Rassismus

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Kulturelle Aneignung- Bizarre Blüten amerikanischer Progressivideologen

Wer ist der Mensch und was darf er sein? In den letzten Wochen kamen zwei bizarre Fälle von Identitätspolitik in die Schlagzeilen. Jessica Krug gab sich viele Jahre lang fälschlicherweise als Afroamerikanerin aus, um als Professorin und Aktivistin gegen Rassismus und Unterdrückung der Schwarzen zu kämpfen.
Die englische Sängerin Adele wurde aus dem progressiven Lager scharf angegriffen, weil sie sich im afro-karibischen Look in der Öffentlichkeit zeigte. Ihr wird kulturelle Aneignung vorgeworfen.

Doch bedingt nicht der Austausch von Menschen und Kulturen jeden Fortschritt? Wenn Rassismus als unwissenschaftlicher Unfug des 19.Jhdts. erkannt wird, wieso sollte man dann das Trennende zwischen den Menschen immer mehr hervorheben? Wie weit haben sich die progressiven Ideologen entfernt von den hehren Zielen Freiheit und Gleichberechtigung?

Der Oscar für die schlechteste Idee geht an Hollywood

Jens Berger

Hollywood, die Traumfabrik. Hier wurden so großartige Filme wie „Der Pate“, „Das Schweigen der Lämmer“ oder „The Kings Speech“ gedreht – Filme, die mit dem Oscar als beste Filme des Jahres ausgezeichnet wurden. Ab 2024 dürfte keiner dieser Filme mehr einen Oscar bekommen. Ab dann gelten nämlich die neuen „Diversitätsregeln“. Als bester Film darf dann nur nominiert werden, wer verschiedene Kriterien in Sachen „Diversität“ einhält, also beispielsweise mindestens einen Hauptdarsteller hat, der einer ethnischen Minderheit angehört oder ein Thema hat, das politisch korrekt ist, sich also entweder für Frauen, ethnische Minderheiten, die Belange von Homosexuellen und Genderthemen oder geistig und körperlich Behinderte einsetzt. Von den zehn Nominierten in diesem Jahr würde übrigens nur ein einziger Film diese beiden Kriterien erfüllen. Das ist Propaganda im Namen der Identitätspolitik, viel Spaß im schönen neuen Kino.

Bimbophil und Spaß dabei

„Du Neger ?“ fragt Otto einen schwarzen Soldaten, der nicht versteht. „Schwarzer Kopf, schwarzer Bauch, schwarze Füß“, erklärt Otto, zieht die Strümpfe aus und zeigt seine dreckigen Füße. Da fällt seinem Gegenüber der Groschen: „Ah, du Neger!“. In der Folge gelingt es Otto, seinen neuen schwarzen Freund als Sklaven an eine ältere Dame zu verkaufen und von ihr 100 Mark zu erschwindeln. Filmzitat: „Wenn Sie denn näher treten wollen, Herr Bimbo“

Bei Black Lives Matter ist 2 + 2 nicht gleich 4

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Diese neue mathematische Erkenntnis teilte die afro-amerikanische Hilfslehrerin und BLM-Aktivistin Brittany Marshalls jüngst in einer Kurznachricht auf Twitter im Rahmen einer Diskussion über den Rassismus der Weißen. Denn nur wegen des westlichen Imperialismus sei 2+2 = 4. Verständlicherweise ging ihr Tweet im Internet viral und wurde schneller verbreitete als Corona.

Wörtlich heißt es in dem Tweet von Marshall: „Die Idee von 2 + 2 gleich 4 ist kulturell und nur wegen des westlichen Imperialismus/Kolonisierung betrachten wir dieses Ergebnis als die einzige Möglichkeit.“

„Cancel Culture“ – Intoleranz im Namen der Toleranz

Jens Berger

Alte Filme und Serienfolgen werden aus den Archiven gelöscht, Statuen werden gestürzt, Referenten und Dozenten ausgeladen und in Medien und Wirtschaft werden Menschen entlassen, die als falsch empfundene Positionen vertreten, die die heilige Dreifaltigkeit von Gleichheit, Diversität und Inklusion verletzen. All dies wird heute unter dem englischen, nur sehr schwer ins Deutsche zu übertragendem Begriff „Cancel Culture“ zusammengefasst. Befürworter sprechen von einem „Gerichtshof der öffentlichen Vernunft“, Gegner von der Herrschaft eines selbstgerechten Mobs, der vor allem über Shitstorms auf Twitter kommuniziert. Ziel der „Cancel Culture“ ist die systematische Boykottierung, Verbannung und Annullierung von Werken und Personen aus dem öffentlichen Leben. Eine Anti-Aufklärung, die Intoleranz im Namen der Toleranz pflegt, ein Volksgerichtshof der politischen Korrektheit. In den USA ist „Cancel Culture“ bereits allgegenwärtig und auch in Deutschland machen sich bedenkliche Tendenzen bemerkbar.

Begriffsverwirrung über das R-Wort | Wehrpflicht für den Frieden

Gibt es Rassismus gegen Weiße? Wie rassistisch ist die Berliner Polizei? Und wie positioniert sich der Mediennachwuchs in der ganzen Debatte? All das erfahrt ihr hier, in einer neuen Folge 451 Grad!
Wer artig seine #Rundfunkgebühren gezahlt hat, der weiß, dass sich seit den Black Lives Matter Protesten in Amiland, auch bei uns alles um Rassismus dreht. Gibt es strukturellen Rassismus in Deutschland? Welche Statue sollte bei uns vom Sockel gestoßen werden? Wie umfangreich ist Rassismus innerhalb der Polizei vertreten? Fragen über Fragen die nach einer Antwort verlangen. So zumindest stimmt die heimische Medienlandschaft den Tenor an. Doch einer muss auch bei dieser Debatte wieder den Bogen überspannen. Dieses Mal ist es die #zett – das Jugendmagazin des Zeitverlags. Die Redakteurin Celia Parbey sagt nämlich, dass Rassismus nicht einfach nur etwas mit der Ablehnung einer gewissen Hautfarbe zu tun hat. #Rassismus muss schon im System verankert sein, damit es Rassismus sein kann – behauptet #Parbey. Und wo bitte sind denn schon Weiße strukturell benachteiligt?! Kann es Rassismus gegen Weiße daher gar nicht geben?
Und mit zugedrückten Augen geht es gleich weiter! Innenminister Horst Seehofer hat erneut eine Untersuchung zum Rassismus innerhalb der Polizei abgelehnt. Racial profiling? Davon will der Horst nichts wissen! Doch hat das CSU-Urgestein dieses Mal vielleicht sogar recht? Eingegangene Beschwerden bei der Berliner Polizei zur fremdenfeindlichen Diskriminierung scheinen nämlich nicht so ergiebig zu sein, wie dies einige gehofft haben. Ist dennoch eine Untersuchung notwendig? Arthur geht den Dingen wieder einmal auf den Grund, in einer brandneuen Folge 451 Grad!

Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr soll weichen

Zu Beginn des Sommerlochs treibt die neu entflammte Rassismusdebatte seltsame Blüten. Selbsternannte Anti-Rassisten haben jetzt ihren gerechten Zorn auf das „M-Wort“ fokussiert. Der Mohr soll weichen – Straßen- und Apothekennamen, Stadtwappen und sogar Kanaldeckel, die teils seit Jahrhunderten den Mohren im Namen tragen oder abbilden, werden nun als rassistisch empfunden und passen offenbar nicht mehr in unsere ach so aufgeklärte Zeit. Die Berliner Verkehrsbetriebe sahen sich bereits genötigt, eine U-Bahn-Station umzubenennen und in Coburg tobt ein erbitterter Streit um den Schutzpatron der Stadt, den „Coburger Mohr“. Die Enkel der Nazis schaffen es womöglich sogar, woran ihre Groß- und Urgroßmütter und -väter gescheitert sind – den Mohren in Wort und Bild aus dem Stadtbild zu vertreiben. Gerade so, als würde unsere Gesellschaft und unsere Geschichte besser, wenn wir alle paar Jahre Straßennamen ändern und Denkmäler entfernen, anstatt aus der Geschichte zu lernen und Dinge, die nicht stromlinienförmig unserer Gesinnung entsprechen, als Stolpersteine zu begreifen, die zum Nachdenken anregen können.

Wer sägt schon am eigenen Ast?

Wenn US-Technologiekonzerne „Rassismus bekämpfen“

Alle sind derzeit ganz laut und öffentlichkeitswirksam gegen Rassismus. Doch scheint die Rassismusdebatte spätestens an der Landesgrenze zu enden. Ab dort beginnt wieder das Geschäft.

Gute Demos, schlechte Demos

Gegen Rassismus haben am Wochenende zahlreiche Menschen demonstriert. Das ist zu begrüßen – es macht aber auch eine massive Ungleichbehandlung deutlich: Die Demos für Grundrechte sollten die gleiche Toleranz erfahren.

„Die Polizei hat eindeutig ein Rassismusproblem“

Nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA ist das Thema Rassismus innerhalb der Polizei in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Debatte gerückt. Auch in Deutschland bemängeln Menschenrechtler unzureichende Schutzmechanismen für Opfer rassistischer Polizeigewalt.

So hat auch die Co-Vorsitzende der SPD, Saskia Esken, die Diskussion über die Zustände in Deutschland angefeuert, indem sie der deutschen Polizei „latenten Rassismus“ vorgeworfen hat.

Biplab Basu arbeitet seit über 30 Jahren als Berater bei der Beratungsstelle ReachOut in Berlin. Täglich betreut er Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt. Im Jahr 2002 gründete er die „Kampagne gegen rassistische Polizeigewalt“ (KOP). Im Interview mit RT Deutsch spricht er unter anderem über die Aussage von Saskia Esken – und warum er diese für untertrieben hält.

K.-o.-Tropfen für die Gesellschaft: Das Problem mit dem Antirassismus

Weisen Ihre äußerlichen Merkmale auf eine „kaukasische“ Herkunft hin? Dann bleiben ihnen zwei Möglichkeiten: Sie können Buße tun, bis Sie sich in einer Schuld-Pfütze aufgelöst haben. Oder aber Sie stellen sich tot und hoffen, dass der Zeitgeist auch wieder vorbei sein wird.

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USA: Halbherziger Kampf gegen Rassismus im Zeichen der Imagepflege

Keine Regierung, kein Politiker und kein Unternehmen können es sich leisten, nicht öffentlichkeitswirksam gegen Rassismus zu Feld zu ziehen. Auch die großen Technologiegiganten machen mit großen Spenden und noch größeren Worten auf sich aufmerksam.
Doch handelt es sich hierbei nur um Imagepflege? Denn sämtliche Global Player unserer Zeit – multinationale Konzerne, die auf der ganzen Welt produzieren, Handel treiben und Waren kaufen oder verkaufen – leben davon, Arbeitskräfte in Schwellen- oder Entwicklungsländern auszubeuten. Die Rassismusdebatte scheint spätestens an der Landesgrenze zu enden. Ab dort beginnt wieder das Geschäft.

USA verwässern UNO-Resolution gegen Rassismus

Die Signalwirkung des Falles George Floyd hat dazu geführt, dass sich der UN-Menschenrechtsrat mit dem Rassismus in der US-Gesellschaft beschäftigt hat. Im endgültigen Resolutionsentwurf werden die Vereinigten Staaten jedoch nicht mehr ausdrücklich erwähnt. Vielmehr sind die Formulierungen eher vage und allgemein gehalten. Denn trotz ihres Austrittes aus dem UN-Menschenrechtsrat, haben die USA über ihre Verbündeten noch immer eine Menge Gewicht.

Weltpolizist auf der Anklagebank: Afrika wirft USA Rassismus vor

Wegen der Rassenunruhen in den USA haben 54 afrikanische Staaten den UN-Menschenrechtsrat angerufen und eine Untersuchung gefordert. Auch die Familie des getöteten Afroamerikaners George Floyd hat sich für eine Beteiligung der Vereinten Nationen ausgesprochen.

Alles Rassisten?

Der Kampf um das kulturelle Erbe des Empire in Großbritannien

Im Rahmen der Proteste der Black Lives Matter-Bewegung in Großbritannien wird der Umgang mit dem kolonialen Erbe des einstigen Empire zunehmend in Frage gestellt. Ob das Königshaus oder Winston Churchill – der Vorwurf des Rassismus macht auch vor ihnen nicht halt.

Der Mord an George Floyd: kein Einzelfall, …

…sondern Teil des Krieges gegen Schwarze in den USA

STANDPUNKTE

Hermann Ploppa

Hat die deutsche Polizei ein Rassismus-Problem?

SPD-Chefin Esken sieht bei deutschen Sicherheitskräften einen latenten Rassismus und fordert, dass entsprechende Beschwerden über Polizisten von einer unabhängigen Stelle geprüft werden. Gibt es bei der deutschen Polizei also tatsächlich ein strukturelles Problem mit Hang zum Rechtsextremismus? Die Vorwürfe sind nicht neu. Während der vergangenen zwanzig Jahre sind eine ganze Reihe von Menschen nichtweißer Hautfarbe durch Polizisten oder in Polizeigewahrsam in Deutschland ums Leben gekommen. Der bekannteste Fall war der Tod von Oury Jalloh. Die verkohlte Leiche des Asylbewerbers aus Sierra Leone wurde 2005 in einer Gewahrsamszelle einer Polizeiwache in Dessau gefunden. Ein neues forensisches Gutachten kam im Oktober 2019 zu dem Ergebnis, dass Oury Jalloh vor seinem Tod schwer misshandelt wurde. Doch worum handelt es sich dabei? Einzelfälle oder Struktur?

Fawlty Towers S1E6 The Germans

Comedy-Kultfolge wegen „rassistischer Beleidigungen“ entfernt – Kritik von John Cleese
Der Schauspieler John Cleese (“Monty Python’s Flying Circus”) hat einen britischen Streaming-Dienst kritisiert, der eine Episode der Serie „Fawlty Towers“ aus dem Programm genommen hat.
Die Folge „The Germans“ war zuvor kritsiert worden, weil sie rassistische Beleidigungen enthalte. Cleese, der in der Kultserie aus den 1970-er Jahren die Hauptrolle spielt, sagte dazu, die Episode sei falsch verstanden worden. Sie sei eine Kritik an rassistischen Einstellungen, keine Billigung derselben. Der Sender UKTV teilte mit, „The Germans“ solle demnächst zusammen mit zusätzlichen Hinweisen wieder online gestellt werden. Ältere Beiträge würden regelmäßig geprüft, um zu garantieren, dass Zuschauererwartungen erfüllt werden. Dabei werde besonders auf veraltete Sprache geachtet.
Die Folge, die im Oktober 1975 erstmals ausgestrahlt wurde, dreht sich um den Hotelbesitzer Basil Fawlty, der eine Gruppe deutscher Touristen beleidigt. Fawlty sagt wiederholt „Fangen Sie nicht vom Krieg an“ und gibt schließlich eine Hitler-Imitation zum Besten.
Quelle: Deutschlandfunk
Anmerkung Jens Berger: Es ist erschreckend, wie falsch verstandene politische Korrektheit die kulturelle Vielfalt vor allem auf dem Gebiet der Satire bedroht. Es liegt in der Natur der Satire, dass sie oft von genau denjenigen nicht verstanden wird, die sie eigentlich aufs Korn nimmt. John Cleese hatte die fehlgeleitete Debatte um diese Perle der Satire mal mit den Worten kommentiert:
“Everybody thinks that was a joke about the Germans but they missed it. It was a joke about British attitudes to the war and the fact that some people were still hanging on to that rubbish”.

Riots und Rassismus in den USA und die darüber stehende soziale Frage

Gespannt blicken wir Europäer auf die jüngsten Ereignisse in den USA. Polizeigewalt, Riots und Proteste erschüttern das zutiefst gespaltene Land. In diesem Video wollen wir jenseits des aktuellen Hypes um Trump und Rassismus versuchen, das Geschehen in ein größeres Bild einzufügen.

Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass es viele und schwere Riots und Aufstände in den USA gab, die mit Gewalt niedergeschlagen wurden. Dabei ging es nicht immer um Unterdrückung der Schwarzen, sondern viel mehr um die Unterdrückung der unteren Schichten. Der gegenwärtige Fokus auf Rassismus, ein sehr junger Begriff, lenkt ab vom wirklichen Thema, der sozialen Frage. Wie Warren Buffet einmal sagte, „Es läuft ein Kampf reich gegen arm und meine Klasse gewinnt.“

Tatsächlich zahlt den Preis immer das einfache Volk. Nach den Detroit Riots von 1967 wurden Zentren afroamerikanischer Kultur, wie die Hastings Street, gentrifiziert. Im 19. Jahrhundert wurde die Arbeiterbewegung niederkartätscht, um den Weg freizumachen für die Oligarchen, die ihre Macht wiederum nutzten, die USA Schritt für Schritt zu einer Art Mafiastaat zu verwandeln, von Jekyll Island bis zu den aktuellen Billionen-Bailouts.

Die USA sind ein gescheitertes Sozialexperiment, sagte kürzlich Cornel West. Durch die Amerikanisierung und Globalisierung wird versucht, dieses fragliche Gesellschaftsmodell in vielen Ländern zu etablieren. Was können wir in Europa und Deutschland tun, um ein friedliches Miteinander in unseren Städten zu sichern? Gibt es Alternativen? Schliesslich haben wir in Mitteleuropa eine lange Geschichte urbaner Kultur, die ein selbstbewusstes, souveränes Bürgertum hervorbrachte. Dort sollten wir nach Lösungen suchen, bei unseren Erfahrungen und Stärken.

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