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Sandy Hook Massaker … ein inszeniertes Drama – oder ein notwendiges Opfer?

Sonntag, 20.1.2013.  Eifel. Sonntage sind ja eine schöne, besinnliche Zeit. Sonntags bin ich immer froh, das ich kein Atheist bin - und froh, das es die Kirche gab, denn sonst würden wir Sonntags immer noch arbeiten müssen. Doch ... halt: es müssen ja Menschen noch am Sonntag arbeiten gehen. Immer mehr sogar. Die Maschinen verlangen das. Die Maschinen? Nun - nicht sie direkt. Aber der ganze Kult um sie herum zwingt uns, den ehedem heiligen Sonntag mehr und mehr aufzugeben - zugunsten von anderen Werten, Werten, die weit über Nächstenliebe, Demut und Bescheidenheit stehen. Wahnhafte Egozentrik, Hochmut und Habgier (als satanische Gegenwerte zu christlichen Normen) stehen bei uns hoch im Kurs, nur ... nun, wir stellen uns dieser Wertedebatte lieber nicht. Wir sind eine dogmatische Gesellschaft geworden: "Gott gibt es nicht" ist die breite Überzeugung der Mehrheit der Menschen - auch jener mit Taufschein - und dieser Satz ist ein eindeutiges Dogma ... wie auch sein Gegenteil. Als demokratische Gesellschaft sollten wir allerdings keine Dogmen dulden - überhaupt keine. Und erst recht keine, die uns unseren Sonntag klauen wollen, um sich die Taschen zu füllen. Nun - wir wissen ja: dieser Weg ist alternativlos. Das ist bei Dogmen immer so. Hat man ein Dogma erst mal akzeptiert, sind die folgenden Urteile nicht mehr diskutabel - und die Folgen unausweichlich. Die Verrohung der Gesellschaft folgt auf dem Fuße und lässt sich bequem in ansteigender Staatsverschuldung erkennen ... und Wörter wie "Sozialromantiker" werden in großem Ausmaß gesellschaftsfähig. Schauen wir aus der Sicht eines Christen, so wird die Gesellschaft eine satanische ... und wir würden vielleicht trotz allem Atheismus mal innehalten und kurz überlegen, ob wir das wirklich genau so wollen - und ob es nicht doch Alternativen gibt.

Sonntag, 20.1.2013.  Eifel. Sonntage sind ja eine schöne, besinnliche Zeit. Sonntags bin ich immer froh, das ich kein Atheist bin – und froh, das es die Kirche gab, denn sonst würden wir Sonntags immer noch arbeiten müssen. Doch … halt: es müssen ja Menschen noch am Sonntag arbeiten gehen. Immer mehr sogar. Die Maschinen verlangen das. Die Maschinen? Nun – nicht sie direkt. Aber der ganze Kult um sie herum zwingt uns, den ehedem heiligen Sonntag mehr und mehr aufzugeben – zugunsten von anderen Werten, Werten, die weit über Nächstenliebe, Demut und Bescheidenheit stehen. Wahnhafte Egozentrik, Hochmut und Habgier (als satanische Gegenwerte zu christlichen Normen) stehen bei uns hoch im Kurs, nur … nun, wir stellen uns dieser Wertedebatte lieber nicht. Wir sind eine dogmatische Gesellschaft geworden: „Gott gibt es nicht“ ist die breite Überzeugung der Mehrheit der Menschen – auch jener mit Taufschein – und dieser Satz ist ein eindeutiges Dogma … wie auch sein Gegenteil. Als demokratische Gesellschaft sollten wir allerdings keine Dogmen dulden – überhaupt keine. Und erst recht keine, die uns unseren Sonntag klauen wollen, um sich die Taschen zu füllen. Nun – wir wissen ja: dieser Weg ist alternativlos. Das ist bei Dogmen immer so. Hat man ein Dogma erst mal akzeptiert, sind die folgenden Urteile nicht mehr diskutabel – und die Folgen unausweichlich. Die Verrohung der Gesellschaft folgt auf dem Fuße und lässt sich bequem in ansteigender Staatsverschuldung erkennen … und Wörter wie „Sozialromantiker“ werden in großem Ausmaß gesellschaftsfähig. Schauen wir aus der Sicht eines Christen, so wird die Gesellschaft eine satanische … und wir würden vielleicht trotz allem Atheismus mal innehalten und kurz überlegen, ob wir das wirklich genau so wollen – und ob es nicht doch Alternativen gibt.

Zuerst jedoch gilt es, die christliche Ansicht zu überprüfen. Eine satanische Gesellschaft entsteht ja nicht durch Ableitungen von Begriffen, um den Kurs des Gemeinwesens zu ändern, härter zu machen, rücksichtsloser, mit mehr Qual, Erniedrigung und Entwürdigung zu füllen, um Druck und Folter als Unterhaltung präsentieren zu können, muss man schon eine umfassende Bewegung starten, eine Umwertung aller Werte kann von heute auf morgen erfolgen, aber der Vertrieb dieser Werte dauert noch.

Das sind nun viele einleitende Worte gewesen, die den Rahmen bilden für die Beantwortung einer einzigen Frage, die mir heute gestellt wurde, nämlich die Frage, was ich von diesem Video halte:

Das Sandy-Hook-Massaker soll geplant gewesen sein, es gibt – angeblich – Indizien dafür.

Nun – ich habe keine Zeit dem nachzugehen. Ich kann die Realität der gemachten Aussagen nicht beweisen. Wenn der „Wettermann“ recht hat mit seinem Zufallsfund, dann wären Fragen angemessen. In der Tat gibt es im Rahmen des Massakers Beobachtungen, die aufmerken lassen. Politeia.org hat einige zusammengefaßt, aber auch darauf hingewiesen, das sie mit Skepsis zu beachten sind.

Darunter ist ein kleines Video, das Robbie Parker zeigt, den Vater eines der getöteten Mädchen. Ein kleiner Fehler in der Aufnahmeleitung zeigt ihn kurz vor seiner bewegenden Rede … lachend, scherzend – und sich danach wie ein professioneller Schauspieler in seine Trauerrolle begebend.

Von dieser Beobachtung halte ich schon viel mehr. Ich bin selber Vater von sieben Kindern. Ich weiß, wie niedlich diese kleinen sind, bei denen das „Kindchen-Schema“ noch voll wirkt – und wie sehr es einen mitnehmen kann, wenn solche kleinen Engel von Kugeln zerfetzt werden.  Es sind viele Reaktionen denkbar – auch eine Rede zu halten … aber mit wildfremden Medienleuten würde ich dann nicht mehr scherzen können.

Wahrscheinlich könnte ich nie wieder mit irgendjemanden dumme Scherzchen austauschen – aber ich bin ja auch ein bekennender militanter Sozialromantiker. Wie muß man drauf sein, um den brutalen Mord an seiner Tochter so leicht lächelnd bewältigen zu können – und welche Ausbildung hat man gemacht, um kurz darauf eine tief betroffene Rede halten zu können.

Nun – vielleicht ist er einfach auch nur ein überzeugter Christ – Blogs aus den USA diskutieren gerade darüber, Wissenschaftler stellen Persönlichkeitsähnlichkeiten zu dem Täter fest, andere finden noch mehr Schauspieler. In den USA geht die Diskussion hoch her – und ich sehe mich außerstande, sie von hier aus zu beurteilen. Was mich aber interessiert hat, ist die Persönlichkeitsähnlichkeit: Vater und Täter sollen „INTJ“´s sein.

INTJ´s? Ein Charaktertest klärt darüber auf:

Die Weltsicht der INTJs dreht sich vor allem um Ideen und strategische Planung. INTJs wertschätzen Intelligenz, Wissen und Kompetenz. Typischerweise setzen sie diesbezüglich hohe Standards an sich selbst und zu einem etwas geringerem Grad auch an Andere.

INTJs beschäftigen sich am liebsten damit, die Welt zu beobachten sowie Ideen und Pläne zu ersinnen. Ihr Bewusstsein sammelt ständig Informationen und sortiert diese. Sie haben eine starke Auffassungsgabe und durchdringen auch neue Ideen sehr schnell. Ihr Kerninteresse ist es allerdings nicht ein Konzept zu verstehen, sondern es anzuwenden. Anders als der INTP, der sich damit begnügt Dinge vollständig zu verstehen, wollen INTJs Schlüsse aus Ideen ziehen. Dieser Drang zur Organisation und Wille den Dingen auf den Grund zu gehen, bringt den INTJ dazu zu handeln.

Sowohl die große Wertschätzung für, wie auch das Bedürfnis nach Systematik und Organisation, kombiniert mit ihrer natürlichen Auffassungsgabe, macht INTJs zu hervorragenden Wissenschaftlern.

Oder zu eiskalten Profikillern.

Nun – Mutmaßungen über die Beobachtungen kann man viele anstellen, Fragen kann man unendlich viele stellen, aber wir wollen ja nicht in Verschwörungstheorien enden, deren höchste Erguss die Erkenntnis ist, das alles vielleicht doch anders gewesen sein  könnte.

Darum meine Vorrede, denn wenn wir zu einem Urteil kommen wollen, müssen wir vorher wissen, in welchem Rahmen wir uns bewegen können, d.h. in welchem Rahmen würde das Sandy-Hook-Massaker Sinn machen, welcher Rahmen könnte Väter lächeln lassen – Väter, die eher Wissenschaftler als Menschen sind.

Ach ja … Wissenschaftler. Wir müssen einen kurzen Blick auf diese Spezies werfen, um zu sehen, wie die so sind. Denen haben wir ja die Atombombe zu verdanken – auch wenn die heute so tun, als sei die per Luftpost vom Himmel in die Arsenale der Militärs befördert worden.

Die waren damit aber noch nicht fertig … noch haben sie daraus gelernt. Der Spiegel berichtet aktuell darüber:

Bei den umstrittenen Experimenten hatten Forscher in einem Labor am Erasmus Medical Center in Rotterdam einen hochgefährlichen Erreger erschaffen, vor dem Seuchenexperten immer wieder gewarnt haben. Ähnliche Versuche hatte ein amerikanisch-japanisches Team um Yoshihiro Kawaoka durchgeführt.

Toll, oder? Die haben den gefährlichen Vogelgrippevirus so verändert, dass ihn jetzt bald jeder kriegen kann – in Windeseile. Und jetzt dürfen sie damit weitermachen, weil das Moratorium erlischt.

Warum stellt eigentlich niemand die Frage, welchen Sinn solche Forschungen überhaupt machen?

Weil Wissenschaft im Atheismus selbst heilig ist und alles machen kann und darf, was sie möchte, sogar einen Frankenfisch erschaffen, siehe NZZ:

Die Namensgebung ist unvermeidlich. “Frankenfisch” wird der genetisch veränderte Lachs der Biotech-Firma AquaBounty aus den USA umgangssprachlich genannt. Sein korrekter Name lautet nicht viel schöner: “AquAdvantage Salmon”.

Die Chancen sind intakt, dass dieser Lachs demnächst den Fischessern angeboten wird. Denn die US Food and Drug Administration (FDA) bescheinigt dem neuen Fisch in einem vorläufigen Gutachten Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit.

Die Biotech-Firma verspricht, dass der genmodifizierte Lachs doppelt so schnell wie ein “normaler” Lachs wachse.

Risiken dieses Experimentes?

Nicht absehbar – wie bei der Atombombe oder der künstlichen Supergrippe.

So sind Wissenschaftler … auch. Man sollte sich immer daran erinnern, wenn man über diese Gruppe nachdenkt, dass viele von denen völlig außerhalb gemeinschaftlicher Moralvorstellungen leben – sozusagen ein Gendeffekt der besonderen Art.

Denen ist zuzutrauen, das sie noch Lachen können, selbst wenn ihre Tochter ermordet wurde.

Immerhin starb da nur ein Mensch, eine seelenlose Biomaschine, die zurück in den Urschlamm geschickt wurde, aus dem sie gekrochen ist – wie man sieht, alles eine Frage der Perspektive.

Was ihnen gemein ist: ein Drang zur Organisation und zum Handeln. Wäre also denkbar, das Täter und Opfervater einer gemeinsamen Organisation angehören … nur erstmal … denkbar?

Das herauszufinden, wäre Aufgabe unserer Kollegen in den USA, dafür  kann ich hier kein Fass aufmachen. Aber erste Indizien … die kann ich liefern.

Der Vatikan gilt politisch interessierten als der best informierte Staat der Welt, jeder Geheimdienst beneidet den Papst um das Wissen, das die Beichtpflicht in den Archiven des Vatikans anhäuft: hunderttausende Agenten in schwarzen Kutten erfahren jedes Detail in ihrer Gemeinde. Diese Tatsache verleiht dem Roman „Der letzte Papst“ von Malachi Martin einen besonderen Stellenwert, denn Malachi galt als enger Vertrauter des Papstes …. und erwähnte schon 1997 jene Päderastenringe, die heute im Fokus der Öffentlichkeit stehen.

Er erwähnte aber auch eine satanistische Riege mit enormen Machtzuwachs in den USA. Hier kann ich leider noch keine Internetquellen recherchieren, aber in der Literatur des Satanismus findet man immer wieder Hinweise auf die USA als Quelle einer machtvollen satanischen Bewegung, deren Macht bis nach Deutschland reicht.

Immer wieder stoßen wir in den Medien auf vereinzelte Berichte, die aufhorchen lassen – zum Beispiel im Fall Detroux (siehe Wikipedia):

Innerhalb und außerhalb des Landes wurde Belgien in den Medien aufgrund des Falles um Dutroux schnell zum „Land der Kinderschänder” erklärt; so sagte etwa der belgische Polizist Patick Debaets über seine Ermittlungen in dem Fall: „Sobald man gegen Pädophilie vorgehen will, stößt man auf ein System von Protektionen und bekommt sofort Probleme. In Belgien hat der größte Teil der Presse die Opfer und die Ermittler lächerlich und unglaubwürdig gemacht, um selbst eben keine Probleme zu bekommen.”

Ein internationales Netzwerk von Kinderschändern mit unglaublicher Macht deutete sich an … ganz aktuell berichtet sogar die Tagesschau über Beobachtungen, die beunruhigend sind:

Auch in Deutschland werden zunehmend Kinder und Jugendliche Opfer von Menschenhandel – vielen droht schwere körperliche Arbeit und Zwangsprostitution. Das Bundeskriminalamt hat 2011 knapp 500 Ermittlungsverfahren in diesem Feld abgeschlossen – doch dies sei nur die Spitze des Eisbergs.

Im Land des Atheismus nennt man das Problem „Pädophilie“ und legt es damit zu den Akten. Was aber – wenn nicht Pädophilie dahintersteckt? Kann eine sexuelle Abartigkeit den Organisationsapparat, das Ausmaß an krimineller Energie und die Verrohung der „Händler“ hinreichend erklären?

Leider wenden wir Oghams Rasiermesser nur zur Verteidigung „wissenschaftlicher“ Dogmen an, würden wir es hier und heute ohne Dogmen anwenden, dann hätten wir eine einfache Erklärung: die Kinder werden als Massenware zu bestimmten Zwecken gebraucht – und zwar von Menschen, die Geld und Macht haben.

Das hat auch schon Tradition, siehe Wikipedia:

In der rabbinischen Tradition ist „Moloch“ als eine Bronzestatue dargestellt worden, die mit Feuer erhitzt wurde. Die biblisch-rabbinische Überlieferung von diesem Menschenopfer ist vielfach auch von Kommentatoren wiederaufgegriffen und in Verbindung mit den von altgriechischen und lateinischen Autoren berichteten Opferungen von Kindern für Kronos-Baal in Karthago gebracht worden.

Und wo finden wir diesen Moloch noch?

Mitten in der Klasse der Superreichen, siehe Propagandafront:

Der Radiomoderator und Dokumentarfilmer Alex Jones schrieb Geschichte, als er im Jahre 2000 der erste Journalist war, dem es gelang, die „Creation of Care“-Zeremonie zu filmen. Die Bohemian Grove Mitglieder verkleiden sich bei diesem Ritual mit Kapuzenumhängen im Stile des Films „Eyes Wide Shut“, während sieMoloch, einem heidnischen Eulen-Gott, der durch eine 15 Meter hohe auf der Anlage stehende Eule repräsentiert wird, ein Pseudo-Kindsopfer darbringen.

Eyes Wide Shut ist in dieser Hinsicht wirklich ein interessanter Film. Kubricks Abschiedsfilm sollte laut Testament kein bisschen verändert werden. In offiziellen Filmkritiken wurde dieser Film immer wieder als Liebesdrama geschildert, dabei (einfach mal selber anschauen) erzählt er die Geschichte eines Arztes, der auf eine allmächtige Sekte (oder Staatsreligion) stößt – ein Aspekt, der in Filmkritiken großer Zeitungen damals völlig unterschlagen wurde, was mich damals schon völlig verwunderte.  Der Film wurde am 5.3.1999 fertig gestellt, am 7.3.1999 starb Kubrik an einem Herzinfarkt – war der Film eine letzte Warnung an die amerikanische Gesellschaft?

Wir sehen nun, welchen Rahmen ich zeichnen möchte. In einem Werk aus den fünfziger Jahren (aufzufinden in der evangelischen Bibliothek der Ruhruniversität Bochum … jedenfalls fand ich das zufällig, während ich dort meine Mittagspause verbrachte: die Aussicht auf das Ruhrtal von dort oben ist einfach herrlich), erfuhr ich über Morde von Satanisten in den fünfziger Jahren. Die Methode war immer die gleiche: das Modell „durchgeknallter Massenmörder“ wurde eingesetzt, um jene Opfer zu bringen, die die Gesellschaft nicht dulden würde, die der eigene „Gott“ aber verlangte. Freiwillige, die ihr eigenes Leben der Sache und der Organisation unterordneten, gab es immer – mit bekannten Belohungen: einem Platz gleich neben dem Boss im Tempel der unbegrenzten dunklen Lüste  … für alle Ewigkeit.

Jetzt nehmen wir diesen Rahmen und stülpen ihn über das Sandy-Hook-Massaker und landen in einer Welt, die real sein könnte:

die Opferung von Kindern (im Bohemian Grove symbolisch jedes Jahr vor den Spitzen der männlichen US-Elite zelebriert) ist wegen der maximalen Perversion christlicher Werte ein „Top-Act“ für jeden Dunkelgläubigen. Oft lassen sie Mütter ihre frisch geborenen Kinder essen (Einzelberichte dazu gibt es u.a. von der Wewelsburg, Heinrich Himmlers heilige Festung des esoterischen SS-Ordens), manchmal brauchen sie aber auch mehr Opfer für ihren Gottesdienst – und die müssen dann in eine öffentliche Geschichte eingewoben werden, damit die vielen dummen „Schafe“ nicht merken, das wieder intelligente „Wölfe“ da waren.

In jenem Rahmen würde das Sandy-Hook-Massaker funktionieren, jener Rahmen würde die kleinen Merkwürdigkeiten erklären, die jetzt an die Öffentlichkeit gelangen.

Ist dies aber jetzt wahr?

Ich warne davor, jetzt loszulaufen und herumzubrüllen: „Sandy-Hook war ein Satansopfer“.

Vor allem, weil wir in unserer aufgeklärten Gesellschaft ein paar klare Werte haben:

es gibt keinen Gott – oder wurde schon ein Hartz-IV-Schöpfer vom Blitz erschlagen?

es gibt keine Satanisten – das sind alles Einzeltäter, die sich untereinander nie kannten und selbst gar nicht existieren

es gibt keine Vernunft – weshalb wir den ewigen Frieden, den Kant sich erträumte, nie erreichen werden

es gibt keine Verschwörungen – alle Menschen sind kleine Engel, die immer und überall nur das Beste für ihre Mitmenschen wollen, das gilt vor allem für Banker, Anlageberater und Politiker.

es gibt keine Lügen in der Welt, den gäbe es welche, würde die Tagesschau sofort darüber berichten.

Gut, das wir diese Dogmen haben. Und gut, das wir Deutschen aus ihnen die Konsequenz gezogen haben, keine Kinder mehr zu bekommen – da brauchen wir dann auch nicht weinen, wenn mal eins stirbt.

Was aber nun wirklich dort geschehen ist … wird wohl immer im Unklaren bleiben. „Durchgeknallter Einzeltäter“ – und ab damit zu den Akten. Das er es in seinen jungen Jahren geschafft hat, ganz eiskalt und völlig ruhig Kinder in Massen einzeln zu erschießen und ihnen dabei ins Gesicht zu sehen (woran sogar  Himmler kläglich gescheitert ist), übersehen wir gerne – und wie das überhaupt geschehen konnte, wird nicht weiter recherchiert.

Was uns bleibt, sind … tote Kinder und scherzende Väter.

Und Ockhams Rasiermesser, siehe Wikipedia:

Vereinfacht ausgedrückt besagt es:

  1. Von mehreren möglichen Erklärungen desselben Sachverhalts ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen.
  2. Eine Theorie ist einfach, wenn sie möglichst wenige Variablen und Hypothesen enthält, die in klaren logischen Beziehungen zueinander stehen, aus denen der zu erklärende Sachverhalt logisch folgt.

Welche Theorie nun diejenige ist, die am einfachsten die Existenz von Kinderschänderringen, den Wunsch  nach pandemischen Massennichtungswaffen, Kubriks rätselhaften Film, merkwürdig unmotivierte aber eiskalt geplante  Massenmorde in den USA und seltsame Symbolik bei den Grove-Partys der Superreichen am einfachsten erklärt … nun, das ist in einer freien Gesellschaft jedem selbst überlassen.

Sollte das Massaker von Sandy Hook allerdings wirklich ein organisiertes Kinderopfer gewesen sein (wie sie recht oft geschehen müssen, wenn es denn Satanisten als dunkle Kopie der katholischen Kirche wirklich gäbe), dann würde ich genau jene Merkwürdigkeiten erwarten, die der „Wettermann“ weiter oben erkennt: der Nachteil an geplanten Opferungen ist immer, das sich Ungereimtheiten ergeben – weil es einen perfekten Mord einfach nicht gibt. Und es ist ja auch nicht das erste Mal, das wir so etwas erleben: das letzte Opfer am 11.9.2001 hat der gesamten US-Gesellschaft einen dunklen, undemokratischen Rahmen gegeben, in dessen Folge Angriffskriege, Folter und Abbau der Bürgerrechte auf einmal zum Alltag dazugehörten.

Ein Paradies für Satanisten.

Gut, das es die gar nicht gibt.

 

 

 

 

Morgellons, Nine-eleven und die Gedankenpolizei in Deutschland

Mittwoch, 23.3.2012. Eifel. Kennen Sie eigentlich Morgellons? Oder sollte ich besser fragen: trauen Sie sich, Morgellons zu kennen? Immerhin haben wir das Jahr 2012 - wir dürfen schon längst nicht mehr über alles öffentlich reden, vieles muss hinter verborgener Hand besprochen werden, weil die Gedankenpolizei in den Medien sehr aktiv ist.  Gedankenpolizei? Ist das nicht irgend so ein Science-Fiktion-Ding? Nun - urteilen sie selbst. Gehen Sie doch heute Abend mal in die nächste Eckkneipe und rufen laut aus: "Nine-eleven war selbst gemacht". Was würde geschehen? Der durchschnittlich gebildete Bürger würde Ihnen Recht geben und sie bekämen ein Bier spendiert.

Mittwoch, 21.3.2012. Eifel. Kennen Sie eigentlich Morgellons? Oder sollte ich besser fragen: trauen Sie sich, Morgellons zu kennen? Immerhin haben wir das Jahr 2012 – wir dürfen schon längst nicht mehr über alles öffentlich reden, vieles muss hinter verborgener Hand besprochen werden, weil die Gedankenpolizei in den Medien sehr aktiv ist.  Gedankenpolizei? Ist das nicht irgend so ein Science-Fiktion-Ding? Nun – urteilen sie selbst. Gehen Sie doch heute Abend mal in die nächste Eckkneipe und rufen laut aus: „Nine-eleven war selbst gemacht“. Was würde geschehen? Der durchschnittlich gebildete Bürger würde Ihnen Recht geben und sie bekämen ein Bier spendiert, ok, das war ein falsches Beispiel.

Schweinebucht, Watergate, Iran-Kontra-Affäre, Talibanförderung, Irakkriegslügen – auf der Hinterhältigkeits- und Verlogenheitsskala rangiert die politische Kaste in den USA ganz oben, der Business Round Table baut seit vierzig Jahren gezielt und äußerst erfolgreich die US-Gesellschaft um und selbst unsere deutschen Wirtschaftsfürsten geben offen zu, das die USA von 200 Familien regiert werden – anstelle von 300 Millionen Bürgern.  Dieser Ausspruch stammt von Herrn Arndt Oetker und man sollte ihn sich merken – er verschwindet langsam aus dem Internet: man hat wohl gemerkt, das er viel zu oft zitiert wird. Die Vorstellung, das ein Kreis von mächtigen, skrupellosen Superreichen ein großes Ding einfädelt, sich ihrer CIA-Kontakte bedient um ein Ereignis auszulösen, das ihnen erlaubt, ihre Macht weltweit noch mehr auszudehnen ist doch wohl weniger phantastisch als die Vorstellung, das ein nierenkranker Mann dies alles aus einer Höhle in Afghanistan aus organisiert hat (was natürlich … nebenbei bemerkt … trotzdem wahr sein kann).

Denken Sie sich nun mal einen Zeitungsreporter, der mit der Aussage „nine-eleven war selbst gemacht“ einen Artikel schreiben will – was denken Sie wohl, was geschehen wird? Wagen Sie eine Wette, ob der das durchbekommt? Wahrscheinlich wagen Sie das nicht – gegen die offiziell erlaubte Wahrheit zu verstoßen, ruft nämlich ganz schnell die Gedankenpolizei auf den Plan – die wir schon bei vielen Themen selbst im Kopf haben: der Mensch überlebt halt durch Anpassung und aktzeptiert ganz schnell die „Schere im Kopf“.

Was einem Journalisten geschieht, der kritisch mit den großen Tabuthemen unserer Zeit umgeht, sieht man am Beispiel des Gerhard Wisnewski: er fliegt ´raus, wird vom Spiegel fertig gemacht und mit Rufmord überzogen. Sein Film im WDR hat mich damals stutzig gemacht – und sein Schicksal führte dann zu der Überlegung, das etwas dran sein muss an den Verschwörungstheorien: so geht man in der freien Welt nicht mit Journalisten um … und wenn doch, dann ist diese Welt irgendwie nicht ganz so frei, wie die offizielle Propaganda täglich tönt.

Aber ich habe inzwischen verstanden: über nine/eleven darf man nicht reden, Fragen zu dem Thema beantwortet der Pressesprecher der US-Regierung, alle anderen Informationen sind … gefährlich.

Darum habe ich nach Morgellons gefragt. Die sind – noch – ungefährlich, obwohl sie auch aktuell die Gedankenpolizei auf den Plan rufen. Schauen wir mal bei Wikipedia ´rein, jener tollen Internetenzyklopädie, die leider … immer wieder von entsprechender Seite bearbeitet wird:

Die wissenschaftliche Medizin sieht das Syndrom mehrheitlich nicht als eigenständiges Krankheitsbild, sondern als Variante des Dermatozoenwahns an, einer psychiatrischen Erkrankung. Die Verbreitung wird auf ein Internet- und Medien-Phänomen („Internet-Mem“) zurückgeführt.

Da kriegen wir also schon eine Antwort, die so wertend ist, das sie im Brockhaus keine Verwendung gefunden hätte. Was ist denn „wissenschaftliche Medizin“?   Und …  arbeitet das Borreliosezentrum Augsburg denn dann unwissenschaftlich? Die haben nämlich schon recht seltsame Entdeckungen bei den Morgellon-Patienten gemacht:

Es sind vor allem die merkwürdigen Fasern, die den Experten Rätsel aufgeben. Dr. Schwarzenbach hat sie von seinen Patienten gesammelt und unter dem Mikroskop untersucht. „Im Grunde sehen sie alle ähnlich aus“, so der Labormediziner. Dünne haarähnliche Gebilde, die sich zu Büscheln oder kleinen Kugeln zusammenballen können. „Sie sind so fest, dass man sie nicht einmal richtig zerschneiden kann“, schildert der Arzt seine Erfahrungen. 

Und noch etwas hat er beobachtet: „Die Fasern haben eine Eigenbewegung. Sie drehen sich aktiv aus der Haut heraus“. Das alles würde auf winzige Lebewesen, wie zum Beispiel eine unbekannte Art von Würmern, hinweisen. Wenn das FBI nicht herausgefunden hätte, dass die Fasern anorganisch, also synthetisch sind. 

Synthetische Fasern, die aus der Haut wachsen, fest wie Stahl, ausgestattet mit einer Eigenbewegung – und übertragen durch ein Internetphänomen? Oder handelt es sich um eine psychische Krankheit, die durch ein Internetphänomen übertragen wird? Das soll „wissenschaftlich“ sein – allen Ernstes? „Internet-mem“ ist aber eigentlich im Prinzip erstmal nur eine Beschreibung von Informationen, die – unkontrolliert – frei zirkulieren.  Die Informationen werden dadurch nicht automatisch falsch, schlecht oder verzerrt, nur weil sie ohne Kontrolle durch die Gedankenpolizei verbreitet werden.

Die Existenz der Gedankenpolizei ist auch Randy S. Wymore aufgefallen, einem Wissenschaftler, durch den ich zuerst auf diese „Morgellons“ aufmerksam geworden bin – in einem ganz anderen Zusammenhang. Er spricht in einen „Special“ zu dem Film „Invasion“, der das Thema der Invasion durch „Körperfresser“ wieder mal aufgewärmt hat. Er benennt das Phänomen der Gedankenpolizei nicht explizit – aber beschreibt seine Wirkung: das menschliche Wissen gleicht einer Kiste, in der sich das bekannte Wissen befindet, außerhalb davon befindet sich das Unbekannte – aber es gibt dann jene Menschen („viele Menschen“),  für die das Gebiet ausserhalb jener Kiste einfach nicht existiert.

Sobald man auf Wissen ausserhalb der Kiste stößt oder auch nur behauptet, dort würde es vielleicht noch etwas geben, bekommt man Besuch von der Gedankenpolizei.  Die hat auch private Helfer … die sehr dubios werden, wenn man genauer hinschaut. Wenn die Gedankenpolizei vorbeischaut, dann werden psychische Krankheiten schon mal durchs Internet verbreitet – nur um die Diskussion zu stoppen, bevor sie zu weit geht. Randy S. Wymore hingegen verhält sich auch sonst wie ein Wissenschaftler – und untersucht, beschreibt, beobachtet, ohne zu urteilen:

Zu diesen gehörte auch der Molekularbiologe und Kardiologe Randy Wymore, der an der staatlichen Universität von Oklahoma über Krebs und Herzkrankheiten forscht. Als er im Internet auf Morgellons-Seiten stieß, wollte er diesen Verblendeten beweisen, welch kruder Idee sie aufgesessen waren. Also bat er die Betroffenen per E-Mail, ihm Proben ihrer mysteriösen Körperfasern zur Analyse einzusenden. „Er erwartete, mit Dreck, Ameisen, Fliegen oder Baumwollfäden gefüllte Beutel zu bekommen“, schreibt Brigid Schulte im Artikel der Washington Post. Und tatsächlich erhielt Wymore innerhalb weniger Tage Post aus fast allen Bundesstaaten der USA. „Obwohl sie von ganz verschiedenen Orten stammten, glichen sich die Proben auffällig“, zitiert Schulte den Forscher. „Die Textur und Schatten – ein Kobaltblau, rote Fasern, die ins Magenta gehen – waren sich sehr, sehr ähnlich. Unter speziellem Licht gaben sie alle ein Leuchten ab. Wymore verglich die Fasern mit allem, was ihm in den Sinn kam, von Pfefferkörnern bis Bluejeans-Fäden. Ohne Ergebnis.

Das hält nun das offizielle Organ der Gedankenpolizei in Deutschland nicht davon ab, uns klar zu sagen, was wir davon zu halten haben:

Schlimmes Hautleiden beruht wohl auf Einbildung

Andere Wächter über das richtige Denken klären uns dann schnell auf, welchen Autoritäten wir zu gehorchen haben:

Immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass unter ihrer Haut kleine Tiere unterwegs sind. Die US-Regierung hat nun Ergebnisse einer Studie vorgelegt.

Wenn die US-Regierung das Ergebnis einer Studie vorlegt, dann ist ja wohl das letzte Wort gesprochen: die höchste wissenschaftliche Autorität setzt der Debatte ein Ende. Wir sind es schon so sehr gewohnt, das die US-Regierung Wahrheiten vorgibt, das wir gar nicht mehr aufmerken, wie politisch bedenklich es ist, wenn Regierungen uns wissenschaftliche Ergebnisse präsentieren, als sei das ihre ureigensten Aufgabe.

Schaut man sich die Studie genauer an, wird man schnell stutzig: man fand keine Bakterien oder Parasiten bei den „Infizierten“ – das ist aber auch schon alles. Hören wir nochmal Dr. Wymore dazu – den Wissenschaftler:

Dr. Wymore says, “A lot of media types have been picking up and saying things like delusional disorder, and Morgellon’s is all in the head. But, that’s not actually the conclusion that they state.”

Wymore says he was part of a group that sorted through the data.

“I wasn’t surprised by the results because in 2009 I was part of a six member external peer review panel that looked at their data.”

Wymore says part of the problem is researchers only collected fibers from twelve participants.

“It’s unclear to me that there were any actual Morgellon’s patients in the study.”

Sofort ist man verblüfft – kennt dieses Vorgehen aber schon bei nine/eleven, den Massenvernichtungswaffen es Iran und anderen medialen Inszenierungen: schaut man genauer hin, löst sich die Version der US-Regierung in Luft auf … aber wir dürfen aus dieser Tatsache keine Schlussfolgerungen mehr ziehen.

Morgellons sind keine Bakterien und Pilze – das ist toll, das hat auch nie jemand behauptet. Immerhin geht es hier um synthetisches Material, das fest wie Stahl ist aber ein unheimliches Eigenleben hat – und die Studie, die das klären sollte, hat möglicherweise gar keinen „echten“ Patienten untersucht. Das gleicht der Qualität der  Regierungsstudien über nine-eleven und den Massenvernichtungswaffen im Irak und hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun.

Wir werden nie erfahren, was Morgellons sind. Leider. Die Morgellonsche Krankheit wird zum Internetphänomen – und ist damit hinreichend erklärt. Wer sie hat, hat Pech gehabt, hat einen „Wahn“, ist geistig krank wie die anderen auch, die von der Gedankenpolizei mit dem aktuellen Judenstern „Verschwörungstheoretiker“ gebrandmarkt werden.

Nicht mehr lange, dann werden auch die seriösen Wissenschaftlicher sich nicht mehr an das Thema herantrauen, es wird tabu werden.

Einmal abgesehen davon, das es viele Spinner gibt (auch und gerade unter Wissenschaftlern – wenn man die erstmal privat kennenlernt): ist es nicht eigenartig, wie sehr wir uns daran gewöhnt haben, das die US-Regierung weltweit allerhöchste Autorität bei der Wahrheitsfindung geworden ist? Das sie – und nur noch sie – bestimmt, was „in der Kiste“ zu sein hat, und das außerhalb jener Wissenkiste mit absoluter Sicherheit überhaupt nichts ist?

Es gab Zeiten, da wären bei politisch bewußten Menschen alle Warnlampen angegangen … aber heute wissen wir alle, das es sie gibt, die neue Gestapo und haben dieses Wissen instinktiv akzeptiert.

Und wie schon damals arbeitet sie nicht öffentlich, trägt keine Uniform, wirkt meist im Hintergrund … aber alle wissen, das sie da ist.

Und manchmal wird sie schon bei augenscheinlich harmlosen Krankheitsbildern aktiv – oder gibt es sonst einen Grund, warum die amerikanische Seuchenbehörde und die Firma, die die Morgellon-Studie lieferte, die Seite eines deutschen Morgellon-Aktivisten observieren?

 

Verschwörungen, Morde und Milliardenschwindel – das Versagen der Medien in Krisenzeiten

Samstag, 28.1.2012. Eifel. Der Autor: Verschwörungstheoretiker. Ja - in der Tat. Das überrascht mich jetzt selbst - aber ich habe zu viele Fragen gestellt ... zum Beispiel über den Absturz in Smolensk. Da erlaubte ich mir anzumerken, das - wenn man wirklich von Mord ausgeht - man in den Kreisen der Organisatoren des Fluges suchen sollte. In der Pharmaindustrie war es üblich, das die Geschäftsleitung immer getrennt flog - damit im Falle eines Unfalles nicht der ganze "Kopf" im Eimer war. Warum das bei der polnischen Regierung anders gehandhabt wird, erschloss sich mir nicht ganz ... aber so ist das halt: wir dürfen immer weniger fragen. Wie der nierenkranke Osama bin Laden und seine neunzehn Räuber mit Teppichmessern bis ins Herz des Kapitalismus vordringen konnten (während ich allein mit einem kleinen Schlüssel nicht durch die Kontrolle in Washington kam) und dort mit zwei Flugzeugen drei Gebäude vollständig vernichtete, bleibt mir bis heute ein Rätsel - wie auch die Tatsache, das man danach unbedingt den gerade nicht talibanfreundlichen Irak angreifen musste. Anderen war es auch ein Rätsel, weshalb WTC 7 vernichtet wurde, weshalb sich der Abschlußbericht der Untersuchungskommission ja lange verschob. Die brauchten halt auch ihre Zeit, bis sie Theorien gebildet hatten, die unerklärliche Fakten in eine logische Reihe brachten.  Nun ist es ja so, das Philosophen gerne Rätsel lösen. Das ist unser Job - das Rätsel der menschlichen Existenz, das Rätsel des unausrottbaren Bösen oder der unausrottbaren Moral, das Rätsel der Wahrheitsfindung, das Rätsel der menschlichen Erkenntnisfähigkeit, das Rätsel der Sprachgewinnung durch Kleinkinder oder das Rätsel der katastrophalen Entwicklung der aufklärerischen Gesellschaft, die die Hexenverbrennungen noch perfektioniert hat anstatt sie völlig auszurotten: das sind unsere Spielwiesen, dafür sitzen wir gerne nächtelang bei Wasser und Brot auf einsamen Felsen uns sinnen über das Universum und den ganzen Rest nach - wie zum Beispiel über den Tod des Benno Ohnesorg oder über 134 Milliarden Dollar, die sich in Luft auflösen.

Samstag, 28.1.2012. Eifel. Der Autor: Verschwörungstheoretiker. Ja – in der Tat. Das überrascht mich jetzt selbst – aber ich habe zu viele Fragen gestellt … zum Beispiel über den Absturz in Smolensk. Da erlaubte ich mir anzumerken, das – wenn man wirklich von Mord ausgeht – man in den Kreisen der Organisatoren des Fluges suchen sollte. In der Pharmaindustrie war es üblich, das die Geschäftsleitung immer getrennt flog – damit im Falle eines Unfalles nicht der ganze „Kopf“ im Eimer war. Warum das bei der polnischen Regierung anders gehandhabt wird, erschloss sich mir nicht ganz … aber so ist das halt: wir dürfen immer weniger fragen. Wie der nierenkranke Osama bin Laden und seine neunzehn Räuber mit Teppichmessern bis ins Herz des Kapitalismus vordringen konnten (während ich allein mit einem kleinen Schlüssel nicht durch die Kontrolle in Washington kam) und dort mit zwei Flugzeugen drei Gebäude vollständig vernichtete, bleibt mir bis heute ein Rätsel – wie auch die Tatsache, das man danach unbedingt den gerade nicht talibanfreundlichen Irak angreifen musste. Anderen war es auch ein Rätsel, warum WTC 7 einstürzte, weshalb sich der Abschlußbericht der Untersuchungskommission ja lange verschob. Die brauchten halt auch ihre Zeit, bis sie Theorien gebildet hatten, die unerklärliche Fakten in eine logische Reihe brachten.

Nun ist es ja so, das Philosophen gerne Rätsel lösen. Das ist unser Job – das Rätsel der menschlichen Existenz, das Rätsel des unausrottbaren Bösen oder der unausrottbaren Moral, das Rätsel der Wahrheitsfindung, das Rätsel der menschlichen Erkenntnisfähigkeit, das Rätsel der Sprachgewinnung durch Kleinkinder oder das Rätsel der katastrophalen Entwicklung der aufklärerischen Gesellschaft, die die Hexenverbrennungen noch perfektioniert hat anstatt sie völlig auszurotten: das sind unsere Spielwiesen, dafür sitzen wir gerne nächtelang bei Wasser und Brot auf einsamen Felsen uns sinnen über das Universum und den ganzen Rest nach – wie zum Beispiel über den Tod des Benno Ohnesorg oder über 134 Milliarden Dollar, die sich in Luft auflösen.

Die Geschichte des  Benno Ohnesorg ist kurz erzählt, hier aktuell im Spiegel:

Dieser Mann auf der Bahre, so erfuhr man in der Notaufnahme, hieß Benno Ohnesorg. Der Kriminalbeamte Karl-Heinz Kurras hatte ihn kurz nach 20.30 Uhr, umringt von Polizisten in Zivil und Uniform, im Innenhof eines Wohnhauses in der Krummen Straße mit seiner Dienstwaffe aus kurzer Distanz in den Kopf geschossen.

Das wäre Mord gewesen … wenn nicht Polizei und Krankenhaus den Täter gedeckt hätten … einen Täter, der sich später als DDR-Agent und Stasi-Spitzel entpuppte.

Schöne heile Welt, oder? Das der Arzt, der an Ohnesorg herumoperierte, um die Tat zu vertuschen, Sohn das Wirtschaftsministers gerade jenes folternden Schah war, gegen den Ohnesorg protestiert hatte und eigentlich am nächsten Tag mit dem Schah frühstücken wollte, erfährt man heute nebenbei.

Hätte ich damals behauptet, das sogar hochrangige Polizeibeamte den Mörder gedeckt haben – man hätte mich sofort wegen Paranoia eingesperrt. Dabei war die Wahrheit noch schlimmer, siehe Spiegel:

Auf einem weiteren bislang unbekannten Bild ist die Situation der Schussabgabe zu sehen. Dabei stützt sich Kurras mit der linken Hand auf einen Kollegen der Polizei, während er mit der rechten Hand schießt. Der Name des Kollegen ist offenbar gezielt aus den Akten herausgehalten worden, er wurde nie vernommen. Ebenfalls nicht vernommen wurden drei Schutzpolizisten, die wahrscheinlich noch nach dem tödlichen Treffer auf den bereits am Boden liegenden Ohnesorg eingeprügelt hatten. Ihre Namen sind bis heute nicht ermittelt.

Wer hätte das gedacht? Nun, heute, über vierzig Jahre später, dürfen wir das erfahren.

Damals hätte man mich für völlig verrückt erklärt, wenn ich behauptet hätte, das  Freunde des Schah von Persien zusammen mit der Berliner Polizei und Agenten der DDR deutsche Studenten ermordeten.

Wäre ja auch eine schreckliche Geschichte, die uns Angst machen würde, denn … wenn DIE das können, was können DIE dann noch?

Gehen wir mal nicht ganz so fern in die Vergangenheit und wenden uns der aktuellen Wirtschaftskrise zu. Wer weiß, was man in Zukunft darüber erzählen wird? Wer weiß, was Philosophen in vierzig Jahren über jenen kleinen Fall schreiben, der kürzlich viel Aufmerksamkeit erregte?

134 Milliarden Dollar waren in einem Bummelzug an der italienischen Grenze gefunden worden – das sind 40 Prozent des deutschen Bundeshaushaltes 2012 – … in einem einzigen  Koffer. Die geschmuggelten Papiere schienen echt gewesen zu sein:

„Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von rund 358 Millionen Euro scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität“, erklärte Oberst Rodolfo Mecarelli. Außerdem liege den Papieren eine umfangreiche Bankdokumentation im Original bei.

Der Fall wurde immer unheimlicher. Auf jeden Fall durften die Täter erstmal gehen:

Seither tüfteln zwei Geheimdienste, die italienischen Finanzbehörden, die US-Wertpapieraufsicht SEC und die japanische Botschaft in Italien. Japan versucht, mehr über die Identität der zwei Männer herauszubekommen. Beide sollen jenseits der 50 Jahre sein, sie seien mit legalen Papieren gereist und abseits der 134 Milliarden Dollar im Koffer nicht auffällig. Sie sind auch nicht mehr in Untersuchungshaft.

Ist ja auch völlig klar: der Schmuggel von 134 Milliarden Dollar vielleicht gefälschter Papiere – oder echter Papiere – ist ja ein Kavaliersdelikt. Außerdem nehmen seriös wirkende, vermögende Japaner gerne kleine Bummelzüge in Italien, wenn sie auf Geschäftsreisen sind … ist ja auch schön unauffällig, gerade, wenn man wirklich etwas schmuggeln will ist Unauffälligkeit ja ein wichtiges Gebot. Natürlich reisen Schmuggler auch immer unter echtem Namen – damit rechnen die Behörden nicht und man hat sie richtig hereingelegt:

Die italienischen Behörden haben nach früheren Angaben bereits den italienischen Geheimdienst und den Secret Service der USA über den rätselhaften Fund informiert. Die italienische Finanzpolizei hat die SEC gebeten, ihr Expertenwissen bei der Einschätzung der Wertpapiere einzubringen. „Was die Echtheit der Kennedy-Bonds angeht, haben wir noch Zweifel, aber die US-Staatsanleihen im Wert von je 500 Millionen Dollar scheinen glaubwürdig. Sie sind aus Filigranpapier von ausgezeichneter Qualität“, sagte Oberst Rodolfo Mecarelli von der Finanzpolizei Como. Außerdem liege den Papieren eine umfangreiche Bankdokumentation im Original bei. Genauere Auskünfte hoffen die Beamten innerhalb der nächsten Tage geben zu können. Dann wird auch eine verlässliche Aussage aus den USA erwartet.

„Sie sind aus Filigranpapier und von ausgezeichneter Qualität“. Leider sind sie falsch:

Stephen Meyerhardt vom US-Finanzministerium sagte laut „LA Times“, die sichergestellten Anleihen sähen nicht annährend wie US-Staatsobligationen aus. „Die sind eindeutig gefälscht“, so der Ministeriums-Experte. 

Das hört sich nach einer ganz plumpen Fälschung an. Eine Minute später erreichte damals die nächste Meldung die Medien – nochmal wurde Oberst Rodolfo Mecarelli zitiert, der sie nicht für eine plumpe Fälschung hielt.

Stephen Meyerhardt vom US-Finanzministerium hatte die Papiere nie selbst gesehen – er urteilte aufgrund von Aufnahmen, die im Internet veröffentlicht wurden.

So plumpe Fälschungen?

Worldcontentwoday klärt weiter auf – und verwirrt uns völlig:

Corriere di Como: Experten aus den USA sind in Como angekommen, um die Papiere mit den „perfekten Wasserzeichen“ zu untersuchen. Einige haben falsche Bärte, andere sind nicht sehr aussagekräftige Finanzbeamte. Die automatische Google-Übersetzung ist urkomisch.

ANSA, führende Nachrichtenagentur Italiens, bestätigt: Die Namen der schmuggelverdächtigen Japaner lauten Akihiko Yamaguchi und Mitsuyoshi Watanabe. Sie spekuliert, dass die Anleihen nach der Untersuchung in einer Schweizer Bank weggeschlossen werden, um den Handel zu schützen.

Leider kann ich die komische Übersetzung nicht nachvollziehen … es gibt keinen Artikel zu dem Link.  Wieso sperrt man eigentlich die Fälschungen in Schweizer Tresore … und wer garantiert, das findige Investmentbanker nicht schon längst damit Handel treiben? Fälschungen gehören in den Schredder – und nicht in den Tresor.

Auch sonst erfährt man, das man es mit der Aufklärung des Falles nicht sonderlich ernst nimmt:

Groteske Züge in dieser Affäre gibt es genug: Vergangenen Mittwoch fand in Como eine gerichtliche Anhörung statt, in der die beiden Verdächtigen, die mit den Wertpapieren erwischt wurden und längst wieder auf freiem Fuß sind, als Zeugen vernommen werden sollten. Doch zum Termin erschien – wer hätte das gedacht – nur deren Anwalt, der versicherte, mit den Japanern in Mail-Kontakt zu stehen. Er könne bloß nichts Genaues sagen, weil es erhebliche Übersetzungsschwierigkeiten gäbe.

Wie die nun aufgeklärte Geschichte um Benno Ohnesorg, an dem ein Freund des Schahs herumoperiert hatte, nachdem viele Polizisten für seine Ermordung Sorge getragen hatten, oder die Geschichte vom 11.9.2001 (über die wir auch erst in dreissig Jahren berichten dürfen), gibt es immer mehr Merkwürdigkeiten, die sich dem normalen Bürger nicht erschließen und die ganz schnell zu Verschwörungstheorien führen … die im Falle Ohnesorgs nie so schlimm waren wie die letztlich die Wahrheit selbst.

Wenn die Papiere so plump gefälscht waren … warum kamen dann überhaupt noch Menschen aus den USA nach Italien?

Dabei sollen die Fälschungen nach Ansicht des US-Finanzministeriums mit handelsüblicher Foto-Software aus 100-Dollar-Scheinen angefertigt worden sein. Zudem zeigten die angeblich aus den 60er Jahren stammenden Obligationen eine Raumfähre, die erst in den 80er Jahren ihren Jungfernflug absolvierte. Genügend Hinweise also, die die italienischen Experten hätte stutzig machen müssen.

Anderswo liest man, manche Bonds kämen aus dem Jahre 1998. Da gab es schon Raumfähren.

„Kenndy-Bonds gibt es nicht“ – so heißt es offiziell:

Zudem existierten Kennedy Bonds überhaupt nicht.

Andererseits scheint gerade das nicht zu stimmen – wenn ich der der International Business Times glauben darf:

Aus dem Bericht der italienischen Beamten geht nicht genau hervor, was für Wertpapiere mit „Kennedy-Bonds“ genau gemeint sind. Aus einer Universitätsstudie geht jedoch hervor, dass während J.F. Kennedy’s Regierungszeit tatsächlich Anleihen mit sehr hohem Nennwert bis zu 500 Millionen US-Dollar ausgegeben wurden.

Also gab es sie doch?

Schaut man sich die im Internet kursierenden Exemplare an … so wird einem Angst und Bange. Das würde selbst meine Oma nicht für echt halten … und die ist schon lange tot.  Will man mir ernsthaft klarmachen, das zwei Japaner (die vielleicht sogar Diplomatenpässe hatten oder ehedem hochrangige Mitarbeiter des japanischen Finanzministeriums waren) diesen Kitsch als Sicherheit bei einer Schweizer Bank hinterlegen wollten – einer Bank, die genug echte US-Anleihen hat, um direkt vergleichen zu können?

Wenn Sie aber Diplomatenpässe hatten – oder sich leicht welche hätten fälschen können – warum dann diese alberne Bummelzugnummer?

Mit Antworten zu diesen Fragen muss man nun vorsichtig sein … denn ganz schnell landet man in Gegenden, in denen sich kritische Geister nicht wohlfühlen, Gegenden, in denen böse (oft jüdische) Satanisten den letzten großen Krieg, die Schlacht zwischen Gog und Magog, China und den USA inszenieren wollen, einen Krieg, der vier- fünf Milliarden Menschen das Leben kosten soll und den eine humanistisch geprägte Drachengesellschaft verhindern will. Hitlers Tochter (ja, genau: Angela Merkel) spielt dabei auch eine Rolle.

Man ist geneigt, sich Aluminiumfolie um den Kopf zu wickeln, um nicht von Ufo-Nazis abgehört werden zu können – deshalb verlinke ich diese Gerüchte auch nicht weiter. Ist auch nicht nötig, denn die Bösen kommen ja jetzt alle vor Gericht, wodurch ihre Herrschaft ein Ende findet.

Was ist jetzt aber wirklich mit diesen Bonds, diesen Anleihen, die zufällig genau der Summe entsprechen, die Obama noch laut Wall Street Journal vom Märzt 2009 zur Rettung der Wirtschaft im Rahmen des TARP-Programmes übrig hatte?. Nun wird es erst recht unheimlich, denn … gefälschte Anleihen sind in Billionenhöhe im Umlauf – auch in den Safes der HBSC-Bank sind welche gefunden worden. Ja, richtig: Billionenhöhe, das sind tausende von Milliarden. Auch das wären dann … Schrottpapiere, die die Existenz von Banken gefährden, die „to big too fail“ sind.

Merkt man jetzt ein wenig, woher der Wind weht … jenseits satanistischer Massenmörder und Hitlers Kindern? Das es einen guten Grund gibt, jede Form von Verschwörungstheorie zu unterbinden, weil man an den gefälschten Bonds gut verdienen kann? Oder denkt man wirklich im Ernst daran, das diese philippinische Sekte, die unter anderem als Produzenten der Fälschungen angesehen werden, ihre Leute in die Schweiz geschickt hat – ohne sich sicher zu sein, dort interessierte Vertragspartner zu finden … die vielleicht nicht ganz so genau hinschauen? Man schaue sich nur mal die Skandale Schweizer Banker an … und schon weiß man, das man dort kooperative Freunde finden könnte, die alles als Sicherheit aktzeptieren, solange nur irgendwann ein europäischer Rettungsschirm dafür bezahlt.

Ja – dort landen dann letztendlich die Rechnungen.

Zurück zu Benno Ohnesorg. Irgendwie steht der für uns alle: wir sind alle ohne Sorg. Das heißt: Sorgen haben wir schon, Probleme sind genug da, nur über die Lösungen dürfen wir nicht nachdenken, ebensowenig über die Geschäfte, die um uns herum gemacht werden:

2002 haben doch tatsächlich Besitzer von suspekten Kennedy Bonds aus dem Jahr 1934 im Nennwert von 25 Milliarden Dollar versucht, die Federal Reserve Bank of Chicago auf die Rücknahme der Schätzchen zu verklagen

Sie sind natürlich damit voll auf die Nase gefallen, komischerweise hatte aber der Anwalt der FED im Anschluss erklärt, dass man von sich aus darauf verzichtet, weitere Ermittlungen wegen Betruges vorzunehmen, da niemand durch diesen offensichtlichen Unsinn ernsthaft zu Schaden gekommen sei. Die Reaktion der verblüfften Richter daraufhin wörtlich: „We are puzzled by this suggestion.

Auch wir sind etwas verwirrt, verdutzt, verwundert und verblüfft … haben aber jetzt gelernt, das man mit falschen Bonds gute Geschäfte machen kann. Billionengeschäfte.

Und was wir noch gelernt haben?

Das die Medien in Krisenzeiten versagen, weshalb wir als Bürger nur noch wie die US-Richter reagieren können: verwirrt, verdutzt, verwundert und verblüfft.

Und während wir so hilflos in der Gegend herumstehen, wird das große Rad weitergedreht: Griechenland verliert seine Souveränität – oder wird in völliges Chaos gestürzt.

Und wir? Halten uns für gut informiert. Wie Benno Ohnesorg glauben wir, es wäre in Ordnung, als deutscher Bürger in Deutschland gegen einen grausamen Tyrannen zu protestieren.

Heute wissen wir annähernd, wie naiv dieser Benno wirklich war. Ein kurzes Profil von ihm?

Anfang 1960 bewarb sich Ohnesorg beim Braunschweig-Kolleg, um dort das Abitur nachzuholen. In seiner Bewerbung gab er Kunsterzieher als Berufswunsch an und nannte als Interessengebiete moderne Malerei und Lyrik, klassische griechische und zeitgenössische Dramen sowie Kammermusik. Er erstelle Plastiken und Linolschnitte, besuche regelmäßig Klavierkonzerte und informiere sich regelmäßig über alle aktuellen Tendenzen der modernen Kunst.

Die Psychologin des Kollegs, Elisabeth Müller-Luckmann, bescheinigte ihm Sensibilität, Intelligenz, musisches Talent, Eigensinn und große Aufnahmefähigkeit. Er sei introvertiert und eher nachdenklich als tonangebend, habe aber „Ansätze, jemand zu werden, der nicht ganz alltäglich ist“

Introvertiert und eher nachdenklich: scheinbar gehört so was sofort erschossen. Und das damit der Geheimdienst der DDR durch eine gezielte Tat direkt zur Gründung der RAF begetragen hat … ist im Jahre 2011 für uns schon zu hoch.

Das heute andere Geheimdienste ganz andere Dinger drehen … erfahren wir schon lange nicht mehr.

Nur für die Resultate müssen wir zahlen. Und wer nachfragt … kommt ganz schnell in Gegenden, in denen man sich nicht wohlfühlen kann: wer Fragen stellt, der hält auch Angela Merkel für Hitlers Tochter und gehört  sofort in die Psychiatrie – wie früher Leute, die nicht an den Sozialismus glaubten.

 

 

 

 

 

 

 

„Nine-Eleven“, die Kultur von Ohnmacht und Angst und die Ethik der Förderer der Investmentbanker

In einer Diktatur sagt der Diktator wo es langgeht - egal, ob es nun ein Putschistenobrist ist, ein Revolutionsführer, ein Vorstandsvorsitzender oder ein Papst. In einer Diktatur wird Wahrheit einfach so gesetzt. Wenn der Diktator sagt: "Der Mond ist aus grünem Käse!", dann ist es die Aufgabe der Wissenschaft, nach Tatsachen zu suchen, die dies beweisen. Finden sie keine, werden sie geköpft - also finden sie welche. In einer Demokratie ist das anders. Hier werden Wahrheiten gemeinsam erarbeitet. Wie wichtig das für unser Zusammenleben ist, haben wir Deutsche schon mal erfahren. "Heute morgen hat Polen das Deutsche Reich angegriffen ..." war ein Satz, der schlimme Folgen für unsere Briefmarkensammlung und unsere Kleingärten hatte - von den Folgen für unser Leben, unsere Beine oder  unser Augenlicht mal ganz abgesehen. "Der Jude steckt hinter allem..." hatte schlimme Folgen für den Juden ... und das System, mit dem er vernichtet wurde, hatte schlimme Folgen für alle - ähnlich wie auch das System der ARGEn nochmal schlimme Folgen für alle haben kann. In einer Demokratie darf auch der dümmste Depp Fragen stellen - auch dumme Fragen - was das Aufkommen einer Expertendiktatur verhindern soll. Was aber ... wenn das Stellen von Fragen auf einmal verboten ist? Wenn es Themen gibt, an die man nicht rühren darf, weil es sonst Sanktionen gibt? Was ist, wenn man anhand der Sanktionen merkt, das aus außer den ARGEn noch andere Kontrollinstanzen gibt, die Sanktionen verhängen können?

In einer Diktatur sagt der Diktator wo es langgeht – egal, ob es nun ein Putschistenobrist ist, ein Revolutionsführer, ein Vorstandsvorsitzender oder ein Papst. In einer Diktatur wird Wahrheit einfach so gesetzt. Wenn der Diktator sagt: „Der Mond ist aus grünem Käse!“, dann ist es die Aufgabe der Wissenschaft, nach Tatsachen zu suchen, die dies beweisen. Finden sie keine, werden sie geköpft – also finden sie welche. In einer Demokratie ist das anders. Hier werden Wahrheiten gemeinsam erarbeitet. Wie wichtig das für unser Zusammenleben ist, haben wir Deutsche schon mal erfahren. „Heute morgen hat Polen das Deutsche Reich angegriffen …“ war ein Satz, der schlimme Folgen für unsere Briefmarkensammlung und unsere Kleingärten hatte – von den Folgen für unser Leben, unsere Beine oder  unser Augenlicht mal ganz abgesehen. „Der Jude steckt hinter allem…“ hatte schlimme Folgen für den Juden … und das System, mit dem er vernichtet wurde, hatte schlimme Folgen für alle – ähnlich wie auch das System der ARGEn nochmal schlimme Folgen für alle haben kann. In einer Demokratie darf auch der dümmste Depp Fragen stellen – auch dumme Fragen – was das Aufkommen einer Expertendiktatur verhindern soll. Was aber … wenn das Stellen von Fragen auf einmal verboten ist? Wenn es Themen gibt, an die man nicht rühren darf, weil es sonst Sanktionen gibt? Was ist, wenn man anhand der Sanktionen merkt, das aus außer den ARGEn noch andere Kontrollinstanzen gibt, die Sanktionen verhängen können?

Solche Erfahrungen kann man machen, wenn man einem zentralen Thema des 21. Jahrhunderts zu nahe kommt: den Anschlägen auf die New Yorker Zwillingstürme am 11.9.2001:

„Ich habe ganz oft gehört, von Kollegen auch in der Vergangenheit – aus dem Medien- und aus dem journalistischen Bereich, die sagten: ‚Bröckers, was Du da schreibst, das ist doch gar nicht so falsch, aber ich will damit nichts zu tun haben‘.“ 

So Matthias Bröckers, Autor und Journalist, zu Reaktionen zu seiner Arbeit am Thema nine-eleven in einem Beitrag von ttt, der hier in der ARD-Mediathek zu finden ist.

Das Thema ist tabu – aber das wissen wir ja. Matthias Bröckers erfährt dieses Tabu durch die Aussagen seiner Kollegen, wir erfahren es durch eine breite Medienfront, die – so Tillman Jens, Autor des ttt-Beitrages über Bröckers – auch ihm „mediale Prügel“ verabreichen wird, obwohl er nur Fragen stellt und keinerlei Theorien äußert.

Er hat das Tabu wohl nicht verstanden. Dem Tabu auf der einen Seite entspricht die Ohnmacht auf der anderen Seite, eine Ohnmacht, die Alt-Kanzler Schmidt zu drastischen Worten in der Zeit veranlassen:

Dabei ist das Wort Investmentbanker nur ein Synonym für den Typus Finanzmanager, der uns alle, fast die ganze Welt, in die Scheiße geritten hatund jetzt schon wieder dabei ist, alles wieder genauso zu machen, wie er es bis zum Jahre 2007 gemacht hat.

Hierzulande hätte die Politik schon lange erkennen müssen, dass die Struktur der deutschen Bankenlandschaft renovierungsbedürftig ist. Es ist nicht gut, dass deutsche Weltfirmen hinsichtlich der Finanzierung von großen Vorhaben und Investitionen von ausländischen Finanzinstituten abhängen.

Wenn zum Beispiel eine große, für uns wichtige Firma von einigen kapitalkräftigen Chinesen oder Ölscheichs übernommen würde, dann läge es wegen des Know-hows in dieser Firma und wegen der zukünftig zu erwartenden weiteren Forschung und Entwicklung im dringenden deutschen Interesse, dies zu verhindern und das Unternehmen in Deutschland zu halten. Aber dazu brauchte man zwei oder drei deutsche Großbanken, an die eine deutsche Bundesregierung sich im Notfall wenden kann!

Wichtige Worte eines wichtigen Mannes – eines Mannes, der Gast im Bohemian Grove war, jenem Ort, an dem die nach strengen Kriterien ausgesuchten Mächtigen der USA ganz unter sich sind und selbstverständlich überhaupt keine Politik machen, eines Mannes, der selbst Banker als Regierungsvertreter eingesetzt hat und sich nun darüber aufregt, das das nicht mehr geht weil die Deutsche Bank keine deutsche Bank ist.

Ohnmächtig dürfen wir zusehen, wie der Euro den Bach ´runtergeht, weil ihn internationale Hedge-Fonds im Einklang mit Ratingagenturen in eine unaufhaltsame Abwärtsspirale getrieben haben. Das dürfen ZDF-heute oder ARD-Monitor wiederum ganz offen berichten, wobei zu vermuten ist, das selbst die treuesten Systemschreiber langsam merken, das es auch um das Geld in ihren Taschen geht und das es letztlich nicht nur um 1000 Euro geht, die jede italienische Familie jetzt für die Krise zahlen muss, sondern um ALLES.

Wenn wir uns nur kurz einmal hinsetzen, nur kurz der Möglichkeit gedanklich Platz schaffen, das in der Tat nine-eleven der lange vorbereitete Startschuss zur Schaffung einer neuen Welt war, dann müssten wir uns auch der Möglichkeit stellen, das die laufenden Wirtschafts- und Währungscrashs, der Ausverkauf der Privatwirtschaft an die Mafia, die gezielte und absichtliche Vernichtung von Kaufkraft oder die fortlaufende Entwertung von Arbeit Teil der Entwicklung sind, einer Entwicklung, in der wir uns daran gewöhnt haben, das der Chef der BA bessere Betreuung für Langzeitarbeitslose anmahnt, gleichzeitig aber bundesweit die Agenturen einstampft, die diese Betreuung leisten sollen. So wird es verständlich, das Regierungssprecher auch kurz vor der Rente nochmal ein „Medientraining“ zum Tagessatz von 4500 Euro brauchen: um diese politischen Entwicklungen ohne Anfälle von schizophrenen Wahn verkaufen zu können, braucht man schon hochqualifiziertes Fachpersonal, das locker von seit 1976 geklauten Renten bezahlt werden kann.

Denken wir jetzt einfach mal kurz darüber nach, welche Geisteshaltung solche Entwicklungen fördert, dann … kommen wir in Gebiete, die Journalisten soviel Angst macht, das sie dem guten Herrn Bröckers durch die Blume sagen: „Rühr´ da nicht dran, das ist Tabu!“.  Während noch 2001 viele meinten, das uns das alles nichts anginge, das wir in keiner Weise etwas mit den Ereignissen von nine-eleven zu tun haben könnten, das die unseren Alltag nie berühren werden, müssen wir heute anders denken. Wenn die bröckelige „Bin-Laden-Story“ nur das Aushängeschild einer Aktion war, muss man davon ausgehen, das die wahren Täter weiter werkeln, gezielt die Immobilienkrise angeheizt haben, was zu weltweiten Sozialstaatsabbau und zu beständig fortschreitender Verarmung der Weltbevölkerung führt – eine Erfahrung, die Bürger in Deutschland teilen können.

Wir denken uns hier Menschen, die keine Skrupel haben, tausende von Mitbürgern einen grauenhaften Tod sterben zu lassen, um die politische Großwetterlage zu ändern.

Solche Menschen gibt es nicht?

„Osama bin Laden“ soll so einer gewesen sein. Roosevelt auch. Die Bush-Administration hat die ganze Welt mit Lügen über den Irak getäuscht, den Tod von einer Millione Iraker verursacht, ohne das sie auch nur annähernd die gleiche Ächtung erfahren hätte wie Saddam Hussein oder Bin Laden. Wir haben nach „nine-eleven“ alle akzeptiert, das „die“ das dürfen – und das wir über „die“ nicht reden dürfen.

Es waren Menschen, die konkret entschieden haben, die Regulierungen für Hedgefonds zu lockern, Menschen, die konkret entschieden haben, für Hundehütten in den USA Superkredite zu vergeben, Menschen, die konkret entschieden haben, mit diesen Mogelpackungen zu handeln und die genau wussten, das sie mit diesen Tricks Millionen von Menschen und ganze Volkswirtschaften in den Ruin treiben, in die Arbeitslosigkeit und die Abhängigkeit staatlicher Fürsorge.

Es sind Menschen, die beschlossen haben und auch weiterhin beschließen, diese staatliche Fürsorge dann immer weiter abzubauen, damit Billigstlöhne auf dem Arbeitsmarkt durchzusetzen sind und „Wohlstand“ weltweit zum Fremdwort wird.

Diese Menschen gibt es. Lauschen wir nochmal Helmut Schmidt:

Ich teile die Menschheit deshalb gern in drei Kategorien ein. Die erste Kategorie, das sind die normalen Menschen. Wir alle haben sicher als Jungs mal Äpfel geklaut, aber dann sind wir doch anständige Kerle geworden. Normale Menschen also, das sind vielleicht 98 Prozent. Zweite Kategorie, das sind die mit einer kriminellen Ader. Die gehören vor Gericht, und wenn sie schuldig gesprochen sind, dann gehören sie ins Gefängnis. Und die dritte Kategorie sind Investmentbanker und Fondsmanager.

Und wenn wir uns jetzt Menschen mit der Gesinnung eines Investmentbankers vorstellen und diese dann auf die Politik übertragen: ist es dann noch so unvorstellbar, das „nine-eleven“ noch ganz andere Hintergründe hat, weil es in der Tat Menschen gibt, die ohne zu zögern die ganze Weltwirtschaft an den Abgrund führen … wegen ein paar Wetten? Sollen wir wirklich glauben, das diese Menschen auf einmal anfangen, sich selbst zu bremsen?

Dürfen wir denn noch darüber nachdenken, das der Typus des „Investmentbankers“ bewußt und gezielt geschaffen wurde … weil er eben nicht als Naturgewalt einfach so vom Himmel fällt? Auch da gab es Menschen, die Pläne hatten und bewusst Entscheidungen gefällt haben: „geben wir doch einfach mal ein paar jungen, arbeitslosen, skrupellosen Charakteren ein paar Milliarden Dollar und lassen sie damit herumspielen“ – das war die Geburtsstunde des Investmentbankings in den achtziger Jahren. Viele seriöse Banker haben sich damals darüber aufgeregt … aber Menschen mit sehr viel Geld haben halt anders entschieden.

Wenn diese Menschen aber schon solche Entscheidungen fällen … was kann man denen sonst noch so zutrauen?

Nun,  Kriege, Massenmord, gezielte Vernichtung von Volkswirtschaften und Volksvermögen sind Taten, die schon öffentlich gemacht worden sind – und angesichts dieser Gräuel wäre „nine-eleven“ wirklich nur noch ein kleines Sahnehäubchen auf der Liste der Verbrechen. Würde es wirklich etwas ändern, wenn wir erfahren würden, das die gleiche Kreise, die den Irak-Krieg fabriziert haben (wie auch die Babymord-Lügen vor der UN beim ersten Irakkrieg), die Immobilienkrise einfädelten oder mit riskanten Staatskrediten hausieren gingen auch hinter „nine-eleven“ stecken?

Oder ist es nicht schon längst so, das wir aufgeben haben, weil wir schon längst gemerkt haben, das hier mit harter Hand durchgegriffen wird? Mit der harten Hand eines Diktators, der Wahrheiten setzt, wie es ihm gefällt, die Menschen in einer Kultur von Ohnmacht und Angst ersticken läßt aber nicht möchte, das man über ihn spricht?

Letzteres scheint mir eher zu erklären, warum es so einen Eiertanz um die Ungereimtheiten von „nine-eleven“ gibt und warum sich die Kollegen von Bröckers gerne so bedeckt halten. Wäre „nine-eleven“ „selbst gemacht“, so wäre es ein kleineres Verbrechen als der durch gefälschte Beweise herbeigeführte Irak-Krieg, aber die wahren Herren der Welt haben „nine-eleven“ mit einem Tabu belegt, zitiert nach „Gegenstandpunkt„:

„Wir müssen die Wahrheit über den Terror aussprechen. Lasst uns niemals frevelhafte Verschwörungstheorien in Zusammenhang mit den Anschlägen des 11. September tolerieren, boshafte Lügen, die bezwecken, die Schuld von den Terroristen selbst abzulenken, weg von den Schuldigen.“(Georg W. Bush, Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen, 10.11. 2001)

Wenn der Bote der Götter das sagt, sollten wir uns daran halten, oder?

Laut Spiegel (einem Nachrichtenjournal, das sich streng an die Bush-Doktrin hält und alle Gegner dieser Doktrin zur „Meschugge-Brigade“ erklärt) glauben bis zu 84% der Amerikaner nicht an die offizielle Theroie. Dafür glaubt aber Frau Bush daran, das die US-Delegation in Heiligendamm samt Präsident vergiftet wurde:

Wurden Laura und George W. Bush, bis Anfang 2009 „First couple“ der USA, während eines Deutschland-Besuchs vergiftet? Das vermutet die ehemalige First Lady höchstpersönlich: In ihren Memoiren berichtet sie erstmals, wie sie und ihr Gatte beim G-8-Gipfel in Heiligendamm 2007 mysteriös erkrankten.

Das zeigt deutlich, in welchen Kategorien man dort zu denken gewöhnt ist, was man dort auf höchster politischer Ebene für denkbar und möglich hält – und es weist ein wenig darauf hin, das man dort einen ganz anderen Erfahrungshorizont hat, als man uns nach viel teurem Medientraining verkaufen möchte.

Und je näher man dieser Wahrheit kommt, die verborgen bleiben soll, umso mehr Angst kann man bekommen … vor der Ohnmacht, die sich dann offenbart.

 

 

Nine-eleven, der US-Bankrott, Bohemian Grove und die Bimbesdiktatur

ch bin eigentlich kein Freund von Verschwörungstheorien. Einige sind sehr unterhaltsam, aber viele sind schlecht begründete Hypothesenberge. Der Mord an Kennedy war eine rühmliche Ausnahme, hier zeigt sich aber auch langsam, das die Propagandaskeptiker recht hatten. Nine-Eleven ist ja ein weiteres Highlight in der Verschwörerszene, auch hier gibt es - wie beim Kennedymord - gleich zu Beginn der Ermittlungen Ungereimtheiten in hohem Ausmaß. Dem Skeptiker reicht es zu sagen: "Das stinkt!", aber er bleibt natürlich die Antwort schuldig, wer es denn dann war wenn nicht Osama Bin Laden und seine neunzehn Räuber.

Ich bin eigentlich kein Freund von Verschwörungstheorien. Einige sind sehr unterhaltsam, aber viele sind schlecht begründete Hypothesenberge. Der Mord an Kennedy war eine rühmliche Ausnahme, hier zeigt sich aber auch langsam, das die Propagandaskeptiker recht hatten. Nine-Eleven ist ja ein weiteres Highlight in der Verschwörerszene, auch hier gibt es – wie beim Kennedymord – gleich zu Beginn der Ermittlungen Ungereimtheiten in hohem Ausmaß. Dem Skeptiker reicht es zu sagen: „Das stinkt!“, aber er bleibt natürlich die Antwort schuldig, wer es denn dann war wenn nicht Osama Bin Laden und seine neunzehn Räuber.

Nach vielen Hinterhältigkeiten traut man ja der US-Regierung bzw. den die Regierung dirigierenden Kreisen ja eigentlich alles zu. Nachdem ich einige Bücher zum Thema nine-eleven gelesen hatte, war ich sehr unsicher, ob ich der Regierungspropaganda noch Glauben schenken sollte. Zu plausibel war die Argumentation der Gegenseite, zu groß der Gewinn für den „militärisch-industriellen Komplex“, vor dem schon Eisenhower gewarnt hatte (und der ja auch im Kennedymord als Täter in Frage kommen sollte, Motiv: 10000 Hubschrauber für den Vietnamkrieg), zu verlockend die Vorteile für imperiale Machtpolitik.

Ich hatte aber auch gesagt: wenn „die“ das wirklich waren, dann war Bush der letzte Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Wenn es wirklich eine Clique von Supperreichen und ihrer Funktionelite in Politik, Wirtschaft und Medien war, die sich ein „neues amerikanisches Jahrhundert“ zurechtklopfen wollten, dann dürften sie niemals riskieren, das andere Menschen an die Macht kommen. Ich weiß, auch zu dieser Position gibt es Gegenargumente, wie  zum Beispiel das Argument, das die einfach alles und jeden kaufen. Der Spiegel informiert ja heute darüber, wie die Funktionselite der Superreichen sogar Grüne in mit Kernkompetenzen kaufen kann:

Die Industrie hat früh erkannt, wie wichtig gut vernetzte grüne Politiker sind, um für sie Lobbyismus zu betreiben. Dabei setzt die Industrie darauf, dass mit viel „Bimbes“ (Ausdruck von Helmut Kohl für Geld) sich grüne Funktionsträger auch dann gewinnen lassen, wenn sie einst für diametral entgegengesetzte Zielsetzungen standen. Nur so ist zu erklären, dass Jens Katzek auf einmal – von heute auf morgen – für genveränderte Pflanzen lobbyierte.

Auch Grüne sind nicht mehr unbedingt immun gegen den schnöden Mammon.

Spannend an diesem Absatz ist der Ton, in dem er verfasst ist. Keine Empörung, keine Verurteilung, sondern eher die Genugtuung: die also auch. Der gab mir – nebenbei erwähnt – schon sehr zu denken. Wie normal ist Korruption eigentlich schon in Staat, Wirtschaft und Medien? Steht inzwischen hinter jedem Funktionsträger in Wirtschaft, Regierung und Partei ein Lobbyist … mit dem nötigen Bargeld? Mich würde es entsetzen, wenn gewählte bundesdeutsche Politiker ihre Ideale für Geld verraten. Das wäre das Ende der Demokratie und der Anfang der Bimbesdiktatur.

Trotz dieser häßlichen Entfaltungen der Berliner Bananenrepublik war ich aber ob der Wahl Obamas beruhigt. Niemals hätte einer Verschwörerclique einen solchen Mann an die Macht kommen lassen dürfen. So beliebt wie der angeblich war räumt der nachher noch den Saustall auf. Wenn der Mann Präsident wird, dann gibt es viele, die sich sicher sind, nichts zu verlieren zu haben und damit sinkt die Wahrscheinlichkeit einer Regierungsverschwörung für nine-eleven. Es ist immerhin ein Riesenland mit einer felsenfesten demokratischen Tradition (ganz anders als unser Deutschland, muß man hier mal sagen), dort darf man sogar noch den Sheriff wählen und ganz normale Bürger urteilen über Schuld oder Unschuld. Hier gibt es viel Potential für Widerstand (ganz anders als in Deutschland, muß ich hier nochmal sagen), viel demokratischen Geist (ganz anders als in … ach, lassen wir das).

So dachte ich jedenfalls.

Dann jedoch … las ich beunruhigende Meldungen aus den USA. Zuletzt heute im Manager Magazin:

Am Montag wird der Schuldenberg der USA die festgelegte Obergrenze von 14,3 Billionen Dollar wohl erreichen. Sollte der Kongress keine neuen Schulden erlauben, stünden die USA vor der Pleite und dem Finanzsystem drohe der Kollaps, warnte US-Präsident Barack Obama am Sonntag.

Kaum zu glauben, das die das wirklich ernst meinen, oder? Kaum vorstellbar, das diese Fakten keine größeren Wellen schlagen. Nicht auszudenken, das wir heute mal wieder mit Füllnachrichten überschüttet werden, während sich jenseits des Atlantik das Schicksal der Weltwirtschaft entscheidet. Da müsste doch normalerweise – wenn es sich nicht nur um Theaterdonner handelt – jede Tageszeitung ganz dick auf der ersten Seite stehen haben:

WELT AM ABGRUND!

Stattdessen berichtet man über die Vergewaltigungen von Hotelpersonal durch Funktionseliten der Superreichen. Als würde das nicht jeden Tag geschehen. Als wäre das aber nicht schlimm genug, erweckt die Entwicklung jedoch wieder meine alte Skepsis an nine-eleven, denn auf einmal paßt wieder alles zusammen, wird sogar noch besser.

Ich hätte – wenn die Skeptiker recht behalten hätten – mit einem Militärputsch gerechnet. Pläne dazu gab es (wenn der Dow Jones 7000 Punkte erreicht), sind in diversen Büchern beschrieben worden. Nur so wäre sicher zu stellen, das das größte Verbrechen der US-Geschichte geheim bleibt. Was aber jetzt geschieht, ist noch viel besser: der Staatsbankrott eliminiert auf elegante Weise alle Kritiker, Skeptiker und Demokraten, sogar die, die nicht ab Morgen für eine Suppe anstehen müssen. Und noch besser: es war ein Demokrat, der den Staat USA an die Wand gefahren hat. Ein NEGER!!!

Ich höre doch das Geschrei des Ku-Klux-Klan schon bis in die Eifel hinein!

Kaum vorstellbar, das Menschen solche Pläne schmieden könnten, oder? Es sind die gleichen Charaktere, die Zimmermädchen vergewaltigen. Da geht es nicht um SEX, da geht es um MACHT, um den Spaß an Erniedrigung, Demütigung und Gewaltausübung, kurz: um Hartz IV.

Die gesamte Zivilgesellschaft wird in ein unglaubliches Chaos gestürzt.

Wem das nützt?

Nun, zum Beispiel allmächtigen superreichen Menschen, die Spass an der Zerstörung haben. Solchen Charakteren, die Zimmermädchen zum Sex zwingen und arbeitslosen Müttern und Behinderten die Regelsätze auf Null streichen. Solchen Psychopathen, die im Bohemian Grove unerklärliche Riten vor einer Eulenstatue abhalten, einer Statue, die für die kinderfressenden Dämonengöttin Lillith steht, nehme ich mal an. Immerhin gibt es sonst kaum mythologische Zusammenhänge zwischen Eulen und dem „verbrennen der Sorge“ in Form eines symbolischen Kinderopfers. Ist eine Riesenschau, für Helmut Schmidt das beste druidische Ritual, das er je erlebt hat … was gewisse Einblicke in die Freizeitgestaltung von Sozialdemokraten gibt.

Solche Leute könnten allein den Untergang der USA als „Riesenevent“ feiern. Verrückt genug scheinen sie zu sein. Und Macht würden sie nicht verlieren. Die Armee ließe sich als Ordnungsmacht schnell installieren, nebenbei arbeitet man ja erfolgreich an Ersatzstrukturen, siehe Handelsblatt:

Mit einer privaten Söldnerarmee will Scheich Mohammed künftig Bürgerrevolten niederschlagen lassen. Besonders pikant: Verantwortlich für die 800 Mann starke Truppe ist der amerikanische Blackwater-Gründer Erik Prince.

So ist die reale Macht über das Volk gesichert.

Und welche Beute lockt noch, ausserhalb des hemmungslosen Auslebens perverser Triebe? Der Zugriff auf das gesamte Erbe der Menschheit, siehe Manager Magazin:

Spekulationen über die Verpfändung von Mittelmeerinseln oder historischen Monumenten wie der Akropolis in Athen wies der Regierungschef brüsk zurück: „Ich will eine Sache hinzufügen, in der wir sehr empfindlich sind“, sagte er. „Uns vorzuschlagen, eine Insel oder ein Monument als Pfand zu hinterlegen, ist geradezu eine Beleidigung. Das Volk erwartet, dass unser Wort und unsere Taten genug Garantien geben.“

Man will alles haben, was den Menschen lieb und teuer ist. ALLES. Man wird gottgleich … und vielleicht sogar unsterblich, wenn man nur genug Geld aufgehäuft hat, damit die medizinische Funktionselite die biologische Grundlage dazu liefern kann. Alle kulturellen Errungenschaften, alle heilen Naturlandschaften, alle Rohstoffe.

Um einen solchen Coup zu starten, braucht man … viel Bewegung. Die bekommen wir ja gerade – durch die EU, durch die arabischen Revolten, durch die Wirtschaftskrisen oder einfach auch durch die Globalisierung, was der Osten Deutschlands gerade erlebt: siehe Manager Magazin:

Wenn Unternehmen wegen niedriger Löhne nach Polen und Fachkräfte wegen höherer Löhne nach Westdeutschland ziehen, bleibt nicht viel

Sehe ich mir diese Entwicklung an, fange ich wieder an den Skeptikern der Konzernpropaganda mehr zu glauben. Lege ich die gelebte Kultur des Bohemian Grove als Standard für die geistige Verfassung der US-Elite, dann wird mir Angst und Bange. Wenn mein Nachbar einmal im Jahr solche Partys im Garten feiern würde, würde ich auch die Kinder hereinholen.

Man weiß ja nie, wann die anfangen, echte Kinder/Menschen zu verbrennen, um ihre Sorgen/ihre Verantwortung loszuwerden. Wer so etwas jedes Jahr am Modell übt, bekommt ja vielleicht auch mal …. Lust auf mehr.


Haarp, 9/11 und das endgültige aber unmerkliche Ende Europas

Es vergeht mitlerweile kaum ein Tag, an dem nicht äußerst denkwürdige Nachrichten über den Bildschirm flackern, allerdings in den „etablierten“ Medien keinen Wiederhall finden und in einer Flut von Bagatellmeldungen untergehen. Zum Beispiel diese hier aus Shortnews:

Im Auftrag des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Khalifa bin Zayed Al Nahyan, ist es einem Forschungsteam gelungen, große Gewitterstürme über der Wüstenregion in Abu Dhabi auszulösen. In dieser Region gibt es zu der Zeit des Experimentes normalerweise keinerlei Niederschlag.

Die Wettermanipulation wurde durch ein überdimensionales Feld von großen Ionisatoren ausgelöst. Die Firma Metro Systems International aus der Schweiz stellte die notwendige Technologie zur Verfügung, durch welche negative Ionenwellen erzeugt werden können.

In der unteren Atmosphäre werden Staubpartikel angezogen, welche eine Kondensation auslöst, durch die wiederum Regen entsteht. Vergleichbar ist dieses System mit dem von den USA geheim gehaltenen „HAARP“ (High Frequency Active Auroral Research Program), welches oft für Verschwörungstheorien sorgte.

USA hat Megablizzard, Australien freut sich darüber, das der Taifun die Reste der vorherigen Flut fortgeblasen hat, auch in Deutschland jagt ein Wetterrekord den nächsten … und wir erfahren nebenbei, das irgendwelche wahnsinnigen Wissenschaftler in nie dagewesenem Ausmaß das Wetter manipulieren können?

Wäre das nicht mal eine kritische, unabhängige Überprüfung wert? Genauso wie diese folgenreiche Geschichte um 9/11, die ja bald zehn Jahre danach immer noch sehr sagenumwoben und voller rätselhafter Widersprüche ist, wie Hintergrund aktuell berichtet:

So ergibt sich ein für viele US-Amerikaner erschreckendes Bild: die Behörden, die sie vor den Terroristen schützen sollen, haben trotz einer ganzen Palette an konkreten Hinweisen nichts unternommen. Dabei waren die Warnungen ausländischer Geheimdienste vor Anschlägen in den USA, bei denen entführte Flugzeuge genutzt werden sollen, eindringlich, umfassend und konkret.

Das Weiße Haus erhielt Dutzende solcher Warnungen. Diesen nicht eindringlich nachgegangen zu sein, lässt sich kaum mit unbeabsichtigten Versäumnissen der Beamten erklären. Denn spätestens der 11. September selbst hätte der Weckruf sein müssen, konsequent zu agieren und den Spuren nachzugehen. Wie aber der Fall des Trios aus Katar oder der verdächtigen Gruppe, die Flug 23 gebucht hatte, zeigt, war selbst nach 9/11 das Interesse gering, die mutmaßlichen Hintermänner und Co-Konspirateure zu verfolgen.

Warum sollte man auch die Täter verfolgen … wo sich doch laut diesem Artikel zeigt, das Bin Laden nur „im Auftrag“ gehandelt hat. Vielleicht im Auftrag genau jener Strukturen, die auch laut ORF den Ägyptischen Diktator Mubarak finanzierten:

Von fragwürdigen Immobiliengeschäften ist die Rede, das große Geld soll aber vor allem von Deals mit ausländischen Konzernen stammen, die ihren Beitrag an Mubarak abliefern mussten, wollten sie im Land investieren.

Wäre es nicht mal sinnvoll zu schauen, woher das ganze Geld stammt – und wer warum welche Gelder in welche politischen Entscheidungen fließen läßt? Wäre das alles in Krimi, so würden wir erstmal schauen: wem nutzt das. Wer das Wetter manipulieren kann, der hat die Hand auf dem Essen der Menschheit. Wer Terroranschläge organisieren kann, bestimmt die politischen Strömungen und kann  Kriege manifestieren, in die man sogar die lange brav gewesene Bundeswehr erfolgreich einbinden kann.

Wir haben nicht mehr viel Zeit, um uns um die Absichten jener zu kümmern, die mit ein wenig Vulkanasche ganze Lufträume sperren können, die mit einem Knopfdruck das Wetter über unseren Äckern bestimmen und uns mit einem anderen Knopfdruck wirtschaftlich ruinieren könnten … laut Spiegel ist das Ende Europas recht nahe gerückt:

Griechenland und Irland mussten schon die Hilfe anderer Euro-Länder in Anspruch nehmen, Portugal sperrt sich noch, gilt aber als nächster Kandidat. Und dann? Ist dann Schluss? Oder greift die Euro-Krise auf den großen iberischen Nachbarn über?

Das wäre ein Alptraum. Spanien wäre eine Nummer zu groß für den 750-Milliarden-Euro-Rettungsschirm – die Euro-Krise geriete vollends außer Kontrolle. „Mit Spanien steht und fällt alles“, sagt Commerzbank-Analyst Christoph Rieger.

Und die spanische Katastrophe ist – wie augenscheinlich auch das Wetter, die Weltpolitik und die Börse – ein hausgemachter Schwindel:

Es war ausgerechnet die Einführung des Euro, die den Grundstein legte für jene Entwicklung, die heute die gesamte Gemeinschaftswährung zu sprengen droht: Spanien kam mit einer zu niedrig bewerteten Peseta in die Union. Und die Zinsen, die sich fortan an der Entwicklung des gesamten Euro-Raums orientierten, waren für das Land viel zu niedrig.

Die Folge war ein zügelloser Bauboom: In den wilden Jahren entstanden in Spanien 800.000 Wohnungen jährlich, mehr als in Deutschland, Italien und Frankreich zusammen.

Sollen wir glauben das hochbezahlte Experten „zufällig“ eine so wichtige Währung wie die Peseta zu niedrig bewertet haben? Sollen wir mal nachforschen, welche Beförderungen und Folgeaufträge diese Experten im Folgenden bekommen haben? Dafür ist wahrscheinlich keine Zeit mehr, denn die Märkte reagieren schon, wie man im Spiegel nachlesen kann:

Zu den europäischen Spitzenmetropolen zählen viele deutsche Städte. Allerdings hat München seine Top-eins-Position verloren. Die größten Erträge erwarten die befragten Experten nun für Immobilieninvestments in Istanbul

Schon eine kleine Sensation. Wäre einen Riesenartikel wert … der aber als Aufschwungsgefährdung eingestuft werden könnte. Ehrlich … wenn ich euch sagen würde, ich habe meine Eigentumswohnung in München gegen eine in Istanbul getauscht … ihr würdet mich doch für ein kleines bischen Ballaballa halten, oder?

Der neue Wind hat aber nicht nur die Immobilien erfaßt. Wer global schaut, fängt an, das Abendland abzuschreiben, wie die Märkische Allgemeine berichtet:

Moody’s Investors Service sieht in Asien Raum für Heraufstufungen der Bonitätsnoten einiger Länder, während der Ausblick für Europa recht düster eingestuft wird.

Istanbul … liegt nur noch halb in Europa. Die andere Hälfte ist … in Asien.

Wer aber nun meint, das sein alles nur Angstmacherei, eine zufällige Verkettung unglücklicher Nachrichten, dem sei versichert, das man laut Spiegel ganz real an der Vernichtung der europäischen Wirtschaftsordnung arbeitet:

Die Gewerkschaft IG BAU schlägt Alarm: Sie wettert gegen einen Brüsseler Richtlinienentwurf laut dem Arbeitnehmer aus Drittstaaten in die EU entsandt werden können – und warnt vor Billigarbeiter-Strömen aus China.

Was das in Euro monatlich heißt, ist schon beeindruckend:

Drittstaatler können von einem EU-Staat an Firmentöchter oder Kunden in anderen EU-Länder weitergereicht werden. Chinesen, die zuerst zum Beispiel in Rumänien zum dortigen Mindestlohn von monatlich 175 Euro arbeiten, könnten dann zum selben Tarif in Deutschland beschäftigt werden.

Also … bei 175 Euro im Monat für einen Vollzeitjob kann man sich vorstellen, was dann noch für Hartz IV-Abhängige gezahlt werden darf, um das Lohnabstandsgebot einzuhalten. Jetzt kann man sich aber auch vorstellen, was wirklich hinter dem Gerede vom Fachkräftemangel steckt – man schielt auf die 200 Millionen Wanderarbeiter aus China.

Man merkt langsam, das es angesichts dieser Gewalten kaum noch was bringen dürfte, protestierend auf der Straße zu stehen. Und selbst wenn doch … so eröffnet die langjährige Diskriminierung von Arbeitslosen und ihren Kindern ganz neue Perspektiven zur Disziplinierung der Bevölkerung. Ganz schnell kann sich der Spieß umdrehen und der Spießbürger steht am anderen Ende des Gewehrlaufes – das ist ein bislang kaum beachteter Nebenaspekt der Agenda 2010, auf den ich ohne die Vorfälle in Ägypten nicht gekommen wäre – hier dazu der Bericht aus der TAZ:

Die Regierung versucht die Demonstranten einzuschüchtern. Die „Baltagija“, die „Axtträger“, bilden die Vorhut. Sie sind wie Söldner und gehören zu den Ärmsten der Armen.

Das ginge in Deutschland nicht? Noch nie gemerkt, wieviel Wut, Hass und Zorn die Ungerechtigkeiten der Agenda 2010 in diesem Land erzeugt haben? Wie viele normale Bürger mit normalmenschlichen „Vermittlungshemmnissen“ schikaniert, gedemütigt und entwürdigt werden? Nicht gemerkt, das 1,8 Millionen Kinder völlig ungerechtfertigt mit der „Strafe“ Hartz IV überzogen worden sind?

Ganz nebenbei erzeugt die Agenda 2010 – natürlich völlig unbeabsichtigt, weil Entscheidungsträger der Wirtschaft ihre Entscheidungen immer auswürfeln und niemals einen Plan verfolgen – eine Verfügungsmasse von entrechteten, zornigen Menschen, die nichts mehr zu verlieren noch irgendeine Zukunft haben.

Was würde geschehen, wenn jemand sagen würde: „1000 Euro auf die Hand, wenn ihr dem asozialen Berliner Bürgerpack mal ordentlich aufs Maul haut“. 1000 Euro ist das vierfache des monatlichen Regelsatzes für Jugendliche. Für noch nicht mal ein Prozent der Geldsumme, mit der die HRE-Bank gerettet wurde, hätte man schon mal eine Million Schläger auf deutschen Straßen, Menschen, die einen – gerechten – Zorn auf ihre wohlsituierten Mitmenschen haben, weil sie mit Armut und Verachtung für die Vermittlungshemmnisse ihrer Eltern bestraft wurden und auf politischer Ebene immer weniger Anerkennung ihrer Situation finden.

Den SA-Mann gewann man auch mit Suppe. Suppe war damals für einen Teil der Bevölkerung ein hohes Gut. Wir sind auf dem besten Wege, wieder dort zu landen. Und das soll alles Zufall sein?

Manchmal habe ich den Verdacht, das wir wohlinformierten Bürger nicht die geringste Ahnung haben, was dort draußen eigentlich alles los ist. Wir haben ja noch nicht mal ein Beschäftigungswunder – sogar das war laut VDI gelogen:

Arbeitsmarkt: Ökonomen halten den Optimismus des Bundeswirtschaftsministers für übertrieben. Weder ist das Beschäftigungsvolumen gestiegen noch werden die Arbeitnehmer deutlich mehr Geld für den privaten Verbrauch übrig haben.

„Wer jetzt von Boom redet, der verkennt die Situation“, sagt Stefan Kooths vom Kieler Institut für Weltwirtschaft. Dieses Institut berät auch die Regierung.

Und wie verarbeitet die Regierung diesen Rat?

„Der wirtschaftliche Aufschwung ist insbesondere ein Beschäftigungsaufschwung“, heißt es im aktuellen Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung.

Wenn die über Haarp und „nine-eleven“ genauso Wirklichkeitsnah informieren … dann erwarte ich das Ende Europas zum Jahresende, wenn Spanien fällt – und vielleicht sogar eine blitzschnelle Übernahme der gesellschaftlichen Strukturen durch chinesische Investoren. Es ist völlig unglaublich – aber nicht mehr undenkbar – das Ende 2012 die chinesische Flagge über Berlin weht. Schlechtes Rating, zerstörter Arbeitsmarkt, staatliche Zahlungsunfähigkeit – wie schnell das geht, haben wir letztes Jahr gesehen.

Und mal ehrlich: es würden doch viele jubeln, wenn die Befreier kommen, die Menschen jener erfolgreichen, alten Kulturnation, die uns von der Diktatur der Parteien und der Zinsknechtschaft befreien würden, die wieder soziale Gerechtigkeit herstellen und ein erfolgreiches Wirtschaftsmodell implantieren, das uns wieder wertschaffende Arbeit anstatt verblödende „Beschäftigung“ verspricht – oder hat man die Umfragen schon vergessen, die belegen, das die Mehrheit der Deutschen von der asozialen Murkswirtschaft die Nase gestrichen voll hat – und immer mehr auch von der seltsamen Abart der Demokratie, die wir versuchen zu leben?

Nun – vielleicht geschieht das nicht 2012.

Aber 2022.




Weltkrieg 3: Made in USA

Man macht sich ja als Vater so seine Gedanken. Zum Beispiel über die Zukunft. Früher war es üblich, sich sogar schon vor der Geburt Gedanken über die Zukunft zu machen, eine Einstellung, die sich als ganz nützlich bewies. Manche waren in den Siebzigern der Meinung, das es unverantwortlich sei, „in diese Welt“ Kinder zu setzen. Ich war anderer Meinung. Ohne Kinder gibt es keine Zukunft, das ist schon mal sicher. Doch selbst wenn man die Perspektive ausschließen möchte, selbst in irgendeiner Weise am Elend seiner eigenen Kinder beteiligt zu sein, das ihnen in dieser Welt wiederfährt, so gibt es doch außerhalb der Dimension der Politik ein unendlich reiches Leben, welches lediglich durch Kriege in Gefahr geraten könnte – und Kriege hielt ich für ausgeschlossen.

Ende des zwanzigsten Jahrhunderts konnte doch wirklich niemand mehr ernsthaft daran denken, die Grauen von 1914 oder 1939 zu wiederholen. Immerhin gab es Fernsehen – eine, wie ich meinte, wunderbare Erfindung, die es Menschen erlaubte, sich einen lebhaften Eindruck von der Vergangenheit zu machen, realistische Bilder von Kriegen zu sehen, die ihnen die Lust an dieser Veranstaltung für immer und ewig nehmen würden. Kriege – erst recht in großem Ausmaß – hielt ich für unmöglich.

Heute sehe ich das anders – heute muß ich es anders sehen. Ich hatte mich vertan, mich verrechnet. Zum einen wiederholt sich etwas, was schon 1914 zu beobachten war: junge Leute, die den Krieg nicht kannten, deuten ihn als heroisches Abenteuer, das – selbstverständlich – alternativlos im Dienste höherer Ziele anzustreben ist.

Zum anderen gibt es doch noch eine verbliebene Macht, die mit Gewalt Weltherrschaft ausübt und in diesem Zusammenhang auch jederzeit bereit ist, große Kriege vom Zaun zu brechen – und das ist gerade die Macht, die öffentlich als Garant für Menschenrechte und Demokratie verkauft wurde: die USA.

Sie sind in ihrer Agressivität wohl bald durchaus zu vergleichen mit dem Dritten Reich Hitlers – jedenfalls wenn ich die neuen Enthüllungen von Wikileaks ernst nehmen soll, die man zum Beispiel bei wsws findet:

Depeschen des US-Außenministeriums, die WikiLeaks veröffentlicht hat, haben Geheimpläne der Nato für einen Krieg gegen Russland wegen der baltischen Staaten unter der Führung der USA aufgedeckt.

Die Geheimpläne sprechen klar und deutlich von den Vorbereitungen auf einen umfassenden Krieg mit Russland. Sie sahen für den Fall eines russischen Einmarschs in eine der ehemaligen baltischen Sowjetrepubliken die sofortige Entsendung von neun amerikanischen, englischen und deutschen Divisionen sowie polnischen Truppen vor.

Das westliche Demokratien ernsthaft daran gedacht haben, einen dritten umfassenden Krieg gegen Russland zu führen, würde ich unter normalen Umständen nicht glauben. Es widerspricht allem, wofür diese Länder stehen…..bzw. mal gestanden haben. Die Zeiten, wo man drauf vertrauen konnte, das Vernunft und Demokratie sich von ganz alleine durchsetzen werden, sind wohl spätestens seit der Einführung der Agenda 2010 vorbei. Hier konnte jeder auf einmal in aller Deutlichkeit vor der eigenen Tür sehen, das man Menschenrechte mitten in einem „demokratischen Staat“ einschränken kann, das der Souverän – sofern er der staatliche verordneten Arbeitspflicht nicht nachkommt – mit Hausarrest und sozialer Ausgrenzung seiner Kinder bestraft wird … Umgangsformen wurden etabliert, wie sie in totalitären Staaten üblich sind.

Wo so ein Geist herrscht, da wirft man auch gern Bomben auf die Nachbarn.

Am 5. Dezember gelangte Material an die Öffentlichkeit, das den zerrütteten Zustand der internationalen Beziehungen angesichts der sich verschärfenden globalen Wirtschaftskrise deutlich werden lässt. Insbesondere die sich im Niedergang befindliche Weltmacht USA setzt alles daran, ihre Vorherrschaft gegenüber aufkommenden Rivalen, wie z.B. China, zu retten. Dieser Konflikt ist Kern einer Meldung des Außenministeriums vom 24. März 2009, die über ein Treffen des damaligen australischen Premiers Kevin Rudd mit der amerikanischen Außenministerin Hillary Clinton bei einem Besuch in Washington berichtet.

Rudds Antwort beseitigt alle Illusionen: Er bezeichnete sich als “brutalen Realisten hinsichtlich Chinas.” Wie er ausführte, widmeten die australischen Geheimdienste der zunehmenden militärischen Stärke Chinas ihre volle Aufmerksamkeit und Australien werde „als Reaktion auf Chinas zunehmende Gewaltoptionen“ seine Seestreitkräfte im Südpazifik ausbauen. Er sagte, die USA und ihre Verbündeten müssten sich bemühen, China in eine von Amerika dominierte Struktur zwischenstaatlicher Beziehungen in der asiatisch-pazifischen Region einzubinden, und „sich gleichzeitig auf die Anwendung von Gewalt vorbereiten, falls das alles schief geht.“

So reden dort gewählte demokratische Politiker. Vom Ton her kein Unterschied zum Denken nazi-deutscher Panzergeneräle.

„Wenn es dem Esel zu gut geht, dann geht er aufs Eis“, sagt der Volksmund. Jetzt wundert es mich auch nicht mehr, das der Konflikt mit Nordkorea nicht zur Ruhe kommt: da es schon Pläne für ein „Korea der Widervereinigung“ gibt (Pläne, die von Peking energisch abgelehnt werden).

Der Autor des Artikels bei wsws sagt es deutlich:

Dieses Gespräch erinnert an die geheimen Diskussionen zwischen Großmächten in den Jahrzehnten vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg, als diese um Machtpositionen und Einflusssphären rangen und gleichzeitig ihre Streitkräfte auf den ultimativen Kampf um die Vorherrschaft in Stellung brachten. In beiden Perioden wurden lokale und regionale Spannungen – auf dem Balkan, im Mittleren Osten und in Nordafrika – zum Zünder für einen weltweiten Konflikt.

Hier ringen schon längst nicht mehr Demokratien um ein friedliches Miteinander, hier positionieren sich Armeen zum Schlagabtausch, hier laufen Großmächte frontal aufeinander zu.

Der Kampf um Macht und Einfluß wird dabei mit einer unglaublichen Skrupellosigkeit geführt, bei der Menschenleben – hier bei „Zentrum der Gesundheit“ keine Rolle spielen:

Informationen, die einigen WikiLeaks-Berichten zu entnehmen sind, enthüllen eine mögliche Verschwörung der US-amerikanischen Regierung mit dem Ziel, gentechnisch veränderte Nahrungsmittel (GMO, engl.: genetically-modified organisms) auf dem afrikanischen Kontinent zu verbreiten und sich gleichzeitig die Bodenschätze Afrikas zu sichern.

Auch wenn die Dokumente bei Wikileaks keine Aussagen zu dem Thema machen: Geist und Denken der US-Politik würden erlauben, sich vorzustellen, das nine-eleven hausgemacht war, inszeniert von einflußreichen und finanzstarken Kreisen mit Weltherrschaftsphantasien. Immerhin war es genau dieses Ereignis, das es erlaubte, hemmunglos „zurückzuschießen“ – genauso wie Hitler nach einem fingierten Angriff zurückschießen konnte. Selbst so ein Superverbrecher bemühte sich noch um eine Legitimation seiner Kriege gegenüber dem eigenen Volk, umso mehr muß man erwarten, das kriegsinteressierte Kreise in den USA eine Legitimation benötigen.

Je größer der wirtschaftliche Druck in den USA wird, umso größer wird auch der Hunger nach einem Krieg, der die wirtschaftlichen Sorgen fortbläst und an dessen Ende reiche Beute steht: gewonnene Rohstoffe und zerbombte Konkurrenten.

Der einzige Trost: beim nächsten Krieg hat Deutschland eine Chance, nicht mehr Frontgebiet zu sein. Womit wir vor Ort rechnen müssen, ist einfach nur eine wohlwollende Militärdiktatur, die uns unsere Kinder nimmt, um sie in Russland oder China zu verheizen. Zu weit gegriffen? Ich denke nicht. In Spanien ist das laut wsws schon Realität:

Die Entscheidung der spanischen Regierung, der Armee zu befehlen, die Kontrolltürme der Flughäfen zu besetzen, um einen spontanen Streik der Fluglotsen zu brechen, ist eine Warnung für die gesamte Arbeiterklasse.

Die Regierung von Ministerpräsident José Zapatero von der Spanischen Sozialistischen Partei (PSOE) hat dem Militär durch die Ausrufung des Notstands umfassende Befugnisse übertragen, durch den grundlegende demokratische Rechte ausgesetzt werden. Diese Maßnahme zeigt den durch und rechten Charakter dieser „sozialistischen“ Regierung. Sie ist entschlossen, den Willen der Finanzaristokratie durchzusetzen und ergreift Maßnahmen, wie es sie seit 1975, dem Ende des faschistischen Regimes von General Franco, nicht mehr gab.

Die Fluglotsen versehen weiterhin ihren Dienst unter vorgehaltener Waffe … und dürfen – wie der Spiegel heute berichtet – dankbar sein, nicht verhaftet zu werden:

Aufgrund der Sonderrechte hätten die streikenden Fluglotsen wegen Befehlsverweigerung vor Militärgerichten angeklagt und zu Freiheitsstrafen verurteilt werden können.

Sieht zwar politisch schlecht aus für die Sozialisten, die das angeordnet haben, aber das ist ihren Geldgebern egal. Sie stört es nicht, wer ihre Befehle ausführt, Hauptsache ist: sie werden ausgeführt. In der Konzernwirklichkeit ist jeder austauschbar, der nicht macht, was dem Konzern dient. Was dieser Mensch privat so macht, ob er Kommunist, Faschist, Christ, Moslem oder Demokrat ist, ist dem Konzern völlig egal – solange er seinen Job macht.

Und wir Bürger? Wir dürfen freiwillig bei dem Theater mitmachen – als Kommunisten, Faschisten, Christen, Moslems oder Demokraten. Solange wir mitmachen und gute Renditen abwerfen, werden wir auch noch gefüttert. Werden wir aber alt, krank und nutzlos, dann schmeißt man uns weg. Gut, das unsere „Fit for Job“-Kultur uns hilft, so lange wie möglich nützlich zu bleiben, gut, das unsere Medienkultur allzuschlimme Wahrheiten von uns fern hält und uns mit Tittytainment beruhigt, gut, das dieser Assange bald wegen Wehrkraftzersetzung eingesperrt wird, dann können wir weiterhin im alltäglichen Trott vor uns hinmarschieren, bis … ja bis die Bomben fallen.

Aber vielleicht treffen sie ja diesmal nicht unser Haus …

Wenn man so aus dem Fenster schaut, die Ruhe und den Frieden der Eifeler Winterlandschaft betrachtet, dann ist es kaum zu glauben, das ein paar kleine falsche Entscheidungen genügt hätten – und wir hätten wieder Krieg mit Russland.

Aber vielleicht kriegen wir den ja doch noch … vor oder nach dem Krieg mit China um die amerikanische Vorherrschaft in Asien.

Was aber noch weniger zu glauben ist, ist die Tatsache, das alle unsere Politiker von diesen Plänen wissen bzw. gewußt haben müssen. Das ist die Welt, in der sie sich tagtäglich bewegen – und vielleicht auch die Erklärung dafür, warum es egal ist, wen man wählt.  Egal wer es ist: er macht nur seinen Job.


Die Ermordung des Uwe Barschel und Verschwörungstheorien

Niedersachsen hat ja gerade laut Spiegel mit zwei Toten zu kämpfen:

Schock in einem Dorf in Niedersachsen: Eine offenbar seit Tagen vermisste 14-Jährige ist zusammen mit einem 13-jährigen Jungen tot aufgefunden worden. Die Leichen lagen an einem Bach – die Polizei geht von einem Kapitalverbrechen durch einen Unbekannten aus.

Eine Tragödie in einem friedlichen Land. Leider kommt so etwas vor. Schon jetzt kann man ahnen, was über den Täter geschrieben wird: „psychisch gestört“ wird er sein, denn … normale Menschen bringen keine Menschen um.  Darum sind wir ja in der Geschichte der Menschheit von Kriegen so verschont geblieben. Das heißt … wenn es ein Motiv gibt, machen wir ja schon mal eine Ausnahme.

Bei den Protesten gegen den Castor-Transport hat es laut Focus auch einen Toten gegeben, vielleicht kennt den jemand:

Der Mann war laut Polizei 30 bis 40 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß und 85 Kilogramm schwer. Er trug etwa 30 Zentimeter lange Rastalocken sowie eine Tätowierung in Form eines Skorpions auf dem rechten Oberarm.

Ich dachte bei der Meldung ganz unwillkürlich sofort an einen prügelnden Rettungssanitäter.  Da scheint es ein Motiv gegeben zu haben, denn Sanitäter werden ja nicht zum Prügeln ausgebildet, Mittel und Gelegenheit wären denkbar.  Trotzdem geht man davon aus, das dieser Mann beim Wasserlassen ertrunken ist.

In US Strafrecht, Mittel, Motiv und Gelegenheit ist eine populäre kulturelle Summierung der drei Aspekte von  Verbrechen erforderlich überzeugen Jury von der Schuld in  kriminelles Verfahren. Beziehungsweise beziehen sich sie: die Fähigkeit des Beklagten, das Verbrechen festzulegen (bedeutet), mußte der Grund das Beklagte das Verbrechen festlegen (Motiv) und ob oder nicht das Beklagte die Gelegenheit hatte, das Verbrechen festzulegen (Gelegenheit). Ironisch ist Motiv nicht ein Element vieler Verbrechen, aber die Prüfung des Motivs kann es einfacher häufig bilden, eine Jury der Elemente zu überzeugen, die für eine überzeugung nachgewiesen werden müssen.

So ist´s bei Worldlingua nachzulesen. Millionen von Fernsehzuschauern werden dieses Verfahren der Theorienbildung anhand von Kapitalverbrechen in Filmen kennen – und kommen so eher zu dem Schluß, das die Anschläge vom 11.9.2001 von US-amerikanischen Kreisen inszeniert wurden, um das neue amerikanische Jahrhundert möglich zu machen, während der dialysepflichtige Bin Laden da eher schlecht abschneidet … nicht beim Motiv, sondern beim Rest. Verdächtigt wurde auch der Mossad … was in Deutschland – hier bei Wikipedia –  schnell gewohnte Bahnen annimmt:

Kritik an antisemitischen Stereotypen oder der Anfälligkeit dafür veröffentlichten der Historiker Wolfgang Wippermann und der Kommunikationswissenschaftler Tobias Jaecker. Beide wiesen auf Parallelen heutiger Verschwörungsthesen zu den Protokollen der Weisen von Zion hin: Der israelische Geheimdienst Mossad übernimmt dabei die Rolle der in den „Protokollen“ fantasievoll beschriebenen jüdischen Geheimorganisation, Israel selbst verkörpert das „internationale Judentum“, und der Eigner des World Trade Center Larry Silverstein gilt als Repräsentant der „jüdischen Wucherer“

Das stimmt aber dann die Nachdenker nicht nachdenklich, das man sich auf einmal konfliktfrei in Adolf Hitlers verschrobenem Weltbild wiederfindet. Allerdings … Motiv, Mittel und Gelegenheit – wären denkbar. Und wie alle Verschwörungstheorien hat auch diese einen realistischen Ansatz zugrunde:

Nach dem Anschlag wurden über zweihundert Israelis ohne Visa aus den USA ausgewiesen – solche Absonderlichkeiten regen zum Grübeln an – wie auch die vielen merkwürdigen Begleitumstände im Umfeld von nine-eleven.

Es sind ja gerade solche Nachrichten, an denen sich die aufklärerische Vernunft reibt und keine Anwort findet, weil die Plausibilität fehlt. Da bleibt nichts anderes übrig, als zu konstruieren – oder ignorieren. Die meisten machen bequemerweise lieber letzeres, ist weniger anstrengend und versaut nicht die Stimmung beim Skatabend.

Nun wird der Mossad aktuell in Verbindung mit der Ermordung Uwe Barschels genannt.

Einer der wichtigsten Gutachter im Fall Uwe Barschel verdächtigt den israelischen Geheimdienst Mossad, den früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten ermordet zu haben.

Die chemischen Analysedaten stimmten bis in Details mit einem Mordablauf überein, den der ehemalige Mossad-Agent Victor Ostrovsky in einem Buch schildere, schreibt der Schweizer Toxikologe Hans Brandenberger in der «Welt am Sonntag». Es ist das erste Mal, dass sich der Professor zur Frage nach den Tätern äußert.

Da ist man in erster Linie verblüfft – ein deutscher Provinzpolitiker Ziel terroristischer Akte durch einen ausländischen Geheimdienst? Das war doch das Schöne an der alten BRD – man war von Weltmacht zur Provinz geworden und in der Provinz war die große böse Welt immer weit draußen. Nichts war naheliegender, als sich der Selbstmordtheorie anzuschließen, zumal sie so vieles so schön vereinfachte und ein simples Weltbild bestätigte, das man mühelos Grundschulkindern in vier- bis fünf Sätzen erklären konnte.  Anders als sie Wikipedia über Verschwörungstheorien ausläßt, vereinfachen sie nicht die Welt … sie verkomplizieren sie.

In der Welt der Verschwörungsphobiker geschieht grundsätzlich nichts mit irgendeinem Hintergedanken, alle ist öffentlich für jedermann zu jederzeit zugänglich und Geheimdienste sind überflüssige, harmlose Aktenträger.  Die wirkliche Welt ist oft nicht so einfach und naiv gestaltet … man merkt es, wenn man sich mit dem Fall Barschel weiter beschäftigt:

Der südafrikanische Waffenhändler Dirk Stoffberg hat 1994 in einem Entwurf einer eidesstattlichen Versicherung angegeben, Barschel sei vom späteren CIA-Direktor und heutigen amerikanischen Verteidigungsminister Robert Gates nach Genf bestellt worden. Barschel habe mit Enthüllungen gedroht, die mehrere Regierungen und Waffenhändler in Verlegenheit gebracht hätten. Ein psychologisches Gutachten kam zu dem Urteil, dass Stoffberg glaubwürdig sei. Seine eidesstattliche Erklärung konnte er allerdings nicht mehr abgeben. Er starb kurz davor, im Juni 1994. Offizielle Todesursache: Er und seine Freundin haben Doppelselbstmord begangen.[34][20] Für den Verdacht, wonach der damalige CIA-Mann Gates am fraglichen Wochenende in Genf war, spricht noch eine andere Passage in der Ermittlungsakte. Dort heißt es, dass im Flugzeug, mit dem Barschel am 6. Oktober 1987 von Frankfurt nach Genf flog, auch ein Mister Gates gesessen habe. Sein Ticket erhielten die Lübecker Ermittler vom Kapitän der betreffenden Lufthansa-Maschine. Der inzwischen pensionierte Pilot will sich zu dem Thema nicht mehr äußern. Seine Frau sagte der Zeitung Die Welt, sie und ihr Mann seien bedroht worden. [27]

Auch eine Verwicklung des Bundesnachrichtendienstes in den Todesfall Barschels ist bekannt.[27] So schreibt der Autor Udo Ulfkotte in seinem Buch Verschlusssache BND[40], dass sich nach Angaben eines ranghohen Bonner Beamten in der Todesnacht mindestens ein BND-Mitarbeiter der Abteilung I (operative Aufklärung) im Hotel „Beau-Rivage“ aufgehalten habe. Der ehemalige deutsche Top-Agent Werner Mauss, der als Unterhändler für die Bundesregierung bei Geiselnahmen verhandelte, hielt sich zum Zeitpunkt von Barschels Tod in Genf auf; er sagte jedoch aus, dass sein Genf-Aufenthalt ausschließlich seiner Vermittlerfunktion bei einer Geiselbefreiungsaktion diente.[41] Offenkundiger ist in diesem Zusammenhang die Zeugenaussage des Schweizer Privatdetektivs Jean-Jacques Griessen, der laut Lübecker Akte 1987 für Werner Mauss arbeitete. Laut dieser Zeugenaussage telefonierte Griessen am Vormittag nach Barschels Tod mit Werner Mauss. Der Agent forderte ihn auf, sich bereit zu halten, „da etwas passiert sei“. Griessen soll angegeben haben, dass er im Auftrag von Mauss Zimmer im „Beau-Rivage“ mit Wanzen und Kameras präpariert habe.[27] Im Gesamtbericht der Lübecker Ermittlungsakte heißt es: „Griessen konnte nicht mehr befragt werden, da er am 09.11.1992 in Zürich während eines Aufenthaltes bei einer Prostituierten an einem Herzversagen gestorben ist.“ Griessen hatte sich am selben Tag mit einem BKA-Mann und einem Mossad-Agenten treffen wollen.[27]

Auf einmal ist man mitten drin in der Welt der Geheimdienste, in deren Nähe sich Selbstmorde, Herzversagen und Autounfälle merkwürdig häufen. Und auf einmal … wird es kompliziert, so kompliziert wie die Geschichte um die Barschel-Affäre, die laut Netzzeitung keine war:

Im Grunde war das das Resultat des zweiten Untersuchungsausschusses: Barschel hatte nicht die Schuld auf sich geladen, unter deren Last er hätte zusammenbrechen und Selbstmord begehen können. Schließlich war das Hauptmotiv für Barschels vermeintlichen Suizid vom Tisch. Immer nur war nämlich zuvor von seiner großen Schuld die Rede gewesen und von seiner Karriereversessenheit, die ein Leben ohne politische Macht ihm sinnlos hätte erscheinen lassen.

Das ist aber blanker Unsinn. Freunde von Uwe Barschel wissen es übrigens auch besser. Justus Frantz, der mit ihm zusammen das Schleswig-Holstein-Festival ins Leben gerufen hatte, erinnert sich daran, dass Barschel ohnehin plante, sich Mitte der 1987 beginnenden Legislaturperiode von der Politik zurückzuziehen und in die Wissenschaft zu gehen. Er hatte seine Habilitationsschrift bereits fast fertig gestellt. Barschel war von der Politik maßlos enttäuscht.

Als er von den heimlichen Waffengeschäften, die hinter seinem Rücken gelaufen waren, erfahren hatte, wollte er nicht weiter mitmachen. Das Metier insgesamt war ihm suspekt geworden. Als er sich aber weigerte, Grundgesetzbrüche auf seine Kappe zu nehmen, bekam er zunehmend große Angst und fühlte sich bedroht. Das hat er auch wiederholt geäußert.

Da kommt ein deutscher Politiker in eine Welt, in die er nicht gehört – und die schon anderen das Leben gekostet hat:

Olof Palme ist im Februar 1986 auf offener Straße erschossen worden, weil er Waffenlieferungen aus Schweden in Kriegsgebiete verhindern wollte. Uwe Barschel ist aus dem gleichen Grund aus dem Weg geschafft worden. Auch er hatte von Waffengeschäften zwischen Israel und dem Iran erfahren, die über Schleswig-Holstein abgewickelt worden waren. Der Ministerpräsident Barschel wusste davon aber nur durch eigene Recherchen und durch die Informationen seiner engsten Mitarbeiter.

Der Artikel mit dem Interview mit dem Autor Wolfgang Baentsch kommt aus dem Jahre 2006 – und enthält schon damals die Details, die nun nochmal veröffentlicht werden:

So hat zum Beispiel der Zürcher Toxikologe Professor Brandenberger in einem Gutachten akribisch nachgewiesen, dass das tödliche Gift Barschel erst verabfolgt worden ist, als er schon bewusstlos war. Er hat es also gar nicht selbst aufnehmen können.

Vier Jahre lang  ist das bekannt, vier Jahre lang ist nichts passiert außer das die Staatsanwaltschaft bekannt gab, das die „Waffenhändlerspur“ in Luft aufgelöst hat.

Dazu sagte Wolfgang Baentsch, Autor des Buches „Doppelmord an Uwe Barschel“ schon 2006:

Hierzulande sind die Staatsanwälte ja weisungsgebunden, und je brisanter ein Fall in politischer Hinsicht ist, desto massiver greift die Politik in die Arbeit der Staatsanwaltschaft ein. Das ist illegitim.

In dem System der weisungsgebundenen Staatsanwälte (das vom Wall-Street-Journal mal als schwerwiegender Systemfehler benannt wurde) wird ermittelt, was der Politik genehm ist – und auch mit Staatsanwälten Politik gemacht. Das mußte laut wsws auch Joschka Fischer erleben:

Fischers Reaktion auf die Einleitung eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens gegen ihn besteht darin, dass er in seinen politischen Standpunkten noch weiter und schneller nach rechts rückt als bisher. Abgesehen von Großbritannien war die Berliner Regierung die einzige in Europa, die die jüngsten Bombenangriffe auf den Irak unterstützte, wohl wissend, dass die brutale und feige Militäraktion zur Durchsetzung einer Sanktionspolitik dient, die seit dem Ende des Golfkriegs hunderttausenden Irakern, wegen Mangelernährung und Krankheiten das Leben kostete.

Ebenso wie der amerikanische Militärschlag auch deutliche innenpolitische Bedeutung hatte, weil er einer Regierung, die von einem Großteil der Bevölkerung als illegitim betrachtet wird, als Warnung diente, so kündigt Fischers Unterstützung dieser Regierung weitere Angriffe der rot-grünen Regierung auf soziale und demokratische Rechte an. Unter der Geißel der Rechten sehen sich Fischer und Schröder noch mehr gezwungen ihre Politik im uneingeschränkten Interesse der herrschenden Elite unter Beweis zu stellen.

So macht man mitlerweile Politik in Deutschland. Das Uwe Barschel  ermordet wurde, scheint plausibel zu sein.  Es scheint da Fakten zu geben, die unumstößlich sind und von einer Welle passender Indizien begleitet werden.  Aber … werden wir je erfahren, wer es war und warum?

Nicht, solange wir gedanklich weder bereit noch fähig sind, uns komplizierteren Weltbildern zu stellen, in denen mächtige Netzwerke eher „Schach“ als „Mensch ärgere dich nicht“ spielen und lieber nichts dem Zufall als alles dem Wähler überlassen.

So langsam bekommt man ein Gefühl dafür, wie die Agenda 2010 in die Welt gesetzt wurde – von denen, von denen man es am wenigsten erwartet hätte. Man bekommt einen Ausblick darauf, wie „große Politik“ gemacht wird und welche Belohnungen für jene vorhanden sind, die mitspielen … und welche Strafen jene erwarten, die sich – absichtlich oder versehentlich – in den Weg stellen.

Fragt man nach Mittel und Gelegenheit, so gibt es genug potentielle Täter. Als Motiv kommt – selbst wenn die Waffenhändlertheorie ausfallen sollte – auch ein ganz anderes in Betracht: die Disziplinierung der bundesdeutschen Demokratie im Interesse der Netzwerke der Korporatokratie. Wo kommen wir denn dahin, wenn jeder Provinzpolitiker meint, er dürfe herumermitteln wie es ihm gerade paßt? John Perkins beschreibt in seinen Büchern die Arbeitsweise der „Schakale“ hinreichend … und als Bürger sollten wir froh sein über ihren Erfolg, denn da, wo sie keinen Erfolg haben, kommt die US-Air-Force und regelt die Details umfangreich.

Mit dem Fall Uwe Barschel ist die internationale Politik der Globalisierung der Welt im Interesse des neuen US-amerikanischen Jahrhunderts in Deutschland angekommen und wir haben einen kurzen Blick hinter die Kulissen werfen können in jene Welt, in der Unfälle, Selbstmorde und Herzinfarkte bei Politikern oft vorkommen – wenn sie der Rendite im Weg stehen. Und letzteres …. ist ein allgemein akzeptiertes Motiv.

Zu Verschwörungstheorien selbst findet sich bei Wikipedia Folgendes:

Grundlage vieler Verschwörungstheorien ist ein dezidiertes und vereinfachendes Welt– und Geschichtsbild, das auf der Grundannahme basiert, dass Strukturen der sozialen Wirklichkeit durch Handlungen von Personen direkt steuernd beeinflusst werden können. Vor dem Hintergrund der gegenseitigen strukturellen Abhängigkeiten und hochgradigen Vernetzungen komplexer sozialer Systeme gilt diese Voraussetzung heute jedoch allgemein als unplausibel. Sozialwissenschaftliche Modelle zeigen, dass sich weitreichende Ereignisse in Gesellschaft, Wirtschaft oder Staat nicht allein durch das zielgerichtete Handeln von Personen oder Personengruppen verursachen lassen.

Die Wahrheit der Grundannahme, das Strukturen der sozialen Wirklichkeit durch Handlungen von Personen direkt steuernd beeinflußbar sind, kann jeder Hartz IV-Abhängige tagtäglich bestätigen … es waren nur wenige, die an dieser Gesetzgebung beteiligt waren und sie kamen hauptsächlich aus klar definierten Netzwerken.  Somit mag dieses Modell für manche Menschen unplausibel klingen, was jedoch erstmal ihre verstandesmäßigen Fähigkeiten in Zweifel zieht und nicht die Wirklichkeit, die sie zu verstehen versuchen.

Es ist auch unplausibel, das Uwe Barschel sich selbst ermordet hat oder ermordet worden ist. Gegenargumente gibt es für beide Theorien genug … und ich habe momentan den Eindruck, das man darüber hinaus ganz vergisst, das es da eine Leiche gibt, die nicht verschwindet, auch wenn man ihre Existenz für unplausibel hält.

Mir ist auch in dem Zusammenhang schon die Theorie begegnet, das der Irakkrieg nichts anderes war als ein Exempel für die Welt, die verstehen sollte, das mit den USA nicht zu spaßen ist und die Globalisierung der Renditeindustrie kein Akt der Gefälligkeit darstellt. Vielleicht war Barschel auch ein Exempel – auf jeden Fall dürfte seine Ermordung für viele Politiker der BRD ein Zeichen gewesen sein, ein Zeichen dafür, das es Gebiete in der Politik gibt, die man nicht anrührt … und das auch die Provinz keine Sicherheit bietet.

Ob es nun der Mossad war, wird man wohl nicht herausfinden – man nennt Geheimdienste ja nicht umsonst Geheimdienste und nicht alle wirken so provinziell wie die deutschen Ableger. Vielleicht war er es – bezahlt von einem Pakistani mit saudi-arabischen Geldern im Auftrag irgendeines südafrikanischen Waffenhändlers … mit  solchen komplizierten Modellen muß man sich ja dann anfreunden.

Da ist es im Interesse der Inneren Sicherheit und des Vertrauens der Bevölkerung in die Souveränität der Politik schon sinnvoller, man drückt den Barschel als Selbstmord „in den Skat“, zahlt den Preis, damit das Volk nicht unruhig wird. Und notfalls hat man noch die Kategorie „psychisch gestört“, wenn man denn dann mal wirklich einen Mörder hat, den man nicht wegdiskutieren kann. Darf ich nochmal an einen alten psychisch gestörten Sündenbock erinnern, über den der Spiegel vor drei Jahren schrieb?

Neue Nahrung für alte Verschwörungstheorien: Der Mord an US-Präsident Kennedy geht einer aktuellen Studie zufolge vielleicht doch nicht allein auf das Konto von Lee Harvey Oswald. Forscher fordern jetzt eine erneute Untersuchung der am 22. November 1963 abgefeuerten Kugeln.

Eigentlich eine Sensation. Wer den Fall kennt, der weiß, das an der Einzeltäterhypothese viel hängt. Gab es mehr als einen Täter … dann gab es eine weitreichende Verschwörung, dann beherrschen Lügen und Intrigen die US-Politik und noch nicht mal Präsidenten sind vor der Macht des militärisch-industriellen Komplexes sicher, vor dem Eisenhower noch gewarnt hatte:

„Wir in den Regierungsräten müssen uns vor unbefugtem Einfluß — beabsichtigt oder unbeabsichtigt — durch den Militär-Industrie-Komplex schützen. Das Potential für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, daß die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können.

Welche Folgen haben sich seit dem Artikel für die Haltung der Politik der BRD gegenüber ihren us-amerikanischen Verbündeten ergeben, die in ihrer Demokratie offensichtlich unheimliche Kräfte wirken haben, vor denen selbst der „mächtigste Mann der Welt“ nicht sicher ist?

Keine. Und das wird auch im Fall der Ermordung des Uwe Barschel so sein … man stellt sich dem Imperium besser nicht in den Weg. Man tut lieber so, als gäbe es das alles gar nicht. Und vielleicht war es ja Osama bin Ladens Großvater, der Kennedy erschossen hat … oder ein anderer Moslem.

Und die von Eisenhower geforderten wachsamen und informierten Bürger … sind heute „psychisch labile Verschwörungstheoretiker„.

Für die Anwendung einer solchen Hypothese auf größere Zeiträume und die stereotype Vermutung, hinter verschiedensten Erscheinungen steckten Verschwörungen als Lenkungsursachen, schlug der HistorikerRichard Hofstadter in den 1960er Jahren die Bezeichnung „paranoider Stil“ der Welterklärung vor.[4] Der US-amerikanische Journalist Frank P. Mintz prägte dafür den Begriff conspiracism,[5] im Deutschen hat sich der Begriff „Verschwörungsideologie“ oder „Verschwörungsdenken“ eingebürgert.[6]

Erinnert irgendwie an die alte Sowjetunion, in der Kritik am System als solchen auch nur von paranoiden Subjekten ausgehen konnte … und schnell in der Psychiatrie endete. Und im Prinzip sollten ja auch Konzentrationslager ursprünglich dazu führen, das man sich besser auf die Wirklichkeiten des Führers konzentrieren konnte.  Wer sich Gedanken über Motiv, Mittel und Gelegenheit bei Morden macht kann nur psychisch krank sein.

Augsburger Puppenkiste und Sesamstraße wird dominante politische Therorie.

Ufos über New York, nine-eleven, Mehrwertsteuer, Luxushotels und Herrschaftsansprüche

Chart zeigen

Schon eine verrückte Welt, oder? Mit normaler Alltagslogik kaum noch zu begreifen. Wenn man zum Beispiel fragt: „Wer zahlt in Deutschland die meisten Steuer?“ dann ist die richtige  Antwort nicht: „die Reichen“ oder „die Arbeitnehmer“ sondern … die Arbeitslosen. Die ARBEITSLOSEN Hartz-IV-Abhängigen zahlen in Deutschland die meisten Steuern – jedenfalls aus einer gewissen Perspektive.

Die Perspektive dafür ist einfach: die größte Einnahmequelle des Staates ist laut Spiegel mitlerweile die Mehrwertsteuer. 34 % aller Staatseinnahmen kommen durch die Mehrwertsteuer zusammen, Lohn- und Einkommensteuer sind nur noch mit 33% als zweitgrößter Posten bei der Erwirtschaftung des Staatseinkommens beteiligt.

Natürlich ist diese Perspektive nicht allumfassend – aber sie wäre eine Schlagzeile wert … immerhin gibt es ja auch regelmäßig die Schlagzeile, das jeder dritte Euro fürs Sozialbudget ausgegeben wird.  Eine korrektere – weniger Schlagzeilenträchtige – Formulierung wäre: Hartz IV-Abhängige gehören zu jener Gruppe von Steuerzahlern, die am meisten zum Erhalt des Staates beitragen.  Und ich dachte immer, mit Hartz IV wäre man arm. Man muß reich sein, um sich soviel Staat leisten zu können.

Die korrekte Antwort auf den entsetzten Schrei, das wieder bald jeder dritte Euro ins Sozialbudget fließt, wäre im Übrigen: „WAS, SO WENIG????“ Immerhin zahlen wir Steuern nicht dafür, das Abgeordnete ständig Büromaterial nach dem neuesten Stand der Mode haben sondern dafür, das es UNS GUT GEHT. Für UNS bleibt also trotz aller Zahlungen ziemlich wenig über. Andere haben mehr … und zeigen das auch gerne, zum Beispiel – wie der Spiegel berichtet – durch eine neue Flut von Luxushotels:

Für bis zu 20.000 Euro pro Nacht bekommt man in jedem Zimmer auch eine Akustikgitarre – zudem gibt es ein Privatkino mit 100 Plätzen. Starck will nicht von Luxus reden, sondern nur von Qualität.

Derzeit gibt es rund 1150 Betten im absoluten Luxusbereich in Paris. Mit dem neu eröffneten Royal Monceau sowie den in den Startlöchern stehenden Häusern Shangri-La (Dezember), Mandarin Oriental (2011) und „Peninsula“ (2012) werden es schon bald rund 60 Prozent mehr sein.

Kontrolliert werden die Paläste mittlerweile nahezu ausnahmslos von ausländischen Investoren. Lediglich das Fouquet’s an den Champs-Élysées gehört noch einer französischen Gruppe. Zu den bekanntesten Ausländern am Markt zählt neben der Bielefelder Oetker-Familie und dem Sultan von Brunei der ägyptische Milliardär Mohamed al-Fayed. Sein Sohn Dodi starb in Paris 1997 zusammen mit Prinzessin Diana bei einem Autounfall. Die Todesfahrt begann am Hotel des Vaters – dem legendären Ritz.

Realitäten, die man kaum fassen kann.  Für eine Übernachtung könnte das Kind eines deutschen Souveräns mit seinem Regelsatz von 215  Euro sieben Jahre leben. Es ist in etwa das, was ein Arbeitslosenkind dem Staat und dem Sozialsystem (in das wir immerhin jeden dritten Euro stecken)  in den ersten sechs Jahren seines Lebens monatlich wert ist.

Eine deutliche Botschaft.

Damit diese Hotels existieren können müssen unsere Kinder hungern. Das machen wir ja gern. Sind in der Tat schöne Häuser, im Rahmen diverser Fortbildungs(werbe)veranstaltungen der Pharmaindustrie (auch alles Sozialbudget) durfte ich mal in ihnen wohnen – ist schon angenehmer als Jugendherberge. Überflüssig wie der gesamte Luxusmarkt, aber angenehm.

Das ist natürlich eine Entwicklung, der man machtlos gegenübersteht, das zeigte dereinst laut Manager Magazin auch die Familie Oetker:

Nachdem erst Infineon-Chef Chart zeigen Schumacher kürzlich wegen angeblich zu hoher Abgaben mit Abwanderung in die Schweiz gedroht hatte, waren auch Epcos Chart zeigen und die Oetker-Gruppe in die Standort-Diskussion eingeschwenkt und hatten ihrerseits mit Steuerflucht gedroht.

So was kann man mitlerweile ganz offen machen – und die Politik pariert daraufhin brav. Sie wird ja auch bezahlt dafür … und es fällt eine Menge für sie ab. Insofern ist es für viele Menschen gewinnbringend, sich an der Stabilisierung des Systems zu beteiligen, eines Systems, das man dann in entsprechendem Ambiente gemeinsam feiern kann.

Währenddessen unterhält man den Rest der Republik mit gruseligen Geschichten, präsentiert den Bürgern ein absolut geschlossenes Weltbild, welches ein absolutes Muss zur Ausübung von Herrschaft ist – und schon immer war.  Die Botschaft von den Thronen der Welt ist seit Jahrtausenden dieselbe: Wir regieren, weil wir so klug sind und ihr so dumm seid. Und weil wir so schlau sind und ihr so dumm seid, dürfen wir euch Vorschriften machen und müssen für die ganze Arbeit die wir mit euch haben auch fürchterlich gut entlohnt werden.

Die Position linker Intelektueller und linker Gewerkschaftsfunktionäre zu diesem System ist einfach: „Herrschen wollen WIR“ ist ihre Botschaft, für die sie alle Unterstützung der Welt einfordern – es ist die Gier derjenigen, die auch ins Nobelhotel wollen, aber gerade nicht ´reingelassen werden.  Alles schon mal dagewesen.

Die Niedrigkeit und Widrigkeit des Bürgers beweist man gerne mit diversen Sendeformaten, z.B. aktuell Tatort Internet, hier ein Artikel in der Welt.

”Wichtig ist, dass man sich am Publikum orientiert, und die Botschaften so sendet, dass sie verstanden werden“, sagte Stephanie zu Guttenberg dem ”Spiegel“.

Auf gut Deutsch: der Bürger ist so saublöde, das wir ihm alles in kleinen vorgekauten Häppchen servieren müssen.

Botschaften, die dieses geschlossene System stören sind generell Botschaften, die „von außen“ kommen. Heute nennt man den Bereich insgesamt „Esoterik“ … und auf diese Art und Weise verquickt man Themen wie UFOs oder Hellsehen, die nichts miteinander zu tun haben, außer das sie die Meinungshoheit der Herrschenden in Gefahr bringen. Nicht, das es inhaltlich in irgendeinerweise von Bedeutung wäre, was dort behauptet wirt – alleine die Tatsache, das etwas behauptet wird, was nicht im politisch abgesegneten Kanon des gewünschten zulässigen (und insgesamt völlig beliebigen) Wirklickeitsbildes  enthalten ist, bedroht den Herrschaftsanspruch der Elite – und wer nicht ständig immer alles erklären kann, der kommt auch nicht in die Luxussuite. Hunde müssen auch Stöckchen bringen, um Zucker zu kriegen.

So bringen kleine silberne Lichterdinger über New York das ganze System in Gefahr, denn wenn die Herrschenden diese Lichter nicht erklären können, dann haben sie einen Teil ihres legitimen Herrschaftsanspruches verloren so wie früher der Stammesfürst einen Herrschaftsanspruch verlor, wenn er einen Zweikampf nicht bestand – mir scheint, wir sind da immer noch ganz primitive Stammesreligion, nur die Leistungsparameter haben sich geändert.

Diese Lichterdinger beschäftigen mich seit einigen Tagen – und erst heute fiel mir auf warum.

Am vergangenen Mittwoch versetzten helle Lichtpunkte am Himmel von New York die Bewohner der Stadt in helle Aufregung. Bei den Behörden gingen unzählige Anrufe mit angeblichen UFO-Sichtungen ein, wie die Tageszeitung „New York Daily News“ auf ihrer Internetseite vermeldet. Die Panik war vermutlich auch deshalb so groß, weil der Vorfall im Buch eines ehemaligen Offiziers der US-Air Force angekündigt worden war.

Erst dachte ich, es wäre das Faktum der Ankündigung, das jenen Lichtertanz zu etwas Besonderem macht oder zu etwas, das bemerkenswert ist. Aber das war es nicht – es hätte in der Tat ein Werbetrick sein können.

Nun, zu einem UFO werden die Dinger erst durch Interpretation. Das was zu sehen ist, sieht nicht aus wie fliegende Schüsseln voller kleiner grüner Männchen. Aber … wo bleibt die Panik der überraschten Behörden? Wenn keine Ballons unterwegs waren, nichts auf dem Radarschirm zu erkennen … wo bleiben die nationalen Sicherheitshüter, die New York vor einem denkbaren Anschlag mit chemischen oder biologischen Waffen schützen? Wo sind die Hubschrauber und Abfangjäger, die sich in der anschlagswunden Stadt um das Problem kümmern? Das Ballons chemische oder biologische Kampfstoffe enthalten können und – bei günstigem Wind – ein billiges Transportmittel für solche Stoffe sein können, ist bekannt.  Wenn also da auf der Straße „zahlreiche“ New Yorker stehen und aufgeregt sind … warum demonstriert man nicht, das es keinen Grund für eine Aufregung gibt?

Irgendetwas flog da am Himmel … aber es interessierte niemanden. Jedenfalls niemanden von der nationalen Sicherheit.

Natürlich – kümmert man sich darum und findet keine Erklärung, dann ist der „Herrschaftsanspruch durch Wissen“ in Gefahr. „Wir schlau, ihr doof, wir König, ihr Dreck“ funktioniert dann nicht mehr so gut. Darum ist – aus dieser Perspektive – Ignoranz das Beste was man machen kann, um das System nicht in Unordnung  zu bringen. Aber gerade über New York sollten andere Regeln gelten. Irgendetwas war ja im Luftraum zu erkennen … und angesichts der Terroranschläge hätte man sich drum kümmern müssen.

In jeder anderen Stadt der Welt wäre mir die Meldung egal gewesen, aber in dieser Stadt … wird das Umfeld zu der Meldung unheimlich wegen der ausbleibenden Reaktion. Man hatte was gut zu machen bei den New Yorkern, denn egal welchen der Verschwörungstheorien man folgt … das es Sicherheitsmängel gab, ist in allen enthalten. Wie schön hätte man demonstrieren können, das New York jetzt sicher ist, das NIE WIEDER Flugkörper der Stadt und ihren Bewohnern  Schaden zufügen können, weil die AIR FORCE sofort präsent ist.

Stattdessen … Stille.  Obwohl … die Bürger beunruhigt waren.

Erklärungen dafür liegen auf der Hand … und machen die Sache noch mulmiger. Was soll dieser ehemalige Air Force Offizier, der das Vorkommnis angekündigt hat?

Die Schlußfolgerungen dieser Nachricht im Einklang mit dem Ausbleiben jeglicher Reaktion der Sicherheitsbehörden liegen auf der Hand: DIE WUSSTEN ES! werden gewisse Ecken jetzt lauthals verkünden … und darauf hinweisen, das – wie bei der UFO-Sichtung in China – die Flughäfen geschlossen wurden, hier eine Meldung von CBS-News dazu vom Tage der Sichtung:

CBS News has received reports that normal operations have resumed after a halt of all departures and arrivals at New York airports.

The FAA website reported earlier that all three New York airports have halted takoffs and landings due to fumes, smoke and odors at the regional air traffic control center.

Gut, wegen der Herrschaftsansprüche über Glaubensfragen kann das System nicht eingestehen, das man die Flughäfen wegen … Leuchtedingern sperrt. Chinesen können da offener sein, die haben auch ein anderes System, die müssen ihren Mehrwertsteueranspruch gegenüber armen Kindern nicht mit Allwissenheit begründen, dort hat die Partei den sicheren Status der Allmächtigkeit – das entspannt sichtlich, auch wenn es den Kindern nichts nützt.

Einen interessanten Aspekt berichtet auch die Augsburger Zeitung:

Laut der Zeitung New York Daily Newsgingen binnen kurzer Zeit massenhaft Anrufe besorgter Bürger bei Polizei und Feuerwehr ein, die vom Ufo über dem Gebiet Chelsea berichteten.

Offizielle Stellen vermuteten zunächst, dass es sich um einen Ballon handeln müsse, bestätigen konnten sie das bisher jedoch nicht.

Ein Reporter der Daily News berichtet, dass er den kleinen silbernen Punkt am Himmel hatte sehen können. Dutzende Menschen sollen das Objekt ebenfalls gesehen haben.

Ein Zeuge berichtet: „Es schwebte für eine Weile am Himmel. Ich bin perplex. Das kann nichts Normales sein. Da geht etwas vor sich.“

Auch bei der Luftfahrtaufsichtsbehörde gingen Anrufe ein. Auf den Radarschirmen sei aber nichts zu sehen gewesen. In der Luft wären Helikopter unterwegs gewesen, Ufos über Manhattan in New York habe man jedoch keine beobachtet.

Dennoch begann sich die Nachricht schnell über Twitter und Facebook zu verbreiten, bis schließlich auch größere Medien berichteten.

Da hätten wir fast nichts von erfahren …. dabei sind unidentifizierbare Flugobjekte  über New York ein ganz brisantes Sicherheitsthema, wenn man den Verschwörungstheorien der einen Seite glaubt. Könnte ja wieder Bin-Laden dahinterstecken. Haben die anderen Verschwörungstheoretiker recht, dann weiß man natürlich, das Bin Laden nicht dahintersteckt und braucht sich auch nicht aufregen, geschweige denn Steuergelder für Abfangjäger ausgeben, denn dann weiß man, das man alles unter Kontrolle hat und den Rest aus Gründen der Erhebung von Steuergeldern (die einem als Preis für das professionelle Steuern zustehen) besser ignoriert.

Eine häßliche kleine Nachricht.  Ich denke, das Buch dieses Menschen wird jetzt berühmt werden. Laut Fulham kommen die Aliens um uns vor Autoabgasen zu warnen.

Wem nützt das? Den Leuten in den Nobelhotels … denn letztlich wird die Beweglichkeit des Mobs endlich eingeschränkt und man muß nicht fürchten, als Arzt seinen Patienten auch noch auf den Malediven zu begegnen.

Die Korporatokratie, die Angst in Deutschland und der Untergang der USA 2011

[local] 

Gestern hatte ich eines jener Erlebnisse, die man kaum vergißt: die Begegnung mit nackter Angst. Das hat mich nicht unberührt gelassen. Mitten in Deutschland bei bestem Wetter in sicherer, vertrauter Umgebung mit Angst konfrontiert zu werden, irritiert. Es gibt keinen Grund, in diesem Land Angst zu haben – so dachte ich bis gestern. Jedenfalls nicht in der Eifel. Die Ursache der Angst? Die Person – weiblich, hoch gebildet, gut situiert, helles Gemüt, voll im gehobenen Vereinsleben stehend – hatte ausgesprochen, das es „vielleicht keine Klimakatastrophe gibt“ – und sich erschrocken die Hand vor den Mund geschlagen und sich panisch umgeschaut.

„Darf man das überhaupt sagen?“ … hoffentlich hatte es keiner gehört.

Ich stand da und fragte mich: wo lebe ich eigentlich hier? Was geht da draußen vor sich, das meinen Mitbürgern solche Angst macht?

Heute morgen streife ich durch die Nachrichten und merke: es ist gar nicht verwunderlich, das Menschen in diesem Lande wieder Angst haben die Wahrheit auszusprechen. Die Wahrheit? Ja. Als ich im März 2003 in kurzer Hose im Garten saß, da war mir klar: Klimakatastrophe.  Wer mir dieses Jahr mit Klimakatastrophe kommt, dem zeige ich meine unverbrauchten Tuben Sonnencreme – oder meinen Ginkobaum, der eingeht, weil es zu kalt ist.

Die Wahrheit ist jene, die John Perkins in seinen Berichten über das, was er Korporatokratie nennt, berichtet hat: alle Gewalt geht nicht mehr vom Volke sondern von den Konzernen aus. Und sie demonstrieren ihre Macht überdeutlich und ganz öffentlich:

Auch die Vorkämpfer der großen Pharmamultis, vereint im Verband forschender Arzneimittelhersteller, waren erfolgreich: Künftig soll nicht mehr der unabhängige Gemeinsame Bundesausschuss die Kriterien festlegen, nach denen neue Arzneimittel bewertet werden, sondern das Gesundheitsministerium – das die Industrie für beeinflussbarer hält.

Quelle: Spiegel-online

Wie man da was beeinflußt, zeigt zum Beispiel der Siemenskonzern:

Ein ehemaliger griechischer Minister hat zugegeben, vom deutschen Siemens-Konzern 1998 Schmiergelder in Höhe von mindestens 450.000 Mark erhalten zu haben. Das Geld wurde auf ein Schweizer Bankkonto überwiesen. Steuerfahnder durchsuchten die Zentrale von Siemens-Griechenland.

Quelle: Welt

Parteien und Gewerkschaften kriegt man ganz schnell in den Griff – einfach die Spitze kaufen und schon läuft das Geschäft, schon kann man ein Land regieren und seine Vorstellungen durchdrücken, ohne je gewählt worden zu sein. Machen Regierungen genauso:

Auf dem Millenniumsgipfel der UNO hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine stärkere Erfolgskontrolle bei der Entwicklungshilfe ausgesprochen. „Zweifellos müssen wir die Wirksamkeit der Instrumente der Entwicklungspolitik weiter verbessern“, sagte Merkel in ihrer Rede vor dem Plenum in New York. „Es kommt also darauf an, begrenzte Hilfsgelder so nutzbringend wie möglich einzusetzen.“

„Leider müssen wir aber heute sagen, dass wir nicht alle Ziele bis 2015 erreichen werden“, sagte Merkel. „Dennoch bleiben die Ziele gültig und müssen konsequent durchgesetzt werden.“

Quelle: yahoo

Wir wollen was sehen für unser Geld. Hartz IV für Hungerländer – wer nicht pariert, dem wird´s gestrichen. Ein-Euro-Jobs haben die schon alle, da sind die vorbildlich.

Wie man Marktmacht zu Konzernmacht und gesellschaftlicher Macht umbaut, demonstriert gerade der Siemenskonzern:

Siemens gibt seinen Beschäftigten in Deutschland weitreichende Garantien zum Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Vorstand, Gesamtbetriebsrat und IG Metall wollen nach Informationen von WELT ONLINE an diesem Mittwoch ein Abkommen unterzeichnen, das die 128.000 Mitarbeiter in Deutschland vor Entlassungen schützt. Das Besondere: Die Vereinbarung soll unbefristet gelten.

Quelle: Welt

So schmiedet man eine Allianz zwischen Korporatokratie, Gewerkschaften und Arbeitnehmern, die klassische gesellschaftliche Muster völlig aushebelt und das Volk in konzerntreue Nützlinge und konzernfeindliche Schädlinge aufteilt.

Bei den Gewinnmargen, die dort inzwischen eingefahren werden und bei den Steuererleichterungen  haben die genug Geld übrig, sich zu kaufen was sie wollen: Land, Grundstücke, Minister, Söldner, Meinungen … kostet ja alles nur Geld. Und das ist im Überfluß vorhanden:

Ähnlich auch Siemens: Der Weltkonzern zahlte 1995 trotz eines Bruttogewinns von 2,6 Milliarden Mark keinen Pfennig Ertragsteuern in Deutschland die fälligen Steuern – 19,9 Prozent oder 518 Millionen Mark – kassierte ausschließlich der ausländische Fiskus. Fünf Jahre zuvor hatten die Ertragsteuern von 1,6 Milliarden Mark den Bruttogewinn von Siemens noch mit 47,6 Prozent belastet.

Nicht nur BMW und Siemens, sondern alle großen deutschen Konzerne setzen den Finanzminister auf Diät. Das geht aus einer Studie hervor, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung der Uni Mannheim demnächst veröffentlichen wird. Die Mannheimer haben die tatsächliche Steuerbelastung von dreißig großen deutschen Aktiengesellschaften in den vergangenen Jahren untersucht. Nimmt man den Schnitt dieser Unternehmen, so ist die Ertragsteuerquote, also der Anteil der Steuern am Bruttogewinn, zwischen 1989 und 1994 von mehr als 48 Prozent auf nun noch knapp 24 Prozent gefallen.

Quelle: Die Zeit, 1997

Es ist eine ältere Studie, aber Trend zur Großzügigkeit für Korporatokraten hält an, wie einer Studie von Price-Waterhouse zu entnehmen ist:

PwC-Weltbank-Studie: Weltweite Steuer- und Abgabenquote der Unternehmen sinkt 2008 leicht / Deutschland liegt bei der Gesamtbelastung auf Rang 112 von 183 / Sozialabgaben belasten Unternehmen in der EU weiterhin stark

Quelle: Innovationsreport

Price-Waterhouse ist die Unternehmensberaterfirma, die Kapital für die Mafiawindräder sucht – siehe dort. Die werden auch solange weiteragieren, bis Unternehmen keinerlei Steuern oder Sozialabgaben mehr leisten müssen, dafür aber Bleibegeld vom Staat bekommen.

Die folgen dieser ungebremsten Konzernmacht sieht man gerade in den USA, ein Land, das merkt, wie einem wird man man … überflüssig wird und nicht mehr gebraucht wird. Das Geburtsland der Konzerne wird jetzt abgebaut, die haben eine neue Heimat gefunden:

Im US-Bundesstaat Kalifornien gibt es laut „L.A. Times“ bereits acht Bezirke, die eine Arbeitslosenrate von über 20 Prozent aufweisen.

Die „Mortgage Bankers Association“ hat im Mai 2010 bekannt gegeben, dass mehr als 10 Prozent aller US-Hausbesitzer zwischen Jänner und März zumindest eine Rate ihres Hauskredits nicht zahlen konnten. Das ist ein Rekordhoch. 2009 lag der Wert noch bei 9,1 Prozent.

32 US-Staaten sind laut „EconomicPolicyJournal.com“ nicht mehr in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen, Arbeitslosengelder auszuzahlen. Die US-Regierung muss für die Staaten einspringen. Allein Kalifornien musste sich sieben Milliarden Dollar ausborgen.

Mehr als 40 Millionen Amerikaner beziehen Essensmarken. Das ist ein trauriger Allzeit-Rekord. Aber der Höhepunkt dürfte noch nicht erreicht sein. Das US-Landwirtschaftsministerium geht laut Nachrichtenagentur „Reuters“ für 2011 von einer Zahl von 43 Millionen Amerikanern aus, die Essensmarken in Anspruch nehmen.

1950 lag das Verhältnis der Gehälter von Managern im Vergleich zum durchschnittlichen Arbeiter bei 30:1. Seit dem Jahr 2000 ist dieses Verhältnis auf 300-500:1 explodiert.

Jener Teil der Amerikaner, die zu den unteren 40 Prozent der US-Einkommensbezieher zählen, besitzen zusammen weniger als ein Prozent des nationalen Reichtums.

Laut den US-Strafverfolgungsbehörden gibt es in den USA mehr als eine Million Mitglieder krimineller Banden. Diese sind für rund 80 Prozent aller Verbrechen verantwortlich, die pro Jahr in den USA verübt werden.

Quelle: Schnittpunkt 2012

Und die Zukunft sieht für die nicht gerade rosig aus:

Was heißt das für die Märkte?

Es sind meine Prognosen für das nächste Jahr, die viele schockieren: US-Aktien fallen um 60 Prozent, ein S&P 500 auf 450 Punkte – derzeit liegt er bei 1 100. Einem Dax beispielsweise blüht das Gleiche, weil andere Märkte kein Eigenleben führen können. Meine Prognose wären hier 3 600 Zähler. Der wirtschaftliche Rückfall stützt natürlich die Anleihen auf ihrem Höhenflug. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries rutscht dann im Extrem noch auf eineinhalb Prozent, die der deutschen Bundesanleihen sogar darunter.

Woher nehmen Sie diese Horror-Prognosen?

Die Anleihemärkte stellen sich ja schon auf mein Depressionsszenario ein. Sie reagieren meist recht schnell. Nur die Aktienmärkte sind noch blind auf beiden Augen.

Quelle: Handelsblatt

So etwas stört aber keinen Konzern. Schon längst baut man sich neue Freunde auf – ohne Rücksicht auf Verluste:

Megadeal für die amerikanische Waffenindustrie: Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Kuwait haben in den USA laut „Financial Times“ Rüstungsgüter für fast 123 Milliarden Dollar bestellt. Die arabischen Staaten wollen damit dem Iran die Stirn bieten.

Quelle: Spiegel-online

Saudi-Arabien – ein Freund der USA und ein besonderer Freund der Korporatokratie (siehe John Perkins, Bekenntnisse) befindet sich immer noch im Kriegszustand mit Israel – einem Freund der USA aber keinem besonderen Freund der Korporatokratie.  Laut offizieller Verschwörungstheorie waren die meisten der Attentäter vom 11.9.2001 aus Saudi-Arabien (was für Afghanistan und den Irak schlimme Konsequenzen hatte), laut inoffizieller Verschwörungstheorien war der Mossad an den Angriffen beteiligt – Konzerne gewinnen durch beide Theorien und erst Recht dadurch, wenn der bestehende Krieg gegen Israel wieder heiß wird, weil die USA schwach geworden sind.

Und man sorgt auch schon für die Zukunft vor … in Zusammenarbeit mit anderen neuen Freunden:

Die Angriffe der BRIC-Staaten auf den US-Dollar als Leitwährung haben deutliche Spuren hinterlassen. Nahezu unbemerkt blieb bisher, dass der IWF in einer Studie durchgespielt hat, den Dollar als Leitwährung durch eine noch zu schaffende Währung abzulösen. Gesprochen wird dabei vom „Bancor“, den einst John Maynard Keynes als Weltwährung vorgeschlagen hatte. Die Überlegungen gehen über die [local] chinesischen und russischen Vorschläge hinaus, den Dollar durch Sonderziehungsrechte des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu ersetzen. Einher gehen die Überlegungen mit dem wachsenden Einfluss von China, dessen Stimmrechte im IWF deutlich wachsen werden. Das Land wird zu Japan auf den zweiten Platz aufschließen, wird bereits berichtet.

Quelle: Telepolis

Wenn der Dollar wankt, brechen die USA zusammen. Sie haben sonst nichts mehr, wie im Handelsblatt zu lesen ist:

Überschuldung und explodierende Haushaltsdefizite, ein gelähmtes und zerfallendes politisches System, verschlafene Investoren: das alles erinnert an das Lateinamerika der 80er-Jahre. Wenn die Nordamerikaner nicht aufpassen, droht ihnen dasselbe Schicksal. Ein Gastbeitrag des Chefs der amerikanischen Fondsgesellschaft Pimco.

Aber man braucht nicht in die Welt hinauszuschauen und die düsteren Wolken zu sehen, die sich dort zusammenballen um Angst zu bekommen. Es reicht schon ein Blick in eine deutsche Zeitschrift:

Ein Gesinnungswandel ist da zu beobachten: Arbeit ist nicht mehr nur Broterwerb, sondern Stütze fürs Selbstbewusstsein. Sie bringt Sozialkontakte, festen Tagesrhythmus, geistige Herausforderung. Studien zeigen, dass Menschen mit Arbeit glücklicher sind als Arbeitslose – egal welchen Alters. Forscher haben herausgefunden, dass eine erfolgreiche Jobsuche glücklicher machen kann als die eigene Hochzeit.

Quelle: Manager-Magazin

Die Heirat mit dem Konzern wird zum wichtigsten Ereignis im Leben, der Konzern wird Partnerersatz, Quelle des Glaubens und der Wahrheit.

Der Konzern wird Gott und seine Wahrheiten Gebote.

Und wenn der Konzern sagt: „Es werde Klimakatastrophe“ dann gibt es Klimakatastrophe, bis dieser Mythos seinen Sinn erfüllt hat und wie andere Mythen von Ozonloch bis Schweingegrippe innerhalb weniger Tage in Vergessenheit geraten, weil der Konzern andere Wahrheiten als nützlich erachtet.

Kein Wunder, das man in dem Klima darauf achten muß,  wer von den eigenen Zweifeln an der Konzernwahrheit Wind bekommt.

Das könnte ja den Job kosten.

Geheimloge P 3, Geheimloge P 2, Belusconi, die Medien, die Windparks und der deutsche Depp!

Die Älteren unter uns werden sich erinnen können: es gab mal Zeiten, da konnte man offen über „Hinterzimmerpolitik“ reden. Das war die Zeit, wo man Meinungen noch recht frei und offen äußern durfte. Das darf man heute auch noch … wenn man Steinbrück heißt:

Wer sich mit den selbst ernannten Sittenwächtern anlege, gegen den würden aus Hinterzimmern heraus „kleine Revolutionstribunale“ angezettelt. „Manchmal hatte ich den Verdacht, dass es in meiner eigenen Partei in den Statuten nicht aufgeführte geheime Glaubenskongregationen geben müsse, die über die Einhaltung der Lehrmeinung wacht.“

Quelle: Welt

Redet man heute über Hinterzimmerpolitik, ist man sofort „Verschwörungstheoretiker“. Das ist für Verschwörer ein äußerst angenehmes Klima, haben sie doch kaum noch ernsthafte Nachforschungen zu fürchten. Sie können sich selbst schwerste Pannen leisten – niemand traut sich mehr, der öffentlich genehmigten Wahrheit zu widersprechen, denn wer das tut, ist Terrorist. Jedenfalls in Deutschland. In Österreich ist das anders … Gott sei Dank. Dort haben Teile der Presse noch ein waches Auge auf Hinterzimmerpolitik, die der EU und dem deutschen Steuerzahler letztlich viel kostet, die Demokratie von innen unmerklich aushöhlt und ein Regime errichtet, das von Jean Ziegler als das grausamste beschrieben wird, was in der Welt je existiert hat.

Doch fangen wir von vorne an.

Die geheimnisumwitterte italienische Freimaurerloge Propaganda Due (P2) unter Führung des Großmeisters Licio Gelli hatte in den 70er Jahren nicht nur erheblichen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Militär, sondern war auch eng mit der Mafia in Verbindung, etwa mit dem sizilianischen Mafiaclan von Salvatore „Toto“ Riina.

Gelli, einst für Benito Mussolinis Schwarzhemden aktiv, belebte in den späten 1960er Jahren die praktisch inaktive Freimaurerloge P2 und war dort Meister vom Stuhl, bis er und die Propaganda Due 1976 aus der Freimaurerei ausgeschlossen wurden. Gelli war außerdem Mitglied des Malteserordens und des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.

Im März 1981 hatten Ermittler in Gellis Landhaus in Arezzo eine Liste von 962 Mitgliedern gefunden. Viele von ihnen kamen aus der Hochfinanz. Auf der Liste geführt waren aber auch die drei damals amtierenden Leiter der italienischen Geheimdienste, der damalige amtierende Premierminister Arnaldo Forlani sowie sein Kabinettschef, der Unternehmer und spätere Premierminister Silvio Berlusconi

Quelle: ORF

Eine astreine Verschwörung. Gehört eigentlich in den Geschichtsunterricht jeder deutschen Hauptschule, denn Strukturen dieser Art vernichten die demokratische Gesellschaft von innen, ohne das man nach außen sonderlich viel merkt. Man merkt höchstens soviel wie Steinbrück in der SPD … da ist irgendwas, was die Sache nicht rundlaufen läßt.  Da kriegen die Manager der deutschen Pleitebank HRE  Millionenboni, dafür, das sie Riesenverluste eingefahren haben, zur Finanzierung streicht man älteren Arbeitslosen das Arbeitslosengeld und keiner denkt sich was dabei – um nur mal ein tagesaktuelles Beispiel solcher Verzerrungen zu zitieren.

Ziel der P2 war nun auch nicht der offene Putsch. So etwas macht man heute nicht mehr. So ein Putsch ist teuer und fordert Gegenkräfte heraus. Das was man will – Macht, Geld, absolute Kontrolle – geht heutzutage dank der Massenmedien auch wenn man nicht im Rampenlicht steht:

Eine parlamentarische Untersuchungskommission unter Vorsitz der Abgeordneten Tina Anselmi (DC) konnte P2 allerdings keine unmittelbaren juristischen Vergehen nachweisen. In ihrem Abschlussbericht stellt die Untersuchungskommission fest, Ziel des Geheimbundes sei eine Unterwanderung der Regierung und somit eine Umgestaltung der Politik aus dem Hintergrund gewesen, nicht aber eine direkte Machtübernahme oder gar ein offener Putsch.

Das Schwurgericht von Bologna stellte in einem Strafverfahren fest, dass die Loge P2 Kriminelle angestiftet, bewaffnet und finanziert habe, um mit Mitteln der Subversion und des Terrorismus im Rahmen einer „Strategie der Spannung“ die Vorbedingungen für einen Staatsstreich zu schaffen.

Eine wichtige, bis heute nur teilweise aufgeklärte Rolle spielte dabei die von der CIA und der NATO aufgebaute Untergrundorganisation Gladio, eine sogenannte Stay-Behind-Organisation. Durch die Fälschung von Beweisen wurde dafür gesorgt, dass die Verbrechen linksextremen Terroristen zugeordnet wurden. Beispielsweise war die linksextreme Terrorgruppe Rote Brigaden, das italienische Pendant zur deutschen Rote Armee Fraktion, teilweise von Gladio-Mitgliedern unterwandert, die sich unter anderem aus militärischen Spezialeinheiten, Geheimdienstkreisen und Rechtsextremisten rekrutierten. Mehrere Terroranschläge, etwa auf den Hauptbahnhof von Bologna am 2. August 1980 mit 85 Toten, wurden ursprünglich den Roten Brigaden zugeschrieben. Aber in Gerichtsverfahren wurde die Urheberschaft von Rechtsextremisten erwiesen, die mit Gladio in Verbindung standen. Zudem ist erwiesen, wie Gelli und der Geheimdienstchef Pietro Musumeci, auch er ein Mitglied der P2, die anschließenden polizeilichen Ermittlungen behinderten.[5]

Quelle: Wikipedia

Interessant, das bei dem Anschlag auf Bologna exakt die gleichen Methoden und Strukturen angewandt wurden, die man bei nine-eleven unterstellt. Und weil da Geheimdienste geheime Sachen machen, muß man sich damit anfreunden, das es nur selten dreizeilige Enthüllungsgeschichten in der Bildzeitung gibt, die einem schnell alles akurat erklären, damit man wieder beruhigt weiter an seinem Schrebergarten arbeiten kann.

Umgestaltung der Politik aus dem Hintergrund, das ist das Motto der Korporatokratie. Offener Putsch würde offene Revolte herausfordern, geheimer Putsch fördert nur Verschwörungstheorien, und wenn man die verbietet dann … ist man völlig auf der sicheren Seite. Nur manchmal … kommt noch was ´raus und aus P 2 wird in schöner Tradition P 3:

Der Skandal um das geheime Politkartell, das angeblich illegal Einfluss auf Politik, Justiz und die Vergabe großer Wirtschaftsprojekte ausüben wollte, zieht in Italien weitere Kreise und setzt Regierungschef Silvio Berlusconi immer stärker unter Druck.

Die römischen Staatsanwälte, die in der Sache ermitteln, wollen Berlusconis Vertrauten Marcello Dell’Utri nicht nur wegen Bildung eines Geheimbundes, sondern auch wegen Korruption belasten. Damit gerät der Senator, der vor drei Wochen wegen Mafia-Zugehörigkeit zu sieben Jahren Haft verurteilt worden war, noch mehr unter Beschuss.

Ausgangspunkt der umfangreichen Ermittlungen waren mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau eines Windparks auf Sardinien. Dell’Utri wie auch der Koordinator der Berlusconi-Partei Partito della liberta (PdL, Volk der Freiheit), Denis Verdini, sollen laut den Richtern eine kriminelle Organisation aufgebaut haben, die die öffentlichen Institutionen unterwandern wollte, um politische Beschlüsse, Prozesse und die Wahl prominenter politischer Persönlichkeiten zu beeinflussen.

Quelle: ORF

Und das Ganze zieht immer weitere Kreise:

Der Skandal um Italiens zurückgetreten Unterstaatssekretär im Wirtschaftsministerium, Nicola Cosentino, bringt die Regierung Berlusconi in starke Bedrängnis. Nun wird auch gegen einige Richter und Funktionäre des Justizministeriums ermittelt, die in regelmäßigem Kontakt zu dem skandalumwitterten Cosentino und dem Koordinator der Berlusconi-Partei „Volk der Freiheit“ (PdL), Denis Verdini, standen.

Die Politiker sollen unter anderem ihren Einfluss genutzt haben, um den Richter Alfonso Marra an die Spitze des Berufungsgerichts in Mailand zu befördern. In Mailand laufen zwei Prozesse gegen Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Der Oberste Richterrat will Marra kommende Woche befragen. „Ich stehe gern zur Verfügung, so kann ich endlich alles klären“, kommentierte Marra. Auch gegen hochrangige Funktionäre im Justizministerium wird ermittelt.

Quelle: Die Presse

Und schnell wird klar: es handelt sich um gute alte Bekannte aus der P 2 – Geschichte:

Der neuen Geheimloge gehören Unternehmer, Politiker, Richter und hohe Staatsbeamte an, die die Vergabe von Großaufträgen und richterliche Entscheidungen beeinflusst haben sollen. Zu den Verhafteten gehört der sardische Unternehmer Flavio Carboni, der bereits in den Prozess um den Tod des Skandalbankiers Roberto Calvi verwickelt war. Der Oberste Richterrat kündigte am Donnerstag die Versetzung des Vorsitzenden des Mailänder Berufungsgericht an, der ebenfalls in die Affäre verwickelt sein soll. Selbst Premier Berlusconi taucht laut Ermittlern in den Mitschnitten unter dem Decknamen „Cäsar“ auf.

Quelle: Der Standard

Eigentlich doch eine Riesengeschichte, oder? Über die möchte ich doch jeden Tag in den Medien was lesen, immerhin geht es um einen hochrangigen EU-Politiker. Ich möchte auch wissen, welche Verbindungen es nach Deutschland gibt, und in Deutschland möchte ich wissen, welche Seilschaften sich hierzulande die Millionen zuschustern, bevor das große Rentnersterben beginnt, weil die Sozialkassen einfach völlig leer sind und ihr Inhalt auf den Caiman-Inseln ist.

Es ist ja keine Kleinigkeit, die dort geschieht:

Die römischen Staatsanwälte, die in der Sache ermitteln, wollen Berlusconis Vertrauten Marcello Dell’Utri nicht nur wegen Bildung eines Geheimbundes, sondern auch wegen Korruption belasten. Damit gerät der Senator, der vor drei Wochen wegen Mafia-Zugehörigkeit zu sieben Jahren Haft verurteilt worden war, noch mehr unter Beschuss.

Ausgangspunkt der umfangreichen Ermittlungen waren mutmaßliche Schmiergeldzahlungen beim Bau eines Windparks auf Sardinien. Dell’Utri wie auch der Koordinator der Berlusconi-Partei Partito della liberta (PdL, Volk der Freiheit), Denis Verdini, sollen laut den Richtern eine kriminelle Organisation aufgebaut haben, die die öffentlichen Institutionen unterwandern wollte, um politische Beschlüsse, Prozesse und die Wahl prominenter politischer Persönlichkeiten zu beeinflussen.

Quelle: ORF

Die Tageszeitung La Stampa entsetzte sich über den „schier grenzenlosen“ Korruptionssumpf: „Ob Polizist oder Richter, Unternehmer oder General, Präfekt oder Banker, Klinikdirektor oder Professor – jeder steckt ein, wo immer er kann.“ Als Ausweg aus der Krise forderte Ex-Außenminister Massimo D’Alema am Donnerstag eine Übergangsregierung unter einem neuen Premier. Die verbreitete öffentliche Unmoral habe jede Glaubwürdigkeit des Staates ausgehöhlt.

Unterdessen hat der Senat in einer Vertrauensabstimmung erwartungsgemäß das umstrittene 25-Milliarden-Sparpaket genehmigt. Die Hauptlast entfällt auf die Regionen. Vor allem im Gesundheitswesen und im öffentlichen Nahverkehr ist mit erheblichen Kürzungen zu rechnen. Die Polizeigewerkschaft sieht im geplanten Stellenabbau eine „Gefährdung der öffentlichen Sicherheit“. An den Universitäten wird bei Pensionierungen nur noch einer von fünf Professoren ersetzt. Das Sparpaket soll in den nächsten Tagen von der Kammer verabschiedet werden.

Quelle: Der Standard

Jetzt kommt (Stand 13.9.2010) Berlusconi selbst in Verdacht:

Italienischen Medien berichteten am Sonntag über Pläne der römischen Staatsanwaltschaft, Berlusconi als Zeugen im Rahmen der „P3“-Ermittlugen zu vernehmen. Das Politkartell „P3“ soll versucht haben, illegal Einfluss auf Politik, Justiz und die Vergabe großer Wirtschaftsprojekte zu nehmen.

In den von Staatsanwälten abgehörten Telefonaten erwähnen die Mitglieder des „P3“-Zirkels laut Medienberichten immer wieder einen „Cesare“. Ein im Soge des Skandals verhafteter Unternehmer, Arcangelo Martino, bestätigte, dass „Cesare“ tatsächlich Berlusconi sei, der angeblich mit dem Kartell enge Kontakte hatte.

Quelle: Die Presse

Wieder einmal haben mafiöse Strukturen die Politik eines westlichen Staates unterwandert. Wieder einmal zeigt sich ein häßliches Gemenge von Altfaschisten, Mafiabossen, Geheimdiensten, Geldadel und Hochfinanz.

Was macht nun die deutsche Presse daraus?

Abhörprotokolle bringen Unglaubliches ans Licht: Ein Geheimbund korrupter Politiker, Richter und Unternehmer wollte Italien bis in die höchsten Ebenen unterwandern.

Das braucht uns aber nicht zu beunruhigen, denn:

Geheimlogen haben Tradition

Quelle: Süddeutsche

Na, dann ist ja alles in Ordnung. Wenn es sich dabei um eine gute alte Tradition handelt, dann brauchen wir uns ja keine Sorgen zu machen. Die Italiener … die sind halt so. Die machen das immer so.

Andererseits … gibt es für die europäischen Grünen einen guten Grund, mit großer Sympathie nach Süditalien zu schauen:

But David Moss, a British building contractor based in the Sicilian hilltop town of Salemi, which is surrounded by whirring turbines, suggested that was not the only reason for the absence of wind-farm „Nimbyism“.

„In the UK, if a company proposed putting up 100 turbines across the countryside, there would be an uproar,“ he said. „In Italy, everyone keeps quiet because they are afraid to stand up to the Mafia.“

Und die Bevölkerung sagt dazu deutlich ihre Meinung:

Dino Leggio, 33, a barman in Corleone, claimed that many of the turbines that now dotted the island made money only for politicians and the Mafia.

Und die Mafia auch:

Police wiretaps showed the extent of the Mafia’s infiltration of the wind energy sector when they intercepted an alleged Mafioso telling his wife: „Not one turbine blade will be built in Mazara unless I agree to it.“

Quelle: telegraph.uk

Die Mafia sorgt dafür, das das Volk die Füße stillhält und der grüne Citoyen in Deutschland weiterhin sein rundumversorgtes Wohlstandsleben führen kann. Als Landbewohner kann ich sagen: mag sein, das diese Turbinen saubere Energie produzieren … aber sie versauen Landschaft in großem Stil. Das stört den grünen Citoyen nicht, denn er hat alles auf DVD und BlueRay für seinen Plasmabildschirm – aber wenn man sich das den ganzen Tag vor Ort anschauen muß, nervt das schon.  Ich kann verstehen, das die Italiener da auch gerne ein Wörtchen mitreden wollen würden.

Und wo ist dabei der Deutsche Depp? Nun … er kommt, wenn die Mafia, die P 3 und andere Strippenzieher alles eingerichtet haben, wie hier bei diesem Angebot einer deutschen Wirtschaftsberatung:

Ein deutscher Projektentwickler suchte für ein 152 MW-Windenergieprojekt auf Sardinien einen Investor, der dieses Projekt nach Abschluss der Projektentwicklung übernehmen sollte.

Ausschlaggebend für unseren Mandanten waren dabei der integrierte und interdisziplinäre Beratungsansatz von PricewaterhouseCoopers (PwC) im Bereich der erneuerbaren Energien sowie unser effizient arbeitendes internationales Netzwerk.

Aber auch sonst sind wir ganz vorne dabei:

Deutsche Unternehmen spielen im italienischen erneuerbaren Energieszenario eine wichtige Rolle. Nachdem der deutsche E.ON-Konzern einen Großteil der Anlagen der Endesa Italia übernahm, avanciert das Unternehmen gemeinsam mit Enel, Edison und Eni zu den wichtigsten Herstellern von erneuerbaren Energien am italienischen Markt.

Quelle: German Trade & Invest

Auch die RWE mischt mit:

Bereits seit Mitte Juni dieses Jahres ist der Onshore Windpark San Basilio auf Sardinien in Betrieb genommen worden. Dieser liegt etwa 35 Kilometer südlich von Cagliari. Das deutscheEnergieunternehmen RWE Innogy hat sich dem Ausbau der erneuerbaren Energien in Europa verschreiben und baute den Windpark. Die Wartung und Betriebsführung wird der dänische Anlagenbauer Vestas übernehmen.

Quelle: Stromvergleich.de

Da sage nochmal einer, unser Anteil an der Koroporatokratie sei nicht meßbar. Mal eine Originalmeldung aus Sardinien?

Hallo Leute,
wir sind entsetzt. Sieben grosse Windparks mit bis zu 80 Windkraftwerken sollen in Sardischen Naturschutzgebieten , wie z.B, Costa Verde, Is Arenas etc. in unmittelbarer Strandnaehe (800-!000 m) aufgebaut werden.
Unser Italienisch ist nicht so gut, um die Problematik genau zu erklaeren. Unsere sardische Freundin Pina Floris wird jetzt hier auf italienisch die Problematik erklaeren. Bitte uebersetzt diesen Beitrag ins deutsche, damit es jeder verstehen kann und seinen Protest in dem folgenden Blog anmelden kann. http://noalcampoeolicoaisarenas.blogspot.com
Conny

Quelle: Sardinien-Forum

Ich verstehe das Entsetzen sehr gut. Wir haben diese Dinger auch in der Eifel. Potthäßlich. Dann lieber Strom sparen – aber uns fragt ja auch keiner.

Es mutet schon extrem unheimlich an, wie man als deutscher Medienutzer über diese Zusammenhänge nur nach mehrstündiger Recherche informiert wird. Die Zeit kann sich nicht jeder nehmen – und auch ich nicht immer.

Da investiert man in saubere Energie, fühlt sich wie der König und Retter der Welt – finanziert aber in Wirklichkeit die Mafia, korrupte Politiker und die Aushöhlung der Demokratie. Und wählt die Grünen, damit die Welt wieder heil wird. Damit man daran noch glauben kann, muß man nur … ganz fest die Augen schließen.

Nun versteht man wohl ein System besser, in dem Banker Millionenboni einsacken, welche dem Steuerzahler dann vom Arbeitslosengeld gestrichen werden, oder?

Nicht vergessen: Verschwörungen gibt es nicht. Und immer schön lächeln.


Deutschland und die Welt: Rente, Waffen, Verschwörungen und Diktatoren

Chart zeigen

Manchmal frage ich mich, wie unsere kunterbunte Politik wohl für das Ausland aussieht. Zum Beispiel für die Franzosen: die gehen mal wieder auf Barrikaden, weil sie mit 60 in Rente gehen wollen:

Aus Protest gegen die Abschaffung der Rente mit 60 sollen nach Angaben von Gewerkschaften etwa zwei Millionen Menschen die Arbeit niederlegen.

Quelle: Welt-online

Auch andere scheinen sich diese Frage zu stellen, so ein Leserkommentar zu diesem Artikel:

Rita sagt:

Da sieht man mal, warum die Türken und der Rest Europas die Deutschen auslacht. Ein Volk von dummen, ausgebildeten Politik- und Wirtschaftsgläubigen, die auch noch der Überzeugung sind, die Welt wird am Deutschtum genesen.

Doch der Deutsche ist der Überzeugung, wenn es mir schlecht geht, soll es anderen genauso schlecht gehen, das ist Deutschtum. Der Deutsch kommt nicht auf die Idee Verbesserungen auch für sich einzufordern.

So sind wir gebildet und so gebildet werden wir sterben.

Nun, ob das gerade mit Bildung zu tun hat oder vielleicht (siehe Pisa) doch eher mit dem Ergebnis einer Volksverblödungskampagne, wird wohl noch untersucht werden müssen.

In Deutschland wird man solche Aktionen wie in Frankreich auch vergeblich suchen: der Deutsche ist glücklich:

Waren 1996 noch 60 Prozent der Westdeutschen, aber nur 45 Prozent der älteren Ostdeutschen mit ihrem Leben sehr zufrieden, lag dieser Anteil 2008 im Westen bei 61 Prozent, im Osten stieg er auf 53 Prozent. Insgesamt sagten 2008 mehr als die Hälfte der 40- bis 54-Jährigen und 61 Prozent der 55- bis 85-Jährigen, dass sie mit ihrer Lebenssituation sehr zufrieden seien.

Er ist halt anders als die anderen Menschen dieser Welt. Anders? Besser! An seinem Wesen soll die Welt genesen, für ihn ist Arbeit ein Heiligtum, etwas Religiöses: genauso hat Hitler ihn erzogen und das wirkt bis heute durch.

„Die Phase der Pensionierung ist inzwischen fast genauso lang wie die der Erwerbstätigkeit“, sagt Richter über den Erfolg ihres mehrfach ausgezeichneten Projekts. „Einen so langen Zeitraum kann man nicht nur mit Wellness oder Spaß-Aktivitäten gestalten.“

Quelle: Welt-online

Arbeit ist dem deutschen Gottesdienst, die Firma seine Kirche.  Wer arbeitslos ist … ist sehr verdächtig – und wer verdächtig ist, der muß sich besonders anstrengen um noch dazu zu gehören …. oder fällt einfach mal ´raus.

Die Bundesregierung – noch unter Gerhard Schröder – hat mit Hilfe eines Kriminellen ein Gesetz zur staatlich verordneten Zwangsarmut, Demütigung und Versklavung durchgeboxt. Es werden Menschen gedemütigt, in sinnlose und sinnfreie Maßnahmen gezwungen, in sinnlose und irrwitzige Ein-Euro-Jobs gezwungen. Ein Hartz-IV-Empfänger ist „vogelfrei“. Es werden sämtliche Grundgesetze und Menschenrechte verfassungswidrig außer Kraft gesetzt, denn das ganze Hartz-IV-Gesetz ist verfassungswidrig. In Hartz-IV werden Menschen gezwungen Verträge gegen ihren Willen zu unterschreiben. Diese Menschen werden, nur um die Statistik zu schönen, in sinnfreie und sinnlose Maßnahmen gezwungen, mit den Ein-Euro-Jobs werden Menschen gedemütigt. Unternehmen bauen reguläre Stellen ab, man bekommt ja Sklaven, incl. einer ordentlichen Kopfprämie frei Haus geliefert. Kostenlose Probearbeiter und Praktikanten werden zu Fulltimejobs gezwungen, erhalten nichts, und nach Ablaub der Zeit stehen diese Menschen wieder auf der Straße. Aber es wird unter dem Deckmantel „es bringt Menschen in den Job zurück“ dem Rest der Gesellschaft schmackhaft gemacht.

Quelle:  Gegen Hartz

Jeder vierte ist inzwischen schon in Hartz IV bevor er ins Rentenalter kommt, durch Verlängerung des Lebensarbeitszeit spart man als nochmal riesig viel ein. Das überzeugt, den Weg weiterzugehen:

Die Bundesagentur für Arbeit hält die Frühverrentung auf Dauer für falsch. BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker, sagte: „Langfristig ist es strategisch sinnvoll, alle Anreize zur Frühverrentung abzuschaffen. Dazu gehört die Verlängerung der Laufzeit von Arbeitslosengeld genauso wie die Altersteilzeit.“

Quelle: Welt-online

Kaum jemand scheint zu merken, das die Argumentation eine gemeinsame Grundlage jenseits der allgemeinen Menschenrechte hat: die völlig Aktzeptanz des Satzes: Menschen sind Kosten auf zwei Beinen. Es geht in der Argumentation in Deutschland nur noch darum, wer für die Kosten aufkommt – und die möchte man gerne woanders als bei sich selber haben. Schon die Sichtweise ist … erbärmlich, muß aber zur Sprache kommen, wenn die Franzosen fünf Jahre früher ihren Lebensabend genießen dürfen, dem man dem Deutschen einfach nehmen möchte, weil andere das Geld besser gebrauchen können.

Nach wie vor ist Hitlers Vorstellung von einer „Arbeit, die adelt“ in den Köpfen präsent….im Osten stärker als im Westen. Dabei schafft Arbeit, die adelt, nur einen neuen Massenfeudalismus von arbeitenden Herrenmenschen gegen nichtarbeitende Untermenschen – Kranke, Alte, Behinderte und – nicht zu vergessen – Kinder schafft (vielleicht ein hinreichender Grund für die grassierende Kinderfeindlichkeit in Deutschland).  So erklärt sich der Erfolg der Hasspropaganda der asozialen sozialfaschistischen Elemente der Bevölkerung, der quer durch alle Parteien geht und sogar in der Linken anzutreffen ist.  Andererseits wurde so das Problem erstmal vertieft, denn … wer stellt schon einen Hartzer ein oder vermietet ihm eine Wohnung? Man weiß doch, wie die sind.

Doch solche Überlegungen hört man nur noch selten in der Religion des Aufschwungs, dort verbreitet man lieber die Siegesmeldungen des deutschen Arbeiterheeres:

Deutschland und Polen sind Wachstumsmotor der EU

Nach der schweren Krise wird Deutschland in der EU zur Wachstumslokomotive.

Kommentar eines Lesers:

DDR2 Bürger sagt:

Nachrichten wie in der DDR! Fern von der Wirklichkeit!

Quelle: Welt-online

Aus dieser Sicht heraus wundert es auch nicht, das folgende Meldung bei Spiegel-Online nicht unter „Wirtschaft“ oder „Politik-Ausland“ zu finden ist sondern unter „Soziales“:

Der globale Rüstungsmarkt boomt mehr denn je – nun wollen die USA Waffen im Wert von 60 Milliarden Dollar an Saudi-Arabien liefern. Weil Ausfuhrschranken fallen und ihre Heimatregierungen sparen, setzen Hersteller wie Lockheed, BAE oder EADS auf den Export – und liefern verstärkt in Schwellenländer.

Auch deutsche Hersteller wie Rheinmetall Chart zeigen und Krauss-Maffei folgen dem Beispiel viele deutscher Konzerne und erschließen neue Märkte fernab der Heimat. Zwar befinden sich unter den Top-100-Rüstungskonzernen der Welt nur fünf hiesige Anbieter. Und die Platzierungen von Rheinmetall Chart zeigen (29), Krauss-Maffei (42), ThyssenKrupp Chart zeigen(49), Diehl (64) und MTU Aero (79) verdienen höchstens das Attribut „Unter ferner liefen“.

Trotzdem ist Deutschland nach den USA und Russland der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Es gibt sogar Anzeichen für einen regelrechten Boom: In den vergangenen fünf Jahren haben sich die deutschen Ausfuhren verdoppelt. Ihr Wert summierte sich von 2005 bis 2009 nach Berechnungen des Forschungsinstituts Sipri auf gut zwölf Milliarden Dollar.

So selbstverständlich ist schon die Perversion. Sozial ist, was Arbeit schafft. Waffenproduktion ist „Sozial“, es schafft Arbeit … und reduziert möglicherweise andernsorts die Überbevölkerung. Das nützt den Fröschen und deshalb findens auch die Grünen gut.

Kaum verwunderlich, das in der Fokus-Umfrage zur internationalen Politik so merkwürdige Charaktere die Oberhand gewinnen:

Das internationale Politiker-Ranking zeigt, wie FOCUS-Online-User Auftreten, Führungsstärke, Verhandlungsgeschick und Rhetorik und Glaubwürdigkeit der wichtigsten Politiker im Ausland einschätzen.

Dazu meint der Hintergrund:

Angeführt von Mahmud Ahmadinedschad (Iran) erhielten mit Fidel Castro (Kuba), Wladimir Putin (Russland) und Evo Morales (Bolivien) führende Politiker jener Staaten die besten Noten, die mehr oder weniger feste strategische Allianzen mit Venezuelas sozialistischem Staatschef Hugo Chávez eingegangen sind, um die ökonomische und politische Dominanz der USA zurückzudrängen.

Oder man mag einfach die Führertypen. Diktatoren, die einem sagen, wo es langgeht, damit man nicht immer mit Sozialromantikern diskutieren muß.

Menschen, die einem anstrengungslose Wahrheiten präsentieren, jenseits dieser lästigen und bald verbotenen Verschwörungstheorien. Bald verboten? Ja, die sind jetzt offiziell selbst „terroristisch“:

Verschwörungstheorien – etwa die Behauptung, die Anschläge von London 2005 (7/7) oder die des 11. September 2001 (9/11) seien ein „Inside-Job“ – würden zunehmend das Vertrauen in die Institutionen der Regierung zerstören, so die Autoren Jamie Bartlett und Carl Miller. Dieses Misstrauen könne insbesondere Anstrengungen behindern, gewalttätigen Extremismus zu bekämpfen. Denn Verschwörungstheorien würden im extremistischen Kontext als ein „radikalisierender Verstärker“ wirken.

Irgendwie wird das alles wohl wirklich immer mehr wie DDR. Einheitsbreiparteien, Einheitsbreinachrichten, Einheitsbreikultur. Und die Diktatur des Proletariats. Nur diesmal haben die Proleten Aktien.

Und diese Diktatur ist auch nur zu begrüßen, dann brauchen wir uns mit solchen Gedanken, die uns verwirren und durcheinanderbringen, nicht mehr befassen:

Dabei lässt sich doch ihre Beschreibung, wie Verschwörungstheorien funktionieren, ebenso auf die offizielle Version anwenden. Laut Barlett und Miller kreieren Verschwörungstheoretiker zuerst „den anderen“, „den Feind“, der dämonisiert wird. Danach „delegitimieren sie Stimmen des Widerspruchs und der Mäßigung als Teil der Verschwörung“. Und schließlich ermutigen sie eine Gruppe, Gewalt anzuwenden.

Dies trifft haargenau auf eine 9/11-Verschwörungstheorie zu: auf die offizielle. Denn auch die offizielle Version ist eine Verschwörungstheorie, schließlich kann kein Zweifel darin bestehen, dass die Anschläge von mehreren Personen durchgeführt wurden, die sich zu diesem Zweck verschworen haben. Die Theorie, wonach Bin Laden und seine Anhänger die Anschläge verübt haben, wurde bereits Stunden nach dem Ereignis in die Welt gesetzt. In einer Rede vor der UN-Generalversammlung am 10. November 2001 richtete George Bush scharfe Worte gegen Abweichler. Er warnte vor deren „bösartigen Lügen“, die dem Terror förderlich seien. Bereits im September 2001 sagte er vor dem US-Kongress: „Entweder seid ihr mit uns, oder ihr seid mit den Terroristen.“

Quelle: Hintergrund

Die Welt ist rosa. Also: AUFSCHWUNG!

Nine Eleven – 11.9.2001 war eine Verschwörung … 80 Millionen Tote weltweit auch.

Heute ist ja neunter Jahrestag.  Ich habe den 11.9.2001 - wie die meisten älteren Menschen unter uns - noch in guter Erinnerung.  Auf dem Weg zu einer Messe saß ich pausierend bei meiner Mutter, die direkt im Wege war. Eine Freundin von ihr rief an, war ganz aufgeregt, weil sich überall in Amerika Flugzeuge vom Himmel auf Häuser stürzten, ganz New York stehe schon in Flammen. 

Auf der Messe selbst gab es zwar wie üblich einen Großbildschirm, aber niemand interessierte sich sonderlich für das Ereignis, das unsere Geschäftsfelder nicht betraf. Es gab keine Gespräche darüber, die Stimmung war gut und ungetrübt - nur meine nicht. 

Gleich danach kamen unheimliche Gerüchte auf: die US-Regierung sollte es gewesen sein.

Heute ist ja neunter Jahrestag.  Ich habe den 11.9.2001 – wie die meisten älteren Menschen unter uns – noch in guter Erinnerung.  Auf dem Weg zu einer Messe saß ich pausierend bei meiner Mutter, die direkt im Wege war. Eine Freundin von ihr rief an, war ganz aufgeregt, weil sich überall in Amerika Flugzeuge vom Himmel auf Häuser stürzten, ganz New York stehe schon in Flammen.

Auf der Messe selbst gab es zwar wie üblich einen Großbildschirm, aber niemand interessierte sich sonderlich für das Ereignis, das unsere Geschäftsfelder nicht betraf. Es gab keine Gespräche darüber, die Stimmung war gut und ungetrübt – nur meine nicht.

Gleich danach kamen unheimliche Gerüchte auf: die US-Regierung sollte es gewesen sein.  Eine Vermutung, die nicht aus der Luft gegriffen ist. Der „militärisch-industrielle Komplex“, vor dem der US-Präsident Eisenhower warnte, hatte schon einige Häßlichkeiten in die  Welt gesetzt – Morde, Umstürze, Folter, Drogenhandel: bei dem Ruf muß man sich nicht wundern, wenn man zuerst nach den „üblichen Verdächtigen“ Ausschau hält. Immerhin: an jenem Tag waren 37000 Menschen gestorben. 3000 infolge der Anschläge, 34000 infolge der Weltwirtschaftsordnung an Hunger.  Die 3000 zusätzlichen Tote – das war klar – ließen sich hervorragend instrumentalisieren, es war genau jenes Ereignis, auf das die Bewegung für ein neues amerikanisches Jahrhundert gewahrtet hatte und es kam zu einem äußerst günstigen Zeitpunkt.  Die 34000 anderen, die jeden Tag sterben, damit wir Schnitzel auf dem Teller haben, waren jedermann egal … wie auch die dreitausend in den Türmen. Gegen so etwas ist man heutzutage abgehärtet.

Neben diesen Theorien gab es auch andere, die letztlich zu Kriegen geführt haben,  weil die Theorienbilder viel mehr Macht hatten und auf faire ausgewogene Urteilsbildung schon mal verzichteten. Man wollte einfach mal irgendjemanden für das Geschehnis erschießen und die Regierung Bush hatte da schon jemanden im Auge. Einige sogar. Erst mußten die Afghanen dran glauben, die neuen Machthaber waren zwar durch US-Hilfe an die Macht gekommen, aber der Opiumanbau war unter ihnen fast völlig zum Erliegen gekommen, außerdem hatten sie die Straßen sicherer gemacht – das störte wohl irgendwie.  Dann gab es da noch diesen Saddam Hussein, der immer unbequemer wurde: den konnte man leicht nebenbei mitentsorgen. Er hatte zwar überhaupt nichts mit den Taliban zu tun und erst recht nichts mit dem Anschlag in New York – aber in dem allgemeinen Trubel fiel das gar nicht auf. Eventuell – so die damals gängige Verschwörungstheorie – hatte er Massenvernichtungswaffen mit denen er zur Weltherrschaft streben wollte. Stimmte nicht – aber egal.

Nun – wenn diese Verschwörungstheorie nicht stimmt, dann stimmte ja die andere vielleicht auch nicht: Osama und die neunzehn Räuber.  Es gilt ja: wer einmal lügt, dem glaubt man nicht – zurecht, wenn er daraus einen klar erkennbaren Vorteil zieht.  Und es gab ja schon mal einen ganz spektakulären Fall, in dem Jahrzehntelang eine offizielle Verschwörungstheorie Unmut erzeugte und jetzt so langsam still und heimlich in sich zusammensackt: der Kennedymord und die Einzeltätertheorie:

Washington – Ballistische Untersuchungen unter Rückgriff auf moderne Methoden der Statistik und der chemischen Analyse zeigten, dass Lee Harvey Oswald damals nicht der einzige Schütze gewesen sei, heißt es in der jüngsten Ausgabe des Fachblatts „Annals of Applied Statistics“. Die seinerzeit von den Experten angeführten Belege, wonach die Möglichkeit eines zweiten Mörders ausscheide, hielten den Tatsachen nicht stand, schreibt der Ex-FBI-Agent William Tobin, der die Arbeit gemeinsam mit dem Statistik-Professor Cliff Spiegelman und dem Chemiker William James von der Texas A&M University vorgelegt hat.

Quelle: Spiegel-online

Ich persönlich erwarte Aufgrund der Lügentradition der US-Regierung nichts anderes bei der Nine-Eleven-Verschwörungstheorie.  Als politischer Mensch halte ich es sowieso mit Managergrundsätzen: „Even the worsest case“ – bei Problemfällen nicht positiv denken sondern immer das Schlimmste annehmen, um gegen alle Eventualitäten gewappnet zu sein.

Seltsamerweise ist dieser Grundsatz, der in allen angelsächsischen Konzernen tagtäglich gelebt wird, in der Theorienbildung der politischen Kaste kaum zu finden … und das kommt uns gerade mal wieder sehr teuer zu stehen:

Die marode Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) benötigt weitere Staatshilfen in Millardenhöhe. Im Gespräch sollen offenbar Garantien von bis zu 40 Milliarden Euro sein. Das Institut leide unter massiven Liquiditätsproblemen, so Regierungskreise. Im schlimmsten Fall könne die Bank noch in diesem Monat zahlungsunfähig sein.

Quelle: Handelsblatt

Das ist per Einmalzahlung mehr, als alle Hartz-IV-Abhängigen und ihre Kinder in einem Jahr verbrauchen. Wofür genau geben wir das nochmal aus? Ach ja, richtig: dafür, das die Reichen noch reicher werden und durch die Krise keine Verluste einfahren. Sehr sozial gedacht. Leider … haben wir das Geld dafür nicht.

Seit dem 11.9.2001 sind zwischen hundertausend und einer Million Iraker gefallen – die Quellen variieren da stark. Zustätzlich starben viertausend US-Soldaten. Außerdem starben noch tausende in Afghanistan … da zählt aber kaum noch jemand mit.

Die Zahl der Hungertoten für den Zeitraum liegt bei mindestens ACHTZIG MILLIONEN! Die sind auch nicht „selbst schuld“ oder „faul“, die sind einfach in die Monokulturen der Kolonialherren hineingeboren worden, mit denen man ihre Eltern sitzen gelassen hat. Interessiert aber keinen.

Die Zahl der hungernden Menschen ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen, steigt jedoch langsamer als die Bevölkerung an: 1990 waren es etwa 822 Millionen, im Jahr 2008 etwa 963 Millionen Menschen.[1] Am 19. Juni 2009 berichtete die BBC, dass nun offiziell eine Milliarde Menschen hungern.[2] Das ist etwa jeder siebente Mensch auf der Erde. Jedes Jahr sterben etwa 8,8 Millionen Menschen, hauptsächlich Kinder, an Hunger, was einem Todesfall alle 3 Sekunden entspricht (Stand 2007).[3]

Quelle: Wikipedia

Nach anderen Quellen sind es sogar ZWEIHUNDERTVIERZIG MILLIONEN TOTE.

Quelle: ORF

Wieder haben wir eine klar erkennbare Verschwörung, deren Hintermänner leicht zu finden sind …. oder glaubt jemand, das es Zufall ist, das dreitausend Tote die Welt verändern während achtzig Millionen Tote (mit wachsender Tendenz)  niemanden interessieren?

Wenn ich mir über unnatürliche Tode aufrege und sie verhindern möchte, dann … fange ich doch da an, wo die Vielen sterben und arbeite mich zu den geringeren Übeln Schritt für Schritt durch. Tue ich das nicht … dann habe ich andere Pläne und Absichten. Die Planer dieser Absichten sind dann … Verschwörer.

Hätten wir die dreitausend Toten einfach ignoriert, so getan, als wären es Verkehrstote und hätten das Geld der Kriege in die Bekämpfung des Hungers gesteckt … wir hätten dem Terror weltweit den Boden unter den Füßen weggezogen und achtzig Millionen Menschen das Leben gerettet. Achtzig Millionen tote Menschen: das ist ein kompletter dritter Weltkrieg.  Und eine Milliarde wartet noch auf den Tod.

Aber wir – d.h. – unsere Medien – haben sich abgesprochen, diese Toten zu ignorieren. Stattdessen haben wir die Armut, die zu diesen Toten führt als Hartz IV nach Deutschland importiert – auch so eine Verschwörung.  Das sind keine Naturkatastrophen, dahinter stecken Menschen, die zielorientiert denken, planen und handeln. Dabei gehen sie auch über Leichen. Über die der anderen, selbstverständlich.

Vielleicht war auch nine-eleven von ihnen geplant. Vielleicht waren es Netzwerke von Bush und dem Hause Saud in Saudi-Arabien, das in letzter Zeit steigende Probleme bekam. Vielleicht war es wirklich der Millionärssohn Bin Laden. Letztlich ist es völlig egal, wer von diesen Verrückten es war. Letztlich werden wir die Wahrheit (wie beim Kennedymord) nie mit absoluter Sicherheit erfahren, weil die Vertuschungskompetenz einer der möglichen Täter so groß ist, das immer Restzweifel bleiben (und angesichts der belegten Historie dieses möglichen Täters auch zurecht bleiben).

Letztlich können wir auch sagen: ohne die Gelder der Saudis und Bush´s  wäre auch der Nahostkonflikt nicht vorhanden. Aber um ihn am Leben zu erhalten, geben beide Seiten immer gerne Geld – Saudi Arabien hat Israel bis heute nicht anerkannt, beide Länder befinden sich heute noch im aktiven Kriegszustand:

An den militärischen Handlungen der Arabisch-Israelischen Kriege nahm das Königreich nicht teil; es unterstützte aber die gemeinsame Sache der Araber durch massive finanzielle Hilfe an die Palästinenser-Organisationen sowie durch zeitweilige Reduzierung der Erdöllieferungen in die westliche Welt unter König Faisal. Siehe: Ölkrise.

Saudi-Arabien befindet sich seit 1948 (Palästinakrieg) mit Israel offiziell im Kriegszustand, der Staat Israel wird weiterhin nicht anerkannt, politische Kontakte beider Länder gibt es nicht.[24]

Aber Atombomben finanzieren … da ist man schnell dabei:

Hilfsgelder fließen auch in die pakistanische Rüstungsindustrie (en:Pakistani Arms Industry), weitgehend gesichert ist eine Beteiligung von Saudi-Arabien, das das pakistanische Atom-Programm „zu einem nicht unerheblichen Teil finanziert hat“, inoffiziell wird von 50 % gesprochen.[31]

Quelle: Wikipedia

Was die achtzig Millionen Toten angeht sind wir übrigens alle Komplizen. Alle die hier mitlesen, mitschreiben oder überhaupt lesen und schreiben können. Unfreiwillige Komplizen – aber wir machen alle mit … je gebildeter wir sind umso bewußter und entschiedener sind wir an diesem täglichen  Massenmord beteiligt.

Und da soll man die Betroffenheit wirklich ernst nehmen, wenn da mal neun Türken von Israelis erschossen werden, vier Israelis von der Hamas erschossen oder fünfzig Palästinenser von Bomben ausradiert werden? Da wundert man sich wirklich, das mich die Betroffenheitsarien die regelmäßig von allen Seiten kommen nur noch anwiedern?

Um achtzig Millionen Tote (oder die dreifache Menge) zu verdrängen muß man sich sehr anstrengen.

Wer wirklich ernsthaft Betroffenheit bekunden will, sollte da anfangen. Alles andere ist verlogenes Theater … und wiederum Teil einer Verschwörung, seine Partikularinteressen vor die Rettung von Menschenleben zu stellen.

Hungertod ist langsam.

Hungertod ist qualvolle Folter.

Hungertod ist völlig unnötig.

Allein die Kosten für den Irakkrieg hätten ausgereicht, den Hunger für immer und ewig zu verbannen.

Nine-eleven hat dem Kampf gegen diesen Hunger sehr geschadet. Es verstopft alle Nachrichtenkanäle (wie andere dieser medial aufgeblasenen Ereignisse auch), hält die Leute auf Trab (Verschwörer und Gegenverschwörer) und tut das Seine dazu, das auch heute wieder zwischen 25000 und 100000 Menschen qualvoll sterben werden … darunter mindestens 13000 Kinder.

Das heisst: Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet. Punkt. Schluss.

Quelle: Jean Ziegler im Tagesanzeiger

Dreizehntausend Kindermorde nur heute, wohlgemerkt. Und morgen geht das wieder von Vorne los.

Massenmord vor aller Augen. Alle schauen zu, alle machen mit – oder haben Wichtigeres zu tun.  Zum Beispiel heute an dreitausend Tote denken, die alle zu den Nutznießern des täglichen Massenmordes gehörten … unabhängig davon, wer ihre eigene  Ermordung nun beschlossen und/oder geduldet und/oder finanziert hatte.

Ob es nun von Pakistan finanzierte saudi-arabische Muslime waren, die zehn Jahre lang diesen Anschlag geplant haben oder die Kosmokraten der Korporatokratie … ist eigentlich egal. Beide Seiten hätten ihr Geld besser (und überzeugender) zur Verhinderung der alltäglichen Massenmorde an unschuldigen Kindern eingesetzt – oder sollten es jetzt tun anstatt Selbstmordattentäter auszubilden und Rachebombardements durchzuführen.  Das sie es nicht tun, macht aus ihnen nur … Feinde der Menschheit.

Und was sich die Feinde der Menschheit untereinander antun, muß einen eigentlich nicht interessieren, noch muß man sich da einmischen. Eher braucht die Welt Engagement gegen den Massenmord und für mehr Menschlichkeit – danach kann man sich den unbedeutenden Kleinigkeiten zuwenden um die wir jetzt so ein großartiges Geschrei machen.

Aber wahrscheinlich ist es ja gerade dieses Geschrei, das absichtlich so laut gestellt wird, damit der Massenmord ungestört weiterlaufen kann … oder?

Die USA – um die es ja bei dem heutigen Gedenktag geht -haben ihre Hungertoten übrigends ganz elegant entsorgt:

In den USA hungerten im Jahr 2005 10,8 Millionen US-Bürger. Insgesamt waren es gar 35 Millionen, also jeder achte US-Amerikaner, die „Schwierigkeiten hatten, sich zu ernähren“. Offiziell gibt es jedoch keine „Hungernden“, da die US-Regierung seit dem November 2006 stattdessen von Menschen mit „sehr geringer Nahrungssicherheit“ spricht.[5]

Und da es speziell heute um New York geht:

Die Hilfsorganisation New York Food Bank gab im Juni 2008 bekannt, dass drei Millionen New Yorker, also mehr als jeder dritte, nicht genug Geld für Lebensmittel haben.

Quelle: Wikipedia

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