Oettinger

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Deutschland am Vorabend des Krieges: Wirtschaft plant neues Großdeutschland, Volk ist begeistert. Ratten verlassen sinkendes Schiff.

Mittwoch, 29.5.2013. Eifel. Vor wenigen Tagen gab es die Wahlkatastrophe in Schleswig-Holstein: 53,3 Prozent der Wähler wählten das Modell Demokratie durch Nichterscheinen ab, 87,4 % entschieden sich für Sozialabbau, offensiven Einsatz der Bundeswehr im Ausland und Vetternwirtschaft auf allen Ebenen. Ähnliches kann man auch in Bayern beobachten, siehe Spiegel:

Die CSU ist stärker in die Verwandtenaffäre verwickelt als bisher bekannt. Laut Landtagspräsidium waren es vor allem Christsoziale, die noch kurz vor dem Verbot entsprechende Verträge mit Angehörigen abschlossen. Den Wähler in Bayern kümmert es kaum - die Umfragewerte für die CSU sind blendend.

Mittwoch, 29.5.2013. Eifel. Vor wenigen Tagen gab es die Wahlkatastrophe in Schleswig-Holstein: 53,3 Prozent der Wähler wählten das Modell Demokratie durch Nichterscheinen ab, 87,4 % entschieden sich für Sozialabbau, offensiven Einsatz der Bundeswehr im Ausland und Vetternwirtschaft auf allen Ebenen. Ähnliches kann man auch in Bayern beobachten, siehe Spiegel:

Die CSU ist stärker in die Verwandtenaffäre verwickelt als bisher bekannt. Laut Landtagspräsidium waren es vor allem Christsoziale, die noch kurz vor dem Verbot entsprechende Verträge mit Angehörigen abschlossen. Den Wähler in Bayern kümmert es kaum – die Umfragewerte für die CSU sind blendend.

Ja, die Wähler finden so etwas super! Egal, wie dreist die Politikschranzen auch vorgehen – hier ein besonders delikater Fall:

Es war ein ordentliches Taschengeld für die zwei minderjährigen Söhne von Georg Winter: Jeweils rund 45.000 Euro erhielten sie von dem bayerischen CSU-Landtagsabgeordneten in der Zeit von 2000 bis 2012. Das Geld floss auf Kosten des Steuerzahlers. Winter hatte seine Kinder (sie waren im Jahr 2000 13 bzw. 14 Jahre alt) als Bürohilfen eingestellt, ihm kam dabei das Bayerische Abgeordnetengesetz zugute.

Ist das nicht auch verbotene Kinderarbeit?  Ach – was schert das einen ordentlichen Parlamentarier: er ist immun gegen Strafverfolgung und aufgrund des durchschnittlichen moralischen Niveaus solcher Typen dann völlig ungehemmt in seinem Element: lügen, betrügen, abgreifen, ausbeuten – das Standardrepertoire eines jeden deutschen Politikers.

In Deutschland kann man sich so etwas aber erlauben, die Deutschen finden so etwas toll: sie hoffen alle, selbst schnellstmöglichst ins Parlament einzuziehen: die Chancen, dass das gelingt, sind höher als beim Lotto, der Gewinn ist ungefähr derselbe – wenn man sich so geschickt anstellt wie Georg Winter, der seinen Söhnen zwölf Jahre lang ein Luxustaschengeld auf Kosten der Steuerzahler bezahlte.

Was die CSU davon hält? Nun, hören wir dazu die Abendzeitung München:

Er hat seine 13 und 14 Jahre alten Söhne auf Steuerzahlerkosten beschäftigt. Die CSU stärkt ihm mit donnerndem Beifall den Rücken.

„Donnernder Beifall“ für jahrzehntelanges kriminelles staats- und volksfeindliches Handeln! Und die Opposition? Hat mit Harald Güller dieselben Probleme, siehe Augsburger Allgemeine. 

Warum nun entarten unsere Abgeordneten so? Warum schaden sie dem Ansehen des demokratischen Systems in diesem unglaublichen Maße? Fragen, die man nur beantworten kann, wenn man weit über den Tellerrand hinausschaut – zum Beispiel in die russischen Medien (hier: Stimme Russlands), die aktuell erstaunliches vermelden:

Im russisch-ukrainischen Freiwilligen-Korps, das zur Unterstützung von Syriens Präsident Al-Assad im Kampf gegen Extremisten gebildet wird, haben sich bereits mehrere tausende Menschen angemeldet. Dies erklärte der Initiator der Bildung des Korps, der Oberst außer Dienst Sergej Rasumowski, der die „Allukrainische Union obdachloser Offiziere“ leitet.

Eine Union obdachloser Offiziere. Vor denen hatte sogar Hitler Angst – und da waren die sogar in Kriegsgefangenenlagern eingesperrt.

So etwas gab es auch schon mal: 1936, kurz vor dem großen Völkerschlachten. In Spanien kämpften Deutsche, Engländer, Franzosen und Amerikaner Seite an Seite gegen Franko´s Faschisten, die von Deutschen und Italienern untersützt wurden. Dies war die Generalprobe für den Zweiten Weltkrieg.

Kommen die russischen Freiwilligen in Syrien an, haben die USA alle Argumente in der Hand, um ihren Traum von globaler Hegemonie in die Tat umzusetzen: ein willkommenes Geschenk für die Falken in den USA – und für die Rüstungsindustrie.  Vielleicht spenden die sogar für diese Offiziere, wie sie es für Hitler getan haben, dessen Politik maximalen Profit garantierte.

Nun – Menschen die Krieg nur als Unterhaltungsspektakel aus dem Fernsehen kennen, werden mit dieser Drohkulisse nichts anfangen können, wahrscheinlich begrüßen sie sogar die Entwicklung: gibt schöne blutige Sondersendungen in ARD und ZDF.

Doch leider ist der Sitzplatz in der „ersten Reihe“ von ARD und ZDF selbst in Gefahr: es droht eine neue Welle der Arbeitslosigkeit, diesmal in den edlen Kernbereichen der deutschen Industrie.  Diese Nachricht wird nicht so in voller Breite geteilt, die Tagesschau beschränkt sich lieber auf andere Themen:

Um die S-300-Raketen gehe es, seit die russische Regierung beabsichtige, dieses Waffensystem nach Syrien zu liefern, sagt Yaalon. Nach seinen Informationen sei es zu einer solchen Lieferung noch nicht gekommen. „Ich hoffe auch, dass es so bleibt, aber wenn die S-300 Syrien erreichen, dann wissen wir, wie wir darauf reagieren werden.“

Deutliche Worte an die russische Regierung.

Bleiben wir jedoch zuerst einmal bei der Meldung, die größte Aufmerksamkeit verlangt: die deutsche Exportindustrie knickt ein, siehe Spiegel:

Der deutsche Exportboom ist vorerst zu Ende. Erstmals seit mehr als drei Jahren senkten die heimischen Firmen im April ihre Preise. Grund sind die Rezession in Europa und die schwache Weltkonjunktur.

Und was bedeutet das Ende des Exportbooms für uns? Dafür muss ich mal ausführlicher zitieren:

Die schwache Konjunktur hinterlässt zunehmend auch ihre Spuren auf dem heimischen Arbeitsmarkt. So hat sich nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) vom Dienstag der rückläufige Trend beim Stellenangebot im Mai fortgesetzt. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei im zu Ende gehenden Monat auf den niedrigsten Stand seit Herbst 2010 gesunken, berichtete die BA. Der von der Bundesbehörde ermittelte Wert sank im Mai auf 144 Punkte; das sind drei Zähler weniger als im April. Im Vergleich zum Vorjahr lag der Index um 27 Punkte im Minus.

Die BA-eigenen Rechenmodelle sollten uns hier nicht interessieren, sie dienen nur der Bürgerverwirrung – wie alle Geheimsprachen. Klar ist: man muss mit erhöhter Arbeitslosigkeit rechnen. Deshalb meldet auch die von den Parteien dirigierte Tagesschau gleich erstmal einen Erfolg:

Experten erwarten weniger Arbeitslose

Wer nur oberflächlich Nachrichten konsumiert, denkt, er lebe im Schlaraffenland. Wer noch mehr liest, kriegt zurecht Angst um seine Zukunft wie der weltweit größte Rentenfondmanager Pimco, siehe Wallstreet Journal:

„Das Bevölkerungswachstum und die Produktivität gehen langsam zurück. Zusammen mit dem Schuldenabbau, den sämtliche Staaten noch leisten müssen, spricht das für ein anhaltend langsames Wirtschaftswachstum“, sagte Andrew Bosomworth, der in Deutschland das Portfoliomanagement von Pimco verantwortet, am Dienstag in Frankfurt. „Auf Sicht von zehn Jahren dürfte sich die nominale Rendite eines gemischten Porfolios auf drei bis vier Prozent belaufen“, schätzt Bosomworth.

Trübe Aussichten. Pimco hat den notwendigen Schuldenabbau der Staaten fest im Blick – nur mit deutschen Politikern geht das nicht. Die müssen nicht nur ihre Familien ernähren, sondern auch noch den Lobbyisten einen Gefallen tun, damit sie selbst eine Chance haben, Lobbyist zu werden, siehe Süddeutsche:

Der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Eckart von Klaeden, wechselt in die Wirtschaft. Nach der laufenden Legislaturperiode wird er beim Autokonzern Daimler Bereichsleiter für Politik und Außenbeziehungen.

 

Einer von vielen, die von der Wirtschaft dankbar aufgesogen werden, nachdem der Steuerzahler ihren Werdegang bezahlt hat. Wozu ein Konzern einen „Bereichsleiter für Politik und Außenbeziehungen braucht“, erfahren wir leider nicht.

Eine so feste, gelungene Verzahnung von Wirtschaft und Politik führt erwartungsgemäß zu absonderlichen Erscheinungen in der politischen Welt, von der eine weitere brisante Information eher am Rande zu finden ist, siehe Handelsblatt:

Dass der deutsche Steuerzahler Kredite für Spaniens Wirtschaft absichern soll, hört sich abenteuerlich an. Die SPD will den Schäuble-Plan aber dennoch mittragen. Allerdings nur, wenn eine zentrale Bedingung erfüllt ist.

Ja, richtig gehört. Im Rahmen der durch deutsche Sparpolitik verursachten Massenarbeitslosigkeit unter den europäischen Jugendlichen wurde nun ein Programm zu Bekämpfung dieser Schande beschlossen, für das …. Überraschung! … der deutsche Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. Der deutsche Politiker selbst zeigt sich als Lobbyist ausländischer Firmen in Deutschland, bezahlt allerdings vom deutschen Steuerzahler. Warum? Dies erfahren wir auf Seite 3 des Artikels:

Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, hatte beklagt, dass trotz historischer niedriger Zinsen in der Eurozone Firmen etwa in Italien oder Spanien keinen Zugang zu bezahlbaren Unternehmenskrediten hätten.

Die Politik schenkt den Banken billiges Geld – was die auch gerne nehmen. Aber anstatt es an die europäische Wirtschaft weiterzugeben, investieren die es lieber erstmal in Massenaufkäufen deutscher Aktien (siehe: DAX). Die so gerade vor dem Kollaps geretteten Banken verursachen so doppelten und dreifachen Schaden.

Während es den deutschen Firmen zunehmen schlecht geht, retten wir Firmen im Ausland und … klauen denen auch noch die Fachkräfte. Neben einer breiten Sympathieoffensive in der Tagesschau spricht auch das Handelsblatt von „Deutschlands ungehobenem Schatz„: Millionen gut ausgebildeter Fachkräfte strömen nach Deutschland, um ihre Arbeit dort zu Niedrigstlöhnen in Gold für die Börse der Aktionäre verwandeln zu lassen, während hier Städte zerfallen und Gemeinden von Sparkommissaren zwangsverwaltet werden.

Der BDI hat auch gleich eine gesamteuropäische, nahezu imperiale Lösung bereit (nochmal Handelsblatt):

In der Debatte um mehr Wettbewerbsfähigkeit in der EU empfahl der BDI-Mann Kerber Euro-Ländern wie Spanien eine radikale Neuausrichtung – sie sollten sich stärker als Zulieferer der deutschen Wirtschaft verstehen. „Ich glaube, dass das polnische Modell durchaus auch ein Vorbild sein kann für andere EU-Länder wie Spanien“, . „Polen hat vor über zehn Jahren sehr genau von A bis Z analysiert, was in Deutschland produziert wird und welche Produktionskomponenten benötigt werden, und sich dann strategisch dafür entschieden: Wir werden Deutschland wettbewerbsfähig zuliefern“, sagte Kerber.

Ganz Europa als logistisches Hinterland für das großdeutsche Reich. Solche größenwahnsinnigen Träume kann man derzeit wieder öffentlich ausleben: man weiß den Wähler im Rücken, der sich von der großdeutschen Lösung mal wieder Zahngoldberge verspricht, von denen er selbst ein gutes Stück abbekommt. Ja, ich weiß: solche Vergleiche sind heute verpönt – aber man sollte sich mal gründlich Gedanken darüber machen, warum eigentlich.

Wie gut, dass es Brüssel gibt (siehe Spiegel):

Brüssel habe aber „die wahre schlechte Lage noch immer nicht genügend erkannt“. Ihm bereite die Lage in vielen EU-Ländern Sorge. Staaten wie Bulgarien, Rumänien und Italien seien „im Grunde genommen kaum regierbar“. „Zu viele in Europa“ glaubten noch immer, alles werde gut. Laut „Bild“-Zeitung lautet Oettingers Fazit: „Europa ist ein Sanierungsfall.“

Liest man weiter, erfährt man, das auch Deutschland, Frankreich und Großbritannien sich auf dem Wege zur Unregierbarkeit bewegen. Nun – für Griechenland hatte der Herr Oettinger ja schon mal eine direkte Diktatur durch EU-Beamte angemahnt (siehe Spiegel).

Vielleicht heitert ihn ja die Nachricht russischer Freiwilligenkorps für Syrien etwas auf  – immerhin hat er die Bedeutung von Kriegen für die Wirtschaft ja schon erkannt, siehe Wikipedia:

„In einer Wohlstandsgesellschaft gibt es weniger Dynamik als in den Aufbaujahren nach dem Krieg. Wir sind in der unglaublich schönen Lage, nur von Freunden umgeben zu sein. Das Blöde ist, es kommt kein Krieg mehr. Früher, bei der Rente oder der Staatsverschuldung haben Kriege Veränderungen gebracht. Heute, ohne Notsituation, muss man das aus eigener Kraft schaffen.“

Tja, schon blöd, wenn kein Krieg mehr kommt.  Ich habe noch in Erinnerung, dass Krieg gerne dann kommen, wenn Politik und Wirtschaft den Karren mal wieder soweit in den Dreck gesetzt haben, dass er mit friedlichen Mitteln nicht mehr herauszuziehen ist.

Das wissen vielleicht auch die Portugiesen, die sich immer besser vorstellen können, ohne Europa und den Euro leben zu können, anstatt als vollkommen abhängige Zulieferbetriebe für deutsche Unternehmen und Lieferanten für den deutschen Leiharbeitsmarkt dahin zu vegetieren (siehe Wallstreet-Journal).

Und von Freunden sind wir auch nicht mehr so unbedingt umgeben.

Das letzte Mal übrigens, das Deutschland so viele „Fremdarbeiter“ für die eigene Wirtschaft brauchte, war 1944 (siehe zum).

Da war Krieg.

Jetzt können wir uns auch die Wahlergebnisse in Schleswig-Holstein erklären: im Krieg scharrt sich das verängstigte Volk gerne mal um starke Parteien – oder bleibt zu Hause, bis der Sturm vorübergezogen ist.

Und es erklärt auch hinreichend das Verhalten unserer Politiker: die Ratten verlassen das sinkende Schiff – und nehmen so viel wie möglich mit auf die Reise.

 

 

 

 

 

 

Deutschland 2011: verraten, verkauft, vergiftet, verramscht … HURRA!

Sonntag, 8.11.2011. Eifel. Deutschland ist heute um eine Erkenntnis reicher. Ein weiteres Puzzelstück beweist, das sich hinter der demokratischen Fassade eine Räuberelite gebildet hat, das es ein kriminelles Netzwerk gibt, das alle Ebenen des Regierungs- und Wirtschaftsapparates durchzieht und nur noch eins im Sinn hat: Geld machen, mehr Geld machen, noch mehr Geld machen ... wobei "Geld machen" in erster Linie ein Synonym dafür ist, anderen Geld aus der Tasche zu ziehen. Gemacht wird da gar nichts.

Sonntag, 8.11.2011. Eifel. Deutschland ist heute um eine Erkenntnis reicher. Ein weiteres Puzzelstück beweist, das sich hinter der demokratischen Fassade eine Räuberelite gebildet hat, das es ein kriminelles Netzwerk gibt, das alle Ebenen des Regierungs- und Wirtschaftsapparates durchzieht und nur noch eins im Sinn hat: Geld machen, mehr Geld machen, noch mehr Geld machen … wobei „Geld machen“ in erster Linie ein Synonym dafür ist, anderen Geld aus der Tasche zu ziehen. Gemacht wird da gar nichts.

Worum es geht? Nun – um den Oettinger. Um Stuttgart, um die Mafia, um Griechenland – und letztlich um Deutschland, das vor die Hunde geht, an der Leine geführt von angeblich aufrechten Patrioten, die bei genauerem Hinsehen aber nur Politiker mit der Mentalität und der Ethik von Kleinganoven sind. Jedoch zuerst – zum Spiegel:

Nach Informationen des SPIEGEL hatten Landesbeamte aus Baden-Württemberg auf Grundlage von Bahn-Unterlagen Gesamtkosten von mindestens 4,9 Milliarden Euro kalkuliert. Für wahrscheinlicher hielten sie sogar einen Endbetrag von bis zu 6,5 Milliarden.

Der damalige Ministerpräsident und heutige EU-Kommissar Günther Oettinger (CDU) verbat sich daraufhin weitere Berechnungen: „Auf Wunsch des Herrn MP“, so heißt es in dem Vermerk, solle derzeit von einer „neuen Kostenberechnung abgesehen werden“. Entsprechende Zahlen seien „in der Öffentlichkeit schwer kommunizierbar“, schrieben Oettingers Beamte.

„In der Öffentlichkeit schwer kommunizierbar“ ist eine technische Floskel, die häufiger auftaucht. Afghanistan, Libyen, Atomstrom, Eurodesaster, Bankenrettung und noch viele Unappetitlichkeiten mehr sind in der Öffentlichkeit schwer kommunizierbar.

Warum eigentlich?

Wir sind doch – dank Schulpflicht – gut ausgebildete Bürger, die sich im Prinzip eine eigene Meinung bilden können. Müssen wir auch – wir leben in einer Demokratie. Das einzige, was man uns nicht mitteilen dürfte, wäre, wenn man sich selbst auf unsere Kosten seine Taschen füllt: das mögen wir nicht, egal ob wir arm oder reich, Arzt oder Arbeitsloser sind. Jedenfalls sind wir noch gebildet – man arbeitet daran, das sich der Fehler nicht mehr wiederholt: 1000000 Unterrichtsstunden fallen laut Welt momentan jede Woche an deutschen Schulen aus – gerade an Gymnasien, wo wir ja angeblich unsere Elite züchten.

Wenn andere sich die Taschen füllen, leeren sich nämlich unsere Taschen – und das betrifft laut Welt gerade den normalen deutschen Sparer, der nicht die Möglichkeit hat, mit politischen, familiären oder wirtschaftlichen Seilschaften Geld in großen Maßstab neu „zu machen“, sondern einfach nur Arbeit gegen Geld tauscht, selbiges spart, damit seine Kinder Zukunft haben: für Sparer geht es um alles.

Auch das ist in der Öffentlichkeit schwer kommunizierbar: die sparsamen, fleissigen, arbeitssamen Bürger sind die geprellten – das merken die ja schon wenn sie arbeitslos werden und das Amt ihnen ihr Vermögen wegnimmt, damit Politiker und ihre Seilschaften sich damit ihre Taschen füllen können. Wir lesen im Spiegel, das die Griechen jetzt bluten müssen und merken dabei nicht, das „der Grieche“ nur unsere eigenen Zukunft vorwegnimmt:

Die Zahl der Arbeitslosen ist inzwischen auf … 20 Prozent gestiegen. Die meisten Erwerbstätigen müssen mit drastischen Lohnkürzungen zurechtkommen, und für die Rentner wird das Leben besonders schwer.

Das ist eine Nachricht aus Griechenland, die irgendwann zwischen 2015 und 2020 auf Deutschland zutreffen wird – während die Situation an unseren Schulen und Sparkonten zeigt, das wir auch schon bluten. Wir reden nur nicht drüber, siehe Freitag:

Nach den neuesten Enthüllungen der Stuttgarter Zeitung verdichten sich die Hinweise, dass S21 ein Projekt sein könnte, hinter dem eine Art organisierter Kriminalität steckt. Dass die Mainstream- Medien nach meiner Kenntnis dazu bislang aktiv schweigen kommt nicht überraschend. Diese Art von wohlwollendem Beschweigen anstelle investigativer Recherche gab es ja bereits früher, zum Beispiel als die Frankfurter Rundschau im Jahre 1999 über den massenhaften Missbrauch an der Odenwaldschule berichtete und alle anderen schwiegen. Im Zweifel schützt der deutsche Journalismus offenbar vor allem seine Pfründe und sein Weltbild – weniger Demokratie und Rechtsstaat.

Diese Art von „wohlwollendem Beschweigen“ passt doch gut zu den „in der Öffentlichkeit nicht kommunizierbaren“ Fakten – da weiß gleich jeder, was Sache ist: wenn das raus kommt, rollen Köpfe, das fein über die ganze Republik gesponnene Netz von Beziehungen, Günstlingen, Seilschaften und Förderern wäre in Gefahr.

Da sind wir wieder bei Günter Oettinger – hier bei Wikipedia:

Im Oktober 2010 stellte sich heraus, dass Oettingers Lebensgefährtin Friederike Beyer Mitglied im geschäftsführenden Vorstand einer Stiftung von ECE ist. ECE, ein Shoppingcenter-Betreiber aus Hamburg, möchte auf dem Gelände von Stuttgart 21 ein Einkaufszentrum errichten. Oettinger gilt seit Jahren als Befürworter des Großprojekts. Die Stiftung ECE war im Zusammenhang mit Stuttgart 21 auch deshalb in Kritik geraten, weil ihr auch die ehemalige baden-württembergische Verkehrs- und Umweltministerin Tanja Gönner angehört.

So verdienen alle am Geld des Steuerzahlers, der ständig neue Schuldenrekorde schlucken muss. Kein Wunder, das das in der Öffentlichkeit nur schwer kommunizierbar ist. Deshalb schreiben ja auch Journalisten nur ungern darüber. Könnte auch sehr gefährlich werden, weil wir uns gerade in Stuttgart nicht mehr nur auf der Ebene der Kleinkriminellen in Politik und Wirtschaft bewegen, siehe FAZ:

Die Mafia weitet in Deutschland ihren Einfluss auf Wirtschaft und Politik aus. Das geht nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung aus einem geheimen Bericht des Bundeskriminalamtes hervor. Vor allem in Stuttgart sind die Clans bestens verdrahtet.

Dank der immensen Gelder aus Prostitution, Raub, Mord, Erpressung und Drogenhandel geht es uns gut in Deutschland – denn wir verdienen prächtig daran:

Geldwäsche ist ein abstrakter Begriff, konkret bedeutet er, dass die Mafia Aktien oder Fondanteile kauft. Auch investiert sie ins Baugewerbe, in Transportunternehmen, Handelsgesellschaften und Hotels. Roth erzählt, wie ihm ein Ermittler der DIA (Direzione Investigativa Antimafia) im kalabrischen Cosenza von einer Telefon-Abhöraktion berichtete. Ein Mafioso aus Süddeutschland habe eine Immobilie in Deutschland kaufen wollen. Sein Mafia-Clan in der Heimat habe nur müde abgewunken: „Lass‘ es, uns gehört doch schon die ganze Häuserzeile.“ Auch Roberto Saviano sieht das Bauwesen – vor allem in Ostdeutschland – durch die ’Ndrangheta und die Camorra infiziert: „Hunderte Firmen, die als Subunternehmen arbeiten, sind mit den Clans verbunden.“

Neben Firmen, Subunternehmern und – natürlich – Bankern scheinen auch Politiker wie der Herr Oettinger mit der Mafia verbunden:

„Wir können alles“, rühmen sich die Baden-Württemberger. Tatsächlich verstehen sie sich auch auf „Filz, Korruption & Kumpanei“. stern.de veröffentlicht einen Auszug aus dem gleichnamigen Buch – über die denkwürdige Freundschaft von Ministerpräsident Günther Oettinger zu Pizzeriawirt Mario L.

Das dabei gelegentlich Polizisten erschossen werden, wird nicht weiter thematisiert. „Wohlwollendes Beschweigen“ senkt sich über das Land, Ermittlungen werden gar nicht erst begonnen, Zeugen zum Schweigen gebracht: mit der Wirtschaftsmacht der Mafia möchte man es sich nicht verscherzen. Allein ihre Bedeutung für den Immobilienmarkt ist nicht zu unterschätzen:

Als Zentren der Geldwäsche, behauptet der BND, gelte für die itallienische Mafia, im besonderen die ‚Ndrangheta, u.a. Belgien. Originalzitat: „In Brüssel wurden Hunderte von Immobilien ( ein halbes Stadtviertel) über ein kleines Heer von Strohmännern gekauft.“

Ausserdem ist die Mafia auch wichtig für die Versorgung unserer Leistungsträger mit wichtigen „Rohstoffen“, ohne die die ihre Leistung nicht erbringen könnten:

Und warum hat der Kollege Nübel in seinem Artikel nicht erwähnt, dass ein guter Freund von Günther Oettinger, der sich gerade in dem Feriendomizil des kalabrischen Tausendsassa der Ndrangheta aufhält, ja von ihm sogar am Flughafen abgeholt wurde, Rainer Nübel beschreibt das sehr schön, hier bekannt ist. Und zwar zum einen, weil er an einem Unternehmen des bekannten Puffbesitzers R. beteiligt ist und andererseits, Kokain für die gehobene anwaltliche Kundschaft besorgen soll.Wahrscheinlich deshalb erwähnte Rainer Nübel weder Namen noch konkretere Informationen, weil der Anwalt und Freund des Günther Oettinger das Glück hatte, das entsprechende Ermittlungsverfahren abgeblockt wurden bzw. aus welchen Gründen auch immer eingestellt wurden. 

Nun – die Abhängigkeit gehobener juristischer Schichten vom Drogenhandel ist wohl in der Öffentlichkeit auch nicht kommunizierbar.

Das die Polizei lieber gegen Bauwagen vorgeht als gegen Mafiosi ist verständlich: Bauwagenleute erschießen keine Polizisten aus Rache, sie leben nur die letzte Möglichkeit für ehrliche deutsche Bürger, den Traum vom Eigenheim zu verwirklichen. Bauwagen: ein Modell mit Zukunft.

Der Zugriff der Mafiosi auf politische Entscheidungsträger in Deutschland wird zudem auch für die Zukunft langfristig gesichert, wie die TAZ bemerkt:

Oettinger betont stets mit Nachdruck, dass er seit langem keinerlei Kontakt mehr zu dem kalabresischen Wirt habe. Fatal nur, dass einige gute Freunde des CDU-Politikers nach wie vor diese Beziehung lustig weiterpflegen, darunter ein EU-Abgeordneter seiner Partei. Auch bei Festen der Tübinger „Ulmia“ greift man mitunter gerne auf die kulinarischen Dienste des Kalabresen zurück – ausgerechnet in Oettingers eigener Studentenverbindung, wo er seit Langem seine Geselligkeit so gerne ausgelassen pflegt, schon mal die erste Strophe des Deutschlandliedes mitschmetterte und wo man Jubilaren zuweilen eine Panzerfahrt schenkt.

So amüsiert sich der deutsche Leistungsträger. Nebenbei offenbart der Artikel auch noch weitere Details über die Netzwerke unserer „Eliten“:

Pikant, dass Oettinger noch vor wenigen Jahren zur opulenten US-Farm von Klaus Birkel reiste – jenem schwäbischen Nudelkönig, dem das Land in den 90er-Jahren zwölf Millionen Mark Schadenersatz gezahlt hatte, obwohl seine Teigwaren nachweislich mit ekliger Eierpansche versaut waren. Die Ermittlerbeweise dafür hält die Landesregierung bis heute unter Verschluss.

Kein Wunder – das die Elite das Volk mit Abfällen füttert, wäre auch nicht kommunizierbar gewesen.  Das gehört zu den Wahrheiten, die wir  nicht gerne hören, die uns unsere deutsche Idylle trüben könnte, jenen Traum von heiler, gerechter, sauber geordneter Welt, in der wir alle in Wohlstand und Luxus auf den natürlichen Tod warten und uns für Griechenland eine von Oettinger geforderte Notstandsverwaltung aus EU-Mafiosi wünschen, damit die Täter endlich direkt regieren können und nicht immer umständlich über Filz, Korruption und Kumpanei Einfluss nehmen müssen.

Die Fahnen der so eroberten Länder können dann ja auf Halbmast gesenkt werden.

Wenn dieser Vorschlag von Oettinger durchkommt, sollten wir aber auch die deutsche Fahne senken – trotz Hitlerlied und Panzerfahrten verkauft die drogengeile nationale Kungeleielite das Land in großem Stil an Kriminelle aller Herren Länder und übernimmt im Gegenzug ihre Ethik.

Wer sich gegen diese von allen Medien gefeierte Elite stemmt, jenen Oettingern, Schrödern, Clements, Münteferings, Fischers (um parteilich nicht einseitig zu kritisieren) riskiert, von ihren „Freunden“ einer Sonderbehandlung unterzogen zu werden:

Drei Menschen wurden im August und September offenbar von Kartellmitgliedern ermordet, weil sie die Drogenmafia öffentlich kritisiert hatten. „Das wird allen widerfahren, die merkwürdige Dinge im Netz veröffentlichen“, stand auf einem Pappschild, das auf einer Brücke in der Grenzstadt Nuevo Laredo am Rio Bravo gefunden wurde. Von der Brücke baumelten zwei Leichen. Ben West von Stratfor berichtet von einem weiteren Fall, ebenfalls in Nuevo Laredo. Dort sei eine geköpfte Frau gefunden worden, die in Blogs gegen Kartelle angeschrieben hatte.

Wenn man also bald einen geköpften Eifelphilosophen findet, weiß man, was die Uhr geschlagen hat:

Deutschland im Jahre 2011 wird verraten, verkauft, vergiftet und verramscht – und wer nicht jubelt, wird erschossen … oder gekündigt.

Das das noch schlimmer werden wird, erkennen wir vielleicht am ehesten, wenn wir uns das Urteil deutscher „Mindestlöhner“ anschauen:

Unter den Kollegen setzt sich der Eindruck fest, dass „die da oben“ es einfach mal probieren und darauf hoffen, dass längst nicht alle sich wehren.

„Die da oben“ …. werden noch viel mehr probieren. Aktuell fordert der Hartz-Kanzler Schröder gleich die direkte Auflösung Deutschlands , während sein Steinmeier die direkte Machtausübung der CDU gegenüber griechischen Schwesterparteien fordert und so zeigt, das er allen Respekt vor der nationalen Souveränität anderer Länder verloren hat.

Aber – um nicht kopflos zu erscheinen – begrüsse ich die aktuelle Entwicklung natürlich im Einklang und Gleichschritt mit führenden deutschen Medien mit einem großen: HURRA, HURRA, HURRA.

Vielleicht darf ich dann jetzt auch mal zugekokst Panzer fahren und meine zunehmenden Computer- und Verbindungsprobleme sind dann von gestern, ja?

 

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