Nazis

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Schlappe Schlapphüte – Der Feind steht Links !

Eine „satirische“ Kolumne.

Verfassungsschutz und Sicherheitsorgane haben es zur Zeit nicht leicht und nun gibt es Welche, die machen sich auch noch lustig und reisen Witze über die Hüter des Grundgesetzes, wie das hier zum Beispiel. Verfassungsschutzbeamter auf einer Demo gegen Nazis: „Wie beurteilen Sie die politische Lage?“ Demonstrant: „Ich denke…..“ Verfassungsschutzbeamter: „ Das genügt-Sie sind verhaftet!“

Oder das hier:

In der Straßenbahn liest ein Musiker eine Partitur. Ein Verfassungsschutzbeamter hält das Notenblatt für eine Geheimschrift von Linken und verhaftet den Musiker, wegen des Verdacht ein Feind des Grundgesetzes zu sein, obwohl der versichert, dass sei eine Fuge von Bach. Der Verhaftete wird am nächsten Tag einem Verfassungsschutzbeamten vorgeführt, der ihn anschreit:  “ Also raus mit der Sprache!  Bach hat schon gestanden!“

Ach ist das nicht gemein!

Wie konnte der Verfassungsschutz und die Sicherheitsorgane nur so versagen?

Entsetzen aller Ortes, bei Politiker, Medien, ja in der gesamten Gesellschaft, es gab doch bisher „keine Hinweise, nichts deutete darauf hin“, wenn man der Staatsmacht und Politiker glauben mag.

Zugegeben, ab und an, hier und da, wurden Häuser, in dem Ausländer wohnten angezündet, ein dunkelhäutiger Mitbürger aus einer Straßenbahn geworfen oder am Tag auf der Straße, unter den Augen von Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlagen. Aber das waren doch nur „Einzeltäter“, keinesfalls Bürgerinnen und Bürger, mit ewig gestrigen Gedankengut, und schon gar keine Nazis, hat man uns jedenfalls glauben machen wollen.

Nun zu behaupten der „Staat und seine Sicherheitsorgane seien auf den rechten Auge blind gewesen“, ist nun wirklich nicht gerechtfertigt, oder etwa doch? Und außerdem waren sich doch die meisten Verantwortliche der Politik und manche Medienformate ganz sicher, der Feind des Freiheitlichen Demokratischen Rechtsstaates stand doch schon immer Links. Mit den Linken hatte man wahrlich genug zu tun, schließlich musste man deren „Telefone überwachen, Treffpunkte durchsuchen, bespitzeln und alles Aktenkundig“ machen. Da war einfach „keine Zeit und Personal übrig um sich auch noch um Nazis zu kümmern, dafür gab es doch bisher keinen Grund“. „Und der Feind steht doch immer noch Links“, oder nicht? Die Sicherheitsorgane haben ganz andere Aufgaben und Sorgen.

Hier ein kleines Beispiel !!!

 

Iron Sky – die ersten 4 Minuten…

[Video, bitte Beitrag anklicken]

Über den Verfassungsschutz und warum er abgeschafft werden sollte…

Ein Bericht  der Linksfraktion in NRW:

Brosch_AusserKontrolle_LinksfraktionNRW

(.pdf)

Gefunden Hinter der Fichte (zusätzlich mit einem schönen Video)

EIN ALPTRAUM VON FREIHEIT – Die Gauck-Maschine walzt alles platt

Autor: U. Gellermann
Datum: 22. Februar 2012

Ein Bundespräsident Gauck? Das ist die Ausgeburt des politischen Hinterzimmers. Sie werden damals, in den Juni-Tagen des Jahres 2010 gekichert haben, Trittin und Gabriel, als sie ihn gegen Wulff und die schwarz-gelbe Koalition ins Rennen schickten. Den selben Mann, der 1999 von der CDU als Kandidat gegen Johannes Rau erwogen worden war. Mit Gauck wollten sie der Regierungskoalition ein Beinchen stellen. An Inhalte dieser Kandidatur hatten sie nicht gedacht. Dass der Mann zum Afghanistan-Hartz-IV-Komplex die Positionen vertrat, von denen ROT-GRÜN jetzt, in der Opposition, abgerückt war? Scheißegal. Die schwitzenden Hände der Vorfreude der beiden waren zu riechen. Freude über das dumme Gesicht von Angela Merkel, wenn sie mit einem Kandidaten konfrontiert werden würde, der von ihrem Fleisch war: Ein DDR-Opportunist, der erst als die sozialistische Republik in den letzten Zügen lag, seinen Hang zur Opposition entdeckte. Allerdings ein Mann, der von ihr nicht einfach beherrschbar gewesen wäre.

Jetzt hat die FDP den „parteiübergreifenden“ Kandidaten übernommen. Ausgerechnet jene Partei hebt Gauck auf den Schild, die mit ihrer auffälligen Klientelpolitik, mit ihrer Selbstbedienungsmentalität sogar die eigenen, nicht so zimperlichen Wähler abgestossen hat. Eine Micki-Maus-Partei, die aktuell mit nur noch drei Prozent Volksgunst auf dem Tisch tanzt, weil die Katze Angela grade mit anderem beschäftigt ist. Bei der FDP ist Gauck richtig. Sein dröhnendes Freiheitsgerede meint die Freiheit der Besserverdienenden. Die Freiheit, dem Pöbel seine Verachtung zu zeigen. Die Freiheit, die Empörten mit Hohn zu übergiessen. Wo Wulff das Schnäppchen jagte, wird Gauck zur Jagd auf alles blasen was links ist. Überzeugt von einer Mission, die ihn selbst als den einzig Gerechten begreift. Denn Selbstzweifel sind dem Mann, der gern in der dritten Person von sich redet, fremd. „Der Gauck hat sich noch gar nicht geäußert“, hatte er jüngst gesagt. Und gemeint: Erst wenn der Gauck sich geäußert hat, kann sein Wille geschehen.

Wer waren denn die, die den Gauck bei der Präsidenten-Kür 2010 zum Kandidaten der Herzen gebrüllt hatten? Es war eine unheimliche Gang aus SPIEGEL, STERN und BILD, eine übergreifende Meinungsmaschine, deren Besitzer in den Milliardärsrängen sitzen und deren Redakteure um so vieles mehr verdienen als jenes Volk, das sie nach ihrer Pfeife tanzen lassen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, dass es die selbe Maschine war, die das Wülffchen hinweggefegt hat. Ein riesiger Apparat zum Aufspüren von geschenkten Kinderautos war unterwegs gewesen, um seinen Rücktritt zu erreichen. In einem Land, dessen Medien bis heute die korrumpierenden Kohl-Millionen unter dessen Ehrenwort nicht gefunden haben. Der kleine Wulff, er wollte es doch nur gut haben. Und auch ein bisschen gut machen: Der Islam gehöre zu Deutschland, hatte er gesagt. Ja, ist der denn verrückt, fragten die SPRINGERS und SPIEGELS. Die Zeiten werden härter, die Verteilungskämpfe werden brutaler. Haben wir denn nicht den Sarrazin vorabgedruckt, um den Deutschen die türkische Karte zu zeigen?

Dem Sarrazin, dem beamteten Rassisten, vom Bertelsmann-Konzern gehätschelt, von Talk-Show zu Talk-Show weitergerreicht, bescheinigt der Gauck Mut. Es ist der feige Mut des Heckenschützen, der aus finanziell gepolsterter Deckung Minderheiten beschießt. Es ist der gleiche Mut, den der Herr der Stasi-Akten aufbrachte, als er entschied, welches Leben durch Akten-Veröffentlichungen denn ruiniert werden sollte. Es ist jener Mut, der ihn in den 80ern zu freundlichen Gesprächen mit der Staatssicherheit brachte. Die Stasi hatte aus diesem Dialog immerhin einen so positiven Eindruck von Gauck gewonnen, dass sie zum einen seine Bespitzelung einstellte, zum anderen erwog, ihn zum Informellen Mitarbeiter zu ernennen. Es ist diese Sorte Mut, die den Präsidenten Gauck der großen Medienkoalition so geeignet erscheinen lässt.

Heldenhaft schwätzt Gauck vom Unrecht der Vertreibung, kühn bestreitet er die Einzigartigkeit des Judenmordes, tapfer fragt er ob soziale Fürsorge nicht zur Erschlaffung führe, unverzagt stellt er sich vor den Verfassungsschutz wenn der die LINKE bespitzelt, forsch wendet er sich gegen Multi-Kulti. An Gauck ist der sprichwörtliche Mut des Radfahrers zu beobachten: Nach oben buckeln, nach unten treten.

Wer die Kommentare zur Gauck-Kandidatur wahrnimmt, muss um dessen Leben fürchten: Ein Glanz der Demokratie sei er, ein alter Adler, einer, der auf das Land losstürmt, ein Demokratie-Lehrer, ein Herzens-Präsident. Eine solche Lobesfülle kennt man eigentlich nur aus Nachrufen. Doch Gauck selbst ist der Nachruf auf die Gesellschaft wie wir sie bisher kennen. Nicht weil er persönlich über Macht verfügt. Sondern weil die, die ihn über ihre Medien in das Amt hieven, all das wollen was er ausspricht: Ein Land der kulturellen Spaltung, ein Land der sozialen Kälte, eine Relativierung des Verbrechens an den europäischen Juden und ein freundliches Verständnis für den Verfassungsschutz. Gauck, das ist der fleischgewordene Alptraum einer freiheitlichen Fassade, hinter der in aller Ruhe die Freiheit abgebaut werden kann.

DIE MÜNDLICHE FASSUNG DES ARIKELS IST HIER ZU ERREICHEN:

http://weltnetz.tv/video/249

Die Plattform für linken Video-Journalismus.

Mit Dank an die Rationalgalerie

Der alltägliche Irrsinn: die Waffen-SS – die einzige Rettung vor Wucher, Mord und Leichenschändung?

Der alltägliche Irrsinn: die Waffen-SS - die einzige Rettung vor Wucher, Mord und Leichenschändung?

Donnerstag, 12.1.2012. Eifel. Langsam denke ich daran, Tabletten zu nehmen. Oder  Drogen. Alkohol zum Beispiel. Anders geht es doch nicht mehr, oder? Nein, ich meine jetzt nicht aus Freude über die Geldschwemme für Italien und Griechenland – oder die heutigen Kurssprünge des Dax. Die sind doch in Wirklichkeit uninteressant. Klar, das macht Hoffnung, man denkt, die Krise ist vorbei, 500000 Spanier werden doch nicht ihr Eigenheim wegen der Krise verlieren, in England können die Studiengebühren von aktuell 10500 Euro pro Jahr wieder gesenkt werden, wodurch die Elitestellung der Kinder der Finanzbanditen wieder zurückgenommen wird und wir brauchen uns auch nicht mehr Geschichten über den Seelenzustand der Italiener anhören – die werden sowieso wieder laut schreien, wenn sie demnächst von Ftich herabgestuft werden. Nur ist die Hoffnung trügerisch – die Wachstumsmärkte machen langsam den Laden dicht … und wir müssen draussen bleiben. Deshalb wird die Realwirtschaft die Verluste der Banken nicht so richtig auffangen können – und die Banken sind eigentlich alle pleite. Deshalb  haben wir ja die Krise – die haben sich gegenseitig soviel Geld versprochen – soviel gibt es auf hundert Erden nicht. Doch das alles ficht mich nicht so an, wie der Irrsinn, der gerade durch die Welt tobt.

Nehmen wir zum Beispiel … Lybien. Kann sich da noch jemand dran erinnern? Böse Regierung, gute Rebellen, die dank der USA im Namen de Gerechtigkeit gesiegt haben. Eine klassische Hollywoodgeschichte mit zigtausend toten Zivilisten.

Die tollen Rebellen haben jetzt ihren Freunden etwas ganz Tolles angeboten:

„Wenn die USA beabsichtigen, sich militärisch in Libyen einzumischen, werden wir dieses Land in ein zehnmal größeres Feuer für die USA wie im Irak verwandeln.“

Klasse, oder?

Jetzt drohen die Rebellen ihren Helfern mit Krieg. War da Gaddafi nicht … handzahmer? Ach ja, Gaddafi. WIR, also die GUTEN, haben ja dort gewonnen, Gaddafi, der BÖSE, hat verloren. Jetzt ist dort also unsere Gutmenschengutheit hineingebombt worden, weshalb die Kinder von Gaddafi in der Gefangenschaft zunehmend mehr Finger verlieren. Wäre ja eigentlich BÖSE. Jetzt aber nicht?

Nebenbei erfährt man von denkwürdigen Todesfällen:

Sonntag wurde in Tripolis ein französischer Ex-Militär in seiner Wohnung in Tripolis erschossen. Auch er soll profundes Wissen über einst Mächtige in Tripolis gehabt haben. Die Ermittlungen sind im Gang. Die libysche Übergangsregierung beeilte sich jedoch schnell zu erklären, dass „ein Drogensüchtiger“ dafür verantwortlich sei. Wie auch immer.

Die Franzosen – das sei mal zur Erinnerung gesagt – gehörten zu den GUTEN. Wenn wir jetzt den Fingerabschneidern auf die Finger klopfen wollen, weil wir das gar nicht gut finden, dann … gibt es Krieg mit denen – weil die halt GUT sind. Wir wären dann BÖSE.

Oder Afghanistan. Auch da bomben die GUTEN. Das sind WIR, nicht vergessen – waren wir schon immer. Weil wir immer GUT waren, konnten auch so viele NAZIS in der Bundesrepublik Karriere machen, nebenbei bemerkt. Die waren vorher schon GUT – und nachher erst recht.

In Afghanistan kämpfen wir nun wieder gegen die BÖSEN, auf die jetzt US-Soldaten mal ordentlich uriniert haben. Die Taliban jedoch – also, die BÖSEN – hätten alles Recht der Welt, jetzt richtig angepisst zu sein, wie man heute so schön sagt. Sind sie aber nicht:

Es sind verstörende Bilder, die im Internet kursieren: Auf einem Web-Clip sind US-Soldaten zu sehen, die offenbar auf die Leichen getöteter Taliban-Kämpfer in Afghanistan urinieren. Das Pentagon nennt den Vorfall „ungeheuerlich“, ein Vertreter der Taliban spricht dagegen von einer „kleineren Angelegenheit“.

Eine kleinere Angelegenheit. Sicher – Stuhlgang wäre größer gewesen … aber ist das nicht eigentümlich generös für Menschen, die eigentlich die BÖSEN sind? Oder liegt das daran, das DIE wissen, das WIR die GUTEN sind – und deshalb schon per Definition nichts BÖSES tun können?

Oder jetzt IRAN. Auch BÖSE. Aber richtig. Dort werden immer mehr Wissenschaftler ermordet. Der Spiegel informiert weiter:

„Die USA hatten damit absolut nichts zu tun“, sagte Sprecher Tommy Vietor über die Tötung des iranischen Atomwissenschaftlers. Washington verurteile jegliche Form der Gewalt.

Das können Obama und Gaddafi nur bestätigen. Vor allem im Ausland respektieren die USA das Völkerrecht jederzeit und überall. Niemals würden Sie einem anderen Land mit Gewalt ihren Willen aufzwingen – weder Vietnam, noch Nicaragua, Panama, dem Irak oder Grenada. Laut Spiegel soll es dann der Mossad gewesen sein – die Israelis also. Die Juden. Die waren mal die GUTEN. Die Nazis, die SS, das waren die BÖSEN (siehe oben). Jetzt aber wird die SS heilig gesprochen – jedenfalls in Estland. Darauf haben alle nur gewartet, denke ich. Das sind dann die SUPERSUPERGUTEN (SS-G). Weil die schon damals wußten, das die Juden einfach so in fremde Länder eindringen und dort die Eingeborenen töten.

Das war nicht länger zu tolerieren, und deshalb … na ja, die Geschichte kennt ja jeder.

Die Investoren, die jetzt in Italien investieren, sind auch die GUTEN. Klar, sonst würden heute nicht alle so jubeln. 100 Milliarden Euro sollten die Anleger den Griechen erlassen – weil sie ja so gut sind. Das machen die jetzt nicht (und jetzt weiß man vielleicht, woher das Geld für Italien stammt), weshalb die Griechen keine Medikamente mehr bekommen. Das GUTE Programm der Säuberung Griechenlands von der Armut durch systematische Eleminierung der Armen greift.

Die Griechen bekommen selbst in Apotheken die Konsequenzen der finanziellen Probleme des Landes zu spüren. Seit einigen Tagen geben viele Apotheker Medikamente nur noch gegen Bargeld aus, wie griechische Medien berichten. Rezepte würden häufig nicht akzeptiert, weil die staatlichen Krankenkassen ihre Schulden bei den Apothekern seit Monaten nicht mehr bezahlt haben.

Das geschieht halt, wenn man BÖSE war. Da muß man dann halt ein bisschen verrecken, bis die GUTEN wieder mehr verdienen können. Die GUTEN – die brauchen das Geld auch. Allein eine einzige Hotelübernachtung kostet denen, die so richtig GUT sind, 2500 Euro. Von dem Betrag für eine Übernachtung muß ein hartz-abhängiger Vater sein Kind 936 Tage ernähren – auch so ein Armen-Eliminationsprogramm.

Bei den Hotelpreisen ist es kein Wunder, das sich die Pensionsansprüche der GUTEN in den letzten fünfzehn Jahren mehr als verdoppelt haben – im Schnitt auf 8 Millionen Euro. Und das, obwohl viele – hier zum Beispiel in Italien – ihren Porsche von mickrigen 30000 Euro im Jahr finanzieren müssen … und dann müssen sie sich noch vorhalten lassen, den Staat um satte 120 Milliarden Euro geprellt zu haben.

Geld bekommen soll ja GUT sein – deshalb die Pensionen und die Porsche. Jedenfalls dachte ich das bisher. Ist es aber nicht – klärt heute der Spiegel kurz mal auf:

Denn nur weil die Lohnkosten in Deutschland mit denen im Ausland besser mithalten können, wurden Jobs geschaffen. Beschäftigung wiederum stützt den Konsum. Die gute Entwicklung ist also eher ein Ergebnis der Lohnzurückhaltung. Wenn eine kräftige Steigerung der Löhne für Konsum entscheidend wäre, dürften wir den aktuellen Boom gar nicht haben. Denn die Gewerkschaften haben sich ja zuletzt sehr vernünftig zurückgehalten.

Da sind Leute GUT, weil sie kein Geld wollten. Was heißt das jetzt für die Nobelhotels, die Porschefahrer und die Millionäre, die nur sechs Euro versteuern? Sind die dann BÖSE? Eigentlich nicht, weil Konsum ja Wachstumsmotor ist. Andererseits doch – bei den Pensionen greifen die ja dicke zu. Italien und Spanien mit Geld zu überschütten, scheint wiederum GUT zu sein – nur Arbeiter mit Lohn zu überschütten ist BÖSE. Wir müssen also den Arbeitern und Angestellten immer weniger geben, damit die mehr konsumieren, während ihre Chefs immer mehr brauchen, um ihre Rente im Luxushotel genießen zu können?

Wer bleibt da jetzt eindeutig als Einziger BÖSE?

Das Hotel. Wäre das billiger, wäre alles nicht so schlimm.

Und wer ist der GUTE?

Die Waffen-SS.

War schon immer so.

Die Waffen-SS ist die einzige Rettung vor dem bösen Hotel. Ist das erstmal weg, können die Pensionen genauso sinken wie die Löhne und alle kaufen wie verrückt.

Ob die auch in Griechenland Kranke oder in Lybien Folteropfer retten können, ob sie in Afghanistan Leichenschänder oder im Iran Mörder stoppen können, weiß ich nicht.  In Afghanistan jedenfalls sind sie sogar heute noch aktiv, also – jedenfalls ihre Fans:

Während des Einsatzes in der Provinz Logar im Osten von Afghanistan sollen zwei Soldaten ihre Helme mit Symbolen von SS-Divisionen bemalt haben. Das berichtet die grosse tschechische Zeitung «Mlada Fronta Dnes». Inzwischen sorgt die Enthüllung für Empörung weit über Prag hinaus.

Ob die jetzt schon speziell Hotels dort auseinandergenommen haben, weiß ich allerdings nicht.

Vielleicht … sollte ich aber doch lieber Drogen nehmen, denn wenn ich jetzt noch daran denke, das das Hotel mit Geld von Banken gebaut wurde, die eigentlich pleite sind und ohne das Geld für Griechenland- Italien- und Bankenrettung gar nicht mehr existieren würden – dann werde ich nämlich als Steuerzahler letztlich selbst der Böse.

Und kriege Ärger mit der Waffen-SS.

War auch schon immer so.

 

 

 

Der leise Weltkrieg der Banken und seine Opfer

9.1.2012. Montag. Vorbei die Weihnachtszeit, vorbei die Rauhnächte, in denen die Wilde Jagd die Gegend unsicher macht, vorbei die Schulferien, vorbei eine stille Zeit der Ruhe und des Friedens, die uns eine kleine Auszeit von dem gegönnt hat, was wir Alltag nennen. Wenn "Frieden" eine Ausnahmezeit von "Alltag" ist, heißt das für uns: Alltag ist Krieg. Ein schlimmer Zustand, der eigentlich sofort alle alarmieren sollte, die Bürgerwehr müsste ausrücken, um die schlimmsten Auswüchse des Krieges von Volk und Acker fern zu halten - aber nichts geschieht. Dabei lässt sich der Kriegszustand im Lande auch von den Medien nur schwer unterdrücken. Nehmen wir die gestrige Tötung einer Familie. Das rast ein Leistungsträger mit seinem Nobelhobel in eine Familie und löscht sie aus. Damit muss man in diesem Land jederzeit rechnen: Zeit ist Geld und Geld ist knapp. Für die Jagd nach dem knappen Gut unternehmen viele alles und kennen keine Grenzen mehr.

9.1.2012. Montag. Vorbei die Weihnachtszeit, vorbei die Rauhnächte, in denen die Wilde Jagd die Gegend unsicher macht, vorbei die Schulferien, vorbei eine stille Zeit der Ruhe und des Friedens, die uns eine kleine Auszeit von dem gegönnt hat, was wir Alltag nennen. Wenn „Frieden“ eine Ausnahmezeit von „Alltag“ ist, heißt das für uns: Alltag ist Krieg. Ein schlimmer Zustand, der eigentlich sofort alle alarmieren sollte, die Bürgerwehr müsste ausrücken, um die schlimmsten Auswüchse des Krieges von Volk und Acker fern zu halten – aber nichts geschieht. Dabei lässt sich der Kriegszustand im Lande auch von den Medien nur schwer unterdrücken. Nehmen wir die gestrige Tötung einer Familie. Das rast ein Leistungsträger mit seinem Nobelhobel in eine Familie und löscht sie aus. Damit muss man in diesem Land jederzeit rechnen: Zeit ist Geld und Geld ist knapp. Für die Jagd nach dem knappen Gut unternehmen viele alles und kennen keine Grenzen mehr.

Während diese Tötung wohl als „Unfall“ wegdefiniert wird, kann man das bei den neuen Tötungsakten der braunen Mörderbanden nicht mehr unterstellen: die rasen jetzt auch schon mal in Menschenmengen, die nicht parieren. Das gehört zu unserem normalen Alltag dazu – wie Nazi-Todesschwadrone, die vom Verfassungsschutz toleriert wurden, weil wir ihre Existenz per Definition ausgeschlossen hatten. Nur üble Verschwörungstheoretiker hätten so etwas für möglich gehalten.

Das Kriege heute in anderem Kleide daherkommen können als früher, zeigt ein Zitat bei „Gegenmeinung„:

„Wenn eine IWF-Delegation in ein Land kommt und den Abbau sozialer und wirtschaftlicher Einrichtungen als Voraussetzung für die Gewährung von Krediten verlangt, unterscheidet sich das nicht besonders von der physischen Zerstörung durch NATO-Bombenangriffe. Der IWF verlangt die Schliessung von Krankenhäusern, Schulen und Fabriken. Von den Kosten her ist das natürlich viel effizienter als die Bombardierung dieser Krankenhäuser, Schulen und Fabriken, wie sie es in Jugoslawien betrieben haben, aber das Ergebnis ist ziemlich gleich: die Zerstörung des Landes. Der IWF verfügt über das MAI – das Multilaterale Abkommen über Investitionen. Das ist das endgültige Abkommen betreffend Investitionen. Die Unterschrift unter dieses hat die wirtschaftliche Zerstörung des angepeilten Landes zur Folge. Und – Krieg ist einfach die letzte Konsequenz aus dem MAI.“ 

Sollte man sich mehrfach durchlesen und in die Küche an die Pinnwand hängen. Die haben jetzt billigere Möglichkeiten der Kriegführung entdeckt – so wie die Nazis früher detalliert ausrechneten, das das Erschießen der Juden viel zu teuer war und man mit Gas einen deutlich besseren Schnitt macht. Wir sind mittendrin im Dritten Weltkrieg – aber wir merken es nicht. Das liegt an unserer Definition von Krieg: wir brauchen Bomben, Granaten, Uniformen und eine offizielle Kriegserklärung, die von beiden Seiten unterzeichnet wird. Einfach so die Reichtümer eines Landes ohne Detonationen einsacken – das zählt nicht.

500 Milliarden Euro sind aus Deutschland im letzten Jahr „extrahiert“ worden, wie die Freie Welt heute angibt. 500 Milliarden Euro in nur einem Jahr! Wie lange wir das wohl noch aushalten? Ich schätze mal – nicht lange … wir müssen ja jetzt schon in den Zügen ohne Klopapier auskommen. 500 Milliarden Euro – die jetzt woanders sind. Bei Menschen, die sich davon deutsche Firmen kaufen können – und das alles ohne einen einzigen Schuss. Wikinger haben so auch Städte geplündert – ohne einen einzigen Tropfen Blut zu vergießen. Einfach vor die Stadt ziehen, Bedingungen stellen, Geschmeide und Gold einkassieren und wieder abwandern: ein sehr renditefreundliches Prinzip.

Die Räuber von heute haben keine Hörnerhelme, wie auch die echten Nazis von heute keine Hakenkreuze als Emblem benutzen noch an den gottgewollten Führer glauben und lieber grau als braun tragen – sich dafür aber die unbegrenzte Freiheit nehmen, jeden Mitbürger jederzeit zu „unwertem Leben“ erklären zu können. Die SPD macht das gerne – sie hat ja auch die neue deutsche Führung in Berlin etabliert:

Das Bundeskanzleramt, als nicht oberste, aber exekutiv wichtigste, daher komplex vernetzte und eingebundene Steuerungseinheit des Staates, entwickelt sich immer mehr zum Hauptquartier, das festungsartig ausgebaut ist. Zum Teil ist daran eine Entwicklung schuld, die viel mit der EU, mit Souveränitätsverschiebung und moderner Zentralisierung zu tun hat.

Diese Tendenz war ja auch schon zu Joschka Fischers Zeiten zu beobachten, in denen Bundeskanzler Gerhard Schröder seinen Außenminister ab und an und immer mehr durchaus lustvoll zum Kellner herunterstufte. Schon damals fiel ein recht freihändiger, hemdärmeliger Umgang mit den Institutionen auf, der im Bundeskanzleramt gepflegt wurde.

Wie es sich für ein Land im Krieg gehört, haben wir auch wieder einen Führungsbunker, von dem aus die Rahmenbedingungen für die Auslieferung des Volksvermögens bestimmt werden. Wer das Geld bekommt? Nun, wir kennen nur die Kassierer – die Banken. Die sollten ja auch nie wieder so groß werden, das sie Staaten erpressen könnten – aber dank der Führungsbunkerbesatzungen in aller Welt sind die jetzt nochmal gewachsen:

Die Branchenriesen konnten die Krise sogar nutzen, um noch größer zu werden. Die Deutsche Bank etwa übernahm die Postbank sowie die Bank Oppenheim, der US-Geldgigant JP Morgan schluckte neben Amerikas größter Sparkasse Washington Mutual gleich auch noch die Investmentbank Bear Stearns, während die Bank of America die drittgrößte Wall Street-Bank Merrill Lynch vereinnahmte. Das ging einher mit einer weiteren Vergrößerung des Einflusses der Finanzgiganten auf die Politik. In der Folge scheiterten alle politischen Initiativen für deren Teilung oder Schrumpfung auf ein marktverträgliches Maß.

Da wird die Bundesregierung ganz schnell zum Handlanger der wahren grauen Täter – und es wundert nicht mehr, das die EZB viel höhere Risiken auf sich genommen hat als bislang bekannt und Europa mit einer Rezession zu rechnen hat, die manche für Deutschland schon jetzt sehen.

„Die Volkswirtschaft sollte nicht zum Nutzen von Bankvorständen funktionieren“ – meint jetzt sogar ein Investmentbanker im Handelsblatt. Jeder weiß aber, das die Volkswirtschaften inzwischen nur noch Wirtskörper für Bankenzecken sind – und die Regierungen anstelle der Zeckenzange lieber Rettungschirme über die Zecken halten, damit sich die noch gemütlicher vollsaugen können. Für Griechenland wird das die Staatspleite bedeuten, für den Euro die Schwindsucht. Toll für Leute, die ihre Vermögen in Dollar angelegt haben – der steigt dann nämlich im Wert, was einen Dollarbesitzer letztendlich wieder arbeits- und leistungslos zum Supermillionär macht.

Am Beispiel Griechenland können wir sehen, wie der leise Krieg der Banken ein Land zerstört und eine Währung vernichtet. Natürlich gibt es auch im leisen Krieg Tote – die Verkehrstoten müssen wir dazurechnen. Zeitdruck ist tödlich im Straßenverkehr. Er steht in direktem Zusammenhang mit dem Renditewahn, der unstillbaren Sucht nach leistungslosem Einkommen auf Halbgottniveau.

Die gesamte Verrohung der Gesellschaft ist diesem Wahn zu verdanken, die Existenz rechtsradikaler Todesschwadrone ebenso wie die Zunahme an Amokläufen und Selbstmorden. Keine Kultur hatte eine so hohe Selbstmordrate bei Jugendlichen zu verzeichnen wie unsere, keine Kultur kannte soviel Drogenmissbrauch. Angesichts der verschwundenen Sprengmittel der der Bundeswehr werden wir da noch mit viel Aktivität rechnen dürfen, vor denen auch der Einsatz von Hartz-IV-Abhängigen als „Wachschützer“ nicht wirklich schützen kann.

Kann sich niemand mehr an den Aufruf der Neonazis an ihre Kameraden erinnern, nun geschlossen in die Bundeswehr zu gehen? Hat wahrscheinlich auch keiner nachgeforscht, wieviele dem Aufruf gefolgt sind und was die da jetzt so machen – ausser Waffen ausschleusen.

Und was machen unsere Politiker – jene Menschen, denen wir ein arbeitsfreies Leben bezahlen, damit sie uns vor den Gangstern schützen und bewahren? Sie greifen selber zu – wie dieser hier:

Dank der Großzügigkeit zweier lokaler Brauereien und eines Kaffeerösters war es Glogowski, der mit einem Jahresgehalt von 300.000 Mark (ca.150.000 Euro) auskommen musste, gelungen, die Kosten seiner Hochzeitsfeier um immerhin 2000 Mark zu drücken.

Fast wäre ihm ein ähnlicher Erfolg auch bei den Ausgaben für seine Hochzeitsreise nach Ägypten beschieden gewesen

Der Mann war Nachfolger des „Basta-Schröders“. Passt irgendwie.

In einem Artikel über Leichen von US-Soldaten, die kostengünstig auf der Hausmülldeponie entsorgt werden (in Kriegszeiten durchaus nicht unüblich – irgendwo müssen die ja hin), finden wir eine passende Beschreibung des politischen Charakters:

Der amerikanische Dichter E.E. Cummings hat einmal gesagt: »Ein Politiker ist ein Arsch, auf dem jeder schon mal gesessen hat, nur noch kein richtiger Mensch.« 

Mit solchen Menschen kann man umspringen wir mit seinem Dackel. Sogar der mächtigste Mann der Welt – der Präsident der USA – ist da keine Ausnahme: kühn droht ihm die Ölindustrie mit ernsten politischen Konsequenzen für seine politische Zukunft, wenn er nicht pariert.

Die sind da wir Neonazis, die mit dem Auto in die Menge rasen.

Politiker kennen diesen leisen Krieg, spielen den Arsch, auf den sich jeder mal setzen kann, wir Bürger leiden darunter. Mehr und mehr Menschen flüchten von den privaten Krankenkassen in die Kassen der GKV und machen so nach, was die Banken vormachen: nachdem man jahrzehntelang Superleistungen für Dumpingpreise genossen hat, soll nun im Krankheitsfalle die Allgemeinheit zur Kasse gebeten werden, damit man selber mehr vom Leben hat.

Normalerweise nennt man das asozial.

Wir zahlen das alles leise mit.

Was wäre nur, wenn wir einfach mal die Definitionen ändern, die aktuelle Lage als Krieg begreifen, die Angreifer mit der Zeckenzange entfernen und das gesamte Bankwesen verstaatlichen? Wir brauchen eigentlich keine Investmentbanken in der Volkswirtschaft – und wir können uns auch rein finanziell gesehen, solche Zeckenbanken nicht mehr leisten. Einen Alltag, in dem der Renditedruck alle Lebensbereiche zunehmen beschleunigt (mit tödlichen Folgen) und in Folge Armut, Krankheit und tödlichen Stress ebenso fördert wie vergiftetes Essen, sollten wir uns ebenfalls nicht lange zumuten – das verdrießt auf Dauer gewaltig die Laune.

Irgendwie passt es da, das wir die Schauspielerin, die uns als Momo einst vor den grauen Herren warnte, die uns unsere Zeit (bzw. unser Geld – im übertragenen Sinne) stehlen,  nun ins Dschungelcamp schicken.

Mir scheint, wenn wir den leisen Krieg der Banken nicht ernst nehmen, werden wir über kurz oder lang alle in solchen Camps landen – F-Bürger anstatt B-Promis, denen schlaue Bankberater und findige Politiker den letzten Cent aus der Tasche gezogen haben.

Vor lauter Hunger werden wir dann dankbar für den Würmerfrass sein, denke ich.

 

 

 

Willkommen im 3. Reich 2.0…

…möchte man sagen.

Die „Thüringer Nazis“ sind ja gerade als „legitimer“ Nachfolger der RAF – auch deren zweiter und dritter Generation unterstellt man ja durchaus, recht nahen Kontakt zum Verfassungsschutz gehabt zu haben… – in aller Munde; die BLÖD-„Zeitung“ allen voran.

Aber dieser vorgebliche „Heimatschutz“ (Heimatschmutz trifft es mMn deutlich besser, aber das nur am Rande) ist gar nicht das eigentliche Thema, um das ich mir Gedanken mache.

Mehr die Heuchelei, die hinter dem allgemein erhobenen Zeigefinger und den entsetzten Gesichtern steht.

Nein, nicht wegen der (Un)tätigkeit der Verfassungsschützer, sondern weil das im Kern zugrundeliegende Denken dieses nationalsozialistischen Untergrundes doch von vielen geteilt zu werden scheint.

An der Schweizer Grenze auf deutscher Seite begegnen mir seit langer Zeit mal wieder Begriffe wie „Kanake“, Kümmeltürke“ oder auch „Hawaks“. Und das nicht nur von – mehr oder weniger – davon „betroffenen“ „Wessis“, sondern auch von „Ossis“ unter 30 und um die 50.

Die Morde finden freilich keine Zustimmung – aber die Ressentiments gegenüber Ausländern sind hoch. So lange man „Ausländer“ mit der Herkunft aus „muslimischen Ländern“ definiert, wohlgemerkt. De, „Krieg gegen den Terror“ sei dank. „Ausländer raus!“ erscheint vielen ein profundes, legitimes Mittel zu sein, nahezu alle Schwierigkeiten zu beseitigen.

Dank der Finanzkrise ist auch „der Jude“ wieder in vielen Mündern und als der Schuldige ausgemacht. Und die faulen Griechen sind auch an allem Schuld und leben großzügig auf unsere Kosten.

Und selbst die eigentlich von vernünftigen Menschen längst vergessene Forderung „Wir brauchen endlich wieder einen Führer“ hört man öfter als man will…

Oder auch ein thüringischer SPD-Chef Matschie, der lautstark einfordert, das man nicht länger Rechts- und Linksradikalismus gleichsetzen dürfe und so ersteres verharmlosen; die notwendigen Mittel zur Überwachung und Bekämpfung kürzen dürfe. Ja, genau der Matschie, der das als Mitglied der Landesregierung mitgetragen hat, weil Solingen und das 3. Reich weit, weit weg schienen. Und man die in Berlin in Brand gesetzten Autos noch der linken Szene zuordnete, was sich ja als Trugschluß erwies.

Zugleich die andere Seite: das NPD-Verbot.

Nein, danke, kann ich da nur sagen, denn es wäre nichts anderes als Augenwischerei; die Bekämpfung des Symptoms und nicht etwa der Ursache.

Schlimmer noch – die braunen Reihen dürften danach noch geschlossener agieren – und das weitgehend ohne Kontrolle durch die Verfassungsschützer, denn die würden ja im Vorfeld abgezogen.

Okay – so wie es den Anschein hat, macht das auch keinen Unterschied; angeblich sollen die Verteidiger des Grundgesetzes ja sogar beim Polizistinnenmord zugesehen haben…

Außerdem gibt es ja noch das, was von der DVU und den Republikanern übrig geblieben ist; die neue Heimat wäre also nicht weit.

Nein, ein Parteiverbot nützt dem Rechtsstaat – und den Opfern – nichts; selbst die Gegner schaden sich damit, denn wer nicht mehr offen auftreten darf, geht in den Untergrund und wird dort für die breite Öffentlichkeit unsichtbar. Genau wie mit den „Nazi-Killern“ geschehen.

Ein Verbot würde aber auch letztlich nur die tatsächliche Gefahr verharmlosen und, siehe oben, den ein oder anderen derjenigen, die „braun“ denken wohl dazu bewegen, den Märtyrern und zu Unrecht verfolgten in irgendeiner Art und Weise beizustehen.

Deutsche staatliche Mordkommandos

Von Karl Weiss

 

Die Faschisten hatten legale illegale Papiere

Dieser Staat, die Bundesrepublik Deutschland, hält sich staatliche Trupps, die aus Faschisten und Massenmördern bestehen und vom Staat selbst versteckt werden und falsche wirkliche Ausweispapiere erhielten.

Dies sind wohlgemerkt Aussagen der „Welt Online“, also keiner Organisation, die ein Interesse hätte, die Erkenntnisse über Faschisten, die vom „Verfassungsschutz“ promoviert wurden, überzubetonen oder sogar zu fälschen. Im Gegenteil, die „Welt“ hätte sicher alles getan, um solche Informationen zu unterdrücken, wenn das noch möglich gewesen werde.

Es geht im Prinzip darum: Die Faschisten, wie die beiden Uwes, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, hatten falsche, aber wirkliche Ausweispapiere erhalten, die ihnen ermöglichten, unter diesem Schutzschirm von der geheimen Wohnung aus ihre faschistischen Aktivitäten fortzuführen, ohne von der Polizei gefunden zu werden.

Die nun gefundenen falschen, aber wirklichen Ausweispapiere belegen, die Faschisten wurden als Teil einer staatlichen Truppe eingesetzt, welche gegen Demokraten und Sozialisten, aber auch gegen alle Ausländer gerichtet war. Vergessen wir nicht, was sie skandieren, wenn sie einen ihrer Aufmärsche machen: „Gegen Demokraten helfen nur Granaten!“

Noch einmal: Es war eine Staatliche Truppe, nicht eine Gruppe von Faschisten, die sich irgendwo versteckte, wie man uns zunächst weis machen wollte.

Bis jetzt ist niemand deswegen aus dem Staatsdienst entlassen worden. Geben wir ihnen noch ein paar Tage, wenn dann nicht zumindest alle in der Befehlskette entlassen wurden, die das zu verantworten haben, so muss der Staat Bundesrepublik Deutschland als Ganzes ein (in Teilen) faschistischer Staat genannt werden.

Das geht hinauf bis zu Frau Merkel. Sie kann sich persönlich vom Vorwurf, eine Faschistin zu sein, nur befreien, wenn sie sagt, sie habe davon nichts gewusst und jene zur Verantwortung zieht, die ihr das vorenthalten haben.

Die Verquickung des „Verfassungsschutzes“ mit der faschistischen Mörderbande geht nach Angaben der „Welt“ so weit, dass bei einigen der Mordtaten ein Agent des „Verfassungsschutzes“ anwesend war, offenbar um den Rückzug des Mörders zu decken. Damit ist er – und damit der „Verfassungsschutz“ Mittäter. Soweit sind wir gekommen: Staatliche Deutsche Stellen sind Mitmörder bei terroristischen Anschlägen!

Wird nun alles anders werden? Kaum.

Viel wahrscheinlicher ist, man wird all das unter den Teppich kehren, jetzt ein wenig Betroffenheit zeigen, denn die Faschisten mit den falschen echten Ausweispapieren haben immerhin mindestens zehn Menschen ermordet und viele durch Sprengstoffanschläge verletzt. Doch dann wird man warten, bis sich die Aufregung gelegt hat und so weitermachen wie bisher.

Dann wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben und der faschistische Staat Bundesrepublik Deutschland ist vergessen.

Darum war es ja auch so wichtig, dass Frau Merkel in ihrer programmmatischen Rede 2006 gesagt hat, wir würden kein Anrecht auf Demokratie für alle Zeiten haben. Siehe auch diesen Artikel.

Damit hat sie ja die offene Diktatur bereits angekündigt und die soll offenbar faschistischen Charakter haben.

Nur: Wir haben ein Recht, uns gegen einen faschistischen Staat zu wehren und zwar mit allen Mitteln. Selbst faschistisch agierend, hat dieser Staat seine Unschuld verloren – so er denn je eine hatte.

Wir haben ein Widerstandsrecht gegen diesen Staat und wir werden zum Widerstand übergehen müssen!

Mit Dank an Karl Weiss

 

Hartz IV, die deutsche Grausamkeit und Alternativen

Grausamkeiten sind ein relatives Thema. Während in Deutschland schon das Streichen von Steuererleichterungen als Grausamkeit gilt, hat man da sogar schon im europäischen Ausland ganz andere Vorstellungen.  Die Franzosen zum Beispiel: die finden es grausam, bald bis zum Alter von 62 arbeiten zu müssen. Sie hätten sich in dieser Frage ja an Deutschland orientieren können uns sich freuen, das sie schon die Beine hochlegen können während wir noch fünf lange harte Jahre vor uns haben, damit Brüssel die Kosten für die EU-Erweiterung wieder ´reinkriegt und noch ein paar Prestige-Bauobjekte anleiern kann – aber das wollten die Franzosen ja nicht.

Lieber drehen sie dem ganzen Land den Sprithahn zu, damit auch alle was davon haben.  Die französischen Politiker … würden laut Welt gerne das Volk tauschen:

In dieser misslichen Lage blickt mancher reformfreudige französische Politiker mit einer Mischung aus Neid und Ehrfurcht nach Deutschland: Das Nachbarland hat die Rente mit 67 eher geräuschlos eingeführt, während in Frankreich vorrevolutionäre Zustände ausbrechen, wenn das Rentenalter von absurden 60 auf immer noch gemütliche 62 Jahre angehoben werden soll.

Was an einer Rente mit 60 „absurd“ sein soll und was an einer Rente mit 62 „gemütlich“ ist, bleibt ein Geheimnis des Autors dieser Zeilen. „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ schrieb dereinst Emanuel August Geibel und es scheint, als würden die Medien seine Träume jetzt wahr machen wollen, während andere fürchten das an der neuen deutschen Barbarei die Welt zugrunde geht.

Deutsche Barbarei, deutsche Grausamkeit hat uns laut Welt einen festen Platz in der Medienwelt beschehrt:

Der böse Deutsche – ob als SS-Angehöriger oder als Wehrmachtssoldat – hat einen festen Platz in Hollywood oder in anderen Studiolandschaften. Seit an Seit steht er mit dem Desperado, dem verschlagenen Indianer, dem Mafiakiller oder Kokaindealer. Er gehört zu einer dieser Figuren, bei denen man nicht mehr viel erklären muss: Klar, hier wirkt ein Dämon.

Im Kino, dem Märchen der Moderne, hat der virtuelle Nazi auf der ganzen Welt die Rolle der bösen Stiefmutter übernommen. Blut, Tod und Grausamkeit heißen die Chiffren, die sein Spiel bestimmen.

Nazi-Grausamkeiten sind von anderem Kaliber als reduzierte Steuererleichterungen oder längere Arbeitszeiten … allerdings sind beide Erscheinungen auch Formen reduzierter Möglichkeiten zur freien Lebensentfaltung. Wer Arbeitsplätze schafft, in denen der Mitarbeiter jeden Tag acht Stunden in fensterlosen Betonlöchern arbeiten muß (zum Beispiel im Universitätsklinikum Aachen) zeigt schon eine gewisse Ignoranz gegenüber seinen Mitmenschen, die dicht neben der Grausamkeit liegt … früher lebten nur Gefangene so.  Für mich persönlich wäre das eine (seichte) Form von Folter und wäre kaum noch unter die Kategorie „Arbeitsplatz“ einzusortieren.

Dort jedoch gehen die Menschen freiwillig hin weshalb man an Kritik sparen muß. Es sind jene Momente, wo man verstehen kann, wieso Arbeitslose sich glücklich schätzen können und wieso ihnen manchmal so ein unglaublicher Hass entgegenspringt: sie haben jederzeit, wann sie es wollen, freien Zugang zu Tageslicht.  Solche seit Äonen gültigen Selbstverständlichkeiten werden in vielen Arbeitsverhältnissen nicht erlaubt, dabei ist Tageslicht wichtig für die Laune und das Immunsystem.

Man weiß, das diese Form von Arbeit zu Krebs führen kann, wie alles was das Immunsystem schwächt. Man weiß, das Abwesenheit von Tageslicht zu Depressionen führt, die tödlich enden können.  Vielleicht ist es so gerade die steigende Arbeitslosigkeit, die die Suizidrate verringert hat: Sonnenschein macht gute Laune, zeigt, es es noch Gutes im Leben gibt, das nichts kostet.

Aus solchen Erwägungen heraus könnte man nun den Verdacht äußern, das Arbeitslosigkeit (sprich Hartz IV) nichts Schlimmes ist, sondern in der Tat jener (schon von Helmut Schmidt kritisierte) verwöhnte Luxuszustand, als der sie immer dargestellt wird. In der Tat: vergleiche ich das Leben eines Arbeitslosen und seine finanzielle Ausstattung mit dem der „Neger“ im Kongo, dann sehe ich da Unterschiede. Vergleiche ich es mit dem vom Islam aussortierten christlichen Müllmenschen in Kairo, so wirken sie geradezu reich – und undankbar, wenn sie wieder mal über ihr Leid klagen. So kann ich – indem ich andere Vergleichsmaßstäbe anlege – jederzeit jede Aussage machen, die mir gerade in den Sinn kommt – oder aber ich wende die Kunst der Hermeneutik an … hier verstanden als die Kunst des „Verstehens“.

Um etwas Verstehen zu können, muß man sich in die jeweiligen Umstände hineinversetzen können – eine Kunst, die oft Frieden hervorbringt, wo zuvor Hass war und die deshalb nicht so oft angewendet wird. Hass ist halt nützlich – für gewisse Kreise bzw. gewisse Menschen. So ist es, denke ich, nicht schwer nachzuvollziehen, das ein gewisses Geschichts- und Menschenbild direkt zum Judenhass und zum Wunsch nach der völligen Auslöschung jener Gefährten des Teufels führt. Gleiches gilt für den Wunsch nach Auslöschung der Arbeitslosen, die an sich leicht mit allen Attributen eines Juden belegt werden können. Nur sind die Kategorien falsch, das Geschichts- und Menschenbild erstunken und erlogen. Wie leicht hätte man da was ändern können … also, jene „man“, die über die Macht des Wortes verfügen und Aufklärung hätten bringen können und wenn nicht dies so doch zumindest Verwässerung der „reinen Lehre vom Untermenschen“.

Doch dies blieb aus in Deutschland … und hier wird es wieder grausam, und das heißt konkret laut synonyme woxikon:

barbarisch, bestialisch, brutal, böse, entsetzlich, gefühllos, gewalttätig, gnadenlos, hart, inhuman, kaltblütig, roh, rücksichtslos, schonungslos, streng

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ – so Franz Müntefering von der SPD … in Zeiten von Massenarbeitslosigkeit der Ausdruck des Wunsches und des Willens der Vernichtung durch Hunger. Und das ist:

barbarisch, bestialisch, brutal, böse, entsetzlich, gefühllos, gewalttätig, gnadenlos, hart, inhuman, kaltblütig, roh, rücksichtslos, schonungslos, streng … aber führt nicht zum Parteiausschlußverfahren, weil es wohl SPD-Standard-Lehrmeinung ist, während Sarrazin (der vergleichsweise harmlosere Aussagen gemacht hat) als Sau durchs Dorf getrieben wird.

Angesichts von Grausamkeit ist es egal, wie reich man selber sich wähnt oder wie reich die anderen einen deuten … oder auch wie arm man sich fühlt. Grausamkeit verletzt als solche … und nun stelle man sich mal vor, das sich Hartz-IV-Abhängige zurecht als Opfer von Grausamkeit deuten – dann weiß man auch, warum sie nicht wählen gehen.  Die haben andere Probleme, als einer Scheindemokratie auch noch ihre Legitimation zu geben. Sie sind von ihren Mitbürgern verraten worden – ihre Mitbürger, die da historisch gesehen schon mal auffällig wurden und deshalb in der Märchenwelt der  Medien einen festen Finsterlingplatz haben.

Wäre nun wirklich kein Geld da, so könnte man zurecht sagen: gut, da habt ihr Pech gehabt.

Gleichzeitig aber Ärzten (monatliches Durschnittseinkommen: 10000 Euro) 1000 Millionen Euro mehr zu geben (dann eben 10500 Euro) während man für die Kinder von Arbeitlosen noch Dankbarkeit erwartet, weil man ihre Regelsätze nicht kürzt hat mit Gerechtigkeit nichts mehr zu tun.  So laufen die einen ohne Zukunft in Lumpen durch die Gegend während die anderen vor lauter Geld nicht wissen wohin damit. Ärzte und Arbeitslose sind Nutznießer des Umverteilungssystems (darum nehme ich gerne Ärzte als Beispiel, die vor zweihundert Jahren noch als arme Friseure durch Deutschland reisten) und es gibt prinzipiell keine Begründung dafür, weshalb ein Arzt soviel Geld zum Leben zugeteilt bekommt wie 25 – 30 Arbeitslose.  Wenn Hartz IV so üppig ist, dann sollte das zehnfache doch ausreichen um einen Arzt glücklich zu machen – immerhin hat der Medizin studiert um Menschen zu helfen, nicht um Millionär zu werden.

Wenn Hartz IV so üppig ist, wie manche glauben, dann könnte man auch die Bezüge von Politikern, Professoren und anderen abhängig Beschäftigten daran orientieren, gleichfalls können zukünftige Lohnforderungen ja auch geringer ausfallen.

Wenn als ein Professor in Zukunft dann 1000 Euro im Monat bekommt (plus Kosten für billigste Unterkunft und 17 Grad in der Wohnung), dann sollte er sich reich schätzen, ebenso ein Abgeordneter oder ein Richter.  Kein einziger Euro in diesen Beschäftigungsverhältnissen wird selbst erwirtschaftet, womit die Ansprüche auf überbordenden Reichtum schon recht fremd anmuten können – aber trotzdem seltsamerweise gerne erfüllt werden. Ich finde auch, das eine Bundeskanzlerin mit 2000 Euro Netto gut bedient ist.  Das ist viel Geld.

Das würde natürlich insgesamt die Kosten für Arbeit in diesem Lande enorm senken, weshalb ich glaube, das die Unternehmerverbände sich der Bewegung anschließen werden … oder, halt, nein. Für einen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank wären dann 5000 Euro im Monat schon sehr sehr üppig, die gewohnte Million aber noch sehr weit weg.

Und wenn die ihre Millionen wollen … dann müssen sie ihren Erfüllungsgehilfen auch was besorgen. Und darum – ist nicht Hartz IV Maßstab für das Überleben, sondern … Ackermann 3000.

Und deshalb ist Hartz IV Ausdruck gesellschaftlich gewollter Grausamkeit. Wir alle greifen in die Vollen, nur für euch ist nichts da!

Ein rein willkürlicher Akt gewollter Grausamkeit, für den man als Nazigrausamdeutscher doch auch mal die volle Verantwortung übernehmen kann … oder aber man macht Hartz IV zum Maßstab für den Lohnsektor in Deutschland – nicht nur für den Niedriglohnsektor.  Da könnten wir Unsummen sparen.  Wenn wir dann noch die Mehrwertsteuer abschaffen (das ginge dann) ginge es allen gut.

Und wie nennt man Leute auch, die absichtlich nicht wollen das es einem gut geht?

Barbarisch, bestialisch, brutal, böse, entsetzlich, gefühllos, gewalttätig, gnadenlos, hart, inhuman, kaltblütig, roh, rücksichtslos, schonungslos, streng… kurz: GRAUSAM

Das Gegenteil jedoch wäre … zivilisiert, menschlich, sanft, gut, glücklich, gefühlvoll, friedlich, gnädig, weich, human, warmherzig, kunstvoll, schonend, gütig … kurz: liebevoll.

Ein unerreichbarer Traum, oder? Denn aktuell … streichen wir lieber das Blindengeld als die Diäten zu kürzen.

Aber vorsicht: so langsam scheint die alte Uniform wieder durch. Und letztlich finden das die zivilisierten Nationen um uns herum nicht so toll, auch wenn wir noch so lustvoll „Aufschwung“ stöhnen.


Faschist Netanjahu lügt weiter

gaza ambulances

Aber im Grunde war nichts anderes zu erwarten.

Bereits bei den Massakern in 2006 im Libanon und 2009 in Gaza vernichtete Israel mit großtechnischem Waffeneinsatz breitflächig Menschenleben und stellte entgegen aller neutral und unabhängig erhobenen Untersuchungsergebnisse den Einsatz verbotener bzw. geächteteter Massenvernichtungswaffen in Abrede. International erhob sich daraufhin keine Empörung, das allgemeine Totschweigen dieser Verbrechen ermutigte Israel zum weiteren Völkermord. Auf entsprechende Nachfragen gaben Regierungsvertreter einsilbig zur Antwort, dass man von der Nutzung solcher Waffensysteme keine Ahnung habe – was nachweislich gelogen ist. Es liegen mehr als ausreichend Beweise für den Einsatz von Chemie und nuklear verstrahltem Gefechtsmaterial vor, übrigens alles „made in USA“.

Netanjahu hat beste Hoffnungen, durch seine recht bizarren Aussagen auch den völkerrechtswidrigen Feuer- und Vernichtungsüberfall auf die Gaza-Flotille die Weltöffentlichkeit zu beruhigen. Wir werden feststellen, dass Berlin zum Beispiel großen Abstand davon nehmen wird, Kritik an Israel zu üben; Deutschland hat sich schließlich auch nach den vorgenannten, israelischen Massakern an der Zivilbevölkerung des Gaza-Streifens und des Libanons absolut zurückgehalten. Im Gegenteil: Angela Merkel ließ sich aufgrund einer israelischen Lüge zu der harschen, öffentlichen Verurteilung der Hamas hinreißen, angeblich habe die Hamas den Waffenstillstand im Gaza-Streifen gebrochen. Wie zweifelsfrei nachgewiesen, hatte Israel durch zahlreiche Feuerüberfälle diesen Waffenstillstand von sich aus kurz vorher bereits mehrfach gebrochen.

Netanjahuns Bewertung des israelischen (!) Untersuchungsergebnisses des blutigen Feuerüberfalles auf die Flotte beweist sowohl seinen als auch den Faschismus seines Landes.

(Quelle: tagesschau.de)

Die israelischen Soldaten hätten während des Einsatzes außergewöhnlichen Mut bewiesen, betonte Netanjahu. Sie seien gezwungen gewesen, sich angesichts „echter Gefahr“ gegen die Aktivisten zu verteidigen.

Nachweislich war das Schiff nebst jedes Gastes und jedes Besatzungsmitgliedes vollkommen unbewaffnet, das ist von fast allen Beteiligten zweifelsfrei ausgesagt worden. Infolgedessen hatte zu keinem Zeitpunkt „echte Gefahr“ bestanden. Obduktionen haben zudem ergeben, dass zahlreiche Todesopfer gezielte und teilweise mehrfache Kopfschüsse aufweisen – das ist nicht das Werk eines panischen und in Not geschehenen Herumballerns. Außerdem befanden sich die israelischen Soldaten in der Position eines Angreifers, sie haben das Schiff in Internationalen Gewässern bewaffnet geentert, was dem Grunde nach ein Akt der Piraterie ist. Die Besatzung befand sich zu Recht in der Position des Verteidigers – und hätte bei dem Feuerüberfall nach internationalem Recht selbstverständlich zurückfeuern dürfen.

Zur israelischen Seeblockade des Gazastreifens sagte er, die dort herrschende Hamas sei eine Terrororganisation, die mit ihren Handlungen gegen das israelische Gesetz verstoße.

Die Hamas ist zunächst nach internationalem Verständnis die im Gaza-Streifen von der Bevölkerung demokratisch und frei gewählte Volksvertretung; ihr bewaffneter Arm ist nicht für jeden gewalttätigen Übergriff auf Israelis verantwortlich. Im Gegenteil: der „Goldstone-Bericht“ der UN legt zweifelsfrei dar, dass die Hamas Ende 2008 während des Waffenstillstandes zahlreiche, versuchte Raketenanschläge auf Israel verhindert und die Attentäter verhaftet hatte. Mit dem gleichen Recht könnte Hamas Netanjahus Partei als „Terrororganisation“ diskreditieren und ablehnen.

Sie habe das Gebiet in eine „terroristische Enklave“ verwandelt.

Dieser Satz ist nicht nur unwahr, er stellt den Gipfel jeder Zynik dar. Die andauernde Blockade hat aus dem Gaza-Streifen eine Landschaft des Hungers, der Unfreiheit und der Verzweiflung gemacht. Die permanenten, täglichen Übergriffe der Israelis auf Palästinenser produzieren täglich mehr Not – und auch Wut.

Die derzeitige Regierung in Israel gemahnt uns an die Frühzeit des Nationalsozialismus und die gezielten Falschinformationen bzw. Lügen des Regimes unter Netanjahu müssten uns eigentlich aufrütteln. War auch die eigentliche Wortwahl eines Göbbels eine andere, so gleicht Netanjahus Intention „eins zu eins“ der seines kreischendes, berliner Vorbildes mit dem Klumpfuß. Die Nazis haben eine sehr zielgerichtete Völkernvernichtung geplant und großtechnisch ungeniert in Szene gesetzt, während sie mit Halb- und Fehlinformationen Unsicherheit in die Phalanx ihrer Gegner streute. Aller Offensichtlichkeit zum Trotz handelte die Weltöffentlichkeit erst konzertiert und entschieden, als bereits viele Millionen Tote zu beklagen waren.

Israels Kurs ist der gleiche wie der der Nazis; es geht um die schiere Vernichtung Palästinas und der Palästinenser, um deren Boden und Eigentum und den seltsamen, ebenso kranken wie bizarren  „Anspruch“, den ultraorthodoxe Juden auf fremdes, ihnen nicht zugehörigen Landes erheben.

Selbstverständlich wird die jetzt folgende, unabhängige Untersuchungskommission zum Feuerüberfall auf die Gaza-Flotte zu ganz anderen Schlüssen gelangen als die israelische. Aber Netanjahu wird mit seinen Verbündeten und (fragwürdigen) „Freunden“ wie Deutschland vermutlich erfolgreich auf die Karte setzen, dass die Weltöffentlichkeit seine Aufmerksamkeit auch diesmal wieder ganz anderen Dingen zuwendet und somit auf eine nachhaltige und folgenreiche (!) Nachforschung gegen Israel verzichtet.

Wie üblich.

© 2010 Echsenwut.

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