Reichtum

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Die Gier der Reichen

[Video, bitte Beitrag anklicken]

Wenn es nach der UBS & Co, ginge, würde niemand diesen Film zu sehen bekommen.

Tax the Rich

Tax the rich:
An animated fairy tale, is narrated by Ed Asner, with animation by Mike Konopacki. Written and directed by Fred Glass for the California Federation of Teachers. An 8 minute video about how we arrived at this moment of poorly funded public services and widening economic inequality. Things go downhill in a happy and prosperous land after the rich decide they don’t want to pay taxes anymore. They tell the people that there is no alternative, but the people aren’t so sure. This land bears a startling resemblance to our land.

Traurigerweise gilt das nicht nur für Amerikanien. Schade daß man sowas nicht von deutschen Lehrern hört.

 

Und hier die Meinung einiger Experten für dezente Meinungsbildung:

 

Nationaler Kaufnix-Tag – nur noch vier Wochen! Ein kleines Signal … in einem sterbenden Land.

4.6.2012. Eifel. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Nur noch vier Wochen bis zum ersten nationalen Kaufnixtag, dem 4.Juli 2012. War mal so eine Idee von mir. Eine andere war ... der Menschenschutzbund. Nicht, das ich selbst einen gründen wollte (zum Henker: wann denn noch?) - aber mir kam die Idee aufgrund eines Artikels über die Behandlung von Schauspielern bei der Fortsetzung des Filmes "V"... ja, das ist der Film mit der Occupy-Maske. So wie die behandelt wurden, wäre kein Tier behandelt worden. Bei Menschen macht man das - die können sich "freiwillig" selbst Gewalt antun. Leider hat der Mensch an sich zu wenig Freunde - und als es dann Partei werden sollte, war alles endgültig vorbei. OP 100 war auch so eine Idee - animiert durch das beständige Geklage "wir können ja sowieso nichts tun". Klar kann man was tun - dort, wo Politik käuflich wird, kann man zusammenlegen und gute Lobbyisten mit dem Auftrag losschicken, eine Hartz-IV-Erhöhung durchdrücken. Gibt jeder Arbeitslose nur einmal einen Kleckerbetrag, hätte man schon eine ordentliche Kriegskasse beisammen.

4.6.2012. Eifel. Wie schnell doch die Zeit vergeht. Nur noch vier Wochen bis zum ersten nationalen Kaufnixtag, dem 4.Juli 2012. War mal so eine Idee von mir. Eine andere war … der Menschenschutzbund. Nicht, das ich selbst einen gründen wollte (zum Henker: wann denn noch?) – aber mir kam die Idee aufgrund eines Artikels über die Behandlung von Schauspielern bei der Fortsetzung des Filmes „V“… ja, das ist der Film mit der Occupy-Maske. So wie die behandelt wurden, wäre kein Tier behandelt worden. Bei Menschen macht man das – die können sich „freiwillig“ selbst Gewalt antun. Leider hat der Mensch an sich zu wenig Freunde – und als es dann Partei werden sollte, war alles endgültig vorbei. OP 100 war auch so eine Idee – animiert durch das beständige Geklage „wir können ja sowieso nichts tun“. Klar kann man was tun – dort, wo Politik käuflich wird, kann man zusammenlegen und gute Lobbyisten mit dem Auftrag losschicken, eine Hartz-IV-Erhöhung durchzudrücken. Gibt jeder Arbeitslose nur einmal einen Kleckerbetrag, hätte man schon eine ordentliche Kriegskasse beisammen.

Die Resonanz war groß für einen Blog …. aber viel zu klein für eine Bewegung. Gut – das ist auch eigentlich nicht die Aufgabe von Philosophen. Wir sollen Wegweiser sein – und kein Wegweiser geht selbst den Weg, den er weist.

Ich habe dann etwas nachgedacht und gleich gemerkt, woran es hakt.

Erstens will niemand Arbeit investieren. Gut,  nicht wirklich niemand – aber zu wenig um handlungsfähige Strukturen aufzubauen.

Zweitens will niemand Geld investieren. Gut, das sollte man auch eigentlich nie mit einplanen – manche haben wirklich extrem wenig davon.

Da kam dann die Idee des „nationalen Kaufnixtages“. Einen Tag lang nichts zu kaufen kostet nichts (man spart sogar viel) und ist auch keine Arbeit (im Gegenteil – man hat etwas weniger davon).  Die Idee verbreitete sich schon weiter als die vorherigen.

Was war das für eine schöne Vision: am jenem Tag, an dem die nordamerikanische  Kolonie ihre Unabhängigkeit von der übermächtigen Kolonialmacht erklärte, erklärt der Souverän der Bundesrepublik Deutschland seinen eingebildeten Herren einfach mal, was sie ihn können: gern haben.

Die Verkäufer und Verkäuferinnen stehen in den Geschäften und haben viel Zeit, sich auszuruhen. In den Bars, Cafés und Kneipen herrscht gähnende Leere, ebenso bei McDonalds, im Kinopark, im Museum, im Zoo. Schön wäre es, wenn auch der Fernseher ausbliebe: eine garantierte Quote von null Prozent wäre auch für Talkmaster mal ein nachdenkenswerter Moment. Die Straßen wären so still, das man darauf tanzen könnte – und vielleicht sollte man das auch einfach mal tun.

Lieber wäre mir aber Stille. So eine Art High-Noon-Western-Stille, die immer dann eintritt, wenn man weiß, das gleich der weiße Hut auf den schwarzen Hut trifft. Die Krönung wäre natürlich etwas Wüstengras, das der Westwind durchs Regierungsviertel treibt … aber das ist vielleicht nicht machbar.

Die Tankstellen könnten dreimal täglich ihre Preise erhöhen, ohne das auch nur ein einziger Liter aus dem Schlauch kommt: das erleichtert die Abrechnung am Abend. Im Lager von Amazon würden die Packer Zeit für Kartenspiele haben, Prostituierte könnten sich mal um eine Fortbildung kümmern und Regierung und Wirtschaft könnten jenen Zustand erleben, von dem sie schon ewig lange träumen: endlich mal ein Leben ohne das dämliche Volk.

Leere Busse, leere Züge, leere Flugzeuge, leere Schiffe – was spart man da Sprit, wenn die sich gar nicht erst bewegen.

Auch die Arztpraxen wären leer, ebenso die Apotheken. Man sollte fein auf die Statistiken zu diesem Tag achten: es werden plötzlich weniger sterben als sonst.  Wir hatten das schon mal … und zumindest Volker Pispers hatte das bemerkt.

Cool wäre auch, wenn man an dem Tag den Verbrauch an Strom, Gas und Wasser auf Null fahren kann. Wichtig ist nur die Zahl auf dem Schreibtisch der Chefs: die muss NULL sein.

Nun gut – zehn Jahre später wird das dann wieder ein Feiertag, den sich die SPD auf die Fahne schreibt.

Wird das was bringen, werden sich manche fragen.

Klar. Wenn es am 4.7.2012 soweit kommt, werden die Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik merken, das das Volk sich seiner selbst und seiner Kraft bewusst geworden ist.  „Käufer, wenn Dein starker Arm es will, stehen alle Räder still“.

Steht die NULL eine Woche lang da, wird es richtig schmerzhaft: die ersten Geschäfte verzeichnen Verluste bei verderblicher Ware – aber so weit wollen wir ja gar nicht gehen.  Es landet sowieso zuviel auf dem Abfall: ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion landet auf dem Müll (Quelle: Test.de) – was für uns heißt: wir könnten 10 Milliarden Menschen locker ernähren. Da hätten wir schon was zu tun an dem Tag: einfach mal Gedanken über den disziplinierten Umgang mit Essen machen. Das wäre auch für alle ein Gewinn.

Schön wäre die Null natürlich an den Börsen – aktuell würden die sich über eine Null sogar freuen … wenigstens kein Minus.

Leider ist der Name nicht so schön geworden – es könnte Verwechslungen zum internationalen Kaufnixtag geben, der nur ein konsumkritischer Tag im November ist. Der nationale Kaufnixtag sollte mehr ein politischer Tag sein, ein Signal, das vielen Menschen zeigt, das sie nicht allein sind mit ihrem Frust, ihrer Verbitterung, ihrer Enttäuschung und ihrer Angst, was denn die Zukunft so bringen mag.

Gutes wird sie nicht bringen.

Heute, am 4.6.2012, erlaubt sich die Presse schon ganz wundersames: sie ruft offen das Ende der Bundesrepublik Deutschland aus, ich zitiere aus der Welt:

Begonnen hat der Prozess freilich schon vor Jahren. Als sich Gerhard Schröder im Frühjahr 2005 vor den Bundestag stellte und seine Agenda 2010 verkündete, markierte dies das Ende einer Gewissheit, die vielen Deutschen die wichtigste überhaupt war: Dass der Staat gesellschaftliche Gegensätze ohne Rücksicht auf die Kosten mit sozialen Leistungen zukleistert und einer breiten Mittelschicht steigenden Wohlstand zur Not auf Pump garantiert. Schröder kündigte den Gesellschaftsvertrag der alten BRD (wie sich nun herausstellt mit gutem Grund und enormem Erfolg).

So etwas kann man  heute schreiben – ganz offen. Ich übersetze das gerne mal auf Umgangsdeutsch: die Agenda 2010 hat den ersten offenen deutschen Sezessionskrieg ausgerufen – nicht Nord gegen Süd, sondern Reich gegen Arm.

Und damit es sich richtig lohnt, hat man erstmal Arme herangezüchtet – ein Millionenheer von verhartzen Kindern steht für die Zukunft bereit, Menschen, die Ingenieure, IT-Nerds, Ärzte und Erfinder hätten werden können … genau jene Menschen, die wir ja angeblich so dringend brauchen.

Deutschland stirbt. Wir bewusst und absichtlich zugrunde gerichtet.

Während die Kinder (und auch die Jugend) auf ein Leben mit staatlich subventionierten Minijobs, Praktika und immer wieder neu befristeten Stellen hin trainiert werden, sind für Luxusartikel 19 Milliarden Euro jährlich locker drin: Lippenstifte, Kunst und Designermöbel sind im Aufwind. Weniger als 2 Milliarden investieren wir im Jahr in die Ernährung der Kinder von Arbeitslosen, mit 96,55 Euro im Monat müssen die auskommen, ist am Ende des Geldes noch Monat übrig, steht Hunger ins Haus.

Und wir?

Wir laufen alle mit, jeder, jeden Tag.

Der verharzte Teil der Bevölkerung macht da keine Ausnahme, viele gleichen in ihren Forderungen dem Topmanagement und langweilen so die Republik: MEHR GELD will wirklich jeder, die Forderung als solche hat leider keinerlei revolutionäre Brisanz sondern ist im Grunde erzkapitalistisch … vielleicht der Hauptgrund, warum die Partei „DIE LINKE“ während der Krise des Kapitalismus nicht auf die Beine kommt.

Es wäre angesichts der kommenden Weltwirtschaftskrise (laut Joschka Fischer schlimmer als alles, was wir je erlebt haben – siehe Welt) doch toll, wenn wir einfach mal aufhören würden, mitzulaufen.

Erstmal einen einzigen Tag.

Nur den.

Und wieder hat man etwas zu tun: einfach mal einen Tag im Jahr schauen, was man selbst vom Leben will. Welchen Sinn man dem eigenen Jahren geben will, bevor es vorbei ist – und auf was man wirklich selbst stolz sein würde, wenn man im Alter auf sein Leben zurückschaut. Wir könnten sogar supermutig werden und uns dem absoluten Reichtum  hingeben, dem einzigen sicheren Reichtum, der für Menschen erhältlich ist, ein Reichtum, den uns niemand nehmen kann und der sogar sehr glücklich machen soll … jener Reichtum, der merkt, das er reich ist WEIL ER NICHTS BRAUCHT.

Und wer merkt, das er nichts braucht, wirklich gar nichts von dem, was gerade im Angebot ist, ist der erste Mensch, der hinreichende Qualitäten für einen neuen Bundestag hat: kein Lobbyist könnte ihn steuern. Wer nichts braucht ist so reich, das er sogar für die deutschen Lobbyisten unbezahlbar ist.

Diese Besinnung an jenem Tag ist – wie man sehen kann – sogar mehr als Gold wert. Sie könnte uns sogar jene Politiker bescheren, die wir dringend brauchen, jene wackeren Menschen, die sagen „Diäten – brauch´ ich nicht. Bin ja reich“.

Das wäre der Beginn einer neuen politischen Kultur, die das Land voran bringen könnte.

Viel Zeit, diese Kultur ins Leben zu rufen, scheint nicht mehr zu sein – „Spiegel-Online“ redet aktuell von wieder von Opfern, die Deutschland bringen muss.

Ratet mal, wer dann auf einmal wieder „Deutschland“ ist und die Opfer bringen darf?

Ich schätze mal … 2013 reden wir über eine Kürzung des Hartz-Regelsatzes um 50% (wegen der Märkte und weil das „aus gutem Grund“ und „mit Erfolg“ geschieht), 2015 über eine 50-prozentige Kürzung der Renten und 2022 wird es soviele unfreiwillige Kaufnixtage geben, das man sich gewünscht hätte, zehn Jahre zuvor einfach mal mitgemacht zu haben bei jenem Tag, wo jeder Mensch mal seine eigene persönliche Unabhängigkeitserklärung abgeben konnte.

Ich denke aber … real werden das mal wieder ganz ganz wenig sein, oder?

 

 

Was wünschen wir dem Euro

fragt das Prollblog:

Wenn die Volksabstimmung bei den Griechen ausgefallen ist, will sich die PROLLblog(in) nicht zurückhalten, und allen Menschen, Europäern, Kaninchen, Pawlowschen Hunden und sonstigen Internetzteilnahmsberechtigten die Gelegenheit geben, an dieser Stelle und Stellin über die Zukunft der Europäischen Union, der Europäischen Währung und der kommenden Rezeptur des zu den Spielen gelieferten Brotes und der Brotin abzustimmen.

Hier klicken und Abstimmen.

Armut, Kriminalität und die Verbrechen der Reichen

Kürzlich war ich zu Besuch bei der Polizei. Ist immer schön dort - wenn man jemand da ist. Bei uns auf dem Dorf ist selten jemand da, meist gibt es nur einen Beamten, weil alles zu ruhig ist,  aber wir merken, das Kriminalität bei uns Einzug gehalten hat. Natürlich können wir nicht gegen die Statistik angehen, die sagt: hier wird alles immer ruhiger, Deutschland ist voll friedlich und gemütlich, nur in Paris greifen Jugendliche Polizeireviere an und bringen die Themen von Horrorfilmen in den realen Alltag ein. 150 Jahre hat es keinen Mord bei uns geben ... diese Zeiten sind mitlerweile vorbei. Das war einmal. Auch Vergewaltigungen - oder die Auslöschung ganzer wohlhabender Familien durch "psychische Probleme" gehören bei uns inzwischen zur Tagesordnung - aber das Krankenhaus will man schließen.

Kürzlich war ich zu Besuch bei der Polizei. Ist immer schön dort – wenn man jemand da ist. Bei uns auf dem Dorf ist selten jemand da, meist gibt es nur einen Beamten, weil alles zu ruhig ist,  aber wir merken, das Kriminalität bei uns Einzug gehalten hat. Natürlich können wir nicht gegen die Statistik angehen, die sagt: hier wird alles immer ruhiger, Deutschland ist voll friedlich und gemütlich, nur in Paris greifen Jugendliche Polizeireviere an und bringen die Themen von Horrorfilmen in den realen Alltag ein. 150 Jahre hat es keinen Mord bei uns geben … diese Zeiten sind mitlerweile vorbei. Das war einmal. Auch Vergewaltigungen – oder die Auslöschung ganzer wohlhabender Familien durch „psychische Probleme“ gehören bei uns inzwischen zur Tagesordnung – aber das Krankenhaus will man schließen.

Interessant bei der Polizei war ein kleines Heftchen, das ich jedoch nicht mitnehmen durfte, weil es das letzte Exemplar war. Irgendein Polizeiwerbeblatt mit vielen Artikeln, unter anderem einem über den Zusammenhang von Armut und Kriminalität. Leider konnte ich den Artikel nicht ganz lesen, hatte aber die Quintessenz behalten: man fürchtet keinen Anstieg von Kriminalität sondern ganz konkret den Anstieg von Unruhen, die die Verantwortlichen für die Misere zur Rechenschaft ziehen werden.  Ungerechtigkeit scheint eher ein Faktor zu sein, der Kriminalität begünstigt … wobei wir in Felder kommen, wo „Kriminalität“ und „Armut“ besonderer Betrachtung bedürfen.

Es gibt viele differenzierte Betrachtungen zu dem Thema, auch aus den Reihen der Polizei selbst. Das Kriminalität bei Armen auffällt, liegt daran, das sie ansonsten schon einer gezielteren Beobachtung unterliegen. Darüber hinaus … haben sie einfach keine guten Anwälte. 120 Milliarden Euro vergeudet allein die EU jedes Jahr durch Korruption , Geld, das woanders fehlt. Die Täter bleiben … unerkannt, werden kaum verfolgt, es sind „Kavaliersdelikte“ – oder ihre Anwälte ziehen die Prozesse über Jahre hinweg in die Länge, bis ein „Vergleich“ dazu führt, das ein Teil der Beute abgeführt wird, man aber weitgehend straffrei ausgeht. Immerhin gehört man zu der Leistungselite des Kontinents, ist mit dem Richter oder seiner Frau im gleichen Golfclub oder kann sich wenigstens im Sozialcode der gehobenen Schichten bewegen, was vor Gericht immer Eindruck macht. Die gleiche Tat von einem jugendlichen Arbeitslosen begangen würde zu deutlich härteren Maßnahmen führen, da die Medien uns bewiesen haben, das Arme immer irgendwie bösartig sind, während Reiche schon alleine durch das viele Geld eine gewissen moralische Überlegenheit ausstrahlen. Details der Entwicklung findet man im compliancemagazin:

Bemerkenswert ist, dass sich Täter in den vergangenen Jahren seltener vor Gericht verantworten mussten. Stellten die Unternehmen zwischen 2005 und 2007 noch gegen 61 Prozent der Überführten eine Strafanzeige, sank die Quote zwischen 2007 und 2009 auf 50 Prozent. Dabei werden Täter aus dem Top-Management deutlich seltener angezeigt (33 Prozent) als mittlere Führungskräfte (49 Prozent) oder Beschäftigte ohne Führungsaufgaben (54 Prozent). Für 20 Prozent der überführten Top-Manager hatte ihre Tat sogar überhaupt keine Konsequenzen.

„Zwar lässt sich die relative Milde gegenüber Tätern aus der Führungsetage auch mit besonderen rechtlichen und sachlichen Schwierigkeiten im Einzelfall erklären. Allerdings ist diese Praxis unter dem Gesichtspunkt der Glaubwürdigkeit und Vorbildfunktion des Managements äußerst problematisch“, betont Salvenmoser.

Spannend in diesem Zusammenhang: das fehlende Unrechtsbewußtsein bei 62 % der  straffälligen Führungskräfte – die wissen gar nicht mehr, was Recht und Unrecht ist. Diese Dimensionen sind ihnen schon längst abhanden gekommen … falls sie sie je besessen haben. Insofern sollte man auch genauer nachfragen, wie viele der Ladendiebstähle wirklich auf Kosten der Kunden  gehen und wieviel vom Chef einfach gar nicht erst in dem Laden abgeladen wurde. Da er eine gute Chance hat, gar nicht erst angeklagt zu werden, selbst wenn er erwischt wird, scheint mir die Quelle der Verluste vielleicht auch dort zu liegen.

Die Quelle des europäischen Reichtums ist vielerorts gerade die Kriminalität. Ohne die erfolgreichen Beutezeuge spanischer, französischer und englischer Kolonialisten wäre der Kontinent Europa deutlich ärmer – das rechnet nur kaum jemand aus, das möchte man auch nicht wahrhaben, obwohl man die Tradition immer noch fortsetzt. Große Vermögen sind mit dem Opium- und Sklavenhandel im 19. Jahrhundert gemacht worden, andere beruhen auf hemmungsloser Ausbeutung von Zwangsarbeitern … ein Geschäft, mit dem man auch heute noch gut verdienen kann, entweder durch Ein-Euro-Jobs (hier könnten Klagen inzwischen Erfolg versprechen) oder durch den Einsatz von Leiharbeitern in Kernkraftwerken.

In den seltensten Fällen stand bei der Gründungsveranstaltung großer Familienvermögen christliche Nächstenliebe als Pate zur Seite, noch fördert die Arbeit in einem großen Konzern Ethik und Verantwortungsgefühl … eher das Gegenteil scheint der Fall zu sein: 55 Prozent der großen Konzerne wurden Opfer ihrer kriminellen Mitarbeiter … und das sind nur die, die erwischt wurden, aktuell wird ja gerade ein ganzer Bankvorstand angeklagt.

Insofern kann man natürlich behaupten, das Kriminalität ein Problem der Unterschicht ist. Wenn die kriminell werden, werden sie  entweder entwischt oder erbeuten zu wenig, als das sie sich damit zur Ruhe setzen können. Wenn der Reiche erwischt wird, wird er oft erst gar nicht angezeigt. Sein Networking im Dunstkreis der Macht schützt oft vor der Strafverfolgung, Parteispenden und andere „Wohltätigkeiten“ zahlen sich aus – man hat halt mehr zu verteilen als der gemeine Ladendieb.

Das Reichtum eher eine Quelle des Bösen ist, ist die Botschaft vieler Religionen der Menschheit – gerade im christlichen Abendland sollte das bekannt sein. Fragen wir uns also, woher die Legenden über die „bösen Armen“ kommen, so werden wir am Anfang der Erzählungen wahrscheinlich einen kriminellen Reichen mit eigener Zeitung finden, der von sich ablenken will.

Somit hat der „kriminelle Arme“ eine besondere Funktion: er ist der Sündenbock für eine Gesellschaft, die im grossen Stil den Bach ´runtergeht,  Jung und Alt in Armut versinken lässt, sie ins soziale Abseits abschiebt , durch sinnlose Sozialreformen malträtiert und inzwischen immer öfter den Verzehr von Insekten  als große Lösung unserer Probleme anpreist.

Armut wird als unveränderbare Tatsache akzeptiert, so lautet jedenfalls die Ansicht von Wirtschaftsnobelpreisträgern:

Auf beiden Seiten des Atlantiks hat sich unter den Mächtigen der Konsens herausgebildet, dass nichts für mehr Arbeitsplätze getan werden kann. Anstatt entschlossen vorzugehen, werden Entschuldigungen ausgebreitet – gekleidet in eine Sprache der Weisheit und Verantwortung.

Andererseits sorgt man dafür, das sie weiter bestehen bleibt:

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama soll Haiti massiv unter Druck gesetzt haben, den Mindestlohn pro Stunde nicht wie geplant auf 61 Cent zu erhöhen, was etwa fünf US-Dollar pro Tag entspräche. Das berichtet das US-Magazin The Nationund beruft sich dabei auf noch nicht veröffentlichte Informationen der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks.

Das man angesichts solcher Rahmenbedingungen den Anstieg von Unruhen fürchtet, scheint mir nicht unverständlich zu sein. Armut an sich macht nicht kriminell – Mönche aller Religionen praktizieren sie bewusst und absichtlich, ohne dadurch zu verrohen oder im Bereich der Asozialität zu versinken: ganz im Gegenteil scheint Armut eher mit dem christlichen Wert der „Nächstenliebe“ zu korrelieren als dies bei „Reichtum“ der Fall ist, möglicherweise findet man bei Armen ja auch ein höheres Unrechtsbewußtsein. Ohnmächtige scheinen mir grundsätzlich ein existentielleres Interesse an „Gerechtigkeit“ zu haben.

Studien zu diesem Thema werden allerdings aus bekannten Gründen weniger den Weg an die Öffentlichkeit finden.

Der weise, gerechte, Nächstenliebe praktizierende, glückliche und den Wirren der Welt gelassen gegenüberstehende Arme als Idealbild eines gelungenen Lebens ist anderen Heldengestalten gewichen: Dieter Bohlen, Karsten Maschmeyer und Gerhard Schröder kommen mir da gerade als Beispiele der Medien in den Sinn.

Gäbe es mehr von ihrer Art … die Welt wäre sicher ein Paradies.

Und schon lange völlig menschenleer, weil Wesen, die nur von anderen Menschen leben können, von ihrem Geld, ihren Stimmen, ihren Quoten ohne ein gesundes Gemeinwesen, das sie finanziert und stützt nicht existieren können. Außerdem … hat der Held von heute keine eigenen Kinder. Diese kostenintensiven Investments überlässt er lieber dem Prekariat.

 

Sybille Berg und die Revolution im Land der Umerziehung

Wenn man "Gesellschaftskritik" sucht, landet man in der Regel bei knallharten "Linken": bei den Marxisten. Nirgendwo sonst ist die Misere des Kapitalismus so sehr ins Detail analysiert worden, wie in den Kreisen des MSB und seiner Verwandten und Bekannten. In jahrelanger Kleinarbeit wurden Texte entwickelt, die so fein ausformuliert sind, das eine Generation von Akademikern notwendig wäre, ihre Botschaft wieder zu entschlüsseln.  Mit solchen Texten stand man 1968 vor den Fabriktoren und wollte Arbeiter begeistern, die einen dann selbst an die Spitze des Staates tragen sollten.

Wenn man „Gesellschaftskritik“ sucht, landet man in der Regel bei knallharten „Linken“: bei den Marxisten. Nirgendwo sonst ist die Misere des Kapitalismus so sehr ins Detail analysiert worden, wie in den Kreisen des MSB und seiner Verwandten und Bekannten. In jahrelanger Kleinarbeit wurden Texte entwickelt, die so fein ausformuliert sind, das eine Generation von Akademikern notwendig wäre, ihre Botschaft wieder zu entschlüsseln.  Mit solchen Texten stand man 1968 vor den Fabriktoren und wollte Arbeiter begeistern, die einen dann selbst an die Spitze des Staates tragen sollten.

So war der Grundgedanke der proletarischen Revolution. Die Arbeiter jedoch … arbeiteten weiter. Der Prolet-Arier war halt auch nur ein Arier – und wie die drauf sind, wissen wir ja.

Nun sind wir einige Jahrzehnte weiter. Die Frage der Revolution stellt sich für uns nicht mehr. Wir haben Aufschwung, Vollbeschäftigung, sind so reich wie nie zuvor … warum sollten wir etwas ändern wollen? Gut, das mit der West-LB ist schon schäbig. Wie die Rheinische Post berichtet, sollen die neue fünf Milliarden Euro bekommen. Die werden wir wieder bezahlen müssen. Aber: wir haben´s ja. Sind laut Welt so reich wie nie, allein im letzten Jahr hat unser Reichtum um fünf Prozent oder 234 Milliarden Euro zugenommen. Man könnte jedem Hartz IV-Abhängigen 33000 Euro zahlen, wenn die Reichen auf ihren Zuwachs verzichten würden. Auf einmal wären die auch gar nicht mehr arm, könnten sich was aufbauen und den Binnenkonsum ankurbeln, was sie endgültig aus der Arbeitslosigkeit holen könnte.

Aber die Arbeitslosigkeit hat sich ja irgendwie von selbst erledigt. Nur noch die wirklich Bösen sind arbeitslos und flüchten vor den Stellenangeboten der Jobcenter. Die Bösen aber … die haben doch eigentlich auch gar keinen richtigen sozialversicherungspflichtigen Vollwertarbeitsplatz verdient, oder? Wollen wir den Bösen wirklich noch Geld in den Rachen schmeissen?

Wofür wir auf jeden Fall Geld haben, das sind die Konzerne. Die haben jetzt einen weiteren Selbstbedienungsladen bekommen, siehe Telepolis:

Der WWF hat den gestern vorgestellten Bericht der Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) als Farce bezeichnet. Im wesentlichen habe die in dem Gremium dominierende Industrie ihn benutzt um sich ihren Subventionsbedarf selbst zu errechnen.

Solche Läden gibt es auch für die Banken, die Landwirtschaft von Adeligen, die Bauwirtschaft und allen anderen Wirtschaftszweigen, die aus eigener Kraft nie einen müden Euro erwirtschaften würden, aber im Schulterschluss mit der Politik gerne aus den Privatisierungsgewinnen des Volksvermögens schöpfen. Was Griechenland und Portugal bevorsteht, haben wir schon längst hinter uns: wir verkaufen mit Verlust an private Gesellschaften, die daraus dann Gewinne ziehen – durch Abbau von Arbeitsplätzen.

Eigentlich sollte sich jetzt schon der Zorn regen, die Wut sollte lodern, stolzer deutscher Geist im Sinne von Luther und Marx sollte sich erheben wider die Mächte der Welt, die Unheil und Ungemach über den Alltag des Bürgers bringen.  In Spanien geht das gerade, dort setzt sich die arabische Revolte fort, siehe TAZ:

Die Facebook-Revolte ist in Spanien angekommen. Unter dem Motto „Echte Demokratie – Jetzt!“ versammeln sich seit dem Wochenende in allen größeren Städten des Landes Zehntausende von Jugendlichen.

In Madrid demonstrierten am Sonntag rund 40.000 Menschen, in Barcelona etwa halb so viele. In weiteren 58 Städten wurden Kundgebungen abgehalten.

Scheinbar hat man dort verstanden, das es um alles oder nichts geht … bzw. um Hartz IV, das so langsam zu einem weiteren deutschen „Exportschlager“ wird, der alternativlos ist, weil die Kanzlerin sonst den Geldhahn zudreht. Die Ausplünderung der deutschen Volkswirtschaft zugunsten der Privatvermögen geht indessen fast unbemerkt in eine neue Runde, siehe Zeitpunkt.ch:

«Die wahren Ursachen der Eurokrise werden vollständig ignoriert. Diese sind eine ungleiche Vermögensverteilung, deregulierte Finanzmärkte sowie Steuerwettbewerb und Steuerflucht – und nicht etwa zu hohe Löhne oder Sozialleistungen. Die Pläne für die ‚Europäische Wirtschaftsregierung‘ werden Europa wirtschaftlich weiter spalten und die politische Krise der EU verschärfen», warnt Steffen Stierle von Attac Deutschland.  «Es ist nicht hinnehmbar, dass weder der Finanzsektor noch Vermögende zu den Kosten der Finanzkrise beitragen sollen, obwohl sie am meisten von den öffentlichen Rettungspakten profitiert haben.»

Noch ein Grund mehr zum Aufstand: hier werden neue Dimensionen der Plünderung der Staatskassen geplant, die uns letztlich alle betreffen werden. Doch weder dies treibt uns auf die Barrikaden noch die Tatsache, das unsere Handys das Bienensterben verursachen, an dem die Welt letztlich elendig verrecken wird – und das hat seinen Grund, wie Zeitpunkt.ch ausführt:

Klamauk-Unterhaltung mit sadistischen Untertönen ist nicht wirklich lustig. Wohin die Kombination aus Verdummungskultur und autoritärer Politik führen kann, zeigt das Beispiel Italien. In der Lebensbeschreibung des italienischen Liedermachers Pippo Pollina fällt dessen Biograf ein vernichtendes Urteil über Berlusconi-Land: «Im Grunde war Italien zu dem geworden, was er [Pippo] am meisten gefürchtet hatte. In nur zwei Jahrzehnten hatte die Macht das intellektuelle Niveau der Bevölkerung in strategischer Manier gesenkt. Damit war das Land manipulierbarer geworden. Der Protest wurde lahm gelegt, Falschinformationen verbreitet und das Hirn der Italiener mit Blödsinn gefüllt, damit sie leichter zu beeinflussen waren.»

Das gilt wohl nicht nur für Italien. Aber in all diesem Chaos, dem Crescendo von Ungerechtigkeit und Weltuntergang, höre ich gelegentlich eine Stimme, die auf eine Art und Weise zur Revolution aufruft, die gefährlich werden könnte, weil sie dort trifft, wo es wirklich weh tut: bei denen, „die es geschafft haben“, jenen Menschen, die automatisch reicher werden, wenn der Aktienmarkt steigt oder sinkt oder sich auflöst, jenen, die soviel haben, das sie jährlich neue Häuser kaufen müssen, um ihren neuen Besitz verstauen zu können, jenen, die den ganzen Tag den Tod fürchten müssen, weil sie täglich mehr zu verlieren haben, wenn er denn dann kommt.

Einblicke in ihr Leben gibt Frau Sybille Berg, die zum Beispiel die Grundbedürfnisse des modernen Menschen treffend skizziert:

Und darum ist es möglicherweise egal, ob es sie gibt oder nicht, die Philosophen, nur so langweilig ist es ohne sie. So grau und reduziert auf unsere Grundbedürfnisse: Fernsehen schauen, essen und meckern.

Noch schlimmer wird es, wenn sie ins Herz der Leblosigkeit der Leistungselite vorstößt:

Früher nannte man es Klassenkampf, heute nennt man es Angestelltenverhältnis: Den ganzen Tag ducken, nach Dienstschluss in eine Bar. Den Stress wegsaufen – und auf den Sommer hoffen: Nicht der Urlaub ist der Ausnahmezustand, der Rest des Jahres ist es.

Oder, wie aktuell, diesem Herz einen tödlichen Stoß versetzt:

Sie haben bemerkt, dass man unauffällig besser durchs Leben kommt. Nicht zu gut sein, nicht zu schlecht, in gemessenem Rahmen kindlich, aber bitte nicht zu laut, Vater hat Rücken. Studieren dann später, BWL, natürlich, ein interessantes Fach, die Säulen der Erde, die Haare haben Sie sich abgeschnitten, ein Mann mit langen Haaren, wie soll das denn aussehen, die Blicke wollten Sie nicht ertragen. Sie sahen ja, wie es denen erging, die auffielen, aus der Masse ragten, obgleich Sie immer wussten, dass da mehr in Ihnen steckt als in der Bevölkerung, Sie waren doch nicht da, um irgendetwas zu bevölkern. Aus Ihrer Angst aufzufallen, gesehen zu werden, abgelehnt vielleicht, entwickelten Sie Ihre Abneigung gegen Menschen, die über eine große persönliche Freiheit verfügten. Denen es egal war, sich unpassend zu kleiden, zu laut zu sein, am Straßenrand zu sitzen und keinen Esstisch zu haben.

Sie haben einen Esstisch?

Sicher, Sie haben auch eine Frau und Sie tragen eine Krawatte.

Warum tun Sie das?

Gefällt Ihnen so ein griffbereites Suizidwerkzeug in der Nähe Ihres Kopfes?

Selten habe ich Worte gelesen, die geeigneter waren, eine Revolution in Deutschland auszulösen – jenseits der marxistischen Debatten. Selten beschrieb jemand die Sinn- und Leblosigkeit der Raubbauelite so treffend mit so wenig Worten – und es trifft dort, wo es Wirkung erzielen könnte. Nicht bei jenen, die standhaft geblieben sind, die alten Idealen treu bleiben, die Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit predigen, sondern bei jenen, die aus diesem Land ein Land der Umerziehung zur Dummheit gemacht haben …. und nun sehen können, was ihr Lohn dafür ist: eine freudlose Fassade ohne Inhalt.

Im Land der Krawattenmenschen gibt es kein Leben, keine Freude, keine Liebe – sondern höchstens ein gewisses Maß an sadistischem Spaß. Für kleine Menschenseelchen ist das nicht geeignet – fragen sie Frau Sybille:

Warum hat Thilo Sarrazin eigentlich so einen Erfolg? Warum jagen uns die Araber so eine Heidenangst ein? Ganz einfach: Weil wir alle längst aus lauter Angst auf Ameisengröße geschrumpft sind. Und wer ganz klein ist, der will nun einmal zurück zu Mutti.

Wenn das alles ist, was uns an der Spitze der modernen Gesellschaftspyramide erwartet … warum dann nicht wieder mal an die Alternative denken, an jene Bewegung, die das „Establishment“ so sehr beunruhigt hat, das sie Boygroups und Models erfanden, um es zu bekämpfen. Sie ist immer noch lebendig, siehe Connection:

Hippieveteranen mit langen Bärten und abgewetzten Hosen, barfuß laufende Kinder mit Rastalocken, Frauen in Batikröcken mit langen, verfilzten Haaren – das sind die Menschen, die in Byron Bay das Ortsbild beherrschen.

Diese Menschen sind schrecklich.

»Die Leute hier denken grün, sie wählen so und handeln auch entsprechend.«

Grün denken und wählen ist ja auch für uns ok, aber grün handeln? Das Handy wegwerfen zur Rettung der Bienen, der Bäume und letztlich der Menschheit? Niemals – nur über unsere Leiche.

Vielleicht … sollten wir aber doch noch mal Frau Sybille lauschen, ob sich das wirklich auch für uns lohnt.



 

Sozialschmarotzer knabbern am Fundament der sozialen Marktwirtschaft

Die Wirtschaftsjournalisten Ulrike Herrmann legt den Finger wieder mal in die Wunde. Einleitend mit Thilo Sarrazin Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ spannt sie den Bogen zu der Mittelschicht mit der provokanten These – Der Selbstbetrug der Mittelschicht – wie ich meine zu Recht.

Sie zeigt  an Thilo Sarrazin Werk auf, wie die Mittelschicht instrumentalisiert wird – eigentlich regelrecht verarscht- und vor den Karren der 10 % reichsten Bevölkerungsschichten gespannt wird. Die Hartz IV-Hetze, permanente Kriminalisierung der Armen geschieht nicht rein zufällig, sondern erfüllt ein geschickt eingefädelten Zweck.

Es wird ein Bild versucht zu transportieren dass  die Armen die Reichen ausbeuten, und nicht die Reichen die Armen. Die Schuldigen sind ausgemacht, es sind plötzlich nicht mehr die Steuerhinterzieher,Subventionsmafia,Talibanker und die Armutindustrie, nein es sind die Armen die das Fundament der sozialen Marktwirtschaft zum Einsturz bringen.

Reichtum, Reichtum über alles, über alles auf der Welt.

Mein Freund der Eifelphilosoph hat sich auf die Spuren unseres gigantischen Reichtums begeben. Er zeigt auf, wie perfekt unser Wirtschaftssystem in den letzten 30 Jahren gearbeitet hat. Die Wirtschaft hat eine Aufgabe, so schnell und rationell wie möglich zu produzieren und das tut sie auch.

Anhand von ein paar Zahlen lässt sich hier ganz klar aufzeigen, wer hier, die eigentlichen Gewinner dieses Systems sind. Die Verlierer kommen nicht zu Wort, man schneidet ihnen das Wort ab. Man drängt sie in die Ecke der Parasiten und Sozialschmarotzer und deutet mit dem nackten Finger auf sie. Dieses Heer der Arbeitslosen hat man mit dem Knüppel des SGB II still gestellt. Muckt einer von ihnen auf, wird ihm mit der sukzessiven Zerstörung des noch vorhandenen Existenzminimums gedroht.

Die Argumente sind immer die gleichen, wer schon vom Staat alimentiert wird hat sich dem Diktat dieser Armutsindustrie zu unterwerfen, ohne wenn und aber. Es werden keine Kosten und Mühen gescheut damit ja kein fauler Arbeitsloser entkommt. Mittlerweile werden dreistellige Milliardenbeträge ausgegeben um  dem Heer der Arbeitslosen gerecht zu werden. Eine gigantische Masseneingliederung hat in die Armutindustrie stattgefunden.

Wir halten weiterhin fest das die Masseneingliederung in die Armutindustrie wichtig sei, weil diese faulen Parasiten und Schmarotzer sonst nur schwarz arbeiten würden, dies ist mit ein Grund, sie in der Armutindustrie mit sinnentleerten Tätigkeiten zu demütigen.

Unbestritten ist, dass unter diesem gigantischen Heer der Arbeitslosen eine kleine Minderheit sich diesem Diktat des Leistungsdrucks entzieht, sie sind physisch und psychisch nicht in der Lage diesen Druck auszuhalten und legen ein Ausweichtverhalten an den Tag um einfach zu Überleben. Doch das berechtigt einen Staat noch lange nicht eine ganze Gruppe von Menschen einen Stasiapparat überzustülpen.

Man stelle sich nur vor, das ein Staat mit all seinen Möglichkeiten versuchen würde Raub, Mord, Vergewaltigung, Verkehrsdelikte usw. prophylaktisch vorbeugen zu wolle. Dann würden die Thesen des Professor Dr. Gunnar Heinsohn wirklich greifen, denn er hat in der Welt-Online berichtet, man müsse der Unterschicht den Hahn zu drehen, denn nur ein ungeborenes Kind aus diesem Milieu ist ein gutes Kind, denn es schlägt einem schon keinen Baseballschläger über den Kopf.

Grilleau


EINTAUSENDVIERHUNDERT MILLIARDEN legale Steuern, die verschenkt werden, um Superreiche zu züchten.

Geschrieben von Eifelphilosoph

Ja. Das mußte heute mal sein. Ein klares Wort. Das braucht ihr. Das Deutsche arm sind … das könnt ich vielleicht noch gerade mal so nachvollziehen. Aber dämlich? Der Deutsche Dichter und Denker saudämlich?
Kann das denn sein?

Klar. Die deutschen Dichter und Denker sind vor 70 Jahren konzentriert verjagt oder vergast worden.
Die USA sind bis heute der NSDAP sehr dankbar für ein wunderbares Geschenk, das sie ihnen gemacht haben – und wahrscheinlich darf die NSDAP/AO deshalb bis auf den heutigen Tag dort (wieder) residieren:

http://de.wikipedia.org/wiki/NSDAP/AO

Nicht nur, das führende deutsche Physiker die Atombombe bauten, nein, auch Hollywood wäre ohne die NSDAP einfach nicht denkbar. Ohne den Führer und seine Schranzen und Wanzen wäre Hollywood heute ein Stück trockenes Land … aber Babelsberg und die UFA-Studios würden jedes Jahr den Oskar verleihen.

Die Parteispenden an die NSDAP haben sich also für US-Investoren voll bezahlt gemacht, während wir hier vergeblich darauf warten, das endlich mal wieder eine neue Generation deutscher Dichter und Denker nachwächst … jedoch das mit den Filmen können wir vergessen. Manche meinen ja, das der böse Jude unser Land ruiniert hat, wären die bösen Juden aber hiergeblieben (von denen viele gute Deutsche waren), dann wären wir jetzt nicht so eine bedeutungslose Gurkenrepublik, die an ihren eigenen Schulden erstickt.

Aber das … ist eigentlich ein anderes Thema. Sollte nur mal erwähnt werden, warum aus dem Land der Dichter und Denker das Reich der Doofen geworden ist.

Nun, jetzt mag es manch einen geben, der denkt: der Eifelphilosoph spinnt jetzt aber mal echt, sooo blöde sind wir Deutschen doch nicht.

Doch ich erlaube mir in aller Entschiedenheit zu sagen:

ihr Deutschen seid saublöd. Stinkdämlich. Völlig minderbemittel!

UND … ich kann es BEWEISEN. Mit Zahlen. Und bevor jetzt noch mehr Tomaten, Eier und Farbbeutel auf dem Bildschirm landen, möchte ich diese Zahlen präsentieren.

Danach … kann man mich immer noch steinigen. Aber man ist wenigstens ein wenig schlauer.

1980 zum Beispiel war ein schönes Jahr. Die Bruttounternehmensgewinne machten 39,1 Milliarden Euro aus, obwohl damals noch keiner an dieses Jux-Geld dachte.

1991 machten die Bruttounternehmensgewinne 195,8 Milliarden Euro aus. Es waren nur elf Jahre vergangen, aber: die Gewinne der Unternehmen hatten sich fast um 500% gesteigert.

2004 wuchsen die Unternehmensgewinne auf 368,77 Milliarden Euro.

Geld floß in Strömen, Ackermann und Konsorten stopften sich die Taschen voll … und man hätte sagen können: dieses Land ist reich. Superreich. Das muß doch in Steuern nur so schwimmen.

Weit gefehlt. Theoretisch besteuern wir solche Gewinne mit 38 %. Eine passable Marktbenutzungsgebühr, will ich meinen. Immerhin zahlen auch Witwen mit Minirenten, Kinder und Arbeitslose von ihren schmalen Bezügen noch 19 % Mehrwertsteuer, Geld, das sie eigentlich zum überleben bräuchten, da ist es doch nicht verkehrt, wenn reiner Gewinn das Doppelte einfährt. Immerhin wollen die Manager auch den Schutz von Bundeswehr und Polizei, sie wollen intakte Straßen, sie wollen Krankenhäuser und Universitäten, Fernsehen und Bibliotheken, Flug- und Bahnhöfe, Post und Telefon und was man sonst alles noch Gratis vom Staat zurückbekommt….als Einrichtung der Infrastruktur.

Praktisch jedoch … sieht es anders aus.

1993 flossen von 178 Milliarden Gewinn noch locker 21,87 Milliarden an direkten Steuern in die Staatskassen … Freunde der Prozentrechnung können das gern detalliert ausrechnen, mit reichts, das ich sehe, das es noch nicht mal 15 % sind.

2004 flossen von 368,77 Milliaren Gewinn noch dicke 20,81 Milliarden in die Steuerkasse. Doppelt soviel Gewinn … und die Steuern sinken sogar.

Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen, sage ein alter deutscher Sinnspruch. Und Kapitalgesellschaften scheinen hier völlige Narrenfreiheit zu haben.

Jedoch der deutsche Bürger zahlt mehr und mehr und mehr Steuern … und bekommt – dank Agenda 2010 – immer weniger heraus. Und bald soll er dafür sogar nochmal Zwangsarbeit leisten … dabei hatte er zuvor doch alles von seinen Steuern bezahlt. Wahrscheinlich wird man bald auch Rentner wieder zur Arbeit schicken …. nun, durch die Verlängerung des Renteneintrittsalters macht man das ja schon…

Hauptsache, die Zahl der Millionäre schießt in die Höhe. Davon … bekommen wir immer mehr. Toll, nicht wahr? Jedenfalls für die, die zufällig durch familiäre Beziehungen Zugriff zu den riesigen Geldströmen bekommen, die am Fiskus vorbeigeschleust werden.

2004 hätte der Staat 140 Milliarden Euro einnehmen müssen … Steuern aus Kapitaleinkünften. Stattdessen begnügte er sich mit einem siebtel davon. 120 Milliarden verschenkte er an die, die die Gelegenheit hatten, es unter sich aufzuteilen. Es wurde ja immerhin nicht aus Flugzeugen über dem Land abgeworfen.

Das sind über den Daumen gepeilt 1400 Milliarden in zehn Jahren … wahrscheinlich mehr.

EINTAUSENDVIERHUNDERT MILLIARDEN legale Steuern, die verschenkt werden, um Superreiche zu züchten. Gleichzeitig vertrocknet der Sozialstaat. Und in Zeiten der Krise muß jeder Arbeitnehmer sein Privatkapital aufbrauchen, um staatliche Unterstützung zu bekommen – aber jeder Konzern, der zuvor satte Milliardengewinne eingefahren hat, bekommt sofort nochmal Milliarden geliehenes Geld obendrauf, wenn er nur ein wenig schwächelt.

Und das soll nicht dämlich sein? Gleiches Recht für Alle? Nö.

Die Staatsverschuldung beträgt 1600 Milliarden Euro … na, dämmerts einem, warum wir als Bürger arm geworden sind? Warum wir verschuldet sind?

Und jetzt ratet mal, wer an der Staatsverschuldung auch noch verdient? Naaa … keine Idee?

Ratet mal, wer den Banken das Geld leiht und dafür 25 % Renditen haben will. Und jetzt ratet mal wer die bezahlen soll …

Vielen Dank an das Autorenteam Vollborn/Georgescu (Brennpunkt Deutschland)für diese Zahlen.

Und jetzt … wer hat die Tomaten, Eier und Farbbeutel verdient? Wirklich ich?

Und wer ist so dämlich, das er sich jahrzehntelang für blöd verkaufen läßt? Naaa … keine Idee?

Ich habe aber eine. Eine wirtschaftspolitische Forderung. 25 Prozent Gehaltsteigerung rückwirkend
von 2004 ab für jeden Deutschen Arbeitnehmer, Beamten und Angestellten. Sofortige Einführung einer bedingungslosen Grundsicherung … 1500 Euro pro Monat pro Person scheinen mir ab heute noch sehr niedrig gegriffen. Und während man noch rechnet und diskutiert – erstmal eine Verdreifachung der Hartz – IV – Bezüge ab Morgen.

Alternativ könnte man auch erstmal über eine sofortige Eliminierung von Benzin- und Mehrwertsteuer reden. Sollen die sich ihr Geld doch da holen, wo es sich ohne Arbeit von allein vermehrt, und nicht unseren Kindern und Kindeskindern untilgbare Schulden aufbürden, damit andere in Geldspeichern schwimmen können.

Und dafür braucht man keine Revolution … sondern nur die Anwendung schon vorhandener Gesetze.

Geld ist genug da. Wir schwimmen darin….oder könnten darin schwimmen, wären wir nicht so saublöde.

Also: Schluß mit der hirnrissigen Bescheidenheit. Laßt uns Leistungsträger werden … und zwar alle!
Dafür braucht man nur eins: Geld. Und das ist reichlich da …

Das bürgerliche Paradies auf Erden kann Montag Morgen Wirklichkeit werden….wenn wir wollen.

Oder wir demonstrieren weiterhin geschlossen die gutdeutsche Dämlichkeit der Generation Doof.

Natürlich darf das Kapital gerne flüchten … aber wir sollten vorher das abziehen, was sie uns seit mindestens 25 Jahren geklaut haben. Den Rest können sie gern behalten … und dann von mir aus in China wohnen. Dort soll man ja noch gut verdienen können. Wir kommen hier schon ohne die zurecht, keine Sorge.

Vielleicht hat ja jemand Lust nachzurechnen, wieviel Guthaben der Bundeshaushalt dann auf einmal hat.

Von Schulden dürfte man dann wohl nicht mehr reden.

Die Ursache der Wirtschaftskrise

Aus Sicht von Tante Wagenknecht von den bösen Linken:

Revolution in Deutschland? Eher Versailles 2010….und die Sucht nach Freiheit

Es gibt einfache Wege sich sehr unbeliebt zu machen: einfach mal zur Revolution aufrufen – oder zur friedlichen Änderung der Verhältnisse.  Sicher … Gemecker über die Verhältnisse gibt es viel. Sehr viel, an allen Ecken. Das Volk wagt es sogar schon in einigen wichtigen Fragen wie soziale Gerechtigkeit und Einsatz der Bundeswehr im Ausland völlig anderer Meinung zu sein als die Abgeordneten … dabei sollte das Volk doch wissen, das es genau diese Abgeordnete in den Bundestag gewählt hat. Na ja, ich kenne Rentner, die wählen Politiker nach ihrem Aussehen, weil sie gerne mal ein hübsches Gesicht im Fernsehen sehen würden, wenn über Politik berichtet wird. Darf man ja auch – ist freie und geheime Wahl.

Man kriegt natürlich sofort Ärger mit jenen die meinen: es ist doch alles in Ordnung. Wir werden von den fähigsten Experten regiert, die die unsichtbare Hand des Marktes hergibt.  Von jenen Exemplaren dürfte es nur noch wenig geben uns sie sind eine ständig schrumpfende Minderheit, aber es gibt sie noch, die Darwinisten unter den Wählern: der Fähigste wird sich schon durchgesetzt haben.

Dann gibt es natürlich noch jene, die Nutznießer des Systems sind. Mit ihnen kriegt man später Ärger. Viel später, dafür immer mehr.

Nehmen wir zum Beispiel die BRD. Hier läuft einiges schief. Wer nichts hat, kriegt immer weniger, wer viel hat, bekommt via Kapitalmarkt ein leistungsloses Luxuseinkommen auf Kosten der restlichen Welt – was vielerorts zu Hunger und Kriegen führt. Andere kriegen sogar die Menschenrechte gekürzt – siehe Hartz IV, das ja bald Basisgeld heißen soll. Das gibt es dann für alle, die jetzt noch unter Fünfzig sind auch als Rente … das und noch zwanzig Jahre lang Versprechungen, das es nie soweit kommen wird, obendrauf.

Käme man jetzt aber auf die verruchte Idee, etwas ändern zu wollen … merkt im selben Augenblick jeder, wieviel er eigentlich noch hat. Das will man dann auch nicht aufs Spiel setzen – so als Hartz IV-Abhängiger.  Das ist auch in Ordnung, zeigen uns doch friedliche und unfriedliche Revolutionen der letzten tausend Jahre, das man nichts anderes ändert als die Farbe der Unterdrückung. Selbst Gottes Sohn persönlich hat das nicht ändern können, sein Erscheinen und seine Predigt für mehr ganz normale Menschlichkeit führte zur katholischen Kirche, dem direkten Gegensatz zur Botschaft Christi – aber auch diese offensichtlichste aller Kröten schluckt man ja gern, wenn man dafür ins Himmelreich kommt.

Zwischen unseren Hartz-IV-Abhängigen, unseren Minilohnempfängern, unseren Minirentnern und den Angestellten von erfolgreichen Weltkonzernen in Indonesien besteht in der Tat noch ein Unterschied: jene schuften zwölf Stunden am Tag unter entwürdigensten Bedingungen, um anschließend in einem fensterlosen Betonloch zu wohnen, das westliche Konzerne für sie als Unterkunft konstruiert haben. Nach Abzug der Horrormiete müssen zwei Hände voll gesalzenem Reis pro Tag  reichen. Urlaub gibt´s nach Kündigung, wer krank wird, darf sterben, Rente ist ein Mythos aus dem Westen – das ist aus unseren sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen geworden aber auch unsere Kinder wollen ja gerne bezahlbare Schuhe von NIKE tragen.  Viele dieser entwürdigenden Arbeitsplätze haben wir mit unseren Steuergeldern bezahlt – und gleichzeitig müssen wir mit ihnen konkurrieren.

Im Vergleich zu jenen, die nun unsere Arbeitsplätze haben, ist das Basisgeld purer Luxus. Man wohnt in einem geheizten Raum mit Fenstern, hat genug zu essen (vorausgesetzt, man kann mit dem Geld haushalten), es gibt fließend warmes Wasser und elektrischen Strom. Für die absolute Mehrheit der Menschheit ist das Luxus pur – und ich habe ein wenig Verständnis dafür, das Menschen, die die Armut in Afrika, Amerika und Asien erlebt haben und dann die Klagen unserer Frührenter hören, das das größte Unrecht der Welt ist, das sie nur alle drei Tage mal zwei Industrieschnitzel auf einmal essen können nur noch voller Abscheu und Verachtung auf diese Anspruchswelt reagieren können.

Verständnis – weil es menschlich ist so zu reagieren. Politisch gesehen ist es unmenschlich, aber dafür muß man weit über den Tellerrand hinausschauen. Politisch gesehen sollte man den Konzernen nicht auf den Leim gehen, die die Armut in Asien zum Standard für die Bürger der Welt machen wollen, damit für sie mehr übrig bleibt.

Politisch gesehen, sollte man das Elend der Welt tagtäglich in den Nachrichtensendungen bringen … solange, bis es abgeschafft ist. Dann wäre Zeit für Musikantenstadel, für Big Brother und die Supernanny. Aber wer würde das schon sehen wollen? Unsere zarten Seelchen flüchten sich deshalb lieber professionell in Ignoranz … zumal sie ja auch wissen, das das wenige, das sie haben, ganz schnell auch noch fort sein kann.

Ich höre manchmal die Klagen, warum sich denn der Deutsche angesichts der Ungerechtigkeit nicht erhebt, einer Ungerechtigkeit, die ihm selbst jedes Jahr weiter zusetzt. Millionen von Menschen leben in prekären Verhältnissen …. wieso erheben die sich nicht.

Nun, vielleicht hilft eine Geschichte aus der Vergangenheit. Das Schloß Versailles, gebaut zur Verherrlichung des „Sonnenkönigs“,  ist sicher bekannt.

Am Ende des Ancien Régime umfasste der Hofstaat rund 10.000 Personen, von denen bis zu 5.000 direkt im Schloss lebten.[51][55] Die eigentlichen Höflinge machten davon rund 1.000 Personen aus, hinzu kamen Kammerfrauen, Köche, Leibwachen und andere Bedienstete. Der Palast war eine Stadt unter einem großen Dach, mit Wohnungen, Arbeitsräumen und Vergnügungsstätten. Auf den Gängen und Höfen ließen sich Händler nieder.[56] Das Schloss war fast ständig überbelegt[55][57], und die Aristokratie, so sie nicht zur königlichen Familie gehörte, war zum Teil verarmt und hauste sogar in den engen Dachkammern der oberen Geschosse.[57] Victor Hugobezeichnete das Gebäude später als eine einzige Höflingskaserne.[39]

Das Leben bei Hof bedeutete Verzicht auf Privatsphäre. Die Königsfamilie nahm selbst gewöhnliche Mahlzeiten vor Publikum ein[28] und auch die Niederkünfte der Königinnen waren innerhalb der Hofgesellschaft traditionell öffentliche Ereignisse − so sehr, dass Marie Antoinette während der Geburt ihres ersten Kindes in Lebensgefahr geriet, als sich zu viele Menschen in ihrem Schlafzimmer aufhielten. Trotz der prunkvollen Ausstattung war Versailles ein unkomfortables Schloss. Die en filade gereihten, zugigen und hohen Räume ließen sich schlecht heizen, und Madame de Maintenon beklagte, „man erträgt lieber die Zugluft durch die Türen […], man muss in Symmetrie zugrunde gehen“.[58] Im strengen Winter 1709 platzten sogar Likörflaschen durch die Kälte.[59]

Es gab, wie damals in ganz Europa üblich, im ganzen Schloss weder fließendes Wasser noch fest installierte Toiletten.

Das alles noch geregelt von strengsten Regeln, die sich kein Hartz – IV-Abhängiger vorstellen kann und die zu Ereignissen führte, über die wir uns zurecht zutiefst echauffieren würden:

„Das Lever der Königin vollzog sich analog dem Lever des Königs. Die Hofdame vom Dienst hatte das Recht, der Königin beim Ankleiden das Hemd zu reichen. Die Palastdame zog ihr den Unterrock und das Kleid an. Kam aber zufällig eine Prinzessin der königlichen Familie dazu, so stand dieser das Recht zu, der Königin das Hemd überzuwerfen. Einmal also war die Königin gerade von ihren Damen ganz ausgekleidet worden. Ihre Kammerfrau hielt das Hemd und hatte es soeben der Hofdame präsentiert, als die Herzogin von Orléans eintrat. Die Hofdame gab das Hemd der Kammerfrau zurück, die es gerade der Herzogin übergeben wollte, als die ranghöhere Gräfin von Provence dazukam. Nun wanderte das Hemd wieder zu der Kammerfrau zurück, und erst aus den Händen der Gräfin von Provence empfing es endlich die Köngin. Sie hatte die ganze Zeit nackt, wie Gott sie geschaffen hat, dabeistehen und zusehen müssen, wie die Damen sich mit ihrem Hemd überkomplimentierten.“

– Madame Campan[67]

Das was Versailles früher für Frankreich war, ist „der Westen“ heute für die Welt. Auch unser hauptsächliches Ziel ist: unterhalten zu werden. Wir wohnen im Schloß, wie die verarmten Adeligen unter dem Dach … aber wir kämen nie auf die Idee, Revolution zu machen. Das machen die Leute draußen, die, die wirklich nichts mehr zu verlieren haben und denen zur Not der Tod lieber ist als ein erbärmliches Leben.  Wir haben anderes im Sinn … und wollen doch wirklich von der Welt „dort draußen“ nichts wissen.

Der aufgabenlose Hofadel musste beschäftigt werden, und zum Programm von Versailles gehörten zu diesem Zweck prächtige Bälle, Feste und Turniere. Der König selbst veranstaltete regelmäßig Spieleabende in seinen Appartements.[71] Neben den ständigen Banketten, Maskenbällen und Opernaufführungen gab es verschiedene mehrtägige Feste, die durch ihren Prunk und die Anzahl der geladenen Gäste den Ruhm des Königs steigern sollten.

Quelle: Wikipedia

„Aufgabenlosen Hochadel“ haben wir genug, insofern, das in der Demokratie eigentlich jeder Souverän ist und JEDER zum Hochadel gehört. Die absolute Mehrheit des Volkes lebt aber arbeitslos vor sich hin, nur wenige kennen noch den 14-Stunden-Tag ohne Wochenende, Feiertage und Urlaub, den jeder Bauer hat, weil Kühe und Feld nicht pausieren. Konsequenterweise haben wir ja auch nicht ARBEIT als Ziel, sondern „BESCHÄFTIGUNG“. Das ist dann mal … sehr ehrlich.

Wir zahlen für diesen Wohlstand auch den Preis eines jeden Höflings (und zwar jeder in jeder Position): die absolute Abhängigkeit. Und nichts degeneriert den Menschen mehr als dies: zu wissen, das andere mit einem Federstrich die komplette eigene Existenz vernichten können. Das ist ein Sklavenleben, auch wenn der Luxus noch so groß ist, den man als Ersatz für seine Freiheit bekommt. Das ist im Rest der Welt etwas anders: dort, wo nicht jeder Quadratzentimeter Land irgendwie verteilt ist, lassen sich schnell eigene Häuser bauen, schnell ist ein kleiner Selbstversorgergarten angelegt … und man fühlt sich nicht mehr ganz so abhängig. Ein winzigkleiner Vorteil … aber ein Vorteil.

Und als armer aber freier Mensch läßt sich auch leichter Revolution machen: man hat den ganzen Ballast nicht, den Höflinge mit sich herumschleppen, die ganzen Eitelkeiten, den Hochmut, die Unfähigkeit zu Loyalität, die kleinliche Sucht nach dem kleinsten eigenen Vorteil und die Unfähigkeit sich zu bremsen, wenn der Vorteil risikolos vor einem liegt … alle jene Höflingsattitüden (die wir ja schon „normal“ nennen würden, weil wir uns so sehr daran gewöhnt haben), mit denen man sich selbst sehr erfolgreich im Weg herum steht und mit denen man zu einem absolut nutzlosen Individuum wird – und eine Gefahr für jede Art von Gemeinschaftsunternehmen.

Man stelle sich mal vor, es würde sich jemand auf die Straße stellen und zur Revolution aufrufen, es würde ihm gelingen, die Vision einer Utopie zu erwecken, wo Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit lebendige Wirklichkeit werden und ein freies, glückliches Leben winkt … und dann würde er verkünden, das mehr als vier Euro am Tag für jeden Bürger auf der Welt nicht machbar wären, da die Ressourcen begrenzt sind.  Und Schnitzel gibt es nur noch zu Weihnachten, weil der Verbrauch an Essen zur Produktion von einem einzigen Schnitzel andere Menschen tagelang ernähren kann.

Unser Revolutionär würde … sehr lange alleine dort stehen.

Einzig die Sucht nach Freiheit könnte uns noch dazu antreiben, etwas ändern zu wollen, weil Freiheit glücklicher macht als Reichtum – doch es sind wohl nur eine Handvoll, die wissen, was das ist.

Freiheit ist …. solange schlafen zu dürfen, wie es der Körper verlangt.

Freiheit ist … die Arbeiten zu tun, für die man sich gerade am Besten geeignet fühlt.

Freheit ist … schlafen zu gehen, wenn man Müde ist.

….um nur einige Beispiele zu nennen.

Wer nennt sich jetzt noch frei in diesem Land?

Aber eine Änderung der Verhältnisse … wer sollte daran Interesse haben? Und wer will schon sein Leben riskieren, damit andere garantiert mindestens  zwei Ökoschnitzel am Tag anstatt vier Industrieschnitzel die Woche essen können?

Letztlich kann man vielleicht einen Satz Schopenhauers  auf Revolutionen ummüntzen: alle Versuche, den Regierungsterror abzuschütteln, führen nur dazu, das er seine Farbe ändert. Also richtet man sich lieber im Schloß ein … und genießt das Leben, bis das Unvermeidliche eintritt: die Revolution fegt einen weg …  oder?

Vielleicht wird man auch erst sich selbst ändern müssen, bevor man sich daran wagen kann, die Verhältnisse zu ändern. Doch möglicherweise hat man dann … keine Interesse mehr daran, Arbeit in die Veränderung von Verhältnissen zu stecken, weil man sich dem neuen Faschismus kaum entziehen kann:

Es ist der „American Way of Life“, die einzige räuberische Ideologie, die bestreitet, eine Ideologie zu sein. Die mit mächtigen Fangarmen weltweit operierenden Konzerne, die diktatorisch nach eigenen Gesetzen herrschen, das Militär, das zu einem Staat im Staate geworden ist, die hinter der Fassade der (angeblich) besten Demokratie der Welt in Washington agierenden 35.000 Lobbyisten, die Politiker kaufen, und eine Popkultur, die nur ablenken und verdummen soll, prägen ein System, das es so bisher nicht gab.

Quelle: John Pilger bei der Geheimrätin

Und in diesem System haben wir alle … die Uniform der Partei an. Und außerhalb der Uniform … gibt es kein Leben. Schlau eingefädelt, oder?

Entweder man meuchelt mit – oder man verhungert.

Wie in Versailles.

Fußball-WM 2010: Deutschland verliert! Putz´ mir den Pool!

Wenn meine Informanten mich korrekt unterrichtet haben, so spielt heute die Fußballmannschaft der BRD gegen irgendwen in Südafrika. Ich habe es ja nicht so mit Fußball, ich muß arbeiten.  Für derartige Vergnügen lassen mir Job, Familie und Garten keine Zeit. Aber in einem Land von 80 Millionen Einwohnern, von denen 53 Millionen  keiner versicherungspflichtigen Tätigkeit nachgehen und 27 Millionen den Kommödiantenstadel in Berlin und anderswo finanzieren, werden sich schon genug vollversorgte Zuschauer finden.  Heute ist auch Samstag, da haben die Tafeln geschlossen, die Beschäftigungsprogramme der ARGEn machen Pause so daß auch die Arbeitslosen Zeit haben, den Ball zu verfolgen.

Eigentlich kann man jetzt schon sagen, wer verlieren wird: Deutschland. Auf  jeden Fall. Je deutscher die Deutschen werden (und es wird ja immer schwarz-rot-goldener im Land, ich warte schon auf die Show „Deutschland sucht den Superdeutschen“) umso mehr Kröten dürfen sie schlucken, aktuell ist es diese:

http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E7E91AC4A20D04D9CAE99A02F9A3A0180~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Die Koalition will bei den gesetzlichen Krankenkassen den Beitragssatz offenbar wieder erhöhen. So ist eine Anhebung des einheitlichen Beitragssatzes auf 15,5 von derzeit 14,9 Prozent des Bruttolohns angedacht.

Hoffentlich gewinnen die Deutschen heute nicht … und erst recht dürfen sie nicht Weltmeister werden, sonst geht  die Mehrwertsteuer auf 21 %.

Zug um Zug, Schritt für Schritt. Jedenfalls … für normale Bürger.  Andere Bürger haben mit dem „Restverkehr“ (den Begriff habe ich aus einer Werbebroschüre für den Mercedes der S-Klasse, fand ich sehr bezeichnend, den Blickwinkel) nicht so viel am Hut. Sie fahren gepflegt ihre Steuergelder ins Ausland – erst recht während der WM, wo auch die Finanzfahnder abgelenkt sind. Und wenn die Fahnung nach der WM dann wieder loslegt: keine Sorge, Ackermann hat Vorsorge getroffen:

http://www.sueddeutsche.de/geld/justiz-vermutet-verraeter-bei-sicherheitsbehoerden-deutsche-bank-wurde-vor-razzia-gewarnt-1.969222

Die Deutsche Bank ist in einem der größten Wirtschafts-Strafverfahren, die derzeit in der Bundesrepublik anhängig sind, vorab vor einer Durchsuchungsaktion in ihren Büros informiert worden.

Da hat wohl jemand gute Kontakte zum Amt. Gute Kontakte sind ja auch wichtig im Leben. Sieht man immer wieder, zum Beispiel bei Gerhard Schröder, dem Mann, der uns allen Armut per Gesetz beschehrt hat, worüber sich Millionen Menschen auch heute noch tagtäglich freuen – auf beiden Seiten des Schreibtisches.  Die ARGE ist ja nicht nur Resteverwertung für Arbeitskraft sondern auch für überschüssige Verwaltungskräfte der Behörden. Das alles ist aber schon längst nicht mehr die Welt des Herrn Schröder, der speist an anderen Tafeln – ohne abgelaufene Lebensmittel, die die Industrie auf diese Weise günstig entsorgen kann.

http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,680306-9,00.html

Schröder indes legt sich fest: Seine Steuererklärung will er niemandem zeigen. Was könnte da wohl alles drinstehen? Rednerhonorare in Höhe von 50.000 Euro Minimum pro Auftritt, 150.000 Euro von Ringier, 50.000 Euro (plus Prämie) von Rothschild. 250.000 Euro Vergütung für den Nord-Stream-Job, 200.000 Euro für das Mandat bei TNK-BP. Pensionsgelder von rund 100.000 Euro.

Der wahre Luxus, so Schröder, seien für ihn allerdings nicht Grundbesitz und ein dickes Konto, sondern dass er nach wie vor herumkutschiert werde. Er hat als Kanzler a. D. Anspruch auf Dienstwagen und Chauffeur. Und er nutzt, wenn es irgend geht, Mitfluggelegenheiten in den Privatjets seiner Auftraggeber.

Den wahren Luxus finanzieren wir mal wieder als Steuerzahler…. oder als Beitragszahler. Auch als Preiszahler sind wir gerne gesehen. Zahlvieh halt. Und Stimmvieh.

Dreimal im Jahr trifft er sich mit Jürgen Großmann, Ex-Innenminister Otto Schily, dem Künstler Markus Lüpertz und dem Filmproduzenten Hanno Huth zum Skat. Gespielt wird um einen Cent pro Punkt. Schröder: „Da kann man an einem Abend schon mal 20, 30 Euro gewinnen.“

Kaum vorstellbar … aber diese Preise sind nichts für Hartz IV – Emfpänger. Wer da mal 20-30 Euro an einem Abend verliert, muß 4 – 6 Tage auf jegliche Nahrungsaufnahme verzichten.  Denen, die Hartz IV ins Land gebracht haben, geht es aber goldig. Klar, Leistung muß sich wieder lohnen.

http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-53439-4.html

Bis vor Kurzem war auch der deutsche Ex-Außenminister Joschka Fischer für Albright tätig. Inzwischen betreibt Fischer, der auch das Nabucco-Gaspipeline-Projekt betreut, sein eigenes Consulting-Unternehmen in der Berliner Markgrafenstraße unweit der ehemaligen Mauer. Zu Fischers Klienten gehören auch die deutschen Konzerne Siemens und BMW.

Consulting Unternehmen scheinen die moderne Form jener wirtschaftlichen „bezahlt-wird-später-Strategie“ zu sein, mit der man dem Volk klar macht, das diese tollen Menschen jetzt unbedingt ganz viel Geld brauchen, um dafür belohnt zu werden, das sie dem Steuerzahler ganz viel Kosten aufgebürdet haben … oder wurde auch nur ein Euro Schulden weniger gemacht, seitdem wir Hartz IV eingeführt haben? Wäre mit neu …

Auf die Kollegen im Ausland haben ihre Sozialabbaufanatismus gut bezahlt bekommen. Ist halt nicht nur ein nationales Phänomen:

http://www.manager-magazin.de/fotostrecke/fotostrecke-53439-2.html

<strong>Der ehemalige britische Premier Tony Blair ist kaum weniger geschäftstüchtig. Er arbeitet als Berater für die Finanzhäuser J.P. Morgan (Jahresgehalt: 2,5 Millionen Pfund) und Zurich (eine halbe Million Pfund). Für seine Memoiren kassierte er 4,6 Millionen Pfund als Vorschuss. Als Redner ist er für 180.000 Pfund zu haben.</strong>

Jetzt fragt man sich natürlich … wie funktioniert so etwas. Nun … sowas funktioniert unter anderem … durch Skatspielen mit solchen Leuten:

http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Gro%C3%9Fmann

Großmann ist Mitglied in zahlreichen Aufsichts- und Beiräten verschiedener Unternehmen, darunter

Deutsche Bahn AG
Volkswagen AG
MTU Friedrichshafen GmbH
Surteco SE
ARDEX GmbH
British American Tobacco GmbH
RAG Trading GmbH
RWE Wirtschaftsbeirat
RGM Gebäudemanagement
Messer Group GmbH
Hanover Acceptances Ltd.
Jürgen Großmann ist Mitglied im IISI Board of Directors and Executive Committee, Mitglied der Atlantik-Brücke, Mitglied im Tönissteiner Kreis, im American Council on Germany und der Deutsch-Englischen Gesellschaft. Er war früher Teilnehmer beim Jung-Königswinter-Treffen der Deutsch-Britischen Gesellschaft. Vom World Economic Forum Genf/Davos wurde er zum „Global Leader for tomorrow“ gewählt. Die Atlantik-Brücke zeichnete ihn 2007 mit dem Vernon A. Walters Award für seine Verdienste um die deutsch-amerikanische Freundschaft aus.

Jürgen Großmann ist Ehrensenatsmitglied der German International Graduate School of Management (GISMA) in Hannover.

 Wer mit dem Skat spielt, hat schon gewonnen.  An Erfahrung, an Kontakten, an Informationen. Aber … das ist natürlich nur eine Unterstellung. Die sind nämlich nicht wie wir. Wir würden auch mal beim Skat über den Job reden, über Anlagemöglichkeiten, über Trends und Möglichkeiten mit noch weniger Arbeit noch mehr Geld zu verdienen oder wie man RWE und Gaspromm gewinnbringend zusammenbringen kann. Der Hanno macht den Werbefilm dazu, der Markus die Musik und der Otto Schily kommt dann auch noch irgendwie unter.

Ach ja, Hanno ist der hier:

Er studierte zunächst Jura und begann später als Volontär bei United Artists. Dort brachte er es bis zum Außendienstchef für Südamerika und wechselte 1983 zu Senator Film, die er bis 2003 leitete, zuletzt als Vorstandsvorsitzender der börsennotierten Senator Entertainment AG. Er gab seinen Vorstandsposten auf, kurz bevor Senator Entertainment Anfang 2004 Insolvenz beantragen musste.

Huth produzierte neben deutschen auch internationale Filme, beispielsweise mit Regisseur Peter Jackson. Zu seinen herausragenden Streifen gehören Stalingrad, Aimée & Jaguar, Comedian Harmonists und Das Wunder von Bern sowie alle Kinofilme, die unter der Regie von Helge Schneider entstanden sind.

Markus der:

Markus Lüpertz (* 25. April

1941 in Reichenberg, heute Liberec, Tschechische Republik) ist ein deutscher Maler, Grafiker und Bildhauer. Er war von 1988 bis 2009 Rektor der Düsseldorfer Kunstakademie.

Und Otto Schilly der:

1971 war er Wahlverteidiger des damaligen RAF-Mitgliedes Horst Mahler, von 1975 bis 1977 der RAF-Terroristin Gudrun Ensslin.[2] Wegen der Abhöraffäre von Stammheim erschien Schily schließlich nicht mehr im Gerichtssaal des Stammheim-Prozesses. Nach dem Tod der Angeklagten bezweifelte Schily die Selbsttötungen und machte den Staat für die Todesfälle verantwortlich. Am 19. Oktober 1977 war er bei der Obduktion von Andreas Baader, Jan-Carl Raspe und Gudrun Ensslin anwesend.

So einen politischen Wanderpokal (erst Grüne, dann SPD, jetzt wasweißich)kann man immer gut gebrauchen, denn nach dem man mit Terroristenverteidigen kein Geld mehr machen konnte hat er sich dann im Bürgerrechtsabbau versucht:

Am 28. Oktober 2005 wurde Schily mit dem Negativpreis Big Brother Lifetime Award 2005 ausgezeichnet. Gewürdigt wurde er „für den Ausbau des deutschen und europäischen Überwachungssystems auf Kosten der Bürger- und Freiheitsrechte und für seine hartnäckigen Bemühungen um die Aushöhlung des Datenschutzes unter dem Deckmantel von Sicherheit und Terrorbekämpfung“. Schily hatte die Auszeichnung bereits 2001 für den ersten „Otto-Katalog“ erhalten.

Schily wird heute oftmals als Vertreter des Law and Order bezeichnet, vor allem bedingt durch seine weitgehenden Vorschläge zur inneren Sicherheit und Bürgerüberwachung. Kritiker meinen, Schily stehe aufgrund seiner Vorstellungen zur Terrorismusbekämpfung, Zuwanderungspolitik und Einschränkung des Datenschutzes den Unionsparteien näher als der SPD. Dies wurde zum Beispiel damit begründet, dass Schily nicht lediglich auf innenpolitische Ereignisse reagiert, sondern bereits über eine größere Anzahl fertig ausgearbeiteter Vorschläge für Gesetzesverschärfungen verfügt habe; diese hätten passend zu den jeweiligen Ereignissen als Vorschlag präsentiert und dann sofort umgesetzt werden können („Pläne in der Schublade“).

( Zitate aus: Wikipedia, siehe dort)

Pläne in der Schublade … ein Schelm, wer Übles dabei denkt. Ein Schelm, wer vermutet, das hier die Lumpenelite einen weiteren Büttel gefunden hat, der ihre Beute vor dem Bürger sichert.  Habe ich schon gesagt, das ich mich an manchen Tagen sehr schelmisch fühle? Und schelmisch wie ich heute mal bin, sage ich: das riecht nach großem Plan zum Gesellschaftsumbau.

Aber … ich bin ja auch nicht wie die und die sind nicht wie wir. Bei denen passiert so etwas alles zufällig. Und wenn die Skat spielen, dann können wie wie die Kinder im Spiel völlig versinken und ihr anderes Leben komplett hinter sich lassen….und dann sind sie auch noch so großzügig, das sie die Möglichkeiten zur Bereicherung aus diesen Kontakten niemals nutzen oder gar ausschöpfen würden.

So niedrig denken nur wir Bauern. Der Adel jedoch hat so etwas nicht nötig. Und bevor jetzt eine Unke in den Raum hineinruft: „Der hat ja auch schon genug!“ seit gesagt: der Adel zeichnet sich nicht nur durch besondere Gene sondern auch durch eine besonders hohe Denkungsart aus. Der ist nicht wie wir.  Außer vielleicht der Schilly, denn ich gestehe, das hier wirkt mir nicht sonderlich edel:

Mit Verweis auf den Mandantenschutz weigerte sich Schily, die Einkünfte zu spezifizieren, die er neben seinem Bundestagsmandat aus seiner Nebentätigkeit als Rechtsanwalt erzielte.[3] Das Bundestagspräsidium sah darin eine Pflichtverletzung und verhängte deshalb ein Ordnungsgeld in Höhe von 22.000 €.[4] Mit Urteil vom 30. September 2009 entschied das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, dass Bundestagsabgeordnete ihre Nebeneinkünfte zwar bis ins kleinste Detail offenlegen müssen. Die Ordnungsgelder gegen Schily hob das Gericht aber auf, da die Richter einen Verstoß der Bundestagsverwaltung gegen die Gleichbehandlung aller Abgeordneten sahen. Während Einzelanwälte ihre Einkünfte aus Nebentätigkeiten offenlegen mussten, galt dies für Anwälte in Anwaltssozietäten nicht. Dies sei eine „gleichheitswidrige Verwaltungspraxis“, erklärte der Vorsitzende Richter. Der Bundestag wurde zudem aufgefordert, die entsprechenden Regeln anzugleichen.

Na ja, aber was verstehe ich schon vom Adel.  Nur eins verstehe ich. Seitdem ich den Beitrag im Report Mainz gesehen habe (Alterknacker noch vielen Dank dafür!)  weiß ich, das der Satz „Rutsch mir mal den Buckel ´runter“ beim Adel  keinen hohen Kurs mehr hat.

„Die können mir mal den Pool putzen!“ …. das ist ein Satz mit Zukunft.  Für die, die einen haben.

Den anderen kann ich nur sagen: wenn ihr lieber zuschaut wie Deutschland spielt anstatt wie Schröder Skat zu spielen, dann hat Deutschland schon verloren, bevor die Mannschaft auf dem Platz ist.

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