Physik

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Gott und Tod: die besten Freunde der Menschheit

Gott und Tod: die besten Freunde der Menschheit

Mittwoch, 8.Oktober 2013. Eifel. Als wir dieses Nachdenkmagazin konzipiert hatten, war eine etwas andere Dimension angedacht. Ich selbst habe einen Schwerpunkt in politischer Philosophie, Erkenntnistheorie und Religionsphilosophie. Letzterer ergab sich aus meiner absoluten Unfähigkeit, religiöse Dinge zu verstehen. Ich denke, man wird dann Philosoph (auch außerhalb jeder universitären Bildung), wenn man versucht, Dinge zu verstehen, die man nicht versteht. Geschieht dann ganz automatisch. Inzwischen sind wir eher ein politisches Nachdenkmagazin – was aber eher der Politik geschuldet ist: sie entwickelt sich in eine düstere. lebensbedrohende Richtung, die aller Aufmerksamkeit bedarf, um den Kindern noch eine Zukunft bieten zu können, die nicht nur aus Trümmern und Wüste besteht. Dabei geraten die ersten und letzten Dinge im Leben leider völlig aus dem Gesichtsfeld, ebenso die vielen unglaublichen Wunder, die das Leben zu bieten hat. Gestern nun habe ich eine sehr ernste Frage bekommen, die ich zuerst gar nicht beantworten wollte: die Frage, wie es kommt, dass ich den Bereich „Religion“ so verteidige, ja, selbst zu den religiösen Menschen zu gehören scheine. Die Antwort auf diese Frage hat mehrere Ebenen. Da ich denke, dass diese Gedanken vielleicht für andere auch von Interesse sind, möchte ich sie  öffentlich machen.

Zuerst einmal die Antwort aus der persönlichen Erfahrung heraus. Sie ist einfach. Nach Carlos Castaneda liegt die Stärke des weißen Mannes darin, dass er von einem undurchdringlichen Panzer umgeben ist, der ihn vor jeglicher Erfahrung, die über das rein materielle hinausgeht, schützt. Das ist seine Besonderheit – und seine Schwäche, wie John Perkins in seinem Erfahrungsbericht mit den Schamanen Ecuadors beschreibt. Wo Chinesen, Indianer, Maya, Griechen und Araber innehielten, entschied er anders: er wollte die absolute Macht über die Materie. Die hat er innerhalb von 500 Jahren erhalten – mit erschreckenden Nebenwirkungen, die die gesamte Menschheit an den Rand des Abgrundes gebracht haben. Begleitet wurde dieser Griff zur Macht durch eine Vernichtungsoffensive gegen jene Menschen, die weiterhin Erfahrungen über den materiellen Bereich der Existenz hinaus machten: die Hexenverbrennungen waren nicht der Kirche geschuldet, sondern dem neuen wissenschaftlichem Denken. Der Vernichtungsfeldzug gegen magisches Denken setzte sich fort, als die US-Armee die Medizinmänner der Indianer in den Lagern ermordete – aber nicht die gefährlichen Kriegshäuptlinge. Er setzt sich auch heute in breiter Front fort, erreicht inzwischen die Kirchen und Religionen und wird nicht eher ruhen, bis alle Menschen ausgerottet sind, die über Erfahrungen verfügen, die über das, was Kapitalismus und Kommunismus erlauben hinausgeht. Ich gehöre zu diesen Menschen. Über die Erfahrungen kann man nicht mit Menschen reden, weil die Wahrnehmungen jenseits der sprachlichen Dimension stattfindet.

Eben Alexander – der atheistische Neurologe mit der Nahtodeserfahrung – beschrieb diesen für ihn überraschenden Zustand deutlich: in der jenseitigen Welt (wie wir sie jetzt mal der Not halber nennen wollen) gibt es keine Sprache, aber trotzdem perfekte Kommunikation. Künstler wird das jetzt nicht überraschen, sie verfügen über die Fähigkeit, Kommunikation außerhalb der sprachlichen Welt zu gestalten. Es ist mir deshalb unmöglich, über diese Erfahrungen zu reden (weshalb ich es auch unterlasse), weil es der Versuch wäre, einem Farbenblinden die Farbe Rot zu erklären. Ich kann nur versichern, dass ich sie ohne Drogeneinfluss gemacht habe, bei klarem Bewusstein – und dass sie alle Bedingungen eines wissenschaftlichen Experimentes entsprachen und wiederholbar sind.

Ich schätze einmal, dass es einer von hundert ist, der mit solchen Erfahrungen leben muss. Da sie eindrucksvoller, beglückender und intensiver sind als alle Empfindungsqualitäten im visuellen, auditiven, kinästhetischem, gustatorischem oder olfaktorischem Bereich, haben sie ein höheres Anrecht darauf, „Wirklichkeit“ genannt zu werden als die sinnlichen Eindrücke, die aus materiellen Erfahrungen resultieren. Nur jemand, der sie nicht kennt, kann sie als „Wahnvorstellungen“ kategorisieren – die so Wahrnehmenden erfahren eine Welt, deren Eindrücke qualitativ hochwertiger sind. Vielleicht funktioniert ein Vergleich mit dem Fernseher: die Alltagserfahrungen gleichen einem schwarz-weiß-Bild, das von starkem Rauschen begleitet wird und ziemlich unscharf ist. Die Jenseitserfahrung hingegen sind ein Blick aus dem Fenster – nur von der rein sinnlichen Qualität her. Mit welchem Recht also sollte ich den schwächeren Eindruck „wahr“ nennen und den stärkeren Eindruck „falsch“?

Es ist der Bereich der Empirie, den ich hier für mich in Anspruch nehme: einen Bereich, der ebenso wissenschaftlich ist wie der der Ratio. Nur endet hier die Diskussion. Um noch einmal ein Beispiel anzuführen: wenn jemand mal ein UFO gesehen bzw. erlebt hat (ein echtes, unterstellen wir mal), kann er nie wieder theoretisch darüber diskutieren, ob es das gibt oder nicht.

Schaut man sich nun die Religionsgeschichte an – vom primitiven Schamanismus (der mir am Liebsten ist, weil er der „Wahrheit“ am respektvollsten begegnet) bis hin zur hochgradig differenzierten Schriftreligion, so zeigt sich durchgängig: über Erfahrung lässt sich nicht diskutieren. Man kann nicht einfach die Bibel lesen und die christliche Religion verstehen. Hat man Erfahrungen („Gottes Antlitz geschaut“) so findet man in der Bibel viele „Kollegen“. Hat man keine Erfahrungen, findet man – erst recht nach den diversen komplizierten Übersetzungen – ein unverständliches Kauderwelsch vor, das sich dem normalen Verstand entzieht.

Nehmen wir Jesus als Beispiel. Ich selbst habe das Reden über ihn erst Ostern 2011 begriffen, vorher konnte ich die Welt auch gut ohne ihn verstehen. Lesen Sie mal das Neue Testament unter Berücksichtigung der Kategorien der Aussagelogik – sie verstehen gar nichts, erst recht nicht, wenn Sie nicht wenigstens den Text im Altgriechischen lesen können und auf die vielen holprigen deutschen Übersetzungen angewiesen sind.

Zum Vergleich: Lesen Sie einmal das Vaterunser in der Übersetzung aus dem aramäischen (z.B bei Bunkahle). Oder die Übersetzungsfehler, die Pinchas Lapide beschreibt: da wird schnell aus einem „prüfenden“ ein „heimsuchender“ Gott, weil man das Zeitwort pakad zuungunsten der jüdischen Religion ausgelegt hat (siehe Pinchas Lapide, Ist die Bibel richtig übersetzt, Bd. 1 u. 2. Bechtermünz 1999, Seite 62-63) – ein Fehler, der gerade im deutschen Sprachraum gerne gemacht wird, weil wir ja wissen, wie der „Jude“ ist.

Hier betreten wir jetzt aber den weiten Bereich der Religion, in dem wir vor allem eins finden: den Hunger nach Macht.

Das ist nun ein eher hässliches Thema. Leider sind die Mitglieder organisierter Religionen keine Heiligen. Zumeist sind es Händler, Halsabschneider und Betrüger, die etwas ganz besonders Tolles gefunden haben: eine Ware, die unsichtbar ist, leicht zu transportieren und nicht zu kritisieren. Im Mittelalter hat der Adel seine Zweitgeborenen in die Kirche geschickt, um dort mit ihrer Hilfe Macht ausüben zu können: „Halt Du sie dumm, ich halt sie arm“ ist ein Spruch, der sich auf eine Familie bezieht – was heute gerne vergessen wird. Findige Geschäftsleute können halt überall alles verkaufen – sie machen vor Kirchentüren so wenig halt wie vor Parlamenten oder Sterbezimmern. Der Griff zur Macht wurde auch dort konsequent durchgeführt, die Kirche wurde zum Instrument des Adels, das gegen alle ethischen Maximen des Christentums verstieß. Mit Religion hat das alles nicht mehr viel zu tun – es sei denn, man hat ein politisches Interesse daran, diese Tatsachen zu verschleiern.

Das hat man – und hier betreten wir eine neue Ebene der Betrachtung.

Zuerst jedoch: ein Blick in die Welt der Physik.

Wie Sie wissen, bestehen sie aus Atomen. Ich hoffe jedenfalls, dass Sie das schon mal gehört haben. Schauen Sie sich Atome näher an, so zerfallen sie in ihre Einzelteile, vor allem aber wird eins deutlich: überwiegend bestehen Sie als Mensch aus der Leere zwischen den Elementen der Atome, wo sich vielleicht noch „Felder“ befinden, die verhindern, dass sie einfach so durch den Boden rutschen. Es liegen enorme Distanzen zwischen Atomen, Elektronen und Neutronen – und diese Elemente selbst sind nach neueren Theorien selbst weniger materiell. Das Universum des Materialismus hat erstaunlich wenig Substanz, aber die enorme Frechheit, den menschlichen Geist als Illusion zu beschreiben, als spukhafte Nebenwirkung, die das Gehirn zum Schutze der DNS erzeugt.

Das ein illusionäres Subjekt niemals die Erkenntnis treffen kann, dass es selbst nur eine Illusion ist, haben schon ältere Denker erkannt: die Propagandisten des Materialismus scheinen dies zu können – was nur geht, wenn man für sich beansprucht, eine höhere Erkenntnis zu haben, als Menschen sie erlangen können: quasi Übermensch zu sein.

Bringen wir uns dies zu Bewußtsein, so ist eher der Schritt naheliegend zu sagen: dass Bewußtsein ist an sich das Realste, was wir als Menschen erkennen können. Illusionär ist eher die Welt der Materie – nur leider können wir das als Normalbürger nicht nachvollziehen, weil die Physik sich hier schnell in der Sprache der Mathematik verliert – wie die Kirche im Mittelalter sich hinter dem Latein verschanzte, verschanzen sich die Naturwissenschaften hinter der Sprache „Mathematik“ – die schnell zu kompliziert für die Mitmenschen wird, die deshalb die bahnbrechenden Veränderungen, die das Doppelspaltexperiment mit sich bringt, erst in hundert Jahren zum Tragen kommen werden. Kurz und frech gesagt (als ungläubiger Laie): Materie scheint nur dann fest zu sein, wenn sie jemand wahr nimmt. „Information“ scheint womöglich die einzige Form von Realität zu sein, die wir definitiv beobachten können.

Schön blöd, oder? Dabei haben wir uns auf der Scheibe so wohl gefühlt, die Erde als Kugel ist schon gedanklich schwer zu begreifen, weil man ja auf der anderen Seite herunterfallen müsste: jahrhundertelang DAS Argument gegen die Kugelform der Erde, dass jeder wissenschaftlich denkende Mensch sofort verstanden hat.

Was hat das nun mit Gott zu tun? Hier verlassen wir endgültig die persönliche Ebene und wenden uns der Wissenschaft zu. Gibt es ein Bewußtsein von Gott, eine Information vom höchsten Buddhageist oder dem Großen Geist der Indianer, dann ist dieses Element Teil der menschlichen Realität – erst recht, wenn wir dieses Bewußtsein rund um den Globus in sämtlichen Kulturen wiederfinden.

Streng abgrenzen muss man hier jedoch das eher instinktive Wissen um die Realität einer geistigen Welt (zu welcher wir als Bewußtsein primär gehören) von den Ausformungen, die Menschen aus unterschiedlichen Gründen (unter anderem zum Zwecke der Machtgewinnung) daraus gemacht haben. Erkenntnistheoretisch können wir – nach bestem Wissen und Gewissen – hier nur die Existenz einer jenseitigen Welt (auch dieser Begriff ist aus sprachlicher Not geboren), einer „Anderwelt“ oder „geistigen Welt“ formulieren, müssen uns jedoch dem Faktum beugen, dass wir über sie kaum Aussagen machen können.

Auch hier muss gelten: die Vielfalt der Beobachtungen ist womöglich nur der Vielfalt der beobachtenden Bewußtseine geschuldet, hieraus ein Lehrsystem gleich einer Religion zu machen, ist im Prinzip immer zu weit gegriffen – und es ist auch gar nicht notwendig. Die christliche Religion akzeptiert dies, siehe Bibel-online:

Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf daß sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich ich sage euch: Sie haben ihren Lohn dahin.Wenn aber du betest, so gehe in dein Kämmerlein und schließ die Tür zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das Verborgene sieht, wird dir’s vergelten öffentlich. 

(der Vater – das sei in Erinnerung gerufen – löst sich auf, wenn man aramäisch denkt … wie Jesus es getan haben muss. Dort wird aus „Vater unser im Himmel“ Oh Du, atmendes Leben in allem, Ursprung des schimmernden Klanges. Du scheinst in uns und um uns, selbst die Dunkelheit leuchtet, wenn wir uns erinnern – siehe Omkara, eine Formulierung, die an die Beobachtungen gemahnt, die Eben Alexander nach seinem Tode gemacht hatte: „Gott“ als reiner Klang, als „Omm“).

Wieso wir nun Kirchen haben, öffentlich beten, hüpfen und singen, hat mit der Geschichte zu tun. Notwendig ist das nicht, Begegnungen mit dem „Jenseitigen“ hat man grundsätzlich NUR in der Stille – womit wir den kurzen Ausflug in den Bereich der Ratio verlassen und wieder im Bereich der Empirie sind, wo ein dritter Punkt auf uns wartet: der Tod.

Gott (den Begriff mag ich gar nicht, er ist schon falsch, wenn man ihn niederschreibt) und der Tod (als personifizierter Prozess auch eine Lüge) gehören eng zusammen. Kurz gefasst ist das indianische Mythologie: nach dem Tode betreten wir die ewigen Jagdgründe und sind nahe beim Großen Geist. Mehr an Religion braucht im Übrigen kein Mensch, das ist so der kleinste, gemeinsame Nenner, den das Erleben des jenseitigen Bereiches aufzeigt. Alle Beschreibungen, die darüber hinaus gehen, kann man getrost ignorieren – meist geht es dann sowieso schon um Geld: Ablassbriefe, Kirchensteuern, Rechnungen für Heilungen oder besonders kräftige Gebete … schauderhaft.

Bei aller Relativierung der Erlebnisse unserer Umwelt, die uns unser Verstand erlaubt (wie die Rationalisten Descartes und Kant aufgezeigt haben, deren Erkenntnisse von den Priestern des Materialismus gerne großräumig ignoriert werden), ist dies eine Tatsache, die auch mit noch so vielen Worten nicht ungeschehen gemacht werden kann: wir sterben.

Die Alternative zum religiösen Denken (das an sich erstmal keine andere Hölle kennt, als die, die man sich selbst bereitet – doch das ist eine andere und ebenfalls sehr lange Geschichte) bietet hier (unter völliger Ignoranz des Energieerhaltungssatzes) die Version „völlig Auslöschung einer Illlusion, die zufällig aus dem Blumenkohl entsprangen, den wir Gehirn nennen“.

Das könnte man als Theorie stehen lassen (ungeachtet der Sünden, die wir dann gegen die Vernunft bzw. die Erkenntnistheorie begehen), gäbe es nicht Menschen, die von „drüben“ zurückgekehrt sind. Da gibt es nicht einen, sondern tausende. Ein einziger hätte ausgereicht.

Diese tausenden von Zeugen berichten im Prinzip alle dasselbe – und belegen mit ihren Erfahrungen jene, die ihrerseits in der Geschichte des religiösen Denkens ähnliche Erfahrungen geschildert haben. Es läßt sich hier eine durchgängige Linie gleichartiger Erfahrungen in allen menschlichen Kulturen zeichnen – immer dadurch eingeschränkt, dass es sich hier um Wahrheiten handelt, die sich in allen Sprachen des sprachlichen Ausdrucks entziehen (und deshalb im Laufe der Tradition zu ganz unterschiedlichen Dogmen führen können), aber gleich erlebt werden – die gleiche emotionale Resonanz erzeugen.

Ist man nun ein emotional eingeschränkter Mensch (was nicht unnormal ist und in der Regel durch andere Fähigkeiten ausgeglichen wird) hat man wenig Zugang zu diesen Themen, hat man keine eigenen Erlebnisse, wird es noch schwieriger, das Sprechen von Religion zu verstehen – es bleibt wenig anderes übrig, als die anderen für verrückt zu halten – im Prinzip hat man gar keine andere Wahl.

Man bräuchte diese Diskussion auch gar  nicht führen, wenn es nicht noch eine handfeste politische Dimension geben würde, die gerade heute deutlich zu Tage tritt.

Das sichere, instinktive Wissen um die Realität des Jenseitigen führt zu einer großen Sicherheit im Umgang mit den Mächten dieser Welt: weil man eine andere (nicht kontrollierbare) Heimat hat, kann man nur sehr schwer im Sinne der Mächtigen manipuliert werden: hier droht katastrophaler Umsatzverlust durch Konsumverzicht, hier droht unkontrollierbare Bewusstseinsbildung gegen die herrschende Klasse. Gegen alles Ungemach, das die Welt gegen die Menschheit auffahren kann (und auffährt), ist hier eine sichere Zuflucht vorhanden, die Widerstand erlaubt: das „Opium für das Volk“ entzieht Kapitalismus und Kommunismus radikal die Deutungshoheit über die Wirklichkeit – und ist deshalb so verhasst.

Darum werden jene, die über Erfahrungen verfügen, gejagt, gefoltert, verbrannt, ausgelöscht oder auf ewig mit Drogen vollgestopft und weggesperrt: das Kapital fordert Allmacht – in letzter Konsequenz will es selber Gott werden … und gerade in den heutigen Tagen erleben wir, wie das Kapital die Regierungen vorführt, als wären es Tagelöhner und Leibeigene.

Doch gehen wir weiter: selbst wenn es Gott und Tod nicht „gäbe“, täten wir gut daran, sie als gedankliche Konstruktionen lebendig zu erhalten, Gott in Form des Großen Geistes, der alles durchdringt (das war im Prinzip die Lehre des Giordano Bruno, den heute viele Atheisten als Helden feiern – wobei sie gar nicht verstehen, was sie da eigentlich tun) und des Jenseits in Form der ewigen Jagdgründe. Diese Konstruktionen können uns effektiv helfen, frei zu werden von den Indoktrinationen des Kapitals – selbst wenn es nur Hilfskonstruktionen sein sollten.

Dafür jedoch dies anzunehmen, gibt es keinen Grund. Weder Empirie noch Ratio legen nahe, dass wir hier unserem Urteil (und dem Urteil der absoluten Mehrheit der Menschheit) nicht trauen dürfen. Natürlich behalten auch die Reflexionen des Atheismus seine Gültigkeit, sie sind sogar ein wesentlicher Bestandteil des Bewußtwerdens und hemmen gut jene schädliche Einflüsse, die von den Händlern in den Kirchen und Religionen kommen.

Wo jedoch Urteile über Wahrheit und Wirklichkeit gefordert sind, versagt die Philosophie des Atheismus (die nie dazu entworfen wurde, hierüber Aussagen zu machen: sie ist eine gezielt antiklerikale Erfindung mit gezielt antiklerikaler Ausrichtung und völlig bedeutungslos für Menschen, die mit Kirche überhaupt nichts am Hut haben – wie z.B. die Schamanen der Vorzeit).

Gott und Tod sind aktuell die besten Freunde der Menschheit, deren erster Ausbruchsversuch aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit fürchterlich in die Hose gegangen ist: umgeben von künstlichen Umweltgiften, regiert von unsichtbaren Märkten (deren Tyrannei der Regentschaft übelster Schurken nahekommt), bedroht von atomarer Vernichtung oder der Auslöschung durch aus ganz vernünftigen Gründen erschaffenen Konzentrationslagern (was „die Märkte“ als effektivste Lösung des Problems der „Kosten auf zwei Beinen“ täglich fordern – nur merken das viel zu wenige) hat er es innerhalb weniger Jahre geschafft, das ganze mühevoll ausbalancierte Gleichgewicht der Natur aus dem Takt zu bringen … mit Folgen, die ganz fürchterliche Auswirkungen haben könnten und schon jetzt dafür sorgen, dass wir das schlimmste Artensterben in der bekannten Geschichte der Menschheit erleben.

Gut, dass es den Tod gibt, der uns sicher aus dieser selbst geschaffenen Hölle herausholt.

Gut, dass es Gott gibt, der vielleicht noch einiges gerade biegen kann – oder die Täter jenseits der Kreise dieser Welt zur Rechenschaft zieht. Wie es aussieht, geschieht genau dies – aber unglaublich freundlich und liebevoll.

Kommen wir zum Schluss.

Ohne empirische Erfahrungen in dem Bereich (und ohne sicheren Zugriff auf die Instinkte, die uns zu allererst in dieser Welt überlebensfähig machen) hat man keine andere Chance, als das Gegenüber für geistig krank zu  halten. Man kann aber akzeptieren und respektieren, dass manche Menschen anders sind – sogar die absolute Mehrheit der Menschen, die je gelebt haben. Sie haben auch rational gute Gründe, ihre geistige Heimat nicht im Materialismus zu suchen, der die Menschheit als Solche an den Rand ihrer Existenz gebracht hat – und deshalb schon gelegentlich von den nachfolgenden Arten phantasiert, die den Menschen ersetzen werden (insgeheim halten sich wohl die Prediger dieser Antireligion selbst für diese auserlesenen, überlegenen Wesen: auch Hitler hat gerne davon schwadroniert – doch das ist ein anderes Thema).

Man merkt vielleicht, dass ich die Trostfunktion der Religion (die zentrale Wirkung des Opiums im Sinne von Marx) gar nicht erwähnt habe.

Sie ist auch irrelevant. Für diejenigen, die auf der Basis ihrer Erfahrungen „glauben müssen“ (aber nicht das, was „die Religion“ ihnen erzählt), tritt im Trauer- oder Notfall gar kein Notfall ein, ihr  Lebensschwerpunkt liegt auf einer Metaebene.  Für dienigen, die keine Erfahrung haben, aber aus ihren Instinkten heraus am Wissen vom „Jenseitigen“ festhalten, gibt es keine Trost, weil es kein Wissen und kein Bewußtsein gibt, das Trost vermitteln könnte – die Metaebene wird nur erahnt, aber nicht wahrgenommen, was wenig Trost spenden dürfte.

Was der Kapitalismus (und der Kommunismus) an der „Religion“ wirklich fürchten?

Das sie Erfolg hat und Menschen wie den Mönch Anselm Grün hervorbringt: seine Lebensart beglückt ihn derart, dass er nur fünfzig Euro im Monat für sich selbst ausgibt, während er die Millionen, die er mit seinen Büchern macht, der Gemeinschaft zur Verfügung stellt.

Wo kämen wir nur hin, wenn alle so wären?

Und weil mich das sehr interessiert, wenn wir dann hin kämen, verteidige ich die freie Entfaltung von Religion in einer Gesellschaft – und zwar aller Religionen, nicht der der des dogmatischen Materialismus (auch, wenn die im ersten Moment so schön antireligiös daherkommt).

Darüber hinaus habe ich in meinem Leben genug Erfahrungen gesammelt, die darauf hinweisen, dass sich in jenem Bereich mehr Wahrheit befindet, als  uns lieb ist. Die jedoch spielen im großen Rahmen keine Rolle – ich wäre auch Verteidiger der Religionen (und zwar ALLER), wenn ich keine eigenen Erlebnisse hätte: die generelle Relativität menschlicher Erkenntnis und die begrenzte Fähigkeit menschlicher Wahrnehmung läßt demokratischen und humanen Gesellschaftsformen keine andere Möglichkeit, als so zu verfahren.

Das die aktuelle Entwicklung aber nur eine Religion übrig läßt, nur ein dogmatisches Deutungssystem als „wahr“ anerkennen will, zeigt, wohin die Reise politisch gehen soll – und bei dem, was sich dort anbahnt, sind halt Gott und Tod die besten Freunde der Menschheit, egal, welche Religion nun das Wissen über sie transportiert.

Bevor nun aber alle freiwillig vor den Zug springen, sei erwähnt, dass Selbstmord von vielen Kulturen abgelehnt wird – es sei denn, als letzter Ausweg, um seine Ehre zu behalten. Und selbst dann gibt es Berichte von „zurückgeholten“, die ratsam erscheinen lassen, die Kreise des Lebens nicht freiwillig zu verlassen – der selbst geschaffenen Hölle kann man so scheinbar nicht entkommen.

Aber wer will das schon?

Ich könnte nun noch über gesellschaftliche und zivilisatorische Nützlichkeit eines für die Gültigkeit der Moralgesetze garantierenden Gottes reden, doch das wirkt leicht, als wäre Religion nur ein Trick der Vernunft, das Tier im Menschen zu bändigen. Das mag sein – entspräche aber nicht meinen Erfahrungen, die ich mit vielen anderen Menschen teile.

Außerdem … ist das jetzt hier sowieso schon wieder viel zu lang fürs Internet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was sagen Physiker zu solchen Schicksalen?

Mit Dank an Frau Kopfstaendler für den Artikel. Über dieses Thema wird viel zu wenig berichtet. Nicht, daß sich die Welt in eine in alten schwarz/weiß Filmen gezeigte radioaktive Hölle mit ein paar mutierten und keulenschwingenden Barbaren als Einwohner verwandelt. So viel ich weiß haben die Linken im Bundestag immer gegen Atomkraft und Kriege gestimmt.  Daß sie aus Uranmunition und dem damit verbundenen Völkermord kein Wahlkampfthema machen, ist leider eine traurige Sache. Doch zuviel Angst vor dem großen Bruder?

http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/ndr/2013/20130911-atomausstieg-100.html

Uran bleibt uns erhalten – auf eine strahlende Zukunft!

Ein 26 Jahre alter Mann beklagt unerträgliche Schmerzen in allen großen und kleinen Gelenken und die Rückbildung der Kieferknochen. Er wird im Rollstuhl transportiert.

Die Zähne sind alle ausgefallen, er trägt jetzt eine Zahnprothese, die aber, bedingt durch den Knochenschwund, keinen Halt mehr findet. Im Kosovo wurde er bei Aufräumarbeiten im Rahmen der internationalen Hilfe eingesetzt. Er wollte doch nur Gutes tun und helfen.

Ärztliche Befunde sprechen von einer „geringen radioaktiven Belastung“, wobei die Art der Strahlen nicht genannt wird.

Er lebt jetzt bei der Mutter. Eine Rente erhält er nicht. Das wäre halt eine schicksalhafte Entwicklung. Dumm gelaufen.

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Aus den Berichten über „Abgereichertes – depleted – Uranium“ weiß man, dass dies eine Folge des eingeatmeten Uranstaubs mit darin enthaltenen Alpha-Teilchen ist, die vom Körper nicht ausgeschieden werden. Staub gab es mit den panzer- und bunkerbrechenden Uran-Waffen in großen Mengen.

http://www.netzwerk-regenbogen.de/uran-geschosse.html

Zitat:
Einsatz der Uranmunition

Urangeschosse wurden im Golfkrieg 1991 von den allierten Truppen gegen den Irak eingesetzt. Die NATO hat Urangeschosse in ihrem Bombardement gegen die bosnischen Serben 1994 eingesetzt.

Auch 1999 während des 78-tägigen Krieges gegen Jugoslawien wurden 31.000 Uran-Projektile mit insgesamt 10 Tonnen abgereichertem Uran, hauptsächlich über dem Kosovo abgeschossen. Die Geschosse sind vor allem entlang der Grenze zu Albanien, südwestlich von Kosovska Mitrovica, im Nordkosovo und in der Nähe der Stadt Klina eingesetzt worden. Da aber nicht nur die geplanten Ziele angegriffen wurden, sondern auch an anderen Orten von den Piloten willkürlich mit abgereichertem Uran bombardiert wurde, ist eine vollständige Bekanntgabe der Einsatzgebiete in Serbien, Kosovo und Montenegro nicht möglich.

Spätestens seit 1995 sind die Arbeiten von Professor Günther über die gesundheitlichen Auswirkungen der Uranmunition bekannt. Und bereits am 6.7.1998 hat das US-amerikanische National Institute of Health eine Arbeit von Miller et al. veröffentlicht, die die erste (von der US-amerikanischen Regierung zur Kenntnis genommene) sei, die zeigt, daß abgereichertes Uran Krebs erzeugt: eine geringe Menge Alpha-Teilchen reichte aus, um aus Knochenzellen (Osteoblasten) Krebszellen entstehen zu lassen.

Durch den NATO-Krieg ist nun auch der Kosovo mit Uran verseucht. Im Nachbarland Makedonien (FYROM) wurde jedenfalls durch Wissenschaftler der Universität Thessaloniki festgestellt, daß die radioaktive Belastung seit dem Krieg auf das achtfache angestiegen ist.Dieses sei eine schlimmere Umweltkatastrophe, als die durch den Reaktorunfall in Tschernobyl verursachte. Erkrankungen, wie sie Prof. Günther in den Jahren bis 1995 im Irak beobachtet hat, sind in den nächsten fünf Jahren auch im Kosovo zu befürchten.

Nach Presseberichten des Hamburger Friedensforschers Götz Neudeck stammt dieTechnologie für die panzerbrechenden Projektile aus Deutschland.

… Hauptsächlich werden Uranoxidteilchen eingeatmet, gelangen in das Lungengewebe und dadurch in das Blut. Sie sind in der Körperflüssigkeiten nur sehr schwer löslich. Sie werden überwiegend im Skelett eingelagert, das als Langzeitdepot dient.

Zitatende.

Und keiner unserer Politiker ist darauf gekommen, dass die Abschaltung von Kernkraftwerken das Risiko der Uranbelastung nicht ausschaltet?

Herr Lafontaine (Physiker) und Frau Merkel (Physikerin): Sie sind gefragt und mitangeklagt. Denn wenigstens Sie hätten auf Grund Ihres Fachwissens warnend eingreifen müssen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Uranmunition

Alpha-Strahlen haben nur eine ganz geringe Reichweite. Sie haben jedoch eine zwanzigfach höhere biologische schädliche Wirkung als eine gleiche absorbierte Dosis Beta- oder Gamma-Strahlen.

http://www.netzwerk-regenbogen.de/uran-geschosse.html

Keine Angst vor den Bildern, einfach anklicken und die eigene Mitschuld am politischen System, das wir immer so lieb wählen, erkennen. Alle 4 Jahre 1 Kreuz zur Wahl? Abwählen, was kaputt macht !

http://www.stern.de/politik/ausland/2-uran-munition-der-fluch-des-krieges-505424.html

Die Erde ist eine Scheibe und die Welt ist Geist: Darwin, die Physik und der neue BMW

Die Erde ist eine Scheibe um die sich die Sonne dreht – überzeugt euch selbst! Einfach mal den ganzen Tag in der freien Natur verbringen. Man sieht ganz genau, wie die Sonne morgens im Osten aufgeht über den Himmel zieht und dann im Westen untergeht. Jeden Tag dasselbe Schauspiel. Und mehr als eine Scheibe kann ich nicht erkennen – und ich was schon auf den höchsten Bergen der Eifel. Kreisrund ist die Welt, das sieht man deutlich. Kugelrund kann sie ja auch gar nicht sein, das weiß ja der gesunde Menschenverstand: man würde auf der anderen Seite ja herunterfallen.

Natürlich gibt es sogenannte „Filmaufnahmen“ von einer runden Erde – es gibt sogar ausgemachte Phantasten, die meinten, auf dem Mond gelandet zu sein. Da kann man ja nur lachen. Als Materialist glaube ich nur an das, was ich sehen kann. Ich glaube nicht an „Radiowellen“, weil man sie nicht sehen kann – oder anfassen.Deshalb glaube ich auch nicht an Botschaften, die von den angeblichen Wellen übermittelt werden – da es die Wellen nicht gibt, können diese Botschaften und Bilder nur Illusionen sein. Fernseher und Radio besitze ich deshalb nicht.

Es gibt ja auch Menschen, die vorbeikommen und sagen: wir sind um die Welt gefahren. Mit Autos geht das heute. Ich sage: die Scheibe ist groß. Das sie klein ist, habe ich nie behauptet. Natürlich kann man drumherum fahren, aber das beweißt gar nichts, genauso wenig wie die vielen gefälschten Karten, die im Umlauf sind – dabei sind sie andererseits erschreckend ehrlich, es sieht nur keiner.

Gefälscht? Na, das kann sogar der naive Gläubige der westlichen Welt merken: wie sollte man denn sonst eine Kugelwelt auf einer Fläche – also einer herkömmlichen Landkarte – abbilden? Das geht nur deshalb so gut, weil eine Scheibe eben flach ist! Wer das immer noch nicht versteht, sollte mal die Schale eines Apfels auf ein Blatt Papier kleben und das Ergebnis mit der Weltkarte in seinem Atlas vergleichen – dann sieht man, was ich meine.

Das die Sonne um die Erde kreist, ist auch sonst recht logisch. Wer schon mal in einem Pferdefuhrwerk um die Kurve gefahren ist, der merkt, das es einen nach außen drückt. Würde also dieser moderne Mythos stimmen und die Erde sich um die Sonne drehen, so müßte die so schnell sein, das wir alle in den Himmel geschleudert werden – das weiß doch jedes Kind.

Und da die Erde eine Scheibe ist, habe ich persönlich auch keine Fragen bezüglich des Bermudadreiecks: wo die Scheibe zuende ist, fällt einfach alles herunter.  Darum gibt es ja auf der anderen Seite bei Japan auch das Teufelsmeer.

Man sollte mich jetzt aber nicht für einen Phantasten und Ignoranten halten. Ich halte mich selbst für einen gebildeten Menschen, einen Naturwissenschaftler größter Skepsis – und deshalb habe ich eine Reise nach Südafrika unternommen. Im Flugzeug selbstverständlich. Man hat von dort oben eine wunderbare Aussicht auf – die Scheibe. Man sieht flaches Land … und keinerlei Rundung.  Ich habe selbst am Kap der guten Hoffnung gestanden und dort festgestellt: man wird nicht in den Himmel geschleudert noch hängt man mit dem Kopf nach unten.

Es wird politische Gründe haben, das man uns die Erde als Kugel verkaufen will – was sowohl den Sinnen als auch der Vernunft wiederspricht. Womöglich fördert das wieder den Konsum, ebenso wie die irrige Vorstellung, wir wären allein im Universum.

Geht man Nachts aufs Feld, was sieht man? Tausend kleine Sonnen, die um ihre Scheiben kreisen. Was sollten sie auch sonst tun? Ich wüßte keinen Grund, warum ich annehmen sollte, das diese Scheiben irgendwie anders sind als unsere Scheiben. Scheiben die um die Sonnen kreisen tragen Leben – das ist die einzige Erfahrung, die wir persönlich je gemacht haben, alles andere ist Geisterspuk.

Die Mondscheibe? Kreist um die Erde und hat keine Sonne. Deshalb ist sie so tot.

Man kann dieses gedankliche Experiment jetzt noch weiterführen und wird schnell feststellen: diesen Mann kann man nicht überzeugen. Er hat seine Erfahrungen, die er jeden Tag wiederholen kann, hat seine sinnlichen Eindrücke, seine Wertmaßstäbe und hat sich daraus seine Welt gebaut. Uns kommt sie fremd vor, für ihn ist sie logisch. Aber wir halten ihn für ziemlich schräg.

In hundert Jahren (oder vor dreitausend Jahren) wird man vielleicht ähnlich über uns denken und unseren „Materialismus“, denn die Wirklichkeit überholt unser Weltbild an allen Ecken und Enden, sie wird „Geist“:

Die Bausteine eines Atoms zeigen seltsame Eigenschaf- ten. Sie existieren nur in Wahrscheinlichkeiten und verändern ihr Erscheinungsbild sprunghaft. Abhängig von der Art und Weise, wie Sie die Bausteine eines Atoms beobachten, erscheinen sie einmal als Welle und ein anderes Mal als Teilchen. Noch vor Jahren waren Wissenschaftler der Meinung, dass dieses Welle-Teilchen-Verwirrspiel dadurch begründet sei, dass der Messvorgang stört. Sie fotografie- ren eine alte Scheune bei Nacht wie Anno 1880 mit einem Phosphor- blitz und fackeln sie dabei gleichzeitig ab. Laut Prof. Anton Zeilinger hat sich heute jedoch die Sichtweise durchgesetzt, dass subatomare Teilchen als Wahrscheinlichkeit existieren, jedoch erst durch den Vorgang der Beobachtung selbst geschaffen werden.

Quelle: Psychophysik

Mehr und mehr wird Materie zur Illusion. Die Welt wird Spuk. Für uns unfaßbar, denn wir hauen auf den Tisch und der ist real – irgendwie. So wie wir. Dabei ist die Erklärung des Phänomens einfach: Spuk und Spuk sind in ihrer Spukwelt materiell, aber nicht in er Realität. Sowas ist geeignet, einem Angst zu machen, wenn man den nächsten Schritt nicht mitgeht:

Für die meisten Menschen ist Information ein abgeleitetes Konzept. Da draußen sind die Dinge; wir sammeln darüber Informationen, verarbeiten diese und reagieren dann entsprechend. Das ist in dieser Form nicht mehr haltbar. Ich vermute – genau daran arbeite ich, und das ist jetzt die vorderste Front der philosophischen Überlegungen -, dass es darauf hinausläuft, dass Information und Wirklichkeit auf gleichen Beinen stehen, dass wir beides benötigen, um zu einem Verständnis der Welt zu kommen.

Mit Information als eigenständiger Qualität halten Geister Einzug in die Wirklichkeit – Geister ohne Seele.

info3:
Dann wäre nach Ihrem Verständnis Information nicht nur eine menschliche, eine sekundäre Kategorie, sondern eine primäre?

Zeilinger:
Sie ist genauso primär wie die sachlich-materielle Ebene.

info3:
Wäre der etwas abgegriffene Begriff »Geist« für diese Kategorie angemessen?

Zeilinger:
Geist ja. Aber nicht in der naiven Form, dass man sich etwas Wesenhaftes darunter vorstellt.

Quelle: Psychophysik

Wir werden uns mit Konsequenzen dieser Gedanken anfreunden sind, die unheimlich sein können: Zeit wird zerstörbar:

John A. Wheeler gehörte zu den Physikern, die offensiv unpopuläre Ansichten vertraten. Aus der Quantenmechanik leitete er ab, dass der Mensch durch die Betrachtung des Kosmos die Entwicklung des Kosmos beeinflusst. Auch glaubte er an die Existenz von Parallelwelten. In seiner 1999 erschienen Autobiographie schrieb er zu den von ihm erforschten „Schwarzen Löchern“: „Sie lehren uns, dass der Raum wie ein Stück Papier zusammengeknautscht werden kann, dass die Zeit wie eine Kerzenflamme ausgepustet werden kann und dass die Gesetze der Physik, die wir als ‚heilig‘ und unveränderbar denken, alles andere als das sind.“

Quelle: heise online

Bequemerweise haben wir uns die Erde lange Zeit als Scheibe vorgestellt. Ist ja auch unwichtig, worauf mein Acker steht, Hauptsache, es wächst was drauf.

Später haben wir uns bequemerweise mal nur auf den Acker konzentriert und so getan, als wäre er alles auf der Welt. Dabei müßte man theoretisch Licht essen können:

Dem indischen Weisen, dem „Mataji“, Prahlad Jani, der seit knapp 70 Jahren weder gegessen noch getrunken haben will, geht es hingegen blendend. Im Film ist er das am schwersten zu knackende Mysterium eines Menschen, der ohne Speis und Trank auskommt. Straubinger beschreibt eine wissenschaftliche Studie, der sich Prahlad Jani unterzogen hat. Zehn Tage lang begab sich der Asket unter die Kontrolle indischer Ärzte, wurde rund um die Uhr videoüberwacht und dazu verpflichtet, die ersten fünf Tage nicht mit Wasser in Berührung zu kommen. Danach durfte er baden und gurgeln. Die Wassermenge wurde jeweils abgemessen.

Das Ergebnis verblüffte alle Beteiligten: Prahlad Janis Blutwerte entsprachen so gar nicht dem, was man erwarten würde. Sie lagen im Normalbereich. Das ist erstaunlich, denn wer zehn Tage weder isst, noch trinkt, noch körperliche Ausscheidungen abliefert, müsste eigentlich tot sein. Er vergiftet sich nämlich selbst. Der Yogi aber hatte keine Ketone im Blut – laut P.A. Straubinger ein sicheres Zeichen dafür, dass kein Fastenstoffwechsel stattgefunden hat (und der Yogi sonst heimlich isst und trinkt): „Wenn ein normaler Mensch von seinen Reserven lebt, muss er Fett in Zucker umwandeln und dabei entstehen Ketone.“

Quelle: Die Presse

Möglicherweise eine schlaue Art der Ernährung … vielleicht wird uns in zwanzig Jahren schlecht davon, wenn wir an die Bestialität denken, mit der wir mit unserer Umwelt interagiert haben. Eventuell können wir das dann mit einer Kuh diskutieren:

Also mit der Sonderstellung des Menschen bin ich auch sehr vorsichtig geworden. Wenn wir behaupten, nur der Mensch hätte Bewusstsein, dann ist das meiner Meinung nach unglaublich arrogant. Ich sehe keine Evidenz, warum Tiere nicht auch Bewusstsein haben sollten. Die Leute, die die Sonderstellung des Menschen behaupten, sehe ich in einem ständigen Rückzugsgefecht: Die Gründe von vor fünfzig Jahren tragen nicht mehr, also sucht man neue Gründe. Zuletzt wird man die Besonderheit des Menschen dann wohl nur mehr an seinen Genen festmachen wollen. Ich glaube, dass die Kommunikationsbarriere zwischen Menschen und Tieren in den nächsten zwanzig bis dreißig Jahren fallen wird. Und dann werden wir unsere Wunder erleben. Das muss ja die Wertschätzung von Tieren nicht ausschließen.

Quelle: Psychophysik

Jetzt schon können wir uns von Darwin verabschieden – was uns letztendlich hoffentlich zu einer neuen Form menschlichen Miteinanders – vor allem im wirtschaftlichen Bereich – führt:

Das Darwin’sche Modell der Evolution ist fast zu einer Religion geworden. Aber mehr und mehr Indizien sprechen dafür, dass es wohlmöglich nur die halbe Wahrheit ist. Mutation, Konkurrenz und Zufall – alle Pfeiler dieser Theorie geraten mehr und mehr ins Wanken. Ist Evolution vielleicht vielmehr ein kreativer Prozess mit einem klaren Ziel?

Der Zusammenschluss von Individuen zu einer allen dienenden Symbiose, die Organisation in einer höheren Kooperationsform, kann als die eigentliche Schubkraft der Evolution und die grundsätzliche Strategie des Lebens auf der Erde begriffen werden – und das klingt schon mal sehr anders, als die Darwin’sche Sicht der Dinge.

Quelle: Sein.de

Darum bilden wir als Menschen Staaten. Kooperation statt Konkurrenz – wie schön wäre die Welt ohne Darwin und jene, die meinen, sie würden seinem Weg folgen, wenn sie ihren Konzern zum größten der Welt aufbauen.

Aber hier merkt man: es geht um Manipulation und Politik,  nicht um Wissenschaft und Wahrheit. Wir bekommen das Weltbild, das zum maximalen Konsum führt – und alle anderen werden verbannt. Als Nebenwirkung verarmt die Schöpfung, unwiederbringliche Werte werden vernichtet, das größte Artensterben der Geschichte steht bevor – und wozu?

Damit unsere selbst geschaffenen Arten leben:

So wird das neue BMW 6er Coupé aussehen

Vor dem neuen BMW 6er Coupé dürften sich beim Pariser Salon Schlangen bilden. In Serie geht aber erstmal ein anderer 6er.

Quelle: Welt

Der Sinn des Lebens? Autofahren – um jeden Preis. Artensterben für Nobelhobelselektion – wer verkauft die meisten, wer erobert die Autobahnen – und pflanzt sich dann fort?

Ein bischen bescheuert ist das schon, oder?

Und da wundert man sich, das niemand mit uns Kontakt aufnehmen möchte und „die“ nur mal gucken kommen, weil sie es nicht glauben können?

Auf einer Pressekonferenz am „National Press Club“ in Washington D.C. werden am 27. September 2010 sechs ehemalige Offiziere der US Air Force (USAF) offiziell Zeugnis über UFO-Sichtungen über nuklearen Raketenstützpunkten ablegen, bei welchen es sogar zum Kontrollverlust der US-Armee über die Interkontinentalsprengköpfe gekommen sein soll.

Na, aber insgesamt geht es uns doch wie Captain Fenstermacher, der ebenfalls auf der Konferenz aussagt:

Sein Sicherheitsteam meldete ihm ein zigarrenförmiges Objekt über den Startvorrichtungen und wurde unmittelbar nach dem Vorfall angehalten, die Ereignisse mit niemandem zu besprechen und diskutieren.

Quelle: freenet

Die Erde ist eine Scheibe und jede andersartige Aussage ist zu unterbleiben, weil sie eine unerlaubte Erregung öffenlichen Ärgernisses darstellt, die nationale Sicherheit oder den Aufschwung samt Binnenkonjunktur gefährdet oder aber einen unangemessenen kulturellen Wahn darstellt.

Vielleicht nehmen wir uns einfach viel zu wichtig und sind in den Augen von Außerirdischen nur widerliche wahnhafte kannibalistische Bestien, die mit Atomraketen aufeinander einprügeln würden, wenn sie dabei nicht gleichzeitig ihre Autos kaputt machen würden. Möglicherweise würden die gerne mit uns kooperieren – wenn sie nur sehen könnten, das wir Kooperation als Fähigkeit beherrschen. Irgendwie … können wir das ja. Könnten wir es nicht, wären wir schon lange ausgestorben.

Wahrheiten und Nützlichkeit, Gott und Tod, Tittytainment und Materialismus

Wieder mal Sonntag. Andere sitzen jetzt in der Kirche und hören sich Wahrheiten an, an die der Priester schon lange selbst nicht mehr glaubt. Aber man geht halt hin, es „strukturiert den Tag“ (man könnte auch sagen: es raubt dem Leben die Freiheit – aber das ist hier nicht das Thema) und sowas ist ja in Ordnung.

Wahrheiten sind ein seltames Dingen und man hört spätestens auf, an Wahrheiten zu glauben, sobald man ihre Beliebigkeit erkennt. Zum Beispiel bei der Frage: was ist der Mensch?

Die Frage danach, was denn der Mensch ist, beschäftigt das menschliche Denken seitdem es Menschen gibt.

Eine Antwort auf die Frage, was denn der Mensch ist, ist bis heute nicht gefunden worden. Im Zuge des
Materialismus gab es lange Zeit eine Antwort, die heutzutage nicht mehr haltbar ist, obwohl alle Gymnasiallehrer weltweit daran arbeiten, sie immer noch in den Köpfen der Menschen zu züchten: der Mensch ist eine Maschine, das Gehirn ein Dynamo und der menschliche Geist nur ein Funken Strom, der im Augenblick des Todes vernichtet wird.

Diese Philosophie wird mit aller möglichen Macht und Propaganda verbreitet, weil sie trotz Vernunft und Aufklärung das Führen immer größerer Kriege möglich macht, immer effizientere Menschenvernichtungsstrategien erlaubt, den Konsumwillen maximiert und die politische Widerstandsfähigkeit des Individuums minimiert.

Bei so vielen Vorteilen gibt es für moderne Renditemaximierer gar keine andere denkbare Philosophie. Und obwohl es so offensichtlich ist, das hier pseudonaturwissenschaftliche „Wahrheiten“ zum Zwecke der wirtschaftlichen und politischen Dominanz mißbraucht werden, ist der Widerstand gegen diesen Mißbrauch außerordentlich gering.

Darum haben physikalische Erkenntnisse, die unser primitives Weltbild in Frage stellen, kaum Konsequenzen für den Schulunterricht. Wie auch: die Physiker wissen immer weniger, das da draußen in der „materiellen Welt“ eigentlich los ist, nur Materie finden sie immer weniger:

http://www.faz.net/s/Rub6E2D1F09C983403B8EC7549AB44FA0EF/Doc~E892B8CD8C8F64633A55EC180E90221E0~ATpl~Ecommon~Scontent.html

Irgendwann Ende 1997 saß Adam Riess an seinem Schreibtisch in der University of California in Berkeley, kraulte sich seinen Henriquatre-Bart und wunderte sich. Vielleicht ärgerte er sich auch ein wenig. Denn offenbar war dem jungen Astrophysiker ein Rechenfehler unterlaufen: „Ich wollte die Masse des Universums ausrechnen“, erinnert er sich. „Aber da kam eine negative Zahl heraus. Das war natürlich Blödsinn, es gibt keine negativen Massen.“

Doch es war kein Rechenfehler. Es war die vielleicht wichtigste und zugleich verstörendste physikalische Entdeckung in der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Name, den die Wissenschaftler dem rätselhaften Effekt gegeben haben, tut allerdings nur so, als wüsste man, was es ist: „Dunkle Energie“ bedeutet lediglich, dass es sich um etwas nur indirekt Messbares handelt, das – wie praktisch alles Physikalische – irgendwie mit Energie verknüpft ist. Alles Weitere ist unklar. In das gegenwärtige Weltbild der Physik passt das Phänomen noch weniger als kleine grüne Marsmännchen in das der Biologie.

Also … nicht nur, das es keine Materie gibt – wir haben auch noch Schulden? Ich hoffe sehr, er hat sich verrechnet. Es wäre mir unangenehm, wenn ich auch noch Schulden beim Universum hätte, nachdem die Kanzlerin mir schon einiges aufgebürdet hat.

Der Normalbürger bleibt verwirrt … und freut sich, das man Physiker auch immer mehr in Elfenbeintürme sperrt, weil sie nicht mehr zur Unterstützung renditefreundlicher Normwahrheiten taugen.

Und erstmal haben wir ein Erkenntnisproblem. Zwar darf die Erde mitlerweile eine Kugel sein und sich auch um die Sonne drehen (jedenfalls für die Meisten), aber ansonsten gibt es da noch eine ganze Reihe Dogmen, die uns beeinflussen. Vor allem eins: „Wir wissen jetzt endlich alles!“

Tun wir aber nicht, wissen wir auch, aber Experten jeder Art sind tagtäglich bemüht, es uns zu beweisen.

Dabei kennen wir unsere Grenzen mitlerweile sehr genau:

http://www.psychophysik.com/html/re01-illusion.html

Es ist gesicherte wissenschaftliche Erkenntnis, dass die menschliche Selbst- und Umweltwahrnehmung zu großen Teilen das Ergebnis einer Illusion ist. Der Mensch sieht mehr Dinge, als sein Auge an Daten liefert. Der Mensch nimmt Materie fälschlicherweise als mit Stoff gefüllten Raum wahr. Das menschliche Auge sieht nur ein kleines Frequenzspektrum. Die Interpretation von Reizen und Gedanken ist mehrheitlich das Ergebnis unterbewusster konditionierender Programme.
Und die Physik tut das Ihrige dazu, die Illusion zu entlarven:

http://www.psychophysik.com/html/re022-illusion-materie.html

Quantenphysikalische Erkenntnisse sind so extrem weit ent- fernt von dem, was sich Otto Normalverbraucher vorstellen
kann, dass sie in unserem Alltagsbewusstsein keine Rolle
spielen. Dabei schreit diese Wissenschaft förmlich danach,
unser mechanistisches Weltbild der Marke ?Newton? endlich dorthin zu schieben, wo es hingehört: In das Reich der Märchen und Illusionen. Es gibt weder prall mit Materie gefüllte Atom- kugeln noch gibt es in den über 99,99999999% Vakuum eines Atoms oder Atomkerns ein winzig kleines Kügelchen, welches randvoll mit ?Stoff? gefüllt ist. Macht diese Erkenntnis einigen Menschen Angst, so ist dies psychologisch verständlich. Es ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Quantenphysik auf dem besten Wege ist, uns die Materie zu rauben.

Und das ginge ja gar nicht. Rauben uns die Physiker die Welt der Materie – in der wir uns gerade im Westen doch so fein eingerichtet haben.

Eigentlich gehören solche Nachrichten auf die Titelseite einer jeden Zeitung, in die Lehrpläne der Schulen und Universitäten. Stattdessen muß man lange suchen, um sie zu finden, denn: was Wahrheit ist bestimmen die Medien und die Entwickler von Unterrichtsmaterialien. Und die Wahrheiten, die im 19.Jhd. ins Leben gerufen worden sind, sind außerordentlich nützlich zur Beherrschung des Volkes.

Menschen, die verinnerlicht haben, das sie eigentlich ein Dynamo sind, haben panische Angst davor, das
die Maschine kaputt geht.

Was aber – um einen anderen Vergleich anzuregen – wäre, wenn wir kein Dynamo sind (nicht sein können, weil es Materie im Sinne des 19.Jhd. schlichtweg nicht gibt, obwohl es da draußen für unsere beschränkten Sinne so aussieht), sondern … ein Radioempfänger. Jemand, der kurz zu Gast ist.

Die Folgen für die Widerstandsfähigkeit des Volkes wären nicht einzuschätzen. Möglicherweise würden die dann einfach mal auf den Tisch hauen und sagen: Nein, das wollen wir alle nicht. Das konnten die früher ja auch.

Das wäre aber für die Rendite (und für alle, die von ihr Leben) eine Katastrophe. Die Hamster würden
aufhören, sich wie bescheuert im Rädchen abzumühen. Das geht ja gar nicht.

Also lieber: Tittytainment auf Flachbildschirmen. Das schöne an Flachbildschirmen ist übrigens, das sich dort das Gerät endlich dem Niveau des Programms angepaßt hat.

Dabei ist doch die Frage, was denn da draußen eigentlich los ist, viel spannender als die Brüste von
Frau Crawford. Denn wenn es so ist, wie die Physiker sagen, wenn das alles hier nicht so ernst ist, wie man uns mit Gewalt vorgaukelt … dann ist das doch eigentlich eine schöne Angelegenheit.

Dann würde man ja auch nichts Großartiges riskieren, wenn man man den Arsch vom Sofa bekommt und den Untergang der westlichen Wertegemeinschaft aufzuhalten versucht. Immerhin: man riskiert doch sowieso nichts. Sterben wird man so oder so. Die Frage ist doch: hat man vorher noch mal gelebt – oder nur soviel zusammengerafft, wie man gerade eben abtransporieren konnte?

Einen bemerkenswerten Ausblick bietet folgende Studie, die auch im (seriösen) Magazin Lancet
veröffentlicht wurde: eine der wenigen ernstzunehmenden Studie zum Thema „Nahtodesforschung“ (auch übrigens ein Thema, das von der neuen Kirche radikal bekämpft wird).

http://www.psychophysik.com/html/re051-nahtodesforschung-s2.html

Info3: Wie erklären Sie sich, dass eine bedeutende Anzahl von Patienten mit einer tiefen Nahtodeserfahrung, nämlich 43 Prozent, innerhalb von dreißig Tagen nach der Wiederbelebung verstarb?

van Lommel: Ich glaube, dass ich das erklären kann, wenn auch nicht wissenschaftlich. Wenn man eine Nahtodeserfahrung macht, weiß man plötzlich – man glaubt nicht mehr -, dass es keinen Tod gibt. Denn man fühlt sich außerhalb des Körpers lebendig und sofort verschwindet die Furcht vor dem Tod. Ich glaube, dass so jemand in gewisser Weise den Zeitpunkt wählen kann, wann er gehen möchte. So jemand wird »locker« und kann seinen Körper jederzeit verlassen. Statistisch gesehen war das sehr auffällig. Nach zwei Jahren wollten wir mit unseren Patienten mit einem Nahtodeserlebnis das zweite Interview durchführen und stellten fest, dass die meisten verstorben waren. Dann sahen wir, dass der Zeitpunkt ihres Todes hauptsächlich in den ersten dreißig Tagen auftrat, nachdem sie die Nahtodeserfahrung gemacht hatten.

Also … erschreckend viele wollen lieber nach „drüben“. Obwohl da eigentlich gar nichts ist …

Was ist nun der Mensch?

Auf jeden Fall nicht das, was man uns verkaufen will um besser verkaufen zu können.

Und die Frage, die erstmal beantwortet werden muß, wäre: was ist das eigentlich für eine Welt, dir nur aus der Illusion heraus entstanden ist – und warum haben wir so beschränkte Sinne, das wir uns hier nur mühevoll zurechtfinden können?

Das Kabinett des Dr. Parnassus, die Physik, die Gesundheitsreform und Kritik am Nachrichtenspiegel

Man stelle sich vor, wir würden im Wilden Westen leben.  Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts. Außer Geronimo und den Apachen haben wir die Indiander in den Griff bekommen – sie sind tot, im Lager oder hungern im Reservat. Kräht dank Auschwitz kein Hahn nach heutzutage.

In aller Ruhe können wir uns zivilisatorisch ausbreiten. Unsere Geschichte spielt im mitleren Westen. Eine staubige Straße. Eine kleine Stadt. Unsere Held reitet in die Stadt hinein.  In den Seitengassen der Stadt sind hungrige Kinder in Lumpen. Sie dürfen den Bürgersteig nicht betreten, den er gehört den Bürgern der Stadt.  Man sieht deutlich, das sich auch viele alte, kranke und behinderte Menschen in den dunklen Ecken verbergen – scheinbar ist auch ihnen das Betreten des Bürgersteiges untersagt.

Viele Menschen haben keine Arbeit und irren hungrig umher und fürchten sich vor dem nächsten strengen Winter, den die stellvertretende Bürgermeisterin von der Leyen hat ihnen den Heizkostenzuschuß gestrichen.  Auch die Kinder werden frieren müssen, es sei denn, sie sind zum Sport oder beim Theater, was man ihnen jetzt gnädigerweise geschenkt hat.  Oder sie verbrennen die Bücher, die man ihnen für die Schule mitgegeben hat.  Auf den Bürgersteigen jedoch tummelt sich viel goldbehangenes Volk, allen voran fette Banker mit Zylinder und Zigarre, meist in Begleitung sehr leicht und exotisch gekleideter Damen – ebenfalls goldbehangen.  Man sieht allein auf der Straße genug Gold um alles Elend aus der eigentlich reichen Stadt zu verbannen….doch das Gesetz der Prediger Schröder und Fischer will Anderes und Bürgermeisterin Merkel wacht streng darüber, das es eingehalten wird.  Es gibt Tafeln für Arbeitslose und Läden für Menschen, bei den Tafeln für Arbeitlose entsorgen die Läden das, was sie sonst teuer entsorgen müßten und mißbrauchen so die Arbeitslosen als zweibeinige Müllentsorger.

Unser Held spuckt auf die Straße und reitet in den Saloon. Dort stößt er – noch finsterer blickend – die Tür auf. Das Saloon entspricht dem, was man erwarten konnte. Edle Hölzer, ein Klavier aus Europa, feinste Damenwelt, die jenseits aller Widrigkeiten des Lebens existiert und eine Wolke von Lumpen in Seide gehüllt. Böse Blicke begegnen ihm, denn man ist Fremden gegenüber nicht freundlich eingestellt, erst recht nicht, wenn sie den Kleidungscode der etablierten Leistungselite nicht einhalten…respektiert aber noch einen Colt Navy .45 – man lebt immerhin im Wilden Westen und Amerika ist ein freies Land von freien Bürgern (der eine oder andere der Anwesenden nimmt sich aber im selben Augenblick vor, das man das mal im Stadtparlament zur Sprache bringen muß).

Der Held schreitet an den Thresen, wo der Wirt wie in allen Saloons zu jener Zeit üblich die Gläser mit seiner eigenen Spucke reinigt.   Er knurrt standarmäßig „Whisky“ weil Rolle und Umgebung dies erwarten. Er trinkt, dreht sich um wobei – wie ebenfalls  üblich – der Poncho zur Seite rutscht und einen schnellen Zugriff auf den Revolver erlaubt um in einer Notwehrsituation entsprechend reagieren zu können.

Dann schaut er in die Runde und knurrt „Hier stinkts.“ Es folgt die übliche dramatische Pause. “ Das ist das dreckigste Kaff, das ich je gesehen habe. „  Er schaut sich um und man sieht ihm an, das er sich nach den Zeiten sehnt, als er mit seinen Neger- Mulatten- und Indianerkameraden raubend, brandschatzend und plündernd durch die Prärie gezogen ist.

Wieder spuckt er auf die Erde, während sein Blick ruhig und konzentriert auf der Menge ruht. „Hier regieren Angst und Terror. Da geht es ja den Roten im Reservat besser.“

In dem Moment steht die Vorsitzende des örtlichen Stadtverschönerungsvereins entschlossen auf.

„Also, das geht mir jetzt zu weit. Diese Worte – in unserer Stadt – das ist ungeheuerlich. Das ist  links und überhaupt nicht objektiv. So etwas zieht mich einfach nur runter. Das höre ich mir nicht länger an“.

Sprichts und verläßt die Bühne.

Das ist nach wenigen Tagen die Essenz der Kritik am Nachrichtenspiegel … die mich sehr entsetzte. Nichtwähler kann ich ja noch verstehen, aber Menschen, die mit politischen Scheuklappen durch die Gegend laufen, machen mir Angst. Ich meine: wir erfinden die Nachrichten doch nicht. Wir laufen auch nicht jedem Gerücht hinterher.

Aber gut, das wir auch die Kategorie „Filmkritik“ hier haben. Die hatte ich zwar eher für einen der bekennenden Vielseher unter uns angedacht, aber ich kann jetzt auch selber mal eine schreiben alldieweil ich auch mal einen gesehen habe.

Filme sind ja Mumpitz. Genau wie unser Westerndorf. Alles nur Illusion, Projektion und Deutung. So soll ja auch unsere Wirklichkeit sein, sagen die Pysiker: wie ein gigantisches Hologramm. Wir sind so stolz auf unseren Materialismus – und was wir damit alles geschaffen haben – und da kommen einfach die Physiker daher und sagen: Bätsch, das gibt es alles nicht. Die Inder, Buddhisten und Anhänger Atons sagen das schon lange – aber wer hört schon auf die ältesten Völker der Welt. Alles Primitive, die ins Reservat gehören …. oder erschossen.

Der Materialismus ist wie ein Zaun um unser Westerndorf gezogen und auf ihm steht: hier draußen gibt es nichts. Und wer das anzweifelt, hört ein lautes „Recht hast Du!“ vom Dorfpfarrer, der gleich mit dem Klingelbeutel herbeigeeilt kommt um einem nicht nur nebenbei zu erklären, was genau dort draußen auf einen wartet sondern auch noch Eintritt dafür möchte.

Ein geniales, geschlossenes System. Wie ein Knast, nur größer … und eher für den Geist gedacht.  Auf primitivste Sinnlichkeit ausgerichtet – man wundert sich, das die Erde trotzdem Kugel bleiben darf – aber höchst funktionabel.

Da freut es, das es manchmal Geschichtenerzähler gibt, die von Begebenheiten erzählen, die eine gewisse Transzendenz aufweisen. Dazu gehört für mich „Das Kabinett des Dr. Parnassus“.  Ein wandernder Schausteller, ewig lebend, ringt mit dem Teufel um Seelen. Teufel gewinnt – häufiger. Oder immer – je nach Sichtweise. Der Film zeigt uns … wie erbärmlich arm wir geworden sind. Oder vielleicht habe nur ich mich daran erinnert, wie arm wir geworden sind.  Mythen, Sagen und Legenden sind voller phantastischer Erzählstoffe, voller Abenteuer, emotionalen Herausforderungen und epischen Entscheidungen … schaut man sich im Vergleich dazu die erzählerische Vielfalt unseres Kinos an so erschrickt die geringe Themenbreite so sehr, das man vorsichtig fragen möchte: wo kommt eigentlich der Rückschritt her?

Ein wenig von dem Rückschritt sehen wir in dem Film … oder in seinen Hintergründen. Alte Häuser, verrottete Massensiedlungen, Müllberge (schon wieder kommt mir unser kleines Westerndorf in den Sinn und ich weiß, wie es jenseits der Hauptstraße aussieht), degenerierte Menschen in noblen Clubs: die Kulisse für Parnassus Kampf gegen den Teufel zeigt in Bildern die Herrschaft des Teufels über die Welt, die Geschichte erzählt den verzweifelten Kampf des Doktors um seine Tochter. Klassisches Happy End: die Cowboys mit den weißen Hüten gewinnen.  Oder auch nicht.

Einer der Hauptdarsteller ist während des Drehs gestorben: Heath Ledger heißt er.

http://de.wikipedia.org/wiki/Heath_Ledger

Die Polizei schloss ein Fremdverschulden aus und prüfte die Möglichkeit des Todes durch eine Überdosis von verschreibungspflichtigen Tabletten, die neben seinem Bett gefunden wurden. Eine am Folgetag durchgeführte Autopsie lieferte zunächst keine schlüssigen Hinweise. Das später veröffentlichte Ergebnis der toxikologischen Laboruntersuchung ergab, dass der Schauspieler an der verstärkenden Wechselwirkung durch die missbräuchliche Einnahme von mehreren Schmerz- und Beruhigungsmitteln starb (zu den sechs Medikamenten, die im Körper des Schauspielers nachgewiesen wurden, zählten starke Schmerzmittel, Schlaftabletten sowie Medikamente gegen Angstattacken). Die Polizei geht von einem Unfall aus.

Insofern wird es die Welt freuen, das zumindest das deutsche Gesundheitswesen auch in Zukunft durch massive Steigerung des Sozialbudgets weiterhin für die notwendige Versorgung mit Medikamentenmassen zu überhöhten Preisen sorgt, damit solche „Unfälle“ auf weiterhin Arbeitsplätze schaffen … im konkreten Fall des Filmes wurde sein Arbeitsplatz u.a. von Jonny Depp besetzt.  Und wie schön, das die Krankenkassen jetzt fast freie Hand haben, uns zusätzlich auch noch Geld aus der Tasche zu ziehen, damit ihre Direktoren ihre Gattinnen mit Gold überhäufen können.

Es ist Schade, das wir nicht auch so ein Kabinett haben. Allein schon der Kutschwagen des Dr. Parnassus hat mich sehr neidisch gemacht. All mein Hab und Gut würde ich dafür hergeben, so leben zu können – wenn da noch eine Dusche drin wäre.  Aber sonst: schon dieses Fahrzeug ist ein Traum – ein liebevoll gestalteter Traum, der durch die Alptrauumgebung unseres Alltages noch deutlich an Reiz gewinnt.  Aber viel lieber als mein Wohlbefinden wäre mir, das Kabinett würde real in unseren Städten erscheinen und Dr. Parnassus würde uns mit seinen Träumen zeigen,  wem wir mit unseren alltäglichen Entscheidungen dienen – wobei es egal ist, ob es einen Teufel gibt oder nicht.  Schlimmer wäre es, es gäbe keinen und wir wären das alleine.

Wir brauchen aber nicht so zu sein. Wir brauchen auch keinen Gott oder Teufel, noch hilft es, sich den Kopf darüber zu zerbrechen, ob es den einen oder andern gibt.

Unsere Welt gleicht dem Westerndorf – im Kleinen wie im Großen. Und sie macht uns alle alle arm. Arm an Sinnlichkeit … und billiger Sex ist dafür kein Ersatz. Ich würde doch auch keinem Weinconnosseur einen selbstgebrannten Schnaps vorsetzen mit den Worten „Nimm das, macht auch besoffen.“

Allein heute morgen, als die ersten Sonnenstrahlen den Morgendunst golden färbten und unser Tal wie ein kleines Jenseits erstrahlte, wußte ich wieder wie unermeßlich reich wir sind. Ich konnte mich an viele Reisen erinnern, wo ich diese Sonnenaufgänge auf Autobahnraststätten sehen mußte … sie aber trotzdem gigantisch fand. Und ich  konnte mich daran erinnern, das ich der Einzige war, der diesen Reichtum genoß. Die anderen hetzten sofort weiter. Die Taschen voller Gold und Juwelen, aber Hirn und Sinne nutzlos verdorrt. Welche Armut. Welche unermeßliche, erbarmungswürdige Armut. Die läßt sich auch mit 350 PS nicht kompensieren.  Auch nicht der leise Verdacht, das es ein großer Geist sein muß, der diese Sonnenaufgänge (und viele viele andere Wunder für die Sinne) komponiert – und ein schrecklicher Ungeist, der mit lärmenden Autobahnen Landschaften vernichtet.

Genauso ein Ungeist wie der, der verantwortlich für die neue Gesundheitsreform zeichnet, die vor allem eins macht: das Sozialbudget auf Kosten der arbeitenden Menschen noch weiter ausdehnen.  Der Doktor in unserer kleinen Westernstadt hat schon soviele Goldketten, das er eine Schubkarre braucht, wenn auf Hausbesuche fährt.

Was würde ich doch dafür geben, gäbe es ein Kabinett des Dr. Parnassus in dieser Welt. Einen Teufel brauchen wir nicht, wir haben Manager, Politiker, Anleger und Banker….und die sind schlimmer. Da ist der Teufel noch harmlos gegen … jedenfalls der Filmteufel.

Aber anstatt den Träumer Dr. Parnassus haben wir den Mediziner Dr. Rössler … und nach wie vor gilt, das eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, weshalb wir bald alle den Ladenmüll bei den Tafeln konsumieren müssen, weil auch wir uns was anderes nicht mehr leisten können:

http://www.welt.de/politik/article8343034/Roesler-Reform-ueberzeugt-nicht-mal-Krankenkassen.html

Sogar der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen zeigte sich enttäuscht. „Insgesamt wäre mehr drin gewesen“, erklärte die Vorstandsvorsitzende Doris Pfeiffer. „Die Zusatzbelastungen der Versicherten könnten merklich geringer sein.“ Pfeiffer warf der Koalition vor, Ärzte und Krankenhäuser zu stark geschont zu haben. „Die Zusatzbelastungen der Versicherten könnten merklich geringer sein. Die Einnahmen der Ärzte und der Krankenhäuser sind so hoch sind wie noch nie.“ In diesen Bereichen wäre „eine echte Nullrunde angemessen gewesen“.

(Eifelphilosoph spuckt nochmal seinen Kautabak auf den Boden des Saloons, trinkt seine Whisky und geht zur Tür. Kurz bevor er die Szene verläßt, dreht er sich nochmal um – die Hand nähert sich unmerklich dem Waffengurt  – und knurrt: Scheißkaff. Abtritt Eifelphilosoph.)

 

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