Nazis

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NASA-CHEF BESTÄTIGT DIE UFOS – GREIFEN SIE IN DEN WELTENKAMPF GEGEN DAS BÖSE EIN?

NASA-Chef Bill Nelson war selbst Astronaut. Er bestätigt, dass es diese außerirdischen Fluggeräte gibt, die nicht an die Gesetze der irdischen Physik gebunden sind. Ausdrücklich sagt er, dass die Fluggeräte nicht auf Erden entwickelt und hergestellt werden können.

Allerdings war Hitler-Deutschland bereits im Besitz dieser Technik. Wie konnte das sein? Die deutschen Wissenschaftler und Forscher waren zwar genial und ihrer Zeit um gut 100 Jahre voraus, aber das hätten auch sie nicht geschafft.

Woher kam für die Deutschen damals diese Hilfe? Der wohl genialste Wissenschaftler und Raketen-Ingenieur Herrmann Oberth, der für die NASA die Saturn-Rakete entwickelte, wir mit der Aussage zitiert: „Wir Deutsche können nicht den ganzen Ruhm für unsere Rekordfortschritte allein beanspruchen. Wir haben Hilfe bekommen! Von den Menschen anderer Welten.“ Dieses Zitat findet sich in vielen Büchern, ist aber als Originalquelle nicht mehr aufzufinden. Allerdings hat Oberth Zeit seines Lebens diesem Zitat niemals widersprochen.

Diese Video-Dokumentation stützt sich nur auf offizielle System-Veröffentlichungen, die das alles bestätigen.

Die Ukraine: Das Streichholz für die Brände der Welt – wohlstandsneurotiker

Worum geht es beim Ukraine-Konflikt? Um Putins Plan, einmarschieren zu wollen? Um das mediale Vergessen des Desasters in Afghanistan? Oder handelt es sich letztlich doch „nur“ um Säbelrasseln und Machtkämpfe?

Diese und weitere Fragen bespreche ich mit meinen beiden Gästen Dirk Pohlmann und Gert Ewen Ungar.

 

 

 

Inhalt:

00:20 Ringelpiez mit (ohne) Anfassen (Vorstellung)
11:00 Echt jetzt? Will Putin Krieg?
17:00 Afghanistan? War das was?
18:00 Die Ukraine als das neue Afghanistan?
19:00 Schluss mit lustig!
21:00 Die Ukraine: Das ärmste Land Europas
25:00 Gas aus Russland über Europa in die Ukraine
32:00 Ukrainische Faschisten werden von Deutschland ignoriert
34:00 Der transatlantische Haufen
38:00 Fahrt nach Russland!
40:00 Gespräche auf der Krim und Zensur in Deutschlands Medien
44:00 RT, Putin und die Deutsche Welle
54:00 Das deutsche Kabinett der Clowns
56:00 Baerbocks (gescheiterte) Feindseligkeit
58:00 Deutschland ist diplomatisch tot
01:04:00 Baerbock, Waffenlieferungen und Nord Stream II
01:06:00 Energiepolitik als deutsches Machtinstrument
01:10:00 Diffuses in Hintergrund
01:13:00 Angriffspläne der Ukraine auf Russland?
01:15:00 Russland hat sich nicht für einen Krieg ausgerüstet
01:17:00 Was ist das Ziel des Westens?
01:18:00 Begrenze Konflikte als „Alternativen“ zu Krieg
01:21:00 Keine mediale Mobilmachung durch russische Medien
01:22:00 Der Maidan
01:23:00 Der äußere Feind als „Bonbon“ für das verarmte ukrainische Volk
01:27:00 Alternative Nachrichten als Format-Idee (Unterstützer gesucht)

Die Problem auf meiner Tonspur und meine Bildqualität bitte ich zu entschuldigen, ich hatte die falschen Einstellungen gewählt.

Die Aufzeichnung fand am 27. Januar 2022 statt.

Links:

Die Abfuhr – Baerbock in Moskau: https://de.rt.com/meinung/130502-abfuhr-baerbock-in-moskau/

Der Fall Anatoli Schari: Totgeschwiegen und lebensbedrohlich (deutsch): https://www.youtube.com/watch?v=3oDeD_F4DE0

Das Ende von Zelenskys Macht: https://www.neulandrebellen.de/2022/01/das-ende-von-zelenskys-macht/

Ukraine: Jeder 6. möchte das Land verlassen, jeder 8. empfindet nur Scham für das Land: https://www.neulandrebellen.de/2022/01/ukraine-jeder-6-mochte-das-land-verlassen-jeder-8-empfindet-nur-scham-fur-das-land/

Im Falle eines Krieges werden Milliarden für die Flüchtlinge aus der Ukraine bereitgestellt: https://www.neulandrebellen.de/2022/02/im-falle-eines-krieges-werden-milliarden-von-euro-fuer-die-fluechtlinge-aus-der-ukraine-bereitgestellt/

Bringen schwere Waffen die Entscheidung? – Ukraine Update – InfraRot

Wir beschäftigen uns mit der Frage, ob die von Deutschland gelieferten schweren Waffen die endgültige Wende im Ukrainekrieg bringen.
Oder ist es für einen Umschwung schon zu spät?

 

 

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RUBIKON: IM GESPRÄCH: „DIE GUTEN NAZIS“ (HERMANN PLOPPA UND FLAVIO VON WITZLEBEN)

Im Rubikon-Exklusivinterview erläutert der Publizist und Politologe Hermann Ploppa, wie sehr der ukrainische Staat von faschistischen Kräften unterwandert ist und wo deren historischer Ursprung zu finden ist.

HIStory: Die faschistischen Organisationen in der Ukraine unter Hitler und heute – Ernst Wolff

 

Wir sehen aktuell gerade, wie in einigen Ländern Osteuropas paramilitärische Verbände aufmarschieren, die sich ganz ungeniert als Nachfolger der Hitler-Faschisten und als neue Nationalsozialisten aufführen. Durch ukrainische Städte paradieren harte Männer mit SS-Runen und Hakenkreuz. Wie kann das angehen? Warum ist es heute schon wieder möglich, die Vernichtung von Juden und anderen missliebigen Minderheiten offen zu propagieren? Und wie können deutsche Spitzenpolitiker ungestraft mit profilierten Neonazis aus der Ukraine posieren und der deutschen Öffentlichkeit obendrein noch einreden, hier handele es sich um „Freiheitskämpfer“ gegen den wahrgenommenen russischen Neo-Imperialismus?

Verkehrte Welt. In Deutschland sind Nazi-Symbole streng untersagt. Und das ist richtig so. Wie also kann es angehen, dass der grüne Politiker Robert Habeck Waffen für ukrainische Neonazis einfordert? Fehlt es Herrn Habeck oder auch Herrn Steinmeier an geschichtlichen Grundkenntnissen? HIStory kann hier Nachhilfe erteilen.

Also fangen wir damit an: wir müssen ein bisschen zurückgehen in der Geschichte Osteuropas. Zweifelsohne haben einige Jahrzehnte kommunistischer Herrschaft im Bereich der Sowjetunion politische Strömungen quasi unter einer Eisdecke gehalten, die vor drei Jahrzehnten mit dem Niedergang des Warschauer Paktes aufgetaut sind. Da ergreift im Jahre 2014 ein so genannter „Rechter Sektor“ in der Ukraine die Macht. Eine nur geringfügig weniger nationalsozialistische Partei namens „Freiheit“ (Swoboda) hetzt gegen Juden, Russen und Deutsche und will in der Ukraine nur Ukrainern Bürgerrechte einräumen. Schauen wir mal wie es dazu kam.

 

Verwendete Literatur:

Christopher Simpson: Blowback: America’s Recruitment of Nazis and Its Destructive Impact on Our Domestic and Foreign Policy. London 1988

Hermann Ploppa: Der Griff nach Eurasien – Die Hintergründe des ewigen Krieges gegen Russland. Marburg 2019

Anmerkungen:

<1> https://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Judenschweine-bekaempfen-Aufruf-oder-Nacherzaehlung,ukraine387.html

<2> „Remember Odessa“ – eine Dokumentarfilm von Wilhelm Domke-Schulz https://www.youtube.com/watch?v=itJizpcx34Q

Bildquellen:

https://commons.wikimedia.org/wiki/Main_Page

https://www.shutterstock.com/image-photo/kyivukraine-october-14-2020-unit-patriots-1833887374

BOSCHIMO DES TAGES 03.03.2022 – WO SIND WIR IN DER ZEITSKALA JETZT?

Ein demokratisches Europa müsste helfen, die Ukraine von Nazis zu befreien – RT

Ist die heutige Ukraine wirklich etwas, was Europa will? Der ukrainische Präsident Selenskij hat erklärt, er wolle Atomwaffen, und Nazibataillone wie Asow haben freie Hand. Eigentlich müsste es im europäischen Interesse sein, beides zu beenden.

Dr. Bodo Schiffmann – 2021-12-10 – Boschimo des Tages

„Bodo Schiffmann beleidigt Olaf Scholz als Nazi – darf der das?“

20:IV Ralf Ludwig Live aus aktuellem Anlass über Querdenker – Nähe zu Reichsbürgern?

Karl Lauterbach bloßgestellt – Jagd auf Baerbock – Kartoffelmus (Folge 21)

Gönnen Sie sich die einundzwanzigste Folge von „Kartoffelmus“! Zum letzten Mal vor der einmonatigen Sommerpause hält Margo Zvereva Sie auf dem Laufenden mit einem Überblick über relevante Ereignisse der Woche. Auf Youtube, unserer Webseite oder in unseren Social-Media-Kanälen: Lehnen Sie sich abends mit uns entspannt zurück. Wir servieren nur das Nötigste und Leckerste. Vertraut, wie die Kartoffeln – nur auf frische Art und Weise wiedergegeben. „Kartoffelmus“ eben.

00:00:47 #Lauterbach und Fake News zu #Delta
00:02:47 Wird #Baerbock durch #Habeck ersetzt?
00:03:02 Grüne von eigenen Methoden eingeholt
00:04:07 #Nazis am Attentat von Würzburg schuld?
00:05:22 #Transfrauen im Frauensport?

Das Geheimnis über den Mond 🛸

GAIA: Doku Cosmic Disclosure

MANCHMAL WÜNSCHTE ICH MIR DASS ICH RICHTIG DOOF WÄRE‼️

Robert F. Kennedy Rede in Berlin

Robert F. Kennedy Jr. – supports Germany at the anti-Corona-Demo in Berlin on August 29th 20. Biggest demo against Corona-Fascism on August 29th 20 in Berlin. Come all to Berlin! We want to make the world peaceful again!
To do so, the Nazi regime i…

Interviews

RUBIKON: Vor Ort: „Bericht aus Berlin“ (Robert F. Kennedy und Jens Lehrich)

Rede

Das dämliche Hufeisen-Theorem

Langatmige Rede, Freitagnachmittag unter schwierigen technischen Bedingungen im Newsroom der PARTEI in Brüssel aufgenommen. Ursprünglich hatten wir letzte Woche offiziell im Parlament in Straßburg aufgezeichnet; aber Parlamentspräsident Sassoli schlenderte zufällig am Medienbereich vorbei, offenbar zu dem Zeitpunkt, an dem Hammer und Sichel bereits zu Boden gegangen waren, und sah durch meine Hakenkreuz-Binde die Würde des Parlaments so schwer verletzt, dass er Anweisungen gab, uns die Film-Datei nicht auszuhändigen. Sein Vorgänger, der alte Mussolini-Verehrer Tajani, wäre da großmütiger gewesen… Smiley!
Film enthält u.a. eine angemessene Rücktrittsforderung an Frau voderLeyen, Analysen zu Thüringen & zum Hufeisen-Theorem, Caterpillar-Arbeitsschuhe mit Stahlkappen, nichtentspiegelte Brillengläser; und keine Anspielung auf die Pferdegesichter Camilla und Charles im Britischen Königshaus, weil sie in letzter Minute gestrichen wurden…

Das Lügenzeitalter am Ende der Zivilisation

rrem_vivid

Sonntag, 5.5.2019. Eifel. Was für ein wunderbares Land, welch´ wunderbare Zeiten. Dass ich das noch erleben darf! Welch´ Traum, welch´ einzigartige Zeiten! Und vor allem: wer hätte das gedacht! Plötzlich, aus heiterem Himmel, ist dieses Land voller Nazis! Ja – es ist wie 1933 – auf einmal waren sie da, wie aus heiterem Himmel, wie von der dunklen Seite des Mondes mit Reichsflugscheiben eingeflogen. Schnell besetzten sie damals das ganze Land – so könnte man meinen – und konnten erst 1945 durch die gemeinsame Anstrengung der vier großen Weltmächte wieder vertrieben werden. Nun, 2019, sind sie wieder da, an allen Ecken und Enden. Überall tauchen sie auf und das Volk steht da wie ein Mann und bietet ihnen die Stirn! Unglaublich, oder? Wahrscheinlich ist einer von denen ihr Nachbar. Die Zeitungen sind voll davon – nur leider ist alles gelogen.

Auf der anderen Seite, wirklich gleichzeitig: der nächste große Feind. Ganz Deutschland, ja, die ganze EU ist besetzt von Marxisten. Kulturmarxisten. Sie sind überall: im Kindergarten, in den Schulen, in den Regierungen, in den Parteien (auch in der CDU), in den Verbänden, den Universitäten. Geschickt haben sie den Untergang des europäischen Kommunismus abgewartet, um zwanzig Jahre später aus dem Nichts aufzutauchen und alle zentralen Positionen einzunehmen. Wahrscheinlich ist einer von denen Ihr Nachbar. Die alternativen Zeitungen sind voll davon – nur leider ist alles gelogen.

Fangen wir mit den Kommunisten an – sie sind für den normalen Menschen am leichtesten zu widerlegen. Zwar sitzen sie überall und haben die Macht über alle politischen, wirtschaftlichen und medialen Zentren übernommen, aber … niemand dieser Marxisten wählt linke Parteien…oder? Und wer in linken Parteien ist, nun: der kriegt noch nicht mal so schnel einen Job, erst recht keinen gut bezahlten. Eine seltsame Machtergreifung, oder? Zudem geht es den Arbeitern und Bauern unter der Herrschaft dieser Marxisten so schlecht wie nie. Schulen zerfallen schon als Gebäude, was dank des Lehrermangels nur selten auffällt, Universitäten haben Personalmangel, die Situation des akademischen Nachwuchses ist dank rot-grüner Gesetze katastrophal – viele wandern nach der Habilitation nicht auf einen Professorensitz, sondern in die Arbeitslosigkeit. Wir haben den größten Niedriglohnsektor Europas, die niedrigsten Renten, sind dafür aber Meister im Waffenexport und in der wirtschaftlichen Ausplünderung anderer Länder.  Millionäre, Milliardäre und Riesenvermögen geheihen allerdings unter den Marxisten in großem Maße. Alles so Sachen, die Marxisten gar nicht mögen – wenn sie denn Marxisten sind. Sind sie aber gar nicht – das wurde nur einer gewissen Schicht so verkauft und wird nun als Scheißhausparole durchs Land getragen, die meisten nehmen sie auf und tragen sie weiter.

Die nächste Scheißhausparole? Alles voller Nazis. Der Führer persönlich scheint wieder auferstanden. Sie sitzen in allen Schaltstellen der Macht, haben schon Todesschwadrone aus Elitesoldaten und warten nur darauf, dass der Gegner Schwäche zeigt. Nur ein kleines Häuflein im Deutschen Bundestag mit einer Hand voll Getreuen im Land leistet ihnen noch Widerstand, wäre dies nicht so: Moslems wären schon längst im KZ in Massen verbrannt worden – obwohl der Führer für Muslime so eine große Begeisterung hatte, dass sie sogar als geschlossener Waffenverband der SS dienen durften, ja, es gab sogar einen Großmufti namens Mohamad-Ami-al-Husseini, der der Meinung war, dass die ganze arabische Welt hinter dem Führer stand – einfach, weil man so viel gemeinsam hatte. Judenfeindlichkeit, Homophobie, Feindschaft gegenüber den alten Kolonialmächten, Angst vor dem Kommunismus, klare Vorstellung vom Gebrauch der Frauen, große Sympathien für die Todesstrafe und ein eindeutiges Bekenntnis zu feudalen Strukturen im politischen und gesellschaftlichen System.

Oh – ich merke: wir gleiten wieder ab. Jetzt wären wir doch fast selber Nazis geworden, in dem wir anfingen nachzuweisen, wie nahe die „Muselgermanen“ dem faschistischen Denken standen, hätten fast gegen das aktuelle Tabu verstoßen, sich in irgendeiner Art und Weise über die politische Orientierung des modernen Islam Gedanken zu machen, dessen Vertreter und Oberhäupter jetzt gerade in Saudi-Arabien einen sechsjährigen Jungen hingerichtet haben – neben mehreren Dutzend anderen, die barbarisch und bestialisch geköpft wurden, als wäre man noch im Mittelalter. Es wird sogar wieder gekreuzigt (siehe Zeit): ja, solche geistigen Strömungen sind ja wirklich nur zu begrüßen in einem aufgeklärten, demokratischen, friedlichen und zivilisierten Staat wie der Bundesrepublik – und genau diese Leute brauchen dringend unsere Waffenhilfe – die sie auch kommentarlos bekommen, wenn nicht von uns dann von der Nato.

Wussten Sie übrigens, worum es bei dem Krieg in Syrien ging? Um eine Pipeline durch Syrien, die Syrien nicht wollte, sonst nichts. Katar hatte überraschend Erdgas gefunden, dass man als Konkurrenz zur Russland in Europa verkaufen wollte, das ganze andere Theater waren nur mal wieder … Lüge. In breiter Front log die ganze Presse … und das findet man in einem renommierten Wirtschaftsmagazin (siehe wiwo), nicht in „verschwörungstheoretischen“ Publikationen. Hundertausende starben, Millionen wurden heimatlos … wegen der Habgier von ein paar Prinzen.

Bleiben wir erstmal bei den Nazis. Anders als die verschollenen Linken werden die Rechten ja noch beobachtet, es gibt Studien dazu – die leider die von den Medien und der Politik inszenierten Lügen überhaupt nicht wiederspiegelt, im Gegenteil: das deutsche Volk entfernt sich immer weiter vom Gedankengut des Führers (siehe Heise):

„Haben Sie in der vergangenen Woche die Schlagzeile gelesen, wonach fremdenfeindliche Einstellungen seit 2002 um 75 Prozent abgenommen haben? Oder die, dass die Abwertung von homosexuellen Menschen in den letzten 16 Jahren kontinuierlich abgenommen hat? Oder jene, wonach weniger Menschen denn je in Deutschland rechtsextrem orientiert sind? Oder dass sich sexistische Einstellungen in Deutschland auf einem historischen Rekordtief befinden?“

Wahnsinn, oder? Lesen Sie ruhig den ganzen Artikel – ist so weit ich sehen kann der einzige dieser Art im deutschen Pressewald. Fabian Goldmann bringt noch viele konkrete Zahlen in seinem Artikel: grob kann man sagen – die letzten Nazis kämen noch nicht mal über die 5-Prozent-Hürde. Um 75 Prozent haben die klassischen Themen des Faschismus an Zuspruch in den letzten Jahren verloren … und trotzdem ist sicher jeder, der dies liest, insgeheim überzeugt davon, dass wir dicht vor der Rückkehr des Führers stehen … der jetzt schon mit seinen Marxisten Europa besetzt hat.

Jeder Mensch mit Bildung wird sich hier die Haare raufen – aber an Bildung wird ja gerne gespart. Wir investieren als ordentliche Demokraten lieber in Rüstung. Klar haben wir jetzt nochmal schöne Bilder von Naziaufmärschen in Plauen gesehen, wo am 1. Mai eine Kostümgruppe durch den Ort marschierte, bin mir sicher, die V-Männer des Verfassungsschutzes mussten Monate lang Vorarbeit leisten, möglicherweise auch die Klamotten selber nähen und die Trommeln in Eigenbau anfertigen, um den Medien dieses Ereignis passend zum 1. Mai im Osten präsentieren zu können, damit die alten rassistischen Vorurteile vom blöden, faulen, bösen Ossi noch ein wenig angefeuert werden. Uns ist ja nicht jede Form von Rassismus unangenehm.

Nun – die Nazis und ihre Ideologie waren natürlich nicht erst seit 1933 da. Ihre massenvernichtenden Phantasien, die sie ausgelebt haben, stammen aus dem 19. Jahrhundert – aus den Kreisen der „Wissenschaft“ – ja, genau jener „Wissenschaft“, die uns auch die anderen tollen Erfindungen geliefert haben, an denen die Welt jetzt zugrundgeht: Terminatorsaatgut, Atombomben, Gifte in allen Farben und Geschmacksrichtungen und … Plastik, als Mikroplastik inzwischen überall in der Nahrung und im Wasser anzutreffen. Nur klagt außer Mohamad-Ami-al-Husseini niemand die Wissenschaft an: sie ist unser großer Gott, der uns ins Heil führen wird.

Jedenfalls die Reichen.

Für die Armen gibt es Euthanasie, man hat das im Dritten Reich ja schon mal ausgetestet um Erfahrungen zu sammeln, die bei einer weltweiten Neuauflage des Themas helfen können, alles noch schneller und effizienter zu organisieren – und das wir das brauchen, ist den Reichen schon mal ganz klar: die Massen an Menschen können so nicht bleiben. Zur Pflege des Gartens, der Bärte und der Schuhe brauchen wir nur noch einen Bruchteil der Menschheit, der Rest muss weg, weil er zuviel Blähungen hat, ja, zuviel atmet. Wie der Hartz-IV-Empfänger ist der Mensch an sich bei den Reichen nur noch Parasit, der der Umwelt schadet.

Keiner spricht es deutlich aus, aber jeder weiß, was nun zu tun ist.

Das hatten wir schon mal: Deutschland, 1933-1945. Selbst in internen Akten finden wir kaum konkrete Aussagen zum Massenmord an Juden, Behinderten, Sinti und Roma, Homosexuellen, Kommunisten, Sozialdemokraten oder unliebsamen Nachbarn, deren Haus man schon immer haben wollte … trotzdem wusste jeder, worum es geht. Der Berufsstand, der vom Nationalsozialismus am meisten fasziniert war, waren: die Ärzte. Endlich konnten sie impfen und forschen wie sie wollten, ihre Vorstellungen völlig ausleben – inhuman zwar, aber immer im Dienste des Gutsherren zur Pflege seines Menschenstalles.

Ganz großes Theater, oder? Und Sie werden immer verwirrter, das sieht man Ihnen schon an. Das ist aber auch kein Wunder in diesem Lügenstadl. Aus vielen Gründen bin ich kein Freund der AfD, aber eins muss man auch klar sagen: ihre Wählerzahlen liegen um ein Vielfaches über dem, was das rechtsradikale Hintergrundrauschen in diesem Land hergibt. Schon seltsam, was für ein Gezetere über diese Partei veranstaltet wird, wobei eine andere, echte rechte Partei völlig in den Hintergrund gerät: für Nazis, die es nicht lassen können, gibt es ja auch noch die NPD … über die aber keiner mehr spricht. Auch deren Verbot ist ganz in Vergessenheit geraten, weil ja die Nazis – neben den Marxisten – die absolute Mehrheit im Lande haben … wie man meinen könnte.

Ja, sie merken: neben den Lügen über Nazis und Marxisten kommen wir am Klima nicht vorbei. Auch da wird gelogen, dass sich die Balken biegen, eine Heuchelei ohne Ende. Nicht, dass ich jetzt wieder den Klimaleugner geben will – das habe ich andernorts schon getan. Ich möchte Ihnen beweisen, das wirklich niemand der „Entscheider“ an diesen Klimawandel glaubt, keiner der Wissenschaftler die offen davon tönen nimmt das wirklich ernst, noch möchte irgend jemand wirklich etwas dagegen tun, denn: wäre es so – wir könnten die Probleme im Handumdrehen lösen:

„RegenVillage“ ist die Lösung aller, wirklich sämtlicher unsere Umweltprobleme, selbst für 10 Milliarden Menschen. Wir könnten sofort anfangen, sie zu bauen – und gleichzeitig die Bausünden der letzten hundert Jahre abreißen. Sofort wäre auch die Arbeitslosigkeit weltweit weg – und das besonders Motivierende dabei ist ja: jeder arbeitet dafür, ein eigenes Designerhaus beziehen zu dürfen – in Traumdörfern, die man sonst nur aus dem Urlaub kennt. Ein ganzer Planet voller regenerativer Dörfer, die Hunger, Energieknappheit, Langeweile, Wohnungsnot, Obdachlosigkeit für immer verbannen. Schauen Sie sich das an: RegenVillage ist ein Urlaubsort für den Alltag, ein Ort, wo Kinder gerne große werden und Erwachsene ihr Glück finden. Die Lösung aller unserer Probleme – zum Greifen nah. Geld genug haben wir dafür, Arbeiter und Maschinen auch. Die Welt könnte schnell in ein Paradies verwandelt werden – auch in Syrien, im Sudan, im Irak, in China, im Kongo, in Brasilien und in Nordrhein-Westfalen … aber arbeitet auch nur ein „Entscheider“ an der Umsetzung dieser Pläne? Nur einer?

Und wenn die „Entscheider“ gar keine Lösung für das Klimaproblem wollen … was wollen sie dann? Steuern, klar. Kosten für den Alltag noch höher treiben, bis wir endlich Massenobdachlosigkeit bei Niedriglöhnern, Arbeitssuchenden und Minirentnern haben, so dass die Kälte selbst uns das Problem der „viel zu vielen“ Menschen abnimmt. Wenn wir schnell genug sind, können wir noch die Organe für die Reichen und ihre Dienerschaft ernten. Nun schauen Sie nicht so pikiert: die Gesetze dafür sind doch schon längst da. Ihre Organe gehören nun dem Staat – falls sich nicht jemand findet, der im OP-Saal ihren Widerspruch ernst nimmt.

Das, was wir Zivilisation nannten: das friedliche aber engagierte Streiten mit Worten um den richtigen Kurs des Landes – das ist vorbei, wie die Zivilisation selbst. Die Ideale der Aufklärung des 19. Jahrhundert wichen den Vorstellungen der Menschenschlächter des 21. Jahrhunderts. Lügengespinste von der unheimlichen fünften Macht des Marxismus, die Europa unbemerkt im Sturm eroberte (dabei bitte mindestens dreimal Habermas sagen) wechseln sich ab mit Lügengeschichten über eine Invasion von neuen Nazis (dabei bitte mindestens dreimal Höcke sagen), die als unaufhaltsame Flut aus dem dunklen Osten hervorbrechen.

Und was macht sich wirklich im Alltag breit? Was geschieht praktisch – ohne das jemand groß die geisteswissenschaftlichen Hintergründe dieser Taten beleuchtet? Der Menschheit wird in tausend kleinen Schritten der Raum zum Leben genommen – auf hundert verschiedenen Wegen. Und gleichzeitig wird ihr erzählt, dass seine „Retter“ – rechts oder links – schon längst regieren. Ist man rechts, weiß man, dass die Linken regieren, ist man links, weiß man, dass die Rechten die Macht haben. Sprach- und Gedankenverwirrung pur – die alle in einen Zustand der Lähmung versetzen.

Und die Frage, wem das nützt … nun, die beantworten Sie sich bitte selber. Denn damit – fängt der wirkliche Widerstand jenseits von Scheißhausparolen an.

 

Über die dringend gebotene „Entnazifizierung“ und die drohende Merkapolypse


Flickr-European People’s Party-CC BY 2.0 / facebook-Serge Menga

Nachdem unsere DIN-ISO-zertifizierten Leitmedien, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges  unter Schirmherrschaft der US Alliierten den Auftrag erhielten, Deutschland zu entnazifizieren und seine Einwohner zu fortschrittsgläubigen Konsumbürgern zu erziehen, diesen Auftrag erfolgreich ausgeführt hatten, machen sie nun das, was in Frankensteins Keller erschaffene Monster eben manchmal so tun, wenn der Tag lang ist: Sie beginnen, ihre eigenen Herren, denen sie dienen sollten, in den Würgegriff zu nehmen und ihnen den Garaus zu machen.

So haben wir heute das historische Paradoxon vor uns, dass unsere Leitmedien in einem von Nazi-Denke bereits weitgehend befreiten Land nun selbst eine Neo-Nazifizierung in biblischem Ausmaß in Gang gesetzt haben. Das Etikett „Nazi“ wurde in den letzten beiden Jahren schneller gedruckt und verteilt als dies die EZB derzeit mit den Euroscheinen praktiziert. Die Bild-Zeitung, die bisher gerne „Wir sind Weltmeister“ und „Wir sind Papst“ getitelt hat, müsste heute eigentlich titeln: „Wir sind Nazi!“

Jeder, der irgendwie eine von der Merkel-Regierung abweichende Meinung hat (also nach vorsichtiger Schätzung eine zweistellige Millionenzahl an Deutschen ) ist nämlich – Nazi! Es hat wohl nicht einmal zu Zeiten des „Führers“ so viele „Nazis“ gegeben wie heute, denn der überwiegende Teil der Bevölkerung hat von der Merkel’schen Politik inzwischen die Nase gestrichen voll. Nehmen Sie sich also in Acht und trauen Sie keinem über den Weg: Mindestens jede zweite Oma, die ihnen auf der Straße begegnet – eine Nazi!, jede zweite Aldi-Kassiererin, bei der Sie Ihre Milch einkaufen – eine Nazi! Der mürrisch dreinschauende Mann hinterm Maronibrater: womöglich ein Nazi!

Zu aller Ernüchterung über die dunkeldeutsche Volksseele ist nun auch noch die Wahrheit über ehrenamtliche Sozialhelfer bei der Tafel herausgekommen: fiese Nazis, die dort Essen austeilen! Mit der Begründung, dass gebrechliche Rentner und alleinerziehende Mütter von jungen Flüchtlingen im wehrfähigen Alter beim Anstellen um das Essen zur Seite gedrängt würden („Wenn wir hier um 9 Uhr die Tür aufmachen, dann wird die Oma, die seit 7 Uhr da steht, weggeschubst“), hatte die Essener Tafel beschlossen, nur noch Kunden mit deutschem Personalausweis aufzunehmen. Es folgte ein medialer Sturm der Empörung, in dem der Tafel-Vorsitzende Jörg Sartor und seine 120 ehrenamtlichen Mitarbeiter als Rassisten und Nazis beschimpft wurden. In der Nacht zum Sonntag wurden mehrere Fahrzeuge und das Gebäude der Tafel mit den Worten „Nazis“ und „Fuck Nazis“ beschmiert (siehe Foto oben).

Auch die empörte Kanzlerin rügte die Tafel umgehend für ihre Entscheidung. Die regierungstreuen Leitmedien – deren Gewogenheit sich die GroKo soeben dadurch gesichert hat, dass sie den Arbeitgeberanteil an der Rentenversicherung für Zeitungsausträger von 15% auf 5% gekürzt hat (siehe nachdenkseiten)-, akkordieren die Rüge der Kanzlerin durch ein Feuerwerk an empörter Berichterstattung. Der Spiegel ließ in kurzer Folge gleich drei Artikel vom Stapel laufen, in dem die Essener Tafel für ihre Entscheidung verurteilt wird, der Focus titelte: „Essener Tafel-Chef zeigt keine Reue – Aufnahmestopp für Ausländer“ (siehe focus) und auch im ARD-Morgenmagazin wird daran gemahnt, dass  „Not und Bedürftigkeit im Vordergrund stehen müssen, nicht die Nationalität“.

Der Tafel-Vorsitzende Sartor verteidigte seine Entscheidung, obwohl ihn der auf ihn ausgeübte Druck „kurz vors Hinschmeißen“ gebracht habe („Im Moment macht mir Berlin die Hölle heiß“ / Quelle: t-online). Das Beispiel Sartors zeigt allerdings, dass es sich lohnt, einem merkelmedialen Shitstorm standzuhalten. Denn inzwischen hat sich die Stimmung deutlich gedreht. Nicht nur von Seiten der alternativen Medien kommt nun Empörung über die heuchlerische Haltung der Kanzlerin und der sogenannten „Antifa“ (zu deren obskurem Treiben siehe auch Nachrichtenspiegel)  zum Ausdruck – siehe auch das innerhalb kürzester Zeit 2,4 Millionen mal geteilte Statement des Kongolesen Serge Menga, für das er auf Facebook gesperrt wurde (noch abrufbar via YouTube). Jörg Sartor wird auch die Nazi-Aufschriften auf den LKWs nicht entfernen: „Die Lkws sollen durch die Stadt fahren, das sollen alle sehen!“

Indem sich zunehmend mehr Menschen für die realen Umstände der Essener Tafel interessierten,  ließ sich die Direktive von Merkel und ihren Berliner Maasmännchen schließlich nicht mehr länger aufrechterhalten, die Leitmedien rudern inzwischen zurück, im Spiegel schwingt sich Jakob Augstein sogar zu einer scharfen Kritik an der Abgehobenheit der Kanzlerin auf und empfiehlt ihr, zum vorliegenden Thema besser zu schweigen. Ihre Flüchtlingspolitik bezeichnet er ganz unverblümt als „Katastrophe“ (Quelle: Spiegel).

Wie auch Rüdiger Lenz in einem schonungslosen Kommentar auf KenFM beschreibt, hat Merkels konzeptlose Grenzöffnung, die in einem erodierenden Sozialsystem nun die Ärmsten der Armen auf der existenziellen Ebene aufeinanderprallen und um Essen und Wohnungsplätze streiten lässt, Gruppierungen wie AfD und Pegida erst den Boden bereitet („Sie bevorzugte damit ein Teile-und-Herrsche-Spiel und hat damit dieses Land derart gespalten, wie nie zuvor ein Kanzler dieser Republik es vermochte.“) Da auch diejenigen Parteien, die man bisher für die Opposition gehalten hatte, es sich mittlerweile in der politischen Sitzlandschaft bequem eingerichtet haben und keinen Pieps gegen Merkels eigenmächtige Politik der offenen Grenzen von sich gaben, haben sich nun eben andere Gruppierungen gefunden, die als Auffangbecken für die Empörung innerhalb der Bevölkerung dienen.

Menschen, die – aus nachvollziehbaren Gründen – Angst um Ihre Existenz und die Zukunft ihrer Kinder haben und daher gegen die Regierung demonstrieren, schnellfertig den Stempel „Nazi“ aufzudrücken und stattdessen den Kopf vor dem realen menschlichen Chaos, das man auf Regierungsebene zu verantworten hat, in den Sand zu stecken, wird sich womöglich als einer der schwerwiegendsten Fehler in der Nachkriegsgeschichte erweisen. Durch ein solch unreflektiertes Stigmatisieren lenken wir uns vor allem vor den wirklich faschistischen Tendenzen innerhalb unseres Finanz- und Wirtschaftssystems ab, das Jean Ziegler als „kannibalisch“ bezeichnet, uns aber von Angela Merkel immer noch als Gutgehts-Wellnessprogramm verkauft wird. Wenn nun sogar diejenigen ins Visier der Nazi-Keule geraten, die eigentlich den letzte Kitt eines auseinanderfallenden Sozialsystems darstellen, indem sie sich in ihrer Freizeit dafür mühen, das auszubügeln, was die Regierung verursacht hat und dass die Ärmsten im Lande zumindest abgelaufenes Essen erhalten, dann beißt sich die Katze nun wirklich in den Schwanz.

Wir bräuchten also nicht nur eine Entmerkelung, sondern dringend auch eine zweite Entnazifizierung – diesmal wirklich „im Sinne des Wortes“: Unter der Ägide Merkels hat das Wort „Nazi“ einen dermaßen inflationären Missbrauch gefunden, dass es mittlerweile jeden Schrecken verloren hat. Bei Jung und Alt vernimmt man inzwischen: „Nazi? -Also, wenn das Nazi ist, dann bin ich auch Nazi.“

Theodor Adorno meinte: „Ich habe keine Angst vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten.“ Waren Adornos Worte zu seinen Lebzeiten noch eine vage Unheilsahnung, so hat diese Ahnung heute bereits bedrohlich reale Formen angenommen: In einem offenen Brief warnen führende Konstrukteure der CIA-/NSA-Bürgerüberwachungsmaschinerie davor, dass wir gerade „schlüsselfertige Tyranneien“ errichten (Quelle: The Guardian).

Im Sinne Adornos täten wir also gut daran, die Nazi-Keule, mit der wir uns gegenseitig niederstrecken, wieder einzupacken und uns stattdessen auch mit denjenigen Mitbürgern wieder an einen Tisch zu setzen, die angeblich die Schmuddelkinder sind und die man mundtot machen möchte. Trotz aller Differenzen wird man im Dialog schnell sehen, dass man mit dem Anderen in Wirklichkeit sehr viel mehr gemeinsam hat als was einen von ihm scheinbar trennt. Die perfide Taktik ist es jedoch, bereits den Dialog bzw. ein Zusammenkommen zu unterbinden, indem man über massenmedialen Weg Ressentiments sät und solcherart die Bürger in einer Zeit, in der sie eigentlich zusammenhalten müssten, spaltet, isoliert und politisch marginalisiert.

Im Zuge dieser Manipulation wird immer noch das aus dem Mittelalter stammende Klischee bedient, das uns über Jahrhunderte in Angst und Schrecken gehalten und sich daher in unser Unterbewusstsein eingebrannt hat, auch wenn wir uns für noch so aufgeklärt und libertär halten: „Die Guten sind die, die sich der herrschenden Macht unterordnen (damals die Kirche), die Bösen und Verdammenswerten sind die Andersdenkenden (die Ketzer und Häretiker, heute: Querfront u. dgl.), die sich aus der herrschenden Meinung emanzipieren und eigenständig denken.“ – Wenn wir dieses inquisitorische Dogma sprengen, wäre unendlich viel ausgerichtet. In Wirklichkeit ist es nämlich dieses plumpe kirchliche Dogma, das in unserer Gesellschaft jegliche wirkliche Entwicklung blockiert und uns die individuelle Handlungskraft raubt. Dabei sind der Kaiser und der Papst heute nackt – niemand exkommuniziert und verbrennt uns heute mehr, wenn wir uns aus dem Mainstream emanzipieren! In Wirklichkeit ist es diese Emanzipation aus dem zur Normalität erklärten medialen Wahnsinn, der nun in der Merkapolypse zu enden droht, nach der wir uns aus unserem tiefsten Inneren heraus sehnen.

Wer sie trotz allem Gegenwind wagt, ist dem Abgrund der Merkapolypse und der Zombiefikation bereits fast schon entronnen.

Deutsche, Juden, Arbeitslose und Hendryk M.Broder

Deutsche, Juden, Arbeitslose und Hendryk M.Broder

Freitag, 30.11.2012. Eifel. Es gibt Themen, die man mag und Themen, die man nicht so mag. Letzteren muss ich mich heute mal widmen, weil ich aus in der Regel gut unterrichteten Kreisen erfahren habe, das der Nazi hier mitliest. Nun – dieses Land ist ein freies Land … wenn man der Reklame trauen darf. Hier darf jeder seine Meinung kundtun (sofern sie dem  herrschenden Wirtschaftssystem und seinen Repräsentanten nicht schadet) und jeder darf lesen, wo er möchte. Ich kann das nicht verhindern. Ich möchte euch Neunazis aber mal eine Geschichte erzählen, die Geschichte meiner Mutter, blond, blauäugig und Jahrgang 1934 – also zu Führers Zeiten sehr unpolitisch. Sie war beim Bund Deutscher Mädels, weil der Nazistaat (wie alle politisch degenerierten Systeme) gerne alles unter Kontrolle hat – vor allem die Jugend, weil sie die Zukunft ist. Meine Mutter war in Liebe großgezogen worden, wurde zur Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung erzogen und war ein sehr selbstbewusstes Kind. Eines Tages fand sie sich in ihrem BDM-Lager wieder und musste einen undefinierbaren Brei essen, den sie flugs erbrach. Da wir aber bei den Nazis zu Gast waren, zählte das nicht. Vierhundert weitere Mädchen mussten warten, bis meine Mutter ihr Erbrochenes wieder aufgegessen hatte: so geht der Nazi mit den Deutschen um. Ihr mögt das jetzt alle langweilig finden und ich hätte das auch nicht erwähnt, wenn nicht ein gewisser H.M. Broder dieses Erbrochene wieder auf den Tisch gebracht hätte.

Es geht dabei um Folgendes: in einer Kunstausstellung hatte der Herr Broder ein Objekt gefunden, das seinen Anstoß erregte: jemand hatte einen Judenstern gemalt und mittendrin die Worte „Hartz IV“. Das hat den Herrn Broder ausserordentlich gestört, so sehr, dass er in der Welt erstmal einen Artikel dazu veröffentlichen musste.

Wenn Sozialhilfeempfänger von heute mit den Juden im Dritten Reich gleichgesetzt werden: über Geschmacklosigkeiten bei der Artikulation von Protest gegen Hartz IV, Nachtflüge, Israel & Co. 

Nun – ich selbst greife gerne in die alte Dritte-Reich-Kiste, weil dort einfach viele schöne Anzüge drin liegen, die modernen Politikern sehr gut passen (und alle den gleichen Schneider hatten: Hugo Boss)  – natürlich fühle ich mich dabei gleich angesprochen und schaue nach, worin denn jetzt die Geschmacklosigkeiten begründet sind: vielleicht mache ich ja gerade einen Riesenfehler.

Leider wird das Urteil nicht näher erläutert und ich muss mir selbst meine Gedanken machen.

Recht schnell stelle ich fest, das die „Geschmacklosigkeit“ nur dann funktioniert, wenn ich mit sehr naiven Gleichungen und sehr primitiven Anschauungen arbeite, mit einer Legende, die zum Ausdruck bringt, das der Nazi nur den Juden umbringt und sonst niemanden – einer Legende, die im Weiteren auch aus allen Deutschen Nazis gemacht hat … weshalb der Deutsche auch immer heimlich versucht ist, seinen Frieden mit dem braunen Gesindel zu machen.  Je weiter man diese Überlegungen treibt, umso antisemitischer wird die Atmosphäre, wenn man Juden und Arbeitslose NICHT gleichsetzt und völlig ignoriert, das Juden und Arbeitslose schon in der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ zu den bevorzugten Hassobjekten der Nazis gehörten.

Völliger Einzug jeglichen Vermögens, Einschränkung der Reisefreiheit, der Berufswahl, Entzug der Lebensgrundlage und des Wohnraums generell – es ist schon sehr mutig, die Parallelen nicht sehen zu wollen. Lagerhaltung und Uniformierung waren auch schon angedacht – was sich aber noch nicht durchgesetzt hat.

Was im Prinzip immer unterschlagen wird, sind die ersten Opfer des Nationalsozialismus: die Deutschen. Wir haben uns an diese sehr bequeme Geschichte gewöhnt, das Hitler ein Deutscher war und das wir Deutschen ein böses Volk sind: Hollywood hat uns Jahrzehntelang darüber aufgeklärt. Das hier ein Volk mit den Methoden zu Untermenschen erklärt wird, die schon bei den Juden gräßliche Folgen nach sich zog, wird selten thematisiert. Man verbietet die alten Nazifilme, die den bösen Juden zeigten, aber neue Nazifilme, die den bösen Deutschen zeigen, erregen kaum Aufmerksamkeit. Nazifilme? Ja – alles, was den Mitmenschen zum Untermenschen macht, sind Nazifilme – nach meiner Definition. Nach meiner Definition braucht ein Nazi ja auch nicht unbedingt eine Uniform mit Hakenkreuz oder einen Juden unter dem Stiefel: wichtig ist ihm, das überhaupt jemand unter seinem Stiefel liegt – da macht er auch vor blonden, blauäugigen Kinder nicht halt.

Wir Deutschen haben ein Recht darauf, besonders vorsichtig zu sein. Wir haben auch ein Recht darauf, unsere Mitbürger jüdischen Glaubens nicht von uns abspalten zu lassen: das Gegensatzpaar Deutscher/Jude kommt sprachlich aus den finstersten geistigen Verwirrungen der neuen Wohnzimmernazis, die bequem vom Sofa aus der unbegrenzten Machtausübung in Deutschland nachträumen. Und wir haben ein Recht darauf, zu erkennen, das auch Deutsche Opfer des nationalsozialistischen Ungeistes waren – und deshalb besonders vorsichtig sein dürfen, damit es uns nicht wieder überrennt.

Lassen wir in dieser Vorsicht nach, riskieren wir – gerade in Deutschland – das sich der Horror wiederholt. Das kann hier doch wirklich keiner wollen.

Die Schmach und die Schande, mit der wir leben müssen, ist die Tatsache, das die Hitlerei hier Fuß fassen und sich ausbreiten konnte: wir haben hier eine nationale Immunschwäche, die tödlich enden könnte. Wenn deshalb in Deutschland Gestalten wie Müntefering davon träumen, den Arbeitslosen das Essen zu streichen, dann dürfen wir besonders sensibel reagieren, weil wir eben KEINEN HITLER MEHR WOLLEN.

Wir hatten schon einen: das reicht … und wir wissen, das der Schoss noch fruchtbar ist, aus dem das kroch. So fruchtbar, das selbst die, die es besser wissen sollten, dem Ungeist der Hitlerei noch heute erliegen – dazu reicht vielleicht schon ein Blick in die Bremer Bürgerschaft:

Schon die Umstände, die wir hier des Öfteren in
der Debatte bemängelt haben, unter denen Hartz IV
zustande gekommen ist, waren abenteuerlich. Die
Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe sollte zu Einsparungen führen, damit die – und man
höre und staune! – von Rot-Grün beschlossenen Steuersenkungen für Reiche gegenfinanziert würden.

Man höre und staune! Gut – es waren Linke, die das gesagt haben … aber es erinnert mich fatal an den Alltag im Dritten Reich, wo man das alltägliche Aussortieren der Deutschen jüdischen Glaubens mit klammheimlichen Lustgewinn betrachtete, weil man jüdisches Vermögen großzügig erbeuten konnte. Bei solch einer Rendite wird auch der edelste Linke schon mal zum Raubtier – wie heute, wo die Solaranlagen der Besserverdiener durch den Hunger der Hartz-IV-Kinder bezahlt werden.

Wenn wir Faschismus und Nationalsozialismus ganz klein definieren und nur jene gelten lassen, die mit Hakenkreuzfahne um die Straßenblocks ziehen … ja, dann haben wir doch gar keine mehr. Selbst wenn wir uns nur auf die antisemitischen Tendenzen der Nazis konzentrieren, erfassen wir nur erstaunlich wenige: der nationalsozialistische Untergrund hat Türken und Griechen ermordet – keine Juden.

Nazis handeln heute genauso wie früher: sie quälen gerne andere Menschen. Kleine blonde arische Mädchen? Prima, immer gern! Mitbürger jüdischen Glaubens, die durch ihre Religion zur Friedfertigkeit verdammt sind? Klasse! Minderheiten mit ausländischem Ursprung? Immer her damit! Zigeuner, Arbeitslose, Prostituierte, Geisteskranke, Behinderte? Alles, Hauptsache hilf- und wehrlos! Gerne würde man auch Russen, Amis und Briten quälen … aber die sind leider so verdammt wehrhaft.

Nun – vielleicht gelingt es ja dem sadistischem Ungeist sich in Zukunft in anderer Form wieder auf Erden zu manifestieren. Sofern er keine Hakenkreuzarmbinde hat, kann er sich breiter Beliebtheit erfreuen, käme er gar in US-Uniform daher: wir würden ihn lieben! Und er marschiert schon längst wieder: die Opfer der Aktion Arbeitsscheu Reich werden auch heute wieder mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht, siehe Welt:

Das Innenministerium in Sachsen-Anhalt will Risikogruppen wie Homosexuelle, Obdachlose und Ausländer zukünftig Aids-Zwangtests unterziehen. Zahlreiche Verbände laufen bereits Sturm gegen das Vorhaben.

Da trägt keiner eine Hakenkreuzarmbinde … aber schon wird wieder aussortiert.  Und es wird auch wieder klar gemacht, das in Zukunft andere Saiten aufgezogen werden, siehe Welt:

Unionsfraktionschef Volker Kauder warnt die Deutschen: Sie müssten sich „gewaltig anstrengen“, wenn sie ihren Lebensstandard halten wollen. Der Sozialstaat in seiner jetzigen Form habe keine Zukunft.

Und wenn der Sozialstaat in Deutschland keine Zukunft hat, dann hat der Arbeitslose hier auch keinen Platz mehr. Und wenn wir weiter den betriebswirtschaftlichen Ungeist in sozialen Fragen regieren lassen, dann wird es auch wieder Vernichtungslager geben – das ist keine Frage der Ideologie, das ist eine Frage der betriebswirtschaftlichen Logik, die die „Kosten auf zwei Beinen“ durch „sozialverträgliches Frühableben“ in den Griff bekommen muss – ganz alternativlos.

Was ist der heutige „Neoliberalismus“ mit seinem einfachen Weltbild vom „Leistungsträger“ im einsamen Kampf gegen den „Parasiten und Sozialschmarotzer“ anderes als eine Wiederkunft des alten Unmenschengedanken vom „unwerten Leben“, der in Deutschland schon mal eine grässliche Ernte gehalten hat?

Und wir stehen dem hilflos gegenüber, weil wir dem einfachen Satz folgen: „Der Deutsche ist ein Nazi und bringt Juden um“. Und wenn wieder Menschen in Deutschland aussortiert werden, kann das kein Wiederaufleben des alten Ungeistes sein, weil der Deutsche ja nur Juden umbringt – und sonst keinen.

Gut, ich verstehe: Hitler, NS-Zeit, Konzentrationslager – das sind alles Themen, die man nicht mehr hören kann, Themen, die fürchterlich langweilen, Themen, die auch jedem nach 1945 geborenen Menschen mit bundesdeutscher Staatsbürgerschaft klar machen: Du bist ein Schwein und musst zahlen – weshalb man es erst recht nicht mehr hören mag. Wo die alte Politik „Erbfeindschaften“ kannte, hat die neue Politik eine für viele lukrative „Erbschuld“ erfunden.

Das dies – ganz unabhängig von der realen Schuld der Deutschen während des Dritten Reiches – Ungerecht ist, was die Saat für neues Unrecht in sich trägt, wissen wir eigentlich: so ist Hitler in Deutschland groß geworden – auf der Basis einer internationalen Ungerechtigkeit. Wenn wir aber weiterhin bezahlen, obwohl wir nur deshalb nicht als pleite gelten, weil die Bundesregierung in schöner Regelmäßigkeit ihre eigenen Armutsberichte fälscht (siehe Spiegel), werden wir irgendwann in eine Situation kommen, wo der Staat, wie wir ihn heute kennen, keine Zukunft mehr hat.

Doch zurück zum Anfang – zu meiner mit acht Jahren ziemlich unpolitischen Mutter und meinen Nazilesern. Ich erzähle diese Geschichte, damit eins klar ist: auch wenn es nie einen Holocaust gegeben hat, ist der Nazi ein Arsch. Das sollte man wissen.  Auch wenn die Bombardierung Dresdens eine Sauerei war, bleibt der Nazi ein Arsch. Auch wenn manche kriminelle Bankiers Juden sind, bleibt der Nazi ein Arsch. Und selbst wenn es eine internationale Verschwörung zur Ausplünderung Deutschlands gibt (ähnlich derjenigen, die Griechenland jetzt den letzten Euro klaut), bleibt der Nazi ein Arsch – um es mal unzweideutig deutlich zu sagen.

Und wenn man vergisst, das der Nazi nicht nur Juden, sondern auch Kommunisten, Sozialdemokraten, Zigeuner, Behinderte, Prostituierte, Arbeitslose, Obdachlose und unliebsame Nachbarn umgebracht hat (und jeden schikaniert, der nicht schnell und anständig genug das arische Männchen gemacht hat), wird man es nicht schaffen, seine Wiederkunft zu verhindern. Es arbeiten viele daran – und Hartz IV ist ein System, das es ihm im Prinzip erlaubt, seine perversen Gelüste wieder ganz ungehemmt auszuleben.

Einige Deutsche haben schon wieder Erfahrungen mit dem alten Ungeist gemacht, Sprüche wie „wer nicht arbeitet soll auch nicht essen“ machen wieder ungehindert ihre Runde – und still und heimlich wurden schon wieder 42 Millionen Deutsche registriert und ausgespäht … ohne das wir dazu eine Gestapo gebraucht hätten. Man sagt es uns nur nicht so deutlich.

Es arbeiten viele daran?

Ja – im neuen Faschismus gelten die gleichen alten Gesetze wir früher: je mehr Arbeitslose enteignet werden, umso mehr Zweit- und Drittimmobilien kann sich der grüne Abgeordnete erlauben. Deshalb geht die neue Runde auch nicht mit Juden – davon gibt es viel zu wenige. Außerdem sind die jetzt auch sehr wehrhaft – siehe Israel (was, glaube ich – den echten Antisemiten genauso stört wie den Pauschalnazi).

Wenn wir den neuen Faschismus aufhalten wollen, müssen wir uns von einigen alten, lieb gewordenen Zöpfen trennen – so auch von dem kleinen, niedlichen Nazimythos, den uns Hollywood so oft erzählt. Wir müssen uns auch von den alten Bildern trennen, die uns vorgaukeln, das nur da ein Nazi drinsteckt, wo auch ein Hakenkreuz dransteckt.

Die schlimmsten Wölfe – so ein Spruch aus dem Film „Die Zeit der Wölfe“ – sind von innen behaart … die echten Nazis tragen ihr Hakenkreuz im Herzen, nicht im Hirn.

Und das sind die Wölfe, vor denen sich die 42 Millionen registrierten „sozial schwachen“ Menschen in Acht nehmen sollte – und die 20 Millionen Rentner, die nach staatlicher Lesart inzwischen auch nur Sozialhilfeempfänger sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dilettantische Schlapphüte – Pleiten-Pannen-Chaos

Ach ja, die deutschen Geheimdienste arbeiten so geheim, dass es nur logisch erscheint, dass die Chefs nicht wissen, was die Angestellten so treiben.

Nach dem der Verfassungsschutz eine Lehrstunde des Totalversagen in der Öffentlichkeit hingelegt hat, fügt sich auch der MAD in die Reihen der Totalversager ein.

Es stellt sich die Frage, wer bitte arbeitet eigentlich in den Reihen deutscher Geheimdienste und welche politischen Ziele werden da verfolgt?

Als gesichert scheint zu sein, dass die bisherige Aufgabenstellungen der Geheimdienste gescheitert sind, die da waren:

„ DIE LINKEN ABWEISEN, ISLAMISTEN AUSWEISEN und DEN NAZIS WAS ÜBERWEISEN“ (kleiner Scherz).

Nun haben einige Chefs von Geheimdiensten ihren Schlapphut in die Tonne geworfen, was an dem Problem nichts ändert. Das ist wie beim Fußball, wenn der Trainer entlassen wird, ist noch lange nicht sichergestellt, dass die Spieler besser spielen.

Wenn sich doch noch einer die Frage stellt, wie war das alles nur möglich, den empfehle ich folgendes Video, Interview mit den Herren Friedrich-Dobrindt und Niebel, sich anzusehen.

Deutschland 2012: die Unmenschen sind zurück. Und sie sind mit Unfug und Betrug sehr, sehr reich geworden.

Deutschland 2012: die Unmenschen sind zurück. Und sie sind mit Unfug und Betrug sehr, sehr reich geworden.

Mittwoch, 18.7.2012. Eifel. Urlaubszeit. Eigentlich die Zeit, in der man einmal Abstand von allem nehmen sollte – vor allem vom Alltag. Nun – aus ganz privaten Gründen habe ich im Urlaub aktuell überhaupt keine Zeit, was dazu führt, das ich viel zu wenig zum Lesen komme und noch weniger zum Schreiben – was mich persönlich ärgert, zeigt es sich doch, das es zwar kein Einkommen beschert aber überhaupt nicht umsonst ist … weder das Schreiben, noch das Lesen. Ich habe da etwas gefunden, das ich gerne teilen möchte … mitteilen.  Es ist eigentlich hoch brisant, sollte in allen viel gelesenen Zeitungen erscheinen … aber, wie ich fürchte, wird dieser Ort der einzige in der neuen Medienwelt des 21. Jahrhunderts sein, der ihn abbildet. Doch kommen wir zu den Worten, die ich mitbrachte, Worte, die zeigen, welcher Horror sich schon längst hinter dem Alltag versteckt, dem wir so elegant auf Malle oder in Bulgarien entkommen wollen:

Das Problem, vieler Dichter, die aus dem Exil nach Deutschland zurückgekehrt sind, war die Verfälschung der Sprache. Sie haben deutlicher als die daheim gebliebenen gespürt, dass das Dritte Reich die Sprache verroht hat. Es war nicht mehr die Sprache der Dichter und Denker, sondern die Sprache von Unmenschen. Der Politikwissenschaftler Dolf Sternberg hat diese Sprache des Unmenschen untersucht.

Die Sprache des Unmenschen zeichne sich aus durch eine Anhäufung von Zugriffsworten, wie sie in den Worten mit dem Präfix „be“ aufscheinen: „befehlen, beaufsichtigen, bekämpfen, beherrschen, bestimmen, behandeln, befolgen“. Das Präfix „be“ meine die Einwirkung auf eine Person bis hin zur vollen Bewältigung und Bemächtigung dieser Person oder Sache.

(Zitiert bei Anselm Grün, Wo ich zu Hause bin, Kreuzverlag 2011, S 49-50).

So einfach lässt sich der Unmensch also diagnostizieren. Einfach auf die Häufung von Präfix „be“ achten – und schon weiß man, wann wieder die Gestapo vor der Tür steht, um den Lebensberechtigungsschein einzuziehen. Aber: ist das wirklich so?  Ist diese Häufung zu beobachten?

Nun – ans „behandeln“ haben wir uns gewöhnt, in Griechenland wird bestimmt, beaufsichtigt und es soll befolgt werden, was befohlen wird. Ja – Krankheiten werden nicht mehr beheilt, sie werden be-handelt. Daran kann man viel mehr verdienen, weil es (so das stille Geheimnis der Mediziner) ÜBERHAUPT NICHTS BRINGT und deshalb beliebig oft abgerechnet werden kann.

An beherrschen haben wir uns auch gewöhnt. Beherrschen ist der Tenor des neoliberalen Menschenbildes, es gibt in dem Zusammenhang einen (auch aus anderen Gründen äußerst lesenswerten) Artikel in der FAZ, aus dem ich nur kurz zitieren möchte:

Die Regierung Schröder hat in Kooperation mit der gesetzesverschärfend agierenden CDU seinerzeit einen Paradigmenwechsel eingeläutet. Das grundsätzlich negative Menschenbild des Neoliberalismus wurde als Grundannahme in die Sozialpolitik eingeführt. 

Ja, da haben wir uns wirklich erschrocken, oder? Da waren die Unmenschen auf einmal wieder offen im staatlichen Machtapparat zugange, der Mensch brauchte wieder Druck, um zu funktionieren, er bekam dadurch zwar keine Arbeit, aber „BE-SCHÄFTIGUNG“.

Da war unser kleines Präfix wieder, es begleitete den historischen Paradigmenwechsel, der aus einem Sozialstaat ein Arbeitslager machte. Doch damit nicht genug von den Präfixen, den zeitgleich zu der Beschäftigung gab es noch ein neues, das ausserordentlich fremd klang, weil es ein Kunstwort ist, das ich zuerst (bezeichnenderweise) bei Sozialarbeitern vernahm. Anstelle von Erziehung und Bildung trat – die BE-SCHULUNG. Heute ein Fachbegriff, der sehr dem Wort Beschallung gleicht in in etwa auch das Gleiche meint: das sinn- und ziellose Ausgießen von Lernstoff über Schüler.  Das Lernstoffbeschallung bei Pisa keine guten Ergebnisse zeigte, wunderte ernsthafte Pädagogen nicht: in Wirklichkeit hatte man die Erfolge von einhundertfünfzig Jahren Pädagogik einfach ausgelöscht zugunsten einer Massenveranstaltung, die nur die Blödesten gesund überstehen: Generation Doof wurde gezielt gezüchtet.

Aber nicht nur hier wurde ein neues Kunstwort erfunden, damit das Unmenschentum auch über die angemessene Begrifflichkeit verfügt, auch der Kindergarten- bzw. Unterhaltungsbereich wurde neu definiert: was früher Erziehung und erbauliche Unterhaltung war, wurde zu: BE-SPAßUNG.

So nennt man Theater, Oper und Ballet gerne: Reichenbespaßung. Oder Unmenschenbespaßung.

Natürlich dürfen wir bei der einfachen Wortanalyse nicht stehenbleiben, es ist schon die Zeit gekommen, mal in den Benachrichtigungen nachzuschauen, ob sich unser Anfangsverdacht auch in der alltäglichen Realität bestätigen lässt. Begeben wir uns also erstmal zum Handelsblatt, wo man Erstaunliches bekannt gibt:

Schäffler schreibt dazu in seinem Brief an Lammert: „In den offiziellen und dem Bundestag vorgelegten Dokumenten ist nirgends die Rede davon, dass Banken aus dem ESM direkt rekapitalisiert werden sollen, obwohl das bereits geplant wird.“

Da wurde jemand belogen und der Steuerzahler beschissen – so etwas können nur Unmenschen tun.

Gehen wir hinüber zum Spiegel, wo Jakob Augstein sich zu dem Vorschlag äußert, das die Reichen die Republik retten sollen. Er hat in dem Zusammenhang eine interessante Rechnung aufgemacht, die man trotz Beschulung und Bespaßung noch einigermaßen leicht nachvollziehen kann:

Kurzer Überblick über die Zahlen: Ein Vermögen von mehr als 250.000 Euro gesellt seinen Besitzer in Deutschland zu den reichsten acht Prozent der Bevölkerung. Das sind immerhin 4,4 Millionen Menschen. Nach dem Vorschlag des DIW würden diese Bürger zum Kauf von Anleihen in Höhe von zehn Prozent ihres Vermögens verpflichtet. Das ergibt 230 Milliarden Euro.

Das wäre was, oder? Nur zehn Prozent, dann auch noch nur geliehen und wir könnten unser Probleme im Land vergessen. Vergessen können wir stattdessen, das die Reichen ihre Beute der letzten Jahre auch nur leihen würden. Sie wollen das Land bluten sehen … und vergessen dabei ganz, das ohne die Pest der Neoliberalisierung die Zahl der Reichen in Deutschland deutlich geringer wäre, die Zahl der Armen aber auch. Der Chefredakteur der Welt wendet sich gleich voller Panik persönlich an die Leser:

„Der Charme einer Zwangsanleihe liegt darin“, freut sich der schleswig-holsteinische SPD-Chef Stegner, und er spricht hier wirklich von „Charme“, „dass sie nur Leute betrifft, die es sich leisten können.“ Oder die Leute, möchte man entgegnen, die gespart und vorgesorgt haben, so wie es die Politik immer predigt.

Und Andrea Seibel, unsere stellvertretende Chefredakteurin, hat kommentiert. Sie ist „mit diesem nehmenden Staat“ nicht mehr einverstanden und wehrt sich im Leitartikel auf Seite 11 dagegen, „dass Erfolg und Wohlstand in Deutschland unter Generalverdacht stehen, so als sei Vermögen nur auf kriminellem Wege zu erlangen und unterliege daher der Enteignungspflicht“.

Das sind harte Worte, die nachdenklich stimmen

Betrachten wir doch mal so einen Reichen aus der Nähe.

Boris Becker, zum Beispiel. Dessen Haus wird – siehe Welt – gerade zwangsversteigert:

Um 11 Uhr in Saal Nummer 6 des Gerichts in Palma wird dann wohl das Haupthaus von „Son Coll“ angepriesen werden: 800 Quadratmeter ist es groß, verfügt über fünf Bäder, drei Schlafzimmer, Küche, Bibliothek und ein Spielzimmer – luxuriös eingerichtet von Beckers Ex-Frau Barbara.

Hinzu kommen weitere Häuser für Gäste und Personal, ein Poolhaus, ein Weinkeller, Pferdeställe, ein Hubschrauberlande – und natürlich ein Tennisplatz. Umgeben ist das Gelände von einer nicht zu knapp geratenen Gartenanlage, in der sich Becker auch ein Amphitheater einrichten ließ. Rockbands wollte er darin auftreten lassen.

Ein wahrhaft fürstliches Anwesen. Was hat Herr Becker dafür geleistet? Die Pest besiegt? Die Welt vor einem Krieg gerettet? Ein Zwergkaninchen von der Autobahn geholt?

Nein.

Er hat den Tennisplatz BE-SPIELT.

Reiche bespaßt.

Und andere – Reiche – haben dann dafür viel Geld gegeben, das er auch reich wird. Er hat dann das gemacht, was alle Reichen machen (und was leider in der Tat zu dem von Frau Seibel befürchteten Generalverdacht führt): Steuern hinterzogen, siehe Wikipedia:

Das Landgericht München I verurteilte ihn am 24. Oktober 2002 zu einer Haftstrafe von zwei Jahren, die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Zudem wurde er dazu verpflichtet, 300.000 Euro (500 Tagessätze zu je 600 Euro) Geldstrafe zu zahlen und 200.000 Euro Geldbuße an verschiedene karitative Einrichtungen zu überweisen.

Becker habe bewusst falsche Angaben in seinen Steuererklärungen gemacht, um 3,3 Millionen Mark zu sparen. Der ehemalige Sportler hatte zu Beginn des Prozesses zugegeben, zwischen 1991 und 1993 in München gewohnt zu haben, obwohl er offiziell in Monaco gemeldet war. Becker sagte: „Ich wusste und kannte die Gefahren und habe das in Kauf genommen“. Er betonte aber, man könne ihm nicht vorwerfen, Einnahmen verschwiegen oder kriminelle Machenschaften betrieben zu haben.

Nein, Herr Becker, Steuerhinterziehung ist natürlich nicht kriminell. Sie zahlen halt nur den Eintritt nicht, wollen aber die ganze Show genießen – und zwar ganz vorne, dann gerne noch auf erhöhten Plätzen, damit die anderen nicht auch noch was sehen. Der Stern berichtet, woher Beckers Geld herkommt:

Auf zirka 340 Millionen Mark wurde im Juli 2001 das Vermögen geschätzt, das Becker durch Preisgelder und Werbeverträge verdient hatte. 

Das zahlen wir alle – durch Preise – und die Sponsoren und Firmen setzen es von der Steuer ab. Nicht ein einziger, durch ehrliche harte Arbeit verdienter Euro ist da drunter – alles nur ein Umverteilen von unten nach oben.

Das sieht gut aus und macht viele reich … aber in einem geschlossenen System wie dem Geldkreislauf führt das immer dazu, es es unten ganz vielen immer be-schissener geht. Physiker wussten das früher, bis bekannt wurde, das die EZB das geschlossene System einfach öffnen kann, so dass immer mehr Billionen verbeckert werden können.

Auf einmal merkt man: die Unmenschen sind in der Tat wieder zurück, sind sehr sehr reich geworden – und bedrohen uns lächerlicherweise auch noch mit Auswanderung (siehe Welt), als hätte es irgendeinen finanziellen Effekt, wenn sie keine Steuern mehr in Deutschland hinterziehen.

Man sollte es begrüßen. Was wäre gewesen, wenn Hitler 1933 gesagt hätte: „Wenn ihr uns nicht wählt, dann marschieren wir eben nach Bolivien!“.  Die Nazis wären zwölf Jahre früher dort angekommen – und wir hätten die Macht des Präfix „be“ nie kennengelernt.

Wären das schöne Zeiten geworden.

Vielleicht sollten wir es begrüßen, wenn sie gehen. Endlich könnte man wieder Bildung und Erziehung betreiben, gehobene Unterhaltung (bei der man vielleicht sogar noch was lernt) wäre wieder hoch im Kurs, man könnte es sogar als gebildeter Mensch wieder wagen, den Fernsehapparat einzuschalten und Arbeit … wäre wieder mit Einkommen verbunden. Man bräuchte nur noch nach abgeschlossener Aussiedlung der finanziellen Triebtäter eine neue Währung einführen – und schon wären wir alle Sorgen und Schulden los und könnten – ganz ohne Krieg diesmal – gleich wieder völlig von vorne  anfangen.

Wäre doch schön oder?

Und würde uns viel ersparen.

PS:

Das Herr Becker ein Unmensch ist, möchte ich nicht behaupten, auch wenn er Steuern hinterzieht, gerade keine Rechnungen bezahlt und Schulden macht. Aber man sollte mal genau der Spur des Geldes folgen, das in seinen Taschen gelandet ist – ich bin mir sicher, das man dann zur Präfix-Quelle stößt – und zum Hort der neuen Unmenschen, die uns schon jetzt ihre Unmenschensprache aufdrücken.

 

 

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