Recep Tayyip Erdoğan

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Malle Madness | Was auf Mallorca passiert, bleibt auf Mallorca | Strippenzieher

Na, da reiß doch einer die Hütte ab. Während die Welt durch die Pandemie dem Untergang geweiht ist, gibt es einen Ort, an dem alles noch in Ordnung ist. Ein Ort, an dem der Mensch noch Mensch sein darf. Mallorca. Das Land der Dichter, Denker und Immunen.

Mallorca, wo man ohne #Ausgangssperre​ in geöffneten Restaurants noch Pommes mit Senf bestellen kann, wo zehn nackte Friseure ihren Laden ohne Einschränkungen betreiben können und wo Corona nur ein schlecht schmeckendes Bier ist. Dort möchte man doch leben. Das dachten sich mit Sicherheit auch Angela Merkel und ihre Regierung. Schließlich hatten die kein Problem damit, dass Touristen wieder zur spanischen Baleareninsel reisen. Der deutsche Tourist gibt dem Land doch erst das gewisse Flair und das Joie de Vivre. Auf Malle kann man eben alles haben, kalte Getränke, lauwarme Partys und heißes Fieber. Und selbst Angela Merkel und Horst Seehofer gönnen sich hier mal eine Auszeit von diesem ganzen Stress in Deutschland.

In Deutschland sind sowieso alle immer nur so steif und wütend. Ständig will man da über Impfungen, Maskenpflicht, #Inzidenz​ und Überlebensängste reden. Alles Spielverderber und Partymuffel. Dann doch lieber Kopf aus und Alkohol an. Das gefällt der Kanzlerin von #Mallorca​ und dem bayerischen Prinzen von Arenal. Und wenn es spät wird und der ein oder andere Sangria Blanca den Kopf erreicht hat, wer weiß, was da zwischen den beiden noch so drin ist.

Kurznachrichten

„Nichts hinterfragen“ – Gegner der Corona-Politik demonstrieren in Berlin

Etwa 25 Gegner der Corona-Politik haben am Donnerstag in Berlin protestiert. Die Demonstranten trugen weiße Uniformen und weiße Masken und marschierten in einer Reihe. Am 4. März veranstalteten Aktivisten eine ähnliche Aktion in Berlin.

Putin challenges Biden to live unscripted debate amid deepening rift

US President Joe Biden appears to have rebuffed an open invitation from his Russian counterpart Vladimir Putin to hold a live public debate, with the White House press secretary claiming that he’s “quite busy” with other things.

Asked by reporters on Thursday whether Biden would consider the offer from his Russian counterpart, spokeswoman Jen Psaki answered in the negative, saying she did not have any news about a future meeting, virtual or otherwise, and that the president’s schedule is full.

Joe Biden green screen fail welcome to the clown show

Hat Joe Biden vergessen, wer US-Präsident ist?

US-Präsident Joe Biden hat sich in einer Rede am Donnerstag in Washington, D.C., in der er über den Fortgang bei den Covid-19-Impfungen in den USA berichtete, erneut einen verbalen Lapsus erlaubt. Konkret sagte er:
„Als Präsident[in] Harris und ich […] eine virtuelle Tour durch ein Impfzentrum in Arizona vor nicht allzu langer Zeit unternahmen, wirkte jede Impfdosis, die dort eine Krankenschwester auf dieser Tour verabreichte, wie eine einzelne Dosis der Hoffnung.“

Der 78-Jährige stand mit solchen Fauxpas schön öfter in den Schlagzeilen. Im Dezember bezeichnete er Harris fälschlicherweise als „President-elect“ [gewählte bzw. designierte Präsidentin], ebenfalls während einer Rede über Covid-19-Impfstoffe. Damals ließ Biden verlautbaren:
„Ich habe mich impfen lassen, um das öffentliche Vertrauen in den Impfstoff zu stärken. Die designierte Präsidentin Harris hat ihre [Dosis] heute aus dem gleichen Grund bekommen.“

Im Oktober verwechselte der den damals amtierenden US-Präsidenten Trump offensichtlich mit den früheren Amtsinhaber George W. Bush. Auch bezüglich Aussagen über seine Familie sorgte Biden in der Vergangenheit wiederholt für Verwirrung.

Bürgermeister schreiben Corona-Brandbrief an Kretschmer: „Wir Verlieren den Rückhalt der Bürger“

Eine Gruppe mehrerer Bürgermeister aus dem Erzgebirge hat einen Corona-Brandbrief an den Landeschef Michael Kretschmer geschrieben. Ein Lockdown sei nicht mehr zu vermitteln, so die Bürgermeister aus Sachsen. Sie halten die Regeln für undifferenziert.

Nachdem Biden Putin Mörder nannte: Erdogan sieht Biden als „unwürdig für einen Präsidenten“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beklagte am Freitag in Istanbul die jüngsten Äußerungen von Präsident Biden über Wladimir Putin. Erdogan bezeichnete diese Äußerungen als „unwürdig für einen Präsidenten“

„Die Äußerungen von Herrn Biden über Putin sind eines Präsidenten unwürdig. Es ist weder akzeptabel noch angemessen für ein Staatsoberhaupt, sich hinzustellen und einen solchen Satz für ein Staatsoberhaupt wie Russlands zu verwenden“, sagte Erdogan gegenüber Reportern.

„Meiner Meinung nach hat Herr Putin seiner Sorgfaltspflicht getan, indem er eine sehr kluge und sehr elegante Antwort gegeben hat“, fügte er hinzu.

In einem Interview am Mittwoch stimmte Biden dem ABC-Journalisten George Stephanopoulos zu, als er fragte, ob Putin ein „Mörder“ sei. Biden antwortete: „Ja, das denke ich“, er werde „einen Preis zahlen“ für die angebliche russische Einmischung in die US-Politik. Putin reagierte auf Bidens Äußerungen am Donnerstag aus Moskau mit dem Kommentar, er wünsche dem US-Präsidenten „gute Gesundheit“. Sowohl Moskau als auch Washington D.C. äußerten den Wunsch, trotz unterschiedlicher Auffassungen in wichtigen Interessenbereichen weiter zusammenzuarbeiten.

The West has a China problem

Britain’s strategy shows the West’s big China problem; it wants to look good by criticising Beijing, but it also wants all China’s cash. Quite the dilemma.

Matter of trust | Europe split over vaccinating with AstraZeneca or turning to Sputnik V

Trust in AstraZeneca jab in Europe has been shaken following recent safety fears as nations mull turning to Sputnik V

Erdogan gegen den Rest der Welt

Erdogan an Deutschland und Frankreich: „Ihr seid Faschisten im wahrsten Sinne des Wortes!“

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan beschuldigte am Montag europäischen Staats- und Regierungschefs, vor allem in Deutschland und Frankreich, „Faschisten im wahrsten Sinne des Wortes“ zu sein und fügte hinzu, dass sie “ wirklich die Kettenglieder der Nazis sind“, da diese rassistischen Terror gegen Muslime und den Islam unterstützen und populär machen würden. Die heutige Situation der Muslime in diesen Gesellschaften, dessen Räumlichkeiten quasi täglich „von Rassisten und faschistischen Gruppen angegriffen“ würden, sei vergleichbar mit der „Lynchkampagne gegen Juden vor dem Zweiten Weltkrieg“, behauptet der türkische Präsident. Er rief deshalb die Türken dazu auf, französische Waren zu boykottieren.

Zu den jüngsten Schimpftiraden Erdogans kommt es nach der brutalen Enthauptung eines französischen Lehrers durch ein islamistischen, tschetschenischen Flüchtling Mitte Oktober in einem Pariser Vorort. Dieser ermordete ihn, weil der Lehrer im Rahmen einer Unterrichtsstunde über Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte. Die französische Regierung versprach daraufhin einmal mehr, hart gegen den radikalen Islam vorzugehen. Macron betonte, dass man nicht auf solche Karikaturen und Zeichnungen verzichten werde. Der türkische Präsident, Erdogan, warf ihm daraufhin vor, den Islam ins Visier genommen zu haben und zu provozieren.

Deutschland: Maas bezeichnet Erdogans Kommentare zu Macron als „neuen Tiefpunkt“

Bundesaußenminister Heiko Maas bezeichnete die jüngsten Aussagen des türkischen Präsidenten über den französischen Präsidenten Emmanuel Macron als „neuen Tiefpunkt“. Solche Aussagen seien „völlig inakzeptabel“. “Wir stehen auch ganz solidarisch an der Seite Frankreichs, sowohl was die persönlichen Angriffe von Präsident Erdogan gegen Präsident Macron betreffen, die sind, wie ich finde, ein neuer Tiefpunkt und sie sind auch völlig inakzeptabel.“, äußerte sich der Bundesaußenminister.

Wer den Kampf gegen gewaltbereite Islamisten und Mörder mit Rassismus und Islamophobie durcheinanderbringt, der handle unverantwortlich und spiele denen in die Hände, “die unsere Gesellschaft spalten wollen“, sagte der Außenminister weiter. Man werde so etwas nicht akzeptieren, “das haben wir auch unseren französischen Freunden sehr deutlich gesagt, dass wir großes Verständnis haben für die Maßnahmen, die diplomatischen Maßnahmen, die Frankreich jetzt ergriffen hat.“, betonte Maas. Am Samstag hatte Erdogan geäußert, dass Macron sich einer „psychischen Behandlung“ unterziehen sollte, nachdem der französische Präsident die Veröffentlichung von Cartoons mit dem muslimischen Propheten Muhammad durch die satirische Zeitung Charlie Hebdo verteidigt hatte.

Nach Erdogans Boykott-Aufruf: Supermärkte im Jemen und Kuwait verbannen französische Produkte

Nachdem der türkische Präsident Erdogan dazu aufgerufen hat, französische Waren zu boykottieren, kommt es in vielen islamischen Ländern zu Boykotten. Erdogan hatte der französischen Regierung vorgeworfen, „islamfeindlich und faschistisch“ zu sein.

So haben Einzelhandelsgenossenschaften in Kuwait den Boykott französischer Produkte bekannt gegeben. Die nicht staatliche Union der Verbrauchergenossenschaften hat in Kuwait eine Boykott-Richtlinie erlassen. In der Union sind mehr als 70 Unternehmen zusammengeschlossen. In Ländern wie Pakistan, Algerien, dem Irak, Palästina sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten werden die Rufe nach einem Boykott lauter. In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa sind französische Produkte bereits aus den Regalen verschwunden.

Die Forderungen nach einem Boykott entstanden, nachdem Frankreichs Präsident Macron die Veröffentlichung von Karikaturen des Propheten Mohammed durch die satirische Zeitung Charlie Hebdo unterstützt hatte. Macron äußerte außerdem, dass der Islam „eine Religion sei, die heute überall auf der Welt in der Krise steckt“. Die Debatte um Darstellungen des Propheten Mohammed wurden zuletzt Mitte Oktober durch die Enthauptung des Lehrers Samuel Paty, welcher seinen Schülern Karikaturen im Unterricht zeigte, neu entfacht.

Zunehmende Entfremdung

Weder bei Putin, Trump und Chinas Xi sind sich die politischen Lager in der Ablehnung so einig wie bei Erdogan und der Türkei. Die Sichtweisen des westlichen Mainstream werden dabei weitgehend vorbehaltlos sogar von jenen übernommen, die sich ihm sonst verweigern. Moralische Empörung jedoch kann die sachliche Analyse nicht ersetzen.

Ein Standpunkt von Rüdiger Rauls.

Ungeliebte Volksvertreter

Es ist das vorherrschende Muster in der Darstellung des Wertewestens, dass die Schuld an der Verschlechterung der Beziehungen immer bei den anderen liegt: Putin, Xi Jingping, Lukaschenko, Maduro und natürlich auch Erdogan. Sie sind die Störenfriede in der Welt, denn sie halten sich aus der Sicht der Meinungsmacher nicht an die Maßstäbe, die der Wertewesten für die ganze Welt als verbindlich erklärt hat. Das nimmt man zum Anlass für Strafmaßnahmen, meist in der Form von Sanktionen.

Man muss Erdogan nicht mögen. Man muss auch Putin oder Trump oder Merkel oder Chinas Xi nicht mögen. Aber bei aller persönlichen Abneigung darf eine wesentliche Tatsache nicht übersehen werden: Sie vertreten Hunderte Millionen Menschen.

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