterhin Erfahrungen über den materiellen Bereich der Existenz hinaus machten: die Hexenverbrennungen waren nicht der Kirche geschuldet, sondern dem neuen wissenschaftlichem Denken. Der Vernichtungsfeldzug gegen magisches Denken setzte sich fort, als die US-Armee die Medizinmänner der Indianer in den Lagern ermordete – aber nicht die gefährlichen Kriegshäuptlinge. Er setzt sich auch heute in breiter Front fort, erreicht inzwischen die Kirchen und Religionen und wird nicht eher ruhen, bis alle Menschen ausgerottet sind, die über Erfahrungen verfügen, die über das, was Kapitalismus und Kommunismus erlauben hinausgeht. Ich gehöre zu diesen Menschen. Über die Erfahrungen kann man nicht mit Menschen reden, weil die Wahrnehmungen jenseits der sprachlichen Dimension stattfindet.

Eben Alexander – der atheistische Neurologe mit der Nahtodeserfahrung – beschrieb diesen für ihn überraschenden Zustand deutlich: in der jenseitigen Welt (wie wir sie jetzt mal der Not halber nennen wollen) gibt es keine Sprache, aber trotzdem perfekte Kommunikation. Künstler wird das jetzt nicht überraschen, sie verfügen über die Fähigkeit, Kommunikation außerhalb der sprachlichen Welt zu gestalten. Es ist mir deshalb unmöglich, über diese Erfahrungen zu reden (weshalb ich es auch unterlasse), weil es der Versuch wäre, einem Farbenblinden die Farbe Rot zu erklären. Ich kann nur versichern, dass ich sie ohne Drogeneinfluss gemacht habe, bei klarem Bewusstein – und dass sie alle Bedingungen eines wissenschaftlichen Experimentes entsprachen und wiederholbar sind.

Ich schätze einmal, dass es einer von hundert ist, der mit solchen Erfahrungen leben muss. Da sie eindrucksvoller, beglückender und intensiver sind als alle Empfindungsqualitäten im visuellen, auditiven, kinästhetischem, gustatorischem oder olfaktorischem Bereich, haben sie ein höheres Anrecht darauf, „Wirklichkeit“ genannt zu werden als die sinnlichen Eindrücke, die aus materiellen Erfahrungen resultieren. Nur jemand, der sie nicht kennt, kann sie als „Wahnvorstellungen“ kategorisieren – die so Wahrnehmenden erfahren eine Welt, deren Eindrücke qualitativ hochwertiger sind. Vielleicht funktioniert ein Vergleich mit dem Fernseher: die Alltagserfahrungen gleichen einem schwarz-weiß-Bild, das von starkem Rauschen begleitet wird und ziemlich unscharf ist. Die Jenseitserfahrung hingegen sind ein Blick aus dem Fenster – nur von der rein sinnlichen Qualität her. Mit welchem Recht also sollte ich den schwächeren Eindruck „wahr“ nennen und den stärkeren Eindruck „falsch“?

Es ist der Bereich der Empirie, den ich hier für mich in Anspruch nehme: einen Bereich, der ebenso wissenschaftlich ist wie der der Ratio. Nur endet hier die Diskussion. Um noch einmal ein Beispiel anzuführen: wenn jemand mal ein UFO gesehen bzw. erlebt hat (ein echtes, unterstellen wir mal), kann er nie wieder theoretisch darüber diskutieren, ob es das gibt oder nicht.

Schaut man sich nun die Religionsgeschichte an – vom primitiven Schamanismus (der mir am Liebsten ist, weil er der „Wahrheit“ am respektvollsten begegnet) bis hin zur hochgradig differenzierten Schriftreligion, so zeigt sich durchgängig: über Erfahrung lässt sich nicht diskutieren. Man kann nicht einfach die Bibel lesen und die christliche Religion verstehen. Hat man Erfahrungen („Gottes Antlitz geschaut“) so findet man in der Bibel viele „Kollegen“. Hat man keine Erfahrungen, findet man – erst recht nach den diversen komplizierten Übersetzungen – ein unverständliches Kauderwelsch vor, das sich dem normalen Verstand entzieht.

Nehmen wir Jesus als Beispiel. Ich selbst habe das Reden über ihn erst Ostern 2011 begriffen, vorher konnte ich die Welt auch gut ohne ihn verstehen. Lesen Sie mal das Neue Testament unter Berücksichtigung der Kategorien der Aussagelogik – sie verstehen gar nichts, erst recht nicht, wenn Sie nicht wenigstens den Text im Altgriechischen lesen können und auf die vielen holprigen deutschen Übersetzungen angewiesen sind.

Zum Vergleich: Lesen Sie einmal das Vaterunser in der Übersetzung aus dem aramäischen (z.B bei Bunkahle). Oder die Übersetzungsfehler, die Pinchas Lapide beschreibt: da wird schnell aus einem „prüfenden“ ein „heimsuchender“ Gott, weil man das Zeitwort pakad zuungunsten der jüdischen Religion ausgelegt hat (siehe Pinchas Lapide, Ist die Bibel richtig übersetzt, Bd. 1 u. 2. Bechtermünz 1999, Seite 62-63) – ein Fehler, der gerade im deutschen Sprachraum gerne gemacht wird, weil wir ja wissen, wie der „Jude“ ist.

Hier betreten wir jetzt aber den weiten Bereich der Religion, in dem wir vor allem eins finden: den Hunger nach Macht.

Das ist nun ein eher hässliches Thema. Leider sind die Mitglieder organisierter Religionen keine Heiligen. Zumeist sind es Händler, Halsabschneider und Betrüger, die etwas ganz besonders Tolles gefunden haben: eine Ware, die unsichtbar ist, leicht zu transportieren und nicht zu kritisieren. Im Mittelalter hat der Adel seine Zweitgeborenen in die Kirche geschickt, um dort mit ihrer Hilfe Macht ausüben zu können: „Halt Du sie dumm, ich halt sie arm“ ist ein Spruch, der sich auf eine Familie bezieht – was heute gerne vergessen wird. Findige Geschäftsleute können halt überall alles verkaufen – sie machen vor Kirchentüren so wenig halt wie vor Parlamenten oder Sterbezimmern. Der Griff zur Macht wurde auch dort konsequent durchgeführt, die Kirche wurde zum Instrument des Adels, das gegen alle ethischen Maximen des Christentums verstieß. Mit Religion hat das alles nicht mehr viel zu tun – es sei denn, man hat ein politisches Interesse daran, diese Tatsachen zu verschleiern.

Das hat man – und hier betreten wir eine neue Ebene der Betrachtung.

Zuerst jedoch: ein Blick in die Welt der Physik.

Wie Sie wissen, bestehen sie aus Atomen. Ich hoffe jedenfalls, dass Sie das schon mal gehört haben. Schauen Sie sich Atome näher an, so zerfallen sie in ihre Einzelteile, vor allem aber wird eins deutlich: überwiegend bestehen Sie als Mensch aus der Leere zwischen den Elementen der Atome, wo sich vielleicht noch „Felder“ befinden, die verhindern, dass sie einfach so durch den Boden rutschen. Es liegen enorme Distanzen zwischen Atomen, Elektronen und Neutronen – und diese Elemente selbst sind nach neueren Theorien selbst weniger materiell. Das Universum des Materialismus hat erstaunlich wenig Substanz, aber die enorme Frechheit, den menschlichen Geist als Illusion zu beschreiben, als spukhafte Nebenwirkung, die das Gehirn zum Schutze der DNS erzeugt.

Das ein illusionäres Subjekt niemals die Erkenntnis treffen kann, dass es selbst nur eine Illusion ist, haben schon ältere Denker erkannt: die Propagandisten des Materialismus scheinen dies zu können – was nur geht, wenn man für sich beansprucht, eine höhere Erkenntnis zu haben, als Menschen sie erlangen können: quasi Übermensch zu sein.

Bringen wir uns dies zu Bewußtsein, so ist eher der Schritt naheliegend zu sagen: dass Bewußtsein ist an sich das Realste, was wir als Menschen erkennen können. Illusionär ist eher die Welt der Materie – nur leider können wir das als Normalbürger nicht nachvollziehen, weil die Physik sich hier schnell in der Sprache der Mathematik verliert – wie die Kirche im Mittelalter sich hinter dem Latein verschanzte, verschanzen sich die Naturwissenschaften hinter der Sprache „Mathematik“ – die schnell zu kompliziert für die Mitmenschen wird, die deshalb die bahnbrechenden Veränderungen, die das Doppelspaltexperiment mit sich bringt, erst in hundert Jahren zum Tragen kommen werden. Kurz und frech gesagt (als ungläubiger Laie): Materie scheint nur dann fest zu sein, wenn sie jemand wahr nimmt. „Information“ scheint womöglich die einzige Form von Realität zu sein, die wir definitiv beobachten können.

Schön blöd, oder? Dabei haben wir uns auf der Scheibe so wohl gefühlt, die Erde als Kugel ist schon gedanklich schwer zu begreifen, weil man ja auf der anderen Seite herunterfallen müsste: jahrhundertelang DAS Argument gegen die Kugelform der Erde, dass jeder wissenschaftlich denkende Mensch sofort verstanden hat.

Was hat das nun mit Gott zu tun? Hier verlassen wir endgültig die persönliche Ebene und wenden uns der Wissenschaft zu. Gibt es ein Bewußtsein von Gott, eine Information vom höchsten Buddhageist oder dem Großen Geist der Indianer, dann ist dieses Element Teil der menschlichen Realität – erst recht, wenn wir dieses Bewußtsein rund um den Globus in sämtlichen Kulturen wiederfinden.

Streng abgrenzen muss man hier jedoch das eher instinktive Wissen um die Realität einer geistigen Welt (zu welcher wir als Bewußtsein primär gehören) von den Ausformungen, die Menschen aus unterschiedlichen Gründen (unter anderem zum Zwecke der Machtgewinnung) daraus gemacht haben. Erkenntnistheoretisch können wir – nach bestem Wissen und Gewissen – hier nur die Existenz einer jenseitigen Welt (auch dieser Begriff ist aus sprachlicher Not geboren), einer „Anderwelt“ oder „geistigen Welt“ formulieren, müssen uns jedoch dem Faktum beugen, dass wir über sie kaum Aussagen machen können.

Auch hier muss gelten: die Vielfalt der Beobachtungen ist womöglich nur der Vielfalt der beobachtenden Bewußtseine geschuldet, hieraus ein Lehrsystem gleich einer Religion zu machen, ist im Prinzip immer zu weit gegriffen – und es ist auch gar nicht notwendig. Die christliche Religion akzeptiert dies, siehe Bibel-online:

Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.Wenn aber du betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten öffentlich. 

(der Vater – das sei in Erinnerung gerufen – löst sich auf, wenn man aramäisch denkt … wie Jesus es getan haben muss. Dort wird aus „Vater unser im Himmel“ Oh Du, atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern – siehe Omkara, eine Formulierung, die an die Beobachtungen gemahnt, die Eben Alexander nach seinem Tode gemacht hatte: „Gott“ als reiner Klang, als „Omm“).

Wieso wir nun Kirchen haben, öffentlich beten, hüpfen und singen, hat mit der Geschichte zu tun. Notwendig ist das nicht, Begegnungen mit dem „Jenseitigen“ hat man grundsätzlich NUR in der Stille – womit wir den kurzen Ausflug in den Bereich der Ratio verlassen und wieder im Bereich der Empirie sind, wo ein dritter Punkt auf uns wartet: der Tod.

Gott (den Begriff mag ich gar nicht, er ist schon falsch, wenn man ihn niederschreibt) und der Tod (als personifizierter Prozess auch eine Lüge) gehören eng zusammen. Kurz gefasst ist das indianische Mythologie: nach dem Tode betreten wir die ewigen Jagdgründe und sind nahe beim Großen Geist. Mehr an Religion braucht im Übrigen kein Mensch, das ist so der kleinste, gemeinsame Nenner, den das Erleben des jenseitigen Bereiches aufzeigt. Alle Beschreibungen, die darüber hinaus gehen, kann man getrost ignorieren – meist geht es dann sowieso schon um Geld: Ablassbriefe, Kirchensteuern, Rechnungen für Heilungen oder besonders kräftige Gebete … schauderhaft.

Bei aller Relativierung der Erlebnisse unserer Umwelt, die uns unser Verstand erlaubt (wie die Rationalisten Descartes und Kant aufgezeigt haben, deren Erkenntnisse von den Priestern des Materialismus gerne großräumig ignoriert werden), ist dies eine Tatsache, die auch mit noch so vielen Worten nicht ungeschehen gemacht werden kann: wir sterben.

Die Alternative zum religiösen Denken (das an sich erstmal keine andere Hölle kennt, als die, die man sich selbst bereitet – doch das ist eine andere und ebenfalls sehr lange Geschichte) bietet hier (unter völliger Ignoranz des Energieerhaltungssatzes) die Version „völlig Auslöschung einer Illlusion, die zufällig aus dem Blumenkohl entsprangen, den wir Gehirn nennen“.

Das könnte man als Theorie stehen lassen (ungeachtet der Sünden, die wir dann gegen die Vernunft bzw. die Erkenntnistheorie begehen), gäbe es nicht Menschen, die von „drüben“ zurückgekehrt sind. Da gibt es nicht einen, sondern tausende. Ein einziger hätte ausgereicht.

Diese tausenden von Zeugen berichten im Prinzip alle dasselbe – und belegen mit ihren Erfahrungen jene, die ihrerseits in der Geschichte des religiösen Denkens ähnliche Erfahrungen geschildert haben. Es läßt sich hier eine durchgängige Linie gleichartiger Erfahrungen in allen menschlichen Kulturen zeichnen – immer dadurch eingeschränkt, dass es sich hier um Wahrheiten handelt, die sich in allen Sprachen des sprachlichen Ausdrucks entziehen (und deshalb im Laufe der Tradition zu ganz unterschiedlichen Dogmen führen können), aber gleich erlebt werden – die gleiche emotionale Resonanz erzeugen.

Ist man nun ein emotional eingeschränkter Mensch (was nicht unnormal ist und in der Regel durch andere Fähigkeiten ausgeglichen wird) hat man wenig Zugang zu diesen Themen, hat man keine eigenen Erlebnisse, wird es noch schwieriger, das Sprechen von Religion zu verstehen – es bleibt wenig anderes übrig, als die anderen für verrückt zu halten – im Prinzip hat man gar keine andere Wahl.

Man bräuchte diese Diskussion auch gar  nicht führen, wenn es nicht noch eine handfeste politische Dimension geben würde, die gerade heute deutlich zu Tage tritt.

Das sichere, instinktive Wissen um die Realität des Jenseitigen führt zu einer großen Sicherheit im Umgang mit den Mächten dieser Welt: weil man eine andere (nicht kontrollierbare) Heimat hat, kann man nur sehr schwer im Sinne der Mächtigen manipuliert werden: hier droht katastrophaler Umsatzverlust durch Konsumverzicht, hier droht unkontrollierbare Bewusstseinsbildung gegen die herrschende Klasse. Gegen alles Ungemach, das die Welt gegen die Menschheit auffahren kann (und auffährt), ist hier eine sichere Zuflucht vorhanden, die Widerstand erlaubt: das „Opium für das Volk“ entzieht Kapitalismus und Kommunismus radikal die Deutungshoheit über die Wirklichkeit – und ist deshalb so verhasst.

Darum werden jene, die über Erfahrungen verfügen, gejagt, gefoltert, verbrannt, ausgelöscht oder auf ewig mit Drogen vollgestopft und weggesperrt: das Kapital fordert Allmacht – in letzter Konsequenz will es selber Gott werden … und gerade in den heutigen Tagen erleben wir, wie das Kapital die Regierungen vorführt, als wären es Tagelöhner und Leibeigene.

Doch gehen wir weiter: selbst wenn es Gott und Tod nicht „gäbe“, täten wir gut daran, sie als gedankliche Konstruktionen lebendig zu erhalten, Gott in Form des Großen Geistes, der alles durchdringt (das war im Prinzip die Lehre des Giordano Bruno, den heute viele Atheisten als Helden feiern – wobei sie gar nicht verstehen, was sie da eigentlich tun) und des Jenseits in Form der ewigen Jagdgründe. Diese Konstruktionen können uns effektiv helfen, frei zu werden von den Indoktrinationen des Kapitals – selbst wenn es nur Hilfskonstruktionen sein sollten.

Dafür jedoch dies anzunehmen, gibt es keinen Grund. Weder Empirie noch Ratio legen nahe, dass wir hier unserem Urteil (und dem Urteil der absoluten Mehrheit der Menschheit) nicht trauen dürfen. Natürlich behalten auch die Reflexionen des Atheismus seine Gültigkeit, sie sind sogar ein wesentlicher Bestandteil des Bewußtwerdens und hemmen gut jene schädliche Einflüsse, die von den Händlern in den Kirchen und Religionen kommen.

Wo jedoch Urteile über Wahrheit und Wirklichkeit gefordert sind, versagt die Philosophie des Atheismus (die nie dazu entworfen wurde, hierüber Aussagen zu machen: sie ist eine gezielt antiklerikale Erfindung mit gezielt antiklerikaler Ausrichtung und völlig bedeutungslos für Menschen, die mit Kirche überhaupt nichts am Hut haben – wie z.B. die Schamanen der Vorzeit).

Gott und Tod sind aktuell die besten Freunde der Menschheit, deren erster Ausbruchsversuch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit fürchterlich in die Hose gegangen ist: umgeben von künstlichen Umweltgiften, regiert von unsichtbaren Märkten (deren Tyrannei der Regentschaft übelster Schurken nahekommt), bedroht von atomarer Vernichtung oder der Auslöschung durch aus ganz vernünftigen Gründen erschaffenen Konzentrationslagern (was „die Märkte“ als effektivste Lösung des Problems der „Kosten auf zwei Beinen“ täglich fordern – nur merken das viel zu wenige) hat er es innerhalb weniger Jahre geschafft, das ganze mühevoll ausbalancierte Gleichgewicht der Natur aus dem Takt zu bringen … mit Folgen, die ganz fürchterliche Auswirkungen haben könnten und schon jetzt dafür sorgen, dass wir das schlimmste Artensterben in der bekannten Geschichte der Menschheit erleben.

Gut, dass es den Tod gibt, der uns sicher aus dieser selbst geschaffenen Hölle herausholt.

Gut, dass es Gott gibt, der vielleicht noch einiges gerade biegen kann – oder die Täter jenseits der Kreise dieser Welt zur Rechenschaft zieht. Wie es aussieht, geschieht genau dies – aber unglaublich freundlich und liebevoll.

Kommen wir zum Schluss.

Ohne empirische Erfahrungen in dem Bereich (und ohne sicheren Zugriff auf die Instinkte, die uns zu allererst in dieser Welt überlebensfähig machen) hat man keine andere Chance, als das Gegenüber für geistig krank zu  halten. Man kann aber akzeptieren und respektieren, dass manche Menschen anders sind – sogar die absolute Mehrheit der Menschen, die je gelebt haben. Sie haben auch rational gute Gründe, ihre geistige Heimat nicht im Materialismus zu suchen, der die Menschheit als Solche an den Rand ihrer Existenz gebracht hat – und deshalb schon gelegentlich von den nachfolgenden Arten phantasiert, die den Menschen ersetzen werden (insgeheim halten sich wohl die Prediger dieser Antireligion selbst für diese auserlesenen, überlegenen Wesen: auch Hitler hat gerne davon schwadroniert – doch das ist ein anderes Thema).

Man merkt vielleicht, dass ich die Trostfunktion der Religion (die zentrale Wirkung des Opiums im Sinne von Marx) gar nicht erwähnt habe.

Sie ist auch irrelevant. Für diejenigen, die auf der Basis ihrer Erfahrungen „glauben müssen“ (aber nicht das, was „die Religion“ ihnen erzählt), tritt im Trauer- oder Notfall gar kein Notfall ein, ihr  Lebensschwerpunkt liegt auf einer Metaebene.  Für dienigen, die keine Erfahrung haben, aber aus ihren Instinkten heraus am Wissen vom „Jenseitigen“ festhalten, gibt es keine Trost, weil es kein Wissen und kein Bewußtsein gibt, das Trost vermitteln könnte – die Metaebene wird nur erahnt, aber nicht wahrgenommen, was wenig Trost spenden dürfte.

Was der Kapitalismus (und der Kommunismus) an der „Religion“ wirklich fürchten?

Das sie Erfolg hat und Menschen wie den Mönch Anselm Grün hervorbringt: seine Lebensart beglückt ihn derart, dass er nur fünfzig Euro im Monat für sich selbst ausgibt, während er die Millionen, die er mit seinen Büchern macht, der Gemeinschaft zur Verfügung stellt.

Wo kämen wir nur hin, wenn alle so wären?

Und weil mich das sehr interessiert, wenn wir dann hin kämen, verteidige ich die freie Entfaltung von Religion in einer Gesellschaft – und zwar aller Religionen, nicht der der des dogmatischen Materialismus (auch, wenn die im ersten Moment so schön antireligiös daherkommt).

Darüber hinaus habe ich in meinem Leben genug Erfahrungen gesammelt, die darauf hinweisen, dass sich in jenem Bereich mehr Wahrheit befindet, als  uns lieb ist. Die jedoch spielen im großen Rahmen keine Rolle – ich wäre auch Verteidiger der Religionen (und zwar ALLER), wenn ich keine eigenen Erlebnisse hätte: die generelle Relativität menschlicher Erkenntnis und die begrenzte Fähigkeit menschlicher Wahrnehmung läßt demokratischen und humanen Gesellschaftsformen keine andere Möglichkeit, als so zu verfahren.

Das die aktuelle Entwicklung aber nur eine Religion übrig läßt, nur ein dogmatisches Deutungssystem als „wahr“ anerkennen will, zeigt, wohin die Reise politisch gehen soll – und bei dem, was sich dort anbahnt, sind halt Gott und Tod die besten Freunde der Menschheit, egal, welche Religion nun das Wissen über sie transportiert.

Bevor nun aber alle freiwillig vor den Zug springen, sei erwähnt, dass Selbstmord von vielen Kulturen abgelehnt wird – es sei denn, als letzter Ausweg, um seine Ehre zu behalten. Und selbst dann gibt es Berichte von „zurückgeholten“, die ratsam erscheinen lassen, die Kreise des Lebens nicht freiwillig zu verlassen – der selbst geschaffenen Hölle kann man so scheinbar nicht entkommen.

Aber wer will das schon?

Ich könnte nun noch über gesellschaftliche und zivilisatorische Nützlichkeit eines für die Gültigkeit der Moralgesetze garantierenden Gottes reden, doch das wirkt leicht, als wäre Religion nur ein Trick der Vernunft, das Tier im Menschen zu bändigen. Das mag sein – entspräche aber nicht meinen Erfahrungen, die ich mit vielen anderen Menschen teile.

Außerdem … ist das jetzt hier sowieso schon wieder viel zu lang fürs Internet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

…denn sie wissen schon, was sie tun!

Der Mensch wird  gerne als dummes, mainstream-blökendes Schaf dargestellt. Da tun wir den lieben Wollknäuel aber unrecht. Das Schaf frisst Gras und wenn dieses abgegrast wurde, zieht es weiter zum nächsten Büschel. Der Mensch hingegen frisst auch noch die Wurzeln und wundert sich, wenn es dann nicht mehr nachwächst. Ergo sind Schafe schlauer und wissen wie man eine Weide aberntet, ohne grossen Schaden zu hinterlassen. Der Mensch hingegen weiss das nicht – falsch, er weiss es, handelt aber nicht danach. Darum sind auch die vielen guten Kommentare und Artikel meist wirkungslos. Der Mensch ist schlichtweg zu blöd, um die einfachsten Dinge/Zusammenhänge zu erkennen.

Beispiele gibt es genug. Zuoberst ist das „geldene“ Kalb. Die meisten geifern nach Geld und scheren sich einen Dreck darum, was ihre Gier anrichtet. Dann hat es die Massen an Religionsfanatikern, die ihre Eigenverantwortung irgendeinem Gott übertragen, ihr Hirn dann gottseidank ausschalten können und alles als „gottgegeben“ ansehen. Die Störche bringen ja auch die Kinder. Eine weitere grosse Gruppe sind die selbstüberzeugten Weltverbesserer. Da wird demonstriert und mit den Fingern auf andere gezeigt. Zur Demo fährt man/frau mit dem Auto, macht Bildchen mit dem Smartphone, trinkt eingekauftes Wasser aus Petflaschen und hinterlässt nach der Demo seine nicht mehr gebrauchten Konsumartikel der Umwelt, respektive sch(m)eisst sie einfach weg…irgend jemand wird das dann schon wegräumen oder wenn nicht, dann wächst sicher wieder Gras über die Sache. Würde, wenn wir so schlau wie Schafe wären.

Irgendwie finde ich es schade, dass vergangene Woche ein X-Flare der Sonne (die höchste Klasse) auf die andere Seite losgegangen ist. Hätte er die Erde getroffen, gäbe es für die nächsten Monate oder Jahre keinen Strom. Man stelle sich vor: keine Handys, Autos, Computer, Fernsehen, Börse usw. usw.. Die Welt wäre dann sicher nicht besser, im Gegenteil. Die Welt wäre voll mit konsumgeschädigten Individuen, die nichts mit sich anzufangen wüssten, weil irgendein unsinniges elektronisches Teil fehlt, das einem vorgaukelt, wichtig oder überlebenswichtig zu sein. Am wenigsten geschädigt wären die Menschen, die jetzt schon nix haben ausser ihr nacktes Leben. Ein fünfjähriges Kind aus dem Urwald kann ohne Hilfe Feuer machen, Wasser und Nahrung suchen. Unsere Kleinen aus den Industrieländern würden einfach tot umfallen, weil sie ihren fetten Ärsche nicht lange genug bewegen könnten, bis sie etwas Geniessbares zum Überleben finden. Darum hier ein Lob an die Eltern, welche ihren Kindern zeigen, was man aus der Natur direkt essen, trinken oder sonst verwerten kann.

Ich will mich aber selber auch an der Nase nehmen. Schreibe am Computer, fahre Auto, kaufe im Supermarkt und konsumiere Unsinnigkeiten wie Filme, PC-Spiele, Handy und dergleichen. Aber wie Paracelsus schon sagte:“ Die Menge unterscheidet das Gift von der Medizin.“ Es hätte für alle genug, wenn jeder nur das nehmen würde, was er gerade benötigt. Also benutze ich den ganzen technischen Firlefanz mit gesundem Menschenverstand und schalte sie aus, wenn ich sie nicht mehr brauche. Dasselbe gilt für die wirtschaftlichen und staatlichen Kontrollmechanismen. Hier sind einige Beispiele, die meiner Ansicht nach mehr bewegen als eine Demo.

– alles Geld von der Bank holen

– bar zahlen, keine Kreditkarte verwenden

– in kleinen Geschäften mit Produkten aus der Region verstärkt einkaufen

– Sachversicherungen künden

– Tauschhandel benutzen und fördern

– respektvoller Umgang mit seinen Mitmenschen

– ab und zu mal etwas Weggeschmissenes aufheben und entsprechend entsorgen

– mindestens einmal pro Tag ein ehrliches Lächeln verschenken

undsoweiterundsofort.

Wenn tausend Menschen an eine Demo gehen, hinterlassen sie Müll von tausend Menschen. Dafür dürfen sie als Prügelknaben für die Exekutive hinhalten. Und, ehrlich gesagt, tausend Menschen reichen nicht für eine Veränderung im Denken der Verantwortlichen. Die Lächeln eher süffisant über den Pöbel und genehmigen sich  eine Linie vom staatlichen Klodeckel. Aber die gleiche Menge bewirkt sicher etwas, wenn sie die oberen Punkte so gut wie möglich umsetzen würde.

Leider zerbröselt der Gedanke an ein kollektives, gesundes Gesellschaftssystem schnell wieder mit der Erkenntniss, dass wir ja dümmer als Schafe sind. Da hilft alles blöken nichts. Also machen wir weiter wie bisher, weil wir das können. Die Anpassungsfähigkeit des Menschen erfolgt meist nur durch müssen, wenn er etwas nicht mehr hat respektive bekommt – und das dauert seine Zeit. Ausser es dient der Förderung seiner bequemen Dummheit oder dummen Bequemlichkeit…je nach dem. Dann erfolgt die Anpassung über Nacht. Was hat sich da die Evolution nur dabei gedacht, uns das Denken zu ermöglichen.  Auf den Bäumen war’s doch auch ganz nett.

Folter, Kreuzigung, Kannibalismus

Man will es sich nicht ausmalen: Mitten in Deutschland feiert eine obskure Kultvereinigung den blutigen Foltertod eines unschuldigen Menschen. Bilder und Skulpturen der Grausamkeiten werden vorgeführt, der widerwärtige Akt auch noch nacherzählt, besungen und befürwortet. Was unvorstellbar klingt, ist grausame Realität – die verrückte Sekte feiert heute ihr krankes Horror-Ritual: die sogenannte „Karfreitagsmesse“.

Weiterlesen…

 

Atheismus: unwissenschaftlich, unmoralisch, undemokratisch, grausam und selbst nur ein dunkler Gott

Samstag, 12.1.2013. Eifel.  Philosophie hat eine ganz konkrete Aufgabe im Kanon menschlicher Wissenschaften. Sie kümmert sich (schon immer) um die ersten und letzten Dinge, um die Frage: wo kommen wir her, wo gehen wir hin – und was machen wir hier überhaupt? Es gibt viele Themen, die die Philosophie erschließt und die im Nachhinein von ihren Kindern übernommen werden: Physik, Mathematik, Chemie, Biologie, Hermeneutik, Ingenieurwesen  sowie der ganze Bereich der „Geisteswissenschaften“ sind ursprünglich aus der einfachen, philosophischen Frage entstanden: wo sind wir hier eigentlich? Wer sind wir? Und was machen wir hier? Antworten auf diese Fragen gibt es reichlich. Ob sie richtig oder falsch sind, können wir nicht beurteilen – wir hätten die Fragen nie gehabt, wenn wir das könnten. Daraus kann man eine gewissen Beliebigkeit bei der Wahl seines Weltbildes ableiten – wie es ja heute auch geschieht. Der religiöse Bereich ist der Mentalität des Konsums unterworfen, wodurch er aus dem Bereich der Philosophie heraustritt und in das Reich der Beliebigkeit hineintritt: dort darf man an alles glauben, das Disney produziert. Es gibt jedoch eine dieser Anschauungen, über die wir trotzdem Aussagen machen können: den Atheismus – oder seine kriminelle Form, den Antitheismus. Er ist grober Unfug. Gröbster Unfug sogar – aus der strengen Sicht der Erkenntnistheorie. Und außerdem: ziemlich gefährlich, wenn er Hand in Hand  mit dem primitiven und unreflektiertem Materialismus.

Doch fangen wir erstmal mit der Erkenntnistheorie an. Dieser Bereich ist sehr komplex, über „Wahrheitstheorien“ sind ziemlich viele umfangreiche Bücher geschrieben worden. Wir können es uns aber auch einfach machen und starten die Diskussion im 17. Jahrhundert. Dort starteten unsere Naturwissenschaften – erst später stellte man fest, das der Mensch vielleicht auch mal Gegenstand der Untersuchung sein könnte und es folgten die Geisteswissenschaften.

Prinzipiell gibt es nur zwei Möglichkeiten für Menschen, „Wissen“ zu sammeln: entweder wir bekommen es durch Beobachtung (das ist – die von Bacon vorbereitete Position Lockes) – oder aber (so Descartes) durch Nachdenken. Die darauffolgende Diskussion dauert bis heute an, füllt Millionen von Seiten – ändert aber nichts daran, das diese beiden Prinzipien aus naturwissenschaftlicher Sicht unsere einzigen Wahrheitsinstrumente darstellen (das wir Emotionen auch als „Wahrheitsinstrument“ anerkennen können und müssen, würde hier zuweit führen: das ist eine noch sehr moderne Sichtweise, die – hoffentlich – zukünftige Generationen bei der Wahrheitsfindung anleiten wird).

Damit ist die Debatte um den Atheismus schon zu Ende. Rational zeigen uns die Gottesbeweise, das wir ohne irgendeine Art von Ursache, die die unglaubliche Fähigkeit hat, sich aus sich selbst heraus zu bewegen, das Universum nicht  denken können. Empiriker halten das gleich für eine Schwäche des Geistes – haben aber eine ähnliche Schwäche … bzw. ein ähnliches Problem. Sie müssen eine Unzahl von Geister- und Dämonensichtungen für wahr nehmen, weil sie belegbar Bestandteil der Naturbeobachtungen der Menschheit sind. Der Rationalist hält das für völlig verrückt … und verweist gleich auf die Schwäche der Sinne: sie können sich täuschen.

Der Materialismus (als besondere Form des Atheismuskomplexes, der unter anderem auch Elfengläubige erfasst, die aber die Existenz des christlichen Gottes ablehnen) macht es sich hier besonders bequem: er handelt einfach unwissenschaftlich und setzt willkürlich eine „Wahrheit“. Das kann man machen: die schlimmsten Verschwörungstheoretiker arbeiten genauso, haben aber eine Qualität, die der Atheismus nicht hat: sie berufen sich auf Dinge, die beobachtbar sind – und rational nachvollziehbar. Alles was die Rationalisten an Fragen am Rande der menschlichen Existenz auffinden, hält der wissenschaftliche Materialismus für Geistesschwäche, alles, was an Beobachtungen stört, für völlig verrückt.

Solche geschlossenen Beweiszirkel sind in der Philosophie schon lange bekannt: aber diskutiert mal mit einer Horde, ausgebeuteter, wütender, hasserfüllter Arbeiter die mit roten Fahnen vor dem Werktor stehen und meinen, der Kampf gegen den Gedanken „Gott“ sei Teil des Kampfes gegen ihre asozialen Fabrikführer. Natürlich haben sie aus einer gewissen Perspektive Recht mit ihrer Anschauungen: lange Zeit war es für den Adel Tradition, das der Zweitgeborene der Kirche gehört – sie haben die Kirche schlicht und einfach gekapert um sich Gott zu unterwerfen, in dessen Namen sie dann fürchterliche Kriege geführt haben. Quelle des Übels ist aber hier der Adel – nicht Gott.

Mit solchen Beweiszirkeln kann man alles beweisen, was man will. Wenn ich sage: die Farbe Rot gibt es nicht – so kann ich das beweisen. Alle die, die Rot sehen, haben eine Geistes- oder Sinnesschwäche, alle die, die mir irgendwelche Farbspektren erklären wollen, sind schlicht und ergreifend verrückt, denn es gilt: Rot gibt es nicht.

So beweise ich alles: das der Mond aus grünem Käse ist, wir alle nur im Traum eines wahnsinnigen Gottes leben, das Merkel ein Alien ist, Deutschland eine souveräne Demokratie, das es keine rechten Winkel gibt oder die Erde eine Scheibe ist – für solche „Methodik“ ist das kein Problem, sie kann wirklich ALLES beweisen.

Und alles, was so bewiesen wird, ist falsch, weil es willkürliche Setzungen von Wahrheiten sind. So arbeiten Diktatoren, aber so arbeitet nicht die Wissenschaft – weder die rationalistische noch die empiristische.

Jetzt kommen wir natürlich in ein gefährliches Fahrwasser, weil der neugierige Leser jetzt wissen will: wenn Atheismus grober Unfug ist, heißt das dann, das es den lieben Gott gibt?

Nun – diese Frage kann ich nicht beantworten … und würde mich auch nicht auf die Seite der widergöttlichen Mächte stellen, die ganz klar wissen, wir Gott aussieht. Widergöttliche Mächte? Ja, was die Vorstellung von Gott betrifft, so gelten in dem hiesigen Kulturkreis ganz klare Regeln (an die sich der Adel natürlich nicht gehalten hat – als Speerspitze der widergöttlichen Mächte war das zu erwarten: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst haben die wohl nie im Leben praktiziert – damals wie heute tanzen sie lieber um das Goldene Kalb):

1. „Du sollst neben mir keine anderen Götter haben.“

Ja, das war ihm wichtig. Oder ihr. Oder es. Keinen Baal, dem man Kinder in Feueröfen opferte (war damals Alltag), keinen „Führer“, keinen Gottkaiser, keinen „Fortschritt“ und keinen „Markt“. Eine weise Botschaft, eigentlich, denn diese Götter fordern – so lange wir denken können – Menschenopfer. Auch heute noch verlangt der Mammon (wir nennen den nicht so – aber die Bibel würde ihn so nennen) aus ganz vernünftigen Gründen die Reduktion des Menschengeschlechtes um einige Milliarden Seelen … und da diese Seelen keine Kinder Gottes mehr sind, sondern aus einem chaotischen Urschlamm zufällig entstandene Schädlinge, die keine Daseinsberechtigung haben, wenn sie zu schwach sind (oder arbeitslos oder Juden  oder Armenier oder Kurden oder Christen oder Moslems oder alt und krank), spricht auch rein rational nichts dagegen, sie zum Schutze des eigenen Wohlstandes zu opfern – oder sie, wie in Griechland, bis aufs Blut zu quälen.

2. „Du sollst dir kein Gottesbildnis machen, das irgendetwas darstellt am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.“

Auch das war ihm wichtig. Wichtiger als der arbeitsfreie Samstag, das Verbot von Raub und Mord war ihm die Tatsache, das man gefälligst aufhören sollte, Religionen zu formen, die ganz klar wissen, wie das  „Jenseits“ aussieht.

Toller Gott, oder? Kommt daher und sagt: habt Euch lieb und macht Euch um mich keine Gedanken. Die Atheisten der griechischen Philosophie haben ähnlich gedacht. Und da kommt jetzt das politische Instrument des Atheismus (ja, ich urteile jetzt – und verweise auf die Ursprünge) und sagt: der hat keine Ahnung, den „gibt“ es gar nicht … wobei sie hier ein Urteil fällen, das purer Nonsens ist. Gott als höchster von Menschen zu denkender Gedanke (noch etwas größer als alle Universen zusammengenommen) ist kein Gegenstand der Welt des „Seins“ – also kein Objekt der Naturwissenschaften, das man beliebig zersägen, zerlegen oder spalten kann (und das ist auch gut so, denn genau das würde unsere machtbesessene „wissenschaftliche“ Kultur mit ihm machen), er ist auf jeden Fall und unwiderlegbar ein Objekt im menschlichen Geist – also ein Objekt der Geisteswissenschaften. Trotz aller Allmachtsphantasien des modernen Materialismus gibt es ein paar Dinge, die sich seiner Machtausübung entziehen … eins davon ist fast jedem Menschen bekannt  – man nennt es Liebe, ein anderes ist der Hass … und beide richten mehr Schaden an als alles Religiöse zusammen (was dafür spräche, den Geisteswissenschaften mehr Geld zu geben, damit die Haßprediger in Militär und Politik  nicht die Welt mit den Werkzeugen der Naturwissenschaftler zersägen, zerlegen, spalten und zerfetzen, bevor wir uns überhaupt bewußt geworden sind, was wir hier wollen).

Aber wie schön wäre es, wenn die Menschen „Atheismus“ als „wahr“ anerkennen (ja, das darf man, das ist im Reich der unwissenschaftlichen Beliebigkeit erlaubt: Ufos, Spukgeister und ein Mond aus grünem Käse – alles kein Problem, wenn man nur will), denn dann … kann man ihnen andere Götter geben, denen sie hinterher laufen – und ganz schnell vergessen sie, das Nachfolge Christi bedeutet, das man alles verkaufen sollte, was man hat – und den Armen geben. DIESER Gott mochte nämlich keine Armen, laut der Legende hat er sogar extra seinen Sohn heruntergeschickt, um das nochmal ganz ausdrücklich klar zu machen: liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – und nicht: beute ihn aus, so gut Du kannst. Nicht umsonst wurde er … gekreuzigt.

Und jetzt merken wir: Atheismus ist nicht nur eine kleine, pubertäre Spinnerei von Individuen mit Allmachtsphantasien … er ist politisch und gesellschaftlich extrem gefährlich, weil er das gesamte moralische Fundament der Zivilisation untergräbt, alle Grundlagen eines sozialen Miteinanders in Frage stellt.

Sicher, wir haben ein Grundgesetz, das unser Verhältnis zu Gott klar zum Ausdruck bringt:

Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen […] hat sich das Deutsche Volk […] dieses Grundgesetz gegeben.

Und das geschah sehr überlegt und weise – aufgrund der Erfahrungen, die man mit einem anderen gottgleichen Wesen gemacht hat, das die „Vorsehung “ persönlich an die Spitze des deutschen Staates gestellt hatte … mit entsprechenden Ergebnissen: Menschenmassenopfer.

Das ist nichts weniger als die unabdingbare Anbindung unserer Gesellschaft an den Gedanken eines höchsten „Guten“. Wie Angriffe auf die Verfassung, Wünsche zu ihrer Veränderung  zu beurteilen sind, kann jeder selbst beurteilen. Im Prinzip, dem Sinn entsprechend: alles satanistisch (sofern wir Satan als Gegenteilbegriff zu Gottes Willen zulassen wollen).

Wir erleben das alles am eigenen Leibe – als Volk. Je weiter wir uns von dem an Gott gebundenem Grundgesetz entfernen, umso verharzter und verschuldeter werden wir … und umso unmenschlicher. Wie Immanuel Kant schon erkannte: die Vernunft als solche kann zwar moralische Regeln aufstellen … zeigt aber eine gewissen Schwäche bei der Frage: und was bringt mir das jetzt, wenn ich mich so verhalte, das meine Verhaltensmaximen jederzeit Gesetz eines Staates werden können – ich aber keine Millionen damit verdiene, während andere mit Menschenhandel und brutaler Ausnutzung der Not der Menschen superreich werden?

Was also wollen atheistische  Strömungen, die Gott (und in Folge auch seine Gebote) in Frage stellen?

Eine Förderung der Unmoral, die letztlich in Kindermord, Kinderprostitution und Lagerhaltung endet, weil alle moralischen Grenzen gefallen sind – wie man aktuell am Beispiel der Kirche sehen kann.

Jetzt wird es völlig verrückt, wird mancher denken: die Kirche als Speerspitze des Atheismus?

Antwort: siehe Gebot 1 und 2. Die verstoßen jeden Tat dagegen, kennen Gebote Gottes besser als er selbst, predigen Wasser und saufen Wein und haben natürlich auch kein Problem damit, die Kanonen jeder Seite zu segnen. Für Innenansichten der Kirche empfehle ich den Roman des ehemaligen Vatikanmitarbeiters und Papstvertrauten Malachi Martin („Der letzte Papst“), der dort schon in den neunziger Jahren die Kindermißbrauchsnetzwerke beschrieb, die jetzt allgemein bekannt geworden sind – die satanischen Gruppen, von denen er berichtete, sind aber noch nicht so weitläufig bekannt.

Hexenverbrennungen, „Ketzer“-Morde, Ablassbriefe und ein Hauptsitz, der voller Prunk und Pracht nur so glänzt lassen sich kaum in Einklang bringen mit jenem Gott, der im Verständnis des „Erfinders“ dieses Begriffes (das Judentum) das Heilige des Lebens selbst präsentiert, jenen göttlichen Hauch (Ruach), der überhaupt erst Lebendigkeit in die Materie bringt (ein Bild, mit dem wir schon wieder gegen das zweite Gebot verstoßen haben).

Nun – die Bibel ist kein Fax Gottes. Mag sein, das es einen Moses gab, der mit konkreten Anweisungen (oder altbekannten sittlichen Ideen) von einem Berg stieg, aber der Rest ist von Menschen geschrieben worden, die ihre eigenen Interessen haben.

Jetzt ist mancher sicher völlig verwirrt: wenn denn die Atheisten unrecht haben, die Theisten aber auch – was ist denn dann wahr?

Nun – hier sind wir im Kernbereich der Philosophie.

Was wahr ist, können wir nicht sagen, noch erkennen. Unsere Sinne sind zu beengt, unser Verstand zu unerfahren, das wir das Universum verstehen könnten. Daran wird sich auch in tausend Jahren nichts ändern (auch wenn es die Kirche in dem Zeitraum schaffen könnte, den Einfluss des Adels und des Kapitals aus sich herauszuwaschen – wenn sie das überhaupt wollte). Wir müssen uns also ENTSCHEIDEN, in welchem Rahmen wir leben wollen.

Anders geht es nicht.

Also entscheiden wir uns … zwischen einer Welt, die sinnlos und ziellos aus einer chaotischen Ursuppe entstanden ist – oder einer Welt, die liebevoll und gut durchdacht ein Spielfeld darstellt, in dem menschliche Seelen die Erfahrung materieller Existenz machen dürfen.

Das erste Bild wurde übrigens schon mal plastisch dargestellt: in der dunklen Mythologie des Howard Phillips Lovecraft hat der atheistische Materialisms eine Gestalt bekommen: Azathoth, der blinde und wahnsinnige Dämonengott, den man sich unter anderem als permanente Nuklearexplosion vorstellen kann … ein Zustand, dem die Kultur des wissenschaftlichen Materialismus  und Atheismus hier und jetzt schon möglich gemacht hat.

Das zweite Bild … entspricht eher einer freien, glücklichen Hippiekultur, die mit allen Sinnen das Leben genießt, weil sie weiß, das es gut ist und das sie vom Urquell des Seins geliebt werden.

Also … ich habe da als vernünftiges, rationales Wesen kein Problem, mich zu entscheiden und zu dieser Entscheidung mit aller Konsequenz zu stehen (und das ist im Übrigen die wahre Bedeutung des Wortes „Glauben“ – dort, wo man nicht urteilen kann, vernünftige Entscheidungen zu setzen … wenn man muss).

Die Frage, wie Gott jetzt aussieht und wie er zu Homosexualität steht (oder zu anderen völlig bedeutungslosen Themen) kann ich nicht beantworten – ich will ja den widergöttlichen Mächten keine Dienste leisten. Wenn Gott gewollt hätte, das wir darüber Bescheid wissen, dann wüssten wir es schon – ich schätze mal, es gehört zu den Spielregeln dazu, das wir hier unten keine Ahnung haben sollen. Würde die Ergebnisse des Experimentes verfälschen.

Was ich sagen kann, beschränkt sich auf geisteswissenschaftliche Methodik der Hermeneutik, auf vergleichende Religionswissenschaften, auf Ergebnisse der Nahtodesforschung und die religionsübergreifenden Erfahrungen der Mystiker, die zum Beispiel Jesus als Zenbuddhist begreifen … oder als Zauberer in der Tradition der Huna, die dereinst im Norden Marokkos anzutreffen waren, letztlich aber auf Hawai gelandet sind.

Wir können davon ausgehen, das die Zerstörung des Empfangsgerätes (wie beim Fernseher) nicht das Ende des gesendeten Programmes bedeutet – einige Fälle im Bereich der Reinkarnation sind dermaßen gut dokumentiert und rational anders nicht erklärbar, das wir eine gewissen Wahrscheinlichkeit dafür annehmen können. Dasselbe gilt für die Existenz des Geistes nach dem Tod (so wie ein Autofahrer noch weiter Autofahrer  ist, obwohl er aus dem Auto ausstieg). Ebenso bedeuten die reproduzierbaren Erfahrungen der Mystiker, das es auch im hier und jetzt eine gewisse Wahrscheinlichkeit mit einer begrenzten Kommunikation mit dem Transzendenten, Jenseitigem geben könnte (bekannt sind da Erfahrungen aus dem Bereich der Mathematik, des Gebetes, der Meditation oder einfach nur dem Bereich der emotionalen Schau der Welt) – hier rate ich aber nicht zu einem Urteil, sondern einfach mal zur Erarbeitung konkreter persönlicher Erfahrungen – wobei wir einen letzten Bereich betreten, der mir noch am Herzen liegt.

Atheisten und Materialisten betrachten sich selbst gerne als Speerspitze der Aufklärung, der Rationalität und der Vernunft (was wir jetzt schon in Ansätzen widerlegt haben) und sie wähnen sich aber auch als ein kleines Häuflein Auserwählter in einem Meer von Idioten.

Genau das Gegenteil ist aber der Fall.

Aus philosophischer Sicht kann ich nur jenen „Gläubigen“ als Gläubigen anerkennen, der:

a) empirische nachvollziehbare Hinweise für sein Weltbild hat oder

b) hinreichend gut durchdachte nachvollziehbare rationale Gründe dafür vorweisen kann.

Beides ist aber außerordentlich selten – und wird auch immer seltener. Quer durch alle Kulturen finden wir gemeinsame Aussagen über Techniken der Begegnung mit „Gott“ (schon diesen Namen zu gebrauchen, ist im strengen Sinne widergöttlich … weshalb ich hier mal anmerke, das ich das sehr ungern tue): dazu braucht es vor allem Stille und eine nur mit strenger Disziplin zu erzeugende Gedankenleere … d.h., man muss sein Denken in einen Zustand bringen, wo es außerhalb von Worten funktioniert.

Einfach mal einen Selbstversuch machen: einfach mal „Gott“ denken, ohne das dabei Bilder auftauchen – in unsere Kultur für den Normalbürger fast unmöglich. Unsere (satanische?) Kultur ist voll von Bildern von Gott … dafür sorgt allein schon Hollywood. Und Stille? Wann haben wir die das letzte Mal vernommen?

So sehe ich mich also einer Kultur gegenüber, in der der „Gläubige“ eine außerordentliche Seltenheit geworden ist … und schon verstehe ich, warum unsere Zivilisation so degeneriert. Konzentrationslager, Hexenverbrennungen (ja, die sind ein Produkt der „Neuzeit“- nicht des Mittelalters, wie es gern aus Propagandagründen behauptet wird), Atombomben, Giftgas, antibiotikaresistene Keime, Umweltvernichtung, Massenmorde … all das sind Teile einer Kultur, die sich gegen den Gedanken „Gott“ entschieden hat. Nicht de jure, aber de fakto … und das letztere ist, worüber Philosophen Urteile fällen.

Sonst könnten wir ja auch einfach glauben, das Deutschland 2013 der Gipfel dessen ist, was an demokratischer Gesellschaft überhaupt möglich ist – oder das ich der König der Welt bin, weil ich das gerade jetzt behauptet habe.

Nun habe ich viel belegt – Atheismus ist unwissenschaftlich, unmoralisch, undemokratisch und selbst ein dunkler Dämon … aber eins fehlt noch: das grausame.

Nun – Religion ist doch Opium für das Volk, oder? Das kann man sogar nachvollziehen – das ist eine Wirkung religiöser Gedanken.

Ich sehe aber keinen Grund, den an der Welt leidenden Menschen, der kleinen, verarmten, hungernden Rentnerin auch noch ihr Schmerzmittel zu nehmen, um sie völlig dem auszuliefern, was wir so selbstherrlich die „moderne“ Gesellschaft nennen – das wäre grausam und gemein.

Aber Menschen ohne Entscheidung für ein „gutes“ (nicht mehr hinterfragebares moralisches und ethisches)  Leben haben damit kein Problem – nicht nur das: ihr eigener, dummer, blinder und tauber Idiotengott ergötzt sich an diesen sinnlosen Grausamkeiten … und auf einmal erahnen wir auch, woher diese Illusion vom „Teufel“ ihren Ursprung hat: es ist nichts weiter als die entschiedene Abwendung von der Idee des „Guten“.

Und was ist jetzt dieses Gute?

Die unwiederbringliche Entscheidung, das wir letztlich über „gut“ und „böse“ nicht urteilen können, ebenso wenig wie über Gott, das Jenseits und die Existenz jenes Stuhles, auf dem wir gerade sitzen.

Wofür wir uns aber entscheiden können, das wir diese Reise von Geburt zu Tod vernünftigerweise gemeinsam unternehmen, ohne uns gegenseitig zuviel unnütze Probleme zu bereiten, in dem wir den anderen umbringen, seine Regelsätze zu niedrig berechnen oder ihn aus der Gemeinschaft ausstoßen, weil wir seine Rohstoffe für uns allein haben wollen. All das können wir zurecht teuflisch nennen, satanisch, widergöttlich, grausam, unmoralisch und gemein … und der höchste von Menschen zu denkende Gedanke gibt uns als „Gott“ sogar Recht.

Leider … sind die, die versuchen, ihm trotz der erkennbaren menschlichen Schwächen entschieden zu folgen in der absoluten Minderheit, die Mehrheit entscheidet sich für andere Verhaltensweisen … und deshalb auch gegen Gott.

Nun ist dieser Artikel jetzt schon wieder viel zu lang geworden fürs Internet, aber er wäre fast umsonst geschrieben, wenn man nicht aus seinen Erkenntnissen heraus einige Feststellungen treffen würde – und sie nochmal deutlich unterstreicht:

1. Ja, die Hippiekultur des „Love und Peace“ war in der Tat (im Prinzip) eine Wiederkunft Christi – aus kulturwissenschaftlicher Sicht, nicht aus der Sicht der Amtskirchen

2. Ja, jeder, der anderen vorwirft, sie seien „Sozialromantiker“, ist ein grausamer Diener Satans. Man sollte ihn auch fairerweise so nennen, damit ihm selbst ganz konkret bewusst werden kann, auf welchen Pfaden er gerade lustvoll wandelt.

3. Nein, Gott hilft nicht beim Einparken; Gebete nützen nichts beim Lottospielen, noch bei Bewerbungen, Aktienkursen oder der Erreichung von Kriegszielen. Wäre dies so … wir bräuchten das ganze Ereignis „Leben“ nicht, sondern würden uns nur noch in unfreien, gottgewollten Routinen bewegen. Wer will das schon – außer der NWO und ihren dunklen Aposteln.

 

 

 

 

 

 

Nachrichten am Dienstag

bombe

Eigentlich funktioniert das hier nur deshalb, weil ich endlich ein Programm gefunden habe, daß mir stabil Videoclips rendert während ich was anderes machen und so die Wartezeit verbringen kann, bis es fertig ist. Egal, fangen wir an:

Das  mit der E-Mail Überwachung hat sich ja hoffentlich bereits rumgesprochen. Hier gibts zusätzlich noch ein paar nette Cartoons:

In lediglich 213 Fällen will man „tatsächlich verwertbare Hinweise“ gefunden haben.
Was „verwertbare Hinweise“ bedeuten soll, wird allerdings nicht erläutert.
Vielleicht soll das bedeuten, dass zwar in 37.292.862 Fällen das grundgesetzlich garantierte Postgeheimnis missachtet wurde, aber ganze 213 Mal das Wort „Bombe“ vorgekommen ist.
Das wäre immerhin eine Trefferquote von gigantischen 0,00005 %, die diesen immensen Aufwand rechtfertigen soll.

Mowitz schimpft ein bisserl über die Propagandamärchen, die man uns täglich auftischt:

Keine konzereigene Journaille, kein staatlicher Politruksender in der BRD, der nicht die Lügengeschichte der USA und Israels, der Iran bastele an einer Atombombe ungeprüft und unrecherchiert weitergegeben hat. Der kritische und investigative Journalismus ist schon lange tot, wenn es ihn denn je gegeben hat. Die gemeinsame Hurerei mit der politischen und wirtschaftlichen Macht, die er eigentlich kontrollieren soll, ist die Normalität, nicht die Ausnahme.

Schon mal von „Qualia“ oder vom „Intentionalitätsproblem gehört? Wenn nicht, dann ml hier klicken um zu lesen, wie sich eine Fledermaus fühlt:

Nachdem wir hier fleißig den Begriff Bewusstsein benutzen und wir inzwischen erkannt haben, dass Jeder seine eigene Wahrheit aufgrund seiner Erfahrungen hat, wollte ich doch mal genauer nachschauen, was es denn mit dem Bewusstsein auf sich hat. Und da blieb mir glatt die Spucke weg, denn unsere ach so guten Wissenschaften können sich genau unser Bewusstsein nicht erklären, sprich es gibt noch die beiden offenen Probleme namens Qualia und Intentionalisierung. Also müssen wir uns gar nicht wundern, wenn auch heute noch viele Menschen das für wahr halten, was in so manchem heiligen Buch geschrieben steht? Oder in so manchem Geschichtsbuch von Besiegten?

Markus Gaertner hat eine gute Idee, wie man das Grundgesetz vereinfachen kann (hoffentlich liest das jetzt keiner der Lobbyisten):

Die Wall Street wehrt sich mit Zähnen und Klauen gegen die drohende (oder doch nicht ?) Begrenzung für spekulative Geschäfte auf Öl. Das berichtet heute CNN Money.

Das 2010 verabschiedete Finanz-Reformpaket Dodd-Frank fordert Limits für die Volumina, mit denen auf Bewegungen der Ölnotierungen spekuliert werden kann.

Ich kanns ja eigentlich nicht mehr hören. Leider ist das genau die Masche, mit der wir zum Ignorieren wichtiger Dinge gebracht werden sollen, damit die „Herren“ machen können was sie wollen:

Unter bürgerkriegsähnlichen Umständen wurde im griechischen Parlament das letzte Belastungspaket durchgeboxt und dadurch der Weg für weitere „Hilfskredite“ frei gemacht. Das bereits schwer überschuldete Griechenland erhält weitere Kredite – ein Vorgang, der in vielen nationalen Rechtssystemen als Insolvenzverschleppung unter Strafe steht. Ökonomisch ist die Sachlage klar: ein Verhältnis Schulden zu BIP wie in Griechenland ist nicht abtragbar. Als Argentinien 2001 die Zahlungen einstellte, war dieser Wert fast Maastricht-konform, 63 Prozent. Als IWF-Mitarbeiter im Juli 2001 eine Schuldenreduktion von 15 bis 40 Prozent als notwendig ansahen, lag er bei gut 50 Prozent. Selbst aus Bankkreisen wurde schon im Februar 2010 die Halbierung der griechischen Schulden vorgeschlagen. Dennoch erfolgte ein voller Bail-out, und die EU verschlimmert die Katastrophe, an deren Entstehen sie durch Tolerieren des griechischen Statistikbetrugs bei Euroeintritt maßgeblich beteiligt war, zu Lasten der Griechen und der eigenen Steuerzahler weiter. Während EU-Bürokraten und offenbar überforderte Politiker vom Schlamassel profitieren, zahlt die Bevölkerung Griechenlands und der „Retterstaaten“ die Zeche.

Wenn alle Frauen so wären, wär die Menschheit schon vor Jahrhunderten ausgestorben:

Die Verschwisterung von CDU und Alice Schwarzer ist hingegen noch ziemlich neu. Sie hatte sich schon zu Beginn der Woche abgezeichnet. Alice Schwarzer, 69, und Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU), 34, haben nämlich ihren Streit beigelegt. Seither sind sie an Friedfertigkeit kaum zu toppen. Die Feministin hat der Jüngeren, die sie einst bissig kritisiert hatte, nun sogar in ihrem Blog bescheinigt: „Die ist ja echt souverän.“ Anlass der neuen Zuneigung: Schröder hatte für Schwarzers Feminismus-Archiv 150 000 Euro locker gemacht. Um genau diese Summe hatte die SPD-geführte Landesregierung in NRW ihre Förderung gekürzt.

Von Benjamin Fulford hatten wir hier bisher noch gar nichts. Wer fantasievolle Räuberpistolen vom Kampf der „White Dragon Society“ gegen die momentan (noch) Herrschenden lesen will , klickt hier. Wer weiß, vielleicht ist das gar nicht so weit an den Haaren herbeigezogen wie es auf den ersten Blick klingt.

Wie angekündigt, beschleunigt sich der Kollaps der teufelsanbetenden Finanzmafia. Am 24. Februar wurde der US-Finanzminister Timothy Geithner von der New Yorker Polizei für ein Verhör festgenommen; nachdem er über viele Kriminelle aus der Finanzszene ausgesagt hatte, wurde er auf freien Fuss gesetzt, wie Quellen aus der Polizei von New York bestätigen. “In den meisten Fällen müssen wir die Leute abwatschen, um sie zum Reden zu bringen; in diesem Fall mussten wir ihn abwatschen, damit er zum Reden aufhörte,” scherzte einer der Informanten. Geithner wurder zwar entlassen, wird aber dauernd von einem bewaffneten Beamten überwacht, damit er nicht das Land verläßt. Der ehemalige italienische Premierminister Berlusconi erwies sich ebenfalls als sehr gesprächig, berichten Quellen aus Europa. Berlusconi wurde auf freien Fuss gesetzt. In der Zwischenzeit gab es sehr produktive Gespräche zwischen Vertretern der White Dragon Society und Beamten der südkoreanischen Regierung, welche letzte Woche in Seoul stattfanden.

Und wer glaubt, daß wäre nicht zu toppen, hat noch nie das Polskaweb gelesen:

Während in der vergangenen Wochen auch deutsche Medien wieder einmal den angeblichen Sohn Adolf Hitlers, den Franzosen Jean-Marie Loret, aus ihren Schubladen der Halbwahrheiten kramten um einmal mehr Kasse zu machen, haben Polskaweb Journalisten längst das Mythos um den „einzigen“ Nachkommen des Massenmörders aufgeklärt. Und die hierbei herausgekommene einzige Wahrheit ist noch sensationeller als alle Lügen der Vergangenheit, denn der echte Hitler Junior starb erst im Jahre 2005, nachdem er es geschafft hatte das finanzielle Erbe seines Vaters im Sinne der Familie zu multiplizieren.

Alzheimer oder Realitätsverlust?

Helmut Kohl schaltet sich in den Streit um weitere Finanzhilfen für Griechenland ein: Das Ziel eines geeinten Europa dürfe nicht in Frage gestellt werden, warnt der 81-Jährige in einem Zeitungsbeitrag. Die Opposition wittert nach dem Verfehlen der Kanzlermehrheit bereits das Ende von Schwarz-Gelb.

Das ist so dämlich, daß kein weiterer Kommentar nötig ist:

Die schwächelnde Konjunktur hat die Konsum-Stimmung der Deutschen auch im Februar nicht trüben können. Aus einer Studie des Marktforschungsinstitutes GfK geht hervor, dass die Verbraucher den Händlern weiterhin viel Umsatz bescheren. Der Konsumklima-Index stieg demnach von 5,7 im Januar auf 5,9 Punkte im Februar. Für März rechnen die Marktforscher mit einem weiteren leichten Plus auf 6,0 Punkte. Grundlage für die Daten ist eine regelmäßige Umfrage unter 2.000 Verbrauchern.

Und das ist eine richtig gute Idee:

Der sozialistische Präsidentschaftskandidat François Hollande will im Falle eines Wahlsieges in Frankreich einen Spitzensteuersatz von 75 Prozent einführen. Dieser solle für Einkommen von über eine Million Euro im Jahr gelten, sagte Hollande im Fernsehsender TV1. Er zielt damit auf die hohen Einkommen französischer Spitzenmanager.

Wann wird die Gema endlich abgeschafft? Hier versuchen Dieter Bohlens Geldeintreiber Tantiemen von der Besitzerin eines China-Restaurants zu ergaunern, die, nach eigener Aussage, nur chinesische Musik spielt, die nicht dem Urheberschutz unterliegt und die Gema kann wohl nicht das Gegenteil beweisen)

Neubauer (Artikel lesen, dann wisst ihr wer das ist. Rb.) reagierte auf diese Klage mit der Zusendung von Kopien der tatsächlich gespielten chinesischen CDs und DVDs. Die zuständige Sachbearbeiterin bei der GEMA lehnte die Prüfung, ob für einen der darauf enthaltenen Titel Rechte wahrgenommen werden, allerdings mit der Begründung ab, sie könne kein „Chinesisch“. Der Anwalt der GEMA verrechtlichte diese Weigerung zum Argument, es sei „nicht zumutbar“, Komponisten und Texter abzugleichen, deren Namen nicht in lateinischer Schrift geliefert werden.

Das Amtsgericht Frankfurt am Main zeigt sich in einem Hinweisbeschluss vom 20.02.2012 (Az. 32 C 36/12(18)) allerdings nicht dieser Auffassung und fordert die GEMA dazu auf, konkret zu „erläutern, weswegen ihr eine Zuordnung nicht gelingt“. Die Feststellung, dass es den GEMA-Mitarbeitern an Mandarin-Kentnissen mangelt, reicht dem Gericht zufolge hierfür nicht, denn „man muss eine Sprache nicht verstehen, um Titel zuordnen zu können“. Als erstes sei hierfür die Frage zu klären, ob die GEMA überhaupt Rechte für Komponisten und Texter aus der Volksrepublik China wahrnimmt.

Damit sich die Jungs vom Verfassungsschutz nicht Langweilen, hier ein Hinweis auf eine Bombe (mit Dank an das Prollblog):

 

Noch ein Hinweis, daß es bei ACTA nicht nur um Raubmordkopien geht:

Die ACTA-Bestimmungen betreffen auch die Rechte der Pharma-Industrie und das Verfahren der Medikamentenherstellung. 32 Millionen Menschen sind an Aids erkrankt, die meissten davon in der Dritten Welt, in den Entwicklungs- und Schwellenländern, insbesondere in Afrika.

Die Behandelbarkeit von AIDS und HIV hängt in diesen Ländern sehr stark von den preisgünstigeren, meisst in Indien hergestellten Medikamenten ab, sogenannten Generika. Aber mit einem Gesetz wie ACTA reicht bereits der Verdacht der Patentinhaber auf Rechtsverletzung, um die Produktion dieser preisgünstigeren Präparate zum Stoppen zu bringen.

Christopher Hitchens vs. Religion. Sorry, leider nur in Ausländisch verfügbar.

Und die unsichtbaren Ufos mag ich euch natürlich nicht vorenthalten:

Nicht vergessen, am 4. Juli ist #kaufnix-tag. Komisch, vor ein paar Tagen war da jede Menge, wo sind die Tweets hin?

Fnord

Europa 2012: Menschenopfer und Propaganda gegen den Untergang der käuflichen Demokratie

Montag, 2.1.2012. Ein neues Jahr hat begonnen. Ein Jahr, in dem schwere Zeiten auf uns warten sollen - sagt die Bundeskanzlerin. Schwere Zeiten sind ja immer gut für Propaganda. Man erinnere sich als Ostdeutscher einfach mal an die jährlichen Berichte zu Planerfüllung: was wurde da gejubelt. Mal ehrlich: bis 1990 gab es doch keine Nachrichten darüber, das die Waren Schrott waren, die Arbeitsleistung miserabel und das Geld nichts wert, oder? Im vereinten Deutschland müssen wir auf unser 1990 noch etwas warten, die Daten, die darauf hinweisen, wie schlecht es uns wirklich geht, werden momentan noch vom<a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,806632,00.html"> Propagandagetöse </a>übertönt. Mal eine kleine Aussicht auf das, was uns wirklich drohen könnte - noch dieses Jahr? Mal wirklich einen Blick darauf werfen, was geschehen könnte, wenn das äußerst zerbrechliche Konstrukt "Dienstleistungsgesellschaft" zusammenbricht? Tom Appleton hat es in <a href="http://www.heise.de/tp/artikel/36/36030/1.html">Telepolis</a> mal gewagt:

Montag, 2.1.2012. Ein neues Jahr hat begonnen. Ein Jahr, in dem schwere Zeiten auf uns warten sollen – sagt die Bundeskanzlerin. Schwere Zeiten sind ja immer gut für Propaganda. Man erinnere sich als Ostdeutscher einfach mal an die jährlichen Berichte zu Planerfüllung: was wurde da gejubelt. Mal ehrlich: bis 1990 gab es doch keine Nachrichten darüber, das die Waren Schrott waren, die Arbeitsleistung miserabel und das Geld nichts wert, oder? Im vereinten Deutschland müssen wir auf unser 1990 noch etwas warten, die Daten, die darauf hinweisen, wie schlecht es uns wirklich geht, werden momentan noch vom Propagandagetöse übertönt. Mal eine kleine Aussicht auf das, was uns wirklich drohen könnte – noch dieses Jahr? Mal wirklich einen Blick darauf werfen, was geschehen könnte, wenn das äußerst zerbrechliche Konstrukt „Dienstleistungsgesellschaft“ zusammenbricht? Tom Appleton hat es in Telepolis mal gewagt:

Schon im nächsten Jahr könnte ein europäischer Währungskollaps den Stillstand des gesamten international ausgerichteten Wirtschaftsgefüges bewirken. Wenn Europa nichts kaufen kann, kann es auch nichts verkaufen und die Wirtschaft legt eine quietschende Vollbremsung hin. Europas millionenfach überalterte Bevölkerung stirbt in einem einzigen Winter ohne Heizung, Nahrungsmittel, Medikamente. Und es wird nicht genügend Arbeitskräfte geben, um die steifen Kadaver aus den Wohnungen und in die Gräber zu zerren.

Die deutsche Jugend, die jetzt noch geschmäcklerisch am Militärdienst mit der Waffe mäkelt, wird in marodierenden Horden durch die Landschaft streichen und einen Hauch von „Dreißigjährigem Krieg“ verbreiten. 

Kaum zu glauben oder? Ich habe zu Sylvester mal versucht, Appletons Visionen im Kreise von Spaßbürgern zu diskutieren – die Reaktionen waren überwältigend: man würde dann einfach in die Stadt ziehen, hier, in der Einöde, gibt es ja nichts zu essen. 2012 – so wurde dann noch weiblicherseits hinzugefügt – fühle sich gut an. Damit war man am Ende diskussionsfähiger Wahrheiten angelangt. Wir in der Einöde haben Wild, Pilze, Äpfel, Holz, Wasser, Birnen, Pflaumen, verschiedene Beerenarten, Schafe, Rinder – aber nichts zu essen. Man glaubt gar nicht, welche Verheerungen die Medien in den Gehirnen gut etablierter Mittelstandsbürger hinterlassen können, die nicht im Ansatz begreifen, woher das Essen aus dem Supermarkt eigentlich kommt.

Es scheint vom Himmel zu fallen.

Natürlich hat der Bürger nicht allein Verantwortung dafür – Medienformate wie „Frühstücksfernsehen“ sorgen dafür, das Bohlens Prostata mit Hungertoten in Afrika vermengt werden, Gottschalks Locke mit Raketentests im Iran, Merkels neues Kleid mit Atomkatastrophen in Japan – in der Spaßgesellschaft wird „Wahrheit“ bagatellisiert und reduziert auf jene Bestandteile, über die man noch lachen kann. Was unangenehm ist, gelangt auf den Sondermüll.

Dabei hat Appleton recht – so etwas wäre möglich. Wir sind als westliche Menschheit unglaublich abhängig vom internationalen Warenaustausch – und von der Ausbeutung der Lebenskraft Milliarden anderer Menschen. Darüber reden wir nicht gern – aber wir leben davon ganz gut – siehe die neue Oxfam-Studie:

Für die Oxfam-Studie „Bittere Bananen“ wurden 117 Arbeiter/innen in Ecuador befragt, die auf Plantagen und in der Verpackung der drei Bananen-Produzenten Noboa, Dole und Reybanpac sowie für deren Zulieferer arbeiten. Die Studie belegt untragbare Arbeitsbedingungen wie Hungerlöhne und Pestizidbelastung. Zugleich wird dargestellt, dass deutsche Supermarktketten durch ihre Preisdrückerei für diese Verletzungen der Arbeitsrechte mitverantwortlich sind.

Welche Supermarktketten? Nun – die Saarländische Onlinezeitung nennt Namen:

Mitverantwortlich für derart menschenunwürdige Arbeitsbedingungen in Ecuador sind deutsche Supermarktriesen. Edeka, Rewe, Aldi, Lidl und Metro kontrollieren rund 90 Prozent des Lebensmitteleinzelhandels und nutzen diese Macht gegenüber ihren Lieferanten aus, um die Kosten zu drücken. Dies gilt auch für den Import von Bananen. Zwischen vorgeblicher sozialer Verantwortung und Beschaffungspraxis klafft eine Lücke.

Das sind Namen, die bei uns auf dem Lande auch 90 Prozent der Einkaufsmöglichkeiten darstellen – ich nehme mal an, das „Norma“ und „Netto“ da nicht besser sind.  Das wird Verbrauchern jetzt nicht viel weiterhelfen – dank sinkender Reallöhne  sind wir auf die Menschenopfer angewiesen, um unseren Lebensstandard halten zu können.

Menschenopfer?

Ja, die sind halt in vielen Gebieten nicht aus der Mode gekommen – in Indien wurde gerade ein siebenjähriges Mädchen geopfert:

Der Polizeichef des Distrikts Bijapur im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh sagte am Sonntag, zwei Männer hätten das Verbrechen gestanden. In ihrem Aberglauben hätten sie angenommen, durch das Opfer eine günstige Ernte herbeiführen zu können.

Wir opfern in unserem Wahn Millionen von Menschen. Unsere Götter heißen „Märkte“ – wie der DAX – und wir behandeln sie auch so. Hören wir zum Beispiel mal unserem Ex-Aussenminister, dem Bomben- und Hartz-Fischer zu, der in der Süddeutschen über sie spricht:

Ach ja, und wem verdanken wir all diese europäischen Fortschritte? Der Weisheit unserer Staats- und Regierungschefs und ganz besonders von Merkozy? Leider Fehlanzeige. Es war fast ausschließlich der Druck der viel geschmähten Märkte! Es war nicht die Politik, die Berlusconi gestürzt hat, das taten die Märkte. Und es war auch nicht die Politik, welche die Tür zur Fiskal- und danach zur politischen Union geöffnet hat, auch hier waren die Märkte am Werk.

Die Personalisierung des Begriffes Markt macht ihn zu einem Wesen, dem Politiker nur brav dienen – und ist ein wesentlicher Propagandafeldzug. Kann man einen Markt verhaften, anklagen, einsperren? Nein. Er schwebt unerreichbar über allem, im seligen Himmel der ewigen Heiligen. Er ist die unabwendbar größte Autorität im menschlichen Sein, er ist der Mittelpunkt des Universums, der Schöpfer unseres Lebens und unseres Wohlstandes, durchdringt unseren Alltag in jeder Faser unserer Existenz … er ist der Gestalt gewordene Gott auf Erden. Und wie üblich, bringen wir ihm gerne und viele Menschenopfer, aktuell gerade in Portugal.

Wenn der Markt es verlangt – dann bringen wir die Alten, Kranken und Schwachen um. Wie man das macht, zeigt Telepolis:

2012 müssen es sich viele Portugiesen nun sehr genau überlegen, ob sie es sich leisten können, zum Arzt oder ins Krankenhaus zu gehen. Gehörte das Land schon bisher zu den Ländern, in denen die Verbraucher besonders starke Zuzahlungen zu leisten hatten, haben sie sich nun mehr als verdoppelt. Besonders deutlich schlagen ab dem 1. Januar Besuche in den Notaufnahmen der Krankenhäuser zu Buche. Jeder Besuch kann bis zu 50 Euro kosten, wenn eine klinische Untersuchung notwendig wird. Ohne spezielle Behandlung kostet dieser Besuch nun 20 Euro, für den bisher 9,60 Euro gezahlt werden mussten.

Man muss derartige Gebühren ins Verhältnis zum Lohnniveau setzen, erst dann zeigt sich, wie teuer das staatliche Gesundheitswesen nun für viele Menschen wird. Etwa 40% der Beschäftigten mussten schon 2010 mit weniger als 600 Euro monatlich auskommen und 2011 wurden die Löhne im öffentlichen Dienst sogar gekürzt. Da der Mindestlohn im Land nur 485 Euro beträgt, kann ein Gang in die Notaufnahme also gut vier Prozent des Monatslohns kosten und sogar auf mehr als zehn Prozent anschwellen.

Das alles muten wir den Menschen zu, um DIE MÄRKTE zu beruhigen. Wir spotten hochnäsig über Papst und Kirche, praktizieren aber selber einen Kult, der von tiefen religiösen Gefühlen geprägt ist.

Toll, oder?

50 Euro pro Arztbesuch in Deutschland – wir wären die „Hartzies“ endlich los. Der Arzt würde sich freuen, er könnte sich an den eingebildeten Krankheiten von gut geformten und fein gepflegten Zahnarztgattinnen dumm und dämlich verdienen – und ganz viel andere Menschen auch – ich zitiere die Welt, die den Spiegel zitiert, der eine Studie zitiert:

Die Bürger zahlen viel zu viel Geld in das deutsche Gesundheitssystem. Dort fallen nach einem „Spiegel“-Bericht deutlich mehr Verwaltungskosten an als bisher vermutet. Einer Studie der Unternehmensberatung A. T. Kearney zufolge sind 23 Prozent der 176 Milliarden Euro Gesamtausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung 2010 bürokratischen Abläufen geschuldet, schreibt das Magazin.

Merkt man, wer an diesem System gewaltig stört?

Klar, der Kranke. Gäbe es den nicht, könnten Parteien und Verbände noch mehr Pöstchen im Gesundheitswesen verteilen. Da Armut krank macht, bräuchte man nur die Eintrittsgebühr erhöhen – und schon wäre man das Problem los. Die Krankenkassen schlagen nun entsprechend zurück, siehe Welt.

 „Es gibt heute zu viele Krankenhäuser und vor allem zu viele Krankenhausbetten. Wir leisten uns Strukturen, die größer und teurer sind als in anderen Ländern.“ 

Klar, wir bauen Krankenhäuser ab, um die Verwaltung finanzieren zu können. So etwas geht nur in einem Land voller Gesunder. Kranke … brauchen nämlich keinen niedergelassenen Arzt. Kranke brauchen die kleinen, kommunalen Krankenhäuser – wenn sie wirklich etwas haben. Würden wir den luxuriösen niedergelassenen Bereich einfach verbieten – wir könnten bei 50 % der Kosten 1000 % mehr Leistung haben, vorausgesetzt, wir trauen uns auch, dem Volk eine medizinische Grundausbildung zu verpassen, damit es nicht wegen jeder Magenverstimmung und jedem Schnüpfchen gleich den Operationssaal in Anspruch nimmt.

Wir aber – bringen lieber die portugiesischen Menschenopfer nach Deutschland, denn Menschenopfer – das wissen wir seit Urzeiten – sind das optimale Mittel, unsichtbare Mächte (MÄRKTE) günstig zu stimmen, damit die Ernte gut ausfällt. Und die deutsche Ernte ist gerade ganz dick in Gefahr:

Deutschlands Autobauer müssen ein Ende des China-Booms fürchten: Die Regierung in Peking will die Aktivitäten ausländischer Fahrzeughersteller im Land zurückdrängen. Man wolle eine „gesunde Entwicklung“ des Markts ermöglichen, teilte Peking mit. Zuvor hatte die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, die Regierung wolle „ausländischem Kapital in der Autoindustrie“ die „Unterstützung entziehen“.

China bedankt sich artig bei den Märkten für die Hilfe bei der Erlangung der absoluten Weltherrschaft – und macht dann die Tür zu. Kommunisten können mit Religion nichts anfangen – und mit der schwachsinnigen menschenfeindlichen Pseudoreligion der MÄRKTE erst recht nichts. Man nimmt halt von ihnen, was man braucht – und läßt sie dann vor der Tür stehen, bevor sie richtig anfangen können, Unheil zu machen. Stattdessen – dreht man den Spieß um:

Es sind gleich mehrere Nachrichten aus dem Fernen Osten, die dieser Tage die Runde machen. Etwa die, dass China seinen Staatsfonds CIC mit zusätzlichen 50 Milliarden Dollar aufrüsten wolle, um in Europa auf Einkaufstour zu gehen. Oder die vom chinesischen Internethändler Alibaba, der ein Gebot für den angeschlagenen US-amerikanischen Internetkonzern Yahoo vorbereite; sogar Lobbyisten in Washington soll das Unternehmen bereits angeheuert haben. Offiziell bestätigt ist zwar noch keine der Nachrichten; es bleibt bislang beim Insiderwissen. Doch die Botschaft ist klar: China drängt in die Welt.

Jetzt kauft man das günstig ein, was dank Arbeitsplatzexport nach China billig geworden ist. Hier sieht man deutlich, was geschieht, wenn Betriebswirtschaftler versuchen, eine Volkswirtschaft zu führen: ein Staat ist halt keine Firma und kann mit kurzfristigen Erfolgen durch Vermarktung seiner Substanz nicht lange überleben. Die Experten ziehen jetzt schon mal die notwendigen Konsequenzen:

Auch wenn es sich zunächst paradox anhört: Es ist für Europa sinnvoll, am Gipfel Platz zu machen für aufstrebende Mächte. Eberhard Sandschneider, einer der einflussreichsten Experten für deutsche Außenpolitik, beschreibt es in seinem aktuellen Buch „Der erfolgreiche Abstieg Europas“ so: „Die Bereitschaft, Platz zu machen, ist die notwendige Voraussetzung, um zu verhindern, dass in den derzeitigen Prozessen globaler Machtverschiebung Konflikte entstehen, deren Kosten unkalkulierbar sind, aber immer zu Lasten Europas, seiner Sicherheit, aber auch seiner globalen wirtschaftlichen Interessen gehen.“

Europa stirbt, die Leichenfledderer ziehen los, Beute zu machen, und die Experten raten dazu, sich diesem Prozess nicht zu wiedersetzen … weil er der Weisheit unseres Gottes entspricht: DER MÄRKTE.

Die deutsche Wirtschaft folgt dem Rat schon mal jetzt und gibt den Kampf um die wirtschaftliche Vorherrschaft sicherheitshalber schon jetzt auf:

Nur drei von zehn Industrieunternehmen planen im nächsten Jahr zusätzliche Investitionen. Und auch diese sollen nicht zur Produktinnovationen als vielmehr auf Rationalisierung und Ersatz alter Maschinen verwendet werden.

Und wie reagiert die Politik darauf?

Ganz klassisch: mit Menschenopfern: Hartz IV, Rente mit 67, Zuzahlungen bei den Gesundheitskosten. Der Horst Seehofer positioniert sich da deutlich:

„Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Arbeitnehmer über 50 in Deutschland müssen spürbar verbessert werden! Sonst wird die Verlängerung der Lebensarbeitszeit zur faktischen Rentenkürzung“, sagte der bayerische Ministerpräsident der „Bild am Sonntag“. „Das bisher Erreichte genügt da nicht. Wenn sich das nicht ändert, werden wir über diese Frage eine breite öffentliche Debatte führen müssen. Mit mir ist eine massenhafte Rentenkürzung nicht zu machen.“

„Alle Regierungen in den letzten 20 Jahren in Deutschland haben befristete Arbeitsverträge und Minijobs als begrenztes Mittel zur Flexibilität akzeptiert. Sie sind aber in vielen Fällen der Regelfall geworden. Das müssen wir wieder ändern.“ Für den Fall, dass sich Arbeitgeber nicht durch Appelle beeindrucken lassen, sagte Seehofer: „Für mangelnde Vernunft gibt es auch in einer freiheitlichen Gesellschaft nur einen Ersatz: den Gesetzgeber.“

Hört sich gut an – ist aber alles Propaganda … oder kann sich jemand daran erinnern, das die CSU mal geschlossen gegen den Sozialabbau angetreten ist? So etwas beruhigt aber das Volk im Frühstücksfernsehen, es denkt, das wenigstens einer von denen da oben noch nicht gänzlich in die Asozialität abgedriftet ist.

Dabei wissen die Chinesen, wie man im Westen Politik macht …. bitte nicht den kleinen Passus überlesen, das sie zur Expansion schon in Washington Lobbyisten angeheuert haben.

Die sind halt nicht blöd, die Chinesen, die wissen, wir Demokratie im Kapitalismus funktioniert.

Darf ich zum Schluss einmal die vossische Zeitung zitieren? Hier aus der Welt:

Die „Vossische Zeitung“ empfiehlt ihren Lesern jedenfalls, dem neuen Jahr unbeschwert entgegen zu blicken. Was war und sein könnte, müsse man vergessen am Tag des Jahreswechsels, schreibt sie, um anschließend „unbeschwert den frischen Anfang zu setzen, als ob noch alles zu gewinnen wäre“.

Das schrieb man … im Jahre 1911. Einem Jahr, in dem „DIE MÄRKTE“ dem Kaiser zeigten, wo der Hammer hängt – und das auch sonst erstaunliche Paralellen zu 2011 aufweist – aus wirtschaftshistorischer Sicht.

So schreibt die „Frankfurter Zeitung“ am 31. Dezember 1911, dass die Alleinherrschaft der Großbanken zu verheerenden Entwicklungen geführt habe. Statt für solide Einnahmen zu sorgen, werde immer häufiger auf Spekulation gesetzt, wodurch der deutsche Börsenverkehr „das einseitige Hausse-Geschäft und nur dieses begünstigt“.

Schaut man, was den Menschen drei Jahre später blühte, so kann man nur sagen, das Tom Appleton möglicherweise ein realistisches Szenario beschreibt. Wir jedoch sollen wieder mal – wie jedes Jahr – „unbeschwert den frischen Anfang setzen, als ob noch alles zu gewinnen wäre“.

Und wenn ich jetzt noch sage, das „MÄRKTE“ heute wie damals eigentlich nur von Menschen gesteuert werden und an Kriegen vorzüglich verdienen – dann merken wir, das Geschichte sich wiederholt, wenn man nicht aus ihr lernt. Und vor dieser Erkenntnis schützt uns sicher und zuverlässig – die Propaganda, die jeden Ketzer gnadenlos verfolgt, der behauptet, das DIE MÄRKTE nur ein Produkt von Menschen sind … daher der Hass auf Verschwörungstheoretiker, die ungläubigen Ketzer der Neuzeit.

 

 

 

Die Georgia Guide Stones und der Gott des Lebens: Das jüngste Gericht 2012 und die Kultur des Todes

Dienstag, 27.12.2011. Eifel. Die Eingeborenen der Industrieländer wissen, das heute der Tag ist, wo man die Geschäfte meiden sollte - die alljährliche Umtauschwelle rollt. Jene Kultur, deren Lebenssinn es ist, den ganzen Tag Dinge zu produzieren, die keiner braucht, schenkt sich an diesem Tag Dinge, die keiner will - was den 27.12. regelmässig zum Großumtauschtag der Nation werden lässt. Neunmal können wir angeblich unseren Planeten schon in Plastiktüten einwickeln - und das reicht uns nicht. Gut, das wir diesen mehrfach eingewickelten Planeten dank unserer militärischen Schlagkraft einige hundert Male vernichten können (bei effektivem gleichzeitigen Einsatz unseres Nuklearpotentials), da hinterlassen wir wenigstens keinen Müll. Mehr als jeder andere Tag lädt also dieser Tag zu einigen besinnlichen Gedanken ein, bevor man riskiert, von genervten Müttern mit riesigen Geländemobilen auf den Asphalt geschmiert zu werden wir Honig auf Brot. 

Ein Freund schickte mir einen Artikel aus "Spektrum der Wissenschaft" - "Sind Glauben und Wissenschaft miteinander vereinbar?" ... erscheint, glaube ich, im Januar 2012. Die Frage würde sich mir gar nicht stellen - die Wissenschaft vom Diesseits hat mit der Wissenschaft vom Jenseits nichts zu tun ... und "Glauben" sollte man sowieso gar nichts. Das ist natürlich einfach gesagt, das mit dem "Glauben", denn .... streng wissenschaftlich gesehen, können wir überhaupt nichts anderes tun als "glauben". "Wissen" ist für Menschen nicht erreichbar. Wir sind abhängig von dem, was unsere Sinne uns gestatten wahrzunehmen, bzw. was das Gehirn davon übrig lässt - eine sehr geringe Basis für "Wissen". Beim Jenseits sieht es nicht besser aus ... aber hier sind wir viel näher dran. Leider wird das auf den Schulen und den Universitäten nicht mehr gelehrt.

Dienstag, 27.12.2011. Eifel. Die Eingeborenen der Industrieländer wissen, das heute der Tag ist, wo man die Geschäfte meiden sollte – die alljährliche Umtauschwelle rollt. Jene Kultur, deren Lebenssinn es ist, den ganzen Tag Dinge zu produzieren, die keiner braucht, schenkt sich an diesem Tag Dinge, die keiner will – was den 27.12. regelmässig zum Großumtauschtag der Nation werden lässt. Neunmal können wir angeblich unseren Planeten schon in Plastiktüten einwickeln – und das reicht uns nicht. Gut, das wir diesen mehrfach eingewickelten Planeten dank unserer militärischen Schlagkraft einige hundert Male vernichten können (bei effektivem gleichzeitigen Einsatz unseres Nuklearpotentials), da hinterlassen wir wenigstens keinen Müll. Mehr als jeder andere Tag lädt also dieser Tag zu einigen besinnlichen Gedanken ein, bevor man riskiert, von genervten Müttern mit riesigen Geländemobilen auf den Asphalt geschmiert zu werden wir Honig auf Brot.

Ein Freund schickte mir einen Artikel aus „Spektrum der Wissenschaft“ – „Sind Glauben und Wissenschaft miteinander vereinbar?“ … erscheint, glaube ich, im Januar 2012. Die Frage würde sich mir gar nicht stellen – die Wissenschaft vom Diesseits hat mit der Wissenschaft vom Jenseits nichts zu tun … und „Glauben“ sollte man sowieso gar nichts. Das ist natürlich einfach gesagt, das mit dem „Glauben“, denn …. streng wissenschaftlich gesehen, können wir überhaupt nichts anderes tun als „glauben“. „Wissen“ ist für Menschen nicht erreichbar. Wir sind abhängig von dem, was unsere Sinne uns gestatten wahrzunehmen, bzw. was das Gehirn davon übrig lässt – eine sehr geringe Basis für „Wissen“. Beim Jenseits sieht es nicht besser aus … aber hier sind wir viel näher dran – aus einer gewissen Perspektive. Leider wird das auf den Schulen und den Universitäten nicht mehr gelehrt.

Dazu muss ich jetzt ein weit ausholen – wie üblich.

Nehmen wir zum Beispiel den Begriff „Gott“. Ich mag ihn nicht sonderlich, weil Millionen von Irren ihn sich auf ihre Fahnen geheftet haben. Er ist – für sich genommen – genauso irrsinnig wie der Begriff der „Natur“, den die „Naturwissenschaftler“ auf ihren Fahnen vor sich hertragen. Während des Studiums hatte ich dereinst eine Arbeit geschrieben über Todesvorstellungen des Alten Testament. Ich hatte es damals mit dem Jenseits, weil ich in der Tat  den Verdacht hatte, das ich sterblich sei. Ich fand es nicht verkehrt, mal zu schauen, was die herrschende Eingeborenenkultur zu diesem Thema zu sagen hatte. Womit ich nicht gerechnet hatte: anders als die großen anderen Religionen beschäftige sich das Judentum gar nicht mit dem Jenseits. Es gab einige Elemente, die von anderen Kulturen übernommen wurden, aber das „Leben nach dem Tode“ interessierte diese Menschen nicht, weil ihr Gottesbegriff (den sie ja streng genommen niemals hätten formulieren dürfen) einzigartig war – jedenfalls für den europäischen Raum.

GOTT war für den alten Juden jene Kraft, die LEBEN schenkt, das Leben selbst IST. Das fand er gut. Im Tod war man am weitesten davon entfernt – das fand er schlecht.  Im Prinzip eine unverzichtbare Religion – gerade in unseren Zeiten, Zeiten, in denen es dem „LEBEN“ schlecht geht. Mehr und mehr Tierarten verschwinden – und werden ersetzt durch Straßen, Plastikmüll und Abgase, während mehr und mehr Menschen Lebensbedingungen haben, die wir Hühnern nicht zumuten wollen würden.

Das wir so verfahren – den Menschen so gering schätzen – ist eine Folge der atheistischen Sichtweise: wo der Mensch nicht mehr „Sohn Gottes“ ist, kann Josef Mengele ihn im Namen der Wissenschaft ausschlachten, quälen, foltern, mit ihm beliebig herumexperimentieren: da sind dann die letzten Grenzen gefallen. Das es Menschen gibt, die im Namen der „Natur“ dann 6,5 Milliarden Menschen ausrotten möchten,  damit 500 Millionen ein Leben in Reichtum führen können, wird gelegentlich diskutiert:

Monsanto und andere überziehen die Welt mit genmanipulierten Pflanzen. dazu wird das Saatgut in absehbarer Zeit mit dem Terminator-Gen ausgestattet, kann also nicht mehr für Aussaaten verwendet werden. Man muss bei Monsanto das Saatgut kaufen. In einigen Fällen wurde bereits nachgewiesen, dass sich durch die Verfütterung genmanipulierten Futters bei Versuchstieren Krankheiten bildeten. Da die Verbreitung dieser manipulierten Pflanzen mit massivem Druck von Regierungen, allen voran den USA, Mexiko und Kanada, zusätzlich mit Druck durch die WTO, den IWF und die Weltbank weltweit vorangetrieben wird (inzwischen auch in Europa), kann erwartet werden, dass in absehbarer Zeit Weizen, Reis, Mais, Raps und Soja nur noch mit genmanipulierter Herkunft zu erhalten ist. Durch die Patente und Lizenzbedingungen wäre dann dieser Anbau in totaler Abhängigkeit von der Fa. Monsanto und den wenigen anderen Pharma-Riesen, die sich damit nicht nur eine goldene Nase verdienen, sondern ein ungeahntes Machtmonopol erhalten. Sie kontrollieren dann die Produktion der Grundnahrungsmittel und wer nicht zahlen kann, verhungert eben. Damit wäre der Traum von Kissinger in seinem Papier NSSM 200 erfüllt. 3 bis 5 Konzerne bestimmen, wer leben darf und wer nicht. Die daraus entstehenden Aufruhre werden mit massiver Waffengewalt beendet und die Vision aus der VT (siehe oben bei den amerikanischen Stonehenge) wäre schnell und effizient erreichbar. Mit eingebauten Toxiden könnte der Vorgang noch weiter beschleunigt werden. Ist ein Großteil der Menschheit verhungert oder an Krankheiten verstorben, die durch die permanente Aufnahme genmanipulierter Nahrung entstehen werden, kann man kurze Zeit, nachdem die Bevölkerungszahl auf 500 Millionen angelangt ist, aus den Saatgutbanken das konventionelle Saatgut wieder entnehmen und anpflanzen, also künftig auf die Genmanipulation verzichten. Doch wie gesagt, das ist nur eine mögliche Spekulation, die sich in etlichen VT wiederspiegelt.

Das amerikanische Stonehenge sind die Georgia Guide Stones, die – nach zwanzigjähriger Planung – von einer anonymen Gruppe Amerikaner bezahlt wurden. Die Geschichte kann man in einer Broschüre des örtlichen Granitwerkes nachlesen. Dort erfährt man auch, das in Zukunft – ein Gebot der „Vernunft“ – nur noch diejenigen Eltern Kinder kriegen dürfen, die ein „anständiges Zuhause“ (a decent home – Seite 21) vorweisen können. Früher nannte man das den Ariernachweis. Wo man das konventionelle Saatgut für den Wiederaufbau hernimmt?

Ganz einfach: das wird gerade im Tresor des jüngsten Gerichtes eingelagert:

Ein weiterer Bericht des Journalisten F. William Engdahl über die Errichtung einer Saatgutbank in Spitzbergen (Norwegen) durch Bill Gates, zusammen mit der Rockefeller -Stiftung, der Monsanto Corporation, der Syngenta-Stiftung und der norwegischen Regierung, um nur einige zu nennen, in ein Unternehmen, das als „Tresor des jüngsten Gerichts“ bezeichnen wird. In der offiziellen Sprachregelung heißt es „Svalbard globaler Saatgut-Tresor auf der norwegischen Insel Spitzbergen, Teil der Svalbard-Insel-Gruppe“.

Schon beunruhigend, oder? Noch beunruhigender sollte der Hinweis auf die Denkstrukturen der „vernünftigen Menschen“ sein, die sich ein Pseudonym gewählt haben, das auf die Rosenkreuzer hinweist, bzw. auf deren Gründer Christian Rosencreutz:

Rosenkreutz‘ dargestellte Ansichten stehen in einer Entwicklungslinie des Neuplatonismus, der Kabbala, Alchemie, des Paracelsismus und eines aus dem Geist der Mystik sich erneuernden protestantisches Christentums.

Da sind die vernünftigen, ökologisch ausgerichteten, reichen Amerikaner auf einmal mitten drin in der Welt des Okkultismus, in der Zahlen und Formen eine besondere Rolle bei der Ausübung von Macht spielen. Sieht man ihre Anwendung bei der Konstruktion des amerikanischen Regierungskomplexes in Washington und schaut, welche Supermacht aus dieser Kolonie geworden ist, so kann man schon vermuten, das die wissen, wie man bauen muss, damit das Schicksal einem zulächelt. Zu esoterisch? Gewiss, aber diese Gedanken zur Baukunst bilden Grundlagen der Philosophie der Freimaurer (im asiatischen Raum nennt man das „Feng Shui“, was bei manchen modernen Hochhäusern zu seltsamen Konstruktionen führt – aber wirtschaftlich sehr erfolgreich machen soll) – und schon sind wir mittendrin in der deutschen Alltagspolitik, in der sich Maurer in allen entscheidenden Strukturen der Gesellschaft wiederfinden.

Schlimm, oder?

Ein Beispiel: die Georgia Guidestones haben acht Seiten, acht Sprachen übersetzen ihre Botschaft. Warum acht? Lesen wir bei Kabbalah.de:

Sie steht für den achten Schöpfungstag, die Neuschöpfung des Menschen. Manche bezeichnen sie auch als Christuszahl. Die Acht steht für Ordnung und Disziplin.
Die Lotusblüte, die ja für Reinheit steht, hat 8 Blätter.
In der Heiligen Geometrie entspricht die Acht (okta) dem Oktaeder, die Pyramide, die nach oben und unten geht und damit acht Flächen hat. Der Oktaeder steht für das Luftelement und ist der Zwilling des Hexaeders, des Würfels. Wer diese Stufe erreichen möchte, muss sowohl die Erde, den Körper, wie auch die Luft, die Gedanken beherrschen.

Die Acht ist auch die Lemniskate in stehender Form, die für die Unendlichkeit steht. 

Reinster Zauberkram. Für Französisch und Deutsch war kein Platz mehr – der Zauber der „Neuschöpfung“ funktioniert nicht mit zehn. Dann gibt es noch vier weitere Botschaften – in Sprachen, die heutzutage keiner mehr lesen kann:

Eine kürzere Botschaft steht auf den vier vertikalen Seiten des Decksteins, wiederum jeweils in einer anderen Sprache und Schrift auf jeder Seite. Die erläuternde Tafel neben den Guidestones identifiziert diese Sprachen/Schriften als Babylonische Keilschrift (Nord), Altgriechisch (Ost), Sanskrit (Süd) und ägyptische Hieroglyphen (West) und erklärt, was vermutlich eine englische Übersetzung ist

Warum die Vier über der Acht?

Für Kabbalisten kein Problem:

Die Vier hat starke Verbindung zu unserer 3D-Ebene, da wir vier Elemente haben, aus der unser materielles Universum geschaffen ist: Feuer, Wasser, Luft und Erde. Der kleinste räumliche Körper ist der Tetraeder und der hat vier (griechisch tetra) Flächen und Ecken. Den vier Elementen sind ebenfalls die vier Erzengel zugeordnet. Des weiteren gibt es noch die vier Himmelsrichtungen, an denen wir uns orientieren und die von alten Religionen als eigene Kräfte und Gottheiten gesehen wurden. Die Vier steht auch für das Quadrat, das das Zeichen für die Erde ist und mit dem Würfel verbunden ist, der ebenfalls ein Symbol für die Erde ist. 

Der klassische Zauberer braucht die vier Elemente, die vier Himmelrichtungen, um seine Macht weltweit ausüben zu können – siehe „Magie“ bei Wissen.de:

Magie: die in den Anfängen aller Religionen nachweisbare, das Denken der Naturvölker beherrschende Praxis des Umgangs mit numinoser Macht in den Dingen, die sich menschlichem Wünschen erschließt und lenkbar ist, aber nur unter Beachtung eines bestimmten Rituals. Magisches Denken ist das allen Formen der Magie zugrunde liegende Denken, dessen Grundgesetz die „mystische Partizipation“ ist, d. h. die mögliche Teilhabe an im All wirkenden Kräften, die automatisch lenkbar sind. Im magischen Denken liegt die Vorstellung, dass es eine Art höherer Gesetzlichkeit gibt, die der natürlichen Kausalität überlegen ist und die in Bewegung gesetzt wird durch die Herstellung der nur dem Magier bekannten determinierenden Faktoren (Zaubermittel aller Art).

Mitten im vernünftigen, rationalen, wissenschaftlich strukturierten Alltag errichten Zauberer mit für jeden Eingeweihten klar erkennbaren Bezügen und Symboliken ein magisches Zaubermittel, das uns eine Weltregierung bringen soll, massive Eingriffe in den Alltag bewirkt und möglicherweise mit dem größten – strikt vernünftigen – Massenmord der Geschichte einhergeht … nebenbei aber den „american way of life“ für immer und ewig lebbar macht?

Gruselig, oder?

Demgegenüber – haben wir gerade den Geburtstag eines Menschen gefeiert (nun, eigentlich ist der im Januar geboren, aber wir Germanen feiern halt die Sonnenwende immer da: jener Tag, an dem die Dunkelheit weichen muss und es täglich immer heller wird), der von uns nicht viel erwartet hatte: „gehe hin, verkaufe alles, was Du hast, gib es den Armen und folge mir nach“. „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Noch nichtmal der Bau von Kirchen wird verlangt:

Matthäus 6,5–13:

5 Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.6 Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. 

Man stelle sich mal vor, man würde seinen Alltag so gestalten: ständig einen Blick darauf haben, das es dem anderen gut geht, keine persönlichen Reichtümer anhäufen, sich dem Jenseits ganz privat in seiner eigenen Kammer stellen, weil man als lebendiges Wesen Gott (als „Leben“) sowieso am besten in sich selbst finden kann – besser jedenfalls als mit Mikro- oder Teleskopen: die schauen weder tief noch weit genug – was hätten wir für ein Leben. Es wäre Platz genug für mehr als 7 Milliarden Menschen (laut UNO sogar für 12 Milliarden) … aber nur ohne SUV und Eigenheim, ohne Plastikmüll und „Deutschland sucht den Superstar“.

Die Botschaft jener, die Christus nicht nachfolgen und es lieber wie die Heuchler machen und in großen Kathedralen beten, in Gewändern, die so schwer sind, das man den kompletten Papst samt Kutte auf einem Wagen in die Kirche fahren muss, fällt dieses Jahr in diesem Sinne aus, siehe Tagesschau:

„Heute ist Weihnachten zu einem Fest der Geschäfte geworden, deren greller Glanz das Geheimnis der Demut Gottes verdeckt, die uns zur Demut und zur Einfachheit einlädt. Bitten wir den Herrn darum, dass er uns hilft, durch die glänzenden Fassaden dieser Zeit hindurchzuschauen“

Der „grelle Glanz“ überzieht nicht nur das Weihnachtsfest sondern auch die Erscheinung der katholischen Kirche. Nun – die werden wissen, warum.

Was aber nun … wenn man für einen Moment den Mythos Christus ernst nehmen würde, für einen Moment die intellektuelle Arroganz einer lebensfeindlichen Industrie ablegt und mal kurz annimmt, das es damals vor 2000 Jahren wirkliche in merkwürdiges Ereignis gegeben hätte, das die Menschen zum Besinnen aufrief. Ein wenig liefert uns das Turiner Grabtuch Anhaltspunkte für den Verdacht, das damals etwas nicht mit rechten Dingen zuging, siehe Grenzwissenschaften:

Fünf Jahre lang haben Wissenschaftler der nationalen italienischen Energie- und Umweltagentur (ENEA) dem Turiner Grabtuch gewidmet und kommen in ihrem nun vorgelegten Abschlussbericht von 2010 zu dem Schluss, dass es für die Merkmale des Abbildes auf dem Grabtuch, das den Körperabdruck eines Gekreuzigten zeigt, das seit Jahrhunderten von Gläubigen als Grabtuch Christi verehrt und von Kritikern als aufwändiger Schwindel bezeichnet wird, selbst mit modernsten Mitteln und Technologie nicht reproduziert werden können.

Kurz gesagt: hier hatte wohl jemand mit Naturgesetzen spielen können:

Die Verfärbung war bzw. ist das Ergebnis eines beschleunigten Alterungsprozesses des Leinens.

Schaut man sich die Geisteswelt der Antike an, so verblüfft vor allem eins: die Botschaften Christi waren konfus, zweideutig und äußerst fremdartig. Wie sie sich als Philosophie gegen die griechische und römische Konkurrenz durchgesetzt haben, wäre schon ein eigenes Wunder … es sei denn, er hat nebenbei Tote zum Leben erweckt, Kranke geheilt und ist übers Wasser gelaufen. Das hätte schon einiges Aufsehen verursacht und wäre auch für mich ein Grund gewesen, sich mit seinen orakelhaften Sprüchen mal ernsthafter zu befassen, obwohl die Worte Epikurs ähnlich klingen – ohne letzte, göttliche Autorität zu beanspruchen.

Auch heute noch geschehen solche Wunder – und verursachen Aufsehen wie das Sonnenwunder von Fatima:

Als jedoch im Juli, August und September die Zahl der Schaulustigen immer größer wurde, kündigte die Erscheinung für den 13. Oktober einWunder an. Am fraglichen Tag hätten Zehntausende von Anwesenden das Sonnenwunder gesehen – sie konnten problemlos die Sonne, die einer Silberscheibe ähnelte, anschauen, während sich diese wie ein Feuerrad drehte.

Die Wissenschaft beißt sich an dem Sonnenwunder von Fatima immer noch die Zähne aus … und produziert beständig neue Hypothesen um der Tatsache aus dem Wege zu gehen, das es manchmal vielleicht einfach Dinge gibt, denen unser kleiner Affenverstand nicht gewachsen ist. Ja – die gleichen Menschen, die beweisen, das der Mensch nicht weiter als ein dummer Affe ist, denken sich nichts dabei, wenn sie von diesem Affen erwarten, das er alle Phänomene des Universums enträtseln soll … und dabei noch verantwortungsbewußt mit den atomaren oder hochgiftigen Spielzeugen umgeht, die andere Affen so für ihn entwickeln.

Die scheuen noch nicht mal davor zurück, Affenmütter mit Geländewagen zu bewaffnen, in denen sie zu einer Gefahr für sich und ihre Umwelt werden.

Was aber nun … wenn gerade in diesen Tagen Zeichen und Wunder geschehen? Im Spiegel gibt es eins davon:

Viele Deutsche sahen an Heiligabend einen glühenden Lichtschweif am Himmel. Was war da passiert? Die Assoziation mit dem Stern von Betlehem liegt nahe, doch Experten vermuten hinter dem Phänomen eine recht irdische Ursache.

Das Wegerklären von Wundern ist ja auch Aufgabe von Experten, es war irgendeine Art von Weltraumschrott, sagen sie. Wie oft haben wir dieses Phänomen eigentlich bei den tausenden von anderen Objekten gesehen, die uns „die Wissenschaft“ täglich auf den Planeten schmeißt? Warum produziert eigentlich „Wissenschaft“ in regelmässigen Abständen Müll – anstatt mal was Sinnvolles zu schaffen? Nun – die Erschaffer der Georgia Guide-Stones suchen vielleicht Harmonie mit dem Universum … aber ein lebendiger  wundertätiger Sohn Gottes auf Erden wäre das letzte, was sie gebrauchen könnten.

Unter den Georgia Guide Stones soll sich eine Zeitkapsel befinden.

Es würde mich nicht wundern, wenn sich in ihnen eine Entschuldigung für das befindet, was in den nächsten Jahren an wirtschaftlichen Katastrophen auf diesem Planeten ablaufen wird – alles im Dienste der Vernunft und im Namen der Wissenschaft.

Wir Deutschen kennen das schon – wir haben das 1933 – 1945 erleben dürfen. Damals waren Juden, Zigeuner, Linke Schwule und Arbeitslose die Feinde, heutzutage sind wir es alle, weil es einfach zu viele von uns gibt. Sagen … „die“.

Was „die“ aber tun, ist was ganz anderes. Der alte Jude (also einer jener vielen, die am Alten Testament herumgeschrieben haben) wäre schockiert: ausgestattet mit seinem Weltbild wäre unsere Kultur für ihn eine Kultur des Todes – einfach, weil immer mehr Erscheinungsformen des Lebens aussterben: die göttliche Schöpfung wird durch Maschinen ersetzt und letztlich in Schrott verwandelt.

„Wir schaden dem Klima“ – sagen sie, weil wir atmen und Blähungen haben. Ihre Mondraketen hingegen, ihre Flugzeuge und – ja – auch ihre SUV´s sind hingegen nur selten Gegenstand der Kritik.

Und wenn „die“ zu viele Affen in ihrem Garten haben, wollen sie einfach ein paar Milliarden davon abschießen, damit genug Bananen für „sie“ übrigbleiben. Mit Menschen, die Kinder Gottes sind, ginge das nicht – und ich denke, hier sind wir an dem Kernpunkt der gewaltigen Auseinandersetzung der Moderne: der Kampf der USA gegen den Islam, einen völlig irrationalen Kampf, den man nur verstehen kann, wenn man die Religionen kennt, die dahinterstehen – auf der einen Seite eine Kultur, die auf dem Weltbild des alten Judentums fußt und für die alles Leben heilig ist – und auf der anderen Seite eine Kultur, die sich … dürfen wir das sagen? – antichristlich  und widergöttlich gibt (bzw. lebens- und menschenfeindliche Werte propagiert) und aus der Perspektive des alten Juden nur noch als „der große Satan“ wahrnehmbar ist.

Und für uns Menschen stellt sich nur noch die Frage – sind Leben und Wissenschaft miteinander vereinbar?

Und schaffen wir es wirklich, im Straßenverkehr zu überleben und den überforderten SUV-Lenkern zu entkommen – um dann im Großraumbüro einen Zustand zu erleben, der vom Todesbild des alten Juden kaum zu unterscheiden ist?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2012 – wie Naturwissenschaftler die Welt im Auftrag des Teufels vernichten.

Montag, 19.12.2011. Eifel. Endlich mal ein Tag ohne Weltuntergang in den Medien. Zeit, sich mal um Dinge zu kümmern, die sonst im Verborgenen blühen - zum Beispiel um den Atheismus, um Religion und um Naturwissenschaften - und ihre Rolle im Marketing der Konzerne. Das sie eine Rolle haben, merkte ich Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Als frisch gebackene Führungskraft eines Pharmakonzerns (ein ganz kleines Würstchen also) erhielt ich - mündlich - die Anweisung, streng nach ernsthaft gläubigen Menschen Ausschau zu halten, "Taufscheinchristen" waren tolerabel, der Rest musste umgehend entfernt werden. Ich war verblüfft - und vergaß die Anweisung sofort. Immerhin hatte ich auch die ersten Frauen eingestellt - in einem Unternehmen, in dem Frauen ansonsten nie eine Stelle bekamen. Frauen können schwanger werden (weshalb ein anderer Pharmakonzern von seinen Mitarbeiterinnen erwartete, das sie sich die Gebärmutter vor Zusendung des Arbeitsvertrages herausoperieren ließen), das kostet Rendite. In Zeiten der Renditemaximierung ist für so einen Luxus kein Platz da.

Montag, 19.12.2011. Eifel. Endlich mal ein Tag ohne Weltuntergang in den Medien. Zeit, sich mal um Dinge zu kümmern, die sonst im Verborgenen blühen – zum Beispiel um den Atheismus, um Religion und um Naturwissenschaften – und ihre Rolle im Marketing der Konzerne. Das sie eine Rolle haben, merkte ich Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Als frisch gebackene Führungskraft eines Pharmakonzerns (ein ganz kleines Würstchen also) erhielt ich – mündlich – die Anweisung, streng nach ernsthaft gläubigen Menschen Ausschau zu halten, „Taufscheinchristen“ waren tolerabel, der Rest musste umgehend entfernt werden. Ich war verblüfft – und vergaß die Anweisung sofort. Immerhin hatte ich auch die ersten Frauen eingestellt – in einem Unternehmen, in dem Frauen ansonsten nie eine Stelle bekamen. Frauen können schwanger werden (weshalb ein anderer Pharmakonzern von seinen Mitarbeiterinnen erwartete, das sie sich die Gebärmutter vor Zusendung des Arbeitsvertrages herausoperieren ließen), das kostet Rendite. In Zeiten der Renditemaximierung ist für so einen Luxus kein Platz da.

Atheismus ist nun ein oft schwieriges Thema. Ich bin – wie schon mal eingestanden – selbst oft einer … kann mich aber in kritischen Momenten gerade noch bremsen. Man kann ihn verstehen, wenn man sich seine Geschichte anschaut – die oft ein Spiegel der Fehler der jeweiligen „Gläubigen“ ist … bzw. der Priesterkaste. Begonnen hatte alles vor 3000 Jahren in Griechenland – damals aber unter ganz anderen Umständen. Dort kam man zu der Überzeugung, das es doch ganz schön wäre, ein Leben ohne Götter zu führen, denen man immer nur Opfern muß, die Tempelhuren brauchen und deren Priester immer viel Geld brauchen. Für die Aussagen „es gibt keinen Gott“ waren die alten Griechen zu schlau, solche Anmassungen sind ein Produkt der Neuzeit.

Die entschiedensten Atheisten waren die ersten Christen, die die ausufernden phantasievollen Gottesbilder des europäischen Völker oft mit brutaler Gewalt ausrotteten.  Gott sagte, es gäbe nur einen, also sorgte man dafür, das es niemanden gab, der etwas anderes behaupten konnte. „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ … war als Botschaft in der Form nicht sehr weit verbreitet. Diese gewalttätige Dynamik gab der katholischen Kirche in den nächsten Jahrhunderten einen enormen Schwung, als Waffen-SS des rechten Glaubens rotteten sie aus, was vor die Flinte kam. Darum kreist bei ihnen wohl alles um Schuld und Vergebung – die Ausrottung der Katharer läßt sich mit dem Hinhalten der anderen Wange nicht in Einklang bringen, das Segnen von Waffen aller verfeindeten Nationen der Welt ist auch eher Teufelsdienst als Gottesdienst – aber so ist sie halt, die Mutter Kirche, oft lieber Hure als Heilige.

Der Teufel kam dann auch mit großer Macht über die Kirche – im 19. Jahrhundert. Eigentlich war es nicht der Teufel, sondern eher die Philosophie, die jahrhundertelang vor den Scheiterhaufen flüchten musste. Seit der Einführung von Handfeuerwaffen hatte sich die Überlegenheit des Adels auf dem Schlachtfeld endgültig erledigt und es war rebellierenden Haufen möglich, Könige zu stürzen. Die Zeiten, in denen teuerste Rüstungen vor dem Pöbel schützte und den Adel fast unangreifbar machten (aber auch wirklich nur „fast“) waren vorbei – und Mut ohne Panzer war selten unter den Blaublütern anzutreffen.

Also fing die Philosophie an aufzuräumen – wie schon vor 3000 Jahren. Gleichzeitig fingen Philosophen an, dem Rat der alten Griechen zu folgen und sich mehr mit den Dingen um sich herum zu beschäftigen als mit denen im Himmel, denn prinzipiell zeichnete sich ab, das man das Paradies auch hier auf Erden haben könnte. Viele Menschen hatten das Paradies erleben dürfen – auf fernen Inseln und fremden Kontinenten lebten Menschen, die den Krieg nicht kannten, denen viele Ängste und Zwänge der Europäer fremd waren. Ganz schnell wurde der Materialismus geboren – worauf für die Kirche die Herrschaft des Teufels begann. Als Reaktion darauf schufen sie den „unfehlbaren“ Papst, weil in ihrer Weltdeutungsmatrix ganz schlimme Zeiten anbrachen: der Kirche war klar, das eine Bewegung, die die Materie zur einzigen Wirklichkeit erhob, nur teuflisch sein konnte …. und da war sie im Einklang mit eigentlich allen großen und kleinen Weltreligionen (was allerdings ein Thema für ein ganzes Buch ist – und nicht für einen Artikel), die sie zuvor so blutig bekämpft hatte. Der Teufel hatte Jesus in der Wüste die ganze Welt als Geschenk angeboten –  wer solche Angebote machte, der mußte doch irgendwie „Herr der Welt“ sein …. obwohl das nach offizieller Doktrin des Vatikan gar nicht sein durfte.

Der Materialismus selbst – und die neu aufkeimenden Naturwissenschaften – hatte damit sehr schnell sehr mächtige Feinde … aber auch große Freunde. Adel und Kirche waren über die Familien eng miteinander verbunden und somit auf einer Seite, aber die Industriebarone waren da eher zu gewinnen. Sie mußten sich mit Gewalt einen Platz in der Gesellschaft erkämpfen – und schnell war ein neuer Mythos geboren: der Mythos des Goldenen Zeitalters. Hand und Hand mit den sich bald bildenden Machtballungen in der Industrie, den nordamerikanischen Konzernen, sollte die Menschheit zu einem glücklichen, friedlichen, freien Zeitalter geführt werden, das dem gleichen sollte, an das sich die alten Griechen vor 3000 Jahren nur noch schwach erinnerten.

In diesem goldenen Zeitalter leben wir jetzt. Toll, oder? Heute, am 19.12.2011, können wir mal kurz innehalten und uns umschauen, wie gut es uns geht. Zögen wir am heutigen Tage Bilanz, so würde sie übel ausfallen. Die Allianz des Atheismus, Materialismus, der Naturwissenschaften und der Industriebarone hat uns in ein Zeitalter geführt, wo nur die Frage ist, wie die Zivilisation untergeht – nicht ob sie untergeht. Hinter dem Philosophen grinst der Priester und flüstert leise „na, haben wir es nicht gesagt: DIE werden noch viel schlimmer werden als wir es je waren“ und dem Philosophen fehlt so recht die Anwort. 2011 ist die Welt vollgepackt mit tödlichsten Waffen, beständig werden mehr davon produziert und verteilt. Die Weltwirtschaft ist zu einem Glücksspielkasino geworden, derart unüberschaubar und unkontrollierbar, das man meinen könnte, es könnten wirklich nur noch Gebete helfen … und zudem kommt es zu einem grassierenden Verfall der Moral auf allen Ebenen, der für uns alle noch fürchterlichere Folgen haben kann.  Schauen wir zum Beispiel mal heute in den Freitag:

Gehen wir einmal probehalber davon aus, dass es sich bei unseren politischen Eliten um intelligente und durchaus fähige Leute handelt, die ihre zahlreichen Experten zu nutzen wissen, um ihre Ziele zu erreichen. Nehmen wir – rein hypothetisch – einmal an, dass sie ihre Ziele tatsächlich erreichen, dass also das Erreichte mehr über die Ziele aussagt als ihre proklamierten Absichten.

So betrachtet hat die EU-Krisenpolitik Beeindruckendes geleistet: Die Überschuldung des wirtschaftlich unbedeutenden Euro-Mitglieds Griechenland wurde zu einer europäischen Dauerkrise hochgefahren. Die griechische Gesellschaft ist durch soziale Einschnitte traumatisiert und zunehmend wehrlos. Italien hat sich „freiwillig“ einer Überwachung durch den IWF unterstellt und – so wie Griechenland – einen wirtschaftsliberalen Technokraten zum Regierungschef gekürt. Den Menschen in ganz Europa wird am Beispiel Griechenlands vorgeführt, wie es sich anfühlt, „über die eigenen Verhältnisse gelebt“ zu haben und „bestraft“ zu werden. Sie begreifen, dass es in einem EU-Land möglich ist, plötzlich alle Sicherheiten zu verlieren, Rentenansprüche, auf die man fest gebaut hat, um 20 Prozent und mehr dahinschmelzen zu sehen.

Die Krise – nach bolivianischem Modell von Politik und Wirtschaft gesteuert, um die letzten Reste des Sozialstaates in Europa zu zertrümmern? Na, wenn das mal nicht verboten Verschwörungstheorie ist. Ja, 2011 wissen, wir, das die Mächtigen dieser Welt alles Heilige sind, die planlos und ziellos vor sich hinhandeln, aber immer nur das Beste für den kleinen Mann wollen. Das es ihm immer schlechter geht – kann nur am Zufall liegen.

Schaut man genauer hin, so zeigt sich, das die diese Heiligen im Verborgenen anders drauf sind, siehe Welt:

Das Benehmen der Manager, so die Erfahrungen von Nadine Greve, die sie nach ihrem Ausstieg in ihrem Buch „Hinter den Kulissen – Eine Ex-Hure packt aus“ niederschrieb, sei in der Regel weniger fein als die Anzüge. Gerade die Männer mit Führungsanspruch respektierten häufig nicht, dass auch bezahlte Liebesdienerinnen nicht zu allen Praktiken bereit seien. „Die Faustregel“, sagt Greve, „lautet: je besser der Anzug, desto übler das Benehmen.“

Es verwirrt da, das gerade die dummen, bösen, gefährlichen Gläubigen sich 2011 ganz anders darbieten, siehe Spiegel:

Eine Pistole kostet hier fünf Euro und ist damit mehr wert als ein Menschenleben. Sophia Zittel lebt an einem der gefährlichsten Orte der Welt, wo Mord und Vergewaltigung an der Tagesordnung sind: im Township Gugulethu im südafrikanischen Kapstadt. Die Deutsche sagt: „Ich liebe es“.

Sie arbeitet in einem Gemeindezentrum, das ein deutscher Pastor aufgebaut hat. Ich kenne Kapstadt, ich kenne die Townships – ich würde mich das nicht trauen. Bin ja auch so ein bischen Atheist. Mir fehlt es am rechten Glauben.

Damit aber noch nicht genug. Neben den Waffen (ein Geschenk der Naturwissenschaften) und dem Wirtschaftskollaps (ein Geschenk der Unmoral) fegt uns bald auch der Klimakollaps vom Planeten. Wer hat die Werkzeuge dazu geliefert? Na? Wer hat sie fein ausgetüftelt und dem Meister übergeben, damit der sie unter die ahnungslosen Menschen verbreiten kann, die man damit nicht nur prima ausrotten und auch noch (welch´ teuflische Genialität) obendrein zum Täter gemacht hat?

Man preist ja Autos nicht mit der Werbung an: „Verschwenden Sie ihr Vermögen für eine Klimavernichtungsmaschine, die nebenbei auch – im Glücksfall – viele Tiere, Kinder und auch manche Erwachsene zerfetzt“ sondern man wirbt für Freiheit und Abenteuer im SUV. Die allerwenigsten Menschen würden ein Auto kaufen, wenn man ihnen klar machen würde, das dies das Werkzeug ist, das ihren Untergang herbeiführen wird. Aber einen Landrover zu fahren … da kann sogar ein Eifelphilosoph nur schlecht wiederstehen. Ist halt ein feines Auto.

Klima, Wirtschaft, Rüstung … noch was vergessen?

Klar, die Naturwissenschaften haben uns auf dem Weg ins Paradies noch ganz neue Geschenke gemacht: Gifte und Krankheiten, die wir niemals zuvor kannten. Krebs scheint mir da noch die harmloseste Erscheinung zu sein. Die neueste Meldung kam ja vor ein paar Tagen: sie hatten es in der Tat geschafft, die Vogelgrippe so ansteckend zu machen, das sie sich wie ein normaler Schnupfen verbreitet. Wie geisteskrank muss man eigentlich sein, um eine solche Forschung überhaupt im Ansatz andenken zu können?

Auf jeden Fall … muss man sozial ziemlich enthemmt sein. Darf ich nochmal auf des Psychopathenprofil hinweisen?

1. Gleichgültigkeit gegenüber den Gefühlen anderer
2. Unfähigkeit, dauerhafte Beziehungen einzugehen
3. Skrupellose Gefährdung anderer
4. Unfähigkeit, Schuld zu empfinden
5. Hinterlist, Lügen und Täuschen um des eigenen Vorteils willen
6. Verletzung sozialer Normen und gesetzlicher Vorschriften

Nun denke man sich mal die Erfinder der Atombombe … von denen sich manche noch nicht mal sicher waren, ob nach der Spaltung des ersten Atoms nicht eine weltweite Kettenreaktion den Planeten in einen Glutball verwandelt, man denke an die eifrigen Forscher in den Konzentrationslagern, von deren Ergebnissen „die Wissenschaft“ noch heute zehrt oder die Erfinder von Giftgas und künstlichen Seuchen.

Bevor es Widerstand gibt: Punkt fünf und sechs können nur jene bestätigen, die schon mal Naturwissenschaftler im Streit um Forschungsgelder erlebt haben, da werden sogar gestandene Professoren zu Mafiosi – und sind stolz darauf.

Als Dank für die Forschungsgelder schenken sie uns dann das Plastik, das … über kurz oder lang die gesamte Ökosphäre zuklebt. Neunmal soll man den kompletten Planeten schon in Plastik einwickeln können: die Erde erstickt in Plastikmüll.

Danke, liebe Naturwissenschaftler, für diese tollen Erfindungen. Wäre ich der Papst, so käme ich schnell auf die Idee, das Naturwissenschaftler im Auftrag des Teufels die Welt vernichten.

Und hier … kommt der Atheismus ins Spiel, der für die Konzernwirtschaft in der Tag eine wichtige Rolle spielt – aber nur auf höherer Ebene.

Religiöse Menschen neigen dazu, manchmal ganz fürchterlichen Unsinn zu machen – wie dieser deutsche Pastor in Südafrika. Häufiger als andere halten sie inne und denken sich: „was ist, wenn es nach dem Tode doch ein Gericht gibt, wenn das Gerede um „gut“ und „böse“ doch wahr war?“ Und dann erfinden sie das Plastik lieber nicht, verbrennen die Pläne für die Atombombe, verstecken den ersten Benzinmotor, forschen ergebnislos an neuen Giften und Seuchen, behalten aber ihre Seelenfrieden und bewahren die Menschheit vor teuflischen „Geschenken“ – die Indianer hätten auch besser nie den Alkohol kennengelernt.

Sie legen manchmal in entscheidenden Momenten die Notbremse um … die US-Armee hat sich vor solchen Leuten sehr gefürchtet: im entscheidenden Moment, wenn der atomare Gegenschlag gestartet werden sollte, hätten diese Spinner eventuell gezögert, zu tun, was Vernunft befiehlt und Wissenschaft möglich macht: den großen roten Knopf zu drücken, um die Sowjets auszuradieren.

Mit „Taufscheinchristen“ kann man leben … aber mit Menschen, die die Wirklichkeit Gottes in ihrem eigenen Leben erfahren haben, nicht. Und das ist das, was sich hinter dem Wort „Glauben“ verbirgt – keine Annahme im Sinne einer Vermutung, sondern eine Erfahrung, die sich jeder Begreifbarkeit durch Vernunft oder Verstand entzieht und weit über normale erkenntnistheoretisch determinierte  Grenzen hinausreicht. Solche Menschen bauen dann in Townships Zentren, die mitten in einer Welt voller brutaler Gewalt Hilfe bieten. Ein Chemiestudium motiviert nur selten zu solchen Aktionen – eine erfolgreiche Tätigkeit an der Börse ebenso.

PS:

Bevor jetzt aber der Shit-storm der naturwissenschaftlich gebildeten Elite Deutschland über uns hereinbricht, sei gesagt: ich weiß selbst, das das überzogen ist. Das soll ja auch so sein. Um Nachdenken in Bewegung zu bringen, muss man häufiger gedanklich überzogene und am besten extreme Positionen einnehmen. Aber … ehrlich gesagt … im Spiel darum, ob nun Naturwissenschaften (in ihrer heutigen Ausprägung) Hand in Hand mit Atheismus und Konzernunwesen im Auftrag des Teufels die Welt vernichten, steht es momentan 7:3 für die katholische Kirche.

Mir komme aber niemand mit dem üblichen Gejammer, man habe das alles nicht gewollt. Bei dem Führungsanspruch der „Wissenschaft“ sollte man auch den Mut haben, „Verantwortung“ zu übernehmen. Für alle, die keine Psychopathen sind, ist das selbstverständlich.

 

 

Krieg mit dem Iran als logische Folge deutscher Kitas – Achtung: Verschwörungstheoriealarm und Naturwissenschaftskritik

Aktuell wurde ich an anderer Stelle mal wieder auf den alten Zwist zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft verwiesen. Als Philosoph ist man da manchmal irritiert - erst recht, wenn man zu den Geisteswissenschaftlern gezählt wird. Als ob Natur mit der Liebe zur Weisheit (oder Wahrheit) nichts zu tun hat - oder als ob Naturwissenschaftler keinen Geist hätten. Nun, geistlose Naturwissenschaftler gibt es zu Hauf - und ihrer Existenz verdanken die Geisteswissenschaftler ihre Existenzberechtigung. Würden Naturwissenschaftler geistig kranke Menschen nicht mit immer besseren Waffen ausrüsten, dann hätten Geisteswissenschaftler mehr Zeit, ihre Arbeit zu machen - die wichtigste Arbeit der Welt. Wir haben die Geisteswissenschaften gegen Ende des 19.Jahrhunderts nicht gegründet, weil wir den Damen der gehobenen Gesellschaft gehobene Unterhaltung gönnen wollten, sondern weil weise Menschen gesehen haben, das der Mensch selbst die letzte und größte Herausforderung der Wissenschaft werden wird - und selbst die größte Bedrohung für die Menschheit darstellt. Ihn zu verstehen wurde überlebenswichtig, die Jahre 1914-1918 und 1933 - 1945 haben bewiesen, das die Geisteswissenschaftler die Lage richtig eingeschätzt haben - und seit der Erfindung der Atombombe dürfte es selbst der letzte Depp verstanden haben, das es für uns immens wichtig ist, den Menschen nicht zu unterschätzen. Geisteswissenschaften sind friedenswahrende Wissenschaften - das ist ihr Job. Den Menschen zu verstehen, damit wir ihn nicht erschiessen müssen.

Aktuell wurde ich an anderer Stelle mal wieder auf den alten Zwist zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft verwiesen. Als Philosoph ist man da manchmal irritiert – erst recht, wenn man zu den Geisteswissenschaftlern gezählt wird. Als ob Natur mit der Liebe zur Weisheit (oder Wahrheit) nichts zu tun hat – oder als ob Naturwissenschaftler keinen Geist hätten. Nun, geistlose Naturwissenschaftler gibt es zu Hauf – und ihrer Existenz verdanken die Geisteswissenschaftler ihre Existenzberechtigung. Würden Naturwissenschaftler geistig kranke Menschen nicht mit immer besseren Waffen ausrüsten, dann hätten Geisteswissenschaftler mehr Zeit, ihre Arbeit zu machen – die wichtigste Arbeit der Welt. Wir haben die Geisteswissenschaften gegen Ende des 19.Jahrhunderts nicht gegründet, weil wir den Damen der gehobenen Gesellschaft gehobene Unterhaltung gönnen wollten, sondern weil weise Menschen gesehen haben, das der Mensch selbst die letzte und größte Herausforderung der Wissenschaft werden wird – und selbst die größte Bedrohung für die Menschheit darstellt. Ihn zu verstehen wurde überlebenswichtig, die Jahre 1914-1918 und 1933 – 1945 haben bewiesen, das die Geisteswissenschaftler die Lage richtig eingeschätzt haben – und seit der Erfindung der Atombombe dürfte es selbst der letzte Depp verstanden haben, das es für uns immens wichtig ist, den Menschen nicht zu unterschätzen. Geisteswissenschaften sind friedenswahrende Wissenschaften – das ist ihr Job. Den Menschen zu verstehen, damit wir ihn nicht erschiessen müssen.

Man kann es sich nun einfach machen und sagen: „der Mensch ist schlecht“ – und dabei schlichtweg übersehen, das „gut“ und „schlecht“ letztlich religiöse Kategorien sind. Die Vernunft selbst findet nichts dabei, aus Menschenhaut Lampenschirme und aus Menschenfleisch Bratwurst zu machen – erst recht nicht, wenn der Mensch „schlecht“ ist.  Wir sehen das jeden Tag – die Nachrichten lesen sich dann so:

Die Einkommen in den USA fielen innerhalb von einem Jahr um fast sieben Prozent. Laut einem Bericht sind sie nach der Wirtschaftskrise stärker gefallen als noch während der Rezession selbst.

Oder so – siehe Welt:

Ohne ersichtlichen Grund griffen drei Schüler in Bad Pyrmont einen zehnjährigen Jungen an. Immer wieder traten sie auf ihn ein, auch als er schon am Boden lag.

Beide Nachrichten handeln vom selben Thema: wie Menschen Menschen vernichten – wobei die erste Nachricht die indirekte Gewalt aufzeigt, die dadurch noch gesteigert wird, das von „Job“ und „Geld“ inzwischen „essen“ zu 100% abhängig ist …. trinken und (im Sommer) schlafen geht noch billiger.

Wem das noch zu harmlos ist, der sollte gewahr werden, das gerade geplant wird, die eigenen Kinder im Iran von den Erzeugnissen der Naturwissenschaft zerfetzen zu lassen. Während der Präsident des Iran noch vor der UNO schwere Anschuldigungen gegen die USA aussprach, lieferte das FBI den USA einen Kriegsgrund:

Skrupellose Drahtzieher, mexikanische Auftragskiller, hochpolitische Anschlagsziele: Die US-Justiz will einen spektakulären Attentatsplan aufgedeckt haben. Iranische „Elemente“ hätten den saudi-arabischen Botschafter in Washington ermorden wollen. Iran dementiert – dennoch drohen weitreichende Folgen. 

Entwicklungen dieser Art waren vor 150 Jahren schon bekannt. Sie führten zur Wissenschaft des menschlichen Geistes, damit es – angesichts der sich anbahnenden technischen Möglichkeiten – keine weiteren großen Katastrophen gibt. Das Kriege immer schlimmere und vernichtendere Gemetzel nach sich ziehen, wussten all jene, die die Entwicklung des US-Bürgerkrieges studiert hatten. „Krieg“ war schon immer schlimm gewesen – aber jetzt bekam er immer mehr technische Macht, was verheerende Folgen für die Opfer hatte.

Ich könnte mir vorstellen, das man deshalb unter den Geisteswissenschaftlern mehr Anhänger von Verschwörungstheorien findet. Geisteswissenschaftler verstehen auch komplizierte Gedankengänge, sie entfremden sich berufsmässig häufiger vom gängigen Modell „Mann“ und haben wenig übrig für die „meine Rakete ist aber größer als deine Rakete“ – Kultur. Man könnte fast sagen: sie wissen, das der Mensch gut ist und sich gut entfalten könnte, wenn – wie bei anderen Tieren auch – die Umgebung stimmt, das Millieu in Ordnung ist, die Umweltbedingungen optimal sind:

Das menschliche Gefühl für Gerechtigkeit entwickelt sich offenbar schon sehr früh. Das lassen die Ergebnisse einer aktuellen Studie vermuten, die Psychologen mit Kleinkindern durchgeführt haben. Babys erkennen demnach bereits ab dem 15. Monat den Unterschied zwischen gleicher und ungleicher Verteilung von Nahrungsmitteln. Diese Empfindung stand auch in Verbindung mit ihrer Bereitschaft, ein Spielzeug zu teilen, berichten Jessica Sommerville von der Universität von Washington in Seattle und Marco Schmidt vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir uns Regeln von Fairness und Großzügigkeit früher aneignen als gedacht,“ sagt Sommerville.

Wie nun dieses „faire Baby“ dazu kommt, Sprengsätze an Bahnhöfen zu deponieren, seine Mitmenschen zu schlagen, auszubeuten und zu ermorden – ist eine lange Geschichte. „Umweltbedingungen“ spielen da eine wichtige Rolle … weshalb man aktuelle politische Entwicklungen in Deutschland nochmal gründlich durchdenken sollte, siehe Welt:

Laut der noch laufenden „Wiener Krippenstudie“ zeigen Kinder unter zwei Jahren bereits zehn Wochen nach Krippeneintritt ungünstige Stressreaktionen. „Mit fortschreitender Krippenbetreuung sinkt der morgendliche Cortisolwert, die Tagesprofile werden flacher, die Stressverarbeitung wird ungünstiger“, so Studienautorin Tina Eckstein. Je jünger ein Kind sei, desto empfindlicher reagiere es auf Stress.

Und es kommt noch besser:

Die bislang umfangreichste US-Krippenstudie Nichd hat gezeigt, dass selbst der Besuch einer guten Krippe später vermehrt mit sozialen Auffälligkeiten wie Streiten, Kämpfen, Prahlen, Lügen und Sachbeschädigung einhergeht. Noch bei 15-jährigen Jugendlichen – der zuletzt gemessenen Altersgruppe der Kohorte – stellte man die negativen Auswirkungen fest.

So machen wir aus guten Babys asoziale Elemente, die keine ethischen Bedenken haben, Länder militärisch zu vernichten oder ihnen wirtschaftlich den Boden unter den Füssen weg zu ziehen: was im Endergebnis das Gleiche ist.

Und so … führt eine Missachtung der Geisteswissenschaften, eine Schwächung ihrer gesellschaftlichen Position zugunsten von Technik, Finanzen und Handel direkt in große menschliche Katastrophen. Die Wissenschaft als solche weiß das auch, sie hat aber nicht die Macht, das zu verhindern. Nehmen wir zum Beispiel die Philosophie des „Positiven Denkens“, die Grundbestandteil der egozentrischen Nützlichkeitsethik der USA (und der ganzen westlichen Hemisphäre) ist:

Dem positiven Denken auf der Spur

Das Gehirn notorischer Optimisten blendet Negativinformationen aus

So einfach ist das: die haben einen Defekt – nur so funktioniert dieses Denken. Negativinformationen werden einfach nicht wahrgenommen – noch Fragen, warum die Kultur des positiven Denkens, diese „Tschakka – Du schaffst es“-Philosophie serienmässig Kriege produziert und eine Wirtschaftskrise nach der anderen in die Welt setzt?

Möglicherweise hätte man sich das ersparen können, wenn man Kinder einfach in einem natürlichen Umfeld aufwachsen lässt. Aber … woher würden wir Killer, Soldaten, Zuhälter, Prostituierte, Drogenabhängige, Diebe, Betrüger, Politiker, Journalisten, Unternehmensverräter und Anlagevernichter nehmen, wenn wir eine Kultur hätten, in der niemand Streiten, Kämpfen, Prahlen, Lügen oder Sachbeschädigung praktizieren möchte?

Hier merken wir langsam … das es gefährlich wird. Der Geisteswissenschaftler kann sich ab diesen Punkt der gedanklichen Entwicklung nur noch einen Reim auf die aktuelle Situation der Menschheit machen: da wird ABSICHTLICH dran gedreht.

Wie auch sonst? Wir haben keine Säbelzahntiger mehr, die uns auflauern, auch Höhlenbären und Mammuts haben wir ausgerottet, Krankheiten in die Schranken gewiesen und Götter in die Schränke der Geschichte verbannt (jedenalls offiziell, das der Kult des Materialismus ebenfalls eine – sehr dunkle – Religion ist, wird selten öffentlich reflektiert …. er hat halt gerade die Oberhand) … wir sind nur noch SELBST VERANTWORTLICH für unseren ganzen Mist.

Und wenn der Mist geschieht – wie an der Börse, auf dem Bürgersteig oder in den Kitas – dann darf man getrost ABSICHT unterstellen, dann darf man zurecht vermuten, das hier absichtlich asoziale Elemente innerhalb der Gesellschaft gezüchtet werden. „Marines“ fallen halt nicht vom Himmel, da braucht man schon eine gewissen Arbeitslosenquote, um genug „ernten“ zu können. Das ähnelt der Kartoffelzucht – die brauchen auch eine gewisse Bodenqualität und ein gewisses Klima, um so richtig gut zu gedeihen. Im Hippieumfeld der 68´er gedeihen Marines ganz schlecht.

Leider dürfen wir so nicht mehr denken. Die positiv denkende naturwissenschaftlich orientierte dogmatische Kultur der Moderne blendet Negativinformationen gerne aus – wie zum Beispiel die über den 11.9.2001. Ein Test? Einfach mal auf der „Tagung der Pressesprecher“ aufs Podium gehen und laut rufen „nine-eleven war selbst gemacht“ – und dann die Reaktionen genau beobachten.  Wetten, die Reaktionen werden nicht geisteswissenschaftlichen Regeln folgen – sondern sehr emotional gefärbt sein? Das gleiche geht auch mit der Aussage „Ich kriege Hartz IV“ oder „Ich glaube an Gott“.

So muss man auch reagieren, wenn man Realitäten ausblendet. Dort, wo die Erde eine Scheibe sein muss, gehört der weltumrundende Seefahrer unbedingt auf den Scheiterhaufen. War schon immer so – wird auch so bleiben, solange der einseitig naturwissenschaftlich geprägte dogmatische Typus politische Macht ausübt.

Den Krieg zu vermeiden ist die oberste Aufgabe einer geisteswissenschaftlichen Kultur. Dort, wo die Geisteswissenschaften zurückgedrängt werden, wächst die Kriegsgefahr automatisch. Das habe ich in den siebziger Jahren von einem Deutschlehrer der Höheren Handelsschule gelernt. Dann wurden die Geisteswissenschaften zurückgedrängt – zugunsten der „heiligen“ Ingenieure – und in Folge wurde Deutschland wieder kriegführende Nation.

Für Geisteswissenschaftler ein normaler logischer voraussehender Prozess.

Auch Naturwissenschaftler nehmen diesen Prozess wahr – in der Regel aber erst, wenn sie sich im Schützengraben oder bei Menschenversuchen im KZ wiederfinden … auf beiden Seiten.

Dann merken sie, das sie eine Information ausgeblendet haben: sie sind selber auch nur Menschen.

Wenn wir den momentanen Kurs beibehalten, werden wir logischerweise in immer mehr Kriege hineingezogen. Wenn ich den Menschen nicht verstehe, dann muss ich ihn vernichten – weil er eine Bedrohung ist. Eine Weile kann man noch so tun, als gäbe es „böse“ Gesellschaftsschichten (Arbeitslose), „böse“ Religionen (Moslems) oder „böse“ Völker (Griechen, Iraner, Chinesen, Serben, Russen, Juden usw), sind die aber alle ausgerottet, ist die Hoffnung auf Frieden durch immer mehr Kriege wieder mal dahin – und man sieht den eigentlichen Täter im Spiegel (nein, diesmal nicht das bekannte ehemalige Nachrichtenmagazin). Wenn dann noch genug „Welt“ übrig ist, werden wir eine neue Kultur aufbauen müssen – diesmal jedoch völlig ohne Metall: die oberflächennahen Vorkommnisse sind schon jetzt völlig abgegrast und Werkzeuge zum tiefer graben werden wir deshalb dann nicht mehr so leicht herstellen können.

Bis dahin jedoch – werden wir noch einige Kriege führen können, den „bösen Feind“ noch im Aussen orten müssen. Der Iran ist als nächster dran, dann China, Indien, Brasilien – Russland wird sicher auch gerne wieder genommen. „Anders sein“ plus Rohstoff klappt immer heutzutage. Wir nennen das „Demokratie bringen“, so wie früher die Missionare das Christentum gebracht haben.

Einfach mal etwas Kolonialgeschichte studieren – schon sieht man, wie sehr sich die Muster inzwischen gleichen. Wenn man dann sieht, wie Kolonialgeschichte gelenkt wurde … dann ist man mittendrin in Verschwörungspraktiken der übelsten Art.

Wer übrigens meint, ich würde jetzt nichts von Naturwissenschaften halten, der irrt. Philosophie hat eine große Nähe zur Naturwissenschaft wie auch zur Geisteswissenschaft. Ich nehme schon wahr, das es bahnbrechende Erkenntnisse in naturwissenschaftlichen Bereich gibt – wie zum Beispiel die Entdeckung intelligenten Lebens auf der Erde … vor vielen Millionen Jahren:

Im US-Bundesstaat Nevada wurden Fossilien von 37 Fischsauriern entdeckt, die teilweise eine höchst seltsame Anordnung aufweisen. Neun der bis zu 14 Meter langen Skelette lagen in einer Reihe, genau in Nord-Süd-Richtung. Die Sedimentgesteine um die Fossilien lassen vermuten, dass sich die toten Fischsaurier auf dem Meeresgrund befanden. Das spricht gegen die These, sie seien gestrandet, ähnlich wie es bei den heutigen Walen manchmal vorkommt. Es wird noch bizarrer: Die einzelnen Glieder der Wirbelsäule verschiedener Tiere liegen seltsam geordnet vor – Wirbel von verschiedenen Stellen des Rückgrats sind in doppelten Linien in einem nahezu perfekten geometrischen Muster geordnet. 

Da spielte ein intelligenter Tintenfisch mit Fischknochen – vor 200 Millionen Jahren – und schuf ein Abbild seiner selbst.

Er geht sogar noch einen Schritt weiter und lässt sich zu einer skurrilen Spekulationen hinreißen: Ihn erinnert die Anordnung einer Reihe der scheibenförmigen Rückenwirbel an die Verteilung der Saugnäpfe am Arm eines Kraken. Vielleicht hat der urzeitliche Räuber eine Art Selbstporträt zusammengepuzzelt, so die Vorstellung von McMenamin.

Warum man hier die Formulierung „skurril“ wählt, erschließt sich nur, wenn man im Hinterkopf hat, das die Religion des Materialismus und der von ihr abstammenden Naturwissenschaften so dogmatisch ist wie der Katholizismus des 18. Jahrhunderts … und das man eine solche „fehlerfreie“ Ideologie zur Kolonisation der „Anderen“ braucht … so wie wir auch für unser kleines, gerechtes Baby-ich immer noch eine Ausrede brauchen, um anderen Menschen das Essen zu klauen.

Und wer es jetzt genau wissen will … ja, wir laufen hier Gefahr, in einem Gottesbeweis zu landen (Huch!): weil der Mensch einen moralischen Befehl zum Guten in sich trägt, den man mit Gewalt ausrotten muss, kann man von der Existenz einer befehlsgebenden Macht ausgehen.

Aber auch das ist heutzutage tabu.

Wir führen lieber Kriege.

Der nächste wird gerade vorbereitet – aber dank des Dogmas der Religion das atheistischen Materialismus, die als Quelle allen Seins nur plan- und ziellose chaotische Ursuppen kennt (und trotzdem davon ausgeht, eine komplette Zeitung zu erhalten, wenn sie eine Kiste Buchstaben auf den Boden fallen läßt) – müssen wir diese Kriege als „alternativlos“ einfach hinnehmen.

Gottgegeben, sozusagen.

Und wir nennen uns wirklich „aufgeklärt“?

 

 

 

 

Papst siegt über Naturwissenschaft, Politik und Gesellschaft

Ein völlig uninteressanter Streit tobt gerade in den Kommentaren der großen Zeitungen. Da ist ein Spiegelredakteur Katholik geworden - oder war es vielleicht schon immer. Warum sollte das auch nicht möglich sein, dies ist ein freies Land - und gerade in religiösen Dingen sollte es keine Vorschriften geben. Wir brauchen doch wohl nicht wieder eine heilige Inquisition, die uns vorschreibt, was wir glauben dürfen und was nicht?

Erschreckend finde ich, das es diese Inquisition dann doch gibt, auch wenn sie noch keine erkennbaren Scheiterhaufen aufgehäuft hat. Noch erschreckender ist die Dummheit, die Intoleranz und Ignoranz, mit der argumentiert wird, wobei ich unter Dummheit hier verstehe, das man einerseits auf Wissen zum Thema dankend verzichtet, andererseits aber auch nicht gewillt oder fähig scheint, seinen Kopf zu gebrauchen.

Ein völlig uninteressanter Streit tobt gerade in den Kommentaren der großen Zeitungen. Da ist ein Spiegelredakteur Katholik geworden – oder war es vielleicht schon immer. Warum sollte das auch nicht möglich sein, dies ist ein freies Land – und gerade in religiösen Dingen sollte es keine Vorschriften geben. Wir brauchen doch wohl nicht wieder eine heilige Inquisition, die uns vorschreibt, was wir glauben dürfen und was nicht?

Erschreckend finde ich, das es diese Inquisition dann doch gibt, auch wenn sie noch keine erkennbaren Scheiterhaufen aufgehäuft hat. Noch erschreckender ist die Dummheit, die Intoleranz und Ignoranz, mit der argumentiert wird, wobei ich unter Dummheit hier verstehe, das man einerseits auf Wissen zum Thema dankend verzichtet, andererseits aber auch nicht gewillt oder fähig scheint, seinen Kopf zu gebrauchen.

Sicher ist Religion ein schwieriges Thema. Deshalb darf man sich aus der Diskussion ja auch heraushalten – das ist erlaubt. Man muss sich nicht zu Religion bekennen noch über sie urteilen. Wie will man das auch? Unsere naturwissenschaftliche Methodik befasst sich mit Dingen aus dem Bereich der Natur, Religion (und zunehmend auch die Physik) mit Dingen dahinter. Alle zitieren mit einer Träne im Augen nahezu täglich den „Kleinen Prinzen“: „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar“ – aber keiner will die Konsequenz daraus ziehen. Religiöse  Wahrheiten sind offensichtlich keine Wahrheiten des Verstandes – wollten sie auch nie sein – sondern Wahrheiten des Herzens. Das sie also nicht in die Raster der Vernunft zu pressen sind, spricht in erster Linie gegen die Vernunft – oder zeigt halt ihre Grenzen auf, die schon erreicht sind, wenn wir über die Grundlagen der menschlichen Erkenntnis reden – aber nicht gegen das weite Feld von Religion.

Im Streit um Religion werden erwachsene Männer schnell wieder zu kleinen Kindern und jammern groß darüber, wie Gott nur den Untergang der Titanic oder der Estonia zulassen konnte. Mal unabhängig von der Tatsache, das Gott weder die Titanic gebaut noch sie vor den Eisberg gesteuert hat: wie groß wäre denn das Gejammer, wenn er dirigistisch in unser Leben eingreifen würde? Vielleicht tut er das sogar gelegentlich noch mal, eigentlich glaube ich aber nicht daran. Es würde nicht zum Geschäft gehören. Einerseits soll der Mensch frei sein, tun und lassen können was er will, andererseits ist im Verständnis der Religionen die Welt wie wir sie sehen nicht so wichtig – oder sogar teuflisch. Letzteres ist eine Erfahrung, die gerade Teldafaxkunden machen: der von der Regierung mit großer Lust deregulierte Strommarkt wird zu einer bösen Falle wie vorher schon der deregulierte Arbeitsmarkt oder der regulierte Finanzmarkt zu bösen Fallen für Menschen wurden.

Im Verständnis der Religionen ist der Mensch – huch – selbst verantwortlich für seine Kriege, seine Vernichtungslager, seine Atombomben, seine Arbeitsmarktreformen und seine Anlagestrategien. Was ist denn das für eine Einstellung, die völlige Freiheit für menschliches Handeln fordert, doch wenn es schief geht,  übernatürliche Zauberkräfte als rettende Kavallerie einfordert? So denken Babys, wenn sie die Windel vollmachen – oder aber Banken, wenn ihre eigenen Zauberkunststücke – wie zu erwarten – schief gehen.

Das ist mehr als albern – funktioniert aber, wenn man Bank oder Baby ist, nur sind es Menschen, die dort zu Hilfe kommen. Babys sind für die Hilfe dankbar, Banken erhöhen aus Dank erstmal die Zinsen und ruinieren dann fröhlich weiter die Volkswirtschaften zum Zwecke der eigenen Bereicherung.

Man fragt sich, warum es eigentlich diesen Streit gibt. Man hätte ihn ignorieren können wie den Prozess um diesen Kachelmann. Doch ebenso wie der Kachelmannprozess lässt diese Auseinandersetzung tiefer blicken als es einem lieb ist.

Es geht hier um nichts anders als das Versagen sämtlicher gesellschaftlicher Ordnungssysteme, die den ehemaligen Kulturchef des Spiegels in die Religion getrieben haben – und das „moderne“ Menschen wie er Zuflucht in der katholischen Kirche suchen zeigt sehr deutlich die Zerrüttung unserer gesellschaftlichen Grundüberzeugungen.

Es wird gerade in diesen Zeiten fast täglich ersichtlich, wie sehr wir den Karren vor die Wand gefahren haben. Kaum ein Tag vergeht, an dem die Presse nicht süffisant über das Erlahmen des bürgerlichen Widerstandes (und seine Sinnlosigkeit) schmunzelt oder sich über bürgerlichen Zorn echauffiert, der die Parlamente stürmt. Nach dem Ende des Kommunismus zerstört der Kapitalismus noch eben die bürgerliche Gesellschaft, bevor er zeigt, das er ebenfalls unfinanzierbar ist.

Es kommt zur Wunschträumen über neue kommunistische Umwälzungen und sozialfreundliche Umsturzversuche, die allesamt leugnen, das neben dem Kapitalismus auch der Kommunismus versagt hat und eine Neuauflage alter Ideologien nicht automatisch eine Antwort auf moderne Probleme gibt.

Übrig bleibt: die Religion.

So unangenehm diese Wahrheit auch ist: wenn wir so weiter marschieren, dann wird der Papst gewinnen. Nicht der Zen-Buddhist, der Schamane oder der protestantische Theologe, sondern der Papst, gewählt, um das zweitausend Jahre alte Schiff der katholischen Kirche in dunklen Zeiten durch die Unwetter zu steuern, die moderne Naturwissenschaften, die industrielle Kultur und der Konsumwahn entfacht haben.

Wer die Evangelien (die „frohen Botschaften“) mal selber liest, der wird sehen, das sie von der Weltsicht der von der Kirche massakrierten Katharer gar nicht mehr so weit entfernt sind: die Welt wird regiert vom Teufel, er steckt selbst im Detail. Und wer sich an das Schicksal der „reingläubigen“ Katharer erinnert, dem graut vor dem Sieg des Papstes: die friedliche christliche Botschaft ernst zu nehmen wird auch in kirchlichen Kreisen nicht gern gesehen.

Die Überzeugung, das die Religion als Solche Feind der Mächte dieser Welt geworden ist, scheinen viele Mächtige zu teilen – so wird der Krieg des Westens gegen den Islam auf einmal recht plausibel, umgekehrt versteht man, warum Moslems gerade die USA für den „großen Satan“ halten. Die US-Kultur prägt die Moderne wie keine andere Kultur, hat im Siegeszug nationale Kulturen jeder Art völlig verdrängt und wird – wie es momentan aussieht – die Weltwirtschaft in den größten Knall der Menschheitsgeschichte hineinführen, einen Knall, auf den sie sich seit Jahrzehnten gezielt militärisch vorbereitet.

Und was hat uns als Menschheit zerrüttet?

Unsere Verführbarkeit – wie schon in der Paradiesgeschichte. Dort waren es verbotene Äpfel, hier sind es Glitzerperlen der Konsumkultur. Wir sind da nicht besser dran als die „Indianer“ Nordamerikas, die ihr Land, ihr Glück und ihre Gesellschaftsordnung für ein paar Glasperlen und ein Metallmesser verkauft haben. Wenigstens erinnern wir uns noch daran, das es ihre freiheitliche Verfassung war, die unsere Aufklärung überrascht … und geprägt hat.

So ist es schon eine gewisse Ironie des Schicksals, das die westliche Kultur der Aufklärung nun ebenfalls das Schicksal der Irokesen teilt. Der politisch freie Mensch des Westens streitet sich über die Fahrtrichtung eines Autos, dessen Tankinhalt von jenen Konzernen bestimmt wird, die auch für Reparaturen und Straßenbau sorgen. Die Freiheit, die wir nach dreihundert Jahren Aufklärung erleben dürfen, ist die Freiheit eines Lastesels. Dem Versuch, dem Fluch der Arbeit zu entkommen, haben NSDAP und SPD die Verherrlichung des Fluches entgegengesetzt – was bleibt da noch anderes übrig, als sein Heil in der Kirche zu suchen, die als letzte menschliche Organisation noch zugibt, das Arbeit mühsam und eigentlich eine Strafe ist, was arbeitende Menschen jeden Tag erleben dürfen – falls wir überhaupt noch Arbeit haben.

Die katholische Kirche – als Unternehmen – fasziniert Menschen quer durch alle Bildungs- und Glaubensschichten. Während durchschnittliche Firmen nach 40 Jahren vom Markt verschwinden, hält sich diese Firma seit Jahrtausenden über Wasser, präsentiert sich als älteste Organisationsform der Menschheit und als eine Ideologie, die recht behalten hat mit ihren Warnungen den Kräften, die sich letztlich wirklich hinter der wohlgemeinten Aufklärung austobten.

Und so steht am Ende der Weltgeschichte der Triumph des Papstes über die Naturwissenschaften, die nur Kräfte entfesselt haben, die sie nicht beherrschen konnten, über die Politik, die selbst nur noch wortreich und kunstvoll ihre alternativlose Ohnmacht formuliert und über die menschliche Gesellschaft, die nach allen Versuchen, ohne Gott und Kirche auf eigenen Beinen zu stehen, kläglich gescheitert ist und  nur deshalb Gott verflucht, weil er nicht als Kindermädchen auftritt und alles wieder heil macht, was der Mensch zerstörte.

Wir sehen also: der Streit ist an sich gar nicht so uninteressant.

Nur sind die Wahrheiten, die ihn tragen, ziemlich hässlich.

 

 

 

 

 

 

Das Gewissen und die Kultur des Todes

Ostermontag 2011. Zeit, einige Reflexionen abzuschließen. Im Managementtraining nennt man das "Refraiming" - den Dingen einfach mal einen neuen Rahmen geben - für eine gewisse Zeit. Um neue Perspektiven zu entdecken, alte Denkgewohnheiten in Frage zu stellen, die eigene Position kritisch zu überprüfen. Ostern, das zentrale Fest der "Christenheit", ist ein guter Tag, denke ich, um mal alles aus der Perspektive von Christen zu betrachten, die ja politisch und kulturell unsere Staatsgemeinschaft prägen sollen. Ich gestehe - ich habe zu diesem Zweck das erste Mal im Leben das Evangelium des Matthäus gelesen. Sehr fremd ... aber gerade das ist ein guter Ausgangspunkt für Refraiming. Je fremder der Rahmen ist, den man der eigenen Wirklichkeit zum Abgleich überstülpt, umso deutlicher fallen die Ecken und Kanten der eigenen Weltsicht auf. Refraiming hat Nebenwirkungen. Eine wichtige Nebenwirkung ist, das "Alternativlosigkeit" aus der eigenen Weltsicht verschwindet, Dogmatismus sich in Luft auflöst und moralische Engstirnigkeit kaum noch Platz zum Überleben hat - vielleicht ein Grund, weshalb diese Kunst kaum noch angewendet wird. Es wäre schwer zu erklären, warum wir den fortschrittlichsten Sozialstaat in Afrika angreifen

Ostermontag 2011. Zeit, einige Reflexionen abzuschließen. Im Managementtraining nennt man das „Refraiming“ – den Dingen einfach mal einen neuen Rahmen geben – für eine gewisse Zeit. Um neue Perspektiven zu entdecken, alte Denkgewohnheiten in Frage zu stellen, die eigene Position kritisch zu überprüfen. Ostern, das zentrale Fest der „Christenheit“, ist ein guter Tag, denke ich, um mal alles aus der Perspektive von Christen zu betrachten, die ja politisch und kulturell unsere Staatsgemeinschaft prägen sollen. Ich gestehe – ich habe zu diesem Zweck das erste Mal im Leben das Evangelium des Matthäus gelesen. Sehr fremd … aber gerade das ist ein guter Ausgangspunkt für Refraiming. Je fremder der Rahmen ist, den man der eigenen Wirklichkeit zum Abgleich überstülpt, umso deutlicher fallen die Ecken und Kanten der eigenen Weltsicht auf. Refraiming hat Nebenwirkungen. Eine wichtige Nebenwirkung ist, das „Alternativlosigkeit“ aus der eigenen Weltsicht verschwindet, Dogmatismus sich in Luft auflöst und moralische Engstirnigkeit kaum noch Platz zum Überleben hat – vielleicht ein Grund, weshalb diese Kunst kaum noch angewendet wird. Es wäre schwer zu erklären, warum wir den fortschrittlichsten Sozialstaat in Afrika angreifen, siehe Welt:

Auch die Familienförderung ist in Libyen vorbildlich. Brautpaare erhalten 64.000 Dollar, um eine Wohnung erwerben zu können, und für ein Neugeborenes bezahlt der Staat 7000 Dollar. Wer ein Unternehmen gründet oder ein Geschäft eröffnet, erhält ein einmaliges Startkapital von 20.000 Dollar. Die Ausbildung und die medizinische Versorgung sind im libyschen Staatssozialismus kostenlos, Frauen werden wie nirgendwo in der arabischen Welt gefördert.

Schon deshalb würden die Rebellen scheitern, die nur ein Viertel der libyschen Bevölkerung repräsentierten. Gaddafi habe sein Volk seit den Nato-Angriffen bewaffnet, achtzig Prozent der Bevölkerung im Westen Libyens stehen hinter dem Regime.

Die Versicherung, das man Gaddafi nicht töten wolle, ist auch nicht mehr das Papier wert, auf dem sie geschrieben wurde, siehe Spiegel:

Sollte diese Attacke den Diktator töten? Die Nato hat in der Nacht schwere Luftangriffe auf Tripolis geflogen und dabei auch Anlagen des Machthabers Gaddafi unter Feuer genommen. Ob er sich in dem Komplex befand, ist aber unklar.

Ich frage mich: was erwartet die Bevölkerung eigentlich unter neuem Management? Welche Pläne hat die Nato, die Stellung der lybischen Frau zu sichern? Von tunesischen Frauen hörte ich schon, sie würden nicht vor der Armut sondern vor den tunesischen Männern fliehen. Wieviel werden wir den jungen Brautpaaren, den Arbeitslosen und den Unternehmensgründern bezahlen? Ersetzen wir die zerbombten Zivilgebäude … oder demonstrieren wir, das wir einer anderen Ethik folgen, einer Ethik, die aus Werbegründen noch einen christlichen Aufkleber auf dem Jagdbomber plaziert hat? Die Frage, ob unsere Waffen auch wieder mal vom Militärbischof gesegnet worden sind, will ich gar nicht mehr stellen – ich fürchte die Antwort.

Arthur Schopenhauer war in der Beantwortung der Ethik seiner Mitmenschen ähnlich gnadenlos wie er urchristliche Wanderprediger: an ihren Taten sollt ihr sie erkennen, meinte der, was ein Mensch will, ist das, was er tut, nicht das was er wünscht, meinte Schopenhauer.

Wir wünschen, ein christlicher, demokratischer, dem Frieden verpflichteter Rechtsstaat zu sein. Als solcher sehen wir uns gerne – und wenn der Islam an unsere Tür klopft, hängen wir auch gerne das christliche Schild vor die Tür: „geschlossene Gesellschaft“. Wenn man aber sieht, was wir tun – auch wir Deutsche – so würde das ethische Urteil der zuvor genannten Herren wohl anders ausfallen, siehe Spiegel:

Rund 1,5 Billionen Dollar haben die Staaten der Welt im Jahr 2009 zusammen für ihr Militär ausgegeben, hat das anerkannte Stockholmer Institut für Friedensforschung (SIPRI) berechnet. Im Vergleich zu vor zehn Jahren sind die Militärsausgaben damit um fast 50 Prozent gestiegen. Nahezu drei Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung sind direkt auf Investitionen ins Militär zurückzuführen.

Am meisten Geld investieren nach wie vor die USA in ihre Armee. Mit einem Militäretat in Höhe von 661 Milliarden Dollar waren sie 2009 für 43 Prozent der weltweiten Rüstungsausgaben verantwortlich. Doch die Schwellenländer holen auf. Bereits auf Platz zwei der Liste der größten Militäretats der Welt folgt China, das laut Sipri geschätzte 100 Milliarden Dollar für seine Verteidigung ausgibt. Auch Russland (53 Milliarden Dollar, Platz fünf), Saudi-Arabien (41,3 Milliarden, Platz acht) und Indien (36,3 Milliarden, Platz neun) schaffen den Einzug in die Top Ten.

Wir Deutschen verdienen ganz gut an diesem Geschäft -und damit es weiter läuft, wird es wohl den einen oder anderen Krieg geben müssen. Wir pflegen eine Kultur des Todes, die eben ab und zu auch von uns verlangt, das Bomben geworfen werden. Ohne Einsatz kein Umsatz. Wir haben damit kein Problem mehr, weil wir ein „Gewissen“ abgeschafft haben. Sich mit „Gewissen“ auseinanderzusetzen, ist in der Kultur des Todes nicht mehr leicht: es gibt eine Herrschar von Psychologen, Soziologen und Philosophen, die es im Dienste der Rendite fortgeredet haben: Moral schadet der Rendite – überall. Würden wir überall gerechte Löhne zahlen, faire Preise bieten, Menschenrechte über Renditeansprüche stellen, wäre die Welt ein wunderbare Ort, aber es gäbe kaum noch Superreiche.

Eine Schwelle, die bei der Abschaltung des Gewissens zu überwinden ist, ist die Religion – weltweit. Nicht, das sich Religion nicht missbrauchen ließe, das steht wohl völlig außer Frage. Religionen werden nun mal von Menschen gemacht … und deren Mangelhaftigkeit steht nicht nur im Fokus christlicher, jüdischer oder muslimischer Religionen, sondern auch im Fokus der anderen Weltreligionen. Das der Mensch heilig wird, in dem er sich ein Symbol auf die Jacke näht, ist ein Gerücht. Aber hinter „Religion“ steht möglicherweise noch etwas anderes. Möglicherweise gibt es ein Feuer der Realität, das zum Rauch der Legenden paßt. Das wäre schlimm fürs Geschäft, denn dann hätten wir: die Stimme Gottes im Menschen. Die muß unbedingt ausgeschaltet werden, weshalb wir ja auch mehr und mehr eine Werterelativität predigen.

Diese – materialistische – Werterelativität endet natürlich an gewissen Grenzen. So ist es in Ordnung, wenn man Bomben auf einen bösen Diktator wirft, es ist aber böse, wenn man Manager kritisiert, wie unser Bundespräsident, Rotarier und „Pro Christ“ Christian Wulff ausführt, siehe Spiegel:

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff hat in der Talkshow „Studio Friedman“ einen gefährlichen Vergleich gewagt: Der CDU-Politiker verglich die Debatte über Managergehälter in Deutschland mit einer „Pogromstimmung“.

Manager … sind die Priester jener neuen Religion, deren Götter die Konzerne darstellen, deren Tempel in den heiligen Räumen der Banken zu finden sind, und deren Religion … eine Religion des Todes ist, der die Kultur des Todes auf dem Fuß folgt. Legt man diesen Glaubenssatz zugrunde, lösen sich die vielen Fragezeichen angesichts der moralischen Piroutten unserer Kultur auf. Es ist – wie Religion an sich – eine Frage des „Glaubens“, was in religiösem Sinne bedeutet, das man einer Weltanschauung kritiklos vertraut … und wer würde hierzulande „Wachstum“, „Aufschwung“ oder „Rendite“ ernsthaft in Zweifel ziehen?

Zweifelt man aber nicht, ist man schnell in der beliebten weil verantwortungsfreien Welt der „Alternativlosigkeit“.  Gerade moderne Politiker fühlen sich dort sehr wohl. So ist der moderne Politiker eher ausführendes Organ einer alternativlosen Wirklichkeit. Wer die letztlich denn dann gestaltet, wird nicht mehr hinterfragt.

Hierzu ist es hilfreich, wenn man die unangenehmen Gefühle, die durch Bomben zerfetzte Kinderleiber in einem erzeugen, unterdrücken kann. Weltweit in allen Kulturen sieht man das nicht so gerne. Hier wird gerne nach Vernunft gerufen – und nach „Desensibilisierung“.  Die US-Armee hat hier ihre Erfahrungen gesammelt, siehe Süddeutsche Zeitung:

Es ist gar nicht so einfach, jemanden dazu zu bringen, Menschen zu töten. Das zeigen beispielsweise Erfahrungen aus dem zweiten Weltkrieg, als Brigadegeneral S.L.A. Marshall das Verhalten der Soldaten in der Schlacht untersuchen ließ.

Lediglich 15 bis 20 Prozent der Soldaten brachten es über sich, auf einen sichtbaren Gegner zu schießen. Als das Militär sich dieses „Problems“ bewusst wurde, haben sie es beseitigt. Im Korea Krieg waren schon 55 Prozent der Soldaten bereit, zu schießen, in Vietnam waren es dann neun von zehn. Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Militär effektive Methoden eingeführt. Unter anderem Desensibilisierung, Operante Konditionierung und Rollenmodelle.

Die Kultur des Todes muß gezüchtet werden – weil sie nicht der Natur des Menschen entspricht. Es gibt ein Problem mit … dem „Gewissen“. Sogar bei professionellen Killern, siehe Welt:

Es gibt Mafiosi in mystischen Krisen. Zum Beispiel Leonardo Vitale. Das war ein Mafioso, der noch vor der Zeit der Abtrünnigen zur Polizei ging und sagte, er könne das nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren. Dem hat keiner geglaubt. Der wurde in die Psychiatrie eingeliefert. Da war er über 10 Jahre. Die einzigen, die ihm glaubten, waren Mafiosi. Die haben ihn sofort umgebracht, als er aus dem Hospital raus kam.

In der Kultur des Todes gibt es für Menschen die aus Gewissensgründen keine Morde begehen können nur einen Platz: die Psychiatrie. Das Massenmord keine normale menschliche Freizeitgestaltung ist, ist uns fremd geworden. Das es ein Gewissen gibt, auch. Dabei stellt sich auch für die biologische Anthropologie die Frage: was bringt eigentlich einen Menschen dazu, zu seinem eigenen Nachteil sein Leben für andere einzusetzen, siehe Hassenstein bei Wikipedia:

Es stellt sich die Frage, was aus verhaltensbiologischer Sicht Menschen die Kraft gibt,[22] ihre „Gewissensentscheidung“ auch gegen massive Nachteile oder Gefährdungen zu vertreten. Nach Hassenstein brauchenWahrnehmungen und gedankliche Einstellungen einen gefühlsmäßigen Faktor (dieser gehört zu einer ursprünglicheren Ebene der Verhaltenssteuerung), um zum Imperativ zu werden. Erst dann setzen sie sich im Höchstwertdurchlass gegen andere Verhaltenstendenzen durch.

Fragt man Kant, so ist klar, was Moral vernünftigerweise lebenswert macht: die Aussicht auf Belohnung. Vernunft an sich – ist nicht moralisch. Sie kann ein Waisenhaus leiten oder ein Konzentrationslager, sie kann eine Moralphilosophie entwerfen oder Lampenschirme aus Menschenhaut fabrizieren – ihr ist es egal. Vernunft ist nur ein Werkzeug. Der gefühlsmäßige Faktor ist es erst, der ein belastbares Gewissen schafft – jenes Gewissen, dessen Heldentaten wir gerne in unseren Legenden feiern, wenn wieder mal jemand gegen den allgemeinen Wahnsinn Menschenleben gerettet hat, ohne auf seinen eigenen Vorteil zu schauen.

Noch Fragen, warum eine Kultur des Todes keine lebendige, ernst gemeinte Religon in ihren Kreisen dulden darf? Es wäre eine mächtige Kraftquelle für Gewissensentscheidungen, die beim Töten stört – beim direkten Töten durch Waffen oder beim indirekten Töten durch Wirtschaften. Das ist zwar nicht das, was wir wünschen würden, aber das was wir tun … und deshalb auch das, was wir wollen.

Das ist es, was man merken kann, wenn man für einen Moment einen urchristlichen Rahmen über die Welt hängt – jenseits der Anpassungsprozesse der Kirchen, Theologen und Philosophen, die das Christentum beständig umbauen, damit es in die Kultur des Todes passt. Und in dem Moment – bevor Ostern vorbei ist und der Alltagsterror der Todeskultur das Denken wieder umgestaltet – kann man sich mal fragen, was denn eigentlich so schlecht daran wäre, eine christliche Ethik zu leben – erst recht, wenn sie durch den „allmächtigen Schöpfer des Universums“ abgesegnet wird? Eine höhere Legitimation ist gedanklich nicht mehr möglich – auch wenn es wunderlich ist, das selbst die meisten Tiere so etwas nicht brauchen, um ihre eigenen Artgenossen am Leben zu lassen.

Was wäre denn wirklich, wenn morgen früh alle anfangen, die beiden höchsten Gebote zu leben: ihren Nächsten zu lieben und den Schöpfer der Welt, der – nach alttestamentarischer Sicht – das Leben selbst ist?

Schon morgen früh steht die erste Gewissensentscheidung an: Autofahren gefährdet Menschenleben. Es sterben tausende Menschen jedes Jahr durch diese Beförderungsmethode. Die Kultur des Todes nimmt das billigend in Kauf.

Das wäre eine sehr unheimliche Welt, diese christliche, oder? Gut, das Ostern heute vorbei ist. Aber für einen Moment … durften wir die Hoffnung haben, das es zur Kultur des Todes vielleicht Alternativen geben könnte.

Morgen leben wir sie wieder.



 

 

 


 

 


Jesus

Heute ist wieder einmal ein besonderer Tag. Es jährt sich jener Tag, an dem das römische Imperium in Zusammenarbeit mit dem jüdischen Volk den Sohn Gottes getötet hat. So könnte man es formulieren, wenn man wollte. Manche formulieren es so - mit besonderer Betonung auf die Blutschuld der Juden, eine Geschichte, die unglaublich viel Unheil unter die Menschen gebracht hat. Es jährt sich andererseits auf der Tag, an dem der Sohn Gottes der Menschheit demonstriert hat, wie einfach es ist, den Tod zu besiegen. Diese Geschichte wird seltener erzählt. Überhaupt findet man in der weiten Welt der Medien kaum eine Geschichte, die die wahre Bedeutung der Gestalt von Jesus Christus berücksichtigen - und ich sage nur "kaum", weil ich nicht das ganze Netz überblicken kann.

Heute ist wieder einmal ein besonderer Tag. Es jährt sich jener Tag, an dem das römische Imperium in Zusammenarbeit mit dem jüdischen Volk den Sohn Gottes getötet hat. So könnte man es formulieren, wenn man wollte. Manche formulieren es so – mit besonderer Betonung auf die Blutschuld der Juden, eine Geschichte, die unglaublich viel Unheil unter die Menschen gebracht hat. Es jährt sich andererseits auf der Tag, an dem der Sohn Gottes der Menschheit demonstriert hat, wie einfach es ist, den Tod zu besiegen. Diese Geschichte wird seltener erzählt. Überhaupt findet man in der weiten Welt der Medien kaum eine Geschichte, die die wahre Bedeutung der Gestalt von Jesus Christus berücksichtigen – und ich sage nur „kaum“, weil ich nicht das ganze Netz überblicken kann.

Über Christus und das Christentum findet man nur ganz wenig im Netz.

Nicht, das es nicht viele Menschen gibt, die ihn für sich in Anspruch nehmen wollten. Davon gibt es genug. „Mein Christus ist besser als Deiner“- Bewegungen finden auch ihren Weg ins Internet. Viele politische Bewegungen heften ihn sich ebenfalls gerne an die Fahne: Christus ist ein erfolgversprechender Werbeträger – doch eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema findet nicht statt – übrigens auch nicht in den Kirchen. Dort haben wir einen Zustand, der dem zu Lebzeiten Christi ähnelt: eine satte, fette Priesterkaste verwaltet das Erbe der Tradition und freut sich über den persönlichen Machtzuwachs, den sie dadurch erhalten. Zu Recht greift die Presse diesen Aspekt der christlichen Religion immer gerne an.

Ich gestehe, das ich persönlich mit dieser Figur der Weltgeschichte lange Zeit nichts anfangen konnte und ihn lange Zeit unter den üblichen Rubriken „rebellischer Wanderprediger“, „moralischer Lehrer“ oder „früher Guru“ abgelegt hatte. Ich war halt ein Kind meiner Zeit, was heißt: ich war Materialist. Ein sehr engagierter … bis zu dem Tag, an dem ich die Physik entdeckte.  Da erging es mir wie einem Christen, der für sich entdeckt: es gibt keinen Gott – also wozu Religion? Wenn´s hochkommt, hat das ganze Universum so viel Materie wie in einen Fußball passt … das ist etwas wenig für eine Weltanschauung. Ich merkte: Materialismus war eine Religion. Eine Religion, an die man – mangels Materie – „glauben“ musste. Das fällt uns einfältigen Menschen immer leicht: so wurde aus der Erde eine Scheibe, um die sich die Sonne dreht. Einfach mal einen Tag auf dem Feld verbringen, und man wusste, das die Scheibenweltler recht hatten. Funktioniert heute auch noch … aber wir deuten inzwischen mehrheitlich die sinnliche Erscheinung anders.

Materialismus war zudem eine Religion, die – konsequent durchdacht – erschreckende Werte beförderte. Ihr Gott war gnadenlos, blind, ungerecht, willkürlich und chaotisch. So jedenfalls beschreiben sie den geistlosen Urgrund der Welt.

Das Verhältnis der Lebewesen unter sich bestimmten sie als „Kampf aller gegen alle“, in dem nur die Besten nach zäher, brutaler Auslese überlebten. Alles was schwach war, krank, alt, behindert konnte so gnadenlos aussortiert werden … warum auch nicht?

Es gab ob der Entdeckung der nicht vorhandenen Materie kein philosophisches Innehalten des Glaubens, kein Zweifel wurde zugelassen, aber Propaganda auf weiter Front betrieben, selbst wenn es hieß, die Prinzipien der Wissenschaft mit Füssen zu treten.  Man kann auch heute noch auf Seiten der Materialisten einen Eifer bei der Verfolgung Andersdenkender entdecken, der an die schlimmsten Auswüchse der Hexenverfolgung erinnert.

Erkennt man den Materialismus als Religion (und den Faschismus bzw. Kommunismus oder Neoliberalismus als völkische oder soziale Ausprägungen dieser Religion),  dann kann es sein, das einem unterwegs das Gegenteil davon begegnet, ein Wesen, dem man die Herrschaft über die ganze Welt angeboten hatte, was dieser aber dankend ablehnte – Jesus.

Man kann – wenn man will – erkennen, das schon vor 2000 Jahren ein Kampf auf Erden tobte: Materialismus gegen … Wirklichkeit. Ein Kampf, der den Mächten hinter der Illusion der Materie so wichtig war, das sie sich persönlich einmischen wollten. In der Tat nimmt das römische Imperium in seinem Denken und seinen städtischen Strukturen viele Prinzipien vorweg, die wir momentan wieder durchleben, einschließlich den Vorstufen des Untergangs, die wir momentan noch „parlamentarische Demokratie“ nennen, siehe hier:

In den unterworfenen Gebieten wurden Steuern eingezogen. Vom neuen Reichtum profitierten vor allem die reichen Schichten, während kleine Bauern und Handwerker wegen der häufigen Kriegsdienste verarmten. Diesemittellosen Proletarier lebten auf engstem Raum in Wohnblöcken und lebten davon, ihre Stimme an der Volksversammlung an diejenigen Adligen zu geben, die ihnen panem et circenses[Brot (und Kleidung) sowie Zirkusspiele] versprachen. Rund je ein Drittel der Bevölkerung waren Proletarier und Sklaven, ein Viertel gehörte zum Mittelstand und weniger als 10% bestimmten die Geschicke des Volkes.

Kommt einem sehr aktuell vor, oder? Wir sind in der Tat nicht mehr weit entfernt von den barbarischen Zuständen des alten Roms – und das allein würde schon hinreichend erklären, warum wir über den Kern der christlichen Botschaft als Normalbürger so gut wie gar nichts mehr erfahren. Man unterhält uns medial mit verschiedenen teils rührenden Schaustücken über den schwulen, verheirateten, verrückten oder asozialen Jesus oder predigt im unverständlichen Code der römisch-katholischen Kirche, der auch nicht besser wird, wenn er mal nicht lateinisch ist.

Was man nicht erfährt ist, das Jesus den Menschen als bedrohtes Wesen im Feindesland versteht. Er tritt auf wie ein mächtiger Zauberer (weshalb ihn manche auch als „Huna-Schamanen“ vereinnahmen wollen), der Menschen mit der Macht des Wortes (und natürlich mit der Macht seiner Göttlichkeit) von der Tyrannei der krank machenden Dämonen befreit. Für uns aufgeklärte „Materialisten ohne Materie“ ein blasphemischer Gedanke. Dämonen gibt es nicht – und einen obersten Dämonen als „Herrn der Welt“ sowieso nicht.  Exorzismus ist ein zentraler Punkt christlichen Wirkens … aber wer würde es schon heutzutage wagen, das offen gegen das ausgesprochene Tabu der Religion des Materialismus zu verkündigen?

Noch schlimmer wird es mit seinem Tod. Da stirbt Jesus am Kreuz als Opfer des ersten materialistischen Imperiums der Neuzeit – und das soll ein Grund zum Jubeln sein?

Der Materialist versteht das überhaupt nicht. Wie kann es denn sein, das jemand nicht das große Ziel des menschlichen Lebens teilt, ein Eigenheim im Grünen auf zweitausend Quadratmetern mit Sonnenkollektoren, Megatrampolin und Grillwagen so lange wie nur irgend möglich zu besitzen?

Dabei ist die Lösung des Rätsels einfach: sein Reich war nicht von dieser Welt – und er wollte nicht, das die Menschheit in diesem materialistischen Alptraum gefangen bleibt.  Deshalb mußte er vorgehen, um die Nichtigkeit dieser Welt zu beweisen. Diese Botschaft teilt er mit den Ägyptern, den Tibetern, den nordamerikanischen Indianern, den Mayas, den Hindus, den Buddhisten und vielen anderen Kulturen, die zum Teil nie von ihm gehört haben.

Natürlich hat diese Botschaft auch eine Schattenseite. Um das ewige Leben zu erhalten, das er versprach, musste man sich von vielen geliebten Dingen verabschieden – zum Beispiel von seiner heutzutage wieder viel gepriesenen „Individualität“. Das „Selbst“, das wir heutzutage so gerne „verwirklichen“, ist Teil einer sterbenden Welt. Es wird vergehen, ist von vornherein unrettbar verloren, womit jede „Investition“ in seine „Verwirklichung“ nur Zeitverschwendung ist.

Demgegenüber steht ein diesseitiger Gesellschaftsentwurf, in dem die Gemeinschaft der Menschheit sich gegenseitig gegen die rauhe, dämonische Umwelt beisteht und hilft, Armut, Unrecht und Leid so weit es geht zu minimieren, die bösen Dämonen austreiben, die dafür verantwortlich sind.

Man merkt so langsam, das Christen (wenn es überhaupt noch welche gibt) eine verschwindend kleine Minderheit in einer extrem feindlich gesinnten Umwelt sein müssen. Wahrscheinlich werden sie auch wieder verfolgt, wenn sie es zu ernst meinen mit ihrer Errichtung des Reiches Gottes auf Erden. Doch das – und damit schließt sich der Kreis – ist unvermeidbar, gehört mit Sicherheit dazu, auch wenn wir es nicht gerne hören wollen.

Jesu Geschichte endet nicht am Kreuz, noch endet sie mit seiner Auferstehung und dem Triumph über den Tod. Sie endet damit, das er als König der Welt wiederkommt und … eine Selektion vornimmt.

Die, die sich von Gott abgewendet haben und lieber dem DAX und anderen modernen Götzen den zentralen Platz in ihrem Leben reserviert hatten, werden … nicht weiter in der Personalliste geführt. Sie werden eine aussterbende Art sein. Diejenigen, die die Kraft hatten, den Werten der Menschlichkeit, der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe durch alle Höllen hindurch treu zu bleiben, werden … in aller Ewigkeit sehr sehr glücklich werden.

Soweit die Legende – in Bloggerkurzfassung fürs Internet. Karfreitag im Jahre 2011 ist ein Grund, sie mal zu erzählen. Nicht als Auseinandersetzung mit den Heerscharen etablierter Theologen (die, da bin ich sicher, viel an ihr zu kritisieren hätten), sondern als Denkanregung, den Tag und die Legende zu nutzen, einfach mal alles in Frage zu stellen, was einem so tagtäglich erzählt wird und vielleicht sogar – auch wenn ich weiß, das das jetzt zuviel verlangt ist – für einen kleinen Moment die Perspektive einzunehmen, das das alles … einen wahren Kern hat und das dieser wahre Kern der Grund ist, weshalb wir nach zweitausend Jahren immer noch diese Geschichte erzählen.

Ich weiß … das ist heutzutage wahre Blasphemie. Man kann für das konsequente Leben dieser Blasphemie mittlerweile seinen Arbeitsplatz verlieren, das Jobcenter kann einem den Regelsatz kürzen, wenn man als Arbeitsloser ohne amtliche Erlaubnis einen Kirchentag besuchen möchte oder man wird Opfer der aktuellen Christenverfolgung in Europa, siehe Zenit:

Die Direktorin des Dokumentationsarchivs (Observatory), Dr. Gudrun Kugler, meint: „Intoleranz und Diskriminierung gegen Christen bedeutet, dass man den Christen z.B. das Recht der freien Meinungsäußerung sowie der Gewissensfreiheit verwehrt. Religionsfreiheit ist ganz besonders in Gefahr, was seine öffentliche und institutionelle Dimension anbelangt. Wir bekommen auch viele Meldungen über die Entfernung von christlichen Symbolen, oder dass man Christen in den Medien verzerrt oder nach gängigen Vorurteilen darstellt; weiters über gesellschaftliche Benachteiligung von Christen, wie z.B. Mobbing oder Übergehen bei der Beförderung am Arbeitsplatz.“ „Wir arbeiten daran, dass man sich dieses zunehmenden Problems in Europa als ersten Schritt zur Verbesserung zumindest bewusster wird. Unser Ziel ist: gleiche Rechte für alle, einschließlich der Christen.“

Wer hätte schon geahnt, das es wieder soweit ist?

 

 

 

 

 

Der Zahn der Zeit…

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Der Zahn der Zeit...

© Jotha

Wo ist Gott!!!

Jedesmal wenn es irgendwo eine menschengemachte Katastrophe gibt, kommt unweigerlich die Frage auf: Wo ist Gott!!! Wie kann es eigentlich sein, das so ein liebes, gutes allmächtiges Dingen so etwas zuläßt – eine Frage, die in jedem Schützengraben hundertfach gestellt wird. Selbstverständlich führen wir auch in logischer Eindeutigkeit dann den Gegenbeweis, das es so etwas wie einen „Gott“ gar nicht geben kann, denn sonst hätte er ja den Supergau verhindert – oder das römische Imperium, die Horden von Hunnen und Mongolen, das dritte Reich oder die Atombombe.

Das ganz läuft schon ab wie ein Reflex … und erreicht in windeseile Gebiete jenseits jeglicher menschlicher Vernunft, was einen nicht verwundern sollte: immerhin haben wir die größten Katastrophen der letzten Jahrhunderte („Weltkriege“ genannt) gerade unter konzentriertem Einsatz von Vernunft erreicht und auf jegliche sentimentale Gefühlsduselei verzichtet.  Steht uns jemand im Weg, wird er vernünftigerweise ausgerottet: Indianer, Juden, Arbeitslose, Flora und Fauna – weg damit, im Namen der Vernunft.

Aber dann, wenn wir wieder einmal an den Gräbern der Resultate unserer Vernunftgebrauches stehen, taucht regelmäßig die jammernde Frage auf: „Gott, warum hast Du das zugelassen?“.

Antworten auf diese Frage wären einfach … doch die würden wir nicht hören wollen.

Würden wir Menschen miteinander arbeiten statt gegeneinander … wir hätten wesentlich weniger Katastrophen. Sogar die Pest hätte weniger schlimme Auswüchse gehabt. Wir bräuchten gar keine Götter … und erst recht bräuchten wir uns nicht darüber aufzuregen, das „Gott“ nicht den Bildern entspricht, die wir tagtäglich von ihm malen – obwohl er uns deutlich gesagt hat, das wir genau das sein lassen sollen.

Würde Gott wollen, das wir uns tagtäglich mit ihm beschäftigen, würde er jeden Morgen mit glühendem Finger Botschaften an die Wände eines jeden Single-Appartments schreiben und seinen Willen mit Mordsgetöse durch die Himmel verkünden. Offensichtlich … gefällt ihm aber eher die leise Art – oder er möchte, das man sich während der Aufführung überhaupt nicht mit Regisseur, Kameramann und Drehbuchautor beschäftigt.

Lassen wir uns doch einfach mal auf das Gedankenexperiment GOTT ein … diesmal aber nicht als Politiker, Wirtschaftsboss oder Naturwissenschaftler, einfach mal jenseits aller Rollen der Funktionseliten der Superreichen einfach nur als Mensch.

Wir machen uns auch keine Bilder von ihm … aber wir zeichnen einen gedanklichen Rahmen, eine (von vielen) denkbaren Perspektiven.

Wir reden hier von einem … Wesen (schon das Wort ist eine Anmassung, eine von vornherein falsche Hypothese – aber die menschliche Sprache versagt in diesen Bereichen sehr schnell, weshalb wir mit einfachen Bildern arbeiten müssen) … das Universen erdacht hat, einem Dingen, nach dessen Harmonien Galaxien kreisen.

In einem dieser Universen, in einer dieser Galaxien gibt es am äußersten Rand eine kleine blaue Kugel, auf der seit 150 Jahren „Naturwissenschaftler“ die Macht an sich gerissen haben und – wie dreijährige  Kinder mit Papas Pistole – immer wieder wunderbare Erfahrungen der Überforderung machen.

Doch das ist noch nicht alles. Das Wesen hat die Macht, all das, was „ist“ jederzeit immer wieder neu zu erschaffen. Für „ihn“ ist nichts unvergänglich, für ihn gibt es auch keinen Tod. Er ist bedeutungslos für ihn.

Klar sterben Menschen (und wir richten jetzt ausnahmsweise mal den intergalaktischen Fokus auf jene kleine blaue Kugel) … aber das das für GOTT irgendeine Bedeutung hat, ist eine blosse Unterstellung. Warum sollte das für ihn Bedeutung haben? STERBEN ist der PREIS, den man für LEBEN zahlen muss. Eine marktwirtschaftliche Gesetzmäßigkeit. Ist aber nicht so schlimm, weil GOTT den FILM jederzeit wieder starten kann und ihn sicher archiviert hat. Alle Seelen finden ihr Zuhaus in IHM (wobei manche fieserweise behaupten, man müsse allerdings auch hierfür einen Preis bezahlen: GLAUBEN. Wer nicht GLAUBT, vergeht, verliert den Kontakt zur Quelle allen  LEBENS, seine Seele verdunstet in der Leere).

Jede Form von LEID ist der PREIS, den man für LEBEN zahlen muss.

Das Menschen AKTIV LEID SUCHEN, ist uns nicht fremd: jeder Krimi, jeder Kriegs- und Horrorfilm, jedes Familiendrama im TV erfüllt dieses Kriterium. Wir wissen, das es Perspektiven gibt, in der Leiderfahrung (auch jenseits von Sado-Maso-Spielchen) für uns interessant wird und wir sind bereit, viel Geld in Form einer Eintrittskarte für dieses Leid zu bezahlen. Aus dieser Perpektive (aus der göttlichen Perspektive) wird menschliches Leid somit … ganz schnell klein und unbedeutend und wir finden uns in den Überzeugungen platonischer Philosophie wieder, nachdem wir uns dieses Leid auch ausgesucht haben – sollten uns aber hüten, hier in die Pervertierung US-amerikanischen „positiven Denkens“ abzugleiten, das letztlich Ausschwitz legitimiert.

Menschengemachtes Leid ist NIEMALS gottgewollt, darum gilt der Satz „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst„. Ausschwitz ist wie Hiroshima, Ruanda oder Fukushima im Plan der Schöpfung nicht vorgesehen – was möglicherweise für die Verantwortlichen hinsichtlich ihrer persönlichen Speicherung und Archivierung auf Gottes Festplatte unangenehme Folgen haben kann, hier greift „natürliche Selektion“ möglicherweise mit ganz anderen Ergebnissen, sozial untaugliche Konstrukte landen im Papierkorb.

Natürlich fragen wir uns: Wie kann Gott das Leid der Naturkatastrophen zulassen. Hätte er die Erde nicht sicherer machen können?

Wahrscheinlich.

Auch wir könnten unsere Kinder vor jedem Leid schützen, wenn wir sie in Gummizellen halten würden. Aber … was wären das dann für Kinder?

Offenbar tut es der Seele gut, wenn sie gelegentlich mal mit Frost, Hunger und Tod konfrontiert wird. Wir brauchen aber solche Fragen auch gar nicht beantworten … auch die Fragen: „Wie süss ist rot?“, „Wie grün ist warm?“, „Wie schwer ist  bitter?“ können wir zwar stellen aber nie beantworten.  Leid und Tod sind Konstanten des Lebens, sie bilden den Rahmen, in dem wir existieren.

Wie schwer wiegt eigentlich „Leid“ … und was wiegt eine menschliche Lebensspanne von 120 Jahren (wenn es hochkommt) für eine unsterbliche Seele, die Äonen überdauert?

Ganz schnell … wird alles ganz klein, unwichtig, unbedeutend – und nur dann erträglich, wenn man GLAUBT. Glaubt (nicht im Sinne von „vermuten“, sondern im Sinne von „überzeugt sein ohne es prüfen zu können“), das wenn es denn einen GOTT gäbe er schon wissen wird was er tut, auch wenn man es als Mensch nicht versteht.

Für Menschen, die so leben können, ist „das Himmelreich nah“. Menschen die nicht so leben können, geraten schnell – psychisch – in jede Form von Hölle … selbst wenn es sich nur um Zahnschmerzen handelt.

Es ist halt oft eine Frage der Perspektive.

Wenn ich mir einen gütigen, liebevollen, allmächtigen Vater denke,  der nur dafür da ist, mir jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, dann …. bekomme ich in der Tag mit gewissen Erscheinungen des Lebens Probleme. Aber wer hat eigentlich gesagt, das die Welt so sein muss, wie Kinder sie sich idealerweise vorstellen?

Und wer würde seinen Kindern alles geben, was sie sich nur wünschen?

Die Ergebnisse solchen Verhaltens – die „Wohlstandsverwahrlosten“ – kennen wir zur Genüge.

Und wenn wir Gott suchen sollten … dann werden wir ihn nicht im Kreise der „NATUR“ finden. Vielleicht meinen wir, seine gestaltende Hand in Bäumen, Landschaften und Wolkengebilden zu erkennen, doch viel eher erkennen wir dort im Aussen etwas, was im Inneren vorhanden ist.

„GOTT“ ist nach den Vorstellungen des ALTEN TESTAMENT mit LEBEN gleichzusetzen – und die Urkraft des „LEBENS“ können wir als Menschen viel besser in uns selbst suchen als in irgendeiner Erscheinungsform der sinnlichen Welt. Die Vorstellung, das man in Menschen Leben finden kann, hat uns die Naturwissenschaft zum Wohle der Rendite aber schon ziemlich ausgetrieben. Trotzdem wäre das eine mögliche und sinnvolle Antwort auf die Frage „Wo ist Gott!!!“:

In Euch.

Von erfolgreichen Suchen in diesen Gebieten berichten alle Weltreligionen, alle Heidenreligionen und alle unreligiösen schamanischen Traditionen – auch wenn sie jeder für sich mit anderen Bilderwelten arbeiten.

Man darf ihn aber auch gerne mit Mikroskopen und Ferngläsern suchen … sollte aber nicht den Schluß ziehen, das es ihn nicht gibt, wenn man ihn mit diesen Werkzeugen nicht findet.  Wenn ich mit einem Hammer keine Tastatur bedienen kann, heißt das auch nicht, das es keine Computerprogramme gibt.

 

 

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