Philosophie

This tag is associated with 73 posts

Gewalt in der Psychiatrie – Gedanken zu einem aktuellen Gesetz

Gewalt in der Psychiatrie - Gedanken zu einem aktuellen Gesetz

Mittwoch, 19.12.2012. Eifel. Na, fühlen Sie sich gut? Noch voll im Job, sich gar unverzichtbar wähnend? Kerngesund an Körper und Geist, Häuschen gut eingerichtet, Pool schön blank geputzt, das kleine Segelboot auf Hochglanz poliert, am Wochenende gar die ersten Flugstunden bezahlt? Urlaub auf den Malediven gebucht, Tauchkurs inklusive … und der neue SUV ist ein Benz oder Porsche und nicht mehr ein asiatisches Billigprodukt? Vielleicht haben Sie sogar Kinder – maximal zwei – die ihr ganzes Glück sind … sofern sie die Feuergefechte in den Grundschulen überleben. Sie fühlen sich superwohl, ein König der Welt (zum Herrscher des Universums braucht es noch eine Zeit) und sind der Meinung, das Ihnen nichts und niemand etwas anhaben kann? Nun … dann kennen Sie wohl die deutsche Psychiatrie noch nicht, eben so wenig die Pläne unseres Gesetzgebers, wie dort wieder Gewalt einziehen soll. Wie bitte? Psychiatrie betrifft Sie nicht? Sie haben doch einen Mann bzw. eine Frau, oder? Vielleicht auch den einen oder anderen Neider? Oder gar Konkurrenz innerhalb der Firma, der Partei, des Verbandes? Bei ihnen gibt es etwas zu holen – natürlich betrifft Sie die Psychiatrie … und wenn sie da erstmal drin sind und sich nicht fügen, dann kommen sie erst Recht nicht mehr heraus.

Als Philosoph hat man einen besonders kritischen Zugang zur Psychiatrie oder Psychologie. Oft wundert man sich, das es diesen Zweig der Wissenschaft überhaupt gibt, denn im Prinzip kann er eigenständig gar nicht bestehen. Wie will man entscheiden, ob Verhalten normal ist oder nicht, wenn man sich keine Gedanken über das System macht, das den Rahmen für die Normen bestimmt? In der Psychiatrie (hier arbeiten Ärzte) hat man dafür noch viel Verständnis, in der Psychologie (hier arbeiten Psychologen) weniger … es geht um Geld, da kennt man keine Gnade. Um abrechnen zu können, brauche ich therapierbare Verhaltensauffälligkeiten … je mehr ich davon erfinde, umso reicher werde ich: das ist die Ausgangslage der Psychologen. Die verabreichen aber nur höchst selten Drogen, davon leben die Psychiater. Dort ist man auch schon kritischer – vor allem in den großen Institutionen. In einem Haus war ich als Philosoph sogar mal hoch willkommen – der Chefarzt war schier am Verzweifeln: „den Deutschen muss ich behandeln, wenn er mit Gott spricht – den Türken muss ich behandeln, wenn er nicht mehr mit Gott sprechen kann: ist doch absurd“. Ein Originalzitat.

Diesen und anderen Kontakten hatte ich dann die einmalige Chance zu verdanken, Krankheitsbilder in geschlossenen Abteilungen der Psychiatrie zu studieren. Ich hatte einen Kittel, einen Schlüssel (man hat mir dringend geraten, das IMMER zu erwähnen, wenn ich – in den Grenzen der Schweigepflicht – über diese Erfahrungen rede … man sieht, es ist in diesem Land schon gefährlich, auch nur in der Nähe der Psychiatrie verortet zu werden) und zuvor viel Literatur verschlungen, um diverse Krankheitsbilder zu erkennen und diese dann in die Schulung eigener Mitarbeiter einfließen lassen zu können.

Ich habe dort interessante Beobachtungen gemacht, mir nebenbei die Frage gestellt, ob da nicht ziemlich Willkür bei der Diagnose herrscht. Sind nicht eigentlich alle Menschen depressiv, die nicht manisch sind? Und alle manisch, die nicht depressiv sind? Da muss ein Produktmanager der Pharmaindustrie die Diagnosen gestrickt haben … so eng, das kein Pillenkonsument mehr entkommen kann. Ich fand viele normal wirkende Menschen, einer saß ein, weil er überall die dreifache Sechs gesehen hat … zum Beispiel auf dem Barcodes jeder Ware. Ich wusste, das das stimmen kann – hatte kurz zuvor ein Buch gelesen, das sich mit dem inflationären Gebrauch dieser Zahlenkombination beschäftigte (sie ist heute noch – aus ungeklärten Gründen – auf JEDEM Apothekenrezept zu lesen), hielt mich aber zurück. Immerhin war ich ja auch kein Arzt.

Ich habe auch mit Ärzten während dieser Praktika gesprochen … wollte wissen, warum sie gerade diesen wenig lukrativen Zweig der ärztlichen Tätigkeit gewählt haben, die Antwort eines Medizinstudenten (in offener Runde) sprach Bände: „die Ausbildung ist nicht so lang, die Abschlüsse hat man schneller„. Man spart sich wohl einiges an schwierigen ärztlichen Prüfungen.  Was ich aber auch fand, waren viele Ärzte, die noch eng am Eid des Hypokrates lebten und die schier verzweifelten ob der Bedrängnisse, in denen der moderne Mensch lebt. Jeder Arbeitslose wäre bei ihnen gut aufgehoben … denn diese Form der verharzten Arbeitslosigkeit macht psychisch extrem krank.

Bevor ich mich an diesen Artikel gemacht habe, habe ich aber auch echte psychiatrieerfahrene Menschen befragt. Eine Antwort möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Mich wollte mal ein Oberarzt zur medikamentösen Behandlung zwingen, ein richtiges Arschloch. Da ist mir bei der richterlichen Anhörung eine gute Idee gekommen. Ich sagte, er soll doch mal einen Patienten zeigen, bei dem die Psychopharmaka so gut helfen, also von der Station ins Anhörungszimmer holen. Der Richter hat sich darauf eingelassen und den Arzt aufgefordet, mal eine/n reinzurufen. Das konnte er natürlich nicht. 
Damit hatte sich das erledigt .

Eine ganze Station voller psychisch kranker Menschen, die alle Tabletten schlucken, aber nicht EINER davon kann vor Gericht erscheinen um zu zeigen, wie toll es ihm geht?

Nein, natürlich nicht. Immer noch ist Haldol eines der beliebtesten Medikamente in der Psychiatrie … der Kosten wegen. Dieses Medikament verwandelt sie in ein Wesen, das ohne Regungen im Gesicht scheinbar willenlos durch die Gänge schlurft und dabei – eine Nebenwirkung ist extremer Speichelfluss – eine Schleimspur hinter sich lässt. Solche Leute vor Gericht gezerrt … der Richter würde Angst kriegen.

Nun – der oben zitierte Patient hatte noch Glück. Heutzutage kann man die medizinische Behandlung verweigern. Man braucht sich nicht zum Tablettenschluckautomaten degradieren zu lassen, wie es viele Millionen Menschen freiwillig tun. Man kann einfach NEIN sagen – und schon bleibt der Körper sauber und rein.

Nach dem Willen der Regierung aber … soll dies jetzt anders werden.

Ich weiß nicht, warum die Regierung an sabbernden, willenlos dahinschlurfenden Gestalten Interesse hat, ich kann nur sagen, das dieses Gesetz  (von CDU und FDP) mit Hochdruck durch den Bundestag gepeitscht werden sollte. Das ist keine Kleinigkeit, denn das Gesetz soll aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofs aushebeln und verstößt gegen die UN-Behindertenrechtskonvention (siehe Spiegel).

Die AWO hält das für bedenklich, der Paritätische Gesamtverband hält das für bedenklich, Chefärzte von großen Kliniken schreiben der Ministerin, das sie das Gesetz gar nicht brauchen, der Betreuungsgerichtstag lehnt es in seiner Abschlusserklärung ab ebenso wie die Bundespsychotherapeutenkammer. Es liegen Gutachten vor (Thomas Saschenbrecker) und eindeutige anwaltliche Stellungnahmen (Kanzlei Lünsman, Tomein, Toldorf), die die Problematik dieser Gesetzgebung durchleuchten, bei letzten finden sich Kommentare, die aufzeigen, welchen Eindruck die neue Gangart der Regierung macht, so meint Lili Lo:

… das erinnert stark an vergangen geglaubte Zeiten und gibt mir gerade ein eher unangenehmes Gefühl, vor allem steht die Frage im Raum:
Sind diese “Volksvertreter” überhaupt ausreichend befugt das im Alleingang entscheiden zu dürfen?
Die Willkür greift um sich – wohl kein Zufall, da wir Zeiten entgegensehen, in denen der Mensch wieder mehr und mehr erwacht, was demzufolge für einige als unbequem empfunden werden wird …

Oder Peter von Rüsten:

Ich gehe da mit meiner Meinung noch weiter.

Das gab es zu Hitlers Zeiten auch schon mal das Menschen Zwangsbehandelt wurden.

Außerdem könnte man mit diesen Gesetz jeden unliebsamen, kritischen Bürger sofort und Legal aus dem Verkehr ziehen .

Auch Reporter und deren Berichterstattung könnte mit Androhung einer Zwangsbehandlung zum Nachteil der realen Berichterstattung angewendet werden.

Wer solche Gesetze entwickelt braucht wahrhaft ein Therapie !

Wir merken: ganz so unpolitisch und unwichtig ist dieses Gesetz nicht … und auch nicht die Art und Weise, wie es zustandekommt, siehe Wolfgang Neskovic von den Linken: 

„Der Deutsche Bundestag erweist sich regelmäßig als bloße „Abnickmaschine“. Selbst Gesetzentwürfe, die schwerste Grundrechtseingriffe enthalten, werden vom Parlament einfach abgenickt, ohne dass die Abgeordneten sich die Gelegenheit einräumen, sich mit der entsprechenden Materie angemessen sorgfältig auseinanderzusetzen“, erklärt Wolfgang Nešković, Justiziar und Vorstandsmitglied der Fraktion DIE LINKE anlässlich der für morgen vorgesehenen ersten Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme.

Was will man sich beschwehren: diese Abnickmaschine hat uns Hartz IV beschehrt und mit dem ESM unsere Souveränität verkauft – natürlich nicken die auch andere Menschenrechtsverletzungen ab, erst Recht, wenn eine ganze Industrie dahintersteht: die Pharmaindustrie sieht ihre Absatzmärkte gefährdet. Da sie über das größte Lobbyistenheer der Republik verfügen (15 000 Mann), sollte man sich nicht wundern, das gerade die zentralen Absatzförderer für das Gesetz sind: der Deutsche Richterbund und der Facharztverband DGPPN mahnen schnellste Durchführung an … immerhin verliert die Industrie tagtäglich Geld.

Nebenbei bemerkt: für solche „Notfälle“ hat man als Lobbyist der Pharmaindustrie immer Geheimwaffen parat, meine (nie eingesetzte) war eine Woche Barbados (für hartnäckige Entscheidungsträger) im Privathaus von Paul McCartney. Direkt nebenan wohnt Stephen Spielberg (ja, DER Spielberg), dem einige Teilnehmer einer Notärztetagung (Selbstzahler) dort dann auch begegnen durften. Das Haus hatte eigenes Personal, eine eigene Stretch-Limousine, einen eigenen Strand mit eigenem Katamaran – in einer solchen  Umgebung kann man viel entspannter miteinander reden als im Chefzimmer der Uniklinik. So macht man Gesetze … in allen Branchen – und vielleicht versteht man jetzt, warum ich immer zaudere, wenn als ultimative Lösung der Gang auf die Straße gepredigt wird: auf Barbados hört man euch nicht, nur nebenbei bemerkt. Aber dort fängt man an, zu verstehen, das nette Menschen einem was umsonst geben und die wirklich Unnetten nur etwas von einem nehmen, etwas haben  wollen – wie zum Beispiel Sozialleistungen.

Zurück zu DGPPN, die dem System bei der Gelegenheit ein Eigentor schießt, in dem sie beschreibt, warum sie (unter anderem) dringend die Zwangsbehandlung braucht: um die Nebenwirkungen von Cortison zu behandeln, dem Lieblingsgift der Orthopäden, das neben vielen anderen häßlichen Nebenwirkungen auch psychisch krank macht:

Ein 64 Jahre alter Bauingenieur wird wegen einer rheumatischen Gelenkentzündung einige Wochen mit Cortison behandelt. Darunter entwickelt er einen ausgeprägten Verfolgungswahn, infolge dessen er mit stark überhöhter Geschwindigkeit durch ein Wohngebiet fährt (auf der vermeintlichen Flucht vor Geheimdienstagenten).

Der Patient leidet unter einer Cortison-induzierten Psychose, einer Komplikation einer solchen Behandlung, die etwa 2% der Patienten betrifft.

2 Prozent … das ist viel, wenn man bedenkt, das Orthopäden fast jedem ihrer Patienten Kortison verabreichen. Noch bedenklicher wirkt die Beurteilung des „Verfolgungswahns“ … wie viele von uns Bürgern fühlen sich denn nicht vom Staat verfolgt, zum Beispiel durch solche Gesetze. Ich möchte hier eine kleine Stellungnahme verschiedener Betroffenenverbände zitieren, die einem nahelegen, wie sie die aktuelle Diskussion wahrnehmen, siehe Zwangspsychiatrie.de:

Der Hass war immer schon da, der Hass auf die Unangepassten, die Faulen, Querulanten, Störer, Abhänger und Quertreiber. Ganz besonders groß ist der Hass auf die, denen mit den Mitteln des Strafrechts nicht beizukommen ist, weil sie sich keine strafbare Tat haben zuschulden kommen lassen. “Denen muss das Maul gestopft werden, die müssen weg”, sagen die Angepassten. Dafür haben Ärzte sich einen bösartigen Jargon ausgedacht: “Euren Hass, den können wir bedienen, die definieren wir einfach zu “Geisteskranken”, oder noch schicker, zu “psychisch Kranken”, und dann können alle an diesen verübten Grausamkeiten als “medizinische Behandlung” getarnt werden, dann können alle Menschenrechte und Gesetze, die sonst sogar noch für gefangene Straftäter gelten, einfach ignoriert werden, denn wir behaupten einfach, die Foltermethode der gewaltsamen Verabreichung von Psychodrogen usw. wäre “medizinische Behandlung” zur Heilung dieser erfundenen Krankheiten. Wenn ihr, die Gesellschaft, uns durch die Gesetzgeber die Macht gebt, das mit Gewalt durchzusetzen, dann merkt auch niemand den Schwindel, denn es entspricht ja eurem Wunsch so einen Vorwand zu erfinden.”

Diese Praxis und deren scheinlegalisierender Schutz durch illegale, nie grundgesetzkonforme Gesetze hat in dieser Republik 63 Jahre lang funktioniert. Nach dem Motto “Die sollen doch froh sein, dass wir diese nutzlosen Esser nicht mehr vergasen” wurde weggesperrt und ab 1949 zwar nicht mehr gemordet, aber mit Gewalt das Gehirn zerstückelt (Lobotomie), elektrogeschockt, mit Insulin geschockt und wurden ab Anfang der 60er Jahre hoch potente Drogen gewaltsam verabreicht.

Die Hexenverbrennungen der Neuzeit … nur anders definiert?

Schlimmer noch. Viel schlimmer – und jetzt kommen wir nach einer kleinen Exkursion wieder zu Ihnen zurück, dem reichen, gesunden, nicht zwangspsychiatrisierten Normalbürger. Ihnen hat die Geschichte hier vielleicht bislang gar nicht zugesagt, Sie fragen sich beständig: was habe ich damit zu tun?

Nun – vielleicht haben Sie schon von dem Fall Gustl Mollath gehört? Ein Mann wie sie: ganz normal. Nun – einem Brief von Rudolf Heindl, Richter im Ruhestand an die bayrische Justizministerin Beate Merk (u.a. hier bei Grilleau veröffentlicht) entnehme ich, das es bei dem Fall Mollath ganz neue Dimensionen des deutschen Rechtssystems offenbarten … Dimensionen, die Historiker freilich schon kannten:

Sie Frau Merk haben von Ihrem Vorgänger ein kriminelles Underground-Justiz-System übernommen, das Sie in Ihrer Amtszeit fortgeführt und perfektioniert haben.

Geben Sie gegenüber der Öffentlichkeit und dem Bayerischen Landtag, die Sie belogen haben, zu, dass das Verfahren vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth gegen Herrn Mollath beim Kollegen Brixner ein vom Anfang bis zum Ende manipuliertes Verfahren gewesen ist, so wie in den Räumen dieses Nürnberger Gerichts im Nationalsozialismus die Verfahren gegen Juden manipuliert worden sind, die man unbedingt ins KZ bringen wollte, weil sie politisch unerwünscht waren oder weil lüsterne Parteigenossen gierig nach dem Besitz solcher Opfer schielten.

Es ist dem Laienrichter Westenrieder, der sich auf die Erfahrung von ca. 60 Prozessen stützt, auch aufgefallen, dass der Kollege Brixner als der prozessleitende Vorsitzende herumgeschrien hat wie seinerzeit in der dunkelsten Epoche der deutschen Geschichte Roland Freisler amVolksgerichtshof. Der Laienrichter Westenrieder, der dieses Urteil über Gustl Mollath als Fehlurteil bezeichnet, hat etwas Derartiges in keinem Verfahren vorher und keinem Verfahren nachher erlebt.

Ein kriminelles Underground-Justizsystem? Mit Verbindung zu Steuerhinterziehern, Drogenhändlern, Waffenschmugglern und dem nationalsozialistischem Untergrund, heute kurz NSU genannt?

Das lässt die Forderung der Frau Merk in einem ganz anderen Licht erscheinen, gefunden beim Deutschen Richterbund: 

Auch der baden-württembergische Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) und Bayerns
Justizministerin Beate Merk (CSU) haben den Bundesgesetzgeber aufgefordert, schnellstmöglich
eine gesetzliche Grundlage für die medikamentöse Zwangsbehandlung von betreuten psychisch
kranken Menschen vorzulegen.

Klar droht da Eile. Wo kämen wir hin, wenn jetzt die ganzen sorgfältig Weggeschlossenen reden würden?

Und man merkt, wie schnell man selbst ins Visier der Psychiatrie gerät: immerhin zeige ich gerade Anzeichen für einen Verfolgungswahn, in dem ich ein System skizziere, das Deutschland fester im Griff hat als es erlaubt ist, zu denken.

Wenn Sie jetzt denken, Sie haben immer noch nichts mit dem Thema zu tun, dann möchte ich Ihnen die Meinung der ehemaligen Oberstaatsanwältin Gabriele Wolff ans Herz legen. In einer umfangreichen Darstellung zeigt sie, wie heutzutage Frauen ganz bequem ihre Männer entsorgen können, wie ein ganzes System versagt und einen normalen Menschen (ganz jenseits aller politischen „Wahnvorstellungen“ – die dann doch einfach nur böse Realität waren) mit schlampigen Gutachten, unseriösen Ferndiagnosen, gefälschten Attesten und einer im Sinne des Opferschutzes zur (parteilichen) Frauenfreundlichkeit verpflichteten Justiz ins Irrenhaus bringen können … wo Medikamente dafür sorgen, das er hilflos sabbernd durch die Gänge irrt und wirklich niemanden mehr stört.

Die Pharmaindustrie wird das ihre dazu tun, das System lebendig zu halten, Kriminelle im politischen Apparat (und der ganze Apparat selber) ziehen ihren Nutzen daraus und Kriminelle im privaten Bereich ihren persönlichen finanziellen Gewinn.

Immer noch gut drauf?

Dann will ich ihnen mal eins sagen, als ihr Freund, ihr Nachbar, ihr täglicher Beobachter:

die Art, wie sie ihre Kinder anfassen, beunruhigt mich.

Ihre Frau wirkt oft sehr gedrückt, wenn sie wieder nach Hause kommt.

Die Art, wie sie ihren Porsche wienern, hat manchmal etwas Zwanghaftes an sich.

Im Übrigen wirken sie auf mich sehr depressiv, wenn sie das Haus verlassen. Oder eben manisch.

Und wie sie sich abends versichern, das Fenster und Türen verschlossen sind und niemand durch die Fenster schauen kann, erinnert schon an Verfolgungswahn … oder haben Sie etwas zu verbergen?

Gut, ihr Grundstück wollte ich schon immer haben – und ich meine auch, das mein Sohn Ihren Job viel besser machen könnte als Sie, aber das ändert ja nichts an der Tatsache, das immer diese Schreie zu hören sind, wenn Sie mit Frau und Kindern alleine sind.

Die Armen, die sind ja auch schon viel zu verängstigt, um darüber zu reden. Ich habe mal die anderen Nachbarn beim Grillen daraufhin angesprochen … und ehrlich, die machen sich jetzt auch Sorgen. Auch denen ist jetzt klar geworden, wie seltsam Sie sich benehmen, wie kontaktscheu Sie sind – Sie haben uns ja noch nicht mal auf ihr Boot eingeladen!

Wir haben jetzt mal – bitte nicht falsch verstehen – den Sozialpsychiatrischen Dienst informiert. Und die Polizei. Hoffentlich traut sich Ihre Frau noch, die Wahrheit zu sagen – wenn nicht, wird man sie in der Psychiatrie schon gut behandeln. Das ganze Dorf weiß ja jetzt Bescheid – vielleicht findet Ihre Frau ja dort zu sich selbst.

Und Sie … nun ja. Wahrscheinlich werden sie versuchen, Widerstand zu leisten. So ein Querulant waren Sie ja schon immer. „Fehlende Krankheitseinsicht“ ist auch eine Diagnose. Oder Sie machen es sich leicht, und nehmen die Medikamente.

Glauben Sie mir: dann hören auch die Wutanfälle auf, dieses ganze Toben und Lärmen wegen Ihrer angeblichen Unschuld.

So geht es vielen heute  – und nicht alle haben das Privileg, eine Tablette dagegen zu bekommen, die sie in empfindungsloses menschliches Gemüse verwandelt, dessen Schweigen so nützlich für so viele sein kann.

 

 

 

 

 

Die Lügen der Regierung, die Lügen der Arbeitslosen und das Ende des Eifelphilosophen

Die Lügen der Regierung, die Lügen der Arbeitslosen und das Ende des Eifelphilosophen

Samstag, 15.12.2012. Eifel. Gestern habe ich tief in die Wälder zurückgezogen und über das Ende des Eifelphilosophen nachgedacht. Das mag vielleicht überraschend kommen, gelte ich doch als enthusiastischer Schreiber, aber es gab auch zwei konkrete Anlässe. Der erste ist finanzieller Natur. Nun – ich lebe sehr glücklich mit wenig Geld, weil ich noch nie viel zum Glücklichsein brauchte. Natur, Stille, Licht, Wind, Kerzenschein – diese Dinge erfreuen mein Herz. Ich kann also gut und viel umsonst schreiben, einfach auch aus Dankbarkeit und Liebe zu einem Land, das so ein Leben ermöglicht: immerhin hat dieses Land meine Ausbildung und mein Studium finanziert: Zeit, ihm ein wenig zurückzugeben. Ich habe zwar auch enorm viel Steuern bezahlt – aber diese Steuern stammten alle aus Beiträgen der Bürger für die Gesundheitsversorgung. Aus Scham über diese Tatsache habe ich auch keinen Steuerberater genommen, um die persönlichen Erträge zu maximieren: das war doch eh´ alles Raubgeld. Jetzt aber wird dieses Geld langsam nötig: TAZ, junge Welt, Wallstreet Journal und Welt fangen an, Geld für Artikel zu fordern – was ich denen auch gerne geben würde, doch leider nicht mehr habe. Ich nehme an, das andere Zeitungen dem Nachfolgen werden.

Für einen Artikel hier durchstöbere ich gut 80 weitere – was keiner mitbekommt. Wenn ich einen schreibe -wie diesen hier, sind oben 20 Fenster geöffnet (manchmal auch 40), die Informationen erhalten, die dem Thema nützlich sind. Zahle ich also die 99 Cent pro Artikel, die gerade aufgerufen werden, kostet mich ein Artikel insgesamt (vom Strom und Arbeitszeit mal abgesehen) 80 Euro. Das werde ich nicht lange durchhalten. 2000 Euro pro Monat, um Nachrichten lesen zu dürfen, wird mich überfordern … und es ist ein sehr bedenklicher Trend, weil er mein  „Geschäftsmodell“ unmöglich macht, das im Prinzip ja gerade daraus besteht, gegen die Regierungslügen anzugehen, in dem ich die Wahrheit aus Bruchstücken vieler Einzelmeldungen rekonstruiere um einen Gegenpol zu dem zu erhalten, was die Medien uns verkaufen wollen – even the worst case halt. Wenn Infomation zur Ware wird, wird mir meine Bescheidenheit zum Fluch.

Doch nicht nur das bringt mich sehr ins Grübeln, denn ich werde noch ziemlich lange durchhalten können – das Internet ist riesengroß. Nur: die Ziele der Meinungsbildung der Mainstreammedien werde ich dann nicht mehr ausloten können. Was mich nebenbei sehr getroffen hat, ist der Fall Boes, durch den ich mich ziemlich lächerlich gemacht habe. Immerhin habe ich für ihn geworben, aus ihm einen neuen Stauffenberg gemacht (die Mehrheit der Deutschen hätte das als eine Ehre empfunden – Widerstand gegen unmenschliche Systeme und den Namen Stauffenberg kann man hier synonym verwenden). Dabei habe ich den – unverzeihlichen – Fehler begangen, das ich ihm einfach so getraut habe. Ein Philosoph mit Geistesschulungen, prämiert von der Bundesanstalt für politische Bildung – was kann da schon schiefgehen?

Schiefgegangen ist eigentlich alles – und der Fernsehauftritt (seit dem die Spendenflut für Herrn Boes deutlich zurückgegangen ist) bestätigte diese Katastrophe. Gut, ich wusste, das er sich eine Position erarbeitete hatte, die einen großen Schlag möglich gemacht hätte – bei breiter Unterstützung der sozial engagierten Kreise in diesem Land – doch die war nicht gewünscht. Daraus hätte – wie aus der Piratenpartei – viel werden können. Denen hatte ich 2008 15 % vorhergesagt – und es hat sich gezeigt, das dieses Potential da war. Boes hätte den Auftritt des Herrn Ponader noch übertreffen können (sein Auftritt bei Jauch hat der Partei meine Stimme für die nächste Wahl gesichert), aber er hat sich zu einer anderen Art Auftritt entschieden. Heute entschuldigt er sich schon bei seinen Fans dafür, die noch glauben, er hätte etwas anderes im Sinn als seine persönliche Karriere zu fördern.

Nun Ralph Boes ist nicht von der Bundesanstalt für politische Bildung prämiert worden, er war nur als Referent da, als die BpB eine Qualitätssicherung des Veranstalters durchgeführt hat. Solche kleinen Lügen mag man noch verzeihen – allerdings bekomme ich dann doch Magenschmerzen, wenn ich sehe, das sich hier jemand als Alternative zum etablierten politischen System aufstellt (immerhin habe auch ich eine E-Mail mit der Bitte um Unterstützung bekommen), aber selber seinen Weg schon mit den handelsüblichen Schwindeleien eines Guttenberg beginnt.

Das ganze wurde aber noch schlimmer, denn der sogenannte Philosoph hat sich nur selbst dazu ernannt, ein Studium hat er nie abgeschlossen, siehe Zeit:

Boes begann ein Philosophie-Studium in Heidelberg, aber das war nichts für ihn: »Da steht man wie das dumme Vieh und muss immer gucken, was der eine und was der andere gesagt hat.« Das Universitätsstudium barg ihm zu wenig »innere Selbstbegegnung«, wie er sagt. Also verließ er die Universität. »Ich bin da nicht gescheitert, ich bin da ausgestiegen, weil die Universitäten vor meinem inneren Blick gescheitert sind.«

Das Studium war nichts für ihn – das hat er nach fünfzehn Semestern gemerkt, anderen zuhören zu müssen, war nichts für ihn und seine Perspektive ist die eines Königs oder Gottes, vor dessen „innerem Auge“ die Krönung der abendländischen Kultur scheitert. Aufgrund dieser nicht mehr zu übertreffenden Arroganz ist er auch bei Maischberger gescheitert und wird auch weiter scheitern: wenn man ein Produkt einer breiten Masse verkaufen will (nichts weiter ist die Verbreitung der Idee des allgemeinen Grundeinkommens), sollte man sich für seine Kunden interessieren.

Für einen „Eifelphilosophen“ ist dieser inflationäre Gebrauch des Titel des „Philosophen“ schwer zu ertragen – und bevor ich (nach dem Verrat der Linken) 2008 auf die Piratenpartei gestoßen bin, habe ich mir viel Gedanken darüber gemacht, ob ich es mir anmaßen kann, dieses Pseudonym dort zu verwenden. Da ich ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Philosophie vorweisen kann (also außer mir selbst auch andere der Meinung waren, das ich die Kunst der Philosophie in Grundzügen beherrsche – es stand auch ein „sehr gut“ auf dem Zeugnis), dachte ich mir: na, das geht schon. Hätte ich ein Physikstudium abgeschlossen, hätte ich mich Physiker nennen können – aber ohne abgeschlossenes Medizinstudium sollte sich … der Gesundheit seiner Patienten zuliebe … auch keiner Arzt nennen.

So aber schadet die Titelanmaßung des Herrn Boes einem ganzen Berufsstand, der hart für seine Abschlüsse gearbeitet hat – was nicht immer angenehm war. Wie viele würden ihm noch folgen, wenn sie von dieser Lüge erfahren würden? Welchem „Philosophen“ wird man noch zuhören, wenn solche Typen auf der Szene erscheinen?

Nun – für die Arroganz dem kleinen Mann gegenüber, den er mit seinem erschlichenen Titel blenden wollte, bekommt er jetzt Hassmails, die ihm bei Begegnung Gewaltanwendung versprechen – und ich verstehe, warum Katja Kipping diese Gestalt nicht bei den Linken sehen will: jegliche Seriösität wäre sofort flöten – und das kostet Wählerstimmen.

Fehlendes Geld, fragwürdige Reputation – gibt es noch etwas, das an das Ende denken läßt? Nun – das Thema Arbeitslosigkeit hat sich bald erledigt. Die Situtation kumuliert in einem bald nicht mehr zu versteckendem Ausmaße – und die ersten wahren und echten Arbeitslosenzahlen erreichen die Öffentlichkeit. 3,4 Millionen Deutsche verschulden sich für Weihnachten (siehe Handelsblatt), Deutschlands Mittelschicht schrumpft dramatisch (siehe Spiegel) das Lieblingskind des Deutschen – die Lebensversicherung – gerät ins Wanken, siehe Handelsblatt:

Der Garantiezins ist den Versicherern schon länger ein Dorn im Auge. Denn er steht bei Vertragsabschluss für die gesamte Laufzeit des Vertrages fest – doch den Versicherern fällt es schwer, Anlagen zu finden, die über eine so lange Zeit sichere Renditen abwerfen.

Was im Klartext heißt: das Kasino ist im Eimer, sichere Geldanlagen gibt es nicht mehr, das Kartenhaus stürzt in sich zusammen. Sagt man uns nur noch nicht so deutlich. Wir hätten das Wissen können, wenn man uns früh genug gesagt hätte, wie viele Arbeitslose wir wirklich haben: aber anstatt einer Bekämpfung der Arbeitslosigkeit hatte man sich – mit großem Erfolg – der Bekämpfung der Arbeitslosenstatistik zugewandt.  Hier hat man interessante Tricks angewandt: siehe Destasis:

Zu den Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern zählen abhängig Beschäftigte mit einer unbefristeten und voll sozialversicherungspflichtigen Vollzeittätigkeit, die direkt für ihren Arbeitgeber, also nicht über eine Zeitarbeitsfirma vermittelt, arbeiten. Als Vollzeitbeschäftigte gelten hier Erwerbstätige mit einer wöchentlichen Arbeitszeit ab 21 Stunden. Betrachtet werden dabei nur Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Bildung oder Ausbildung befinden (Kernerwerbstätige).

Ein Vollzeitarbeitsverhältnis mit 21 Stunden die Woche?

Dennoch lag im Jahr 2011 die Zahl der Normalbeschäftigten mit 23,67 Millionen noch niedriger als vor zehn Jahren (2001: 23,74 Millionen) und deutlich unter der von 1991 (26,83 Millionen).

Wie es aussehen würde, wenn man nur noch die Berufe zählen würde, in der ein Arbeitnehmer Kinder und Ehepartner mitfinanzieren kann (das klassische Familienmodell, auf dem unser aktuelles Grundeinkommen geplant war), kann man sich ausmalen. Da weiß man auch, was von den Meldungen zu halten ist, das 40 Millionen Deutsche „beschäftigt“ sind. Halbwegs richtige Arbeit haben nur noch 24 Millionen Deutsche – und einige davon sind Aufstocker, weil die 21-Stunden-Jobs nicht mehr soviel einbringen.

4,6 Millionen davon sind im öffentlichen Dienst beschäftigt – reduziert die Zahl auf 19 Millionen, zieht man noch die 1,7 Millionen Beamte ab, dann arbeiten nur noch 17, 3 Millionen – und viele davon nur noch 21 Stunden.

Diese finanzieren ein System, das beständig mehr Milliarden in den Sand setzt (wie Stuttgart 21, siehe Handelsblatt), das aus Steuern sparen einen Volkssport macht (ebenfalls Handelsblatt) und die Wohnungen der Bürger an Investoren verschachert (siehe Verkäufe des Bundes in diesem Jahr, Quelle: Bildzeitung).

Vor diesem Hintergund versteht man, warum die Springerpresse auf breiter Front die Agenda 2020 propagiert – mit deutlich gekürzten Regelsätze für Arbeitslose – siehe Gegen-Hartz. Viel Hilfe aus dem (echten, nicht eingebildeten) akademischen Sektor wird man beim Widerstand gegen diese Entwicklung nicht mehr bekommen, zunehmend drängen sich die Konzerne an die Universitäten, siehe Spiegel:

Die Sorge der Kritiker: Externe Geldgeber könnten verstärkt Einfluss nehmen auf Lehre und Forschung, deren Freiheit im Grundgesetz festgeschrieben ist. Tatsächlich werden bereits 660 Lehrstühle von Finanziers mit Eigeninteressen bezahlt. Die setzen dann zuweilen sogar durch, dass Gebäude und Räume nach ihnen benannt werden. So gehen Studenten in Wiesbaden, Düsseldorf und Würzburg zur Vorlesung eben in den Aldi-Süd-Hörsaal.

Die haben bald ihre eigenen Philosophen, die dann ihre Job für Aldi machen: die Welt verändern. Und was die tun werden, beschreibt Subcommandante Marcos aus seinem Versteck in den Bergen von Mexiko, siehe Freitag:

Wenn sich im Supermarkt der Globalisierung der Nationalstaat als ein weiteres Unternehmen versteht, die Regierenden sich als Geschäftsführer, die Polizisten sich als Wachschutz sehen, dann fällt den intellektuellen Rechten der Bereich der PR zu – sie sind die theoretischen Bodyguards des Fürsten, die Ansager der „neuen Geschichte“.

Die Entwicklung war spätestens seit 1996 bekannt – Vivianne Forrester schildert sie in ihrem Werk „Terror der Ökonomie“, ein weiterer Mahner bringt die Realität im Jahre 2012 auf den Punkt, siehe Junge Welt

Laut ECOSOC-Statistik sind vergangenes Jahr 52 Millionen Menschen Epidemien, verseuchtem Wasser, Hunger und Mangelkrankheiten zum Opfer gefallen. Der deutsche Faschismus brauchte sechs Kriegsjahre, um 56 Millionen Menschen umzubringen – die neoliberale Wirtschaftsordnung schafft das locker in wenig mehr als einem Jahr.

Für die Völker des Südens hat der dritte Weltkrieg längst begonnen. Solange wir schweigen, sind wir Komplizen der Mörder. Che Guevara hat gesagt: »Auch die stärksten Mauern fallen durch Risse« – und diese Risse werden zunehmend sichtbar!

Auch die stärksten Mauern fallen durch Risse – allerdings starb Che Guevarra derzeit in Bolivien, weil er die Lage völlig falsch eingeschätzt hat: ein Riesenfehler für Revolutionäre. Auch wir in Deutschland schätzen die Lage völlig falsch ein: der Anfang der achtziger Jahre begonnene Krieg des Kapitals gegen die Demokratie kommt jetzt langsam in sein Endstadium, sie fahren den Endsieg ein. Augenwischereien vom deutschen Mittelstand sind weit verbreitet, das Privatfernsehen verschenkt schon aus Spaß Millionen, um diese Illusion des Reichtums aufrecht zu erhalten – dabei sind wir bitterarm.

Mittelstand, dafür sind in Deutschland schon ein paar Millionen nötig, das hat the intelligence schön ausgeführt:

Wenn wir von Reichtum sprechen, dann bezieht sich der Begriff auf jene Familien, die über den wahren Reichtum herrschen. Diese Tatsache respektierend, wird die Gruppe der „Schmalspur-Millionäre“ zweifellos zum Mittelstand. Und wir, ungeachtet, ob wir nun 1.000, 2.000 oder 5.000 Euro im Monat verdienen, wir sind das Humankapital. Wir sind die arme Masse, die nur überlebt, wenn sie ihre wertvolle Zeit damit verbringt, sich als bezahlte Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen.

Und was diese Familien so besitzen, ist schon atemberaubend:

Allein der Crown Estate in Großbritannien repräsentiert einen Wert von sieben Billionen Pfund (€ 8.674 Milliarden). Dazu kommt noch der Kronbesitz in den Commonwealth-Staaten wie Kanada und Australien.

Konformisten mögen diesbezüglich behaupten, dass der Kronbesitz ja gar nicht dem Königshaus gehöre. Wem denn? Dem Volk gehört er nicht!

Das ist die Realität unserer Vermögensverteilung. Wir erfassen als Reiche nur die, die erfasst werden wollen. Die, die richtig Geld haben, sehen wir noch nicht mal – wir können nur in groben Zügen erfahren, was das bedeutet:

147 Unternehmen herrschen über die Weltwirtschaft, ist bei einer in der Schweiz durchgeführten Studie ans Tageslicht gekommen. Recherchen bezüglich der Besitzverhältnisse bringen immer wieder nur Namen von Konzernen hervor. Am häufigsten tauchen dabei „State Street Corporation“, „Vanguard Group“, „BlackRock“, „FMR, „J. P. Morgan“, „Capital World Investors“ und „Bank of New York Mellon Group“ auf. Ein Teil der Aktien befindet sich im Streubesitz. Doch wem diese Vermögenswerte, die hier geballt sind, nun tatsächlich gehören, ist nicht eruierbar.

Dabei sind die Informationen über die Besitzverhältnisse entscheidend, wenn man die reale politische Macht dieser Gruppe einschätzen will – hierzu nochmal Ziegler aus der (bald bankrotten) jungen Welt:

Wer also sind die Herren dieser kannibalischen Weltordnung? Da möchte ich zunächst die zehn größten multinationalen Konzerne nennen, die 85 Prozent der weltweit gehandelten Lebensmittel kontrollieren – sie entscheiden jeden Tag, wer ißt und lebt, wer hungert und stirbt. Ihre Strategie ist die Profitmaximierung.

Wenn wir das Grundeinkommen durchgesetzt haben, werden die die Preise erhöhen, weil sie nicht mehr genug aus diesem Land herausziehen. Wir werden gar nicht so schnell rennen können, wie die die Nahrungsmittel aus dem Euroraum herausziehen. Das erfahren wir aber nicht – nur der wirkliche Mittelstand in Deutschland hat Geld und Muße genug, sich – fernab von den Belästigungen durch Erwerbsarbeit – mit solchen Themen beschäftigen zu können … und die kommen dann zu dem Schluss, das es sinnvoller ist, so viele Millionen für sich an die Seite zu raffen, bevor der  unvermeidliche große Knall kommt und der neoliberale Finanzfaschismus auch in Europa Massenmorde begeht … die Südfront Europas bricht gerade gewaltig zusammen.

Aber was geschieht hier? Wir werden belogen, siehe Zeit:

In der Öffentlichkeit finden Hartz-IV-Empfänger vor allem Beachtung als Jammerlappen, Fertiggerichtekocher, Flachbildschirmkäufer. Manchmal wird in Talkshows und Reportagen auch das Gegenbild vorgeführt, meist in Form einer tapferen Alleinerziehenden, die ohne Schuld in Not geraten ist. Meine Eltern gehören weder zur einen noch zur anderen Gruppe: Sie haben ein mittleres Bildungsniveau, sie legen Wert auf gesunde Ernährung, und sie hören Kulturradio, statt Bild zu lesen.

Wir haben die Rückkehr des Neger, des Juden, des Untermenschen zu verzeichnen, des niedrigen Insekts, das zertreten gehört. Das liest man aber nie in den Medien, obwohl es ein Superminister (SPD)  in Deutschland war, der diese Klassifikationen eingeführt hat und damals für alle gebildeten Menschen deutlich verkündete, das der Dritte Weltkrieg (der in Europa noch ein Geldkrieg ist) ab sofort auch in Deutschland stattfindet. Und die Erfolge dieser Berichterstattung? Hören wir Dirk Mergel, ebenfalls Zeit:

Ich oute mich. Ich habe es lange vor meinen Freunden und Bekannten geheim gehalten. Ja, ich beziehe Hartz IV. Es ist ein erniedrigendes Gefühl. Es ist, als ob jemand dir den Boden unter den Füßen wegzieht. Es ist beschämend, sich auf dem Amt nackig zu machen, Kontoauszüge der letzten sechs Monate vorlegen zu müssen, bei einer Mitarbeiterin, die wahrscheinlich grade so die mittlere Reife geschafft hat, sich dir gegenüber jetzt aber wie eine Göttin aufführt.

So fühlt der Neger gegenüber dem weißen Massa. Erleben Millionen Menschen gerade – 42 Millionen in Deutschland, um es genau zu sagen. Diese erst unglaubliche Zahl, die man gar nicht oft genug nennen kann, wird nun plausibler, wenn man sieht, wie wenig Menschen noch einen echten Arbeitsplatz haben. Und die Superreichen,  für die Neoliberalismus vor allem die liberale Freiheit bedeutet, mit ihrem Geld die gesamte westliche Wertegemeinschaft zu vernichten und hunderte Millionen von Menschen in den Hungertod zu schicken (zur Not – wie in Deutschland – auch per Gesetz).

Wenn es uns nicht schnell gelingt, eine Sammelbewegung zu schaffen, die sich gegen die treibenden Kräfte der Globalisierung zur Wehr setzt, dann werden wir jenes barbarische Zeitalter nichtaufhalten können, vor dem Herrmann Scheer so eindringlich  gewarnt hat:

„Wenn wir so weiter machen, dann kommen neue Selektionsmechanismen zwischen Staaten, zwischen Rassen, zwischen Religionen, zwischen berechtigten Menschen und unberechtigten, zwischen wertvollen und nicht wertvollen Menschen, dann wird der monetäre Wert des Menschen irgendwann in den Vordergrund geschoben und dann beginnt ein neues Zeitalter der Barbarei. Das ist unausweichlich.“

Aktuell merken wir wieder, wie diese Barbarei aussehen kann: 20 Kindergartenkinder sind erschossen worden, der wie üblich aus gut situierten Verhältnissen stammende Täter galt als Genie (siehe Spiegel). Bevor man nun in großes, berechtigtes Wehklagen ausbricht, sollte man sich im Jahre 2012 mal eine Frage stellen: warum sollte der das eigentlich nicht tun dürfen? Er tut doch nur, was seine Eltern ihm vorleben: er macht, worauf er Bock hat, ohne Rücksicht auf die anderen.

Die Kultur der Eltern tötet jährlich 50 Millionen zur Finanzierung unseres Reichtums – was zählen da schon zwanzig Kinder mehr oder weniger?

Die Antwort auf diese Frage „warum eigentlich nicht“ wird den meisten Menschen von Jahr zu Jahr schwerer fallen, weil der Neoliberalismus zusehends die Moral verdrängt und einfach rücksichtslos die ganze Welt umbaut, fort von einer Welt der Moral hin zu einer Welt der … Barbarei der Stärkeren.

Und wenn man gegen diese Barbarei angehen will, dann ist es sehr förderlich, auf Moral zu bauen – und nicht auf Lügen.

Nun – das ich diese Lügen mitgetragen habe, sie empfohlen und befördert habe, schockiert und beschäftigt mich persönlich sehr – es ist ja nicht das erste Mal, das dies durch Politiker (oder solche die es werden wollen) geschieht. Ich werde heute wohl wieder grübelnd in meine tiefen Wälder zurückkehren und jene Pfade betreten, die mich über die grüne Grenze sicher ins Ausland bringen.Früher wurden hier Juden aus Berlin sicher über die Grenze gebracht, es scheint mir, als wäre es sinnvoll, jene geheimen Pfade lebendig zu erhalten.

Außerdem gibt es auch andere Entwicklungen, die zeigen, das meine Arbeit in dieser Form vielleicht auch gar nicht mehr benötigt wird: ein neues Bündnis für ein menschenwürdiges Existenzminimum hat die Bühne betreten, um die Armut in Deutschland bekämpfen zu können. Deutschlands führenste Erwerbslosenforen sind dabei.  Das sagt eigentlich schon alles.

 

 

 

 

 

Die Wahrheit, das Ufo und die CIA: wie Politik gemacht wird.

Montag, 26.11.2012. Eifel. Wir haben ja gerade eine Hochzeit für Philosophen. Nein, keine Heirat, eine Hoch-Zeit. Ideales Klima für Denker, Weltverbesserer und Utopisten. Das passiert in der Geschichte nur ganz selten, denn wenn alles in Ordnung ist, braucht uns keine Sau. So jedenfalls hatte man es mir während des Studiums eingebläut, mich gewarnt, diesen Schritt zu gehen, weil er das Gelübde ewiger Armut mit sich brachte und zu nichts nütze sei. Nun hat aber Philosophie mit Vernunft wenig zu tun - auch wenn wir die Grenzen der Vernunft jederzeit detalliert herunterbeten können. Der Begriff Philosophie beschreibt ein Liebesverhältnis zur Wahrheit, kein Vernunftverhältnis - und von der Liebe wissen wir, das sie völlig unvernünftig sein kann ... mein Konto kann davon ein Lied singen. Unser Verhältnis zur Wahrheit ist ein leidenschaftliches Liebesverhältnis - und dieser Liebe widmen wir uns mit Inbrunst, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen - und ecken da normalerweise sehr an. "Normalerweise" ist hier eine Einschränkung, denn: wer heute Philosophie studiert, wird feststellen, das an den Universitäten fast ausschließlich verbeamtete Philosophiehistoriker sitzen, die gerne reisen, gute Weine schätzen und Philosophenbiografien samt einschlägiger Zitate auf jeder Familien- oder Betriebsfeier fehlerfrei referieren können, sich dafür aber - mit Rücksicht auf die Pensionen - aus dem politischen Geschäft heraushalten.  Dabei ist die Vergewaltigung der Wahrheit durch jene, die sie nicht lieben, sondern nur ge- und verbrauchen wollen unser zentrales Problem. Nehmen wir mal ein Beispiel, das völlig an den Haaren herbeigezogen ist, aber zeigt, wie tief die Manipulation durch das CIA IN UNS ALLEN SITZT - ohne das wir es merken: die Ufos.

Montag, 26.11.2012. Eifel. Wir haben ja gerade eine Hochzeit für Philosophen. Nein, keine Heirat, eine Hoch-Zeit. Ideales Klima für Denker, Weltverbesserer und Utopisten. Das passiert in der Geschichte nur ganz selten, denn wenn alles in Ordnung ist, braucht uns keine Sau. So jedenfalls hatte man es mir während des Studiums eingebläut, mich gewarnt, diesen Schritt zu gehen, weil er das Gelübde ewiger Armut mit sich brachte und zu nichts nütze sei. Nun hat aber Philosophie mit Vernunft wenig zu tun – auch wenn wir die Grenzen der Vernunft jederzeit detalliert herunterbeten können. Der Begriff Philosophie beschreibt ein Liebesverhältnis zur Wahrheit, kein Vernunftverhältnis – und von der Liebe wissen wir, das sie völlig unvernünftig sein kann … mein Konto kann davon ein Lied singen. Unser Verhältnis zur Wahrheit ist ein leidenschaftliches Liebesverhältnis – und dieser Liebe widmen wir uns mit Inbrunst, ohne Rücksicht auf die Konsequenzen – und ecken da normalerweise sehr an. „Normalerweise“ ist hier eine Einschränkung, denn: wer heute Philosophie studiert, wird feststellen, das an den Universitäten fast ausschließlich verbeamtete Philosophiehistoriker sitzen, die gerne reisen, gute Weine schätzen und Philosophenbiografien samt einschlägiger Zitate auf jeder Familien- oder Betriebsfeier fehlerfrei referieren können, sich dafür aber – mit Rücksicht auf die Pensionen – aus dem politischen Geschäft heraushalten.  Dabei ist die Vergewaltigung der Wahrheit durch jene, die sie nicht lieben, sondern nur ge- und verbrauchen wollen unser zentrales Problem. Nehmen wir mal ein Beispiel, das völlig an den Haaren herbeigezogen ist, aber zeigt, wie tief die Manipulation durch das CIA IN UNS ALLEN SITZT – ohne das wir es merken: die Ufos.

Was sind Ufos? Im Prinzip „Unbekannte Flugobjekte“. Ich habe selbst zweimal welche gesehen – einmal an der Ostsee, dort war es ein Flugkörper mit Bundeswehrmarkierungen, der sehr langsam flog – ohne erkennbaren Antrieb (wenn es Düsen waren, dann waren die sehr leise und erlaubten einen sehr langsamen Flug) und offensichtlich ferngesteuert durch ein Bundeswehrflugzeug, die dieses Objekt immer in einigem Abstand begleitete. Da ich mich bei militärischen Flugzeugen etwas auskenne, dieses Teil aber überhaupt nicht zuordnen konnte, war es für mich ein Ufo. Und ich war froh darüber, zeigte es doch, das nicht nur in der Area 51 moderne Flugtechnik getestet wird. Ein anderes mal saß ich in einer windigen Nacht am eifeler Lagerfeuer und wachte darüber, das der Wind den Brand nicht neu entfachte, als am Horizont ein helles Licht auftauchte. Das war nicht ungewöhnlich – Brüssel, Köln, Düsseldorf sind nicht weit (jedenfalls nicht für Flugzeuge) und die Landescheinwerfer werden oft schon bei uns eingeschaltet. Dieser wirkte orange, was mich nicht weiter irritierte – leichte Schleierwolken können auf die Entfernung schon mal Lichter verfärben. Kurz nach dem ersten kam allerdings direkt dahinter ein zweites, dann ein drittes und viertes Objekt – wie Perlen auf einer Schnur. Alle orange, alle recht schnell (für Zivilmaschinen) und alle augenscheinlich relativ niedrig (das schloss ich aus dem Lichtrand, der nicht so unscharf war wie bei weiter entfernten Objekten). Ich dachte an eine Kette von Transportmaschinen, während das fünfte, sechste und siebte Objekt über den Horizont kam – und wartete auf den Schallkegel, als die erste Maschine über mich hinweg zog. Während das achte, neunte und zehnte Licht am Horizont erschien und es immer noch totenstill war, habe ich die Kinder aus dem Haus geholt, damit sie das Schauspiel sehen konnten. Die Lichter hatten exakt die gleichen Abstände, die gleiche Geschwindigkeit – und produzierten absolut keine Geräusche – zu diszipliniert für im Wind tanzende thailändische Ballons (so die damalige Standarderklärung bei ähnlichen Sichtungen über Deutschland).  Wieder mal: Ufos. Diesmal ohne erkennbare Hoheitskennzeichen. Wegen der nicht vorhandenen Unschärfe an den Lichträndern waren die entweder sehr niedrig – oder aber sehr groß und weiter weg. Erinnerte an nichts, was ich kenne – und ich habe in meinen Archiven sogar Beschreibungen über die echten (nie gebauten) Flugscheiben des Dritten Reiches  – geplant von den völlig unesoterischen BMW-Werken.

Eine weitere UFO-Beobachtung habe ich von unsere Kollegin vom Kopfständlerblog übernommen:

Als Hale-Bopp verschwunden war und sich die Aufregung gelegt hatte, wurde ich eines nachts Zeuge von zwei UFO-Bewegungen. Ein gleißendes Licht, verursacht von zwei kugelähnlichen Gebilden, war auf einem der Hügel des Shenandoah Valley’s sichtbar. Zunächst hielt ich das für die Scheinwerfer eines Autos, das auf dem Knoll geparkt hatte, aber plötzlich hoben die Gebilde ab und flogen wie Sternschnuppen mit riesiger Geschwindigkeit senkrecht aufwärts und waren Sekunden später nicht mehr zu sehen.

Herabfallende und verglühende Meteoriden hatte ich häufig beobachten können, aber die kamen vom nächtlichen Himmel herunter. Die von mir beobachteten Flugobjekte waren jedoch anderer Art, sie flogen mit rasender Geschwindigkeit aufwärts.

Einer unserer Freunde, der ca. 20 km von uns entfernt wohnte, war ein ehemaliger Marineleutnant, der bei internationalen Einsätzen genügend Erfahrungen gesammelt hatte, um natürliche von merkwürdig fremdartigen Himmelserscheinungen unterscheiden zu können.

Als ich ihm von meinen Beobachtungen einige Tage später berichtete, sagte er, dass er das auch in jener Nacht beobachtet hatte und diese Lichterscheinung für beunruhigend hielt.

Als Mensch mit einem Liebesverhältnis zur Wahrheit hört man sich das an … und urteilt einfach nicht. Das geht. Man lernt, die Perspektiven zu ändern. Natürlich gibt es auch in der Ufologie Menschen, die die Wahrheit nicht lieben und sie lieber vergewaltigen wollen, die keine Achtung und keinen Respekt vor dem Phänomen selber haben, keine kritische Distanz zum eigenen Urteilsvermögen und überhaupt keine Hemmungen, sich selbst gnadenlos in den Vordergrund zu spielen, weil sie detalliert wissen, was hinter dem UFO-Phänomen steckt und schon persönlich Freundschaft mit führenden Abgesandten anderer Planeten geschlossen haben.  Das wir es hier möglicherweise mit einem Phänomen natürlicher Elektrizität zu tun haben, mit Lichterscheinungen, die auf ganz natürliche Weise hervorgerufen werden, wird völlig ausgeblendet.  Ebenso plausibel wie die Dampfmaschine vom Mars als Besucher könnten die Lichter Belege für die Existenz von Elfen, Drachen und Dämonen liefern – und  in manchen Kulturen wird das auch so interpretiert.

Nach Angaben von Mitarbeitern des Disclosureprojektes sind der US-Regierung 50-60 verschiedene außerirdische Rassen bekannt – und ich muss sagen: das halte ich für sehr wahrscheinlich – einfach aus Liebe zur Wahrheit. Schaue ich mir nämlich die vielen tausend Beobachtungen an, so bleibt für mich nur eine Lösung als kleinster gemeinsamer Nenner übrig: das Weltall ist voller Zivilisationen, von denen viele Millionen Jahre älter sind als die Menschheit.  Sehe ich mir den Unterschied zwischen einem US-Bürger und einem Stammesmitglied aus Papua-Guinea an, so kann ich einigermassen abschätzen, wie groß die kulturellen Unterschiede sein werden – und habe eine Erklärung für das seltsame Verhalten jener Gefährte: wir liegen hier an einer unbedeutenden Nebenstraße der Galaxis, wo man nur hält, wenn es nicht anders geht – Reifenpanne, Klobesuch, Füße vertreten … so etwas in der Art. Da ich bei jenen Besuchern auch von ein wenig Intelligenz ausgehe, kann ich annahmen, das sie ähnliches wahrnehmen wie ich: einen moralisch vollkommen heruntergekommenen Planeten mit nuklearer Ausstattung.  Ähnlich fühlten sich unsere Forscher, als sie mit ihren Segelschiffen zwecks Wasseraufnahme an Inseln anlegten, auf denen ein Vulkan aktiv war und die Bevölkerung aus Kannibalen bestand.

Unsere Erwartungen wären natürlich andere: wir erwarten Staatsbesuche von hohen Würdenträgern der außerirdischen Zivilisationen, dabei – angesichts deren denkbar hohem Alter – ist der intellektuelle und moralische Unterschied zwischen denen und uns wohl eher so wie der zwischen uns und dem nächstgelegenen Ameisenhaufen … dem wir auch keinen offiziellen Staatsbesuch mit Botschafteraustausch anbieten würden, obwohl wir den Haufen sogar als Staat („Ameisenstaat“) erkennen.

So etwas wollen wir  hier aber gar nicht denken – obwohl es ein riesengroßer Skandal ist: trotz jahrhundertelanger Aufklärung haben die Spitzen unsere materialistischen (pseudo)rationalen Wissenschaft immer noch das katholische Bild vom Menschen als Krone der Schöpfung im Auge – und setzen arroganter weise einfach so (auf höchst unwissenschaftliche Art und Weise) voraus, das DER GESAMTE REST DES UNIVERSUMS DAS EBENSO ZU SEHEN HAT!

Kaum zu glauben, oder?

Es wird aber noch schlimmer – noch viel viel schlimmer.

Als Antwort auf einen ziemlich getürkten Artikel der Mainstreammedien finden wir einen Kommentar veröffentlicht bei Grenzwissenschaften.aktuell, der zeigt, wie die Wahrheit manipuliert wird:

UFOs und journalistische Sorgfaltspflicht
Auf eine faire und neutrale Berichterstattung der großen Medien zum UFO-Thema hofft man in Deutschland leider vergeblich. Viel zu tief scheint das Thema tabuisiert zu sein, als dass sich einmal ganz ernsthaft darüber berichten ließe. Das „Robertson Panel“ (einer Empfehlung eine CIA-Studie über UFOs, die darauf abzielte, das öffentliche Interesse am UFO-Thema durch gezielte und gelenkte Desinformation und Diskreditierung klein zu halten), quasi eine mediale Kriegserklärung gegenüber der ernsthaften UFO-Berichterstattung in den Medien, hat möglicherweise auch in Deutschland Spuren hinterlassen. So warten die erwähnten Artikel neben einem ironischen Unterton mit absurden Schlussfolgerungen und einem erkennbaren Unwillen auf, sich ernsthaft und unvoreingenommen mit der Materie auseinanderzusetzen.

Nun – die CIA-Studie war eher klein, hatte aber in der Tat großen Einfluss auf die Berichterstattung. Das Thema wurde Tabu – seit 1953. Und jetzt, lieber Leser, einfach mal bei Dir selber schauen: wie fühlt man sich, wenn man rational geschrieben über UFO´s liest?

Unangenehm, nicht wahr? Mein weiß instinktiv, das man es mit etwas Verbotenem zu tun hat – und ganz schnell wünscht man sich, ganz vorne mit dabei zu stehen und laut zu rufen: „Ufo´s gibt es nicht!“ – um vorschriftsmässig die Erwartungen des CIA zu erfüllen, dabei … gäbe es kein wirkliches, reales Phänomen, gäbe es auch keine Notwendigkeit, die Spekulationen darüber lächerlich zu machen – nebenbei bemerkt.

Viel zentraler ist jedoch bei diesem kleinen Exkurs auf ein allenfalls erkenntnistheoretisch interessantes philosophisches Thema die in Deutschland erlebbare Wucht, mit der dieses Thema unterdrückt wird – obwohl es für uns im Alltag doch gar keine Bedeutung hat. Denken wir doch mal andersherum: was wäre denn, wenn wirklich tagtäglich Touristen aus allen bekannten Welten bei uns landen würden? Wir in der Eifel haben uns an Holländer gewöhnt, da werden wir uns auch an kleine grüne Männchen gewöhnen – das kann nicht das Problem sein.

Das zentrale Problem ist: allein schon der Gedanke an UFO´s (oder Elfen, Geister und Götter) löst uns aus dem gedanklichen Käfig heraus, den man braucht, um uns beherrschbar zu machen.  Wir Eingeborenen könnten möglicherweise auf seltsame Gedanken über das Verhalten unserer Häuptlinge und Medizinmänner kommen, wenn wir mit Kulturen in Kontakt treten, die den demokratischen Gedanken schon hunderttausend Jahre weiter entwickelt haben.  Wir könnten anfangen, ganz merkwürdige Fragen zu stellen:

Wie kann es eigentlich sein, dass man ohne irgendeine gewinnbringende Leistung für die Patienten zu erbringen mit dem Verkauf von privaten Krankenversicherungen Mulitmillionär werden kann – als einfacher Vertreter (siehe Handelsblatt)?.

Wie kann es eigentlich sein, dass der Insolvenzverwalter einer deutschen  PLEITEBANK 800 Millionen Euro bekommt (siehe Handelsblatt)?

Wie kann es eigentlich sein, dass Konzerne straflos die gesamte Gesellschaft terrorisieren können, ohne das die Streitkräfte aktiv werden (siehe Welt, die hier den Kampf eines mutigen Managers gegen das System beschreibt)?

Und auf einmal sind wir bei unserem harmlosen UFO-Thema mittendrin in unserem Alltag mit steigenden Preisen bei sinkendem Einkommen – ein  Zustand, der bei jedem normal denkenden Wirtschaftler Alarmstufe Rot auslösen müsste, wenn nicht … die Beraterverträge in Gefahr geraten würden.  Zudem: wenn der CIA schon bei einem so harmlos erscheinenden BallaBalla-Thema wie UFO´s die bis heute wirksame Manipulationskeule herausholt – darf man dann fragen, bei welchen anderen viel relevanteren Themen die Berichterstattung manipuliert wird?

Ich denke an Themen wie … Demokratie, Gerechtigkeit, Gleichheit, Menschenrechte, Islamismus und nine-eleven, Irakkrieg, Afghanistankrieg, Wirtschaftskrieg gegen den Euroraum im Allgemeinen und gegen Deutschland im Besonderen? Frankreich wird momentan eine „Zeitbombe im Herzen Europas“ (siehe Welt), weil es an einem demokratischem Gesellschaftsmodell festhält? Bloßer Zufall, das nach Griechenland, Portugal, Irland, Italien und Spanien jetzt Frankreich kaputtgeredet wird – obwohl wir wissen, das gerade dieses „Gerede“ die Märkte sehr beunruhigt … was sehr teuer werden kann?

Natürlich ist nichts davon Zufall – das zeigt allein schon die Behandlung des UFO-Themas durch das CIA. Dort jedoch dürfen wir erfahren, was das CIA zur Wahrheitskontrolle anstrebte, bei anderen Themen bleibt es uns versagt. Beim UFO-Thema können wir jedoch aufgrund persönlicher Erfahrung einschätzen, wie tief diese Manipulation bei uns wirkt – einfach mal auf dem nächsten Stammtisch von der eigenen UFO-Sichtung erzählen, man wird sehen, wie viele Experten sich plötzlich auf dem  philosophischem Gebiet der Erkenntnistheorie tummeln, obwohl sie nur mit Ach und Krach den Hauptschulabschluss geschafft haben.

Die Themen lassen sich beliebig ausweiten, der Stammtisch (als Manipulationsindikator gut geeignet) findet immer seine Experten dazu: faule Griechen, faule Arbeitslose, stinkende Ausländer – man kennt die Themen, die die Medien in die Gesellschaft tragen. Man vergisst nur, wer diesen Prozess in Auftrag gegeben hat. Erst später dann, im Alltag, merkt man, wie diese Impulse das Leben dort verändern, wo es auch den Stammtisch persönlich trifft, so Norbert Blüm in der Welt:

Die Leitfigur des neuen Scheidungsrechts ist ein Vorteilsmaximierer ohne Gedächtnis und Moral. Er ist vergleichbar der Existenz eines Idioten. Das moderne Scheidungsrecht ist ein idiotisches Eherecht. Idiotie erfüllt seine griechische Herkunftsbedeutung, mit der das Verhalten eines Privatmannes bezeichnet wurde, der hemmungslos nur für sich lebt.

So kommen wir vom UFO zur Ehe – denn dieser Vorteilsmaximierer wird mit großem Getöse als Held der Gegenwart gefeiert, sein „Heldentypus“ gezielt von den Medien in breiter Front propagiert – frei nach dem Motto „Allah ist groß, aber Dallas ist größer“ (siehe Welt), mit dem der TV-Fiesling Larry Hagman als  Leitbild der Leistungsträger vorgestellt wurde … ein medial gezielt gesetzter Gegenpol zur damals weltweit wachsenden Ökologiebewegung. Damals hatte die Wirtschaft noch über diesen Coup gejubelt: auf einmal hatten alle große Sympathien für texanische Ölbarone, während der grüne Idealist von „Comedians“ verspottet wurde. Heute jammern die gleichen Leute darüber, das diese Vorteilsmaximierer die Wirtschaft, den Staat und die Familie gleichmassen vernichtet haben.

Wie gut, das das CIA über unsere Wahrheiten wacht – und nicht nur über die intergalaktischen Wahrheiten, zu denen schon die griechische Philosophie vor 3000 Jahren sagte, das wir uns darüber gar kein Urteil bilden bräuchten, weil wir dafür zu blöde sind. Wir sind inzwischen sogar viel blöder geworden: wir verbieten heute das Nachdenken über Themen, die uns eigentlich gar nichts angehen, ja, wir verbieten sogar das Nachdenken generell – siehe das Thema „Verschwörungstheorien“.  Würden wir nachdenken, kämen uns Sätze wie „Allah ist groß, aber Dallas ist größer“ gar nicht über die Lippen, weil wir sofort wüßten, wie dämlich und gefährlich diese Aussage ist.

Darum: eigentlich eine Hochzeit für Philosophen.

Leider hat die Allianz der Vorteilsmaximierer dafür gesorgt, das sich diese an den Universitäten auch nur noch als Funktionsorgan des Neoliberalismus sehen – sind halt Staatsbeamte mit einer besonderen Verpflichtung.

Selbst wenn wir jetzt wissen, das – nach eingehender genetischer Analyse – selbst der Bigfoot (ein Urgestein des „Paranormalen“) existiert (siehe Grenzwissenschaften-aktuell) und wir erneut die Begrenztheit unserer diktierten Wahrheiten erleben müssen, werden wir aber trotzdem weiter den Vorgaben des CIA bei der Beurteilung von Wahrheit folgen … weil die Liebe zur Wahrheit schon lange nicht mehr gelehrt wird.

Sie steht den Vorteilsmaximierern bei der Maximierung ihrer Vorteil ganz dick im Wege – denn wohin kämen die Versicherungsvertreter, Anlageberater, Börsengurus und Insolvenzgewinnler, wenn die strikt moralisch handeln müssten?

Das es einen strikten Zusammenhang zwischen dem Gebrauch der Vernunft bei der Wahrheitsfindung und der Moral gibt, wissen wir seit Kant. Würden wir dieses Wissen verbreiten, dann wüsste jeder Stammtisch, das Denkverbote über Ufos die gleiche Quelle haben wie die Unmoral der Leistungselite: jene Kreise (die schätzungsweise weit über das CIA hinausgehen), die sich zum Ziel gesetzt haben, „Wahrheit“ für sich zu beanspruchen und sie mit aller Gewalt durchzusetzen.

Das nennt man dann „Diktatur“ – und das ist mit den Franzosen nicht zu machen.

Deshalb das fiese Rating.

In Ländern, in denen der Einfluss des CIA nicht so groß ist wie in Deutschland, wird übrigens auch viel entspannter und lockerer öffentlich im Fernsehen darüber berichtet: ist halt ein nettes Hobby verschrobener Zeitgenossen, das recht unterhaltsam sein kann.

Dort gibt es auch mehr Widerstand gegen den ausufernden Neokolonialismus. Man sollte doch mal darüber nachdenken, ob es da nicht Zusammenhänge gibt.

 

 

 

 

 

Esoterik – der letzte Widerstand gegen die Kultur des Todes

Sonntag, 18.11.2012. Eifel. Sonntag ist ja der philosophischste Tag der Woche, hier hat sogar Gott selbst geruht und sich Gedanken über seine Schöpfung gemacht. Er fand sie gut - auch wenn er mit dieser Meinung ziemlich alleine dasteht. Sonntag ist der Tag, wo man sich mal Gedanken über ganz andere Themen machen kann - oder wildere, mutigere Perspektiven annehmen darf. Das machen Menschen schon seit Jahrtausenden - früher nannte man sie Philosophen (ein Titel, den heute hauptsächlich diejenigen tragen, die die Biographien dieser Denker auswendig aufsagen können). Plato zum Beispiel war einer jener Denker (wobei hinter ihm eigentlich eher Sokrates stand, durch den altägyptische Mystik in das griechische Denken eingeflossen ist).  Er hatte das bekannte Höhlengleichnis in das westliche Denken eingebracht, welches oft und gerne zitiert wird. Die Quintessenz dieses Gleichnisses  - reinste Esoterik - ist einfach: die Welt, die uns unsere Sinne repräsentiert, ist nur ein schöner Schein, die Wirklichkeit steht als oberste Macht dahinter, bringt als Licht erstmal die Schatten der Welt in die Existenz und stellt das ABSOLUT GUTE da. Vierhundert Jahre später nannten die Christen das Gott. Nun ist Esoterik ja - wie Verschwörungstheorien, Ufos, paranormale Fähigkeiten, Nahtodeserfahrungen, Geistererscheinungen und Kommunismus ja ein Begriff, der im Kapitalismus - unserer herrschenden, "alternativlosen" Kultur - mit einem großen Tabu belegt ist: darüber spricht man nicht, wenn man nicht für vogelfrei erklärt werden möchte. Ein ähnliches Tabu hat - nebenbei bemerkt - der Begriff Krieg, dabei befinden wir uns aktuell mitten drin, siehe Spiegel:

Sonntag, 18.11.2012. Eifel. Sonntag ist ja der philosophischste Tag der Woche, hier hat sogar Gott selbst geruht und sich Gedanken über seine Schöpfung gemacht. Er fand sie gut – auch wenn er mit dieser Meinung ziemlich alleine dasteht. Sonntag ist der Tag, wo man sich mal Gedanken über ganz andere Themen machen kann – oder wildere, mutigere Perspektiven annehmen darf. Das machen Menschen schon seit Jahrtausenden – früher nannte man sie Philosophen (ein Titel, den heute hauptsächlich diejenigen tragen, die die Biographien dieser Denker auswendig aufsagen können). Plato zum Beispiel war einer jener Denker (wobei hinter ihm eigentlich eher Sokrates stand, durch den altägyptische Mystik in das griechische Denken eingeflossen ist).  Er hatte das bekannte Höhlengleichnis in das westliche Denken eingebracht, welches oft und gerne zitiert wird. Die Quintessenz dieses Gleichnisses  – reinste Esoterik – ist einfach: die Welt, die uns unsere Sinne repräsentiert, ist nur ein schöner Schein, die Wirklichkeit steht als oberste Macht dahinter, bringt als Licht erstmal die Schatten der Welt in die Existenz und stellt das ABSOLUT GUTE da. Vierhundert Jahre später nannten die Christen das Gott. Nun ist Esoterik ja – wie Verschwörungstheorien, Ufos, paranormale Fähigkeiten, Nahtodeserfahrungen, Geistererscheinungen und Kommunismus ja ein Begriff, der im Kapitalismus – unserer herrschenden, „alternativlosen“ Kultur – mit einem großen Tabu belegt ist: darüber spricht man nicht, wenn man nicht für vogelfrei erklärt werden möchte. Ein ähnliches Tabu hat – nebenbei bemerkt – der Begriff Krieg, dabei befinden wir uns aktuell mitten drin, siehe Spiegel:

Die Nato plant einem Bericht zufolge den Einsatz von Luftabwehrraketen an der türkisch-syrischen Grenze – mit Unterstützung der Bundeswehr. Die Grünen warnen eindringlich davor, sich in den Konflikt einzumischen. Verteidigungsminister de Maizière spricht indes von Bündnissolidarität.

Das heißt konkret: der Bündnisfall ist eingetreten, die Nato bekennt sich dazu, das der Kriegsfall eingetreten ist – denn nur dann kann man sich auf die Notwendigkeit der Bündnissolidarität berufen. Wo ist der Aufschrei der sogenannten „linken Kampfpresse“ (ein ehedem rechtes Schmähwort, das heutzutage schon wie ein Lob klingt)? Wir sind im Krieg – einem Krieg, der sich ganz schnell zu einem Weltenbrand ausweiten kann, wenn man sich die Bündnisverflechtungen ansieht. Vor allem: wir kennen das schon. 1914 jährt sich bald zum hundertsten Male – und wenn wir den Prozess nicht aufhalten, werden wir den hundertsten Geburtstag unter dem Klang von Luftschutzsirenen verbringen.

Nun ist jedoch Sonntag, und jeder hat sicher Verständnis dafür, das wir diesen Tag nicht mit politischem Einerlei verbringen wollen. Was interessiert uns schon wirklich der sich anbahnende Weltenbrand, wo wir doch ganz andere Probleme haben?

Aktuell haben wir ja hier auf die Notsituation hingewiesen, in der sich Holdger Platta befindet. Ich schätze ihn als Autor sehr, habe aber auch noch einen Artikel aus der Psychologie heute von 1997 in Erinnerung (hier aus Psiram): Das Böse ist gut. Ein sehr treffender Artikel, der äußerst bedenkliche Erscheinungen innerhalb der „esoterischen“ Bewegung des Westens beschreibt – und einen großen Denkfehler begeht. Sicher findet sich innerhalb der Esoterik faschistisches Gedankengut, ein erbärmlicher Führerkult und eine brandgefährliche fatalistische Philosophie. Im Umkehrschluss zu behaupten, deshalb sei Esoterik böse, ist aber in etwa so, als würden wir behaupten, Politik sein generell böse, weil Hitler ein böser Politiker war, Menschen seien böse, weil Haarmann aus Kindern Wurst gemacht hat, Medizin sei böse, weil Mengele ein Arzt war oder alles Geld sei falsch, weil es Falschgeld gibt.

Wir akzeptieren solche Artikel aber klaglos, weil der Kult des Kapitalismus (und sein verzerrtes Spiegelbild: der Staatsmonopolkapitalismus, heute auch gerne Kommunismus genannt) dies fordert.  Es ist immer leicht, auf Menschen einzudreschen, die nach der Begegnung mit der Wahrheit etwas desorientiert in der Alltagswelt herumlaufen – aber davor hatte schon Plato gewarnt:

So verhält es sich auch mit der Seele einer Person, die nach einem Übergang in einen anderen Erfahrungsbereich verwirrt ist und etwas nicht erkennen kann. Der Betreffende sollte nicht ausgelacht werden. Es kommt darauf an, ob er aus dem Licht der Wirklichkeitserkenntnis kommt und sich nun von ungewohnter Finsternis umhüllt findet oder ob er aus relativer Unwissenheit in einen Bereich größerer Klarheit, die ihn nun blendet, vorgedrungen ist. Diese beiden gegensätzlichen Ursachen können die gleiche Wirkung hervorrufen, was für die Einschätzung der jeweiligen Situation von grundlegender Bedeutung ist. 

Ein Warnung, die 2500 Jahre alt ist und heute auf die Spitze getrieben wird: unsere Wahrheitssucher landen ganz schnell in der Psychiatrie – wo viele von ihnen möglicherweise gar nicht hingehören.  Viele, die dort landen, haben nur einen anderen Zugang zur Wahrheit, eine andere Perspektive der Welt, ein anderes Interpretationssystem der Wahrheit – und dies ist noch viel älter als die gesamte Philosophie. Ich spreche hier vom „Schamanismus“ (auch so ein verwestliches und verwurstetes Wort), von jenen Menschen, deren Art der Welterfahrung sie früher zu Sehern, Orakeln, Schamanen, Medizinmännern, Zauberern, Philosophen, oder Mathematikern gemacht hatte. Mathematiker? Ja, anders als gerne öffentlich verbreitet galt die Mathematik als esoterische Wissenschaft, für die Pythagoreer war die Zahl der Urgrund des Seins, das Universum voller mathematisch erfassbarer Harmonie, die selbst schon den Beweis für die Existenz des Göttlichen lieferte und – nebenbei – die Unsterblichkeit der Seele bewiesen. Ähnliche Beobachtungen machen Mathematiker auch heutzutage, allerdings ist mir eine entsprechende Studie, die anfang der achtziger Jahre an der Ruhruniversität Bochum gemacht wurde, nicht mehr zugänglich.

Heute sperren wir diese Menschen fort und betäuben sie mit Medikamenten. Und auf jeden Fall werden sie ausgelacht – wie schon seit Jahrtausenden. Was dabei ausgelacht wird, ist – welch Wunder – die Wissenschaft selber. Niemand geringeres als Aristoteles selbst, der die Esoterik als streng wissenschaftlichen philosophischen Unterricht von jenen Lehren abgrenzte, die eher – weil sehr einfach geschrieben –  für die Öffentlichkeit gedacht waren. Dies kann bis heute gelten – in einer Kultur, die sich auf den Satz des Pythagoras beruft, ihn jeden seiner Bürger auswendig lernen lässt, aber die damit verbundene Seelenlehre ohne jede wissenschaftliche Prüfung und ohne jeden philosophischen Diskurs mit einem Tabu belegt und somit im Sinne des platonischen Höhlengleichnisses per Diktat bestimmt, das wir uns nur noch um die wesentlich unbedeutendere Schattenwelt zu kümmern haben.

Wer waren die ersten Menschen, die sich gegen den Kult des Bohemian Grove wandten?

Zauberer. Leider funktioniert der Link in jenem alten Artikel nicht mehr, was sehr bedauerlich ist, da hier eine Fassung bzw. ein Zusammenschnitt der Erfahrungen des Alex Jones im Zusammenhang mit dem Bohemian Grove zu sehen war, die ich heute in der Art nicht mehr finde – vielleicht auch, weil Jones die dort zu sehenden Menschen als „Spinner“ abtat. Kundiges Auge erkannte ihre Symbole, Rituale, Segenssprüche und Gesänge gleich – es war eine sehr große Gruppe aus dem Bereich des westliche Wicca/Paganismusspektrum (von denen einige sich danach aufmachten, gegen den nächsten G 8 Gipfel zu demonstrieren).  Schon lange vor Alex Jones haben gerade sie sich aufgemacht, mit aller ihnen zu Gebote stehenden Macht (wie real die wirklich ist, sei dahingestellt)  gegen einen Ort anzugehen, der ihnen als einer der düstersten Orte der Menschheitsgeschichte vorkommt.

Vielleicht haben sie Alfred Schütze gelesen, einen Anthroposophen, der 1951 das Werk „Das Rätsel des Bösen und die Erscheinung des Antichristen“ veröffentlicht hat und dort zu erkennen gab, das er mit einem Tempel des Antichristen auf Erden im Reich der falschen Christen aus dem Westen rechnete. Meine Ausgabe ist von 1982, Fischer Verlag – und ich möchte mal ein paar Sätze dieses „Esoterikers“ zitieren, geschrieben frisch aus den Erlebnissen des letzten großen Krieges heraus:

Was wir erlebt haben – die Blutorgien, den kalt-zynischen Zerstörungswahnsinn und menschenmordenen Geschehnisse und Folgen des Krieges – ist in seiner Furchtbarkeit überhaupt nur zu begreifen als Ergebnis von solch zeitweiligen Eingriffen ahrimanischen Wesens in dafür vorbereitete Menschen. Und doch kann das alles nur als Artefakt zu noch stärkeren dämonischen Attacken gewertet werden, deren Kulminationspunkt die Erscheinung des Antichrist werden wird. 

Schütze bezieht sich auf biblische Bilder von dem „Greuel der Verwüstung“ … unter dem er „wirkliche schwarze Magie“ versteht, die weit entfernt ist von dem, was wir heute darunter von der bunten Presse serviert bekommen.

Wirkliche schwarze Magie, die es auf der Erde vorläufig wohl nur in geringem Umfang gibt, hat das Ziel, die unmittelbare Anwendung ahrimanischer Mächte durch kultusartige Verrichtungen herbeizuführen.

Im Jahre 2012 erleben wir das, was Schütze 1951 „ahrimanisch“ nannte, als dominante Philosophie, jener kalte und zynische Geisteszustand, den unsere Kultur als höchstes Gut feiert und der als Qualitätsmerkmal einer „aufgeklärten Leistungselite“ gilt, begegnet uns in Politik, Wirtschaft, Medien und Wissenschaft jeden Tag – mit entsprechenden Folgen – und im Bohemian Grove haben wir (aus der Sicht eines Anthroposophen, jener Denkrichtung, der wir die von uns hochgeschätzten Walldorfschulen zu verdanken haben) jenen Ort der „kultusartigen Verrichtung“, vor dem Schütze gewarnt hat.

Deshalb wenden sich Schamanen, Geistheiler, Zauberer, Medizinmänner aller Kulturen gegen diesen Ort, während die „ahrimanische“ Kultur ihn völlig ignoriert – oder gibt es jetzt nach vielen Jahren der unbeantworteten Fragen über diesen Ort jetzt vielleicht endlich unabhängige Untersuchungen über den Kult, der dort betrieben wird? Nein – er wird von der Presse weiträumig gemieden … in etwas ebenso weiträumig wie aktuell die Tatsache, das sich Deutschland in einem heißen Krieg mit Syrien befindet.

Natürlich ist es leicht, sich über diese „Esoteriker“ lustig zu machen, jene Menschen, die nach Aristoteles nichts anderes tun, als „streng wissenschaftlichen philosophischen Unterricht zu praktizieren“. Das Lachen bleibt einem am Vorabend des neuen Weltkrieges jedoch schnell im Halse stecken – und es ist nicht nur der Krieg, der für die im Grove versammelte männliche Machtelite des Westens steht. Nebenbei – fernab von Schützes Alltagserfahrungen – steht die Kultur des Westens für eine Kultur des Todes, wenn man eine nüchterne Bilanz ihrer Wirkungen auf die Menschheit zieht. Keine Kultur zuvor hat so sehr in die Bedingungen menschlichen Überlebens eingegriffen, keine Kultur zuvor hat soviel Gift in die Welt gebracht wie unsere, den Krieg so sehr perfektioniert wie unsere oder eine Wirtschaft ins Leben gerufen, die unser gesamtes Überleben in Frage stellt, wenn wir nicht schnell neue Planeten erhalten, die uns die verbrauchten Ressourcen nachliefern.

Urteilen wir aus der Sicht eines griechischen Philosophen, eines jenen Menschen, der von sich behauptet, das Licht des absolut Guten wahrgenommen zu haben, so kann man nur zu dem Urteil kommen, das jene Kultur, die ihre „Esoteriker“ gnadenlos verfolgt, einfach nur teuflisch zu nennen ist – wobei wir die reale Existenz eines Teufels gar nicht zu behaupten brauchen … es reicht eine nüchternde Betrachtung der gelebten Werte, Werte, die umso zerstörerischer in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft wirken, je intensiver sie gelebt werden.

Provokant könnte man sagen: unsere Gesellschaft glaubt zwar nicht an den Antichristen … aber sie dient ihm auf allen Ebenen perfekt und mit Inbrunst, was entsprechende historische Realitäten nach sich ziehen wird.

Aus dieser Perspektive heraus ist es überhaupt nicht verwunderlich, das sich ein John Perkins dem Schamanismus zuwendet. Er, der die Installation des neuen Imperiums persönlich vorangetrieben hat, bevor er vom Saulus zum Paulus wurde, ist nicht Kommunist geworden, nicht Sozialist oder Sozialdemokrat – in vorderster Front kümmert er sich um das Überleben der indigenen Völker des Amazonas … und ihrer schamanischen  Kultur.  Unter der Webseite „Dreamchange.org“ findet man reinsten esoterischen Zauberkram – und unter seiner Liste der „wakeful Organisations“ zentrale Akteure jener Wicca-Kultur, die schon gegen den Bohemian Grove demonstrierte, als er für Alex Jones noch nur ein Mythos war.

Da schließt sich der Kreis wieder – und offenbart uns die viel gescholtene „Esoterik“ als letzten Widerstand gegen eine Kultur des Todes, die für unsere Gesellschaft „alternativlos“ geworden ist – selbst am Vorabend eines globalen Weltenbrandes, nach einer nicht enden wollenden Wirtschafts- und Umweltkrise und zunehmender Verarmung der westlichen Bevölkerung inmitten eines nie dagewesenen Reichtums.

Nun versteht man vielleicht auch eher, warum all jene Themen von unserer Gesellschaft tabuisiert werden, die über den Kreis der Kultur des Todes hinausreichen – obwohl wir Pythagoras in seiner Mathematik kritiklos folgen und den Waldorfschulen gedankenlos unsere Kinder anvertrauen. Ob nun die Existenz außerirdischer Intelligenzen oder die Existenz einer unsterblichen menschlichen Seele: alles, was die Macht einer Kultur des Todes in Frage stellen könnte, ist verboten.

Und so wird sie alternativlos – doch so weit denken nur wenige, die gegen die „Esoterik“ argumentieren, ohne zu vergegenwärtigen, aus welcher Perspektive sie dies tun: es ist die Perspektive jener kalten und zynischen Kultur, die von Nächstenliebe nichts hält – aber ungebremsten Egoismus vergöttert.

Wahrscheinlich brauchen wir wieder die Erfahrung des globalen Weltenbrandes um zu verstehen, warum im Schützengraben keine Atheisten existieren – und vielleicht werden wir dann wieder zu urchristlichen Vorstellungen zurückkehren, Vorstellungen, die für uns völlig esoterisch sind: das der Begriff „Gott“ für das Leben selbst steht, für alles Lebendige und seine Ausdrucksformen, für jene Kraft, die der toten Materie Lebendigkeit verleiht – jene Lebendigkeit, die sie im Tode wieder verliert

Und ich persönlich hoffe sehr, das jene breite Front von Esoterikern, Sehern und Weltreligionen irren, die einen „zweiten Tod“ für jene Seelen prognostizieren, die mit ihrer nachtodlichen Existenz nicht klarkommen und jede Hilfe von außen verweigern: ihnen droht als Seele die endgültige Auslöschung als Folge eines festen, ideologisch zementierten materialistischen Glaubens.

Sollten die nämlich Recht behalten, dann wird unsere Kultur des Todes zum größten Holocaust der Weltgeschichte … mit Folgen, die man nur außerordentlich teuflisch nennen kann: die völlige Vernichtung von Milliarden bewußter Seelen: Themen, wie wir nur noch als Horrorroman begreifen können, obwohl sie aus der Sicht der Religionswissenschaft für die absolute Mehrheit der Menschheit erlebbare „Wahrheit“ darstellen.

PS: zwei Worte noch zum Abschluss.

1. Den Aufruf für Holdger haben wir auf ausdrücklichem Wunsch von ihm selbst gelöscht. Er selbst hatte da große Bedenken.

2. Ein dringender Rat: Finger weg von „Esoterik“. Was unsere kalte und zynische Leistungselite dort in die Bücherregale hinstellt, ist größter, gemeingefährlicher Mumpitz (oder auch: finsterste, schwarze Magie, wenn man das so sehen will) den ich hier auf keinen Fall verteidigen möchte. Aristoteles konnte aber damals auch noch nicht wissen, das man das Wort mal als Aufkleber für exoterischen Unsinn verwenden würde – aber dem Teufel, dem großen Lügner und Blender, ist ja alles zuzutrauen, oder?

 

 

 

 

Urherberrecht und Starkult als Herrschaftsinstrument eines neuen Feudalismus

Samstag, 12.5.2012. Eifel. Seit einiger Zeit tobt eine Diskussion in Deutschland, die jetzt einen absurden Höhepunkt erreicht hat: das, was sich nach Willen der Konzernherren die "Künstlerelite" Deutschlands nennen darf, hat einen Aufruf gestartet, der sich gegen den "Diebstahl geistigen Eigentums" wendet. Der Aufruf ist so dämlich, das es sich bei den Unterzeichnern auf keinen Fall um Intellektuelle handeln kann - die Frage ist nur, wer ruft denn da - was wollen die eigentlich? Bleiben wir erstmal zu meinem Vorwurf, das der Aufruf dämlich ist. Ich zitiere den zweiten Satz:

Samstag, 12.5.2012. Eifel. Seit einiger Zeit tobt eine Diskussion in Deutschland, die jetzt einen absurden Höhepunkt erreicht hat: das, was sich nach Willen der Konzernherren die „Künstlerelite“ Deutschlands nennen darf, hat einen Aufruf gestartet, der sich gegen den „Diebstahl geistigen Eigentums“ wendet. Der Aufruf ist so dämlich, das es sich bei den Unterzeichnern auf keinen Fall um Intellektuelle handeln kann – die Frage ist nur, wer ruft denn da – und was wollen die eigentlich? Bleiben wir erstmal bei meinem Vorwurf, das der Aufruf dämlich ist. Ich zitiere den zweiten Satz:

Das Urheberrecht ist eine historische Errungenschaft bürgerlicher Freiheit gegen feudale Abhängigkeit, und es garantiert die materielle Basis für individuelles geistiges Schaffen.

So etwas ist einfach nur Nonsens. Die Ideen der Aufklärung verbreiteten sich hauptsächlich durch Raubkopien, die Idee des Urheberrechtes wurde von „den Obrigkeiten“ massiv unterstützt, weil die Einfluss auf die Werke haben wollten – siehe Wikipedia.

In Wahrheit ist das Urheberrecht eine historische Errungenschaft der Obrigkeiten gegen bürgerliche Freiheit und es garantiert den Einfluss der Mächtigen auf die geistige Entwicklung und Verfassung des Volkes. Natürlich kann es auch nicht die Basis für individuelles geistiges Schaffen sein, es sei denn, Künstler bekommen a priori Vorschüsse für nicht vorhandene Werke. Alle anderen müssen neben ihrer Kunst ganz normal arbeiten gehen, bis ein „Talentscout“ die Vermarktbarkeit (und Systemkonformheit) ihrer „Kunst“ entdeckt. Fortan wird „das Werk“ mit allen mitteln der Werbe- und Manipulationskunst mit aller Gewalt zum Erfolg gebracht, so lange in jeder Talkshow diskutiert, in jeder Zeitung besprochen und jeder Radiosendung zitiert, bis auch wirklich der letzte Idiot der Meinung ist, er müsse es unbedingt gut finden, weil er sonst wirklich der letzte Idiot ist.

Bevor der Talentscout kommt, ist jedoch Ebbe in der Kasse.  Das ist der Zustand, mit dem 99% der Künstler leben müssen, die nicht von einem Konzern ausgewählt und gefördert worden sind.

Seit dreissig Jahren werden uns nun Musiker, Schriftsteller und Maler von einer gewaltigen und allmächtigen Industrie „vorgesetzt“, die uns zu gefallen haben. Gefallen sie uns nicht, sind „wir“ fürchterlich out und draußen.  Was man uns nicht sagt: da draussen lebt es sich ausserordentlich preiswert auf allerhöchstem Niveau. Da draussen, jenseits der künstlich am leben erhaltenen Konzernkunst, gibt es bessere Musik, beeindruckendere Schriften und anregendere Bilder, dort leben leidenschaftlichere Künstler, die FÜR ihr Werk leben – und nicht nur von ihm. Wäre schön, wenn diese 99 % ebenfalls eine „materielle Basis für individuelles geistiges Schaffen“ hätten – weshalb man sich vom „bedingungslosen Grundeinkommen“ zurecht einen gewaltigen kreativen Impuls für die Gesellschaft versprechen kann … jenseits der Wertemaximen privatwirtschaftliche finanzierter Talentscouts oder anderer Systemagenten.

Damit (und mit dem Hinweis auf falsche Zeichensetzung) könnte man den Aufruf der Konzernkünstler schon zu den Akten legen … wenn nicht hier eine zentrale politische Dimension berührt würde.  Der Aufruf ist nichts anderes als der erbärmliche Ruf einer verunsicherten Kaste von Konzernbütteln, man möge bitte die Produktion von Herrschaftskunst weiterhin großzügig subventionieren – und genau deshalb wirkt er so erbärmlich, so völlig weltfremd jenseits der gesamtgesellschaftlichen Realitäten, die geprägt sind von zunehmender Armut, Sozialstaats- und Demokratieabbau, betrieben durch gerade jene Strukturen, von denen diese „Künstler“ sich ihr Luxusleben finanzieren lassen.

Jenseits der Konzernmedien ist das auch nur all zu gut bekannt – zum Beipiel in den Kreisen der Eliteforschung:

In der komplexen modernen Gesellschaft lässt sich Kapitalmacht nur durch zusätzliche nicht-
ökonomische (symbolische) Ressourcen in Herrschaft umsetzen. So bilden sich
‚Führungsspezialisten’ heraus: Eliten, insbesondere eine ,politische Klasse’ (Gaetano Mosca).
Diese Eliten verkörpern kollektive ‚Strömungen von Gefühlen’, sie geben ihnen eine Sprache
in Gestalt pseudo-logischer ‚Rationalisierungen’ in Ethik, Religion und Politik und sie
kämpfen um ‚Macht und Ehre’ in der neuen ‚verwalteten Welt’ (Vilfredo Pareto). Dort, in den
Staats-, Partei- und Industriebürokratien, entsteht eine chronische Krankheit namens
Oligarchie (Robert Michels).

Das ist die Aufgabe der Konzernkünstler: Kapitalmacht in Herrschaft umzusetzen. Sie setzen die Maßstäbe von „gut“ und „böse“, bestimmen, „was man trägt“, „was in ist“, beeinflussen das Fühlen, Denken und Urteilen der Menschen, sind eifrige Diener einer Oligarchie, an die sich sich verkaufen, um das Volk weiterhin zu „verarschen“ (

von „Mister Dax“ Dieter Müller).

Lauschen wir weiter der Eliteforschung:

Andererseits agieren hier Individuen mit einem ultra-hohen Nettowert, die ,globalen
Superreichen’, welche so etwas wie eine planetarische ‚neue Aristokratie’ zu formen
beginnen.

Und die Hofnarren dieser neuen Aristokratie bangen infolge der Urheberrechtsdebatte um ihren Platz an den Fleischtöpfen der Verwertungskonzerne.

Nun – solche Versorgungsängste sind verständlich. Die hat heutzutage jeder jener Bürger, die fürchten müssen, innerhalb der nächsten zehn Jahre durch die „Rettungsschirme“ enteignet zu werden. Anders als die Konzernkünstler haben diese Bürger jedoch nicht ihre „Talentscouts“, die sie mit Geld versorgen, um Bürger mit „Unterhaltung“ von dem abzulenken, was gerade weltweit geschieht. Auf sie wartet nach Hartz IV die Altersarmut.

Es lohnt sich schon, sich mal Gedanken über die politische Dimension der „Bohlensteuer“ zu machen, die letztlich ganz viel Geld vom „Markt“ lenkt – fort von den kleinen Idealisten, hin zu den großen „gekauften“ „Superstars“, die jetzt von Konzernmedien in den Stand von „Intellektuellen“ erhoben werden – als ob ein Mario Adorf oder eine Charlotte Roche auch nur annähernd die Dimension eines Karl Marx, Immanuel Kant oder Friedrich Nietzsche erreichen würden. Im Gegenteil: sie verdrängen mit ihrer künstlich gezüchteten (und großzügig subventionierten) Existenz die vielen kleinen Intellektuellen aus den Medien, die sich – wie Johannes Ponader von der Piratenpartei – von Zeit zu Zeit mit Hartz IV herumschlagen müssen … ein Schicksal, das 99 % der Künstler und Intellektuellen teilen.

Man darf diese „Künstler“ vielleicht auch mal an die eigentliche Motivation für Kunst erinnern: man spielt, schreibt und malt, um die Menschen zu erfreuen – nicht, um sie mit Hilfe von Konzernen abzukassieren. Da gibt es eine ganz scharfe Grenze, die Arthur Schopenhauer einst dazu gebracht hat, die ganze akademische Philosophie zu verdammen – zu Recht. Staatlich finanzierte Philosophie war jenen Denkern der Aufklärung so suspekt wie heutzutage konzernfinanzierte Kunst im Auftrag des neuen planetaren Feudalismus sein sollte – jedenfalls jenen Intellektuellen, die über genügend historische, soziologische, philosophische und politische Bildung verfügen, um zu sehen, das gerade das Urheberrecht Grundbestandteil einer neuen Feudalkultur ist, die mit seiner Hilfe sogar an kulturellem Erbe wie dem Lied „Happy Birthday“ Rendite einfahren wollen.

„Urheberrecht“ ist nichts anderes, als das Recht vermieteter und gekaufter Künstler, ihren Anteil an den Konzerngewinnen zu erhalten – auch über den Tod hinaus.  Andererseits ist es ein zentrales Steuerungsinstrument der Korporatokratie, die gerade die mächtigste Demokratie der Welt in den Faschismus des 21. Jahrhunderts stößt.

Ob es den „Künstlern“ bewusst ist, an wen sie sich dort verkauft haben?

Ich fürchte, selbst wenn: es ist ihnen schrecklich egal.

Hauptsache, das Geld rollt … und man wird weiterhin zu den Operbällen dieser Welt eingeladen. Das man hilft, einen neuen Faschismus zu gebären, interessiert in Wirklichkeit niemanden, solange man sich nur weiterhin Kaviar leisten kann. Was braucht man schon Bildung, wenn man nur Geld hat?

Ein Einblick in das neue System, dem sie (und ihre „Talentscouts“) dienen, gibt der Pulitzerpreisträger Chris Hedges, hier in der Übersetzung von Jakob Dorloff:

Hollywood, die Nachrichtenindustrie und das Fernsehen, alle durch große Konzern kontrolliert, wurden zu Instrumenten des umgekehrten Totalitarismus. Sie zensieren und verspotten diejenigen, welche die Unternehmen kritisieren oder angreifen. Sie durchsetzen die Radiowellen mit fabrizierten Kontroversen, ob es nun Tiger Woods ist oder der Streit zwischen Jay Leno und Conan O’Brien. Sie manipulieren Bilder, um uns zu verwirren und Wissen zu verkaufen, das darin besteht, wie Barack Obama Präsident geworden ist. Die drakonische innere Kontrolle, eingesetzt durch die Heimatschutzbehörde, das Militär und die Polizei gegen jede Form von Widerspruch, verbunden mit der medialen Zensurindustrie, führt das für den umgekehrten Totalitarismus aus, was Schläger und Bücherverbrennungen in klassischen totalitären Regimen erledigten.

Und darum ist die Diskussion um Urheberrechte hochpolitisch – denn nebenbei geht es um das Recht des Konzerns, zu kontrollieren, was Kunst ist, was Meinung sein und wie „Leben“ gelebt werden soll … ein Anspruch, den in Deutschland zuletzt Adolf Hitler hatte.

Und so dienen jene „Künstler“ letztlich als Schläger und Bücherverbrenner der neuen globalen Aristokratie … und werden dafür sehr gut bezahlt.

Aus ihrer Sicht ist es sicher verständlich, das dies so bleiben soll.

Ich hoffe aber, es ist verständlich geworden, das dies aus der Sicht einer demokratischen Gesellschaft nicht so bleiben darf, wenn diese überleben will.

 

 

 

 

 

 

 

 

Klimalegenden, Verschwörungstheorien und der neue Holocaust: „Wahrheiten“ und ihre Gefahren

Klimalegenden, Verschwörungstheorien und der neue Holocaust: "Wahrheiten" und ihre Gefahren

Donnerstag, 9.2.2012, Eifel.  Wie schon oft beschrieben, gehöre ich zu den Menschen, die die Klimalegende für wahr halten – selbst wenn mir momentan in der Eifel augenscheinlich die realen Beobachtungen zu dieser Hypothese fehlen und ich eher an eine neue Eiszeit glauben sollte. Erst recht mag ich keine SUV´s – und Ferienflieger noch weniger. Unsere Kultur verschwendet unglaublich viele Ressourcen und verwandelt sie Tag für Tag in Müll. Wenn ich sehe, was alleine unser kleiner Haushalt für Müllberge produziert – das ist ungeheuerlich. Gut, das wir nie sehen, was aus dem ganzen Schrott und Plastik eigentlich wird. Es gibt also keine Grund, sich über die Dysfunktionalität unserer ganzen Kultur zu streiten: sie gleicht der Besatzung eines Segelschiffes, die sich einen Dampfantrieb hat aufschwatzen lassen, der zwar schön zum Wasserskifahren einlädt aber für den man nach und nach das ganze Schiff verheizen muss: Masten, Planken, Möbel, Kleidung … und was es sonst noch so an Brennbarem an Bord gibt.

Wofür ich aber immer gerne streite, ist die Souveränität des Bürgers. Ich kann nicht mit Sicherheit sagen, was die Bilderberger eigentlich sind, ich weise aber gerne mal auf die Legenden hin, die es in diesem Zusammenhang gibt, weil die Existenz der Bilderberger selbst hinreichend die Gefahr einer politischen Kartellbildung beinhaltet.  Ich sehe es einfach ungern, wenn Menschen, die politisch und gesellschaftlich gegensätzliche Positionen vertreten, sich mit Menschen treffen, deren Treiben sie in anderen Zusammenhängen kritisch beobachten, hinterfragen und kontrollieren müssten: an Stelle der Bundeskanzlerin, der Vertreter verschiedener Parteien und großer Konzerne möchte ich nur drei Arten von Deutschen dort vorfinden: Geheimdienstler, Verfassungsschützer und Journalisten – alle getarnt und den Werten der Aufklärung und ihres Berufsstandes zu Diensten.

Ob es dort Verschwörungen gibt, könnte man dann erfahren. Ich halte es nicht für ganz so wahrscheinlich, zumal es andere Treffen gibt, die undurchdringlicher sind.

Persönlich finde ich beispielsweise die Treffen im Bohemian Grove viel bedrohlicher, weil sie augenscheinlich einen religiösen Charakter haben – und Spinnern, die symbolische Menschenopfer darbringen, traue ich auch reale Massenmorde zu: man stelle sich nur vor, so etwas würde in der eigenen Nachbarschaft praktiziert, dann merkt man vielleicht, welche unangenehmen Gefühle in einem aufsteigen: man wäre nicht mehr  so schnell geneigt, DIESEM Nachbarn einen Reserveschlüssel für die eigenen Wohnung zu geben, noch würde man es gerne sehen, das er den Babysitter für die Kinder der Nachbarschaft macht (obwohl die diese Aktion mit den langen Roben und dem Feuerzauber sicher toll fänden).

Ich weiß, das es Verschwörungen im Bereich der Wirtschaft gibt – dort sind sie sogar Alltag. Ich war selbst an einigen beteiligt. Ich hätte also überhaupt keinen Grund, anderen gesellschaftlichen Strukturen a priori zu unterstellen, sie würden verschwörungsfrei seien – und schaue ich in die Vereine der Eifel hinein, so vergeht dort kaum ein Tag, wo sich nicht zwei Leute gegen einen dritten verschwören, um ihm Aufträge abzujagen. Ich halte das für menschlich und normal … und nicht für ausserordentliche Besonderheiten, die jetzt auf einmal aus heiterem Himmel nur eine kleine Gruppe von Superreichen in den USA betrifft.

Wieso jetzt in der Politik auf einmal alle zu Heiligen mutieren sollten, könnte ich also vor meinem Erfahrungshorizont ad hoc nicht nachvollziehen.

Ich vertraue aber auch auf den guten amerikanischen Lehrsatz: wenn zwei Amerikaner ein Geheimnis haben, geht einer von ihnen zur Zeitung und verkauft es. Deshalb kann ich mit diesen Kartellbildungen gut leben.

Die Beschäftigung mit dem Faschismus nun … hat mich zu anderen, zusätzlichen  Perspektiven gebracht, die auch nicht allgemein akzeptiert werden dürften – eine sehr bedenkliche Nähe zwischen Naturwissenschaft und Massenvernichtung war da zu erkennen. „Wissenschaft“ verriet Menschenrechte wo sie nur konnte, um Experimente machen zu können, „die sonst nur mit Kaninchen möglich waren“.

Das hat mich nachhaltig beeindruckt.

Es gibt dazu noch mehr Material, das ich gerne mal veröffentliche, wenn ich mehr Zeit habe – ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, das der Nationalsozialismus DIE politische Ausdrucksform des materialistisch-naturwissenschaftlichen Denkens war und das heute viele sogenannte Wissenschaftler gerne wieder in einem solchen System arbeiten würden … weil sie dem blöden Volk dann einfach ihre Wahrheiten per Befehl aufdrücken können. Schluss mit allen lästigen Diskussionen, Schluss mit der lästigen Beweisarbeit, Schluss mit dem hässlichen Drängen nach neuen Forschungstöpfen (einem Drängen, das uns schon so manchen „Knaller“ beschert hat, der letztlich nur „heiße Luft“ war) – endlich können die guten, wahren, edlen Menschen dem Rest der Menschheit sagen, wo es langgehen soll.  Das sie über besseres genetisches Material verfügen (wie auch übrigens die Reichen) haben sie schon bewiesen (die Studien dazu gibt es auf meinem alten Blog) – das einzige, was der Machtergreifung noch im Wege steht, ist die lästige Demokratie.

Sie sind halt auch nur Menschen und keine Heiligen – obwohl sich manche gerne so gebärden.

Und hier kommt halt der „Klimawandel“ ins Visier der Kritik und offenbart ganz andere Dimensionen.

Es gibt gute Argumente für ihn – sofern die Bilder aus der Arktis echt sind. Hier in der Eifel wird es nicht wärmer, sondern kälter. Der letzte Sommer ist einfach so ausgefallen. Es gibt aber auch Argumente gegen ihn (man denke nur an die Menge von CO2, die der letzte Weltkrieg freigesetzt hat, ohne irgendetwas am Klima zu verändern), manche meinen sogar, es gäbe gar keine Erwärmung sondern eher eine neue Abkühlung.

Was unumstritten ist, das die Klimawandellegende viele Forschungstöpfe geöffnet hat – viele Wissenschaftler verdienen fleissig daran. Das allein ist schon Grund genug, die Legende bis zum letzten Rechenschieber zu verteidigen:  man verdient sehr gut daran.

Für die Kritik des modernen Lebensstils brauchen wir diese Hypothese nicht: die technische Zivilisation vernichtet den Planeten auch so: wir bräuchten mehrere davon, um allein unser deutsches Niveau halten zu können. Es gäbe also gute Gründe, unseren Lebensstil drastisch zu ändern, ohne das wir dafür auch noch auf die Hypothese des CO2-induzierten Klimawandels zurückgreifen müssten.

Im Schatten der Klimawandellegende (man könnte auch Hypothese sagen) lauert aber auch  ein finsteres Ungeheuer: der Menschenfresser, denn …

… die Ursache des Co2-verursachten Klimawandels ist ja der Mensch. Früher war der Jude schuld an allem, heute … der kleine Bauer in Indien und China mit seinem offenen Feuer, seiner Kuh und seinen Ausscheidungen. Ja, wir sind schon so weit: DAS BÖSE ist fest definiert – der UNTERMENSCH, wie eh und je.

Natürlich kann der smarte Klimaforscher mit Laptop, IPhone und Hochleistungsmountainbike mit diesen degenerierten Schlammbewohnern nichts anfangen – außer vielleicht mal im Urlaub, als Motiv für die Kamera.

Für sein Essen sorgen ja auch andere.

Es ist auch verständlich, das er aufgrund der Art seines Denkens zu dem einzigen logischen Schluss kommt, der das Desaster verhindern kann:

Der Mensch muss weg – und zwar in großem Ausmaß. Entweder wir erledigen 6,5 Milliarden – oder wir sterben alle!!!

Darum wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis man sich zusammenfindet um dieses große Werk zu verrichten. Das ist die unausweichliche letzte Konsequenz der Klimalegende: wir brauchen Leichenberge, um den Planeten zu retten. Das wiederum ist eine Wahrheit, die in der Tat in der Lage wäre, Verschwörer zusammenzuschweißen, weil sie – wie bei anderen Kartellbildungen auch – ALLE einen Vorteil davon haben.

Es geht immerhin um viel: Das GUTE, das EDLE, das REINE zu bewahren – die Schöpfung vor dem Untergang zu retten. Selten konnte man sich heroischer fühlen. Und dieser Zweck … heiligt JEDES MITTEL.

Er ist sozusagen „alternativlos“ … es sei denn: man hat sich vertan. Verrechnet. Oder die Komplexität ökologischer Regelsysteme unterschätzt, versäumt, mal gedanklich die Selbstreinigungskräfte der Ökosphäre (die man jedem Teich unterstellt) auf größer Strukturen zu übertragen. Ober man hat bewußt betrogen, weil man für „alles ist prima in Ordnung“-Theorien einfach keine tollen Fernreisen finanziert bekommt.

Als Bürger kann ich solche Hypothesen nicht beurteilen. Ich kann sie wahrnehmen, kann schauen, wie mir pro und kontra verkauft werden, kann eine beschränkte Risiko-Nutzen-Analyse durchführen und schauen, inwiefern ich es mir finanziell leisten kann, mich nötigenfalls an der Rettung der Welt zu beteiligen. Ich bin aber immer gut beraten, wenn ich jede Theorie, die geeignet ist, meine eigene Existenz zu gefährden, doppelt und dreifach kritisch zu hinterfragen – und jede Theorie, die nur hinreichend aber nicht erschöpfend gut belegt ist erstmal mit dem Stempel „Legende“ zu versehen, um die wissenschaftlich (und politisch) nötige kritische Distanz zu bewahren.

Immerhin (hier mal ein Zitat aus nicht ganz so angenehmer Quelle) gibt es auf diesem Planeten einflussreiche Menschen, die ganz ungeheuerlich denken:

So erklärte Phillip seinem Gesprächspartner, Sir Trevor McDonald, was seiner Meinung nach der Grund für den Anstieg der Lebensmittelpreise sei: „Jeder spricht von einer Knappheit der Nahrungsmittel, aber in Wirklichkeit ist die Nachfrage zu hoch – zu viele Menschen. Diese Tatsache ist wohl jedem etwas unangenehm und niemand weiss so richtig, wie man damit umgehen soll. Schließlich will keiner, daß die Regierung in sein Familienleben eingreift.“ Laut Sunday Times schlug Philip keine konkreten Maßnahmen vor.

Der Journalist befragte ihn dann zu seiner Auffassung von Umweltschutz versus Tierschutz. Philip verteidigte seine blutige Vorliebe für die Fasanen- und Fuchsjagd. Vom Standpunkt des Umweltschutzes komme es „auf die Gattung an“ und „nicht auf das Individuum.“ Das begriffen viele Leute nicht. „Man muß dabei ziemlich hartherzig sein. Umweltschutz ist keine romantische Angelegenheit, sondern eine sehr praktische Sache“, bei der man in einigen Fällen bestimmte Arten kontrollieren müsse, um eine größtmögliche Artenvielfalt zu erreichen.

Es kommt auf die Gattung an, nicht auf das Individuum. Individuen hat die Gattung Mensch viel zu viele – welche Schlussfolgerungen ergeben sich wohl jetzt daraus?

Und was würden diese Menschen wohl gerne tun, um ihre Gattung (und vor allem SICH SELBST) zu retten?

Wer jetzt aber meint, sich aufgrund meines Artikels guten Gewissens mit seinem SUV zum nächsten Flughafen begeben zu dürfen, um wieder mal in Afrika „Kaffern“ fotografieren zu können, der irrt.

Was der Verkehr an Ressourcen für sinnlosen Tinnef verschwendet, ist und bleibt unverantwortlich – unabhängig davon, ob nebenbei noch das Klima durcheinander gerät oder nicht. Was unsere Raubkultur generell mit unserem Planeten anstellt, gleicht eher in der Tat einer Krankheit, einer bösartigen Infektion – und insofern wären sogar die Motive jener Retter des Planeten verständlich, die schon jetzt – einfach mal so – vorsorglich Tresore mit sauberem Saatgut anlegen … für die Zukunft.

Was wissen die eigentlich über unsere Zukunft, was wir nicht wissen? Die geben immerhin sehr viel Geld für ihre Operationen aus.

Vor dem Hintergrund des menscheninduzierten Klimawandels sehe ich, das möglicherweise  etwas ganz Ungeheuerliches aufzieht, etwas, das so ungeheuerlich ist, wie die Ausrottung des jüdischen Volkes zur Rettung der Welt – und … im Denken der Täter … ebenso alternativlos.

Ist das aber jetzt WAHR?

Das würde ich nicht unterstellen. Hier muss jeder Bürger für sich selbst entscheiden – wie im Falle des Lagarjflot-Wurmes, der bis vor kurzem ebenfalls nur eine Legende war.  Wer die NS-Gräuel nun für einen Unfall der Geschichte hielt, der mag sich wieder ruhig hinlegen. Wer – wie ich – denkt, das der Nationalsozialismus nur eine logische Folge einer gewissen Art und Weise des Denkens war und jederzeit wieder passieren kann, der darf wacher bleiben.

Was aber nun den Klimawandel angeht … es gibt keine politische Macht, die in der Lage ist, die erforderlichen Massnahmen der CO2-Reduzierung durchzusetzen. Es werden viele sterben, wenn es nicht gelingt, ihn aufzuhalten. Nicht so viele, wie wenn die düstersten Bilderbergerlegenden zutreffen, nach denen nicht mehr als 500 Millionen Menschen auf Erden leben sollten, aber immer noch erschreckend viele.

Es wäre schön, wenn er Legende bliebe und nicht Geschichte würde.

Was wir hier aber brauchen, ist eine exakte, widerspruchsfreie unabhängige Wissenschaft und einen extrem sauberen und unabhängigen Journalismus.

Über beides verfügen wir leider nicht … weshalb der Klimawandel – sicherheitshalber – erstmal ins Reich der Legenden gehört … selbst dann, wenn er wahr sein sollte.

Das ist die logische Reaktion für aufgeklärte Bürger auf solche Nachrichten:

Welche Katastrophen drohen der Menschheit in Zukunft? Der Uno-Klimarat hat seinen Extremwetter-Bericht vorgestellt. Demnach könnten Dürre, Fluten und Hitzewellen zunehmen. Doch die Uno-Präsentation war dubios: Forschungsergebnisse werden ignoriert, der Report bleibt geheim.

 

 

 

 

Verschwörungen, Morde und Milliardenschwindel – das Versagen der Medien in Krisenzeiten

Samstag, 28.1.2012. Eifel. Der Autor: Verschwörungstheoretiker. Ja - in der Tat. Das überrascht mich jetzt selbst - aber ich habe zu viele Fragen gestellt ... zum Beispiel über den Absturz in Smolensk. Da erlaubte ich mir anzumerken, das - wenn man wirklich von Mord ausgeht - man in den Kreisen der Organisatoren des Fluges suchen sollte. In der Pharmaindustrie war es üblich, das die Geschäftsleitung immer getrennt flog - damit im Falle eines Unfalles nicht der ganze "Kopf" im Eimer war. Warum das bei der polnischen Regierung anders gehandhabt wird, erschloss sich mir nicht ganz ... aber so ist das halt: wir dürfen immer weniger fragen. Wie der nierenkranke Osama bin Laden und seine neunzehn Räuber mit Teppichmessern bis ins Herz des Kapitalismus vordringen konnten (während ich allein mit einem kleinen Schlüssel nicht durch die Kontrolle in Washington kam) und dort mit zwei Flugzeugen drei Gebäude vollständig vernichtete, bleibt mir bis heute ein Rätsel - wie auch die Tatsache, das man danach unbedingt den gerade nicht talibanfreundlichen Irak angreifen musste. Anderen war es auch ein Rätsel, weshalb WTC 7 vernichtet wurde, weshalb sich der Abschlußbericht der Untersuchungskommission ja lange verschob. Die brauchten halt auch ihre Zeit, bis sie Theorien gebildet hatten, die unerklärliche Fakten in eine logische Reihe brachten.  Nun ist es ja so, das Philosophen gerne Rätsel lösen. Das ist unser Job - das Rätsel der menschlichen Existenz, das Rätsel des unausrottbaren Bösen oder der unausrottbaren Moral, das Rätsel der Wahrheitsfindung, das Rätsel der menschlichen Erkenntnisfähigkeit, das Rätsel der Sprachgewinnung durch Kleinkinder oder das Rätsel der katastrophalen Entwicklung der aufklärerischen Gesellschaft, die die Hexenverbrennungen noch perfektioniert hat anstatt sie völlig auszurotten: das sind unsere Spielwiesen, dafür sitzen wir gerne nächtelang bei Wasser und Brot auf einsamen Felsen uns sinnen über das Universum und den ganzen Rest nach - wie zum Beispiel über den Tod des Benno Ohnesorg oder über 134 Milliarden Dollar, die sich in Luft auflösen.

Samstag, 28.1.2012. Eifel. Der Autor: Verschwörungstheoretiker. Ja – in der Tat. Das überrascht mich jetzt selbst – aber ich habe zu viele Fragen gestellt … zum Beispiel über den Absturz in Smolensk. Da erlaubte ich mir anzumerken, das – wenn man wirklich von Mord ausgeht – man in den Kreisen der Organisatoren des Fluges suchen sollte. In der Pharmaindustrie war es üblich, das die Geschäftsleitung immer getrennt flog – damit im Falle eines Unfalles nicht der ganze „Kopf“ im Eimer war. Warum das bei der polnischen Regierung anders gehandhabt wird, erschloss sich mir nicht ganz … aber so ist das halt: wir dürfen immer weniger fragen. Wie der nierenkranke Osama bin Laden und seine neunzehn Räuber mit Teppichmessern bis ins Herz des Kapitalismus vordringen konnten (während ich allein mit einem kleinen Schlüssel nicht durch die Kontrolle in Washington kam) und dort mit zwei Flugzeugen drei Gebäude vollständig vernichtete, bleibt mir bis heute ein Rätsel – wie auch die Tatsache, das man danach unbedingt den gerade nicht talibanfreundlichen Irak angreifen musste. Anderen war es auch ein Rätsel, warum WTC 7 einstürzte, weshalb sich der Abschlußbericht der Untersuchungskommission ja lange verschob. Die brauchten halt auch ihre Zeit, bis sie Theorien gebildet hatten, die unerklärliche Fakten in eine logische Reihe brachten.

Nun ist es ja so, das Philosophen gerne Rätsel lösen. Das ist unser Job – das Rätsel der menschlichen Existenz, das Rätsel des unausrottbaren Bösen oder der unausrottbaren Moral, das Rätsel der Wahrheitsfindung, das Rätsel der menschlichen Erkenntnisfähigkeit, das Rätsel der Sprachgewinnung durch Kleinkinder oder das Rätsel der katastrophalen Entwicklung der aufklärerischen Gesellschaft, die die Hexenverbrennungen noch perfektioniert hat anstatt sie völlig auszurotten: das sind unsere Spielwiesen, dafür sitzen wir gerne nächtelang bei Wasser und Brot auf einsamen Felsen uns sinnen über das Universum und den ganzen Rest nach – wie zum Beispiel über den Tod des Benno Ohnesorg oder über 134 Milliarden Dollar, die sich in Luft auflösen.

Die Geschichte des  Benno Ohnesorg ist kurz erzählt, hier aktuell im Spiegel:

Dieser Mann auf der Bahre, so erfuhr man in der Notaufnahme, hieß Benno Ohnesorg. Der Kriminalbeamte Karl-Heinz Kurras hatte ihn kurz nach 20.30 Uhr, umringt von Polizisten in Zivil und Uniform, im Innenhof eines Wohnhauses in der Krummen Straße mit seiner Dienstwaffe aus kurzer Distanz in den Kopf geschossen.

Das wäre Mord gewesen … wenn nicht Polizei und Krankenhaus den Täter gedeckt hätten … einen Täter, der sich später als DDR-Agent und Stasi-Spitzel entpuppte.

Schöne heile Welt, oder? Das der Arzt, der an Ohnesorg herumoperierte, um die Tat zu vertuschen, Sohn das Wirtschaftsministers gerade jenes folternden Schah war, gegen den Ohnesorg protestiert hatte und eigentlich am nächsten Tag mit dem Schah frühstücken wollte, erfährt man heute nebenbei.

Hätte ich damals behauptet, das sogar hochrangige Polizeibeamte den Mörder gedeckt haben – man hätte mich sofort wegen Paranoia eingesperrt. Dabei war die Wahrheit noch schlimmer, siehe Spiegel:

Auf einem weiteren bislang unbekannten Bild ist die Situation der Schussabgabe zu sehen. Dabei stützt sich Kurras mit der linken Hand auf einen Kollegen der Polizei, während er mit der rechten Hand schießt. Der Name des Kollegen ist offenbar gezielt aus den Akten herausgehalten worden, er wurde nie vernommen. Ebenfalls nicht vernommen wurden drei Schutzpolizisten, die wahrscheinlich noch nach dem tödlichen Treffer auf den bereits am Boden liegenden Ohnesorg eingeprügelt hatten. Ihre Namen sind bis heute nicht ermittelt.

Wer hätte das gedacht? Nun, heute, über vierzig Jahre später, dürfen wir das erfahren.

Damals hätte man mich für völlig verrückt erklärt, wenn ich behauptet hätte, das  Freunde des Schah von Persien zusammen mit der Berliner Polizei und Agenten der DDR deutsche Studenten ermordeten.

Wäre ja auch eine schreckliche Geschichte, die uns Angst machen würde, denn … wenn DIE das können, was können DIE dann noch?

Gehen wir mal nicht ganz so fern in die Vergangenheit und wenden uns der aktuellen Wirtschaftskrise zu. Wer weiß, was man in Zukunft darüber erzählen wird? Wer weiß, was Philosophen in vierzig Jahren über jenen kleinen Fall schreiben, der kürzlich viel Aufmerksamkeit erregte?

134 Milliarden Dollar waren in einem Bummelzug an der italienischen Grenze gefunden worden – das sind 40 Prozent des deutschen Bundeshaushaltes 2012 – … in einem einzigen  Koffer. Die geschmuggelten Papiere schienen echt gewesen zu sein:

„Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von rund 358 Millionen Euro scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität“, erklärte Oberst Rodolfo Mecarelli. Außerdem liege den Papieren eine umfangreiche Bankdokumentation im Original bei.

Der Fall wurde immer unheimlicher. Auf jeden Fall durften die Täter erstmal gehen:

Seither tüfteln zwei Geheimdienste, die italienischen Finanzbehörden, die US-Wertpapieraufsicht SEC und die japanische Botschaft in Italien. Japan versucht, mehr über die Identität der zwei Männer herauszubekommen. Beide sollen jenseits der 50 Jahre sein, sie seien mit legalen Papieren gereist und abseits der 134 Milliarden Dollar im Koffer nicht auffällig. Sie sind auch nicht mehr in Untersuchungshaft.

Ist ja auch völlig klar: der Schmuggel von 134 Milliarden Dollar vielleicht gefälschter Papiere – oder echter Papiere – ist ja ein Kavaliersdelikt. Außerdem nehmen seriös wirkende, vermögende Japaner gerne kleine Bummelzüge in Italien, wenn sie auf Geschäftsreisen sind … ist ja auch schön unauffällig, gerade, wenn man wirklich etwas schmuggeln will ist Unauffälligkeit ja ein wichtiges Gebot. Natürlich reisen Schmuggler auch immer unter echtem Namen – damit rechnen die Behörden nicht und man hat sie richtig hereingelegt:

Die italienischen Behörden haben nach früheren Angaben bereits den italienischen Geheimdienst und den Secret Service der USA über den rätselhaften Fund informiert. Die italienische Finanzpolizei hat die SEC gebeten, ihr Expertenwissen bei der Einschätzung der Wertpapiere einzubringen. „Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von je 500 Millionen Dollar scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität“, sagte Oberst Rodolfo Mecarelli von der Finanzpolizei Como. Außerdem liege den Papieren eine umfangreiche Bankdokumentation im Original bei. Genauere Auskünfte hoffen die Beamten innerhalb der nächsten Tage geben zu können. Dann wird auch eine verlässliche Aussage aus den USA erwartet.

„Sie sind aus Filigranpapier und von ausgezeichneter Qualität“. Leider sind sie falsch:

Stephen Meyerhardt vom US-Finanzministerium sagte laut „LA Times“, die sichergestellten Anleihen sähen nicht annährend wie US-Staatsobligationen aus. „Die sind eindeutig gefälscht“, so der Ministeriums-Experte. 

Das hört sich nach einer ganz plumpen Fälschung an. Eine Minute später erreichte damals die nächste Meldung die Medien – nochmal wurde Oberst Rodolfo Mecarelli zitiert, der sie nicht für eine plumpe Fälschung hielt.

Stephen Meyerhardt vom US-Finanzministerium hatte die Papiere nie selbst gesehen – er urteilte aufgrund von Aufnahmen, die im Internet veröffentlicht wurden.

So plumpe Fälschungen?

Worldcontentwoday klärt weiter auf – und verwirrt uns völlig:

Corriere di Como: Experten aus den USA sind in Como angekommen, um die Papiere mit den „perfekten Wasserzeichen“ zu untersuchen. Einige haben falsche Bärte, andere sind nicht sehr aussagekräftige Finanzbeamte. Die automatische Google-Übersetzung ist urkomisch.

ANSA, führende Nachrichtenagentur Italiens, bestätigt: Die Namen der schmuggelverdächtigen Japaner lauten Akihiko Yamaguchi und Mitsuyoshi Watanabe. Sie spekuliert, dass die Anleihen nach der Untersuchung in einer Schweizer Bank weggeschlossen werden, um den Handel zu schützen.

Leider kann ich die komische Übersetzung nicht nachvollziehen … es gibt keinen Artikel zu dem Link.  Wieso sperrt man eigentlich die Fälschungen in Schweizer Tresore … und wer garantiert, das findige Investmentbanker nicht schon längst damit Handel treiben? Fälschungen gehören in den Schredder – und nicht in den Tresor.

Auch sonst erfährt man, das man es mit der Aufklärung des Falles nicht sonderlich ernst nimmt:

Groteske Züge in dieser Affäre gibt es genug: Vergangenen Mittwoch fand in Como eine gerichtliche Anhörung statt, in der die beiden Verdächtigen, die mit den Wertpapieren erwischt wurden und längst wieder auf freiem Fuß sind, als Zeugen vernommen werden sollten. Doch zum Termin erschien – wer hätte das gedacht – nur deren Anwalt, der versicherte, mit den Japanern in Mail-Kontakt zu stehen. Er könne bloß nichts Genaues sagen, weil es erhebliche Übersetzungsschwierigkeiten gäbe.

Wie die nun aufgeklärte Geschichte um Benno Ohnesorg, an dem ein Freund des Schahs herumoperiert hatte, nachdem viele Polizisten für seine Ermordung Sorge getragen hatten, oder die Geschichte vom 11.9.2001 (über die wir auch erst in dreissig Jahren berichten dürfen), gibt es immer mehr Merkwürdigkeiten, die sich dem normalen Bürger nicht erschließen und die ganz schnell zu Verschwörungstheorien führen … die im Falle Ohnesorgs nie so schlimm waren wie die letztlich die Wahrheit selbst.

Wenn die Papiere so plump gefälscht waren … warum kamen dann überhaupt noch Menschen aus den USA nach Italien?

Dabei sollen die Fälschungen nach Ansicht des US-Finanzministeriums mit handelsüblicher Foto-Software aus 100-Dollar-Scheinen angefertigt worden sein. Zudem zeigten die angeblich aus den 60er Jahren stammenden Obligationen eine Raumfähre, die erst in den 80er Jahren ihren Jungfernflug absolvierte. Genügend Hinweise also, die die italienischen Experten hätte stutzig machen müssen.

Anderswo liest man, manche Bonds kämen aus dem Jahre 1998. Da gab es schon Raumfähren.

„Kenndy-Bonds gibt es nicht“ – so heißt es offiziell:

Zudem existierten Kennedy Bonds überhaupt nicht.

Andererseits scheint gerade das nicht zu stimmen – wenn ich der der International Business Times glauben darf:

Aus dem Bericht der italienischen Beamten geht nicht genau hervor, was für Wertpapiere mit „Kennedy-Bonds“ genau gemeint sind. Aus einer Universitätsstudie geht jedoch hervor, dass während J.F. Kennedy’s Regierungszeit tatsächlich Anleihen mit sehr hohem Nennwert bis zu 500 Millionen US-Dollar ausgegeben wurden.

Also gab es sie doch?

Schaut man sich die im Internet kursierenden Exemplare an … so wird einem Angst und Bange. Das würde selbst meine Oma nicht für echt halten … und die ist schon lange tot.  Will man mir ernsthaft klarmachen, das zwei Japaner (die vielleicht sogar Diplomatenpässe hatten oder ehedem hochrangige Mitarbeiter des japanischen Finanzministeriums waren) diesen Kitsch als Sicherheit bei einer Schweizer Bank hinterlegen wollten – einer Bank, die genug echte US-Anleihen hat, um direkt vergleichen zu können?

Wenn Sie aber Diplomatenpässe hatten – oder sich leicht welche hätten fälschen können – warum dann diese alberne Bummelzugnummer?

Mit Antworten zu diesen Fragen muss man nun vorsichtig sein … denn ganz schnell landet man in Gegenden, in denen sich kritische Geister nicht wohlfühlen, Gegenden, in denen böse (oft jüdische) Satanisten den letzten großen Krieg, die Schlacht zwischen Gog und Magog, China und den USA inszenieren wollen, einen Krieg, der vier- fünf Milliarden Menschen das Leben kosten soll und den eine humanistisch geprägte Drachengesellschaft verhindern will. Hitlers Tochter (ja, genau: Angela Merkel) spielt dabei auch eine Rolle.

Man ist geneigt, sich Aluminiumfolie um den Kopf zu wickeln, um nicht von Ufo-Nazis abgehört werden zu können – deshalb verlinke ich diese Gerüchte auch nicht weiter. Ist auch nicht nötig, denn die Bösen kommen ja jetzt alle vor Gericht, wodurch ihre Herrschaft ein Ende findet.

Was ist jetzt aber wirklich mit diesen Bonds, diesen Anleihen, die zufällig genau der Summe entsprechen, die Obama noch laut Wall Street Journal vom Märzt 2009 zur Rettung der Wirtschaft im Rahmen des TARP-Programmes übrig hatte?. Nun wird es erst recht unheimlich, denn … gefälschte Anleihen sind in Billionenhöhe im Umlauf – auch in den Safes der HBSC-Bank sind welche gefunden worden. Ja, richtig: Billionenhöhe, das sind tausende von Milliarden. Auch das wären dann … Schrottpapiere, die die Existenz von Banken gefährden, die „to big too fail“ sind.

Merkt man jetzt ein wenig, woher der Wind weht … jenseits satanistischer Massenmörder und Hitlers Kindern? Das es einen guten Grund gibt, jede Form von Verschwörungstheorie zu unterbinden, weil man an den gefälschten Bonds gut verdienen kann? Oder denkt man wirklich im Ernst daran, das diese philippinische Sekte, die unter anderem als Produzenten der Fälschungen angesehen werden, ihre Leute in die Schweiz geschickt hat – ohne sich sicher zu sein, dort interessierte Vertragspartner zu finden … die vielleicht nicht ganz so genau hinschauen? Man schaue sich nur mal die Skandale Schweizer Banker an … und schon weiß man, das man dort kooperative Freunde finden könnte, die alles als Sicherheit aktzeptieren, solange nur irgendwann ein europäischer Rettungsschirm dafür bezahlt.

Ja – dort landen dann letztendlich die Rechnungen.

Zurück zu Benno Ohnesorg. Irgendwie steht der für uns alle: wir sind alle ohne Sorg. Das heißt: Sorgen haben wir schon, Probleme sind genug da, nur über die Lösungen dürfen wir nicht nachdenken, ebensowenig über die Geschäfte, die um uns herum gemacht werden:

2002 haben doch tatsächlich Besitzer von suspekten Kennedy Bonds aus dem Jahr 1934 im Nennwert von 25 Milliarden Dollar versucht, die Federal Reserve Bank of Chicago auf die Rücknahme der Schätzchen zu verklagen

Sie sind natürlich damit voll auf die Nase gefallen, komischerweise hatte aber der Anwalt der FED im Anschluss erklärt, dass man von sich aus darauf verzichtet, weitere Ermittlungen wegen Betruges vorzunehmen, da niemand durch diesen offensichtlichen Unsinn ernsthaft zu Schaden gekommen sei. Die Reaktion der verblüfften Richter daraufhin wörtlich: „We are puzzled by this suggestion.

Auch wir sind etwas verwirrt, verdutzt, verwundert und verblüfft … haben aber jetzt gelernt, das man mit falschen Bonds gute Geschäfte machen kann. Billionengeschäfte.

Und was wir noch gelernt haben?

Das die Medien in Krisenzeiten versagen, weshalb wir als Bürger nur noch wie die US-Richter reagieren können: verwirrt, verdutzt, verwundert und verblüfft.

Und während wir so hilflos in der Gegend herumstehen, wird das große Rad weitergedreht: Griechenland verliert seine Souveränität – oder wird in völliges Chaos gestürzt.

Und wir? Halten uns für gut informiert. Wie Benno Ohnesorg glauben wir, es wäre in Ordnung, als deutscher Bürger in Deutschland gegen einen grausamen Tyrannen zu protestieren.

Heute wissen wir annähernd, wie naiv dieser Benno wirklich war. Ein kurzes Profil von ihm?

Anfang 1960 bewarb sich Ohnesorg beim Braunschweig-Kolleg, um dort das Abitur nachzuholen. In seiner Bewerbung gab er Kunsterzieher als Berufswunsch an und nannte als Interessengebiete moderne Malerei und Lyrik, klassische griechische und zeitgenössische Dramen sowie Kammermusik. Er erstelle Plastiken und Linolschnitte, besuche regelmäßig Klavierkonzerte und informiere sich regelmäßig über alle aktuellen Tendenzen der modernen Kunst.

Die Psychologin des Kollegs, Elisabeth Müller-Luckmann, bescheinigte ihm Sensibilität, Intelligenz, musisches Talent, Eigensinn und große Aufnahmefähigkeit. Er sei introvertiert und eher nachdenklich als tonangebend, habe aber „Ansätze, jemand zu werden, der nicht ganz alltäglich ist“

Introvertiert und eher nachdenklich: scheinbar gehört so was sofort erschossen. Und das damit der Geheimdienst der DDR durch eine gezielte Tat direkt zur Gründung der RAF begetragen hat … ist im Jahre 2011 für uns schon zu hoch.

Das heute andere Geheimdienste ganz andere Dinger drehen … erfahren wir schon lange nicht mehr.

Nur für die Resultate müssen wir zahlen. Und wer nachfragt … kommt ganz schnell in Gegenden, in denen man sich nicht wohlfühlen kann: wer Fragen stellt, der hält auch Angela Merkel für Hitlers Tochter und gehört  sofort in die Psychiatrie – wie früher Leute, die nicht an den Sozialismus glaubten.

 

 

 

 

 

 

 

2012 – wie Naturwissenschaftler die Welt im Auftrag des Teufels vernichten.

Montag, 19.12.2011. Eifel. Endlich mal ein Tag ohne Weltuntergang in den Medien. Zeit, sich mal um Dinge zu kümmern, die sonst im Verborgenen blühen - zum Beispiel um den Atheismus, um Religion und um Naturwissenschaften - und ihre Rolle im Marketing der Konzerne. Das sie eine Rolle haben, merkte ich Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Als frisch gebackene Führungskraft eines Pharmakonzerns (ein ganz kleines Würstchen also) erhielt ich - mündlich - die Anweisung, streng nach ernsthaft gläubigen Menschen Ausschau zu halten, "Taufscheinchristen" waren tolerabel, der Rest musste umgehend entfernt werden. Ich war verblüfft - und vergaß die Anweisung sofort. Immerhin hatte ich auch die ersten Frauen eingestellt - in einem Unternehmen, in dem Frauen ansonsten nie eine Stelle bekamen. Frauen können schwanger werden (weshalb ein anderer Pharmakonzern von seinen Mitarbeiterinnen erwartete, das sie sich die Gebärmutter vor Zusendung des Arbeitsvertrages herausoperieren ließen), das kostet Rendite. In Zeiten der Renditemaximierung ist für so einen Luxus kein Platz da.

Montag, 19.12.2011. Eifel. Endlich mal ein Tag ohne Weltuntergang in den Medien. Zeit, sich mal um Dinge zu kümmern, die sonst im Verborgenen blühen – zum Beispiel um den Atheismus, um Religion und um Naturwissenschaften – und ihre Rolle im Marketing der Konzerne. Das sie eine Rolle haben, merkte ich Anfang der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Als frisch gebackene Führungskraft eines Pharmakonzerns (ein ganz kleines Würstchen also) erhielt ich – mündlich – die Anweisung, streng nach ernsthaft gläubigen Menschen Ausschau zu halten, „Taufscheinchristen“ waren tolerabel, der Rest musste umgehend entfernt werden. Ich war verblüfft – und vergaß die Anweisung sofort. Immerhin hatte ich auch die ersten Frauen eingestellt – in einem Unternehmen, in dem Frauen ansonsten nie eine Stelle bekamen. Frauen können schwanger werden (weshalb ein anderer Pharmakonzern von seinen Mitarbeiterinnen erwartete, das sie sich die Gebärmutter vor Zusendung des Arbeitsvertrages herausoperieren ließen), das kostet Rendite. In Zeiten der Renditemaximierung ist für so einen Luxus kein Platz da.

Atheismus ist nun ein oft schwieriges Thema. Ich bin – wie schon mal eingestanden – selbst oft einer … kann mich aber in kritischen Momenten gerade noch bremsen. Man kann ihn verstehen, wenn man sich seine Geschichte anschaut – die oft ein Spiegel der Fehler der jeweiligen „Gläubigen“ ist … bzw. der Priesterkaste. Begonnen hatte alles vor 3000 Jahren in Griechenland – damals aber unter ganz anderen Umständen. Dort kam man zu der Überzeugung, das es doch ganz schön wäre, ein Leben ohne Götter zu führen, denen man immer nur Opfern muß, die Tempelhuren brauchen und deren Priester immer viel Geld brauchen. Für die Aussagen „es gibt keinen Gott“ waren die alten Griechen zu schlau, solche Anmassungen sind ein Produkt der Neuzeit.

Die entschiedensten Atheisten waren die ersten Christen, die die ausufernden phantasievollen Gottesbilder des europäischen Völker oft mit brutaler Gewalt ausrotteten.  Gott sagte, es gäbe nur einen, also sorgte man dafür, das es niemanden gab, der etwas anderes behaupten konnte. „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ … war als Botschaft in der Form nicht sehr weit verbreitet. Diese gewalttätige Dynamik gab der katholischen Kirche in den nächsten Jahrhunderten einen enormen Schwung, als Waffen-SS des rechten Glaubens rotteten sie aus, was vor die Flinte kam. Darum kreist bei ihnen wohl alles um Schuld und Vergebung – die Ausrottung der Katharer läßt sich mit dem Hinhalten der anderen Wange nicht in Einklang bringen, das Segnen von Waffen aller verfeindeten Nationen der Welt ist auch eher Teufelsdienst als Gottesdienst – aber so ist sie halt, die Mutter Kirche, oft lieber Hure als Heilige.

Der Teufel kam dann auch mit großer Macht über die Kirche – im 19. Jahrhundert. Eigentlich war es nicht der Teufel, sondern eher die Philosophie, die jahrhundertelang vor den Scheiterhaufen flüchten musste. Seit der Einführung von Handfeuerwaffen hatte sich die Überlegenheit des Adels auf dem Schlachtfeld endgültig erledigt und es war rebellierenden Haufen möglich, Könige zu stürzen. Die Zeiten, in denen teuerste Rüstungen vor dem Pöbel schützte und den Adel fast unangreifbar machten (aber auch wirklich nur „fast“) waren vorbei – und Mut ohne Panzer war selten unter den Blaublütern anzutreffen.

Also fing die Philosophie an aufzuräumen – wie schon vor 3000 Jahren. Gleichzeitig fingen Philosophen an, dem Rat der alten Griechen zu folgen und sich mehr mit den Dingen um sich herum zu beschäftigen als mit denen im Himmel, denn prinzipiell zeichnete sich ab, das man das Paradies auch hier auf Erden haben könnte. Viele Menschen hatten das Paradies erleben dürfen – auf fernen Inseln und fremden Kontinenten lebten Menschen, die den Krieg nicht kannten, denen viele Ängste und Zwänge der Europäer fremd waren. Ganz schnell wurde der Materialismus geboren – worauf für die Kirche die Herrschaft des Teufels begann. Als Reaktion darauf schufen sie den „unfehlbaren“ Papst, weil in ihrer Weltdeutungsmatrix ganz schlimme Zeiten anbrachen: der Kirche war klar, das eine Bewegung, die die Materie zur einzigen Wirklichkeit erhob, nur teuflisch sein konnte …. und da war sie im Einklang mit eigentlich allen großen und kleinen Weltreligionen (was allerdings ein Thema für ein ganzes Buch ist – und nicht für einen Artikel), die sie zuvor so blutig bekämpft hatte. Der Teufel hatte Jesus in der Wüste die ganze Welt als Geschenk angeboten –  wer solche Angebote machte, der mußte doch irgendwie „Herr der Welt“ sein …. obwohl das nach offizieller Doktrin des Vatikan gar nicht sein durfte.

Der Materialismus selbst – und die neu aufkeimenden Naturwissenschaften – hatte damit sehr schnell sehr mächtige Feinde … aber auch große Freunde. Adel und Kirche waren über die Familien eng miteinander verbunden und somit auf einer Seite, aber die Industriebarone waren da eher zu gewinnen. Sie mußten sich mit Gewalt einen Platz in der Gesellschaft erkämpfen – und schnell war ein neuer Mythos geboren: der Mythos des Goldenen Zeitalters. Hand und Hand mit den sich bald bildenden Machtballungen in der Industrie, den nordamerikanischen Konzernen, sollte die Menschheit zu einem glücklichen, friedlichen, freien Zeitalter geführt werden, das dem gleichen sollte, an das sich die alten Griechen vor 3000 Jahren nur noch schwach erinnerten.

In diesem goldenen Zeitalter leben wir jetzt. Toll, oder? Heute, am 19.12.2011, können wir mal kurz innehalten und uns umschauen, wie gut es uns geht. Zögen wir am heutigen Tage Bilanz, so würde sie übel ausfallen. Die Allianz des Atheismus, Materialismus, der Naturwissenschaften und der Industriebarone hat uns in ein Zeitalter geführt, wo nur die Frage ist, wie die Zivilisation untergeht – nicht ob sie untergeht. Hinter dem Philosophen grinst der Priester und flüstert leise „na, haben wir es nicht gesagt: DIE werden noch viel schlimmer werden als wir es je waren“ und dem Philosophen fehlt so recht die Anwort. 2011 ist die Welt vollgepackt mit tödlichsten Waffen, beständig werden mehr davon produziert und verteilt. Die Weltwirtschaft ist zu einem Glücksspielkasino geworden, derart unüberschaubar und unkontrollierbar, das man meinen könnte, es könnten wirklich nur noch Gebete helfen … und zudem kommt es zu einem grassierenden Verfall der Moral auf allen Ebenen, der für uns alle noch fürchterlichere Folgen haben kann.  Schauen wir zum Beispiel mal heute in den Freitag:

Gehen wir einmal probehalber davon aus, dass es sich bei unseren politischen Eliten um intelligente und durchaus fähige Leute handelt, die ihre zahlreichen Experten zu nutzen wissen, um ihre Ziele zu erreichen. Nehmen wir – rein hypothetisch – einmal an, dass sie ihre Ziele tatsächlich erreichen, dass also das Erreichte mehr über die Ziele aussagt als ihre proklamierten Absichten.

So betrachtet hat die EU-Krisenpolitik Beeindruckendes geleistet: Die Überschuldung des wirtschaftlich unbedeutenden Euro-Mitglieds Griechenland wurde zu einer europäischen Dauerkrise hochgefahren. Die griechische Gesellschaft ist durch soziale Einschnitte traumatisiert und zunehmend wehrlos. Italien hat sich „freiwillig“ einer Überwachung durch den IWF unterstellt und – so wie Griechenland – einen wirtschaftsliberalen Technokraten zum Regierungschef gekürt. Den Menschen in ganz Europa wird am Beispiel Griechenlands vorgeführt, wie es sich anfühlt, „über die eigenen Verhältnisse gelebt“ zu haben und „bestraft“ zu werden. Sie begreifen, dass es in einem EU-Land möglich ist, plötzlich alle Sicherheiten zu verlieren, Rentenansprüche, auf die man fest gebaut hat, um 20 Prozent und mehr dahinschmelzen zu sehen.

Die Krise – nach bolivianischem Modell von Politik und Wirtschaft gesteuert, um die letzten Reste des Sozialstaates in Europa zu zertrümmern? Na, wenn das mal nicht verboten Verschwörungstheorie ist. Ja, 2011 wissen, wir, das die Mächtigen dieser Welt alles Heilige sind, die planlos und ziellos vor sich hinhandeln, aber immer nur das Beste für den kleinen Mann wollen. Das es ihm immer schlechter geht – kann nur am Zufall liegen.

Schaut man genauer hin, so zeigt sich, das die diese Heiligen im Verborgenen anders drauf sind, siehe Welt:

Das Benehmen der Manager, so die Erfahrungen von Nadine Greve, die sie nach ihrem Ausstieg in ihrem Buch „Hinter den Kulissen – Eine Ex-Hure packt aus“ niederschrieb, sei in der Regel weniger fein als die Anzüge. Gerade die Männer mit Führungsanspruch respektierten häufig nicht, dass auch bezahlte Liebesdienerinnen nicht zu allen Praktiken bereit seien. „Die Faustregel“, sagt Greve, „lautet: je besser der Anzug, desto übler das Benehmen.“

Es verwirrt da, das gerade die dummen, bösen, gefährlichen Gläubigen sich 2011 ganz anders darbieten, siehe Spiegel:

Eine Pistole kostet hier fünf Euro und ist damit mehr wert als ein Menschenleben. Sophia Zittel lebt an einem der gefährlichsten Orte der Welt, wo Mord und Vergewaltigung an der Tagesordnung sind: im Township Gugulethu im südafrikanischen Kapstadt. Die Deutsche sagt: „Ich liebe es“.

Sie arbeitet in einem Gemeindezentrum, das ein deutscher Pastor aufgebaut hat. Ich kenne Kapstadt, ich kenne die Townships – ich würde mich das nicht trauen. Bin ja auch so ein bischen Atheist. Mir fehlt es am rechten Glauben.

Damit aber noch nicht genug. Neben den Waffen (ein Geschenk der Naturwissenschaften) und dem Wirtschaftskollaps (ein Geschenk der Unmoral) fegt uns bald auch der Klimakollaps vom Planeten. Wer hat die Werkzeuge dazu geliefert? Na? Wer hat sie fein ausgetüftelt und dem Meister übergeben, damit der sie unter die ahnungslosen Menschen verbreiten kann, die man damit nicht nur prima ausrotten und auch noch (welch´ teuflische Genialität) obendrein zum Täter gemacht hat?

Man preist ja Autos nicht mit der Werbung an: „Verschwenden Sie ihr Vermögen für eine Klimavernichtungsmaschine, die nebenbei auch – im Glücksfall – viele Tiere, Kinder und auch manche Erwachsene zerfetzt“ sondern man wirbt für Freiheit und Abenteuer im SUV. Die allerwenigsten Menschen würden ein Auto kaufen, wenn man ihnen klar machen würde, das dies das Werkzeug ist, das ihren Untergang herbeiführen wird. Aber einen Landrover zu fahren … da kann sogar ein Eifelphilosoph nur schlecht wiederstehen. Ist halt ein feines Auto.

Klima, Wirtschaft, Rüstung … noch was vergessen?

Klar, die Naturwissenschaften haben uns auf dem Weg ins Paradies noch ganz neue Geschenke gemacht: Gifte und Krankheiten, die wir niemals zuvor kannten. Krebs scheint mir da noch die harmloseste Erscheinung zu sein. Die neueste Meldung kam ja vor ein paar Tagen: sie hatten es in der Tat geschafft, die Vogelgrippe so ansteckend zu machen, das sie sich wie ein normaler Schnupfen verbreitet. Wie geisteskrank muss man eigentlich sein, um eine solche Forschung überhaupt im Ansatz andenken zu können?

Auf jeden Fall … muss man sozial ziemlich enthemmt sein. Darf ich nochmal auf des Psychopathenprofil hinweisen?

1. Gleichgültigkeit gegenüber den Gefühlen anderer
2. Unfähigkeit, dauerhafte Beziehungen einzugehen
3. Skrupellose Gefährdung anderer
4. Unfähigkeit, Schuld zu empfinden
5. Hinterlist, Lügen und Täuschen um des eigenen Vorteils willen
6. Verletzung sozialer Normen und gesetzlicher Vorschriften

Nun denke man sich mal die Erfinder der Atombombe … von denen sich manche noch nicht mal sicher waren, ob nach der Spaltung des ersten Atoms nicht eine weltweite Kettenreaktion den Planeten in einen Glutball verwandelt, man denke an die eifrigen Forscher in den Konzentrationslagern, von deren Ergebnissen „die Wissenschaft“ noch heute zehrt oder die Erfinder von Giftgas und künstlichen Seuchen.

Bevor es Widerstand gibt: Punkt fünf und sechs können nur jene bestätigen, die schon mal Naturwissenschaftler im Streit um Forschungsgelder erlebt haben, da werden sogar gestandene Professoren zu Mafiosi – und sind stolz darauf.

Als Dank für die Forschungsgelder schenken sie uns dann das Plastik, das … über kurz oder lang die gesamte Ökosphäre zuklebt. Neunmal soll man den kompletten Planeten schon in Plastik einwickeln können: die Erde erstickt in Plastikmüll.

Danke, liebe Naturwissenschaftler, für diese tollen Erfindungen. Wäre ich der Papst, so käme ich schnell auf die Idee, das Naturwissenschaftler im Auftrag des Teufels die Welt vernichten.

Und hier … kommt der Atheismus ins Spiel, der für die Konzernwirtschaft in der Tag eine wichtige Rolle spielt – aber nur auf höherer Ebene.

Religiöse Menschen neigen dazu, manchmal ganz fürchterlichen Unsinn zu machen – wie dieser deutsche Pastor in Südafrika. Häufiger als andere halten sie inne und denken sich: „was ist, wenn es nach dem Tode doch ein Gericht gibt, wenn das Gerede um „gut“ und „böse“ doch wahr war?“ Und dann erfinden sie das Plastik lieber nicht, verbrennen die Pläne für die Atombombe, verstecken den ersten Benzinmotor, forschen ergebnislos an neuen Giften und Seuchen, behalten aber ihre Seelenfrieden und bewahren die Menschheit vor teuflischen „Geschenken“ – die Indianer hätten auch besser nie den Alkohol kennengelernt.

Sie legen manchmal in entscheidenden Momenten die Notbremse um … die US-Armee hat sich vor solchen Leuten sehr gefürchtet: im entscheidenden Moment, wenn der atomare Gegenschlag gestartet werden sollte, hätten diese Spinner eventuell gezögert, zu tun, was Vernunft befiehlt und Wissenschaft möglich macht: den großen roten Knopf zu drücken, um die Sowjets auszuradieren.

Mit „Taufscheinchristen“ kann man leben … aber mit Menschen, die die Wirklichkeit Gottes in ihrem eigenen Leben erfahren haben, nicht. Und das ist das, was sich hinter dem Wort „Glauben“ verbirgt – keine Annahme im Sinne einer Vermutung, sondern eine Erfahrung, die sich jeder Begreifbarkeit durch Vernunft oder Verstand entzieht und weit über normale erkenntnistheoretisch determinierte  Grenzen hinausreicht. Solche Menschen bauen dann in Townships Zentren, die mitten in einer Welt voller brutaler Gewalt Hilfe bieten. Ein Chemiestudium motiviert nur selten zu solchen Aktionen – eine erfolgreiche Tätigkeit an der Börse ebenso.

PS:

Bevor jetzt aber der Shit-storm der naturwissenschaftlich gebildeten Elite Deutschland über uns hereinbricht, sei gesagt: ich weiß selbst, das das überzogen ist. Das soll ja auch so sein. Um Nachdenken in Bewegung zu bringen, muss man häufiger gedanklich überzogene und am besten extreme Positionen einnehmen. Aber … ehrlich gesagt … im Spiel darum, ob nun Naturwissenschaften (in ihrer heutigen Ausprägung) Hand in Hand mit Atheismus und Konzernunwesen im Auftrag des Teufels die Welt vernichten, steht es momentan 7:3 für die katholische Kirche.

Mir komme aber niemand mit dem üblichen Gejammer, man habe das alles nicht gewollt. Bei dem Führungsanspruch der „Wissenschaft“ sollte man auch den Mut haben, „Verantwortung“ zu übernehmen. Für alle, die keine Psychopathen sind, ist das selbstverständlich.

 

 

Neonazis in Deutschland – Faschismus im Alltag: über Esowatch, Gwup und das Reich des Bösen

Neonazis in Deutschland - Faschismus im Alltag: über Esowatch, Gwup und das Reich des Bösen

Freitag, 25. November 2011. Eifel. Der trockenste November seit Beginn der Aufzeichnungen – aber die Medien sagen: mit der Welt ist alles in Ordnung. Ständige schlimmer werdende Naturkatastrophen sind nicht Anzeichen für den drohenden Weltuntergang samt Wiederkunft Christi, sondern einfach nicht da und somit völlig normal. Mich rühren diese Themen alle nicht sonderlich an, ich sehe aber, das die Methodik der Verdrängung gerade sehr „in“ ist: da wird ein Politiker berühmt durch Ausländer- und Arbeitslosenhetze (und – dank des Riesenwirbels der Medien  -auch noch stinkreich)  da macht eine SPD-Wirtschaftsminister Arbeitslose zu Parasiten, ein anderer Steuergeldschmarotzer derselben Partei will ihnen gar das Essen streichen, wenn ihnen nicht das Wunder gelingt, in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit einen sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitsplatz zu ergattern, auf den sich auch gerade hundert andere beworben haben und da wundert man sich, das ein paar junge, gelangweilte Leute losziehen und „den Saustall endlich mal ausmisten“.

In der Auseinandersetzung mit dem Nazi-Terror zeigt sich die Merkel-CDU gewohnt wandlungsfähig, der Bundestag erlebte sogar eine Sternstunde. Aber die Menschen im Land bleiben seltsam unberührt.

So der von mir hoch geschätzte Jakob Augstein im Spiegel, ein Mann, der das Magazin durch seinen Auftritt dort mehr adelt, als es das verdient hat. Er wundert sich, wo die Empörung im Lande bleibt.

Ich arbeite seit Monaten an einem Artikel für die amerikanische Presse, der vor einem neuen faschistischen Deutschland warnen soll – ich komme nur nicht dazu ihn zu beenden, weil ich einerseits zu wenig Zeit habe – andererseits aber ständig neue Elemente hineinarbeiten muss. Man muss schon sehr fern ab vom deutschen Alltag leben, eingewoben in fremde Gelder, die ständig aufgefrischt werden, um dem neuen Wind, den die neue deutsche nationale Arbeiterpartei SPD in dieses Land gebracht hat, nicht zu spüren. Die „Berliner Republik“ ist ein Ungeheuer, das sich täglich weiter entfaltet – und die Menschen auf der Straße haben einfach Angst davor. Sie wissen, welche Geldgeber hinter einem Sarrazin stecken, sie wissen, welche Gewalten die SPD tanzen lassen, sie wissen, das Neonazis inzwischen in allen deutschen Städten hemmungslos morden – und sie haben inzwischen Angst, selbst den Mund aufzumachen.

Der braune Terror ist spürbar auf Deutschlands Straßen und er hat schon längst wieder erreicht, was er immer erreichen soll: die Leute bleiben zu Hause.

Die Medien jedoch, die Politik, die Kirchen – alle haben lieber so getan, als sei mit der Welt alles in Ordnung. Nutzviehfunk mit Wohlfühlauftrag.

Jetzt ist es immer leicht, auf jene Braunen zu schimpfen, die sich öffentlich zu ihrer politischen Gesinnung bekennen. Den Adel einer „politischen Gesinnung“ würde ich dem glatzköpfigen Mob allerdings nicht zugestehen, noch würde ich ihm erlauben, sich in der Tradition des Nationalsozialismus zu sehen, auch wenn sie sich da gerne hineindrängeln wollen. Seien wir doch mal ehrlich: das pöbelnde Pack wäre doch zu NS-Zeiten ganz schnell als „arbeitsscheues Gesindel“ im Lager gelandet – erst recht, wenn „der Führer“ ihre „entartete Musik“ gehört hätte. Da die typische Glatze aber nur ein gewalttätiger, asozialer Krimineller ist, der gerne seinen entmenschlichten Gelüsten einen politischen Anstrich verpasst, sonst aber so blöde ist, das er nicht weiß, das er einer der ersten ist, die im neuen NS-Staat im Lager verschwinden werden (was man dem Volk dann als „erfolgreiche Säuberung“ verkauft wird – das hatten wir auch schon mal), versucht er weiter, auf einen Zug zu springen, der ihn direkt in die Gaskammer bringen wird.

Der Bürger aber – kennt den Zug. Er hat Verwandte, die früher schon mal eingestiegen sind und nie wiederkamen.

Er weiß, das sich brauner Terror nur entfalten kann, wenn er gefördert wird, wenn es eine steuernde Intelligenz gibt. Die kommt wie üblich – aus den USA. War früher auch schon so – wenn es eine Bewegung gab, die die Chance hatte, Europa zu destabilisieren, dann gab es wundersame Weise von den Kolonisten Geld dafür.

Die machen das auch ganz offen – wie aktuell bei der „Occupy-Bewegung“ … die im Übrigen ein gutes Beispiel dafür ist, was mit einer Bewegung geschieht, die nicht wie der Naziterror gelenkt und gesteuert wird: sie schläft einfach ein oder wird gezielt vernichtet:

Für schlappe 850.000 Dollar wollen sie die Glaubwürdigkeit einer globalen Bewegung zerstören: Eine US-Lobbyfirma bietet amerikanischen Banken Hilfe bei der Demontage der Occupy-Protestler an. Die Aktivsten gelten in Washington als ernsthafte politische Bedrohung.

Mit so wenig Geld lässt sich also eine Bürgerrechtsbewegung vernichten. Wieviel kostet eigentlich eine „Maßnahme“, die den sozialen Zusammenhalt eines Volkes zerstört, die asoziale Persönlichkeiten zu „Leistungsträgern“ erhebt und ihre Opfer als „Asoziale“ abstempelt? Was kostet die Förderung von Neonazi-Straßenterror in Ostdeutschland – und für wieviel Geld kann ich sämtliche konsumfeindlichen Strömungen in einer Gesellschaft eleminieren?

Über eins der Beispiele, wie in Deutschland „Meinung gemacht wird“ oder Andersdenkende verbal totgeschlagen werden bin ich gestern zufällig gestoßen – ganz brauner Müll im deutschen Alltag, den man nie so nennen würde, weil er harmlos daherkommt als „Esowatch“. Ein übertrieben wohlwollend formulierter Artikel bei Wikipedia (übertrieben zum Beispiel die Stellung von „Esowatch“ in dem Urteil des Verwaltungsgerichtes Saarlouis) klärt uns auf, womit wir es zu tun haben:

Die Autoren agieren ausschließlich unter Pseudonymen, die Betreiber sind unbekannt. Die Domain wurde über eine Firma in Hong Kong registriert. Das anonyme Auftreten wird mit Erfahrungen von identifizierbaren Kritikern der Esoterikszene gerechtfertigt. Neue Autoren werden erst auf Anfrage und nach der Überprüfung ihrer rational-skeptischen Einstellung als Wiki-Autoren zugelassen.

Mit der Methodik arbeitet auch … jede kriminelle Vereinigung – oder jede Sekte.

Die Kritiker dieser angeblichen „Skeptiker-Bewegung“ haben es somit auch einfach, den Ball ins Ziel zu bringen:

Die “sektenähnliche kriminelle Vereinigung Esowatch” agiert wie ein verlängerter Arm der Pharmaindustrie – und verwendet dafür offenbar auch noch einen bekannten Pödophilie-Server.

Nun ist die Pharmaindustrie immer verdächtig. Zurecht, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Wie man Meinungen macht, Meinungsbildner steuert, Ärzte kauft, Patientenverbände unterwandert kann jeder Produktmanager berichten. Andererseits ist die „Esoterik“ Tummelfeld für viele selbsternannte Wunderheiler und zauberwirksame Supermenschen, die ganz nüchtern einen riesigen Markt mit Milliardenumsätzen verdienen, ein Treiben, das mehr Schaden als Nutzen bringt. Es sind aber nicht die Inhalte, die den braunen Wind spüren lassen, sondern allein die Methodik – oder die Sprache.

Ein Beispiel?

Gern:

„strafwürdiger Lügendreck“; „debiles Suffgelalle“; „in Jauche stehene völlig aberwitzige Lügen“; „Immer wieder dieselbe stinkende Pisse“, „das ist die grauenhaft verlogene und bruchdumme Vorsitzende des Eltern-Impfgegnervereins“, „Pisserschrott“ und „ignoriert das feige debile Pack des enthirnten Abschaums“. 

Dieses Niveau hat mit Skepizismus nur noch wenig zu tun – mit Faschismus aber viel, wenn man unter Faschismus versteht, seine eigene Meinung mit Gewalt durchzudrücken. Fragen wir aber mal ein Mitglied dieser Skeptikerbewegung, was es für Beobachtungen gemacht hat:

Es gibt innerhalb der GWUP eine ganze Reihe von Mitgliedern, die ohne hinreichende fachliche Kenntnis der jeweiligen Materie eine Art Weltanschauungskampf gegen alles führen wollen, was sie mit dem Begriff „paranormal“ assoziieren, die dabei auch (bewusst oder unbewusst) eine selektiv-einseitige Darstellung der Fakten und Argumente sowie zuweilen auch emotional-unsachliche rhetorische Taktiken in Kauf nehmen, während sie an wissenschaftlichen Untersuchungen zu Parawissenschaften höchstens insofern interessiert sind, als deren Ergebnisse „Kanonenfutter“ für öffentliche Kampagnen liefern könnten.

Mitte der 90er Jahre wurde mir in meiner Position als einer der führenden GWUP-Funktionäre zunehmend bewusst, dass die diesbezügliche Diskrepanz zwischen dem Anspruch (bzw. teils auch dem Selbstbild) und der Wirklichkeit der GWUP derart massiv war, dass es nicht mehr als bedauerliche Pathologie auf der individuellen Ebene einzelner Mitglieder abgetan werden konnte. Vielmehr handelte es sich ganz offenbar um ein  strukturelles Merkmal der „Skeptiker“-Bewegung, wie auch ein Vergleich mit ähnlichen Organisationen in anderen Ländern ergab. 

Wenn es ein „strukturelles Merkmal“ gibt, die Teilnehmer „handverlesen“ sind, die Organisationen international ähnlich sind – darf man dann von „Sekte“ reden? Wenn diese Sekte Personen schon deshalb als „staatsfeindlich“ anprangert, wenn sie nur von der „Bananenrepublik Deutschland“ reden (wie hier in einem riesig langen Artikel über eine ganz private Person, die den „Hintermännern“ von „Esowatch“ wohl persönlich nicht passt) – darf man dann vermuten, das diese „Skeptiker“ nicht mehr alle Tassen im Schrank haben … oder ganz andere Ziele als die bloße Warnung vor irrationalen Kulten – zu denen sie selbst per Definition und Methodik  gehören?

Sucht man die Mutter der Skeptikerbewegung, so landet man – wen wunderts noch – in den USA. Erinnert schon die Methode der Rekrutierung von „Gleichgesinnten“ (oder gleicherart Erkrankten“) an „Amway“, „Juice-Plus“, „Tupperpartys“ oder andere Multi-Level-Marketing-Gruppierungen, so landet man mitten im braunen Müll einer gesellschaftlichen Kampfgemeinschaft, wenn man zur Quelle der „deutschen Skeptiker“ vorstößt:

Der Text stellt anhand eines typischen Beispiels dar, mit welchen Methoden sich die weltweit führende „Skeptiker“-Organisation CSICOP selbst vermarktet. Deutlich wird die Mentalität einer Kampfgemeinschaft, die sich auserkoren wähnt, die Zivilisation zu retten. Durch das gezielte Schüren von Emotionen und Ressentiments eines bestimmten Klientels werden apokalyptische Szenarien gezeichnet, die nur durch Geldspenden an CSICOP vermieden werden könnten.

Diese Bewegung hat selbst wieder interessante Wurzeln, über die hier ausführlich informiert wird:

Dieses Informationsangebot ist der sog. „Skeptiker“- Bewegung gewidmet. Dabei handelt es sich um eine  interessante Weltanschauungsgemeinschaft, die 1976 von dem Philosophen, Geschäftsmann und Vorsitzenden eines amerikanischen Atheisten-Verbandes, Paul Kurtz, gegründet wurde. In den 80er und 90er Jahren breitete sie sich auch außerhalb der USA aus, durch Gründung einer Vielzahl von Tochtergesellschaften (in Deutschland unter der Bezeichnung GWUP / „Skeptiker“).

Eine Kampfgemeinschaft, die sich auserkoren wähnt, die Zivilisation zu retten. Erinnert an die Waffen-SS, den Ku Klux Klan und andere „Elite-Organisationen“.

Und das ist nur ein ganz kleines Beispiel aus unserem Alltag, den Alltag von ganz normalen Bürgern, die einfach nur ohne große Not den Weg zwischen Geburt und Tod zurücklegen wollen, ohne mit großen Fahnen Weltanschauungen mit Gewalt in die Welt zu pressen oder unliebsame Mitbürger, die sich einfach nicht bekehren lassen wollen einfach sofort zu erschiessen.

Als Eifeler kennt man nämlich seinen Descartes und seinen Kant, man kennt die Grenzen von Empirismus und Rationalismus – und die Konsequenzen. Der Empirist muss Ufos und Geister ernst nehmen, weil er „Wahrheit“ nur aus der Erfahrung schöpft, der Rationalist kommt ohne seinen Gott nicht aus. Alle Positionen zwischen diesen beiden sind – so leid es mir tut – völlig beliebig. Fange ich an, mir radikal kritisch Gedanken über die menschliche Wahrnehmung zu machen, denn merke ich – wie Descartes – das ich eigentlich überhaupt nichts wissen kann.

Aus dieser Erkenntnis heraus wurde der Gedanke von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit geboren – und auch wenn es noch sehr stört: das grundsätzliche Gebot der Toleranz gegenüber jedem „Spinner“, der sich die Freiheit erlaubt, sich seine Welt anders auszumalen als die „Kampfgemeinschaft“ es erlaubt … mit zuweilen erstaunlichen Nebenwirkungen, die ich hier mal einem Flugblatt der Aachener Franziskanerinnen entnehme, die ihr Leben wie folgt verbringen:

Menschen betreuen, die alt, krank und pflegebedürftig sind

Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben, nicht allein lassen

Menschen Gastfreundschaft anbieten

Menschen begleiten, die zu sich selbst finden und Gott näher kommen wollen. 

Die Obdachlosenarbeit des internationalen Atheistenverbandes ist mir noch nicht positiv aufgefallen. Warum wohl?

Natürlich darf man sich die Welt auch ohne Gott, ohne Geister, Ufos und Homöopathie denken – man darf sogar damit rechnen, dann trotzdem von den Franziskanerinnen freundlich aufgenommen zu werden, erst recht, wenn man finanziell völlig am Rande der Gesellschaft angekommen ist.

Wo man nicht aufgenommen wird, ist jenes Reich des Bösen, das sich abseits der Ideale von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit entfaltet – und dieses Reich durchdringt unseren Alltag inzwischen so vielfältig, das der Bürger sich nicht mehr über Kampfkommandos wundert, die Ausländer erschiessen.

Er weiß schon längst, das das völlig normal ist … und geht deshalb nicht mehr auf die Straße.

Der Bürger bemerkt den Naziterror dank Hartz IV schon längst am eigenen Leib – und deshalb ist seine Zurückhaltung verständlich.

Welche Sinn nun die finanzielle Förderung der atheistischen Kampffront hat?

Die Franziskanerinnen – als Beispiel –  konsumieren zu wenig – der Konzern braucht das Menschenbild des egozentrischen, einzelkämpferischen asozialen Materialisten, der alles Geld der Welt NUR FÜR SICH will – dieser Menschentypus ist für die Konzernphilosophie so wichtig wie Öl für einen Automotor: ohne ihn läuft nichts.

Das nennt man auch nicht „Verschwörung“, das nennt man ganz einfach „Marketing“.

Man stelle sich – alternativ dazu – eine Welt voller Franziskanerinnen vor … in der Einsamkeit, Armut, Obdachlosigkeit völlig unbekannte Erscheinungen wären, weil die Menschen sich wieder umeinander kümmern: ein Horror für jeden Produktmanager.

So leben wir wieder im Reich des Bösen … und in diesem Reich, Herr Augstein,  ist es schrecklich normal, das Ausländer erschossen werden und man Angst hat, sich darüber aufzuregen.

 

 

Warum Ufos nicht landen und die Menschheit pleite ist: eine kleine Kulturkritik vom Zauberer Catweazle.

Philosophen dürfen komische Gedanken haben. Eigentlich dürfen das alle Menschen - zum Beispiel wie der britische Bombergeneral Harris aus dem letzten offiziellen Weltkrieg, der noch an Elfen glaubte (wie ganz Island heute noch - die Erlebnisse der staatlichen Elfenbeauftragten findet man hier) - aber uns sperrt man dafür nicht ein, obwohl wie keine Bomber haben. Wir dürfen weit über das Ziel hinausschiessen, weit hinausgaloppieren in die Finsternis, in der Heulen und Zähneknirschen herrscht - weil man nur von dort aus einen Blick zurück wagen kann und eine Hoffnung hat, das System, von dem man selber Teil ist, zu überblicken. Insofern sind Gedankenübungen häufig effektiv, die es erlauben, uns in das Denken anderer Zeitalter zu versetzen und mit deren Augen unsere Kultur zu betrachten. Mich brachte zuerst der zeitreisende englische Zauberer Catweazle in den sechziger Jahren des letzten Jahrtausends auf die Idee (und - so formuliert - höre ich mich selber schon unglaublich alt an), der als Mensch mit mittelalterlichen Anschauungsformen auf einem Bauernhof des 20. Jahrhunderts landet und völlig begeistert ist: alle Menschen sind Zauberer. Genausogut hätte er sagen können: alle Menschen sind Sklaven von Ausserirdischen.

Philosophen dürfen komische Gedanken haben. Eigentlich dürfen das alle Menschen – zum Beispiel wie der britische Bombergeneral Harris aus dem letzten offiziellen Weltkrieg, der noch an Elfen glaubte (wie ganz Island heute noch – die Erlebnisse der staatlichen Elfenbeauftragten findet man hier) – aber uns sperrt man dafür nicht ein, obwohl wie keine Bomber haben. Wir dürfen weit über das Ziel hinausschiessen, weit hinausgaloppieren in die Finsternis, in der Heulen und Zähneknirschen herrscht – weil man nur von dort aus einen Blick zurück wagen kann und eine Hoffnung hat, das System, von dem man selber Teil ist, zu überblicken. Insofern sind Gedankenübungen häufig effektiv, die es erlauben, uns in das Denken anderer Zeitalter zu versetzen und mit deren Augen unsere Kultur zu betrachten. Mich brachte zuerst der zeitreisende englische Zauberer Catweazle in den sechziger Jahren des letzten Jahrtausends auf die Idee (und – so formuliert – höre ich mich selber schon unglaublich alt an), der als Mensch mit mittelalterlichen Anschauungsformen auf einem Bauernhof des 20. Jahrhunderts landet und völlig begeistert ist: alle Menschen sind Zauberer. Genausogut hätte er sagen können: alle Menschen sind Sklaven von Ausserirdischen.

Wer jetzt meint: „Oh, toll, wir kriegen jetzt was über Ufos zu lesen“ – der irrt. Ufos als „Unbekannte Flugobjekte“ sind – so neuere Untersuchungen – wahrscheinlich außerirdischen Ursprungs.  So etwas haut einen echten Philosophen nicht vom Hocker – zudem sind wir in der Eifel Touristen aus allen möglichen Ländern gewöhnt … von diesen völlig unerklärlichen orangenen Leuchtbällen, die lautlos gegen die Windrichtung über den Nachthimmel ziehen, habe ich mit den Kindern mal neun am Stück gesehen, die zügig über unser Tal flogen – recht niedrig, wenn ich den Unschärfegrad der Objekte richtig deute.

Viel spannender ist, warum die nicht landen, guten Tag sagen und sich mal eine Eifeler Kartoffelsuppe gönnen. Täten sie es – viele Diskussionen würden sich erübrigen. Denken wir uns doch mal für eine Weile in eine solche interplanetare Reisegruppe hinein. Weil sie vernünftig sind, haben sie – siehe Kants Schrift zum Ewigen Frieden – ein bürgerliches Paradies aufgebaut, eine galaktische Zivilisation voller Frieden, Lebensfreude und sinnlichem Genuss, in denen die Allgemeinen Alienrechte detalliert bis ins kleinste von jedem vernünftig denkenden Wesen mitgetragen werden. Denken wir uns – mit der Perspektive einer solchen Zivilisation – in so einen interplanetaren Reisebus hinein, der kürzlich noch den Pferdekopfnebel besichtigt hat und und nun einen Planeten mit rückständigen Eingeborenen besucht.

Was sie sehen, hat der Indianer Jack D. Forbes in seinem Buch „Die Wétiko-Seuche“ beschrieben, das 1981 als Übersetzung der Indianerprojektgruppe Osnabrück im Peter Hammer Verlag Wuppertal erschienen ist: sie sehen eine Zivilisation, die von einer Seuche befallen ist – der „kannibalistischen Wético-Seuche“, die als Krankeit des Geistes Täuschung, Brutalität und Gier hervorbringt, eine „Struktur des kannibalistischen Irreseins“ hervorruft, die Lüsternheit, Arroganz und Materialismus hervorruft.

Zu landen wäre mit einem hohen Risiko verbunden – schnell wird man gefressen wie aktuell der Deutsche Stefan R.

Wir werden uns nun empören über diesen Indianer – und auch über diese Sicht der Aliens, die wir uns nur als „Star Treck“-analoges, Imperien bauendes Machtvolk vorstellen können – weil wir nicht verstehen, das wir und unsere Zivilisation an sich gar keine Zukunft haben und keine Zivilisation des Universums ein Interesse daran haben könnte, die „Wético-Seuche“ von unserem Planeten entkommen zu lassen.

Ich rede jetzt hier noch nichtmal von einer durch atomare Strahlung oder außer Kontrolle geratenen Virenexperimenten verseuchte Welt, die zudem von Nanorobotern in ihre Einzelteile zerlegt wurde, sondern nur von Deutschland und seiner Bauindustrie. 710 00o ordentlich Beschäftigte (1995 waren es noch doppelt so viele – nach Angaben der Deutschen Bauindustrie) arbeiten noch in ihr, 25 000 000 000 Euro gibt unser Land jährlich für sie aus, 80 000 000 000 zusammen mit privaten Investoren, dafür vernichten sie in Bayern jeden Tag 16 Hektar lebenswichtige Ackerfläche, bundesweit sind es täglich 113 Hektar. Von 2002 bis 2010 ist die doppelte Fläche des Saarlandes zubetoniert worden.

Die Gesamtfläche der Bundesrepublik beläuft sich auf 357123 Km2 – woraus man berechnen kann, das die BRD in nur 865 Jahren komplett zubetoniert sein wird.

Wahnsinn pur, oder?

Noch wahnsinniger ist, das niemand sich das mehr in Frage zu stellen traut.

Das ist ein Prozess, der auch nicht aufzuhalten ist, weil hier die Logik der Maschinen herrscht. Baumaschinen sind teuer in der Anschaffung und dürfen niemals untätig herumstehen, weshalb viele kleine fleissige Menschen täglich ausfliegen, um neue Aufträge an Land  zu ziehen – gerne auch mal mit Schmiergeldern für den Mann von der staatlichen Auftragsvergabe.

Wir brauchen auch die zubetonierte Fläche, weil immer mehr Menschen mit immer neueren Autos ja nicht immer die gleiche Straße entlangfahren wollen. Keine andere Tierart wäre so bescheuert, ihre Lebenszeit in einer Blechdose zu verbringen (ausgenommen vielleicht Ölsardinen), aber den Menschen kann man leicht dazu bringen – wir Eifeler erleben das jedes Sommerwochenende, wie irrsinnig dreinblickende Städter mit SUV´s staunend glotzend durch die Eifel brettern – eine Lebensgefahr für Mensch und Tier bildend.

Als Ausserirdische betrachten wir dies mit Schaudern – wie einen schrecklichen Horrorfilm … oder wie den Film Koyaanisqatsi. Mit unserem magischen Zeitauge sehen wir, wie sich das Gedankenkonstrukt „Maschine“ vor 200 Jahren in das Bewußtsein der Menschen eingenistet hat, das durch die „Wético-Seuche“ hinreichend geschwächt war. Wir sehen, wie „Maschine“ zunehmend den Alltag der Menschen bestimmt und das die Menschen wissen, das „Maschinen“ sie höchstwahrscheinlich – oder strikt logisch – irgendwann mal ausrotten werden, Unterhaltungsfilme wie Terminator  oder Matrix visualisieren diese Zustände.

Unser Catweazle sieht das – unsere ausserirdischen Besucher auch.

Morgens um 6 wird der Mensch durch Maschinen geweckt, andere Maschinen bereiten ihm Essen, das zuvor schon von weiteren Maschinen vorbereitet wurde. Infolge tragen ihn Maschinen zum Arbeitsplatz, wo er tut, was Maschinen von ihm fordern: leben vernichten, Geld verbrennen, Ackerland zubauen.  So wird er selbst mehr und mehr Maschine … und versteht längst nicht mehr, was es bedeutet, wenn seine politischen Führer Billionenvermögen in ein sterbendes Finanzsystem pumpen und so seine Lebensqualität beständig weiter minimieren, während die Ausbreitung der Maschinenkultur ständig zunimmt – schon jetzt ersetzen Roboter Lehrer. Welchen Wert Menschenleben im Reich der Maschinen noch haben, zeigt ein aktueller Vorfall aus China, hier im Spiegel:

Ein kleines Mädchen wird von zwei Autos überfahren und liegt blutend auf dem Asphalt. Fast 20 Passanten gehen ungerührt vorbei. Ein Video des Vorfalls erschüttert China und hat eine Diskussion über Skrupellosigkeit und fehlenden Gemeinsinn entfacht. Sind zu vielen Chinesen ihre Mitmenschen egal?

Hier, in dieser Situation, haben Maschinen schon die Macht über Menschen demonstriert. Die Maschinenkultur vernichtet Schritt für Schritt die Menschenkultur, der Mensch ist noch eine Zeitlang als Schmiermittel vonnöten, aber an seiner Abschaffung wird konzentriert gearbeitet.

Das sieht unser 900 Jahre alter britischer Zauberer – und unsere Alienkultur aus dem All. Auch die Indianer wußten es, ihre Begegnung mit der „Wético-Seuche“ hatte sie brutal aus einem Paradies herausgeschmissen – einem Paradies, in dem die Aliens wahrscheinlich gern gelandet wären. Vielleicht taten sie das auch – und bildeten so die Grundlagen für alle Geister-, Elfen- und Göttersagen. Seitdem die Maschinenkultur den Planeten überzieht, meidet man ihn lieber.

Für beide – sowohl für den Alien als auch für den Ureinwohner des Planeten – scheint die Technikkultur die wahre Alienkultur zu sein – eine tödliche, alles verschlingende und die Erde in eine tote Betonwelt voll Elektromüll verwandelnde Pest, in die der von der Wético-Seuche infizierte Mensch voller Verzückung umgeben durch die neuesten Handyklingeltöne in seinen eigenen Untergang hineintanzt.

Nur solchen Wahnsinnigen kann man ein solches Wirtschaftssystem aufdrücken, das durch ständige Abwertungen (die nichts weiter als die subjektive Meinung jener Gierhälse darstellt, die durch die Abwertungen gut verdienen) von Banken und Staaten der Wirtschaft und den Menschen das Geld zum Leben abgreift. Die Wahnsinnigen selbst merken davon immer weniger – sie leben Platons Höhlengleichnis vor ihrem Plasmabildschirm aus, kümmern sich nur noch um künstliche, vorgespielte Realitäten, siehe Wikipedia:

Platon beschreibt einige Menschen, die in einer unterirdischen Höhle von Kindheit an so festgebunden sind, dass sie weder ihre Köpfe noch ihre Körper bewegen und deshalb immer nur auf die ihnen gegenüber liegende Höhlenwand blicken können. Licht haben sie von einem Feuer, das hinter ihnen brennt. Zwischen dem Feuer und ihren Rücken befindet sich eine Mauer. Hinter dieser Mauer werden Bilder und Gegenstände vorbeigetragen, die die Mauer überragen und Schatten an die Wand werfen. Die „Gefangenen“ können nur diese Schatten der Gegenstände wahrnehmen. Wenn die Träger der Gegenstände sprechen, hallt es von der Wand so zurück, als ob die Schatten selber sprächen. Da sich die Welt der Gefangenen ausschließlich um diese Schatten dreht, deuten und benennen sie diese, als handelte es sich bei ihnen um die wahre Welt.

Und während wir so auf die Schatten an der LCD-Wand starren, vernichten die Maschinen alles Leben auf diesem Planeten, auch wenn uns führende Organisationen der Maschinenkultur den Menschen als Täter einreden wollen, um seine anstehende Ausrottung moralisch zu legitimieren:

Seit dem 17. Jahrhundert jedoch wird der Rückgang der biologischen Vielfalt maßgeblich durch menschliches Handeln verursacht. Neueste Erhebungen gehen davon aus, dass die derzeitige Aussterberate von 3 bis 130 Arten pro Tag um den Faktor 100 bis 1000 über dem natürlichen Wert liegt. Von den weltweit untersuchten Arten sind laut Roter Liste der Weltnaturschutzunion IUCN beispielsweise eine von drei Amphibienarten, ein Viertel aller Säugetier- und Nadelbaumarten sowie jede achte Vogelart gefährdet.

Der Mensch jedoch … lebte Millionen von Jahren in Harmonie mit seiner Umwelt, umgeben von Elfen, Feen und Göttern, als Teil eines perfekten biologischen Systems. Erst als die fremde Maschinenkultur sein Denken übernahm, wurde er zu einer Vernichtungsmaschinerie für seine Umwelt, einer Maschinerie, der er selber zum Schluß zum Opfer fallen wird.

Nur dreihundert Jahre haben die unmenschlichen Denkmuster gebraucht, um aus einem lebensstrotzenden Planeten eine Industriebrache zu machen. So schnell kann diese Alienseuche Planeten vernichten … und deshalb fliegen weisere Intelligenzen nur dicht darüber hinweg. Möglicherweise dienen wir schon als Ausflugziel für Schulklassen oder intergalaktische Medizinstudenten. Menschlich – sind diese Denkmuster keineswegs, das zeigt ja die Tatsache, das der Mensch an sich sehr lange Zeit harmonisch in seinem Reichtum – seinem Paradies – leben konnte.

Jetzt merkt er immer mehr, das er pleite ist – nicht nur als Person vom Gelde befreit, sondern auch als Menschheit an sich, denn unser Reichtum war das Leben selbst – und das nun zubetonierte Ackerland. Anders als Maschinen kommen wir ohne Essen nicht weit.

Wir können jetzt verstehen, warum Ufos nicht landen – und der Zauberer Catweazle die Hoffnung der Menschheit sein kann … wenn er sich nicht ebenfalls von den Glasperlen des lebensfeindlichen Maschinengeistes blenden läßt. Wer die Filme kennt, der weiß … Catweazle war auch nur ein Mensch.

Wir verstehen jetzt auch, warum Plagiator Guttenberg einen außerordentlich hohen Posten in einer US-Denkfabrik bekommt oder wir mit sehr merkwürdigen Erscheinungen in der deutschen Aussenpolitik leben müssen, die hier im Hintergrund mal drastisch geschildert werden:

Rose verfasste unter dem Titel „Die Kriegslüge des Dr. h.c. mult. J. Fischer „einen Aufsatz für die Verbandszeitschrift ZivilCourage – Das Magazin für Pazifismus und Antimilitarismus (Hg: Deutsche Friedensgesellschaft / Vereinigte Kriegsdienstgegner, DFG/VK). Er behandelt darin die bundesdeutsche Komplizenschaft beim Krieg gegen den Irak, betitelt den damaligen Bundesaußenminister Josef Fischer als „erstrangige Politkanaille“ sowie als „bomberverliebten Friedensverräter“ und spart auch bei Charakterisierung anderer Größen nicht am angemessen kräftigen Vokabular. Zum Beispiel nennt er die seinerzeitige Bundesregierung, die den völkerrechtswidrigen Terrorkrieg gegen Jugoslawien mit verursachte und mit führte, eine des Verfassungsbruchs schuldige „rot-grüne Mischpoke“.

Nur wir, die wieder in der Höhle leben, wundern uns über solche Degenerationserscheinungen politischer Kultur.

Fortgeschrittenere Individuen wie Aliens, Indianer oder 900 Jahre alte Zauberer haben eine Perspektive, die alles hinreichend logisch erklärt.

Und wer nun meint, das UFOs und Technik unwiederbringlich verbunden sind, der ist auch schon von der Wético-Seuche materialistischer Arroganz verseucht. Wie bei den Fluggeräten des alten Atlantis haben wir es hier mit strukturvariablen sechsdimensionalen Raumzellen zu tun, die durch Orgonenergie betrieben werden. Das weiß doch nun wirklich jedes Kind, oder? Anders wäre überlichtschnelles Reisen doch gar nicht möglich.

 

 

 

 

 

Krieg mit dem Iran als logische Folge deutscher Kitas – Achtung: Verschwörungstheoriealarm und Naturwissenschaftskritik

Aktuell wurde ich an anderer Stelle mal wieder auf den alten Zwist zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft verwiesen. Als Philosoph ist man da manchmal irritiert - erst recht, wenn man zu den Geisteswissenschaftlern gezählt wird. Als ob Natur mit der Liebe zur Weisheit (oder Wahrheit) nichts zu tun hat - oder als ob Naturwissenschaftler keinen Geist hätten. Nun, geistlose Naturwissenschaftler gibt es zu Hauf - und ihrer Existenz verdanken die Geisteswissenschaftler ihre Existenzberechtigung. Würden Naturwissenschaftler geistig kranke Menschen nicht mit immer besseren Waffen ausrüsten, dann hätten Geisteswissenschaftler mehr Zeit, ihre Arbeit zu machen - die wichtigste Arbeit der Welt. Wir haben die Geisteswissenschaften gegen Ende des 19.Jahrhunderts nicht gegründet, weil wir den Damen der gehobenen Gesellschaft gehobene Unterhaltung gönnen wollten, sondern weil weise Menschen gesehen haben, das der Mensch selbst die letzte und größte Herausforderung der Wissenschaft werden wird - und selbst die größte Bedrohung für die Menschheit darstellt. Ihn zu verstehen wurde überlebenswichtig, die Jahre 1914-1918 und 1933 - 1945 haben bewiesen, das die Geisteswissenschaftler die Lage richtig eingeschätzt haben - und seit der Erfindung der Atombombe dürfte es selbst der letzte Depp verstanden haben, das es für uns immens wichtig ist, den Menschen nicht zu unterschätzen. Geisteswissenschaften sind friedenswahrende Wissenschaften - das ist ihr Job. Den Menschen zu verstehen, damit wir ihn nicht erschiessen müssen.

Aktuell wurde ich an anderer Stelle mal wieder auf den alten Zwist zwischen Naturwissenschaft und Geisteswissenschaft verwiesen. Als Philosoph ist man da manchmal irritiert – erst recht, wenn man zu den Geisteswissenschaftlern gezählt wird. Als ob Natur mit der Liebe zur Weisheit (oder Wahrheit) nichts zu tun hat – oder als ob Naturwissenschaftler keinen Geist hätten. Nun, geistlose Naturwissenschaftler gibt es zu Hauf – und ihrer Existenz verdanken die Geisteswissenschaftler ihre Existenzberechtigung. Würden Naturwissenschaftler geistig kranke Menschen nicht mit immer besseren Waffen ausrüsten, dann hätten Geisteswissenschaftler mehr Zeit, ihre Arbeit zu machen – die wichtigste Arbeit der Welt. Wir haben die Geisteswissenschaften gegen Ende des 19.Jahrhunderts nicht gegründet, weil wir den Damen der gehobenen Gesellschaft gehobene Unterhaltung gönnen wollten, sondern weil weise Menschen gesehen haben, das der Mensch selbst die letzte und größte Herausforderung der Wissenschaft werden wird – und selbst die größte Bedrohung für die Menschheit darstellt. Ihn zu verstehen wurde überlebenswichtig, die Jahre 1914-1918 und 1933 – 1945 haben bewiesen, das die Geisteswissenschaftler die Lage richtig eingeschätzt haben – und seit der Erfindung der Atombombe dürfte es selbst der letzte Depp verstanden haben, das es für uns immens wichtig ist, den Menschen nicht zu unterschätzen. Geisteswissenschaften sind friedenswahrende Wissenschaften – das ist ihr Job. Den Menschen zu verstehen, damit wir ihn nicht erschiessen müssen.

Man kann es sich nun einfach machen und sagen: „der Mensch ist schlecht“ – und dabei schlichtweg übersehen, das „gut“ und „schlecht“ letztlich religiöse Kategorien sind. Die Vernunft selbst findet nichts dabei, aus Menschenhaut Lampenschirme und aus Menschenfleisch Bratwurst zu machen – erst recht nicht, wenn der Mensch „schlecht“ ist.  Wir sehen das jeden Tag – die Nachrichten lesen sich dann so:

Die Einkommen in den USA fielen innerhalb von einem Jahr um fast sieben Prozent. Laut einem Bericht sind sie nach der Wirtschaftskrise stärker gefallen als noch während der Rezession selbst.

Oder so – siehe Welt:

Ohne ersichtlichen Grund griffen drei Schüler in Bad Pyrmont einen zehnjährigen Jungen an. Immer wieder traten sie auf ihn ein, auch als er schon am Boden lag.

Beide Nachrichten handeln vom selben Thema: wie Menschen Menschen vernichten – wobei die erste Nachricht die indirekte Gewalt aufzeigt, die dadurch noch gesteigert wird, das von „Job“ und „Geld“ inzwischen „essen“ zu 100% abhängig ist …. trinken und (im Sommer) schlafen geht noch billiger.

Wem das noch zu harmlos ist, der sollte gewahr werden, das gerade geplant wird, die eigenen Kinder im Iran von den Erzeugnissen der Naturwissenschaft zerfetzen zu lassen. Während der Präsident des Iran noch vor der UNO schwere Anschuldigungen gegen die USA aussprach, lieferte das FBI den USA einen Kriegsgrund:

Skrupellose Drahtzieher, mexikanische Auftragskiller, hochpolitische Anschlagsziele: Die US-Justiz will einen spektakulären Attentatsplan aufgedeckt haben. Iranische „Elemente“ hätten den saudi-arabischen Botschafter in Washington ermorden wollen. Iran dementiert – dennoch drohen weitreichende Folgen. 

Entwicklungen dieser Art waren vor 150 Jahren schon bekannt. Sie führten zur Wissenschaft des menschlichen Geistes, damit es – angesichts der sich anbahnenden technischen Möglichkeiten – keine weiteren großen Katastrophen gibt. Das Kriege immer schlimmere und vernichtendere Gemetzel nach sich ziehen, wussten all jene, die die Entwicklung des US-Bürgerkrieges studiert hatten. „Krieg“ war schon immer schlimm gewesen – aber jetzt bekam er immer mehr technische Macht, was verheerende Folgen für die Opfer hatte.

Ich könnte mir vorstellen, das man deshalb unter den Geisteswissenschaftlern mehr Anhänger von Verschwörungstheorien findet. Geisteswissenschaftler verstehen auch komplizierte Gedankengänge, sie entfremden sich berufsmässig häufiger vom gängigen Modell „Mann“ und haben wenig übrig für die „meine Rakete ist aber größer als deine Rakete“ – Kultur. Man könnte fast sagen: sie wissen, das der Mensch gut ist und sich gut entfalten könnte, wenn – wie bei anderen Tieren auch – die Umgebung stimmt, das Millieu in Ordnung ist, die Umweltbedingungen optimal sind:

Das menschliche Gefühl für Gerechtigkeit entwickelt sich offenbar schon sehr früh. Das lassen die Ergebnisse einer aktuellen Studie vermuten, die Psychologen mit Kleinkindern durchgeführt haben. Babys erkennen demnach bereits ab dem 15. Monat den Unterschied zwischen gleicher und ungleicher Verteilung von Nahrungsmitteln. Diese Empfindung stand auch in Verbindung mit ihrer Bereitschaft, ein Spielzeug zu teilen, berichten Jessica Sommerville von der Universität von Washington in Seattle und Marco Schmidt vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass wir uns Regeln von Fairness und Großzügigkeit früher aneignen als gedacht,“ sagt Sommerville.

Wie nun dieses „faire Baby“ dazu kommt, Sprengsätze an Bahnhöfen zu deponieren, seine Mitmenschen zu schlagen, auszubeuten und zu ermorden – ist eine lange Geschichte. „Umweltbedingungen“ spielen da eine wichtige Rolle … weshalb man aktuelle politische Entwicklungen in Deutschland nochmal gründlich durchdenken sollte, siehe Welt:

Laut der noch laufenden „Wiener Krippenstudie“ zeigen Kinder unter zwei Jahren bereits zehn Wochen nach Krippeneintritt ungünstige Stressreaktionen. „Mit fortschreitender Krippenbetreuung sinkt der morgendliche Cortisolwert, die Tagesprofile werden flacher, die Stressverarbeitung wird ungünstiger“, so Studienautorin Tina Eckstein. Je jünger ein Kind sei, desto empfindlicher reagiere es auf Stress.

Und es kommt noch besser:

Die bislang umfangreichste US-Krippenstudie Nichd hat gezeigt, dass selbst der Besuch einer guten Krippe später vermehrt mit sozialen Auffälligkeiten wie Streiten, Kämpfen, Prahlen, Lügen und Sachbeschädigung einhergeht. Noch bei 15-jährigen Jugendlichen – der zuletzt gemessenen Altersgruppe der Kohorte – stellte man die negativen Auswirkungen fest.

So machen wir aus guten Babys asoziale Elemente, die keine ethischen Bedenken haben, Länder militärisch zu vernichten oder ihnen wirtschaftlich den Boden unter den Füssen weg zu ziehen: was im Endergebnis das Gleiche ist.

Und so … führt eine Missachtung der Geisteswissenschaften, eine Schwächung ihrer gesellschaftlichen Position zugunsten von Technik, Finanzen und Handel direkt in große menschliche Katastrophen. Die Wissenschaft als solche weiß das auch, sie hat aber nicht die Macht, das zu verhindern. Nehmen wir zum Beispiel die Philosophie des „Positiven Denkens“, die Grundbestandteil der egozentrischen Nützlichkeitsethik der USA (und der ganzen westlichen Hemisphäre) ist:

Dem positiven Denken auf der Spur

Das Gehirn notorischer Optimisten blendet Negativinformationen aus

So einfach ist das: die haben einen Defekt – nur so funktioniert dieses Denken. Negativinformationen werden einfach nicht wahrgenommen – noch Fragen, warum die Kultur des positiven Denkens, diese „Tschakka – Du schaffst es“-Philosophie serienmässig Kriege produziert und eine Wirtschaftskrise nach der anderen in die Welt setzt?

Möglicherweise hätte man sich das ersparen können, wenn man Kinder einfach in einem natürlichen Umfeld aufwachsen lässt. Aber … woher würden wir Killer, Soldaten, Zuhälter, Prostituierte, Drogenabhängige, Diebe, Betrüger, Politiker, Journalisten, Unternehmensverräter und Anlagevernichter nehmen, wenn wir eine Kultur hätten, in der niemand Streiten, Kämpfen, Prahlen, Lügen oder Sachbeschädigung praktizieren möchte?

Hier merken wir langsam … das es gefährlich wird. Der Geisteswissenschaftler kann sich ab diesen Punkt der gedanklichen Entwicklung nur noch einen Reim auf die aktuelle Situation der Menschheit machen: da wird ABSICHTLICH dran gedreht.

Wie auch sonst? Wir haben keine Säbelzahntiger mehr, die uns auflauern, auch Höhlenbären und Mammuts haben wir ausgerottet, Krankheiten in die Schranken gewiesen und Götter in die Schränke der Geschichte verbannt (jedenalls offiziell, das der Kult des Materialismus ebenfalls eine – sehr dunkle – Religion ist, wird selten öffentlich reflektiert …. er hat halt gerade die Oberhand) … wir sind nur noch SELBST VERANTWORTLICH für unseren ganzen Mist.

Und wenn der Mist geschieht – wie an der Börse, auf dem Bürgersteig oder in den Kitas – dann darf man getrost ABSICHT unterstellen, dann darf man zurecht vermuten, das hier absichtlich asoziale Elemente innerhalb der Gesellschaft gezüchtet werden. „Marines“ fallen halt nicht vom Himmel, da braucht man schon eine gewissen Arbeitslosenquote, um genug „ernten“ zu können. Das ähnelt der Kartoffelzucht – die brauchen auch eine gewisse Bodenqualität und ein gewisses Klima, um so richtig gut zu gedeihen. Im Hippieumfeld der 68´er gedeihen Marines ganz schlecht.

Leider dürfen wir so nicht mehr denken. Die positiv denkende naturwissenschaftlich orientierte dogmatische Kultur der Moderne blendet Negativinformationen gerne aus – wie zum Beispiel die über den 11.9.2001. Ein Test? Einfach mal auf der „Tagung der Pressesprecher“ aufs Podium gehen und laut rufen „nine-eleven war selbst gemacht“ – und dann die Reaktionen genau beobachten.  Wetten, die Reaktionen werden nicht geisteswissenschaftlichen Regeln folgen – sondern sehr emotional gefärbt sein? Das gleiche geht auch mit der Aussage „Ich kriege Hartz IV“ oder „Ich glaube an Gott“.

So muss man auch reagieren, wenn man Realitäten ausblendet. Dort, wo die Erde eine Scheibe sein muss, gehört der weltumrundende Seefahrer unbedingt auf den Scheiterhaufen. War schon immer so – wird auch so bleiben, solange der einseitig naturwissenschaftlich geprägte dogmatische Typus politische Macht ausübt.

Den Krieg zu vermeiden ist die oberste Aufgabe einer geisteswissenschaftlichen Kultur. Dort, wo die Geisteswissenschaften zurückgedrängt werden, wächst die Kriegsgefahr automatisch. Das habe ich in den siebziger Jahren von einem Deutschlehrer der Höheren Handelsschule gelernt. Dann wurden die Geisteswissenschaften zurückgedrängt – zugunsten der „heiligen“ Ingenieure – und in Folge wurde Deutschland wieder kriegführende Nation.

Für Geisteswissenschaftler ein normaler logischer voraussehender Prozess.

Auch Naturwissenschaftler nehmen diesen Prozess wahr – in der Regel aber erst, wenn sie sich im Schützengraben oder bei Menschenversuchen im KZ wiederfinden … auf beiden Seiten.

Dann merken sie, das sie eine Information ausgeblendet haben: sie sind selber auch nur Menschen.

Wenn wir den momentanen Kurs beibehalten, werden wir logischerweise in immer mehr Kriege hineingezogen. Wenn ich den Menschen nicht verstehe, dann muss ich ihn vernichten – weil er eine Bedrohung ist. Eine Weile kann man noch so tun, als gäbe es „böse“ Gesellschaftsschichten (Arbeitslose), „böse“ Religionen (Moslems) oder „böse“ Völker (Griechen, Iraner, Chinesen, Serben, Russen, Juden usw), sind die aber alle ausgerottet, ist die Hoffnung auf Frieden durch immer mehr Kriege wieder mal dahin – und man sieht den eigentlichen Täter im Spiegel (nein, diesmal nicht das bekannte ehemalige Nachrichtenmagazin). Wenn dann noch genug „Welt“ übrig ist, werden wir eine neue Kultur aufbauen müssen – diesmal jedoch völlig ohne Metall: die oberflächennahen Vorkommnisse sind schon jetzt völlig abgegrast und Werkzeuge zum tiefer graben werden wir deshalb dann nicht mehr so leicht herstellen können.

Bis dahin jedoch – werden wir noch einige Kriege führen können, den „bösen Feind“ noch im Aussen orten müssen. Der Iran ist als nächster dran, dann China, Indien, Brasilien – Russland wird sicher auch gerne wieder genommen. „Anders sein“ plus Rohstoff klappt immer heutzutage. Wir nennen das „Demokratie bringen“, so wie früher die Missionare das Christentum gebracht haben.

Einfach mal etwas Kolonialgeschichte studieren – schon sieht man, wie sehr sich die Muster inzwischen gleichen. Wenn man dann sieht, wie Kolonialgeschichte gelenkt wurde … dann ist man mittendrin in Verschwörungspraktiken der übelsten Art.

Wer übrigens meint, ich würde jetzt nichts von Naturwissenschaften halten, der irrt. Philosophie hat eine große Nähe zur Naturwissenschaft wie auch zur Geisteswissenschaft. Ich nehme schon wahr, das es bahnbrechende Erkenntnisse in naturwissenschaftlichen Bereich gibt – wie zum Beispiel die Entdeckung intelligenten Lebens auf der Erde … vor vielen Millionen Jahren:

Im US-Bundesstaat Nevada wurden Fossilien von 37 Fischsauriern entdeckt, die teilweise eine höchst seltsame Anordnung aufweisen. Neun der bis zu 14 Meter langen Skelette lagen in einer Reihe, genau in Nord-Süd-Richtung. Die Sedimentgesteine um die Fossilien lassen vermuten, dass sich die toten Fischsaurier auf dem Meeresgrund befanden. Das spricht gegen die These, sie seien gestrandet, ähnlich wie es bei den heutigen Walen manchmal vorkommt. Es wird noch bizarrer: Die einzelnen Glieder der Wirbelsäule verschiedener Tiere liegen seltsam geordnet vor – Wirbel von verschiedenen Stellen des Rückgrats sind in doppelten Linien in einem nahezu perfekten geometrischen Muster geordnet. 

Da spielte ein intelligenter Tintenfisch mit Fischknochen – vor 200 Millionen Jahren – und schuf ein Abbild seiner selbst.

Er geht sogar noch einen Schritt weiter und lässt sich zu einer skurrilen Spekulationen hinreißen: Ihn erinnert die Anordnung einer Reihe der scheibenförmigen Rückenwirbel an die Verteilung der Saugnäpfe am Arm eines Kraken. Vielleicht hat der urzeitliche Räuber eine Art Selbstporträt zusammengepuzzelt, so die Vorstellung von McMenamin.

Warum man hier die Formulierung „skurril“ wählt, erschließt sich nur, wenn man im Hinterkopf hat, das die Religion des Materialismus und der von ihr abstammenden Naturwissenschaften so dogmatisch ist wie der Katholizismus des 18. Jahrhunderts … und das man eine solche „fehlerfreie“ Ideologie zur Kolonisation der „Anderen“ braucht … so wie wir auch für unser kleines, gerechtes Baby-ich immer noch eine Ausrede brauchen, um anderen Menschen das Essen zu klauen.

Und wer es jetzt genau wissen will … ja, wir laufen hier Gefahr, in einem Gottesbeweis zu landen (Huch!): weil der Mensch einen moralischen Befehl zum Guten in sich trägt, den man mit Gewalt ausrotten muss, kann man von der Existenz einer befehlsgebenden Macht ausgehen.

Aber auch das ist heutzutage tabu.

Wir führen lieber Kriege.

Der nächste wird gerade vorbereitet – aber dank des Dogmas der Religion das atheistischen Materialismus, die als Quelle allen Seins nur plan- und ziellose chaotische Ursuppen kennt (und trotzdem davon ausgeht, eine komplette Zeitung zu erhalten, wenn sie eine Kiste Buchstaben auf den Boden fallen läßt) – müssen wir diese Kriege als „alternativlos“ einfach hinnehmen.

Gottgegeben, sozusagen.

Und wir nennen uns wirklich „aufgeklärt“?

 

 

 

 

aCAMPada – Alex 11 … Widerstand gegen den geplanten Rentnergenozid – und den drohenden Weltuntergang

Es ist in diesen Zeiten leicht, Gruselgeschichten zu schreiben, die wirklich Angst machen. Während man früher Monster, Geister und Dämonen herbeizitieren musste, reicht heute ein Blick in die Pläne der Regierenden - wie hier in der Presseerklärung der Hartz IV-Plattform vom 5. Oktober 2011 (für die ich leider keinen Link habe - ihr müsst mir hier mal vertrauen, das ich das nicht selbst gebaut habe

Es ist in diesen Zeiten leicht, Gruselgeschichten zu schreiben, die wirklich Angst machen. Während man früher Monster, Geister und Dämonen herbeizitieren musste, reicht heute ein Blick in die Pläne der Regierenden – wie hier in der Presseerklärung der Hartz IV-Plattform vom 5. Oktober 2011 (für die ich leider keinen Link habe – ihr müsst mir hier mal vertrauen, das ich das nicht selbst gebaut habe):

Jetzt kamen die Elder Statesmen auf den Plan. Im Namen beider stellte 

Henzler eine „Systemveränderung“ des Sozialstaates vor. Wenn so einer
das – in seinen Kreisen eher geschmähte – Wort „Systemveränderung“ in
den Mund nimmt, spätestens dann sollte man genau hinhören, um nicht
später sagen zu müssen, man habe nichts gewusst. Auch dem McKinsey-Mann
schwebt ein Drei-Säulen-Modell vor. Das erinnert fatal daran, dass seine
Unternehmensberatung maßgeblich an dem Hartz IV-Modell mit
Sanktions-Druck auf Existenzverlust beteiligt war, ebenso dem System der
„Tafeln“ – und vermutlich auch an dem Diskriminierungs-Vorhaben für
Kinder armer Eltern, genannt Bildungspaket. Henzlers angebliche Rettung
des Sozialstaats besteht aus:

1.Sozialem Pflichtjahr zwischen 16 und 21 Jahren.
2.Anhebung des Renteneintrittsalters.
3.Zeitkonto anlegen, auf dem zwischen 60 und 75 Jahren mittels
„ehrenamtlicher“ Arbeit was für die Pflege angespart werden kann. Ist
das Konto aufgebraucht – ist Sense!

Ruhe-Stand war gestern: In Muttis Euro-Banken-Rettungs-Land wird malocht
bis dass der Tod uns scheidet.

Über die systemverändernde Arbeit von Unternehmensberatungen wird selten geschrieben – wie generell über alle Themen, die wirklich machtrelevant sind. Wir dürfen über das Sexleben unserer Politiker reden, über das Parlamentstheater der Systembüttel (womit ich hier ausdrücklich … nicht den Menschen meine, sondern die ressourcenvertilgende Rolle, die er im System einnimmt), wo ausgeklüngelt wird, wer mit welchen Argumenten und welchen Methoden in welchen Koalitionen die nächsten Kürzungen an Lebensqualität zugunsten der Bankenrendite vornehmen wird oder darüber, welcher Fussballverein den besten Trainer hat, aber wer in diesem Land reale Macht auf welche Art und Weise ausübt – das ist tabu. Erst recht wird nicht darüber gesprochen oder geschrieben, das „wir“ bis ins hohe Alter hinein arbeiten müssen um einen Gegenwert für die leistungslosen Einkommen von Investmentbankern, Politikern, Konzernvorständen und Unternehmensberatern zu erwirtschaften.

Als jemand, der in diesem Millieu zu Hause war, kann ich euch versichern: „Tagungen“ und „Meetings“ sind KEINE ARBEIT, in warmen und trockenen, zur Not klimatisierten Räumen auf weichen Polstern sitzend Kaffee zu trinken, Kekse zu essen, Vorträgen zu lauschen und diplomatisch zu plaudern ist eher erholsam als anstregend. Man behauptet aber gerne, das das sehr schwer wäre und locker 10000 – 1000000 Euro im Monat wert ist – es gibt halt immer irgendwo Menschen mit viel Phantasie und enormer krimineller Energie.

Die Konsequenzen aus der Gier für die, die wirklich arbeiten sind klar – und äußerst grausam: während andere zufrieden Kekse kauen, malochen sie sich zu Tode. Für Berufspolitiker kaum vorstellbar: sie halten die Kaffeekränzchen, die sie für Arbeit halten, locker bis 90 durch. Das sollte doch für LKW-Fahrer, Altenpfleger und Baurabeiter auch möglich sein – immerhin ist deren Job nur halb so anstrengend wie ihr eigener … aus ihrer Sicht.

Wir marschieren offenen Auges in einen Rentnergenozid, an den nur die nicht glauben, die das DRITTE REICH völlig aus ihrem Gedächtnis gestrichen haben oder es für einen einmaligen UNFALL in der Geschichte halten, der sich nie wiederholen kann – anstatt für die vernünftige, rationale und deshalb alternativlose Abwicklung eines Gedankengutes, das im Kern asozial und deshalb kriminell ist. Faschismus ist keine Meinung und kein Unfall, sondern ein rationales, bewußt begangenes Verbrechen, das sich jederzeit und überall wiederholen kann – und unter gewissen gesellschaftlichen Prämissen alternativlos ist.

Widerstand gegen dieses System, das sich langsam aber sicher wieder alternativlos ausbreitet, formiert sich weltweit. Es ist eine technische Errungenschaft, die der Masse Macht gibt: das Internet. Früher waren es Schusswaffen, die es jedem Bürger möglich machten, die technische Überlegenheit der gepanzerten Ritter auszugleichen, dann kam der Buchdruck, der es möglich machte, Gedanken zu vervielfältigen – und nun ist es ein fast zufällig entstandenes Netzwerk, das Bewußtseinsbildung, Meinungsaustausch und Information weltweit auf ein kulturell nie dagewesenes Niveau hebt.

Wo man früher mit schwarzen, roten und bunten Fahnen auf den Straßen gestanden hatte, kann man heute auf einem virtuellen Platz stehen und ganz neue Formen des Miteinanders erleben, eines Miteinanders, das in der Aktion „aCAMPada Berlin“ (aktuell „Alex 11“ genannt) einen bemerkenswerten Kumulationspunkt findet. Wer nun wirklich ein Interesse hat, der Systemveränderung entgegen zu wirken, dem sei der Weg nach Berlin gewiesen. Nirgends sonst macht es soviel Sinn, den Protest auf auf die Straße zu tragen – und selten findet man soviel Weisheit in einer Bewegung, die keine anderen Antworten hat als den Wunsch, sich gemeinsam eine neue Zukunft zu erträumen, weil die alte Welt, das alte System direkt wieder alternativlos in die Massenvernichtung führen wird.

Was leider viel zu viele Bürger noch nicht verstehen: in dem alten System gibt es viel Geld für Bankenrettung (aktuell macht die Kanzlerin ihre Börse ja wieder ganz weit auf), es gibt Geld für Staatsdiener (damit die noch eine Weile ruhig bleiben, bis sie merken, das sie so unkündbar sind wie griechische Beamte) und noch viel mehr Geld für Banken, das die dann via „Beraterverträge“ an die Unternehmensberatungen ausschütten, die seit zwanzig Jahren unser System hemmungslos umbauen … aber es gibt immer weniger Geld für Bürger. Schon jetzt lebt JEDER FÜNFTE RENTNER unter dem Sozialhilfeniveau … und bei Frauen sieht es noch düsterer aus, siehe N-TV. Diese Bewegung in die Zukunft verlängert – mit den Plänen der Unternehmensberater im Hinterkopf – finden wir uns wieder in Organisationsformen, die die Massenvernichtung von Menschen aus Kostengründen (gestützt durch den ideologischen Unterbau der „Parasitenvernichtung“, der in unserem Land ja aktuell schon gepflegt wird) nicht nur denkbar sondern sogar wahrscheinlich werden lassen.

Hier ist es eine große Leistung, sich erstmal hinzusetzen und zu sagen: Nein, da gehe ich nicht mit – auch wenn der Weg alternativlos ist und viele Systembüttel daran gut verdienen und die Botschaft der Alternativlosigkeit gerne weitertragen. Wege zu finden aus einem alternativlosen Kurs eines Millionenvolkes ist schwer – und scheint im ersten Moment unmöglich. „Grüne“ und „Linke“ sind wie „SPD“ und (ja, die waren mal Bürgerrechtspartei:) „FDP“ gnadenlos daran gescheitert, sogar Kirchen haben da grandios versagt (auch wenn ich momentan die Hoffnung hege, das Katholiken verstanden haben, das jetzt die Zeit der Entscheidung gekommen ist, wo sie sehen, das sie entweder das übergewichtige weltvernichtende System weiter füttern … ober aber ihre Religion einfach mal ernst nehmen).

Das das System alternativlos ist, weil wir alle Teil von ihm geworden sind, ist die erste wichtige Erkenntnis der Bewegung von Alex11:

Freie Meinungsbildung müssen wir neu erlernen, weil wir alle massiv geprägt sind vom spalterischen Konkurrenzverhalten unserer Gesellschaft.

Es zeugt davon, das man sich der historischen Herausforderung bewusst stellt – und deshalb Zukunft hat, weil man eine neue Kultur lebt, radikale Lösungen anstrebt, die sich nicht in lauten Worten und harten Taten gegen „den Staat“ erschöpfen sondern in der viel härteren (aber auch beglückenderen) Arbeit des Aufbaus einer neuen Kultur.

Das ist – nicht mehr oder weniger als ein großer historischer/kulturhistorischer Schritt, der selber für die Menschheit als solche noch „viel alternativloser“ ist als die alternativlose Rettung der Pleitebanken.

Es liegt viel Weisheit in der Erkenntnis, das die große Herausforderung des 21. Jahrhunderts völlig urdemokratischer Natur sein wird, das nirgendwo neue Führer aufstehen werden, die das Volk in eine goldene Zukunft führen werden (obwohl das ja so schön bequem wäre – und eine tolle Show fürs TV), sondern das man gemeinsam an einer neuen Kultur arbeiten muss, weil die alte Kultur, das alte System ein sterbendes, kannibalistisches System ist, das mehrere Erden bräuchte, um seine Gier zu befriedigen.

Da wir nur eine haben, ist das Ende jetzt schon vorprogrammiert … und vor dem Ende, dem totalen Kollaps aller sozialen, politischen und natürlichen Systeme wird das System noch einige unglaubliche Gräuel produzieren, die wir am Beispiel des DRITTEN REICHES schon mal detalliert studieren können – wenn wir wollen. Das VIERTE REICH wird dann aber nochmal die Grausamkeiten potenzieren.

Insofern ist aCAMPada Berlin – bis jetzt – ein kulturhistorischer Impuls, der jenem gleichkommt, der durch Jesus Christus (oder Gautama Buddha – neben vielen vielen anderen) vor 200o Jahren gesetzt wurde – ohne, das wir da jetzt neue Töchter und Söhne Gottes beschwören wollen. Hier besteht die Chance, das eine Bewegung wächst, die in der Tat die ausweglose Alternativlosigkeit des sich selbst vernichtenden Altsystems durchbrechen kann, weil sie in der Lage ist, all jene abgespaltenen Elemente, die bislang gegeneinander kämpfen, zusammenzufügen.

Das die Polizei vor Ort ihre Arbeit macht, sollte niemanden beunruhigen – einerseits machen sie einen sinnvollen Job in einer Gemeinschaft, andererseits hat das kannibalistische Altsystem für sie bald auch kein Geld mehr, wie der Spiegel berichtet:

Benzin ist rationiert, Außenstellen werden geschlossen – bei der Bundespolizei regiert der Sparhammer. Ein bitterböser Brief eines Beamten zeigt, wie dramatisch die Situation ist: Im Ernstfall solle man ein Auto ausschneiden und aufstellen, im Kreis herumlaufen und „Tatütata“ rufen.

Ich möchte gerne energisch dafür plädieren, die Bewegung von aCAMPada Berlin/Alex 11 sehr ernst zu nehmen – und die einmalige Chance zu sehen, die sich dort bietet. Wer noch Zweifel hat, das es sich lohnt, einfach mal NEIN zu sagen, der mache sich klar, das ab 2030 das „sozialverträgliche Frühableben“ der „Parasiten“ alternativloser Standard sein wird – und ab 2100 die Erde nur noch ein zubetonierter Staubklumpen im All – allerdings mir enormen virtuellen Werten an Euro, Dollar und Renminbi auf den dysfunktionalen Festplatten der Systemrechner.

Es wird in Deutschland schwerer sein den Widerstand zu organisieren als anderswo, weil wir hier an der Vernichtung der europäischen Sozialsysteme erstmal gut verdienen – und somit eine hohe Dichte an Systembütteln haben. Zudem sind wir die ausführende Zentralmacht des Bankenclans in Europa, weshalb man hier mit besonders viel Gegenwind zu rechnen hat.

Andererseits – tun wir ja nur und gerade unsere Pflicht, siehe Wikipedia:

Das in Art. 20 Abs. 4 GG gewährte Recht zum Widerstand ist Bestandteil der freiheitlichen demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und gilt als grundrechtsgleiches Recht.[1] Dieses Recht – 1968 im Zuge der Notstands-Gesetzgebung eingefügt – lautet in seinem Verfassungstext:

„Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.“

Voraussetzung ist, dass ein staatliches Organ oder auch ein Privater es unternimmt, die in Art. 20 Abs. 1 bis 3 GG verankerte verfassungsrechtliche Ordnung zu beseitigen, soweit diese Ordnung gemäß Art. 79Abs. 3 GG unabänderlich ist.[2] Nach dieser Bestimmung ist eine Änderung des GG, durch welche die Gliederung des Bundes in Länder, die grundsätzliche Mitwirkung der Länder bei der Gesetzgebung oder die in den Art. 1 und Art. 20 GG niedergelegten Grundsätze berührt werden, unzulässig. Dazu gehören die Grundelemente der freiheitlichen demokratischen Grundordnung wie insbesondere der Katalog der Menschen- und Grundrechte (vor allem der Menschenwürde und damit eng verbunden die persönlichen Freiheitsrechte sowie das Gleichheitsprinzip), das Rechtsstaatsprinzip, das Demokratieprinzip, die Volkssouveränität, dieGewaltenteilung, die Verfassungs- und Gesetzesbindung von LegislativeExekutive und Judikative, das Republikprinzip und das Sozialstaatsprinzip

Das Urteil darüber, in wie weit die „Verhartzung“ arbeitsloser Mitbürger, die gezielte Vernichtung ihrer Lebensgrundlage und Zukunft, ihre Entrechtung und Sanktionierung bis hin zum möglichen (und auch schon mal eingetretenen) Hungertod die Menschenwürde und die damit verbundenen persönlichen Freiheitsrechte und das Gleichheitsprinzip verletzen, möchte ich den Betroffenen lieber selber überlassen. Ich denke – es wird eindeutig sein.

Bevor wir uns aber wieder alle gegenseitig erschiessen, sollten wir den historischen Kulturimpuls des Miteinanders aufnehmen.

Wäre doch mal eine sinnvolle Alternative in einer sonst so alternativlosen Welt, oder?

Erst recht, wenn man gewahr wird, das man eigentlich und im Prinzip – nicht nur gegen die Massenvernichtung „unwerten Lebens“ auftritt, sondern gegen den drohenden alternativlosen Weltuntergang selbst … der durch den Widerstand eine gesunde, kreative, lebensbejahende Alternative bekommt, an dessen praktischer Ausgestaltung jenseits aller planbaren Utopien diesmal jeder selbst mitarbeiten darf – und muss, auch wenn es sehr unbequem wird.

 

 

 

 

 

 

Die kommende Enteignung Deutschlands … oder der Banken: über Raubwirtschaft und den großen Knall

Wenn Philosophen in die Wirtschaft gehen, wird es gefährlich. Sie gucken anders. Das hängt mit ihrem irrationalen Lebensgefühl zusammen, nicht ganz von dieser Welt zu sein - ist eine Nebenwirkung des Jobs. Wer die ganze Welt in theoretische Systeme packen möchte, der muss sich ziemlich weit von ihr entfernen, um einen Überblick zu bekommen ... je weiter weg, umso besser. Wirtschaft ist da anders - gerade die deutsche Betriebswirtschaftslehre:

Die deutsche Betriebswirtschaftslehre hat sich klar festgelegt. Ihr geht es nur um einen Zweck: die Gewinnmaximierung. Den Managern bleibt dann nur festzulegen, mit welchen Mitteln sie dieses Ziel erreichen.

Das ist eine sehr verengte Sicht von Wirtschaft und letztlich auch vom Menschen.

Wenn Philosophen in die Wirtschaft gehen, wird es gefährlich. Sie gucken anders. Das hängt mit ihrem irrationalen Lebensgefühl zusammen, nicht ganz von dieser Welt zu sein – ist eine Nebenwirkung des Jobs. Wer die ganze Welt in theoretische Systeme packen möchte, der muss sich ziemlich weit von ihr entfernen, um einen Überblick zu bekommen … je weiter weg, umso besser. Wirtschaft ist da anders – gerade die deutsche Betriebswirtschaftslehre:

Die deutsche Betriebswirtschaftslehre hat sich klar festgelegt. Ihr geht es nur um einen Zweck: die Gewinnmaximierung. Den Managern bleibt dann nur festzulegen, mit welchen Mitteln sie dieses Ziel erreichen.

Das ist eine sehr verengte Sicht von Wirtschaft und letztlich auch vom Menschen.

Das sagt Thomas Rusche, ein erfolgreicher deutscher Unternehmer, im Manager-Magazin. Ich gehe also davon aus, das diese Tatsache als bekannt vorausgesetzt werden kann: Gewinnmaximierung ist höchstes Ziel in Deutschland.

Philosophen gucken da schon streng: reine Gewinnmaximierung als Wert einer gesellschaftlichen Gruppierung ist … Räuberethik. Räubern ist es egal, was ihr , Geschäftszweig für Nebenwirkungen hat: Hauptsache, die Rendite stimmt. Von außen sieht man das sehr deutlich. Da wird für den Philosophen die Volkswirtschaft schnell zur Raubwirtschaft – und er freut sich, das er erkannt hat, worum es geht, denn unter dem Titel „Raubwirtschaft“ versteht man viele Erscheinungen der Zeit viel besser – wie zum Beispiel die Flut arbeitsloser Ingenieure, die uns gerade trotz „Fachkräftemangel“ erreicht:

Ich bewerbe mich und bekomme Absagen und bewerbe mich und bekomme Absagen. Das geht jetzt seit einem Jahr so, im nächsten Jahr würde mir Hartz IV drohen, dann müsste ich wirklich von der Substanz leben. Die wenigsten Firmen laden mich zum Gespräch ein, und wenn, dann ist es bisher auch negativ ausgegangen. Dabei sind meine fachlichen Referenzen alle gut, das sagt sogar der Fallmanager bei der Agentur für Arbeit. Ich unterstelle mal, es liegt am Alter. Man hört ja, dass manche Firmen schon keine Über-50-Jährigen mehr in ihren Reihen haben.

So Ingolf Schröder im Spiegel – nächstes Jahr als „fauler Sack“, „arbeitsloser Schmarotzer“ und „Parasit“ auf Hartz IV. Es sind solche Nachrichten, die sehr zornig machen, denn solche Schicksale sollte es in diesem Land nicht geben. Dafür haben wir den Sozialstaat. Wenn Firmen „durchdrehen“ (will heißen, wenn Volkswirtschaft sich in Raubwirtschaft verwandelt), springt der Staat ein um seine Bürger zu schützen, bis die Polizei, Gesetzgeber und Gerichte die Situation wieder unter Kontrolle haben.

Wir haben aber mit Hartz IV andere Zeichen gesetzt: wer Opfer des Bereicherungswahns wird, wird öffentlich abgestraft … und – nicht zu vergessen – auch enteignet.

Ausbildungsversicherung der Kinder, das Ersparte, Bausparverträge, Auto über 7000 Euro … das alles muss weg. Also, Ingolf Schröder: nach dreissig Jahren Maloche lernst Du jetzt wie Millionen andere Deutsche die politische Raubwirtschaft kennen. In dieser Raubwirtschaft ist es nicht verwunderlich, das Menschen, die politisch an der letzen Krise einen deutlichen Anteil hatten, jetzt Karriere in Europa machen. So berichteten wir unlängst über die Personalie Jörg Asmussen, einem Mann, der augenscheinlich aufgrund seiner Verfehlungen sogar zu einer Allianz von FDP, Grünen und Linken geführt hatte und nun – wen sollte das noch überraschen – wieder weiterbefördert wird.

Solche Wunderlichkeiten lassen sich nur in einem System erklären, das von Volkswirtschaft zur Raubwirtschaft mutiert ist.

Während die Täter nun schleichend und fast unbemerkt Karriere machen, wächst die Zahl der enteigneten Opfer ständig – nicht nur unter den arbeitslosen Ingenieuren.

Wie Anleger schleichend enteignet werden – lautet ein aktueller Artikel im Manager Magazin, der nichts mehr und nicht weniger aussagt als: jetzt werden die Sparer enteignet. 

Das werden sie sowieso – wenn sie Immobilienbesitzer sind: ein Luxus, den sich nur noch wenige leisten können. Wer so blöd war, sein Leben lang für eine Immobilie gespart zu haben wird nun merken, das die Finanzknappheit der Gemeinden ihn über die Beteiligung an Straßen- und Kanalsanierung in den Ruin treibt … es sei denn, er ist ein guter Räuber und schafft es, den Wertverlust durch leistungsloses Einkommen zu übertreffen. Wer jetzt weder durch Arbeitslosigkeit noch durch Steuern enteignet werden kann, den schafft die Inflation, die den Staaten die Gelegenheit gibt, ihre Schulden abzubauen, während die Banken sich Anteile an der Realwirtschaft sichern können.

Hier … sind wir dann mitten drin im Täterland, zu Gast beim Bandenchef: den Banken. Sie sind die treibende Kraft hinter all jenem Unwesen, ihre „spätrömische Dekadenz ist die Ursache des Kollaps unserer Volkswirtschaft. Hören wir dazu einen Experten im Handelsblatt:

Es liegt nicht an der Regierung, dass die Banken das Spiel so treiben, wie vor dem ersten Höhepunkt der Finanzkrise. Guido Westerwelle hat ja mal dieses Zitat der Dekadenz der deutschen Unterschicht geliefert. Das Zitat passte im Grundsatz, es unterstreicht nur sein fehlendes Geschichtsbewusstsein, dass er das mit dem Plebs in Verbindung brachte, und nicht mit der Elite. In Rom waren es schon die Eliten, die dekadent wurden – und heute sind es die Bankenvorstände. Und deswegen ist Besserung erstmal nicht in Sicht.

Und gerade weil eben keine Besserung in Sicht ist, ist die Enteignung des deutschen Bürgers eine unumkehrbare Tatsache:

Ludwig Poullain war als Chef der West LB einer der letzten echten Bankiers in Deutschland. Was seine Nachfolger in der Finanzindustrie anstellen, schockiert den Pensionär – und er findet klare Worte:

„Das endet mit dem großen Knall“

Darauf werden wir uns einstellen müssen: der große Knall scheint unabwendbar … es sei denn, die Politik findet den Mut, die großen Geschäftsbanken samt ihres Raubkapitals zu enteignen. Doch das … ist unvorstellbar.

Lauschen wir nochmal Ludwig Poullain:

Wir sehen eine unheilvolle Verquickung zwischen Banken und Staaten. Die ungeheuren Geldmengen, die durch die Notenbanken im Umlauf sind, schreien natürlich nach Verwendung. Deswegen schaffen die Banken ja synthetische Produkte. Um das, was die Notenbanken da machen, Geldpolitik nennen zu können, müsste man Satiriker sein.

Diese unheilvolle Verquickung kann man an Personen festmachen – zum Beispiel an der Person jenes Jörg Asmussen, der trotz aller Kritik immer weiter Karriere macht:

Was Asmussen als „moderne Kapitalmarktgesetze“ bezeichnete, ist die Grundlage für die aktuelle Bankenkrise in Deutschland. Auch Frau Merkel hat sich in ihrer Oppositionszeit für eine Deregulierung des Handels mit forderungsbasierten Papieren stark gemacht. Asmussen saß als Vertreter des Bundesfinanzministeriums im Aufsichtsrat der IKB, die durch Spekulationen mit ABS-Papieren als erstes deutsches Bankhaus Opfer der Krise wurde. Asmussen, der als Steinbrücks Ratgeber gilt, wurde von der Regierung für seine Fehler bei der IKB nicht etwa abgestraft, er wurde von Steinbrück sogar ins Amt des Staatssekretärs berufen.

Sowohl bei der Rettung der Hypo Real Estate, als auch bei der Ausarbeitung des FMStG gilt Asmussen als Spiritus Rector. Wer soll nun von dem Anwalt für kreatives Investmentbanking gesetzliche Regularien erwarten, die eben diese Auswüchse wieder verbieten?

Da wird der Bock zum Gärtner, wie Telepolis schreibt und wir merken, warum wir unserer Enteignung machtlos engegen dämmern. Niemand braucht diese Banken mehr – meint Ludwig Poullain. Vielleicht mit ein Grund, warum die jetzt zu großen Entlassungswellen neigen, obwohl sie noch vor kurzem mit ihren neuen Supergewinnen hausieren gingen.

Scheinbar können die nicht wirtschaften – jedenfalls nicht nachhaltig und zum Nutzen der Volkswirtschaft.

Thomas Rusche (siehe oben) hat etwas sehr Denkwürdiges gesagt:

Künstler spüren, was kommt. Sie sind Seismografen gesellschaftlicher Veränderungen, künden vom Guten und vom Schönen, zeigen den Dreck, die Perversion der Gesellschaft, des Lebens, der Zustände auf.

Ich dachte an … Filmkünstler. An die Flut von irrationalen Zombie- und Vampirmythen, die in vielen Filmen verarbeitet wird. Der Mythos von Dracula (einsamer blutsaugender Adeliger auf seinem Schloss) hatte politisch sehr reale Hintergründe: blutsaugende Adelige entsprachen der jahrhundertelangen Erfahrung der Menschen. Nun drängen sich neue Mythen auf, neue Bilder beschreiben emotionale Reaktionen auf eine rationale Realität:  die Raubwirtschaft der Vampirclans und Zombiehorden.

Man weiß, wo es endet: Vampire und Zombies vermehren sich mit jedem Infizierten, haben sie bald den letzten finanziell gesunden Bürger ausgesaugt und aufgefressen …. kommt der große Knall.

Raubwirtschaft ist nie von Dauer. Wenn es nichts mehr zu plündern gibt, geht die Kultur unter wie das römische Imperium.

Und hier wendet sich der Philosoph dann angewiedert ab und zieht sich zurück in seine Wälder: 2000 Jahre menschliches Drama … und alles wiederholt sich nur.

Wie langweilig.

Und grausam.

Was UFOs und Schweine mit Politik, den „Märkten“ und kannibalistischen Menschenopfern zu tun haben

Eine der für den Normalbürger langweiligsten und unverständlichsten Disziplinen der Philosophie ist die Erkenntnistheorie. "Was für ein Quatsch" denkt man, bis man eines Tages mal wegen einem Verkehrsunfall mit Todesfolge als Angeklagter vor Gericht steht - dort werden dann Erkenntnistheorien auf einmal sehr wichtig. Erfährt man nun weiter, das Erkenntnistheorie sich im Rahmen von Wahrheitstheorien mit der Frage beschäftigt, was eigentlich "Wahrheit" ist, dann winken alle ab (jedenfalls die, die noch nicht vor Gericht oder einer zornigen Ehefrau standen) und sagen: "ich weiß schon, was Wahrheit ist" - ohne zu merken, das sie damit einen großen Schritt in Richtung politischer Diktatur gegangen sind.

Eine der für den Normalbürger langweiligsten und unverständlichsten Disziplinen der Philosophie ist die Erkenntnistheorie. „Was für ein Quatsch“ denkt man, bis man eines Tages mal wegen einem Verkehrsunfall mit Todesfolge als Angeklagter vor Gericht steht – dort werden dann Erkenntnistheorien auf einmal sehr wichtig. Erfährt man nun weiter, das Erkenntnistheorie sich im Rahmen von Wahrheitstheorien mit der Frage beschäftigt, was eigentlich „Wahrheit“ ist, dann winken alle ab (jedenfalls die, die noch nicht vor Gericht oder einer zornigen Ehefrau standen) und sagen: „ich weiß schon, was Wahrheit ist“ – ohne zu merken, das sie damit einen großen Schritt in Richtung politischer Diktatur gegangen sind.

In philosophischen Diskussionen hatte ich einige Lieblingsbeispiele für „Wahrheit“ – das Sprechen über Geister zum Beispiel. „Gott“ ginge auch, wird aber ganz schnell politisch oder enorm kompliziert.  „Ich glaube nicht an Gott“ ist philosophisch gesehen ein Nonsenssatz mit der gleichen Wahrheitsqualität wie der Satz „Ich glaube nicht an die Sonne“.  Sätze dieser Art entspringen dem Konsumdenken der Moderne, das dem Menschen beigebracht hat, das er alles haben kann, was er will. Lange Zeit dachte ich im Übrigen, der Satz „Ich glaube an Gott“ wäre das Gegenteil des ersteren, doch das stimmt nicht: aus der Perspektive der Gläubigen ist dieser Satz der Sprachcode für eine erlebte Wahrheit – das ist eine ganz andere Kategorie. Politisch brandgefährlich wird diese Art der Wahrheitsgestaltung durch „Setzung“ von Wahrheiten, weil sie den nächsten – in letzter Zeit gelegentlich schon mal zu vernehmenden – Satz den Weg bereitet: „Ich glaube nicht an die Demokratie“.

Jetzt wird es brenzlig, oder?

Wenn die Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr „an die Demokratie glaubt“, darf sie dann abgeschafft werden?

Und was kommt dann?

Wir merken: letztendlich entscheidet Erkenntnistheorie über erschießen müssen oder erschossen werden. Die Philosophie kann uns dabei nicht helfen – der Gipfel ihrer Erkenntnis ist: Ich weiß, das ich nicht weiß. Daraus erklärt sich, das Philosophen toleranter  gegenüber alternativen Wahrheiten sein können als Bundeskanzlerinnen oder Wirtschaftsexperten, die alles wissen und die Folgen dieses Wissens vom ganzen Volk bezahlen lassen. Eine dieser alternativen Wahrheiten wird langsam ernst: das UFO an und für sich.

Im Prinzip haben UFO-Geschichten viele Ähnlichkeiten mit Elfenmärchen und anderen Geschichten über Begegnungen mit der „Anderwelt“, nur sind sie in der Form dem Zeitgeist angepasst. Es sind Geschichten, wie sie sich die Menschheit schon seit Jahrtausenden erzählt und wer die Historie der UFO-Berichte durchgeht, wird merken, das in der Tat die UFO-Berichte im 19.Jahrhundert noch ganz primitive UFO´s hatten: steuerbare Luftschiffe über San Franzisko, wie sie erst einige Jahre später Wirklichkeit wurden. Kein Grund also, sich über UFO´s Gedanken zu machen, noch sich zu dem völlig sinnentleerten Satz hinreißen zu lassen: „Ich glaube nicht an UFO´s“.

Spannend wird es in dem Moment, wo ein Erforscher moderner Mythen an seine Grenzen stößt: Professor David Jakobs, der eigentlich nur Ufos als Bestandteil amerikanscher Kulturgeschichte beschreiben wollte letztlich zu dem Ergebnis kam, das die Mythen einen wahren Kern haben – und einen erschreckend dunklen.

Noch spannender wird es, wenn die Mythen mit der Sphäre der Politik kollidieren, wie „Grenzwissenschaften-aktuell“ berichtet.

“Wir konnten nicht einfach sagen ‘da ist etwas in unserem Luftraum; Piloten haben sie gesehen; Sie wurden mittels Radar erfasst; manchmal haben wir Jets gestartet um sie zu verfolgen, aber wir konnten sie nicht erwischen’. Das wäre ein Eingeständnis dafür gewesen, dass wir die Kontrolle über unseren eigenen Luftraum verloren haben. Eine solche Position wäre unhaltbar gewesen.” 

Jedes Mal wenn das MoD einen neuen Bericht eines Piloten erhielte, seien entsprechende Radaraufzeichnungen überprüft worden. „Wir erzählten der Öffentlichkeit, dass uns das Alles nicht interessieren würde und alles Unsinn sei. In Wirklichkeit drehten wir uns verzweifelt im Kreis und verfolgten alles bis ins Detail”, erläutert Pope und entschuldigt sich dafür, dass auch er Teil dieser Politik gewesen war. 

Natürlich verfolgt die Luftwaffe „UFO´s“ bis ins Detail – das ist ihr Job. 1939-1945 waren die UFO´s in den meisten Fällen deutsche Jagdbomber, nach 1945 sowjetische Spionageflugzeuge. „UFO“ ist in erster Linie nichts weiter als ein „unbekanntes Flugobjekt“, diese unbekannten Flugobjekte im eigenen Raum zu stellen und notfalls abzuschiessen ist oberste Aufgabe der Luftwaffe, um ein weiteres Coventry zu vermeiden. Wenn die Jets die Eindringlinge nicht erwischen können, ist Alarmstufe Rot angesagt: dann hat „der Russe“ Bomber, die schneller sind als die eigenen Jäger – das ist keine Kleinigkeit für Militärs, die bei „UFO“ in erster Linie rational an Stealth-Flugzeuge anderer Länder denken, weil man selber ja auch gerne mit seinen Flugzeugen über andere Länder fliegt.  Wenn ein fremdes Land über die Technik verfügt, sich ungestört im eigenen Luftraum zu bewegen, dann ist das ein schwerer Schlag für das Militär.

Wir Normalbürger denken bei „UFO“ jedoch eher an kleine grüne Männchen.

Warum eigentlich?

Nun – unter anderem Aufgrund der Nachrichtensammlungen von Charles Fort:

Charles Fort spekulierte schon 1919 über außerirdische „Besucher“, deren „Eigentum“ die Erde sei, und kann somit als ein Vorläufer der Prä-Astronautik und der Ufologie gelten. Zu beachten ist jedoch, dass Fort ausdrücklich betonte, nicht an seine Theorien zu glauben, die er ad hoc zur Erklärung der von ihm gesammelten Phänomene aufstellte.

Ein sehr sympathischer Mann, dieser Charles Fort. „Phänomene“ fordern immer Theorien heraus – aber der Philosoph weiß, das sie nicht wahr sein müssen. In diesem besonderen Falle können sie aber sehr nützlich werden – politisch gesehen: das Thema UFO (jetzt mal wirklich als „kleine grüne Männchen“ definiert) berührt inzwischen sogar Expertenkreise:

Welche Auswirkung würde der direkte Kontakt mit einer intelligenten außerirdischen Spezies für die Menschheit haben? Neben zahlreichen philosophischen Bemühungen um eine Antwort, hängt diese doch hauptsächlich davon ab, welche Absichten die Außerirdischen selbst hätten. Gemeinsam mit Kollegen der „Planetary Science Division“ der NASA haben Wissenschaftler der „Pennsylvania State University“ sich dieser Frage angenommen und drei mögliche Grundszenarien in einer 33 Seiten starken Studie ausführlich diskutiert. 
Warum diskutiert man so etwas – wo es doch UFOs gar nicht gibt?
Alle Antworten der Wissenschaftler aus dieser Studie (…gute, böse, giftige Ausserirdische und ihre Konsequenzen für uns im Alltag) tragen überraschenderweise einen gemeinsamen Grundkonsens in sich: das wir in irgendeiner Weise von Bedeutung für sie sind.
Darf ich einmal kurz über unsere aktuellen Nachrichten einen Blick schweifen lassen – als „Klaus vom Sirius“?
Ich sehe eine Kultur, die zwecks persönlicher Bereicherung unnötige Operationen an ihren Mitmenschen vornimmt, ihre Mitmenschen zwecks Produktion von Langneseeis mithilfe privater Terrorbanden vom Land verjagt, ihr eigenen Kinder per Gesetz in Armut hält und sich an den Versuchen der Hilfeleistung der Familie bereichert um das so eingesparte Geld großen Konzernen in den Rachen zu werfen, eine Kultur, die sich unnütze Medizin erst bezahlen lässt, um sie anschließend teuer zu verbrennen, die gezielt jene Art der dominanten Lebensform auslöscht, die ausnahmsweise mal in Harmonie mit den anderen Lebensformen lebt, dafür aber eine Wesenheit geschaffen hat, die die Gattung „Mensch“ gezielt in den Untergang treibt: den Konzern bzw. „die Märkte„:
Dieser neue Kapitalismus hat die Ideale und Stärken der Demokratien in einem Maß untergraben, wie kein äußerer Feind es gekonnt hätte. Die „Märkte“ sind zur Parallelgesellschaft des 21. Jahrhunderts geworden. Sie können jenseits der für alle anderen gültigen Maßstäbe von Haftung und Verantwortung handeln. Sie sind im Vorteil, denn sie kennen die Regeln der Vielen und nutzen sie zu ihrem Zweck, während die Vielen die Mechanismen weder durchschauen noch beherrschen können, mit denen Ratingagenturen ganze Staaten abstufen oder Hedgefonds mit Leerverkäufen auf Verlust und Niedergang von Nationen wetten. Sie sind immer im Vorteil, denn sie verdienen nicht nur an konstruktiven Erfolgen, sondern auch an Niederlagen und Pleiten.
Ich erkenne mit Grausen Parallelen zum Opferkult der Azteken und merke, das das Prinzip immer noch das Gleiche ist: man opfert Menschen und weidet sie aus, um den Fortbestand der Welt zu sichern. Opfert man zuwenig (man nennt das gerne „soziale Einschnitte“, „alternativlose Reformen“, „notwendige Strukturanpassungen“), dann wird der Markt unruhig, jener Markt, der bei den Azteken noch Xipe Totec hieß:
Xipe Totec war der Kriegs- und Fruchtbarkeitsgott der Azteken. Die Opferung für Xipe Totec sollte einen positiven Einfluss auf die Maisernte haben. Die Opfer, meist Kriegsgefangene, wurden an einen Pfahl gefesselt und von aztekischen Kriegern mit Pfeilen durchbohrt. Danach zog man ihnen die Haut ab, die anschließend 20 Tage vom Priester getragen wurde. Damit sollte das neue, grüne Kleid, das der Frühling der Erde bringt, symbolisiert werden. Die ausgetrocknete Haut wies noch die Noppen der Fettschicht auf und soll knackende Geräusche beim Tragen von sich gegeben haben. Die Gesichtshaut trug der Priester alsMaske.
Das war für die ganz normal. Heute ist es noch ähnlich … man nennt es nur anders:
Herzstück von Obamas Rede wird jedoch die Forderung nach noch härteren Einschnitten in den Staatsausgaben sein. Ein „übergreifendes Komitee“ aus republikanischen und demokratischen Kongressabgeordneten ist auf Grund eines Abkommens zwischen Obama und den Republikanern im Repräsentantenhaus vom Anfang des Monats damit beauftragt worden, anderthalb Milliarden Dollar an Streichungsmöglichkeiten für die kommenden zehn Jahre ausfindig zu machen.
Selbst in der kleinen, früher mal sehr sauberen Bonner Republik hat sich der Geist der Märkte etabliert und die zarten, hoffnungsvollen Pflänzchen von Zivilisation und Kultur zerstört, wie die Stuttgarter Christen bemerkt haben:
Es sind klare Belege dafür bekannt geworden, dass die Deutsche Bahn AG als Vertragspartnerin der Landesregierung wissentlich falsche Angaben zu den Kosten von Stuttgart 21 gemacht hat.
Dieselben Belege zeigen, dass die Vorgänger-Regierung über diese von der Bahn bewusst zu niedrig angegebenen Kosten informiert war, aber trotzdem Parlaments-Beschlüsse zum Projekt herbei geführt hat, die von falschen Kostenangaben ausgehen.
Hier stehen massive Rechtsbrüche gegenüber dem Land, seinem Parlament und seinen Bürgern im Raum. Ein Justizminister, der sein Amt ernst nimmt und Schaden vom Land abwenden will, darf dazu nicht schweigen.
Ich – immer noch als „Klaus vom Sirius“ – wundere mich und schätze diese kleinen Ansätze von Anstand und Moral, werde jedoch schnell wieder nüchtern, wenn ich merke, das aus dem Geist der Aufklärung der Geist von DOOF-ONLINE geworden ist.
Das diese Kultur aber denkt, wir Demokraten der intergalaktischen Bundesrepublik würden nur ansatzweise darüber nachdenken, bei ihnen zu landen und mit ihnen zu reden, verwundert uns sehr. Eine Kultur, die vom Steinzeitalter über Bronzezeit und Eisenzeit direkt in das Müllzeitalter marschiert ist und kannibalistische religiöse Kulte pflegt (und nichts anderes ist für uns vom Sirius der Kult um den „Markt“ samt seiner tödlichen Folgen für Millionen von Menschen in aller Welt) ist für uns so kontaktfähig wie ein tätiger Vulkan. Müllzeitalter? Nichts anderes machen die auf ihrer „Erde“: tagaus tagein verwandeln sie natürliche Ressourcen in Müll und begehen so letztendlich kollektiven Suizid.
Sie sollten auch ob unsere Einstellung nicht verwundert sein: sie selbst würden nicht freiwillig auf einer armen, vermüllten, von geisteskranken Kannibalen bewohnten und von immer mehr tödlichen Giften durchtränkten Insel landen wollen, jene Kulturen haben auch ihre Reisenden im 18. Jahrhundert weiträumig gemieden.
Die einzigen Begegnungen, die diese Wesen mit den Demokraten der intergalaktischen Bundesrepublik haben, sind jene Momente, wo man Aufgrund einer Reifenpanne kurz am zugemüllten Straßenrand parken muss, bis es das UFO wieder tut.
Was das ganze nun mit Erkenntnistheorie zu tun hat?
Nun, nach den Maßgaben der Erkenntnistheorie sind UFOs „wahr“: es liegen hinreichend empirische Beobachtungen vor und zudem wäre es rational anmassend, davon auszugehen, das wir die einzigen intelligenten Wesen auf milliarden und abermilliarden Planeten sind. Nur völlig Wahnsinnige wären so egozentrisch anzunehmen, sie seien die Krone der intergalaktischen Schöpfung. Wenn Empirie und Ratio eine Wahrheit gemeinsam finden, dann dürfen wir das als wahr ansehen – und dürfen uns für kurze Zeit in die Perspektive des „Klaus vom Sirius“ versetzen und uns der peinlichen Frage stellen:
Wären wir überhaupt wert, von Zivilisationen kontaktiert zu werden, die das Müllzeitalter schon vor hunderttausend Jahren erfolgreich überwunden hatten (oder es nie durchleben mussten), Zivilisationen, die – gemäß der Visionen von Immanuel Kant vom Zeitalter des „Ewigen Friedens“  – seit fünfzigtausend Jahren keinen Krieg, keinen Betrug, keine Krankheit, keine Ausbeutung, keine Diebstähle, keine Armut, keine Vergewaltigungen, Kinderschändungen, Morde oder Folterungen kennen?
Müssen wir uns nicht eher vor Breitseiten der Schlachtschiffe intergalaktischer Kammerjäger fürchten, die den Übergriff der „Märkte“ auf ihre Planeten unterbinden wollen?
Und da merken wir auf einmal, das der Gedanke an reale UFOs dem Denken überraschende Wendungen verleiht … und sehr politisch wird. Man merkt, das die Unterdrückung von Wahrheiten über UFOs einen ganz politischen Grund haben kann: die Herrschaft der „Märkte“ könnte in Gefahr geraten, wenn wir mit Kulturen in Kontakt kommen, die seit Jahrtausenden von praktischer Vernunft geprägte Menschlichkeit leben, die Priester der Märkte würden ihre Überflußversorgung in Gefahr sehen.
Wären wir wert, bemerkt zu werden … oder steht ein Schild am galaktischen Straßenrand, kurz vor der Ausfahrt „Erde“: „Vorsicht – BIOHAZARD!“
Vielleicht noch ein kleiner Abschiedsgruß von „Klaus von Sirius“ – als Entscheidungshilfe sozusagen?
   Tierschützer protestieren gegen die Massenopferung mehrerer Hundert zwangsernährter Schweine morgen am 24. August in Taiwan. Das betäubungslose rituelle Töten der Tiere für den „Schweine-Opfer-Wettbewerb“ in Hsin Chu findet während eines religiösen Festes statt.

    Das schwerste Schwein gewinnt. Nach dem Wettbewerb wird den übergewichtigen Tieren ohne jede Betäubung die Kehle durchgeschnitten. Zur Vorbereitung auf den grotesken Wettbewerb werden die Schweine bis zu zwei Jahre lang zwangsernährt. Manche müssen Sand oder schwere Metallteile schlucken, um ein möglichst hohes Gewicht auf die Wage zu bringen – obwohl auch ohne diese zusätzliche Tierquälerei einzelne Tiere mehr als 600 Kilogramm wiegen können.  

Warum nun Klaus vom Sirius bei der Schweinegeschichte an den deutschen Steuerzahler dachte, bleibt sein Geheimnis.

 

 

Der brutale Kampf um die Macht: Bürgerkrieg in Deutschland 2011

Der letzte wirklich echte Philosoph war Arthur Schopenhauer. Er war der letzte, der es wagte, alles Einzelwissen zu einem großen Bild zu vereinen. Seitdem - arbeiten wir anders. Wir gründen immer neue Wissenschaften, die sich immer mehr in die Details einarbeiten, aber für das große Bild interessiert sich keiner mehr. Immerhin: wer hätte als Einzelner schon den Mut, sich einer Armee von Einzeldisziplinen in den Weg zu stellen? Dabei liegt hierin gerade die große Chance unserer Zeit - wir kommen gar nicht mehr daran vorbei. Wenn wir alles Missbehagen an der Kultur nicht dem Wirken dunkler menschenfeindlicher Verschwörer anlasten wollen, dann brauchen wir eine neue Philosophie, hinter der sich Menschen vereinen können. Kapitalismus und Kommunismus waren einmal solche Philosophien, die sich in erster Linie gegen den Adel richteten (der sich aber - so steht zu vermuten - zu wehren wußte. Adel plant immer langfristig). Deshalb ist es schön zu sehen, das sich wieder einmal jemand an ein großes Werk gewagt hat - zu einer Zeit, die große Werke braucht. Francis Fukuyama, der schon das Ende der Geschichte prophezeit hat, hat ein neues Werk hervorgebracht, eine Beschreibung dazu findet man hier im Handelsblatt. Schon der Titel ist eine Provokation, spricht der doch von dem "Brutalen Kampf um die Macht". So etwas hört der Deutsche nicht gerne.

Der letzte wirklich echte Philosoph war Arthur Schopenhauer. Er war der letzte, der es wagte, alles Einzelwissen zu einem großen Bild zu vereinen. Seitdem – arbeiten wir anders. Wir gründen immer neue Wissenschaften, die sich immer mehr in die Details einarbeiten, aber für das große Bild interessiert sich keiner mehr. Immerhin: wer hätte als Einzelner schon den Mut, sich einer Armee von Einzeldisziplinen in den Weg zu stellen? Dabei liegt hierin gerade die große Chance unserer Zeit – wir kommen gar nicht mehr daran vorbei. Wenn wir alles Missbehagen an der Kultur nicht dem Wirken dunkler menschenfeindlicher Verschwörer anlasten wollen, dann brauchen wir eine neue Philosophie, hinter der sich Menschen vereinen können. Kapitalismus und Kommunismus waren einmal solche Philosophien, die sich in erster Linie gegen den Adel richteten (der sich aber – so steht zu vermuten – zu wehren wußte. Adel plant immer langfristig). Deshalb ist es schön zu sehen, das sich wieder einmal jemand an ein großes Werk gewagt hat – zu einer Zeit, die große Werke braucht. Francis Fukuyama, der schon das Ende der Geschichte prophezeit hat, hat ein neues Werk hervorgebracht, eine Beschreibung dazu findet man hier im Handelsblatt. Schon der Titel ist eine Provokation, spricht der doch von dem „Brutalen Kampf um die Macht“. So etwas hört der Deutsche nicht gerne, das hört sich politisch unkorrekt an.

Trotzdem … mag es wahr sein.

Fukuyama spannt einen großen historischen Bogen um eben jenen brutalen Kampf um die Macht, der letztlich der Kampf des Stammes gegen den Staat ist – und es ist nicht ausgeschlossen, das die Stämme letztlich gewinnen. Wer meint, das Thema sei jetzt zu philosophisch, der irrt, denn der Kampf Staat gegen Stamm tobt momentan gerade mit unerbittlicher Härte … nur sehen wir das nicht, weil wir die Perspektive nicht haben.

Ein Beispiel: die CSU randaliert gerade gegen die Bildungspläne der CDU, so berichtet die Welt. Der Hintergrund ist furchterregend: es gibt Pläne für „Erziehungsverträge“ mit Eltern, die festlegen sollen, was Eltern bei der Erziehung zu leisten haben – inklusive der Sanktionen bei Misserfüllung der Verträge. Kinder werden staatliches Eigentum, Eltern unbezahlte Angestellte.

Ein anderes Beispiel: Stämme mit Geld (so kann man ohne weiteres die Netzwerke der – oft Adeligen – Großinvestoren nennen … oder auch die Hedgefonds, Parteien oder Unternehmerverbände) erpressen Staaten zum Zwecke der Aufhäufung leistungsloser Vermögen: die „Rote Pille“ beschreibt das sehr schön und nennt auch die einzig mögliche Lösung unserer Probleme: die sofortige umgehende Vernichtung aller Staatsschulden weltweit durch einen Willensakt des Souveräns.

Das könnten wir. Niemand könnte uns daran hindern, das sofort morgen zu tun. Es würde den reichen Stämmen (früher: Adelsclans) weniger Zinsen einbringen, sie müssten – oh Graus – eventuell sogar wieder arbeiten gehen anstatt von Steuergeldern (Zinsen kommen letztlich alle daher)  zu leben, aber: anders kommen wir Bürger da nicht heraus.

Das wissen auch die reichen Stämme (auch: „Familien“ genannt), weshalb die uns massiven Konsumverzicht predigen wollen, damit die weiter ihre Zinsen bekommen – anders kann ich den Aufruf zum Sparen für Staaten und Private in der Baseler Zeitung kaum verstehen. Das sich Griechenland durch die Sparmaßnahmen aktuell in einen Unternehmensfriedhof verwandelt, stört die angeblichen Apostel der freien Wirtschaft nicht, längst hat sich die Zinswirtschaft von der Volkswirtschaft und den real produzierenden Unternehmen verabschiedet und führt ein geisterhaftes Eigenleben im virtuellen Raum, welches in Folge – wenn wir nichts ändern – in „grauenhafte Szenarien“ umschlagen kann – jedenfalls sieht das der griechische Vizepremier laut Süddeutscher Zeitung so.

Das auf uns zunehmend Kriege, zunehmende Polizeibrutalität und zunehmende politische Lügen warten, wird von manchen Experten offen geäußert, die Praxis der USA bei der „Terrorbekämpfung“ zeigt, das wir uns als zivilisierter Westen schon lange von unseren Werten verabschiedet haben: Kampf um die Macht ist halt brutal und kein Sängerstreit.

Politische Lügen? Besuchen wir einfach mal die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit am 27.6.2011, um uns davon zu überzeugen, das die Arbeitslosigkeit dieses Land nicht mehr heimsucht. 3,2 Millionen „Bewerberprofile“ warten dort auf uns – und 844 000 offene Stellen. Offiziell haben wir aber gar keine 3 Millionen Arbeitslosen mehr – jedenfalls in manchen Medienberichten, die wohl anders zählen als die BA. Dafür haben wir aber Hartz IV, den brutalen Eingriff des Staates in das Leben des Souveräns. Des Staates? Einfach mal schauen, wer genau alles an dem Gesetz gebastelt hat, dann sieht man, das Hartz IV das Signal war, das die Stämme (oder auch: Verbände) den Staat überwältigt haben. Der König ist zugunsten des Adels entmachtet worden: Bürgerkrieg wäre angesagt, denn Hartz IV stellt eine Zäsur des bürgerlichen Lebens da, die es so nie zuvor gab. Da gibt es auch die – eigentlich verbotene – Sippenhaft, die drastisch wird, wenn man es wagt, mit einem „Hartz-Abhängigen“ eine Beziehung einzugehen. Die Frankfurter Rundschau berichtet aktuell von dem Horror, der dann auf einen wartet: Hartz IV als Beziehungskiller.

Da hilft nur Bürgerkrieg – oder aufgeben.

Noch ein Beispiel? Was geschieht, wenn ein Stamm zur Macht kommt: ein Stamm, der sich friedlich gab, friedensbewegt war, gegen Atom und für den Bürger? Er verrät seine Werte, sobald die Macht in die Nähe kommt, wie aktuell die Grünen bei ihrem Schulterschluss mit Schwarz-Gelb. Wichtig ist der Stamm – nicht der Staat, der Bürger oder die Umwelt. Deutlicher als bei den Grünen kann man das kaum noch zeichnen, allerdings geben sich die Linken gerade Mühe, das gleiche noch einmal zu wiederholen – diesmal jedoch mit sozialen Themen.

Fukuyamas Perspektive – ich denke, das merkt man schnell – ist nicht aus dem Nichts gegriffen.

Warum erfahren wir da nichts mehr drüber? Warum ist diese für uns existentiell wichtige Perspektive in den Medien kaum zu finden? Weil die Stämme (Clans, Familien, Bruderschaften) – wenn man sie nur lange genug wachsen lässt – alle Machtpositionen infiltrieren und Gegenmächte systematisch abbauen. Auch wenn sie untereinander zerstritten sind wie CDU und SPD, so haben sie doch den Souverän (den König, um im Bild zu bleiben) als gemeinsamen Feind, der ihnen den Zugriff auf die Steuergelder verwehrt – was es zu verhindern gilt. Dazu braucht man nicht immer Killerkommandos, dazu reicht es manchmal, wenn man die wirtschaftliche Basis eines Berufsstandes austrocknet. Verdient der italienische Journalist zum Beispiel nur noch fünfzig Cent pro Artikel, erhängt er sich im Garten … oder schreibt brav nach Vorschrift. Tut er das nicht, macht es eben ein anderer.

Zu den Wenigen, die sich dem System nicht unterwerfen, gehört John Pilger, dessen Interview gerade im Publik-Forum erschienen ist. Es sind klar Worte zum Zustand der Medien – und des politischen Systems in dem wir uns befinden, Worte, die ich niemandem vorenthalten möchte:

Wir im demokratischen Westen sind gut darin trainiert, unsere Regierungen als wohlmeinend und »außergewöhnlich« zu betrachten, besonders die Amerikaner. Wenn wir die jüngste Vergangenheit Europas sowie Amerikas Eroberung des eigenen Landes betrachten, ist das ein bemerkenswerter Mythos. Lesen Sie die Dokumentation im Werk des amerikanischen Historikers William Blum: Seit dem Zweiten Weltkrieg haben die USA fünfzig Regierungen gestürzt und zerschlagen, darunter viele Demokratien, und zahlreiche Befreiungsbewegungen zerstört.

Das wissen wir alle – und zwar schon lange. Unser „Training“ hindert uns jedoch daran, das auch wirklich wahr zu nehmen und das Wissen konsequent umzusetzen. Gegen die wahre Macht im Staat sind wir mitlerweile ohnmächtig, was uns gerade am Beispiel von Stuttgart 21 vorexerziert wird. Das wird gebaut, ob wir wollen oder nicht. Und wir werden schon Mühe haben, das zu erkennen, weil „Medien“ oft nur „Agenten der Macht“ sind:

Die Ursache dafür ist, dass der überwiegende Teil des institutionellen Journalismus an einem etablierten Konsens festhält – der die Prioritäten des Staates mit umfasst – und deshalb sehr voreingenommen und, wenn Sie so wollen, »unausgewogen« ist. Wer sich weigert, zu dieser Mediengöttlichkeit zu stehen, ist ein Ketzer – doch eigentlich sprechen diese Ketzer die Wahrheit, denn sie sind nicht von den Anmaßungen und Vorurteilen sowie der Disziplin der Institution und deren oft schändlichen Beziehung zum Staat gefesselt. Sie sind die Agenten des Volkes, während institutionelle Journalisten – mit ehrenwerten Ausnahmen – Agenten der Macht sind…

Klare Worte eines Journalisten, der offen sagt, das es die Millionen Toten im Irak nie gegeben hätte, wenn der Journalismus seine Arbeit richtig gemacht hätte. Der Journalismus ist allerdings weitestgehend zur Hofberichterstattung verkommen, weshalb Verschwörungstheorien blühen wie nie. Kein Wunder, wenn ein Peer Steinbrück nach seinem Bilderbergertreffen mit führenden Stammesvertretern plötzlich laut Focus seine Haltung zur Kanzlerkandidatur ändert. Obwohl die Medien beständig dementieren, das diese seit sechzig Jahren ablaufenden geheimen Treffen völlig bedeutungslos und nichtssagend sind, gibt es bei alternativen Medien schon lange den Verdacht, das dort Kanzler gemacht werden.

So finden wir uns – wenn wir Fukuyama folgen – an einem historisch denkwürdigen Punkt: der neue Adel – die Kaste der „Manager“ –  überwältigt den König, der diesmal ein bzw. alle Bürger war. Das klassische Szenario für einen Bürgerkrieg. Der Krieg läuft auch tagtäglich vor unseren Augen ab – wir deuten ihn nur anders. Uns wird deshalb ja auch immer erklärt, das das, was da abläuft, „alternativlos“ ist.

Das ist das neue Element in einer medial vernetzten Massengesellschaft: „Stell´ Dir vor, es ist Krieg und keiner merkts“.

Wir merken es aber – jeden Tag. Wie bei jedem Krieg geht es um unser Geld. Und das greift der neue Adel gerade großflächig ab – woran man sehen kann, das sie den Bürgerkrieg eigentlich schon gewonnen haben. Der König … ist tot. Oder kriegt Hartz IV, was so ziemlich dasselbe ist. Oder … könnte irgendwann im Laufe seines unsicheren Erwerbslebens auch mal auf Hartz IV angewiesen sein – was wahrscheinlich ist.

Der König kann aber wieder auferstehen, neu geboren werden. Wir werden ihn brauchen, um die Macht der Stämme zu brechen, die ansonsten die Staaten zerreissen werden. Das ist gut für den Stamm, aber schlecht für das Individuum. So unangenehm der Staat auch ist … wir brauchen ihn, um die Stämme daran zu hindern, das Volk zu vergewaltigen.

Und wir werden uns langsam mit dem Gedanken anfreunden müssen, das wir nach Abschluss der Verhandlungen Gewalt anwenden müssen. Der Kampf um die Macht ist halt … brutal. Das Startsignal ist eigentlich schon gegeben: es wird nicht mehr verhandelt, Politik ist alternativlos geworden.

Einfach mal die Griechenlandberichterstattung querbeet lesen: der Steuerzahler wird nicht darum herumkommen, zu bezahlen – so oder so.

Wenn die Griechen laut Focus gegen die „oberen Zehntausend“ revoltieren, so zeigen sie, das sie das Prinzip verstanden haben: der Adel muss wieder weg, wieder einmal sind wir in einer historischen Situation, wo er das Land erwürgt.

Doch die Aufgabe ist jetzt ungemein schwieriger geworden … schnell wird aus einer Gegenbewegung nur ein neuer Stamm, der sich mit den anderen Adeligen die Macht teilt. Folgen wir Fukuyama in seiner Deutung … dann müssen wir uns vielleicht mit dem Gedanken anfreunden, was der Traum vom freien Individuum ausgeträumt ist, denn auch wenn der Stamm gewinnt: innerhalb des Stammes gibt es soviel Freiheit wie innerhalb eines Großkonzerns. Man ist solange frei, wie man das macht, was der Patriarch sagt.

Und das merken gerade ebenfalls viele … in Firmen, Verbänden, Konzernen, Familien, Parteien, Kirchen und anderen stammesähnlichen Verbindungen, die den Staat gerne ausgelöscht sehen, um sich selbst besser entfalten zu können.

Da bleibt vielleicht ja doch noch Hoffnung, das das Ende der Geschichte nicht so ausfallen wird wie zu erwarten, zumal das Internet so langsam anfängt, ein Gegengewicht gegen den etablierten Stammesjournalismus zu schaffen. Das kann helfen, den Menschen aufzuzeigen, das das System von Korruption und Vetternwirtschaft letztendlich nur jenen dient, die die Macht im Stamme haben.

Das hatten wir schon einmal … und darum haben wir Revolution gemacht, an der sich auch viele Adelige beteiligt hatten, die erkannt haben, das Stämme letztendlich am Ende ihrer Entwicklung nur Leibeigene und Vogelfreie kennen.

Aufklärung kann halt manchmal Wunder bewirken, auch wenn sie lästig und mühsam ist.

Das Leben nach dem Tod

Schon mal über den Tod nachgedacht? So als moderner, aufgeklärter Mensch? Nein? Aber Sie wissen doch, das sie Sterben können oder? Das Sie mit absoluter Sicherheit sterben werden - wahrscheinlich qualvoll im kostenminimierten Altenheim. Der Tod ist die einzige sichere Gewissheit im Leben. Den Rest kann man in Frage stellen. Schaut man mal bei Wikipedia nach, so merkt man, wie wenig Gedanken sich das christliche Abendland über den Tod macht, ja noch nicht mal seine Definition ist klar - angesichts der zukünftigen Praxis der Organspenden ein nicht unwichtiger Aspekt. Schnell ist man der Definitionshoheit eines naturwissenschaftlich ausgebildeten Mediziniers überantwortet, der dringend ein Herz braucht und hier vielleicht ... etwas zu weit deutet.

Schon mal über den Tod nachgedacht? So als moderner, aufgeklärter Mensch? Nein? Aber Sie wissen doch, das sie Sterben können oder? Das Sie mit absoluter Sicherheit sterben werden – wahrscheinlich qualvoll im kostenminimierten Altenheim. Der Tod ist die einzige sichere Gewissheit im Leben. Den Rest kann man in Frage stellen. Schaut man mal bei Wikipedia nach, so merkt man, wie wenig Gedanken sich das moderne christliche Abendland über den Tod macht, ja noch nicht mal seine Definition ist klar – angesichts der zukünftigen Praxis der Organspenden ein nicht unwichtiger Aspekt. Schnell ist man der Definitionshoheit eines naturwissenschaftlich ausgebildeten Mediziniers überantwortet, der dringend ein Herz braucht und hier vielleicht … etwas zu weit deutet.

Die Art des Sterbens beschäftigt uns schon mehr – wie alle Menschen vor uns. Ruhig und zufrieden im Kreis unserer Lieben zu verscheiden, wird allerdings viel weniger Menschen vergönnt sein als früher. Wir sterben allein im Krankenbett, weil die Kinder nicht mehr soviel Urlaub haben und viel zu weit weg wohnen, wenn es plötzlich soweit ist … falls da überhaupt Kinder vorhanden sind. Gepflegt werden wir möglichst kostengünstig, wahrscheinlich durch Menschen, deren Sprache wir kaum verstehen.

Der früher gefürchtete einsame Tod in der Fremde – das wird unserer sein. Aller Wahrscheinlichkeit nach. Mit steigender Wahrscheinlichkeit sind „Psychische und Verhaltensstörungen“ darunter, denn die stiegen innerhalb von 2 Jahren um knapp 50 % an. Iatrogene (also durch den Arzt verursachte) Todesfälle werden nicht erfasst, würden sie es, so hätten sie mit 85000 Fällen im Jahr eine gute Chance auf Platz 3 aller Todesursachen (nach Herz und Krebs).  Auch hier spielt die Definition eine wichtige Rolle.

Soweit wir wissen können, gehören wir modernen, aufgeklärten Menschen zu den Kulturen, die den Tod am Weitesten aus ihrem Denken und Leben herausdefiniert haben. „Es gibt ein Leben vor dem Tod“ – so unser trotziger Spruch. Dieses verläuft zwar selten so, wie von uns gewünscht und bringt soviel Ungemach, das Hochkulturen jene von den Göttern geliebt wähnten, die jung starben, aber es war alles, was uns geblieben ist.

In festem Schulterschluss haben Marxismus und Kapital gezielt und bewusst den Tod aus dem Leben herausgefiltert. Die einen brauchten Menschen, die bereit waren zu morden, die anderen brauchten Menschen, die neben dem Morden noch maximal konsumieren konnten. Das war aus politischen und ökonomischen Gründen kein Platz für „Du sollst nicht töten. Überall sah man „Opium fürs Volk“ lauern, das es auszumerzen und durch Alkohol zu ersetzen galt.

Das Atheismus die „Geissel der Machtmenschen“ ist, kommt da nur wenigen in den Sinn. Es ist auch ein heikles Thema, selbst für Kirchen. Wer nur predigt, was gut sein soll, aber anderes lebt, der muss solche Themen meiden.

Früher gingen Menschen anders mit dem Tod um – sie lebten auf den Tod hin. Das hatte Konsequenzen … für das alltägliche Verhalten gegenüber seiner Mitmenschen. Eines der ältesten Werke zu diesem Thema ist das Tibetanische Totenbuch, welches uns detalliert aufzeigt, wie wir uns nach dem Sterben zu verhalten haben, um nicht großes Ungemach zu erleiden. Ähnliches gibt es im Ägyptischen Totenbuch, dessen Quellen auf die alten Pharaonen zurückgeht … und nur jenen zugänglich war. Wie die Seele sich auf den Übergang vorbereiten sollte, wie sie leben sollte, um nicht in Ungnade zu fallen, sollte Wissen bleiben, das den Herrschenden vorbehalten war – man wollte sich doch das Jenseits nicht mit dem Prekariat teilen.

Ich könnte hier noch mehrere Kulturen zitieren – eigentlich fast alle außer unserer „modernen“  Arbeitsroboterkultur – die ziemlich übereinstimmend über das Jenseits berichten. Im Prinzip sehen es unsere Sterbeforscher ähnlich, hier Bernhard Jakoby in einem Interview:

Wenn wir sterben, gehen wir in eine feinstoffliche Form des Seins über. Die Entwicklung eines Menschen nach seinem Tod erfolgt in mehreren Stufen. Der Mensch ist ein geistiges Wesen und kehrt in seine ursprüngliche Heimat zurück. Wir gelangen zunächst auf eine Art Orientierungsebene, die anscheinend den irdischen Verhältnissen ähnelt. In Wirklichkeit geht es darum, erdwärts gerichtetes Denken abzubauen. Deswegen tritt das Erdenich früher oder später in die Phase der Erinnerung ein, wo es sich intensiv mit seinem Leben auseinandersetzen muss. Wir schauen uns sozusagen ungeschminkt ins Gesicht, wie es auch in den Nahtoderfahrungen millionenfach beschrieben worden ist. Wer seine unerledigten Dinge bearbeitet hat, geht in die höheren Lichtwelten ein, bis sich die Seele mit Gott wiedervereinigt.

Das hört sich niedlich an, oder? „Ewige Jagdgründe“ nannten das die Indianer. Wäre doch toll, wenn man so etwas in der Schule beigebracht bekäme – das Leben vor dem Tod wäre gleich ein ganz anderes. Es gäbe ja sogar naturwissenschaftliche Hinweise auf die Richtigkeit der Hypothese, die durch die Quantentheorie bestärkt wird – doch sollten wir uns nicht auf diese Ebene der Diskussion einlassen. „Naturwissenschaft“ und „Jenseits“ haben schon per Definition nichts miteinander zu tun, es wäre so, als würde man mit einer Taschenlampe „Dunkelheit“ erforschen wollen – ist  einfach das falsche Werkzeug. Das Jenseits ist … ganz sicher nicht Bestandteil der „Natur“.

Sicher können wir die Ergebnisse der Nahtodesforschung  in Frage stellen – das ist gar keine Frage. Philosophen wissen seit Jahrtausenden, das sie sogar die Existenz des Stuhles erfolgreich in Frage stellen können, auf dem sie  sitzen und das sogar, während sie gelassen auf ihm sitzenbleiben, ohne sicher beweisen zu können, das es ihn überhaupt gibt. Alles lässt sich in Frage stellen … die Frage ist nur: warum sollte ich das tun?

Als kleiner Normalbürger (der in meinem Falle dem Tod schon gelegentlich begegnet ist) habe ich erstmal kein Interesse daran, mich für die materialistische Hoffnungslosigkeit zu entscheiden. Der „Materialismus“ als Gedanke mag ewig leben, für ihn mag das in Ordnung sein, die Dinge so zu sehen. Ich werde in dieser Form nicht ewig sein – soviel weiß ich schon. Brächte mir also keinen Nutzen, an die Nichtexistenz des Jenseits zu glauben, nur weil eine dogmatische Lehre es so will, die selbst immer mehr Probleme bekommt, überhaupt Materie im Universum zu finden – andererseits ihre Masse allerdings ziemlich genau zu berechnen weiß, wenn auch nur unter Rückgriff auf die Hilfskonstruktion der noch nie irgendwo gefundenen „Dunklen Materie“. Das solche Konstruktionen im Prinzip den Wahrheitsgehalt von Kindermärchen haben, wird bei der Präsentation der Theorien leider oft unterschlagen.

Man stelle sich aber einfach mal vor, was geschehen würde, wenn wir ab morgen den absolut sicheren Beweis liefern können (obwohl unsere Vernunft zu solchen Beweisen gar nicht fähig ist), das Menschen nach dem strapaziösen Leben in der „Materie“ einfach wieder nach Hause kommen? Hinweise, das dies nicht ganz von der Hand zu weisen ist, gibt es genug – inklusive Untersuchungen über eine Zunahme der Ethik und Moral im Leben, die mit solchen Erfahrungen einhergeht.

Nun hat das ganze Thema mit Theismus noch gar nichts zu tun, zumal weite Teile der christlichen Bewegung Nahtodeserfahrungen aufgrund ihrer eigenen Dogmen ablehen müssen: die Ganztodtheorie ist hauptsächlich christlich motiviert.

Warum also diese breite Front der Ablehnung und Verdrängung dieses Themas?

Hier wird es auf einmal sehr politisch.

Für die Ärzteschaft geht es ums „abrechnen“. Der Kampf gegen den Tod ist aussichtslos, aber teuer. An ihm lässt sich gut verdienen. Zudem gebietet die ärztliche Ethik, Leben unter allen Umständen zu erhalten: der Tod ist der Feind, den es zu besiegen gilt, koste es, was es wolle.

Für die Mächtigen dieser Erde ist das eine sehr bequeme und nützliche Sicht der Dinge. Wer würde sein Leben schon wirklich in Gefahr bringen wollen, wenn danach … einfach NICHTS kommt – ein NICHTS übrigens, das für Arthur Schopenhauer etwas sehr Positives hatte:

Es ist für das Verständnis der Philosophie Arthur Schopenhauers von größter Bedeutung, dass Schopenhauer das “Nichts”, mit dem alles Leid endet, nur im relativen Sinn verstanden wissen wollte!

Dieses Ziel ist nicht mit Begriffen dieser Welt zu beschreiben. Man kann nur sagen, was es nicht ist, also negativ ausdrücken. Andererseits ist es höchst positiv, nämlich Erlösung vom Leid.

Wer würde sich schon wirklich trauen, einen gewaltsamen Aufstand gegen die Ungerechtigkeit, die Demütigung und die Ausbeutung zu starten, wenn er befürchten müsste, dabei das Wertvollste zu verlieren das er hat: das Leben.

Und so stirbt mit dem religiösen Bewusstsein auch der Widerstandsgeist. Nicht Zorn, Wut oder Verzweiflung … aber der Impuls zur riskanten Tat. Der Mensch wird zum dirigierbaren Schaf, das erschossen wird, wenn es nicht bereit ist, andere zu erschießen. So funktionieren Mörderbanden halt, so ist die Motivationskultur moderner Massenarmeen, so kann man ganze Völker dazu bringen, sich gegenseitig umzubringen.

Und so stellt Atheismus sicher, das ängstliche Duckmäuser grösste Scheußlichkeiten begehen, um ihr eigenes Leben zu verlängern – Scheußlichkeiten gegen Mitmenschen, die im Jenseits Konsequenzen hätten.

Darum lassen Regierende morden, vermeiden aber, es selbst zu tun. Nach wie vor … scheint es ein religiöses Wissen für die Herrschenden und eins für die Normalbürger zu geben.

Nach wie vor gilt: „Folge meinen Befehlen oder ich stoße Dich in ein finsteres tiefes Loch“ … oder ich bringe Dich durch Regelsatzkürzung immer näher an dieses Loch heran. Wie im alten Ägypten – und wie dort betreiben die Herrschenden ganz eigene, eigenartige Kulte, die vermuten lassen, das Atheismus/Materialismus nichts mehr ist als eine Geißel für Normalbürger: mit der Angst vor dem schwarzen Mann hält man ihn am Laufen, während man sich selber den schwarzen Mann durch geeignete Rituale gewogen und nebenbei ganz praktisch Weltpolitik macht.

Aber auch dieses Thema ist Tabu – wie der Tod selbst.

 

 

Vulkanasche, Weltkrieg, Hitler und die menschliche Dummheit

Vulkanasche, Weltkrieg, Hitler und die menschliche Dummheit

Manchmal müssen wir uns entscheiden, auch wenn es wehtut. Wir können nicht immer um den heissen Brei herumschleichen, manchmal müssen wir einfach sagen: so ist es und nicht anders! Viele Dinge können wir philosophisch betrachten, sogar den Tisch, auf dem unsere Kaffeetasse steht. Wir wissen, das es ein kleines Wunder ist, das sie dort stehenbleibt, weil die Physiker unsere primitive materielle Weltsicht schon längst als Illusion begriffen haben. Schon vor 2000 Jahren haben Philosophen dieses Problem erkannt: „Wahrheit“ ist mit den beschränkten menschlichen Sinnen und dem von ihnen abhängigen Verstand kaum zu erfassen. Man kann sich sehr lange aufhalten und viele unterhaltsame, verblüffend spannende Stunden mit Spekulationen über Wahrheit und Erkenntnis verbringen, aber irgendwann muss auch der Philosoph aufs Klo – und damit steht und fällt die Entscheidung: lassen wir uns auf die Illusion „Welt“ ein oder wollen wir lieber ziemlich beschissen aussehen? Harte Fakten fordern uns heraus. In der Beurteilung der politischen Wirklichkeit sieht es ähnlich aus. Auch hier ist eine Entscheidung gefordert. Hier heißt es nicht: „wahr oder unwahr“, hier heißt es: DUMMHEIT oder VERSCHWÖRUNG. Für eins von Beiden müssen wir uns entscheiden.

Fangen wir an mit den Maiflugverboten für Vulkanausbrüche. Jedes Jahr im Mai bricht irgendein Vulkan in Island aus. Vulkanausbrüche sind dort nicht selten, aber sie kommen halt nicht immer regelmäßig im Mai. Seitdem sie immer im Mai kommen, gibt es Flugverbote für den ganzen gesamten nordwesteuropäischen Raum, ebenfalls wird wohl wieder Skandinavien betroffen sein. Völlig unklar ist, wie man die Aschewolke (die im Übrigen am Anfang der Woche noch nicht so dramatisch bewertet wurde) messen kann, noch, wieso sie nicht einfach mal woanders hinzieht. Studiert man die Meldungen in den Medien, so fallen einem zum Teil völlig absurde Formulierungen auf, siehe Spiegel:

Der Flughafen Hannover liegt demnach an der Grenze des kontaminierten Luftraums, so dass zurzeit noch keine Prognose gegeben werden kann.

Kurz vor Hannover stoppt die Wolke aus Angst vor Paderborn und Bielefeld? Eine Wolke, die 6000 Kilometer hinter sich gebracht hat? Korrespondenten des Nachrichtenspiegels befinden sich gerade auf Pellworm (ja, wir erweitern uns) und berichten täglich über das Wetter. Gestern gab es enorm heftigen Sturm – der normalerweise für eine großflächige Verteilung der Asche sorgen sollte. Heute ist der Flugverkehr im norddeutschen Raum gesperrt. Wie dick sind so Aschewolken eigentlich nach einer Reise von 6000 Kilometern, die sie im Schnitt mit 125 Stundenkilometern geradlinig ohne Unterbrechung zurückgelegt haben müssen? Oder sind das noch die Wolken vom Samstag … die waren dann aber noch nicht so besorgniserregend, hieß es.

Ich war mal bei den Briten zu Gast und habe mir die Vulkanaschenprognose angeschaut. Die legt komplett die gesamte Flugroute russischer Marineflieger lahm und legt sich bequemerweise halbkreisförmig über die Hauptmarschroute der russischen Nordmeerflotte.

Quelle: http://www.metoffice.gov.uk/aviation/vaac/vaacuk_vag.html

Das hat natürlich nichts zu sagen. Die Aschewolke macht auch zwischendurch im Rahmen eines grossen Linksschwenks eine kleine Rechtskurve, damit sie nebenbei noch den Obama in London festhalten kann, während sie in einer grossen Umfassungsbewegung auch den Ost-West-Transfer der russischen Luftstreitkräfte verhindert … wenn die sich an der Wolkenhysterie beteiligen.  Dummerweise lässt sie Frankreich und den Mittelmeerraum in Ruhe, dort braucht man den Luftraum für Bombenterror gegen libysche Großstädte.

Wer jetzt denkt: Mensch, was will der denn, wir haben doch keinen kalten Krieg mehr der irrt. Der neue kalte Krieg ist schon längst da … und er steht dicht davor, sehr heiß zu werden. Im Unterschied zu früher reden wir aber nicht darüber. Wir erwähnen es mal nebenbei, aber sonst interessiert uns die Entwicklung in der Welt nicht die Bohne.

Nach dem tödlichen US-Einsatz gegen Osama Bin Laden hat Peking den USA offenbar eine harsche diplomatische Warnung zukommen lassen: Jeder Angriff auf Pakistan werde künftig wie eine Attacke auf China gewertet. Die Rückendeckung kommt Islamabad gerade recht – die Beziehungen zu Washington sind eisig.

Diese Meldung vom Spiegel beschreibt einen Beistandspakt zwischen China und … der „islamischen Atombombe“. Ändert sich der Kurs der US-Regierung nicht, dann gibt es Krieg mit China. Zukünftige Historiker werden wahrscheinlich den 24.5.2011 als Tag beschreiben, an dem die Entwicklung ihren Lauf nahm.

Dummheit – oder Verschwörung … das war die Frage. Warum man uns im Mai den Luftraum über den Atlantik sperrt, wird sich uns nicht völlig erschliessen – und hat vielleicht auch keinen besonderen Grund – ausser Dummheit.

Gestern habe ich mir mal erlaubt, einen langen Film zu sehen: die Obama-Täuschung. Ein neues Werk des konservativen Verschwörungsmeisters Alex Jones. Es entstand 2009 … und erwähnt nebenbei die Präsenz von CIA-gesteuerten Al Kaida-Zellen in den arabischen Ländern, die 2011 eine plötzliche Welle von Revolten erleben, in Libyen begleitet von schrecklichen Massakern, wie man sie vor einem Einmarsch immer gerne inszeniert, weil „Rettungen“ irgendwie putziger wirken als „Raubzüge“.

Der Dumme denkt an Zufall. Der Rest kriegt langsam Panik und fragt sich: was ist denn eigentlich da draußen in der Welt los? Wieso stehen wir plötzlich aus heiterem Himmel vor einem Nuklearkrieg mit China? Und … beginnt er schon Morgen, weil China beschließt, das Obamas heutige Drohnenangriffe einen Angriff auf das chinesische Territorium bedeuten? Könnte es wirklich sein, das eine perverse, mit einer seltsamen satanischen Religion befleckte Weltelite sich einen Spaß daraus macht, zur Rettung bedrohter Tierarten einen nuklearen Holocaust zu inszenieren? Undenkbar. So dumm können wir doch nicht sein?

Trotzdem gibt es Anzeichen dafür, das sich die Elite auf etwas ganz Großes vorbereitet und schon jetzt dafür sorgt, das von ihnen möglichst viele Überleben:

Einerseits werden seit 2008 Samen und Daten sichergestellt, andererseits entwickelt sich parallel ein ganz neuer Markt – der Bunkerbau:

Gefahren lauern überall, absolute Sicherheit gibt es nicht. Was tun, wenn ein Asteroid die Erde bedroht? Wohin nur, wenn eine atomare Explosion bevorsteht? Für besonders besorgte Zeitgenossen mit dem nötigen Kleingeld hat ein Unternehmen in den USA eine Antwort auf solche Fragen parat. Die Firma Vivos bietet derzeit 4000 Fluchtplätze in 20 atombombenfesten Komfort-Bunkern an – für 50.000 Dollar (etwa 40.000 Euro) pro Person. Es lägen bereits hunderte von Anfragen vor, sagt Firmenchef Robert Vicino.

Wenn im Herbst die Eichhörnchen ihre Nüsse verstecken, dann wissen wir: der Winter ist nah. Wenn die Reichen die wahren Reichtümer dieser Welt verstecken … und für sich selbst auch Vorsorge treffen – was denken wir uns dann?

Gar nichts.

Nehmen wir ein anderes Beispiel.

Heute meldet die Welt, das die österreichische Stadt Amstetten Hitler 66 Jahre nach seinem Tod endlich die Ehrenbürgerschaft aberkannt hat. Angeblich war es ein Versehen, das er sie so lange hatte. Was sollten sie auch sonst sagen: „Wir stehen immer noch hinter dem berühmtesten Österreicher aller Zeiten?

Ich denke, an ein „Versehen“ glaubt da keiner. In Waidhofen ist er nach wie vor Ehrenbürger, die hatten auch einen „Adolf-Hitler-Platz“, Photos dazu gibt es hier. Auch heute sehen sie keinen Anlass, sich mal deutlich vom „Führer“ zu distanzieren. Wer noch Zweifel an der Gesinnung der Eingeborenen hat, mag sich die verschiedenen Kommentare zu den entsprechenden Artikeln durchlesen – aber Vorsicht, es droht Übelkeit!

Hier funktioniert unser politischer Instinkt noch, führt uns zielsicher zu alten Freunden des Führers, die dann auch noch ihre Kommentare offen hinterlassen und sich jetzt ärgern, das dieser kleine braune Triumph nicht mehr lange währt.

Schauen wir jedoch in die Weltpolitik, so schwindet der Instinkt, wir nehmen Wunder über Wunder gelassen hin.

Früher hätte es Geschrei in den Medien gegeben – damit verkauft man immerhin am Besten.

Heute … herrscht satte Flaute auch bei drohendem Weltkrieg.

Wir Bürger haben uns entschieden: für die Version „Dummheit“.

Dabei ist Politik in allererster Linie … Verschwörung. Sie sollte der Vermeidung von Kriegen dienen. Glauben wir nicht an die Verschwörung sondern eher an die Dummheit, dann sollten wir es erst recht mit der Angst zu tun kriegen: wir stehen seit gestern dicht vor einem neuen Krieg, der sich auch durch Mythen und Legenden von Vulkanasche nicht aufhalten lassen wird.

 

 

Medienhunde und Zahlschafe: Wirklichkeiten in Deutschland 2011

Die Medien haben ja eine Wächterfunktion. Sagt man jedenfalls. Sie sollen den politisch und wirtschaftlich Mächtigen auf die Finger schauen, das die nicht ihre Macht missbrauchen und hinterrücks die Monarchie wieder einführen. Eine Zeit lang ging das ja auch ganz gut. Das waren die Zeiten, wo die Regierung noch die Redaktionsräume des Spiegel durchsuchen ließ. Eine unschöne und hässliche Sache, einer Demokratie nicht würdig - aber andererseits führte es dazu, das der Bürger dem Spiegel trauen konnte.

Die Medien haben ja eine Wächterfunktion. Sagt man jedenfalls. Sie sollen den politisch und wirtschaftlich Mächtigen auf die Finger schauen, das die nicht ihre Macht missbrauchen und hinterrücks die Monarchie wieder einführen. Eine Zeit lang ging das ja auch ganz gut. Das waren die Zeiten, wo die Regierung noch die Redaktionsräume des Spiegel durchsuchen ließ. Eine unschöne und hässliche Sache, einer Demokratie nicht würdig – aber andererseits führte es dazu, das der Bürger dem Spiegel trauen konnte. Wenn die Regierung Mist macht, würde der Spiegel schon einschreiten. Darum habe ich ihn gelesen. Jede Woche – jahrelang. Ist aber schon lange her. Während des Studiums bin ich stutzig geworden … ich habe gemerkt, das man anfing, mich zu manipulieren. Es gab wenig Nachrichten, dafür aber viel Kommentar. Nichts gegen Kommentare – sie können einen sehr zum Denken anregen. Ich schreibe ja selber nichts anderes. Aber … es gab Kommentare, die mich mit Gewalt in eine Richtung zu drängen versuchten. Besonders nervig waren die antitheistischen Attacken. Nichts gegen Atheismus – das ist eine private Angelegenheit. Aber Antitheismus ist so nervig wie Jehovas Zeugen – nur wirkt er im Spiegel viel aufdringlicher, weil es sich hier um ein Nachrichtenmagazin handelt, um das Sturmgeschütz der Demokratie und nicht um den Wachturm religiöser Sektierer.

Es gab sicher Zeiten, in denen man „Kirche“ als Ableger der Staatsmacht sehr kritisch gegenüberstehen musste. Das Bodenpersonal Gottes rekrutierte sich jahrhundertelang aus den zweitgeborenen Söhnen des Adels und war genauso machthungrig wie der Rest der Familie – aber das hat ja mit Erkenntnistheorie, Wissenschaftstheorie, Religionsphilosophie, Gnostik oder Mystik nicht viel zu tun. Die Zeiten sind auch noch nicht vorbei. Kirche interessiert sich immer noch für Macht. Sie hat aber kaum noch welche. Sie hilft aber vielen einfachen Menschen, mit dem kumulierenden Wahnsinn um sich herum fertig zu werden, ohne selber dem Wahn zu verfallen. Opium lindert Schmerzen, in hoffnungslosen Fällen sollte man davon Gebrauch machen.

Hinter der Frage nach „Gott“ steckt eine uralte Sehnsucht der Menschen: Neugier. Die Frage nach dem, was  hinter der Welt steckt, einer Welt, die – wie die Physiker jetzt erstaunt im Einklang mit christlichen, hinduistischen und buddhistischen Mystikern feststellt, eigentlich nicht aus Materie besteht. Manche sind sogar so dreist, das sie „Bewußtsein“ als eigenständige Naturkraft in ihr physikalisches Weltbild einbauen wollen….doch hier greift die Wächterfunktion der Medien, besonders des Spiegel und seiner Partner – und auf einmal sind mir mitten drin im Thema Politik, obwohl wir eigentlich gerade bei der Metaphysik verweilten, die eigentlich nur ein Prozent der Bevölkerung wirklich interessiert.

Die „Wächterfunktion“ übernimmt das Sturmgeschütz der Demokratie immer noch – doch nun wird das Volk bewacht. Eine Aufgabe, der sich die anderen Medien dankbar angeschlossen haben, winkt doch eine Einladung zum Bundespresseball, das Medienkreuz mit Eichenlaub und Schwertern. Eifrig lauern die Chefredakteure in ihren Sesseln, ob sich nicht irgendwo im Lande eine Gefahr für die „Demokratie“ entwickelt, jenes System, das ihre Hintern in den Sesseln fett werden läßt, weshalb ihr Engagement in dieser Hinsicht groß ist.

Eifrig lauern die Medien darauf, das sich das Zahl- und Wahlvieh nicht ausserhalb der festgelegten Gatter bewegt. Das System braucht die Gier und den Konsumwahn der Massen, sonst kommt oben zu wenig an. Wenn die auf einmal alle zu Mönchen werden und nur noch ganztätig glücklich ihre Bedürfnisse auslöschen anstatt sich permanent neue einreden zu lassen, mit denen man unglücklich werden kann, dann muss der Chefredakteur hungern – das geht ja nun mal gar nicht.

Darum teilen Kapitalismus und Kommunismus das gleiche streng dogmatische Weltbild des Materialismus. Darum haben Gewerkschafter kein Problem, Rekordboni für Manager durchzuwinken, darum begrüßen Linke im Kern Hartz IV und die Massenarbeitslosigkeit, ohne die sie keine Argumente gegen den Kapitalismus hätten. So läuft das System rund, hat den Anschein eines ordentlichen, umfassenden demokratischen Diskurses, darum bleiben aber auch die Alternativen aus: Atomkraftwerke strahlen weiterhin, Stuttgart 21 wird gebaut, Deutsche Soldaten marschieren ins Ausland, die Bürger werden täglich ärmer, müssen dafür aber mehr strampeln.

Richtig fiesen Ärger bekommt man nur, wenn man … das Gatter verlässt. Die Richtung ist egal. Alles, was nicht den von Experten festgelegten Realitätskriterien entspricht, wird bestraft – zur Not mit Zwangsjacke und Entmündigung.

Das die Hintergrundphilosophie des aktuellen Materialismus ebenso peinlich ist wie die Weltsicht des Katholizismus im Mittelalter, interessiert da keinen:

Der Mensch ist die Krone der Schöpfung!

Er ist das einzige intelligente Lebewesen im Universum!

Seine Technik stellt den Gipfel der universalen Kulturentwicklung dar!

Das sind die Glaubenssätze des neuen naturwissenschaftlich verkleideten Religionsersatzstoffes, dessen Priester sich „Experten“ nennen und deren Tempelwachen „Journalisten“ heissen.

Ein Beispiel?

Manager Magazin. Sonst nüchterner im Gebrauch der Vernunft, glänzt momentan mit einem an sich völlig sinnlosen Artikel, der den Mord an Osama bin Laden in eine Reihe stellt mit Alienlegenden, dem Mord an Kennedy, der fingierten Mondlandung und der – auch für mich neuen – Kartoffelkäferinvasion in der DDR.

All jenen Geschichten und Legenden ist eins gemeinsam: sie stellen die offizielle Meinung in Frage. Aus guten Grund. Es war das Militär, die den Absturz eines UFO´s meldete … und dann die Wetterballongeschichte einstreute. Ohne diese Erstmeldung wüsste heute niemand, wo Roswell liegt.  Und wären nicht die dreißig Zeugen, die mehrere Attentäter gesehen hatten,  kurz nach dem Mord an Kennedy auf unterschiedlichste Art und Weise ums Leben gekommen, dann hätte niemand eine Verschwörungstheorie entwickeln können.

Und wie es momentan aussieht … hätten die Zeugen wirklich was berichten können, siehe Spiegel:

Ballistische Untersuchungen unter Rückgriff auf moderne Methoden der Statistik und der chemischen Analyse zeigten, dass Lee Harvey Oswald damals nicht der einzige Schütze gewesen sei, heißt es in der jüngsten Ausgabe des Fachblatts „Annals of Applied Statistics“. Die seinerzeit von den Experten angeführten Belege, wonach die Möglichkeit eines zweiten Mörders ausscheide, hielten den Tatsachen nicht stand, schreibt der Ex-FBI-Agent William Tobin, der die Arbeit gemeinsam mit dem Statistik-Professor Cliff Spiegelman und dem Chemiker William James von der Texas A&M University vorgelegt hat.

Das bemerkenswerte an diesem Artikel ist: er wird mit Bildmaterial unterlegt, das Hollywoodschauspieler und gemalte Aliens zeigt, so das der Leser gleich weiß: Finger von dem Thema oder du kommst in die Klapsmühle.

Ursachen für Verschwörungstheorien sind Diskrepanzen in der Berichterstattung, die wir aktuell um den erneuten Tod des Osama Bin Laden wieder einmal erleben durften.

Doch die Konzernmedien sind mitlerweile so frech, fühlen sich so sicher im Sattel, das sie ganz offen von ihren Zahlschafen verlangen, jeden Scheiß mit Begeisterung zu fressen, den sie so ablassen – auch wenn es das Gegenteil von dem ist, was sie gestern aus von sich gegeben haben. Wer da noch neugierig hinterfragt, bekommt einen Aliensticker mit Kornkreisrand und der Aufschrift: Jesus liebt Dich aufgedrückt, auch wenn es um ganz knallharte Fakten geht wie die aktuelle Verschwörung hinter den Kulissen des Euro, mit der der Spiegel gerade seine Auflage erhöht:

Unter dem Strich käme ein Austritt Griechenlands mit anschließender Staatspleite die Euro-Staaten und ihre Steuerzahler noch teurer zu stehen. Zusammen mit dem Internationalen Währungsfonds haben sie dem Land Hilfen in Höhe von 110 Milliarden Euro bewilligt – von denen rund die Hälfte bereits ausgezahlt wurde. „Die Euro-Staaten müssten nach der Insolvenz des Landes auf einen Teil ihrer Forderungen verzichten.“

Und dann stelle man sich vor, die anderen Krisenländer steigen auch noch aus: massive Regelsatzkürzungen ständen ins Haus, Regelsatzkürzungen, die für andere Mitbürger Lohnverzicht und Rentenkürzung bei gleichzeitigem Preisanstieg und Arbeitszeitverlängerung sowie massive Steuererhöhungen bedeuten.

Mit normalen, geistig gesunden Souveränen des Landes wäre so etwas nicht zu machen. Gesetzt den Fall, der Souverän des Landes wäre noch König und nicht nur Volk – kann sich jemand vorstellen, das ein Höfling vor den König tritt und ihm gesteht, das er den königlichen Schatz gerade mal ein paar Privatpersonen im In- und Ausland geschenkt hat? Rübe ab wäre noch das freundlichste, was ihm passieren würde.

Hier jedoch wacht der Medienhund über die Zahlschafe, wacht gründlich darauf, das sie alle in die gleiche Richtung laufen – eine Richtung, die Rechten und Linken gleichermassen gefällt, weil sie alle ihren Vorteil davon haben. Der Souverän dieses Landes – der Bürger – hat ein Halsband um, Hunde links und rechs von sich, die Armutspeitsche hinter sich und wandert so seinem sicheren Ende entgegen.

Warum wir überhaupt noch etwas erfahren, kleine Bruchstücke und Splitter erhaschen? Nun – die Medien müssen jeden Tag die Leere der Seiten füllen. Soviel kann sich kein Phantast ausdenken, erst recht nicht, wenn er zuviel Geld für Konsum hat.

Man kann den Medienhunden natürlich trauen. Man kann brav seien und ihnen hinterherlaufen: das ist nicht verboten und wird mit Lob der Bildzeitung vergütet:

DEUTSCHE HEUTE WIEDER RICHTIG BRAV! SUPER!

Manche brauchen so etwas, das ist auch in Ordnung.  Ich will dann aber kein Gejammer über die ständig klammer werdenden Geldbeutel hören.

Hinter dem Tabu der Verschwörungstheorien stecken handfeste wirtschaftliche Interessen: die Angst davor, man könnte die Gründe für die eigentliche, die große, die wirkliche bedrohliche Verschwörung entdecken: jene, mit der uns eine skrupellose Lumpenelite täglich ärmer werden lässt. Da aber die Täter die Wächter gut schmieren (dafür reicht inzwischen schon die Aussicht auf eine „Festanstellung“), wird man von der erst ganz zum Schluss erfahren, wenn die Bankschalter geschlossen bleiben und die Geschäfte nur noch Gold annehmen.

 

 

 

 

Staat abschaffen, Banden bilden?

Philosophen sind ja zuständig für Grundsatzfragen. Sie dürfen die dümmsten Fragen der Welt stellen und müssen diese auch selbst beantworten, weil sich in der Regel kein Normalmensch für dumme Fragen interessiert. Wozu auch. Nur selten mal lehnt man sich zurück und fragt: gibt es dazu Antworten in der Philosophie?

Bei Staatsgründungen wird gerne mal auf Philosophen Rücksicht genommen, dort, wo es um Recht und Gerechtigkeit geht, um Ethik und Moral werden sie gerne mal in eine Talkshow geladen. Ansonsten stören sie nur, weil sie sich dem modernen "Meinungswissen" schon vor Jahrtausenden verschlossen haben. Das moderne "ich glaube dieses aber jenes nicht" fand schon in der Philosophie der Antike keine Begeisterung und man wähnte es überwunden. Dann kam das Privatfernsehen und belehrte einen eines Besseren: Meinung verdrängte wieder Wissen.

Nun kann man natürlich die Frage nach dem Staat rückwärts stellen: wozu brauchen wir ihn eigentlich noch?

Philosophen sind ja zuständig für Grundsatzfragen. Sie dürfen die dümmsten Fragen der Welt stellen und müssen diese auch selbst beantworten, weil sich in der Regel kein Normalmensch für dumme Fragen interessiert. Wozu auch. Nur selten mal lehnt man sich zurück und fragt: gibt es dazu Antworten in der Philosophie?

Bei Staatsgründungen wird gerne mal auf Philosophen Rücksicht genommen, dort, wo es um Recht und Gerechtigkeit geht, um Ethik und Moral werden sie gerne mal in eine Talkshow geladen. Ansonsten stören sie nur, weil sie sich dem modernen „Meinungswissen“ schon vor Jahrtausenden verschlossen haben. Das moderne „ich glaube dieses aber jenes nicht“ fand schon in der Philosophie der Antike keine Begeisterung und man wähnte es überwunden. Dann kam das Privatfernsehen und belehrte einen eines Besseren: Meinung verdrängte wieder Wissen.

Nun kann man natürlich die Frage nach dem Staat rückwärts stellen: wozu brauchen wir ihn eigentlich noch? Wozu bezahlen wir eine Armee von schmarotzenden Staatsdienern, die uns mit ihrem geistlosen, ungebildeten und sprachlich primitiven Gewäsch jeden Tag aufs Neue versuchen, das Geld aus der Tasche zu ziehen?

Die Frage nach dem Staat ist schon ziemlich alt. Manche halten sie geradezu für den ersten echten Sündenfall: den Versuch, ein Gebilde zu schaffen, das größer ist als Gott … Babylon war da schon so ein Problemfall. Andere jedoch hielten ihn für ziemlich sinnvoll, z.b. Platon:

Der ideale Staat hat den Zweck, die Idee des Guten auf der physischen Ebene zu verwirklichen; mit der Umsetzung der Gerechtigkeit soll eine Voraussetzung für das gute Leben jedes Bürgers geschaffen werden. So wie im Kosmos und in der Seele soll auch im Idealstaat eine harmonische Ganzheit verwirklicht werden. Zwischen dem Individuum und dem Staat besteht für Platon eine Analogie, denn so wie sich Gerechtigkeit im Einzelnen als bestimmter innerer Ordnungszustand entfaltet, so macht eine bestimmte Ordnung der Polis diese zu einem gerechten Gemeinwesen. Daher hat jeder Stand und jeder Bürger die Aufgabe, zum gemeinsamen Wohl beizutragen, indem er sich auf angemessene Weise harmonisch in das Ganze einfügt und ihm dient.

„Harmonische Ganzheit durch Umsetzung der Gerechtigkeit als Voraussetzung für das gute Leben eines jeden Bürgers“ … hört sich schön an. Die scheinen nicht uns zu meinen.

Bei uns ist das anders organisiert, siehe Bundeszentrale für politische Bildung:

In einer marktwirtschaftlichen Volkswirtschaft, auch in einer Sozialen Marktwirtschaft, ist der Markt das Koordinationsinstrument der ersten Wahl. Die Einzelnen koordinieren ihre Handlungen über Märkte, und nur wenn diese Koordination zu unerwünschten Ergebnissen führt, soll der Staat eingreifen.

Das macht unser Staat dann auch – um unerwünschte Ergebnisse zu vermeiden. Zum Beispiel … wenn er merkt, das er zu viele Bürger hat, dann greift er ein. Auch darüber informiert die BpB:

Die Umprogrammierung des Gerechtigkeitsprinzips von Verteilungsgerechtigkeit auf Chancengerechtigkeit im aktivierenden Staat steht damit im Zusammenhang. Gefördert werden sollen zukünftig vorrangig Maßnahmen, die zur Teilnahme qualifizieren; nur Teilnahme gewährleiste Teilhabe, so die neue Lehrmeinung, und dies sei im Übrigen Gebot von Art. 1 GG. Eine Schlussfolgerung wäre demnach: wer nicht teilnehmen will, dem droht zuerst Druck, dann Zwang und bald Ausschluss (z.B. von Sozialleistungen) durch den aktivierenden Staat.“

Kurzum: wer als Blinder, Alter oder Kranker nicht am Marktgeschehen teilnehmen kann, wird … entsorgt.  Krüppel und Gammelfleisch können wir nicht ewig durchfüttern. Wenn der meint, nicht sehe zu können, dann gibt es zuerst Druck, dann Zwang, dann Ausschluss … und dann?

Nun – Tod. Ohne Essen und Obdach stirbt man sehr schnell. Das ist die Todesstrafe bei konsequenter Marktteilnahmeverweigerung. Das sagt noch keiner so deutlich – es ist aber meilenweit entfernt von der „Harmonischen Ganzheit zur Umsetzung der Gerechtigkeit“. Wer stark genug ist, jung, gesund und reiche Eltern hat, dem gehört die Welt. Wer als Autist bei Arbeitslosen zur Welt kommt, wird an die Wurstverwertung weitergereicht. Hört sich böse an, aber Philosophen sind für das Prinzip da – nicht für die Stufen, in denen es ausgelebt wird. Das beschließen letztlich Politiker. Ganz sicher beschließen sie Diätenerhöhungen, finanziert durch Regelsatzkürzungen bei Kindern. Alles andere ist verhandelbar.

In der Realität zeigt sich, das der aktivierende Sozialstaat ein Ungeheuer der besonderen Art ist, Nachrichten wie diese werden aber gerne an den äußersten Rand gedrückt, weil sie der herrschenden Selbstbeweihräucherungsmentalität von Staat und Wirtschaft nicht ins Konzept passen. Die Welt erlaubt sich hier gerne mal einen Ausrutscher:

Die Hälfte aller Teilzeitbeschäftigten in Deutschland will gerne länger arbeiten. Würden alle Verlängerungswünsche berücksichtigt, würden in Deutschland pro Jahr 40,5 Millionen Stunden mehr gearbeitet, schreibt die Autorin der Studie, Susanne Wanger. Das entspräche dem Arbeitszeitvolumen von rund einer Million zusätzlichen Stellen. Allerdings sei fraglich, ob sich die Wünsche in den Firmen der Betroffenen überhaupt umsetzen lassen.

Eine Million Arbeitsplätze zu Zeiten der allgemeinen Grenzöffnung? Da versagt unsere Marktwirtschaft ganz schnell, weil wir sowieso schon zu viele Menschen haben, wenn wir den unersättlichen Ansprüchen der Funktionäre von Politik und Wirtschaft Tribut zollen sollen.

Fraglich ist auch, wo dann die von aktivierenden Maßnahmen betroffenen Arbeitslosen ihre Stellen finden sollen. Manche haben eben nur einen IQ von 85 samt mittelmäßigem Hauptschulabschluss. Die Situation bessert sich auch nicht durch eintausend Bewerbungen. Andere sind gesundheitlich eingeschränkt, pflegen Familienangehörige oder sind einfach faul. Sowas gibt es auch. Ja, die leben auf Kosten anderer, genauso wie Ärzte, Politiker, Verbandsfunktionäre, Lobbyisten, Rentner oder Bürgermeister. Die einen dürfen sich jedoch die Diäten selbst erhöhen, damit die Lust auf Steuererhöhungen nicht gemindert wird, die anderen werden zum Verhungern frei gegeben. Läßt sich da nichts mehr aktivieren, regiert nicht Milde oder Gnade sondern der Hungertod. Gnadenschuss wäre da sozialer.

So kann der Staat schnell böse werde, das „kälteste aller kalten Ungeheuer“, wie Nietzsche meint.

Wenn ein Staat aber böse wird, wenn er für Mitmenschen lebensgefährlich wird … dürfen wir dann nicht auch mal die Frage stellen, ob wir den nicht einfach abschaffen dürfen?

Wir Menschen sind soziale Wesen, das stimmt schon. Auch die Vernunft hält uns dazu an, unsere Arbeitskraft zu teilen, weil wir so unglaubliche Überschüsse erwirtschaften können und erwirtschaftet haben. Aber wenn der Staat das (schon einmal dagewesene) Potential zu einer tödlichen Maschine entwickelt … kann man da nicht einfach mal „Nein danke“ sagen, erst recht, wenn der Staat auf eine Riesenpleite im Dienste des Kapitalismus zusteuert?

Wir könnten Banden bilden. Reichtum ist genug vorhanden, das Land ist komplett verteilt – wir müssten Banden bilden, da geht kein Weg dran vorbei. Die Räuberbande als Gesellschaftsform der Zukunft als Alternative zum Räuberstaat, der nur noch wenigen einen Vorteil verschafft. Innerhalb der Bande könnte man nach Piratenart auch Strukturen schaffen, die Platon glücklich machen würden:  eine harmonische Ganzheit schickt sich gut für eine Räuberbande, Gerechtigkeit ebenfalls – das hilft, den Wunsch nach ungestörter Nachtruhe zu verwirklichen.

Allerdings … schaut man genauer hin … dann hat man schon Banden. Parteien, Verbände, Gewerkschaften, Vereine … das alles sind im Kern eigentlich … Räuberbanden, die sich ganz offen um die Verteilung der Beute streiten. Wer gewinnt, darf Kanzler werden oder Rekordboni abziehen – oder beides.

Da haben wir den Staat also eigentlich … schon längst abgeschafft?

Warum sagt mir das eigentlich keiner?

Das erklärt die aktuelle Sozialpolitik doch erschöpfend! Wer keiner Bande angehört und auch keiner angehören möchte, wird umgebracht. Basta!

Können wir denn dann nicht auch aus Kostengründen erstmal die Regierung abschaffen? Belgien hat schon über ein Jahr keine mehr. Ich war letztens noch da – ganz ehrlich, das Land sieht genauso aus wie vorher. Die fehlt denen kein bischen, die Regierung. Wieso sollte uns eine fehlen?

Es sei denn, sie würde jetzt eingreifen und erstmal fünf Millionen neue Arbeitsplätze schaffen, finanziert durch Sonderabgaben der bisherigen Kriegsgewinnler. Immerhin – hier versagt der Markt, ein Eingriff wäre dringend notwendig. Wir rufen lieber – im Prinzip – Todesstrafe auf Arbeitslosigkeit aus in der Hoffnung, das das irgendetwas bringt. Vielleicht finden ja die Leute mit dem IQ von 85 die Lösungen für ihre Probleme, die von den Politikern nicht gefunden wurden (was jetzt nicht heißt, das ich bei denen jetzt generell einen höheren IQ vermuten würde … nein, wirklich nicht. Ich lese dazu zuviel Nachrichten).

Wir sind schon lange keine soziale Marktwirtschaft mehr, in der der Staat für Ausgleich sorgt, sondern eine asoziale Raubwirtschaft, in der große mafiöse Banden um den Zugriff auf die Staatsfinanzen und das Volksvermögen kämpfen. Nur die Bürger selbst dürfen keine Banden bilden. Für Sklaven gilt anderes Recht.

Wenn man da an Platon denkt … könnte man neidisch werden. „Die Idee des Guten auf physischer Ebene zu verwirklichen“ … das waren noch Zeiten. Die hatten noch Träume. Wir fortschrittlichen Menschen der Neuzeit hoffen hingegen, das wir die Errichtung des Reiches des Bösen auf physischer Ebene überleben dürfen.

Und das nennen wir dann „Fortschritt“ und „Wachstum“. Fragt sich nur: Fortschritt wohin und Wachstum von was …

 

 

Die letzten 100 Artikel