Pharmaindustrie

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Du bist was Du isst

Sind wir wirklich alle krank? Die Pharmaindustrie hat für all unsere Leiden eine Lösung parat. Egal ob Migräne, Allergien, Depressionen oder das Burnout-Syndrom: Täglich impft uns die Werbung ein, dass wir ohne die Wunder-Pillen vom Fließband nicht gesund bleiben können. Unsere Gesundheit wurde zu einem Geschäft und die Pharmaindustrie könnte ohne unsere Krankheiten nicht existieren. Die Dokumentation “Du bist, was Du isst“ prangert nicht nur diese Form der Versklavung durch Medikamente an, sie präsentiert auch ein natürliches Mittel, um sich daraus zu befreien: Unser Essen! Denn durch die richtige Ernährung können selbst schwere Krankheiten nicht nur verhindert, sondern auch geheilt werden. Liegt in“unserem täglich Brot“ tatsächlich die Zukunft der Medizin?

 

Ritalin: die Droge, die Kinder verrückt macht – ein persönlicher Entscheidungsweg und eine persönliche Erfahrung

Ritalin: die Droge, die Kinder verrückt macht - ein persönlicher Entscheidungsweg und eine persönliche Erfahrung

Dienstag, 8.1.2013. Eifel. Seit Wochen ist unklar, ob die Welt am 21.12.2012 untergegangen ist – außer grau in grau ist draußen nichts mehr zu sehen. Zeit zum Nachdenken … denn nachdenken muss ich. Eins meiner Kinder ist etwas unkonzentriert, kindlich, verspielt. Schon vor Jahren wollten Lehrer, das er Ritalin bekommt – der Kinderarzt hielt nichts davon. Nun steht die Diskussion wieder an – und ich denke, ich führe sie mal öffentlich: Millionen von Kindern bekommen diese Droge. Oh – ich kenne selbst eins. Ich arbeite noch als Lerntherapeut und habe einen Ritalinfall beobachten können: jetzt weiß ich, warum Lehrer gerne Ritalin wollen, die FAZ wusste das schon vor einem Jahr:

Ritalin ist eine Pille gegen eine erfundene Krankheit, gegen die Krankheit, ein schwieriger Junge zu sein. Immer mehr Jungs bekommen die Diagnose. Die Pille macht sie glatt, gefügig, still und abhängig.

Ich wusste immer, wann der junge Mann seine Drogen genommen hatten: wir konnten uns mehr um die Arbeit als um die Arbeitsdisziplin kümmern. Das beeindruckt Pädagogen – erst recht, wenn man dreißig dieser kleinen Knirpse in der Klasse hat, die natürlich alle keine Kindheit sondern Abitur haben sollen.

Ich kenne Ritalin aber auch aus der anderen Sicht. Das erste Mal bin ich ihm auf einer Marketingkonferenz Anfang der neunziger Jahre begegnet. Mein Chef war total begeistert, weil es die Lösung vieler Probleme der Pharmaindustrie aufzeigte: zum ersten Mal war es gelungen, eine Krankheit zu erfinden, die aus einem nutzlosen Uraltpräparat einen Kassenschlager machte: das sei der Weg der Zukunft, meinte unser Top-Vertriebsmann, der schon lange bemängelte, das bei uns nur noch eins aus der Forschung kommt: die Forscher, um fünf, wenn Feierabend ist.

Seitdem haben viele Firmen diesen Trend nachgemacht, den Gipfel habe ich bei einer Apothekertagung im Jahre 2004/2005 erlebt: ALLE FRAUEN SIND KRANK – hieß es da, weil Frau sein an sich eine Krankheit ist – ein Riesenmarkt tut sich da auf.

Aber noch ein drittes Mal habe ich Ritalin kennengelernt … das war ebenfalls um diese Zeit herum.  Ich arbeitet als Importeur von Arnzeimitteln und besorgte Extrakte seltener brasilianischer Wasserschnecken für experimentierende Kinderärzte … und manchmal auch Ritalin in Darreichungsformen, die es in Deutschland nicht gab. In dieser Firma wurde das heftig diskutiert, ob wir das unter ethischen Gesichtspunkten überhaupt dürften … weil es sich dabei um eine Droge handelt, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegt. Bei solchen Einfuhren sind die Behörden zudem immer sehr … nervös. Wir auch … weshalb wir unsere Fähigkeit, dies tun zu können, nicht mehr bewarben. Nein-zu-Drogen benennt das sehr schön als Kinder-Koks:

In Deutschland gilt Methylphenidat als sogenanntes verschreibungspflichtiges Betäubungsmittel, in den USA als Betäubungsmittel der Klasse II – dieselbe Klassifikation wie Kokain, Morphium und Amphetamine.

Natürlich weiß ich, wie ein solches Mittel in die Hände der Ärzteschaft kommt: reines Marketing. Die Methoden sind immer die gleichen – man hat ein altes (oder neues, aber unnützes) Präparat im Schrank, das ziemlich teuer war. Dann stellt man einen Produktmanager ein  (das kann auch mal ein Medizinstudent sein, der sein Studium abgebrochen und nur als Krankenpfleger gearbeitet hat), der nur einen Job hat: diese Substanz zu Geld zu machen. Jener Produktmanager wühlt sich dann durch Studien, bis er irgendwo irgendetwas Positives über das Präparat gefunden hat – und sei es auch nur eine dumme, kleine aber nützliche Nebenwirkung.

Dann bekommt der Autor der Studie viel Geld, wird in großen Symposien (an wunderschönen Orten) als bahnbrechender Forscher der Neuzeit vorgestellt, während gleichzeitig weltweit tausende von Pharmareferenten alle Ärzte bearbeiten … vom Chefarzt bis zum Assistenzarzt (oder auch bis hin zum Krankenpfleger, wenn Zeit und Geld da ist): nichts wird im Kampf um die Meinungshoheit dem Zufall überlassen (weshalb ich mal der Meinung war, das man diese Methode auch anwenden könnte, um eine sozialere Politik in Deutschland durchzusetzen … aber die Begeisterung dafür war leider zu gering), weshalb der Sieg gewiss ist.

Nur sechs Monate später sind schon alle Ärzte fest davon überzeugt, das sie selbst auf die Idee gekommen sind, dieses Präparat einzusetzen: mit leuchtenden Augen erzählen sie ihren Patienten: „Es gibt da was Neues!“ Natürlich sind die ersten Muster gratis – wie bei allen Dealern abhängig machender Präparate.

Zwar versuchen gerade junge Ärzte sich immer wieder dem Einfluss der Industrie zu entziehen (siehe Spiegel), aber letztlich landen alle (ja, ALLE) auf der Angestelltenliste der Pharmaindustrie – manche, ohne es überhaupt zu merken oder dafür bezahlt zu werden. Immerhin wird nicht nur der Arzt vor Ort „bearbeitet“, sondern auch die Arbeitskreise, die Leitlinien für die Therapie erarbeiten … und so kommt auch jener Arzt in die Dienste der Industrie, der vor Pharmareferenten immer fortgelaufen ist. Zudem ist der Arbeitsalltag von Ärzten so gestaltet, das sie sowieso chronisch überarbeitet sind, was (siehe Welt) zu katastrophalen Zuständen führt:

In deutschen Arztpraxen kommen jedes Jahr Menschen durch Behandlungsfehler zu Schaden, laut Gesundheitsministerium bis zu 170.000.

Schaden heißt oft: Tod.

Gerade im niedergelassenen Bereich (der die Hauptlast der Behandlungen trägt) ist „abrechnen“ wichtiger als „behandeln“: die teure Praxiseinrichtung (samt Kunstwerken an den Wänden) will abbezahlt werden, das Statussymbol Auto ist lebensnotwendig, ein „angemessenes“ Haus muss her  … das alles zahlt zwar der Beitragszahler, aber ohne gelungene Abrechnung und optimierten Praxisablauf (auch hier hilft die Industrie als „Partner“) droht sogar Ärzten die Insolvenz: und zwar gerade jenen, die sich Zeit für ihre Patienten nehmen, sich über Medikamente informieren und sich selbst ständig umfassend fortbilden.

Da ist die „Partnerschaft“ mit der Industrie schon hilfreich: man bekommt genau gesagt, was man zu tun hat – und zwar in immer äußerst angenehmer Atmosphäre. Selbst kandierten Hundekot könnte man so erfolgreich an den Mann bringen.

Oder aber Kinder-Kokain. Glatte, gefügige, stille Kinder sind halt für den Lehrer besser als charakterstarke, widerspruchsfähige aktive Kinder, denn auch hier gilt: das der Lehrer seinen Unterricht widerspruchslos durchziehen kann – genau so wie immer und genau so, wie er es geplant hat – ist schon immer wichtiger gewesen, als die Tatsache, das Kinder eigentlich etwas lernen sollen – die mittelmäßigen Leistungen unserer Schüler fallen halt nicht einfach so vom Himmel.

Ritalin ist nun ein besonders Beispiel für erfolgreiches Pharmamarketing, Jörg Blech hat in seinem Werk „Die Krankheitserfinder“ diese Methode der Produktmanager beschrieben … hier zitiert bei Ulrich Herzer:

Eines ist gewiss: das die Krankheitsfinder nicht müde werden, möglichst viele Kinder als psychisch auffällig, gestört oder krank darzustellen. »Ängste: Jedes siebte Kind behandlungsbedürftig« – mit dieser Schlagzeile schockt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde. Die Pressemitteilung, die von vier Pharmafirmen gesponsert ist, gibt erst gar keine Quelle für die starke Behauptung an.

Wozu auch? Es gibt sowieso nur sehr wenige, die sich dem mit viel Geld aufgebautem Meinungsdruck entziehen können – und die stehen schnell als Querulanten und störrische Einzelgänger da. Es nützt ja noch nicht mal, wenn sich die „Erfinder“ selbst am Ende ihres Lebens dazu bekennen, das die ganze Geschichte großer Humbug ist, siehe Deutschlandradio:

„Es wachsen teilweise Menschen heran, die von der Einschulung an jeden Tag Tabletten bekommen haben. Und das kann nicht gut sein, moralisch nicht und biologisch nicht“, sagt der Medizinjournalist Jörg Blech und Autor des Buchs „Die Krankheitserfinder“ (Verlag S. Fischer). „Das Temperament der Kinder ist gleich geblieben, aber die Art und Weise, wo wir die Grenze ziehen und ab wann wir Medikamente geben, hat sich verschoben. Die Toleranzschwelle gegenüber Kindern, die Temperament haben, ist gesunken. Das ist ein kultureller Bewusstseinswandel.“
Er zitiert den „Erfinder“ der ADHS-Diagnose – den US-amerikanischen Psychiater Leon Eisenberg – der ihm kurz vor seinem Tod sagte, ADHS sei „ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung“.

Was Wahrheit ist, bestimmt der Konzern. Wie damit umzugehen ist, bestimmt der Konzern. Was wann wo verordnet wird … bestimmt der Konzern. Dagegen kommen noch nicht mal die Behörden an. Schauen wir doch mal, was das Bfarm über Ritalin weiß:

Die in klinischen Studien aufgetretenen psychiatrischen unerwünschten Ereignisse von besonderer
Relevanz in Zusammenhang mit Methylphenidat waren unter anderem Aggression, gewalttätiges
Verhalten, Psychose, Manie, Reizbarkeit und Suizidverhalten. Aus den Informationen über einen
Arzneimittel-Auslassversuch, sofern vorhanden, ging hervor, dass Methylphenidat eine kausative
Rolle bei der Entwicklung schwerwiegender psychiatrischer Störungen spielen könnte.
Die am häufigsten gemeldeten psychiatrischen unerwünschten relevanten Ereignisse aus
Spontanmeldungen waren Verhaltensauffälligkeiten, anomales Denken, Wut, Feindseligkeit,
Aggression, Agitation, Tick, Reizbarkeit, Angststörung, Weinen, Depression, Schläfrigkeit, verstärkte
ADHD, psychomotorische Hyperaktivität, emotionale Störung, Nervosität, psychotische Störung,
Stimmungsschwankungen, morbide Gedanken, Zwangsstörungen, Persönlichkeitsveränderung/-
störung, Ruhelosigkeit, Verwirrtheitszustand, Halluzinationen, Lethargie, Paranoia und Suizidverhalten. 

Besonders gefiel mir dieser Satz:

Die Prüfung der vorklinischen Daten in den Antworten zeigt, dass Methylphenidat in Tiermodellen
Verhaltensveränderungen, hauptsächlich in Form von Hyperaktivität und stereotypem Verhalten,
hervorruft.

Wer noch nicht hyperaktiv war, wird es eben durch das Medikament. Man muss dabei natürlich wissen, das die Studien, die zur Zulassung von Präparaten eingereicht werden, von Experten erstellt werden, die von der Firma für diese Studien bezahlt werden … und die Firmen müssen nur jene Studien veröffentlichen und einreichen, die ihnen nützlich erscheinen. Unabhängigen, kritischen Studien fehlt meist jenes Geld, das die Konzerne in Massen von den Krankenkassen abgreifen.

Unabhängige Reporte (wie das Arzneitelegramm oder die daraus entstammende Publikation Gute-Pillen, schlechte Pillen) sind finanziell entsprechend schlechter ausgestattet (und werden von den Lesern selbst finanziert), obwohl ihre Botschaften alle Kinderkoks-Fans alarmieren sollten:

Nur wenige Monate nachdem Atomoxetin (Strattera®) zur Behandlung von Kindern mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) in den Handel gebracht worden ist, musste der Hersteller Lilly weltweit Warnbriefe an Ärzte verschicken: Denn Atomoxetin erhöht das Risiko, dass Kinder und Jugendliche an Selbstmord denken.

Aggressives Verhalten bis hin zur Äußerung von Morddrohungen war bereits bei Markteinführung als Problem bekannt.

Die Seite Ritalin-Kritik weist auf eine besondere Beobachtung heraus, die indirekt bestätigt und plausibel macht, was der Krankheitserfinder Leon Eisenberg kurz vor seinem Tode zugegeben hat: obwohl die Droge (und ihre Abarten) in großem Umfang eingesetzt wird, nimmt das Problem ADHS in der Bevölkerung immer weiter zu anstatt ab … in der Regel sollte die Tendenz anders herum sein, wie bei jeder Erkrankung, für die es ein Gegenmittel gibt.

Was aber zunimmt, sind die Nebenwirkungen der Droge … was uns zu einem besonders heiklen Kapitel des Kinder-Koks führt – den gezielten und geplanten Massenmorden, die – täuschenderweise – gerne als Amokläufe beschrieben werden, obwohl die Täter alles andere als unkontrolliert durch die Gegend rennende, wild um sich schießende Psychopathen sind: eher wirken sie ruhig und professionell wie Profikiller.

Solche Nebeneffekte sind auch von Ritalin bekannt, wie wir aus der Zeit erfahren, wo ein Student über einen Selbstversuch berichtet … und sich zuvor Hilfe bei einem Experten sucht:

Hüther erklärt mir, dass Ritalin eigentlich nichts anderes ist als Kokain, nur in geringerer Dosis. Deshalb fällt Ritalin in Deutschland unter das Betäubungsmittelgesetz; nur wer ein ärztliches Rezept hat, kann es straffrei in der Apotheke kaufen. Die Tablette wirkt als sogenannter Dopamin-Wiederaufnahme-Hemmer, sie senkt den Dopaminspiegel in den Nervenzellen. Dopamin ist ein Botenstoff, der unsere Impulse verstärkt.

Sie haben auf nichts mehr Lust, Ihre ganze Emotionalität und Affektivität ist zugedröhnt. Sie empfinden keine Neugier, kein Bedürfnis nach menschlichen Bindungen und sind weniger kreativ. Deshalb nehmen eher BWL- und Medizinstudenten Ritalin, weil dort weniger Kreativität verlangt wird.«

Es werden Zombies erschaffen – und davor sollte man nach Meinung des Experten warnen:

Wer früh Ritalin nimmt, lernt nicht, seine Affekte zu kontrollieren, denn er hat keine mehr. Ohne Pille ist er praktisch lebensunfähig.

Gerald Hüther ist Professor für Neurobiologie an der Uni Göttingen. Er sollte wissen, wovon er spricht.

Der Spiegel berichtete 2009 von dem Selbstversuch einer Pharmazeutin und Apothekerin mit Ritalin. „Wow, was für ein Gefühl“ … heißt der Artikel. Die Erfahrungen der Versuchsperson sind beängstigend:

Das vollgestopfte Gehirn von Maria Westermann geriet immer öfter in Konflikt mit den Anforderungen des Alltags. Aus jeder Bemerkung ihres Mannes leitete sie eine Verschwörung ab. Erzählte er von einem Gespräch mit einer Mitarbeiterin, so vermutete sie eine Liebschaft dahinter. Berichtete er von Problemen der Kinder, so vermutete sie, ihr Mann wolle ihr die Söhne entziehen. „Alles, was ich mir ausdachte, ergab einen Sinn“, sagt sie. Die Ehe wurde zur Hölle.

Jetzt wissen wir, wann Erwachsene jenen paranoiden Zustand erreichen, vor dem das Bfarm (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) warnt: nach drei Jahren.

Und wann erreichen es Kinder?

Wie wirkt sich die Paranoia bei Kindern aus?

Gehen die dann mit dem Sturmgewehr in die Schule, ins Kino, ins Einkaufszentrum um sich der unsichtbaren Bedrohung durch eingebildete Feinde zu entledigen: kalt, emotionslos, wie ein Zombie?

Vermutungen darüber gibt es schon, siehe Zentrum der Gesundheit.

Allerdings …  bei den Massen an Psychopharmaka, die aktuell verordnet werden, wird man keine seriöse Studie fahren können, die zweifelsfrei belegt, das die Manipulation der Psyche zu gezielten, kalten, nüchternen Gewaltakten führt, bei denen man sich nichts weiter denkt … noch irgendetwas empfindet, wie man es aktuell vom Todesschützen von Aurora beobachten kann (siehe Spiegel).

Aber hier betreten wir wieder den Bereich des Pharmamarketings und seinen Auswirkungen … ohne den sich kaum erklären lässt, wieso der Spiegel beständig diesen Aspekt bei der Berichterstattung außer acht läßt (siehe Spiegelblog).

Unter Lobbyisten gilt die Pharmalobby als die mächtigste im Land … und die Branche selbst als die härteste, was schon viele Ärzte erfahren durften, siehe die Sendung Pharma-Kartell von Frontal 21, hier bei Politaia.org:

Diese Dokumentation ist ein tief recherchierter Einblick in eine der großen Wachstumsindustrien westlicher “Kultur”. Sie zeigt, wie Firmen den Markt psychischer Krankheit durch Drohungen, beeinflusste Studien und Bestechung mittels Psychopharmaka bewirtschaften, die erhebliche Gesundheitsgefährdungen erzeugen und als legale Droge unserer Zeit begriffen werden können. Milliarden von Umsatz ermöglichen eine intensive Verflechtung mit Politik und sogar Selbsthilfeorganisationen.

Die IPPNW beschreibt die Situation wie folgt:

Der Einfluss der Pharmaindustrie auf Ärzte, Forschung, Fachzeitschriften, Behandlungsleitlinien, Patientenorganisationen, die Politik und Regulierungsbehörden ist so weit fortgeschritten, dass Transparency International (TI) von einer „strukturellen Korruption“, spricht, die zwar gemeinschaftsschädlich, aber gesetzeskonform sei.

Wie gesagt: man erreicht eigentlich jeden.

Was aber nützt das nun dem Vater vor Ort mit dem Problemen, die sein Kind hat?

Nun – eine Entscheidung musste her … und ich gestehe hier einen kleinen Schwindel: ich habe sie schon vor Monaten getroffen. Schweren Herzens … gegen Ritalin. Anstelle dessen geht mein Sohnemann jetzt tanzen (in diesem Jahr folgt die erste Aufführung) und hat gelernt, seine Aktivität in „sonstige Mitarbeit“ umzusetzen: eifriges Aufzeigen ist auch eine Art, seinen Bewegungsdrang auszuleben.

Seitdem gab es in Englisch, Französisch und Geschichte eine Zwei, in Mathe eine eins.

Hierzu nochmal Jörg Blech bei Ulrich Herzer

Dabei kann man den Kindern auch ohne Pillen helfen, beispielsweise durch simple Änderungen im Alltag. Als Beispiel mag die Geschichte eines jungen Engländers taugen, der Ende des 19. Jahrhunderts zur Schule ging und nach den Maßstäben unserer Zeit wohl als hyperaktiv einzustufen ist. Um seine überschüssige Energie abzureagieren, vereinbarte der unruhige Geist mit seinen Lehrern, dass er nach jeder Stunde einmal um das Schulgebäude rennen durfte. Tatsächlich wurde der Alltag dadurch erträglich – für den Schüler und seine Lehrer gleichermaßen. Im späteren Leben hat der Engländer dann allerdings gänzlich auf Sport verzichtet. Sein Name: Winston Churchill.

Letztendlich aber ist es die Entscheidung, notfalls lieber einen Hauptschüler ohne Lebenskrücken groß werden zu lassen, anstatt einen unglücklichen, paranoiden Hochleistungszombie zu züchten, der nach wenigen Jahren ausgebrannt am Ende seines Lebensweges steht.

Den Mut zu dieser Entscheidung haben in einer Hochleistungsgesellschaft verständlicherweise wahrscheinlich nur wenige, zumal die Fans von Kinderkoks einem ja schnell auch Erziehungsunfähigkeit oder Nähe zur Scientology-Sekte unterstellen, wenn man es wagt, gegen den Strom von Tabletten anzuschwimmen.

Ganz wichtig für meine Entscheidung war übrigens der oben genannte Selbstversuch der Pharmazeutin … denn anders als viele Gegner und Befürworter hat sie die Droge selbst genommen und berichtet aus eigener Erfahrung … und nicht anhand ausgewählter Studien der Pharmaindustrie.

 

Gewalt in der Psychiatrie – Gedanken zu einem aktuellen Gesetz

Gewalt in der Psychiatrie - Gedanken zu einem aktuellen Gesetz

Mittwoch, 19.12.2012. Eifel. Na, fühlen Sie sich gut? Noch voll im Job, sich gar unverzichtbar wähnend? Kerngesund an Körper und Geist, Häuschen gut eingerichtet, Pool schön blank geputzt, das kleine Segelboot auf Hochglanz poliert, am Wochenende gar die ersten Flugstunden bezahlt? Urlaub auf den Malediven gebucht, Tauchkurs inklusive … und der neue SUV ist ein Benz oder Porsche und nicht mehr ein asiatisches Billigprodukt? Vielleicht haben Sie sogar Kinder – maximal zwei – die ihr ganzes Glück sind … sofern sie die Feuergefechte in den Grundschulen überleben. Sie fühlen sich superwohl, ein König der Welt (zum Herrscher des Universums braucht es noch eine Zeit) und sind der Meinung, das Ihnen nichts und niemand etwas anhaben kann? Nun … dann kennen Sie wohl die deutsche Psychiatrie noch nicht, eben so wenig die Pläne unseres Gesetzgebers, wie dort wieder Gewalt einziehen soll. Wie bitte? Psychiatrie betrifft Sie nicht? Sie haben doch einen Mann bzw. eine Frau, oder? Vielleicht auch den einen oder anderen Neider? Oder gar Konkurrenz innerhalb der Firma, der Partei, des Verbandes? Bei ihnen gibt es etwas zu holen – natürlich betrifft Sie die Psychiatrie … und wenn sie da erstmal drin sind und sich nicht fügen, dann kommen sie erst Recht nicht mehr heraus.

Als Philosoph hat man einen besonders kritischen Zugang zur Psychiatrie oder Psychologie. Oft wundert man sich, das es diesen Zweig der Wissenschaft überhaupt gibt, denn im Prinzip kann er eigenständig gar nicht bestehen. Wie will man entscheiden, ob Verhalten normal ist oder nicht, wenn man sich keine Gedanken über das System macht, das den Rahmen für die Normen bestimmt? In der Psychiatrie (hier arbeiten Ärzte) hat man dafür noch viel Verständnis, in der Psychologie (hier arbeiten Psychologen) weniger … es geht um Geld, da kennt man keine Gnade. Um abrechnen zu können, brauche ich therapierbare Verhaltensauffälligkeiten … je mehr ich davon erfinde, umso reicher werde ich: das ist die Ausgangslage der Psychologen. Die verabreichen aber nur höchst selten Drogen, davon leben die Psychiater. Dort ist man auch schon kritischer – vor allem in den großen Institutionen. In einem Haus war ich als Philosoph sogar mal hoch willkommen – der Chefarzt war schier am Verzweifeln: „den Deutschen muss ich behandeln, wenn er mit Gott spricht – den Türken muss ich behandeln, wenn er nicht mehr mit Gott sprechen kann: ist doch absurd“. Ein Originalzitat.

Diesen und anderen Kontakten hatte ich dann die einmalige Chance zu verdanken, Krankheitsbilder in geschlossenen Abteilungen der Psychiatrie zu studieren. Ich hatte einen Kittel, einen Schlüssel (man hat mir dringend geraten, das IMMER zu erwähnen, wenn ich – in den Grenzen der Schweigepflicht – über diese Erfahrungen rede … man sieht, es ist in diesem Land schon gefährlich, auch nur in der Nähe der Psychiatrie verortet zu werden) und zuvor viel Literatur verschlungen, um diverse Krankheitsbilder zu erkennen und diese dann in die Schulung eigener Mitarbeiter einfließen lassen zu können.

Ich habe dort interessante Beobachtungen gemacht, mir nebenbei die Frage gestellt, ob da nicht ziemlich Willkür bei der Diagnose herrscht. Sind nicht eigentlich alle Menschen depressiv, die nicht manisch sind? Und alle manisch, die nicht depressiv sind? Da muss ein Produktmanager der Pharmaindustrie die Diagnosen gestrickt haben … so eng, das kein Pillenkonsument mehr entkommen kann. Ich fand viele normal wirkende Menschen, einer saß ein, weil er überall die dreifache Sechs gesehen hat … zum Beispiel auf dem Barcodes jeder Ware. Ich wusste, das das stimmen kann – hatte kurz zuvor ein Buch gelesen, das sich mit dem inflationären Gebrauch dieser Zahlenkombination beschäftigte (sie ist heute noch – aus ungeklärten Gründen – auf JEDEM Apothekenrezept zu lesen), hielt mich aber zurück. Immerhin war ich ja auch kein Arzt.

Ich habe auch mit Ärzten während dieser Praktika gesprochen … wollte wissen, warum sie gerade diesen wenig lukrativen Zweig der ärztlichen Tätigkeit gewählt haben, die Antwort eines Medizinstudenten (in offener Runde) sprach Bände: „die Ausbildung ist nicht so lang, die Abschlüsse hat man schneller„. Man spart sich wohl einiges an schwierigen ärztlichen Prüfungen.  Was ich aber auch fand, waren viele Ärzte, die noch eng am Eid des Hypokrates lebten und die schier verzweifelten ob der Bedrängnisse, in denen der moderne Mensch lebt. Jeder Arbeitslose wäre bei ihnen gut aufgehoben … denn diese Form der verharzten Arbeitslosigkeit macht psychisch extrem krank.

Bevor ich mich an diesen Artikel gemacht habe, habe ich aber auch echte psychiatrieerfahrene Menschen befragt. Eine Antwort möchte ich Ihnen nicht vorenthalten:

Mich wollte mal ein Oberarzt zur medikamentösen Behandlung zwingen, ein richtiges Arschloch. Da ist mir bei der richterlichen Anhörung eine gute Idee gekommen. Ich sagte, er soll doch mal einen Patienten zeigen, bei dem die Psychopharmaka so gut helfen, also von der Station ins Anhörungszimmer holen. Der Richter hat sich darauf eingelassen und den Arzt aufgefordet, mal eine/n reinzurufen. Das konnte er natürlich nicht. 
Damit hatte sich das erledigt .

Eine ganze Station voller psychisch kranker Menschen, die alle Tabletten schlucken, aber nicht EINER davon kann vor Gericht erscheinen um zu zeigen, wie toll es ihm geht?

Nein, natürlich nicht. Immer noch ist Haldol eines der beliebtesten Medikamente in der Psychiatrie … der Kosten wegen. Dieses Medikament verwandelt sie in ein Wesen, das ohne Regungen im Gesicht scheinbar willenlos durch die Gänge schlurft und dabei – eine Nebenwirkung ist extremer Speichelfluss – eine Schleimspur hinter sich lässt. Solche Leute vor Gericht gezerrt … der Richter würde Angst kriegen.

Nun – der oben zitierte Patient hatte noch Glück. Heutzutage kann man die medizinische Behandlung verweigern. Man braucht sich nicht zum Tablettenschluckautomaten degradieren zu lassen, wie es viele Millionen Menschen freiwillig tun. Man kann einfach NEIN sagen – und schon bleibt der Körper sauber und rein.

Nach dem Willen der Regierung aber … soll dies jetzt anders werden.

Ich weiß nicht, warum die Regierung an sabbernden, willenlos dahinschlurfenden Gestalten Interesse hat, ich kann nur sagen, das dieses Gesetz  (von CDU und FDP) mit Hochdruck durch den Bundestag gepeitscht werden sollte. Das ist keine Kleinigkeit, denn das Gesetz soll aktuelle Urteil des Bundesgerichtshofs aushebeln und verstößt gegen die UN-Behindertenrechtskonvention (siehe Spiegel).

Die AWO hält das für bedenklich, der Paritätische Gesamtverband hält das für bedenklich, Chefärzte von großen Kliniken schreiben der Ministerin, das sie das Gesetz gar nicht brauchen, der Betreuungsgerichtstag lehnt es in seiner Abschlusserklärung ab ebenso wie die Bundespsychotherapeutenkammer. Es liegen Gutachten vor (Thomas Saschenbrecker) und eindeutige anwaltliche Stellungnahmen (Kanzlei Lünsman, Tomein, Toldorf), die die Problematik dieser Gesetzgebung durchleuchten, bei letzten finden sich Kommentare, die aufzeigen, welchen Eindruck die neue Gangart der Regierung macht, so meint Lili Lo:

… das erinnert stark an vergangen geglaubte Zeiten und gibt mir gerade ein eher unangenehmes Gefühl, vor allem steht die Frage im Raum:
Sind diese “Volksvertreter” überhaupt ausreichend befugt das im Alleingang entscheiden zu dürfen?
Die Willkür greift um sich – wohl kein Zufall, da wir Zeiten entgegensehen, in denen der Mensch wieder mehr und mehr erwacht, was demzufolge für einige als unbequem empfunden werden wird …

Oder Peter von Rüsten:

Ich gehe da mit meiner Meinung noch weiter.

Das gab es zu Hitlers Zeiten auch schon mal das Menschen Zwangsbehandelt wurden.

Außerdem könnte man mit diesen Gesetz jeden unliebsamen, kritischen Bürger sofort und Legal aus dem Verkehr ziehen .

Auch Reporter und deren Berichterstattung könnte mit Androhung einer Zwangsbehandlung zum Nachteil der realen Berichterstattung angewendet werden.

Wer solche Gesetze entwickelt braucht wahrhaft ein Therapie !

Wir merken: ganz so unpolitisch und unwichtig ist dieses Gesetz nicht … und auch nicht die Art und Weise, wie es zustandekommt, siehe Wolfgang Neskovic von den Linken: 

„Der Deutsche Bundestag erweist sich regelmäßig als bloße „Abnickmaschine“. Selbst Gesetzentwürfe, die schwerste Grundrechtseingriffe enthalten, werden vom Parlament einfach abgenickt, ohne dass die Abgeordneten sich die Gelegenheit einräumen, sich mit der entsprechenden Materie angemessen sorgfältig auseinanderzusetzen“, erklärt Wolfgang Nešković, Justiziar und Vorstandsmitglied der Fraktion DIE LINKE anlässlich der für morgen vorgesehenen ersten Beratung des von den Fraktionen der CDU/CSU und FDP eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes zur Regelung der betreuungsrechtlichen Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme.

Was will man sich beschwehren: diese Abnickmaschine hat uns Hartz IV beschehrt und mit dem ESM unsere Souveränität verkauft – natürlich nicken die auch andere Menschenrechtsverletzungen ab, erst Recht, wenn eine ganze Industrie dahintersteht: die Pharmaindustrie sieht ihre Absatzmärkte gefährdet. Da sie über das größte Lobbyistenheer der Republik verfügen (15 000 Mann), sollte man sich nicht wundern, das gerade die zentralen Absatzförderer für das Gesetz sind: der Deutsche Richterbund und der Facharztverband DGPPN mahnen schnellste Durchführung an … immerhin verliert die Industrie tagtäglich Geld.

Nebenbei bemerkt: für solche „Notfälle“ hat man als Lobbyist der Pharmaindustrie immer Geheimwaffen parat, meine (nie eingesetzte) war eine Woche Barbados (für hartnäckige Entscheidungsträger) im Privathaus von Paul McCartney. Direkt nebenan wohnt Stephen Spielberg (ja, DER Spielberg), dem einige Teilnehmer einer Notärztetagung (Selbstzahler) dort dann auch begegnen durften. Das Haus hatte eigenes Personal, eine eigene Stretch-Limousine, einen eigenen Strand mit eigenem Katamaran – in einer solchen  Umgebung kann man viel entspannter miteinander reden als im Chefzimmer der Uniklinik. So macht man Gesetze … in allen Branchen – und vielleicht versteht man jetzt, warum ich immer zaudere, wenn als ultimative Lösung der Gang auf die Straße gepredigt wird: auf Barbados hört man euch nicht, nur nebenbei bemerkt. Aber dort fängt man an, zu verstehen, das nette Menschen einem was umsonst geben und die wirklich Unnetten nur etwas von einem nehmen, etwas haben  wollen – wie zum Beispiel Sozialleistungen.

Zurück zu DGPPN, die dem System bei der Gelegenheit ein Eigentor schießt, in dem sie beschreibt, warum sie (unter anderem) dringend die Zwangsbehandlung braucht: um die Nebenwirkungen von Cortison zu behandeln, dem Lieblingsgift der Orthopäden, das neben vielen anderen häßlichen Nebenwirkungen auch psychisch krank macht:

Ein 64 Jahre alter Bauingenieur wird wegen einer rheumatischen Gelenkentzündung einige Wochen mit Cortison behandelt. Darunter entwickelt er einen ausgeprägten Verfolgungswahn, infolge dessen er mit stark überhöhter Geschwindigkeit durch ein Wohngebiet fährt (auf der vermeintlichen Flucht vor Geheimdienstagenten).

Der Patient leidet unter einer Cortison-induzierten Psychose, einer Komplikation einer solchen Behandlung, die etwa 2% der Patienten betrifft.

2 Prozent … das ist viel, wenn man bedenkt, das Orthopäden fast jedem ihrer Patienten Kortison verabreichen. Noch bedenklicher wirkt die Beurteilung des „Verfolgungswahns“ … wie viele von uns Bürgern fühlen sich denn nicht vom Staat verfolgt, zum Beispiel durch solche Gesetze. Ich möchte hier eine kleine Stellungnahme verschiedener Betroffenenverbände zitieren, die einem nahelegen, wie sie die aktuelle Diskussion wahrnehmen, siehe Zwangspsychiatrie.de:

Der Hass war immer schon da, der Hass auf die Unangepassten, die Faulen, Querulanten, Störer, Abhänger und Quertreiber. Ganz besonders groß ist der Hass auf die, denen mit den Mitteln des Strafrechts nicht beizukommen ist, weil sie sich keine strafbare Tat haben zuschulden kommen lassen. “Denen muss das Maul gestopft werden, die müssen weg”, sagen die Angepassten. Dafür haben Ärzte sich einen bösartigen Jargon ausgedacht: “Euren Hass, den können wir bedienen, die definieren wir einfach zu “Geisteskranken”, oder noch schicker, zu “psychisch Kranken”, und dann können alle an diesen verübten Grausamkeiten als “medizinische Behandlung” getarnt werden, dann können alle Menschenrechte und Gesetze, die sonst sogar noch für gefangene Straftäter gelten, einfach ignoriert werden, denn wir behaupten einfach, die Foltermethode der gewaltsamen Verabreichung von Psychodrogen usw. wäre “medizinische Behandlung” zur Heilung dieser erfundenen Krankheiten. Wenn ihr, die Gesellschaft, uns durch die Gesetzgeber die Macht gebt, das mit Gewalt durchzusetzen, dann merkt auch niemand den Schwindel, denn es entspricht ja eurem Wunsch so einen Vorwand zu erfinden.”

Diese Praxis und deren scheinlegalisierender Schutz durch illegale, nie grundgesetzkonforme Gesetze hat in dieser Republik 63 Jahre lang funktioniert. Nach dem Motto “Die sollen doch froh sein, dass wir diese nutzlosen Esser nicht mehr vergasen” wurde weggesperrt und ab 1949 zwar nicht mehr gemordet, aber mit Gewalt das Gehirn zerstückelt (Lobotomie), elektrogeschockt, mit Insulin geschockt und wurden ab Anfang der 60er Jahre hoch potente Drogen gewaltsam verabreicht.

Die Hexenverbrennungen der Neuzeit … nur anders definiert?

Schlimmer noch. Viel schlimmer – und jetzt kommen wir nach einer kleinen Exkursion wieder zu Ihnen zurück, dem reichen, gesunden, nicht zwangspsychiatrisierten Normalbürger. Ihnen hat die Geschichte hier vielleicht bislang gar nicht zugesagt, Sie fragen sich beständig: was habe ich damit zu tun?

Nun – vielleicht haben Sie schon von dem Fall Gustl Mollath gehört? Ein Mann wie sie: ganz normal. Nun – einem Brief von Rudolf Heindl, Richter im Ruhestand an die bayrische Justizministerin Beate Merk (u.a. hier bei Grilleau veröffentlicht) entnehme ich, das es bei dem Fall Mollath ganz neue Dimensionen des deutschen Rechtssystems offenbarten … Dimensionen, die Historiker freilich schon kannten:

Sie Frau Merk haben von Ihrem Vorgänger ein kriminelles Underground-Justiz-System übernommen, das Sie in Ihrer Amtszeit fortgeführt und perfektioniert haben.

Geben Sie gegenüber der Öffentlichkeit und dem Bayerischen Landtag, die Sie belogen haben, zu, dass das Verfahren vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth gegen Herrn Mollath beim Kollegen Brixner ein vom Anfang bis zum Ende manipuliertes Verfahren gewesen ist, so wie in den Räumen dieses Nürnberger Gerichts im Nationalsozialismus die Verfahren gegen Juden manipuliert worden sind, die man unbedingt ins KZ bringen wollte, weil sie politisch unerwünscht waren oder weil lüsterne Parteigenossen gierig nach dem Besitz solcher Opfer schielten.

Es ist dem Laienrichter Westenrieder, der sich auf die Erfahrung von ca. 60 Prozessen stützt, auch aufgefallen, dass der Kollege Brixner als der prozessleitende Vorsitzende herumgeschrien hat wie seinerzeit in der dunkelsten Epoche der deutschen Geschichte Roland Freisler amVolksgerichtshof. Der Laienrichter Westenrieder, der dieses Urteil über Gustl Mollath als Fehlurteil bezeichnet, hat etwas Derartiges in keinem Verfahren vorher und keinem Verfahren nachher erlebt.

Ein kriminelles Underground-Justizsystem? Mit Verbindung zu Steuerhinterziehern, Drogenhändlern, Waffenschmugglern und dem nationalsozialistischem Untergrund, heute kurz NSU genannt?

Das lässt die Forderung der Frau Merk in einem ganz anderen Licht erscheinen, gefunden beim Deutschen Richterbund: 

Auch der baden-württembergische Justizminister Rainer Stickelberger (SPD) und Bayerns
Justizministerin Beate Merk (CSU) haben den Bundesgesetzgeber aufgefordert, schnellstmöglich
eine gesetzliche Grundlage für die medikamentöse Zwangsbehandlung von betreuten psychisch
kranken Menschen vorzulegen.

Klar droht da Eile. Wo kämen wir hin, wenn jetzt die ganzen sorgfältig Weggeschlossenen reden würden?

Und man merkt, wie schnell man selbst ins Visier der Psychiatrie gerät: immerhin zeige ich gerade Anzeichen für einen Verfolgungswahn, in dem ich ein System skizziere, das Deutschland fester im Griff hat als es erlaubt ist, zu denken.

Wenn Sie jetzt denken, Sie haben immer noch nichts mit dem Thema zu tun, dann möchte ich Ihnen die Meinung der ehemaligen Oberstaatsanwältin Gabriele Wolff ans Herz legen. In einer umfangreichen Darstellung zeigt sie, wie heutzutage Frauen ganz bequem ihre Männer entsorgen können, wie ein ganzes System versagt und einen normalen Menschen (ganz jenseits aller politischen „Wahnvorstellungen“ – die dann doch einfach nur böse Realität waren) mit schlampigen Gutachten, unseriösen Ferndiagnosen, gefälschten Attesten und einer im Sinne des Opferschutzes zur (parteilichen) Frauenfreundlichkeit verpflichteten Justiz ins Irrenhaus bringen können … wo Medikamente dafür sorgen, das er hilflos sabbernd durch die Gänge irrt und wirklich niemanden mehr stört.

Die Pharmaindustrie wird das ihre dazu tun, das System lebendig zu halten, Kriminelle im politischen Apparat (und der ganze Apparat selber) ziehen ihren Nutzen daraus und Kriminelle im privaten Bereich ihren persönlichen finanziellen Gewinn.

Immer noch gut drauf?

Dann will ich ihnen mal eins sagen, als ihr Freund, ihr Nachbar, ihr täglicher Beobachter:

die Art, wie sie ihre Kinder anfassen, beunruhigt mich.

Ihre Frau wirkt oft sehr gedrückt, wenn sie wieder nach Hause kommt.

Die Art, wie sie ihren Porsche wienern, hat manchmal etwas Zwanghaftes an sich.

Im Übrigen wirken sie auf mich sehr depressiv, wenn sie das Haus verlassen. Oder eben manisch.

Und wie sie sich abends versichern, das Fenster und Türen verschlossen sind und niemand durch die Fenster schauen kann, erinnert schon an Verfolgungswahn … oder haben Sie etwas zu verbergen?

Gut, ihr Grundstück wollte ich schon immer haben – und ich meine auch, das mein Sohn Ihren Job viel besser machen könnte als Sie, aber das ändert ja nichts an der Tatsache, das immer diese Schreie zu hören sind, wenn Sie mit Frau und Kindern alleine sind.

Die Armen, die sind ja auch schon viel zu verängstigt, um darüber zu reden. Ich habe mal die anderen Nachbarn beim Grillen daraufhin angesprochen … und ehrlich, die machen sich jetzt auch Sorgen. Auch denen ist jetzt klar geworden, wie seltsam Sie sich benehmen, wie kontaktscheu Sie sind – Sie haben uns ja noch nicht mal auf ihr Boot eingeladen!

Wir haben jetzt mal – bitte nicht falsch verstehen – den Sozialpsychiatrischen Dienst informiert. Und die Polizei. Hoffentlich traut sich Ihre Frau noch, die Wahrheit zu sagen – wenn nicht, wird man sie in der Psychiatrie schon gut behandeln. Das ganze Dorf weiß ja jetzt Bescheid – vielleicht findet Ihre Frau ja dort zu sich selbst.

Und Sie … nun ja. Wahrscheinlich werden sie versuchen, Widerstand zu leisten. So ein Querulant waren Sie ja schon immer. „Fehlende Krankheitseinsicht“ ist auch eine Diagnose. Oder Sie machen es sich leicht, und nehmen die Medikamente.

Glauben Sie mir: dann hören auch die Wutanfälle auf, dieses ganze Toben und Lärmen wegen Ihrer angeblichen Unschuld.

So geht es vielen heute  – und nicht alle haben das Privileg, eine Tablette dagegen zu bekommen, die sie in empfindungsloses menschliches Gemüse verwandelt, dessen Schweigen so nützlich für so viele sein kann.

 

 

 

 

 

Die Wahrheit, der politische Wahnsinn und die Psychiatrie: die McKinseyrepublik Deutschland

Donnerstag, 22.11.2012. Eifel. Ich merke, es ist soweit. Ich muss aufhören zu schreiben. Wird zu gefährlich, ganz ehrlich. Manchmal gibt es Zeiten, da muss man seine alten Schwüre brechen, seinen Colt aus dem Schrank holen, die Winchester entmotten, den finstersten aller schwarzen Hüte aufsetzen und - geschmückt mit goldenem Sheriff-Stern - auf die Straße gehen und sich dem Übel stellen, um eine endgültige Lösung herbeizuführen. Und dann wiederum gibt es Zeiten, wo man sich zitternd und bibbernd in einem Erdloch verstecken muss, weil Gräuel über die Erde wanken, die zu gräßlich sind, als das man sie in Worte fassen könnte. So eine Zeit scheint wieder da zu sein, eine Zeit, wo der Gebrauch einer normalen, von edlen Werten in ihrer Vernichtungskraft eingeschränkten Vernunft zu gefährlich ist und das Erdloch die einzige Alternative zu Wahnsinn darstellt. Das ist zum Beispiel ganz deutlich dann der Fall, wenn Zeugen krimineller Taten ganz schnell in der Psychiatrie verschwinden, wo ich - wie ich merke - jetzt auch ganz schnell landen könnte. Der Spiegel berichtet heute über einen dieser Monströsitäten, einen Mann, der ziemlich gewöhnlich klingende Behauptungen aufgestellt hat.

Donnerstag, 22.11.2012. Eifel. Ich merke, es ist soweit. Ich muss aufhören zu schreiben. Wird zu gefährlich, ganz ehrlich. Manchmal gibt es Zeiten, da muss man seine alten Schwüre brechen, seinen Colt aus dem Schrank holen, die Winchester entmotten, den finstersten aller schwarzen Hüte aufsetzen und – geschmückt mit goldenem Sheriff-Stern – auf die Straße gehen und sich dem Übel stellen, um eine endgültige Lösung herbeizuführen. Und dann wiederum gibt es Zeiten, wo man sich zitternd und bibbernd in einem Erdloch verstecken muss, weil Gräuel über die Erde wanken, die zu gräßlich sind, als das man sie in Worte fassen könnte. So eine Zeit scheint wieder da zu sein, eine Zeit, wo der Gebrauch einer normalen, von edlen Werten in ihrer Vernichtungskraft eingeschränkten Vernunft zu gefährlich ist und das Erdloch die einzige Alternative zu Wahnsinn darstellt. Das ist zum Beispiel ganz deutlich dann der Fall, wenn Zeugen krimineller Taten ganz schnell in der Psychiatrie verschwinden, wo ich – wie ich merke – jetzt auch ganz schnell landen könnte. Der Spiegel berichtet heute über einen dieser Monströsitäten, einen Mann, der ziemlich gewöhnlich klingende Behauptungen aufgestellt hat.

Seine Ex-Frau und weitere Mitarbeiter der HypoVereinsbank (HVB) hätten große Mengen Schwarzgeld in die Schweiz verschoben und illegal Provisionen kassiert. Die Vorwürfe wurden von der Justiz ignoriert. Dafür attestierte man Mollath einen krankhaften Wahn. im Jahr 2006 wurde er zwangseingewiesen.

Sein Fall ist eine Art Blaupause für das Schicksal von Menschen, die ein Richter ins Irrenhaus schickt und die danach kaum noch beweisen können, dass sie nicht geisteskrank sind. Es liegt diesen Fällen keine große politische Verschwörung zugrunde, sondern Nachlässigkeit und Überheblichkeit des Justizapparats.

So etwas geschieht schon in diesem Land. Ohne das wir es groß merken, denn dieser Artikel ist morgen wieder vergessen, der Spiegel verspricht uns ja zudem, das es nur die reine Blödheit des Systems ist, die solche Fälle produziert. Die Wahrheit sieht aber anders aus:

In Bayreuth diagnostiziert ein Gutachter bei Mollath eine fortschreitende Wahnsymptomatik. Er sei unter anderem unkorrigierbar der Überzeugung, Personen aus dem Geschäftsfeld seiner Ex-Frau wären in ein komplexes System der Schwarzgeldverschiebung verwickelt. Mollath stelle ohne Behandlung eine Gefahr dar.

So einfach ist das inzwischen. Die Psychiatrie ist wohl inzwischen in weiten Teilen so sehr degeneriert (und in ihrem eigenen Dunstkreis gefangen), das sie jederzeit politisch instrumentalisiert werden kann. Wenn die Politik eine Wahrheit herausgibt (wie zum Beispiel die, das hier niemals jemand Schwarzgeld ins Ausland schafft), dann folgt automatisch die Diagnose WAHN, wenn man energisch gegen diesen Tatbestand ankämpft. Je energischer man kämpft, umso eher lassen sich Anzeichen für einen Wahn finden. Zustände, die früher einen Wilhelm Tell, einen Fidel Kastro oder eine russische Revolution hervorgerufen hätten, sorgen heute nur dafür, das Kritiker, Zeugen und Journalisten in der Psychiatrie verschwinden: ganz öffentlich vor aller Augen, mit desaströsen Folgen für die eigene Existenz:

Am 27. Februar 2006 wird Gustl Mollath in seinem Haus festgenomen. Bis heute besitzt er nur das, was er damals auf dem Leib trug. Sein gesamtes Leben ist verschwunden. Sein Haus wurde versteigert, Möbel und Autos weggebracht. Mollath hat keinen Pass, keine Zeugnisse, keinen Zugang zu Konten. „Ich habe nicht einmal ein Bild von meiner Mutter“, sagt er, „ich bin den Ärzten ausgeliefert“.

Das kann jedem von uns geschehen. Jederzeit. Gustl Mollath hatte nämlich Recht. War kein Wahn, sondern nur die Wahrheit – und ein großer folgenloser Betrug am Steuerzahler.

Ich persönlich bin mir sicher, das man bei mir jederzeit eine Wahnsymptomatik feststellen kann, die Philosophie an sich ist ja schon Wahn genug. Wir wagen es, die Realität unserer ganzen sinnlichen Wahrnehmung in Frage zu stellen, beschäftigen uns mit Gedanken über das Leben nach dem Tod – und vor allem auch mit Gedanken darüber, ob man vor dem Tod nicht mehr davon haben kann, wenn das Geld etwas fairer verteilt wird.

Ich möchte so einen Wahn gleich mal demonstrieren. Aus eigener, 15-jähriger Berufstätigkeit in der Pharmaindustrie weiß ich, das es sich hier um einen riesigen, kriminellen Machtblock handelt, der Hand in Hand mit Politik und Justiz in schöner Regelmässigkeit nutzlose Präparate zu überteuerten Preisen verkauft, eine Bereicherungsmaschinerie, die vor allem deshalb funktioniert, weil die Politik der Ärzteschaft den kritischen Mund mit Massen an Geld vollstopft. Bleibt einer doch nicht ruhig, wie Leo Hansen. der ehemalige Chef der KV-Nordrhein, dann gibt es auch handfestere Drohungen (siehe „Das Pharmakartell“, Frontal 21).

So ist es kein Wunder, das das meistverkaufte Grippemittel der Welt zwar enorm viel kostet, das aber durch völliges Ausbleiben jeglicher Wirkung wieder gut macht, ein Tatbestand, der jetzt dazu führt, das Forscher einen Boykottaufruf gestartet haben (siehe Spiegel):

Genauso lange, wie die Länder Tamiflu einlagern, währt auch der Streit, ob das antivirale Mittel denn überhaupt nutzt. Bereits 2009 berichtete eine Forschergruppe der Cochrane Collaboration, es gebe Zweifel an der Wirksamkeit des Medikaments. Es fehlte etwa der klare wissenschaftliche Beleg dafür, dass Tamiflu Komplikationen wie eine Lungenentzündung verhindern könne. 

Die gleiche kriminelle Energie findet man auch auf anderen Ebenen – so sagt mir mein Wahn. Dort führt sie zu überraschenden Ergebnissen: nach der Kritik an Peer Steinbrück, der seine dienstliche Bahncard hemmungslos privat genutzt hat, reagiert der Bundestag wie folgt (siehe Welt):

Noch am 14. November hieß es dem Bericht zufolge dort: „Hier stellt der Bundestag eine Netzkarte zur Verfügung, die für das Mandat, nicht aber privat genutzt werden darf.“ Einen Tag später, am 15. November, fehlte ein Halbsatz, das Verbot privater Nutzung wurde demnach ersatzlos gestrichen.

Jetzt dürfen alle umsonst privat mit dem Zug fahren. Cool, oder? Ähnlich ist es mit Steinbrücks Deal mit den Stadtwerken – war er anfangs noch der böse Buhmann, so stellt sich jetzt langsam heraus, das alle dort richtig abgeräumt haben und der caritative Zweck erst nachträglich eingebaut wurde, um den wahren Charakter der Veranstaltung zu verschleiern (siehe Welt).

Würde ich jetzt aber sagen: „Leute, wir haben in dieser Gesellschaft ein ganz ernstes ethisches Problem: unsere Hardware ist zwar TipTop, aber unsere Software hat einen ganz schweren Schaden genommen“ dann würde man mir ganz schnell einen Verfolgungswahn unterstellen. Wenn ich dann kontern würde, das es bald Atomkraftwerke vom Himmel regnet, wäre ich schneller weg, als ich diesen Artikel absenden könnte. Dabei ist das in Planung, siehe Freitag:

Forschungsinstitute und die Rüstungsindustrie wie etwa das US-Institut Sandia National Laboratories und Northrop Grumman arbeiten an nuklear getriebenen Drohnen, um die Verweildauer der Kampfdrohnen in der Luft weiter zu optimieren – ein erschreckendes Szenario angesichts der Tatsache, dass bis heute mehr als 30 Prozent der US-amerikanischen Predator-Drohnen abgestürzt sind.

Allen Ernstes arbeiten führende Rüstungskonzerne am fliegenden, unbemanntem Atomkraftwerk, während wir noch stolz darauf sind, das wir – vielleicht bald eventuell (wenn sich nichts ändert) – unsere viel sichereren alten Meiler endgültig abgeschaltet haben. Warum sperrt eigentlich niemand die Forscher von Northrop Grumman ein?

Oder die gesamte US-Wirtschaft?

Leider „nur“ bei WSWS findet sich die Nachricht, das Obama jetzt – nach seinem großen Wahlsieg – zu drastischen Sozialkürzungen neigen wird. Genau das wollten die Wähler zwar nicht – weshalb sie ja auch ihn gewählt haben und nicht den Milliardär Mitt Romney – aber wer interessiert sich nach der Wahl schon noch für Wähler?

Mit Blick auf die „Haushaltsklippe“ am 31. Dezember wird Krisenstimmung geschürt, um die öffentliche Meinung darauf vorzubereiten, extrem unpopuläre Maßnahmen zu akzeptieren, darunter Haushaltskürzungen in Höhe von Billionen Dollar und einen historisch beispiellosen Angriff auf Medicare, Medicaid und die Renten.

Ein interessantes Lehrstück, wie man Politik in Demokratien macht – oder wie man eine Demokratie durch Terror vernichtet:

Die Medien waren voll mit düsteren Vorhersagen über einen weiteren Zusammenbruchs des Marktes, verheerende Steuererhöhungen für die arbeitende Bevölkerung und stark ansteigende Arbeitslosigkeit, wenn die beiden Parteien nicht zu einer Einigung kämen.

Und damit die Medien auch etwas zu berichten hatten, wurden Fakten geschaffen, Fakten, die nur dann funktionieren, wenn man tagtäglich auf breiter Front über Börsenkurse berichtet:

Nur Stunden nach Obamas Sieg warnte die Ratingagentur Fitch, es werde „beim Haushalt keine Flitterwochen für Präsident Obama geben.“ Am Mittwoch folgten große Verkäufe an der Wall Street, die die Regierung und den Kongress unter Druck setzen sollten.

So einfach ist Politik für Reiche. Erst mal die eigenen Aktienpakete verkaufen, dann die eigenen Presse darüber berichten lassen und so die Regierung terrorisieren. Nachher kann die Presse ja wieder Entwarnung geben, man kann die eigenen Aktienpakete zurückkaufen und sich zusätzlich am Gewinn freuen, wenn die Kurse infolge der eigenen Rückkäufe wieder steigen.

Natürlich wird die Gesellschaft auch von innen ausgehöhlt. Es gilt, jede Art von Widerstand gleich im Ansatz zu zerschlagen, damit der demokratische Grundgedanke gründlich ausgemerzt wird. Das geht ziemlich einfach – und auch ziemlich offen, denn neben der demokratischen Gesellschaft existiert die wirtschaftliche Gesellschaft – und in der hat jeder einen BOSS. Dirigiert man diese Bosse – oder züchtet sie gleich selbst – dann dirigiert man die ganze Gesellschaft. Die Karriereabteilung des Spiegel zeigt das System ganz offen:

„In der Unternehmensberatung bleibt man nicht ewig. Man verdient gutes Geld, schnuppert überall mal rein, und am Ende bekommt man einen Job in der Industrie.“

Deutsche Unternehmensberatungen wie Kienbaum zeigen sich da anders – aber sie wollen ja auch nicht die Gesellschaft systematisch mit ihren egozentrischen Charakteren unterwandern. Ein Artikel aus der Zeit zeigt, das McKinsey sehr bewusst eine sektenähnliche Struktur schafft:

Networking ist ein ganz großer Begriff in der Branche, man ist ständig darauf konzentriert, mit allen und jedem Kontakt zu halten. Das Unternehmen gibt sich große Mühe, die Mitarbeiter auf Linie zu bringen. Durch regelmäßige Events, Get-togethers, Meetings ohne fachlichen Inhalt. In diesen Konferenzen geht es darum: Wo will das Unternehmen hin? Was müssen wir dafür tun? Dann werden irgendwelche Statistiken präsentiert, die die Qualität der eigenen Arbeit beweisen sollen. Manchmal sind die ganz schön abseitig. Aber dadurch wird die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen gestärkt.

Ähnliche Strukturen der Menschenführung kann man auch in der Pharmaindustrie erleben – so schützt man sich vor Aussteigern. So erstellt man ein geschlossenes Agentennetzwerk innerhalb der Wirtschaft eines Landes, das den „Geist“, die „Botschaft“, das eigentliche Anliegen der Finanziers in ihrem gesamten Umfeld weiterverbreitet. Wie groß dieser Einfluss ist, zeigt sich, wenn man aus heutiger Sicht einen Artikel der Zeit aus dem Jahre 2002 liest:

Als sich Gerster, frisch entlassen, in der Talkshow von Sabine Christiansen verteidigte, nutzte der niedersächsische Ministerpräsident und Gabriel-Nachfolger Christian Wulff die sonst so artige TV-Plauderrunde für einen heftigen Angriff auf den Doyen des Beratercorps. Er attackierte Roland Berger, der mit im Studio saß. Zwischen Politik und Beratern, zürnte Wulff, seien „Kartelle“ und „Seilschaften“ entstanden und „Freundschaften, die sich gegenseitig einen Dienst erweisen“.

Hätte er mal besser die Klappe gehalten – dann wäre er heute wohl noch Bundespräsident. Gegen die geheime Führungsmacht im Staate wird nicht aufgemuckt, denn die spielt heutzutage ganz oben mit:

Die Wertschätzung von Angela Merkel für McKinsey hatte weitreichendere Folgen. Merkel ließ sich von Deutschland-Chef Jürgen Kluge bereits beraten, als sie in der vergangenen Legislaturperiode ihr Konzept für eine „Neue Soziale Marktwirtschaft“ vorlegte. Ihrer beider Interessen trafen sich. Kluge wollte McKinsey als Think Tank auch für den Staatsdienst etablieren, den seine Consultingfirma erst viel später als der Konkurrent Berger als zentrales Wachstumsfeld ausgeguckt hatte. Merkel brauchte als Parteichefin vor allem Wirtschaftskompetenz.

Konkurrenz ist Berger aber wohl nur bei der  Bezahlung – nicht aber bei der Etablierung eines Systems, das hinter jeden Politiker einen Unternehmensberater stellt. Das führt zu ganz merkwürdigen Erscheinungen:

Vor allem Angela Merkel und Friedrich Merz wird ein enges Verhältnis zum Branchenriesen McKinsey nachgesagt. Merz, der vor seiner politischen Karriere beim Verband der chemischen Industrie arbeitete, zog sich bei seinem Antritt als Fraktionschef viel Spott zu, als er vorschrieb, künftig müssten sich Mitarbeiter der Unionsfraktion einem Eignungstest der Unternehmensberater von McKinsey unterziehen. Ein motivierter und qualifizierter Mitarbeiter des Finanzministeriums scheiterte damals daran, dass er nicht erklären konnte, wie er sich als Filialleiter einer Hamburger-Kette verhalten würde. Viele Abgeordnete schüttelten nur den Kopf.

Beide haben wohl auf das richtige Pferd gesetzt – und die Tatsache, das Friedrich Merz heute Vorsitzender der einflussreichen Atlantik-Brücke ist, verstärkt meinen Verfolgungswahn nur umso mehr. Der Einfluss von McKinsey, Berger und Co. hat aber auch auf ganz andere Art und Weise in unseren Alltag eingegriffen. Sie haben nicht nur in großem Stil kurzfristige und kurzsichtige Gewinne durch Massenentlassungen möglich gemacht, sondern gezielt an dem Umbau der ganzen solidarischen sozialen Marktwirtschaft mitgewirkt:

Neu ist vor allem, wie selbstverständlich Unternehmensberatern auch Kompetenz bei originär politischen Fragen zugetraut wird. Tackes Ressort, das Ministerium für Wirtschaft und Arbeit, hat beispielsweise gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeit bei Roland Berger ein Gutachten zur geplanten Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe erstellen lassen, was die Opposition für eine klassische Aufgabe der Ministerialbürokratie hält.

Aus diesem Gutachten ist direkt Hartz IV entstanden – und eine Behörde, die ihren Job als Amt für Ungeziefervernichtung (ja, es geht hier um „Parasiten“) mit großem Engagement nachkommt, siehe Spiegel:

Jobcenter greifen bei säumigen Hartz-IV-Empfängern so oft durch wie nie zuvor

Danach ist die Zahl der Strafen verglichen mit 2009 um 38 Prozent auf 1,017 Millionen gestiegen.

Aus internen Quellen weiß ich, das auch dort „Führen mit Zielen“ praktiziert wird – auch jener „Geist“ stammt von McKinsey. Auch hier wird „up or out“ praktiziert, nochmal Spiegel:

Leistung ist alles. Up or out, rauf oder raus – das ist das Motto der großen Unternehmensberatungen. Nur zwei von zehn Consultants schaffen es an die Spitze. Die Loser fühlen sich trotzdem als Gewinner.

Anders als die Looser von McKinsey, die regelmäßig von anderen McKinseyleuten in Konzernen untergebracht werden, haben die Looser vom Arbeitsamt bei Nichterfüllung ihrer „selbst gesetzten Ziele“ nur eine Perspektive: jenen Stuhl, auf dem täglich „Kunden“ vor ihnen sitzen, selbst zu beziehen. So wird ein äußerst perverses System geschaffen, in dem Mitarbeiter der Jobcenter dadurch um ihr Überleben kämpfen müssen, dass sie bei jenen zwanghaft nach Kürzungsmöglichkeiten suchen, die zuvor schon dank der „Arbeit“ von McKinsey um ihren Job gebracht worden sind.

Und schon bin ich mitten drin in meinem Wahn und merke: ich muss jetzt sehr sehr vorsichtig werden. Nur noch ein paar Worte mehr, ein wenig Gedankengeflecht mehr und ich entwerfe gezielt das Bild einer komplett von „economic hit man“ unterwanderten Republik, die dank mangelnder Mitbestimmung am Arbeitsplatz aus ihren demokratischen Angeln gehoben wird.

Das Perfide an diesem System: je näher man der Wahrheit kommt, umso wahrscheinlicher wird es, für wahnhaft gehalten zu werden. Das sagt viel über unsere gesellschaftliche Wirklichkeit aus, die bewusst und in großem Stil in aller Öffentlichkeit umgestaltet worden ist. Wir kennen die Täter, ihre Methoden, ihre Auftraggeber, ihre Werkzeuge und die Folgen ihrer Arbeit, die man inzwischen sogar bei Kindern feststellen kann (siehe Welt):

Eine neue Studie zeigt, dass schon Grundschüler enormen Druck ausgesetzt sind: Ein Viertel der Zweit- und Drittklässler gibt an, häufig unter Stress zu stehen. Meist ist die Schule der Auslöser.

Aber wenn ich jetzt gezielt die Schützenvereine aufrufe, als Akt der Notwehr die McKinseyleute in der Industrie ausfindig zu machen und in die USA zurückzuschicken, wo ihr Ungeist gerade die größte Volkswirtschaft der Erde an den Abgrund gebracht hat, dann bewege ich mich in den Augen der politisch und wirtschaftlich ungebildeten Psychiater in einem geschlossenen Wahnsystem, so das sie nur eine Möglichkeit haben: mich wegzusperren, meine Sachen zu versteigern und mich mit Medikamenten ruhig zu stellen.

Währenddessen marschiert der Ungeist weiter: Gehaltskürzungen, Rentenkürzungen, Zwangspensionierungen, Aushebelung der Tarifautonomie, Entmachtung der Gewerkschaften, Sozialstaatsabbau, Verlängerung der Lebensarbeitszeit – das Sparprogramm für Griechenland (siehe Handelsblatt), gewaltsam herbeigeführt durch hemmungloses Rating, wird Norm für den ganzen europäischen Kontinent und nicht nur für die USA. Wählt ein Land falsch – wie unlängst Frankreich – dann kommt die Ratingkeule – wie jetzt in Frankreich (siehe Welt).

Politisch gebildete Menschen wundert es nicht, das in diesem Klima die Südstaaten der USA wieder von der Abspaltung träumen (siehe Welt), um der Versklavung durch den „Bund“ zu entgehen, einzelne Sheriffs wollen sogar mit Gewalt gegen „Obama´s Blauhelme“ vorgehen – dabei zeigt sich doch gerade jetzt, wie gering die Macht des Präsidenten gegen die Macht der unter anderem von McKinsey gestalteten Netzwerke ist.

Und dieses Gefühl der Ohnmacht kennen wir inzwischen auch in Deutschland nur zu gut, dürfen uns aber nicht zu ihm bekennen, weil wir ja der allmächtige Souverän sind.  Das ist aber auch nur gut so, denn Ohnmacht kann uns alle zu „unzurechnungsfähigen Kannibalen im sexuellen Wahn“ machen, siehe Heise:

Und diese ursprüngliche Ohnmacht, die wird im ganzen Leben immer wieder empfindlich als lebensbedrohlich gespürt und erlebt, und bewirkt Abwehrmechanismen; bewirkt, dass das Individuum versucht, sich durch irgendwelche Lebenstechniken, durch irgendwelche Abenteuer, durch irgendwelche spannenden, erregenden, lebensspendenden Erlebnisse zu erhalten.

Wenn jetzt diese Gefühl der Ohnmacht systematisch erzeugt wird … will man uns dann alle zu Kannibalen machen?

Wenn diese Zusammenhänge zwischen Ohnmacht und Gewalt bekannt sind … warum schafft man dann bewusst ein Gesetz, das das Gefühl von Ohnmacht und völligem ausgeliefert sein systematisch bei Millionen von Arbeitslosen erzeugt, eine Ohnmacht, die sogar einen US-Sheriff zu seltsam gewalttätigen Phantasien animiert?

Gut, das dieser Sheriff nicht in Deutschland lebt – hier wäre er schon längst in der Psychiatrie gelandet.

Gut, sehen wir es positiv: in der Psychiatrie wird man immerhin noch besser mit Nahrung und Unterkunft versorgt als in der Arbeitslosigkeit.

Das ist doch immerhin schon etwas – oder? Immerhin, das haben wir gelernt, nochmal Spiegel:

Niemand kommt aus dem Büro des Chefs und sagt: „Ich bin out.“ Immer positiv formulieren, das lernen Unternehmensberater schon im Assessment-Center. „Ich widme mich einer neuen Aufgabe“ oder „Ich mache jetzt mein eigenes Ding“, das hört sich gleich viel besser an. Und die Vorgesetzten spielen das Spiel mit.

Nicht nur die Vorgesetzten … inzwischen spielen wir alle mit – oder werden eingewiesen und machen dort unser eigenes Ding.

Was für ein Wahnsinn.

 

 

 

 

 

 

Deutschland jetzt offiziell Bananenrepublik – mit tödlichen Folgen für jedermann.

Sonntag,24.6.2012.Eifel. Seit ein paar Tagen ist es offiziell: wir sind Bananenrepublik. Hat der Gerichtshof bestätigt, siehe Spiegel. 18000 Euro hatte eine Pharmareferentin unter die Ärzte verteilt - im Dienste des "Verordnungsmanagements".  Nun, ich habe ein paar Erfahrungen in dem Milleu. Ich weiß, das wird jetzt viele wieder entsetzen - aber ohne die Erfahrungen auf diversen Hierarchiestufen einiger Konzerne könnte ich hier nichts schreiben - außer Tütensuppenphilosophie ... und für eine kleine Familie war das Geld schon ganz in Ordnung. Eigentlich hätte ich gedacht, das sich das Geschäft nach vielen "Enthüllungsstorys" endlich normalisiert hat - aber das Urteil beweist das Gegenteil. Weiß eigentlich jemand, worum es dabei wirklich geht? Nun - ich habe da ein paar Ausblicke zu. Schauen wir doch erstmal die Kostentreiber im Sozialbudget an - Ärzte und Medikamente, siehe KVPortal:

Sonntag,24.6.2012.Eifel. Seit ein paar Tagen ist es offiziell: wir sind Bananenrepublik. Hat der Gerichtshof bestätigt, siehe Spiegel. 18000 Euro hatte eine Pharmareferentin unter die Ärzte verteilt – im Dienste des „Verordnungsmanagements“.  Nun, ich habe ein paar Erfahrungen in dem Milleu. Ich weiß, das wird jetzt viele wieder entsetzen – aber ohne die Erfahrungen auf diversen Hierarchiestufen einiger Konzerne könnte ich hier nichts schreiben – außer Tütensuppenphilosophie … und für eine kleine Familie war das Geld schon ganz in Ordnung. Eigentlich hätte ich gedacht, das sich das Geschäft nach vielen „Enthüllungsstorys“ endlich normalisiert hat – aber das Urteil beweist das Gegenteil. Weiß eigentlich jemand, worum es dabei wirklich geht? Nun – ich habe da ein paar Ausblicke zu. Schauen wir doch erstmal die Kostentreiber im Sozialbudget an – Ärzte und Medikamente, siehe KVPortal:

Ärztehonorare: 66,5 Milliarden

Arzneikosten: 39,6 Milliarden

Von diesen Arzneikosten sind 35,64 Milliarden überflüssig – siehe Pharmaprüfer Windeler ebenfalls bei KVPortal. Das sind für eine vierköpfige Familie 1782 Euro im Jahr, die man einsparen könnte.  Das Kind eines Arbeitslosen erhält für Essen, Kleidung, Schulmaterial nur 3012 Euro im Jahr – zum Vergleich. Der Vergleich ist deshalb interessant, weil Arbeitslosigkeit ja krank macht, die Kinder von diesen Almosen unmöglich gesund ernährt werden und ihre Zeit eigentlich nur noch vor dem Fernseher verbringen können, weil alle anderen Aktivitäten allein schon durch die Fahrtkosten unbezahlbar werden – da will ich auch jetzt kein Gemecker von weltfremden Politikern hören, ich habe Kinder und kenne diese Kosten.

Da werden gezielt die Patienten von Morgen gezüchtet, die dann von überbezahlten und bestochenen Ärzten jene nutzlosen Medikamente verordnet bekommen, die man dank Kürzungen beim Essen der Kinder bezahlen kann.

Nicht vergessen: Hartz IV, Ärzte und Medikamente sind alles das „Sozialbudget“, jenes Horrorbudget, das unbedingt weg gehört – wenn man den Medien trauen darf. Ist ja alles viel zu teuer,  können wir uns nicht leisten.

Wie viele Menschen an diesem System profitieren?

Nun – immerhin 4,4  Millionen in Deutschland – laut Wikipedia. Jeder zehnte Deutsche flüchtet vor Hartz IV in den Gesundheitshimmel, wo man Umsatz ganz einfach kaufen kann – mit Geld der Versicherten. Weiter kann man da lesen, das wir eins der teuersten Gesundheitssysteme der Welt haben. Dagegen wäre ja nichts einzuwenden, wenn es auch effektiv wäre … was es leider nicht ist. Nun – Müllprodukte in Massen zu schlucken ist halt nicht unbedingt gesundheitsfördernd, aber da mehr als zehn Prozent der Deutschen direkt von der Abzocke leben (und noch viel mehr indirekt), wird man so schnell dagegen keinen Wiederstand organisieren können.

245 Milliarden zahlen wir pro Jahr insgesamt in das System ein – 3062 Euro pro Person. Laut der Unternehmensberatung ATKearny fließen davon allein 40, 4 Milliarden in die Verwaltung (im Jahre 2010) – das sind 23 Prozent und damit ein vielfaches von dem, was ein normales Unternehmen sich an Verwaltung leisten kann – aber die Aufsichtsratspöstchen für Politiker sind halt unverzichtbar in diesem System. Jeder Bürger zahlt pro Kopf also knapp 500 Euro für Verwaltung des Gesundheitswesens im Jahr – selbst wenn er Kind eines Arbeitslosen ist. Sinnvoller wäre, er könnte sich davon Obst und Gemüse leisten – vielleicht sogar vom Biobauern. Das ist aber nicht drin, da müssen kostengünstige Fertiggerichte ausreichen – oder die beliebte Nudeln-mit-Industriezucker-Diät, die die Patienten von Morgen heranzüchtet.

Viel von dem Geld flließt natürlich auch als Werbeausgaben an die Medien – damit kritische Artikel nicht erscheinen. Selten kommt mal was im öffentlich-rechtlichen Fernsehen – wie bei Frontal 21. „Das Pharmakartell“ hieß eine Sendung, die in der ZDF-Mediathek leider nicht mehr vorhanden ist – Suchende werden sie im Netz noch finden.

Dr. Leonard Hansen, Chef der KV Nordrhein berichtet dort von seinen Erfahrungen, die er gemacht hat, als er versuchte, die Arzneikosten zu reduzieren, „Wir machen Sie platt“, „Wir klagen Sie in Grund und Boden“ – so tönten die Vorstände der Konzerne, während „Mitarbeiter“ deutlicher wurden:

„Pass auf, das nicht mal irgendwann ein Reifen vom Auto auf der Autobahn fliegt“.  „Da war schon richtiggehend Angst im Spiel“, meinte Hansen, der ein Jahr später seinen Rücktritt erklärte.

Wie man sieht, ist das Geschäft ernst.

Allein die ganze Verwaltung kostet schon mehr, als alle Hartz IV-Abhängigen zusammen verursachen. Ab Montag wird das Schwungrad jetzt nochmal richtig dolle gedreht, denn jetzt kann das System ganz ungehindert zulangen: die Konzerne diktieren die Horrorpreise, von denen sie ihre Lobbyisten bezahlen, die dann die Ärzte bestechen, damit die Kassen den überteuerten Ramsch bezahlen müssen … und so häufen wir Schulden an, die niemand bezahlen kann.

Aber wir wissen, wer Schuld hat: die Arbeitslosen.  Solange das Gesundheitssystem aber mehr Menschen beschäftigen kann als Arbeitslose auf der Straße stehen, werden die weiter abkassieren können – immerhin sind das auch Wähler.

Bezahlen – können wir das schon lange nicht mehr.

Und doch ist der Gesundheitsbereich nur ein kleiner Bereich der gesamtgesellschaftlichen Misere, die insgesamt noch schlimmer wird. Das ist kein Wunder: die Konzernmanager der Pharmaindustrie werden von den gleichen Unternehmensberatern beraten wie der Rest, sie durchlaufen die gleichen Schulungen wie die übrigen Wirtschaftsfürsten, weshalb man davon ausgehen kann, das das Denken in allen Branchen das Gleiche ist – nur betrifft der Gesundheitsbereich ausnehmend jeden Menschen in diesem Land in sehr persönlicher Art und Weise.

Banken zum Beispiel demonstrieren das Prinzip jetzt gerade in ganz großem Ausmaß. Das Geschäft läuft halt immer auf die gleiche Art und Weise – die Lobbyisten schwärmen aus, schmieren das System an allen entscheidenden Stellen, merzen Widerstand gnadenlos aus, sorgen für viele „Fortbildungen“, „Beratungen“, „Studien“ – und nebenbei für angenehme Unterhaltung in gediegener Atmosphäre: man kann Menschen auch einfach durch Freundlichkeit und Zuvorkommenheit in die gewünschte Richtung bringen. Der einsame und oft verkannte Abgeordnete der auf hintersten Bänken im kalten Berlin sein Dasein fern von der Heimat fristet, weiß das schon zu schätzen.

Wenn man sich ganz sicher im Sattel fühlt, kann man das ganz große Rad drehen wie jetzt in Europa – erst senkt man im großen Stil das Rating der Banken, streut Gerüchte über die größte Bankenkrise der Weltgeschichte, lässt Meinungsbildner absurde Rettungspläne vorstellen, die alternativlos werden, wenn man sich die Horrorszenarien anschaut, die man andernorts veröffentlicht. Das die ganze Bankenrettungsgeschichte eins-zu-eins einem betrügerischen Schneeballsystem gleicht, merken nur noch wenige – und wenn, dann ist das folgenlos, weil die Realität alternativlos geworden ist.

Georg Diez veröffentlicht hierzu seine Beobachtungen im Spiegel:

Was hier passiert, ist eine Verdoppelung der Worte und damit der Wirklichkeit, das Gleiche wird als das Gleiche gezeigt, was nur bedeutet, dass es keine andere Möglichkeit gibt, keine andere Meinung, kein anderes Denken außerhalb der Funktionalität der Apparate. Das ist Staatsfernsehen, nichts anderes, und es ist eine Verbeugung vor Angela Merkel und ihrer Art, die Welt zu sehen: „alternativlos“, so hat sie das genannt, ein harmloses, ein gefährliches Wort, weil es eine Weltsicht birgt, die jede Utopie vernichtet. Und eine Lüge, die sich selbst auffrisst, denn wenn etwas „alternativlos“ ist, bedeutet das auch das Ende von Politik, die sich ja gerade dadurch auszeichnet, dass sie gestaltet und Alternativen aufzeigt.

Ich schätze mal, das die Beobachtungen des Herrn Diez zukünftigen Historikern als wichtiges Dokument gelten, das die Gründe des Zusammenbruches der Weltwirtschaft belegt: es ist eine Verrottung und Verrohung des Denkens, der Moral, der Sprache und der Werte, die dies möglich gemacht hat. Nochmal Georg Diez:

Mein Kollege Dirk Kurbjuweit hat neulich bemerkt, dass die deutschen Fußballer bei den Pressekonferenzen immer wieder „sehr sehr“ sagen, meistens ist irgendwas „sehr sehr gut“, manchmal ist man auch nur „sehr sehr zufrieden“. Das französische Theoriekollektiv Tiqqun nennt das in ihrem gerade erschienenen Buch „Anleitung zum Bürgerkrieg“ eine „positive Anthropologie“: „Bilder von Glück, volle, wohlbekannte Sensationen, sanfte Worte, glatte Oberflächen, vertraute Gefühle, selbstbezogene Innerlichkeiten, kurz: die Narkose im Kilopack, und vor allem: kein Krieg, vor allem, kein Krieg.“

„Narkose im Kilopack“ führt dazu, das führende Ärztevertreter in Deutschland folgenlos von Pharmakonzernen mit dem Tode bedroht werden dürfen, während die Korruption aller niedergelassenen Ärzte erlaubt ist – auch wenn sie zu einer end(und nutz-)losen Preisspirale führt, die aus vielen Managern und Ärzten Millionäre macht, während des Sozialsystem Deutschlands schlichtweg kollabiert – mit tödlichen Folgen für die Kinder von Arbeitslosen.

Aber die Bananenrepublik Deutschland hat ja auch hier schon eine Antwort: „Hartz IV“ heißt hier die Methode jener „sozialen Säuberung“, die laut dem von Georg Diez zitierten Autorenkollektiv momentan läuft: „durch Auslese, durch Unsicherheit, durch Normalisierung und Modernisierung“ – siehe Laika-Verlag.

24. Juni 2012 – Deutschland ist offiziell Bananenrepublik geworden – und wie es sich für eine ordentliche Bananenrepublik gehört, scheint nur noch der Bürgerkrieg als Ausweg denkbar zu sein.

Vielleicht ist das auch der Grund, warum unsere gesellschaftlichen Wächtermechanismen bei der Ärztekorruption versagen: die Revolutionäre können sich die Versorgung ihrer Wunden in diesem System gar nicht mehr leisten … und bei dieser umfangreichen Schmiererei, die nach dem Urteil vom 22.6. noch deutlich zunehmen wird, wird hier auch kein revolutionärer Arzt mehr heranwachsen.

Sieht man sich aber die Medienjauche an, die Tag für Tag über unsere Bildschirme schwappt, dann wissen wir, das zumindest der Unterhaltungssektor schon völlig auf Bananenrepublik umgeschaltet hat: alles ist sehr sehr toll, alles ist sehr sehr super, Deutsch sein ist ultraschön, alles ist megagut … wären da nicht die Griechen, die Arbeitslosen, die Alten, die Kranken, die Juden … äh, ach nein. Die sind schon vergast.

Aber die anderen?

Wie viel kostet es eigentlich, tödliche Medikamente gezielt Regimegegnern zu verordnen?

Würde man kaum merken – schon jetzt sterben mehrere zehntausend Menschen jährlich durch Arzneimittel.

So gesehen – bilden unsere Ärzte das Äquivalent zu den Todeschwadronen der mittelamerikanischen Bananenrepubliken … allerdings hoffe ich, das sie einfach nur ungezielt in der Gegend herumverordnen und noch nicht gezielt den Widerstand auslöschen.

Das ist wohl die einzige Gerechtigkeit (und der letzte noch verbliebende Unterschied zu den klassischen Bananenrepubliken), die noch bleibt: das Medikament tötet arm und reich gleichermaßen – auch alternativlos.

Nur durch die Therapie von Arbeitlosen könnte das System nicht so heiß laufen – da müssen die „Leistungsträger“ halt auch dran glauben.

 

 

 

 

Verschiedenes (war: Nachrichten) – 2012.04.17

Viele kommentierte Zahlen vom statistischen Bundesamt. Und nein, der Artikel hat sonst nichts mit Vulkanen zu tun:

Unser derzeitiges Gesellschaftssystem baut zu einem großen Teil auf Statistiken auf und kaum jemand fragt sich, wie vertrauenswürdig diese Statistiken eigentlich sind. Ein Beispiel. Statistisch gesehen ist der Ausbruch eines Supervulkans in den USA im Yellow Stonepark überfällig. Man weiß, dass sich unter diesem Park eine riesige Magmakammer befindet und jederzeit zu einem Ausbruch führen kann, so wie das auch in der Vergangenheit nach den Berechnungen auf Basis der Erdschichtung bereits mehrfach passiert ist. Die statistischen Berechnungen aufgrund der ungefähren Ausbrüche in der Vergangenheit legen die Vermutung nahe, dass ein erneuter Ausbruch eigentlich bereits überfällig ist, folglich also zumindest in nächster Zeit stattfinden wird.

 Jetzt frage ich mich gerade, wie die Gerichtskosten beim Bundesverfassungsgericht berechnet werden. Bei der Summe um die es geht, müssten doch viele Millionen zusammenkommen, wenn es wie bei den einfachen Gerichten gemacht wird. Und der SPD-Tante glaub ich das jetzt eher mal nicht:

Auch Peter Gauweiler von der CSU und Gregor Gysi von den Linken haben bereits angekündigt, gegen eine Annahme des ESM und des Fiskalpaktes vor das Verfassungsgericht ziehen zu wollen.
Schliesslich hat sich auch die SPD-Politikerin Herta Däubler-Gmelin dazu bekannt, ihr Recht als Bundestagsabgeordnete auf Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht (BVerfG) wahrnehmen zu wollen, wenn die beiden Teile der Verfassungsänderung angenommen werden.

Langeweile an der UFO und Grenzwissenschaftsfront. Dort erscheinen schon Artikel über alte chinesische Seefahrergeschichte:

Immer wieder wurde und wird von verschiedensten Autoren die Behauptung aufgestellt und von den Medien gerne kolportiert, dass der veneziasche Handelsreisende und Entdecker Marco Polo im Gegensatz zu seinen ausführlichen Reiseberichten in Wirklichkeit niemals in China gewesen sei. In einer aktuellen Studie chinesischer Quellen belegt der Sinologe Hans Ulrich Vogel nun überzeugende Anhaltspunkte dafür, dass der wohl berühmteste Reisende des Mittelalters tatsächlich im Reich der Mitte war.

 Die Bild sucht Autoren:

Ende Juni feiert Bild 60. Geburtstag und schenkt jedem der 41 Millionen deutschen Haushalte eine Ausgabe. Ganz Deutschland liest dann das Springerblatt. Aber wer soll es schreiben? Martin Walser vielleicht?

Kann man sich gar nicht ausdenken sowas:

Kinder spielen bekanntlich alles nach, was sie im Alltag erleben. Deshalb kommt nun bald eine Barbie mit Glatze in den Verkauf. Sie soll krebskranke Kinder trösten und bekommt viele Perücken.

Und so was erst:

Was wäre, wenn das angebliche Erdbeben der Stärke 9,0 oder mehr vom 11. März 2011 vor der Ostküste Japans und der anschließende Tsunami, der das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi zerstörte, in Wirklichkeit ein vorsätzlicher Angriff unter falscher Flagge war, bei dem Atomwaffen eingesetzt wurden? Der freie Journalist Jim Stone liefert schlüssige Belege dafür, dass die offizielle Darstellung der Katastrophe ein Schwindel ist, um einen konzertierten Angriff auf Japan – möglicherweise als Antwort auf das japanische Angebot, dem Iran angereichertes Uran zu liefern – zu vertuschen.

Auch Benjamin Folford hat wieder ein nettes Märchen auf Lager:

Der Kampf um die Kontrolle des globalen Finanzsystems und somit über die Zukunft des Planeten hat einen temporären Stillstand erreicht, da das Komitee der 300 weiter an der Macht festhält, obwohl der Rest der Welt auf ein faires, freies und offenes Finanzsystem pocht, dass von den Menschen des Planeten kontrolliert wird. Die Situation hat den Punkt erreicht, an dem physische Aktionen gegen das Komitee den einzigen Ausweg darstellen.

 Der Nachrichtenüberblick aus Russland

Rosneft und  ExxonMobil: Atlantik-Partnerschaft wird konkreter * Häusliche Gewalt in Russland:  Nur drei Prozent der Fälle kommen vor Gericht * Geschlossener Himmel: Georgien provoziert neuen Skandal * China ortet sechs schwere Probleme Russlands *
Aeroflot will Piloten den Urlaub kürzen

…und der aus der Entenheimat. Das obligatorische Beispiel:

Die LINKE deckt auf: Neonazi-Schießtraining mit VS-Spitzel
Nicht nur der Aufbau von rechtsextremistischer Strukturen wird aus Steuermitteln finanziert, sondern auch gezieltes Schiesstraining zum Abknallen unerwünschter Personen begleitet. Immer wenn man denkt, dass es noch schlimmer kaum mehr geht, werden doch wieder neue Schandtaten aufgedeckt.
Unnötig allerdings zu erwähnen, dass trotzdem keinerlei Konsequenzen drohen. Denn: „Das Thüringer Staatsarchiv verfügt nur noch über „archivwürdige Bestandteile“ davon, wie aus der am Mittwoch erfolgten Beantwortung einer Kleinen Anfrage der Landtagsabgeordneten Martina Renner (LINKE) an das Landesinnenministerium in Erfurt hervorgeht“, schreibt DIE ZEIT. Die rechtsextremen Freunde vom „Verfassungsschutz“ können also beruhigt so weitermachen wie bisher. Irgendeine höhere Stelle findet sich schliesslich immer, um „gefährliche Akten“ unkenntlich zu machen.
Dazu passt auch, dass die Ermittlungen gegen den „Verfassungsschutz“-Kollegen „Klein Adolf“ eingestellt wurden. Wie man sieht, läuft die gegenseitige Rückendeckung ganz hervorragend hier in unserem RECHTSstaat.

Multimedia

Gibts schon ein „Schwarzbuch Netto“?

Ein paar Stunden Medizin:

[…] Doch die «modernen» Methoden zum Virusnachweis wie PCR «sagen nichts darüber aus, wie sich ein Virus vermehrt, welches Tier dieses Virus trägt oder wie es Leute krank macht», wie mehr als ein Dutzend kritische Top-Virologen im Fachblatt Science anmerkt. «Es ist so, als wolle man durch einen Blick auf die Fingerabdrücke einer Person feststellen, ob sie Mundgeruch hat.»

Dann mal bei youtube in die Vorschläge schauen, da gibts dann noch eine Dokumentation mit Namen „Das Kartenhaus – House of Numbers“.

FNORD

2012: Konzern gegen Mensch – 7:0. Erläuterungen zum ersten nationalen Kaufnixtag am 4.Juli

2012: Konzern gegen Mensch - 7:0. Erläuterungen zum ersten nationalen Kaufnixtag am 4.Juli

Mitwoch, 28.3.2012. Eifel. Wir befinden uns mitten in einem Krieg. Dieser Krieg bedroht uns existentiell in allen nur erdenklichen Lebenslagen. Die Fronten verlaufen direkt durch unser Wohnzimmer, durch unsere Küche, durch unser Schlafzimmer – aber wir reden nicht darüber. In diesem Krieg gilt die Genfer Konvention nicht – alle Waffen sind erlaubt, nirgendwo gibt es mehr Sicherheit und Geborgenheit.  Sie werden jetzt sagen: der spinnt, der Eifelphilosoph – hier wird schon lange nicht mehr geschossen. Ich sage: Sie haben keine Ahnung vom Krieg. Ich rede nicht von Amokläufen, sondern von der gewaltsamen Aneignung Ihrer Ressourcen, die bei härterem Widerstand auch mit Waffengewalt durchgesetzt wird … aber auch nur bei härterem Widerstand. Geben Sie alles freiwillig ab, werden Sie auch arm … aber es bleibt leise. Geben Sie es zu: Sie fühlen es doch! Warum diese vielen Sicherheitsschlösser an der Wohnungstür, warum der SUV und die Optimierung ihrer körperlichen Fitness? Weil sie Angst haben. Das ist im Krieg aber auch ganz normal. Unser Gefühl hat die Tatsache schon längst akzeptiert – nur unser Verstand zeigt sich von der modernen Art der Kriegsführung überfordert. Dem kann man aber Abhilfe schaffen. Fangen wir ganz klein an – bei ihrem Hausarzt.

Wenn Sie meinen, das sie krank sind, gehen Sie zu ihrem Arzt und denken, dort ist ein verschwiegener Ort des Vertrauens, wo Ihnen geholfen wird. Nackter können Sie sich kaum irgendwo fühlen – und darum ist es auch wichtig, das Ärzte Vertrauenspersonen sind, die durch heilige Eide verpflichtet sind, Ihnen zu helfen und darüber zu schweigen. Ihr Pech nur: ohne Götter ist nichts heilig. Darum wandern Ihre persönlichsten Daten direkt in die Speicherbänke der Pharmakonzerne:

Interne Dokumente sollen es beweisen: Mitarbeiter von Novartis bringen deutsche Ärzte dazu, ihre Patientendaten zu kopieren und einem Berater zu übergeben, der auf der Honorarliste des Pharmaunternehmens steht.

Nun, die Korruption unter der Ärzteschaft ist weit verbreitet. Als ehemaliger Mitarbeiter einiger der ganz großen Konzerne kann ich Ihnen versichern: ein Arzt von hundert widersetzt sich dem Werben der Industrie. Einer von hundert. Die anderen sind mit ihren persönlichen Vorlieben, ihren dunklen Geheimnissen, ihrem Verordnungsverhalten, ihrer finanziellen Situation und ihren privaten Verstrickungen schon längst in den Speicherbänken der Konzerne registriert und liegen direkt neben Ihren persönlichen Daten, mit denen sie vernetzt sind, damit der zuständige Mitarbeiter genau weiß, wie viele Diabetiker Doktor Lottermoser am 28.3.2012 von 9-12 behandelt und was man ihm besorgen muss, damit er das mit dem jeweils gewünschten Medikament macht.

Natürlich gibt es Versuche, diese Korruption zu verhindern. Die gibt es schon seit dreissig Jahren – nie hatte auch nur einer Ansatzweise Erfolg – kein Wunder in einer Welt, in der man für 250.000 Pfunde das Ohr der Regierenden kaufen kann:

Reportern der „Sunday Times“, die sich als interessierte Parteispender ausgaben, erklärte Co-Schatzmeister Peter Cruddas freimütig, ab 100.000 Pfund sei ein Treffen möglich, besser freilich wären 250.000 Pfund, rund 300.000 Euro.

Und was bekomme man mit diesem „Premier-League-Paket“, wollten die verdeckt arbeitenden Journalisten wissen. Cruddas erläuterte: „Nun, wir bringen sie zu den Abendessen von Cameron und Schatzkanzler George Osborne. Einige der großzügigen Spender waren schon zum Dinner in den Privaträumen des Premiers und seiner Frau Samantha. Sie müssen Teil des Systems werden.“

Merken Sie langsam, was um Sie herum vor sich geht? Merken Sie, wie der Konzern sich einfach in die Spitze der Politik einkaufen kann und dort dann – neben neuen Jobangeboten für den Amtsinhaber nach der Amtszeit – seine politischen Wünsche äußern kann … samt Preis, den er dafür zahlen wird?

Konzerne schwimmen in Geld, die können locker hundert Politiker beschäftigen, ohne das die für ihr Geld arbeiten müssen. Währenddessen drohen Ihnen Methoden, die ich zuerst in der Pharmaindustrie kennenlernte – angeblich die härteste Branche in Deutschland. Jenseits von Kündigungsschutz und Arbeitsrecht weiß man, wie man mit Mitarbeitern umzugehen hat, die nicht parieren:

Der Verkaufsleiter eines Lebensmittel-Discounters hat mir neulich berichtet, er sei angewiesen worden, missliebigen Mitarbeitern einzelne Artikel aus dem Sortiment in die Tasche zu schmuggeln, um sie anschließend wegen Diebstahls entlassen zu können.

Auch wenn Sie jetzt persönlich noch nichts Konkretes von dem Krieg merken – in der Statistik finden sich die Opfer schon, siehe Welt:

Die Gefahr in Armut abzurutschen ist in Deutschland höher als in den meisten Nachbarländern. Hierzulande sind 15,6 Prozent oder 13 Millionen der Menschen armutsgefährdet, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In den Nachbarstaaten Tschechien, Niederlande und Österreich liegt die Quote teils deutlich niedriger.

Ölkonzerne arbeiten gerade mit Hochdruck daran, diese Quote nach oben zu treiben – während Sie von den durch Korruption maximierten Gesundheitskosten nicht so schnell was merken, dürfen Sie hier Tag für Tag Zeuge werden, wie man Sie ausplündert. Aber wie gesagt: solange sie freiwillig geben, geschieht Ihnen nichts.

Jeder weiß, das das nicht endlos so weitergehen kann:

Langfristig kann das nicht funktionieren, Wachstumszwang und Umverteilung vertiefen den Graben zwischen jenen, deren „Geld für sie arbeiten kann“, und jenen, die „für ihr Geld arbeiten müssen“. Krieg, Crash oder soziale Revolution seien unvermeidlich.

So die Kapitalismuskritikerin Margrit Kennedy im Standard.  Vielleicht merken wir die Vorzeichen dieser Entwicklung schon daran, das man Zahnärzte nicht nur ausraubt, sondern ihnen nebenbei gleich nochmal einen Finger abschneidet. Die Verrohung des Mittelstandes wirkt sich halt irgendwann auch auf andere Schichten der Gesellschaft aus – in einer Welt, in der eine deutsche Hauskatze soviel CO2 verbraucht wie ein Ägypter dürfte das nicht verwundern.

Selbstverständlich ist es nicht nur der Gesundheitsbereich oder die Tankstelle, an der Sie Ihren Tribut an die Herrscher der Welt entrichten müssen. Selbst wenn Sie persönlich super wirtschaften, fleissig sparen und nie auch nur einen Euro Schulden gemacht haben: dann werden eben Euro- und Bankenhilfspakete geschnürt, auch wenn sie völlig nutzlos sind.

In Spanien kann man gerade die Geburt eines neuen Riesenkonzerns beobachten – Konzerne haben den Hang, um jeden Preis zu wachsen, immer größer zu werden und ihre Marktmacht ins Unendliche zu steigern. Mit den kindischen Begriffen von „Markt“, „Leistung“, „Arbeit“, mit denen „moderne“ Ökonomen noch vorspielen wollen, das sie alles im Griff haben, haben Konzerne nichts mehr am Hut. Sie machen den Markt – was sogar dem Ackermann inzwischen Angst macht.

Schauen Sie sich in Ihrer Wohnung um: der Feind steht schon mitten drin. Sie selbst haben ihn hineingelassen – und jetzt müssen Sie dafür zahlen. Sony, Microsoft, Siemens, Deutsche Bank, VW … wie viele Objekte in Ihrem privaten Bereich tragen die Siegel der neuen Herren?  Konzerne haben aus uns die „Kunstfigur des Homo oeconomicus“ gemacht, ein erbärmliches, schwächliches und ekelerregendes Zerrbild jenes Menschen, der sich einst als soziales Wesen gegen eine zutiefst feindliche Umwelt durchgesetzt hatte: Eiszeit, Viren, Säbelzahntiger – das alles haben wir im Geiste des Miteinanders besiegt, nur um jetzt einem wirtschaftlichen Frankensteinmonster zum Opfer zu fallen, das gerade sein weltumspannendes Imperium entfaltet – auf Kosten aller Nationen, die es befällt … sogar auf Kosten ihrer Ursprungsnation, siehe International Business Times:

Die Antwort ist, dass Washingtons Imperium die Ressourcen des amerikanischen Volkes zum Nutzen einiger wenigen mächtigen Interessengruppen, die Amerika beherrschen, extrahiert. Der militärische Sicherheits-Komplex, Wall Street, Agro-Business und die Israel-Lobby benutzen die Regierung, um Ressourcen der Amerikaner zu extrahieren, um damit ihre Gewinne und ihre Macht zu erhöhen. Die US-Verfassung wurde im Interesse des Sicherheitsstaates extrahiert, und die Einkommen der Amerikaner in die Taschen der 1 Prozent umgeleitet. So funktioniert das amerikanische Imperium.

Dieses neue Imperium weist auch dem Krieg eine neue Rolle zu.

Im neuen Imperium spielen Erfolge im Krieg keine Rolle mehr. Die Extraktion erfolgt allein dadurch, dass sich das Imperium im Krieg befindet. Riesige Summen amerikanischer Steuergelder fließen in die Rüstungsindustrie und riesige Mengen an Energie werden von der Homeland Security verbraucht. Das amerikanische Imperium funktioniert dadurch, dass die Amerikaner ihres Wohlstandes und ihrer Freiheit beraubt werden.

Auch wir Deutschen verdienen prächtig an diesem System – solange wir unser Leben einem Konzern opfern oder uns von einem kaufen lassen. Die meisten von uns haben allerdings keine von beiden Optionen.

Es ist eine Ironie, dass im Neuen Reich die Bürger des Imperiums ihres Reichtums und ihrer Freiheit beraubt werden, um Menschenleben der angegriffenen ausländischen Bevölkerungen auszulöschen. Genau wie die bombardierten und ermordeten Muslime, ist das amerikanische Volk Opfer des amerikanischen Imperiums.

Dabei … ist da eigentlich kein amerikanisches Imperium. Die USA werden von dem neuen Imperium genauso ausgeplündert wie die anderen Staaten. Nur für uns Menschen … ist es einfacher, so zu denken. Wir sind dem neuen Krieg allein schon begrifflich nicht gewachsen – wir merken doch gar nicht, das wir mittendrin sind. Wir bemerken die Folgen an den Kassen der Tankstellen, im Arbeitsleben oder am respektlosen Umgang mit unseren Gesundheitsdaten, die privaten Konzernen kostenlos zur Verfügung gestellt werden, aber das man uns ehrlich sagt, das wir uns in einem Krieg befinden, das wird noch lange dauern.

Dabei geht es in dem Krieg um sehr viel – um das Überleben der ganzen Menschheit. Siegt der Konzern, das Frankensteinmonster gewissenloser Renditehaie, bleibt zum Schluss nur ganz wenig übrig, für das es sich zu leben lohnt – im Extremfall ein toter Planet voller Industriemüll, dessen Ressourcen komplett in virtuelle Werte umgewandelt worden sind, die in den virtuellen Speicherbänken des letzten Konzernsatelliten um die Erde kreisen – eines Satelliten großen Superbank, die am Ende aller Tage übrig bleibt.

Noch nie war die Menschheit einer solchen Gefahr ausgesetzt – und nur selten war sie so ahnungslos.

Sie hat kaum noch Zeit, sich zum Widerstand zur organisieren, kaum eine Chance, überhaupt eine Front zu bilden, um den Feind aufzuhalten – er ist schon überall in der Stadt, im Dorf, in der Familie … und sogar – als Homo oeconomicus – in einem selbst.

Aber einen ersten Schritt kann man machen, eine Freiheit haben wir noch, gegen den der Feind momentan noch machtlos ist: wir können uns einfach mal einen Tag aus dem Prozess herausziehen. Vielleicht machen die Bürger anderer Nationen auch mit, bevor auch ihre Ressourcen von ökonomischen Monstren gefressen werden. Darum nicht vergessen: am 4. Juli 2012 ist nationaler Kaufnixtag.

Diese Freiheit haben wir noch, bevor man uns auch irgendetwas in die Tasche steckt, wegen dem man uns verhaften kann.

 

 

 

 

 

 

Nachrichten am Donnerstag

 Eigentlich schade, daß um einen guten Artikel zu den Praktiken der Lebensmittelkonzerne zur die Ernährung von Kindern Reklame wie „Russisches Heilwissen mit Röntgenblick“, das E-Chakra oder ein Ausbildungsangebot zum „Divine Healing Hands Soul Healer“ klebt. Was bin ich froh, daß wir das hier nicht nötig haben.  Egal, der Artikel ist lesenswert:

Ein Vergleich: Das Werbebudget der Lebensmittelindustrie für Früchte und Gemüse betrug 7,3 Millionen Euro im Jahr 2011 – der Topf für Schokolade, Süßwaren und Eiscreme war mit 722,8 Millionen Euro 100 Mal so groß. Die Unternehmen tun viel, um den Absatz für Junkfood oder Soft Drinks in die Höhe zu treiben. Besonders perfide sind die Marketing- und Lobbystrategien, mit denen schon kleine Kinder geködert werden sollen.

…und das pdf von foodwatch sowieso (klick)

Und wo wir gerade bei Kinderfutter sind. Pillen wie Ritalin sind wohl mindestens so schädlich wie Junk-Food und ungefähr genauso nötig wie eine Lungenentzündung:

 Die schweizerische Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin NEK (Präsident: Otfried Höffe) hat sich in ihrer Stellungnahme vom 22. November 2011 mit dem Titel: Über die «Verbesserung» des Menschen mit pharmakologischen Wirkstoffen1 erfreulicherweise sehr kritisch mit der Verwendung des ADHS-Medikaments Ritalin befasst: Das Verhalten des Kindes werde durch Chemie ohne jegliche Eigenleistung beeinflusst. Das sei ein Eingriff in die Freiheit und die Persönlichkeitsrechte des Kindes, denn chemische Wirkstoffe verursachten zwar gewisse Verhaltensänderungen, das Kind lerne aber unter Chemie nicht, wie es sein Verhalten selbst ändern könne. Damit würden ihm wichtige Lernerfahrungen für eigenverantwortliches und mitmenschliches Handeln vorenthalten, «die Freiheit des Kindes empfindlich eingeschränkt und es in seiner Persönlichkeitsentwicklung gehemmt», kritisiert die NEK.
Schützenhilfe kommt für die alarmierten Kritiker der Ritalin-Katastrophe jetzt von ganz anderer Seite. Der Spiegel zitiert am 6.2.2012 in seiner Titelgeschichte den 1922 als Sohn von russisch-jüdischen Einwanderern geborenen US-amerikanischen Psychiater Leon Eisenberg, den «wissenschaftlichen Vater von ADHS», der sieben Monate vor seinem Tod in seinem letzten Interview im Alter von 87 Jahren sagte:

«ADHS ist ein Paradebeispiel für eine fabrizierte Erkrankung.»2

Und dann gibts natürlich noch Politiker, bei denen ich mich frage, ob sie nun zu viele oder viel zu wenige Pillen geschluckt haben:

Am Wochenende demonstrierten die Führer der sozialdemokratischen Parteien Deutschlands, Frankreichs und Italiens Einigkeit in den wichtigsten Fragen der Zukunft Europas. Die zur Schau gestellte Einigkeit ist jedoch bei näherer Betrachtung ein hohler Popanz. Die ideologischen Brücken zwischen der deutschen und der französischen Sozialdemokratie sind gewaltig und Sigmar Gabriels Positionen unterscheiden sich teilweise diametral von denen seines französischen Genossen François Hollande. Es wäre wohl ehrlicher gewesen, wenn der SPD-Vorsitzende nicht Hollande, sondern dessen Konkurrenten Sarkozy unterstützt hätte. Die von den Medien diskutierte Wachablösung des Merkozy-Tandems durch „Gabrollande“ ist nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich fragwürdig.

 Wenn man sich überlegt, warum der diesen Job bekommen hat…

Der Gang in die Wirtschaft war für Roland Koch lukrativ. Als Chef des Baukonzerns Bilfinger Berger verdient der frühere hessische Ministerpräsident rund 1,5 Millionen Euro – zehnmal mehr als früher.

Und Sie will dann auch mal:

Doris Schröder-Köpf, Frau des früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder, wird als Kandidatin zur niedersächsischen Landtagswahl 2013 in Hannover für die SPD antreten. Die 48 Jahre alte Schröder-Köpf setzte sich am Mittwochabend bei der Wahlkreiskonferenz in Hannover gegen ihre Konkurrentin Sigrid Leuschner durch.

Und jetzt vergleichen wir mal diese beiden Artikel:

Nach einem aktuellen Gutachten des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg i.Br. (MPI) hat die Vorratsdatenspeicherung keinen messbaren Einfluss auf Aufklärungsquoten. Professor Hans-Jörg Albrecht, Direktor des Instituts und gesamtverantwortlich für das Gutachten, war am Mittwochvormittag zu Gast im Rechtsausschuss des Bundestags, um die Ergebnisse zu präsentieren. Auftraggeber des Gutachtens ist das Bundesministeriums der Justiz.

Demgegenüber schüren die Gegner der Vorratsdatenspeicherung aus ideologischen Gründen bei den Menschen unberechtigte Ängste. “Die Wahrheit ist: Die Vorratsdatenspeicherung bezieht sich ausschließlich auf die Verbindungsdaten (wer wann wo mit wem – aber nicht was!) und nicht auf die Inhalte. Es geht ausschließlich um die Speicherung durch die Telefongesellschaften. Die Strafverfolgungsbehörden haben erst dann Zugriff darauf, wenn ein konkreter Tatverdacht besteht und ein Richter dies anordnet”, so Merk. “In diesem Fall gibt es für einen Rechts- und Sicherheitspolitiker eigentlich nur noch ein Mittel der Wahl: Wir brauchen die Vorratsdatenspeicherung!”

 Zum Thema Datenschutz: Tepco schaltet die Übertragung der Messwerte aus ihrer Atomruine ab. Ist ja auch nicht nötig. Gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen:

On March 15th, with no announcement TEPCO quietly shut down all forms of public reactor data monitoring. Since soon after the disaster TEPCO had been providing information about the reactors status and sensor data through a number of ongoing documents and data feeds.
Gefunden bei Fefe

 Und diejenigen, die den Tsunami ausgelöst haben (ob nun mit HAARP oder mit einer Atombombe im Tiefseebecken) üben schon mal weiter:

Das Erdbeben der Stärke M7.4 (zuerst als M7.9 eingestuft) im südlichen mexikanischen Bundestaat Guerrero von gestern fiel mit einer grossen Katastrophenschutzübung (mega simulacro auf spanisch) im noch weiter südlich gelegenen Bundesstaat Chiapas zusammen. Die Übung war auf 12:00 Uhr Lokalzeit geplant und sollte die Folgen eines M7.9 Bebens simulieren. Das echte Beben weiter nördlich fand um 12:02 Uhr Lokalzeit statt.(Quelle La Republica Peru).

2 Minuten zu spät? Amateure.

Unangenehme Aussichten:

Interessanterweise schrieb 1949 Aldous Husley (Schöne Neue Welt” einen Brief an seinen ehemaligen Schüler, George Orwell (”1984″). Huxley bleibt sich sicher, dass die ultimative Revolution jenseits der Politik liege, und “dass die herrschende Oligarchie weniger anstrengende und verschwenderische Wege (als “1984″) zur Befriedigung ihrer Gier nach Macht finden werde, und “diese Wege werden denjenigen, die ich in der “Schöne Neue Welt” beschrieb, ähneln. Innerhalb der nächsten Generation glaube ich, werden die Weltherrscher entdecken, dass Säugling-Konditionierung und Narko-Hypnose als Instrumente der Regierens effizienter als Keulen und Gefängnisse sind, sowie dass die Gier nach Macht auch dadurch eben so voll befriedigt werden kann, dass man die Menschen ihre Knechtschaft zu lieben lehrt, wie Auspeitschen und Treten mit Füssen in den Gehorsam.”

Mit der Einführung des Wohlfahrtsstaates konnte man glauben, dass Huxley Recht hatte. Die Menschen liebten ihre Knechtschaft, wurden ihrer Freiheit beraubt – und kümmerten sich nicht darum. Dann kam die immer kostspieligere multikulturelle Gesellschaft, Kriege, für den NWO-Ausbau durch die willigen Marionetten gegen die Unwilligen, die nicht bereit sind sich dem Segen der NWO zu unterwerfen. Die zeitweilige NWO- Währung, der Euro, ist auch sehr teuer – und die elitären Banker stahlen unser Geld durch eine betrügerische Wirtschaftskrise. So konnten die Wohlfahrtsstaaten nicht länger aufrechterhalten werden – und Huxleys Liebe zur Knechtschaft wird schnell verschwinden. In der gegenwärtigen, und insbesondere in der zukünftigen NWO, ist George Orwells “1984″ das einzige gültige Modell: Kommunismus im sowjetischen Stil, um multiethnisches Armut-Chaos und Zusammenstöße zu zügeln. George Orwell hatte das letzte Wort.

Und wenn George Orwell doch nicht Recht hatte, dann vielleicht Dr. Seltsam:

Ein vom russischen Finanzministerium für Ministerpräsident Putin vorbereiteter düsterer Bericht warnt davor, daß die Entscheidung des Iran für Öllieferungen keine US-Dollar mehr zu akzeptieren, sehr wohl der „erste Schuß“ in einem Dritten Weltkrieg sein könnte, für den selbstverständlich Rußland vom Obama-Regime verantwortlich gemacht werden wird.

Kein richtiger Anwärter auf den „Balls of Steel“ Award, aber nah dran:

[…]Dort warteten bereits andere Polizisten in Zivil. Nachdem der angetrunkene Exhibitionist sah, das auch eine Frau dabei war, zeigte er sich prompt auch ihr. Festnahme und Anzeige folgten.

Und hier gehts wieder weiter. Ein Auszug:

Wie Carsten Maschmeyer zu seinem Doktortitel kam
DIE WELT schreibt: „Am 14. August 2009 – an seinem 50. Geburtstag – ernannte ihn die Universität Hildesheim zum Ehrendoktor. Offizielle Begründung der Uni: Maschmeyer erhalte den Titel als Anerkennung seiner „ausgezeichneten Verdienste um die Förderung der Wissenschaften“. Diese Förderung war unter anderem finanzieller Natur. Im April 2008 spendete der Unternehmer dem Fachbereich eine halbe Million Euro.“

Wie wir sehen, reicht es vollkommen aus, als absolut vorbildlicher Multimillionär ein paar Krümel an die Wissenschaft zu spenden und man wird – passend zum Geburtstag – mit einem Doktortitel beschenkt.

Lacher am Rande: „Die Laudatio hielt der damalige niedersächsische Ministerpräsident und Maschmeyer-Freund Christian Wulff (CDU).“ Und wie man auf dem Foto sehen kann, ist Gerhard Schröder (SPD) auch mit von der Partie gewesen. Da fragt man sich doch glatt: „Wo sind eigentlich die ganzen Terroristen, wenn man sie mal braucht?“

 

Bewegte Bilder:

Das ZDF Interview mit Herrn Ahmadinedschad:

Und das darf selbstverständlich nicht fehlen: Eineinhalb Stunden über UFOs mit (imho) dem coolsten James Bond. Einer der seinen Lieblingsdrink rühren lässt.

FNORD

Nachrichten vom Wochenende

Rauchverbote erhöhen das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen

Das Ergebnis der von der DAK geförderten Studie, dass schon ein Jahr nach dem Rauchverbot ein deutlicher Rückgang von Herzerkrankungen zu beobachten sei, wurde von vielen Medien unkritisch verbreitet.
Dass nicht alles Gold ist was glänzt, ist eine Binsenwahrheit. Was aber, wenn etwas, das kein Gold ist, von kaum jemandem als Fälschung erkannt wird? Oder gar ein Konsens darüber herrscht, dass man das Glänzende nicht zu hinterfragen hat, wenn es „der guten Sache“ dient? Wird dann nicht doch Gold daraus?

 Bund der Steuerzahler fordert Abschaffung der Demokratie:

Nachdem der Bund der Steuerzahler gestern berechnet hat, dass die in Nordrhein-Westfalen anstehenden Neuwahlen bis zu 45 Millionen Euro kosten könnten, legte der eingetragene Verein heute mit einer weiteren, schockierenden Rechnung nach. Demnach sind nicht nur Neuwahlen nach Parlamentsauflösungen für den Steuerzahler zu teuer, sondern auch die Demokratie an sich.

Das ABC der B.-Präsidentenwahl:

Die Spannung ist groß, wenn die Bundesversammlung heute zusammentritt, um Joachim Gauck zum neuen Bundespräsidenten zu wählen. Wer wird diese Schicksalswahl gewinnen? Joachim Gauck? Joachim Gauck? Oder doch Joachim Gauck?
[…]
Klarsfeld, Beate: Von der →Linken gegen den uralten Kommunistenjäger →Gauck (72) ins Rennen geschickte noch urältere Nazijägerin (73). Sollten sich →Gauck und K. berühren – so vermuten Politologen -, dürften sie sich gegenseitig neutralisieren und einfach in Luft auflösen.

Linke, die: Hätte als einzige →Gauck verhindern können, indem sie ihn einfach selbst nominiert hätte. Kandidaten der L. (→Klarsfeld) werden nämlich mit Sicherheit immer verlieren.

Tut mir leid, aber hier muß ich leider mal auf den Kopp Verlag linken, der die (imho) bisher beste Analyse des Kony-Videos abgeliefert hat. Inklusive Details, die ich noch nirgendwo lesen konnte. Also einfach die Werbung drumrum ignorieren (ausser der Siemens Reklame natürlich), oder einfach nicht klicken:

  Bei KONY 2012 handelt es sich weniger um eine Dokumentation als um eine sorgfältig inszenierte und sehr wirkungsvolle als Informationssendung getarnte Werbesendung, ein so genanntes »Infomercial«, das perfekt auf die Zielgruppe der Facebook-Generation zugeschnitten ist und sich modernster Marketingtechniken bedient, um seine Botschaft rüberzubringen. Jugendliche und junge Erwachsene stehen »Untergrundbewegungen« oft positiv gegenüber und wollen das Gefühl haben, die Welt zu verändern. KONY 2012 spricht dieses Bedürfnis an, um etwas zu erreichen, was überhaupt nicht »hip« oder »underground« ist: ein militärisches Eingreifen in Uganda. Aber dabei bleibt KONY 2012 nicht stehen, die Kampagne drängt ihre Unterstützer, Artikel zu bestellen, Armbänder zu tragen, die ihre Verbundenheit mit einem Internetprofil ausdrücken und ihre Aktionen in den sozialen Netzwerken zu dokumentieren. Damit wird KONY 2012 zur ersten künstlich geschaffenen Bewegung, deren aktueller Stand von ihren Organisatoren jederzeit nachvollziehbar ist und überwacht und quantitativ bewertet werden kann. Was sich auf den ersten Blick als eine von breiten Teilen der Gesellschaft getragene Bewegung gibt, erweist sich bei genauerer Betrachtung als eine neue Methode der Elite, ihre Ziele zu verwirklichen.

Will KONY 2012 nun Kindersoldaten abschaffen oder ist sie dabei, eine ganz neue Art von Kindersoldaten hervorzubringen?

 Und damit nicht die falschen Leute so hohe Klickzahlen erreichen, daß sie in der Hitparade auftauchen, macht youtube gerne mal einen mißliebigen Kanal zu, damit diejenigen bei Null wieder anfangen müssen. So ists schon Alex Jones gegangen, nun ist RT Russia dran:

Youtube hat den kritischen Sender RT Russia (Webseite) gesperrt. RT Russia hat offen über die Machenschaften der Bankster berichtet, wie die FED, EZB und der IWF die Finanzmärkte steuern, über die Propaganda der Kabale gegen Syrien und Iran, die Medienmanipulation in unserer angeblichen Demokratie, Aufdeckung von “Kony 2012″ und vielen anderen Themen

Gefälschte Studien:

 Die Medikamente grosser Pharma-Konzerne gelangen häufig nur in den Verkehr, weil ihnen Studien zugrunde liegen, in denen wichtige Daten wie mögliche Gefahren oder geringer Nutzen entfernt wurden. Das Team um Dr. Hart argumentiert, dass ein Zugang zu sämtlichen Studienergebnissen erforderlich ist, um Medikamente unabhängig und objektiv einschätzen zu können.

Seid 2008 sind über 20.000 Bankster zurückgetreten. Die meisten davon vor gar nicht langer Zeit:

Suddenly in the 3rd quarter of 2011 they increased by 50% to 3000 for that quarter. (That’s an extra 1000). Then in the 4th quarter they jumped to 7000. (That’s an additional extra 5000 resignations). Now without the full quarter results for the first quarter of 2012 they are up to 16,000. (That’s an extra 14,000 resignations & increasing fast).

Anstatt etwas gegen Korruption zu unternehmen kann man auch versuchen, sie Geheim zu halten:

Nachdem wiederholt vertrauliche Vatikan-Dokumente an italienische Medien weitergereicht wurden, hat Papst Benedikt XVI. eine Untersuchung angeordnet. Dabei solle die gesamte Vatikan-Verwaltung unter die Lupe genommen werden, berichtete die offizielle Vatikan-Zeitung “L’Osservatore Romano” am Freitag. Erzbischof Angelo Becciu, der mit den Ermittlungen betraut wurde, beklagte einen “Mangel an Loyalität” jener, die die Dokumente weitergegeben hätten, und warf ihnen “Feigheit” vor.

Ich kenn da ein paar Lehrer, die sollten sich das hier mal dringend anschauen:

Mit großer Freude erwarten die meisten Kinder ihren ersten Schultag. Sie wollen gerne all das lernen, was die Erwachsenen schon können — lesen, schreiben, rechnen und noch vieles mehr! Wie schnell schlägt jedoch bei manchem Kind, mitunter schon nach wenigen Wochen, diese Freude in Unlust um oder sogar in Angst, in die Schule zu gehen.

Mist, noch immer keine Ufos. Aber was ähnliches:

Wir werden alle sterben (ja ja, schon wieder…):

NASA and the European Space Agency have been warning the world for two years about the approaching catastrophes that may unfold during 2012 to 2013. Few listened.
 Although NASA covered up the strange photon cloud that’s now enveloped the solar system, the word has leaked out from some scientists.
 And now, as the ominous cloud approaches it’s affecting the sun and planets in measurable ways.
 Amazingly, as the bizarre energy invades our space, some of the world’s most famous pyramids are generating intense energy.

Hier träumt mal wieder jemand von einer besseren Welt:

Sehr bald werden Sie Zeuge der Massenverhaftung viele Mitglieder der kriminellen Kabale. Diese Verhaftungen beseitigen die letzten Hindernisse für die Einführung des neuen Wohlstandssystems, welches die Menschheit von dem herrschenden Wirtschaftssystem und der damit verbundenen Schuldknechtschaft und Armut befreit.

Es gibt viele Männer und Frauen, welche über viele Jahre hinweg unermüdlich im Hintergrund daran gearbeitete haben, uns zu diesem Moment zu bringen. Sie freuen sich darauf, der Menschheit ihr neues System vorzustellen, welches den Überfluss sofort auf die gesamte Menschheit verteilt und welches die Menschheit von dem Erdenleben freisetzt, welches aus der Vergangenheit bekannt ist. Die Freiheit muss zu den Menschen zurückkehren.

Und hier auch:

Stellt Euch eine Welt ohne Atomkraftwerke vor…
Stellt Euch ein Meer ohne Ölteppiche vor (wisst ihr noch letzten Sommer die große Ölkatastrophe?)…
Stellt Euch Nahrungsmittel vor, die hungernde Menschen satt machen und nicht im Autotank landen…
Stellt Euch vor, es gibt 100 Prozent saubere, kostenfreie Energie für alle…

Warum Swift eine ganz schlechte Idee ist:

Man kennt das aus amerikanischen Agentenfilmen: Der Bösewicht taucht unvermittelt aus dem Nichts auf und sieht ganz harmlos aus. So war es auch in der kleinen Bankfiliale von Vissenbjerg, einem malerischen Ort auf der dänischen Insel Fünen, als Torben Nødskouv Christensen dort im Oktober hineinspazierte. Der Mann ist Stammkunde bei dem regionalen Geldinstitut und außerdem Polizist. Im Nebenberuf betreibt er einen kleinen Internethandel mit exklusiven Tabakwaren und Spirituosen. Wer hätte geahnt, dass Christensen an diesem Tag im Begriff war, einen Schlag gegen die US-Regierung zu verüben? Er ahnte es ja nicht einmal selbst.


Noch mehr Nachrichten mit besserem Kommentar gibt es hier….

Bewegte Bilder:

Die Fukushima Lüge

Das ist auch ein Hammer:

FNORD

In den Fängen der Pharmalobby

klingt gruselig, ist es auch…

Bis in die 70er Jahre stellte die Pharmaindustrie Medikamente her, um Krankheiten zu heilen. Seitdem steht sie – zumindest teilweise – im Verdacht, dass sie auch Krankheiten schafft, um Medikamente zu verkaufen.

Eine Arte Dokumentation:

Impfen, nein Danke

Ein Vortrag, der entweder nachdenklich oder wütend macht. Entweder auf die Frechheit, so was Menschen zuzumuten oder ob der Frechheit, dies Anzuzweifeln:

Gefährliche Antibaby-Pillen von Bayer

cbg-logo-small

BAYER-Hauptversammlung am 29. April:

Gegenantrag zu gefährlichen Kontrazeptiva eingereicht

Wieder kam es zu einem Todesfall bei der Verwendung der Antibaby-Pille Yasminelle von BAYER. Ende Januar starb eine 21-jährige Österreicherin an einer Embolie, obwohl Ärzte unmittelbar zur Stelle waren. Tragischerweise hatte sie sich die Pille verschreiben lassen, um Gewicht zu verlieren. Neue Daten der US-Aufsichtsbehörden zeigen, dass die Zahl schwerer Nebenwirkungen und Todesfälle weit höher liegt als bislang angenommen. Allein in den USA starben demnach 190 Frauen nach Einnahme der Pillen Yasmin und Yaz. In den USA sind rund 7.000 Klagen gegen BAYER anhängig.

Die Einnahme von Antibaby-Pillen mit dem Hormon Drospirenon ist gegenüber älteren Mitteln mit deutlich erhöhten Risiken verbunden. Immer wieder kommt es zu schweren Gesundheitsschäden wie Thrombosen, Embolien und Schlaganfällen. In den Werbekampagnen von BAYER werden die Risiken mit keinem Wort erwähnt.


Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) hat heute einen Gegenantrag zur BAYER-Hauptversammlung am 29. April eingereicht. Hierin wird eine Entlastung des Vorstands abgelehnt. Wörtlich heißt es: „BAYER machte 2010 einen Umsatz von 1,65 Milliarden Euro mit Kontrazeptiva. Dabei werden auch Präparate mit erhöhtem Risikoprofil rücksichtslos vermarktet. Hierdurch kommt es zu vermeidbaren Schädigungen menschlicher Gesundheit und sogar zu Todesfällen. Der Vorstand trägt hierfür die Verantwortung.“

Christiane Schnura von der CBG, die den Gegenantrag eingereicht hat: „Es ist empörend, dass neue Verhütungsmittel gefährlicher sind als alte, nur weil mit Versprechen wie „Gewichtsabnahme“ und „wirkt gegen Akne“ der Umsatz gesteigert werden soll. Noch empörender ist, wie der BAYER-Vorstand auf der letzten Hauptversammlung gegenüber zwei nur knapp dem Tod entronnenen und lebenslang geschädigten Frauen jedwede Verantwortung von sich wies.“

Trotz der erhöhten Risiken startete BAYER zum 50. Geburtstag der Pille im vergangenen Herbst ein wahres Marketing-Feuerwerk. Unter anderem wurden eine Wanderausstellung konzipiert, Gala-Veranstaltungen in mehreren Ländern ausgerichtet und eine Facebook-Kampagne gestartet. Darin werden der „Beauty-Effekt“, der „Feel-good-Faktor“ und ein angeblicher „Figur-Bonus“ der Pillen angepriesen. Ulrich Hagemann, beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte für Arzneimittelsicherheit zuständig, verurteilt diese Praxis: „Wir sehen das kritisch. Die Firmen werben mit den Nebeneffekten, und teilweise ist das grenzwertig falsch“.

Eine von BAYER zitierte Studie (Euras), die die angebliche Sicherheit der Pillen aus der Yasmin-Gruppe belegen soll, wurde von SCHERING – heute Teil von BAYER – selbst in Auftrag gegeben und von einem SCHERING-Mitarbeiter durchgeführt. Unabhängige Wissenschaftler kommen zu ganz anderen Ergebnissen. So zeigen zwei aktuelle Studien, dass drospirenon-haltige Pillen gegenüber älteren Präparaten ein um etwa 80% erhöhtes Thrombose-Risiko verursachen. Das zusätzliche Risiko von Präparaten wie Yasmin ist in keiner Weise zu rechtfertigen, denn ältere Mittel verhüten ebenso zuverlässig.

Nur wenig besser sieht es bei der Hormonspirale Mirena aus. Mehr als jede zehnte Anwenderin leidet unter schweren Nebenwirkungen wie Depressionen, Eierstockzysten, Akne und Migräne. Zudem besteht der Verdacht auf Erhöhung des Brustkrebsrisikos. Die Mirena-Website jedoch nennt nur einen Bruchteil der Risiken – und das unter dem verharmlosenden Begriff „Begleiterscheinungen“. Wegen der mangelhaften Hinweise werden Tausende Frauen falsch behandelt, die Ursachen ihrer Beschwerden bleiben oft jahrelang unentdeckt.

In den USA initiierte BAYER eine Werbekampagne für Mirena nach dem Muster von Tupper-Partys. Hierbei traten Promotion-Teams in Privatveranstaltungen auf. Die Kampagne wurde von der US-Behörde FDA untersagt. In dem Verbot heißt es, dass das Marketing von BAYER „die Wirksamkeit übertrieben darstellt, unbegründete Behauptungen aufstellt und die Risiken von Mirena bagatellisiert“. Für die Aussage, wonach sich Benutzerinnen der Mirena insgesamt „großartig fühlen“, gäbe es keinen wissenschaftlichen Nachweis. Zudem verharmlose das Marketing die häufigen Nebenwirkungen.

BAYER verweigert weiterhin Angaben zur Häufigkeit schwerer Nebenwirkungen von Kontrazeptiva – vorgeblich um „die Kundinnen nicht zu verunsichern“. Tatsächlich sollen die negativen Informationen in der Schublade verschwinden, um den Absatz nicht zu gefährden. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert daher eine Offenlegungs-Pflicht aller gemeldeten Nebenwirkungen und aller Anwendungsstudien sowie wirksame Strafen für unlautere Pharma-Werbung. Antibaby-Pillen, deren Einnahme mit einem erhöhten Thrombose- und Embolie-Risiko verbunden ist, müssen verboten werden.

Infos zur BAYER- Hauptversammlung: www.cbgnetwork.org/3720.html

Interessenten und Betroffene sind herzlich eingeladen, an den Aktionen am 29. April in Köln teilzunehmen. Rückfragen unter Tel 0211 – 333 911 oder CBGnetwork@aol.com

Die CBG steht vor ernsthaften finanziellen Problemen. Bitte beteiligen Sie sich an der Rettungskampagne: www.cbgnetwork.org/3708.html

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Beirat
Prof. Dr. Jürgen Rochlitz, Chemiker, ehem. MdB, Burgwald
Dr. Sigrid Müller, Pharmakologin, Bremen
Prof. Dr. Anton Schneider, Baubiologe, Neubeuern
Prof. Rainer Roth, Sozialwissenschaftler, Frankfurt/M.
Prof. Jürgen Junginger, Designer (i.R.), Krefeld
Dr. Erika Abczynski, Kinderärztin, Dormagen
Eva Bulling-Schröter, MdB, Berlin
Dr. Janis Schmelzer, Historiker, Berlin
Wolfram Esche, Rechtsanwalt, Köln

Pressemitteilung

Störfälle, Bienensterben, Gentechnik: Gegenanträge zur BAYER-Hauptversammlung eingereicht

Gegenanträge zur BAYER-Hauptversammlung

Protestaktionen am 29. April in Köln / Schwerpunkte: Bienensterben durch BAYER-Pestizide, gefährliche Pharmazeutika und mangelnde Sicherheit in den Werken

22. März — Die Coordination gegen BAYER-Gefahren hat heute Gegenanträge zur BAYER-Hauptversammlung am 29. April in Köln eingereicht. Wegen der Vielzahl schwerer Missstände fordern die Konzernkritiker die Nicht-Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Gegenanträge sind unten im vollen Wortlaut angehängt, sie werden auch auf der BAYER-homepage veröffentlicht. Philipp Mimkes vom Vorstand der Coordination: „Der BAYER-Konzern ist für massive ökologische und soziale Probleme verantwortlich. Der Vorstand trägt hierfür die Verantwortung. Wir werden daher in der Versammlung die Nicht-Entlastung des Managements fordern.“ Schwerpunkte der Protestaktionen vor den Kölner Messehallen am 29. April sind die von BAYER-Pestiziden verursachten Bienensterben, die Risiken von Antibabypillen, die geplante Kohlenmonoxid-Pipeline quer durch NRW sowie Missbildungen durch das Präparat Duogynon. An der Versammlung nehmen neben Vorstand und Aufsichtsrat rund 4.000 Aktionärinnen und Aktionäre teil. Zahlreiche Kritiker haben angekündigt, in der Versammlung zu den Schattenseiten der Geschäftspolitik zu sprechen. Interessenten sind herzlich eingeladen, an den Aktionen teilzunehmen. Gerne stehen wir unter Tel 0211 – 333 911 oder CBGnetwork@aol.com für Rückfragen zu Verfügung.

 

Die CBG steht vor ernsthaften finanziellen Problemen. Bitte beteiligen Sie sich an der Rettungskampagne: www.cbgnetwork.org/3708.html

Gegenantrag zu TOP 2: Der Vorstand wird nicht entlastet

  • · Der BAYER-Konzern gehörte zu den treibenden Kräften in Deutschland bei der Einführung der Kernenergie. Schon Ende der 50er Jahre, als das Atomprogramm konzipiert wurde, war BAYER im Präsidium des Deutschen Atomforums vertreten. Dieser Tradition blieb Werner Wenning treu, als er im vergangenen August den Aufruf an die Bundesregierung für längere Laufzeiten unterzeichnete. Aufgrund des Drucks der Industrie wurden die Laufzeiten deutscher Kernkraftwerke nur wenige Monate später drastisch verlängert.

Der mittlerweile abgelöste Vorstandsvorsitzende Wenning ist für die weitere Nutzung dieser unverantwortlichen Technologie daher mitverantwortlich.

  • · Konsequent drängt BAYER die Gewerkschaften aus seinen US-Werken. Fabriken mit organisierter Arbeiterschaft wurden reihenweise geschlossen. Nur ein Siebtel der US-Belegschaft besitzt überhaupt einen Tarifvertrag. Und nur in einer Handvoll der rund fünfzig US-Werke sind die Gewerkschaften noch vertreten. In Berkeley gab es im vergangenen Jahr erneut Entlassungen, obwohl die umliegenden Städte kurz zuvor Subventionen in Millionenhöhe gewährt hatten. Das Muster wiederholt sich nun an der Ostküste der USA, wo mehrere Werke geschlossen werden: für den Fortbestand der übrig bleibenden Standorte erhält BAYER trotz des gewerkschaftsfeindlichen Handelns hohe Steuernachlässe. (weitere Infos)
  • · Trotz gestiegener Gewinne führte sich der neue BAYER-Vorsitzende Marijn Dekkers mit der Ankündigung ein, rund 4.500 Arbeitsplätze zu vernichten. Schon jetzt ist die Belastung der Beschäftigten weit jenseits der Schmerzgrenze. Selbst sicherheitsrelevante Bereiche werden von den ständigen Stellenstreichungen nicht ausgespart. (weitere Infos)
  • · BAYER hat im Herbst eine Rückstellung von 386 Mio Euro vorgenommen. Das Geld soll für Entschädigungszahlungen an US-Landwirte verwendet werden, deren Ernte durch GenReis kontaminiert wurde. Das späte Schuldeingeständnis des Konzerns ist zwar zu begrüßen – dieses kam aber nicht freiwillig zustande, sondern wurde durch eine Serie von Prozessen erzwungen, die BAYER ausnahmslos verloren hat. Allein in dem Verfahren, das die Kooperative RiceLand angestrengt hat, wurde BAYER am 18. März 2011 zu Strafzahlungen in Höhe von 136 Mio Dollar verurteilt.

Dennoch hält der Vorstand an dem Vorhaben fest, GenReis in die EU zu importieren. Die Kontamination in den USA zeigt jedoch einmal mehr, dass der Anbau von GenReis zwangsläufig zu Auskreuzungen führt; die Risiken eines großflächigen Anbaus wären schlicht unkalkulierbar. Der geplante EU-Import wäre mit unwägbaren Gefahren für Mensch und Umwelt verbunden und muss daher gestoppt werden. (weitere Infos)

  • · Einer der schrecklichsten Skandale der BAYER-Geschichte ist die wissentliche HIV-Infizierung Tausender Bluter. Bis 1986 wurden Hämophile durch Blutprodukte von BAYER infiziert, obwohl seit 1982 Methoden zur Inaktivierung des Virus vorlagen. Noch nach dem Verbot unbehandelter Chargen in Europa wurden diese nach Asien exportiert.

Im Januar machte die Coordination gegen BAYER-Gefahren bekannt, dass BAYER und drei weitere Firmen Entschädigungen in zweistelliger Millionenhöhe an Bluter aus 22 Ländern leisten. Dies ist das Ergebnis eines Vergleichs, der Ende vergangenen Jahres in den USA geschlossen wurde. Mehrere Tausend mit HIV und Hepatitis C infizierten Hämophile hatten die Firmen zuvor an einem Bundesgericht in Chicago verklagt. Im BAYER-Geschäftsbericht 2010 findet sich erstaunlicherweise keinerlei Hinweis auf diese Zahlungen, obwohl Konzernsprecher den Vergleich auf Anfrage von Nachrichtenagenturen bestätigen mussten. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert, dass die Verantwortlichen strafrechtlich verfolgt werden. (weitere Infos)

  • · Der BAYER-Konzern zahlte im Herbst 3,3 Millionen Dollar wegen unwahrer Behauptungen in Werbeanzeigen für Vitaminprodukte. Darin wurde behauptet, dass die Zusätze Selen und Zink das Prostatakrebs-Risiko senken könnten. In einer Klage mehrerer US-Bundesstaaten hingegen heißt es: „BAYER wusste, oder hätte wissen müssen, dass hohe Gaben von Zink und Selen das Risiko der Entstehung von aggressiven und tödlichen Prostata-Tumoren erhöhen können“. Die Klageschrift nennt die Werbeaussagen „irreführend und skrupellos“.

Ob bei Verhütungsmitteln, Schmerztabletten oder nun bei Vitaminpillen – immer wieder setzt BAYER auf unlautere Werbemethoden. Der Konzern gefährdet dadurch wissentlich die Gesundheit von Patienten und Konsumenten. (weitere Infos)

Gegenantrag zu TOP 3: Der Aufsichtsrat wird nicht entlastet

Begründung: Der Aufsichtsrat kommt seiner Kontrollfunktion ungenügend nach und soll daher nicht entlastet werden. Es folgen Beispiele der verantwortungslosen Konzernpolitik, die vom Aufsichtsrat mitgetragen wird:

  • · Der BAYER-Konzern hat im Dezember die Uralt-Pestizide Nemacur und Mocap an die US-Firma Amvac verkauft. Die WHO stuft beide Wirkstoffe als „extrem gefährlich“ ein (Gefahrenklasse I). Die Agrochemikalien sind für eine Vielzahl von Vergiftungsfällen verantwortlich. In Deutschland sind Nemacur und Mocap seit langem verboten. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert seit den 80er Jahren die Einstellung der Produktion beider Wirkstoffe sowie einen Verkaufs-Stopp für alle Klasse I-Pestizide. BAYER hätte die Produktion längst einstellen müssen, statt diese Ultragifte jetzt noch profitabel zu verkaufen.

Der Einsatz von Nemacur gehört im übrigen zu den wahrscheinlichen Ursachen des „toxischen Öl-Syndroms“, das 1981 in Spanien mindestens 300 Menschenleben und Tausende von gesundheitlich schwer geschädigten Opfern forderte. (weitere Infos)

  • · Die US-Aufsichtsbehörde Chemical Safety Board (CSB) veröffentlichte im Januar die Untersuchung zum schweren Störfall im Werk Institute im Jahr 2008. Das CSB urteilt, dass gravierende Sicherheitsmängel zu der Explosion führten. Bei dem Störfall, der die Erde in einem Umkreis von 10km beben ließ, waren zwei Mitarbeiter getötet wurden. Die Fabrik galt als „Schwester-Werk“ von Bhopal, da dort das in Bhopal ausgetretene Giftgas MIC in großen Mengen produziert und gelagert wird.

Laut CSB waren beim Hochfahren einer Produktionsanlage die Sicherheits-Systeme vorsätzlich außer Kraft gesetzt worden. Nur glückliche Umstände hätten die Beschädigung eines benachbarten MIC-Tanks verhindert. Dr. Rafael Moure-Eraso, Vorsitzender der CSB: „Ein Austritt signifikanter Mengen MIC hätte tödliche Folgen haben können. Diese Sorge wurde von Anwohnern legitimer Weise seit Jahrzehnten geäußert.“ Dr. Moure-Eraso bezeichnet den Tod der Arbeiter als „umso tragischer, als er hätte vermieden werden können“, wenn BAYER eine gewissenhafte Schulung der Mitarbeiter vorgenommen und die Anlage vor dem Hochfahren angemessen geprüft hätte. Der Untersuchungsbericht stellt zudem fest, dass die MIC-Messgeräte an der Anlage nicht funktionierten. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) forderte bereits vier Monate vor der Explosion in der BAYER-Hauptversammlung eine Beendigung der MIC-Produktion. Der BAYER-Vorstand hatte das Ansinnen abgelehnt. Erst am 18. März 2011 verzichtete BAYER nach einer Klage von Anwohnern endgültig auf den Einsatz von MIC im Werk Institute. Der CSB-Bericht wirft insgesamt ein bezeichnendes Licht auf die Sicherheitslage in vielen BAYER-Werken. Wegen der hohen Risiken muss BAYER auf den großtechnischen Einsatz hochgiftiger Chemikalien wie MIC und Phosgen vollständig verzichten. Auch der Betrieb der Kohlenmonoxid-Pipeline quer durch NRW ist nicht verantwortbar. (weitere Infos)

  • · Bei den Wahlen zum US-Kongress Anfang November gingen die Spenden großer Firmen überwiegend an Kandidaten, die jegliche Vorgaben für Emissions-Minderungen ablehnen. Von den europäischen Konzernen zeigte sich niemand so spendabel wie BAYER – nicht einmal Ölfirmen wie BP. Greg Babe, der Chef von Bayer USA, gehörte persönlich zu den Spendern. Die Unterstützung von Politikern, die den Klimawandel leugnen, zeigt einmal mehr, dass das BAYER Klima-Programm und der BAYER Climate Award reine Feigenblatt-Funktion haben.
  • · Auf dem BAYER-Werksgelände in Krefeld soll ein gigantisches Kohlekraftwerk entstehen. Betrieben werden soll der Klimakiller von der BAYER-Tochter Currenta. Allein der jährliche Ausstoß des Klimakillers Kohlendioxid würde bei 4,4 Millionen Tonnen liegen. Gegen das Projekt wurden im vergangenen Jahr über 22.000 Einwendungen eingereicht. Trotzdem hält BAYER an dem Projekt fest. (weitere Infos)
  • · Weiterhin weigert sich BAYER, die Opfer des hormonellen Schwangerschafts-Tests Duogynon bzw. Primodos zu entschädigen. Tausende von Kinder hatten durch das Präparat in den 60er und 70er Jahren schwere Fehlbildungen erlitten. Der SPIEGEL veröffentlichte nun Dokumente, wonach firmenintern schon frühzeitig gewarnt wurde. So schrieb ein britischer Mitarbeiter bereits 1967 an die Firmenzentrale: „Die offenkundige Korrelation zwischen der Zunahme angeborener Missbildungen und dem Verkauf des Schwangerschaftstests erscheint ziemlich alarmierend.“ Bei der Anwendung des Präparats bei Schwangeren „müssen wir extrem vorsichtig sein“. Beschämenderweise weist BAYER die Ansprüche der Opfer wegen angeblicher Verjährung zurück. (weitere Infos)
  • · Der BAYER-Konzern ist einer der größten Hersteller von Bisphenol A. Seit Jahrzehnten ist bekannt, dass die Chemikalie das Hormonsystem schädigen kann. Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert seit langem ein Verbot risikoreicher Anwendungen, z.B. in Lebensmittel-Verpackungen, Wasserflaschen und Kinderspielzeug. Seit Anfang März hat die EU den Einsatz von Bisphenol A in Babyflaschen endlich verboten. Trotzdem leugnet BAYER weiterhin die Gefahren der Chemikalie, viele gefährliche Anwendungen bleiben auf dem Markt. (weitere Infos)

Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)
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Anmerkung der Redaktion und nur mal nebenbei bemerkt:


Inzwischen fast vergessen:
Heroin ist eine Erfindung von Bayer und wurde ab ca. 1898 unter anderem als Schlafmittel für Kinder („Bayer Heroin – damit das Kind gut schläft“) vermarktet.

Quelle der Abbildung:
Wikipedia

Iatrogene Todesfälle, Sozialbudget und die Reduzierten

Es ist ja gerade mal wieder Notstand in Deutschland. Gestern dachte ich noch: alles wird heil, dann jedoch merkte ich schon heute Morgen:  nein, nicht alles wird heil. Den Ärzten geht es noch sehr schlecht in diesem Land.

Bundesweit bleiben heute Tausende Hausarztpraxen geschlossen. Tausende Mediziner protestieren auf diese Weise gegen die Sparpläne von Gesundheitsminister Philipp Rösler. Die Ärzte sehen sich in ihrer Existenz bedroht, weil Rösler ihre Verdienstmöglichkeiten über eigene Verträge mit den Krankenkassen beschränken will. Rösler kritisierte in der Rheinischen Post“: „Den Protest auf dem Rücken von Patienten auszutragen, halte ich einfach für unfair – gegenüber ihren Patienten.“ Die Ärzte sehen dagegen die medizinische Versorgung der Patienten gefährdet und warnen vor einer Unterversorgung.

Quelle: Tagesschau

Die Fakten sprechen für sich:

Während der größten Wirtschaftskrise der Bundesrepublik ist das Honorar der rund 150.000 niedergelassenen Ärzte im vergangenen Jahr auf 30,8 Milliarden Euro gestiegen. Im Vorjahr hatten die Mediziner noch rund 1,8 Milliarden Euro weniger verdient. Gegenüber dem Jahr 2007 bedeutet dies sogar ein Plus von 11 Prozent, wie aus einer Erhebung des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hervorgeht, die der Nachrichtenagentur dpa vorlag. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte zunächst darüber berichtet. Die Aufstellung bestätigt dem Bericht zufolge die Einschätzung, dass die Mediziner-Honorare in den vergangenen drei Jahren sehr viel stärker stiegen als der Durchschnitt der Löhne und Gehälter in Deutschland. In Hamburg lag das durchschnittliche Honorarplus der Mediziner sogar bei gut 24 Prozent. Den geringsten Anstieg gab es in Bayern mit 2,6 Prozent.

Quelle: Die Welt

Wir kennen schon jetzt die Klagen, die aus diesen Zahlen erwachsen. „DAS SOZILABUDGET EXPLODIERT“.
Arzt zu sein ist kein einfacher Beruf – er hat vor allem im Klinikbereich viele häßliche Seiten.  Dort wird Schmutzarbeit geleistet, die nicht jedermann ertragen könnte.  So etwas ist mit Geld kaum aufzuwiegen.  Im niedergelassenen Bereich ist – wenn man die Notdienste organisiert bekommt – das Arbeiten vielfach erträglicher – und ertragreicher:
Starke Einkommenssteigerungen bei den niedergelassenen Ärzten: Jeder Praxisinhaber verbucht in diesem Jahr laut Krankenkassen-Berechnung durchschnittlich 164.000 Euro. Radiologen verdienen am besten, Allgemeinmediziner am schlechtesten.
Quelle: Spiegel-online

In einem Vortrag der Rechtsmedizin der Uni Rostock findet sich die – unbestätigte – Zahl von 30000 von Ärzten verursachten Todesfälle. 30000 jedes Jahr. Wenn die mal streiken, dann … sterben sofort weniger. Ist – laut Volker Pispers – statistisch erwiesen. Ich traue dem Mann. Er recherchiert nicht nur gründlich, er hat auch Humor – in dieser Reihenfolge.
Schnell wird man als Arzt zum Täter – ohne es zu wollen. Ein Beispiel aus der Praxis einer Schlichtungsstätte findet sich bei Cardio News:

Wir unterscheiden hinsichtlich der Schadenskausalität die fehlerbedingten iatrogenen
Schäden, die Ansprüche begründen, die iatrogenen, aber nicht erkennbar fehlerbedingten
Schäden, die keine Ansprüche begründen und schließlich die ohne Zusammenhang mit der
ärztlichen Behandlung, meist durch das Grundleiden entstandenen. Von den 46 Patienten mit
„kardiovaskulären Leiden“ und begründeten Ansprüchen hatten 18 schwere und 6 tödliche
iatrogene Schäden. In den „Kardio-Angiologen“-Verfahren waren es ebenfalls 46 Patienten
mit begründeten Ansprüchen, 24 von ihnen hatten schwere und 4 tödliche iatrogene Schäden.
Die mit Ärzten, von Ärzten bezahlten Juristen und Gutachtern ausgestattet Schlichtungsstelle hatte in dem Zeitraum 233 Fälle die zur Begutachtung anstanden.

Der Anteil der Verfahren, in denen schuldhafte Fehler festgestellt wurden (Fehlerrate) lag in
den von uns untersuchten Kollektiven zwischen 37 und 40%
Da sieht man, wie gefährlich der Arztberuf sein kann. Schneller als man denkt hat man der Rentenkasse Ausgaben erspart.
In China ist der Arztberuf mitlerweile richtig gefährlich geworden:
Immer häufiger werden Ärzte Opfer von tätlichen Angriffen seitens Patienten und / oder deren Angehörigen.
So wurden beispielsweise im Juni dieses Jahres ein Arzt und eine Krankenschwester in der Provinz Shandong erstochen. Der Sohn wollte damit den Tod seines Vaters rächen, der 13 Jahre zuvor an unheilbarem Leberkrebs verstorben war.

Ein Arzt verletzte sich schwer, als er, von Angehörigen eines verstobenen Kindes verfolgt wurde und in seiner Not aus einem Fenster im 5. Stock des Krankenhauses sprang.

Diese Entwicklung hat nach Ansicht des Autors klar erkennbare Gründe:

Nach der Machtübernahme durch die KP Chinas wurde das gesamte Gesundheitswesen verstaatlicht. Die Krankenhäuser wurden voll finanziell unterstützt. Das änderte sich jedoch mit dem Beginn der Wirtschaftsreformen im Jahre 1985.

Heutzutage müssen sich die Krankenhäuser selbst um die Finanzierung kümmern, mit der unerquicklichen Folge, den Patienten die Kosten aufzubürden, was vielfach offenbar nur bzw. am einfachsten durch unnötige Untersuchungen und unnötige Behandlungen zu bewerkstelligen ist.

Hinzu kommen die Extrazahlungen an die oftmals vergleichsweise unterbezahlten Ärzte. Sei es durch die Patienten selbst bzw. deren Angehörige, oder aber durch Pharmafirmen, die dann den Einsatz von ihren Präparaten erwarten.

Wie man sieht: die Privatisierung des Gesundheitswesens kann Leben kosten. Auch das Leben von Ärzten. In Deutschland gibt es die Extrazahlungen der Pharmafirmen an Ärzte ebenfalls, meist verdeckt als „Anwendungsbeobachtung“, oft auch als Sachhonorar. Fernseher, Computer, Reisen – was das Herz begehrt. Diese Zuwendungen tauchen nicht in den Berechungen der Statistik bezüglich des Ärzteeinkommens auf, aber in der Medikamentenstatistik:
Für Pharmakonzerne ist Deutschland ein Paradies: Sie können den Preis für neue Medikamente selbst festlegen – und die Krankenkassen müssen ihn zahlen. Laut „Arzneiverordnungsreport 2010“ hat das üble Folgen. Die Kosten seien 50 bis 100 Prozent höher als im Vergleichsland Schweden.

Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind im vergangenen Jahr erneut um 4,8 Prozent gestiegen – auf mittlerweile 32,4 Milliarden Euro. Verantwortlich für den Anstieg sind vor allem Spezialpräparate für Bluthochdruck-Patienten, Diabetiker oder Krebskranke, die zwar neu und teurer sind, deren Zusatznutzen aber oft fraglich ist.



Diese Präparate „erklären bereits 80 Prozent des Kostenanstiegs“ der gesetzlichen Krankenkassen, wie der Heidelberger Pharmakologe Professor Ulrich Schwabe an diesem Dienstag in Berlin bei der Vorstellung des neuen Arzneiverordnungsreports (AVR) erklärte.


Eine Heerschar von Pharmareferenten kann von diesen Überschüssen in den Kassen der Pharmakonzerne finanziert werden, damit die Ärzte auch „überzeugt“ werden, diese unsinnigen Präparate einzusetzen. Studien, die belegen, das z.b. Blutdrucksenkung mit uralten Billigpräparaten genauso effektiv ist wie mit neuen Hochpreisentwicklungen werden so gezielt unterdrückt, ein Meinungsrauschen wird erzeugt, das kritische Stimmen schnell zum Verstummen bringt.
Das alles ist … „SOZIALBUDGET“.
Laut Cardionews sind es vor allem diese vielfältigen Arzneimittel, deren Handhabung den Ärzten schnell entgleitet – mit tödlichen Folgen.
Vielleicht auch ein Grund, einmal darüber nachzudenken, das Ärztewesen zu verstaatlichen. Ein Internist, der sich in einer allgemeinmedizinischen Praxis niedergelassen hatte,  erzählte mir mal sehr frustriert, das 90 % der Patienten, die er an diesem Tag gesehen hatte, nichts gehabt hätten, was ärztlicher Hilfe bedurft hätte. Viele hätten einfach nur Langeweile gehabt. Ich weiß natürlich nicht, wie weit man das auf das Gesundheitswesen insgesamt übertragen kann, aber es kann schon darauf hinweisen,  das wir hier möglicherweise ein Einsparungspotential im zweistelligen Milliardenbereich haben – all die Besuche werden ja abgerechnet. Möglicherweise wäre hier eine medizinische Grundausbildung der Patienten – wie sie Pharmareferenten erhalten bzw. nachweisen müssen – sinnvoll.
Es gibt – neben den Todesfällen, die die Medikamentenflut verursacht – auch noch einen anderen Grund, hier ganz dringend auf die Kostenbremse zu treten.
Die Überversorgung des medizinischen Bereiches führt zu einer eklatanten Unterversorgung in anderen Bereichen – eine Unterversorgung, die bekanntermaßen selbst wieder zu echten Krankheiten führt.
Bei Kinder-Alarm findet man die Worte eines solchermaßen Reduzierten dazu:

Man hat mich reduziert. Reduziert auf X Quadratmeter, X € Regelsatz, auf X Paragraphen und mehrere Gesetzbücher. Mein Wirken befasst sich mit der Beschaffung von Nahrung und Kleidung, die möglichst von Verstand geprägt sein sollte, damit ich nicht eines Tages hungrig und mit nacktem Hintern unter dem freien Himmel nächtige.

Die ständige Suche nach günstigem Essen und geeigneten Paragraphen will mir den Blick auf meine Mitmenschen rauben und die vielleicht einzige menschliche Regung müsste eigentlich Selbstmitleid heißen. Je mehr man mich jedoch reduziert und anscheinend von meinen Mitmenschen abtrennt, desto mehr bildet sich mein Inneres gegenüber der Welt da draußen, mit all den anderen Menschen ab. Ich fühle, wer ich bin und gerade deshalb, wer ich wirklich bin.

Es fallen mir diese eher trüben und teilnahmslosen Kinderaugen auf, die erst Glanz bekommen, wenn man das Kind per Gespräch und Blickkontakt auf sich fixiert. Vielleicht das Kind von Reduzierten?

Reduziert auf nacktes Überleben ist mein Inneres eingedampft worden und auf etwas konzentriert und deshalb spürbar. Was schert mich das reduzierte Äußere, wenn etwas eingedampftes Mentales in mir vorhanden ist?

Kognitive Fähigkeiten sind vorhanden, immer noch, nicht schlecht. Was also tun, wenn die innere Freiheit noch vorhanden ist und sich anscheinend auch gar nicht abtöten läßt? Eingesperrt in mir selbst bin ich und neben aufgestellten Nackenhaaren treibt es mir Tränen der Wut in die Augen. Wut ist schon mal irgendwie produktiv und somit ist nichts verloren. Irgendwie muss sich das ändern. Auf keinen Fall darf das so bleiben. Schreck lass nach! Was, wenn ich nicht der Einzige bin, dem es so ergeht ?


Ich gehe davon aus, dass euch andere Dinge umtreiben. Aber wäre es nicht irgendwie lohnend einmal so nebenher darüber nachzudenken wie man alle Menschen, die sowas betrifft aus ihrer Lethargie lösen könnte? Vielleicht würde es gelingen sich innerlich Luft zu verschaffen und diesen Freiraum nach außen widerzuspiegeln, so dass die anderen spüren, dass da noch mehr ist als irgend ein anderer der ohnehin nicht interessiert ist, weil er nichts hat oder hergibt was man selbst gebrauchen kann?

Hm, aber stimmt das so das mit dem nicht gebrauchen können, nicht hergeben wollen? Irgendwie merke ich, dass es mir ein Bedürfnis ist etwas weitergeben zu wollen; eine Verbindung zu meinen Mitmenschen zu schaffen und wieder Verbindungen von einem Menschen zum anderen zu entdecken, die nicht von X Quadratmetern, X € Regelsätzen, X Paragraphen und mehreren Gesetzbücher geknüpft werden. Und jetzt frage ich mich, ob ich tatsächlich allein mit meinen Gedanken stehe und komme zu der Überzeugung, dass dem unbedingt so sein muss denn eigentlich wollte ich die Bude sauber machen und andere hätten das schon längst erledigt, statt dem warum auch immer geneigtem Leser die Zeit mit diesem Geschreibsel zu reduzieren.


Gestiegene Arzthonorare und Patientenkosten führen nicht zu mehr Gesundheit. Ärzte sind beliebte Kunden bei Anlageberatern. Somit wird das Sozialbudget in großen Teilen gezielt den Finanzmärkten zugeführt um sich dort leistungslos zu vermehren – sehr zum Schaden jener, die das Sozialbudget erstmal erwirtschaften müssen und bei nachlassender Arbeitskraft (zum Beispiel in Folge einer jener recht seltenen „echten“ Erkrankungen) ganz schnell zu den Reduzierten gehören.

Auch wenn der Arztberuf ein harter Beruf ist … für Lehrer gilt das ebenso. Ihre Ausbildung dauert in etwa gleich lang. Lehrer – sind nicht so beliebte Kunden von Anlageberatern. Einfach mal den Herrn von MLP fragen:


Als MLP-Berater verbinden Sie Eigenverantwortung und Selbstständigkeit mit einer weit überdurchschnittlichen Einkommensperspektive.


Auch die leben dann vom Sozialbudget … allerdings von dem für Nichtreduzierte.



Sozialabbau geht weiter … auch bei der Gesundheit

Nun, Sozialabbau heißt natürlich nicht nur, das man Arbeitslose und Rentern außen vor läßt.
Auch die Gesundheitsvorsorge und die Bildung geraten ins Visier. Die Speerspitze macht diesmal der Herr Hoppe, Präsident der deutschen Ärzteschaft:

http://www.welt.de/politik/article3706462/Wie-Hoppe-Krankheiten-priorisieren-will.html

Schwere Krankheiten zahlt die Kasse, leicht muß man selber zahlen.

Natürlich gehen die Deutschen zu häufig zum Arzt. Natürlich werden hier zu viele Medikamente verordnet, die zudem auch in Deutschland noch am teuersten sind. Und natürlich verdienen deutsche Mediziner im nierdergelassenen Bereich noch sehr viel.

Aber dieses von Hoppe angedachte Prinzip könnte man 1:1 auch auf den Bildungsbereich übertragen:

Hauptschule ist kostenlos, Abitur kostet.

Da wird deutlich, wo die Reise hingeht.

Zivilisation nur noch für Reiche.

Ärztliche Behandlung nur noch für den Adel des Wirtschaftsfeudalismus.

Aber schauen wir uns mal die Kosten im Detail an:

http://www.welt.de/politik/article3510175/Deutsche-geben-252-Milliarden-fuer-Gesundheit-aus.html

10,4 % des Bruttoinlandsproduktes werden für Gesundheit ausgegeben, schon jetzt aber geben Privathaushalte deutlich mehr aus, nämlich: 13,5 %.

41,7 Milliarden für Medikamente, 10 Milliarden für Präventionsmaßnahmen.

Und die anderen 200 Milliarden?

Knapp 150000 niedergelassen Ärzte und Psychotherapeuten mit einem Durchschnittseinkommen von
120000 Euro im Jahr … da kommt schon was zusammen. Und 2009 … wie schön … können die Mediziner in diesem Bereich noch mal mit einer Steigerung von 10 % rechnen.

Während die Krise brummt (auch heute übrigens wieder mediales PingPong … vorbei … wird schlimmer …
kommt erst noch … ist von gestern) greifen die Ärzte mal wieder selbstlos in die schwächelnden Krankenkassen.

Das nennt man Solidarität.

Natürlich … ist dann weniger Geld für Behandlungen da. Selbstverständlich kann die Pharmaindustrie noch mit guten Zahlen aufwarten, selbstverstänlich sind überdurchschnittliche Steigerungen der Ärztehonorare in Zeiten schrumpfender Wirtschaftsleistung nicht zu hinterfragen.

Und da das Gesundheitssystem nur noch Füllhorn für Konzernkassen und Geldgier der Ärzteschaft ist, muß natürlich da gespart werden, wo man sinnvollerweise in dem System am besten sparen kann: beim Kunden.

Der soll seine „billigen“ Krankheiten jetzt gefälligst selbst bezahlen, denn an denen verdienen Ärzte sowieso nicht mehr soviel.

Eid des Hypokrates?

http://de.wikipedia.org/wiki/Eid_des_Hippokrates

Zitat:

Ärztliche Verordnungen werde ich treffen zum Nutzen der Kranken nach meiner Fähigkeit und meinem Urteil, hüten aber werde ich mich davor, sie zum Schaden und in unrechter Weise anzuwenden.

Auch werde ich niemandem ein tödliches Gift geben, auch nicht wenn ich darum gebeten werde, und ich werde auch niemanden dabei beraten; auch werde ich keiner Frau ein Abtreibungsmittel geben.

Scheinbar bald zu ergänzen um: für den der es bezahlen kann.

Nun, es gibt auch Ärzte, die sind mit 10000 Euro im Monat zufrieden:

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,614699,00.html

Warum auch nicht. Verglichen mit anderen Berufen ähnlich langer Ausbildung (Lehrer zum Beispiel) ist das doch ganz in Ordnung. Zudem ist es ein sinnvoller Beruf mit vielen Freiheiten, den andere auch für weniger Geld machen würden.

Aber selbst die angekündigten Steigerungen sind den Kollegen dieses bescheidenen Mediziners zu wenig:

http://www.sueddeutsche.de/politik/449/461077/text/

Da schimpft der KV-Chef Bayern (Jahreseinkommen: 238000 Euro) erstmal auf die Politik. Habe ich schon erwähnt, das zu seinem Einkommen noch prinzipiell das Einkommen seiner Praxis hinzukommt? Wäre jedenfalls in NRW möglich.

Ist Geldgier eigentlich eine Krankheit?

Sollte man schnell behandeln.

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