NATO

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Grüne Kriegsgeilheit und Linke NATO-Trolls | Von Rainer Rupp – apolut

Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl. ggf. Quellenhinweisen und Links) finden Sie hier:
https://apolut.net/gruene-kriegsgeilheit-und-linke-nato-trolls-von-rainer-rupp

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Wenn Kriege mit großem, aber leerem moralischen Pathos und schmissigen Durchhalteparolen gewonnen würden, dann würde das ukrainische Militär mit seinen NATO-Panzern schon längst vor den Toren Moskaus stehen. Und Präsident Wladimir Putin würde sich irgendwo in Sibirien vor der aufgebrachten russischen Bevölkerung verstecken. Denn, so versucht es uns jedenfalls die alltägliche Propaganda-Show in ARD und ZDF zu vermitteln, die Mehrzahl der Menschen in der russischen Föderation sei total darauf versessen, zur tollen, westlichen Wertegemeinschaft zu gehören, die sie aus den filmisch wertvollen Hollywood-Produktionen kennen…

Westliche Experten zur militärischen Situation in der Ukraine nach den Referenden in 4 Gebieten – tkp.at

Die Referenden in den Volksrepubliken Donezk und Luhansk, sowie in Cherson und Teilen von Saporischschja haben wie erwartet mit klaren Voten für den Antrag zur Aufnahme in die Russische Föderation geendet. Damit ergibt sich eine völlig neue strategische Situation in der Auseinandersetzung zwischen Russland und der NATO in der Ukraine. Westliche Analysten wie etwa das Royal United Services Institute (RUSI), das älteste Institut der Welt und der führende Think Tank für Verteidigung und Sicherheit im Vereinigten Königreich, haben durchaus von den Mainstream Medien abweichende Erkenntnisse.

Hier weiterlesen…

Die Lämmer zum Schweigen bringen (John Pilger)

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(Rede von John Pilger beim Trondheim World Festival, Erstveröffentlichung bei Consortiums News am 07.09.2022, deutsche Übersetzung übernommen unter Creative Commons Lizenz CC BY 4.0 von Rubikon, Bild: E-Gruppe Berlin)

Immer präziser werden die Propaganda-Methoden, mit welchen die Massen taub und die kritischen Stimmen stumm gehalten werden. Die Rezepte für wirksame Propaganda haben sich über die Jahre und Jahrzehnte bewährt. Was zu Beginn des 20. Jahrhunderts funktionierte, entfaltet heute eine noch immensere Wirkkraft. Exemplarisch zeigt sich dies daran, dass Kriege immer leichter verkauft und ihre wahren Intentionen besser verschleiert werden können. Gleichzeitig verschwinden die letzten Freiräume für herrschaftskritische Journalisten. Der renommierte und preisgekrönte Journalist John Pilger referierte hierzu beim Trondheim World Festival in Norwegen.

In den 1970er-Jahren traf ich eine der führenden Propagandistinnen Hitlers, Leni Riefenstahl, deren epische Filme die Nazis verherrlichten. Wir wohnten zufällig in der gleichen Lodge in Kenia, wo sie einen Fotoauftrag hatte im Gegensatz zu anderen Freunden des Führers.

Sie sagte mir, dass die „patriotischen Botschaften“ ihrer Filme nicht von „Befehlen von oben“ abhingen, sondern von dem, was sie die „unterwürfige Leere“ des deutschen Publikums nannte. Gehörte dazu auch das liberale Bildungsbürgertum?, fragte ich. „Ja, vor allem die“, antwortete sie.

Daran denke ich, wenn ich mir die Propaganda ansehe, die heute die westlichen Gesellschaften überschwemmt. Natürlich sind wir ganz anders als Deutschland in den 1930er-Jahren. Wir leben in Informationsgesellschaften. Wir sind Globalisten. Wir waren noch nie so informiert, mehr in Kontakt, besser vernetzt. Oder leben wir im Westen in einer Mediengesellschaft, in der die Gehirnwäsche heimtückisch und unerbittlich funktioniert und die Wahrnehmung nach den Bedürfnissen und Lügen der Staats- und Konzernmacht gefiltert wird?

Die Vereinigten Staaten dominieren die Medien der westlichen Welt. Bis auf eine Ausnahme haben alle Top-Ten-Medienunternehmen ihren Sitz in Nordamerika. Das Internet und die sozialen Medien — GoogleTwitterFacebook — sind größtenteils in amerikanischem Besitz und werden von ihnen kontrolliert.

Zu meinen Lebzeiten haben die Vereinigten Staaten mehr als 50 Regierungen, meist Demokratien, gestürzt oder versuchten, sie zu stürzen. Sie haben sich in demokratische Wahlen von 30 Ländern eingemischt. Sie haben Bomben auf Menschen in 30 Ländern abgeworfen, die meisten von ihnen arm und wehrlos. Sie haben versucht, die Führer von 50 Ländern zu ermorden. Sie haben gekämpft, die von Befreiungsbewegung in 20 Ländern zu unterdrücken. Über das Ausmaß und den Umfang dieses Gemetzels wird weitgehend nicht berichtet, es wird nicht anerkannt und die Verantwortlichen beherrschen weiterhin das angloamerikanische Politikgeschehen.

Harold Pinter brach das Schweigen

In den Jahren vor seinem Tod im Jahr 2008 hielt der Dramatiker Harold Pinter zwei außergewöhnliche Reden, die das Schweigen brachen.

„Die Außenpolitik der USA“, sagte er, „lässt sich am besten wie folgt definieren: Küss meinen Arsch oder ich schlag dir den Schädel ein. So einfach und so plump ist das. Das Interessante an ihr ist, dass sie so unglaublich erfolgreich ist. Sie verfügt über die Strukturen der Desinformation, der Rhetorik, der Sprachverdrehung, die sehr überzeugend sind, aber in Wirklichkeit ein Haufen Lügen sind. Diese Propaganda ist sehr erfolgreich. Sie haben das Geld, sie haben die Technologie, sie haben alle Mittel, um damit durchzukommen, und sie tun es.“

Bei der Entgegennahme des Nobelpreises für Literatur sagte Pinter Folgendes:

„Die Verbrechen der Vereinigten Staaten waren systematisch, konstant, infam, unbarmherzig, aber nur sehr wenige Menschen haben wirklich darüber gesprochen. Das muss man Amerika lassen. Es hat weltweit eine ziemlich kühl operierende Machtmanipulation betrieben und sich dabei als Streiter für das universelle Gute gebärdet. Das ist ein brillanter, sogar geistreicher, äußerst erfolgreicher Hypnoseakt.“

Pinter war ein Freund von mir und möglicherweise der letzte große politische Weise — das heißt, bevor abweichende Politik gentrifiziert wurde. Ich fragte ihn, ob die „Hypnose“, auf die er sich bezog, die von Leni Riefenstahl beschriebene „unterwürfige Leere“ sei.

„Das ist dasselbe“, antwortete er. „Es bedeutet, dass die Gehirnwäsche so gründlich ist, dass wir darauf programmiert sind, ein Haufen Lügen zu schlucken. Wenn wir die Propaganda nicht erkennen, akzeptieren wir sie vielleicht als normal und glauben ihr. Das ist die unterwürfige Leere.“

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Leni Riefenstahl und ein Kamerateam stehen während der Kundgebung 1934 in Nürnberg vor Hitlers Auto (Bundesarchiv, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons).

In unseren Systemen der Unternehmensdemokratie ist der Krieg eine wirtschaftliche Notwendigkeit, die perfekte Verbindung von öffentlicher Subvention und privatem Profit: Sozialismus für die Reichen, Kapitalismus für die Armen. Am Tag nach 9/11 schnellten die Aktienkurse der Kriegsindustrie in die Höhe. Mehr Blutvergießen war absehbar, und das ist gut fürs Geschäft.

Heute haben die profitabelsten Kriege ihr eigenes Markenzeichen. Sie heißen „ewige Kriege“ — Afghanistan, Palästina, Irak, Libyen, Jemen und jetzt die Ukraine. Sie alle beruhen auf einem Haufen Lügen. Die berüchtigtste Lüge ist die über die Massenvernichtungswaffen im Irak, die es nicht gab. Die Zerstörung Libyens durch die NATO im Jahr 2011 wurde mit einem Massaker in Bengasi gerechtfertigt, das nicht stattgefunden hat. Afghanistan war ein bequemer Rachefeldzug für 9/11, der nichts mit den Menschen in Afghanistan zu tun hatte. Die Nachrichten aus Afghanistan drehen sich heute darum, wie böse die Taliban sind — und nicht darum, dass der Diebstahl von 7 Milliarden Dollar aus den Bankreserven des Landes durch US-Präsident Joe Biden großes Leid verursacht. Das National Public Radio mit Sitz in Washington widmete kürzlich Afghanistan zwei Stunden — und 30 Sekunden dem hungernden Volk des Landes.

Auf ihrem Gipfeltreffen im Juni in Madrid verabschiedete die von den Vereinigten Staaten kontrollierte NATO ein Strategiepapier, das den europäischen Kontinent militarisiert und die Aussicht auf einen Krieg mit Russland und China verschärft. Vorgeschlagen wird eine „dimensionsübergreifende Kriegsführung gegen nuklear bewaffnete Konkurrenten“. Mit einem Wort: Atomkrieg.

Dort heißt es: „Die NATO-Erweiterung ist ein historischer Erfolg.“

Das habe ich ungläubig gelesen.

Die Nachrichten über den Krieg in der Ukraine sind meist keine Nachrichten, sondern eine einseitige Litanei aus Chauvinismus, Verzerrung und Auslassung. Ich habe schon über eine Reihe von Kriegen berichtet und noch nie eine so pauschale Propaganda erlebt. Im Februar marschierte Russland in die Ukraine ein und reagierte damit auf fast acht Jahre des Tötens und der kriminellen Zerstörung in der russischsprachigen Region Donbass an ihrer Grenze.

Im Jahr 2014 hatten die Vereinigten Staaten einen Putsch in Kiew gesponsert, der den demokratisch gewählten, russlandfreundlichen Präsidenten der Ukraine absetzte und einen Nachfolger einsetzte, dem die Amerikaner klar machten, dass er ihr Mann war. In den vergangenen Jahren wurden amerikanische „Abwehrraketen“ in Osteuropa, Polen, Slowenien und der Tschechischen Republik installiert, die mit ziemlicher Sicherheit auf Russland gerichtet sind, begleitet von falschen Zusicherungen, die bis zu James Bakers „Versprechen“ an den sowjetischen Führer Michail Gorbatschow im Februar 1990 zurückreichen, dass die NATO niemals über Deutschland hinaus expandieren würde.

Die NATO an Hitlers Frontlinie

Die Ukraine ist die Grenzlinie. Die NATO hat faktisch genau das Frontgebiet erreicht, durch das Hitlers Armee 1941 stürmte und mehr als 23 Millionen Tote in der Sowjetunion hinterließ. Im vergangenen Dezember schlug Russland einen weitreichenden Sicherheitsplan für Europa vor. Dieser wurde in den westlichen Medien abgetan, verspottet oder unterdrückt. Wer hat seine Schritt-für-Schritt-Vorschläge gelesen? Am 24. Februar drohte Präsident Wolodymyr Selenskyj mit der Entwicklung von Atomwaffen, falls Amerika die Ukraine nicht bewaffne und schütze (1). Am selben Tag marschierte Russland ein — ein unprovozierter Akt von angeborener Infamie, so die westlichen Medien. Die Geschichte, die Lügen, die Friedensvorschläge und die feierlichen Vereinbarungen zum Donbass in Minsk zählten nicht.

Am 25. April flog US-Verteidigungsminister Lloyd Austin nach Kiew und bestätigte, dass es Amerikas Ziel sei, die Russische Föderation zu zerstören — das Wort, das er benutzte, war „schwächen“. Amerika hatte den Krieg bekommen, den es wollte, geführt von einem US-finanzierten und -bewaffneten Stellvertreter, einer entbehrlichen Schachfigur. Fast nichts davon wurde der westlichen Öffentlichkeit erklärt (2).

Der Einmarsch Russlands in die Ukraine ist mutwillig und unentschuldbar. Es ist ein Verbrechen, in ein souveränes Land einzufallen. Ein Aber gibt es nicht — außer einem.

Die entscheidende Frage ist: Wann hat der gegenwärtige Krieg in der Ukraine begonnen und wer hat ihn angefangen? Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden zwischen 2014 und diesem Jahr etwa 14.000 Menschen infolge des Bürgerkrieges des Kiewer Regimes im Donbass getötet. Viele der Angriffe wurden von Neonazis verübt. Sehen Sie sich einen Bericht von ITV News vom Mai 2014 an, bei dem der erfahrene Reporter James Mates zusammen mit Zivilisten in der Stadt Mariupol vom ukrainischen Asow-Bataillon (Neonazis) beschossen wird.

Im selben Monat wurden Dutzende russischsprachige Menschen in einem von faschistischen Schlägern belagerten Gewerkschaftshaus in Odessa lebendig verbrannt oder erschlagen, das von Anhängern des Nazi-Kollaborateurs und antisemitischen Fanatikers Stepan Bandera belagert wurde. Die New York Times bezeichnete die Schläger als „Nationalisten“.

„Die historische Mission unserer Nation in diesem kritischen Moment“, so Andrij Bilezkyj, Mitbegründer des Asow-Bataillons, „ist es, die weißen Rassen der Welt in einen finalen Kreuzzug für ihr Überleben zu führen, einen Kreuzzug gegen die von Semiten geführten Untermenschen.“

Seit Februar versucht eine Kampagne selbst ernannter „Nachrichtenwächter“, — zumeist von den Amerikanern und Briten in Verbindungen mit den Regierungen finanziert —, die Absurdität aufrechtzuerhalten, dass es in der Ukraine keine Neonazis gibt. Airbrush-Bearbeitung, die einst mit Stalins Reinwaschung in Verbindung gebracht wurde, ist zu einem Instrument des Mainstream-Journalismus geworden. In weniger als einem Jahrzehnt wurde ein „gutes“ China wegretuschiert und ein „schlechtes“ China an seine Stelle gesetzt: von der Werkstatt der Welt zu einem neuen Satan.

Ein Großteil dieser Propaganda stammt aus den USA und wird über Stellvertreter und „Denkfabriken“ wie das berüchtigte Australian Strategic Policy Institute, das Sprachrohr der Rüstungsindustrie, und von Journalisten wie Peter Hartcher vom Sydney Morning Herald weitergegeben, der diejenigen, die chinesischen Einfluss verbreiten, als „Ratten, Fliegen, Moskitos und Spatzen“ bezeichnet und vorgeschlagen hat, diese „Schädlinge“ „auszurotten“.

Die Nachrichten über China im Westen drehen sich fast ausschließlich um die Bedrohung durch Peking. Ausgeblendet sind die 400 amerikanischen Militärstützpunkte, die den größten Teil Chinas umgeben, eine bewaffnete Kette, die sich von Australien über den Pazifik bis nach Südostasien, Japan und Korea erstreckt. Die japanische Insel Okinawa und die koreanische Insel Jejudo sind wie geladene Kanonen, direkt auf das industrielle Herz Chinas gerichtet. Ein Beamter des Pentagons bezeichnete dies als eine „Schlinge“.

Seit ich denken kann, wird über Palästina falsch berichtet. Für die BBC gibt es den „Konflikt“ der „zwei Narrative“. Die längste, brutalste und gesetzloseste Militärbesatzung der Neuzeit ist unerwähnbar.

Die geplagten Menschen im Jemen existieren kaum. Sie sind ein mediales Niemandsvolk. Während die Saudis ihre amerikanischen Streubomben abwerfen und britische Berater an der Seite der saudischen Zieloffiziere arbeiten, droht mehr als einer halben Million Kindern der Hungertod.

Diese Gehirnwäsche durch Weglassen ist nicht neu. Das Gemetzel des Ersten Weltkriegs wurde von Reportern unterdrückt, die für ihr Entgegenkommen zum Ritter geschlagen wurden. Im Jahr 1917 vertraute der Herausgeber des Manchester Guardian CP Scott dem Premierminister Lloyd George an: „Wenn die Menschen (die Wahrheit) wirklich wüssten, würde der Krieg morgen beendet werden. Aber natürlich sie wissen es nicht und können es nicht wissen.“

Die Verweigerung, Menschen und Ereignisse so zu sehen, wie die Menschen in anderen Ländern sie sehen, ist ein Medienvirus des Westens, so lähmend wie Covid. Es ist, als ob wir die Welt durch einen einseitigen Spiegel sehen, in dem „wir“ moralisch und gutartig sind und „sie“ nicht. Diese Sichtweise ist zutiefst imperial.

Die Geschichte, die in China und Russland gegenwärtig ist, wird selten erklärt und selten verstanden. Wladimir Putin ist Adolf Hitler. Xi Jinping ist Fu Manchu. Epische Errungenschaften, wie die Beseitigung der bitteren Armut in China, sind kaum bekannt. Wie pervers und erbärmlich das ist.

Wann werden wir es uns erlauben, das zu verstehen? Die Ausbildung von Journalisten im Fabrikstil ist nicht die Antwort. Genauso wenig wie das wundersame digitale Werkzeug, das ein Mittel und kein Zweck ist, wie die Einfinger-Schreibmaschine und die Linotype-Setzmaschine.

In den zurückliegenden Jahren wurden einige der besten Journalisten aus dem Mainstream verbannt. „Defenestrieren“ ist das Wort, das dafür verwendet wird. Die Spielräume, die einst für Außenseiter, für Journalisten, die gegen den Strom schwimmen, für Wahrheitsverkünder, vorhanden waren, haben sich geschlossen.

Der Fall von Julian Assange ist der schockierendste. Solange Julian und WikiLeaks für den Guardian, die New York Times und andere selbstgefällige „Zeitungen von Rang“ Leser und Preise gewinnen konnten, wurde er gefeiert. Als der dunkle Staat sich dagegen wehrte und die Vernichtung von Festplatten und die Zerstörung von Julians Glaubwürdigkeit forderte, wurde er zum Staatsfeind erklärt. Vizepräsident Joe Biden nannte ihn einen „Hi-Tech-Terroristen“. Hillary Clinton fragte: „Können wir diesen Kerl nicht einfach mit einer Drohne töten?“

Die darauf folgende Kampagne der Beschimpfung und Verunglimpfung von Julian Assange — der UN-Berichterstatter über Folter bezeichnete sie als „Mobbing“ — brachte die liberale Presse auf ihren Tiefpunkt. Wir wissen, wer sie sind. Ich betrachte sie als Kollaborateure, als Vichy-Journalisten.

Wann werden echte Journalisten aufstehen?

Ein inspirierender Samisdat existiert bereits im Internet: Consortium News, gegründet von dem großartigen Reporter Robert Parry, Max Blumenthals The GrayzoneMint Press NewsMedia LensDeclassifiedUKAlboradaElectronic IntifadaWSWSZNetICHCounterPunchIndependent Australia, die Arbeit von Chris Hedges, Patrick Lawrence, Jonathan Cook, Diana Johnstone, Caitlin Johnstone und anderen, die mir verzeihen werden, wenn ich sie hier nicht erwähne.

Und wann werden die Schriftsteller aufstehen, wie sie es gegen den aufkommenden Faschismus in den 1930e-Jahren taten? Wann werden die Filmemacher aufstehen, wie sie es in den 1940er-Jahren gegen den Kalten Krieg taten? Wann werden die Satiriker aufstehen, wie sie es vor einer Generation taten?

Ist es nicht an der Zeit, dass diejenigen, die 82 Jahre lang in der offiziellen Version des letzten Weltkriegs gebadet haben, ihre Unabhängigkeit erklären und die Propaganda entschlüsseln? Die Dringlichkeit ist größer denn je.

 


Zum Autor:

John Pilger, gebürtiger Australier, war viele Jahre Auslandskorrespondent und Kriegsreporter und ist heute Autor und Dokumentarfilmer. Er hat zahlreiche internationale Preise gewonnen, darunter die Goldmedaille der United Nations Association. Er ist einer von nur zwei Journalisten, die zweimal zum „Journalist of the Year“, der höchsten Auszeichnung im britischen Journalismus, ernannt wurden. Seinen Dokumentarfilm „Cambodia Year Zero” aus dem Jahr 1979 zählt das British Film Institute zu den zehn wichtigsten Dokumentationen des 20. Jahrhunderts. Sein aktueller Film ist „The Coming War on China“.


Dieser Artikel ist die überarbeitete Fassung einer Ansprache beim diesjährigen Trondheim World Festival, Norwegen, und erschien zuerst am 7. September 2022 unter dem Titel „Silencing the Lambs — How Propaganda Works“ bei Consortiums News. Er wurde vom ehrenamtlichen Rubikon-Übersetzungsteam übersetzt und vom ehrenamtlichen Rubikon-Korrektorat lektoriert.

LION MEDIA – SELENSKIS SIEGESRAUSCH: WIE DER WESTEN IN PUTINS FALLE TAPPT!

Euphorie erfasst Politik und Medien. Der ukrainischen Armee ist es tatsächlich gelungen, einige Gebiete zurückzuerobern. Ist das wohlmöglich der Wendepunkt? Geht der Westen doch als Sieger aus dem Krieg hervor? Ein Blick auf die Karte offenbart Putins Schachzug.

 

 

 

 

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Im Gespräch: Jacques Baud (Ukraine-Krieg, Geheimdienste, Nato und Medien) – Dirk Pohlmann

Der aus Genf stammende Ökonom Jacques Baud war Oberst in der Schweizer Armee und zwischen 1983 und 1990 als Analyst im Schweizer Strategischen Nachrichtendienst für die Streitkräfte des Warschauer Paktes verantwortlich.

Baud war an mehreren UNO-Friedensmissionen beteiligt und in dieser Funktion unter anderem im Kongo, Sudan, Kenia und Afghanistan im Einsatz.

Am Ende seines Mandates wurde er von 2012 bis 2017 von der Schweizer Regierung nach Brüssel abkommandiert, um dort im Auftrag der NATO die Abteilung “Kampf gegen Kleinwaffen und Minen” zu leiten. Der Beginn der Ukrainekrise 2014 fiel also genau in diese Phase.

Krieg und Frieden sind die Lebensthemen des 67jährigen Pensionärs, der heute in Belgien lebt und dort über seine beruflichen Erfahrungen Bücher schreibt.

Im Gespräch mit Dirk Pohlmann liefert Jacques Baud verblüffende Informationen zu den Hintergründen der aktuellen Ukrainekrise, gibt Einblicke in die strategischen Ausrichtungen der NATO und Russland, beleuchtet die Rolle der europäischen Geheimdienste sowie die Zukunft Europas und überrascht mit einem spannenden Erklärungsversuch zur irrationalen Sanktionspolitik des Westens.

 

 

 

 

Inhaltsübersicht:

0:00:00 Beginn und Einleitung

0:00:48 Begrüßung und Vorstellung

0:04:18 Russlands Interesse an einem NATO-Beitritt in den 1990ern.

0:10:11 Bauds erste Einblicke in den Ukraine-Konflikt

0:22:02 Selenskyj zwischen den Stühlen eines gespaltenen Landes

0:37:30 Warum schüttet der Westen Benzin ins Feuer?

0:49:26 Gründe für die irrationale Sanktionspolitik des Westens

0:59:19 Welche Optionen hatte Putin überhaupt?

1:12:13 Die Rolle der europäischen Geheimdienste

1:19:46 Nukleares Schlachtfeld Europa

1:27:28 Strategische Ausrichtung des russischen Militärs

1:37:13 Abschluss und Ausblick

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Kurze Nachrichten

WIE LANGE WOLLEN WIR DAS NOCH MITMACHEN? – Carsten Jahn

Freibäder sollen abgeschaltet werden.
Wir sollen auf warmes Wasser verzichten. Wärmehallen für in Not geratene Bürger.
Alles für die Ukraine? Nein, für die irrsinnigste Ernergiewende aller Zeiten!
Das will Deutschland, so will dieses Land leben (vegitieren)?

Ernst Wolff: Gesara und Nesara [Der aktuelle Kommentar 12.07.22]

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die Abkürzung NESARA steht für National Economic Stabilization and Reformation Act, auf Deutsch: Gesetz zur nationalen wirtschaftlichen Stabilisierung und Reformierung.

Es handelt sich allerdings nicht um ein vom amerikanischen Parlament – dem Kongress – verabschiedetes Gesetz, sondern um den Gesetzesvorschlag eines US-amerikanischen Philosophie-Professors namens Harvey Francis Barnard.

Weiterlesen…

Georgia Guidestones – Mysteriöses DENKMAL Gesprengt! – Verborgene Geheimnisse TV

In den letzten Tage waren die Georgia Guidestones wieder in die Schlagzeilen geraten.
Die Georgia Guidestones sind große Granitplatten, auf denen Botschaften in mehreren Sprachen eingraviert sind. Das Denkmal wurde 1980 von R.C. Christian in Auftrag gegeben. Am 6-7-2022 verwandelte eine Explosion eine der Granitplatten in Schutt und Asche. Wer steckt dahinter?

https://youtu.be/uSneZHtAkVE

Weizen

Was hat Diskriminierung mit Notärzte-Mangel zu tun? | 12. Juli 2022 | www.kla.tv/23050

Der Abgeordnete Mario Lindner (SPÖ) griff in der letzten Nationalratssitzungvor der Sommerpause auch das Thema Notärzte-Mangel auf. Gerhard Kaniak (FPÖ) ergänzte mit einem sehr wesentlichen Aspekt, warum es in Österreich an Notärzten mangelt und wie dem abgeholfen werden könnte.

✓ www.kla.tv/23050

Finnland, Schweden und die Arktis

NATO-Untersuchungsausschuss: Russland ist nicht schuld am Welthunger

in Mantra der transatlantischen Medien-Netzwerke ist, nur wegen der Invasion Russlands musste die Ukraine Häfen verminen. Das ist nicht ganz falsch. Aber: Die Minen schwammen bereits bis nach Istanbul, daher sehen die Türkei und Russland ihre Aufgabe darin, die Hafen-Minen für den zivilen Schiffsverkehr zu räumen. Das erlaubt die Ukraine jedoch nicht, da sie Gefahr wittert, Russland würde sich der Güter des Landes ermächtigen und weitere Teile des Landes erobern. Das wiederum bestreitet Russland und äußert öffentlich, die Räumungen seien an keine Bedingungen geknüpft, auch wenn der westliche Mainstream einen solchen Sachzusammenhang abbildet. Was die westlichen Medien verschweigen ist, dass Präsident Putin einen völlig anderen Umstand beschrieb.

Die westlichen Medien-Oligarchen entwickelten nun das nächste Narrativ. Nämlich, dass Russland nun auch noch am Hunger in der Welt schuld sei.

Weshalb das kompletter Nonsens ist, beleuchtet diese Sendung. Die zur Verfügung stehenden Alternativen werden ausschliesslich durch die fatalen EU-Sanktionsblockaden verursacht. Auch löst der winzige Anteil am Weltexport von Getreide seitens der Ukraine überhaupt keinen Welthunger aus. Die Zahlen sprechen eher für eine jahrelange Vernichtungsstrategie westlicher Staaten, zu vorderst Europa, gegenüber Afrika und seine Autonomie in der Landwirtschaft. Ganz konkret liefert der Ausschuss dazu die Fakten, die Ihnen so noch nicht bekannt sind.

Wilhelm Domke-Schulz (Dokumentarfilmer, Medienwissenschaftler),
Markus Fiedler (Freier Journalist, Biologe und Pädagoge)
Dirk Pohlmann (Chefredakteur Free21, Dokumentarfilmer)
Thomas Röper (Freier Journalist für den Blog „Anti-Spiegel“ in Russland),

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UKRAINE – RUSSLAND – NATO: Geheimdienstinformationen von Harold Turner – Antiilluminaten TV

 

 

 

Quellen:
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„Der 3.Weltkrieg ist möglich…“ – Punkt.PRERADOVIC mit Hannes Hofbauer

Deutschland, Europa, ja die ganze Welt befindet sich im Umbruch und steht vor einer gravierenden Zeitenwende. Wo läuft das hin? Zum Beispiel der Krieg in der Ukraine? Oder die EU mit ihren antidemokratischen Strukturen und Tendenzen? Der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Hannes Hofbauer, auch als Autor und Verleger einer der wichtigsten österreichischen Intellektuellen, analysiert die Gegenwart und wirft einen Blick in eine mögliche Zukunft. Auch einen großen Krieg schließt er nicht aus…

 

 

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X22 Report vom 15.5.2022 – Die Zauberer – Wächter der Intelligenz – [Zwischenwahlen] – Beginnt den Sturm – Episode 2775b

Fakten, die die Medien als Verschwörungstheorie verleugnen

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NATO-oliv-Habeck wird Deutschland ruinieren – Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Der untauglichste Wirtschaftsminister aller Zeiten erweist sich nur als „nützlicher Idiot“ der USA – und treibt Deutschland in die Armut

 

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

 

Ich will Sie nicht vergackeiern“ schleimt Robert Habeck vor hundert Raffinerie-Arbeitern im brandenburgischen Schwedt. Beflissen berichtet die Tagesschau, wie der Grüne Minister für Wirtschaft und Umweltschutz hier einen auf ehrliche Haut macht. Selbstverständlich – wir leben schließlich in einer Informationsdiktatur – schweigt sich die wichtigste TV-Nachrichtensendung der Republik jedoch darüber aus, dass Habeck im Auftrag des „Paten“ in Washington das Gegenteil von dem tut, was er sagt: Er verkauft seine Zuhörer für dumm. Er drängt die deutsche Wirtschaft in den Abgrund. Von charakterlosen Journalisten hochgejubelt, besticht der „Superminister“ leider nur mit fachlicher Ahnungslosigkeit und großer Klappe. Ein anonym gebliebener Parteifreund: „Er hält sich für Gottes Geschenk an die Menschheit. Ja dann …! Dann ist unser reicher und mächtiger Wohlfahrtsstaat wohl bald beim Teufel.

Der ehemalige Schweizer Geheimdienstoffizier und NATO-Berater Jacques Baud erachtet regierende Politiker vom Schlage des Habeck als ein in Kriegszeiten schwerwiegendes Problem des “Wertewestens”:

„… ich glaube, an dem Beispiel der Ukrainekrise sieht man, dass die europäische Führungsebene nicht besser ist als das, was wir in den USA haben. Wahrscheinlich eher noch schlimmer … dass wir Leute haben, die ohne jede Grundlage Entscheidungen treffen, und das ist extrem gefährlich.“ 

Tagesschau-Journalismus und Ehrgefühl schließen sich mittlerweile aus. Die ARD-aktuell-Redakteure bringen Gossen-Propaganda. Andere Blickrichtungen aufs Weltgeschehen als die Washington und Berlin genehmen werden nicht geduldet. Daher unser Begriff „Informationsdiktatur“. Nicht Experten wie Baud kommen zu Wort, auch kein Willy Wimmer (CDU), vormals Staatssekretär im Kabinett Kohl:

Erreicht wurde zugunsten der USA eine Reduzierung des EU-Potentials als Konkurrenz, vor allem bei Deutschland, das verarmen wird.“

Auch die Altersweisheit eines Klaus von Dohnanyi schafft es nicht in die Tagesschau-Nachrichten:

Für Kriege gibt es immer Geld … Alles begann Ende Dezember 2013 mit dem Besuch der US-Außenpolitikerin Victoria Nuland auf dem Maidan in Kiew. Damit drohte der Ukraine das Schicksal von Jugoslawien, Irak, Libyen, Syrien, Afghanistan: blutige Machtergreifung, Zerstörung, Krieg.“

Jederzeit hingegen finden faschistoide Russenhasser und Kriegshetzer wie der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk mediale Aufmerksamkeit, eine Knallcharge, die wegen ihrer gülletriefenden Beschimpfung deutscher Politiker längst hätte heimgeschickt werden müssen. Die Tagesschau wittert Gemeinsamkeiten und hält ihm eilends das Mikrophon hin. In der verworrenen Gedankenwelt dieser Marktschreier wird gegen alle Erfahrung und Vernunft argumentiert und gehandelt. Die andere Seite, die Vladimir Putins oder Gerhard Schröders, sind zu entmenschlichen und zu beseitigen. Weil „Russland diesen Krieg nicht gewinnen darf“. Ein Naturgesetz? Wo steht das geschrieben? In den Programmrichtlinien der öffentlich-rechtlichen-Rundfunkanstalten jedenfalls nicht.

Ethikfreie Gesinnungstäter

Habeck, Baerbock, Strack-Zimmermann und Kanzler Scholz liefern sich einen Wettstreit um die dümmste und gefährlichste politische Aufwartung. Sie versuchen, Deutschland im Auftrag Washingtons zumindest ökonomisch Selbstmord begehen zu lassen. Dem Marionetten-Regime in Kiew Waffen zur Verlängerung des Krieges liefern ist o.k., Öl und Gas aus Russland kaufen ist nicht o.k. Nach diesem neudeutschen Glaubenssatz gelten weder ukrainische Menschenleben etwas noch die vitalen Interessen der deutschen Bevölkerung. Von der friedenspolitischen Tradition, keine Rüstungsgüter in Spannungsgebiete zu liefern, schon gar nicht an Kriegsparteien, haben wir uns zu verabschieden. Habeck und Konsorten wollen es so. Das „Geschenk Gottes an die Menschheit“ sagt unverblümt, was seine ethikfreie Sache ist:

Mit den Waffen, die auch ich, Robert Habeck, in die Ukraine geschickt habe, werden also höchstwahrscheinlich Menschen getötet. Die Entscheidung war trotzdem, gemessen an den Alternativen, notwendig.“ 

Seit Kindesbeinen haben wir gelernt, dass Konflikte nicht mit Schlägereien gelöst werden. Habeck aber behauptet, Töten sei „notwendig“. Der Gedanke, dass es sich bei den meisten Getöteten um „befreundete“ und längst erschöpfte ukrainischen Soldaten handelt, bewegt ihn offenbar nicht. Parole: Weitersterben! Und wie es ohne Gas und Öl aus Russland in Deutschland weitergehen soll, muss er uns auch nicht verraten, wo er doch selbst keinen blassen Schimmer davon hat.

HHabeck, der NATO-oliv-Grüne, zeigt sich immerhin leidensfähig: Er meint, nicht ins Gehör, sondern in eine rückwärtige, weiter südlich gelegene Körperöffnung seines amerikanischen Kriegsherrn hineinkriechen zu müssen. Tief! Tiefer!  Das kommentiert er bei einem USA-Besuch so:

„… Je stärker Deutschland dient, umso größer ist seine Rolle“. 

Und wenn der Dienst in servilen Kriegsdienst entartet, dann findet Habeck das eben alternativlos. Mitte März hatte er noch erklärt:

Wir können nicht in einen Krieg mit Russland ziehen. Wir können keinen Dritten Weltkrieg riskieren.“

Anfang Mai dann seine verbale Volte:

Ich habe keine Angst vor einem Dritten Weltkrieg“.

Wir glauben ihm. Angst vor dem Weltkrieg wäre ein Nachweis von Intelligenz und Empathie. Man möchte auf den Einwurf seines Parteigenossen Fischer zurückgreifen: „Mit Verlaub, Sie sind ein …“. Habeck ist ein unappetitlicher Aufschneider, unfähig, durchdachte und verantwortungsbewusste Entscheidungen in angespannten Krisenzeiten zu fällen. Der dritte Weltkrieg – Schlachtfeld Mitteleuropa – wäre eine Menschheitskatastrophe. Sogar US-amerikanische Experten warnen in ihren Analysen des Ukraine-Konflikts:

USA und NATO haben … in großem Maße dazu beigetragen, eine Krise auszulösen … die zum Dritten Weltkrieg führen könnte. Das wäre das Ende der Welt, wie wir sie kennen. Und wenn die Menschen nicht anfangen, sich auch der Diplomatie zu bedienen, werden wir in den Dritten Weltkrieg stolpern …

Habeck und seine Grünen-Entourage propagieren statt Frieden die Eskalation der Gewalt, gegen die Interessen breiter Teile der Bevölkerung. 

Fatale Fehlbesetzung

Habeck, der waffenschiebende US-Lakai, ist auch als „Superminister“ fatal. Er wollte partout das Doppelamt eines Wirtschafts- und Klimaschutz-Ministers – und hat sich übernommen. Maulheldentum, fehlende ökonomische Kompetenz, Mangel an selbstkritischem Bewusstsein plus Vetterleswirtschaft prägen seinen Regierungsstil. Kaum im Amt, versorgte er zum Beispiel seine Kumpel mit lukrativen Pöstchen. Typisch dafür: die Schwippschwager-Affäre „Graichen/Kellner“.

Kurz vor der Bundestagswahl 2021 sagte Habeck zur ungewöhnlichen Inflationsrate von damals immerhin schon 4,1 Prozent:  

Die Preissteigerungen liegen im Rahmen des Erwartbaren.“ 

Als soziale Gegenmaßnahme versprach Habeck eine „sofortige“ Erhöhung des Mindestlohnes und eine Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze mit einem Sofortzuschlag von 100 Euro. Das war vor der Wahl. Nach der Wahl reichte es nur noch für eine mickrige Mindestlohn-Erhöhung um 1,25 auf 12 Euro, jedoch erst ab Oktober 2022; die Hartz IV Regelsätze dagegen bleiben unverändert.

Die Ärmsten der Gesellschaft leiden aber am meisten unter der Inflation. Die beträgt durchschnittlich bereits 7,5 Prozent, bei Lebensmitteln 8,6 Prozent und bei Energie sogar 35,3 Prozent. Sozialhilfe-Empfänger sollen zwar eine Einmalzahlung von 200 Euro bekommen, allerdings erst am 1. Juli. Aufs Jahr gerechnet sind das monatlich nur rund 17 Euro. Damit lässt sich nicht einmal die Hälfte der Preissteigerungen für Lebensmittel auffangen, der Preisauftrieb geht aber weiter. Schon jetzt muss der Sozialhilfebezieher mit 5 Euro täglich für drei Mahlzeiten auskommen.

Dazu schweigt der werte Wirtschaftsminister Habeck. Es macht halt mehr Spaß, im gepanzerten First-Class-Dienstwagen zu Aufschneider-Partys zu gondeln, als sich um Bedürftige zu kümmern.

Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren (und) Schaden von ihm wenden … werde“.

Auch Habeck hat zu diesem Spruch die Hand gehoben. Der Amtseid hat allerdings nur deklamatorischen Wert. Ihn zu brechen ist nicht strafbar.

Die EU hat bisher 770 Sanktionen über Russland verfügt, die USA mehr als 1000. Für einen erklecklichen Teil hat auch Habeck gestimmt. Als Folge dieses Sanktionsregimes werden wir gigantische volkswirtschaftliche Schäden hinnehmen müssen. Habeck stört das nicht:

Es ist viel Mühe darauf verwendet worden, die Sanktionen so zu formatieren, dass sie möglichst scharf in Russland wirkten und möglichst wenig die deutsche Wirtschaft treffen … ein gewisser Schaden wird natürlich immer bleiben“

tönte er am 23. Februar. Zweieinhalb Monate später sehen wir, was aus den großmäuligen Ansagen geworden ist. Russland zeigt sich von den Sanktionen unbeeindruckt, der Rubel hat an Wert gewonnen. Die russische Wirtschaft wird nicht „ruiniert“ (Baerbock), sie wird vielmehr zielstrebig konvertiert und auf eine Zukunft außerhalb des schrumpfenden Einflussbereichs der USA ausgerichtet. Hingegen ist mehr als ein Drittel der ukrainischen Infrastruktur bereits zerstört (Brücken, Eisenbahnlinien, Straßen, Tanklager); der Wiederaufbau des Staates wird mindestens 600 Milliarden Euro kosten. Nicht die ukrainischen Oligarchen werden diese Unsumme aufbringen, sondern die EU soll/will dafür einstehen, konkret: hauptsächlich der deutsche Steuerzahler. Geht das in die Köpfe?

Massenflucht und Folgekosten

Der grüne Doppelminister Habeck lag mit seiner Einschätzung von Anbeginn daneben: Es bleibt nicht nur bei einem „gewissen Schaden für uns“, sondern wir steuern auf eine Katastrophe zu. In der Ukraine haben bereits fast ein Drittel der Erwerbstätigen ihre Arbeitsplätze verloren. Fünf Millionen Ukrainer sind schon geflüchtet, 600 000 nach Deutschland. Die Zahlen werden steigen. Und sie steigen, je länger sich der Krieg dank der westlichen Waffenlieferungen und Milliardengeschenke noch hinzieht.  

Eine Schätzung der Kosten für die Grundversorgung aller geflüchteten Ukrainer beläuft sich auf 30 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Für Deutschland werden circa 3 Milliarden Euro erwartet. Die Bundesländer rechnen allerdings bereits mit 10 Milliarden Euro. Das Ende ist damit noch längst nicht erreicht. Wegen des Bruchs einiger Lieferketten und des Wegfalls wichtiger Rohstoffe aus Russland sowie wegen der drastischen Kostensteigerungen für Energie werden Stützungsmaßnahmen unumgänglich: mindestens 100 Milliarden Euro, wenn nicht reihenweise Unternehmen pleite und hunderttausende Arbeitsplätze verloren gehen sollen.

Was fällt dem fürs wirtschaftliche Wohlergehen zuständigen Superminister Habeck dazu ein? Dieses

Wir werden uns aber natürlich selbst schaden. Das ist ja völlig klar. Der Sinn von Sanktionen ist, dass eine Gesellschaft, in diesem Fall die europäische Gesellschaft, Lasten trägt. Die Wirtschaft, die Verbraucher, die Konsumenten. Alle werden einen Beitrag leisten müssen. 

Ja da legst di nieder und stehst nimmer auf“, sagt der Bayer. Das kommt davon, wenn man Grüne wählt und zu Ministern macht. Schauen wir mal, was Habeck zu den Sanktionsfolgen noch zu sagen wusste:

Richtig ist selbstverständlich, dass höhere Verbraucherpreise und gerade auch höhere Preise an der Zapfsäule die Menschen sehr unterschiedlich belasten. Menschen, die weniger Geld haben, werden proportional stärker belastet, es sei denn, man gleicht das politisch aus.“

Tja. Es sei denn. Es war bloß bisher nicht. Die Kraftstoff-Preise sind um weitere 70 Prozent gestiegen. Für „politischen Ausgleich“ zu sorgen hatten Herr Minister leider noch keine Zeit. Zu regeln wären im Schnitt 700 Euro Mehrkosten pro Haushalt. Vorgesehen ist zwar eine einmalige Energiekosten-Hilfe von 300 Euro für Arbeitnehmer, die soll aber versteuert werden. Leer ausgehen werden die Rentner, obwohl sie mehrheitlich – Stichwort „Altersarmut“ – eine Energiekosten-Unterstützung besonders dringend bräuchten. Bomben und Panzer für die Ukraine haben demgegenüber Vorrang. Man kann halt nicht alles auf einmal finanzieren.

Viele Mitmenschen heizen ihre Wohnungen noch mit Öl und sind überhaupt nicht in der Lage, von jetzt auf gleich auf Wärmepumpe umzustellen. Für einen 4-Personen-Haushalt und bescheidene 2000 Liter Ölverbrauch entstehen jährlich schon jetzt weitere Mehrkosten von 2000 Euro, Tendenz rasant steigend. Kommt das von Habeck und Baerbock unterstützte Ölembargo der EU gegen Russland tatsächlich zustande, dann werden die Preise geradezu explodieren.

Dabei ist es erst wenige Wochen her, dass Habeck die Idee mit dem Ölembargo noch überhaupt nicht witzig fand. Sein Durchblick reichte allerdings nicht weit. Der EU-Boykott von russischem Öl könne bewirken,  

dass die europäische Wirtschaft wankt, richtig eine schwere Rezession erleidet, und wir damit die anderen Sanktionen gar nicht mehr durchhalten können.“

Schwere soziale Schäden einer Rezession? Egal. Aber wegen „richtig schwerer Rezession“ die Sanktionspolitik gegen Russland nicht mehr durchhalten können, das geht gar nicht. Ist der Mann noch bei Trost?

Seine Besorgnis, die EU würde nach einem Schuss ins eigene Knie Russland nicht mehr richtig trietzen können, hat Habeck inzwischen überwunden. Auch er ist jetzt für den EU-Ölboykott. Und das, obwohl er weiß, dass trotz der drastischen Verteuerung des Öls der Gaspreis weiter daran gekoppelt bleibt, sich Gas also ebenfalls exorbitant verteuert und dann Matthäi am Letzten ist. Und obwohl er wissen müsste, dass Russland aufgrund des EU-Boykotts zwar etwas weniger Öl exportieren wird, dafür aber höhere Preise verlangen kann. Russland dürfte laut dem US-Informationsdienstleister Bloomberg schon jetzt sogar Rekordeinnahmen mit seinen reduzierten Energieexporten erzielen. Ein echtes „Win-Win“ für Moskau, wie der gebildete Ostfriese sagt. Das russische Öl ist nicht per EU-Boykott aus dem Markt zu werfen:  

Es ist unmöglich, die Herkunft von Rohöl, einschließlich des russischen, zu identifizieren, wenn es anderswo raffiniert und als ein Produkt aus diesem Land weiterverkauft wird“,

sagte Shell-Chef Ben van Beurden.Träumt der Grüne Habeck also nur den Traum seiner Parteifreunde weiter, mittels einschneidender Verteuerung des Ölpreises den CO2-Ausstoß zugunsten des Klimaschutzes zu verringern? Träumt er das unter der Daunendecke „Freiheit für die Ukraine“?  

Mach ´nen Diener, Robert

Bückling für Deutschland“ machen, das kann er. Im Golf-Scheichtum Katar suchte Habeck nach teurem Flüssiggas als Ersatz für das wesentlich billigere und ökologisch bessere „Russengas“ aus der Pipeline. Vor dem Emir Al Thani, einem Sklavenhalter und Menschenrechtsverächter der Extraklasse, machte er einen so tiefen Diener, dass sein Kopf fast auf Ebene des Hinterns lag. Der Videoclip mit dieser Szene ist eine arge Peinlichkeit. Doch auf die ARD-aktuell war Verlass: Sie zeigte nicht die originalen Zappelbilder, sondern nur eine überarbeite Version, in der Habeck dem allmächtigen Herrscher noch aufs Kinn sieht und nicht schon auf die Füße. 

Aus der „Energiepartnerschaft“ zwischen Katar und Deutschland wird wahrscheinlich aber nichts, der gewünschte Vertragsabschluss droht zu platzen. Habeck kann seinen Tunnelblick weiterhin auf das Null-Gas/Null-Öl/Null-Kohle-Ziel richten. Bis es erreicht ist, will er die deutsche Energielücke mit dem teureren, schmutzigeren und kalorienärmeren Fracking-Gas aus USA füllen lassen:

Alle Schritte, die wir gehen, verlangen eine enorme gemeinsame Kraftanstrengung aller Akteure und sie bedeuten auch Kosten, die sowohl die Wirtschaft wie auch die Verbraucher spüren. Aber sie sind notwendig, wenn wir nicht länger von Russland erpressbar sein wollen.“

Das freut den Ami. Denn für den wollen wir gerne erpressbar sein. Der importierte im April eine Extraportion russisches Öl und freut sich darüber, wie stumpfsinnig die Berliner Polit-Mollusken ihm trotzdem parieren und selber Sanktionsdisziplin wahren.

Russland ist jetzt auch auf den Geschmack gekommen, sanktioniert nun seinerseits deutsche Gasversorger und schickt kein Gas mehr durch Polen nach Deutschland. Wir brauchen füglich neue Gaslieferverträge, und die werden garantiert noch teurer als alle bisherigen. Durchhalteminister Habeck hat´s geschnallt: „Damit diese Preise erbracht werden können, braucht es finanzielle Garantien, und die werden wir geben.“

Schön schön. Bloß, dass man Gas mit Geld bezahlt und nicht mit Garantien. Neuerdings in Rubel, weil die Russen nicht noch einmal ihre Auslandskonten beklauen lassen wollen. Habeck-Minister gibt es in Moskau nämlich nicht. Solche Typen sitzen dort höchstens in der Poststelle.

Anmerkung der Autoren:

Unsere Beiträge stehen zur freien Verfügung, nichtkommerzielle Zwecke der Veröffentlichung vorausgesetzt. Wir schreiben nicht für Honorar, sondern gegen die „mediale Massenverblödung“ (in memoriam Peter Scholl-Latour). Die Texte werden vom Verein „Ständige Publikumskonferenz öffentlich-rechtlicher Medien e.V.“ dokumentiert: https://publikumskonferenz.de/blog

King Kong trifft Godzilla – Wie ein Comedian die Welt in den Abgrund führt

315 Selenskyj von der Leyen Kiew

(Bild: Netzfund Twitter)

In einem „Zeitalter der totalen Blasphemie“ (Henry Quelcun) darf einen ja nichts mehr wundern. Faszinierend ist es dennoch, wie sich Deutschland gerade für ein Land wie die Ukraine in die Bresche wirft, wo Nationalismus in seiner hässlichsten Form blüht. Wo Bürger anderer Ethnie nicht nur mit Artilleriebeschuss eingedeckt, sondern ihnen sogar ihre Sprache untersagt wird. Könnte es sein, dass der politische „Kampf gegen Rechts“ nur Heuchelei war? Oder wie Prof. Mausfeld es ausdrückte: Dass „der Kampf gegen Rechts in Wirklichkeit ein Kampf gegen Links“ ist?

Doch was kümmert uns in marktkonformer Demokratie unser Geschwätz von gestern? Wir sind ja jetzt „Kriegspartei“, wie Vizekanzler Habeck uns so nebenbei und ganz unbürokratisch erklärt. Da der kollektive Aufschrei gegen diese Ansage ausblieb, wird nun nachgelegt – mit Panzern und schweren Waffen deutscher Manufaktur.  27 Millionen Russen, die im letzten Krieg durch deutsche Waffen getötet wurden, sind offensichtlich nicht genug.

Da uns die anderen seltsamen Einsätze der letzten Jahre, in denen Deutschland Kriegspartei war, bislang in unserem guten & gernen Leben nicht beeinträchtigt haben – weder unser Engagement am Hindukusch noch in Mali konnten uns von Oktoberfest und Malleurlaub abhalten – wird es wohl auch diesmal gutgehen. Wer nicht einmal fähig ist, „barfüßige“ Taliban in Afghanistan zu besiegen, der wird einen Krieg gegen eine Nuklearmacht wie Russland zweifellos mit Links gewinnen. „Dieser Krieg wird auf dem Schlachtfeld gewonnen werden“, verkündete der EU-Chefdiplomat Josep Borrell.    

Für wen wir da überhaupt kämpfen bzw. für wen wir hierzulande frieren und verarmen sollen, so wie es uns unsere Regierenden bereits angekündigt haben? Nun, natürlich für eine ehrenwerte Musterdemokratie, für die jeder anständig geimpfte Bürger seine Hand ins Feuer legen würde. Für eine Oligarchenrepublik, die im globalen Korruptionsindex immerhin Platz 122 von 180 Staaten belegt, nur knapp vor Dschibuti und Sierra Leone (Quelle: statista.com). Wo ein koksender Comedian (hier eine Sicherungskopie des wieder aus dem Netz genommenen Videos) vom Schreibtisch aus verkündet, dass sein Land „bis zum letzten Ukrainer“ gegen Russland kämpfen werde. Ein Comedian, der es seiner im Asow-Stahlwerk bei Mariupol eingeschlossenen Brigade nicht erlaubt, sich zu ergeben, obwohl der Kommandant dieser Brigade mitteilt, dass 500 seiner knapp über tausend Soldaten verwundet sind (Quelle: youtube), außerdem Munition und Essen ausgehen.

Dass es überhaupt vollkommener Wahnsinn ist, Bodentruppen gegen einen Gegner zu verheizen, der die Lufthoheit innehat, will man im Kreise des gelernten Schauspielers nicht einsehen. Selenskyj darf jetzt die Rolle seines Lebens spielen. Derselbe Ghostwriter, der ihm schon die Texte zu seiner beliebten Comedy-Show „Diener des Volkes“ geschrieben hat, schreibt ihm nun die leidenschaftlichen Appelle, mit denen er virtuell durch die europäischen Parlamente tingelt, um für einen Kriegseintritt der NATO, also für den dritten Weltkrieg zu werben. Ganz Europa und die westliche Welt jubelt ihm zu und feuert ihn an. Und selbst wenn er vorher selbst nicht an seine eigene Propaganda geglaubt hätte, spätestens seit  Einsetzen des Turbogebläses der westlichen Medien hinter seinem Rücken kann er nicht mehr anders als daran zu glauben.

Friedensgespräche? – Wurden von Boris Johnson und anderen NATO-Beratern untersagt, bevor die Ukraine mit Russland „aus einer Position der Stärke heraus“ verhandeln kann. Auch die Friedensnobelpreis-EU unter Kommissionspräsidentin von der Leyen hat eine sich anbahnende Friedensvereinbarung umgehend sabotiert, indem sie wenige Stunden nach Verkündigung einer möglichen Einigung sofort ein mehrere hundert Millionen Euro schweres Waffen-Finanzierungspaket bereitgestellt hat. Selenskyj, der nun von seinen westlichen Freunden zwei Milliarden [Update 28.04.2002: fünf Milliarden] Dollar pro Monat fordert, um den Krieg weiterführen zu können, befindet sich mittlerweile auf einem Trip in Gefilden, die selbst für schwere Kokser zu Lebzeiten nicht erreichbar sind. Flankiert von den mächtigsten Männern und Frauen dieser Welt, geschmückt mit Fahnen und Insignien der Macht, mit geschwellter Brust stolz posierend für Fotos, die dann um die Welt gehen und für die er vom Twittermob tausendfaches Echo und Schulterklopfen für den Endsieg erhält, ist der Komödiant mittlerweile in einem Zustand der Hybris angekommen, gegen den sich Böhmermann & Co. wie Waisenknaben ausnehmen.

In diesem Zustand kann er gar nicht anders als „bis zum letzten Ukrainer“ zu kämpfen. Denn bliebe auch nur ein einziger Ukrainer übrig, dann würde er ihn für das, was er seinem Land angetan hat, letztlich lynchen. Er muss also alle, denen etwas an der Ukraine liegt, nötigenfalls opfern, um dann in Ruhe sein Offshore gelagertes Millionenvermögen genießen zu können. Für den trojanischen Pferdedienst, den er den NATO-Mächten liefert, spendieren diese ihm wohl auch zweifellos eine neue Identität inklusive Gesichtschirurgie.

Was für eine atemberaubende Erfolgsgeschichte. Ein Komödiant, der in seiner Laufbahn an sich noch nichts geleistet hat, außer dass er von einem russlandhassenden Oligarchen ins Amt gehievt wurde, während seiner Amtszeit sein Land an fremde Interessen verkauft und abgewirtschaftet hat, die Unterwanderung der Regierung und des Militärs durch faschistische, teilweise offen neonazistische Kräfte zugelassen hat, deren fortwährendem Mord-, Terror- und Folterhandwerk gegen die russischsprachige Bevölkerung im Osten des Landes er tatenlos zugesehen, die Minsker Friedensvereinbarungen sabotiert und der zivilen Bevölkerung des Donbass kaum eine Atempause gegönnt hat, in der sie nicht von ukrainischer Artillerie, Panzern und Kampfflugzeugen unter Beschuss genommen wurde. Insgesamt waren während der Regierungszeit von Poroschenko und Selenskyj bereits vor Ausbruch des Krieges mit Russland 14.000 Tote zu verzeichnen, von denen ca. 70% zulasten des Donbass gehen.

Angesichts dieser Bilanz also kein Wunder, dass Ursula von der Leyen diesen politischen Wunderknaben bei ihrem jüngsten Besuch in Kiew mit beiden Händen überschwänglich und innig begrüßt hat wie einen verlorenen Sohn, nach dem sie lange gesucht hat und den sie nun endlich wiedergefunden hat.

Lässt man sich nicht von den adretten Aufzügen und Pokerfaces ablenken, wie sie in der oberen NATO-Liga zweifellos professionell beherrscht werden, dann kann einem bei dieser Begegnung allerdings mulmig werden. Wie mir ein Maler einmal erklärt hat, sind die Hände meistens schlauer als der Kopf. Oder mit Rilke gesprochen: Wahrer. Blendet man nun die lächelnde Szenerie und Fotografengewitter aus und sieht sich nur dieses Detail der Handreichung an, dann kann man bereits eine Geste wahrnehmen, die alles andere als frei und herzlich ist, sondern die eher antipathisch und verkrampft bis hin zu verkrallt wirkt. Doch auch das ist noch ein äußerer, wenngleich etwas gezielterer Eindruck. Schließt man dann die Augen und lässt das Ganze in Ruhe auf sich wirken, dann erscheint es noch grauseliger. Dann kann einem ebenso warm ums Herz werden wie bei der Beobachtung einer Begegnung von King Kong und Godzilla, die sich vergnügt schmunzelnd die Hände reichen, in Vorfreude auf die zahllosen Hochhäuser und Städte, die sie demnächst in Teamwork zermalmen werden, während Menschen auf den Straßen wie Ameisen panisch um ihr Leben laufen.

Doch hören wir auf, dem Guten & Gernen auf den Zahn zu fühlen. Ehre, wem Ehre gebührt. Für seine herausragenden Leistungen hat Selenskyj nun den deutschen Medienpreis als „Kämpfer für Freiheit und Demokratie“ erhalten. Die von ihm erkämpfte Freiheit ist eine konsequente: Ohne Gerichtsbeschluss, einfach per autokratischer Anordnung, hat er sämtliche oppositionelle Parteien ebenso wie alle freien Medien verboten. Viele Oppositionelle verschwinden oder werden unter rätselhaften Umständen tot aufgefunden. „Wieder ein Verräter weniger“, kommentierte Selenskyj lapidar den jüngsten dieser Morde. Wo kämen wir denn da auch hin, wenn sich von seiten der Opposition die Stimme der Vernunft erhebt, um diesen aussichtslosen NATO-Stellvertreterkrieg  „bis zum letzten Ukrainer“ vorzeitig zu beenden?

Dann wäre das Spiel nach Brzezinskis Drehbuch, in das die USA laut eigenem Bekunden bisher 6 Milliarden Dollar investiert haben, ja zu Ende. Und die glorreichen Pläne des ukrainischen Regimes wären gescheitert. Denn wie der ukrainische Präsidentenberater Alexej Arystowitsch bereits 2019 in einem Interview offen bekundet hat, gab es hinter dem Vorhang gewisse Absprachen: Für eine Aufnahme in die NATO sei ein „großer Krieg mit Russland“ die Voraussetzung. Auf die Frage, was für die Ukraine am Besten sei, antwortet Selenskyjs Berater: „Natürlich ein großer Krieg mit Russland!“ – Ein Krieg, den er im Übrigen vor drei Jahren für 2022 datiert hat.

 


Nachtrag 02.05.2022: Lt. Recherchen des Stern sind die Kokslinien im oben genannten Video vermutlich gefälscht. Es existiert jedoch ein ebenfalls aus dem Netz genommenes Interview mit Selenskyj älteren Datums, in dem er mit eigenen Worten bekundet, dass er die „Energie“, die ihm Koks „bis zum Abend“ liefere, sehr schätze. Es wäre verwunderlich, wenn er gerade jetzt, wo er für seinen NATO-gesponserten Marathon alle verfügbare Energie benötigt, auf diesen Treibstoff verzichtet und beschlossen hätte, clean zu sein.

Atomkrieg in Geutschland – Leider keine Satire

DIE BRD STELLT FÜR DIE USA NUR ATOMARES BRENNMATERIAL IM STELLVERTRETERKRIEG GEGEN RUSSLAND DAR

Im Interview erklärt der Politologe und Publizist Hermann Ploppa Hintergründe zum Konflikt in der Ukraine. Die Sicherheitsinteressen Russlands seien in der Vergangenheit mit Füßen getreten worden. Eine rote Linie habe nicht nur die US-Administration, sondern auch Moskau. Diese wurde in den letzten Jahren stetig missachtet, wie Ploppa betont. Auch sind die USA gerade dabei, das „Dark Eagle System“ für einen atomaren Erstschlag gegen Russland in der Ukraine zu installieren. Auf diese ständigen Grenzüberschreitungen musste Putin nun reagieren, es sei ein Wunder gewesen, dass er seit Ausbruch des Krieges 2014 überhaupt so lange ruhig geblieben sei.

BOSCHIMO DES TAGES 19.04.2022

BOSCHIMO DES TAGES 19.04.2022

WORTBRUCH, LÜGE UND VERRAT DES WESTENS – SEIT DEM 24. FEBRUAR 2022 SCHIESST RUSSLAND ZURÜCK

Diese ZDF-Dokumentation vom 11. April 2022 ist zwar voll von Hetze und Lüge gegen Russlands Präsident Putin, aber sie enthüllt dennoch in den maßgeblichen Sequenzen die Wahrheit über die Kriegs- und Vernichtungsabsichten des Westens gegenüber Russland.
Es wird eingestanden, dass Amerika 2004 damit begann, Russland zu Tode zu rüsten. US-Präsident Bush wollte mit dem neuen Wettrüsten das gerade wiedererstandene, unabhängige Russland, zu Fall bringen. Es wird eingestanden, dass Russland bei diesem Wettrüsten gar nicht mithalten konnte, und trotzdem ist Russland der Feind und Aggressor, gemäß der westlichen Sprachregelung.
Putin wird gefragt, ob er vergaben kann, worauf er wie folgt antwortete: „Ja, aber nicht alles.“ Auf Nachfrage, was er nicht vergeben könne, antwortete er mit einem Wort: „Verrat“!
Der Höhepunkt der Chuzpe in dieser Bluthetze gegen Russland, mit der sie sich aber in Sequenzen selbst entlarven, lautet: „Putin setzt mit allen Mitteln die russischen Interessen durch“!
Wenn das der Westen tut, und zwar seit über 20 Jahren, mit dem Ziel der Vernichtung Russlands, dann ist das eine Heldentat. Wenn es Russland tut, um unabhängig zu bleiben, ist es ein Verbrechen.
Putin hat mit seiner Antwort an den Westen gewartet, bis China bereit war, an Russlands Seite in den Verteidigungskrieg gegen den Westen einzutreten. Der Pakt zwischen Russland und China wurde am 4. Februar 2022 unterzeichnet.
Seit dem 24. Februar 2022 schießt Russland zurück!

 

 

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Weiterführende Dokumentation stets unter:
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und

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Anti-Spiegel – Die brandgefährliche Politik Polens

Ich habe schon berichtet, dass die polnische Regierung es anscheinend auf den Ausbruch eines großen Krieges in Europa anlegt, wenn sie sogar eine direkte Konfrontation mit den russischen Streitkräften sucht, indem sie den Einsatz von „NATO-Friedenstruppen in der Ukraine fordert. Bislang konnten die USA das verhindern, indem sie klar gemacht haben, dass Polen alleine natürlich machen kann, was es will, es aber in einem solchen Fall nicht auf den Beistand der NATO zählen kann, weil ein Zusammenstoß mit russischen Truppen unter solchen Bedingungen kein russischer Angriff auf Polen wäre.

6https://youtu.be/F95jvPRZp28

Nachrichten AUF1 vom 24. März 2022

24.03.2022 / Die wichtigsten Nachrichten des Tages. Die täglichen „Nachrichten AUF1“ werden präsentiert von Nora Hesse, Vivien Vogt, Tina Gloria Wenko, Isabelle Janotka und Bernhard Riegler

Österreich: Corona-Zwangsmaßnahmen gehen ohne faktische Begründung weiter + „Europa braucht die NATO nicht“: Johannes Hübner (FPÖ) im AUF1-Exklusivinterview + Und: E-Autos halten nicht, was ihre Propagandisten versprechen

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LION MEDIA – FALSE FLAG-ALARM: BIDEN WARNT VOR CHEMIEWAFFEN-ANGRIFF!

Es wird immer offensichtlicher, dass die Ukraine den Krieg ohne die Unterstützung des Westens nicht mehr gewinnen kann, doch bisher fehlt der NATO die Grundlage für den Kriegseintritt. Plötzlich ertönen nun Warnungen vor Putins Chemiewaffen, deren Einsatz laut Biden kurz bevorstehen könnte…

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Walzer in den Abgrund (Chris Hedges)

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Artikel von Chris Hedges, ehem. New York Times-Journalist und Pulitzer-Preisträger, veröffentlicht unter dem Titel “Waltzing to Armageddon“ auf consortiumnews.com am 15.03.2022, deutsche Übersetzung im Volltext bei nachdenkseiten.de:

Auszug:

Die Entscheidung, am Ende des Kalten Krieges die Möglichkeit einer friedlichen Koexistenz mit Russland auszuschlagen, ist eines der ungeheuerlichsten Verbrechen des späten 20. Jahrhunderts. (…) Diese Provokation, ein Bruch des Versprechens, die NATO nicht über die Grenzen eines vereinten Deutschland hinaus zu erweitern, bestand darin, Polen, Ungarn, die tschechische Republik, Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, Albanien, Kroatien, Montenegro und Nord-Mazedonien in das westliche Militärbündnis aufzunehmen.

Dieser Verrat wurde durch die Entscheidung gefestigt, NATO-Truppen, darunter Tausende von US-Soldaten, in Osteuropa zu stationieren – eine weitere Verletzung einer Vereinbarung zwischen Washington und Moskau. Die russische Invasion in die Ukraine, vielleicht ein zynisches Ziel der westlichen Allianz, festigt nun eine sich erweiternde und wiedererstarkende NATO und einen grassierenden, unkontrollierbaren Militarismus. (…)

Der Frieden wurde für eine globale US-Hegemonie geopfert. Er wurde für die Milliarden-Profite der Rüstungsindustrie geopfert.

(…)
Staaten rüsten fieberhaft auf, drohen mit dem Atomkrieg. Sie rüsten sich für das Schlimmste und bewirken damit, dass das Schlimmste passieren wird.  (…) Es ist kollektiver Wahnsinn. Der Marsch in einen langwierigen Konflikt mit Russland und China wird nach hinten losgehen. (…) Ich nehme an, dass die Finanzsanktionen, mit denen man Russland lahmlegen will, der Mechanismus sein werden, der die Amerikaner umbringt, wenn nicht sogar einen Atomkrieg auslöst.

(…)
Die Entscheidung, die russische Wirtschaft zu zerstören, den Ukraine-Krieg zur Falle für Russland zu machen und die Herrschaft von Wladimir Putin zu stürzen, wird die Büchse der Pandora öffnen. Die Manipulation der Bevölkerung in einem gigantischen Ausmaß – man denke an Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen oder Vietnam – hat seine eigene Zentrifugalkraft. Sie wird jene, die Gott spielen, zerstören.

Der Ukraine-Krieg bringt die letzten Reste der Linken zum Schweigen. Fast jeder schließt sich taumelnd dem großen Kreuzzug gegen die jüngste Verkörperung des Bösen, Wladimir Putin, an, der – wie all unsere Feinde – der neue Hitler geworden ist. (…)  Das ist ein Rezept für einen globalen Krieg. Die Geschichte sowie alle Konflikte, über die ich als Kriegsberichterstatter berichtet habe, haben gezeigt, dass es oft wenig braucht, um den Scheiterhaufen anzuzünden, wenn Militärgehabe beginnt.

(…)
Die Dr. Strangeloves, die sich wie Zombies aus den Massengräbern erheben, die sie rund um den Globus geschaffen haben, sind wieder einmal dabei, neue Kampagnen der industriellen Massenschlachtung in Gang zu setzen. Keine Diplomatie. Kein Versuch, die legitimen Beschwerden unserer Gegner anzusprechen. Keine Eindämmung des grassierenden Militarismus. Keine Fähigkeit, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen. Keine Fähigkeit, die Realität außerhalb der Grenzen des binären Schemas von Gut und Böse zu verstehen. Kein Verständnis für die Katastrophen, die sie jahrzehntelang orchestriert haben. Keine Fähigkeit dazu, Mitleid oder Reue zu empfinden.

(…)
Jeder Widerspruch wird Verrat sein. Die Jungen werden für die ausgelutschte Rhetorik von Ruhm, Ehre und Vaterland geopfert. Die Schwachen werden leiden und sterben. Die einzig wahren Patrioten werden Generäle, Kriegsgewinnler, Opportunisten, Höflinge in den Medien und Demagogen sein, die nach immer mehr Blut brüllen. Die Todeshändler herrschen wie Olympische Götter. Und wir, eingeschüchtert von der Angst, trunken durch den Krieg, erfasst von einer kollektiven Hysterie, schreien nach unserer eigenen Vernichtung.

(Bild: Pixabay)

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