Politik

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Hochverrat mit vier Buchstaben

Als Willy Brandt sich in den frühen 70er Jahren dafür entschied, eine eigenständige Ost-Politik zu wagen, wurde das in Washington nicht nur mit Argwohn beobachtet. Für das Pentagon galt der deutsche Bundeskanzler Brandt seither als unberechenbar und „Brandt-gefährlich“. Brandt gefährdete mit seiner authentischen Friedens- und Entspannungspolitik das Geschäftsmodell des Militärisch-Industriellen-Komplexes. Brandt suchte und fand den Frieden, der später unter Kohl in der Wiedervereinigung mündete, während sich das Pentagon bis heute vor allem darauf versteht, den Krieg in alle Welt zu tragen.

Wie rette ich mich vor der totalen Versulzung? (Ein Survival-Kit für die Apokalypse – Teil 2)


(Bild: pixabay
/Apokalypse)

Mit Politik, „dieser Scheiße mit Schulz und Merkel“, wolle sie nichts zu tun haben, erklärte mir vor einiger Zeit eine junge Studentin. Sie habe andere Interessen. Ich kann das gut verstehen, niemand löffelt gerne Grütze aus einem umgekippten Ententeich. Und niemand stiert gerne in ein bodenloses Nichts, das einen ebenfalls in die Tiefe ziehen will, je länger man es anblickt. Falls Sie das ähnlich sehen wie die junge Dame, habe ich dafür ebenfalls vollstes Verständnis. Dann lassen Sie die ersten Absätze über solche Dummheiten wie die des Weltwirtschaftsforums eben ruhig aus und springen Sie gleich nach unten. Denn es geht mir eigentlich um etwas ganz anderes: Um eine auch für Sie buchstäblich entscheidende Wahl, die zwar nirgends offiziell ausgeschrieben ist, aber über nichts weniger entscheidet als über Ihren Kopf und Ihren Kragen.

Nein, ich meine nicht solche Albernheiten wie EU-Wahlen oder dergleichen. Gegen diese Superbowl-Wahl, die jetzt ansteht, verblassen alle anderen Wahlen, von denen spätestens seit der letzten EU Wahl ohnehin schon jeder bemerkt haben sollte, dass sie in Wirklichkeit vollkommen witzlos bzw. eine bloße Farce sind. Wahlen, bei welchen dann plötzlich irgendein rosa Duracell-Plüschhase aus dem Zylinder gezogen und zur Chefin gemacht wird, der nirgends zur Wahl gestanden ist – und der wohl Grund genug gewesen wäre, dass viele gar nicht zur Wahl gegangen wären, wenn er denn zur Wahl gestanden hätte. Halten wir uns also nicht länger mit diesem Theater der „simulativen Demokratie“, wie es Jean Ziegler bezeichnet, auf. Fassen wir lieber diejenige Wahl ins Auge, die jetzt wirklich unser individuelles Schicksal bestimmen wird. Dazu unten gleich mehr.

Der öffentliche Raum: Versulzt

Zuvor aber noch ein paar Worte zur Tagespolitik. Ganz ersparen kann ich Ihnen diese „Scheiße mit Schulz und Merkel“ leider doch nicht (um nicht inflationär mit Fäkalwörtern um mich zu werfen: im Folgenden also „Sulz“). Ich verspreche, die Sache möglichst kompakt zu halten, aber zumindest eine kleine Dosis dieses Sulzes muss ich Ihnen zumuten. Man will es ja vermeiden, in dieses Sulz hineinzutappen. Und wenn wir immerzu weggucken, dann wird dieses Sulz ja auch nicht weniger. Unsere Straßen und Parks sind bereits voll davon, ohne dass sich jemand bemüßigt fühlt, die Sulzhäuflein aufzusammeln und in einem Säckchen zu einer Deponie zu befördern. Es liegt daher derzeit auch ein eigentümliches Aroma in der Luft. Manche, die im Land, in dem sich 30.000 Tafeln vor abgelaufenem Essen biegen und 500.000 Kinder hungern (Quelle: DerWesten, Stand: 2011), den Vorzug genießen, sich mit vollklimatisiertem SUV durch die marktkonformen Landstriche zu bewegen, mögen von diesem Aroma nichts bemerken, aber einer rasant wachsenden Anzahl an Bürgern raubt es zunehmend den Atem. Wenn wir uns um die herumliegenden Sulzwürste also nicht kümmern, obwohl sie sich sogar schon vor der eigenen Haustür auftürmen, dann könnte es sein, dass wir morgens irgendwann nicht mehr aus der Tür herauskönnen.

Genau über dieses Szenario berichtet aktuell Norbert Häring. In einem jüngsten Artikel beleuchtet der Wirtschaftsjournalist einen besonders dreisten Zugriff des Weltwirtschaftsforums. Wonach es greift, dieses Forum? Nun, nach der “Global Governance”, nach Ansicht Härings also nach nicht weniger als der Weltherrschaft. Moment mal, was ist das überhaupt, das Weltwirtschaftsforum? Nun, das ist der Lobbyverband der 1000 größten multinationalen Konzerne mit Sitz in Genf, laut eigener Darstellung „DIE internationale Organisation für öffentlich-private Kooperation“. Weiter aus dem Mission Statement des Forums: „The Forum engages the foremost political, business and other leaders of society to shape global, regional and industry agendas.“ (Quelle: World Economic Forum)

Nach Vorstellung dieses Forums sollen in Zukunft konzernwirtschaftliche Experten die Entscheidungen treffen. Die UN und die Regierungen sollen diese Entscheidungen dann den Bürgern verkaufen und sie nachträglich legitimieren. Im Prinzip eigentlich kein anderer modus operandi als er auch jetzt schon gängige Praxis ist, nun jedoch auch ganz offen kommuniziert. Mit der Absicht, diesen modus operandi auch legislativ festzuschreiben, am besten auf Ebene supranationalen Rechts bzw. Völkerrechts, das bekanntlich oberhalb nationaler Gesetze und sogar Verfassungen steht (was übrigens immer noch vielen nicht bewusst ist, die zuletzt mit selbstbewusster Brust zur EU-Wahlurne geschritten sind: auch EU-Recht bricht nationales Verfassungsrecht, also diejenige bislang höchste und sakrosankte Rechtsebene, welche die von unseren Vorfahren mühsamst unter Schweiß, Blut und Tränen errungenen Grundrechte bzw. rechtsstaatlichen und demokratischen Grundsätze schützen soll).

Norbert Häring schlägt nicht leichtfertig Alarm. Es sind in der Tat höchst bedenkliche Ambitionen, die von konzernwirtschaftlicher Seite in einem jüngsten Memorandum nun ganz unverhohlen ausgesprochen werden. Eine Kostprobe davon im o-Ton:

“Koalitionen der Willigen und Fähigen sollten die Führungsrolle bei der Bewältigung ungelöster globaler Probleme übernehmen.
(…)
Probleme können schneller angegangen werden, ohne zögerliche Regierungen und abweichende Meinungen in der Zivilgesellschaft.
(…)
Diese Führer der Zivilgesellschaft können wichtige Kanäle sein, um zu helfen, wichtige ideologische Botschaften von den internationalen Eliten an unterschiedlichste Gemeinschaften auf der ganzen Welt zu senden.
(…)
Im Fall der Multinationalen Konzerne hat ihre effektive Reichweite als de-facto Institutionen der globalen Governance schon lange die Tätigkeit des UN-Systems überflügelt. … Multinationale Konzerne und zivilgesellschaftliche Organisationen müssen als vollwertige Akteure im globalen Governance System anerkannt werden, nicht nur als Lobbyisten.“

Die Zeit des Understatements ist also vorbei, es ist nun soweit und es war ja auch wirklich höchste Zeit: Jetzt müssen endlich die Experten ran! Denn kein Mensch, der den Fernseher aufdreht oder die Zeitung aufschlägt, wird es noch bestreiten können: Wir können die Schalthebel nicht mehr länger in den Händen von dummen Politikern lassen, die von noch dümmeren Wählern gewählt werden.

Händeringend gesucht: Experten!

Nachdem nun auch die Super-Youtuber mit ihren Millionenschaften an Followern sich bedingungslos auf die Seite der Experten gestellt haben (aus dem ebenfalls millionenfach angeklickten Folgevideo von Rezo & den 90 Super Youtubern: „Das sagen nicht wir, sondern die wissenschaftlichen Experten … Und wir, wir stellen uns auf die Seite der Experten“) und auch die gewichtigsten Vertreter der alternativen Medien das entschlossene Zu-Wort-Melden der neuen Influencer einfach nur toll finden, steht dem Siegeszug der Experten dann ja nichts mehr im Wege. Auch ich kann ja nicht anders, als es toll zu finden, wenn Influencer, die ihr erfrischendes Talent und ihre jugendliche Authentizität bislang nur im Rahmen von Sitcom-  und Gaming-Videos zum Besten gegeben haben, nun endlich zum politischen Bewusstsein erwachen, ihre Generation zum vernünftigen Wählen auffordern und endlich mithelfen, „diese Scheiße mit Schulz und Merkel“ beiseitezuschaufeln … wenn die Influencer nicht so nebenbei auch eine Lanze für  die konzernwirtschaftlichen – pardon: „wissenschaftlichen“ natürlich – Experten brechen würden.

Anm.: Ja, ist schon gut, ich weiß, die machen das ganz ohne schlechtem Hintergedanken und in bester Absicht. Lassen wir diese ermüdende Diskussion, die derzeit im Netz stattfindet, bitte einmal beiseite. Man braucht nur mal zurückdenken, welchen Wissensstand wir selbst in diesem Alter gehabt haben, Grün gewählt und ähnliche Dinge gemacht haben, die wir aus heutiger Perspektive als reinen Wahnsinn ansehen. Die Youngsters geben eben nur das wieder, was sie eben über Schule und Medien als Input erhalten haben. Die wenigsten haben wohl schon einen Chomsky, einen Bernays oder einen Mausfeld gelesen (hier z.B. ein kurzer Crashkurs in Form einer Rezension über Mausfelds jüngtes Buch: „Wie die Lämmer zum Schweigen gebracht werden“), oder gar einen Goethe, Marc Aurel oder Erich Fromm, die einem noch ganz andere Dimensionen des Lebensverständnisses öffnen können als unsere Kognitionsforschung. Aber das kann ja alles noch kommen, und ich bin optimistisch: Es wird kommen! Nicht für alle, aber für viele. Denn eines haben die jungen Menschen heute: einen ziemlich guten Bullshitsensor. Und der zeigt vielen immer deutlicher an, dass da irgendetwas gewaltig faul ist, auch an den als „Wissenschaft“ bezeichneten Informationen, die ihnen über Schule, Uni und Leitmedien gefüttert werden. Mir geht es also bestimmt nicht darum, Rezo & Co. anzukreiden. Wäre ich in ihrem Alter, ich wäre vermutlich ebenfalls auf diese „Wissenschafts“-Nummer reingefallen, wie sie einem heute ja von Kindesebeinen an auf allen Kanälen quasi als Ersatzreligion beigebracht wird, vor der man andächtig niederzuknien hat.

Mir geht es an dieser Stelle weniger um die Kinder, die noch viel Potential und Lernfähigkeit haben, sondern vielmehr um die bereits ausgebufften und mit allen konzernwirtschaftlichen  Wässerchen gewaschenen „Experten“, die sich gerade zu unserer gestrengen Gouvernante bzw. zur Global Governance aufschwingen wollen. Besagte Experten wissen nicht nur in Sachen Klima, was zu tun ist. Es gibt sie auf ausnahmslos allen Gebieten des Lebens und sie erstellen jeden Tag so viele Studien und Papers, dass man damit unseren ganzen Planeten rundum mumifizieren könnte. Man versteht es nicht, warum wir angesichts solch einer geballten und noch dazu rechnergestützten akademischen Intelligentia noch nicht schon längst im Paradies und ein freudestrahlender Planet geworden sind, sondern stattdessen praktisch auf allen Gebieten am Abgrund stehen und überall nur Kahlfraß und Vergiftung sehen.

Aber ich habe da einen Verdacht: Gäbe es nicht diese unverbesserlichen Querfrontler, Verschwörungstheoretiker und sonstigen Fortschrittsfeinde, dann hätten uns die wissenschaftlichen Experten schon längst ins Paradies befördert und die Nato hätte ein tausendjähriges Reich des Friedens, eine neue Pax Romana errichten können, in dem buchstäblich alles strahlt. Aber an der Ausmerzung dieser Fortschrittsverweigerer aus dem öffentlichen Diskurs wird ja bereits sehr effektiv gearbeitet. Die streng wissenschaftlichen Wirtschaftsexperten, Finanzexperten, Pharmaexperten, Chemieexperten, Nuklearexperten, Umweltexperten, Militärexperten, Gentechnikexperten, Biotechnologieexperten, Geoengineering-Experten, Pädagogikexperten, Sexualexperten, Ernährungsexperten, Robotikexperten, Drohnenexperten werden uns also im Verein mit den allerwichtigsten Experten: den Medien- und Marketingexperten schon demnächst ins Paradies führen.

Wer meint, dass sich das versprochene Paradies in Wirklichkeit als Dantes Eishölle bzw. Orwells Alptraum herausstellen wird, der ist ein Ketzer und gehört ebenfalls auf den – heute digitalen – Scheiterhaufen der Inquisition.

„Evidenzbasierte“ Fabrik für Untertanen und nützliche Idioten

Matthias Burchardt, akademischer Rat am Institut für Bildungsphilosophie der Universität Köln meint zwar, dass „die allseits wuchernde Rationalität des ökonomisch-technokratischen Steuerns ja zutiefst nihilistisch und deshalb unfähig ist, eine Sinnfigur hervorzubringen“ (siehe sein lesenswertes Esssay „Terror und Technokratie“) und sieht in der neoliberalen „Governance“ nichts anderes als ein globales Entwurzelungs- und Umverteilungsprojekt, das zu zerstörerischen Verwerfungen ungeahnten Ausmaßes führen werde. Die Idee des „Fortschritts“ flankiere dabei nur die Abwicklung der Sozialsysteme, denn schließlich müsse man „den Gürtel enger schnallen“, damit alles „besser“ werden könne. Die neue, angeblich evidenzbasierte Technokratie wird uns allerdings mit den schönsten Worten verkauft. Jeder, der diese wohlschmeckenden Worte kritisiert, outet sich sogleich unweigerlich selbst als Verhinderer all jener Wohltaten, die da über die Menschheit ausgegossen werden sollen, also als Störenfried des Guten und Gernen Lebens.

Burchardt lässt sich davon jedoch nicht beirren. In seiner Betrachtung enttarnt er auf souveräne Weise, welche Mogelpackungen uns hierbei verkauft werden sollen wie wir bei dieser Agenda der Experten eigentlich um alles betrogen werden, was unser Menschsein in Freiheit und Würde ausmacht. Er stellt dar, wie die Unterwerfung des Einzelnen unter Sachzwänge uns noch als „Freiheit“ verkauft wird und „Menschenrechte“ als Kriegsgrund. Letztlich würden alle die vordergründig wohlklingenden Worte wie „Menschenrechte“, „Demokratie“, „Rationalität“, „Humanismus“ etc. (die schon FAZ-Redakteur Frank Schirrmacher als „mit Null multipliziert“ und daher „der Menschheit geraubt“ angesehen hat) zu nichts anderem dienen als zur Legitimierung des totalen Marktes und der Ausschlachtung der verbliebenen Umwelt- und Humanressourcen:

„Dem Neoliberalismus und seiner Ideologie geht es um die Atomisierung sozialer Zusammenhänge und des Kampfes Jeder gegen Jeden. Alles soll „Markt“ werden, nichts mehr so bleiben, wie es einst war.“

Den von den konzernwirtschaftlichen Experten des Weltwirtschaftsforums soeben wieder aufs Tablett gebrachten Wunsch nach globaler „Governance“ denkt Burchardt konsequent zu Ende:

„Das universell wuchernde Konzept der „Governance“ muss daher unbedingt genauer analysiert und politisch bekämpft werden, da es uns zu Insassen einer apolitischen, technokratisch-ökonomistischen Untertanenfabrik macht.“

 

zum Weiterlesen:

“Terror und Technokratie” (Matthias Burchardt)

“Der Griff Großkonzerne nach der Weltherrschaft” (Norbert Häring)

“Endlich: Jetzt schlägt die Stunde der „Experten“! – Über Evidence Based Bullshit” (Nachrichtenspiegel)


Nachwort:

Wir täten eventuell gut daran, es Burchardt, dem Geschäftsführer der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. (Anm.: eine Seite mit interessanten Analysen und Ansätzen zur Überwindung unserer Bildungskatastrophe, die sich ja nicht nur bei der letzten EU-Wahl auch in Form von Wahlergebnissen auswirkt) gleichzutun und etwas genauer hinzusehen. Denn aus dieser Untertanenfabrik wieder hinauszukommen, wenn einmal hineingeplumpst, könnte sich als ausgesprochen langwierig und hundertfach mühsamer erweisen, als wenn wir jetzt die Augen öffnen und um den offenen Gullideckel – aus dem eine zugegebenermaßen betörende Musik schallt – einen Bogen zu machen.

Aber es steht uns natürlich auch frei, die Einladung anzunehmen und direkt in den Gulli hineinzumarschieren. Das ist neben seiner Tragik ja auch die grandiose Größe des freien Willens, der dem Menschen gegeben ist: In der Wahl ist jedermann vollkommen frei. Nur im Tragen der Folgewirkungen dieser Wahl dann eben ganz und gar nicht mehr.

Die Ausrede: „Ich habe es nicht bessser gewusst, ich wurde durch eine raffinierte medial-politisch-ökonomische Maschinerie manipuliert“ wird man aus Sicht der Zukunft nicht gelten lassen. „Dann hättest Du Dich bemüht, diese Maschinerie zu durchschauen“, wird die Antwort lauten. Denn die Mittel dazu und auch der freie Wille, sein Leben auch entgegen der herrschenden Windrichtung entsprechend zu gestalten, sind jedem Menschen in die Hand gegeben. Wir werden dann einsehen, dass der Gegenwind nicht dazu da war, damit wir uns ihm willfährig hingeben, sondern dass wir ihn geradezu nutzen sollten, um besondere Stärke und Fähigkeiten auszubilden. Ein bretonisches Sprichwort sagt: „Eine ruhige See hat noch keinen guten Steuermann hervorgebracht.“ Sehen wir die derzeitige Wetterlage also durchaus sportlich und nützen wir die uns entgegenschlagenden Windböen und Turbulenzen sogar, um im Umgang mit diesen eine besondere Geschicklichkeit zu entwickeln. Wer etwas von Segeln versteht, der weiß, dass man nur die Segel richtig zu setzen braucht, dann kann man auch schräg gegen den Wind segeln und der scheinbare Gegenwind bringt einen zügig voran.

Kentaur (PD)

Nochmals aber zurück zu unserem Willen. Dieser freie Wille, den manche zwar als Fluch ansehen, dem sie durch Künstliche Intelligenz so schnell wie möglich wieder entkommen möchten, ist in Wirklichkeit das kostbarste Gut, über das wir verfügen. Ich verstehe nicht, warum wir seinen Wert so gering schätzen. Allen anderen Ressourcen, die auf Welt knapp oder einmalig sind wie z.B. Gold oder Diamanten, wird ja auch ein entsprechend außergewöhnlicher Wert zugemessen. Und wenn man sich so umsieht: Der Mensch ist das einzige Wesen weit und breit auf diesem Erdenrund, das mit freiem Willen begabt ist, alle anderen Lebewesen stehen unter Determination. Ob er diesen freien Willen nutzt, ist natürlich eine andere Frage und die „streng wissenschaftlichen“Apologeten der neuen Governance (siehe Der Psiram Lehrmeister – Massentaugliches Infotainment und marktkonformer Brainfuck) stellen den freien Willen aus vorhin angeführten Gründen nicht ohne Grund in Abrede, ich weiß), aber betrachten wir es einmal ganz nüchtern: Egal ob Hund, Katze, Alligator oder Gockelhahn: Wenn das Tier hungrig ist, dann kann es nicht anders, als zuzubeißen und zu fressen. Und wenn ein Weibchen vorbeigeht und die Hormone gebieten Paarung, dann kann der Hund /  Kater / Alligator / Gockelhahn nicht anders und muss aufspringen. Der Mensch trägt diese Instinkte und Hormone, die ihn zwingen wollen, ebenfalls in sich, und er ist, was seine Körperlichkeit betrifft, auch mehr tierähnlich als er sich das eingestehen mag – was auch das tiefe Sinnbild des in der griechischen Mythologie dargestellten Kentaurs ist: Ein Wesen, das mit seiner unteren Hälfte ein zotteliges Pferd bzw. tierisch ist, und mit seiner oberen Hälfte Mensch … ein Mensch, der einen Bogen spannt, der also seinen Willen auf ein gewähltes Ziel richten kann.

Die Philosophie hat diesen unteren Bereich bzw. den Tiermenschen nicht verurteilt, aber sie hat doch die Ansicht vertreten, dass es nicht das Ziel sein dürfe, vollendet Pferd zu werden bzw. zum Tier zu mutieren. Sie hat hingegen den umgekehrten Weg gewiesen: Wie wir immer mehr Mensch und damit aus angeblich „alternativlosen“ Determinationen frei werden können. Wobei es leider ein folgenschwerer Irrtum ist, zu glauben, dass man mit seiner Geburt oder mit Abschluss der Schulausbildung (nach Ansicht des Präsidenten der Akademie der Wissenschaften übrigens eine „reine Vertrottelungsanstalt“) bereits vollreifer Mensch sei und sich sich jede individuelle Anstrengung zur Ausbildung von Ethik und innerer Reife erübrige. Menschen aller bisherigen Hochkulturen – die bei weitem nicht so dumm waren für wie wir sie heute halten und wie wir sie in unseren Filmen darstellen -, würden über eine solche Ansicht nur milde lächeln. Sie hatten damals zwar noch keinen entwickelten Intellekt so wie wir heutzutage, damit aber auch noch keinen Abriss zur Natur und keine Verschattung ihres Wahrheitsempfindens gegenüber den Dingen der Welt – vgl. die „Sophia“ (griech. Weisheit), von der sich noch der alte Grieche ganz lebendig durchpulst fühlte und die nichts mit dem abstakten Stroh zu tun hatte, das heute auf unseren Universitäten gebüffelt wird. Eine naturgegebene Weisheit, dank derer er in der Natur einfach schon durch Anblicken und sinnierendes Verweilen bei einer Pflanze intuitiv Heilmittel finden konnte, ohne diese in Rasterelektronenmikroskopen und Thermodilutionschromatographen zu analysieren.

Dass es mittlerweile eine beachtliche Strömung gibt, die die obere Hälfte des Kentauren bzw. des Menschen  am liebsten komplett abschneiden und nur noch ins wohlige Tiersein zurücktauchen möchte, beobachten wir schon seit einiger Zeit. Der Skeptizisten-Vordenker Michael Schmidt-Salomon z.B. bezeichnet sich selbst nur als „Trockennasenaffen mit Haarausfall“. Mit dem homo sapiens, dem zu Weisheit fähigen Menschen, will er ein für allemal Schluss machen. Das einzig Erstrebenswerte, das „wir aufrecht gehenden Deppen“ in dieser „Scheißgegend“ (Science Busters / die Skeptiker) tun könnten, wäre, so Schmidt-Salomon in seiner Bibel für Affen und solche, die es werden wollen: Uns zu „sanften , freundlichen … Affen zu entwickeln“, uns in ein besseres Verhältnis zu „Bruder Schimpanse und Schwester Bonobo“ zu bringen (Zit. aus Hubertus Mynarek, „Vom wahren Geist der Humanität – Die Giordano Bruno Stiftung in der Kritik“, Nibe Verlag 2017).

Die großen Verlage überbieten sich derzeit im Herausgeben von Grundlagenwerken der neuen neoliberalen Religion des Skeptizismus rund um Richard Dawkins, Daniel Dennett, Sam Harris, Christopher Hitchens, Michel Onfrey & Co. Man darf staunen: In einer Zeit, in der angeblich kaum noch Bücher gelesen werden, finden Bücher, die um das gähnende Nichts kreisen bzw. ein Loblied auf den Nihilismus singen, reißenden Absatz. Vielleicht ist der Grund für diesen Durst nach Evidenz des Nichts bzw. der Nichtigkeit des Menschen ein sehr verständlicher. Überbringen die neuen Missionare doch eine „frohe Botschaft“, die der Religionswissenschaftler Prof. Dr. Hubertus Mynarek in seiner ganzen Banalität benennt: Mit der Skeptizisten-Bibel am Nachtkästchen kann der zeitgenössische Fortschrittsbürger endlich „alle Moral, allen Ballast der Humanität und ihrer Verpflichtungen abwerfen und ganz ins Tiersein, ins schuld- und verantwortungslose Affensein zurücktauchen“ (Mynarek, ebd., S.159 ). Kein Wunder, dass Schmidt-Salomon & Co. heute in keiner Talkshow mit weltanschaulicher Thematik fehlen darf. Mit seiner Weltanschauung des mechanistischen Determinismus, der Negation von Willensfreiheit und ethischer Selbstbestimmung ebnet er den ersehnten Weg zur digitalen Transformation und zur Robotisierung von Mensch und Lebensumwelt, also zur Endlösung der leidlichen Menschheitsfrage und zur Befreiung von der Last des freien Willens.

Die neue Pferde- bzw. Affenreligion wird auch bereits mit – noch verbalem – Feuer und Schwert verbreitet, es wird auf allen Ebenen missioniert, was das Zeug hält. Eine nicht geringe Anzahl an Menschen scheint darin ihre neue Religion gefunden zu haben. Dass es neuerdings eine solche Affenreligion gibt, braucht niemanden verwundern, sondern passt in Wirklichkeit perfekt zur oben geschilderten Agenda der Global Governance. Prof. Mausfeld hat es bereits treffend formuliert: Wir haben es heute mit einer Gegenaufklärung zu tun, die es perfiderweise geschafft hat, sich als Aufklärung zu tarnen. Man kann aus den derzeitigen Bestrebungen trotzdem seine persönlichen Schlüsse ziehen und sich umso mehr um die Entwicklung von dem bemühen, was derzeit durch eine weitgehend perfekt verzahnte Medien-Polit-Wirtschafts-„Wissenschafts-„Meinungsmache-Maschinerie verhindert werden soll: der individuelle Mensch bzw. seine Meinungs-, Glaubens- und Gewissensfreiheit.

Wie schon gesagt, hat jeder von uns nun die Wahl. Er kann der Aufforderung zum Anschluss an die neue Religion einwilligen und fortan am – zunächst fraglos amüsanten – „Gastmahl der Geistlosen“ (Milosz Matuschek) teilnehmen. Oder er kann sich diesem Anschluss verweigern und stattdessen individuelle Wege gehen, sich seinen Geist nicht nehmen lassen, sondern ihn sogar in gesteigertem Maße kultivieren und wertschätzen. Niemand muss nun sogleich zum Sokrates werden oder Goethes gesammelte Werke inhalieren. Denn er wird merken: Hat etwas substanziellen Geist, dann wiegt es ungleich mehr als das intellektuelle Pferdewissen, das die Szientisten ihr eigen nennen. Wenn man nur ein bisschen Geist bzw. abends ein paar Minuten Lektüre eines guten Philosophen auf die Waagschale bringt – und diese Zeilen nicht so aufnimmt wie ein Pferd Stroh frisst, sondern in der Haltung der klassischen Schüler der Philosophie: mit Staunen und sokratischer=nicht-wissender Perspektive (siehe „Ein Survival-Kit für die Apokalypse – Teil 1“) -, dann reicht das aus, um Tonnen an Bullshit aufzuwiegen, der uns heute von allen Seiten bedrängt. Wer diese paar Gramm Geist nicht aufbringt, nun, der mag jetzt ruhig noch ein bisschen lachen und sich in seiner szientistischen Hybris schlau vorkommen, solange er kann, aber es wird ihn einmal vollkommen ausheben und er wird sich dann im Nirgendwo bzw. in der inneren Vermorschung wiederfinden, die jetzt schon immer mehr Menschen ergreift (siehe „Dostojewskijs Traum von der szientistischen Pest“).

Eigentlich ist das DIE Wahl, vor der heute jeder Mensch als Individuum steht: Geist bzw. individuelle Entwicklung oder Geistlosigkeit bzw. Vermassung in einer Orwell’schen Dystopie.  Gegen diese Superbowl-Wahl (siehe Bild oben) verblassen alle anderen Wahlen, die ja im Übrigen mittlerweile so grotesk sind, dass man eigentlich nur noch hoffen kann, dass professioneller, evidenzbasierter Wahlbetrug stattfindet, denn wenn diese Wahlergebnisse echt sind, dann steht es wahrlich nicht allzu gut um uns. Fassen wir also lieber diejenige Wahl ins Auge, die wirklich unser individuelles Schicksal bestimmen wird. Wie unser kollektives Schicksal verlaufen wird, steht in den Sternen und liegt nur in sehr geringfügigem Maße in unserer Hand. Welches individuelle bzw. innere Schicksal wir uns bereiten, liegt hingegen zu 100% in unserer eigenen Entscheidungsvollmacht. Bei dieser Wahl sollte also niemand daheim bleiben und anderen die Entscheidung über sich überlassen.

 

Wutbürger – Teil 1

 


Mit Unverständnis bis hin zur Fassungslosigkeit reagiert der Journalismus in Europa und den USA auf die Anfeindungen, die er von Bannon in den USA bis Grillo in Italien erlebt.
Diesem Unverständnis wiederum stehe ich einigermaßen fassungslos gegenüber. Es ist an der Zeit, zu verstehen, was hier passiert, denn die Radikalität, so deute ich die Zeichen der Zeit, wird überall zunehmen. Wenn große Teile der Presselandschaft nicht verstehen, warum sie in dieser Art und Weise angegangen werden, dann wird es Zeit, ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

 

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Letzte Mahnung an das Volk!-Trennungs Beauftragte der Bundesregierung

Also meine ehemalige Landsleute aus dem Osten, was ist los mit Euch – Was wollt Ihr eigentlich?

1989 habt Ihr Euch, laut Massenmedien und westlichen Politiker, als unterdrückte Bürger der DDR in mit einem heroischen Friedens-Aufstand vom Sozialismus befreit.
Der Sozialismus war Scheiße es gab ja keine Freiheit zu reisen, Bananen und Porno gab es sowieso nicht, jedenfalls nicht für das gemeine Volk.
Endlich eine Demokratie, blühende Landschaften und Freiheit hat man euch versprochen.

Heute stehen meine, ehemaligen unterdrückten Landsleute, abermals an der Klagemauer vereint und sind wütend – auf wen und ja wogegen eigentlich?
Gegen neues Unrecht?

Was habt Ihr, ehemalige Landsleute, eigentlich vom Kapitalismus erwartet?
Ganz neben bei bemerkt wurde das Wort Kapitalismus überhaupt nicht in den Mund genommen, sondern von den Begriff der sozialen Marktwirtschaft ersetzt, klingt auch humaner, ist jedoch das gleiche Prinzip, das Menschen von Menschen ausgebeutet werden.

Na gut, das mit den Versprechen auf Demokratie, blühende Landschaften und Freiheit ist so eine Sache und wird von vielen heute anders gesehen, immerhin gibt es Bananen und Pornos heute immer noch.
Heute stellen viele meiner ehemalige Landsleute aus dem Osten fest, dass mit der Demokratie hat man sich etwas anders vorgestellt. Eigentlich hat sich überhaupt nichts geändert seit 1989, Demokratie ist immer das, was den Mächtigen aus Politik und Wirtschaft nutzt.

Auch das mit der Freiheit zu reisen gestaltet sich schon etwas schwieriger, nämlich für alle die Millionen von Bürger, welche sich seit Einführung des Sozialfaschismus, unter staatlicher Aufsicht stehen. Damals, vor 1989, hat die Staatsmacht festgelegt wer und wohin er reisen darf, heute wird dieses dreckige Geschäft, im Auftrag der Politik, vom Jobcenter und Agenturen für Armut übernommen.

War also das, was 1989 erreicht wurde, nicht das, was die Menschen sich gewünscht hatten?

Heute stellen viele Menschen fest, dass eine Welle des Elends über Deutschland rollt, und sie wird immer noch stärker werden.
Massiver Sozialabbau, Massenarbeitslosigkeit, das ständige Überleben, was kommt morgen auf uns zu, oder das einfache Resignieren und Aufgeben vor dieser Katastrophe bestimmen den Alltag von Millionen Menschen.
Wo ist Unser Besitz, unserer Eltern und Großeltern und der von Millionen Menschen, alle diese Werte sind der Agenda 2010 „zum Opfer“ gefallen, wurde von der Politik vernichtet, im Auftrag von Wirtschaftslumpen.
Wie Heuschrecken fallen sie über uns her, Inkompetente Politiker und gierige, Bankster und Wirtschaftslenker.

Wozu in die Schule gehen, wenn danach keine Lehre möglich ist?
Wozu eine Berufsausbildung machen, wenn danach keine Arbeit da ist?
Und das Arbeitslosengeld wird einem serviert wie ein Almosen und ist zu wenig zum Leben und zu viel zum Sterben. Menschen aus dem Osten suchen ihr Glück im Westen, nicht weil es zu wenige Arbeitsplätze gibt, sondern weil es einfach überhaupt keine Arbeitsplätze im Osten mehr gibt.

Seit Ihr 1989 auf die Straße gegangen und habt geglaubt nicht arbeitslos zu werden?
Wo war Euer Verstand, außer die Gier nach Bananen und Pornos?
Und wo sind eigentlich die Führer und Bürgerrechtler des heroischen Friedens-Aufstand geblieben?
Aus den ehemaligen Freiheitskämpfern und Bürgerrechtler wurden brave und unterwürfige Parteisoldaten, deren Aufgabe nur noch ist, Jahr für Jahr, die Kübel voller Dreck über den Sozialismus in der DDR auszugießen, ansonsten haben sie das Maul zu halten, sie haben sich verkauft an den Kapitalismus und verdienen nicht schlecht daran.

Immerhin, meine ehemalige Landsleute aus dem Osten, Ihr habt die Freiheit erkämpft und seit in Armut gelandet, herzlichen Glückwunsch.

Also – was wollt Ihr eigentlich? Das ist der ganz normale Kapitalismus.
Ich kann beim besten Willen nicht erkennen, was Ihr nun wollt.
Der Sozialismus war Scheiße, der Kapitalismus auch, über den ALLE in der DDR bestens Bescheid
wussten, und nun gefällt Euch das auch nicht mehr und seit mehr als wütend.

Schönes Leben noch!!!!!

Das gute Leben – das gelungene Leben

Digital StillCamera

Freitag, 17.6.2016. Eifel. Gönnen wir uns heute mal eine Pause von der Politik – obwohl die Brisanz der tobenden Degeneration der demokratischen Zivilgesellschaft solche Pausen eigentlich nicht erlaubt. Da werden sozial gesinnte Politiker auf offener Straße erschossen, da werden Massenmorde an Anderslebenden verübt, Kriege von Demokratien vom Zaun gebrochen, in deren Folge Millionen Kinder sterben – alles Taten von Menschen, die sich selbst für bedingunglos „gut“ halten würden, wenn man sie fragen würde. Meine eigene Fragestellung für heute ist jedoch nicht die nach der Moral, nach dem moralischen Leben, sondern eher die Fragen nach dem gelungenen Leben, nach dem vollkommenen Leben, nach dem Leben, wo am am Sterbebett überzeugt sagt: „Na, das hat sich mal richtig gelohnt“.

Eine blöde Frage, ich weiß: aber Philosophen werden speziell an Universitäten zum Stellen blöder Fragen ausgebildet – bis hin zu saublöden Fragen. Wir in Deutschland haben es einfach, hier hat die Regierung angeordnet „Deutschland geht es gut“ – und somit muss sich jeder erstmal rechtfertigen, dem es nicht gut geht (siehe zum Beispiel FAZ). Ja – diesen Terror erleben wir doch alle im Alltag, wagen Sie es doch mal, auf die Frage „Wie geht´s“ nicht – wie vorgeschrieben – mit „gut“ zu antworten, sondern mit „schlecht“: Sie sind gleich ein Abtrünniger, ein Ketzer, ein Ausgestossener … und bald auch ein Arbeitsloser, weil Ihnen der „Teamgeist“ fehlt, womit heute die beständig fortschreitende Maximierung des vorauseilenden Gehorsams gemeint ist. Ach – wir sind jetzt wieder politisch geworden. Wollte ich gar nicht.

Fangen wir ganz von vorne an – mit Diogenes. Dem Diogenes von Sinope natürlich, von dem Peter Sloterdijk meinte, er hätte „die ursprüngliche Verbindung zwischen Glück, Bedürfnislosigkeit und Intelligenz“ in die Philosophie eingebracht (siehe Süddeutsche). Von diesem Diogenes kann man einiges lernen, ist er ja bekannt dadurch, dass er sehr reich war – nicht, weil er viel hatte (im Gegenteil, er suchte die Armut, wo er sie nur fand), sondern weil er Alexander (den Großen, wohlgemerkt), bat, dass er bitte aus der Sonne treten möge – obwohl der ihm gerade Millionen schenken wollte.

Nun – wir wollen uns nicht lange mit Diogenes aufhalten, der masturbierte auch in der Öffentlichkeit und lehnte die Maslow´sche Bedürfsnispyramide schon vor 2500 Jahren ab – jene Pyramdie, die wir heute so inbrünstig anbeten.

Kommen wir zu Epikur, dem wir die „Lustphilosophie“ verdanken. Bevor nun alle aufstöhnen und sagen: „Yeah, der ist cool“ lassen wir ihn lieber selbst zu Wort kommen (siehe Wikipedia)

„Daher ist die Einsicht sogar wertvoller als die Philosophie: ihr entstammen alle übrigen Tugenden, weil sie lehrt, dass es nicht möglich ist, lustvoll zu leben, ohne einsichtsvoll, vollkommen und gerecht zu leben, ebenso wenig, einsichtsvoll, vollkommen und gerecht zu leben, ohne lustvoll zu leben.“

„Einsicht“ … hat wieder etwas mit Intelligenz zu tun. Da wird allen gleich unheimlich. Geht „gutes Leben“ nur mit „Intelligenz“? Lustphilosophie hörte sich doch so gut an – „Bumsen und besoffen sein: des kleinen Mannes Sonnenschein“ – so versuchten mir einst Burschenschaftler ihre Überlegenheit über den „kleinen Mann“ zu demonstrieren, während ich ihnen die „Lust“ des Epikur nahelegte: die ganze Woche trockenes, verschimmeltes Brot essen, und dann am Wochenende ein Stück alten Käse gönnen: das ist der wahre Himmel. „Lust“ – eine lang vergessene Erkenntnis – ist steuerbar wie andere Bedürfnisse. Wirklich frei, wirklich mächtig, wirklich reich werden wir nur dann, wenn wir so stark geworden sind, dass wir die Gier bezwingen können wie Herkules den Löwen bezwang.

Hört sich sehr anstrengend an – „Spaß“ geht da doch leichter, oder? Das führt uns zu den Stoikern, die Spaß absichtlich mieden und Gelassenheit als höchstes Gut priesen. Nun – über die Kosmologie der Stoiker könnte man Romane schreiben, ich mache es lieber kurz: ihnen ging es um die Herrschaft über die „Affekte“ – weil das intensive Erleben von „Spaß“ immer auch das Erleben von „Leid“ mit sich bringt … mit gleicher Intensität. Das Erleben von „Spaß“ wird täglich rund um die Uhr auf allen Kanälen der Gegenwart gepriesen, doch verschweigt man den Preis, den man zahlen muss: Leid in jeder Form wird ebenso intensiv erlebt (das die „Spaßgesellschaft“ auch eine „Burn out“ Gesellschaft mit Schwerpunkt auf „Depressionen“ ist, belegt diese Erkenntnis hinreichend) Stoiker wie Seneca und Mark Aurel fanden das doof und erlebten, dass das Leid verschwand, wenn man sich vom Spaß abwandte, sie zogen die Stille am See dem Jubel beim Metallicakonzert vor und meinten: unterm Strich hätten sie da einen enormen Gewinn eingefahren. Marc Aurel war – nebenbei bemerkt – fast zwanzig Jahre Kaiser des römischen Imperiums (also: Ultra High Neth Worth Individual der Super-Plus-Ultra-Klasse, kurz: reichster und mächtigster Mensch des bekannten Universums) … er hätte ganz andere Möglichkeiten gehabt. Und unserer Kanzlerin – der hätte er ordentlich was erzählt über das „gut gehen“.

Doch da … kommen wir auch langsam in den Bereich der Moral. Den … wollte ich ja meiden, weil er sehr beliebig ist und für jeden Menschen verschieden, abhängig von der Lehre, die über ihn (also: den Menschen) herrscht. Der überzeugte Nationalsozialist führt ein moralisch gutes Leben, wenn er der arischen Rasse die Herrschaft über die Welt besorgt und das unwerte Leben (und vor allem seinen großen, ewigen Widersacher: den Juden) vom Angesicht des Planeten tilgt (neben den Slawen und … später … den roten, schwarzen und gelben Menschen), der überzeugte Islamist sieht das ähnlich (auch das mit den Juden), ihm reicht es aber, die Ungläubigen zu köpfen und ihre Frauen zu verkaufen, er muss nicht gleich den ganzen Planeten entvölkern: sind alle gläubig, reicht es ihm schon. Der amerikanische Geldsack gibt erst dann Ruhe, wenn jeder Dollar, Euro, Rubel, Yen und Renmimbi auf seinem Konto liegt und hält alles für gut, was diesem Ziele dient, der gute Soldat bekommt dann einen Orden und fühlt sich göttlich, wenn er möglichst viele, ihm persönlich völlig unbekannte „Feinde“ getötet hat, was wir – bei leicht geänderten Zusammenhängen – als Mord bezeichnen dürfen.

Wird kompliziert, oder? Aber warten Sie, gehen Sie noch nicht, bleiben Sie noch eine Weile: wir sind fertig mit der Philosophie.

Das Urteil, dass „gutes Leben“ völlig beliebig sei und allein vom Auge des Betrachters abhängig ist, passt zwar in eine Konsumgesellschaft, die Philosophie zum Konsumgut machen will, ist aber nicht haltbar.

Nun – da springen jetzt ganze Scharen von Staatsphilosophen auf und zücken die Degen zum Duell: will da jemand wirklich absolute Werte in unsere wertlose Welt tragen? Will da jemand unsere lange Arbeit zunichte machen, für die wir so fürstlich bezahlt werden?

Ja. Das will er – und ruft dazu nur einfache Menschen an, keine großen Philosophen. Mir geht es ja auch um das gelungene Leben einfacher Menschen, ein gelungenes Leben muss für JEDERMANN lebbar sein: nicht nur für den Zögling der Reichen, der sich in Askese übt, weil er Angst vor dem Leid hat (eine andere Definition stoischer Weltanschauung, die wir auch im Buddhismus finden). Es geht nicht um die Befolgung möglichst vieler moralischer Ansprüche der Umwelt, sondern darum, am Sterbebett sagen zu können: ja, das hat sich voll gelohnt.

Wir wissen genau, was dieses gute Leben ist: ein Eigenheim, einen überdurchschnittlich bezahlten Job, einen SUV „anerkannter“ Marke, zwei Kinder (Gymnasium – minimal als Klassensprecher, Fernziel Kieferchirurg oder Fachanwalt für internationales Vertragsrecht), Markenkleidung, drei Fernreisen im Jahr, ein „curved UHD“ TV (oder einen „Zeus“ von der Firma „Titan“ für eine Millione Pfund). Das jedenfalls … ist die Botschaft der Konzerne für uns, dafür predigen sie Maslows Bedürfnispyramide, die … scheitert, weil sie nicht auf alle Menschen zutrifft: der Wikinger stellte Abenteuerlust über Sicherheit, der Künstler pfeift auf Essen, Schlafen, Trinken, wenn nur das Werk gedeiht, der Mönch meidet Wertschätzung und Anerkennung, weil sie nur die Eitelkeit fördern und einen von Gott entfremden – wie wollen wir eine „Psychologie“ ernst nehmen, die nur auf einen kleinen Teil von künstlich gezüchteten Konsumzombies zutrifft – nicht aber auf den Menschen an sich. Wären wir alle Maslowzombies … wir würden heute noch auf den Bäumen sitzen, weil unser Sicherheitsbedürfnis uns den Boden fürchten läßt, wo der Löwe haust.

Was aber viel schlimmer ist: dieses Leben, das uns die „Werbung“ (und – seit einiger Zeit – sehr raffiniert die unsichtbaren Kohorten der „Unternehmensberater“, die zunehmen am Umbau der Gesellschaft arbeiten) predigt … das ist DEREN Leben – nicht Ihres. Leben Sie dieses Leben – dann haben Sie gar keins. Sicher, Sie können sich im Gefühl (klitzekleiner) Macht baden: jeder Quadratzentimeter ihres Gartens ist IHREM WILLEN unterworfen, alles wächst nur dort, wo Sie es erlauben, ebenso definieren Sie jeden Quadratzentimeter ihres eigenen Heims selber – ihr eigener Tempel soll dies sein, dort, wo Sie sich selbst anbeten und verehren, begeistert sind von dem, was Sie alles an Ansprüchen anderer erfüllt haben … denn, ehrlich gesagt, machen Sie nichts anderes, auch wenn Sie noch so toll konsumieren, ein Haus – innen wie außen rosa gestrichen, voller rosa Blüten im Garten – werden Sie nicht durchsetzen können … um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Ja, das ist das „gute Leben“ der Frau Merkel und ihrer reichen Freunde: die Freiheit, allen Ansprüchen zu genügen, die die Wirtschaft durch die Politik an Sie stellt. Leben Sie dieses Leben und ich verspreche Ihnen: die Angst vor dem Tod wird von Jahr zu Jahr panischere, wahnhaftere Züge annehmen … einfach, weil das nicht IHR LEBEN IST!

Jetzt denken Sie sicher: „Pass auf, jetzt kommt der auch noch mit Gott“.

Nein. Damit komme ich nicht. Ein gelungenes Leben sollte auch für Atheisten lebbar sein. Ich komme Ihnen mit etwas ganz anderem: der materialistischen Naturwissenschaft, die wir als Gottersatz anbeten und klaglos als Religionsersatzstoff akzeptiert haben, weil es so vorgeschrieben wurde.

Der Mensch ist demnach … Körper samt Funktion. Richtig? Gut, denn mehr … brauchen wir nicht.

Dieser Körper ist von der Natur speziell geschaffen worden (nein: hier ist „Natur“ noch nicht „Gott“, sondern nur eine Umschreibung für Prozesse, die nicht der menschlichen Steuerung unterliegen), um sich nahtlos in die vorgefertigte Umwelt einfügen zu können. Ebenso sind seine Sinne von der Natur geschaffen worden, um in ihr optimal leben zu können: Klang, Gerüche, Licht, Druck – alles sinnvolle Elemente menschlichen Seins. Kinder benutzen sie optimal, erst später wird unser Geist in der „Matrix“ der Erwachsenen eingefangen – während hingegen Naturvölker noch voller kindlicher Freude sind (Freude – nicht „Spaß“ … der auch sehr dunkel werden kann, wenn er sich an Schmerz und Qual ergötzt).

„Schön“ finden wir das, was natürlich ist: das hatte die Wissenschaft schon vor Jahrzehnten erkannt – deshalb fing man an, die Krankenhäuser bunt anzumalen. Die weißen Flächen waren unnatürlich (es war nie das Weiß der Blüten oder des frisch gefallenen Schnees, durch den das Erlebnis von „Licht“ noch intensiver werden kann) und machten den Geist trübe und krank, die Natur hat unser Auge so geschaffen, dass es den wogenden Blätterwald schön findet, den hellen, gelben Sonnenschein, das tiefe Blau des ruhigen Sees, den frischen Duft des blühenden Mai – weshalb wir diese Orte im „Urlaub“ aufsuchen und nicht etwa in Gelsenkirchen, Bottrop oder Bielefeld zu finden sind.

Was merken wir – ganz ohne Moral, ohne hohe Intelligenz, ohne Verstand – das „Tier“ Mensch ist für den Wald geschaffen – bzw. für das Leben in der Natur. Das ist artgerecht. Also ist der der „Gewinner“, der die größte Zeit seines Lebens in freier Natur verbringen kann, denn für dieses Leben ist der Mensch geschaffen worden. Den Mangel an Fell, Klauen, Muskeln können wir durch „Hirn“ gut ausgleichen, schnell ist eine Hütte gebaut, das Feuer geschürt, der Speer geschärft – das reicht an Sicherheit. Wir brauchen … Wärme, Wasser, Nahrung – in dieser Reihenfolge. Und Gemeinschaft, falls wir uns mal bei der Jagd ein Bein brechen und drei Wochen lang nicht zur Wasserstelle kommen oder Brennholz besorgen können: wir können drei Tage ohne Wasser auskommen … aber nur einen Tag ohne Wärme. Ja, hat mich auch überrascht, habe ich beim Survialtraining gelernt.

Das gelungene Leben der biologischen Entität „Mensch“ ist jenes, welches der Mensch aus freien Stücken seit Jahrtausenden wählt: das Leben mit seinem „Stamm“ unter freiem Himmel, dort finden seine Sinne den meisten Genuss, weil sie dort jene Umwelt finden, an die sie sich optimal angepasst haben. Das Leben mit Anzug und Krawatte im kalten, nüchternen Büro unter dem Neonhimmel der Industrieleuchten … kann nie gelungen sein, egal wie viel Sondermüll wir als Ausgleich dafür erhalten. Sondermüll? Ja – unser Elektroschrott, mit dem wir unseren Selbstherrlichkeitstempel garnieren, ist so hochgiftig wie unser Auto, das an sich nur Sondermüll auf vier Rädern ist (wir berichteten), mal abgesehen davon, dass jede Form von „Eigenheim“ ein Höchstmaß an Energieverbrauch und Landfraß darstellt. Jenes Leben, das unsere Industriepolitiker als „gut“ beschreiben, ist umso besser, je größer der Schaden ist, den es an unsere Umwelt (dem einzigen Aspekt des Universums, den wir gerechterweise als „Gott“ akzeptieren können … und müssen, wenn wir als Art überleben wollen) anrichtet – so lautet die einfache, nüchterne Formel, mit der sich unsere Gegenwart beschreiben läßt. Wir beschreiben das natürlich anders, so wie auch kein Soldat sich selbst als Mörder bezeichnen würde – und kein Faschist sich als Verbrecher.

Kurz gefasst: nackig am sonnigen Strand (damit die Sonne möglichst viel Haut erwärmt und der sanfte Wind möglichst viel Haut streicheln kann), funkelndes Licht auf tanzenden Wellen, eine frische Brise Meeresluft in der Nase, warme Sand oder feuchtes Gras unter den Füßen, das seichte Rauschen der Blätter im Ohr, frische Früchte zur Speise – das ist gelungenes Leben, gutes Leben, echtes Leben. Nicht aus Gründen der Moral, sondern aus Gründen unserer … biologischen Ausstattung. Nennen wir dies „gut“ (weil es uns einfach „gut tut“), so haben wir auch eine Vorstellung von … „böse“.

Wieviel Ressourcen brauchen wir für „gutes Leben“? Ganz ganz wenig. Ist noch genug für fünf weitere Milliarden Menschen da. Und wieviel für das, was die Industriepolitiker für „gut“ erklären? Unendlich viele, aktuell mehr, als der ganze Planet zur Verfügung stellen kann – was, ehrlich gesagt, ziemlich dumm ist, obwohl wir doch angeblich so vernünftige Wesen sind.

Der Gipfel echten menschlichen Reichtums findet sich also … bei den Naturvölkern, die mir ihren von der Natur geschaffenen Körpern in der opitmalen Umgebung und der Fülle des Lebens selbst leben. Wem da gleich schaudert, weil die kein Fernsehen haben: wir sind denen nicht so fremd, wenn wir uns anschauen, welche Ort wir aufsuchen, wenn wir „frei“ haben … was selten genug ist und worüber sich in einer sich als „frei“ verstehenden Gesellschaft viel zu wenige wundern. Und die Natur selbst bietet eine Bild- und Tonqualität, die weit über Ultra-Super-Extra HD liegt und sogar Dolby-Sorround-Sound mit Bassreflexboxen weit übertrifft.

Leben Sie ein solches Leben, so können Sie ein Gefühl erfahren, dass unsere Gesellschaft Ihnen nicht mehr bieten kann (aber zum Beispiel dem alttestamentarischen Menschen noch sehr bewusst war, wie viele Textstellen belegen): Sie können satt am Leben werden – lebenssatt, ein Begriff, der schon unglaublich fremd für uns geworden sind, weil wir nur Ersatzstoffe konsumieren, nicht aber das echte, wahre Leben.  Und wer satt des Lebens ist … kann ruhig sterben.

Wer aber ruhig sterben kann … hat wohl ein gelungenes Leben gelebt.

Oder irre ich da?

Und wieder – sind wir in der Politik … also der Frage danach, welche Entscheidungen wir für unsere Zukunft treffen sollen.

Die Antwort darauf ist einfach: so leben, wie es unseren Körpern gemäß ist. Alles andere … führt zu Ungemach. Bis hin zu Weltkrieg und Völkermord. Schauen wir aber auf das, wo wir leben, wie wir leben, so müssen wir leider eingestehen: die Rahmenbedingungen für ein gutes Leben sind gerade äußerst schlecht. Ob wir hier Adorno folgen wollen, wonach ein „gutes Leben im schlechten“ (oder ein richtiges Leben im falschen) nicht möglich ist?

Wollen wir dem Adorno lieber sagen: „Widerstand ist machbar, Herr Nachbar!“.

Und er kann mit der einfachen Forderung nach einem Leben beginnen, welches unsere sinnlichen Ausstattung angemessen ist – weit ab von Lärm, Gestank, Hässlichkeit und Unmenschlichkeit der modernen Zivilisation – wobei ich vermute, dass der Lärm, der Gestank, die Hässlichkeit und die Hektik viel zur Unmenschlichkeit beitragen … und auch zu dem für die Umwelt tödlichen Wunsch, sich eine eigene kleine, heile Selbstversorgereigenheimwelt mit staatlich subventionierten Sonnenkollektoren und Biogarten zu erschaffen.

Wem dies zu düster ist, dem sei als Trost gesagt: die größte Stärke des Menschen ist, sich allen widrigen Lebensumständen anpassen und selbst in kältesten Eiszeiten Oasen des Lebens schaffen zu können.

Mehr – ist aktuell nicht drin. Aber schon das ist ziemlich viel – und besser als alles, was die Staatsphilosophen der Industrieregierung zu bieten haben.

 

 

 

 

 

Legislatur Achtzehn

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Deutsche Politik – Willkommen im Irrenhaus – Hier ist die Zentrale

Deutsche Politik – Willkommen im Irrenhaus – Hier ist die Zentrale
Politiker haben viel zu sagen – Lach und Sachgeschichten
Schönes Wochenende

Refugees Welcome – Was von Politiker – Medien und Gutmenschen verschwiegen wird

Liebe Flüchtlinge was man Euch verschweigt!
Was Sie über Deutschland wissen sollten!

Eine würdige Bundeshymne für unser Zeitalter des akademisch akkreditierten Wahn-Sinns

Österreich hat gerade eine hitzige Diskussion hinter sich, ob die Bundeshymne überhaupt noch zeitgemäß sei oder man sie nicht besser ändern sollte.

Wahrlich keine leichte, und vor allem keine sehr appetitliche Aufgabe, einer der jetzigen Zeit entsprechenden Bundeshymne passende Worte zu leihen – einer Zeit, die man in späteren Zeitaltern vermutlich einmal als Epoche des akademisch akkreditierten Wahn-Sinns, als „Zeitalter der mammonistischen Endvertrottelung“ oder so ähnlich bezeichnen wird.

Da Österreich zufolge eines seiner bekanntesten Kabarettisten, Helmut Qualtinger „ein Labyrinth ist, in dem sich jeder auskennt“, ist bei der im Parlament und über alle Medienkanäle ausgetragenen Diskussion natürlich nichts herausgekommen.

Die Deutschen täten sich da wesentlich leichter. Einer ihrer altgedientesten Künstler und Liedermacher, Reinhard Mey, hat bereits eine perfekte, auf den aktuellen Zeitgeist und die soziopolitische Großwetterlage maßgeschneiderte Bundeshymne aufs Papier gebracht.

Da die deutsche Bundesregierung ja kein Problem damit hat, dem Oligarchen Poroschenko Milliardensubventionen zufließen zu lassen, damit der dann mit diesem Geld in der Hosentasche in diesem Supermarkt hier einkaufen gehen und den eigentlich nicht mehr finanzierbaren Bürgerkrieg gegen die eigenen Leute im Osten seines Landes am Dampfen halten kann – na da wären das doch Peanuts, wenn man Reinhard Mey ein paar Tantiemen zahlt und sich zumindest eine neue, zeitgemäße Bundeshymne leistet.

Man stelle sich die andächtigen Gesichter und die hoch schlagenden Herzen unserer Fußballesterer-Nationalgarde vor, und auch die stolz erhobenen Brüste unserer Murkselpolitiker auf den Ehrentribünen der Stadien, wenn sie vor Anpfiff des Spieles mit zur Raute gefalteten Händen in Reih‘ und Glied stehen und dann eine solche Bundeshymne durch die Lautsprecher tönt:

   „Das Narrenschiff“ (von Reinhard Mey)

Das Quecksilber fällt, die Zeichen stehen auf Sturm,
Nur blödes Kichern und Keifen vom Kommandoturm
Und ein dumpfes Mahlen grollt aus der Maschine.
Und rollen und Stampfen und schwere See,
Die Bordkapelle spielt „Humbatäterä“,
Und ein irres Lachen dringt aus der Latrine.
Die Ladung ist faul, die Papiere fingiert,
Die Lenzpumpen leck und die Schotten blockiert,
Die Luken weit offen und alle Alarmglocken läuten.
Die Seen schlagen mannshoch in den Laderaum
Und Elmsfeuer züngeln vom Ladebaum,
Doch keiner an Bord vermag die Zeichen zu deuten!

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Am Horizont wetterleuchten die Zeichen der Zeit:
Niedertracht und Raffsucht und Eitelkeit.
Auf der Brücke tummeln sich Tölpel und Einfaltspinsel.
Im Trüben fischt der scharfgezahnte Hai,
Bringt seinen Fang ins Trockne, an der Steuer vorbei,
Auf die Sandbank, bei der wohlbekannten Schatzinsel.
Die andern Geldwäscher und Zuhälter, die warten schon,
Bordellkönig, Spielautomatenbaron,
Im hellen Licht, niemand muß sich im Dunkeln rumdrücken
In der Bananenrepublik, wo selbst der Präsident
Die Scham verloren hat und keine Skrupel kennt,
Sich mit dem Steuerdieb im Gefolge zu schmücken.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Man hat sich glatt gemacht, man hat sich arrangiert.
All die hohen Ideale sind havariert,
Und der große Rebell, der nicht müd‘ wurde zu streiten,
Mutiert zu einem servilen, gift‘gen Gnom
Und singt lammfromm vor dem schlimmen alten Mann in Rom
Seine Lieder, fürwahr: Es ändern sich die Zeiten!
Einst junge Wilde sind gefügig, fromm und zahm,
Gekauft, narkotisiert und flügellahm,
Tauschen Samtpfötchen für die einst so scharfen Klauen.
Und eitle Greise präsentier‘n sich keck
Mit immer viel zu jungen Frauen auf dem Oberdeck,
Die ihre schlaffen Glieder wärmen und ihnen das Essen vorkauen.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff.

Sie rüsten gegen den Feind, doch der Feind ist längst hier.
Er hat die Hand an deiner Gurgel, er steht hinter dir.
Im Schutz der Paragraphen mischt er die gezinkten Karten.
Jeder kann es sehen, aber alle sehen weg,
Und der Dunkelmann kommt aus seinem Versteck
Und dealt unter aller Augen vor dem Kindergarten.
Der Ausguck ruft vom höchsten Mast: Endzeit in Sicht!
Doch sie sind wie versteinert und sie hören ihn nicht.
Sie zieh‘n wie Lemminge in willenlosen Horden.
Es ist, als hätten alle den Verstand verlor‘n,
Sich zum Niedergang und zum Verfall verschwor‘n,
Und ein Irrlicht ist ihr Leuchtfeuer geworden.

Der Steuermann lügt, der Kapitän ist betrunken
Und der Maschinist in dumpfe Lethargie versunken,
Die Mannschaft lauter meineidige Halunken,
Der Funker zu feig‘ um SOS zu funken.
Klabautermann führt das Narrenschiff
Volle Fahrt voraus und Kurs auf‘s Riff…

(Quelle: http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/das-narrenschiff)

***

Hier auch das Live-Musikvideo:

Wenn einer auszog, den Frieden zu finden…

Der Frieden auf der Welt besteht bald nur noch in der Erinnerung des Einzelnen. Überall wo man hinschaut nur Hass, Neid, Lüge und Gier. Der Mensch hat es weit gebracht in seiner Entwicklung. Das Blöde ist nur, sie verlief rückwärts. Dasselbe mit der Fähigkeit zu Denken. Hatten früher die Menschen noch ihr Gehirn benutzt, überlassen sie es heute irgendwelchen technischen Geräten und sollte gerade mal keines zur Verfügung stehen, ist er schon überfordert. Selbständiges Denken findet man nur noch im Museum, begraben unter einer dicken Staubschicht des Vergessens.

150113                                                  Baustelle des Friedens, von Zigorio

Wenn schon das kritische Denken leider ins embryonale Stadium zurückgekehrt ist, dann kann doch der Frieden nicht weit sein. Abgestumpfte, hirnlose Individuen müssten eigentlich völlig friedlich sein, da es ja keine Substanz mehr gibt, mit der es sich zu denken lohnt. Daher müsste die Welt mit gleichgeschalteten, meinungslosen Stromschwimmern überschwemmt sein. Ein genauer Blick in die Zeitungen bestätigt diese Vermutung. Was hier an millionenfacher Heuchelei, stumpfsinniger Nachplapperei und medialen Allesfressern zu finden ist, macht sprachlos.

Um dem ganzen Wahnsinn auf Erden mit etwas Positivem zu begegnen, wollte ich gestern an einer Friedensmahnwache teilnehmen, Fotos und Filme machen, Interviews führen und das Ganze als kleiner friedlicher Lichtblick ins Netz stellen. Also packte ich meine Utensilien zusammen, mich warm ein und fuhr nach St. Gallen, die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons im Nord-Osten der Schweiz. Im Internet hatte ich zuvor recherchiert, wann und wo diese Veranstaltung durchgeführt wird. Ein Leser hatte mir Links und Infos zukommen lassen und ich versuchte diese im Netz zu finden. Leider war die Suche nach aussagekräftigen Daten gleichbedeutend mit der Suche nach dem weltlichen Frieden. So ziemlich unauffindbar. Das machte mich schon etwas stutzig, aber als hoffnungsloser Optimist liess ich mich nicht von meinem Vorhaben abbringen.

Nach meinen Recherchen gab es zwei Orte in St. Gallen, wo die Mahnwache stattfinden könnte. Mit angekündigter Bühne, Kerzen und vielen friedliebenden Menschen. Tja, ich fand viele Menschen, die hatten aber alle Feierabend und wollten so schnell wie möglich nach Hause. Ich marschierte regelrecht gegen den Strom der Heimsuchenden. Kurz darauf stand ich auf dem „Friedensplatz“. Das Einzige, was ich vorfand war eine Baustelle. Es standen grosse Maschinen rum, die für den Frieden brummten, aber keinen einzigen Menschen, der das Gleiche machte. Da stand ich nun, alleine auf dem Platz mit Stativ und Kamera und konnte es nicht richtig verstehen. Hatte man die Aktion verlegt? Abgesagt?

Da ich nun schon mal hier war, befragte ich einige Passanten zu der Friedensmahnwache, ob sie davon wussten und wo diese sonst noch stattfinden konnte. Kein Einziger besass Kenntnis davon und manche hochgezogenen Augenbrauen bezweifelten meinen gesunden Menschenverstand. Da sucht einer mit medialer Ausrüstung den Frieden im kalten Januar. Der hat sie doch nicht alle.
Nachdem ich keine brauchbaren Auskünfte erhielt, machte ich mich auf den Weg und klapperte alle Plätze in der Stadt ab, von denen ich wusste, dass hier ab und an etwas stattfand. Aber nichts, keine Menschen, keine Friedensmahnwache und viele Plätze in trauriger Dunkelheit. Langsam machte sich in mir ein Frust breit. Nach zwei Stunden vergeblichen Suchens nach dem Frieden, gab ich auf. Enttäuscht und um eine Erfahrung reicher befab ich mich wieder auf den Heimweg.

Dieses Erlebnis unterstrich meine Meinung über die Ostschweizer Mentalität. Engstirnig, zugeknöpft und langweilig! Das hatten die Ostschweizer schon bei anderen Anlässen bewiesen. Wenn es nichts zu saufen oder kiffen gab, interessiert’s keine Sau. An dieser Einstellung haben sich schon manche Veranstalter die Zähne ausgebissen. Wenn das Ganze noch mit Fehlinformationen im Web gepaart ist, kann sowas nur in die Hose gehen. Vermutlich haben die Verantwortlichen der Mahnwache geschnallt, dass das Dschungelcamp im Fernsehen läuft, dann muss der Frieden halt warten.

Die Webseite der Organisatoren zeigt die gleiche verstaubte Mentalität und glänzte mit unbrauchbaren Angaben. Um der Unglaubwürdigkeit einen draufzusetzen, muss man sich dem Zuckerberg’schen Schwachsinn aussetzen. Ohne Facebook-Account bekommt man keine Infos. Da haben die Macher der Webseite ihre Unfähigkeit vollends bewiesen. Sie nötigen Interessierte sich dort anzumelden, posten alle Infos auf diesem amerikanischen Schrott und realisieren nicht, dass sie ihre „Friedensbemühungen“ beim grössten Friedensvernichter der Welt reinstellen. Die sind genau gleich realitätsfremd wie die unzähligen „Wir sind Charlie“-Zombies, die den grössten aktuellen Massenmördern und Freiheitskillern in der ersten Reihe nachlaufen. Mein Traum, dass die Riesenmasse endlich die eigentlich Verantwortlichen des Massakers mit ihrer menschvernichtenden Politik zur Verantwortung ziehen, wurde nicht erfüllt. Die Chance haben sie verpasst. Eine Million Bürger kuschen wegen einer Handvoll Politiker. Aus diesem Grund habe ich nur noch Verachtung für die Charlieianer übrig.

Die nächsten unschuldigen Opfer stehen schon bereit, auch wenn sie es jetzt noch nicht realisieren, dass sie zum nächsten strategischen Kollateralschaden befördert werden. Die Politiker betreiben weiterhin Kriegshetze, wiegeln die Bevölkerung gegeneinander auf, schrauben weiter am Überwachungsstaat und nehmen billigend die zukünftigen tausenden von Toten in Kauf.

Der Frieden auf der Welt wird grundsätzlich missverstanden. Der neue Slogan für das Volk heisst:

„Ruhe in Frieden!“

Politischer Rummelplatz

Ist schon wieder Jahrmarkt? Überall in den Zeitungen kann man von Kuriositäten, Sensationen und Attraktionen lesen. Wo ist denn dieser Jahrmarkt? Ich konnte keinen genauen Ort bestimmen, aber es erweckt den Eindruck, dass die ganze Welt ein einziger Rummelplatz geworden ist. Kaum verlässt man das Haus, wird einem die Propaganda um die Ohren geschmissen, das Heiligste vom Himmel versprochen und sämtliche verbrecherischen Aktivitäten als legitime Sensation auf der politischen Kirmes verkauft.

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Aber schauen wir doch einmal, wer welche Attraktionen bietet. In Europa hat der Hütchenspieler Draghi seine Kundschaft gefunden. Laufend schiebt er seine EZB-Becherlein auf dem Tisch herum und die Leute dürfen raten, wo die Gelddruckmaschine drunter ist. Dass dies kein einziger richtig erraten kann ist eigentlich logisch. Kein Hütchenspieler lässt sich in die Karten schauen und sein Ziel ist es, die Zuschauer zu täuschen und ihnen das Geld abzuknöpfen. Herr Draghi hat seine Kunst perfektioniert und schiebt mittlerweile nur noch Luft in den Bechern hin und her. Gewinnen kann man nichts und die Europäer sehen sich als kollektive Verlierer. Diese falsche Nuss kann einem gestohlen bleiben. Also schauen wir, was es sonst noch für Sensationen gibt, die einen nicht gleich beim ersten Kontakt ruinieren.

Da wäre noch die kapitalistische Achterbahn. Das Hoch und Runter der Finanzmärkte lässt einem schon beim Zuschauen schlecht werden. Zuerst werden Milliarden auf den Markt geschmissen und wenn das Wägelchen ganz oben angekommen ist, geht die Talfahrt los. Egal ob Rubel, Dollar oder Euro, in jeder Kurve schleudert es Unmengen an Geld aus dem Wagen und kommt dann noch ein Looping, wird’s sogar den Finanzministern schlecht. Am Schluss der Achterbahnfahrt wird nicht sanft abgebremst, nein, man lässt die Wagenkolonne mit Volldampf in die nächste Inflationsmauer donnern. Eigentlich fährt man diese Bahn nur einmal. Aber die Finanzmärkte kotzen sich lieber die Seele aus dem Leib, um die G(eld)-Werte weiterhin auf der finanziellen Achterbahn bis zum Exzess auszukosten .

Einen grossen Teil des Jahrmarktes machen die Schiessbuden aus. Die werden von den Amerikanern gestellt. Sie sind aber im Dekorieren der Schiessbuden ziemlich einfältig. Man sieht nur aufgesteckte Islamisten, meist Kinder, Frauen und Alte. Manchmal entdeckt man dazwischen den Hauptpreis eines Terrorfürsten, dem man aber zuerst das Preisschildchen „mutmasslich“ wegballern muss. Damit jeder Besucher ein Erfolgserlebnis hat, darf man mit Uranmunition rumschiessen. Da kommt es nicht mehr drauf an ob man trifft oder nicht. Sogar der Schiessbudenbetreiber wird dabei kontaminiert, aber das ist ihm egal. Sollte er ebenfalls als Kollateralschaden enden, warten schon unzählige neue Ballermänner auf ihren Einsatz.

Kein Rummelplatz ohne Geisterbahn. Diese Attraktion darf auf keiner Kirmes fehlen. Der Andrang ist entsprechend gross, weil jeder mit eigenen Augen sehen will, mit welchen Mitteln einem heute das Gruseln gelernt wird. Betreiberin ist die deutsche Kanzlerin. Sie sitzt in ihrem Glashäuschen wie ein ausgestopfter Buddha mit schlechter Laune und freut sich über jeden Besucher, dem sie das Fürchten lehren kann. Kaum sitzt man im Wägelchen, geht es auch schon los. Man verschwindet hinter einer Türe und befindet sich in absoluter Dunkelheit. Plötzlich rollt einem der Schäuble entgegen und brüllt „Mein Schaaatz“. Nach diesem Adrenalinkick folgt sogleich der nächste. Hinter einer Kurve wartet der Sigmar Gabriel als übergrosser Marshmallow und droht einem unter sich zu begraben. Um der anschwellenden Panikattacke einen drauf zu setzen, wird man von unzähligen verkleideten Energiesparlampen verfolgt und geblendet. Blind und unfähig die Wahrheit zu erkennen geht’s weiter. Bis zur nächsten Kurve darf sich das persönliche Nervenkostüm kurz erholen, dann erscheint die Killer-Ursi. Einzelne Besucher der Geisterbahn suchen schon verzweifelt den Notausgang. Den hat es aber nicht. Einmal in den Fängen dieser Rambine wird die ganze Familie militarisiert. Papa killt während Mutti stillt.
Dann erscheint ein Licht am Ende des Tunnels. Für die einen ist es der Eintritt ins Paradies und für andere die Rettung aus dem deutschen Gruselkabinett.

Langsam macht sich etwas Hunger breit und ein Besuch beim Imbisstand ist angesagt. Den betreiben die Griechen. Sie tischen diverse Menus auf, die sehen auch gut aus, aber machen nicht satt. Sie schummeln bei den Zutaten, fälschen die Preise und mästen ausschliesslich Banken mit ihrem Finanz-Catering. Alle anderen dürfen sich mit den restlichen Krümeln begnügen, die aber in der Regel von den griechischen Polit-Maden schon weggefressen wurden. Die einzigen, welche bei den Griechen sonst noch satt werden ist die deutsche Rüstungsindustrie.

Weiter geht’s in Richtung Karussell. Das ist ein Gemeinschaftsprojekt der Italiener, Spanier und Portugiesen. Die drehen sich solange im Kreis, bis keiner mehr weiss, in welche Richtung sie sich bewegen sollen. Hauptsache keiner merkt die politische Richtung und wenn, dann wird weiter am Korruptionsrad gedreht, bis alle oppositionellen Stimmen rausgeschleudert wurden. Andere, die sich krampfhaft am Sessel festhalten werden kurzerhand von diesem enteignet, was unwiderruflich einen Absturz zur Folge hat. Unter dem Karussell türmen sich die Toten und Enteigneten immer höher. Hat aber für die politische Elite den Vorteil, dass sie besser zum Korruptions-Karussell hochsteigen kann. Sie trampeln bedenkenlos auf den leblosen Körpern des sozialen Friedens herum, Hauptsache man kann sich einen Sitz ergattern und sich dort mit viel Geld festschrauben lassen.

Russland ist ebenfalls vertreten. Sie betreiben einen Souvenir-Shop. Dort kann man sich Andenken kaufen, welche die westliche Kriegstreiberei darstellen. Angefangen bei einer Plaquette, wo die Zahl 28 Millionen drauf steht. Das sind die russischen Toten des zweiten Weltkrieges, dann findet man Modellflugzeuge, die zuerst wieder zusammengesetzt werden müssen oder Spielzeuglastwagen, die als Überraschungspaket deklariert sind. Einzelne westliche Besucher erwarben einen Röhrenbausatz, aber in ihrer Ungeduld machten sie das Spielzeug kaputt, bevor sie den eigentlichen Sinn des Spieles überhaupt begriffen hatten. Anstatt über ihr unvernünftiges Handeln nachzudenken, überschütten sie den armen Souvenir-Shop-Besitzer mit Drohungen und Schuldzuweisungen. Der hatte bald die Schnauze voll und nahm den Röhrenbausatz aus dem Sortiment. Sollen die Deppen doch selber schauen, mit was sie spielen können, mit den Russen haben sie’s jedenfalls verscherzt.

Gleich daneben findet man einen Markstand aus der Ukraine. Man kann zwar nicht sofort erkennen, was die verkaufen oder anbieten, aber bei genauerem Hinsehen sieht man, dass dort Reisen angeboten werden. Entweder kann man als Kriegstourist eine Anzahl Menschen zum Töten buchen oder sich in die Irrenanstalt in Kiew einweisen lassen. Natürlich mit Vollpension. Die Rechnung kann man getrost wegwerfen. In der Ukraine bezahlen immer andere. Entweder mit gestohlenem Steuergeldern oder mit dem Leben. Ab und an kommt der Frankensteinmeier aus dem deutschen Gruselkabinett und macht Werbung für die ukrainische Irrenanstalt. Bekommt der Provisionen aus Kiew? Pro Patrone oder pro Leiche?

Langsam macht sich beim Besucher des Kirmes-Wahnsinns eine Müdigkeit breit. Nicht weil ihn die Bahnen geschafft haben, sondern wegen des Dauererbrechens beim Anblick der medial aufgebauschten Sensationen. Die Massenblätter propagieren Frieden und Wohlstand und der Bürger erlebt Krieg und Verarmung. Erst allmählich wird den Besuchern bewusst, dass sie selber die eigentliche Attraktion auf dieser Wahnsinns-Kirmes sind. Die Betreiber amüsieren sich köstlich, wie sie dem Besucher jeglichen Schmus verklickern können und er dafür auch noch bezahlen darf. Wie bereits gesagt, entweder mit seinem sauer verdienten Geld oder mit dem eigenen Leben.

Man darf gespannt sein, mit welchen neuen Attraktionen wir in Zukunft unterhalten werden.

Eure Bildung kotzt mich an

Da machen sich SPD, CDU, CSU, Grüne, die öffentlich-rechtlichen Medien sowie die Printmedien, DGB, Bertelsmann-Stiftung, Zentralrat der Juden usw. mit ihren Schnüffelnasen auf, um die geistigen Brandstifter, die zum Beispiel hinter der PEGIDA stehen, zu suchen – klasse oder?

Was für ein Aufschrei …

Leiden die alle an Realitätsverlust? Wo war denn zum Beispiel der Zentralrat der Juden, als man die Agenda 2010 einführte. Über zehn Jahre wurde hier an einem Süppchen gekocht, das mehr als nur Ähnlichkeit mit der Verfolgung der Juden hat: Reiseverbot, Beschlagnahmung des Vermögens, Verlust der Unantastbarkeit des Wohnraumes, Vertreibung aus Wohngebieten mit “ordentlichen” Bürgern, regelmäßige Meldepflicht, Bedrohung mit Hunger oder Zwangsumsiedlung … alles schon mal da gewesen. Sicher, wir haben noch nicht 1941. Aber schon 1934. Wie lange kann man Menschen demütigen, bis sich ein Ventil gesucht wird?

Von allen oben genannten Institutionen und Parteien wird von oben herab auf eine verächtliche Art und Weise der Boden für Ressentiments vorbereitet, der nicht nur unerträglich, sondern widerlich ist – Hartz IV Empfänger sollen Ratten jagen, ihre Organe zum Kauf anbieten, wie gefährlich ist der Islam, Papst contra Mohammed, zu viel Ausländer usw. Der investigative Journalismus ist zu einer „Bussi-Bussi-Gesellschaft“ verkommen. Da werden gescriptete TV-Sendung mit dem Anspruch der Wahrhaftigkeit – kostengünstig produziert um sämtliche Vorurteile der Mittelschicht zu bedienen – um daraus dann ihr politisches Kapital zu schlagen.

Diese „bildungsnahe“ Schicht schämt sich noch nicht einmal, das Wort „bildungsferne“ Schicht in den Mund zu nehmen und artikuliert lautstark, dass man dieser Schicht den Hahn zu drehen müsse, denn nur ein ungeborenes Kind aus diesem Milieu ist auch ein gutes Kind – denn es würde einem schon keinen Baseballschläger über den Kopf schlagen. Öffentlich-rechtliche Sendeformate wie zum Beispiel das „Philosophische Quartett“ unter der Leitung Peter Sloterdijk gibt den geistigen Brandstiftern eine Plattform. Sendeformate dieser Art, die mit angeblichen philosophischem Anspruch daher kommen, verpacken ganz geschickt eine Hetze, die an vergangenen Zeiten anknüpfen.

Die Pyromanen haben das Grundgesetz niedergefakelt und nun streifen sie sich den Feuermannsanzug über – welch eine Farce.

Politische Schach-Weltmeisterschaft

Eingeladen wurden alle Grossnationen, welche dem Spiel mächtig sind. Allen voran Russland, dicht gefolgt von den Türken. China tut sich mit dem Aussehen der Spielfiguren noch schwer und die Amerikaner kennen Schach gar nicht, sie schicken dafür die Europäer.

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Während Israel den Spieltisch präpariert, treffen aus dem Nahen Osten die Figuren ein. Wer gegen wen antritt war schnell beschlossene Sache. Der Westen gegen den Osten. Die Medien verkaufen es als der Kampf „das Gute gegen das Böse“. In den Wettbüros hingegen tippen sie eher auf dumm gegen clever. Die Wettquoten sind in der Öffentlichkeit entsprechend.

Amerika will doch mitspielen, aber nicht offiziell. Sie schicken verdeckt die Bäuerin Ashton auf’s Feld und eröffnen so das Spiel. Russland zieht mit Bedacht und baut zuerst mal seine Verteidigung auf. Die Amerikaner, eigentlich immer noch nicht offiziell im Spiel, schicken den Läufer McCain los, um die Russen zu verwirren. Er soll Unruhe stiften. Der russische Präsident Putin übernimmt die Führung auf der Ostseite und lässt die Bauern in der Mitte des Spiels entscheiden, für welche Seite sie den Kopf hinhalten wollen. Nach einem kurzen Blick auf die Wett-Statistik ist der Fall klar. Der Westen antwortet mit unüberlegten Zügen, die ihn selber in seinen Absichten behindern. Das ist halt so wenn amerikanische Nichtspieler dreinreden, welche die Regeln nicht kennen. Sogar Flugzeuge wollen sie als Spielfiguren auf’s Brett bringen. Das geht nun gar nicht. Die Europäer schicken den Meinungs-Springer Steinmeier ins Feld, doch der hüpft in der Landschaft wiehernd umher und sucht nur seinen Stall.

Putin opfert unterdessen einen Bauern-Konvoi und amüsiert sich wie der Westen aufgescheucht reagiert. Sofort werden Türme in Stellung gebracht, die Dame Merkel positioniert und der König Holland versteckt sich hinter den Bauern an der rechten Front. Putin wartet , taktiert im Hintergrund. Die englische Figur Cameron möchte auch spielen und bekommt eins auf die Finger. Onkel Obama guckt ihn ganz böse an. Hillary Clinton wäre gerne die Königin gewesen, aber die Haarfarbe passte gerade nicht zum Spielfeld.

Nachdem der Westen mit seiner provokativen Spielweise den Osten nicht aus der Reserve locken konnte, probieren sie es mit Drohen. Läufer Jazenjuk und Springer Steinmeier sollen das übernehmen, decken sich gegenseitig und grinsen sich verliebt an. Die westliche Strategie wirkt laienhaft. Die Russen reagieren gereizt. Sie reklamieren, dass selbst im Welt-Schach schon Anfänger zugelassen werden. Die sollen zuerst mal die Grundregeln lernen bevor sie mit den Grossen mitspielen dürfen.

Im weiteren Spielverlauf schiebt Putin trotzig seine energiereichste Figur nach vorn und schneidet die nördliche Spielwiese von der Versorgung ab. Ein genialer Zug. Die Verbindung zu amerikanischen Öl-Produzenten hat sich ausgezahlt. Mit dem Lobbyisten Gus Pipeline weiss Putin einen mächtigen Verbündeten auf seiner Seite. Da sieht der Westen alt aus. Der hat seine Spielfiguren ziellos auf dem Feld verteilt. Sie rutschen wichtigtuend umher , stolpern aber erwartungsgemäss über die eigenen Figuren.

Das weltliche Publikum geniesst unterdessen die Werbeunterbrechung. Spannung pur. Auf dem Schachbrett sieht’s hingegen düster für den Westen aus. Doch anstatt die drohende Niederlage ehrenhaft zu akzeptieren, führen sie einfach neue Regeln ein, NATOll!

Die Jury in Den Haag sollte eigentlich für einen fairen Spielverlauf sorgen, aber sie haben den Arbeitgeber gewechselt. Sie sind nicht mehr für die Institution Recht und Ordnung tätig sondern hüten neu in den Schweizer Bergen die goldenen Kälber aus den Kuhställen in London und New York.

Die Partie gestaltet sich sehr einseitig. Der Osten taktiert mit cleveren Zügen und der Westen flattert wie ein aufgescheuchtes Huhn, begleitet von unverständlichem Geschnatter. Die Oberglucke Merkel legt sich selber ein Ei nach dem anderen, was dem heimischen Gockel Gabriel so ziemlich egal ist. Er stackst im hinteren Spielfeld hin und her und kann sich nicht so recht entscheiden, welcher kapitalistischen Henne er nachlaufen soll. Mit Schach hat das nichts zu tun.

Zusammenfassend kann man sagen, dass der Ausgang des Spiels von Anfang an vorhersehbar war. Der Westen versucht mit Schummelei und Irreführung den Osten zu besiegen. Während sich Putin von den Winkelzügen nicht irritieren lässt, setzen seine Figuren ihren Siegeszug fort. Der Westen, immer noch planlos, ziellos und eigentlich sinnlos, probiert mit Poker-Bluffs das Blatt zu wenden. Aber das Einzige was sich gewendet hat ist die öffentliche Meinung. Die Medien versuchen noch aus dem unkoordinierten Schach-Gewusel etwas Positives zu berichten, basteln sich Collagen zusammen mit der Hoffnung, dass das Volk dem hauseigenen Kleber auf den Leim geht.

Ein Ende des Spiels ist noch nicht abzusehen. Jede Partei taktiert nach ihren Möglichkeiten. Der Osten mit Gerissenheit und der Westen mit Dummheit. Die strategischen Lemminge in Brüssel fallen einer nach dem anderen vom Spielfeldrand, bis die Russen die ganze Spielwiese für sich alleine haben. Es bleibt zu hoffen, dass der Spielverlauf nicht bis ins heimische Wohnzimmer vordringt und der einfache Bürger sein Leben nicht einer leyernden Glucke anvertrauen muss. Denn der Ausgang eines Duells, deutsches Huhn gegen russischen Bären ist von vorneherein klar. Da braucht es keine Meisterschaft, sondern nur gesunden Menschenverstand.

Deutschland – Verrottete Politik -Verrotteter Sozialstaat und Moral

Deutschland verkommt zum „Saustall“. Die Politik und Gesellschaft leidet an Wahrnehmungsstörung, an Realitätsverlust der tatsächlichen Lage von Millionen von Menschen.
Sondergesetze für Arbeitslose, den Rechtstaat eingeschränkt, dass Grundgesetz außer Kraft gesetzt, sichern die Gier und die Profite der Reichen. Rettungsschirme sichern den Reichtum von Bankstern, Wirtschaftslumpen und der Finanzmafia. Politik und Medien werden immer mehr zu Befehlsempfängern der Mächtigen, der nutzlosen, schmarotzenden und leistungslosen der selbsternannten Eliten. Es scheint so als hätte die Gesellschaft sich damit abgefunden und empfindet das alles als ganz normal. Und weil es so stinkt in Deutschland, muss man ab und zu, an die Realitäten erinnern.

Die Minderleister und der Neoliberale Soziale Rassismus

All gegenwärtig kann man es hören, sehen und lesen, wie sich die sogenannten Eliten der Gesellschaft sich abgrenzen vom gemeinen Pöbel, den Minderleistern, den Minderwertigen.
Eliteschulen, Elitekindergärten, Eliteuniversitäten. Und um sicherzustellen, dass Gier, Herzlosigkeit, Macht und sozialer Unverantwortlichkeit, kann sich die Elite, quasi per Inzucht, auf Elitepartnerbörsen verlassen oder zurück greifen.
Die Elite Deutschlands sind Familienclans, oft mit Adelstiteln, die bereits im Kaiserreich protektioniert wurden, mit den Nazis zusammengearbeitet haben und nach der Wende den Osten und heute ganz Deutschland und Europa aufkauftenen. Ihre Strategie ist Egoismus, Vetternwirtschaft, Bestechung, Gier, Lobbyismus, um ihren Glück immer ein wenig nachzuhelfen.
Wer heute noch glaubt, dass es Demokratie und Kapitalismus eine Symbiose eingehen, der scheint doch sehr naiv zu sein.

 

POLITIKER – „FEIGHEIT VOR DEM EIGENEN VOLK“

»Die deutschen Politiker sind feige, sie haben Angst vor dem Volk, behauptet Nikolaus Blome in seinem Buch ‚Der kleine Wählerhasser‘.

Was für deutsche Politiker gilt, gilt natürlich auch für Politiker im Allgemeinen, egal in welchem Land sie tätig sind, wenn man sich die Politik bei der Bewältigung von sogenannten Krisen als Beispiel nimmt. Da werden Kriege geführt, die von der Politik verschwiegen werden, als würden diese gar nicht stattfinden, kommt eine Drohne geflogen.

Ach ja Krieg, Mittel zur Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen ist für Deutschland kein Tabu mehr, von der Ersatzbank politischen Handels, rauf auf die Schlachtfelder der Welt. Koste was es wolle, ohne Rücksicht auf Verluste, oder wie es der größte Kämpfer der Freiheit sagen würde: „Manchmal muss ein junger Mensch alles geben und wenn es das eigene Leben ist.“ – Sinn von Joachim Gauck, Pfarrer, Eröffnungsredner auf der NATO Sicherheitskonferenz und Deutscher Bundespräsident.

In Ägypten sind bei einem Massenprozess nach Angaben aus Justizkreisen 529 Anhänger des gestürzten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi zum Tode verurteilt worden. Und wer regt sich von den Politikern auf? KEINER! Vielleicht liegt es daran, dass der eine oder andere europäische demokratische Rechtsstaat die Waffen liefert damit das hinrichten  effizient und schnell durchgeführt werden kann?

Da reden Politiker wie toll es um die Werte in der EU bestellt ist, prahlen von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und sehen weg, wenn mitten in Europa ethnische Säuberung stattfinden, zum Beispiel bei Sinti und Roma, Bevölkerungsgruppen werden gejagt, verjagt, vertrieben und werden auch gerne von der Politik als Armutsflüchtlinge und Sozialkassenplünderer bezeichnet.

Da wird gefaselt, dass Krisen (fast) überwunden sind und gleichzeitig sterben mitten in Europa Menschen, vom Kind bis zum Greis, weil Politiker und Finanzmafia ihnen Sparprogramme auferlegt haben, Griechenland lässt grüßen.

Und warum regt sich darüber kein Politiker auf und sagt die Wahrheit? Ganz einfach, weil Wirtschaftslumpen und Großkapital die Spielregeln bestimmen, Politiker sind nur noch die Überbringer von schlechten Nachrichten. Politik hat nur noch die Aufgabe Armut zu vollstrecken und die Gier der Mächtigen sicherzustellen. Man kann zu dem Fazit kommen, Politiker haben schon lange keine Visionen, kein Plan, keine Macht mehr. Hilflosigkeit, keine Ahnung und Unfähigkeit, unfähig tragfähige Entscheidung für die Menschen zu treffen, das ist heute Alltag von politischer Arbeit.

Im Mai findet die Europawahl statt. Da ist noch kein Kreuz auf einen Wahlschein gemacht und in der Wahlurne versenkt worden, da sind die Posten schon verteilt. Der Spitzenkandidat der europäischen Konservativen Jean-Claude Juncker besitzt die Unverschämtheit im deutschen Fernsehen klarzustellen, dass er Präsident der EU-Kommission wird, dass wäre bei einen Wahlsieg so abgesprochen. Also warum noch zu den Europawahl gehen, der Kuchen ist schon aufgeteilt, der Tops schon lange gelutscht, die Posten verramscht. Ja so läuft das heute. Es geht in der Politik und bei den Politikern nur noch um persönlichen Machterhalt und die Absicherung der eigenen Selbstversorgungskultur.

Gerne kritisieren Politiker Wahlen in anderen Ländern als undemokratisch und verfälscht und wie ist das in Deutschland und der EU?? Ich habe jedenfalls noch keinen Politiker erlebt, der offen sagt was er wirklich weiß, (wenn er was weiß) und den Menschen sagt was die Wahrheit ist und was sich für Konsequenzen daraus ergeben. Ich nenne das politische Vetternwirtschaft,  politische Güngelei. Worthülsen wie, die politischen, gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Probleme seien zu komplex, so dass es der kleine Mann auf der Straße sie nicht mehr nachvollziehen kann und versteht ist eine beliebte Taktik. Politiker nutzen  für diese Taktik gerne, die von ihnen erfundene und benutzte Herrschaftssprache. Die Analyse, wie Politiker über den Pöbel denken ist so eindeutig wie klar: „ SIE HALTEN UNS EINFACH NUR NOCH FÜR BLÖD“!

Die Politik der Gier, Macht, Ausbeutung, betrügerische Sparmaßnahmen werden von den Medien, der Wirtschaft und der Politik als „Alternativlos“ dargestellt, nach dem Motto:

„HALT DU SIE DUMM-ICH HALT SIE ARM“.

Politiker denken offenbar immer noch, dass die schweigende Mehrheit desinteressiert und ahnungslos ist, hat die Politik doch dafür gesorgt, dass der Pöbel sich erst einmal um sein Überleben sorgen muss, als über korrupte, unterwürfige Politiker nachzudenken. Und wenn man ehrlich ist muss man feststellen, scheint bei den meisten Untertanen auch zu funktionieren. Politiker glauben immer noch, dass die Menschen die Wahrheiten gar nicht hören wollen, dass ist nicht nur dumm, sondern auch ein Irrtum. Genauso wie es ein Irrtum ist zu glauben, dass die Menschen Politikverdrossen sind. Die Politiker haben immer noch nicht begriffen, dass das gemeine Stimmvieh schon lange erkannt hat, dass die Politiker schon lange nicht mehr am Steuer des HANDELNS und ENTSCHEIDENS sitzen, Politiker mussten auf der Rückbank der wirklichen Mächtigen Platz nehmen.

Die Aufgabe der Politik besteht nur noch darin, die eigentlichen Ziele, der Mächtigen aus Wirtschaft, Banken, Lobbyisten gegenüber den Menschen zu Verharmlosen und zu Verschleiern. Peinlich wird es, wenn Politiker mal die Wahrheit sagen, wenn auch im nach hinein darauf hoffend, dass es keiner mitbekommen hat.

Angela Merkel ist das auch schon mal passiert als sie die Wahrheit gesagt hat, stellvertretend für ALLE POLITIKER so zu sagen:

„Wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit. Unsere Werte müssen sich auch im Zeitalter von Globalisierung und Wissensgesellschaft behaupten.“ – Rede zur 60-Jahr Feier der CDU 2005 und Zitat Angela Merkel 2008 

„Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt, und wir müssen damit rechnen, dass das in verschiedenen Weisen sich wiederholen kann.“  Oder wer erinnert sich nicht an Merkels von den Wirtschaftsbossen, Spekulanten, Zocker, Bankern und Lobbyisten umjubelter Feststellung:

“Wir leben ja in einer Demokratie und das ist eine parlamentarische Demokratie und deshalb ist das Budgetrecht ein Kernrecht des Parlaments und insofern werden wir Wege finden, wie die parlamentarische Mitbestimmung so gestaltet wird, dass sie trotzdem auch marktkonform ist.” Diese Aussagen muss man nicht kommentieren.

Thomas Jefferson 1743 – 1826 beschrieb die Gefahr welche von Spekulanten, Zocker, Bankern ausgeht so:

„Ich denke, dass Bank-Institute gefährlicher als stehende Armeen sind…. Wenn die amerikanische Bevölkerung es zulässt, dass private Banken ihre Währung herausgeben…. Dann werden die Banken und Konzerne, die so entstehen werden, das Volk seines gesamten Besitzes berauben, bis eines Tages ihre Kinder obdachlos auf dem Kontinent aufwachen, den ihre Väter einst eroberten!

“ VOLLTREFFER !!!

Demokratie, Rechtstaatlichkeit und soziale Marktwirtschaft dürfte sich erledigt haben, ein Ergebnis der Gier von Wirtschaftsbossen, Spekulanten, Zocker, Bankern und Lobbyisten, mit freundlicher Unterstützung „FEIGER POLITIKER“.

Das kann doch alles gar nicht sein in Deutschland -Oder doch?

VORWORT:

Zitat von Sigmar Gabriel vom 28.01.2014 im Spiegel: „In Belgien hat sich ein Land ohne Regierung fast zwei Jahre lang gut entwickelt. Man kann als Politiker nur froh sein, dass sich das in Deutschland nicht rumgesprochen hat.“

Wenn man sich die täglichen Nachrichten zu Gemüte führt, dann reichen schon oft die Überschriften und man fragt sich, dass kann doch in Deutschland gar nicht sein.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zollt Hoeneß Anerkennung: „Die Tatsache, dass Uli Hoeneß das Urteil jetzt so angenommen hat, nötigt mir hohen Respekt ab“, sagte die Bundeskanzlerin, nachdem der wegen Steuerhinterziehung verurteilte Hoeneß der  in einer persönlicher Erklärung mitgeteilt hat, er akzeptiere seine Strafe von drei Jahren und sechs Monaten Haft . Unglaublich, da wird ein Straftäter öffentlich von der Bundeskanzlerin „geadelt“.  Nun gut, Merkel findet so manche Dinge gut, worüber es sich lohnt mal Gedanken zu machen. Als die Bundeskanzlerin nach dem frühen Aufstehen eines Montagmorgen von der Tötung des Qaida-Chef Osama Bin Laden erfuhr, teilte sie mit: „“Ich freue mich darüber, dass es gelungen ist, Bin Laden zu töten. Eine völkerrechtliche Beurteilung des US-Angriffs wollten weder Merkel, noch das Justiz- oder das Außenministerium damals abgeben.

Das kann doch in Deutschland nicht sein!?

 Da genehmigen sich Politiker eine satte Diätenerhöhung und mahnen den Rest der Republik bei Tarifverhandlungen zur Zurückhaltung. Gut von unseren Politikern sind wir ja schon einiges gewohnt, aber wie kann es denn sein, dass Richter an deutschen Bundesgerichten im großen Stil Nebenbeschäftigungen nachgehen und abkassieren, wie die WirtschaftsWoche am 29.03.2014 berichtet. Demnach üben „73 Prozent der Richterinnen und Richter am Bundesgerichtshof Nebentätigkeiten aus, am Bundesverwaltungsgericht sind es 85 Prozent, am Bundesfinanzhof 97 Prozent und am Bundesarbeitsgericht sowie am Bundessozialgericht jeweils 100 Prozent (alle Zahlen für 2012).“

Da darf die Frage erlaubt sein, sind die Damen und Herren Richter noch neutral in der Rechtsprechung?

Das kann doch in Deutschland nicht sein!?

Banken sollen über eine Milliarde Euro Steuern hinterzogen haben. Der deutsche Fiskus ermittelt laut Presseberichten gegen dutzende Banken und Geldanlagefonds, die den Staat mit dubiosen Aktiengeschäften um einen Milliardenbetrag betrogen haben sollen. Bei den Finanzbehörden sind laut der „Süddeutschen  Zeitung“ vom Samstag mehr als 50 Verfahren anhängig. In mehr als zehn Fällen seien wegen des Verdachts auf besonders schwerwiegende Steuerhinterziehung bereits Staatsanwälte eingeschaltet worden, berichtete die Zeitung nach einer Umfrage bei den Finanzministerien mehrerer Bundesländer. Betroffen seien demnach Geldinstitute wie die Hypo-Vereinsbank und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Die HSH Nordbank, die ebenso wie die LBBW dem Staat gehören. Laut der „SZ“ untersuchen die Behörden schon seit längerem Börsengeschäfte, bei denen es bis 2012 aufgrund einer Gesetzeslücke möglich war.

 Das kann doch in Deutschland nicht sein!?

Der Westen meldet: „Arbeitsloser Vater verpasste Termin wegen Notgeburt – Arge Bochum strich Leistungen. Weil der werdende Vater Axel Schmid zu seiner Ehefrau ins Krankenhaus fuhr, konnte der Arbeitslose aus Bochum den Termin bei seinem Vermittler nicht wahrnehmen. Trotz kurzfristiger Absage stellte die Arbeitsagentur die Leistungen vorläufig ein….“

Das kann doch nicht sein in Deutschland!?

Langzeitarbeitslose dürfen im ersten halben Jahr einer neuen Beschäftigung schlechter bezahlt werden. Darüber hat sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles mit den anderen Ministerien verständigt. Na super, da werden Menschen der Sklaverhalterindustrie  zum Fraß vorgeworfen.

Das kann doch nicht sein in Deutschland!?  

Der Raubzug von Politikern, Banken und Wirtschaft in Deutschland ist seit Jahren normal, so normal ist es eben auch, in Deutschland, dass für einen Teil der Gesellschaft verbriefte Rechte außer Kraft gesetzt worden sind und das diese Verwahrlosung durch die Politik und Wirtschaft fortgeführt wird.

Ach wäre es doch gut, wenn wir Bürgerinnen und Bürgern an das Zitat von Sigmar Gabriel vom 28.01.2014 im Spiegel, sich erinnern würden (zum Beispiel bei den nächsten Wahlen):

„In Belgien hat sich ein Land ohne Regierung fast zwei Jahre lang gut entwickelt. Man kann als Politiker nur froh sein, dass sich das in Deutschland nicht rumgesprochen hat.“

Krieg dem Sozialstaat-Entsorgte Generation-Medien-Wahre Asis

Deutschlands Politik und die hörigen Medien, kümmern sich ja wieder einmal um Gott und die ganze Welt, um die bösen Russen, um die Ukraine und um die Steuersünder, die aber eigentlich als  Straftäter bezeichnet werden müssten. Und natürlich kümmern sich Politiker um sich selbst, oder besser gesagt um ihren Verdienst.

Und in den letzten Tagen wird Front gemacht, gegen den Mindestlohn, der ist zwar beschlossen, aber nun macht man sich Sorgen um die Arbeitsplätze die verloren gehen sollen, wenn der Mindestlohn kommt. Das haben die Wirtschaftslumpen der Politik gesagt und mit Zahlen belegt. So machen es die Wirtschaftslumpen immer und schicken Armeen von Lobbyisten in den Krieg, gegen den Mindestlohn.

Und wenn man mal gerade dabei ist, wird auch gleich weiter Krieg gegen die Alten geführt. Kann ja auch nicht angehen, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, von ihrer Rente leben können. Eigentlich müssen sich die Politiker und die Wirtschaftslumpen keine Sorgen machen, dass  die Alten nach  45 Arbeitsjahren  in Saus und Braus leben können, denn die Mehrzahl hat außer einem  Sklavenlohn nichts verdient.  Natürlich wissen die das, aber der Krieg gegen den Sozialstaat ist noch nicht gewonnen, sicher ist sicher, dass Feuer darf nicht ausgehen.

Und die Medien sorgen dafür, dass man schön abgelenkt ist und nicht darüber nachdenkt und bemerkt, was sich so in Deutschland, in seiner Stadt  wirklich abspielt. Wenn man die Zeitung aufschlägt, das Radio oder den Fernseher anschaltet wird uns mitgeteilt, wie viel Betrüger, Mörder und sonstige Kriminelle ihr Unwesen getrieben haben, in der Nacht, welche zu kurz gewesen ist und man schlecht geschlafen hat, weil einen die Sorgen des Alltags einen nicht losgelassen haben, als wäre das, das normalste von der Welt.

Man erfährt, dass die vielen Krisen, von denen ich schon am Vortag erfahren habe, noch viel schlimmer sind, als angenommen. Und ich erfahre auch, dass es notwendig ist, noch mehr Geld, in den schon bereits vergoldenden Arsch von Bankern und Manager  zu schieben, denn sonst geht morgen die Welt unter. Und sofort vernehme ich die Stimmen von Hirntoten Politikern, welche das alles als Alternativlos bezeichnen.

Diese Meldungen garantieren Aufmerksamkeit, Einschaltquoten und nicht das ein Mensch den Freitod wählte, weil er die soziale Kälte nicht länger ertrug, oder eine einsamer, verarmter Rentner/in verhungert in seiner Wohnung aufgefunden wurden ist. Passt ja auch nicht zu der Jahrhundertlüge von Politikern und Wirtschaftslumpen, vom Jobwunder Deutschland und Deutschland geht es gut. Der Kapitalismus, kennt keine Menschlichkeit, Werte, Gerechtigkeit. Der Kapitalismus schafft Bedingungen für erschreckende Wertelosigkeit, Unzufriedenheit und Frustration und grenzenlose Gier einiger Weniger. Gier kennt keine kulturellen, gesellschaftlichen oder ökonomischen Grenzen.

Erich Fromm (1900-80) sagte einmal: „Habgier und Frieden schließen einander aus.“

 

 

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