Peter Thiel

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Corona: die Zeit danach – eine Dystopie

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Sonntag, 5.4.2020. Eifel. So, wie lange dauert Corona jetzt eigentlich noch? Eine Frage, die sicher viele interessieren wird – mich auch, weil meine berufliche Arbeit liegen bleibt und bald irreparable Schäden zu erwarten sind. Für andere sind die Schäden schon da: je kleiner das Unternehmen, umso größer die Not – und die Panik. Ich habe da drei Auskünfte, alle ohne Gewähr. In Belgien sollen die Ausgangssperren bi 3.5 verlängert werden – mindestens. Mein Hausarzt sprach schon vor drei Wochen von mehreren Monaten, auf die ich mich einzustellen habe, eine befreundete Unternehmerin bekam von ihrer Bank den Rat, mit dem Kredit der Regierung sparsam umzugehen: vor Ende des Jahres sei mit einer Normalisierung der Situation nicht zu rechnen.

Unschöne Aussichen, aber ich hätte halt gerne Planungssicherheit für die Zukunft – auch für meine. Der Corona-Sonderurlaub war ja ganz gut und schön, aber es gibt da draußen nun viele Probleme zu lösen, täglich mehr.

Die Frage, wie lange Corona noch dauert, hängt direkt ab von dem Kontext, in dem Corona gedeutet wird. Hier haben wir aktuell zwei Extreme.

Extrem A ist die These, dass wir aktuell eine Pandemie haben, einen nie dagewesenen Supervirus, dessen Gefährlichkeit momentan wissenschaftlich gar nicht bestimmt werden kann – weshalb 99 Prozent der Virologen sehr nervös werden. Natürlich sind Virologen auch Menschen, einige sind froh, ihr Gesicht endlich mal wieder in eine Kamera halten zu können, andere hatten schon seit zehn Jahren keinen öffentlichen Auftritt mehr und einige wittern neue Geschäfte: tolle Studien mit 20000 Patienten, um Vergleiche zwischen normalen Grippeviren und Corona anstellen zu können: diese Studien bringen den Durchführenden viel Geld, dauern Jahre und die Ergebnisse sind wegen der Mutation der Viren veraltet, wenn sie auf den Markt kommen.

Die Datenlage für die Beurteilung dieses Virus – da kann ich immer nur drauf hinweisen – ist gering, das geben Virologen auch offen zu, nur verhärten sich die Daten beständig Richtung „Gefahr“ (siehe z.B. die Studie im „Lancet“ über 191 Patienten aus Wuhan – siehe br).

Soviel zu Extrem A, den Rest dazu kann man der Tagesschau entnehmen, die sich aktuell dafür bedankt, dass sie nie dagewesene Zuschauerzahlen hat (siehe Tagesschau) – mit einem kleinen Seitenhieb auf die alternativen Medien.

Extrem B ist die Antithese: der Virus ist absolut ungefährlich (außer bei überflüssigen Menschen, die nicht schützenswert sind, den Alten und Kranken, von denen einer der letzten Grippewellen 25000 allein in Deutschland zum Opfer gefallen sind), die ganzen Maßnahmen zur Einschränkung des bürgerlichen Lebens dienten nur der Vernichtung der deutschen Wirtschaft. Diese These mutiert jedoch beständig und modifiziert sich gerade noch, nachdem die großen Helden Trump/USA und Johnson/GB vor der Gewalt des Virus eingeknickt sind und die Zahl der täglichen Todesopfer sich dem vierstelligen Bereich nähern – und bald schon 2600 am Tag erreichen sollen (siehe Tagesschau). Das ist aber nur ein Teil der Thesenflut, die durch alternative Medien geistert – und die schwächste sicherlich, weil die arrogante Annahme, 99 Prozent aller Virologen würden lügen und 99 Prozent aller Regierungen wären Teil einer Superverschwörung zur Vernichtung deutscher Kleinbetriebe eher in den Bereich einer Diagnose denn einer Theorie geht.

Was ist aber nun mit den ganzen aufklärerischen Arbeiten der letzten Jahre – an denen auch wir hier uns beteiligt haben? Ist es denn nicht wirklich so, dass es Verschwörungen gibt? Brutkastenlügen? Lügen über Massenvernichtungswaffen – die den Tod von einer Million Menschen nach sich zogen? Und das Celler Loch – war das nur ein Fake? Nun – gewiss nicht. Ebensowenig wie die Existenz von Kinderschändern in höchsten Kreisen, die vor Mord nicht zurückschrecken – was auch schon mal im Tatort massentauglich publiziert wurde (siehe: Jagdgesellschaft) – wie auch die unschönen Ereignisse um Detroux und die toten Zeugen (siehe Welt). Da draußen geht etwas dunkles vor sich, dass das Potential hat, Bürger sehr zu änstigen – und zwar zurecht.

Nun – es widerspricht sich nicht, beides gleichzeitig wahrnehmen zu können: die Existenz einer Supergrippe – und die Existenz einer geisteswissenschaftlichen Strömung, die man gut und gerne plakativ als „satanistisch“ beschreiben kann, obwohl ihre geisteswissenschaftlichen Wurzeln eher in der Überzeugung des Marquis de Sade liegen (siehe hierzu die ausführliche Arbeit von Guido Giacomo Preparata, „Die Ideologie der Tyrannei“, Dunker und Humblot 2015). Es kann nämlich in der Tat einen Supervirus geben – und gleichzeitig ein Netzwerk des Bösen (ich möchte heute mal plakativ bleiben, es geht um die Ausarbeitung von Prinzipien, da sei das erlaubt).  Man müsste sich also gar nicht streiten – nur hier müssen zwei weitere Faktoren berücksichtigt werden: das eine ist die menschliche Art und Weise, mit Trauer (bei Sterbenden) umzugehen (siehe z.B. Kübler Ross bei Basenio). Dort finden wir die fünf Phasen der Emotionen, die bei Sterbeprozessen auftreten: Phase 1 ist Leugnen, Phase 2 Aggression, Phase 3 Verhandeln, Phase 4 Depression, Phase 5 – letztendlich – Akzeptanz … eine übrigens für die Abwehr einer Pandemie völlig unzureichende Strategie, weil sie zu lange dauert. Auch die Regierung war erst in Phase eins (wie auch Donald Trump), dann in Phase 2 (Lockout) – und ist jetzt am Verhandeln: bitte bitte, lieber Virus, wir opfern 1,5 Billionen Euro (während die Jugend das Leben der Alten als Opfer anbietet): aber geh an uns vorüber.  Steigen die Opferzahlen weiterhin kontinuierlich an, weiß man, welche Phasen folgen werden.

Das andere wären die laufenden Desinformationskampagnen auf allen Ebenen, die nur ein Ziel haben (und dies wunderbar erreicht haben): die Spaltung der demokratischen Zivilgesellschaft in kleine, unvereinbare Grüppchen von „Gläubigen“ – für oder gegen Klimawandel, für oder gegen vegane Ernährung, für oder gegen Diesel, für oder gegen Viren, für oder gegen FC-Bayern, für oder gegen Merkel, für oder gegen rechts … so dass letztlich nur vereinzelte Individuen übrigbleiben – oder Parteisoldaten, die die jeweiligen Dogmen widerspruchslos schlucken.

Und „die Bösen“? Nun – es ist ganz klar zu sagen: wer die eigenen Bürger in den Tod schickt, um Männer, Frauen und Kinder im Ausland zu töten (was wir hoffentlich als Fakt ansehen dürfen – natürlich kann man das genau so in Frage stellen wie die Grippetoten in Italien oder den Kugelcharakter der Erde), wer die eigenen Hochhäuser in die Luft jagt, die eigenen Präsidenten ermordet, ganz offen Pläne zur Unterjochung der ganzen Welt hat und auch schon tausende jährlich willkürlich durch Drohen ermordet, dem wird diese Situation sehr gelegen kommen.

Spricht eigentlich etwas für diese These, dass die Virusgeschichte nur hochgeputscht wurde, um ganz andere Maßnahmen durchzusetzen? Nun – die Verklammerung des Virusthema mit dem Verlust der Bürgerrechte ist der erste ganz geschickte Trick, denn die Manipulateure des öffentlichen Debattenraums anwenden, um substantielle Debatten gar nicht erst aufkommen zu lassen. Es spielt keine Rolle, ob das Virus echt oder unecht ist, wenn man nur medial die Macht hat, es echt zu machen. Gleichzeitig kann man auch das echte Virus zum Ausgangspunkt für gesellschaftlich große Umwälzungen benutzen – es wäre ein willkommener Ausgangspunkt und … ganz ganz wichtig … man bräuchte dafür viel weniger Verschwörer.

Recht plausibel wäre die Theorie, dass China die Informationen über Covid-19 so geschickt manipuliert hat, dass es nun als Superlöser von Problemen dasteht … und nebenbei mit seinen Dollarreserven nun amerikanische und europäische Firmen in Mengen aufkauft, so dass es nach der Krise wesentlich stärker ist – und die erste Schlacht im unvermeidbaren Krieg mit den USA gewonnen hätte – allerdings deuten momentane Erkenntnisse nicht darauf hin, dass das Virus künstlich geschaffen wurde (siehe NZZ)  das braucht man aber auch nicht, um die gewünschen Effekte z erzielen.

Wir konzentrieren uns sehr auf die Virusdebatte – und nehmen wenig am Rande war, so zum Beispiel die Empfehlungen aus dem Innenministerium, die nahelegen, den Deutschen Angst zu machen, um sie für die angedachten Maßnahmen zu disziplinieren (siehe Focus). Nebenbei erfährt man, dass man von einer großen Bereitschaft für Massensterben von Alten ausgeht, weil wir sowieso zu viele Menschen auf der Erde sind, die Alten die Wirtschaft enorm belasten und man vielleicht ja früher erben könnte – ein nicht unwichtiger Aspekt, der sich in der Tat in den Folgetagen bestätigt hatte.

Was auch seltsam ist: das große Schweigen in der Wirtschaft. Wenn ich daran denke, was es für ein Getöse um die Einführung von Hartz IV gab, wo sogar ganze Zeitungsseiten von der Wirtschaft gekauft wurden um klar zu machen, dass ohne Hartz IV Deutschland zum Dritte-Welt-Land wird, so wundere ich mich jetzt über die Stille, ja, die demütige Bescheidenheit, mit der die großen Lenker der Republik diese Maßnahmen hinnehmen. Ich meine: gut – sie werden dafür bezahlt, haben immer noch enorme Boni und für ihre Firmen kriegen sie auch reichlich aus dem Säckel … aber dass diese „liberalen“ Apostel des „freien“ Marktes solche Beschränkungen einfach hinnehmen – und sich nicht den „Virusgegnern“ (also: den Kritikern der akademischen Mehrheitsmeinung) anschließen, finde ich erstaunlich.

Und was ich gleichfalls merke: ohne großes Getöse werden hier in der Umgebung Landstriche abgesperrt – das Hohe Venn in Belgien (siehe bfr), die Narzissentäler bei Monschau und „Traumpfade“ bei Ahrweiler (siehe WDR) … ich war allerdings noch nicht persönlich vor Ort, um mir das mal anzuschauen. Wäre auch risikoreich: es wurden Polizeikontrollen angekündigt.

Ebenso auffällig: der Zerfall der EU und der Bundesrepublik Deutschland – also: der Zerfall der föderalen Struktur. Kaum gibt es die erste Krise – zerfällt die EU in lauter Einzelstaaten, die alle ihr eigenes Ding durchziehen. Doch nicht nur das: auch die Bundesländer machen Front gegeneinander: man lese sich mal durch, was das Land Mecklenburg-Vorpommern seinen Touristen empfiehlt (siehe MV) … also: den Deutschen. Wer da ´rein möchte, muss draußen bleiben, wer drin ist, sollte das Land so schnell wie möglich verlassen. Die Fähren nach Schweden fahren noch. Das ist dann die gelebte Solidarität unter Deutschen – die von den Bundesländern gebeten werden, gefälligst dahin zu verschwinden, wo sie hergekommen sind.

Es scheint mir nicht so plausibel zu sein, Menschen weiterhin das Einkaufen zu erlauben, ihnen aber den Aufenthalt in freier Natur zu verbieten. Aber da kommen wir gleich zu den nächsten Maßnahmen, die „die Bösen“ unternehmen werden – die jedes machtbessene, narzistische, verantwortunglose, ich-bezogene Individuum unternehmen würde: die Lebensmittelläden werden geschlossen. Alle. Und die Tankstellen. Gleichzeitig wird das Internet und die Telekommunikation ausgeschaltet. Das so etwas geht, dürfte Ihnen bekannt sein, dass mit so etwas zu rechnen ist, dürfte den Lesern dieses Blogs nicht fremd sein.

Im Anschluss an die Sperrung der Läden werden Großräume abgesperrt: 2/3 der Deutschen – vor allem die Jungen – leben in Städten, mehr sogar: Statista weist für 2017 aus, dass 77,3 Prozent in Städten wohnen (siehe Statista), dank moderner Überwachungstechnologie und Massenvernichtungswaffen (nicht umsonst haben die modernen Panzer der Polizei MG-Halterungen … und man darf sich auch mal überlegen, warum die Polizei überhaupt Panzer angeschafft hat – siehe Morgenpost) wäre das auch durchsetzbar. Wie zufällig sind die zum richtigen Zeitpunkt da.

Das kann man mit der Bevölkerung nicht machen? Und wieso sollte man das tun? Lesen Sie nochmal gründlich das Papier des Innenministerium im Focus, wie bereit die moderne, junge Bevölkerung ist, Alte in großen Mengen sterben zu lassen: es gibt billige Wohnungen, günstige Wohnungseinrichtungen, Arbeitsplätze werden frei (auch für Migranten), Erbe droht – und man braucht sich keine Sorge mehr um die Überbevölkerung zu machen, also: keine Angst davor haben zu müssen, selbst auf Pool, SUV und Fernurlaube verzichten zu müssen, weil noch andere Menschen auf der Erde leben.

In den abgesperrten Zonen sorgen dann Hunger, mangelnde mediznische Versorgung und der Kleinkrieg um Ressourcen (Stichwort: Toilettenpapier) für den nötigen Abbau von Volk – wesentlich preiswerter als in jedem Konzentrationslager. Womöglich findet man auch genug Freiwillige für private Sicherheitsdienste, die derzeit ja schon Läden bewachen: die können dann in den Straßen dafür sorgen, dass sich da kein Widerstand rührt, es empfiehlt sich da Personal aus dem Ausland einzusetzen, die keine persönlichen Bindungen haben.

Na – schon Angst bekommen?

Das ist das Szenario, dass sich – als „worst case“ – entfalten wird, wenn die „Bösen“ … also: die Ausbeuter, die Machtgeilen, die Egomanen, die Sadisten, die Psychopathen … sich soweit vernetzt haben, dass sie Geschichte bewegen und schreiben können wie in Deutschland 1933-1945. Ja – da kann deutsche Historie auf einmal nützlich sein, um zu belegen, wie so was selbst in dem damals zivilisiertesten Land der Welt (Michael Moore) geschehen kann … denn wenn es da möglich ist, ist es überall möglich.

Und wir diskutieren darüber, wie schlimm der aktuelle Schnupfen ist.

Wir haben seit Jahrzehnten eine Blitzkrieg dessen, was man verharmlosend „Neoliberalismus“ nennt, was aber im Kern eine dunkle, antichristliche (nicht im kirchlichen Sinne, die Kirche ist hier schon lange Bestandteil der Gegenbewegung), extrem menschenfeindliche Bewegung darstellt, die erstaunlich offen auftritt – ich habe da mal ein interessantes Beispiel: Dr. Mark Benecke („Dr. Made“, ein Mann mit Vorliebe für düstere Symbolik) wurde mal gefragt, ob er an eine höhere Macht glaube (siehe Benecke), die Antwort war erstaunlich, siehe Zitat:

„Ich bin Naturwissenschaftler und Rationalist. In meiner Welt ist kein Platz für höhere Mächte oder Gedanken an Gerechtigkeit. Es existiert nur die Wahrheit.“

Ja – Geisteswissenschaftler könnten so einen Horrorsatz nicht schreiben. Naturwissenschaftliche  „Wahrheit“ war mal, dass man die Qualität von Menschen anhand von Schädelvermessungen feststellen konnte – und wer den falschen Schädel hatte, wurde von Naturwissenschaftlern zu tödlichen Menschenexperimenten verbraucht. Ja – das geschieht, wenn man nicht mehr im Ansatz eine Ahnung hat, wozu „Gerechtigkeit“ gelebt werden darf.

Ich persönlich hoffe sehr, dass der Grad der Vernetzung der Apostel De Sades noch nicht so weit fortgeschritten ist, dass es zur offenen Machtübernahme ausreicht – aber denkbar wäre es schon. Wir haben noch nicht mal Ansatzweise eine Ahnung, mit wie vielen Desinformationskampagnen wir überschüttet werden, noch wissen wir auch nur im geringsten ewas über die wirklich Mächtigen der Erde (die nicht Soros oder Gates heißen, wie man uns oft einreden möchte) und ihre Absichten.

Trifft Extrem A zu, haben wir es jedoch ebenfalls mit großen Verwerfungen zu tun, erinnern Sie sich an die große Wirtschaftskrise 2008: dort haben im Anschluss (2009) 55000 Firmen Kurzarbeit anmelden müssen (siehe Statista) … bei uns sind es im Anfang der Krise schon 470 000 – also fast zehn mal soviel (siehe Tagesschau). Damals schrumpfte die deutsche Wirtschafstleistung um fünf Prozent (siehe Spiegel). Darf ich davon ausgehen, dass uns dann ein Schrumpfen um 50 Prozent bevorsteht?

Ich denke schon. Und wie werden die Reichen, die Schönen, die Mächtigen mit einer so geschwächten Bevölkerung umgehen? Werden sie der totalen Machtübernahme über die „viel zu vielen“ widerstehen können?

Nun ja – die Entscheidung darüber kann ich Ihnen nicht abnehmen. Das ist der Sinn des Wortes „krinein“, aus dem später das Wort „Krisis“ wurde: scheiden, trennen (siehe Wiktionary).

Sowohl Extrem A wie auch Extrem B verlangen das gleiche Verhalten: Ruhe bewahren, zusammenhalten, aufmerksam beobachten und Vorurteile vermeiden. In einer Krise ist für Spalter kein Platz, sorry, ich weiß, das ist nicht schön, aber ist so: Streit um Kleinkram ist gerade extrem nervend und destruktiv – zumal unnütz: zum Jahresende wissen wir Bescheid, so oder so: warum sich also jetzt darüber aufreiben? In einer Krise muss man auch Entscheidungen treffen, ohne genügend Informationen zu besitzen – das ist ein Element, dass jede Krise begleitet. Ist unangenehm – aber nicht zu ändern. Kann man also weder Virologen noch Regierung vorwerfen.

Beide Extreme beinhalten auch persönliche Herausforderungen, die gleich sind – Extrem B allerdings viel mehr, und das ist: Überleben. Erstmal nur: die Säuberungen überleben. Damit es Menschen gibt, die den Widerstand organisieren können, die verstehen, warum Gerechtigkeit ein unabdingbares Menschenrecht ist und wieso wir gut beraten sind, die allgemeine Erklärung der Menschenrechte nicht in Frage zu stellen.

Extrem B wurde in den neunziger Jahren schon mal angedeutet – von der reizenden 80-jährigen Schriftstellerin Viviane Forrester, die ihrer Zeit weit voraus war … und zeigte, wie es enden wird, wenn wir uns der „Diktatur des Profits“ und dem „Terror der Ökonomie“ (so die Titel ihrer Bücher) nicht widersetzen werden: wir werden Superzentren für Superreiche bekommen (der Paypal-Chef plant sowas aktuell als Inseln, siehe Horizonworld – ja, das ist der gleiche, der auch Menschenblut konsumiert – siehe Zeit), Organfarmen mit Menschenvieh im direkten Umfeld … und unsägliches Ödland drumherum.

Das kann aber noch zwanzig Jahre dauern.

Und wie lange dauern jetzt die Corona-Maßnahmen?

Bei Extrem A … noch Monate bis Jahre, hängt aber von der Infektionsgeschwindigkeit ab.

Bei Extrem B: ewig. Bzw: bis zur nächsten französischen Revolution.

Ich entscheide mich aus ganz pragmatischen Gründen für: Extrem A. Auch wenn das beinhaltet, dass Rente mit 90 und die 60-Stunden-Woche feste Bestandteil unseres Alltags werden wird, um die Kosten der Krise ausgleichen zu können. Das geht ja nur mit Arbeit – jedenfalls, wenn man die Renditen nicht gefährden will.

Ich kann mich aber irren – und gleichzeitig kann die Wahrheit irgendwo in der Mitte liegen.

 

 

 

Lohnarbeit schlimmer als Sklaverei: über Herrenmenschen und Untermenschen

Freitag, 21.7.2017. Eifel. Es geschieht soviel in der Welt, dass man kaum noch weiß, wo man anfangen soll, die bedenklichen Entwicklungen aufzuzeigen. Dirk Müller (also: Mister Dax) warnte kürzlich in einer Videobotschaft vor der Einführung der künstlichen Intelligenz – die würde uns alle fertig machen. Auf You tube erzählte mir ein Geheimdienstler aus Südosteuropa, dass Deutschland dicht vor einem Bürgerkrieg steht, getragen von den neuen Einwanderern. War ein Fernsehinterview. Sowas – kommt woanders ins Fernsehen … und hier dürfen wir noch nicht einmal darüber diskutieren, ob wir Einwanderungsland werden wollen oder nicht. Sie hätten den mal hören sollen: der hat ganz offen von einer gezielten Attacke der Ölstaaten gesprochen, die sich ihre Macht auch nach dem Öl (ja – das geht bald zu Ende, sehr bald) erhalten wollen: ich habe ja den Mund nicht mehr zu bekommen vor lauter Schrecken über soviel politische Unkorrektheit. Mehr habe ich mich jedoch darüber erschrocken, dass ich mir nicht mehr locker alle Diskussionen im öffentlichen Raum anhören darf: schnell landet man auf einer Liste (die fertigen ja Rechte und Linke überall an) und wird bearbeitet: von schwarzen Neonazikommandos, schwarzen Antifaschisten oder der schwarzen Polizei.

Ja – auch die Polizei ist nicht mehr nur noch Freund und Helfer (außer hier in der Eifel), sondern auch immer mehr Exekutor von politischer Gewalt: das lassen die vielen Berichte über sinnlose Polizeigewalt in Hamburg vermuten (siehe junge Welt). Wissen Sie, was merkwürdig ist? Nur so ein Beobachtung am Rande: wenn die Spitzenfunktionäre der Machtstaaten sich sinnlos in Hamburg treffen, kommen erstmal 20000 Polizisten wegen der „Sicherheit“. Wenn der potentielle britische Thronfolger durch deutsche Innenstädte streift … dann reichen eine Hand voll Sicherheitsbeamte, der kann samt Prinzessin einfach in der Menge baden und es geschieht ihm nichts … dabei wäre er doch ein so bedeutsames Angriffsziel für Terroristen oder Antikapitalisten. Müsste nicht mindestens 1000 voll bewaffnete Beamte Heidelberg belagern?

Ach, was mache ich mir da überhaupt Gedanken. Habe ja noch nicht mal verstanden, warum aus der großen „rechten Bedrohung“ auf einmal wieder eine linke Bedrohung wurde: erinnert an ein Fähnchen, das im Winde weht – oder Bedrohungen, die je nach Wetterlage den Bedürfnissen angepasst … wenn nicht sogar staatlicherseits initiiert werden (so Gregor Gysi, siehe t-online). Vielleicht auch ein Grund, warum Kate und Wilhelm nichts zu befürchten haben: es sind gerade keine V-Leute in Heidelberg. Außerdem durfte das königliche Paar sich ja aussuchen, wem sie begegnen wollten (siehe Stuttgarter Zeitung):

Davor hat die Stadt 200 Ehrengäste vor das Rathaus geladen. Wer zu den Auserwählten gehört, ist geheim. Das Paar habe sich „einen Querschnitt durch die Stadtgesellschaft gewünscht““

Verstehen Sie schon, warum ich von Herrenmenschen und Untermenschen rede? Das sind ja wieder Zustände wie im Feudalstaat. Auf der anderen Seite die bittere Erfahrung:  ruft der Normalbürger um Hilfe, weil seine Freundin von Einwanderern vergewaltigt wird, interessiert sich die Polizei nicht so dafür (siehe Focus). Dafür werden Journalisten überwacht, die Brisantes über sonderbare Vorfälle innerhalb der Polizei ermittelten (siehe kn-online). Nun – wir sollten vielleicht froh sein, dass wir noch keine amerikanischen Verhältnisse haben: dort wird man schon mal erschossen, wenn man den Notruf wählt (siehe Spiegel). Haben Sie sich wirklich noch nie gefragt, wieso für dahergelaufene aristokratische Snobs Ausgangssperren für Behördenmitarbeiter verhängt werden können, Wochenmärkte geschlossen werden und sogar der Schiffsverkehr eingestellt wird? Aber Sie dürfen noch nicht mal auf Ihrer eigenen Terrasse in ihrem eigenen Haus rauchen wann sie wollen und müssen dort einen korrekten Stundenplan einhalten  (siehe WDR).

Wo leben wir hier eigentlich?

Nun … diese Frage wird uns ja von der Kanzlerin persönlich beantwortet: „Deutschland geht es gut und das ist ein Grund zur Freude“! Und wer zu diesem Satz in Opposition geht, ist eine linke Sau, ein rechtes Schwein oder Hartz IV-Empfänger, die Titel sind egal, Hauptsache es wird wieder klar: es gibt Herrenmenschen in Deutschland, um die sich unser Sicherheitsapparat ganz besonders sorgfältig kümmert … und es gibt Untermenschen, vor denen die Herrenmenschen vom Sicherheitsapparat geschützt werden müssen. Wäre es wirklich zu viel von Kate und Wilhelm verlangt, wenn man von ihnen erwarten würde, ganz incognito wie Sie und ich durchs Land zu reisen? Mal ehrlich: wer würde die denn erkennen, wenn sie vor einem stehen würden? Klar: es gibt gewisse Risiken. Die haben Sie und ich aber auch: neuerdings bilden sich schon Mobs aus 1000 Leuten, um zu randalieren – ganz ohne G 20  (siehe Spiegel).

Haben wir Mäusekot, Schaben und Käfer in dem Mehl, aus dem unser Brot gebacken wird, bleiben die Berichte geheim (siehe Spiegel), der Untermensch darf Müll essen. Die Herrrenmenschen aber: die bleiben straffrei, zum Beispiel die, die uns in einer großen kriminellen Massenaktion getürkte Dieselautos verkauft haben, die dann gar nicht mehr so klima- und verbrauchsfreundlich waren wie gehofft … in den USA werden die weltweit zur Fahndung ausgeschrieben, von unseren Herren jedoch … nicht ausgeliefert (siehe Süddeutsche). Wenn die Käufer Pech haben, legt die EU Ihnen die entsprechenden Modelle ab nächstem Jahr still (siehe Spiegel). Sowas machen Herrenmenschen mit Untermenschen.

Die machen aber noch mehr. „Die Industrie“ (auch so ein schrecklich inhaltsleeres Kampfwort, von denen unser Alltag übervoll ist, um keine Verantwortlichen mehr nennen zu müssen) hat eine so gute Stimmung „wie seit sechs Jahre nicht mehr“ (siehe Spiegel) – und die Frage nach dem Warum ist leicht zu beantworten (siehe jungewelt):

„Sie malochen an Fließbändern oder Supermarktkassen. Doch mit ihrem Lohn kommen sie nicht über die Armutsgrenze hinaus: Mehr als vier Millionen Beschäftigte fristeten 2014 ein Leben am unteren Limit – mehr als doppelt so viele wie zehn Jahre zuvor. Während die Wirtschaft brummt und die Arbeitsagenturen monatlich sinkende Erwerbslosenzahlen bejubeln, erhöht sich die Zahl der Hungerlöhner weiter.“

Weiß jetzt nicht, ob die junge Welt aktuell als rechtsradikal oder linksradikal oder arbeitslos zu bezeichnen ist, aber klar wird, warum die Industrie jubelt: die Politik stellt ihnen immer mehr Gratisarbeitskräfte zur Verfügung, an denen sich bestens abkassieren läßt – und das aktuelle Wahlprogramm der Union zeigt, dass man das auch die nächsten Jahre beibehalten und noch ausdehnen will (siehe Spiegel):

„Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer haben das gemeinsame Wahlprogramm der Union vorgestellt. „Ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“, ist das Leitthema. Erreicht werden solle dies unter anderem bis zum Jahr 2025 mit einer Vollbeschäftigung, kündigte Merkel an. Eine Arbeitslosenquote unter 3 Prozent gilt als Vollbeschäftigung.“

Das „wir“ der Kanzlerin bezieht sich nun nicht auf Sie und mich, sondern auf sie und Horst Seehofer: die – und deren Kameraden -leben hier gut und gerne, verkaufen manipulierte Luschenautos und Madenbrote für goldene Berge und werden umfangreich vor Strafverfolgung geschützt … anstatt dass man den Betrieb enteignet und in einen genossenschaftlichen Betrieb umwandeln, in dem Bürger Autos für Bürger bauen – mit einer Sorgfalt und Umsichtigkeit, die sich Herrenmenschen gar nicht vorstellen können.

Um uns … geht es schon lange nicht mehr. Das kann ich Ihnen auch an einem einfachen Beispiel erklären: Sie wissen ja, wie fleißig die Deutschen sind – oder? Wir arbeiten gerne, immer und überall, auch umsonst – und darum ist unser Land ja auch perfekter als die Schweiz, richtig? Sollte man jedenfalls erwarten. Ein Land, wo immer und überall gearbeitet wird, sollte doch wohl gut in Schuss sein – das kennen Sie doch von Ihrem Haushalt! Doch wie sieht unser Land aus – obwohl so viele Menschen „Arbeit“ haben, mehr als seit vielen Jahren? Grausem sieht das Land aus, marode bis ins Mark (siehe Spiegel):

„Deutschland verschleißt: So lautet das Urteil einer von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel eingesetzten Expertenkommission, die in den nächsten Tagen einen weiteren Bericht darüber vorlegen will, wie es um die Infrastruktur der drittgrößten Exportnation der Erde bestellt ist. Die Daten sind alarmierend. Seit über zehn Jahren sind die Nettoinvestitionen des Staates zumeist negativ, was bedeutet, dass Straßen und öffentliche Gebäude schneller kaputtgehen, als sie repariert werden.“

Die Zustände sind so schlimm, dass schon die ersten Bundesländer erwägen, aus Deutschland auszutreten (siehe yahoo).

Wie kann das eigentlich sein, dass alle soviel rackern … und so wenig geleistet wird? Wie kann es sein, dass unser Land verrottet (wer hier Nationalismus fürchtet: ich rede von unserem gemeinsamen Verwaltungsbezirk, nicht von „Nation“ oder anderen verklärten Deutschtümeleien), während 40 Millionen Deutsche täglich malochen wie die Blöden? Wie kann es sein, dass Kanzlerin Merkel als Kanzlerin des Ruinenlandes in die Geschichte eingehen wird, in dem öffentliche Sicherheit nur noch für Herrenmenschen garantiert werden kann, während unsere Straßen, unsere Schulen und unsere Krankenhäuser immer mehr Dritte-Welt-Niveau erreichen? Ich gehe auch davon aus, dass dies nicht nur ein deutsches Problem ist, in England und den USA sieht es ähnlich aus (dazu später mehr), die haben ja auch diesen „Neoliberalismus“ schon früher ins Leben gerufen, jene Wirtschaftsform, die garantiert, dass die Kriminellen auf Kosten der ehrlich arbeitenden Menschen beständig reicher werden und sich ihren Reichtum dann durch Staatsgewalt schützen lassen können.

Wissen Sie – nebenbei bemerkt – was noch schlimmer ist als die zerbröckelnde Infrastruktur? Die Vernichtung der natürlichen Umwelt: 80 Prozent weniger Insekten als 1982 (siehe Spiegel) – und aktuell macht man sich Gedanken darüber, dass auch die Vögel sich verabschieden (siehe Spiegel). Und wie reagiert „die Industrie“ darauf? Will nächstes Jahr erstmal das vollautomatische Taxi einführen (siehe FAZ), der vollautomatische Fahrgast ist wohl auch schon im Gespräch – mal abgesehen davon, dass der neue Herrenmensch nicht mehr nur theoretisch ein Blutsauger ist, sondern sich real Blut von jungen Menschen injizieren läßt, um länger leben zu können (siehe Zeit) und von eigenen Superreichenwelten auf den Weiten der Meere träumt (siehe Spiegel), während wir anderen – also Sie und ich – absolut überflüssig werden (siehe Basellandschaftliche Zeitung) – sozusagen Biomüll auf zwei Beinen, vielleicht noch zu Organspenden zu gebrauchen … wozu man uns auf besonderen Farmen speziell kontrollieren müsste, damit wir nichts falsches essen – jedenfalls einen Teil von uns, während die anderen in den Ruinen ihrer alten Städte ums nackte Überleben kämpfen.

Und wieso lassen wir das eigentlich mit uns machen?

Nun – das ist eine ganz alte Geschichte.

Sie begann, als wie die Sklaverei durch eine noch viel schlimmere Form der Ausbeutung ersetzten: die Lohnarbeit, als jene Form von „Beschäftigung“, die uns seit hundert Jahren vollmundig als Religion gepredigt wird. Das Lohnarbeit selbst als Sklaverei angesehen wird, dürfte ja schon bekannt sein (siehe Taz):

„Beim Müßiggang geht es nicht um ein angenehmes Leben. Nicht mal um ein leichtes Leben. Vielleicht ist dein Leben sehr hart und du hast kein Geld. Aber du bist frei. Du tust, was Dir Spaß macht. Darum geht es, das hat schon Sokrates gelehrt. Auch Jesus hatte keinen Job. Lohnarbeit ist Sklaverei.“

Sagt Tim Hodgkinson, Initiator der Akademie für Faulheit- jener Faulheit, die Kanzler Schröder für ganz Deutschland als unrechtmäßig erklärt hat (siehe manager-magazin) und so schon 2001 indirekt jene Arbeitspflicht einführte, die nicht dem Land sondern nur den Herrschenden dient – jenen Herrschenden, deren größte Leistung im Leben es zumeist war, Erbe gewesen zu sein. Ist ja auch egal, wer herrscht, Hauptsache, die Kaste bekommt genug Personal, um funktionieren zu können.

Nun – jetzt denken Sie sicher: gut, Lohnarbeit hat ja schon was von Sklaverei – zumindest bleibt recht wenig zum Leben über … mal abgesehen davon, dass noch nie jemand durch Lohnarbeit reich geworden ist. Aber schlimmer als Sklaverei kann das doch nicht sein?

Bedenken Sie eins: als Sklave haben Sie für ihren Eigentümer noch einen gewissen Wert, er könnte sie noch verkaufen und hat deshalb ein gewisses Interesse daran, Sie nicht nur mit Madenbrot zu füttern. Als Lohnarbeiter reduziert sich der Wert deutlich: man braucht Sie ja nur für kurze Zeit – und wenn Sie es nicht schaffen, besser als die Maschinen (oder erstmal: besser als ihr Kollege) zu sein, dann sind sie nur noch … „Kosten auf zwei Beinen“. Betriebswirtschaftlich so nützlich wie ein Krebsgeschwür.

Blicken wir mal in eine Hochburg der Sklaverei: das alte Rom (siehe Zeit):

„Sklaverei war oft besser als Lohnarbeit. In Nordafrika war die typische Sklavenarbeit gerade nicht der Einsatz bei der Ernte von Wein, Oliven oder Getreide, wo man sich sechzehn Stunden lang täglich bücken musste. Diese harte Arbeit, die immer saisonale Arbeit war, erledigten freie Lohnarbeiter. Sie wurden mit Geld, Getreide und Wein bezahlt.“

„Sklaven verrichteten in der extrem arbeitsteiligen Wirtschaft des Römischen Reiches spezialisierte Arbeiten.“

„Jede Farm wurde von einem Sklaven verwaltet, der quasi Managementfunktion hatte.“

„In der Tat: Man muss sich das als eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit vorstellen – mit der Zuständigkeit für viele weitere Sklaven, die auch Verwaltungsfunktionen hatten. Unter ihnen gab es freie Pachtbauern und Lohnarbeiter. Nehmen wir als groben Vergleich die Familie Quandt, denen ein großer Teil der BMW-Aktien gehört: Der BMW-Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer wäre dann also ihr Sklave, der ein großes Unternehmen operativ führt.“

Warum kommt mir da nur das bundesdeutsche Beamtentum in den Sinn … jene Menschen, denen per Staatsgewalt das Recht auf Streik und Arbeitskampf genommen wurde, deren Pensionen in Zukunft jedoch die öffentlichen Haushalte sprengen werden (siehe Wiwo)?

Wohingegen der lohnarbeitende Untermensch mit immer weniger auskommen muss. Das war ja auch der Grund, warum es vielen befreiten Sklaven in den USA in den Fabriken des Nordens schlechter ging als auf den Farmen des Südens (siehe Südkurier): können die Herren die Preise für Wohnung, Heizung und Nahrung frei festsetzen, bleibt recht wenig über für den „freien Mann“, dessen Freiheit bald nur noch darin bestand, mit der ihm auferlegten Armut auf die Art und Weise umgehen zu dürfen, die ihm als die Beste dünkte.

Lohnarbeit schlimmer als Sklavenarbeit – wer hätte das gedacht? Und wer hätte gedacht, dass sich da seit 2000 Jahren nichts dran geändert hat?

Und wenn uns ausländische Königshäuser besuchen, können sie sich ein paar Sklaven zum Klatschen bestellen – wie vor 2000 Jahren.

Was wir dagegen tun können?

Nun – vielleicht nochmal Tim Hodgkinson lauschen (nochmal Taz):

„Na ja, ich bin Anarchist, ich sage niemandem, was er tun soll. Aber es gibt in unserer Kultur nur noch eine einzige Einstellung zur Arbeit. Und das ist falsch. Es ist genau so gut, im Bett liegen zu bleiben wie zur Arbeit zu gehen. Faulheit ist menschlich – und produktiv. Denken Sie an John Lennon. Er war sehr faul. Und sehr produktiv. Im Mittelalter wurden Leute verachtet, die zu viel gearbeitet haben. Das ist uns völlig verloren gegangen.“

Und dann müssen wir erstmal lernen, dass der lohnabhängige Untermensch noch unter dem Sklaven steht – oder sehen Sie das anders?

Bedenken Sie bitte, dass die Zukunft Ihrer Kinder auf einer Blutfarm für Herrenmenschen enden kann … wenn die Karawane so weiterzieht.

 

Die Kriege der Neuzeit, der Todeskampf der USA und das Versagen der „Linken“.

eifelphilosoph_200

eifelphilosoph_200Dienstag, 21.10.2014. Eifel. Wir befinden uns ja gerade im Krieg. Nein, nicht der mit Russland, jene neue, vom Westen gezielt herbeigeführte Wiederholung des kalten Krieges, der viel Geld in die Kassen der Rüstungsfirmen fließen lassen soll und wird. Ja – manchmal, wenn ich mir die brisante Entwicklung der letzten Monate so vor Augen führe, dann denke ich: es kann einem in der Tat so vorkommen, als wenn der Ukraine-Konflikt ein genialer Schachzug der Waffenlobby war – sobald die Forderung nach mehr Rüstung durchgewunken worden war, verebbte die üble Hetzkampagne gegen Putin in den Medien, ja, es wurden sogar selbstkritische Stimmen laut.

Ich meine auch nicht den Krieg reich gegen arm, der aktuell dazu führt, dass die Zahl der Obdachlosen in Deutschland seit 2010 um 15 % gestiegen ist (siehe Spiegel). Sicher, dass ist zwar schlimm, aber nichts, was unsere „Experten“ zum Nachdenken anregen würde.

Auch der Krieg alt gegen jung oder der Krieg gut gegen böse ist nicht gemeint, obwohl der durch ein aktuelles Buch gerade wieder ins Bewusstsein gerufen wurde. Karen Duve hat es geschrieben und erläutert, warum die Jugend gegen die Alten wie ´68 auf die Barrikaden gehen müßte, bevor die Alten jegliche Ressourcen aufgefressen haben und warum wir gerade in einem apokalyptischen Kampf „gut“ gegen „böse“ verstrickt sind (siehe Taz):

Selbstverständlich sind auch die Politik, der Kapitalismus und der Mensch als Gattung schuld. Vor allem aber ist es eine kleine Kaste ehrgeiziger, machtbesessener und risikobereiter Männer – teilweise echte Psychopathen –, die seit Urzeiten die Weltläufe und die Ideologien bestimmt und die langfristigen Interessen der Menschheit für den kurzfristigen Vorteil ihres Unternehmens aufs Spiel setzt, und zwar in jeder Staatsform, wie man am realen Kapitalismus sehen kann und am realen Sozialismus sehen konnte.

Gute junge Menschen gegen böse alte Menschen: noch ein Krieg, aber immer noch nicht der, den ich meine.

Ich meine den kommenden Währungskrieg. Ja, der Euro verliert an Wert, bald sogar massiv. Das könnte uns freuen, weil dann unsere Waren in den USA billiger werden. Es sollte uns aber nicht freuen, weil Öl in Dollar gehandelt wird: verliert der Euro an Wert, brechen unsere Spritpreise alle Höhenrekorde und man wird wegen einem vollen Tank mit seinem Bankberater sprechen müssen. Es ist aber nicht nur der Energiesektor, der dann Sorgen bereiten sollte: auch die USA selbst werden dann sauer. Klar: überschwemmen wir den Weltmarkt mit billigen Eurowaren, bleibt für die US-Firmen weniger übrig – deshalb droht der Währungskrieg.

Zwei wichtige Euro-Formate sprechen gerade darüber: der Focus und das österreichische Wirtschaftsblatt, in beiden Formaten kommen Experten zu Wort –  mit absonderlichem Ergebnis.

Der österreichische Nationalbankchef Ewald Nowotny jubelt über die anziehende Konjunktur: der billige Euro wird die Exporte nochmal nach vorne bringen (siehe Wirtschaftsblatt). Weitere Experten erwarten das nicht – und verweisen auf Japan, dessen Yen-Abwertung letztlich für die japanische Volkswirtschaft nichts gebracht hat (siehe Focus).

Ja – da steht ein Währungskrieg mit unseren mächtigsten Verbündeten ins Haus … gerade während einer Zeit, wo doch unsere Volkswirtschaften weiter zusammen wachsen sollen. Ja, da habe ich doch noch den Peter Tauber im Ohr, den jungenhaften Generalsekretär der CDU, der uns auf der Internetseite der CDU erklärt, warum das Freihandelsabkommen TTIP eigentlich so toll für Deutschland ist (siehe CDU).

Schon heute seien die EU und die USA wichtige Handelspartner. „Gemeinsam stehen sie für rund ein Drittel des weltweiten Handels. Sie erwirtschaften fast die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Was aber auch heißt: die sind direkte Konkurrenten. Ich habe mir die Rede von Herrn Tauber nochmal genauer angeschaut – und siehe da, ich fand da doch einen Satz, der verwunderte … zumal er ausgesprochen wurde, bevor die deutsche Öffentlichkeit überhaupt über den Währungskrieg informiert worden ist:

Fast nebenbei könne das Transatlantische Freihandelsabkommen auch einen wertvollen Beitrag dazu leisten, die bestehenden Risse im transatlantischen Verhältnis zu kitten.

Ich würde ihn gerne fragen, welche Risse das eigentlich sind – und wie TTIP eigentlich wirkt, wenn man es mal aus der Sicht jener Menschen betrachtet, die sich in einem Währungskrieg mit der EU befinden, welche Möglichkeiten sich für unsere Währungsfeinde ergeben, sich ihrer lästigen europäischen Konkurrenz zu entledigen?

Andere sehen schon deutlicher, dass eine Annäherung an die USA enorme Folgen für die europäische Gesellschaft haben kann. Hören wir dazu doch mal einen direkten Konkurrenten des Herrn Tauber, den Herrn Michael Schlecht von den Linken:

Zwar ist die Wirtschaftsleistung der USA in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen, die us-amerikanischen Beschäftigten arbeiteten immer produktiver. Dieser Wohlstandszuwachs jedoch floss komplett in die Taschen der Unternehmer. Aufgrund ihrer schwachen Verhandlungsmacht konnten die Beschäftigten nur Lohnerhöhungen erreichen, die gerade mal die Inflation ausgleichen.

25 Jahre ohne reales Einkommensplus – das ist schon echt eine Leistung eines flexiblen Arbeitsmarkts.

Ja – da wären wir doch wieder bei dem Krieg arm gegen reich – einem Krieg, bei dem deutsche Unternehmen übrigens nicht auf der Seite der deutschen Bevölkerung stehen. Von den billigen Löhnen vor allem im Süden der USA profitiert unter anderem der mächtige deutsche BMW-Konzern mit seinem Werk in Spartanburg, die mächtige Deutsche Bank empfiehlt schon lange die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes nach US-Vorbild … zum Schaden deutscher Arbeitnehmer. Noch eine Front, die es zu beachten gilt.

Die Macht der Konzerne wird durch dieses TTIP-Abkommen enorm vergrößert, Staaten werden für entgangene Profite in Haftung genommen (wenn ich allerdings mal als Verkäufer von Aldi die Regierung verklagen möchte, weil sie die Einführung elektronischer Kassen nicht aufgehalten hat, steht mir niemand bei … außer das Jobcenter mit Sanktionsandrohungen, wenn es mir nicht schnell genug gelingt, einen neuen Job für mich zu erfinden) und auch der ganz öffentliche Sektor inklusive Bildung ist in Gefahr, von Konzernen übernommen zu werden (siehe Netzfrauen).

Dabei hat der US-Präsident Obama kürzlich erst gesagt, wozu die wirtschaftlichen Anstrengungen der USA dienen (siehe Heise):

Nach Obama würden die Menschen auf der ganzen Welt erwarten, dass die USA vorangehen. Die Amerikaner seien schließlich „die Erben eines stolzen Vermächtnisses der Freiheit“. Man habe diese Woche der Welt gezeigt, „dass wir darauf vorbereitet sind, das Notwendige zu tun, um das Vermächtnis für die kommenden Generationen zu sichern“.

Gut – er meinte damit, dass die USA jene Nation sind, die alle möglichen Koalitionen gegen alle möglichen Feinde schmieden – aber genau genommen gilt dieses Ziel der „Sicherung des Erbes“ doch für alle Lebensbereiche, oder?

In dem Sinne ist eine Information der FAZ sehr interessant: Fannie Mae und Freddie Mac sind wieder im Spiel:

Die Hausfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac standen im Mittelpunkt der Finanzkrise in Amerika und wurden mit 188 Milliarden Dollar herausgepaukt. Eigentlich sollten sie abgewickelt werden. Doch nun wird ihre Rolle noch gestärkt.

Ihre Rolle …. ja, da sollte man sich dran erinnern:

Fannie Mae und Freddie Mac vergeben dabei selbst keine Hauskredite, sondern kaufen diese den Banken ab, verpacken sie zu Bündeln und verkaufen diese als hypothekenbesicherte Wertpapiere an Investoren. Gegen Gebühr sichern sie die Investoren auch gegen Verlustrisiken ab. Zusammen mit der Hausfinanzierungsagentur des Bundes besitzen oder garantieren Fannie und Freddie fast die Hälfte aller ausstehenden Hypotheken in den Vereinigten Staaten.

So wurden die Schrottpapiere in Massen produziert, die letztlich die Weltwirtschaft ins Wanken brachten. Jetzt, wo Goldman-Sachs-Mann Draghi wieder forderungsbasierte Wertpapiere aufkauft (ja, genau: den Ramsch, den die Banken sich in den USA gekauft haben), haben Fannie Mae und Freddie Mac wieder einen Sinn: weitermachen. Das sichert das Vermächtnis für die kommende Generation.

Ach ja – das Vermächtnis. Ich fürchte, dieses Vermächtnis müssen wir uns kurz mal anschauen. Der Deutschlandfunk hat dies kürzlich getan – in Form einer Buchbesprechung:

George Packer erzählt in seinem Buch „Die Abwicklung“ intelligent und anschaulich vom Verfall der sozialen, politischen und ökonomischen Strukturen in den USA, die lange für Stabilität sorgten. Durch die detaillierten Langzeitbeobachtungen und die kluge Auswahl seiner Protagonisten lassen sich Entwicklungen verfolgen, die möglicherweise auch auf Deutschland zukommen.

Das „Ende des american Dream“? Die „Abwicklung des alten Amerika“? Ja, was will denn Obama da überhaupt noch sichern? Lauschen wir weiter dem Deutschlandfunk – über die Träume des in Frankfurt am Main geborenen US-Milliardärs Peter Thiel:

Thiels Schlussfolgerung war pragmatisch: Er investiert jetzt in Technologien zur Verhinderung des Todes, die nur Billionären wie ihm zur Verfügung stehen. Falls das nicht klappen sollte, setzt er außerdem auf die Gründung schwimmender Kolonien in den Weltmeeren, wo der Pöbel keinen Zutritt hat. Demokratie jedenfalls ist in Thiels Augen eine Bedrohung für die Zukunft.

„Als Liberalist begrüßte er ein Amerika, in dem weder auf die alten Institutionen mehr Verlass war, noch auf die Gemeinschaften, die lange das einzige Sicherheitsnetz geboten hatten, die jedem, der dazugehörte, eine Stelle im Leben angewiesen und die gemeinsamen Ziele vorgegeben hatten. All das widersprach Thiels Vorstellungen zutiefst.“

Leute wie Peter Thiel waren eine Hauptmotivationsquelle für den politischen Journalisten Georg Packer:

Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte versetzt ihn in Wut, und er verwandelt diese Wut in einen scharfsichtigen, kritischen Blick auf den Eigennutz und die Kurzsichtigkeit der amerikanischen Elite.

Nun – wie wir sehen, sind wie schon wieder beim Kampf gut gegen böse gelandet. Für die Bösen stellt die Demokratie eine Bedrohung da, sie träumt von einem ewigen Leben auf schwimmenden Kolonien in den Weltmeeren, fernab des lästigen Volkes: faschistoide Träume einer neu erwachenden Herrenrasse, die Menschen nur dann ernst nehmen, wenn sie über Milliarden Dollar herrschen (ich schätze mal, die oben erwähnten“Billionäre“ sind ein Übersetzungsfehler).

Und so produzieren jetzt Fannie Mae und Freddie Mac weiter Ramschpapiere für die EZB, um in den USA weitere Milliardäre zu produzieren, während Obama als Führer der Welt dafür sorgt, dass deren Vermächtnis sicher bleibt.

Wie weit gehen die eigentlich bei der Absicherung ihrer Privilegien?

Darf ich mal ganz kurz Wikipedia zitieren – über den ehemaligen Drogenfahnder, CIA-Enthüller und Buchautor Michael C. Ruppert?

In seinem Buch Crossing the Rubicon schrieb er über den Einfluss der sinkenden weltweiten Ölreserven (Peak Oil) auf die Neuausrichtung der Geopolitik der USA in den letzten Jahren. In dem Buch vertritt Ruppert die These, dass die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA ein von staatlicher Seite benutztes Hilfsmittel im Dienste dieser Neuausrichtung waren. Das Buch ist eines der drei meistverkauften Sachbücher zum Thema in den USA.

Am 25. Juni 2006 wurde in die Redaktionsräume von From the Wilderness eingebrochen. Die Einbrecher stahlen nichts, sondern brachten alle sieben Computer in einen Raum und zerstörten sie systematisch mit Vorschlaghämmern.

Am 29. September 2008 veröffentlichte Ruppert in einem Artikel, dass er sich in persönlicher Gefahr („I am in personal danger now“) befinde, da er den unausgesprochenen Handel mit der Regierung, zurückgezogen zu leben und nicht an die Öffentlichkeit zu gehen, gebrochen habe („I have broken an unspoken deal with the government to remain retired and not speak out.“)

From the Wildernis war (und ist) die Internetplattform, die sich mit Rupperts Thesen befasst (siehe FtW).

Im April 2014 hat Herr Ruppert dann auch folgerichtig Selbstmord begangen.

Spannend daran: relativ kurz zuvor wurde ein Film im History-Channel gezeigt, ein Film, in dem es über den drohenden Niedergang des US-Imperiums ging. „Die Vorzeichen der Apokalypse“ hieß der Film (hier noch bei Dokumonster archiviert). Hier erleben wir einen Michael C. Ruppert, der noch sehr engagiert scheint und viele Anregungen dazu gibt, als US-Bürger dem Untergang seines eigenen Landes nicht zwanghaft zu folgen. Nun – wollen wir keine Verschwörungstheorien in die Welt setzen – immerhin gibt es ja einen Abschiedsbrief von ihm (siehe reaseningconspiracy) – und es soll ja auch schon mal vorkommen, dass Menschen, die wider den Wünschen der US-Regierung mit unliebsamen Wahrheiten an die Öffentlichkeit gehen einfach zufällig und passenderweise sterben.

Ja – das kann wirklich vorkommen.

Auch bei denen, die behaupten, es sei staatlicherweise notwendig gewesen, die Anschläge vom 11.9.2001 durchzuführen, um „das Vermächtnis für die kommenden Generationen zu sichern“.

Doch kehren wir zurück nach Deutschland, zu den Kriegen, die dieses Land gerade mitmacht – wobei ja der Währungskrieg noch gar nicht offiziell ausgerufen wurde. Wie reagiert eigentlich unser intellektuelle Oberschicht darauf, von Kriegen an allen Enden bedroht zu werden? Ruft sie auf zu jenen neuen Revolutionen, zu jemen neuen „`68“, dass Karen Duve aktuell fordert? Was machen die, die kraft ihrer staatlich subventionierten Ausbildung eigentlich die Pflicht hätten, dem Land in Zeiten der Not mit ihrem Geist und ihrem Intellekt beizustehen – kurz: wo sind die kritischen „Linken“ im Zeitalter der versuchten Anbindung Deutschlands an den sterbenden Koloss USA?

Hören wir dazu die Soziologin Cornelia Koppetsch in einem Interview der Zeit:

Die bürgerlichen Milieus von heute leisten sich Biokisten, Terrakottafußböden, Holzspielzeug für die Kinder und Yogakurse zur Entspannung. Sie kultivieren Kirchenbesuche statt Ostermärschen und erklären die intakte Kleinfamilie zum höchsten Ideal der Lebensführung. Die Reste alternativer Entwürfe, getragen von Werten wie Autonomie, Selbstverwirklichung und Authentizität, sind in die Sphäre des Konsums gewandert.

Man konsumiert mit seiner geballten Kaufkraft noch linksromantisch, man sitzt in Szenecafés und macht es sich hinter Gründerzeitfassaden gemütlich, hat aber jeden Begriff politischen Handelns verloren. Die Linke ist inzwischen konservativ geworden.

Konsumzombies sind sie geworden. Menschen, die den Fetisch „Konsum“ als großen Zauber der Moderne entdeckt haben, als einziges Mittel, dass ihnen geblieben ist, um in einer „Gesellschaft der Angst“ (siehe hierzu den Soziologen Karl-Heinz-Bude im Spiegel) zu überleben. Atomkriege, Ölknappheit, Klimakatastrophe, Währungskriege, Ramschanleihen, Anstieg der Obdachlosigkeit, apokalyptische Kämpfe „gut“ gegen „böse“ … alles egal, solange nur der Junior durchs Gymnasium gepeitscht wird und Ikea Terrakottafliesen im Angebot hat.

Unserer linke Elite ist nicht weniger soziopathisch als die andere Elite, der wir laut Frau Duve unseren Untergang zu verdanken haben … und da kann man schon verstehen, warum Michael C. Ruppert sich das Leben genommen hat. Im Krieg „gut“ gegen „böse“  bauen die Bösen die Welt nach Belieben um, während die Guten glücklich auf ihren Terracottafliesen sitzen und mit ihrem einzigen Kind zusammen Disneyfilme gucken: und das ist der ganze Widerstand, den sie den hochkochenden Kriegen aller Coleur noch entgegensetzen können.

Ob das ausreicht?

 

 

 

 

 

 

 

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