Polemik

This tag is associated with 3 posts

Der zerbrochene Tagesspiegel

Ein Standpunkt von Richard Richter.

In jüngster Zeit ist der Berliner Tagesspiegel mit drei Artikeln an die Öffentlichkeit getreten, die durch ihre offenkundige Verletzung journalistischer Standards aufgefallen sind. Es handelt sich um den Artikel „Parteigründung via Livestream“ (1), den Artikel „Ovalmedia verbreitet Verschwörungslügen“ (2) sowie den Artikel „Die Verschwörungsmärchen, die Ovalmedia verbreitet“ (3). Alle drei Text zeichnen sich dadurch aus, dass sie jeweils eine einzelne Person in den Mittelpunkt stellen und den Versuch unternehmen, diese zu diskreditieren.

Die Verletzung journalistischer Standards ist für sich genommen in unserer Zeit leider keine Seltenheit mehr. Die Debatte um den Vertrauensverlust in die Medien, die vor sechs Jahren durch einen Beitrag von Stefan Niggemeier in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ ausgelöst worden war, würde heute wohl niemanden mehr schockieren. Wir haben uns daran gewöhnt, woran man sich eigentlich nicht gewöhnen sollte, nämlich, dass Journalismus und Public-Relations-Kampagnen eine immer engere Verbindung eingegangen sind. Dass Geld und Netzwerke darüber entscheiden, welche Politiker hoch- bzw. runtergeschrieben werden. Dass es die Interessen der NATO sind, die letztlich darüber entscheiden, ob ein Staat über eine „Regierung“ oder lediglich über ein „Regime“ verfügt. Der Journalismus hat sich auf diese Weise mehr und mehr der Werbung angeglichen, von der er sich ja eigentlich absetzen sollte. Im Falle des „Tagesspiegels“ nimmt die Verletzung journalistischer Standards nun allerdings sogar die Form einer persönlichen Rufmordkampagne an…

Das Wikipedia-Problem ist auch ein Journalismus-Problem

Jens Berger

NachDenkSeiten-Podcast

Gemäß den eigenen Kriterien sollen die Artikel der Wikipedia im Idealfall neutral und unparteiisch sein. Quellen, deren Neutralität angezweifelt werden kann, sind demnach „nur in den seltensten Fällen als Quelle geeignet“. Gleichzeitig gehören laut Wikipedia-Kriterien jedoch „renommierte“ gedruckte Zeitungen samt deren Online-Ablegern zu den bevorzugten Quellen für Belege innerhalb der Wikipedia. Diese beiden Kriterien stellen jedoch ein Paradoxon dar, wenn in diesen bevorzugten Medien nicht neutral und unparteiisch geschrieben wird – und dies ist in Zeiten des grassierenden Haltungsjournalismus eher die Regel als die Ausnahme. So bekommt die Meinung des Berufsstands der Journalisten in der Wikipedia eine enzyklopädische Relevanz. Willkommen in der postfaktischen Zeit.

Der FREITAG vs Bild-Zeitung | Schlagabtausch zum Thema Hartz 4

Empört euch  über den Leiter des Berliner Büros der “Bild-Zeitung”,Nikolaus Blome . Selbst schuld, sind die Arbeitslosen, denn sie haben es versäumt sich entsprechend zu bilden und über die Hälfte der Langzeitarbeitslose haben es noch nicht einmal geschafft einen Hauptschulabschluss zu absolvieren, sie haben vielleicht eventuell noch die Baumschule besucht, so Nikolaus Blome.
Das ist Polemik vom feinsten.

Bildung ist also der Schlüssel zum Erfolg, wir müssen nur alle einer akademischen Bildung zuführen und somit gibt es auch keine Arbeitslosigkeit, so zumindest die Theorie von einem Nikolaus Blome. So einfach ist das, das sind geniale Denker, solche Leute braucht das Land. Ich bin begeistert, endlich wird es im Bahnhofsviertel Toilettenfrauen geben die nicht nur ihre Muttersprache beherrschen  sondern zudem weitere drei Fremdsprachen, genial! Stürmt die Universitäten, und es wird auf lange Sicht keine Arbeitslosen  mehr geben. Ich danke unserem Bildungssystem dass es die Genialität eines  Nikolaus Blome erkannt und gefördert hat.

Und noch was am Rande, diese fünf Euro Debatte um die gerade so hart gerungen wird, boykottiert dies, nehmt diese fünf Euro nicht an. Denn auf diese fünf Euro könnt ihr gut und gerne verzichten.

Bewahrt Euren Stolz !!

Die letzten 100 Artikel