Nazis

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Das dämliche Hufeisen-Theorem

Langatmige Rede, Freitagnachmittag unter schwierigen technischen Bedingungen im Newsroom der PARTEI in Brüssel aufgenommen. Ursprünglich hatten wir letzte Woche offiziell im Parlament in Straßburg aufgezeichnet; aber Parlamentspräsident Sassoli schlenderte zufällig am Medienbereich vorbei, offenbar zu dem Zeitpunkt, an dem Hammer und Sichel bereits zu Boden gegangen waren, und sah durch meine Hakenkreuz-Binde die Würde des Parlaments so schwer verletzt, dass er Anweisungen gab, uns die Film-Datei nicht auszuhändigen. Sein Vorgänger, der alte Mussolini-Verehrer Tajani, wäre da großmütiger gewesen… Smiley!
Film enthält u.a. eine angemessene Rücktrittsforderung an Frau voderLeyen, Analysen zu Thüringen & zum Hufeisen-Theorem, Caterpillar-Arbeitsschuhe mit Stahlkappen, nichtentspiegelte Brillengläser; und keine Anspielung auf die Pferdegesichter Camilla und Charles im Britischen Königshaus, weil sie in letzter Minute gestrichen wurden…

Das Lügenzeitalter am Ende der Zivilisation

rrem_vivid

Sonntag, 5.5.2019. Eifel. Was für ein wunderbares Land, welch´ wunderbare Zeiten. Dass ich das noch erleben darf! Welch´ Traum, welch´ einzigartige Zeiten! Und vor allem: wer hätte das gedacht! Plötzlich, aus heiterem Himmel, ist dieses Land voller Nazis! Ja – es ist wie 1933 – auf einmal waren sie da, wie aus heiterem Himmel, wie von der dunklen Seite des Mondes mit Reichsflugscheiben eingeflogen. Schnell besetzten sie damals das ganze Land – so könnte man meinen – und konnten erst 1945 durch die gemeinsame Anstrengung der vier großen Weltmächte wieder vertrieben werden. Nun, 2019, sind sie wieder da, an allen Ecken und Enden. Überall tauchen sie auf und das Volk steht da wie ein Mann und bietet ihnen die Stirn! Unglaublich, oder? Wahrscheinlich ist einer von denen ihr Nachbar. Die Zeitungen sind voll davon – nur leider ist alles gelogen.

Auf der anderen Seite, wirklich gleichzeitig: der nächste große Feind. Ganz Deutschland, ja, die ganze EU ist besetzt von Marxisten. Kulturmarxisten. Sie sind überall: im Kindergarten, in den Schulen, in den Regierungen, in den Parteien (auch in der CDU), in den Verbänden, den Universitäten. Geschickt haben sie den Untergang des europäischen Kommunismus abgewartet, um zwanzig Jahre später aus dem Nichts aufzutauchen und alle zentralen Positionen einzunehmen. Wahrscheinlich ist einer von denen Ihr Nachbar. Die alternativen Zeitungen sind voll davon – nur leider ist alles gelogen.

Fangen wir mit den Kommunisten an – sie sind für den normalen Menschen am leichtesten zu widerlegen. Zwar sitzen sie überall und haben die Macht über alle politischen, wirtschaftlichen und medialen Zentren übernommen, aber … niemand dieser Marxisten wählt linke Parteien…oder? Und wer in linken Parteien ist, nun: der kriegt noch nicht mal so schnel einen Job, erst recht keinen gut bezahlten. Eine seltsame Machtergreifung, oder? Zudem geht es den Arbeitern und Bauern unter der Herrschaft dieser Marxisten so schlecht wie nie. Schulen zerfallen schon als Gebäude, was dank des Lehrermangels nur selten auffällt, Universitäten haben Personalmangel, die Situation des akademischen Nachwuchses ist dank rot-grüner Gesetze katastrophal – viele wandern nach der Habilitation nicht auf einen Professorensitz, sondern in die Arbeitslosigkeit. Wir haben den größten Niedriglohnsektor Europas, die niedrigsten Renten, sind dafür aber Meister im Waffenexport und in der wirtschaftlichen Ausplünderung anderer Länder.  Millionäre, Milliardäre und Riesenvermögen geheihen allerdings unter den Marxisten in großem Maße. Alles so Sachen, die Marxisten gar nicht mögen – wenn sie denn Marxisten sind. Sind sie aber gar nicht – das wurde nur einer gewissen Schicht so verkauft und wird nun als Scheißhausparole durchs Land getragen, die meisten nehmen sie auf und tragen sie weiter.

Die nächste Scheißhausparole? Alles voller Nazis. Der Führer persönlich scheint wieder auferstanden. Sie sitzen in allen Schaltstellen der Macht, haben schon Todesschwadrone aus Elitesoldaten und warten nur darauf, dass der Gegner Schwäche zeigt. Nur ein kleines Häuflein im Deutschen Bundestag mit einer Hand voll Getreuen im Land leistet ihnen noch Widerstand, wäre dies nicht so: Moslems wären schon längst im KZ in Massen verbrannt worden – obwohl der Führer für Muslime so eine große Begeisterung hatte, dass sie sogar als geschlossener Waffenverband der SS dienen durften, ja, es gab sogar einen Großmufti namens Mohamad-Ami-al-Husseini, der der Meinung war, dass die ganze arabische Welt hinter dem Führer stand – einfach, weil man so viel gemeinsam hatte. Judenfeindlichkeit, Homophobie, Feindschaft gegenüber den alten Kolonialmächten, Angst vor dem Kommunismus, klare Vorstellung vom Gebrauch der Frauen, große Sympathien für die Todesstrafe und ein eindeutiges Bekenntnis zu feudalen Strukturen im politischen und gesellschaftlichen System.

Oh – ich merke: wir gleiten wieder ab. Jetzt wären wir doch fast selber Nazis geworden, in dem wir anfingen nachzuweisen, wie nahe die „Muselgermanen“ dem faschistischen Denken standen, hätten fast gegen das aktuelle Tabu verstoßen, sich in irgendeiner Art und Weise über die politische Orientierung des modernen Islam Gedanken zu machen, dessen Vertreter und Oberhäupter jetzt gerade in Saudi-Arabien einen sechsjährigen Jungen hingerichtet haben – neben mehreren Dutzend anderen, die barbarisch und bestialisch geköpft wurden, als wäre man noch im Mittelalter. Es wird sogar wieder gekreuzigt (siehe Zeit): ja, solche geistigen Strömungen sind ja wirklich nur zu begrüßen in einem aufgeklärten, demokratischen, friedlichen und zivilisierten Staat wie der Bundesrepublik – und genau diese Leute brauchen dringend unsere Waffenhilfe – die sie auch kommentarlos bekommen, wenn nicht von uns dann von der Nato.

Wussten Sie übrigens, worum es bei dem Krieg in Syrien ging? Um eine Pipeline durch Syrien, die Syrien nicht wollte, sonst nichts. Katar hatte überraschend Erdgas gefunden, dass man als Konkurrenz zur Russland in Europa verkaufen wollte, das ganze andere Theater waren nur mal wieder … Lüge. In breiter Front log die ganze Presse … und das findet man in einem renommierten Wirtschaftsmagazin (siehe wiwo), nicht in „verschwörungstheoretischen“ Publikationen. Hundertausende starben, Millionen wurden heimatlos … wegen der Habgier von ein paar Prinzen.

Bleiben wir erstmal bei den Nazis. Anders als die verschollenen Linken werden die Rechten ja noch beobachtet, es gibt Studien dazu – die leider die von den Medien und der Politik inszenierten Lügen überhaupt nicht wiederspiegelt, im Gegenteil: das deutsche Volk entfernt sich immer weiter vom Gedankengut des Führers (siehe Heise):

„Haben Sie in der vergangenen Woche die Schlagzeile gelesen, wonach fremdenfeindliche Einstellungen seit 2002 um 75 Prozent abgenommen haben? Oder die, dass die Abwertung von homosexuellen Menschen in den letzten 16 Jahren kontinuierlich abgenommen hat? Oder jene, wonach weniger Menschen denn je in Deutschland rechtsextrem orientiert sind? Oder dass sich sexistische Einstellungen in Deutschland auf einem historischen Rekordtief befinden?“

Wahnsinn, oder? Lesen Sie ruhig den ganzen Artikel – ist so weit ich sehen kann der einzige dieser Art im deutschen Pressewald. Fabian Goldmann bringt noch viele konkrete Zahlen in seinem Artikel: grob kann man sagen – die letzten Nazis kämen noch nicht mal über die 5-Prozent-Hürde. Um 75 Prozent haben die klassischen Themen des Faschismus an Zuspruch in den letzten Jahren verloren … und trotzdem ist sicher jeder, der dies liest, insgeheim überzeugt davon, dass wir dicht vor der Rückkehr des Führers stehen … der jetzt schon mit seinen Marxisten Europa besetzt hat.

Jeder Mensch mit Bildung wird sich hier die Haare raufen – aber an Bildung wird ja gerne gespart. Wir investieren als ordentliche Demokraten lieber in Rüstung. Klar haben wir jetzt nochmal schöne Bilder von Naziaufmärschen in Plauen gesehen, wo am 1. Mai eine Kostümgruppe durch den Ort marschierte, bin mir sicher, die V-Männer des Verfassungsschutzes mussten Monate lang Vorarbeit leisten, möglicherweise auch die Klamotten selber nähen und die Trommeln in Eigenbau anfertigen, um den Medien dieses Ereignis passend zum 1. Mai im Osten präsentieren zu können, damit die alten rassistischen Vorurteile vom blöden, faulen, bösen Ossi noch ein wenig angefeuert werden. Uns ist ja nicht jede Form von Rassismus unangenehm.

Nun – die Nazis und ihre Ideologie waren natürlich nicht erst seit 1933 da. Ihre massenvernichtenden Phantasien, die sie ausgelebt haben, stammen aus dem 19. Jahrhundert – aus den Kreisen der „Wissenschaft“ – ja, genau jener „Wissenschaft“, die uns auch die anderen tollen Erfindungen geliefert haben, an denen die Welt jetzt zugrundgeht: Terminatorsaatgut, Atombomben, Gifte in allen Farben und Geschmacksrichtungen und … Plastik, als Mikroplastik inzwischen überall in der Nahrung und im Wasser anzutreffen. Nur klagt außer Mohamad-Ami-al-Husseini niemand die Wissenschaft an: sie ist unser großer Gott, der uns ins Heil führen wird.

Jedenfalls die Reichen.

Für die Armen gibt es Euthanasie, man hat das im Dritten Reich ja schon mal ausgetestet um Erfahrungen zu sammeln, die bei einer weltweiten Neuauflage des Themas helfen können, alles noch schneller und effizienter zu organisieren – und das wir das brauchen, ist den Reichen schon mal ganz klar: die Massen an Menschen können so nicht bleiben. Zur Pflege des Gartens, der Bärte und der Schuhe brauchen wir nur noch einen Bruchteil der Menschheit, der Rest muss weg, weil er zuviel Blähungen hat, ja, zuviel atmet. Wie der Hartz-IV-Empfänger ist der Mensch an sich bei den Reichen nur noch Parasit, der der Umwelt schadet.

Keiner spricht es deutlich aus, aber jeder weiß, was nun zu tun ist.

Das hatten wir schon mal: Deutschland, 1933-1945. Selbst in internen Akten finden wir kaum konkrete Aussagen zum Massenmord an Juden, Behinderten, Sinti und Roma, Homosexuellen, Kommunisten, Sozialdemokraten oder unliebsamen Nachbarn, deren Haus man schon immer haben wollte … trotzdem wusste jeder, worum es geht. Der Berufsstand, der vom Nationalsozialismus am meisten fasziniert war, waren: die Ärzte. Endlich konnten sie impfen und forschen wie sie wollten, ihre Vorstellungen völlig ausleben – inhuman zwar, aber immer im Dienste des Gutsherren zur Pflege seines Menschenstalles.

Ganz großes Theater, oder? Und Sie werden immer verwirrter, das sieht man Ihnen schon an. Das ist aber auch kein Wunder in diesem Lügenstadl. Aus vielen Gründen bin ich kein Freund der AfD, aber eins muss man auch klar sagen: ihre Wählerzahlen liegen um ein Vielfaches über dem, was das rechtsradikale Hintergrundrauschen in diesem Land hergibt. Schon seltsam, was für ein Gezetere über diese Partei veranstaltet wird, wobei eine andere, echte rechte Partei völlig in den Hintergrund gerät: für Nazis, die es nicht lassen können, gibt es ja auch noch die NPD … über die aber keiner mehr spricht. Auch deren Verbot ist ganz in Vergessenheit geraten, weil ja die Nazis – neben den Marxisten – die absolute Mehrheit im Lande haben … wie man meinen könnte.

Ja, sie merken: neben den Lügen über Nazis und Marxisten kommen wir am Klima nicht vorbei. Auch da wird gelogen, dass sich die Balken biegen, eine Heuchelei ohne Ende. Nicht, dass ich jetzt wieder den Klimaleugner geben will – das habe ich andernorts schon getan. Ich möchte Ihnen beweisen, das wirklich niemand der „Entscheider“ an diesen Klimawandel glaubt, keiner der Wissenschaftler die offen davon tönen nimmt das wirklich ernst, noch möchte irgend jemand wirklich etwas dagegen tun, denn: wäre es so – wir könnten die Probleme im Handumdrehen lösen:

„RegenVillage“ ist die Lösung aller, wirklich sämtlicher unsere Umweltprobleme, selbst für 10 Milliarden Menschen. Wir könnten sofort anfangen, sie zu bauen – und gleichzeitig die Bausünden der letzten hundert Jahre abreißen. Sofort wäre auch die Arbeitslosigkeit weltweit weg – und das besonders Motivierende dabei ist ja: jeder arbeitet dafür, ein eigenes Designerhaus beziehen zu dürfen – in Traumdörfern, die man sonst nur aus dem Urlaub kennt. Ein ganzer Planet voller regenerativer Dörfer, die Hunger, Energieknappheit, Langeweile, Wohnungsnot, Obdachlosigkeit für immer verbannen. Schauen Sie sich das an: RegenVillage ist ein Urlaubsort für den Alltag, ein Ort, wo Kinder gerne große werden und Erwachsene ihr Glück finden. Die Lösung aller unserer Probleme – zum Greifen nah. Geld genug haben wir dafür, Arbeiter und Maschinen auch. Die Welt könnte schnell in ein Paradies verwandelt werden – auch in Syrien, im Sudan, im Irak, in China, im Kongo, in Brasilien und in Nordrhein-Westfalen … aber arbeitet auch nur ein „Entscheider“ an der Umsetzung dieser Pläne? Nur einer?

Und wenn die „Entscheider“ gar keine Lösung für das Klimaproblem wollen … was wollen sie dann? Steuern, klar. Kosten für den Alltag noch höher treiben, bis wir endlich Massenobdachlosigkeit bei Niedriglöhnern, Arbeitssuchenden und Minirentnern haben, so dass die Kälte selbst uns das Problem der „viel zu vielen“ Menschen abnimmt. Wenn wir schnell genug sind, können wir noch die Organe für die Reichen und ihre Dienerschaft ernten. Nun schauen Sie nicht so pikiert: die Gesetze dafür sind doch schon längst da. Ihre Organe gehören nun dem Staat – falls sich nicht jemand findet, der im OP-Saal ihren Widerspruch ernst nimmt.

Das, was wir Zivilisation nannten: das friedliche aber engagierte Streiten mit Worten um den richtigen Kurs des Landes – das ist vorbei, wie die Zivilisation selbst. Die Ideale der Aufklärung des 19. Jahrhundert wichen den Vorstellungen der Menschenschlächter des 21. Jahrhunderts. Lügengespinste von der unheimlichen fünften Macht des Marxismus, die Europa unbemerkt im Sturm eroberte (dabei bitte mindestens dreimal Habermas sagen) wechseln sich ab mit Lügengeschichten über eine Invasion von neuen Nazis (dabei bitte mindestens dreimal Höcke sagen), die als unaufhaltsame Flut aus dem dunklen Osten hervorbrechen.

Und was macht sich wirklich im Alltag breit? Was geschieht praktisch – ohne das jemand groß die geisteswissenschaftlichen Hintergründe dieser Taten beleuchtet? Der Menschheit wird in tausend kleinen Schritten der Raum zum Leben genommen – auf hundert verschiedenen Wegen. Und gleichzeitig wird ihr erzählt, dass seine „Retter“ – rechts oder links – schon längst regieren. Ist man rechts, weiß man, dass die Linken regieren, ist man links, weiß man, dass die Rechten die Macht haben. Sprach- und Gedankenverwirrung pur – die alle in einen Zustand der Lähmung versetzen.

Und die Frage, wem das nützt … nun, die beantworten Sie sich bitte selber. Denn damit – fängt der wirkliche Widerstand jenseits von Scheißhausparolen an.

 

Über die dringend gebotene „Entnazifizierung“ und die drohende Merkapolypse


Flickr-European People’s Party-CC BY 2.0 / facebook-Serge Menga

Nachdem unsere DIN-ISO-zertifizierten Leitmedien, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges  unter Schirmherrschaft der US Alliierten den Auftrag erhielten, Deutschland zu entnazifizieren und seine Einwohner zu fortschrittsgläubigen Konsumbürgern zu erziehen, diesen Auftrag erfolgreich ausgeführt hatten, machen sie nun das, was in Frankensteins Keller erschaffene Monster eben manchmal so tun, wenn der Tag lang ist: Sie beginnen, ihre eigenen Herren, denen sie dienen sollten, in den Würgegriff zu nehmen und ihnen den Garaus zu machen.

So haben wir heute das historische Paradoxon vor uns, dass unsere Leitmedien in einem von Nazi-Denke bereits weitgehend befreiten Land nun selbst eine Neo-Nazifizierung in biblischem Ausmaß in Gang gesetzt haben. Das Etikett „Nazi“ wurde in den letzten beiden Jahren schneller gedruckt und verteilt als dies die EZB derzeit mit den Euroscheinen praktiziert. Die Bild-Zeitung, die bisher gerne „Wir sind Weltmeister“ und „Wir sind Papst“ getitelt hat, müsste heute eigentlich titeln: „Wir sind Nazi!“

Jeder, der irgendwie eine von der Merkel-Regierung abweichende Meinung hat (also nach vorsichtiger Schätzung eine zweistellige Millionenzahl an Deutschen ) ist nämlich – Nazi! Es hat wohl nicht einmal zu Zeiten des „Führers“ so viele „Nazis“ gegeben wie heute, denn der überwiegende Teil der Bevölkerung hat von der Merkel’schen Politik inzwischen die Nase gestrichen voll. Nehmen Sie sich also in Acht und trauen Sie keinem über den Weg: Mindestens jede zweite Oma, die ihnen auf der Straße begegnet – eine Nazi!, jede zweite Aldi-Kassiererin, bei der Sie Ihre Milch einkaufen – eine Nazi! Der mürrisch dreinschauende Mann hinterm Maronibrater: womöglich ein Nazi!

Zu aller Ernüchterung über die dunkeldeutsche Volksseele ist nun auch noch die Wahrheit über ehrenamtliche Sozialhelfer bei der Tafel herausgekommen: fiese Nazis, die dort Essen austeilen! Mit der Begründung, dass gebrechliche Rentner und alleinerziehende Mütter von jungen Flüchtlingen im wehrfähigen Alter beim Anstellen um das Essen zur Seite gedrängt würden („Wenn wir hier um 9 Uhr die Tür aufmachen, dann wird die Oma, die seit 7 Uhr da steht, weggeschubst“), hatte die Essener Tafel beschlossen, nur noch Kunden mit deutschem Personalausweis aufzunehmen. Es folgte ein medialer Sturm der Empörung, in dem der Tafel-Vorsitzende Jörg Sartor und seine 120 ehrenamtlichen Mitarbeiter als Rassisten und Nazis beschimpft wurden. In der Nacht zum Sonntag wurden mehrere Fahrzeuge und das Gebäude der Tafel mit den Worten „Nazis“ und „Fuck Nazis“ beschmiert (siehe Foto oben).

Auch die empörte Kanzlerin rügte die Tafel umgehend für ihre Entscheidung. Die regierungstreuen Leitmedien – deren Gewogenheit sich die GroKo soeben dadurch gesichert hat, dass sie den Arbeitgeberanteil an der Rentenversicherung für Zeitungsausträger von 15% auf 5% gekürzt hat (siehe nachdenkseiten)-, akkordieren die Rüge der Kanzlerin durch ein Feuerwerk an empörter Berichterstattung. Der Spiegel ließ in kurzer Folge gleich drei Artikel vom Stapel laufen, in dem die Essener Tafel für ihre Entscheidung verurteilt wird, der Focus titelte: „Essener Tafel-Chef zeigt keine Reue – Aufnahmestopp für Ausländer“ (siehe focus) und auch im ARD-Morgenmagazin wird daran gemahnt, dass  „Not und Bedürftigkeit im Vordergrund stehen müssen, nicht die Nationalität“.

Der Tafel-Vorsitzende Sartor verteidigte seine Entscheidung, obwohl ihn der auf ihn ausgeübte Druck „kurz vors Hinschmeißen“ gebracht habe („Im Moment macht mir Berlin die Hölle heiß“ / Quelle: t-online). Das Beispiel Sartors zeigt allerdings, dass es sich lohnt, einem merkelmedialen Shitstorm standzuhalten. Denn inzwischen hat sich die Stimmung deutlich gedreht. Nicht nur von Seiten der alternativen Medien kommt nun Empörung über die heuchlerische Haltung der Kanzlerin und der sogenannten „Antifa“ (zu deren obskurem Treiben siehe auch Nachrichtenspiegel)  zum Ausdruck – siehe auch das innerhalb kürzester Zeit 2,4 Millionen mal geteilte Statement des Kongolesen Serge Menga, für das er auf Facebook gesperrt wurde (noch abrufbar via YouTube). Jörg Sartor wird auch die Nazi-Aufschriften auf den LKWs nicht entfernen: „Die Lkws sollen durch die Stadt fahren, das sollen alle sehen!“

Indem sich zunehmend mehr Menschen für die realen Umstände der Essener Tafel interessierten,  ließ sich die Direktive von Merkel und ihren Berliner Maasmännchen schließlich nicht mehr länger aufrechterhalten, die Leitmedien rudern inzwischen zurück, im Spiegel schwingt sich Jakob Augstein sogar zu einer scharfen Kritik an der Abgehobenheit der Kanzlerin auf und empfiehlt ihr, zum vorliegenden Thema besser zu schweigen. Ihre Flüchtlingspolitik bezeichnet er ganz unverblümt als „Katastrophe“ (Quelle: Spiegel).

Wie auch Rüdiger Lenz in einem schonungslosen Kommentar auf KenFM beschreibt, hat Merkels konzeptlose Grenzöffnung, die in einem erodierenden Sozialsystem nun die Ärmsten der Armen auf der existenziellen Ebene aufeinanderprallen und um Essen und Wohnungsplätze streiten lässt, Gruppierungen wie AfD und Pegida erst den Boden bereitet („Sie bevorzugte damit ein Teile-und-Herrsche-Spiel und hat damit dieses Land derart gespalten, wie nie zuvor ein Kanzler dieser Republik es vermochte.“) Da auch diejenigen Parteien, die man bisher für die Opposition gehalten hatte, es sich mittlerweile in der politischen Sitzlandschaft bequem eingerichtet haben und keinen Pieps gegen Merkels eigenmächtige Politik der offenen Grenzen von sich gaben, haben sich nun eben andere Gruppierungen gefunden, die als Auffangbecken für die Empörung innerhalb der Bevölkerung dienen.

Menschen, die – aus nachvollziehbaren Gründen – Angst um Ihre Existenz und die Zukunft ihrer Kinder haben und daher gegen die Regierung demonstrieren, schnellfertig den Stempel „Nazi“ aufzudrücken und stattdessen den Kopf vor dem realen menschlichen Chaos, das man auf Regierungsebene zu verantworten hat, in den Sand zu stecken, wird sich womöglich als einer der schwerwiegendsten Fehler in der Nachkriegsgeschichte erweisen. Durch ein solch unreflektiertes Stigmatisieren lenken wir uns vor allem vor den wirklich faschistischen Tendenzen innerhalb unseres Finanz- und Wirtschaftssystems ab, das Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichnet, uns aber von Angela Merkel immer noch als Gutgehts-Wellnessprogramm verkauft wird. Wenn nun sogar diejenigen ins Visier der Nazi-Keule geraten, die eigentlich den letzte Kitt eines auseinanderfallenden Sozialsystems darstellen, indem sie sich in ihrer Freizeit dafür mühen, das auszubügeln, was die Regierung verursacht hat und dass die Ärmsten im Lande zumindest abgelaufenes Essen erhalten, dann beißt sich die Katze nun wirklich in den Schwanz.

Wir bräuchten also nicht nur eine Entmerkelung, sondern dringend auch eine zweite Entnazifizierung – diesmal wirklich „im Sinne des Wortes“: Unter der Ägide Merkels hat das Wort „Nazi“ einen dermaßen inflationären Missbrauch gefunden, dass es mittlerweile jeden Schrecken verloren hat. Bei Jung und Alt vernimmt man inzwischen: „Nazi? -Also, wenn das Nazi ist, dann bin ich auch Nazi.“

Theodor Adorno meinte: „Ich habe keine Angst vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“ Waren Adornos Worte zu seinen Lebzeiten noch eine vage Unheilsahnung, so hat diese Ahnung heute bereits bedrohlich reale Formen angenommen: In einem offenen Brief warnen führende Konstrukteure der CIA-/NSA-Bürgerüberwachungsmaschinerie davor, dass wir gerade „schlüsselfertige Tyranneien“ errichten (Quelle: The Guardian).

Im Sinne Adornos täten wir also gut daran, die Nazi-Keule, mit der wir uns gegenseitig niederstrecken, wieder einzupacken und uns stattdessen auch mit denjenigen Mitbürgern wieder an einen Tisch zu setzen, die angeblich die Schmuddelkinder sind und die man mundtot machen möchte. Trotz aller Differenzen wird man im Dialog schnell sehen, dass man mit dem Anderen in Wirklichkeit sehr viel mehr gemeinsam hat als was einen von ihm scheinbar trennt. Die perfide Taktik ist es jedoch, bereits den Dialog bzw. ein Zusammenkommen zu unterbinden, indem man über massenmedialen Weg Ressentiments sät und solcherart die Bürger in einer Zeit, in der sie eigentlich zusammenhalten müssten, spaltet, isoliert und politisch marginalisiert.

Im Zuge dieser Manipulation wird immer noch das aus dem Mittelalter stammende Klischee bedient, das uns über Jahrhunderte in Angst und Schrecken gehalten und sich daher in unser Unterbewusstsein eingebrannt hat, auch wenn wir uns für noch so aufgeklärt und libertär halten: „Die Guten sind die, die sich der herrschenden Macht unterordnen (damals die Kirche), die Bösen und Verdammenswerten sind die Andersdenkenden (die Ketzer und Häretiker, heute: Querfront u. dgl.), die sich aus der herrschenden Meinung emanzipieren und eigenständig denken.“ – Wenn wir dieses inquisitorische Dogma sprengen, wäre unendlich viel ausgerichtet. In Wirklichkeit ist es nämlich dieses plumpe kirchliche Dogma, das in unserer Gesellschaft jegliche wirkliche Entwicklung blockiert und uns die individuelle Handlungskraft raubt. Dabei sind der Kaiser und der Papst heute nackt – niemand exkommuniziert und verbrennt uns heute mehr, wenn wir uns aus dem Mainstream emanzipieren! In Wirklichkeit ist es diese Emanzipation aus dem zur Normalität erklärten medialen Wahnsinn, der nun in der Merkapolypse zu enden droht, nach der wir uns aus unserem tiefsten Inneren heraus sehnen.

Wer sie trotz allem Gegenwind wagt, ist dem Abgrund der Merkapolypse und der Zombiefikation bereits fast schon entronnen.

Deutsche, Juden, Arbeitslose und Hendryk M.Broder

Deutsche, Juden, Arbeitslose und Hendryk M.Broder

Freitag, 30.11.2012. Eifel. Es gibt Themen, die man mag und Themen, die man nicht so mag. Letzteren muss ich mich heute mal widmen, weil ich aus in der Regel gut unterrichteten Kreisen erfahren habe, das der Nazi hier mitliest. Nun – dieses Land ist ein freies Land … wenn man der Reklame trauen darf. Hier darf jeder seine Meinung kundtun (sofern sie dem  herrschenden Wirtschaftssystem und seinen Repräsentanten nicht schadet) und jeder darf lesen, wo er möchte. Ich kann das nicht verhindern. Ich möchte euch Neunazis aber mal eine Geschichte erzählen, die Geschichte meiner Mutter, blond, blauäugig und Jahrgang 1934 – also zu Führers Zeiten sehr unpolitisch. Sie war beim Bund Deutscher Mädels, weil der Nazistaat (wie alle politisch degenerierten Systeme) gerne alles unter Kontrolle hat – vor allem die Jugend, weil sie die Zukunft ist. Meine Mutter war in Liebe großgezogen worden, wurde zur Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung erzogen und war ein sehr selbstbewusstes Kind. Eines Tages fand sie sich in ihrem BDM-Lager wieder und musste einen undefinierbaren Brei essen, den sie flugs erbrach. Da wir aber bei den Nazis zu Gast waren, zählte das nicht. Vierhundert weitere Mädchen mussten warten, bis meine Mutter ihr Erbrochenes wieder aufgegessen hatte: so geht der Nazi mit den Deutschen um. Ihr mögt das jetzt alle langweilig finden und ich hätte das auch nicht erwähnt, wenn nicht ein gewisser H.M. Broder dieses Erbrochene wieder auf den Tisch gebracht hätte.

Es geht dabei um Folgendes: in einer Kunstausstellung hatte der Herr Broder ein Objekt gefunden, das seinen Anstoß erregte: jemand hatte einen Judenstern gemalt und mittendrin die Worte „Hartz IV“. Das hat den Herrn Broder ausserordentlich gestört, so sehr, dass er in der Welt erstmal einen Artikel dazu veröffentlichen musste.

Wenn Sozialhilfeempfänger von heute mit den Juden im Dritten Reich gleichgesetzt werden: über Geschmacklosigkeiten bei der Artikulation von Protest gegen Hartz IV, Nachtflüge, Israel & Co. 

Nun – ich selbst greife gerne in die alte Dritte-Reich-Kiste, weil dort einfach viele schöne Anzüge drin liegen, die modernen Politikern sehr gut passen (und alle den gleichen Schneider hatten: Hugo Boss)  – natürlich fühle ich mich dabei gleich angesprochen und schaue nach, worin denn jetzt die Geschmacklosigkeiten begründet sind: vielleicht mache ich ja gerade einen Riesenfehler.

Leider wird das Urteil nicht näher erläutert und ich muss mir selbst meine Gedanken machen.

Recht schnell stelle ich fest, das die „Geschmacklosigkeit“ nur dann funktioniert, wenn ich mit sehr naiven Gleichungen und sehr primitiven Anschauungen arbeite, mit einer Legende, die zum Ausdruck bringt, das der Nazi nur den Juden umbringt und sonst niemanden – einer Legende, die im Weiteren auch aus allen Deutschen Nazis gemacht hat … weshalb der Deutsche auch immer heimlich versucht ist, seinen Frieden mit dem braunen Gesindel zu machen.  Je weiter man diese Überlegungen treibt, umso antisemitischer wird die Atmosphäre, wenn man Juden und Arbeitslose NICHT gleichsetzt und völlig ignoriert, das Juden und Arbeitslose schon in der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ zu den bevorzugten Hassobjekten der Nazis gehörten.

Völliger Einzug jeglichen Vermögens, Einschränkung der Reisefreiheit, der Berufswahl, Entzug der Lebensgrundlage und des Wohnraums generell – es ist schon sehr mutig, die Parallelen nicht sehen zu wollen. Lagerhaltung und Uniformierung waren auch schon angedacht – was sich aber noch nicht durchgesetzt hat.

Was im Prinzip immer unterschlagen wird, sind die ersten Opfer des Nationalsozialismus: die Deutschen. Wir haben uns an diese sehr bequeme Geschichte gewöhnt, das Hitler ein Deutscher war und das wir Deutschen ein böses Volk sind: Hollywood hat uns Jahrzehntelang darüber aufgeklärt. Das hier ein Volk mit den Methoden zu Untermenschen erklärt wird, die schon bei den Juden gräßliche Folgen nach sich zog, wird selten thematisiert. Man verbietet die alten Nazifilme, die den bösen Juden zeigten, aber neue Nazifilme, die den bösen Deutschen zeigen, erregen kaum Aufmerksamkeit. Nazifilme? Ja – alles, was den Mitmenschen zum Untermenschen macht, sind Nazifilme – nach meiner Definition. Nach meiner Definition braucht ein Nazi ja auch nicht unbedingt eine Uniform mit Hakenkreuz oder einen Juden unter dem Stiefel: wichtig ist ihm, das überhaupt jemand unter seinem Stiefel liegt – da macht er auch vor blonden, blauäugigen Kinder nicht halt.

Wir Deutschen haben ein Recht darauf, besonders vorsichtig zu sein. Wir haben auch ein Recht darauf, unsere Mitbürger jüdischen Glaubens nicht von uns abspalten zu lassen: das Gegensatzpaar Deutscher/Jude kommt sprachlich aus den finstersten geistigen Verwirrungen der neuen Wohnzimmernazis, die bequem vom Sofa aus der unbegrenzten Machtausübung in Deutschland nachträumen. Und wir haben ein Recht darauf, zu erkennen, das auch Deutsche Opfer des nationalsozialistischen Ungeistes waren – und deshalb besonders vorsichtig sein dürfen, damit es uns nicht wieder überrennt.

Lassen wir in dieser Vorsicht nach, riskieren wir – gerade in Deutschland – das sich der Horror wiederholt. Das kann hier doch wirklich keiner wollen.

Die Schmach und die Schande, mit der wir leben müssen, ist die Tatsache, das die Hitlerei hier Fuß fassen und sich ausbreiten konnte: wir haben hier eine nationale Immunschwäche, die tödlich enden könnte. Wenn deshalb in Deutschland Gestalten wie Müntefering davon träumen, den Arbeitslosen das Essen zu streichen, dann dürfen wir besonders sensibel reagieren, weil wir eben KEINEN HITLER MEHR WOLLEN.

Wir hatten schon einen: das reicht … und wir wissen, das der Schoss noch fruchtbar ist, aus dem das kroch. So fruchtbar, das selbst die, die es besser wissen sollten, dem Ungeist der Hitlerei noch heute erliegen – dazu reicht vielleicht schon ein Blick in die Bremer Bürgerschaft:

Schon die Umstände, die wir hier des Öfteren in
der Debatte bemängelt haben, unter denen Hartz IV
zustande gekommen ist, waren abenteuerlich. Die
Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe sollte zu Einsparungen führen, damit die – und man
höre und staune! – von Rot-Grün beschlossenen Steuersenkungen für Reiche gegenfinanziert würden.

Man höre und staune! Gut – es waren Linke, die das gesagt haben … aber es erinnert mich fatal an den Alltag im Dritten Reich, wo man das alltägliche Aussortieren der Deutschen jüdischen Glaubens mit klammheimlichen Lustgewinn betrachtete, weil man jüdisches Vermögen großzügig erbeuten konnte. Bei solch einer Rendite wird auch der edelste Linke schon mal zum Raubtier – wie heute, wo die Solaranlagen der Besserverdiener durch den Hunger der Hartz-IV-Kinder bezahlt werden.

Wenn wir Faschismus und Nationalsozialismus ganz klein definieren und nur jene gelten lassen, die mit Hakenkreuzfahne um die Straßenblocks ziehen … ja, dann haben wir doch gar keine mehr. Selbst wenn wir uns nur auf die antisemitischen Tendenzen der Nazis konzentrieren, erfassen wir nur erstaunlich wenige: der nationalsozialistische Untergrund hat Türken und Griechen ermordet – keine Juden.

Nazis handeln heute genauso wie früher: sie quälen gerne andere Menschen. Kleine blonde arische Mädchen? Prima, immer gern! Mitbürger jüdischen Glaubens, die durch ihre Religion zur Friedfertigkeit verdammt sind? Klasse! Minderheiten mit ausländischem Ursprung? Immer her damit! Zigeuner, Arbeitslose, Prostituierte, Geisteskranke, Behinderte? Alles, Hauptsache hilf- und wehrlos! Gerne würde man auch Russen, Amis und Briten quälen … aber die sind leider so verdammt wehrhaft.

Nun – vielleicht gelingt es ja dem sadistischem Ungeist sich in Zukunft in anderer Form wieder auf Erden zu manifestieren. Sofern er keine Hakenkreuzarmbinde hat, kann er sich breiter Beliebtheit erfreuen, käme er gar in US-Uniform daher: wir würden ihn lieben! Und er marschiert schon längst wieder: die Opfer der Aktion Arbeitsscheu Reich werden auch heute wieder mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht, siehe Welt:

Das Innenministerium in Sachsen-Anhalt will Risikogruppen wie Homosexuelle, Obdachlose und Ausländer zukünftig Aids-Zwangtests unterziehen. Zahlreiche Verbände laufen bereits Sturm gegen das Vorhaben.

Da trägt keiner eine Hakenkreuzarmbinde … aber schon wird wieder aussortiert.  Und es wird auch wieder klar gemacht, das in Zukunft andere Saiten aufgezogen werden, siehe Welt:

Unionsfraktionschef Volker Kauder warnt die Deutschen: Sie müssten sich „gewaltig anstrengen“, wenn sie ihren Lebensstandard halten wollen. Der Sozialstaat in seiner jetzigen Form habe keine Zukunft.

Und wenn der Sozialstaat in Deutschland keine Zukunft hat, dann hat der Arbeitslose hier auch keinen Platz mehr. Und wenn wir weiter den betriebswirtschaftlichen Ungeist in sozialen Fragen regieren lassen, dann wird es auch wieder Vernichtungslager geben – das ist keine Frage der Ideologie, das ist eine Frage der betriebswirtschaftlichen Logik, die die „Kosten auf zwei Beinen“ durch „sozialverträgliches Frühableben“ in den Griff bekommen muss – ganz alternativlos.

Was ist der heutige „Neoliberalismus“ mit seinem einfachen Weltbild vom „Leistungsträger“ im einsamen Kampf gegen den „Parasiten und Sozialschmarotzer“ anderes als eine Wiederkunft des alten Unmenschengedanken vom „unwerten Leben“, der in Deutschland schon mal eine grässliche Ernte gehalten hat?

Und wir stehen dem hilflos gegenüber, weil wir dem einfachen Satz folgen: „Der Deutsche ist ein Nazi und bringt Juden um“. Und wenn wieder Menschen in Deutschland aussortiert werden, kann das kein Wiederaufleben des alten Ungeistes sein, weil der Deutsche ja nur Juden umbringt – und sonst keinen.

Gut, ich verstehe: Hitler, NS-Zeit, Konzentrationslager – das sind alles Themen, die man nicht mehr hören kann, Themen, die fürchterlich langweilen, Themen, die auch jedem nach 1945 geborenen Menschen mit bundesdeutscher Staatsbürgerschaft klar machen: Du bist ein Schwein und musst zahlen – weshalb man es erst recht nicht mehr hören mag. Wo die alte Politik „Erbfeindschaften“ kannte, hat die neue Politik eine für viele lukrative „Erbschuld“ erfunden.

Das dies – ganz unabhängig von der realen Schuld der Deutschen während des Dritten Reiches – Ungerecht ist, was die Saat für neues Unrecht in sich trägt, wissen wir eigentlich: so ist Hitler in Deutschland groß geworden – auf der Basis einer internationalen Ungerechtigkeit. Wenn wir aber weiterhin bezahlen, obwohl wir nur deshalb nicht als pleite gelten, weil die Bundesregierung in schöner Regelmäßigkeit ihre eigenen Armutsberichte fälscht (siehe Spiegel), werden wir irgendwann in eine Situation kommen, wo der Staat, wie wir ihn heute kennen, keine Zukunft mehr hat.

Doch zurück zum Anfang – zu meiner mit acht Jahren ziemlich unpolitischen Mutter und meinen Nazilesern. Ich erzähle diese Geschichte, damit eins klar ist: auch wenn es nie einen Holocaust gegeben hat, ist der Nazi ein Arsch. Das sollte man wissen.  Auch wenn die Bombardierung Dresdens eine Sauerei war, bleibt der Nazi ein Arsch. Auch wenn manche kriminelle Bankiers Juden sind, bleibt der Nazi ein Arsch. Und selbst wenn es eine internationale Verschwörung zur Ausplünderung Deutschlands gibt (ähnlich derjenigen, die Griechenland jetzt den letzten Euro klaut), bleibt der Nazi ein Arsch – um es mal unzweideutig deutlich zu sagen.

Und wenn man vergisst, das der Nazi nicht nur Juden, sondern auch Kommunisten, Sozialdemokraten, Zigeuner, Behinderte, Prostituierte, Arbeitslose, Obdachlose und unliebsame Nachbarn umgebracht hat (und jeden schikaniert, der nicht schnell und anständig genug das arische Männchen gemacht hat), wird man es nicht schaffen, seine Wiederkunft zu verhindern. Es arbeiten viele daran – und Hartz IV ist ein System, das es ihm im Prinzip erlaubt, seine perversen Gelüste wieder ganz ungehemmt auszuleben.

Einige Deutsche haben schon wieder Erfahrungen mit dem alten Ungeist gemacht, Sprüche wie „wer nicht arbeitet soll auch nicht essen“ machen wieder ungehindert ihre Runde – und still und heimlich wurden schon wieder 42 Millionen Deutsche registriert und ausgespäht … ohne das wir dazu eine Gestapo gebraucht hätten. Man sagt es uns nur nicht so deutlich.

Es arbeiten viele daran?

Ja – im neuen Faschismus gelten die gleichen alten Gesetze wir früher: je mehr Arbeitslose enteignet werden, umso mehr Zweit- und Drittimmobilien kann sich der grüne Abgeordnete erlauben. Deshalb geht die neue Runde auch nicht mit Juden – davon gibt es viel zu wenige. Außerdem sind die jetzt auch sehr wehrhaft – siehe Israel (was, glaube ich – den echten Antisemiten genauso stört wie den Pauschalnazi).

Wenn wir den neuen Faschismus aufhalten wollen, müssen wir uns von einigen alten, lieb gewordenen Zöpfen trennen – so auch von dem kleinen, niedlichen Nazimythos, den uns Hollywood so oft erzählt. Wir müssen uns auch von den alten Bildern trennen, die uns vorgaukeln, das nur da ein Nazi drinsteckt, wo auch ein Hakenkreuz dransteckt.

Die schlimmsten Wölfe – so ein Spruch aus dem Film „Die Zeit der Wölfe“ – sind von innen behaart … die echten Nazis tragen ihr Hakenkreuz im Herzen, nicht im Hirn.

Und das sind die Wölfe, vor denen sich die 42 Millionen registrierten „sozial schwachen“ Menschen in Acht nehmen sollte – und die 20 Millionen Rentner, die nach staatlicher Lesart inzwischen auch nur Sozialhilfeempfänger sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dilettantische Schlapphüte – Pleiten-Pannen-Chaos

Ach ja, die deutschen Geheimdienste arbeiten so geheim, dass es nur logisch erscheint, dass die Chefs nicht wissen, was die Angestellten so treiben.

Nach dem der Verfassungsschutz eine Lehrstunde des Totalversagen in der Öffentlichkeit hingelegt hat, fügt sich auch der MAD in die Reihen der Totalversager ein.

Es stellt sich die Frage, wer bitte arbeitet eigentlich in den Reihen deutscher Geheimdienste und welche politischen Ziele werden da verfolgt?

Als gesichert scheint zu sein, dass die bisherige Aufgabenstellungen der Geheimdienste gescheitert sind, die da waren:

„ DIE LINKEN ABWEISEN, ISLAMISTEN AUSWEISEN und DEN NAZIS WAS ÜBERWEISEN“ (kleiner Scherz).

Nun haben einige Chefs von Geheimdiensten ihren Schlapphut in die Tonne geworfen, was an dem Problem nichts ändert. Das ist wie beim Fußball, wenn der Trainer entlassen wird, ist noch lange nicht sichergestellt, dass die Spieler besser spielen.

Wenn sich doch noch einer die Frage stellt, wie war das alles nur möglich, den empfehle ich folgendes Video, Interview mit den Herren Friedrich-Dobrindt und Niebel, sich anzusehen.

Deutschland 2012: die Unmenschen sind zurück. Und sie sind mit Unfug und Betrug sehr, sehr reich geworden.

Deutschland 2012: die Unmenschen sind zurück. Und sie sind mit Unfug und Betrug sehr, sehr reich geworden.

Mittwoch, 18.7.2012. Eifel. Urlaubszeit. Eigentlich die Zeit, in der man einmal Abstand von allem nehmen sollte – vor allem vom Alltag. Nun – aus ganz privaten Gründen habe ich im Urlaub aktuell überhaupt keine Zeit, was dazu führt, das ich viel zu wenig zum Lesen komme und noch weniger zum Schreiben – was mich persönlich ärgert, zeigt es sich doch, das es zwar kein Einkommen beschert aber überhaupt nicht umsonst ist … weder das Schreiben, noch das Lesen. Ich habe da etwas gefunden, das ich gerne teilen möchte … mitteilen.  Es ist eigentlich hoch brisant, sollte in allen viel gelesenen Zeitungen erscheinen … aber, wie ich fürchte, wird dieser Ort der einzige in der neuen Medienwelt des 21. Jahrhunderts sein, der ihn abbildet. Doch kommen wir zu den Worten, die ich mitbrachte, Worte, die zeigen, welcher Horror sich schon längst hinter dem Alltag versteckt, dem wir so elegant auf Malle oder in Bulgarien entkommen wollen:

Das Problem, vieler Dichter, die aus dem Exil nach Deutschland zurückgekehrt sind, war die Verfälschung der Sprache. Sie haben deutlicher als die daheim gebliebenen gespürt, dass das Dritte Reich die Sprache verroht hat. Es war nicht mehr die Sprache der Dichter und Denker, sondern die Sprache von Unmenschen. Der Politikwissenschaftler Dolf Sternberg hat diese Sprache des Unmenschen untersucht.

Die Sprache des Unmenschen zeichne sich aus durch eine Anhäufung von Zugriffsworten, wie sie in den Worten mit dem Präfix „be“ aufscheinen: „befehlen, beaufsichtigen, bekämpfen, beherrschen, bestimmen, behandeln, befolgen“. Das Präfix „be“ meine die Einwirkung auf eine Person bis hin zur vollen Bewältigung und Bemächtigung dieser Person oder Sache.

(Zitiert bei Anselm Grün, Wo ich zu Hause bin, Kreuzverlag 2011, S 49-50).

So einfach lässt sich der Unmensch also diagnostizieren. Einfach auf die Häufung von Präfix „be“ achten – und schon weiß man, wann wieder die Gestapo vor der Tür steht, um den Lebensberechtigungsschein einzuziehen. Aber: ist das wirklich so?  Ist diese Häufung zu beobachten?

Nun – ans „behandeln“ haben wir uns gewöhnt, in Griechenland wird bestimmt, beaufsichtigt und es soll befolgt werden, was befohlen wird. Ja – Krankheiten werden nicht mehr beheilt, sie werden be-handelt. Daran kann man viel mehr verdienen, weil es (so das stille Geheimnis der Mediziner) ÜBERHAUPT NICHTS BRINGT und deshalb beliebig oft abgerechnet werden kann.

An beherrschen haben wir uns auch gewöhnt. Beherrschen ist der Tenor des neoliberalen Menschenbildes, es gibt in dem Zusammenhang einen (auch aus anderen Gründen äußerst lesenswerten) Artikel in der FAZ, aus dem ich nur kurz zitieren möchte:

Die Regierung Schröder hat in Kooperation mit der gesetzesverschärfend agierenden CDU seinerzeit einen Paradigmenwechsel eingeläutet. Das grundsätzlich negative Menschenbild des Neoliberalismus wurde als Grundannahme in die Sozialpolitik eingeführt. 

Ja, da haben wir uns wirklich erschrocken, oder? Da waren die Unmenschen auf einmal wieder offen im staatlichen Machtapparat zugange, der Mensch brauchte wieder Druck, um zu funktionieren, er bekam dadurch zwar keine Arbeit, aber „BE-SCHÄFTIGUNG“.

Da war unser kleines Präfix wieder, es begleitete den historischen Paradigmenwechsel, der aus einem Sozialstaat ein Arbeitslager machte. Doch damit nicht genug von den Präfixen, den zeitgleich zu der Beschäftigung gab es noch ein neues, das ausserordentlich fremd klang, weil es ein Kunstwort ist, das ich zuerst (bezeichnenderweise) bei Sozialarbeitern vernahm. Anstelle von Erziehung und Bildung trat – die BE-SCHULUNG. Heute ein Fachbegriff, der sehr dem Wort Beschallung gleicht in in etwa auch das Gleiche meint: das sinn- und ziellose Ausgießen von Lernstoff über Schüler.  Das Lernstoffbeschallung bei Pisa keine guten Ergebnisse zeigte, wunderte ernsthafte Pädagogen nicht: in Wirklichkeit hatte man die Erfolge von einhundertfünfzig Jahren Pädagogik einfach ausgelöscht zugunsten einer Massenveranstaltung, die nur die Blödesten gesund überstehen: Generation Doof wurde gezielt gezüchtet.

Aber nicht nur hier wurde ein neues Kunstwort erfunden, damit das Unmenschentum auch über die angemessene Begrifflichkeit verfügt, auch der Kindergarten- bzw. Unterhaltungsbereich wurde neu definiert: was früher Erziehung und erbauliche Unterhaltung war, wurde zu: BE-SPAßUNG.

So nennt man Theater, Oper und Ballet gerne: Reichenbespaßung. Oder Unmenschenbespaßung.

Natürlich dürfen wir bei der einfachen Wortanalyse nicht stehenbleiben, es ist schon die Zeit gekommen, mal in den Benachrichtigungen nachzuschauen, ob sich unser Anfangsverdacht auch in der alltäglichen Realität bestätigen lässt. Begeben wir uns also erstmal zum Handelsblatt, wo man Erstaunliches bekannt gibt:

Schäffler schreibt dazu in seinem Brief an Lammert: „In den offiziellen und dem Bundestag vorgelegten Dokumenten ist nirgends die Rede davon, dass Banken aus dem ESM direkt rekapitalisiert werden sollen, obwohl das bereits geplant wird.“

Da wurde jemand belogen und der Steuerzahler beschissen – so etwas können nur Unmenschen tun.

Gehen wir hinüber zum Spiegel, wo Jakob Augstein sich zu dem Vorschlag äußert, das die Reichen die Republik retten sollen. Er hat in dem Zusammenhang eine interessante Rechnung aufgemacht, die man trotz Beschulung und Bespaßung noch einigermaßen leicht nachvollziehen kann:

Kurzer Überblick über die Zahlen: Ein Vermögen von mehr als 250.000 Euro gesellt seinen Besitzer in Deutschland zu den reichsten acht Prozent der Bevölkerung. Das sind immerhin 4,4 Millionen Menschen. Nach dem Vorschlag des DIW würden diese Bürger zum Kauf von Anleihen in Höhe von zehn Prozent ihres Vermögens verpflichtet. Das ergibt 230 Milliarden Euro.

Das wäre was, oder? Nur zehn Prozent, dann auch noch nur geliehen und wir könnten unser Probleme im Land vergessen. Vergessen können wir stattdessen, das die Reichen ihre Beute der letzten Jahre auch nur leihen würden. Sie wollen das Land bluten sehen … und vergessen dabei ganz, das ohne die Pest der Neoliberalisierung die Zahl der Reichen in Deutschland deutlich geringer wäre, die Zahl der Armen aber auch. Der Chefredakteur der Welt wendet sich gleich voller Panik persönlich an die Leser:

„Der Charme einer Zwangsanleihe liegt darin“, freut sich der schleswig-holsteinische SPD-Chef Stegner, und er spricht hier wirklich von „Charme“, „dass sie nur Leute betrifft, die es sich leisten können.“ Oder die Leute, möchte man entgegnen, die gespart und vorgesorgt haben, so wie es die Politik immer predigt.

Und Andrea Seibel, unsere stellvertretende Chefredakteurin, hat kommentiert. Sie ist „mit diesem nehmenden Staat“ nicht mehr einverstanden und wehrt sich im Leitartikel auf Seite 11 dagegen, „dass Erfolg und Wohlstand in Deutschland unter Generalverdacht stehen, so als sei Vermögen nur auf kriminellem Wege zu erlangen und unterliege daher der Enteignungspflicht“.

Das sind harte Worte, die nachdenklich stimmen

Betrachten wir doch mal so einen Reichen aus der Nähe.

Boris Becker, zum Beispiel. Dessen Haus wird – siehe Welt – gerade zwangsversteigert:

Um 11 Uhr in Saal Nummer 6 des Gerichts in Palma wird dann wohl das Haupthaus von „Son Coll“ angepriesen werden: 800 Quadratmeter ist es groß, verfügt über fünf Bäder, drei Schlafzimmer, Küche, Bibliothek und ein Spielzimmer – luxuriös eingerichtet von Beckers Ex-Frau Barbara.

Hinzu kommen weitere Häuser für Gäste und Personal, ein Poolhaus, ein Weinkeller, Pferdeställe, ein Hubschrauberlande – und natürlich ein Tennisplatz. Umgeben ist das Gelände von einer nicht zu knapp geratenen Gartenanlage, in der sich Becker auch ein Amphitheater einrichten ließ. Rockbands wollte er darin auftreten lassen.

Ein wahrhaft fürstliches Anwesen. Was hat Herr Becker dafür geleistet? Die Pest besiegt? Die Welt vor einem Krieg gerettet? Ein Zwergkaninchen von der Autobahn geholt?

Nein.

Er hat den Tennisplatz BE-SPIELT.

Reiche bespaßt.

Und andere – Reiche – haben dann dafür viel Geld gegeben, das er auch reich wird. Er hat dann das gemacht, was alle Reichen machen (und was leider in der Tat zu dem von Frau Seibel befürchteten Generalverdacht führt): Steuern hinterzogen, siehe Wikipedia:

Das Landgericht München I verurteilte ihn am 24. Oktober 2002 zu einer Haftstrafe von zwei Jahren, die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Zudem wurde er dazu verpflichtet, 300.000 Euro (500 Tagessätze zu je 600 Euro) Geldstrafe zu zahlen und 200.000 Euro Geldbuße an verschiedene karitative Einrichtungen zu überweisen.

Becker habe bewusst falsche Angaben in seinen Steuererklärungen gemacht, um 3,3 Millionen Mark zu sparen. Der ehemalige Sportler hatte zu Beginn des Prozesses zugegeben, zwischen 1991 und 1993 in München gewohnt zu haben, obwohl er offiziell in Monaco gemeldet war. Becker sagte: „Ich wusste und kannte die Gefahren und habe das in Kauf genommen“. Er betonte aber, man könne ihm nicht vorwerfen, Einnahmen verschwiegen oder kriminelle Machenschaften betrieben zu haben.

Nein, Herr Becker, Steuerhinterziehung ist natürlich nicht kriminell. Sie zahlen halt nur den Eintritt nicht, wollen aber die ganze Show genießen – und zwar ganz vorne, dann gerne noch auf erhöhten Plätzen, damit die anderen nicht auch noch was sehen. Der Stern berichtet, woher Beckers Geld herkommt:

Auf zirka 340 Millionen Mark wurde im Juli 2001 das Vermögen geschätzt, das Becker durch Preisgelder und Werbeverträge verdient hatte. 

Das zahlen wir alle – durch Preise – und die Sponsoren und Firmen setzen es von der Steuer ab. Nicht ein einziger, durch ehrliche harte Arbeit verdienter Euro ist da drunter – alles nur ein Umverteilen von unten nach oben.

Das sieht gut aus und macht viele reich … aber in einem geschlossenen System wie dem Geldkreislauf führt das immer dazu, es es unten ganz vielen immer be-schissener geht. Physiker wussten das früher, bis bekannt wurde, das die EZB das geschlossene System einfach öffnen kann, so dass immer mehr Billionen verbeckert werden können.

Auf einmal merkt man: die Unmenschen sind in der Tat wieder zurück, sind sehr sehr reich geworden – und bedrohen uns lächerlicherweise auch noch mit Auswanderung (siehe Welt), als hätte es irgendeinen finanziellen Effekt, wenn sie keine Steuern mehr in Deutschland hinterziehen.

Man sollte es begrüßen. Was wäre gewesen, wenn Hitler 1933 gesagt hätte: „Wenn ihr uns nicht wählt, dann marschieren wir eben nach Bolivien!“.  Die Nazis wären zwölf Jahre früher dort angekommen – und wir hätten die Macht des Präfix „be“ nie kennengelernt.

Wären das schöne Zeiten geworden.

Vielleicht sollten wir es begrüßen, wenn sie gehen. Endlich könnte man wieder Bildung und Erziehung betreiben, gehobene Unterhaltung (bei der man vielleicht sogar noch was lernt) wäre wieder hoch im Kurs, man könnte es sogar als gebildeter Mensch wieder wagen, den Fernsehapparat einzuschalten und Arbeit … wäre wieder mit Einkommen verbunden. Man bräuchte nur noch nach abgeschlossener Aussiedlung der finanziellen Triebtäter eine neue Währung einführen – und schon wären wir alle Sorgen und Schulden los und könnten – ganz ohne Krieg diesmal – gleich wieder völlig von vorne  anfangen.

Wäre doch schön oder?

Und würde uns viel ersparen.

PS:

Das Herr Becker ein Unmensch ist, möchte ich nicht behaupten, auch wenn er Steuern hinterzieht, gerade keine Rechnungen bezahlt und Schulden macht. Aber man sollte mal genau der Spur des Geldes folgen, das in seinen Taschen gelandet ist – ich bin mir sicher, das man dann zur Präfix-Quelle stößt – und zum Hort der neuen Unmenschen, die uns schon jetzt ihre Unmenschensprache aufdrücken.

 

 

Schlappe Schlapphüte – Der Feind steht Links !

Eine „satirische“ Kolumne.

Verfassungsschutz und Sicherheitsorgane haben es zur Zeit nicht leicht und nun gibt es Welche, die machen sich auch noch lustig und reisen Witze über die Hüter des Grundgesetzes, wie das hier zum Beispiel. Verfassungsschutzbeamter auf einer Demo gegen Nazis: „Wie beurteilen Sie die politische Lage?“ Demonstrant: „Ich denke…..“ Verfassungsschutzbeamter: „ Das genügt-Sie sind verhaftet!“

Oder das hier:

In der Straßenbahn liest ein Musiker eine Partitur. Ein Verfassungsschutzbeamter hält das Notenblatt für eine Geheimschrift von Linken und verhaftet den Musiker, wegen des Verdacht ein Feind des Grundgesetzes zu sein, obwohl der versichert, dass sei eine Fuge von Bach. Der Verhaftete wird am nächsten Tag einem Verfassungsschutzbeamten vorgeführt, der ihn anschreit:  “ Also raus mit der Sprache!  Bach hat schon gestanden!“

Ach ist das nicht gemein!

Wie konnte der Verfassungsschutz und die Sicherheitsorgane nur so versagen?

Entsetzen aller Ortes, bei Politiker, Medien, ja in der gesamten Gesellschaft, es gab doch bisher „keine Hinweise, nichts deutete darauf hin“, wenn man der Staatsmacht und Politiker glauben mag.

Zugegeben, ab und an, hier und da, wurden Häuser, in dem Ausländer wohnten angezündet, ein dunkelhäutiger Mitbürger aus einer Straßenbahn geworfen oder am Tag auf der Straße, unter den Augen von Bürgerinnen und Bürger zusammengeschlagen. Aber das waren doch nur „Einzeltäter“, keinesfalls Bürgerinnen und Bürger, mit ewig gestrigen Gedankengut, und schon gar keine Nazis, hat man uns jedenfalls glauben machen wollen.

Nun zu behaupten der „Staat und seine Sicherheitsorgane seien auf den rechten Auge blind gewesen“, ist nun wirklich nicht gerechtfertigt, oder etwa doch? Und außerdem waren sich doch die meisten Verantwortliche der Politik und manche Medienformate ganz sicher, der Feind des Freiheitlichen Demokratischen Rechtsstaates stand doch schon immer Links. Mit den Linken hatte man wahrlich genug zu tun, schließlich musste man deren „Telefone überwachen, Treffpunkte durchsuchen, bespitzeln und alles Aktenkundig“ machen. Da war einfach „keine Zeit und Personal übrig um sich auch noch um Nazis zu kümmern, dafür gab es doch bisher keinen Grund“. „Und der Feind steht doch immer noch Links“, oder nicht? Die Sicherheitsorgane haben ganz andere Aufgaben und Sorgen.

Hier ein kleines Beispiel !!!

 

Iron Sky – die ersten 4 Minuten…

[Video, bitte Beitrag anklicken]

Über den Verfassungsschutz und warum er abgeschafft werden sollte…

Ein Bericht  der Linksfraktion in NRW:

Brosch_AusserKontrolle_LinksfraktionNRW

(.pdf)

Gefunden Hinter der Fichte (zusätzlich mit einem schönen Video)

EIN ALPTRAUM VON FREIHEIT – Die Gauck-Maschine walzt alles platt

Autor: U. Gellermann
Datum: 22. Februar 2012

Ein Bundespräsident Gauck? Das ist die Ausgeburt des politischen Hinterzimmers. Sie werden damals, in den Juni-Tagen des Jahres 2010 gekichert haben, Trittin und Gabriel, als sie ihn gegen Wulff und die schwarz-gelbe Koalition ins Rennen schickten. Den selben Mann, der 1999 von der CDU als Kandidat gegen Johannes Rau erwogen worden war. Mit Gauck wollten sie der Regierungskoalition ein Beinchen stellen. An Inhalte dieser Kandidatur hatten sie nicht gedacht. Dass der Mann zum Afghanistan-Hartz-IV-Komplex die Positionen vertrat, von denen ROT-GRÜN jetzt, in der Opposition, abgerückt war? Scheißegal. Die schwitzenden Hände der Vorfreude der beiden waren zu riechen. Freude über das dumme Gesicht von Angela Merkel, wenn sie mit einem Kandidaten konfrontiert werden würde, der von ihrem Fleisch war: Ein DDR-Opportunist, der erst als die sozialistische Republik in den letzten Zügen lag, seinen Hang zur Opposition entdeckte. Allerdings ein Mann, der von ihr nicht einfach beherrschbar gewesen wäre.

Jetzt hat die FDP den „parteiübergreifenden“ Kandidaten übernommen. Ausgerechnet jene Partei hebt Gauck auf den Schild, die mit ihrer auffälligen Klientelpolitik, mit ihrer Selbstbedienungsmentalität sogar die eigenen, nicht so zimperlichen Wähler abgestossen hat. Eine Micki-Maus-Partei, die aktuell mit nur noch drei Prozent Volksgunst auf dem Tisch tanzt, weil die Katze Angela grade mit anderem beschäftigt ist. Bei der FDP ist Gauck richtig. Sein dröhnendes Freiheitsgerede meint die Freiheit der Besserverdienenden. Die Freiheit, dem Pöbel seine Verachtung zu zeigen. Die Freiheit, die Empörten mit Hohn zu übergiessen. Wo Wulff das Schnäppchen jagte, wird Gauck zur Jagd auf alles blasen was links ist. Überzeugt von einer Mission, die ihn selbst als den einzig Gerechten begreift. Denn Selbstzweifel sind dem Mann, der gern in der dritten Person von sich redet, fremd. „Der Gauck hat sich noch gar nicht geäußert“, hatte er jüngst gesagt. Und gemeint: Erst wenn der Gauck sich geäußert hat, kann sein Wille geschehen.

Wer waren denn die, die den Gauck bei der Präsidenten-Kür 2010 zum Kandidaten der Herzen gebrüllt hatten? Es war eine unheimliche Gang aus SPIEGEL, STERN und BILD, eine übergreifende Meinungsmaschine, deren Besitzer in den Milliardärsrängen sitzen und deren Redakteure um so vieles mehr verdienen als jenes Volk, das sie nach ihrer Pfeife tanzen lassen. Ein Schelm, der Böses dabei denkt, dass es die selbe Maschine war, die das Wülffchen hinweggefegt hat. Ein riesiger Apparat zum Aufspüren von geschenkten Kinderautos war unterwegs gewesen, um seinen Rücktritt zu erreichen. In einem Land, dessen Medien bis heute die korrumpierenden Kohl-Millionen unter dessen Ehrenwort nicht gefunden haben. Der kleine Wulff, er wollte es doch nur gut haben. Und auch ein bisschen gut machen: Der Islam gehöre zu Deutschland, hatte er gesagt. Ja, ist der denn verrückt, fragten die SPRINGERS und SPIEGELS. Die Zeiten werden härter, die Verteilungskämpfe werden brutaler. Haben wir denn nicht den Sarrazin vorabgedruckt, um den Deutschen die türkische Karte zu zeigen?

Dem Sarrazin, dem beamteten Rassisten, vom Bertelsmann-Konzern gehätschelt, von Talk-Show zu Talk-Show weitergerreicht, bescheinigt der Gauck Mut. Es ist der feige Mut des Heckenschützen, der aus finanziell gepolsterter Deckung Minderheiten beschießt. Es ist der gleiche Mut, den der Herr der Stasi-Akten aufbrachte, als er entschied, welches Leben durch Akten-Veröffentlichungen denn ruiniert werden sollte. Es ist jener Mut, der ihn in den 80ern zu freundlichen Gesprächen mit der Staatssicherheit brachte. Die Stasi hatte aus diesem Dialog immerhin einen so positiven Eindruck von Gauck gewonnen, dass sie zum einen seine Bespitzelung einstellte, zum anderen erwog, ihn zum Informellen Mitarbeiter zu ernennen. Es ist diese Sorte Mut, die den Präsidenten Gauck der großen Medienkoalition so geeignet erscheinen lässt.

Heldenhaft schwätzt Gauck vom Unrecht der Vertreibung, kühn bestreitet er die Einzigartigkeit des Judenmordes, tapfer fragt er ob soziale Fürsorge nicht zur Erschlaffung führe, unverzagt stellt er sich vor den Verfassungsschutz wenn der die LINKE bespitzelt, forsch wendet er sich gegen Multi-Kulti. An Gauck ist der sprichwörtliche Mut des Radfahrers zu beobachten: Nach oben buckeln, nach unten treten.

Wer die Kommentare zur Gauck-Kandidatur wahrnimmt, muss um dessen Leben fürchten: Ein Glanz der Demokratie sei er, ein alter Adler, einer, der auf das Land losstürmt, ein Demokratie-Lehrer, ein Herzens-Präsident. Eine solche Lobesfülle kennt man eigentlich nur aus Nachrufen. Doch Gauck selbst ist der Nachruf auf die Gesellschaft wie wir sie bisher kennen. Nicht weil er persönlich über Macht verfügt. Sondern weil die, die ihn über ihre Medien in das Amt hieven, all das wollen was er ausspricht: Ein Land der kulturellen Spaltung, ein Land der sozialen Kälte, eine Relativierung des Verbrechens an den europäischen Juden und ein freundliches Verständnis für den Verfassungsschutz. Gauck, das ist der fleischgewordene Alptraum einer freiheitlichen Fassade, hinter der in aller Ruhe die Freiheit abgebaut werden kann.

DIE MÜNDLICHE FASSUNG DES ARIKELS IST HIER ZU ERREICHEN:

http://weltnetz.tv/video/249

Die Plattform für linken Video-Journalismus.

Mit Dank an die Rationalgalerie

Der alltägliche Irrsinn: die Waffen-SS – die einzige Rettung vor Wucher, Mord und Leichenschändung?

Der alltägliche Irrsinn: die Waffen-SS - die einzige Rettung vor Wucher, Mord und Leichenschändung?

Donnerstag, 12.1.2012. Eifel. Langsam denke ich daran, Tabletten zu nehmen. Oder  Drogen. Alkohol zum Beispiel. Anders geht es doch nicht mehr, oder? Nein, ich meine jetzt nicht aus Freude über die Geldschwemme für Italien und Griechenland – oder die heutigen Kurssprünge des Dax. Die sind doch in Wirklichkeit uninteressant. Klar, das macht Hoffnung, man denkt, die Krise ist vorbei, 500000 Spanier werden doch nicht ihr Eigenheim wegen der Krise verlieren, in England können die Studiengebühren von aktuell 10500 Euro pro Jahr wieder gesenkt werden, wodurch die Elitestellung der Kinder der Finanzbanditen wieder zurückgenommen wird und wir brauchen uns auch nicht mehr Geschichten über den Seelenzustand der Italiener anhören – die werden sowieso wieder laut schreien, wenn sie demnächst von Ftich herabgestuft werden. Nur ist die Hoffnung trügerisch – die Wachstumsmärkte machen langsam den Laden dicht … und wir müssen draussen bleiben. Deshalb wird die Realwirtschaft die Verluste der Banken nicht so richtig auffangen können – und die Banken sind eigentlich alle pleite. Deshalb  haben wir ja die Krise – die haben sich gegenseitig soviel Geld versprochen – soviel gibt es auf hundert Erden nicht. Doch das alles ficht mich nicht so an, wie der Irrsinn, der gerade durch die Welt tobt.

Nehmen wir zum Beispiel … Lybien. Kann sich da noch jemand dran erinnern? Böse Regierung, gute Rebellen, die dank der USA im Namen de Gerechtigkeit gesiegt haben. Eine klassische Hollywoodgeschichte mit zigtausend toten Zivilisten.

Die tollen Rebellen haben jetzt ihren Freunden etwas ganz Tolles angeboten:

„Wenn die USA beabsichtigen, sich militärisch in Libyen einzumischen, werden wir dieses Land in ein zehnmal größeres Feuer für die USA wie im Irak verwandeln.“

Klasse, oder?

Jetzt drohen die Rebellen ihren Helfern mit Krieg. War da Gaddafi nicht … handzahmer? Ach ja, Gaddafi. WIR, also die GUTEN, haben ja dort gewonnen, Gaddafi, der BÖSE, hat verloren. Jetzt ist dort also unsere Gutmenschengutheit hineingebombt worden, weshalb die Kinder von Gaddafi in der Gefangenschaft zunehmend mehr Finger verlieren. Wäre ja eigentlich BÖSE. Jetzt aber nicht?

Nebenbei erfährt man von denkwürdigen Todesfällen:

Sonntag wurde in Tripolis ein französischer Ex-Militär in seiner Wohnung in Tripolis erschossen. Auch er soll profundes Wissen über einst Mächtige in Tripolis gehabt haben. Die Ermittlungen sind im Gang. Die libysche Übergangsregierung beeilte sich jedoch schnell zu erklären, dass „ein Drogensüchtiger“ dafür verantwortlich sei. Wie auch immer.

Die Franzosen – das sei mal zur Erinnerung gesagt – gehörten zu den GUTEN. Wenn wir jetzt den Fingerabschneidern auf die Finger klopfen wollen, weil wir das gar nicht gut finden, dann … gibt es Krieg mit denen – weil die halt GUT sind. Wir wären dann BÖSE.

Oder Afghanistan. Auch da bomben die GUTEN. Das sind WIR, nicht vergessen – waren wir schon immer. Weil wir immer GUT waren, konnten auch so viele NAZIS in der Bundesrepublik Karriere machen, nebenbei bemerkt. Die waren vorher schon GUT – und nachher erst recht.

In Afghanistan kämpfen wir nun wieder gegen die BÖSEN, auf die jetzt US-Soldaten mal ordentlich uriniert haben. Die Taliban jedoch – also, die BÖSEN – hätten alles Recht der Welt, jetzt richtig angepisst zu sein, wie man heute so schön sagt. Sind sie aber nicht:

Es sind verstörende Bilder, die im Internet kursieren: Auf einem Web-Clip sind US-Soldaten zu sehen, die offenbar auf die Leichen getöteter Taliban-Kämpfer in Afghanistan urinieren. Das Pentagon nennt den Vorfall „ungeheuerlich“, ein Vertreter der Taliban spricht dagegen von einer „kleineren Angelegenheit“.

Eine kleinere Angelegenheit. Sicher – Stuhlgang wäre größer gewesen … aber ist das nicht eigentümlich generös für Menschen, die eigentlich die BÖSEN sind? Oder liegt das daran, das DIE wissen, das WIR die GUTEN sind – und deshalb schon per Definition nichts BÖSES tun können?

Oder jetzt IRAN. Auch BÖSE. Aber richtig. Dort werden immer mehr Wissenschaftler ermordet. Der Spiegel informiert weiter:

„Die USA hatten damit absolut nichts zu tun“, sagte Sprecher Tommy Vietor über die Tötung des iranischen Atomwissenschaftlers. Washington verurteile jegliche Form der Gewalt.

Das können Obama und Gaddafi nur bestätigen. Vor allem im Ausland respektieren die USA das Völkerrecht jederzeit und überall. Niemals würden Sie einem anderen Land mit Gewalt ihren Willen aufzwingen – weder Vietnam, noch Nicaragua, Panama, dem Irak oder Grenada. Laut Spiegel soll es dann der Mossad gewesen sein – die Israelis also. Die Juden. Die waren mal die GUTEN. Die Nazis, die SS, das waren die BÖSEN (siehe oben). Jetzt aber wird die SS heilig gesprochen – jedenfalls in Estland. Darauf haben alle nur gewartet, denke ich. Das sind dann die SUPERSUPERGUTEN (SS-G). Weil die schon damals wußten, das die Juden einfach so in fremde Länder eindringen und dort die Eingeborenen töten.

Das war nicht länger zu tolerieren, und deshalb … na ja, die Geschichte kennt ja jeder.

Die Investoren, die jetzt in Italien investieren, sind auch die GUTEN. Klar, sonst würden heute nicht alle so jubeln. 100 Milliarden Euro sollten die Anleger den Griechen erlassen – weil sie ja so gut sind. Das machen die jetzt nicht (und jetzt weiß man vielleicht, woher das Geld für Italien stammt), weshalb die Griechen keine Medikamente mehr bekommen. Das GUTE Programm der Säuberung Griechenlands von der Armut durch systematische Eleminierung der Armen greift.

Die Griechen bekommen selbst in Apotheken die Konsequenzen der finanziellen Probleme des Landes zu spüren. Seit einigen Tagen geben viele Apotheker Medikamente nur noch gegen Bargeld aus, wie griechische Medien berichten. Rezepte würden häufig nicht akzeptiert, weil die staatlichen Krankenkassen ihre Schulden bei den Apothekern seit Monaten nicht mehr bezahlt haben.

Das geschieht halt, wenn man BÖSE war. Da muß man dann halt ein bisschen verrecken, bis die GUTEN wieder mehr verdienen können. Die GUTEN – die brauchen das Geld auch. Allein eine einzige Hotelübernachtung kostet denen, die so richtig GUT sind, 2500 Euro. Von dem Betrag für eine Übernachtung muß ein hartz-abhängiger Vater sein Kind 936 Tage ernähren – auch so ein Armen-Eliminationsprogramm.

Bei den Hotelpreisen ist es kein Wunder, das sich die Pensionsansprüche der GUTEN in den letzten fünfzehn Jahren mehr als verdoppelt haben – im Schnitt auf 8 Millionen Euro. Und das, obwohl viele – hier zum Beispiel in Italien – ihren Porsche von mickrigen 30000 Euro im Jahr finanzieren müssen … und dann müssen sie sich noch vorhalten lassen, den Staat um satte 120 Milliarden Euro geprellt zu haben.

Geld bekommen soll ja GUT sein – deshalb die Pensionen und die Porsche. Jedenfalls dachte ich das bisher. Ist es aber nicht – klärt heute der Spiegel kurz mal auf:

Denn nur weil die Lohnkosten in Deutschland mit denen im Ausland besser mithalten können, wurden Jobs geschaffen. Beschäftigung wiederum stützt den Konsum. Die gute Entwicklung ist also eher ein Ergebnis der Lohnzurückhaltung. Wenn eine kräftige Steigerung der Löhne für Konsum entscheidend wäre, dürften wir den aktuellen Boom gar nicht haben. Denn die Gewerkschaften haben sich ja zuletzt sehr vernünftig zurückgehalten.

Da sind Leute GUT, weil sie kein Geld wollten. Was heißt das jetzt für die Nobelhotels, die Porschefahrer und die Millionäre, die nur sechs Euro versteuern? Sind die dann BÖSE? Eigentlich nicht, weil Konsum ja Wachstumsmotor ist. Andererseits doch – bei den Pensionen greifen die ja dicke zu. Italien und Spanien mit Geld zu überschütten, scheint wiederum GUT zu sein – nur Arbeiter mit Lohn zu überschütten ist BÖSE. Wir müssen also den Arbeitern und Angestellten immer weniger geben, damit die mehr konsumieren, während ihre Chefs immer mehr brauchen, um ihre Rente im Luxushotel genießen zu können?

Wer bleibt da jetzt eindeutig als Einziger BÖSE?

Das Hotel. Wäre das billiger, wäre alles nicht so schlimm.

Und wer ist der GUTE?

Die Waffen-SS.

War schon immer so.

Die Waffen-SS ist die einzige Rettung vor dem bösen Hotel. Ist das erstmal weg, können die Pensionen genauso sinken wie die Löhne und alle kaufen wie verrückt.

Ob die auch in Griechenland Kranke oder in Lybien Folteropfer retten können, ob sie in Afghanistan Leichenschänder oder im Iran Mörder stoppen können, weiß ich nicht.  In Afghanistan jedenfalls sind sie sogar heute noch aktiv, also – jedenfalls ihre Fans:

Während des Einsatzes in der Provinz Logar im Osten von Afghanistan sollen zwei Soldaten ihre Helme mit Symbolen von SS-Divisionen bemalt haben. Das berichtet die grosse tschechische Zeitung «Mlada Fronta Dnes». Inzwischen sorgt die Enthüllung für Empörung weit über Prag hinaus.

Ob die jetzt schon speziell Hotels dort auseinandergenommen haben, weiß ich allerdings nicht.

Vielleicht … sollte ich aber doch lieber Drogen nehmen, denn wenn ich jetzt noch daran denke, das das Hotel mit Geld von Banken gebaut wurde, die eigentlich pleite sind und ohne das Geld für Griechenland- Italien- und Bankenrettung gar nicht mehr existieren würden – dann werde ich nämlich als Steuerzahler letztlich selbst der Böse.

Und kriege Ärger mit der Waffen-SS.

War auch schon immer so.

 

 

 

Der leise Weltkrieg der Banken und seine Opfer

9.1.2012. Montag. Vorbei die Weihnachtszeit, vorbei die Rauhnächte, in denen die Wilde Jagd die Gegend unsicher macht, vorbei die Schulferien, vorbei eine stille Zeit der Ruhe und des Friedens, die uns eine kleine Auszeit von dem gegönnt hat, was wir Alltag nennen. Wenn "Frieden" eine Ausnahmezeit von "Alltag" ist, heißt das für uns: Alltag ist Krieg. Ein schlimmer Zustand, der eigentlich sofort alle alarmieren sollte, die Bürgerwehr müsste ausrücken, um die schlimmsten Auswüchse des Krieges von Volk und Acker fern zu halten - aber nichts geschieht. Dabei lässt sich der Kriegszustand im Lande auch von den Medien nur schwer unterdrücken. Nehmen wir die gestrige Tötung einer Familie. Das rast ein Leistungsträger mit seinem Nobelhobel in eine Familie und löscht sie aus. Damit muss man in diesem Land jederzeit rechnen: Zeit ist Geld und Geld ist knapp. Für die Jagd nach dem knappen Gut unternehmen viele alles und kennen keine Grenzen mehr.

9.1.2012. Montag. Vorbei die Weihnachtszeit, vorbei die Rauhnächte, in denen die Wilde Jagd die Gegend unsicher macht, vorbei die Schulferien, vorbei eine stille Zeit der Ruhe und des Friedens, die uns eine kleine Auszeit von dem gegönnt hat, was wir Alltag nennen. Wenn „Frieden“ eine Ausnahmezeit von „Alltag“ ist, heißt das für uns: Alltag ist Krieg. Ein schlimmer Zustand, der eigentlich sofort alle alarmieren sollte, die Bürgerwehr müsste ausrücken, um die schlimmsten Auswüchse des Krieges von Volk und Acker fern zu halten – aber nichts geschieht. Dabei lässt sich der Kriegszustand im Lande auch von den Medien nur schwer unterdrücken. Nehmen wir die gestrige Tötung einer Familie. Das rast ein Leistungsträger mit seinem Nobelhobel in eine Familie und löscht sie aus. Damit muss man in diesem Land jederzeit rechnen: Zeit ist Geld und Geld ist knapp. Für die Jagd nach dem knappen Gut unternehmen viele alles und kennen keine Grenzen mehr.

Während diese Tötung wohl als „Unfall“ wegdefiniert wird, kann man das bei den neuen Tötungsakten der braunen Mörderbanden nicht mehr unterstellen: die rasen jetzt auch schon mal in Menschenmengen, die nicht parieren. Das gehört zu unserem normalen Alltag dazu – wie Nazi-Todesschwadrone, die vom Verfassungsschutz toleriert wurden, weil wir ihre Existenz per Definition ausgeschlossen hatten. Nur üble Verschwörungstheoretiker hätten so etwas für möglich gehalten.

Das Kriege heute in anderem Kleide daherkommen können als früher, zeigt ein Zitat bei „Gegenmeinung„:

„Wenn eine IWF-Delegation in ein Land kommt und den Abbau sozialer und wirtschaftlicher Einrichtungen als Voraussetzung für die Gewährung von Krediten verlangt, unterscheidet sich das nicht besonders von der physischen Zerstörung durch NATO-Bombenangriffe. Der IWF verlangt die Schliessung von Krankenhäusern, Schulen und Fabriken. Von den Kosten her ist das natürlich viel effizienter als die Bombardierung dieser Krankenhäuser, Schulen und Fabriken, wie sie es in Jugoslawien betrieben haben, aber das Ergebnis ist ziemlich gleich: die Zerstörung des Landes. Der IWF verfügt über das MAI – das Multilaterale Abkommen über Investitionen. Das ist das endgültige Abkommen betreffend Investitionen. Die Unterschrift unter dieses hat die wirtschaftliche Zerstörung des angepeilten Landes zur Folge. Und – Krieg ist einfach die letzte Konsequenz aus dem MAI.“ 

Sollte man sich mehrfach durchlesen und in die Küche an die Pinnwand hängen. Die haben jetzt billigere Möglichkeiten der Kriegführung entdeckt – so wie die Nazis früher detalliert ausrechneten, das das Erschießen der Juden viel zu teuer war und man mit Gas einen deutlich besseren Schnitt macht. Wir sind mittendrin im Dritten Weltkrieg – aber wir merken es nicht. Das liegt an unserer Definition von Krieg: wir brauchen Bomben, Granaten, Uniformen und eine offizielle Kriegserklärung, die von beiden Seiten unterzeichnet wird. Einfach so die Reichtümer eines Landes ohne Detonationen einsacken – das zählt nicht.

500 Milliarden Euro sind aus Deutschland im letzten Jahr „extrahiert“ worden, wie die Freie Welt heute angibt. 500 Milliarden Euro in nur einem Jahr! Wie lange wir das wohl noch aushalten? Ich schätze mal – nicht lange … wir müssen ja jetzt schon in den Zügen ohne Klopapier auskommen. 500 Milliarden Euro – die jetzt woanders sind. Bei Menschen, die sich davon deutsche Firmen kaufen können – und das alles ohne einen einzigen Schuss. Wikinger haben so auch Städte geplündert – ohne einen einzigen Tropfen Blut zu vergießen. Einfach vor die Stadt ziehen, Bedingungen stellen, Geschmeide und Gold einkassieren und wieder abwandern: ein sehr renditefreundliches Prinzip.

Die Räuber von heute haben keine Hörnerhelme, wie auch die echten Nazis von heute keine Hakenkreuze als Emblem benutzen noch an den gottgewollten Führer glauben und lieber grau als braun tragen – sich dafür aber die unbegrenzte Freiheit nehmen, jeden Mitbürger jederzeit zu „unwertem Leben“ erklären zu können. Die SPD macht das gerne – sie hat ja auch die neue deutsche Führung in Berlin etabliert:

Das Bundeskanzleramt, als nicht oberste, aber exekutiv wichtigste, daher komplex vernetzte und eingebundene Steuerungseinheit des Staates, entwickelt sich immer mehr zum Hauptquartier, das festungsartig ausgebaut ist. Zum Teil ist daran eine Entwicklung schuld, die viel mit der EU, mit Souveränitätsverschiebung und moderner Zentralisierung zu tun hat.

Diese Tendenz war ja auch schon zu Joschka Fischers Zeiten zu beobachten, in denen Bundeskanzler Gerhard Schröder seinen Außenminister ab und an und immer mehr durchaus lustvoll zum Kellner herunterstufte. Schon damals fiel ein recht freihändiger, hemdärmeliger Umgang mit den Institutionen auf, der im Bundeskanzleramt gepflegt wurde.

Wie es sich für ein Land im Krieg gehört, haben wir auch wieder einen Führungsbunker, von dem aus die Rahmenbedingungen für die Auslieferung des Volksvermögens bestimmt werden. Wer das Geld bekommt? Nun, wir kennen nur die Kassierer – die Banken. Die sollten ja auch nie wieder so groß werden, das sie Staaten erpressen könnten – aber dank der Führungsbunkerbesatzungen in aller Welt sind die jetzt nochmal gewachsen:

Die Branchenriesen konnten die Krise sogar nutzen, um noch größer zu werden. Die Deutsche Bank etwa übernahm die Postbank sowie die Bank Oppenheim, der US-Geldgigant JP Morgan schluckte neben Amerikas größter Sparkasse Washington Mutual gleich auch noch die Investmentbank Bear Stearns, während die Bank of America die drittgrößte Wall Street-Bank Merrill Lynch vereinnahmte. Das ging einher mit einer weiteren Vergrößerung des Einflusses der Finanzgiganten auf die Politik. In der Folge scheiterten alle politischen Initiativen für deren Teilung oder Schrumpfung auf ein marktverträgliches Maß.

Da wird die Bundesregierung ganz schnell zum Handlanger der wahren grauen Täter – und es wundert nicht mehr, das die EZB viel höhere Risiken auf sich genommen hat als bislang bekannt und Europa mit einer Rezession zu rechnen hat, die manche für Deutschland schon jetzt sehen.

„Die Volkswirtschaft sollte nicht zum Nutzen von Bankvorständen funktionieren“ – meint jetzt sogar ein Investmentbanker im Handelsblatt. Jeder weiß aber, das die Volkswirtschaften inzwischen nur noch Wirtskörper für Bankenzecken sind – und die Regierungen anstelle der Zeckenzange lieber Rettungschirme über die Zecken halten, damit sich die noch gemütlicher vollsaugen können. Für Griechenland wird das die Staatspleite bedeuten, für den Euro die Schwindsucht. Toll für Leute, die ihre Vermögen in Dollar angelegt haben – der steigt dann nämlich im Wert, was einen Dollarbesitzer letztendlich wieder arbeits- und leistungslos zum Supermillionär macht.

Am Beispiel Griechenland können wir sehen, wie der leise Krieg der Banken ein Land zerstört und eine Währung vernichtet. Natürlich gibt es auch im leisen Krieg Tote – die Verkehrstoten müssen wir dazurechnen. Zeitdruck ist tödlich im Straßenverkehr. Er steht in direktem Zusammenhang mit dem Renditewahn, der unstillbaren Sucht nach leistungslosem Einkommen auf Halbgottniveau.

Die gesamte Verrohung der Gesellschaft ist diesem Wahn zu verdanken, die Existenz rechtsradikaler Todesschwadrone ebenso wie die Zunahme an Amokläufen und Selbstmorden. Keine Kultur hatte eine so hohe Selbstmordrate bei Jugendlichen zu verzeichnen wie unsere, keine Kultur kannte soviel Drogenmissbrauch. Angesichts der verschwundenen Sprengmittel der der Bundeswehr werden wir da noch mit viel Aktivität rechnen dürfen, vor denen auch der Einsatz von Hartz-IV-Abhängigen als „Wachschützer“ nicht wirklich schützen kann.

Kann sich niemand mehr an den Aufruf der Neonazis an ihre Kameraden erinnern, nun geschlossen in die Bundeswehr zu gehen? Hat wahrscheinlich auch keiner nachgeforscht, wieviele dem Aufruf gefolgt sind und was die da jetzt so machen – ausser Waffen ausschleusen.

Und was machen unsere Politiker – jene Menschen, denen wir ein arbeitsfreies Leben bezahlen, damit sie uns vor den Gangstern schützen und bewahren? Sie greifen selber zu – wie dieser hier:

Dank der Großzügigkeit zweier lokaler Brauereien und eines Kaffeerösters war es Glogowski, der mit einem Jahresgehalt von 300.000 Mark (ca.150.000 Euro) auskommen musste, gelungen, die Kosten seiner Hochzeitsfeier um immerhin 2000 Mark zu drücken.

Fast wäre ihm ein ähnlicher Erfolg auch bei den Ausgaben für seine Hochzeitsreise nach Ägypten beschieden gewesen

Der Mann war Nachfolger des „Basta-Schröders“. Passt irgendwie.

In einem Artikel über Leichen von US-Soldaten, die kostengünstig auf der Hausmülldeponie entsorgt werden (in Kriegszeiten durchaus nicht unüblich – irgendwo müssen die ja hin), finden wir eine passende Beschreibung des politischen Charakters:

Der amerikanische Dichter E.E. Cummings hat einmal gesagt: »Ein Politiker ist ein Arsch, auf dem jeder schon mal gesessen hat, nur noch kein richtiger Mensch.« 

Mit solchen Menschen kann man umspringen wir mit seinem Dackel. Sogar der mächtigste Mann der Welt – der Präsident der USA – ist da keine Ausnahme: kühn droht ihm die Ölindustrie mit ernsten politischen Konsequenzen für seine politische Zukunft, wenn er nicht pariert.

Die sind da wir Neonazis, die mit dem Auto in die Menge rasen.

Politiker kennen diesen leisen Krieg, spielen den Arsch, auf den sich jeder mal setzen kann, wir Bürger leiden darunter. Mehr und mehr Menschen flüchten von den privaten Krankenkassen in die Kassen der GKV und machen so nach, was die Banken vormachen: nachdem man jahrzehntelang Superleistungen für Dumpingpreise genossen hat, soll nun im Krankheitsfalle die Allgemeinheit zur Kasse gebeten werden, damit man selber mehr vom Leben hat.

Normalerweise nennt man das asozial.

Wir zahlen das alles leise mit.

Was wäre nur, wenn wir einfach mal die Definitionen ändern, die aktuelle Lage als Krieg begreifen, die Angreifer mit der Zeckenzange entfernen und das gesamte Bankwesen verstaatlichen? Wir brauchen eigentlich keine Investmentbanken in der Volkswirtschaft – und wir können uns auch rein finanziell gesehen, solche Zeckenbanken nicht mehr leisten. Einen Alltag, in dem der Renditedruck alle Lebensbereiche zunehmen beschleunigt (mit tödlichen Folgen) und in Folge Armut, Krankheit und tödlichen Stress ebenso fördert wie vergiftetes Essen, sollten wir uns ebenfalls nicht lange zumuten – das verdrießt auf Dauer gewaltig die Laune.

Irgendwie passt es da, das wir die Schauspielerin, die uns als Momo einst vor den grauen Herren warnte, die uns unsere Zeit (bzw. unser Geld – im übertragenen Sinne) stehlen,  nun ins Dschungelcamp schicken.

Mir scheint, wenn wir den leisen Krieg der Banken nicht ernst nehmen, werden wir über kurz oder lang alle in solchen Camps landen – F-Bürger anstatt B-Promis, denen schlaue Bankberater und findige Politiker den letzten Cent aus der Tasche gezogen haben.

Vor lauter Hunger werden wir dann dankbar für den Würmerfrass sein, denke ich.

 

 

 

Willkommen im 3. Reich 2.0…

…möchte man sagen.

Die „Thüringer Nazis“ sind ja gerade als „legitimer“ Nachfolger der RAF – auch deren zweiter und dritter Generation unterstellt man ja durchaus, recht nahen Kontakt zum Verfassungsschutz gehabt zu haben… – in aller Munde; die BLÖD-„Zeitung“ allen voran.

Aber dieser vorgebliche „Heimatschutz“ (Heimatschmutz trifft es mMn deutlich besser, aber das nur am Rande) ist gar nicht das eigentliche Thema, um das ich mir Gedanken mache.

Mehr die Heuchelei, die hinter dem allgemein erhobenen Zeigefinger und den entsetzten Gesichtern steht.

Nein, nicht wegen der (Un)tätigkeit der Verfassungsschützer, sondern weil das im Kern zugrundeliegende Denken dieses nationalsozialistischen Untergrundes doch von vielen geteilt zu werden scheint.

An der Schweizer Grenze auf deutscher Seite begegnen mir seit langer Zeit mal wieder Begriffe wie „Kanake“, Kümmeltürke“ oder auch „Hawaks“. Und das nicht nur von – mehr oder weniger – davon „betroffenen“ „Wessis“, sondern auch von „Ossis“ unter 30 und um die 50.

Die Morde finden freilich keine Zustimmung – aber die Ressentiments gegenüber Ausländern sind hoch. So lange man „Ausländer“ mit der Herkunft aus „muslimischen Ländern“ definiert, wohlgemerkt. De, „Krieg gegen den Terror“ sei dank. „Ausländer raus!“ erscheint vielen ein profundes, legitimes Mittel zu sein, nahezu alle Schwierigkeiten zu beseitigen.

Dank der Finanzkrise ist auch „der Jude“ wieder in vielen Mündern und als der Schuldige ausgemacht. Und die faulen Griechen sind auch an allem Schuld und leben großzügig auf unsere Kosten.

Und selbst die eigentlich von vernünftigen Menschen längst vergessene Forderung „Wir brauchen endlich wieder einen Führer“ hört man öfter als man will…

Oder auch ein thüringischer SPD-Chef Matschie, der lautstark einfordert, das man nicht länger Rechts- und Linksradikalismus gleichsetzen dürfe und so ersteres verharmlosen; die notwendigen Mittel zur Überwachung und Bekämpfung kürzen dürfe. Ja, genau der Matschie, der das als Mitglied der Landesregierung mitgetragen hat, weil Solingen und das 3. Reich weit, weit weg schienen. Und man die in Berlin in Brand gesetzten Autos noch der linken Szene zuordnete, was sich ja als Trugschluß erwies.

Zugleich die andere Seite: das NPD-Verbot.

Nein, danke, kann ich da nur sagen, denn es wäre nichts anderes als Augenwischerei; die Bekämpfung des Symptoms und nicht etwa der Ursache.

Schlimmer noch – die braunen Reihen dürften danach noch geschlossener agieren – und das weitgehend ohne Kontrolle durch die Verfassungsschützer, denn die würden ja im Vorfeld abgezogen.

Okay – so wie es den Anschein hat, macht das auch keinen Unterschied; angeblich sollen die Verteidiger des Grundgesetzes ja sogar beim Polizistinnenmord zugesehen haben…

Außerdem gibt es ja noch das, was von der DVU und den Republikanern übrig geblieben ist; die neue Heimat wäre also nicht weit.

Nein, ein Parteiverbot nützt dem Rechtsstaat – und den Opfern – nichts; selbst die Gegner schaden sich damit, denn wer nicht mehr offen auftreten darf, geht in den Untergrund und wird dort für die breite Öffentlichkeit unsichtbar. Genau wie mit den „Nazi-Killern“ geschehen.

Ein Verbot würde aber auch letztlich nur die tatsächliche Gefahr verharmlosen und, siehe oben, den ein oder anderen derjenigen, die „braun“ denken wohl dazu bewegen, den Märtyrern und zu Unrecht verfolgten in irgendeiner Art und Weise beizustehen.

Deutsche staatliche Mordkommandos

Von Karl Weiss

 

Die Faschisten hatten legale illegale Papiere

Dieser Staat, die Bundesrepublik Deutschland, hält sich staatliche Trupps, die aus Faschisten und Massenmördern bestehen und vom Staat selbst versteckt werden und falsche wirkliche Ausweispapiere erhielten.

Dies sind wohlgemerkt Aussagen der „Welt Online“, also keiner Organisation, die ein Interesse hätte, die Erkenntnisse über Faschisten, die vom „Verfassungsschutz“ promoviert wurden, überzubetonen oder sogar zu fälschen. Im Gegenteil, die „Welt“ hätte sicher alles getan, um solche Informationen zu unterdrücken, wenn das noch möglich gewesen werde.

Es geht im Prinzip darum: Die Faschisten, wie die beiden Uwes, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, hatten falsche, aber wirkliche Ausweispapiere erhalten, die ihnen ermöglichten, unter diesem Schutzschirm von der geheimen Wohnung aus ihre faschistischen Aktivitäten fortzuführen, ohne von der Polizei gefunden zu werden.

Die nun gefundenen falschen, aber wirklichen Ausweispapiere belegen, die Faschisten wurden als Teil einer staatlichen Truppe eingesetzt, welche gegen Demokraten und Sozialisten, aber auch gegen alle Ausländer gerichtet war. Vergessen wir nicht, was sie skandieren, wenn sie einen ihrer Aufmärsche machen: „Gegen Demokraten helfen nur Granaten!“

Noch einmal: Es war eine Staatliche Truppe, nicht eine Gruppe von Faschisten, die sich irgendwo versteckte, wie man uns zunächst weis machen wollte.

Bis jetzt ist niemand deswegen aus dem Staatsdienst entlassen worden. Geben wir ihnen noch ein paar Tage, wenn dann nicht zumindest alle in der Befehlskette entlassen wurden, die das zu verantworten haben, so muss der Staat Bundesrepublik Deutschland als Ganzes ein (in Teilen) faschistischer Staat genannt werden.

Das geht hinauf bis zu Frau Merkel. Sie kann sich persönlich vom Vorwurf, eine Faschistin zu sein, nur befreien, wenn sie sagt, sie habe davon nichts gewusst und jene zur Verantwortung zieht, die ihr das vorenthalten haben.

Die Verquickung des „Verfassungsschutzes“ mit der faschistischen Mörderbande geht nach Angaben der „Welt“ so weit, dass bei einigen der Mordtaten ein Agent des „Verfassungsschutzes“ anwesend war, offenbar um den Rückzug des Mörders zu decken. Damit ist er – und damit der „Verfassungsschutz“ Mittäter. Soweit sind wir gekommen: Staatliche Deutsche Stellen sind Mitmörder bei terroristischen Anschlägen!

Wird nun alles anders werden? Kaum.

Viel wahrscheinlicher ist, man wird all das unter den Teppich kehren, jetzt ein wenig Betroffenheit zeigen, denn die Faschisten mit den falschen echten Ausweispapieren haben immerhin mindestens zehn Menschen ermordet und viele durch Sprengstoffanschläge verletzt. Doch dann wird man warten, bis sich die Aufregung gelegt hat und so weitermachen wie bisher.

Dann wird die nächste Sau durchs Dorf getrieben und der faschistische Staat Bundesrepublik Deutschland ist vergessen.

Darum war es ja auch so wichtig, dass Frau Merkel in ihrer programmmatischen Rede 2006 gesagt hat, wir würden kein Anrecht auf Demokratie für alle Zeiten haben. Siehe auch diesen Artikel.

Damit hat sie ja die offene Diktatur bereits angekündigt und die soll offenbar faschistischen Charakter haben.

Nur: Wir haben ein Recht, uns gegen einen faschistischen Staat zu wehren und zwar mit allen Mitteln. Selbst faschistisch agierend, hat dieser Staat seine Unschuld verloren – so er denn je eine hatte.

Wir haben ein Widerstandsrecht gegen diesen Staat und wir werden zum Widerstand übergehen müssen!

Mit Dank an Karl Weiss

 

Hartz IV, die deutsche Grausamkeit und Alternativen

Grausamkeiten sind ein relatives Thema. Während in Deutschland schon das Streichen von Steuererleichterungen als Grausamkeit gilt, hat man da sogar schon im europäischen Ausland ganz andere Vorstellungen.  Die Franzosen zum Beispiel: die finden es grausam, bald bis zum Alter von 62 arbeiten zu müssen. Sie hätten sich in dieser Frage ja an Deutschland orientieren können uns sich freuen, das sie schon die Beine hochlegen können während wir noch fünf lange harte Jahre vor uns haben, damit Brüssel die Kosten für die EU-Erweiterung wieder ´reinkriegt und noch ein paar Prestige-Bauobjekte anleiern kann – aber das wollten die Franzosen ja nicht.

Lieber drehen sie dem ganzen Land den Sprithahn zu, damit auch alle was davon haben.  Die französischen Politiker … würden laut Welt gerne das Volk tauschen:

In dieser misslichen Lage blickt mancher reformfreudige französische Politiker mit einer Mischung aus Neid und Ehrfurcht nach Deutschland: Das Nachbarland hat die Rente mit 67 eher geräuschlos eingeführt, während in Frankreich vorrevolutionäre Zustände ausbrechen, wenn das Rentenalter von absurden 60 auf immer noch gemütliche 62 Jahre angehoben werden soll.

Was an einer Rente mit 60 „absurd“ sein soll und was an einer Rente mit 62 „gemütlich“ ist, bleibt ein Geheimnis des Autors dieser Zeilen. „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ schrieb dereinst Emanuel August Geibel und es scheint, als würden die Medien seine Träume jetzt wahr machen wollen, während andere fürchten das an der neuen deutschen Barbarei die Welt zugrunde geht.

Deutsche Barbarei, deutsche Grausamkeit hat uns laut Welt einen festen Platz in der Medienwelt beschehrt:

Der böse Deutsche – ob als SS-Angehöriger oder als Wehrmachtssoldat – hat einen festen Platz in Hollywood oder in anderen Studiolandschaften. Seit an Seit steht er mit dem Desperado, dem verschlagenen Indianer, dem Mafiakiller oder Kokaindealer. Er gehört zu einer dieser Figuren, bei denen man nicht mehr viel erklären muss: Klar, hier wirkt ein Dämon.

Im Kino, dem Märchen der Moderne, hat der virtuelle Nazi auf der ganzen Welt die Rolle der bösen Stiefmutter übernommen. Blut, Tod und Grausamkeit heißen die Chiffren, die sein Spiel bestimmen.

Nazi-Grausamkeiten sind von anderem Kaliber als reduzierte Steuererleichterungen oder längere Arbeitszeiten … allerdings sind beide Erscheinungen auch Formen reduzierter Möglichkeiten zur freien Lebensentfaltung. Wer Arbeitsplätze schafft, in denen der Mitarbeiter jeden Tag acht Stunden in fensterlosen Betonlöchern arbeiten muß (zum Beispiel im Universitätsklinikum Aachen) zeigt schon eine gewisse Ignoranz gegenüber seinen Mitmenschen, die dicht neben der Grausamkeit liegt … früher lebten nur Gefangene so.  Für mich persönlich wäre das eine (seichte) Form von Folter und wäre kaum noch unter die Kategorie „Arbeitsplatz“ einzusortieren.

Dort jedoch gehen die Menschen freiwillig hin weshalb man an Kritik sparen muß. Es sind jene Momente, wo man verstehen kann, wieso Arbeitslose sich glücklich schätzen können und wieso ihnen manchmal so ein unglaublicher Hass entgegenspringt: sie haben jederzeit, wann sie es wollen, freien Zugang zu Tageslicht.  Solche seit Äonen gültigen Selbstverständlichkeiten werden in vielen Arbeitsverhältnissen nicht erlaubt, dabei ist Tageslicht wichtig für die Laune und das Immunsystem.

Man weiß, das diese Form von Arbeit zu Krebs führen kann, wie alles was das Immunsystem schwächt. Man weiß, das Abwesenheit von Tageslicht zu Depressionen führt, die tödlich enden können.  Vielleicht ist es so gerade die steigende Arbeitslosigkeit, die die Suizidrate verringert hat: Sonnenschein macht gute Laune, zeigt, es es noch Gutes im Leben gibt, das nichts kostet.

Aus solchen Erwägungen heraus könnte man nun den Verdacht äußern, das Arbeitslosigkeit (sprich Hartz IV) nichts Schlimmes ist, sondern in der Tat jener (schon von Helmut Schmidt kritisierte) verwöhnte Luxuszustand, als der sie immer dargestellt wird. In der Tat: vergleiche ich das Leben eines Arbeitslosen und seine finanzielle Ausstattung mit dem der „Neger“ im Kongo, dann sehe ich da Unterschiede. Vergleiche ich es mit dem vom Islam aussortierten christlichen Müllmenschen in Kairo, so wirken sie geradezu reich – und undankbar, wenn sie wieder mal über ihr Leid klagen. So kann ich – indem ich andere Vergleichsmaßstäbe anlege – jederzeit jede Aussage machen, die mir gerade in den Sinn kommt – oder aber ich wende die Kunst der Hermeneutik an … hier verstanden als die Kunst des „Verstehens“.

Um etwas Verstehen zu können, muß man sich in die jeweiligen Umstände hineinversetzen können – eine Kunst, die oft Frieden hervorbringt, wo zuvor Hass war und die deshalb nicht so oft angewendet wird. Hass ist halt nützlich – für gewisse Kreise bzw. gewisse Menschen. So ist es, denke ich, nicht schwer nachzuvollziehen, das ein gewisses Geschichts- und Menschenbild direkt zum Judenhass und zum Wunsch nach der völligen Auslöschung jener Gefährten des Teufels führt. Gleiches gilt für den Wunsch nach Auslöschung der Arbeitslosen, die an sich leicht mit allen Attributen eines Juden belegt werden können. Nur sind die Kategorien falsch, das Geschichts- und Menschenbild erstunken und erlogen. Wie leicht hätte man da was ändern können … also, jene „man“, die über die Macht des Wortes verfügen und Aufklärung hätten bringen können und wenn nicht dies so doch zumindest Verwässerung der „reinen Lehre vom Untermenschen“.

Doch dies blieb aus in Deutschland … und hier wird es wieder grausam, und das heißt konkret laut synonyme woxikon:

barbarisch, bestialisch, brutal, böse, entsetzlich, gefühllos, gewalttätig, gnadenlos, hart, inhuman, kaltblütig, roh, rücksichtslos, schonungslos, streng

Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen“ – so Franz Müntefering von der SPD … in Zeiten von Massenarbeitslosigkeit der Ausdruck des Wunsches und des Willens der Vernichtung durch Hunger. Und das ist:

barbarisch, bestialisch, brutal, böse, entsetzlich, gefühllos, gewalttätig, gnadenlos, hart, inhuman, kaltblütig, roh, rücksichtslos, schonungslos, streng … aber führt nicht zum Parteiausschlußverfahren, weil es wohl SPD-Standard-Lehrmeinung ist, während Sarrazin (der vergleichsweise harmlosere Aussagen gemacht hat) als Sau durchs Dorf getrieben wird.

Angesichts von Grausamkeit ist es egal, wie reich man selber sich wähnt oder wie reich die anderen einen deuten … oder auch wie arm man sich fühlt. Grausamkeit verletzt als solche … und nun stelle man sich mal vor, das sich Hartz-IV-Abhängige zurecht als Opfer von Grausamkeit deuten – dann weiß man auch, warum sie nicht wählen gehen.  Die haben andere Probleme, als einer Scheindemokratie auch noch ihre Legitimation zu geben. Sie sind von ihren Mitbürgern verraten worden – ihre Mitbürger, die da historisch gesehen schon mal auffällig wurden und deshalb in der Märchenwelt der  Medien einen festen Finsterlingplatz haben.

Wäre nun wirklich kein Geld da, so könnte man zurecht sagen: gut, da habt ihr Pech gehabt.

Gleichzeitig aber Ärzten (monatliches Durschnittseinkommen: 10000 Euro) 1000 Millionen Euro mehr zu geben (dann eben 10500 Euro) während man für die Kinder von Arbeitlosen noch Dankbarkeit erwartet, weil man ihre Regelsätze nicht kürzt hat mit Gerechtigkeit nichts mehr zu tun.  So laufen die einen ohne Zukunft in Lumpen durch die Gegend während die anderen vor lauter Geld nicht wissen wohin damit. Ärzte und Arbeitslose sind Nutznießer des Umverteilungssystems (darum nehme ich gerne Ärzte als Beispiel, die vor zweihundert Jahren noch als arme Friseure durch Deutschland reisten) und es gibt prinzipiell keine Begründung dafür, weshalb ein Arzt soviel Geld zum Leben zugeteilt bekommt wie 25 – 30 Arbeitslose.  Wenn Hartz IV so üppig ist, dann sollte das zehnfache doch ausreichen um einen Arzt glücklich zu machen – immerhin hat der Medizin studiert um Menschen zu helfen, nicht um Millionär zu werden.

Wenn Hartz IV so üppig ist, wie manche glauben, dann könnte man auch die Bezüge von Politikern, Professoren und anderen abhängig Beschäftigten daran orientieren, gleichfalls können zukünftige Lohnforderungen ja auch geringer ausfallen.

Wenn als ein Professor in Zukunft dann 1000 Euro im Monat bekommt (plus Kosten für billigste Unterkunft und 17 Grad in der Wohnung), dann sollte er sich reich schätzen, ebenso ein Abgeordneter oder ein Richter.  Kein einziger Euro in diesen Beschäftigungsverhältnissen wird selbst erwirtschaftet, womit die Ansprüche auf überbordenden Reichtum schon recht fremd anmuten können – aber trotzdem seltsamerweise gerne erfüllt werden. Ich finde auch, das eine Bundeskanzlerin mit 2000 Euro Netto gut bedient ist.  Das ist viel Geld.

Das würde natürlich insgesamt die Kosten für Arbeit in diesem Lande enorm senken, weshalb ich glaube, das die Unternehmerverbände sich der Bewegung anschließen werden … oder, halt, nein. Für einen Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank wären dann 5000 Euro im Monat schon sehr sehr üppig, die gewohnte Million aber noch sehr weit weg.

Und wenn die ihre Millionen wollen … dann müssen sie ihren Erfüllungsgehilfen auch was besorgen. Und darum – ist nicht Hartz IV Maßstab für das Überleben, sondern … Ackermann 3000.

Und deshalb ist Hartz IV Ausdruck gesellschaftlich gewollter Grausamkeit. Wir alle greifen in die Vollen, nur für euch ist nichts da!

Ein rein willkürlicher Akt gewollter Grausamkeit, für den man als Nazigrausamdeutscher doch auch mal die volle Verantwortung übernehmen kann … oder aber man macht Hartz IV zum Maßstab für den Lohnsektor in Deutschland – nicht nur für den Niedriglohnsektor.  Da könnten wir Unsummen sparen.  Wenn wir dann noch die Mehrwertsteuer abschaffen (das ginge dann) ginge es allen gut.

Und wie nennt man Leute auch, die absichtlich nicht wollen das es einem gut geht?

Barbarisch, bestialisch, brutal, böse, entsetzlich, gefühllos, gewalttätig, gnadenlos, hart, inhuman, kaltblütig, roh, rücksichtslos, schonungslos, streng… kurz: GRAUSAM

Das Gegenteil jedoch wäre … zivilisiert, menschlich, sanft, gut, glücklich, gefühlvoll, friedlich, gnädig, weich, human, warmherzig, kunstvoll, schonend, gütig … kurz: liebevoll.

Ein unerreichbarer Traum, oder? Denn aktuell … streichen wir lieber das Blindengeld als die Diäten zu kürzen.

Aber vorsicht: so langsam scheint die alte Uniform wieder durch. Und letztlich finden das die zivilisierten Nationen um uns herum nicht so toll, auch wenn wir noch so lustvoll „Aufschwung“ stöhnen.


Faschist Netanjahu lügt weiter

gaza ambulances

Aber im Grunde war nichts anderes zu erwarten.

Bereits bei den Massakern in 2006 im Libanon und 2009 in Gaza vernichtete Israel mit großtechnischem Waffeneinsatz breitflächig Menschenleben und stellte entgegen aller neutral und unabhängig erhobenen Untersuchungsergebnisse den Einsatz verbotener bzw. geächteteter Massenvernichtungswaffen in Abrede. International erhob sich daraufhin keine Empörung, das allgemeine Totschweigen dieser Verbrechen ermutigte Israel zum weiteren Völkermord. Auf entsprechende Nachfragen gaben Regierungsvertreter einsilbig zur Antwort, dass man von der Nutzung solcher Waffensysteme keine Ahnung habe – was nachweislich gelogen ist. Es liegen mehr als ausreichend Beweise für den Einsatz von Chemie und nuklear verstrahltem Gefechtsmaterial vor, übrigens alles „made in USA“.

Netanjahu hat beste Hoffnungen, durch seine recht bizarren Aussagen auch den völkerrechtswidrigen Feuer- und Vernichtungsüberfall auf die Gaza-Flotille die Weltöffentlichkeit zu beruhigen. Wir werden feststellen, dass Berlin zum Beispiel großen Abstand davon nehmen wird, Kritik an Israel zu üben; Deutschland hat sich schließlich auch nach den vorgenannten, israelischen Massakern an der Zivilbevölkerung des Gaza-Streifens und des Libanons absolut zurückgehalten. Im Gegenteil: Angela Merkel ließ sich aufgrund einer israelischen Lüge zu der harschen, öffentlichen Verurteilung der Hamas hinreißen, angeblich habe die Hamas den Waffenstillstand im Gaza-Streifen gebrochen. Wie zweifelsfrei nachgewiesen, hatte Israel durch zahlreiche Feuerüberfälle diesen Waffenstillstand von sich aus kurz vorher bereits mehrfach gebrochen.

Netanjahuns Bewertung des israelischen (!) Untersuchungsergebnisses des blutigen Feuerüberfalles auf die Flotte beweist sowohl seinen als auch den Faschismus seines Landes.

(Quelle: tagesschau.de)

Die israelischen Soldaten hätten während des Einsatzes außergewöhnlichen Mut bewiesen, betonte Netanjahu. Sie seien gezwungen gewesen, sich angesichts „echter Gefahr“ gegen die Aktivisten zu verteidigen.

Nachweislich war das Schiff nebst jedes Gastes und jedes Besatzungsmitgliedes vollkommen unbewaffnet, das ist von fast allen Beteiligten zweifelsfrei ausgesagt worden. Infolgedessen hatte zu keinem Zeitpunkt „echte Gefahr“ bestanden. Obduktionen haben zudem ergeben, dass zahlreiche Todesopfer gezielte und teilweise mehrfache Kopfschüsse aufweisen – das ist nicht das Werk eines panischen und in Not geschehenen Herumballerns. Außerdem befanden sich die israelischen Soldaten in der Position eines Angreifers, sie haben das Schiff in Internationalen Gewässern bewaffnet geentert, was dem Grunde nach ein Akt der Piraterie ist. Die Besatzung befand sich zu Recht in der Position des Verteidigers – und hätte bei dem Feuerüberfall nach internationalem Recht selbstverständlich zurückfeuern dürfen.

Zur israelischen Seeblockade des Gazastreifens sagte er, die dort herrschende Hamas sei eine Terrororganisation, die mit ihren Handlungen gegen das israelische Gesetz verstoße.

Die Hamas ist zunächst nach internationalem Verständnis die im Gaza-Streifen von der Bevölkerung demokratisch und frei gewählte Volksvertretung; ihr bewaffneter Arm ist nicht für jeden gewalttätigen Übergriff auf Israelis verantwortlich. Im Gegenteil: der „Goldstone-Bericht“ der UN legt zweifelsfrei dar, dass die Hamas Ende 2008 während des Waffenstillstandes zahlreiche, versuchte Raketenanschläge auf Israel verhindert und die Attentäter verhaftet hatte. Mit dem gleichen Recht könnte Hamas Netanjahus Partei als „Terrororganisation“ diskreditieren und ablehnen.

Sie habe das Gebiet in eine „terroristische Enklave“ verwandelt.

Dieser Satz ist nicht nur unwahr, er stellt den Gipfel jeder Zynik dar. Die andauernde Blockade hat aus dem Gaza-Streifen eine Landschaft des Hungers, der Unfreiheit und der Verzweiflung gemacht. Die permanenten, täglichen Übergriffe der Israelis auf Palästinenser produzieren täglich mehr Not – und auch Wut.

Die derzeitige Regierung in Israel gemahnt uns an die Frühzeit des Nationalsozialismus und die gezielten Falschinformationen bzw. Lügen des Regimes unter Netanjahu müssten uns eigentlich aufrütteln. War auch die eigentliche Wortwahl eines Göbbels eine andere, so gleicht Netanjahus Intention „eins zu eins“ der seines kreischendes, berliner Vorbildes mit dem Klumpfuß. Die Nazis haben eine sehr zielgerichtete Völkernvernichtung geplant und großtechnisch ungeniert in Szene gesetzt, während sie mit Halb- und Fehlinformationen Unsicherheit in die Phalanx ihrer Gegner streute. Aller Offensichtlichkeit zum Trotz handelte die Weltöffentlichkeit erst konzertiert und entschieden, als bereits viele Millionen Tote zu beklagen waren.

Israels Kurs ist der gleiche wie der der Nazis; es geht um die schiere Vernichtung Palästinas und der Palästinenser, um deren Boden und Eigentum und den seltsamen, ebenso kranken wie bizarren  „Anspruch“, den ultraorthodoxe Juden auf fremdes, ihnen nicht zugehörigen Landes erheben.

Selbstverständlich wird die jetzt folgende, unabhängige Untersuchungskommission zum Feuerüberfall auf die Gaza-Flotte zu ganz anderen Schlüssen gelangen als die israelische. Aber Netanjahu wird mit seinen Verbündeten und (fragwürdigen) „Freunden“ wie Deutschland vermutlich erfolgreich auf die Karte setzen, dass die Weltöffentlichkeit seine Aufmerksamkeit auch diesmal wieder ganz anderen Dingen zuwendet und somit auf eine nachhaltige und folgenreiche (!) Nachforschung gegen Israel verzichtet.

Wie üblich.

© 2010 Echsenwut.

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